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Buchstabe tötet

«Der Buchstabe tötet»       Alter Bund →  Neuer Bund
Es haben sich todbringende, giftige Floskeln in die Christenheit eingeschlichen..

Elberfelder 1905

2. Korinther

2. Kor 3,1 Fangen wir wiederum an, uns selbst zu empfehlen? oder bedürfen wir etwa, wie etliche, Empfehlungsbriefe an euch oder [Empfehlungsbriefe] von euch?

2. Kor 1,12; 2. Kor 5,12
empfehlen:
Apg 18,27

2. Kor 3,2 Ihr seid unser Brief, eingeschrieben in unsere Herzen, gekannt und gelesen<O. und wohl gekannt> von allen Menschen;

1. Kor 9,2

2. Kor 3,3 die ihr offenbar geworden, daß ihr ein Brief Christi seid, angefertigt durch uns im Dienst<W. durch uns bedient>, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens.

Dienst: 1. Kor 3,5-9
Geist:
1. Kor 2,4
Tafeln:
2. Mo 24,12; 2. Mo 32,19; 2. Mo 34,1
Herzens: Jer 31,33; Hes 36,26

2. Kor 3,4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christum<O. durch den Christus> zu Gott:

1. Thes 1,8

2. Kor 3,5 nicht daß wir von uns selbst aus tüchtig sind, etwas zu denken, als aus uns selbst, sondern unsere Tüchtigkeit ist von Gott,

Joh 15,5; 1. Kor 2,12-13; 1. Kor 15,10; Phil 2,13

2. Kor 3,6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.  {γράμμα (gramma) : Schrift}

Dienern: 2. Kor 5,17-20; Jer 31,31
Buchstab.:
Röm 2,29
tötet:
Röm 7,10
lebendig: Joh 6,63; Röm 8,2

2. Kor 3,7 (Wenn aber der Dienst des Todes, mit Buchstaben in Steine eingegraben, in Herrlichkeit begann<Eig. ward>, so daß die Söhne Israels das Angesicht Moses' nicht unverwandt anschauen konnten<Vergl. [2.Mose 34,29-35]> wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die hinweggetan werden sollte<O. die im Verschwinden begriffen war; so auch [V. 11.13]>,

Stein: 5. Mo 10,1-5
Angesicht:
2. Mo 34,30

2. Kor 3,8 wie wird nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit bestehen<Eig. sein>?

Apg 13,2-4; Gal 3,2; Gal 3,5



«..und die Schrift kann doch nicht ausser Kraft* gesetzt werden»
..sagte der Herr Jesus in Johannes 10,35


* aufgelöst / zunichte gemacht werden; d.h. sie kann nicht in ihrer Autorität und bindenden Gültigkeit aufgehoben werden

Evangelium nach Matthäus 24,35

«Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.»

Evangelium nach Markus 13,31

«Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.»

Evangelium nach Lukas 21,33

«Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.»

Evangelium nach Johannes 1,14

«Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des
Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.»


In der Bibel kommen sehr oft Ausdrücke vor wie «Habt ihr nicht gelesen?»,
«es steht geschrieben»,
«was aber sagt die Schrift?» usw.
Der Herr Jesus tadelte die Pharisäer NIE, dass sie „zu viel in der Bibel gelesen haben“  - im Gegenteil!


Wer also sagt, dass «der Buchstabe tötet» meine, dass das Lesen in der Bibel unnötig sei,
 der ist verführt und verfehlt das Ziel 100%!

2. Brief an die Korinther 3,6-9
«der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war,
dass die Kinder Israels nicht in das Angesicht Moses schauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte dann nicht der Dienst des Geistes von weit grösserer Herrlichkeit sein?

Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfliessen!»


Mit: ↓
«
der Buchstabe tötete»
ist NICHT gemeint,
 dass wir Christen die Bibel nun verstauben lassen sollten,
sondern dass das Gesetz Gottes, die 10 Gebote welche «in steinerne Tafeln geschrieben wurden» den Menschen töten, und dies nicht, weil das Gesetz schlecht ist, sondern weil es der Mensch ist (Römer 7)!

«Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts.
 Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.» ..sagt der Herr Jesus in Johannes 6,63

Was bedeutet die Stelle 2.Kor. 3,6:„Der Buchstabe tötet ...“?

Mit dem Buchstaben sind die Gesetzesworte in Steine eingegraben gemeint (2. Kor. 3,7),
 welche die Grundlage und Kraft für die Segnungen des Alten Bundes waren und im Alten Testamente die zehn
„Worte“ genannt wurden (2. Mos. 34,28; 5. Mos. 4,13; 10,4).
Sie töten, indem sie über jeden Gesetzesübertreter das Todesurteil aussprachen (5. Mos. 27,26).

Der Neue Bund gründet sich nicht auf den Gesetzesbuchstaben,
sondern auf den Willen Gottes in Gnade
.

Er enthält die neuen Bedingungen, unter denen Gott mit Israel handeln will,
- die Verordnungen, auf deren Grund Gott jetzt in Beziehung zu dem Menschen tritt, um ihn zu segnen.
 Der Heilige Geist ist die bewegende und Leben wirkende Kraft desselben.

Welche Torheit ist es, hier den „Buchstaben“ anzuwenden auf die buchstäblichen „Worte“ Gottes.
Niemals tötet der Buchstabe der Schrift.
Wie kann man nur den an dieser Stelle gemeinten „Buchstaben“ des Gesetzes auf die buchstäblichen „Worte“ Gottes anwenden; ↓↓↓
Worte, die Gott gewählt hat, um uns zu sagen, wie wir vor Ihm in dieser Welt wandeln und uns verhalten sollen! Der Heilige Geist ist es, der diese „Worte“ in uns zur lebendigen Darstellung bringt, so daß diese buchstäblichen Worte Gottes in uns zu
Leben werden, wie Paulus sagt: „darstellend das Wort des Lebens“ (Phil. 2,16).

Viele Christianisierte nicht Wiedergeborene schwatzen:
 „Ach, der Buchstabe tötet!“
 Mit solch oberflächlichem Geschwätz von Unbekehrten verleugnen viele Menschen die  Verantwortlichkeit,
die sie gegenüber dem Worte Gottes beim Hören desselben haben sollten.

 Das aber kann den wahren Sinn dieser Stelle nicht beeinträchtigen, im Gegenteil!
Denn solche oberflächlichen Sünder werden einmal vor dem grossen Weissen Thron ganz genau wissen, dass sie sich einst mit Willen und wissentlich dem Ernst des Wortes entzogen haben, und da sie sich demselben gegenüber verstockt haben, kann man das Wort auf sie anwenden:

 „Welche sich, da sie nicht gehorsam sind, an dem Worte stoßen,
 wozu sie auch gesetzt worden sind“ (1. Petrus  2,8).

Unsere Aufgabe ist es Verlorene zu warnen, und um das wirksam tun zu können, müssen wir den Sinn dieser Stelle ganz genau wissen und erklären können, wenigstens denen, die noch hören wollen!

Zunächst einiges über das vorkommen des Wortes „Buchstabe“  (gramma  im N. T. (d. h. im griechischen Grundtext ) und die verschiedenen Bedeutungen und dann über den Zusammenhang unserer Stelle und deren Bedeutung.
 

Befreiung, von der der Herr Jesus in Joh. 8,36 spricht, oft noch recht weit entfernt sind.

Es kommt Befreiung in verschiedener Beziehung in Frage, da die Sklaverei, in der der Mensch von Natur sich befindet, eine mehrfache ist.

Die erste - als das Grundübel - ist die Sklaverei unter der Macht der Sünde.
Wir alle kennen diese Macht;
der Herr Jesus spricht davon in Joh. 8,34, das ganze Wort Gottes zeigt sie uns in ihrer Schrecklichkeit,
in Röm. 6 ist wiederholt vom „Herrschen“ der Sünde und
vom „Sklaven“ der Sünde die Rede (s. V. 12.14.16-20).

Die zweite ist die unter dem Gesetz.
In Röm. 7,1 ist gesagt, dass das Gesetz über den Menschen „herrscht“,
und nachdem in den weiteren Versen noch von dieser Herrschaft geredet ist, ist in den V. 7-11 von der Wirkung des Gesetzes auf den Menschen infolge des Vorhandenseins der Sünde und in den V. 12-24 der elende Zustand einer Seele gezeigt, die unter der Knechtschaft des Gesetzes des Buchstabens seufzt.

Die dritte ist die der Welt, deren Gott und Fürst der Satan ist (s. 2. Kor. 4,4; Eph. 2,2)
und in der infolgedessen tiefste Finsternis herrscht (s. Joh. 1,5; 3,19; Eph. 5,8; 1. Petr. 2,9, Schluß),
 so daß in bezug hierauf von dem Bekehren „von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott“ und von der Errettung „aus der Gewalt der Finsternis“ gesprochen ist (Apgsch. 26,18; Kol. 1,13).

Ja, die Welt mit ihrer Lust und allen ihren Dingen ist eine große Macht in der Hand Satans.
Das zeigt uns Gottes Wort sehr klar in dem alttestamentlichen Bilde Ägyptens, wie es das Volk Israel knechtete, härter und härter, bis es auszog (2. Mose 1,11-14; 2,23-25; 5,4-19),
es dann verfolgte, als es ausgezogen war, bis es durch das Rote Meer ging (2. Mose 14,5-10), und seinen Einfluß selbst dann noch auf das Volk Israel ausübte, als dieses bereits in der Wüste war
(2. Mose 16,3; 32,3-6; Apgsch. 7,39-41; 4. Mose 11,4-6).
Auch Eph. 2,1-3, Kol. 2,8.20 u. a. Stellen reden davon.
So ist der natürliche Mensch ein Sklave im vollsten Sinne des Wortes.

Ein solcher Sklave aber kann nichts tun zu seiner Befreiung, nur der Tod macht seiner Sklaverei ein Ende.
Dann freilich ist es mit dem Herrschen über ihn aus - dem Toten kann der, dem er bis dahin diente, nichts mehr gebieten, der Tote kann ihm nicht mehr gehorchen, hat nichts mehr mit ihm zu tun.

Über einen Menschen, der gestorben ist,
hat weder die Sünde
noch das Gesetz,
noch die Welt
irgendwelche Macht (s. Röm. 6,6.7; 7,1-6); Kol. 2,20).
Das Wort „Buchstabe“, d. h. in Einzahlsform!
Die Stellen, wo „Buchstab
e“ gebraucht ist, sind alle höchst eindeutig und stehen durch den Zusammenhang durchaus in wechselseitiger Beziehung zueinander:
Röm. 2,27.29; 7,6; 2. Kor. 3,6a u. b u. 7;
also sechsmal kommt das Wort in diesem Sinne vor.

Nun, und in welchem Sinne?
In einem Satze gesagt:
 im Sinne der den Menschen verpflichtenden und verurteilenden, durchaus festgesetzten Vorschrift des in Kraft stehenden göttlichen Gesetzes, das Gott einstmals öffentlich hat verkündigen lassen,
 indem ER es in Steine eingrub,
 die in die Hände der Ihm verpflichteten Menschheit (an Israel vollzogen) gelegt wurden.
Es ist der verpflichtende Gesetzesbuchstabe, der in obigen Stellen dem Leben wirkenden göttlichen Geist entgegengestellt ist, unter welch letzterem „dienen“ zu dürfen (Röm. 7,6),
nachdem wir durch den Tod Christi, der unser Tod ist (vgl. Röm. 7,1ff. u. Gal. 2,20.21),
dem Gesetz gestorben und dadurch von demselben losgekauft sind.
 (Vgl. Apgesch. 15,10!)
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 Wer da etwa meint, dass er durch Glauben an Christus zur Gesetzeserfüllung gekommen ist und nun Kraft dazu bekommt, das Gesetz zu halten,
vermischt:↓↓

1. Gesetz und Gnade (Galaterbrief!),

2. versteht nicht die Bedeutung des Gesetzes als des Zuchtmeisters bis auf Christus (Gal. 3,21-26),

3. würdigt nicht den Ernst des Gesetzes („wer das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, ist es ganz schuldig“ [Jak. 2,10] );

4. sieht nicht, daß das Gesetz, obwohl in sich geistlich (Röm. 7,14),
sich nur an den unwiedergeborenen Menschen im Fleisch, an Israel, wendet; es ist nicht uns gegeben! vgl.
 auch 1. Tim. 1,5-11;

5, erkennt nicht, dass er den Schatten dem Wesen, der Person vorzieht!
(Hebr. 10,1; Kol. 2,16.17), das, was hinweggetan werden sollte, dem bleibenden (2. Kor. 3,11);

6. leugnet praktisch, daß er durch das den Tod über den Übertreter aussprechende Gesetz gestorben ist, und zwar nach Röm. 7,1ff. gestorben ist für das Gesetz, und ferner, daß er in und mit Christo gestorben und zu einer Neuheit der Schöpfung auferstanden ist, um Ihm zu leben (2. Kor.
viele vermehren ließen! -

7. er hat sich noch nicht freuen gelernt des Dienstes der Herrlichkeit, des Geistes, hängt noch am tötenden Buchstaben des Gesetzes, während er doch durch den Geist das Leben hat - Christus! (Gal. 5,25; 2. Kor. 3.)

 Welche Unterschiede!
 Einst tot in Sünden und Übertretungen (Eph. 2,5) - jetzt lebend in Christo im Neuen des Geistes,
„einst ferne“ (vgl. Hebr. 12,19.20; 2. Mos,19,12.13; Eph. 2,13) -
„jetzt nahe durch das Blut des Christus“,
 „zu Gott“ gebracht (1. Petr. 3,18 u. a.),
 ruhend an Seinem Herzen, das uns in Christo aufgetan

- „das Gesetz wurde durch Mose gegeben,
die Gnade und die Wahrheit ist durch Christum geworden“ (Joh. 1,17) usw. usw.

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In Röm. 2 ist gezeigt, wie der Jude von dem etnos, (aus den Nationen) gerichtet wird.
 da jener trotz solcher Vorzüge wie der Beschneidung und des klar formulierten Gesetzes

„In den drei Korintherstellen im 2. Korinther -Brief
wird uns in dem Zusammenhang des so überaus köstlichen

 3. Kapitels der
Dienst des Geistes
gegenüber dem des Todes und der Verdammnis gezeigt.

 
Es ist immer wieder der gleiche Kampf, den Paulus durchfechtet, nämlich der um die Freiheit des Gläubigen von der Forderung des Gesetzes; der Kampf, der auch heute noch nicht ausgekämpft ist und der durch die Predigt des Gesetzes seitens der Sabbatarier immer wieder neue Nahrung erhält, indem Ungläubige und Gläubige solcher falschen Lehre, die Paulus so klar bekämpft, zum Opfer fallen.

 In 2. Kor. 3 spricht der Apostel von sich und den Aposteln als von „Dienern des Neuen Bundes“,
den er den Bund „nicht des Buchstabens“, sondern „des Geistes“ nennt.
Der Bund des Buchstabens war der des Gesetzes, das wegen der Übertretungen dem Bunde, den Gott mit Abraham auf Grund seines Glaubens geschlossen hatte, hinzugefügt wurde.

(

Elberfelder 1905

Galater

Gal 3,15 Brüder, ich rede nach Menschenweise; selbst eines Menschen Bund, der bestätigt ist, hebt niemand auf oder verordnet etwas hinzu.

M.weise: Röm 6,19

 

) Durch das Gesetz aber, d. h. durch die unbeugsamen Forderungen eines heiligen Gottes,
die buchstabenmäßig aufgefaßt werden wollten und sollten (wie es auch heute zunächst ganz genau auf den buchstäblichen Wortlaut eines Gesetzes ankommt, um es recht befolgen zu können),
wird über jeden Übertreter das Urteil, ja, das Todesurteil ausgesprochen, wie es ja natürlich ist.

 Denn wenn ein Gesetz nicht durch die Autorität des Gesetzgebers die Macht hat, sich durchzusetzen und den Übertreter zu verurteilen, so braucht es gar nicht gegeben zu werden und dient nur zur Bloßstellung oder gar zur Verhöhnung des Gesetzgebers; wenn aber die Autorität dieses Gesetzes der heilige Gott ist, so hat das Gesetz nicht nur die Kraft, sich zur Geltung zu bringen, sondern es spricht über den Übertreter sogar notwendigerweise das Todesurteil aus, da im Falle der Übertretung des göttlichen Gesetzes Gott herausgefordert wird, der Sich Selbst gleichsam gebunden hat, nach Seinem eigenen Wort zu handeln:
„Die Seele, die sündigt, die soll sterben!“
(Hes. 18,4.19-32;
vgl. 1. Mos. 2,16.17; 5. Mos. 27,26 mit Gal. 3,10ff.; 2,19; 5. Mos. Kap. 28-30; 30,19.20 u. a.!)
Und wenn Gott nicht in Seiner Gnade im Blick auf das grosse Sünd- und Schuldopfer von Golgatha auch im Alten Bunde Opfer für Sünden verordnet hätte,
 also die Dahingabe eines anderen Lebens für das durch die Sünde verwirkte

- so wäre schon mit der ersten Übertretung nach jener Selbstverpflichtung des Volkes zum Gehorsam
 (2. Mos. 19,8) das ganze Volk (und damit die Menschheit) verloren gewesen.

 So ist also der Dienst des Buchstabens (in Steine gegraben, lithographiert) ein Dienst der Verdammnis und des Todes?
Ja, das Wort sagt es und die jahrtausendelange Erfahrung bestätigt es.
 Dennoch ist es ein Dienst, der in Herrlichkeit begann (wie konnte es anders sein, da Gott der Urheber war!),
aber es war verhüllte Herrlichkeit;

Mose mußte die Decke auf sein Angesicht legen (2. Mos. 34,29-35),
das unreine Volk konnte Jehovas Herrlichkeit nicht anschauen.

Es könnte ja auch nicht anders sein, denn es ist doch die Herrlichkeit eines Dienstes der Gerechtigkeit! Christus ist unsere Gerechtigkeit (1. Kor. 1,30), und durch Glauben an Ihn stehen wir vor Gott als „Gerechtigkeit Gottes“ da (2. Kor. 5,21), und grundsätzlich wird keine Übertretung des Gesetzes an uns, den Glaubenden, gesehen - vielmehr ist die gerechte Forderung des Gesetzes befriedigt (siehe Röm. 8,4!)
-, denn „Christus ist des Gesetzes Erfüllung (Ende), jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit“ (Röm. 10,4).

 Wer da etwa meint, dass er durch Glauben an Christus zur Gesetzeserfüllung gekommen ist
und nun Kraft dazu bekommt, das Gesetz zu halten,
vermischt:↓↓

1. Gesetz und Gnade (Galaterbrief!),

2. versteht nicht die Bedeutung des Gesetzes als des Zuchtmeisters bis auf Christus (Gal. 3,21-26),

3. würdigt nicht den Ernst des Gesetzes („wer das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, ist es ganz schuldig“ [Jak. 2,10] );

4. sieht nicht, daß das Gesetz, obwohl in sich geistlich (Röm. 7,14),
sich nur an den unwiedergeborenen Menschen im Fleisch, an Israel, wendet; es ist nicht uns gegeben! vgl.
 auch 1. Tim. 1,5-11;

5, erkennt nicht, dass er den Schatten dem Wesen, der Person vorzieht!
(Hebr. 10,1; Kol. 2,16.17), das, was hinweggetan werden sollte, dem bleibenden (2. Kor. 3,11);

6. leugnet praktisch, daß er durch das den Tod über den Übertreter aussprechende Gesetz gestorben ist, und zwar nach Röm. 7,1ff. gestorben ist für das Gesetz, und ferner, daß er in und mit Christo gestorben und zu einer Neuheit der Schöpfung auferstanden ist, um Ihm zu leben (2. Kor.
viele vermehren ließen! -

7. er hat sich noch nicht freuen gelernt des Dienstes der Herrlichkeit, des Geistes, hängt noch am tötenden Buchstaben des Gesetzes, während er doch durch den Geist das Leben hat - Christus! (Gal. 5,25; 2. Kor. 3.)

 Welche Unterschiede!
 Einst tot in Sünden und Übertretungen (Eph. 2,5) - jetzt lebend in Christo im Neuen des Geistes,
„einst ferne“ (vgl. Hebr. 12,19.20; 2. Mos,19,12.13; Eph. 2,13) -
„jetzt nahe durch das Blut des Christus“,
 „zu Gott“ gebracht (1. Petr. 3,18 u. a.),
 ruhend an Seinem Herzen, das uns in Christo aufgetan

- „das Gesetz wurde durch Mose gegeben,
die Gnade und die Wahrheit ist durch Christum geworden“ (Joh. 1,17) usw. usw.

- welche unschätzbaren Reichtümer haben wir in Ihm, der uns durch den Geist immer mehr verherrlicht wird
(Joh. 16,14ff.),
auf daß wir immer mehr erkennen
- die Breite und Länge und Tiefe und Höhe und die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus
(Eph. 3,18.19}
und Ihn ehren durch einen praktischen Wandel des Glaubens (2. Kor. 5,7)
in Licht und in Liebe durch die Kraft des Heiligen Geistes (Gal. 5),
damit wir - wovon das Kapitel, in dem von dem tötenden Buchstaben des Gesetzes die Rede ist, ausgeht
 - in Wahrheit werden:
 Briefe Christi, gekannt und gelesen von allen Menschen, ausgefertigt durch den apostolischen Dienst, geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes in die lebendigen Herzenstafeln hinein! (Vgl. V. 1-3!)
Der HErr mache uns allen Sein Wort lebendig und köstlich, das wir verstehen,
mit dem Dienst des Todes, dem tötenden Gesetzesbuchstaben,
durch Christum ein für allemal fertig zu sein und in dem Dienst der Herrlichkeit des Geistes zu leben,
das ist aber: „mit aufgedecktem Angesicht Seine Herrlichkeit anzuschauen
und dadurch nach demselben Bilde verwandelt zu werden (praktisch!)
von Herrlichkeit zu Herrlichkeit als durch den HErrn, den Geist!“ (2. Kor. 3,18.)
 Die gestellte Frage ist von größter Wichtigkeit für ein jedes Kind Gottes, da wir wohl alle - der eine mehr, der andere weniger - die Erfahrung gemacht haben, daß wir von der Verwirklichung der




Darum kam und starb der Herr Jesus für den Menschen.
Aber nicht nur dieses. In Seinem Leben hienieden hat Er als Mensch über die Sünde völlig gesiegt, das Gesetz vollkommen erfüllt und die Welt in allem überwunden, und nachdem Er Sein Leben niedergelegt und so allem zur vollkommenen Befriedigung Gottes begegnet war, ist er auch auferstanden als Mensch und als solcher aufgenommen in die Herrlichkeit, wo Sünde, Gesetz und Welt nicht nur keine Macht, sondern überhaupt keinen Platz haben. Mit diesen Dingen hat Er nie mehr etwas zu tun. Auf diese Weise hat Er eine wahre und völlige Befreiung geschaffen von jeder Sklaverei für ein jedes der Seinen, weil sie völlig eins mit Ihm sind! Sie sind mit Ihm gestorben der Sünde, dem Gesetz und der Welt (Röm. 6,5.6.8; 7,4; Gal. 2,20; Kol. 2,20), sind infolgedessen nicht mehr unter ihrer Macht, und sie sind mit Ihm auferweckt und mitsitzend in den himmlischen Örtern (Eph. 2,6), haben daher nichts mehr mit Sünde, Gesetz und Welt zu tun, und sie sind so befähigt, in Neuheit des Lebens zu wandeln, nicht mehr der Sünde zu dienen, sondern Gott zu leben (Röm. 6,4-11), nicht mehr in Gesetzeswerken sich abzumühen, sondern zu dienen „in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten des Buchstabens“, da nicht mehr sie leben, sondern Christus in ihnen lebt (Röm. 7,6; Gal. 2,20), und nicht mehr nach den Elementen der Welt zu leben, denn sie sind ja „gestorben und ihr Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott“ (Kol. 3,2.3).

„Wenn nun der Sohn euch freimachen wird, so werdet ihr wirklich frei sein!“

 In der Tat, es ist eine wirkliche und völlige Befreiung, die der HErr den Seinen gebracht hat!

Warum aber spüren wir noch so wenig von dieser herrlichen Befreiung? Beugen wir uns in den Staub - an Ihm liegt es nicht, sondern an uns! Er hat alles getan und gegeben; an uns liegt es, zu glauben und im Gehorsam uns Ihm hinzugeben. Wie wir einst im Glauben Ihn, den Sohn, als unseren Erretter und Befreier annahmen und die Herrschaft über unser Leben auf Seine Schulter legten, unser Leben Ihm übergaben, so beruht auch für die weitere Folge das ganze Geheimnis der wirklichen Befreiung allein in der beständigen Hingabe an Ihn durch Glauben. - Er ist es, durch den allein die Befreiung, wie alles andere, ist! Suchen wir, Ihn mehr in unser Leben eintreten zu lassen! Insoweit ich beiseite gesetzt bin und Er mein Herz, mein Leben ausfüllt, hat die Sünde keine Macht, tue ich nichts aus knechtischer Gesetzesfurcht, folge ich nicht den Einflüssen und Forderungen der Welt! Ja, Seine Person ist die wunderbare Kraft, in der der Glaube überwindet, und Er ist ja für einen jeden von uns nach Seiner ganzen Person da! O, wie kostbar und ermunternd für uns! Wir preisen Dich, Herr Jesus!