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Begriff: «Apostel»
Achtung: Matthäus wird in  Markus 2,14 und Lukas 5,27.29 wird  Levi genannt.

Begriff: «Apostel»

Hier geht es nicht um die auserwählten zwölf Apostel, sondern der Begriff „Apostel“ wird im wörtlichen Sinne verwendet – Gesandter. Wichtig für diesen unterschiedlichen Sprachgebrauch ist sicher der zeitliche Abstand zwischen den Paulusbriefen (verfasst ca. 45–60 n. Chr.) und den Listen der Evangelien und der Apostelgeschichte, die nach gängiger Meinung wohl erst 66–90 n. Chr. geschrieben wurden.
In der Apostelgeschichte (14,4 und 14) werden Barnabas und Paulus als Apostel bezeichnet.
 Barnabas war zuvor laut Apostelgeschichte 13,1-4 zusammen mit Paulus zu dem Werk, zu dem sie der Herr berufen hatte, auserwählt worden.

In fast allen Briefanfängen (z. B. Röm 1,1 , Gal 1,1 ) und an verschiedenen weiteren Stellen bezeichnet Paulus sich selbst als Apostel.

In Röm 16,7 EU werden Andronikus und Junia erwähnt, die „angesehene Apostel sind“, wörtlich ἐπίσημοι ἐν τοῖς ἀποστόλοις epísēmoi en toīs apostólois „Angesehene unter den Aposteln“.

Der weibliche Name Junia wird dabei von manchen als Kurzform für Junianus/Junias (männlich) interpretiert.

Die Übersetzung der «»Gute Nachricht Bibel und die Lutherübersetzung fassen dagegen Junia als Apostelin auf»».

In den Erläuterungen zur Guten Nachricht zum Stichwort Junia heisst es:
„Für eine Frau spricht auch, dass der Frauenname Junia in der außerbiblischen antiken Literatur vielfach belegt ist,
ein Männername Junias aber bis heute nicht nachgewiesen werden konnte.
Die Ansicht, dass es sich bei der betreffenden Person um einen Mann namens Junias handle, wird zum ersten Mal
 im 13. Jh. in der lateinischsprechenden Kirche des Westens vertreten.
Sie wird hier sehr schnell Gemeingut der Ausleger und ist es bis heute geblieben, während die orthodoxen Kirchen des Ostens immer noch an der althergebrachten Auffassung festhalten.“ In den neuesten Ausgaben der Lutherrevision steht in einer Anmerkung zur Stelle „Wahrscheinlich lautete der Name ursprünglich (weiblich) Junia. In der alten Kirche und noch bis ins 13. Jahrhundert wurde er als Frauenname verstanden.“ Der erste Exeget, bei dem der Name Junias auftaucht, ist Aegidius Romanus (1245–1316). Die Wiederentdeckung der Apostelin Junia geht auf eine ausführliche Untersuchung von Bernadette Brooten zurück.[4]

Paulus bezeichnet Jakobus, „des Herrn Bruder“, als Apostel (Gal 1,19 EU).

Silvanus und Timotheus nennen sich zusammen mit Paulus „Christi Apostel“ (1 Thess 2,6 im Zusammenhang mit 1 Thess 1,1 )

In Eph 4,11 wird das „Amt des Apostels“ zusammen mit den Ämtern der Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrern als einer der grundlegenden Dienste der Kirche bezeichnet.

In Heb 3,1 wird Jesus Christus selbst als der Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses bezeichnet.

In 2 Kor 8,23 EU und in Phil 2,25 EU ist von „Aposteln der Gemeinden“ die Rede, welche von den Gemeinden für eine bestimmte Aufgabe ausgesandt wurden.

Auch Missionare wurden zuweilen mit dem Beinamen Apostel bezeichnet. Im 8. Jahrhundert wurde der Angelsachse Bonifatius auch „Apostel der Deutschen“ genannt, im 9. Jahrhundert Kyrill und Method als „Apostel der Slawen“. Der heilige Ansgar wird auch „Apostel des Nordens“ genannt.

Einige Heilige, darunter auch Nino, werden als „apostelgleich“ bezeichnet. Im 3. Jahrhundert verlieh Hippolyt von Rom Maria Magdalena die ehrenvolle Bezeichnung Apostola apostolorum („Apostelin der Apostel“), da sie den Aposteln am Ostermorgen die Botschaft vom leeren Grab gebracht hatte.

Paulus betont in seinen Briefen immer wieder, dass er – im Gegensatz zu den „Gemeindeaposteln“ und anderen Missionaren – direkt durch Christus zum Apostel berufen worden sei (vgl. Gal 1,1  und 1 Kor 9,1 ). Ein Apostel ist für Paulus in erster Linie ein Verkünder des Evangeliums, der als glaubwürdiger Zeuge der Auferstehung Christi für dessen Wahrheit bürgt (vgl. 1. Kor 15,1 ff. und Apg 22,15).

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Matthäus Markus Lukas Apostelgeschichte
Simon Petrus Simon Petrus Simon (den er auch Petrus nannte) Petrus
Andreas (sein Bruder) Jakobus (Sohn des Zebedäus) Andreas (seinen Bruder) Johannes
Jakobus (der Sohn des Zebedäus) Johannes (Bruder des Jakobus) Jakobus Jakobus
Johannes (sein Bruder) Andreas Johannes Andreas
Philippus Philippus Philippus Philippus
Bartholomäus Bartholomäus Bartholomäus Thomas
Thomas Matthäus Matthäus Bartholomäus
Matthäus (der Zöllner) Thomas Thomas Matthäus
Jakobus (der Sohn des Alphäus) Jakobus (Sohn des Alphäus) Jakobus (Sohn des Alphäus) Jakobus (Sohn des Alphäus)
Thaddäus Thaddäus Simon (genannt der Zelot) Simon (der Zelot)
Simon Kananäus Simon Kananäus Judas (Sohn des Jakobus) Judas (Sohn des Jakobus)
Judas Iskariot (der ihn verriet) Judas Iskariot (der ihn dann verriet) Judas Iskariot (der zum Verräter wurde)  
      Matthias








Petrus – Bibel-Lexikon

Bedeutung des Namens
Petrus = Stein
Bedeutung des Namens
Simeon (und Simon) = Erhörung

Petrus war ein Sohn Jonas’ und einer der zwölf Apostel. Sein ursprünglicher Name lautete Simon. Offensichtlich bekam er bei seinem ersten Gespräch mit dem Herrn den Beinamen Kephas. Dies ist ein aramäischer Name und ist mit dem griechischen „Petrus" identisch; er bedeutet „Stein" (Joh 1,42). In Apostelgeschichte 10,5 heißt es: „Simon [...], der auch Petrus genannt wird".

Eine weitere Begebenheit von Petrus findet man in Lukas 5, seine Berufung zur Jüngerschaft. Überwältigt von dem erfolgreichen Fischzug rief er aus: „Geh von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr", aber auf das Geheiß des Herrn Jesus hin trennte er sich von den anderen und folgte Christus nach (Mt 4,18; Mk 1,16; Lk 5,3-11).

Petrus hatte eine besondere Stellung unter den Aposteln: Wenn der Herr einige von ihnen für eine bestimmte Gelegenheit ausgewählt hatte, war Petrus immer dabei und wird auch immer zuerst erwähnt. Die drei Namen „Petrus, Jakobus, Johannes" erscheinen mehrmals gemeinsam. Allerdings lesen wir nichts davon, dass Petrus für die anderen eine Autoritätsperson war (vgl. Mt 20,25-28). Petrus war in seinem Charakter impulsiv und energisch: er wollte auf dem Wasser zum Herrn gehen Seine starke Zuneigung zum Herrn führte dazu, dass er sich dem Herrn, als er über seine kommenden Leiden sprach, widersetzte. Dafür wurde er vom Herrn zurechtgewiesen: „Geh hinter mich, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist." (Mt 16,23). Sein Selbstvertrauen führte ihn auf einen Pfad der Versuchung, in dem er dreimal den Herrn verleugnete. Aber der Herr betete für ihn, dass sein Glaube nicht versagen möge. Seine Reue war echt und erfolgte unmittelbar. Er wurde vom Herrn völlig wiederhergestellt, der ihn dann dreimal fragte, ob er ihn liebe. Der Herr vertraute ihm die Fürsorge für seine Schafe und Lämmer an (Joh 21,15-25).

Als Petrus sich zum Herrn bekannte und sagte „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes." (Mt 16,16), antwortete der Herr, dass er seine Kirche auf diesen Felsen (also Christus, nicht den „Stein" Petrus) bauen wird. Außerdem gab er Petrus „die Schlüssel des Reiches der Himmel" (Mt 16,18.19), mit der Zusicherung, dass das, was er auf der Erde bindet oder löst, im Himmel bestätigt wird. Man sieht in der Schrift, dass Petrus von diesem Schlüssel zu Pfingsten Gebrauch gemacht hat, indem er 3000 Juden die Tür des Himmels öffnete (Apg 2, besonders Verse Apg 2,37-41). Danach gewährte er auch den Nationen, stellvertretend in der Person des Kornelius und denen, die sich mit ihm versammelt hatten, den Zugang in das Reich der Himmel (Apg 10, besonders Apg 10, 34.35).

Petrus war der Apostel der Beschneidung, so wie Paulus der Apostel der Nationen war (Gal 2,7.8). Es dauerte eine lange Zeit, bis er sich von den Vorurteilen, die er über die Juden hatte, trennen konnte. Paulus „widerstand [...] ihm ins Angesicht" (Gal 2,11), weil er es ablehnte, unter jüdischem Einfluss das Essen mit den von den Nationen fortzusetzen. Andererseits erkannte Petrus die Briefe von Paulus als Teil der Heiligen Schrift an, obwohl er zugab, dass einige Dinge aus Paulus’ Briefen schwer zu verstehen seien.

Am Anfang der Apostelgeschichte fällt auf, wie mutig Petrus seinem Zeugnis Ausdruck verleiht. Er stützte sich auf den Herrn Jesus Christus, der größer war als er, und erhielt seine Kraft vom Heiligen Geist. Er wurde auf wunderbare Weise aus dem Gefängnis gerettet.

Der Herr hatte ihm zu verstehen gegeben, dass er als Märtyrer sterben würde (Joh 21,19). Historiker berichten, dass er gekreuzigt wurde, mit dem Wunsch, dass sein Kopf herabgeneigt sein solle. Man behauptet außerdem, dass seine Frau mit ihm gestorben sei.

Petrus war der Schreiber zweier Briefe, die auch seinen Namen tragen.


Andreas – Bibel-Lexikon

Einwohner Bethsaidas, Bruder von Simon Petrus und ein Fischer; er wurde einer der zwölf Apostel. Zuvor war er ein Jünger Johannes’, aber als er diesen sagen hörte: „Siehe, das Lamm Gottes!", folgte er Jesus nach. Er fand zuerst seinen Bruder Simon und sagte ihm, dass er den Messias gefunden habe. Von Andreas wird wenig berichtet; er war einer der vier, die den Herrn im Stillen fragten, wann die Zerstörung des Tempels stattfinden sollte, und was das Zeichen sein würde, wenn die Dinge, von denen er sprach, erfüllt werden sollten. Nachdem der Herr davon gesprochen hatte, dass verschiedene Gerichte kommen würden, fügt er hinzu: „Von jenem Tag aber oder der Stunde weiß niemand, weder die Engel im Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater" (Mk 13,3.4.32). Der Herr, als der Diener und Prophet (was der durch den Geist eingegebene Charakter im Markusevangelium ist), kannte den Tag nicht.

Es wird überliefert, dass Andreas bei den Skythen, in Griechenland und Kleinasien gearbeitet hat, und dass er in Paträ in Achaja gekreuzigt wurde, an einem Kreuz der Form eines X, welches seitdem seinen Namen trägt (Mt 4,18; Lk 6,14; Joh 1,40.44; Apg 1,13, u.a.).

Jakobus, Der Bruder des Herrn – Bibel-Lexikon (keiner der 12 Apostel!)

Obwohl das griech. Wort αδελφός in der Septuaginta in einem weiteren Sinne als nur „Bruder" gebraucht wird, hat man geurteilt, dass sein Gebrauch im N.T. auf solche beschränkt ist, die von derselben Mutter geboren worden sind; und deshalb konnte der Bruder des Herrn nicht dieselbe Person gewesen sein wie der Sohn des Alphäus. Auch ist es unwahrscheinlich, dass er einer der zwölf Apostel war, denn wir lesen: „Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn" (Joh 7,5). Die erste Erwähnung der Brüder des Herrn, dass sie mit den Aposteln zusammen waren, findet sich in Apostelgeschichte 1,14, und dort werden sie deutlich von diesen unterschieden. Jakobus, der Bruder des Herrn, wurde von Paulus in Jerusalem gesehen (Gal 1,19). Dass er so bezeichnet wird, unterscheidet ihn von dem Apostel, der in Galater 2,9.12 bloß Jakobus genannt wird. Erfahrene Forscher stellen fest, dass die Konstruktion des Abschnittes in Kapitel 1,19 im Griechischen nicht notwendigerweise andeutet, dass Jakobus, der Bruder des Herrn, ein Apostel war. Er wird auch in Matthäus 13,55 und in Markus 6,3 erwähnt.

(Anm. d. Übers.: Andere sind der Auffassung, dass in Galater 2,9.12 auch Jakobus, der Bruder des Herrn, gemeint ist. Siehe auch die Anmerkungen unter Jakobus, Sohn des Alphäus.)


Johannes, Der Apostel – Bibel-Lexikon

Sohn des Zebedäus und Bruder des Jakobus. Jakobus und Johannes waren Fischer, aber als der Herr sie rief, verließen sie alles und folgten ihm nach. Der Herr gab ihnen den Namen Boanerges, „Söhne des Donners".

Johannes, Petrus und Jakobus waren die drei Jünger, die der Herr ausgewählt hatte, um mit ihm auf dem Berg der Verklärung und im Garten Gethsemane zu sein. In der Apostelgeschichte war Johannes bei Petrus, als der Lahme geheilt wurde, und sie wurden beide ins Gefängnis geworfen. Sie erklärten freimütig, dass es ihnen unmöglich war, nicht von dem zu reden, was sie gesehen und gehört hatten. Zusammen mit Petrus besuchte er die Samariter, welche das Wort angenommen hatten, das von Philippus gepredigt worden war, und durch das Auflegen ihrer Hände empfingen diese den Heiligen Geist (Apg 8).

Johannes war einer der Apostel in Jerusalem, welche Paulus und Barnabas, als diese dorthin kamen, die rechte Hand der Gemeinschaft gaben, damit sie zu den Heiden gingen (Gal 2,9). Später wurde er auf die Insel Patmos verbannt, wahrscheinlich unter dem Kaiser Nero oder Domitian. Es ist nicht mit Sicherheit bekannt, welcher dieser Kaiser ihn dorthin bringen ließ und zu welchem Zeitpunkt. Dort hatte er die Erscheinungen, von denen in der Offenbarung berichtet wird. Er schrieb auch das Evangelium und die drei Briefe, die seinen Namen tragen, welche nach allgemeinem Urteil wohl später als die anderen drei Evangelien und den anderen Briefen geschrieben worden sind.

Johannes nennt sich in seinem Evangelium mehrmals den „Jünger, den Jesus liebte". Beim letzten Passah lag er an der Brust des Herrn Jesus, und am Kreuz befahl der Herr Jesus seine Mutter der Fürsorge dieses Jüngers an.



Philippus – Bibel-Lexikon

Bedeutung des Namens
Philippus = Pferdefreund

1. Einer der zwölf Apostel (Mt 10,3; Mk 3,18; Lk 6,14; Joh 6,5-7; 12,21.22; Apg 1,13). Er war gebürtig aus Bethsaida. In Galiläa traf der Herr ihn und sagte zu ihm: „Folge mir nach!" Philippus teilte zuerst Nathanael mit, dass er den gefunden habe, von dem Mose und die Propheten geschrieben hatten (Joh 1,43-48). Er war der Apostel, der den Herrn bat, ihnen den Vater zu zeigen, woraufhin der Herr sagte: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. [...] Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist." (Joh 14,8-11).

2. Einer „von den Sieben", die ausgewählt wurden, um nach den armen Heiligen in Jerusalem zu sehen (Apg 6,5; 21,8). Er wird auch „Philippus, der Evangelist" genannt. Als die Versammlung wegen der Verfolgung von Jerusalem aus zerstreut wurde, ging Philippus nach Samaria und predigte Christus und vollbrachte Wunder. Männer und Frauen glaubten und wurden getauft (Apg 8,1-8). Die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen hatte und sandten Petrus und Johannes dorthin (Apg 8,14-17). Dann wurde Philippus durch einen Engel des Herrn angewiesen, den Kämmerer aus Äthiopien in der Wüste nach Gaza zu treffen. Philippus gehorchte und predigte ihm Christus. Als der Kämmerer fragte, was ihn daran hindere, getauft zu werden, wurde er umgehend von Philippus getauft. Als er aus dem Wasser kam, entrückte der Geist des Herrn Philippus, und man fand ihn zu Asdod. Von dort ausgehend predigte er in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam (Apg 8,26-40). Viel später wohnte er in Cäsarea und empfing Paulus und dessen Gefährten in seinem Haus. Er hatte vier Töchter, Jungfrauen, die weissagten (Apg 21,8.9). Philippus ist ein schönes Beispiel für jemanden, der sich in seinem Dienst für Gott unter der unmittelbaren Führung Gottes befindet.

3. Ein Sohn Herodes, des Großen. Er heiratete Herodias, die ihn verließ, um mit seinem Bruder, Herodes Antipas, zusammen zu leben (Mt 14,3; Mk 6,17; Lk 3,19).

4. Ein weiterer Sohn Herodes, des Großen. Er war Tetrach von Itruräa und Trachonitis (Lk 3,1) und der Gründer von Cäsarea Philippi (Mt 16,13; Mk 8,27).

Thomas – Bibel-Lexikon
Tomas

Bedeutung des Namens
Thomas = Zwilling

Einer der zwölf Apostel, auch Zwilling (griechisch Didymos) genannt. Er steht in zwei besonderen Begebenheiten vor unseren Augen. Einmal sagte er zu dem Herrn: „Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, und wie können wir den Weg wissen?" Der Herr antwortete: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." (Joh 14,5.6). Außerdem finden wir ihn, wenn er sagt, dass er nicht glaubt, dass der Herr auferstanden sei, bis er die sichtbaren Zeichen seiner Wunden gesehen hat. Aber als er den Herrn sah, bekannte er ihn als „Mein Herr und Mein Gott" (Joh 20,19-29). Er war nicht bei den anderen Jüngern, als der Herr in sie hauchte und sagte „Empfangt [den] Heiligen Geist!" und so kann er als Bild des zukünftigen Überrestes der Juden gesehen werden, die nicht glauben werden, bis sie ihren Messias gesehen haben. Im Gegensatz dazu fügt der Herr, im Blick auf die aus der gegenwärtigen Zeit, den schönen Satz hinzu: „Glückselig [sind], die nicht gesehen und [doch] geglaubt haben". 1

Fußnoten

  • 1Anmerkung der Redaktion: Eine weitere Stelle, wo wir etwas über Thomas lesen, ist Johannes 11,16.


Matthäus – Bibel-Lexikon
Mattäus

Bedeutung des Namens
Matthäus = Geschenk Jehovas

Sohn des Alphäus und einer der zwölf Apostel. Er war ein bei den Römern angestellter Zöllner. Als der Herr ihn rief, verließ er sofort das Zollhaus und lud ihn zu sich zum Essen ein. Sonst werden von ihm keine weiteren Begebenheiten berichtet, bei der er als Einzelperson in Erscheinung trat. Es wird allgemein angenommen, dass er das Evangelium geschrieben hat, das seinen Namen trägt (Mt 9,9; 10,3; Mk 3,18; Lk 6,15; Apg 1,13). In Markus 2,14 und Lukas 5,27.29 wird er Levi genannt.

Jakobus, Sohn des Alphäus – Bibel-Lexikon

Einer der zwölf Apostel (Mt 10,3; Mk 3,18; Lk 6,15; Apg 1,13). Dies sind die einzigen Stellen, in denen mit Sicherheit von diesem Apostel gesprochen wird; aber wir finden in der Apostelgeschichte einen Jakobus in Jerusalem, nachdem der Sohn des Zebedäus getötet worden war, und dieser nahm dort eine Art ersten Platz ein. Er sprach mit einem Maß von Autorität auf der Zusammenkunft hinsichtlich des Gesetzes, das den Nationen nicht auferlegt wurde, indem er sprach: „Deshalb urteile ich" etc. Dies legt nahe, dass er ein Apostel und der Sohn des Alphäus war (Apg 12,17; 15,13-21; 21,18; Gal 2,9.12). Er war sehr wahrscheinlich der Schreiber des Jakobusbriefes und der Bruder des Judas, der auch ein Apostel war (Lk 6,16; Jak 1,1; Judas 1).

(Anm. d. Üb.: Die meisten Forscher gehen heute davon aus, dass es sich außer in den zu Anfang genannten Stellen nicht um Jakobus, den Sohn des Alphäus, handelt, sondern um Jakobus den Bruder des Herrn. Dieser soll auch den Jakobusbrief geschrieben haben. Die Aussage über den Schreiber des Judasbriefes im letzten Satz ist fraglich, da dieser sich in Vers 17 dieses Briefes gerade von den Aposteln abhebt. Dieser Judas ist wohl auch ein Bruder des Herrn und damit auch ein Bruder des Schreibers des Jakobusbriefes. Siehe dazu die Ausführungen in dem Buch von A. Remmers, „Das Neue Testament im Überblick".)


Jakobus, Sohn des Zebedäus – Bibel-Lexikon

Einer der zwölf Apostel und Bruder von Johannes, dem Apostel. Er war Fischer und wurde zur Jüngerschaft berufen, als er seine Netze ausbesserte. Er verließ sofort alles und folgte dem Herrn nach (Mt 4,21.22; 10,2; Mk 1,19.20.29; 3,17; Lk 5,10.11; 6,14; Apg 1,13). Jakobus und sein Bruder wurden von dem Herrn Boanerges, „Söhne des Donners", genannt. Zusammen mit Johannes fragte er, ob sie sagen sollten, dass Feuer vom Himmel auf die Samariter herabfalle (Lk 9,54).

Petrus, Jakobus und Johannes wurden vom Herrn bevorrechtigt, Ihn bei verschiedenen Gelegenheiten zu begleiten, so z.B. auf den Berg der Verklärung (Mt 17,1; Mk 5,37; 9,2; 13,3; 14,33; Lk 8,51; 9,28). Die Mutter von Jakobus und Johannes bat darum, dass ihre zwei Söhne, einer zur Rechten und einer zur Linken des Herrn, in Seinem Reich sitzen könnten. Dies erregte den Unwillen der anderen Jünger; aber der Herr erteilte ihnen allen eine Lektion der Demut: Er selbst war gekommen, um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele (Mt 20,20). Jakobus wurde von Herodes Agrippa I. um 43 n. Chr. getötet (Apg 12,2). Der „Jakobus", auf den in 1. Korinther 15,7 Bezug genommen wird, könnte dieser Apostel sein. (Anm. d. Übers.: Hierüber sind sich die Ausleger nicht ganz einig.)


Thaddäus (gleichbedeutend mit Lebbäus) = der Herzhafte, auch Liebling

1. Einer der Apostel; Bruder des Jakobus (Lk 6,16; Joh 14,22; Apg 1,13). Er ist vielleicht derselbe wie Lebbäus, dessen Beiname Thaddäus war (Mt 10,3; Mk 3,18).

2. Einer der Brüder des Herrn (Mt 13,55; Mk 6,3). Er hat wahrscheinlich den Judas-Brief geschrieben.

3. Siehe Judas Iskariot.

4. Judas der Galiläer, der in den Tagen der Einschreibung einen Aufstand auslöste (6 n. Chr.). Er wurde von den Römern getötet und seine Gefährten wurden zerstreut (Apg 5,37).

5. Einer in Damaskus, bei dem Paulus herbergte (Apg 9,11).

6. Ein „Prophet", der von Jerusalem nach Antiochien gesandt wurde (Apg 15,22). Siehe auch Barsabbas, Nr. 2.


 Simon, der Kananäer, oder Zelotes, „Eiferer”. Einer der zwölf Apostel, von dem keine Einzelheiten berichtet werden (Mt 10,4; Mk 3,18; Lk 6,15; Apg 1,13; vgl. auch die Anmerkungen zu diesen Stellen in der ÜELB).



Judas Iskariot – Bibel-Lexikon

Bedeutung des Namens
Iskáriot (oder Ischárioth) = der Mann aus (dem Orte) Karioth

Sohn Simons und einer der zwölf Apostel (Mt 10,4). Er war ein falscher Jünger. Als der Herr zu seinen Aposteln sagte: „Ihr seid rein", nahm er Judas mit den Worten „aber nicht alle" davon aus. Er wurde mit den anderen ausgesandt zu predigen, und auch was das Vollbringen von Wundern im Namen des Herrn Jesus anging, wurde in seinem Fall keine Ausnahme gemacht. Als Maria den Herrn salbte, beklagte er sich über die Geldverschwendung, indem er die Bedürfnisse der Armen als Vorwand benutzte. Jedoch sorgte er sich nicht tatsächlich um die Armen. Er verwaltete die Kasse, und er war ein Dieb. Satan kannte Judas‘ Begierde und gab es ihm ins Herz, den Herrn für Geld zu verraten, was dieser schließlich auch für 30 Silberstücke tat (u. a. Mt 26,14-50; Lk 22,3.47.48; Joh 13,2; 18,2-5). Anschließend ergriff Satan selbst, als der Widersacher, Besitz von ihm, um den Erfolg des Verrates sicherzustellen (Joh 13,26-27).

Wahrscheinlich dachte Judas, dass der Herr vor denen, die ihn verhafteten, fliehen würde, so wie er sich aus früheren Gefahren befreit hatte, während er das Geld verdienen könnte. Als der Herr verurteilt war, wurde Judas von Reue erfüllt; er bekannte, dass er unschuldiges Blut vergossen hatte und warf das Geld in den Tempel (Mt 27,3-5). Er war von Satan vollständig hinters Licht geführt worden, der ihn erst versuchte, sich das Geld zu verdienen, und es ihn dann nicht behalten ließ. Er ging hin und erhängte sich, und wahrscheinlich fiel er vom Baum, so dass seine Eingeweide herausquollen (Apg 1,16-18). Ein furchtbares Ende eines sündigen Weges! Der Herr nannte ihn den „Sohn des Verderbens" (Joh 17,12).

In letzter Zeit haben Menschen irrtümlicherweise behauptet, dass sein reuiges Bekenntnis wirkliche Buße zeigte, und dass man auf seine Errettung hoffen könnte! Aber das ist nicht der Fall. Er fiel, „um an seinen eigenen Ort zu gehen" (Apg 1,25). Es war eine Erprobung des Menschen unter neuen Umständen. Er war ein „Freund" (Ps 41,10 Anm.) des Herrn Jesus, er hörte seine gnädigen Worte und sah seine Wundertaten, und es war ihm wohl auch erlaubt, selbst Wunder im Namen des Herrn zu tun. Und doch fiel er - so wie es auch bei jeder anderen Versuchung des Menschen geschah. Judas ist ein ernstes Beispiel davon, wie weit eine Person unter den Einfluss und die Macht des Christentums gelangen kann und doch abtrünnig wird (vgl. Heb 6,1-6).