Die Epistel des Apostels Paulus an die Römer.

Römer 01

1 Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, abgesondert zum Evangelium Gottes,
2 (welches Er zuvor durch Seine Propheten in heiligen Schriften verheißen hat),
3 über Seinen Sohn - (der dem Fleische nach aus dem Samen Davids geworden ist,
4 dem Geiste der Heiligkeit nach, als Sohn Gottes in Kraft erwiesen durch Toten-Auferstehung), -
Jesum Christum, unsern Herrn; -
5 (durch welchen wir Gnade und Apostelamt zum Glaubens-Gehorsam unter allen Nationen für
Seinen Namen empfangen haben.
6 Unter welchen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi); -
7 allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen, die zu Rom sind: Gnade euch und Friede von Gott,
unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo. –
8 Auf´s Erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer Aller halben, daß euer Glaube in der
ganzen Welt verkündigt wird.
9 Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich in meinem Geiste diene in dem Evangelium Seines Sohnes,
wie unablässig ich eurer erwähne;
10 allezeit in meinen Gebeten flehend, ob mir endlich einmal durch den Willen Gottes ein guter Weg
gebahnt werde, zu euch zu kommen.
11 Denn mich verlangt, euch zu sehen, auf daß ich euch etwas geistlicher Gnadengabe mitteile, damit
ihr fest gegründet werdet; -
12 das ist aber, daß ich samt euch in eurer Mitte durch euren und meinen Glauben, den wir
untereinander haben, getröstet werde.
13 Ich will aber, daß euch nicht unbekannt sei, Brüder, daß ich mir oft vorgesetzt habe, zu euch zu
kommen, - und bisher verhindert bin, - auf daß ich auch unter euch einige Frucht haben möchte,
gleichwie auch unter den übrigen Nationen.
14 Ich bin Schuldner, sowohl den Griechen als den Barbaren, sowohl den Weisen als den
Unverständigen.
15 Ebenso bin ich, so viel an mir ist, bereitwillig, auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen.
16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist die Kraft Gottes zum Heil jeglichem
Glaubenden, - erst dem Juden, und auch dem Griechen.
17 Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben; wie denn geschrieben
steht: "Der Gerechte aber wird aus Glauben leben." –
18 Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel über alle Gottlosigkeit, - und Ungerechtigkeit der
Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit besitzen;
19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist; denn Gott hat es ihnen offenbart; -
20 (denn die unsichtbaren Dinge von Ihm, das ist, Seine ewige Kraft und Gottheit, von der Schöpfung
der Welt an in den gemachten wahrgenommen, werden geschaut), - also daß sie keine Entschuldigung
haben; -
21 weil sie, Gott kennend, Ihn als Gott weder verherrlicht, noch Ihm Danksagung dargebracht haben,
sondern in ihrem Dichten eitel geworden sind, und ihr unverständiges Herz verfinstert ward;

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22 sich für weise ausgebend, sind sie zu Narren geworden,
23 und habe die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes in die Gleichheit eines Bildes des
verweslichen Menschen, und der Vögel, und der vierfüßigen und kriechenden Tiere verwandelt.
24 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen zur Unreinigkeit, ihre Leiber
unter sich selbst zu schänden;
25 welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst
geleistet haben, als dem Schöpfer, welcher gesegnet ist in die Zeitalter. Amen.
26 Deswegen hat sie Gott zu schändlichen Leidenschaften dahingegeben. Denn ihre Weiber haben den
natürlichen Gebrauch in den unnatürlichen verwandelt;
27 und desgleichen die Männer, den natürlichen Gebrauch des Weibes verlassend, sind in ihrer
Wollust zueinander entbrannt, - Männer mit Männern Schande treibend, und den gebührenden Lohn
ihres Irrtums an sich selbst empfangend.
28 Und gleichwie sie es nicht für gut fanden, Gott in Erkenntnis zu haben, hat Gott sie zu einem
unverständigen Sinn dahingegeben, zu tun, was sich nicht geziemt;
29 erfüllt von aller Ungerechtigkeit, Hurerei, Bosheit, Geiz, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord,
Streit, List, Tücke;
30 Ohrenbläser, Verleumder, Gotteshasser, Schmäher, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge,
Eltern Ungehorsame, Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unversöhnliche,
Unbarmherzige,
31 die - wiewohl Gottes Urteil wissend, daß die, welches solches tun, des Todes würdig sind - es nicht
allein tun, sondern auch Wohlgefallen an Denen haben, welche es tun.

Römer 02

1 Darum bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, wer du auch seiest, der da richtet. Denn worinnen
du den Andern richtest, verdammest du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe.
2 Wir wissen aber, daß das Gericht Gottes nach der Wahrheit über die ist, welche Solches tun. –
3 Denkst du dieses aber, o Mensch, der du Die richtest, welche Solches tun, und tust dasselbe, daß du
dem Urteil Gottes entkommen werdest?
4 Oder verachtest du den Reichtum Seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut, nicht wissend, daß
dich die Güte Gottes zur Buße leitet;
5 häufest dir aber selber nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen Zorn für den Tag
des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes?
6 Welcher Jeglichem nach seinen Werken vergelten wird:
7 Denen, die mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen, -
ewiges Leben;
8 Denen aber, die streitsüchtig und der Wahrheit ungehorsam, der Ungerechtigkeit aber gehorsam sind
- Grimm und Zorn.
9 Trübsal und Bedrängnis über jede Seele des Menschen, der das Böse wirkt, sowohl zuerst des Juden,
als auch des Griechen; -
10 Herrlichkeit aber und Ehre und Frieden Jedem, der das Gute wirkt, sowohl zuerst dem Juden, als
auch dem Griechen;
11 denn es ist kein Ansehen der Person bei Gott.

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12 Denn so Viele ohne Gesetz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz umkommen; und so Viele
unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden, -
13 (denn nicht die Hörer des Gesetzes sind vor Gott gerecht, sondern die Täter des Gesetzes werden
gerechtfertigt werden.
14 Denn wenn die Nationen, welche kein Gesetz haben, von Natur die Dinge des Gesetzes tun, - diese,
die kein Gesetz haben, sind sich selbst ein Gesetz;
15 als welche des Gesetzes Werk, geschrieben in ihren Herzen, zeigen, indem ihr Gewissen mitzeugt,
und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen;) –
16 an dem Tage, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesum Christum richten wird nach
meinem Evangelium.
17 Wenn du dich aber Jude nennst, und dich auf das Gesetz verlässest, und dich Gottes rühmst,
18 und den Willen kennst, und das Vorzüglichere unterscheidest, indem du aus dem Gesetz
unterrichtet bist,
19 und überredest dich selbst, ein Leiter der Blinden, ein Licht Derer, die in der Finsternis sind,
20 ein Züchtiger der Törichten, ein Lehrer der Unmündigen zu sein, der die Form der Erkenntnis und
der Wahrheit im Gesetz habe; -
21 Der du denn einen Andern lehrst, - du lehrst dich selbst nicht? Der du predigst, nicht zu stehlen, -
du stiehlst?
22 Der du sagst, nicht zu ehebrechen, - du brichst die Ehe? Der du die Götzenbilder für GreuelGräuel
hältst, - du begehst Tempelraub?
23 Der du dich Gesetzes rühmst, - du entehrst Gott durch Übertretung des Gesetzes? –
24 Denn eurethalben wird Gottes Name unter den Nationen gelästert, wie geschrieben steht.
25 Denn Beschneidung ist wohl nütze, wenn du das Gesetz tust; wenn du aber ein Gesetzes-Übertreter
bis, so ist deine Beschneidung Vorhaut geworden.
26 Wenn nun die Vorhaut die Rechte des Gesetzes hält, wird nicht seine Vorhaut für Beschneidung
gerechnet werden?
27 Und die Vorhaut von Natur, die das Gesetz erfüllt, wird dich richten, der du mit Buchstaben und
Beschneidung ein Gesetzes-Übertreter bist.
28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch die äußerliche Beschneidung im Fleisch -
Beschneidung;
29 sondern der ist ein Jude, der es im Verborgenen ist, und die wahre Beschneidung ist die des
Herzens im Geist, nicht im Buchstaben, dessen Lob nicht von Menschen, sondern von Gott ist.

Römer 03

1 Was ist denn nun der Vorzug des Juden? oder was ist der Nutzen der Beschneidung? –
2 Viel, auf alle Weise. Denn zuerst sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut.
3 Denn wie, wenn Etliche nicht geglaubt haben, - sollte ihr Unglaube Gottes Treue aufheben? –
4 Das sei ferne! Gott aber sei wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner; wie geschrieben steht: "Daß du
gerechtfertigt seiest in Deinen Worten, und überwindest, wenn Du gerichtet wirst."
5 Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit erweist, was wollen wir sagen? Ist Gott
ungerecht, daß Er Zorn verhängt? (Ich rede nach Menschen-Weise).
6 Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?

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7 Denn wenn die Wahrheit Gottes durch meine Lüge überströmender wird zu Seiner Herrlichkeit, -
warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet?
8 und nicht, (wie wir gelästert werden, und wie Einige sagen, daß wir sprechen): Laßt uns Übels tun,
auf daß Gutes komme; - welcher Urteil ganz recht ist.
9 Wie nun? Haben wir einen Vorzug? - In keiner Weise; denn wir haben droben bewiesen, daß sowohl
Juden als Griechen alle unter der Sünde sind;
10 wie geschrieben steht: "Da ist nicht ein Gerechter, auch nicht Einer;
11 da ist nicht, der verständig ist; da ist nicht, der Gott sucht.
12 Sie sind Alle abgewichen und allesamt untauglich geworden; da ist nicht, der Gutes tut, auch nicht
Einer."
13 "Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen haben sie trüglich gehandelt." "Basiliskengift
ist unter ihren Lippen."
14 "Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit."
15 "Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen;
16 in ihren Wegen ist Verwüstung und Elend,
17 und den Weg des Friedens haben sie nicht gekannt."
18 "Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen."
19 Wir aber wissen, daß Alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind; auf daß
jeder Mund verstopft werde, und die ganze Welt Gott schuldig sei.
20 Darum kann kein Fleisch vor Ihm aus Gesetzes Werken gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz
kommt Erkenntnis der Sünde.
21 Nun aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit offenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die
Propheten,
22 nämlich Gottes Gerechtigkeit durch Glauben an Jesum Christum zu Allen hin, und auf Alle, welche
glauben. Denn es ist kein Unterschied;
23 denn Alle haben gesündigt, und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes,
24 und werden aus freier Gabe durch Seine Gnade gerechtfertigt, durch die Erlösung, die in Christo
Jesu ist;
25 welchen Gott vorgestellt hat zu einem SühnmittelGnadenstuhl, durch den Glauben an Sein Blut, zur
Erweisung Seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der früher geschehenen Sünden unter der
Nachsicht Gottes;
26 zur Erweisung Seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß Er gerecht sei, und Den rechtfertige,
der des Glaubens an Jesum ist.
27 Wo ist denn der Ruhm? - Er ist ausgeschlossen. - Durch welches Gesetz? Der Werke? - Nein,
sondern durch das Gesetz des Glaubens.
28 Denn wir urteilen, daß ein Mensch durch den Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzes Werke.
29 Ist Gott der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? – Ja freilich, auch der Nationen;
30 indem es ein Einiger Gott ist, der die Beschneidung aus Glauben, und die Vorhaut durch den
Glauben rechtfertigen wird.
31 Heben wir denn nun Gesetz durch den Glauben auf? - Das sei ferne! sondern wir bestätigen Gesetz.

Römer 04

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1 Was wollen wir denn sagen, daß unser Vater Abraham nach dem Fleische gefunden habe?
2 Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt ward, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott.
3 Denn was sagt die Schrift? - "Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit
gerechnet."
4 Dem aber, der wirkt, wird der Lohn nicht nach Gnade gerechnet, sondern nach Schuldigkeit;
5 Dem aber, der nicht wirkt, aber an Den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur
Gerechtigkeit gerechnet.
6 Gleichwie auch David von der Glückseligkeit des Menschen spricht, welchem Gott Gerechtigkeit
ohne Werke zurechnet:
7 "Glückselig sind, denen ihre Gesetzlosigkeiten vergeben, und deren Sünden bedeckt sind!
8 Glückselig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnen wird!"
9 Diese Glückseligkeit nun, geht sie auf die Beschneidung oder auch auf die Vorhaut? Denn wir
sagen, daß der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet worden ist.
10 Wie ward er ihm denn zugerechnet? Da er in Beschneidung, oder in Vorhaut war? - Nicht in
Beschneidung, sondern in Vorhaut;
11 und er empfing das Zeichen der Beschneidung zum Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, welchen
er in der Vorhaut hatte, daß er Vater Aller sein sollte, die in Vorhaut glauben, auf daß auch ihnen die
Gerechtigkeit zugerechnet würde;
12 und Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die von der Beschneidung sind, sondern auch derer,
die in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham in der Vorhat hatte, wandeln.
13 Denn nicht durch Gesetz ward dem Abraham oder seinem Samen die Verheißung, daß er der Welt
Erbe sein sollte, sondern durch Glaubens-Gerechtigkeit.
14 Denn wenn Die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube zunichte gemacht, und die Verheißung
aufgehoben.
15 Denn das Gesetz wirkt Zorn; denn wo kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.
16 Deshalb ist es aus Glauben, auf daß es nach der Gnade sei, daß die Verheißung dem ganzen Samen
fest sei, - nicht allein dem, der vom Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist,
welcher unser Aller Vater ist
17 (wie geschrieben steht: "Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt;" vor Gott, dem er
geglaubt hat, der die Toten lebendig macht, und das nicht Seiende ruft, als seiend;
18 welcher wider Hoffnung auf Hoffnung geglaubt hat, so daß er ein Vater vieler Nationen wurde; wie
gesagt ist: "Also soll dein Same sein." –
19 Und nicht schwach im Glauben, sah er nicht an seinen eigenen Leib, welcher schon erstorben war,
weil er fast hundert Jahre hatte; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sarah;
20 und zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern ward stark im Glauben,
Gott die Ehre gebend;
21 und war der vollen Gewißheit, daß Er, was Er verheißen hat, auch zu tun vermöge.
22 Darum ist es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet.
23 Es ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, daß es ihm zugerechnet wurde,
24 sondern auch um unsertwillen, welchen es zugerechnet werden soll, die wir an Den glauben, der
Jesum, unsern Herrn, von den Toten auferweckt hat;
25 welcher unserer Übertretungen wegen dahingegeben, und unserer Rechtfertigung wegen
auferweckt ist.

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Römer 05

1 Gerechtfertigt also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum,
2 durch welchen wir mittelst des Glaubens auch Zugang haben zu dieser Gnade, in welcher wir stehen,
und rühmen uns in Hoffnung der Herrlichkeit Gottes.
3 Und nicht allein das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, wissend, daß die Trübsal
Ausharren wirkt;
4 das Ausharren aber Erfahrung; die Erfahrung aber Hoffnung;
5 die Hoffnung aber läßt nicht beschämt werden; denn die Liebe Gottes ist in unsere Herzen
ausgegossen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.
6 Denn Christus, da wir noch schwach waren, ist zu seiner Zeit für Gottlose gestorben.
7 Denn kaum wird Jemand für einen Gerechten sterben; (denn für einen Gütigen möchte vielleicht
Jemand zu sterben wagen.)
8 Gott aber erweist Seine eigene Liebe gegen uns, indem Christus, da wir noch Sünder waren, für uns
gestorben ist.
9 Vielmehr denn, da wir jetzt durch Sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch Ihn von dem Zorn
errettet werden.
10 Denn wenn wir, da wir Feinde waren, Gott durch den Tod Seines Sohnes versöhnt wurden,
vielmehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch Sein Leben errettet werden.
11 Und nicht allein das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesum Christum,
durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben.
12 Deshalb, wie durch Einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist, und durch die Sünde der
Tod, und also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, indem sie alle gesündigt haben. –
13 (Denn bis zu dem Gesetz war die Sünde in der Welt; - wo aber kein Gesetz ist, da wird die Sünde
nicht zugerechnet.
14 Aber der Tod herrschte von Adam an bis auf Moses, selbst über die, welche nicht gesündigt hatten
in der Gleichheit der Übertretung Adams, welcher ein Vorbild des Zukünftigen ist.
15 Nicht aber wie die Übertretung, also auch die Gnadengabe; denn wenn durch des Einen
Übertretung die Vielen gestorben sind, so ist vielmehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade,
welche Eines Menschen, Jesu Christi, ist, gegen die Vielen überströmend geworden.
16 Und nicht wie durch Einen, der gesündigt hat, also auch die Gabe; denn das Urteil ist aus Einem
zur Verdammnis gekommen; die Gnadengabe aus vielen Übertretungen zur Gerechtigkeit.
17 Denn wenn durch die Übertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat; vielmehr
werden Die, welche die Überschwänglichkeit der Gnade und der freien Gabe der Gerechtigkeit
empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesum Christum). –
18 Wie denn nun durch die Eine Übertretung die Verdammnis gegen alle Menschen gerichtet ist, also
auch durch Eine Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens gegen alle Menschen.
19 Denn wie durch des Einen Menschen Ungehorsam die Vielen in die Stellung von Sündern gesetzt
sind, also sind auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt.
20 Gesetz aber ist neben eingekommen, auf daß die Übertretung überströmend sei. Wo aber die Sünde
überströmend geworden ist, da ist die Gnade viel überschwänglicher geworden;
21 auf daß, gleichwie die Sünde im Tode geherrscht hat, also auch die Gnade herrsche durch die
Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn.

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Römer 06

1 Was sollen wir denn sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, auf daß die Gnade überströme? –
2 Das sei ferne! Die wir der Sünde gestorben sind, wie sollen wir noch in derselben leben?
3 Wisset ihr nicht, daß wir, so viele auf Jesum Christum getauft worden, auf Seinen Tod getauft
worden sind?
4 So sind wir denn mit Ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf daß, gleichwie Christus
aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, also auch wir in Neuheit des
Lebens wandeln sollen.
5 Denn wenn wir zu der Gleichheit Seines Todes mitgepflanzt worden sind, so werden wir es auch
freillichfreilich zu der Seiner Auferstehung sein;
6 dieses wissend, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt ist, auf daß der Leib der Sünde abgetan sei, so
daß wir der Sünde nicht mehr dienen.
7 Denn der gestorben ist, ist von der Sünde freigesprochen.
8 Wenn wir aber mit Christo gestorben sind, so glauben wir, daß wir auch mit Ihm leben werden,
9 wissend, daß Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; - der Tod herrscht nicht mehr
über Ihn.
10 Denn daß Er gestorben ist, - Er ist Ein für allemal der Sünde gestorben; daß Er aber lebt - Er lebt
Gott.
11 Also auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu.
12 So herrsche denn nicht die Sünde in eurem sterblichen Leibe, in seinen Lüsten ihr zu gehorchen;
13 noch begebet eure Glieder der Sünde als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch
selbst Gott als Lebende aus Toten, und eure Glieder Gott als Werkzeuge der Gerechtigkeit.
14 Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen; denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter
Gnade.
15 Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? - Das sei
ferne!
16 Wisset ihr nicht, daß, welchem ihr euch als Sklaven zum Gehorsam begebt, ihr dessen Sklaven
seid, welchem ihr gehorcht? entweder der Sünde zum Tode, oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit?
17 Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde waret, aber von Herzen gehorsam geworden dem
Bilde der Lehre, in welchem ihr unterrichtet seid.
18 Freigemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.
19 Ich rede menschlich, wegen der Schwachheit eures Fleisches. Denn gleichwie ihr eure Glieder
begeben habt zu Sklaven der Unreinigkeit und der Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit; also begebet
nun eure Glieder zu Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit.
20 Denn da ihr der Sünde Sklaven waret, da waret ihr Freie von der Gerechtigkeit.
21 Welche Frucht hattet ihr denn damals von den Dingen, welcher ihr euch jetzt schämet? denn das
Ende derselben ist der Tod.
22 Nun aber, von der Sünde freigemacht, und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur
Heiligkeit; das Ende aber ewiges Leben.
23 Denn der Lohn der Sünde ist - Tod; aber die Gnadengabe Gottes - ewiges Leben in Christo Jesu,
unserm Herrn.

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Römer 07

1 Wisset ihr nicht Brüder, (denn ich rede mit Denen, welche Gesetz kennen), daß ein Gesetz über den
Menschen herrscht, so lange Zeit er lebt?
2 Denn das Weib, das unter dem Manne ist, ist an den lebenden Mann gesetzlich gebunden; wenn aber
der Mann gestorben ist, so ist sie von dem Gesetz des Mannes losgemacht.
3 So lange denn der Mann lebt, wird sie, wenn sie bei einem andern Manne ist, eine Ehebrecherin
geheißen werden; wenn aber der Mann gestorben, so ist sie frei von dem Gesetz, so daß sie keine
Ehebrecherin ist, wenn sie bei einem andern Manne ist.
4 Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz gestorben durch den Leib des Christus, daß ihr eines
Anderen, des aus den Toten Auferweckten, werdet, auf daß wir Gott Frucht tragen.
5 Denn als wir im Fleische waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind,
in unsern Gliedern, dem Tode Frucht zu bringen.
6 Nun aber sind wir von dem Gesetze los, weil wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten
waren, so daß wir in dem Neuen des Geistes, und nicht in dem Alten des Buchstabens dienen.
7 Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? - Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht,
als nur durch Gesetz. Denn auch die Lust kannte ich nicht, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: "Laß
dich nicht gelüsten."
8 Die Sünde aber, durch das Gebot Anlaß nehmend, wirkte jegliche Lust in mir; denn ohne Gesetz ist
die Sünde tot.
9 Ich aber lebte einst ohne Gesetz; - als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf. Ich aber starb,
10 und das Gebot, dasselbe, welches zum Leben dargestellt war, erwies sich für mich zum Tode.
11 Denn die Sünde, durch das Gebot Anlaß nehmend, hat mich getäuscht, und durch dasselbige
getötet.
12 So ist denn das Gesetz heilig, und das Gebot heilig und gerecht und gut.
13 Ist denn das Gute mir zum Tode geworden? - Das sei ferne! Aber die Sünde, auf daß sie als Sünde
offenbar würde, wirkte mir durch das Gute den Tod, auf daß die Sünde durch das Gebot überaus
sündig würde.
14 Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft;
15 denn was ich wirke, erkenne ich nicht; denn was ich will, das tue ich nicht, sondern was ich hasse,
das übe ich aus.
16 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Gesetz bei, daß es recht sei.
17 Nun aber wirke nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir wohnende Sünde.
18 Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnet; denn das Wollen ist
wohl bei mir, aber das Wirken dessen, was recht ist, finde ich nicht.
19 Denn das Gute, was ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, was ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so wirke nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir
wohnende Sünde.
21 So finde ich denn für mich, der ich das Rechte tun will, das Gesetz, daß das Böse bei mir ist.
22 Denn ich habe Wohlgefallen am Gesetz Gottes nach dem Innen-Menschen;
23 aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, welches wider das Gesetz meines Sinnes
streitet, und mich dem Gesetz der Sünde, welches in meinen Gliedern ist, gefangen nimmt.

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24 Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? Ich danke Gott durch
Jesum Christum, unsern Herrn. So denn diene ich selbst mit dem Sinn Gottes Gesetz; mit dem
Fleische aber der Sünde Gesetz.

Römer 08

1 So ist denn nun keine Verdammnis für Die, welche in Christo Jesu sind.
2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich frei gemacht von dem Gesetz der
Sünde und des Todes.
3 Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott, indem Er Seinen
eigenen Sohn in der Gleichheit des Fleisches der Sünde und als Opfer für die Sünde sendend, die
Sünde im Fleische verurteilte;
4 auf daß das Recht des Gesetzes in uns, die nicht nach Fleisch, sondern nach Geist wandeln, erfüllt
würde.
5 Denn Die, welche nach dem Fleische sind, richten ihren Sinn nach Dem, was des Fleisches ist; Die
aber, welche nach dem Geist sind, nach Dem, was des Geistes ist.
6 Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod; die Gesinnung aber des Geistes - Leben und Frieden;
7 weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist. Denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht
untertan, denn sie vermag es auch nicht.
8 Die aber, welche in dem Fleisch sind, können Gott nicht gefallen.
9 Ihr aber seid nicht in dem Fleisch, sondern in dem Geist, wenn anders der Geist Gottes in euch
wohnet. Wenn aber Jemand den Geist Christi nicht hat, dieser ist nicht Sein.
10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot, der Sünde wegen; der Geist aber Leben,
der Gerechtigkeit wegen.
11 Wenn aber der Geist Dessen, der Jesum aus den Toten auferweckte, in euch wohnt, so wird Der,
welcher den Christus aus den Toten auferweckte, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen
Seines in euch wohnenden Geistes.
12 So denn, Brüder, sind wir Schuldner nicht dem Fleische, um nach dem Fleische zu leben;
13 denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, werdet ihr sterben; aber wenn ihr durch den Geist die
Handlungen des Leibes tötet, so werdet ihr leben.
14 Denn so Viele von dem Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes.
15 Denn ihr habt nicht den Geist der Knechtschaft, wiederum zur Furcht, empfangen, sondern ihr habt
den Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!
16 Der Geist Selbst zeugt mit unserm Geist, daß wir Kinder Gottes sind.
17 Wenn aber Kinder, so auch Erben, - Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir anders mit Ihm
leiden, auf daß wir auch mit Ihm verherrlicht werden.
18 Denn ich halte dafür, daß die Leiden der Jetztzeit nicht wert sind, verglichen zu werden mit der
Herrlichkeit, welche an uns offenbart werden wird.
19 Denn das sehnsüchtige Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes.
20 Denn die Kreatur ist der Eitelkeit unterworfen (nicht mit Willen, sondern um deswillen, der sie
unterworfen hat) auf Hoffnung;
21 daß auch selbst die Kreatur von der Knechtschaft des Verderbnisses zu der Freiheit der Herrlichkeit
der Kinder Gottes frei gemacht werden wird.

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22 Denn wir wissen, daß die ganze Kreatur zusammen seufzet, und zusammen in Geburtswehen liegt
bis jetzt.
23 Und nicht allein sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir
selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Kindschaft - die Erlösung unsers Leibes.
24 Denn wir sind selig in Hoffnung. Hoffnung aber, die gesehen wird, ist keine Hoffnung. Denn was
Einer sieht, was hofft er es auch?
25 Wenn wir aber Das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren.
26 Desgleichen aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheiten an; denn wir wissen nicht, was
wir, wie sich´s gebührt, beten sollen, sondern der Geist selbst bittet für uns in nicht auszusprechenden
Seufzern.
27 Der aber, welcher die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist; denn Er bittet für die
Heiligen Gott gemäß.
28 Wir wissen aber, daß für Die, welche Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, Denen, die
nach Vorsatz berufen sind.
29 Denn welche Er zuvor gekannt hat, die hat Er auch zuvor bestimmt, dem Bilde Seines Sohnes
gleichförmig zu sein; damit Er der Erstgeborne unter vielen Brüdern sei.
30 Welche Er aber zuvor bestimmt hat, diese hat Er auch berufen; und welche Er berufen hat, diese hat
Er auch gerechtfertigt; welche Er aber gerechtfertigt hat, diese hat Er auch verherrlicht.
31 Was sollen wir nun hierzu sagen? - Wenn Gott für uns ist, wer mag wider uns sein?
32 Der doch Seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern Ihn für uns Alle hingegeben hat; wie wird
Er uns mit Ihm nicht auch Alles schenken?
33 Wer wird wider die Auserwählten Gottes Anklage erheben? - Gott ist es, welcher rechtfertigt.
34 Wer ist, der verdamme? - Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auch auferweckt, der
auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns bittet.
35 Wer wird uns scheiden von der Liebe des Christus? Trübsal, oder Angst, oder Verfolgung, oder
Hungersnot, oder Blöße, oder Gefahr, oder Schwert?
36 Wie geschrieben steht: "Um Deinetwillen werden wir den ganzen Tag getötet; wie Schlachtschafe
sind wir gerechnet worden."
37 Aber in diesem Allen sind wir mehr als Überwinder, durch Den, der uns geliebt hat.
38 Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod, noch Leben, noch Engel, noch Fürstentümer, noch
Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Gewalten,
39 noch Hohes, noch Tiefes, noch irgend eine andere Kreatur uns zu scheiden vermögen wird von der
Liebe Gottes, die in Christo Jesu, unserm Herrn, ist.

Römer 09

1 Ich sage die Wahrheit in Christo, ich lüge nicht, und mein Gewissen gibt mit mir Zeugnis in dem
Heiligen Geist,
2 daß ich große Traurigkeit und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen habe,
3 (denn ich selbst, ich habe gewünscht, durch einen Fluch von Christo entfernt zu sein), für meine
Brüder, meine Verwandte nach dem Fleisch,
4 welche Israeliten sind, denen die Kindschaft, und die Herrlichkeit, und die Bündnisse, und die
Gesetzgebung, und der Dienst, und die Verheißungen gehören,

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5 deren (denen?) die Väter sind, und aus welchen der Christus dem Fleische nach herkommt, welcher
Gott ist über Alles, gesegnet in die Zeitalter. Amen.
6 Nicht aber als ob das Wort Gottes sein Ziel verfehlt hätte, - denn nicht Alle, die aus Israel sind, diese
sind, diese sind Israel,
7 noch sind sie alle Kinder, weil sie Abrahams Samen sind, sondern: "In Isaak wird dir Samen berufen
werden."
8 Das heißt: nicht die Kinder des Fleisches, - diese sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der
Verheißung werden für Samen gerechnet.
9 Denn dieses Wort ist ein Verheißungswort: "Nach dieser Zeit will Ich kommen, und Sarah wird
einen Sohn haben." –
10 Nicht aber allein das, sondern auch Rebekka, als sie von Einem, das ist, von Isaak, unserm Vater,
schwanger war, -
11 selbst als die Kinder noch nicht geboren waren, und weder Gutes noch Böses getan hatten, (auf daß
der Vorsatz Gottes nach Auswahl bestände, - nicht aus Werken, sondern aus dem Berufenden)
12 ward zu ihr gesagt: "Der Größere wird dem Geringern dienen."
13 Wie geschrieben steht: "Den Jakob habe Ich geliebt; aber den Esau habe Ich gehaßt."
14 Was sollen wir denn sagen? Ist Ungerechtigkeit bei Gott? - Das sei ferne!
15 Denn Er sagt zu Mose: "Ich werde begnadigen, den Ich begnadige, und Mich erbarmen, über den
Ich Mich erbarme." –
16 Also liegt es denn nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem
begnadigenden Gott.
17 Denn die Schrift sagt zu Pharao: "Eben dazu habe Ich dich erweckt, daß Ich an dir Meine Macht
erzeige, und daß Mein Name auf der ganze Erde verkündigt werde."
18 So denn: wen Er will, begnadigt Er, und: wen Er will, verhärtet Er.
19 Du wirst nun zu mir sagen. Warum tadelt Er noch? Denn wer hat Seinem Willen widerstanden? –
20 Ja, o Mensch, wer bist du, der du das Wort nimmst wider Gott? Wird das Geformte zu dem Former
sagen: Warum hast du mich also gemacht?
21 Hat der Töpfer nicht Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zur Ehre, und ein
anderes zur Unehre zu machen?
22 Wenn aber Gott, willens, Seinen Zorn zu erzeigen, und Seine Macht kund zu machen, die Gefäße
des Zorns, zubereitet zum Verderben, mit vieler Langmut ertragen hat, -
23 und auf daß Er kund machte den Reichtum Seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung,
die Er zur Herrlichkeit zuvor bereitet hat...?
24 welche Er auch berufen hat, uns, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen.
25 Wie Er auch in Hosea sagt: "Ich werde das, was nicht Mein Volk war, Mein Volk nennen, und die
Nicht-Geliebte - Geliebte."
26 "Und es wird sein, an dem Orte, wo zu ihnen gesagt ward: "Ihr seid nicht Mein Volk", da sollen sie
Söhne des lebendigen Gottes genannt werden."
27 Jesaias aber ruft über Israel: "Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, der
Überrest wird errettet werden.
28 Denn Er vollbringt und kürzt die Sache ab in Gerechtigkeit; denn der Herr wird eine abgekürzte
Sache auf der Erde machen."
29 Und wie Jesaias zurvor gesagt hat: "Wenn der Herr Zebaoth uns nicht Samen übrig gelassen hätte,
wären wir wie Sodom geworden, und Gomorrha gleich gemacht worden."

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30 Was sollen wir denn sagen? - Daß die Nationen, welche nicht nach der Gerechtigkeit strebten, die
Gerechtigkeit erlangt haben, - die Gerechtigkeit aber, welche aus Glauben ist;
31 Israel aber, dem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebend, nicht zu dem Gesetz der Gerechtigkeit
gelangt ist.
32 Warum? Weil sie dieselbe nicht aus Glauben, sondern als aus Gesetzes Werken suchten; denn sie
haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes.
33 Gleichwie geschrieben steht: "Siehe, Ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels der
Ärgernis; und Jeder, der an Ihn glaubt, wird nicht beschämt werden."

Römer 10

1 Brüder, das Wohlgefallen meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie ist zum Heil.
2 Denn ich gebe ihnen Zeugnis, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht nach Erkenntnis.
3 Denn die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennend, und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten
trachtend, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.
4 Denn Christus ist Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.
5 Denn Moses beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: "Der Mensch, der dasselbe getan
hat, wird dadurch leben."
6 Die Gerechtigkeit aber aus Glauben sagt also: Sprich nicht in deinem Herzen: "Wer wird hinauf in
den Himmel steigen"? das heißt Christum herunter führen.
7 Oder: "Wer wird hinab in den Abgrund steigen"? das heißt Christum aus den Toten herauf führen.
8 Aber was sagt sie? - "Nahe ist dir das Wort in deinem Munde und in deinem Herzen." - Das ist das
Wort des Glaubens, welches wir verkündigen,
9 daß, wenn du mit deinem Munde den Herrn Jesum bekennen und in deinem Herzen glauben wirst,
daß Gott Ihn aus den Toten auferweckt hat, du selig werden wirst.
10 Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt zum
Heil.
11 Denn die Schrift sagt: "Jeder, der an Ihn glaubt, wird nicht beschämt werden."
12 Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche; denn derselbe Herr von Allen ist reich für
Alle, die Ihn anrufen;
13 "denn Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden".
14 Wie werden sie nun Den anrufen, an welchen sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an
Den glauben, von welchem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Prediger?
15 Wie aber werden sie predigen, wenn sie nicht gesandt sind? - Wie geschrieben steht: "Wie lieblich
die Füße Derer, welche die gute Botschaft des Friedens verkündigen, welche die gute Botschaft der
Güter verkündigen."
16 Aber nicht Alle haben dem Evangelium gehorcht. Denn Jesaias sagt: "Herr! wer hat dem von uns
Gehörten geglaubt?"
17 So ist denn der Glaube aus dem Hören; das Hören aber durch Gottes Wort.
18 Ich sage aber: Haben sie nicht gehört? - Ja gewiß. "Ihr Schall ist ausgegangen zu der ganzen Erde,
und ihre Reden zu den Grenzen des Erdkreises."
19 Ich sage aber: Hat Israel es nicht erkannt? Erst sagt Moses: "Ich will euch eifersüchtig machen über
das, was nicht ein Volk ist; über ein unverständiges Volk will Ich euch erbittern."

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20 Jesaias aber erkühnt sich und sagt: "Ich bin gefunden von Denen, die Mich nicht suchen; Ich bin
offenbar geworden Denen, die nicht nach Mir fragen."
21 Von Israel aber sagt Er: "Den ganzen Tag habe Ich Meine Hände zu einem ungehorsamen und
widersprechenden Volke ausgestreckt."

Römer 11

1 Ich sage denn: Hat Gott Sein Volk verstoßen? - Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, von
dem Samen Abrahams, des Stammes Benjamin.
2 Gott hat Sein Volk, welches Er zuvorgekannt hat, nicht verstoßen. Wisset ihr nicht, was die Schrift
in Elias sagt, wie er vor Gott wider Israel tritt? :
3 "Herr! Sie haben Deine Propheten getötet, und haben Deine Altäre umgegraben; und ich allein bin
übrig geblieben, und sie suchen mein Leben."
4 Aber was sagt ihm der göttliche Ausspruch? "Ich habe Mir siebentausend Mann übrig bleiben lassen,
die das Knie vor dem Bilde Baals nicht gebeugt haben." –
5 Also ist denn in der Jetztzeit ein Überrest nach Gnaden-Wahl.
6 Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus Werken, sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade.
7 Was denn? - Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auswahl hat es erlangt; die Übrigen
aber sind verstockt –
8 (wie geschrieben steht: "Gott hat ihnen einen Geist der Schlafsucht gegeben; Augen, um nicht zu
sehen, und Ohren, um nicht zu hören", - bis auf den heutigen Tag.
9 Und David sagt: "Laß ihnen ihren Tisch zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur
Vergeltung werden.
10 Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihre Rücken beuge allezeit."
11 - Ich sage denn: Haben sie denn angestoßen, damit sie fallen? - Das sei ferne! Sondern durch ihren
Fall ist den Nationen das Heil gekommen, um sie zur Eifersucht zu reizen.
12 Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt ist, und ihre Verminderung der Reichtum der Nationen,
wie viel mehr ihre Fülle!
13 Denn euch aus den Nationen sage ich: Da ich nun der Nationen Apostel bin, ehre ich meinen
Dienst;
14 ob ich auf irgend eine Weise mein Fleisch zur Eifersucht reize, und Etliche aus ihnen errette.
15 Denn wenn ihre Verstoßung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anders sein, als
Leben aus den Toten?
16 Wenn aber die Erstlinge heilig sind, so auch die Masse; und wenn wenn die Wurzel heilig ist, so
auch die Zweige.
17 Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen sind, und du, ein wilder Ölbaum seiend, unter sie
eingepfropft worden, und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums mitteilhaftig geworden bist,
18 so rühme dich nicht wider die Zweige. Wenn du dich aber wider sie rühmest, - du trägst nicht die
Wurzel, sondern die Wurzel dich.
19 Du wirst nun sagen: Die Zweige sind herausgebrochen, auf daß ich eingepfropft sei. –
20 Recht; - sie sind durch den Unglauben herausgebrochen worden; du aber stehest durch den
Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich;
21 denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, fürchte dich, daß Er auch dich nicht
verschonen werde.

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22 Siehe denn die Güte und die Strenge Gottes; an denen, die gefallen sind, Strenge; an dir aber Güte,
wenn du an der Güte bleibest; sonst wirst auch du ausgeschnitten werden;
23 und jene, wenn sie nicht in dem Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; - denn Gott
vermag sie wiederum einzupfropfen.
24 Denn wenn du von dem nach der Natur wilden Ölbaume ausgeschnitten, und wider die Natur in
den guten Ölbaum eingepfropft worden bist; - wie vielmehr werden diese, die natürlichen, in ihren
eigenen Ölbaum eingepfropft werden!
25 Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt sei (auf daß ihr euch nicht selbst
klug dünket): Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis daß die Fülle der Nationen
eingekommen sein wird;
26 und also wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: "Es wird aus Zion der Erretter
kommen, und wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden;
27 und Dies ist für sie der Bund von Mir, wenn Ich ihre Sünden wegnehme." –
28 In Betreff des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, was aber die Auswahl betrifft,
Geliebte um der Väter willen.
29 Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.
30 Denn gleicher Weise, wie auch ihr weiland Gott nicht geglaubt habt, nun aber durch den
Unglauben Dieser begnadigt worden seid,
31 also haben auch jetzt Diese nicht an eure Begnadigung geglaubt, auf daß auch sie unter die
Begnadigung kommen.
32 Denn Gott hat Alle in den Unglauben eingeschlossen, auf daß Er Alle begnadige. –
33 O Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie unausforschlich sind
Seine Gerichte, und unausspürbar Seine Wege!
34 Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist Sein Mitberater gewesen?
35 Oder wer hat Ihm zuvor gegeben? und es wird Ihm vergolten werden.
36 Denn von Ihm, und durch Ihn, und zu Ihm sind alle Dinge. Ihm sei Herrlichkeit in die Zeitalter!
Amen.

Römer 12

1 Ich ermahne euch denn, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber als ein lebendiges,
heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darzustellen, als euren vernünftigen Dienst,
2 und handelt nicht dieser Welt gemäß, sondern werdet durch die Erneuerung eures Sinnes verwandelt,
daß ihr prüfet, welches der gute, der wohlgefällige und vollkommene Gotteswille sei.
3 Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, einem Jeden unter euch, nicht höher von sich zu
halten, als sich´s zu halten gebührt, sondern von sich also zu denken, daß er mäßig gesinnt sei, wie
Gott einem Jeglichen das Maß des Glaubens zugeteilt hat
4. Denn gleicher Weise, als wir in Einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht dasselbe
Geschäft haben,
5 also sind wir Viele Ein Leib in Christo, aber je Einer des Andern Glieder,
6 aber Gnadengaben haben, verschieden nach der Gnade, die uns gegeben ist: Es sei Weissagung, so
übe er sie aus nach dem Maß des Glaubens;
7 es sei Dienst, so bleibe er in dem Dienst; es sei der Lehrer, - in der Lehre;

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8 es sei der Ermahner, - in der Ermahnung; der Mitteilende, - in Einfalt; der Vorstehende, - in Fleiß;
der Barmherzigkeit Übende, - in Freudigkeit.
9 Die Liebe sei ohne Heuchelei. Hasset das Böse; haltet fest am Guten.
10 In der Bruderliebe gegen einander herzlich. In Ehrerbietung übertreffet einander.
11 Im Geschäft nicht säumig; brünstig im Geist; dem Herrn dienend;
12 in der Hoffnung euch erfreuend; in der Trübsal ausharrend; im Gebet anhaltend;
13 an den Bedürfnissen der Heiligen teilnehmend; nach Gastfreundschaft trachtend.
14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht.
15 Sich freuen mit den sich Freuenden, und weinen mit den Weinenden;
16 gegen einander gleichgesinnt; nicht auf hohe Dinge sinnend, sondern euch zu den Niedrigen
haltend. Seid nicht weise bei euch selbst.
17 Niemandem Böses mit Bösem vergeltend. Traget Sorge für Alles, was vor allen Menschen ehrbar
ist.
18 Wenn möglich, so viel an euch ist, wandelt mit allen Menschen in Frieden.
19 Nie euch selbst rächend, Geliebte; sondern gebet Raum dem Zorn; denn es steht geschrieben: "Die
Rache ist Mein; Ich will vergelten, spricht der Herr."
20 Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so tränke ihn; denn dieses tuend,
wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.
21 Laß dich nicht von dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.

Römer 13

1 Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan. Denn es ist keine Gewalt, als nur von Gott;
sondern die, welche sind, sind von Gott verordnet.
2 Daher widersteht der, welcher sich der Obrigkeit widersetzt, Gottes Anordnung; die aber, welche
widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.
3 Denn die Gewalthabenden sind nicht den guten Werken, sondern den bösen zur Furcht. Willst du
dich aber vor der Obrigkeit nicht fürchten, so übe das Gute, und du wirst Lob von ihr haben.
4 Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zu gut. Wenn du aber das Böse übst, fürchte dich; denn sie trägt das
Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zum Zorn Dem, der das Böse tut.
5 Darum ist nötig, untertan zu sein; nicht allein des Zornes wegen, sondern auch des Gewissens
wegen.
6 Denn deshalb entrichtet ihr auch Steuern; denn sie sind Gottes Beamte, die eben dazu beschäftigt
sind.
7 So gebet nun Allen, was ihr schuldig seid; die Steuer, dem ihr die Steuer; den Zoll, dem ihr den Zoll;
die Furcht, dem ihr die Furcht; die Ehre, dem ihr die Ehre schuldig seid.
8 Seid Niemand irgend etwas schuldig, als einander zu lieben; denn wer den Andern liebt, erfüllt das
Gesetz.
9 Denn das "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; dich soll nicht
gelüsten," - und wenn ein anderes Gebot ist, ist in diesem Worte zusammengefaßt, in dem. "Du sollst
deinen Nächsten lieben, wie dich selbst."
10 Die Liebe tut dem Nächsten kein Übels. So ist die Liebe die Fülle des Gesetzes.

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11 Und dieses noch: - die Zeit erkennend, daß die Stunde da ist, daß wir schon von dem Schlaf
aufwachen sollen; (denn unsere Seligkeit ist jetzt näher, als da, wo wir geglaubt haben).
12 Die Nacht ist weit vorgerückt, der Tag aber ist nahe. So lasset uns denn die Werke der Finsternis
ablegen, und die Waffen des Lichts anziehen.
13 So lasset uns anständig wandeln, wie am Tage: nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in
Kammern und Unzucht, nicht in Streit und Neid,
14 sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum, und treibet nicht Vorsorge des Fleisches für dessen
Lüste.

Römer 14

1 Den Schwachen im Glauben aber nehmet auf; doch nicht zur Unterscheidung in zweifelhaften
Fragen.
2 Einer glaubt, er möge Alles essen; der Schwache aber isset Gemüse.
3 Wer isset, verachte Den nicht, der nicht isset; und wer nicht isset, der richte Den nicht, der isset;
denn Gott hat ihn angenommen.
4 Wer bist du, der du den Hausknecht eines Andern richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn.
Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten.
5 Der Eine hält einen Tag vor dem andern; der Andere aber hält jeden Tag gleich. Ein Jeglicher aber
sei in seinem eigenen Sinn völlig überzeugt.
6 Wer den Tag achtet, dem Herrn achtet er ihn; und wer den Tag nicht achtet, dem Herrn achtet er ihn
nicht. Wer isset, dem Herrn isset er; denn er danksagt Gott; und wer nicht isset, dem Herrn isset er
nicht und danksagt Gott.
7 Denn Keiner von uns lebt sich selber, und Keiner stirbt sich selber.
8 Denn sei es, daß wir leben, dem Herrn leben wir; sei es, daß wir sterben, dem Herrn sterben wir. Sei
es denn, daß wir leben, sei es, daß wir sterben, wir sind des Herrn.
9 Denn hierzu starb und lebte Christus, auf daß Er herrsche sowohl über Tote als Lebende.
10 Du aber, warum richtest du deinen Bruder? Oder auch du, warum verachtest du deinen Bruder?
Denn wir werden Alle vor dem Richterstuhle Christi dargestellt werden.
11 Denn es steht geschrieben: "Ich lebe, spricht der Herr, Mir wird sich jedes Knie beugen, und jede
Zunge wird Gott bekennen." –
12 So denn wird ein Jeglicher von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben.
13 Lasset uns denn nicht mehr einander richten; sondern Dieses richtet vielmehr: dem Bruder keinen
Anstoß oder Ärgernis zu setzen.
14 Ich weiß und bin überzeugt in dem Herrn Jesu, daß nichts an sich selbst gemein ist, es sei denn
Dem, der etwas für gemein rechnet; demjenigen ist es gemein.
15 Wenn aber dein Bruder durch eine Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe.
Verdirb nicht mit deiner Speise Den, für welchen Christus gestorben ist.
16 Lasset denn euer Gut nicht verlästert werden.
17 Denn das Reich Gottes ist nicht Speise und Trank, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in
dem Heiligen Geist.
18 Denn wer in diesen Dingen Christo dienet, ist Gott wohlgefällig und den Menschen bewährt.
19 So denn lasset uns dem, was des Friedens ist, nachstreben, und dem, was zur gegenseitigen
Erbauung ist.

Korrekturlesen ELB1855BibelbuchWolfgang Hemmerling
20 Zerstöre nicht wegen einer Speise das Werk Gottes. Alle Dinge sind zwar rein, aber dem Menschen
ist es böse, der mit Anstoß isset.
21 Es ist gut, nicht Fleisch zu essen, noch Wein zu trinken, noch Etwas, woran dein Bruder sich stößt
oder ärgert oder schwach ist.
22 Hast du Glauben? habe ihn für dich selbst vor Gott. Glückselig der Mensch, der sich selbst in dem
nicht richtet, was er sich erlaubt.
23 Wer aber zweifelt, wenn er isset, ist verurteilt, weil er es nicht aus Glauben tut. Alles aber, was
nicht aus Glauben ist, ist Sünde.

Römer 15

1 Wir aber, die Starken, sind schuldig, die Schwachheiten der Schwachen zu tragen, und nicht uns
selbst zu gefallen.
2 Jeglicher von uns gefalle Seinem Nächsten zum Guten, zur Erbauung.
3 Denn auch Christus hat nicht Sich selbst gefallen, sondern wie geschrieben steht: "Die Schmähungen
Derer, die Dich schmähen, sind auf Mich gefallen."
4 Denn Alles, was zuvor geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung zuvorgeschrieben, auf daß wir durch
Ausharren und Ermunterung der Schriften Hoffnung haben.
5 Der Gott aber des Ausharrens und der Ermunterung gebe euch, gleichgesinnt untereinander zu sein,
Christo Jesu gemäß,
6 auf daß ihr einmütig mit einem Munde den Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi verherrlicht.
7 Darum nehmet euch untereinander an, gleichwie auch der Christus euch angenommen hat, zu Gottes
Herrlichkeit.
8 Ich sage aber, daß Jesus Christus Diener der Beschneidung geworden sei um der Wahrheit Gottes
willen, die Verheißungen der Väter zu bestätigen;
9 daß aber die Nationen Gott verherrlichen um Seiner Begnadigung willen; wie geschrieben steht:
"Darum werde Ich Dich unter den Nationen bekennen, und Deinem Namen lobsingen!" –
10 Und wiederum sagt Er: "Frohlocket, ihr Nationen, mit Seinem Volk!" –
11 Und wiederum: "Lobet den Herrn, alle Nationen, und preiset Ihn, alle Völker!" –
12 Und wiederum sagt Jesaias: "Es wird sein die Wurzel Jesse, und der aufsteht, über die Nationen zu
herrschen; auf Den werden die Nationen hoffen!" –
13 Der Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, so daß ihr
überreich werdet in Hoffnung, durch die Kraft des Heiligen Geistes.
14 Ich bin aber, meine Brüder, auch selbst von euch überzeugt, daß auch ihr voll Gütigkeit seid, erfüllt
mit aller Erkenntnis, fähig, euch einander zu ermahnen.
15 Ich habe aber teilweise euch etwas freimütiger geschrieben, Brüder, als euch erinnernd, der Gnade
wegen, welche mir von Gott gegeben ist;
16 daß ich ein Beamter Jesu Christi für die Nationen sein soll, priesterlich zu wirken an dem
Evangelium Gottes, auf daß das Opfer der Nationen angenehm würde, geheiligt durch den Heiligen
Geist.
17 Ich habe also Grund, was die Sache Gottes betrifft, mich in Christo Jesu zu rühmen.
18 Denn ich werde nicht wagen, etwas von Dingen zu reden, welche Christus nicht durch mich durch
Wort und Werk gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen;

Korrekturlesen ELB1855BibelbuchWolfgang Hemmerling
19 in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes Gottes, so daß ich von Jerusalem
und umher bis nach Illyrikum das Evangelium des Christus erfüllt habe,
20 und mich also sonderlich beflissen, das Evangelium da zu predigen, wo Christi Name nicht genannt
war, auf daß ich nicht auf einen fremden Grund baue;
21 sondern wie geschrieben steht: "Welchen nicht von Ihm verkündigt ist, die sollen sehen; und
welche nicht gehört haben, die sollen verstehen." –
22 Darum bin ich auch oft verhindert gewesen, zu euch zu kommen.
23 Nun ich aber in diesen Gegenden nicht mehr Raum habend, und seit vielen Jahren großes
Verlangen habe, zu euch zu kommen,
24 so hoffe ich, wenn ich nach Spanien gehe, auf der Durchreise euch zu sehen, und von euch dorthin
geleitet zu werden, wenn ich zuvor euch etwas genossen habe.
25 Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, den Heiligen dienend.
26 Denn es hat Macedonien und Achaja wohlgefallen, den Dürftigen unter den Heiligen in Jerusalem
Etwas mitzuteilen.
27 Es hat ihnen zwar wohlgefallen; auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer
geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, sind sie schuldig, auch in den leiblichen ihnen zu dienen.
28 Wenn ich dieses nun vollbracht und ihnen diese Frucht versiegelt habe, will ich durch euch nach
Spanien ziehen.
29 Ich weiß aber, daß, zu euch kommend, ich in der Fülle des Segens Christi kommen werde.
30 Ich bitte euch aber, Brüder, durch unsern Herrn Jesum Christum, und durch die Liebe des Geistes,
mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu Gott;
31 auf daß ich von den Ungläubigen in Judäa errettet, und auf daß mein Dienst, den ich zu Jerusalem
tue, den Heiligen angenehm werde;
32 auf daß ich durch den Willen Gottes mit Freuden zu euch komme, und mich mit euch erquicke.
33 Der Gott aber des Friedens sei mit euch Allen! Amen.
Römer 16

1 Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phöbe, welche eine Dienerin der Versammlung in
Kenchrea ist,
2 daß ihr sie in dem Herrn aufnehmet, wie es sich für die Heiligen geziemt, und ihr in allem Geschäfte,
darin sie eurer bedarf, beistehet. Denn auch sie hat Vielen Beistand geleistet, auch mir selbst.
3 Grüßet die Prisca und den Aquila, meine Mitarbeiter in Christo Jesu, -
4 (welche für mein Leben ihren Hals dargegeben haben, welchen nicht allein ich danke, sondern auch
alle Versammlungen unter den Nationen), -
5 und die Versammlung in ihrem Hause. Grüßet den Epänetus, meinen Geliebten, welcher der Erstling
Asiens ist für Christum.
6 Grüßet die Maria, welche sich sehr für uns gemüht hat.
7 Grüßet den Andronikus und den Junias, meine Verwandten und meine Mitgefangenen, welche unter
den Aposteln ausgezeichnet sind, die auch vor mir in Christo gewesen sind.
8 Grüßet den Amplias, meinen Geliebten in dem Herrn.
9 Grüßet den Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christo, und den Stachys, meinen Geliebten.


10 Grüßet den Apelles, den Bewährten in Christo. Grüßet die von Aristobulos Aristobulus
Hausgesinde.
11 Grüßet den Herodion, meinen Verwandten. Grüßet die von Narcissus Hausgesinde, welche in dem
Herrn sind.
12 Grüßet die Tryphäna und die Tryphosa, welche sich in dem Herrn mühen. Grüßet die Persis, die
Geliebte, welche sich viel in dem Herrn gemüht hat.
13 Grüßet den Rufus, den Auserwählten in dem Herrn, und seine und meine Mutter.
14 Grüßet den Asynkritus, Phlegon, Hermas, Patrobas, Hermes und die Brüder, die bei ihnen sind.
15 Grüßet den Philologus, und die Julia, den Nereus und seine Schwester, und den Olympas und alle
die Heiligen, die bei ihnen sind.
16 Grüßet einander mit heiligem Kuß. Es grüßen euch alle Versammlungen des Christus.
17 Ich ermahne euch aber, Brüder, daß ihr auf die Acht habt, welche Zwiespalt und Ärgernisse,
entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, anrichten; und wendet euch von ihnen ab.
18 Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christo, sondern ihrem eigenen Bauch; und durch süße
Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen.
19 Denn euer Gehorsam ist zu Allen hingekommen. Deshalb, was euch betrifft, freue ich mich. Ich
aber will, daß ihr weise zum Guten, und einfältig zum Bösen seid.
20 Der Gott des Friedens aber wird in Kurzem den Satan unter eure Füße zertreten. Die Gnade unsers
Herrn Jesu Christi sei mit euch!
21 Es grüßen euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason und Sosipater, meine
Verwandten.
22 Ich, Tertius, der ich die Epistel geschrieben habe, grüße euch in dem Herrn.
23 Es grüßet euch Gajus, mein und der ganzen Versammlung Wirt. Es grüßen euch Erastus, der Stadt
Rentmeister und Quartus, der Bruder.
24 Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch Allen! Amen.
25 Dem aber, der euch zu befestigen vermag, nach meinem Evangelium und der Predigt von Jesu
Christo, nach der Offenbarung des Geheimnisses, welches in den Zeiten der Zeitalter verschwiegen ist,
26 nun aber erschienen, und durch prophetische Schriften, nach Befehl des ewigen Gottes, zum
Gehorsam des Glaubens an alle Nationen kund gemacht, -
27 dem allein weisen Gott durch Jesum Christum, Ihm sei die Herrlichkeit in die Zeitalter! Amen!