|
FLEISCHLICHE ARBEITEN : das, was eine nicht gerettete Person zu produzieren versucht, um gerettet zu werden. |
GLAUBEN WIRKT : das, was Gott in der geretteten Person hervorbringt (Hebräer 13,21). |
|
FLEISCHLICHE ARBEITEN können Gott nicht gefallen (Römer 8:8). |
Glaubenswerke sind Gott wohlgefällig (Hebräer 11:6; 1 Thess. 1:3). |
Anmerkungen: ↓↓
7 Zu den unterschiedlichen Begriffen „Mensch“ und „Mann“ vergleiche die Fußnote
in der Einleitung. (Anm. d. Übers.)
8 Die Elberfelder übersetzt „Unmündige“, während Darby
„babes“ (Säuglinge) übersetzt. (Anm. d. Übers.)
9 Beide Übersetzungen des griechischen Ausdrucks sind
möglich. (Anm. d. Übers.)
gebraucht. Dann
werden wir das Fleisch nicht mehr in uns haben und folglich nicht mehr versagen
(Phil 3,12; Heb 11,40; 12,23).
Doch bis dahin entspricht es dem Wunsch Gottes, dass wir geistlich „hingelangen
zu der Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes,
zu dem erwachsenen Mann, zu dem Maß des vollen Wuchses der Fülle des Christus;
damit wir nicht mehr Unmündige [Säuglinge] seien“ (Eph 4,13–14).
Es entsprach der Gewohnheit des Paulus die Weisheit
Gottes „unter den Vollkommenen“ (1. Kor 2,6) zu reden.
Hamilton Smith schreibt zu diesem Vers:
„Der Ausdruck [„Vollkommene“] bezeichnet nicht einfach einen Gläubigen im
Gegensatz zu einem Sünder, sondern er wird vielmehr gebraucht,
um einen erwachsenen Gläubigen im Gegensatz zu solchen Gläubigen zu beschreiben,
von denen der Apostel als von „Unmündigen“ [oder „Säuglingen“] spricht.“
Es bedeutet, dass Paulus versuchte, diejenigen in seiner Zuhörerschaft zu
erreichen, die geistlich waren.
Wenn sie seine Lehre annahmen und dadurch erbaut wurden, könnten sie es selbst
wiederum an die anderen weitergeben, sobald diese fähig wären, es zu empfangen.
Auch Timotheus wies Paulus an, es genauso zu tun. Er sollte die Wahrheit „treuen
Leuten“ anvertrauen, die auch andere belehren könnten.
Während die Mehrheit der Korinther aufgrund ihrer Fleischlichkeit „Säuglinge“
waren, gab es doch einige die in diesem Sinne „vollkommen/erwachsen“ waren.
Dies wird in 1. Korinther 16,15–18 angedeutet. Und solche sprach Paulus an, als
er die „feste Speise“ der Wahrheit vermittelte, während die Säuglinge nur
„Milch“ bekamen.
Der erwachsene Mensch – ein biblisches Profil
• Er hat ein Interesse im Leben: Christus (Phil
3,13–15)
• Er nimmt feste Speise, statt nur Milch zu sich (Heb
5,11–12)
• Er wandelt in Absonderung von der Welt (2. Kor
6,14–17)
• Er lebt im Selbstgericht (2. Kor 7,1)
• Er hat das Judentum verlassen und alle judaistischen
Prinzipien (Heb 6,1–4)
• Er ist gekennzeichnet von einfachem Gehorsam (1. Joh
2,5)
• Er emp ndet tiefere und weitere Liebe zu andern (1.
Joh 4,11–12)
• Er ist in Versuchungen weniger besorgt (Jak 1,2–4)
• Er kontrolliert seine Zunge (Jak 3,2)
• Er ist freigebig mit seinem Besitz (Mt 19,21)
• Er hält Schritt mit seinen Brüdern (Joh 17,21–23)
• Sein Dienst ist im Einklang mit den Gedanken Gottes
(Heb 13,21)
| Elberfelder 1905 | |
| 1. Petrus | |
| 1. Petr 4,3 Denn die vergangene Zeit ist uns genug, den Willen der Nationen vollbracht zu haben, indem wir wandelten in Ausschweifungen, Lüsten, Trunkenheit, Festgelagen, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendienereien; |
Eph 4,17-19 Ausschw.: 1. Kor 6,9-11; Tit 3,3 |
Einige praktische Überlegungen (Anstey)
Wir mögen uns manchmal fragen, warum manche Christen
nach ihrer Bekehrung in göttlichen Dingen schnell Fortschritte machen, während
andere eher langsam und mit mehr Auf und Ab vorankommen.
Würden wir es graphisch darstellen, ergäbe sich für manche eine fast vertikale
Linie und bei anderen eine ständige auf- und absteigende Welle.
Manche führen dies darauf zurück, dass wir alle unterschiedlich intelligent
sind.
Andere vermuten, dass es mehr damit zu tun habe, ob man eher lernbegierig
veranlagst sei oder nicht und entschuldigen sich selbst damit, dass sie einfach
kein Lese-Typ seien.
Und wieder andere behaupten, man müsse eine spezielle Gabe dafür besitzen und
nicht alle Christen wären mit dieser ausgestattet.
Doch dies alles ist nicht der Grund, warum manche schneller wachsen als andere.
Es hat einmal jemand geistliches Wachstum mit dem
Anzünden eines Feuers verglichen.
Man kann das Anzündholz so arrangieren, dass es beim Anfachen wirklich Feuer
fängt und gut brennt.
Doch es ist ebenfalls möglich, das Holz in einer völlig willkürlichen Weise
aufzubauen, sodass das Feuer nicht gut brennen wird.
Genauso verhält es sich auch in den göttlichen Dingen. Wir müssen bestimmte
Prinzipien unseres Lebens an ihrer Stelle haben,
sodass der Geist Gottes die göttliche Wahrheit auf unser Herzen und Gewissen
anwenden kann, um wahres Wachstum zu ermöglichen.
Da es eine Parallele zwischen natürlichem und geistlichem Wachstum gibt, müssen
wir die folgenden Dinge in unserm Leben den richtigen Stellenwert gegeben haben:
• Gutes Essen: Christus im Wort Gottes als unsere Nahrung (1. Pet 2,1–2)
• Frische Luft: Atmen der himmlischen Atmosphäre der
Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und dem Sohn (Joh 14,23)
• Regelmäßige Übung: Selbstgericht, durch welches jede
fleischliche Regung aus unserem Leben getan wird (1. Tim 4,7)
• Eine Umwelt, die nicht verseucht ist: Christliche
Gemeinschaft abgesondert von der Welt (2. Kor 6,14–17; Apg 4,23; 2. Tim 2,22)