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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze
1. Samuel
Hier folgt die Übersicht über das 1. Buch Samuel, Kapitel für Kapitel in je 3–5 Sätzen, nach der Elberfelder Bibel 1905, mit Wiedergabe des Namens „Jehova“, wo er im Text erscheint:
Hanna, die Frau Elkanas, ist kinderlos und wird von ihrer Nebenbuhlerin gekränkt. Sie betet im Heiligtum zu Jehova und gelobt, ihrem Sohn das Leben lang zu weihen. Der Hohepriester Eli segnet sie, und Jehova erhört ihr Gebet: Samuel wird geboren. Hanna bringt ihn nach seiner Entwöhnung nach Silo und gibt ihn in den Dienst Jehovas.
Hanna preist Jehova in einem Lobgesang für seine Größe und Gerechtigkeit. Elis Söhne aber sind gottlos und entweihen das Priestertum. Ein Mann Gottes kündigt Eli das Gericht Jehovas an, weil er seine Söhne nicht zurechtgewiesen hat. Jehova verheißt, einen treuen Priester aufzurichten.
Der junge Samuel dient vor Jehova unter Eli. In der Nacht ruft ihn Jehova mehrmals und offenbart ihm das Gericht über Elis Haus. Samuel berichtet Eli alles, und das Wort Jehovas beginnt durch ihn nach ganz Israel zu kommen. Ganz Israel erkennt Samuel als Propheten Jehovas.
Israel wird von den Philistern geschlagen und nimmt die Bundeslade mit in den Kampf. Die Lade wird jedoch erbeutet, und die Söhne Elis sterben. Als Eli davon hört, fällt er rücklings und stirbt. Auch die Frau des Pinehas stirbt bei der Geburt und nennt ihr Kind Ikabod – „die Herrlichkeit ist von Israel gewichen“.
Die Philister bringen die Bundeslade nach Asdod in den Tempel Dagons. Dagon fällt vor der Lade nieder, und sein Götzenbild wird zerbrochen. Jehova schlägt die Stadt mit Geschwüren, ebenso Gaza und Ekron, wohin die Lade gebracht wird. Die Hand Jehovas lastet schwer auf den Philistern.
Die Philister schicken die Lade mit Schuldopfern auf einem Wagen zurück nach Israel. Kühe ziehen sie ohne Leitung direkt nach Beth-Semes, was als Zeichen von Jehova erkannt wird. Die Israeliten freuen sich, schauen jedoch verbotenerweise in die Lade – worauf viele sterben. In Furcht schicken sie die Lade weiter nach Kirjat-Jearim.
Die Lade bleibt zwanzig Jahre in Kirjat-Jearim. Samuel ruft Israel zur Umkehr zu Jehova, und das Volk entfernt die fremden Götter. Bei Mizpa beten sie, und Jehova schenkt ihnen Sieg über die Philister durch Donnern vom Himmel. Samuel richtet Israel alle Tage seines Lebens.
Als Samuel alt wird, setzen seine Söhne Richter ein, doch sie sind bestechlich. Das Volk fordert einen König, um wie die Nationen zu sein. Samuel ist betrübt, aber Jehova sagt: „Nicht dich haben sie verworfen, sondern mich.“ Jehova lässt ihnen ihren Willen, aber warnt durch Samuel vor den Folgen königlicher Herrschaft.
Saul, aus dem Stamm Benjamin, sucht die verlorenen Esel seines Vaters. Durch göttliche Führung begegnet er Samuel, der schon durch Jehova auf ihn vorbereitet wurde. Samuel salbt ihn im Verborgenen zum Fürsten über Israel.
Samuel gibt Saul Zeichen zur Bestätigung seiner Berufung. Der Geist Jehovas kommt über Saul, und er weissagt. Bei der öffentlichen Loswahl wird Saul zum König bestimmt, doch er verbirgt sich. Einige verachten ihn, aber Saul schweigt.
Nach der Bedrohung durch die Ammoniter ergreift Saul unter der Leitung Jehovas entschlossen die Führung. Israel wird gesammelt, und Nahas, der Feind, wird besiegt. Saul gewinnt das Herz des Volkes, und sein Königtum wird in Gilgal bestätigt.
Samuel tritt zurück und erinnert das Volk an Gottes treues Handeln. Er warnt, dass König und Volk nur durch Gehorsam vor Jehova bestehen können. Ein Unwetter während der Erntezeit bestätigt seine Worte, und das Volk fürchtet Jehova. Samuel verspricht, weiterhin für sie zu beten und sie zu lehren.
Saul bringt eigenmächtig ein Brandopfer dar, weil Samuel sich verspätet. Samuel tadelt ihn und kündigt an, dass sein Königtum nicht bestehen wird. Jonathan schlägt einen Vorposten der Philister, doch Israel ist zahlenmäßig und waffentechnisch unterlegen. Die Lage wird kritisch.
Jonathan vertraut auf Jehova und schlägt mit seinem Waffenträger das Lager der Philister. Jehova schafft Verwirrung, und Israel siegt. Saul aber erlässt ein unbedachtes Fastengebot, das sein eigenes Volk schwächt. Jonathan missachtet es unwissentlich, und nur durch Volksbürgschaft wird sein Leben verschont.
Saul erhält den Befehl, Amalek vollständig zu vernichten, doch er schont Agag und das Beste vom Vieh. Samuel stellt ihn zur Rede, und Saul versucht sich herauszureden. Jehova verwirft Saul als König. Samuel tötet Agag selbst und sieht Saul fortan nicht mehr.
Jehova sendet Samuel nach Bethlehem, um einen neuen König aus dem Haus Isais zu salben. David, der jüngste Sohn, wird im Geheimen gesalbt. Der Geist Jehovas kommt über David, während er von Saul weicht. David wird als Harfenspieler an Sauls Hof geholt.
David begegnet Goliath und besiegt ihn im Vertrauen auf Jehova. Er ruft aus: „Jehova wird dich in meine Hand geben.“ Mit Schleuder und Stein fällt der Riese, und Israel erringt einen großen Sieg. David wird vom Volk gefeiert.
David gewinnt das Herz Jonathans und des Volkes. Saul aber wird neidisch und fürchtet David. Jehova ist mit David, und Saul versucht ihn mehrfach zu töten. David bleibt dem König treu.
Jonathan versucht vergeblich, Saul zur Vernunft zu bringen. Saul sucht erneut Davids Leben. David flieht zu Samuel nach Rama, und die Geistkraft Jehovas fällt auf die Boten Sauls – sogar auf Saul selbst. Der König weissagt nackt, was seine geistliche Ohnmacht offenbart.
David und Jonathan schmieden einen Plan, um Sauls Absichten zu erkennen. Jonathan erkennt Sauls Entschlossenheit, David zu töten, und warnt ihn. Die beiden Freunde trennen sich in Tränen, verbunden in Bund und Liebe vor Jehova.
David flieht nach Nob und erhält von Ahimelech heiliges Brot und Goliaths Schwert. Danach sucht er Zuflucht bei König Achis in Gat. In Furcht stellt er sich wahnsinnig, um sein Leben zu retten.
David zieht nach Adullam, und eine Gruppe Bedrängter sammelt sich bei ihm. Saul tötet in seinem Zorn die Priester von Nob, weil sie David geholfen haben. Nur Abjathar entkommt und schließt sich David an. David erkennt die Schuld an dem Massaker, das indirekt durch seine Anwesenheit ausgelöst wurde.
David rettet Keïla vor den Philistern, doch Saul plant, ihn dort zu fangen. David befragt Jehova, und dieser offenbart ihm die Gefahr. David flieht erneut und wird in der Wüste Ziph verraten. Doch Jehova beschützt ihn und lässt die Philister Saul ablenken.
David hat in der Höhle En-Gedi die Gelegenheit, Saul zu töten, verschont ihn aber. Er schneidet nur den Zipfel seines Mantels ab. Saul erkennt Davids Rechtschaffenheit, aber seine Reue ist nur flüchtig. David vertraut weiterhin auf Jehova.
David begegnet Nabal, der seine Hilfe mit Undank vergilt. Abigajil, Nabals kluge Frau, bringt David besänftigende Gaben und rettet ihre Familie. Nabal stirbt, und David nimmt Abigajil zur Frau. Jehova handelt in Gerechtigkeit.
David verschont Saul ein zweites Mal, obwohl er ihn im Lager im Schlaf erreichen kann. Er nimmt nur Speer und Wasserkrug. Saul bekennt erneut seine Schuld, doch David erkennt, dass nur Jehova ihn erretten und ihn zum König machen kann.
David sucht Sicherheit bei den Philistern und lebt in Ziklag. Er täuscht Achis über seine Kriegszüge und vernichtet die kanaanitischen Völker. Jehova wird in diesem Kapitel nicht erwähnt – ein Zeichen der Distanz Davids zu seinem Gott in dieser Zeit.
Saul befragt Jehova vergeblich und sucht eine Totenbeschwörerin auf. Durch sie erscheint Samuel, der das Gericht über Saul ankündigt. Jehova hat ihn verworfen, weil er seinen Befehl missachtete. Saul fällt in tiefe Furcht.
Die Philister misstrauen David und schicken ihn nicht mit in den Kampf gegen Israel. Achis entlässt ihn mit Lob, doch in Gottes Vorsehung wird David so vom Brudermord bewahrt.
David findet Ziklag geplündert und seine Familien verschleppt. Er stärkt sich in Jehova, seinem Gott, befragt Ihn und verfolgt die Feinde. Mit Gottes Hilfe rettet er alle Gefangenen und verteilt die Beute gerecht. Es ist ein Wendepunkt zurück zu geistlicher Stärke.
Israel wird von den Philistern geschlagen, und Saul sowie seine Söhne sterben auf dem Gebirge Gilboa. Saul fällt in sein eigenes Schwert. Die Philister entweihen seine Leiche, doch tapfere Männer aus Jabes holen sie zurück. So endet Sauls Königtum – ein tragisches Zeugnis des Ungehorsams gegen Jehova.
Wenn Sie möchten, folgt als Nächstes das 2. Buch Samuel.