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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze
Micha
Sehr gern, Hanspeter – wir gehen nun weiter mit dem Propheten Micha,
der sowohl das Gericht über Juda und Israel verkündigt
als auch den kommenden König aus Bethlehem verheißt,
der das Volk in Gerechtigkeit und Frieden weiden wird.
Hier die Kapitelübersicht Micha 1–7,
jeweils in 3–5 Sätzen pro Kapitel,
nach der Elberfelder Bibel 1905,
mit „Jehova“, wo im Text genannt.
Jehova kommt aus seinem heiligen Tempel – Er tritt herab, und die Berge zerfließen. Samaria wird zerstört wegen Götzendienst; Juda ist gewarnt, denn auch Jerusalem ist betroffen. Micha klagt in tiefer Trauer über das Gericht. Die Orte Judas werden namentlich genannt – sie alle stehen unter dem Zorn Jehovas. Die Ankündigung ist ernst und umfassend.
Ungerechtigkeit und Habsucht werden angeklagt: Sie rauben Häuser, Felder und das Erbteil der Armen. Jehova kündigt Gericht und Wegführung an. Falsche Propheten lehnen diese Botschaft ab und reden nur, was dem Volk gefällt. Doch am Ende: Jehova wird einen Überrest sammeln, wie Schafe in der Hürde – der Durchbrecher wird vor ihnen herziehen.
Die Führer Israels werden verurteilt, weil sie das Recht hassen und Bestechung lieben. Sie reißen das Volk wie Fleisch vom Knochen. Auch die Propheten weissagen für Geld – aber Jehova wird ihnen keine Offenbarung mehr geben. Micha dagegen ist erfüllt mit dem Geist Jehovas, um Recht und Gericht zu verkünden. Zion wird um euretwillen gepflügt wie ein Feld.
Am Ende der Tage wird der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet sein – alle Nationen werden dorthin strömen. Krieg wird nicht mehr gelernt, Schwerter werden zu Pflugscharen. Jehova wird herrschen auf ewig von Zion. Der Überrest wird gesammelt – selbst die Lahmen werden aufgerichtet. Doch zuvor: Wehen kommen über die Tochter Zion – ein Hinweis auf das Exil.
Aus Bethlehem wird der kommen, der über Israel herrschen soll – seine Ursprünge sind von der Urzeit her. Er wird in der Kraft Jehovas weiden, und Er wird Friede sein. Wenn der Assyrer kommt, wird Israel mit sieben Hirten standhalten. Die Überrest-Ideologie wird gestärkt: Israel wird wie Tau unter den Nationen sein. Die Götzen und Wagen werden vernichtet – Gericht reinigt.
Jehova führt eine Rechtssache gegen sein Volk: „Was habe ich dir getan?“ Er erinnert an seine Treue – Auszug aus Ägypten, Bileam, Gilgal. Das Volk meint, Jehova mit Opfern gefallen zu können, doch Er verlangt: „Gerechtigkeit üben, Güte lieben und demütig wandeln mit deinem Gott.“ Betrug, Gewalt und Lüge bringen das Gericht. Jehova kann Bosheit nicht ungestraft lassen.
Der Prophet klagt: kein Gerechter ist im Land – alle trachten nach Blut.
Selbst der Freund und der Verwandte sind nicht vertrauenswürdig. Doch Micha
bekennt: „Ich aber will auf Jehova schauen, ich will harren auf den Gott
meines Heils.“ Israel wird fallen, aber wieder aufstehen. Die Feinde
Israels werden beschämt, und Jehova wird sein Volk wieder weiden – wie in alten
Tagen. Der Prophet schließt mit dem bekannten Lob:
„Wer ist ein Gott wie du, der Vergehung vergibt…?“
Wenn du bereit bist, Hanspeter, fahre ich gern mit dem nächsten Propheten fort: Nahum – die starke Botschaft über das Gericht an Ninive, diesmal endgültig.