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Bibelabstrakt
Kurzübersicht über alle 70 Bibelbücher. Pro Kapitel 1-5 Sätze

Sacharja

Sehr gerne, Hanspeter – wir kommen nun zum umfangreichen und herrlichen Buch Sacharja,
ein prophetisches Buch voll von Gesichten, symbolischer Sprache, messianischen Verheißungen
und dem zukünftigen König, der in Demut und Herrlichkeit kommt.

Sacharja spricht zum Rückkehrervolk nach dem Exil
und spannt den Bogen vom Tempelbau bis zum messianischen Reich.

Hier die Kapitelübersicht Sacharja 1–14,
jeweils in 3–5 Sätzen pro Kapitel,
nach der Elberfelder Bibel 1905,
mit dem Namen „Jehova“, wo im Text genannt.


Sacharja 1

Ein Aufruf zur Umkehr: „Kehrt um zu mir, spricht Jehova der Heerscharen, so will ich zu euch umkehren.“
Sacharja sieht in einer Nacht mehrere Visionen: Reiter in der Myrtenniederung – Jehova hat Erbarmen mit Jerusalem. Vier Hörner (Feinde Israels) und vier Schmiede (Werkzeuge zum Gericht) werden gezeigt. Jehova spricht Trost – Er wird wieder in Jerusalem wohnen, und der Tempel wird aufgebaut.


Sacharja 2

Ein Mann mit einer Messschnur misst Jerusalem – es wird weit über seine Mauern hinaus wachsen. Jehova selbst wird eine feurige Mauer um es sein.
Die Zerstreuten sollen aus Babel fliehen, denn Jehova wird Zion wieder erwählen. „Wer euch antastet, tastet seinen Augapfel an.“
Viele Nationen werden sich Jehova anschließen und sein Volk werden.


Sacharja 3

Der Hohepriester Jeschua steht vor dem Engel Jehovas – der Satan widersteht ihm.
Jehova selbst weist den Satan zurück und reinigt Jeschua – er erhält neue Kleider. Die Reinigung Israels wird durch den Spross vollbracht.
Ein Stein mit sieben Augen wird hingelegt – ein Tag kommt, da Jehova die Schuld des Landes wegnehmen wird.


Sacharja 4

Die goldene Leuchter-Vision: Zwei Ölbäume speisen die Leuchter – ein Bild für das Wirken durch den Geist.
„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht Jehova der Heerscharen.“
Serubbabel wird den Tempel vollenden. Die „Augen Jehovas“, die über die ganze Erde schweifen, sind Zeugen Seiner Vorsehung. Alles weist auf göttliche Erleuchtung und Versorgung hin.


Sacharja 5

Zwei Visionen: Eine fliegende Buchrolle – ein Bild des göttlichen Fluches über Lüge und Diebstahl.
Dann ein Epha-Maß mit einer Frau darin – sie stellt die Gesetzlosigkeit dar, die nach Babel getragen wird.
Ein Bild für die Reinigung des Landes von moralischem und religiösem Verderben.


Sacharja 6

Vier Wagen mit Pferden – göttliche Boten ziehen aus, um die Erde zu durchziehen.
Die Krönung Jeschuas, des Hohenpriesters, verbindet priesterliche und königliche Würde.
Der Spross wird den Tempel Jehovas bauen.
Die Kronen dienen als Denkzeichen – ferne werden kommen und am Tempel mitbauen.


Sacharja 7

Das Volk fragt, ob man noch fasten soll – Jehova antwortet mit einem Rückblick auf die Vergangenheit:
Die Fasten waren selbstbezogen – nicht für Jehova.
Er fordert Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Wahrheit.
Doch die Väter hörten nicht – darum kam das Gericht.
Ein Aufruf zur echten Herzensumkehr.


Sacharja 8

Wunderbare Verheißungen: Jehova wird nach Zion eifern mit großem Eifer.
Jerusalem wird von Wahrheit erfüllt sein, Alte und Kinder werden wieder auf den Straßen wohnen.
Die Fasten werden zu Freudentagen.
Viele Nationen werden nach Jerusalem kommen, um Jehova zu suchen.
„In jenen Tagen werden zehn Männer… den Zipfel eines jüdischen Mannes ergreifen.“


Sacharja 9

Gericht über die heidnischen Nachbarvölker – Tyrus, Sidon, Gaza, Askalon.
Dann die bekannte Prophetie: „Siehe, dein König kommt zu dir, gerecht und siegreich ist er, demütig und reitend auf einem Esel.“
Er wird Frieden reden und über die Nationen herrschen.
Jehova wird sein Volk beschützen wie Edelsteine in der Krone.
Er sorgt für Fülle und Wiederherstellung.


Sacharja 10

Jehova ruft zum Gebet um Regen zur rechten Zeit.
Falsche Hirten haben das Volk irregeführt – doch Jehova wird es sammeln und stärken.
Er wird wie ein starker Kriegsheld sein – Juda wird siegen.
Ephraim wird zurückgebracht, wie ein Kind aus Ägypten.
Ein prophetisches Bild für die Sammlung Israels in der Endzeit.


Sacharja 11

Ein düsteres Kapitel: Die Zedern des Libanon fallen – ein Bild des kommenden Gerichts.
Sacharja tritt als Hirte auf – mit zwei Stäben: „Freundlichkeit“ und „Verbindung“.
Doch das Volk verwarf ihn – er bricht die Stäbe.
Er erhält 30 Silberstücke – der Lohn für den verworfenen Hirten.
Ein Hinweis auf den Messias und seine Verwerfung.


Sacharja 12

Jehova macht Jerusalem zum Taumelkelch und Laststein für alle Nationen.
Inmitten des Angriffs wird Er das Haus David stärken und seine Feinde schlagen.
Ein geistlicher Durchbruch folgt:
„Sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und über ihn wehklagen.“
Ein prophetischer Blick auf die Buße Israels beim Wiederkommen des Messias.


Sacharja 13

Ein Brunnen wird geöffnet zur Reinigung von Sünde und Unreinheit.
Die Götzen werden verschwinden, die falschen Propheten verstummen.
Jehova spricht: „Schwert, erwache gegen meinen Hirten… schlage den Hirten!“
Der Überrest wird geläutert wie Silber und Gold.
Sie werden rufen: „Jehova ist mein Gott“, und Er wird antworten: „Mein Volk.“


Sacharja 14

Der Tag Jehovas kommt – alle Nationen ziehen gegen Jerusalem.
Jehova wird eingreifen – seine Füße werden auf dem Ölberg stehen.
Einzigartiges Licht, lebendiges Wasser, Teilung des Berges – ein Bild der messianischen Herrschaft.
Jehova wird König sein über die ganze Erde.
Alle Völker werden jährlich hinaufziehen, um das Laubhüttenfest zu feiern.
Heiligkeit durchzieht alles – „Heilig Jehova“ wird selbst auf den Glocken der Pferde stehen.


Wenn du möchtest, Hanspeter, mache ich gern den Abschluss des Alten Testaments mit Maleachi,
dem letzten Propheten vor dem Schweigen von 400 Jahren – und dem Boten, der den Weg vor Jehova bereitet.