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Der Name "Adam" (ursprünglich "Der Mensch") wurde zum Eigennamen für den ersten, von Gott geschaffenen Menschen.

Paulus sieht durch Adams "Fall" die ganze Menschheit mit hineingezogen in die Verfallenheit von Sünde und Tod. -
Mit der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies, wurde das ganze Menschheitsgeschlecht vertrieben.


Paulus sieht in Christus gleichsam den "Gegenadam", den Menschen, der allein den Willen Gottes getan und durch sein Leiden und Sterben die Sünde Adams überwunden hat.
Während Adam den Tod brachte für alle Menschen, bringt Christus das Leben für alle.

Lese auch: Römer 5,12-19 / 1.Korinther 15,45-49!

Adam Sündenfall

1. Mose 3, 7 - 21

 

1. Mose 3  Der Sündenfall.

 

Wir hatten gesehen, wie alles damit angefangen hat, dass der Mensch die Liebe Gottes anzweifelte und in Frage stellte. Dadurch öffnete er sich der Macht des Satans, der Lüge, und machte nachher auch Gott zum Lügner. Die Folge war dann, dass den Menschen die Augen aufgetan wurden.

 

1. Mose 3, Vers 7: „Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen.“

 

Ihre Augen werden aufgetan, nicht die Herrlichkeit Gottes zu sehen. Sie werden nicht aufgetan für das Gute, sondern für das Böse. Die Schlange hatte verheißen, dass sie das Gute und das Böse erkennen würden und darin sein würden wie Gott. Das Böse lernten sie kennen, und sie erkannten und sahen an sich selbst auch, dass sie nicht mehr das waren, was sie gewesen waren.

Der Mensch weiß, dass er sündig ist. Und Sünde ist hässlich, ist nicht schön. Und darum sucht er nach Mitteln und Wegen, das irgendwie zuzudecken, zu verdecken. Feigenblätter.

 

Feigenblätter werden ja in der Bibel auch an anderen Stellen erwähnt, und zwar in Markus, Kapitel 11 in Vers 13. Wir wollen das lesen.

 

Von Vers 12 an: „Und des folgenden Tages, als sie von Bethanien weggegangen waren, hungerte ihn. Und als er von ferne einen Feigenbaum sah,  der Blätter hatte, ging er hin, ob er vielleicht etwas an ihm fände; und als er zu ihm kam, fand er nichts als nur Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen.“(Markus 11, 12+13)

 

In jener Zeit brachte dieser Feigenbaum keine Frucht. Nur Blätter. Blätter – keine Frucht.

Der Herr hatte das Volk Israel heimgesucht, und am Ende seiner Zeit auf der Erde hat er das ganz deutlich gesagt, dass sie nichts anderes kennen als eine Religion von toten Werken. Und mit diesen toten Werken wollen sie ihren wahren Zustand vor Gott und vor den Menschen verdecken und verhüllen. Das sind diese Feigenblätter. Der Herr sagte „ihr gleichet übertünchten Gräbern“. Ihr seid also schön weiß, aber inwendig voller Unrat und totem Gebein.

 

„Tote Werke“ nennt das die Bibel auch. Tote, religiöse Werke. In Hebräer 9, 14 kommt dieser Ausdruck vor: „wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, um den lebendigen Gott zu dienen!“

 

Tote Werke. Das sind die Handlungen des Menschen, der um Gott weiß, von Gott weiß, irgendwie um seine Schuld auch weiß, und denkt, er müsse etwas dagegen unternehmen. Und weil er weiß, dass er gegenüber Gott irgendwie schuldig ist, müssen es ja fromme Dinge sein. Da muss irgendwie Gott dabei sein. Gott und Kirche, und ich weiß nicht was alles. Auf alle Fälle „fromm“. Fromm religiös, um damit seine Schande zuzudecken.

 

Nun, Gott sieht sie, das ist ganz klar. Die können wir vor Gott nicht zudecken. Aber der religiöse Mensch bemüht sich darum, sie vor den Menschen zuzudecken. Und darum sagte der Herr von den religiösen Führern seiner Tage, dass sie alles, was sie tun, nur vor den Menschen tun. Das sind genau diese Feigenblätter. Und weil der Herr nur Feigenblätter fand am Baum, kam dieser Baum unter den Fluch.

Das hat sich bis heute nicht geändert. Das ist genau das, was der Mensch noch heute tut. Alles, was er vorschützt, um sich selbst zu rechtfertigen, um sich selbst in ein möglichst gutes Licht zu stellen vor den anderen, das sind diese Feigenblätter.

 

Und dann heißt es in Vers 8: „Und sie hörten die Stimme Jahwes Gottes, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Und der Mensch und sein Weib versteckten sich vor dem Angesicht Jahwes Gottes mitten unter die Bäume des Gartens.“(1. Mose 3,8)

 

Der Mensch versteckt sich vor Gott. Er weicht aus. Ihm ist es unangenehm, von seinem Herrn und von seinem Schöpfer zu hören. Er will das nicht hören, und darum weicht er dem aus mit allen erdenklichen Mitteln. Da gibt es die verschiedensten Mittel, auszuweichen.

Heute versucht man es auf die Weise, dass man sagt, dass es einfach keinen Gott gibt. Das ist nur ein Versuch, auszuweichen, sich zu verstecken.

 

Dann heißt es im Vers 9: „Und Jahwe Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?“(1. Mose 3,9)

 

Was soll denn diese Frage? Hat es denn Gott nicht gewusst? Hat denn Gott gesucht und dann hinter dem falschen Baum geguckt? Nachher weiter gesucht, immer noch nicht gefunden, und dann ruft er „Adam, wo bist du denn?“ – Nein nein. Gott wusste ganz genau, wo der Adam ist. Das ist eine hier der vielen Fragen, die Gott stellt. Nicht, weil ER nicht weiß. Sondern mit solchen Fragen will Gott, dass UNS bewusst wird, wo WIR sind. 

 

Gott fragt den Adam: „Wo bist du?“ Das soll ihm mal klar werden, dem Adam, wo er ist. Hier ist also die Frage: Ja, wo bin ich eigentlich? Wo BIN ich eigentlich?? Was ist denn mit mir los? Warum renne ich denn davon? Warum hab ich denn Angst vor Gott?

 

Diese Frage richtet sich an das Gewissen von Adam. Und er merkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Er merkt, was in Johannes, Kapitel 3, im Vers 19 steht, dass das genau für ihn zutrifft:

 

Johannes 3, 19+20: „...dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Lichte, auf dass seine Werke nicht bloßgestellt werden“

 

Darum flüchtet der Mensch vor Gott und sucht allerlei Ausreden und Einwände, warum das Wort Gottes, die Bibel, das, was hier der Herr sagt, nicht stimmen kann. Er will nicht ins Licht kommen. Und warum? Weil er weiß, dass seine Taten, seine Werke böse sind!

 

Und wir sehen hier, wie Gott anfängt, zu einem Menschen zu reden und sein Gewissen zu treffen, um ihn ins Licht zu ziehen. Das geschieht hier dadurch, dass Gott fragt: „Wo bist du?“

In einem Zustand, wo der Mensch auf der Flucht ist, wo der Mensch nicht ehrlich sein will, wo der Mensch in der Sünde verharrt, da hat es oft keinen Wert, ihm die Sünden zu sagen, die er tut. Je mehr man ihm das sagt, umso mehr wird er sich verteidigen.

Das ist auch so unter uns als Kindern Gottes. Wenn mit uns etwas nicht stimmt, dann lassen wir uns das gewöhnlich nicht so sagen. Und je mehr man es uns sagt, umso mehr finden wir Einwände, um uns zu rechtfertigen.

 

Aber hier wird eine Frage gestellt. Und diese Frage lässt Adam selbst darüber nachdenken, was denn mit ihm los ist. Und das macht ihn bereit, nachher zu hören. – Ja, wo BIN ich denn eigentlich?

Das macht ihn bereit, zu hören.

 

Und es kommt auch ein Bekenntnis, eine Erklärung. Er gibt zu: „Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete mich“ (1. Mose 3, 10). - Ich hatte Angst vor dir! - „denn ich bin nackt, und ich versteckte mich.“

Er gibt auch zu, dass er sich versteckte, denn „so wie ich jetzt BIN, kann ich vor dir nicht erscheinen!“ 

 

Und dann spricht Gott weiter: „Wer hat dir kundgetan, dass du nackt bist?“(1. Mose 3,11)

 

Auch hier weiß es Gott natürlich, aber diese Frage richtet sich wiederum an das Gewissen des Adam, das Gewissen des Menschen. ER soll sich darüber klar werden: „Ja, wer HAT mir denn das eingeredet? Nicht Gott! Der Teufel hat mich verführt.“

 

„Hast du gegessen von dem Baume, von dem ich dir geboten habe, nicht davon zu essen?“

(1. Mose 3, 11)

 

„Ja, genau das habe ich getan.“ Und darum kommt nachher ein Bekenntnis. Es ist zwar ein zaghaftes Bekenntnis, ein Bekenntnis, das so ein bisschen einen Umweg macht, aber doch dann zur Sache kommt.

 

1. Mose 3, 12. Zuerst sagt er: „Das Weib, das du mir beigegeben hast...“ Ja, SIE. „sie gab mir von dem Baume, und ich aß.“ Dann bekennt er aber: „ICH hab gegessen. Genau DAS hab ich getan.“ Jawoll. Hier steht’s. Er bekennt! Er kommt ins Licht.

 

Und das ist das Einzige, was der Mensch tun muss. Das Einzige, was der Mensch tun muss, ist vor Gott offen werden. Bekennen, was er ist, wo er ist, was er getan hat. Und sobald der Mensch das tut, beginnt Gott, seine Ratschlüsse der Gnade vor dem Menschen zu entfalten.

 

1. Mose 3, 13: „Und Jahwe Gott sprach zu dem Weibe: Was hast du da getan! Und das Weib sprach: Die Schlange betrog mich, und ich aß.“

 

Sie bekennt unumwunden: „Ich ließ mich vom Teufel bereden, und ich tat genau das, was ich nicht tun durfte. – Der Teufel überredete mich und ich aß. “ – Sie gibt’s zu.

 

Wir sehen also hier das Reden Gottes zum Menschen. Das hat sich bis heute nicht geändert im Prinzip, es geht genau so. Der Heilige Geist ist da in dieser Welt. Er verwendet das Wort Gottes, um den Menschen zu überführen von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht.

Von Sünde: Unsere Sünde wird ins Licht gestellt durch den Heiligen Geist.

Von Gerechtigkeit: Die Gerechtigkeit des Sohnes Gottes, darum geht es in Johannes 16.

Und vom Gericht: nämlich, dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

 

Wir lesen diese Verse, bevor wir fortfahren in 1. Mose 3.

 

Johannes 16, 8 – 11: „Und wenn er gekommen ist,“ – nämlich der Heilige Geist -  „wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben; von Gerechtigkeit aber, weil ich zu [meinem] Vater gehe, und ihr mich nicht mehr sehet; von Gericht aber, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.“

 

Von Sünde: Der Unwille gegen den Herrn, das Nicht-Glauben-Wollen an den Herrn. Das ist ja immer eine Sache des Willens. Das heißt: Das Verharren im Eigenwillen, das ist die Sünde. Das ist ja die Sünde als solche: Eigenwillen, der regiert.

Und von Gerechtigkeit, „weil ich zu meinem Vater gehe“. Das heißt, der Heilige Geist offenbart uns die Gerechtigkeit Gottes, offenbart uns den Sohn. Dass er nicht irgendjemand war, irgendein Mensch, sondern der Gerechte, der hier auf der Erde war, starb, auferweckt wurde und jetzt zum Vater ging. Jetzt erhöht ist. Das ist der Retter und der Herr! 

Und von Gericht, „weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist“. Gericht.

 

Die Sünde ist geoffenbart worden von diesen beiden ersten Menschen, und jetzt spricht Gott auch das Gericht aus. Das Gericht über den Fürsten dieser Welt. Hier das Gericht über die Schlange.

 

1. Mose 3, 14: „Und Jahwe Gott sprach zu der Schlange:“

 

 ... und das ist jetzt hier sehr interessant, das ist von Bedeutung:

Der Herr redet zum Menschen und wartet darauf, dass der Mensch ihm auch Antwort gibt. Er stellt Fragen an den Menschen, und der Mensch darf ins Licht kommen. Und Gott spricht zum Menschen von Errettung.

Das finden wir alles bei der Schlange nicht. Für die Schlange haben wir hier keine Angebote irgendwelcher Bekenntnisse, Buße zu tun, zu glauben und gerettet zu werden. Das gibt’s nicht für die Schlange. Zur Schlange redet Gott unmittelbar von Gericht.

 

Und das ist auch so. Für die Schlange, für den Teufel gibt’s keine Gnade! Hebräer 2, 16: „Denn er nimmt sich fürwahr nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an.“ – Das heißt, der Menschenkinder nimmt er sich an.

 

Also zur Schlange, da redet Gott direkt von Gericht.

 

1. Mose 3, 14: „Und Jahwe Gott sprach zu der Schlange: Weil du dieses getan hast, sollst du verflucht sein vor allem Vieh und vor allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.“

 

Das Gericht, das Urteil über die Schlange. Wir sehen hier und erkennen hier einen Sturz. Es geht abwärts. Das ist ein Hinweis darauf, dass der Satan letzten Endes zuallertiefst stürzen wird in den Feuersee. Er ist gerichtet. Das Urteil ist ausgesprochen. Da gibt es keine Gnade.

 

Aber dann im Vers 15 beginnt Gott, seine Ratschlüsse der Gnade und des Heils zu entfalten für den Menschen. Für den Menschen gibt es auch einen Fluch, aber nur einen zeitlichen. Einen irdischen. Natürlich für den ungläubigen Menschen einen ewigen Fluch, aber für den glaubenden Menschen haben wir Gnade. Errettung. Und dann einen zeitlichen, irdischen Fluch, wie wir noch sehen werden. Aber zunächst redet Gott, weil Bekenntnis da gewesen ist, Bekenntnis von der Sünde, ein Bekennen des gefallenen Zustandes, von Rettung und von Gnade. Und er beginnt, von der Sendung seines Sohnes zu reden. Die erste Verheißung auf den kommenden Retter.

 

1. Mose 3, 15:  „Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

 

Hier steht nun sehr sehr viel drin, was wir mit dem Licht des Neuen Testaments erkennen können.

 

Nun, wir stellen hier fest, dass Gott vom Samen des Weibes redet. Was heißt das? Er redet von einem Menschen. Es waren Menschen gewesen, die durch die Sünde Gott so schrecklich entehrt hatten. Der Mensch geschaffen im Bilde Gottes, er, der zum Regenten über diese Erde eingesetzt worden war, er hatte proklamiert: „Gott ist Lüge, und Gott ist nicht Liebe.“ Das hatte der Mensch getan. Und darum sendet Gott einen Menschen auf diese Erde. Ein Mensch, der in seinem Leben, durch sein Leben und durch seinen Dienst als Mensch Gott auf der Erde verherrlicht, nicht entehrt. Verherrlicht. Und darum kam Jesus Christus als Mensch auf diese Erde, um den Willen Gottes zu tun, um Gott gehorsam zu sein – da, wo der Mensch ungehorsam gewesen war.

 

So sagt der Herr Jesus einleitend zu seinem Kommen... Das ist zwar ein prophetisches Wort, aber es erfüllte sich bei seinem Kommen:

 

Hebräer 10, 5 – 7: „Darum, als er in die Welt kommt, spricht er: "Schlachtopfer und Speisopfer hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir bereitet;“ – Menschwerdung! 

„an Brandopfern und Opfern für die Sünde hast du kein Wohlgefallen gefunden. Da sprach ich: Siehe, ich komme (in der Rolle des Buches steht von mir geschrieben), um deinen Willen, o Gott zu tun."

 

Er kommt als Mensch, um den Willen Gottes zu tun. Der letzte Adam tut den Willen Gottes im Gegensatz zum ersten Adam. Und darum hat auch der Herr Jesus immer wieder gesagt als Mensch, dass er kam, um den Willen dessen zu tun, der ihn gesandt hat.

 

Johannes 4, Vers 34: „Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.“

 

Johannes 6, Vers 38: „denn ich bin vom Himmel herniedergekommen, nicht auf dass ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.“

 

Der Herr Jesus kam, um hier als Mensch auf der Erde Gott zu ehren und Gott zu verherrlichen. Das war die erste und die höchste Aufgabe des Herrn. Das war der erste Grund für sein Kommen. Darin hat er natürlich Heil gebracht, das ist klar. Darum kam er gleichzeitig, um zu suchen und um zu erretten. Das ist darin alles eingeschlossen. Aber er hatte als oberstes vor Augen, Gott zu verherrlichen, IHM zu gefallen, seinen Willen zu tun.

 

Darum heißt es auch in Johannes 14, Vers 31: „aber auf dass die Welt erkenne, dass ich den Vater liebe und also tue, wie mir der Vater geboten hat“

 

Er kam, um zu zeigen, dass er den Vater liebte und alles tat, wie der Vater ihm geboten hatte – bis zum Äußersten. Was das auch kostete.

 

Und so sagt dann der Sohn in Johannes 17, Vers 4: „Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, welches du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte.“

 

Und schließlich am Kreuz konnte er ausrufen (Johannes 19,30): „Es ist vollbracht!“

 

Es ist auffällig, wie das Ende des Herrn, sein Kreuzestod, in den vier verschiedenen Evangelien anders berichtet wird. In den drei ersten Evangelien, Matthäus, Markus und Lukas, da hörte die Volksmenge, also die Leute, die darum herumstanden, wie der Herr mit lauter Stimme rief.

 

Matthäus 27, 50: „Jesus aber schrie wiederum mit lauter Stimme und gab den Geist auf.“

 

Markus 15, 37:  „Jesus aber gab einen lauten Schrei von sich und verschied.“

 

Lukas 23, 46: „Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er.“

 

Also überall steht in Matthäus, Markus und Lukas, dass der Herr laut rief. So laut, dass es die anderen hörten. Das sollten auch die Menschen hören.

 

In Johannes 19, Vers 30, da steht: „Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!“

 

Das hörte niemand. Niemand. Das sagte er für Gott. „Es ist vollbracht!“ Er kam, um den Willen Gottes zu tun, und er hat sich, wie Hebräer 9, Vers 14 sagt „ohne Flecken Gott geopfert“.

 

Er hat sich Gott geopfert! Er hat sich völlig in den Willen Gottes ergeben. Auch, als alles gegen ihn war. Auch unter schwierigsten, härtesten Umständen, als der Hass der Menschen ihn traf, als seine eigenen Freunde ihn verließen und ihn allein ließen, und als die ganze Macht der Finsternis auf ihn losbrach. Trotzdem hat er den Willen Gottes getan. Und so hat er durch Gehorsam Gott verherrlicht.

Anders als Adam, der in den bestmöglichen Umständen lebte. Inmitten von Lieblichkeit, da war Adam ungehorsam und hat Gott entehrt.

 

Der Herr Jesus hat in seinem Leben und in seinem Sterben geoffenbart und bezeugt, dass Gott Licht ist und dass Gott Liebe ist.  Somit hat er bewiesen, dass die Schlange gelogen hatte. Der Teufel hatte gelogen.

 

Der Teufel belügt bis heute die Menschen, und dieses tiefe Misstrauen gegen Gott steckt zutiefst in den Herzen der Menschen. Dieses Misstrauen gegenüber Gott und seinem Wort, dass er uns anlügt, und dass Gott böse ist. So denkt der Mensch.

 

Und der Herr Jesus hat in seinem Kommen gezeigt, dass Gott Liebe ist. Im Herrn Jesus sehen wir doch die Liebe Gottes. Seine Freundlichkeit. Wie er herumging, umherzog, und allen Gutes tat und die befreite, die vom Satan überwältigt waren. Seine Freundlichkeit. Wer immer zu ihm kam, alle Kranken, er rührte sie an, heilte sie. Da zeigt er doch die Liebe, die Freundlichkeit Gottes.

 

Die Liebe Gottes zeigte sich dann darin im höchsten Maß, dass Gott seinen eigenen Sohn dahingab, seinen eigenen Sohn nicht verschonte, denn „so sehr hat Gott die Welt geliebt“ - Ja, Gott ist Liebe! – „dass er seinen eingeborenen Sohn gab“ – Er GAB seinen eingeborenen Sohn. In der Gabe des Sohnes sehen wir die Liebe Gottes.

 

Und im Tod des Herrn Jesus sehen wir auch die Heiligkeit Gottes. Die Schlange hatte gesagt: „mitnichten wirst du sterben!“ Im Kreuzestod, da sehen wir: Der Lohn der Sünde IST der Tod! Dort, wo er zur Sünde gemacht wurde, konnte Gott seinen eigenen Sohn nicht verschonen. Weil Gott heilig ist, weil Gott Licht ist, musste er ihn richten und ihn verlassen, so dass der Sohn ausrief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ - Ja, er musste verlassen werden, weil er zur Sünde gemacht wurde.

 

Gott ist Licht. Und das ist durch das Leben und durch den Tod Jesu proklamiert. Verkündigt. Für Gott zur Verherrlichung Gottes und dem Menschen zum Segen. Und glückselig der Mensch, der sich nicht an Jesus ärgert! Glückselig der Mensch, der das sehen darf! Der im Leben und im Tod des Herrn Jesus erkennen darf, wer Gott ist.

Ja, Gott ist Liebe. Unendliche Liebe. Unfassbare Liebe. Und Gott ist Licht. Gottes Wort ist wahr.

 

Und das ist eigentlich alles beinhaltet in dieser ersten Verheißung „ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen“ – IHR Same, es muss ein Menschenkind sein! Und so wurde der Herr Jesus von einer Frau geboren. Er war ein Mensch. Er war auch Gott. Gott und Mensch.

 

Und es heißt hier: „er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen“.

Er muss als Mensch sterben. Er muss in den Tod gehen, weil der Lohn der Sünde der Tod ist. Gott ist heilig! Er muss richten. Aber durch seinen Tod hat er den zunichte gemacht, „der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel“ (Hebräer 2,14). Und er hat alle die befreit, „welche durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren“ (Hebräer 2,15).

Durch den Tod hat er den zunichte gemacht. Er musste also sterben.

 

Menschwerdung. Tod. Aber auch damit Vernichtung der Macht Satans. Das ist hier alles in diesem Vers ausgedrückt. Und das genügt! Der Glaube daran genügt, um den Menschen auf ewig zu befreien von der Macht des Todes, um ihm ewiges Leben zu bringen.

 

Und offensichtlich haben Adam und Eva, seine Frau, geglaubt. Die stehen da, von Gott belehrt. Zuerst ins Licht gestellt über ihre Sünden. Dann hören sie vom Gericht über den Verführer, und dann hören sie vom kommenden Retter, von der Verheißung des Lebens. Und sie glauben. Sie glauben! Das ist das Licht, von dem wir sprachen, das in ihre Herzen eindringt. Und darum nennt Adam seine Frau „Mutter aller Lebendigen“, weil gerade durch SIE der Same, der verheißene Same, kommen sollte, der die Macht des Satans dann brechen sollte. Diese Namensgebung ist also ein Ausdruck des Glaubens. Sie glauben, und sie sind damit Gerettete.

 

Gnade, hier haben wir Gnade. Und die Gnade Gottes ist unumschränkt. Unverdient, unumschränkt, ganz Werk Gottes. Aber, das dürfen wir nicht vergessen: das hebt die Verantwortlichkeit des Menschen nicht auf. Weil der Mensch unter Verantwortlichkeit steht, darum MUSS er die Folgen der Sünde auch tragen. Nicht die ewigen Folgen. Die hat der Herr Jesus getragen. Darum: wer glaubt, ist dem ewigen Tod entzogen. Aber die zeitlichen Folgen der Sünde: Schmerz, Mühsal, Not und der leibliche Tod – das müssen wir alles tragen. Das gehört zur Verantwortlichkeit, in die der Mensch gestellt ist, und die Gnade hebt die Verantwortlichkeit nicht auf. Das zeigt sich in den folgenden Versen.

 

Nachdem nun Gott seine ganzen Gnadenratschlüsse hier entfaltet hat, sagt er zu dem Weib:

 

„Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen.“ (1. Mose 3, 16)

 

Also Schmerz. Jedes neue Leben, das hier auf diese Erde kommt, ist mit Schmerz verbunden. Schon die Geburt spricht davon, dass der Mensch gefallen ist. Also bei Eva heißt es „gebären mit Schmerzen“, und zu Adam spricht Gott vom Zurückkehren zum Staub: Tod!

 

Das kann nicht aufgehoben werden, auch durch die Gnade nicht. Die zeitlichen Folgen der Sünde, die tragen wir.

 

Nun, wir wollen jetzt hier auch ein Bild wiederum sehen: Die Frau als ein Bild auf die gläubige Gemeinde, das Volk Gottes. Seit dem Sündenfall ist es so, dass das Volk Gottes nur in Verbindung mit Schmerz Frucht bringen kann. Das ist so. Weil wir in dieser Welt leben, und weil wir selbst ein Wesen mit uns herumtragen, das Gott entgegengesetzt ist. Darum gibt es keine Frucht für Gott ohne Schmerz und ohne Kampf. Das geht nicht. Das haben uns die Apostel schon vorgelebt, davon sprechen die Lehrbriefe ganz deutlich, auch die Apostelgeschichte. Wir finden das hier schon angekündigt. „Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären;“

 

Paulus spricht zu den Galatern davon, welch großen Kampf und Schmerz er hat, dass Christus in ihnen gestaltet wird. Das ist göttliche Frucht – mit großem Kampf und mit Schmerz verbunden. Und das muss auch so sein. Die Züchtigungen Gottes in seinen Regierungswegen mit uns, erinnern uns immer wieder daran, dass unsere gefallene Natur Gott nicht untertan sein will. Und dieses rebellische Wesen steckt in uns drin, auch nachdem wir Gnade und Leben empfangen haben.

 

Und darum steht hier „nach deinem Manne wird dein Verlangen sein“. Dieses Wort „Verlangen“ kommt nur dreimal in der ganzen Bibel vor. Dieses Wort hier. Das heißt auf hebräisch teshûqâh  und kommt nur dreimal vor. Hier, dann in Kapitel 4, und einmal im Hohelied. Und dieses Wort „Verlangen“ steht immer in Zusammenhang mit „beherrschen“. Es ist also ein Verlangen nicht nur der Liebe, also sich jemand hinzugeben, sondern es ist ein Verlangen, über jemanden zu herrschen. Das ist mit diesem Verlangen gemeint. Das kommt leider in der Übersetzung nicht so gut zum Ausdruck. Ich will das kurz aufzeigen, damit wir verstehen, worum es geht.

 

Auch das Volk Gottes, auch wir als Wiedergeborene, haben immer noch dieses Verlangen in uns, doch noch Herr und Gott zu sein. Das, was die Sünde in uns hinein legte. Dieses eigenwillige, eigensinnige Wesen, das sich Gott nicht beugen will. Und darum MUSS uns Gott viel Schmerz und Züchtigung immer wieder senden, um uns unterwürfig zu halten. Und darum immer wieder im Zusammenhang mit Fruchtbringen: Schmerz!

 

Und hier, wo es heißt „nach deinem Manne wird dein Verlangen sein“: Die Frau wird danach trachten, dass SIE herrschen kann. Dann steht: „er aber wird über dich herrschen“.

Christus ist darum gestorben und auferweckt worden, auf dass ER herrsche sowohl über Tote als auch über Lebendige. Unser Herr, ER will herrschen. Und wenn ER herrschen will, dann ist das gerechtfertigt. Dann ist das nicht ein böser Trieb wie bei uns, wenn wir herrschen wollen. Denn er ist Gott, wir sind nur die Geschöpfe. Das steht übrigens in Römer 14, dass ER herrscht, weil er gestorben ist und auferweckt worden ist.

 

Nun, dieses Wort „Verlangen“ kommt auch im Kapitel 4, Vers 7 vor. Da heißt es von der Sünde: „nach dir wird sein Verlangen sein“ – also von der Sünde! –

(Die Übersetzungen sind hier meistens unsicher. Es ist ein ziemlich schwieriger Vers. Und eigentlich müsste man übersetzen „nach dir wird IHR Verlangen sein“, also wenn man konsequent beim Deutschen bleibt.)

Es wird das Verlangen der Sünde sein, über den Menschen zu herrschen. Genau das will die Sünde: den Menschen beherrschen und knechten! Und hier das Wort „Verlangen“ ist das gleiche Wort „Verlangen“ wie in 1. Mose 3. Es ist also ein Verlangen, zu herrschen. Das hat die Sünde.

Die Schrift aber sagt: die Sünde herrsche nun nicht mehr in eurem Leibe! - Weil wir unter der Gnade sind, soll das bei uns nicht der Fall sein, dass die Sünde uns beherrscht.

Wir werden auf diesen Vers noch näher eingehen dann. Ich habe das jetzt nur erwähnt wegen diesem Wort „Verlangen“.

 

Das Verlangen, zu herrschen. Und dann sehen wir dieses Verlangen, zu herrschen, einmal beim Herrn. Er will herrschen. Und er soll auch herrschen. Nämlich im Hohenlied. Dieses gleiche Wort „Verlangen“:

 

Hoheslied 7, Vers 10: – Ein Bild auf den Herrn und auf sein Volk, prophetisch Israel und in der geistlichen Anwendung auch wir, die Gemeinde. -  Ich bin meines Geliebten und nach mir ist sein Verlangen.“

Es ist das Verlangen des Herrn, weil er uns liebt, auch unser Herr zu sein, auch über uns zu herrschen. ER darf dieses Verlangen haben, weil er eben Herr IST. Wenn aber der Mensch danach verlangt, zu herrschen, dann muss Gott dieses Verlangen strafen, und darum Züchtigung, Schmerz, Leid. 1. Mose 3, Vers 16.

 

Und dann spricht Gott zu Adam.

1. Mose 3, 17: „Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört und gegessen hast von dem Baume, von dem ich dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen, -so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen“

Hier sehen wir, die Verantwortung für die Sünde ist Adams. Um seinetwillen kommt der Fluch über den ganzen Erdboden.

 

Und darum spricht die Bibel von der „Übertretung Adams“, nicht von der Übertretung Evas, in Römer 5, Vers 14: „Aber der Tod herrschte von Adam bis auf Moses, selbst über die, welche nicht gesündigt hatten in der Gleichheit der Übertretung Adams“

Die Übertretung ist seine Verantwortung.

 

Und dann heißt es:

1. Mose 3, 17 - 19: „mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde, denn von ihr bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!

 

Adam ist HIER natürlich nie ein Bild auf Christus, das ist klar. In der Sünde ist er natürlich nie ein Bild auf Christus. So müssen wir natürlich immer auseinander halten, auch wo wir ein Bild im Alten Testament erkennen dürfen und wo nicht. Und hier ist es klar: Weil hier von Sünde die Rede ist, kein Bild auf den Herrn.

Aber der Herr, er ließ sich ja zur Sünde machen. Und darin, als der Herr zur Sünde gemacht wurde, darin hat er solche Dinge, wie sie hier stehen, auf sich genommen. Dornen und Disteln. Man setzte ihm eine Dornenkrone auf, die trug er am Kreuz. Er trug den Fluch. Der Fluch kam über die Menschheit durch die Sünde. Es heißt dann vom Herrn Jesus, dort wo er zur Sünde gemacht wurde, dass er ein Fluch wurde.

 

Galater 3, 13: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist (denn es steht geschrieben: ‚Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!’;“

 

Nun Adam, von ihm heißt es, dass er auch Frucht bringen soll. Andere Art von Frucht, die Frucht des Erdbodens. Und auch dieses Fruchtbringen ist mit Mühsal verbunden. Mühsal und Schweiß. Arbeit, Anstrengung. Und das ist bis heute so geblieben.

Paulus sagt in 1. Korinther 15, Vers 10: „ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle“

Arbeit! Und er spricht davon, welche große Mühe und Arbeit er hat mit den Galatern. Er spricht davon, dass er jeden Tag die Sorgen um all die Gemeinden trägt. Mühe, Anstrengung, Schweiß, Kampf – wo es ums Fruchtbringen geht.

Nicht, wo es um die Errettung zum ewigen Leben geht. Da ist alles ohne Arbeit. Da ist alles geschenkt.

 

So lässt uns Gott nicht vergessen, dass wir unter Verantwortlichkeit stehen, und so Folgen zu tragen haben. Das wird immer so sein. Das ist auch so in der sogenannten Gnadenzeit, auch in unserer Zeit. Die Gnade verbindet uns mit der Ewigkeit, und da ist alles frei. Unumschränkt, unauflöslich. Aber als Geschöpfe auf der Erde, da stehen wir bis zum heutigen Tag unter Verantwortlichkeit. Darum müssen wir ja sterben. Es ist ganz unnüchtern, zu denken, dass die Verantwortlichkeit, die Folgen der Sünde, ganz weg sind. Die ewigen Folgen wohl, ich wiederhole es, die ewigen Folgen! Aber zeitliche Folgen, die tragen wir.

 

Krankheit, Tod, Schwachheit, Kampf, Mühsal, Nöte, Anfechtungen. Die sind einfach da. Aber wir dürfen in dieser Welt trotz aller Widerwärtigkeiten - und auch, wenn Dornen und Disteln da sind, Dinge, die stechen, die uns zuwider sind - mit der Hilfe Gottes Frucht bringen.

 

Und es ist sehr schön zu sehen im Vers 20, wie der Mensch hier, Adam,  nachdem er das gehört hat, von Leben redet. Ihm wurden die Verheißungen Gottes viel wichtiger als das andere, das auch galt und stimmte. Darunter hat er sich still gebeugt. Nicht gemurrt. Angenommen. Das ist das Zeichen eines von Gott Belehrten. Er beugt sich auch unter die Wege der Züchtigung, die Gott mit uns zu gehen hat. Und freut sich an den Verheißungen. Und darum redet Adam von seiner Frau als von „Eva“ - chavvâh  die „Mutter aller Lebendigen“. Leben! Leben inmitten des Todes.

 

Und dann Vers 21 schließlich die Röcke von Fell, die Gott, der Herr, ihnen macht. Die Schürzen da von Feigenblättern, die taugen nichts. Und sowieso nach dem Sündenfall, da zog ja der Tod ein, da verwelkte auch alles. Das hätte nicht lange gehalten.

 

1. Mose 3, 21: Und Jahwe Gott machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fell und bekleidete sie.“

Und so macht der Herr ihnen Kleider von Tieren. Die mussten ja getötet werden, das ist ganz klar. Und sie standen da und haben das mitansehen müssen, die beiden, wie ihrer Sünde wegen unschuldiges Leben gelassen werden musste. Das erste Mal kam in die Schöpfung der Erde sichtbar vor ihren Augen der Tod hinein. Das haben sie sicher nie mehr vergessen.

 

Aber dieser Tod ist es, der Tod eines anderen, der sie bekleidet. So kann Gott sie kleiden mit Kleidern, die taugen, die ER ihnen gegeben hat. Das sind nicht tote, religiöse Werke, sondern das ist die Leinwand, die weiße Leinwand der Heiligen. Solche, die gewaschen sind im Blut des Lammes.

Vor Gott heilig, rein und tadellos, weil es Gottes Werk ist – nicht Menschenwerk!

 

Und Jahwe Gott machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fell und bekleidete sie.“

- ER tat das, sein Werk ist es!

 

Trotzdem müssen sie aus dem Garten vertrieben werden, und das ist unsere Stellung und unser Zustand in dieser Welt bis heute. Wir sind nicht im Paradies, wir sind auf der Erde, die unter dem Fluch Gottes steht. Dornen, Disteln.

 

Aber auch im Fluch sehen wir die Freundlichkeit Gottes, wie er uns ernährt, uns erhält. Und seine Güte und seine Liebe in der Sendung des Sohnes. Der Tod ist verschlungen im Sieg. Wir dürfen IHM dafür dankbar sein.



אדם (adam) : rot

Importantia
אדם ‘Adam aw-dawm’
Übersetzung: rot
Grammatik: nom. prop. masc.
Herkunft: dasselbe wie H120, Griechisch G76 ΑδαμHerkunft: dasselbe wie H120, Griechisch G76 Αδαμ
Statistik
Vorkommen: 13; Stellen: 12; Übersetzungen: 1

ZUE Gen. 4:25 Und Adam wohnte seinem Weibe abermals bei, und sie gebar einen Sohn, den hieß sie Seth, denn Gott hat mir, (so sprach sie,) einen andern Sproß gegeben für Abel, weil Kain ihn erschlagen hat.
ZUE Gen. 5:1 DIES ist das Verzeichnis der Nachkommen Adams: Als Gott den Adam erschuf, machte er ihn Gott ähnlich; <Ra> { <p>(a) 1Mo 1:27}
ZUE Gen. 5:2 als Mann und Weib schuf er sie. Und er segnete sie und gab ihnen den Namen Adam, <N1> damals als sie geschaffen wurden. <Ra> { <p> d.i. Mensch. <p>(a) 1Mo 1:27}
ZUE Gen. 5:3 Als Adam 130 Jahre alt war, zeugte er einen Sohn, ihm selbst ähnlich, nach seinem Bilde; den hieß er Seth.
ZUE Gen. 5:4 Und nachdem Adam den Seth gezeugt, lebte er noch achthundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
ZUE Jos. 3:16 da blieb das Wasser, das von oben her kam, stehen; es erhob sich als ein Damm, sehr weit weg bei der Stadt Adam, die seitwärts von Zarthan liegt; das Wasser aber, das zum Meer der Steppe, dem Salzmeer, hinabfloss, verlief sich ganz. Also ging das Volk hindurch gegenüber Jericho.
ZUE 1 Chr. 1:1 ADAM, Seth, Enos, <Ra> { <p>(a) 1Mo 5}
ZUE Hos. 6:7 Sie aber haben den Bund übertreten in Adam; <N1> dort sind sie mir untreu geworden. { <p> Ortsname.}
ZUE Lk. 3:38 der des Enos, der des Seth, der des Adam, der Gottes. <Ra> { <p>(a) 1Mo 4:25 26; 5:1-3}
ZUE Rom. 5:14 dennoch herrschte der Tod von Adam an bis zu Mose sogar über die, welche nicht mit gleicher Übertretung gesündigt hatten wie Adam, der ein Gegenbild des zukünftigen ist.
ZUE 1 Cor. 15:22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus auch alle lebendig gemacht werden.
ZUE 1 Cor. 15:45 So steht auch geschrieben: "Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele", der letzte Adam <N1> zu einem lebendig machenden Geiste. <Ra> { <p> gemeint ist Jesus Christus; vgl. Rö 5:12-19. <p>(a) 1Mo 2:7}
ZUE 1 Tim. 2:13 Denn Adam wurde zuerst geschaffen, darnach Eva. <Ra> { <p>(a) 1Mo 1:27; 2:7 22; 1Kor 11:8 9}
ZUE 1 Tim. 2:14 Und Adam wurde nicht verführt, das Weib vielmehr wurde verführt und ist in Übertretung geraten. <Ra> { <p>(a) 1Mo 3:6; 2Kor 11:3}
ZUE Jude 1:14 Dementsprechend hat über diese Henoch, der siebente von Adam an, geweissagt: "Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden (von Engeln), <Ra> { <p>(a) 1Mo 5:21; 5Mo 33:2; Mt 25:31}