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Suchbeispiel:1.Mose5,15>>1Mo 5,15 |
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1Mo 1,1 Im Anfang
schuf Gott die Himmel {Im Hebr. steht das Wort
"Himmel" immer in der Mehrzahl} und die Erde.
1Mo 1,2 Und die
Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der {W.
über der Fläche der} Tiefe; {Eig. eine rauschende,
tiefe Wassermenge; soauch Kap. 7,11; 8,22. Mo. 49,25}
und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. {W.
überder Fläche der} 1Mo 1,3 Und Gott
sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
1Mo 1,4 Und Gott sah das Licht, daß es gut war; und Gott schied das Licht von der
Finsternis.
1Mo 1,5 Und Gott nannte das Licht
Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es ward Abend und es ward Morgen:
erster Tag. {O. ein Tag}
1Mo 1,6 Und Gott sprach: Es werde eine
Ausdehnung inmitten der Wasser, und sie scheide die Wasser von den Wassern!
1Mo 1,7 Und Gott machte die Ausdehnung und
schied die Wasser, welche unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die
oberhalb der Ausdehnung sind. Und es ward also.
1Mo 1,8 Und Gott nannte die
Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend und es ward Morgen: zweiter Tag.
1Mo 1,9 Und Gott sprach: Es sammeln sich
die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort, und es werde sichtbar das
Trockene! Und es ward also.
1Mo 1,10 Und Gott nannte das Trockene Erde,
und die Sammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, daß
es gut war.
1Mo 1,11 Und Gott sprach: Die Erde lasse
Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht
tragen nach ihrer Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde! Und es ward also.
1Mo 1,12 Und die Erde brachte Gras hervor,
Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in
welcher ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß
es gut war.
1Mo 1,13 Und es ward Abend und es
ward Morgen: dritter Tag.
1Mo 1,14 Und Gott sprach: Es werden Lichter
an der Ausdehnung des Himmels, um den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie
seien zu Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;
1Mo 1,15 und sie seien zu Lichtern an
der Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten! Und es ward also.
1Mo 1,16 Und Gott machte die zwei großen
Lichter: das große Licht zur Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur
Beherrschung der Nacht, und die Sterne.
1Mo 1,17 Und Gott setzte sie an die
Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde zu leuchten,
1Mo 1,18 und um zu herrschen am Tage und in
der {O. über den Tag und über die} Nacht und
das Licht von der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, daß
es gut war.
1Mo 1,19 Und es ward Abend und es
ward Morgen: vierter Tag.
1Mo 1,20 Und Gott sprach: Es wimmeln die
Wasser vom Gewimmel lebendiger Wesen, {W. Seelen; so auch
später} und Gevögel fliege über der Erde angesichts der Ausdehnung
des Himmels!
1Mo 1,21 Und Gott schuf die großen
Seeungeheuer und jedes sich regende, lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln,
nach ihrer Art, und alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
1Mo 1,22 Und Gott segnete sie und sprach:
Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Wasser in den Meeren, und das
Gevögel mehre sich auf der Erde!
1Mo 1,23 Und es ward Abend und es
ward Morgen: fünfter Tag.
1Mo 1,24 Und Gott sprach: Die Erde bringe
hervor lebendige Wesen nach ihrer Art: Vieh und Gewürm {Eig.
sich Regendes} und Getier der Erde nach seiner Art! Und es ward also.
1Mo 1,25 Und Gott machte das Getier der Erde
nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und alles, was sich auf dem
Erdboden regt, nach seiner Art. Und Gott sah, daß es
gut war.
1Mo 1,26 Und Gott sprach: Lasset uns
Menschen {H. Adam, d.i. von der Erde; adama = Erdboden} machen in unserem Bilde, nach
unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über
das Gevögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über
alles Gewürm, {Eig. sich Regendes} das sich
auf der Erde regt!
1Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen in
seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf er ihn; Mann und Weib {W.
männlich und weiblich} schuf er sie.
1Mo
1,28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret
euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die
Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das
sich auf der Erde regt!
1Mo 1,29 Und Gott sprach: Siehe, ich
habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, das auf der Fläche der ganzen
Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende
Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein;
1Mo 1,30 und allem Getier der Erde und allem
Gevögel des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem eine
lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben.
1Mo 1,31 Und es ward also. Und Gott sah
alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend und
es ward Morgen: der sechste Tag.
1Mo 2,1 So wurden vollendet der
Himmel und die Erde und all ihr Heer.
1Mo 2,2 Und Gott hatte am siebten Tage sein
Werk vollendet, {Eig. vollendete...sein Werk} das er
gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tage von all seinem Werk, das er gemacht
hatte.
1Mo 2,3 Und Gott segnete den siebten Tag
und heiligte ihn; denn an demselben ruhte er von all seinem Werk, das Gott
geschaffen hatte, indem er es machte.
1Mo 2,4 Dies ist die Geschichte {Eig.
sind die Erzeugungen, Geschlechter; soauch Kap. 6,9;
37,2} des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, an dem
Tage, da Jehova Gott Erde und Himmel machte,
1Mo 2,5 und ehe alles Gesträuch des Feldes
auf der Erde war, und ehe alles Kraut des Feldes sproßte;
denn Jehova Gott hatte nicht regnen lassen auf die Erde, und kein Mensch war
da, um den Erdboden zu bebauen.
1Mo 2,6 Ein Dunst aber stieg auf von
der Erde und befeuchtete die ganze Oberfläche des Erdbodens.
1Mo 2,7 Und Jehova Gott bildete den
Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des
Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.
1Mo 2,8 Und Jehova Gott pflanzte einen
Garten in Eden {Wonne, Lieblichkeit} gegen
Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.
1Mo 2,9 Und Jehova Gott ließ aus dem
Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise; und den
Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten
und Bösen.
1Mo 2,10 Und ein Strom ging aus von
Eden, den Garten zu bewässern; und von dort aus teilte er sich und wurde zu
vier Flüssen. {W. Häuptern, d.i. Flußanfängen}
1Mo 2,11 Der Name des ersten ist Pison; dieser ist es, der das ganze Land Hawila umfließt, wo das Gold ist;
1Mo 2,12 und das Gold dieses Landes ist gut;
daselbst ist das Bdellion {Hebr.
Bedolach; ein durchsichtiges, wohlriechendes Harz} und der
Stein Onyx. {O. Beryll}
1Mo 2,13 Und der Name des zweiten
Flusses: Gihon; dieser ist es, der das ganze Land
Kusch umfließt.
1Mo 2,14 Und der Name des dritten Flusses: Hiddekel; {der Tigris} dieser ist
es, der vor Assyrien fließt. Und der vierte Fluß, das
ist der Phrath. {der Euphrath}
1Mo 2,15 Und Jehova Gott nahm den Menschen
und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.
1Mo 2,16 Und Jehova Gott gebot dem Menschen
und sprach: Von jedem Baume des Gartens darfst du nach Belieben essen;
1Mo 2,17 aber von dem Baume der Erkenntnis
des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst du gewißlich
sterben.
1Mo 2,18 Und Jehova Gott sprach: Es
ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will
ihm eine Hilfe machen, seines
Gleichen. {Eig.
ihm entsprechend}
1Mo 2,19 Und Jehova Gott bildete aus
dem Erdboden alles Getier des Feldes und alles Gevögel des Himmels, und er
brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie
irgend der Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein.
1Mo 2,20 Und der Mensch gab Namen allem Vieh
und dem Gevögel des Himmels und allem Getier des Feldes. Aber für Adam fand er
keine Hilfe seines Gleichen.
1Mo 2,21 Und Jehova Gott ließ einen tiefen
Schlaf auf den Menschen fallen, und er entschlief. Und er nahm eine von seinen
Rippen und verschloß ihre Stelle mit Fleisch;
1Mo 2,22 und Jehova Gott baute aus der
Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, ein Weib, {dasselbe
Wort wie Männin in V.23; so auch V.24 und später} und er
brachte sie zu dem Menschen.
1Mo 2,23 Und der Mensch sprach: Diese ist
einmal Gebein von meinen Gebeinen und Fleisch von meinem Fleische; diese soll
Männin heißen, denn vom Manne ist diese genommen.
1Mo 2,24 Darum wird ein Mann seinen
Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und sie werden ein {Eig.
zu einem} Fleisch sein.
1Mo 2,25 Und sie waren beide nackt,
der Mensch und sein Weib, und sie schämten sich nicht.
1Mo 3,1 Und die Schlange war listiger als
alles Getier des Feldes, das Jehova Gott gemacht hatte; und sie sprach zu dem
Weibe: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des
Gartens?
1Mo 3,2 Und das Weib sprach zu der
Schlange: Von der Frucht der Bäume des Gartens essen wir;
1Mo 3,3 aber von der Frucht des Baumes, der
in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt, davon sollt ihr nicht essen und
sie nicht anrühren, auf daß ihr nicht sterbet.
1Mo 3,4 Und die Schlange sprach zu
dem Weibe: Mit nichten werdet ihr sterben!
1Mo 3,5 Sondern {Eig.
denn} Gott weiß, daß, welches Tages ihr
davon esset, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend
Gutes und Böses.
1Mo 3,6 Und das Weib sah, daß der Baum gut zur Speise und daß
er eine Lust für die Augen und daß der Baum
begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und
aß, und sie gab auch ihrem Manne mit ihr, und er aß.
1Mo 3,7 Da wurden ihrer beider Augen
aufgetan, und sie erkannten, daß sie nackt waren; und
sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen.
1Mo 3,8 Und sie hörten die Stimme {O.
den Hall, das Geräusch; so auch V.10} Jehovas Gottes, der im Garten
wandelte bei der Kühle des Tages. Und der Mensch und sein Weib versteckten sich
vor dem Angesicht Jehovas Gottes mitten unter die Bäume des Gartens.
1Mo 3,9 Und Jehova Gott rief den
Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
1Mo 3,10 Und er sprach: Ich hörte deine
Stimme im Garten, und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, und ich
versteckte mich.
1Mo 3,11 Und er sprach: Wer hat dir
kundgetan, daß du nackt bist? Hast du gegessen von
dem Baume, von dem ich dir geboten habe, nicht davon zu essen?
1Mo 3,12 Und der Mensch sprach: Das
Weib, das du mir beigegeben hast, sie gab mir von dem
Baume, und ich aß.
1Mo 3,13 Und Jehova Gott sprach zu
dem Weibe: Was hast du da getan! Und das Weib sprach: Die Schlange betrog
{O. verführte} mich, und
ich aß.
1Mo
3,14 Und Jehova Gott sprach zu der Schlange: Weil du dieses getan hast, sollst
du verflucht sein vor {O. unter} allem Vieh und vor {O.
unter} allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen
und Staub fressen alle Tage deines Lebens.
1Mo 3,15 Und ich werde Feindschaft setzen
zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird
dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.
1Mo
3,16 Zu dem Weibe sprach er: Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner
Schwangerschaft, {Eig. ich werde groß machen deineMühsal
und deineSchwangerschaft} mit
Schmerzen sollst du Kinder gebären; und nach deinem Manne wird dein Verlangen
sein, er aber wird über dich herrschen.
1Mo 3,17 Und zu Adam sprach er: Weil du auf
die Stimme deines Weibes gehört und gegessen hast von dem Baume, von dem ich
dir geboten und gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen, so sei der
Erdboden verflucht um deinetwillen: mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage
deines Lebens;
1Mo 3,18 und Dornen und Disteln wird
er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen.
1Mo 3,19 Im Schweiße deines Angesichts wirst
du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zur Erde, {Eig.
zum Erdboden} denn von ihr bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum
Staube wirst du zurückkehren!
1Mo 3,20 Und der Mensch gab seinem Weibe den
Namen Eva, {H. Chawa: Leben} denn sie
war die Mutter aller Lebendigen.
1Mo 3,21 Und Jehova Gott machte Adam
und seinem Weibe Röcke von Fell und bekleidete sie.
1Mo
3,22 Und Jehova Gott sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser einer,
zu erkennen Gutes und Böses; und nun, daß er seine
Hand nicht ausstrecke und nehme auch von dem Baume des Lebens und esse und lebe
ewiglich!
1Mo 3,23 Und Jehova Gott schickte ihn aus
dem Garten Eden hinaus, um den Erdboden zu bebauen, davon er genommen war;
1Mo 3,24 und er trieb den Menschen aus und
ließ lagern gegen Osten vom Garten Eden die Cherubim und die Flamme des
kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baume des Lebens zu bewahren.
1Mo 4,1 Und der Mensch erkannte Eva , sein
Weib, und sie ward schwanger und gebar Kain; {Erworbenes,
Gewinn} und sie sprach: Ich habe einen Mann erworben mit Jehova.
1Mo 4,2 Und sie gebar ferner seinen Bruder,
den Abel. {H. Hevel: Hauch,
Nichtigkeit} Und Abel wurde ein Schafhirt, {W.
Kleinviehhirt} und Kain wurde ein Ackerbauer.
1Mo 4,3 Und es geschah nach Verlauf einer
Zeit, da brachte Kain dem Jehova eine Opfergabe von
der Frucht des Erdbodens;
1Mo 4,4 und Abel, auch er brachte von den
Erstlingen seiner Herde {Eig. seines Kleinviehs} und von
ihrem Fett. Und Jehova blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;
1Mo 4,5 aber auf Kain
und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Und Kain
ergrimmte sehr, und sein Antlitz senkte sich.
1Mo 4,6 Und Jehova sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum hat sich dein
Antlitz gesenkt?
1Mo 4,7 Ist es nicht so, daß es sich erhebt, wenn du wohl tust? {W.
Ist nicht, wenn du wohl tust, Erhebung? Vergl. Hiob 11,15} Und wenn du
nicht wohl tust, so lagert die Sünde {Viell.: ein Sündopfer; das hebräische Wort bedeutet beides} vor der
Tür. Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber wirst über ihn herrschen.
1Mo 4,8 Und Kain
sprach zu seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf dem Felde waren, da
erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und erschlug
ihn.
1Mo 4,9 Und Jehova sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sprach: Ich weiß
nicht; bin ich meines Bruders Hüter?
1Mo 4,10 Und er sprach: Was hast du getan!
Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir {W. Stimme des
Blutes deines Bruders, das zu mir schreit} vom Erdboden her.
1Mo 4,11 Und nun, verflucht seiest du von
dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, das Blut deines Bruders von
deiner Hand zu empfangen!
1Mo 4,12 Wenn du den Erdboden bebaust, soll
er dir hinfort seine Kraft nicht geben; unstet und flüchtig sollst du sein auf
der Erde.
1Mo 4,13 Und Kain
sprach zu Jehova: Zu groß ist meine Strafe, um sie zu tragen. {O.
meine Missetat, um vergebenzu werden}
1Mo 4,14 Siehe, du hast mich heute
von der Fläche des Erdbodens vertrieben, und ich werde verborgen sein vor
deinem Angesicht und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird
geschehen: wer irgend mich findet, wird mich erschlagen.
1Mo 4,15 Und Jehova sprach zu ihm: Darum,
jeder, der Kain erschlägt siebenfältig soll es
gerächt werden. Und Jehova machte an Kain ein
Zeichen, auf daß ihn nicht erschlüge, wer irgend ihn
fände.
1Mo 4,16 Und Kain
ging weg von dem Angesicht Jehovas und wohnte im Lande Nod,
{Flucht} östlich von Eden.
1Mo 4,17 Und Kain
erkannte sein Weib, und sie ward schwanger und gebar Hanoch.
Und er baute eine Stadt und benannte die Stadt {W. er wurde
ein Stadtbauer} nach dem Namen seines Sohnes Hanoch.
1Mo 4,18 Und dem Hanoch
wurde Irad geboren; und Irad
zeugte Mehujael, und Mehujael
zeugte Methusael, und Methusael
zeugte Lamech.
1Mo 4,19 Und Lamech
nahm sich zwei Weiber; der Name der einen war Ada, und der Name der anderen
Zilla.
1Mo 4,20 Und Ada gebar Jabal; dieser war der
Vater der Zeltbewohner und Herdenbesitzer. {Eig. derer, die in
Zelten und unter Herden wohnen}
1Mo 4,21 Und der Name seines Bruders war
Jubal; dieser war der Vater aller derer, welche mit der Laute {Nicht
unsere heutige Laute, sondern eine Art Leier; so auch später, wo das Wort
vorkommt} und der Flöte umgehen.
1Mo 4,22 Und Zilla, auch sie gebar Tubalkain, einen Hämmerer von
allerlei Schneidewerkzeug aus Erz und Eisen. Und die Schwester Tubalkains war Naama.
1Mo 4,23 Und Lamech
sprach zu seinen Weibern: Ada und Zilla, höret meine Stimme; Weiber Lamechs, horchet auf meine Rede! Einen Mann {O.
Fürwahr, einenMann} erschlug {O.
erschlage} ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine Strieme!
1Mo 4,24 Wenn Kain
siebenfältig gerächt wird, so Lamech
siebenundsiebzigfältig.
1Mo 4,25 Und Adam erkannte abermals sein
Weib, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Seth; {H.
Scheth: Ersatz} denn Gott hat mir einen anderen
Samen gesetzt an Stelle Abels, weil Kain ihn
erschlagen hat.
1Mo 4,26 Und dem Seth, auch ihm wurde ein
Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enos. {H. Enosch: Mensch, mit dem Nebenbegriff: schwach, hinfällig} Damals fing
man an, den Namen Jehovas anzurufen.
1Mo 5,1 Dies ist das Buch von Adams
Geschlechtern. An dem Tage, da Gott Adam schuf, machte er ihn im Gleichnis
Gottes.
1Mo 5,2 Mann und Weib {W.
Männlich und weiblich} schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen den
Namen Mensch, {H. Adam} an dem Tage, da sie geschaffen
wurden. -
1Mo 5,3 Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte
einen Sohn in seinem Gleichnis, nach seinem Bilde, und gab ihm den Namen Seth.
1Mo 5,4 Und die Tage Adams, nachdem
er Seth gezeugt hatte, waren 800 Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter.
1Mo
5,5 Und alle Tage Adams, die er lebte, waren 930 Jahre, und er starb. 1Mo
5,6 Und Seth lebte 105 Jahre und zeugte Enos.
1Mo 5,7 Und Seth lebte, nachdem er
Enos gezeugt hatte, 807 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
1Mo
5,8 Und alle Tage Seths waren 912 Jahre, und er starb. 1Mo
5,9 Und Enos lebte 90 Jahre und zeugte Kenan.
1Mo 5,10 Und Enos lebte, nachdem er
Kenan gezeugt hatte, 815 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
1Mo
5,11 Und alle Tage Enos' waren 905 Jahre, und er starb. 1Mo
5,12 Und Kenan lebte 70 Jahre und zeugte Mahalalel.
1Mo 5,13 Und Kenan lebte, nachdem er Mahalalel gezeugt hatte, 840 Jahre und zeugte Söhne und
Töchter.
1Mo
5,14 Und alle Tage Kenans waren 910 Jahre, und er starb. 1Mo
5,15 Und Mahalalel lebte 65 Jahre und zeugte Jered.
1Mo 5,16 Und Mahalalel
lebte, nachdem er Jered gezeugt hatte, 830 Jahre und
zeugte Söhne und Töchter.
1Mo 5,17 Und alle Tage Mahalalels waren 895 Jahre, und er starb. -
1Mo 5,18 Und Jered
lebte 162 Jahre und zeugte Henoch. {H. Chanok: eingeweit, belehrt}
1Mo 5,19 Und Jered
lebte, nachdem er Henoch gezeugt hatte, 800 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
1Mo
5,20 Und alle Tage Jereds waren 962 Jahre, und er
starb. 1Mo 5,21 Und Henoch lebte 65 Jahre und
zeugte Methusalah.
1Mo 5,22 Und Henoch wandelte mit Gott,
nachdem er Methusalah gezeugt hatte, 300 Jahre und
zeugte Söhne und Töchter.
1Mo 5,23 Und alle Tage Henochs waren
365 Jahre.
1Mo
5,24 Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm ihn
hinweg. 1Mo 5,25 Und Methusalah
lebte 187 Jahre und zeugte Lamech.
1Mo 5,26 Und Methusalah
lebte, nachdem er Lamech gezeugt hatte, 782 Jahre und
zeugte Söhne und Töchter.
1Mo
5,27 Und alle Tage Methusalahs waren 969 Jahre, und
er starb. 1Mo 5,28 Und Lamech
lebte 182 Jahre und zeugte einen Sohn.
1Mo 5,29 Und er gab ihm den Namen Noah, {H.
Noach: Trost, Ruhe} indem er sprach: Dieser wird uns trösten über unsere
Arbeit und über die Mühe unserer Hände wegen des Erdbodens, den Jehova
verflucht hat.
1Mo 5,30 Und Lamech
lebte, nachdem er Noah gezeugt hatte, 595 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
1Mo 5,31 Und alle Tage Lamechs waren 777 Jahre, und er starb. -
1Mo 5,32 Und Noah war 500 Jahre alt;
und Noah zeugte Sem, {H.Schem: Name,
Ruf} Ham {H. Cham:
Bedeutung ungewiß} und
Japhet. {Erweiterung,
Ausbreitung; vergl. Kap. 9,27}
1Mo 6,1 Und es geschah, als die Menschen
begannen sich zu mehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren
wurden,
1Mo 6,2 da sahen die Söhne Gottes, daß die Töchter der Menschen schön waren, und sie nahmen
sich zu Weibern, welche sie irgend erwählten.
1Mo 6,3 Und Jehova sprach: Mein Geist soll
nicht ewiglich mit dem Menschen rechten, da er ja Fleisch ist; und seine Tage
seien 120 Jahre.
1Mo 6,4 In jenen Tagen waren die
Riesen auf der Erde, und auch nachher, als {O. und auch nachdem} die Söhne
Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und diese ihnen gebaren. Das sind
die Helden, welche von alters her waren, die Männer von Ruhm gewesen sind.
1Mo 6,5 Und Jehova sah, daß
des Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Gebilde der Gedanken seines
Herzens nur böse den ganzen Tag.
1Mo 6,6 Und es reute Jehova, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es
schmerzte ihn in sein Herz hinein.
1Mo
6,7 Und Jehova sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von
der Fläche des Erdbodens vertilgen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm
und bis zum Gevögel des Himmels; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe.
1Mo 6,8 Noah aber fand Gnade in den
Augen Jehovas.
1Mo 6,9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah
war ein gerechter, vollkommener {O. untadeliger,
redlicher} Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.
1Mo 6,10 Und Noah zeugte drei Söhne:
Sem, Ham und Japhet.
1Mo 6,11 Und die Erde war verderbt
vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat.
1Mo 6,12 Und Gott sah die Erde, und
siehe, sie war verderbt; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf
Erden.
1Mo 6,13 Und Gott sprach zu Noah: Das Ende
alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch
sie; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.
1Mo 6,14 Mache dir eine Teba
Kasten von Gopherholz; mit Kammern sollst du die Teba Kasten machen und sie von innen und von außen mit Harz
verpichen. {Eig. überziehen}
1Mo 6,15 Und also sollst du sie machen:
Dreihundert Ellen sei die Länge der Teba Kasten,
fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe.
1Mo 6,16 Eine Lichtöffnung {Eig.
ein Licht} sollst du der Teba Kasten machen,
und bis zu einer Elle {d.i. eine Elle hoch} sollst du
sie fertigen {Eig. völlig durchführen, d.h. wahrscheinlich
rundum anbringen} von oben her; und die Tür der Teba
Kasten sollst du in ihre Seite setzen; mit einem unteren, zweiten und dritten
Stockwerk sollst du sie machen.
1Mo 6,17 Denn ich, siehe, ich bringe die
Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, in
welchem ein Hauch des Lebens ist; alles, was auf der Erde ist, soll
verscheiden.
1Mo 6,18 Aber mit dir will ich meinen Bund
errichten, und du sollst in die Teba Kasten gehen, du
und deine Söhne und dein Weib und die Weiber deiner Söhne mit dir.
1Mo 6,19 Und von allem Lebendigen, von allem
Fleische, zwei von jeglichem sollst du in die Teba
Kasten bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Männliches und ein
Weibliches sollen sie sein.
1Mo 6,20 Von dem Gevögel nach seiner Art und
von dem Vieh nach seiner Art, von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art:
zwei von jeglichem sollen zu dir hineingehen, um sie am Leben zu erhalten.
1Mo 6,21 Und du, nimm dir von aller Speise,
die gegessen wird und sammle sie bei dir auf, daß sie
dir und ihnen zur Nahrung sei.
1Mo 6,22 Und Noah tat es; nach allem,
was Gott ihm geboten hatte, also tat er.
1Mo 7,1 Und Jehova sprach zu Noah: Gehe in
die Teba Kasten, du und dein ganzes Haus; denn dich
habe ich gerecht vor mir erfunden in diesem Geschlecht.
1Mo 7,2 Von allem reinen Vieh sollst du
sieben und sieben zu dir nehmen, ein Männchen und sein Weibchen; und von dem
Vieh, das nicht rein ist, zwei, ein Männchen und sein Weibchen;
1Mo 7,3 auch von dem Gevögel des Himmels
sieben und sieben, ein Männliches und ein Weibliches: um Samen am Leben zu
erhalten auf der Fläche der ganzen Erde.
1Mo
7,4 Denn in noch sieben Tagen, so lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage
und vierzig Nächte und werde vertilgen von der Fläche des Erdbodens alles
Bestehende, das ich gemacht habe. 1Mo 7,5 Und Noah
tat nach allem, was Jehova ihm geboten hatte.
1Mo 7,6 Und Noah war 600 Jahre alt,
als die Flut kam, Wasser über die Erde.
1Mo 7,7 Und Noah und seine Söhne und sein
Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm gingen in die Teba
Kasten vor den Wassern der Flut.
1Mo 7,8 Von dem reinen Vieh und von dem
Vieh, das nicht rein ist, und von dem Gevögel und von allem, was sich auf dem
Erdboden regt,
1Mo 7,9 kamen zwei und zwei {d.h.
paarweise} zu Noah in die Teba Kasten, ein
Männliches und ein Weibliches, wie Gott dem Noah geboten hatte.
1Mo 7,10 Und es geschah nach sieben
Tagen, da kamen die Wasser der Flut über die Erde.
1Mo 7,11 Im 600. Jahre des Lebens Noahs, im
zweiten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle
Quellen der großen Tiefe, und die Fenster des Himmels taten sich auf.
1Mo 7,12 Und der Regen fiel auf die
Erde vierzig Tage und vierzig Nächte.
1Mo 7,13 An ebendemselben Tage gingen Noah
und Sem und Ham und Japhet,
die Söhne Noahs, und das Weib Noahs und die drei Weiber seiner Söhne mit ihnen
in die Teba Kasten:
1Mo 7,14 sie und alles Getier nach seiner
Art und alles Vieh nach seiner Art und alles Gewürm, das sich auf der Erde
regt, nach seiner Art und alles Gevögel nach seiner Art, jeder Vogel von
allerlei Gefieder.
1Mo 7,15 Und sie gingen zu Noah in die Teba Kasten, je zwei und zwei von allem Fleische, in
welchem ein Hauch des Lebens war.
1Mo 7,16 Und die hineingingen, waren {Eig.
gingen hinein} ein Männliches und ein Weibliches von allem Fleische, wie
Gott ihm geboten hatte. Und Jehova schloß hinter ihm
zu.
1Mo 7,17 Und die Flut kam vierzig Tage lang
über die Erde. Und die Wasser mehrten sich und hoben die Teba
Kasten empor; und sie erhob sich über die Erde.
1Mo 7,18 Und die Wasser nahmen überhand und
mehrten sich sehr auf der Erde; und die Teba Kasten
fuhr auf der Fläche der Wasser.
1Mo 7,19 Und die Wasser nahmen gar sehr
überhand auf der Erde, und es wurden bedeckt alle hohen Berge, die unter dem
ganzen Himmel sind.
1Mo 7,20 Fünfzehn Ellen darüber
nahmen die Wasser überhand, und die Berge wurden bedeckt.
1Mo 7,21 Da verschied alles Fleisch, das
sich auf der Erde regte, an Gevögel und an Vieh und an Getier und an allem
Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen;
1Mo 7,22 alles starb, in dessen Nase
ein Odem des Lebenshauches war, von allem, was auf dem Trockenen war.
1Mo 7,23 Und vertilgt wurde {nach
and. Lesart: Und er vertilgte} alles Bestehende, das auf der Fläche des Erdbodens
war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels;
und sie wurden vertilgt von der Erde. Und nur Noah blieb übrig und was mit ihm
in der Teba Kasten war.
1Mo 7,24 Und die Wasser hatten
überhand auf der Erde 150 Tage.
1Mo 8,1 Und Gott gedachte des Noah und
alles Getieres und alles Viehes, das mit ihm in der Teba
Kasten war; und Gott ließ einen Wind über die Erde fahren, und die Wasser
sanken.
1Mo 8,2 Und es wurden verschlossen die
Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und dem Regen vom Himmel ward
gewehrt.
1Mo 8,3 Und die Wasser wichen von der Erde,
fort und fort weichend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen.
1Mo 8,4 Und im siebten Monat, am
siebzehnten Tage des Monats, ruhte die Teba Kasten
auf dem Gebirge Ararat.
1Mo 8,5 Und die Wasser nahmen fort und fort
ab bis zum zehnten Monat; im zehnten Monat, am Ersten des Monats, wurden die
Spitzen der Berge sichtbar.
1Mo 8,6 Und es geschah nach Verlauf von
vierzig Tagen, da öffnete Noah das Fenster der Teba
Kasten, das er gemacht hatte, und ließ den Raben aus;
1Mo 8,7 und der flog hin und wieder,
bis die Wasser von der Erde vertrocknet waren.
1Mo 8,8 Und er ließ die Taube von sich aus,
um zu sehen, ob die Wasser sich verlaufen hätten von der Fläche des Erdbodens;
1Mo 8,9 aber die Taube fand keinen
Ruheplatz für ihren Fuß {W. für die Sohleihres
Fußes} und kehrte zu ihm in die Teba
Kasten zurück; denn die Wasser waren noch auf der Fläche der ganzen Erde; und
er streckte seine Hand aus und nahm sie und brachte sie zu sich in die Teba Kasten.
1Mo 8,10 Und er wartete noch sieben
andere Tage und ließ die Taube abermals aus der Teba
Kasten;
1Mo 8,11 und die Taube kam zu ihm um die
Abendzeit, und siehe, ein abgerissenes Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Und
Noah erkannte, daß die Wasser sich verlaufen hatten
von der Erde.
1Mo 8,12 Und er wartete noch sieben andere
Tage und ließ die Taube aus; und sie kehrte hinfort nicht wieder zu ihm zurück.
1Mo 8,13 Und es geschah im 601. Jahre, im
ersten Monat, am Ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde
vertrocknet. Und Noah tat die Decke von der Teba
Kasten und sah: und siehe, die Fläche des Erdbodens war getrocknet.
1Mo 8,14 Und im zweiten Monat, am 27.
Tage des Monats, war die Erde trocken.
1Mo 8,15 Und Gott redete zu Noah und
sprach:
1Mo 8,16 Gehe aus der Teba Kasten, du und dein Weib und deine Söhne und die
Weiber deiner Söhne mit dir.
1Mo
8,17 Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleische, an Gevögel und an Vieh
und an allem Gewürm, das sich auf der Erde regt, laß
mit dir hinausgehen, daß sie wimmeln auf Erden und
fruchtbar seien und sich mehren auf Erden. 1Mo 8,18 Und Noah
ging hinaus und seine Söhne und sein Weib und die Weiber seiner Söhne mit ihm.
1Mo 8,19 Alles Getier, alles Gewürm und
alles Gevögel, alles was sich auf der Erde regt, nach ihren Arten, gingen aus
der Teba Kasten.
1Mo 8,20 Und Noah baute Jehova einen Altar;
und er nahm von allem reinen Vieh und von allem reinen Gevögel und opferte
Brandopfer auf dem Altar.
1Mo 8,21 Und Jehova roch den
lieblichen Geruch, {Eig. den Geruch (Duft) der Beruhigung} und Jehova
sprach in seinem Herzen: Nicht mehr will ich hinfort den Erdboden verfluchen um
des Menschen willen; denn das Dichten {Eig. das Gebilde; wieKap. 6,5} des menschlichen Herzens ist böse
von seiner Jugend an; und nicht mehr will ich hinfort alles Lebendige schlagen,
wie ich getan habe.
1Mo 8,22 Forthin, alle Tage der Erde, sollen
nicht aufhören Saat und Ernte, und Frost und Hitze, und Sommer und Winter, und
Tag und Nacht.
1Mo 9,1 Und Gott segnete Noah und seine
Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde;
1Mo 9,2 und die Furcht und der Schrecken
vor euch sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gevögel des Himmels!
Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure
Hände sind sie gegeben:
1Mo 9,3 alles, was sich regt, was da
lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles.
1Mo 9,4 Nur das Fleisch mit seiner
Seele, seinem Blute, sollt ihr nicht essen;
1Mo 9,5 und wahrlich, euer Blut,
nach euren Seelen, werde ich fordern; {d.h. euer Blutwerde
ich rächen, wessen es auch sei} von jedem Tiere {W.
von der Hand jedes Tieres} werde ich es fordern, und von der Hand des Menschen,
von der Hand eines jeden, seines Bruders, werde ich die Seele des Menschen
fordern.
1Mo 9,6 Wer Menschenblut vergießt, durch
den Menschen soll sein Blut vergossen werden; denn im Bilde Gottes hat er den
Menschen gemacht.
1Mo 9,7 Ihr nun, seid fruchtbar und
mehret euch, wimmelt auf der Erde und mehret euch auf ihr!
1Mo 9,8 Und Gott sprach zu Noah und
zu seinen Söhnen mit ihm und sagte:
1Mo 9,9 Und ich, siehe, ich errichte
meinen Bund mit euch und mit eurem Samen nach euch;
1Mo 9,10 und mit jedem lebendigen Wesen, das
bei euch ist, an Gevögel, an Vieh und an allem Getier der Erde bei euch, was
irgend von allem Getier der Erde aus der Teba Kasten
gegangen ist.
1Mo 9,11 Und ich errichte meinen Bund mit
euch; und nicht mehr soll alles Fleisch ausgerottet werden durch die Wasser der
Flut, und keine Flut soll mehr sein, die Erde zu verderben.
1Mo 9,12 Und Gott sprach: Dies ist das
Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und jeder lebendigen
Seele, die bei euch ist, auf ewige Geschlechter hin:
1Mo 9,13 Meinen Bogen setze ich in
die Wolken, und er soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.
1Mo 9,14 Und es wird geschehen, wenn
ich Wolken über die Erde führe, so soll der Bogen in den Wolken erscheinen,
1Mo 9,15 und ich werde meines Bundes
gedenken, der zwischen mir und euch ist und jedem lebendigen Wesen, von allem
Fleische; und nicht mehr sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch
zu verderben.
1Mo 9,16 Und der Bogen wird in den Wolken
sein; und ich werde ihn ansehen, um zu gedenken des ewigen Bundes zwischen Gott
und jedem lebendigen Wesen von allem Fleische, das auf Erden ist.
1Mo 9,17 Und Gott sprach zu Noah: Das ist
das Zeichen des Bundes, den ich errichtet habe zwischen mir und allem Fleische,
das auf Erden ist.
1Mo 9,18 Und die Söhne Noahs, die aus der Teba Kasten gingen, waren Sem und Ham
und Japhet; und Ham ist der
Vater Kanaans.
1Mo 9,19 Diese drei sind die Söhne
Noahs und von diesen aus ist die ganze Erde bevölkert worden. {W.
hat sich die ganze
Erde(Erdbevölkerung)
zerstreut}
1Mo 9,20 Und Noah fing an ein Ackersmann zu werden {O. Noah, der ein Ackersmann war, fing an} und pflanzte einen Weinberg.
1Mo 9,21 Und er trank von dem Weine
und ward trunken, und er entblößte sich in seinem Zelte.
1Mo 9,22 Und Ham,
der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und berichtete es seinen beiden
Brüdern draußen.
1Mo
9,23 Da nahmen Sem und Japhet das Obergewand und
legten es beide auf ihre Schultern und gingen rücklings und bedeckten die Blöße
ihres Vaters; und ihre Angesichter waren abgewandt, und sie sahen die Blöße
ihres Vaters nicht.
1Mo 9,24 Und Noah erwachte von seinem
Weine und erfuhr, was sein jüngster Sohn ihm getan hatte.
1Mo 9,25 Und er sprach: Verflucht sei
Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er seinen Brüdern!
1Mo
9,26 Und er sprach: Gepriesen {Im Hebr. dasselbe Wort wiesegnen} sei Jehova, der Gott Sems; und Kanaan sei sein {W.
ihr, d.h. des Geschlechtes Sems bzw. Japhets} Knecht!
1Mo 9,27 Weit mache es Gott dem Japhet, und er wohne in den Zelten Sems; und Kanaan sei
sein {W. ihr, d.h. des
Geschlechtes
Sems bzw. Japhets} Knecht!
1Mo 9,28 Und Noah lebte nach der Flut
350 Jahre;
1Mo 9,29 und alle Tage Noahs waren
950 Jahre, und er starb.
1Mo 10,1 Und dies sind die Geschlechter der
Söhne Noahs, Sem, Ham und Japhet:
es wurden ihnen Söhne geboren nach der Flut.
1Mo 10,2 Die Söhne Japhets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Mesech und Tiras.
1Mo 10,3 Und die Söhne Gomers: Askenas und Riphat und Togarma.
1Mo 10,4 Und die Söhne Jawans: Elisa und Tarsis, die Kittim und die Dodanim.
1Mo 10,5 Von diesen
aus verteilten sich die Bewohner der Inseln {O. Küstengebiete. Das
hebräische Wort bezeichnet überall im Alten
Testamentdie
Inseln und Küstengebiete des Mittelländischen Meeres von Kleinasien bis
Spanien} der Nationen in ihren Ländern, eine jede nach ihrer Sprache,
nach ihren Familien, in ihren Nationen.
1Mo 10,6 Und die Söhne Hams: Kusch
und Mizraim und Put {Äthiopien und
Ägypten und Mauretanien} und Kanaan.
1Mo 10,7 Und die Söhne Kuschs: Seba und Hawila und Sabta und Raghma und Sabteka. Und die Söhne Raghmas:
Scheba und Dedan.
1Mo 10,8 Und Kusch zeugte Nimrod; der
fing an, ein Gewaltiger zu sein auf der Erde.
1Mo 10,9 Er war ein gewaltiger Jäger
vor Jehova; darum sagt man: Wie Nimrod, ein gewaltiger Jäger vor Jehova!
1Mo 10,10 Und der Anfang seines
Reiches war Babel und Erek und Akkad und Kalne im
Lande Sinear.
1Mo 10,11 Von diesem Lande zog er aus nach
Assur {And. üb.: Von diesem Lande ging Assuraus}
und baute Ninive und Rechobot-Ir und Kalach,
1Mo 10,12 und Resen
zwischen Ninive und Kalach: das ist die große Stadt. -
1Mo 10,13 Und Mizraim
zeugte die Ludim und die Anamim
und die Lehabim und die Naphtuchim
1Mo 10,14 und die Pathrusim
und die Kasluchim (von welchen die Philister {H.
Pelischtim} ausgegangen sind,) und die Kaphtorim.
1Mo 10,15 Und Kanaan zeugte Zidon, seinen Erstgeborenen, und Heth,
1Mo 10,16 und den Jebusiter
und den Amoriter und den Girgasiter,
1Mo 10,17 und den Hewiter
und den Arkiter und den Siniter,
1Mo 10,18 und den Arwaditer
und den Zemariter und den Hamathiter.
Und nachher haben sich die Familien der Kanaaniter zerstreut.
1Mo 10,19 Und das Gebiet der Kanaaniter
erstreckte sich von Zidon nach Gerar
hin, {W. wenn du nach...kommst und gehst: eine stehendeRedensart. Soauch V.19 am
Ende, V.30; Kap. 13,10; 25,18} bis Gasa; nach Sodom und Gomorra und Adama und Zeboim hin, bis Lescha. -
1Mo 10,20 Das sind die Söhne Hams nach
ihren Familien, nach ihren Sprachen, in ihren Ländern, in ihren Nationen.
1Mo 10,21 Und dem Sem, dem Vater aller Söhne
Hebers, dem Bruder Japhets, des {O.
dem} ältesten, auch ihm wurden Söhne geboren.
1Mo 10,22 Die Söhne Sems: Elam und Assur und Arpaksad und
Lud und Aram.
1Mo 10,23 Und die Söhne Arams: Uz und Hul und Gether und Masch.
1Mo 10,24 Und Arpaksad
zeugte Schelach, und Schelach
zeugte Heber.
1Mo 10,25 Und dem Heber wurden zwei Söhne
geboren: der Name des einen war Peleg, {Teilung}
denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; {O.
verteiltesich die Bevölkerung der Erde} und der
Name seines Bruders war Joktan.
1Mo 10,26 Und Joktan
zeugte Almodad und Scheleph
und Hazarmaweth und Jerach
1Mo 10,27 und Hadoram
und Usal und Dikla
1Mo 10,28 und Obal
und Abimael und Scheba
1Mo 10,29 und Ophir und Hawila und Jobab; diese alle
waren Söhne Joktans.
1Mo 10,30 Und ihr Wohnsitz war von Meschar nach Sephar hin, dem
Gebirge des Ostens. -
1Mo 10,31 Das sind die Söhne Sems nach
ihren Familien, nach ihren Sprachen, in ihren Ländern, nach ihren Nationen.
1Mo 10,32 Das sind die Familien der Söhne
Noahs nach ihren Geschlechtern, in ihren Nationen; und von diesen aus haben
sich nach der Flut die Nationen auf der Erde verteilt.
1Mo 11,1 Und die ganze Erde hatte {W.
war} eine Sprache und einerlei Worte.
1Mo 11,2 Und es geschah, als sie nach {O.
von} Osten zogen, da fanden sie eine Ebene im Lande Sinear und wohnten
daselbst.
1Mo 11,3 Und sie sprachen einer zum anderen:
Wohlan, laßt uns Ziegel streichen und hart brennen!
Und der Ziegel diente ihnen als Stein, und das Erdharz diente ihnen als Mörtel.
1Mo 11,4 Und sie sprachen: Wohlan, bauen wir
uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze an den Himmel reiche, und machen
wir uns einen Namen, daß wir nicht zerstreut werden
über die ganze Erde! {W. überdie
Fläche der ganzen Erde; soauch V.8. 9}
1Mo 11,5 Und Jehova fuhr hernieder,
die Stadt und den Turm zu sehen, welche die Menschenkinder bauten.
1Mo 11,6 Und Jehova sprach: Siehe, sie sind
ein Volk und haben alle eine Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun; und
nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen.
1Mo 11,7 Wohlan, laßt
uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß
sie einer des anderen Sprache nicht verstehen!
1Mo 11,8 Und Jehova zerstreute sie
von dannen über die ganze Erde; und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.
1Mo 11,9 Darum gab man ihr den Namen Babel; {Verwirrung}
denn daselbst verwirrte Jehova die Sprache der ganzen Erde, und von
dannen zerstreute sie Jehova über die ganze Erde.
1Mo 11,10 Dies sind die Geschlechter
Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpaksad, zwei
Jahre nach der Flut.
1Mo
11,11 Und Sem lebte, nachdem er Arpaksad
gezeugt hatte, 500 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 1Mo
11,12 Und Arpaksad lebte 35 Jahre und
zeugte Schelach.
1Mo
11,13 Und Arpaksad lebte, nachdem er Schelach gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Söhne und
Töchter. 1Mo 11,14 Und Schelach
lebte 30 Jahre und zeugte Heber.
1Mo
11,15 Und Schelach lebte, nachdem er
Heber gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 1Mo
11,16 Und Heber lebte 34 Jahre und zeugte Peleg.
1Mo
11,17 Und Heber lebte, nachdem er Peleg
gezeugt hatte, 430 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. 1Mo
11,18 Und Peleg lebte 30 Jahre und zeugte
Reghu.
1Mo
11,19 Und Peleg lebte, nachdem er Reghu gezeugt hatte, 209 Jahre und zeugte Söhne und
Töchter. 1Mo 11,20 Und Reghu
lebte 32 Jahre und zeugte Serug.
1Mo
11,21 Und Reghu lebte, nachdem er Serug gezeugt hatte, 207 Jahre und zeugte Söhne und
Töchter. 1Mo 11,22 Und Serug
lebte 30 Jahre und zeugte Nahor.
1Mo 11,23 Und Serug
lebte, nachdem er Nahor gezeugt hatte, 200 Jahre und
zeugte Söhne und Töchter. -
1Mo 11,24 Und Nahor
lebte 29 Jahre und zeugte Tarah. {H.
Terach}
1Mo
11,25 Und Nahor lebte, nachdem er Tarah gezeugt hatte, 119 Jahre und zeugte Söhne und
Töchter. 1Mo 11,26 Und Tarah
lebte 70 Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran.
1Mo 11,27 Und dies sind die
Geschlechter Tarahs: Tarah
zeugte Abram, Nahor und Haran;
und Haran zeugte Lot.
1Mo 11,28 Und Haran
starb vor dem Angesicht seines Vaters Tarah, in dem
Lande seiner Geburt, zu Ur in Chaldäa. {W. der Chaldäer,
ebenso V.31 und Kap. 15,7}
1Mo 11,29 Und Abram und Nahor
nahmen sich Weiber; der Name des Weibes Abrams war Sarai, und der Name des
Weibes Nahors Milka, die Tochter Harans,
des Vaters der Milka und des Vaters der Jiska.
1Mo 11,30 Und Sarai war unfruchtbar,
sie hatte kein Kind.
1Mo 11,31 Und Tarah
nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans,
seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine
Schwiegertochter, das Weib seines
Sohnes Abram; und sie zogen miteinander {W. mit ihnen. And.
l.: und führte sie hinweg} aus Ur in Chaldäa, um in das Land Kanaan zu gehen; und
sie kamen bis Haran {im
nordwestlichen Mesopotamien} und wohnten daselbst.
1Mo 11,32 Und die Tage Tarahs waren 205 Jahre, und Tarah
starb in Haran.
1Mo 12,1 Und Jehova sprach zu Abram: Gehe
aus deinem Lande und aus deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in
das Land, das ich dir zeigen werde.
1Mo 12,2 Und ich will dich zu einer großen
Nation machen und dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen; und du
sollst ein Segen sein!
1Mo 12,3 Und ich will segnen, die dich
segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen
gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
1Mo 12,4 Und Abram ging hin, wie Jehova zu
ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm; und Abram war 75 Jahre alt, als er aus
Haran zog.
1Mo 12,5 Und Abram nahm Sarai, sein
Weib, und Lot, seines Bruders Sohn, und alle ihre Habe, die sie erworben, und
die Seelen, die sie in Haran gewonnen hatten, und sie
zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen in das Land Kanaan.
1Mo 12,6 Und Abram durchzog das Land bis zu
dem Orte Sichem, bis zur Terebinthe Mores. Und die Kanaaniter waren damals im
Lande.
1Mo 12,7 Und Jehova erschien dem Abram und
sprach: Deinem Samen will ich dieses Land geben. Und er baute daselbst Jehova,
der ihm erschienen war, einen Altar.
1Mo 12,8 Und er brach auf von dannen nach
dem Gebirge ostwärts von Bethel und schlug sein Zelt auf, Bethel gegen Westen
und Ai gegen Osten; und er baute daselbst Jehova einen Altar und rief den Namen
Jehovas an.
1Mo 12,9 Und Abram zog fort, immer
weiter ziehend, nach dem Süden. {Das hebräische Wort
bezeichnet die Südgegendvon
Palästina}
1Mo 12,10 Es entstand aber eine
Hungersnot im Lande; und Abram zog nach Ägypten hinab, um sich daselbst
aufzuhalten, {O.
um daselbst als Fremdling zu weilen, d.h. ohne ansässig zu werden; vergl. Kap.
19,9; 20,1; 21,23 und viele and. Stellen} denn die
Hungersnot war schwer im Lande.
1Mo 12,11 Und es geschah, als er nahe daran
war, nach Ägypten zu kommen, da sprach er zu Sarai, seinem Weibe: Siehe doch,
ich weiß, daß du ein Weib, schön von Ansehen, bist;
1Mo 12,12 und es wird geschehen, wenn die
Ägypter dich sehen, so werden sie sagen: Sie ist sein Weib; und sie werden mich
erschlagen und dich leben lassen.
1Mo 12,13 Sage doch, du seiest meine
Schwester, auf daß es mir wohlgehe
um deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe deinethalben.
1Mo 12,14 Und es geschah, als Abram in
Ägypten ankam, da sahen die Ägypter, daß das Weib
sehr schön war.
1Mo 12,15 Und die Fürsten des Pharao sahen
sie und priesen sie dem Pharao; und das Weib wurde in das Haus des Pharao
geholt.
1Mo 12,16 Und er tat Abram Gutes um
ihretwillen; und er bekam Kleinvieh und Rinder und Esel und Knechte und Mägde
und Eselinnen und Kamele.
1Mo 12,17 Und Jehova schlug den Pharao
und sein Haus mit großen Plagen um Sarais willen, des Weibes Abrams.
1Mo 12,18 Und der Pharao ließ Abram rufen und
sprach: Was hast du mir da getan? Warum hast du mir nicht kundgetan, daß sie dein Weib ist?
1Mo 12,19 Warum hast du gesagt: Sie ist meine
Schwester, so daß ich sie mir zum Weibe nahm? Und nun
siehe, da ist dein Weib, nimm sie und gehe hin.
1Mo 12,20 Und der Pharao entbot
seinetwegen Männer, und sie geleiteten ihn und sein Weib und alles, was er
hatte.
1Mo 13,1 Und Abram zog herauf aus
Ägypten, er und sein Weib und alles, was er hatte, und Lot mit ihm, nach dem
Süden. {S.
die Anmerkung zu Kap. 12. 9}
1Mo 13,2 Und Abram war sehr reich an
Vieh, an Silber und an Gold.
1Mo 13,3 Und er ging auf seinen Zügen vom
Süden bis Bethel, bis zu dem Orte, wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen
Bethel und Ai,
1Mo 13,4 zu der Stätte des Altars, den er
zuvor daselbst gemacht hatte. Und Abram rief daselbst den Namen Jehovas an.
1Mo 13,5 Und auch Lot, der mit Abram
zog, hatte Kleinvieh und Rinder und Zelte.
1Mo 13,6 Und das Land ertrug es nicht, daß sie beisammen wohnten; denn ihre Habe war groß, und sie
konnten nicht beisammen wohnen.
1Mo 13,7 Und es gab Zank zwischen den Hirten
von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Lande.
1Mo 13,8 Da sprach Abram zu Lot: Laß doch kein Gezänk sein zwischen mir und dir und zwischen
meinen Hirten und deinen Hirten; denn wir sind Brüder!
1Mo 13,9 Ist nicht das ganze Land vor dir?
Trenne dich doch von mir! Willst du {W. Wenn} zur Linken,
so will ich mich zur Rechten wenden, und willst du {W.
Wenn} zur Rechten, so will ich mich zur Linken wenden.
1Mo 13,10 Und Lot hob seine Augen auf und sah
die ganze Ebene {Eig. Kreis, Umkreis; so auch V.12} des Jordan,
daß sie ganz bewässert war (bevor Jehova Sodom und
Gomorra zerstört hatte) gleich dem Garten Jehovas, wie das Land Ägypten, bis
nach Zoar hin.
1Mo 13,11 Und Lot erwählte sich die
ganze Ebene des Jordan, und Lot zog ostwärts; und sie trennten sich
voneinander.
1Mo 13,12 Abram wohnte im Lande Kanaan, und
Lot wohnte in den Städten der Ebene und schlug Zelte auf bis nach Sodom.
1Mo 13,13 Und die Leute von Sodom
waren böse und große Sünder vor Jehova.
1Mo 13,14 Und Jehova sprach zu Abram, nachdem
Lot sich von ihm getrennt hatte: Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem
Orte, wo du bist, gegen Norden und gegen Süden und gegen Osten und gegen
Westen!
1Mo 13,15 Denn das ganze Land, das du
siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig.
1Mo 13,16 Und ich will deinen Samen machen
wie den Staub der Erde, so daß, wenn jemand den Staub
der Erde zu zählen vermag, auch dein Same gezählt werden wird.
1Mo 13,17 Mache dich auf und durchwandle das
Land nach seiner Länge und nach seiner Breite; denn dir will ich es geben.
1Mo 13,18 Und Abram schlug Zelte auf, und kam
und wohnte unter den Terebinthen Mamres, die bei
Hebron sind; und er baute daselbst Jehova einen Altar.
1Mo 14,1 Und es geschah in den Tagen Amraphels, des Königs von Sinear, Ariochs,
des Königs von Ellasar,
Kedorlaomers, des
Königs von Elam, und Thidhals,
des Königs von Gojim, {O. der Nationen}
1Mo 14,2 daß sie Krieg
führten mit Bera, dem Könige von Sodom, und mit Birscha, dem Könige von Gomorra, Schineab,
dem Könige von Adama, und Schemeber, dem Könige von Zeboim, und mit dem Könige von Bela, das ist Zoar.
1Mo 14,3 Alle diese verbündeten sich
und kamen in das Tal Siddim, das ist das Salzmeer.
1Mo 14,4 Zwölf Jahre hatten sie Kedorlaomer gedient, und im dreizehnten Jahre empörten sie
sich.
1Mo 14,5 Und im vierzehnten Jahre
kamen Kedorlaomer und die Könige, die mit ihm waren,
und schlugen die Rephaim zu Asteroth-Karnaim
und die Susim zu Ham und
die Emim in der Ebene von Kirjathaim,
1Mo 14,6 und die Horiter auf ihrem
Gebirge Seir bis El-Paran,
das an der Wüste liegt.
1Mo 14,7 Und sie wandten sich und kamen nach
En-Mischpat, das ist Kades;
und sie schlugen das ganze Gefilde der Amalekiter und
auch die Amoriter, die zu Hazazon-Tamar wohnten.
1Mo
14,8 Und es zogen aus der König von Sodom und der König von Gomorra und der
König von Adama und der König von Zeboim und der
König von Bela, das ist Zoar; und sie stellten sich gegen sie in
Schlachtordnung auf im Tale Siddim:
1Mo 14,9 gegen Kedorlaomer,
den König von Elam, und Thidhal,
den König von Gojim, und Amraphel, den König von
Sinear, und Arioch, den König von Ellasar,
vier Könige gegen die fünf.
1Mo 14,10 Das Tal Siddim
war aber voll von Erdharzquellen; und die Könige von Sodom und Gomorra flohen
und fielen daselbst, {O. versanken darin} und die
übrigen flohen ins Gebirge.
1Mo 14,11 Und sie nahmen alle Habe von
Sodom und Gomorra und alle ihre Speise und zogen davon.
1Mo 14,12 Und sie nahmen Lot, Abrams
Bruders Sohn, und seine Habe und zogen davon; denn er wohnte in Sodom.
1Mo
14,13 Und es kam ein Entronnener und berichtete es Abram, dem
Hebräer; er wohnte aber unter den Terebinthen Mamres,
des Amoriters, des Bruders von Eskol und des Bruders
von Aner, und diese waren Abrams Bundesgenossen.
1Mo 14,14 Und als Abram hörte, daß sein Bruder gefangen weggeführt war, ließ er seine
Geübten, seine Hausgeborenen, ausrücken, 318 Mann, und jagte ihnen nach bis
Dan.
1Mo 14,15 Und er teilte sich wider sie des
Nachts, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte ihnen nach bis Hoba, das zur Linken {d.h. nördlich} von
Damaskus liegt.
1Mo 14,16 Und er brachte alle Habe zurück;
und auch Lot, seinen Bruder, und dessen Habe brachte er zurück, und auch die
Weiber und das Volk.
1Mo 14,17 Und als er zurückgekehrt war,
nachdem er Kedorlaomer und die Könige, die mit ihm
gewesen, geschlagen hatte, zog der König von Sodom aus, ihm entgegen, in das
Tal Schawe, das ist das Königstal.
1Mo 14,18 Und Melchisedek, {König
der Gerechtigkeit} König von Salem, {Friede, Wohlfahrt} brachte
Brot und Wein heraus; und er war Heiliger Gottes, {El}
des Höchsten.
1Mo 14,19 Und er segnete ihn und sprach:
Gesegnet sei Abram von Gott, {El} dem Höchsten, der Himmel und Erde
besitzt!
1Mo 14,20 Und gepriesen {S.
die Anm. zu Kap. 9,26} sei Gott, {El} der
Höchste, der deine Feinde in deine Hand geliefert hat!
Und Abram {W. und er} gab ihm den
Zehnten von allem.
1Mo 14,21 Und der König von Sodom
sprach zu Abram: Gib mir die Seelen, und die Habe nimm für dich.
1Mo 14,22 Und Abram sprach zu dem König von
Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu Jehova, zu Gott, {El}
dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt:
1Mo 14,23 Wenn vom Faden bis zum Schuhriemen,
ja, wenn ich irgend etwas nehme von dem, was dein ist
...! Auf daß du nicht sagest: Ich habe Abram reich
gemacht.
1Mo 14,24 Nichts für mich! Nur was die Knaben
{Eig. Burschen, Knappen; soauch anvielen anderen Stellen} verzehrt haben, und das Teil
der Männer, die mit mir gezogen sind: Aner, Eskol und Mamre, die mögen ihr
Teil nehmen!
1Mo 15,1 Nach diesen Dingen geschah das Wort
Jehovas zu Abram in einem Gesicht also: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir
ein Schild, dein sehr großer Lohn.
1Mo 15,2 Und Abram sprach: Herr, Jehova, was
willst du mir geben? Ich gehe ja kinderlos dahin, und der Erbe {W.
der Sohn des Besitzes} meines Hauses, das ist Elieser von Damaskus.
1Mo 15,3 Und Abram sprach: Siehe, mir hast
du keinen Samen gegeben, und siehe, der Sohn meines Hauses {d.h.
mein Hausgeborener} wird mich beerben.
1Mo 15,4 Und siehe, das Wort Jehovas geschah
zu ihm also: Nicht dieser wird dich beerben, sondern der aus deinem Leibe
hervorgehen wird, der wird dich beerben.
1Mo 15,5 Und er führte ihn hinaus und
sprach: Blicke doch gen Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst!
Und er sprach zu ihm: Also wird dein Same sein!
1Mo 15,6 Und er glaubte Jehova; und
er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
1Mo 15,7 Und er sprach zu ihm: Ich bin
Jehova, der dich herausgeführt hat aus Ur in Chaldäa, um dir dieses Land zu
geben, es zu besitzen.
1Mo 15,8 Und er sprach: Herr, Jehova,
woran soll ich erkennen, daß ich es besitzen werde?
1Mo 15,9 Da sprach er zu ihm: Hole mir eine
dreijährige Färse und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und
eine Turteltaube und eine junge Taube.
1Mo 15,10 Und er holte ihm diese alle und
zerteilte sie in der Mitte und legte die Hälfte eines jeden der anderen
gegenüber; aber das Geflügel zerteilte er nicht.
1Mo 15,11 Und die Raubvögel stürzten
auf die Äser herab; und Abram scheuchte sie hinweg.
1Mo 15,12 Und es geschah, als die Sonne
untergehen wollte, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken,
dichte Finsternis überfiel ihn.
1Mo 15,13 Und er sprach zu Abram: Gewißlich sollst du wissen, daß
dein Same ein Fremdling sein wird in einem Lande, das nicht das ihre ist; und
sie werden ihnen dienen, und sie werden sie bedrücken vierhundert Jahre.
1Mo 15,14 Aber ich werde die Nation auch
richten, welcher sie dienen werden; und danach werden sie ausziehen mit großer
Habe.
1Mo 15,15 Und du, du wirst zu deinen
Vätern eingehen in Frieden, wirst begraben werden in gutem Alter.
1Mo 15,16 Und im vierten Geschlecht werden
sie hierher zurückkehren; denn die Ungerechtigkeit der Amoriter {Die
Amoriter stehen hier und anderswo, als Hauptvolk des Landes, für alle
Kanaaniter} ist bis hierher noch nicht voll.
1Mo 15,17 Und es geschah, als die Sonne
untergegangen und dichte Finsternis geworden war, siehe da, ein rauchender Ofen
und eine Feuerflamme, die zwischen jenen Stücken hindurchfuhr. {Vergl.
Jer. 34,18. 19}
1Mo 15,18 An selbigem Tage machte Jehova
einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strome
Ägyptens bis an den großen Strom, den Strom Phrath:
1Mo 15,19 die Keniter
und die Kenisiter und die Kadmoniter
1Mo 15,20 und die Hethiter und die Perisiter und die Rephaim,
1Mo 15,21 und die Amoriter und die
Kanaaniter und die Girgasiter und die Jebusiter.
1Mo 16,1 Und Sarai, Abrams Weib,
gebar ihm nicht. Und sie hatte eine ägyptische Magd, und ihr Name war Hagar.
1Mo
16,2 Und Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, Jehova hat mich verschlossen, daß ich nicht gebäre; gehe doch ein zu meiner Magd,
vielleicht werde ich aus ihr erbaut werden. {d.i. durch sie
Nachkommen erhalten} Und Abram hörte auf die Stimme Sarais.
1Mo 16,3 Und Sarai, Abrams Weib, nahm Hagar,
die Ägypterin, ihre Magd, nach Verlauf von zehn Jahren, die Abram im Lande
Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Manne, ihm zum Weibe.
1Mo 16,4 Und er ging zu Hagar ein, und sie
ward schwanger; und als sie sah, daß sie schwanger
war, da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen.
1Mo 16,5 Und Sarai sprach zu Abram:
Das Unrecht, das mir widerfährt, fällt auf dich! Ich habe meine Magd in deinen
Schoß gegeben; und da sie sieht, daß sie schwanger
geworden ist, bin ich gering in ihren Augen. Jehova richte zwischen mir und
dir!
1Mo 16,6 Und Abram sprach zu Sarai: Siehe,
deine Magd ist in deiner Hand; tue ihr, was gut ist in deinen Augen. Und Sarai
behandelte sie hart, und sie floh von ihr hinweg.
1Mo 16,7 Und der Engel Jehovas fand
sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Wege nach Sur.
1Mo 16,8 Und er sprach: Hagar, Magd Sarais,
woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sprach: Ich fliehe hinweg von
meiner Herrin Sarai.
1Mo 16,9 Und der Engel Jehovas sprach
zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück und demütige dich unter ihre Hände.
1Mo 16,10 Und der Engel Jehovas sprach zu
ihr: Ich will sehr mehren deinen Samen, daß er nicht
gezählt werden soll vor Menge.
1Mo 16,11 Und der Engel Jehovas sprach zu
ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm
den Namen Ismael {Gott hört} geben, denn Jehova hat auf dein
Elend gehört.
1Mo 16,12 Und er, er wird ein Wildesel
von Mensch sein; seine Hand wider alle und die Hand aller wider ihn, und
angesichts aller seiner Brüder {Zugl. östlich
von allen seinen Brüdern} wird er wohnen.
1Mo 16,13 Da nannte sie Jehova, der zu
ihr redete: Du bist ein Gott, {El} der sich schauen läßt! {O.
der mich sieht; W. des
Schauens} Denn sie sprach: Habe ich
nicht auch hier geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen? {W.
nach dem
Schauen; And.
üb.: Habeich auch hier dem nachgeschaut, der mich
sieht, oder gesehen hat}
1Mo 16,14 Darum nannte man den Brunnen: Beer-Lachai-Roi; {Brunnen des
Lebendigen, der sich schauen läßt, oder der mich gesehen hat} siehe, er
ist zwischen Kades und Bered.
1Mo 16,15 Und Hagar gebar dem Abram einen
Sohn; und Abram gab seinem Sohne, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael.
1Mo 16,16 Und Abram war 86 Jahre alt,
als Hagar dem Abram Ismael gebar.
1Mo 17,1 Und Abram war 99 Jahre alt,
da erschien Jehova dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, {El}
der
Allmächtige; wandle vor meinem
Angesicht und sei vollkommen. {S. die Anmerkung zu Kap. 6,9} 1Mo
17,2 Und ich will meinen Bund setzen zwischen mir und dir und will dich sehr,
sehr mehren.
1Mo 17,3 Da fiel Abram auf sein
Angesicht, und Gott redete mit ihm und sprach:
1Mo 17,4 Ich, siehe, mein Bund ist
mit dir, und du wirst zum Vater einer Menge Nationen werden.
1Mo 17,5 Und nicht soll hinfort dein Name
Abram {erhabener Vater} heißen, sondern Abraham {Vater
einer Menge} soll dein Name sein; denn zum Vater einer Menge Nationen habe
ich dich gemacht.
1Mo 17,6 Und ich werde dich sehr, sehr
fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Könige sollen aus
dir hervorkommen.
1Mo 17,7 Und ich werde meinen Bund
errichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, nach ihren
Geschlechtern, {d.h. so viele ihrer
sein werden; so auch V.9. und 12} zu einem ewigen Bunde, um dir zum
Gott zu sein und deinem Samen nach dir.
1Mo 17,8 Und ich werde dir und deinem Samen
nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das
ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitztum, und ich werde ihr {W.
ihnen zum Gott} Gott sein.
1Mo 17,9 Und Gott sprach zu Abraham: Und du,
du sollst meinen Bund halten, du und dein Same nach dir, nach ihren
Geschlechtern.
1Mo 17,10 Dies ist mein Bund, den ihr halten
sollt zwischen mir und euch und deinem Samen nach dir: alles Männliche werde
bei euch beschnitten;
1Mo 17,11 und ihr sollt das Fleisch eurer
Vorhaut beschneiden. Und das soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und
euch.
1Mo 17,12 Und acht Tage alt soll alles
Männliche bei euch beschnitten werden nach euren Geschlechtern, der
Hausgeborene und der für Geld Erkaufte, von allen
Fremden, die nicht von deinem Samen sind;
1Mo 17,13 es soll gewißlich
beschnitten werden dein Hausgeborener und der für dein Geld Erkaufte. Und mein
Bund soll an eurem Fleische sein als ein ewiger Bund.
1Mo 17,14 Und der unbeschnittene Männliche,
der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten wird, selbige Seele soll
ausgerottet werden aus ihrem Volke; {W. aus ihren Völkern,
d.h. Volksgenossen} meinen Bund hat er gebrochen!
1Mo 17,15 Und Gott sprach zu Abraham: Sarai,
dein Weib, sollst du nicht Sarai nennen, sondern Sara {Fürstin}
soll ihr Name sein.
1Mo 17,16 Und ich werde sie segnen, und auch
von ihr gebe ich dir einen Sohn; und ich werde sie segnen, und sie wird zu
Nationen werden; Könige von Völkern sollen aus ihr kommen.
1Mo 17,17 Und Abraham fiel auf sein Angesicht
und lachte und sprach in seinem Herzen: Sollte einem Hundertjährigen geboren
werden, und sollte Sara, sollte eine Neunzigjährige gebären?
1Mo 17,18 Und Abraham sprach zu Gott:
Möchte doch Ismael vor dir leben!
1Mo 17,19 Und Gott sprach: Fürwahr,
Sara, dein Weib, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen
Isaak {H. Jizchak, auch Jischak:
Lacher} geben; und ich werde meinen Bund mit ihm errichten zu einem
ewigen Bunde für seinen Samen nach ihm.
1Mo 17,20 Und um Ismael habe ich dich erhört:
Siehe, ich habe ihn gesegnet und werde ihn fruchtbar machen und ihn sehr, sehr
mehren; zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einer großen Nation
machen.
1Mo 17,21 Aber meinen Bund werde ich mit
Isaak errichten, den Sara dir gebären wird um diese bestimmte Zeit im folgenden
Jahre. -
1Mo 17,22 Und er hörte auf mit ihm zu
reden; und Gott fuhr auf von Abraham.
1Mo 17,23 Und Abraham nahm Ismael,
seinen Sohn, und alle seine Hausgeborenen und alle mit seinem Geld Erkauften,
alles Männliche unter den Hausleuten Abrahams, und beschnitt das Fleisch ihrer
Vorhaut an diesem selbigen Tage, wie Gott zu ihm geredet hatte.
1Mo 17,24 Und Abraham war 99 Jahre
alt, als er am Fleische seiner Vorhaut beschnitten wurde.
1Mo 17,25 Und Ismael, sein Sohn, war
dreizehn Jahre alt, als er am Fleische seiner Vorhaut beschnitten wurde.
1Mo 17,26 An diesem selbigen Tage
wurde Abraham beschnitten und Ismael, sein Sohn;
1Mo 17,27 Und alle Männer seines Hauses, der
Hausgeborene und der für Geld Erkaufte, von den Fremden, wurden mit ihm
beschnitten.
1Mo 18,1 Und Jehova erschien ihm bei den
Terebinthen Mamres; und er saß an dem Eingang des
Zeltes bei der Hitze des Tages.
1Mo 18,2 Und er hob seine Augen auf und sah:
und siehe, drei Männer standen vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen
entgegen von dem Eingang des Zeltes und beugte sich nieder zur Erde;
1Mo 18,3 und er sprach: Herr, wenn ich
anders Gnade gefunden habe in deinen Augen, so gehe doch nicht an deinem
Knechte vorüber!
1Mo 18,4 Es werde doch ein wenig Wasser
geholt, und waschet eure Füße; und lagert euch {Eig. lehnet
euch nieder} unter dem Baume,
1Mo 18,5 und ich will einen Bissen Brot
holen, und stärket euer Herz; danach möget ihr weitergehen; da ihr nun einmal {O.
denn darum seid ihr} vorbeigekommen seid bei eurem Knechte. Und sie
sprachen: Tue also, wie du geredet hast.
1Mo 18,6 Da eilte Abraham ins Zelt zu
Sara und sprach: Nimm schnell drei Maß Feinmehl,
knete und mache Kuchen!
{Brotkuchen,
die in heißer Asche rasch gebacken werden konnten}
1Mo 18,7 Und Abraham lief zu den Rindern und
nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knaben; und der beeilte sich, es
zuzubereiten.
1Mo 18,8 Und er holte dicke und süße Milch
und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand
vor ihnen unter dem Baume, und sie aßen.
1Mo 18,9 Und sie sprachen zu ihm: Wo
ist Sara, dein Weib? Und er sprach: Siehe, im Zelte.
1Mo 18,10 Und er sprach: Gewißlich
werde ich übers Jahr wieder zu dir kommen, und siehe, Sara, dein Weib, wird
einen Sohn haben. Und Sara horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war.
1Mo 18,11 Und Abraham und Sara waren
alt, wohlbetagt; es hatte aufgehört, Sara zu ergehen nach der Weiber Weise.
1Mo 18,12 Und Sara lachte in ihrem Innern und
sprach: Nachdem ich alt geworden {Eig. abgewelkt} bin, sollte
ich Wollust haben? Und mein Herr ist ja alt!
1Mo 18,13 Und Jehova sprach zu Abraham: Warum
hat Sara denn gelacht und gesagt: Sollte ich auch wirklich gebären, da ich doch
alt bin?
1Mo 18,14 Ist für Jehova eine Sache zu
wunderbar? Zur bestimmten Zeit übers Jahr werde ich wieder zu dir kommen, und
Sara wird einen Sohn haben.
1Mo 18,15 Und Sara leugnete und sprach: Ich
habe nicht gelacht! denn sie fürchtete sich. Er aber sprach: Nein, sondern du
hast gelacht.
1Mo 18,16 Und die Männer erhoben sich von
dannen und blickten hin nach Sodom; und Abraham ging mit ihnen, sie zu
geleiten.
1Mo 18,17 Und Jehova sprach: Sollte
ich vor Abraham verbergen, was ich tun will?
1Mo 18,18 Wird doch Abraham gewißlich zu einer großen und mächtigen Nation werden, und
sollen doch in ihm gesegnet werden alle Nationen der Erde!
1Mo 18,19 Denn ich habe ihn erkannt, auf daß er seinen Kindern und seinem Hause nach ihm befehle, {And.
üb. Ich kenne ihn, daß er seinen Kindern...befehlen
wird} daß sie den Weg Jehovas bewahren,
Gerechtigkeit und Recht zu üben, {O. indem Sie
Gerechtigkeit und Recht üben} damit Jehova auf Abraham kommen lasse, was er über ihn
geredet hat.
1Mo 18,20 Und Jehova sprach: Weil das
Geschrei von Sodom und Gomorra groß, und weil ihre Sünde sehr schwer ist,
1Mo 18,21 so will ich doch hinabgehen und
sehen, ob sie nach ihrem Geschrei, das vor mich gekommen ist, völlig getan
haben; und wenn nicht, so will ich's wissen.
1Mo 18,22 Und die Männer wandten sich von
dannen und gingen nach Sodom; Abraham aber blieb noch vor Jehova stehen.
1Mo 18,23 Und Abraham trat hinzu und
sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Gesetzlosen wegraffen?
1Mo 18,24 Vielleicht sind fünfzig Gerechte
innerhalb der Stadt; willst du sie denn wegraffen und dem Orte nicht vergeben
um der fünfzig Gerechten willen, die darin sind?
1Mo 18,25 Fern sei es von dir, so etwas zu
tun, den Gerechten mit dem Gesetzlosen zu töten, so daß
der Gerechte sei wie der Gesetzlose; fern sei es von dir! Sollte der Richter
der ganzen Erde nicht Recht üben?
1Mo 18,26 Und Jehova sprach: Wenn ich in
Sodom, innerhalb der Stadt, fünfzig Gerechte finde, so will ich um ihretwillen
dem ganzen Orte vergeben.
1Mo 18,27 Und Abraham antwortete und sprach:
Siehe doch, ich habe mich unterwunden zu dem Herrn zu reden, und ich bin Staub
und Asche.
1Mo 18,28 Vielleicht mögen an den fünfzig
Gerechten fünf fehlen; willst du wegen der fünf die ganze Stadt verderben? Und
er sprach: Ich will sie nicht verderben, wenn ich 45 daselbst finde.
1Mo 18,29 Und er fuhr fort, weiter zu ihm zu
reden, und sprach: Vielleicht mögen vierzig daselbst gefunden werden. Und er
sprach: Ich will es nicht tun um der vierzig willen.
1Mo 18,30 Und er sprach: Möge doch der Herr
nicht zürnen, und ich will reden. Vielleicht mögen dreißig daselbst gefunden
werden. Und er sprach: Ich will es nicht tun, wenn ich dreißig daselbst finde.
1Mo 18,31 Und er sprach: Siehe doch, ich habe
mich unterwunden, zu dem Herrn zu reden; vielleicht mögen zwanzig daselbst
gefunden werden. Und er sprach: Ich will nicht verderben um der zwanzig willen.
1Mo 18,32 Und er sprach: Möge doch der Herr
nicht zürnen, und ich will nur noch diesmal reden. Vielleicht mögen zehn
daselbst gefunden werden. Und er sprach: Ich will nicht verderben um der zehn
willen.
1Mo 18,33 Und Jehova ging weg, als er
mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte zurück an seinen Ort.
1Mo 19,1 Und die beiden Engel kamen am Abend
nach Sodom; und Lot saß im Tore Sodoms. Und als Lot
sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und beugte sich nieder, mit dem
Angesicht zur Erde;
1Mo 19,2 und er sprach: Ach siehe,
meine Herren! Kehret doch ein in das Haus eures Knechtes und übernachtet und
waschet eure Füße; und ihr machet euch früh auf und gehet eures Weges. Aber sie
sprachen: Nein, sondern wir wollen auf dem Platze {der
Marktplatz am Stadttor. O. auf der Straße} übernachten.
1Mo 19,3 Und er drang sehr in sie; und sie
kehrten bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl, und
er backte ungesäuerte Kuchen, und sie aßen.
1Mo 19,4 Noch hatten sie sich nicht
niedergelegt, da umringten die Männer der Stadt, die Männer von Sodom, das
Haus, vom Jüngling bis zum Greise, das ganze Volk insgesamt.
1Mo 19,5 Und sie riefen Lot und sprachen zu
ihm: Wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns
heraus, daß wir sie erkennen!
1Mo 19,6 Und Lot trat zu ihnen hinaus
an den Eingang und schloß die Tür hinter sich zu;
1Mo 19,7 und er sprach: Tut doch
nicht übel, meine Brüder!
1Mo
19,8 Siehe doch, ich habe zwei Töchter, die keinen Mann erkannt haben; laßt mich sie doch zu euch herausbringen, und tut ihnen,
wie es gut ist in euren Augen; allein diesen Männern tut nichts, da sie nun
einmal {denn darum sindsie} unter den
Schatten meines Daches gekommen sind.
1Mo
19,9 Aber sie sprachen: Zurück da! Und sie sprachen: Der eine da ist gekommen,
als Fremdling hier zu weilen, und will den Richter machen? Nun, wir wollen dir
ärger tun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den Mann, auf Lot, und traten
herzu, die Tür zu erbrechen.
1Mo 19,10 Und die Männer streckten
ihre Hand aus und brachten Lot zu sich herein ins Haus und verschlossen die
Tür.
1Mo 19,11 Und die Männer, die am Eingang des
Hauses waren, schlugen sie mit Blindheit, vom kleinsten bis zum größten; und
sie wurden müde, den Eingang zu finden.
1Mo 19,12 Und die Männer sprachen zu Lot: Wen
du noch hier hast, einen Eidam und deine Söhne und deine Töchter und wen irgend du in der Stadt hast, führe hinaus aus diesem
Orte!
1Mo 19,13 Denn wir wollen diesen Ort
verderben, weil ihr {d.h. der Einwohner} Geschrei
groß geworden ist vor Jehova; und Jehova hat uns gesandt, die Stadt zu
verderben.
1Mo 19,14 Und Lot ging hinaus und
redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter genommen hatten, und
sprach: Machet euch auf, gehet aus diesem Orte; denn Jehova will die Stadt {W.
sie} verderben. Aber er war in den Augen seiner Schwiegersöhne wie einer, der
Scherz treibt.
1Mo 19,15 Und sowie die Morgenröte
aufging, da drangen die Engel in Lot und sprachen: Mache dich auf, nimm dein
Weib und deine zwei Töchter, die vorhanden sind, damit du nicht weggerafft
werdest in der Ungerechtigkeit {O. Strafe} der Stadt!
1Mo 19,16 Und als er zögerte,
ergriffen die Männer seine Hand und die Hand seines Weibes und die Hand seiner
zwei Töchter, weil Jehova sich seiner erbarmte, {Eig. ihn
verschonte} und führten ihn hinaus und ließen ihn außerhalb der Stadt.
1Mo 19,17 Und es geschah, als sie sie
hinausgeführt hatten ins Freie, da sprach er: Rette dich um deines Lebens
willen; sieh nicht hinter dich, und bleibe nicht stehen in der ganzen Ebene; {Eig.
in dem ganzen Kreise (des Jordan); ebenso V.25. 28. 29} rette dich
auf das Gebirge, damit du nicht weggerafft werdest!
1Mo 19,18 Und Lot sprach zu ihnen:
Nicht doch, Herr!
1Mo 19,19 Siehe doch, dein Knecht hat
Gnade gefunden in deinen Augen, und du hast deine Güte groß gemacht, die du an
mir erwiesen hast, meine Seele am Leben zu erhalten; aber ich kann mich nicht
auf das Gebirge retten, es möchte mich das Unglück erhaschen, daß ich stürbe.
1Mo 19,20 Siehe doch, diese Stadt ist nahe,
um dahin zu fliehen, und sie ist klein; laß mich doch
dahin mich retten (ist sie nicht klein?), damit meine Seele am Leben bleibe.
1Mo 19,21 Und er sprach zu ihm: Siehe, auch
in diesem Stücke habe ich dich angesehen, daß ich die
Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast.
1Mo 19,22 Eile, rette dich dorthin; denn ich
kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist. Daher hat man der Stadt den
Namen Zoar {Kleinheit} gegeben.
1Mo 19,23 Die Sonne ging auf über der
Erde, als Lot in Zoar ankam.
1Mo 19,24 Und Jehova ließ auf Sodom
und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen von Jehova aus dem Himmel;
1Mo 19,25 und er kehrte diese Städte um und
die ganze Ebene und alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Erdbodens.
1Mo 19,26 Und sein Weib sah sich
hinter ihm um und ward zu einer Salzsäule.
1Mo 19,27 Und Abraham machte sich des
Morgens früh auf an den Ort, wo er vor Jehova gestanden hatte;
1Mo 19,28 Und er blickte hin nach Sodom und
Gomorra und nach dem ganzen Lande der Ebene; und er sah: und siehe, ein Rauch
stieg auf von der Erde, {O. vom Lande} wie der
Rauch eines Schmelzofens.
1Mo 19,29 Und es geschah, als Gott die Städte
der Ebene verderbte, da gedachte Gott des Abraham und entsandte Lot mitten aus
der Umkehrung, als er die Städte umkehrte, in welchen Lot gewohnt hatte.
1Mo 19,30 Und Lot zog hinauf von Zoar und
wohnte im Gebirge, und seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich, in
Zoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Höhle, er und seine beiden Töchter.
1Mo 19,31 Und die Erstgeborene sprach zu der
Jüngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist im Lande, um zu uns einzugehen
nach der Weise aller Welt.
1Mo 19,32 Komm, laß
uns unserem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von
unserem Vater Samen am Leben erhalten. {O. ins Leben rufen}
1Mo 19,33 Und sie gaben ihrem Vater Wein zu
trinken in selbiger Nacht, und die Erstgeborene ging hinein und lag bei ihrem
Vater; und er wußte weder um ihr Niederlegen noch um
ihr Aufstehen.
1Mo 19,34 Und es geschah am Morgen, da sprach
die Erstgeborene zu der Jüngeren: Siehe, ich habe gestern Nacht bei meinem
Vater gelegen; laß uns ihm auch diese Nacht Wein zu
trinken geben, und gehe hinein, liege bei ihm, damit wir von unserem Vater
Samen am Leben erhalten. {O. ins Leben rufen}
1Mo 19,35 Und sie gaben auch in selbiger
Nacht ihrem Vater Wein zu trinken, und die Jüngere stand auf und lag bei ihm;
und er wußte weder um ihr Niederlegen noch um ihr
Aufstehen.
1Mo 19,36 Und die beiden Töchter Lots
wurden schwanger von ihrem Vater.
1Mo 19,37 Und die Erstgeborene gebar einen
Sohn, und sie gab ihm den Namen Moab; {d.h. vom Vater} dieser ist
der Vater der Moabiter {W. Moabs} bis auf diesen Tag.
1Mo 19,38 Und die Jüngere, auch sie gebar
einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ben Ammi; {Sohn
meines Volkes} dieser ist der Vater der Kinder Ammon bis auf diesen Tag.
1Mo 20,1 Und Abraham brach auf von dannen
nach dem Lande des Südens und wohnte zwischen Kades
und Sur; und er hielt sich auf zu Gerar.
1Mo 20,2 Und Abraham sagte von Sara,
seinem Weibe: Sie ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, {Abimelech
war ein gemeinschaftlicher Titel aller Könige der Philister} der König
von Gerar, und ließ Sara holen. {W.
nahm Sara}
1Mo 20,3 Und Gott kam zu Abimelech in einem
Traume der Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen des Weibes, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib.
1Mo 20,4 Abimelech aber hatte sich
ihr nicht genaht; und er sprach: Herr, willst du auch eine gerechte Nation
töten?
1Mo 20,5 Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist
meine Schwester? Und auch sie selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In
Lauterkeit meines Herzens und in Unschuld meiner Hände habe ich dies getan.
1Mo
20,6 Und Gott sprach zu ihm im Traume: Auch ich weiß, daß
du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast, und so habe ich dich auch
davon abgehalten, gegen mich zu sündigen; darum habe ich dir nicht gestattet,
sie zu berühren.
1Mo
20,7 Und nun gib das Weib des Mannes zurück; denn er ist ein Prophet und wird
für dich bitten, und du wirst am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht
zurückgibst, so wisse, daß du gewißlich
sterben wirst, du und alles, was dein ist!
1Mo 20,8 Und Abimelech stand des Morgens
früh auf und rief alle seine Knechte und redete alle diese Worte vor ihren
Ohren; und die Männer fürchteten sich sehr.
1Mo
20,9 Und Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: Was hast du uns angetan!
Und was habe ich wider dich gesündigt, daß du über
mich und über mein Reich eine große Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht getan
werden sollten, hast du mir angetan.
1Mo 20,10 Und Abimelech sprach zu
Abraham: Was hast du beabsichtigt, daß du dies getan
hast?
1Mo 20,11 Und Abraham sprach: Weil ich mir
sagte: Gewiß ist keine {O. Es ist gar
keine} Gottesfurcht an diesem Orte, und sie werden mich töten um
meines Weibes willen.
1Mo 20,12 Auch ist sie wahrhaftig meine
Schwester, die Tochter meines Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter; und
sie ist mein Weib geworden.
1Mo 20,13 Und es geschah, als Gott mich
wandern ließ aus meines Vaters Hause, da sprach ich zu ihr: Dies sei deine
Güte, die du mir erweisen mögest; an jedem Orte, wohin wir kommen werden, sage
von mir: Er ist mein Bruder.
1Mo 20,14 Da nahm Abimelech Kleinvieh und
Rinder und Knechte und Mägde und gab sie dem Abraham; und er gab ihm Sara, sein
Weib, zurück.
1Mo 20,15 Und Abimelech sprach: Siehe,
mein Land ist vor dir; wohne, wo es gut ist in deinen Augen.
1Mo 20,16 Und zu Sara sprach er:
Siehe, ich habe deinem Bruder tausend Silbersekel gegeben; siehe, das sei dir
eine Augendecke vor allen, die bei dir sind, und in Bezug auf alles ist die
Sache rechtlich geschlichtet. {O. Es ist dir recht geschehen; O. und so
bist du vor allen gerechtfertigt. And.üb.: ...und bei
allen. Sowurde sie gestraft}
1Mo 20,17 Und Abraham betete zu Gott; und
Gott heilte Abimelech und sein Weib und seine Mägde, so daß
sie gebaren.
1Mo 20,18 Denn Jehova hatte um Saras, des
Weibes Abrahams, willen jeden Mutterleib im Hause Abimelechs gänzlich
verschlossen.
1Mo 21,1 Und Jehova suchte Sara heim,
wie er gesagt hatte, und Jehova tat der Sara, wie er geredet hatte.
1Mo 21,2 Und Sara wurde schwanger und gebar
dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, von welcher
Gott ihm gesagt hatte.
1Mo 21,3 Und Abraham gab seinem
Sohne, der ihm geboren worden, welchen Sara ihm gebar, den Namen Isaak.
1Mo 21,4 Und Abraham beschnitt Isaak,
seinen Sohn, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte.
1Mo 21,5 Und Abraham war hundert
Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde.
1Mo 21,6 Und Sara sprach: Gott hat mir ein
Lachen bereitet; {Siehedie Anmerkung
zu Kap. 17,19} jeder, der es hört, wird mit mir lachen. {Eig.
mir lachen, zulachen}
1Mo 21,7 Und sie sprach: Wer hätte Abraham
gesagt: Sara säugt Söhne! Denn ich habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.
1Mo 21,8 Und das Kind wuchs und ward
entwöhnt; und Abraham machte ein großes Mahl an dem Tage, da Isaak entwöhnt
wurde.
1Mo 21,9 Und Sara sah den Sohn
Hagars, der Ägypterin, den sie dem Abraham geboren hatte, spotten. {O.
lachen}
1Mo 21,10 Und sie sprach zu Abraham: Treibe
diese Magd und ihren Sohn hinaus; denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben
mit meinem Sohne, mit Isaak!
1Mo 21,11 Und die Sache war sehr übel
in den Augen Abrahams um seines Sohnes willen.
1Mo 21,12 Aber Gott sprach zu Abraham: Laß es nicht übel sein in deinen Augen wegen des Knaben und
wegen deiner Magd; was immer Sara zu dir sagt, höre auf ihre Stimme; denn in
Isaak soll dir ein Same genannt werden.
1Mo 21,13 Doch auch den Sohn der Magd
werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Same ist.
1Mo
21,14 Und Abraham stand des Morgens früh auf, und er nahm Brot und
einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, indem er es auf ihre Schulter
legte; und er gab ihr den Knaben und entließ sie. Und sie ging hin und irrte
umher in der Wüste von Beerseba.
1Mo 21,15 Und als das Wasser im
Schlauche ausging, da warf sie das Kind unter einen der Sträucher;
1Mo 21,16 und sie ging hin und setzte sich
gegenüber, einen Bogenschuß weit, denn sie sprach: Daß ich das Sterben des Kindes nicht ansehe! Und sie setzte
sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
1Mo 21,17 Und Gott hörte die Stimme des
Knaben. Und der Engel Gottes rief der Hagar vom Himmel zu und sprach zu ihr:
Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht! Denn Gott hat auf die Stimme des Knaben
gehört, da, wo er ist;
1Mo 21,18 stehe auf, nimm den Knaben und
fasse ihn mit deiner Hand, denn ich will ihn zu einer großen Nation machen.
1Mo 21,19 Und Gott öffnete ihre Augen, und
sie sah einen Wasserbrunnen; und sie ging hin und füllte den Schlauch mit
Wasser und tränkte den Knaben.
1Mo 21,20 Und Gott war mit dem Knaben, und er
wuchs heran; und er wohnte in der Wüste und wurde ein Bogenschütze.
1Mo 21,21 Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm ein Weib aus dem Lande
Ägypten.
1Mo 21,22 Und es geschah zu selbiger Zeit, da
sprach Abimelech und Pikol, sein Heeroberster, zu
Abraham und sagte: Gott ist mit dir in allem, was du tust.
1Mo 21,23 So schwöre mir nun hier bei
Gott, daß du weder an mir noch an meinem Sohne noch
an meinem Enkel {W. noch an meinem Sproß,
noch anmeinem Schoß} trüglich handeln wirst! Nach
der Güte, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an dem Lande, in
welchem du dich aufhältst.
1Mo 21,24 Und Abraham sprach: Ich will
schwören.
1Mo 21,25 Und Abraham stellte Abimelech zur
Rede wegen eines Wasserbrunnens, den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen
hatten.
1Mo 21,26 Und Abimelech sprach: Ich weiß
nicht, wer das getan hat; weder hast du es mir berichtet, noch habe ich davon
gehört außer heute.
1Mo 21,27 Da nahm Abraham Kleinvieh
und Rinder und gab sie Abimelech, und sie schlossen beide einen Bund.
1Mo 21,28 Und Abraham stellte sieben
junge Schafe der Herde besonders.
1Mo 21,29 Und Abimelech sprach zu
Abraham: Was sollen diese sieben jungen Schafe, die du besonders gestellt hast?
1Mo 21,30 Und er sprach: Die sieben jungen
Schafe sollst du von meiner Hand annehmen, damit es mir zum Zeugnis sei, daß ich diesen Brunnen gegraben habe.
1Mo 21,31 Daher nannte man diesen Ort Beerseba, {Eides-Brunnen} weil sie
beide daselbst geschworen hatten.
1Mo 21,32 So schlossen sie einen Bund zu Beerseba. Und Abimelech machte sich auf und Pikol, sein Heeroberster, und sie kehrten in das Land der
Philister zurück. -
1Mo 21,33 Und Abraham {W.
er} pflanzte eine Tamariske zu Beerseba und rief
daselbst den Namen Jehovas, des ewigen Gottes, {El} an.
1Mo 21,34 Und Abraham hielt sich eine
lange Zeit auf im Lande der Philister.
1Mo 22,1 Und es geschah nach diesen Dingen, daß Gott den Abraham versuchte; und er sprach zu ihm:
Abraham! Und er sprach: Hier bin ich!
1Mo 22,2 Und er sprach: Nimm deinen Sohn,
deinen einzigen, den du lieb hast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn daselbst als Brandopfer auf einem
der Berge, den ich dir sagen werde.
1Mo 22,3 Und Abraham stand des Morgens früh
auf und sattelte seinen Esel und nahm mit sich zwei von seinen Knaben und
Isaak, seinen Sohn; und er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und
zog hin an den Ort, den Gott ihm gesagt hatte.
1Mo 22,4 Am dritten Tage, da erhob
Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne.
1Mo 22,5 Und Abraham sprach zu seinen
Knaben: Bleibet ihr hier mit dem Esel; ich aber und der Knabe wollen bis
dorthin gehen und anbeten und dann zu euch zurückkehren.
1Mo 22,6 Und Abraham nahm das Holz des
Brandopfers und legte es auf Isaak, seinen Sohn; und in seine Hand nahm er das
Feuer und das Messer; und sie gingen beide miteinander.
1Mo 22,7 Und Isaak sprach zu seinem Vater
Abraham und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und er
sprach: Siehe, das Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?
1Mo 22,8 Und Abraham sprach: Gott wird sich
ersehen das Schaf zum Brandopfer, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander.
1Mo 22,9 Und sie kamen an den Ort, von dem
Gott ihm gesagt hatte; und Abraham baute daselbst den Altar und schichtete das
Holz; und er band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das
Holz.
1Mo 22,10 Und Abraham streckte seine
Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten.
1Mo 22,11 Da rief ihm der Engel
Jehovas vom Himmel zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sprach: Hier bin
ich!
1Mo 22,12 Und er sprach: Strecke deine Hand
nicht aus nach dem Knaben, und tue ihm gar nichts! Denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest und deinen Sohn, deinen einzigen, mir
nicht vorenthalten hast.
1Mo 22,13 Und Abraham erhob seine Augen und
sah, und siehe, da war ein Widder dahinten im Dickicht festgehalten durch seine
Hörner; und Abraham ging hin und nahm den Widder und opferte ihn als Brandopfer
an seines Sohnes
Statt.
1Mo 22,14 Und Abraham gab diesem Orte den
Namen: Jehova wird ersehen; {H. Jahve-jireh}
daher heutigen Tages gesagt wird: Auf dem Berge Jehovas wird ersehen
werden.
1Mo 22,15 Und der Engel Jehovas rief
Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu
1Mo 22,16 und sprach: Ich schwöre bei mir
selbst, spricht Jehova, {Eig. ist der Spruch Jehovas} daß, weil du dieses getan und deinen Sohn, deinen
einzigen, mir nicht vorenthalten hast,
1Mo 22,17 ich dich reichlich segnen und
deinen Samen sehr mehren werde, wie die Sterne des Himmels und wie der Sand,
der am Ufer des Meeres ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde;
1Mo 22,18 und in deinem Samen werden sich
segnen {O. gesegnet werden} alle
Nationen der Erde: darum, daß du meiner Stimme
gehorcht hast.
1Mo 22,19 Und Abraham kehrte zu seinen Knaben
zurück, und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerseba;
und Abraham wohnte zu Beerseba.
1Mo 22,20 Und es geschah nach diesen Dingen,
da wurde dem Abraham berichtet: Siehe, Milka, auch sie hat deinem Bruder Nahor Söhne geboren:
1Mo
22,21 Uz, seinen Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, den Vater Arams, 1Mo 22,22 und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaph und Bethuel.
1Mo 22,23 (Und Bethuel
zeugte Rebekka.) Diese acht gebar Milka dem Nahor,
dem Bruder Abrahams.
1Mo 22,24 Und sein Kebsweib, namens Reuma, auch sie gebar Tebach und Gacham und Tachasch und Maaka.
1Mo 23,1 Und das Leben Saras war 127
Jahre; das waren die Lebensjahre Saras.
1Mo 23,2 Und Sara starb zu Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. Und Abraham
kam, um über Sara zu klagen und sie zu beweinen.
1Mo 23,3 Und Abraham erhob sich weg
von seiner Toten und redete zu den Kindern Heth und sprach:
1Mo 23,4 Ich bin ein Fremdling und Beisasse
bei euch; gebet mir ein Erbbegräbnis {Eig. ein
Grabeigentum} bei euch, daß ich meine Tote
begrabe vor meinem Angesicht hinweg.
1Mo 23,5 Und die Kinder Heth
antworteten dem Abraham und sprachen zu ihm:
1Mo 23,6 Höre uns, mein Herr! Du bist ein
Fürst Gottes unter uns, begrabe deine Tote in dem auserlesensten unserer
Gräber; keiner von uns wird dir sein Grab verwehren, um deine Tote zu begraben.
1Mo 23,7 Da stand Abraham auf und
verneigte sich vor dem Volke des Landes, vor den Kindern Heth,
1Mo 23,8 und redete mit ihnen und sprach:
Wenn es euer Wille ist, daß ich meine Tote begrabe
vor meinem Angesicht hinweg, so höret mich und leget Fürsprache für mich ein
bei Ephron, dem Sohne Zohars,
1Mo 23,9 daß er mir die
Höhle von Machpela gebe, die ihm gehört, die am Ende
seines Feldes ist; um das volle Geld gebe er sie mir zu einem Erbbegräbnis in
eurer Mitte.
1Mo 23,10 Ephron aber saß {O.
wohnte} inmitten der Kinder Heth; und Ephron, der Hethiter,
antwortete dem Abraham vor den Ohren der Kinder Heth, vor allen, die zum Tore
seiner Stadt eingingen, und sprach:
1Mo 23,11 Nein, mein Herr, höre mich! Das
Feld gebe ich dir; und die Höhle, die darin ist, dir gebe ich sie; vor den
Augen der Kinder meines Volkes gebe ich sie dir; begrabe deine Tote.
1Mo 23,12 Da verneigte sich Abraham
vor dem Volke des Landes;
1Mo
23,13 und er redete zu Ephron vor den Ohren des Volkes des Landes
und sprach: Doch, wenn du nur auf mich hören wolltest! Ich gebe den Preis {W.
das Geld} des Feldes, nimm ihn von mir; und ich will meine Tote
daselbst begraben.
1Mo 23,14 Und Ephron antwortete dem
Abraham und sprach zu ihm:
1Mo 23,15 Mein Herr, höre mich! Ein Land von
vierhundert Sekel Silber, was ist das zwischen mir und dir? So begrabe deine
Tote.
1Mo 23,16 Und Abraham hörte auf Ephron; und
Abraham wog dem Ephron das Geld dar, wovon er vor den Ohren der Kinder Heth
geredet hatte, vierhundert Sekel Silber, gangbar beim Kaufmann.
1Mo 23,17 So wurde das Feld Ephrons, welches
bei Machpela, vor {d.h. östlich von} Mamre, lag, das Feld und die Höhle, die darin war, und alle
Bäume, die auf dem Felde innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum standen,
1Mo 23,18 dem Abraham zum Besitztum bestätigt
vor den Augen der Kinder Heth, vor allen, die zum Tore seiner Stadt eingingen.
1Mo 23,19 Und danach begrub Abraham Sara,
sein Weib, in der Höhle des Feldes von Machpela, vor Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.
1Mo 23,20 So wurde das Feld und die Höhle,
welche darin war, dem Abraham zum Erbbegräbnis bestätigt von
seiten der Kinder Heth.
1Mo 24,1 Und Abraham war alt,
wohlbetagt, und Jehova hatte Abraham gesegnet in allem.
1Mo 24,2 Und Abraham sprach zu seinem
Knechte, dem ältesten seines Hauses, der alles verwaltete, was er hatte:
Lege doch deine Hand unter meine Hüfte, {O.
Lende}
1Mo 24,3 und ich werde dich schwören lassen
bei Jehova, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, daß
du meinem Sohne nicht ein Weib nehmen wirst von den Töchtern der Kanaaniter, in
deren Mitte ich wohne;
1Mo 24,4 sondern in mein Land und zu meiner
Verwandtschaft sollst du gehen und ein Weib nehmen meinem Sohne, dem Isaak.
1Mo 24,5 Und der Knecht sprach zu ihm:
Vielleicht wird das Weib mir nicht in dieses Land folgen wollen; soll ich dann
deinen Sohn in das Land zurückbringen, aus welchem du weggezogen bist?
1Mo 24,6 Da sprach Abraham zu ihm:
Hüte dich, daß du meinen Sohn nicht dorthin
zurückbringest!
1Mo 24,7 Jehova, der Gott des
Himmels, der mich aus dem Hause meines Vaters und aus dem Lande meiner
Verwandtschaft {O. Geburt; wieKap. 11,26} genommen und der zu mir geredet und
der mir also geschworen hat: Deinem Samen will ich dieses Land geben! der wird
seinen Engel vor dir hersenden, daß
du meinem Sohne von dannen ein Weib nehmest.
1Mo 24,8 Wenn aber das Weib dir nicht folgen
will, so bist du dieses meines Eides ledig; nur sollst du meinen Sohn nicht
dorthin zurückbringen.
1Mo 24,9 Und der Knecht legte seine Hand
unter die Hüfte Abrahams, seines Herrn, und schwur ihm über dieser Sache.
1Mo 24,10 Und der Knecht nahm zehn
Kamele von den Kamelen seines Herrn, und zog hin; und allerlei Gut seines
Herrn hatte er bei sich. Und er machte sich auf und
zog nach Mesopotamien, {H. Aramder
zwei Flüsse} nach der Stadt Nahors.
1Mo 24,11 Und er ließ die Kamele draußen vor
der Stadt niederknien beim Wasserbrunnen, zur Abendzeit, zur Zeit, da die
Schöpferinnen herauskommen.
1Mo 24,12 Und er sprach: Jehova, Gott meines
Herrn Abraham, laß es mir doch heute begegnen, und
erweise Güte an meinem Herrn Abraham!
1Mo 24,13 Siehe, ich stehe bei der
Wasserquelle, und die Töchter der Leute der Stadt kommen heraus, um Wasser zu
schöpfen;
1Mo 24,14 möge es nun
geschehen, daß das Mädchen, zu dem ich sagen werde:
Neige doch deinen Krug, daß ich trinke und welches
sagen wird: Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken, diejenige sei,
welche du für deinen Knecht, für Isaak, bestimmt hast; und daran werde ich
erkennen, daß du Güte an meinem Herrn erwiesen hast.
1Mo 24,15 Und es geschah, er hatte
noch nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka {H. Rivka: die
Fesselnde, Anziehende} heraus, die dem Bethuel
geboren worden, dem Sohne der Milka, des Weibes Nahors,
des Bruders Abrahams, mit ihrem Kruge auf ihrer Schulter.
1Mo 24,16 Und das Mädchen war sehr schön von
Ansehen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt; und sie stieg zur
Quelle hinab und füllte ihren Krug und stieg wieder herauf.
1Mo 24,17 Und der Knecht lief ihr
entgegen und sprach: Laß mich doch ein wenig Wasser
aus deinem Kruge schlürfen.
1Mo 24,18 Und sie sprach: Trinke, mein Herr.
Und eilends ließ sie ihren Krug auf ihre Hand hernieder und gab ihm zu trinken.
1Mo 24,19 Und als sie ihm genug zu trinken
gegeben hatte, sprach sie: Ich will auch für deine Kamele schöpfen, bis sie
genug getrunken haben.
1Mo 24,20 Und sie eilte und goß ihren Krug aus in die Tränke und lief abermals zum
Brunnen, um zu schöpfen; und sie schöpfte für alle seine Kamele.
1Mo 24,21 Und der Mann sah ihr staunend zu
und schwieg, um zu erkennen, ob Jehova zu seiner Reise Glück gegeben habe oder
nicht.
1Mo 24,22 Und es geschah, als die
Kamele genug getrunken hatten, da nahm der Mann einen goldenen Ring, {Eig.
Nasenring; siehe auch V.47} ein halber
Sekel sein Gewicht, und zwei Spangen für ihre Arme, {Eig.
Hände, d.i. Handgelenke} zehn Sekel Gold ihr Gewicht;
1Mo 24,23 und er sprach: Wessen Tochter bist
du? Sage mir's doch an. Ist im Hause deines Vaters
Raum für uns zu herbergen?
1Mo 24,24 Und sie sprach zu ihm: Ich
bin die Tochter Bethuels, des Sohnes der Milka, den
sie dem Nahor geboren hat.
1Mo 24,25 Und sie sprach zu ihm:
Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in Menge, auch Raum zu herbergen.
1Mo 24,26 Da verneigte sich der Mann
und warf sich nieder vor Jehova
1Mo 24,27 und sprach: Gepriesen {S.
die Anmerkung zu Kap. 9,26} sei Jehova, der Gott meines Herrn Abraham, der von
seiner Güte und seiner Wahrheit nicht abgelassen hat gegen meinen Herrn! Mich
hat Jehova geleitet auf den Weg {And. üb.: Während ich
auf dem Weg war, hat Jehovamich geleitet zum} zum Hause
der Brüder meines Herrn.
1Mo 24,28 Und das Mädchen lief und
berichtete diese Dinge dem Hause ihrer Mutter.
1Mo 24,29 Und Rebekka hatte einen
Bruder, sein Name war Laban; und Laban lief zu dem Manne hinaus zur Quelle.
1Mo
24,30 Und es geschah, als er den Ring sah und die Spangen an den
Armen seiner Schwester, und als er die Worte seiner Schwester Rebekka hörte,
welche sagte: Also hat der Mann zu mir geredet, da kam er zu dem Manne; und
siehe, er stand bei den Kamelen, an der Quelle.
1Mo 24,31 Und er sprach: Komm herein,
Gesegneter Jehovas! Warum stehst du draußen? Denn ich habe das Haus aufgeräumt,
und Raum ist für die Kamele.
1Mo 24,32 Und der Mann kam in das Haus; und
man sattelte die Kamele ab und gab den Kamelen Stroh und Futter, und Wasser, um
seine Füße zu waschen und die Füße der Männer, die bei ihm waren.
1Mo 24,33 Und es wurde ihm zu essen
vorgesetzt; aber er sprach: Ich will nicht essen, bis ich meine Worte geredet
habe. Und er sprach: Rede!
1Mo 24,34 Da sprach er: Ich bin
Abrahams Knecht;
1Mo 24,35 und Jehova hat meinen Herrn sehr
gesegnet, so daß er groß geworden ist; und er hat ihm
Kleinvieh gegeben und Rinder, und Silber und Gold, und Knechte und Mägde, und
Kamele und Esel.
1Mo 24,36 Und Sara, das Weib meines Herrn,
hat meinem Herrn einen Sohn geboren, nachdem sie alt geworden war; und er hat
ihm alles gegeben, was er hat.
1Mo 24,37 Und mein Herr hat mich schwören
lassen und gesagt: Du sollst meinem Sohne nicht ein Weib nehmen von den
Töchtern der Kanaaniter, in deren Lande ich wohne;
1Mo 24,38 sondern zu dem Hause meines Vaters
und zu meinem Geschlecht sollst du gehen und meinem Sohne ein Weib nehmen!
1Mo 24,39 Und ich sprach zu meinem
Herrn: Vielleicht wird das Weib mir nicht folgen.
1Mo
24,40 Da sprach er zu mir: Jehova, vor dessen Angesicht ich
gewandelt habe, wird seinen Engel mit dir senden und Glück zu deiner Reise
geben, daß du meinem Sohne ein Weib nehmest aus
meinem Geschlecht und aus dem Hause meines Vaters.
1Mo 24,41 Wenn du zu meinem Geschlecht
kommst, dann sollst du meines Eides ledig sein; und wenn sie sie dir nicht
geben, so bist du meines Eides ledig.
1Mo 24,42 So kam ich heute zu der Quelle und
sprach: Jehova, Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch Glück geben wolltest zu
meinem Wege, auf dem ich gehe!
1Mo 24,43 Siehe, ich stehe bei der
Wasserquelle; möge es nun geschehen, daß die
Jungfrau, die herauskommt, um zu schöpfen, und zu der ich sagen werde: Gib mir
doch ein wenig Wasser aus deinem Kruge zu trinken! -
1Mo 24,44 und welche zu mir sagen wird:
Trinke du, und auch für deine Kamele will ich schöpfen, daß
sie das Weib sei, welches Jehova für den Sohn meines Herrn bestimmt hat.
1Mo 24,45 Ich hatte in meinem Herzen noch
nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka heraus mit ihrem Kruge auf ihrer
Schulter; und sie stieg zur Quelle hinab und schöpfte. Da sprach ich zu ihr:
Gib mir doch zu trinken!
1Mo 24,46 Und eilends ließ sie ihren Krug von
ihrer Schulter {W. von auf sich} hernieder
und sprach: Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken. Und ich trank, und
sie tränkte auch die Kamele.
1Mo 24,47 Und ich fragte sie und
sprach: Wessen Tochter bist du? Und sie sprach: Die Tochter Bethuels,
des Sohnes
Nahors, den Milka
ihm geboren hat. Und ich legte den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre
Arme;
1Mo 24,48 und ich verneigte mich und
warf mich nieder vor Jehova; und ich pries Jehova, den Gott meines Herrn
Abraham, der mich den rechten Weg geleitet hat, um die Tochter des Bruders
meines Herrn für seinen Sohn zu nehmen.
1Mo 24,49 Und nun, wenn ihr Güte und Treue an
meinem Herrn erweisen wollt, so tut es mir kund; und wenn nicht, so tut es mir
kund, und ich werde mich zur Rechten oder zur Linken wenden.
1Mo 24,50 Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Von Jehova ist die Sache ausgegangen;
wir können dir nichts sagen, weder Böses noch Gutes.
1Mo 24,51 Siehe, Rebekka ist vor dir: nimm
sie und ziehe hin; und sie sei das Weib des Sohnes deines Herrn, wie Jehova
geredet hat.
1Mo 24,52 Und es geschah, als Abrahams
Knecht ihre Worte hörte, da beugte er sich zur Erde nieder vor Jehova.
1Mo 24,53 Und der Knecht zog hervor silbernes
Geschmeide und goldenes Geschmeide und Kleider und gab sie der Rebekka; und
Kostbarkeiten gab er ihrem Bruder und ihrer Mutter.
1Mo 24,54 Und sie aßen und tranken, er und
die Männer, die bei ihm waren, und übernachteten. Und des Morgens standen sie
auf, und er sprach: Entlasset mich zu meinem Herrn!
1Mo 24,55 Da sprachen ihr Bruder und ihre
Mutter: Laß das Mädchen einige Tage oder zehn bei uns
bleiben, danach magst du {O. mag sie} ziehen.
1Mo 24,56 Er aber sprach zu ihnen: Haltet
mich nicht auf, da Jehova Glück gegeben hat zu meiner Reise; entlasset mich, daß ich zu meinem Herrn ziehe!
1Mo 24,57 Und sie sprachen: Laßt uns das Mädchen rufen und ihren Mund befragen.
1Mo 24,58 Und sie riefen Rebekka und sprachen
zu ihr: Willst du mit diesem Manne gehen? Und sie antwortete: Ich will gehen.
1Mo 24,59 Und sie entließen ihre
Schwester Rebekka mit ihrer Amme und den Knecht Abrahams und seine Männer.
1Mo 24,60 Und sie segneten Rebekka und
sprachen zu ihr: Du, unsere Schwester, werde zu tausendmal
Zehntausenden, und dein Same besitze das Tor seiner
Feinde! {W. Hasser}
1Mo 24,61 Und Rebekka machte sich auf mit
ihren Mägden, und sie bestiegen die Kamele und folgten dem Manne; und der
Knecht nahm Rebekka und zog hin.
1Mo 24,62 Isaak aber war von einem Gange nach
dem Brunnen Lachai-Roi {Siehedie Anmerkung zu Kap. 16,14} gekommen;
er wohnte nämlich im Lande des Südens.
1Mo 24,63 Und Isaak ging aus, um auf dem
Felde zu sinnen beim Anbruch des Abends; und er hob seine Augen auf und sah,
und siehe, Kamele kamen.
1Mo 24,64 Und Rebekka hob ihre Augen auf und
sah Isaak; und sie warf sich vom Kamele herab und sprach zu dem Knechte:
1Mo 24,65 Wer ist der Mann, der uns da
auf dem Felde entgegenwandelt? Und der Knecht sprach: Das ist mein Herr.
Da nahm sie den Schleier {ein
Überwurf, den man über den Kopf zog} und verhüllte sich.
1Mo 24,66 Und der Knecht erzählte
Isaak all die Dinge, die er ausgerichtet hatte.
1Mo 24,67 Und Isaak führte sie in das Zelt
seiner Mutter Sara, und er nahm Rebekka, und sie wurde sein Weib, und er hatte
sie lieb. Und Isaak tröstete sich nach dem Tode seiner Mutter.
1Mo 25,1 Und Abraham nahm wieder ein
Weib, mit Namen Ketura.
1Mo 25,2 Und sie gebar ihm Simran und Jokschan und Medan und
Midian und Jischbak und Schuach.
1Mo 25,3 Und Jokschan
zeugte Scheba und Dedan;
und die Söhne Dedans waren die Assurim
und Letuschim und Leummim.
1Mo 25,4 Und die Söhne Midians: Epha und Epher und Hanok und Abida und Eldaba. Diese alle waren Söhne der Ketura.
-
1Mo 25,5 Und Abraham gab dem Isaak
alles, was er hatte.
1Mo 25,6 Und den Söhnen der Kebsweiber, {Vergl.
1. Chron. 1,32} die Abraham hatte, gab Abraham Geschenke; und er ließ sie,
während er noch lebte, von seinem Sohne Isaak wegziehen nach Osten, in das Land
des Ostens. -
1Mo 25,7 Und dies sind die Tage der
Lebensjahre Abrahams, die er gelebt hat: 175 Jahre.
1Mo 25,8 Und Abraham verschied und starb in
gutem Alter, alt und der Tage satt, und wurde versammelt zu seinen Völkern.
1Mo 25,9 Und seine Söhne Isaak und Ismael
begruben ihn in der Höhle von Machpela, auf dem Felde
Ephrons, des Sohnes Zohars, des Hethiters, das vor Mamre
liegt,
1Mo 25,10 dem Felde, welches Abraham von den
Kindern Heth gekauft hatte; dort wurden Abraham und sein Weib Sara begraben.
1Mo 25,11 Und es geschah nach dem Tode
Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen Sohn; und Isaak wohnte bei dem Brunnen Lachai-Roi.
1Mo 25,12 Und dies sind die Geschlechter
Ismaels, des Sohnes Abrahams, den Hagar, die Ägypterin, die Magd Saras, dem
Abraham geboren hat;
1Mo 25,13 und dies sind die Namen der Söhne
Ismaels mit ihren Namen, nach ihren Geschlechtern: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajoth, und Kedar und Adbeel und Mibsam
1Mo 25,14 und Mischma
und Duma und Massa,
1Mo 25,15 Hadad und Tema, Jetur, Naphisch und Kedma.
1Mo 25,16 Das sind die Söhne Ismaels, und das
ihre Namen in ihren Gehöften und in ihren Zeltlagern; zwölf Fürsten nach ihren
Stämmen.
1Mo 25,17 Und dies sind die Lebensjahre
Ismaels: 137 Jahre; und er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen
Völkern.
1Mo 25,18 Und sie wohnten von Hawila {am persischen Meerbusen} bis Sur, das vor {d.i. östlich von} Ägypten
liegt, nach Assyrien hin. Er ließ sich nieder angesichts {S.
die Anm. zu Kap. 16,12} aller seiner Brüder.
1Mo 25,19 Und dies sind die
Geschlechter Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak.
1Mo 25,20 Und Isaak war vierzig Jahre
alt, als er sich Rebekka zum Weibe nahm, die Tochter Bethuels,
des Aramäers aus Paddan-Aram, {d.i.
das Flachland Arams vergl. Hos. 12,13); ein Teilvon
Mesopotamien} die Schwester Labans, des Aramäers.
1Mo 25,21 Und Isaak bat Jehova für sein Weib,
denn sie war unfruchtbar; und Jehova ließ sich von ihm erbitten, und Rebekka,
sein Weib, wurde schwanger.
1Mo 25,22 Und die Kinder stießen sich in ihr;
und sie sprach: Wenn es so steht, warum bin ich dies? {O.
da} Und sie ging hin, Jehova zu befragen.
1Mo 25,23 Und Jehova sprach zu ihr:
Zwei Nationen sind in deinem Leibe, und zwei Völkerschaften werden sich
scheiden aus deinem Innern; und eine Völkerschaft wird stärker sein als die
andere, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.
1Mo 25,24 Und als ihre Tage erfüllt
waren, daß sie gebären sollte, siehe, da waren
Zwillinge in ihrem Leibe.
1Mo 25,25 Und der erste kam heraus,
rötlich, am ganzen Leibe wie ein härener Mantel; und man gab ihm den Namen
Esau. {behaart}
1Mo 25,26 Und danach kam sein Bruder heraus,
und seine Hand hielt die Ferse Esaus; und man gab ihm den Namen Jakob. {Fersenhalter,
Überlister} Und Isaak war sechzig Jahre alt,
als sie geboren wurden.
1Mo 25,27 Und die Knaben wuchsen heran. Und
Esau wurde ein jagdkundiger Mann, ein Mann des Feldes; Jakob aber war ein
sanfter {ruhiger, häuslicher} Mann, der
in den Zelten blieb.
1Mo 25,28 Und Isaak hatte Esau lieb,
denn Wildbret war nach seinem Munde; Rebekka aber hatte Jakob lieb.
1Mo 25,29 Und Jakob kochte ein
Gericht; und Esau kam vom Felde und war matt.
1Mo 25,30 Da sprach Esau zu Jakob: Laß mich doch essen {W. schlingen} von dem
Roten, dem Roten da, denn ich bin matt! Darum gab man ihm den Namen Edom. {O.
rot}
1Mo 25,31 Und Jakob sprach: Verkaufe
mir heute {O. zuvor} dein Erstgeburtsrecht.
1Mo 25,32 Und Esau sprach: Siehe, ich
gehe hin zu sterben, und wozu mir da das Erstgeburtsrecht?
1Mo 25,33 Und Jakob sprach: Schwöre mir
heute! {O. zuvor} Und er schwur ihm und verkaufte
sein Erstgeburtsrecht dem Jakob.
1Mo 25,34 Und Jakob gab Esau Brot und ein
Gericht Linsen; und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete
Esau das Erstgeburtsrecht.
1Mo 26,1 Und es entstand eine Hungersnot im
Lande, außer der vorigen Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. {S.
Kap. 12, 10} Und Isaak zog zu Abimelech, dem Könige der Philister, nach Gerar.
1Mo 26,2 Und Jehova erschien ihm und sprach:
Ziehe nicht hinab nach Ägypten; bleibe in dem Lande, von dem ich dir sage.
1Mo 26,3 Halte dich auf in diesem
Lande, und ich werde mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen
werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Eid aufrecht halten, den
ich deinem Vater Abraham geschworen habe.
1Mo 26,4 Und ich werde deinen Samen mehren
wie die Sterne des Himmels und deinem Samen alle diese Länder geben; und in
deinem Samen werden sich segnen {O. gesegnetwerden} alle Nationen der Erde:
1Mo 26,5 darum daß
Abraham meiner Stimme gehorcht und beobachtet hat meine Vorschriften, {Eig.
was gegen mich zu beachtenist} meine
Gebote, meine Satzungen und meine Gesetze.
1Mo 26,6 So blieb Isaak in Gerar.
1Mo
26,7 Und die Männer des Ortes erkundigten sich nach seinem Weibe, und er
sprach: Sie ist meine Schwester. Denn er fürchtete sich zu sagen: Mein Weib,
indem er dachte: Die Männer des Ortes möchten mich sonst töten wegen Rebekka;
denn sie ist schön von Ansehen.
1Mo 26,8 Und es geschah, als er längere Zeit
daselbst gewesen war, da blickte Abimelech, der König der Philister, durchs
Fenster, und er sah, und siehe, Isaak scherzte mit Rebekka, seinem Weibe.
1Mo 26,9 Da rief Abimelech den Isaak und
sprach: Siehe, fürwahr, sie ist dein Weib; und wie hast du gesagt: Sie ist
meine Schwester? Und Isaak sprach zu ihm: Weil ich mir sagte: daß ich nicht sterbe ihretwegen.
1Mo 26,10 Und Abimelech sprach: Was hast du
uns da getan! Wenig fehlte, so hätte einer aus dem Volke bei deinem Weibe
gelegen, und du hättest eine Schuld über uns gebracht.
1Mo 26,11 Und Abimelech gebot allem Volke und
sprach: Wer diesen Mann und sein Weib antastet, soll gewißlich
getötet werden.
1Mo 26,12 Und Isaak säte in selbigem Lande
und gewann in selbigem Jahre das Hundertfältige; und {O.
denn} Jehova segnete ihn.
1Mo 26,13 Und der Mann ward groß und
wurde fort und fort größer, bis er sehr groß war.
1Mo 26,14 Und er hatte Herden von Kleinvieh
und Herden von Rindern und ein großes Gesinde; und die Philister beneideten
ihn.
1Mo 26,15 Und alle Brunnen, welche die
Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten,
verstopften die Philister und füllten sie mit Erde.
1Mo 26,16 Und Abimelech sprach zu
Isaak: Ziehe weg von uns, denn du bist viel mächtiger geworden als wir.
1Mo 26,17 Da zog Isaak von dannen und
schlug sein Lager auf im Tale Gerar und wohnte
daselbst.
1Mo 26,18 Und Isaak grub die
Wasserbrunnen wieder auf, welche sie in den Tagen seines Vaters Abraham
gegraben und welche die Philister nach dem Tode Abrahams verstopft hatten; und
er benannte sie mit denselben Namen, womit sein Vater sie benannt hatte.
1Mo 26,19 Und die Knechte Isaaks
gruben im Tale und fanden daselbst einen Brunnen lebendigen Wassers.
1Mo 26,20 Da haderten die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und sprachen: Das Wasser ist
unser! Und er gab dem Brunnen den Namen Esek, {Zank}
weil sie mit ihm gezankt hatten.
1Mo 26,21 Und sie gruben einen anderen
Brunnen, und sie haderten auch über diesen, und er gab ihm den Namen
Sitna. {Anfeindung}
1Mo
26,22 Und er brach auf von dannen und grub einen anderen Brunnen,
und über diesen haderten sie nicht; und er gab ihm den Namen Rechoboth {Räume} und sprach: Denn nun hat
Jehova uns Raum gemacht, und wir werden fruchtbar sein im Lande.
1Mo 26,23 Und er zog von dannen hinauf
nach Beerseba.
1Mo 26,24 Und Jehova erschien ihm in
selbiger Nacht und sprach: Ich bin der Gott Abrahams, deines Vaters; fürchte
dich nicht, denn ich bin mit dir, und ich werde dich segnen und deinen Samen
mehren um Abrahams, meines Knechtes, willen.
1Mo 26,25 Und er baute daselbst einen Altar
und rief den Namen Jehovas an; und er schlug daselbst sein Zelt auf; und die
Knechte Isaaks gruben daselbst einen Brunnen.
1Mo 26,26 Und Abimelech zog zu ihm von
Gerar mit Achusat, seinem
Freunde, und Pikol, seinem Heerobersten.
1Mo 26,27 Und Isaak sprach zu ihnen: Warum
kommet ihr zu mir, da ihr mich doch hasset und mich von euch weggetrieben habt?
1Mo 26,28 Und sie sprachen: Wir haben
deutlich gesehen, daß Jehova mit dir ist; und wir
haben uns gesagt: Möge doch ein Eid sein zwischen uns, zwischen uns und dir,
und wir wollen einen Bund mit dir machen,
1Mo 26,29 daß du uns
nichts Übles tuest, so wie wir dich nicht angetastet haben und wie wir dir nur
Gutes erwiesen und dich haben ziehen lassen in Frieden. Du bist nun einmal ein
Gesegneter Jehovas.
1Mo 26,30 Und er machte ihnen ein
Mahl, und sie aßen und tranken.
1Mo 26,31 Und sie standen des Morgens früh
auf und schwuren einer dem anderen; und Isaak entließ sie, und sie zogen von
ihm in Frieden. -
1Mo 26,32 Und es geschah an selbigem Tage, da
kamen Isaaks Knechte und berichteten ihm wegen des Brunnens, den sie gegraben
hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.
1Mo 26,33 Und er nannte ihn Sibea; {Schwur, Eidvertrag; vergl. Kap. 21,31} daher der
Name der Stadt Beerseba bis auf diesen Tag.
1Mo 26,34 Und Esau war vierzig Jahre alt, da
nahm er zum Weibe Judith, die Tochter Beeris, des
Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons, des
Hethiters.
1Mo 26,35 Und sie waren ein Herzeleid
für Isaak und Rebekka.
1Mo 27,1 Und es geschah, als Isaak alt
geworden und seine Augen zu schwach waren, um zu sehen, da rief er Esau, seinen
älteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Und er sprach zu ihm: Hier bin ich!
1Mo 27,2 Und er sprach: Siehe doch,
ich bin alt geworden, ich weiß nicht den Tag meines Todes.
1Mo 27,3 Und nun nimm doch
dein Jagdgerät, deinen Köcher und deinen Bogen, und gehe hinaus aufs Feld und
erjage mir ein Wildbret;
1Mo 27,4 und bereite mir ein schmackhaftes
Gericht, wie ich es gern habe, und bringe es mir her, daß
ich esse, damit meine Seele dich segne, ehe ich sterbe.
1Mo 27,5 Und Rebekka hörte zu, als Isaak zu
seinem Sohne Esau redete. Und Esau ging aufs Feld, ein Wildbret zu erjagen, um
es heimzubringen.
1Mo 27,6 Und Rebekka sprach zu ihrem Sohne
Jakob und sagte: Siehe, ich habe deinen Vater zu deinem Bruder Esau also reden
hören:
1Mo 27,7 Bringe mir ein Wildbret und bereite
mir ein schmackhaftes Gericht, daß ich esse, und daß ich dich vor Jehova segne vor meinem Tode.
1Mo 27,8 Und nun, mein Sohn, höre auf
meine Stimme in dem, was ich dich heiße.
1Mo 27,9 Gehe doch zur Herde und hole mir
von dannen zwei gute Ziegenböcklein, und ich will sie zu einem schmackhaften
Gericht bereiten für deinen Vater, wie er es gern hat;
1Mo 27,10 und du sollst es deinem
Vater bringen, daß er esse, damit er dich segne vor
seinem Tode.
1Mo 27,11 Da sprach Jakob zu Rebekka, seiner
Mutter: Siehe, mein Bruder Esau ist ein haariger Mann, und ich bin ein glatter
Mann.
1Mo 27,12 Vielleicht wird mein Vater mich
betasten, und ich werde in seinen Augen sein wie einer, der Spott mit ihm
treibt, und ich werde Fluch auf mich bringen und nicht Segen.
1Mo 27,13 Seine Mutter aber sprach zu ihm:
Dein Fluch komme auf mich, mein Sohn! Höre nur auf meine Stimme und gehe, hole
mir.
1Mo 27,14 Und er ging und holte und brachte
sie seiner Mutter. Und seine Mutter bereitete ein schmackhaftes Gericht, wie
sein Vater es gern hatte.
1Mo 27,15 Und Rebekka nahm die Kleider Esaus,
ihres älteren Sohnes, die kostbaren, die bei ihr im Hause waren, und zog sie
Jakob, ihrem jüngeren Sohne, an;
1Mo 27,16 und die Felle der
Ziegenböcklein zog sie über seine Hände und über die Glätte seines Halses,
1Mo 27,17 und sie gab das schmackhafte
Gericht und das Brot, das sie bereitet hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob.
1Mo 27,18 Und er ging zu seinem Vater hinein
und sprach: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich; wer bist du, mein Sohn?
1Mo 27,19 Und Jakob sprach zu seinem Vater:
Ich bin Esau, dein Erstgeborener; ich habe getan, wie du zu mir geredet hast.
Stehe doch auf, setze dich und iß von meinem
Wildbret, damit deine Seele mich segne.
1Mo 27,20 Und Isaak sprach zu seinem Sohne:
Wie hast du es denn so bald gefunden, mein Sohn? Und er sprach: Weil Jehova,
dein Gott, es mir begegnen ließ.
1Mo 27,21 Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt
doch herzu, daß ich dich betaste, mein Sohn, ob du
wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht.
1Mo 27,22 Und Jakob trat hin zu seinem Vater
Isaak; und er betastete ihn und sprach: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die
Hände sind Esaus Hände.
1Mo 27,23 Und er erkannte ihn nicht, denn
seine Hände waren haarig wie die Hände seines Bruders Esau; und er segnete ihn.
1Mo 27,24 Und er sprach: Bist du
wirklich mein Sohn Esau? Und er sprach: Ich bin's.
1Mo 27,25 Da sprach er: Reiche es mir her, daß ich esse von dem Wildbret meines Sohnes, damit meine
Seele dich segne. Und er reichte es ihm hin, und er aß; und er brachte ihm
Wein, und er trank.
1Mo 27,26 Und sein Vater Isaak sprach zu ihm:
Tritt doch herzu und küsse mich, mein Sohn. Und er trat hinzu und küßte ihn;
1Mo 27,27 und er roch den Geruch seiner
Kleider, und er segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie
der Geruch eines Feldes, das Jehova gesegnet hat.
1Mo 27,28 Und Gott gebe dir {O.
wird dir geben} vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde, und
Fülle von Korn und Most!
1Mo
27,29 Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir
niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen
die Söhne deiner Mutter! Wer dir flucht, sei verflucht, und wer dich segnet,
sei gesegnet!
1Mo 27,30 Und es geschah, sowie Isaak geendet
hatte, Jakob zu segnen, ja, es geschah, als Jakob nur eben von seinem Vater
Isaak hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd.
1Mo 27,31 Und auch er bereitete ein
schmackhaftes Gericht und brachte es zu seinem Vater und sprach zu seinem
Vater: Mein Vater stehe auf und esse von dem Wildbret seines Sohnes, damit
deine Seele mich segne.
1Mo 27,32 Und sein Vater Isaak sprach zu ihm:
Wer bist du? Und er sprach: Ich bin dein Sohn, dein Erstgeborener, Esau.
1Mo
27,33 Da erschrak Isaak mit großem Schrecken über die Maßen und
sprach: Wer war denn der, welcher ein Wildbret erjagt und mir gebracht hat? Und
ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet; er wird auch
gesegnet sein.
1Mo 27,34 Als Esau die Worte seines Vaters
hörte, da schrie er mit einem großen und bitterlichen Geschrei über die Maßen
und sprach zu seinem Vater: Segne mich, auch mich, mein Vater!
1Mo 27,35 Und er sprach: Dein Bruder
ist mit Betrug gekommen und hat deinen Segen weggenommen.
1Mo
27,36 Da sprach er: Ist es nicht, weil man ihm den Namen Jakob
gegeben, daß er mich nun zweimal überlistet hat? Mein
Erstgeburtsrecht hat er weggenommen, und siehe, nun hat er meinen Segen
weggenommen! Und er sprach: Hast du mir keinen Segen aufbehalten?
1Mo
27,37 Da antwortete Isaak und sprach zu Esau: Siehe, ich habe ihn
zum Herrn über dich gesetzt und alle seine Brüder ihm zu Knechten gegeben, und
mit Korn und Most habe ich ihn versehen, und nun, was könnte ich für dich tun,
mein Sohn?
1Mo 27,38 Und Esau sprach zu seinem Vater:
Hast du nur diesen einen Segen, mein Vater? Segne mich, auch mich, mein Vater!
Und Esau erhob seine Stimme und weinte.
1Mo 27,39 Da antwortete sein Vater
Isaak und sprach zu ihm: Siehe, fern von der Fettigkeit der Erde wird dein
Wohnsitz sein und ohne den
Tau {And. üb.: Siehe, von der Fettigkeit der Erde...und vom
Tau} des Himmels von oben her. {O. droben}
1Mo 27,40 Und von deinem Schwerte wirst du
leben, und deinem Bruder wirst du dienen; und es wird geschehen, wenn du
umherschweifst, wirst du sein Joch zerbrechen von deinem Halse.
1Mo 27,41 Und Esau feindete Jakob an wegen
des Segens, womit sein Vater ihn gesegnet hatte; und Esau sprach in seinem
Herzen: Es nahen die Tage der Trauer um meinen Vater, dann werde ich meinen
Bruder Jakob erschlagen.
1Mo 27,42 Und es wurden der Rebekka
die Worte Esaus, ihres älteren Sohnes, berichtet; und sie sandte hin und ließ
Jakob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau
will sich an dir rächen, {W. an dir kühlen, trösten} indem er
dich erschlägt.
1Mo 27,43 Und nun, mein Sohn, höre auf meine
Stimme und mache dich auf, fliehe zu meinem Bruder Laban nach Haran;
1Mo 27,44 und bleibe einige Zeit bei
ihm, bis der Grimm deines Bruders sich wendet,
1Mo 27,45 bis der Zorn deines Bruders sich
von dir abwendet, und er vergißt, was du ihm getan
hast; dann will ich hinsenden und dich von dort holen lassen. Warum sollte ich
euer beider zugleich beraubt werden an einem Tage?
1Mo 27,46 Und Rebekka sprach zu Isaak: Ich
bin des Lebens überdrüssig wegen der Töchter Heths; wenn Jakob ein Weib nähme
von den Töchtern Heths, wie diese, von den Töchtern des Landes, wozu sollte mir
das Leben?
1Mo 28,1 Und Isaak rief Jakob und segnete
ihn; und er gebot ihm und sprach zu ihm: Du sollst nicht ein Weib nehmen von
den Töchtern Kanaans.
1Mo 28,2 Mache dich auf, gehe nach Paddan-Aram, {Siehedie
Anmerkung zu Kap. 25,20} zum Hause Bethuels, des
Vaters deiner Mutter; und nimm dir von dort ein Weib von den Töchtern Labans,
des Bruders deiner Mutter.
1Mo 28,3 Und Gott, {El}
der Allmächtige, segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du zu einer Schar von Völkern werdest;
1Mo 28,4 und er gebe dir den Segen Abrahams,
dir und deinem Samen mit dir, auf daß du besitzest
das Land deiner Fremdlingschaft, das Gott dem Abraham
gegeben hat!
1Mo 28,5 Und Isaak entließ Jakob; und er
ging nach Paddan-Aram zu Laban, dem Sohne Bethuels, des Aramäers, dem Bruder Rebekkas, der Mutter
Jakobs und Esaus. -
1Mo
28,6 Und als Esau sah, daß Isaak den Jakob gesegnet
und ihn nach Paddan-Aram entlassen hatte, um sich von
dort ein Weib zu nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot und sprach: Du
sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans,
1Mo 28,7 und daß
Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorcht hatte und nach Paddan-Aram gegangen war:
1Mo 28,8 als Esau sah, daß die Töchter Kanaans übel waren in den Augen seines
Vaters Isaak,
1Mo 28,9 da ging Esau hin zu Ismael und nahm
sich zum Weibe Machalath, die Tochter Ismaels, des
Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths, zu seinen
anderen Weibern hinzu.
1Mo 28,10 Und Jakob zog aus von Beerseba und ging nach Haran.
1Mo 28,11 Und er gelangte an einen Ort und
übernachtete daselbst; denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen von
den Steinen des Ortes und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich nieder an
selbigem Orte.
1Mo 28,12 Und er träumte: und siehe, eine
Leiter war auf die Erde gestellt, und ihre Spitze rührte an den Himmel; und
siehe, Engel Gottes stiegen auf und nieder an ihr.
1Mo 28,13 Und siehe, Jehova stand über ihr
und sprach: Ich bin Jehova, der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott
Isaaks; das Land, auf welchem du liegst, dir will ich es geben und deinem
Samen.
1Mo 28,14 Und dein Same soll werden
wie der Staub der Erde, und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten
und nach Norden und nach Süden hin; und in dir und in deinem Samen sollen
gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.
1Mo 28,15 Und siehe, ich bin mit dir, und ich
will dich behüten überall, wohin du gehst, und dich zurückbringen in dieses
Land; denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan was ich zu dir geredet
habe.
1Mo 28,16 Und Jakob erwachte von seinem
Schlafe und sprach: Fürwahr, Jehova ist an diesem Orte, und ich wußte es nicht!
1Mo 28,17 Und er fürchtete sich und sprach:
Wie furchtbar ist dieser Ort! Dies ist nichts anderes als Gottes Haus, und dies
die Pforte des Himmels.
1Mo 28,18 Und Jakob stand des Morgens früh
auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und stellte ihn
auf als Denkmal und goß Öl auf seine Spitze.
1Mo 28,19 Und er gab selbigem Orte den
Namen Bethel; {Haus Gottes} aber im Anfang war Lus der
Name der Stadt.
1Mo 28,20 Und Jakob tat ein Gelübde und
sprach: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Wege, den ich gehe,
und mir Brot zu essen gibt und Kleider anzuziehen,
1Mo 28,21 und ich in Frieden
zurückkehre zum Hause meines Vaters, so soll Jehova mein Gott {Eig.
mir zum Gott sein} sein.
1Mo 28,22 Und dieser Stein, den ich als
Denkmal aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes sein; und von allem, was du mir
geben wirst, werde ich dir gewißlich den Zehnten
geben.
1Mo 29,1 Und Jakob erhob seine Füße
und ging nach dem Lande der Kinder des Ostens.
1Mo 29,2 Und er sah: und siehe, ein
Brunnen auf dem Felde; und siehe, daselbst waren drei Herden Schafe {Eig.
Kleinvieh, d.h. Schafeund
Ziegen, desgl. V.6} an demselben gelagert, denn aus diesem Brunnen tränkte
man {O. tränkten sie d.h. die Hirten} die Herden;
und der Stein auf der Öffnung des Brunnens war groß.
1Mo 29,3 Und waren alle Herden dort
zusammengetrieben, so wälzte man den Stein von der Öffnung des Brunnens und
tränkte die Schafe; und man brachte den Stein wieder auf die Öffnung des
Brunnens an seinen Ort.
1Mo 29,4 Und Jakob sprach zu ihnen:
Meine Brüder, woher seid ihr? Und sie sprachen: Wir sind von Haran.
1Mo 29,5 Da sprach er zu ihnen:
Kennet ihr Laban, den Sohn Nahors? Und sie sprachen:
Wir kennen ihn.
1Mo 29,6 Und er sprach zu ihnen: Geht
es ihm wohl? Und sie sprachen: Es geht ihm wohl; und siehe, da kommt seine
Tochter Rahel {H. Rachel: Mutterschaf; and. Lamm} mit den
Schafen.
1Mo 29,7 Da sprach er: Siehe, es ist noch
hoch am Tage, es ist nicht Zeit, das Vieh zusammenzutreiben; tränket die Schafe
und gehet hin, weidet.
1Mo 29,8 Und sie sprachen: Wir können nicht,
bis alle Herden zusammengetrieben werden; dann wälzt man den Stein von der
Öffnung des Brunnens, und wir tränken die Schafe.
1Mo 29,9 Noch redete er mit ihnen, da
kam Rahel mit den Schafen, die ihrem Vater gehörten; denn sie war eine Hirtin.
1Mo 29,10 Und es
geschah, als Jakob die Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner
Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat Jakob hinzu
und wälzte den Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe
Labans, des Bruders seiner Mutter.
1Mo 29,11 Und Jakob küßte Rahel und erhob seine Stimme und weinte.
1Mo 29,12 Und Jakob tat Rahel kund, daß er ein Bruder ihres Vaters und daß
er der Sohn Rebekkas wäre; und sie lief und berichtete es ihrem Vater.
1Mo 29,13 Und es geschah, als Laban die Kunde
von Jakob, dem Sohne seiner Schwester, hörte, da lief er ihm entgegen und
umarmte ihn und küßte ihn und führte ihn in sein
Haus; und er erzählte dem Laban alle diese Dinge.
1Mo 29,14 Und Laban sprach zu ihm: Fürwahr,
du bist mein Bein und mein Fleisch. Und er blieb bei ihm einen Monat lang.
1Mo 29,15 Und Laban sprach zu Jakob: Solltest
du mir darum, weil du mein Bruder bist, umsonst dienen? {O.
Bist du nicht mein Bruder? Unddu solltest mir umsonst
dienen} Tue mir kund, was soll dein Lohn sein?
1Mo 29,16 Und Laban hatte zwei Töchter; der
Name der älteren war Lea {Ermüdete, Schlaffe} und der
Name der jüngeren Rahel.
1Mo 29,17 Und die
Augen der Lea waren sanft; Rahel aber war schön von Gestalt und schön von
Angesicht. {O. Ansehen} 1Mo 29,18 Und Jakob
liebte Rahel und sprach: Ich will dir sieben Jahre dienen um Rahel, deine
jüngere Tochter.
1Mo 29,19 Und Laban sprach: Es ist besser,
ich gebe sie dir, als daß ich sie einem anderen Manne
gebe; bleibe bei mir.
1Mo 29,20 Und Jakob diente um Rahel sieben
Jahre; und sie waren in seinen Augen wie einzelne Tage, weil er sie liebte.
1Mo 29,21 Und Jakob sprach zu Laban:
Gib mir mein Weib; denn meine Tage sind erfüllt, daß
ich zu ihr eingehe.
1Mo 29,22 Und Laban versammelte alle
Männer des Ortes und machte ein Mahl.
1Mo 29,23 Und es geschah am Abend, da
nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr ein.
1Mo 29,24 Und Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd.
1Mo 29,25 Und es geschah am Morgen, siehe, da
war es Lea. Da sprach er zu Laban: Was hast du mir da getan! Habe ich nicht um
Rahel bei dir gedient? Und warum hast du mich betrogen?
1Mo 29,26 Und Laban sprach: Es
geschieht nicht also an unserem Orte, die Jüngere vor der Erstgeborenen zu
geben.
1Mo 29,27 Vollende die Woche {d.h.
die siebentägige Dauer des Hochzeitsfestes. Vergl. Ri. 14,12. 17} mit dieser,
so wollen wir dir auch jene geben, um den Dienst, den du bei mir dienen sollst
noch andere sieben Jahre.
1Mo 29,28 Und Jakob
tat also und vollendete die Woche mit dieser; und er gab ihm seine Tochter
Rahel zum Weibe. 1Mo 29,29 Und Laban gab seiner Tochter Rahel
seine Magd Bilha zur Magd.
1Mo 29,30 Und er ging auch zu Rahel ein; und
er liebte auch Rahel mehr als Lea. Und er diente bei ihm noch andere sieben
Jahre.
1Mo 29,31 Und als Jehova sah, daß Lea gehaßt war, da öffnete er
ihren Mutterleib; Rahel aber war unfruchtbar.
1Mo 29,32 Und Lea ward schwanger und gebar
einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ruben, {Sehet, ein
Sohn} denn sie sprach: Weil Jehova {O. sprach:
Jehova hat} mein Elend angesehen hat; denn nun wird mein Mann mich
lieben.
1Mo 29,33 Und sie ward wiederum schwanger und
gebar einen Sohn; und sie sprach: Weil Jehova {O. sprach:
Jehova hat} gehört hat, daß ich gehaßt bin, so hat er mir auch diesen gegeben. Und sie gab
ihm den Namen Simeon. {Erhörung}
1Mo 29,34 Und sie ward wiederum schwanger und
gebar einen Sohn; und sie sprach: Nun, diesmal wird sich mein Mann an mich
anschließen, denn ich habe ihm drei Söhne geboren! Darum gab man ihm den Namen
Levi.
{Anschließung;
Anhänglichkeit}
1Mo 29,35 Und sie ward wiederum
schwanger und gebar einen Sohn; und sie sprach: Diesmal will ich Jehova
preisen!
Darum gab sie ihm den Namen Juda. {H.
Jehuda: Gegenstand des Preises} Und sie hörte auf zu gebären.
1Mo 30,1 Und als Rahel sah, daß sie dem Jakob nicht gebar, da beneidete Rahel ihre
Schwester und sprach zu Jakob: Gib mir Kinder! Und wenn nicht, so sterbe ich.
1Mo 30,2 Da entbrannte der Zorn Jakobs wider
Rahel, und er sprach: Bin ich an Gottes Statt, der
dir die Leibesfrucht versagt hat?
1Mo 30,3 Und sie sprach: Siehe, da
ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr ein, daß sie auf meine Knie {Vergl. Kap. 50,23;
Ruth
4,16. 17.; Hiob 3,12} gebäre und
auch ich aus ihr erbaut werde. {Siehedie
Anmerkung zu Kap. 16,2} 1Mo 30,4 Und sie gab ihm ihre Magd Bilha zum Weibe; und Jakob ging zu ihr ein.
1Mo 30,5 Und Bilha
ward schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
1Mo 30,6 Da sprach Rahel: Gott hat mir Recht
verschafft und auch auf meine Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben! Darum
gab sie ihm den Namen Dan. {Richter; einer, der Recht verschaft}
1Mo 30,7 Und Bilha,
die Magd Rahels, ward wiederum schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten
Sohn.
1Mo 30,8 Da sprach Rahel: Kämpfe Gottes habe
ich mit meiner Schwester gekämpft, habe auch obsiegt! Und sie gab ihm den Namen
Naphtali. {Mein Kampf}
1Mo 30,9 Und als Lea sah, daß sie aufhörte zu gebären, da nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
1Mo 30,10 Und Silpa,
die Magd Leas, gebar dem Jakob einen Sohn.
1Mo
30,11 Da sprach Lea: Zum Glück! {Nach and L.: Glück
ist gekommen} Und sie gab ihm den Namen Gad. {Glück} 1Mo
30,12 Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem
Jakob einen zweiten Sohn.
1Mo 30,13 Da sprach Lea: Zu meiner
Glückseligkeit! Denn glückselig preisen mich die Töchter. Und sie gab ihm den
Namen Aser. {Glückselig}
1Mo 30,14 Und Ruben ging aus in den Tagen der
Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde; und er
brachte sie seiner Mutter Lea. Und Rahel sprach zu Lea: Gib mir doch von den Dudaim {Liebesäpfel, Alraunen} deines
Sohnes.
1Mo
30,15 Und sie sprach zu ihr: Ist es zu wenig, daß
du meinen Mann genommen hast, daß du auch die Dudaim meines Sohnes nehmen willst? Da sprach Rahel: So mag
er denn diese Nacht bei dir liegen für die Dudaim
deines Sohnes.
1Mo 30,16 Und als Jakob am Abend vom
Felde kam, da ging Lea hinaus, ihm entgegen, und sprach: Zu mir sollst du
eingehen, denn ich habe dich gewißlich gedungen um
die Dudaim meines Sohnes. Und er lag bei ihr in
selbiger Nacht.
1Mo 30,17 Und Gott hörte auf Lea, und
sie ward schwanger und gebar dem Jakob einen fünften Sohn.
1Mo 30,18 Da sprach Lea: Gott hat mir
meinen Lohn gegeben, daß ich meine Magd meinem Manne
gegeben habe! Und sie gab ihm den Namen Issaschar. {H.
Issakar: er bringt Lohn; od. es gibtLohn}
1Mo 30,19 Und Lea ward wiederum
schwanger und gebar dem Jakob einen sechsten Sohn.
1Mo 30,20 Da sprach Lea: Mir hat Gott ein
schönes Geschenk gegeben; diesmal wird mein Mann bei mir wohnen, denn ich habe
ihm sechs Söhne geboren! Und sie gab ihm den Namen Sebulon.
{Wohnung}
1Mo
30,21 Und danach gebar sie eine Tochter und gab ihr den Namen Dina.
{Gerichtliche Entscheidung} 1Mo 30,22 Und Gott
gedachte an Rahel, und Gott hörte auf sie und öffnete ihren Mutterleib.
1Mo 30,23 Und sie ward schwanger und
gebar einen Sohn; und sie sprach: Gott hat meine Schmach weggenommen!
1Mo 30,24 Und sie gab ihm den Namen Joseph {Er
füge hinzu! od. er nimmt (nahm) weg} und sprach: Jehova füge mir einen
anderen Sohn hinzu!
1Mo 30,25 Und es geschah, als Rahel den
Joseph geboren hatte, da sprach Jakob zu Laban: Entlaß
mich, daß ich an meinen Ort und in mein Land ziehe.
1Mo 30,26 Gib mir meine Weiber und meine
Kinder, um welche ich dir gedient habe, daß ich
hinziehe; denn du kennst ja meinen Dienst, womit ich dir gedient habe.
1Mo 30,27 Und Laban sprach zu ihm: Wenn ich
doch Gnade gefunden habe in deinen Augen ...! Ich habe gespürt, daß Jehova mich um deinetwillen gesegnet hat.
1Mo 30,28 Und er sprach: Bestimme mir
deinen Lohn, und ich will ihn geben.
1Mo 30,29 Da sprach er zu ihm: Du
weißt ja, wie ich dir gedient habe und was dein Vieh bei mir geworden ist.
1Mo 30,30 Denn wenig war, was du vor mir
hattest, und es hat sich ausgebreitet zu einer Menge, und Jehova hat dich
gesegnet auf jedem meiner Tritte; und nun, wann soll ich auch für mein Haus
schaffen?
1Mo 30,31 Und er sprach: Was soll ich dir
geben? Und Jakob sprach: Du sollst mir gar nichts geben; wenn du mir dieses
tust, so will ich wiederum deine Herde {Eig. deinKleinvieh; so auch V.32. 36} weiden und
hüten:
1Mo 30,32 Ich will heute durch deine ganze
Herde gehen und daraus absondern jedes gesprenkelte und gefleckte Tier und
jedes dunkelfarbige Tier unter den Schafen, und das Gefleckte und Gesprenkelte
unter den Ziegen; und das sei mein Lohn.
1Mo 30,33 Und meine
Gerechtigkeit wird für mich zeugen {Eig. wider mich, d.h.
die GerechtigkeitJakobs wird gleichsam als seine
Gegenpartei auftreten
und bezeugen, daß er nichts gestohlen hat} am morgenden Tage, {d.h. in Zukunft} wenn sie
wegen meines Lohnes vor dich kommt; {O. wenn du kommst
wegen meines Lohnes vor dir} alles, was nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter
den Ziegen und dunkelfarbig unter den Schafen, das sei gestohlen bei mir.
1Mo 30,34 Und Laban sprach: Siehe, es
geschehe nach deinem Worte!
1Mo 30,35 Und er sonderte an selbigem
Tage die gestreiften und gefleckten Böcke ab und alle gesprenkelten und
gefleckten Ziegen, alles, woran Weißes war, und alles Dunkelfarbige unter den
Schafen, und gab sie in die Hand seiner Söhne.
1Mo 30,36 Und er setzte einen Weg von drei
Tagereisen zwischen sich und Jakob; und Jakob weidete die übrige Herde Labans.
1Mo 30,37 Und Jakob nahm sich frische Stäbe
von Weißpappel, Mandelbaum und Platane und schälte weiße Streifen daran, indem
er das Weiße entblößte, das an den Stäben war.
1Mo 30,38 Und er legte die Stäbe, die er
geschält hatte, in die Tränkrinnen, in die Wassertränken, wohin die Herde zum
Trinken kam, vor die Herde hin; und sie wurde brünstig, wenn sie zum Trinken
kam.
1Mo 30,39 Und die Herde wurde brünstig
vor den Stäben, und die Herde gebar gestreifte, gesprenkelte und gefleckte.
1Mo 30,40 Und Jakob schied die Lämmer aus,
und er richtete das Gesicht der Herde auf das Gestreifte und alles
Dunkelfarbige in der Herde Labans; und so machte er sich Herden besonders und
tat sie nicht zu der Herde Labans.
1Mo 30,41 Und es geschah, so oft das kräftige
Vieh brünstig wurde, dann legte Jakob die Stäbe vor die Augen der Herde in die
Tränkrinnen, damit sie bei den Stäben brünstig würden;
1Mo 30,42 wenn aber das Vieh schwächlich war,
legte er sie nicht hin. Also wurden die schwächlichen dem Laban und die
kräftigen dem Jakob.
1Mo 30,43 Und der Mann breitete sich sehr,
sehr aus, und er bekam viele Herden, und Mägde und Knechte, und Kamele und
Esel.
1Mo 31,1 Und er hörte die Worte der Söhne
Labans, welche sprachen: Jakob hat alles genommen, was unserem Vater gehörte;
und von dem, was unserem Vater gehörte, hat er sich all diesen Reichtum
verschafft.
1Mo 31,2 Und Jakob sah das Angesicht Labans,
und siehe, es war nicht gegen ihn wie früher. {W. wiegestern, vorgestern; eine stehendeRedensart}
1Mo 31,3 Und Jehova sprach zu Jakob: Kehre
zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft, und ich will mit
dir sein.
1Mo 31,4 Da sandte Jakob hin und ließ
Rahel und Lea aufs Feld rufen zu seiner Herde.
1Mo 31,5 Und er sprach zu ihnen: Ich sehe
das Angesicht eures Vaters, daß es nicht gegen mich
ist wie früher; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen.
1Mo 31,6 Ihr selbst wisset ja, daß ich mit all meiner Kraft eurem Vater gedient habe.
1Mo 31,7 Und euer Vater hat mich betrogen
und hat meinen Lohn zehnmal verändert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir
Übles zu tun.
1Mo 31,8 Wenn er so sprach: Die
gesprenkelten sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Herden gesprenkelte; und
wenn er so sprach: Die gestreiften sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle
Herden gestreifte.
1Mo 31,9 Und Gott hat das Vieh eures
Vaters genommen und mir gegeben.
1Mo 31,10 Und es geschah zur Brunstzeit der
Herde, da hob ich meine Augen auf und sah im Traume: und siehe, die Böcke,
welche die Herde besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und getüpfelt.
1Mo 31,11 Und der Engel Gottes sprach
im Traume zu mir: Jakob! Und ich sprach: Hier bin ich!
1Mo 31,12 Und er sprach: Hebe doch deine
Augen auf und sieh: alle Böcke, welche die Herde bespringen, sind gestreift,
gesprenkelt und getüpfelt; denn ich habe alles gesehen, was Laban dir tut.
1Mo 31,13 Ich bin der Gott von Bethel, wo du
ein Denkmal gesalbt, wo du mir ein Gelübde getan hast. Nun mache dich auf,
ziehe aus diesem Lande und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft. {O.
Geburt}
1Mo 31,14 Und Rahel und Lea antworteten und
sprachen zu ihm: Haben wir noch ein Teil und ein Erbe im Hause unseres Vaters?
1Mo 31,15 Sind wir nicht als Fremde von ihm
geachtet worden? Denn er hat uns verkauft und hat auch unser Geld völlig
verzehrt.
1Mo 31,16 Denn aller Reichtum, den Gott
unserem Vater entrissen hat, uns gehört er und unseren Kindern. So tue nun
alles, was Gott zu dir geredet hat.
1Mo 31,17 Da machte Jakob sich auf und
hob seine Kinder und seine Weiber auf die Kamele,
1Mo 31,18 und führte weg all sein Vieh und
all seine Habe, die er erworben, das Vieh seines Eigentums, das er erworben
hatte in Paddan-Aram, um zu seinem Vater Isaak zu
kommen in das Land Kanaan.
1Mo 31,19 Und Laban war gegangen, um seine
Schafe zu scheren; und Rahel stahl die Teraphim, {Hausgötter}
die ihr Vater hatte.
1Mo 31,20 Und Jakob hinterging Laban,
den Aramäer, indem er ihm nicht kundtat, daß er
fliehe.
1Mo 31,21 Und er floh, er und alles was er
hatte; und er machte sich auf und setzte über den Strom {den
Euphrath} und richtete sein Angesicht nach
dem Gebirge Gilead.
1Mo 31,22 Und am dritten Tage wurde
dem Laban berichtet, daß Jakob geflohen wäre.
1Mo 31,23 Und er nahm seine Brüder mit sich
und jagte ihm sieben Tagereisen nach und ereilte ihn auf dem Gebirge Gilead.
1Mo 31,24 Und Gott kam zu Laban, dem Aramäer,
in einem Traume der Nacht und sprach zu ihm: Hüte dich, daß
du mit Jakob weder Gutes noch Böses redest!
1Mo 31,25 Und Laban erreichte Jakob, und
Jakob hatte sein Zelt auf dem Gebirge aufgeschlagen; und Laban schlug es auf
mit seinen Brüdern auf dem Gebirge Gilead.
1Mo 31,26 Und Laban sprach zu Jakob: Was hast
du getan, daß du mich hintergangen und meine Töchter
wie Kriegsgefangene weggeführt hast?
1Mo 31,27 Warum bist du heimlich geflohen und
hast mich hintergangen und hast es mir nicht kundgetan, - ich hätte dich ja
begleitet mit Freude und mit Gesängen, mit Tamburin und mit Laute, -
1Mo 31,28 und hast mir nicht
zugelassen, meine Söhne und meine Töchter zu küssen? Nun, du hast töricht
gehandelt.
1Mo 31,29 Es wäre in der Macht meiner Hand,
euch Übles zu tun; aber der Gott eures Vaters hat gestern Nacht zu mir geredet
und gesagt: Hüte dich, mit Jakob weder Gutes noch Böses zu reden!
1Mo 31,30 Und nun, da du einmal weggegangen
bist, weil du dich so sehr nach dem Hause deines Vaters sehntest, warum hast du
meine Götter gestohlen?
1Mo 31,31 Da antwortete Jakob und sprach zu
Laban: Weil ich mich fürchtete; denn ich sagte mir, du möchtest mir etwa deine
Töchter entreißen.
1Mo 31,32 Bei wem du deine Götter findest,
der soll nicht leben. Erforsche vor unseren Brüdern, was bei mir ist, und nimm
es dir. Jakob aber wußte nicht, daß
Rahel sie gestohlen hatte.
1Mo 31,33 Und Laban ging in das Zelt Jakobs
und in das Zelt Leas und in das Zelt der beiden Mägde und fand nichts; und er
ging aus dem Zelte Leas und kam in das Zelt Rahels.
1Mo 31,34 Rahel aber hatte die Teraphim genommen und sie in den Kamelsattel gelegt und
sich darauf gesetzt. Und Laban durchtastete das ganze Zelt und fand nichts.
1Mo 31,35 Und sie sprach zu ihrem
Vater: Mein Herr möge nicht zürnen, {Eig. es entbrennenicht in den Augen meines Herrn} daß ich nicht vor dir aufstehen kann; denn es ergeht mir
nach der Weiber Weise. Und er durchsuchte alles und fand die Teraphim nicht.
1Mo 31,36 Da entbrannte Jakob und haderte mit
Laban. Und Jakob antwortete und sprach zu Laban: Was ist mein Vergehen, was
meine Sünde, daß du mir hitzig nachgesetzt bist?
1Mo 31,37 Da du all mein Gerät durchtastet
hast, was hast du gefunden von allem Gerät deines Hauses? Lege es hierher vor
meine Brüder und deine Brüder, und sie mögen zwischen uns beiden entscheiden!
1Mo 31,38 Zwanzig Jahre bin ich nun bei dir
gewesen; deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die
Widder deiner Herde habe ich nicht gegessen.
1Mo 31,39 Das Zerrissene habe ich nicht zu
dir gebracht, ich habe es büßen müssen; von meiner Hand hast du es gefordert,
mochte es gestohlen sein bei Tage oder gestohlen bei Nacht.
1Mo 31,40 Es war mit mir also: des Tages
verzehrte mich die Hitze und der Frost des Nachts, und mein Schlaf floh von
meinen Augen.
1Mo 31,41 Zwanzig Jahre bin ich nun in deinem
Hause gewesen; ich habe dir vierzehn Jahre gedient um deine beiden Töchter und
sechs Jahre um deine Herde, und du hast meinen Lohn zehnmal verändert.
1Mo 31,42 Wenn nicht der Gott meines Vaters,
der Gott Abrahams, und die Furcht {O. der Schrecken; so
auch V.53} Isaaks, für mich gewesen wäre, gewiß,
du würdest mich jetzt leer entlassen haben. Gott hat mein Elend und die Arbeit
meiner Hände angesehen und hat gestern Nacht entschieden.
1Mo 31,43 Und Laban antwortete und
sprach zu Jakob: Die Töchter sind meine Töchter, und die Söhne sind meine
Söhne, und die Herde ist meine Herde, und alles, was du siehest,
ist mein; aber meinen Töchtern, was könnte ich ihnen heute tun, oder ihren
Söhnen, die sie geboren haben?
1Mo 31,44 Und nun komm, laß uns einen Bund machen, ich und du, und er sei zum
Zeugnis zwischen mir und dir!
1Mo 31,45 Und Jakob nahm einen Stein
und richtete ihn auf als Denkmal.
1Mo 31,46 Und Jakob sprach zu seinen Brüdern:
Sammelt Steine! Und sie nahmen Steine und errichteten einen Haufen und aßen
daselbst auf dem Haufen.
1Mo
31,47 Und Laban nannte ihn Jegar Sahadutha, {Aramäisch: Haufe des Zeugnisses} und Jakob
nannte ihn Galed. {Haufe des Zeugnisses,
od. des Zeugen}
1Mo 31,48 Und Laban sprach: Dieser Haufe sei
heute ein Zeuge zwischen mir und dir! Darum gab man ihm den Namen Galed,
1Mo 31,49 und Mizpa,
{Warte} weil er sprach: Jehova sei Wächter zwischen mir und
dir, wenn wir einer vor dem anderen verborgen sein werden!
1Mo 31,50 Wenn du meine Töchter bedrücken,
und wenn du noch Weiber nehmen solltest zu meinen Töchtern... kein Mensch ist
bei uns; siehe, Gott ist Zeuge zwischen mir und dir.
1Mo 31,51 Und Laban sprach zu Jakob: Siehe,
dieser Haufe, und siehe, das Denkmal, das ich errichtet habe zwischen mir und
dir:
1Mo 31,52 dieser Haufe sei Zeuge und das
Denkmal ein Zeugnis, daß weder ich über diesen Haufen
zu dir hinausgehe, noch daß du über diesen Haufen und
dieses Denkmal zu mir hinausgehest zum Bösen.
1Mo 31,53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors richte zwischen uns, der Gott ihres Vaters! Da
schwur Jakob bei der Furcht seines Vaters Isaak.
1Mo 31,54 Und Jakob opferte ein Schlachtopfer
auf dem Gebirge und lud seine Brüder ein zu essen; und sie aßen {W.Brot zu essen; und sie aßen Brot; eine stehendeRedensart} und übernachteten auf dem Gebirge.
1Mo 31,55 Und Laban stand des Morgens früh
auf und küßte seine Söhne und seine Töchter und
segnete sie; und Laban zog hin und kehrte zurück an seinen Ort.
1Mo 32,1 Und Jakob zog seines Weges,
und es begegneten ihm Engel Gottes.
1Mo 32,2 Und Jakob sprach, als er sie
sah: Dies ist das Heerlager Gottes. Und er gab jenem Orte den Namen
Machanaim. {Doppellager}
1Mo 32,3 Und Jakob sandte Boten vor
sich her zu seinem Bruder Esau, in das Land Seir, das
Gefilde Edom.
1Mo 32,4 Und er gebot ihnen und sprach: So
sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sprechen: So spricht dein Knecht Jakob: Bei
Laban habe ich mich aufgehalten und bin geblieben bis jetzt;
1Mo 32,5 und ich habe Rinder und Esel,
Kleinvieh und Knechte und Mägde erworben; und ich habe gesandt, es meinem Herrn
kundzutun, um Gnade zu finden in deinen Augen.
1Mo 32,6 Und die Boten kehrten zu Jakob
zurück und sprachen: Wir sind zu deinem Bruder, zu Esau, gekommen, und er zieht
dir auch entgegen und vierhundert Mann mit ihm.
1Mo 32,7 Da fürchtete sich Jakob sehr, und
ihm ward angst; und er teilte das Volk, das bei ihm war, und das Kleinvieh und
die Rinder und die Kamele in zwei Züge.
1Mo 32,8 Und er sprach: Wenn Esau wider den
einen Zug kommt und ihn schlägt, so wird der übriggebliebene Zug entrinnen
können.
1Mo 32,9 Und Jakob sprach: Gott meines
Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, Jehova, der du zu mir geredet
hast: Kehre zurück in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will dir
wohltun!
1Mo 32,10 Ich bin zu gering all der Gütigkeiten und all der Treue, die du deinem Knechte
erwiesen hast; denn mit meinem Stabe bin ich über diesen Jordan gegangen, und
nun bin ich zu zwei Zügen geworden.
1Mo 32,11 Rette mich doch von der Hand meines
Bruders, von der Hand Esaus! denn ich fürchte ihn, daß
er etwa komme und mich schlage, die Mutter samt den Kindern.
1Mo 32,12 Du hast ja gesagt: Gewißlich werde ich dir wohltun und werde deinen Samen
machen wie den Sand des Meeres, der nicht gezählt wird vor Menge.
1Mo 32,13 Und er übernachtete daselbst in
jener Nacht; und er nahm von dem, was in seine Hand gekommen war, ein Geschenk
für seinen Bruder Esau:
1Mo 32,14 Zweihundert Ziegen und
zwanzig Böcke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder,
1Mo 32,15 dreißig säugende Kamele mit ihren
Füllen, vierzig Kühe und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn junge Esel.
1Mo 32,16 Und er gab sie in die Hand seiner
Knechte, je eine Herde besonders, und er sprach zu seinen Knechten: Ziehet vor
mir her und lasset Raum zwischen Herde und Herde.
1Mo 32,17 Und er gebot dem ersten und sprach:
Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt und spricht: Wem gehörst du
an, und wohin gehst du, und wem gehören diese da vor dir?
1Mo 32,18 so sollst du sagen: Deinem Knechte
Jakob; es ist ein Geschenk, gesandt meinem Herrn, dem Esau; und siehe, er
selbst ist hinter uns.
1Mo 32,19 Und er gebot auch dem zweiten, auch
dem dritten, auch allen, die hinter den Herden hergingen, und sprach: Nach
diesem Worte sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr ihn findet,
1Mo 32,20 und sollt sagen: Siehe, dein Knecht
Jakob ist selbst hinter uns. Denn er sagte: Ich will ihn versöhnen {W.
sein Angesicht zudecken} durch das Geschenk, das vor mir hergeht, und danach
will ich sein Angesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen.
1Mo 32,21 Und das Geschenk zog vor ihm
her, und er übernachtete in jener Nacht im Lager.
1Mo 32,22 Und er stand in jener Nacht auf und
nahm seine zwei Weiber und seine zwei Mägde und seine elf Söhne und zog über
die Furt des Jabbok;
1Mo 32,23 und er nahm sie und führte
sie über den Fluß und führte hinüber, was er hatte.
1Mo 32,24 Und Jakob blieb allein
übrig; und es rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte aufging.
1Mo 32,25 Und als er sah, daß
er ihn nicht übermochte, da rührte er sein Hüftgelenk an; und das Hüftgelenk
Jakobs ward verrenkt, indem er mit ihm rang.
1Mo 32,26 Da sprach er: Laß
mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen; und er sprach: Ich lasse dich
nicht los, du habest mich denn gesegnet.
1Mo 32,27 Da sprach er zu ihm: Was ist
dein Name? Und er sprach: Jakob.
1Mo 32,28 Da sprach er: Nicht Jakob soll
hinfort dein Name heißen, sondern Israel; {Kämpfer Gottes} denn du
hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast obsiegt.
1Mo 32,29 Und Jakob fragte und sprach: Tue
mir doch deinen Namen kund! Da sprach er: Warum doch fragst du nach meinem
Namen? Und er segnete ihn daselbst.
1Mo 32,30 Und Jakob gab dem Orte den Namen Pniel: {Angesicht Gottes} denn ich
habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet
worden!
1Mo 32,31 Und die Sonne ging ihm auf,
als er über Pniel {H. Pnuel} hinaus war; und er hinkte an seiner Hüfte.
1Mo 32,32 Darum essen die Kinder Israel nicht
die Spannader, {Eig. den Sehnenstrang} die über
dem Hüftgelenk ist, bis auf den heutigen Tag, weil er das Hüftgelenk Jakobs,
die Spannader, angerührt hat.
1Mo 33,1 Und Jakob hob seine Augen auf und
sah: und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Und er verteilte die
Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde;
1Mo 33,2 und er stellte die Mägde und ihre
Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Joseph zuletzt.
1Mo 33,3 Er aber ging vor ihnen her
und beugte sich siebenmal zur Erde nieder, bis er nahe zu seinem Bruder kam.
1Mo 33,4 Und Esau lief ihm entgegen
und umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte
ihn; und sie weinten.
1Mo 33,5 Und er hob seine Augen auf und sah
die Weiber und die Kinder und sprach: Wer sind diese bei dir? Und er sprach:
Die Kinder, die Gott deinem Knechte beschert hat.
1Mo 33,6 Und die Mägde traten herzu,
sie und ihre Kinder, und verneigten sich.
1Mo 33,7 Und auch Lea trat herzu und ihre
Kinder, und sie verneigten sich. Und danach traten Joseph und Rahel herzu und
verneigten sich.
1Mo 33,8 Und er sprach: Was willst du mit
diesem ganzen Zug, dem ich begegnet bin? Und er sprach: Daß
ich Gnade fände in den Augen meines Herrn.
1Mo 33,9 Da sprach Esau: Ich habe
genug, mein Bruder; es sei dein was du hast.
1Mo 33,10 Und Jakob sprach: Nicht
doch; wenn ich anders Gnade gefunden habe in deinen Augen, so nimm mein
Geschenk von meiner Hand, da ich nun einmal dein
Angesicht gesehen habe, {O. denn darum habe ich} als hätte
ich Gottes Angesicht gesehen, und du Wohlgefallen an mir gehabt hast.
1Mo 33,11 Nimm doch mein Geschenk, {Eig.
meinen Segen, wie1. Sam. 25,27} das dir überbracht worden ist; denn
Gott hat es mir beschert, {O. hat mir Gnade erwiesen} und ich
habe alles. Und er drang in ihn, und er nahm es.
1Mo 33,12 Und Esau {W.
er} sprach: Laß uns aufbrechen und weiterziehen,
und ich will vor {O. neben} dir herziehen.
1Mo 33,13 Und er sprach zu ihm: Mein Herr
weiß, daß die Kinder zart sind und daß ich säugende Schafe {Eig. Kleinvieh} und Kühe
bei mir habe; wenn man sie nur einen Tag übertriebe, so würde die ganze Herde
sterben.
1Mo 33,14 Mein Herr ziehe doch vor seinem
Knechte hin, und ich will einherziehen nach meiner
Gemächlichkeit, nach dem Gange des Viehes, das vor mir ist, und nach dem Gange
der Kinder, bis ich zu meinem Herrn komme nach
Seir.
1Mo 33,15 Und Esau sprach: Ich will doch von
dem Volke bei dir zurücklassen, das bei mir ist. Und er sprach: Wozu das?
Möchte ich Gnade finden in den Augen meines Herrn!
1Mo 33,16 Und Esau kehrte an selbigem
Tage seines Weges zurück nach Seir.
1Mo 33,17 Und Jakob brach auf nach Sukkoth und baute sich ein Haus, und seinem Vieh machte er
Hütten; darum gab er dem Orte den Namen Sukkoth. {Hütten}
1Mo 33,18 Und Jakob kam wohlbehalten nach der
Stadt Sichem, die im Lande Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram
kam, und lagerte vor der Stadt.
1Mo 33,19 Und er kaufte das Stück Feld, wo er
sein Zelt aufgeschlagen hatte, von der Hand der Söhne Hemors,
des Vaters Sichems, um hundert Kesita.
1Mo 33,20 Und er richtete daselbst
einen Altar auf und nannte ihn: Gott, {El} der Gott
Israels.
1Mo 34,1 Und Dina, die Tochter Leas,
die sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen.
1Mo 34,2 Und es sah sie Sichem, der Sohn Hemors, des Hewiters, des Fürsten
des Landes, und er nahm sie und lag bei ihr und schwächte sie.
1Mo 34,3 Und seine Seele hing an Dina, der
Tochter Jakobs, und er liebte das Mädchen und redete zum Herzen des Mädchens.
1Mo 34,4 Und Sichem sprach zu Hemor, seinem Vater, und sagte: Nimm mir dieses Mädchen zum
Weibe.
1Mo 34,5 Und Jakob hörte, daß er seine Tochter Dina entehrt hatte; seine Söhne aber
waren mit seinem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg, bis sie kamen.
1Mo 34,6 Und Hemor,
der Vater Sichems, kam heraus zu Jakob, um mit ihm zu reden.
1Mo 34,7 Und die Söhne Jakobs kamen vom
Felde, sobald sie es hörten; und die Männer kränkten sich und ergrimmten sehr,
weil er eine Schandtat in Israel verübt hatte, bei der Tochter Jakobs zu
liegen; und also sollte nicht geschehen.
1Mo 34,8 Und Hemor
redete mit ihnen und sprach: Sichem, mein Sohn - seine Seele hängt an eurer
Tochter: gebet sie ihm doch zum Weibe,
1Mo 34,9 und verschwägert euch mit
uns: gebet uns eure Töchter und nehmet euch unsere Töchter;
1Mo 34,10 und wohnet bei uns, und das Land
soll vor euch sein: wohnet und verkehret darin, und machet euch darin ansässig.
1Mo 34,11 Und Sichem sprach zu ihrem Vater
und zu ihren Brüdern: Möge ich Gnade finden in euren Augen! und was ihr mir
sagen werdet, will ich geben.
1Mo 34,12 Leget mir sehr viel auf als
Heiratsgabe und Geschenk, und ich will es geben, so wie ihr mir sagen werdet;
und gebet mir das Mädchen zum Weibe.
1Mo 34,13 Und die Söhne Jakobs antworteten
Sichem und seinem Vater Hemor betrüglich
und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte;
1Mo 34,14 Und sie sprachen zu ihm: Wir können
dies nicht tun, unsere Schwester einem unbeschnittenen Manne zu geben, denn das
wäre eine Schande für uns.
1Mo 34,15 Nur {O. Doch; so
auch V.22} unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr
werdet wie wir, indem alles Männliche bei euch beschnitten wird;
1Mo 34,16 dann wollen wir euch unsere Töchter
geben und eure Töchter uns nehmen, und wir wollen bei euch wohnen und ein Volk
sein.
1Mo 34,17 Wenn ihr aber nicht auf uns höret,
euch beschneiden zu lassen, so nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg.
1Mo 34,18 Und ihre Worte waren gut in
den Augen Hemors und Sichems, des Sohnes Hemors.
1Mo 34,19 Und der Jüngling zögerte nicht dies
zu tun, denn er hatte Gefallen an der Tochter Jakobs. Und er war geehrt vor
allen im Hause seines Vaters.
1Mo 34,20 Und Hemor
und Sichem, sein Sohn, kamen in das Tor ihrer Stadt, und sie redeten zu den
Männern ihrer Stadt und sprachen:
1Mo 34,21 Diese Männer sind friedlich
gegen uns, so mögen sie im Lande wohnen und darin verkehren; und das Land,
siehe, weit nach beiden Seiten ist es vor ihnen. Wir wollen uns ihre Töchter zu
Weibern nehmen und unsere Töchter ihnen geben.
1Mo 34,22 Nur unter der Bedingung wollen die
Männer uns zu Willen sein, bei uns zu wohnen, ein Volk zu sein, wenn bei uns
alles Männliche beschnitten werde, so wie sie beschnitten sind.
1Mo 34,23 Ihre Herden und ihr Besitz und all
ihr Vieh, {d.h. Zug- und Lastvieh}
werden die nicht unser sein? Nur laßt uns ihnen
zu Willen sein, und sie werden bei uns wohnen.
1Mo 34,24 Und sie hörten auf Hemor und auf Sichem, seinen Sohn, alle die zum Tore seiner
Stadt ausgingen; und alles Männliche wurde beschnitten, alle, die zum Tore
seiner Stadt ausgingen.
1Mo 34,25 Und es geschah am dritten
Tage, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die zwei Söhne Jakobs, Simeon und
Levi, die Brüder Dinas, ein jeder sein Schwert und kamen kühn wider die Stadt {kamen
wider die sorglose Stadt} und ermordeten alles Männliche;
1Mo 34,26 auch Hemor
und seinen Sohn Sichem ermordeten sie mit der Schärfe des Schwertes und nahmen
Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
1Mo 34,27 Die Söhne Jakobs kamen über die
Erschlagenen und plünderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten.
1Mo 34,28 Ihr Kleinvieh und ihre
Rinder und ihre Esel, und was in der Stadt und was auf dem Felde war, nahmen
sie;
1Mo 34,29 und all ihr Vermögen und alle ihre
Kinder und ihre Weiber führten sie gefangen hinweg und raubten sie, und alles,
was in den Häusern war.
1Mo 34,30 Da sprach Jakob zu Simeon und zu
Levi: Ihr habt mich in Trübsal gebracht, indem ihr mich stinkend machet unter
den Bewohnern des Landes, unter den Kanaanitern und unter den Perisitern. Ich aber bin ein zählbares Häuflein, und sie
werden sich wider mich versammeln und mich schlagen, und ich werde vertilgt
werden, ich und mein Haus.
1Mo 34,31 Und sie sprachen: Sollte man
unsere Schwester wie eine Hure behandeln?
1Mo 35,1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache
dich auf, ziehe hinauf nach Bethel und wohne daselbst, und mache daselbst einen
Altar dem Gott, {El} der dir erschienen ist, als du vor
deinem Bruder Esau flohest.
1Mo 35,2 Da sprach Jakob zu seinem Hause und
zu allen, die bei ihm waren: Tut die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte
sind, und reiniget euch und wechselt eure Kleider;
1Mo 35,3 und wir wollen uns aufmachen
und nach Bethel hinaufziehen, und ich werde daselbst einen Altar machen dem
Gott, {El} der mir geantwortet hat am Tage meiner Drangsal und
mit mir gewesen ist auf dem Wege, den ich gewandelt bin.
1Mo 35,4 Und sie gaben Jakob alle fremden
Götter, die in ihrer Hand, und die Ringe, die in ihren Ohren waren, {d.h.
die sie als Amulettetrugen} und Jakob
vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem ist.
1Mo 35,5 Und sie brachen auf. Und der
Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so daß sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.
1Mo 35,6 Und Jakob kam nach Lus,
welches im Lande Kanaan liegt, das ist Bethel, er und alles Volk, das bei ihm
war.
1Mo 35,7 Und er baute daselbst einen Altar
und nannte den Ort El-Bethel: {Gott des Gotteshauses} denn Gott
hatte sich ihm daselbst geoffenbart, als er vor seinem Bruder floh.
1Mo 35,8 Und Debora, die Amme
Rebekkas, starb, und sie wurde begraben unterhalb Bethel unter der Eiche; und
man gab ihr den Namen Allon Bakuth. {Eichedes
Weinens}
1Mo 35,9 Und Gott erschien dem Jakob
wiederum, als er aus Paddan-Aram kam, und segnete
ihn.
1Mo 35,10 Und Gott sprach zu ihm: Dein Name
ist Jakob; dein Name soll hinfort nicht Jakob heißen, sondern Israel soll dein
Name sein. Und er gab ihm den Namen Israel.
1Mo 35,11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin
Gott, {El} der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine
Nation und ein Haufe von Nationen soll aus dir werden, und Könige sollen aus
deinen Lenden hervorkommen.
1Mo 35,12 Und das Land, das ich Abraham und
Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinem Samen nach dir will ich
das Land geben.
1Mo 35,13 Und Gott fuhr von ihm auf an
dem Orte, wo er mit ihm geredet hatte.
1Mo 35,14 Und Jakob richtete ein Denkmal auf
an dem Orte, wo er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal von Stein, und spendete
darauf ein Trankopfer und goß Öl darauf.
1Mo 35,15 Und Jakob gab dem Orte,
woselbst Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bethel.
1Mo 35,16 Und sie brachen auf von Bethel. Und
es war noch eine Strecke Landes, um nach Ephrath zu
kommen, da gebar Rahel, und es wurde ihr schwer bei ihrem Gebären.
1Mo 35,17 Und es geschah, als es ihr schwer
wurde bei ihrem Gebären, da sprach die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn
auch dieser ist dir ein Sohn!
1Mo 35,18 Und es geschah, als ihre Seele
ausging (denn sie starb), da gab sie ihm den Namen Benoni; {Sohn
meiner Not} sein Vater aber nannte ihn Benjamin. {Sohn
der Rechten, d.h. des Glückes}
1Mo 35,19 Und Rahel starb und wurde
begraben an dem Wege nach Ephrath, das ist Bethlehem.
1Mo 35,20 Und Jakob richtete über
ihrem Grabe ein Denkmal auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
1Mo 35,21 Und Israel brach auf und
schlug sein Zelt auf jenseit von Migdal-Heder. {Herdenturm}
1Mo 35,22 Und es geschah, als Israel in jenem
Lande wohnte, da ging Ruben hin und lag bei Bilha,
dem Kebsweibe seines Vaters. Und Israel hörte es. Und der Söhne Jakobs waren
zwölf.
1Mo 35,23 Die Söhne Leas: Ruben, der
Erstgeborene Jakobs, und Simeon und Levi und Juda und Issaschar
und Sebulon.
1Mo 35,24 Die Söhne Rahels: Joseph und
Benjamin.
1Mo 35,25 Die Söhne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naphtali.
1Mo 35,26 Und die Söhne Silpas,
der Magd Leas: Gad und Aser. Das sind die Söhne Jakobs, welche ihm in Paddan-Aram geboren wurden.
1Mo 35,27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak
nach Mamre, nach Kirjath-Arba,
das ist Hebron, woselbst Abraham und Isaak als Fremdlinge geweilt hatten.
1Mo 35,28 Und die Tage Isaaks waren
180 Jahre.
1Mo 35,29 Und Isaak verschied und starb, und
wurde versammelt zu seinen Völkern, alt und der Tage satt. Und Esau und Jakob,
seine Söhne, begruben ihn.
1Mo 36,1 Und dies sind die
Geschlechter Esaus, das ist Edom.
1Mo 36,2 Esau nahm seine Weiber von den
Töchtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter Anas, der Tochter Zibeons, des Hewiters,
1Mo 36,3 und Basmath,
die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajoths.
1Mo 36,4 Und Ada gebar dem Esau Eliphas, und Basmath gebar Reghuel.
1Mo 36,5 Und Oholibama
gebar Jeghusch und Jaghlam
und Korach. Das sind die Söhne Esaus, welche ihm im
Lande Kanaan geboren wurden.
1Mo 36,6 Und Esau nahm seine Weiber
und seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses, und seine
Herden und all sein Vieh {d.h. Zug- und Lastvieh}
und all sein Besitztum, das er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog in
ein Land, {O. landeinwärts. Nach einigen fehlt hier das
Wort Seir, wiees die
Syrische Übersetzung hat} von seinem Bruder Jakob hinweg.
1Mo 36,7 Denn ihre Habe war zu groß, daß sie hätten beieinander wohnen können, und das Land
ihres Aufenthaltes vermochte sie nicht zu tragen wegen ihrer Herden.
1Mo 36,8 Und Esau wohnte auf dem
Gebirge Seir. Esau, das ist Edom.
1Mo 36,9 Und dies sind die
Geschlechter Esaus, des Vaters von Edom, auf dem Gebirge Seir.
1Mo 36,10 Dies sind die Namen der Söhne
Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, des Weibes Esaus; Reghuel, der Sohn Basmaths, des
Weibes Esaus.
1Mo 36,11 Und die Söhne des Eliphas waren: Teman, Omar, Zepho und Gaetam und Kenas.
1Mo 36,12 Und Timna
war das Kebsweib des Eliphas, des Sohnes Esaus, und
sie gebar dem Eliphas Amalek. Das sind die Söhne
Adas, des Weibes Esaus.
1Mo 36,13 Und dies sind die Söhne Reghuels: Nachath und Serach, Schamma und Missa. Das
waren die Söhne Basmaths, des Weibes Esaus.
1Mo 36,14 Und dies waren die Söhne Oholibamas, der Tochter Anas, der Tochter Zibeons, des Weibes Esaus: sie gebar dem Esau Jeghusch, Jaghlam und Korach.
1Mo 36,15 Dies sind die Fürsten {Stammhäupter,
Häuptlinge} der Söhne Esaus: Die Söhne Eliphas',
des Erstgeborenen Esaus: der Fürst Teman, der Fürst
Omar, der Fürst Zepho, der Fürst Kenas,
1Mo 36,16 der Fürst Korach,
der Fürst Gaetam, der Fürst Amalek. Das sind die
Fürsten des Eliphas im Lande Edom; das sind die Söhne
Adas.
1Mo 36,17 Und dies sind die Söhne Reghuels, des Sohnes Esaus: der Fürst Nachath,
der Fürst Serach, der Fürst Schamma,
der Fürst Missa. Das sind die Fürsten des Reghuel im
Lande Edom; das sind die Söhne Basmaths, des Weibes
Esaus.
1Mo 36,18 Und dies sind die Söhne Oholibamas, des Weibes Esaus: der Fürst Jeghusch,
der Fürst Jaghlam, der Fürst Korach.
Das sind die Fürsten Oholibamas, der Tochter Anas,
des Weibes Esaus.
1Mo 36,19 Das sind die Söhne Esaus und
das ihre Fürsten; das ist Edom.
1Mo 36,20 Das sind die Söhne Seirs, des Horiters, die Bewohner
des Landes: Lotan und Schobal
und Zibeon und Ana und Dischon
und Ezer und Dischan.
1Mo 36,21 Das sind die Fürsten der Horiter, der Söhne Seirs, im
Lande Edom.
1Mo 36,22 Und die Söhne Lotans waren: Hori und Hemam, und die Schwester Lotans: Timna.
1Mo 36,23 Und dies sind die Söhne Schobals: Alwan und Manachath und Ebal, Schepho und Onam.
1Mo 36,24 Und dies sind die Söhne Zibeons: Aja und Ana. Das ist der Ana, welcher die warmen
Quellen in der Wüste fand, als er die Esel Zibeons,
seines Vaters, weidete.
1Mo 36,25 Und dies sind die Söhne
Anas: Dischon, und Oholibama,
die Tochter Anas.
1Mo 36,26 Und dies sind die Söhne Dischons: {H. Dischans} Hemdan und Eschban und Jithran und Keran.
1Mo 36,27 Dies sind die Söhne Ezers: Bilhan und Saawan und Akan.
1Mo 36,28 Dies sind die Söhne Dischans: Uz und Aran.
1Mo 36,29 Dies sind die Fürsten der Horiter: der Fürst Lotan, der
Fürst Schobal, der Fürst Zibeon,
der Fürst Ana,
1Mo 36,30 der Fürst Dischon,
der Fürst Ezer, der Fürst Dischan. Das sind die
Fürsten der Horiter, nach ihren Fürsten im Lande Seir.
1Mo 36,31 Und dies sind die Könige,
die im Lande Edom regiert haben, ehe ein König über die Kinder Israel regierte:
1Mo 36,32 Bela, der Sohn Beors, wurde König in Edom, und
der Name seiner Stadt war Dinhaba.
1Mo 36,33 Und Bela starb; und es ward
König an seiner Statt Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra.
1Mo 36,34 Und Jobab
starb; und es ward König an seiner Statt Huscham, aus
dem Lande der Temaniter.
1Mo 36,35 Und Huscham
starb; und es ward König an seiner Statt Hadad, der
Sohn Bedads, welcher Midian schlug im Gefilde Moabs;
und der Name seiner Stadt war Awith.
1Mo 36,36 Und Hadad
starb; und es ward König an seiner Statt Samla aus Masreka.
1Mo 36,37 Und Samla
starb; und es ward König an seiner Statt Saul aus Rechoboth
am Strome.
1Mo 36,38 Und Saul starb, und es ward
König an seiner Statt Baal-Hanan, der Sohn Akbors.
1Mo 36,39 Und Baal-Hanan, der Sohn Akbors, starb; und es ward König an seiner Statt Hadar; und der Name seiner Stadt war Paghu,
und der Name seines Weibes Mehetabeel, die Tochter Matreds, der Tochter Mesahabs.
1Mo 36,40 Und dies sind die Namen der
Fürsten Esaus, nach ihren Familien, nach ihren Ortschaften, mit ihren Namen:
der Fürst Timna, der Fürst Alwa, der Fürst Jetheth,
1Mo 36,41 der Fürst Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon,
1Mo 36,42 der Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst
Mibzar,
1Mo 36,43 der Fürst Magdiel,
der Fürst Iram. Das sind die Fürsten von Edom nach
ihren Wohnsitzen, im Lande ihres Eigentums. Das ist Esau, der Vater Edoms.
1Mo 37,1 Und Jakob wohnte in dem
Lande, in welchem sein Vater als Fremdling geweilt hatte, im Lande Kanaan.
1Mo 37,2 Dies ist die Geschichte Jakobs:
Joseph, siebzehn Jahre alt, weidete die Herde mit seinen Brüdern; und er war
als Knabe bei den Söhnen Bilhas und bei {O.
(und er war noch ein Knabe), mit den Söhnen Bilhas
und mit} den Söhnen Silpas, der Weiber
seines Vaters. Und Joseph hinterbrachte ihrem Vater die üble Nachrede von
ihnen.
1Mo 37,3 Und Israel hatte Joseph
lieber als alle seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte
ihm einen langen Leibrock. {d.h. ein bis auf die Knöchel reichendes
Unterkleid mit Ärmelnund farbigen Rändern, das nur Vornehmetrugen}
1Mo 37,4 Und als seine Brüder sahen, daß ihr Vater ihn lieber hatte als alle seine Brüder, da haßten sie ihn und vermochten nicht, ihn zu grüßen.
1Mo 37,5 Und Joseph hatte einen Traum
und teilte ihn seinen Brüdern mit; und sie haßten ihn
noch mehr.
1Mo 37,6 Und er sprach zu ihnen:
Höret doch diesen Traum, den ich gehabt habe:
1Mo 37,7 Siehe, wir banden Garben auf dem
Felde, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen;
und siehe, eure Garben kamen ringsum und verneigten sich vor meiner Garbe.
1Mo 37,8 Da sprachen seine Brüder zu ihm:
Solltest du gar König über uns sein, solltest du gar über uns herrschen? Und
sie haßten ihn noch mehr um seiner Träume und um
seiner Worte willen.
1Mo 37,9 Und er hatte noch einen anderen
Traum und erzählte ihn seinen Brüdern und sprach: Siehe, noch einen Traum habe
ich gehabt, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor
mir nieder.
1Mo 37,10 Und er erzählte es seinem Vater und
seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das für ein
Traum, den du gehabt hast? Sollen wir gar kommen, ich und deine Mutter und
deine Brüder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen?
1Mo 37,11 Und seine Brüder waren
eifersüchtig auf ihn; aber sein Vater bewahrte das Wort.
1Mo 37,12 Und seine Brüder gingen hin,
um die Herde {Eig. das Kleinvieh} ihres
Vaters zu weiden zu Sichem.
1Mo 37,13 Und Israel sprach zu Joseph:
Weiden nicht deine Brüder zu Sichem? Komm, daß ich
dich zu ihnen sende!
Und er sprach zu ihm: Hier bin ich.
1Mo
37,14 Und er sprach zu ihm: Gehe doch hin, sieh nach dem
Wohlergehen deiner Brüder und nach dem Wohlergehen der Herde und bringe mir
Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tale von Hebron, und er kam nach Sichem.
1Mo 37,15 Und ein Mann fand ihn, und siehe,
er irrte auf dem Felde umher; und der Mann fragte ihn und sprach: Was suchst
du?
1Mo 37,16 Und er sprach: Ich suche
meine Brüder; tue mir doch kund, wo sie weiden.
1Mo 37,17 Und der Mann sprach: Sie sind von
hier aufgebrochen, denn ich hörte sie sagen: Laßt uns
nach Dothan ziehen! Da ging Joseph seinen Brüdern
nach und fand sie zu Dothan.
1Mo 37,18 Und sie sahen ihn von ferne;
und ehe er ihnen nahte, da ersannen sie gegen ihn den Anschlag, ihn zu töten.
1Mo 37,19 Und sie sprachen einer zum
anderen: Siehe, da kommt jener Träumer!
1Mo 37,20 So kommt nun und laßt uns ihn erschlagen und ihn in eine der Gruben {d.h.
Cisternen, Regenbrunnen} werfen, und
wir wollen sagen: Ein böses Tier hat ihn gefressen; und wir werden sehen, was
aus seinen Träumen wird.
1Mo 37,21 Und Ruben hörte es und
errettete ihn aus ihrer Hand und sprach: Laßt uns ihn
nicht totschlagen!
1Mo 37,22 Und Ruben sprach zu ihnen:
Vergießet nicht Blut; werfet ihn in diese Grube, die in der Wüste ist, und
leget nicht Hand an ihn - auf daß er ihn aus ihrer
Hand errettete, um ihn wieder zu seinem Vater zu bringen.
1Mo 37,23 Und es geschah, als Joseph zu
seinen Brüdern kam, da zogen sie Joseph seinen Leibrock aus, den langen
Leibrock, den er anhatte;
1Mo 37,24 und sie nahmen ihn und
warfen ihn in die Grube; die Grube aber war leer, es war kein Wasser darin.
1Mo
37,25 Und sie setzten sich, um zu essen. Und sie hoben ihre Augen
auf und sahen: und siehe, ein Zug Ismaeliter kam von
Gilead her; und ihre Kamele trugen Tragant {ein wohlriechendes
Harz} und Balsamharz und Ladanum; {ein
wohlriechendes Harz} sie zogen hin, um es nach Ägypten hinabzubringen.
1Mo 37,26 Da sprach Juda zu seinen Brüdern:
Was für ein Gewinn ist es, daß wir unseren Bruder
erschlagen und sein Blut verhehlen?
1Mo 37,27 Kommt, laßt
uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere Hand
sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er! Und seine Brüder
hörten darauf.
1Mo
37,28 Als nun die midianitischen Männer,
die Kaufleute, vorüberkamen, da zogen und holten sie Joseph aus der Grube
herauf und verkauften Joseph an die Ismaeliter um
zwanzig Silbersekel; und sie brachten Joseph nach Ägypten.
1Mo 37,29 Und als Ruben zur Grube
zurückkam, und siehe, Joseph war nicht in der Grube, da zerriß
er seine Kleider.
1Mo 37,30 Und er kehrte zu seinen
Brüdern zurück und sprach: Der Knabe ist nicht da, und ich, wohin soll ich
gehen?
1Mo 37,31 Und sie nahmen den Leibrock
Josephs und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Leibrock in das
Blut;
1Mo 37,32 und sie schickten den langen
Leibrock hin und ließen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Dieses haben wir
gefunden; erkenne doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht.
1Mo 37,33 Und er erkannte ihn und sprach: Der
Leibrock meines Sohnes! Ein böses Tier hat ihn gefressen, Joseph ist gewißlich zerrissen worden!
1Mo 37,34 Und Jakob zerriß
seine Kleider und legte Sacktuch um seine Lenden, und er trug Leid um seinen
Sohn viele Tage.
1Mo
37,35 Und alle seine Söhne und alle seine Töchter machten sich auf,
um ihn zu trösten; aber er verweigerte es, sich trösten zu lassen, und sprach:
Denn leidtragend werde ich zu meinem Sohne hinabfahren in den Scheol! Und sein
Vater beweinte ihn.
1Mo 37,36 Und die Midianiter {H.
Medanim. S. Kap. 25,2} verkauften ihn nach Ägypten,
an Potiphar, einen Kämmerer des Pharao, den Obersten
der Leibwache.
1Mo 38,1 Und es geschah zu selbiger Zeit, daß Juda von seinen Brüdern hinabzog
und zu einem Manne von Adullam einkehrte mit Namen Hira.
1Mo 38,2 Und Juda sah daselbst die Tochter
eines kanaanitischen Mannes, mit Namen Schua; und er
nahm sie und ging zu ihr ein.
1Mo 38,3 Und sie wurde schwanger und
gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gher.
1Mo 38,4 Und sie wurde abermals
schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Onan.
1Mo 38,5 Und wiederum gebar sie einen Sohn,
und sie gab ihm den Namen Schela; Juda {W.
er; and. l. sie} war aber zu Kesib, als sie ihn
gebar.
1Mo 38,6 Und Juda nahm ein Weib für Gher, seinen Erstgeborenen, und ihr Name war Tamar.
1Mo 38,7 Und Gher,
der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen Jehovas, und Jehova tötete ihn.
1Mo 38,8 Da sprach Juda zu Onan: Gehe ein zu dem Weibe deines Bruders, und leiste ihr
die Schwagerpflicht und erwecke deinem Bruder Samen.
1Mo 38,9 Da aber Onan
wußte, daß der Same nicht
sein eigen sein sollte, so geschah es, wenn er zu dem Weibe seines Bruders
einging, daß er ihn verderbte zur Erde, um seinem
Bruder keinen Samen zu geben.
1Mo 38,10 Und es war übel in den Augen
Jehovas, was er tat; und er tötete auch ihn.
1Mo 38,11 Da sprach Juda zu Tamar,
seiner Schwiegertochter: Bleibe Witwe im Hause deines Vaters, bis mein Sohn Schela groß sein wird. Denn er sagte: Daß
nicht auch er sterbe wie seine Brüder! Und Tamar ging hin und blieb im Hause
ihres Vaters.
1Mo 38,12 Als der Tage viele geworden, da
starb die Tochter Schuas, das Weib Judas. Und als
Juda getröstet war, ging er zu seinen Schafscherern hinauf, er und Hira, sein Freund, der Adullamiter,
nach Timna.
1Mo 38,13 Und es wurde der Tamar berichtet
und gesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht nach Timna
hinauf, um seine Schafe zu scheren.
1Mo 38,14 Da legte sie die Kleider ihrer
Witwenschaft von sich und bedeckte sich mit einem Schleier {Vergl.
die anm. zu Kap. 24, 65} und
verhüllte sich; und sie setzte sich an den Eingang von Enaim,
das am Wege nach Timna liegt; denn sie sah, daß Schela groß geworden war und
sie ihm nicht zum Weibe gegeben wurde.
1Mo 38,15 Und Juda sah sie und hielt
sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Angesicht bedeckt.
1Mo 38,16 Und er bog zu ihr ab in den Weg und
sprach: Wohlan, laß mich zu dir eingehen! Denn er wußte nicht, daß sie seine
Schwiegertochter war. Und sie sprach: Was willst du mir geben, daß du zu mir eingehst?
1Mo 38,17 Da sprach er: Ich will dir ein
Ziegenböcklein von der Herde senden. Und sie sprach: Wenn du ein Pfand gibst,
bis du es sendest.
1Mo 38,18 Und er sprach: Was für ein Pfand
soll ich dir geben? Und sie sprach: Deinen Siegelring und deine Schnur und
deinen Stab, der in deiner Hand ist. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und
sie ward schwanger von ihm.
1Mo 38,19 Und sie stand auf und ging hin, und
sie legte ihren Schleier von sich und zog die Kleider ihrer Witwenschaft an.
1Mo 38,20 Und Juda sandte das Ziegenböcklein
durch die Hand seines Freundes, des Adullamiters, um
das Pfand aus der Hand des Weibes zu nehmen; aber er fand sie nicht.
1Mo 38,21 Und er fragte die Leute ihres Ortes
und sprach: Wo ist jene Buhlerin, {Eig. Geweihte, d.h.
dem Dienste der Astarte, der Liebesgöttin der Kanaaniter, geweiht} die zu Enaim am Wege war? Und sie sprachen: Hier ist keine
Buhlerin gewesen.
1Mo 38,22 Und er kehrte zu Juda zurück und
sprach: Ich habe sie nicht gefunden, und auch sagten die Leute des Ortes: Hier
ist keine Buhlerin gewesen.
1Mo 38,23 Da sprach Juda: Sie behalte es für
sich, daß wir nicht zum Gespött werden; siehe, ich
habe dieses Böcklein gesandt, und du hast sie ja nicht gefunden.
1Mo
38,24 Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda
berichtet und gesagt: Tamar, deine Schwiegertochter, hat gehurt, und siehe, sie
ist auch schwanger von Hurerei. Da sprach Juda: Führet sie hinaus, daß sie verbrannt werde!
1Mo
38,25 Als sie hinausgeführt wurde, da sandte sie zu ihrem
Schwiegervater und ließ ihm sagen: Von dem Manne, dem dieses gehört, bin ich
schwanger; und sie sprach: Erkenne doch, wem dieser Siegelring und diese Schnur
und dieser Stab gehören!
1Mo 38,26 Und Juda erkannte es und sprach:
Sie ist gerechter als ich, darum daß ich sie nicht
meinem Sohne Schela gegeben habe; und er erkannte sie
hinfort nicht mehr.
1Mo 38,27 Und es geschah zur Zeit, als
sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe.
1Mo 38,28 Und es geschah, während sie gebar,
da streckte einer die Hand heraus, und die Hebamme nahm sie und band einen Karmesinfaden um seine Hand und sprach: Dieser ist zuerst
herausgekommen.
1Mo 38,29 Und es geschah, als er seine
Hand zurückzog, siehe, da kam sein Bruder heraus; und sie sprach: Wie bist du
durchgebrochen! Auf dir sei der Bruch! {O. sprach: Was für einenRiß hast du um dich gerissen} Und man gab
ihm den Namen Perez. {Bruch, Riß}
1Mo 38,30 Und danach kam sein Bruder
heraus, um dessen Hand der Karmesinfaden war, und man
gab ihm den Namen Serach. {Aufgang,
Glanz}
1Mo 39,1 Und Joseph wurde nach Ägypten
hinabgeführt; und Potiphar, ein Kämmerer des Pharao,
der Oberste der Leibwache, ein ägyptischer Mann, kaufte ihn aus der Hand der Ismaeliter, die ihn dorthin hinabgeführt hatten.
1Mo 39,2 Und Jehova war mit Joseph,
und er war ein Mann, dem alles gelang; und er war im Hause seines Herrn, des
Ägypters.
1Mo 39,3 Und sein Herr sah, daß Jehova mit ihm war, und daß
Jehova alles, was er tat, in seiner Hand gelingen ließ.
1Mo 39,4 Und Joseph fand Gnade in seinen
Augen und diente ihm; und er bestellte ihn über sein Haus, und alles was er
hatte, gab er in seine Hand.
1Mo 39,5 Und es geschah, seitdem er
ihn über sein Haus bestellt und über alles was er hatte, daß
Jehova das Haus des Ägypters segnete um Josephs willen; und der Segen Jehovas
war auf allem, was er hatte, im Hause und auf dem Felde.
1Mo 39,6 Und er überließ alles, was er
hatte, der Hand Josephs und kümmerte sich um gar nichts bei ihm, außer um das
Brot, das er aß. Und Joseph war schön von Gestalt und schön von Angesicht. {O.
Ansehen}
1Mo 39,7 Und es geschah nach diesen Dingen,
da warf das Weib seines Herrn ihre Augen auf Joseph und sprach: Liege bei mir!
1Mo 39,8 Er aber weigerte sich und sprach zu
dem Weibe seines Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich um nichts bei mir im
Hause; und alles, was er hat, hat er in meine Hand gegeben.
1Mo 39,9 Niemand ist größer in diesem Hause
als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, indem du sein
Weib bist; und wie sollte ich dieses große Übel tun und wider Gott sündigen?
1Mo 39,10 Und es geschah, als sie Joseph Tag
für Tag ansprach, und er nicht auf sie hörte, bei ihr zu liegen, bei ihr zu
sein,
1Mo 39,11 da geschah es an einem solchen
Tage, {O. um dieseZeit} daß er ins Haus ging, um sein Geschäft zu besorgen, und
kein Mensch von den Leuten des Hauses war daselbst im Hause;
1Mo 39,12 und sie ergriff ihn bei seinem
Kleide und sprach: Liege bei mir! Er aber ließ sein Kleid in ihrer Hand und
floh und lief hinaus.
1Mo 39,13 Und es geschah, als sie sah,
daß er sein Kleid in ihrer Hand gelassen hatte und
hinausgeflohen war,
1Mo
39,14 da rief sie den Leuten ihres Hauses und sprach zu ihnen und
sagte: Sehet, er hat uns einen hebräischen Mann hergebracht, um Spott mit uns
zu treiben. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu liegen, und ich habe mit
lauter Stimme gerufen.
1Mo 39,15 Und es geschah, als er hörte, daß ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Kleid
neben mir und floh und ging hinaus.
1Mo 39,16 Und sie legte {O.
ließ liegen} sein Kleid neben sich, bis sein Herr nach Hause kam.
1Mo 39,17 Und sie redete zu ihm nach diesen
Worten und sprach: Der hebräische Knecht, den du uns hergebracht hast, ist zu
mir gekommen, um Spott mit mir zu treiben;
1Mo 39,18 und es geschah, als ich
meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Kleid neben mir und floh hinaus.
1Mo 39,19 Und es geschah, als sein Herr die
Worte seines Weibes hörte, die sie zu ihm redete, indem sie sprach: Nach diesen
Worten hat mir dein Knecht getan, da entbrannte sein Zorn.
1Mo 39,20 Und Josephs Herr nahm ihn und legte
ihn in die Feste, an den Ort, wo die Gefangenen des Königs gefangen lagen; und
er war daselbst in der Feste.
1Mo 39,21 Und Jehova war mit Joseph
und wandte ihm Güte zu, und gab ihm Gnade in den Augen des Obersten der
Feste.
1Mo 39,22 Und der Oberste der Feste übergab
alle Gefangenen, die in der Feste waren, der Hand Josephs; und alles was
daselbst zu tun war, das tat er.
1Mo 39,23 Der Oberste der Feste sah nicht
nach dem Geringsten, das unter seiner Hand war, weil Jehova mit ihm war; und
was er tat ließ Jehova gelingen.
1Mo 40,1 Und es geschah nach diesen Dingen,
da versündigten sich der Schenke des Königs von Ägypten und der Bäcker gegen
ihren Herrn, den König von Ägypten.
1Mo 40,2 Und der Pharao ward sehr zornig
über seine beiden Kämmerer, über den Obersten der Schenken und über den
Obersten der Bäcker;
1Mo 40,3 und er setzte sie in Gewahrsam in
das Haus des Obersten der Leibwache, in die Feste, an den Ort, wo Joseph
gefangen lag.
1Mo 40,4 Und der Oberste der Leibwache
bestellte Joseph zu ihnen, und er bediente sie; und sie waren eine Zeitlang in
Gewahrsam.
1Mo 40,5 Und sie hatten beide einen Traum,
ein jeder seinen Traum in einer Nacht, ein jeder nach der Deutung seines
Traumes, der Schenke und der Bäcker des Königs von Ägypten, die in der Feste
gefangen lagen.
1Mo 40,6 Und Joseph kam am Morgen zu
ihnen und sah sie, und siehe, sie waren mißmutig.
1Mo 40,7 Und er fragte die Kämmerer des
Pharao, die mit ihm im Hause seines Herrn in Gewahrsam waren, und sprach: Warum
sind eure Angesichter heute so trübe?
1Mo 40,8 Und sie sprachen zu ihm: Wir haben
einen Traum gehabt, und da ist niemand, der ihn deute. Und Joseph sprach zu
ihnen: Sind die Deutungen nicht Gottes? Erzählet mir doch.
1Mo 40,9 Da erzählte der Oberste der
Schenken dem Joseph seinen Traum und sprach zu ihm: In meinem Traume, siehe, da
war ein Weinstock vor mir,
1Mo 40,10 und an dem Weinstock drei Reben;
und sowie er knospte, schoß seine Blüte auf, seine
Traubenkämme reiften zu Trauben.
1Mo 40,11 Und der Becher des Pharao war in
meiner Hand, und ich nahm die Trauben und preßte sie
aus in den Becher des Pharao und gab den Becher in des Pharao Hand.
1Mo 40,12 Und Joseph sprach zu ihm:
Dies ist seine Deutung: Die drei Reben sind drei Tage.
1Mo 40,13 In noch drei Tagen wird der Pharao
dein Haupt erheben und dich wieder in deine Stelle einsetzen, und du wirst den
Becher des Pharao in seine Hand geben, nach der früheren Weise, da du sein
Schenke warst.
1Mo 40,14 Aber gedenke meiner bei dir, wenn
es dir wohlgeht, und erweise doch Güte an mir und
erwähne meiner bei dem Pharao und bringe mich aus diesem Hause heraus;
1Mo 40,15 denn gestohlen bin ich aus
dem Lande der Hebräer, und auch hier habe ich gar nichts getan, daß sie mich in den Kerker {Eig. in die
Grube. Soauch Kap. 41,14} gesetzt
haben.
1Mo 40,16 Und der Oberste der Bäcker sah, daß er gut gedeutet hatte, und er sprach zu Joseph: Auch
ich sah in meinem Traume, und siehe, drei Körbe mit Weißbrot {And.
üb.: drei geflochtene Körbe} waren auf meinem Kopfe,
1Mo 40,17 und im obersten Korbe allerlei Eßwaren des Pharao, Backwerk; und das Gevögel fraß sie aus
dem Korbe auf meinem Kopfe weg.
1Mo 40,18 Und Joseph antwortete und
sprach: Dies ist seine Deutung:
1Mo 40,19 Die drei Körbe sind drei Tage. In
noch drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben {ein
Wortspiel; vergleiche V.13. und 20} und dich an ein Holz hängen, und
das Gevögel wird dein Fleisch von dir wegfressen.
1Mo
40,20 Und es geschah am dritten Tage, dem Geburtstage des Pharao,
da machte er allen seinen Knechten ein Mahl; und er erhob das Haupt des
Obersten der Schenken und das Haupt des Obersten der Bäcker unter seinen
Knechten.
1Mo 40,21 Und er setzte den Obersten der
Schenken wieder in sein Schenkamt, daß er den Becher
in des Pharao Hand gab;
1Mo 40,22 und den Obersten der Bäcker
ließ er hängen, so wie Joseph ihnen gedeutet hatte.
1Mo 40,23 Aber der Oberste der
Schenken gedachte nicht an Joseph und vergaß ihn.
1Mo 41,1 Und es geschah nach Verlauf von
zwei vollen Jahren, daß der Pharao träumte: und
siehe, er stand am Strome.
1Mo 41,2 Und siehe, aus dem Strome stiegen
sieben Kühe herauf, schön von Ansehen und fett an Fleisch, und sie weideten im
Riedgrase.
1Mo 41,3 Und siehe, sieben andere Kühe
stiegen nach ihnen aus dem Strome herauf, häßlich von
Ansehen und mager an Fleisch, und sie standen neben den Kühen am Ufer des
Stromes.
1Mo 41,4 Und die Kühe, die häßlich von Ansehen und mager an Fleisch waren, fraßen die
sieben Kühe, die schön von Ansehen und fett waren. Und der Pharao erwachte.
1Mo 41,5 Und er schlief ein und träumte zum
zweiten Male: und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an einem Halme, fett und
schön.
1Mo 41,6 Und siehe, sieben Ähren,
mager und vom Ostwinde versengt, sproßten nach ihnen
auf.
1Mo 41,7 Und die mageren Ähren verschlangen
die sieben fetten und vollen Ähren. Und der Pharao erwachte, und siehe, es war
ein Traum.
1Mo 41,8 Und es geschah am Morgen, da
war sein Geist voll Unruhe, und er sandte hin und ließ alle Schriftgelehrten
{die Schreiber und Deuter der heiligen
Geheimschrift} Ägyptens und alle seine {d.i. Ägyptens} Weisen
rufen; und der Pharao erzählte ihnen seine Träume, {Eig.
seinen Traum} aber da war keiner, der sie dem Pharao deutete.
1Mo 41,9 Da redete der Oberste der Schenken
zum Pharao und sprach: Ich gedenke heute meiner Sünden. {O.
Ich muß heute meine Sünden in Erinnerung bringen}
1Mo 41,10 Der Pharao war sehr zornig über
seine Knechte und setzte mich in Gewahrsam in das Haus des Obersten der
Leibwache, mich und den Obersten der Bäcker.
1Mo 41,11 Und wir hatten einen Traum in einer
Nacht, ich und er; wir träumten ein jeder nach der Deutung seines Traumes.
1Mo 41,12 Und daselbst war bei uns ein
hebräischer Jüngling, ein Knecht des Obersten der Leibwache, und wir erzählten
sie ihm; und er deutete uns unsere Träume, einem jeden deutete er nach seinem
Traume.
1Mo 41,13 Und es geschah, wie er uns deutete,
also ist es geschehen: mich hat der Pharao {W. er} wieder in
meine Stelle eingesetzt, und ihn hat er gehängt.
1Mo 41,14 Da sandte der Pharao hin und ließ
Joseph rufen; und sie ließen ihn eilends aus dem Kerker gehen. Und er schor
sich und wechselte seine Kleider und kam zu dem Pharao.
1Mo 41,15 Und der Pharao sprach zu Joseph:
Ich habe einen Traum gehabt, und da ist keiner, der ihn deute; ich habe aber
von dir sagen hören, du verstehest einen Traum, ihn zu deuten.
1Mo 41,16 Und Joseph antwortete dem Pharao
und sprach: Das steht nicht bei mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum
Heil ist.
1Mo 41,17 Da sprach der Pharao zu
Joseph: In meinem Traume, siehe, da stand ich am Ufer des Stromes.
1Mo 41,18 Und siehe, aus dem Strome stiegen
sieben Kühe herauf, fett an Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im
Riedgrase.
1Mo 41,19 Und siehe, sieben andere Kühe
stiegen nach ihnen herauf, dürr und sehr häßlich von
Gestalt und mager an Fleisch; ich habe wie diese an Häßlichkeit
keine gesehen im ganzen Lande Ägypten.
1Mo 41,20 Und die mageren und häßlichen Kühe fraßen die sieben ersten fetten Kühe;
1Mo 41,21 und sie kamen in ihren Bauch, und
man merkte nicht, daß sie in ihren Bauch gekommen
waren, und ihr Ansehen war häßlich, wie im Anfang.
Und ich erwachte.
1Mo 41,22 Und ich sah in meinem
Traume, und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an einem Halme, voll und schön.
1Mo 41,23 Und siehe, sieben Ähren,
dürftig, mager, vom Ostwinde versengt, sproßten nach
ihnen auf;
1Mo 41,24 und die mageren Ähren verschlangen
die sieben schönen Ähren. Und ich habe es den Schriftgelehrten gesagt; aber da
war keiner, der es mir kundtat.
1Mo 41,25 Und Joseph sprach zum Pharao: Der
Traum des Pharao ist einer; was Gott tun will, hat er dem Pharao kundgetan.
1Mo 41,26 Die sieben schönen Kühe sind sieben
Jahre, und die sieben schönen Ähren sind sieben Jahre; ein Traum ist es.
1Mo 41,27 Und die sieben mageren und häßlichen Kühe, die nach ihnen heraufstiegen, sind sieben
Jahre, so auch die sieben leeren, vom Ostwinde versengten Ähren: es werden
sieben Jahre der Hungersnot sein.
1Mo 41,28 Das ist das Wort, das ich zu
dem Pharao geredet habe: Was Gott tun will, hat er den Pharao sehen lassen.
1Mo 41,29 Siehe, sieben Jahre kommen,
großer Überfluß wird sein im ganzen Lande Ägypten.
1Mo 41,30 Und nach ihnen werden sieben Jahre
der Hungersnot entstehen, und aller Überfluß wird im
Lande Ägypten vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land verzehren.
1Mo 41,31 Und man wird nichts mehr von dem Überfluß im Lande wissen vor selbiger Hungersnot danach,
denn sie wird sehr schwer sein.
1Mo 41,32 Und was die zweimalige Wiederholung
des Traumes an den Pharao anlangt, es bedeutet, daß
die Sache von seiten Gottes fest beschlossen ist und daß Gott eilt, sie zu tun.
1Mo 41,33 Und nun ersehe sich der
Pharao einen verständigen und weisen Mann und setze ihn über das Land Ägypten.
1Mo 41,34 Dies tue der Pharao, daß er Aufseher über das Land bestelle und den Fünften vom
Lande Ägypten nehme in den sieben Jahren des Überflusses;
1Mo 41,35 und man sammle alle Speise dieser
kommenden guten Jahre und schütte Getreide auf unter des Pharao Hand zur Speise
in den Städten und bewahre es auf.
1Mo 41,36 Und die Speise sei zum Vorrat für
das Land für die sieben Jahre der Hungersnot, welche im Lande Ägypten sein
werden, daß das Land nicht vertilgt werde durch die
Hungersnot.
1Mo 41,37 Und das Wort war gut in den
Augen des Pharao und in den Augen aller seiner Knechte.
1Mo 41,38 Und der Pharao sprach zu seinen
Knechten: Werden wir einen finden wie diesen, einen Mann, in welchem der Geist
Gottes {O. der Götter} ist?
1Mo 41,39 Und der Pharao sprach zu Joseph:
Nachdem Gott dir dies alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie du.
1Mo 41,40 Du sollst über mein Haus sein, und
deinem Befehle soll mein ganzes Volk sich fügen; nur um den Thron will ich
größer sein als du.
1Mo 41,41 Und der Pharao sprach zu
Joseph: Siehe, ich habe dich über das ganze Land Ägypten gesetzt.
1Mo 41,42 Und der Pharao nahm seinen
Siegelring von seiner Hand und tat ihn an die Hand Josephs, und er kleidete ihn
in Kleider von Byssus {feinste weißeBaumwolle}
und legte die goldene Kette um seinen Hals.
1Mo 41,43 Und er ließ ihn auf dem zweiten
Wagen fahren, den er hatte, und man rief vor ihm her: Werfet euch nieder! - Und
er setzte ihn über das ganze Land Ägypten.
1Mo 41,44 Und der Pharao sprach zu Joseph:
Ich bin der Pharao, und ohne dich soll kein Mensch seine Hand oder seinen Fuß
aufheben im ganzen Lande Ägypten.
1Mo 41,45 Und der
Pharao gab Joseph den Namen: Zaphnath-Pahneach, {Wahrsch. ein entstelltes ägypt. Wort, welches bedeutet:
Retter der Welt od. Erhalter des Lebens} und gab ihm
Asnath, die Tochter Potipheras,
des Heiligers von On, {Ägyptisch: An,
der
Nameder
Stadt Heliopolis d.h. Sonnenstadt), die unweit des heutigen Kairo lag. Vergl.
Jer. 43. 13} zum Weibe. Und Joseph zog aus in das Land Ägypten.
1Mo 41,46 Und Joseph war dreißig Jahre alt,
als er vor dem Pharao, dem Könige von Ägypten, stand. Und Joseph ging weg von
dem Pharao und zog durch das ganze Land Ägypten.
1Mo 41,47 Und das Land trug in den
sieben Jahren des Überflusses händevoll.
1Mo 41,48 Und er sammelte alle Speise der
sieben Jahre, die im Lande Ägypten waren, und legte die Speise in die Städte;
die Speise des Gefildes der Stadt, das um sie her war, legte er darein.
1Mo 41,49 Und Joseph schüttete Getreide auf
wie Sand des Meeres, über die Maßen viel, bis man aufhörte zu zählen, denn es
war ohne Zahl.
1Mo 41,50 Und dem Joseph wurden zwei Söhne
geboren, ehe das Jahr der Hungersnot kam, welche Asnath
ihm gebar, die Tochter Potipheras, des Heiligers von On.
1Mo 41,51 Und Joseph gab dem Erstgeborenen
den Namen Manasse: {der vergessen macht} denn Gott
hat mich vergessen lassen all meine Mühsal und das ganze Haus meines Vaters.
1Mo 41,52 Und dem Zweiten gab er den Namen
Ephraim: {doppelte Fruchtbarkeit} denn Gott
hat mich fruchtbar gemacht im Lande meines Elends.
1Mo 41,53 Und es endigten die sieben
Jahre des Überflusses, der im Lande Ägypten gewesen war;
1Mo 41,54 und die sieben Jahre der Hungersnot
begannen zu kommen, so wie Joseph gesagt hatte. Und es war Hungersnot in allen
Ländern, aber im ganzen Lande Ägypten war Brot.
1Mo 41,55 Und das ganze Land Ägypten
hungerte; und das Volk schrie zum Pharao um Brot. Da sprach der Pharao zu allen
Ägyptern: Gehet zu Joseph; tut, was er euch sagt!
1Mo 41,56 Und die Hungersnot war auf der
ganzen Erde; und Joseph tat alles auf, worin Getreide war, und verkaufte es den
Ägyptern; und die Hungersnot war stark im Lande Ägypten.
1Mo 41,57 Und alle Welt {W.
die ganze Erde} kam nach Ägypten zu Joseph, um Getreide zu kaufen; denn die
Hungersnot war stark auf der ganzen Erde.
1Mo 42,1 Und Jakob sah, daß
Getreide in Ägypten war, und Jakob sprach zu seinen Söhnen: Was sehet ihr
einander an?
1Mo 42,2 Und er sprach: Siehe, ich habe
gehört, daß Getreide in Ägypten ist; ziehet hinab und
kaufet uns von dort Getreide, daß wir leben und nicht
sterben.
1Mo 42,3 Und die zehn Brüder Josephs
zogen hinab, um Getreide aus Ägypten zu kaufen.
1Mo 42,4 Aber Benjamin, Josephs Bruder,
sandte Jakob nicht mit seinen Brüdern; denn er sprach: Daß
ihm nicht etwa ein Unfall begegne.
1Mo 42,5 Und so kamen die Söhne Israels
unter den Ankommenden, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war im Lande
Kanaan.
1Mo 42,6 Und Joseph, er war der Gebieter
über das Land, er verkaufte das Getreide allem Volke des Landes. Und die Brüder
Josephs kamen und beugten sich vor ihm nieder, mit dem Antlitz zur Erde.
1Mo 42,7 Und Joseph sah seine Brüder und
erkannte sie; aber er stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen
und sprach zu ihnen: Woher kommet ihr? Und sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan,
um Speise zu kaufen.
1Mo 42,8 Und Joseph erkannte seine
Brüder; sie aber erkannten ihn nicht.
1Mo 42,9 Und Joseph gedachte der
Träume, die er von ihnen gehabt hatte, und er sprach zu ihnen: Ihr seid
Kundschafter; um zu sehen, wo das Land offen ist, {W.
die Blöße des Landes zu sehen. Soauch V.12} seid ihr
gekommen.
1Mo 42,10 Da sprachen sie zu ihm:
Nein, mein Herr; sondern deine Knechte sind gekommen, um Speise zu kaufen.
1Mo 42,11 Wir alle sind eines Mannes
Söhne; wir sind redlich, deine Knechte sind nicht Kundschafter.
1Mo 42,12 Und er sprach zu ihnen:
Nein, sondern ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist.
1Mo 42,13 Und sie sprachen: Zwölf Brüder sind
wir, deine Knechte, Söhne eines Mannes im Lande Kanaan; und siehe, der jüngste
ist heute bei unserem Vater, und der eine ist nicht mehr.
1Mo 42,14 Da sprach Joseph zu ihnen:
Das ist es, was ich zu euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr!
1Mo 42,15 Daran sollt ihr geprüft werden:
Beim Leben des Pharao! wenn ihr von hier weggehet, es sei denn, daß euer jüngster Bruder hierher komme!
1Mo 42,16 Sendet einen von euch hin, daß er euren Bruder hole; ihr aber bleibet gefangen, und
eure Worte sollen geprüft werden, ob Wahrheit bei euch ist; und wenn nicht beim
Leben des Pharao! so seid ihr Kundschafter.
1Mo 42,17 Und er setzte sie drei Tage
zusammen in Gewahrsam.
1Mo 42,18 Und am dritten Tage sprach
Joseph zu ihnen: Tut dieses, und ihr sollt leben; ich fürchte Gott:
1Mo 42,19 Wenn ihr redlich seid, so bleibe
einer eurer Brüder gefangen im Hause eures Gewahrsams; ihr aber, ziehet hin,
bringet Getreide für den Bedarf {W. den Hunger; soauch V.33} eurer Häuser;
1Mo 42,20 und euren jüngsten Bruder sollt ihr
zu mir bringen, daß eure Worte sich bewähren, und ihr
nicht sterbet. Und sie taten also.
1Mo 42,21 Da sprachen sie einer zum anderen:
Fürwahr, wir sind schuldig {O. wir büßen} wegen unseres
Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er zu uns flehte, und wir hörten
nicht; darum ist diese Drangsal über uns gekommen.
1Mo 42,22 Und Ruben antwortete ihnen und
sprach: Habe ich nicht zu euch gesprochen und gesagt: Versündiget euch nicht an
dem Knaben? Aber ihr hörtet nicht; und siehe, sein Blut wird auch gefordert!
1Mo 42,23 Sie aber wußten
nicht, daß Joseph es verstand, denn ein Dolmetscher
war zwischen ihnen.
1Mo 42,24 Und er wandte sich von ihnen ab und
weinte. Und er kehrte zu ihnen zurück und redete zu ihnen; und er nahm Simeon
aus ihrer Mitte und band ihn vor ihren Augen.
1Mo 42,25 Und Joseph gebot, daß man ihre Gefäße mit Getreide fülle und ihr Geld
zurückgebe, einem jeden in seinen Sack, und ihnen Zehrung gebe auf den Weg. Und
man tat ihnen also.
1Mo 42,26 Und sie luden ihr Getreide
auf ihre Esel und zogen von dannen.
1Mo 42,27 Und einer öffnete seinen
Sack, um seinem Esel in der Herberge Futter zu geben; und er sah sein Geld, und
siehe, es war oben in seinem Sacke. {W. an der Öffnung
seines}
1Mo
42,28 Und er sprach zu seinen Brüdern: Mein Geld ist mir wieder
geworden, und siehe, es ist sogar in meinem Sacke. Da entfiel ihnen das Herz,
und sie sahen einander erschrocken an und sprachen: Was hat Gott uns da getan!
1Mo 42,29 Und sie kamen in das Land Kanaan zu
ihrem Vater Jakob und berichteten ihm alles, was ihnen widerfahren war, und
sprachen:
1Mo 42,30 Der Mann, der Herr des
Landes, redete hart mit uns und behandelte uns wie Kundschafter des Landes.
1Mo 42,31 Und wir sprachen zu ihm: Wir
sind redlich, wir sind nicht Kundschafter;
1Mo 42,32 zwölf Brüder sind wir, Söhne
unseres Vaters; der eine ist nicht mehr, und der jüngste ist heute bei unserem
Vater im Lande Kanaan.
1Mo 42,33 Und der Mann, der Herr des Landes,
sprach zu uns: Daran werde ich erkennen, daß ihr
redlich seid: Einen eurer Brüder lasset bei mir, und nehmet den Bedarf eurer
Häuser und ziehet hin;
1Mo 42,34 und bringet ihr euren jüngsten
Bruder zu mir, so werde ich erkennen, daß ihr nicht
Kundschafter, sondern redlich seid; euren Bruder werde ich euch zurückgeben,
und ihr möget im Lande verkehren.
1Mo 42,35 Und es geschah, als sie ihre Säcke
leerten, siehe, da hatte ein jeder sein Geldbündel in seinem Sacke; und sie
sahen ihre Geldbündel, sie und ihr Vater, und sie fürchteten sich.
1Mo 42,36 Und ihr Vater Jakob sprach zu
ihnen: Ihr habt mich der Kinder beraubt: Joseph ist nicht mehr, und Simeon ist
nicht mehr; und Benjamin wollt ihr nehmen! Dies alles kommt über {And.
üb.: ist wider} mich!
1Mo 42,37 Und Ruben sprach zu seinem Vater
und sagte: Meine beiden Söhne darfst du töten, wenn ich ihn nicht zu dir
zurückbringe. Gib ihn in meine Hand, und ich werde ihn zu dir zurückbringen.
1Mo
42,38 Er aber sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen;
denn sein Bruder ist tot, und er allein ist übriggeblieben, und begegnete ihm
ein Unfall auf dem Wege, auf welchem ihr ziehet, so würdet ihr mein graues Haar
mit Kummer hinabbringen in den Scheol.
1Mo 43,1 Und die Hungersnot war
schwer im Lande.
1Mo 43,2 Und es geschah, als sie das
Getreide aufgezehrt hatten, das sie aus Ägypten gebracht, da sprach ihr Vater
zu ihnen: Ziehet wiederum hin, kaufet uns ein wenig Speise.
1Mo 43,3 Und Juda sprach zu ihm und sagte:
Der Mann hat uns ernstlich bezeugt und gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht
sehen, es sei denn euer Bruder bei euch.
1Mo 43,4 Wenn du unseren Bruder mit
uns senden willst, so wollen wir hinabziehen und dir Speise kaufen;
1Mo 43,5 wenn du ihn aber nicht sendest, so
werden wir nicht hinabziehen; denn der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein
Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder bei euch.
1Mo 43,6 Da sprach Israel: Warum habt ihr
mir das Leid angetan, dem Manne kundzutun, daß ihr
noch einen Bruder habt?
1Mo
43,7 Und sie sprachen: Der Mann erkundigte sich genau nach uns und unserer
Verwandtschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr noch einen Bruder?
und wir taten es ihm kund nach diesen Worten. Konnten wir denn wissen, daß er sagen würde: Bringet euren Bruder herab?
1Mo 43,8 Und Juda sprach zu Israel, seinem
Vater: Sende den Knaben mit mir, und wir wollen uns aufmachen und ziehen, daß wir leben und nicht sterben, sowohl wir als du, als
auch unsere Kinder. {O. Kindlein; so öfters}
1Mo 43,9 Ich will Bürge für ihn sein, von
meiner Hand sollst du ihn fordern; wenn ich ihn nicht zu dir bringe und ihn vor
dein Angesicht stelle, so will ich alle Tage gegen dich gesündigt haben;
1Mo 43,10 denn hätten wir nicht
gezögert, gewiß, wir wären jetzt schon zweimal
zurückgekehrt.
1Mo 43,11 Und Israel, ihr Vater,
sprach zu ihnen: Wenn es denn also ist, so tut dieses: Nehmet von dem Besten {And.
üb.: dem Ertrag} des Landes in eure Gefäße und bringet dem Manne ein Geschenk
hinab: ein wenig Balsam und ein wenig Traubenhonig, Tragant und Ladanum,
Pistazien und Mandeln.
1Mo 43,12 Und nehmet doppeltes Geld in eure
Hand, und bringet das Geld, das euch oben in euren Säcken wieder geworden ist,
in eurer Hand zurück; vielleicht ist es ein Irrtum.
1Mo 43,13 Und nehmet euren Bruder und
machet euch auf, kehret zu dem Manne zurück.
1Mo 43,14 Und Gott, {El}
der Allmächtige, gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, daß er euch euren anderen Bruder und Benjamin loslasse. Und
ich, wenn ich der Kinder beraubt bin, so bin ich der Kinder beraubt!
1Mo 43,15 Da nahmen die Männer dieses
Geschenk und nahmen doppeltes Geld in ihre Hand und Benjamin, und machten sich
auf und zogen nach Ägypten hinab. Und sie traten vor Joseph.
1Mo 43,16 Und als Joseph den Benjamin bei
ihnen sah, sprach er zu dem, der über sein Haus war: Führe die Männer ins Haus
und schlachte Schlachtvieh und richte zu; denn die Männer sollen mit mir zu
Mittag essen.
1Mo 43,17 Und der Mann tat, wie Joseph
gesagt hatte; und der Mann führte die Männer in das Haus Josephs.
1Mo
43,18 Da fürchteten sich die Männer, daß
sie in das Haus Josephs geführt wurden, und sprachen: Um des Geldes willen, das
im Anfang wieder in unsere Säcke gekommen ist, werden wir hineingeführt, daß man über uns herstürze und
über uns herfalle und uns zu Knechten nehme, samt unseren Eseln.
1Mo 43,19 Und sie
traten zu dem Manne, der über das Haus Josephs war, und redeten zu ihm am
Eingang des Hauses 1Mo 43,20 und sprachen: Bitte, mein
Herr! Wir sind im Anfang herabgezogen, um Speise zu kaufen.
1Mo 43,21 Und es geschah, als wir in die
Herberge kamen und unsere Säcke öffneten, siehe, da war eines jeden Geld oben
in seinem Sacke, unser Geld nach seinem Gewicht; und wir haben es in unserer
Hand zurückgebracht.
1Mo 43,22 Und anderes Geld haben wir in
unserer Hand herabgebracht, um Speise zu kaufen. Wir wissen nicht, wer unser
Geld in unsere Säcke gelegt hat.
1Mo 43,23 Und er sprach: Friede euch!
Fürchtet euch nicht! Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz
in eure Säcke gegeben; euer Geld ist mir zugekommen. Und er führte Simeon zu
ihnen heraus.
1Mo 43,24 Und der Mann führte die Männer in
das Haus Josephs und gab ihnen Wasser, und sie wuschen ihre Füße; und er gab
ihren Eseln Futter.
1Mo 43,25 Und sie bereiteten das Geschenk zu,
bis Joseph am Mittag kam; denn sie hatten gehört, daß
sie daselbst essen sollten.
1Mo 43,26 Als Joseph nach Hause kam, da
brachten sie ihm das Geschenk, das in ihrer Hand war, ins Haus und beugten sich
vor ihm nieder zur Erde.
1Mo 43,27 Und er fragte nach ihrem
Wohlergehen und sprach: Geht es eurem Vater wohl, dem Greise, von dem ihr sprachet? Lebt er noch?
1Mo 43,28 Da sprachen sie: Es geht deinem
Knechte, unserem Vater, wohl; er lebt noch. Und sie verneigten sich und beugten
sich nieder.
1Mo 43,29 Und er erhob seine Augen und sah
seinen Bruder Benjamin, den Sohn seiner Mutter, und sprach: Ist das euer
jüngster Bruder, von dem ihr zu mir sprachet? Und er
sprach: Gott sei dir gnädig, mein Sohn!
1Mo 43,30 Und Joseph eilte (denn sein
Innerstes wurde erregt über seinen Bruder) und suchte einen Ort, {O.
viell.: und es drängte ihn} um zu weinen, und er ging in das innere Gemach und
weinte daselbst.
1Mo 43,31 Und er wusch sein Angesicht
und kam heraus und bezwang sich und sprach: Traget Speise auf!
1Mo 43,32 Und man trug für ihn besonders auf
und für sie besonders und für die Ägypter, die mit ihm aßen, besonders; denn
die Ägypter dürfen nicht mit den Hebräern essen, denn das ist den Ägyptern ein Greuel.
1Mo 43,33 Und sie aßen vor ihm, der
Erstgeborene nach seiner Erstgeburt und der Jüngste nach seiner Jugend; und die
Männer sahen einander staunend an.
1Mo 43,34 Und man trug Ehrengerichte {O.
Gastgeschenke. Vergl. 2. Sam. 11,8} von ihm zu ihnen; und das
Ehrengericht Benjamins war fünfmal größer als die Ehrengerichte von ihnen
allen. Und sie tranken und tranken sich fröhlich mit ihm.
1Mo 44,1 Und er gebot dem, der über sein
Haus war, und sprach: Fülle die Säcke der Männer mit Speise, so viel sie tragen
können, und lege das Geld eines jeden oben in seinen Sack.
1Mo 44,2 Und meinen Kelch, den silbernen
Kelch, sollst du oben in den Sack des Jüngsten legen mit dem Gelde für sein
Getreide. Und er tat nach den Worte Josephs, das er geredet hatte.
1Mo 44,3 Als der Morgen anbrach, {W.
hell wurde} da wurden die Männer entlassen, sie und ihre Esel.
1Mo 44,4 Sie waren eben zur Stadt
hinausgegangen, sie waren noch nicht weit, da sprach Joseph zu dem, der über
sein Haus war: Mache dich auf, jage den Männern nach, und hast du sie erreicht,
so sage zu ihnen: Warum habt ihr Böses für Gutes vergolten?
1Mo 44,5 Ist es nicht der, aus welchem mein
Herr trinkt und aus dem er zu wahrsagen pflegt? Ihr habt übel getan, was ihr
getan habt!
1Mo 44,6 Und er erreichte sie und
redete diese Worte zu ihnen.
1Mo 44,7 Und sie sprachen zu ihm: Warum
redet mein Herr solche Worte? Fern sei es von deinen Knechten, eine solche
Sache zu tun!
1Mo 44,8 Siehe, das Geld, das wir oben in
unseren Säcken fanden, haben wir dir aus dem Lande Kanaan zurückgebracht, und
wie sollten wir aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold stehlen?
1Mo 44,9 Bei welchem von deinen Knechten er
gefunden wird, der sterbe; und dazu wollen wir meines Herrn Knechte sein.
1Mo 44,10 Da sprach er: Nun, nach euren
Worten, so sei es auch: bei wem er gefunden wird, der sei mein Knecht, ihr aber
sollt schuldlos {O. frei} sein.
1Mo 44,11 Und sie eilten und hoben ein
jeder seinen Sack auf die Erde herab und öffneten ein jeder seinen Sack.
1Mo 44,12 Und er durchsuchte: beim Ältesten
fing er an, und beim Jüngsten hörte er auf; und der Kelch fand sich im Sacke
Benjamins.
1Mo 44,13 Da zerrissen sie ihre
Kleider, und ein jeder belud seinen Esel, und sie kehrten in die Stadt zurück.
1Mo 44,14 Und Juda und seine Brüder kamen in
das Haus Josephs; und er war noch daselbst, und sie fielen vor ihm nieder zur
Erde.
1Mo 44,15 Und Joseph sprach zu ihnen: Was ist
das für eine Tat, die ihr getan habt! Wußtet ihr
nicht, daß solch ein Mann wie ich wahrsagen kann?
1Mo
44,16 Und Juda sprach: Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was
sollen wir reden und wie uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner
Knechte gefunden; siehe, wir sind die Knechte meines Herrn, sowohl wir als auch
der, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist.
1Mo 44,17 Und er sprach: Fern sei es von mir,
solches zu tun! Der Mann, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist, der
soll mein Knecht sein; und ihr, ziehet in Frieden hinauf zu eurem Vater.
1Mo 44,18 Da trat Juda zu ihm und sprach:
Bitte, mein Herr, laß doch deinen Knecht ein Wort
reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen
Knecht, denn du bist gleich dem Pharao.
1Mo 44,19 Mein Herr fragte seine
Knechte und sprach: Habt ihr noch einen Vater oder einen Bruder?
1Mo
44,20 Und wir sprachen zu meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater
und einen jungen Knaben, der ihm im Alter geboren wurde; und dessen Bruder ist
tot, und er allein ist von seiner Mutter übriggeblieben, und sein Vater hat ihn
lieb.
1Mo 44,21 Und du sprachst zu deinen
Knechten: Bringet ihn zu mir herab, daß ich mein Auge
auf ihn richte.
1Mo 44,22 Und wir sprachen zu meinem Herrn:
Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen; verließe er seinen Vater, so
stürbe er.
1Mo 44,23 Da sprachst du zu deinen Knechten:
Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herabkommt, so sollt ihr mein
Angesicht nicht mehr sehen.
1Mo 44,24 Und es geschah, als wir
hinaufgezogen waren zu deinem Knechte, meinem Vater, da berichteten wir ihm die
Worte meines Herrn.
1Mo 44,25 Und unser Vater sprach:
Ziehet wieder hin, kaufet uns ein wenig Speise.
1Mo 44,26 Wir aber sprachen: Wir können nicht
hinabziehen. Wenn unser jüngster Bruder bei uns ist, so wollen wir hinabziehen;
denn wir dürfen das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jüngster
Bruder nicht bei uns ist.
1Mo 44,27 Und dein Knecht, mein Vater,
sprach zu uns: Ihr wisset, daß mein Weib mir zwei
geboren hat;
1Mo 44,28 und der eine ist von mir
weggegangen, und ich sprach: Fürwahr, er ist gewißlich
zerrissen worden; und ich habe ihn nicht mehr gesehen bis jetzt.
1Mo 44,29 Und nehmet ihr auch diesen von mir
hinweg, und es begegnet ihm ein Unfall, so werdet ihr mein graues Haar mit
Unglück hinabbringen in den Scheol.
1Mo 44,30 Und nun, wenn ich zu deinem
Knechte, meinem Vater, komme, und der Knabe ist nicht bei uns, - und seine
Seele hängt an dessen Seele, -
1Mo 44,31 so wird es geschehen, daß er stirbt, wenn er sieht, daß
der Knabe nicht da ist; und deine Knechte werden das graue Haar deines
Knechtes, unseres Vaters, mit Kummer hinabbringen in den Scheol.
1Mo 44,32 Denn dein Knecht ist für den Knaben
Bürge geworden bei meinem Vater, indem ich sprach: Wenn ich ihn nicht zu dir
bringe, so will ich alle Tage gegen meinen Vater gesündigt haben.
1Mo 44,33 Und nun, laß
doch deinen Knecht anstatt des Knaben bleiben, als Knecht meines Herrn, und der
Knabe ziehe hinauf mit seinen Brüdern;
1Mo 44,34 denn wie sollte ich zu meinem Vater
hinaufziehen, wenn der Knabe nicht bei mir wäre? - daß
ich nicht das Unglück ansehen müsse, welches meinen Vater treffen würde!
1Mo 45,1 Da konnte Joseph sich nicht mehr
bezwingen vor allen, die um ihn standen, und er rief: Laßt
jedermann von mir hinausgehen! Und es stand niemand bei ihm, als Joseph sich
seinen Brüdern zu erkennen gab.
1Mo 45,2 Und er erhob seine Stimme
mit Weinen; und die Ägypter hörten es, und das Haus des Pharao hörte es.
1Mo 45,3 Und Joseph sprach zu seinen
Brüdern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? Und seine Brüder konnten ihm
nicht antworten, denn sie waren bestürzt {O. schrakenzurück} vor ihm.
1Mo 45,4 Da sprach Joseph zu seinen Brüdern:
Tretet doch zu mir her! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph,
euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt.
1Mo 45,5 Und nun betrübet euch nicht, und es
entbrenne nicht in euren Augen, daß ihr mich hierher
verkauft habt; denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt.
1Mo 45,6 Denn schon zwei Jahre ist die
Hungersnot im Lande, und noch sind fünf Jahre, daß
kein Pflügen noch Ernten sein wird.
1Mo 45,7 Und Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu setzen auf Erden und
euch am Leben zu erhalten für {And.: durch} eine große
Errettung.
1Mo 45,8 Und nun, nicht ihr habt mich
hierher gesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und
zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten.
1Mo 45,9 Eilet und ziehet hinauf zu meinem
Vater und sprechet zu ihm: So spricht dein Sohn Joseph: Gott hat mich zum Herrn
von ganz Ägypten gemacht; komm zu mir herab, säume nicht!
1Mo 45,10 Und du sollst im Lande Gosen wohnen
und nahe bei mir sein, du und deine Söhne und die Söhne deiner Söhne und dein
Kleinvieh und deine Rinder und alles was du hast.
1Mo 45,11 Und ich will dich daselbst
versorgen, denn noch fünf Jahre ist Hungersnot; daß
du nicht verarmest, du und dein Haus und alles, was du hast.
1Mo 45,12 Und siehe, eure Augen sehen es und
die Augen meines Bruders Benjamin, daß mein Mund es
ist, der zu euch redet.
1Mo 45,13 Und berichtet meinem Vater alle
meine Herrlichkeit in Ägypten und alles was ihr gesehen habt; und eilet und
bringet meinen Vater hierher herab.
1Mo 45,14 Und er fiel seinem Bruder
Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte an seinem Halse.
1Mo 45,15 Und er küßte
alle seine Brüder und weinte an ihnen; und danach redeten seine Brüder mit ihm.
1Mo 45,16 Und das Gerücht wurde im Hause des
Pharao gehört, indem man sprach: Josephs Brüder sind gekommen! Und es war gut
in den Augen des Pharao und in den Augen seiner Knechte.
1Mo 45,17 Und der Pharao sprach zu Joseph:
Sage deinen Brüdern: Tut dieses: Beladet eure Tiere und ziehet hin, gehet nach
dem Lande Kanaan,
1Mo 45,18 und nehmet euren Vater und eure
Haushaltungen und kommet zu mir; und ich will euch das Beste des Landes Ägypten
geben, und ihr sollt das Fett des Landes essen.
1Mo 45,19 Und du bist beauftragt: Tut dieses:
Nehmet euch aus dem Lande Ägypten Wagen für eure Kinder und für eure Weiber,
und holet euren Vater und kommet.
1Mo 45,20 Und laßt
es euch nicht leid sein um euren Hausrat, denn das Beste des ganzen Landes
Ägypten soll euer sein.
1Mo 45,21 Und die Söhne Israels taten also,
und Joseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl des Pharao und gab ihnen Zehrung auf
den Weg.
1Mo 45,22 Er gab ihnen allen, einem jeden,
Wechselkleider, und Benjamin gab er dreihundert Silbersekel und fünf
Wechselkleider.
1Mo 45,23 Und seinem Vater sandte er dieses: {O.
desgleichen} zehn Esel, beladen mit dem Besten Ägyptens, und zehn
Eselinnen, beladen mit Getreide und Brot und Nahrung für seinen Vater auf den
Weg.
1Mo 45,24 Und er entließ seine Brüder,
und sie zogen hin; und er sprach zu ihnen: Erzürnet euch nicht auf dem Wege!
1Mo 45,25 Und sie zogen aus Ägypten
hinauf und kamen in das Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob.
1Mo 45,26 Und sie berichteten ihm und
sprachen: Joseph lebt noch, und er ist Herrscher über das ganze Land Ägypten.
Da erstarrte sein Herz, denn er glaubte ihnen nicht.
1Mo 45,27 Und sie redeten zu ihm alle Worte
Josephs, die er zu ihnen geredet hatte; und er sah die Wagen, die Joseph
gesandt hatte, ihn zu holen. Und der Geist ihres Vaters Jakob lebte auf;
1Mo 45,28 und Israel sprach: Genug!
Joseph, mein Sohn, lebt noch! Ich will hinziehen und ihn sehen, ehe ich sterbe.
1Mo 46,1 Und Israel brach auf und alles, was
er hatte, und kam nach Beerseba; und er opferte
Schlachtopfer dem Gott seines Vaters Isaak.
1Mo 46,2 Und Gott sprach zu Israel in
den Gesichten der Nacht und sagte: Jakob! Jakob! Und
er sprach: Hier bin ich.
1Mo 46,3 Und er sprach: Ich bin Gott, {W.
der Gott; El} der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten
hinabzuziehen; denn zu einer großen Nation will ich dich daselbst machen.
1Mo 46,4 Ich will mit dir nach Ägypten
hinabziehen, und ich will dich auch gewißlich
heraufführen; und Joseph soll seine Hand auf deine Augen legen.
1Mo 46,5 Da machte sich Jakob von Beerseba auf, und die Söhne Israels führten Jakob, ihren
Vater, und ihre Kinder und ihre Weiber auf den Wagen, die der Pharao gesandt
hatte, ihn zu holen.
1Mo 46,6 Und sie nahmen ihr Vieh und ihre
Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen nach Ägypten, Jakob
und all sein Same mit ihm:
1Mo 46,7 seine Söhne und die Söhne seiner
Söhne mit ihm, seine Töchter und die Töchter seiner Söhne, und all seinen Samen
brachte er mit sich nach Ägypten.
1Mo 46,8 Und dies sind die Namen der Söhne
Israels, die nach Ägypten kamen: Jakob und seine Söhne; der Erstgeborene
Jakobs: Ruben.
1Mo 46,9 Und die Söhne Rubens: Hanok und Pallu und Hezron und Karmi.
1Mo 46,10 Und die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und
Jakin und Zochar und Saul, der Sohn der
Kanaaniterin.
1Mo 46,11 Und die Söhne Levis: Gerson,
Kehath und Merari.
1Mo 46,12 Und die Söhne Judas: Gher und Onan und Schela und Perez und Serach; Gher und Onan aber starben im
Lande Kanaan. Und die Söhne des Perez waren Hezron
und Hamul.
1Mo 46,13 Und die Söhne Issaschars: Tola und Puwa und Job und Schimron.
1Mo 46,14 Und die Söhne Sebulons: Sered und Elon und Jachleel.
1Mo 46,15 Das sind die Söhne Leas, welche sie
dem Jakob in Paddan-Aram gebar, und Dina, seine
Tochter. Aller Seelen seiner Söhne und seiner Töchter waren 33. -
1Mo 46,16 Und die Söhne Gads: Ziphjon und Haggi, Schuni und Ezbon, Eri und Arodi und Areli.
1Mo 46,17 Und die Söhne Asers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria, und Serach,
ihre Schwester. Und die Söhne Berias: Heber und Malkiel.
1Mo 46,18 Das sind die Söhne Silpas, die Laban seiner Tochter Lea gab; und sie gebar
diese dem Jakob, sechzehn Seelen. -
1Mo 46,19 Die Söhne Rahels, des Weibes
Jakobs: Joseph und Benjamin.
1Mo 46,20 Und dem Joseph wurden im Lande
Ägypten Manasse und Ephraim geboren, welche Asnath
ihm gebar, die Tochter Potipheras, des Heiligers von On.
1Mo 46,21 Und die Söhne Benjamins: Bela und Beker und Aschbel, Gera und Naaman, Echi und Rosch, Muppim und Huppim und Ard.
1Mo 46,22 Das sind die Söhne Rahels,
die dem Jakob geboren wurden; aller Seelen waren vierzehn. -
1Mo 46,23 Und die Söhne Dans: Huschim.
1Mo 46,24 Und die Söhne Naphtalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem.
1Mo 46,25 Das sind die Söhne Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab; und sie gebar
diese dem Jakob; aller Seelen waren sieben. -
1Mo 46,26 Aller dem Jakob angehörenden
Seelen, die nach Ägypten kamen, die aus seinen Lenden hervorgegangen waren,
ausgenommen die Weiber der Söhne Jakobs, aller Seelen waren 66.
1Mo 46,27 Und die Söhne Josephs, die
ihm in Ägypten geboren wurden, waren zwei Seelen. Aller Seelen des Hauses
Jakob, die nach Ägypten
kamen, waren siebzig. {Nach der Alexandrinischen Übersetzung,
welche in V.20 noch einenSohn und einen Enkel des Manassesowiezwei Söhne und einenEnkel
des Ephraim erwähnt, sind es 75 Seelen. Vergl. Apg. 7,14}
1Mo 46,28 Und er sandte Juda vor sich hin zu
Joseph, um vor ihm her zu weisen nach Gosen; {O. vor ihmeine Anzeige zu machen, daß er
nach Gosen käme} und sie kamen in das Land Gosen.
1Mo 46,29 Da spannte Joseph seinen Wagen an
und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen nach Gosen; und als er seiner
ansichtig wurde, fiel er ihm um den Hals und weinte lange {O.
in einem fort} an seinem Halse.
1Mo 46,30 Und Israel sprach zu Joseph:
Nunmehr mag ich sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, daß du noch lebst!
1Mo 46,31 Und Joseph
sprach zu seinen Brüdern und zum Hause seines Vaters: Ich will hinaufziehen und
dem Pharao berichten und zu ihm sagen: Meine Brüder und das Haus meines Vaters,
die im Lande Kanaan waren, sind zu mir gekommen.
1Mo 46,32 Und die Männer sind Schafhirten, {Eig.
Kleinviehhirten; so auch später} denn sie haben Viehzucht getrieben;
und sie haben ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was sie haben,
mitgebracht.
1Mo 46,33 Und geschieht es, daß der Pharao euch ruft und spricht: Was ist eure
Hantierung?
1Mo 46,34 so saget: Deine Knechte haben
Viehzucht getrieben, von Jugend auf bis jetzt, sowohl wir als auch unsere
Väter, auf daß ihr wohnen möget im Lande Gosen; denn
alle Schafhirten sind den Ägyptern ein Greuel.
1Mo
47,1 Und Joseph kam und berichtete dem Pharao und sprach: Mein Vater und meine
Brüder und ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was sie haben, sind aus dem
Lande Kanaan gekommen; und siehe, sie sind im Lande Gosen.
1Mo 47,2 Und er nahm aus der
Gesamtheit seiner Brüder fünf Männer und stellte sie vor den Pharao.
1Mo 47,3 Und der Pharao sprach zu seinen
Brüdern: Was ist eure Hantierung? Und sie sprachen zum Pharao: Deine Knechte
sind Schafhirten, sowohl wir als auch unsere Väter.
1Mo
47,4 Und sie sprachen zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Lande
aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für das Kleinvieh, das deine Knechte
haben, denn die Hungersnot ist schwer im Lande Kanaan; und nun laß doch deine Knechte im Lande Gosen wohnen.
1Mo 47,5 Da sprach der Pharao zu
Joseph und sagte: Dein Vater und deine Brüder sind zu dir gekommen.
1Mo
47,6 Das Land Ägypten ist vor dir: laß deinen Vater
und deine Brüder in dem besten Teile des Landes wohnen; sie mögen wohnen im
Lande Gosen. Und wenn du weißt, daß tüchtige Männer
unter ihnen sind, so setze sie als Aufseher über das Vieh, das ich habe.
1Mo 47,7 Und Joseph brachte seinen
Vater Jakob und stellte ihn vor den Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.
1Mo 47,8 Und der Pharao sprach zu
Jakob: Wie viel sind der Tage deiner Lebensjahre?
1Mo 47,9 Und Jakob sprach zum Pharao: Die
Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind 130 Jahre;
wenig und böse waren die Tage meiner Lebensjahre, und sie haben nicht erreicht
die Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft.
1Mo 47,10 Und Jakob segnete den Pharao
und ging von dem Pharao hinaus.
1Mo 47,11 Und Joseph schaffte seinem Vater
und seinen Brüdern Wohnung und gab ihnen ein Besitztum in dem Lande Ägypten, im
besten Teile des Landes, im Lande Raemses, so wie der
Pharao geboten hatte.
1Mo 47,12 Und Joseph versorgte seinen Vater
und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, nach der Zahl der
Kinder.
1Mo 47,13 Und es war kein Brot im ganzen
Lande, denn die Hungersnot war sehr schwer; und das Land Ägypten und das Land
Kanaan verschmachteten vor Hunger.
1Mo 47,14 Und Joseph brachte alles Geld
zusammen, das sich im Lande Ägypten und im Lande Kanaan vorfand, für das
Getreide, das man kaufte; und Joseph brachte das Geld in das Haus des Pharao.
1Mo 47,15 Und als das Geld im Lande Ägypten
und im Lande Kanaan ausging, da kamen alle Ägypter zu Joseph und sprachen: Gib
uns Brot! warum sollen wir denn vor dir sterben? denn das Geld ist zu Ende.
1Mo 47,16 Und Joseph sprach: Gebet euer Vieh
her, und ich will euch Brot geben um euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist.
1Mo 47,17 Da brachten sie ihr Vieh zu Joseph,
und Joseph gab ihnen Brot um die Pferde und um das Kleinvieh und um das
Rindvieh und um die Esel; und so ernährte er sie mit Brot um all ihr Vieh in
selbigem Jahre.
1Mo 47,18 Als selbiges Jahr zu Ende
war, da kamen sie im zweiten Jahre zu ihm und sprachen zu ihm: Wir wollen es
meinem Herrn nicht verhehlen, daß, da das Geld
ausgegangen ist und der Besitz des Viehes {O. der Viehbestand,
die Viehherden} an meinen Herrn gekommen, nichts mehr übrigbleibt vor meinem
Herrn als nur unser Leib und unser Land.
1Mo 47,19 Warum sollen wir vor deinen Augen
sterben, sowohl wir als auch unser Land? Kaufe uns und unser Land um Brot, so
wollen wir und unser Land des Pharao Knechte sein; und gib Samen, daß wir leben und nicht sterben und das Land nicht wüst
werde!
1Mo 47,20 Und Joseph kaufte das ganze Land
Ägypten für den Pharao; denn die Ägypter verkauften ein jeder sein Feld, weil
der Hunger sie drängte. Und so ward das Land dem Pharao.
1Mo 47,21 Und das Volk, das versetzte er in
die verschiedenen Städte, {W. je nach den Städten} von einem
Ende der Grenze Ägyptens bis zu ihrem anderen Ende.
1Mo 47,22 Nur das Land der Heiliger kaufte er
nicht; denn die Heiliger hatten ein Bestimmtes von dem Pharao, und sie aßen ihr
Bestimmtes, das der Pharao ihnen gab; deshalb verkauften sie ihr Land nicht.
1Mo 47,23 Und Joseph sprach zu dem Volke:
Siehe, ich habe euch und euer Land heute für den Pharao gekauft; siehe, da ist
Samen für euch, und besäet das Land.
1Mo
47,24 Und es soll geschehen mit dem Ertrage, daß
ihr den Fünften dem Pharao gebet, und die vier Teile sollen für euch sein zur
Saat des Feldes und zur Speise für euch und für die, welche in euren Häusern
sind, und zur Speise für eure Kinder.
1Mo 47,25 Und sie sprachen: Du hast uns am
Leben erhalten; möchten wir Gnade finden in den Augen meines Herrn, so wollen
wir des Pharao Knechte sein.
1Mo 47,26 Und Joseph legte es dem Lande
Ägypten bis auf diesen Tag als Satzung auf, daß dem
Pharao der Fünfte gehöre. Nur das Land der Heiliger allein ward nicht dem
Pharao.
1Mo 47,27 Und Israel wohnte im Lande Ägypten,
im Lande Gosen; und sie machten sich darin ansässig und waren fruchtbar und
mehrten sich sehr.
1Mo 47,28 Und Jakob lebte im Lande Ägypten
siebzehn Jahre; und der Tage Jakobs, der Jahre seines Lebens, waren 147 Jahre.
1Mo
47,29 Und als die Tage Israels herannahten, daß
er sterben sollte, da rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Wenn ich
doch Gnade gefunden habe in deinen Augen, so lege doch deine Hand unter meine
Hüfte {O. Lende} und erweise Güte und Treue an mir: begrabe mich doch
nicht in Ägypten!
1Mo 47,30 Wenn ich mit meinen Vätern liegen
werde, so führe mich aus Ägypten und begrabe mich in ihrem Begräbnis. Und er
sprach: Ich werde tun nach deinem Worte.
1Mo 47,31 Da sprach er: Schwöre mir!
Und er schwur ihm. Und Israel betete an zu den Häupten des Bettes. {Nach
anderer
Vokalisation:
über seinem Stabe}
1Mo 48,1 Und es geschah nach diesen Dingen, daß man dem Joseph sagte: Siehe, dein Vater ist krank. Und
er nahm seine beiden Söhne, Manasse und Ephraim, mit sich.
1Mo 48,2 Und man berichtete dem Jakob und
sprach: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und
setzte sich aufs Bett.
1Mo 48,3 Und Jakob sprach zu Joseph: Gott, {El}
der Allmächtige, erschien mir zu Lus im Lande Kanaan, und er segnete mich
1Mo 48,4 und sprach zu mir: Siehe, ich will
dich fruchtbar machen und dich mehren und dich zu einem Haufen Völker machen,
und ich will dieses Land deinem Samen nach dir zum ewigen Besitztum geben.
1Mo 48,5 Und nun, deine beiden Söhne, welche
dir im Lande Ägypten geboren sind, ehe ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mein
sein; Ephraim und Manasse sollen mein sein wie Ruben und Simeon.
1Mo 48,6 Aber dein Geschlecht, das du nach ihnen gezeugt hast, {O.
haben wirst} soll dein sein; nach dem Namen ihrer Brüder sollen sie
genannt werden in ihrem Erbteil.
1Mo 48,7 Denn ich - als ich aus Paddan kam, starb Rahel bei mir im Lande Kanaan auf dem
Wege, als noch eine Strecke Landes war, um nach Ephrath
zu kommen; und ich begrub sie daselbst auf dem Wege nach Ephrath,
das ist Bethlehem.
1Mo 48,8 Und Israel sah die Söhne
Josephs und sprach: Wer sind diese?
1Mo 48,9 Und Joseph sprach zu seinem Vater:
Das sind meine Söhne, die Gott mir hier gegeben hat. Da sprach er: Bringe sie
doch zu mir her, daß ich sie segne!
1Mo 48,10 Die Augen Israels aber waren schwer
vor Alter, er konnte nicht sehen. Und er führte sie näher zu ihm, und er küßte sie und umarmte sie.
1Mo 48,11 Und Israel sprach zu Joseph: Ich
hatte nicht gedacht, dein Angesicht wiederzusehen, und siehe, Gott hat mich
sogar deinen Samen sehen lassen!
1Mo 48,12 Und Joseph führte sie von
seinen Knien heraus und beugte sich auf sein Angesicht zur Erde nieder.
1Mo 48,13 Und Joseph nahm sie beide, Ephraim
mit seiner Rechten, zur Linken Israels, und Manasse mit seiner Linken, zur
Rechten Israels, und führte sie näher zu ihm.
1Mo 48,14 Und Israel streckte seine
Rechte aus und legte sie auf das Haupt Ephraims - er war aber der Jüngere - und
seine Linke auf das Haupt Manasses; er legte seine Hände absichtlich {And.
üb.: er kreuzte seineHände} also, denn
Manasse war der Erstgeborene.
1Mo 48,15 Und er segnete Joseph und sprach:
Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt haben,
der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag,
1Mo 48,16 der Engel, der mich erlöst hat von
allem Übel, segne die Knaben; und in ihnen werde mein Name genannt und der Name
meiner Väter, Abraham und Isaak, und sie sollen sich mehren zu einer Menge
inmitten des Landes!
{O. der Erde}
1Mo 48,17 Und als Joseph sah, daß sein Vater seine rechte Hand auf das Haupt Ephraims
legte, war es übel in seinen Augen; und er faßte
seines Vaters Hand, um sie von dem Haupte Ephraims hinwegzutun auf das Haupt
Manasses.
1Mo 48,18 Und Joseph sprach zu seinem Vater:
Nicht also, mein Vater! Denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf
sein Haupt.
1Mo 48,19 Aber sein Vater weigerte sich und
sprach: Ich weiß es mein Sohn, ich weiß es. Auch er wird zu einem Volke werden,
und auch er wird groß sein; aber doch wird sein jüngerer Bruder größer sein als
er, und sein Same wird eine Fülle von Nationen werden.
1Mo 48,20 Und er segnete sie an selbigem Tage
und sprach: In dir wird Israel segnen und sprechen: Gott mache dich wie Ephraim
und wie Manasse! und er setzte Ephraim vor Manasse.
1Mo 48,21 Und Israel sprach zu Joseph: Siehe,
ich sterbe; und Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Väter
zurückbringen.
1Mo 48,22 Und ich gebe dir einen Landstrich
über deine Brüder hinaus, den ich von der Hand der Amoriter genommen habe mit
meinem Schwerte und mit meinem Bogen.
1Mo 49,1 Und Jakob rief seine Söhne
und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkünden, was euch begegnen
wird in künftigen Tagen. {O. am Ende der Tage}
1Mo 49,2 Kommet zusammen und höret,
ihr Söhne Jakobs, und höret auf Israel, euren Vater!
1Mo 49,3 Ruben, mein Erstgeborener bist du,
meine Kraft und der Erstling meiner Stärke! Vorzug an Hoheit und Vorzug an
Macht!
1Mo 49,4 Überwallend wie die Wasser, sollst
du keinen Vorzug haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen; da hast
du es entweiht. Mein Bett hat er bestiegen!
1Mo 49,5 Simeon und Levi sind Brüder,
Werkzeuge der Gewalttat ihre Waffen. {DerSinn
des Wortes ist zweifelhaft; And. üb.:
Anschläge}
1Mo 49,6 Meine Seele komme nicht in ihren
geheimen Rat, meine Ehre {Viell. wie Ps. 7,5} vereinige sich
nicht mit ihrer Herausrufung! Denn in ihrem Zorn
haben sie den Mann erschlagen und in ihrem Mutwillen den Stier gelähmt.
1Mo 49,7 Verflucht sei ihr Zorn, denn er war
gewalttätig, und ihr Grimm, denn er war grausam! Ich werde sie verteilen in
Jakob und sie zerstreuen in Israel.
1Mo 49,8 Dich Juda, dich werden deine
Brüder preisen; {Der Segen Judas und Dans enthält eine
Anspielung auf die Bedeutung ihrer Namen} deine Hand wird sein auf dem Nacken
deiner Feinde, vor dir werden sich niederbeugen die Söhne deines Vaters.
1Mo 49,9 Juda ist ein junger Löwe; vom
Raube, mein Sohn, bist du emporgestiegen. Er duckt sich, er legt sich nieder
wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will ihn aufreizen? {Vergl.
4. Mose 24,9}
1Mo 49,10 Nicht weichen wird das
Zepter von Juda, noch der Herrscherstab {And.: Gesetzgeber} zwischen
seinen Füßen hinweg, bis Schilo {d.h.
der Ruhebringende, Friedenschaffende} kommt, und ihm werden die Völker
gehorchen. {And. üb.: sich anschließen}
1Mo 49,11 Er bindet an den Weinstock sein
Eselsfüllen und an die Edelrebe das Junge seiner
Eselin; er wäscht im Weine sein Kleid und im Blute der Trauben sein Gewand;
1Mo 49,12 die Augen sind trübe von
Wein, und weiß die Zähne von Milch.
1Mo 49,13 Sebulon, am
Gestade der Meere wird er wohnen, und am Gestade der Schiffe wird er sein und
seine Seite gegen Sidon hin.
1Mo 49,14 Issaschar ist ein
knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Hürden.
1Mo 49,15 Und er sieht, daß
die Ruhe {O. Ruhestätte} gut und daß
das Land lieblich ist; und er beugt seine Schulter zum Lasttragen und wird zum
fronpflichtigen Knecht.
1Mo 49,16 Dan wird sein Volk richten,
wie einer der Stämme Israels.
1Mo 49,17 Dan wird eine Schlange sein am
Wege, eine Hornotter am Pfade, die da beißt in die Fersen des Rosses, und
rücklings fällt sein Reiter.
1Mo 49,18 Auf deine Rettung harre ich,
Jehova!
1Mo 49,19 Gad, Scharen werden ihn
drängen, und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse.
1Mo 49,20 Von Aser kommt Fettes, sein
Brot; und er, königliche Leckerbissen wird er geben.
1Mo 49,21 Naphtali ist eine
losgelassene {Viell. schlanke} Hindin; er,
der schöne Worte gibt.
1Mo 49,22 Sohn eines Fruchtbaumes {d.h.
ein junger Fruchtbaum, oder Zweig eines Fruchtbaumes} ist Joseph,
Sohn eines Fruchtbaumes am Quell; die Schößlinge
treiben über die Mauer.
1Mo 49,23 Und es reizen ihn und
schießen, und es befehden ihn die Bogenschützen; {Eig.
Pfeilschützen}
1Mo 49,24 aber sein Bogen bleibt fest, und
gelenkig {O. stark, rüstig} sind die
Arme {O. ist die Kraft} seiner Hände durch die Hände des
Mächtigen Jakobs. Von dannen ist der Hirte, der Stein Israels:
1Mo 49,25 von dem Gott {El}
deines Vaters, und er wird dir helfen, und dem Allmächtigen, und er wird
dich segnen mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die
unten liegt, mit Segnungen der Brüste und des
Mutterleibes.
1Mo 49,26 Die Segnungen deines Vaters
überragen die Segnungen meiner Voreltern {W. Erzeuger} bis zur
Grenze der ewigen Hügel. Sie werden sein auf dem Haupte Josephs und auf dem
Scheitel des Abgesonderten {Eig. des Nasiräers; And.: des Gekrönten}
unter seinen Brüdern.
1Mo 49,27 Benjamin ist ein Wolf, der
zerreißt; am Morgen verzehrt er Raub, und am Abend verteilt er Beute.
1Mo 49,28 Alle diese sind die zwölf Stämme
Israels, und das ist es, was ihr Vater zu ihnen redete und womit er sie
segnete; einen jeden nach seinem Segen segnete er sie.
1Mo 49,29 Und er gebot ihnen und sprach zu
ihnen: Bin ich versammelt zu meinem Volke, so begrabet mich zu meinen Vätern in
der Höhle, die in dem Felde Ephrons, des Hethiters, ist,
1Mo 49,30 in der Höhle, die in dem Felde Machpela vor Mamre ist, im Lande
Kanaan, welche Abraham samt dem Felde von Ephron, dem Hethiter, zum
Erbbegräbnis gekauft hat.
1Mo 49,31 Dort haben sie Abraham begraben und
sein Weib Sara; dort haben sie Isaak begraben und sein Weib Rebekka; und dort
habe ich Lea begraben;
1Mo 49,32 das Feld und die Höhle, die
darin ist, sind erkauft von den Kindern Heth.
1Mo 49,33 Und als Jakob geendet hatte, seinen
Söhnen Befehle zu geben, zog er seine Füße aufs Bett herauf und verschied und
wurde versammelt zu seinen Völkern.
1Mo 50,1 Und Joseph fiel auf das
Angesicht seines Vaters und weinte über ihm und küßte
ihn.
1Mo 50,2 Und Joseph gebot seinen
Knechten, den Ärzten, seinen Vater einzubalsamieren. Und die Ärzte balsamierten
Israel ein.
1Mo 50,3 Und es wurden vierzig Tage für ihn
erfüllt, denn also werden erfüllt die Tage des Einbalsamierens. Und die Ägypter
beweinten ihn siebzig Tage.
1Mo 50,4 Und als die Tage seines Beweinens
vorüber waren, da redete Joseph zum Hause des Pharao und sprach: Wenn ich doch
Gnade gefunden habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des Pharao und
saget:
1Mo 50,5 Mein Vater hat mich schwören
lassen und gesagt: Siehe, ich sterbe; in meinem Grabe, das ich mir im Lande
Kanaan gegraben {O. gekauft, wie 5.
Mose 2,6} habe, daselbst sollst du mich begraben. Und nun laß mich doch hinaufziehen, daß
ich meinen Vater begrabe und zurückkomme.
1Mo 50,6 Und der Pharao sprach: Ziehe
hinauf und begrabe deinen Vater, so wie er dich hat schwören lassen.
1Mo 50,7 Und Joseph zog hinauf, um seinen
Vater zu begraben; und mit ihm zogen hinauf alle Knechte des Pharao, die
Ältesten seines Hauses, und alle Ältesten des Landes Ägypten,
1Mo 50,8 und das ganze Haus Josephs und
seine Brüder und das Haus seines Vaters; nur ihre Kinder und ihr Kleinvieh und
ihre Rinder ließen sie im Land Gosen zurück.
1Mo 50,9 Auch zogen sowohl Wagen als
Reiter mit ihm hinauf, und der Zug war sehr groß.
1Mo 50,10 Und sie kamen bis zur Tenne Atad, die jenseit des Jordan
liegt, und sie hielten daselbst eine sehr große und schwere Klage; und er
stellte um seinen Vater eine Trauer von sieben Tagen an.
1Mo 50,11 Und die Bewohner des Landes, die
Kanaaniter, sahen die Trauer bei der Tenne Atad, und
sie sprachen: Das ist eine schwere Trauer der Ägypter; daher gab man ihr den
Namen Avel-Mizraim, {Ägypter-Au;
vielleicht ist zu lesen: Evel-Mizraim, d.h.
Ägypter-Trauer} die jenseit des Jordan liegt.
1Mo 50,12 Und seine Söhne taten ihm,
so wie er ihnen geboten hatte;
1Mo 50,13 und seine Söhne führten ihn in das
Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle des Feldes Machpela,
die Abraham samt dem Felde zum Erbbegräbnis gekauft hatte von Ephron, dem
Hethiter, vor Mamre.
1Mo 50,14 Und Joseph kehrte wieder nach
Ägypten zurück, er und seine Brüder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren,
um seinen Vater zu begraben, nachdem er seinen Vater begraben hatte.
1Mo 50,15 Und als die Brüder Josephs sahen, daß ihr Vater gestorben war, da sprachen sie: Wenn nun
Joseph uns anfeindete und uns gar all das Böse vergelten würde, das wir ihm
angetan haben!
1Mo 50,16 Und sie entboten dem Joseph
und sprachen: Dein Vater hat vor seinem Tode befohlen und gesagt:
1Mo 50,17 So sollt ihr zu Joseph sprechen:
Ach, vergib doch die Übertretung deiner Brüder und ihre Sünde! denn {O.
daß} sie haben dir Böses angetan. Und nun vergib doch die
Übertretung der Knechte des Gottes deines Vaters! Und Joseph weinte, als sie zu
ihm redeten.
1Mo 50,18 Und auch seine Brüder gingen
und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte.
1Mo 50,19 Da sprach Joseph zu ihnen:
Fürchtet euch nicht; denn bin ich an Gottes Statt?
1Mo 50,20 Ihr zwar, ihr hattet Böses wider
mich im Sinne; Gott aber hatte im Sinne, es gut zu machen, {W.
zum Guten} auf daß er täte, wie es an diesem
Tage ist, um ein großes Volk am Leben zu erhalten.
1Mo 50,21 Und nun, fürchtet euch nicht; ich
werde euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete zu ihrem
Herzen.
1Mo 50,22 Und Joseph wohnte in
Ägypten, er und das Haus seines Vaters; und Joseph lebte 110 Jahre.
1Mo 50,23 Und Joseph sah von Ephraim
Kinder des dritten Gliedes; auch die Söhne Makirs,
des Sohnes Manasses, wurden auf die Knie {Vergl. Kap. 30,3;
Ruth 4,16. 17; Hiob 3,12} Josephs geboren.
1Mo 50,24 Und Joseph sprach zu seinen
Brüdern: Ich sterbe; und Gott wird euch gewißlich
heimsuchen und euch aus diesem Lande hinaufführen in das Land, das er Abraham,
Isaak und Jakob zugeschworen hat.
1Mo 50,25 Und Joseph ließ die Söhne Israels
schwören und sprach: Gott wird euch gewißlich
heimsuchen; so führet meine Gebeine von hier hinauf!
1Mo 50,26 Und Joseph starb, 110 Jahre
alt; und sie balsamierten ihn ein, und man legte ihn in eine Lade in Ägypten.
2. Mose
2Mo 1,1 Und dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten
kamen; mit Jakob kamen sie, ein jeder mit seinem Hause:
2Mo 1,2 Ruben, Simeon, Levi und
Juda;
2Mo
1,3 Issaschar, Sebulon
und Benjamin; 2Mo 1,4 Dan und Naphtali, Gad und Aser.
2Mo 1,5 Und es waren aller Seelen, die aus
den Lenden Jakobs hervorgegangen waren, siebzig Seelen. Und Joseph war in
Ägypten.
2Mo 1,6 Und Joseph starb und alle
seine Brüder und dasselbige ganze Geschlecht.
2Mo 1,7 Und die Kinder Israel waren
fruchtbar und wimmelten und mehrten sich und wurden sehr, sehr stark, und das
Land wurde voll von ihnen.
2Mo 1,8 Da stand ein neuer König
über Ägypten auf, der Joseph nicht kannte.
2Mo 1,9 Und er sprach zu seinem
Volke: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist zahlreicher und stärker als wir.
2Mo 1,10 Wohlan, laßt
uns klug gegen dasselbe handeln, daß es sich nicht
mehre und es nicht geschehe, wenn Krieg eintritt, daß
es sich auch zu unseren Feinden schlage und wider uns streite und aus dem Lande
hinaufziehe.
2Mo 1,11 Und sie setzten Fronvögte über
dasselbe, um es mit ihren Lastarbeiten zu drücken; und es baute dem Pharao
Vorratsstädte: Pithom und Raemses.
2Mo 1,12 Aber so wie sie es drückten, also
mehrte es sich, und also breitete es sich aus; und es graute ihnen vor den
Kindern Israel.
2Mo 1,13 Und die Ägypter hielten die
Kinder Israel mit Härte zum Dienst an.
2Mo 1,14 Und sie machten ihnen das Leben
bitter durch harten Dienst in Lehm und in Ziegeln, und durch allerlei Dienst
auf dem Felde, neben all ihrem Dienst, zu welchem sie sie anhielten mit Härte. {O.
... Felde. All ihr Dienst war mit Härte}
2Mo 1,15 Und der König von Ägypten sprach zu
den hebräischen Hebammen, von denen der Name der einen Schiphra
und der Name der anderen Pua war,
2Mo 1,16 und sagte: Wenn ihr den
Hebräerinnen bei der Geburt helfet und ihr sie auf dem Geburtsstuhl {der
Sinn des hebräischen Wortes ist zweifelhaft} sehet: wenn es ein Sohn ist,
so tötet ihn, und wenn eine Tochter, so mag sie leben.
2Mo 1,17 Aber die Hebammen fürchteten Gott
und taten nicht, wie der König von Ägypten zu ihnen gesagt hatte, und erhielten
die Knäblein am Leben.
2Mo 1,18 Und der König von Ägypten rief die
Hebammen und sprach zu ihnen: Warum habt ihr dieses getan und die Knäblein am
Leben erhalten?
2Mo 1,19 Und die Hebammen sprachen zum
Pharao: Weil die hebräischen Weiber nicht sind wie die ägyptischen, denn sie
sind kräftig; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.
2Mo 1,20 Und Gott tat den Hebammen
Gutes; und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark.
2Mo 1,21 Und es geschah, weil die
Hebammen Gott fürchteten, so machte er ihnen Häuser. {d.h.
Familien; vergl. 2. Sam. 7,11; 1.
Kön. 2,24}
2Mo 1,22 Da gebot der Pharao all seinem
Volke und sprach: Jeden Sohn, der geboren wird, sollt ihr in den Strom werfen,
jede Tochter aber sollt ihr leben lassen.
2Mo 2,1 Und ein Mann vom Hause Levi
ging hin und nahm eine Tochter Levis.
2Mo 2,2 Und das Weib ward schwanger und
gebar einen Sohn. Und sie sah, daß er schön war, und
verbarg ihn drei Monate.
2Mo 2,3 Und als sie ihn nicht länger
verbergen konnte, nahm sie für ihn ein Kästlein von Schilfrohr und verpichte es
mit Erdharz und mit Pech und legte das Kind darein, und legte es in das Schilf
am Ufer des Stromes.
2Mo 2,4 Und seine Schwester stellte
sich von ferne, um zu erfahren, was ihm geschehen würde.
2Mo 2,5 Und die Tochter des Pharao ging
hinab, um an dem Strome zu baden, und ihre Mägde gingen an der Seite des
Stromes. Und sie sah das Kästlein mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin und
ließ es holen.
2Mo 2,6 Und sie öffnete es und sah das
Kind, und siehe, der Knabe weinte. {O. ein weinender
Knabe} Und es erbarmte sie seiner, und sie sprach: Von den Kindern
der Hebräer ist dieses.
2Mo 2,7 Und seine Schwester sprach zu der
Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir ein säugendes Weib von den
Hebräerinnen rufen, daß sie dir das Kind säuge?
2Mo 2,8 Und die Tochter des Pharao
sprach zu ihr: Gehe hin. Da ging die Jungfrau hin und rief des Kindes Mutter.
2Mo 2,9 Und die Tochter des Pharao sprach
zu ihr: Nimm dieses Kind mit und säuge es mir, und ich werde dir deinen Lohn
geben. Und das Weib nahm das Kind und säugte es.
2Mo 2,10 Und als das Kind groß wurde,
brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr zum Sohne; und sie gab
ihm den Namen Mose und sprach: denn aus dem Wasser habe ich ihn gezogen.
2Mo 2,11 Und es geschah in selbigen Tagen,
als Mose groß geworden war, da ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihren
Lastarbeiten zu; und er sah einen ägyptischen Mann, der einen hebräischen Mann
von seinen Brüdern schlug.
2Mo 2,12 Und er wandte sich dahin und
dorthin, und als er sah, daß kein Mensch da war,
erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sande.
2Mo 2,13 Und er ging am zweiten Tage aus,
und siehe, zwei hebräische Männer zankten sich. Da sprach er zu dem Schuldigen:
Warum schlägst du deinen Nächsten?
2Mo 2,14 Und er sprach: Wer hat dich zum
Obersten und Richter über uns gesetzt? Gedenkst du mich zu töten, wie du den
Ägypter getötet hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Fürwahr, die Sache ist
kund geworden!
2Mo 2,15 Und der Pharao hörte diese Sache
und suchte Mose zu töten. Und Mose floh vor dem Pharao und weilte im Lande
Midian. Und er saß an einem Brunnen.
2Mo 2,16 Und der Heiliger von Midian
hatte sieben Töchter; und sie kamen und schöpften und füllten die Tränkrinnen,
um die Herde ihres Vaters zu tränken. {Eig. das Kleinvieh; soauch V.17; 3, 1}
2Mo 2,17 Und die Hirten kamen und
trieben sie hinweg. Da stand Mose auf und half ihnen und tränkte ihre Herde.
2Mo 2,18 Und sie kamen zu Reghuel, ihrem Vater, und er sprach: Warum seid ihr heute
so bald gekommen?
2Mo 2,19 Und sie sprachen: Ein ägyptischer
Mann hat uns aus der Hand der Hirten errettet und hat auch sogar für uns
geschöpft und die Herde getränkt.
2Mo 2,20 Da sprach er zu seinen Töchtern:
Und wo ist er? Warum habt ihr denn den Mann zurückgelassen? rufet ihn, daß er mit uns esse. -
2Mo 2,21 Und Mose willigte ein, bei
dem Manne zu bleiben; und er gab Mose Zippora, seine Tochter.
2Mo 2,22 Und sie gebar einen Sohn, und er
gab ihm den Namen Gersom, {Fremdling
daselbst; O. Verbannung} denn er sprach: Ein Fremdling bin ich geworden in
fremdem Lande.
2Mo 2,23 Und es geschah während jener vielen
Tage, da starb der König von Ägypten; und die Kinder Israel seufzten wegen des
Dienstes und schrieen; und ihr Geschrei wegen des
Dienstes stieg hinauf zu Gott.
2Mo 2,24 Und Gott hörte ihr
Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, mit Isaak und mit
Jakob;
2Mo 2,25 Und Gott sah die Kinder
Israel, und Gott nahm Kenntnis von ihnen. {O. bekümmertesich um sie}
2Mo 3,1 Und Mose weidete die Herde Jethros, seines Schwiegervaters, des Heiligers
von Midian. Und er trieb die Herde hinter die Wüste und kam an den Berg Gottes,
an den Horeb.
2Mo 3,2 Da erschien ihm der Engel Jehovas
in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusche; und er sah: und siehe, der
Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt.
2Mo 3,3 Und Mose sprach: Ich will doch
hinzutreten und dieses große Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht
verbrennt.
2Mo 3,4 Und als Jehova sah, daß er herzutrat, um zu sehen, da rief Gott ihm mitten aus
dem Dornbusche zu und sprach: Mose! Mose! Und er sprach: Hier bin ich.
2Mo 3,5 Und er sprach: Nahe nicht hierher!
Ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist
heiliges Land.
2Mo 3,6 Und er sprach: Ich bin der Gott
deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da
verbarg Mose sein Angesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
2Mo 3,7 Und Jehova sprach: Gesehen habe ich
das Elend meines Volkes, das in Ägypten ist, und sein Geschrei wegen seiner
Treiber habe ich gehört; denn ich kenne seine Schmerzen.
2Mo 3,8 Und ich bin herabgekommen,
um es aus der Hand der Ägypter zu erretten und es aus diesem Lande
hinaufzuführen in ein gutes und geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und
Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und
der Perisiter und der Hewiter
und der Jebusiter.
2Mo 3,9 Und nun siehe, das Geschrei der
Kinder Israel ist vor mich gekommen; und ich habe auch den Druck gesehen, womit
die Ägypter sie drücken.
2Mo 3,10 Und nun gehe hin, denn ich will
dich zu dem Pharao senden, daß du mein Volk, die
Kinder Israel, aus Ägypten herausführest.
2Mo 3,11 Und Mose sprach zu Gott: Wer bin
ich, daß ich zu dem Pharao gehen, und daß ich die Kinder Israel aus Ägypten herausführen sollte?
2Mo 3,12 Und er sprach: Weil ich mit dir
sein werde; {O. sprach: Denn ich werde mit dir sein} und dies
sei dir das Zeichen, daß ich dich gesandt habe: wenn
du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr auf diesem Berge Gott
dienen.
2Mo
3,13 Und Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und
zu ihnen spreche: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie zu mir
sagen werden: Welches ist sein Name? was soll ich zu Ihnen sagen?
2Mo 3,14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin,
der ich bin. Und er sprach: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen:
"Ich bin" hat mich zu euch gesandt.
2Mo 3,15 Und Gott sprach weiter zu
Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel sagen: Jehova, der Gott eurer Väter,
der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch
gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis {d.h.
mein Gedenkname; wieHos. 12,6} von
Geschlecht zu Geschlecht.
2Mo 3,16 Gehe hin und versammle die
Ältesten Israels und sprich zu ihnen: Jehova, der Gott eurer Väter, ist mir
erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Angesehen
habe ich euch, und was euch in Ägypten geschehen ist,
2Mo
3,17 und ich habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens heraufführen in
das Land der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der
Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig
fließt.
2Mo
3,18 Und sie werden auf deine Stimme hören; und du sollst hineingehen, du und
die Ältesten Israels, zu dem Könige von Ägypten, und ihr sollt zu ihm sagen:
Jehova, der Gott der Hebräer, ist uns begegnet; und nun laß
uns doch drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, daß
wir Jehova, unserem Gott, opfern.
2Mo 3,19 Aber ich weiß wohl, daß der König von Ägypten euch nicht ziehen lassen wird,
auch nicht durch eine starke Hand.
2Mo 3,20 Und ich werde meine Hand
ausstrecken und Ägypten schlagen mit allen meinen Wundern, die ich in seiner
Mitte tun werde; und danach wird er euch ziehen lassen.
2Mo 3,21 Und ich werde diesem Volke Gnade
geben in den Augen der Ägypter, und es wird geschehen, wenn ihr ausziehet,
sollt ihr nicht leer ausziehen:
2Mo 3,22 und es soll jedes Weib von ihrer
Nachbarin und von ihrer Hausgenossin silberne Geräte und goldene Geräte und
Kleider fordern; und ihr sollt sie auf eure Söhne und auf eure Töchter legen
und die Ägypter berauben.
2Mo 4,1 Und Mose antwortete und sprach:
Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hören; denn
sie werden sagen: Jehova ist dir nicht erschienen.
2Mo 4,2 Da sprach Jehova zu ihm: Was
ist das in deiner Hand? Und er sprach: Ein Stab.
2Mo 4,3 Und er sprach: Wirf ihn auf die
Erde. Da warf er ihn auf die Erde, und er wurde zur Schlange; und Mose floh vor
ihr.
2Mo 4,4 Und Jehova sprach zu Mose: Strecke
deine Hand aus und fasse sie beim Schwanze. Und er streckte seine Hand aus und
ergriff sie, und sie wurde zum Stabe in seiner Hand: -
2Mo 4,5 auf daß
sie glauben, daß Jehova dir erschienen ist, der Gott
ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.
2Mo 4,6 Und Jehova sprach weiter zu ihm:
Stecke doch deine Hand in deinen Busen. Und er steckte seine Hand in seinen
Busen; und er zog sie heraus, und siehe, seine Hand war aussätzig wie Schnee.
2Mo 4,7 Und er sprach: Tue deine Hand
wieder in deinen Busen. Und er tat seine Hand wieder in seinen Busen; und er
zog sie aus seinem Busen heraus, und siehe, sie war wieder wie sein Fleisch.
2Mo 4,8 Und es wird geschehen, wenn sie dir
nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hören, so werden sie
der Stimme des anderen Zeichens glauben.
2Mo 4,9 Und es wird geschehen, wenn sie
selbst diesen zwei Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hören, so
sollst du von dem Wasser des Stromes nehmen und es auf das Trockene gießen; und
das Wasser, das du aus dem Strome nehmen wirst, es wird zu Blut werden auf dem
Trockenen.
2Mo 4,10 Und Mose sprach zu Jehova: Ach,
Herr! Ich bin kein Mann der Rede, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch
seitdem du zu deinem Knechte redest; denn ich bin schwer von Mund und schwer
von Zunge.
2Mo 4,11 Da sprach Jehova zu ihm: Wer hat
dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub oder sehend oder
blind? Nicht ich, Jehova?
2Mo 4,12 Und nun gehe hin, und ich
will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du reden sollst.
2Mo 4,13 Und er sprach: Ach, Herr!
Sende doch, durch wen du senden willst!
2Mo
4,14 Da entbrannte der Zorn Jehovas wider Mose, und er sprach: Ist nicht
Aaron, der Levit, dein Bruder? Ich weiß, daß er reden
kann; und siehe, er geht auch aus, dir entgegen; und sieht er dich, so wird er
sich freuen in seinem Herzen.
2Mo 4,15 Und du sollst zu ihm reden und die
Worte in seinen Mund legen, und ich will mit deinem Munde und mit seinem Munde
sein und will euch lehren, was ihr tun sollt.
2Mo 4,16 Und er soll für dich zum Volke
reden; und es wird geschehen, er wird dir zum Munde sein, und du wirst ihm zum
Gott sein.
2Mo 4,17 Und diesen Stab sollst du in
deine Hand nehmen, mit welchem du die Zeichen tun sollst.
2Mo 4,18 Und Mose ging hin und kehrte
zu Jethro, seinem Schwiegervater, zurück und sprach zu ihm: Laß
mich doch gehen und zu meinen Brüdern zurückkehren, die in Ägypten sind, daß ich sehe, ob sie noch leben. Und Jethro sprach zu Mose:
Gehe hin in Frieden!
2Mo 4,19 Und Jehova sprach zu Mose in
Midian: Gehe hin, kehre nach Ägypten zurück; denn alle die Männer sind
gestorben, die nach deinem Leben trachteten.
2Mo 4,20 Und Mose nahm sein Weib und seine
Söhne und ließ sie auf Eseln reiten und kehrte in das Land Ägypten zurück; und
Mose nahm den Stab Gottes in seine Hand.
2Mo 4,21 Und Jehova sprach zu Mose:
Wenn du hinziehst, um nach Ägypten zurückzukehren, so sieh zu, daß du alle die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe,
vor dem Pharao tuest. Und ich, ich will sein Herz verhärten, so daß er das Volk nicht ziehen lassen wird.
2Mo 4,22 Und du sollst zu dem Pharao
sagen: So spricht Jehova: Mein Sohn, mein erstgeborener, ist Israel;
2Mo 4,23 und ich sage zu dir: Laß meinen Sohn ziehen, daß er
mir diene! Und weigerst du dich, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich
deinen Sohn, deinen erstgeborenen, töten.
2Mo 4,24 Und es geschah auf dem Wege,
in der Herberge, da fiel Jehova ihn an und suchte ihn zu töten.
2Mo 4,25 Da nahm Zippora einen scharfen
Stein und schnitt die Vorhaut ihres Sohnes ab und warf sie an seine Füße und
sprach: Fürwahr, du bist mir ein Blutbräutigam!
2Mo 4,26 Da ließ er von ihm ab.
Damals sprach sie "Blutbräutigam" der Beschneidung wegen.
2Mo 4,27 Und Jehova sprach zu Aaron: Gehe
hin, Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und traf ihn am Berge Gottes
und küßte ihn.
2Mo 4,28 Und Mose berichtete dem Aaron alle
Worte Jehovas, der ihn gesandt, und alle die Zeichen, die er ihm geboten hatte.
2Mo 4,29 Und Mose und Aaron gingen
hin, und sie versammelten alle Ältesten der Kinder Israel.
2Mo 4,30 Und Aaron redete alle die Worte,
welche Jehova zu Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor den Augen des
Volkes.
2Mo 4,31 Und das Volk glaubte; und als sie
hörten, daß Jehova die Kinder Israel heimgesucht, und
daß er ihr Elend gesehen habe, da neigten sie sich
und beteten an.
2Mo 5,1 Und danach gingen Mose und Aaron
hinein und sprachen zu dem Pharao: So spricht Jehova, der Gott Israels: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir
ein Fest halten in der Wüste!
2Mo 5,2 Da sprach der Pharao: Wer ist
Jehova, auf dessen Stimme ich {O. daß ich auf
seineStimme} hören soll, Israel ziehen zu
lassen? Ich kenne Jehova nicht, und auch werde ich Israel nicht ziehen lassen.
2Mo 5,3 Und sie sprachen: Der Gott der
Hebräer ist uns begegnet. Laß uns doch drei
Tagereisen weit in die Wüste ziehen und Jehova, unserem Gott, opfern, daß er uns nicht schlage mit der Pest oder mit dem
Schwerte.
2Mo 5,4 Und der König von Ägypten sprach zu
ihnen: Warum, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten losmachen?
Gehet an eure Lastarbeiten!
2Mo 5,5 Und der Pharao sprach: Siehe, das
Volk des Landes ist nun zahlreich, und ihr wollt sie von ihren Lastarbeiten
feiern lassen!
2Mo 5,6 Und der Pharao befahl
selbigen Tages den Treibern des Volkes und seinen Vorstehern und sprach:
2Mo 5,7 Ihr sollt nicht mehr, wie früher,
dem Volke Stroh geben, um Ziegel zu streichen; sie sollen selbst hingehen und
sich Stroh sammeln.
2Mo 5,8 Und die Anzahl Ziegel, die sie
früher gemacht haben, sollt ihr ihnen auflegen; ihr sollt nichts daran mindern,
denn sie sind träge; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen, wir
wollen unserem Gott opfern!
2Mo 5,9 Schwer laste der Dienst auf den
Männern, daß sie damit zu schaffen haben und nicht
achten auf Worte des Trugs.
2Mo 5,10 Und die Treiber des Volkes und
seine Vorsteher gingen hinaus und redeten zu dem Volke und sprachen: So spricht
der Pharao: Ich werde euch kein Stroh geben;
2Mo 5,11 gehet ihr selbst hin, holet
euch Stroh, wo ihr es findet; doch an eurem Dienste wird nichts gemindert
werden.
2Mo 5,12 Und das Volk zerstreute sich
im ganzen Lande Ägypten, um Stoppeln zu sammeln zu Stroh.
2Mo 5,13 Und die Treiber drängten sie und
sprachen: Vollendet eure Arbeiten, das Tagewerk an seinem Tage, wie früher, als
Stroh da war!
2Mo 5,14 Und die Vorsteher der Kinder
Israel, welche die Treiber des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden
geschlagen, indem man sagte: Warum habt ihr euren Satz Ziegel, sowohl gestern
als heute, nicht vollendet wie früher?
2Mo 5,15 Da gingen die Vorsteher der Kinder
Israel hinein und schrieen zu dem Pharao und
sprachen: Warum tust du deinen Knechten also?
2Mo 5,16 Stroh wird deinen Knechten nicht
gegeben, und man sagt zu uns: Machet Ziegel! und siehe, deine Knechte werden
geschlagen, und es ist die Schuld deines Volkes.
2Mo 5,17 Und er sprach: Ihr seid träge,
träge seid ihr! darum sprechet ihr: Wir wollen hinziehen, wir wollen Jehova
opfern.
2Mo 5,18 Und nun gehet hin, arbeitet!
und Stroh wird euch nicht gegeben werden, und das Maß Ziegel sollt ihr liefern.
2Mo 5,19 Da sahen die Vorsteher der Kinder
Israel, daß es übel mit ihnen stand, weil man sagte:
Ihr sollt nichts mindern an euren Ziegeln: das Tagewerk an seinem Tage!
2Mo 5,20 Und sie begegneten Mose und
Aaron, die ihnen entgegentraten, als sie von dem Pharao herauskamen.
2Mo 5,21 Und sie sprachen zu ihnen: Jehova
sehe auf euch und richte, daß ihr unseren Geruch
stinkend gemacht habt vor dem {W. in den Augen des Pharaound
seiner Knechte} Pharao und vor seinen {W. in den Augen des Pharaound seiner Knechte} Knechten, so daß ihr ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu
töten.
2Mo 5,22 Da wandte sich Mose zu Jehova und
sprach: Herr, warum hast du so übel an diesem Volke getan? warum doch hast du
mich gesandt?
2Mo 5,23 denn seitdem ich zu dem Pharao
hineingegangen bin, um in deinem Namen zu reden, hat er diesem Volke übel
getan, und du hast dein Volk durchaus nicht errettet.
2Mo
6,1 Und Jehova sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao tun
werde; denn durch eine starke Hand gezwungen soll er sie ziehen lassen, und
durch eine starke Hand gezwungen soll er sie aus seinem Lande wegtreiben.
2Mo 6,2 Und Gott redete zu Mose und
sprach zu ihm: Ich bin Jehova.
2Mo 6,3 Und ich bin Abraham, Isaak und
Jakob erschienen als Gott, {El} der Allmächtige; aber mit meinem
Namen Jehova habe ich mich ihnen nicht kundgegeben.
2Mo 6,4 Und auch habe ich meinen Bund mit
ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in welchem sie als Fremdlinge geweilt
haben.
2Mo 6,5 Und auch habe ich das Wehklagen der
Kinder Israel gehört, welche die Ägypter zum Dienst anhalten, und habe meines
Bundes gedacht.
2Mo 6,6 Darum sprich zu den Kindern
Israel: Ich bin Jehova, und ich werde euch herausführen unter den Lastarbeiten
der Ägypter hinweg, und werde euch erretten aus ihrem Dienste und euch erlösen
mit ausgestrecktem Arm und durch große Gerichte.
2Mo 6,7 Und ich will euch annehmen mir zum
Volke und will euer {W. euch zum Gott} Gott sein;
und ihr sollt erkennen, daß ich Jehova, euer Gott,
bin, der euch herausführt unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg.
2Mo 6,8 Und ich werde euch in das Land
bringen, welches dem Abraham, Isaak und Jakob zu geben ich meine Hand erhoben
habe, und werde es euch zum Besitztum geben, ich, Jehova. {And.:
Ich bin Jehova; so auch Kap. 12,12 u.a. Stellen}
2Mo 6,9 Und Mose redete also zu den Kindern
Israel; aber sie hörten nicht auf Mose vor Ungeduld {O.
Unmut} und vor hartem Dienste.
2Mo 6,10 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 6,11 Gehe hinein, rede zu dem Pharao,
dem Könige von Ägypten, daß er die Kinder Israel aus
seinem Lande ziehen lasse.
2Mo 6,12 Und Mose redete vor Jehova und
sprach: Siehe, die Kinder Israel haben nicht auf mich gehört, und wie sollte
der Pharao mich hören, zumal ich unbeschnitten an Lippen bin?
2Mo 6,13 Und Jehova redete {O.
Also redeteJehova} zu Mose und zu Aaron und gab
ihnen Befehl an die Kinder Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, um
die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten hinauszuführen.
2Mo 6,14 Dies sind die Häupter ihrer
Vaterhäuser: Die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Hanok
und Pallu, Hezron und
Karmi; das sind die Geschlechter Rubens.
2Mo 6,15 Und die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und
Jakin und Zochar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin;
das sind die Geschlechter Simeons.
2Mo 6,16 Und dies sind die Namen der Söhne
Levis nach ihren Geschlechtern: Gerson und Kehath und
Merari; und die Lebensjahre Levis waren 137 Jahre.
2Mo 6,17 Die Söhne Gersons: Libni und Simei, nach ihren
Familien.
2Mo 6,18 Und die Söhne Kehaths:
Amram und Jizhar und Hebron
und Ussiel; und die Lebensjahre Kehaths
waren 133 Jahre.
2Mo 6,19 Und die Söhne Meraris: Machli und Musi; das sind die Familien Levis nach ihren Geschlechtern.
2Mo 6,20 Und Amram
nahm Jokebed, seine Muhme, sich zum Weibe, und sie
gebar ihm Aaron und Mose; und die Lebensjahre Amrams
waren 137 Jahre.
2Mo 6,21 Und die Söhne Jizhars: Korah und Nepheg und Sikri.
2Mo 6,22 Und die Söhne Ussiels: Mischael und Elzaphan und Sithri.
2Mo 6,23 Und Aaron nahm Elischeba,
die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, sich zum Weibe; und sie gabar
ihm Nadab und Abihu,
Eleasar und Ithamar.
2Mo 6,24 Und die Söhne Korahs: Assir und Elkana und Abiasaph;
das sind die Familien der Korhiter.
2Mo 6,25 Und Eleasar, der Sohn Aarons, nahm
eine von den Töchtern Putiels sich zum Weibe, und sie
gebar ihm Pinehas; das sind die Häupter der Väter der
Leviten nach ihren Geschlechtern.
2Mo 6,26 Dieser Aaron und dieser Mose sind
es, zu denen Jehova gesprochen hat: Führet die Kinder Israel aus dem Lande
Ägypten hinaus, nach ihren Heeren.
2Mo 6,27 Diese sind es, die zu dem Pharao,
dem Könige von Ägypten, redeten, um die Kinder Israel aus Ägypten
hinauszuführen: dieser Mose und dieser Aaron.
2Mo 6,28 Und es geschah an dem Tage,
da Jehova zu Mose redete im Lande Ägypten,
2Mo 6,29 da redete Jehova zu Mose und
sprach: Ich bin Jehova; rede zu dem Pharao, dem Könige von Ägypten alles, was
ich zu dir rede.
2Mo 6,30 Und Mose sprach vor Jehova: Siehe,
ich bin unbeschnitten an Lippen, und wie sollte der Pharao auf mich hören?
2Mo 7,1 Und Jehova sprach zu Mose:
Siehe, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll
dein Prophet {Eig. Sprecher, Vortragender} sein.
2Mo 7,2 Du sollst alles reden, was ich dir
gebieten werde, und dein Bruder Aaron soll zu dem Pharao reden, daß er die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.
2Mo 7,3 Und ich will das Herz des Pharao
verhärten und meine Zeichen und meine Wunder mehren im Lande Ägypten.
2Mo 7,4 Und der Pharao wird nicht auf euch
hören; und ich werde meine Hand an Ägypten legen und meine Heere, mein Volk,
die Kinder Israel, aus dem Lande Ägypten herausführen durch große Gerichte.
2Mo 7,5 Und die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin, wenn ich meine Hand über Ägypten
ausstrecke und die Kinder Israel aus ihrer Mitte herausführe.
2Mo 7,6 Und Mose und Aaron taten es;
so wie Jehova ihnen geboten hatte, also taten sie.
2Mo 7,7 Und Mose war 80 Jahre alt,
und Aaron 83 Jahre alt, als sie zu dem Pharao redeten.
2Mo 7,8 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
2Mo 7,9 Wenn der Pharao zu euch reden und
sagen wird: Tut ein Wunder für euch! so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen
Stab und wirf ihn hin vor dem Pharao; er soll zur Schlange werden.
2Mo 7,10 Und Mose und Aaron gingen zu dem
Pharao hinein und taten also, wie Jehova geboten hatte; und Aaron warf seinen
Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Knechten, und er wurde zur Schlange.
2Mo 7,11 Da berief auch der Pharao die
Weisen und die Zauberer; und auch sie, die Schriftgelehrten Ägyptens, taten
also mit ihren Zauberkünsten
2Mo 7,12 und warfen ein jeder seinen
Stab hin, und sie wurden zu Schlangen; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.
2Mo 7,13 Und das Herz des Pharao
verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie, so wie Jehova geredet hatte.
2Mo 7,14 Und Jehova sprach zu Mose:
Das Herz des Pharao ist verstockt; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.
2Mo 7,15 Gehe am Morgen zum Pharao - siehe,
er wird ans Wasser hinausgehen - und tritt ihm entgegen an dem Ufer des
Stromes, und nimm den Stab, der in eine Schlange verwandelt worden, in deine
Hand
2Mo 7,16 und sprich zu ihm: Jehova, der Gott
der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und gesagt: Laß
mein Volk ziehen, daß sie mir dienen in der Wüste!
Aber siehe, du hast bisher nicht gehört.
2Mo 7,17 So spricht Jehova: Daran sollst du
erkennen, daß ich Jehova bin: Siehe, ich will mit dem
Stabe, der in meiner Hand ist, auf das Wasser schlagen, das in dem Strome ist,
und es wird in Blut verwandelt werden.
2Mo 7,18 Und die Fische, die im Strome sind,
werden sterben, und der Strom wird stinken, und die Ägypter wird's ekeln,
Wasser aus dem Strome zu trinken.
2Mo 7,19 Und Jehova sprach zu Mose:
Sprich zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus über die
Wasser Ägyptens, über seine Flüsse, über seine Kanäle
und über seine Teiche und über alle seine
Wassersammlungen, daß sie zu
Blut werden; und es wird Blut sein im ganzen Lande Ägypten, sowohl in hölzernen
als auch in steinernen Gefäßen.
2Mo
7,20 Und Mose und Aaron taten also, wie Jehova geboten hatte; und er erhob den
Stab und schlug das Wasser, das im Strome war, vor den Augen des Pharao und vor
den Augen seiner Knechte. Da wurde alles Wasser, das im Strome war, in Blut
verwandelt;
2Mo 7,21 und die Fische, die im Strome
waren, starben, und der Strom wurde stinkend, und die Ägypter konnten das
Wasser aus dem Strome nicht trinken; und das Blut war im ganzen Lande Ägypten.
2Mo 7,22 Und die Schriftgelehrten Ägyptens
taten ebenso mit ihren Zauberkünsten; und das Herz des Pharao verhärtete sich,
und er hörte nicht auf sie, so wie Jehova geredet hatte.
2Mo 7,23 Und der Pharao wandte sich
und ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen.
2Mo 7,24 Und alle Ägypter gruben rings um
den Strom nach Wasser zum Trinken, denn von dem Wasser des Stromes konnten sie
nicht trinken.
2Mo 7,25 Und es wurden sieben Tage
erfüllt, nachdem Jehova den Strom geschlagen hatte.
2Mo 8,1 Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zu
dem Pharao hinein und sprich zu ihm: So spricht Jehova: Laß
mein Volk ziehen, daß sie mir dienen!
2Mo 8,2 Und wenn du dich weigerst,
es ziehen zu lassen, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen
schlagen.
2Mo
8,3 Und der Strom wird von Fröschen wimmeln, und sie werden heraufsteigen und
in dein Haus kommen und in dein Schlafgemach und auf dein Bett und in die
Häuser deiner Knechte und unter dein Volk und in deine Öfen und in deine
Backtröge.
2Mo 8,4 Und die Frösche werden
heraufkommen über dich und über dein Volk und über alle deine Knechte.
2Mo 8,5 Und Jehova sprach zu Mose: Sprich
zu Aaron: Strecke deine Hand mit deinem Stabe aus über die Flüsse, über die
Kanäle und über die Teiche, und laß die Frösche über
das Land Ägypten heraufkommen.
2Mo 8,6 Da streckte Aaron seine Hand aus
über die Wasser in Ägypten, und die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land
Ägypten.
2Mo 8,7 Und die Schriftgelehrten taten
ebenso mit ihren Zauberkünsten und ließen die Frösche über das Land Ägypten
heraufkommen.
2Mo 8,8 Und der Pharao rief Mose und Aaron
und sprach: Flehet zu Jehova, daß er die Frösche von
mir und von meinem Volke wegnehme, so will ich das Volk ziehen lassen, daß sie Jehova opfern.
2Mo 8,9 Und Mose sprach zum Pharao:
Bestimme über mich, auf wann ich {And.: Habedu die Ehreüber (od. vor)
mir: auf wann soll ich} für dich und für deine Knechte und für dein Volk
flehen soll, die Frösche von dir und aus deinen Häusern auszurotten; nur im
Strome sollen sie übrigbleiben.
2Mo 8,10 Und er sprach: Auf morgen. Da
sprach er: Es sei nach deinem Worte, auf daß du
wissest, daß niemand ist wie Jehova, unser Gott.
2Mo 8,11 Und die Frösche werden von dir
weichen und von deinen Häusern und von deinen Knechten und von deinem Volke;
nur im Strome sollen sie übrigbleiben.
2Mo 8,12 Und Mose und Aaron gingen von dem
Pharao hinaus; und Mose schrie zu Jehova wegen der Frösche, die er über den
Pharao gebracht hatte.
2Mo 8,13 Und Jehova tat nach dem Worte
Moses, und die Frösche starben weg aus den Häusern, aus den Gehöften und von
den Feldern.
2Mo 8,14 Und sie sammelten sie
haufenweise, und das Land stank.
2Mo 8,15 Und als der Pharao sah, daß Erleichterung geworden war, da verstockte er sein Herz,
und er hörte nicht auf sie, so wie Jehova geredet hatte.
2Mo 8,16 Und Jehova sprach zu Mose: Sprich
zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub der Erde, und er wird
zu Stechmücken werden im ganzen Lande Ägypten.
2Mo 8,17 Und sie taten also; und Aaron
streckte seine Hand mit seinem Stabe aus und schlug den Staub der Erde, und die
Stechmücken kamen über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde
wurde zu Stechmücken im ganzen Lande Ägypten.
2Mo 8,18 Und die Schriftgelehrten taten
ebenso mit ihren Zauberkünsten, um die Stechmücken hervorzubringen; aber sie
konnten es nicht. Und die Stechmücken kamen über die Menschen und über das
Vieh.
2Mo 8,19 Da sprachen die Schriftgelehrten
zum Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber das Herz des Pharao verhärtete sich,
und er hörte nicht auf sie, so wie Jehova geredet hatte.
2Mo 8,20 Und Jehova sprach zu Mose: Mache
dich des Morgens früh auf und tritt vor den Pharao - siehe, er wird ans Wasser
hinausgehen - und sprich zu ihm: Also spricht Jehova: Laß
mein Volk ziehen, daß sie mir dienen!
2Mo 8,21 Denn wenn du mein Volk nicht ziehen
lässest, siehe, so werde ich die Hundsfliegen {DerSinn des hebräischen Wortes ist zweifelhaft} senden über
dich und über deine Knechte und über dein Volk und in deine Häuser; und die
Häuser der Ägypter werden voll Hundsfliegen sein und auch der Erdboden, auf dem
sie sind.
2Mo 8,22 Und ich werde an selbigem Tage das
Land Gosen aussondern, in welchem mein Volk weilt, daß
daselbst keine Hundsfliegen seien, auf daß du
wissest, daß ich, Jehova, in der Mitte des Landes
bin.
2Mo 8,23 Und ich werde eine Scheidung setzen
zwischen meinem Volke und deinem Volke; morgen wird dieses Zeichen geschehen.
2Mo 8,24 Und Jehova tat also; und es kamen
Hundsfliegen in Menge in das Haus des Pharao und in die Häuser seiner Knechte;
und im ganzen Lande Ägypten wurde das Land von den Hundsfliegen verderbt.
2Mo 8,25 Und der Pharao rief Mose und
Aaron und sprach: Gehet hin und opfert eurem Gott in dem Lande.
2Mo 8,26 Und Mose sprach: Es geziemt
sich nicht, also zu tun; denn wir würden Jehova, unserem Gott, der Ägypter
Greuel opfern;
siehe, {O. wenn wir... opferten} opferten
wir der Ägypter Greuel vor ihren Augen, würden sie
uns nicht steinigen?
2Mo 8,27 Drei Tagereisen weit wollen wir in
die Wüste ziehen und Jehova, unserem Gott, opfern, so wie er zu uns geredet
hat.
2Mo 8,28 Und der Pharao sprach: Ich will
euch ziehen lassen, daß ihr Jehova, eurem Gott, in
der Wüste opfert; nur entfernet euch nicht so weit! Flehet für mich!
2Mo
8,29 Da sprach Mose: Siehe, ich gehe von dir hinaus und will zu Jehova flehen;
und morgen werden die Hundsfliegen von dem Pharao weichen, von seinen Knechten
und von seinem Volke; nur handle der Pharao ferner nicht betrüglich,
daß er das Volk nicht ziehen lasse, um Jehova zu
opfern.
2Mo 8,30 Und Mose ging von dem Pharao
hinaus und flehte zu Jehova.
2Mo 8,31 Und Jehova tat nach dem Worte
Moses, und die Hundsfliegen wichen von dem Pharao, von seinen Knechten und von
seinem Volke; nicht eine blieb übrig.
2Mo 8,32 Aber der Pharao verstockte
sein Herz auch dieses Mal und ließ das Volk nicht ziehen.
2Mo 9,1 Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zu
dem Pharao hinein und sprich zu ihm: So spricht Jehova, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir
dienen!
2Mo 9,2 Denn wenn du dich weigerst,
sie ziehen zu lassen, und du sie noch festhältst,
2Mo 9,3 siehe, so wird die Hand Jehovas
über dein Vieh kommen, das auf dem Felde ist: über die Pferde, über die Esel,
über die Kamele, über die Rinder und über das Kleinvieh, eine sehr schwere
Pest.
2Mo 9,4 Und Jehova wird einen Unterschied
machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh der Ägypter, und von allem, was
den Kindern Israel gehört, wird nichts sterben.
2Mo 9,5 Und Jehova bestimmte eine
Zeit und sprach: Morgen wird Jehova dieses tun im Lande.
2Mo 9,6 Und Jehova tat dieses am anderen
Tage, und alles Vieh der Ägypter starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel
starb nicht eines.
2Mo 9,7 Und der Pharao sandte hin, und
siehe, von dem Vieh Israels war auch nicht eines gestorben. Aber das Herz des
Pharao verstockte sich, und er ließ das Volk nicht ziehen.
2Mo 9,8 Und Jehova sprach zu Mose und zu
Aaron: Nehmet eure Fäuste voll Ofenruß, {O.
Ofenasche} und Mose streue ihn gen Himmel vor den Augen des Pharao;
2Mo 9,9 und er wird zu Staub werden über
dem ganzen Lande Ägypten und wird an Menschen und Vieh zu Geschwüren {O.
Beulen} werden, die in Blattern ausbrechen, im ganzen Lande Ägypten.
2Mo 9,10 Und sie nahmen den Ofenruß und stellten sich vor den Pharao, und Mose streute
ihn gen Himmel; und er wurde zu Blattergeschwüren,
die an Menschen und Vieh ausbrachen.
2Mo 9,11 Und die Schriftgelehrten vermochten
nicht vor Mose zu stehen wegen der Geschwüre; denn die Geschwüre waren an den
Schriftgelehrten und an allen Ägyptern.
2Mo 9,12 Und Jehova verhärtete das Herz des
Pharao, und er hörte nicht auf sie, so wie Jehova zu Mose geredet hatte.
2Mo 9,13 Und Jehova sprach zu Mose: Mache
dich des Morgens früh auf und tritt vor dem Pharao und sprich zu ihm: So
spricht Jehova, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk
ziehen, daß sie mir dienen!
2Mo 9,14 Denn dieses Mal will ich alle meine
Plagen in dein Herz senden und über deine Knechte und über dein Volk, auf daß du wissest, daß niemand ist
wie ich auf der ganzen Erde.
2Mo 9,15 Denn jetzt hätte ich meine Hand
ausgestreckt und hätte dich und dein Volk mit der Pest geschlagen, und du
wärest vertilgt worden von der Erde;
2Mo 9,16 aber eben deswegen habe ich dich
bestehen lassen, um dir meine Kraft zu zeigen und damit man meinen Namen
verkündige auf der ganzen Erde.
2Mo 9,17 Erhebst du dich noch wider
mein Volk, daß du sie nicht ziehen lässest,
2Mo 9,18 siehe, so will ich morgen um diese
Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, desgleichen nicht in Ägypten
gewesen ist, von dem Tage seiner Gründung an bis jetzt.
2Mo 9,19 Und nun sende hin, und bringe dein
Vieh in Sicherheit und alles, was du auf dem Felde hast. Alle Menschen und
alles Vieh, die auf dem Felde gefunden und nicht ins Haus aufgenommen werden,
auf die fällt der Hagel herab, und sie werden sterben. -
2Mo 9,20 Wer unter den Knechten des Pharao
das Wort Jehovas fürchtete, der flüchtete seine Knechte und sein Vieh in die
Häuser.
2Mo 9,21 Wer aber das Wort Jehovas
nicht zu Herzen nahm, der ließ seine Knechte und sein Vieh auf dem Felde.
2Mo 9,22 Und Jehova sprach zu Mose: Strecke
deine Hand aus gen Himmel, daß im ganzen Lande
Ägypten Hagel komme auf die Menschen und auf das Vieh und auf alles Kraut des
Feldes im Lande Ägypten.
2Mo 9,23 Und Mose streckte seinen Stab aus
gen Himmel, und Jehova sandte Donner {Eig. gab Stimmen; so
auch V.28 usw.} und Hagel, und Feuer fuhr zur Erde. Und Jehova ließ Hagel auf
das Land Ägypten regnen.
2Mo 9,24 Und es kam Hagel, und Feuer, mitten
im Hagel sich ineinander schlingend, {Eig.
zusammengeballtes Feuer mitten im Hagel} sehr schwer, desgleichen im ganzen
Lande Ägypten nicht gewesen war, seitdem es eine Nation geworden ist.
2Mo 9,25 Und der Hagel schlug im ganzen
Lande Ägypten alles, was auf dem Felde war, vom Menschen bis zum Vieh; und
alles Kraut des Feldes schlug der Hagel, und alle Bäume des Feldes zerbrach er.
2Mo 9,26 Nur im Lande Gosen, wo die
Kinder Israel waren, war kein Hagel.
2Mo 9,27 Und der Pharao sandte hin und ließ
Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Ich habe dieses Mal gesündigt. Jehova
ist der Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen.
2Mo 9,28 Flehet zu Jehova, und es sei genug
des Donners Gottes und des Hagels; so will ich euch ziehen lassen, und ihr
sollt nicht länger bleiben.
2Mo 9,29 Da sprach Mose zu ihm: Sowie ich
zur Stadt hinausgehe, will ich meine Hände zu Jehova ausbreiten; der Donner
wird aufhören, und der Hagel wird nicht mehr sein, auf daß
du wissest, daß die Erde Jehova gehört.
2Mo 9,30 Du aber und deine Knechte,
ich weiß, daß ihr euch noch nicht vor Jehova Gott
fürchten werdet. -
2Mo 9,31 Und der Flachs und die Gerste
wurden geschlagen; denn die Gerste war in der Ähre, und der Flachs hatte
Knospen.
2Mo 9,32 Aber der Weizen und der
Spelt wurden nicht geschlagen, weil sie spätzeitig sind. -
2Mo 9,33 Und Mose ging von dem Pharao zur
Stadt hinaus und breitete seine Hände aus zu Jehova; und der Donner und der
Hagel hörten auf, und der Regen ergoß sich nicht mehr
auf die Erde.
2Mo 9,34 Und als der Pharao sah, daß der Regen und der Hagel und der Donner aufgehört
hatten, da fuhr er fort zu sündigen und verstockte sein Herz, er und seine
Knechte.
2Mo 9,35 Und das Herz des Pharao verhärtete
sich, und er ließ die Kinder Israel nicht ziehen, so wie Jehova durch Mose
geredet hatte.
2Mo 10,1 Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zu
dem Pharao hinein, denn ich habe sein Herz verstockt und das Herz seiner
Knechte, um diese meine Zeichen in seiner Mitte zu tun
2Mo
10,2 und damit du vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder
erzählest, was ich in Ägypten {O. unter den Ägyptern} ausgerichtet,
und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe; und ihr werdet wissen, daß ich Jehova bin.
2Mo 10,3 Da gingen Mose und Aaron zu dem
Pharao hinein und sprachen zu ihm: So spricht Jehova, der Gott der Hebräer: Bis
wann weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen? Laß
mein Volk ziehen, daß sie mir dienen!
2Mo 10,4 Denn wenn du dich weigerst, mein
Volk ziehen zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet
bringen;
2Mo 10,5 und sie werden das Angesicht {Eig.
den Anblick; soauch V. 15} des Landes
bedecken, daß man das Land nicht wird sehen können;
und sie werden das Übrige fressen, das entronnen, das euch übriggeblieben ist
von dem Hagel, und werden alle Bäume fressen, die euch auf dem Felde wachsen;
2Mo
10,6 und sie werden deine Häuser erfüllen und die Häuser aller deiner Knechte
und die Häuser aller Ägypter, wie es deine Väter und die Väter deiner Väter
nicht gesehen haben, seit dem Tage, da sie auf Erden gewesen sind, bis auf
diesen Tag. Und er wandte sich und ging von dem Pharao hinaus.
2Mo 10,7 Und die Knechte des Pharao sprachen
zu ihm: Bis wann soll uns dieser zum Fallstrick sein? Laß
die Leute ziehen, daß sie Jehova, ihrem Gott, dienen!
Erkennst du noch nicht, daß Ägypten zu Grunde geht?
2Mo 10,8 Und Mose und Aaron wurden wieder zu
dem Pharao gebracht, und er sprach zu ihnen: Ziehet hin, dienet Jehova, eurem
Gott! Welche alle sind es, die ziehen sollen?
2Mo
10,9 Da sprach Mose: Mit unseren Jungen und mit unseren Alten wollen wir
ziehen, mit unseren Söhnen und mit unseren Töchtern, mit unserem Kleinvieh und
mit unseren Rindern wollen wir ziehen; denn wir haben ein Fest Jehovas.
2Mo 10,10 Und er sprach zu ihnen:
Jehova sei so mit euch, wie ich euch und eure Kinder ziehen lasse! Sehet zu,
denn
ihr habt Böses vor! {O.
Sehet, daß Böses euch bevorsteht! W. daß Böses (od.denn Böses ist) vor
eurem Angesicht ist}
2Mo 10,11 Nicht also! Ziehet doch hin, ihr
Männer, und dienet Jehova; denn das ist es, was ihr begehrt habt. Und man trieb
sie von dem Pharao hinaus.
2Mo
10,12 Und Jehova sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das
Land Ägypten wegen der Heuschrecken, daß sie über das
Land Ägypten heraufkommen und alles Kraut des Landes fressen, alles was der
Hagel übriggelassen hat.
2Mo 10,13 Und Mose streckte seinen Stab aus
über das Land Ägypten, und Jehova führte einen Ostwind ins Land selbigen ganzen
Tag und die ganze Nacht. Als es Morgen wurde, da trieb der Ostwind die
Heuschrecken herbei.
2Mo 10,14 Und die Heuschrecken kamen herauf
über das ganze Land Ägypten und ließen sich in dem ganzen Gebiet Ägyptens
nieder, in gewaltiger Menge; vor ihnen sind nicht derart Heuschrecken gewesen
wie diese, und nach ihnen werden nicht derart sein.
2Mo 10,15 Und sie bedeckten das Angesicht des
ganzen Landes, so daß das Land verfinstert wurde; und
sie fraßen alles Kraut des Landes und alle Früchte der Bäume, die der Hagel
übriggelassen hatte; und es blieb nichts Grünes übrig an den Bäumen und am
Kraut des Feldes im ganzen Lande Ägypten.
2Mo 10,16 Und der Pharao rief Mose und Aaron
eilends und sprach: Ich habe gesündigt gegen Jehova, euren Gott, und gegen
euch!
2Mo 10,17 Und nun vergib doch meine Sünde nur
dieses Mal, und flehet zu Jehova, eurem Gott, daß er
nur diesen Tod von mir wegnehme!
2Mo 10,18 Da ging er von dem Pharao
hinaus und flehte zu Jehova.
2Mo 10,19 Und Jehova wandte den Wind in einen
sehr starken Westwind, der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins
Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke übrig in dem ganzen Gebiet
Ägyptens.
2Mo 10,20 Und Jehova verhärtete das
Herz des Pharao, und er ließ die Kinder Israel nicht ziehen.
2Mo 10,21 Und Jehova sprach zu Mose: Strecke
deine Hand aus gen Himmel, daß eine Finsternis über
das Land Ägypten komme, so daß man die Finsternis
greifen möge.
2Mo 10,22 Und Mose streckte seine Hand aus
gen Himmel; da entstand im ganzen Lande Ägypten eine dichte Finsternis drei
Tage lang.
2Mo 10,23 Sie sahen einer den anderen nicht,
und keiner stand von seinem Platze auf drei Tage lang; aber alle Kinder Israel
hatten Licht in ihren Wohnungen. -
2Mo 10,24 Und der Pharao rief Mose und
sprach: Ziehet hin, dienet Jehova; nur euer Kleinvieh und eure Rinder sollen
zurückbleiben; auch eure Kinder mögen mit euch ziehen.
2Mo 10,25 Und Mose sprach: Auch Schlachtopfer
und Brandopfer mußt du in unsere Hände geben, daß wir Jehova, unserem Gott opfern.
2Mo
10,26 So muß auch unser Vieh mit uns
ziehen, nicht eine Klaue darf zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um
Jehova, unserem Gott, zu dienen; wir wissen ja nicht, womit wir Jehova dienen
sollen, bis wir dorthin kommen.
2Mo 10,27 Aber Jehova verhärtete das
Herz des Pharao, und er wollte sie nicht ziehen lassen.
2Mo 10,28 Und der Pharao sprach zu ihm: Gehe
hinweg von mir; hüte dich, sieh mein Angesicht nicht wieder! denn an dem Tage,
da du mein Angesicht siehst, wirst du sterben.
2Mo 10,29 Und Mose sprach: Du hast
recht geredet, ich werde dein Angesicht nicht mehr wiedersehen.
2Mo
11,1 Und Jehova sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich über den Pharao und
über Ägypten bringen; danach wird er euch von hinnen ziehen lassen. Wenn er
euch vollends ziehen lassen wird, so wird er euch sogar von hier wegtreiben.
2Mo 11,2 Rede doch zu den Ohren des Volkes, daß sie ein jeder von seinem Nachbarn und eine jede von
ihrer Nachbarin silberne Geräte und goldene Geräte fordern.
2Mo 11,3 Und Jehova gab dem Volke Gnade in
den Augen der Ägypter. Auch war der Mann Mose sehr groß im Lande Ägypten, in
den Augen der Knechte des Pharao und in den Augen des Volkes.
2Mo 11,4 Und Mose sprach: So spricht
Jehova: Um Mitternacht will ich ausgehen mitten durch Ägypten;
2Mo 11,5 und alle Erstgeburt im Lande
Ägypten soll sterben, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne
sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle
Erstgeburt des Viehes.
2Mo 11,6 Und es wird ein großes Geschrei
sein im ganzen Lande Ägypten, desgleichen nie gewesen ist und desgleichen nicht
mehr sein wird.
2Mo 11,7 Aber gegen alle Kinder Israel wird
nicht ein Hund seine Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh; auf daß ihr wisset, daß Jehova einen
Unterschied macht zwischen den Ägyptern und den Israeliten.
2Mo 11,8 Und alle diese deine Knechte
werden zu mir herabkommen und sich vor mir niederbeugen und sagen: Ziehe aus,
du und alles Volk, das dir folgt! Und danach werde ich ausziehen. - Und er ging
von dem Pharao hinaus in glühendem Zorn.
2Mo 11,9 Und Jehova hatte zu Mose gesagt:
Der Pharao wird nicht auf euch hören, auf daß meine
Wunder sich mehren im Lande Ägypten.
2Mo 11,10 Und Mose und Aaron haben alle diese
Wunder getan vor dem Pharao; aber Jehova verhärtete das Herz des Pharao, und er
ließ die Kinder Israel nicht aus seinem Lande ziehen.
2Mo 12,1 Und Jehova redete zu Mose
und Aaron im Lande Ägypten und sprach:
2Mo 12,2 Dieser Monat soll euch der
Anfang der Monate sein, er soll euch der erste sein von den Monaten des Jahres.
{d.h. des heiligen Jahres, das mit dem ersten Neomond
nach der Frühlings- Nachtgleiche anfing; das bürgerlicheJahr
begann mit dem erstenNeumond nach der
Herbst-Nachtgleiche}
2Mo 12,3 Redet zu der ganzen Gemeinde
Israel und sprechet: Am Zehnten dieses Monats, da nehme sich ein jeder ein Lamm
{Eig. ein junges Schaf, od. eine junge Ziege} für ein
Vaterhaus, ein Lamm für ein Haus.
2Mo
12,4 Und wenn das Haus nicht zahlreich genug ist für ein Lamm, so nehme er es
und sein Nachbar, der nächste an seinem Hause, nach der Zahl der Seelen; einen
jeden sollt ihr nach dem Maße seines Essens rechnen auf das Lamm.
2Mo 12,5 Ein Lamm ohne Fehl {Eig.
vollkommen, vollständig} sollt ihr haben, ein männliches, einjährig; von den
Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.
2Mo 12,6 Und ihr sollt es in
Verwahrung haben bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats; und die ganze
Herausrufung der
Gemeinde Israel soll es schlachten zwischen den zwei Abenden. {Wahrscheinlich
die Zeit zwischen dem Sonnenuntergang und dem Einbruch der Nacht. (Vergl. 5.
Mose 16,6)}
2Mo 12,7 Und sie sollen von dem Blute nehmen
und es an die beiden Pfosten und an die Oberschwelle tun, an den Häusern, in
welchen sie es essen.
2Mo 12,8 Und sie sollen in selbiger Nacht
das Fleisch essen, gebraten am Feuer, und ungesäuertes Brot; mit bitteren
Kräutern sollen sie es essen.
2Mo 12,9 Ihr sollt nichts roh davon essen
und keineswegs im Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten: seinen Kopf samt
seinen Schenkeln und samt seinem Eingeweide.
2Mo 12,10 Und ihr sollt nichts davon
übriglassen bis an den Morgen; und was davon bis an den Morgen übrigbleibt,
sollt ihr mit Feuer verbrennen.
2Mo 12,11 Und also sollt ihr es essen: Eure
Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und
ihr sollt es essen in Eile. Es ist das Passah {Vorübergehen;
vergl. V.13} Jehovas.
2Mo 12,12 Und ich werde in dieser Nacht durch
das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Lande Ägypten schlagen vom
Menschen bis zum Vieh, und ich werde Gericht üben an allen Göttern Ägyptens,
ich, Jehova.
2Mo
12,13 Und das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin
ihr seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen; und es wird
keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.
2Mo 12,14 Und dieser Tag soll euch zum
Gedächtnis sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest dem Jehova; als ewige
Satzung bei euren Geschlechtern {W. nach eurenGeschlechtern, d.h. soviele
ihrer sein werden} sollt ihr ihn feiern.
2Mo 12,15 Sieben Tage
sollt ihr Ungesäuertes essen; ja, am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus
euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isset,
von dem ersten Tage bis zu dem siebten Tage, selbige Seele soll ausgerottet
werden aus Israel.
2Mo 12,16 Und am ersten Tage soll euch
eine heilige Herausrufung {Eig.
Berufung, Zusammenberufung; so auch nachher} und am siebten Tage eine
heilige Herausrufung sein; keinerlei Arbeit soll an
ihnen getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein soll von
euch bereitet werden.
2Mo 12,17 Und so beobachtet das Fest
der ungesäuerten Brote {W. beobachtet die ungesäuerten (Broteod. Kuchen)}; denn an diesem selbigen Tage habe
ich eure Heere aus dem Lande Ägypten herausgeführt. Und ihr sollt diesen Tag
beobachten bei euren Geschlechtern als ewige Satzung.
2Mo 12,18 Im ersten Monat, am 14. Tage des
Monats, am Abend, sollt ihr Ungesäuertes essen bis zu dem 21. Tage des Monats,
am Abend.
2Mo 12,19 Sieben Tage soll kein Sauerteig in
euren Häusern gefunden werden; denn jeder, der Gesäuertes isset,
selbige Seele soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei Fremdling
oder Eingeborener des Landes.
2Mo 12,20 Nichts Gesäuertes sollt ihr
essen; in allen euren Wohnungen sollt ihr Ungesäuertes essen.
2Mo 12,21 Und Mose rief alle Ältesten Israels
und sprach zu ihnen: Greifet {O. Sondert aus; eig. ziehet} und nehmet
euch Kleinvieh nach euren Familien und schlachtet das Passah;
2Mo
12,22 und nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut,
das in dem Becken ist, und streichet von dem Blute, das in dem Becken ist, an
die Oberschwelle und an die beiden Pfosten; ihr aber, keiner von euch soll zur
Türe seines Hauses hinausgehen bis an den Morgen.
2Mo
12,23 Und Jehova wird hindurchgehen, die Ägypter zu schlagen; und
sieht er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, so wird Jehova
an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser
zu kommen, um zu schlagen.
2Mo 12,24 Und ihr sollt dieses
beobachten als eine Satzung für dich und deine Kinder ewiglich.
2Mo 12,25 Und es soll geschehen, wenn ihr in
das Land kommet, das Jehova euch geben wird, so wie er geredet hat, so sollt
ihr diesen Dienst beobachten.
2Mo 12,26 Und es soll geschehen, wenn
eure Kinder zu euch sagen werden: Was soll euch dieser Dienst?
2Mo 12,27 so sollt ihr sagen: Es ist ein
Passahopfer dem Jehova, der an den Häusern der Kinder Israel in Ägypten
vorüberging, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser rettete. Und das Volk
neigte sich und betete an.
2Mo 12,28 Und die Kinder Israel gingen
hin und taten es; so wie Jehova Mose und Aaron geboten hatte, also taten sie.
2Mo
12,29 Und es geschah um Mitternacht, da schlug Jehova alle
Erstgeburt im Lande Ägypten, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem
Throne saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen, der im Kerker war, und alle
Erstgeburt des Viehes.
2Mo 12,30 Und der Pharao stand in der Nacht
auf, er und alle seine Knechte und alle Ägypter, und es entstand ein großes
Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, worin nicht ein Toter war.
2Mo 12,31 Und er rief Mose und Aaron
in der Nacht und sprach: Machet euch auf, ziehet weg aus der Mitte meines
Volkes, sowohl ihr als auch die Kinder Israel, und
gehet hin, dienet Jehova, wie ihr geredet habt;
2Mo 12,32 auch euer Kleinvieh und eure Rinder
nehmet mit, so wie ihr geredet habt, und gehet hin und segnet mich auch!
2Mo 12,33 Und die Ägypter drängten das Volk,
sie eilends aus dem Lande ziehen zu lassen; denn sie sagten: Wir alle sind des
Todes!
2Mo 12,34 Und das Volk trug seinen
Teig, ehe er gesäuert war, ihre Backschüsseln in ihre Kleider {Eig.
Oberkleider; das
Obergewand
bestand meist aus einem großen viereckigen Stück Zeug, das man in verschiedener
Weise umwarf} gebunden, auf ihren Schultern.
2Mo
12,35 Und die Kinder Israel taten nach dem Worte Moses und
forderten von den Ägyptern silberne Geräte und goldene Geräte und Kleider. {Eig.
Oberkleider; das Obergewand bestand meistaus einem
großen viereckigen Stück Zeug, das man in verschiedener Weise umwarf}
2Mo 12,36 Und Jehova gab dem Volke Gnade in
den Augen der Ägypter, und sie gaben ihnen das Geforderte; und sie beraubten
die Ägypter.
2Mo 12,37 Und die Kinder Israel brachen auf
von Raemses nach Sukkoth,
bei 600000 Mann zu Fuß, die Männer ohne die Kinder.
2Mo 12,38 Und auch viel Mischvolk zog
mit ihnen herauf, und Kleinvieh und Rinder, sehr viel Vieh.
2Mo 12,39 Und sie backten den Teig,
den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Kuchen; {S.die Anm. zu 1. Mose 18,6} denn er war nicht gesäuert,
weil sie aus Ägypten getrieben worden waren und nicht hatten verziehen können;
und sie hatten auch keine Zehrung für sich bereitet.
2Mo 12,40 Und die Wohnzeit
der Kinder Israel, die sie in Ägypten zugebracht haben, ist 430 Jahre.
2Mo 12,41 Und es geschah am Ende der 430
Jahre, und es geschah an diesem selbigen Tage, daß
alle Heere Jehovas aus dem Lande Ägypten auszogen.
2Mo
12,42 Dies ist eine Nacht, die dem Jehova zu beobachten ist, weil
er sie aus dem Lande Ägypten herausführte; diese selbige Nacht gehört dem
Jehova, sie ist zu beobachten von allen Kindern Israel bei ihren Geschlechtern.
2Mo 12,43 Und Jehova redete zu Mose und Aaron: Dies ist die
Satzung des Passah: Kein Fremdling soll davon essen; 2Mo
12,44 jedes Mannes Knecht aber, ein für Geld Erkaufter, wenn du ihn
beschneidest, dann darf er davon essen.
2Mo 12,45 Ein Beisaß und ein Mietling
soll nicht davon essen.
2Mo 12,46 In einem Hause soll es gegessen
werden; du sollst nichts von dem Fleische aus dem Hause hinausbringen, und ihr
sollt kein Bein an ihm zerbrechen.
2Mo 12,47 Die ganze
Gemeinde Israel soll es feiern {An anderen Stellen mit
"opfern" übersetzt; eig. tun, bereiten}.
2Mo 12,48 Und wenn ein Fremdling bei dir
weilt und das Passah dem Jehova feiern {An anderen Stellen
mit "opfern" übersetzt; eig. tun, bereiten} will, so
werde alles Männliche bei ihm beschnitten, und dann komme er herzu, es zu
feiern; und er soll sein wie ein Eingeborener des Landes. Aber kein
Unbeschnittener soll davon essen.
2Mo 12,49 Ein Gesetz soll sein für den
Eingeborenen und für den Fremdling, der in eurer Mitte weilt.
2Mo 12,50 Und alle Kinder Israel
taten, wie Jehova Mose und Aaron geboten hatte; also taten sie.
2Mo 12,51 Und es geschah an diesem selbigen
Tage, da führte Jehova die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraus nach
ihren Heeren.
2Mo 13,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 13,2 Heilige mir alles Erstgeborene, was
irgend die Mutter bricht unter den Kindern Israel, an Menschen und an Vieh; es
ist mein. -
2Mo 13,3 Und Mose sprach zu dem
Volke: Gedenket dieses Tages, an welchem ihr aus Ägypten gezogen seid, aus dem
Hause der Knechtschaft; {W. der Knechte} denn mit
starker Hand hat Jehova euch von hier herausgeführt; und es soll nichts
Gesäuertes gegessen werden.
2Mo 13,4 Heute ziehet ihr aus, im
Monat Abib. {Ährenmonat;
vergleiche Kap. 12,2}
2Mo 13,5 Und es soll geschehen, wenn Jehova
dich bringt in das Land der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und
der Hewiter und der Jebusiter,
das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben, ein Land, das von Milch und
Honig fließt, so sollst du diesen Dienst in diesem Monat halten.
2Mo 13,6 Sieben Tage sollst du
Ungesäuertes essen, und am siebten Tage ist ein Fest dem Jehova.
2Mo 13,7 Die sieben Tage soll Ungesäuertes
gegessen werden; und nicht soll Gesäuertes bei dir gesehen werden, noch soll
Sauerteig bei dir gesehen werden in allen deinen Grenzen.
2Mo 13,8 Und du sollst deinem Sohne an
selbigem Tage kundtun und sprechen: Es ist um deswillen, was Jehova mir getan
hat, als ich aus Ägypten zog.
2Mo 13,9 Und es sei dir zu einem Zeichen an
deiner Hand und zu einem Denkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz
Jehovas in deinem Munde sei; denn mit starker Hand hat Jehova dich aus Ägypten
herausgeführt.
2Mo 13,10 Und du sollst diese Satzung
beobachten zu ihrer bestimmten Zeit, von Jahr zu Jahr.
2Mo 13,11 Und es soll geschehen, wenn Jehova
dich in das Land der Kanaaniter bringt, wie er dir und deinen Vätern geschworen
hat, und es dir gibt,
2Mo 13,12 so sollst du Jehova alles
darbringen, was die Mutter bricht; und alles zuerst Geworfene vom Vieh, das dir
zuteil wird, die Männlichen gehören Jehova.
2Mo 13,13 Und jedes Erstgeborene des Esels
sollst du mit einem Lamme {S. die Anm. zu Kap. 12,3} lösen, und
wenn du es nicht lösest, so brich ihm das Genick; und jedes Erstgeborene des
Menschen unter deinen Söhnen sollst du lösen.
2Mo 13,14 Und es soll geschehen, wenn dein
Sohn dich künftig fragt und spricht: Was ist das? so sollst du zu ihm sagen:
Mit starker Hand hat Jehova uns aus Ägypten herausgeführt, aus dem Hause der
Knechtschaft.
2Mo
13,15 Und es geschah, da der Pharao sich hartnäckig weigerte, uns
ziehen zu lassen, tötete Jehova alle Erstgeburt im Lande Ägypten, vom
Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehes; darum opfere ich
dem Jehova alles, was die Mutter bricht, die Männlichen, und jeden
Erstgeborenen meiner Söhne löse ich.
2Mo 13,16 Und es sei zu einem Zeichen an
deiner Hand und zu Stirnbändern zwischen deinen Augen; denn mit starker Hand
hat Jehova uns aus Ägypten herausgeführt.
2Mo 13,17 Und es geschah, als der
Pharao das Volk ziehen ließ, da führte Gott sie nicht den Weg durch das Land
der Philister, wiewohl er nahe war; denn Gott sprach: Damit es das Volk nicht
gereue, wenn sie den Streit sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren.
2Mo 13,18 Und Gott führte das Volk herum, den
Weg der Wüste des Schilfmeeres; und die Kinder Israel zogen gerüstet aus dem
Lande Ägypten herauf.
2Mo 13,19 Und Mose nahm die Gebeine Josephs
mit sich; denn er hatte die Kinder Israel ausdrücklich schwören lassen und
gesagt: Gott wird euch gewißlich heimsuchen; so
führet denn meine Gebeine mit euch von hier hinauf!
2Mo 13,20 Und sie brachen auf von Sukkoth und lagerten sich in Etham,
am Rande der Wüste.
2Mo 13,21 Und Jehova
zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, um sie auf dem Wege zu
leiten, und des Nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag
und Nacht ziehen könnten. {O. so daß
sie...ziehen konnten}
2Mo 13,22 Des Tages wich nicht die
Wolkensäule noch des Nachts die Feuersäule vor dem Volke.
2Mo 14,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 14,2 Sprich zu den Kindern Israel, daß sie umkehren und sich lagern vor Pi-Hachiroth,
zwischen Migdol und dem Meere; vor Baal-Zephon, ihm gegenüber, sollt ihr euch am Meere lagern.
2Mo 14,3 Und der Pharao wird von den Kindern
Israel sagen: Verwirrt irren sie im Lande umher, die Wüste hat sie umschlossen.
2Mo
14,4 Und ich will das Herz des Pharao verhärten, daß
er ihnen nachjage; und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner
ganzen Heeresmacht, und die Ägypter sollen erkennen, daß
ich Jehova bin. Und sie taten also.
2Mo 14,5 Und es wurde dem König von
Ägypten berichtet, daß das Volk entflohen wäre; da
verwandelte sich das Herz des Pharao und seiner Knechte gegen das Volk, und sie
sprachen: Was haben wir da getan, daß wir Israel aus
unserem Dienste haben ziehen lassen!
2Mo 14,6 Und er spannte seinen Wagen
an und nahm sein Volk mit sich.
2Mo 14,7 Und er nahm sechshundert
auserlesene Wagen und alle Wagen Ägyptens, und Wagenkämpfer auf jedem
derselben.
2Mo 14,8 Und Jehova verhärtete das Herz des
Pharao, des Königs von Ägypten, und er jagte den Kindern Israel nach; und die
Kinder Israel zogen aus mit erhobener Hand.
2Mo 14,9 Und die Ägypter jagten ihnen nach,
alle Rosse, Wagen {O. alle Wagenrosse} des Pharao
und seine Reiter und seine Heeresmacht, und erreichten sie, als sie sich am
Meere gelagert hatten, bei Pi-Hachiroth, vor Baal-Zephon.
2Mo 14,10 Und als der Pharao nahte, da hoben
die Kinder Israel ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen
her; und die Kinder Israel fürchteten sich sehr und schrieen
zu Jehova.
2Mo 14,11 Und sie sprachen zu Mose: Hast du
uns darum, weil in Ägypten keine Gräber waren, weggeholt, um in der Wüste zu
sterben? Warum hast du uns das getan, daß du uns aus
Ägypten herausgeführt hast?
2Mo 14,12 Ist dies nicht das Wort, das wir in
Ägypten zu dir geredet haben, indem wir sprachen: Laß
ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen? denn besser
wäre es uns, den Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.
2Mo 14,13 Und Mose sprach zu dem Volke:
Fürchtet euch nicht! stehet und sehet die Rettung Jehovas, die er euch heute
schaffen wird; denn die Ägypter, die ihr heute sehet, die werdet ihr hinfort
nicht mehr sehen ewiglich.
2Mo 14,14 Jehova wird für euch
streiten, und ihr werdet stille sein. {O. sollt schweigen}
2Mo 14,15 Und Jehova sprach zu Mose:
Was schreiest du zu mir? rede zu den Kindern Israel, daß
sie aufbrechen.
2Mo 14,16 Und du, erhebe deinen Stab und
strecke deine Hand aus über das Meer und spalte es, daß
die Kinder Israel mitten in das Meer hineingehen auf dem Trockenen.
2Mo 14,17 Und ich, siehe, ich will das Herz
der Ägypter verhärten, und sie werden hinter ihnen herkommen; und ich will mich
verherrlichen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Wagen
und an seinen Reitern.
2Mo 14,18 Und die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin, wenn ich mich verherrlicht habe an dem
Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern.
2Mo 14,19 Und der Engel Gottes, der vor dem
Heere Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensäule brach
auf von vorn {W.- von vor ihnen} und stellte
sich hinter sie.
2Mo 14,20 Und sie kam zwischen das Heer der
Ägypter und das Heer Israels, und sie wurde dort Wolke und Finsternis, und
erleuchtete hier die Nacht; und so nahte jenes diesem nicht die ganze Nacht.
2Mo 14,21 Und Mose streckte seine Hand aus
über das Meer, und Jehova trieb das Meer durch einen starken Ostwind hinweg,
die ganze Nacht, und machte das Meer trocken, {Eig. zu
trockenem Lande} und die Wasser wurden gespalten.
2Mo 14,22 Und die Kinder Israel gingen mitten
in das Meer hinein auf dem Trockenen, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur
Rechten und zur Linken.
2Mo 14,23 Und die Ägypter jagten ihnen nach
und kamen hinter ihnen her, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine
Reiter, mitten ins Meer.
2Mo 14,24 Und es geschah in der Morgenwache,
da schaute Jehova in der Feuer- und Wolkensäule auf das Heer der Ägypter und
verwirrte das Heer der Ägypter.
2Mo 14,25 Und er stieß die Räder von seinen
Wagen und ließ es fahren mit Beschwerde. Und die Ägypter sprachen: Laßt uns vor Israel fliehen, denn Jehova streitet für sie
wider die Ägypter!
2Mo 14,26 Und Jehova sprach zu Mose: Strecke
deine Hand aus über das Meer, daß die Wasser über die
Ägypter zurückkehren, über ihre Wagen und über ihre Reiter.
2Mo 14,27 Da streckte Mose seine Hand aus
über das Meer, und das Meer kehrte beim Anbruch des Morgens zu seiner Strömung
zurück; und die Ägypter flohen ihm entgegen; und Jehova stürzte die Ägypter
mitten ins Meer.
2Mo 14,28 Und die Wasser kehrten zurück und
bedeckten die Wagen und die Reiter der ganzen Heeresmacht des Pharao, die
hinter ihnen her ins Meer gekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen
übrig.
2Mo 14,29 Und die Kinder Israel gingen auf
dem Trockenen mitten durch das Meer, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur
Rechten und zur Linken.
2Mo 14,30 So rettete Jehova Israel an
selbigem Tage aus der Hand der Ägypter, und Israel sah die Ägypter tot am Ufer
des Meeres.
2Mo 14,31 Und Israel sah die große Macht, {W.
Hand} die Jehova an den Ägyptern betätigt hatte; und das Volk
fürchtete Jehova, und sie glaubten an Jehova und an Mose, seinen Knecht.
2Mo 15,1 Damals sangen Mose und die
Kinder Israel dieses Lied dem Jehova und sprachen also: Singen will ich
Jehova, denn hoch erhaben ist er {O.
hoch hat er sich erhoben; so auch V.21}; das Roß
und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt.
2Mo
15,2 Meine Stärke {And.: Mein Lob, Preis} und mein
Gesang ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden; dieser ist mein Gott, {El}
und ich will ihn verherrlichen, {And.: ihmeine Wohnung machen} meines Vaters Gott, und ich will
ihn erheben.
2Mo 15,3 Jehova ist ein Kriegsmann,
Jehova sein Name.
2Mo 15,4 Die Wagen des Pharao und seine
Heeresmacht hat er ins Meer gestürzt, und die Auserlesenen seiner Wagenkämpfer
sind versunken im Schilfmeer.
2Mo 15,5 Die Fluten bedeckten sie,
sie sind hinuntergefahren in die Tiefen wie ein Stein.
2Mo 15,6 Deine Rechte, Jehova, ist
herrlich in Macht; deine Rechte, Jehova, hat zerschmettert den Feind.
2Mo 15,7 Und in der Größe deiner Hoheit hast
du niedergerissen, die sich wider dich erhoben; du ließest deine Zornglut los: sie hat sie verzehrt wie Stoppeln.
2Mo 15,8 Und durch den Hauch deiner Nase
türmten sich die Wasser, es standen die Strömungen wie ein Damm, es gerannen
die Fluten im Herzen des Meeres.
2Mo 15,9 Der Feind sprach: Ich will
nachjagen, einholen, Beute teilen; meine Gier soll sich sättigen an ihnen; ich
will mein Schwert ziehen, meine Hand soll sie vertilgen.
2Mo 15,10 Du hauchtest mit deinem Odem - das
Meer bedeckte sie; sie sanken unter wie Blei in die gewaltigen Wasser.
2Mo 15,11 Wer ist dir gleich unter den
Göttern, Jehova! Wer ist dir gleich, herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm,
Wunder tuend!
2Mo 15,12 Du strecktest deine Rechte
aus - die Erde verschlang sie.
2Mo 15,13 Du hast durch deine Güte geleitet
das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen
Wohnung.
2Mo 15,14 Es hörten's
die Völker, sie bebten; Angst ergriff die Bewohner Philistäas.
2Mo 15,15 Da wurden bestürzt die Fürsten
Edoms; die Starken Moabs, sie ergriff Beben; es verzagten alle Bewohner
Kanaans.
2Mo 15,16 Es überfiel sie Schrecken und
Furcht; ob der Größe deines Armes verstummten sie gleich einem Stein, bis hindurchzog dein Volk, Jehova, bis hindurchzog
das Volk, das du erworben hast.
2Mo 15,17 Du wirst sie bringen und pflanzen
auf den Berg deines Erbteils, die Stätte, die du, Jehova, zu deiner Wohnung
gemacht, das Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.
2Mo 15,18 Jehova wird König sein immer
und ewiglich! -
2Mo 15,19 Denn die Rosse des Pharao mit
seinen Wagen und mit seinen Reitern sind ins Meer gekommen, und Jehova hat die
Wasser des Meeres über sie zurückgeführt; und die Kinder Israel gingen auf dem
Trockenen mitten durchs Meer.
2Mo 15,20 Und Mirjam, die Prophetin, Aarons
Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand; und alle Weiber zogen aus, hinter
ihr her, mit Tamburinen und in Reigen.
2Mo 15,21 Und Mirjam antwortete ihnen: {d.h.
den Männern im Wechselgesang} Singet Jehova, denn hoch erhaben ist er; das Roß und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt! -
2Mo 15,22 Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer
aufbrechen, und sie zogen aus in die Wüste Sur; und
sie wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser.
2Mo 15,23 Und sie kamen nach Mara; aber sie
konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter: darum gab man
ihm den Namen Mara. {Bitterkeit}
2Mo 15,24 Und das Volk murrte wider
Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
2Mo 15,25 Und er schrie zu Jehova, und Jehova
wies ihm ein Holz; und er warf es in das Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort
stellte er ihm Satzung und Recht, und dort versuchte er es;
2Mo 15,26 und er sprach: Wenn du fleißig auf
die Stimme Jehovas, deines Gottes, hören wirst, und tun, was recht ist in
seinen Augen, und horchen wirst auf seine Gebote und beobachten alle seine
Satzungen, so werde ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf
Ägypten gelegt habe; denn ich bin Jehova, der dich heilt.
2Mo 15,27 Und sie kamen nach Elim, und
daselbst waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich
daselbst an den Wassern.
2Mo 16,1 Und sie brachen auf von Elim, und
die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim
und Sinai ist, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats nach ihrem Auszuge aus
dem Lande Ägypten.
2Mo 16,2 Und die ganze Gemeinde der
Kinder Israel murrte wieder Mose und wider Aaron in der Wüste.
2Mo
16,3 Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch im Lande Ägypten
durch die Hand Jehovas gestorben, als wir bei den Fleischtöpfen saßen, als wir
Brot aßen bis zur Sättigung! denn ihr habt uns in diese Wüste herausgeführt, um
diese ganze Herausrufung Hungers sterben zu lassen.
2Mo 16,4 Da sprach Jehova zu Mose:
Siehe, ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen; und das Volk soll
hinausgehen und den täglichen Bedarf an seinem Tage sammeln, damit ich es
versuche, ob es wandeln wird in meinem Gesetz oder nicht.
2Mo 16,5 Und es soll geschehen, am sechsten
Tage, da sollen sie zubereiten, was sie einbringen, und es wird das Doppelte
von dem sein, was sie tagtäglich sammeln werden.
2Mo 16,6 Und Mose und Aaron sprachen zu
allen Kindern Israel: Am Abend, da werdet ihr erkennen, daß
Jehova euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat;
2Mo 16,7 und am Morgen, da werdet ihr die
Herrlichkeit Jehovas sehen, indem er euer Murren wider Jehova gehört hat; denn
was sind wir, daß ihr wider uns murret!
2Mo
16,8 Und Mose sprach: Dadurch werdet ihr's erkennen,
daß Jehova euch am Abend Fleisch zu essen geben wird
und am Morgen Brot bis zur Sättigung, indem Jehova euer Murren gehört hat,
womit ihr wider ihn murret. Denn was sind wir? Nicht wider uns ist euer Murren,
sondern wider Jehova.
2Mo 16,9 Und Mose sprach zu Aaron: Sprich zu
der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Nahet herzu vor Jehova, denn er hat euer
Murren gehört.
2Mo 16,10 Und es geschah, als Aaron zu der
ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, da wandten sie sich gegen die Wüste;
und siehe, die Herrlichkeit Jehovas erschien in der Wolke.
2Mo 16,11 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo
16,12 Ich habe das Murren der Kinder Israel gehört; rede zu ihnen
und sprich: Zwischen den zwei Abenden {S. die Anm. zu Kap.
12,6} werdet ihr Fleisch essen, und am Morgen werdet ihr von Brot
satt werden; und ihr werdet erkennen, daß ich Jehova
bin, euer Gott.
2Mo 16,13 Und es geschah am Abend, da kamen
Wachteln herauf und bedeckten das Lager; und am Morgen war eine Tauschicht
rings um das Lager.
2Mo 16,14 Und die Tauschicht stieg auf, und
siehe, da lag's auf der Fläche der Wüste fein, körnig, {Eig.
schuppenartig} fein, wie der Reif auf der Erde.
2Mo 16,15 Und die Kinder Israel sahen es und
sprachen einer zum anderen: Was ist das? {H. Man hu} denn sie wußten nicht, was es war. Und Mose sprach zu ihnen: Dies
ist das Brot, das Jehova euch zur Nahrung gegeben hat.
2Mo 16,16 Dies ist das Wort, das Jehova
geboten hat: Sammelt davon, ein jeder nach dem Maße seines Essens; einen Ghomer für den Kopf, nach der Zahl eurer Seelen, sollt ihr
nehmen, ein jeder für die, welche in seinem Zelte sind.
2Mo 16,17 Und die Kinder Israel taten
also und sammelten, der viel und der wenig.
2Mo 16,18 Und sie maßen mit dem Ghomer: da hatte, wer viel gesammelt hatte, nicht übrig,
und wer wenig gesammelt hatte, dem mangelte nicht; sie hatten gesammelt, ein
jeder nach dem Maße seines Essens.
2Mo 16,19 Und Mose sprach zu ihnen:
Niemand lasse davon übrig bis an den Morgen.
2Mo 16,20 Aber sie hörten nicht auf Mose, und
etliche ließen davon übrig bis an den Morgen; da wuchsen Würmer darin, und es
ward stinkend. Und Mose wurde zornig über sie.
2Mo 16,21 Und sie sammelten es Morgen für
Morgen, ein jeder nach dem Maße seines Essens; und wenn die Sonne heiß wurde,
so zerschmolz es.
2Mo 16,22 Und es geschah am sechsten Tage, da
sammelten sie das Doppelte an Brot, zwei Ghomer für
einen; und alle Fürsten der Gemeinde kamen und berichteten es Mose.
2Mo
16,23 Und er sprach zu ihnen: Dies ist es, was Jehova geredet hat:
Morgen ist Ruhe, ein heiliger Sabbath dem Jehova; was ihr backen wollt, backet,
und was ihr kochen wollt, kochet. Alles aber, was übrigbleibt, leget euch hin
zur Aufbewahrung bis an den Morgen.
2Mo 16,24 Und sie legten es hin bis an den
Morgen, so wie Mose geboten hatte; und es stank nicht, und es war kein Wurm
darin.
2Mo 16,25 Da sprach Mose: Esset es heute,
denn heute ist Sabbath dem Jehova; ihr werdet es heute auf dem Felde nicht
finden.
2Mo 16,26 Sechs Tage sollt ihr es
sammeln; aber am siebten Tage ist Sabbath, an dem wird es nicht sein.
2Mo 16,27 Und es geschah am siebten Tage, daß etliche von dem Volke hinausgingen, um zu sammeln, und
sie fanden nichts.
2Mo 16,28 Und Jehova sprach zu Mose:
Bis wann weigert ihr euch, meine Gebote und meine Gesetze zu beobachten?
2Mo 16,29 Sehet, {O.
daß} weil Jehova euch den Sabbath gegeben hat, darum gibt
er euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage; bleibet ein jeder an seiner
Stelle, niemand gehe am siebten Tage von seinem Orte heraus.
2Mo 16,30 Und das Volk ruhte am
siebten Tage.
2Mo 16,31 Und das Haus Israel gab ihm den
Namen Man; und es war wie Koriandersamen, weiß, und sein Geschmack wie Kuchen
mit Honig.
2Mo 16,32 Und Mose sprach: Dies ist das Wort,
das Jehova geboten hat: Ein Ghomer voll davon sei zur
Aufbewahrung für eure Geschlechter, damit sie das Brot sehen, womit ich euch in
der Wüste gespeist habe, als ich euch aus dem Lande Ägypten herausführte.
2Mo 16,33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm
einen Krug und tue Man darein, einen Ghomer voll, und
lege es vor Jehova nieder zur Aufbewahrung für eure Geschlechter.
2Mo 16,34 So wie Jehova Mose geboten
hatte, legte Aaron es vor das Zeugnis nieder, zur Aufbewahrung. -
2Mo 16,35 Und die Kinder Israel aßen das Man
vierzig Jahre, bis sie in ein bewohntes Land kamen; sie aßen das Man, bis sie
an die Grenze des Landes Kanaan kamen.
2Mo 16,36 Der Ghomer
aber ist ein Zehntel vom Epha.
2Mo 17,1 Und die ganze Gemeinde der
Kinder Israel brach auf aus der Wüste Sin, nach ihren Zügen, {Eig.
Reisestationen; and. üb.: zu ihren Zügen} nach dem Befehl Jehovas; und sie
lagerten sich zu Rephidim; und da war kein Wasser zum
Trinken für das Volk.
2Mo 17,2 Und das Volk haderte mit Mose, und
sie sprachen: Gebet uns Wasser, daß wir trinken! Und
Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Was versuchet ihr Jehova?
2Mo 17,3 Und das Volk dürstete daselbst nach
Wasser, und das Volk murrte wider Mose und sprach: Warum doch hast du uns aus
Ägypten heraufgeführt, um mich und meine Kinder und mein Vieh vor Durst sterben
zu lassen?
2Mo 17,4 Da schrie Mose zu Jehova und
sprach: Was soll ich mit diesem Volke tun? Noch ein wenig, und sie steinigen
mich.
2Mo 17,5 Und Jehova sprach zu Mose: Gehe hin
vor dem Volke, und nimm mit dir von den Ältesten Israels; und deinen Stab,
womit du den Strom geschlagen hast, nimm in deine Hand und gehe hin.
2Mo 17,6 Siehe, ich will daselbst vor dir
stehen auf dem Felsen am Horeb; und du sollst auf den Felsen schlagen, und es
wird Wasser aus demselben herauskommen, daß das Volk
trinke. Und Mose tat also vor den Augen der Ältesten
Israels.
2Mo 17,7 Und er gab dem Orte den Namen Massa
{Versuchung} und Meriba, {Hader}
wegen des Haderns der Kinder Israel und weil sie Jehova versucht hatten,
indem sie sagten: Ist Jehova in unserer Mitte oder nicht?
2Mo 17,8 Und es kam Amalek und stritt
wider Israel in Rephidim.
2Mo 17,9 Und Mose sprach zu Josua: {H.
Jehoschua: Jehovaist
Rettung (Griech. Jesus); vergl. 4. Mose 13,16} Erwähle uns Männer und ziehe
aus, streite wider Amalek; morgen will ich auf dem Gipfel des Hügels stehen,
mit dem Stabe Gottes in meiner Hand.
2Mo 17,10 Und Josua tat, wie Mose ihm gesagt
hatte, um wider Amalek zu streiten; und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den
Gipfel des Hügels.
2Mo 17,11 Und es geschah, wenn Mose seine
Hand erhob, so hatte Israel die Oberhand, und wenn er seine Hand ruhen ließ, so
hatte Amalek die Oberhand.
2Mo 17,12 Und die Hände Moses wurden
schwer. Da nahmen sie einen Stein und legten denselben unter ihn, und er setzte
sich darauf; und Aaron und Hur unterstützten seine Hände, hier einer und dort
einer; und so waren seine Hände fest, bis die Sonne unterging.
2Mo 17,13 Und Josua streckte Amalek
und sein Volk nieder mit der Schärfe des Schwertes. -
2Mo 17,14 Und Jehova sprach zu Mose: Schreibe
dieses zum Gedächtnis in ein {O. das} Buch, und lege in die Ohren
Josuas, daß ich das Gedächtnis Amaleks
gänzlich unter dem Himmel austilgen werde.
2Mo 17,15 Und Mose baute einen Altar
und gab ihm den Namen: Jehova, mein Panier! {H. Jahwe-Nissi}
2Mo 17,16 Und er sprach: Denn die Hand ist {O.
sprach: Die Handist} am Throne Jahs: {d.h.
zum Schwur} Krieg hat Jehova wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht!
2Mo 18,1 Und Jethro, der Heiliger von
Midian, der Schwiegervater Moses, hörte alles, was Gott an Mose und an Israel,
seinem Volke, getan, daß Jehova Israel aus Ägypten
herausgeführt hatte.
2Mo 18,2 Und Jethro, der
Schwiegervater Moses, nahm Zippora, das Weib Moses, nach ihrer Heimsendung,
2Mo 18,3 und ihre zwei Söhne, von denen der
Name des einen Gersom war, denn er sprach: Ein
Fremdling bin ich geworden in fremdem Lande, {S. Kap. 2,22}
2Mo 18,4 und der Name des anderen Elieser: {Mein
Gott ist Hilfe} denn der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat
mich errettet vom Schwerte des Pharao;
2Mo 18,5 und Jethro, der Schwiegervater
Moses, und seine Söhne und sein Weib kamen zu Mose in die Wüste, wo er gelagert
war am Berge Gottes.
2Mo 18,6 Und er ließ Mose sagen: Ich, dein
Schwiegervater Jethro, bin zu dir gekommen, und dein Weib und ihre beiden Söhne
mit ihr.
2Mo 18,7 Da ging Mose hinaus, seinem
Schwiegervater entgegen, und beugte sich nieder und küßte
ihn; und sie fragten einer den anderen nach ihrem Wohlergehen und gingen ins
Zelt.
2Mo 18,8 Und Mose erzählte seinem
Schwiegervater alles, was Jehova an dem Pharao und an den Ägyptern getan hatte
um Israels willen, all die Mühsal, die sie auf dem Wege getroffen, und daß Jehova sie errettet habe.
2Mo 18,9 Und Jethro freute sich über all das
Gute, das Jehova an Israel getan, daß er es errettet
hatte aus der Hand der Ägypter.
2Mo 18,10 Und Jethro sprach: Gepriesen sei
Jehova, der euch errettet hat aus der Hand der Ägypter und aus der Hand des
Pharao, der das Volk errettet hat unter der Hand der Ägypter hinweg!
2Mo 18,11 Nun weiß ich, daß
Jehova größer ist als alle Götter; denn in der Sache, worin sie in Übermut
handelten, war er über ihnen.
2Mo 18,12 Und Jethro, der Schwiegervater
Moses, nahm ein Brandopfer und Schlachtopfer für Gott; und Aaron und alle
Ältesten Israels kamen, um mit dem Schwiegervater Moses zu essen vor dem
Angesicht Gottes.
2Mo 18,13 Und es geschah am anderen Tage, da
setzte sich Mose, um das Volk zu richten; und das Volk stand bei Mose vom
Morgen bis zum Abend.
2Mo 18,14 Und der Schwiegervater Moses sah
alles, was er mit dem Volke tat, und er sprach: Was ist das, das du mit dem Volke tust? warum sitzest du allein, und
alles Volk steht bei dir vom Morgen bis zum Abend?
2Mo 18,15 Und Mose sprach zu seinem
Schwiegervater: Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen.
2Mo 18,16 Wenn sie eine Sache haben, so kommt
es zu mir, und ich richte zwischen dem einen und dem anderen und tue ihnen die
Satzungen Gottes und seine Gesetze kund.
2Mo 18,17 Da sprach der Schwiegervater
Moses zu ihm: Die Sache ist nicht gut, die du tust;
2Mo 18,18 du wirst ganz erschlaffen, sowohl
du, als auch dieses Volk, das bei dir ist; denn die Sache ist zu schwer für
dich, du kannst sie nicht allein ausrichten.
2Mo 18,19 Höre nun auf meine Stimme, ich will
dir raten, und Gott wird mit dir sein: {O. sei mit dir} Sei du für
das Volk vor Gott, und bringe du die Sachen zu Gott;
2Mo 18,20 und erläutere ihnen die Satzungen
und die Gesetze, und tue ihnen kund den Weg, auf dem sie wandeln, und das Werk,
das sie tun sollen.
2Mo
18,21 Du aber ersieh dir aus dem ganzen Volke tüchtige,
gottesfürchtige Männer, Männer der Wahrheit, die den ungerechten Gewinn hassen,
und setze sie über sie: Oberste über tausend, Oberste über hundert, Oberste
über fünfzig und Oberste über zehn,
2Mo 18,22 daß sie das
Volk richten zu aller Zeit; und es geschehe, daß sie
jede große Sache vor dich bringen und daß sie jede
kleine Sache selbst richten; so erleichtere es dir, und sie mögen mit dir
tragen.
2Mo 18,23 Wenn du dieses tust und Gott es dir
gebietet, so wirst du bestehen können, und auch dieses ganze Volk wird in
Frieden an seinen Ort kommen.
2Mo 18,24 Und Mose hörte auf die
Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er gesagt hatte.
2Mo 18,25 Und Mose wählte tüchtige Männer aus
ganz Israel und setzte sie zu Häuptern über das Volk: Oberste über tausend,
Oberste über hundert, Oberste über fünfzig und Oberste über zehn.
2Mo 18,26 Und sie richteten das Volk zu aller
Zeit: die schwierige Sache brachten sie vor Mose, und jede kleine Sache
richteten sie selbst.
2Mo 18,27 Und Mose ließ seinen
Schwiegervater ziehen, und er zog hin in sein Land.
2Mo 19,1 Im dritten Monat nach dem Auszuge
der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, an diesem selbigen Tage kamen sie in
die Wüste Sinai:
2Mo 19,2 Sie brachen auf von Rephidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich in
der Wüste; und Israel lagerte sich daselbst dem Berge gegenüber.
2Mo 19,3 Und Mose stieg hinauf zu Gott; und
Jehova rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du zum Hause Jakob sprechen
und den Kindern Israel kundtun:
2Mo 19,4 Ihr habt gesehen, was ich an den
Ägyptern getan habe, wie ich euch getragen auf Adlers Flügeln und euch zu mir
gebracht habe.
2Mo 19,5 Und nun, wenn ihr fleißig
auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, so sollt ihr mein
Eigentum sein aus {O. vor} allen
Völkern; denn die ganze Erde ist mein;
2Mo 19,6 und ihr sollt mir ein Königreich
von Heiligern und eine heilige Nation sein. Das sind
die Worte, die du zu den Kindern Israel reden sollst.
2Mo 19,7 Und Mose kam und rief die Ältesten
des Volkes und legte ihnen alle diese Worte vor, die Jehova ihm geboten hatte.
2Mo 19,8 Da antwortete das ganze Volk
insgesamt und sprach: Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun! Und Mose
brachte die Worte des Volkes zu Jehova zurück.
2Mo 19,9 Und Jehova sprach zu Mose: Siehe,
ich werde zu dir kommen im Dunkel des Gewölks, damit das Volk höre, wenn ich
mit dir rede, und dir auch glaube ewiglich. Und Mose tat Jehova die Worte des
Volkes kund.
2Mo 19,10 Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zum
Volke und heilige sie heute und morgen, und daß sie
ihre Kleider waschen;
2Mo 19,11 und sie seien bereit auf den
dritten Tag; denn am dritten Tage wird Jehova vor den Augen des ganzen Volkes
auf den Berg Sinai herabsteigen.
2Mo 19,12 Und mache eine Grenze um das
Volk ringsum und sprich: Hütet euch, auf den Berg zu steigen und sein
Äußerstes anzurühren; alles, was den Berg anrührt,
soll gewißlich getötet werden
2Mo 19,13 - keine Hand soll ihn anrühren -
denn es soll gewißlich gesteinigt oder erschossen {d.h.
mit einem Pfeileoder Wurfgeschoß} werden; ob
Vieh oder Mensch, es darf nicht leben. Wenn das Lärmhorn
{And.: Widderhorn} anhaltend ertönt, sollen sie gegen
den Berg hinansteigen.
2Mo 19,14 Und Mose stieg vom Berge zu
dem Volke hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider.
2Mo 19,15 Und er sprach zu dem Volke:
Seid bereit auf den dritten Tag; nahet nicht zum Weibe.
2Mo 19,16 Und es geschah am dritten Tage, als
es Morgen war, da waren Donner und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge
und ein sehr starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im Lager
war.
2Mo 19,17 Und Mose führte das Volk aus dem
Lager hinaus, Gott entgegen; und sie stellten sich auf am Fuße des Berges.
2Mo 19,18 Und der ganze Berg Sinai rauchte,
darum, daß Jehova auf ihn herabstieg im Feuer; und
sein Rauch stieg auf, wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg
bebte sehr.
2Mo 19,19 Und der Posaunenschall wurde
fort und fort stärker; Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer Stimme.
{And.: im
Donner; vergl. die Anm. zu Kap. 9,23}
2Mo 19,20 Und Jehova stieg auf den Berg Sinai
herab, auf den Gipfel des Berges; und Jehova rief Mose auf den Gipfel des
Berges, und Mose stieg hinauf.
2Mo 19,21 Und Jehova sprach zu Mose: Steige
hinab, warne das Volk, daß sie nicht zu Jehova
durchbrechen, um zu schauen, und viele von ihnen fallen.
2Mo 19,22 Und auch die Heiliger, die
zu Jehova nahen, sollen sich heiligen, daß Jehova
nicht in sie einbreche.
2Mo 19,23 Und Mose sprach zu Jehova: Das Volk
wird den Berg Sinai nicht ersteigen können; denn du hast uns ja gewarnt und
gesagt: Mache eine Grenze um den Berg und heilige ihn.
2Mo 19,24 Und Jehova sprach zu ihm: Gehe,
steige hinab, und du sollst heraufkommen, du und Aaron mit dir; aber die
Heiliger und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zu Jehova hinaufzusteigen, daß er nicht in sie einbreche.
2Mo 19,25 Da stieg Mose zu dem Volke
hinab und sagte es ihnen.
2Mo 20,1 Und Gott redete alle diese
Worte und sprach:
2Mo 20,2 Ich bin Jehova, dein Gott,
der ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der
Knechtschaft. {W. der Knechte}
2Mo 20,3 Du sollst keine anderen
Götter haben neben mir. - {Eig. zu meinem Angesicht hinzu}
2Mo 20,4 Du sollst dir kein geschnitztes
Bild machen, noch irgend ein Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten
auf der Erde und was in den Wassern unter der Erde ist.
2Mo 20,5 Du sollst dich nicht vor
ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein
eifernder Gott, {El} der die Ungerechtigkeit der Väter
heimsucht an den Kindern, am dritten und am vierten Gliede derer, die mich
hassen;
2Mo 20,6 und der Güte erweist, auf Tausende
hin, an denen, {And.: anTausenden
derer} die mich lieben und meine Gebote beobachten. -
2Mo 20,7 Du sollst den Namen Jehovas,
deines Gottes, nicht zu Eitlem {O. zur Lüge; vergl. 3. Mose 19,12} aussprechen;
denn Jehova wird den nicht für schuldlos halten, {O. ungestraft
lassen} der seinen Namen zu Eitlem ausspricht. 2Mo
20,8 Gedenke des Sabbathtages, ihn zu heiligen.
2Mo 20,9 Sechs Tage sollst du
arbeiten und all dein Werk tun;
2Mo 20,10 aber der siebte Tag ist
Sabbath dem Jehova, deinem Gott: {O. Jehovas, deines
Gottes} du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine
Tochter, dein Knecht und deine Magd, und dein Vieh, und dein Fremdling, der in
deinen Toren ist.
2Mo 20,11 Denn in sechs Tagen hat Jehova den
Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte
am siebten Tage; darum segnete Jehova den Sabbathtag
und heiligte ihn. -
2Mo 20,12 Ehre deinen Vater und deine Mutter,
auf daß deine Tage verlängert werden in dem Lande,
das Jehova, dein Gott, dir gibt. -
2Mo
20,13 Du sollst nicht töten. 2Mo 20,14 Du sollst
nicht ehebrechen. -
2Mo 20,15 Du sollst nicht stehlen. -
2Mo 20,16 Du sollst kein falsches
Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten. -
2Mo 20,17 Du sollst nicht begehren deines
Nächsten Haus; du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, noch seinen
Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein
Nächster hat.
2Mo 20,18 Und das ganze Volk gewahrte die
Donner und die Flammen und den Posaunenschall und den rauchenden Berg. Und als
das Volk es gewahrte, zitterten sie und standen von ferne;
2Mo 20,19 und sie sprachen zu Mose: Rede du
mit uns, und wir wollen hören; aber Gott möge nicht mit uns reden, daß wir nicht sterben!
2Mo 20,20 Da sprach Mose zu dem Volke:
Fürchtet euch nicht; denn um euch zu versuchen, ist Gott gekommen, und damit
seine Furcht vor eurem Angesicht sei, daß ihr nicht
sündiget.
2Mo 20,21 Und das Volk stand von
ferne; und Mose nahte sich zum Dunkel, wo Gott war.
2Mo 20,22 Und Jehova sprach zu Mose: Also
sollst du zu den Kindern Israel sprechen: Ihr habt gesehen, daß
ich vom Himmel her mit euch geredet habe.
2Mo 20,23 Ihr sollt nichts neben mir
machen, Götter von Silber und Götter von Gold sollt ihr euch nicht machen.
2Mo 20,24 Einen Altar von Erde sollst du mir
machen und darauf opfern deine Brandopfer und deine Friedensopfer, {O.
Dankopfer} dein Kleinvieh und deine Rinder; an jedem Orte, wo ich meines
Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.
2Mo 20,25 Und wenn du mir einen Altar von
Steinen machst, so sollst du ihn nicht von behauenen Steinen bauen; denn hast
du deinen Meißel darüber geschwungen, so hast du ihn entweiht.
2Mo 20,26 Und du sollst nicht auf Stufen zu
meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blöße an ihm aufgedeckt werde.
2Mo 21,1 Und dies sind die Rechte,
die du ihnen vorlegen sollst:
2Mo 21,2 So du einen hebräischen Knecht
kaufst, soll er sechs Jahre dienen, und im siebten soll er frei ausgehen,
umsonst.
2Mo 21,3 Wenn er allein {W.
mit seinem Leibe, d.h. unverheiratet} gekommen ist, soll er allein
ausgehen; wenn er eines Weibes Mann war, soll sein Weib mit ihm ausgehen.
2Mo 21,4 Wenn sein Herr ihm ein Weib gegeben
und sie ihm Söhne oder Töchter geboren hat, so sollen das Weib und ihre Kinder
ihrem Herrn gehören, und er soll allein ausgehen.
2Mo 21,5 Wenn aber der Knecht etwa sagt: Ich
liebe meinen Herrn, mein Weib und meine Kinder, ich will nicht frei ausgehen,
2Mo 21,6 so soll sein Herr ihn vor
die Richter {H. Elohim: Götter. Soauch
Kap. 22,8. 9; vergl. Ps. 82} bringen und ihn an die Tür oder an den Pfosten
stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einer Pfrieme durchbohren; und er
soll ihm dienen auf ewig.
2Mo 21,7 Und so jemand seine Tochter
zur Magd verkauft, soll sie nicht ausgehen, wie die Knechte ausgehen.
2Mo 21,8 Wenn sie in den Augen ihres Herrn mißfällig ist, die er für sich bestimmt hatte, so lasse er
sie loskaufen: er soll nicht Macht haben, sie an ein fremdes Volk zu verkaufen,
weil er treulos an ihr gehandelt hat.
2Mo 21,9 Und wenn er sie seinem Sohne
bestimmt, so soll er ihr tun nach dem Rechte der Töchter.
2Mo 21,10 Wenn er sich {And.
üb.: ihm} eine andere nimmt, so soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und
ihre Beiwohnung nicht vermindern.
2Mo 21,11 Und wenn er ihr diese drei
Dinge nicht tut, so soll sie umsonst ausgehen, ohne Geld.
2Mo 21,12 Wer einen Menschen schlägt, daß er stirbt, soll gewißlich
getötet werden;
2Mo 21,13 hat er ihm aber nicht nachgestellt,
und Gott hat es seiner Hand begegnen lassen, so werde ich dir einen Ort
bestimmen, wohin er fliehen soll.
2Mo 21,14 Und so jemand wider seinen Nächsten
vermessen handelt, daß er ihn umbringt mit Hinterlist
- von meinem Altar sollst du ihn wegnehmen, daß er
sterbe.
2Mo 21,15 Und wer seinen Vater oder
seine Mutter schlägt, soll gewißlich getötet werden.
2Mo 21,16 Und wer einen Menschen stiehlt und
ihn verkauft, oder er wird in seiner Hand gefunden, der soll gewißlich getötet werden.
2Mo 21,17 Und wer seinem Vater oder
seiner Mutter flucht, soll gewißlich getötet werden.
2Mo 21,18 Und wenn Männer hadern, und einer
schlägt den anderen mit einem Steine oder mit der Faust, und er stirbt nicht,
sondern wird bettlägerig:
2Mo 21,19 wenn er aufsteht und draußen an
seinem Stabe wandelt, so soll der Schläger schuldlos sein; nur soll er sein
Versäumnis {Eig. sein Stillsitzen} erstatten
und ihn völlig heilen lassen.
2Mo 21,20 Und so jemand seinen Knecht oder
seine Magd mit dem Stocke schlägt, daß er unter
seiner Hand stirbt, so soll er gewißlich gerächt
werden:
2Mo 21,21 nur wenn er einen Tag oder zwei
Tage leben bleibt, soll er nicht gerächt werden, denn
er ist sein Geld. {d.h. für sein Geld erkauft}
2Mo
21,22 Und wenn Männer sich streiten und stoßen ein schwangeres
Weib, daß ihr die Frucht abgeht, und es geschieht
kein Schaden, so soll er gewißlich an Geld gestraft
werden, jenachdem der Mann des Weibes ihm auferlegen
wird, und er soll es geben durch die Richter. {O. nach der
Richter Ermessen}
2Mo 21,23 Wenn aber Schaden geschieht,
so sollst du geben Leben um Leben,
2Mo 21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn,
Hand um Hand, Fuß um Fuß,
2Mo 21,25 Brandmal um Brandmal, Wunde
um Wunde, Strieme um Strieme.
2Mo 21,26 Und so jemand in das Auge seines
Knechtes oder in das Auge seiner Magd schlägt und verdirbt es, so soll er ihn
frei entlassen um sein Auge.
2Mo 21,27 Und wenn er den Zahn seines
Knechtes oder den Zahn seiner Magd ausschlägt, so soll er ihn frei entlassen um
seinen Zahn.
2Mo 21,28 Und wenn ein Ochse {Eig.
ein Stück Rindvieh; so auch in den folgenden Kapiteln} einen Mann
oder ein Weib stößt, daß sie sterben, {W.
daß er stirbt} so soll der Ochse gewißlich gesteinigt, und sein Fleisch soll nicht gegessen
werden; aber der Besitzer des Ochsen soll schuldlos sein.
2Mo
21,29 Wenn aber der Ochse vordem stößig war, und sein Besitzer ist
gewarnt worden, und er hat ihn nicht verwahrt, und er tötet einen Mann oder ein
Weib, so soll der Ochse gesteinigt, und auch sein Besitzer soll getötet werden.
2Mo 21,30 Wenn ihm eine Sühne auferlegt wird,
so soll er das Lösegeld seines Lebens geben nach allem, was ihm auferlegt wird.
2Mo 21,31 Mag er einen Sohn stoßen
oder eine Tochter stoßen, so soll ihm nach diesem Rechte getan werden.
2Mo 21,32 Wenn der Ochse einen Knecht stößt
oder eine Magd, so soll sein Besitzer {W. er} ihrem Herrn
dreißig Silbersekel geben, und der Ochse soll gesteinigt werden.
2Mo 21,33 Und wenn jemand eine Grube öffnet,
oder wenn jemand eine Grube gräbt und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Ochse
oder ein Esel hinein,
2Mo 21,34 so soll es der Besitzer der Grube
erstatten: Geld soll er dem Besitzer desselben zahlen, {W.
zurückgeben} und das tote Tier soll ihm gehören.
2Mo 21,35 Und wenn jemandes Ochse den Ochsen
seines Nächsten stößt, daß er stirbt, so sollen sie
den lebenden Ochsen verkaufen und den Erlös {W. sein Geld} teilen, und
auch den toten sollen sie teilen.
2Mo 21,36 Ist es aber bekannt gewesen, daß der Ochse vordem stößig war, und sein Besitzer hat ihn
nicht verwahrt, so soll er gewißlich Ochsen für
Ochsen erstatten, und der tote soll ihm gehören.
2Mo 22,1 Wenn jemand einen Ochsen stiehlt
oder ein Stück Kleinvieh, und schlachtet es oder verkauft es, so soll er fünf
Ochsen erstatten für den Ochsen und vier Stück Kleinvieh für das Stück. -
2Mo 22,2 Wenn der Dieb beim Einbruch
betroffen wird, und er wird geschlagen, daß er
stirbt, so ist es ihm {d.h. dem
Schlägerdes
Diebes; O. soist seinetwegen, d.h. des Diebes wegen;
so auch V. 3} keine Blutschuld;
2Mo 22,3 wenn die Sonne über ihm aufgegangen
ist, so ist es ihm eine Blutschuld. Er soll gewißlich
erstatten; wenn er nichts hat, soll er für seinen Diebstahl verkauft werden.
2Mo 22,4 Wenn das Gestohlene lebend in
seiner Hand gefunden wird, es sei ein Ochse oder ein Esel oder ein Stück
Kleinvieh, soll er das Doppelte erstatten.
2Mo 22,5 So jemand ein Feld oder einen
Weingarten {O. ein Gartenland} abweiden
läßt und er sein Vieh hintreibt, und es weidet auf dem Felde eines anderen, so
soll er es vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weingartens
erstatten.
2Mo 22,6 Wenn Feuer ausbricht und Dornen {d.h.
wahrsch. eine Dornenhecke} erreicht,
und es wird ein Garbenhaufen verzehrt, oder das stehende Getreide oder das
Feld, so soll der gewißlich erstatten, der den Brand
angezündet hat.
2Mo 22,7 So jemand seinem Nächsten
Geld oder Geräte in Verwahrung gibt, und es wird aus dem Hause dieses
Mannes gestohlen, wenn der Dieb gefunden wird, so soll
er das Doppelte erstatten;
2Mo 22,8 wenn der Dieb nicht gefunden wird,
so soll der Besitzer des Hauses vor die Richter treten, ob er nicht seine Hand
nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat. -
2Mo 22,9 Bei jedem Falle von
Veruntreuung betreffs eines Ochsen, eines Esels, eines Stückes Kleinvieh, eines
Kleides, betreffs alles Verlorenen, wovon man sagt:
"das ist es", soll beider Sache vor die
Richter kommen; wen die Richter schuldig sprechen, der soll seinem Nächsten das
Doppelte erstatten. -
2Mo 22,10 So jemand seinem Nächsten einen
Esel oder einen Ochsen oder ein Stück Kleinvieh oder irgend ein Vieh in
Verwahrung gibt, und es stirbt oder wird beschädigt oder weggeführt, und
niemand sieht es,
2Mo 22,11 so soll der Eid Jehovas zwischen
ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Nächsten
ausgestreckt hat; und sein Besitzer {d.h. des Viehes} soll es
annehmen, und jener soll nichts erstatten.
2Mo 22,12 Und wenn es ihm wirklich
gestohlen worden ist, so soll er es seinem Besitzer erstatten.
2Mo 22,13 Wenn es aber zerrissen
worden ist, so soll er es als Zeugnis bringen; er soll das Zerrissene nicht
erstatten.
2Mo 22,14 Und wenn jemand von seinem Nächsten
ein Stück Vieh entlehnt, und es wird beschädigt oder stirbt - war sein Besitzer
nicht dabei, so soll er es gewißlich erstatten;
2Mo 22,15 wenn sein Besitzer dabei war, soll
er es nicht erstatten. Wenn es gemietet war, so ist es für seine Miete
gekommen.
2Mo 22,16 Und so jemand eine Jungfrau betört,
die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, so soll er sie gewißlich
durch eine Heiratsgabe sich zum Weibe erkaufen.
2Mo 22,17 Wenn ihr Vater sich durchaus
weigert, sie ihm zu geben, so soll er Geld darwägen
nach der Heiratsgabe der Jungfrauen. -
2Mo 22,18 Eine Zauberin sollst du
nicht leben lassen. -
2Mo 22,19 Jeder, der bei einem Vieh
liegt, soll gewißlich getötet werden. -
2Mo 22,20 Wer den Göttern opfert außer
Jehova allein, soll verbannt {S. die Vorrrede}
werden.
2Mo 22,21 Und den Fremdling sollst du nicht
bedrängen und ihn nicht bedrücken, denn Fremdlinge seid ihr im Lande Ägypten
gewesen.
2Mo 22,22 Keine Witwe und Waise sollt
ihr bedrücken.
2Mo 22,23 Wenn du sie irgend bedrückst, so
werde ich, wenn sie irgendwie zu mir schreit, ihr Geschrei gewißlich
erhören;
2Mo 22,24 und mein Zorn wird entbrennen, und
ich werde euch mit dem Schwerte töten, und eure Weiber sollen Witwen und eure
Kinder Waisen werden. -
2Mo 22,25 Wenn du meinem Volke, dem Armen bei
dir, Geld leihst, so sollst du ihm nicht sein wie ein Gläubiger; {Eig.
jemand, der um Zins Geld ausleiht} ihr sollt ihm keinen Zins
auferlegen. -
2Mo 22,26 Wenn du
irgend deines Nächsten Mantel {Eig. Obergewand, das als Decke benutzt
wurde. Vergl. die Anm. zu Kap. 12,34; 5. Mose
22,30} zum Pfande nimmst, so sollst
du ihm denselben zurückgeben, ehe die Sonne untergeht;
2Mo 22,27 denn es ist seine einzige Decke,
sein Kleid für seine Haut; worin soll er liegen? Und es wird geschehen, wenn er
zu mir schreit, so werde ich ihn erhören, denn ich bin gnädig. -
2Mo 22,28 Die Richter sollst du nicht
lästern, und einem Fürsten deines Volkes sollst du nicht fluchen.
2Mo 22,29 Mit der Fülle deines Getreides und
dem Ausfluß deiner Kelter {W.
mit deiner Fülle und deinem Ausfluß} sollst du
nicht zögern. Den erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir geben.
2Mo 22,30 Desgleichen sollst du mit deinem
Ochsen tun und mit deinem Kleinvieh; sieben Tage soll es bei seiner Mutter
sein, am achten Tage sollst du es mir geben. -
2Mo 22,31 Und heilige Männer sollt ihr mir
sein, und Fleisch, das auf dem Felde zerrissen worden ist, sollt ihr nicht
essen; ihr sollt es den Hunden vorwerfen.
2Mo 23,1 Du sollst kein falsches Gerücht
aufnehmen; {O. aussprechen, d.h. verbreiten} du sollst
deine Hand nicht dem Gesetzlosen reichen, um ein ungerechter Zeuge zu sein.
2Mo 23,2 Du sollst der Menge nicht folgen
zum Übeltun; und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du
dich der Menge nach neigest, das Recht zu beugen.
2Mo 23,3 Und den Armen sollst du in
seinem Rechtsstreit nicht begünstigen. -
2Mo 23,4 Wenn du den Ochsen deines Feindes
oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du ihn demselben jedenfalls
zurückbringen.
2Mo 23,5 Wenn du den Esel deines Hassers
unter seiner Last liegen siehst, so hüte dich, ihn demselben zu überlassen; du
sollst ihn jedenfalls mit ihm losmachen. -
2Mo 23,6 Du sollst das Recht deines
Armen nicht beugen in seinem Rechtsstreit.
2Mo 23,7 Von der Sache {O.
dem Worte} der Lüge sollst du dich fernhalten; und den Unschuldigen und
Gerechten sollst du nicht töten, denn ich werde den Gesetzlosen {O.
Schuldigen} nicht rechtfertigen.
2Mo 23,8 Und kein Geschenk sollst du nehmen;
denn das Geschenk blendet die Sehenden und verkehrt die Worte der Gerechten.
2Mo 23,9 Und den Fremdling sollst du nicht
bedrücken; ihr selbst wisset ja, wie es dem Fremdling zu Mute ist, denn
Fremdlinge seid ihr im Lande Ägypten gewesen. -
2Mo 23,10 Und sechs Jahre sollst du
dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln;
2Mo 23,11 aber im siebten sollst du es
ruhen und liegen lassen, daß die Armen deines Volkes
davon essen; und was sie übriglassen, soll das Getier des Feldes fressen.
Desgleichen sollst du mit deinem Weinberge tun und mit deinem Olivenbaum. -
2Mo 23,12 Sechs Tage sollst du deine Arbeiten
tun; aber am siebten Tage sollst du ruhen, damit dein Ochse und dein Esel raste
und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole.
2Mo 23,13 Und auf alles, was ich euch gesagt
habe, sollt ihr acht haben; und den Namen anderer
Götter sollt ihr nicht erwähnen, er soll in deinem Munde nicht gehört werden.
2Mo 23,14 Dreimal im Jahre sollst du
mir ein Fest feiern.
2Mo
23,15 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du beobachten: sieben
Tage sollst du Ungesäuertes essen, so wie ich dir geboten habe, zur bestimmten
Zeit im Monat Abib, denn in demselben bist du aus
Ägypten gezogen; und man soll nicht leer vor meinem Angesicht erscheinen;
2Mo 23,16 und das Fest der Ernte, der
Erstlinge deiner Arbeit, dessen, was du auf dem Felde säen wirst; und das Fest
der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit vom Felde
einsammelst.
2Mo 23,17 Dreimal im Jahre sollen alle
deine Männlichen vor dem Angesicht des Herrn Jehova erscheinen. -
2Mo 23,18 Du sollst nicht das Blut meines
Schlachtopfers zu Gesäuertem opfern; und nicht soll das Fett meines Festes über
Nacht bleiben bis an den Morgen.
2Mo 23,19 Das erste der Erstlinge deines
Landes sollst du in das Haus Jehovas, deines Gottes, bringen. - Du sollst ein
Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.
2Mo 23,20 Siehe, ich sende einen Engel vor
dir her, um dich auf dem Wege zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den
ich bereitet habe.
2Mo 23,21 Hüte dich vor ihm und höre auf
seine Stimme und reize ihn nicht; {O. sei nicht
widerspenstig gegen ihn} denn er wird eure Übertretung nicht vergeben, denn
mein Name ist in ihm.
2Mo 23,22 Doch wenn du fleißig auf seine
Stimme hörst und alles tust, was ich sagen werde, so werde ich deine Feinde
befeinden und deine Dränger bedrängen.
2Mo 23,23 Denn mein Engel wird vor dir
hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den Kanaanitern, den Hewitern
und den Jebusitern; und ich werde sie vertilgen.
2Mo 23,24 Du sollst dich vor ihren Göttern
nicht niederbeugen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht tun nach ihren
Taten; sondern du sollst sie ganz und gar niederreißen und ihre Bildsäulen
gänzlich zerbrechen.
2Mo 23,25 Und ihr sollt Jehova, eurem Gott,
dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde Krankheit
aus deiner Mitte entfernen.
2Mo 23,26 Keine Fehlgebärende und
Unfruchtbare wird in deinem Lande sein; die Zahl deiner Tage werde ich voll
machen.
2Mo 23,27 Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Völker verwirren, zu denen du kommst,
und dir zukehren den Rücken aller deiner Feinde.
2Mo 23,28 Und ich werde die Hornisse
vor dir hersenden, daß sie
vor dir vertreibe die Hewiter, die Kanaaniter und die
Hethiter.
2Mo 23,29 Nicht in einem Jahre werde ich sie
vor dir vertreiben, damit nicht das Land eine Wüste werde, und das Getier des
Feldes sich wider dich mehre.
2Mo 23,30 Nach und nach werde ich sie
vor dir vertreiben, bis du fruchtbar bist und das Land besitzest.
2Mo 23,31 Und ich werde deine Grenze setzen
vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister, und von der Wüste bis an den
Strom; {der Euphrat; vergl. 1. Mose 15,18; 4. Mose
34,1-12} denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, daß du sie vor dir vertreibest.
2Mo 23,32 Du sollst mit ihnen und mit
ihren Göttern keinen Bund machen.
2Mo 23,33 Sie sollen nicht in deinem Lande
wohnen, damit sie dich nicht wider mich sündigen machen; denn du würdest ihren
Göttern dienen, denn es würde dir zum Fallstrick sein.
2Mo 24,1 Und er sprach zu Mose: Steige zu
Jehova herauf, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an
von ferne.
2Mo 24,2 Und Mose allein nahe sich zu
Jehova; sie aber sollen sich nicht nahen, und das Volk soll nicht mit ihm
heraufsteigen.
2Mo 24,3 Und Mose kam und erzählte dem Volke
alle Worte Jehovas und alle Rechte; und das ganze Volk antwortete mit einer
Stimme und sprach: Alle Worte, die Jehova geredet hat, wollen wir tun.
2Mo 24,4 Und Mose schrieb alle Worte Jehovas
nieder. Und er machte sich des Morgens früh auf und baute einen Altar unten am
Berge und zwölf Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels.
2Mo 24,5 Und er sandte Jünglinge der Kinder
Israel hin, und sie opferten Brandopfer und schlachteten Friedensopfer {O.
Dankopfer} von Farren dem Jehova.
2Mo 24,6 Und Mose nahm die Hälfte des
Blutes und tat es in Schalen, und die Hälfte des Blutes sprengte er an den
Altar.
2Mo 24,7 Und er nahm das Buch des Bundes und
las es vor den Ohren des Volkes; und sie sprachen: Alles, was Jehova geredet
hat, wollen wir tun und gehorchen.
2Mo 24,8 Und Mose nahm das Blut und
sprengte es auf das Volk und sprach: Siehe, das Blut des Bundes, den Jehova mit
euch gemacht hat über alle diese Worte. {O. nach allen diesen
Worten}
2Mo 24,9 Und es stiegen hinauf Mose
und Aaron, Nadab und Abihu,
und siebzig von den Ältesten Israels;
2Mo 24,10 und sie sahen den Gott
Israels; und unter seinen Füßen war es wie ein Werk von Saphirplatten und wie
der Himmel selbst {Eig. wiedas Wesen
des Himmels} an Klarheit.
2Mo 24,11 Und er streckte seine Hand nicht
aus gegen die Edlen der Kinder Israel; und sie schauten Gott und aßen und
tranken.
2Mo
24,12 Und Jehova sprach zu Mose: Steige zu mir herauf auf den Berg
und sei daselbst; und ich werde dir die steinernen Tafeln geben und das Gesetz {Eig.
die Lehre, Unterweisung} und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu
belehren.
2Mo 24,13 Und Mose machte sich auf mit
Josua, seinem Diener, und Mose stieg auf den Berg Gottes.
2Mo 24,14 Und er sprach zu den Ältesten:
Wartet hier auf uns, bis wir zu euch zurückkehren; und siehe, Aaron und Hur
sind bei euch: wer irgend eine Sache hat, trete vor sie.
2Mo 24,15 Und Mose stieg auf den Berg,
und die Wolke bedeckte den Berg.
2Mo 24,16 Und die Herrlichkeit Jehovas ruhte
auf dem Berge Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tage
rief er Mose aus der Mitte der Wolke.
2Mo 24,17 Und das Ansehen der Herrlichkeit
Jehovas war wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen
der Kinder Israel.
2Mo 24,18 Und Mose ging mitten in die Wolke
hinein und stieg auf den Berg; und Mose war auf dem Berge vierzig Tage und
vierzig Nächte.
2Mo 25,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 25,2 Rede zu den Kindern Israel, daß sie mir ein Hebopfer bringen;
von einem jeden, der willigen Herzens ist, sollt ihr mein Hebopfer
nehmen.
2Mo 25,3 Und dies ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold und Silber
und Erz,
2Mo 25,4 und blauer und roter Purpur
und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar,
2Mo
25,5 und rotgefärbte Widderfelle und Dachsfelle {O.
Seekuhfelle, wieHes. 16,10; desgl.auch
Kap. 26,14; 35,7. 23} und Akazienholz;
2Mo
25,6 Öl zum Licht, Gewürze zum Salböl und zum wohlriechenden Räucherwerk; 2Mo
25,7 Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das
Ephod und für das Brustschild.
2Mo 25,8 Und sie sollen mir ein
Heiligtum machen, daß ich in ihrer Mitte wohne.
2Mo 25,9 Nach allem, was ich dir zeige, das
Muster der Wohnung und das Muster aller ihrer Geräte, also sollt ihr es machen.
2Mo 25,10 Und sie sollen eine Lade von
Akazienholz machen: zwei und eine halbe Elle ihre Länge, und eine und eine
halbe Elle ihre Breite, und eine und eine halbe Elle ihre Höhe.
2Mo 25,11 Und du sollst sie überziehen mit
reinem Golde: inwendig und auswendig sollst du sie überziehen; und mache einen
goldenen Kranz daran ringsum.
2Mo 25,12 Und gieße für dieselbe vier Ringe
von Gold und setze sie an ihre vier Ecken, {And. üb.: Füße} und zwar
zwei Ringe an ihrer einen Seite und zwei Ringe an ihrer anderen Seite.
2Mo 25,13 Und mache Stangen von
Akazienholz und überziehe sie mit Gold.
2Mo 25,14 Und bringe die Stangen in
die Ringe an den Seiten der Lade, um die Lade mit denselben zu tragen.
2Mo 25,15 Die Stangen sollen in den
Ringen der Lade sein, sie sollen nicht daraus entfernt werden.
2Mo 25,16 Und lege in die Lade das
Zeugnis, das ich dir geben werde.
2Mo
25,17 Und mache einen Deckel {O. Sühndeckel; eig. wohl: Versöhnungs-, Sühngerät.
Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet,
welches ursprünglich "zudecken", gewöhnlich aber "sühnen,
vergeben" bedeutet} von reinem Golde: zwei und eine halbe Elle seine
Länge, und eine und eine halbe Elle seine Breite.
2Mo 25,18 Und mache zwei Cherubim von Gold;
in getriebener Arbeit sollst du sie machen an beiden Enden des Deckels;
2Mo 25,19 und mache einen Cherub an dem Ende
der einen Seite und einen Cherub an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel {d.h.
aus einem Stück von ihm} sollt ihr die Cherubim machen an seinen beiden Enden.
2Mo 25,20 Und die Cherubim sollen die Flügel
nach oben ausbreiten, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre
Angesichter einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim sollen gegen den
Deckel gerichtet sein.
2Mo 25,21 Und lege den Deckel oben über die
Lade; und in die Lade sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
2Mo
25,22 Und daselbst werde ich mit dir zusammenkommen und von dem
Deckel herab, zwischen den zwei Cherubim hervor, die auf der Lade des
Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir an die Kinder Israel gebieten
werde.
2Mo 25,23 Und du sollst einen Tisch von
Akazienholz machen: zwei Ellen seine Länge, und eine Elle seine Breite, und
eine und eine halbe Elle seine Höhe.
2Mo 25,24 Und überziehe ihn mit reinem
Golde und mache ihm einen Kranz von Gold ringsum.
2Mo 25,25 Und mache ihm eine Leiste, eine
Handbreit, ringsum, und mache einen Kranz von Gold an seine Leiste ringsum.
2Mo 25,26 Und mache ihm vier Ringe von Gold
und setze die Ringe an die vier Ecken, {O. Seiten} die an
seinen vier Füßen sind.
2Mo 25,27 Dicht bei der Leiste sollen
die Ringe sein, zu Behältern für die Stangen, um den Tisch zu tragen.
2Mo 25,28 Und mache die Stangen von
Akazienholz und überziehe sie mit Gold, und der Tisch soll daran getragen
werden.
2Mo 25,29 Und mache seine Schüsseln und seine
Schalen und seine Kannen und seine Spendschalen, mit
welchen das Trankopfer ausgegossen wird; von reinem Golde sollst du sie machen.
2Mo 25,30 Und auf den Tisch sollst du
Schaubrote {W. Brot des Angesichts, d.h. das beständig vor
Jehovalag} legen vor meinem Angesicht
beständig.
2Mo 25,31 Und du sollst einen Leuchter
von reinem Golde machen; in getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht
werden, sein Fuß und sein Schaft; seine Kelche, seine Knäufe und seine Blumen
sollen aus ihm {d.h. aus einem Stück mit ihm} sein.
2Mo 25,32 Und sechs Arme sollen von seinen
Seiten ausgehen: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme
des Leuchters aus seiner anderen Seite.
2Mo 25,33 Drei
Kelche, mandelblütenförmig, an dem einen Arme: Knauf und Blume; und drei
Kelche, mandelblütenförmig, an dem anderen Arme: Knauf und Blume; also für die
sechs Arme, die von dem Leuchter ausgehen.
2Mo 25,34 Und an dem Leuchter {d.h.
dem Schafte} vier Kelche, mandelblütenförmig: seine Knäufe und seine
Blumen;
2Mo 25,35 und zwar ein Knauf unter zwei Armen
aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf
unter zwei Armen aus ihm, für die sechs Arme, die von dem Leuchter ausgehen.
2Mo 25,36 Ihre Knäufe und ihre Arme sollen
aus ihm {d.h. aus einem Stück mit ihm} sein; der
ganze Leuchter eine getriebene Arbeit, von reinem Golde.
2Mo 25,37 Und du sollst seine sieben
Lampen machen; und man soll seine Lampen anzünden, {Eig.
aufsteigen lassen;
dasselbe Wort,
welches für das Opfern der Brandopfer gebraucht wird} so daß sie gerade vor ihm hin scheinen; {Eig.
sodaß einejede gerade vor ihmhin scheine}
2Mo 25,38 und seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe von reinem Golde.
2Mo 25,39 Aus einem Talent reinen
Goldes soll man ihn machen mit allen diesen Geräten.
2Mo 25,40 Und sieh zu, daß du sie nach ihrem Muster machest, welches dir auf dem
Berge gezeigt worden ist.
2Mo 26,1 Und die Wohnung sollst du aus zehn
Teppichen machen; von gezwirntem Byssus {Feinste, weiße
Baumwolle} und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Cherubim in
Kunstweberarbeit sollst du sie machen.
2Mo 26,2 Die Länge eines Teppichs 28
Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Maß für alle Teppiche.
2Mo 26,3 Fünf Teppiche sollen zusammengefügt
werden, einer an den anderen, und wieder fünf Teppiche zusammengefügt, einer an
den anderen.
2Mo
26,4 Und mache Schleifen von blauem Purpur an den Saum des einen Teppichs am
Ende, bei der Zusammenfügung; und also sollst du es machen an dem Saume des
äußersten Teppichs bei der anderen Zusammenfügung.
2Mo 26,5 Fünfzig Schleifen sollst du an den
einen Teppich machen, und fünfzig Schleifen sollst du an das Ende des Teppichs
machen, der bei der anderen Zusammenfügung ist, die Schleifen eine der anderen
gegenüber.
2Mo 26,6 Und mache fünfzig Klammern von
Gold, und füge die Teppiche mit den Klammern zusammen, einen an den anderen, so
daß die Wohnung ein Ganzes sei.
2Mo 26,7 Und du sollst Teppiche von
Ziegenhaar machen zum Zelte über die Wohnung; elf solcher Teppiche sollst du
machen.
2Mo 26,8 Die Länge eines Teppichs dreißig
Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Maß für die elf Teppiche.
2Mo 26,9 Und füge fünf Teppiche besonders
zusammen und sechs Teppiche besonders, und den sechsten Teppich an der
Vorderseite des Zeltes lege doppelt.
2Mo 26,10 Und mache fünfzig Schleifen an den
Saum des einen Teppichs, des äußersten, bei der Zusammenfügung, und fünfzig
Schleifen an den Saum des Teppichs der anderen Zusammenfügung.
2Mo 26,11 Und mache fünfzig Klammern von Erz,
und bringe die Klammern in die Schleifen und füge das Zelt zusammen, so daß es ein Ganzes sei.
2Mo 26,12 Und das Überhangende, das übrig ist
an den Teppichen des Zeltes, der halbe Teppich, der übrig ist, soll über die
Hinterseite der Wohnung hangen.
2Mo 26,13 Und die Elle diesseits und die Elle
jenseits, von dem, was übrig ist an der Länge der Teppiche des Zeltes, soll
über die Seiten der Wohnung hangen, diesseits und jenseits, sie zu bedecken.
2Mo 26,14 Und mache für das Zelt eine Decke
von rotgefärbten Widderfellen und eine Decke von Dachsfellen oben darüber.
2Mo 26,15 Und die Bretter zu der
Wohnung sollst du von Akazienholz machen, aufrechtstehend;
2Mo 26,16 zehn Ellen die Länge eines
Brettes, und eine und eine halbe Elle die Breite eines Brettes;
2Mo 26,17 zwei Zapfen an einem Brette, einer
dem anderen gegenüber eingefügt: also sollst du es machen an allen Brettern der
Wohnung.
2Mo 26,18 Und mache die Bretter zu der
Wohnung: zwanzig Bretter an der Seite gegen Mittag, südwärts;
2Mo 26,19 und vierzig Füße von Silber sollst
du unter die zwanzig Bretter machen: zwei Füße unter ein Brett für seine zwei
Zapfen, und wieder zwei Füße unter ein Brett für seine zwei Zapfen;
2Mo 26,20 und an der anderen Seite der
Wohnung, an der Nordseite, zwanzig Bretter,
2Mo 26,21 und ihre vierzig Füße von
Silber: zwei Füße unter ein Brett, und wieder zwei Füße unter ein Brett;
2Mo 26,22 und an der Hinterseite der
Wohnung gegen Westen sollst du sechs Bretter machen;
2Mo 26,23 und zwei Bretter sollst du
für die Winkel der Wohnung an der Hinterseite machen;
2Mo 26,24 und sie sollen zweifach sein von
unten auf, und sollen an {O. bis zu} ihrem
Oberteil völlig aneinander sein in einem Ringe; also soll es mit ihnen beiden
sein, an den beiden Winkeln sollen sie sein.
2Mo 26,25 Und so sollen es acht Bretter sein,
und ihre Füße von Silber, sechzehn Füße: zwei Füße unter einem Brette, und
wieder zwei Füße unter einem Brette.
2Mo 26,26 Und du sollst Riegel von
Akazienholz machen: fünf zu den Brettern der einen Seite der Wohnung,
2Mo 26,27 und fünf Riegel zu den Brettern der
anderen Seite der Wohnung, und fünf Riegel zu den Brettern der Seite der
Wohnung an der Hinterseite gegen Westen;
2Mo 26,28 und den mittleren Riegel in
der Mitte der Bretter durchlaufend von einem Ende zum anderen.
2Mo 26,29 Und die Bretter sollst du mit Gold
überziehen; und ihre Ringe, die Behälter für die Riegel, sollst du von Gold
machen und die Riegel mit Gold überziehen.
2Mo 26,30 Und so richte die Wohnung
auf, nach ihrer Vorschrift, wie sie dir auf dem Berge gezeigt worden ist.
2Mo 26,31 Und du sollst einen Vorhang {W.
ein Scheidendes. Soauch V.33. u. 35} machen von
blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstweberarbeit
soll man ihn machen, mit Cherubim.
2Mo 26,32 Und hänge ihn auf {W.
setze(tue) ihn; soauch nachher} an vier
Säulen von Akazienholz, überzogen mit Gold, ihre Haken von Gold, auf vier Füßen
von Silber;
2Mo 26,33 und hänge den Vorhang auf unter die
Klammern; und bringe dorthin, innerhalb des Vorhanges, die Lade des Zeugnisses.
Und der Vorhang soll euch eine Scheidung machen zwischen dem Heiligen und dem
Allerheiligsten.
{W. dem
Heiligen der Heiligen}
2Mo 26,34 Und lege den Deckel auf die
Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten.
2Mo 26,35 Und stelle den Tisch außerhalb des
Vorhangs und den Leuchter dem Tische gegenüber an die Seite der Wohnung gegen
Süden; und den Tisch sollst du an die Nordseite setzen.
2Mo 26,36 Und mache für den Eingang des
Zeltes einen Vorhang {W. eineDecke;
desgl. V.37; 27,16 usw.} von blauem und rotem Purpur und Karmesin und
gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit.
2Mo 26,37 Und mache zu dem Vorhang fünf
Säulen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold, ihre Haken von Gold, und
gieße für sie fünf Füße von Erz.
2Mo 27,1 Und du sollst den Altar {S.
Kap. 38,1} von Akazienholz machen: fünf Ellen die Länge, und fünf Ellen
die Breite quadratförmig soll der Altar sein - und drei Ellen seine Höhe.
2Mo 27,2 Und mache seine Hörner an seine
vier Ecken; aus ihm {d.h. aus einem Stück mit ihm} sollen
seine Hörner sein; und überziehe ihn mit Erz.
2Mo 27,3 Und mache seine Töpfe, um
ihn von der Fettasche zu reinigen, und seine Schaufeln und seine
Sprengschalen und seine Gabeln und seine
Kohlenpfannen; {O. Räucherpfannen} für alle
seine Geräte sollst du Erz verwenden.
2Mo 27,4 Und mache ihm ein Gitter von
Netzwerk aus Erz, und mache an das Netz vier eherne Ringe an seine vier Ecken;
2Mo 27,5 und setze es unter die
Einfassung des Altars, unterwärts, daß das Netz bis
zur Hälfte des Altars reiche.
2Mo 27,6 Und mache Stangen für den
Altar, Stangen von Akazienholz, und überziehe sie mit Erz.
2Mo 27,7 Und seine Stangen sollen in die
Ringe gebracht werden, daß die Stangen an beiden
Seiten des Altars seien, wenn man ihn trägt.
2Mo 27,8 Hohl, von Brettern sollst du ihn
machen; so wie dir auf dem Berge gezeigt worden ist, also soll man ihn machen.
2Mo 27,9 Und du sollst den Vorhof {Eig.den Hof} der Wohnung machen: an der
Mittagseite, südwärts, Umhänge für den
Vorhof von gezwirntem Byssus, hundert Ellen die Länge
auf der einen Seite;
2Mo 27,10 und seine zwanzig Säulen und
ihre zwanzig Füße von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von
Silber.
2Mo 27,11 Und ebenso an der Nordseite in die
Länge: Umhänge, hundert Ellen lang; und seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig
Füße von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.
2Mo 27,12 Und die Breite des Vorhofs
an der Westseite: fünfzig Ellen Umhänge, ihre zehn Säulen und ihre zehn Füße.
2Mo 27,13 Und die Breite des Vorhofs
an der Ostseite, gegen Aufgang, fünfzig Ellen:
2Mo 27,14 fünfzehn Ellen Umhänge auf der
einen Seite, {W. Schulter; die beiden Seitenstücke neben dem
Eingang. Vergl. Kap. 38,15} ihre drei Säulen und ihre drei Füße;
2Mo 27,15 und auf der anderen Seite {SieheAnm. V.14} fünfzehn Ellen Umhänge, ihre drei
Säulen und ihre drei Füße;
2Mo 27,16 und für das Tor des Vorhofs einen
Vorhang von zwanzig Ellen von blauem und rotem Purpur und Karmesin und
gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit, ihre vier
Säulen und ihre vier Füße.
2Mo 27,17 Alle Säulen des Vorhofs ringsum
sollen mit Bindestäben von Silber versehen sein, ihre Haken von Silber und ihre
Füße von Erz.
2Mo 27,18 Die Länge des Vorhofs hundert
Ellen, und die Breite fünfzig gegen fünfzig, und die Höhe fünf Ellen, von
gezwirntem Byssus; und ihre Füße von Erz.
2Mo 27,19 Alle Geräte der Wohnung zu ihrem
ganzen Dienst und alle ihre Pflöcke und alle Pflöcke des Vorhofs sollen von Erz
sein.
2Mo 27,20 Und du, du sollst den Kindern
Israel gebieten, daß sie dir reines, zerstoßenes
Olivenöl bringen zum Licht, um die Lampen anzuzünden beständig.
2Mo 27,21 Im Zelte der Zusammenkunft,
außerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne
sie zurichten vom Abend bis zum Morgen, vor Jehova. Eine ewige Satzung bei
ihren Geschlechtern von seiten der Kinder Israel.
2Mo 28,1 Und du, du sollst zu dir nahen
lassen deinen Bruder Aaron und seine Söhne mit ihm, aus der Mitte der Kinder
Israel, um mir den Heiligerdienst auszuüben: Aaron, Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar, die Söhne Aarons.
2Mo 28,2 Und du sollst heilige
Kleider für deinen Bruder Aaron machen zur Herrlichkeit und zum Schmuck.
2Mo 28,3 Und du sollst zu allen reden, die
weisen Herzens sind, die ich mit dem Geiste der Weisheit erfüllt habe, daß sie die Kleider Aarons machen, ihn zu heiligen, um mir
den Heiligerdienst auszuüben.
2Mo
28,4 Und dies sind die Kleider, die sie machen sollen: ein Brustschild und ein
Ephod und ein Oberkleid, und einen Leibrock von zellenförmigem Gewebe, einen Kopfbund und einen Gürtel; und sie sollen heilige Kleider
machen für deinen Bruder Aaron und für seine Söhne, um mir den Heiligerdienst auszuüben.
2Mo 28,5 Und sie sollen das Gold und
den blauen und den roten Purpur und den Karmesin und den Byssus nehmen
2Mo 28,6 und sollen das Ephod machen von
Gold, blauem und rotem Purpur, Karmesin und gezwirntem Byssus, in
Kunstweberarbeit.
2Mo 28,7 Es soll zwei zusammenfügende
Schulterstücke haben an seinen beiden Enden, und so werde es zusammengefügt.
2Mo 28,8 Und der gewirkte Gürtel, mit
dem es angebunden wird, der darüber ist, soll von gleicher Arbeit mit ihm sein,
von gleichem Stoffe: {W. aus ihm, wie Kap. 25,31. 36; 27,2} von Gold,
blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus.
2Mo 28,9 Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Söhne Israels darauf
stechen:
2Mo 28,10 sechs ihrer Namen auf den einen
Stein und die sechs übrigen Namen auf den anderen Stein, nach ihrer
Geburtsfolge.
2Mo 28,11 In Steinschneiderarbeit, in
Siegelstecherei sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen der Söhne
Israels; mit Einfassungen von Gold umgeben sollst du sie machen.
2Mo 28,12 Und setze die beiden Steine auf die
Schulterstücke des Ephods, als Steine des Gedächtnisses für die Kinder Israel;
und Aaron soll ihre Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor Jehova zum
Gedächtnis.
2Mo 28,13 Und mache Einfassungen von
Gold;
2Mo 28,14 und zwei Ketten von reinem Golde:
schnurähnlich sollst du sie machen, in Flechtwerk, und die geflochtenen Ketten
an die Einfassungen befestigen.
2Mo 28,15 Und mache das Brustschild
des Gerichts {O. des Rechts} in Kunstweberarbeit; gleich
der Arbeit des Ephods sollst du es machen: von Gold, blauem und rotem Purpur
und Karmesin und gezwirntem Byssus sollst du es machen.
2Mo 28,16 Quadratförmig soll es sein,
gedoppelt, eine Spanne seine Länge und eine Spanne seine Breite.
2Mo 28,17 Und besetze es mit eingesetzten
Steinen, vier Reihen von Steinen; eine Reihe: Sardis,
Topas und Smaragd, die erste Reihe;
2Mo 28,18 und die zweite Reihe:
Karfunkel, Saphir und Diamant;
2Mo 28,19 und die dritte Reihe: Opal,
Achat und Amethyst;
2Mo 28,20 und die vierte Reihe: Chrysolith
und Onyx und Jaspis; mit Gold sollen sie eingefaßt
sein in ihren Einsetzungen.
2Mo 28,21 Und der Steine sollen nach den
Namen der Söhne Israels zwölf sein, nach ihren Namen; in Siegelstecherei sollen
sie sein, ein jeder nach seinem Namen, für die zwölf Stämme.
2Mo 28,22 Und mache an das Brustschild
schnurähnliche Ketten in Flechtwerk, von reinem Golde.
2Mo 28,23 Und mache an das Brustschild
zwei Ringe von Gold, und befestige die zwei Ringe an die beiden Enden des
Brustschildes.
2Mo 28,24 Und befestige die zwei
geflochtenen Schnüre von Gold an die beiden Ringe an den Enden des
Brustschildes;
2Mo 28,25 und die beiden anderen Enden der
zwei geflochtenen Schnüre sollst du an die beiden Einfassungen befestigen und
sie an die Schulterstücke des Ephods befestigen, an seine Vorderseite.
2Mo 28,26 Und mache zwei Ringe von Gold und
befestige sie an die beiden Enden des Brustschildes, an seinen Saum, der gegen
das Ephod hin ist, einwärts;
2Mo 28,27 und mache zwei Ringe von Gold und
befestige sie an die beiden Schulterstücke des Ephods, unten an seine
Vorderseite, gerade bei seiner Zusammenfügung, oberhalb des gewirkten Gürtels
des Ephods.
2Mo
28,28 Und man soll das Brustschild mit seinen Ringen an die Ringe
des Ephods binden mit einer Schnur von blauem Purpur, daß
es über dem gewirkten Gürtel des Ephods sei und das Brustschild sich nicht von
dem Ephod verrücke.
2Mo 28,29 Und Aaron soll die Namen der Söhne
Israels an dem Brustschilde des Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er ins
Heiligtum hineingeht, zum Gedächtnis vor Jehova beständig.
2Mo 28,30 Und lege in das Brustschild des
Gerichts die Urim und die Thummim,
{Lichter und Vollkommenheiten} daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er vor Jehova
hineingeht; und Aaron soll das Gericht der Kinder Israel auf seinem Herzen
tragen vor Jehova beständig.
2Mo 28,31 Und mache das Oberkleid des
Ephods ganz von blauem Purpur.
2Mo 28,32 Und seine Kopföffnung soll in
seiner Mitte sein; eine Borte soll es an seiner Öffnung haben ringsum, in
Weberarbeit; wie die Öffnung eines Panzers soll daran sein, daß
es nicht einreiße.
2Mo 28,33 Und an seinen Saum mache
Granatäpfel von blauem und rotem Purpur und Karmesin, an seinen Saum ringsum,
und Schellen von Gold zwischen ihnen ringsum:
2Mo 28,34 eine Schelle von Gold und einen
Granatapfel, eine Schelle von Gold und einen Granatapfel an den Saum des
Oberkleides ringsum.
2Mo 28,35 Und Aaron soll es anhaben, um den
Dienst zu verrichten, daß sein Klang gehört werde,
wenn er ins Heiligtum hineingeht vor Jehova, und wenn er hinausgeht, daß er nicht sterbe.
2Mo 28,36 Und mache ein Blech von
reinem Golde und stich darauf mit Siegelstecherei: Heiligkeit dem Jehova!
2Mo 28,37 Und tue es an eine Schnur von
blauem Purpur; und es soll an dem Kopfbunde sein, an der Vorderseite des
Kopfbundes soll es sein.
2Mo 28,38 Und es soll auf der Stirn
Aarons sein, und Aaron soll die Ungerechtigkeit der heiligen Dinge tragen,
welche die Kinder Israel heiligen werden, bei allen {Eig.
nach allen, d.h. so viele ihrer sein werden} Gaben ihrer heiligen Dinge;
und es soll beständig an seiner Stirn sein, zum Wohlgefallen für sie vor
Jehova.
2Mo 28,39 Und mache den Leibrock von
zellenförmigem Gewebe von Byssus, und mache einen Kopfbund
von Byssus; und einen Gürtel sollst du machen in Buntwirkerarbeit.
2Mo 28,40 Und den Söhnen Aarons sollst du
Leibröcke machen und sollst ihnen Gürtel machen, und hohe Mützen sollst du
ihnen machen zur Herrlichkeit und zum Schmuck.
2Mo 28,41 Und du sollst deinen Bruder
Aaron damit bekleiden und seine Söhne mit ihm; und du sollst sie salben und sie
weihen {W. ihre Handfüllen. Soauch
Kap. 29,9. 33. 35; 32,29 u.a. St.; vergl. die Anm. zu 3. Mose 8,28} und sie
heiligen, daß sie mir den Heiligerdienst
ausüben.
2Mo 28,42 Und mache ihnen Beinkleider von
Linnen, um das Fleisch der Blöße zu bedecken; von den Hüften bis an die
Schenkel sollen sie reichen.
2Mo
28,43 Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in das
Zelt der Zusammenkunft hineingehen, oder wenn sie dem Altar nahen, um den
Dienst im Heiligtum zu verrichten, daß sie nicht eine
Ungerechtigkeit tragen {O. Schuld auf sich laden} und
sterben: eine ewige Satzung für ihn und für seinen Samen nach ihm.
2Mo 29,1 Und dies ist es, was du ihnen tun
sollst, sie zu heiligen, um mir den Heiligerdienst
auszuüben: Nimm einen jungen Farren und zwei Widder, ohne Fehl,
2Mo 29,2 und ungesäuertes Brot, und
ungesäuerte Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl:
von Feinmehl des Weizens
sollst du sie machen.
2Mo 29,3 Und lege sie in einen Korb
und bringe sie in dem Korbe dar, und den Farren und die zwei Widder.
2Mo 29,4 Und Aaron und seine Söhne sollst du
herzunahen lassen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sie mit
Wasser waschen.
2Mo 29,5 Und du sollst die Kleider
nehmen und Aaron bekleiden mit dem Leibrock und dem Oberkleide des Ephods und
dem Ephod und dem Brustschilde und es {d.h. das Ephod;
vergl. 3. Mose 8,7} ihm anbinden mit dem gewirkten Gürtel des Ephods.
2Mo 29,6 Und setze den Kopfbund auf sein Haupt und lege das heilige Diadem an den Kopfbund.
2Mo 29,7 Und nimm das Salböl und
gieße es auf sein Haupt und salbe ihn.
2Mo 29,8 Und seine Söhne sollst du
herzunahen lassen und sie mit den Leibröcken bekleiden;
2Mo 29,9 und umgürte sie mit dem Gürtel,
Aaron und seine Söhne, und binde ihnen die hohen Mützen um; und das Heiligertum sei ihnen zu einer ewigen Satzung. Und du
sollst Aaron und seine Söhne weihen.
2Mo 29,10 Und du sollst den Farren
herzubringen vor das Zelt der Zusammenkunft, und Aaron und seine Söhne sollen
ihre Hände auf den Kopf des Farren legen.
2Mo 29,11 Und schlachte den Farren vor
Jehova, an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft;
2Mo 29,12 und nimm von dem Blute des Farren
und tue es mit deinem Finger an die Hörner des Altars, und alles Blut sollst du
an den Fuß des Altars gießen.
2Mo 29,13 Und nimm alles Fett, welches das
Eingeweide bedeckt, und das Netz über der Leber und die beiden Nieren und das
Fett, das an ihnen ist, und räuchere es auf dem Altar.
2Mo 29,14 Und das Fleisch des Farren und
seine Haut und seinen Mist sollst du mit Feuer verbrennen außerhalb des Lagers:
es ist ein Sündopfer.
2Mo 29,15 Und du sollst den einen Widder
nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders
legen.
2Mo 29,16 Und du sollst den Widder
schlachten und sein Blut nehmen und an den Altar sprengen ringsum.
2Mo 29,17 Und den Widder sollst du in seine
Stücke zerlegen und sein Eingeweide und seine Schenkel waschen und sie auf
seine {O. zu seinen} Stücke und auf seinen {O.
zu seinem} Kopf legen.
2Mo 29,18 Und den ganzen Widder sollst du auf
dem Altar räuchern: es ist ein Brandopfer dem Jehova, ein lieblicher Geruch; {Vergl.
die Anm. zu 1. Mose 8,21} es ist ein Feueropfer dem Jehova.
2Mo 29,19 Und du sollst den zweiten Widder
nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders
legen.
2Mo
29,20 Und du sollst den Widder schlachten und von seinem Blute
nehmen und es auf das rechte Ohrläppchen Aarons tun und auf das rechte
Ohrläppchen seiner Söhne und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die
große Zehe ihres rechten Fußes; und du sollst das Blut an den Altar sprengen
ringsum.
2Mo
29,21 Und nimm von dem Blute, das auf dem Altar ist, und von dem
Salböl, und sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider und auf seine Söhne und
auf die Kleider seiner Söhne mit ihm; und er wird heilig sein und seine
Kleider, und seine Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.
2Mo 29,22 Und nimm von dem Widder das
Fett und den Fettschwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und das
Netz der Leber und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und den
rechten Schenkel, denn es ist ein Widder der Einweihung -
2Mo 29,23 und einen Laib Brot und einen
Kuchen geölten Brotes und einen Fladen aus dem Korbe des Ungesäuerten, der vor
Jehova ist;
2Mo 29,24 und lege das alles auf die
Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne, und webe es als Webopfer {Eig. als
Schwingung,
d.h. als ein Opfer, das hin und her geschwungen wurde} vor Jehova.
2Mo 29,25 Und nimm es von ihren Händen und
räuchere es auf dem Altar, auf dem Brandopfer, zum lieblichen Geruch vor
Jehova: es ist ein Feueropfer dem Jehova.
2Mo 29,26 Und nimm die Brust von dem
Einweihungswidder, der für Aaron ist, und webe sie als Webopfer
vor Jehova; und sie soll dein Anteil sein.
2Mo 29,27 Und heilige die Brust des
Webopfers und den Schenkel des Hebopfers, {Eig.
Hebe, d.h. ein Opfer, das gen Himmel gehoben und soGott
geweiht wurde; dann auch eine Gabe überhaupt} die gewoben und der gehoben
worden ist von dem Einweihungswidder, von dem, der für Aaron, und von dem, der
für seine Söhne ist;
2Mo 29,28 und es soll Aaron und seinen
Söhnen gehören als eine ewige Gebühr {Eig. ein für ewig
Bestimmtes} von seiten der Kinder Israel, denn es ist ein
Hebopfer; und es soll ein Hebopfer
sein von seiten der Kinder Israel, von ihren
Friedensopfern: ihr Hebopfer dem Jehova. -
2Mo 29,29 Und die heiligen Kleider Aarons
sollen für seine Söhne sein nach ihm, um sie darin zu salben und sie darin zu
weihen.
2Mo 29,30 Sieben Tage soll sie
anziehen, wer von seinen Söhnen Heiliger wird an seiner Statt, welcher in das
Zelt der
Zusammenkunft hineingehen wird, {daß er...hineingehe} um im Heiligtum zu dienen. -
2Mo 29,31 Und den Einweihungswidder
sollst du nehmen und sein Fleisch an heiligem Orte kochen.
2Mo 29,32 Und Aaron und seine Söhne sollen
das Fleisch des Widders und das Brot, das in dem Korbe ist, essen an dem
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft:
2Mo 29,33 sie sollen die Dinge essen, durch
welche Sühnung geschehen ist, um sie zu weihen, um sie zu heiligen; ein Fremder
aber soll nicht davon essen, denn sie {d.h. die Dinge} sind
heilig.
2Mo 29,34 Und wenn von dem Fleische der
Einweihung und von dem Brote etwas übrigbleibt bis an den Morgen, so sollst du
das Übriggebliebene mit Feuer verbrennen; es soll nicht gegessen werden, denn
es ist heilig.
2Mo 29,35 Und du sollst Aaron und seinen
Söhnen also tun, nach allem, was ich dir geboten habe; sieben Tage sollst du
sie einweihen.
2Mo 29,36 Und einen Farren als Sündopfer sollst du täglich zur Sühnung opfern und den
Altar entsündigen, indem du Sühnung für ihn tust; und du sollst ihn salben, um
ihn zu heiligen.
2Mo 29,37 Sieben Tage sollst du Sühnung tun
für den Altar und ihn heiligen; und der Altar soll hochheilig sein: alles, was
den Altar anrührt, wird heilig sein.
2Mo 29,38 Und dies ist es, was du auf
dem Altar opfern sollst: zwei einjährige Lämmer des Tages beständig.
2Mo 29,39 Das eine Lamm sollst du am
Morgen opfern, und das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei
Abenden, {Vergl.
die Anm. zu Kap. 12,6}
2Mo 29,40 und ein Zehntel {d.h.
ein Zehntel Epha; so auch später} Feinmehl, gemengt
mit einem viertel Hin zerstoßenen Öles, und ein
Trankopfer, {Eig. eine Spende} ein viertel Hin Wein, zu dem einen Lamme.
2Mo 29,41 Und das zweite Lamm sollst
du opfern zwischen den zwei Abenden; wie das Morgenspeisopfer {Vergl.
die Anm. zu 3. Mose 2, 1} und wie dessen Trankopfer, so sollst du zu diesem
opfern, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jehova:
2Mo 29,42 ein beständiges Brandopfer bei
euren Geschlechtern an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jehova, wo
ich mit euch zusammenkommen werde, um daselbst mit dir zu reden.
2Mo 29,43 Und ich werde daselbst mit den
Kindern Israel zusammenkommen, und es {das Zelt} wird
geheiligt werden durch meine Herrlichkeit.
2Mo 29,44 Und ich werde das Zelt der
Zusammenkunft und den Altar heiligen; und Aaron und seine Söhne werde ich
heiligen, daß sie mir den Heiligerdienst
ausüben.
2Mo 29,45 Und ich werde in der Mitte der
Kinder Israel wohnen und werde ihr Gott {W. ihnen zum Gott; so
auch später an vielen ähnlichen Stellen} sein.
2Mo 29,46 Und sie werden wissen, daß ich Jehova bin, ihr Gott, der ich sie aus dem Lande
Ägypten herausgeführt habe, um in ihrer Mitte zu wohnen; ich bin Jehova, ihr
Gott.
2Mo 30,1 Und du sollst einen Altar
machen zum Räuchern des Räucherwerks, von Akazienholz sollst du ihn machen;
2Mo 30,2 eine Elle seine Länge, und
eine Elle seine Breite, quadratförmig soll er sein und zwei Ellen seine Höhe;
aus ihm {d.h. aus einem Stück mit ihm} sollen
seine Hörner sein.
2Mo 30,3 Und überziehe ihn mit reinem Golde,
seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner; und mache ihm einen
Kranz von Gold ringsum.
2Mo 30,4 Und mache ihm zwei Ringe von Gold
unter seinen Kranz: an seine beiden Seiten sollst du sie machen, an seine
beiden Wände; und sie sollen zu Behältern sein für die Stangen, um ihn mit
denselben zu tragen.
2Mo 30,5 Und mache die Stangen von
Akazienholz und überziehe sie mit Gold.
2Mo 30,6 Und stelle ihn dem Vorhang
gegenüber, der vor der Lade des Zeugnisses ist, dem Deckel gegenüber, der über
dem Zeugnis ist, woselbst ich mit dir zusammenkommen werde.
2Mo 30,7 Und Aaron soll wohlriechendes
Räucherwerk auf ihm räuchern; Morgen für Morgen, wenn er die Lampen zurichtet,
soll er es räuchern;
2Mo 30,8 und wenn Aaron die Lampen anzündet
zwischen den zwei Abenden, soll er es räuchern: ein beständiges Räucherwerk vor
Jehova bei euren Geschlechtern.
2Mo 30,9 Ihr sollt kein fremdes Räucherwerk
auf ihm opfern, noch Brandopfer, noch Speisopfer; und kein Trankopfer sollt ihr
auf ihn gießen.
2Mo 30,10 Und Aaron soll einmal im Jahre für {O.
auf, an} dessen Hörner Sühnung tun mit dem Blute des Sündopfers der Versöhnung; einmal im Jahre soll er Sühnung
für ihn tun bei euren Geschlechtern: hochheilig ist er dem Jehova.
2Mo 30,11 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 30,12 Wenn du die
Summe der Kinder Israel aufnehmen wirst nach ihren Gemusterten, so sollen sie
bei ihrer Musterung ein jeder eine Sühne seiner Seele dem Jehova geben, daß keine Plage unter ihnen entstehe bei ihrer Musterung.
2Mo 30,13 Dies sollen sie geben: jeder
zu den Gemusterten Übergehende {O. durch die Musterung gehende} die Hälfte
eines Sekels, nach dem Sekel des Heiligtums (zwanzig Gera der Sekel), die
Hälfte eines Sekels als Hebopfer dem Jehova.
2Mo 30,14 Jeder zu den Gemusterten
Übergehende, {O. durch die Musterung Gehende} von zwanzig
Jahren und darüber, soll das Hebopfer Jehovas geben.
2Mo 30,15 Der Reiche soll nicht mehr geben,
und der Arme nicht weniger als die Hälfte eines Sekels, wenn ihr das Hebopfer Jehovas gebet, um Sühnung zu tun für eure Seelen.
2Mo 30,16 Und du sollst das Sühngeld von seiten der Kinder
Israel nehmen und es für die Arbeit {O. den Dienst} des Zeltes
der Zusammenkunft geben; und es soll den Kindern Israel zum Gedächtnis sein vor
Jehova, um Sühnung zu tun für eure Seelen.
2Mo 30,17 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 30,18 Mache auch ein Becken von Erz und
sein Gestell von Erz zum Waschen; und setze es zwischen das Zelt der
Zusammenkunft und den Altar und tue Wasser darein.
2Mo 30,19 Und Aaron und seine Söhne
sollen ihre Hände und ihre Füße daraus waschen.
2Mo 30,20 Wenn sie in das Zelt der
Zusammenkunft hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, daß sie nicht sterben, oder wenn sie dem Altar nahen zum
Dienst, um Jehova ein Feueropfer zu räuchern.
2Mo 30,21 Und sie sollen ihre Hände und ihre
Füße waschen, daß sie nicht sterben; und das soll
ihnen eine ewige Satzung sein, ihm und seinem Samen bei ihren Geschlechtern.
2Mo 30,22 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 30,23 Und du, nimm dir die besten
Gewürze: von selbst ausgeflossene Myrrhe 500 Sekel, und würzigen Zimmet die Hälfte davon, 250, und Würzrohr
250,
2Mo 30,24 und Kassia 500, nach dem
Sekel des Heiligtums, und ein Hin Olivenöl;
2Mo 30,25 und mache daraus ein Öl der
heiligen Salbung, eine Mischung von Gewürzsalbe, ein Werk des Salbenmischers;
es soll ein Öl der heiligen Salbung sein.
2Mo 30,26 Und du sollst damit salben
das Zelt der Zusammenkunft und die Lade des Zeugnisses
2Mo 30,27 und den Tisch und alle seine
Geräte und den Leuchter und seine Geräte und den Räucheraltar {W.
Altar des
Räucherwerks}
2Mo 30,28 und den Brandopferaltar und
alle seine Geräte und das Becken und sein Gestell,
2Mo 30,29 und du sollst sie heiligen;
und sie sollen hochheilig sein: alles, was sie anrührt, wird heilig sein.
2Mo 30,30 Und Aaron und seine Söhne
sollst du salben und sollst sie heiligen, um mir den Heiligerdienst
auszuüben.
2Mo 30,31 Und zu den Kindern Israel sollst du
also reden: Ein Öl der heiligen Salbung soll mir dieses sein bei euren
Geschlechtern.
2Mo 30,32 Auf keines Menschen Fleisch soll
man es gießen, und nach dem Verhältnis seiner Bestandteile sollt ihr keines
desgleichen machen; es ist heilig, heilig soll es euch sein.
2Mo 30,33 Wer desgleichen mischt, und wer
davon auf einen Fremden tut, der soll ausgerottet werden aus seinen Völkern.
2Mo 30,34 Und Jehova sprach zu Mose: Nimm dir
wohlriechende Gewürze, Stakte und Räuchermuschel und Galban,
wohlriechende Gewürze und reinen Weihrauch; zu gleichen Teilen sollen sie sein.
2Mo 30,35 Und mache Räucherwerk
daraus, Würzwerk, ein Werk des Salbenmischers,
gesalzen, rein, heilig.
2Mo 30,36 Und zerstoße davon zu Pulver, und
lege davon vor das Zeugnis in das Zelt der Zusammenkunft, woselbst ich mit dir
zusammenkommen werde; hochheilig soll es euch sein.
2Mo 30,37 Und das Räucherwerk, das du machen sollst, nach dem Verhältnis seiner
Bestandteile sollt ihr es euch nicht machen; heilig dem Jehova soll es dir
sein.
2Mo 30,38 Wer desgleichen macht, um
daran zu riechen, der soll ausgerottet werden aus seinen Völkern.
2Mo 31,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 31,2 Siehe, ich habe Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs,
vom Stamme Juda, mit Namen berufen
2Mo 31,3 und habe ihn mit dem Geiste Gottes
erfüllt, in Weisheit und in Verstand und in Kenntnis und in jeglichem Werk;
2Mo 31,4 um Künstliches zu ersinnen,
zu arbeiten in Gold und in Silber und in Erz,
2Mo 31,5 und im Schneiden von Steinen
zum Einsetzen und im Holzschneiden, um zu arbeiten in jeglichem Werk.
2Mo 31,6 Und ich, siehe, ich habe ihm
Oholiab, den Sohn Achisamaks,
vom Stamme Dan, beigegeben; und in das Herz eines jeden, der weisen Herzens
ist, habe ich Weisheit gelegt, daß sie alles machen,
was ich dir geboten habe:
2Mo 31,7 das Zelt der Zusammenkunft und die
Lade des Zeugnisses und den Deckel, der darauf ist, und alle Geräte des Zeltes;
2Mo 31,8 und den Tisch und alle seine
Geräte und den reinen Leuchter und alle seine Geräte und den Räucheraltar
2Mo 31,9 und den Brandopferaltar und
alle seine Geräte, und das Becken und sein Gestell;
2Mo 31,10 und die Dienstkleider {And.:
die gestickten Kleider} und die heiligen Kleider für Aaron, den Heiliger, und
die Kleider seiner Söhne, um den Heiligerdienst
auszuüben;
2Mo 31,11 und das Salböl und das
wohlriechende Räucherwerk für das Heiligtum: nach allem, was ich dir geboten
habe, sollen sie es machen.
2Mo 31,12 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 31,13 Und du, rede zu den Kindern Israel
und sprich: Fürwahr, meine Sabbathe sollt ihr
beobachten; denn sie sind {W. er ist} ein Zeichen
zwischen mir und euch bei euren Geschlechtern, damit ihr wisset, daß ich, Jehova, es bin, {O. daß ich Jehova bin} der euch heiligt;
2Mo 31,14 und beobachtet den Sabbath, denn
heilig ist er euch; wer ihn entweiht, soll gewißlich
getötet werden; denn wer irgend an ihm eine Arbeit tut, selbige Seele soll
ausgerottet werden aus der Mitte ihrer Völker.
2Mo 31,15 Sechs Tage soll man Arbeit tun,
aber am siebten Tage ist der Sabbath der Ruhe, heilig dem Jehova; wer irgend am
Tage des Sabbaths eine Arbeit tut, soll gewißlich
getötet werden.
2Mo 31,16 Und die Kinder Israel sollen den
Sabbath beobachten, um den Sabbath zu feiern bei ihren Geschlechtern: ein
ewiger Bund.
2Mo 31,17 Er ist ein Zeichen zwischen mir und
den Kindern Israel ewiglich; denn in sechs Tagen hat Jehova den Himmel und die
Erde gemacht, und am siebten Tage hat er geruht und sich erquickt.
2Mo 31,18 Und er gab dem Mose, als er auf dem
Berge Sinai mit ihm ausgeredet hatte, die zwei Tafeln des Zeugnisses, Tafeln
von Stein, beschrieben mit dem Finger Gottes.
2Mo 32,1 Und als das Volk sah, daß Mose verzog, von dem Berge herabzukommen, da
versammelte sich das Volk zu
Aaron, und sie sprachen zu ihm: Auf! mache uns einen
Gott, {O. Götter; ebenso V.4. 8. 23. 31} der vor uns
hergehe! denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
2Mo 32,2 Und Aaron sprach zu ihnen: Reißet
die goldenen Ringe ab, die in den Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer
Töchter sind, und bringet sie zu mir.
2Mo 32,3 Und das ganze Volk riß sich die goldenen Ringe ab, die in ihren Ohren waren,
und sie brachten sie zu Aaron.
2Mo 32,4 Und er nahm es aus ihrer Hand und
bildete es mit einem Meißel {And.: in einer Form} und machte
ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der
dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat.
2Mo 32,5 Und als Aaron es sah, baute er
einen Altar vor ihm; und Aaron rief aus und sprach: Ein Fest dem Jehova ist
morgen!
2Mo 32,6 Und sie standen des folgenden Tages
früh auf und opferten Brandopfer und brachten Friedensopfer; und das Volk
setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu
belustigen.
2Mo 32,7 Da sprach Jehova zu Mose: Gehe,
steige hinab! denn dein Volk, das du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast,
hat sich verderbt.
2Mo
32,8 Sie sind schnell von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie
haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und sich vor ihm niedergebeugt und haben
ihm geopfert und gesagt: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande
Ägypten heraufgeführt hat.
2Mo 32,9 Und Jehova sprach zu Mose:
Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk;
2Mo 32,10 und nun laß
mich, daß mein Zorn wider sie entbrenne, und ich sie
vernichte; dich aber will ich zu einer großen Nation machen.
2Mo 32,11 Und Mose flehte zu Jehova, seinem
Gott, und sprach: Warum, Jehova, sollte dein Zorn entbrennen wider dein Volk,
das du aus dem Lande Ägypten herausgeführt hast mit großer Kraft und mit
starker Hand?
2Mo
32,12 Warum sollten die Ägypter also sprechen: Zum Unglück hat er
sie herausgeführt, um sie im Gebirge zu töten und sie von der Fläche des
Erdbodens zu vernichten? Kehre um von der Glut deines Zornes und laß dich des Übels wider dein Volk gereuen.
2Mo
32,13 Gedenke Abrahams, Isaaks und Israels, deiner Knechte, denen
du bei dir selbst geschworen hast, und hast zu ihnen gesagt: Mehren will ich
euren Samen wie die Sterne des Himmels; und dieses ganze Land, von dem ich
geredet habe, werde ich eurem Samen geben, daß sie es
als Erbteil besitzen ewiglich.
2Mo 32,14 Und es gereute Jehova des
Übels, wovon er geredet hatte, daß er es seinem Volke
tun werde.
2Mo 32,15 Und Mose wandte sich und stieg von
dem Berge hinab, die zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln,
beschrieben auf ihren beiden Seiten: auf dieser und auf jener Seite waren sie
beschrieben.
2Mo 32,16 Und die Tafeln waren das
Werk Gottes, und die Schrift war die Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln.
2Mo 32,17 Und Josua hörte die Stimme
des Volkes, als es jauchzte, und sprach zu Mose: Kriegsgeschrei ist im Lager!
2Mo 32,18 Und er sprach: Es ist nicht der
Schall von Siegesgeschrei und nicht der Schall von Geschrei der Niederlage; den
Schall von Wechselgesang höre ich.
2Mo 32,19 Und es geschah, als er dem Lager
nahte und das Kalb und die Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und
er warf die Tafeln aus seinen Händen und zerbrach sie unten am Berge.
2Mo 32,20 Und er nahm das Kalb, das sie
gemacht hatten, und verbrannte es im Feuer und zermalmte es, bis es zu Staub
wurde; und er streute es auf das Wasser und ließ es die Kinder Israel trinken.
2Mo 32,21 Und Mose sprach zu Aaron: Was hat
dir dieses Volk getan, daß du eine große Sünde über
dasselbe gebracht hast?
2Mo 32,22 Und Aaron sprach: Es
entbrenne nicht der Zorn meines Herrn! Du kennst das Volk, daß
es im Bösen ist.
2Mo 32,23 Und sie sprachen zu mir: Mache uns
einen Gott, der vor uns hergehe; denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem
Lande Ägypten heraufgeführt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
2Mo 32,24 Und ich sprach zu ihnen: Wer hat
Gold? Sie rissen es sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und
dieses Kalb ging hervor.
2Mo 32,25 Und Mose sah das Volk, daß es zügellos war; denn Aaron hatte es zügellos gemacht,
zum Gespött unter ihren Widersachern.
2Mo 32,26 Und Mose stellte sich auf im Tore
des Lagers und sprach: Her zu mir, wer für Jehova ist! Und es versammelten sich
zu ihm alle Söhne Levis.
2Mo 32,27 Und er sprach zu ihnen: Also
spricht Jehova, der Gott Israels: Leget ein jeder sein Schwert an seine Hüfte,
gehet hin und wieder, von Tor zu Tor im Lager, und erschlaget ein jeder seinen
Bruder und ein jeder seinen Freund und ein jeder seinen Nachbar. {O.
Verwandten}
2Mo 32,28 Und die Söhne Levis taten nach dem
Worte Moses; und es fielen von dem Volke an selbigem Tage bei dreitausend Mann.
2Mo 32,29 Und Mose sprach: Weihet euch
heute dem Jehova, ja, ein jeder in seinem Sohne und in seinem Bruder, {O.
Jehova; ein
jeder sei gegen seinen Sohn und gegen seinen Bruder} um heute
Segen auf euch zu bringen.
2Mo 32,30 Und es geschah am anderen Tage, da
sprach Mose zu dem Volke: Ihr habt eine große Sünde begangen; und nun will ich
zu Jehova hinaufsteigen, vielleicht möchte ich Sühnung tun für eure Sünde.
2Mo 32,31 Und Mose kehrte zu Jehova zurück
und sprach: Ach! dieses Volk hat eine große Sünde begangen, und sie haben sich
einen Gott von Gold gemacht.
2Mo 32,32 Und nun, wenn du ihre Sünde
vergeben wolltest! ... Wenn aber nicht, so lösche mich doch aus deinem Buche, das du geschrieben hast.
2Mo 32,33 Und Jehova sprach zu Mose:
Wer gegen mich gesündigt hat, den werde ich aus meinem Buche auslöschen.
2Mo 32,34 Und nun gehe hin, führe das Volk,
wohin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel wird vor dir herziehen; und am
Tage meiner Heimsuchung, da werde ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen.
2Mo 32,35 Und Jehova schlug das Volk,
darum daß sie das Kalb gemacht, welches Aaron gemacht
hatte.
2Mo 33,1 Und Jehova redete zu Mose:
Gehe, ziehe hinauf von hinnen, du und das Volk, das du aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen
habe, indem ich sprach: Deinem Samen werde ich es geben! -
2Mo 33,2 und ich werde einen Engel vor dir hersenden und vertreiben die Kanaaniter, die Amoriter und
die Hethiter und die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter, -
2Mo 33,3 in ein Land, das von Milch und
Honig fließt; denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen, denn du bist
ein hartnäckiges Volk, daß ich dich nicht vernichte
auf dem Wege.
2Mo 33,4 Und als das Volk dieses böse
Wort hörte, da trauerten sie, und keiner legte seinen Schmuck an.
2Mo 33,5 Denn Jehova hatte zu Mose
gesagt: Sprich zu den Kindern Israel: Ihr seid ein hartnäckiges Volk; zöge ich
nur einen Augenblick in deiner Mitte hinauf, so würde ich dich vernichten. Und
nun, lege deinen Schmuck von dir, und ich werde wissen, was ich dir tun will.
2Mo 33,6 Und die Kinder Israel rissen
sich ihren Schmuck ab an dem Berge Horeb. {Eig. von dem BergeHoreb an}
2Mo 33,7 Und Mose nahm das Zelt und schlug
es sich auf außerhalb des Lagers, fern vom Lager, und nannte es: Zelt der
Zusammenkunft. Und es geschah, ein jeder, der Jehova suchte, ging hinaus zu dem
Zelte der Zusammenkunft, das außerhalb des Lagers war.
2Mo 33,8 Und es geschah, wenn Mose zu dem
Zelte hinausging, so erhob sich das ganze Volk, und sie standen, ein jeder am
Eingang seines Zeltes; und sie schauten Mose nach, bis er in das Zelt trat.
2Mo 33,9 Und es geschah, wenn Mose in das
Zelt trat, so stieg die Wolkensäule hernieder und stand am Eingang des Zeltes;
und Jehova {W. er} redete mit Mose.
2Mo 33,10 Und das ganze Volk sah die
Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen; und das ganze Volk erhob sich, und
sie warfen sich nieder, ein jeder am Eingang seines Zeltes.
2Mo 33,11 Und Jehova redete mit Mose von
Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet; und er kehrte
zum Lager zurück. Sein Diener aber, Josua, der Sohn Nuns,
ein Jüngling, wich nicht aus dem Innern des
Zeltes.
2Mo 33,12 Und Mose sprach zu Jehova: Siehe,
du sprichst zu mir: Führe dieses Volk hinauf, aber du hast mich nicht wissen
lassen, wen du mit mir senden willst. Und du hast doch gesagt: Ich kenne dich
mit Namen, und du hast auch Gnade gefunden in meinen Augen.
2Mo
33,13 Und nun, wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen,
so laß mich doch deinen Weg {W.
deine Wege} wissen, daß ich dich erkenne, damit
ich Gnade finde in deinen Augen; und sieh, daß diese
Nation dein Volk ist!
2Mo 33,14 Und er sprach: Mein
Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe geben.
2Mo 33,15 Und er sprach zu ihm: Wenn
dein Angesicht nicht mitgeht, so führe uns nicht hinauf von hinnen.
2Mo 33,16 Und woran soll es denn
erkannt werden, daß ich Gnade gefunden habe in deinen
Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, daß du mit uns
gehst und wir ausgesondert werden, ich und dein Volk, aus jedem Volke, das auf
dem Erdboden ist?
2Mo 33,17 Und Jehova sprach zu Mose: Auch
dieses, was du gesagt hast, werde ich tun; denn du hast Gnade gefunden in
meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen.
2Mo 33,18 Und er sprach: Laß mich doch deine Herrlichkeit sehen!
2Mo
33,19 Und Jehova {W. er} sprach: Ich werde alle meine
Güte vor deinem Angesicht vorübergehen lassen und werde den Namen Jehovas vor
dir ausrufen; und ich werde begnadigen, wen ich begnadigen werde, und werde
mich erbarmen, wessen ich mich erbarmen werde.
2Mo 33,20 Und er sprach: Du vermagst nicht
mein Angesicht zu sehen, denn nicht kann ein Mensch mich sehen und leben.
2Mo 33,21 Und Jehova sprach: Siehe, es
ist ein Ort bei mir, da sollst du auf dem Felsen stehen.
2Mo 33,22 Und es wird geschehen, wenn meine
Herrlichkeit vorübergeht, so werde ich dich in die Felsenkluft stellen und
meine Hand über dich decken, bis ich vorübergegangen bin.
2Mo 33,23 Und ich werde meine Hand hinwegtun,
und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen
werden.
2Mo 34,1 Und Jehova sprach zu Mose: Haue dir
zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten, und ich werde auf die Tafeln die
Worte schreiben, welche auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast.
2Mo 34,2 Und sei bereit auf den Morgen, und
steige am Morgen auf den Berg Sinai und stehe daselbst vor mir auf dem Gipfel
des Berges.
2Mo 34,3 Und niemand soll mit dir
heraufsteigen, und es soll selbst niemand auf dem ganzen Berge gesehen werden;
sogar Kleinvieh und Rinder sollen nicht gegen diesen Berg hin weiden.
2Mo 34,4 Und er hieb zwei steinerne Tafeln
aus wie die ersten; und Mose stand des Morgens früh auf und stieg auf den Berg
Sinai, so wie Jehova ihm geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in
seine Hand.
2Mo 34,5 Und Jehova stieg in der
Wolke hernieder, und er stand daselbst bei ihm und rief den Namen Jehovas aus.
2Mo 34,6 Und Jehova ging vor seinem
Angesicht vorüber und rief: Jehova, Jehova, Gott, {El}
barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit,
2Mo 34,7 der Güte bewahrt auf
Tausende hin {O. Tausenden}, der Ungerechtigkeit,
Übertretung und Sünde vergibt, - aber keineswegs hält er für schuldlos {O.
läßt er ungestraft} den Schuldigen, - der die Ungerechtigkeit der Väter
heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, am dritten und am vierten Gliede.
2Mo 34,8 Und Mose neigte sich eilends
zur Erde und betete an
2Mo
34,9 und sprach: Wenn ich doch Gnade gefunden habe in deinen Augen, Herr, so
ziehe doch der Herr in unserer Mitte - denn es ist ein hartnäckiges Volk - und
vergib unsere Ungerechtigkeit und unsere Sünde, und nimm uns an zum Eigentum. {O.
Erbteil}
2Mo 34,10 Und er sprach: Siehe, ich mache
einen Bund: vor deinem ganzen Volke will ich Wunder tun, die nicht gewirkt {Eig.
erschaffen} worden sind auf der ganzen Erde und unter allen Nationen; und
das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll das Werk Jehovas sehen; denn {O.
daß} furchtbar ist, was ich mit dir tun werde.
2Mo 34,11 Beobachte, was ich dir heute
gebiete. Siehe, ich will vor dir vertreiben die Amoriter und die Kanaaniter und
die Hethiter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter.
2Mo 34,12 Hüte dich, daß
du nicht einen Bund machest mit den Bewohnern des Landes, wohin du kommen
wirst, daß sie nicht zum Fallstrick werden in deiner
Mitte;
2Mo 34,13 sondern ihre Altäre sollt ihr
niederreißen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim
{S. die Vorrede} ausrotten, -
2Mo 34,14 denn du sollst nicht einen anderen
Gott anbeten; denn Jehova, dessen Name Eiferer ist, ist ein eifernder Gott; -
2Mo 34,15 daß du nicht
einen Bund machest mit den Bewohnern des Landes und, wenn sie ihren Göttern
nachhuren und ihren Göttern opfern, man dich einlade, und du von ihrem
Schlachtopfer essest
2Mo 34,16 und du von ihren Töchtern für deine
Söhne nehmest, und ihre Töchter ihren Göttern nachhuren und machen, daß deine Söhne ihren Göttern nachhuren.
2Mo 34,17 Gegossene Götter sollst du
dir nicht machen. -
2Mo 34,18 Das Fest der ungesäuerten Brote
sollst du beobachten; sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, wie ich dir
geboten habe, zur bestimmten Zeit des Monats Abib;
denn im Monat Abib bist du aus Ägypten ausgezogen. -
2Mo 34,19 Alles, was die Mutter bricht, ist
mein; und all dein Vieh, das männlich geboren wird, das Erstgeborene vom Rind-
und Kleinvieh.
2Mo 34,20 Und das Erstgeborene vom
Esel sollst du lösen mit einem Lamme; {S. die Anm. zu Kap.
12,3} und wenn du es nicht lösest, so brich ihm das Genick. Jeden
Erstgeborenen deiner Söhne sollst du lösen. Und man soll nicht leer erscheinen
vor meinem Angesicht. -
2Mo 34,21 Sechs Tage sollst du arbeiten, aber
am siebten Tage sollst du ruhen; in der Pflügezeit
und in der Ernte sollst du ruhen. -
2Mo 34,22 Und das Fest der Wochen, der
Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern; und das Fest der Einsammlung beim
Umlauf des Jahres. -
2Mo 34,23 Dreimal im Jahre sollen alle
deine Männlichen erscheinen vor dem Angesicht des Herrn Jehova, des Gottes
Israels.
2Mo 34,24 Denn ich werde die Nationen
vor dir austreiben und deine Grenze erweitern; und niemand wird deines
Landes begehren, wenn du hinaufziehst, um vor dem
Angesicht Jehovas, deines Gottes, zu erscheinen dreimal im Jahre. -
2Mo 34,25 Du sollst nicht das Blut meines
Schlachtopfers zu Gesäuertem opfern; und das Schlachtopfer des Passahfestes
soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen. -
2Mo 34,26 Das Erste der Erstlinge deines
Landes sollst du in das Haus Jehovas, deines Gottes, bringen. Du sollst ein
Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.
2Mo 34,27 Und Jehova sprach zu Mose: Schreibe
dir diese Worte auf; denn nach dem Inhalt dieser Worte habe ich mit dir und mit
Israel einen Bund gemacht.
2Mo 34,28 Und er war daselbst bei Jehova
vierzig Tage und vierzig Nächte; er aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er {d.i.
Jehova} schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
2Mo
34,29 Und es Geschah, als Mose von dem Berge Sinai herabstieg, -
und die zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er von dem
Berge herabstieg, - da wußte Mose nicht, daß die Haut seines Angesichts strahlte, weil er mit ihm
geredet hatte. {O. während er mit ihmredete}
2Mo 34,30 Und Aaron und alle Kinder Israel
sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Angesichts strahlte; und sie
fürchteten sich, ihm zu nahen.
2Mo 34,31 Und Mose rief ihnen zu, und sie
wandten sich zu ihm, Aaron und alle Fürsten in der Gemeinde; und Mose redete zu
ihnen.
2Mo 34,32 Und danach nahten sich alle Kinder
Israel; und er gebot ihnen alles, was Jehova auf dem Berge Sinai zu ihm geredet
hatte.
2Mo 34,33 Und Mose hörte auf, mit
ihnen zu reden. Und er hatte eine Decke auf sein Angesicht gelegt.
2Mo 34,34 Und wenn Mose vor Jehova
hineinging, um mit ihm zu reden, tat er die Decke ab, bis er hinausging; und er
ging hinaus und redete zu den Kindern Israel, was ihm geboten war;
2Mo 34,35 und die Kinder Israel sahen das
Angesicht Moses, daß die Haut des Angesichts Moses
strahlte; und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis er hineinging,
um mit ihm zu reden.
2Mo 35,1 Und Mose versammelte die ganze
Gemeinde der Kinder Israel und sprach zu ihnen: Dies sind die Worte, die Jehova
geboten hat, sie zu tun:
2Mo 35,2 Sechs Tage soll man Arbeit tun,
aber am siebten Tage soll euch ein heiliger Tag sein, ein Sabbath der Ruhe dem
Jehova; wer irgend an ihm eine Arbeit tut, soll getötet werden.
2Mo 35,3 Ihr sollt am Tage des
Sabbaths kein Feuer anzünden in allen euren Wohnungen.
2Mo 35,4 Und Mose sprach zu der ganzen
Gemeinde der Kinder Israel und sagte: Dies ist das Wort, das Jehova geboten
hat, indem er sprach:
2Mo 35,5 Nehmet von euch ein Hebopfer {Vergl. Kap. 25,2 u. die Anm. zu Kap.
29,27} für Jehova; jeder, der willigen Herzens ist, soll es bringen,
das Hebopfer Jehovas: Gold und Silber und Erz
2Mo 35,6 und blauen und roten Purpur
und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar
2Mo 35,7 und rotgefärbte Widderfelle
und Dachsfelle und Akazienholz
2Mo
35,8 und Öl zum Licht und Gewürze zum Salböl und zum wohlriechenden
Räucherwerk 2Mo 35,9 und Onyxsteine
und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das Brustschild.
2Mo 35,10 Und alle, die weisen Herzens
sind unter euch, sollen kommen und alles machen, was Jehova geboten hat:
2Mo 35,11 die Wohnung, ihr Zelt und ihre
Decke, ihre Klammern und ihre Bretter, ihre Riegel, ihre Säulen und ihre Füße;
2Mo
35,12 die Lade und ihre Stangen, den Deckel und den Scheidevorhang;
{Eig. den Vorhang, die Decke; O. den deckenden Vorhang. Sieheüber das Wort "Vorhang" Kap. 26,31}
2Mo 35,13 den Tisch und seine Stangen
und alle seine Geräte und die Schaubrote; {S. die Anm. zu Kap.
25,30}
2Mo 35,14 und den Leuchter zum Licht
und seine Geräte und seine Lampen und das Öl zum Licht;
2Mo 35,15 und den Räucheraltar und
seine Stangen und das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk; und den
Eingangsvorhang {Eig.
die Eingangs-Decke. Desgl. V.17; 36,37; 38,18 usw.} für den
Eingang der Wohnung;
2Mo 35,16 den Brandopferaltar und das eherne
Gitter an demselben, seine Stangen und alle seine Geräte; das Becken und sein
Gestell;
2Mo 35,17 die Umhänge des Vorhofs,
seine Säulen und seine Füße, und den Vorhang vom Tore des Vorhofs;
2Mo 35,18 die Pflöcke der Wohnung und
die Pflöcke des Vorhofs und ihre Seile;
2Mo 35,19 die Dienstkleider {And.:
die gestickten Kleider} zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für
Aaron, den Heiliger, und die Kleider seiner Söhne, um den Heiligerdienst
auszuüben.
2Mo 35,20 Und die ganze Gemeinde der
Kinder Israel ging von Mose hinweg.
2Mo 35,21 Und sie kamen, ein jeder,
den sein Herz trieb; und ein jeder, der willigen Geistes war, brachte das Hebopfer
Jehovas für das Werk des Zeltes der Zusammenkunft und
für all seine Arbeit {O. seinen Dienst; so auch V.24; 36,1. 3.
5} und für die heiligen Kleider.
2Mo 35,22 Und die Männer kamen mit den
Weibern; ein jeder, der willigen Herzens war, brachte Nasenringe und Ohrringe
und Fingerringe und Spangen, allerlei goldene Geräte; und jeder, der dem Jehova
ein Webopfer an Gold webte.
2Mo 35,23 Und ein jeder, bei dem sich blauer
und roter Purpur fand, und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar und rotgefärbte
Widderfelle und Dachsfelle, brachte es.
2Mo 35,24 Jeder, der ein Hebopfer
an Silber und Erz hob, brachte das Hebopfer Jehovas;
und jeder, bei dem sich Akazienholz fand zu allerlei Werk der Arbeit, brachte
es.
2Mo 35,25 Und alle Weiber, die weisen Herzens
waren, spannen mit ihren Händen und brachten das Gespinst: den blauen und den
roten Purpur, den Karmesin und den Byssus.
2Mo 35,26 Und alle verständigen Weiber, die
ihr Herz trieb, {W. alle Weiber, die ihr Herz trieb in
Weisheit} spannen das Ziegenhaar.
2Mo
35,27 Und die Fürsten brachten Onyxsteine
und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das Brustschild, 2Mo
35,28 und das Gewürz und das Öl zum Licht und zum Salböl und zum
wohlriechenden Räucherwerk.
2Mo 35,29 Die Kinder Israel, alle Männer und
Weiber, die willigen Herzens waren, um zu all dem Werke zu bringen, das Jehova
durch Mose zu machen geboten hatte, brachten eine freiwillige Gabe dem Jehova.
2Mo 35,30 Und Mose sprach zu den Kindern
Israel: Sehet, Jehova hat Bezaleel, den Sohn Uris,
des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, mit Namen berufen
2Mo 35,31 und hat ihn mit dem Geiste
Gottes erfüllt, in Weisheit, in Verstand und in Kenntnis und in jeglichem
Werke;
2Mo 35,32 und zwar um Künstliches zu
ersinnen, zu arbeiten in Gold und in Silber und in Erz,
2Mo 35,33 und im Schneiden von Steinen zum
Einsetzen und im Holzschneiden, um zu arbeiten in jeglichem Kunstwerk;
2Mo 35,34 und zu unterweisen hat er ihm ins
Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem Sohne Achisamaks, vom Stamme Dan.
2Mo 35,35 Er hat sie mit Weisheit des Herzens
erfüllt, um jegliches Werk des Künstlers und des Kunstwebers und des
Buntwirkers zu machen, in blauem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus, und
des Webers; derer, die allerlei Werk machen und Künstliches ersinnen.
2Mo 36,1 Und Bezaleel
und Oholiab und alle Männer, die weisen Herzens
waren, in welche Jehova Weisheit und Verstand gelegt hatte, damit sie alles
Werk der Arbeit des Heiligtums zu machen wüßten,
taten nach allem, was Jehova geboten hatte.
2Mo 36,2 Und Mose rief Bezaleel
und Oholiab und jeden Mann, der weisen Herzens war,
in dessen Herz Gott Weisheit gelegt hatte, jeden, den sein Herz trieb, ans Werk
zu gehen, um es zu machen.
2Mo 36,3 Und sie nahmen von Mose das
ganze Hebopfer, das die Kinder Israel gebracht hatten
zum Werke der Arbeit des Heiligtums, um es zu machen; und diese brachten ihm
noch {O. fortwährend} freiwillige Gaben, Morgen für
Morgen.
2Mo 36,4 Und es kamen alle weisen Männer,
die alles Werk des Heiligtums machten, ein jeder von seinem Werke, das sie
machten,
2Mo 36,5 und sprachen zu Mose und sagten:
Das Volk bringt viel, mehr als genug für die Arbeit des Werkes, das Jehova zu
machen geboten hat.
2Mo 36,6 Da gebot Mose, und man ließ einen
Ruf durchs Lager ergehen also: Weder Mann noch Weib soll ferner ein Werk machen
für das Hebopfer des Heiligtums! Und so wurde dem
Volke das Bringen gewehrt. {O. hörte das Volk auf zu bringen}
2Mo 36,7 Und des Verfertigten {W.
des Werkes} war genug für das ganze Werk, um es zu machen; und es war
übrig.
2Mo 36,8 Und alle, die weisen Herzens waren
unter den Arbeitern des Werkes, machten die Wohnung aus zehn Teppichen; von
gezwirntem Byssus und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Cherubim in
Kunstweberarbeit machte er {d.h.
Bazaleel. (S. Kap. 37,1 usw.)}sie.
2Mo 36,9 Die Länge eines Teppichs war
28 Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Maß für alle Teppiche.
2Mo 36,10 Und er fügte fünf Teppiche
zusammen, einen an den anderen, und er fügte wieder fünf Teppiche zusammen,
einen an den anderen.
2Mo 36,11 Und er machte Schleifen von blauem
Purpur an den Saum des einen Teppichs am Ende, bei der Zusammenfügung; also
machte er es an dem Saume des äußersten Teppichs bei der anderen
Zusammenfügung.
2Mo 36,12 Fünfzig Schleifen machte er an den
einen Teppich, und fünfzig Schleifen machte er an das Ende des Teppichs, der
bei der anderen Zusammenfügung war, die Schleifen eine der anderen gegenüber.
2Mo 36,13 Und er machte fünfzig Klammern von
Gold und fügte die Teppiche zusammen, einen an den anderen, mit den Klammern,
so daß die Wohnung ein Ganzes wurde.
2Mo 36,14 Und er machte Teppiche von
Ziegenhaar zum Zelte über die Wohnung; elf solcher Teppiche machte er.
2Mo 36,15 Die Länge eines Teppichs war
dreißig Ellen, und vier Ellen die Breite eines Teppichs: ein Maß für die elf
Teppiche.
2Mo 36,16 Und er fügte zusammen fünf
Teppiche besonders und sechs Teppiche besonders.
2Mo 36,17 Und er machte fünfzig Schleifen an
den Saum des äußersten Teppichs bei der Zusammenfügung, und fünfzig Schleifen
machte er an den Saum des Teppichs der anderen Zusammenfügung.
2Mo 36,18 Und er machte fünfzig
Klammern von Erz, um das Zelt zusammenzufügen, so daß
es ein Ganzes wurde.
2Mo 36,19 Und er machte für das Zelt eine
Decke von rotgefärbten Widderfellen und eine Decke von Dachsfellen oben
darüber.
2Mo 36,20 Und er machte die Bretter zu
der Wohnung von Akazienholz, aufrechtstehend:
2Mo 36,21 zehn Ellen die Länge eines
Brettes, und eine und eine halbe Elle die Breite eines Brettes;
2Mo 36,22 zwei Zapfen an einem Brette, einer
dem anderen gegenüber eingefügt: also machte er es an allen Brettern der
Wohnung.
2Mo 36,23 Und er machte die Bretter zu
der Wohnung: zwanzig Bretter an der Seite gegen Mittag, südwärts;
2Mo 36,24 und er machte vierzig Füße von
Silber unter die zwanzig Bretter: zwei Füße unter ein Brett für seine zwei
Zapfen, und wieder zwei Füße unter ein Brett für seine zwei Zapfen;
2Mo 36,25 und an der anderen Seite der
Wohnung, an der Nordseite, machte er zwanzig Bretter,
2Mo 36,26 und ihre vierzig Füße von
Silber: zwei Füße unter ein Brett, und wieder zwei Füße unter ein Brett;
2Mo 36,27 und an der Hinterseite der
Wohnung gegen Westen machte er sechs Bretter;
2Mo 36,28 und zwei Bretter machte er
für die Winkel der Wohnung an der Hinterseite;
2Mo 36,29 und sie waren zweifach von unten
auf und waren an {O. bis zu} ihrem Oberteil völlig aneinander in
einem Ringe; also machte er es mit ihnen beiden an den beiden Winkeln.
2Mo 36,30 Und es waren acht Bretter,
und ihre Füße von Silber: sechzehn Füße, je zwei Füße unter einem Brette.
2Mo 36,31 Und er machte Riegel von
Akazienholz: fünf zu den Brettern der einen Seite der Wohnung,
2Mo 36,32 und fünf Riegel zu den Brettern der
anderen Seite der Wohnung, und fünf Riegel zu den Brettern der Wohnung an der
Hinterseite gegen Westen;
2Mo 36,33 und er machte den mittleren
Riegel in der Mitte der Bretter durchlaufend von einem Ende zum anderen.
2Mo 36,34 Und er überzog die Bretter mit
Gold; und ihre Ringe, die Behälter für die Riegel, machte er von Gold, und
überzog die Riegel mit Gold.
2Mo 36,35 Und er machte den Vorhang von
blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstweberarbeit
machte er ihn, mit Cherubim.
2Mo 36,36 Und er machte zu demselben vier
Säulen von Akazienholz und überzog sie mit Gold, ihre Haken von Gold, und er goß zu denselben vier Füße von Silber.
2Mo 36,37 Und er machte für den Eingang des
Zeltes einen Vorhang von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem
Byssus, in Buntwirkerarbeit;
2Mo 36,38 und seine fünf Säulen und ihre
Haken; und er überzog ihre Köpfe und ihre Bindestäbe mit Gold; und ihre fünf
Füße waren von Erz.
2Mo 37,1 Und Bezaleel
machte die Lade von Akazienholz: zwei und eine halbe Elle ihre Länge, und eine
und eine halbe Elle ihre Breite, und eine und eine halbe Elle ihre Höhe.
2Mo 37,2 Und er überzog sie mit reinem Golde
inwendig und auswendig, und machte einen goldenen Kranz daran ringsum.
2Mo 37,3 Und er goß
für dieselbe vier Ringe von Gold an ihre vier Ecken, {And.
üb.: Füße} zwei Ringe an ihrer einen Seite und zwei Ringe an ihrer
anderen Seite.
2Mo 37,4 Und er machte Stangen von
Akazienholz und überzog sie mit Gold.
2Mo 37,5 Und er brachte die Stangen
in die Ringe an den Seiten der Lade, um die Lade zu tragen.
2Mo 37,6 Und er machte einen Deckel {S.
die Anm. zu Kap. 25,17} von reinem Golde: zwei und eine halbe Elle seine
Länge, und eine und eine halbe Elle seine Breite.
2Mo 37,7 Und er machte zwei Cherubim
von Gold; in getriebener Arbeit machte er sie, an beiden Enden des Deckels:
2Mo 37,8 einen Cherub an dem Ende der
einen Seite und einen Cherub an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel
machte er die Cherubim, aus {Viell. zu lesen: "an", wie
Kap. 25,19} seinen beiden Enden.
2Mo 37,9 Und die Cherubim breiteten die
Flügel aus nach oben, den Deckel mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre
Angesichter waren einander gegenüber; die Angesichter der Cherubim waren gegen
den Deckel gerichtet.
2Mo 37,10 Und er machte den Tisch von
Akazienholz: zwei Ellen seine Länge und eine Elle seine Breite, und eine und
eine halbe Elle seine Höhe.
2Mo 37,11 Und er überzog ihn mit
reinem Golde und machte ihm einen Kranz von Gold ringsum.
2Mo 37,12 Und er machte ihm eine Leiste, eine
Handbreit, ringsum und machte einen Kranz von Gold an seiner Leiste ringsum.
2Mo 37,13 Und er goß
für denselben vier Ringe von Gold und setzte die Ringe an die vier Ecken, {O.
Seiten} die an seinen vier Füßen waren.
2Mo 37,14 Dicht bei der Leiste waren
die Ringe, als Behälter für die Stangen, um den Tisch zu tragen.
2Mo 37,15 Und er machte die Stangen
von Akazienholz und überzog sie mit Gold, um den Tisch zu tragen.
2Mo 37,16 Und er machte die Geräte, die auf
dem Tische waren: seine Schüsseln und seine Schalen und seine Spendschalen und die Kannen, mit welchen das Trankopfer
ausgegossen wird, von reinem Golde.
2Mo 37,17 Und er machte den Leuchter von
reinem Golde; in getriebener Arbeit machte er den Leuchter, seinen Fuß und
seinen Schaft; seine Kelche, seine Knäufe und seine Blumen waren aus ihm. {S.
die Anm. zu Kap. 27,2}
2Mo 37,18 Und sechs Arme gingen von seinen
Seiten aus: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des
Leuchters aus seiner anderen Seite.
2Mo
37,19 Drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem einen Arme: Knauf und
Blume; und drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem anderen Arme: Knauf und
Blume; also für die sechs Arme, die von dem Leuchter ausgingen.
2Mo 37,20 Und an dem Leuchter vier
Kelche, mandelblütenförmig: seine Knäufe und seine Blumen;
2Mo 37,21 und zwar ein Knauf unter zwei Armen
aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf
unter zwei Armen aus ihm, für die sechs Arme, die von ihm ausgingen.
2Mo 37,22 Ihre Knäufe und ihre Arme
waren aus ihm; der ganze Leuchter eine getriebene Arbeit von reinem Golde.
2Mo 37,23 Und er machte seine sieben
Lampen und seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe
von reinem Golde.
2Mo 37,24 Aus einem Talent reinen
Goldes machte er ihn und alle seine Geräte.
2Mo 37,25 Und er machte den Räucheraltar {S.
Kap. 30,1} von Akazienholz: eine Elle seine Länge, und eine Elle seine
Breite, quadratförmig, und zwei Ellen seine Höhe; aus ihm waren seine Hörner.
2Mo 37,26 Und er überzog ihn mit reinem
Golde, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner; und er machte ihm
einen Kranz von Gold ringsum.
2Mo 37,27 Und er machte ihm zwei Ringe von
Gold, unter seinen Kranz, an seine beiden Seiten, an seine beiden Wände, zu
Behältern für die Stangen, um ihn mit denselben zu tragen.
2Mo 37,28 Und er machte die Stangen
von Akazienholz und überzog sie mit Gold.
2Mo 37,29 Und er machte das heilige
Salböl und das reine, wohlriechende Räucherwerk, ein Werk des Salbenmischers.
2Mo 38,1 Und er machte den Brandopferaltar {S.
Kap. 27,1} von Akazienholz: fünf Ellen seine Länge, und fünf Ellen seine
Breite, quadratförmig, und drei Ellen seine Höhe;
2Mo 38,2 und er machte seine Hörner
an seine vier Ecken; aus ihm waren seine Hörner; und er überzog ihn mit Erz.
2Mo 38,3 Und er machte alle die Geräte des
Altars: die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen, die Gabeln und die
Kohlenpfannen; alle seine Geräte machte er von Erz.
2Mo 38,4 Und er machte dem Altar ein
Gitter von Netzwerk aus Erz, unter seiner Einfassung, unterwärts, bis zu seiner
Hälfte.
2Mo 38,5 Und er goß
vier Ringe an die vier Ecken des ehernen Gitters als Behälter für die Stangen.
2Mo 38,6 Und er machte die Stangen
von Akazienholz und überzog sie mit Erz.
2Mo 38,7 Und er brachte die Stangen in die
Ringe, an die Seiten des Altars, um ihn mit denselben zu tragen; hohl, von
Brettern machte er ihn.
2Mo 38,8 Und er machte das Becken von Erz
und sein Gestell von Erz, von den Spiegeln der sich scharenden Weiber, die sich
scharten am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
2Mo 38,9 Und er machte den Vorhof: {S.
Kap. 27,9} an der Mittagseite, südwärts, die Umhänge des Vorhofs von
gezwirntem Byssus, hundert Ellen;
2Mo 38,10 ihre zwanzig Säulen und ihre
zwanzig Füße von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.
2Mo 38,11 Und an der Nordseite hundert Ellen;
ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füße von Erz, die Haken der Säulen und
ihre Bindestäbe von Silber.
2Mo 38,12 Und an der Westseite fünfzig Ellen
Umhänge; ihre zehn Säulen und ihre zehn Füße, die Haken der Säulen und ihre
Bindestäbe von Silber.
2Mo 38,13 Und an der Ostseite gegen
Aufgang, fünfzig Ellen:
2Mo 38,14 fünfzehn Ellen Umhänge auf
der einen Seite, {S. die Anm. zu Kap. 27,14} ihre drei
Säulen und ihre drei Füße;
2Mo 38,15 und auf der anderen Seite -
diesseit und jenseit vom Tore des Vorhofs - fünfzehn
Ellen Umhänge, ihre drei Säulen und ihre drei Füße.
2Mo 38,16 Alle Umhänge des Vorhofs
ringsum waren von gezwirntem Byssus;
2Mo 38,17 und die Füße der Säulen von Erz,
die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber und der Überzug ihrer Köpfe
von Silber; und die Säulen des Vorhofs waren alle mit Bindestäben von Silber
versehen.
2Mo 38,18 Und den Vorhang vom Tore des
Vorhofs machte er in Buntwirkerarbeit, von blauem und
rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus; und zwar zwanzig Ellen die
Länge; und die Höhe, in der Breite, {d.h. des ganzen
gewebten Stückes; W. die Höhein Breite} fünf Ellen,
gerade wie die Umhänge des Vorhofs;
2Mo 38,19 und ihre vier Säulen und ihre vier
Füße waren von Erz, ihre Haken von Silber und der Überzug ihrer Köpfe und ihre
Bindestäbe von Silber.
2Mo 38,20 Und alle Pflöcke zur Wohnung
und zum Vorhof ringsum waren von Erz.
2Mo 38,21 Dies ist die Berechnung der
Wohnung, der Wohnung des Zeugnisses, die berechnet wurde auf Befehl
Moses, durch den Dienst der Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Heiligers;
-
2Mo 38,22 und Bezaleel,
der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda,
machte alles, was Jehova dem Mose geboten hatte;
2Mo 38,23 und mit ihm Oholiab,
der Sohn Achisamaks, vom Stamme Dan, ein Künstler {O.
ein Stein- und Holzschneider} und Kunstweber und Buntwirker in blauem und rotem
Purpur und Karmesin und Byssus: -
2Mo 38,24 Alles Gold, das zum Werke verwendet
{O. verarbeitet} wurde an dem ganzen Werke des
Heiligtums, das Gold des Webopfers, betrug 29 Talente {ein
Talent = 3.000 Sekel} und 730 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.
2Mo 38,25 Und das Silber von den Gemusterten
der Gemeinde betrug 100 Talente und 1775 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums:
2Mo 38,26 ein Beka auf den Kopf, die Hälfte
eines Sekels, nach dem Sekel des Heiligtums, von einem jeden, der zu den
Gemusterten überging, von zwanzig Jahren und darüber, von 603550 Mann.
2Mo 38,27 Und die 100 Talente Silber waren
zum Gießen der Füße des Heiligtums und der Füße des Vorhanges, 100 Füße auf 100
Talente, ein Talent auf einen Fuß.
2Mo 38,28 Und von den 1775 Sekeln machte er
die Haken für die Säulen und überzog ihre Köpfe und verband sie mit Stäben.
2Mo 38,29 Und das Erz des Webopfers
betrug 70 Talente und 2400 Sekel.
2Mo 38,30 Und er machte daraus die Füße vom
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und den ehernen Altar und sein ehernes
Gitter und alle Geräte des Altars;
2Mo 38,31 und die Füße des Vorhofs ringsum
und die Füße vom Tore des Vorhofs und alle Pflöcke der Wohnung und alle Pflöcke
des Vorhofs ringsum.
2Mo
39,1 Und aus dem blauen und dem roten Purpur und dem Karmesin machten sie die
Dienstkleider {And.: die gestickten Kleider; so auch V.41} zum Dienst
im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider für Aaron, so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
2Mo 39,2 Und man {O.
er} machte das Ephod von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und
gezwirntem Byssus.
2Mo 39,3 Und sie plätteten Goldbleche, und
man {O. er} zerschnitt sie zu Fäden, zum Verarbeiten unter den
blauen und unter den roten Purpur und unter den Karmesin und unter den Byssus,
in Kunstweberarbeit.
2Mo 39,4 Sie machten zusammenfügende
Schulterstücke daran: an seinen beiden Enden wurde es zusammengefügt.
2Mo
39,5 Und der gewirkte Gürtel, mit dem es angebunden wurde, der darüber war,
war von gleichem Stoffe, {W. war aus ihm; wie Kap. 28,8} von
gleicher Arbeit mit ihm: von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und
gezwirntem Byssus: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 39,6 Und sie machten die Onyxsteine, umgeben mit Einfassungen von Gold, gestochen in
Siegelstecherei, nach den Namen der Söhne Israels.
2Mo 39,7 Und man {O.
er} setzte sie auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des
Gedächtnisses für die Kinder Israel: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 39,8 Und er machte das Brustschild in
Kunstweberarbeit, gleich der Arbeit des Ephods: von Gold, blauem und rotem
Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus.
2Mo 39,9 Es war quadratförmig; das
Brustschild machten sie gedoppelt, eine Spanne seine Länge und eine Spanne
seine Breite, gedoppelt.
2Mo 39,10 Und sie besetzten es mit
vier Reihen von Steinen; eine Reihe: Sardis, Topas
und Smaragd, die erste Reihe;
2Mo 39,11 und die zweite Reihe:
Karfunkel, Saphir und Diamant;
2Mo 39,12 und die dritte Reihe: Opal,
Achat und Amethyst;
2Mo 39,13 und die vierte Reihe: Chrysolith,
Onyx und Jaspis; umgeben mit Einfassungen von Gold in ihren Einsetzungen.
2Mo 39,14 Und der Steine waren nach den Namen
der Söhne Israels zwölf, nach ihren Namen; in Siegelstecherei, ein jeder nach
seinem Namen, für die zwölf Stämme.
2Mo 39,15 Und sie machten an das
Brustschild schnurähnliche Ketten, in Flechtwerk, von reinem Golde.
2Mo 39,16 Und sie machten zwei Einfassungen
von Gold und zwei Ringe von Gold und befestigten die zwei Ringe an die beiden
Enden des Brustschildes.
2Mo 39,17 Und die zwei geflochtenen
Schnüre von Gold befestigten sie an die beiden Ringe an den Enden des
Brustschildes;
2Mo 39,18 und die beiden anderen Enden der
zwei geflochtenen Schnüre befestigten sie an die beiden Einfassungen und
befestigten sie an die Schulterstücke des Ephods, an seine Vorderseite.
2Mo 39,19 Und sie machten zwei Ringe von Gold
und befestigten sie an die beiden Enden des Brustschildes, an seinen Saum, der
gegen das Ephod hin war, einwärts;
2Mo 39,20 und sie machten zwei Ringe von Gold
und befestigten sie an die beiden Schulterstücke des Ephods, unten an seine
Vorderseite, gerade bei seiner Zusammenfügung, oberhalb des gewirkten Gürtels
des Ephods.
2Mo 39,21 Und sie banden das Brustschild mit
seinen Ringen an die Ringe des Ephods mit einer purpurblauen Schnur, daß es über dem gewirkten Gürtel des Ephods wäre und das
Brustschild sich nicht von dem Ephod verrückte: so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
2Mo 39,22 Und er machte das Oberkleid
des Ephods in Weberarbeit, ganz von blauem Purpur.
2Mo 39,23 Und die Öffnung des Oberkleides war
in seiner Mitte, wie die Öffnung eines Panzers; eine Borte hatte es an seiner
Öffnung ringsum, damit es nicht einrisse.
2Mo 39,24 Und sie machten an den Saum des
Oberkleides Granatäpfel von blauem und rotem Purpur und Karmesin, gezwirnt.
2Mo 39,25 Und sie machten Schellen von reinem
Golde und setzten die Schellen zwischen die Granatäpfel an den Saum des
Oberkleides ringsum, zwischen die Granatäpfel:
2Mo 39,26 eine Schelle und einen Granatapfel,
eine Schelle und einen Granatapfel an den Saum des Oberkleides ringsum, um den
Dienst zu verrichten: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 39,27 Und sie machten die
Leibröcke von Byssus, in Weberarbeit, für Aaron und für seine Söhne;
2Mo 39,28 und den Kopfbund
von Byssus, und den Kopfschmuck der hohen Mützen von Byssus, und die leinenen
Beinkleider von gezwirntem Byssus,
2Mo 39,29 und den Gürtel von gezwirntem
Byssus und von blauem und rotem Purpur und Karmesin, in Buntwirkerarbeit:
so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 39,30 Und sie machten das Blech, das
heilige Diadem, von reinem Golde, und schrieben darauf mit Siegelstecherschrift:
Heiligkeit dem Jehova!
2Mo 39,31 Und sie taten daran eine Schnur von
blauem Purpur, um es oben an den Kopfbund zu
befestigen: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 39,32 Und es wurde vollendet die ganze
Arbeit der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft; und die Kinder Israel taten
nach allem, was Jehova dem Mose geboten hatte, also taten sie.
2Mo 39,33 Und sie brachten die Wohnung zu
Mose: Das Zelt und alle seine Geräte, seine Klammern, seine Bretter, seine
Riegel und seine Säulen und seine Füße;
2Mo 39,34 und die Decke von
rotgefärbten Widderfellen und die Decke von Dachsfellen und den Scheidevorhang;
2Mo 39,35 die Lade des Zeugnisses und
ihre Stangen und den Deckel;
2Mo 39,36 den Tisch, alle seine Geräte
und die Schaubrote;
2Mo 39,37 den reinen Leuchter, seine
Lampen, die zuzurichtenden Lampen, und alle seine Geräte und das Öl zum
Licht;
2Mo 39,38 und den goldenen Altar und das
Salböl und das wohlriechende Räucherwerk; und den Vorhang vom Eingange des
Zeltes;
2Mo 39,39 den ehernen Altar und sein
ehernes Gitter, seine Stangen und alle seine Geräte; das Becken und sein
Gestell;
2Mo 39,40 die Umhänge des Vorhofs,
seine Säulen und seine Füße; und den Vorhang für das Tor des Vorhofs, seine
Seile und seine Pflöcke; und alle Geräte zum Dienst
der Wohnung des Zeltes {O. für das Zelt} der
Zusammenkunft;
2Mo 39,41 die Dienstkleider zum Dienst im
Heiligtum, die heiligen Kleider für Aaron, den Heiliger, und die Kleider seiner
Söhne, um den Heiligerdienst auszuüben.
2Mo 39,42 Nach allem, was Jehova dem
Mose geboten hatte, also hatten die Kinder Israel die ganze Arbeit gemacht.
2Mo 39,43 Und Mose sah das ganze Werk, und
siehe, sie hatten es gemacht; so wie Jehova geboten hatte, also hatten sie es
gemacht; und Mose segnete sie.
2Mo 40,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
2Mo 40,2 Am Tage des ersten Monats, am
Ersten des Monats, sollst du die Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft
aufrichten.
2Mo 40,3 Und du sollst die Lade des
Zeugnisses dareinstellen und die Lade mit dem Vorhang
verdecken.
2Mo 40,4 Und bringe den Tisch hinein und
richte zu, was auf ihm zuzurichten ist; und bringe den Leuchter hinein und
zünde seine Lampen an.
2Mo 40,5 Und stelle den goldenen Altar zum
Räucherwerk vor die Lade des Zeugnisses, und hänge den Vorhang des Eingangs zur
Wohnung auf.
2Mo 40,6 Und stelle den
Brandopferaltar vor den Eingang der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft.
2Mo 40,7 Und stelle das Becken
zwischen das Zelt der Zusammenkunft und den Altar, und tue Wasser darein.
2Mo 40,8 Und richte den Vorhof auf
ringsum und hänge den Vorhang vom Tore des Vorhofs auf.
2Mo 40,9 Und nimm das Salböl und salbe die
Wohnung und alles, was darin ist, und heilige sie und alle ihre Geräte; und sie
soll heilig sein.
2Mo 40,10 Und salbe den Brandopferaltar und
alle seine Geräte, und heilige den Altar; und der Altar soll hochheilig sein.
2Mo 40,11 Und salbe das Becken und
sein Gestell, und heilige es.
2Mo 40,12 Und laß
Aaron und seine Söhne herzunahen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft
und wasche sie mit Wasser.
2Mo 40,13 Und bekleide Aaron mit den heiligen
Kleidern und salbe ihn und heilige ihn, daß er mir
den Heiligerdienst ausübe.
2Mo 40,14 Und seine Söhne sollst du
herzunahen lassen und sie mit den Leibröcken bekleiden.
2Mo 40,15 Und du sollst sie salben, so wie du
ihren Vater gesalbt hast, daß sie mir den Heiligerdienst ausüben. Und ihre Salbung soll geschehen, um
ihnen zu einem ewigen Heiligertum zu sein bei ihren
Geschlechtern.
2Mo 40,16 Und Mose tat es; nach allem,
was Jehova ihm geboten hatte, also tat er.
2Mo 40,17 Und es geschah im ersten Monat, im
zweiten Jahre, am Ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet.
2Mo 40,18 Und Mose richtete die Wohnung auf
und setzte ihre Füße und stellte ihre Bretter auf und setzte ihre Riegel ein
und richtete ihre Säulen auf;
2Mo 40,19 und er breitete das Zelt über die
Wohnung und legte die Decke des Zeltes oben darüber: so wie Jehova dem Mose
geboten hatte.
2Mo 40,20 Und er nahm das Zeugnis und legte
es in die Lade und tat die Stangen an die Lade und legte den Deckel auf die
Lade, oben darauf;
2Mo 40,21 und er brachte die Lade in die
Wohnung und hing den Scheidevorhang auf und verdeckte die Lade des Zeugnisses:
so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 40,22 Und er setzte den Tisch in das Zelt
der Zusammenkunft an die Seite der Wohnung gegen Norden, außerhalb des
Vorhangs;
2Mo 40,23 und er richtete darauf eine
Brotschicht {O. Brotreihe. And. üb.: und er legtedarauf das Brot in Ordnung} zu vor
Jehova: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 40,24 Und er stellte den Leuchter in das
Zelt der Zusammenkunft, dem Tische gegenüber, an die Seite der Wohnung gegen
Mittag,
2Mo 40,25 und er zündete die Lampen an
vor Jehova: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 40,26 Und er stellte den goldenen
Altar in das Zelt der Zusammenkunft vor den Vorhang
2Mo 40,27 und räucherte darauf
wohlriechendes Räucherwerk: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 40,28 Und er hing den Vorhang des
Eingangs zur Wohnung auf.
2Mo 40,29 Und den Brandopferaltar stellte er
an den Eingang der Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft, und er opferte darauf
das Brandopfer und das Speisopfer: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 40,30 Und er stellte das Becken zwischen
das Zelt der Zusammenkunft und den Altar und tat Wasser darein zum Waschen.
2Mo 40,31 Und Mose und Aaron und seine
Söhne wuschen daraus ihre Hände und ihre Füße;
2Mo 40,32 wenn sie in das Zelt der
Zusammenkunft hineingingen und wenn sie dem Altar nahten, wuschen sie sich, so
wie Jehova dem Mose geboten hatte.
2Mo 40,33 Und er richtete den Vorhof auf,
rings um die Wohnung und um den Altar und hing den Vorhang vom Tore des Vorhofs
auf. Und so vollendete Mose das Werk.
2Mo 40,34 Und die Wolke bedeckte das
Zelt der Zusammenkunft, und die Herrlichkeit Jehovas erfüllte die Wohnung.
2Mo 40,35 Und Mose konnte nicht in das Zelt
der Zusammenkunft hineingehen; denn die Wolke ruhte darauf, und die
Herrlichkeit Jehovas erfüllte die Wohnung.
2Mo 40,36 Und wenn die Wolke sich von
der Wohnung erhob, so brachen die Kinder Israel auf, auf allen ihren Zügen.
2Mo 40,37 Und wenn die Wolke sich
nicht erhob, so brachen sie nicht auf, bis zu dem Tage, da sie sich erhob.
2Mo 40,38 Denn die Wolke Jehovas war des
Tages auf der Wohnung, und des Nachts war ein Feuer darin {d.h.
in der Wolke} vor den Augen des ganzen Hauses Israel, auf allen ihren
Zügen.
3. Mose
3Mo 1,1 Und Jehova rief Mose, und er redete zu ihm aus dem Zelte der
Zusammenkunft und sprach:
3Mo 1,2 Rede zu den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Wenn ein Mensch von euch dem Jehova eine Opfergabe {H.
Korban:
eig. Darbringung (vergl. Kap. 7,15). Soüberall in
diesem Buche} darbringen will, so sollt ihr vom Vieh, vom Rind- und
Kleinvieh, eure Opfergabe darbringen.
3Mo 1,3 Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer
ist vom Rindvieh, so soll er sie darbringen, ein Männliches ohne Fehl; an dem
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft soll er sie darbringen, zum Wohlgefallen
für ihn vor Jehova.
3Mo 1,4 Und er soll seine Hand auf den Kopf
des Brandopfers legen, und es wird wohlgefällig für ihn sein, um Sühnung für
ihn zu tun.
3Mo 1,5 Und er soll das junge Rind
schlachten vor Jehova; und die Söhne Aarons, die Heiliger, sollen das Blut
herzubringen und das Blut ringsum an den Altar sprengen, der an dem Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft ist.
3Mo 1,6 Und er soll dem Brandopfer
die Haut abziehen und es in seine Stücke zerlegen.
3Mo 1,7 Und die Söhne Aarons, des Heiligers, sollen Feuer auf den Altar legen und Holz auf
dem Feuer zurichten;
3Mo 1,8 und die Söhne Aarons, die Heiliger,
sollen die Stücke, den Kopf und das Fett auf dem Holze zurichten über dem
Feuer, das auf dem Altar ist.
3Mo 1,9 Und sein Eingeweide und seine
Schenkel soll er mit Wasser waschen; und der Heiliger soll das Ganze auf dem
Altar räuchern: es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem
Jehova.
3Mo 1,10 Und wenn seine Opfergabe vom
Kleinvieh ist, von den Schafen oder von den Ziegen, zum Brandopfer, so soll er
sie darbringen, ein Männliches ohne Fehl.
3Mo 1,11 Und er soll es {Eig.
sie; (die Opfergabe; vergl. die Anm. zu Kap. 3,2)} schlachten
an der Seite des Altars gegen Norden, vor Jehova; und die Söhne Aarons, die
Heiliger, sollen sein Blut an den Altar sprengen ringsum.
3Mo 1,12 Und er soll es in seine Stücke
zerlegen mit seinem Kopf und seinem Fett; und der Heiliger soll sie auf dem
Holze zurichten, über dem Feuer, das auf dem Altar ist.
3Mo 1,13 Und das Eingeweide und die Schenkel
soll er mit Wasser waschen; und der Heiliger soll das Ganze darbringen und auf
dem Altar räuchern: es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs
dem Jehova.
3Mo 1,14 Und wenn ein Brandopfer vom
Geflügel seine Opfergabe ist dem Jehova, so soll er von den Turteltauben oder
von den jungen Tauben seine Opfergabe darbringen.
3Mo 1,15 Und der Heiliger bringe sie zum
Altar und kneipe ihr den Kopf ein und räuchere sie auf dem Altar, und ihr Blut
soll ausgedrückt werden an die Wand des Altars.
3Mo 1,16 Und er trenne ihren Kropf
mit seinem Unrat ab und werfe ihn neben den Altar gegen Osten, an den Ort der
Fettasche. {d.h.
der Asche alles dessen, was als Opfer verbrannt wurde}
3Mo 1,17 Und er soll
sie an den Flügeln einreißen, er soll sie nicht zertrennen; und der Heiliger
soll sie auf dem Altar räuchern, auf dem Holze, das über dem Feuer ist: es ist
ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
3Mo 2,1 Und wenn jemand {Eig.
eineSeele; so öfter in diesem Buche} die
Opfergabe eines Speisopfers {Das hebr. Wort
bedeutet eig. Geschenk, Gabe} dem Jehova darbringen will, so soll seine Opfergabe Feinmehl sein; und er soll Öl darauf gießen und Weihrauch
darauf legen.
3Mo 2,2 Und er soll es zu den Söhnen
Aarons, den Heiligern, bringen; und er {d.h.
der Heiliger} nehme davon seine Hand voll, von seinem Feinmehl
und von seinem Öl samt all seinem Weihrauch, und der Heiliger räuchere das
Gedächtnisteil {O. Gedächtnisopfer;
der Teil des Opfers, der zum Gedächtnis fürJehova
verbrannt wurde} desselben auf dem Altar: es ist ein Feueropfer lieblichen
Geruchs dem Jehova.
3Mo 2,3 Und das Übrige von dem Speisopfer
soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern
Jehovas.
3Mo 2,4 Und wenn du als Opfergabe eines
Speisopfers ein Ofengebäck darbringen willst, so soll es Feinmehl
sein, ungesäuerte Kuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit
Öl.
3Mo 2,5 Und wenn deine Opfergabe ein
Speisopfer in der Pfanne ist, so soll es Feinmehl
sein, gemengt mit Öl, ungesäuert;
3Mo 2,6 du sollst es in Stücke
zerbrechen und Öl darauf gießen: es ist ein Speisopfer.
3Mo 2,7 Und wenn deine Opfergabe ein
Speisopfer im Napfe ist, so soll es von Feinmehl mit
Öl gemacht werden.
3Mo 2,8 Und du sollst das Speisopfer, das
von diesen Dingen gemacht wird, dem Jehova bringen; und man soll es dem
Heiliger überreichen, und er soll es an den Altar tragen.
3Mo 2,9 Und der Heiliger hebe von dem
Speisopfer dessen Gedächtnisteil ab und räuchere es auf dem Altar: es ist ein
Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
3Mo 2,10 Und das Übrige von dem Speisopfer
soll für Aaron und für seine Söhne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern
Jehovas.
3Mo 2,11 Alles Speisopfer, das ihr dem
Jehova darbringet, soll nicht aus Gesäuertem gemacht werden; denn aller
Sauerteig und aller Honig, davon sollt ihr kein Feueropfer dem Jehova räuchern.
3Mo 2,12 Was die Opfergabe der Erstlinge
betrifft, so sollt ihr sie Jehova darbringen; aber auf den Altar sollen sie
nicht kommen zum lieblichen Geruch.
3Mo 2,13 Und alle Opfergaben deines
Speisopfers sollst du mit Salz salzen und sollst das Salz des Bundes deines
Gottes nicht fehlen lassen bei {O. auf} deinem Speisopfer; bei {O.
auf} allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.
3Mo 2,14 Und wenn du ein Speisopfer von den
ersten Früchten dem Jehova darbringen willst, so sollst du Ähren, am Feuer
geröstet, Schrot von Gartenkorn, darbringen als Speisopfer von deinen ersten
Früchten.
3Mo 2,15 Und du sollst Öl darauf tun
und Weihrauch darauf legen: es ist ein Speisopfer.
3Mo 2,16 Und der Heiliger soll das
Gedächtnisteil desselben räuchern, von seinem Schrote und von seinem Öle, samt
allem seinem Weihrauch: es ist ein Feueropfer dem Jehova.
3Mo 3,1 Und wenn seine Opfergabe ein
Friedensopfer {O. Dankopfer} ist: wenn er sie von den
Rindern darbringt, es sei ein Männliches oder ein Weibliches, so soll er sie
ohne Fehl vor Jehova darbringen.
3Mo 3,2 Und er soll seine Hand auf
den Kopf seines Opfers {Eig. seiner Opfergabe; soauch V.8} legen und es schlachten an dem
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft; und die Söhne Aarons, die Heiliger,
sollen das Blut an den Altar sprengen ringsum.
3Mo 3,3 Und er soll von dem Friedensopfer
ein Feueropfer dem Jehova darbringen: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt,
und alles Fett, das am Eingeweide ist,
3Mo 3,4 und die beiden Nieren und
das Fett, das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber:
samt den Nieren {O. bei den Nieren; soauch
V.10. 15; Kap. 4,9; 7,4 usw.; And. üb.: bis an die Nieren} soll er es
abtrennen.
3Mo 3,5 Und die Söhne Aarons sollen es auf
dem Altar räuchern, auf dem Brandopfer, welches auf dem Holze über dem Feuer
ist: es ist ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
3Mo 3,6 Und wenn seine Opfergabe vom
Kleinvieh ist zum Friedensopfer dem Jehova, ein Männliches oder ein Weibliches,
so soll er sie ohne Fehl darbringen.
3Mo 3,7 Wenn er ein Schaf darbringt
als seine Opfergabe, so soll er es vor Jehova herzubringen;
3Mo 3,8 und er soll seine Hand auf den Kopf
seines Opfers legen und es schlachten vor dem Zelte der Zusammenkunft; und die
Söhne Aarons sollen sein Blut an den Altar sprengen ringsum.
3Mo 3,9 Und er soll von dem
Friedensopfer als Feueropfer dem Jehova darbringen: sein Fett, den ganzen
Fettschwanz; dicht beim Rückgrat soll er ihn
abtrennen; und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am
Eingeweide ist,
3Mo 3,10 und die beiden Nieren und das Fett,
das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den
Nieren soll er es abtrennen.
3Mo 3,11 Und der Heiliger soll es auf
dem Altar räuchern: es ist eine Speise {Eig. ein Brot} des
Feueropfers dem Jehova. -
3Mo 3,12 Und wenn seine Opfergabe
eine Ziege ist, so soll er sie vor Jehova herzubringen;
3Mo 3,13 und er soll seine Hand auf ihren
Kopf legen und sie schlachten vor dem Zelte der Zusammenkunft; und die Söhne
Aarons sollen ihr Blut an den Altar sprengen ringsum.
3Mo 3,14 Und er soll davon seine Opfergabe
als Feueropfer dem Jehova darbringen: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt,
und alles Fett, das am Eingeweide ist,
3Mo 3,15 und die beiden Nieren und das Fett,
das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den
Nieren soll er es abtrennen.
3Mo 3,16 Und der Heiliger soll es auf dem
Altar räuchern: es ist eine Speise {Eig. ein Brot} des
Feueropfers zum lieblichen Geruch; alles Fett gehört Jehova.
3Mo 3,17 Eine ewige Satzung bei euren
Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen: alles Fett und alles Blut sollt ihr
nicht essen.
3Mo 4,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 4,2 Rede zu den Kindern Israel und
sprich: Wenn jemand aus Versehen sündigt gegen irgend eines der Verbote
Jehovas, die nicht getan werden sollen, und irgend eines derselben tut, -
3Mo 4,3 wenn der gesalbte Heiliger sündigt
nach einem Vergehen des Volkes, {And.: zur
Verschuldung des Volkes} so soll er für seine Sünde, die er begangen hat, einen
jungen Farren ohne Fehl dem Jehova darbringen zum Sündopfer.
3Mo 4,4 Und er soll den Farren an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jehova bringen und seine Hand auf den
Kopf des Farren legen und den Farren schlachten vor Jehova.
3Mo 4,5 Und der gesalbte Heiliger
nehme von dem Blute des Farren und bringe es in das Zelt der Zusammenkunft;
3Mo 4,6 und der Heiliger tauche seinen
Finger in das Blut und sprenge von dem Blute siebenmal vor Jehova gegen den
Vorhang des Heiligtums hin.
3Mo 4,7 Und der Heiliger tue von dem
Blute an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelte
der Zusammenkunft ist, vor Jehova; und alles Blut des Farren soll er an den Fuß
des Brandopferaltars gießen, der an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft
ist.
3Mo 4,8 Und alles Fett von dem Farren des Sündopfers soll er von ihm abheben: das Fett, welches das
Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide ist,
3Mo 4,9 und die beiden Nieren und das Fett,
das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den
Nieren soll er es abtrennen,
3Mo 4,10 so wie es abgehoben wird von dem
Rinde des Friedensopfers; und der Heiliger soll es auf dem Brandopferaltar
räuchern.
3Mo 4,11 Und die Haut des Farren und all
sein Fleisch samt seinem Kopfe und seinen Schenkeln und seinem Eingeweide und
seinem Mist:
3Mo
4,12 den ganzen Farren soll er {O. man} hinausbringen
außerhalb des Lagers an einen reinen Ort, nach dem Schutthaufen der Fettasche,
und soll ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen; auf dem Schutthaufen der
Fettasche soll er verbrannt werden.
3Mo 4,13 Und wenn die ganze Gemeinde Israel
aus Versehen sündigt und die Sache ist verborgen vor den Augen der Herausrufung, und sie tun eines von allen Verboten Jehovas,
die nicht getan werden sollen, und verschulden sich,
3Mo 4,14 und die Sünde wird bekannt, {Eig.
wird die Sündebekannt} die sie wider
dasselbe begangen haben, so soll die Herausrufung
einen jungen Farren darbringen zum Sündopfer und ihn
vor das Zelt der Zusammenkunft bringen.
3Mo 4,15 Und die Ältesten der Gemeinde
sollen ihre Hände auf den Kopf des Farren legen vor Jehova, und man soll den
Farren vor Jehova schlachten.
3Mo 4,16 Und der gesalbte Heiliger
bringe von dem Blute des Farren in das Zelt der Zusammenkunft,
3Mo 4,17 und der Heiliger tauche seinen
Finger in das Blut und sprenge siebenmal vor Jehova gegen den Vorhang hin.
3Mo 4,18 Und er tue von dem Blute an die
Hörner des Altars, der vor Jehova, der im Zelte der Zusammenkunft ist; und
alles Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der an dem Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft ist.
3Mo 4,19 Und all sein Fett soll er
von ihm abheben und auf dem Altar räuchern.
3Mo 4,20 Und er soll mit dem Farren tun, wie
er mit dem Farren des Sündopfers getan hat; also soll
er damit tun. Und so tue der Heiliger Sühnung für sie, und es wird ihnen
vergeben werden.
3Mo 4,21 Und er {O.
man} soll den Farren hinausbringen außerhalb des Lagers und ihn verbrennen, so
wie er {O. man} den ersten Farren verbrannt hat: es
ist ein Sündopfer der Herausrufung.
3Mo 4,22 Wenn ein Fürst sündigt und tut aus
Versehen eines von allen den Verboten Jehovas, seines Gottes, die nicht getan
werden sollen, und verschuldet sich,
3Mo 4,23 und seine Sünde wird ihm kundgetan,
{Eig. ist ihmseine Sündekundgetan
worden} worin er gesündigt hat, so soll er seine Opfergabe bringen,
einen Ziegenbock, ein Männlein ohne Fehl.
3Mo 4,24 Und er soll seine Hand auf den Kopf
des Bockes legen und ihn schlachten an dem Orte, wo man das Brandopfer vor
Jehova schlachtet: es ist ein Sündopfer.
3Mo 4,25 Und der Heiliger nehme von dem
Blute des Sündopfers mit seinem Finger und tue es an
die Hörner des Brandopferaltars; und sein Blut soll er an den Fuß des
Brandopferaltars gießen.
3Mo 4,26 Und all sein Fett soll er auf dem
Altar räuchern, wie das Fett des Friedensopfers. Und so tue der Heiliger
Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.
3Mo 4,27 Und wenn jemand vom Volke des
Landes {d.i. vom gemeinen Volke} aus
Versehen sündigt, indem er eines von den Verboten Jehovas tut, die nicht getan
werden sollen, und sich verschuldet
3Mo 4,28 und seine Sünde wird ihm kundgetan,
{Eig. ist ihmseine Sündekundgetan
worden} die er begangen hat, so soll er seine Opfergabe bringen, eine
Ziege ohne Fehl, ein Weiblein, für seine Sünde, die er begangen hat.
3Mo 4,29 Und er soll seine Hand auf den Kopf
des Sündopfers legen und das Sündopfer
schlachten an dem Orte des Brandopfers.
3Mo 4,30 Und der Heiliger nehme von seinem
Blute mit seinem Finger und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und all
sein Blut soll er an den Fuß des Altars gießen.
3Mo
4,31 Und all sein Fett soll er abtrennen, so wie das Fett von dem
Friedensopfer abgetrennt wird; und der Heiliger soll es auf dem Altar räuchern
zum lieblichen Geruch dem Jehova. Und so tue der Heiliger Sühnung für ihn, und
es wird ihm vergeben werden. -
3Mo 4,32 Und wenn er ein Schaf bringt als
seine Opfergabe zum Sündopfer, so soll es ein
Weiblein ohne Fehl sein, das er bringt.
3Mo 4,33 Und er soll seine Hand auf den Kopf
des Sündopfers legen und es zum Sündopfer
schlachten an dem Orte, wo man das Brandopfer schlachtet.
3Mo 4,34 Und der Heiliger nehme von dem
Blute des Sündopfers mit seinem Finger und tue es an
die Hörner des Brandopferaltars; und all sein Blut soll er an den Fuß des
Altars gießen.
3Mo 4,35 Und all
sein Fett soll er abtrennen, so wie das Fett des Schafes von dem Friedensopfer
abgetrennt wird; und der Heiliger soll es auf {O. bei, mit; soauch Kap. 5,12} dem Altar räuchern, auf den
Feueropfern Jehovas. Und so tue der Heiliger Sühnung für ihn wegen seiner
Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
3Mo 5,1 Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches {O.
der Beschwörung; vergl. Spür. 29,24} hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt
hat, - wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;
3Mo 5,2 oder wenn jemand irgend etwas Unreines anrührt, sei es das Aas eines
unreinen wilden Tieres, oder das Aas eines unreinen Viehes, oder das Aas eines
unreinen kriechenden Tieres {W. unreinen Gewimmels, wie1. Mose 1,20}, - ist es
ihm auch verborgen, so ist er unrein und schuldig;
3Mo 5,3 oder wenn er die Unreinigkeit eines
Menschen anrührt, was für eine Unreinigkeit von ihm es auch sei, durch welche
er unrein wird, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, so ist er schuldig;
3Mo 5,4 oder wenn jemand schwört, indem er
unbesonnen mit den Lippen redet, Böses oder Gutes zu tun, nach allem was ein
Mensch mit einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihm verborgen, -
erkennt er es, so ist er schuldig in einem von diesen.
3Mo 5,5 Und es soll geschehen, wenn
er sich in einem von diesen verschuldet, so bekenne er, worin er gesündigt hat;
3Mo 5,6 und er bringe sein Schuldopfer dem
Jehova für seine Sünde, die er begangen hat: ein Weiblein vom Kleinvieh, ein
Schaf oder eine Ziege zum Sündopfer; und der Heiliger
soll Sühnung für ihn tun wegen seiner Sünde.
3Mo 5,7 Und wenn seine Hand das zu einem
Stück Kleinvieh Hinreichende nicht aufbringen kann, so soll er für {W.
als} seine Schuld, die er auf sich geladen hat, zwei Turteltauben oder zwei
junge Tauben dem Jehova bringen: eine zum Sündopfer
und eine zum Brandopfer.
3Mo 5,8 Und er soll sie zu dem Heiliger
bringen; und dieser bringe die zum Sündopfer
bestimmte zuerst dar und kneipe ihr den Kopf ein dicht beim Genick; er soll ihn
aber nicht abtrennen.
3Mo 5,9 Und er sprenge von dem Blute des Sündopfers an die Wand des Altars, und das Übrige von dem
Blute soll ausgedrückt werden an den Fuß des Altars: es ist ein Sündopfer.
3Mo 5,10 Und die andere soll er als
Brandopfer opfern nach der Vorschrift. Und so tue der Heiliger Sühnung für ihn
wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
3Mo
5,11 Und wenn seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht
aufbringen kann, so bringe der, welcher gesündigt hat, als seine Opfergabe ein
Zehntel Epha Feinmehl zum Sündopfer;
er soll kein Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn es ist ein Sündopfer.
3Mo 5,12 Und er soll es zu dem Heiliger
bringen; und der Heiliger nehme davon seine Hand voll, das Gedächtnisteil
desselben, und räuchere es auf dem Altar, auf den Feueropfern Jehovas: es ist
ein Sündopfer.
3Mo 5,13 Und so tue der Heiliger Sühnung für
ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat in einem von diesen, und es wird
ihm vergeben werden; und es soll dem Heiliger gehören wie das Speisopfer.
3Mo 5,14 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 5,15 Wenn jemand
Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen Jehovas sündigt, so soll
er sein Schuldopfer dem Jehova bringen, einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh,
nach deiner Schätzung an Sekeln Silber, nach dem Sekel des Heiligtums, zum
Schuldopfer.
3Mo 5,16 Und was er an dem Heiligen {Eig.
von den heiligen (od. geheiligten, geweihten) Dingen weg, d.h. was er von den
heiligen Dingen weggenommen hat} gesündigt hat, soll er erstatten
und dessen Fünftel darüber hinzufügen und es dem Heiliger geben; und der
Heiliger soll Sühnung für ihn tun mit dem Widder des Schuldopfers, und es wird
ihm vergeben werden.
3Mo 5,17 Und wenn jemand sündigt und eines
von allen den Verboten Jehovas tut, die nicht getan werden sollen, - hat er es
auch nicht gewußt, so ist er schuldig und soll seine
Ungerechtigkeit tragen.
3Mo 5,18 Und er soll einen Widder
ohne Fehl vom Kleinvieh nach deiner Schätzung zu dem Heiliger bringen, zum
Schuldopfer; und der Heiliger soll Sühnung für ihn tun wegen seines Versehens,
das er begangen hat, ohne es zu wissen; und es wird ihm vergeben werden.
3Mo 5,19 Es ist ein Schuldopfer; er
hat sich gewißlich an Jehova verschuldet.
3Mo 5,20 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 5,21 Wenn jemand sündigt und Untreue
wider Jehova begeht, daß er seinem Nächsten ein
anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehn oder etwas Geraubtes; oder er hat
von seinem Nächsten etwas erpreßt,
3Mo 5,22 oder er hat Verlorenes gefunden,
und leugnet es ab; und er schwört falsch über irgend etwas
von allem, was ein Mensch tun mag, sich darin zu versündigen:
3Mo
5,23 so soll es geschehen, wenn er gesündigt und sich verschuldet hat, daß er zurückerstatte das Geraubte, das er geraubt, oder
das Erpreßte, das er erpreßt
hat, oder das Anvertraute, das ihm anvertraut worden ist, oder das Verlorene,
das er gefunden hat,
3Mo 5,24 oder alles, worüber er falsch
geschworen hat; und er soll es erstatten nach seiner vollen Summe und dessen
Fünftel darüber hinzufügen; wem es gehört, dem soll er es geben am Tage seines
Schuldopfers.
3Mo 5,25 Und sein Schuldopfer soll er Jehova
bringen, einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh, nach deiner Schätzung, zum
Schuldopfer, zu dem Heiliger;
3Mo 5,26 und der Heiliger soll Sühnung für
ihn tun vor Jehova, und es wird ihm vergeben werden wegen irgend
etwas von allem, was er getan hat, sich darin zu verschulden.
3Mo 6,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo
6,2 Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des
Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem
Altar, die ganze Nacht bis an den Morgen; und das Feuer des Altars soll auf
demselben in Brand erhalten werden.
3Mo
6,3 Und der Heiliger soll sein leinenes Kleid anziehen, und soll seine
leinenen Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er soll die Fettasche
abheben, zu welcher das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und
soll sie neben den Altar schütten. {W. setzen}
3Mo 6,4 Und er soll seine Kleider ausziehen
und andere Kleider anlegen und die Fettasche hinaustragen außerhalb des Lagers
an einen reinen Ort.
3Mo
6,5 Und das Feuer auf dem Altar soll auf demselben in Brand erhalten werden,
es soll nicht erlöschen; und der Heiliger soll Holz auf ihm {d.h.
dem Feuer} anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm
zurichten, und die Fettstücke der Friedensopfer auf ihm räuchern.
3Mo 6,6 Ein beständiges Feuer soll
auf dem Altar in Brand erhalten werden, es soll nicht erlöschen.
3Mo 6,7 Und dies ist das Gesetz des
Speisopfers: Einer der Söhne Aarons soll es vor Jehova darbringen vor dem
Altar.
3Mo 6,8 Und er soll davon seine Hand
voll nehmen, {Eig. abheben} vom Feinmehl
des Speisopfers und von dessen Öl, und allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer
ist, und es auf dem Altar räuchern: es ist ein lieblicher Geruch, sein {nämlich
des Opfers; vergl. Kap. 2,2} Gedächtnisteil für Jehova.
3Mo 6,9 Und das Übrige davon sollen Aaron
und seine Söhne essen; ungesäuert soll es gegessen werden an heiligem Orte; im
Vorhofe des Zeltes der Zusammenkunft sollen sie es essen.
3Mo 6,10 Es soll nicht gesäuert gebacken
werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern:
hochheilig ist es, wie das Sündopfer und wie das
Schuldopfer.
3Mo 6,11 Alles Männliche unter den Kindern
Aarons soll es essen: ein für ewig Bestimmtes bei euren Geschlechtern von den
Feueropfern Jehovas. Alles, was sie anrührt, wird heilig sein.
3Mo 6,12 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 6,13 Dies ist die Opfergabe
Aarons und seiner Söhne, welche sie Jehova darbringen sollen an dem Tage, da er
gesalbt wird: Ein zehntel Epha Feinmehl
als beständiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am
Abend.
3Mo 6,14 Es soll in der Pfanne mit Öl
bereitet werden, eingerührt mit Öl sollst du es bringen; gebackene
Speisopferstücke sollst du darbringen als einen lieblichen Geruch dem Jehova.
3Mo 6,15 Und der Heiliger, der unter seinen
Söhnen an seiner Statt gesalbt wird, soll es opfern; eine ewige Satzung: es
soll dem Jehova ganz geräuchert werden.
3Mo 6,16 Und jedes Speisopfer des Heiligers soll ein Ganzopfer {ein Opfer, das
ganz verbrannt wurde} sein; es soll nicht gegessen werden.
3Mo 6,17 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 6,18 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen
und sprich: Dies ist das Gesetz des Sündopfers. An
dem Orte, wo das Brandopfer geschlachtet wird, soll das Sündopfer
geschlachtet werden vor Jehova: hochheilig ist es.
3Mo 6,19 Der Heiliger, der es als Sündopfer opfert, soll es essen; an heiligem Orte soll es
gegessen werden, im Vorhofe des Zeltes der Zusammenkunft.
3Mo 6,20 Alles, was sein Fleisch anrührt,
wird heilig sein; und wenn von seinem Blute auf ein Kleid spritzt - das, worauf
es spritzt, sollst du waschen an heiligem Orte.
3Mo 6,21 Und das irdene Gefäß, in welchem es
gekocht wird, soll zerbrochen werden, und wenn es in einem ehernen Gefäß
gekocht wird, so soll dieses gescheuert und mit Wasser gespült werden.
3Mo 6,22 Alles Männliche unter den Heiligern soll es essen: hochheilig ist es.
3Mo 6,23 Aber alles Sündopfer,
von dessen Blut in das Zelt der Zusammenkunft gebracht wird, um im Heiligtum
Sühnung zu tun, soll nicht gegessen werden; es soll mit Feuer verbrannt werden.
3Mo 7,1 Und dies ist das Gesetz des
Schuldopfers; es ist hochheilig.
3Mo 7,2 An dem Orte, wo man das Brandopfer
schlachtet, soll man das Schuldopfer schlachten; und sein Blut soll er {d.h.
der Heiliger} an den Altar sprengen ringsum.
3Mo 7,3 Und alles Fett soll er davon
darbringen, den Fettschwanz und das Fett, welches das Eingeweide bedeckt,
3Mo 7,4 und die beiden Nieren und das Fett,
das an ihnen, das an den Lenden ist, und das Netz über der Leber: samt den
Nieren soll er es abtrennen.
3Mo 7,5 Und der Heiliger soll es auf
dem Altar räuchern als ein Feueropfer dem Jehova: es ist ein Schuldopfer.
3Mo 7,6 Alles Männliche unter den Heiligern soll es essen; an heiligem Orte soll es gegessen
werden: hochheilig ist es.
3Mo 7,7 Wie das Sündopfer,
so das Schuldopfer: ein Gesetz soll für sie sein. Der Heiliger, der damit
Sühnung tut, ihm soll es gehören. -
3Mo 7,8 Und der Heiliger, der jemandes
Brandopfer darbringt: ihm, dem Heiliger, soll die Haut des Brandopfers gehören,
das er dargebracht hat.
3Mo 7,9 Und alles Speisopfer, das im Ofen
gebacken, und alles, was im Napfe oder in der Pfanne bereitet wird: dem
Heiliger, der es darbringt, ihm soll es gehören.
3Mo 7,10 Und alles Speisopfer, das mit Öl
gemengt oder trocken ist, soll allen Söhnen Aarons gehören, dem einen wie dem
anderen.
3Mo 7,11 Und dies ist das Gesetz des
Friedensopfers, das man Jehova darbringt:
3Mo 7,12 Wenn man es zum Danke {Anderswo:
Lob; eig. Anerkennung} darbringt, so bringe man nebst dem Dankopfer
ungesäuerte Kuchen dar, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl,
und Feinmehl, eingerührt mit Öl: Kuchen, gemengt mit
Öl.
3Mo 7,13 Nebst den Kuchen soll man
gesäuertes Brot als Opfergabe darbringen, nebst seinem Dank-Friedensopfer. {O.
Lob-Dankopfer}
3Mo 7,14 Und man soll je eines davon, von
der ganzen Opfergabe, dem Jehova als Hebopfer
darbringen; dem Heiliger, der das Blut des Friedensopfers sprengt, ihm soll es
gehören.
3Mo 7,15 Und das Fleisch seines {des
Opfernden} Dank-Friedensopfers soll am Tage seiner Darbringung gegessen
werden; er soll nichts davon liegen lassen bis an den Morgen.
3Mo 7,16 Und wenn das Schlachtopfer
seiner Opfergabe ein Gelübde oder eine freiwillige Gabe ist, so soll es an dem
Tage, da er sein Schlachtopfer darbringt, gegessen werden; und am anderen Tage
soll dann, was davon übrigbleibt, gegessen werden;
3Mo 7,17 und was vom Fleische des
Schlachtopfers am dritten Tage übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.
3Mo 7,18 Und wenn irgendwie vom
Fleische seines Friedensopfers am dritten Tage gegessen wird, so wird es nicht
wohlgefällig sein; wer es dargebracht hat, dem wird es nicht zugerechnet
werden: ein Greuel wird es sein; und die Seele, die
davon isset, wird ihre Ungerechtigkeit tragen.
3Mo 7,19 Und das Fleisch, das irgend etwas Unreines berührt, soll nicht gegessen werden,
mit Feuer soll es verbrannt werden. Und was das Fleisch betrifft, jeder Reine
darf das Fleisch essen;
3Mo 7,20 aber die Seele, welche Fleisch von
dem Friedensopfer isset, das Jehova gehört, und ihre
Unreinigkeit ist an ihr, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren
Völkern.
3Mo 7,21 Und wenn eine Seele irgend etwas Unreines anrührt, die Unreinigkeit eines
Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend ein unreines Scheusal, und sie isset von dem Fleische des Friedensopfers, das Jehova
gehört: selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.
3Mo 7,22 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 7,23 Rede zu den Kindern Israel
und sprich: Kein Fett vom Rindvieh und von Schaf und Ziege sollt ihr essen.
3Mo 7,24 Und das Fett vom Aas und das Fett
vom Zerrissenen kann verwendet werden zu allerlei Werk; aber ihr sollt es
durchaus nicht essen.
3Mo 7,25 Denn jeder, der Fett isset vom Vieh, wovon man ein Feueropfer dem Jehova
darbringt - die Seele, die es isset, soll ausgerottet
werden aus ihren Völkern.
3Mo 7,26 Und kein Blut sollt ihr
essen in allen euren Wohnsitzen, es sei vom Gevögel oder vom Vieh.
3Mo 7,27 Jede Seele, die irgend Blut isset, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren
Völkern.
3Mo 7,28 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 7,29 Rede zu den Kindern Israel und
sprich: Wer sein Friedensopfer dem Jehova darbringt, soll von seinem
Friedensopfer seine Opfergabe dem Jehova bringen.
3Mo 7,30 Seine Hände sollen die Feueropfer
Jehovas bringen; das Fett, samt der Brust soll er es bringen: die Brust, um sie
als Webopfer vor Jehova zu weben.
3Mo 7,31 Und der Heiliger soll das
Fett auf dem Altar räuchern, und die Brust soll Aaron und seinen Söhnen
gehören.
3Mo 7,32 Und den rechten Schenkel
sollt ihr als Hebopfer von euren Friedensopfern dem
Heiliger geben.
3Mo 7,33 Wer von den Söhnen Aarons das Blut
des Friedensopfers und das Fett darbringt, dem soll der rechte Schenkel zuteil werden.
3Mo 7,34 Und die Brust des Webopfers und den
Schenkel des Hebopfers habe ich von den Kindern
Israel genommen, von ihren Friedensopfern, und habe sie Aaron, dem Heiliger,
und seinen Söhnen gegeben als eine ewige Gebühr {Eig. ein für
ewig Bestimmtes} von seiten der Kinder
Israel. -
3Mo
7,35 Das ist das Salbungsteil {W. die Salbung} Aarons und
das Salbungsteil seiner Söhne von den Feueropfern Jehovas, an dem Tage, {d.h.
von dem Tage an} da man {O. er} sie herzunahen ließ, um
Jehova den Heiligerdienst auszuüben,
3Mo 7,36 das Jehova geboten hat, ihnen zu
geben von seiten der Kinder Israel, an dem Tage, da
man sie salbte: eine ewige Satzung bei ihren Geschlechtern.
3Mo 7,37 Das ist das Gesetz des Brandopfers,
des Speisopfers und des Sündopfers und des
Schuldopfers und des Einweihungsopfers und des Friedensopfers,
3Mo 7,38 welches Jehova dem Mose geboten hat
auf dem Berge Sinai, an dem Tage, da er den Kindern Israel gebot, ihre
Opfergaben dem Jehova darzubringen, in der Wüste Sinai.
3Mo 8,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 8,2 Nimm {Vergl. 2. Mose
29,1-35} Aaron und seine Söhne mit ihm, und die Kleider und das Salböl
und den Farren des Sündopfers und die zwei Widder und
den Korb des Ungesäuerten;
3Mo 8,3 und versammle die ganze
Gemeinde am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
3Mo 8,4 Und Mose tat, so wie Jehova ihm
geboten hatte; und die Gemeinde versammelte sich am Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft.
3Mo 8,5 Und Mose sprach zu der
Gemeinde: Dies ist es, was Jehova zu tun geboten hat.
3Mo 8,6 Und Mose ließ Aaron und
seine Söhne herzunahen und wusch sie mit Wasser.
3Mo
8,7 Und er legte ihm den Leibrock an und umgürtete ihn mit dem Gürtel; und er
bekleidete ihn mit dem Oberkleide und legte ihm das Ephod an und umgürtete ihn
mit dem gewirkten Gürtel des Ephods und band es ihm damit an;
3Mo 8,8 und er setzte das
Brustschild darauf und legte in das Brustschild die Urim
und die Thummim;
3Mo 8,9 und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den Kopfbund, an seine Vorderseite, das Goldblech, das heilige
Diadem: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
3Mo 8,10 Und Mose nahm das Salböl und
salbte die Wohnung und alles, was darin war, und heiligte sie.
3Mo 8,11 Und er sprengte davon siebenmal auf
den Altar, und er salbte den Altar und alle seine Geräte und das Becken und
sein Gestell, um sie zu heiligen.
3Mo 8,12 Und er goß
von dem Salböl auf das Haupt Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen.
3Mo 8,13 Und Mose ließ die Söhne Aarons
herzunahen und bekleidete sie mit den Leibröcken und umgürtete sie mit den
Gürteln und band ihnen die hohen Mützen um: so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
3Mo 8,14 Und er brachte den Farren des Sündopfers herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre
Hände auf den Kopf des Farren des Sündopfers.
3Mo 8,15 Und er schlachtete ihn, und Mose
nahm das Blut und tat davon mit seinem Finger an die Hörner des Altars ringsum
und entsündigte den Altar; und das Blut goß er an den
Fuß des Altars und heiligte ihn, indem er Sühnung für ihn tat.
3Mo 8,16 Und er nahm das ganze Fett, das am
Eingeweide ist, und das Netz der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett, und
Mose räucherte es auf dem Altar.
3Mo 8,17 Und den Farren und seine Haut und
sein Fleisch und seinen Mist verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers: so
wie Jehova dem Mose geboten hatte. -
3Mo 8,18 Und er brachte den Widder des
Brandopfers herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des
Widders.
3Mo 8,19 Und er schlachtete ihn, und
Mose sprengte das Blut an den Altar ringsum.
3Mo 8,20 Und den Widder zerlegte er
in seine Stücke, und Mose räucherte den Kopf und die Stücke und das Fett;
3Mo
8,21 und das Eingeweide und die Schenkel wusch er mit Wasser. Und Mose
räucherte den ganzen Widder auf dem Altar: es war ein Brandopfer zum lieblichen
Geruch, es war ein Feueropfer dem Jehova, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
-
3Mo 8,22 Und er brachte den zweiten Widder,
den Widder der Einweihung, herzu; und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände
auf den Kopf des Widders.
3Mo 8,23 Und er schlachtete ihn, und Mose
nahm von seinem Blute und tat es auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den
Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
3Mo
8,24 Und er ließ die Söhne Aarons herzunahen, und Mose tat von dem Blute auf
ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große
Zehe ihres rechten Fußes; und Mose sprengte das Blut an den Altar ringsum.
3Mo 8,25 Und er nahm das Fett und den
Fettschwanz und alles Fett, das am Eingeweide ist, und das Netz der Leber und
die beiden Nieren und ihr Fett und den rechten Schenkel;
3Mo 8,26 und er nahm aus dem Korbe
des Ungesäuerten, der vor Jehova war, einen ungesäuerten Kuchen und einen
Kuchen geölten Brotes und einen Fladen, und legte es
auf die Fettstücke und auf den rechten Schenkel;
3Mo 8,27 und er legte das alles auf die
Hände Aarons und auf die Hände seiner Söhne, und webte es als Webopfer vor Jehova.
3Mo 8,28 Und Mose nahm es von ihren
Händen weg und räucherte es auf dem Altar, auf dem Brandopfer: es war ein
Einweihungsopfer {W.
eine Füllung, weil die Hände des Heiligers mit den in
V.25 und 26 erwähnten Dingen gefüllt wurden} zum lieblichen Geruch, es
war ein Feueropfer dem Jehova.
3Mo 8,29 Und Mose nahm die Brust und webte
sie als Webopfer vor Jehova; von dem
Einweihungswidder ward sie dem Mose zuteil, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
3Mo
8,30 Und Mose nahm von dem Salböl und von dem Blute, das auf dem Altar war,
und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider, und auf seine Söhne und auf die
Kleider seiner Söhne mit ihm; und er heiligte Aaron, seine Kleider, und seine
Söhne und die Kleider seiner Söhne mit ihm.
3Mo 8,31 Und Mose sprach zu Aaron und
zu seinen Söhnen: Kochet das Fleisch an dem Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft; und ihr sollt es daselbst essen und das Brot, das im Korbe des
Einweihungsopfers ist, so wie ich geboten habe und gesagt: Aaron und seine
Söhne sollen es essen.
3Mo 8,32 Und das Übrige von dem
Fleische und von dem Brote sollt ihr mit Feuer verbrennen.
3Mo 8,33 Und von dem Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht weggehen sieben Tage lang, bis zu dem
Tage, da die Tage eures Einweihungsopfers erfüllt sind; denn
sieben Tage sollt ihr eingeweiht werden. {W. sollen eure
Hände gefüllt
werden; desgl. Kap. 16,32; 21,10; vergl. Kap. 9,17}
3Mo 8,34 So wie man an diesem Tage
getan, hat Jehova zu tun geboten, um Sühnung für euch zu tun.
3Mo 8,35 Und ihr sollt an dem Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft Tag und Nacht bleiben, sieben Tage lang, und
sollt die Vorschriften Jehovas {Eig.
was gegen Jehovazu beobachten ist} beobachten,
daß ihr nicht sterbet; denn also ist mir geboten
worden.
3Mo 8,36 Und Aaron und seine Söhne
taten alles, was Jehova durch Mose geboten hatte.
3Mo 9,1 Und es geschah am achten
Tage, da rief Mose Aaron und seine Söhne und die Ältesten Israels;
3Mo 9,2 und er sprach zu Aaron: Nimm dir
ein junges Kalb zum Sündopfer und einen Widder zum
Brandopfer, ohne Fehl, und bringe sie dar vor Jehova.
3Mo 9,3 Und zu den Kindern Israel sollst du
reden und sprechen: Nehmet einen Ziegenbock zum Sündopfer
und ein Kalb und ein Lamm, einjährige, ohne Fehl, zum Brandopfer;
3Mo 9,4 und einen Stier und einen Widder
zum Friedensopfer, um sie vor Jehova zu opfern; und ein Speisopfer, gemengt mit
Öl; denn heute wird Jehova euch erscheinen.
3Mo 9,5 Und sie brachten was Mose geboten
hatte, vor das Zelt der Zusammenkunft, und die ganze Gemeinde nahte herzu und
stand vor Jehova.
3Mo 9,6 Und Mose sprach: Dies ist es, was
Jehova geboten hat, daß ihr es tun sollt; und die
Herrlichkeit Jehovas wird euch erscheinen.
3Mo 9,7 Und Mose sprach zu Aaron:
Nahe zum Altar, und opfere dein Sündopfer und dein
Brandopfer, und tue Sühnung für dich und für das Volk; und opfere die Opfergabe
des Volkes und tue Sühnung für sie, so wie Jehova geboten hat.
3Mo 9,8 Und Aaron nahte zum Altar
und schlachtete das Kalb des Sündopfers, das für ihn
war.
3Mo 9,9 Und die Söhne Aarons reichten ihm
das Blut dar; und er tauchte seinen Finger in das Blut und tat davon an die
Hörner des Altars, und er goß das Blut an den Fuß des
Altars.
3Mo 9,10 Und das Fett und die Nieren und das
Netz der Leber vom Sündopfer räucherte er auf dem
Altar, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
3Mo 9,11 Und das Fleisch und die Haut
verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers.
3Mo 9,12 Und er schlachtete das Brandopfer;
und die Söhne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar
ringsum.
3Mo 9,13 Und das Brandopfer reichten
sie ihm in seinen Stücken und den Kopf, und er räucherte es auf dem Altar.
3Mo 9,14 Und er wusch das Eingeweide
und die Schenkel und räucherte sie auf dem Brandopfer, auf dem Altar. -
3Mo 9,15 Und er brachte herzu {O.
dar} die Opfergabe des Volkes und nahm den Bock des Sündopfers, der {O. das} für das
Volk war, und schlachtete ihn und opferte ihn als Sündopfer,
wie das vorige.
3Mo 9,16 Und er brachte das
Brandopfer herzu {O. dar} und opferte
es nach der Vorschrift.
3Mo 9,17 Und er brachte das Speisopfer herzu
{O. dar} und füllte
seine Hand davon und räucherte es auf dem Altar, außer dem Morgen-Brandopfer.
3Mo 9,18 Und er schlachtete den Stier und
den Widder, das Friedensopfer, welches für das Volk war. Und die Söhne Aarons
reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar ringsum;
3Mo 9,19 und die Fettstücke von dem Stier;
und von dem Widder den Fettschwanz, und das Eingeweide bedeckt und die Nieren
und das Netz der Leber;
3Mo 9,20 und sie legten die
Fettstücke auf die Bruststücke, und er räucherte die Fettstücke auf dem Altar.
3Mo 9,21 Und die Bruststücke und den rechten
Schenkel webte Aaron als Webopfer vor Jehova, so wie
Mose geboten hatte.
3Mo 9,22 Und Aaron erhob seine Hände gegen
das Volk und segnete sie; und er stieg herab nach der Opferung des Sündopfers und des Brandopfers und des Friedensopfers.
3Mo 9,23 Und Mose und Aaron gingen hinein in
das Zelt der Zusammenkunft; und sie kamen heraus und segneten das Volk. Und die
Herrlichkeit Jehovas erschien dem ganzen Volke;
3Mo 9,24 und es ging Feuer aus von Jehova {W.
von vor Jehova} und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die
Fettstücke; und das ganze Volk sah es, und sie jauchzten und fielen auf ihr
Angesicht.
3Mo 10,1 Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder
seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und
brachten fremdes Feuer vor Jehova dar, das er ihnen nicht geboten hatte.
3Mo 10,2 Da ging Feuer von Jehova {W.
von vor Jehova} aus und verzehrte sie, und sie starben vor Jehova.
3Mo 10,3 Und Mose sprach zu Aaron: Dies ist
es, was Jehova geredet hat, indem er sprach: In {O. An} denen, die
mir nahen, {W. nahe sind} will ich geheiligt, und vor
dem ganzen Volke will ich verherrlicht werden. Und Aaron schwieg.
3Mo 10,4 Und Mose rief Misael
und Elzaphan, die Söhne Ussiels,
des Oheims Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet herzu, traget eure Brüder von
dem Heiligtum hinweg außerhalb des Lagers.
3Mo 10,5 Und sie traten herzu und trugen sie
in ihren Leibröcken hinweg außerhalb des Lagers, so wie Mose geredet hatte. -
3Mo 10,6 Und Mose sprach zu Aaron und
zu Eleasar und zu Ithamar, seinen Söhnen: Eure
Häupter sollt ihr nicht entblößen und eure Kleider nicht zerreißen, damit ihr
nicht sterbet, und er nicht erzürne über die ganze Gemeinde; aber eure Brüder,
das ganze Haus Israel, sollen diesen Brand beweinen, den Jehova angerichtet
hat.
3Mo 10,7 Und von dem Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft sollt ihr nicht weggehen, daß ihr nicht
sterbet; denn das Öl der Salbung Jehovas ist auf euch. Und sie taten nach dem
Worte Moses.
3Mo 10,8 Und Jehova redete zu Aaron
und sprach:
3Mo 10,9 Wein und starkes Getränk
sollst du nicht trinken, du und deine Söhne mit dir, wenn ihr in das Zelt der
Zusammenkunft hineingehet, daß
ihr nicht sterbet, - eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern -
3Mo 10,10 und damit ihr unterscheidet
zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem
Unreinen,
3Mo 10,11 und damit ihr die Kinder
Israel lehret alle die Satzungen, die Jehova durch Mose zu euch geredet hat.
3Mo 10,12 Und Mose redete zu Aaron und zu
Eleasar und zu Ithamar, seinen Söhnen, den
übriggebliebenen: Nehmet das Speisopfer, das von den Feueropfern Jehovas
übrigbleibt, und esset es ungesäuert neben dem Altar; denn hochheilig ist es.
3Mo 10,13 Und ihr sollt es essen an heiligem
Orte, denn es ist dein Bestimmtes und das Bestimmte deiner Söhne von den
Feueropfern Jehovas; denn also ist mir geboten.
3Mo
10,14 Und die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers sollt ihr essen an reinem Orte, du und deine
Söhne und deine Töchter mit dir; denn als dein Bestimmtes und das Bestimmte
deiner Söhne sind sie gegeben von den Friedensopfern der Kinder Israel.
3Mo 10,15 Den Schenkel des Hebopfers und die Brust des Webopfers sollen sie nebst den
Feueropfern der Fettstücke bringen, um sie als Webopfer
vor Jehova zu weben; und sie sollen dir gehören und deinen Söhnen mit dir, als
eine ewige Gebühr, {Eig. ein für ewig Bestimmtes} so wie
Jehova geboten hat.
3Mo 10,16 Und Mose suchte eifrig den Bock des
Sündopfers, und siehe, er war verbrannt. Und er
erzürnte über Eleasar und über Ithamar, die Söhne
Aarons, die übriggeblieben, und sprach:
3Mo 10,17 Warum habt ihr nicht das Sündopfer an heiligem Orte gegessen? Denn es ist
hochheilig; und er hat es euch gegeben, um die Ungerechtigkeit der Gemeinde zu
tragen, um Sühnung für sie zu tun vor Jehova.
3Mo 10,18 Siehe, das Blut desselben ist nicht
in das Innere des Heiligtums gebracht worden; ihr sollt {O.
ihr hättet sollen} es jedenfalls im Heiligtum essen, so wie ich geboten
habe.
3Mo 10,19 Und Aaron redete zu Mose:
Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und ihr
Brandopfer vor Jehova dargebracht; und solches ist mir begegnet; und hätte ich
heute das Sündopfer gegessen, würde es gut gewesen
sein in den Augen Jehovas?
3Mo 10,20 Und Mose hörte es, und es
war gut in seinen Augen.
3Mo 11,1 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach zu ihnen:
3Mo 11,2 Redet zu den Kindern Israel und
sprechet: Dies sind die Tiere, die ihr essen sollt von allen Tieren, {Anderswo:
Vieh} die auf der Erde sind.
3Mo 11,3 Alles was gespaltene Hufe, und zwar
ganz gespaltene Hufe hat, und wiederkäut unter den Tieren, das sollt ihr essen.
3Mo 11,4 Nur diese sollt ihr nicht essen von
den wiederkäuenden und von denen, die gespaltene Hufe haben: das Kamel, denn es
wiederkäut, aber es hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll es euch sein;
3Mo 11,5 und den Klippendachs, denn
er wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
3Mo 11,6 und den Hasen, denn er
wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
3Mo 11,7 und das Schwein, denn es hat
gespaltene Hufe, und zwar ganz gespaltene Hufe, aber es wiederkäut nicht:
unrein soll es euch sein.
3Mo 11,8 Von ihrem Fleische sollt ihr
nicht essen und ihr Aas nicht anrühren: unrein sollen sie euch sein.
3Mo 11,9 Dieses sollt ihr essen von allem,
was in den Wassern ist: alles, was Floßfedern und Schuppen hat in den Wassern,
in den Meeren und in den Flüssen, das sollt ihr essen;
3Mo 11,10 aber alles, was keine
Floßfedern und Schuppen hat in den Meeren und in den Flüssen, von allem
Gewimmel der Wasser und von jedem lebendigen Wesen,
das in den Wassern ist, sie sollen euch ein Greuel
sein;
3Mo 11,11 ja, ein Greuel
sollen sie euch sein: von ihrem Fleische sollt ihr nicht essen, und ihr Aas
sollt ihr verabscheuen.
3Mo 11,12 Alles, was nicht Floßfedern
und Schuppen hat in den Wassern, soll euch ein Greuel
sein.
3Mo 11,13 Und diese sollt ihr verabscheuen
von den Vögeln; sie sollen nicht gegessen werden, ein Greuel
sind sie: den Adler und den Beinbrecher und den Meeradler,
3Mo 11,14 und den Falken und die Weihe
nach ihrer Art,
3Mo 11,15 alle Raben nach ihrer Art,
3Mo 11,16 und die Straußhenne {And.:
den Strauß} und den Straußhahn {And.: die Ohreule; and.: den Kuckuck} und die Seemöve
und den Habicht nach seiner Art,
3Mo 11,17 und die Eule und den
Sturzpelikan und die Rohrdommel, {And.: den Uhu}
3Mo 11,18 und das Purpurhuhn und den
Pelikan und den Aasgeier,
3Mo 11,19 und den Storch und den
Fischreiher nach seiner Art, und den Wiedehopf und die Fledermaus.
3Mo 11,20 Alles geflügelte Gewürm, {W.
Gewimmel} das auf Vieren geht, soll euch ein Greuel
sein.
3Mo 11,21 Nur dieses sollt ihr essen von
allem geflügelten Gewürm, {W. Gewimmel} das auf
Vieren geht: was Schenkel hat oberhalb seiner Füße, um damit auf der Erde zu
hüpfen.
3Mo
11,22 Diese sollt ihr von ihnen essen: den Arbeh
nach seiner Art und den Solham nach seiner Art und
den Chargol nach seiner Art und den Chagab nach seiner Art. {Vier verschiedeneArtenvon Heuschrecken} 3Mo
11,23 Aber alles geflügelte Gewürm, das vier Füße hat, soll euch
ein Greuel sein.
3Mo 11,24 Und durch diese {Eig.
bezüglich dieser} werdet ihr euch verunreinigen; jeder, der ihr Aas anrührt,
wird unrein sein bis an den Abend;
3Mo 11,25 und jeder, der von ihrem
Aase trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 11,26 Jedes Tier, das gespaltene Hufe,
aber nicht ganz gespaltene Hufe hat und nicht wiederkäut: unrein sollen sie
euch sein; jeder, der sie anrührt, wird unrein sein.
3Mo 11,27 Und alles, was auf seinen Tatzen
geht, unter allem Getier, das auf Vieren geht, sie sollen euch unrein sein;
jeder, der ihr Aas anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 11,28 Und wer ihr Aas trägt, soll seine
Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend; sie sollen euch unrein
sein.
3Mo 11,29 Und diese sollen euch unrein sein
unter dem Gewimmel, das auf der Erde wimmelt: der Maulwurf {And.:
das Wiesel} und die Maus und die Eidechse nach ihrer Art,
3Mo 11,30 und die Anaka
und der Koach und der Letaah
und der Chomet {Vier verschiedeneArtenvon Eidechsen} und das
Chamäleon.
3Mo 11,31 Diese sollen euch unrein sein unter
allem Gewimmel; jeder, der sie anrührt, wenn sie tot sind, wird unrein sein bis
an den Abend.
3Mo 11,32 Und alles, worauf eines von ihnen
fällt, wenn sie tot sind, wird unrein sein: jedes Holzgerät oder Kleid oder
Fell oder Sack, jedes Gerät, womit eine Arbeit verrichtet wird, es soll ins
Wasser getan werden und wird unrein sein bis an den Abend; dann wird es rein
sein.
3Mo 11,33 Und jedes irdene Gefäß, in welches
eines von ihnen hineinfällt: alles, was darin ist, wird unrein sein, und es
selbst sollt ihr zerbrechen.
3Mo 11,34 Alle Speise, die gegessen wird, auf
welche solches Wasser kommt, wird unrein sein; und alles Getränk, das getrunken
wird, wird unrein sein in jedem solchen Gefäße.
3Mo 11,35 Und alles, worauf von ihrem Aase
fällt, wird unrein sein; Ofen und Herd sollen niedergerissen werden, sie sind
unrein, und unrein sollen sie euch sein.
3Mo 11,36 Doch Quelle und Zisterne,
Wasserbehälter, werden rein sein; wer aber das Aas darin {W.
ihr Aas} anrührt, wird unrein sein.
3Mo 11,37 Und wenn von ihrem Aase auf
irgend welchen Saatsamen fällt, der gesät wird, so ist er rein;
3Mo 11,38 wenn aber Wasser auf den Samen
getan wurde, und es fällt von ihrem Aase auf denselben, so soll er euch unrein
sein.
3Mo 11,39 Und wenn eines von dem Vieh stirbt,
das euch zur Nahrung dient: wer dessen Aas anrührt, wird unrein sein bis an den
Abend.
3Mo 11,40 Und wer von dessen Aas isset, soll seine Kleider waschen und wird unrein sein bis
an den Abend; und wer dessen Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird
unrein sein bis an den Abend.
3Mo 11,41 Und alles Gewimmel, das auf
der Erde wimmelt, ist ein Greuel; es soll nicht
gegessen werden.
3Mo 11,42 Alles was auf dem Bauche kriecht,
und alles, was auf Vieren geht, bis zu allem Vielfüßigen von allem Gewimmel,
das auf der Erde wimmelt: ihr sollt sie nicht essen; denn sie sind ein Greuel.
3Mo 11,43 Machet euch selbst {W.
eureSeelen} nicht zum Greuel
durch irgend ein kriechendes Gewürm, {Eig. Gewimmel, das
wimmelt} und verunreiniget euch nicht durch sie, so daß ihr dadurch unrein werdet.
3Mo 11,44 Denn ich bin Jehova, euer Gott; so
heiliget euch und seid heilig, denn ich bin heilig. Und ihr sollt euch selbst {W.
eure Seelen} nicht verunreinigen durch irgend ein Gewürm, das sich auf der
Erde regt.
3Mo 11,45 Denn ich bin Jehova, der euch aus
dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: so seid heilig, denn
ich bin heilig.
3Mo 11,46 Das ist das Gesetz von dem
Vieh und dem Gevögel und von jedem lebendigen Wesen, das sich in den
Wassern regt, und von jedem Wesen, das auf der Erde
kriecht; {Eig. wimmelt}
3Mo 11,47 um zu unterscheiden zwischen dem
Unreinen und dem Reinen, und zwischen dem Getier, das gegessen wird, und dem
Getier, das nicht gegessen werden soll.
3Mo 12,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 12,2 Rede zu den Kindern Israel und
sprich: Wenn ein Weib empfängt und ein männliches Kind gebiert, so wird sie
unrein sein sieben Tage; wie in den Tagen der Unreinheit ihrer Krankheit wird
sie unrein sein.
3Mo 12,3 Und am achten Tage soll das
Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden.
3Mo 12,4 Und sie soll 33 Tage im Blute der
Reinigung bleiben; nichts Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll
sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind.
3Mo 12,5 Und wenn sie ein weibliches Kind
gebiert, so wird sie zwei Wochen unrein sein, wie bei ihrer Unreinheit; und 66
Tage soll sie im Blute der Reinigung daheim bleiben.
3Mo 12,6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung
erfüllt sind für einen Sohn oder für eine Tochter, so soll sie ein einjähriges
Lamm bringen zum Brandopfer, und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Sündopfer an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu
dem Heiliger.
3Mo 12,7 Und er soll es vor Jehova
darbringen und Sühnung für sie tun, und sie wird rein sein von dem Flusse ihres Blutes. Das ist das Gesetz der Gebärenden bei
einem männlichen oder bei einem weiblichen Kinde.
3Mo 12,8 Und wenn ihre Hand das zu einem
Schafe Hinreichende nicht aufbringen kann, so soll sie zwei Turteltauben oder
zwei junge Tauben nehmen, eine zum Brandopfer und eine zum Sündopfer;
und der Heiliger soll Sühnung für sie tun, und sie wird rein sein.
3Mo 13,1 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
3Mo 13,2 Wenn ein Mensch in der Haut
seines Fleisches eine Erhöhung oder einen Grind oder einen Flecken bekommt, und
es wird in der Haut seines Fleisches zu einem Aussatzübel, so soll er zu Aaron,
dem Heiliger, gebracht werden, oder zu einem von seinen Söhnen, den Heiligern.
3Mo
13,3 Und besieht der Heiliger das Übel in der Haut des Fleisches, und das Haar
in dem Übel hat sich in weiß verwandelt, und das Übel erscheint tiefer als die
Haut seines Fleisches, so ist es das Übel des Aussatzes; und sieht es der
Heiliger, so soll er ihn für unrein erklären.
3Mo 13,4 Und wenn der Flecken in der Haut
seines Fleisches weiß ist, und er nicht tiefer erscheint als die Haut, und sein
Haar hat sich nicht in weiß verwandelt, so soll der Heiliger den, der das Übel
hat, sieben Tage einschließen.
3Mo 13,5 Und besieht es der Heiliger
am siebten Tage, und siehe, das Übel ist in seinen Augen stehen geblieben, das
Übel hat nicht um sich gegriffen in der Haut, so soll
der Heiliger ihn {Eig. es (das Übel)} zum zweiten
Male sieben Tage einschließen.
3Mo
13,6 Und besieht es der Heiliger am siebten Tage zum zweiten Male, und siehe,
das Übel ist blaß geworden, und das Übel hat nicht um
sich gegriffen in der Haut, so soll der Heiliger ihn für rein erklären: es ist
ein Grind; und er soll seine Kleider waschen, und er ist rein.
3Mo 13,7 Wenn aber der Grind in der Haut um
sich greift, nachdem er sich dem Heiliger gezeigt hat zu seiner Reinigung, so
soll er sich dem Heiliger zum zweiten Male zeigen;
3Mo 13,8 und besieht ihn der Heiliger, und
siehe, der Grind hat in der Haut um sich gegriffen, so soll der Heiliger ihn
für unrein erklären: es ist der Aussatz.
3Mo 13,9 Wenn ein Aussatzübel an
einem Menschen entsteht, so soll er zu dem Heiliger gebracht werden.
3Mo 13,10 Und besieht ihn der Heiliger, und
siehe, es ist eine weiße Erhöhung in der Haut, und sie hat das Haar in weiß
verwandelt, und ein Mal rohen Fleisches ist in der
Erhöhung,
3Mo 13,11 so ist es ein alter Aussatz in der
Haut seines Fleisches, und der Heiliger soll ihn für unrein erklären; er soll
ihn nicht einschließen, denn er ist unrein.
3Mo 13,12 Wenn aber der Aussatz in der Haut
ausbricht, und der Aussatz die ganze Haut dessen, der das Übel hat, {W.
die ganze Haut des Übels} bedeckt, von seinem Kopfe bis zu seinen Füßen, wohin
auch die Augen des Heiligers blicken;
3Mo 13,13 und der Heiliger besieht ihn, und
siehe, der Aussatz hat sein ganzes Fleisch bedeckt, so soll er den, der das
Übel hat, für rein erklären; hat es sich ganz in weiß verwandelt, so ist er
rein.
3Mo 13,14 An dem Tage aber, da rohes
Fleisch an ihm gesehen wird, wird er unrein sein.
3Mo 13,15 Und sieht der Heiliger das rohe
Fleisch, so soll er ihn für unrein erklären; das rohe Fleisch ist unrein: es
ist der Aussatz.
3Mo 13,16 Wenn aber das rohe Fleisch sich
ändert und in weiß verwandelt wird, {O. das rohe Fleisch
wieder in weiß verwandelt wird} so soll er zu dem Heiliger kommen;
3Mo 13,17 und besieht ihn {Eig.
es (das Übel)} der Heiliger, und siehe, das Übel ist in weiß verwandelt, so
soll der Heiliger den, der das Übel hat, für rein erklären: er ist rein.
3Mo 13,18 Und wenn im Fleische, in
dessen Haut, eine Beule entsteht und wieder heilt,
3Mo 13,19 und es entsteht an der Stelle der
Beule eine weiße Erhöhung oder ein weiß-rötlicher Flecken, so soll er sich dem
Heiliger zeigen;
3Mo 13,20 und besieht ihn der Heiliger, und
siehe, der Flecken erscheint niedriger als die Haut, und sein Haar hat sich in
weiß verwandelt, so soll der Heiliger ihn für unrein erklären; es ist das Übel
des Aussatzes, er ist in der Beule ausgebrochen.
3Mo 13,21 Und wenn der Heiliger ihn besieht,
und siehe, es ist kein weißes Haar darin, und der Flecken {W.
er} ist nicht niedriger als die Haut und ist blaß,
so soll der Heiliger ihn sieben Tage einschließen.
3Mo 13,22 Wenn er aber in der Haut um
sich greift, so soll der Heiliger ihn für unrein erklären: es ist das Übel.
3Mo 13,23 Und wenn der Flecken an seiner
Stelle stehen bleibt, wenn er nicht um sich gegriffen hat, so ist es die Narbe
der Beule; und der Heiliger soll ihn für rein erklären.
3Mo 13,24 Oder wenn in der Haut des Fleisches
eine feurige Entzündung {O. eine Brandwunde} entsteht,
und das Mal der Entzündung wird ein weiß-rötlicher oder weißer Flecken,
3Mo 13,25 und der Heiliger besieht ihn, und
siehe, das Haar ist in weiß verwandelt in dem Flecken, und er erscheint tiefer
als die Haut, so ist es der Aussatz; er ist in der Entzündung ausgebrochen, und
der Heiliger soll ihn für unrein erklären: es ist das Übel des Aussatzes.
3Mo 13,26 Und wenn der Heiliger ihn besieht,
und siehe, es ist kein weißes Haar in dem Flecken, und er ist nicht niedriger
als die Haut und ist blaß, so soll der Heiliger ihn
sieben Tage einschließen.
3Mo 13,27 Und der Heiliger soll ihn am
siebten Tage besehen; wenn er in der Haut um sich greift, so soll der Heiliger
ihn für unrein erklären: es ist das Übel des Aussatzes.
3Mo 13,28 Und wenn der Flecken an
seiner Stelle stehen bleibt, wenn er nicht um sich gegriffen hat in der Haut
und ist blaß, so ist es die Erhöhung der Entzündung;
und der Heiliger soll ihn für rein erklären, denn es ist die Narbe der
Entzündung.
3Mo 13,29 Und wenn ein Mann oder ein
Weib ein Übel am Haupte oder am Barte bekommt,
3Mo 13,30 und der Heiliger besieht das Übel,
und siehe, es erscheint tiefer als die Haut, und goldgelbes, dünnes Haar ist
darin, so soll der Heiliger ihn für unrein erklären: es ist Schorf, es ist der
Aussatz des Hauptes oder des Bartes.
3Mo 13,31 Und wenn der Heiliger das Übel des
Schorfes besieht, und siehe, es erscheint nicht tiefer als die Haut, und es ist
kein schwarzes Haar darin, so soll der Heiliger den, der das Übel des Schorfes
hat, sieben Tage einschließen.
3Mo 13,32 Und besieht der Heiliger das Übel
am siebten Tage, und siehe, der Schorf hat nicht um sich gegriffen, und es ist
kein goldgelbes Haar darin, und der Schorf erscheint nicht tiefer als die Haut,
3Mo 13,33 so soll er sich scheren; aber den
Schorf soll er nicht scheren; und der Heiliger schließe den, der den Schorf
hat, zum zweiten Male sieben Tage ein.
3Mo
13,34 Und besieht der Heiliger den Schorf am siebten Tage, und
siehe, der Schorf hat nicht um sich gegriffen in der Haut, und er erscheint
nicht tiefer als die Haut, so soll der Heiliger ihn für rein erklären; und er
soll seine Kleider waschen, und er ist rein.
3Mo 13,35 Wenn aber, nach seiner
Reinigung, der Schorf in der Haut um sich greift,
3Mo 13,36 und der Heiliger besieht ihn, und
siehe, der Schorf hat in der Haut um sich gegriffen, so soll der Heiliger nicht
nach dem goldgelben Haare forschen; er ist unrein.
3Mo 13,37 Und wenn in seinen Augen der Schorf
stehen geblieben ist, und es ist schwarzes Haar darin gewachsen, so ist der
Schorf geheilt; er ist rein, und der Heiliger soll ihn für rein erklären.
3Mo 13,38 Und wenn ein Mann oder ein
Weib in der Haut ihres Fleisches Flecken bekommen, weiße Flecken,
3Mo 13,39 und der Heiliger besieht sie, und
siehe, in der Haut ihres Fleisches sind blasse, weiße Flecken, so ist es ein
Ausschlag, der in der Haut ausgebrochen ist: er ist rein.
3Mo 13,40 Und wenn einem Manne das
Haupthaar ausfällt, so ist er ein Glatzkopf: er ist rein;
3Mo 13,41 und wenn ihm das Haupthaar
gegen das Gesicht zu ausfällt, so ist er ein Kahlkopf: er ist rein.
3Mo 13,42 Und wenn an der Hinter- oder an der
Vorderglatze ein weiß-rötliches Übel ist, so ist es der Aussatz, der an seiner
Hinter- oder an seiner Vorderglatze ausgebrochen ist.
3Mo 13,43 Und besieht ihn der Heiliger, und
siehe, die Erhöhung des Übels ist weiß-rötlich an seiner Hinter- oder an seiner
Vorderglatze, gleich dem Aussehen des Aussatzes in der Haut des Fleisches,
3Mo 13,44 so ist er ein aussätziger Mann: Er
ist unrein; der Heiliger soll ihn für gänzlich unrein erklären; sein Übel ist
an seinem Haupte.
3Mo 13,45 Und der Aussätzige, an dem das Übel
ist, seine Kleider sollen zerrissen, und sein Haupt soll entblößt sein, und er
soll seinen Bart verhüllen und ausrufen: Unrein, unrein!
3Mo 13,46 Alle die Tage, da das Übel an ihm
ist, soll er unrein sein; er ist unrein: allein soll er wohnen, außerhalb des
Lagers soll seine Wohnung sein.
3Mo 13,47 Und wenn an einem Kleide ein
Aussatzübel entsteht, an einem Kleide von Wolle oder an einem Kleide von
Linnen;
3Mo 13,48 oder an einer Kette oder an einem
Einschlag von Linnen oder von Wolle; oder an einem Felle oder an irgend einem Fellwerk;
3Mo
13,49 und das Übel ist grünlich oder rötlich am Kleide, oder am
Felle, oder an der Kette oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät von
Fell, so ist es das Übel des Aussatzes, und man soll es den Heiliger besehen
lassen. 3Mo 13,50 Und der Heiliger besehe das Übel
und schließe das, woran das Übel ist, sieben Tage ein.
3Mo 13,51 Und sieht
er das Übel am siebten Tage, daß das Übel um sich
gegriffen hat am Kleide, oder an der Kette oder am Einschlag, oder am Felle
nach allem, wozu das Fell verarbeitet wird, so ist das Übel ein fressender
Aussatz: es ist unrein.
3Mo 13,52 Und man soll das Kleid, oder die
Kette oder den Einschlag von Wolle oder von Linnen, oder jedes Gerät von Fell,
woran das Übel ist, verbrennen; denn es ist ein fressender Aussatz: es soll mit
Feuer verbrannt werden.
3Mo 13,53 Und wenn der Heiliger es besieht,
und siehe, das Übel hat nicht um sich gegriffen am Kleide, oder an der Kette
oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell,
3Mo 13,54 so soll der Heiliger gebieten, daß man das wasche, woran das Übel ist; und er soll es zum
zweiten Male sieben Tage einschließen.
3Mo 13,55 Und besieht der Heiliger das
Übel nach dem Waschen, und siehe, das Übel hat sein Aussehen nicht geändert,
und das Übel hat nicht um sich gegriffen, so ist es unrein; du sollst es mit
Feuer verbrennen: es ist eine Vertiefung {Eig. eine Einfressung} auf seiner kahlen Hinter- oder
Vorderseite.
3Mo 13,56 Und wenn der Heiliger es besieht,
und siehe, das Übel ist blaß geworden nach dem
Waschen, so soll er es abreißen vom Kleide, oder vom Felle, oder von der Kette
oder vom Einschlag.
3Mo 13,57 Und wenn es noch gesehen wird am
Kleide, oder an der Kette oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät von
Fell, so ist es ein ausbrechender Aussatz: du sollst mit Feuer verbrennen,
woran das Übel ist.
3Mo 13,58 Und das Kleid, oder die Kette oder
der Einschlag, oder irgend ein Gerät von Fell, das du
wäschest, und das Übel weicht daraus: es soll zum
zweiten Male gewaschen werden, und es ist rein.
3Mo 13,59 Das ist das Gesetz des Aussatzübels
an einem Kleide von Wolle oder von Linnen, oder an einer Kette oder an einem
Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell, um es für rein oder für unrein
zu erklären.
3Mo 14,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 14,2 Dies soll das Gesetz des
Aussätzigen sein am Tage seiner Reinigung: Er soll zu dem Heiliger gebracht
werden;
3Mo 14,3 und der Heiliger soll außerhalb des
Lagers gehen; und besieht ihn der Heiliger, und siehe, das Übel des Aussatzes
ist heil geworden an dem Aussätzigen,
3Mo 14,4 so soll der Heiliger gebieten, daß man für den, der zu reinigen ist, zwei lebendige, reine
Vögel nehme und Cedernholz und Karmesin und Ysop.
3Mo 14,5 Und der Heiliger soll gebieten, daß man den einen Vogel schlachte in ein irdenes Gefäß über
lebendigem {d.h. nicht aus einer Cisterne
geschöpftem} Wasser.
3Mo
14,6 Den lebendigen Vogel soll er nehmen, ihn und das Cedernholz
und das Karmesin und den Ysop, und dieses und den lebendigen Vogel in das Blut
des Vogels tauchen, der geschlachtet worden ist über dem lebendigen Wasser;
3Mo 14,7 und er soll auf den, der vom
Aussatze zu reinigen ist, siebenmal sprengen und ihn für rein erklären; {O.
ihn reinigen} und den lebendigen Vogel soll er ins freie Feld fliegen
lassen.
3Mo 14,8 Und der zu reinigen ist, soll seine
Kleider waschen und all sein Haar scheren und sich im Wasser baden; und er ist
rein. Und danach darf er ins Lager kommen, aber er soll sieben Tage außerhalb
seines Zeltes bleiben.
3Mo
14,9 Und es soll geschehen, am siebten Tage soll er all sein Haar scheren,
sein Haupt und seinen Bart und seine Augenbrauen; ja, all sein Haar soll er
scheren und seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; und er ist
rein.
3Mo 14,10 Und am achten Tage soll er zwei
Lämmer nehmen, ohne Fehl, und ein weibliches Lamm, einjährig, ohne Fehl, und
drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, zum
Speisopfer, und ein Log Öl.
3Mo 14,11 Und der reinigende Heiliger soll
den Mann, der zu reinigen ist, und diese Dinge vor Jehova stellen an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
3Mo 14,12 Und der Heiliger nehme das eine
Lamm und bringe es zum Schuldopfer dar mit dem Log Öl und webe sie als Webopfer vor Jehova;
3Mo 14,13 Und er schlachte das Lamm an dem
Orte, wo man das Sündopfer und das Brandopfer
schlachtet, an heiligem Orte; denn wie das Sündopfer,
so gehört das Schuldopfer dem Heiliger: es ist hochheilig.
3Mo 14,14 Und der Heiliger nehme von
dem Blute des Schuldopfers, und der Heiliger tue es auf das rechte
Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den
Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
3Mo 14,15 Und der Heiliger nehme von
dem Log Öl und gieße es in seine {W. des Heiligers; so auch V.26} linke Hand;
3Mo 14,16 und der Heiliger tauche seinen
rechten Finger in das Öl, das in seiner linken Hand ist, und sprenge von dem
Öle mit seinem Finger siebenmal vor Jehova.
3Mo 14,17 Und von dem Übrigen des
Öles, das in seiner Hand ist, soll der Heiliger auf das rechte Ohrläppchen
dessen tun, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf
die große Zehe seines rechten Fußes, auf das Blut des Schuldopfers.
3Mo 14,18 Und das Übrige des Öles, das in der
Hand des Heiligers ist, soll er auf das Haupt dessen
tun, der zu reinigen ist; und der Heiliger soll Sühnung für ihn tun vor Jehova.
3Mo 14,19 Und der Heiliger soll das Sündopfer opfern und Sühnung tun für den, der von seiner
Unreinheit zu reinigen ist; und danach soll er das Brandopfer schlachten.
3Mo 14,20 Und der Heiliger soll das
Brandopfer und das Speisopfer auf dem Altar opfern. Und so tue der Heiliger
Sühnung für ihn; und er ist rein.
3Mo
14,21 Und wenn er arm ist und seine Hand es nicht aufbringen kann,
so soll er ein Lamm als Schuldopfer nehmen zum Webopfer,
um Sühnung für ihn zu tun; und ein Zehntel Feinmehl,
gemengt mit Öl, zum Speisopfer, und ein Log Öl;
3Mo 14,22 und zwei Turteltauben oder zwei
junge Tauben, die seine Hand aufbringen kann; und die eine soll ein Sündopfer und die andere ein Brandopfer sein.
3Mo 14,23 Und er soll sie am achten Tage
seiner Reinigung zu dem Heiliger bringen an den Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft vor Jehova.
3Mo 14,24 Und der Heiliger nehme das Lamm des
Schuldopfers und das Log Öl, und der Heiliger webe sie als Webopfer
vor Jehova.
3Mo
14,25 Und er schlachte das Lamm des Schuldopfers; und der Heiliger
nehme von dem Blute des Schuldopfers und tue es auf das rechte Ohrläppchen
dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die
große Zehe seines rechten Fußes.
3Mo 14,26 Und der Heiliger gieße von
dem Öle in seine linke Hand;
3Mo 14,27 und der Heiliger sprenge mit seinem
rechten Finger von dem Öle, das in seiner linken Hand ist, siebenmal vor
Jehova.
3Mo 14,28 Und der Heiliger tue von dem Öle,
das in seiner Hand ist, auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist,
und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten
Fußes, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers.
3Mo 14,29 Und das Übrige des Öles, das in der
Hand des Heiligers ist, soll er auf das Haupt dessen
tun, der zu reinigen ist, um Sühnung für ihn zu tun vor Jehova.
3Mo 14,30 Und er soll die eine von den
Turteltauben oder von den jungen Tauben opfern, von dem, was seine Hand
aufbringen kann, -
3Mo 14,31 das, was seine Hand aufbringen
kann: die eine als Sündopfer und die andere als
Brandopfer, nebst dem Speisopfer. Und so tue der Heiliger Sühnung vor Jehova
für den, der zu reinigen ist.
3Mo 14,32 Das ist das Gesetz für den, an
welchem das Übel des Aussatzes ist, dessen Hand bei seiner Reinigung nicht
aufbringen kann, was vorgeschrieben ist.
3Mo 14,33 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
3Mo 14,34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommet,
das ich euch zum Eigentum gebe, und ich ein Aussatzübel an ein Haus setze im
Lande eures Eigentums,
3Mo 14,35 so soll der, dem das Haus gehört,
kommen und es dem Heiliger anzeigen und sprechen: Es sieht mir aus wie ein Übel
am Hause.
3Mo
14,36 Und der Heiliger soll gebieten, daß
man das Haus ausräume, ehe der Heiliger hineingeht, das Übel zu besehen, damit
nicht unrein werde alles, was im Hause ist; und danach soll der Heiliger
hineingehen, das Haus zu besehen.
3Mo 14,37 Und besieht er das Übel, und siehe,
das Übel ist an den Wänden des Hauses, grünliche oder rötliche Vertiefungen,
und sie erscheinen tiefer als die Wand,
3Mo 14,38 so soll der Heiliger aus dem Hause
hinaus an den Eingang des Hauses gehen und das Haus sieben Tage verschließen.
3Mo 14,39 Und der Heiliger soll am siebten
Tage wiederkommen; und besieht er es, und siehe, das Übel hat um sich gegriffen
an den Wänden des Hauses,
3Mo 14,40 so soll der Heiliger gebieten, daß man die Steine, an denen das Übel ist, herausreiße, und
sie hinauswerfe außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort.
3Mo 14,41 Und das Haus soll man inwendig
ringsum abkratzen, und den Lehm, den man abgekratzt hat, hinausschütten
außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort.
3Mo 14,42 Und man soll andere Steine nehmen
und sie an die Stelle der Steine bringen, und man soll anderen Lehm nehmen und
das Haus bewerfen.
3Mo 14,43 Und wenn das Übel wiederkehrt und
am Hause ausbricht nach dem Ausreißen der Steine und nach dem Abkratzen des
Hauses und nach dem Bewerfen,
3Mo 14,44 so soll der Heiliger kommen; und
besieht er es, und siehe, das Übel hat um sich gegriffen am Hause, so ist es
ein fressender Aussatz am Hause: es ist unrein.
3Mo 14,45 Und man soll das Haus niederreißen,
seine Steine und sein Holz und allen Lehm des Hauses, und es hinausschaffen
außerhalb der Stadt an einen unreinen Ort.
3Mo 14,46 Und wer in das Haus
hineingeht, so lange es verschlossen ist, wird unrein bis an den Abend;
3Mo 14,47 und wer in dem Hause schläft, soll
seine Kleider waschen; und wer in dem Hause isset,
soll seine Kleider waschen.
3Mo
14,48 Wenn aber der Heiliger hineingeht und es besieht, und siehe,
das Übel hat nicht um sich gegriffen am Hause nach dem Bewerfen des Hauses, so
soll der Heiliger das Haus für rein erklären; denn das Übel ist heil geworden.
3Mo 14,49 Und er soll, um das Haus zu
entsündigen, zwei Vögel nehmen und Cedernholz und
Karmesin und Ysop;
3Mo 14,50 und er schlachte den einen
Vogel in ein irdenes Gefäß über lebendigem Wasser;
3Mo 14,51 und er nehme das Cedernholz und den Ysop und das Karmesin und den lebendigen
Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das lebendige
Wasser und besprenge das Haus siebenmal;
3Mo 14,52 und er entsündige das Haus mit dem
Blute des Vogels und mit dem lebendigen Wasser und mit dem lebendigen Vogel und
mit dem Cedernholz und mit dem Ysop und mit dem
Karmesin;
3Mo 14,53 und den lebendigen Vogel soll er
ins freie Feld fliegen lassen außerhalb der Stadt. Und so tue er Sühnung für
das Haus; und er wird rein sein.
3Mo 14,54 Das ist das Gesetz für alles
Übel des Aussatzes und für den Schorf,
3Mo 14,55 und für den Aussatz der
Kleider und der Häuser,
3Mo 14,56 und für die Erhöhung und für
den Grind und für den Flecken;
3Mo 14,57 um zu belehren, wann für
unrein und wann für rein zu erklären ist: das ist das Gesetz des Aussatzes.
3Mo 15,1 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
3Mo 15,2 Redet zu den Kindern Israel und
sprechet zu ihnen: Wenn irgend ein Mann an seinem Fleische flüssig ist, so ist
er unrein durch seinen Fluß.
3Mo 15,3 Und dies wird seine Unreinheit sein
bei seinem Flusse: Läßt sein Fleisch seinen Fluß triefen, oder hält sein Fleisch seinen Fluß zurück, so ist das seine Unreinheit.
3Mo 15,4 Jedes Lager, worauf der
Flüssige liegt, wird unrein sein, und jedes Gerät, worauf er sitzt, wird unrein
sein.
3Mo 15,5 Und wer sein Lager anrührt, soll
seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an
den Abend.
3Mo 15,6 Und wer sich auf das Gerät setzt,
worauf der Flüssige gesessen hat, {O. zu sitzen pflegt;
so auch V.22. 23} soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er
wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,7 Und wer das Fleisch des Flüssigen
anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird
unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,8 Und wenn der Flüssige auf einen
Reinen speit, so soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden,
und er wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,9 Und jeder Wagen, auf welchem
der Flüssige fährt, {O. jeder Sattel, auf welchem...reitet} wird unrein
sein.
3Mo 15,10 Und jeder, der irgend
etwas anrührt, was er unter sich hat, {O. hatte} wird unrein
sein bis an den Abend; und wer es trägt, soll seine Kleider waschen und sich im
Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,11 Und jeder, den der Flüssige
anrührt, und er hat seine Hände nicht im Wasser abgespült, der soll seine
Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den
Abend.
3Mo 15,12 Und das irdene Gefäß, das der
Flüssige anrührt, soll zerbrochen werden, und jedes hölzerne Gefäß soll im
Wasser gespült werden.
3Mo 15,13 Und wenn der Flüssige rein wird von
seinem Flusse, so soll er sich sieben Tage zählen zu
seiner Reinigung; und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in
lebendigem Wasser baden, und er wird rein sein.
3Mo 15,14 Und am achten Tage soll er sich
zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und vor Jehova kommen an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sie dem Heiliger geben;
3Mo 15,15 und der Heiliger soll sie opfern,
die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer.
Und so tue der Heiliger Sühnung für ihn vor Jehova wegen seines Flusses.
3Mo 15,16 Und wenn einem Manne der Samenerguß entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch im
Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,17 Und jedes Kleid und jedes Fell,
worauf der Samenerguß kommt, soll im Wasser gewaschen
werden, und es wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,18 Und ein Weib, bei welchem ein Mann
liegt mit Samenerguß, - sie sollen sich im Wasser
baden, und werden unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,19 Und wenn ein Weib flüssig ist, und
ihr Fluß an ihrem Fleische Blut ist, so soll sie
sieben Tage in ihrer Unreinheit sein; und jeder, der sie anrührt, wird unrein
sein bis an den Abend.
3Mo 15,20 Und alles, worauf sie in
ihrer Unreinheit liegt, wird unrein sein, und alles, worauf sie sitzt, wird
unrein sein.
3Mo 15,21 Und jeder, der ihr Lager anrührt,
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein
bis an den Abend.
3Mo 15,22 Und jeder, der irgend ein Gerät
anrührt, worauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser
baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,23 Und wenn etwas auf dem Lager oder
auf dem Gerät ist, worauf sie gesessen hat, - wenn er es anrührt, wird er
unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,24 Und wenn etwa ein Mann neben ihr
liegt, und ihre Unreinigkeit kommt an ihn, so wird er sieben Tage unrein sein;
und jedes Lager, worauf er liegt, wird unrein sein.
3Mo 15,25 Und wenn ein Weib ihren Blutfluß viele Tage hat außer der Zeit ihrer Unreinheit,
oder wenn sie den Fluß hat über ihre Unreinheit
hinaus, so soll sie alle die Tage des Flusses ihrer Unreinigkeit sein wie in
den Tagen ihrer Unreinheit: sie ist unrein.
3Mo 15,26 Jedes Lager, worauf sie alle Tage
ihres Flusses liegt, soll ihr sein wie das Lager ihrer Unreinheit, und jedes
Gerät, worauf sie sitzt, wird unrein sein nach der Unreinigkeit ihrer
Unreinheit.
3Mo 15,27 Und jeder, der es anrührt, wird
unrein sein; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er
wird unrein sein bis an den Abend.
3Mo 15,28 Und wenn sie rein geworden ist von
ihrem Flusse, so soll sie sich sieben Tage zählen,
und danach wird sie rein sein.
3Mo 15,29 Und am achten Tage soll sie sich
zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie zu dem Heiliger bringen
an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft;
3Mo 15,30 und der Heiliger soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer opfern. Und so tue
der Heiliger Sühnung für sie vor Jehova wegen des Flusses ihrer Unreinigkeit.
3Mo 15,31 Und ihr sollt die Kinder Israel
absondern von ihrer Unreinigkeit, daß sie nicht in
ihrer {O. durch ihre} Unreinigkeit sterben, indem sie
meine Wohnung verunreinigen, die in ihrer Mitte ist.
3Mo 15,32 Das ist das Gesetz für den
Flüssigen und für den, dem der Samenerguß entgeht, so
daß er durch ihn unrein wird;
3Mo 15,33 und für die, welche krank ist in
ihrer Unreinheit, und für den, der seinen Fluß hat,
es sei Mann oder Weib, und für den Mann, der neben einer Unreinen liegt.
3Mo 16,1 Und Jehova redete zu Mose nach dem
Tode der beiden Söhne Aarons, als sie vor Jehova nahten und starben;
3Mo 16,2 und Jehova sprach zu Mose: Rede zu
deinem Bruder Aaron, daß er nicht zu aller Zeit in
das Heiligtum hineingehe innerhalb des Vorhangs, vor den Deckel, der auf der
Lade ist, damit er nicht sterbe; denn ich erscheine in der Wolke über dem
Deckel.
3Mo 16,3 Auf diese Weise soll Aaron
in das Heiligtum hineingehen: mit einem jungen Farren zum Sündopfer
und einem Widder zum Brandopfer.
3Mo
16,4 Er soll einen heiligen Leibrock von Linnen anziehen, und Beinkleider von
Linnen sollen auf seinem Fleische sein, und mit einem Gürtel von Linnen soll er
sich umgürten, und einen Kopfbund von Linnen sich
umbinden: das sind heilige Kleider; und er soll sein Fleisch im Wasser baden
und sie anziehen.
3Mo 16,5 Und von der Gemeinde der Kinder
Israel soll er zwei Ziegenböcke nehmen zum Sündopfer
und einen Widder zum Brandopfer.
3Mo 16,6 Und Aaron soll den Farren des Sündopfers, der {O. das; so auch V.11.
15} für ihn ist, herzubringen und Sühnung tun für sich und für sein Haus.
3Mo 16,7 Und er soll die zwei Böcke nehmen
und sie vor Jehova stellen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
3Mo 16,8 Und Aaron soll Lose werfen über die
zwei Böcke, ein Los für Jehova und ein Los für Laufziegenbock. {Abwendung,
od. der abwendet, od. der davongeht}
3Mo 16,9 Und Aaron soll den Bock
herzubringen, auf welchen das Los für Jehova gefallen ist, und ihn opfern als Sündopfer.
3Mo 16,10 Und der Bock, auf welchen das Los
für Laufziegenbock gefallen ist, soll lebendig vor Jehova gestellt werden, um
auf ihm Sühnung zu tun, um ihn als Laufziegenbock fortzuschicken in die Wüste.
3Mo 16,11 Und Aaron bringe den Farren des Sündopfers, der für ihn ist, herzu und tue Sühnung für sich
und für sein Haus, und schlachte den Farren des Sündopfers,
der für ihn ist.
3Mo 16,12 Und er nehme eine Pfanne voll
Feuerkohlen von dem Altar, vor {W. von vor} Jehova, und
seine beiden Hände voll wohlriechenden, kleingestoßenen Räucherwerks, und
bringe es innerhalb des Vorhangs.
3Mo 16,13 Und er lege das Räucherwerk auf das
Feuer vor Jehova, damit die Wolke des Räucherwerks den Deckel bedecke, der auf
dem Zeugnis ist, und er nicht sterbe.
3Mo 16,14 Und er nehme von dem Blute des
Farren und sprenge mit seinem Finger auf die Vorderseite {O.
Oberfläche} des Deckels gegen Osten; und vor den Deckel soll er von dem
Blute siebenmal sprengen mit seinem Finger.
3Mo 16,15 Und er schlachte den Bock des Sündopfers, der für das Volk ist, und bringe sein Blut
innerhalb des Vorhangs, und tue mit seinem Blute, so wie er mit dem Blute des
Farren getan hat, und sprenge es auf den Deckel und vor den Deckel;
3Mo 16,16 Und er tue Sühnung für das
Heiligtum wegen der Unreinigkeiten der Kinder Israel und wegen ihrer
Übertretungen, nach allen ihren Sünden; und ebenso soll er für das Zelt der
Zusammenkunft tun, das bei ihnen weilt, inmitten ihrer Unreinigkeiten.
3Mo 16,17 Und kein Mensch soll in dem Zelte
der Zusammenkunft sein, wenn er hineingeht, um Sühnung zu tun im Heiligtum, bis
er hinausgeht. Und so tue er Sühnung für sich und für sein Haus und für die
ganze Herausrufung
Israels.
3Mo 16,18 Und er soll hinausgehen zu dem
Altar, der vor Jehova ist, und Sühnung für ihn tun; und er nehme von dem Blute
des Farren und von dem Blute des Bockes und tue es an die Hörner des Altars
ringsum,
3Mo 16,19 und sprenge von dem Blute mit
seinem Finger siebenmal an denselben und reinige ihn und heilige ihn von den
Unreinigkeiten der Kinder Israel.
3Mo 16,20 Und hat er die Sühnung des
Heiligtums und des Zeltes der Zusammenkunft und des Altars vollendet, so soll
er den lebendigen Bock herzubringen.
3Mo 16,21 Und Aaron lege seine beiden
Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes und bekenne auf ihn alle
Ungerechtigkeiten der Kinder Israel und alle ihre
Übertretungen nach allen ihren Sünden; und er lege sie auf den Kopf des Bockes
und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wüste,
3Mo 16,22 damit der Bock alle ihre
Ungerechtigkeiten auf sich trage in ein ödes Land; und er schicke den Bock fort
in die Wüste.
3Mo 16,23 Und Aaron soll in das Zelt der
Zusammenkunft hineingehen und die Kleider von Linnen ausziehen, die er anzog,
als er in das Heiligtum hineinging, und sie dort niederlegen;
3Mo 16,24 und er soll sein Fleisch im Wasser
baden an heiligem Orte und seine Kleider anziehen; und er soll hinausgehen und
sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und Sühnung tun für sich
und für das
Volk.
3Mo 16,25 Und das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar räuchern.
3Mo 16,26 Und wer den Bock als Laufziegenbock
fortführt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; und
danach darf er ins Lager kommen.
3Mo 16,27 Und den Farren des Sündopfers und den Bock des Sündopfers,
deren Blut hineingebracht worden ist, um Sühnung zu tun im Heiligtum, soll man
hinausschaffen außerhalb des Lagers, und ihre Häute und ihr Fleisch und ihren
Mist mit Feuer verbrennen.
3Mo 16,28 Und der sie verbrennt, soll seine
Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; und danach darf er ins Lager
kommen.
3Mo 16,29 Und dies soll euch zur
ewigen Satzung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr eure
Seelen kasteien und keinerlei Arbeit tun, der
Eingeborene und der Fremdling, der in eurer Mitte weilt;
3Mo 16,30 denn an diesem Tage wird man
Sühnung für euch tun, um euch zu reinigen: von allen euren Sünden werdet ihr
rein sein vor Jehova.
3Mo 16,31 Ein Sabbath der Ruhe soll er
euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien, eine ewige Satzung.
3Mo 16,32 Und es soll Sühnung tun der
Heiliger, den man salben und den man weihen wird, um den Heiligerdienst
auszuüben an seines Vaters Statt; und er soll die
Kleider von Linnen anziehen, die heiligen Kleider;
3Mo 16,33 und er soll Sühnung tun für das
heilige Heiligtum und für das Zelt der Zusammenkunft, und für den Altar soll er
Sühnung tun, und für die Heiliger und für das ganze Volk der Gemeinde soll er
Sühnung tun.
3Mo 16,34 Und das soll euch zur ewigen
Satzung sein, um für die Kinder Israel Sühnung zu tun wegen aller ihrer Sünden
einmal im Jahre. Und er tat, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
3Mo 17,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 17,2 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen
und zu allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Dies ist es, was Jehova
geboten und gesagt hat:
3Mo 17,3 Jedermann aus dem Hause Israel, der
ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege im Lager schlachtet, {Vergl.
5. Mose 12,13-28} oder der außerhalb des Lagers schlachtet,
3Mo
17,4 und es nicht an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft gebracht hat, um
es Jehova als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung Jehovas, selbigem Manne
soll Blut zugerechnet werden: Blut hat er vergossen, und selbiger Mann soll
ausgerottet werden aus der Mitte seines Volkes;
3Mo 17,5 auf daß
die Kinder Israel ihre Schlachtopfer {O. Schlachttiere} bringen,
die sie auf freiem Felde schlachten, daß sie sie
Jehova bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem Heiliger und
sie als Friedensopfer dem Jehova schlachten.
3Mo 17,6 Und der Heiliger soll das Blut an
den Altar Jehovas sprengen vor dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und das
Fett räuchern zum lieblichen Geruch dem Jehova.
3Mo 17,7 Und sie sollen nicht mehr
ihre Schlachtopfer {W. Schlachttiere} den Dämonen
{Eig. den Böcken (welche abgöttisch verehrt wurden). Vergl. 2.
Chron. 11,15} schlachten, denen sie nachhuren. Das soll ihnen eine ewige
Satzung sein bei ihren Geschlechtern.
3Mo 17,8 Und du sollst zu ihnen sagen:
Jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in ihrer Mitte
weilen, der ein Brandopfer oder Schlachtopfer opfert
3Mo 17,9 und es nicht an den Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft bringt, um es Jehova zu opfern, selbiger Mann soll
ausgerottet werden aus seinen Völkern.
3Mo
17,10 Und jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen,
die in ihrer Mitte weilen, der irgend Blut essen wird, - wider die Seele, die
das Blut isset, werde ich mein Angesicht richten und
sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
3Mo 17,11 Denn die Seele des Fleisches ist im
Blute, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, um Sühnung zu tun für eure
Seelen; denn das Blut ist es, welches Sühnung tut durch {O.
für} die Seele.
3Mo 17,12 Darum habe ich zu den Kindern
Israel gesagt: Niemand {W. keine Seele} von euch
soll Blut essen; auch der Fremdling, der in eurer Mitte weilt, soll nicht Blut
essen.
3Mo 17,13 Und jedermann von den Kindern
Israel und von den Fremdlingen, die in eurer Mitte weilen, der ein Wildbret
oder einen Vogel erjagt, die gegessen werden, soll ihr Blut ausfließen lassen
und es mit Erde bedecken.
3Mo 17,14 Denn die Seele alles Fleisches:
sein Blut, das ist seine Seele; {Vergl. 5. Mose 12,23;
W. sein Blut ist als seineSeele} und ich
habe zu den Kindern Israel gesagt: Das Blut irgend welches
Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut;
jeder, der es isset, soll ausgerottet werden. -
3Mo 17,15 Und jeder, der {W.
jedeSeele, die} ein Aas oder Zerrissenes isset, er sei Eingeborener oder Fremdling, der soll seine
Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den
Abend; dann wird er rein sein.
3Mo 17,16 Und wenn er sie nicht wäscht
und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Ungerechtigkeit tragen.
3Mo 18,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 18,2 Rede zu den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Ich bin Jehova, euer Gott.
3Mo 18,3 Nach dem Tun des Landes Ägypten, in
welchem ihr gewohnt habt, sollt ihr nicht tun; und nach dem Tun des Landes
Kanaan, wohin ich euch bringe, sollt ihr nicht tun; und in ihren Satzungen
sollt ihr nicht wandeln.
3Mo 18,4 Meine Rechte sollt ihr tun und
meine Satzungen sollt ihr beobachten, darin zu wandeln. Ich bin Jehova, euer
Gott.
3Mo 18,5 Und meine Satzungen und meine
Rechte sollt ihr beobachten, durch welche der Mensch, wenn er sie tut, leben
wird. Ich bin Jehova.
3Mo 18,6 Kein Mensch soll sich irgend einer
seiner Blutsverwandten nahen, um ihre Blöße aufzudecken. Ich bin Jehova.
3Mo 18,7 Die Blöße deines Vaters und die
Blöße deiner Mutter sollst du nicht aufdecken; sie ist deine Mutter, du sollst
ihre Blöße nicht aufdecken;
3Mo 18,8 Die Blöße des Weibes deines
Vaters sollst du nicht aufdecken; es ist die Blöße deines Vaters.
3Mo 18,9 Die Blöße deiner Schwester, der
Tochter deines Vaters, oder der Tochter deiner Mutter, daheim geboren oder
draußen geboren, - ihre Blöße sollst du nicht aufdecken.
3Mo 18,10 Die Blöße der Tochter deines Sohnes
oder der Tochter deiner Tochter - ihre Blöße sollst du nicht aufdecken, denn es
ist deine Blöße.
3Mo 18,11 Die Blöße der Tochter des Weibes
deines Vaters, von deinem Vater gezeugt, - sie ist deine Schwester, ihre Blöße
sollst du nicht aufdecken.
3Mo 18,12 Die Blöße der Schwester
deines Vaters sollst du nicht aufdecken: sie ist die Blutsverwandte deines
Vaters.
3Mo 18,13 Die Blöße der Schwester deiner
Mutter sollst du nicht aufdecken, denn sie ist die Blutsverwandte deiner
Mutter.
3Mo 18,14 Die Blöße des Bruders deines Vaters
sollst du nicht aufdecken: zu seinem Weibe sollst du nicht nahen, sie ist deine
Muhme.
3Mo 18,15 Die Blöße deiner Schwiegertochter
sollst du nicht aufdecken; sie ist das Weib deines Sohnes, ihre Blöße sollst du
nicht aufdecken.
3Mo 18,16 Die Blöße des Weibes deines
Bruders sollst du nicht aufdecken; es ist die Blöße deines Bruders.
3Mo
18,17 Die Blöße eines Weibes und ihrer Tochter sollst du nicht
aufdecken; die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du
nicht nehmen, um ihre Blöße aufzudecken; sie sind Blutsverwandte: es ist eine
Schandtat.
3Mo 18,18 Und du sollst nicht ein Weib zu
ihrer Schwester nehmen, sie eifersüchtig zu machen, indem du ihre Blöße neben
derselben aufdeckst bei ihrem Leben. -
3Mo 18,19 Und einem Weibe in der
Unreinheit ihrer Unreinigkeit sollst du nicht nahen, um ihre Blöße aufzudecken.
3Mo 18,20 Und bei dem Weibe deines
Nächsten sollst du nicht liegen zur Begattung, daß du
durch sie unrein werdest. -
3Mo 18,21 Und von
deinen Kindern sollst du nicht hingeben, um sie {W. und von
deinem Samen..., um ihn} dem Molech durch das Feuer
gehen zu lassen, {And. üb.: um sie dem Molech
darzubringen. Molech war ein ammonitischer Götze,
welchem Kinder geopfert wurden. (Vergl. 2. Kön. 23,10)} und du
sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht entweihen. Ich bin Jehova. 3Mo
18,22 Und bei einem Manne sollst du nicht liegen, wie man bei einem
Weibe liegt: es ist ein Greuel.
3Mo 18,23 Und bei keinem Vieh sollst du
liegen, so daß du dich an ihm verunreinigst; und ein
Weib soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, um mit ihm zu schaffen zu haben:
es ist eine schändliche Befleckung.
3Mo 18,24 Verunreiniget euch nicht durch
alles dieses; denn durch alles dieses haben die Nationen sich verunreinigt, die
ich vor euch vertreibe.
3Mo 18,25 Und das Land wurde verunreinigt,
und ich suchte seine Ungerechtigkeit an ihm heim, und das Land spie seine
Bewohner aus.
3Mo 18,26 Ihr aber, ihr sollt meine Satzungen
und meine Rechte beobachten, und ihr sollt nichts tun von allen diesen Greueln, der Eingeborene und der Fremdling, der in eurer
Mitte weilt, -
3Mo 18,27 denn alle diese Greuel
haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und das Land ist
verunreinigt worden, -
3Mo 18,28 damit das Land euch nicht ausspeie,
wenn ihr es verunreiniget, so wie es die Nation ausgespieen
hat, die vor euch war:
3Mo 18,29 denn jeder, der einen von allen
diesen Greueln tut, die Seelen, die ihn tun, sollen
ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes.
3Mo 18,30 Und ihr sollt meine Vorschriften {S.
die Anm. zu Kap. 8,35} beobachten, daß ihr keine
der greulichen Bräuche übet, die vor euch geübt
worden sind, und euch nicht durch dieselben verunreiniget. Ich bin Jehova, euer
Gott.
3Mo 19,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 19,2 Rede zu der ganzen Gemeinde der
Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, Jehova,
euer Gott, bin heilig.
3Mo 19,3 Ihr sollt ein jeder seine Mutter
und seinen Vater fürchten; und meine Sabbathe sollt
ihr beobachten. Ich bin Jehova, euer Gott. -
3Mo 19,4 Ihr sollt euch nicht zu den
Götzen {W. den Nichtigen} wenden, und
gegossene Götter sollt ihr euch nicht machen.
Ich bin Jehova, euer Gott.
3Mo 19,5 Und wenn ihr ein
Friedensopfer dem Jehova opfert, so sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch
opfern.
3Mo 19,6 An dem Tage, da ihr es opfert, und
am anderen Tage soll es gegessen werden; und was bis zum dritten Tage
übrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden.
3Mo 19,7 Und wenn es irgend am
dritten Tage gegessen wird, so ist es ein Greuel, es
wird nicht wohlgefällig sein;
3Mo 19,8 und wer es isset,
wird seine Ungerechtigkeit tragen, denn das Heilige Jehovas hat er entweiht;
und selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.
3Mo 19,9 Und wenn ihr die Ernte eures Landes
erntet, so sollst du den Rand deines Feldes nicht gänzlich abernten und sollst
keine Nachlese deiner Ernte halten.
3Mo 19,10 Und in deinem Weinberge sollst du
nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinberges sollst du nicht
auflesen: für den Armen und für den Fremdling sollst du sie lassen. Ich bin
Jehova, euer Gott.
3Mo 19,11 Ihr sollt nicht stehlen; und
ihr sollt nicht lügen und nicht trüglich handeln einer gegen den anderen.
3Mo 19,12 Und ihr sollt nicht falsch schwören
bei meinem Namen, daß du den Namen deines Gottes
entweihest. Ich bin Jehova. -
3Mo 19,13 Du sollst deinen Nächsten nicht
bedrücken {O. übervorteilen} und sollst
ihn nicht berauben; der Lohn des Tagelöhners soll nicht bei dir über Nacht
bleiben bis an den Morgen.
3Mo 19,14 Du sollst einem Tauben nicht
fluchen und vor einen Blinden keinen Anstoß legen, und du sollst dich fürchten
vor deinem Gott. Ich bin Jehova. -
3Mo 19,15 Ihr sollt nicht unrecht tun im
Gericht; du sollst nicht die Person des Geringen ansehen und nicht die Person
des Großen ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
3Mo 19,16 Du sollst nicht als ein Verleumder
unter deinen Völkern umhergehen. Du sollst nicht wider das Blut deines Nächsten
auftreten. Ich bin Jehova. -
3Mo 19,17 Du sollst deinen Bruder
nicht hassen in deinem Herzen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich
zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld {Eig. Sünde;
and. üb.: und sollst Sündeauf ihmnicht
ertragen} tragest.
3Mo 19,18 Du sollst dich nicht rächen und den
Kindern deines Volkes nichts nachtragen, und sollst deinen Nächsten lieben wie
dich selbst. Ich bin Jehova.
3Mo
19,19 Meine Satzungen sollt ihr beobachten. Dein Vieh von zweierlei
Art sollst du sich nicht begatten lassen; dein Feld sollst du nicht mit
zweierlei Samen besäen, und ein Kleid, aus zweierlei Stoff gewebt, soll nicht
auf dich kommen.
3Mo 19,20 Und wenn ein Mann bei einem Weibe
liegt zur Begattung, und sie ist eine Magd, einem Manne verlobt, und sie ist
keineswegs losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, so soll Züchtigung
stattfinden; sie sollen nicht getötet werden, denn sie ist nicht frei gewesen.
3Mo 19,21 Und er soll sein Schuldopfer dem
Jehova bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, einen Widder als
Schuldopfer;
3Mo 19,22 und der Heiliger soll vor Jehova
Sühnung für ihn tun mit dem Widder des Schuldopfers für seine Sünde, die er
begangen hat; und seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden.
3Mo
19,23 Und wenn ihr in das Land kommet und allerlei Bäume zur Speise
pflanzet, so sollt ihr ihre erste Frucht als ihre Vorhaut {d.h.
als unrein} achten; drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten,
es soll nichts von ihnen gegessen werden;
3Mo 19,24 und im vierten Jahre soll
all ihre Frucht heilig sein, Jehova zum Preise;
3Mo 19,25 und im fünften Jahre sollt
ihr ihre Frucht essen, um euch ihren Ertrag zu mehren. Ich bin Jehova, euer
Gott.
3Mo 19,26 Ihr sollt nichts mit Blut
essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben.
3Mo 19,27 Ihr sollt nicht den Rand eures
Haupthaares {Eig. Hauptes} rund scheren, und den Rand
deines Bartes sollst du nicht zerstören.
3Mo 19,28 Und Einschnitte wegen eines Toten
sollt ihr an eurem Fleische nicht machen; und Ätzschrift sollt ihr an euch
nicht machen. Ich bin Jehova.
3Mo 19,29 Du sollst deine Tochter nicht
entweihen, sie der Hurerei hinzugeben, daß das Land
nicht Hurerei treibe und das Land voll Schandtaten werde.
3Mo 19,30 Meine Sabbathe
sollt ihr beobachten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin Jehova.
3Mo 19,31 Ihr sollt euch nicht zu den
Totenbeschwörern und zu den Wahrsagern wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen,
euch an ihnen {O. durch sie} zu verunreinigen. Ich bin
Jehova, euer Gott.
3Mo 19,32 Vor grauem Haare sollst du
aufstehen und die Person {W. das Antlitz} eines
Greises ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin Jehova.
3Mo 19,33 Und wenn ein Fremdling bei
dir weilt in eurem Lande, so sollt ihr ihn nicht bedrücken.
3Mo 19,34 Wie ein Eingeborener unter euch
soll euch der Fremdling sein, der bei euch weilt, und du sollst ihn lieben wie
dich selbst; denn Fremdlinge seid ihr gewesen im Lande Ägypten. Ich bin Jehova,
euer Gott.
3Mo 19,35 Ihr sollt nicht unrecht tun
im Gericht, im Längenmaß, im Gewicht und im Hohlmaß;
3Mo 19,36 gerechte Waage, gerechte
Gewichtsteine, gerechtes Epha und gerechtes Hin sollt ihr haben. Ich bin
Jehova, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe.
3Mo 19,37 Und so sollt ihr alle meine
Satzungen und alle meine Rechte beobachten und sie tun. Ich bin Jehova.
3Mo 20,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 20,2 Und zu den Kindern Israel
sollst du sprechen: Jedermann von den Kindern Israel und von den Fremdlingen,
die in Israel weilen, der von seinen Kindern {W. seinem
Samen; so auch V.3 u. 4} dem Molech gibt, soll gewißlich getötet werden; das Volk des Landes soll ihn
steinigen.
3Mo
20,3 Und ich werde mein Angesicht wider selbigen Mann richten und ihn
ausrotten aus der Mitte seines Volkes, weil er von seinen Kindern dem Molech gegeben hat, mein Heiligtum zu verunreinigen und
meinen heiligen Namen zu entweihen.
3Mo 20,4 Und wenn das Volk des Landes seine
Augen irgend verhüllt vor selbigem Manne, wenn er von seinen Kindern dem Molech gibt, so daß es ihn nicht
tötet,
3Mo 20,5 so werde ich mein Angesicht wider
selbigen Mann richten und wider sein Geschlecht {O. seineFamilie}, und werde ihn und alle, die ihm
nachhuren, um dem Molech nachzuhuren,
ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
3Mo 20,6 Und die Seele, die sich zu den
Totenbeschwörern und zu den Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren,
wider selbige Seele werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der
Mitte ihres Volkes. -
3Mo 20,7 So heiliget euch und seid
heilig, denn ich bin Jehova, euer Gott;
3Mo 20,8 und beobachtet meine
Satzungen und tut sie. Ich bin Jehova, der euch heiligt.
3Mo 20,9 Jedermann, der seinem Vater oder
seiner Mutter flucht, soll gewißlich getötet werden;
er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht, sein Blut {O.
seineBlutschuld; so auch nachher} ist auf
ihm.
3Mo 20,10 Und wenn ein Mann Ehebruch treibt
mit dem Weibe eines Mannes, wenn er Ehebruch treibt mit dem Weibe seines
Nächsten, so sollen der Ehebrecher und die Ehebrecherin gewißlich
getötet werden.
3Mo 20,11 Und wenn ein Mann bei dem Weibe
seines Vaters liegt: er hat die Blöße seines Vaters aufgedeckt; beide sollen gewißlich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
3Mo 20,12 Und wenn ein Mann bei seiner
Schwiegertochter liegt, so sollen beide gewißlich
getötet werden; sie haben eine schändliche Befleckung verübt, ihr Blut ist auf
ihnen.
3Mo 20,13 Und wenn ein Mann bei einem Manne
liegt, wie man bei einem Weibe liegt, so haben beide einen Greuel
verübt; sie sollen gewißlich getötet werden, ihr Blut
ist auf ihnen.
3Mo 20,14 Und wenn ein Mann ein Weib nimmt
und ihre Mutter, das ist eine Schandtat; man soll ihn und sie mit Feuer
verbrennen, daß keine Schandtat in eurer Mitte sei.
3Mo 20,15 Und wenn ein Mann bei einem Vieh
liegt, so soll er gewißlich getötet werden, und das
Vieh sollt ihr umbringen.
3Mo 20,16 Und wenn ein Weib sich irgend einem
Vieh naht, um mit ihm zu schaffen zu haben, so sollst du das Weib und das Vieh
umbringen; sie sollen gewißlich getötet werden, ihr
Blut ist auf ihnen.
3Mo
20,17 Und wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines
Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Blöße, und sie sieht
seine Blöße: das ist eine Schande, und sie sollen ausgerottet werden vor den
Augen der Kinder ihres Volkes; er hat die Blöße seiner Schwester aufgedeckt, er
soll seine Ungerechtigkeit tragen.
3Mo
20,18 Und wenn ein Mann bei einem Weibe liegt in ihrer Krankheit
und ihre Blöße aufdeckt, so hat er ihre Quelle enthüllt, und sie hat die Quelle
ihres Blutes aufgedeckt; sie sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte
ihres Volkes.
3Mo 20,19 Und die Blöße der Schwester deiner
Mutter und der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; denn wer das
tut, hat {W. denn er hat} seine Blutsverwandte
entblößt: sie sollen ihre Ungerechtigkeit tragen.
3Mo 20,20 Und wenn ein Mann bei dem Weibe
seines Oheims liegt, so hat er die Blöße seines Oheims aufgedeckt; sie sollen
ihre Sünde tragen, kinderlos sollen sie sterben.
3Mo 20,21 Und wenn ein Mann das Weib seines
Bruders nimmt: das ist eine Unreinigkeit; er hat die Blöße seines Bruders
aufgedeckt, sie sollen kinderlos sein.
3Mo 20,22 Und ihr sollt alle meine Satzungen
und alle meine Rechte beobachten und sie tun, damit euch das Land nicht
ausspeie, wohin ich euch bringe, um darin zu wohnen.
3Mo 20,23 und ihr sollt nicht wandeln in den
Satzungen der Nationen, die ich vor euch vertreibe; denn alle jene Dinge haben
sie getan, und sie sind mir zum Ekel geworden;
3Mo 20,24 und ich habe zu euch gesagt: Ihr
sollt ihr Land besitzen, und ich werde es euch zum Besitz geben, ein Land, das
von Milch und Honig fließt. Ich bin Jehova euer Gott, der ich euch von den
Völkern abgesondert habe.
3Mo
20,25 Und ihr sollt unterscheiden zwischen dem reinen Vieh und dem
unreinen, und zwischen dem unreinen Gevögel und dem reinen, und sollt euch
selbst nicht zu einem Greuel machen durch das Vieh
und durch das Gevögel und durch alles, was sich auf dem Erdboden regt, welches
ich euch als unrein ausgesondert habe.
3Mo 20,26 Und ihr sollt mir heilig sein, denn
ich bin heilig, ich, Jehova; und ich habe euch von den Völkern abgesondert, um
mein zu sein.
3Mo 20,27 Und wenn in einem Manne oder einem
Weibe ein Totenbeschwörer- oder Wahrsagergeist ist,
so sollen sie gewißlich getötet werden; man soll sie
steinigen, ihr Blut ist auf ihnen.
3Mo 21,1 Und Jehova sprach zu Mose: Rede zu
den Heiligern, den Söhnen Aarons, und spricht zu
ihnen: Keiner von ihnen soll sich {W. Er (der Heiliger)
soll sich nicht} wegen einer Leiche verunreinigen unter seinen Völkern:
3Mo 21,2 außer wegen seines Blutsverwandten,
der ihm nahe steht: wegen seiner Mutter und wegen seines Vaters und wegen
seines Sohnes und wegen seiner Tochter und wegen seines Bruders;
3Mo 21,3 und wegen seiner Schwester, der
Jungfrau, die ihm nahe steht, die noch keines Mannes geworden ist: wegen dieser
darf er sich verunreinigen.
3Mo 21,4 Er soll sich nicht
verunreinigen als Herr unter seinen Völkern, sich zu entweihen.
3Mo 21,5 Sie sollen keine Glatze auf ihrem
Haupte machen, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an
ihrem Fleische sollen sie keine Einschnitte machen.
3Mo 21,6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein,
und den Namen ihres Gottes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer
Jehovas, das Brot ihres Gottes, bringen sie dar; und sie sollen heilig sein.
3Mo 21,7 Eine Hure und eine Entehrte sollen
sie nicht zum Weibe nehmen, und ein von ihrem Manne verstoßenes Weib sollen sie
nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott.
3Mo 21,8 Und du sollst ihn für heilig
achten, denn das Brot deines Gottes bringt er dar; er soll dir heilig sein;
denn heilig bin ich Jehova, der euch heiligt.
3Mo 21,9 Und wenn die Tochter eines Heiligers sich durch Hurerei entweiht, so entweiht sie
ihren Vater: sie soll mit Feuer verbrannt werden. -
3Mo 21,10 Und der HoheHeiliger
unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl gegossen worden, und der
geweiht ist, um die heiligen Kleider anzulegen, soll sein Haupt nicht entblößen
und soll seine Kleider nicht zerreißen.
3Mo 21,11 Und er soll zu keiner Leiche
kommen; wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter soll er sich nicht
verunreinigen.
3Mo 21,12 Und aus dem Heiligtum soll er nicht
hinausgehen und nicht entweihen das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des
Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin Jehova.
3Mo 21,13 Und derselbe soll ein Weib
in ihrer Jungfrauschaft nehmen.
3Mo 21,14 Eine Witwe und eine Verstoßene und
eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus
seinen Völkern soll er zum Weibe nehmen.
3Mo 21,15 Und er soll seinen Samen
nicht entweihen unter seinen Völkern; denn ich bin Jehova, der ihn heiligt.
3Mo 21,16 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 21,17 Rede zu Aaron und sprich: Jemand
von deinem Samen bei ihren Geschlechtern, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht
herzunahen, um das Brot seines Gottes darzubringen;
3Mo 21,18 denn jedermann, an dem ein
Gebrechen ist, soll nicht herzunahen, es sei ein blinder Mann oder ein lahmer
oder ein stumpfnasiger, {And. üb.: spaltnasiger}
oder der ein Glied zu lang hat,
3Mo 21,19 oder ein Mann, der einen
Bruch am Fuße oder einen Bruch an der Hand hat,
3Mo 21,20 oder ein Höckeriger oder ein Zwerg,
{W. ein Dünner, Elender} oder der einen Flecken an seinem
Auge {And. üb.: ein triefendes Auge} hat, oder
der die Krätze oder Flechte, oder der zerdrückte Hoden hat.
3Mo 21,21 Jedermann vom Samen Aarons, des Heiligers, der ein Gebrechen hat, soll nicht herzutreten,
die Feueropfer Jehovas darzubringen; ein Gebrechen ist an ihm, er soll nicht
herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen.
3Mo 21,22 Das Brot seines Gottes von
dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag er essen;
3Mo 21,23 allein zum Vorhang soll er nicht
kommen, und zum Altar soll er nicht nahen, denn ein Gebrechen ist an ihm, daß er nicht meine Heiligtümer {O.
heiligen Dinge} entweihe; denn ich bin Jehova, der sie heiligt.
3Mo 21,24 Und so redete Mose zu Aaron
und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel.
3Mo 22,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 22,2 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen,
daß sie sich enthalten von den heiligen Dingen der
Kinder Israel, die sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen nicht entweihen.
Ich bin Jehova.
3Mo 22,3 Sprich zu ihnen: Wer irgend
von all eurem Samen, bei euren Geschlechtern, sich den heiligen Dingen naht,
welche die Kinder Israel Jehova heiligen, und seine Unreinigkeit ist an ihm,
selbige Seele soll ausgerottet werden vor meinem Angesicht hinweg. Ich bin
Jehova.
3Mo 22,4 Jedermann vom Samen Aarons,
der aussätzig oder flüssig ist, soll nicht von den heiligen Dingen essen, bis
er rein ist. Und wer irgend einen anrührt, der durch eine Leiche verunreinigt
ist, oder jemanden, dem der Samenerguß entgeht;
3Mo 22,5 oder wer irgend ein kriechendes
Tier {W. ein Gewimmel} anrührt, durch welches er unrein
wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird nach irgend
welcher Unreinigkeit, die er hat:
3Mo 22,6 einer, der solches anrührt, der
wird unrein sein bis an den Abend; und er soll nicht von den heiligen Dingen
essen, sondern soll sein Fleisch im Wasser baden;
3Mo 22,7 und ist die Sonne untergegangen, so
ist er rein; und danach darf er von den heiligen Dingen essen, denn es ist sein
Brot.
3Mo 22,8 Aas und Zerrissenes soll er
nicht essen, daß er sich dadurch verunreinige. Ich
bin Jehova.
3Mo 22,9 Und sie sollen meine
Vorschriften {S. die Anm. zu Kap. 8,35} beobachten,
damit sie nicht deswegen Sünde auf sich
laden {Eig. Sündetragen}
und dadurch sterben, weil sie es {Wahrsch.
das Geheiligte, das Brot} entweihen. Ich bin Jehova, der sie heiligt.
3Mo 22,10 Und kein Fremder {S.
4. Mose 16,40} soll Heiliges essen; der Beisasse und der Tagelöhner eines Heiligers sollen Heiliges nicht essen.
3Mo 22,11 Wenn aber ein Heiliger eine Seele
für Geld kauft, so darf diese davon essen; und seine Hausgeborenen, sie dürfen
von seinem Brote essen.
3Mo 22,12 Und wenn die Tochter eines Heiligers das Weib eines fremden Mannes wird, so soll sie
nicht von dem Hebopfer {auch Opfer im
allgemeinen} der heiligen Dinge essen.
3Mo 22,13 Und wenn die Tochter eines Heiligers Witwe oder verstoßen wird, und keine Kinder {W.
keinen Samen} hat und in das Haus ihres Vaters zurückkehrt, wie in ihrer
Jugend, so darf sie von dem Brote ihres Vaters essen. Aber kein Fremder soll
davon essen.
3Mo 22,14 Und wenn jemand aus Versehen
Heiliges isset, so soll er das Fünftel davon
hinzufügen und dem Heiliger das Heilige erstatten.
3Mo 22,15 Und man soll die heiligen
Dinge der Kinder Israel nicht entweihen, die sie dem Jehova heben, {O.
opfern}
3Mo 22,16 und ihnen so die Ungerechtigkeit
einer Schuld aufladen, wenn sie ihre heiligen Dinge essen; denn ich bin Jehova,
der sie heiligt.
3Mo 22,17 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo
22,18 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern
Israel und sprich zu ihnen: Jedermann vom Hause Israel und von den Fremdlingen
in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach allen ihren Gelübden und nach
allen ihren freiwilligen Gaben, welche sie Jehova als Brandopfer darbringen, -
3Mo 22,19 zum Wohlgefallen für euch soll es
sein, ohne Fehl, männlich, von den Rindern, von den Schafen oder von den
Ziegen.
3Mo 22,20 Alles, woran ein Gebrechen
ist, sollt ihr nicht darbringen, denn es wird nicht zum Wohlgefallen für euch
sein.
3Mo 22,21 Und wenn jemand dem Jehova
ein Friedensopfer darbringt, um ein Gelübde zu erfüllen, {Eig.
abzusondern, zu weihen} oder als freiwillige Gabe vom Rind- oder Kleinvieh:
ohne Fehl soll es sein, zum Wohlgefallen; keinerlei Gebrechen soll an ihm sein.
3Mo 22,22 Ein blindes oder verletztes oder
verstümmeltes Tier, oder eines, das Geschwüre oder die Krätze oder die Flechte
hat, diese sollt ihr Jehova nicht darbringen, und sollt Jehova keine Feueropfer
davon auf den Altar geben.
3Mo 22,23 Und ein Stück Rind- oder Kleinvieh,
an welchem ein Glied zu lang oder zu kurz ist, das magst du als freiwillige
Gabe opfern; aber zu einem Gelübde wird es nicht wohlgefällig sein.
3Mo 22,24 Und dem die Hoden zerquetscht oder
zerstoßen oder ausgerissen oder ausgeschnitten sind, sollt ihr Jehova nicht
darbringen; und in eurem Lande sollt ihr dergleichen nicht tun.
3Mo 22,25 Und aus der Hand eines Fremden
sollt ihr das Brot eures Gottes aus allen diesen nicht darbringen; denn ihr
Verderben ist an ihnen, ein Gebrechen ist an ihnen; sie werden nicht
wohlgefällig für euch sein.
3Mo 22,26 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 22,27 Wenn ein Rind oder ein Schaf oder
eine Ziege geboren wird, so soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein; und
vom achten Tage an und weiterhin wird es wohlgefällig sein zur Opfergabe eines
Feueropfers dem Jehova. -
3Mo 22,28 Und ein Stück Rind- oder
Kleinvieh, es selbst und sein Junges, sollt ihr nicht schlachten an einem Tage.
3Mo 22,29 Und wenn ihr dem Jehova ein
Dankopfer opfert, so sollt ihr es zum Wohlgefallen für euch opfern:
3Mo 22,30 an demselben Tage soll es gegessen
werden; ihr sollt nichts davon übriglassen bis an den Morgen. Ich bin Jehova.
3Mo 22,31 Und ihr sollt meine Gebote
beobachten und sie tun. Ich bin Jehova.
3Mo 22,32 Und ihr sollt meinen
heiligen Namen nicht entweihen, damit ich geheiligt werde in der Mitte der
Kinder Israel.
3Mo 22,33 Ich bin Jehova, der euch heiligt,
der euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin
Jehova.
3Mo 23,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 23,2 Rede zu den
Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste {Eig. bestimmte
Zeiten (um Gott zu nahen); soauch V.4. 37. 44}
Jehovas, die ihr als heilige Herausrufungen
{S. die Anm. zu 2. Mose 12,16; desgl. V.3. 4. 7 usw.} ausrufen
sollt, meine Feste sind diese:
3Mo 23,3 Sechs Tage soll man Arbeit tun;
aber am siebten Tage ist ein Sabbath der Ruhe, eine heilige Herausrufung;
keinerlei Arbeit sollt ihr tun; es ist ein Sabbath dem Jehova in allen euren
Wohnsitzen.
3Mo 23,4 Dies sind die Feste Jehovas,
heilige Herausrufungen, die ihr ausrufen sollt zu
ihrer bestimmten Zeit:
3Mo 23,5 Im ersten Monat {Vergl.
2. Mose 12,2}, am Vierzehnten des Monats zwischen den zwei Abenden, {Vergl.
die Anm. zu 2. Mose 12,6} ist Passah dem Jehova.
3Mo 23,6 Und am fünfzehnten Tage dieses
Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem Jehova; sieben Tage sollt ihr
Ungesäuertes essen.
3Mo 23,7 Am ersten Tage soll euch
eine heilige Herausrufung sein, keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
3Mo 23,8 Und ihr sollt Jehova ein Feueropfer
darbringen sieben Tage; am siebten Tage ist eine heilige Herausrufung,
keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
3Mo 23,9 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 23,10 Rede zu den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, das ich euch gebe, und ihr seine
Ernte erntet, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Heiliger
bringen;
3Mo 23,11 und er soll die Garbe vor Jehova
weben zum Wohlgefallen für euch; am anderen Tage nach dem Sabbath soll sie der
Heiliger weben.
3Mo 23,12 Und ihr sollt an dem Tage, da ihr
die Garbe webet, ein Lamm opfern, ohne Fehl, einjährig, zum Brandopfer dem
Jehova;
3Mo 23,13 und sein Speisopfer: zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, ein Feueropfer dem Jehova, ein
lieblicher Geruch; und sein Trankopfer: ein viertel
Hin Wein.
3Mo 23,14 Und Brot und geröstete Körner und
Gartenkorn sollt ihr nicht essen bis zu diesem selbigen Tage, bis ihr die
Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Satzung bei euren
Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.
3Mo 23,15 Und ihr sollt euch zählen vom
anderen Tage nach dem Sabbath, von dem Tage, da ihr die Webegarbe gebracht
habt: es sollen sieben volle Wochen sein.
3Mo 23,16 Bis zum anderen Tage nach
dem siebten Sabbath sollt ihr fünfzig Tage zählen; und ihr sollt Jehova ein
neues Speisopfer darbringen. {Vergl. 4. Mose 28,26-31}
3Mo 23,17 Aus euren Wohnungen sollt ihr
Webebrote bringen, zwei von zwei Zehnteln Feinmehl
sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge dem Jehova.
3Mo 23,18 Und ihr sollt zu dem Brote
darbringen sieben einjährige Lämmer ohne Fehl, und einen jungen Farren und zwei
Widder (sie sollen ein Brandopfer dem Jehova sein) und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
3Mo 23,19 Und ihr sollt einen
Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei einjährige
Lämmer zum Friedensopfer.
3Mo 23,20 Und der Heiliger soll sie weben
samt dem Brote der Erstlinge als Webopfer vor Jehova,
samt den zwei Lämmern: sie sollen Jehova heilig sein für den Heiliger.
3Mo 23,21 Und ihr sollt an diesem
selbigen Tage einen Ruf ergehen lassen, eine heilige Herausrufung
soll {O. soll er} euch sein; keinerlei Dienstarbeit
sollt ihr tun: eine ewige Satzung in allen euren Wohnsitzen bei euren
Geschlechtern. -
3Mo 23,22 Und wenn ihr die Ernte eures Landes
erntet, sollst du den Rand deines Feldes nicht gänzlich abernten, und sollst
keine Nachlese deiner Ernte halten; für den Armen und für den Fremdling sollst
du sie lassen. Ich bin Jehova, euer Gott.
3Mo 23,23 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 23,24 Rede zu den Kindern Israel und
sprich: Im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, ein
Gedächtnis des Posaunenhalls, eine heilige Herausrufung.
3Mo
23,25 Keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt Jehova
ein Feueropfer darbringen. {Vergl. 4. Mose 29,1-6} 3Mo
23,26 Und Jehova redete zu Mose und sprach:
3Mo 23,27 Doch am Zehnten dieses siebten
Monats ist der Versöhnungstag; {Vergl. Kap. 16} eine
heilige Herausrufung soll euch sein, und ihr sollt
eure Seelen kasteien, und sollt Jehova ein Feueropfer darbringen.
3Mo 23,28 Und keinerlei Arbeit sollt ihr tun
an diesem selbigen Tage; denn es ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu
tun vor Jehova, eurem Gott.
3Mo 23,29 Denn jede Seele, die sich nicht
kasteit an diesem selbigen Tage, die soll ausgerottet werden aus ihren Völkern;
3Mo 23,30 und jede Seele, die irgend eine
Arbeit tut an diesem selbigen Tage, selbige Seele werde ich vertilgen aus der
Mitte ihres Volkes.
3Mo 23,31 Keinerlei Arbeit sollt ihr
tun: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.
3Mo 23,32 Ein Sabbath der Ruhe soll er
für euch sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien; am Neunten des Monats, am
Abend, vom Abend bis zum Abend sollt ihr euren Sabbath feiern. {Eig.
ruhen} 3Mo 23,33 Und Jehova redete zu Mose und
sprach:
3Mo 23,34 Rede zu den Kindern Israel und
sprich: Am fünfzehnten Tage dieses siebten Monats ist das Fest der Laubhütten {H.
Sukkoth: Hütten} sieben Tage dem Jehova.
3Mo 23,35 Am ersten Tage soll eine
heilige Herausrufung sein, keinerlei Dienstarbeit
sollt ihr tun.
3Mo 23,36 Sieben Tage sollt ihr Jehova
ein Feueropfer darbringen; am achten Tage soll euch eine heilige
Herausrufung sein, und
ihr sollt Jehova ein Feueropfer darbringen: es ist eine FestHerausrufung,
keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. {Vergl. 4. Mose
29,12-38}
3Mo 23,37 Das sind die Feste Jehovas, die ihr
ausrufen sollt als heilige Herausrufungen, um Jehova
darzubringen Feueropfer, Brandopfer und Speisopfer, Schlachtopfer und
Trankopfer, die Gebühr des Tages an seinem Tage:
3Mo 23,38 außer den Sabbathen
Jehovas und außer euren Gaben und außer allen euren Gelübden und außer allen
euren freiwilligen Gaben, die ihr Jehova gebet.
3Mo 23,39 Doch am fünfzehnten Tage des
siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr das
Fest Jehovas feiern sieben Tage; am ersten Tage soll Ruhe sein, und am achten
Tage soll Ruhe sein.
3Mo 23,40 Und ihr sollt euch am ersten Tage
Frucht von schönen Bäumen nehmen, Palmzweige und Zweige von dichtbelaubten
Bäumen und von Bachweiden, und sollt euch vor Jehova, eurem Gott, freuen sieben
Tage.
3Mo 23,41 Und ihr sollt dasselbe sieben Tage
im Jahre als Fest dem Jehova feiern: eine ewige Satzung bei euren
Geschlechtern; im siebten Monat sollt ihr dasselbe feiern.
3Mo 23,42 In Laubhütten sollt ihr
wohnen sieben Tage; alle Eingeborenen in Israel sollen in Laubhütten wohnen;
3Mo 23,43 auf daß eure Geschlechter wissen, daß
ich die Kinder Israel in Laubhütten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem
Lande Ägypten herausführte. Ich bin Jehova, euer Gott. 3Mo
23,44 Und Mose sagte den Kindern Israel die Feste Jehovas.
3Mo 24,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 24,2 Gebiete den Kindern Israel, daß sie dir reines, zerstoßenes Olivenöl bringen zum Licht,
um die Lampen {W. die Lampe, wie1. Sam. 3,3; so auch 2. Mose
27,20} anzuzünden beständig.
3Mo 24,3 Außerhalb des Vorhangs des
Zeugnisses, im Zelte der Zusammenkunft, soll Aaron sie zurichten, vom Abend bis
zum Morgen, vor Jehova beständig: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern.
3Mo 24,4 Auf dem reinen Leuchter soll
er die Lampen beständig vor Jehova zurichten.
3Mo 24,5 Und du sollst Feinmehl nehmen und daraus zwölf Kuchen backen: von zwei
Zehnteln soll ein Kuchen sein.
3Mo 24,6 Und du sollst sie in zwei
Schichten {O. Reihen} legen, sechs in eine Schicht, auf
den reinen Tisch vor Jehova.
3Mo 24,7 Und du sollst auf jede Schicht
reinen Weihrauch legen, und er soll dem Brote zum Gedächtnis {O.
Gedächtnisteil vergl. Kap. 2,2); der Opferteil, der anstatt der Broteverbrannt wurde} sein, ein Feueropfer dem Jehova.
3Mo 24,8 Sabbathtag für Sabbathtag soll es beständig vor Jehova zurichten: ein
ewiger Bund von seiten der Kinder
Israel.
3Mo 24,9 Und es soll Aaron und seinen Söhnen
gehören, und sie sollen es essen an heiligem Orte; denn als ein Hochheiliges
von den Feueropfern Jehovas soll es ihm gehören: eine ewige Satzung.
3Mo 24,10 Und der Sohn eines israelitischen
Weibes - er war aber der Sohn eines ägyptischen Mannes - ging aus unter die
Kinder Israel; und der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann zankten
sich im Lager.
3Mo 24,11 Und der Sohn des israelitischen
Weibes lästerte den Namen Jehovas und fluchte ihm; und sie brachten ihn zu
Mose. Der Name seiner Mutter aber war Schelomith, die
Tochter Dibris, vom Stamme Dan.
3Mo 24,12 Und sie legten ihn in
Gewahrsam, damit ihnen nach dem Munde Jehovas beschieden werde.
3Mo 24,13 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 24,14 Führe den Flucher außerhalb des
Lagers; und alle, die es gehört haben, sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen,
und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.
3Mo 24,15 Und zu den Kindern Israel sollst du
reden und sprechen: Wenn irgend jemand seinem Gott
flucht, so soll er seine Sünde tragen.
3Mo 24,16 Und wer den Namen Jehovas lästert,
soll gewißlich getötet werden, steinigen soll ihn die
ganze Gemeinde; wie der Fremdling, so der Eingeborene: wenn er den Namen
lästert, soll er getötet werden.
3Mo 24,17 Und wenn jemand irgend einen
Menschen totschlägt, so soll er gewißlich getötet
werden.
3Mo 24,18 Und wer ein Vieh totschlägt,
soll es erstatten: Leben um Leben.
3Mo 24,19 Und wenn jemand seinem
Nächsten eine Verletzung zufügt: wie er getan hat, also soll ihm getan werden:
3Mo 24,20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn
um Zahn; wie er einem Menschen eine Verletzung zufügt, also soll ihm zugefügt
werden.
3Mo 24,21 Und wer ein Vieh totschlägt,
soll es erstatten; wer aber einen Menschen totschlägt, soll getötet werden.
3Mo 24,22 Einerlei Recht sollt ihr haben: wie
der Fremdling, so soll der Eingeborene sein; denn ich bin Jehova, euer Gott. -
3Mo 24,23 Und Mose redete zu den Kindern
Israel, und sie führten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn;
und die Kinder Israel taten, wie Jehova dem Mose geboten hatte.
3Mo 25,1 Und Jehova redete zu Mose
auf dem Berge Sinai und sprach:
3Mo 25,2 Rede zu den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, das ich euch geben werde, so soll
das Land dem Jehova einen Sabbath feiern. {Eig. ruhen}
3Mo 25,3 Sechs Jahre sollst du dein
Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des
Landes {W. seinen Ertrag} einsammeln.
3Mo 25,4 Aber im siebten Jahre soll ein
Sabbath der Ruhe für das Land sein, ein Sabbath dem Jehova; dein Feld sollst du
nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden;
3Mo 25,5 den Nachwuchs deiner Ernte sollst
du nicht einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du
nicht abschneiden: es soll ein Jahr der Ruhe für das Land sein.
3Mo 25,6 Und der Sabbath des Landes soll
euch zur Speise dienen, {S. Vers 12} dir und
deinem Knechte und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem Beisassen, die
sich bei dir aufhalten;
3Mo 25,7 und deinem Vieh und dem
wilden Getier, das in deinem Lande ist, soll all sein Ertrag zur Speise dienen.
3Mo 25,8 Und du sollst dir sieben Jahrsabbathe zählen, siebenmal sieben Jahre, so daß die Tage von sieben Jahrsabbathen
dir 49 Jahre ausmachen.
3Mo 25,9 Und du sollst im siebten Monat, am
Zehnten des Monats, den Posaunenschall {Eig. die Lärmposaune}
ergehen lassen; an dem Versöhnungstage sollt ihr die Posaune ergehen
lassen durch euer ganzes Land.
3Mo 25,10 Und ihr sollt das Jahr des
fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im Lande Freiheit ausrufen für alle seine
Bewohner. Ein Jubeljahr {Eig. Halljahr;
H. Jobel: Schall, Hall} soll es
euch sein, und ihr werdet ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen, und ein
jeder zurückkehren zu seinem Geschlecht.
3Mo 25,11 Ein Jubeljahr soll dasselbe,
das Jahr des fünfzigsten Jahres, euch sein; ihr sollt nicht säen und seinen
Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen
Weinstöcke nicht lesen; {Eig. abschneiden}
3Mo 25,12 denn ein Jubeljahr ist es:
es soll euch heilig sein; vom Felde weg sollt ihr seinen Ertrag essen.
3Mo 25,13 In diesem Jahre des Jubels
sollt ihr ein jeder wieder zu seinem Eigentum kommen.
3Mo 25,14 Und wenn ihr eurem Nächsten etwas
verkaufet oder von der Hand eures Nächsten etwas kaufet, so soll keiner seinen
Bruder bedrücken. {O. übervorteilen}
3Mo 25,15 Nach der Zahl der Jahre seit dem
Jubeljahre sollst du von deinem Nächsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre
soll er dir verkaufen.
3Mo 25,16 Nach Verhältnis der größeren Zahl
von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mehren, und nach Verhältnis der
geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mindern; denn eine Zahl
von Ernten verkauft er dir.
3Mo 25,17 Und so soll keiner von euch seinen
Nächsten bedrücken, {O. übervorteilen} und du
sollst dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin Jehova, euer Gott.
3Mo 25,18 Und so tut meine Satzungen, und
beobachtet meine Rechte und tut sie, so werdet ihr sicher wohnen in eurem
Lande.
3Mo 25,19 Und das Land wird seine Frucht
geben, und ihr werdet essen bis zur Sättigung und sicher in demselben wohnen.
3Mo 25,20 Und wenn ihr sprechet: Was sollen
wir im siebten Jahre essen? Siehe, wir säen nicht, und unseren Ertrag sammeln
wir nicht ein: -
3Mo 25,21 ich werde euch ja im
sechsten Jahre meinen Segen entbieten, daß es den
Ertrag für drei Jahre bringe;
3Mo 25,22 und wenn ihr im achten Jahre säet,
werdet ihr noch vom alten Ertrage essen; bis ins neunte Jahr, bis sein Ertrag
einkommt, werdet ihr Altes essen.
3Mo 25,23 Und das Land soll nicht für immer
verkauft werden, denn mein ist das Land; denn Fremdlinge und Beisassen seid ihr
bei mir.
3Mo 25,24 Und im ganzen Lande eures
Eigentums sollt ihr dem Lande Lösung gestatten.
3Mo 25,25 Wenn dein Bruder verarmt und von
seinem Eigentum verkauft, so mag {O. soll} sein Löser,
sein nächster Verwandter, kommen und das Verkaufte seines Bruders lösen.
3Mo 25,26 Und wenn jemand keinen Löser
hat, und seine Hand erwirbt und findet, was zu seiner Lösung hinreicht,
3Mo 25,27 so soll er die Jahre seines
Verkaufs berechnen und das Übrige dem Manne zurückzahlen, an den er verkauft
hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen.
3Mo 25,28 Und wenn seine Hand nicht
gefunden hat, was hinreicht, um ihm zurückzuzahlen, so soll das von ihm
Verkaufte in der Hand des Käufers desselben bleiben bis zum Jubeljahre; und im
Jubeljahre soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen.
3Mo 25,29 Und wenn jemand ein Wohnhaus in
einer ummauerten Stadt verkauft, so soll sein Lösungsrecht bestehen bis zum
Ende des Jahres seines Verkaufs; ein volles Jahr soll sein Lösungsrecht
bestehen.
3Mo
25,30 Wenn es aber nicht gelöst wird, bis ihm ein ganzes Jahr voll
ist, so soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, für immer dem Käufer
desselben verbleiben, bei seinen Geschlechtern; es soll im Jubeljahre nicht
frei ausgehen.
3Mo 25,31 Aber die Häuser der Dörfer, welche
keine Mauer ringsum haben, sollen dem Felde des Landes gleichgeachtet werden;
es soll Lösungsrecht für sie sein, und im Jubeljahre sollen sie frei ausgehen.
3Mo 25,32 Und was die Städte der Leviten, die
Häuser der Städte ihres Eigentums betrifft, so soll ein ewiges Lösungsrecht für
die Leviten sein.
3Mo 25,33 Und wenn jemand von einem
der Leviten löst, so soll das verkaufte Haus in der Stadt seines {d.h.
des Leviten, der verkauft hat} Eigentums im Jubeljahre frei ausgehen; denn die Häuser
der Städte der Leviten sind ihr Eigentum unter den Kindern Israel.
3Mo 25,34 Aber das Feld des Bezirks
ihrer Städte soll nicht verkauft werden, denn es gehört ihnen als ewiges
Eigentum.
3Mo 25,35 Und wenn dein Bruder verarmt und
seine Hand bei dir wankend wird, so sollst du ihn unterstützen; wie der
Fremdling und der Beisasse soll er bei dir leben.
3Mo 25,36 Du sollst nicht Zins und Wucher {Eig.
Aufschlag bei der Rückerstattung entlehnter Nahrungsmittel} von ihm
nehmen, und sollst dich fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder bei dir
lebe.
3Mo 25,37 Dein Geld sollst du ihm
nicht um Zins geben und deine Nahrungsmittel nicht um Wucher geben.
3Mo 25,38 Ich bin Jehova, euer Gott, der ich
euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu
geben, um euer Gott zu sein.
3Mo 25,39 Und wenn dein Bruder bei dir
verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen;
wie ein Tagelöhner,
3Mo 25,40 wie ein Beisasse soll er bei
dir sein; bis zum Jubeljahre soll er bei dir dienen.
3Mo 25,41 Dann soll er frei von dir ausgehen,
er und seine Kinder mit ihm, und zu seinem Geschlecht zurückkehren und wieder
zu dem Eigentum seiner Väter kommen.
3Mo 25,42 Denn sie sind meine Knechte, die
ich aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe; sie sollen nicht verkauft werden,
wie man Sklaven verkauft.
3Mo 25,43 Du sollst nicht mit Härte
über ihn herrschen, und sollst dich fürchten vor deinem Gott.
3Mo 25,44 Was aber deinen Knecht und deine
Magd {O. deinen Sklaven und deineSklavin}
betrifft, die du haben wirst: von den Nationen, die rings um euch her
sind, von ihnen möget ihr Knecht und Magd kaufen.
3Mo
25,45 Und auch von den Kindern der Beisassen, die sich bei euch
aufhalten, von ihnen möget ihr kaufen und von ihrem Geschlecht, das bei euch
ist, das sie in eurem Lande gezeugt haben; und sie mögen euch zum Eigentum
sein,
3Mo 25,46 und ihr möget sie euren Söhnen nach
euch vererben, um sie als Eigentum zu besitzen. Diese möget ihr auf ewig dienen
lassen; aber über eure Brüder, die Kinder Israel, sollt ihr nicht einer über
den anderen herrschen mit Härte.
3Mo 25,47 Und wenn die Hand eines
Fremdlings oder eines Beisassen bei dir etwas erwirbt, und dein Bruder bei ihm
verarmt und sich dem Fremdling, dem Beisassen bei dir, oder einem Sprößling aus dem Geschlecht des Fremdlings verkauft,
3Mo 25,48 so soll, nachdem er sich verkauft
hat, Lösungsrecht für ihn sein; einer von seinen Brüdern mag {O.
soll} ihn lösen.
3Mo 25,49 Entweder sein Oheim oder der Sohn
seines Oheims mag ihn lösen, oder einer von seinen nächsten Blutsverwandten aus
seinem Geschlecht mag ihn lösen; oder hat seine Hand etwas erworben, so mag er
sich selbst lösen.
3Mo 25,50 Und er soll mit seinem Käufer
rechnen von dem Jahre an, da er sich ihm verkauft hat, bis zum Jubeljahre; und
der Preis, um den er sich verkauft hat, soll der Zahl der Jahre gemäß sein;
nach den Tagen eines Tagelöhners
soll er bei ihm sein. {d.h.
seineArbeitszeit soll derjenigen eines Tagelöhners
entsprechend ihmangerechnet werden}
3Mo 25,51 Wenn der Jahre noch viele sind, so
soll er nach ihrem Verhältnis seine Lösung von seinem Kaufgelde zurückzahlen;
3Mo 25,52 und wenn wenig übrig ist an den
Jahren bis zum Jubeljahre, so soll er es ihm berechnen: nach Verhältnis seiner
Jahre soll er seine Lösung zurückzahlen.
3Mo 25,53 Wie ein Tagelöhner soll er Jahr für
Jahr bei ihm sein; er soll nicht vor deinen Augen mit Härte über ihn herrschen.
3Mo 25,54 Und wenn er nicht in dieser Weise
gelöst wird, so soll er im Jubeljahre frei ausgehen, er und seine Kinder mit
ihm.
3Mo 25,55 Denn mir sind die Kinder Israel
Knechte; meine Knechte sind sie, die ich aus dem Lande Ägypten herausgeführt
habe. Ich bin Jehova, euer Gott.
3Mo
26,1 Ihr sollt euch keine Götzen machen und sollt euch kein geschnitztes Bild
und keine Bildsäule aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in
eurem Lande setzen, um euch davor niederzubeugen; denn ich bin Jehova, euer
Gott.
3Mo 26,2 Meine Sabbathe
sollt ihr beobachten, und mein Heiligtum sollt ihr fürchten. Ich bin Jehova.
3Mo 26,3 Wenn ihr in meinen Satzungen
wandelt und meine Gebote beobachtet und sie tut,
3Mo 26,4 so werde ich eure Regen geben zu
ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben, und die Bäume des Feldes
werden ihre Frucht geben;
3Mo 26,5 und die Dreschzeit wird bei euch
reichen bis an die Weinlese, und die Weinlese wird reichen bis an die Saatzeit;
und ihr werdet euer Brot essen bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem
Lande wohnen.
3Mo 26,6 Und ich werde Frieden im Lande
geben, daß ihr euch niederleget und niemand sei, der
euch aufschreckt; und ich werde die bösen Tiere aus dem Lande vertilgen, und
das Schwert wird nicht durch euer Land gehen.
3Mo 26,7 Und ihr werdet eure Feinde
jagen, und sie werden vor euch fallen durchs Schwert;
3Mo 26,8 und fünf von euch werden hundert
jagen, und hundert von euch werden zehntausend jagen, und eure Feinde werden
vor euch fallen durchs Schwert.
3Mo 26,9 Und ich werde mich zu euch wenden
und euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch
aufrechthalten;
3Mo 26,10 und ihr werdet das
altgewordene Alte essen, und das Alte wegräumen vor dem Neuen.
3Mo
26,11 Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine
Seele wird euch nicht verabscheuen; 3Mo 26,12 und ich
werde in eurer Mitte wandeln und werde euer Gott sein und ihr werdet mein Volk
sein.
3Mo 26,13 Ich bin Jehova, euer Gott, der ich
euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, daß
ihr nicht ihre Knechte sein solltet; und ich habe die Stäbe eures Joches
zerbrochen und euch aufrecht wandeln lassen.
3Mo 26,14 Wenn ihr mir aber nicht
gehorchet und nicht alle diese Gebote tut,
3Mo 26,15 und wenn ihr meine Satzungen
verachtet, {O. verwerfet} und eure Seele meine Rechte
verabscheut, so daß ihr nicht alle meine Gebote tut,
und daß ihr meinen Bund brechet,
3Mo
26,16 so werde auch ich euch dieses tun: Ich werde Schrecken über
euch bestellen, Schwindsucht und Fieberglut, welche machen werden, daß die Augen erlöschen und die Seele verschmachtet; und
ihr werdet vergeblich euren Samen säen, denn eure Feinde werden ihn verzehren;
3Mo 26,17 und ich werde mein Angesicht wider
euch richten, daß ihr vor euren Feinden geschlagen
werdet; und eure Hasser werden über euch herrschen, und ihr werdet fliehen,
obwohl niemand euch jagt.
3Mo 26,18 Und wenn ihr auf dieses hin mir
nicht gehorchet, so werde ich euch siebenmal mehr züchtigen wegen eurer Sünden.
3Mo 26,19 Und ich werde euren starren Hochmut
{W. den Hochmut eurer Stärke} brechen, und werde euren
Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Erz;
3Mo 26,20 und eure Kraft wird sich umsonst
verbrauchen, und euer Land wird seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des
Feldes werden ihre Frucht nicht geben.
3Mo 26,21 Und wenn ihr mir entgegen wandelt
und mir nicht gehorchen wollt, so werde ich euch noch siebenmal mehr schlagen,
nach euren Sünden.
3Mo 26,22 Und ich werde das Getier des Feldes
unter euch senden, daß es euch eurer Kinder beraube
und euer Vieh ausrotte und euer weniger mache; und eure Straßen sollen öde
werden.
3Mo 26,23 Und wenn ihr euch durch
dieses nicht von mir zurechtweisen laßt und mir
entgegen wandelt,
3Mo 26,24 so werde auch ich euch entgegen
wandeln, und auch ich werde euch siebenfach schlagen wegen eurer Sünden.
3Mo
26,25 Und ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache
des Bundes vollzieht; und ziehet ihr euch in eure Städte zurück, so werde ich
die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben
werden.
3Mo 26,26 Indem ich euch die Stütze des
Brotes zerbreche, werden zehn Weiber euer Brot backen in einem Ofen, und sie
werden euch das Brot zurückgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und
nicht satt werden.
3Mo 26,27 Und wenn ihr bei alledem mir
nicht gehorchet und mir entgegen wandelt,
3Mo 26,28 so werde auch ich euch entgegen
wandeln im Grimm, und werde euch siebenfach züchtigen wegen eurer Sünden.
3Mo 26,29 Und ihr werdet das Fleisch
eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer Töchter werdet ihr essen.
3Mo 26,30 Und ich werde eure Höhen {Höhenaltäreoder Höhentempel. (1. Kön. 13,32)} vertilgen
und eure Sonnensäulen ausrotten und werde eure Leichname auf die Leichname
eurer Götzen {Eig. Gerölle, Klötze; ein verächtlicherAusdruck}
werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen.
3Mo 26,31 Und ich werde eure Städte zur Öde
machen und eure Heiligtümer verwüsten, und werde euren lieblichen Geruch nicht
riechen.
3Mo 26,32 Und ich werde das Land
verwüsten, daß eure Feinde, die darin wohnen, sich
darüber entsetzen sollen.
3Mo 26,33 Euch aber werde ich unter die
Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert ziehen hinter euch her; und euer
Land wird eine Wüste sein und eure Städte eine Öde.
3Mo 26,34 Dann wird das Land seine Sabbathe genießen {O. abtragen} alle die
Tage seiner Verwüstung, während ihr im
Lande eurer Feinde seid; dann wird das Land ruhen und
seine Sabbathe genießen;
3Mo 26,35 alle die Tage seiner Verwüstung
wird es ruhen, was es nicht geruht hat in euren Sabbathen,
als ihr darin wohntet.
3Mo 26,36 Und die Übriggebliebenen von euch,
in ihr Herz werde ich Feigheit bringen in den Ländern ihrer Feinde: Und es wird
sie jagen das Rauschen eines verwehten Blattes, und sie werden fliehen, wie man
vor dem Schwerte flieht, und fallen, obwohl niemand sie jagt;
3Mo 26,37 und sie werden einer über den
anderen hinstürzen, wie vor dem Schwerte, obwohl niemand sie jagt; und ihr
werdet nicht standhalten können vor euren Feinden.
3Mo 26,38 Und ihr werdet umkommen
unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen.
3Mo 26,39 Und die Übriggebliebenen von
euch werden in den Ländern eurer Feinde hinschwinden in ihrer {O.
durch ihre...
durch die} Ungerechtigkeit, und auch in
den {O. durch ihre... durch die} Ungerechtigkeiten ihrer
Väter mit ihnen hinschwinden.
3Mo 26,40 Und sie werden ihre Ungerechtigkeit
bekennen und die Ungerechtigkeit ihrer Väter infolge ihrer Treulosigkeit, die
sie gegen mich begangen haben, und auch daß, weil sie
mir entgegen gewandelt sind,
3Mo 26,41 auch ich ihnen entgegen wandelte
und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Wenn alsdann ihr unbeschnittenes Herz
sich demütigt und sie dann die Strafe ihrer Ungerechtigkeit annehmen, {O.
ihre Schuld (oder
Missetat)
abtragen, d.h. dafür büßen}
3Mo 26,42 so werde ich meines Bundes mit
Jakob gedenken; und auch meines Bundes mit Isaak und auch meines Bundes mit
Abraham werde ich gedenken, und des Landes werde ich gedenken.
3Mo 26,43 Denn das Land wird von ihnen
verlassen sein, und es wird seine Sabbathe genießen,
in seiner Verwüstung ohne sie; und sie selbst werden die Strafe ihrer
Ungerechtigkeit annehmen, {O. ihre Schuld (oder Missetat) abtragen,
d.h. dafür büßen} darum, ja darum, daß sie meine
Rechte verachtet {O. verworfen} und ihre Seele meine
Satzungen verabscheut hat.
3Mo
26,44 Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Lande ihrer Feinde
sind, werde ich sie nicht verachten {O. verwerfen} und sie
nicht verabscheuen, ihnen den Garaus zu machen, meinen Bund mit ihnen zu
brechen; denn ich bin Jehova, ihr Gott.
3Mo 26,45 Und ich werde ihnen meines Bundes
mit den Vorfahren gedenken, die ich aus dem Lande Ägypten vor den Augen der
Nationen herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin Jehova.
3Mo 26,46 Das sind die Satzungen und die
Rechte und die Gesetze, welche Jehova zwischen ihm und den Kindern Israel auf
dem Berge Sinai durch Mose gegeben hat.
3Mo 27,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
3Mo 27,2 Rede zu den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn jemand ein Gelübde erfüllt, {Eig.
absondert, weiht} so sollen die Seelen nach deiner Schätzung für Jehova sein.
3Mo 27,3 Und es sei deine Schätzung eines
Mannes {Eig. eines Männlichen} von zwanzig
Jahren alt bis zu sechzig Jahren alt, und zwar sei deine Schätzung fünfzig
Sekel Silber, nach dem Sekel des Heiligtums;
3Mo 27,4 Und wenn es ein Weib {Eig.
ein Weibliches} ist, so sei deine Schätzung dreißig Sekel.
3Mo 27,5 Und wenn es von fünf Jahren
alt bis zu zwanzig Jahren alt ist, so sei deine Schätzung einer männlichen
Person {Eig. eines
Männlichen} zwanzig Sekel, und einer weiblichen zehn Sekel;
3Mo 27,6 Und wenn es von einem Monat
alt bis zu fünf Jahren alt ist, so sei deine Schätzung eines Knaben {Eig.
eines
Männlichen} fünf Sekel
Silber, und deine Schätzung eines Mädchens {Eig. eines
Weiblichen} drei Sekel Silber;
3Mo 27,7 und wenn es von sechzig Jahren alt
und darüber ist, so sei deine Schätzung, wenn es ein Mann ist, fünfzehn Sekel,
und eines Weibes zehn Sekel.
3Mo 27,8 Und wenn der Gelobende {W.
wenn er} zu arm ist für deine Schätzung, so soll man ihn vor den
Heiliger stellen, und der Heiliger soll ihn schätzen; nach Verhältnis dessen,
was die Hand des Gelobenden aufbringen kann, soll der Heiliger ihn schätzen.
3Mo 27,9 Und wenn es ein Vieh ist, wovon man
Jehova eine Opfergabe darbringt, {d.h. welches zum
Opfer tauglich ist} so soll alles, was man Jehova davon {d.h.
von dieser Art Vieh} gibt, heilig sein.
3Mo 27,10 Man soll es nicht auswechseln noch
vertauschen, ein gutes um ein schlechtes, oder ein schlechtes um ein gutes; und
wenn man dennoch Vieh um Vieh vertauscht, so wird dasselbe heilig und das
eingetauschte heilig sein.
3Mo 27,11 Und wenn es irgend ein unreines
Vieh ist, wovon man Jehova keine Opfergabe darbringt, so soll man das Vieh vor
den Heiliger stellen,
3Mo 27,12 und der Heiliger soll es schätzen,
ob es gut oder schlecht sei; nach deiner, des Heiligers,
Schätzung, also soll es sein.
3Mo 27,13 Wenn man es aber lösen will,
so soll man zu deiner Schätzung ein Fünftel hinzufügen.
3Mo 27,14 Und wenn jemand sein Haus heiligt, daß es Jehova heilig sei, so soll es der Heiliger schätzen,
ob es gut oder schlecht sei; so wie der Heiliger es schätzt, also soll es
festgestellt sein.
3Mo 27,15 Und wenn der Heiligende sein Haus
lösen will, so soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber
hinzufügen, und es soll ihm gehören.
3Mo 27,16 Und wenn jemand von dem Felde
seines Eigentums Jehova heiligt, so soll deine Schätzung nach Verhältnis seiner
Aussaat sein: ein Homer Gerste Aussaat zu fünfzig Sekel Silber.
3Mo 27,17 Wenn er vom Jubeljahre an
sein Feld heiligt, so soll es nach deiner Schätzung festgestellt sein;
3Mo 27,18 und wenn er nach dem Jubeljahre
sein Feld heiligt, so soll der Heiliger ihm das Geld berechnen nach dem
Verhältnis der Jahre, die bis zum Jubeljahre übrig sind, und es soll von deiner
Schätzung abgezogen werden.
3Mo 27,19 Wenn aber der Heiligende das Feld
lösen will, so soll er das Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber
hinzufügen, und es soll ihm verbleiben.
3Mo 27,20 Und wenn er das Feld nicht löst,
oder wenn er das Feld einem anderen Manne verkauft, so kann es nicht wieder
gelöst werden;
3Mo 27,21 und das Feld soll, wenn es im
Jubeljahre frei ausgeht, Jehova heilig sein, wie ein verbanntes {d.h.
geweihtes; s. Vorrede und hier V.28} Feld; es soll dem Heiliger als
Eigentum gehören.
3Mo 27,22 Und wenn er ein von ihm
erkauftes Feld, das nicht zum Felde seines Eigentums gehört, Jehova heiligt,
3Mo 27,23 so soll ihm der Heiliger den Betrag
deiner Schätzung berechnen bis zum Jubeljahre; und er soll deine Schätzung am
gleichen Tage, als ein dem Jehova Heiliges, entrichten.
3Mo 27,24 Im Jubeljahre soll das Feld wieder
an den kommen, von welchem er es gekauft hatte, an den, welchem das Land
eigentümlich gehörte.
3Mo 27,25 Und all deine Schätzung soll
nach dem Sekel des Heiligtums geschehen; zwanzig Gera soll der Sekel sein.
3Mo 27,26 Nur das Erstgeborene unter dem
Vieh, das als Erstgeburt Jehova gehört, {W. das dem Jehovaerstgeboren wird} das soll kein Mensch heiligen; sei
es ein Stück Rind- oder Kleinvieh, es gehört Jehova.
3Mo 27,27 Wenn es aber vom unreinen Vieh ist,
so soll man es lösen nach deiner Schätzung und dessen Fünftel darüber
hinzufügen; und wenn es nicht gelöst wird, so soll es verkauft werden nach
deiner Schätzung. -
3Mo
27,28 Jedoch alles Verbannte, das jemand
dem Jehova verbannt, von allem, was sein ist, es seien Menschen oder Vieh oder
Feld seines Eigentums, soll nicht verkauft und nicht gelöst werden; alles
Verbannte ist dem Jehova hochheilig.
3Mo 27,29 Alles, was {Eig.
alles Verbannte, das} an Menschen verbannt wird, soll nicht gelöst werden:
es soll gewißlich getötet werden.
3Mo 27,30 Und aller Zehnte des Landes, vom
Samen des Landes, von der Frucht der Bäume, gehört Jehova; er ist Jehova
heilig.
3Mo 27,31 Wenn aber jemand von seinem
Zehnten lösen will, so soll er dessen Fünftel hinzufügen.
3Mo 27,32 Und aller Zehnte vom Rind- und
Kleinvieh, von allem, was unter dem Stabe {d.h. des Hirten} vorüberzieht,
das Zehnte soll Jehova heilig sein;
3Mo 27,33 man soll nicht untersuchen, ob es
gut oder schlecht sei, und soll es nicht vertauschen; und wenn man es dennoch
vertauscht, so wird dasselbe heilig und das eingetauschte heilig sein; es soll
nicht gelöst werden.
3Mo 27,34 Das sind die Gebote, welche
Jehova dem Mose auf dem Berge Sinai an die Kinder Israel aufgetragen hat.
4. Mose
4Mo 1,1 Und Jehova redete zu Mose in der Wüste Sinai im Zelte der
Zusammenkunft, am Ersten des zweiten Monats, im zweiten Jahre nach ihrem
Auszuge aus dem Lande Ägypten und sprach:
4Mo 1,2 Nehmet auf die Summe der
ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach ihren Geschlechtern, nach ihren
Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, alle Männlichen
nach ihren Köpfen;
4Mo 1,3 von zwanzig Jahren und darüber,
jeden, der zum Heere auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren
Heeren, du und Aaron.
4Mo 1,4 Und je ein Mann für den
Stamm soll bei euch sein, ein Mann, der das Haupt von seinem Vaterhause ist.
4Mo 1,5 Und dies sind die Namen der
Männer, die euch beistehen sollen: für Ruben: Elizur,
der Sohn Schedeurs;
4Mo 1,6 für Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;
4Mo 1,7 für Juda: Nachschon, der
Sohn Amminadabs;
4Mo 1,8 für Issaschar:
Nethaneel, der Sohn Zuars;
4Mo 1,9 für Sebulon:
Eliab, der Sohn Helons;
4Mo 1,10 für die Söhne Josephs: für Ephraim:
Elischama, der Sohn Ammihuds;
für Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs;
4Mo 1,11 für Benjamin: Abidan, der Sohn Gideonis;
4Mo 1,12 für Dan: Achieser,
der Sohn Ammischaddais;
4Mo 1,13 für Aser: Pagiel,
der Sohn Okrans; 4Mo 1,14 für Gad: Eljasaph, der Sohn Deghuels; 4Mo
1,15 für Naphtali: Achira, der Sohn Enans.
4Mo 1,16 Das waren die Berufenen {d.h.
diejenigen, welche gewöhnlich zusammengerufen werden, um die Angelegenheiten
der Gemeindezu besorgen} der
Gemeinde, die Fürsten der Stämme ihrer Väter; sie waren die Häupter der
Tausende Israels.
4Mo 1,17 Und Mose und Aaron nahmen
diese mit Namen bezeichneten Männer,
4Mo 1,18 und sie versammelten die ganze
Gemeinde am Ersten des zweiten Monats. Und sie ließen sich in die
Geburtsverzeichnisse eintragen nach ihren Geschlechtern, nach ihren
Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, nach
ihren Köpfen;
4Mo 1,19 wie Jehova dem Mose geboten
hatte. Und so musterte er sie in der Wüste Sinai.
4Mo
1,20 Und es waren die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, nach ihren Köpfen, alle Männlichen von zwanzig Jahren und darüber,
jeder, der zum Heere auszog,
4Mo 1,21 ihre Gemusterten vom Stamme
Ruben, 46500.
4Mo 1,22 Von den Söhnen Simeons: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, seine
Gemusterten nach der Zahl der Namen, nach ihren
Köpfen, alle Männlichen von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere
auszog,
4Mo 1,23 ihre Gemusterten vom Stamme
Simeon, 59300.
4Mo 1,24 Von den Söhnen Gads: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
4Mo 1,25 ihre Gemusterten vom Stamme
Gad, 45650.
4Mo
1,26 Von den Söhnen Judas: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren
Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder,
der zum Heere auszog, 4Mo 1,27 ihre Gemusterten vom Stamme
Juda, 74600.
4Mo 1,28 Von den Söhnen Issaschars:
ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl
der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
4Mo 1,29 ihre Gemusterten vom Stamme Issaschar 54400.
4Mo 1,30 Von den
Söhnen Sebulons: ihre Geschlechter nach ihren
Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog, 4Mo 1,31 die
Gemusterten vom Stamme Sebulon, 57400.
4Mo 1,32 Von den Söhnen Josephs: von den
Söhnen Ephraims: ihre Geschlechter nach ihren Familien nach ihren Vaterhäusern,
nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere
auszog,
4Mo 1,33 ihre Gemusterten vom Stamme
Ephraim, 40500.
4Mo 1,34 Von den
Söhnen Manasses: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren
Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder,
der zum Heere auszog, 4Mo 1,35 ihre Gemusterten vom Stamme
Manasse, 32200.
4Mo 1,36 Von den Söhnen Benjamins: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
4Mo 1,37 ihre Gemusterten vom Stamme
Benjamin, 35400.
4Mo
1,38 Von den Söhnen Dans: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren
Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder,
der zum Heere auszog, 4Mo 1,39 ihre Gemusterten vom Stamme
Dan, 62700.
4Mo 1,40 Von den Söhnen Asers: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
4Mo 1,41 ihre Gemusterten vom Stamme
Aser, 41500.
4Mo 1,42 Die Söhne Naphtalis: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, von zwanzig Jahren und
darüber, jeder, der zum Heere auszog, 4Mo 1,43 ihre
Gemusterten vom Stamme Naphtali, 53400.
4Mo 1,44 Das sind die Gemusterten, welche
Mose und Aaron und die Fürsten Israels musterten, die zwölf Männer: es waren je
ein Mann für sein Vaterhaus.
4Mo 1,45 Und es waren alle Gemusterten der
Kinder Israel, nach ihren Vaterhäusern, von zwanzig Jahren und darüber, jeder,
der zum Heere auszog in Israel:
4Mo 1,46 es waren alle die
Gemusterten 603550
4Mo 1,47 Aber die Leviten nach dem
Stamme ihrer Väter wurden nicht unter ihnen gemustert.
4Mo 1,48 Denn Jehova hatte zu Mose
geredet und gesagt:
4Mo 1,49 Nur den Stamm Levi sollst du
nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Kindern Israel,
4Mo 1,50 sondern bestelle du die Leviten
über die Wohnung des Zeugnisses und über all ihr Gerät und über alles, was zu
ihr gehört: Sie sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen, und sie sollen sie
bedienen und sich rings um die Wohnung lagern.
4Mo 1,51 Und wenn die Wohnung aufbricht,
sollen die Leviten sie abnehmen; und wenn die Wohnung sich lagert, sollen die
Leviten sie aufrichten. Der Fremde {d.h. wer nicht Levit
ist} aber, der herzunaht, soll getötet werden.
4Mo 1,52 Und die Kinder Israel sollen sich
lagern, ein jeder in seinem Lager und ein jeder bei seinem Panier, nach ihren
Heeren.
4Mo 1,53 Die Leviten aber sollen sich
rings um die Wohnung des Zeugnisses lagern, daß nicht
ein Zorn über die Gemeinde der Kinder Israel komme; und die Leviten sollen der
Hut der Wohnung des Zeugnisses warten. {d.h. alles das
besorgen, was betreffs der Wohnung des Zeugnisses zu besorgen war. Soauch Kap. 31,30. 47}
4Mo 1,54 Und die Kinder Israel taten
nach allem, was Jehova dem Mose geboten hatte; also taten sie.
4Mo 2,1 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
4Mo 2,2 Die Kinder Israel sollen sich
lagern, ein jeder bei seinem Panier, bei den Zeichen ihrer Vaterhäuser; dem
Zelte der Zusammenkunft gegenüber sollen sie sich ringsum lagern.
4Mo 2,3 Und zwar die gegen Osten,
gegen Sonnenaufgang Lagernden: das Panier des Lagers Judas, nach ihren
Heeren; und der Fürst der Söhne
Judas, Nachschon, der Sohn Amminadabs; 4Mo
2,4 und sein Heer und ihre Gemusterten, 74600.
4Mo 2,5 Und die neben ihm Lagernden: der
Stamm Issaschar; und der Fürst der Söhne Issaschars, Nethaneel, der Sohn Zuars;
4Mo 2,6 und sein Heer und dessen
Gemusterte, 54400.
4Mo
2,7 Der Stamm Sebulon; und der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons; 4Mo 2,8 und sein Heer und dessen
Gemusterte, 57400.
4Mo 2,9 Alle Gemusterten vom Lager
Judas: 186400, nach ihren Heeren; sie sollen zuerst aufbrechen.
4Mo 2,10 Das Panier des Lagers Rubens gegen
Süden, nach ihren Heeren; und der Fürst der Söhne Rubens, Elizur,
der Sohn Schedeurs;
4Mo 2,11 und sein Heer und dessen
Gemusterte, 46500.
4Mo 2,12 Und die neben ihm Lagernden:
der Stamm Simeon; und der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel,
der Sohn
Zurischaddais;
4Mo 2,13 und sein Heer und ihre
Gemusterten, 59300.
4Mo 2,14 Und der Stamm Gad; und der
Fürst der Söhne Gads, Eljasaph, der Sohn Reghuels; {in Kap. 1,14: Deghuel}
4Mo 2,15 und sein Heer und ihre
Gemusterten, 45650
4Mo 2,16 Alle Gemusterten vom Lager
Rubens: 151450 nach ihren Heeren; und als die zweiten sollen sie aufbrechen.
4Mo 2,17 Und dann soll das Zelt der
Zusammenkunft aufbrechen, das Lager der Leviten in der Mitte der Lager; so wie
sie lagern, also sollen sie aufbrechen, ein jeder an seiner Stelle, nach ihren
Panieren.
4Mo 2,18 Das Panier des Lagers Ephraims,
nach ihren Heeren, gegen Westen; und der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds;
4Mo 2,19 und sein Heer und ihre
Gemusterten, 40500.
4Mo 2,20 Und neben ihm der Stamm
Manasse; und der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel,
der Sohn Pedazurs;
4Mo 2,21 und sein Heer und ihre
Gemusterten, 32200.
4Mo
2,22 Und der Stamm Benjamin; und der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn Gideonis; 4Mo
2,23 und sein Heer und ihre Gemusterten, 35400.
4Mo 2,24 Alle Gemusterten vom Lager
Ephraims: 108100, nach ihren Heeren; und als die dritten sollen sie aufbrechen.
4Mo 2,25 Das Panier des Lagers Dans gegen
Norden, nach ihren Heeren; und der Fürst der Söhne Dans, Achieser,
der Sohn Ammischaddais;
4Mo 2,26 und sein Heer und ihre
Gemusterten, 62700.
4Mo 2,27 Und die
neben ihm Lagernden: der Stamm Aser; und der Fürst der Söhne Asers, Pagiel, der Sohn Okrans; 4Mo
2,28 und sein Heer und ihre Gemusterten, 41500.
4Mo 2,29 Und der Stamm Naphtali; und
der Fürst der Söhne Naphtalis, Achira, der Sohn Enans;
4Mo 2,30 und sein Heer und ihre
Gemusterten, 53400.
4Mo 2,31 Alle Gemusterten vom Lager
Dans: 157600; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Panieren.
4Mo 2,32 Das sind die Gemusterten der Kinder
Israel nach ihren Vaterhäusern. Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeren,
waren 603550.
4Mo 2,33 Aber die Leviten wurden
nicht unter den Kindern Israel gemustert, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
4Mo 2,34 Und die Kinder Israel taten nach
allem, was Jehova dem Mose geboten hatte: also lagerten sie sich nach ihren
Panieren, und also brachen sie auf, ein jeder nach seinen Geschlechtern, nach {O.
bei} seinem Vaterhause.
4Mo 3,1 Und dies sind die Geschlechter
Aarons und Moses, an dem Tage, da Jehova auf dem Berge Sinai mit Mose redete.
4Mo 3,2 Und dies sind die Namen der
Söhne Aarons: der Erstgeborene Nadab, und Abihu, Eleasar und Ithamar.
4Mo 3,3 Das sind die Namen der Söhne
Aarons, der gesalbten Heiliger, die geweiht worden waren, um den Heiligerdienst auszuüben.
4Mo
3,4 Und Nadab und Abihu
starben vor Jehova, als sie in der Wüste Sinai fremdes Feuer vor Jehova
darbrachten; {3. Mose 10,1} und sie hatten keine Söhne.
Und Eleasar und Ithamar übten den Heiligerdienst
vor ihrem Vater Aaron aus.
4Mo 3,5 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 3,6 Laß den Stamm
Levi herzunahen und stelle ihn vor Aaron, den Heiliger, daß
sie ihm dienen;
4Mo 3,7 und sie sollen seiner Hut warten
und der Hut der ganzen Gemeinde {d.h. das besorgen,
was fürAaron und die Gemeindezu
besorgen war} vor dem Zelte der Zusammenkunft, um den Dienst der Wohnung zu
verrichten;
4Mo 3,8 und sie sollen warten aller Geräte
des Zeltes der Zusammenkunft und der Hut der Kinder Israel, um den Dienst der
Wohnung zu verrichten.
4Mo 3,9 Und du sollst die Leviten dem Aaron
und seinen Söhnen geben; ganz zu eigen sind sie ihm gegeben von
seiten der Kinder Israel.
4Mo 3,10 Und Aaron und seine Söhne sollst du
bestellen, daß sie ihres Heiligertums
warten. Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden.
4Mo 3,11 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 3,12 Und ich, siehe, ich habe die
Leviten aus der Mitte der Kinder Israel genommen, anstatt aller Erstgeburt,
welche die Mutter bricht unter den Kindern Israel; und die Leviten sollen mir
gehören.
4Mo 3,13 Denn mein ist alle Erstgeburt: an
dem Tage, da ich alle Erstgeburt im Lande Ägypten schlug, habe ich mir alle
Erstgeburt in Israel geheiligt vom Menschen bis zum Vieh; mir sollen sie
gehören, mir, Jehova.
4Mo 3,14 Und Jehova redete zu Mose in
der Wüste Sinai und sprach:
4Mo 3,15 Mustere die Söhne Levis nach ihren
Vaterhäusern, nach ihren Familien; alle Männlichen von einem Monat und darüber
sollst du sie mustern.
4Mo 3,16 Und Mose musterte sie nach
dem Befehl Jehovas, so wie ihm geboten war.
4Mo 3,17 Und dies waren die Söhne
Levis nach ihren Namen: Gerson und Kehath und Merari.
4Mo 3,18 Und dies sind die Namen der
Söhne Gersons nach ihren Familien: Libni und Simei.
4Mo 3,19 Und die Söhne Kehaths nach ihren Familien: Amram
und Jizhar, Hebron und Ussiel.
4Mo 3,20 Und die Söhne Meraris
nach ihren Familien: Machli und Muschi. Das sind die
Familien Levis nach ihren Vaterhäusern.
4Mo 3,21 Von Gerson die Familie der Libniter und die Familie der Simeiter;
das sind die Familien der Gersoniter.
4Mo 3,22 Ihre Gemusterten nach der
Zahl aller Männlichen von einem Monat und darüber, ihre Gemusterten: 7500.
4Mo 3,23 Die Familien der Gersoniter lagerten hinter der Wohnung gegen Westen.
4Mo 3,24 Und der Fürst des
Vaterhauses der Gersoniter war Eljasaph,
der Sohn Laels.
4Mo 3,25 Und die Hut {d.h.
das was ihnen zu besorgen oblag} der Söhne Gersons am Zelte der
Zusammenkunft war: die
Wohnung und das Zelt, seine Decke, {Vergl.
2. Mose 26,1. 7. 14} und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft,
4Mo 3,26 und die Umhänge des Vorhofs und der
Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung und um den Altar ist,
und seine {des Zeltes der Zusammenkunft} Seile zu {O.
nach} all seinem Dienst.
4Mo 3,27 Und von Kehath
die Familie der Amramiter und die Familie der Jizhariter und die Familie der Hebroniter
und die Familie der Ussieliter; das sind die Familien
der Kehathiter.
4Mo 3,28 Nach der Zahl aller Männlichen von
einem Monat und darüber, 8600, welche der Hut des Heiligtums warteten.
4Mo 3,29 Die Familien der Söhne Kehaths lagerten an der Seite der Wohnung gegen Süden.
4Mo 3,30 Und der Fürst des
Vaterhauses der Familien der Kehathiter war Elizaphan, der Sohn Ussiels.
4Mo 3,31 Und ihre Hut war: die Lade und der
Tisch und der Leuchter und die Altäre, und die Geräte des Heiligtums, mit
welchen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang, und dessen {des
Heiligtums} ganzer Dienst.
4Mo 3,32 Und der Fürst der Fürsten Levis war
Eleasar, der Sohn Aarons, des Heiligers; er war
Aufseher über die, welche der Hut des Heiligtums warteten.
4Mo 3,33 Von Merari
die Familie der Machliter und die Familie der Muschiter:
das sind die Familien Meraris.
4Mo 3,34 Und ihre Gemusterten nach
der Zahl aller Männlichen von einem Monat und darüber: 6200.
4Mo 3,35 Und der Fürst des Vaterhauses der
Familien Meraris war Zuriel,
der Sohn Abichails. Sie lagerten an der Seite der
Wohnung gegen Norden.
4Mo 3,36 Und die Hut {W.
das Amt der Hut} der Söhne Meraris war: die Bretter
der Wohnung, und ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Füße und alle ihre Geräte
und ihr ganzer Dienst,
4Mo 3,37 und die Säulen des Vorhofs
ringsum und ihre Füße und ihre Pflöcke und ihre Seile.
4Mo 3,38 Und die vor der Wohnung
gegen Osten, vor dem Zelte der Zusammenkunft gegen Sonnenaufgang Lagernden
waren Mose und Aaron und seine Söhne, welche der Hut des Heiligtums warteten,
betreffs desjenigen, was den Kindern Israel oblag. Der Fremde aber, der herzunaht,
soll getötet werden.
4Mo 3,39 Aller gemusterten Leviten, welche
Mose und Aaron nach dem Befehl Jehovas nach ihren Familien musterten, aller
Männlichen von einem Monat und darüber, waren 22000.
4Mo 3,40 Und Jehova sprach zu Mose: Mustere
alle männlichen Erstgeborenen der Kinder Israel, von einem Monat und darüber,
und nimm die Zahl ihrer Namen auf.
4Mo 3,41 Und du sollst die Leviten für mich,
Jehova nehmen, anstatt aller Erstgeborenen unter den Kindern Israel, und das
Vieh der Leviten anstatt alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Kinder Israel.
4Mo 3,42 Und Mose musterte, so wie
Jehova ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Kindern Israel.
4Mo 3,43 Und es waren aller männlichen
Erstgeborenen, nach der Zahl der Namen, von einem Monat und darüber, nach ihren
Gemusterten, 22273.
4Mo 3,44 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 3,45 Nimm die Leviten anstatt aller
Erstgeborenen unter den Kindern Israel und das Vieh der Leviten anstatt ihres
Viehes; und mir, sollen die Leviten gehören, mir, Jehova.
4Mo 3,46 Und was die Lösung der 273
betrifft, welche von den Erstgeborenen der Kinder Israel überzählig sind über
die Leviten,
4Mo 3,47 so sollst du je fünf Sekel auf den
Kopf nehmen; nach dem Sekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, zwanzig Gera
der Sekel.
4Mo 3,48 Und das Geld sollst du als
Lösung der Überzähligen unter ihnen Aaron und seinen Söhnen geben.
4Mo 3,49 Und Mose nahm das Lösegeld
von denen, welche überzählig waren über die durch die Leviten Gelösten;
4Mo 3,50 von den Erstgeborenen der
Kinder Israel nahm er das Geld, 1365 Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.
4Mo 3,51 Und Mose gab das Geld der Lösung
Aaron und seinen Söhnen, nach dem Befehl Jehovas, so wie Jehova dem Mose
geboten hatte.
4Mo 4,1 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
4Mo 4,2 Nehmet auf die Summe der Söhne Kehaths aus der Mitte der Söhne Levis, nach ihren Familien,
nach ihren Vaterhäusern,
4Mo 4,3 von dreißig Jahren und
darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit {Anderswo:
Kriegsdienst; soauch V.35.
39. 43} treten, um das Werk am Zelte
der Zusammenkunft zu verrichten.
4Mo 4,4 Dies ist der Dienst der
Söhne Kehaths am Zelte der Zusammenkunft: das
Hochheilige.
4Mo 4,5 Und Aaron und seine Söhne sollen
beim Aufbruch des Lagers hineingehen und den Scheidevorhang {S.
2. Mose 35,12} abnehmen und die Lade des Zeugnisses damit bedecken;
4Mo 4,6 und sie sollen eine Decke von
Dachsfell darüber legen und ein Tuch, ganz von blauem Purpur, oben darüber
breiten und ihre Stangen daran tun.
4Mo 4,7 Und über den Tisch der
Schaubrote sollen sie ein Tuch von blauem Purpur breiten und darauf stellen die
Schüsseln und Schalen und Spendschalen und die Kannen
zum Trankopfer; und das beständige Brot soll auf demselben sein;
4Mo 4,8 Und hierüber sollen sie ein Tuch
von Karmesin breiten und es mit einer Decke von Dachsfell bedecken; und sie
sollen seine Stangen daran tun.
4Mo 4,9 Und sie sollen ein Tuch von
blauem Purpur nehmen und den Leuchter des Lichts bedecken und seine Lampen und
seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe und alle
seine Ölgefäße, womit man den Dienst an ihm
verrichtet; 4Mo 4,10 Und sie sollen ihn und alle seine
Geräte in eine Decke von Dachsfell tun und auf die Trage legen.
4Mo 4,11 Und über den goldenen Altar sollen
sie ein Tuch von blauem Purpur breiten und ihn mit einer Decke von Dachsfell
bedecken und seine Stangen daran tun.
4Mo 4,12 Und sie sollen alle Geräte des
Dienstes nehmen, womit man den Dienst im Heiligtum verrichtet, und sie in ein
Tuch von blauem Purpur legen und sie mit einer Decke von Dachsfell bedecken und
auf die Trage legen.
4Mo 4,13 Und sie sollen den Altar von
der Fettasche reinigen und ein Tuch von rotem Purpur über ihn breiten,
4Mo 4,14 und darauf legen alle seine
Geräte, womit man den Dienst auf ihm verrichtet: die Kohlenpfannen und die
Gabeln und die Schaufeln und die Sprengschalen, alle Geräte des Altars; und sie
sollen eine Decke von Dachsfell darüber breiten und seine Stangen daran tun.
4Mo 4,15 Und wenn Aaron und seine
Söhne beim Aufbruch des Lagers das Bedecken des Heiligtums und aller Geräte des
Heiligtums vollendet haben, so sollen danach die Söhne Kehaths
kommen, um es zu tragen, damit sie das Heilige nicht anrühren und sterben. Das
ist es, was die Söhne Kehaths vom Zelte der
Zusammenkunft zu tragen haben.
4Mo 4,16 Und Eleasar, der Sohn
Aarons, des Heiligers, hat die Aufsicht über das Öl
zum Licht und das wohlriechende Räucherwerk und das beständige Speisopfer und
das Salböl, die Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist, über
das Heiligtum wie über seine Geräte.
4Mo 4,17 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
4Mo 4,18 Ihr sollt den Stamm der
Familien der Kehathiter nicht ausgerottet werden
lassen aus der Mitte der Leviten;
4Mo 4,19 sondern dies sollt ihr ihnen
tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Allerheiligsten nahen:
Aaron und seine Söhne sollen hineingehen und jeden einzelnen von ihnen an
seinen Dienst und an seine Traglast stellen; 4Mo 4,20 aber sie
sollen nicht hineingehen, daß sie auch nur einen
Augenblick das Heilige sehen und sterben.
4Mo 4,21 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 4,22 Nimm auch die Summe der
Söhne Gersons auf, nach ihren Vaterhäusern, nach ihren Familien;
4Mo 4,23 von dreißig Jahren und darüber bis
zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, welche in die Arbeit treten, um
den Dienst am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.
4Mo 4,24 Dies ist der Dienst der
Familien der Gersoniter im Dienen und im Tragen:
4Mo 4,25 Sie sollen die Teppiche der Wohnung
tragen und das Zelt der Zusammenkunft, seine Decke und die Decke von Dachsfell,
die oben darüber ist, und den Vorhang vom Eingang des Zeltes der Zusammenkunft,
4Mo
4,26 und die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang vom Eingang des Tores des
Vorhofs, welcher rings um die Wohnung und um den Altar ist, und ihre Seile, und
alle Geräte ihres Dienstes; und alles, was an ihnen zu tun ist, sollen sie
verrichten.
4Mo 4,27 Nach dem Befehl Aarons und seiner
Söhne soll aller Dienst der Söhne der Gersoniter sein
hinsichtlich all ihrer Traglast und all ihres Dienstes; und ihr sollt ihnen die
Hut alles dessen auftragen, was sie zu tragen haben.
4Mo 4,28 Das ist der Dienst der Familien der
Söhne der Gersoniter am Zelte der Zusammenkunft; und
ihre Hut sei unter der Hand Ithamars, des Sohnes
Aarons, des Heiligers.
4Mo 4,29 Die Söhne Meraris - nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern
sollst du sie mustern;
4Mo 4,30 von dreißig Jahren und darüber bis
zu fünfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, welche in die Arbeit treten, um
den Dienst am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.
4Mo 4,31 Und dies ist es, was ihnen zu
tragen obliegt, {W. dies ist die Hut ihrer Traglast} nach ihrem
ganzen Dienst am Zelte der Zusammenkunft: die Bretter der Wohnung und ihre
Riegel und ihre Säulen und ihre Füße,
4Mo 4,32 und die Säulen des Vorhofs ringsum
und ihre Füße und ihre Pflöcke und ihre Seile, nach allen ihren Geräten und
nach all ihrem Dienst; und mit Namen sollt ihr ihnen die Geräte zuzählen, die
ihnen zu tragen obliegen. {W. die
Geräteder
Hut ihrer Traglast}
4Mo 4,33 Das ist der Dienst der Familien der
Söhne Meraris, nach all ihrem Dienst am Zelte der
Zusammenkunft, unter der Hand Ithamars, des Sohnes
Aarons, des Heiligers.
4Mo 4,34 Und Mose und Aaron und die Fürsten
der Gemeinde musterten die Söhne der Kehathiter nach
ihren Familien und nach ihren Vaterhäusern,
4Mo 4,35 von dreißig Jahren und darüber bis
zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der
Zusammenkunft.
4Mo 4,36 Und es waren ihrer
Gemusterten, nach ihren Familien, 2750.
4Mo 4,37 Das sind die Gemusterten der
Familien der Kehathiter, alle, welche am Zelte der
Zusammenkunft dienten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl Jehovas
durch Mose.
4Mo 4,38 Und die Gemusterten der
Söhne Gersons, nach ihren Familien und nach ihren Vaterhäusern,
4Mo 4,39 von dreißig Jahren und darüber bis
zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der
Zusammenkunft:
4Mo 4,40 es waren ihrer Gemusterten,
nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, 2630.
4Mo 4,41 Das sind die Gemusterten der
Familien der Söhne Gersons, alle, welche am Zelte der Zusammenkunft dienten,
die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl Jehovas.
4Mo 4,42 Und die Gemusterten der
Familien der Söhne Meraris, nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern,
4Mo 4,43 von dreißig Jahren und darüber bis
zu fünfzig Jahren, alle, welche in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der
Zusammenkunft:
4Mo 4,44 es waren ihrer Gemusterten,
nach ihren Familien, 3200.
4Mo 4,45 Das sind die Gemusterten der
Familien der Söhne Meraris, die Mose und Aaron
musterten nach dem Befehl Jehovas durch Mose.
4Mo 4,46 Aller Gemusterten, welche Mose und
Aaron und die Fürsten Israels musterten, der Leviten nach ihren Familien und
nach ihren Vaterhäusern,
4Mo 4,47 von dreißig Jahren und darüber bis
zu fünfzig Jahren, aller, welche antraten, um den Dienst der Bedienung und den
Dienst des Tragens am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten:
4Mo 4,48 ihrer Gemusterten waren
8580.
4Mo 4,49 Nach dem Befehl Jehovas musterte {O.
beorderte, bestellte} man sie durch Mose, {And. üb.: Nach
dem Befehl Jehovas durch Mose musterte man (oder er) sie} jeden
einzelnen zu seinem Dienst und zu seiner Traglast; und sie wurden von ihm
gemustert, wie Jehova dem Mose geboten hatte.
4Mo 5,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 5,2 Gebiete den Kindern Israel, daß sie alle Aussätzigen und alle Flüssigen und alle wegen
einer Leiche Verunreinigten aus dem Lager hinaustun;
4Mo 5,3 sowohl Mann als Weib sollt ihr
hinaustun, vor das Lager sollt ihr sie hinaustun, damit sie nicht ihre Lager
verunreinigen, in deren Mitte ich wohne.
4Mo 5,4 Und die Kinder Israel taten also
und taten sie vor das Lager hinaus; so wie Jehova zu Mose geredet hatte, also
taten die Kinder Israel.
4Mo 5,5 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 5,6 Rede zu den Kindern Israel: Wenn
ein Mann oder ein Weib irgend eine von allen Sünden der Menschen tun, so daß sie eine Untreue gegen Jehova begehen, {Vergl.
3. Mose 5,21 usw.} und selbige Seele sich verschuldet,
4Mo 5,7 so sollen sie ihre Sünde bekennen,
die sie getan haben; und der Täter {W. er} soll seine
Schuld erstatten nach ihrer vollen Summe und soll das Fünftel davon hinzufügen
und es dem geben, an welchem er sich verschuldet hat.
4Mo 5,8 Und wenn der Mann keinen
Blutsverwandten {dasselbe Wort wie: "Löser"} hat, um
diesem die Schuld zu erstatten, so soll die Schuld, welche Jehova erstattet
wird, dem Heiliger gehören außer dem Widder der Versöhnung, womit man Sühnung
für ihn tut. -
4Mo 5,9 Und jedes Hebopfer
von allen heiligen Dingen der Kinder Israel, welche sie dem Heiliger
darbringen, soll ihm gehören.
4Mo 5,10 Ja, ihm sollen eines jeden
heilige Dinge gehören; was jemand dem Heiliger gibt, soll ihm gehören.
4Mo 5,11 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 5,12 Rede zu den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes Weib ausschweift und Untreue gegen
ihn begeht,
4Mo 5,13 und ein Mann liegt bei ihr zur
Begattung, und es ist verborgen vor den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im
geheimen verunreinigt, und es ist kein Zeuge gegen sie, und sie ist nicht
ertappt worden;
4Mo 5,14 und der Geist der Eifersucht kommt
über ihn, und er wird eifersüchtig auf sein Weib, und sie hat sich
verunreinigt; oder der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird
eifersüchtig auf sein Weib, und sie hat sich nicht verunreinigt:
4Mo 5,15 so soll der Mann sein Weib
zu dem Heiliger bringen und ihre Opfergabe {S. die Anm. zu 3.
Mose 1,2} ihrethalben bringen, ein Zehntel Epha Gerstenmehl; er soll
kein Öl darauf gießen und keinen Weihrauch darauf legen; denn es ist ein
Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des Gedächtnisses, welches
Ungerechtigkeit ins Gedächtnis bringt. 4Mo 5,16 Und der
Heiliger soll sie herzunahen lassen und sie vor Jehova stellen.
4Mo 5,17 Und der Heiliger nehme heiliges
Wasser in einem irdenen Gefäße; und der Heiliger nehme von dem Staube, der auf
dem Fußboden der Wohnung ist, und tue ihn in das Wasser.
4Mo 5,18 Und der Heiliger stelle das
Weib vor Jehova und entblöße das Haupt des Weibes, und lege auf ihre Hände das
Speisopfer des Gedächtnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in der Hand des Heiligers sein.
4Mo 5,19 Und der Heiliger soll sie
beschwören und zu dem Weibe sagen: Wenn kein Mann bei dir gelegen hat, und wenn
du, unter deinem Manne seiend, nicht ausgeschweift bist in Unreinigkeit, so
bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser
der Bitterkeit;
4Mo 5,20 wenn du aber, unter deinem Manne
seiend, ausgeschweift bist und dich verunreinigt hast, und ein Mann bei dir
gelegen hat außer deinem Manne, -
4Mo 5,21 und zwar soll der Heiliger das Weib
beschwören mit dem Schwure des Fluches, und der Heiliger soll zu dem Weibe
sagen -: So mache dich Jehova zum Fluche und zum Schwure in der Mitte deines
Volkes, indem Jehova deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen mache,
4Mo 5,22 und es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um den Bauch
schwellen und die Hüfte schwinden zu machen! Und das Weib soll sagen: Amen,
Amen!
4Mo 5,23 Und der Heiliger soll diese
Flüche in ein Buch {O. auf eine Rolle} schreiben
und sie in das Wasser der Bitterkeit auslöschen; {damit die Flüchegleichsam in das Wasser übergehen}
4Mo 5,24 und er soll das Weib das fluchbringende Wasser der Bitterkeit trinken lassen, damit
das fluchbringende Wasser in sie komme zur
Bitterkeit.
4Mo 5,25 Und der Heiliger nehme aus der Hand
des Weibes das Speisopfer der Eifersucht und webe das Speisopfer vor Jehova und
bringe es zum Altar;
4Mo 5,26 und der Heiliger nehme eine
Handvoll von dem Speisopfer als dessen Gedächtnisteil und räuchere es auf dem
Altar; und danach soll er das Weib das Wasser trinken lassen.
4Mo 5,27 Und hat er sie das Wasser trinken
lassen, so wird es geschehen, wenn sie sich verunreinigt und Untreue begangen
hat gegen ihren Mann, daß das fluchbringende
Wasser in sie kommen wird zur Bitterkeit, und ihr Bauch wird schwellen und ihre
Hüfte schwinden; und das Weib wird zum Fluche werden in der Mitte ihres Volkes.
4Mo 5,28 Wenn aber das Weib sich nicht
verunreinigt hat und rein ist, so wird sie unversehrt bleiben und Samen
empfangen.
4Mo 5,29 Das ist das Gesetz der Eifersucht:
Wenn ein Weib, unter ihrem Manne seiend, ausschweift und sich verunreinigt,
4Mo 5,30 oder wenn über einen Mann der Geist
der Eifersucht kommt, und er wird eifersüchtig auf sein Weib, so soll er das
Weib vor Jehova stellen, und der Heiliger soll ihr tun nach diesem, ganzen Gesetz.
4Mo 5,31 Und der Mann wird frei sein
von Schuld {Anderswo: Ungerechtigkeit}; selbiges
Weib aber soll ihre Missetat tragen.
4Mo 6,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 6,2 Rede zu den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder ein Weib sich weiht, indem er das
Gelübde eines Nasirs {Abgesonderter,
Geweihter} gelobt, um sich für Jehova abzusondern,
4Mo 6,3 so soll er sich des Weines und des
starken Getränks enthalten: Essig von Wein und Essig von starkem Getränk soll
er nicht trinken; und keinerlei Traubensaft soll er trinken, und Trauben,
frische oder getrocknete, soll er nicht essen.
4Mo 6,4 Alle die Tage seiner Absonderung
soll er von allem, was vom Weinstock bereitet wird, von den Kernen bis zur
Hülse, nicht essen.
4Mo
6,5 Alle die Tage des Gelübdes seiner Absonderung soll kein Schermesser über
sein Haupt gehen; bis die Tage erfüllt sind, die er sich für Jehova absondert,
soll er heilig sein; er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen.
4Mo 6,6 Alle die Tage, die er sich
für Jehova absondert, soll er zu keiner Leiche kommen.
4Mo 6,7 Wegen seines Vaters und wegen
seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, ihretwegen soll
er sich nicht verunreinigen, wenn sie sterben; denn die Weihe {O.
Absonderung, wie V.4} seines Gottes ist auf seinem Haupte.
4Mo 6,8 Alle die Tage seiner
Absonderung ist er dem Jehova heilig.
4Mo 6,9 Und wenn jemand unversehens,
plötzlich, bei ihm stirbt, und er das Haupt seiner Weihe {O.
Absonderung, wie V.4} verunreinigt, so soll er sein Haupt an dem Tage seiner
Reinigung scheren; am siebten Tage soll er es scheren.
4Mo 6,10 Und am achten Tage soll er zwei
Turteltauben oder zwei junge Tauben zu dem Heiliger bringen an den Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft.
4Mo 6,11 Und der Heiliger soll eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer opfern, und Sühnung für
ihn tun deswegen, daß er sich an der Leiche
versündigt hat; und er soll sein Haupt an selbigem Tage heiligen.
4Mo 6,12 Und er soll die Tage seiner
Absonderung nochmals für Jehova absondern und ein einjähriges Lamm zum
Schuldopfer bringen; die vorigen Tage aber sind verfallen, denn seine Weihe ist
verunreinigt worden.
4Mo 6,13 Und dies ist das Gesetz des Nasirs:
An dem Tage, an welchem die Tage seiner Absonderung erfüllt sind, soll man ihn
an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft bringen.
4Mo 6,14 Und er soll Jehova seine Opfergabe
darbringen: ein einjähriges Lamm ohne Fehl zum Brandopfer, und ein einjähriges
weibliches Lamm ohne Fehl zum Sündopfer; und einen
Widder ohne Fehl zum Friedensopfer,
4Mo 6,15 und einen Korb mit
Ungesäuertem: Feinmehlkuchen, gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt
mit
Öl; nebst ihrem {d.h.
nebst den zu den Brand- und Friedensopfern gehörenden Speis- und Trankopfern.
Vergl. Kap. 15,3-11} Speisopfer und ihren {d.h. nebst den
zu den Brand- und Friedensopfern gehörenden Speis- und Trankopfern. Vergl. Kap.
15,3-11} Trankopfern.
4Mo 6,16 Und der Heiliger soll sie
vor Jehova darbringen und sein Sündopfer und sein
Brandopfer opfern.
4Mo 6,17 Und den Widder soll er als
Friedensopfer dem Jehova opfern samt dem Korbe des Ungesäuerten; und der
Heiliger soll dessen Speisopfer und dessen Trankopfer opfern.
4Mo 6,18 Und der Nasir soll an dem Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft das Haupt seiner Weihe scheren und das Haar des
Hauptes seiner Weihe nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem
Friedensopfer ist.
4Mo 6,19 Und der Heiliger nehme den
gekochten Bug von dem Widder und einen ungesäuerten Kuchen und einen
ungesäuerten Fladen aus dem Korbe und lege sie auf die Hände des Nasirs,
nachdem er das Zeichen seiner Weihe geschoren hat.
4Mo 6,20 Und der Heiliger webe sie als Webopfer vor Jehova; es ist dem Heiliger heilig nebst der
Brust des Webopfers und nebst dem Schenkel des Hebopfers.
{3. Mose 7,32-34} Und danach mag der Nasir Wein
trinken.
4Mo 6,21 Das ist das Gesetz des
Nasirs, der ein Gelübde tut, und das seine Opfergabe dem Jehova wegen seiner
Weihe, außer dem, was seine Hand aufbringen kann. Gemäß seinem Gelübde, das er
getan hat, also soll er tun nach dem Gesetz seiner Weihe.
4Mo 6,22 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 6,23 Rede zu Aaron und zu seinen
Söhnen und sprich: So sollt ihr die Kinder Israel segnen; sprechet zu ihnen:
4Mo 6,24 Jehova segne dich und behüte
dich!
4Mo 6,25 Jehova lasse sein Angesicht
über dir leuchten und sei dir gnädig!
4Mo 6,26 Jehova erhebe sein Angesicht
auf dich und gebe {Eig. setze, mache} dir
Frieden!
4Mo 6,27 Und so sollen sie meinen
Namen auf die Kinder Israel legen, und ich werde sie segnen.
4Mo 7,1 Und es geschah an dem Tage,
da Mose das Aufrichten der Wohnung vollendet und sie gesalbt und sie geheiligt
hatte mit allen ihren Geräten, sowie den Altar und alle seine Geräte, und er
sie gesalbt und sie geheiligt hatte,
4Mo 7,2 da brachten die Fürsten Israels,
die Häupter ihrer Vaterhäuser, sie, die Fürsten der Stämme, die Vorsteher der
Gemusterten,
4Mo 7,3 sie brachten ihre Opfergabe dar vor
Jehova: sechs bedeckte Wagen und zwölf Rinder, einen Wagen für zwei Fürsten und
ein Rind für einen; und sie brachten sie dar vor der Wohnung.
4Mo 7,4 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 7,5 Nimm sie von Ihnen, und sie seien
zum Verrichten des Dienstes des Zeltes der Zusammenkunft, und gib sie den
Leviten, einem jeden nach Verhältnis seines Dienstes.
4Mo 7,6 Und Mose nahm die Wagen und
die Rinder und gab sie den Leviten.
4Mo 7,7 Zwei Wagen und vier Rinder
gab er den Söhnen Gersons nach Verhältnis ihres Dienstes;
4Mo 7,8 und vier Wagen und acht Rinder gab
er den Söhnen Meraris nach Verhältnis ihres Dienstes
-: unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Heiligers.
4Mo 7,9 Aber den Söhnen Kehaths
gab er nichts; denn ihnen lag der Dienst des Heiligtums ob: auf der Schulter
trugen sie.
4Mo 7,10 Und die Fürsten brachten die
Einweihungsgabe des Altars dar an dem Tage, da er gesalbt wurde; und die
Fürsten brachten ihre Opfergabe dar vor dem Altar.
4Mo 7,11 Und Jehova sprach zu Mose: Je ein
Fürst auf einen Tag sollen sie ihre Opfergabe zur Einweihung des Altars
darbringen.
4Mo 7,12 Und es geschah, der am ersten Tage
seine Opfergabe darbrachte, war Nachschon, der Sohn Amminadabs,
vom Stamme Juda.
4Mo 7,13 Und seine Opfergabe war:
eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,14 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,15 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,16 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,17 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs.
4Mo 7,18 Am zweiten Tage brachte Nethaneel dar, der Sohn Zuars,
der Fürst von Issaschar;
4Mo 7,19 er brachte seine Opfergabe dar:
eine silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl,
gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,20 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,21 einen jungen Farren, einen
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,22 einen Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,23 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Nethaneels, des Sohnes Zuars.
4Mo 7,24 Am dritten Tage der Fürst
der Söhne Sebulons, Eliab,
der Sohn Helons.
4Mo 7,25 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,26 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,27 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,28 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,29 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Eliabs, des Sohnes Helons.
4Mo 7,30 Am vierten Tage der Fürst
der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs.
4Mo 7,31 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,32 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,33 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,34 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,35 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs.
4Mo 7,36 Am fünften Tage der Fürst
der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn
Zurischaddais.
4Mo 7,37 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,38 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,39 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,40 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,41 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais.
4Mo 7,42 Am sechsten Tage der Fürst
der Söhne Gads, Eljasaph, der Sohn Deghuels.
4Mo 7,43 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,44 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,45 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,46 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,47 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Eljasaphs, des Sohnes Deghuels.
4Mo 7,48 Am siebten Tage der Fürst
der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds.
4Mo 7,49 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,50 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,51 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,52 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,53 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds.
4Mo 7,54 Am achten Tage der Fürst der
Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs.
4Mo 7,55 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,56 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,57 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,58 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,59 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs.
4Mo 7,60 Am neunten Tage der Fürst
der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn Gideonis.
4Mo 7,61 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,62 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,63 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,64 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,65 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Abidans, des Sohnes Gideonis.
4Mo 7,66 Am zehnten Tage der Fürst
der Söhne Dans, Achieser, der Sohn Ammischaddais.
4Mo 7,67 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,68 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,69 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,70 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,71 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Achiesers, des Sohnes Ammischaddais.
4Mo 7,72 Am elften Tage der Fürst der
Söhne Asers, Pagiel, der Sohn Okrans.
4Mo 7,73 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,74 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,75 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,76 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,77 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Pagiels, des Sohnes Okrans.
4Mo 7,78 Am zwölften Tage der Fürst
der Söhne Naphtalis, Achira, der Sohn Enans.
4Mo 7,79 Seine Opfergabe war: eine
silberne Schüssel, 130 Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
4Mo 7,80 eine Schale, zehn Sekel
Gold, voll Räucherwerk;
4Mo 7,81 ein junger Farre, ein
Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
4Mo 7,82 ein Ziegenbock zum Sündopfer;
4Mo 7,83 und zum Friedensopfer zwei Rinder,
fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Achiras, des Sohnes Enans.
4Mo 7,84 Dies war die Einweihungsgabe des
Altars, seitens der Fürsten Israels, an dem Tage, da er gesalbt wurde: zwölf
silberne Schüsseln, zwölf silberne Sprengschalen, zwölf goldene Schalen;
4Mo 7,85 130 Sekel eine silberne Schüssel,
und siebzig eine Sprengschale: alles Silber der Gefäße 2400 Sekel, nach dem
Sekel des Heiligtums;
4Mo 7,86 zwölf goldene Schalen voll
Räucherwerk, je zehn Sekel eine Schale, nach dem Sekel des Heiligtums: alles
Gold der Schalen 120 Sekel.
4Mo 7,87 Aller Rinder zum Brandopfer waren
zwölf Farren; dazu zwölf Widder, zwölf einjährige Lämmer, nebst ihrem
Speisopfer; und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer.
4Mo 7,88 Und aller Rinder zum Friedensopfer
waren 24 Farren; dazu sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Lämmer.
Das war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden war.
4Mo 7,89 Und wenn Mose in das Zelt
der Zusammenkunft hineinging, um mit ihm zu reden, so hörte er die Stimme zu
ihm reden von dem Deckel herab, der auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen
den beiden Cherubim hervor; und er redete zu ihm.
4Mo 8,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 8,2 Rede zu Aaron und sprich zu ihm:
Wenn du die Lampen anzündest, so sollen die sieben Lampen gerade vor dem
Leuchter hinscheinen.
4Mo 8,3 Und Aaron tat also: er zündete
seine Lampen an, so daß sie gerade vor dem Leuchter hinschienen, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
4Mo 8,4 Und dies war die Arbeit des
Leuchters: getriebene Arbeit von Gold; von seinem Fuße bis zu seinen Blumen,
alles war getriebene Arbeit; nach dem Bilde, das Jehova dem Mose gezeigt, also
hatte man {O. er} den Leuchter gemacht.
4Mo 8,5 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 8,6 Nimm die Leviten aus der
Mitte der Kinder Israel und reinige sie.
4Mo 8,7 Und also sollst du mit ihnen tun,
um sie zu reinigen: Sprenge Entsündigungswasser auf
sie, und sie sollen das Schermesser über ihr ganzes Fleisch gehen lassen und
ihre Kleider waschen und sich reinigen.
4Mo 8,8 Und sie sollen einen jungen Farren
nehmen, und sein Speisopfer: Feinmehl, gemengt mit
Öl; und einen anderen jungen Farren sollst du nehmen zum Sündopfer.
4Mo 8,9 Und du sollst die Leviten vor das
Zelt der Zusammenkunft herzutreten lassen und die ganze Gemeinde der Kinder
Israel versammeln.
4Mo 8,10 Und du sollst die Leviten vor
Jehova herzutreten lassen, und die Kinder Israel sollen ihre Hände auf die
Leviten legen.
4Mo 8,11 Und Aaron soll die Leviten als Webopfer von seiten der Kinder
Israel vor Jehova weben, damit sie zum Verrichten des Dienstes Jehovas seien.
4Mo 8,12 Und die Leviten sollen ihre Hände
auf den Kopf der Farren legen; und den einen sollst du als Sündopfer
und den anderen als Brandopfer dem Jehova opfern, um für die Leviten Sühnung zu
tun.
4Mo 8,13 Und so
sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Söhne stellen und sie dem Jehova
als Webopfer weben; 4Mo 8,14 und du
sollst die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel aussondern, daß die Leviten mir gehören.
4Mo 8,15 Und danach sollen die Leviten
kommen, um das Zelt der Zusammenkunft zu bedienen. So sollst du sie reinigen
und sie als Webopfer weben.
4Mo 8,16 Denn sie sind mir ganz zu eigen
gegeben aus der Mitte der Kinder Israel; anstatt alles dessen, was die Mutter
bricht, anstatt jedes Erstgeborenen aus den Kindern Israel habe ich sie mir
genommen.
4Mo 8,17 Denn mein ist alles Erstgeborene
unter den Kindern Israel an Menschen und an Vieh. An dem Tage, da ich alle
Erstgeburt im Lande Ägypten schlug, habe ich sie mir geheiligt.
4Mo 8,18 Und ich habe die Leviten
genommen anstatt aller Erstgeborenen unter den Kindern Israel;
4Mo 8,19 und ich habe die Leviten dem
Aaron und seinen Söhnen als Gabe {W. als Gegebene} aus der
Mitte der Kinder
Israel gegeben, um den Dienst der Kinder Israel am
Zelte der Zusammenkunft zu verrichten und um für die Kinder Israel Sühnung zu
tun, damit unter den Kindern Israel keine Plage dadurch entstehe, daß die Kinder Israel dem Heiligtum nahen.
4Mo 8,20 Und Mose und Aaron und die ganze
Gemeinde der Kinder Israel taten so mit den Leviten; nach allem, was Jehova dem
Mose geboten hatte wegen der Leviten, also taten die Kinder Israel mit ihnen.
4Mo 8,21 Und die Leviten entsündigten sich
und wuschen ihre Kleider; und Aaron webte sie als Webopfer
vor Jehova; und Aaron tat Sühnung für sie zu ihrer Reinigung.
4Mo 8,22 Und danach kamen die Leviten, um
ihren Dienst am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten vor Aaron und vor seinen
Söhnen. So wie Jehova dem Mose betreffs der Leviten geboten hatte, also taten
sie mit ihnen.
4Mo 8,23 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 8,24 Dies ist es, was die Leviten
betrifft: Von 25 Jahren an und darüber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun
im Dienste des Zeltes der Zusammenkunft.
4Mo 8,25 Aber von fünfzig Jahren an
soll er aus der Arbeit des Dienstes austreten und nicht mehr dienen;
4Mo 8,26 er mag seinen Brüdern helfen am
Zelte der Zusammenkunft, um der Hut zu warten; aber Dienst soll er nicht tun.
So sollst du mit den Leviten tun in ihren Obliegenheiten.
4Mo 9,1 Und Jehova redete zu Mose in der
Wüste Sinai, im zweiten Jahre nach ihrem Auszug aus dem Lande Ägypten, im
ersten Monat, und sprach:
4Mo 9,2 Die Kinder Israel sollen das
Passah feiern zu seiner bestimmten Zeit;
4Mo 9,3 am vierzehnten Tage in diesem
Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner bestimmten
Zeit; nach allen seinen Satzungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr
es feiern.
4Mo 9,4 Und Mose redete zu den
Kindern Israel, daß sie das Passah feiern sollten.
4Mo 9,5 Und sie feierten das Passah im
ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, zwischen den zwei Abenden, in der
Wüste Sinai; nach allem, was Jehova dem Mose geboten hatte, also taten die
Kinder Israel.
4Mo 9,6 Und es waren Männer da, die unrein
waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tage das Passah nicht feiern
konnten; und sie traten an jenem Tage vor Mose und vor Aaron.
4Mo 9,7 Und diese Männer sprachen zu ihm:
Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen; warum sollen wir verkürzt
werden, daß wir die Opfergabe Jehovas nicht zur
bestimmten Zeit in der Mitte der Kinder Israel darbringen?
4Mo
9,8 Und Mose sprach zu ihnen: Bleibet stehen, und ich will hören, was Jehova
eurethalben gebieten wird. 4Mo 9,9 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 9,10 Rede zu den Kindern Israel und
sprich: Wenn irgend jemand von euch oder von euren
Geschlechtern unrein ist wegen einer Leiche oder ist auf einem fernen Wege, so
soll er dem Jehova Passah feiern;
4Mo 9,11 im zweiten Monat, am vierzehnten
Tage, zwischen den zwei Abenden, sollen sie es feiern; mit Ungesäuertem und
bitteren Kräutern sollen sie es essen;
4Mo 9,12 sie sollen nichts davon übriglassen
bis an den Morgen, und sollen kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Satzungen
des Passah sollen sie es feiern.
4Mo 9,13 Der Mann aber, der rein und
nicht auf dem Wege ist, und es unterläßt, das Passah
zu feiern, selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren Völkern; denn er hat
die Opfergabe Jehovas nicht zur bestimmten Zeit dargebracht; selbiger Mann soll
seine Sünde tragen.
4Mo
9,14 Und wenn ein Fremdling bei euch weilt und dem Jehova Passah feiern will,
so soll er es feiern nach der Satzung des Passah und nach seiner Vorschrift.
Eine Satzung soll für euch sein, sowohl für den Fremdling als auch für den
Eingeborenen des Landes.
4Mo 9,15 Und an dem Tage, da die Wohnung
aufgerichtet wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses;
und am Abend war es über der Wohnung wie das Ansehen eines Feuers bis an den
Morgen.
4Mo 9,16 So war es beständig: die
Wolke bedeckte sie, und des Nachts war es wie das Ansehen eines Feuers.
4Mo 9,17 Und so wie die Wolke sich von dem
Zelte erhob, brachen danach die Kinder Israel auf; und an dem Orte, wo die
Wolke sich niederließ, {O. ruhte; desgl. Kap. 10,12} daselbst
lagerten sich die Kinder Israel.
4Mo 9,18 Nach dem Befehl Jehovas brachen die
Kinder Israel auf, und nach dem Befehl Jehovas lagerten sie sich; alle die
Tage, da die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie.
4Mo 9,19 Und wenn die Wolke viele
Tage auf der Wohnung verweilte, so warteten die Kinder Israel der Hut Jehovas
{d.h. sie
beobachteten das, was für Jehovazu beobachten war} und brachen
nicht auf.
4Mo 9,20 Und geschah es, daß
die Wolke wenige Tage auf der Wohnung war, nach dem Befehl Jehovas lagerten sie
sich - und nach dem Befehl Jehovas brachen sie auf.
4Mo 9,21 Und geschah es, daß die Wolke da war vom Abend bis an den Morgen, und die
Wolke erhob sich am
Morgen, so brachen sie auf; oder einen Tag und eine
Nacht, und die Wolke erhob sich, so brachen sie auf;
4Mo 9,22 oder zwei Tage oder einen
Monat oder eine geraume Zeit {W. oder Tage} - wenn die
Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie darauf ruhte, so lagerten die Kinder
Israel und brachen nicht auf; und wenn sie sich erhob, so brachen sie auf.
4Mo 9,23 Nach dem Befehl Jehovas lagerten
sie sich, und nach dem Befehl Jehovas brachen sie auf; sie warteten der Hut
Jehovas nach dem Befehl Jehovas durch Mose.
4Mo 10,1 Und Jehova redete zu Mose
sprach:
4Mo 10,2 Mache dir zwei Trompeten von
Silber; in getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir dienen
zur Berufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager.
4Mo 10,3 Und stößt man in dieselben, so soll
die ganze Gemeinde sich zu dir versammeln an den Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft.
4Mo 10,4 Und wenn man in eine stößt,
so sollen die Fürsten sich zu dir versammeln, die Häupter der Tausende Israels.
4Mo 10,5 Und blaset ihr Lärm, so
sollen die Lager aufbrechen, die gegen Osten lagern;
4Mo 10,6 und blaset ihr Lärm zum zweiten
Male, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Süden lagern: zu ihrem Aufbruch
sollen sie Lärm blasen.
4Mo 10,7 Aber um die Herausrufung zu versammeln, sollt ihr hineinstoßen und
nicht Lärm blasen.
4Mo 10,8 Und die Söhne Aarons, die Heiliger,
sollen in die Trompeten stoßen. Und sie sollen euch zu einer ewigen Satzung
sein bei euren Geschlechtern.
4Mo 10,9 Und wenn ihr in eurem Lande
in den Streit ziehet wider den Bedränger, der euch bedrängt, so sollt ihr mit
den Trompeten Lärm blasen; und es wird eurer gedacht werden vor Jehova, eurem
Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden.
4Mo 10,10 Und an euren Freudentagen
und an euren Festen {Eig. bestimmten Zeiten (um Gott zu
nahen)} und an euren
Neumonden, {Eig. anden Anfängen eurer Monate} da sollt ihr in die
Trompeten stoßen bei euren Brandopfern und bei euren Friedensopfern; und sie
sollen euch zum Gedächtnis sein vor eurem Gott. Ich bin Jehova, euer Gott.
4Mo 10,11 Und es geschah im zweiten Jahre, im
zweiten Monat, am Zwanzigsten des Monats, da erhob sich die Wolke von der
Wohnung des Zeugnisses.
4Mo 10,12 Und die Kinder Israel brachen auf
aus der Wüste Sinai nach ihren Zügen {Eig. nach ihren
Aufbrüchen; d.h. nach der in V. 14 - 28 beschriebenenReihenfolge}; und die
Wolke ließ sich nieder in der Wüste Paran.
4Mo 10,13 Und sie brachen zum ersten
Male auf nach dem Befehl Jehovas durch Mose.
4Mo 10,14 Und das Panier des Lagers der
Kinder Juda brach zuerst auf nach ihren Heeren; und über sein Heer war
Nachschon, der Sohn Amminadabs.
4Mo
10,15 Und über das Heer des Stammes der Kinder Issaschar
war Nethaneel, der Sohn Zuars;
4Mo 10,16 und über das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn Helons.
4Mo 10,17 Und die Wohnung wurde abgenommen,
und es brachen auf die Söhne Gersons und die Söhne Meraris,
welche die Wohnung trugen.
4Mo 10,18 Und das Panier des Lagers Rubens
brach auf nach seinen Heeren; und über sein Heer war Elizur,
der Sohn Schedeurs.
4Mo
10,19 Und über das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 4Mo
10,20 und über das Heer des Stammes der Kinder Gad war Eljasaph, der Sohn Deghuels.
4Mo 10,21 Und die Kehathiter
brachen auf, welche das Heiligtum trugen; und jene richteten die Wohnung auf,
bis diese kamen.
4Mo 10,22 Und das Panier des Lagers der
Kinder Ephraim brach auf nach ihren Heeren; und über sein Heer war Elischama, der Sohn Ammihuds.
4Mo
10,23 Und über das Heer des Stammes der Kinder Manasse war Gamliel, der Sohn Pedazurs; 4Mo
10,24 und über das Heer des Stammes der Kinder Benjamin war Abidan, der Sohn Gideonis.
4Mo 10,25 Und das Panier des Lagers der
Kinder Dan, welches die Nachhut aller Lager bildete, brach auf nach ihren
Heeren; und über sein Heer war Achieser, der Sohn Ammischaddais.
4Mo
10,26 Und über das Heer des Stammes der Kinder Aser war Pagiel, der Sohn Okrans; 4Mo
10,27 und über das Heer des Stammes der Kinder Naphtali war Achira, der Sohn Enans. 4Mo
10,28 Das war die Marschordnung der Kinder Israel nach ihren
Heeren; und so brachen sie auf.
4Mo
10,29 Und Mose sprach zu Hobab, dem Sohne
Reghuels, des Midianiters, des Schwiegervaters {O.
dem Schwager} Moses: Wir brechen auf nach dem Orte, von welchem Jehova
gesagt hat: Ich will ihn euch geben. Ziehe mit uns, so werden wir dir Gutes
tun; denn Jehova hat Gutes über Israel geredet.
4Mo 10,30 Und er sprach zu ihm: Ich will
nicht mitziehen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft {O.
in meinen Geburtsort; so auch 1. Mose 12,1; 24,4 usw.} will ich
gehen.
4Mo 10,31 Und er sprach: Verlaß uns doch nicht! Denn du weißt ja, wo wir in der
Wüste lagern sollen; und du wirst unser Auge {Eig. unsere
Augen} sein.
4Mo 10,32 Und es soll geschehen, wenn du mit
uns ziehst, und uns jenes Gute geschieht, das Jehova an uns tun will, so werden
wir dir auch Gutes tun.
4Mo 10,33 Und sie brachen auf von dem Berge
Jehovas, drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes Jehovas zog drei
Tagereisen vor ihnen her, um ihnen einen Ruheort zu erkunden;
4Mo 10,34 und die Wolke Jehovas war
über ihnen des Tages, wenn sie aus dem Lager zogen.
4Mo 10,35 Und es geschah, wenn die Lade
aufbrach, so sprach Mose: Stehe auf, Jehova, daß
deine Feinde sich zerstreuen, und deine Hasser vor dir fliehen!
4Mo 10,36 Und wenn sie ruhte, so
sprach er: Kehre wieder, Jehova, zu den Myriaden der Tausende Israels!
4Mo 11,1 Und es geschah, als das Volk sich
beklagte, daß es übel war in den Ohren Jehovas; und
als Jehova es hörte, da erglühte sein Zorn, und ein Feuer Jehovas brannte unter
ihnen und fraß am Ende des Lagers.
4Mo 11,2 Und das Volk schrie zu Mose;
und Mose betete zu Jehova, da legte sich das Feuer.
4Mo 11,3 Und man gab selbigem Orte
den Namen Tabhera, {Brand} weil ein
Feuer Jehovas unter ihnen gebrannt hatte.
4Mo 11,4 Und das Mischvolk, das in ihrer
Mitte war, wurde lüstern, und auch die Kinder Israel weinten wiederum und
sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?
4Mo 11,5 Wir gedenken der Fische, die wir in
Ägypten umsonst aßen, der Gurken und der Melonen und des Lauchs und der
Zwiebeln und des Knoblauchs;
4Mo 11,6 und nun ist unsere Seele
dürre; gar nichts ist da, nur auf das Man sehen unsere Augen.
4Mo 11,7 Das Man aber war wie
Koriandersamen, und sein Ansehen wie das Ansehen des Bdellion.
{S. die Anm. zu 1. Mose
2,12}
4Mo
11,8 Das Volk lief umher, und sie sammelten und mahlten es mit Handmühlen oder
zerstießen es in Mörsern; und sie kochten es in Töpfen, auch machten sie Kuchen
daraus; und sein Geschmack war wie der Geschmack von Ölkuchen.
4Mo 11,9 Und wenn des Nachts der Tau
auf das Lager herabfiel, so fiel das Man auf dasselbe herab.
4Mo 11,10 Und als Mose das Volk nach seinen
Geschlechtern, einen jeden am Eingang seines Zeltes, weinen hörte, und der Zorn
Jehovas heftig entbrannte, da war es übel in den Augen Moses.
4Mo 11,11 Und Mose sprach zu Jehova: Warum
hast du an deinem Knechte übel getan, und warum habe ich nicht Gnade gefunden
in deinen Augen, daß du die Last dieses ganzen Volkes
auf mich legst?
4Mo
11,12 Bin ich mit diesem ganzen Volke schwanger gegangen, oder habe
ich es geboren, daß du zu mir sprichst: Trage es in
deinem Busen, gleichwie der Wärter den Säugling trägt, in das Land, das du
ihren Vätern zugeschworen hast?
4Mo 11,13 Woher soll ich Fleisch haben, um es
diesem ganzen Volke zu geben? Denn sie weinen gegen mich und sagen: Gib uns
Fleisch, daß wir essen!
4Mo 11,14 Ich allein vermag nicht
dieses ganze Volk zu tragen, denn es ist mir zu schwer.
4Mo 11,15 Und wenn du also mit mir tust, so
bringe mich doch um, wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, damit ich
mein Unglück nicht ansehe.
4Mo
11,16 Und Jehova sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Männer aus
den Ältesten Israels, von denen du weißt, daß sie die
Ältesten des Volkes und seine Vorsteher sind, und führe sie zu dem Zelte der
Zusammenkunft, daß sie sich daselbst mit dir
hinstellen.
4Mo 11,17 Und ich werde herniederkommen und
daselbst mit dir reden, und ich werde von dem Geiste nehmen, der auf dir ist,
und auf sie legen, daß sie mit dir an der Last des
Volkes tragen, und du sie nicht allein tragest.
4Mo 11,18 Und zu dem Volke sollst du sagen:
Heiliget euch auf morgen, und ihr werdet Fleisch essen; denn ihr habt vor den
Ohren Jehovas geweint und gesprochen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? denn
in Ägypten ging es uns wohl; und Jehova wird euch Fleisch geben, und ihr werdet
essen.
4Mo 11,19 Nicht einen Tag sollt ihr essen,
und nicht zwei Tage und nicht fünf Tage und nicht zehn Tage und nicht zwanzig
Tage:
4Mo 11,20 bis zu einem ganzen Monat, bis es
euch zur Nase herauskommt, und es euch zum Ekel wird; weil ihr Jehova, der in
eurer Mitte ist, verachtet {O. verworfen} und vor ihm
geweint und gesprochen habt: Warum doch sind wir aus Ägypten herausgezogen?
4Mo 11,21 Und Mose sprach: 600000 Mann zu Fuß
ist das Volk, in dessen Mitte ich bin, und du sprichst: Fleisch will ich ihnen
geben, daß sie einen ganzen Monat essen!
4Mo 11,22 Soll Klein- und Rindvieh für sie
geschlachtet werden, daß es für sie ausreiche? Oder
sollen alle Fische des Meeres für sie gesammelt werden, daß
es für sie ausreiche?
4Mo 11,23 Und Jehova sprach zu Mose: Ist die
Hand Jehovas zu kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort dir eintrifft oder
nicht.
4Mo 11,24 Da ging Mose hinaus und redete zu
dem Volke die Worte Jehovas; und er versammelte siebzig Männer aus den Ältesten
des Volkes und stellte sie rings um das Zelt.
4Mo 11,25 Und Jehova kam in der Wolke
hernieder und redete zu ihm und nahm von dem Geiste, der auf ihm war, und legte
ihn auf die siebzig Männer, die Ältesten. Und es geschah, sobald der Geist auf
sie kam, {Eig. sich auf sie niederließ: so auch V.26} weissagten
sie; aber sie fuhren nicht fort.
4Mo 11,26 Und zwei Männer blieben im
Lager zurück, der Name des einen war Eldad, und der
Name des anderen Medad; und auch auf sie kam der
Geist (sie waren nämlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelte
hinausgegangen), und sie weissagten im Lager.
4Mo 11,27 Da lief ein Jüngling hin und
berichtete es Mose und sprach: Eldad und Medad weissagen im Lager.
4Mo 11,28 Und Josua, der Sohn Nuns, der Diener Moses, einer von seinen Jünglingen, {O.
Auserlesenen; and. üb.: der Diener Moses von seiner Jugend an} antwortete
und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen!
4Mo 11,29 Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du
für mich? Möchte doch das ganze Volk Jehovas Propheten sein, daß Jehova seinen Geist auf sie legte!
4Mo 11,30 Und Mose zog sich in das
Lager zurück, er und die Ältesten Israels.
4Mo 11,31 Und ein Wind fuhr von Jehova aus
und trieb Wachteln vom Meere herbei und warf sie auf das Lager, bei einer
Tagereise hier und bei einer Tagereise dort, rings um das Lager, und bei zwei
Ellen hoch über der Oberfläche der Erde.
4Mo
11,32 Und das Volk machte sich auf, denselben ganzen Tag und die
ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln; wer
wenig gesammelt, hatte zehn Homer gesammelt; und sie breiteten sich dieselben
aus rings um das Lager her.
4Mo 11,33 Das Fleisch war noch zwischen ihren
Zähnen, es war noch nicht zerkaut, da entbrannte der Zorn Jehovas wider das
Volk, und Jehova richtete unter dem Volke eine sehr große Niederlage an. {W.
schlug...einensehr großen Schlag}
4Mo 11,34 Und man gab selbigem Orte den Namen
Kibroth-Hattaawa, {Gräber des Gelüsts} weil man
daselbst das Volk begrub, das lüstern gewesen war.
4Mo 11,35 Von Kibroth-Hattaawa
brach das Volk auf nach Hazeroth; und sie waren zu Hazeroth.
4Mo 12,1 Und Mirjam und Aaron redeten wider
Mose wegen des kuschitischen Weibes, das er genommen hatte; denn er hatte ein
kuschitisches Weib genommen.
4Mo 12,2 Und sie sprachen: Hat Jehova nur
mit {O. durch} Mose allein geredet? Hat er nicht auch mit {O.
durch} uns geredet? Und Jehova hörte es.
4Mo 12,3 Der Mann Mose aber war sehr
sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.
4Mo 12,4 Da sprach Jehova plötzlich zu Mose
und zu Aaron und zu Mirjam: Gehet hinaus, ihr drei, zum Zelte der
Zusammenkunft! Und sie gingen hinaus, die drei.
4Mo 12,5 Und Jehova kam in der Wolkensäule
hernieder und stand an dem Eingang des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam,
und die beiden traten hinaus.
4Mo 12,6 Und er sprach: Höret denn meine
Worte! Wenn ein Prophet unter euch ist, dem will ich, Jehova, in einem Gesicht
mich kundtun, in einem Traume will ich mit ihm reden.
4Mo 12,7 Nicht also mein Knecht Mose.
Er ist treu in meinem ganzen Hause;
4Mo 12,8 mit ihm rede ich von Mund zu Mund,
und deutlich und nicht in Rätseln, und das Bild Jehovas schaut er. Und warum
habt ihr euch nicht gefürchtet, wider meinen Knecht, wider Mose, zu reden?
4Mo 12,9 Und der Zorn Jehovas
entbrannte wider sie, und er ging weg.
4Mo 12,10 Und die Wolke wich von {Eig.
von über} dem Zelte, und siehe, Mirjam war aussätzig wie Schnee; und
Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war aussätzig.
4Mo 12,11 Da sprach Aaron zu Mose: Ach, mein
Herr! lege doch nicht die Sünde auf uns, durch welche wir töricht gehandelt und
uns versündigt haben!
4Mo 12,12 Möge sie doch nicht sein wie ein
totes Kind, dessen Fleisch, wenn es aus seiner Mutter Leibe hervorkommt, zur
Hälfte verwest ist!
4Mo 12,13 Und Mose schrie zu Jehova
und sprach: O Gott, {El} bitte, heile sie doch!
4Mo 12,14 Und Jehova sprach zu Mose:
Hätte ihr Vater ihr etwa ins Angesicht gespieen,
sollte sie sich nicht sieben
Tage lang schämen? {O. sollte sie
nicht... beschimpft sein} Sie soll sieben Tage außerhalb des Lagers
eingeschlossen werden, und danach mag sie wieder aufgenommen werden.
4Mo 12,15 Und Mirjam wurde sieben Tage
außerhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam
wieder aufgenommen war.
4Mo 12,16 Danach aber brach das Volk
von Hazeroth auf; und sie lagerten sich in der Wüste Paran.
4Mo 13,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 13,2 Sende dir Männer aus, daß sie das Land Kanaan auskundschaften, welches ich den
Kindern Israel gebe; je einen Mann für den Stamm seiner Väter sollt ihr
aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen.
4Mo 13,3 Und Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl Jehovas, allesamt Männer, welche
Häupter der Kinder Israel waren.
4Mo 13,4 Und dies sind ihre Namen:
für den Stamm Ruben, Schammua, der Sohn Sakkurs;
4Mo 13,5 für den Stamm Simeon, Schaphat, der Sohn Choris;
4Mo 13,6 für den Stamm Juda, Kaleb,
der Sohn Jephunnes;
4Mo 13,7 für den Stamm Issaschar, Jigal, der Sohn Josephs;
4Mo 13,8 für den Stamm Ephraim,
Hosea, der Sohn Nuns;
4Mo 13,9 für den Stamm Benjamin, Palti, der Sohn Raphus;
4Mo 13,10 für den Stamm Sebulon, Gaddiel, der Sohn Sodis;
4Mo 13,11 für den Stamm Joseph, für
den Stamm Manasse, Gaddi, der Sohn Susis;
4Mo 13,12 für den Stamm Dan, Ammiel, der Sohn Gemallis;
4Mo 13,13 für den Stamm Aser, Sethur, der Sohn Michaels; 4Mo 13,14 für den
Stamm Naphtali, Nachbi, der Sohn Waphsis;
4Mo 13,15 für den Stamm Gad, Geuel,
der Sohn Makis.
4Mo 13,16 Das sind die Namen der
Männer, welche Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte
Hosea, {H. Hoschea: Rettung}
den Sohn Nuns, Josua. {S.
2. Mose 17,9}
4Mo 13,17 Und Mose sandte sie, um das
Land Kanaan auszukundschaften, und sprach zu ihnen: Ziehet hier hinauf an der
Südseite, {O. durch das Land des Südens; soauch V.22} und steiget auf das Gebirge,
4Mo 13,18 und besehet das Land, wie es ist;
und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, ob es gering oder
zahlreich ist;
4Mo 13,19 und wie das Land ist, in welchem es
wohnt, ob es gut oder schlecht ist; und wie die Städte sind, in denen es wohnt,
ob es in Lagern oder in Festungen wohnt;
4Mo 13,20 und wie das Land ist, ob es fett
oder mager ist, ob Bäume darin sind oder nicht. Und fasset Mut und nehmet von
der Frucht des Landes. Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben.
4Mo 13,21 Und sie zogen hinauf und
kundschafteten das Land aus, von der Wüste Zin bis Rechob, wenn man nach Hamath
geht.
4Mo 13,22 Und sie zogen an der Südseite
hinauf und kamen bis Hebron, und daselbst waren Achiman,
Scheschai und Talmai, die
Kinder Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan
in Ägypten erbaut worden.
4Mo
13,23 Und sie kamen bis in das Tal {Das hebr. Wort bezeichnet allgemein alle Wildbäche und Flüsse
Palästinas, und zwar sowohl den Fluß selbst, als auch
die Schlucht oder das Tal, in welchem er fließt} Eskol {Traube}
und schnitten daselbst eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie
zu zweien an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen.
4Mo 13,24 Jenen Ort nannte man Tal Eskol wegen der Traube, welche die Kinder Israel daselbst
abgeschnitten hatten.
4Mo 13,25 Und sie kehrten nach Verlauf
von vierzig Tagen vom Auskundschaften des Landes zurück.
4Mo 13,26 Und sie gingen und kamen zu
Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Paran nach Kades; und sie
brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bescheid und zeigten ihnen die Frucht
des Landes.
4Mo 13,27 Und sie erzählten ihm und sprachen:
Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es
fließt von Milch und Honig, und dies ist seine Frucht.
4Mo 13,28 Nur daß
das Volk stark ist, welches in dem Lande wohnt, und die Städte befestigt, sehr
groß; und auch die Kinder Enaks haben wir dort gesehen.
4Mo 13,29 Amalek wohnt im Lande des Südens,
und die Hethiter und die Jebusiter und die Amoriter
wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meere und an der Seite des
Jordan.
4Mo 13,30 Und Kaleb beschwichtigte das Volk
gegen Mose und sprach: Laßt uns nur hinaufziehen und
es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewißlich
überwältigen.
4Mo 13,31 Aber die Männer, die mit ihm
hinaufgezogen waren, sprachen: Wir vermögen nicht gegen das Volk
hinaufzuziehen, denn es ist stärker als wir.
4Mo 13,32 Und sie brachten unter die
Kinder Israel ein böses Gerücht über das Land aus, das sie ausgekundschaftet
hatten, und sprachen: Das Land, welches wir durchzogen haben, um es
auszukundschaften, ist ein Land, das seine Bewohner frißt;
und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchse;
4Mo 13,33 auch haben wir dort die Riesen {H.
Nephilim; kommt nur in diesem Verseund
in 1. Mose 6,4 vor} gesehen, die Kinder Enaks, von den Riesen; und wir
waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und also waren wir auch in ihren
Augen.
4Mo 14,1 Da erhob die ganze Gemeinde
ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in selbiger Nacht.
4Mo 14,2 Und alle Kinder Israel murrten
wider Mose und wider Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: O wären wir
doch im Lande Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben!
4Mo 14,3 Und warum bringt uns Jehova in
dieses Land, daß wir durchs Schwert fallen und unsere
Weiber und unsere Kindlein zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach
Ägypten zurückzukehren?
4Mo 14,4 Und sie
sprachen einer zum anderen: Laßt uns ein Haupt über
uns setzen und nach Ägypten zurückkehren! 4Mo 14,5 Da fielen
Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Herausrufung
der Gemeinde der Kinder Israel.
4Mo 14,6 Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes,
von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider,
4Mo 14,7 und sie sprachen zu der ganzen
Gemeinde der Kinder Israel und sagten: Das Land, das wir durchzogen haben, um
es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut.
4Mo 14,8 Wenn Jehova Gefallen an uns hat, so
wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch
und Honig fließt.
4Mo 14,9 Nur empöret euch nicht wider
Jehova; und fürchtet ja nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie
sein. Ihr Schirm {W. Schatten} ist von ihnen gewichen, und
Jehova ist mit uns; fürchtet sie nicht!
4Mo 14,10 Und die ganze Gemeinde sagte, daß man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit
Jehovas an dem Zelte der Zusammenkunft allen Kindern Israel.
4Mo 14,11 Und Jehova sprach zu Mose: Wie
lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht
glauben {O. mir mißtrauen} bei all den
Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?
4Mo 14,12 Ich will es mit der Pest schlagen
und es vertilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, größer und stärker
als sie.
4Mo 14,13 Und Mose sprach zu Jehova: So
werden die Ägypter es hören; denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus
ihrer Mitte heraufgeführt;
4Mo 14,14 und man wird es den
Bewohnern dieses Landes sagen, welche gehört haben, {O.
sie haben gehört} daß du,
Jehova, in der Mitte dieses Volkes bist, daß du,
Jehova, Auge in Auge dich sehen läßt, und daß deine
Wolke über ihnen steht, und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tage
und in einer Feuersäule bei Nacht.
4Mo 14,15 Und tötest du dieses Volk wie einen
Mann, so werden die Nationen, die deinen Ruf gehört haben, sprechen und sagen:
4Mo 14,16 Weil Jehova nicht vermochte, dieses
Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zugeschworen hatte, so hat er sie in
der Wüste hingeschlachtet.
4Mo 14,17 Und nun möge doch die Macht
des Herrn sich groß erweisen, so wie du geredet hast, indem du sprachst:
4Mo 14,18 Jehova ist langsam zum Zorn und
groß an Güte, der Ungerechtigkeit und Übertretung vergibt, - aber keineswegs
hält er für schuldlos {O. läßt er ungestraft; vergl. 2. Mose
34,6} den Schuldigen - der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht
an den Kindern am dritten und am vierten Gliede.
4Mo 14,19 Vergib doch die Ungerechtigkeit
dieses Volkes nach der Größe deiner Güte, und so wie du diesem Volke verziehen
hast von Ägypten an bis hierher!
4Mo 14,20 Und Jehova sprach: Ich habe
vergeben nach deinem Worte.
4Mo 14,21 Doch aber, so wahr ich lebe,
soll von der Herrlichkeit Jehovas erfüllt werden die ganze Erde;
4Mo 14,22 denn alle die Männer, die meine
Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, welche ich in Ägypten und in der
Wüste getan, und mich nun zehnmal versucht und nicht gehört haben auf meine
Stimme -
4Mo
14,23 wenn sie das Land sehen werden, {O.
so wahr ich lebe und von der Herrlichkeit Jehovas erfüllt werden wird die ganze
Erde, wenn alle die Männer... das Land sehen werden} das ich
ihren Vätern zugeschworen habe! ja, alle, die mich verachtet haben, sollen es
nicht sehen.
4Mo 14,24 Aber meinen Knecht Kaleb, weil ein
anderer Geist in ihm gewesen und er mir völlig nachgefolgt ist, ihn werde ich
in das Land bringen, in welches er gekommen ist; und sein Same soll es
besitzen.
4Mo 14,25 Die Amalekiter
aber und die Kanaaniter wohnen in der Niederung; morgen wendet euch und brechet
auf nach der Wüste, des Weges zum Schilfmeer.
4Mo 14,26 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
4Mo 14,27 Wie lange soll es mit dieser bösen
Gemeinde währen, daß sie wider mich murrt? Das Murren
der Kinder Israel, das sie wider mich murren, habe ich gehört.
4Mo 14,28 Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe,
spricht Jehova, {S. die Anm. zu 1. Mose 22,16} wenn ich
euch nicht also tun werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!
4Mo 14,29 In dieser Wüste sollen eure
Leichname fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig
Jahren und darüber, die ihr wider mich gemurrt habt.
4Mo 14,30 Wenn ihr in das Land kommen werdet,
darinnen euch wohnen zu lassen ich meine Hand erhoben habe, außer Kaleb, dem
Sohne Jephunnes, und Josua, dem Sohne Nuns!
4Mo 14,31 Und eure Kindlein, von denen ihr
gesagt habt: Sie werden zur Beute werden! die will ich hineinbringen, und sie
sollen das Land kennen lernen, das ihr verschmäht habt.
4Mo 14,32 Ihr aber, eure Leichname
sollen in dieser Wüste fallen;
4Mo 14,33 und eure Kinder sollen vierzig
Jahre lang in der Wüste weiden und eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in
der Wüste aufgerieben sind.
4Mo 14,34 Nach der Zahl der Tage, die ihr das
Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr
vierzig Jahre lang eure Ungerechtigkeiten tragen, und ihr sollt erfahren, was
es ist, wenn ich mich abwende!
4Mo 14,35 Ich, Jehova, habe es geredet; wenn
ich dies nicht tun werde an dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich wider mich
zusammengerottet hat! In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden, und
daselbst sollen sie sterben!
4Mo 14,36 Und die Männer, welche Mose
ausgesandt hatte, um das Land auszukundschaften, und die zurückkehrten und die
ganze Gemeinde wider ihn murren machten, indem sie ein böses Gerücht über das
Land ausbrachten,
4Mo 14,37 jene Männer, die ein böses Gerücht
über das Land ausgebracht hatten, starben durch eine Plage vor Jehova.
4Mo 14,38 Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes,
blieben am Leben von jenen Männern, welche gegangen waren, das Land
auszukundschaften.
4Mo 14,39 Und als Mose jene Worte zu
allen Kindern Israel redete, da trauerte das Volk sehr.
4Mo 14,40 Und sie machten sich des
Morgens früh auf, um auf den Gipfel des Gebirges hinaufzuziehen, und sprachen:
Hier sind wir und wollen an den Ort hinaufziehen, von
welchem Jehova geredet hat; denn wir haben gesündigt.
4Mo 14,41 Aber Mose sprach: Warum
übertretet ihr doch den Befehl Jehovas? Es wird ja nicht gelingen!
4Mo 14,42 Ziehet nicht hinauf, denn
Jehova ist nicht in eurer Mitte, daß ihr nicht vor
euren Feinden geschlagen werdet,
4Mo 14,43 denn die Amalekiter
und die Kanaaniter sind dort vor euch, und ihr werdet durchs Schwert fallen.
Weil ihr euch von der Nachfolge Jehovas {Eig. von hinter Jehovaher} abgewandt habt, wird Jehova nicht mit euch sein.
4Mo 14,44 Doch sie vermaßen sich, auf den
Gipfel des Gebirges hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes Jehovas und Mose
wichen nicht aus der Mitte des Lagers.
4Mo 14,45 Da kamen die Amalekiter
und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge wohnten, herab und schlugen und
zersprengten sie bis Horma.
4Mo 15,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 15,2 Rede zu den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommet, das ich euch
geben werde,
4Mo 15,3 und ihr dem Jehova ein Feueropfer
opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen, {Eig.
auszusondern, zu weihen} oder eine freiwillige Gabe, oder an euren Festen, {Eig.
bestimmte Zeiten (um Gott zu nahen)} um Jehova einen lieblichen Geruch
zu bereiten, vom Rind- oder vom Kleinvieh:
4Mo 15,4 so soll der, welcher Jehova seine
Opfergabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Feinmehl,
gemengt mit einem viertel Hin Öl;
4Mo 15,5 Und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu {And.: auf} dem
Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schafe.
4Mo 15,6 Oder bei einem Widder sollst
du als Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl opfern,
gemengt mit einem drittel Hin
Öl;
4Mo 15,7 und als Trankopfer sollst du
ein drittel Hin Wein darbringen: ein lieblicher
Geruch dem Jehova.
4Mo 15,8 Und wenn du ein junges Rind als
Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, {Eig.
aussondern zu weihen} oder als Friedensopfer für Jehova,
4Mo 15,9 so soll man zu dem jungen Rinde als
Speisopfer darbringen drei Zehntel Feinmehl, gemengt
mit einem halben Hin Öl;
4Mo 15,10 und als Trankopfer sollst du ein
halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
4Mo 15,11 Also soll
getan werden bei jedem Rinde oder bei jedem Widder oder bei jedem Schafe oder
bei jeder Ziege; 4Mo 15,12 nach der Zahl, die ihr opfert,
sollt ihr also tun bei einem jeden nach ihrer Zahl.
4Mo
15,13 Jeder Eingeborene soll dieses also tun, wenn er ein
Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova darbringt. 4Mo
15,14 Und wenn ein Fremdling bei euch weilt, oder wer in eurer
Mitte ist bei euren Geschlechtern, und er opfert dem Jehova ein Feueropfer
lieblichen Geruchs, so soll er ebenso tun, wie ihr tut. -
4Mo 15,15 Was die Herausrufung
betrifft, so soll einerlei Satzung für euch sein und für den Fremdling, der bei
euch weilt; eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern: wie ihr, so soll der
Fremdling sein vor Jehova.
4Mo 15,16 Einerlei Gesetz und einerlei
Recht soll für euch sein und für den Fremdling, der bei euch weilt.
4Mo 15,17 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 15,18 Rede zu den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommet, wohin ich euch bringen werde,
4Mo 15,19 so soll es geschehen, wenn
ihr von dem Brote des Landes esset, so sollt ihr Jehova ein Hebopfer
heben:
4Mo 15,20 als Erstling eures Schrotmehls
sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer heben; wie das Hebopfer der Tenne, also sollt ihr dieses heben.
4Mo 15,21 Von dem Erstling eures
Schrotmehls sollt ihr Jehova ein Hebopfer geben, bei
euren Geschlechtern.
4Mo 15,22 Und wenn ihr aus Versehen
sündiget und nicht tut alle diese Gebote, die Jehova zu Mose geredet hat,
4Mo 15,23 alles, was Jehova euch durch Mose
geboten hat, von dem Tage an, da Jehova Gebote gab, und fernerhin bei euren
Geschlechtern,
4Mo 15,24 so soll es geschehen, wenn
es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, so soll
die ganze Gemeinde einen jungen Farren als Brandopfer opfern zum lieblichen
Geruch dem Jehova, nebst seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der
Vorschrift, und einen Ziegenbock zum Sündopfer.
4Mo 15,25 Und der Heiliger soll Sühnung tun
für die ganze Gemeinde der Kinder Israel, und es wird ihnen vergeben werden;
denn es war eine Sünde aus Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein
Feueropfer dem Jehova, und ihr
Sündopfer vor Jehova
gebracht wegen ihrer Sünde aus Versehen. {Eig. wegen ihres
Versehens}
4Mo 15,26 Und es wird der ganzen Gemeinde der
Kinder Israel vergeben werden und dem Fremdling, der in ihrer Mitte weilt; denn
von dem ganzen Volke ist es geschehen aus Versehen.
4Mo 15,27 Und wenn eine einzelne Seele aus
Versehen sündigt, so soll sie eine einjährige Ziege zum Sündopfer
darbringen.
4Mo 15,28 Und der Heiliger soll Sühnung tun
für die Seele, die ein Versehen begangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor
Jehova, um Sühnung für sie zu tun; und es wird ihr vergeben werden.
4Mo 15,29 Für den Eingeborenen unter den
Kindern Israel und für den Fremdling, der in ihrer Mitte weilt, sollt ihr ein
Gesetz haben, für den, der aus Versehen etwas tut.
4Mo 15,30 Aber die Seele, welche mit
erhobener Hand etwas tut, von den Eingeborenen und von den Fremdlingen, die
schmäht Jehova; und selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres
Volkes,
4Mo 15,31 denn das Wort Jehovas hat sie
verachtet und sein Gebot gebrochen; selbige Seele soll gewißlich
ausgerottet werden: ihre Ungerechtigkeit ist auf ihr.
4Mo 15,32 Und als die Kinder Israel in
der Wüste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbathtage
Holz auflas.
4Mo 15,33 Und die ihn, Holz auflesend,
gefunden hatten, brachten ihn zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde.
4Mo 15,34 Und sie legten ihn in
Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was ihm getan werden sollte.
4Mo 15,35 Da sprach Jehova zu Mose: Der Mann
soll gewißlich getötet werden; die ganze Gemeinde
soll ihn außerhalb des Lagers steinigen.
4Mo 15,36 Da führte ihn die ganze Gemeinde
vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, daß er
starb, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
4Mo 15,37 Und Jehova sprach zu Mose
und sagte:
4Mo 15,38 Rede zu den Kindern Israel
und sprich zu ihnen, daß sie sich eine Quaste an den
Zipfeln ihrer Oberkleider
{Eig.
Oberkleider; das Obergewand bestand meistaus einem
großen viereckigenStück Zeug, das man in
verschiedener Weise umwarf} machen, bei ihren Geschlechtern, und daß sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur von blauem
Purpur setzen;
4Mo 15,39 und es soll
euch zu einer Quaste sein, daß ihr, wenn ihr sie
ansehet, aller Gebote Jehovas gedenket und sie tuet, und daß
ihr nicht umherspähet eurem Herzen und euren Augen nach, denen ihr nachhuret; 4Mo
15,40 damit ihr aller meiner Gebote gedenket und sie tuet, und
heilig seiet eurem Gott.
4Mo 15,41 Ich bin Jehova, euer Gott, der ich
euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin
Jehova, euer Gott.
4Mo 16,1 Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des
Sohnes Levis, unternahm es, und mit ihm Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On,
der Sohn Pelets, die Söhne Rubens,
4Mo 16,2 und sie standen auf gegen Mose, mit
250 Männern von den Kindern Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufene {S.
die Anm. zu Kap. 1,16} der Herausrufung, Männer von
Namen.
4Mo 16,3 Und sie versammelten sich
wider Mose und wider Aaron und sprachen zu ihnen: Laßt
es genug sein! Denn die ganze Gemeinde, sie allesamt, sind heilig, und Jehova
ist in ihrer Mitte! Und warum erhebet ihr euch über die Herausrufung
Jehovas?
4Mo 16,4 Als Mose es hörte, fiel er
auf sein Angesicht.
4Mo
16,5 Und er redete zu Korah und zu seiner ganzen Rotte und sprach: Morgen, da
wird Jehova kundtun, wer sein ist und wer heilig {Eig. der
Heilige} ist, daß er ihn zu sich nahen
lasse; und wen er erwählt, den wird er zu sich nahen lassen.
4Mo 16,6 Dieses tut: Nehmet euch
Räucherpfannen, Korah und seine ganze Rotte,
4Mo 16,7 und morgen tut Feuer darein und
leget Räucherwerk darauf vor Jehova; und es soll geschehen, der Mann, den
Jehova erwählen wird, der sei der Heilige. Laßt es
genug sein, ihr Söhne Levis!
4Mo 16,8 Und Mose sprach zu Korah:
Höret doch, ihr Söhne Levis!
4Mo
16,9 Ist es euch zu wenig, daß der Gott Israels euch
aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen,
damit ihr den Dienst der Wohnung Jehovas verrichtet, und vor der Gemeinde
stehet, um sie zu bedienen,
4Mo 16,10 daß er dich
und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir hat herzunahen lassen? Und ihr
trachtet auch nach dem Heiligertum!
4Mo 16,11 Darum rottet ihr euch zusammen, du
und deine ganze Rotte, wider Jehova; denn Aaron, was ist er, daß ihr wider ihn murret?
4Mo 16,12 Und Mose sandte hin, um Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu rufen. Aber sie sprachen: Wir kommen nicht
hinauf!
4Mo 16,13 Ist es zu wenig, daß du uns aus einem Lande, das von Milch und Honig fließt,
heraufgeführt hast, um uns in der Wüste sterben zu lassen, daß
du dich auch gar zum Herrscher über uns aufwirfst?
4Mo 16,14 Du hast uns keineswegs in ein Land
gebracht, das von Milch und Honig fließt, noch uns Äcker und Weinberge als
Erbteil gegeben! Willst du diesen Leuten die Augen ausstechen? Wir kommen nicht
hinauf!
4Mo 16,15 Da ergrimmte Mose sehr und sprach
zu Jehova: Wende dich nicht zu ihrer Opfergabe! nicht einen Esel habe ich von
ihnen genommen, und keinem einzigen unter ihnen ein Leid
getan.
4Mo 16,16 Und Mose sprach zu Korah: Du und
deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor Jehova erscheinen, {W.
sein} du und sie und Aaron.
4Mo 16,17 Und nehmet ein jeder seine
Räucherpfanne und leget Räucherwerk darauf, und bringet ein jeder seine
Räucherpfanne dar vor Jehova, 250 Räucherpfannen; und du und Aaron, ein jeder
seine Räucherpfanne.
4Mo 16,18 Und sie nahmen ein jeder seine
Räucherpfanne und taten Feuer darauf und legten Räucherwerk darauf; und sie
traten hin an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, auch Mose und Aaron.
4Mo 16,19 Und Korah versammelte wider sie die
ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Da erschien die
Herrlichkeit Jehovas vor der ganzen Gemeinde.
4Mo 16,20 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
4Mo 16,21 Sondert euch ab aus der
Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick!
4Mo 16,22 Und sie fielen auf ihr Angesicht
und sprachen: Gott, {El} du Gott der Geister alles
Fleisches! der eine Mann sündigt, und du solltest über die ganze Gemeinde
zürnen?
4Mo 16,23 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 16,24 Rede zu der Gemeinde und sprich:
Hebet euch ringsum weg von der Wohnung Korahs, Dathans
und Abirams.
4Mo 16,25 Da stand Mose auf und ging
zu Dathan und Abiram, und
ihm nach gingen die Ältesten Israels.
4Mo 16,26 Und er redete zu der Gemeinde und
sprach: Weichet doch von den Zelten dieser gesetzlosen Männer und rühret nichts
an, was ihnen gehört, daß ihr nicht weggerafft werdet
in allen ihren Sünden!
4Mo 16,27 Und sie hoben sich ringsum weg von
der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams.
Und Dathan und Abiram
traten heraus und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Weibern und ihren
Söhnen und ihren Kindlein.
4Mo 16,28 Und Mose sprach: Daran sollt ihr
erkennen, daß Jehova mich gesandt hat, alle diese
Taten zu tun, daß ich nicht aus meinem Herzen
gehandelt habe:
4Mo 16,29 Wenn diese sterben, wie alle
Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, so
hat Jehova mich nicht gesandt;
4Mo 16,30 wenn aber Jehova ein Neues {W.
eine Schöpfung, d.h. etwas noch nie Geschehenes} schafft, und der Erdboden
seinen Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehört, und sie
lebendig in den Scheol hinabfahren, so werdet ihr erkennen, daß
diese Männer Jehova verachtet haben. -
4Mo 16,31 Und es geschah, als er alle diese
Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war,
4Mo 16,32 und die Erde tat ihren Mund auf und
verschlang sie und ihre Familien {W. ihre Häuser} und alle
Menschen, die Korah angehörten, und die ganze Habe.
4Mo 16,33 Und sie fuhren, sie und alles, was
ihnen angehörte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und
sie wurden mitten aus der Herausrufung vertilgt.
4Mo 16,34 Und ganz Israel, das rings um sie
her war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sprachen: Daß
die Erde uns nicht verschlinge!
4Mo 16,35 Und Feuer ging aus von
Jehova und fraß die 250 Männer, die das Räucherwerk dargebracht hatten.
4Mo 16,36 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 16,37 Sprich zu Eleasar, dem Sohne
Aarons, dem Heiliger, {O. des Heiligers}
daß er die Räucherpfannen aus dem
Brande herausnehme; und streue das Feuer hinweg, denn sie sind heilig.
4Mo 16,38 Die Räucherpfannen dieser
Männer, welche wider ihre Seele gesündigt haben, - man mache daraus
breitgeschlagene Bleche zum Überzug für den Altar; denn sie haben sie vor
Jehova dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Kindern Israel
zum Zeichen sein.
4Mo 16,39 Und Eleasar, der Heiliger, nahm die
ehernen Räucherpfannen, welche die Verbrannten dargebracht hatten, und man
schlug sie breit zum Überzug für den Altar,
4Mo 16,40 als ein Gedächtnis für die
Kinder Israel, auf daß kein Fremder, der nicht vom
Samen Aarons ist, herzunahe, um Räucherwerk vor Jehova zu räuchern, und es ihm
nicht ergehe wie Korah und seiner Rotte, - so wie Jehova durch Mose zu ihm {d.h.
zu Eleasar} geredet hatte.
4Mo 16,41 Und die ganze Gemeinde der Kinder
Israel murrte am anderen Morgen wider Mose und wider Aaron und sprach: Ihr habt
das Volk Jehovas getötet!
4Mo 16,42 Und es geschah, als die Gemeinde
sich wider Mose und wider Aaron versammelte, da wandten sie sich zu dem Zelte
der Zusammenkunft, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit
Jehovas erschien.
4Mo 16,43 Da gingen Mose und Aaron vor
das Zelt der Zusammenkunft.
4Mo 16,44 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 16,45 Hebet euch weg aus der Mitte dieser
Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf
ihr Angesicht.
4Mo 16,46 Und Mose sprach zu Aaron:
Nimm die Räucherpfanne und tue Feuer vom Altar darauf und lege
Räucherwerk auf, und bringe es eilends zu der Gemeinde
und tue Sühnung für sie; denn der Zorn ist ausgegangen von {Eig.
von her} Jehova, die Plage hat begonnen.
4Mo 16,47 Und Aaron nahm die Räucherpfanne,
so wie Mose geredet hatte, und lief mitten unter die Herausrufung,
und siehe, die Plage hatte unter dem Volke begonnen; und er legte das
Räucherwerk auf und tat Sühnung für das Volk.
4Mo 16,48 Und er stand zwischen den
Toten und den Lebendigen, und der Plage ward gewehrt.
4Mo 16,49 Und es waren derer, die an
der Plage starben, 14700, außer denen, die Korahs wegen gestorben waren.
4Mo 16,50 Und Aaron kam wieder zu Mose
an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft, als der Plage gewehrt war.
4Mo 17,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 17,2 Rede zu den Kindern Israel und nimm
von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus, von allen ihren Fürsten, nach ihren
Vaterhäusern, zwölf Stäbe; du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab
schreiben.
4Mo 17,3 Und den Namen Aarons sollst du auf
den Stab Levis schreiben; denn ein Stab soll für jedes Haupt ihrer Vaterhäuser
sein.
4Mo 17,4 Und du sollst sie in das Zelt der
Zusammenkunft vor das Zeugnis niederlegen, woselbst ich mit euch zusammenkomme.
4Mo 17,5 Und es wird geschehen: der Mann,
den ich erwählen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir
stillen das Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren.
4Mo 17,6 Und Mose redete zu den Kindern
Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach
ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren Stäben.
4Mo 17,7 Und Mose legte die Stäbe vor
Jehova nieder in das Zelt des Zeugnisses.
4Mo 17,8 Und es geschah des anderen Tages,
als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab
Aarons, vom Hause Levi, gesproßt: er hatte Sprossen
getrieben und Blüten gebracht und Mandeln gereift.
4Mo 17,9 Und Mose brachte alle die Stäbe
heraus vor Jehova weg zu allen Kindern Israel, und sie sahen sie und nahmen ein
jeder seinen Stab.
4Mo 17,10 Und Jehova sprach zu Mose:
Bringe den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als ein Zeichen für die
Widerspenstigen {W. die Söhne der
Widerspenstigkeit} aufzubewahren, so daß du
ihrem Murren vor mir ein Ende machest, und sie nicht sterben.
4Mo 17,11 Und Mose tat es; so wie
Jehova ihm geboten hatte, also tat er.
4Mo 17,12 Und die Kinder Israel sprachen zu
Mose und sagten: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um!
4Mo 17,13 Jeder, der irgend zur
Wohnung Jehovas naht, der stirbt: sollen wir denn allzumal vergehen?
4Mo 18,1 Und Jehova sprach zu Aaron:
Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die
Ungerechtigkeit des Heiligtums tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr
sollt die Ungerechtigkeit eures Heiligertums tragen.
4Mo 18,2 Und auch deine Brüder, den
Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, laß mit dir
herzunahen, daß sie sich dir anschließen {S.
die Anm. zu 1. Mose 29,34} und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir, ihr
sollt vor dem Zelte des Zeugnisses dienen.
4Mo 18,3 Und sie sollen deiner Hut warten
und der Hut des ganzen Zeltes; nur den Geräten des Heiligtums und dem Altar
sollen sie nicht nahen, daß sie nicht sterben, sowohl
sie als auch ihr.
4Mo 18,4 Und sie sollen sich dir anschließen
und der Hut des Zeltes der Zusammenkunft warten nach allem Dienste des Zeltes;
aber kein Fremder soll euch nahen.
4Mo 18,5 Und ihr sollt der Hut des
Heiligtums und der Hut des Altars warten, daß kein
Zorn mehr über die Kinder Israel komme.
4Mo 18,6 Und ich, siehe, ich habe
eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Kinder Israel genommen; euch als
Geschenk sind sie dem Jehova gegeben, {Vergl.
Kap. 8,16. 19} um den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft zu verrichten.
4Mo 18,7 Du aber und deine Söhne mit
dir, ihr sollt eures Heiligertums warten, in allem,
was den Altar betrifft und innerhalb des Vorhangs, und so den Dienst tun; als
einen geschenkten Dienst gebe ich euch das Heiligertum.
Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden.
4Mo 18,8 Und Jehova redete zu Aaron: Und
ich, siehe, ich habe dir die Hut meiner Hebopfer
gegeben; von allen heiligen Dingen der Kinder Israel habe ich sie dir und
deinen Söhnen gegeben, als Salbungsteil, {Vergl. 3. Mose 7,35} als eine
ewige Gebühr. {W. als ein für ewig Bestimmtes; soauch V.11. 19}
4Mo 18,9 Dies soll dir gehören von dem
Hochheiligen, das nicht verbrannt wird: alle ihre Opfergaben nach allen ihren
Speisopfern und nach allen ihren Sündopfern und nach
allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen, {Eig.
erstatten, entrichten} als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen
gehören.
4Mo 18,10 An hochheiligem Orte sollst
du es essen, alles Männliche soll es essen; es soll dir heilig sein.
4Mo 18,11 Und dies soll dir gehören: die Hebopfer ihrer Gaben, nach allen Webopfern der Kinder
Israel; dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir habe ich sie gegeben
als eine ewige Gebühr; jeder Reine in deinem Hause soll es essen.
4Mo 18,12 Alles Beste {Eig.
Fett; soauch nachher und V.29. 30. 32} vom Öl und
alles Beste vom Most und Getreide, ihre Erstlinge, die sie Jehova geben, dir
habe ich sie gegeben.
4Mo 18,13 Die ersten Früchte von allem, was
in ihrem Lande wächst, die sie Jehova bringen, sollen dir gehören; jeder Reine
in deinem Hause soll davon essen.
4Mo 18,14 Alles
Verbannte {d.h. Geweihte. S. die Vorrede und 3. Mose
27,28} in Israel soll dir gehören.
4Mo 18,15 Alles, was die Mutter bricht, von
allem Fleische, das sie Jehova darbringen, an Menschen und an Vieh, soll dir
gehören; nur sollst du den Erstgeborenen vom Menschen jedenfalls lösen, und das
Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du lösen.
4Mo 18,16 Und die zu Lösenden unter ihnen
sollst du von einem Monat an lösen, nach deiner Schätzung, um fünf Sekel
Silber, nach dem Sekel des Heiligtums, der zwanzig Gera ist.
4Mo 18,17 Aber das Erstgeborene vom Rinde
oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen
sollst du nicht lösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar
sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer räuchern zum lieblichen Geruch
für Jehova.
4Mo 18,18 Und ihr Fleisch soll dir gehören;
wie die Brust des Webopfers und wie der rechte Schenkel soll es dir gehören.
4Mo
18,19 Alle Hebopfer der heiligen Dinge,
welche die Kinder Israel dem Jehova heben, habe ich dir gegeben, und deinen
Söhnen und deinen Töchtern mit dir, als eine ewige Gebühr; es ist ein ewiger Salzbund vor Jehova für dich und für deinen Samen mit dir.
4Mo 18,20 Und Jehova sprach zu Aaron: In
ihrem Lande sollst du nichts erben und sollst kein Teil in ihrer Mitte haben;
ich bin dein Teil und dein Erbe inmitten der Kinder Israel.
4Mo 18,21 Und siehe, den Kindern Levi habe
ich allen Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihren Dienst, den sie
verrichten, den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft.
4Mo 18,22 Und die Kinder Israel sollen nicht
mehr dem Zelte der Zusammenkunft nahen, um Sünde auf sich zu laden, {Eig.
Sündezu tragen; soauch
V.32} daß sie sterben;
4Mo 18,23 die Leviten vielmehr sollen {W.
der Levit aber, er soll} den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft verrichten,
und sie sollen ihre Ungerechtigkeit tragen: eine ewige Satzung bei euren
Geschlechtern. Aber inmitten der Kinder Israel sollen sie kein Erbteil
besitzen;
4Mo 18,24 denn den
Zehnten der Kinder Israel, welchen sie Jehova als Hebopfer
heben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen
gesagt, daß sie inmitten der Kinder Israel kein
Erbteil besitzen sollen. 4Mo 18,25 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo
18,26 Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sprechen:
Wenn ihr von den Kindern Israel den Zehnten nehmet, den ich euch von ihnen als
euer Erbteil gegeben habe, so sollt ihr davon ein Hebopfer
für Jehova heben, den Zehnten von dem Zehnten.
4Mo 18,27 Und euer Hebopfer
wird euch gerechnet werden wie das Getreide von der Tenne und wie die Fülle von
der
Kelter.
4Mo 18,28 Also sollt auch ihr ein Hebopfer für Jehova heben von allen euren Zehnten, die ihr
von den Kindern Israel nehmet, und davon das Hebopfer
für Jehova Aaron, dem Heiliger, geben.
4Mo 18,29 Von allem euch Gegebenen sollt ihr
alles Hebopfer Jehovas heben, von allem Besten
desselben das Geheiligte davon.
4Mo 18,30 Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn
ihr das Beste davon hebet, so soll es den Leviten gerechnet werden wie der
Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelter.
4Mo 18,31 Und ihr möget ihn {den
Zehnten, nach Abhub des Hebopfers für Jehova} essen an
jedem Orte, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn für euren Dienst am Zelte
der Zusammenkunft.
4Mo 18,32 Und ihr werdet seinethalben keine
Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon hebet, und werdet die heiligen
Dinge der Kinder Israel nicht entweihen und nicht sterben.
4Mo 19,1 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron und sprach:
4Mo 19,2 Dies ist die Satzung des Gesetzes,
das Jehova geboten hat, indem er sprach: Rede zu den Kindern Israel, daß sie dir eine rote junge Kuh bringen, ohne Fehl, an der
kein Gebrechen, auf welche kein Joch gekommen ist;
4Mo 19,3 und ihr sollt sie Eleasar, dem
Heiliger, geben, und er soll sie vor das Lager hinausführen, und man soll sie
vor ihm schlachten.
4Mo 19,4 Und Eleasar, der Heiliger, nehme
von ihrem Blute mit seinem Finger und sprenge von ihrem Blute siebenmal gegen
die Vorderseite des Zeltes der Zusammenkunft hin.
4Mo 19,5 Und man soll die junge Kuh vor
seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mist
soll man verbrennen.
4Mo 19,6 Und der Heiliger soll Cedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in
den Brand der jungen Kuh werfen.
4Mo 19,7 Und der Heiliger soll seine Kleider
waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und danach soll er in das Lager
gehen; und der Heiliger wird unrein sein bis an den Abend.
4Mo 19,8 Und der sie verbrennt, soll seine
Kleider mit Wasser waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein
sein bis an den Abend.
4Mo 19,9 Und ein reiner Mann soll die
Asche der jungen Kuh sammeln und sie außerhalb des Lagers an einen reinen Ort
schütten, {Eig. niederlegen} und sie
soll für die Gemeinde der Kinder Israel aufbewahrt werden zum Wasser der
Reinigung; es ist eine Entsündigung.
4Mo 19,10 Und der die Asche der jungen Kuh
gesammelt hat, soll seine Kleider waschen, und er wird unrein sein bis an den
Abend. Und es soll den Kindern Israel und dem Fremdling, der in ihrer Mitte
weilt, zur ewigen Satzung sein.
4Mo 19,11 Wer einen Toten anrührt,
irgend eine Leiche eines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein.
4Mo 19,12 Selbiger soll sich am dritten Tage
damit entsündigen, und am siebten Tage wird er rein sein; und wenn er sich
nicht entsündigt am dritten Tage, so wird er am siebten Tage nicht rein sein.
4Mo 19,13 Jeder, der einen Toten
anrührt, die Leiche irgend eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht
entsündigt, hat die Wohnung Jehovas verunreinigt; und selbige Seele soll
ausgerottet werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn
gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinigkeit ist noch an ihm.
4Mo 19,14 Dies ist das Gesetz, wenn ein
Mensch im Zelte stirbt: Jeder, der ins Zelt geht, und jeder, der im Zelte ist,
wird sieben Tage unrein sein.
4Mo 19,15 Und jedes offene Gefäß, auf
dem kein festgebundener Deckel ist, wird unrein sein. -
4Mo 19,16 Und jeder, der auf freiem Felde
einen mit dem Schwerte Erschlagenen oder einen Gestorbenen oder das Gebein
eines Menschen oder ein Grab anrührt, wird sieben Tage unrein sein.
4Mo 19,17 Und man soll für den Unreinen von
dem Staube des zur Entsündigung Verbrannten nehmen
und lebendiges Wasser darauf tun in ein Gefäß;
4Mo 19,18 und ein reiner Mann soll
Ysop nehmen und ihn in das Wasser tauchen, und soll auf das Zelt sprengen und
auf alle Geräte und auf die Personen, die daselbst sind, und auf den, der das
Gebein oder den Erschlagenen oder den Gestorbenen oder das Grab angerührt hat.
4Mo
19,19 Und zwar soll der Reine auf den Unreinen sprengen am dritten
Tage und am siebten Tage, und ihn am siebten Tage entsündigen; und er soll
seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am Abend wird er rein sein.
-
4Mo 19,20 Und wenn jemand unrein wird, und
sich nicht entsündigt, selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte der Herausrufung; denn er hat das Heiligtum Jehovas
verunreinigt: das Wasser der Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er
ist unrein.
4Mo 19,21 Und es soll ihnen zur ewigen
Satzung sein. Und wer das Wasser der Reinigung sprengt, soll seine Kleider
waschen; und wer das Wasser der Reinigung anrührt, wird unrein sein bis an den
Abend.
4Mo 19,22 Und alles, was der Unreine anrührt,
wird unrein sein; und wer {W. die Seele, die} ihn
anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
4Mo
20,1 Und die Kinder Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wüste Zin, im ersten Monat; {des 40. Jahres nach
dem Auszug aus Ägypten; vergl. V.28 mit Kap. 33,38} und das
Volk blieb zu Kades; und Mirjam starb daselbst und
wurde daselbst begraben.
4Mo 20,2 Und es war kein Wasser da
für die Gemeinde, und sie versammelten sich wider Mose und wider Aaron.
4Mo 20,3 Und das Volk haderte mit Mose, und
sie sprachen und sagten: Wären wir doch umgekommen, als unsere Brüder vor
Jehova umkamen!
4Mo 20,4 Und warum habt ihr die Herausrufung Jehovas in diese Wüste gebracht, daß wir daselbst sterben, wir und unser Vieh?
4Mo 20,5 Und warum habt ihr uns aus Ägypten
heraufgeführt, um uns an diesen bösen Ort zu bringen? Es ist kein Ort der
Aussaat und der Feigenbäume und der Weinstöcke und der Granatbäume, und kein
Wasser ist da zu trinken.
4Mo 20,6 Und Mose und Aaron gingen von der Herausrufung hinweg zum Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft und fielen auf ihr Angesicht; und die Herrlichkeit Jehovas
erschien ihnen.
4Mo 20,7 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 20,8 Nimm den Stab und versammle
die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem
Felsen, so wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen
hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh.
4Mo 20,9 Und Mose nahm den Stab vor
Jehova weg, so wie er ihm geboten hatte.
4Mo 20,10 Und Mose und Aaron versammelten die
Herausrufung vor dem Felsen; und er sprach zu ihnen:
Höret doch, ihr Widerspenstigen! werden wir euch Wasser aus diesem Felsen
hervorbringen?
4Mo 20,11 Und Mose erhob seine Hand und
schlug den Felsen mit seinem Stabe zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die
Gemeinde trank und ihr Vieh.
4Mo 20,12 Da sprach Jehova zu Mose und zu
Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Kinder Israel
zu heiligen, deswegen sollt ihr diese Herausrufung
nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe.
4Mo 20,13 Das ist das Wasser von Meriba, {O. das Haderwasser}
wo die Kinder Israel mit Jehova haderten, und er sich an ihnen heiligte.
4Mo 20,14 Und Mose sandte Boten aus Kades an den König von Edom: So spricht dein Bruder Israel:
Du kennst all das Ungemach, das uns betroffen hat:
4Mo 20,15 unsere Väter zogen nach Ägypten
hinab, und wir haben eine lange Zeit in Ägypten gewohnt; und die Ägypter
behandelten uns und unsere Väter übel.
4Mo 20,16 Da schrieen
wir zu Jehova, und er hat unsere Stimme gehört und einen Engel gesandt und uns
aus Ägypten herausgeführt; und siehe, wir sind zu Kades,
einer Stadt am Äußersten deines Gebiets.
4Mo 20,17 Laß uns doch
durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch die Äcker und durch die
Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus den Brunnen {d.h.
Cisternen} trinken; auf der Straße des Königs
wollen wir ziehen und nicht ausbiegen zur Rechten noch zur Linken, bis wir
durch dein Gebiet gezogen sind.
4Mo 20,18 Aber Edom sprach zu ihm: Du sollst
nicht bei mir durchziehen, daß ich dir nicht mit dem
Schwerte entgegenrücke.
4Mo 20,19 Und die Kinder Israel sprachen zu
ihm: Auf der Landstraße {Eig. ein aufgeschütteter, erhöhter Weg} wollen wir
hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und mein Vieh, so
will ich den Preis dafür geben; mit
meinen Füßen will ich
durchziehen, weiter nichts. {W. es ist gar keine Sache (nichts
Außerordentliches), mit meinen Füßen usw.}
4Mo 20,20 Und er sprach: Du sollst nicht
durchziehen! Und Edom zog aus, ihm entgegen, mit zahlreichem Volk und mit
starker Hand.
4Mo 20,21 Und so weigerte sich Edom,
Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu ziehen; und Israel bog von ihm ab.
4Mo 20,22 Und sie brachen auf von Kades; und die Kinder Israel, die ganze Gemeinde, kamen an
den Berg Hor.
4Mo 20,23 Und Jehova redete zu Mose
und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze des Landes
Edom, und sprach:
4Mo 20,24 Aaron soll zu seinen Völkern
versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern
Israel gegeben habe, weil ihr meinem Befehle widerspenstig gewesen seid bei dem
Wasser von Meriba.
4Mo 20,25 Nimm Aaron und Eleasar,
seinen Sohn, und laß sie hinaufsteigen auf den Berg Hor;
4Mo 20,26 und ziehe Aaron seine Kleider aus
und lege sie seinem Sohne Eleasar an; und Aaron soll versammelt werden und
daselbst sterben.
4Mo 20,27 Und Mose tat, so wie Jehova geboten
hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor, vor den
Augen der ganzen Gemeinde.
4Mo 20,28 Und Mose zog Aaron seine Kleider
aus und legte sie seinem Sohne Eleasar an; und Aaron starb daselbst auf dem
Gipfel des Berges; und Mose und Eleasar stiegen von dem Berge herab.
4Mo 20,29 Und als die ganze Gemeinde sah, daß Aaron verschieden war, da beweinte das ganze Haus
Israel Aaron dreißig Tage lang.
4Mo 21,1 Und der Kanaaniter, der König von
Arad, der im Süden wohnte, hörte, daß Israel des
Weges nach Atharim {And. üb.: auf
dem Wege der Kundschafter} kam, und er stritt wider Israel und führte Gefangene
von ihm hinweg.
4Mo 21,2 Da tat Israel Jehova ein Gelübde
und sprach: Wenn du dieses Volk gewißlich in meine
Hand gibst, so werde ich seine Städte verbannen.
4Mo 21,3 Und Jehova hörte auf die Stimme
Israels und gab die Kanaaniter in seine Hand; und es verbannte sie und ihre
Städte. Und man gab dem Orte den Namen Horma. {Bann,
Vernichtung}
4Mo 21,4 Und sie brachen auf vom Berge Hor, des Weges zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen.
Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig {O. mutlos} auf dem
Wege;
4Mo 21,5 und das Volk redete wider Gott und
wider Mose: Warum habt ihr uns aus Ägyten
heraufgeführt, daß wir in der Wüste sterben? denn da
ist kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser elenden
Speise.
4Mo 21,6 Da sandte Jehova feurige Schlangen {W.
Saraph = (brennende) Schlangen, derenBiß
einenbrennenden Schmerz verursachte} unter das
Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volks aus Israel.
4Mo 21,7 Da kam das Volk zu Mose, und sie
sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider Jehova und wider dich geredet haben; flehe zu Jehova,
daß er die Schlangen von uns wegnehme. Und Mose
flehte für das Volk.
4Mo 21,8 Und Jehova sprach zu Mose: Mache
dir eine feurige Schlange und tue sie auf eine Stange; und es wird geschehen,
jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.
4Mo 21,9 Und Mose machte eine Schlange von
Erz und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemand
gebissen hatte, und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am
Leben.
4Mo 21,10 Und die Kinder Israel
brachen auf und lagerten sich zu Oboth.
4Mo 21,11 Und sie brachen auf von Oboth und lagerten sich zu Ijje-Abarim,
in der Wüste, die vor Moab gegen Sonnenaufgang ist.
4Mo 21,12 Von dort brachen sie auf und
lagerten sich am Bache {O. im Tale; siehe die Anm. zu Kap.
13,23} Sered.
4Mo 21,13 Von dort brachen sie auf und
lagerten sich jenseit {O. diesseit} des Arnon,
der in der Wüste ist, der aus dem Gebiete der Amoriter hervorgeht. Denn der
Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern.
4Mo 21,14 Darum heißt es in dem Buche
der Kämpfe Jehovas: Waheb in Sufa
und die Bäche des Arnon;
4Mo 21,15 und die Ergießung
der Bäche, die sich erstreckt nach dem Wohnsitze Ars, {d.h.
nach Ar-Moab, der Hauptstadt des Landes} und sich lehnt an die Grenze von
Moab.
4Mo 21,16 Und von dort zogen sie nach
Beer; {Brunnen} das ist der Brunnen, von welchem Jehova zu Mose
sprach:
Versammle das Volk, und ich will ihnen Wasser geben.
4Mo 21,17 Damals sang Israel dieses
Lied: Herauf, Brunnen! Singet ihm zu!
4Mo 21,18 Brunnen, den Fürsten gegraben, den
die Edlen des Volkes, mit dem Gesetzgeber, gehöhlt haben {O.
des Volkes gehöhlt haben mit dem Herrscherstabe} mit ihren Stäben!
4Mo 21,19 Und aus der Wüste zogen sie nach Mattana; und von Mattana nach Nachaliel, und von Nachaliel nach
Bamoth;
4Mo 21,20 und von Bamoth
nach dem Tale, {auf der Hochebene des Pisga-Gebirges}
das im Gefilde Moabs ist, nach dem Gipfel des Pisga,
der emporragt über die Fläche der Wildnis.
4Mo 21,21 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Könige der Amoriter, und ließ ihm sagen:
4Mo 21,22 Laß mich durch
dein Land ziehen! Wir wollen nicht in die Äcker und in die Weinberge ausbiegen,
wir wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs
wollen wir ziehen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.
4Mo 21,23 Aber Sihon
gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen; und Sihon
versammelte all sein Volk und zog aus, Israel entgegen in die Wüste, und kam
nach Jahaz und stritt wider Israel.
4Mo 21,24 Und Israel schlug ihn mit der
Schärfe des Schwertes und nahm sein Land in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Kindern Ammon; denn die Grenze der
Kinder Ammon war fest.
4Mo 21,25 Und Israel nahm alle diese Städte,
und Israel wohnte in allen Städten der Amoriter, in Hesbon
und in allen seinen Tochterstädten.
4Mo 21,26 Denn Hesbon
war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter; und
dieser hatte wider den früheren König von Moab gestritten und hatte sein ganzes
Land bis an den Arnon aus seiner Hand genommen.
4Mo 21,27 Daher sagen die Dichter: {Eig.
Spruchredner} Kommet nach Hesbon; aufgebaut und
befestigt werde die Stadt Sihons!
4Mo 21,28 Denn Feuer ging aus von Hesbon, eine Flamme von der Stadt Sihons;
es fraß Ar-Moab, die Herren der Höhen des Arnon.
4Mo 21,29 Wehe dir, Moab; du bist
verloren, Volk des Kamos {H.
Kemosch, der Kriegsgott der Moabiter und der
Amoriter. S. Richt. 11,24}! Er hat
seine Söhne zu Flüchtlingen gemacht und seine Töchter in die Gefangenschaft Sihons geführt, des Königs {O. seine Söhne
als Flüchtlingeund seineTöchter
als Gefangene preisgegeben Sihon, dem Könige} der
Amoriter.
4Mo 21,30 Da haben wir auf sie geschossen; {And.
üb.: haben wir sie niedergestreckt} Hesbon ist
verloren bis Dibon; da haben wir verwüstet bis Nophach - Feuer bis Medeba!
4Mo 21,31 Und Israel wohnte im Lande
der Amoriter.
4Mo 21,32 Und Mose sandte Männer aus, um Jaser auszukundschaften; und sie nahmen seine Tochterstädte
ein, und er trieb die Amoriter aus, die daselbst waren.
4Mo 21,33 Und sie wandten sich und zogen
hinauf des Weges nach Basan; und Og, der König von Basan, zog aus, ihnen entgegen, er und all sein Volk, zum
Streite nach Edrei.
4Mo 21,34 Und Jehova sprach zu Mose: Fürchte
ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben und all sein Volk und sein
Land; und tue ihm, so wie du Sihon, dem Könige der
Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.
4Mo 21,35 Und sie schlugen ihn und seine
Söhne und all sein Volk, bis ihm kein Entronnener übrigblieb; und sie nahmen
sein Land in Besitz.
4Mo 22,1 Und die Kinder Israel brachen auf
und lagerten sich in den Ebenen {O. Steppen} Moabs, jenseit des Jordan von Jericho.
4Mo 22,2 Und Balak,
der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern
getan hatte.
4Mo 22,3 Und Moab fürchtete sich sehr
vor dem Volke, weil es groß war, und es graute Moab vor den Kindern Israel.
4Mo 22,4 Und Moab sprach zu den Ältesten von
Midian: Nun wird dieser Haufe alle unsere Umgebungen abfressen, wie das Rind
das Grüne des Feldes abfrißt. Und Balak,
der Sohn Zippors, war zu jener Zeit König von Moab.
4Mo 22,5 Und er sandte Boten zu
Bileam, dem Sohne Beors, nach Pethor,
das am Strome {der Euphrat} ist, in das Land der Kinder
seines Volkes, um ihn zu rufen, und er ließ ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus
Ägypten gezogen; siehe, es bedeckt die Fläche {Eig. Anblick;
siehe die Anm. zu 2. Mose 10,5; soauch V.11} des Landes,
und es liegt mir gegenüber.
4Mo
22,6 Und nun, komm doch, verfluche mir dieses Volk, denn es ist stärker als
ich. Vielleicht gelingt es mir, daß wir es schlagen
und ich es aus dem Lande vertreibe; denn ich weiß, wen du segnest, der ist
gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.
4Mo 22,7 Und die Ältesten von Moab und die
Ältesten von Midian zogen hin mit dem Wahrsagerlohn
in der Hand. Und sie kamen zu Bileam und redeten zu ihm die Worte Balaks.
4Mo 22,8 Und er sprach zu ihnen: Übernachtet
hier diese Nacht, und ich werde euch Antwort bringen, so wie Jehova zu mir
reden wird. Und die Fürsten von Moab blieben bei Bileam.
4Mo 22,9 Und Gott kam zu Bileam und
sprach: Wer sind diese Männer bei dir?
4Mo 22,10 Und Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der
König von Moab, hat zu mir gesandt:
4Mo 22,11 Siehe, das Volk, das aus Ägypten
gezogen ist, es bedeckt die Fläche des Landes; komm nun, verwünsche es mir,
vielleicht vermag ich wider dasselbe zu streiten und
es zu vertreiben.
4Mo 22,12 Und Gott sprach zu Bileam: Du
sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen, denn es ist
gesegnet.
4Mo 22,13 Und Bileam stand des Morgens auf
und sprach zu den Fürsten Balaks: Ziehet in euer
Land; denn Jehova hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen.
4Mo 22,14 Und die Fürsten von Moab machten
sich auf und kamen zu Balak und sprachen: Bileam hat
sich geweigert, mit uns zu gehen.
4Mo 22,15 Da sandte Balak noch einmal Fürsten, mehr und geehrtere
als jene.
4Mo 22,16 Und sie kamen zu Bileam und
sprachen zu ihm: So spricht Balak, der Sohn Zippors: Laß dich doch nicht
abhalten, zu mir zu kommen;
4Mo 22,17 denn sehr hoch will ich dich ehren,
und alles, was du mir sagen wirst, will ich tun; so komm doch, verwünsche mir
dieses Volk!
4Mo 22,18 Und Bileam antwortete und sprach zu
den Knechten Balaks: Wenn Balak
mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht den Befehl
Jehovas, meines Gottes, zu übertreten, um Kleines oder Großes zu tun.
4Mo 22,19 Und nun bleibet doch hier, auch
ihr, diese Nacht, und ich werde erfahren, was Jehova ferner mit mir reden wird.
4Mo 22,20 Da kam Gott des Nachts zu Bileam
und sprach zu ihm: Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, so mache
dich auf, gehe mit ihnen; aber nur dasjenige, was ich dir sagen werde, sollst
du tun.
4Mo 22,21 Und Bileam machte sich am
Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten von Moab.
4Mo 22,22 Da entbrannte der Zorn Gottes, daß er hinzog; und der Engel Jehovas stellte sich in den
Weg, ihm zu widerstehen. {W. als sein Widersacher} Er aber
ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Jünglinge waren mit ihm.
4Mo
22,23 Und die Eselin sah den Engel Jehovas auf dem Wege stehen mit
seinem gezückten Schwert in seiner Hand, und die Eselin bog vom Wege ab und
ging ins Feld; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu
lenken.
4Mo 22,24 Da trat der Engel Jehovas in einen
Hohlweg zwischen den Weinbergen: eine Mauer war auf dieser, und eine Mauer auf
jener Seite.
4Mo 22,25 Und die Eselin sah den Engel
Jehovas und drängte sich an die Wand und drückte den Fuß Bileams an die Wand;
und er schlug sie noch einmal.
4Mo 22,26 Da ging der Engel Jehovas nochmals
weiter und trat an einen engen Ort, wo kein Weg war auszubiegen, weder zur
Rechten noch zur Linken.
4Mo 22,27 Und als die Eselin den Engel
Jehovas sah, legte sie sich nieder unter Bileam; und es entbrannte der Zorn
Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe.
4Mo 22,28 Da tat Jehova den Mund der Eselin
auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß
du mich nun dreimal geschlagen hast?
4Mo 22,29 Und Bileam sprach zu der
Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast; wäre doch ein Schwert in meiner
Hand, so hätte ich dich jetzt totgeschlagen {O. gewiß, ich hätte dich jetzt totgeschlagen; so auch V.33}!
4Mo 22,30 Und die Eselin sprach zu Bileam:
Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher {Eig.
seitdem du bist} bis auf diesen Tag? War ich je gewohnt, dir also zu tun? Und
er sprach: Nein.
4Mo 22,31 Da enthüllte Jehova die Augen
Bileams, und er sah den Engel Jehovas auf dem Wege stehen, mit seinem gezückten
Schwert in seiner Hand; und er neigte sich und warf sich nieder auf sein
Angesicht.
4Mo 22,32 Und der Engel Jehovas sprach zu
ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich bin
ausgegangen, dir zu widerstehen, {W. als Widersacher} denn der
Weg ist verderblich {O. stürzt ins Verderben} vor mir.
4Mo 22,33 Und die Eselin sah mich und bog vor
mir aus nun dreimal; wenn sie nicht vor mir ausgebogen wäre, so hätte ich dich
jetzt auch erschlagen, sie aber am Leben gelassen.
4Mo 22,34 Und Bileam sprach zu dem Engel
Jehovas: Ich habe gesündigt, denn ich wußte nicht, daß du mir auf dem Wege entgegenstandest; und nun, wenn es
übel ist in deinen Augen, so will ich umkehren.
4Mo 22,35 Und der Engel Jehovas sprach zu
Bileam: Gehe mit den Männern; aber nur dasjenige, was ich dir sagen werde,
sollst du reden. Und Bileam zog mit den Fürsten Balaks.
4Mo 22,36 Und als Balak
hörte, daß Bileam käme, da ging er aus, ihm entgegen,
nach der Stadt Moabs, {H. nach Ir-Moab; dasselbe wieAr oder Ar-Moab, Kap. 21,25. 28} an der
Grenze des Arnon, der an der äußersten Grenze fließt. {O.
die an...liegt}
4Mo 22,37 Und Balak
sprach zu Bileam: Habe ich nicht ausdrücklich zu dir gesandt, um dich zu rufen?
Warum bist du nicht zu mir gekommen? Fürwahr, vermag ich nicht dich zu ehren?
4Mo 22,38 Und Bileam sprach zu Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen; vermag ich nun wohl irgend etwas zu reden?
Das Wort, das Gott mir in den Mund legt, das werde ich
reden.
4Mo 22,39 Und Bileam ging mit Balak; und sie kamen nach Kirjath-Chuzoth.
4Mo 22,40 Und Balak
opferte {O. schlachtete} Rind- und Kleinvieh und
schickte davon dem Bileam und den Fürsten, die bei ihm waren.
4Mo 22,41 Und es geschah am Morgen, da nahm Balak den Bileam und führte ihn hinauf nach den Höhen des
Baal, und er sah von dort aus das Äußerste des Volkes.
4Mo 23,1 Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier
bereit sieben Farren und sieben Widder.
4Mo 23,2 Und Balak
tat, so wie Bileam gesagt hatte; und Balak und Bileam
opferten einen Farren und einen Widder auf jedem Altar.
4Mo
23,3 Und Bileam sprach zu Balak: Stelle dich neben
dein Brandopfer, und ich will gehen; vielleicht wird Jehova mir entgegenkommen,
und was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir kundtun. Und er ging auf
eine kahle Höhe.
4Mo 23,4 Und Gott kam dem Bileam entgegen;
und dieser sprach zu ihm: Die sieben Altäre habe ich zugerichtet und auf jedem
Altar einen Farren und einen Widder geopfert.
4Mo 23,5 Und Jehova legte ein Wort in
den Mund Bileams und sprach: Kehre zu Balak zurück,
und so sollst du reden. 4Mo 23,6 Und er kehrte zu ihm zurück;
und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, er und alle Fürsten von Moab.
4Mo 23,7 Da hob er seinen Spruch an und
sprach: Aus Aram hat Balak mich hergeführt, der König
von Moab von den Bergen des Ostens: Komm, verfluche mir Jakob; ja, komm,
verwünsche Israel!
4Mo 23,8 Wie soll ich verfluchen, den
Gott {El} nicht verflucht, und wie verwünschen, den Jehova nicht
verwünscht hat?
4Mo 23,9 Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich
es, und von den Höhen herab schaue ich es: siehe, ein Volk, das abgesondert
wohnt und unter die Nationen nicht gerechnet wird.
4Mo 23,10 Wer könnte zählen den Staub {Vergl.
1. Mose 13,16} Jakobs und, der Zahl nach, den vierten Teil {And.
l.: und wer berechnen die Myriaden} Israels? Meine Seele sterbe den Tod
der Rechtschaffenen, und mein Ende sei gleich dem
ihrigen! {W.
dem seinigen}
4Mo 23,11 Da sprach Balak
zu Bileam: Was hast du mir getan! Meine Feinde zu verwünschen habe ich dich
holen lassen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet!
4Mo 23,12 Und er antwortete und
sprach: Muß ich nicht darauf achten, das zu reden,
was Jehova in meinen Mund legt?
4Mo 23,13 Und Balak
sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen anderen Ort, von wo aus du es sehen
wirst; nur sein Äußerstes wirst du sehen, und ganz wirst du es nicht sehen; und
verwünsche es mir von dort aus.
4Mo 23,14 Und er nahm ihn mit nach dem Felde
der Wächter, auf den Gipfel des Pisga; und er baute
sieben Altäre und opferte einen Farren und einen Widder auf jedem Altar.
4Mo 23,15 Und er sprach zu Balak: Stelle dich hier neben dein Brandopfer, und ich, ich
will dort entgegengehen. {nämlich einer Offenbarung}
4Mo 23,16 Und Jehova kam dem Bileam entgegen
und legte ein Wort in seinen Mund und sprach: Kehre zu Balak
zurück, und so sollst du reden.
4Mo 23,17 Und er kam zu ihm, und siehe, er
stand neben seinem Brandopfer, und die Fürsten von Moab mit ihm. Und Balak sprach zu ihm: Was hat Jehova geredet?
4Mo 23,18 Da hob er seinen Spruch an
und sprach: Stehe auf, Balak, und höre! Horche auf
mich, Sohn Zippors!
4Mo 23,19 Nicht ein Mensch ist Gott, {El}
daß er lüge, noch ein Menschensohn, daß er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun,
und geredet haben und es nicht aufrecht halten?
4Mo 23,20 Siehe, zu segnen habe ich
empfangen; und er hat gesegnet, und ich kann {O. und hat er
gesegnet, so kann ich} es nicht wenden.
4Mo 23,21 Er erblickt keine Ungerechtigkeit
in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel; Jehova, sein Gott, ist mit ihm, und
Jubelgeschrei wie um einen König {W. Königsjubel} ist in
seiner Mitte.
4Mo 23,22 Gott {El} hat ihn {W.
sie} aus Ägypten herausgeführt; sein ist die Stärke {And.
Schnelligkeit; so auch Kap. 24,8} des Wildochsen.
4Mo 23,23 Denn da ist keine Zauberei wider
Jakob, und keine Wahrsagerei wider Israel. Um diese Zeit wird von Jakob und von
Israel gesagt werden, was Gott {El} gewirkt hat. {O.
wiehat Gott gewirkt!}
4Mo 23,24 Siehe, ein Volk: gleich einer Löwin
steht es auf, und gleich einem Löwen erhebt es sich! Es legt sich nicht nieder,
bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat.
4Mo 23,25 Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst es gar nicht verwünschen, und du
sollst es gar nicht segnen.
4Mo 23,26 Und Bileam antwortete und sprach zu
Balak: Habe ich nicht zu dir geredet und gesagt:
Alles, was Jehova reden wird, das werde ich tun?
4Mo 23,27 Und Balak
sprach zu Bileam: Komm doch, ich will dich an einen anderen Ort mitnehmen;
vielleicht wird es in den Augen Gottes recht sein, daß
du es mir von dort aus verwünschest.
4Mo 23,28 Und Balak
nahm den Bileam mit auf den Gipfel des Peor, der
emporragt über die Fläche der Wildnis.
4Mo 23,29 Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle mir hier
bereit sieben Farren und sieben Widder.
4Mo 23,30 Und Balak
tat, so wie Bileam gesagt hatte; und er opferte einen Farren und einen Widder
auf jedem Altar.
4Mo 24,1 Und als Bileam sah, daß es gut war in den Augen Jehovas, Israel zu segnen, so
ging er nicht, wie die anderen
Male, auf Wahrsagerei aus, {Eig.
Wahrzeichen entgegen; vergl. Kap. 23,15} sondern richtete sein Angesicht
nach der Wüste hin.
4Mo 24,2 Und Bileam erhob seine Augen und
sah Israel, gelagert nach seinen Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn.
4Mo 24,3 Und er hob
seinen Spruch an und sprach: Es spricht Bileam, {Eig. Spruch
Bileams... und Spruch des Mannes. Soauch V.4.
15. 16.} der Sohn Beors, und es spricht der Mann {Eig.
Spruch Bileams...und Spruch des Mannes. Soauch V.4.
15. 16.} geöffneten Auges.
4Mo 24,4 Es spricht, der da hört die Worte
Gottes, {El} der ein Gesicht des Allmächtigen
sieht, der hinfällt und enthüllter Augen ist:
4Mo 24,5 Wie schön sind deine Zelte,
Jakob, deine Wohnungen, Israel!
4Mo 24,6 Gleich Tälern breiten sie sich aus,
gleich Gärten am Strome, gleich Aloebäumen, die Jehova gepflanzt hat, gleich
Zedern am Gewässer!
4Mo 24,7 Wasser wird fließen aus seinen
Eimern, und sein Same wird in großen Wassern sein; und sein König wird höher
sein als Agag, und sein Königreich wird erhaben sein.
4Mo 24,8 Gott {El} hat ihn aus
Ägypten herausgeführt; sein ist die Stärke des Wildochsen. Er wird die
Nationen, seine Feinde, fressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen
Pfeilen sie zerschmettern.
4Mo 24,9 Er duckt sich, er legt sich
nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin; wer will ihn aufreizen? {Vergl.
1. Mose 49,9}
Die dich segnen, sind {O. seien.
Vergl. 1. Mose 27,29} gesegnet, und die dich verfluchen, sind {O.
seien. Vergl. 1. Mose 27,29} verflucht!
4Mo 24,10 Da entbrannte der Zorn Balaks wider Bileam, und er schlug seine Hände zusammen;
und Balak sprach zu Bileam: Meine Feinde zu
verwünschen habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, nun
dreimal!
4Mo 24,11 Und nun fliehe an deinen Ort. Ich
hatte gesagt, ich wolle dich hoch ehren; und siehe, Jehova hat dir die Ehre
verwehrt.
4Mo 24,12 Und Bileam sprach zu Balak: Habe ich nicht auch zu deinen Boten, die du zu mir
gesandt hast, geredet und gesagt:
4Mo 24,13 Wenn Balak
mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht den Befehl
Jehovas zu übertreten, um aus meinem eigenen Herzen Gutes oder Böses zu tun;
was Jehova reden wird, das werde ich reden?
4Mo 24,14 Und nun siehe, ich gehe zu meinem
Volke. Komm, ich will dir anzeigen, was dieses Volk deinem Volke tun wird am
Ende der Tage.
4Mo 24,15 Und er hob seinen Spruch an und
sprach: Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es
spricht der Mann geöffneten Auges.
4Mo 24,16 Es spricht, der da hört die Worte
Gottes, {El} und der die Erkenntnis des Höchsten
besitzt, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht, der hinfällt und enthüllter
Augen ist:
4Mo 24,17 Ich sehe ihn, aber nicht
jetzt, {d.h. nicht als bereits erschienen} ich schaue
ihn, aber nicht nahe; es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter
erhebt sich aus Israel und zerschlägt die Seiten Moabs und zerschmettert alle
Söhne des Getümmels.
4Mo 24,18 Und Edom wird ein Besitz
sein und Seir ein Besitz, sie, seine Feinde; und
Israel wird Mächtiges tun.
4Mo 24,19 Und einer aus Jakob wird
herrschen, und er wird aus der Stadt den Überrest {O.
den Überrest der Stadt} vertilgen. -
4Mo 24,20 Und er sah Amalek und hob seinen
Spruch an und sprach: Die erste der Nationen war Amalek, aber sein Letztes wird
dem Untergang verfallen. -
4Mo 24,21 Und er sah die Keniter
und hob seinen Spruch an und sprach: Fest ist dein Wohnsitz, und auf den Felsen
gesetzt dein Nest;
4Mo 24,22 doch der Keniter
{W. Kain} soll
vertilgt werden, bis {O. wenn} Assur dich gefangen
wegführt. -
4Mo 24,23 Und er hob seinen Spruch an und
sprach: Wehe! Wer wird am Leben bleiben, sobald Gott dieses herbeiführt?
4Mo 24,24 Und Schiffe werden kommen von der
Küste von Kittim {Cypern} und werden
Assur demütigen, und Heber demütigen, und auch er wird dem Untergang verfallen.
-
4Mo 24,25 Und Bileam machte sich auf
und ging und kehrte zurück an seinen Ort; und auch Balak
zog seines Weges.
4Mo 25,1 Und Israel blieb in Sittim. Und das Volk fing an zu huren mit den Töchtern
Moabs;
4Mo 25,2 und diese luden das Volk zu den
Opfern ihrer Götter, und das Volk aß und beugte sich nieder vor ihren Göttern.
4Mo 25,3 Und Israel hängte sich an
den Baal-Peor; und der Zorn Jehovas entbrannte wider
Israel.
4Mo 25,4 Da sprach Jehova zu Mose:
Nimm alle Häupter des Volkes und hänge sie dem Jehova auf {Eig.
und heftetesie...
anden
Pfahl} vor der Sonne, damit die Glut des Zornes Jehovas sich von
Israel abwende.
4Mo 25,5 Und Mose sprach zu den Richtern
Israels: Erschlaget ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben!
4Mo 25,6 Und siehe, ein Mann von den Kindern
Israel kam und brachte eine Midianitin zu seinen
Brüdern, vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Kinder
Israel, als diese an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft weinten.
4Mo 25,7 Und als Pinehas,
der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Heiligers,
es sah, da stand er auf aus der Mitte der Gemeinde und nahm eine Lanze in seine
Hand;
4Mo
25,8 und er ging dem israelitischen Manne nach in das Innere des Zeltes und
durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren Bauch. {Eig.
Unterleib} Da ward die Plage von den Kindern Israel abgewehrt.
4Mo 25,9 Und es waren der an der
Plage Gestorbenen 24000.
4Mo 25,10 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 25,11 Pinehas, der Sohn
Eleasars, des Sohnes Aarons, des Heiligers, hat
meinen Grimm von den Kindern Israel abgewendet, indem er in meinem Eifer in
ihrer Mitte geeifert hat, so daß ich die Kinder
Israel nicht in meinem Eifer vertilgt habe.
4Mo 25,12 Darum sprich: Siehe, ich
gebe ihm meinen Bund des Friedens;
4Mo 25,13 und er wird ihm und seinem Samen
nach ihm ein Bund ewigen Heiligertums sein, darum daß er für seinen Gott geeifert und für die Kinder Israel
Sühnung getan hat. -
4Mo 25,14 Und der Name des erschlagenen
israelitischen Mannes, der mit der Midianitin
erschlagen wurde, war Simri, der Sohn Salus, der
Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter;
4Mo 25,15 und der Name des erschlagenen midianitischen Weibes war Kosbi,
die Tochter Zurs; er war Stammhaupt eines Vaterhauses
unter den Midianitern.
4Mo 25,16 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 25,17 Befeindet die Midianiter und
schlaget sie;
4Mo 25,18 denn sie haben euch befeindet durch
ihre List, womit sie euch überlistet haben in der Sache des Peor
und in der Sache der Kosbi, der Tochter eines Fürsten
von Midian, ihrer Schwester, welche am Tage der Plage wegen des Peor erschlagen wurde.
4Mo 26,1 Und es geschah nach der
Plage, da sprach Jehova zu Mose und zu Eleasar, dem Sohne Aarons, dem
Heiliger, {O. des Heiligers} und sagte:
4Mo 26,2 Nehmet auf die Summe der ganzen
Gemeinde der Kinder Israel, von zwanzig Jahren und darüber, nach ihren
Vaterhäusern, einen jeden, der zum Heere auszieht in Israel.
4Mo 26,3 Und Mose und Eleasar, der Heiliger,
redeten zu ihnen in den Ebenen {O. Steppen} Moabs, am
Jordan von Jericho, und sprachen:
4Mo 26,4 Von zwanzig Jahren und darüber ...,
so wie Jehova dem Mose geboten hatte. - Und es waren die Kinder Israel, die aus
dem Lande Ägypten ausgezogen waren:
4Mo 26,5 Ruben, der Erstgeborene Israels;
die Söhne Rubens: von Hanok das Geschlecht der Hanokiter; von Pallu das
Geschlecht der Palluiter;
4Mo 26,6 von Hezron
das Geschlecht der Hezroniter; von Karmi das
Geschlecht der Karmiter.
4Mo 26,7 Das sind die Geschlechter
der Rubeniter; und ihre Gemusterten waren 43730.
4Mo 26,8 Und die Söhne Pallus: Eliab.
4Mo
26,9 Und die Söhne Eliabs: Nemuel
und Dathan und Abiram; das
ist der Dathan und der Abiram,
Berufene {S. Kap. 1,16} der Gemeinde, welche wider
Mose und wider Aaron haderten in der Rotte Korahs, als sie wider Jehova
haderten.
4Mo 26,10 Und die Erde tat ihren Mund auf und
verschlang sie und Korah, als die Rotte starb, indem das Feuer die 250 Männer
verzehrte, und sie zu einem Zeichen wurden.
4Mo 26,11 Aber die Söhne Korahs
starben nicht.
4Mo 26,12 Die Söhne Simeons nach ihren
Geschlechtern: von Nemuel das Geschlecht der Nemueliter; von Jamin das
Geschlecht der Jaminiter; von Jakin das Geschlecht
der Jakiniter;
4Mo 26,13 von Serach
das Geschlecht der Sarchiter; von Saul das Geschlecht
der Sauliter.
4Mo 26,14 Das sind die Geschlechter
der Simeoniter: 22200.
4Mo 26,15 Die Söhne Gads nach ihren
Geschlechtern: von Zephon das Geschlecht der Zephoniter; von Haggi das
Geschlecht der Haggiter; von Schuni
das Geschlecht der Schuniter;
4Mo
26,16 von Osni das Geschlecht der Osniter; von Eri das Geschlecht der Eriter;
4Mo 26,17 Von Arod das Geschlecht der Aroditer; von Areli das
Geschlecht der Areliter.
4Mo 26,18 Das sind die Geschlechter
der Söhne Gads, nach ihren Gemusterten, 40500.
4Mo 26,19 Die Söhne Judas: Gher und Onan; Gher und Onan aber starben im
Lande Kanaan.
4Mo 26,20 Und es waren die Söhne Judas nach
ihren Geschlechtern: von Schela das Geschlecht der Schelaniter; von Perez das Geschlecht der Parziter; von Serach das
Geschlecht der Sarchiter.
4Mo 26,21 Und die Söhne Perez' waren: Von Hezron das Geschlecht der Hezroniter;
von Hamul das Geschlecht der Hamuliter.
4Mo 26,22 Das sind die Geschlechter
Judas nach ihren Gemusterten: 76500.
4Mo 26,23 Die Söhne Issaschars
nach ihren Geschlechtern: von Tola das Geschlecht der
Tolaiter; von Puwa das
Geschlecht der Puniter;
4Mo 26,24 von Jaschub
das Geschlecht der Jaschubiter; von Schimron das Geschlecht der Schimroniter.
4Mo 26,25 Das sind die Geschlechter Issaschars, nach ihren Gemusterten: 64300.
4Mo 26,26 Die Söhne Sebulons
nach ihren Geschlechtern: von Sered das Geschlecht
der Sarditer; von Elon das Geschlecht der Eloniter; von Jachleel das
Geschlecht der Jachleeliter.
4Mo 26,27 Das sind die Geschlechter
der Sebuloniter, nach ihren Gemusterten: 60500.
4Mo 26,28 Die Söhne Josephs nach ihren
Geschlechtern: Manasse und Ephraim.
4Mo 26,29 Die Söhne Manasses: von Makir das Geschlecht der Makiriter
(und Makir zeugte Gilead); von Gilead das Geschlecht
der Gileaditer.
4Mo 26,30 Dies sind die Söhne Gileads:
von Jieser das Geschlecht der Jieseriter;
von Helek das Geschlecht der
Helkiter;
4Mo 26,31 und von Asriel das
Geschlecht der Asrieliter; und von Sichem das
Geschlecht der Sikmiter;
4Mo 26,32 und von Schemida
das Geschlecht der Schemidaiter; und von Hepher das Geschlecht der Hephriter.
-
4Mo 26,33 Und Zelophchad,
der Sohn Hephers, hatte keine Söhne, sondern nur
Töchter; und die Namen der Töchter Zelophchads waren:
Machla und Noa, Chogla, Milka und Tirza. -
4Mo 26,34 Das sind die Geschlechter
Manasses; und ihrer Gemusterten waren 52700.
4Mo 26,35 Dies sind die Söhne Ephraims nach
ihren Geschlechtern: von Schuthelach das Geschlecht
der Schuthalchiter; von Beker
das Geschlecht der Bakriter; von Tachan
das Geschlecht der Tachaniter.
4Mo 26,36 Und dies sind die Söhne Schuthelachs: von Eran das Geschlecht der Eraniter.
4Mo 26,37 Das sind die Geschlechter der Söhne
Ephraims, nach ihren Gemusterten: 32500. Das sind die Söhne Josephs nach ihren
Geschlechtern.
4Mo 26,38 Die Söhne Benjamins nach
ihren Geschlechtern: von Bela das Geschlecht der Baliter;
von Aschbel das
Geschlecht der Aschbeliter;
von Achiram das Geschlecht der Achiramiter;
4Mo 26,39 von Schephupham
das Geschlecht der Schuphamiter; von Hupham das Geschlecht der Huphamiter.
4Mo 26,40 Und die Söhne Belas waren: Ard und Naaman; von Ard das Geschlecht der Arditer,
von Naaman das Geschlecht der Naamaniter.
4Mo 26,41 Das sind die Söhne Benjamins
nach ihren Geschlechtern; und ihrer Gemusterten waren 45600.
4Mo 26,42 Dies sind die Söhne Dans
nach ihren Geschlechtern: von Schucham das Geschlecht
der Schuchamiter;
4Mo 26,43 das sind die Geschlechter Dans nach
ihren Geschlechtern. Alle Geschlechter der Schuchamiter,
nach ihren Gemusterten: 64400.
4Mo 26,44 Die Söhne Asers nach ihren
Geschlechtern: von Jimna das Geschlecht der Jimna; von Jischwi das Geschlecht
der Jischwiter; von Beria das Geschlecht der Beriiter.
4Mo 26,45 Von den Söhnen Berias: von
Heber das Geschlecht der Hebriter; von Malkiel das Geschlecht der Malkieliter.
4Mo 26,46 Und der Name der Tochter
Asers war Serach.
4Mo 26,47 Das sind die Geschlechter
der Söhne Asers, nach ihren Gemusterten: 53400.
4Mo 26,48 Die Söhne Naphtalis nach ihren
Geschlechtern: von Jachzeel das Geschlecht der Jachzeeliter; von Guni das
Geschlecht der Guniter;
4Mo 26,49 von Jezer
das Geschlecht der Jizriter; von Schillem
das Geschlecht der Schillemiter.
4Mo 26,50 Das sind die Geschlechter
Naphtalis nach ihren Geschlechtern; und ihrer Gemusterten waren 45400.
4Mo 26,51 Das sind die Gemusterten der
Kinder Israel: 601730.
4Mo 26,52 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 26,53 Diesen soll das Land nach
der Zahl der Namen als Erbteil verteilt werden.
4Mo 26,54 Den Vielen sollst du ihr Erbteil
mehren und den Wenigen ihr Erbteil mindern; einem jeden soll nach Verhältnis
seiner Gemusterten sein Erbteil gegeben werden.
4Mo 26,55 Doch soll das Land durchs
Los verteilt werden; nach den Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie erben;
4Mo 26,56 nach der Entscheidung des Loses {O.
dem Lose gemäß} soll jedem Stamme sein Erbteil zugeteilt werden, sowohl den
Vielen, als auch den Wenigen. {O. es sei viel oder wenig}
4Mo 26,57 Und dies sind die Gemusterten Levis
nach ihren Geschlechtern: von Gerson das Geschlecht der Gersoniter;
von Kehath das Geschlecht der Kehathiter;
von Merari das Geschlecht der Merariter.
4Mo 26,58 Dies sind die Geschlechter Levis:
das Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Machliter, das Geschlecht
der Muschiter, das Geschlecht der Korhiter.
Und Kehath zeugte Amram.
4Mo 26,59 Und der Name des Weibes Amrams war Jokebed, eine Tochter
Levis, die dem Levi in Ägypten geboren wurde; {Eig. die sie
(das Weib) dem Levi...gebar} und sie gebar dem Amram
Aaron und Mose und Mirjam, ihre Schwester.
4Mo 26,60 Und dem Aaron wurden geboren
Nadab und Abihu, Eleasar
und Ithamar.
4Mo 26,61 Und Nadab
und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor Jehova
darbrachten. {3. Mose 10}
4Mo 26,62 Und ihrer Gemusterten, aller
Männlichen von einem Monat und darüber, waren 23000; denn sie wurden nicht
unter den Kindern Israel gemustert, weil ihnen kein Erbteil unter den Kindern
Israel gegeben wurde.
4Mo 26,63 Das sind die durch Mose und
Eleasar, den Heiliger, Gemusterten, welche die Kinder Israel in den Ebenen
Moabs, am Jordan von Jericho, musterten.
4Mo 26,64 Und unter diesen war kein Mann von
denen, welche durch Mose und Aaron, den Heiliger, gemustert worden waren,
welche die Kinder Israel in der Wüste Sinai musterten. {Kap.
1,1 usw.}
4Mo 26,65 Denn Jehova hatte von ihnen gesagt:
Sie sollen gewißlich in der Wüste sterben! und kein
Mann von ihnen war übriggeblieben außer Kaleb, dem Sohne Jephunnes,
und Josua, dem Sohne Nuns.
4Mo 27,1 Und es nahten herzu die
Töchter Zelophchads, des Sohnes Hephers,
des Sohnes Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes
Manasses, von den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs; und dies waren
die Namen seiner Töchter: Machla, Noa
und Chogla und Milka und Tirza.
4Mo 27,2 Und sie traten vor Mose und vor
Eleasar, den Heiliger, und vor die Fürsten und die ganze Gemeinde an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und sprachen:
4Mo
27,3 Unser Vater ist in der Wüste gestorben; er war aber nicht unter der Rotte
derer, die sich in der Rotte Korahs wider Jehova zusammenrotteten, sondern er
ist in seiner Sünde {d.h. wiealle
anderen} gestorben; und er hatte keine Söhne.
4Mo 27,4 Warum soll der Name unseres Vaters
abgeschnitten werden aus der Mitte seines Geschlechts, weil er keinen Sohn hat?
Gib uns ein Eigentum unter den Brüdern unseres Vaters!
4Mo 27,5 Und Mose brachte ihre
Rechtssache vor Jehova.
4Mo 27,6 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 27,7 Die Töchter Zelophchads
reden recht; du sollst ihnen sicherlich ein Erbbesitztum unter den Brüdern
ihres Vaters geben, und sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen
lassen.
4Mo 27,8 Und zu den Kindern Israel sollst du
reden und sprechen: Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, so sollt ihr sein
Erbteil auf seine Tochter übergehen lassen.
4Mo 27,9 Und wenn er keine Tochter
hat, so sollt ihr sein Erbteil seinen Brüdern geben.
4Mo 27,10 Und wenn er keine Brüder
hat, so sollt ihr sein Erbteil den Brüdern seines Vaters geben.
4Mo 27,11 Und wenn sein Vater keine
Brüder hat, so sollt ihr sein Erbteil seinem Blutsverwandten geben, dem ihm am
nächsten stehenden aus seinem Geschlecht, daß er es
erbe. - Und das soll den Kindern Israel zu einer Rechtssatzung sein, so wie
Jehova dem Mose geboten hat.
4Mo 27,12 Und Jehova sprach zu Mose: Steige
auf dieses Gebirge Abarim und sieh das Land, das ich
den Kindern Israel gegeben habe.
4Mo 27,13 Und hast du es gesehen, so wirst
auch du zu deinen Völkern versammelt werden, so wie dein Bruder Aaron
versammelt worden ist;
4Mo 27,14 weil ihr in
der Wüste Zin, beim Hadern der Gemeinde,
widerspenstig gewesen seid gegen meinen Befehl, mich durch das Wasser vor ihren
Augen zu heiligen. (Das ist das Haderwasser von Kades in der Wüste Zin.) 4Mo
27,15 Und Mose redete zu Jehova und sprach:
4Mo 27,16 Es bestelle Jehova, der Gott
der Geister alles Fleisches, einen Mann über die Gemeinde,
4Mo 27,17 der vor ihnen her aus- und
einziehe, und der sie aus- und einführe; damit die Gemeinde Jehovas nicht sei
wie Schafe, die keinen Hirten haben.
4Mo 27,18 Und Jehova sprach zu Mose: Nimm dir
Josua, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist
ist, und lege deine Hand auf ihn;
4Mo 27,19 und stelle
ihn vor Eleasar, den Heiliger, und vor die ganze Gemeinde, und gib ihm Befehl
vor ihren Augen, 4Mo 27,20 und lege von deiner Würde {Eig.
Hoheit} auf ihn, damit die ganze Gemeinde der Kinder Israel ihm
gehorche.
4Mo
27,21 Und er soll vor Eleasar, den Heiliger, treten, und der soll
für ihn das Urteil der Urim vor Jehova befragen: nach
seinem Befehle sollen sie ausziehen, und nach seinem Befehle sollen sie
einziehen, er und alle Kinder Israel mit ihm, ja, die ganze Gemeinde.
4Mo 27,22 Und Mose tat, so wie Jehova ihm
geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor Eleasar, den Heiliger, und
vor die ganze Gemeinde,
4Mo 27,23 und er legte seine Hände auf
ihn und gab ihm Befehl, so wie Jehova durch Mose geredet hatte.
4Mo 28,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 28,2 Gebiete den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Meine Opfergabe, meine Speise {W. mein Brot} zu {O.
von} meinen Feueropfern, mir zum lieblichen Geruch, sollt ihr acht haben mir darzubringen zu ihrer bestimmten Zeit.
4Mo 28,3 Und sprich zu ihnen: Dies ist das
Feueropfer, das ihr Jehova darbringen sollt: zwei einjährige Lämmer ohne Fehl,
täglich, als beständiges Brandopfer.
4Mo 28,4 Das eine Lamm sollst du am Morgen
opfern, und das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden;
4Mo 28,5 und zum Speisopfer ein zehntel Epha Feinmehl, gemengt
mit einem viertel Hin zerstoßenen Öles,
4Mo 28,6 (ein beständiges Brandopfer, das am
Berge Sinai eingesetzt {And. üb.: geopfert} wurde, zum
lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jehova;)
4Mo 28,7 und sein Trankopfer, ein viertel Hin zu dem einen Lamme; im Heiligtum sollst du das
Trankopfer von starkem Getränk dem Jehova spenden.
4Mo 28,8 Und das zweite Lamm sollst du
opfern zwischen den zwei Abenden; wie das Morgenspeisopfer und sein Trankopfer,
so sollst du zu diesem opfern, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
4Mo 28,9 Und am Sabbathtage
zwei einjährige Lämmer ohne Fehl, und als Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, und sein Trankopfer.
4Mo 28,10 Es ist das Brandopfer des Sabbaths
an jedem Sabbath nebst dem beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 28,11 Und im Anfang eurer Monate sollt
ihr Jehova ein Brandopfer darbringen: zwei junge Farren und einen Widder,
sieben einjährige Lämmer ohne Fehl;
4Mo 28,12 und zu jedem Farren drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als Speisopfer; und zu dem einen
Widder zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als
Speisopfer;
4Mo 28,13 und zu jedem Lamme je ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als Speisopfer. Es ist ein
Brandopfer, ein lieblicher Geruch, ein Feueropfer dem Jehova.
4Mo
28,14 Und ihre Trankopfer: ein halbes Hin Wein soll zu einem Farren
sein, und ein drittel Hin zu dem Widder, und ein viertel Hin zu einem Lamme. Das ist das monatliche
Brandopfer in jedem Monat, nach den Monaten des Jahres.
4Mo 28,15 Und ein Ziegenbock zum Sündopfer dem Jehova soll nebst dem beständigen Brandopfer
und seinem Trankopfer geopfert werden.
4Mo 28,16 Und im ersten Monat, am
vierzehnten Tage des Monats, ist Passah dem Jehova.
4Mo 28,17 Und am fünfzehnten Tage
dieses Monats ist das Fest; sieben Tage soll Ungesäuertes gegessen werden.
4Mo 28,18 Am ersten Tage soll eine heilige Herausrufung {S. die Anm. zu 2.
Mose 12,16} sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
4Mo 28,19 Und ihr sollt dem Jehova ein
Feueropfer, ein Brandopfer darbringen: zwei junge Farren und einen Widder und
sieben einjährige Lämmer; ohne Fehl sollen sie euch sein;
4Mo 28,20 und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel sollt ihr opfern zu
einem Farren, und zwei Zehntel zu dem Widder;
4Mo 28,21 je ein Zehntel sollst du
opfern zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;
4Mo 28,22 und einen Bock als Sündopfer, um Sühnung für euch zu tun.
4Mo 28,23 Außer dem Morgen-Brandopfer,
das zum beständigen Brandopfer ist, sollt ihr das opfern.
4Mo 28,24 Solches sollt ihr täglich opfern,
sieben Tage lang, als Speise {W. Brot} eines Feueropfers lieblichen
Geruchs dem Jehova; nebst dem beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer soll
es geopfert werden.
4Mo 28,25 Und am siebten Tage soll
euch eine heilige Herausrufung sein; keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
4Mo 28,26 Und am Tage der Erstlinge,
wenn ihr dem Jehova ein neues Speisopfer darbringet, an eurem Wochenfeste,
{W. an eurenWochen.
S. 3. Mose 23,15 usw.; 5. Mose 16,9-12} soll euch eine heilige Herausrufung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
4Mo 28,27 Und ihr sollt ein Brandopfer
darbringen zum lieblichen Geruch dem Jehova: zwei junge Farren, einen Widder,
sieben einjährige Lämmer;
4Mo 28,28 und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem Farren,
zwei Zehntel zu dem einen Widder,
4Mo
28,29 je ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern; 4Mo
28,30 und einen Ziegenbock, um Sühnung für euch zu tun.
4Mo 28,31 Außer dem beständigen Brandopfer
und seinem Speisopfer sollt ihr sie opfern (ohne Fehl sollen sie euch sein)
nebst ihren Trankopfern.
4Mo 29,1 Und im siebten Monat, am Ersten des
Monats, soll euch eine heilige Herausrufung sein;
keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun; ein Tag des Posaunenhalls soll es euch
sein.
4Mo 29,2 Und ihr sollt ein Brandopfer opfern
zum lieblichen Geruch dem Jehova: einen jungen Farren, einen Widder, sieben
einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,3 und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu dem Farren, zwei
Zehntel zu dem Widder,
4Mo 29,4 und ein Zehntel zu jedem
Lamme, zu den sieben Lämmern;
4Mo 29,5 und einen Ziegenbock als Sündopfer, um Sühnung für euch zu tun;
4Mo 29,6 außer dem monatlichen Brandopfer
und seinem Speisopfer und dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und
ihren Trankopfern, nach ihrer Vorschrift, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer
dem Jehova.
4Mo 29,7 Und am Zehnten dieses siebten
Monats soll euch eine heilige Herausrufung sein, und
ihr sollt eure Seelen kasteien; keinerlei Arbeit sollt ihr tun.
4Mo 29,8 Und ihr sollt dem Jehova ein
Brandopfer darbringen als lieblichen Geruch: einen jungen Farren, einen Widder,
sieben einjährige Lämmer; ohne Fehl sollen sie euch sein;
4Mo 29,9 und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu dem Farren, zwei
Zehntel zu dem einen Widder,
4Mo 29,10 je ein Zehntel zu jedem
Lamme, zu den sieben Lämmern;
4Mo 29,11 und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem Sündopfer
der Versöhnung und dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und ihren
Trankopfern.
4Mo 29,12 Und am fünfzehnten Tage des siebten
Monats soll euch eine heilige Herausrufung sein;
keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt dem Jehova ein Fest feiern
sieben Tage.
4Mo 29,13 Und ihr sollt ein Brandopfer
darbringen, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova: dreizehn junge
Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer; ohne
Fehl sollen sie sein;
4Mo 29,14 und ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem Farren, zu
den dreizehn Farren, zwei Zehntel zu jedem Widder, zu den zwei Widdern,
4Mo 29,15 und je ein Zehntel zu jedem
Lamme, zu den vierzehn Lämmern;
4Mo 29,16 und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer, seinem
Speisopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 29,17 Und am zweiten Tage zwölf
junge Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer ohne Fehl;
4Mo 29,18 und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl,
nach der Vorschrift;
4Mo 29,19 und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und seinem
Speisopfer und ihren Trankopfern.
4Mo 29,20 Und am dritten Tage elf
Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,21 und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl,
nach der Vorschrift;
4Mo 29,22 und einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und seinem
Speisopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 29,23 Und am vierten Tage zehn
Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,24 ihr Speisopfer und ihre Trankopfer,
zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der
Vorschrift;
4Mo 29,25 und einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer, seinem
Speisopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 29,26 Und am fünften Tage neun
Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,27 und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl,
nach der Vorschrift;
4Mo 29,28 und einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und seinem
Speisopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 29,29 Und am sechsten Tage acht
Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,30 und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl,
nach der Vorschrift;
4Mo 29,31 und einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer, seinem
Speisopfer und seinen Trankopfern.
4Mo 29,32 Und am siebten Tage sieben
Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,33 und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl,
nach ihrer Vorschrift;
4Mo 29,34 und einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer, seinem
Speisopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 29,35 Am achten Tage soll euch
eine FestHerausrufung sein; keinerlei Dienstarbeit
sollt ihr tun.
4Mo 29,36 Und ihr sollt ein Brandopfer
darbringen, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova: einen Farren, einen
Widder, sieben einjährige Lämmer, ohne Fehl;
4Mo 29,37 ihr Speisopfer und ihre Trankopfer,
zu dem Farren, zu dem Widder und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der
Vorschrift;
4Mo 29,38 und einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und seinem
Speisopfer und seinem Trankopfer.
4Mo 29,39 Das sollt ihr bei euren Festen {S.
die Anm. zu 3. Mose 23, 2} dem Jehova opfern, außer euren Gelübden und euren
freiwilligen Gaben an Brandopfern und an Speisopfern und an Trankopfern und an
Friedensopfern. {W. an euren
Brandopfernund
aneuren Speisopfern usw.}
4Mo 29,40 Und Mose redete zu den
Kindern Israel nach allem, was Jehova dem Mose geboten hatte.
4Mo 30,1 Und Mose redete zu den
Häuptern der Stämme der Kinder Israel und sprach:
4Mo 30,2 Dies ist es, was Jehova
geboten hat:
4Mo 30,3 Wenn ein Mann dem Jehova ein
Gelübde tut, oder einen Eid schwört, ein Verbindnis
auf seine Seele zu nehmen, so soll er sein Wort nicht brechen: nach allem, was
aus seinem Munde hervorgegangen ist, soll er tun. -
4Mo 30,4 Und wenn ein Weib dem Jehova ein
Gelübde tut oder ein Verbindnis auf sich nimmt im
Hause ihres Vaters, in ihrer Jugend,
4Mo
30,5 und ihr Vater hört ihr Gelübde oder ihr Verbindnis,
das sie auf ihre Seele genommen hat, und ihr Vater schweigt gegen sie: so
sollen alle ihre Gelübde bestehen, und jedes Verbindnis,
das sie auf ihre Seele genommen hat, soll bestehen.
4Mo 30,6 Wenn aber ihr Vater ihr gewehrt hat
an dem Tage, da er es hörte, so sollen alle ihre Gelübde und alle ihre
Verbindnisse, die sie auf ihre Seele genommen hat, nicht bestehen; und Jehova
wird ihr vergeben, weil ihr Vater ihr gewehrt hat.
4Mo 30,7 Und wenn sie etwa eines Mannes
wird, und ihre Gelübde sind auf ihr, oder ein unbesonnener Ausspruch ihrer
Lippen, wozu sie ihre Seele verbunden hat,
4Mo 30,8 und ihr Mann hört es und schweigt
gegen sie an dem Tage, da er es hört: so sollen ihre Gelübde bestehen, und ihre
Verbindnisse, die sie auf ihre Seele genommen hat, sollen bestehen.
4Mo 30,9 Wenn aber ihr Mann an dem Tage, da
er es hört, ihr wehrt, so hebt er ihr Gelübde auf, das auf ihr ist, und den
unbesonnenen Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele verbunden hat; und
Jehova wird ihr vergeben. -
4Mo 30,10 Aber das Gelübde einer Witwe und
einer Verstoßenen: alles, wozu sie ihre Seele verbunden hat, soll für sie
bestehen. -
4Mo 30,11 Und wenn ein Weib {W.
wenn sie} im Hause ihres Mannes ein Gelübde getan oder durch einen Eid
ein Verbindnis auf ihre Seele genommen hat,
4Mo 30,12 und ihr Mann hat es gehört und
gegen sie geschwiegen, er hat ihr nicht gewehrt: so sollen alle ihre Gelübde
bestehen, und jedes Verbindnis, das sie auf ihre
Seele genommen hat, soll bestehen.
4Mo 30,13 Wenn aber ihr Mann dieselben
irgend aufgehoben hat an dem Tage, da er sie hörte, so soll alles, was über
ihre Lippen gegangen ist an {W. an ihren} Gelübden
und an Verbindnissen ihrer Seele, nicht bestehen; ihr Mann hat dieselben
aufgehoben, und Jehova wird ihr vergeben.
4Mo 30,14 Jedes Gelübde und jeder Eid des Verbindnisses, um die Seele zu kasteien - ihr Mann kann es
bestätigen, und ihr Mann kann es aufheben.
4Mo
30,15 Und wenn ihr Mann von Tag zu Tage gänzlich gegen sie
schweigt, so bestätigt er alle ihre Gelübde oder alle ihre Verbindnisse, die
auf ihr sind; er hat sie bestätigt, denn er hat gegen sie geschwiegen an dem
Tage, da er sie hörte.
4Mo 30,16 Wenn er sie aber irgend
aufhebt, nachdem er sie gehört hat, so wird er ihre Ungerechtigkeit tragen.
4Mo 30,17 Das sind die Satzungen, welche
Jehova dem Mose geboten hat, zwischen einem Manne und seinem Weibe, zwischen
einem Vater und seiner Tochter in ihrer Jugend, im Hause ihres Vaters.
4Mo 31,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 31,2 Übe Rache für die {W.
Vollziehe die Racheder} Kinder
Israel an den Midianitern; danach sollst du zu deinen Völkern versammelt
werden.
4Mo 31,3 Und Mose redete zu dem Volke
und sprach: Rüstet von euch Männer zum Heere {O. Kriege; so
auch V.4 usw.; Kap.
1,3; 26, 2} aus, daß sie wider Midian ziehen, {W. seien} um die
Rache Jehovas an Midian auszuführen.
4Mo 31,4 Je tausend vom Stamme, von
allen Stämmen Israels, sollt ihr zum Heere absenden.
4Mo 31,5 Und es wurden aus den Tausenden
Israels tausend von jedem Stamme ausgehoben: zwölftausend zum Heere Gerüstete.
4Mo 31,6 Und Mose sandte sie, tausend von
jedem Stamme, zum Heere ab, sie und Pinehas, den Sohn
Eleasars, des Heiligers, zum Heere; und die heiligen
Geräte, die {O. und die} Trompeten zum Lärmblasen,
waren in seiner Hand.
4Mo 31,7 Und sie stritten wider
Midian, so wie Jehova dem Mose geboten hatte, und töteten alles Männliche.
4Mo 31,8 Und sie töteten die Könige von
Midian, samt ihren Erschlagenen: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, fünf Könige von Midian; und
auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem
Schwerte.
4Mo 31,9 Und die Kinder Israel führten die
Weiber der Midianiter und ihre Kinder gefangen hinweg, und erbeuteten all ihr
Vieh und alle ihre Herden und alle ihre Habe;
4Mo 31,10 und alle ihre Städte in
ihren Wohnsitzen und alle ihre Gehöfte verbrannten sie mit Feuer.
4Mo 31,11 Und sie nahmen alle Beute
und allen Raub an Menschen und an Vieh,
4Mo 31,12 und brachten die Gefangenen und den
Raub und die Beute zu Mose und zu Eleasar, dem Heiliger, und zu der Gemeinde
der Kinder Israel ins Lager, in die Ebenen Moabs, die am Jordan von Jericho
sind.
4Mo 31,13 Und Mose und Eleasar, der Heiliger,
und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen außerhalb des Lagers.
4Mo 31,14 Und Mose ward zornig über die
Vorgesetzten des Heeres, die Obersten über tausend und die Obersten über
hundert, die von dem Kriegszuge kamen;
4Mo 31,15 und Mose sprach zu ihnen:
Habt ihr alle Weiber am Leben gelassen?
4Mo 31,16 Siehe, sie sind ja auf den Rat {W.
das Wort} Bileams den Kindern Israel ein Anlaß
geworden in der Sache des Peor eine Untreue gegen
Jehova zu begehen, so daß die Plage über die Gemeinde
Jehovas kam.
4Mo 31,17 So tötet nun alles Männliche unter
den Kindern, und tötet alle Weiber, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben;
4Mo 31,18 aber alle Kinder, alle Mädchen, {W.
alle Kinder unter den Weibern} welche den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt haben,
laßt euch am Leben.
4Mo 31,19 Ihr aber lagert euch außerhalb des
Lagers sieben Tage; ein jeder, der einen Menschen getötet, und ein jeder, der
einen Erschlagenen angerührt hat, ihr sollt euch entsündigen am dritten Tage
und am siebten Tage, ihr und eure Gefangenen.
4Mo 31,20 Und alle Kleider und alles Gerät
von Fell und alle Arbeit von Ziegenhaar und alles Gerät von Holz sollt ihr
entsündigen.
4Mo 31,21 Und Eleasar, der Heiliger, sprach
zu den Kriegsleuten, die in den Streit gezogen waren: Dies ist die Satzung des
Gesetzes, das Jehova dem Mose geboten hat:
4Mo 31,22 Nur das Gold und das Silber,
das Erz, das Eisen, das Zinn und das Blei,
4Mo 31,23 alles, was das Feuer
verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, und es wird rein sein; nur soll
es mit dem Wasser der Reinigung {S. Kap. 19,9} entsündigt
werden; und alles, was das Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen
lassen.
4Mo 31,24 Und am siebten Tage sollt ihr eure
Kleider waschen, und ihr werdet rein sein; und danach möget ihr ins Lager
kommen.
4Mo 31,25 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 31,26 Nimm auf die Summe der
weggeführten Beute, an Menschen und an Vieh, du und Eleasar, der Heiliger, und
die Häupter der Väter {d.h. die Stamm- oder Familienhäupter; soauch später} der Gemeinde;
4Mo 31,27 und teile die Beute zur Hälfte
zwischen denen, welche den Krieg geführt haben, die ins Feld gezogen sind, und
der ganzen Gemeinde.
4Mo 31,28 Und erhebe von den Kriegsleuten,
die ins Feld gezogen sind, eine Abgabe für Jehova: eine Seele von fünfhundert,
von den Menschen und von den Rindern und von den Eseln und vom Kleinvieh;
4Mo 31,29 von ihrer Hälfte sollt ihr sie
nehmen, und du sollst sie Eleasar, dem Heiliger, geben als ein Hebopfer Jehovas.
4Mo 31,30 Und von der Hälfte der
Kinder Israel sollst du eines nehmen, von fünfzig herausgegriffen, von den
Menschen, von den Rindern, von den Eseln und vom Kleinvieh, von allem Vieh; und
du sollst es den Leviten geben, welche der Hut der Wohnung Jehovas warten.
4Mo 31,31 Und Mose und Eleasar, der
Heiliger, taten, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
4Mo 31,32 Und das Erbeutete, was von
der Beute übrigblieb, welche das Kriegsvolk gemacht hatte, war: 675000 Stück
Kleinvieh,
4Mo 31,33 und 72000 Rinder,
4Mo 31,34 und 61000 Esel;
4Mo 31,35 und was die Menschenseelen
betrifft, so waren der Mädchen, welche den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt
hatten, insgesamt 32000 Seelen.
4Mo 31,36 Und die Hälfte, der Anteil
derer, welche zum Heere ausgezogen waren, die Zahl des Kleinviehes, war:
337500 Stück,
4Mo 31,37 und die Abgabe vom Kleinvieh
für Jehova war 675 Stück;
4Mo 31,38 und die Zahl der Rinder
36000, und die Abgabe davon für Jehova 72;
4Mo 31,39 und der Esel 30500, und die
Abgabe davon für Jehova 61;
4Mo 31,40 und der Menschenseelen
16000, und die Abgabe davon für Jehova 32 Seelen.
4Mo 31,41 Und Mose gab die Abgabe des Hebopfers Jehovas Eleasar, dem Heiliger, so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
4Mo 31,42 Und von der Hälfte der
Kinder Israel, welche Mose von den zum Heere ausgezogenen Männern {d.h.
von ihrem
Teil} abgeteilt hatte,
4Mo 31,43 (die Hälfte der Gemeinde war
nämlich: 337500 Stück Kleinvieh,
4Mo 31,44 und 36000 Rinder,
4Mo 31,45 und 30500 Esel,
4Mo 31,46 und 16000 Menschenseelen)
4Mo
31,47 und von der Hälfte der Kinder Israel nahm Mose das
Herausgegriffene, eines von fünfzig, von den Menschen und von dem Vieh, und gab
sie den Leviten, welche der Hut der Wohnung Jehovas warteten; so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
4Mo 31,48 Und es traten zu Mose die
Vorgesetzten über die Tausende des Heeres, die Obersten über tausend und die
Obersten über hundert,
4Mo 31,49 und sprachen zu Mose: Deine Knechte
haben die Summe der Kriegsleute aufgenommen, die unter unserer Hand waren, und
es fehlt von uns nicht ein Mann.
4Mo
31,50 Und so bringen wir eine Opfergabe für Jehova dar, ein jeder,
was er an goldenem Geschmeide gefunden hat: Armspangen und Handspangen, {S.
die Anm. zu 1. Mose 24,22} Fingerringe, Ohrringe und Spangen, um für unsere
Seelen Sühnung zu tun vor Jehova.
4Mo 31,51 Und Mose und Eleasar, der
Heiliger, nahmen das Gold von ihnen, allerlei verarbeitetes Geschmeide.
4Mo 31,52 Und alles Gold des Hebopfers, das sie für Jehova hoben, war 16750 Sekel, von
den Obersten über tausend und von den Obersten über hundert.
4Mo 31,53 (Die Kriegsleute aber hatten
ein jeder für sich geplündert.)
4Mo 31,54 Und Mose und Eleasar, der Heiliger,
nahmen das Gold von den Obersten über tausend und über hundert und brachten es
in das Zelt der Zusammenkunft, als ein Gedächtnis der {O.
für die} Kinder Israel vor Jehova.
4Mo 32,1 Und die Kinder Ruben und die Kinder
Gad hatten viel Vieh, in gewaltiger Menge; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, der Ort war ein Ort
für Vieh.
4Mo 32,2 Und die Kinder Gad und die Kinder
Ruben kamen und sprachen zu Mose und zu Eleasar, dem Heiliger, und zu den
Fürsten der Gemeinde und sagten:
4Mo 32,3 Ataroth und Dibon und Jaser und Nimra und Hesbon und Elale und Sebam und Nebo und Beon,
4Mo 32,4 das Land, welches Jehova vor der
Gemeinde Israel geschlagen hat, ist ein Land für Vieh, und deine Knechte haben
Vieh.
4Mo 32,5 Und sie sprachen: Wenn wir Gnade in
deinen Augen gefunden haben, so möge dieses Land deinen Knechten zum Eigentum
gegeben werden; laß uns nicht über den Jordan ziehen!
4Mo 32,6 Und Mose sprach zu den Kindern Gad
und zu den Kindern Ruben: Sollen eure Brüder in den Streit ziehen, und ihr
wollt hier bleiben?
4Mo 32,7 Und warum wollt ihr das Herz der
Kinder Israel davon abwendig machen, in das Land hinüber zu ziehen, welches
Jehova ihnen gegeben hat?
4Mo 32,8 So haben eure Väter getan,
als ich sie von Kades-Barnea aussandte, das Land zu
besehen:
4Mo 32,9 sie zogen hinauf bis zum Tale Eskol und besahen das Land; und sie machten das Herz der
Kinder Israel abwendig, daß sie nicht in das Land
gingen, welches Jehova ihnen gegeben hatte.
4Mo 32,10 Und der Zorn Jehovas
entbrannte an jenem Tage, und er schwur und sprach:
4Mo 32,11 Wenn die Männer, die aus Ägypten
hinaufgezogen sind, von zwanzig Jahren und darüber, das Land sehen werden, das
ich Abraham und Isaak und Jakob zugeschworen habe! denn sie sind mir nicht
völlig nachgefolgt;
4Mo 32,12 ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, und
Josua, der Sohn Nuns; denn sie sind Jehova völlig
nachgefolgt.
4Mo 32,13 Und der Zorn Jehovas entbrannte
wider Israel, und er ließ sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis
das ganze Geschlecht aufgerieben war, welches getan hatte, was böse war in den
Augen Jehovas.
4Mo 32,14 Und siehe, ihr seid aufgestanden an
eurer Väter Statt, eine Brut von sündigen Männern, um
die Glut des Zornes Jehovas gegen Israel noch zu mehren.
4Mo 32,15 Wenn ihr euch hinter ihm {W.
von hinter ihmher} abwendet, so wird er es noch
länger in der Wüste lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk verderben.
4Mo 32,16 Und sie traten zu ihm und sprachen:
Kleinviehhürden wollen wir hier bauen für unsere Herden, und Städte für unsere
Kinder;
4Mo 32,17 wir selbst aber wollen uns eilends
rüsten vor den Kindern Israel her, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben; und
unsere Kinder sollen in den festen Städten bleiben vor den {And.
üb.: wegen der} Bewohnern des Landes.
4Mo 32,18 Wir wollen nicht zu unseren Häusern
zurückkehren, bis die Kinder Israel ein jeder sein Erbteil empfangen haben.
4Mo 32,19 Denn wir wollen nicht mit ihnen
erben jenseit des Jordan und weiterhin, denn unser
Erbteil ist uns diesseit des Jordan gegen Sonnenaufgang zugekommen.
4Mo 32,20 Da sprach Mose zu ihnen:
Wenn ihr dieses tut, wenn ihr euch vor Jehova zum Streite rüstet,
4Mo 32,21 und alle unter euch, die gerüstet
sind, vor Jehova über den Jordan ziehen, bis er seine Feinde vor sich
ausgetrieben hat,
4Mo 32,22 und das Land vor Jehova unterjocht
ist, und ihr danach zurückkehret, so sollt ihr schuldlos sein gegen Jehova und
gegen Israel; und dieses Land soll euch zum Eigentum sein vor Jehova.
4Mo 32,23 Wenn ihr aber nicht also tut,
siehe, so habt ihr wider Jehova gesündigt; und wisset, daß
eure Sünde euch finden wird.
4Mo 32,24 Bauet euch Städte für eure Kinder
und Hürden für euer Kleinvieh, und tut, was aus eurem Munde hervorgegangen ist.
4Mo 32,25 Und die Kinder Gad und die Kinder
Ruben sprachen zu Mose und sagten: Deine Knechte werden tun, so wie mein Herr
gebietet.
4Mo 32,26 Unsere Kinder, unsere Weiber,
unsere Herden und all unser Vieh {d.h. Zug- und Lastvieh} sollen daselbst in den Städten Gileads sein;
4Mo 32,27 deine Knechte aber, alle zum Heere {O.
Kriege} Gerüsteten, werden vor Jehova hinüberziehen in den Streit, so
wie mein Herr redet.
4Mo 32,28 Und Mose gebot ihrethalben Eleasar,
dem Heiliger, und Josua, dem Sohne Nuns, und den
Häuptern der Väter der Stämme der Kinder Israel;
4Mo 32,29 und Mose sprach zu ihnen:
Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben, alle zum Streit Gerüsteten, mit euch
vor Jehova über den Jordan ziehen, und das Land vor euch unterjocht sein wird,
so sollt ihr ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben;
4Mo 32,30 wenn sie aber nicht gerüstet mit
euch hinüberziehen, so sollen sie sich unter euch ansässig machen im Lande
Kanaan.
4Mo 32,31 Und die Kinder Gad und die Kinder
Ruben antworteten und sprachen: Wie Jehova zu deinen Knechten geredet hat, so
wollen wir tun.
4Mo 32,32 Wir wollen gerüstet vor Jehova in
das Land Kanaan hinüberziehen, und unser Erbbesitztum verbleibe uns diesseit
des Jordan.
4Mo 32,33 Und Mose gab ihnen, den Kindern Gad
und den Kindern Ruben und der Hälfte des Stammes Manasse, des Sohnes Josephs,
das Königreich Sihons, des Königs der Amoriter, und
das Königreich Ogs, des Königs von Basan, das Land
nach seinen Städten in ihren Grenzen, die Städte des Landes ringsum.
4Mo 32,34 Und die Kinder Gad bauten Dibon und Ataroth und Aroer,
4Mo 32,35 und Ateroth-Schofan
und Jaser und Jogbeha,
4Mo 32,36 und Beth-Nimra
und Beth-Haran, feste Städte und Kleinviehhürden.
4Mo 32,37 Und die Kinder Ruben bauten Hesbon und Elale und Kirjathaim,
4Mo 32,38 und Nebo
und Baal-Meon, deren Namen geändert wurden, und Sibma; und sie benannten die Städte, die sie bauten, mit
anderen Namen. -
4Mo 32,39 Und die Söhne Makirs,
des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead und nahmen es ein; und sie trieben {O.
er trieb} die Amoriter, die darin wohnten, aus.
4Mo 32,40 Und Mose gab Gilead dem Makir, dem Sohne Manasses; und er wohnte darin.
4Mo 32,41 Und Jair, der Sohn Manasses,
zog hin und nahm ihre Dörfer ein und nannte sie Dörfer Jairs.
4Mo 32,42 Und Nobach
zog hin und nahm Kenath und seine Tochterstädte ein
und nannte es Nobach nach seinem Namen.
4Mo 33,1 Dies sind die Züge der Kinder
Israel, welche aus dem Lande Ägypten ausgezogen sind nach ihren Heeren, unter
der Hand Moses und Aarons.
4Mo 33,2 Und Mose schrieb ihre Auszüge auf,
nach ihren Zügen, nach dem Befehle Jehovas; und dies sind ihre Züge, nach ihren
Auszügen:
4Mo 33,3 Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fünfzehnten Tage des ersten
Monats. Am anderen Tage nach dem Passah zogen die Kinder Israel aus mit
erhobener Hand, vor den Augen aller Ägypter,
4Mo 33,4 als die Ägypter diejenigen
begruben, welche Jehova unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und
Jehova hatte an ihren Göttern Gericht geübt.
4Mo 33,5 Und die Kinder Israel
brachen auf von Raemses und lagerten sich in Sukkoth.
4Mo 33,6 Und sie brachen auf von Sukkoth und lagerten sich in Etham,
das am Rande der Wüste liegt.
4Mo 33,7 Und sie brachen auf von Etham und wandten sich nach Pi-Hachiroth,
das Baal-Zephon gegenüber liegt, und lagerten sich
vor Migdol.
4Mo 33,8 Und sie brachen auf von Hachiroth und zogen mitten durchs Meer nach der Wüste hin,
und sie zogen drei Tagereisen in der Wüste Etham und
lagerten sich in Mara.
4Mo 33,9 Und sie brachen auf von Mara und
kamen nach Elim; und in Elim waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume;
und sie lagerten sich daselbst.
4Mo 33,10 Und sie brachen auf von Elim
und lagerten sich am Schilfmeer.
4Mo 33,11 Und sie brachen auf vom
Schilfmeer und lagerten sich in der Wüste Sin.
4Mo 33,12 Und sie brachen auf aus der
Wüste Sin und lagerten sich in Dophka.
4Mo 33,13 Und sie brachen auf von Dophka und lagerten sich in Alusch.
4Mo 33,14 Und sie brachen auf von Alusch und lagerten sich in Rephidim;
und das Volk hatte daselbst kein Wasser zu trinken.
4Mo 33,15 Und sie brachen auf von Rephidim und lagerten sich in der Wüste Sinai.
4Mo 33,16 Und sie brachen auf aus der
Wüste Sinai und lagerten sich in Kibroth-Hattaawa.
4Mo 33,17 Und sie brachen auf von Kibroth-Hattaawa und lagerten sich in Hazeroth.
4Mo 33,18 Und sie brachen auf von Hazeroth und lagerten sich in Rithma.
4Mo 33,19 Und sie brachen auf von Rithma und lagerten sich in Rimmon-Perez.
4Mo 33,20 Und sie brachen auf von Rimmon-Perez und lagerten sich in Libna.
4Mo 33,21 Und sie brachen auf von Libna und lagerten sich in Rissa.
4Mo 33,22 Und sie brachen auf von
Rissa und lagerten sich in Kehelatha.
4Mo 33,23 Und sie brachen auf von Kehelatha und lagerten sich am Berge Schepher.
4Mo 33,24 Und sie brachen auf vom
Berge Schepher und lagerten sich in Harada.
4Mo 33,25 Und sie brachen auf von
Harada und lagerten sich in Makheloth.
4Mo 33,26 Und sie brachen auf von Makheloth und lagerten sich in Tachath.
4Mo 33,27 Und sie brachen auf von Tachath und lagerten sich in Terach.
4Mo 33,28 Und sie brachen auf von Terach und lagerten sich in Mithka.
4Mo 33,29 Und sie brachen auf von Mithka und lagerten sich in Haschmona.
4Mo 33,30 Und sie brachen auf von Haschmona und lagerten sich in Moseroth.
4Mo 33,31 Und sie brachen auf von Moseroth und lagerten sich in Bne-Jaakan.
4Mo 33,32 Und sie brachen auf von Bne-Jaakan und lagerten sich in Hor-Gidgad.
4Mo 33,33 Und sie brachen auf von Hor-Gidgad und lagerten sich in Jotbatha.
4Mo 33,34 Und sie brachen auf von Jotbatha und lagerten sich in Abrona.
4Mo 33,35 Und sie brachen auf von Abrona und lagerten sich in Ezjon-Geber.
4Mo 33,36 Und sie brachen auf von Ezjon-Geber und lagerten sich in der Wüste Zin, das ist Kades.
4Mo 33,37 Und sie brachen auf von Kades und lagerten sich am Berge Hor,
am Rande des Landes Edom.
4Mo
33,38 Und Aaron, der Heiliger, stieg auf den Berg Hor nach dem Befehle Jehovas; und er starb daselbst im
vierzigsten Jahre nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, im
fünften Monat, am Ersten des Monats.
4Mo 33,39 Und Aaron war 123 Jahre alt,
als er auf dem Berge Hor starb.
4Mo 33,40 Und der Kanaaniter, der König von
Arad, der im Süden wohnte im Lande Kanaan, hörte von dem Kommen der Kinder
Israel.
4Mo 33,41 Und sie brachen auf vom
Berge Hor und lagerten sich in Zalmona.
4Mo 33,42 Und sie brachen auf von Zalmona und lagerten sich in Punon.
4Mo 33,43 Und sie brachen auf von Punon und lagerten sich in Oboth.
4Mo 33,44 Und sie brachen auf von Oboth und lagerten sich in Ijje-Abarim,
an der Grenze von Moab.
4Mo 33,45 Und sie brachen auf von Ijjim und lagerten sich in Dibon-Gad.
4Mo 33,46 Und sie brachen auf von Dibon-Gad und lagerten sich in Almon-Diblathaim.
4Mo 33,47 Und sie brachen auf von Almon-Diblathaim und lagerten sich am {O.
auf dem} Gebirge Abarim vor Nebo.
4Mo 33,48 Und sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten sich in den Ebenen {O.
Steppen; so auch Kap. 35,1 usw.} Moabs, am Jordan von Jericho.
4Mo 33,49 Und sie lagerten sich am
Jordan von Beth-Jesimoth bis Abel-Sittim
in den Ebenen Moabs.
4Mo 33,50 Und Jehova redete zu Mose in
den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, und sprach:
4Mo 33,51 Rede zu den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan ziehet,
4Mo 33,52 so sollt ihr alle Bewohner des
Landes vor euch austreiben und alle ihre Bildwerke {d.h.
Steine, die zu Götzenbildern verarbeitet waren; vergl. 3. Mose 26,1} zerstören;
und alle ihre gegossenen Bilder sollt ihr zerstören, und alle ihre Höhen {Höhenaltäreoder Höhentempel (1. Kön. 13,32)} sollt ihr
vertilgen;
4Mo 33,53 und ihr sollt das Land in Besitz
nehmen und darin wohnen, denn euch habe ich das Land gegeben, es zu besitzen.
4Mo 33,54 Und ihr sollt das Land durchs Los
als Erbteil empfangen, nach euren Geschlechtern: Den Vielen sollt ihr ihr
Erbteil mehren, und den Wenigen sollt ihr ihr Erbteil mindern; wohin das Los
einem fällt, das soll ihm gehören; nach den Stämmen eurer Väter sollt ihr
erben.
4Mo 33,55 Wenn ihr aber die Bewohner
des Landes nicht vor euch austreibet, so werden diejenigen, welche ihr von
ihnen übriglasset, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten
werden, und sie werden euch bedrängen in dem Lande, in welchem ihr wohnet.
4Mo 33,56 Und es wird geschehen: so
wie ich gedachte, ihnen zu tun, werde ich euch tun.
4Mo 34,1 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 34,2 Gebiete den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land Kanaan kommet, so ist dies das Land,
welches euch als Erbteil zufallen soll: das Land Kanaan nach seinen Grenzen.
4Mo 34,3 Und die Südseite soll euch sein von
der Wüste Zin an, Edom entlang, und die Südgrenze
soll euch sein vom Ende des Salzmeeres gegen Osten.
4Mo 34,4 Und die Grenze soll sich
euch südlich von der Anhöhe Akrabbim wenden und nach Zin hinübergehen, und ihr
Ausgang {W. ihre Ausgänge; so
auch V.5 usw.} sei südlich von Kades-Barnea; und
sie laufe nach Hazar-Addar hin, und gehe hinüber nach
Azmon;
4Mo 34,5 und die Grenze wende sich von Azmon nach dem Bache Ägyptens, und ihr Ausgang sei nach dem
Meere hin. -
4Mo 34,6 Und die Westgrenze: sie sei euch
das große Meer und das Angrenzende; {d.h. die Küste} das soll
euch die Westgrenze sein. -
4Mo 34,7 Und dies soll euch die
Nordgrenze sein: vom großen Meere aus sollt ihr euch den Berg Hor abmarken;
4Mo 34,8 vom Berge Hor
sollt ihr abmarken bis man nach Hamath kommt, und der
Ausgang der Grenze sei nach Zedad hin;
4Mo 34,9 und die Grenze laufe nach Siphron hin, und ihr Ausgang sei bei Hazar-Enan. Das soll euch die Nordgrenze sein. -
4Mo 34,10 Und zur Ostgrenze sollt ihr
euch abmarken von Hazar-Enan nach Schepham.
4Mo 34,11 Und die Grenze gehe hinab von Schepham nach Ribla, östlich von Ajin; und die Grenze gehe hinab und stoße an die Seite {W.
Schulter} des Sees Kinnereth {Genezareth}
gegen Osten;
4Mo 34,12 und die Grenze gehe an den Jordan
hinab, und ihr Ausgang sei am Salzmeere. Das soll euer Land sein nach seinen
Grenzen ringsum.
4Mo 34,13 Und Mose gebot den Kindern Israel
und sprach: Das ist das Land, welches ihr durchs Los als Erbteil empfangen
sollt, das Jehova den neun Stämmen und dem halben Stamme zu geben geboten hat.
4Mo 34,14 Denn der Stamm der Kinder der Rubeniter nach ihren Vaterhäusern, und der Stamm der Kinder
der Gaditer nach ihren Vaterhäusern, und die Hälfte
des Stammes Manasse, die haben ihr Erbteil empfangen.
4Mo 34,15 Die zwei Stämme und der halbe Stamm
haben ihr Erbteil empfangen diesseit des Jordan von Jericho, gegen Osten, gegen
Sonnenaufgang.
4Mo 34,16 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 34,17 Dies sind die Namen der Männer,
welche euch das Land als Erbe austeilen sollen: Eleasar, der Heiliger, und
Josua, der Sohn Nuns.
4Mo 34,18 Und je einen Fürsten vom
Stamme sollt ihr nehmen, um das Land als Erbe auszuteilen.
4Mo 34,19 Und dies sind die Namen der
Männer: für den {O. von dem sobis
(V.29)} Stamm Juda: Kaleb, der Sohn Jephunnes;
4Mo 34,20 und für den Stamm der Kinder
Simeon: Samuel, der Sohn Ammihuds;
4Mo 34,21 für den Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn Kislons;
4Mo 34,22 und für den Stamm der Kinder
Dan ein Fürst: Bukki, der Sohn Joglis;
4Mo 34,23 für die Söhne Josephs: für
den Stamm der Kinder Manasse ein Fürst: Hanniel, der
Sohn Ephods,
4Mo 34,24 und für den Stamm der Kinder
Ephraim ein Fürst: Kemuel, der Sohn Schiphtans;
4Mo 34,25 und für den Stamm der Kinder
Sebulon ein Fürst: Elizaphan,
der Sohn Parnaks;
4Mo 34,26 und für den Stamm der Kinder
Issaschar ein Fürst: Paltiel,
der Sohn Assans;
4Mo 34,27 und für den Stamm der Kinder
Aser ein Fürst: Achihud, der Sohn Schelomis;
4Mo 34,28 und für den Stamm der Kinder
Naphtali ein Fürst: Pedahel, der Sohn Ammihuds.
4Mo 34,29 Diese sind es, welchen
Jehova gebot, den Kindern Israel ihr Erbe im Lande Kanaan auszuteilen.
4Mo 35,1 Und Jehova redete zu Mose in
den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, und sprach:
4Mo 35,2 Gebiete den Kindern Israel, daß sie von ihrem Erbbesitztum den Leviten Städte zum
Wohnen geben; und zu den Städten sollt ihr einen Bezirk {Eig.
eine Weidetrift} rings um dieselben her den Leviten geben.
4Mo 35,3 Und die Städte seien ihnen zum
Wohnen, und deren Bezirke seien für ihr Vieh und für ihre Habe und für alle
ihre Tiere.
4Mo 35,4 Und die Bezirke der Städte, welche
ihr den Leviten geben sollt, sollen von der Stadtmauer nach außen hin tausend
Ellen betragen ringsum;
4Mo 35,5 und ihr sollt außerhalb der Stadt
auf der Ostseite zweitausend Ellen abmessen, und auf der Südseite zweitausend
Ellen, und auf der Westseite zweitausend Ellen und auf der Nordseite
zweitausend Ellen, daß die Stadt in der Mitte sei;
das sollen die Bezirke ihrer Städte sein.
4Mo 35,6 Und die Städte, die ihr den Leviten
geben sollt: sechs Zufluchtstädte sind es, die ihr
ihnen geben sollt, damit dahin fliehe, wer einen Totschlag begangen hat; und zu
diesen hinzu sollt ihr 42 Städte geben.
4Mo 35,7 Alle die Städte, die ihr den
Leviten geben sollt, sie und ihre Bezirke, sollen 48 Städte sein.
4Mo 35,8 Und was die Städte betrifft, die
ihr von dem Eigentum der Kinder Israel geben sollt - von dem Stamme, der viel
hat, {Eig. von den Vielen...von den Wenigen} sollt ihr
viel nehmen, und von dem, der wenig hat, {Eig. von den
Vielen...von den Wenigen} sollt ihr wenig nehmen; jeder Stamm soll nach
Verhältnis seines Erbteils, das er erben wird, von seinen Städten den Leviten
geben.
4Mo 35,9 Und Jehova redete zu Mose
und sprach:
4Mo 35,10 Rede zu den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Kanaan ziehet,
4Mo 35,11 so sollt ihr euch Städte bestimmen:
Zufluchtstädte sollen sie für euch sein, daß dahin fliehe ein Totschläger, der einen Menschen aus
Versehen erschlagen hat.
4Mo 35,12 Und die Städte sollen euch zur
Zuflucht sein vor dem Rächer, {Eig. Löser, der nächste Verwandte} daß der Totschläger nicht sterbe, bis er vor der Gemeinde
gestanden hat zum Gericht.
4Mo 35,13 Und die Städte, die ihr
geben sollt, sollen sechs Zufluchtstädte für euch
sein.
4Mo 35,14 Drei Städte sollt ihr geben
diesseit des Jordan, und drei Städte sollt ihr geben im Lande Kanaan; Zufluchtstädte sollen sie sein.
4Mo 35,15 Den Kindern Israel und dem
Fremdling und dem Beisassen in ihrer Mitte sollen diese sechs Städte zur
Zuflucht sein, daß dahin fliehe ein jeder, der einen
Menschen aus Versehen erschlagen hat.
4Mo 35,16 Wenn er ihn aber mit einem eisernen
Werkzeug geschlagen hat, daß er gestorben ist, so ist
er ein Mörder {Hier und nachher dasselbe Wort wie:
"Totschläger"}; der Mörder soll gewißlich
getötet werden.
4Mo 35,17 Und wenn er ihn mit einem
Stein, den er in der Hand führte, {Eig. mit einem
Handstein, d.h. mit einem Stein, den man handhaben kann. Desgl. V.18:
Handwerkzeug} wodurch man sterben kann, geschlagen hat, daß
er gestorben ist, so ist er ein Mörder; der Mörder soll gewißlich
getötet werden.
4Mo 35,18 Oder wenn er ihn mit einem
hölzernen Werkzeug, {O. Gegenstand} das er in
der Hand führte, wodurch man sterben kann, geschlagen hat, daß
er gestorben ist, so ist er ein Mörder; der Mörder soll gewißlich
getötet werden.
4Mo 35,19 Der Bluträcher, der soll den
Mörder töten; wenn er ihn antrifft, soll er ihn töten.
4Mo 35,20 Und wenn er ihn aus Haß gestoßen oder mit Absicht auf ihn geworfen hat, daß er gestorben ist,
4Mo 35,21 oder ihn aus Feindschaft mit seiner
Hand geschlagen hat, daß er gestorben ist, so soll
der Schläger gewißlich getötet werden; er ist ein
Mörder; der Bluträcher soll den Mörder töten, wenn er ihn antrifft.
4Mo 35,22 Wenn er aber von ungefähr, nicht
aus Feindschaft, ihn gestoßen, oder unabsichtlich irgend ein Werkzeug auf ihn
geworfen hat,
4Mo 35,23 oder, ohne es zu sehen, irgend
einen Stein, wodurch man sterben kann, auf ihn hat fallen lassen, daß er gestorben ist, er war ihm aber nicht feind und
suchte seinen Schaden nicht:
4Mo 35,24 so soll die Gemeinde
zwischen dem Schläger und dem Bluträcher nach diesen Rechten richten;
4Mo
35,25 und die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des
Bluträchers erretten, und die Gemeinde soll ihn in seine Zufluchtstadt
zurückbringen, wohin er geflohen ist; und er soll darin bleiben bis zum Tode
des HohenHeiligers, den man mit dem heiligen Öle
gesalbt hat.
4Mo 35,26 Wenn aber der Totschläger
über die Grenze seiner Zufluchtstadt, wohin er
geflohen ist, irgend hinausgeht,
4Mo 35,27 und der Bluträcher findet ihn
außerhalb der Grenze seiner Zufluchtstadt, und der
Bluträcher tötet den Totschläger, so hat er keine Blutschuld.
4Mo 35,28 Denn er soll in seiner Zufluchtstadt bleiben bis zum Tode des HohenHeiligers;
und nach dem Tode des
HohenHeiligers darf der
Totschläger in das Land seines Eigentums zurückkehren. -
4Mo 35,29 Und dies soll euch zu einer
Rechtssatzung sein bei euren Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.
4Mo 35,30 Jeder, der einen Menschen
erschlägt: auf die Aussage von Zeugen soll man den Mörder töten; aber ein
einzelner Zeuge kann nicht wider einen Menschen aussagen, {Eig.
antworten} daß er sterbe.
4Mo 35,31 Und ihr sollt keine Sühne annehmen
für die Seele eines Mörders, der schuldig ist zu sterben, sondern er soll gewißlich getötet werden.
4Mo 35,32 Auch sollt ihr keine Sühne annehmen
für den in seine Zufluchtstadt Geflüchteten, daß er vor {Eig. bis zu} dem Tode
des Heiligers zurückkehre, um im Lande zu wohnen.
4Mo 35,33 Und ihr sollt das Land nicht
entweihen, in welchem ihr seid; denn das Blut, das entweiht das Land; und für
das Land kann keine Sühnung getan werden wegen des Blutes, das darin vergossen
worden, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat.
4Mo 35,34 Und du sollst nicht das Land
verunreinigen, in welchem ihr wohnet, in dessen Mitte ich wohne; denn ich,
Jehova, wohne inmitten der Kinder Israel.
4Mo 36,1 Und es traten herzu die
Häupter der Väter vom Geschlecht der Söhne Gileads, des Sohnes Makirs, des
Sohnes Manasses, aus den Geschlechtern der Söhne
Josephs; und sie redeten vor Mose und vor den Fürsten, den Häuptern der Väter
der Kinder Israel,
4Mo
36,2 und sprachen: Jehova hat meinem Herrn geboten, den Kindern Israel das
Land durchs Los als Erbteil zu geben; und meinem Herrn ist von Jehova geboten
worden, das Erbteil Zelophchads, unseres Bruders,
seinen Töchtern zu geben.
4Mo 36,3 Werden sie nun einem von den Söhnen
der anderen Stämme der Kinder Israel zu Weibern, so wird ihr Erbteil dem
Erbteil unserer Väter entzogen und zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt
werden, welchem sie angehören werden; und dem Lose unseres Erbteils wird es
entzogen werden.
4Mo 36,4 Und auch wenn das Jubeljahr
der Kinder Israel kommt, wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes
hinzugefügt werden, welchem sie angehören werden; und ihr Erbteil wird dem
Erbteil des Stammes unserer Väter entzogen werden.
4Mo 36,5 Da gebot Mose den Kindern Israel,
nach dem Befehle Jehovas, und sprach: Der Stamm der Kinder Joseph redet recht.
4Mo
36,6 Dies ist das Wort, welches Jehova betreffs der Töchter Zelophchads geboten hat, indem er sprach: Sie mögen dem,
der in ihren Augen gut ist, zu Weibern werden; nur sollen sie einem aus dem
Geschlecht des Stammes ihres Vaters zu Weibern werden,
4Mo 36,7 damit nicht ein Erbteil der Kinder
Israel von Stamm zu Stamm übergehe; denn die Kinder Israel sollen ein jeder dem
Erbteil des Stammes seiner Väter anhangen.
4Mo 36,8 Und jede Tochter, die ein Erbteil
aus den Stämmen der Kinder Israel besitzt, soll einem aus dem Geschlecht des
Stammes ihres Vaters zum Weibe werden, damit die Kinder Israel ein jeder das
Erbteil seiner Väter besitzen,
4Mo 36,9 und nicht ein Erbteil von einem
Stamme auf einen anderen Stamm übergehe. Denn die Stämme der Kinder Israel
sollen ein jeder seinem Erbteil anhangen.
4Mo 36,10 So wie Jehova dem Mose
geboten hatte, also taten die Töchter Zelophchads.
4Mo 36,11 Und Machla,
Tirza und Chogla und Milka und Noa,
die Töchter Zelophchads, wurden den Söhnen ihrer
Oheime zu Weibern.
4Mo 36,12 Männern aus den Geschlechtern der
Kinder Manasse, des Sohnes Josephs, wurden sie zu Weibern. Und so verblieb ihr
Erbteil bei dem Stamme des Geschlechts ihres Vaters.
4Mo 36,13 Das sind die Gebote und die Rechte,
welche Jehova in den Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, den Kindern Israel
durch Mose geboten hat.
5. Mose
5Mo 1,1 Dies sind die Worte, welche Mose zu ganz Israel geredet hat
diesseit {And. jenseit} des Jordan,
in der Wüste, in der Ebene, {H. Araba; die
Niederung, welche zu beiden Seiten des Jordan und des Toten Meeres liegt und
sich bis zum elanitischen Meerbusen hin erstreckt. Soauch Kap. 2,8; 3,17; 4,49; 11,30} Suph gegenüber, zwischen Paran
und Tophel und Laban und Hazeroth
und Di-Sahab.
5Mo 1,2 Elf Tagereisen sind vom
Horeb, auf dem Wege des Gebirges Seir, bis Kades-Barnea.
5Mo 1,3 Und es geschah im vierzigsten
Jahre, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Kindern
Israel nach allem, was Jehova ihm an sie geboten hatte,
5Mo 1,4 nachdem er Sihon
geschlagen, den König der Amoriter, der zu Hesbon
wohnte, und Og, den König von Basan, der zu Astaroth und zu Edrei wohnte. {Vergl.
Jos. 12,2. 4.}
5Mo 1,5 Diesseit {And.
jenseit} des Jordan, im Lande Moab, fing
Mose an, dieses Gesetz auszulegen, indem er sprach:
5Mo 1,6 Jehova, unser Gott, redete
zu uns am Horeb und sprach: Lange genug seid ihr an diesem Berge geblieben;
5Mo 1,7 wendet euch und brechet auf
und ziehet nach dem Gebirge der Amoriter und zu allen ihren Anwohnern in der
Ebene, {H.
Araba; die Niederung, welche zu beiden Seiten des
Jordan und des Toten Meeres liegt und sich bis zum elanitischen
Meerbusen hin erstreckt. Soauch Kap. 2,8; 3,17; 4,49;
11,30} auf dem Gebirge und in der Niederung {H.
Schephela; der Küstenstrich zwischen Joppe und Gaza} und im
Süden und am Ufer des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis
zu dem großen Strome, dem Strome Phrat.
5Mo 1,8 Siehe, ich habe das Land vor euch
gestellt; gehet hinein und nehmet das Land in Besitz, welches Jehova euren
Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem
Samen nach ihnen.
5Mo 1,9 Und ich sprach zu euch in
selbiger Zeit und sagte: Ich allein kann euch nicht tragen.
5Mo 1,10 Jehova, euer Gott, hat euch
gemehrt, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an Menge.
5Mo 1,11 Jehova, der Gott eurer Väter, füge
zu euch, so viele ihr seid, tausendmal hinzu und segne euch, wie er zu euch
geredet hat!
5Mo 1,12 Wie könnte ich allein eure
Bürde und eure Last und euren Hader tragen?
5Mo 1,13 Nehmet euch weise und verständige
und bekannte Männer, nach euren Stämmen, daß ich sie
zu Häuptern über euch setze.
5Mo 1,14 Und ihr antwortetet mir und sprachet: Gut ist die Sache, die du zu tun {O.
die Sache, von der du geredet hast, ist gut zu tun} gesagt
hast.
5Mo 1,15 Und ich nahm die Häupter eurer
Stämme, weise und bekannte Männer, und setzte sie als Häupter über euch, als
Oberste über tausend und Oberste über hundert und Oberste über fünfzig und
Oberste über zehn, und als Vorsteher eurer Stämme. {O.
nach euren Stämmen}
5Mo 1,16 Und ich gebot euren Richtern in
selbiger Zeit und sprach: Höret die Streitsachen zwischen euren Brüdern und
richtet in Gerechtigkeit zwischen einem Manne und seinem Bruder und dem
Fremdling bei ihm.
5Mo
1,17 Ihr sollt nicht die Person ansehen im Gericht; den Kleinen wie den Großen
sollt ihr hören; ihr sollt euch vor niemand fürchten, denn das Gericht ist
Gottes. Die Sache aber, die zu schwierig für euch ist, sollt ihr vor mich
bringen, daß ich sie höre.
5Mo 1,18 Und ich gebot euch in
selbiger Zeit alle die Sachen, die ihr tun solltet.
5Mo 1,19 Und wir brachen auf vom Horeb und
zogen durch diese ganze große und schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt, des
Weges nach dem Gebirge der Amoriter, so wie Jehova, unser Gott, uns geboten
hatte; und wir kamen bis Kades-Barnea.
5Mo 1,20 Und ich sprach zu euch: Ihr seid
gekommen bis zu dem Gebirge der Amoriter, das Jehova, unser Gott, uns gibt.
5Mo 1,21 Siehe, Jehova, dein Gott, hat das
Land vor dich gestellt; ziehe hinauf, nimm in Besitz, so wie Jehova, der Gott
deiner Väter, zu dir geredet hat; fürchte dich nicht und verzage nicht!
5Mo 1,22 Und ihr tratet alle zu mir und sprachet: Laßt uns Männer vor uns
hersenden, daß sie uns das
Land erforschen und uns Bescheid bringen über den Weg, auf dem wir
hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen.
5Mo 1,23 Und die Sache war gut in meinen
Augen; und ich nahm aus euch zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm.
5Mo 1,24 Und sie wandten sich und
zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tale Eskol
und kundschafteten es {d.h. das Land} aus.
5Mo 1,25 Und sie nahmen von der Frucht des
Landes in ihre Hand und brachten sie zu uns herab. Und sie brachten uns
Bescheid und sprachen: Das Land ist gut, das Jehova, unser Gott, uns gibt.
5Mo 1,26 Aber ihr wolltet nicht
hinaufziehen und waret widerspenstig gegen den Befehl
Jehovas, eures Gottes.
5Mo 1,27 Und ihr murrtet in euren Zelten und
sprachet: Weil Jehova uns haßte,
hat er uns aus dem Lande Ägypten herausgeführt, um uns in die Hand der Amoriter
zu geben, daß sie uns vertilgen.
5Mo
1,28 Wohin sollen wir hinaufziehen? Unsere Brüder haben unser Herz verzagt
gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, größer und höher als wir, Städte, groß und
befestigt bis an den Himmel, und auch die Kinder der Enakim
haben wir dort gesehen!
5Mo 1,29 Da sprach ich zu euch:
Erschrecket nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen!
5Mo 1,30 Jehova, euer Gott, der vor euch
herzieht, er wird für euch streiten, nach allem, was er in Ägypten vor euren
Augen für euch getan hat,
5Mo 1,31 und in der Wüste, wo du gesehen
hast, daß Jehova, dein Gott, dich getragen hat, wie
ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Wege, den ihr gezogen seid, bis ihr
an diesen Ort kamet.
5Mo 1,32 Aber in dieser Sache {O.
aber trotzdem} glaubtet ihr nicht Jehova, eurem Gott,
5Mo 1,33 der auf dem Wege vor euch herzog,
um euch einen Ort zu erkunden, daß ihr euch lagern
konntet: des Nachts im Feuer, daß ihr auf dem Wege
sehen konntet, auf welchem ihr zoget, und des Tages
in der Wolke.
5Mo 1,34 Und Jehova hörte die Stimme
eurer Reden und ward zornig und schwur und sprach:
5Mo 1,35 Wenn ein Mann unter diesen Männern,
diesem bösen Geschlecht, das gute Land sehen wird, das ich geschworen habe,
euren Vätern zu geben,
5Mo 1,36 außer Kaleb, dem Sohne Jephunnes! Er soll es sehen, und ihm und seinen Söhnen
werde ich das Land geben, auf welches er getreten, darum daß
er Jehova völlig nachgefolgt ist. -
5Mo 1,37 Auch wider mich erzürnte
Jehova eurethalben und sprach: Auch du sollst nicht hineinkommen!
5Mo 1,38 Josua, der Sohn Nuns,
der vor dir steht, er soll hineinkommen; ihn stärke, denn er soll es Israel als
Erbe austeilen. -
5Mo
1,39 Und eure Kindlein, von denen ihr sagtet: sie werden zur Beute werden! und
eure Söhne, die heute weder Gutes noch Böses kennen, sie sollen hineinkommen,
und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen.
5Mo 1,40 Ihr aber, wendet euch und
brechet auf nach der Wüste, des Weges zum Schilfmeere!
5Mo 1,41 Da antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben wider Jehova gesündigt; wir
wollen hinaufziehen und streiten, nach allem, was Jehova, unser Gott, uns
geboten hat. Und ihr gürtetet ein jeder sein Kriegsgerät um und zoget leichtfertig in das Gebirge hinauf.
5Mo 1,42 Und Jehova sprach zu mir: Sprich zu
ihnen: Ziehet nicht hinauf und streitet nicht, denn ich bin nicht in eurer
Mitte; daß ihr nicht vor euren Feinden geschlagen
werdet!
5Mo 1,43 Und ich redete zu euch, aber ihr
hörtet nicht; und ihr waret widerspenstig gegen den
Befehl Jehovas, und handeltet vermessen und zoget in
das Gebirge hinauf.
5Mo 1,44 Und die Amoriter, die auf selbigem
Gebirge wohnten, zogen aus, euch entgegen, und verfolgten euch, wie die Bienen
tun, und zersprengten euch in Seir bis Horma.
5Mo 1,45 Und ihr kehrtet zurück und weintet
vor Jehova; aber Jehova hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht
zu euch. -
5Mo 1,46 Und ihr bliebet in Kades viele Tage, nach den Tagen, die ihr bliebet.
5Mo 2,1 Und wir wandten uns und brachen auf
nach der Wüste, des Weges zum Schilfmeere, wie Jehova zu mir geredet hatte; und
wir umzogen das Gebirge Seir viele Tage.
5Mo 2,2 Und Jehova redete zu mir und
sprach:
5Mo 2,3 Lange genug habt ihr dieses
Gebirge umzogen; wendet euch gegen Norden.
5Mo 2,4 Und gebiete dem Volke und sprich:
Ihr werdet nun durch das Gebiet eurer Brüder, der Kinder Esau, ziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten; so
habet wohl acht!
5Mo 2,5 Laßt euch nicht
in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Lande auch nicht den
Tritt einer Fußsohle geben; denn das Gebirge Seir
habe ich dem Esau als Besitztum gegeben.
5Mo 2,6 Speise sollt ihr um Geld von ihnen
kaufen, daß ihr esset, und auch Wasser sollt ihr um
Geld von ihnen kaufen, daß ihr trinket.
5Mo 2,7 Denn Jehova, dein Gott, hat dich
gesegnet in allem Werke deiner Hand. Er kannte dein Ziehen durch diese große
Wüste: diese vierzig Jahre ist Jehova, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir
an nichts gemangelt.
5Mo
2,8 Und wir zogen weiter, an unseren Brüdern, den Kindern Esau, vorüber, die
in Seir wohnen, von dem Wege der Ebene, von Elath und von Ezjon-Geber her;
und wir wandten uns und zogen des Weges nach der Wüste von Moab.
5Mo
2,9 Und Jehova sprach zu mir: Befeinde Moab nicht und laß
dich nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Lande kein
Besitztum geben; denn Ar habe ich den Kindern Lot als Besitztum gegeben. 5Mo
2,10 Die Emim wohnten vordem darin, ein großes und
zahlreiches und hohes Volk, wie die Enakim.
5Mo 2,11 Auch sie werden für Riesen {H.
Rephaim; so auch V.20. Vergl. 1. Mose 14,5} gehalten,
wie die Enakim; und die Moabiter nennen sie Emim.
5Mo 2,12 Und in Seir
wohnten vordem die Horiter; aber die Kinder Esau
trieben sie aus und vertilgten sie vor sich und wohnten an ihrer Statt, so wie Israel dem Lande seines Besitztums getan, das
Jehova ihnen gegeben hat. -
5Mo 2,13 Nun machet euch auf und ziehet über
den Bach {Vergl. die Anm. zu 4. Mose 13,23} Sered. Und wir zogen über den Bach Sered.
5Mo 2,14 Die Tage aber, die wir von Kades-Barnea gegangen sind, bis wir über den Bach Sered zogen, waren 38 Jahre, bis das ganze Geschlecht der
Kriegsleute aus dem Lager aufgerieben war, so wie Jehova ihnen geschworen
hatte.
5Mo
2,15 Und auch war die Hand Jehovas wider sie, um sie aus dem Lager zu
vertilgen, bis sie aufgerieben waren. 5Mo 2,16 Und es
geschah, als die Kriegsleute insgesamt {O. vollends} aus der
Mitte des Volkes weggestorben waren, 5Mo 2,17 da redete
Jehova zu mir und sprach:
5Mo 2,18 Du wirst heute die Grenze
von Moab, von Ar, überschreiten,
5Mo 2,19 und dich nähern gegenüber den
Kindern Ammon; du sollst sie nicht befeinden und dich nicht in Streit mit ihnen
einlassen, denn ich werde dir von dem Lande der Kinder Ammon kein Besitztum
geben; denn ich habe es den Kindern Lot als Besitztum gegeben. -
5Mo 2,20 Für ein Land der Riesen wird auch
dieses gehalten; Riesen wohnten vordem darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummim:
5Mo 2,21 ein großes und zahlreiches und
hohes Volk, wie die Enakim; und Jehova vertilgte sie
vor ihnen, und sie trieben sie aus und wohnten an ihrer Statt;
5Mo 2,22 so wie er für die Kinder Esau getan
hat, die in Seir wohnen, vor welchen er die Horiter vertilgte; und sie trieben sie aus und wohnten an
ihrer Statt bis auf diesen Tag.
5Mo 2,23 Und die Awim,
welche in Dörfern wohnten bis Gasa, {H. Gassa} - die Kaphtorim, die aus Kaphtor kamen, vertilgten dieselben und wohnten an ihrer Statt. -
5Mo 2,24 Machet euch auf, brechet auf und
ziehet über den Fluß Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den König von Hesbon, den
Amoriter, und sein Land in deine Hand gegeben; beginne, nimm in Besitz und
bekriege ihn!
5Mo 2,25 An diesem Tage will ich
beginnen, deinen Schrecken und deine Furcht auf die Völker unter dem ganzen
Himmel zu legen, welche das Gerücht von dir hören und {O.
daß, wenn sie ...hören, sie usw.} vor dir
zittern und beben werden.
5Mo 2,26 Und ich sandte Boten aus der Wüste Kedemoth an Sihon, den König von Hesbon, mit Worten des Friedens, und sprach:
5Mo 2,27 Laß mich durch
dein Land ziehen! nur auf der Straße will ich gehen, ich will weder zur Rechten
noch zur Linken weichen;
5Mo 2,28 Speise sollst du mir um Geld
verkaufen, daß ich esse, und Wasser sollst du mir um
Geld geben, daß ich trinke. Nur mit meinen Füßen will
ich durchziehen -
5Mo 2,29 wie mir die Kinder Esau getan
haben, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in
Ar wohnen - bis ich über den Jordan in das Land ziehe, das Jehova, unser Gott,
uns gibt.
5Mo 2,30 Aber Sihon,
der König von Hesbon, wollte uns nicht bei sich
durchziehen lassen; denn Jehova, dein Gott, hatte seinen Geist verhärtet und
sein Herz verstockt, auf daß er ihn in deine Hand
gäbe, wie es an diesem Tage ist.
5Mo 2,31 Und Jehova sprach zu mir: Siehe,
ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir
dahinzugeben; beginne, nimm in Besitz, damit du sein Land besitzest.
5Mo 2,32 Und Sihon
zog aus, uns entgegen, er und all sein Volk, zum Streite nach Jahaz.
5Mo 2,33 Aber Jehova, unser Gott, gab
ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk.
5Mo 2,34 Und in selbiger Zeit nahmen
wir alle seine Städte ein, und wir verbannten {S. die
Vorrede} ihre ganze
Bevölkerung: Männer und
Weiber und Kinder; {W. jede Stadtbevölkerung an Männern, und
die Weiber und die Kinder. Soauch Kap. 3,6} wir ließen
keinen Entronnenen übrig.
5Mo 2,35 Nur das Vieh erbeuteten wir
für uns und den Raub der Städte, die wir einnahmen.
5Mo 2,36 Von Aroer,
das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der Stadt, die im Flußtale {Vergl. die Anm. zu 4. Mose 13,23} liegt, bis
Gilead war keine Stadt, die uns zu stark {W. hoch} gewesen
wäre: Alles gab Jehova, unser Gott, vor uns dahin.
5Mo 2,37 Nur dem Lande der Kinder Ammon, der
ganzen Seite des Flusses Jabbok, bist du nicht
genaht, noch den Städten des Gebirges, noch allem,
was Jehova, unser Gott, verboten hatte.
5Mo 3,1 Und wir wandten uns und zogen des
Weges nach Basan hinauf; und Og, der König von Basan, zog aus, uns entgegen, er und all sein Volk, zum
Streite nach Edrei.
5Mo 3,2 Und Jehova sprach zu mir: Fürchte
ihn nicht! denn in deine Hand habe ich ihn und all sein Volk und sein Land
gegeben; und tue ihm, wie du Sihon, dem Könige der
Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnte.
5Mo 3,3 Und Jehova, unser Gott, gab auch
Og, den König von Basan, und all sein Volk in unsere
Hand; und wir schlugen ihn, bis ihm kein Entronnener übrigblieb.
5Mo 3,4 Und in selbiger Zeit nahmen wir
alle seine Städte ein; es war keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig
Städte, den ganzen Landstrich Argob, das Königreich
Ogs in Basan;
5Mo 3,5 alle diese Städte waren
befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; außer den sehr vielen offenen
Städten. {Eig.
Städtendes platten Landes}
5Mo 3,6 Und wir verbannten sie, wie wir Sihon, dem Könige von Hesbon,
getan hatten; wir verbannten ihre ganze Bevölkerung: Männer, Weiber und Kinder.
5Mo 3,7 Aber alles Vieh und den Raub
der Städte erbeuteten wir für uns.
5Mo 3,8 Und wir nahmen in selbiger Zeit aus
der Hand der zwei Könige der Amoriter das Land, welches diesseit des Jordan
ist, vom Flusse Arnon bis an den Berg Hermon
5Mo 3,9 (die Zidonier
nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn
Senir):
5Mo 3,10 alle Städte der Ebene und das ganze
Gilead, und das ganze Basan bis Salka
und Edrei, die Städte des Königreichs Ogs in Basan.
5Mo
3,11 Denn nur Og, der König von Basan, war von dem
Überrest der Riesen {O. Rephaim} übriggeblieben.
Siehe, sein Bett, ein Bett von Eisen, ist es nicht in Rabba der Kinder Ammon?
seine Länge mißt neun Ellen und seine Breite vier
Ellen, nach dem Ellenbogen eines Mannes.
5Mo 3,12 Und dieses Land nahmen wir in
selbiger Zeit in Besitz. Von Aroer an, das am Flusse Arnon ist, und die Hälfte des Gebirges Gilead und
seine Städte gab ich den Rubenitern und den Gaditern;
5Mo 3,13 und das Übrige von Gilead
und das ganze Basan, das Königreich Ogs, gab ich dem
halben Stamme
Manasse. (Der ganze Landstrich Argob,
das ganze Basan, dieses wird das Land der Riesen {O.
Rephaim} genannt.
5Mo 3,14 Jair, der Sohn Manasses,
nahm den ganzen Landstrich Argob bis an die Grenze
der Gesuriter und der
Maakathiter und nannte
sie, {d.h. die Städte des Landstrichs Argob}
das Basan, nach seinem Namen: Dörfer Jairs, bis
auf diesen Tag.)
5Mo 3,15 Und dem Makir
gab ich Gilead. {S. 4. Mose 32,39 usw.}
5Mo 3,16 Und den Rubenitern und den Gaditern
gab ich von Gilead bis zum Flusse Arnon, bis zur
Mitte des Flusses und das Angrenzende, {d.h. den Uferrand} und bis zum
Flusse Jabbok, der Grenze
der Kinder Ammon;
5Mo 3,17 und die Ebene und den Jordan und
das Angrenzende, {d.h. den Uferrand} von Kinnereth bis zum Meere der Ebene, dem Salzmeere, unter den
Abhängen des Pisga gegen Sonnenaufgang.
5Mo 3,18 Und ich gebot euch in selbiger Zeit
und sprach: Jehova, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es zu besitzen.
Gerüstet sollt ihr, alle streitbaren Männer, vor euren Brüdern, den Kindern
Israel, hinüberziehen.
5Mo 3,19 Nur eure Weiber und eure Kinder und
euer Vieh, ich weiß, daß ihr viel Vieh habt, sollen
in euren Städten bleiben, die ich euch gegeben habe,
5Mo 3,20 bis Jehova euren Brüdern
Ruhe schafft wie euch, und auch sie das Land besitzen, welches Jehova, euer
Gott, ihnen jenseit des Jordan gibt; dann sollt ihr
zurückkehren, ein jeder zu seinem Besitztum, das ich euch gegeben habe.
5Mo 3,21 Und dem Josua gebot ich in selbiger
Zeit und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was Jehova, euer Gott, diesen
zwei Königen getan hat; also wird Jehova allen Königreichen tun, wohin du
hinüberziehen wirst.
5Mo 3,22 Fürchtet sie nicht! denn
Jehova, euer Gott, er ist es, der für euch streitet.
5Mo 3,23 Und ich flehte zu Jehova in
selbiger Zeit und sprach:
5Mo 3,24 Herr, Jehova! du hast begonnen,
deinem Knechte deine Größe und deine starke Hand zu zeigen; denn welcher Gott {El}
ist im Himmel und auf Erden, der tun könnte gleich deinen Werken und
gleich deinen Machttaten?
5Mo 3,25 Laß mich doch
hinüberziehen und das gute Land sehen, welches jenseit
des Jordan ist, dieses gute Gebirge und den Libanon.
5Mo 3,26 Aber Jehova war über mich erzürnt
um euretwillen und hörte nicht auf mich; und Jehova sprach zu mir: Laß es genug sein; rede mir fortan nicht mehr von dieser
Sache!
5Mo 3,27 Steige auf den Gipfel des Pisga, und hebe deine Augen auf gegen Westen und gegen
Norden und gegen Süden und gegen Osten, und sieh mit deinen Augen; denn du
wirst nicht über diesen Jordan gehen.
5Mo 3,28 Und gebiete dem Josua und stärke
ihn und befestige ihn; denn er soll vor diesem Volke her hinüberziehen, und er
soll ihnen das Land, das du sehen wirst, als Erbe austeilen. -
5Mo 3,29 Und wir blieben im Tale,
Beth-Peor gegenüber.
5Mo 4,1 Und nun, Israel, höre auf die
Satzungen und auf die Rechte, die ich euch lehre zu tun, auf daß ihr lebet und hineinkommet und das Land in Besitz
nehmet, welches Jehova, der Gott eurer Väter, euch gibt.
5Mo 4,2 Ihr sollt nichts hinzutun zu dem
Worte, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet
die Gebote Jehovas, eures Gottes, die ich euch gebiete.
5Mo 4,3 Eure Augen haben gesehen, was
Jehova wegen des Baal Peor getan hat; denn alle
Männer, welche dem Baal Peor nachgegangen sind, hat
Jehova, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt;
5Mo 4,4 ihr aber, die ihr Jehova,
eurem Gott, anhinget, seid heute alle am Leben.
5Mo 4,5 Siehe, ich habe euch Satzungen und
Rechte gelehrt, so wie Jehova, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr also tuet
inmitten des Landes, wohin ihr kommet, um es in Besitz zu nehmen.
5Mo
4,6 Und so beobachtet und tut sie! denn das wird eure Weisheit und euer
Verstand sein vor den Augen der Völker, welche alle diese Satzungen hören und
sagen werden: Diese große Nation ist ein wahrhaft weises und verständiges Volk.
5Mo 4,7 Denn welche große Nation gibt es,
die Götter hätte, welche {O. einen Gott, welcher} ihr so nahe
wären, wie Jehova, unser Gott, in allem, worin wir zu ihm rufen?
5Mo 4,8 Und welche große Nation gibt es,
die so gerechte Satzungen und Rechte hätte, wie dieses ganze Gesetz, das ich
euch heute vorlege?
5Mo 4,9 Nur hüte dich und hüte deine Seele
sehr, daß du die Dinge nicht vergessest, die deine
Augen gesehen haben, und daß sie nicht aus deinem
Herzen weichen alle Tage deines Lebens! und tue sie kund deinen Kindern und
deinen Kindeskindern. -
5Mo 4,10 An dem Tage, da du vor Jehova,
deinem Gott, am Horeb standest, als Jehova zu mir sprach: Versammle mir das
Volk, daß ich sie meine Worte hören lasse, welche sie
lernen sollen, um mich zu fürchten alle die Tage, die sie auf dem Erdboden
leben, und welche sie ihre Kinder lehren sollen: {O. damit sie
mich fürchten lernen... und damit sie ihre Kinder belehren}
5Mo 4,11 da nahtet ihr hinzu und standet
unten an dem Berge; und der Berg brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels:
Finsternis, Gewölk und Dunkel.
5Mo 4,12 Und Jehova redete zu euch mitten
aus dem Feuer; die Stimme der Worte hörtet ihr, aber ihr sahet
keine Gestalt außer der Stimme.
5Mo 4,13 Und er verkündigte euch seinen
Bund, den er euch zu tun gebot, die zehn Worte; und er schrieb sie auf zwei
steinerne Tafeln.
5Mo 4,14 Und mir gebot Jehova in selbiger
Zeit, euch Satzungen und Rechte zu lehren, damit ihr sie tätet in dem Lande,
wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen.
5Mo 4,15 So hütet eure Seelen sehr, - denn
ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tage, da Jehova am Horeb, mitten aus
dem Feuer, zu euch redete -
5Mo 4,16 daß ihr euch
nicht verderbet und euch ein geschnitztes Bild machet, das Gleichnis irgend
eines Bildes, das Abbild eines männlichen oder eines weiblichen Wesens,
5Mo 4,17 das Abbild irgend eines Tieres, das
auf Erden ist, das Abbild irgend eines geflügelten Vogels, der am Himmel
fliegt,
5Mo 4,18 das Abbild von irgend
etwas, das sich auf dem Erdboden regt, das Abbild irgend eines Fisches,
der im Wasser unter der Erde ist;
5Mo
4,19 und daß du deine Augen nicht zum Himmel
erhebest und die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels,
sehest und verleitet werdest und dich vor ihnen bückest und ihnen dienest,
welche Jehova, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat.
5Mo 4,20 Euch aber hat Jehova genommen und
euch herausgeführt aus dem eisernen Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr das
Volk seines Erbteils wäret, {W. ihmzum Erbteilsvolk würdet} wie es an diesem Tage ist.
5Mo 4,21 Und Jehova war eurethalben über
mich erzürnt, und er schwur, daß ich nicht über den
Jordan gehen und nicht in das gute Land kommen sollte, welches Jehova, dein
Gott, dir als Erbteil gibt;
5Mo 4,22 denn ich werde in diesem Lande
sterben, ich werde nicht über den Jordan gehen; ihr aber werdet hinüberziehen
und werdet dieses gute Land besitzen.
5Mo 4,23 Hütet euch, daß
ihr nicht des Bundes Jehovas, eures Gottes, vergesset, den er mit euch gemacht
hat, und euch ein geschnitztes Bild machet, ein Gleichnis von irgend etwas, das Jehova, dein Gott, dir verboten hat.
5Mo 4,24 Denn Jehova, dein Gott, ist
ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott {El}!
5Mo 4,25 Wenn du Kinder und Kindeskinder
zeugen wirst, und ihr eingelebt seid im Lande, und ihr euch verderbet und euch
ein geschnitztes Bild machet, ein Gleichnis von irgend etwas,
und tut, was böse ist in den Augen Jehovas, deines Gottes, ihn zu reizen:
5Mo
4,26 so nehme ich heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch, daß ihr gewißlich schnell aus dem
Lande umkommen werdet, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz zu
nehmen; ihr werdet eure Tage darin nicht verlängern, sondern gänzlich vertilgt
werden.
5Mo 4,27 Und Jehova wird euch unter die
Völker zerstreuen, und ihr werdet übrigbleiben, ein zählbares Häuflein {Eig.
einezählbare Mannschaft} unter den
Nationen, wohin Jehova euch führen wird;
5Mo 4,28 und ihr werdet daselbst Göttern
dienen, dem Werke von Menschenhänden, Holz und Stein, die nicht sehen und nicht
hören und nicht essen und nicht riechen.
5Mo 4,29 Aber ihr werdet von dort
Jehova, deinen Gott, suchen; und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen
Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst. {O.
denn du wirst ...nach ihmfragen (eig. trachten);
vergl. Jer. 29,11-13}
5Mo 4,30 In deiner Bedrängnis, und wenn alle
diese Dinge dich treffen werden am Ende der Tage, wirst du umkehren zu Jehova,
deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.
5Mo 4,31 Denn ein barmherziger Gott {El}
ist Jehova, dein Gott; er wird dich nicht lassen und dich nicht verderben
und wird des Bundes deiner Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat.
5Mo 4,32 Denn frage doch nach den vorigen
Tagen, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf der
Erde geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des
Himmels, ob je eine solch große Sache geschehen, oder ob desgleichen gehört
worden sei.
5Mo 4,33 Hat je ein Volk die Stimme Gottes
mitten aus dem Feuer reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist am Leben
geblieben? -
5Mo 4,34 Oder hat Gott je versucht zu
kommen, um sich eine Nation aus der Mitte einer Nation zu nehmen durch
Versuchungen, durch Zeichen und
durch Wunder, und durch Krieg und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arme,
und durch große Schrecknisse, nach allem, was Jehova, euer Gott, in Ägypten,
vor deinen Augen, für euch getan hat?
5Mo 4,35 Dir ist es gezeigt worden,
damit du wissest, daß Jehova Gott {Eig.
der Gott} ist, keiner sonst außer ihm.
5Mo 4,36 Vom Himmel her hat er dich seine
Stimme hören lassen, um dich zu unterweisen; und auf der Erde hat er dich sein
großes Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehört.
5Mo 4,37 Und darum, daß
er deine Väter geliebt und ihren Samen nach ihnen erwählt hat, hat er dich mit
seinem Angesicht, mit seiner großen Kraft aus Ägypten herausgeführt,
5Mo 4,38 um Nationen vor dir auszutreiben,
größer und stärker als du, um dich hinzubringen, damit er dir ihr Land als
Erbteil gäbe, wie es an diesem Tage geschieht.
5Mo 4,39 So erkenne denn heute und nimm zu
Herzen, daß Jehova Gott {Eig.
der Gott} ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst.
5Mo
4,40 Und beobachte seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe, und damit du deine Tage verlängerst in dem Lande,
welches Jehova, dein Gott, dir für immer gibt.
5Mo 4,41 Damals sonderte Mose drei
Städte ab diesseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang,
5Mo 4,42 damit ein Totschläger dahin fliehe,
der seinen Nächsten unabsichtlich {W. ohne Wissen} erschlagen
hat, und er haßte ihn vordem nicht, - daß er in eine von diesen Städten fliehe und am Leben
bleibe:
5Mo 4,43 Bezer in der
Wüste, im Lande der Ebene, für die Rubeniter, und Ramoth in Gilead für die Gaditer,
und Golan in Basan für die Manassiter.
5Mo 4,44 Und dies ist das Gesetz,
welches Mose den Kindern Israel vorlegte;
5Mo 4,45 dies sind die Zeugnisse und die
Satzungen und die Rechte, welche Mose zu den Kindern Israel redete, als sie aus
Ägypten zogen,
5Mo 4,46 diesseit des Jordan, im Tale, Beth-Peor gegenüber, im Lande Sihons,
des Königs der Amoriter, der zu Hesbon wohnte, den
Mose und die Kinder Israel geschlagen haben, als sie aus Ägypten zogen.
5Mo 4,47 Und sie nahmen sein Land in Besitz,
und das Land Ogs, des Königs von Basan, das Land der
zwei Könige der Amoriter, welche diesseit des Jordan waren, gegen
Sonnenaufgang;
5Mo 4,48 von Aroer,
das am Ufer des Flusses Arnon ist, bis an den Berg Sion, {Wahrsch. ist Sirjon zu lesen, wieKap. 3,9} das ist der Hermon;
5Mo 4,49 und die ganze Ebene diesseit des
Jordan, gegen Sonnenaufgang, und bis an das Meer der Ebene {das
Tote Meer} unter den Abhängen des Pisga.
5Mo 5,1 Und Mose berief das ganze Israel
und sprach zu ihnen: Höre, Israel, die Satzungen und die Rechte, die ich heute
vor euren Ohren rede; und lernet sie, und achtet darauf, sie zu tun.
5Mo 5,2 Jehova, unser Gott, hat am
Horeb einen Bund mit uns gemacht.
5Mo 5,3 Nicht mit unseren Vätern hat Jehova
diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind.
5Mo 5,4 Von Angesicht zu Angesicht
hat Jehova auf dem Berge, mitten aus dem Feuer, mit euch geredet -
5Mo 5,5 ich stand zwischen Jehova und euch
in selbiger Zeit, um euch das Wort Jehovas zu verkünden; denn ihr fürchtetet
euch vor dem Feuer und stieget nicht auf den Berg, - indem er sprach:
5Mo
5,6 Ich {Vergl. 2. Mose 20,1-17; auch betreffs der
Anmerkungen} bin Jehova, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus
dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft. {Eig.
aus dem Sklavenhause. Soauch Kap. 6,12; 7,8; 8,14
usw.}
5Mo 5,7 Du sollst keine anderen
Götter haben neben mir. - {Eig. zu meinem Angesicht hinzu}
5Mo 5,8 Du sollst dir kein geschnitztes
Bild machen, irgend ein Gleichnis dessen, was oben im Himmel, und was unten auf
der Erde, und was in den Wassern unter der Erde ist.
5Mo 5,9 Du sollst dich nicht vor ihnen
niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein
eifernder Gott, {El} der die Ungerechtigkeit der Väter
heimsucht an den Kindern, ja, am dritten und am vierten Gliede derer, die mich
hassen;
5Mo 5,10 und der Güte erweist, auf
Tausende hin, an denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten. -
5Mo 5,11 Du sollst den Namen Jehovas, deines
Gottes, nicht zu Eitlem aussprechen; denn Jehova wird den nicht für schuldlos
halten, {O. ungestraft lassen} der seinen
Namen zu Eitlem ausspricht. -
5Mo 5,12 Beobachte den Sabbathtag, ihn zu heiligen, so wie Jehova, dein Gott, dir
geboten hat.
5Mo 5,13 Sechs Tage sollst du
arbeiten und all dein Werk tun;
5Mo 5,14 aber der siebte Tag ist
Sabbath dem Jehova, deinem Gott: Du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn
und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd, und dein Rind und dein Esel
und all dein Vieh, und dein Fremdling, der in deinen Toren ist; auf daß dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.
5Mo 5,15 Und gedenke, daß du ein Knecht gewesen bist im Lande Ägypten, und daß Jehova, dein Gott, dich mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arme von dannen herausgeführt hat; darum hat Jehova, dein Gott,
dir geboten, den Sabbathtag zu feiern. -
5Mo 5,16 Ehre deinen Vater und deine Mutter,
so wie Jehova, dein Gott, dir geboten hat, auf daß
deine Tage verlängert werden, und auf daß es dir wohlgehe in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir gibt.
-
5Mo 5,17 Du sollst nicht töten. -
5Mo 5,18 Und du sollst nicht
ehebrechen. -
5Mo 5,19 Und du sollst nicht stehlen.
-
5Mo 5,20 Und du sollst kein falsches
Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten. -
5Mo
5,21 Und du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib; und du sollst dich
nicht gelüsten lassen deines Nächsten Hauses, noch seines Feldes, noch seines
Knechtes, noch seiner Magd, noch seines Rindes, noch seines Esels, noch alles
dessen, was dein Nächster hat.
5Mo
5,22 Diese Worte hat Jehova auf dem Berge zu eurer ganzen Herausrufung
geredet, mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem Dunkel, mit starker Stimme,
und er fügte nichts hinzu. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab
sie mir.
5Mo 5,23 Und es geschah, als ihr die Stimme
mitten aus der Finsternis hörtet, während der Berg im Feuer brannte, da nahtet
ihr zu mir, alle Häupter eurer Stämme und eure Ältesten,
5Mo
5,24 und sprachet: Siehe, Jehova, unser Gott, hat
uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme
mitten aus dem Feuer gehört; an diesem Tage haben wir gesehen, daß Jehova mit dem Menschen redet, und er am Leben bleibt.
5Mo 5,25 Und nun, warum sollten wir sterben?
denn dieses große Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme Jehovas,
unseres Gottes, noch weiter hören, so werden wir sterben.
5Mo 5,26 Denn wer ist von allem Fleische,
der die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer hätte reden hören,
wie wir, und wäre am Leben geblieben?
5Mo 5,27 Nahe du hinzu und höre alles, was
Jehova, unser Gott, sagen wird; und du, du sollst alles zu uns reden, was
Jehova, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen hören und es tun.
5Mo 5,28 Und Jehova hörte die Stimme eurer
Worte, als ihr zu mir redetet; und Jehova sprach zu mir: Ich habe die Stimme
der Worte dieses Volkes gehört, welche sie zu dir geredet haben; es ist alles
gut, was sie geredet haben.
5Mo 5,29 Möchte doch dieses ihr Herz ihnen
bleiben, {W. sein} mich allezeit zu fürchten und alle
meine Gebote zu beobachten, auf daß es ihnen und
ihren Kindern wohlgehe ewiglich!
5Mo 5,30 Gehe hin, sprich zu ihnen:
Kehret in eure Zelte zurück!
5Mo 5,31 Du aber bleibe hier bei mir, und
ich will zu dir reden alle die Gebote und die Satzungen und die Rechte, welche
du sie lehren sollst, damit sie sie tun in dem Lande, das ich ihnen gebe, es zu
besitzen. -
5Mo 5,32 So achtet denn darauf, zu tun, wie
Jehova, euer Gott, euch geboten hat; weichet nicht ab zur Rechten noch zur
Linken.
5Mo 5,33 Auf dem ganzen Wege, den Jehova,
euer Gott, euch geboten hat, sollt ihr wandeln, auf daß
ihr lebet und es euch wohlgehe, und ihr eure Tage
verlängert in dem Lande, das ihr besitzen werdet.
5Mo 6,1 Und dies sind die Gebote, {W.
das Gebot} die Satzungen und die Rechte, welche Jehova, euer Gott,
geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie tuet in dem Lande, wohin ihr
hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen;
5Mo
6,2 auf daß du Jehova, deinen Gott, fürchtest alle
Tage deines Lebens, um zu beobachten alle seine Satzungen und seine Gebote, die
ich dir gebiete, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, und auf daß deine Tage sich verlängern.
5Mo 6,3 So höre denn, Israel, und achte
darauf, sie zu tun, damit es dir wohlgehe, und ihr
euch sehr mehret - so wie Jehova, der Gott deiner Väter, zu dir geredet hat -
in einem Lande, das von Milch und Honig fließt!
5Mo
6,4 Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova! {d.h.
einzig und allein derjenige, welchem der NameJehova
zukommt. (Vergl. Sach. 14,9)}
5Mo 6,5 Und du sollst Jehova, deinen Gott,
lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner
ganzen Kraft.
5Mo 6,6 Und diese Worte, die ich dir
heute gebiete, sollen auf deinem Herzen sein.
5Mo 6,7 Und du sollst sie deinen Kindern
einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest, und wenn du auf
dem Wege gehst, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst.
5Mo 6,8 Und du sollst sie zum Zeichen auf
deine Hand binden, und sie sollen zu Stirnbändern sein zwischen deinen Augen;
5Mo 6,9 und du sollst sie auf die
Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.
5Mo 6,10 Und es soll geschehen, wenn
Jehova, dein Gott, dich in das Land bringt, das er deinen Vätern, Abraham,
Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben: große
und gute Städte, die du nicht gebaut hast,
5Mo 6,11 und Häuser, voll von allem Gut, die
du nicht gefüllt, und gehauene Zisternen, die du nicht gehauen, Weinberge und
Olivengärten, die du nicht gepflanzt hast, und du essen und satt werden wirst:
5Mo 6,12 so hüte dich, daß
du Jehovas nicht vergessest, der dich herausgeführt hat aus dem Lande Ägypten,
aus dem Hause der Knechtschaft.
5Mo 6,13 Jehova, deinen Gott, sollst
du fürchten und ihm dienen, und bei seinem Namen sollst du schwören.
5Mo 6,14 Ihr sollt nicht anderen
Göttern nachgehen, von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind;
5Mo 6,15 denn ein eifernder Gott {El}
ist Jehova, dein Gott, in deiner Mitte: damit nicht der Zorn Jehovas,
deines Gottes, wider dich entbrenne, und er dich vertilge vom Erdboden hinweg.
5Mo 6,16 Ihr sollt Jehova, euren
Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn zu Massa versucht habt.
5Mo 6,17 Ihr sollt fleißig beobachten die
Gebote Jehovas, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Satzungen, die er
dir geboten hat.
5Mo
6,18 Und du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen Jehovas, auf daß es dir wohlgehe und du
hineinkommest und das gute Land in Besitz nehmest, welches Jehova deinen Vätern
zugeschworen hat, 5Mo 6,19 indem er alle deine Feinde vor dir
ausstößt, so wie Jehova geredet hat.
5Mo 6,20 Wenn dein Sohn dich künftig fragt
und spricht: Was bedeuten die Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte,
welche Jehova, unser Gott, euch geboten hat?
5Mo 6,21 so sollst du deinem Sohne sagen:
Wir waren Knechte des Pharao in Ägypten, und Jehova hat uns mit starker Hand
aus Ägypten herausgeführt;
5Mo 6,22 und Jehova tat vor unseren Augen
große und verderbenbringende Zeichen und Wunder an Ägypten, an dem Pharao und
an seinem ganzen Hause;
5Mo 6,23 und uns führte er von dannen
heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben, welches er unseren Vätern
zugeschworen hat.
5Mo 6,24 Und Jehova hat uns geboten, alle
diese Satzungen zu tun, Jehova, unseren Gott, zu fürchten, uns zum Guten alle
Tage, daß er uns am Leben erhalte, wie es an diesem
Tage ist.
5Mo 6,25 Und es wird unsere Gerechtigkeit
sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gebot vor Jehova, unserem Gott, zu
tun, so wie er uns geboten hat.
5Mo 7,1 Wenn Jehova, dein Gott, dich
in das Land bringt, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, und viele
Nationen vor dir hinaustreibt: die Hethiter und die Girgasiter
und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter
und die Hewiter und die Jebusiter,
sieben Nationen, größer und stärker als du,
5Mo 7,2 und Jehova, dein Gott, sie vor dir
dahingibt, und du sie schlägst, so sollst du sie ganz und gar verbannen; du
sollst keinen Bund mit ihnen machen, noch Gnade gegen sie üben.
5Mo 7,3 Und du sollst dich nicht mit ihnen
verschwägern: Deine Tochter sollst du nicht seinem Sohne geben, und seine
Tochter sollst du nicht für deinen Sohn nehmen;
5Mo 7,4 denn sie würden {O.
werden} deine Söhne {W. deinen Sohn} von mir
abwendig machen, daß sie anderen Göttern dienten; und
der Zorn Jehovas würde {O. wird} wider euch entbrennen, und
er würde {O. wird} dich schnell vertilgen.
5Mo 7,5 Sondern also sollt ihr ihnen tun:
Ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim {S. die Vorrede} umhauen und
ihre geschnitzten Bilder mit Feuer verbrennen.
5Mo 7,6 Denn ein heiliges Volk bist du
Jehova, deinem Gott: dich hat Jehova, dein Gott, erwählt, ihm zum
Eigentumsvolke zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.
5Mo 7,7 Nicht weil euer mehr wären als
aller Völker, hat Jehova sich euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid
das geringste unter allen Völkern;
5Mo 7,8 sondern
wegen Jehovas Liebe zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern
geschworen, hat Jehova euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus
dem Hause der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
5Mo 7,9 So wisse denn, daß
Jehova, dein Gott, Gott {W. der Gott} ist, der
treue Gott, {El} der den Bund und die Güte auf
tausend Geschlechter hin denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote
beobachten,
5Mo 7,10 und denen, die ihn hassen, ins
Angesicht vergilt, sie zu vertilgen: nicht zögert er mit seinem Hasser, ins
Angesicht vergilt er ihm!
5Mo 7,11 So sollst du das Gebot und
die Satzungen und die Rechte beobachten, die ich dir heute zu tun gebiete.
5Mo 7,12 Und es wird geschehen: dafür daß ihr diesen Rechten gehorchet und sie beobachtet und sie
tut, wird Jehova, dein Gott, dir den Bund und die Güte bewahren, die er deinen
Vätern geschworen hat;
5Mo 7,13 und er wird dich lieben und
dich segnen und dich mehren: er wird segnen die Frucht deines Leibes und die
Frucht deines Landes, dein Getreide und deinen Most und dein Öl, das Geworfene
deiner Rinder und die Zucht deines Kleinviehes, in dem Lande, das er deinen
Vätern geschworen hat, dir zu geben.
5Mo 7,14 Gesegnet wirst du sein vor allen
Völkern; kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird unter dir sein, noch
unter deinem Vieh.
5Mo 7,15 Und Jehova wird jede Krankheit von
dir abwenden; und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf
dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen.
5Mo 7,16 Und du wirst alle Völker verzehren,
die Jehova, dein Gott, dir geben wird. Dein Auge soll ihrer nicht schonen, und
du sollst ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Fallstrick sein.
5Mo 7,17 Wenn du in deinem Herzen
sprichst: Diese Nationen sind größer als ich; wie vermöchte ich sie
auszutreiben?
-
5Mo 7,18 fürchte dich nicht vor ihnen;
gedenke doch dessen, was Jehova, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan
hat,
5Mo 7,19 der großen Versuchungen, die deine
Augen gesehen, und der Zeichen und der Wunder, und der starken Hand und des
ausgestreckten Armes, womit Jehova, dein Gott, dich herausgeführt hat. Also
wird Jehova, dein Gott, all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest;
5Mo 7,20 und auch die Hornissen wird Jehova,
dein Gott, gegen sie entsenden, bis die Übriggebliebenen und die sich vor dir
Verbergenden umgekommen sind.
5Mo 7,21 Erschrick nicht vor ihnen!
denn Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott. {El}
5Mo 7,22 Und Jehova, dein Gott, wird diese
Nationen nach und nach vor dir austreiben; du wirst sie nicht eilends
vernichten können, damit nicht das Wild des Feldes sich wider dich mehre.
5Mo 7,23 Und Jehova, dein Gott, wird sie vor
dir dahingeben und sie in große Verwirrung versetzen, bis sie vertilgt sind.
5Mo 7,24 Und er wird ihre Könige in deine
Hand geben, und du wirst ihre Namen vernichten unter dem Himmel hinweg; kein
Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vertilgt hast.
5Mo
7,25 Die geschnitzten Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen; du
sollst nicht das Silber und das Gold an ihnen begehren und es dir nehmen, daß du nicht dadurch verstrickt werdest; denn es ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott;
5Mo 7,26 und du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, so daß
du ein Bann werdest gleich ihm; du sollst es ganz und gar verabscheuen und es
gänzlich für einen Greuel halten, denn es ist ein
Bann.
5Mo 8,1 Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr beobachten, es zu tun; auf daß ihr lebet und euch mehret und hineinkommet und das Land
in Besitz nehmet, welches Jehova euren Vätern zugeschworen hat.
5Mo
8,2 Und du sollst gedenken des ganzen Weges, den Jehova, dein Gott, dich hat
wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste, um dich zu demütigen, um dich
zu versuchen, um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote
beobachten würdest oder nicht.
5Mo 8,3 Und er demütigte dich und ließ dich
hungern; und er speiste dich mit dem Man, das du
nicht kanntest und das deine Väter nicht kannten, um dir kundzutun, daß der Mensch nicht von Brot allein lebt, sondern daß der Mensch von allem lebt, was aus dem Munde Jehovas
hervorgeht.
5Mo 8,4 Dein Kleid ist nicht an dir
zerfallen, und dein Fuß ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
5Mo 8,5 So erkenne in deinem Herzen,
daß, wie ein Mann seinen Sohn züchtigt, Jehova, dein
Gott, dich züchtigt;
5Mo 8,6 Und beobachte die Gebote
Jehovas, deines Gottes, um auf seinen Wegen zu wandeln und ihn zu fürchten.
5Mo 8,7 Denn Jehova, dein Gott, bringt dich
in ein gutes Land, ein Land von Wasserbächen, Quellen und Gewässern, {Eig.
Tiefen, Fluten} die in der Niederung und im Gebirge entspringen;
5Mo 8,8 ein Land von Weizen und
Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und Granatbäumen;
5Mo 8,9 ein Land von ölreichen Olivenbäumen
und Honig; ein Land in welchem du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in
welchem es dir an nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind, und
aus dessen Bergen du Erz hauen wirst.
5Mo 8,10 Und hast du gegessen und bist satt
geworden, so sollst du Jehova, deinen Gott, für das gute Land preisen, das er
dir gegeben hat.
5Mo 8,11 Hüte dich, daß
du Jehovas, deines Gottes, nicht vergessest, so daß
du nicht beobachtest seine Gebote und seine Rechte und seine Satzungen, die ich
dir heute gebiete!
5Mo 8,12 damit nicht, wenn du issest und satt wirst, und schöne Häuser baust und
bewohnst,
5Mo 8,13 und dein Rind- und dein Kleinvieh
sich mehrt, und Silber und Gold sich dir mehren, und alles, was du hast, sich
mehrt,
5Mo 8,14 dein Herz sich erhebe, und du
Jehovas, deines Gottes, vergessest, der dich aus dem Lande Ägypten, aus dem
Hause der Knechtschaft, herausführte;
5Mo 8,15 der dich wandern ließ in der großen
und schrecklichen Wüste, wo feurige Schlangen {S. die Anm. zu
4. Mose 21,6} und Skorpione sind, und Dürre, wo kein Wasser ist; der dir
Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte;
5Mo 8,16 der dich in der Wüste mit Man
speiste, welches deine Väter nicht kannten, um dich zu demütigen und um dich zu
versuchen, damit er dir wohltue an deinem Ende, {O. in der
(eig. deiner) Zukunft}
5Mo 8,17 und du in deinem Herzen sprechest:
Meine Kraft und die Stärke meiner Hand hat mir dieses Vermögen geschafft!
5Mo 8,18 Sondern du sollst Jehovas, deines
Gottes, gedenken, daß er es ist, der dir Kraft gibt,
Vermögen zu schaffen; auf daß er seinen Bund aufrecht
halte, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es an diesem Tage ist.
5Mo 8,19 Und es wird geschehen, wenn
du irgend Jehovas, deines Gottes, vergissest und
anderen Göttern nachgehst und ihnen dienst und dich vor ihnen niederbeugst -
ich zeuge heute gegen euch, daß ihr gewißlich umkommen werdet;
5Mo 8,20 wie die Nationen, welche Jehova vor
euch vernichtet hat, also werdet ihr umkommen, dafür daß
ihr auf die Stimme Jehovas, eures Gottes, nicht höret.
5Mo 9,1 Höre, Israel! Du gehst heute über
den Jordan, um hineinzukommen, Nationen in Besitz zu nehmen, größer und stärker
als du, Städte, groß und befestigt bis an den Himmel,
5Mo 9,2 ein großes und hohes Volk, die
Söhne der Enakim, die du ja kennst, und von denen du
ja gehört hast: Wer kann vor den Kindern Enaks bestehen?
5Mo 9,3 So wisse heute, daß
Jehova, dein Gott, es ist, der vor dir her hinübergeht, ein verzehrendes Feuer;
er wird sie vertilgen, und er wird sie vor dir beugen; und du wirst sie
austreiben und sie schnell vernichten, so wie Jehova zu dir geredet hat.
5Mo 9,4 Sprich nicht in deinem
Herzen, wenn Jehova, dein Gott, sie vor dir ausstößt: Um meiner Gerechtigkeit
willen hat Jehova mich hierher gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen;
denn um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt Jehova sie vor dir
aus.
5Mo 9,5 Nicht um deiner
Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens willen kommst du hinein, um ihr
Land in Besitz zu nehmen; sondern um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen
treibt Jehova, dein Gott, sie vor dir aus, und damit er das Wort aufrecht halte,
welches Jehova deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.
5Mo 9,6 So wisse denn, daß
nicht um deiner Gerechtigkeit willen Jehova, dein Gott, dir dieses gute Land
gibt, es zu besitzen; denn ein hartnäckiges Volk bist du.
5Mo
9,7 Gedenke, vergiß nicht, wie du Jehova, deinen
Gott, in der Wüste erzürnt hast! Von dem Tage an, da du aus dem Lande Ägypten
herausgezogen bist, bis ihr an diesen Ort kamet, seid
ihr widerspenstig gegen Jehova gewesen.
5Mo 9,8 Und am Horeb erzürntet ihr
Jehova; und Jehova ergrimmte über euch, so daß er
euch vertilgen wollte.
5Mo 9,9 Als ich auf den Berg stieg,
um die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den Jehova mit
euch gemacht hatte, da blieb ich auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte,
- Brot aß ich nicht, und Wasser trank ich nicht -
5Mo
9,10 und Jehova gab mir die zwei steinernen Tafeln, beschrieben mit dem Finger
Gottes; und auf ihnen standen alle die Worte, {W. auf ihnen
nach all den Worten} welche Jehova auf dem Berge mit euch geredet hatte,
mitten aus dem Feuer, am Tage der Herausrufung.
5Mo 9,11 Und es geschah am Ende von vierzig
Tagen und vierzig Nächten, da gab mir Jehova die zwei steinernen Tafeln, die
Tafeln des Bundes.
5Mo
9,12 Und Jehova sprach zu mir: Mache dich auf, steige eilends von hier hinab!
denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat sich verderbt. Sie
sind schnell von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben
sich ein gegossenes Bild gemacht.
5Mo 9,13 Und Jehova sprach zu mir und
sagte: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk.
5Mo 9,14 Laß ab von
mir, daß ich sie vertilge und ihren Namen unter dem
Himmel auslösche; und ich will dich zu einer Nation machen, stärker und größer
als sie.
5Mo 9,15 Und ich wandte mich und stieg von
dem Berge herab (und der Berg brannte mit Feuer), und die zwei Tafeln des
Bundes waren auf meinen beiden Händen.
5Mo 9,16 Und ich sah, und siehe, ihr hattet
gegen Jehova, euren Gott, gesündigt; ihr hattet euch ein gegossenes Kalb
gemacht; ihr waret schnell von dem Wege abgewichen,
den Jehova euch geboten hatte.
5Mo 9,17 Und ich faßte
die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden Händen und zerbrach sie vor
euren Augen.
5Mo 9,18 Und ich warf mich vor Jehova
nieder, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nächte - Brot aß ich nicht, und
Wasser trank ich nicht - um all eurer Sünden willen, die ihr begangen hattet,
indem ihr tatet, was übel war in den Augen Jehovas, ihn zu reizen.
5Mo 9,19 Denn mir war bange vor dem Zorn und
dem Grimm, womit Jehova über euch ergrimmt war, so daß
er euch vertilgen wollte. Und Jehova erhörte mich auch dieses Mal.
5Mo 9,20 Auch über Aaron zürnte
Jehova sehr, so daß er ihn vertilgen wollte; und ich
bat auch für Aaron in selbiger
Zeit.
5Mo
9,21 Und ich nahm eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, und verbrannte
es mit Feuer, und ich zerstieß es, indem ich es wohl zermalmte, bis es zu
feinem Staube ward; und ich warf seinen Staub in den Bach, der von dem Berge
herabfließt. -
5Mo 9,22 Und zu Tabhera
und zu Massa und zu Kibroth-Hattaawa erzürntet ihr
Jehova. -
5Mo
9,23 Und als Jehova euch aus Kades-Barnea sandte und
sprach: Ziehet hinauf und nehmet das Land in Besitz, das ich euch gegeben habe,
da waret ihr widerspenstig gegen den Befehl Jehovas,
eures Gottes, und ihr glaubtet ihm nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht.
5Mo 9,24 Widerspenstige seid ihr
gegen Jehova gewesen von dem Tage an, da ich euch gekannt habe.
5Mo 9,25 Und ich warf mich vor Jehova
nieder, die vierzig Tage und die vierzig Nächte, die ich mich niederwarf; denn
Jehova hatte gesagt, daß er euch vertilgen wolle;
5Mo 9,26 und ich betete zu Jehova und
sprach: Herr, Jehova! Verdirb nicht dein Volk und dein Erbteil, das du durch deine Größe erlöst, das
du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast.
5Mo 9,27 Gedenke deiner Knechte, Abrahams,
Isaaks und Jakobs; kehre dich nicht an die Härtigkeit
dieses Volkes und an seine Gesetzlosigkeit und an seine Sünde,
5Mo
9,28 damit das Land, aus welchem du uns herausgeführt hast, nicht sage: Weil
Jehova nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, wovon er zu ihnen
geredet hatte, und weil er sie haßte, hat er sie
herausgeführt, um sie in der Wüste sterben zu lassen.
5Mo 9,29 Sie sind ja dein Volk und dein
Erbteil, das du herausgeführt hast mit deiner großen
Kraft und mit deinem ausgestreckten Arme.
5Mo 10,1 In selbiger Zeit sprach Jehova zu
mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten, und steige zu mir
herauf auf den Berg; und mache dir eine Lade von Holz;
5Mo 10,2 und ich werde auf die Tafeln die
Worte schreiben, welche auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast;
und du sollst sie in die Lade legen.
5Mo 10,3 Und ich machte eine Lade von
Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten; und ich stieg
auf den Berg, und die zwei Tafeln waren in meiner Hand.
5Mo 10,4 Und er schrieb auf die Tafeln wie
die erste Schrift, die zehn Worte, welche Jehova auf dem Berge zu euch geredet
hatte, mitten aus dem Feuer am Tage der Herausrufung;
und Jehova gab sie mir.
5Mo 10,5 Und ich wandte mich und stieg von
dem Berge herab. Und ich legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte;
und sie sind daselbst, wie Jehova mir geboten hat.
5Mo 10,6 Und die Kinder Israel brachen auf
von Beeroth-Bne-Jaakan nach Mosera.
Daselbst starb Aaron, und er wurde daselbst begraben; und Eleasar, sein Sohn,
übte den Heiligerdienst aus an seiner Statt.
5Mo 10,7 Von dannen brachen sie auf nach Gudgoda, und von Gudgoda nach Jotbatha, einem Lande von Wasserbächen.
5Mo 10,8 In selbiger Zeit sonderte Jehova
den Stamm Levi aus, um die Lade des Bundes Jehovas zu tragen, vor Jehova zu
stehen, um ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.
5Mo 10,9 Darum ward dem Levi kein Teil noch
Erbe mit seinen Brüdern; Jehova ist sein Erbteil, so wie Jehova, dein Gott, zu
ihm geredet hat.
5Mo 10,10 Ich aber blieb auf dem Berge, wie
die vorigen Tage, vierzig Tage und vierzig Nächte, und Jehova erhörte mich auch
dieses Mal; Jehova wollte dich nicht verderben.
5Mo
10,11 Und Jehova sprach zu mir: Mache dich auf, gehe hin, um vor
dem Volke herzuziehen, damit sie hineinkommen und das Land in Besitz nehmen,
das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu geben. 5Mo
10,12 Und nun, Israel, was fordert Jehova, dein Gott, von dir, als
nur, Jehova, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu wandeln und
ihn zu lieben, und Jehova, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele,
5Mo 10,13 indem du die Gebote Jehovas
und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete,
beobachtest, dir zum Guten?
5Mo 10,14 Siehe, Jehovas, deines Gottes, sind
die Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist.
5Mo 10,15 Jedoch {O.
nur} deinen Vätern hat Jehova sich zugeneigt, sie zu lieben; und er hat euch,
ihren Samen nach ihnen, aus allen Völkern erwählt, wie es an diesem Tage ist.
5Mo 10,16 So beschneidet denn die
Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht mehr!
5Mo 10,17 Denn Jehova, euer Gott, er ist der
Gott der Götter und der Herr der Herren, der große, mächtige und furchtbare
Gott, {El} der keine Person ansieht und kein Geschenk annimmt;
5Mo 10,18 der Recht schafft der Waise
und der Witwe, und den Fremdling liebt, so daß er ihm
Brot und Kleider gibt.
5Mo 10,19 Und ihr sollt den Fremdling
lieben; denn ihr seid Fremdlinge gewesen im Lande Ägypten.
5Mo 10,20 Jehova, deinen Gott, sollst du
fürchten, ihm sollst du dienen und ihm anhangen, und bei seinem Namen sollst du
schwören.
5Mo 10,21 Er ist dein Ruhm, und er dein Gott,
der jene großen und furchtbaren Dinge an dir getan hat, die deine Augen gesehen
haben.
5Mo 10,22 Zu siebzig Seelen zogen deine Väter
nach Ägypten hinab; und nun hat Jehova, dein Gott, dich gemacht wie die Sterne
des Himmels an Menge.
5Mo 11,1 So sollst du denn Jehova, deinen
Gott, lieben und seine Vorschriften {S. die Anm. zu 3.
Mose 8,35} beobachten und seine Satzungen und seine Rechte und seine
Gebote alle Tage.
5Mo 11,2 Und erkennet {O.
ihr erkennet} heute - denn nicht mit euren Kindern rede ich, die es nicht
wissen und die es nicht gesehen haben - die Zucht Jehovas, eures Gottes, seine
Größe, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm,
5Mo 11,3 und seine Zeichen und seine Taten,
die er in Ägypten getan hat, an dem Pharao, dem Könige von Ägypten, und an
seinem ganzen Lande;
5Mo 11,4 und was er getan hat an der
Heeresmacht Ägyptens, an seinen Rossen und seinen Wagen, über welche er die
Wasser des Schilfmeeres hinströmen ließ, als sie euch nachjagten; und Jehova
hat sie vernichtet bis auf diesen Tag;
5Mo 11,5 und was er euch in der Wüste
getan hat, bis ihr an diesen Ort kamet;
5Mo
11,6 und was er an Dathan und Abiram
getan hat, den Söhnen Eliabs, des Sohnes Rubens: Wie
die Erde ihren Mund auftat und sie inmitten von ganz Israel verschlang samt
ihren Familien {Eig. ihren Häusern} und ihren
Zelten und allem Bestehenden, das in ihrem Gefolge war.
5Mo 11,7 Denn eure Augen haben all
das große Werk Jehovas gesehen, das er getan hat.
5Mo 11,8 Und so beobachtet das ganze Gebot,
das ich dir heute gebiete, damit ihr stark seiet und
hineinkommet und das Land besitzet, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu
nehmen;
5Mo 11,9 und damit ihr eure Tage verlängert
in dem Lande, das Jehova euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihrem Samen zu
geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
5Mo 11,10 Denn das Land, wohin du
kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr
ausgezogen seid, wo du deine Saat sätest und mit
deinem Fuße {d.h. durch treteneines
Schöpfrades} wässertest, wie einen Krautgarten;
5Mo 11,11 sondern das Land, wohin ihr
hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern;
vom Regen des Himmels trinkt es Wasser;
5Mo 11,12 ein Land, auf welches Jehova, dein
Gott, acht hat: Beständig sind die Augen Jehovas,
deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres.
5Mo 11,13 Und es wird geschehen wenn
ihr fleißig auf meine Gebote höret, die ich euch heute gebiete,
Jehova, euren
Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen
Herzen und mit eurer ganzen Seele,
5Mo 11,14 so werde ich den Regen eures Landes
geben zu seiner Zeit, den Frühregen und den Spätregen, damit du dein Getreide
und deinen Most und dein Öl einsammelst;
5Mo 11,15 und ich werde deinem Vieh
Kraut geben auf deinem Felde, und du wirst essen und satt werden.
5Mo 11,16 Hütet euch, daß
euer Herz nicht verführt werde, und ihr abweichet und anderen Göttern dienet
und euch vor ihnen niederbeuget,
5Mo 11,17 und der Zorn Jehovas wider euch
entbrenne, und er den Himmel verschließe, daß kein
Regen sei, und der Erdboden seinen Ertrag nicht gebe, und ihr bald aus dem
guten Lande vertilgt werdet, das Jehova euch gibt.
5Mo 11,18 Und ihr sollt diese meine Worte auf
euer Herz und auf eure Seele legen, und sie zum Zeichen auf eure Hand binden,
und sie sollen zu Stirnbändern zwischen euren Augen sein.
5Mo 11,19 Und lehret sie eure Kinder, indem
ihr davon redet, wenn du in deinem Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege
gehst, und wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst;
5Mo 11,20 und schreibe sie auf die
Pfosten deines Hauses und an deine Tore,
5Mo 11,21 auf daß
eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren in dem Lande, welches Jehova
euren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels über der
Erde.
5Mo 11,22 Denn wenn ihr dieses ganze Gebot,
das ich euch {E. l. euch heute} zu tun gebiete, fleißig beobachtet, Jehova, euren Gott, zu lieben,
auf allen seinen Wegen zu wandeln und ihm anzuhangen,
5Mo 11,23 so wird Jehova alle diese Nationen
vor euch austreiben; und ihr werdet Nationen in Besitz nehmen, größer und
stärker als ihr.
5Mo 11,24 Jeder Ort, auf welchen eure
Fußsohle treten wird, wird euer sein: von der Wüste und dem Libanon und vom
Strome, dem Strome Phrat, bis an das hintere {d.h.
westliche} Meer wird eure Grenze sein.
5Mo 11,25 Niemand wird vor euch bestehen;
euren Schrecken und eure Furcht wird Jehova, euer Gott, auf das ganze Land
legen, auf welches ihr treten werdet, so wie er zu euch geredet hat.
5Mo 11,26 Siehe, ich lege euch heute
Segen und Fluch vor:
5Mo 11,27 den Segen, wenn ihr den
Geboten Jehovas, eures Gottes, gehorchet, die ich euch heute gebiete;
5Mo 11,28 und den Fluch, wenn ihr den Geboten
Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchet und von dem Wege abweichet, den ich euch
heute gebiete, um anderen Göttern nachzugehen, die
ihr nicht kennet.
5Mo 11,29 Und es soll geschehen, wenn
Jehova, dein Gott, dich in das Land bringt, wohin du kommst, um es in Besitz zu
nehmen, so sollst du den Segen erteilen auf {O. an. Vergl. Kap.
27,12 usw.; Jos. 8,33} dem Berge Gerisim und den
Fluch auf {O. an. Vergl. Kap. 27,12 usw.; Jos. 8. 33} dem Berge Ebal.
5Mo 11,30 Sind sie nicht jenseit
des Jordan, hinter dem Wege gegen Sonnenuntergang im Lande der Kanaaniter, {O.
der durch das Land der Kanaaniter führt} die in der Ebene wohnen, Gilgal gegenüber, bei den Terebinthen Mores?
5Mo 11,31 Denn ihr gehet über den Jordan, um
hineinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen, das Jehova, euer Gott, euch gibt;
und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.
5Mo 11,32 Und so achtet darauf, alle
die Satzungen und die Rechte zu tun, die ich euch heute vorlege.
5Mo 12,1 Dies sind die Satzungen und die
Rechte, welche ihr beobachten sollt, sie zu tun in dem Lande, das Jehova, der
Gott deiner Väter, dir gegeben hat, es zu besitzen alle die Tage, die ihr auf
dem Erdboden lebet:
5Mo 12,2 Ihr sollt alle die Orte gänzlich
zerstören, wo die Nationen, die ihr austreiben werdet, ihren Göttern gedient
haben: auf den hohen Bergen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baume;
5Mo 12,3 und ihr sollt ihre Altäre
niederreißen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim
mit Feuer verbrennen und die geschnitzten Bilder ihrer Götter umhauen; und ihr
sollt ihre Namen aus selbigem Orte vertilgen.
5Mo 12,4 Jehova, eurem Gott, sollt
ihr nicht also tun;
5Mo 12,5 sondern den Ort sollt ihr
aufsuchen, welchen Jehova, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, um
seinen Namen dahin zu setzen, daß er dort wohne, und
dahin sollst du kommen.
5Mo
12,6 Und ihr sollt dahin bringen eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, und
eure Zehnten, und das Hebopfer eurer Hand, und eure
Gelübde und eure freiwilligen Gaben, und die Erstgeborenen eures Rind- und
eures Kleinviehes;
5Mo 12,7 und daselbst sollt ihr vor Jehova,
eurem Gott, essen und euch erfreuen, ihr und eure Häuser, an allem Geschäft
eurer Hand, worin Jehova, dein Gott, dich gesegnet hat.
5Mo 12,8 Ihr sollt nicht tun nach
allem, was wir heute hier tun, ein jeder, was irgend recht ist in seinen Augen;
5Mo 12,9 denn ihr seid bis jetzt noch
nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das Jehova, dein Gott, dir gibt.
5Mo 12,10 Seid ihr aber über den Jordan
gezogen und wohnet ihr in dem Lande, das Jehova, euer Gott, euch erben läßt,
und er schafft euch Ruhe vor allen euren Feinden ringsum, und ihr wohnet
sicher,
5Mo 12,11 so soll es geschehen: der Ort,
welchen Jehova, euer Gott, erwählen wird, seinen Namen daselbst wohnen zu
lassen, dahin sollt ihr alles bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer
und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer
eurer Hand, und alle Auswahl eurer Gelübde, die ihr Jehova geloben werdet.
5Mo 12,12 Und ihr sollt euch freuen vor
Jehova, eurem Gott, ihr und eure Söhne und eure Töchter und eure Knechte und
eure Mägde, und der Levit, der in euren Toren ist, denn er hat kein Teil noch
Erbe mit euch.
5Mo 12,13 Hüte dich, daß du nicht deine Brandopfer an jedem Orte opferst, den du
siehst!
5Mo 12,14 sondern an dem Orte, welchen Jehova
in einem deiner Stämme erwählen wird, daselbst sollst du deine Brandopfer
opfern und daselbst alles tun, was ich dir gebiete.
5Mo 12,15 Doch magst du nach allem Begehr
deiner Seele schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren, nach dem Segen
Jehovas, deines Gottes, den er dir gegeben hat: Der Unreine und der Reine mögen
es essen, wie die
Gazelle und wie den Hirsch. {d.h. Tiere,
die, obwohl rein, nicht geopfert werden konnten, und die jedermann essen
durfte. (Vergl. 3. Mose 7,19)}
5Mo 12,16 Nur das Blut sollt ihr nicht
essen, ihr sollt es auf die Erde gießen wie Wasser. -
5Mo 12,17 Du darfst in deinen Toren
nicht essen den Zehnten deines Getreides und deines Mostes und deines Öles,
noch die Erstgeborenen deines Rind- und deines Kleinviehes, noch alle deine
Gelübde, die du tust, noch deine freiwilligen Gaben, noch das Hebopfer deiner Hand;
5Mo
12,18 sondern vor Jehova, deinem Gott, an dem Orte, welchen Jehova,
dein Gott, erwählen wird, sollst du es essen, du und dein Sohn und deine
Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der Levit, der in deinen Toren
ist; und du sollst dich vor Jehova, deinem Gott, erfreuen an allem Geschäft
deiner Hand.
5Mo 12,19 Hüte dich, daß du den Leviten nicht verlässest,
alle deine Tage in deinem Lande.
5Mo 12,20 Wenn Jehova, dein Gott, dein
Gebiet erweitern wird, so wie er zu dir geredet hat, und du sprichst: Ich will
Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du Fleisch
essen nach allem Begehr deiner Seele.
5Mo
12,21 Wenn der Ort, den Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen
Namen dahin zu setzen, fern von dir ist, so magst du schlachten von deinem
Rind- und von deinem Kleinvieh, das Jehova dir gegeben hat, so wie ich dir
geboten habe, und in deinen Toren essen nach allem Begehr deiner Seele;
5Mo 12,22 gerade so wie die Gazelle und der
Hirsch gegessen werden, also magst du es essen: Der Unreine und der Reine mögen
es gleicherweise essen.
5Mo 12,23 Nur halte daran fest, kein Blut zu
essen, denn das Blut ist die Seele; {O. das Leben; vergl.
3. Mose 17,11 usw.} und du sollst nicht die Seele mit dem Fleische essen;
5Mo 12,24 du sollst es nicht essen, du
sollst es auf die Erde gießen wie Wasser;
5Mo 12,25 du sollst es nicht essen, auf daß es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe,
weil du tust, was recht ist in den Augen Jehovas.
5Mo 12,26 Jedoch deine heiligen Dinge, die du
haben wirst, und deine Gelübde sollst du nehmen und an den Ort kommen, den
Jehova erwählen wird;
5Mo 12,27 und deine Brandopfer, das Fleisch
und das Blut, sollst du auf dem Altar Jehovas, deines Gottes, opfern; und das
Blut deiner Schlachtopfer soll an {O. auf} den Altar
Jehovas, deines Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen.
5Mo 12,28 Habe acht und höre auf alle diese
Worte, die ich dir gebiete, auf daß es dir und deinen
Kindern nach dir wohlgehe ewiglich, weil du tust, was
gut und recht ist in den Augen Jehovas, deines Gottes.
5Mo 12,29 Wenn Jehova, dein Gott, die
Nationen vor dir ausrottet, zu welchen du kommst, um sie auszutreiben, und du
treibst sie aus und wohnst in ihrem Lande,
5Mo 12,30 so hüte dich, daß
du nicht verstrickt werdest ihnen nach, nachdem sie vor dir vertilgt sind, und daß du nicht fragest nach ihren Göttern und sprechest: Wie
dienten diese Nationen ihren Göttern? so will auch ich ebenso tun.
5Mo 12,31 Jehova, deinem Gott, sollst du
nicht also tun; denn alles, was für Jehova ein Greuel
ist, den er haßt, haben sie ihren Göttern getan; denn
sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie ihren Göttern mit Feuer verbrannt.
5Mo 12,32 Das ganze Wort, das ich euch
gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und
nichts davontun.
5Mo 13,1 Wenn in deiner Mitte ein Prophet
aufsteht, oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein
Wunder;
5Mo 13,2 und das Zeichen oder das Wunder
trifft ein, von welchem er zu dir geredet hat, indem er sprach: Laß uns anderen Göttern nachgehen (die du nicht gekannt
hast) und ihnen dienen! -
5Mo 13,3 so sollst du nicht hören auf die
Worte dieses Propheten oder auf den, der die Träume hat; denn Jehova, euer
Gott, versucht euch, um zu erkennen, ob ihr Jehova, euren Gott, liebet mit
eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.
5Mo 13,4 Jehova, eurem Gott, sollt ihr
nachfolgen und ihn fürchten; und ihr sollt seine Gebote beobachten und seiner
Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.
5Mo
13,5 Und jener Prophet oder jener, der die Träume hat, soll getötet werden;
denn er hat Abfall geredet wider Jehova, euren Gott, der euch aus dem Lande
Ägypten herausgeführt und dich erlöst hat aus dem Hause der Knechtschaft, - um
dich abzuleiten von dem Wege, auf welchem zu wandeln Jehova, dein Gott, dir
geboten hat. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
5Mo 13,6 Wenn dein Bruder, der Sohn
deiner Mutter, oder dein Sohn, oder deine Tochter, oder das Weib deines
Busens, oder dein Freund, der dir wie deine Seele ist,
dich heimlich anreizt und spricht: Laß uns gehen und
anderen Göttern dienen (die du nicht gekannt hast, du noch deine Väter,
5Mo 13,7 von den Göttern der Völker, die
rings um euch her sind, nahe bei dir oder fern von dir, von einem Ende der Erde
bis zum anderen Ende der Erde),
5Mo 13,8 so sollst du ihm nicht zu Willen
sein und nicht auf ihn hören; und dein Auge soll seiner nicht schonen, und du
sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen;
5Mo 13,9 sondern du sollst ihn gewißlich töten. Deine Hand soll zuerst an ihm sein, ihn zu
töten, und danach die Hand des ganzen Volkes;
5Mo 13,10 und du sollst ihn steinigen, daß er sterbe. Denn er hat gesucht, dich abzuleiten von
Jehova, deinem Gott, der dich herausgeführt hat aus dem Lande Ägypten, aus dem
Hause der Knechtschaft.
5Mo 13,11 Und ganz Israel soll es hören und
sich fürchten, damit man nicht mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte begehe.
5Mo 13,12 Wenn du von einer deiner
Städte, die Jehova, dein Gott, dir gibt, um daselbst zu wohnen, sagen hörst:
5Mo 13,13 Es sind Männer, Söhne Belials, {d.h.
ruchloseMänner} aus deiner Mitte ausgegangen und
haben die Bewohner ihrer Stadt verleitet und gesprochen: Laßt
uns gehen und anderen Göttern dienen (die ihr nicht gekannt habt),
5Mo 13,14 so sollst du genau untersuchen und
nachforschen und fragen; und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist
dieser Greuel in deiner Mitte verübt worden,
5Mo 13,15 so sollst du die Bewohner jener
Stadt gewißlich schlagen mit der Schärfe des
Schwertes; du sollst sie verbannen und alles, was in ihr ist, und ihr Vieh, mit
der Schärfe des Schwertes.
5Mo 13,16 Und alle ihre Beute sollst
du mitten auf ihren Platz zusammentragen und die Stadt und alle ihre Beute
Jehova, deinem Gott, gänzlich mit Feuer verbrennen; und sie soll ein
Schutthaufen sein ewiglich, sie soll nicht wieder aufgebaut werden.
5Mo 13,17 Und nicht soll irgend etwas von dem Verbannten an deiner Hand haften, auf daß Jehova sich von der Glut seines Zornes wende und dir
Erbarmung gebe und sich deiner erbarme und dich mehre, so wie er deinen Vätern
geschworen hat,
5Mo 13,18 wenn du der Stimme Jehovas, deines
Gottes, gehorchst, alle seine Gebote zu beobachten, die ich dir heute gebiete, daß du tust, was recht
ist in den Augen Jehovas, deines Gottes.
5Mo 14,1 Ihr seid Kinder Jehovas, eures
Gottes; ihr sollt euch nicht wegen eines Toten Einschnitte machen {Eig.
euch nicht ritzen} und euch nicht kahl scheren zwischen euren Augen.
5Mo 14,2 Denn ein heiliges Volk bist du
Jehova, deinem Gott; und dich hat Jehova erwählt, ihm ein Eigentumsvolk zu
sein, aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.
5Mo 14,3 Du sollst keinen Greuel essen.
5Mo 14,4 Dies sind die Tiere, die ihr
essen sollt:
5Mo 14,5 Rind, Schaf und Ziege, Hirsch und
Gazelle und Damhirsch und Steinbock und Antilope und Bergziege und Wildschaf.
5Mo 14,6 Und jedes Tier, das gespaltene Hufe
hat, und zwar ganz durchgespaltene Hufe, und das wiederkäut unter den Tieren,
das sollt ihr essen.
5Mo
14,7 Nur diese sollt ihr nicht essen von den wiederkäuenden und von denen, die
mit gespaltenen Hufen versehen sind: das Kamel und den Hasen und den
Klippendachs; denn sie wiederkäuen, aber sie haben keine gespaltene Hufe:
unrein sollen sie euch sein;
5Mo 14,8 und das Schwein, denn es hat
gespaltene Hufe, aber es wiederkäut nicht: unrein soll es euch sein. Von ihrem
Fleische sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren.
5Mo 14,9 Dieses sollt ihr essen von allem,
was in den Wassern ist: alles, was Floßfedern und Schuppen hat, sollt ihr
essen;
5Mo 14,10 aber alles, was keine
Floßfedern und Schuppen hat, sollt ihr nicht essen: unrein soll es euch sein.
5Mo 14,11 Alle reinen Vögel sollt ihr
essen.
5Mo 14,12 Aber diese sind es, die ihr
von ihnen nicht essen sollt: der Adler und der Beinbrecher und der Seeadler,
5Mo 14,13 und der Falke und die Weihe,
und der Geier nach seiner Art,
5Mo 14,14 und alle Raben nach ihrer
Art,
5Mo 14,15 und die Straußhenne und der
Straußhahn und die Seemöve, und der Habicht nach
seiner Art,
5Mo 14,16 die Eule und die Rohrdommel
und das Purpurhuhn,
5Mo 14,17 und der Pelikan und der
Aasgeier und der Sturzpelikan,
5Mo 14,18 und der Storch, und der
Fischreiher nach seiner Art, und der Wiedehopf und die Fledermaus.
5Mo 14,19 Und alles geflügelte Gewürm {Eig.
Gewimmel} soll euch unrein sein; es soll nicht gegessen werden.
5Mo 14,20 Alles reine Gevögel sollt
ihr essen.
5Mo 14,21 Ihr sollt kein Aas essen;
dem Fremdling, der in deinen Toren ist, magst du es geben, daß
er es esse, oder verkaufe es einem Fremden; denn ein heiliges Volk bist du
Jehova, deinem Gott. - Du sollst ein Böcklein nicht kochen in der Milch seiner
Mutter.
5Mo 14,22 Du sollst treulich
verzehnten allen Ertrag deiner Saat, die {O. was} aus dem
Felde erwächst, Jahr für Jahr.
5Mo
14,23 Und du sollst essen vor Jehova, deinem Gott, an dem Orte, den
er erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, den Zehnten deines
Getreides, deines Mostes und deines Öles, und die Erstgeborenen deines Rind-
und deines Kleinviehes, auf daß du Jehova, deinen
Gott, fürchten lernest alle Tage.
5Mo 14,24 Und wenn der Weg zu weit für dich
ist, daß du es nicht hinbringen kannst, weil der Ort
fern von dir ist, den Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dahin
zu setzen, wenn Jehova, dein Gott, dich segnet:
5Mo 14,25 so sollst du es um Geld geben; und
binde das Geld in deine Hand zusammen, und gehe an den Ort, den Jehova, dein
Gott, erwählen wird.
5Mo
14,26 Und gib das Geld für alles, was deine Seele begehrt, für
Rinder und für Kleinvieh und für Wein und für starkes Getränk, und für alles,
was deine Seele wünscht; und iß daselbst vor Jehova,
deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus.
5Mo 14,27 Und den Leviten, der in deinen
Toren ist, den sollst du nicht verlassen; denn er hat kein Teil noch Erbe mit
dir.
5Mo 14,28 Am Ende von drei Jahren sollst du
allen Zehnten deines Ertrages in jenem Jahre aussondern und ihn in deinen Toren
niederlegen;
5Mo 14,29 und der Levit - denn er hat kein
Teil noch Erbe mit dir - und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in
deinen Toren sind, sollen kommen und essen und sich sättigen; auf daß Jehova, dein Gott, dich segne in allem Werke deiner
Hand, das du tust.
5Mo 15,1 Am Ende von sieben Jahren
sollst du einen Erlaß halten. Und dies ist die Sache
mit dem Erlasse:
5Mo 15,2 Jeder Schuldherr soll erlassen das
Darlehn seiner Hand, das er seinem Nächsten geliehen hat; er soll seinen
Nächsten und seinen Bruder nicht drängen; denn man hat einen Erlaß dem Jehova ausgerufen.
5Mo 15,3 Den Fremden magst du
drängen; was du aber bei deinem Bruder hast, soll deine Hand erlassen;
5Mo 15,4 es sei denn, daß
kein Armer unter dir ist. Denn {O. erlassen. Jedoch wird kein Armer
unter dir sein; denn usw.} Jehova wird dich reichlich segnen in dem Lande,
welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es zu besitzen,
5Mo 15,5 wenn du nur der Stimme Jehovas,
deines Gottes, fleißig gehorchst, darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun,
das ich dir heute gebiete.
5Mo 15,6 Denn Jehova, dein Gott, wird
dich segnen, {Eig. hat dichgesegnet}
wie er zu dir geredet hat; und du wirst vielen Nationen auf Pfand leihen,
du aber wirst nichts auf Pfand entlehnen; und du wirst über viele Nationen
herrschen, über dich aber werden sie nicht herrschen.
5Mo 15,7 Wenn ein Armer unter dir
sein wird, irgend einer deiner Brüder, in einem deiner Tore in deinem Lande,
das Jehova, dein Gott, dir gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten und
deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschließen;
5Mo 15,8 sondern du sollst ihm deine Hand
weit auftun und ihm willig auf Pfand leihen, was hinreicht für den Mangel, den
er hat.
5Mo 15,9 Hüte dich, daß nicht in deinem Herzen ein Belialswort
sei, daß du sprechest: Es naht das siebte Jahr, das Erlaßjahr! und daß dein Auge böse
sei gegen deinen Bruder, den Armen, und du ihm nichts gebest, und er über dich {O.
wider dich} zu Jehova schreie, und Sünde an dir sei!
5Mo 15,10 Willig sollst du ihm geben, und
dein Herz soll nicht ärgerlich sein, wenn du ihm gibst; denn um dieser Sache
willen wird Jehova, dein Gott, dich segnen in all deinem Werke und in allem
Geschäft deiner Hand.
5Mo 15,11 Denn der Arme wird nicht aufhören
inmitten des Landes; darum gebiete ich dir und spreche: Du sollst deinem
Bruder, deinem Dürftigen und deinem Armen in deinem Lande, deine Hand weit
auftun.
5Mo 15,12 Wenn dein Bruder, ein
Hebräer oder eine Hebräerin, sich dir verkauft, {O. dir
verkauft wird; vergl. 2. Mose 21,2 usw.; 3.
Mose 25,39} so soll er
dir sechs Jahre dienen; und im siebten Jahre sollst du ihn frei von dir
entlassen.
5Mo 15,13 Und wenn du ihn frei von dir
entlässest, so sollst du ihn nicht leer entlassen:
5Mo 15,14 du sollst ihm reichlich aufladen
von deinem Kleinvieh und von deiner Tenne und von deiner Kelter; von dem, womit
Jehova, dein Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben.
5Mo 15,15 Und du sollst gedenken, daß du ein Knecht gewesen bist im Lande Ägypten, und daß Jehova, dein Gott, dich erlöst hat; darum gebiete ich
dir heute diese Sache.
5Mo 15,16 Und es soll geschehen, wenn er zu
dir spricht: Ich will nicht von dir weggehen, weil er dich und dein Haus liebt,
weil ihm wohl bei dir ist -
5Mo 15,17 so sollst du eine Pfrieme nehmen
und sie durch sein Ohr in die Tür stechen, und er wird dein Knecht sein für
immer; und auch deiner Magd sollst du also tun.
5Mo
15,18 Es soll nicht schwer sein in deinen Augen, wenn du ihn frei
von dir entlässest; denn was an Wert das Doppelte des
Lohnes eines Tagelöhners ausmacht, hat er dir sechs Jahre lang gedient; und
Jehova, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.
5Mo 15,19 Alles männliche
Erstgeborene, das unter deinen Rindern unter deinem Kleinvieh geboren wird,
sollst du Jehova, deinem Gott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines
Rindes nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deines Kleinviehes nicht
scheren:
5Mo 15,20 vor Jehova, deinem Gott, sollst du
es essen, Jahr für Jahr, du und dein Haus, an dem Orte, den Jehova erwählen
wird.
5Mo 15,21 Wenn aber ein Gebrechen an ihm ist,
daß es lahm oder blind ist, irgend ein schlimmes
Gebrechen, so sollst du es Jehova, deinem Gott, nicht opfern.
5Mo 15,22 In deinen Toren magst du es
essen, der Unreine und der Reine gleicherweise, wie die Gazelle und wie den
Hirsch.
5Mo 15,23 Nur sein Blut sollst du
nicht essen; du sollst es auf die Erde gießen wie Wasser.
5Mo 16,1 Beobachte den Monat Abib und feiere das Passah Jehova, deinem Gott; denn im
Monat Abib hat Jehova, dein Gott, dich des Nachts aus
Ägypten herausgeführt.
5Mo 16,2 Und du sollst Jehova, deinem Gott,
das Passah schlachten, Klein- und Rindvieh, an dem Orte, den Jehova erwählen
wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen.
5Mo 16,3 Du sollst kein Gesäuertes dazu
essen; sieben Tage sollst du Ungesäuertes dazu essen, Brot des Elendes, denn in
Eile bist du aus dem Lande Ägypten herausgezogen - auf daß
du gedenkest des Tages deines Auszugs aus dem Lande Ägypten alle Tage deines
Lebens.
5Mo 16,4 Und sieben Tage soll kein
Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem ganzen Gebiet; und von dem
Fleische, das du am Abend
schlachtest, am ersten Tage, soll nichts über Nacht bleiben bis an den Morgen.
-
5Mo 16,5 Du kannst das Passah nicht
in einem deiner Tore schlachten, die Jehova, dein Gott, dir gibt;
5Mo
16,6 sondern an dem Orte, den Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen
Namen daselbst wohnen zu lassen, dort sollst du das Passah schlachten, am
Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit deines Auszuges aus Ägypten;
5Mo 16,7 und du sollst es braten und essen
an dem Orte, den Jehova, dein Gott, erwählen wird. Und am Morgen sollst du dich
wenden und nach deinen Zelten gehen.
5Mo 16,8 Sechs Tage sollst du Ungesäuertes
essen; und am siebten Tage ist eine FestHerausrufung
Jehova, deinem Gott; du sollst kein Werk tun.
5Mo 16,9 Sieben Wochen sollst du dir zählen;
von da an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen,
sieben Wochen zu zählen.
5Mo 16,10 Und du sollst das Fest der Wochen
Jehova, deinem Gott, feiern, je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du
geben magst, so wie Jehova, dein Gott, dich segnen wird;
5Mo 16,11 und du sollst dich vor
Jehova, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn und deine Tochter, und dein
Knecht und deine Magd, und der Levit, der in deinen Toren ist, und der
Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an dem Orte,
den Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu
lassen.
5Mo 16,12 Und du sollst gedenken, daß du ein Knecht in Ägypten gewesen bist, und sollst diese
Satzungen beobachten und tun.
5Mo 16,13 Das Fest der Laubhütten {W.
Hütten} sollst du dir sieben Tage feiern, wenn du den Ertrag von
deiner Tenne und von deiner Kelter einsammelst;
5Mo 16,14 und du sollst dich an deinem Feste
freuen, du und dein Sohn und deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und
der Levit und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren
sind.
5Mo
16,15 Sieben Tage sollst du Jehova, deinem Gott, das Fest feiern an
dem Orte, den Jehova erwählen wird; denn Jehova, dein Gott, wird dich segnen in
all deinem Ertrag und in allem Werke deiner Hände, und du sollst nur fröhlich
sein.
5Mo
16,16 Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen vor Jehova,
deinem Gott, erscheinen an dem Orte, den er erwählen wird: Am Feste der
ungesäuerten Brote und am Feste der Wochen und am Feste der Laubhütten; und man
soll nicht leer vor Jehova erscheinen:
5Mo 16,17 Ein jeder nach dem, was seine Hand
geben kann, {Eig. nach der Gabe seiner Hand} nach dem
Segen Jehovas, deines Gottes, den er dir gegeben hat.
5Mo 16,18 Richter und Vorsteher sollst du dir
einsetzen, nach deinen Stämmen, in allen deinen Toren, die Jehova, dein Gott,
dir gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.
5Mo 16,19 Du sollst das Recht nicht beugen,
du sollst die Person nicht ansehen und kein Geschenk nehmen, denn das Geschenk
blendet die Augen der Weisen und verkehrt die Worte der Gerechten.
5Mo 16,20 Der Gerechtigkeit, der
Gerechtigkeit sollst du nachjagen, auf daß du lebest
und das Land besitzest, welches Jehova, dein Gott, dir gibt.
5Mo 16,21 Du sollst dir keine Aschera {S.
die Vorrede} pflanzen, irgend ein Holz neben dem Altar Jehovas, deines
Gottes, den du dir machen wirst.
5Mo 16,22 Und du sollst dir keine
Bildsäule aufrichten, die Jehova, dein Gott, haßt.
5Mo 17,1 Du sollst Jehova, deinem Gott, kein
Rind- oder Kleinvieh opfern, an welchem ein Gebrechen ist, irgend
etwas Schlimmes; denn es ist ein Greuel für
Jehova, deinen Gott.
5Mo 17,2 Wenn in deiner Mitte, in einem
deiner Tore, die Jehova, dein Gott, dir gibt, ein Mann oder ein Weib gefunden
wird, welche das tun, was böse ist in den Augen Jehovas, deines Gottes, indem
sie seinen Bund übertreten,
5Mo 17,3 so daß
sie hingehen und anderen Göttern dienen und sich vor ihnen oder vor der Sonne
oder vor dem Monde oder vor dem ganzen Heere des Himmels niederbeugen, was ich
nicht geboten habe,
5Mo 17,4 und es wird dir berichtet, und du
hörst es, so sollst du genau nachforschen; und siehe, ist es Wahrheit, steht
die Sache fest, ist dieser Greuel in Israel verübt
worden,
5Mo 17,5 so sollst du jenen Mann oder jenes
Weib, die diese böse Sache getan haben, zu deinen Toren hinausführen, den Mann
oder das Weib, und sollst sie steinigen, daß sie
sterben.
5Mo 17,6 Auf die Aussage zweier Zeugen oder
dreier Zeugen soll getötet werden, wer sterben soll; er soll nicht auf die
Aussage eines einzelnen Zeugen getötet werden.
5Mo 17,7 Die Hand der Zeugen soll zuerst an
ihm sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst
das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
5Mo
17,8 Wenn dir eine Sache zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtssache und
Rechtssache, und zwischen Verletzung und Verletzung, zu schwierig ist zum
Urteil, irgendwelche Streitsachen in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen
und an den Ort hinaufziehen, den Jehova, dein Gott, erwählen wird.
5Mo 17,9 Und du sollst zu den Heiligern, den Leviten, kommen und zu dem Richter, der in
jenen Tagen sein wird, und dich erkundigen; und sie werden dir den Rechtsspruch
verkünden.
5Mo 17,10 Und du sollst dem Spruche gemäß
tun, welchen sie dir verkünden werden von jenem Orte aus, den Jehova erwählen
wird, und sollst darauf achten, zu tun nach allem, was sie dich lehren werden.
5Mo 17,11 Dem Gesetze gemäß, das sie dich
lehren, und nach dem Rechte, das sie dir sagen werden, sollst du tun; von dem
Spruche, den sie dir verkünden werden, sollst du weder zur Rechten noch zur
Linken abweichen.
5Mo 17,12 Der Mann aber, der mit
Vermessenheit handeln würde, daß er auf den Heiliger,
der dasteht, um den Dienst Jehovas, deines Gottes, daselbst zu verrichten, oder
auf den Richter nicht hörte: selbiger Mann soll sterben. Und du sollst das Böse
aus Israel hinwegschaffen.
5Mo 17,13 Und das ganze Volk soll es
hören und sich fürchten, und nicht mehr vermessen sein.
5Mo 17,14 Wenn du in das Land kommst,
das Jehova, dein Gott, dir gibt, und es besitzest und darin wohnst und sagst:
Ich will einen König über mich setzen, gleich allen
Nationen, die rings um mich her sind:
5Mo 17,15 so sollst du nur den König
über dich setzen, den Jehova, dein Gott, erwählen wird; aus der Mitte deiner
Brüder sollst du einen König über dich setzen; du sollst nicht einen fremden
Mann über dich setzen, der nicht dein Bruder ist.
5Mo 17,16 Nur soll er sich die Rosse nicht
mehren und soll das Volk nicht nach Ägypten zurückführen, um sich die Rosse zu
mehren; denn Jehova hat euch gesagt: Ihr sollt fortan nicht wieder dieses Weges
zurückkehren.
5Mo 17,17 Und er soll sich die Weiber nicht
mehren, daß sein Herz nicht abwendig werde; und
Silber und Gold soll er sich nicht sehr mehren.
5Mo 17,18 Und es soll geschehen, wenn er auf
dem Throne seines Königtums {O. Königreichs} sitzt, so
soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus dem, was
vor den Heiligern, den Leviten, liegt.
5Mo 17,19 Und es soll bei ihm sein, und er
soll alle Tage seines Lebens darin lesen, auf daß er
Jehova, seinen Gott, fürchten lerne, um zu beobachten alle Worte dieses
Gesetzes und diese Satzungen, sie zu tun;
5Mo 17,20 damit sein
Herz sich nicht über seine Brüder erhebe und damit er von dem Gebote weder zur
Rechten noch zur Linken abweiche, auf daß er die Tage
in seinem Königtum verlängere, er und seine Söhne, in der Mitte Israels. 5Mo
18,1 Die Heiliger, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen kein Teil noch
Erbe mit Israel haben; die Feueropfer Jehovas und sein Erbteil {d.h.
die Zehnten, Erstlingeusw.} sollen sie
essen.
5Mo 18,2 Aber er soll kein Erbteil
haben inmitten seiner Brüder; Jehova ist sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet
hat. -
5Mo
18,3 Und dies soll das Recht der Heiliger sein von seiten
des Volkes, von seiten derer, die ein Schlachtopfer
opfern, es sei Rind- oder Kleinvieh: Man soll dem Heiliger die Schulter geben
und die Kinnbacken und den rauhen Magen.
5Mo 18,4 Die Erstlinge deines Getreides,
deines Mostes und deines Öles, und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe
sollst du ihm geben;
5Mo 18,5 denn ihn hat Jehova, dein Gott,
erwählt aus allen deinen Stämmen, damit er dastehe, um den Dienst im Namen
Jehovas zu verrichten, er und seine Söhne, alle Tage. -
5Mo 18,6 Und wenn der Levit kommen wird aus
einem deiner Tore, aus ganz Israel, wo er sich aufhält, und er kommt nach aller
Lust seiner Seele an den Ort, den Jehova erwählen wird,
5Mo 18,7 und verrichtet den Dienst im Namen
Jehovas, seines Gottes, wie alle seine Brüder, die Leviten, die daselbst vor
Jehova stehen:
5Mo 18,8 so sollen sie zu gleichen
Teilen essen, außer dem, was er von seinem väterlichen Eigentum verkauft hat.
5Mo 18,9 Wenn du in das Land kommst, das
Jehova, dein Gott, dir gibt, so sollst du nicht lernen, nach den Greueln dieser Nationen zu tun.
5Mo 18,10 Es soll keiner unter dir gefunden
werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, keiner, der
Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier,
5Mo 18,11 oder Bannsprecher oder
Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt.
5Mo 18,12 Denn ein Greuel
für Jehova ist ein jeder, der diese Dinge tut; und um dieser Greuel willen treibt Jehova, dein Gott, sie vor dir aus.
5Mo 18,13 Du sollst vollkommen {O.
untadelig, lauter} sein gegen Jehova, deinen Gott.
5Mo 18,14 Denn diese Nationen, die du
austreiben wirst, hören auf Zauberer und auf Wahrsager; du aber - nicht also
hat Jehova, dein Gott, dir gestattet.
5Mo 18,15 Einen Propheten aus deiner Mitte,
aus deinen Brüdern, gleich mir, wird Jehova, dein Gott, dir erwecken; auf ihn
sollt ihr hören;
5Mo 18,16 nach allem, was du von Jehova,
deinem Gott, am Horeb begehrt hast am Tage der Herausrufung,
indem du sprachest: Ich möchte nicht weiter die
Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und dieses große Feuer möchte ich nicht
mehr sehen, daß ich nicht sterbe!
5Mo 18,17 Und Jehova sprach zu mir:
Gut ist, was sie geredet haben. {O. Sie haben wohl
geredet}
5Mo 18,18 Einen Propheten, gleich dir, will
ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich will meine Worte in
seinen Mund legen, und er wird zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten
werde.
5Mo 18,19 Und es wird geschehen, der Mann,
der nicht hört auf meine Worte, die er in meinem Namen reden wird, von dem
werde ich es fordern. -
5Mo 18,20 Doch der Prophet, der sich
vermessen wird, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht geboten
habe zu reden, oder der im Namen anderer Götter reden wird: Selbiger Prophet
soll sterben.
5Mo 18,21 Und wenn du in deinem Herzen
sprichst: Wie sollen wir das Wort erkennen, das Jehova nicht geredet hat?
5Mo
18,22 Wenn der Prophet im Namen Jehovas redet, und das Wort
geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, welches Jehova nicht
geredet hat; mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du sollst dich nicht
vor ihm fürchten.
5Mo 19,1 Wenn Jehova, dein Gott, die
Nationen ausrotten wird, deren Land Jehova, dein Gott, dir gibt, und du sie
austreibst und in ihren Städten und in ihren Häusern wohnst:
5Mo 19,2 so sollst du dir drei Städte
aussondern inmitten deines Landes, das Jehova, dein Gott, dir gibt, es zu
besitzen.
5Mo 19,3 Du sollst dir den Weg dahin
zurichten, und das Gebiet deines Landes, das Jehova, dein Gott, dir als Erbteil
geben wird, in drei Teile teilen; und das soll geschehen, damit jeder
Totschläger dahin fliehe.
5Mo 19,4 Und dies ist die Sache mit
dem Totschläger, der dahin fliehen soll, damit er am Leben bleibe: Wer seinen
Nächsten unabsichtlich {W. ohne
Wissen} erschlägt, und er haßte ihn vordem
nicht,
5Mo
19,5 wie etwa wenn jemand {O. er} mit seinem Nächsten in den
Wald geht, um Holz zu hauen, und seine Hand holt aus mit der Axt, um das Holz
abzuhauen, und das Eisen fährt vom Stiele und trifft seinen Nächsten, daß er stirbt: der soll in eine dieser Städte fliehen,
damit er am Leben bleibe;
5Mo 19,6 auf daß
nicht der Bluträcher, weil sein Herz entbrannt ist, dem Totschläger nachsetze
und ihn erreiche, weil der Weg lang ist, und ihn totschlage, obwohl ihm kein
Todesurteil gebührt, da er ihn vordem nicht haßte.
5Mo 19,7 Darum gebiete ich dir und
sage: drei Städte sollst du dir aussondern. -
5Mo 19,8 Und wenn Jehova, dein Gott, deine
Grenzen erweitert, so wie er deinen Vätern geschworen hat, und dir das ganze
Land gibt, welches er deinen Vätern zu geben verheißen {W.
geredet} hat
5Mo 19,9 (wenn du darauf achtest,
dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute gebiete,
indem du Jehova, deinen Gott, liebst und auf seinen Wegen wandelst alle Tage),
so sollst du dir zu diesen dreien noch drei Städte hinzufügen;
5Mo 19,10 damit nicht unschuldiges Blut
vergossen werde inmitten deines Landes, das Jehova, dein Gott, dir als Erbteil
gibt, und Blutschuld auf dir sei. -
5Mo 19,11 Wenn aber ein Mann seinen Nächsten haßt, und ihm auflauert und sich wider ihn erhebt und ihn
totschlägt, so daß er stirbt, und er flieht in eine
dieser Städte:
5Mo 19,12 so sollen die Ältesten seiner Stadt
hinsenden und ihn von dannen holen lassen und ihn in die Hand des Bluträchers
liefern, daß er sterbe.
5Mo 19,13 Dein Auge soll seiner nicht
schonen; und du sollst das unschuldige Blut aus Israel hinwegschaffen, und es
wird dir wohlgehen.
5Mo 19,14 Du sollst nicht die Grenze deines
Nächsten verrücken, welche die Vorfahren in deinem Erbteil gesetzt haben, das du erben wirst in dem Lande, welches Jehova, dein Gott,
dir gibt, es zu besitzen.
5Mo 19,15 Ein
einzelner Zeuge soll nicht wider jemand auftreten wegen irgend einer
Ungerechtigkeit und wegen irgend einer Sünde, bei irgend einer Sünde, die er {O.
man} begeht; auf zweier Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage soll
eine Sache bestätigt werden. -
5Mo 19,16 Wenn ein ungerechter Zeuge wider
jemand auftritt, um ein Vergehen {Eig. eineAbweichung, (vom Gesetz)} wider ihn
zu bezeugen,
5Mo 19,17 so sollen die beiden Männer, die
den Hader haben, vor Jehova treten, vor die Heiliger und die Richter, die in
jenen Tagen sein werden.
5Mo 19,18 Und die Richter sollen wohl
nachforschen; und siehe, ist der Zeuge ein falscher Zeuge, hat er Falsches
wider seinen Bruder bezeugt,
5Mo 19,19 so sollt ihr ihm tun, wie er seinem
Bruder zu tun gedachte; und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
5Mo 19,20 Und die Übrigen sollen es hören und
sich fürchten und fortan nicht mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte
begehen.
5Mo 19,21 Und dein Auge soll nicht schonen:
Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß!
5Mo 20,1 Wenn du wider deine Feinde
zum Kriege ausziehst und siehst Roß und Wagen, ein
Volk, zahlreicher als du, so sollst du dich nicht vor ihnen fürchten; denn
Jehova, dein Gott, ist mit dir, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt
hat.
5Mo 20,2 Und es soll geschehen, wenn ihr zum
Streite heranrücket, so soll der Heiliger herzutreten und zu dem Volke reden
5Mo 20,3 und zu ihnen sprechen: Höre,
Israel! ihr rücket heute zum Streite heran wider eure Feinde; euer Herz verzage
nicht, fürchtet euch nicht und ängstiget euch nicht und erschrecket nicht vor
ihnen;
5Mo 20,4 denn Jehova, euer Gott, ist es, der
mit euch zieht, um für euch zu streiten mit euren Feinden, um euch zu retten.
5Mo 20,5 Und die Vorsteher sollen zu
dem Volke reden und sprechen: Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und
es noch nicht eingeweiht hat? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit
er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann es einweihe.
5Mo 20,6 Und wer ist der Mann, der
einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht benutzt {W.
entheiligt, d.h. durch Gebrauch im fünften Jahre. S. 3. Mose 19,23-25} hat? er
gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe,
und ein anderer Mann ihn benutze.
5Mo 20,7 Und wer ist der Mann, der sich ein
Weib verlobt und es noch nicht genommen hat? er gehe und kehre nach seinem
Hause zurück, damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann sie
nehme.
5Mo 20,8 Und die Vorsteher sollen weiter zu
dem Volke reden und sprechen: Wer ist der Mann, der sich fürchtet und verzagten
Herzens ist? er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit nicht das Herz
seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz.
5Mo 20,9 Und es soll geschehen, wenn die
Vorsteher aufgehört haben, zu dem Volke zu reden, so sollen sie Heeroberste an
die Spitze des Volkes stellen.
5Mo 20,10 Wenn du dich einer Stadt
näherst, wider sie zu streiten, so sollst du ihr Frieden anbieten.
5Mo 20,11 Und es soll geschehen, wenn sie dir
Frieden erwidert und dir auftut, so soll alles Volk, das sich darin befindet,
dir fronpflichtig sein und dir dienen.
5Mo 20,12 Und wenn sie nicht Frieden
mit dir macht, sondern Krieg mit dir führt, so sollst du sie belagern;
5Mo 20,13 und gibt Jehova, dein Gott, sie in
deine Hand, so schlage alle ihre Männlichen mit der Schärfe des Schwertes.
5Mo 20,14 Doch die Weiber und die Kinder, und
das Vieh und alles, was in der Stadt sein wird, alle ihre Beute, sollst du für
dich rauben; und du sollst die Beute deiner Feinde essen, die Jehova, dein
Gott, dir gegeben hat.
5Mo 20,15 Also sollst du allen Städten tun,
die sehr fern von dir sind, die nicht sind von den Städten dieser Nationen
hier.
5Mo 20,16 Jedoch von den Städten dieser
Völker, die Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben
lassen, was Odem hat;
5Mo 20,17 sondern du sollst sie gänzlich
verbannen: die Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter und die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter, wie Jehova, dein Gott, dir geboten hat;
5Mo 20,18 auf daß
sie euch nicht lehren, zu tun nach allen ihren Greueln,
die sie ihren Göttern getan haben, und ihr nicht sündiget wider Jehova, euren
Gott.
5Mo 20,19 Wenn du eine Stadt viele
Tage belagern wirst, indem du Krieg wider sie führst, um sie einzunehmen, so
sollst du ihre Bäume nicht verderben, indem du die Axt gegen sie schwingst
(denn du kannst davon essen), und sollst sie nicht abhauen; denn ist der Baum
des Feldes ein Mensch, daß er vor dir in Belagerung
kommen sollte?
5Mo
20,20 Nur die Bäume, von denen du weißt, daß
sie keine Bäume sind, von denen man ißt, die darfst
du verderben und abhauen; und du magst Belagerungswerke davon bauen wider die
Stadt, die Krieg mit dir führt, bis sie gefallen ist.
5Mo 21,1 Wenn in dem Lande, das Jehova, dein
Gott, dir gibt, es zu besitzen, ein Erschlagener auf dem Felde liegend gefunden
wird, ohne daß es bekannt ist, wer ihn erschlagen
hat,
5Mo 21,2 so sollen deine Ältesten und deine
Richter hinausgehen und nach den Städten hin messen, die rings um den
Erschlagenen sind.
5Mo 21,3 Und es geschehe: Die Stadt,
welche dem Erschlagenen am nächsten ist - die Ältesten jener Stadt sollen eine
Färse nehmen, mit der noch nicht gearbeitet worden
ist, die noch nicht am Joche gezogen hat;
5Mo 21,4 und die Ältesten jener Stadt
sollen die Färse zu einem immer fließenden Bache {Vergl. die
Anm. zu 4. Mose 13,23} hinabführen, in welchem nicht gearbeitet und nicht
gesät wird, und sollen der Färse daselbst im Bache das Genick brechen.
5Mo 21,5 Und die Heiliger, die Söhne Levis,
sollen herzutreten; denn sie hat Jehova, dein Gott, erwählt, ihm zu dienen und
im Namen Jehovas zu segnen; und nach ihrem Ausspruch soll bei jedem
Rechtsstreit und bei jeder Verletzung {O. Beschädigung} geschehen.
5Mo 21,6 Und alle Ältesten jener Stadt, die
dem Erschlagenen am nächsten sind, sollen ihre Hände über der Färse waschen,
welcher das Genick im Bache gebrochen worden ist,
5Mo 21,7 und sollen anheben und sprechen:
Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben es nicht
gesehen;
5Mo 21,8 vergib, Jehova, deinem Volke
Israel, das du erlöst hast, und lege nicht
unschuldiges Blut in deines Volkes Israel Mitte. {d. h. ihmzur Last} Und die Blutschuld wird ihnen
vergeben werden.
5Mo 21,9 Und du, du sollst das unschuldige
Blut aus deiner Mitte hinwegschaffen; denn du sollst tun, was recht ist in den
Augen Jehovas.
5Mo 21,10 Wenn du wider deine Feinde zum
Kriege ausziehst, und Jehova, dein Gott, sie in deine Hand gibt, und du ihre
Gefangenen wegführst,
5Mo 21,11 und du siehst unter den Gefangenen
ein Weib, schön von Gestalt, und hast Lust zu ihr und nimmst sie dir zum Weibe,
5Mo 21,12 so sollst du sie in das Innere
deines Hauses führen; und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Nägel beschneiden
5Mo
21,13 und die Kleider ihrer Gefangenschaft von sich ablegen; und
sie soll in deinem Hause bleiben und ihren Vater und ihre Mutter einen Monat
lang beweinen; und danach magst du zu ihr eingehen und sie ehelichen, daß sie dein Weib sei.
5Mo 21,14 Und es soll geschehen, wenn du kein
Gefallen mehr an ihr hast, so sollst du sie nach ihrem Wunsche entlassen; {d.h.
sie gehen lassen, wohin es ihr beliebt} aber du darfst sie keineswegs um
Geld verkaufen; du sollst sie nicht als Sklavin {Eig.
gewaltsam} behandeln, darum daß du sie
geschwächt hast.
5Mo 21,15 Wenn ein Mann zwei Weiber hat, eine
geliebte und eine gehaßte, und sie gebären ihm Söhne,
die geliebte und die gehaßte, und der erstgeborene
Sohn ist von der gehaßten:
5Mo 21,16 so soll es geschehen, an dem Tage,
da er seine Söhne erben läßt was sein ist: er kann nicht den Sohn der geliebten
zum Erstgeborenen machen vor dem Sohne der gehaßten,
dem Erstgeborenen;
5Mo
21,17 sondern den Erstgeborenen, den Sohn der gehaßten,
soll er anerkennen, daß er ihm zwei Teile gebe von
allem, was in seinem Besitz gefunden wird; denn er ist der Erstling seiner
Kraft, ihm gehört das Recht der Erstgeburt.
5Mo 21,18 Wenn ein Mann einen unbändigen und
widerspenstigen Sohn hat, welcher der Stimme seines Vaters und der Stimme
seiner Mutter nicht gehorcht, und sie züchtigen ihn, aber er gehorcht ihnen
nicht:
5Mo 21,19 so sollen sein Vater und seine
Mutter ihn ergreifen und ihn zu den Ältesten seiner Stadt und zum Tore seines
Ortes hinausführen,
5Mo 21,20 und sollen zu den Ältesten seiner
Stadt sprechen: Dieser unser Sohn ist unbändig und widerspenstig, er gehorcht
unserer Stimme nicht, er ist ein Schlemmer und Säufer!
5Mo 21,21 Und alle Leute seiner Stadt sollen
ihn steinigen, daß er sterbe; und du sollst das Böse
aus deiner Mitte hinwegschaffen. Und ganz Israel soll es hören und sich
fürchten.
5Mo 21,22 Und wenn an einem Manne eine
todeswürdige Sünde ist, und er wird getötet, und du hängst ihn an ein Holz,
5Mo
21,23 so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holze bleiben,
sondern du sollst ihn jedenfalls an demselben Tage begraben; denn ein Fluch
Gottes ist ein Gehängter; und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das
Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt.
5Mo 22,1 Du sollst nicht das Rind deines
Bruders oder sein Kleinvieh irregehen sehen und dich ihnen entziehen; du sollst
sie deinem Bruder jedenfalls zurückbringen.
5Mo 22,2 Wenn aber dein Bruder nicht nahe
bei dir ist, und du kennst ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus aufnehmen, daß sie bei dir seien, bis dein Bruder sie sucht; dann gib
sie ihm zurück.
5Mo
22,3 Und ebenso sollst du mit seinem Esel tun, und ebenso sollst du mit seinem
Gewande tun, und ebenso sollst du mit allem Verlorenen deines Bruders tun, das
ihm verloren geht und das du findest; du kannst dich nicht entziehen.
5Mo 22,4 Du sollst nicht den Esel deines
Bruders oder sein Rind auf dem Wege fallen sehen und dich ihnen entziehen; du
sollst sie jedenfalls mit ihm aufrichten.
5Mo 22,5 Es soll nicht Mannszeug auf einem
Weibe sein, und ein Mann soll nicht das Gewand eines Weibes anziehen; denn wer
irgend solches tut, ist ein Greuel für Jehova, deinen
Gott.
5Mo
22,6 Wenn sich zufällig ein Vogelnest vor dir auf dem Wege findet, auf irgend
einem Baume oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und die Mutter sitzt
auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst du nicht die Mutter samt den
Jungen nehmen;
5Mo 22,7 du sollst die Mutter jedenfalls
fliegen lassen, und die Jungen magst du dir nehmen: auf daß
es dir wohlgehe und du deine Tage verlängerst.
5Mo 22,8 Wenn du ein neues Haus baust, so
sollst du ein Geländer um dein Dach machen, damit du nicht eine Blutschuld auf
dein Haus bringest, wenn irgend jemand von demselben
herabfiele.
5Mo 22,9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit
zweierlei Samen besäen, damit nicht die Fülle des Samens, den du gesät hast,
und der Ertrag des Weinberges geheiligt werden. - {d.h.
als Strafe dafür dem Heiligtum verfallen}
5Mo 22,10 Du sollst nicht pflügen mit
einem Rinde und einem Esel zusammen. -
5Mo 22,11 Du sollst nicht Zeug von
verschiedenartigem Stoffe anziehen, Wolle und Leinen zusammen.
5Mo 22,12 Quasten sollst du dir machen an den
vier Zipfeln deiner Hülle, {d.h. deines Obergewandes. Vergl. 4. Mose
15,38} womit du dich umhüllst.
5Mo 22,13 Wenn ein Mann ein Weib nimmt
und zu ihr eingeht, und er haßt sie
5Mo 22,14 und bürdet ihr Dinge zum Gerede auf
und bringt einen bösen Namen über sie aus und spricht: Dieses Weib habe ich
genommen und mich ihr genaht und habe die Zeichen der Jungfrauenschaft nicht an
ihr gefunden:
5Mo 22,15 so sollen der Vater des jungen
Weibes und ihre Mutter die Zeichen der Jungfrauenschaft des jungen Weibes
nehmen und zu den Ältesten der Stadt in das Tor hinausbringen;
5Mo 22,16 und der Vater des jungen Weibes
soll zu den Ältesten sprechen: Ich habe meine Tochter diesem Manne zum Weibe
gegeben, und er haßt sie;
5Mo 22,17 und siehe, er bürdet ihr
Dinge zum Gerede auf und spricht: Ich habe an deiner Tochter die Zeichen der
Jungfrauschaft nicht gefunden. Und hier sind die Zeichen der Jungfrauschaft
meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor den Ältesten der Stadt ausbreiten.
5Mo 22,18 Und die Ältesten selbiger
Stadt sollen den Mann nehmen und ihn züchtigen;
5Mo
22,19 und sie sollen ihn strafen um hundert Sekel Silber und sie
dem Vater des jungen Weibes geben, weil er einen bösen Namen über eine Jungfrau
in Israel ausgebracht hat. Und sie soll sein Weib sein; er kann sie nicht
entlassen alle seine Tage. -
5Mo 22,20 Wenn aber jene Sache Wahrheit
gewesen ist, die Zeichen der Jungfrauschaft sind an dem jungen Weibe nicht
gefunden worden,
5Mo 22,21 so sollen sie das junge Weib
hinausführen an den Eingang des Hauses ihres Vaters, und die Männer ihrer Stadt
sollen sie steinigen, daß sie sterbe, weil sie eine
Schandtat in Israel verübt hat, zu huren im Hause ihres Vaters. Und du sollst
das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
5Mo 22,22 Wenn ein Mann bei einem
Weibe liegend gefunden wird, das eines Mannes Eheweib ist, so sollen sie alle
beide sterben, der Mann, der bei dem Weibe gelegen hat, und das Weib. Und du
sollst das Böse aus Israel hinwegschaffen.
5Mo 22,23 Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau,
einem Manne verlobt ist, und es findet sie ein Mann in der Stadt und liegt bei
ihr,
5Mo
22,24 so sollt ihr sie beide zum Tore selbiger Stadt hinausführen
und sie steinigen, daß sie sterben: das Mädchen
deshalb, weil sie nicht in der Stadt geschrieen hat,
und den Mann deshalb, weil er das Weib seines Nächsten geschwächt hat. Und du
sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen. -
5Mo 22,25 Wenn aber der Mann das verlobte
Mädchen auf dem Felde findet, und der Mann ergreift sie und liegt bei ihr, so
soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, allein sterben.
5Mo 22,26 Aber dem Mädchen sollst du nichts
tun, an dem Mädchen ist keine Sünde zum Tode; denn gleichwie ein Mann sich
erhebt wider seinen Nächsten und ihn totschlägt, also ist diese Sache.
5Mo 22,27 Denn er hat sie auf dem
Felde gefunden; das verlobte Mädchen schrie, aber niemand rettete sie.
5Mo 22,28 Wenn ein Mann ein Mädchen findet,
eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und
sie werden gefunden:
5Mo 22,29 so soll der Mann, der bei ihr
gelegen hat, dem Vater des Mädchens fünfzig Sekel Silber geben; und sie soll
sein Weib sein, darum daß er sie geschwächt hat, er
kann sie nicht entlassen alle seine Tage.
5Mo 22,30 Ein Mann soll nicht das Weib seines
Vaters nehmen und soll die Decke {Eig. den Zipfel (des
Obergewandes); vergl. die Anm. zu 2. Mose 22,26} seines Vaters nicht
aufdecken.
5Mo 23,1 Es soll keiner, dem die Hoden
zerstoßen sind oder der Harnstrang abgeschnitten ist, in die Herausrufung Jehovas kommen.
5Mo 23,2 Es soll kein Bastard in die Herausrufung Jehovas kommen; auch das zehnte Geschlecht von
ihm soll nicht in die Herausrufung Jehovas kommen. -
5Mo 23,3 Es soll kein Ammoniter noch
Moabiter in die Herausrufung Jehovas kommen; auch das
zehnte Geschlecht von ihnen soll nicht in die Herausrufung
Jehovas kommen ewiglich:
5Mo 23,4 deshalb weil sie euch nicht mit
Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget; und weil sie Bileam, den Sohn Beors,
aus Pethor in Mesopotamien, wider dich gedungen
haben, um dich zu verfluchen.
5Mo 23,5 Aber Jehova, dein Gott, wollte
nicht auf Bileam hören, und Jehova, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen;
denn Jehova, dein Gott, hatte dich lieb.
5Mo 23,6 Du sollst ihren Frieden und
ihr Wohl nicht suchen alle deine Tage, ewiglich.
5Mo 23,7 Den Edomiter
sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Ägypter sollst du
nicht verabscheuen, denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.
5Mo 23,8 Kinder, die ihnen im dritten
Geschlecht geboren werden, mögen von ihnen in die Herausrufung
Jehovas kommen.
5Mo 23,9 Wenn du wider deine Feinde
ins Lager ausziehst, so sollst du dich vor allem Bösen hüten:
5Mo 23,10 Wenn ein Mann unter dir ist, der
nicht rein ist durch ein Begegnis der Nacht, so soll er aus dem Lager
hinausgehen; er soll nicht in das Lager hineinkommen;
5Mo 23,11 und es soll geschehen, wenn der
Abend sich neigt, soll er sich im Wasser baden; und beim Untergang der Sonne
darf er in das Lager zurückkommen.
5Mo 23,12 Und du sollst einen Platz
außerhalb des Lagers haben, daß du dahin
hinausgehest.
5Mo 23,13 Und du sollst eine Schaufel unter
deinem Geräte haben; und es soll geschehen, wenn du dich draußen hinsetzest, so
sollst du damit graben, und sollst dich umwenden und deine Ausleerung bedecken.
5Mo
23,14 Denn Jehova, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, um
dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben; und dein Lager soll
heilig sein, daß er nichts Schamwürdiges unter dir
sehe und sich von dir abwende.
5Mo 23,15 Einen Knecht, der sich vor
seinem Herrn zu dir rettet, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern.
5Mo 23,16 Er soll bei dir wohnen, in deiner
Mitte, an dem Orte, den er in einem deiner Tore erwählen wird, wo es ihm gut
dünkt: du sollst ihn nicht bedrücken.
5Mo
23,17 Es soll keine Buhlerin {Eig.
Geweihte...Geweihter, d.h. dem Dienste der Astartegeweiht
(vergl. 1. Mose 38,21). DerLohn der Hurerei war für
den Tempel jener heidnischen Gottheit bestimmt} sein unter den Töchtern
Israels, und es soll kein Buhler {Eig. Geweihte...
Geweihter, d.h.
dem Dienste der Astartegeweiht (vergl. 1. Mose
38,21). Der Lohn der Hurerei war für den Tempel jener heidnischen Gottheit
bestimmt} sein unter den Söhnen Israels.
5Mo 23,18 Du sollst nicht den Lohn einer
Hure, noch den Preis eines Hundes in das Haus Jehovas, deines Gottes, bringen
zu irgend einem Gelübde; denn auch diese beiden sind ein Greuel
für Jehova, deinen Gott.
5Mo 23,19 Du sollst deinem Bruder keinen Zins
auflegen, Zins von {O. an} Geld, Zins von {O.
an} Speise, Zins von {O. an} irgend einer Sache, die
verzinst wird.
5Mo 23,20 Dem Fremden magst du Zins auflegen,
aber deinem Bruder sollst du keinen Zins auflegen; damit Jehova, dein Gott,
dich segne in allem Geschäft deiner Hand in dem Lande, wohin du kommst, um es
in Besitz zu nehmen.
5Mo 23,21 Wenn du Jehova, deinem Gott, ein
Gelübde tust, so sollst du nicht zögern, es zu bezahlen; denn Jehova, dein
Gott, wird es gewißlich von dir fordern, und es wird
Sünde an dir sein.
5Mo 23,22 Wenn du aber unterlässest zu geloben, so wird keine Sünde an dir sein.
5Mo 23,23 Was über deine Lippen gegangen ist,
sollst du halten und tun, so wie du Jehova, deinem Gott, freiwillig gelobt, was
du mit deinem Munde geredet hast.
5Mo 23,24 Wenn du in den Weinberg deines
Nächsten kommst, so magst du Trauben essen nach deiner Lust, bis du satt bist;
aber in dein Gefäß sollst du nichts tun.
5Mo 23,25 Wenn du in das Getreidefeld deines
Nächsten kommst, so magst du Ähren mit deiner Hand abpflücken; aber die Sichel
sollst du nicht über das Getreide deines Nächsten schwingen.
5Mo 24,1 Wenn ein Mann ein Weib nimmt
und sie ehelicht, und es geschieht, wenn sie keine Gnade in seinen Augen
findet, weil er etwas Schamwürdiges an ihr gefunden hat, daß
er ihr einen Scheidebrief schreibt und ihn in ihre Hand gibt und sie aus seinem
Hause entläßt,
5Mo 24,2 und sie geht aus seinem
Hause und geht hin und wird das Weib eines anderen Mannes,
5Mo 24,3 und der andere Mann haßt sie, und schreibt ihr einen Scheidebrief und gibt ihn
in ihre Hand und entläßt sie aus seinem Hause; oder
wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zum Weibe genommen hat:
5Mo 24,4 so kann ihr erster Mann, der
sie entlassen hat, sie nicht wiederum nehmen, daß sie
sein Weib sei, nachdem sie verunreinigt worden ist. Denn das ist ein Greuel vor Jehova; und du sollst nicht das Land sündigen
machen, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt.
5Mo 24,5 Wenn ein Mann kürzlich ein
Weib genommen hat, {W. ein neues Weib nimmt} so soll er
nicht in den Krieg ziehen, und es soll ihm keinerlei Sache auferlegt werden; er
soll ein Jahr lang frei sein für sein {O. in seinem} Haus und
sein Weib erfreuen, das er genommen hat.
5Mo 24,6 Man soll nicht Mühle {d.h.
eine Handmühle} noch Mühlstein {d.h. den oberen
Stein, den Läufer} pfänden; denn wer das tut, pfändet {W.
denn er pfändet} das Leben.
5Mo 24,7 Wenn ein Mann gefunden wird, der
einen von seinen Brüdern, von den Kindern Israel, stiehlt, und ihn als Sklaven {O.
Knecht} behandelt oder ihn verkauft, so soll selbiger Dieb sterben.
Und du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
5Mo 24,8 Habe acht bei dem Übel des
Aussatzes, daß du sehr behutsam seiest und nach allem
tuest, was euch die Heiliger, die Leviten, lehren werden; so wie ich ihnen
geboten habe, sollt ihr achthaben zu tun.
5Mo 24,9 Gedenke dessen, was Jehova,
dein Gott, an Mirjam getan hat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget.
5Mo 24,10 Wenn du deinem Nächsten irgend ein
Darlehn leihst, so sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um ihm ein Pfand abzupfänden;
5Mo 24,11 draußen sollst du stehen
bleiben, und der Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir
hinausbringen.
5Mo 24,12 Und wenn er ein dürftiger
Mann ist, so sollst du dich nicht mit seinem Pfande schlafen legen;
5Mo 24,13 du sollst ihm das Pfand
jedenfalls beim Untergang der Sonne zurückgeben, daß
er sich in seinem Mantel
{Vergl. die Anm. zu 2. Mose 22,26} schlafen
lege und dich segne; und es wird dir Gerechtigkeit sein vor Jehova, deinem
Gott.
5Mo 24,14 Du sollst nicht bedrücken den
dürftigen und armen Mietling {O. Tagelöhner} von deinen
Brüdern oder von deinen Fremdlingen, die in deinem Lande, in deinen Toren sind.
5Mo 24,15 An seinem Tage sollst du ihm seinen
Lohn geben, und die Sonne soll nicht darüber untergehen; denn er ist dürftig,
und er sehnt sich danach: damit er nicht über dich {O.
wider dich} zu Jehova schreie, und Sünde an dir sei.
5Mo 24,16 Nicht sollen Väter getötet
werden um der Kinder willen, {O. samt den Kindern...samt den Vätern} und Kinder
sollen nicht getötet werden um der Väter willen; {O. samt den
Kindern ... samt den Vätern} sie sollen ein jeder für seine Sünde getötet werden.
5Mo 24,17 Du sollst das Recht eines
Fremdlings und einer Waise nicht beugen; und das
Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden.
5Mo 24,18 Und du sollst gedenken, daß du ein Knecht in Ägypten gewesen bist, und daß Jehova, dein Gott, dich von dannen erlöst hat; darum
gebiete ich dir, solches zu tun.
5Mo 24,19 Wenn du deine Ernte auf
deinem Felde hältst und eine Garbe auf dem Felde vergissest,
so sollst du nicht umkehren, um sie zu holen: für den Fremdling, für die Waise
und für die Witwe soll sie sein, auf daß Jehova, dein
Gott, dich segne in allem Werke deiner Hände.
5Mo 24,20 Wenn du deine Oliven {Eig.
deinen Olivenbaum} abschlägst, so sollst du nicht hinterdrein die Zweige
absuchen: für den Fremdling, für die Waise und für die Witwe soll es sein.
5Mo 24,21 Wenn du deinen Weinberg liesest, so sollst du nicht hinterdrein Nachlese halten:
für den Fremdling, für die Waise und für die Witwe soll es sein.
5Mo 24,22 Und du sollst gedenken, daß du ein Knecht im Lande Ägypten gewesen bist; darum
gebiete ich dir, solches zu tun.
5Mo 25,1 Wenn ein Hader zwischen Männern
entsteht, und sie vor Gericht treten, und man richtet sie, so soll man den
Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig.
5Mo 25,2 Und es soll geschehen, wenn der
Schuldige Schläge verdient hat, so soll der Richter ihn niederlegen und ihm
eine Anzahl Schläge geben lassen vor seinem Angesicht, nach Maßgabe seiner
Schuld.
5Mo 25,3 Mit vierzig Schlägen mag er ihn
schlagen lassen, nicht mehr; damit nicht, wenn er fortführe, ihn über diese
hinaus mit vielen Schlägen zu schlagen, dein Bruder verächtlich werde in deinen
Augen.
5Mo 25,4 Du sollst dem Ochsen {Eig.
dem Rinde} das Maul nicht verbinden, wenn er drischt.
5Mo 25,5 Wenn Brüder beisammen
wohnen, und einer von ihnen stirbt und hat keinen Sohn, so soll das Weib des
Verstorbenen nicht auswärts eines fremden Mannes werden; ihr Schwager soll zu
ihr eingehen und sie sich zum Weibe nehmen und ihr die Schwagerpflicht
leisten.
5Mo 25,6 Und es soll geschehen: Der
Erstgeborene, den sie gebiert, soll nach dem Namen seines verstorbenen Bruders
aufstehen, {d.h. seinen Namen tragen} damit
dessen Name nicht ausgelöscht werde aus Israel.
5Mo 25,7 Wenn aber der Mann keine
Lust hat, seine Schwägerin zu nehmen, so soll seine Schwägerin ins Tor
hinaufgehen zu den Ältesten und sprechen: Mein Schwager weigert sich, seinem
Bruder einen Namen in Israel zu erwecken; er will mir die Schwagerpflicht
nicht leisten.
5Mo 25,8 Und die Ältesten seiner
Stadt sollen ihn rufen und mit ihm reden; und besteht er darauf und spricht:
5Mo 25,9 Ich habe keine Lust, sie zu
nehmen, so soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm hintreten,
und ihm den Schuh von seinem Fuße ausziehen und ihm ins Angesicht speien; und
sie soll antworten und sprechen: Also soll dem Manne getan werden, der das Haus
seines Bruders nicht bauen will!
5Mo 25,10 Und sein Name soll in Israel
"Das Haus des Barfüßigen" heißen.
5Mo 25,11 Wenn Männer miteinander streiten,
ein Mann und sein Bruder, und das Weib des einen eilt herbei, um ihren Mann aus
der Hand seines Schlägers zu retten, und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn
bei seiner Scham:
5Mo 25,12 so sollst du ihr die Hand
abhauen; dein Auge soll nicht schonen.
5Mo 25,13 Du sollst nicht zweierlei
Gewichtsteine in deinem Beutel haben, einen großen und einen kleinen.
5Mo 25,14 Du sollst nicht zweierlei
Epha in deinem Hause haben, ein großes und ein kleines.
5Mo 25,15 Vollen und gerechten Gewichtstein
sollst du haben, und volles und gerechtes Epha sollst du haben, auf daß deine Tage verlängert werden in dem Lande, welches
Jehova, dein Gott, dir gibt.
5Mo 25,16 Denn ein Greuel
für Jehova, deinen Gott, ist jeder, der solches tut, jeder, der unrecht tut.
5Mo 25,17 Gedenke dessen, was Amalek
dir getan hat auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget,
5Mo 25,18 wie er dir auf dem Wege
entgegentrat und deinen Nachtrab schlug, alle
Schwachen hinter dir her, als du matt und müde warst; und er fürchtete Gott
nicht.
5Mo 25,19 Und wenn Jehova, dein Gott,
dir Ruhe geschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum, in dem Lande, welches
Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es zu besitzen, so soll es geschehen, daß du das Gedächtnis Amaleks
unter dem Himmel austilgest. Vergiß es nicht!
5Mo 26,1 Und es soll geschehen, wenn du in
das Land kommst, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du
besitzest es und wohnst darin,
5Mo
26,2 so sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du
von deinem Lande einbringen wirst, das Jehova, dein Gott, dir gibt, und sollst
sie in einen Korb legen und an den Ort gehen, welchen Jehova, dein Gott,
erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen;
5Mo
26,3 und du sollst zu dem Heiliger kommen, der in jenen Tagen sein wird, und
zu ihm sagen: Ich tue heute Jehova, deinem Gott, kund, daß
ich in das Land gekommen bin, welches Jehova unseren Vätern geschworen hat, uns
zu geben.
5Mo 26,4 Und der Heiliger soll den Korb von
deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar Jehovas, deines Gottes, niedersetzen.
5Mo
26,5 Und du sollst vor Jehova, deinem Gott, anheben und sprechen: Ein
umherirrender {Zugleich: umkommender} Aramäer war
mein Vater; und er zog nach Ägypten hinab und hielt sich daselbst auf als ein
geringes Häuflein; und er wurde daselbst zu einer großen, starken und
zahlreichen Nation.
5Mo 26,6 Und die Ägypter mißhandelten uns und bedrückten uns und legten uns einen
harten Dienst auf.
5Mo 26,7 Da schrieen
wir zu Jehova, dem Gott unserer Väter; und Jehova hörte unsere Stimme und sah
unser Elend und unsere Mühsal und unseren Druck.
5Mo 26,8 Und Jehova führte uns aus Ägypten
heraus mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken,
und mit Zeichen und mit Wundern;
5Mo 26,9 und er brachte uns an diesen
Ort und gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
5Mo 26,10 Und nun siehe, ich habe die
Erstlinge der Frucht des Landes gebracht, das du,
Jehova, mir gegeben hast. Und du sollst sie vor Jehova, deinem Gott,
niederlegen und anbeten vor Jehova, deinem Gott;
5Mo 26,11 und du sollst dich freuen all des
Guten, das Jehova, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der
Levit und der Fremdling, der in deiner Mitte ist.
5Mo 26,12 Wenn du fertig bist mit dem
Abtragen alles Zehnten deines Ertrages im dritten Jahre, dem Jahre des Zehnten,
und du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben hast,
damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen:
5Mo
26,13 so sollst du vor Jehova, deinem Gott, sprechen: Ich habe das
Heilige aus dem Hause weggeschafft und habe es auch dem Leviten und dem
Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben, nach all deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht
übertreten noch vergessen.
5Mo 26,14 Ich habe nicht davon
gegessen in meiner Trauer, und habe nicht davon weggeschafft als ein Unreiner,
und habe nicht davon für einen Toten {d.h. wahrsch. für eine Leichenmahlzeit} gegeben;
ich habe der Stimme Jehovas, meines Gottes, gehorcht, ich habe getan nach
allem, was du mir geboten hast.
5Mo 26,15 Blicke hernieder von deiner
heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel, und das Land, das du
uns gegeben, wie du unseren Vätern geschworen hast, ein Land, das von Milch und
Honig fließt!
5Mo 26,16 An diesem Tage gebietet dir Jehova,
dein Gott, diese Satzungen und Rechte zu tun: so beobachte und tue sie mit
deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.
5Mo 26,17 Du hast heute dem Jehova sagen
lassen, daß er dein Gott sein soll, und daß du auf seinen Wegen wandeln und seine Satzungen und
seine Gebote und seine Rechte beobachten und seiner Stimme gehorchen willst.
5Mo 26,18 Und Jehova hat dir heute sagen
lassen, daß du ihm ein Eigentumsvolk sein sollst, so
wie er zu dir geredet hat, und daß du alle seine
Gebote beobachten sollst;
5Mo 26,19 und daß
er dich zur höchsten über alle Nationen machen will, die er gemacht hat, zum
Ruhm und zum Namen und zum Schmuck; und daß du
Jehova, deinem Gott, ein heiliges Volk sein sollst, so wie er geredet hat.
5Mo 27,1 Und Mose und die Ältesten von
Israel geboten dem Volke und sprachen: Beobachtet das ganze Gebot, das ich euch
heute gebiete!
5Mo 27,2 Und es soll geschehen, an
dem Tage, da ihr über den Jordan in das Land hinüberziehet, das Jehova, dein
Gott, dir gibt, sollst du dir große Steine aufrichten
und sie mit Kalk bestreichen;
5Mo
27,3 und wenn du hinübergezogen bist, sollst du alle Worte dieses Gesetzes auf
dieselben schreiben, damit du in das Land kommest, welches Jehova, dein Gott,
dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig fließt, so wie Jehova, der Gott
deiner Väter, zu dir geredet hat.
5Mo 27,4 Und es soll geschehen, wenn ihr
über den Jordan gezogen seid, so sollt ihr diese Steine, betreffs welcher ich
euch heute gebiete, auf dem Berge Ebal
aufrichten; und du sollst sie mit Kalk bestreichen.
5Mo 27,5 Und du sollst daselbst Jehova,
deinem Gott, einen Altar bauen, einen Altar von Steinen; du sollst kein Eisen
über dieselben schwingen:
5Mo 27,6 von ganzen Steinen sollst du den
Altar Jehovas, deines Gottes, bauen. Und du sollst Jehova, deinem Gott,
Brandopfer darauf opfern,
5Mo
27,7 und du sollst Friedensopfer opfern, und daselbst essen und dich freuen
vor Jehova, deinem Gott. 5Mo 27,8 Und auf die Steine sollst du
alle Worte dieses Gesetzes schreiben, indem du sie deutlich eingräbst.
5Mo 27,9 Und Mose und die Heiliger, die
Leviten, redeten zu dem ganzen Israel und sprachen: Schweige und höre, Israel!
an diesem Tage bist du Jehova, deinem Gott, zum Volke geworden.
5Mo 27,10 So gehorche der Stimme Jehovas,
deines Gottes, und tue seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute
gebiete.
5Mo 27,11 Und Mose gebot dem Volke an
selbigem Tage und sprach:
5Mo 27,12 Wenn ihr über den Jordan gezogen
seid, sollen diese auf {O. an; vergl. Jos. 8,33} dem Berge Gerisim stehen, um das Volk zu segnen: Simeon und Levi und
Juda und Issaschar und Joseph und Benjamin;
5Mo 27,13 und diese sollen auf {O.
an; vergl. Jos. 8,33} dem Berge Ebal stehen zum
Fluchen: Ruben, Gad und Aser und Sebulon, Dan und
Naphtali.
5Mo 27,14 Und die Leviten sollen
anheben und zu allen Männern von Israel mit lauter Stimme sprechen:
5Mo 27,15 Verflucht sei der Mann, der ein
geschnitztes oder gegossenes Bild macht, einen Greuel
vor Jehova, ein Machwerk von Künstlerhand und es im Geheimen aufstellt! und das
ganze Volk antworte und sage: Amen!
5Mo 27,16 Verflucht sei, wer seinen
Vater oder seine Mutter verachtet! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,17 Verflucht sei, wer die
Grenze seines Nächsten verrückt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,18 Verflucht sei, wer einen
Blinden auf dem Wege irreführt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,19 Verflucht sei, wer das Recht des
Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,20 Verflucht sei, wer bei dem Weibe
seines Vaters liegt, denn er hat die Decke {S. die Anm. zu Kap.
22,30} seines Vaters aufgedeckt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,21 Verflucht sei, wer bei
irgend einem Vieh liegt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,22 Verflucht sei, wer bei seiner
Schwester liegt, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter! und
das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,23 Verflucht sei, wer bei
seiner Schwiegermutter liegt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,24 Verflucht sei, wer seinen
Nächsten im Geheimen erschlägt! und das ganze Volk sage: Amen!
5Mo 27,25 Verflucht sei, wer ein Geschenk
nimmt, um jemand zu erschlagen, unschuldiges Blut zu vergießen! und das ganze
Volk sage: Amen!
5Mo 27,26 Verflucht sei, wer nicht
aufrecht hält die Worte dieses Gesetzes, sie zu tun! und das ganze Volk sage:
Amen!
5Mo 28,1 Und es wird geschehen, wenn
du der Stimme Jehovas, deines Gottes, fleißig gehorchst, daß
du darauf achtest, zu tun alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird Jehova, dein Gott, dich zur höchsten über
alle Nationen der Erde machen;
5Mo 28,2 und alle diese Segnungen werden
über dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme Jehovas, deines
Gottes, gehorchst.
5Mo 28,3 Gesegnet wirst du sein in
der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Felde.
5Mo 28,4 Gesegnet wird sein die Frucht
deines Leibes und die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehes, das
Geworfene deiner Rinder und die Zucht deines Kleinviehes.
5Mo 28,5 Gesegnet wird sein dein Korb
und dein Backtrog.
5Mo 28,6 Gesegnet wirst du sein bei
deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang.
5Mo 28,7 Jehova wird deine Feinde, die wider
dich aufstehen, geschlagen vor dir dahingeben; auf einem Wege werden sie wider
dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.
5Mo 28,8 Jehova wird dir den Segen entbieten
in deine Speicher und zu allem Geschäft deiner Hand, und er wird dich segnen in
dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir gibt.
5Mo 28,9 Jehova wird dich als ein heiliges
Volk für sich bestätigen, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote
Jehovas, deines Gottes, beobachtest und auf seinen Wegen wandelst;
5Mo 28,10 und alle Völker der Erde werden
sehen, daß du nach dem Namen Jehovas genannt bist, {O.
das der Name Jehovas über dir angerufen wird} und werden sich vor dir
fürchten.
5Mo 28,11 Und Jehova wird dir Überfluß geben an der Frucht deines Leibes und an der
Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Landes, zur Wohlfahrt in dem
Lande, das Jehova deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.
5Mo 28,12 Jehova wird dir seinen guten
Schatz, den Himmel, auftun, um den Regen deines Landes zu geben zu seiner Zeit,
und um alles Werk deiner Hand zu segnen; und du wirst vielen Nationen leihen,
du aber wirst nicht entlehnen.
5Mo 28,13 Und Jehova wird dich zum Haupte
machen und nicht zum Schwanze, und du wirst nur immer höher kommen und nicht
abwärts gehen, wenn du den Geboten Jehovas, deines Gottes, gehorchst, die ich
dir heute zu beobachten und zu tun gebiete,
5Mo 28,14 und nicht abweichst von all den
Worten, die ich heute gebiete, weder zur Rechten noch
zur Linken, um anderen Göttern nachzugehen, ihnen zu dienen.
5Mo
28,15 Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme Jehovas, deines
Gottes, nicht gehorchst, daß du darauf achtest, zu
tun alle seine Gebote und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Flüche über dich kommen und
dich treffen.
5Mo 28,16 Verflucht wirst du sein in
der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Felde.
5Mo 28,17 Verflucht wird sein dein
Korb und dein Backtrog.
5Mo 28,18 Verflucht wird sein die Frucht
deines Leibes und die Frucht deines Landes, das Geworfene deiner Rinder und die
Zucht deines Kleinviehes.
5Mo 28,19 Verflucht wirst du sein bei
deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang. -
5Mo 28,20 Jehova wird den Fluch, die
Bestürzung und die Verwünschung wider dich senden in allem Geschäft deiner
Hand, das du tust, bis du vertilgt bist, und bis du
schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Handlungen, daß
du mich verlassen hast.
5Mo 28,21 Jehova wird die Pest an dir haften
lassen, bis er dich aufreibt aus dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu
nehmen.
5Mo 28,22 Jehova wird dich schlagen mit
Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und mit Entzündung, und mit Dürre
und mit Kornbrand und mit Vergilben des Getreides, und sie werden dich
verfolgen, bis du umkommst.
5Mo 28,23 Und dein Himmel, der über
deinem Haupte ist, wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, Eisen.
5Mo 28,24 Jehova wird als Regen deines Landes
Staub und Sand geben: {O. den Regen... zu Staub und Sand
machen} vom Himmel wird er auf dich herabkommen, bis du vertilgt
bist.
5Mo 28,25 Jehova wird dich geschlagen vor
deinen Feinden dahingeben; auf einem Wege wirst du wider sie ausziehen, und auf
sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst umhergetrieben werden in
allen {O. wirst zum Entsetzen sein allen} Königreichen
der Erde.
5Mo 28,26 Und dein Leichnam wird allem
Gevögel des Himmels und den Tieren der Erde zum Fraße werden, und niemand wird
sie wegscheuchen.
5Mo 28,27 Jehova wird dich schlagen mit den
Geschwüren Ägyptens, und mit Beulen und mit Krätze und mit Grind, daß du nicht wirst geheilt werden können.
5Mo 28,28 Jehova wird dich schlagen
mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Erstarrung {Eig.
Entsetzen} des Herzens;
5Mo 28,29 und du wirst am Mittag umhertappen,
wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst kein Gelingen haben auf deinen
Wegen; und du wirst nur bedrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand wird
retten.
5Mo 28,30 Ein Weib wirst du dir verloben, und
ein anderer Mann wird sie beschlafen; ein Haus wirst du bauen und nicht darin
wohnen; einen Weinberg wirst du pflanzen und ihn nicht benutzen. {S.
die Anm. zu Kap. 20,6}
5Mo 28,31 Dein Rind wird geschlachtet
werden vor deinen Augen, und du wirst nicht davon essen; dein Esel wird geraubt
werden vor deinem Angesicht und nicht zu dir zurückkehren; dein Kleinvieh wird
deinen Feinden gegeben werden, und du wirst niemand haben, der rettet.
5Mo 28,32 Deine Söhne und deine Töchter
werden einem anderen Volke gegeben werden, und deine Augen werden es sehen und
werden nach ihnen schmachten den ganzen Tag; aber es wird nicht in der Macht
deiner Hand stehen.
5Mo 28,33 Die Frucht deines Landes und alle
deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht
kennst; und du wirst nur bedrückt und geplagt sein alle Tage.
5Mo 28,34 Und du wirst wahnsinnig
werden vor dem Anblick deiner Augen, den du erblickst.
5Mo 28,35 Jehova wird dich schlagen mit bösen
Geschwüren an den Knien und an den Schenkeln, von deiner Fußsohle bis zu deinem
Scheitel, daß du nicht wirst geheilt werden können.
5Mo 28,36 Jehova wird dich und deinen König,
den du über dich setzen wirst, zu einer Nation führen, die du nicht gekannt
hast, du noch deine Väter; und du wirst daselbst anderen Göttern dienen, Holz
und Stein.
5Mo 28,37 Und du wirst zum Entsetzen werden,
zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern, wohin Jehova dich
wegtreiben wird.
5Mo 28,38 Viel Samen wirst du aufs Feld
hinausführen; aber du wirst wenig einsammeln, denn die Heuschrecke wird ihn
abfressen.
5Mo 28,39 Weinberge wirst du pflanzen und
bauen; aber Wein wirst du weder trinken noch einsammeln, denn der Wurm wird sie
fressen.
5Mo 28,40 Olivenbäume wirst du haben in allen
deinen Grenzen; aber mit Öl wirst du dich nicht salben, denn dein Olivenbaum
wird die Frucht abwerfen.
5Mo 28,41 Söhne und Töchter wirst du zeugen;
aber sie werden dir nicht gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen.
5Mo 28,42 Alle deine Bäume und die Frucht
deines Landes wird die Grille {O. die Heuschrecke; w. der Schwirrende} in Besitz
nehmen.
5Mo 28,43 Der Fremdling, der in deiner Mitte
ist, wird höher und höher über dich emporkommen, und du, du wirst tiefer und
tiefer hinabsinken.
5Mo 28,44 Er wird dir leihen, du aber
wirst ihm nicht leihen; er wird zum Haupte, du aber wirst zum Schwanze werden.
5Mo 28,45 Und alle diese Flüche werden über
dich kommen und dich verfolgen und dich treffen, bis du vertilgt bist; weil du
der Stimme Jehovas, deines Gottes, nicht gehorcht hast, seine Gebote und seine
Satzungen zu beobachten, die er dir geboten hat.
5Mo 28,46 Und sie werden zum Zeichen
und zum Wunder sein an dir und an deinem Samen bis in Ewigkeit.
5Mo 28,47 Dafür daß
du Jehova, deinem Gott, nicht mit Freude und mit fröhlichem Herzen gedient hast
wegen des Überflusses an allem,
5Mo 28,48 wirst du deinen Feinden dienen, die
Jehova wider dich senden wird, in Hunger und in Durst und in Blöße und in
Mangel an allem; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er
dich vertilgt hat.
5Mo 28,49 Jehova wird von ferne, vom Ende der
Erde her, eine Nation gegen dich herbeiführen, gleichwie der Adler fliegt, eine
Nation, deren Sprache du nicht verstehst;
5Mo 28,50 eine Nation harten Angesichts,
welche die Person des Greises nicht ansieht und des Knaben sich nicht erbarmt;
5Mo 28,51 und welche die Frucht deines
Viehes und die Frucht deines Landes verzehren wird, bis du vertilgt bist;
welche dir weder Getreide, noch Most, noch Öl, noch das Geworfene deiner
Rinder, noch die Zucht deines Kleinviehes übriglassen wird, bis sie dich zu Grunde
gerichtet hat.
5Mo
28,52 Und sie wird dich belagern in allen deinen Toren, bis deine
Mauern, die hohen und festen, auf welche du vertraust, in deinem ganzen Lande
gefallen sind; und sie wird dich belagern in allen deinen Toren, in deinem
ganzen Lande, das Jehova, dein Gott, dir gegeben hat.
5Mo 28,53 Und in der Belagerung und in der
Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird, wirst du essen die Frucht
deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, welche Jehova, dein
Gott, dir gegeben hat.
5Mo 28,54 Der weichlichste und am
meisten verzärtelte Mann unter dir, dessen Auge wird scheel sehen auf seinen
Bruder und auf das Weib seines Busens und auf die
übrigen seiner Kinder, die er übrigbehalten hat,
5Mo
28,55 daß er keinem von ihnen von dem
Fleische seiner Kinder geben wird, das er isset; weil
ihm nichts übriggeblieben ist in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit
dein Feind dich bedrängen wird in allen deinen Toren.
5Mo 28,56 Die Weichlichste unter dir
und die Verzärteltste, welche vor Verzärtelung und
vor Verweichlichung nie versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen,
deren Auge wird scheel sehen auf den Mann ihres Busens und auf ihren Sohn und
auf ihre Tochter,
5Mo 28,57 wegen {Eig.
und zwar wegen} ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorgeht, und
wegen ihrer Kinder, die sie gebiert; denn sie wird sie im Geheimen aufessen aus
Mangel an allem, in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich
bedrängen wird in deinen Toren. -
5Mo 28,58 Wenn du nicht darauf achtest, alle
Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buche geschrieben sind, daß du diesen herrlichen und furchtbaren Namen, Jehova,
deinen Gott, fürchtest,
5Mo 28,59 so wird Jehova deine Plagen und die
Plagen deines Samens außergewöhnlich machen: große und andauernde Plagen, und
böse und andauernde Krankheiten.
5Mo 28,60 Und er wird alle Seuchen Ägyptens
über dich bringen, {Eig. wieder überdich
bringen, wider dich wenden} vor denen du dich fürchtest; und sie werden an dir
haften.
5Mo 28,61 Auch alle Krankheiten und alle
Plagen, die nicht in dem Buche dieses Gesetzes geschrieben sind, - Jehova wird
sie über dich kommen lassen, bis du vertilgt bist.
5Mo 28,62 Und ihr werdet übrigbleiben als ein
geringes Häuflein, anstatt daß ihr waret wie die Sterne des Himmels an Menge; weil du der
Stimme Jehovas, deines Gottes, nicht gehorcht hast. -
5Mo
28,63 Und es wird geschehen: so wie Jehova sich über euch freute,
euch wohlzutun und euch zu mehren, also wird Jehova sich über euch freuen, euch
zu Grunde zu richten und euch zu vertilgen; und ihr werdet herausgerissen
werden aus dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
5Mo 28,64 Und Jehova wird dich unter alle
Völker zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde; und
du wirst daselbst anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, du noch
deine Väter, - Holz und
Stein.
5Mo 28,65 Und unter jenen Nationen wirst du
nicht rasten, und deine Fußsohle wird keine Ruhestätte finden; und Jehova wird
dir daselbst ein zitterndes Herz geben, Erlöschen der Augen und Verschmachten
der Seele.
5Mo 28,66 Und dein Leben wird schwebend vor
dir hangen, und du wirst dich fürchten Nacht und Tag und deinem Leben nicht
trauen.
5Mo
28,67 Am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! und am Abend
wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! wegen der Furcht deines Herzens, womit du
dich fürchten, und wegen des Anblicks deiner Augen, den du erblicken wirst.
5Mo 28,68 Und Jehova wird dich auf
Schiffen nach Ägypten zurückführen, auf dem Wege, von dem ich dir gesagt habe:
du sollst ihn nie mehr wiedersehen! und ihr werdet daselbst euren Feinden zu
Knechten und zu Mägden verkauft werden, {O. euch verkaufen} aber
niemand wird kaufen.
5Mo 28,69 Das sind die Worte des Bundes,
welchen Jehova im Lande Moab dem Mose geboten hat, mit den Kindern Israel zu
machen, außer dem Bunde, den er am Horeb mit ihnen gemacht hatte.
5Mo 29,1 Und Mose berief ganz Israel
und sprach zu ihnen:
5Mo 29,2 Ihr habt alles gesehen, was Jehova
vor euren Augen im Lande Ägypten getan hat, an dem Pharao und an allen seinen
Knechten und an seinem ganzen Lande:
5Mo 29,3 die großen Versuchungen,
welche deine Augen gesehen haben, jene großen Zeichen und Wunder.
5Mo 29,4 Aber Jehova hat euch nicht ein Herz
gegeben, zu erkennen, und Augen, zu sehen, und Ohren, zu hören, bis auf diesen
Tag.
5Mo 29,5 Und ich habe euch vierzig Jahre in
der Wüste geführt: eure Kleider sind nicht an euch zerfallen, und dein Schuh
ist nicht abgenutzt an deinem Fuße;
5Mo 29,6 Brot habt ihr nicht gegessen, und
Wein und starkes Getränk habt ihr nicht getrunken; auf daß
ihr erkenntet, daß ich Jehova, euer Gott, bin.
5Mo 29,7 Und als ihr an diesen Ort kamet, da zogen Sihon, der König
von Hesbon, und Og, der König von Basan,
aus, uns entgegen zum Streit, und wir schlugen sie;
5Mo 29,8 und wir nahmen ihr Land ein und
gaben es den Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamme der Manassiter zum Erbteil.
5Mo 29,9 So beobachtet denn die Worte
dieses Bundes und tut sie, auf daß ihr Gelingen habet
in allem, was ihr tut.
5Mo 29,10 Ihr stehet heute allesamt vor
Jehova, eurem Gott: eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure
Vorsteher,
5Mo 29,11 alle Männer von Israel, eure
Kinder, eure Weiber und dein Fremdling, der inmitten deiner Lager ist, von
deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer,
5Mo 29,12 damit du in den Bund Jehovas,
deines Gottes, eintretest und in seinen Eidschwur, den Jehova, dein Gott, heute
mit dir macht;
5Mo 29,13 auf daß
er dich heute als sein Volk bestätige, {O. einsetze} und er dein
Gott sei, wie er zu dir geredet, und wie er deinen Vätern, Abraham, Isaak und
Jakob, geschworen hat.
5Mo 29,14 Und nicht mit euch allein
mache ich diesen Bund und diesen Eidschwur,
5Mo 29,15 sondern mit dem, der heute hier
ist, der mit uns vor Jehova, unserem Gott, steht, und mit dem, der heute nicht
mit uns hier ist.
5Mo 29,16 Denn ihr wisset ja, wie wir im
Lande Ägypten gewohnt haben, und wie wir mitten durch die Nationen gezogen
sind, durch die ihr gezogen seid;
5Mo 29,17 und ihr habt ihre Scheusale
gesehen, und ihre Götzen {S. die Anm. zu 3. Mose 26,30} von Holz
und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen sind,
5Mo
29,18 daß kein Mann oder Weib, oder
Geschlecht oder Stamm unter euch sei, dessen Herz sich heute von Jehova,
unserem Gott, abwende, um hinzugehen, den Göttern jener Nationen zu dienen; daß nicht eine Wurzel unter euch sei, die Gift und Wermut
trage,
5Mo 29,19 und es geschehe, wenn er die
Worte dieses Eidschwures hört, daß er sich in seinem
Herzen segne und spreche: Ich werde Frieden haben, wenn ich auch in der
Verstocktheit meines Herzens wandle! damit zu Grunde gehe das Getränkte mit dem
Durstigen.
5Mo 29,20 Nicht wird Jehova ihm
vergeben wollen, sondern alsdann wird der Zorn Jehovas und sein Eifer rauchen
wider selbigen Mann; und der ganze Fluch, der in diesem Buche geschrieben ist,
wird auf ihm ruhen, und Jehova wird seinen Namen unter dem Himmel austilgen;
5Mo 29,21 und Jehova wird ihn aus allen
Stämmen Israels zum Unglück aussondern, nach all den Flüchen des Bundes, der in
diesem Buche des Gesetzes geschrieben ist.
5Mo
29,22 Und das künftige Geschlecht, eure Kinder, die nach euch
aufkommen werden, und der Ausländer, der aus fernem Lande kommen wird, werden
sagen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten, womit
Jehova es geschlagen hat,
5Mo 29,23 daß sein
ganzes Land Schwefel und Salz, ein Brand, ist, daß es
nicht besät wird und nichts sprossen läßt, und keinerlei Kraut darin aufkommt,
gleich der Umkehrung von Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim,
welche Jehova umkehrte in seinem Zorn und in seinem Grimm, -
5Mo 29,24 und alle Nationen werden sagen:
Warum hat Jehova diesem Lande also getan? Weshalb diese große Zornglut?
5Mo 29,25 Und man wird sagen: Darum daß sie den Bund Jehovas, des Gottes ihrer Väter, verlassen
haben, den er mit ihnen gemacht hatte, als er sie aus dem Lande Ägypten
herausführte,
5Mo 29,26 und hingingen und anderen Göttern
dienten und sich vor ihnen niederbeugten, Göttern, die sie nicht kannten, und
die er ihnen nicht zugeteilt hatte:
5Mo 29,27 da entbrannte der Zorn Jehovas über
dieses Land, so daß er den ganzen Fluch über dasselbe
gebracht hat, der in diesem Buche geschrieben ist;
5Mo 29,28 Und Jehova hat sie herausgerissen
aus ihrem Lande im Zorn und im Grimm und in großem Unwillen, und hat sie in ein
anderes Land geworfen, wie es an diesem Tage ist. -
5Mo 29,29 Das Verborgene ist Jehovas, unseres
Gottes; aber das Geoffenbarte ist unser und unserer Kinder ewiglich, damit wir
alle Worte dieses Gesetzes tun.
5Mo 30,1 Und es wird geschehen, wenn alle
diese Worte über dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt
habe, und du es zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin Jehova, dein
Gott, dich vertrieben hat,
5Mo 30,2 und umkehrst zu Jehova, deinem
Gott, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und
mit deiner ganzen Seele:
5Mo 30,3 so wird Jehova, dein Gott, deine
Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen; und
er wird dich wiederum sammeln aus all den Völkern, wohin Jehova, dein Gott,
dich zerstreut hat.
5Mo 30,4 Wenn deine Vertriebenen am Ende des
Himmels wären, so wird Jehova, dein Gott, von dannen dich sammeln und von
dannen dich holen;
5Mo 30,5 und Jehova, dein Gott, wird dich in
das Land bringen, welches deine Väter besessen haben, und du wirst es besitzen;
und er wird dir wohltun und dich mehren über deine Väter hinaus.
5Mo 30,6 Und Jehova, dein Gott, wird
dein Herz und das Herz deiner Kinder {W. deines Samens;
(deiner Nachkommenschaft)} beschneiden, damit du Jehova, deinen Gott, liebest mit
deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, auf daß
du am Leben bleibest.
5Mo 30,7 Und Jehova, dein Gott, wird alle
diese Flüche auf deine Feinde und auf deine Hasser legen, die dich verfolgt
haben.
5Mo 30,8 Und du, du wirst umkehren und der
Stimme Jehovas gehorchen, und wirst alle seine Gebote tun, die ich dir heute
gebiete.
5Mo
30,9 Und Jehova, dein Gott, wird dir Überfluß geben
bei allem Werke deiner Hand, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht
deines Viehes und an der Frucht deines Landes, zur Wohlfahrt; denn Jehova wird
sich wieder über dich freuen zum Guten, so wie er sich über deine Väter gefreut
hat:
5Mo 30,10 wenn du der Stimme Jehovas, deines
Gottes, gehorchst, {O. denn du wirst gehorchen..., denn du
wirst umkehren; vergl. die Anm. zu Kap. 4,29} um seine Gebote und seine
Satzungen zu beobachten, die in diesem Buche des Gesetzes geschrieben sind,
wenn du umkehrst {O. denn du wirst gehorchen..., denn du wirst
umkehren; vergl. die Anm. zu Kap. 4,29} zu Jehova, deinem Gott, mit deinem
ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele.
5Mo 30,11 Denn dieses Gebot, das ich
dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar {O.
schwierig} für dich und ist nicht fern.
5Mo 30,12 Es ist nicht im Himmel, daß du sagen könntest: Wer wird für uns in den Himmel
steigen und es uns holen und es uns hören lassen, daß
wir es tun?
5Mo 30,13 Und es ist nicht jenseit des Meeres, daß du sagen
könntest: Wer wird für uns jenseit des Meeres
hinüberfahren und es uns holen und es uns hören lassen, daß
wir es tun?
5Mo 30,14 sondern sehr nahe ist dir
das Wort, in deinem Munde und in deinem Herzen, um es zu tun.
5Mo 30,15 Siehe, ich habe dir heute
das Leben und das Glück, und den Tod und das Unglück vorgelegt,
5Mo 30,16 da ich dir heute gebiete, Jehova, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen
zu wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und seine Rechte zu beobachten,
damit du lebest und dich mehrest, und Jehova, dein Gott, dich segne in dem
Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
5Mo 30,17 Wenn aber dein Herz sich abwendet,
und du nicht gehorchst, und du dich verleiten lässest
und vor anderen Göttern dich niederbeugst und ihnen dienst,
5Mo 30,18 so künde ich euch heute an, daß ihr gewißlich umkommen
werdet; ihr werdet eure Tage nicht verlängern in dem Lande, wohin zu kommen du
über den Jordan gehst, um es in Besitz zu nehmen.
5Mo 30,19 Ich nehme heute den Himmel und die
Erde zu Zeugen gegen euch: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den
Segen und den Fluch! So wähle das Leben, auf daß du
lebest, du und dein Same,
5Mo
30,20 indem du Jehova, deinen Gott, liebst und seiner Stimme
gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und die Länge deiner Tage, daß du in dem Lande wohnest, welches Jehova deinen Vätern,
Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.
5Mo 31,1 Und Mose ging hin und redete
diese Worte zu dem ganzen Israel.
5Mo 31,2 Und er sprach zu ihnen: 120 Jahre
bin ich heute alt, ich vermag nicht mehr aus- und einzugehen; und Jehova hat zu
mir gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen.
5Mo 31,3 Jehova, dein Gott, er zieht hinüber
vor dir her; er selbst wird diese Nationen vor dir vertilgen, daß du sie austreibest. Josua, er zieht hinüber vor dir
her, wie Jehova geredet hat.
5Mo 31,4 Und Jehova wird an ihnen tun, wie
er an Sihon und an Og, den Königen der Amoriter, und
an ihrem Lande getan, die er vertilgt hat.
5Mo 31,5 Und wenn Jehova sie vor euch
dahingibt, so sollt ihr ihnen tun nach dem ganzen Gebot, das ich euch geboten
habe.
5Mo 31,6 Seid stark und mutig, fürchtet euch
nicht und erschrecket nicht vor ihnen! denn Jehova, dein Gott, er ist es, der
mit dir geht; er wird dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.
5Mo 31,7 Und Mose rief Josua und sprach zu
ihm vor den Augen des ganzen Israel: Sei stark und mutig! denn du, du wirst mit
diesem Volke in das Land kommen, welches Jehova ihren Vätern geschworen hat,
ihnen zu geben; und du, du wirst es ihnen als Erbe austeilen.
5Mo 31,8 Und Jehova, er ist es, der vor dir
herzieht; er selbst wird mit dir sein, er wird dich nicht versäumen und dich
nicht verlassen; fürchte dich nicht und erschrick nicht!
5Mo 31,9 Und Mose schrieb dieses Gesetz
nieder; und er gab es den Heiligern, den Söhnen
Levis, welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, und allen Ältesten von
Israel.
5Mo 31,10 Und Mose gebot ihnen und sprach: Am
Ende von sieben Jahren, zur Zeit {Eig. zur bestimmten
Zeit} des Erlaßjahres, am Feste der
Laubhütten,
5Mo 31,11 wenn ganz Israel kommt, um vor
Jehova, deinem Gott, zu erscheinen an dem Orte, den er erwählen wird, sollst du
dieses Gesetz vor dem ganzen Israel lesen, vor ihren Ohren.
5Mo
31,12 Versammle das Volk, die Männer und die Weiber und die
Kindlein, und deinen Fremdling, der in deinen Toren ist; auf daß sie hören, und auf daß sie
lernen, und Jehova, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses
Gesetzes zu tun.
5Mo 31,13 Und ihre Kinder, die es nicht
wissen, sollen es hören, damit sie Jehova, euren Gott, fürchten lernen alle
Tage, die ihr in dem Lande lebet, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in
Besitz zu nehmen.
5Mo 31,14 Und Jehova sprach zu Mose:
Siehe, deine Tage sind herangenaht, daß du sterben
sollst; rufe Josua, und stellet euch in das Zelt der Zusammenkunft, daß ich ihm Befehl erteile. Und Mose und Josua gingen hin,
und sie stellten sich in das Zelt der Zusammenkunft.
5Mo 31,15 Und Jehova erschien in dem Zelte,
in der Wolkensäule; und die Wolkensäule stand über {O.
an} dem Eingang des Zeltes.
5Mo 31,16 Und Jehova sprach zu Mose:
Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen; und dieses Volk wird sich
aufmachen und den fremden Göttern des Landes nachhuren, in dessen Mitte es
kommt; und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen
gemacht habe.
5Mo
31,17 Und mein Zorn wird an jenem Tage wider
dasselbe entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen
verbergen; und es wird verzehrt werden, und viele Übel und Drangsale werden es
treffen. Und es wird an jenem Tage sagen: Haben nicht darum diese Übel mich
getroffen, weil mein Gott nicht in meiner Mitte ist?
5Mo 31,18 Ich aber, ich werde an jenem Tage
mein Angesicht gänzlich verbergen um all des Bösen willen, das es getan, weil
es sich zu anderen Göttern hingewandt hat.
5Mo 31,19 Und nun, schreibet euch dieses Lied
auf, und lehre es die Kinder Israel, lege es in ihren Mund, auf daß dieses Lied mir zum Zeugen sei gegen die Kinder Israel.
5Mo 31,20 Denn ich werde sie in das
Land bringen, welches ich ihren Vätern zugeschworen habe, das von Milch und
Honig fließt; und sie werden essen und satt und fett werden; und sie werden
sich zu anderen Göttern wenden und ihnen dienen, und mich verachten und meinen
Bund brechen.
5Mo 31,21 Und es wird geschehen, wenn
viele Übel und Drangsale sie treffen, so wird dieses Lied Zeugnis gegen sie
ablegen; denn es wird nicht vergessen werden aus dem Munde ihrer Nachkommen. {W.
ihres Samens} Denn ich kenne ihr Sinnen, womit sie schon heute umgehen, ehe
ich sie in das Land bringe, von dem ich geschworen habe.
5Mo 31,22 Und Mose schrieb dieses Lied
an selbigem Tage auf, und er lehrte es die Kinder Israel.
5Mo 31,23 Und er {d.h.
Jehova} gebot Josua, dem Sohne Nuns, und
sprach: Sei stark und mutig! denn du, du sollst die Kinder Israel in das Land
bringen, das ich ihnen zugeschworen habe; und ich will mit dir sein.
5Mo 31,24 Und es geschah, als Mose geendigt
hatte, die Worte dieses Gesetzes in ein Buch zu schreiben bis zu ihrem
Schlusse,
5Mo 31,25 da gebot Mose den Leviten,
welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, und sprach:
5Mo 31,26 Nehmet dieses Buch des Gesetzes und
leget es zur Seite der Lade des Bundes Jehovas, eures Gottes, daß es daselbst zum Zeugen gegen dich sei.
5Mo 31,27 Denn ich kenne deine
Widerspenstigkeit und deinen harten Nacken wohl. Siehe, während ich heute noch
bei euch lebe, seid ihr widerspenstig gegen Jehova gewesen; und wieviel mehr
nach meinem Tode!
5Mo 31,28 Versammelt zu mir alle Ältesten
eurer Stämme und eure Vorsteher, daß ich diese Worte
vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie zu Zeugen nehme.
5Mo 31,29 Denn ich weiß, daß ihr euch nach meinem Tode ganz und gar verderben und
von dem Wege abweichen werdet, den ich euch geboten habe; und es wird euch das
Unglück begegnen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den
Augen Jehovas, ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.
5Mo 31,30 Und Mose redete vor den Ohren der
ganzen Herausrufung Israels die Worte dieses Liedes
bis zu ihrem Schlusse:
5Mo 32,1 Horchet, ihr Himmel, und ich
will reden; und die Erde höre die Worte meines Mundes!
5Mo 32,2 Es träufle wie Regen meine Lehre,
es fließe wie Tau meine Rede, wie Regenschauer auf das Gras und wie Regengüsse
auf das Kraut!
5Mo 32,3 Denn den Namen Jehovas will
ich ausrufen: Gebet Majestät {W. Größe} unserem Gott!
5Mo 32,4 Der Fels: Vollkommen ist sein Tun;
denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott {El} der Treue
und sonder Trug, gerecht und gerade ist er!
5Mo 32,5 Es hat sich gegen ihn verderbt -
nicht seiner Kinder ist ihr Schandfleck - ein verkehrtes und verdrehtes
Geschlecht.
5Mo 32,6 Vergeltet ihr also Jehova,
du törichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich erkauft {And.:
geschaffen} hat? Er hat
dich gemacht und dich bereitet.
5Mo 32,7 Gedenke der Tage der Vorzeit,
merket auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht; frage deinen Vater, und er
wird es dir kundtun, deine Ältesten, und sie werden es dir sagen.
5Mo 32,8 Als der Höchste den Nationen das
Erbe austeilte, als er voneinander schied die Menschenkinder, da stellte er
fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Kinder Israel.
5Mo 32,9 Denn Jehovas Teil ist sein
Volk, Jakob die Schnur seines Erbteils.
5Mo 32,10 Er fand ihn im Lande der Wüste und
in der Öde, dem Geheul der Wildnis; er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete
ihn wie seinen Augapfel.
5Mo 32,11 Wie der Adler sein Nest aufstört,
über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie {Eig.
es, d.h. das Nest} aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen;
5Mo
32,12 So leitete ihn Jehova allein, {O. ...
schwebt, breitete er seine Flügel aus, nahm ihn auf, trug ihn auf seinen
Fittichen. Jehova allein leitete ihn} und kein fremder Gott {El}
war mit ihm.
5Mo 32,13 Er ließ ihn einherfahren auf den
Höhen der Erde, und er aß den Ertrag des Feldes; und er ließ ihn Honig saugen
aus dem Felsen und Öl aus dem Kieselfelsen;
5Mo 32,14 geronnene Milch der Kühe und
Milch der Schafe, {Eig. des Kleinviehes} samt dem
Fette der Mastschafe und Widder, der Söhne Basans,
und der Böcke, samt dem Nierenfett des Weizens; und der Traube Blut trankest du, feurigen Wein.
5Mo 32,15 Da ward Jeschurun
{der Gerade, Rechtschaffene} fett und schlug aus; du wurdest
fett, dick, feist! Und er verließ {O. verwarf} Gott, {Eloah}
der ihn gemacht hatte, und verachtete den Fels seiner Rettung.
5Mo 32,16 Sie reizten ihn zur
Eifersucht durch fremde Götter, durch Greuel
erbitterten sie ihn.
5Mo 32,17 Sie opferten den Dämonen, die
Nicht-Gott {Eloah} sind, Göttern, die sie nicht
kannten, neuen, die vor kurzem aufgekommen waren, die eure Väter nicht
verehrten. {Eig. scheuten}
5Mo 32,18 Den Felsen, der dich
gezeugt, vernachlässigtest du, und vergaßest den Gott, {El}
der dich geboren.
5Mo 32,19 Und Jehova sah es und
verwarf sie, vor Unwillen über seine Söhne und seine Töchter.
5Mo 32,20 Und er sprach: Ich will mein
Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende sein wird; denn ein
Geschlecht voll Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.
5Mo
32,21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch Nicht-Götter, {W.
Nicht-Gott; (El)} haben mich erbittert durch ihre Nichtigkeiten; {O.
Götzen} so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein
Nicht-Volk, durch eine törichte Nation will ich sie erbittern.
5Mo 32,22 Denn ein Feuer ist entbrannt in
meinem Zorn und wird brennen bis in den untersten Scheol, und es wird verzehren
die Erde und ihren Ertrag und entzünden die Grundfesten der Berge.
5Mo 32,23 Ich werde Unglück über sie
häufen, meine Pfeile wider sie verbrauchen.
5Mo 32,24 Vergehen sie vor Hunger, und sind
sie aufgezehrt von Fieberglut {O. Seuche} und
giftiger Pest, so werde ich den Zahn wilder Tiere gegen sie senden, samt dem
Gifte der im Staube Schleichenden.
5Mo 32,25 Draußen wird das Schwert rauben,
und in den Gemächern der Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling
mit dem greisen Manne.
5Mo 32,26 Ich hätte gesagt: Ich will
sie zerstreuen, ihrem Gedächtnis unter den Menschen ein Ende machen!
5Mo 32,27 Wenn ich die Kränkung von seiten des Feindes nicht fürchtete, daß
ihre Widersacher es verkännten, daß
sie sprächen: Unsere Hand war erhaben, und nicht Jehova hat dies alles getan!
5Mo 32,28 Denn sie sind eine Nation,
die allen Rat verloren hat; und kein Verständnis ist in ihnen.
5Mo 32,29 Wenn sie weise wären, so
würden sie dieses verstehen, ihr Ende bedenken.
5Mo 32,30 Wie könnte einer Tausend jagen, und
zwei Zehntausend in die Flucht treiben, wäre es nicht, daß
ihr Fels sie verkauft und Jehova sie preisgegeben hätte?
5Mo 32,31 Denn nicht wie unser Fels
ist ihr Fels: dessen sind unsere Feinde selbst Richter!
5Mo 32,32 Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Fluren Gomorras; ihre
Beeren sind Giftbeeren, bitter sind ihre Trauben.
5Mo 32,33 Gift der Drachen {O.
Schlangen} ist ihr Wein und grausames Gift der Nattern.
5Mo 32,34 Ist dieses nicht bei mir
verborgen, versiegelt in meinen Schatzkammern?
5Mo 32,35 Mein ist die Rache und die
Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuß wanken wird; denn nahe ist der Tag ihres
Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei.
5Mo 32,36 Denn Jehova wird sein Volk
richten, {O. seinem Volke Rechtverschaffen} und er wird
sich's gereuen lassen {O. sich erbarmen. Vergl. Ps. 135,14} über seine
Knechte, wenn er sehen wird, daß geschwunden die
Kraft, und der Gebundene und der Freie dahin ist.
5Mo 32,37 Und er wird sagen: Wo sind
ihre Götter, der Fels, auf den sie vertrauten,
5Mo 32,38 welche das Fett ihrer Schlachtopfer
aßen, den Wein ihrer Trankopfer tranken? Sie mögen aufstehen und euch helfen,
mögen ein Schirm über euch sein!
5Mo 32,39 Sehet nun, daß
ich, ich bin, der da ist, {W. daß ich,
ich bin er, derselbe. Dieser Ausdruck wird zu einem Namen Gottes; Vergl. Neh.
9,6; Ps. 102,27 usw.} und kein Gott neben mir! Ich töte, und ich mache
lebendig, ich zerschlage, und ich heile; und niemand ist, der aus meiner Hand
errettet!
5Mo 32,40 Denn ich erhebe zum Himmel
meine Hand und spreche: Ich lebe ewiglich! {O. Sowahr ich ewiglich lebe!}
5Mo 32,41 Wenn ich mein blitzendes Schwert {W.
den Blitz meines Schwertes} geschärft habe und meine Hand zum Gericht greift, so
werde ich Rache erstatten meinen Feinden und Vergeltung geben meinen Hassern.
5Mo 32,42 Meine Pfeile werde ich
berauschen mit Blut, und mein Schwert wird Fleisch fressen - mit dem Blute der
Erschlagenen und Gefangenen - von dem Haupte der
Fürsten des Feindes. {And. üb.: vom behaarten Haupte des
Feindes}
5Mo 32,43 Jubelt, ihr Nationen, mit seinem
Volke {O. Jubelt ...seinem Volke zu. Eig. Bejubelt... sein Volk}! denn er
wird rächen das Blut seiner Knechte und wird Rache erstatten seinen Feinden,
und seinem Lande, seinem Volke, vergeben. -
5Mo 32,44 Und Mose kam und redete alle Worte
dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea, {Vergl.
4. Mose 13,16} der Sohn Nuns.
5Mo 32,45 Und als Mose alle diese
Worte zu dem ganzen Israel ausgeredet hatte, da sprach er zu ihnen:
5Mo 32,46 Richtet euer Herz auf alle die
Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern befehlet, daß sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun.
5Mo 32,47 Denn es ist nicht ein leeres Wort
für euch, sondern es ist euer Leben; und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage
verlängern in dem Lande, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz zu
nehmen.
5Mo 32,48 Und Jehova redete zu Mose an
diesem selbigen Tage und sprach:
5Mo 32,49 Steige auf dieses Gebirge Abarim, den Berg Nebo, der im
Lande Moab liegt, der Jericho gegenüber ist, und sieh das Land Kanaan, das ich
den Kindern Israel zum Eigentum gebe;
5Mo 32,50 und du wirst sterben auf dem Berge,
auf welchen du steigen wirst, und zu deinen Völkern versammelt werden;
gleichwie dein Bruder Aaron auf dem Berge Hor
gestorben ist und zu seinen Völkern versammelt wurde;
5Mo 32,51 darum daß
ihr treulos gegen mich gehandelt habt inmitten der Kinder Israel an dem Wasser
von
Meriba-Kades {O.
andem Haderwasser von Kades} in der Wüste Zin, darum daß ihr mich nicht geheiligt habt inmitten der Kinder
Israel.
5Mo 32,52 Denn vor dir sollst du das Land
sehen, aber du sollst nicht in das Land hineinkommen, das ich den Kindern
Israel gebe.
5Mo 33,1 Und dies ist der Segen, womit Mose,
der Mann Gottes, die Kinder Israel vor seinem Tode gesegnet hat. Und er sprach:
5Mo 33,2 Jehova ist vom Sinai hergekommen
und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist
hervorgestrahlt von dem Berge Paran und ist gekommen
von heiligen Myriaden. Aus seiner Rechten ging Gesetzesfeuer für sie hervor.
5Mo 33,3 Ja, er liebt die Völker; {O.
Stämme} alle seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie lagern {O.
lagerten...empfing} zu deinen Füßen, ein jeder {W.
er} empfängt {O. lagerten ...empfing} von deinen
Worten.
5Mo 33,4 Ein Gesetz hat uns Mose
geboten, ein Erbe der Herausrufung Jakobs.
5Mo 33,5 Und er ward König in Jeschurun, als sich versammelten die Häupter des Volkes,
die Stämme Israels allzumal. -
5Mo 33,6 Ruben lebe und sterbe nicht,
und seiner Männer sei eine Zahl!
5Mo 33,7 Und dieses von Juda; und er sprach:
Höre, Jehova, die Stimme Judas und bringe ihn zu seinem Volke; seine Hände
seien mächtig für ihn, {O. mit seinen Händen sei er mächig für dasselbe} und hilf ihm von seinen Bedrängern!
5Mo 33,8 Und von Levi sprach er:
Deine Thummim und deine Urim
sind für deinen Frommen, {W. den Mann, deinen
Frommen} den du versucht hast zu
Massa, mit dem du hadertest bei dem Wasser von Meriba;
5Mo 33,9 der von seinem Vater und von seiner
Mutter sprach: Ich sehe ihn nicht; und der seine Brüder nicht kannte und von
seinen Söhnen nichts wußte. {Vergl.
2. Mose 32,26 usw.} Denn sie haben dein Wort beobachtet, und deinen Bund
bewahrten sie.
5Mo 33,10 Sie werden Jakob lehren deine
Rechte, und Israel dein Gesetz; sie werden Weihrauch legen vor deine Nase und
Ganzopfer auf deinen Altar.
5Mo 33,11 Segne, Jehova, sein Vermögen, {O.
seineKraft} und das Werk seiner Hände laß dir wohlgefallen;
zerschmettere die Lenden derer, die sich wider ihn erheben, und seiner Hasser, daß sie nicht mehr aufstehen!
5Mo 33,12 Von Benjamin sprach er: Der
Liebling Jehovas! In Sicherheit wird er bei ihm wohnen; er beschirmt ihn den
ganzen Tag, und zwischen seinen Schultern wohnt er.
5Mo 33,13 Und von Joseph sprach er: Gesegnet
von Jehova sei sein Land - vom Köstlichsten des Himmels, vom Tau, und von der
Tiefe, die unten lagert;
5Mo 33,14 und vom Köstlichsten der Erträge
der Sonne und vom Köstlichsten der Triebe der Monde; {Sonne
und Monde sind hier wohl gleichbedeutend mit Jahr und Monaten}
5Mo 33,15 und vom Vorzüglichsten der
Berge der Urzeit und vom Köstlichsten der ewigen Hügel;
5Mo 33,16 und vom Köstlichsten der
Erde und ihrer Fülle; - und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnte:
Es komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des
Abgesonderten unter seinen Brüdern {Vergl. 1. Mose 49,26}!
5Mo 33,17 Sein ist die Majestät des
Erstgeborenen seines Stieres; und Hörner des Wildochsen sind seine Hörner. Mit
ihnen wird er die Völker niederstoßen allzumal bis an die Enden der Erde. Und
das sind die Zehntausende Ephraims, und das die Tausende Manasses.
5Mo 33,18 Und von Sebulon
sprach er: Freue dich, Sebulon, deines Auszugs, und
du, Issaschar, deiner Zelte!
5Mo 33,19 Sie werden Völker zum Berge laden;
daselbst werden sie Opfer der Gerechtigkeit opfern; denn sie werden saugen die
Fülle der Meere und die verborgenen Schätze des Sandes. {d.h.
des Festlandes}
5Mo 33,20 Und von Gad sprach er: Gesegnet
sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Löwin lagert er und zerreißt Arm und
Scheitel.
5Mo 33,21 Und er hat das Erste des Landes
sich ersehen, denn dort war der Anteil des Gesetzgebers aufbewahrt; {d.h.
für ihn; oder für Mose, daMose auf dem Gebiete Gads
begraben wurde} und er ist an der Spitze {O. mit den Häuptern} des Volkes
gezogen, hat ausgeführt die Gerechtigkeit Jehovas und seine Gerichte mit {And.:
seineRechtegegenüber} Israel. {Vergl.
4. Mose 32,29-33}
5Mo 33,22 Und von Dan sprach er: Dan
ist ein junger Löwe, der hervorspringt aus Basan.
5Mo 33,23 Und von Naphtali sprach er:
Naphtali, gesättigt mit Huld und voll des Segens Jehovas! Westen und Süden nimm
in Besitz!
5Mo 33,24 Und von Aser sprach er: Gesegnet an
Söhnen sei Aser; er sei wohlgefällig seinen Brüdern, und er tauche in Öl seinen
Fuß!
5Mo 33,25 Eisen und Erz seien deine
Riegel, und wie deine Tage, so deine Kraft! {And.: Ruhe}
5Mo 33,26 Keiner ist wie der Gott {El}
Jeschuruns, der auf den Himmeln einherfährt
zu deiner Hilfe, und in seiner Hoheit auf den Wolken.
5Mo 33,27 Deine Wohnung ist der Gott der
Urzeit, und unter dir sind ewige Arme; und er vertreibt vor dir den Feind und
spricht: Vertilge!
5Mo 33,28 Und Israel wohnt sicher,
abgesondert der Quell Jakobs, in einem Lande von Korn und Most; und sein Himmel
träufelt Tau.
5Mo 33,29 Glückselig bist du, Israel!
wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch Jehova, den Schild deiner Hilfe, und
der das Schwert deiner Hoheit ist? Und es werden dir schmeicheln {Eig.
dir Gehorsam heucheln} deine Feinde, und du, du wirst einherschreiten auf
ihren Höhen.
5Mo 34,1 Und Mose stieg von den Ebenen Moabs
auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga,
der Jericho gegenüber ist. Und Jehova ließ ihn das ganze Land sehen: das Gilead
bis Dan,
5Mo 34,2 und das ganze Naphtali und das Land
Ephraim und Manasse, und das ganze Land Juda bis zum hinteren Meere;
5Mo 34,3 und den Süden und den
Jordankreis, die Niederung von Jericho, der Palmenstadt, bis Zoar.
5Mo 34,4 Und Jehova sprach zu ihm: Das ist
das Land, welches ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich
sprach: Deinem Samen will ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen
lassen, aber du sollst nicht hinübergehen.
5Mo 34,5 Und Mose, der Knecht
Jehovas, starb daselbst im Lande Moab, nach dem Worte {W.
Munde} Jehovas.
5Mo 34,6 Und er begrub ihn im Tale, im Lande
Moab, Beth-Peor gegenüber; und niemand weiß sein Grab
bis auf diesen Tag.
5Mo 34,7 Und Mose war 120 Jahre alt, als er
starb; sein Auge war nicht schwach geworden, und seine Kraft nicht geschwunden.
5Mo 34,8 Und die Kinder Israel beweinten
Mose in den Ebenen Moabs dreißig Tage lang; und es wurden die Tage des Weinens
der Trauer um Mose vollendet.
5Mo 34,9 Und Josua, der Sohn Nuns, war erfüllt mit dem Geiste der Weisheit; denn Mose
hatte seine Hände auf ihn gelegt; und die Kinder Israel gehorchten ihm und
taten, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
5Mo 34,10 Und es stand in Israel kein Prophet
mehr auf wie Mose, welchen Jehova gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht,
5Mo 34,11 nach all den Zeichen und Wundern,
die Jehova ihn gesandt hatte zu tun im Lande Ägypten, an dem Pharao und an
allen seinen Knechten und an seinem ganzen Lande;
5Mo 34,12 und nach all der starken Hand und
nach all dem Großen und Furchtbaren, {Eig. nach all dem
großen Furchtbaren} das Mose vor den Augen des ganzen Israel getan hat.
Josua
Jos 1,1 Und es geschah nach dem Tode Moses, des Knechtes Jehovas, da
sprach Jehova zu Josua, {S. die Anm. zu 2. Mose 17,9} dem Sohne Nuns, dem Diener Moses, und sagte:
Jos 1,2 Mein Knecht Mose ist gestorben; und
nun, mache dich auf, gehe über diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das
Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gebe.
Jos 1,3 Jeden Ort, auf den eure
Fußsohle treten wird, euch habe ich ihn gegeben, so wie ich zu Mose geredet
habe.
Jos 1,4 Von der Wüste und diesem Libanon
bis zum großen Strome, dem Strome Phrat, das ganze Land der Hethiter, und bis
zum großen Meere gegen Sonnenuntergang, soll eure Grenze sein.
Jos 1,5 Es soll niemand vor dir bestehen
alle Tage deines Lebens: so wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir
sein; ich werde dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.
Jos 1,6 Sei stark und mutig! denn du, du
sollst diesem Volke das Land als Erbe austeilen, das ich ihren Vätern
geschworen habe, ihnen zu geben.
Jos 1,7 Nur sei sehr stark und mutig, daß du darauf achtest, zu tun nach dem ganzen Gesetz,
welches mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche nicht davon ab zur Rechten
noch zur Linken, auf daß es dir gelinge überall,
wohin du gehst.
Jos 1,8 Dieses Buch des Gesetzes
soll nicht von deinem Munde weichen, und du sollst darüber sinnen Tag und
Nacht, auf daß du darauf achtest, zu tun nach allem,
was darin geschrieben ist; denn alsdann wirst du auf deinem Wege Erfolg haben,
und alsdann wird es dir gelingen.
Jos 1,9 Habe ich dir nicht geboten: Sei
stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! denn Jehova, dein
Gott, ist mit dir überall, wohin du gehst.
Jos 1,10 Und Josua gebot den Vorstehern des
Volkes und sprach: Gehet mitten durch das Lager und gebietet dem Volke und
sprechet:
Jos 1,11 Bereitet euch Zehrung; denn in noch
drei Tagen werdet ihr über diesen Jordan ziehen, um hinzukommen, das Land in
Besitz zu nehmen, welches Jehova, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen.
Jos 1,12 Und zu den Rubenitern und zu
den Gaditern und zu dem halben Stamme Manasse sprach Josua und sagte:
Jos 1,13 Gedenket des Wortes, das Mose, der
Knecht Jehovas, euch geboten hat, indem er sprach: Jehova, euer Gott, schafft
euch Ruhe und gibt euch dieses Land.
Jos 1,14 Eure Weiber, eure Kinder und euer
Vieh sollen in dem Lande bleiben, das Mose euch diesseit des Jordan gegeben
hat; ihr aber, alle streitbaren Männer, sollt gerüstet vor euren Brüdern
hinüberziehen und ihnen helfen,
Jos 1,15 bis Jehova euren Brüdern
Ruhe schafft wie euch, und auch sie das Land besitzen, welches Jehova, euer
Gott, ihnen gibt. Dann sollt ihr in das Land eures Besitztums zurückkehren und
es besitzen, welches Mose, der Knecht Jehovas, euch gegeben hat, diesseit des
Jordan, gegen Sonnenaufgang.
Jos 1,16 Und sie antworteten Josua und
sprachen: Alles, was du uns geboten hast, wollen wir tun, und wohin irgend du
uns senden wirst, wollen wir gehen.
Jos 1,17 Nach allem wie wir Mose gehorcht
haben, also wollen wir dir gehorchen. Nur möge Jehova, dein Gott, mit dir sein,
wie er mit Mose gewesen ist!
Jos 1,18 Jedermann, der deinem Befehle
widerspenstig ist und nicht auf deine Worte hört in allem, was du uns
gebietest, soll getötet werden. Nur sei stark und mutig!
Jos 2,1 Und Josua, der Sohn Nuns, sandte von Sittim heimlich
zwei Männer als Kundschafter aus und sprach: Gehet, besehet das Land und
Jericho. Und sie gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, namens Rahab; und
sie legten sich daselbst nieder.
Jos 2,2 Und es wurde dem König von Jericho
berichtet und gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von den Kindern
Israel hierhergekommen, um das Land zu erforschen.
Jos 2,3 Da sandte der König von Jericho zu
Rahab und ließ ihr sagen: Führe die Männer heraus, die zu dir gekommen, die in
dein Haus eingekehrt sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land zu
erforschen.
Jos 2,4 Das Weib aber nahm die zwei Männer
und verbarg sie. Und sie sprach: Allerdings sind die Männer zu mir gekommen,
aber ich wußte nicht, woher sie waren;
Jos 2,5 und als das Tor beim Dunkelwerden
geschlossen werden sollte, da gingen die Männer hinaus; ich weiß nicht, wohin
die Männer gegangen sind. Jaget ihnen eilends nach, denn ihr werdet sie
erreichen.
Jos 2,6 Sie hatte sie aber auf das Dach
hinaufgeführt und unter Flachsstengel versteckt, die
sie sich auf dem Dache aufgeschichtet {O. ausgebreitet} hatte.
Jos 2,7 Und die Männer jagten ihnen nach,
des Weges zum Jordan, nach den Furten hin; {O. bis zu den Furten}
und man schloß das Tor, sobald die, welche
ihnen nachjagten, hinaus waren.
Jos 2,8 Und ehe sie sich
niederlegten, stieg sie zu ihnen auf das Dach hinauf
Jos 2,9 und sprach zu den Männern: Ich
weiß, daß Jehova euch das Land gegeben hat, und daß euer Schrecken auf uns gefallen ist, und daß alle Bewohner des Landes vor euch verzagt sind.
Jos 2,10 Denn wir haben gehört, daß Jehova die Wasser des Schilfmeeres vor euch
ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten zoget, und was
ihr den beiden Königen der Amoriter getan, die jenseit
des Jordan waren, dem Sihon und dem Og, die ihr
verbannt habt.
Jos 2,11 Und wir hörten es, und unser Herz
zerschmolz, und es blieb kein Mut mehr vor euch in irgend einem Menschen; denn
Jehova, euer Gott, ist Gott im Himmel oben und auf der Erde unten.
Jos 2,12 Und nun schwöret mir doch bei
Jehova, weil ich Güte an euch erwiesen habe, daß auch
ihr an meines Vaters Hause Güte erweisen werdet; und gebet mir ein
zuverlässiges Zeichen,
Jos 2,13 und lasset meinen Vater und
meine Mutter und meine Brüder und meine Schwestern und alle ihre
Angehörigen am Leben und errettet unsere Seelen vom Tode! {O.
daß ihr meinen Vater...am Leben lassen und unsere
Seelen vom
Tode erretten
werdet}
Jos
2,14 Und die Männer sprachen zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet;
und es soll geschehen, wenn Jehova uns das Land gibt, so werden wir Güte und
Treue {Eig. Wahrheit} an dir erweisen.
Jos 2,15 Da ließ sie sie an einem Seile
durch das Fenster hinunter; denn ihr Haus war in der Stadtmauer, {Eig.
in der Wand der Stadtmauer} und sie wohnte in der Stadtmauer.
Jos 2,16 Und sie sprach zu ihnen: Gehet in
das Gebirge, damit die Nachjagenden euch nicht treffen; und verberget euch
daselbst drei Tage, bis die Nachjagenden zurückgekehrt sind, und danach gehet
eures Weges.
Jos 2,17 Und die Männer sprachen zu ihr: Wir
werden dieses deines Eides ledig sein, den du uns hast schwören lassen:
Jos 2,18 Siehe, wenn wir in das Land
kommen, so sollst du diese Schnur von Karmesinfaden
in das Fenster binden, durch welches du uns heruntergelassen hast, und sollst
deinen Vater und deine Mutter und deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters
zu dir ins Haus versammeln;
Jos
2,19 und es soll geschehen, wer irgend aus der Tür deines Hauses auf die
Straße gehen wird, dessen Blut sei auf seinem Haupte, und wir werden unseres
Eides ledig sein. Jeder aber, der bei dir im Hause sein wird, dessen Blut sei
auf unserem Haupte, wenn Hand an ihn gelegt wird.
Jos 2,20 Und wenn du diese unsere Sache
verrätst, so werden wir deines Eides ledig sein, den du uns hast schwören
lassen.
Jos 2,21 Und sie sprach: Nach euren Worten,
also sei es! Und sie entließ sie, und sie gingen weg. Und sie band die Karmesinschnur ins Fenster.
Jos 2,22 Und sie gingen weg und kamen in das
Gebirge und blieben daselbst drei Tage, bis die Nachjagenden zurückgekehrt
waren. Und die Nachjagenden suchten sie auf dem ganzen Wege und fanden sie
nicht.
Jos 2,23 Und die beiden Männer kehrten
zurück und stiegen von dem Gebirge herab, und sie gingen hinüber und kamen zu
Josua, dem Sohne Nuns; und sie erzählten ihm alles,
was ihnen begegnet war.
Jos 2,24 Und sie sprachen zu Josua: Jehova
hat das ganze Land in unsere Hand gegeben, und auch sind alle Bewohner des
Landes vor uns verzagt.
Jos 3,1 Da machte sich Josua des Morgens
früh auf, und sie brachen auf von Sittim und kamen an
den Jordan, er und alle Kinder Israel; und sie rasteten daselbst, ehe sie
hinüberzogen.
Jos 3,2 Und es geschah am Ende von
drei Tagen, da gingen die Vorsteher mitten durch das Lager,
Jos 3,3 und sie geboten dem Volke und
sprachen: Sobald ihr die Lade des Bundes Jehovas, eures Gottes, sehet, und die
Heiliger, die Leviten, sie tragen, dann sollt ihr von eurem Orte aufbrechen und
ihr nachfolgen.
Jos 3,4 Doch soll zwischen euch und ihr
eine Entfernung sein bei zweitausend Ellen an Maß. Ihr sollt ihr nicht nahen,
auf daß ihr den Weg wisset, auf dem ihr gehen sollt;
denn ihr seid des Weges früher nicht gezogen.
Jos 3,5 Und Josua sprach zu dem
Volke: Heiliget euch; denn morgen wird Jehova in eurer Mitte Wunder tun.
Jos 3,6 Und Josua sprach zu den Heiligern und sagte: Nehmet die Lade des Bundes auf und
ziehet vor dem Volke hinüber. Und sie nahmen die Lade des Bundes auf und zogen
vor dem Volke her.
Jos 3,7 Und Jehova sprach zu Josua: An
diesem Tage will ich beginnen, dich in den Augen von ganz Israel groß zu
machen, damit sie wissen, daß, so wie ich mit Mose
gewesen bin, ich mit dir sein werde.
Jos 3,8 Und du sollst den Heiligern, welche die Lade des Bundes tragen, gebieten und
sprechen: Wenn ihr an den Rand des Wassers des Jordan kommet, so bleibet im
Jordan stehen.
Jos 3,9 Und Josua sprach zu den
Kindern Israel: Tretet herzu und höret die Worte Jehovas, eures Gottes!
Jos 3,10 Und Josua sprach: Hieran sollt ihr
wissen, daß der lebendige Gott {El}
in eurer Mitte ist, und daß er die Kanaaniter
und die Hethiter und die Hewiter und die Perisiter und die Girgasiter und
die Amoriter und die Jebusiter gewißlich
vor euch austreiben wird.
Jos 3,11 Siehe, die Lade des Bundes
des Herrn der ganzen Erde zieht vor euch her in den Jordan.
Jos 3,12 Und nun nehmet euch zwölf
Männer aus den Stämmen Israels, je einen Mann für den {O.
vom} Stamm.
Jos 3,13 Und es wird geschehen, wenn
die Fußsohlen der Heiliger, welche die Lade Jehovas, des Herrn der ganzen Erde,
tragen, in den Wassern des Jordan ruhen, so werden die Wasser des Jordan, die
von oben herabfließenden Wasser, abgeschnitten werden, und sie werden stehen
bleiben wie ein Damm.
Jos 3,14 Und es geschah, als das Volk aus
seinen Zelten aufbrach, um über den Jordan zu ziehen, indem die Heiliger die
Lade des Bundes vor dem Volke hertrugen,
Jos 3,15 und sobald die Träger der Lade an
den Jordan kamen, und die Füße der Heiliger, welche die Lade trugen, in den
Rand des Wassers tauchten, - der Jordan aber ist voll über alle seine Ufer die
ganze Zeit der Ernte hindurch, -
Jos 3,16 da blieben die von oben
herabfließenden Wasser stehen; sie richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern,
bei
Adam, der Stadt, die seitwärts von Zarethan
liegt; und die nach dem Meere der Ebene, {H. Araba; vergl. die Anm. zu 5. Mose 1,1} dem
Salzmeere, hinabfließenden wurden völlig abgeschnitten. Und das Volk zog
hindurch, Jericho gegenüber.
Jos
3,17 Und die Heiliger, welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, standen
festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan; und ganz Israel zog auf
dem Trockenen hinüber, bis die ganze Nation vollends über den Jordan gegangen
war.
Jos 4,1 Und es geschah, als die ganze
Nation vollends über den Jordan gezogen war, da sprach Jehova zu Josua und
sagte:
Jos 4,2 Nehmet euch aus dem Volke
zwölf Männer, je einen Mann aus einem Stamme,
Jos 4,3 und gebietet ihnen und
sprechet: Hebet euch auf von hier, aus der Mitte des Jordan, von dem Standorte,
wo die Füße der Heiliger festgestanden haben, zwölf Steine; und bringet sie mit
euch hinüber und leget sie nieder in dem Nachtlager, wo ihr diese Nacht
übernachten werdet.
Jos 4,4 Und Josua rief die zwölf Männer,
die er aus den Kindern Israel bestellt hatte, je einen Mann aus einem Stamme.
Jos 4,5 Und Josua sprach zu ihnen: Gehet
hinüber, vor die Lade Jehovas, eures Gottes, in die Mitte des Jordan, und hebet
euch ein jeder einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der
Kinder Israel,
Jos 4,6 damit dies ein Zeichen unter euch
sei. Wenn eure Kinder künftig fragen und sprechen: Was bedeuten euch diese
Steine?
Jos 4,7 so sollt ihr zu ihnen sagen: daß {O. weil} die Wasser des Jordan vor
der Lade des Bundes Jehovas abgeschnitten wurden; als sie durch den Jordan
ging, wurden die Wasser des Jordan abgeschnitten. Und diese Steine sollen für
die Kinder Israel zum Gedächtnis sein ewiglich.
Jos 4,8 Und die Kinder Israel taten also,
wie Josua geboten hatte, und hoben zwölf Steine auf aus der Mitte des Jordan,
so wie Jehova zu Josua geredet hatte, nach der Zahl der Stämme der Kinder
Israel; und sie brachten sie mit sich in das Nachtlager hinüber und legten sie
daselbst nieder.
Jos 4,9 Und zwölf Steine richtete Josua auf
in der Mitte des Jordan, an der Stelle, wo die Füße der Heiliger gestanden
hatten, welche die Lade des Bundes trugen; und sie sind daselbst bis auf diesen
Tag.
Jos 4,10 Und die Heiliger, welche die Lade
trugen, blieben in der Mitte des Jordan stehen, bis alles vollendet war, was
Jehova dem Josua geboten hatte, zu dem Volke zu reden, nach allem, was Mose dem
Josua geboten hatte. Und das Volk eilte und zog hinüber.
Jos 4,11 Und es geschah, als das ganze Volk
vollends hinübergezogen war, da zogen die Lade Jehovas und die Heiliger
angesichts des Volkes hinüber.
Jos 4,12 Und die Kinder Ruben und die Kinder
Gad und der halbe Stamm Manasse zogen gerüstet vor den Kindern Israel her, wie
Mose zu ihnen geredet hatte.
Jos 4,13 Bei 40000 zum Heere {O.
zum Kriege} Gerüstete zogen sie vor Jehova her zum Streit in die Ebenen
von Jericho.
Jos 4,14 An selbigem Tage machte Jehova den
Josua groß in den Augen von ganz Israel; und sie fürchteten ihn, wie sie Mose
gefürchtet hatten, alle Tage seines Lebens.
Jos 4,15 Und Jehova sprach zu Josua
und sagte:
Jos 4,16 Gebiete den Heiligern, welche die Lade des Zeugnisses tragen, daß sie aus dem Jordan heraufsteigen.
Jos 4,17 Und Josua gebot den Heiligern und sprach: Steiget aus dem Jordan herauf!
Jos 4,18 Und es geschah, als die Heiliger,
welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, aus der Mitte des Jordan
heraufstiegen, als die Fußsohlen der Heiliger sich abgerissen hatten auf das
Trockene, da kehrten die Wasser des Jordan an ihren Ort zurück, und sie flossen
wie früher über alle seine Ufer.
Jos 4,19 Und das Volk stieg aus dem Jordan
herauf am Zehnten des ersten Monats; und sie lagerten sich in Gilgal an der Ostgrenze von Jericho.
Jos 4,20 Und jene zwölf Steine, die
sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua zu Gilgal
auf.
Jos 4,21 Und er sprach zu den Kindern Israel
und sagte: Wenn eure Kinder künftig ihre Väter fragen und sprechen: Was
bedeuten diese Steine? -
Jos 4,22 so sollt ihr es euren Kindern
kundtun und sprechen: Auf trockenem Boden ist Israel durch diesen Jordan
gezogen.
Jos 4,23 Denn Jehova, euer Gott, hat die
Wasser des Jordan vor euch ausgetrocknet, bis ihr hinübergezogen waret, so wie Jehova, euer Gott, mit dem Schilfmeere tat,
das er vor uns austrocknete, bis wir hinübergezogen waren:
Jos 4,24 damit alle Völker der Erde die Hand
Jehovas erkennten, daß sie stark ist; damit ihr
Jehova, euren Gott, fürchtet alle Tage.
Jos 5,1 Und es geschah, als alle
Könige der Amoriter, die diesseit des Jordan westwärts, und alle Könige der
Kanaaniter, die am Meere waren, hörten, daß Jehova
die Wasser des Jordan vor den Kindern Israel ausgetrocknet hatte, bis wir {Nach
and. Lesart: sie} hinübergezogen waren, da zerschmolz ihr Herz, und es war kein
Mut mehr in ihnen vor den Kindern Israel.
Jos 5,2 In selbiger Zeit sprach Jehova zu
Josua: Mache dir Steinmesser {And. üb.: scharfe Messer} und
beschneide wiederum die Kinder Israel zum zweiten Male.
Jos 5,3 Und Josua machte sich
Steinmesser und beschnitt die Kinder Israel am Hügel Araloth.
{d.h. der Vorhäute}
Jos 5,4 Und dies ist die Sache, warum Josua
sie beschnitt: Das ganze Volk, das aus Ägypten gezogen war, die Männlichen,
alle Kriegsleute, waren in der Wüste gestorben, auf dem Wege, als sie aus
Ägypten zogen.
Jos 5,5 Denn das ganze Volk, welches
auszog, war beschnitten; aber das ganze Volk, das in der Wüste geboren war, auf
dem Wege, als sie aus Ägypten zogen, hatte man nicht beschnitten.
Jos 5,6 Denn die Kinder Israel wanderten
vierzig Jahre in der Wüste, bis die ganze Nation der Kriegsleute, die aus
Ägypten gezogen, aufgerieben war, welche nicht gehört hatten auf die Stimme
Jehovas, denen Jehova geschworen hatte, sie das Land nicht sehen zu lassen,
welches Jehova ihren Vätern geschworen hatte, uns zu geben, ein Land, das von
Milch und Honig fließt.
Jos 5,7 Und ihre Söhne, die er an ihrer Statt aufkommen ließ, diese beschnitt Josua; denn sie
hatten Vorhaut, weil man sie auf dem Wege nicht beschnitten hatte.
Jos 5,8 Und es geschah, als die ganze
Nation vollends beschnitten war, da blieben sie an ihrem Orte im Lager, bis sie
heil waren.
Jos 5,9 Und Jehova sprach zu Josua: Heute
habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Und man gab selbigem Orte den
Namen Gilgal {Abwälzung} bis auf
diesen Tag.
Jos 5,10 Und die Kinder Israel lagerten in Gilgal; und sie feierten das Passah am vierzehnten Tage des
Monats, am Abend, in den Ebenen von Jericho.
Jos 5,11 Und sie aßen am anderen Tage nach
dem Passah von dem Erzeugnis {O. Getreide} des Landes,
ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an diesem selbigen Tage.
Jos 5,12 Und das Man hörte auf am anderen
Tage, als sie von dem Erzeugnis {O. Getreide} des Landes
aßen, und es gab für die Kinder Israel kein Man mehr; und sie aßen von dem
Ertrage des Landes Kanaan in jenem Jahre.
Jos 5,13 Und es geschah, als Josua bei
Jericho war, da erhob er seine Augen auf und sah: und siehe, ein Mann stand vor
ihm, und sein Schwert gezückt in seiner Hand. Und Josua ging auf ihn zu und
sprach zu ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde {O.
Gehörst du zu uns oder zu unseren Feinden?}?
Jos 5,14 Und er sprach: Nein, sondern
als der Oberste des Heeres Jehovas bin ich {O. sondern ich bin
der Oberste..., ich bin} jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur
Erde und huldigte {Anderswo: sich niederwerfen, anbeten} ihm und
sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knechte?
Jos 5,15 Und der Oberste des Heeres Jehovas
sprach zu Josua: Ziehe deinen Schuh aus von deinem Fuße; denn der Ort, auf dem
du stehst, ist heilig! Und Josua tat also.
Jos 6,1 Und Jericho hatte seine Tore
geschlossen und war verriegelt vor den Kindern Israel; niemand ging aus, und
niemand ging ein.
Jos 6,2 Und Jehova sprach zu Josua: Siehe,
ich habe Jericho und seinen König und die streitbaren Männer in deine Hand
gegeben.
Jos 6,3 Und ihr sollt die Stadt
umziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt her; also sollst du sechs
Tage tun.
Jos 6,4 Und sieben Heiliger sollen
sieben Hallposaunen {Die Wortsilbe "Hall-" ist
dasselbe Wort wie"Jubel", 3. Mose 25,10} vor der
Lade hertragen. Und am siebten Tage sollt ihr die Stadt siebenmal umziehen, und
die Heiliger sollen in die Posaunen stoßen.
Jos 6,5 Und es soll geschehen, wenn
man das Lärmhorn {And.: Widderhorn; vergl 2. Mose 19,13} anhaltend bläst, wenn ihr den
Schall der Posaune höret, so soll
das ganze Volk ein großes Geschrei {Eig. Jauchzen,
Feldgeschrei; so auch V.10 usw.} erheben; und die Mauer der Stadt
wird an ihrer Stelle einstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, ein jeder
gerade vor sich hin.
Jos 6,6 Und Josua, der Sohn Nuns, rief die Heiliger und sprach zu ihnen: Nehmet die
Lade des Bundes auf, und sieben Heiliger sollen sieben Hallposaunen vor der
Lade Jehovas hertragen.
Jos 6,7 Und er sprach zu dem Volke: Gehet
hin und umziehet die Stadt; und die Gerüsteten sollen vor der Lade Jehovas
hergehen.
Jos
6,8 Und es geschah, als Josua zu dem Volke geredet hatte, da zogen die sieben
Heiliger hin, welche die sieben Hallposaunen vor Jehova hertrugen, und stießen
in die Posaunen; und die Lade des Bundes Jehovas folgte hinter ihnen.
Jos 6,9 Und die Gerüsteten zogen vor den Heiligern her, welche in die Posaunen stießen, und der
Nachzug ging hinter der Lade her, indem sie {d.h. die Heiliger} fort und
fort in die Posaunen stießen.
Jos 6,10 Und Josua hatte dem Volke geboten
und gesagt: Ihr sollt kein Geschrei erheben und eure Stimme nicht hören lassen,
und kein Wort soll aus eurem Munde gehen; bis zu dem Tage, da ich zu euch sage:
Erhebet ein Geschrei! dann sollt ihr ein Geschrei erheben.
Jos 6,11 Und die Lade Jehovas umzog die
Stadt, einmal rings um sie her; und sie kamen in das Lager und übernachteten im
Lager.
Jos 6,12 Und Josua machte sich des
Morgens früh auf, und die Heiliger trugen die Lade Jehovas.
Jos 6,13 Und die sieben Heiliger, welche die
sieben Hallposaunen vor der Lade Jehovas hertrugen, gingen fort und fort und
stießen in die Posaunen; und die Gerüsteten zogen vor ihnen her, und der
Nachzug ging hinter der Lade Jehovas her, indem sie {d.h.
die Heiliger} fort und fort in die Posaunen stießen.
Jos 6,14 Und sie umzogen die Stadt am
zweiten Tage einmal und kehrten in das Lager zurück. Also taten sie sechs Tage.
Jos 6,15 Und es geschah am siebten Tage, da
machten sie sich früh auf, beim Aufgang der Morgenröte, und umzogen die Stadt
nach dieser Weise siebenmal; nur an selbigem Tage umzogen sie die Stadt
siebenmal.
Jos 6,16 Und es geschah beim siebten Male,
als die Heiliger in die Posaunen stießen, da sprach Josua zu dem Volke: Erhebet
ein Geschrei! denn Jehova hat euch die Stadt gegeben.
Jos
6,17 Und sie Stadt, sie und alles, was darin ist, soll dem Jehova ein Bann {S.
die Vorrede} sein; nur Rahab, die Hure, soll am Leben bleiben, sie und
alle, die bei ihr im Hause sind, weil sie die Boten versteckt hat, die wir
ausgesandt haben.
Jos 6,18 Ihr aber, hütet euch nur vor dem
Verbannten, damit ihr nicht verbannet und doch von dem Verbannten nehmet und
das Lager Israels zum Banne machet und es in Trübsal bringet.
Jos 6,19 Und alles Silber und Gold, samt den
ehernen und eisernen Geräten, soll Jehova heilig sein: in den Schatz Jehovas
soll es kommen.
Jos
6,20 Und das Volk erhob ein Geschrei, und sie stießen in die Posaunen. Und es
geschah, als das Volk den Schall der Posaunen hörte, und als das Volk ein
großes Geschrei erhob, da stürzte die Mauer an ihrer Stelle ein, und das Volk
stieg in die Stadt hinein, ein jeder gerade vor sich hin, und sie nahmen die
Stadt ein.
Jos 6,21 Und sie verbannten alles, was in
der Stadt war, vom Manne bis zum Weibe, vom Knaben bis zum Greise, und bis zu
den Rindern und Schafen {Eig. dem Kleinvieh} und Eseln,
mit der Schärfe des Schwertes. -
Jos 6,22 Und Josua sprach zu den beiden
Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Gehet in das Haus der Hure, und
führet das Weib und alle ihre Angehörigen von dannen heraus, wie ihr es ihr
geschworen habt.
Jos 6,23 Da gingen die Jünglinge, die
Kundschafter, hinein und führten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre
Brüder und alle ihre Angehörigen hinaus: alle ihre Geschlechter führten sie
hinaus; und sie ließen sie außerhalb des Lagers Israels. -
Jos 6,24 Und die Stadt und alles, was darin
war, verbrannten sie mit Feuer; nur das Silber und das Gold und die ehernen und
die eisernen Geräte legten sie in den Schatz des Hauses Jehovas. -
Jos 6,25 So ließ Josua Rahab, die Hure, und
das Haus ihres Vaters und alle ihre Angehörigen am Leben; und sie hat in der
Mitte Israels gewohnt bis auf diesen Tag, weil sie die Boten versteckte, welche
Josua abgesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
Jos 6,26 Und Josua
schwur {Eig. beschwor, d.h. verpflichtetedas
Volk durch einenEid} in selbiger Zeit und sprach:
Verflucht vor
Jehova sei der Mann, der sich aufmachen und diese
Stadt Jericho bauen wird! Mit seinem {O. Um den Preis
seines}
Erstgeborenen wird er ihren Grund legen und mit seinem
{O. Um den Preis seines} Jüngsten ihre Tore aufstellen. - {Vergl.
1. Kön. 16,34}
Jos 6,27 Und Jehova war mit Josua,
und sein Ruf verbreitete sich durch das ganze Land.
Jos 7,1 Und die Kinder Israel begingen
Untreue an dem Verbannten; und Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom
Stamme Juda, nahm von dem Verbannten; und der Zorn Jehovas entbrannte wider die
Kinder Israel. -
Jos
7,2 Und Josua sandte Männer von Jericho nach Ai, das bei Beth-Awen, östlich von Bethel, liegt, und sprach zu ihnen und
sagte: Gehet hinauf und kundschaftet das Land aus. Und die Männer gingen hinauf
und kundschafteten Ai aus.
Jos
7,3 Und sie kehrten zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Es ziehe nicht das
ganze Volk hinauf; bei zweitausend Mann oder bei dreitausend Mann mögen
hinaufziehen und Ai schlagen; bemühe nicht das ganze Volk dahin, denn ihrer
sind wenige.
Jos 7,4 Da zogen von dem Volke bei
dreitausend Mann dort hinauf; aber sie flohen vor den Männern von Ai;
Jos 7,5 und die Männer von Ai erschlugen
von ihnen bei 36 Mann, und sie jagten ihnen nach vor dem Tore bis Schebarim und schlugen sie am Abhange. Da zerschmolz das
Herz des Volkes und wurde wie Wasser.
Jos 7,6 Und Josua zerriß
seine Kleider und fiel vor der Lade Jehovas auf sein Angesicht zur Erde bis an
den Abend, er und die Ältesten von Israel, und sie warfen Staub auf ihre
Häupter.
Jos 7,7 Und Josua sprach: Ach, Herr,
Jehova! warum hast du denn dieses Volk über den Jordan ziehen lassen, um uns in
die Hand der Amoriter zu geben, uns zu Grunde zu richten? O hätten wir es uns
doch gefallen lassen und wären jenseit des Jordan
geblieben!
Jos 7,8 Bitte, Herr, was soll ich
sagen, nachdem Israel vor seinen Feinden den Rücken gekehrt hat?
Jos 7,9 Und hören es die Kanaaniter und
alle Bewohner des Landes, so werden sie uns umzingeln und unseren Namen von der
Erde ausrotten; und was wirst du für deinen großen Namen tun?
Jos 7,10 Da sprach Jehova zu Josua:
Stehe auf! warum liegst du denn auf deinem Angesicht?
Jos
7,11 Israel hat gesündigt, und auch haben sie meinen Bund übertreten, den ich
ihnen geboten habe; und auch haben sie von dem Verbannten genommen und auch
gestohlen und es auch verheimlicht und es auch unter ihre Geräte gelegt!
Jos 7,12 Und die Kinder Israel werden
vor ihren Feinden nicht zu bestehen vermögen; sie werden vor ihren Feinden den
Rücken kehren, denn sie sind zum Banne geworden. Ich werde nicht mehr mit euch
sein, wenn ihr nicht den Bann aus eurer Mitte vertilget.
Jos 7,13 Stehe auf, heilige das Volk
und sprich: Heiliget euch auf morgen; denn so spricht Jehova, der Gott Israels:
Ein Bann ist in deiner Mitte, Israel; du wirst vor deinen Feinden nicht zu
bestehen vermögen, bis ihr den Bann aus eurer Mitte hinwegtut.
Jos 7,14 Und ihr sollt am Morgen
herzutreten nach euren Stämmen; und es soll geschehen: der Stamm, welchen
Jehova treffen {W. ergreifen, (durchs
Los; vergl. 1. Sam. 14,41 usw.)}wird, soll herzutreten nach den
Geschlechtern; und das Geschlecht, welches Jehova treffen wird, soll
herzutreten nach den Häusern; und das Haus, welches Jehova treffen wird, soll
herzutreten nach den Männern.
Jos 7,15 Und es soll geschehen: wer mit dem
Banne getroffen wird, der soll mit Feuer verbrannt werden, er und alles, was er
hat; denn er hat den Bund Jehovas übertreten und eine Schandtat in Israel
begangen.
Jos 7,16 Und Josua machte sich des Morgens
früh auf und ließ Israel herzutreten nach seinen Stämmen; und es ward getroffen
der Stamm Juda.
Jos 7,17 Und er ließ die Geschlechter Judas
herzutreten; und er traf das Geschlecht der Sarchiter.
Und er ließ das Geschlecht der Sarchiter herzutreten
nach den Männern; und es ward getroffen Sabdi.
Jos 7,18 Und er ließ sein Haus herzutreten
nach den Männern; und es ward getroffen Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom
Stamme Juda.
Jos 7,19 Und Josua sprach zu Achan: Mein
Sohn, gib doch Jehova, dem Gott Israels, Ehre und lege ihm ein Bekenntnis ab;
und tue mir doch kund, was du getan hast; verhehle es mir nicht!
Jos 7,20 Und Achan antwortete Josua und
sprach: Fürwahr, ich habe gegen Jehova, den Gott Israels, gesündigt, und so,
und so habe ich getan:
Jos 7,21 Ich sah unter der Beute
einen schönen Mantel aus Sinear und zweihundert Sekel Silber und eine goldene
Stange, fünfzig Sekel ihr Gewicht, und mich gelüstete danach, und ich nahm sie;
und siehe, sie sind im Innern meines Zeltes in der Erde vergraben und das
Silber darunter. {W. unter ihm, d.h. unter dem Mantel}
Jos 7,22 Und Josua sandte Boten hin, und sie
liefen zum Zelte; und siehe, er {d.h. der Mantel} war in
seinem Zelte vergraben und das Silber darunter.
Jos 7,23 Und sie nahmen es aus dem Innern
des Zeltes und brachten es zu Josua und zu allen Kindern Israel, und sie legten
es vor Jehova hin.
Jos
7,24 Da nahm Josua, und ganz Israel mit ihm, Achan, den Sohn Serachs, und das Silber und den Mantel und die goldene
Stange, und seine Söhne und seine Töchter, und seine Rinder und seine Esel und
sein Kleinvieh, und sein Zelt und alles, was er hatte, und sie brachten sie
hinauf in das Tal Achor.
Jos 7,25 Und Josua sprach: Wie hast
du uns in Trübsal gebracht! Jehova wird dich in Trübsal bringen an diesem Tage!
Und ganz Israel steinigte ihn, und sie verbrannten sie
mit Feuer und bewarfen sie mit Steinen;
Jos
7,26 und sie errichteten einen großen Steinhaufen über ihm, der bis auf diesen
Tag da ist. Und Jehova wandte sich von der Glut seines Zornes. Darum gab man
jenem Orte den Namen Tal Achor {Trübsal,
Unglück} bis auf diesen Tag.
Jos
8,1 Und Jehova sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und erschrick nicht! Nimm
alles Kriegsvolk mit dir und mache dich auf, ziehe hinauf nach Ai. Siehe, ich
habe den König von Ai und sein Volk und seine Stadt und sein Land in deine Hand
gegeben.
Jos 8,2 Und du sollst an Ai und an seinem
König tun, so wie du an Jericho und an seinem König getan hast; jedoch seine
Beute und sein Vieh dürft ihr für euch plündern. Lege dir einen Hinterhalt
gegen die Stadt, in ihren Rücken.
Jos 8,3 Da machte sich Josua mit allem
Kriegsvolk auf, um nach Ai hinaufzuziehen. Und Josua wählte 30000 Mann aus,
streitbare Männer, und sandte sie ab bei der Nacht.
Jos 8,4 Und er gebot ihnen und sprach:
Sehet, ihr sollt den Hinterhalt bilden gegen die Stadt, im Rücken der Stadt;
entfernet euch nicht allzuweit von der Stadt, sondern
seid alle bereit.
Jos 8,5 Und ich und alles Volk, das bei mir
ist, wir wollen uns der Stadt nähern; und es soll geschehen, wenn sie
herauskommen, uns entgegen, wie das erste Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen.
Jos 8,6 Und sie werden herausziehen hinter
uns her, bis wir sie von der Stadt abgerissen haben; denn sie werden sagen: Sie
fliehen vor uns wie das erste Mal! und wir wollen vor ihnen fliehen.
Jos 8,7 Dann sollt ihr euch aus dem
Hinterhalt aufmachen und die Stadt in Besitz nehmen; und Jehova, euer Gott,
wird sie in eure Hand geben.
Jos 8,8 Und es soll geschehen, wenn ihr die
Stadt eingenommen habt, so sollt ihr die Stadt mit Feuer anzünden; nach dem
Worte Jehovas sollt ihr tun. Sehet, ich habe es euch geboten. -
Jos 8,9 Und Josua sandte sie ab, und sie
zogen in den Hinterhalt und hielten zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai.
Und Josua brachte jene Nacht in der Mitte des Volkes zu.
Jos 8,10 Und Josua machte sich des Morgens
früh auf und musterte das Volk; und er zog hinauf, er und die Ältesten von
Israel, vor dem Volke her nach Ai.
Jos 8,11 Und alles Kriegsvolk, das bei ihm
war, zog hinauf und rückte heran, und sie kamen der Stadt gegenüber; und sie
lagerten sich nördlich von Ai, und das Tal war zwischen ihm und Ai.
Jos 8,12 Er hatte aber bei fünftausend Mann
genommen und sie als Hinterhalt zwischen Bethel und Ai gelegt, westlich von der
Stadt.
Jos 8,13 Und so stellten sie das Volk auf,
das ganze Lager, das nördlich von der Stadt war, und dessen Hinterhalt westlich
von der Stadt; und Josua zog in selbiger Nacht mitten in das Tal.
Jos 8,14 Und es geschah, als der König von
Ai es sah, da eilten die Männer der Stadt und machten sich früh auf und zogen
hinaus, Israel entgegen zum Streit, er und all sein Volk, an den bestimmten
Ort, vor {d.h. östlich von} der Ebene.
{H. Araba, wieKap. 3,16; so auch Kap. 11,2. 16; 12,1. 3. 8; 18,18} Er wußte aber nicht, daß ihm im
Rücken der Stadt ein Hinterhalt gelegt war.
Jos 8,15 Und Josua und ganz Israel
ließen sich vor ihnen schlagen und flohen des Weges zur Wüste.
Jos 8,16 Da wurde das ganze Volk, das in der
Stadt war, zusammengerufen, um ihnen nachzujagen; und sie jagten Josua nach und
wurden von der Stadt abgerissen.
Jos 8,17 Und es blieb kein Mann in Ai und
Bethel übrig, der nicht hinter Israel her ausgezogen wäre; und sie ließen die
Stadt offen und jagten Israel nach.
Jos 8,18 Da sprach Jehova zu Josua: Strecke
den Spieß, der in deiner Hand ist, gegen Ai aus; denn ich will es in deine Hand
geben. Und Josua streckte den Spieß, der in seiner Hand war, gegen die Stadt
aus.
Jos 8,19 Und der Hinterhalt machte sich
eilends von seinem Orte auf und lief, als er seine Hand ausstreckte, und sie
kamen in die Stadt und nahmen sie ein; und sie eilten und zündeten die Stadt
mit Feuer an.
Jos
8,20 Und die Männer von Ai wandten sich um und sahen, und siehe, der Rauch der
Stadt stieg gen Himmel empor; und sie hatten keine Kraft, dahin noch dorthin zu
fliehen. Denn das Volk, das nach der Wüste hin geflohen war, wandte sich um
gegen die Nachjagenden.
Jos 8,21 Denn als Josua und ganz Israel
sahen, daß der Hinterhalt die Stadt eingenommen
hatte, und daß der Rauch der Stadt emporstieg, da
kehrten sie um und schlugen die Männer von Ai.
Jos
8,22 Jene aber zogen aus der Stadt ihnen entgegen, so daß
sie mitten zwischen Israel waren, die einen von hierher und die anderen von
dorther. Und sie schlugen sie, bis ihnen kein Entronnener oder Entkommener
übrigblieb.
Jos 8,23 Und den König von Ai griffen
sie lebendig und brachten ihn zu Josua.
Jos
8,24 Und es geschah, als Israel das Würgen aller Bewohner von Ai auf dem
Felde, in der Wüste, wo sie ihnen nachgejagt waren, beendigt hatte, und sie
alle durch die Schärfe des Schwertes gefallen, bis sie aufgerieben waren, da
kehrte ganz Israel um nach Ai, und sie schlugen es mit der Schärfe des
Schwertes.
Jos 8,25 Und alle an selbigem Tage
Gefallenen, sowohl Männer als Weiber, waren zwölftausend, alle Leute von Ai.
Jos 8,26 Und Josua zog seine Hand,
die er mit dem Spieße ausgestreckt hatte, nicht zurück, bis man alle Bewohner
von Ai vertilgt {Eig. verbannt. Soauch
Kap. 10,1} hatte.
Jos 8,27 Nur das Vieh und die Beute jener
Stadt plünderte Israel für sich, nach dem Worte Jehovas, das er dem Josua
geboten hatte.
Jos 8,28 Und Josua verbrannte Ai und
machte es zu einem ewigen Trümmerhaufen, bis auf diesen Tag.
Jos
8,29 Und den König von Ai ließ er an einen Baum {W. andas Holz} hängen bis zur Abendzeit; {Vergl.
5. Mose 21,22. 23} und beim Untergang der Sonne gebot Josua, und sie
nahmen seinen Leichnam von dem Baume herab und warfen ihn an den Eingang des
Stadttores und errichteten einen großen Steinhaufen über ihm, der bis auf
diesen Tag da ist.
Jos 8,30 Damals baute Josua dem
Jehova, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal,
Jos 8,31 so wie Mose, der
Knecht Jehovas, den Kindern Israel geboten hatte, wie im Buche des Gesetzes
Moses geschrieben ist, einen Altar von ganzen Steinen, über die man kein Eisen
geschwungen hatte. Und sie opferten darauf dem Jehova Brandopfer und
schlachteten Friedensopfer.
Jos 8,32 Und er schrieb daselbst auf die
Steine eine Abschrift des Gesetzes Moses, welches er vor den Kindern Israel
geschrieben hatte.
Jos 8,33 Und ganz Israel und seine
Ältesten und Vorsteher und seine Richter standen an dieser und an jener Seite
der
Lade, den Heiligern, den
Leviten, gegenüber, welche die Lade des Bundes Jehovas trugen, der Fremdling
wie der
Eingeborene, die eine Hälfte gegen den Berg Gerisim hin und die andere Hälfte gegen den Berg Ebal hin, wie
Mose, der Knecht Jehovas, im Anfang geboten hatte, das
Volk Israel zu segnen. {O. geboten hatte, das Volk Israel im
Anfang zu segnen}
Jos 8,34 Und danach las er alle Worte des
Gesetzes, den Segen und den Fluch, nach allem, was im Buche des Gesetzes
geschrieben ist.
Jos 8,35 Es war kein Wort von allem, was
Mose geboten hatte, das Josua nicht der ganzen Herausrufung
Israels vorlas, samt den Weibern und den Kindern und dem Fremdling, der in
ihrer Mitte wandelte.
Jos 9,1 Und es geschah, als alle die
Könige es hörten, die diesseit des Jordan waren, auf dem Gebirge und in der
Niederung {Vergl. 5. Mose 1,7. Soauch Jos. 10,40; 11,2. 16; 12,8; 15,33} und an der
ganzen Küste des großen Meeres gegen den Libanon hin, die Hethiter und die
Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter:
Jos 9,2 da versammelten sie sich
allzumal, um einmütig wider Josua und wider Israel zu streiten.
Jos 9,3 Als aber die Bewohner von
Gibeon hörten, was Josua an Jericho und an Ai getan hatte,
Jos
9,4 handelten sie auch ihrerseits mit List und gingen und stellten sich als
Boten: {E. l.: nahmen Zehrung mit sich} sie nahmen
abgenutzte Säcke für ihre Esel, und abgenutzte und geborstene und
zusammengebundene Weinschläuche,
Jos 9,5 und abgenutzte und geflickte Schuhe
an ihre Füße, und abgenutzte Kleider auf sich; und alles Brot ihrer Zehrung war
vertrocknet und war schimmlig. {And.: zerbröckelt; so auch V. 12}
Jos 9,6 Und sie gingen zu Josua in das
Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm und zu den
Männern von Israel: Aus fernem Lande sind wir gekommen, und nun machet einen
Bund mit uns.
Jos 9,7 Aber die Männer von Israel sprachen
zu dem Hewiter: Vielleicht wohnst du in meiner Mitte,
und wie sollte ich einen Bund mit dir machen?
Jos 9,8 Und sie sprachen zu Josua: Wir sind
deine Knechte. Und Josua sprach zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommet ihr?
Jos 9,9 Und sie sprachen zu ihm: Aus sehr
fernem Lande sind deine Knechte gekommen, um des Namens Jehovas, deines Gottes,
willen; denn wir haben seinen Ruf gehört und alles, was er in Ägypten getan,
Jos 9,10 und alles, was er den beiden
Königen der Amoriter getan hat, die jenseit des
Jordan waren, Sihon, dem König von Hesbon, und Og, dem König von Basan,
der zu Astaroth wohnte.
Jos 9,11 Da sprachen unsere Ältesten
und alle Bewohner unseres Landes zu uns und sagten: Nehmet Zehrung mit euch auf
den Weg und gehet ihnen entgegen, und sprechet zu ihnen: Wir sind eure Knechte;
und nun machet einen Bund mit uns!
Jos 9,12 Dieses unser Brot, warm haben wir
es aus unseren Häusern als Zehrung mitgenommen an dem Tage, da wir auszogen, um
zu euch zu gehen; und nun siehe, es ist vertrocknet und schimmlig geworden.
Jos 9,13 Und diese Weinschläuche, die wir
neu gefüllt hatten, siehe da, sie sind geborsten; und diese unsere Kleider und
unsere Schuhe sind abgenutzt infolge des sehr langen Weges. -
Jos 9,14 Und die Männer nahmen von
ihrer Zehrung; aber den Mund Jehovas befragten sie nicht.
Jos 9,15 Und Josua machte Frieden mit ihnen
und machte mit ihnen einen Bund, sie am Leben zu lassen; und die Fürsten der
Gemeinde schwuren ihnen.
Jos 9,16 Und es geschah am Ende von drei
Tagen, nachdem sie einen Bund mit ihnen gemacht hatten, da hörten sie, daß sie nahe bei ihnen waren und mitten unter ihnen
wohnten.
Jos 9,17 Da brachen die Kinder Israel auf
und kamen zu ihren Städten am dritten Tage; und ihre Städte waren Gibeon und Kephira und Beeroth und Kirjath-Jearim.
Jos 9,18 Und die Kinder Israel schlugen sie
nicht, weil die Fürsten der Gemeinde ihnen bei Jehova, dem Gott Israels,
geschworen hatten. Da murrte die ganze Gemeinde wider die Fürsten.
Jos 9,19 Und alle Fürsten sprachen zu der
ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen bei Jehova, dem Gott Israels, geschworen, und
nun können wir sie nicht antasten.
Jos 9,20 Das wollen wir ihnen tun und sie am
Leben lassen, damit nicht ein Zorn über uns komme wegen des Eides, den wir
ihnen geschworen haben.
Jos 9,21 Und die Fürsten sprachen zu ihnen:
Sie sollen am Leben bleiben. Und sie wurden Holzhauer und Wasserschöpfer für
die ganze Gemeinde, so wie die Fürsten betreffs ihrer {And.:
zu ihnen} geredet hatten.
Jos 9,22 Und Josua rief sie und redete zu
ihnen und sprach: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt: Wir sind sehr weit
von euch, da ihr doch mitten unter uns wohnet?
Jos 9,23 Und nun, verflucht seid ihr; und
nicht sollt ihr aufhören, Knechte zu sein, {W. sollen aus euch
ausgerottet werden Knechte} sowohl Holzhauer als Wasserschöpfer für das Haus
meines Gottes!
Jos
9,24 Und sie antworteten Josua und sprachen: Weil deinen Knechten für gewiß berichtet wurde, daß
Jehova, dein Gott, Mose, seinem Knechte, geboten hat, euch das ganze Land zu
geben und alle Bewohner des Landes vor euch zu vertilgen, so fürchteten wir
sehr für unser Leben euretwegen und taten diese Sache.
Jos 9,25 Und nun siehe, wir sind in
deiner Hand; tue, wie es gut und wie es recht ist in deinen Augen, uns zu tun.
Jos 9,26 Und er tat ihnen also und
errettete sie von der Hand der Kinder Israel; und sie töteten sie nicht.
Jos 9,27 Und Josua machte sie an jenem Tage
zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und für den Altar Jehovas,
bis auf diesen Tag, an dem Orte, den er erwählen würde.
Jos
10,1 Und es geschah, als Adoni-Zedek, der König von
Jerusalem, hörte, daß Josua Ai eingenommen und
vertilgt habe, daß er Ai und seinem König ebenso
getan, wie er Jericho und seinem König getan hatte, und daß
die Bewohner von Gibeon Frieden mit Israel gemacht hätten und in ihrer Mitte
wären:
Jos 10,2 da fürchteten sie sich sehr; denn
Gibeon war eine große Stadt, wie eine der Königsstädte, und es war größer als
Ai, und alle seine Männer waren Helden.
Jos
10,3 Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem,
sandte zu Hoham, dem König von Hebron, und zu Piream, dem König von Jarmuth,
und zu Japhija, dem König von Lachis,
und zu Debir, dem König von Eglon,
und ließ ihnen sagen:
Jos 10,4 Kommt zu mir herauf und helft mir, daß wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Josua und mit den
Kindern Israel Frieden gemacht!
Jos 10,5 Da versammelten sich und
zogen herauf die fünf Könige der Amoriter, der König von Jerusalem, der König
von Hebron, der König von Jarmuth, der König von Lachis, der König von Eglon, sie
und alle ihre Heerlager; und sie lagerten sich wider Gibeon und stritten wider dasselbe.
Jos
10,6 Und die Männer von Gibeon sandten zu Josua in das Lager nach Gilgal und ließen ihm sagen: Ziehe deine Hände nicht ab von
deinen Knechten; komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns; denn
alle Könige der Amoriter, die das Gebirge bewohnen, haben sich wider uns
versammelt.
Jos 10,7 Und Josua zog von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle
streitbaren Männer.
Jos 10,8 Und Jehova sprach zu Josua: Fürchte
dich nicht vor ihnen, denn ich habe sie in deine Hand gegeben; kein Mann von
ihnen wird vor dir standhalten.
Jos 10,9 Und Josua kam plötzlich über
sie; die ganze Nacht zog er von Gilgal hinauf.
Jos 10,10 Und Jehova verwirrte sie vor
Israel; und er richtete eine große Niederlage unter ihnen an {W.
schlug sie mit einem großen Schlag; soauch V.20} zu Gibeon
und jagte ihnen nach auf dem Wege der Anhöhe von Beth-Horon
und schlug sie bis Aseka und bis Makkeda.
Jos 10,11 Und es geschah, als sie vor Israel
flohen, - sie stiegen hinunter {W. sie waren am Abstiege} von Beth-Horon - da warf Jehova große Steine vom Himmel auf sie
herab, bis Aseka, daß sie
starben. Es waren derer, welche durch die Hagelsteine starben, mehr als derer,
welche die Kinder Israel mit dem Schwerte töteten.
Jos 10,12 Damals redete Josua zu Jehova, an
dem Tage, da Jehova die Amoriter vor den Kindern Israel dahingab, und sprach
vor den Augen Israels: Sonne, stehe still zu Gibeon; und du, Mond, im Tale Ajjalon!
Jos 10,13 Und die Sonne stand still, und der
Mond blieb stehen, bis die Nation sich an ihren Feinden gerächt hatte. (Ist das
nicht geschrieben im Buche Jaschar {d.h. des
Rechtschaffenen}?) Und die Sonne blieb mitten am Himmel stehen und eilte
nicht zum Untergang, ungefähr einen ganzen Tag.
Jos 10,14 Und es war kein Tag wie dieser, vor
ihm und nach ihm, daß Jehova auf die Stimme eines
Menschen gehört hätte; denn Jehova stritt für Israel.
Jos 10,15 Und Josua, und ganz Israel
mit ihm, kehrte in das Lager nach Gilgal zurück.
Jos 10,16 Jene fünf Könige aber flohen
und versteckten sich in der Höhle zu Makkeda.
Jos 10,17 Und es wurde Josua berichtet und
gesagt: Die fünf Könige sind gefunden worden, versteckt in der Höhle zu Makkeda.
Jos 10,18 Und Josua sprach: Wälzet große
Steine an die Mündung der Höhle, und bestellet Männer über dieselbe, um sie zu
bewachen.
Jos 10,19 Ihr aber, stehet nicht still, jaget
euren Feinden nach und schlaget ihren Nachtrab; laßt sie nicht in ihre Städte kommen, denn Jehova, euer
Gott, hat sie in eure Hand gegeben!
Jos 10,20 Und es geschah, als Josua und die
Kinder Israel geendigt hatten, eine sehr große Niederlage unter ihnen
anzurichten, bis sie aufgerieben waren, (die Entronnenen von ihnen entrannen
aber und kamen in die festen Städte)
Jos 10,21 da kehrte das ganze Volk in Frieden
zu Josua zurück, in das Lager nach Makkeda; niemand
spitzte seine Zunge gegen die Kinder Israel.
Jos 10,22 Und Josua sprach: Öffnet die
Mündung der Höhle und bringet diese fünf Könige aus der Höhle zu mir heraus!
Jos 10,23 Und sie taten also und brachten
diese fünf Könige aus der Höhle zu ihm heraus: den König von Jerusalem, den
König von Hebron, den König von Jarmuth, den König
von Lachis, den König von Eglon.
Jos 10,24 Und es geschah, als sie
diese Könige zu Josua herausgebracht hatten, da rief Josua alle Männer von
Israel und sprach zu den Anführern der Kriegsleute, die mit ihm gezogen waren:
Tretet herzu, setzet eure Füße auf die Hälse dieser Könige! Und sie traten herzu
und setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
Jos 10,25 Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet
euch nicht und erschrecket nicht, seid stark und mutig! denn so wird Jehova
allen euren Feinden tun, wider die ihr streitet.
Jos 10,26 Und danach erschlug Josua sie und
tötete sie und hängte sie an fünf Bäume; {O. Hölzer} und sie
hingen an den Bäumen bis zum Abend.
Jos 10,27 Und es geschah zur Zeit des
Sonnenuntergangs, da gebot Josua, und man nahm sie von den Bäumen herab und
warf sie in die Höhle, wo sie sich versteckt hatten; und man legte große Steine
an die Mündung der Höhle, die bis auf diesen selbigen Tag da sind.
Jos
10,28 Und Josua nahm an jenem Tage Makkeda
ein und schlug es mit der Schärfe des Schwertes; und seinen König, die Stadt {W.
es} und alle Seelen, die darin waren, verbannte er: er ließ keinen
Entronnenen übrig; und er tat dem König von Makkeda,
so wie er dem König von Jericho getan hatte. -
Jos 10,29 Und Josua, und ganz Israel
mit ihm, zog von Makkeda nach Libna
und stritt wider Libna.
Jos
10,30 Und Jehova gab es auch in die Hand Israels, samt seinem
König; und er schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alle Seelen, die
darin waren: er ließ keinen Entronnenen darin übrig; und er tat seinem König,
so wie er dem König von Jericho getan hatte. -
Jos 10,31 Und Josua, und ganz Israel mit ihm,
zog von Libna nach Lachis;
und er belagerte es und stritt wider dasselbe.
Jos 10,32 Und Jehova gab Lachis
in die Hand Israels; und er nahm es am zweiten Tage ein und schlug es mit der
Schärfe des Schwertes und alle Seelen, die darin waren, nach allem, was er Libna getan hatte.
Jos 10,33 Damals zog Horam,
der König von Geser, herauf, um Lachis
zu helfen; aber Josua schlug ihn und sein Volk, bis ihm kein Entronnener
übrigblieb. -
Jos 10,34 Und Josua, und ganz Israel mit ihm,
zog von Lachis nach Eglon;
und sie belagerten es und stritten wider dasselbe.
Jos 10,35 Und sie nahmen es an selbigem Tage
ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes; und alle Seelen, die darin
waren, verbannte er an selbigem Tage, nach allem, was er Lachis
getan hatte. -
Jos 10,36 Und Josua, und ganz Israel
mit ihm, zog von Eglon nach Hebron hinauf, und sie
stritten wider dasselbe.
Jos
10,37 Und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des
Schwertes, samt seinem König und allen seinen Städten und allen Seelen, die
darin waren: er ließ keinen Entronnenen übrig, nach allem, was er Eglon getan hatte; und er verbannte es und alle Seelen, die
darin waren. -
Jos 10,38 Und Josua, und ganz Israel
mit ihm, wandte sich nach Debir und stritt wider dasselbe.
Jos
10,39 Und er nahm es ein samt seinem König und allen seinen
Städten, und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes und verbannten alle
Seelen, die darin waren: er ließ keinen Entronnenen übrig; wie er Hebron getan,
und wie er Libna und seinem König getan hatte, also
tat er Debir und seinem König.
Jos 10,40 Und Josua schlug das ganze Land,
das Gebirge und den Süden und die Niederung und die Abhänge und alle ihre
Könige: er ließ keinen Entronnenen übrig; und alles, was Odem hatte, verbannte
er, so wie Jehova, der Gott Israels, geboten hatte.
Jos 10,41 Und Josua schlug sie von Kades-Barnea bis Gasa, und das ganze Land Gosen bis Gibeon.
Jos 10,42 Und alle diese Könige und
ihr Land nahm Josua auf einmal; denn Jehova, der Gott Israels, stritt für
Israel.
Jos 10,43 Und Josua, und ganz Israel
mit ihm, kehrte in das Lager nach Gilgal zurück.
Jos 11,1 Und es geschah, als Jabin, der
König von Hazor, es hörte, sandte er zu Jobab, dem König von Madon, und
zu dem König von Schimron und zu dem König von Akschaph
Jos 11,2 und zu den Königen, die
gegen Norden waren im Gebirge und in der Ebene {H. Araba; so auch in den folgenden Kapiteln. S. die Anm. zu 5.
Mose 1,1} südlich von Kinneroth und in der
Niederung und im Hügelgebiet von Dor gegen Westen,
Jos
11,3 zu den Kanaanitern gegen Osten {Eig. gegen
Sonnenaufgang. Soauch später} und gegen
Westen, und zu den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern
und den Jebusitern im Gebirge, und zu den Hewitern am Fuße des Hermon im Lande Mizpa.
Jos 11,4 Und sie zogen aus, sie und alle
ihre Heerlager mit ihnen, ein großes Volk, wie der Sand, der am Ufer des Meeres
ist, an Menge, und sehr viele Rosse und Wagen.
Jos 11,5 Und alle diese Könige trafen
zusammen und kamen und lagerten sich miteinander am Wasser Merom,
um mit
Israel zu streiten.
Jos 11,6 Da sprach Jehova zu Josua: Fürchte
dich nicht vor ihnen; denn morgen um diese Zeit will ich sie allesamt
erschlagen vor Israel dahingeben: ihre Rosse sollst du lähmen und ihre Wagen
mit Feuer verbrennen.
Jos 11,7 Und Josua und alles
Kriegsvolk mit ihm kam plötzlich über sie am Wasser Merom,
und sie überfielen sie.
Jos
11,8 Und Jehova gab sie in die Hand Israels, und sie schlugen sie und jagten
ihnen nach bis Zidon, der großen Stadt, und bis Misrephot-Majim und bis in die Talebene von Mizpe gegen Osten; und sie schlugen sie, bis ihnen kein
Entronnener übrigblieb.
Jos 11,9 Und Josua tat ihnen, so wie Jehova
ihm gesagt hatte: ihre Rosse lähmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer.
Jos 11,10 Und Josua kehrte in selbiger Zeit
zurück und nahm Hazor ein, und seinen König erschlug
er mit dem Schwerte; denn Hazor war vordem die
Hauptstadt aller dieser Königreiche.
Jos 11,11 Und sie schlugen alle Seelen, die
darin waren, mit der Schärfe des Schwertes, indem sie sie verbannten: nichts
blieb übrig, was Odem hatte; und Hazor verbrannte er
mit Feuer.
Jos 11,12 Und alle Städte dieser Könige, samt
allen ihren Königen, nahm Josua ein und schlug sie mit der Schärfe des
Schwertes und verbannte sie, so wie Mose, der Knecht Jehovas, geboten hatte.
Jos 11,13 Nur alle die Städte, die auf ihren
Hügeln standen, {And.: ruhig bleiben} verbrannte
Israel nicht; ausgenommen Hazor allein, das
verbrannte Josua.
Jos 11,14 Und alle Beute dieser Städte und
das Vieh plünderten die Kinder Israel für sich; doch alle Menschen schlugen sie
mit der Schärfe des Schwertes, bis sie sie vertilgt hatten: sie ließen nichts
übrig, was Odem hatte.
Jos 11,15 Wie Jehova Mose, seinem Knechte,
geboten hatte, also gebot Mose Josua, und also tat Josua; er ließ nichts fehlen
von allem, was Jehova dem Mose geboten hatte.
Jos 11,16 Und Josua nahm dieses ganze Land,
das Gebirge und den ganzen Süden und das ganze Land Gosen und die Niederung und
die Ebene, und das Gebirge Israel und seine Niederung,
Jos 11,17 von dem kahlen Gebirge, {O.
dem BergeChalak} das gegen Seir
aufsteigt, bis Baal-Gad in der Talebene des Libanon, am Fuße des Berges Hermon;
und alle ihre Könige ergriff er und erschlug sie und tötete sie.
Jos 11,18 Lange Zeit führte Josua
Krieg mit allen diesen Königen.
Jos 11,19 Es war keine Stadt, die sich den
Kindern Israel friedlich ergab, außer den Hewitern,
die zu Gibeon wohnten; alles nahmen sie mit Krieg ein.
Jos
11,20 Denn von Jehova war es, daß sie ihr
Herz verhärteten zum Kriege mit Israel, damit sie vertilgt {O.
verbannt} würden, ohne daß ihnen Gnade
widerführe, sondern damit sie vertilgt würden, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
Jos
11,21 Und Josua kam in selbiger Zeit und rottete die Enakim aus von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von dem
ganzen Gebirge Juda und von dem ganzen Gebirge Israel: mit ihren Städten
verbannte sie Josua.
Jos 11,22 Es blieben keine Enakim in dem Lande der Kinder Israel übrig; nur zu Gasa,
zu Gath und zu Asdod blieben sie übrig.
Jos 11,23 Und so nahm Josua das ganze Land,
nach allem, was Jehova zu Mose geredet hatte; und Josua gab es Israel zum
Erbteil, nach ihren Abteilungen, nach ihren Stämmen. Und das Land hatte Ruhe
vom Kriege.
Jos 12,1 Und dies sind die Könige des
Landes, welche die Kinder Israel schlugen, und deren Land sie in Besitz nahmen jenseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang, vom Flusse Arnon bis zum Berge Hermon, und die ganze Ebene
gegen Osten:
Jos 12,2 Sihon, der König
der Amoriter, der zu Hesbon wohnte; er herrschte von Aroer an, das am Ufer des Flusses
Arnon liegt, und zwar von der Mitte des Flußtales an, {Vergl. die Anm. zu 4.
Mose 13,23; (desgl. Jos. 13,9. 16)} und über das halbe Gilead bis an
den Fluß Jabbok, die Grenze
der Kinder Ammon,
Jos 12,3 und über die Ebene bis an den See Kinneroth, gegen Osten, und bis an das Meer der Ebene, das Salzmeer, gegen Osten, nach Beth-Jesimoth
hin, und gegen Süden unter den Abhängen des Pisga;
Jos 12,4 und das Gebiet Ogs, des Königs von Basan, von dem Überrest der Rephaim,
{O. Riesen; vergl. 1. Mose 15,20} der zu Astaroth
und zu Edrei wohnte;
Jos 12,5 und er herrschte über den Berg
Hermon und über Salka und über das ganze Basan, bis an die Grenze der Gesuriter
und der Maakathiter, und über das halbe Gilead, die
Grenze Sihons, des Königs von Hesbon.
Jos 12,6 Mose, der Knecht Jehovas, und die
Kinder Israel schlugen sie; und Mose, der Knecht Jehovas, gab es {d.h.
das Land} als Besitztum den Rubenitern und den Gaditern und dem halben
Stamme Manasse.
Jos 12,7 Und dies sind die Könige des
Landes, welche Josua und die Kinder Israel schlugen diesseit des Jordan, nach
Westen hin, von Baal-Gad in der Talebene des Libanon, bis an das kahle Gebirge,
das gegen Seir aufsteigt. Und Josua gab es {d.h.
das Land} den Stämmen Israels als Besitztum, nach ihren Abteilungen,
Jos 12,8 im Gebirge und in der
Niederung und in der Ebene und an den Abhängen und in der Wüste und im Süden:
die Hethiter und die Amoriter und die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter:
Jos 12,9 der König von Jericho:
einer; der König von Ai, das zur Seite von Bethel liegt, einer;
Jos 12,10 der König von Jerusalem:
einer; der König von Hebron: einer;
Jos 12,11 der König von Jarmuth: einer; der König von Lachis:
einer;
Jos 12,12 der König von Eglon: einer; der König von Geser:
einer;
Jos 12,13 der König von Debir: einer; der König von Geder:
einer;
Jos 12,14 der König von Horma: einer; der König von Arad: einer;
Jos 12,15 der König von Libna: einer; der König von Adullam: einer;
Jos 12,16 der König von Makkeda: einer; der König von Bethel: einer;
Jos 12,17 der König von Tappuach: einer; der König von Hepher:
einer;
Jos 12,18 der König von Aphek: einer; der König von Lascharon:
einer;
Jos 12,19 der König von Madon: einer; der König von Hazor:
einer;
Jos 12,20 der König von Schimron-Meron: einer; der König von Akschaph:
einer;
Jos 12,21 der König von Taanak: einer; der König von Megiddo: einer;
Jos 12,22 der König von Kedesch: einer; der König von Jokneam,
am Karmel: einer;
Jos 12,23 der König von Dor, in dem
Hügelgebiet von Dor: einer; der König von Gojim {O. der
Nationen; wie1. Mose 14,1} zu Gilgal: einer;
Jos 12,24 der König von Tirza: einer.
Aller Könige waren 31.
Jos 13,1 Und Josua war alt, wohlbetagt, und
Jehova sprach zu ihm: Du bist alt, wohlbetagt, und vom Lande ist sehr viel
übrig in Besitz zu nehmen.
Jos 13,2 Dies ist das Land, das noch
übrig ist: alle Bezirke der Philister und das ganze Gesuri;
Jos 13,3 von dem Sihor,
der vor Ägypten {d.h. östlich von Ägypten} fließt, bis
an die Grenze von Ekron gegen Norden, wird es zu den
Kanaanitern gerechnet; die fünf Fürsten {H. Seren, Titel der
Häupter fünf Philister-Städte} der Philister: der Gasiter,
der Asdoditer, der Askaloniter,
der Gathiter {Eig. der Eschkeloniter, der Gittiter} und der Ekroniter, und die Awim.
Jos 13,4 Im Süden das {O.
die Awim, im Süden; das usw.} ganze Land
der Kanaaniter und Meara, das den Zidoniern
gehört, bis Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;
Jos 13,5 und das Land der Gibliter und der ganze Libanon gegen Sonnenaufgang, von
Baal-Gad, am Fuße des Berges Hermon, bis man nach Hamath
kommt;
Jos 13,6 alle Bewohner des Gebirges, vom
Libanon bis Misrephot-Majim, alle Zidonier.
Ich selbst werde sie vor den Kindern Israel austreiben; nur verlose es Israel
als Erbteil, so wie ich dir geboten habe.
Jos 13,7 Und nun verteile dieses Land
als Erbteil den neun Stämmen und dem halben Stamme Manasse. -
Jos 13,8 Mit ihm {d.h.
Manasse} haben die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbteil empfangen, welches Mose ihnen gegeben
hat jenseit des Jordan gegen Osten, so wie Mose, der
Knecht Jehovas, es ihnen gegeben hat:
Jos 13,9 von Aroer
an, das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der Stadt, die mitten im Flußtale liegt, und die ganze Ebene {die
amoritischeHochebene} Medeba bis Dibon,
Jos 13,10 und alle Städte Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon
regierte, bis zur Grenze der Kinder Ammon;
Jos 13,11 und Gilead und das Gebiet der Gesuriter und der Maakathiter und
den ganzen Berg Hermon und das ganze Basan bis Salka,
Jos 13,12 das ganze Reich Ogs in Basan, der zu Astaroth und zu Edrei regierte; (er war von dem Überrest der Rephaim übriggeblieben;) und Mose schlug sie und trieb sie
aus.
Jos 13,13 Aber die Kinder Israel trieben die Gesuriter und die Maakathiter
nicht aus; und Gesur und Maakath
haben in der Mitte Israels gewohnt bis auf diesen Tag.
Jos 13,14 Nur dem Stamme Levi gab er kein
Erbteil; die Feueropfer Jehovas, des Gottes Israels, sind sein Erbteil, so wie
er zu ihm geredet hat.
Jos 13,15 Und Mose gab dem Stamme der
Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern.
Jos 13,16 Und es wurde ihnen als
Gebiet zuteil: von Aroer an, das am Ufer des Flusses
Arnon ist, und zwar von der
Stadt, die mitten im Flußtale
liegt, und die ganze Ebene {die amoritischeHochebene}
bei Medeba;
Jos 13,17 Hesbon und alle
seine Städte, die in der Ebene {die amoritischeHochebene}
sind: Dibon und Bamoth-Baal
und Beth-Baal-Meon,
Jos 13,18 und Jahza
und Kedemoth und Mephaath,
Jos 13,19 und Kirjathaim
und Sibma und Zereth-Schachar
auf dem Berge der Talebene,
Jos 13,20 und Beth-Peor
und die Abhänge des Pisga und Beth-Jesimoth,
Jos 13,21 und alle Städte der Ebene, {die
amoritischeHochebene} und das ganze Reich Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon
regierte, welchen Mose schlug, ihn und die Fürsten von Midian: Ewi und Rekem und Zur und Hur und
Reba, die Herrscher {Eig. die
Eingesetzten, d.h. die Vasallen} Sihons, Bewohner
des Landes.
Jos 13,22 Und Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, töteten die Kinder Israel mit dem
Schwerte, nebst ihren Erschlagenen.
Jos 13,23 Und die Grenze der Kinder Ruben war
der Jordan und das Angrenzende {d.h. der Uferrand}. Das war
das Erbteil der Kinder Ruben, nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre
Dörfer.
Jos 13,24 Und Mose gab dem Stamme Gad,
den Kindern Gad, nach ihren Geschlechtern.
Jos 13,25 Und es wurde ihnen als Gebiet
zuteil: Jaser und alle Städte Gileads, und die Hälfte
des Landes der Kinder Ammon bis Aroer, das vor Rabba
liegt;
Jos 13,26 und von Hesbon
bis Ramath-Mizpe und Betonim,
und von Machanaim bis an die Grenze von Lidebir;
Jos 13,27 und in der Talebene: Beth-Haram und
Beth-Nimra und Sukkoth und Zaphon, der Rest von dem Reiche Sihons,
des Königs von Hesbon, der Jordan und das Angrenzende
bis an das Ende des Sees Kinnereth, jenseit des Jordan gegen Osten.
Jos 13,28 Das war das Erbteil der
Kinder Gad nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.
Jos 13,29 Und Mose gab dem halben Stamme
Manasse. Und dem halben Stamme der Kinder Manasse wurde nach ihren
Geschlechtern zuteil.
Jos 13,30 Und ihr Gebiet war von Machanaim an, das ganze Basan,
das ganze Reich Ogs, des Königs von Basan, und alle
Dörfer Jairs, die in Basan sind, sechzig Städte.
Jos 13,31 Und das halbe Gilead, und Astaroth und Edrei, die Städte
des Reiches Ogs, in Basan, wurden den Söhnen Makirs, des Sohnes Manasses, zuteil, der Hälfte der Söhne Makirs, nach ihren Geschlechtern.
Jos 13,32 Das ist es, was Mose in den Ebenen
Moabs als Erbe ausgeteilt hat, jenseit des Jordan von
Jericho, gegen Osten.
Jos 13,33 Aber dem Stamme Levi gab Mose kein
Erbteil; Jehova, der Gott Israels, ist ihr Erbteil, so wie er zu ihnen geredet
hat.
Jos 14,1 Und dies ist es, was die
Kinder Israel als Erbe im Lande Kanaan erhielten, was Eleasar, der Heiliger,
und
Josua, der Sohn Nuns, und
die Häupter der Väter {d.h. Stamm- oder Familienhäupter;so
auch Kap. 21,1 usw.} der Stämme der Kinder Israel ihnen als Erbe
austeilten,
Jos 14,2 durch das Los ihres Erbteils; so
wie Jehova durch Mose geboten hatte betreffs der neun Stämme und des halben
Stammes.
Jos 14,3 Denn das Erbteil der zwei Stämme
und des halben Stammes hatte Mose jenseit des Jordan
gegeben; den Leviten aber hatte er kein Erbteil in ihrer Mitte gegeben.
Jos 14,4 Denn die Söhne Josephs bildeten
zwei Stämme, Manasse und Ephraim; und man gab den Leviten kein Teil im Lande,
außer Städten zum Wohnen und deren Bezirken für ihr Vieh und für ihre Habe.
Jos 14,5 So wie Jehova dem Mose
geboten hatte, also taten die Kinder Israel, und sie teilten das Land.
Jos
14,6 Und die Kinder Juda traten in Gilgal zu Josua;
und Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du kennst das Wort, welches
Jehova zu Mose, dem Manne Gottes, meinet- und deinetwegen in Kades-Barnea geredet hat.
Jos 14,7 Vierzig Jahre war ich alt, als
Mose, der Knecht Jehovas, mich von Kades-Barnea
aussandte, um das Land auszukundschaften; und ich brachte ihm Antwort, wie es
mir ums Herz war.
Jos 14,8 Und meine Brüder, die mit mir
hinaufgezogen waren, machten das Herz des Volkes verzagt; ich aber bin Jehova,
meinem Gott, völlig nachgefolgt.
Jos 14,9 Da schwur Mose an selbigem Tage und
sprach: Wenn nicht das Land, auf welches dein Fuß getreten ist, dir und deinen
Söhnen zum Erbteil wird ewiglich! denn du bist Jehova, meinem Gott, völlig
nachgefolgt.
Jos 14,10 Und nun siehe, Jehova hat mich am
Leben erhalten, so wie er geredet hat, diese 45 Jahre, seitdem Jehova dieses
Wort zu Mose geredet hat, als Israel in der Wüste umherwanderte; und nun siehe,
ich bin heute 85 Jahre alt.
Jos 14,11 Ich bin heute noch so stark wie an
dem Tage, da Mose mich aussandte; wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft
jetzt zum Streite und um aus- und einzuziehen.
Jos
14,12 Und nun gib mir dieses Gebirge, von welchem Jehova an jenem
Tage geredet hat; denn du hast an jenem Tage gehört, daß
die Enakim daselbst sind und große, feste Städte.
Vielleicht ist Jehova mit mir, daß ich sie austreibe,
so wie Jehova geredet hat.
Jos 14,13 Und Josua segnete ihn und
gab dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, Hebron zum
Erbteil.
Jos 14,14 Daher ward Hebron dem Kaleb, dem
Sohne Jephunnes, dem Kenisiter,
zum Erbteil bis auf diesen Tag, weil er Jehova, dem Gott Israels, völlig
nachgefolgt war.
Jos 14,15 Der Name Hebrons war aber vordem:
Stadt Arbas; {H. Kirjath-Arba;
vergl. 1. Mose 23,2; 35,27} er war der größte Mann unter den Enakim.
- Und das Land hatte Ruhe vom Kriege.
Jos 15,1 Und das Los fiel {Eig.
ward} für den Stamm der Kinder Juda, nach ihren Geschlechtern, nach
der Grenze Edoms hin, der Wüste Zin, gegen Mittag, im
äußersten Süden.
Jos 15,2 Und ihre Südgrenze war vom
Ende des Salzmeeres, von der Zunge, die sich gegen Süden wendet;
Jos 15,3 und sie lief aus südwärts von der
Anhöhe Akrabbim und ging hinüber nach Zin, und sie stieg hinauf südlich von Kades-Barnea
und ging hinüber nach Hezron, und sie stieg hinauf
nach Addar und wandte sich nach Karka,
Jos 15,4 und sie ging hinüber nach Azmon
und lief aus an dem Bache Ägyptens; und der Ausgang der Grenze war nach dem
Meere hin. Das soll eure Südgrenze {d.h. zugleich die Südgrenzedes Landes Kanaan (4. Mose 34,3-5)} sein. -
Jos 15,5 Und die Grenze gegen Osten war das Salzmeer bis an das Ende des Jordan. - Und die Grenze an
der Nordseite war von der Meereszunge an, vom Ende des Jordan;
Jos 15,6 und die Grenze stieg hinauf nach
Beth-Hogla und ging hinüber nördlich von Beth-Araba; und die Grenze stieg hinauf zum Steine Bohans, des Sohnes Rubens;
Jos 15,7 und die Grenze stieg von dem
Tale Achor hinauf nach Debir,
und sie wandte sich nördlich nach Gilgal, {Ein
unbekannterOrt dieses Namens; wohl dasselbe wieGeliloth in Kap. 18,17} welches der Anhöhe Adummim gegenüber liegt, die südlich von dem Bache ist; und
die Grenze ging hinüber zum Wasser En-Semes, und ihr
Ausgang war nach En-Rogel hin;
Jos
15,8 und die Grenze stieg das Tal des Sohnes Hinnoms
hinauf, nach der Südseite der Jebusiter, das ist
Jerusalem; und die Grenze stieg zu dem Gipfel des Berges hinauf, welcher vor
dem Tale Hinnom, gegen Westen, am Ende der Talebene
der Rephaim, gegen Norden liegt;
Jos 15,9 und die Grenze zog sich herum von
dem Gipfel des Berges nach der Quelle des Wassers Nephtoach,
und lief nach den Städten des Gebirges Ephron hin; und die Grenze zog sich
herum nach Baala, das ist Kirjath-Jearim;
Jos 15,10 und von Baala
wandte sich die Grenze gegen Westen nach dem Gebirge Seir
und ging hinüber nach der
Nordseite des Berges Jearim,
{O. nach der Nordseite von Har-Jearim}
das ist Kesalon, und sie stieg hinab nach Beth-Semes und ging hinüber nach Timna;
Jos 15,11 und die
Grenze lief nach der Nordseite von Ekron hin; und die
Grenze zog sich herum nach Schikkeron und ging
hinüber nach dem Berge von Baala, und sie lief aus
bei Jabneel; und der Ausgang der Grenze war nach dem
Meere hin. -
Jos 15,12 Und die Westgrenze war das große
Meer und das Angrenzende {d.h. die Küste; soauch
V.47}. Das war die Grenze der Kinder Juda ringsum nach ihren Geschlechtern.
Jos 15,13 Und Kaleb, dem Sohne Jephunnes, gab er ein Teil inmitten der Kinder Juda, nach
dem Befehle Jehovas an Josua: Die Stadt Arbas, {H. Kirjath-Arba; vergl. 1. Mose 23,2; 35,27} des Vaters
Enaks, das ist Hebron.
Jos 15,14 Und Kaleb trieb von dannen
aus die drei Söhne Enaks, Scheschai und Achiman und Talmai, Kinder Enaks.
Jos 15,15 Und von dannen zog er hinauf
gegen die Bewohner von Debir; der Name von Debir war aber vordem
Kirjath-Sepher.
Jos 15,16 Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine
Tochter Aksa zum Weibe.
Jos 15,17 Da nahm es Othniel
ein, der Sohn Kenas', ein Bruder Kalebs; und er gab
ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.
Jos 15,18 Und es geschah, als sie einzog, da
trieb sie ihn an, ein Feld von ihrem Vater zu fordern. Und sie sprang von dem
Esel herab. Und Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?
Jos 15,19 Und sie sprach: Gib mir einen
Segen; denn ein Mittagsland hast du mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen!
Da gab er ihr die oberen Quellen und die unteren Quellen.
Jos 15,20 Das war das Erbteil des
Stammes der Kinder Juda, nach ihren Geschlechtern.
Jos 15,21 Und die Städte am Ende des Stammes
der Kinder Juda, gegen die Grenze Edoms hin im Süden, waren: Kabzeel und Eder und Jagur,
Jos 15,22 und Kina
und Dimona und Adada,
Jos 15,23 und Kedesch
und Hazor und Jithnan;
Jos 15,24 Siph und Telem und Bealoth,
Jos 15,25 und Neu-Hazor
und Kerijoth-Hezron, das ist Hazor;
Jos 15,26 Amam und Schema
und Molada,
Jos 15,27 und Hazor-Gadda
und Heschmon und Beth-Pelet,
Jos 15,28 und Hazar-Schual und Beerseba und Bisjothja;
Jos 15,29 Baala und Ijim und Ezem,
Jos 15,30 und El-Tolad
und Kesil und Horma,
Jos 15,31 und Ziklag
und Madmanna und Sansanna,
Jos 15,32 und Lebaoth
und Schilchim und Ajin und Rimmon: aller Städte waren 29 und ihre Dörfer. -
Jos 15,33 In der Niederung: Eschtaol und Zorha und Aschna,
Jos 15,34 und Sanoach
und En-Gannim, Tappuach und
Enam,
Jos 15,35 Jarmuth und
Adullam, Soko und Aseka,
Jos 15,36 und Schaaraim
und Adithaim und Gedera und
Gederothaim: vierzehn Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,37 Zenan und Hadascha und Migdal-Gad,
Jos 15,38 und Dilhan
und Mizpe und Joktheel,
Jos 15,39 Lachis und Bozkath und Eglon,
Jos 15,40 und Kabbon
und Lachmas {And.: Lachmam} und Kithlisch,
Jos 15,41 und Gederoth,
Beth-Dagon und Naama und Makkeda:
sechzehn Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,42 Libna und Ether
und Aschan,
Jos 15,43 und Jiphtach
und Aschna und Nezib,
Jos 15,44 und Kehila
und Aksib und Marescha:
neun Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,45 Ekron und seine
Tochterstädte und seine Dörfer.
Jos 15,46 Von Ekron
an und westwärts, alle, die zur Seite von Asdod
lagen, und ihre Dörfer:
Jos 15,47 Asdod, seine
Tochterstädte und seine Dörfer; Gasa, seine Tochterstädte und seine Dörfer, bis
an den Bach Ägyptens, und das große Meer und das Angrenzende.
Jos 15,48 Und im Gebirge: Schamir und Jattir und Soko,
Jos 15,49 und Danna
und Kirjath-Sanna, das ist Debir,
Jos 15,50 und Anab
und Eschtemo und Anim,
Jos 15,51 und Gosen und Holon und Gilo: elf Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,52 Arab und Duma
und Eschhan,
Jos 15,53 und Janum
und Beth-Tappuach und Apheka,
Jos 15,54 und Humta
und Kirjath-Arba, das ist Hebron, und Zior: neun Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,55 Maon, Karmel und Siph und Juta,
Jos 15,56 und Jisreel
und Jokdeam und Sanoach,
Jos 15,57 Kajin, Gibea und
Timna: zehn Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,58 Halchul, Beth-Zur
und Gedor,
Jos 15,59 und Maarath
und Beth-Anoth und Eltekon:
sechs Städte und ihre Dörfer.
Jos 15,60 Kirjath-Baal, das
ist Kirjath-Jearim, und Rabba: zwei Städte und ihre
Dörfer. -
Jos 15,61 In der Wüste: Beth-Araba, Middin und Sekaka,
Jos 15,62 und Nibschan
und Ir-Hammelach {Salzstadt (am toten
Meere)} und Engedi: sechs Städte und ihre
Dörfer.
Jos 15,63 Aber die Jebusiter,
die Bewohner von Jerusalem, - die Kinder Juda vermochten sie nicht
auszutreiben; und die Jebusiter haben mit den Kindern
Juda in Jerusalem gewohnt bis auf diesen Tag.
Jos 16,1 Und das Los kam heraus für die
Söhne Josephs vom Jordan von Jericho an, bei dem Wasser von Jericho gegen
Osten: die Wüste, die von Jericho auf das Gebirge von Bethel hinaufsteigt;
Jos 16,2 und die Grenze {Eig.
und es, d.h. das Los} lief von Bethel nach Lus und ging hinüber nach der
Grenze der Arkiter, nach Ataroth;
Jos 16,3 und sie stieg westwärts hinab nach
der Grenze der Japhletiter, bis an die Grenze von
Unter-Beth-Horon und bis Geser;
und ihr Ausgang war nach dem Meere hin.
Jos 16,4 So erhielten die Söhne
Josephs, Manasse und Ephraim, ihr Erbteil.
Jos 16,5 Und es war die Grenze der Kinder
Ephraim, nach ihren Geschlechtern: die Grenze ihres Erbteils gegen Osten war Ateroth-Addar bis Ober-Beth-Horon,
Jos 16,6 und die Grenze lief gegen Westen
nach Mikmethath hin, nördlich; und die Grenze wandte
sich gegen Osten nach Taanath-Silo und ging daran
vorbei gegen Osten nach Janocha;
Jos 16,7 und sie stieg von Janocha hinab nach Ataroth und Naarath, und stieß an Jericho und lief aus am Jordan;
Jos 16,8 von Tappuach
ging die Grenze gegen Westen nach dem Bache Kana, und ihr Ausgang war nach dem
Meere hin. Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Ephraim nach ihren
Geschlechtern,
Jos 16,9 nebst den Städten, welche für die
Kinder Ephraim abgesondert wurden inmitten des Erbteils der Kinder Manasse:
alle Städte und ihre Dörfer. -
Jos 16,10 Aber sie trieben die Kanaaniter
nicht aus, die zu Geser wohnten; und die Kanaaniter
haben inmitten von Ephraim gewohnt bis auf diesen Tag, und sie wurden
fronpflichtig.
Jos 17,1 Und das Los kam heraus {Eig.
ward; soauch V.2} für den Stamm Manasse, denn er war
der Erstgeborene Josephs für Makir, den Erstgeborenen
Manasses, den Vater Gileads; da er ein Kriegsmann war, so wurden ihm Gilead und
Basan zuteil.
Jos 17,2 Und es kam heraus für die
übrigen Söhne Manasses, nach ihren Geschlechtern: für die Söhne Abiesers und für die Söhne Heleks
und für die Söhne Asriels und für die Söhne Sichems und für die Söhne Hephers und für die Söhne Schemidas;
das waren die Kinder Manasses, des Sohnes Josephs, die Männlichen, nach ihren
Geschlechtern.
Jos 17,3 Und Zelophchad,
der Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes Manasses, hatte keine Söhne, sondern nur
Töchter; und dies sind die Namen seiner Töchter: Machla
und Noa, Chogla, Milka und
Tirza.
Jos 17,4 Und sie
traten herzu vor Eleasar, den Heiliger, und vor Josua, den Sohn Nuns, und vor die Fürsten, und sprachen: Jehova hat Mose
geboten, uns ein Erbteil unter unseren Brüdern zu geben. Und er gab ihnen, nach
dem Befehle Jehovas, ein Erbteil unter den Brüdern ihres Vaters.
Jos 17,5 Und so fielen dem Manasse zehn
Anteile {W. Meßschnüre} zu, außer
dem Lande Gilead und Basan, das jenseit
des Jordan liegt;
Jos 17,6 denn die Töchter Manasses erhielten
ein Erbteil unter seinen Söhnen. Das Land Gilead aber wurde den übrigen Söhnen
Manasses zuteil.
Jos 17,7 Und die Grenze Manasses war von
Aser nach Mikmethath, das vor Sichem liegt; und die
Grenze ging nach rechts zu den Bewohnern von En-Tappuach
hin.
Jos 17,8 Dem Manasse gehörte das Land Tappuach; aber Tappuach, an der
Grenze Manasses, gehörte den Kindern Ephraim.
Jos 17,9 Und die
Grenze stieg hinab nach dem Bache Kana, südlich vom Bache. Diese Städte
gehörten Ephraim inmitten der Städte Manasses. Und das Gebiet Manasses war
nördlich vom Bache, und sein Ausgang war nach dem Meere hin. Jos
17,10 Gegen Süden gehörte es dem Ephraim, und gegen Norden dem
Manasse; und das Meer war seine Grenze.
Und gegen Norden stießen sie {d.h.
die Manassiter} an Aser, und gegen Osten an Issaschar.
Jos 17,11 Und Manasse erhielt in Issaschar und in Aser: Beth-Schean
und seine Tochterstädte, und Jibleam und seine
Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die
Bewohner von Dor und seine
Tochterstädte, und die Bewohner von Taanak und seine Tochterstädte, und die Bewohner von
Megiddo und seine Tochterstädte: das Dreihügelgebiet. -
Jos 17,12 Aber die Kinder Manasse vermochten
diese Städte nicht in Besitz zu nehmen, und die Kanaaniter wollten in diesem
Lande bleiben.
Jos 17,13 Und es geschah, als die Kinder
Israel erstarkten, da machten sie die Kanaaniter fronpflichtig; aber sie
trieben sie keineswegs aus.
Jos 17,14 Und die Kinder Joseph redeten zu
Josua und sprachen: Warum hast du mir nur ein Los und eine Meßschnur
als Erbteil gegeben, da ich doch ein zahlreiches Volk bin, soweit Jehova mich
bis jetzt gesegnet hat?
Jos 17,15 Und Josua sprach zu ihnen: Wenn du
ein zahlreiches Volk bist, so ziehe in den Wald hinauf und haue dir daselbst
aus in dem Lande der Perisiter und der Rephaim, {O. Riesen} wenn dir
das Gebirge Ephraim zu enge ist.
Jos 17,16 Und die Kinder Joseph sprachen: Das
Gebirge reicht für uns nicht aus, und {And.: werden wir
nicht erlangen, denn usw.} bei allen Kanaanitern, die im Tallande
wohnen, sind eiserne Wagen: bei denen, die in Beth-Schean
und seinen Tochterstädten, und bei denen, die im Tale Jisreel
wohnen.
Jos 17,17 Da sprach Josua zum Hause Joseph,
zu Ephraim und zu Manasse, und sagte: Du bist ein zahlreiches Volk und hast
eine große Kraft; nicht ein Los sollst du haben,
Jos 17,18 sondern das Gebirge soll dir
zuteil werden. Da es ein Wald ist, so haue ihn aus,
und seine Ausläufer sollen dir gehören; denn du wirst die Kanaaniter
austreiben, wenn sie auch eiserne Wagen haben, und wenn sie auch stark sind.
Jos 18,1 Und die ganze Gemeinde der Kinder
Israel versammelte sich nach Silo, und sie schlugen daselbst das Zelt der
Zusammenkunft auf; und das Land war vor ihnen unterjocht.
Jos 18,2 Und es blieben unter den
Kindern Israel sieben Stämme übrig, deren Erbteil man noch nicht ausgeteilt
hatte.
Jos 18,3 Da sprach Josua zu den Kindern
Israel: Wie lange werdet ihr euch lässig zeigen hinzugehen, um das Land in
Besitz zu nehmen, welches Jehova, der Gott eurer Väter, euch gegeben hat?
Jos 18,4 Nehmet euch drei Männer für den
Stamm, und ich will sie aussenden; und sie sollen sich aufmachen und das Land
durchwandern und es aufschreiben nach Verhältnis ihres Erbteils, und dann zu
mir kommen.
Jos 18,5 Und sie sollen es unter sich in
sieben Teile verteilen. Juda soll auf seinem Gebiet bleiben gegen Süden, und
das Haus Joseph soll auf seinem Gebiet bleiben gegen Norden.
Jos 18,6 Ihr aber sollt das Land
aufschreiben zu sieben Teilen und mir das Verzeichnis hierherbringen; und ich
werde euch das Los werfen, hier vor Jehova, unserem Gott.
Jos 18,7 Denn die
Leviten haben kein Teil in eurer Mitte, denn das Heiligertum
Jehovas ist ihr Erbteil. Und Gad und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben jenseit des Jordan, gegen Osten, ihr Erbteil empfangen,
welches Mose, der Knecht Jehovas, ihnen gegeben hat.
Jos
18,8 Und die Männer machten sich auf und gingen hin. Und Josua gebot denen,
die hingingen, um das Land aufzuschreiben, und sprach: Gehet hin und
durchwandert das Land und schreibet es auf und kommet wieder zu mir; und hier
werde ich euch das Los werfen vor Jehova, zu Silo.
Jos 18,9 Und die Männer gingen hin und
durchzogen das Land und schrieben es, nach den Städten, zu sieben Teilen auf in
ein Buch; und sie kamen zu Josua in das Lager nach Silo zurück.
Jos 18,10 Da warf ihnen Josua das Los zu Silo
vor Jehova. Und Josua teilte daselbst das Land den Kindern Israel aus nach
ihren Abteilungen.
Jos 18,11 Und es kam herauf das Los des
Stammes der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern. Und das Gebiet ihres
Loses kam heraus zwischen den Kindern Juda und den Kindern Joseph.
Jos 18,12 Und ihre
Grenze auf der Nordseite fing am Jordan an; und die Grenze stieg hinauf nach
der Nordseite von Jericho und stieg auf das Gebirge gegen Westen, und ihr
Ausgang war nach der Wüste von Beth-Awen hin; Jos
18,13 und von dort ging die Grenze hinüber nach Lus, nach der
Südseite von Lus, das ist Bethel; und die Grenze stieg hinab nach Ateroth-Addar, bei dem Berge, {O.
über den Berg} der südlich von Unter-Beth-Horon
ist. -
Jos 18,14 Und die Grenze zog sich
herum und wandte sich nach der Westseite, südwärts von dem Berge, der vor
Beth-Horon nach Süden liegt,
und ihr Ausgang war nach Kirjath-Baal hin, das ist Kirjath-Jearim, einer Stadt der Kinder Juda; das war die
Westseite. -
Jos 18,15 Und die Südseite fing an am Ende {W.
Und die Südseite: vom Ende} von Kirjath-Jearim; und die
Grenze lief aus nach Westen hin, und sie lief nach der Quelle des Wassers Nephtoach hin;
Jos 18,16 und die Grenze stieg hinab
zu dem Ende des Berges, welcher vor dem Tale des Sohnes Hinnoms
in der Talebene der Rephaim gegen Norden liegt; und
sie stieg das Tal Hinnom hinab nach der Südseite der Jebusiter, und sie stieg hinab nach En-Rogel;
Jos 18,17 und sie zog sich nordwärts
herum und lief nach En-Semes, und sie lief nach Geliloth hin, das der Anhöhe
Adummim gegenüber
liegt; und sie stieg hinab zum Steine Bohans, des
Sohnes Rubens,
Jos 18,18 und ging hinüber nach der Seite,
die der Araba {O. der Ebene; vergl.
die Anm. zu 5. Mose 1,1} nordwärts gegenüber liegt, und stieg hinab nach der Araba;
Jos 18,19 und die Grenze ging hinüber nach
der Nordseite von Beth-Hogla, und der Ausgang der
Grenze war nach der nördlichen Zunge des Salzmeeres, nach dem südlichen Ende
des Jordan hin. Das war die Südgrenze. -
Jos 18,20 Und der Jordan begrenzte es an der
Ostseite. Das war das Erbteil der Kinder Benjamin, nach seinen Grenzen ringsum,
nach ihren Geschlechtern.
Jos 18,21 Und die Städte des Stammes der
Kinder Benjamin, nach ihren Geschlechtern, waren: Jericho und Beth-Hogla und Emek-Keziz,
Jos 18,22 und Beth-Araba
und Zemaraim und Bethel,
Jos 18,23 und Awim
und Para und Ophra,
Jos 18,24 und Kephar-Ammoni
{d.h. das Dorf der Ammoniter} und Ophni
und Geba: Zwölf Städte und ihre Dörfer;
Jos 18,25 Gibeon und Rama und Beeroth,
Jos 18,26 und Mizpe
und Kephira und Moza,
Jos 18,27 und Rekem
und Jirpeel und Tarala,
Jos 18,28 und Zela,
Eleph, und die Jebusiter,
das ist Jerusalem, Gibeath, Kirjath:
vierzehn Städte und ihre Dörfer. Das war das Erbteil der Kinder Benjamin nach
ihren Geschlechtern.
Jos 19,1 Und das zweite Los kam herauf für
Simeon, für den Stamm der Kinder Simeon, nach ihren Geschlechtern; und ihr
Erbteil war mitten in dem Erbteil der Kinder Juda.
Jos 19,2 Und es ward ihnen zum
Erbteil: Beerseba und Scheba
und Molada,
Jos 19,3 und Hazar-Schual und Bala und Ezem,
Jos 19,4 und Eltolad
und Bethul und Horma,
Jos 19,5 und Ziklag
und Beth-Markaboth und Hazar-Susa,
Jos 19,6 und Beth-Lebaoth
und Scharuchen: dreizehn Städte und ihre Dörfer;
Jos 19,7 Ain, Rimmon
und Ether und Aschan: vier Städte und ihre Dörfer;
Jos 19,8 und alle Dörfer, die rings um diese
Städte liegen, bis Baalath-Beer, das ist Süd-Ramath. Das war das Erbteil des Stammes der Kinder Simeon,
nach ihren Geschlechtern.
Jos 19,9 Von der Meßschnur
der Kinder Juda war das Erbteil der Kinder Simeon; denn das Teil der Kinder
Juda war zu groß für sie, und so erhielten die Kinder Simeon ihr Erbteil mitten
in ihrem Erbteil.
Jos 19,10 Und das dritte Los kam herauf für
die Kinder Sebulon, nach ihren Geschlechtern. Und die
Grenze ihres Erbteils war bis Sarid;
Jos 19,11 und ihre Grenze stieg hinauf
westwärts, und zwar nach Marhala, und stieß an Dabbescheth und stieß an den Bach, der vor Jokneam fließt;
Jos 19,12 und sie kehrte um von Sarid,
ostwärts, gegen Sonnenaufgang, nach der Grenze von Kisloth-Tabor,
und lief nach Daberath hin und stieg hinauf nach Japhija;
Jos 19,13 und von dort ging sie hinüber
ostwärts gegen Sonnenaufgang, nach Gath-Hepher, nach
Eth-Kazin, und lief aus bei Rimmon,
das sich nach Nea hin erstreckt. {And.: lief aus bei Rimmon-Methoar, Nea}
Jos 19,14 Und die Grenze wandte sich
um dasselbe nördlich nach Hannathon, und ihr Ausgang
war das Tal
Jiphtach-El; ...
Jos 19,15 und Kattath
und Nahalal und Schimron
und Jidala und Bethlehem: zwölf Städte und ihre
Dörfer.
Jos 19,16 Das war das Erbteil der
Kinder Sebulon, nach ihren Geschlechtern, diese
Städte und ihre Dörfer.
Jos 19,17 Für Issaschar
kam das vierte Los heraus, für die Kinder Issaschar,
nach ihren Geschlechtern.
Jos 19,18 Und ihr Gebiet war nach Jisreel hin, und Kesulloth und Schunem,
Jos 19,19 und Hapharaim
und Schion und Anacharath,
Jos 19,20 und Rabbith
und Kischjon und Ebez,
Jos 19,21 und Remeth
und En-Gannim und En-Hadda
und Beth-Pazez;
Jos 19,22 und die Grenze stieß an Tabor und Schachazuma und Beth-Semes, und
der Ausgang ihrer Grenze war am Jordan: sechzehn Städte und ihre Dörfer.
Jos 19,23 Das war das Erbteil des Stammes der
Kinder Issaschar, nach ihren Geschlechtern, die
Städte und ihre Dörfer.
Jos 19,24 Und das fünfte Los kam
heraus für den Stamm der Kinder Aser, nach ihren Geschlechtern.
Jos 19,25 Und ihre Grenze war: Helkath und Hali und Beten und Akschaph,
Jos 19,26 und Allammelek
und Amhad und Mischeal; und
sie stieß an den Karmel, gegen Westen, und an den
Sihor-Libnath;
Jos 19,27 und sie kehrte um gegen
Sonnenaufgang nach Beth-Dagon und stieß an Sebulon
und an das Tal Jiphtach-El, nördlich von Beth-Emek
und Nehiel, und sie lief nach Kabul hin zur Linken, {d.h.
gegen Norden}
Jos 19,28 und Ebron
und Rechob und Hammon und Kana, bis Zidon, der großen Stadt;
Jos 19,29 und die Grenze kehrte um nach Rama
und bis zur festen Stadt Tyrus; {Hebr.
Zor} und die Grenze kehrte um nach Hosa, und ihr
Ausgang war nach dem Meere hin von dem Striche Aksib
an; {O. andem Landstrich gegen Aksib hin} ...
Jos 19,30 und Umma und Aphek und Rechob: 22 Städte und
ihre Dörfer.
Jos 19,31 Das war das Erbteil des
Stammes der Kinder Aser, nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre
Dörfer.
Jos 19,32 Für die Kinder Naphtali kam
das sechste Los heraus, für die Kinder Naphtali, nach ihren Geschlechtern.
Jos 19,33 Und ihre Grenze war von Heleph, von der Terebinthe zu Zaanannim,
und Adami-Nekeb und Jabneel
bis Lakum, und ihr Ausgang war am Jordan;
Jos
19,34 und die Grenze kehrte um westwärts nach Asnoth-Tabor
und lief von dort nach Hukkok hin. Und so stieß sie
an Sebulon gegen Süden, und an Aser stieß sie gegen
Westen, und an Juda {"anJuda"
ist wahrsch. eine verderbte Lesart} am Jordan
gegen Sonnenaufgang.
Jos 19,35 Und die festen Städte waren:
Ziddim, Zer und Hammath, Rakkath und Kinnereth,
Jos 19,36 und Adama und Rama und Hazor,
Jos 19,37 und Kedes
und Edrei und En-Hazor,
Jos 19,38 und Jiron
und Migdal-El, Horem und Beth-Anath
und Beth-Semes: neunzehn Städte und ihre Dörfer.
Jos 19,39 Das war das Erbteil des
Stammes der Kinder Naphtali, nach ihren Geschlechtern, die Städte und ihre
Dörfer.
Jos 19,40 Für den Stamm der Kinder
Dan, nach ihren Geschlechtern, kam das siebte Los heraus.
Jos 19,41 Und das Gebiet ihres
Erbteils war: Zorha und Eschtaol
und Ir-Semes,
Jos 19,42 und Schaalabbin
und Ajjalon und Jithla,
Jos 19,43 und Elon und Timnatha und Ekron,
Jos 19,44 und Elteke
und Gibbethon und Baalath,
Jos 19,45 und Jehud
und Bne-Berak und Gath-Rimmon,
Jos 19,46 und Me-Jarkon
und Rakkon, mit dem Gebiete gegenüber Japho.
Jos 19,47 Und die Grenze der Kinder Dan ging
später weiter als diese; denn die Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Leschem, {Leschemgleich
Lais; vergl. Richt. 18,29} und nahmen
es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und sie nahmen es in
Besitz und wohnten darin; und sie nannten Leschem
Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan.
Jos 19,48 Das war das Erbteil des
Stammes der Kinder Dan nach ihren Geschlechtern, diese Städte und ihre Dörfer.
Jos 19,49 Und als sie die Verteilung des
Landes nach seinen Grenzen vollendet hatten, gaben die Kinder Israel Josua, dem
Sohne Nuns, ein Erbteil in ihrer Mitte.
Jos 19,50 Nach dem Befehle Jehovas gaben sie
ihm die Stadt, die er verlangte, Timnath-Serach im
Gebirge Ephraim; und er baute die Stadt und wohnte darin.
Jos 19,51 Das sind die Erbteile, welche
Eleasar, der Heiliger, und Josua, der Sohn Nuns, und
die Häupter der Väter der Stämme der Kinder Israel durch das Los austeilten zu
Silo, vor Jehova, an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Und so
vollendeten sie die Verteilung des Landes.
Jos 20,1 Und Jehova redete zu Josua
und sprach:
Jos 20,2 Rede zu den Kindern Israel
und sprich: Bestimmet euch die Zufluchtstädte, von
welchen ich durch Mose zu euch geredet habe, {4. Mose 35,6
usw.; 5. Mose 19,1 usw.}
Jos 20,3 daß dahin
fliehe ein Totschläger, der jemand aus Versehen, unabsichtlich, {W.
ohne Wissen; so auch V.5} erschlagen hat; und sie seien euch zur Zuflucht vor
dem Bluträcher.
Jos
20,4 Und er soll in eine von diesen Städten fliehen, und an dem Eingang des
Stadttores stehen und vor den Ohren der Ältesten jener Stadt seine Sache
vorbringen; und sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort
geben, daß er bei ihnen wohne.
Jos 20,5 Und wenn der Bluträcher ihm
nachjagt, so sollen sie den Totschläger nicht in seine Hand ausliefern; denn er
hat seinen Nächsten unabsichtlich erschlagen, und er haßte
ihn vordem nicht.
Jos
20,6 Und er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde zu Gericht
gestanden hat, bis zum Tode des HohenHeiligers, der
in jenen Tagen sein wird; alsdann mag der Totschläger zurückkehren und in seine
Stadt und in sein Haus kommen, in die Stadt, aus welcher er geflohen ist. -
Jos 20,7 Und sie heiligten Kedes in Galiläa, im Gebirge Naphtali, und Sichem im
Gebirge Ephraim, und Kirjath-Arba, das ist Hebron, im
Gebirge Juda.
Jos 20,8 Und jenseit
des Jordan von Jericho, gegen Osten, bestimmten sie Bezer
in der Wüste, in der Ebene, vom Stamme Ruben; und Ramoth
in Gilead, vom Stamme Gad; und Golan in Basan, vom
Stamme Manasse.
Jos 20,9 Das waren die bestimmten
Städte für alle Kinder Israel und für den Fremdling, der in ihrer Mitte weilte,
auf daß dahin fliehe ein jeder, der jemand aus
Versehen erschlagen würde, damit er nicht durch die Hand des Bluträchers
sterbe, bis er vor der Gemeinde gestanden habe.
Jos 21,1 Und die Häupter der Väter der
Leviten traten zu Eleasar, dem Heiliger, und zu Josua, dem Sohne Nuns, und zu den Häuptern der Väter der Stämme der Kinder
Israel,
Jos 21,2 und redeten zu ihnen zu Silo, im
Lande Kanaan, und sprachen: Jehova hat durch Mose geboten, uns Städte zum
Wohnen zu geben, und deren Bezirke für unser Vieh. {4.
Mose 35,2}
Jos 21,3 Und die Kinder Israel gaben den
Leviten von ihrem Erbteil diese Städte und ihre Bezirke, nach dem Befehle
Jehovas:
Jos 21,4 Und das Los kam heraus für
die Familien der Kehathiter. Und die Söhne Aarons,
des Heiligers, aus den Leviten, erhielten vom Stamme
Juda und vom Stamme der Simeoniter und vom Stamme
Benjamin, durchs Los, dreizehn Städte;
Jos 21,5 und die übrigen Söhne Kehaths, von den Geschlechtern des Stammes Ephraim und vom
Stamme Dan und vom halben Stamme Manasse, durchs Los, zehn Städte.
Jos 21,6 Und die Söhne Gersons erhielten von
den Geschlechtern des Stammes Issaschar und vom
Stamme Aser und vom Stamme Naphtali und vom halben Stamme Manasse in Basan, durchs Los, dreizehn Städte;
Jos 21,7 die Söhne Meraris,
nach ihren Familien, vom Stamme Ruben und vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulon zwölf Städte.
Jos 21,8 Und so gaben die Kinder Israel den
Leviten diese Städte und ihre Bezirke durchs Los, so wie Jehova durch Mose
geboten hatte.
Jos 21,9 Und sie gaben vom Stamme der Kinder
Juda und vom Stamme der Kinder Simeon folgende Städte, die man mit Namen
nannte;
Jos 21,10 und sie wurden den Söhnen Aarons,
von den Familien der Kehathiter, aus den Kindern
Levi, zuteil (denn für sie war das erste Los).
Jos 21,11 Und sie gaben ihnen die Stadt
Arbas, {H. Kirjath-Arba} des Vaters
Enaks, das ist Hebron, im Gebirge Juda, und ihre Bezirke rings um sie her.
Jos 21,12 Aber das Feld der Stadt und
ihre Dörfer gaben sie Kaleb, dem Sohne Jephunnes, als
sein Eigentum.
Jos 21,13 Und sie gaben den Söhnen Aarons,
des Heiligers, die Zufluchtstadt
für den Totschläger, Hebron und seine Bezirke; und Libna
und seine Bezirke,
Jos 21,14 und Jattir
und seine Bezirke, und Eschtemoa und seine Bezirke,
Jos 21,15 und Holon und seine Bezirke,
und Debir und seine Bezirke,
Jos 21,16 und Ain und seine Bezirke, und
Jutta und seine Bezirke, und Beth-Semes und seine
Bezirke: neun Städte von diesen beiden Stämmen.
Jos
21,17 Und vom Stamme Benjamin: Gibeon und seine Bezirke, Geba und
seine Bezirke, Jos 21,18 Anathoth und seine
Bezirke, und Almon und seine Bezirke: vier Städte.
Jos 21,19 Alle Städte der Söhne
Aarons, der Heiliger: dreizehn Städte und ihre Bezirke.
Jos 21,20 Und was die Familien der Söhne Kehaths, der Leviten, die übrigen von den Söhnen Kehaths, betrifft, so waren die Städte ihres Loses vom
Stamme Ephraim.
Jos 21,21 Und sie gaben ihnen die Zufluchtstadt für den Totschläger, Sichem und seine Bezirke
im Gebirge Ephraim; und Geser und seine Bezirke,
Jos 21,22 und Kibzaim
und seine Bezirke, und Beth-Horon und seine Bezirke:
vier Städte. Jos 21,23 Und vom Stamme Dan: Elteke und seine Bezirke, Gibbethon
und seine Bezirke, Jos 21,24 Ajjalon und seine
Bezirke, Gath-Rimmon und seine Bezirke: vier Städte.
Jos 21,25 Und von der Hälfte des Stammes
Manasse: Taanak und seine Bezirke, und Gath-Rimmon und seine Bezirke: zwei Städte.
Jos 21,26 Aller Städte waren zehn und
ihre Bezirke, für die Familien der übrigen Söhne Kehaths.
Jos
21,27 Und den Söhnen Gersons, aus den Geschlechtern der Leviten,
gaben sie vom halben Stamme Manasse: Die Zufluchtstadt
für den Totschläger, Golan in Basan und seine
Bezirke; und Beeschtera und seine Bezirke: zwei
Städte.
Jos 21,28 Und vom Stamme Issaschar:
Kischjon und seine Bezirke, Daberath
und seine Bezirke, Jos 21,29 Jarmuth und seine
Bezirke, En-Gannim und seine Bezirke: vier Städte. Jos
21,30 Und vom Stamme Aser: Mischeal und
seine Bezirke, Abdon und seine Bezirke, Jos 21,31 Helkath und seine Bezirke, und Rechob und seine Bezirke: vier Städte.
Jos 21,32 Und vom Stamme Naphtali: Die Zufluchtstadt für den Totschläger, Kedes
in Galiläa und seine Bezirke; und Hammoth-Dor und
seine Bezirke, und Kartan und seine Bezirke: drei
Städte.
Jos 21,33 Alle Städte der Gersoniter, nach ihren Familien: dreizehn Städte und ihre
Bezirke.
Jos 21,34 Und den Familien der Söhne Meraris, den übrigen Leviten, gaben sie vom Stamme Sebulon: Jokneam und seine
Bezirke, Karta und seine Bezirke,
Jos 21,35 Dimna und seine
Bezirke, Nahalal und seine Bezirke: vier Städte.
Jos
21,36 Und vom Stamme Ruben: Bezer und
seine Bezirke, und Jahza und seine Bezirke, Jos
21,37 Kedemoth und seine Bezirke, und Mephaath und seine Bezirke: vier Städte.
Jos 21,38 Und vom Stamme Gad: die Zufluchtstadt für den Totschläger, Ramoth
in Gilead und seine Bezirke; und Machanaim und seine
Bezirke,
Jos 21,39 Hesbon und seine
Bezirke, Jaser und seine Bezirke; aller Städte waren
vier.
Jos 21,40 Alle Städte der Söhne Meraris, nach ihren Familien, der übrigen von den
Geschlechtern der Leviten: ihr Los war zwölf Städte.
Jos 21,41 Alle Städte der Leviten
inmitten des Eigentums der Kinder Israel: 48 Städte und ihre Bezirke.
Jos 21,42 Diese Städte hatten, Stadt
für Stadt, ihre Bezirke rings um sich her: also war es bei allen diesen
Städten.
Jos 21,43 Und so gab Jehova Israel das ganze
Land, welches er ihren Vätern zu geben geschworen hatte; und sie nahmen es in
Besitz und wohnten darin.
Jos 21,44 Und Jehova schaffte ihnen Ruhe
ringsumher nach allem, was er ihren Vätern geschworen hatte; und keiner von
allen ihren Feinden hielt vor ihnen stand: alle ihre Feinde gab Jehova in ihre
Hand.
Jos 21,45 Es fiel kein Wort dahin von all den
guten Worten, welche Jehova zu dem Hause Israel geredet hatte; alles traf ein.
Jos 22,1 Damals berief Josua die Rubeniter und die Gaditer und den
halben Stamm Manasse,
Jos 22,2 und er sprach zu ihnen: Ihr habt
alles beobachtet, was Mose, der Knecht Jehovas, euch geboten hat, und habt
meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch geboten habe.
Jos 22,3 Ihr habt eure Brüder nicht
verlassen diese lange Zeit bis auf diesen Tag, und habt das Gebot Jehovas,
eures
Gottes, beobachtet. {Eig.
und habt beobachtet, was in Bezug auf das Gebot Jehovas... zu beobachten war}
Jos 22,4 Und nun hat Jehova, euer Gott,
euren Brüdern Ruhe geschafft, wie er zu ihnen geredet hat; und nun wendet euch
und ziehet nach euren Zelten, in das Land eures Eigentums, welches Mose, der
Knecht Jehovas, euch jenseit des Jordan gegeben hat.
Jos
22,5 Nur achtet wohl darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, welches Mose,
der Knecht Jehovas, euch geboten hat: Jehova, euren Gott, zu lieben und auf
allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote zu beobachten, und ihm
anzuhangen und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen
Seele.
Jos 22,6 Und Josua segnete sie und
entließ sie; und sie zogen nach ihren Zelten.
Jos 22,7 Und der einen Hälfte des
Stammes Manasse hatte Mose in Basan ein Erbteil
gegeben; aber seiner anderen Hälfte hatte Josua mit ihren Brüdern diesseit des
Jordan, gegen Westen, ihr Erbteil gegeben. Und als Josua sie nach ihren Zelten
entließ, da segnete er auch sie,
Jos
22,8 und er sprach zu ihnen und sagte: Kehret nach euren Zelten zurück mit
vielen Reichtümern und mit sehr vielem Vieh, mit Silber und mit Gold und mit
Erz und mit Eisen und mit Kleidern in großer Menge; teilet die Beute eurer
Feinde mit euren Brüdern.
Jos 22,9 So kehrten die Kinder Ruben
und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse zurück und zogen weg von den
Kindern Israel, von Silo, das im Lande Kanaan ist, um in das Land Gilead zu
ziehen, in das Land ihres Eigentums, in welchem sie sich ansässig gemacht hatten
nach dem Befehle Jehovas durch Mose.
Jos 22,10 Und als sie in die Bezirke des
Jordan kamen, die im Lande Kanaan sind, da bauten die Kinder Ruben und die
Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse daselbst einen Altar am Jordan, einen
Altar, groß von Ansehen.
Jos 22,11 Und die Kinder Israel hörten sagen:
Siehe, die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben
einen Altar gebaut, angesichts des Landes Kanaan, in den Bezirken des Jordan,
den Kindern Israel gegenüber.
Jos 22,12 Und als die Kinder Israel es
hörten, da versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel nach Silo, um
wider sie hinaufzuziehen zum Kriege.
Jos 22,13 Und die Kinder Israel sandten zu
den Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu dem halben Stamme Manasse, in
das Land Gilead, Pinehas, den Sohn Eleasars, des Heiligers,
Jos 22,14 und zehn Fürsten mit ihm, je einen
Fürsten für ein Vaterhaus, von allen Stämmen Israels; und sie waren ein jeder
das Haupt ihres Vaterhauses unter den Tausenden Israels.
Jos 22,15 Und sie kamen zu den Kindern Ruben
und zu den Kindern Gad und zu dem halben Stamme Manasse, in das Land Gilead,
und redeten mit ihnen und sprachen:
Jos 22,16 So spricht die ganze
Gemeinde Jehovas: Was ist das für eine Treulosigkeit, die ihr gegen den Gott
Israels begangen habt, daß ihr euch heute abwendet
von der Nachfolge Jehovas, indem ihr euch einen Altar bauet, um euch heute wider Jehova zu empören?
Jos 22,17 Ist es uns zu wenig an der
Ungerechtigkeit Peors, von welcher wir uns noch nicht
gereinigt haben bis auf diesen Tag, und doch kam die Plage {O.
als die Plagekam} über die Gemeinde Jehovas?
Jos 22,18 Und ihr, ihr wendet euch heute ab
von der Nachfolge Jehovas! Und es wird geschehen, empöret ihr euch heute wider Jehova, so wird er morgen über die ganze Gemeinde
Israels erzürnen.
Jos 22,19 Jedoch wenn das Land eures
Eigentums unrein ist, so kommet herüber in das Land des Eigentums Jehovas, wo
die Wohnung Jehovas weilt, und machet euch ansässig in unserer Mitte, aber
empöret euch nicht wider Jehova, und empöret euch nicht wider uns, indem ihr
euch einen Altar bauet außer dem Altar Jehovas, unseres Gottes.
Jos 22,20 Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, Untreue an dem Verbannten begangen? und ein Zorn
kam über die ganze Gemeinde Israels; und er kam nicht als ein Einzelner um in
seiner Ungerechtigkeit.
Jos 22,21 Und die Kinder Ruben und die Kinder
Gad und der halbe Stamm Manasse antworteten und sprachen zu den Häuptern der
Tausende Israels:
Jos 22,22 Der Gott {El}
der Götter, Jehova, der Gott {El} der Götter,
Jehova, er weiß es, und Israel soll es wissen: wenn es aus Empörung, und wenn
es aus Treulosigkeit gegen Jehova geschehen ist, - so mögest du uns nicht
retten an diesem Tage! -
Jos 22,23 daß wir uns
einen Altar gebaut haben, um uns von der Nachfolge Jehovas abzuwenden, und wenn
es geschehen ist, um Brandopfer und Speisopfer darauf zu opfern, und wenn, um
Friedensopfer darauf zu opfern, so möge Jehova es fordern!
Jos 22,24 Und wenn wir nicht aus Besorgnis
vor einer Sache dies getan haben, indem wir sprachen: Künftig werden eure
Kinder zu unseren Kindern sprechen und sagen: Was habt ihr mit Jehova, dem Gott
Israels, gemein?
Jos 22,25 Jehova hat ja eine Grenze,
den Jordan, zwischen uns und euch gesetzt, ihr Kinder Ruben und ihr Kinder Gad;
ihr habt kein Teil an Jehova! Und so würden eure Kinder machen, daß unsere Kinder aufhörten, Jehova zu fürchten.
Jos 22,26 Und so sprachen wir: Wir wollen uns
doch daran machen, den Altar zu bauen, nicht für Brandopfer und nicht für
Schlachtopfer;
Jos
22,27 sondern ein Zeuge soll er sein zwischen uns und euch und
zwischen unseren Geschlechtern nach uns, damit wir den Dienst Jehovas vor ihm
verrichten mit unseren Brandopfern und mit unseren Schlachtopfern und mit
unseren Friedensopfern, und damit nicht eure Kinder künftig zu unseren Kindern
sagen: Ihr habt kein Teil an Jehova!
Jos
22,28 Und wir sprachen: Geschieht es, daß
sie künftig zu uns oder zu unseren Geschlechtern also sprechen, so werden wir
sagen: Sehet das Abbild des Altars Jehovas, welches unsere Väter gemacht haben,
nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer; sondern ein Zeuge sollte er
sein zwischen uns und euch!
Jos 22,29 Fern sei es von uns, daß wir uns wider Jehova empören und uns heute von der
Nachfolge Jehovas abwenden, indem wir einen Altar bauen für Brandopfer, für
Speisopfer und für Schlachtopfer, außer dem Altar Jehovas, unseres Gottes, der
vor seiner Wohnung ist!
Jos 22,30 Und als Pinehas,
der Heiliger, und die Fürsten der Gemeinde und die Häupter der Tausende
Israels, die mit ihm waren, die Worte hörten, welche die Kinder Ruben und die
Kinder Gad und die Kinder Manasse redeten, war es gut in ihren Augen.
Jos 22,31 Und Pinehas,
der Sohn Eleasars, des Heiligers, sprach zu den
Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu den Kindern Manasse: Heute erkennen
wir, daß Jehova in unserer Mitte ist, weil ihr diese
Treulosigkeit nicht gegen Jehova begangen habt. Nunmehr habt ihr die Kinder
Israel von der Hand Jehovas errettet.
Jos 22,32 Und Pinehas,
der Sohn Eleasars, des Heiligers, und die Fürsten
kehrten zurück von den Kindern Ruben und von den Kindern Gad, aus dem Lande Gilead
in das Land Kanaan, zu den Kindern Israel und brachten ihnen
Antwort.
Jos 22,33 Und die Sache war gut in den
Augen der Kinder Israel; und die Kinder Israel priesen Gott und sprachen nicht
mehr davon, wider sie hinaufzuziehen zum Kriege, um das Land zu verderben, in
welchem die Kinder Ruben und die Kinder Gad wohnten.
Jos 22,34 Und die Kinder Ruben und die Kinder
Gad nannten den Altar Zeuge: denn er ist ein Zeuge zwischen uns, daß Jehova Gott ist.
Jos 23,1 Und es geschah nach vielen Tagen,
nachdem Jehova Israel Ruhe geschafft hatte vor allen seinen Feinden ringsum,
als Josua alt geworden war, wohlbetagt,
Jos 23,2 da berief Josua ganz Israel: seine
Ältesten und seine Häupter und seine Richter und seine Vorsteher, und sprach zu
ihnen: Ich bin alt geworden, wohlbetagt;
Jos 23,3 und ihr, ihr habt alles gesehen,
was Jehova, euer Gott, allen diesen Nationen euretwegen getan hat. Denn Jehova,
euer Gott, er ist es, der für euch gestritten hat.
Jos 23,4 Sehet, ich habe euch diese übrigen
Nationen durchs Los als Erbteil zufallen lassen, nach euren Stämmen, vom Jordan
an (sowie alle Nationen, die ich ausgerottet habe) bis an das große Meer gegen
Sonnenuntergang.
Jos 23,5 Und Jehova, euer Gott, er selbst
wird sie vor euch ausstoßen und sie vor euch austreiben; und ihr werdet ihr
Land in Besitz nehmen, so wie Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat.
Jos 23,6 So haltet denn sehr fest daran,
alles zu beobachten und zu tun, was in dem Buche des Gesetzes Moses geschrieben
ist, daß ihr nicht davon abweichet zur Rechten noch
zur Linken,
Jos 23,7 daß ihr nicht
unter diese Nationen kommet, diese, die bei euch übriggeblieben sind, und den
Namen ihrer Götter nicht erwähnet und nicht jemand bei ihm beschwöret, und
ihnen nicht dienet und euch nicht vor ihnen niederwerfet!
Jos 23,8 sondern Jehova, eurem Gott,
sollt ihr anhangen, so wie ihr getan habt bis auf diesen Tag.
Jos 23,9 Und Jehova hat große und starke
Nationen vor euch ausgetrieben; und ihr - niemand hat vor euch standgehalten
bis auf diesen Tag:
Jos 23,10 Ein Mann von euch jagt tausend;
denn Jehova, euer Gott, er ist es, der für euch streitet, so wie er zu euch
geredet hat.
Jos 23,11 So habet wohl acht auf eure
Seelen, daß ihr Jehova, euren Gott, liebet!
Jos 23,12 Denn wenn ihr euch irgend abwendet
und euch an den Rest dieser Nationen hänget, dieser, die bei euch
übriggeblieben sind, und ihr euch mit ihnen verschwägert und unter sie kommet,
und sie unter euch:
Jos 23,13 so wisset bestimmt, daß Jehova, euer Gott, nicht fortfahren wird, diese
Nationen vor euch auszutreiben; und sie werden euch zur Schlinge werden und zum
Fallstrick, und zur Geißel in euren Seiten und zu Dornen in euren Augen, bis
ihr umkommet aus diesem guten Lande, das Jehova, euer Gott, euch gegeben hat.
Jos 23,14 Und siehe, ich gehe heute den Weg
der ganzen Erde; und ihr wisset {O. so erkennet} mit eurem
ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß nicht
ein Wort dahingefallen ist von all den guten Worten, die Jehova, euer Gott,
über euch geredet hat: sie sind euch alle eingetroffen, nicht ein Wort davon
ist dahingefallen.
Jos
23,15 Aber es wird geschehen, so wie jedes gute Wort über euch
gekommen ist, das Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, also wird Jehova
jedes böse Wort über euch kommen lassen, bis er euch aus diesem guten Lande
vertilgt hat, das Jehova, euer Gott, euch gegeben hat.
Jos
23,16 Wenn ihr den Bund Jehovas, eures Gottes, den er euch geboten
hat, übertretet, und hingehet und anderen Göttern dienet und euch vor ihnen
niederwerfet, so wird der Zorn Jehovas gegen euch entbrennen, und ihr werdet
schnell umkommen aus dem guten Lande, das er euch gegeben hat.
Jos 24,1 Und Josua versammelte alle Stämme
Israels nach Sichem, und er berief die Ältesten von Israel und seine Häupter
und seine Richter und seine Vorsteher; und sie stellten sich vor Gott.
Jos
24,2 Und Josua sprach zu dem ganzen Volke: So spricht Jehova, der Gott
Israels: Eure Väter wohnten vor alters jenseit des
Stromes, {d.h. des Euphrat} Tarah, der Vater
Abrahams und der Vater Nahors, und sie dienten
anderen Göttern.
Jos 24,3 Und ich nahm Abraham, euren Vater,
von jenseit des Stromes und ließ ihn durch das ganze
Land Kanaan wandern, und ich mehrte seinen Samen und gab ihm Isaak.
Jos 24,4 Und dem Isaak gab ich Jakob und
Esau; und dem Esau gab ich das Gebirge Seir, es zu
besitzen; und Jakob und seine Söhne zogen nach Ägypten hinab.
Jos 24,5 Und ich sandte Mose und Aaron und
schlug Ägypten, so wie ich in seiner Mitte getan habe; und danach führte ich
euch heraus.
Jos 24,6 Und ich führte eure Väter aus
Ägypten hinweg, und ihr kamet an das Meer; und die
Ägypter jagten euren Vätern nach mit Wagen und mit Reitern bis an das
Schilfmeer.
Jos 24,7 Da schrieen
sie zu Jehova, und er setzte Finsternis zwischen euch und die Ägypter und
führte das Meer über sie und bedeckte sie; und eure Augen haben gesehen, was
ich an den Ägyptern getan habe. Und ihr wohntet in der Wüste eine lange Zeit.
Jos 24,8 Und ich brachte euch in das Land
der Amoriter, die jenseit des Jordan wohnten, und sie
stritten wider euch; und ich gab sie in eure Hand, und ihr nahmet
ihr Land in Besitz, und ich vertilgte sie vor euch.
Jos 24,9 Da stand Balak
auf, der Sohn Zippors, der König von Moab, und stritt
wider Israel; und er sandte hin und ließ Bileam, den Sohn Beors,
rufen, um euch zu verfluchen.
Jos 24,10 Aber ich wollte nicht auf Bileam
hören, und er segnete euch vielmehr; und ich errettete euch aus seiner Hand.
Jos 24,11 Und ihr zoget
über den Jordan und kamet nach Jericho; und die
Bürger von Jericho und die Amoriter und die Perisiter
und die Kanaaniter und die Hethiter und die Girgasiter
und die Hewiter und die Jebusiter
stritten wider euch, und ich gab sie in eure Hand.
Jos 24,12 Und ich sandte die Hornissen vor
euch her, und sie vertrieben sie vor euch, die beiden Könige der Amoriter;
nicht mit deinem Schwert und nicht mit deinem Bogen.
Jos 24,13 Und ich habe euch ein Land gegeben,
um das du dich nicht gemüht, und Städte, die ihr nicht gebaut habt, und ihr
wohnet darin; von Weinbergen und Olivenbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt,
esset ihr. -
Jos 24,14 Und nun fürchet
Jehova und dienet ihm in Vollkommenheit {O. Lauterkeit,
Aufrichtigkeit} und in Wahrheit; und tut die Götter hinweg, welchen eure
Väter jenseit des Stromes und in Ägypten gedient
haben, und dienet Jehova.
Jos
24,15 Und wenn es übel ist in euren Augen, Jehova zu dienen, so
erwählet euch heute, wem ihr dienen wollt, ob den Göttern, welchen eure Väter
gedient haben, die jenseit des Stromes wohnten, oder
den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnet. Ich aber und mein Haus, wir
wollen Jehova dienen!
Jos 24,16 Und das Volk antwortete und sprach:
Fern sei es von uns, Jehova zu verlassen, um anderen Göttern zu dienen!
Jos
24,17 Denn Jehova, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus
dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft, heraufgeführt hat, und der
vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und uns behütet hat auf dem ganzen
Wege, auf dem wir gegangen, und unter all den Völkern, durch deren Mitte wir
gezogen sind.
Jos 24,18 Und Jehova hat alle Völker und die
Amoriter, die Bewohner des Landes, vor uns vertrieben. Auch wir wollen Jehova
dienen, denn er ist unser Gott!
Jos 24,19 Und Josua sprach zu dem Volke: Ihr
könnet Jehova nicht dienen; denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifernder
Gott; {El} er wird eure Übertretung {Eig.
euren Abfall} und eure Sünden nicht vergeben.
Jos 24,20 Wenn ihr Jehova verlasset und
fremden Göttern dienet, so wird er sich wenden und euch Übles tun und euch
vernichten, nachdem er euch Gutes getan hat.
Jos 24,21 Und das Volk sprach zu
Josua: Nein, sondern Jehova wollen wir dienen!
Jos 24,22 Da sprach Josua zu dem Volke: Ihr
seid Zeugen gegen euch, daß ihr selbst euch Jehova
erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Wir sind Zeugen!
Jos 24,23 So tut nun die fremden
Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und neiget euer Herz zu Jehova, dem
Gott
Israels.
Jos 24,24 Und das Volk sprach zu
Josua: Jehova, unserem Gott, wollen wir dienen und auf seine Stimme hören!
Jos 24,25 Und Josua machte einen Bund mit dem
Volke an selbigem Tage und stellte ihm Satzung und Recht zu Sichem.
Jos 24,26 Und Josua schrieb diese Worte in
das Buch des Gesetzes Gottes; und er nahm einen großen Stein und richtete ihn
daselbst auf unter der Terebinthe, die bei dem Heiligtum Jehovas steht. {Vergl.
1. Mose 12,6. 7; 35,4}
Jos
24,27 Und Josua sprach zu dem ganzen Volke: Siehe, dieser Stein
soll Zeuge gegen uns sein; denn er hat alle Worte Jehovas gehört, die er mit
uns geredet hat; und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht
verleugnet.
Jos 24,28 Und Josua entließ das Volk,
einen jeden in sein Erbteil.
Jos 24,29 Und es geschah nach diesen Dingen,
da starb Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jehovas,
hundertzehn Jahre alt;
Jos 24,30 und man begrub ihn im Gebiete
seines Erbteils zu Timnath-Serach auf dem Gebirge
Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.
Jos 24,31 Und Israel diente Jehova alle Tage
Josuas und alle Tage der Ältesten, welche ihre Tage nach Josua verlängerten,
und die das ganze Werk Jehovas kannten, das er für Israel getan hatte.
Jos 24,32 Und die Gebeine Josephs,
welche die Kinder Israel aus Ägypten heraufgebracht hatten, begruben sie zu
Sichem auf dem Stück Feld, welches Jakob von den Söhnen Hemors,
des Vaters Sichems, gekauft hatte um hundert Kesita;
und sie wurden den Kindern Joseph zum Erbteil.
Jos 24,33 Und Eleasar, der Sohn Aarons,
starb; und sie begruben ihn auf dem Hügel seines Sohnes Pinehas,
{O. in Gibea, der Stadt seines Sohnes Pinehas}
der ihm gegeben worden war auf dem Gebirge Ephraim.
Richter
Ri 1,1 Und es geschah nach dem Tode Josuas, da befragten die Kinder
Israel Jehova und sprachen: Wer von uns soll zuerst wider die Kanaaniter
hinaufziehen, um wider sie zu streiten?
Ri 1,2 Und Jehova sprach: Juda soll
hinaufziehen; siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.
Ri 1,3 Und Juda sprach zu Simeon, seinem
Bruder: Ziehe mit mir hinauf in mein Los, und laß uns
wider die Kanaaniter streiten, so will auch ich mit dir in dein Los ziehen. Und
Simeon zog mit ihm.
Ri 1,4 Und Juda zog hinauf, und Jehova gab
die Kanaaniter und die Perisiter in ihre Hand; und
sie schlugen sie zu Besek, zehntausend Mann.
Ri 1,5 Und sie fanden den Adoni-Besek in Besek und stritten
wider ihn; und sie schlugen die Kanaaniter und die
Perisiter.
Ri 1,6 Und Adoni-Besek
floh; und sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und hieben ihm die Daumen
seiner Hände und seiner Füße ab.
Ri 1,7 Da sprach Adoni-Besek: Siebzig Könige, denen die Daumen ihrer Hände
und ihrer Füße abgehauen waren, lasen auf unter meinem Tische; so wie ich getan
habe, also hat Gott mir vergolten. Und sie brachten ihn nach Jerusalem, und er
starb daselbst.
Ri 1,8 Und die Kinder Juda stritten {O.
hatten gestritten} wider Jerusalem und nahmen es ein und schlugen es mit
der Schärfe des Schwertes, und die Stadt steckten sie in Brand.
Ri 1,9 Und danach zogen die Kinder Juda
hinab, um wider die Kanaaniter zu streiten, die das Gebirge und den Süden und
die Niederung {S. die Anm. zu 5. Mose 1,7} bewohnten.
Ri 1,10 Und Juda zog wider die Kanaaniter,
die in Hebron wohnten; der Name Hebrons war aber vordem Kirjath-Arba;
und sie schlugen Scheschai und Achiman
und Talmai.
Ri 1,11 Und er zog von dannen wider
die Bewohner von Debir; der Name von Debir war aber vordem Kirjath-Sepher.
Ri 1,12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem gebe ich meine
Tochter Aksa zum Weibe.
Ri 1,13 Da nahm es Othniel
ein, der Sohn Kenas', der jüngere Bruder Kalebs; und
er gab ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.
Ri 1,14 Und es geschah, als sie einzog, da
trieb sie ihn an, ein Feld von ihrem Vater zu fordern. Und sie sprang von dem
Esel herab. Und Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?
Ri 1,15 Und sie sprach zu ihm: Gib
mir einen Segen; denn ein Mittagsland hast du mir gegeben, so gib mir auch
Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Quellen und
die unteren Quellen. {Vergl. Jos. 15,16-19}
Ri 1,16 Und die Kinder des Keniters, des Schwagers {And.: des
Schwiegervaters; vergl. Kap. 4,11; 2. Mose 2,18; 3,1; 18,1. 27; 4. Mose 10,29} Moses,
waren mit den Kindern Juda aus der Palmenstadt heraufgezogen in die Wüste Juda,
die im Süden von Arad liegt; und sie gingen hin und wohnten bei dem Volke.
Ri 1,17 Und Juda zog mit seinem Bruder
Simeon hin, und sie schlugen die Kanaaniter, welche Zephat
bewohnten; und sie verbannten es und gaben der Stadt den Namen Horma. {Bann, Vernichtung}
Ri 1,18 Und Juda nahm Gasa ein und
sein Gebiet, und Askalon und sein Gebiet, und Ekron
und sein Gebiet.
Ri 1,19 Und Jehova war mit Juda, und er
nahm das Gebirge in Besitz; denn {O. jedoch} die
Bewohner der Niederung trieb er nicht aus, weil sie eiserne Wagen hatten.
Ri 1,20 Und sie gaben dem Kaleb
Hebron, so wie Mose geredet hatte; und er vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
Ri 1,21 Aber die Kinder Benjamin trieben
die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem, nicht aus;
und die Jebusiter haben bei den Kindern Benjamin in
Jerusalem gewohnt bis auf diesen Tag.
Ri 1,22 Und das Haus Joseph, auch
sie zogen nach Bethel hinauf, und Jehova war mit ihnen.
Ri 1,23 Und das Haus Joseph ließ
Bethel auskundschaften; vordem war aber Lus der Name der Stadt.
Ri 1,24 Und die Wachen sahen einen Mann aus
der Stadt herauskommen, und sie sprachen zu ihm: Zeige uns doch den Zugang zu
der Stadt, so werden wir dir Güte erweisen.
Ri 1,25 Und er zeigte ihnen den Zugang zu
der Stadt. Und sie schlugen die Stadt mit der Schärfe des Schwertes, aber den
Mann und sein ganzes Geschlecht ließen sie gehen.
Ri 1,26 Und der Mann zog in das Land der
Hethiter; und er baute eine Stadt und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name
bis auf diesen Tag.
Ri
1,27 Aber Manasse trieb nicht aus Beth-Schean und
seine Tochterstädte, und Taanak und seine
Tochterstädte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die
Bewohner von Jibleam und seine Tochterstädte, und die
Bewohner von Megiddo und seine Tochterstädte; und die Kanaaniter wollten in
diesem Lande bleiben.
Ri 1,28 Und es geschah als Israel
erstarkte, da machte es die Kanaaniter fronpflichtig; aber es trieb sie
keineswegs aus. -
Ri 1,29 Und Ephraim trieb die Kanaaniter
nicht aus, die zu Geser wohnten; und die Kanaaniter
wohnten in ihrer Mitte zu Geser. -
Ri 1,30 Sebulon trieb
nicht aus die Bewohner von Kitron und die Bewohner von
Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte
und wurden fronpflichtig. -
Ri 1,31 Aser trieb nicht aus die Bewohner
von Akko und die Bewohner von Zidon
und Achlab und Aksib und
Helba und Aphik und Rechob;
Ri 1,32 und die Aseriter
wohnten inmitten der Kanaaniter, der Bewohner des Landes, denn sie trieben sie
nicht aus.
Ri 1,33 Naphtali trieb nicht aus die
Bewohner von Beth-Semes und die Bewohner von Beth-Anath; und er wohnte inmitten der Kanaaniter, der Bewohner
des Landes; aber die Bewohner von Beth-Semes und von
Beth-Anath wurden ihm fronpflichtig.
Ri 1,34 Und die Amoriter drängten die
Kinder Dan ins Gebirge, denn sie gestatteten ihnen nicht, in die Niederung
herabzukommen.
Ri 1,35 Und die Amoriter wollten im Gebirge
Heres bleiben, in Ajjalon
und in Schaalbim; aber die Hand des Hauses Joseph war
schwer, und sie wurden fronpflichtig.
Ri 1,36 Und die Grenze der Amoriter
war von der Anhöhe Akrabbim, von dem Felsen an und
aufwärts. {d.h. nach Norden}
Ri
2,1 Und der Engel Jehovas kam von Gilgal herauf
nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Ägypten
heraufgeführt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen
habe; und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich;
Ri 2,2 ihr aber, ihr sollt keinen Bund mit
den Bewohnern dieses Landes machen, ihre Altäre sollt ihr niederreißen. Aber
ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan!
Ri 2,3 So habe ich auch gesagt: Ich werde
sie nicht vor euch vertreiben; und sie werden zu euren Seiten sein, {And.:
zu eurenFeinden sein; vielleicht ist zu lesen wie4.
Mose 33,55} und ihre Götter werden euch zum Fallstrick werden.
Ri 2,4 Und es geschah, als der Engel
Jehovas diese Worte zu allen Kindern Israel redete, da erhob das Volk seine
Stimme und weinte.
Ri 2,5 Und sie gaben selbigem Orte
den Namen Bochim. {Weinende} Und sie
opferten daselbst dem Jehova.
Ri 2,6 Und Josua entließ das Volk, und die
Kinder Israel gingen hin, ein jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu
nehmen.
Ri 2,7 Und das Volk diente Jehova alle
Tage Josuas und alle Tage der Ältesten, welche ihre Tage nach Josua
verlängerten, die das ganze große Werk Jehovas gesehen, das er für Israel getan
hatte.
Ri 2,8 Und Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jehovas, starb, 110 Jahre alt;
Ri 2,9 und man begrub ihn im Gebiete
seines Erbteils, zu Timnath-Heres auf dem Gebirge
Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.
Ri 2,10 Und auch das ganze selbige
Geschlecht wurde zu seinen Vätern versammelt. Und ein anderes Geschlecht kam
nach ihnen auf, das Jehova nicht kannte und auch nicht das Werk, welches er für
Israel getan hatte.
Ri 2,11 Und die Kinder Israel taten,
was böse war in den Augen Jehovas und dienten den Baalim.
Ri 2,12 Und sie
verließen Jehova, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Lande Ägypten
herausgeführt hatte; und sie gingen anderen Göttern nach, von den Göttern der
Völker, die rings um sie her waren, und sie warfen sich vor ihnen nieder und
reizten Jehova.
Ri 2,13 Und sie verließen Jehova und
dienten dem Baal und den Astaroth. {S.
die Vorrede}
Ri
2,14 Da entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel, und er gab sie in die Hand
von Plünderern, welche sie plünderten; und er verkaufte sie in die Hand ihrer
Feinde ringsum; und sie vermochten nicht mehr vor ihren Feinden zu bestehen.
Ri 2,15 Überall, wohin sie auszogen, war
die Hand Jehovas wider sie zum Bösen, so wie Jehova geredet und wie Jehova
ihnen geschworen hatte; und sie wurden sehr bedrängt.
Ri 2,16 Und Jehova erweckte Richter;
und sie retteten sie aus der Hand ihrer Plünderer.
Ri 2,17 Aber auch ihren Richtern
gehorchten sie nicht, denn {O. sondern} sie hurten
anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder; sie wichen schnell ab
von dem Wege, den ihre Väter gewandelt waren, indem sie den Geboten Jehovas
gehorchten; sie taten nicht also.
Ri 2,18 Und wenn Jehova ihnen
Richter erweckte, so war Jehova mit dem Richter, und er rettete sie aus der
Hand ihrer Feinde alle Tage des Richters; denn Jehova ließ sich's gereuen wegen
ihrer Wehklage vor ihren Bedrückern und ihren Drängern.
Ri 2,19 Und es geschah, wenn der
Richter starb, so verderbten sie sich {O. handelten sie
verderbt} wiederum, mehr als ihre Väter, indem sie anderen Göttern
nachgingen, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie ließen
nichts fallen von ihren Taten und von ihrem hartnäckigen Wandel.
Ri 2,20 Da entbrannte der Zorn Jehovas
wider Israel, und er sprach: Darum daß diese Nation
meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten, und sie meiner Stimme
nicht gehorcht haben,
Ri 2,21 so werde auch ich hinfort niemand
vor ihnen austreiben von den Nationen, die Josua übriggelassen hat, als er
starb:
Ri 2,22 um Israel durch sie zu versuchen,
ob sie auf den Weg Jehovas achten werden, darauf zu wandeln, wie ihre Väter auf
ihn geachtet haben, oder nicht.
Ri 2,23 Und so ließ Jehova diese Nationen
bleiben, so daß er sie nicht schnell austrieb; und er
gab sie nicht in die Hand Josuas.
Ri 3,1 Und dies sind die Nationen, welche
Jehova bleiben ließ, um Israel durch sie zu versuchen, alle, die nichts wußten von allen Kriegen Kanaans -
Ri 3,2 nur damit die Geschlechter der
Kinder Israel Kenntnis von denselben bekämen, um sie den Krieg zu lehren: nur
die, welche vordem nichts von denselben gewußt
hatten: -
Ri 3,3 die fünf Fürsten {H.
Seren; vergl. die Anm. zu Jos. 13,3} der Philister und alle Kanaaniter
und Zidonier und Hewiter,
welche das Gebirge Libanon bewohnten, von dem Berge Baal-Hermon an, bis man
nach Hamath kommt.
Ri 3,4 Und sie dienten dazu, {W.
sie waren} Israel durch sie zu versuchen, um zu wissen, ob sie den
Geboten Jehovas gehorchen würden, welche er ihren Vätern durch Mose geboten
hatte.
Ri 3,5 Und die Kinder Israel wohnten
inmitten der Kanaaniter, der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der
Jebusiter;
Ri 3,6 und sie nahmen sich deren Töchter
zu Weibern und gaben ihre Töchter deren Söhnen und dienten ihren Göttern.
Ri 3,7 Und die Kinder Israel taten, was
böse war in den Augen Jehovas und vergaßen Jehovas, ihres Gottes, und sie
dienten den Baalim und den Ascheroth. {S.
die Vorrede}
Ri 3,8 Da entbrannte der Zorn
Jehovas wider Israel, und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischathaims,
des
Königs von Mesopotamien; {H.
Aram-Naharaim: Syrien der zwei Flüsse} und die
Kinder Israel dienten dem Kuschan-Rischathaim acht
Jahre.
Ri 3,9 Und die Kinder Israel schrieen zu Jehova; und Jehova erweckte den Kindern Israel
einen Retter, der sie rettete: Othniel, den Sohn Kenas', den jüngeren Bruder Kalebs.
Ri 3,10 Und der Geist Jehovas kam
über ihn, und er richtete Israel; und er zog aus zum Streite, und Jehova gab Kuschan-Rischathaim, den König von Aram, in seine Hand, und
seine Hand wurde stark wider Kuschan-Rischathaim.
Ri 3,11 Und das Land hatte Ruhe
vierzig Jahre. Und Othniel, der Sohn Kenas', starb.
Ri 3,12 Und die Kinder Israel taten
wiederum, was böse war in den Augen Jehovas; und Jehova stärkte Eglon, den König von Moab, wider Israel, weil sie taten,
was böse war in den Augen Jehovas.
Ri 3,13 Und er versammelte zu sich die
Kinder Ammon und Amalek; und er zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die
Palmenstadt in Besitz.
Ri 3,14 Und die Kinder Israel
dienten Eglon, dem König von Moab, achtzehn Jahre.
Ri 3,15 Und die Kinder Israel schrien zu
Jehova; und Jehova erweckte ihnen einen Retter, Ehud, den Sohn Geras, einen Benjaminiter, einen Mann, der links war. Und die Kinder
Israel sandten durch ihn ein Geschenk an Eglon, den
König von Moab.
Ri 3,16 Und Ehud machte sich ein Schwert,
das zwei Schneiden hatte, eine Elle seine Länge; und er gürtete es unter seinen
Rock {d.h. Waffenrock} an seine rechte Hüfte.
Ri 3,17 Und er überreichte das
Geschenk Eglon, dem König von Moab. Eglon war aber ein sehr fetter Mann.
Ri 3,18 Und es geschah, als er mit der
Überreichung des Geschenkes fertig war, da geleitete er das Volk, welches das
Geschenk getragen hatte.
Ri 3,19 Er selbst aber kehrte um von den
geschnitzten Bildern, die bei Gilgal waren, und
sprach: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o König! Und er sprach: Stille! Und
alle, die bei ihm standen, gingen von ihm hinaus.
Ri 3,20 Und als Ehud zu ihm hereinkam, saß
er in dem Obergemach der Kühlung, das für ihn allein war. Und Ehud sprach: Ein
Wort Gottes habe ich an dich. Und er stand auf vom Stuhle.
Ri 3,21 Da streckte Ehud seine linke Hand
aus und nahm das Schwert von seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den
Bauch;
Ri 3,22 und es drang sogar der Griff hinein
nach der Klinge, und das Fett schloß sich um die
Klinge; denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauche, und es fuhr hinaus
zwischen den Beinen.
Ri 3,23 Und Ehud ging in die Säulenhalle
hinaus und schloß die Tür {Eig.
die Flügeltür; so auch Kap. 19,27} des Obergemachs hinter ihm zu und
verriegelte sie.
Ri 3,24 Und als er hinausgegangen war, da
kamen seine Knechte und sahen, und siehe, die Tür des Obergemachs war
verriegelt. Und sie sprachen: Gewiß bedeckt er seine
Füße in dem Gemach der Kühlung.
Ri 3,25 Und sie warteten, bis sie sich
schämten; aber siehe, er öffnete die Tür des Obergemachs nicht; da nahmen sie
den Schlüssel und schlossen auf, und siehe, ihr Herr lag tot am Boden. -
Ri 3,26 Ehud aber war entronnen, während
sie zögerten: er war über die geschnitzten Bilder hinausgelangt und entrann
nach Seira.
Ri 3,27 Und es geschah, als er ankam, da
stieß er in die Posaune auf dem Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel zogen
mit ihm von dem Gebirge hinab, und er vor ihnen her.
Ri 3,28 Und er sprach zu ihnen:
Jaget mir nach, denn Jehova hat eure Feinde, die Moabiter, {H.
Moab; soüberall} in eure
Hand gegeben! Und sie zogen hinab, ihm nach, und
nahmen den Moabitern die Furten des Jordan, {O. und besetzten die
Furten des Jordan, die nach Moab führten} und ließen niemand hinübergehen.
Ri 3,29 Und sie schlugen die Moabiter zu
selbiger Zeit, bei zehntausend Mann, lauter kräftige und streitbare {O.
tapfere} Männer, und keiner entrann.
Ri 3,30 Und Moab wurde an selbigem
Tage unter die Hand Israels gebeugt. Und das Land hatte Ruhe achtzig Jahre.
Ri 3,31 Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anaths; und er
schlug die Philister, sechshundert Mann, mit einem Rinderstachel. Und auch er
rettete Israel.
Ri 4,1 Und die Kinder Israel taten
wiederum, was böse war in den Augen Jehovas; und Ehud war gestorben.
Ri 4,2 Da verkaufte sie Jehova in die Hand
Jabins, des Königs der Kanaaniter, der zu Hazor
regierte; und sein Heeroberster war Sisera, und er
wohnte zu Haroscheth-Gojim.
Ri 4,3 Und die Kinder Israel schrieen zu Jehova; denn er hatte neunhundert eiserne
Wagen, und er bedrückte die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.
Ri 4,4 Und Debora, eine Prophetin,
das Weib Lappidoths, richtete Israel in selbiger
Zeit.
Ri 4,5 Und sie wohnte {O.
saß zu Gericht} unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bethel, auf dem
Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel gingen zu ihr hinauf zu Gericht.
Ri
4,6 Und sie sandte hin und ließ Barak, den Sohn Abinoams,
von Kedes-Naphtali, rufen; und sie sprach zu ihm: Hat
nicht Jehova, der Gott Israels, geboten: Gehe hin und ziehe auf den Berg Tabor,
und nimm mit dir zehntausend Mann von den Kindern Naphtali und von den Kindern Sebulon;
Ri 4,7 und ich werde Sisera,
den Heerobersten Jabins, zu dir ziehen an den Bach Kison
samt seinen Wagen und seiner Menge, und ich werde ihn in deine Hand geben?
Ri 4,8 Und Barak sprach zu ihr: Wenn du
mit mir gehst, so gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehst, so gehe ich
nicht:
Ri 4,9 Da sprachen sie: Ich will wohl mit
dir gehen; nur daß die Ehre nicht dein sein wird auf
dem Wege, den du gehst, denn in die Hand eines Weibes wird Jehova den Sisera verkaufen. Und Debora machte sich auf und ging mit
Barak nach Kedes.
Ri 4,10 Und Barak berief Sebulon und Naphtali nach Kedes;
und zehntausend Mann zogen in seinem Gefolge hinauf; auch Debora zog mit ihm
hinauf.
Ri 4,11 (Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern,
{W. von Kain} den Kindern
Hobabs, des Schwagers {And.: des
Schwiegervaters; vergl. Kap. 1,16} Moses,
getrennt; und er hatte seine Zelte aufgeschlagen bis an die Terebinthe zu Zaanannim, das neben Kedes
liegt.)
Ri 4,12 Und man berichtete dem Sisera, daß Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor hinaufgezogen wäre.
Ri 4,13 Da berief Sisera
alle seine Wagen, neunhundert eiserne Wagen, und alles Volk, das mit ihm war,
von Haroscheth-Gojim an den Bach Kison.
Ri 4,14 Und Debora sprach zu Barak:
Mache dich auf! denn dies ist der Tag, da Jehova den Sisera
in deine Hand gegeben hat. Ist nicht Jehova ausgezogen vor dir her? Und Barak
stieg von dem Berge Tabor hinab, und zehntausend Mann ihm nach.
Ri 4,15 Und Jehova verwirrte Sisera und alle seine Wagen und das ganze Heerlager durch
die Schärfe des Schwertes vor Barak her; und Sisera
stieg von dem Wagen herab und floh zu Fuß.
Ri 4,16 Barak aber jagte den Wagen und dem
Heere nach bis Haroscheth-Gojim; und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schärfe des Schwertes: Es blieb auch
nicht einer übrig.
Ri 4,17 Und Sisera
floh zu Fuß in das Zelt Jaels, des Weibes Hebers, des
Keniters; denn es war Friede zwischen Jabin, dem
König von Hazor, und dem Hause Hebers, des Keniters.
Ri 4,18 Da ging Jael
hinaus, dem Sisera entgegen; und sie sprach zu ihm:
Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht! Und er kehrte ein
zu ihr in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke.
Ri 4,19 Und er sprach zu ihr: Laß mich doch ein wenig Wasser trinken, denn mich dürstet.
Und sie öffnete den Milchschlauch und ließ ihn trinken, und sie deckte ihn zu.
Ri 4,20 Und er sprach zu ihr: Stelle dich
an den Eingang des Zeltes; und es geschehe, wenn jemand kommt und dich fragt
und spricht: Ist jemand hier? So sage: Niemand.
Ri 4,21 Und Jael,
das Weib Hebers, nahm einen Zeltpflock und faßte den
Hammer in ihre Hand, und sie kam leise zu ihm und schlug den Pflock durch seine
Schläfe, daß er in die Erde drang. Er war nämlich in
einen tiefen Schlaf gefallen und war ermattet, und er starb.
Ri
4,22 Und siehe, da kam Barak, der Sisera verfolgte;
und Jael ging hinaus, ihm entgegen, und sprach zu
ihm: Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst! Und er ging zu ihr
hinein, und siehe, Sisera lag tot, und der Pflock war
in seiner Schläfe.
Ri 4,23 So beugte Gott an selbigem
Tage Jabin, den König von Kanaan, vor den Kindern Israel.
Ri 4,24 Und die Hand der Kinder Israel
wurde fort und fort härter über Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den
König von Kanaan, vernichtet hatten.
Ri 5,1 Und Debora und Barak, der
Sohn Abinoams, sangen an selbigem Tage und sprachen:
Ri 5,2 Weil Führer führten in
Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk, preiset Jehova!
Ri 5,3 Höret, ihr Könige; horchet auf, ihr
Fürsten! Ich will, ja, ich will Jehova singen, will singen und spielen {Eig.
will singspielen} Jehova, dem Gott Israels!
Ri 5,4 Jehova! als du auszogest
von Seir, als du einherschrittest vom Gefilde Edoms,
da erzitterte die Erde; auch troffen die Himmel, auch troffen die Wolken von
Wasser.
Ri 5,5 Die Berge erbebten {O.
zerflossen} vor Jehova, jener Sinai vor Jehova, dem Gott Israels.
Ri 5,6 In den Tagen Schamgars,
des Sohnes Anaths, in den Tagen Jaels
feierten die Pfade, und die Wanderer betretener Wege {O.
und die auf Wegen zogen} gingen krumme Pfade.
Ri 5,7 Es feierten die Landstädte {Eig.
das offeneLand. O. die Anführer} in Israel,
sie feierten, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in
Israel.
Ri 5,8 Es {d.h. Israel;
and.: Man} erwählte neue Götter; da war Streit an den Toren! Ward wohl
Schild und Lanze gesehen unter 40000 in Israel?
Ri 5,9 Mein Herz gehört den Führern
Israels, denen, die sich freiwillig stellten im Volke. Preiset Jehova!
Ri 5,10 Die ihr reitet auf weißroten {Eig.
weiß- und rotgefleckten} Eselinnen, die ihr sitzet auf Teppichen, und die ihr
wandelt auf dem Wege, singet! {O. sinnet}
Ri 5,11 Fern von {O.
Wegen} der Stimme der Bogenschützen, {And.: Lauter
als die (oder: Wegen der) Stimme der Beuteverteilenden} zwischen
den Schöpfrinnen, dort sollen sie preisen die gerechten Taten Jehovas, die
gerechten Taten an seinen Landstädten {O. seiner Führung} in Israel.
Da zog das Volk Jehovas hinab zu den Toren.
Ri 5,12 Wache auf, wache auf, Debora! Wache
auf, wache auf, sprich ein Lied! Mache dich auf, Barak, und führe gefangen
deine Gefangenen, Sohn Abinoams!
Ri 5,13 Da zog hinab ein Überrest der Edlen
und des Volkes; {O. ein Überrest des Volkes zu den Edlen} Jehova zog
zu mir herab unter den Helden. {O. wider die Starken}
Ri 5,14 Von Ephraim zogen hinab, deren
Stammsitz {W. Wurzel; vergl. Kap. 12,15} unter
Amalek ist; hinter dir her Benjamin, unter deinen Völkern; von Makir zogen hinab die Führer, und von Sebulon,
die den Feldherrnstab halten.
Ri 5,15 Und die Fürsten in Issaschar waren mit Debora; und Issaschar
gleich Barak; er wurde seinen Füßen nach ins Tal gesandt. An den Bächen Rubens
waren große Beschlüsse des Herzens.
Ri 5,16 Warum bliebest du zwischen den
Hürden, das Flöten bei den Herden {Eig. der Herden} zu hören?
An den Bächen Rubens waren große Beratungen des Herzens.
Ri 5,17 Gilead ruhte jenseit
des Jordan; und Dan, warum weilte er auf Schiffen? Aser blieb am Gestade des
Meeres, {Eig. der Meere} und an seinen Buchten ruhte
er.
Ri 5,18 Sebulon ist ein
Volk, das seine Seele dem Tode preisgab, auch Naphtali auf den Höhen des
Gefildes.
Ri 5,19 Könige kamen, sie stritten; da
stritten die Könige Kanaans zu Taanak an den Wassern
Megiddos: Beute an Silber trugen sie nicht davon.
Ri 5,20 Vom Himmel her stritten, {O.
wurde gestritten} von ihren Bahnen aus stritten die Sterne mit Sisera.
Ri 5,21 Der Bach Kison
riß sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kison. Du, meine Seele, tratest
die Starken nieder! {O. schrittesteinher
in Kraft}
Ri 5,22 Da stampften die Hufe der
Rosse vom Rennen, dem Rennen ihrer Gewaltigen.
Ri 5,23 Fluchet Meros! spricht der Engel
Jehovas, verfluchet seine Bewohner! Denn sie sind nicht Jehova zu Hilfe
gekommen, Jehova zu Hilfe unter den Helden. {O. wider die Starken}
Ri 5,24 Gesegnet vor Weibern sei Jael, das Weib Hebers, des Keniters,
vor Weibern in Zelten gesegnet!
Ri 5,25 Wasser verlangte er, Milch
gab sie; in einer Schale der Edlen reichte sie geronnene Milch.
Ri 5,26 Ihre Hand streckte sie aus nach dem
Pflocke und ihre Rechte nach dem Hammer der Arbeiter; und sie hämmerte auf Sisera, zerschmetterte sein Haupt und zerschlug und
durchbohrte seine Schläfe.
Ri 5,27 Zwischen ihren Füßen krümmte er
sich, fiel, lag da; zwischen ihren Füßen krümmte er sich, fiel; da, wo er sich
krümmte, fiel er überwältigt.
Ri 5,28 Durchs Fenster schaute aus Siseras Mutter und rief ängstlich durch das Gitter: warum
zaudert sein Wagen zu kommen? Warum zögern die Tritte seiner Gespanne?
Ri 5,29 Die Klugen unter ihren
Edelfrauen antworten ihr, und sie selbst erwidert sich ihre Reden:
Ri 5,30 Finden sie nicht, teilen sie
nicht Beute? ein Mädchen, zwei Mädchen auf den Kopf eines Mannes? Beute an
bunten Gewändern für Sisera, Beute an buntgewirkten
Gewändern; zwei buntgewirkte Gewänder für den Hals der Gefangenen. - {W.
der Beute. And. l.: der Königin}
Ri 5,31 Also mögen umkommen alle deine
Feinde, Jehova! aber die ihn lieben, seien wie die Sonne aufgeht in ihrer
Kraft! - Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre.
Ri 6,1 Und die Kinder Israel taten, was
böse war in den Augen Jehovas; und Jehova gab sie in die Hand Midians sieben
Jahre.
Ri 6,2 Und die Hand Midians wurde
stark über Israel. Vor Midian richteten sich die Kinder Israel die Klüfte zu,
die in
den Bergen sind, und die
Höhlen {And.: machten sich Klüfte in den Bergen und
Höhlen usw.} und die Bergfesten. {d.h. schwer
zugängliche Höhen}
Ri 6,3 Und es geschah, wenn Israel gesät
hatte, so zogen Midian und Amalek und die Söhne des Ostens herauf, sie zogen
herauf wider sie.
Ri 6,4 Und sie lagerten sich wider sie und
verdarben den Ertrag des Landes bis nach Gasa hin; und sie ließen keine
Lebensmittel in Israel übrig, weder Kleinvieh, noch Rind, noch Esel.
Ri 6,5 Denn sie zogen herauf mit ihren
Herden und mit ihren Zelten, sie kamen wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer
und ihrer Kamele war keine Zahl; und sie kamen in das Land, um es zu verderben.
Ri 6,6 Und Israel verarmte sehr
wegen Midians; und die Kinder Israel schrieen zu
Jehova.
Ri 6,7 Und es geschah, als die
Kinder Israel wegen Midians zu Jehova schrieen,
Ri 6,8 da sandte Jehova einen
Propheten zu den Kindern Israel; und er sprach zu ihnen: So spricht Jehova, der
Gott
Israels: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und
euch herausgeführt aus dem Hause der Knechtschaft;
Ri 6,9 und ich habe euch errettet aus der
Hand der Ägypter und aus der Hand all eurer Bedrücker, und ich habe sie vor
euch vertrieben und euch ihr Land gegeben.
Ri 6,10 Und ich sprach zu euch: Ich bin
Jehova, euer Gott; ihr sollt nicht die Götter der Amoriter fürchten, in deren
Land ihr wohnet. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.
Ri 6,11 Und der Engel Jehovas kam
und setzte sich unter die Terebinthe, die zu Ophra
war, welches Joas, dem
Abieseriter, gehörte. Und Gideon, sein Sohn,
schlug eben Weizen aus in der Kelter, um ihn vor Midian zu flüchten.
Ri 6,12 Und der Engel Jehovas
erschien ihm und sprach zu ihm: Jehova ist mit dir, du tapferer Held!
Ri
6,13 Und Gideon sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! wenn Jehova mit uns ist,
warum hat denn dieses alles uns betroffen? Und wo sind alle seine Wunder, die
unsere Väter uns erzählt haben, indem sie sprachen: Hat Jehova uns nicht aus
Ägypten heraufgeführt? Und nun hat Jehova uns verlassen {O.
verworfen} und uns in die Hand Midians gegeben.
Ri 6,14 Und Jehova wandte sich zu ihm und
sprach: Gehe hin in dieser deiner Kraft und rette Israel aus der Hand Midians!
Habe ich dich nicht gesandt?
Ri 6,15 Und er sprach zu ihm: Bitte,
mein Herr! womit soll ich Israel retten? Siehe, mein Tausend ist das ärmste {O.
schwächste} in Manasse,
und ich bin der Jüngste {O. der Kleinste, der Geringste} im Hause
meines Vaters.
Ri 6,16 Und Jehova sprach zu ihm:
Ich werde mit dir sein, und du wirst Midian schlagen wie einen Mann.
Ri 6,17 Und er sprach zu ihm: Wenn ich denn
Gnade gefunden habe in deinen Augen, so gib mir ein Zeichen, daß du es bist, der mit mir redet.
Ri 6,18 Weiche doch nicht von hinnen, bis
ich zu dir komme und meine Gabe herausbringe und dir vorsetze. Und er sprach:
Ich will bleiben, bis du wiederkommst.
Ri 6,19 Da ging Gideon hinein und
bereitete ein Ziegenböcklein zu, und ungesäuerte Kuchen aus einem Epha Mehl;
das Fleisch tat er in einen Korb, und die Brühe tat er in einen Topf; und er
brachte es zu ihm heraus unter die Terebinthe und setzte es vor.
Ri 6,20 Und der Engel Gottes sprach zu ihm:
Nimm das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen und lege es hin auf diesen Felsen
da, und die Brühe gieße aus. Und er tat also.
Ri 6,21 Und der Engel Jehovas
streckte das Ende des Stabes aus, der in seiner Hand war, und berührte das
Fleisch und die ungesäuerten Kuchen; da stieg Feuer auf aus dem Felsen und
verzehrte das Fleisch und die ungesäuerten Kuchen. Und der Engel Jehovas
verschwand aus seinen Augen.
Ri 6,22 Da sah Gideon, daß
es der Engel Jehovas war, und Gideon sprach: Ach Herr, Jehova! Dieweil ich den
Engel Jehovas gesehen habe von Angesicht zu Angesicht!
Ri 6,23 Und Jehova sprach zu ihm:
Friede dir! Fürchte dich nicht, du wirst nicht sterben.
Ri 6,24 Und Gideon baute daselbst Jehova
einen Altar und nannte ihn: Jehova-Schalom {Jehovaist
Friede (Heil)}. Bis auf diesen Tag ist er noch zu Ophra
der Abieseriter.
Ri 6,25 Und es
geschah in selbiger Nacht, da sprach Jehova zu ihm: Nimm den Farren deines
Vaters, und zwar den zweiten Farren von sieben Jahren; und reiße nieder den
Altar des Baal, der deinem Vater gehört, und die Aschera, die bei demselben
ist, haue um;
Ri
6,26 und baue Jehova, deinem Gott, einen Altar auf dem Gipfel dieser Feste {S.
die Anm. zu V.2} mit der Zurüstung; {O. Zurechtlegungdes Holzes} und nimm den zweiten Farren
und opfere ein Brandopfer mit dem Holze der Aschera, die du umhauen wirst.
Ri 6,27 Und Gideon nahm zehn Männer von
seinen Knechten und tat, so wie Jehova zu ihm geredet hatte. Und es geschah, da
er sich vor dem Hause seines Vaters und vor den Leuten der Stadt fürchtete, es
bei Tage zu tun, so tat er es bei Nacht.
Ri
6,28 Und als die Leute der Stadt des Morgens früh aufstanden, siehe, da war
der Altar des Baal umgerissen, und die Aschera, die bei demselben war,
umgehauen, und der zweite Farre war als Brandopfer auf dem erbauten Altar
geopfert.
Ri 6,29 Und sie sprachen einer zum anderen:
Wer hat das getan? Und sie forschten und fragten nach, und man sagte: Gideon,
der Sohn des Joas, hat das getan.
Ri 6,30 Da sprachen die Leute der Stadt zu
Joas: Gib deinen Sohn heraus, daß er sterbe, weil er
den Altar des Baal umgerissen, und weil er die Aschera, die bei demselben war,
umgehauen hat!
Ri 6,31 Und Joas sprach zu allen,
die bei ihm standen: Wollt ihr für den Baal rechten, oder wollt ihr ihn retten?
Wer für ihn rechtet, soll getötet werden bis zum Morgen. Wenn er ein Gott ist,
so rechte er für sich selbst, weil man {Eig. er, d.h. Gideon}
seinen Altar umgerissen hat.
Ri 6,32 Und man nannte ihn an selbigem Tage
Jerub-Baal, indem man sprach: Der Baal rechte mit
ihm, weil er seinen Altar umgerissen hat.
Ri 6,33 Und ganz Midian und Amalek und die
Söhne des Ostens versammelten sich allzumal, und sie setzten über den Jordan
und lagerten sich im Tale Jisreel.
Ri 6,34 Und der Geist Jehovas kam über {Eig.
bekleidete} Gideon; und er stieß in die Posaune, und die Abieseriter wurden zusammengerufen ihm nach.
Ri 6,35 Und er sandte Boten durch ganz
Manasse, und auch sie wurden zusammengerufen, ihm nach. Und er sandte Boten
durch Aser und durch Sebulon und durch Naphtali. Und
sie zogen herauf, ihnen entgegen.
Ri 6,36 Und Gideon sprach zu Gott:
Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, so wie du geredet hast -
Ri
6,37 siehe, ich lege ein Wollvließ {Eig.
eineWoll-Schnur; so auch nachher} auf die
Tenne; wenn Tau auf dem Vließe allein sein wird und
auf dem ganzen Boden Trockenheit, so werde ich erkennen, daß
du Israel durch meine Hand retten wirst, so wie du geredet hast.
Ri 6,38 Und es geschah also. Und er stand
am anderen Morgen früh auf, und er drückte das Vließ aus und preßte Tau aus dem Vließe, eine Schale voll Wasser.
Ri 6,39 Und Gideon sprach zu Gott: Dein
Zorn entbrenne nicht wider mich! Und ich will nur noch diesmal reden. Laß mich es doch nur noch diesmal mit dem Vließe versuchen: Möge doch Trockenheit sein auf dem Vließe allein, und auf dem ganzen Boden sei Tau.
Ri 6,40 Und Gott tat also in selbiger
Nacht; und es war Trockenheit auf dem Vließe allein,
und auf dem ganzen Boden war Tau.
Ri
7,1 Und Jerub-Baal, das ist Gideon, und alles Volk,
das mit ihm war, machten sich früh auf, und sie lagerten sich an der Quelle Harod; das Lager Midians aber war nordwärts von ihm, nach
dem Hügel More hin, {O. von dem Hügel More an} im Tale.
Ri 7,2 Und Jehova sprach zu Gideon: Des
Volkes, das bei dir ist, ist zu viel, als daß ich
Midian in ihre Hand geben sollte; damit Israel sich nicht wider mich rühme und
spreche: Meine Hand hat mich gerettet!
Ri 7,3 Und nun rufe doch vor den Ohren des
Volkes aus und sprich: Wer furchtsam und verzagt ist, kehre um und wende sich
zurück vom Gebirge Gilead! Da kehrten von dem Volke 22000 um, und 10000 blieben
übrig.
Ri
7,4 Und Jehova sprach zu Gideon: Noch ist des Volkes zu viel; führe sie ans
Wasser hinab, daß ich sie dir daselbst läutere; und
es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: dieser soll mit dir ziehen, der
soll mit dir ziehen; und jeder, von dem ich dir sagen werde: dieser soll nicht
mit dir ziehen, der soll nicht ziehen.
Ri
7,5 Und er führte das Volk ans Wasser hinab. Und Jehova sprach zu Gideon:
Jeder, der mit seiner Zunge von dem Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den
stelle besonders; und auch jeden, der sich auf seine Knie niederläßt,
um zu trinken.
Ri 7,6 Und die Zahl derer, welche mit
ihrer Hand zu ihrem Munde leckten, war dreihundert Mann; und das ganze übrige
Volk hatte sich auf seine Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken.
Ri 7,7 Und Jehova sprach zu Gideon: Durch
die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch retten und Midian in
deine Hand geben; das ganze übrige Volk aber soll gehen, ein jeder an seinen
Ort.
Ri
7,8 Und sie nahmen die Zehrung des Volkes mit sich und seine Posaunen. Und er
entließ alle Männer von Israel, einen jeden nach seinen Zelten; aber die
dreihundert Mann behielt er. Das Lager Midians war aber unter ihm im Tale.
Ri 7,9 Und es geschah in selbiger Nacht,
da sprach Jehova zu ihm: Mache dich auf, gehe in das Lager hinab; denn ich habe
es in deine Hand gegeben.
Ri 7,10 Und wenn du dich fürchtest,
hinabzugehen, so gehe mit Pura, deinem Knaben, zum Lager hinab; Ri
7,11 und du wirst hören, was sie reden; und danach werden deine Hände
erstarken, und du wirst in das Lager hinabgehen. Da ging er mit Pura, seinem
Knaben, hinab bis an das Ende der Gerüsteten, die im Lager waren. {d.h.
bis andie äußersten Vorposten}
Ri 7,12 Und Midian und Amalek und alle
Söhne des Ostens lagen im Tale, wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer Kamele
war keine Zahl, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge.
Ri 7,13 Und Gideon kam, und siehe, ein Mann
erzählte seinem Genossen einen Traum und sprach: Siehe, ich habe einen Traum
gehabt; und siehe, ein Laib Gerstenbrot rollte in das Lager Midians; und es kam
bis zum Zelte {Wahrsch.
das Zelt des Heerobersten} und schlug
es, daß es umfiel, und kehrte es um, das Unterste zu oberst, und das Zelt lag da.
Ri 7,14 Und sein Genosse antwortete und
sprach: Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes Joas', eines
Mannes von Israel; Gott hat Midian und das ganze Lager in seine Hand gegeben.
Ri
7,15 Und es geschah, als Gideon die Erzählung des Traumes und seine Deutung
hörte, da betete er an. Und er kehrte in das Lager Israels zurück und sprach:
Machet euch auf! Denn Jehova hat das Lager Midians in eure Hand gegeben.
Ri 7,16 Und er teilte die dreihundert Mann
in drei Haufen und gab ihnen allen Posaunen in die Hand und leere Krüge, und
Fackeln in die Krüge.
Ri 7,17 Und er sprach zu ihnen: Sehet es
mir ab und tut ebenso; siehe, wenn ich an das Ende des Lagers komme, so soll es
geschehen, daß ihr ebenso tut, wie ich tue.
Ri 7,18 Und stoße ich in die Posaune, ich
und alle, die bei mir sind, so sollt auch ihr in die Posaunen stoßen rings um
das ganze Lager, und sollt rufen: Für Jehova und für Gideon!
Ri 7,19 Und Gideon und die hundert
Mann, die bei ihm waren, kamen an das Ende des Lagers, beim Beginn der
mittleren Nachtwache; man hatte eben die Wachen aufgestellt. Und sie stießen in
die Posaunen und zerschmetterten die Krüge, die in ihrer Hand waren.
Ri 7,20 Und die drei Haufen stießen in die
Posaunen und zerbrachen die Krüge; und sie hielten in ihrer linken Hand die
Fackeln und in ihrer rechten Hand die Posaunen zum Blasen und riefen: Schwert
Jehovas und Gideons {O. Schwert für
Jehovaund
Gideon!}!
Ri
7,21 Und sie standen ein jeder an seiner Stelle, rings um das Lager. Da lief
das ganze Lager und schrie und floh. Ri 7,22 Und sie
stießen in die dreihundert Posaunen; und Jehova richtete das Schwert des einen
wider den anderen, und zwar im ganzen Lager. Und das Lager floh bis Beth-Schitta, nach Zerera hin, bis an
das Ufer {d.h. des Jordan} von Abel-Mehola bei Tabbath.
Ri 7,23 Und es versammelten sich {Eig.
wurden zusammengerufen; so auch V.24; 10,17; 12,1} die Männer
von Israel, von Naphtali und von Aser und von ganz Manasse, und sie jagten
Midian nach.
Ri 7,24 Und Gideon sandte Boten in
das ganze Gebirge Ephraim und ließ sagen: Kommet herab, Midian entgegen, und
nehmet ihnen die Gewässer bis Beth-Bara, und den Jordan! Da versammelten sich
alle Männer von Ephraim und nahmen ihnen die Gewässer bis Beth-Bara und den
Jordan.
Ri 7,25 Und sie fingen die zwei Fürsten von
Midian, Oreb und Seeb; und
sie erschlugen Oreb an dem Felsen Oreb,
und Seeb erschlugen sie bei der Kelter Seeb; und sie jagten Midian nach. Und die Köpfe Orebs und Seebs brachten sie zu
Gideon auf die andere Seite des Jordan.
Ri 8,1 Und die Männer von Ephraim sprachen
zu ihm: Was ist das für eine Sache, die du uns getan, daß
du uns nicht gerufen hast, als du hinzogest, um wider
Midian zu streiten! Und sie zankten heftig mit ihm.
Ri 8,2 Und er sprach zu ihnen: Was habe
ich nun getan im Vergleich mit euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als
die Weinlese Abiesers?
Ri 8,3 In eure Hand hat Gott die Fürsten
von Midian, Oreb und Seeb
gegeben; und was habe ich tun können im Vergleich mit euch? Da ließ ihr Zorn
von ihm ab, als er dieses Wort redete.
Ri 8,4 Und Gideon kam an den Jordan; er
ging hinüber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, ermattet und
nachjagend.
Ri 8,5 Und er sprach zu den Männern von Sukkoth: Gebet doch dem Volke, das mir nachfolgt, einige
Laibe Brot; denn sie sind ermattet, und ich jage den Königen von Midian, Sebach und Zalmunna, nach.
Ri 8,6 Und die Obersten von Sukkoth sprachen: Ist die Faust Sebachs
und Zalmunnas schon in deiner Hand, daß wir deinem Heere Brot geben sollen?
Ri 8,7 Da sprach Gideon: Darum, wenn
Jehova Sebach und Zalmunna
in meine Hand gegeben hat, werde ich euer Fleisch zerdreschen
mit Dornen der Wüste und mit Stechdisteln!
Ri 8,8 Und er zog von dannen nach Pnuel hinauf und redete zu ihnen auf dieselbe Weise. Und
die Männer von Pnuel antworteten ihm, wie die Männer
von Sukkoth geantwortet hatten.
Ri 8,9 Da sprach er auch zu den Männern
von Pnuel und sagte: Wenn ich in Frieden zurückkomme,
so werde ich diesen Turm niederreißen!
Ri 8,10 Sebach und Zalmunna waren aber zu Karkor,
und ihre Heere mit ihnen, bei 15000 Mann, alle, die übriggeblieben waren von
dem ganzen Lager der Söhne des Ostens; und der Gefallenen waren 120000 Mann,
die das Schwert zogen.
Ri 8,11 Und Gideon zog hinauf des Weges zu
den Zeltbewohnern, östlich von Nobach und Jogbeha; und er schlug das Lager, und das Lager war
sorglos.
Ri 8,12 Und Sebach
und Zalmunna flohen, und er jagte ihnen nach; und er
fing die beiden Könige von Midian, Sebach und Zalmunna; und das ganze Lager setzte er in Schrecken.
Ri 8,13 Und Gideon, der Sohn Joas',
kehrte aus dem Streite zurück, von der Anhöhe Heres
herab.
Ri 8,14 Und er fing einen Jüngling von den
Männern von Sukkoth und befragte ihn; und dieser
schrieb ihm die Obersten von Sukkoth und seine
Ältesten auf, 77 Mann.
Ri
8,15 Und er kam zu den Männern von Sukkoth und
sprach: Sehet hier Sebach und Zalmunna,
über welche ihr mich verhöhnt habt, indem ihr sprachet:
Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas
schon in deiner Hand, daß wir deinen Männern, die
ermattet sind, Brot geben sollen?
Ri 8,16 Und er nahm die Ältesten der
Stadt und Dornen der Wüste und Stechdisteln, und er züchtigte die Männer von Sukkoth mit denselben. {Eig. er ließ es die
Männer von Sukkoth damit fühlen}
Ri 8,17 Und den Turm zu Pnuel riß er nieder und erschlug
die Männer der Stadt.
Ri 8,18 Und er sprach zu Sebach und zu Zalmunna: Wie waren
die Männer, die ihr zu Tabor erschlagen habt? Und sie sprachen: Wie du, so
waren sie, ein jeder an Gestalt gleich einem Königssohne.
Ri 8,19 Und er sprach: Das waren meine
Brüder, die Söhne meiner Mutter. So wahr Jehova lebt, wenn ihr sie am Leben
gelassen hättet, so erschlüge ich euch nicht!
Ri 8,20 Und er sprach zu Jether, seinem Erstgeborenen: Stehe auf, erschlage sie!
Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er fürchtete sich, weil er noch ein
Knabe war.
Ri 8,21 Da sprachen Sebach und Zalmunna: Stehe du auf
und stoße uns nieder; denn wie der Mann, so seine Kraft. Und Gideon stand auf
und erschlug Sebach und Zalmunna;
und er nahm die Halbmonde, welche an den Hälsen ihrer Kamele waren.
Ri 8,22 Und die Männer von Israel sprachen
zu Gideon: Herrsche über uns, sowohl du, als auch dein Sohn und deines Sohnes
Sohn; denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet.
Ri 8,23 Und Gideon sprach zu ihnen: Nicht
ich will über euch herrschen, und nicht mein Sohn soll über euch herrschen;
Jehova soll über euch herrschen.
Ri 8,24 Und Gideon sprach zu ihnen: Eine
Bitte will ich von euch erbitten: Gebet mir ein jeder sie Ohrringe seiner
Beute! (denn sie hatten goldene Ohrringe, weil sie Ismaeliter
waren).
Ri 8,25 Und sie sprachen: Gern wollen wir
sie geben. Und sie breiteten ein Oberkleid aus und warfen darauf ein jeder die
Ohrringe seiner Beute.
Ri 8,26 Und das Gewicht der goldenen
Ohrringe, die er erbeten hatte, war 1700 Sekel Gold, außer den Halbmonden und
den Ohrgehängen und den Purpurkleidern, welche die Könige von Midian trugen,
und außer den Halsketten, {O.
dem Halsschmuck} die an den
Hälsen ihrer Kamele waren.
Ri 8,27 Und Gideon machte daraus ein Ephod
und stellte es in seiner Stadt auf, in Ophra. Und
ganz Israel hurte demselben dort nach; und es wurde Gideon und seinem Hause zum
Fallstrick.
Ri 8,28 So wurde Midian vor den Kindern
Israels gebeugt, und es hob sein Haupt nicht mehr empor. Und das Land hatte in
den Tagen Gideons Ruhe vierzig Jahre.
Ri 8,29 Und Jerub-Baal,
der Sohn Joas', ging hin und wohnte in seinem Hause.
Ri 8,30 Und Gideon hatte siebzig
Söhne, die aus seiner Lende hervorgegangen waren; denn er hatte viele Weiber.
Ri 8,31 Und sein Kebsweib, das zu Sichem
war, auch sie gebar ihm einen Sohn; und er gab ihm den Namen Abimelech.
Ri 8,32 Und Gideon, der Sohn Joas', starb
in gutem Alter; und er wurde begraben im Grabe seines Vaters Joas, zu Ophra der Abieseriter.
Ri 8,33 Und es geschah, als Gideon tot war,
da hurten die Kinder Israel wiederum den Baalim nach
und machten sich den Baal-Berith {d.h.
Bundes-Baal} zum Gott.
Ri 8,34 Und die Kinder Israel gedachten
nicht Jehovas, ihres Gottes, der sie errettet hatte aus der Hand aller ihrer
Feinde ringsum.
Ri 8,35 Und sie erwiesen keine Güte an dem
Hause Jerub-Baal-Gideons, nach all dem Guten, das er
an Israel getan hatte.
Ri 9,1 Und Abimelech, der Sohn Jerub-Baals, ging nach Sichem zu den Brüdern seiner Mutter;
und er redete zu ihnen und zu dem ganzen Geschlecht des Hauses des Vaters
seiner Mutter und sprach:
Ri
9,2 Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Sichem: Was ist besser für
euch, daß siebzig Männer über euch herrschen, alle
Söhne Jerub-Baals, oder daß
ein Mann über euch herrsche? und bedenket, daß ich
euer Gebein und euer Fleisch bin.
Ri 9,3 Und die Brüder seiner Mutter
redeten von ihm vor den Ohren aller Bürger von Sichem alle diese Worte. Und ihr
Herz neigte sich Abimelech nach; denn sie sprachen: Er ist unser Bruder.
Ri 9,4 Und sie gaben ihm siebzig Sekel
Silber aus dem Hause Baal-Berith; und Abimelech
dingte damit lose und übermütige Männer, und sie folgten ihm nach.
Ri
9,5 Und er kam in das Haus seines Vaters, nach Ophra,
und ermordete seine Brüder, die Söhne Jerub-Baals,
siebzig Mann auf einem Steine; aber Jotham, der
jüngste Sohn Jerub-Baals, blieb übrig, denn er hatte
sich versteckt.
Ri 9,6 Und alle Bürger von Sichem und das
ganze Haus Millo {Wall, Burg} versammelten
sich und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der Terebinthe des
Denkmals, die zu Sichem ist. {S. Jos. 24,26}
Ri 9,7 Und man berichtete es Jotham. Da ging er hin und stellte sich auf den Gipfel des
Berges Gerisim, und er erhob seine Stimme und rief
und sprach zu ihnen: Höret auf mich, Bürger von Sichem, so wird Gott auf euch
hören!
Ri 9,8 Einst gingen die Bäume hin, einen
König über sich zu salben; und sie sprachen zum Olivenbaum: Sei König über uns!
Ri 9,9 Und der Olivenbaum sprach zu ihnen:
Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, welche Götter und Menschen an mir
preisen, {And.: womit man Götterund
Menschen durch mich ehrt} und sollte hingehen, zu schweben über den Bäumen?
Ri 9,10 Da sprachen die Bäume zum
Feigenbaum: Komm du, sei König über uns!
Ri 9,11 Und der Feigenbaum sprach zu ihnen:
Sollte ich meine Süßigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte hingehen,
zu schweben über den Bäumen?
Ri 9,12 Da sprachen die Bäume zum
Weinstock: Komm du, sei König über uns!
Ri 9,13 Und der Weinstock sprach zu ihnen:
Sollte ich meinen Most aufgeben, der Götter und Menschen erfreut, und sollte
hingehen, zu schweben über den Bäumen?
Ri 9,14 Da sprachen alle Bäume zum
Dornstrauch: Komm du, sei König über uns!
Ri 9,15 Und der Dornstrauch sprach zu den
Bäumen: Wenn ihr mich in Wahrheit zum König über euch salben wollt, so kommet,
vertrauet euch meinem Schatten an; {O. suchet Zuflucht in
(oder unter) meinem Schatten} wenn aber nicht, so soll Feuer von dem Dornstrauch
ausgehen und die Zedern des Libanon verzehren. -
Ri
9,16 Und nun, wenn ihr in Wahrheit und in Redlichkeit gehandelt habt, daß ihr Abimelech zum König gemacht, und wenn ihr Gutes
getan habt an Jerub-Baal und an seinem Hause, und
wenn ihr ihm getan habt nach dem Tun seiner Hände, -
Ri 9,17 denn mein Vater hat für euch
gestritten und sein Leben dahingeworfen und euch aus der Hand Midians errettet;
Ri
9,18 ihr aber habt euch heute wider das Haus meines Vaters erhoben und seine
Söhne ermordet, siebzig Mann auf einem Steine, und habt Abimelech, den Sohn
seiner Magd, zum König gemacht über die Bürger von Sichem, weil er euer Bruder
ist -
Ri 9,19 wenn ihr also an diesem Tage in
Wahrheit und in Redlichkeit an Jerub-Baal und an
seinem Hause gehandelt habt, so freuet euch Abimelechs, und auch er möge sich
euer freuen!
Ri 9,20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer von
Abimelech aus und verzehre die Bürger von Sichem und das Haus Millo; und es gehe ein Feuer aus von den Bürgern von Sichem
und von dem Hause Millo und verzehre Abimelech!
Ri 9,21 Und Jotham
floh und entwich und ging nach Beer; und er blieb daselbst wegen seines {O.
aus Furcht vor seinem} Bruders Abimelech.
Ri 9,22 Und Abimelech herrschte über
Israel drei Jahre.
Ri 9,23 Und Gott sandte einen bösen Geist
zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem; und die Bürger von Sichem
handelten treulos gegen Abimelech,
Ri 9,24 damit die Gewalttat an den siebzig
Söhnen Jerub-Baals über ihn käme, und ihr Blut gelegt
würde auf ihren Bruder Abimelech, der sie ermordet, und auf die Bürger von
Sichem, die seine Hände gestärkt hatten, seine Brüder zu ermorden.
Ri 9,25 Und die Bürger von Sichem
legten einen Hinterhalt {Eig. Nachsteller} wider ihn
auf die Gipfel der Berge, und sie
{d.h. der Hinterhalt, die Nachsteller} beraubten
jeden, der des Weges bei ihnen vorüberzog. Und es wurde dem Abimelech
berichtet.
Ri 9,26 Und Gaal, der Sohn Ebeds, kam mit seinen Brüdern, und sie zogen durch Sichem;
und die Bürger von Sichem vertrauten ihm.
Ri 9,27 Und sie gingen aufs Feld hinaus und
lasen ihre Weinberge und kelterten; und sie hielten ein Dankfest
und gingen in das Haus ihres Gottes und aßen und tranken und fluchten dem
Abimelech.
Ri
9,28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist
Abimelech und wer Sichem, daß wir ihm dienen sollten?
Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals, und Sebul sein Statthalter? Dienet den Männern Hemors, des Vaters von Sichem! denn warum sollten wir ihm
dienen?
Ri 9,29 Hätte ich nur dieses Volk unter
meiner Hand, so wollte ich Abimelech wegschaffen! Und er sprach von Abimelech:
Mehre nur dein Heer und ziehe aus!
Ri 9,30 Und Sebul,
der Oberste der Stadt, hörte die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds,
und sein Zorn entbrannte;
Ri 9,31 und er sandte Boten an Abimelech
mit List und sprach: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und
seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt wider
dich auf. {O. verschließen, versperrendie
Stadt wider dich}
Ri 9,32 Und nun, mache dich in der Nacht
auf, du und das Volk, das bei dir ist, und lege dich in Hinterhalt auf dem
Felde.
Ri 9,33 Und es geschehe am Morgen, wenn die
Sonne aufgeht, so mache dich früh auf und überfalle die Stadt; und siehe, wenn
er und das Volk, das bei ihm ist, gegen dich hinausziehen, so tue ihm, wie
deine Hand es finden wird.
Ri 9,34 Und Abimelech und alles Volk, das
mit ihm war, machten sich in der Nacht auf, und sie legten sich in vier Haufen
gegen Sichem in Hinterhalt.
Ri 9,35 Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttores.
Da machten sich Abimelech und das Volk, das bei ihm war, aus dem Hinterhalt
auf.
Ri 9,36 Und Gaal sah das Volk und sprach zu
Sebul: Siehe, Volk kommt von den Gipfeln der Berge
herab. Und Sebul sprach zu ihm: Den Schatten der
Berge siehst du für Männer an.
Ri 9,37 Und Gaal redete wiederum und
sprach: Siehe, Volk kommt von der Höhe des Landes herab, und ein Haufe kommt
des Weges nach Elon-Meonenim. {Terebinthe
der Zauberer}
Ri 9,38 Da sprach Sebul
zu ihm: Wo ist nun dein Maul, da du sprachest: Wer
ist Abimelech, daß wir ihm dienen sollten? Ist das
nicht das Volk, welches du verachtet hast? Ziehe doch jetzt aus und streite
wider ihn!
Ri 9,39 Und Gaal zog aus vor den
Bürgern von Sichem und stritt wider Abimelech.
Ri 9,40 Und Abimelech jagte ihm nach, und
er floh vor ihm; und es fielen viele Erschlagene bis an den Eingang des Tores.
Ri 9,41 Und Abimelech blieb zu Aruma; und Sebul vertrieb Gaal
und seine Brüder, so daß sie nicht mehr in Sichem
blieben.
Ri 9,42 Und es geschah am anderen
Tage, da ging das Volk aufs Feld hinaus; und man berichtete es dem Abimelech.
Ri 9,43 Und er nahm das Volk und teilte es
in drei Haufen und legte sich in Hinterhalt auf dem Felde. Und er sah, und
siehe, das Volk kam aus der Stadt heraus; und er erhob sich wider sie und
schlug sie.
Ri 9,44 Und Abimelech und die Haufen, die
mit ihm waren, brachen hervor und stellten sich an den Eingang des Stadttores;
und zwei der Haufen fielen über alle her, die auf dem Felde waren, und
erschlugen sie.
Ri 9,45 Und Abimelech stritt wider die
Stadt jenen ganzen Tag; und er nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war,
tötete er; und er riß die Stadt nieder und bestreute
sie mit Salz. {als Zeichen bleibender Verwüstung}
Ri
9,46 Und alle Bewohner {O. Bürger} des Turmes
von Sichem hörten es, und sie gingen in die Burg {Viell. ein
unterirdischer Raum; die Bedeutung des hebr. Wortes
ist ungewiß} des Hauses des Gottes {El}
Berith. {O. des
Bundesgottes. Vergl. Kap. 8,33}
Ri 9,47 Und es wurde dem Abimelech
berichtet, daß alle Bewohner des Turmes von Sichem
sich versammelt hätten.
Ri 9,48 Da stieg Abimelech auf den Berg Zalmon, er und alles Volk, das bei ihm war; und Abimelech
nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen Baumast ab
und hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter, und er sprach zu dem Volke,
das mit ihm war: Was ihr gesehen habt, das ich getan habe, das tut eilends wie
ich.
Ri 9,49 Da hieb auch das ganze Volk
ein jeder seinen Ast ab, und sie folgten Abimelech nach und legten sie an die
Burg und zündeten die Burg über ihnen mit Feuer an. Und so starben auch alle
Leute des Turmes von Sichem, bei tausend Männer und Weiber.
Ri 9,50 Und Abimelech zog nach Tebez, und er belagerte Tebez und
nahm es ein.
Ri 9,51 Es war aber ein starker Turm mitten
in der Stadt, und dahin flohen alle Männer und Weiber, alle Bürger der Stadt;
und sie schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes.
Ri 9,52 Und Abimelech kam an den Turm und
stritt wider ihn; und er nahte zum Eingang des Turmes, um ihn mit Feuer zu
verbrennen.
Ri 9,53 Da warf ein Weib den oberen Stein
einer Handmühle auf den Kopf Abimelechs und zerschmetterte ihm den Schädel.
Ri 9,54 Und er rief eilends den Knaben, der
seine Waffen trug, und sprach zu ihm: Ziehe dein Schwert und töte mich, daß man nicht von mir sage: Ein Weib hat ihn umgebracht!
Und sein Knabe durchstach ihn, und er starb.
Ri 9,55 Und als die Männer von
Israel sahen, daß Abimelech tot war, da gingen sie
ein jeder an seinen Ort.
Ri 9,56 Und so brachte Gott die Bosheit
Abimelechs, die er an seinem Vater verübt hatte, indem er seine siebzig Brüder
ermordete, auf ihn zurück.
Ri 9,57 Und die ganze Bosheit der Männer
von Sichem brachte Gott auf ihren Kopf zurück, und es kam über sie der Fluch Jothams, des Sohnes Jerub-Baals.
Ri 10,1 Und nach Abimelech stand Tola auf, um Israel zu retten, der Sohn Puas,
des Sohnes Dodos, ein Mann von Issaschar; und er
wohnte zu Schamir im Gebirge Ephraim.
Ri 10,2 Und er richtete Israel 23
Jahre; und er starb und wurde zu Schamir begraben.
Ri 10,3 Und nach ihm stand Jair, der
Gileaditer, auf; und er richtete Israel 22 Jahre.
Ri 10,4 Und er hatte dreißig Söhne, die auf
dreißig Eseln ritten, und sie hatten dreißig Städte; diese nennt man bis auf
diesen Tag die Dörfer Jairs, welche im Lande Gilead sind.
Ri 10,5 Und Jair starb und wurde zu Kamon begraben.
Ri 10,6 Und die Kinder Israel taten
wiederum, was böse war in den Augen Jehovas, und sie dienten den Baalim und den Astaroth, und den
Göttern Syriens und den Göttern Zidons und den
Göttern Moabs und den Göttern der Kinder Ammon und den Göttern der Philister;
und sie verließen Jehova und dienten ihm nicht.
Ri 10,7 Da entbrannte der Zorn Jehovas
wider Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister und in die Hand
der Kinder Ammon.
Ri 10,8 Und sie bedrückten und plagten die
Kinder Israel in selbigem Jahre; achtzehn Jahre bedrückten sie alle Kinder
Israel, welche jenseit des Jordan waren im Lande der
Amoriter, das in Gilead ist.
Ri 10,9 Und die Kinder Ammon zogen über den
Jordan, um auch wider Juda und wider Benjamin und wider das Haus Ephraim zu
streiten; und Israel wurde sehr bedrängt.
Ri 10,10 Da schrieen
die Kinder Israel zu Jehova und sprachen: Wir haben gegen dich gesündigt, und
zwar weil wir unseren Gott verlassen und den Baalim
gedient haben.
Ri 10,11 Und Jehova sprach zu den Kindern
Israel: Habe ich euch nicht von den Ägyptern und von den Amoritern, von den
Kindern Ammon und von den Philistern gerettet?
Ri 10,12 und als die Zidonier
und Amalekiter und Maoniter
euch bedrückten, und ihr zu mir schrieet, euch aus
ihrer Hand gerettet?
Ri 10,13 Ihr aber habt mich verlassen
und habt anderen Göttern gedient; darum werde ich euch nicht mehr retten.
Ri 10,14 Gehet hin und schreiet zu
den Göttern, die ihr erwählt habt: sie mögen euch retten zur Zeit eurer
Bedrängnis!
Ri 10,15 Und die Kinder Israel sprachen zu
Jehova: Wir haben gesündigt. Tue du uns nach allem, was gut ist in deinen
Augen; nur errette uns doch an diesem Tage!
Ri 10,16 Und sie taten die fremden Götter
aus ihrer Mitte hinweg und dienten Jehova; und seine Seele wurde ungeduldig
über die Mühsal Israels.
Ri 10,17 Und die Kinder Ammon versammelten
sich und lagerten sich in Gilead; und die Kinder Israel kamen zusammen und
lagerten sich zu Mizpa.
Ri 10,18 Da sprach das Volk, die Obersten
von Gilead, einer zum anderen: Wer ist der Mann, der anfängt, wider die Kinder
Ammon zu streiten? Er soll allen Bewohnern Gileads zum Haupte sein.
Ri 11,1 Und Jephtha,
{H. Jiphtach} der Gileaditer, war ein tapferer Held; er war aber der Sohn
einer Hure, und Gilead hatte Jephtha gezeugt.
Ri
11,2 Und auch das Weib Gileads gebar ihm Söhne; und als die Söhne des Weibes
groß wurden, da vertrieben sie Jephtha und sprachen
zu ihm: Du sollst nicht erben im Hause unseres Vaters, denn du bist der Sohn
eines anderen Weibes.
Ri 11,3 Und Jephtha
floh vor seinen Brüdern und wohnte im Lande Tob. Und es sammelten sich zu Jephtha lose Leute und zogen mit ihm aus.
Ri 11,4 Und es geschah nach einiger
Zeit, da stritten die Kinder Ammon mit Israel.
Ri 11,5 Und es geschah, als die Kinder
Ammon mit Israel stritten, da gingen die Ältesten von Gilead hin, um Jephtha aus dem Lande Tob zu holen.
Ri 11,6 Und sie sprachen zu Jephtha: Komm und sei unser Anführer, daß
wir wider die Kinder Ammon streiten!
Ri 11,7 Und Jephtha
sprach zu den Ältesten von Gilead: Seid ihr es nicht, die mich gehaßt und mich aus dem Hause meines Vaters vertrieben
haben? Und warum kommet ihr jetzt zu mir, da ihr in Bedrängnis seid?
Ri 11,8 Und die Ältesten von Gilead
sprachen zu Jephtha: Darum sind wir jetzt zu dir
zurückgekehrt, daß du mit uns ziehest und wider die
Kinder Ammon streitest; und du sollst uns zum Haupte sein, allen Bewohnern
Gileads.
Ri 11,9 Und Jephta sprach zu den Ältesten
von Gilead: Wenn ihr mich zurückholet, um wider die Kinder Ammon zu streiten,
und Jehova sie vor mir dahingibt, werde ich euch dann wirklich zum Haupte sein?
Ri 11,10 Und die Ältesten von Gilead
sprachen zu Jephtha: Jehova sei Zeuge {Eig.
Hörer} zwischen uns, wenn wir nicht also tun, wie du geredet hast!
Ri 11,11 Da ging Jephtha
mit den Ältesten von Gilead, und das Volk setzte ihn zum Haupte und zum
Anführer über sich. Und Jephtha redete alle seine
Worte vor Jehova zu Mizpa.
Ri 11,12 Und Jephtha
sandte Boten an den König der Kinder Ammon und ließ ihm sagen: Was haben wir
miteinander zu schaffen, daß du gegen mich gekommen
bist, mein Land zu bekriegen?
Ri 11,13 Und der König der Kinder
Ammon sprach zu den Boten Jephthas: Weil Israel mein
Land genommen hat, als es aus Ägypten heraufzog, vom Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan; und nun gib die Länder {W.
sie} in Frieden zurück.
Ri 11,14 Da sandte Jephtha abermals Boten an den König der Kinder Ammon
Ri 11,15 und ließ ihm sagen: So spricht
Jephta: Israel hat nicht das Land Moabs und das Land der Kinder Ammon genommen;
Ri 11,16 sondern als sie aus Ägypten
heraufzogen, da wanderte Israel durch die Wüste bis zum Schilfmeere, und es kam
nach Kades;
Ri 11,17 und Israel sandte Boten an den
König von Edom und ließ ihm sagen: Laß mich doch
durch dein Land ziehen! Aber der König von Edom gab kein Gehör. Und auch an den
König von Moab sandte es; aber er wollte nicht. So blieb Israel in Kades.
Ri 11,18 Und es wanderte durch die
Wüste und umging das Land Edom und das Land Moab und kam von Sonnenaufgang her
zum Lande Moab; und sie lagerten sich jenseit des
Arnon und kamen nicht in das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs.
Ri 11,19 Und Israel sandte Boten an Sihon, den König der Amoriter, den König von Hesbon, und Israel ließ ihm sagen: Laß
uns doch durch dein Land ziehen bis an meinen Ort!
Ri 11,20 Aber Sihon
traute Israel nicht, es durch sein Gebiet ziehen zu lassen; und Sihon versammelte all sein Volk, und sie lagerten sich zu Jahza; und er stritt wider Israel.
Ri 11,21 Und Jehova, der Gott Israels, gab Sihon und all sein Volk in die Hand Israels, und sie
schlugen sie. So nahm Israel das ganze Land der Amoriter, die jenes Land
bewohnten, in Besitz:
Ri 11,22 sie nahmen das ganze Gebiet der
Amoriter in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, und
von der Wüste bis an den Jordan.
Ri 11,23 Und so hat nun Jehova, der Gott
Israels, die Amoriter vor seinem Volke Israel ausgetrieben, und du willst uns {O.
es} austreiben?
Ri 11,24 Nimmst du nicht das in Besitz, was Kamos, dein Gott, dir zum Besitz gibt? So auch alles, was
Jehova, unser Gott, vor uns ausgetrieben hat, das wollen wir besitzen.
Ri 11,25 Und nun, bist du etwa besser als Balak, der Sohn Zippors, der
König von Moab? Hat er je mit Israel gerechtet, oder je wider sie gestritten?
Ri
11,26 Während Israel in Hesbon wohnte und
in seinen Tochterstädten, und in Aroer und in seinen
Tochterstädten, und in all den Städten, die längs des Arnon liegen, dreihundert
Jahre lang: warum habt ihr sie denn nicht in jener Zeit entrissen?
Ri 11,27 Und nicht ich habe gegen dich
gesündigt, sondern du tust übel an mir, wider mich zu streiten. Jehova, der
Richter, richte heute zwischen den Kindern Israel und den Kindern Ammon!
Ri 11,28 Aber der König der Kinder
Ammon hörte nicht auf die Worte Jephthas, die er ihm
entboten hatte.
Ri 11,29 Da kam der Geist Jehovas über Jephtha; und er zog durch Gilead und Manasse, und zog nach Mizpe in Gilead, und von Mizpe in
Gilead zog er gegen die Kinder Ammon.
Ri 11,30 Und Jephtha
gelobte Jehova ein Gelübde und sprach: Wenn du die Kinder Ammon wirklich in
meine Hand gibst,
Ri 11,31 so soll das, was zur Tür meines
Hauses herausgeht, mir entgegen, wenn ich in Frieden von den Kindern Ammon
zurückkehre, es soll Jehova gehören, und ich werde es als Brandopfer opfern!
Ri 11,32 Und so zog Jephtha gegen die Kinder Ammon, um wider sie zu streiten;
und Jehova gab sie in seine Hand.
Ri 11,33 Und er schlug sie von Aroer an, bis man nach Minnith
kommt, zwanzig Städte, und bis nach Abel-Keramim, und
er richtete eine sehr große Niederlage unter ihnen an; {W.
einensehr großen Schlag} und die
Kinder Ammon wurden gebeugt vor den Kindern Israel.
Ri 11,34 Und als Jephtha
nach Mizpa, nach seinem Hause kam, siehe, da trat
seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Tamburinen und mit Reigen; und sie war
nur die einzige; außer ihr hatte er weder Sohn noch Tochter.
Ri
11,35 Und es geschah, als er sie sah, da zerriß
er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter! tief beugst du mich nieder;
und du, du bist unter denen, die mich in Trübsal bringen! denn ich habe meinen
Mund gegen Jehova aufgetan und kann nicht zurücktreten!
Ri
11,36 Und sie sprach zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund gegen
Jehova aufgetan, so tue mir, wie es aus deinem Munde hervorgegangen ist,
nachdem Jehova dir Rache verschafft hat an deinen Feinden, den Kindern Ammon.
Ri 11,37 Und sie sprach zu ihrem
Vater: Es geschehe mir diese Sache: Laß zwei Monate
von mir ab, daß ich hingehe
und auf die Berge hinabsteige {d.h.
von dem hochgelegenen Mizpaaus} und meine
Jungfrauschaft beweine, ich und meine Freundinnen.
Ri 11,38 Und er sprach: Gehe hin. Und er
entließ sie auf zwei Monate. Und sie ging hin, sie und ihre Freundinnen, und
beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
Ri 11,39 Und es geschah am Ende von zwei
Monaten, da kehrte sie zu ihrem Vater zurück. Und er vollzog an ihr das
Gelübde, das er gelobt hatte. Sie hatte aber keinen Mann erkannt. Und es wurde
zum Gebrauch in Israel:
Ri 11,40 Von Jahr zu Jahr gehen die Töchter
Israels hin, um die Tochter Jephthas, des Gileaditers, zu preisen vier Tage im Jahre.
Ri 12,1 Und die Männer von Ephraim
versammelten sich und zogen hinüber nach Norden, {O. nach Zaphon; vergl. Jos. 13,27} und sie sprachen zu Jephtha: Warum bist du durchgezogen, um wider die Kinder
Ammon zu streiten, und hast uns nicht gerufen, daß
wir mit dir gingen? Wir werden dein Haus über dir mit Feuer verbrennen!
Ri 12,2 Und Jephtha
sprach zu ihnen: Einen heftigen Streit haben wir gehabt, ich und mein Volk, mit
den Kindern Ammon; und ich rief euch, aber ihr habt mich nicht aus ihrer Hand
gerettet.
Ri 12,3 Und als ich sah, daß du nicht helfen wolltest, da setzte ich mein Leben aufs
Spiel {Eig. stellte ich mein Leben in meine Hand; eine oft
wiederkehrende Redensart} und zog hin wider die Kinder Ammon; und Jehova gab sie
in meine Hand. Warum seid ihr denn an diesem Tage gegen mich heraufgezogen, um
wider mich zu streiten?
Ri 12,4 Und Jephtha
versammelte alle Männer von Gilead und stritt mit Ephraim; und die Männer von
Gilead schlugen Ephraim, weil sie gesagt hatten: Flüchtlinge Ephraims seid ihr,
ihr Gileaditer, {Eig. Gilead} inmitten
Ephraims und inmitten Manasses!
Ri 12,5 Und Gilead nahm Ephraim die
Furten des Jordan. {O. besetzte die Furten des Jordan, die
nach Ephraim führten. Vergl. Kap. 3,28} Und es geschah, wenn ein Flüchtling
von Ephraim sprach: {Eig. wenn Flüchtlingevon
Ephraim sprachen} Laß mich
hinübergehen! so sprachen die Männer von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter? {Eig. ein Ephrathiter}
Ri 12,6 Und sagte er: Nein! so
sprachen sie zu ihm: Sage doch: Schibboleth! {Strömung} Und sagte
er: Sibboleth, und brachte es nicht fertig, richtig
zu sprechen, dann ergriffen sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des
Jordan. Und es fielen in jener Zeit von Ephraim 42000.
Ri 12,7 Und Jephtha
richtete Israel sechs Jahre; und Jephtha, der Gileaditer, starb und wurde in einer der Städte Gileads
begraben.
Ri 12,8 Und nach ihm richtete Israel
Ibzan von Bethlehem.
Ri 12,9 Und er hatte dreißig Söhne; und
dreißig Töchter entließ er aus dem Hause, und dreißig Töchter brachte er von
außen für seine Söhne herein. Und er richtete Israel sieben Jahre.
Ri 12,10 Und Ibzan
starb und wurde zu Bethlehem begraben.
Ri 12,11 Und nach ihm richtete Israel
Elon, der Sebuloniter; und er richtete Israel zehn
Jahre.
Ri 12,12 Und Elon, der Sebuloniter, starb und wurde zu Ajjalon
im Lande Sebulon begraben.
Ri 12,13 Und nach ihm richtete Israel
Abdon, der Sohn Hillels, der Pirhathoniter.
Ri 12,14 Und er hatte vierzig Söhne
und dreißig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten. Und er richtete Israel acht
Jahre.
Ri 12,15 Und Abdon, der Sohn Hillels, der Pirhathoniter, starb und wurde zu Pirhathon
begraben im Lande Ephraim, im Gebirge der Amalekiter.
Ri 13,1 Und die Kinder Israel taten
wiederum was böse war in den Augen Jehovas; und Jehova gab sie in die Hand der
Philister vierzig Jahre.
Ri 13,2 Und es war ein Mann aus Zorha, vom Geschlecht der Daniter,
sein Name war Manoah. {H. Manoach} Und sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht.
Ri 13,3 Und der Engel Jehovas erschien dem
Weibe und sprach zu ihr: Siehe doch, du bist unfruchtbar und gebierst nicht;
aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.
Ri 13,4 Und nun hüte dich doch und
trinke weder Wein noch starkes Getränk, und iß nichts
Unreines!
Ri
13,5 Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und kein
Schermesser soll auf sein Haupt kommen, denn ein Nasir {S.
4. Mose 6,2} Gottes soll der Knabe sein von Mutterleibe an; und er wird
anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten.
Ri 13,6 Und das Weib kam und sprach
zu ihrem Manne und sagte: Ein Mann Gottes ist zu mir gekommen, und sein Ansehen
war wie das Ansehen eines {O. des} Engels Gottes, sehr
furchtbar; und ich habe ihn nicht gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat
er mir nicht kundgetan.
Ri
13,7 Und er sprach zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn
gebären; und nun, trinke weder Wein noch starkes Getränk, und iß nichts Unreines; denn ein Nasir Gottes soll der Knabe
sein von Mutterleibe an bis zum Tage seines Todes.
Ri 13,8 Da flehte Manoah
zu Jehova und sprach: Bitte, Herr! der Mann Gottes, den du gesandt hast, möge
doch nochmals zu uns kommen und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Knaben,
der geboren werden soll.
Ri 13,9 Und Gott erhörte die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam nochmals zu dem Weibe,
als sie auf dem Felde saß, und Manoah, ihr Mann,
nicht bei ihr war.
Ri 13,10 Da eilte das Weib und lief und
berichtete es ihrem Manne, und sie sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir
erschienen, der an jenem Tage zu mir gekommen ist.
Ri 13,11 Und Manoah
machte sich auf und ging seinem Weibe nach; und er kam zu dem Manne und sprach
zu ihm: Bist du der Mann, der zu dem Weibe geredet hat? Und er sprach: Ich
bin's.
Ri 13,12 Und Manoah
sprach: Wenn nun dein Wort eintrifft, was soll die Weise des Knaben sein und
sein Tun?
Ri 13,13 Und der Engel Jehovas sprach
zu Manoah: Vor allem, was ich dem Weibe gesagt habe,
soll sie sich hüten:
Ri 13,14 von allem, was vom Weinstock kommt,
soll sie nicht essen, und Wein und starkes Getränk soll sie nicht trinken, und
soll nichts Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soll sie
beobachten.
Ri 13,15 Und Manoah
sprach zu dem Engel Jehovas: Laß dich doch von uns
aufhalten, so wollen wir dir ein Ziegenböcklein zubereiten.
Ri 13,16 Und der Engel Jehovas sprach zu Manoah: Wenn du mich auch aufhieltest, ich würde nicht von
deinem Brote essen; willst du aber ein Brandopfer opfern, so opfere es Jehova.
Denn Manoah wußte nicht, daß es der Engel Jehovas war.
Ri 13,17 Und Manoah
sprach zu dem Engel Jehovas: Wie ist dein Name, daß
wir dich ehren, wenn dein Wort eintrifft?
Ri
13,18 Und der Engel Jehovas sprach zu ihm: Warum fragst du denn
nach meinem Namen? er ist ja wunderbar! Ri 13,19 Da nahm Manoah das Ziegenböcklein und das Speisopfer und opferte es
Jehova auf dem Felsen. Er aber handelte wunderbar, {O.
tatein Wunder} und Manoah
und sein Weib sahen zu;
Ri 13,20 und es geschah, als die Flamme von
dem Altar gen Himmel emporstieg, da fuhr der Engel Jehovas in der Flamme des
Altars hinauf. Und Manoah und sein Weib sahen zu und
fielen auf ihr Angesicht zur Erde.
Ri 13,21 Und der Engel Jehovas erschien Manoah und seinem Weibe fortan nicht mehr. Da erkannte Manoah, daß es der Engel Jehovas
war.
Ri 13,22 Und Manoah
sprach zu seinem Weibe: Wir werden gewißlich sterben,
denn wir haben Gott gesehen!
Ri 13,23 Aber sein Weib sprach zu ihm: Wenn
es Jehova gefallen hätte, uns zu töten, so hätte er nicht ein Brandopfer und
Speisopfer aus unserer Hand angenommen, und er hätte uns dies alles nicht
gezeigt, noch uns zu dieser Zeit dergleichen vernehmen lassen.
Ri 13,24 Und das Weib gebar einen Sohn; und
sie gab ihm den Namen Simson. {H. Schimschon}
Und der Knabe wuchs, und Jehova segnete ihn.
Ri 13,25 Und der Geist Jehovas fing an, ihn
zu treiben zu Machaneh-Dan {O.
im Lager Dans; vergl. Kap. 18,11. 12} zwischen Zorha
und Eschtaol.
Ri 14,1 Und Simson ging nach Timna hinab; und er sah in Timna
ein Weib von den Töchtern der Philister.
Ri 14,2 Und er ging hinauf und berichtete
es seinem Vater und seiner Mutter und sprach: Ich habe in Timna
ein Weib gesehen von den Töchtern der Philister; und nun nehmet sie mir zum
Weibe.
Ri 14,3 Und sein Vater und seine
Mutter sprachen zu ihm: Ist unter den Töchtern deiner Brüder und unter meinem
ganzen Volke kein Weib, daß du hingehest, ein Weib zu
nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen? Und Simson sprach zu seinem
Vater: Diese nimm mir, denn sie ist recht in meinen Augen.
Ri 14,4 Sein Vater und seine Mutter wußten aber nicht, daß es von
Jehova war; denn er suchte eine Gelegenheit an den Philistern. Und in jener
Zeit herrschten die Philister über Israel.
Ri 14,5 Und Simson ging mit seinem Vater
und seiner Mutter nach Timna hinab; und als sie an
die Weinberge von Timna kamen, siehe, da brüllte ein
junger Löwe ihm entgegen.
Ri 14,6 Und der Geist Jehovas geriet über
ihn, und er zerriß ihn, wie man ein Böcklein
zerreißt; und er hatte gar nichts in seiner Hand. Und er tat seinem Vater und
seiner Mutter nicht kund, was er getan hatte.
Ri 14,7 Und er ging hinab und redete
zu dem Weibe, und sie war recht in den Augen Simsons.
Ri 14,8 Und er kehrte nach einiger Zeit
zurück, um sie zu nehmen, und er bog ab, um das Aas {O.
Gerippe} des Löwen zu besehen, und siehe, ein Bienenschwarm war in dem
Körper des Löwen, und Honig.
Ri 14,9 Da nahm er ihn heraus in seine
Hände, und ging und aß im Gehen; und er ging zu seinem Vater und zu seiner
Mutter und gab ihnen, und sie aßen; aber er tat ihnen nicht kund, daß er den Honig aus dem Körper des Löwen herausgenommen
hatte.
Ri 14,10 Und sein Vater ging zu dem Weibe
hinab, und Simson machte daselbst ein Mahl; denn also pflegten {O.
pflegen} die Jünglinge zu tun.
Ri 14,11 Und es geschah, als sie ihn
sahen, da nahmen die dreißig Gesellen; und sie waren bei ihm.
Ri 14,12 Und Simson sprach zu ihnen:
Ich will euch einmal ein Rätsel aufgeben; wenn ihr es mir in den sieben Tagen
des Mahles kundtut und es erratet, so werde ich euch dreißig Hemden {ein
kostbares und ungewöhnliches Kleidungsstück aus feinem Leinen, statt dessen man
den Leibrock zu tragen pflegte} und dreißig Wechselkleider geben;
Ri 14,13 Wenn ihr es mir aber nicht kundtun
könnet, so sollt ihr mir dreißig Hemden und dreißig Wechselkleider geben. Und
sie sprachen zu ihm: Gib dein Rätsel auf, daß wir es
hören!
Ri 14,14 Und er sprach zu ihnen: Aus dem
Fresser kam Fraß, und aus dem Starken {O. Grausamen} kam
Süßigkeit. Und sie vermochten das Rätsel nicht kundzutun drei Tage lang.
Ri 14,15 Und es geschah am siebten Tage, da
sprachen sie zu dem Weibe Simsons: Berede deinen Mann, daß
er uns das Rätsel kundtue, damit wir nicht dich und deines Vaters Haus mit
Feuer verbrennen! Um uns zu berauben, habt ihr uns geladen, nicht wahr?
Ri 14,16 Und Simsons Weib weinte an
ihm und sprach: Du hassest mich nur und liebst mich nicht. Das Rätsel hast du
den Kindern meines Volkes aufgegeben, und mir hast du es nicht kundgetan. Und
er sprach zu ihr: Siehe, meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht
kundgetan, und dir sollte ich es kundtun?
Ri 14,17 Und sie weinte an ihm die sieben
Tage, da sie das Mahl hatten. Und es geschah am siebten Tage, da tat er es ihr
kund, denn sie drängte ihn. Und sie tat das Rätsel den Kindern ihres Volkes
kund.
Ri 14,18 Da sprachen die Männer der
Stadt zu ihm am siebten Tage, ehe die Sonne unterging: Was ist süßer als Honig?
und was ist stärker {O. grausamer} als der
Löwe? Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem Kalbe {Eig.
mit meiner jungen Kuh} gepflügt hättet, so hättet ihr mein Rätsel nicht
erraten.
Ri
14,19 Und der Geist Jehovas geriet über ihn; und er ging hinab nach
Askalon und erschlug von ihnen dreißig Mann und nahm ihre ausgezogenen Gewänder
und gab die Wechselkleider denen, welche das Rätsel kundgetan hatten. Und sein
Zorn entbrannte, und er ging hinauf in das Haus seines Vaters.
Ri 14,20 Und das Weib Simsons wurde
einem seiner Gesellen gegeben, den er sich zugesellt hatte.
Ri 15,1 Und es geschah nach einiger
Zeit, in den Tagen der Weizenernte, da besuchte Simson sein Weib mit einem
Ziegenböcklein. Und er sprach: Ich will zu meinem Weibe ins Gemach gehen; aber
ihr Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen.
Ri 15,2 Und ihr Vater sprach: Ich habe gewißlich gedacht, daß du sie haßtest, und so habe ich sie deinem Gesellen gegeben. Ist
nicht ihre jüngere Schwester schöner als sie? Möge sie doch dein werden an
ihrer Statt.
Ri 15,3 Da sprach Simson zu ihnen:
Diesmal bin ich schuldlos an den Philistern, wenn ich ihnen Übles tue.
Ri 15,4 Und Simson ging hin und fing
dreihundert Schakale; und er nahm Fackeln und kehrte Schwanz an Schwanz und tat
eine Fackel zwischen je zwei Schwänze in die Mitte,
Ri 15,5 und er zündete die Fackeln mit
Feuer an. Und er ließ sie los in das stehende Getreide der Philister und
zündete sowohl Garbenhaufen als stehendes Getreide und Olivengärten an.
Ri 15,6 Und die Philister sprachen: Wer hat
das getan? Und man sagte: Simson, der Eidam des Timniters,
weil er ihm sein Weib genommen und sie seinem Gesellen gegeben hat. Da zogen
die Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater mit Feuer.
Ri 15,7 Und Simson sprach zu ihnen: Wenn
ihr also tut - es sei denn, daß ich mich an euch
gerächt habe, danach will ich aufhören!
Ri 15,8 Und er schlug sie, Schenkel samt
Hüfte, und richtete eine große Niederlage unter ihnen an. Und er ging hinab und
wohnte in der Kluft des Felsens Etam.
Ri 15,9 Und die Philister zogen
herauf und lagerten sich in Juda und breiteten sich aus in Lechi.
Ri 15,10 Und die Männer von Juda sprachen:
Warum seid ihr wider uns heraufgezogen? Und sie sprachen: Um Simson zu binden,
sind wir heraufgezogen, daß wir ihm tun, wie er uns
getan hat.
Ri 15,11 Da zogen dreitausend Mann von Juda
zur Kluft des Felsens Etam hinab und sprachen zu
Simson: Weißt du nicht, daß die Philister über uns
herrschen? und warum hast du uns das getan? Und er sprach zu ihnen: Wie sie mir
getan, also habe ich ihnen getan.
Ri 15,12 Da sprachen sie zu ihm: Um dich zu
binden, sind wir herabgekommen, daß wir dich in die
Hand der Philister liefern. Und Simson sprach zu ihnen: Schwöret mir, daß ihr nicht über mich herfallen werdet!
Ri 15,13 Und sie sprachen zu ihm und sagten:
Nein, sondern binden wollen wir dich und dich in ihre Hand liefern; aber töten
wollen wir dich nicht. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und führten
ihn aus dem Felsen herauf.
Ri
15,14 Als er nach Lechi kam, da jauchzten
ihm die Philister entgegen; aber der Geist Jehovas geriet über ihn, und die
Stricke, welche an seinen Armen waren, wurden wie Flachsfäden, die vom Feuer
versengt sind, und seine Bande schmolzen weg von seinen Händen.
Ri 15,15 Und er fand einen frischen
Eselskinnbacken, und er streckte seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit
tausend Mann.
Ri 15,16 Und Simson sprach: Mit dem
Eselskinnbacken einen Haufen, zwei Haufen {Ein Wortspiel, daim Hebr. "Esel" und "Haufe" hier
gleiche Wörter sind}! Mit dem Eselskinnbacken habe ich tausend Mann
erschlagen!
Ri 15,17 Und es geschah, als er ausgeredet
hatte, da warf er den Kinnbacken aus seiner Hand; und er {O.
man} nannte selbigen Ort Ramath-Lechi. {Kinnbacken-Höhe}
Ri 15,18 Und es dürstete ihn sehr, und er
rief zu Jehova und sprach: Du hast durch die Hand deines Knechtes diese große
Rettung gegeben, und nun soll ich vor Durst sterben und in die Hand der
Unbeschnittenen fallen!
Ri
15,19 Da spaltete Gott die Höhlung, die zu Lechi
ist, und es kam Wasser aus ihr hervor; und er trank, und sein Geist kehrte
zurück, und er lebte wieder auf. Daher gab man ihr den Namen: Quelle des
Rufenden, {En-Hakore} die zu Lechi ist, bis auf diesen Tag.
Ri 15,20 Und er richtete Israel in
den Tagen der Philister zwanzig Jahre.
Ri 16,1 Und Simson ging nach Gasa,
und er sah daselbst eine Hure und ging zu ihr ein.
Ri
16,2 Und es wurde den Gasitern berichtet und gesagt:
Simson ist hierher gekommen. Und sie umstellten ihn
und lauerten die ganze Nacht auf ihn im Stadttore; und sie verhielten sich
still die ganze Nacht und sprachen: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir
ihn erschlagen.
Ri
16,3 Und Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und
ergriff die Flügel des Stadttores und die beiden Pfosten, und riß sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine
Schultern; und er trug sie auf den Gipfel des Berges, der gegen Hebron hin
liegt.
Ri 16,4 Und es geschah hernach, da
liebte er ein Weib im Tale Sorek, ihr Name war Delila.
Ri 16,5 Und die Fürsten {Hebr.
Seren; vergl. die Anm. zu Jos. 13,3} der Philister gingen zu ihr hinauf
und sprachen zu ihr: Berede ihn und sieh, worin seine große Stärke besteht, und
wodurch wir ihn überwältigen können, daß wir ihn
binden, um ihn zu bezwingen; und wir wollen dir ein jeder 1100 Sekel Silber
geben.
Ri 16,6 Da sprach Delila
zu Simson: Tue mir doch kund, worin deine große Stärke besteht, und womit du
gebunden werden kannst, daß man dich bezwinge.
Ri 16,7 Und Simson sprach zu ihr: Wenn man
mich bände mit sieben frischen Stricken, {O.
Sehnen; so auch V.8. 9} die nicht ausgetrocknet sind, so würde ich schwach
werden und würde sein wie ein anderer Mensch.
Ri 16,8 Und die Fürsten der Philister
brachten sieben frische Stricke, die nicht ausgetrocknet waren, zu ihr hinauf;
und sie band ihn damit.
Ri 16,9 Es saßen aber Auflaurer
bei ihr im Gemach; und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da zerriß er die Stricke, wie eine Schnur von Werg zerreißt,
wenn sie Feuer riecht; und seine Stärke ward nicht kund.
Ri 16,10 Da sprach Delila
zu Simson: Siehe, du hast mich getäuscht und Lügen zu mir geredet. Nun tue mir
doch kund, womit du gebunden werden kannst!
Ri 16,11 Und er sprach zu ihr: Wenn man mich
fest bände mit neuen Seilen, mit denen keine Arbeit
geschehen ist, so würde ich schwach werden und würde sein wie ein anderer
Mensch.
Ri 16,12 Da nahm Delila
neue Seile und band ihn damit, und sie sprach zu ihm: Philister über dir,
Simson! Es saßen aber Auflaurer im Gemach. Und er riß sie von seinen Armen wie einen Faden.
Ri 16,13 Da sprach Delila zu Simson: Bisher hast du mich getäuscht und Lügen
zu mir geredet. Tue mir kund, womit du gebunden werden kannst! Und er sprach zu
ihr: Wenn du die sieben Flechten meines Hauptes mit dem Gewebe verwebtest.
Ri 16,14 Und sie heftete sie mit dem Pflocke
und sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem
Schlafe und riß den Webepflock und das Gewebe heraus.
Ri 16,15 Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du
sagen: Ich habe dich lieb, so doch dein Herz nicht mit mir ist? Nun dreimal
hast du mich getäuscht und mir nicht kundgetan, worin deine große Stärke
besteht.
Ri 16,16 Und es geschah, als sie ihn alle
Tage mit ihren Worten drängte und ihn plagte, da wurde seine Seele ungeduldig
zum Sterben;
Ri
16,17 Und er tat ihr sein ganzes Herz kund und sprach zu ihr: Kein
Schermesser ist auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasir Gottes bin ich von
Mutterleibe an; wenn ich geschoren würde, so würde meine Stärke von mir
weichen, und ich würde schwach werden und würde sein wie alle Menschen.
Ri
16,18 und als Delila sah, daß er ihr sein ganzes Herz kundgetan hatte, da sandte sie
hin und rief die Fürsten der Philister und sprach: Kommet diesmal herauf, denn
er hat mir sein ganzes Herz kundgetan. Und die Fürsten der Philister kamen zu
ihr hinauf und brachten das Geld mit sich.
Ri 16,19 Und sie ließ ihn auf ihren Knien
einschlafen, und rief einen Mann und ließ die sieben Flechten seines Hauptes
abscheren; und sie fing an, ihn zu bezwingen, und seine Stärke wich von ihm.
Ri
16,20 Und sie sprach: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf
von seinem Schlafe und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen Male und
mich herausschütteln. Er wußte aber nicht, daß Jehova von ihm gewichen war.
Ri 16,21 Und sie Philister griffen ihn und
stachen ihm die Augen aus; und sie führten ihn nach Gasa hinab und banden ihn
mit ehernen Fesseln, {Eig. Doppelfesseln} und er mußte mahlen im Gefängnis.
Ri 16,22 Aber das Haar seines Hauptes
begann wieder zu wachsen, sobald es geschoren war.
Ri 16,23 Und die
Fürsten der Philister versammelten sich, um ihrem Gott Dagon ein großes
Schlachtopfer zu opfern und um ein Freudenfest {W. und zur
Freude} zu feiern; denn sie sprachen: Unser Gott hat Simson, unseren
Feind, in unsere Hand gegeben.
Ri 16,24 Und als das Volk ihn sah, priesen
sie ihren Gott; denn sie sprachen: Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand
gegeben, und den Verheerer unseres Landes und den,
der unserer Erschlagenen viel machte.
Ri 16,25 Und es geschah, als ihr Herz
fröhlich war, da sprachen sie: Rufet Simson, daß er
vor uns spiele. {O. tanze} Und sie riefen Simson aus dem
Gefängnis, und er spielte vor ihnen; und sie stellten ihn zwischen die Säulen.
Ri 16,26 Und Simson sprach zu dem Knaben,
der ihn bei der Hand hielt: Laß mich, daß ich die Säulen betaste, auf welchen das Haus ruht, und
mich an sie lehne.
Ri 16,27 Das Haus war aber voll Männern und
Weibern, und alle Fürsten der Philister waren daselbst; und auf dem Dache waren
bei dreitausend Männer und Weiber, welche zusahen, wie {O.
während} Simson spielte.
Ri 16,28 Und Simson rief zu Jehova und
sprach: Herr, Jehova! gedenke doch meiner, und stärke mich doch nur diesmal, o
Gott, daß ich an den Philistern eine einmalige Rache
nehme für meine beiden Augen!
Ri 16,29 Und Simson umfaßte
die beiden Mittelsäulen, auf welchen das Haus ruhte, (und er stützte sich
darauf) die eine mit seiner Rechten und die andere mit seiner Linken;
Ri
16,30 und Simson sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Und
er beugte sich mit Kraft; da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk,
das darin war; und es waren der Toten, die er in seinem Tode tötete, mehr als
derer, die er in seinem Leben getötet hatte.
Ri 16,31 Und seine Brüder und das
ganze Haus seines Vaters kamen herab und hoben ihn auf; und sie gingen hinauf
und begruben ihn zwischen Zorha und Eschtaol, im Grabe Manoahs,
seines Vaters. Er hatte aber Israel zwanzig Jahre gerichtet.
Ri 17,1 Und es war ein Mann vom
Gebirge Ephraim, sein Name war Micha.
Ri 17,2 Und er sprach zu seiner
Mutter: Die 1100 Sekel Silber, die dir genommen worden sind, und worüber du
einen Fluch {Vergl. 3. Mose 5,1} getan und
auch vor meinen Ohren geredet hast, siehe, das Silber ist bei mir; ich habe es
genommen. Da sprach seine Mutter: Gesegnet sei mein Sohn von Jehova!
Ri 17,3 Und er gab die 1100 Sekel Silber
seiner Mutter zurück. Und seine Mutter sprach: Das Silber hatte ich von meiner
Hand Jehova geheiligt für meinen Sohn, um ein geschnitztes Bild und ein
gegossenes Bild zu machen; und nun gebe ich es dir zurück.
Ri 17,4 Und er gab das Silber seiner Mutter
zurück. Und seine Mutter nahm zweihundert Sekel Silber und gab sie dem
Goldschmied, und der machte daraus ein geschnitztes Bild und ein gegossenes
Bild; und es war im Hause Michas.
Ri 17,5 Und der Mann Micha hatte ein
Gotteshaus; und er machte ein Ephod und Teraphim und
weihte einen von seinen Söhnen, und er wurde sein {Eig.
ihmzum} Heiliger.
Ri 17,6 In jenen Tagen war kein
König in Israel; ein jeder tat, was recht war in seinen Augen.
Ri 17,7 Und es war ein Jüngling aus
Bethlehem-Juda vom Geschlecht Juda; der war ein Levit {Die
Leviten wurden betrachtet als dem Stamme angehörend, in dessen Gebiet sie
ansässig waren} und hielt sich daselbst auf.
Ri 17,8 Und der Mann zog aus der Stadt, aus
Bethlehem-Juda, um sich aufzuhalten, wo er es treffen würde. Und indem er
seines Weges zog, kam er in das Gebirge Ephraim bis zum Hause Michas.
Ri 17,9 Und Micha sprach zu ihm: Woher
kommst du? Und er sprach zu ihm: Ich bin ein Levit aus Bethlehem-Juda; und ich
gehe hin, mich aufzuhalten, wo ich es treffen werde.
Ri 17,10 Da sprach Micha zu ihm:
Bleibe bei mir, und sei mir ein Vater und ein Heiliger, {Eig.
zum Vater und zum Heiliger} so werde ich dir jährlich zehn Sekel Silber geben und
Ausrüstung an Kleidern und deinen Lebensunterhalt. Und der Levit ging hinein.
Ri 17,11 Und der Levit willigte ein,
bei dem Manne zu bleiben; und der Jüngling ward ihm wie einer seiner Söhne.
Ri 17,12 Und Micha weihte den
Leviten; und der Jüngling wurde sein {Eig. ihmzum} Heiliger und war im Hause Michas.
Ri 17,13 Und Micha sprach: Nun weiß
ich, daß Jehova mir wohltun wird, denn ich habe einen
{O. den} Leviten zum
Heiliger.
Ri 18,1 In jenen Tagen war kein König in
Israel. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniter
ein Erbteil zum Wohnen, denn bis auf jenen Tag war ihm inmitten der Stämme
Israels nichts als Erbteil zugefallen.
Ri 18,2 Und die Kinder Dan sandten fünf
Männer aus ihrem Geschlecht, aus ihrer Gesamtheit, tapfere Männer, aus Zorha und aus Eschtaol, um das
Land auszukundschaften und es zu erforschen; und sie sprachen zu ihnen: Gehet
hin, erforschet das Land. Und sie kamen in das Gebirge Ephraim bis zum Hause
Michas, und sie übernachteten daselbst.
Ri 18,3 Als sie beim Hause Michas waren,
erkannten sie die Stimme des Jünglings, des Leviten, und sie wandten sich dahin
und sprachen zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht, und was tust du hier, und
was hast du hier?
Ri 18,4 Und er sprach zu ihnen: So und so
hat Micha mir getan; und er hat mich gedungen, und ich bin sein {Eig.
ihm zum} Heiliger geworden.
Ri 18,5 Und sie sprachen zu ihm: Befrage
doch Gott, daß wir wissen, ob unser Weg, auf dem wir
ziehen, gelingen wird.
Ri 18,6 Und der Heiliger sprach zu
ihnen: Ziehet hin in Frieden! Vor Jehova ist euer Weg, auf dem ihr ziehet.
Ri 18,7 Und die fünf Männer gingen
hin und kamen nach Lais; und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit
wohnen, nach Art der Zidonier, ruhig und sicher; und
niemand, der die Herrschaft besessen hätte im Lande, tat ihnen irgend etwas zuleide; und sie waren fern von den Zidoniern und hatten mit Menschen nichts zu schaffen. -
Ri 18,8 Und sie kamen zu ihren Brüdern nach
Zorha und Eschtaol. Und
ihre Brüder sprachen zu ihnen: Was bringet ihr?
Ri
18,9 Und sie sprachen: Machet euch auf, und laßt uns
wider sie hinaufziehen; denn wir haben das Land besehen, und siehe, es ist sehr
gut. Und ihr bleibet stille? Seid nicht träge, hinzugehen, um hineinzukommen,
das Land in Besitz zu nehmen;
Ri 18,10 (wenn ihr kommmet, werdet ihr zu einem sicheren Volke kommen, und das
Land ist geräumig nach allen Seiten hin) denn Gott hat es in eure Hand gegeben:
es ist ein Ort, wo es an nichts mangelt von allem, was auf Erden ist.
Ri 18,11 Und es brachen von dannen auf, vom
Geschlecht der Daniter, aus Zorha
und aus Eschtaol, sechshundert Mann, umgürtet mit
Kriegsgerät.
Ri 18,12 Und sie zogen hinauf und lagerten
sich zu Kirjath-Jearim in Juda; daher hat man
selbigen Ort Machaneh-Dan {Lager
Dans} genannt bis auf diesen Tag; siehe, er ist hinter {d.h.
westlich von} Kirjath-Jearim.
Ri 18,13 Und von dannen zogen sie
weiter in das Gebirge Ephraim und kamen bis zum Hause Michas.
Ri 18,14 Da hoben die fünf Männer an,
welche gegangen waren, das Land Lais auszukundschaften, und sprachen zu ihren
Brüdern: Wisset ihr, daß in diesen Häusern Ephod und Teraphim und ein geschnitztes Bild und ein gegossenes Bild
sind? Und nun wisset, was ihr tun wollt.
Ri 18,15 Und sie wandten sich dahin und
traten in das Haus des Jünglings, des Leviten, das Haus Michas, und fragten ihn
nach seinem Wohlergehen.
Ri 18,16 Die sechshundert mit ihrem
Kriegsgerät umgürteten Männer aber, die von den Kindern Dan waren, blieben am
Eingang des Tores stehen.
Ri 18,17 Und die fünf Männer, die
gegangen waren, das Land auszukundschaften, stiegen hinauf, gingen hinein und
nahmen das geschnitzte Bild und das Ephod und die Teraphim
und das gegossene Bild. Und der Heiliger und die sechshundert Mann, die mit
Kriegsgerät umgürtet waren, standen am Eingang des Tores.
Ri 18,18 Als jene nämlich in das Haus Michas
gingen und das geschnitzte Bild, das Ephod und die Teraphim
und das gegossene Bild wegnahmen, da sprach der Heiliger zu ihnen: Was tut ihr?
Ri 18,19 Und sie sprachen zu ihm:
Schweige! lege deine Hand auf deinen Mund und gehe mit uns, und sei uns ein
Vater und ein Heiliger. {Eig. zum Vater
und zum Heiliger} Ist es besser für dich, Heiliger zu sein für das Haus eines
einzelnen Mannes, oder Heiliger zu sein für einen Stamm und für ein Geschlecht
in Israel?
Ri 18,20 Da wurde das Herz des Heiligers froh, und er nahm das Ephod und die Teraphim und das geschnitzte Bild und ging mitten unter das
Volk.
Ri 18,21 Und sie wandten sich und
zogen weg und stellten die Kinder und das Vieh und die wertvollen Dinge voran.
Ri 18,22 Sie waren schon fern vom Hause
Michas, da versammelten sich die Männer, die in den Häusern waren, die beim
Hause Michas standen, und ereilten die Kinder Dan.
Ri 18,23 Und sie riefen den Kindern Dan zu;
und diese wandten ihr Angesicht um und sprachen zu Micha: Was ist dir, daß du dich versammelt hast?
Ri 18,24 Und er sprach: Meine Götter, die
ich gemacht hatte, habt ihr genommen und den Heiliger, und seid weggezogen; und
was habe ich noch? und wie sprechet ihr denn zu mir: Was ist dir?
Ri 18,25 Aber die Kinder Dan sprachen zu
ihm: Laß deine Stimme nicht bei uns hören, damit
nicht Männer heftigen Gemütes über euch herfallen, und du dich und dein Haus
ums Leben bringest!
Ri 18,26 Und die Kinder Dan zogen ihres
Weges. Und als Micha sah, daß sie ihm zu stark waren,
wandte er sich und kehrte in sein Haus zurück.
Ri 18,27 So nahmen
sie, was Micha gemacht hatte, und den Heiliger, den er besaß. Und sie
überfielen Lais, ein ruhiges und sicheres Volk, und schlugen es mit der Schärfe
des Schwertes; und die Stadt verbrannten sie mit Feuer.
Ri 18,28 Und kein Erretter war da;
denn die Stadt {W. sie} war fern von Zidon,
und sie hatten nichts mit Menschen zu schaffen; und sie lag in dem Tale, das
sich nach Beth-Rechob hin erstreckt. Und sie bauten
die Stadt wieder auf und wohnten darin;
Ri 18,29 und sie gaben der Stadt den Namen
Dan, nach dem Namen Dans, ihres Vaters, welcher dem Israel geboren wurde;
dagegen war im Anfang Lais der Name der Stadt. -
Ri 18,30 Und die Kinder Dan richteten
sich das geschnitzte Bild auf; und Jonathan, der Sohn Gersoms,
des Sohnes Moses, er und seine Söhne waren Heiliger für den Stamm der Daniter bis auf den Tag, da das Land in Gefangenschaft
geführt wurde.
Ri 18,31 Und sie stellten sich das
geschnitzte Bild Michas auf, das er gemacht hatte, alle die Tage, da das Haus
Gottes in Silo war.
Ri 19,1 Und es geschah in jenen Tagen, als
kein König in Israel war, daß sich ein levitischer
Mann an der äußersten Seite des Gebirges Ephraim aufhielt; und er nahm sich ein
Kebsweib aus Bethlehem-Juda.
Ri 19,2 Und sein Kebsweib hurte neben ihm;
und sie ging von ihm weg in das Haus ihres Vaters, nach Bethlehem-Juda, und war
daselbst eine Zeitlang, vier Monate.
Ri
19,3 Und ihr Mann machte sich auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen zu
reden, sie zurückzubringen; und sein Knabe war mit ihm und ein Paar Esel. Und
sie führte ihn in das Haus ihres Vaters; und als der Vater des jungen Weibes
ihn sah, kam er ihm freudig entgegen.
Ri 19,4 Und sein Schwiegervater, der Vater
des jungen Weibes, hielt ihn zurück, und er blieb drei Tage bei ihm; und sie
aßen und tranken und übernachteten daselbst.
Ri 19,5 Und es geschah am vierten
Tage, da machten sie sich des Morgens früh auf, und er erhob sich, um
fortzugehen. Da sprach der Vater des jungen Weibes zu seinem Eidam: Stärke dein
Herz mit einem Bissen Brot, und danach möget ihr ziehen.
Ri 19,6 Und sie setzten sich und aßen und
tranken beide miteinander. Und der Vater des jungen Weibes sprach zu dem Manne:
Laß es dir doch gefallen und bleibe über Nacht und laß dein Herz fröhlich sein!
Ri 19,7 Und als der Mann sich erhob, um
fortzugehen, da drang sein Schwiegervater in ihn, und er übernachtete wiederum
daselbst.
Ri 19,8 Und am fünften Tage machte er sich
des Morgens früh auf, um fortzugehen; da sprach der Vater des jungen Weibes:
Stärke doch dein Herz und verziehet, bis der Tag sich neigt! Und so aßen sie
beide miteinander.
Ri
19,9 Und der Mann erhob sich, um fortzugehen, er und sein Kebsweib und sein
Knabe. Aber sein Schwiegervater, der Vater des jungen Weibes, sprach zu ihm:
Siehe doch, der Tag nimmt ab, es will Abend werden; übernachtet doch! Siehe,
der Tag sinkt, übernachte hier und laß dein Herz
fröhlich sein; und ihr machet euch morgen früh auf euren Weg, und du ziehst
nach deinem Zelte.
Ri 19,10 Aber der Mann wollte nicht
übernachten, und er erhob sich und zog fort; und er kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem, und mit ihm das Paar gesattelter
Esel, und sein Kebsweib mit ihm.
Ri 19,11 Sie waren bei Jebus,
und der Tag war sehr herabgesunken, da sprach der Knabe zu seinem Herrn: Komm
doch und laß uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und darin übernachten.
Ri 19,12 Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir
wollen nicht in eine Stadt der Fremden einkehren, die nicht von den Kindern
Israel sind, sondern wollen nach Gibea hinübergehen.
Ri 19,13 Und er sprach zu seinem Knaben:
Komm, daß wir uns einem der Orte nähern und in Gibea
oder in Rama übernachten.
Ri 19,14 So zogen sie vorüber und gingen
weiter, und die Sonne ging ihnen unter nahe bei Gibea, das Benjamin gehört.
Ri 19,15 Und sie wandten sich dahin, daß sie hineinkämen, um in Gibea zu übernachten. Und er kam
hinein und setzte sich hin auf den Platz der Stadt; und niemand war, der sie
ins Haus aufgenommen hätte, um zu übernachten.
Ri 19,16 Und siehe, ein alter Mann kam von
seiner Arbeit, vom Felde, am Abend; und der Mann war vom Gebirge Ephraim, und
er hielt sich in Gibea auf; die Leute des Ortes aber waren Benjaminiter.
Ri 19,17 Und er erhob seine Augen und sah
den Wandersmann auf dem Platze der Stadt, und der alte Mann sprach: Wohin gehst
du? Und woher kommst du?
Ri
19,18 Und er sprach zu ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda nach der
äußersten Seite des Gebirges Ephraim; von dort bin ich her, und ich bin nach
Bethlehem-Juda gegangen, und ich wandle mit dem Hause Jehovas; {d.h.
ich bin ein Levit} und niemand ist, der mich in sein Haus aufnimmt.
Ri 19,19 Und wir haben sowohl Stroh als auch
Futter für unsere Esel, und auch Brot und Wein habe ich für mich und für deine
Magd und für den Knaben, der mit deinen Knechten ist; es mangelt an nichts.
Ri 19,20 Da sprach der alte Mann:
Friede dir! Nur liege all dein Bedarf mir ob; doch auf dem Platze übernachte
nicht.
Ri 19,21 Und er führte ihn in sein
Haus und gab den Eseln Futter. Und sie wuschen ihre Füße und aßen und tranken.
Ri 19,22 Sie ließen ihr Herz guter
Dinge sein, siehe, da umringten die Männer der Stadt, Männer, welche Söhne
Belials
{d.h. schlechte, nichtswürdige Männer} waren, das
Haus, schlugen an die Tür und sprachen zu dem alten Manne, dem Herrn des
Hauses, und sagten: Führe den Mann, der in dein Haus gekommen ist, heraus, daß wir ihn erkennen!
Ri 19,23 Und der Mann, der Herr des Hauses,
ging zu ihnen hinaus und sprach zu ihnen: Nicht doch, meine Brüder, tut doch
nicht übel; nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, begehet nicht diese
Schandtat!
Ri 19,24 Siehe, meine Tochter, die Jungfrau,
und sein Kebsweib, lasset mich doch sie herausführen; und schwächet sie und tut
mit ihnen, was gut ist in euren Augen; aber an diesem Manne begehet nicht diese
Schandtat!
Ri 19,25 Aber die Männer wollten nicht auf
ihn hören. Da ergriff der Mann sein Kebsweib und führte sie zu ihnen hinaus auf
die Straße; und sie erkannten sie und mißhandelten
sie die ganze Nacht bis an den Morgen; und sie ließen sie gehen, als die
Morgenröte aufging.
Ri 19,26 Und das Weib kam beim Anbruch des
Morgens und fiel nieder am Eingang des Hauses des Mannes, woselbst ihr Herr
war, und lag dort, bis es hell wurde.
Ri 19,27 Und als ihr Herr am Morgen aufstand
und die Tür des Hauses öffnete und hinaustrat, um seines Weges zu ziehen:
Siehe, da lag das Weib, sein Kebsweib, an dem Eingang des Hauses, und ihre
Hände auf der Schwelle.
Ri 19,28 Und er sprach zu ihr: Stehe auf und
laß uns gehen! Aber niemand antwortete. Da nahm er
sie auf den Esel, und der Mann machte sich auf und zog an seinen Ort.
Ri 19,29 Und als er in sein Haus gekommen
war, nahm er sein {W. das} Messer und ergriff sein Kebsweib
und zerstückte sie, nach ihren Gebeinen, in zwölf
Stücke; und er sandte sie in alle Grenzen Israels.
Ri 19,30 Und es geschah, ein jeder,
der es sah, sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen worden von dem
Tage an, da die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraufgezogen sind, bis auf
diesen Tag. Bedenket euch darüber, beratet und redet!
Ri 20,1 Und alle Kinder Israel zogen aus,
und die Gemeinde, von Dan bis Beerseba, und das Land
Gilead versammelte sich wie ein Mann vor Jehova nach Mizpa.
Ri 20,2 Und die Häupter des ganzen Volkes,
aller Stämme Israels, stellten sich in der Herausrufung
des Volkes Gottes: 400000 Mann Fußvolk, die das Schwert zogen. -
Ri 20,3 Und die Kinder Benjamin hörten, daß die Kinder Israel nach Mizpa
hinaufgezogen waren. - Und die Kinder Israel sprachen: Redet, wie ist diese
Übeltat geschehen?
Ri 20,4 Da antwortete der levitische Mann,
der Mann des ermordeten Weibes, und sprach: Ich war nach Gibea gekommen, das
Benjamin gehört, ich und mein Kebsweib, um dort zu übernachten.
Ri 20,5 Da machten sich die Bürger von
Gibea wider mich auf und umringten meinetwegen {Eig. wider
mich} des Nachts das Haus. Mich gedachten sie umzubringen, und mein
Kebsweib haben sie geschwächt, daß sie starb.
Ri 20,6 Da ergriff ich mein Kebsweib und zerstückte sie und sandte sie in das ganze Gefilde des
Erbteils Israels; denn sie haben ein Verbrechen und eine Schandtat begangen in
Israel.
Ri 20,7 Siehe, hier seid ihr
allesamt, Kinder Israel: Gebet eure Meinung und euren Rat allhier!
Ri 20,8 Und das ganze Volk stand auf wie
ein Mann und sprach: Wir wollen nicht gehen, ein jeder nach seinem Zelte, und
nicht einkehren, ein jeder in sein Haus;
Ri 20,9 sondern dies ist die Sache,
die wir jetzt an Gibea tun wollen: ziehen wir wider
dasselbe nach dem Lose;
Ri 20,10 und nehmen wir zehn Männer von
hundert, von allen Stämmen Israels, und hundert von tausend und tausend von
zehntausend, um Zehrung für das Volk zu holen, damit, wenn sie nach
Gibea-Benjamin {H. Geba-Benjamin; soauch
V.33} kommen, man an ihm tue {O.
damit man, bei ihrer Ankunft, an Gibea-Benjamin tue} nach all
der Schandtat, die es in Israel begangen hat.
Ri 20,11 Und alle Männer von Israel
versammelten sich gegen die Stadt, wie ein Mann verbündet.
Ri 20,12 Und die Stämme Israels sandten
Männer in alle Geschlechter {Eig. Stämme} Benjamins und
sprachen: Was ist das für eine Übeltat, die unter euch geschehen ist!
Ri 20,13 So gebet nun die Männer, die
Söhne Belials, heraus, die in Gibea sind, daß wir sie
töten und das Böse aus
Israel hinwegschaffen! Aber die Kinder Benjamin wollten nicht
auf die Stimme ihrer Brüder, der Kinder Israel, hören;
Ri 20,14 und die Kinder Benjamin
versammelten sich aus den Städten nach Gibea, um auszuziehen zum Streit mit den
Kindern Israel.
Ri 20,15 Und die Kinder Benjamin wurden an
selbigem Tage aus den Städten gemustert: 26000 Mann, die das Schwert zogen;
außer den Bewohnern von Gibea, die gemustert wurden: 700 auserlesene Männer.
Ri 20,16 Unter all diesem Volke waren 700
auserlesene Männer, die links waren; diese alle schleuderten mit dem Steine
aufs Haar und fehlten nicht.
Ri 20,17 Und die Männer von Israel wurden
gemustert, außer Benjamin: 400000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren
Kriegsmänner.
Ri 20,18 Und die Kinder Israel machten sich
auf und zogen hinauf nach Bethel und befragten Gott, und sie sprachen: Wer von
uns soll zuerst hinaufziehen zum Streit mit den Kindern Benjamin? Und Jehova
sprach: Juda zuerst.
Ri 20,19 Und die Kinder Israel
machten sich am Morgen auf und lagerten sich wider Gibea.
Ri 20,20 Und die Männer von Israel zogen aus
zum Streit mit Benjamin, und die Männer von Israel stellten sich wider sie in
Schlachtordnung auf bei Gibea.
Ri 20,21 Und die Kinder Benjamin zogen aus
Gibea heraus, und sie streckten unter Israel an selbigem Tage 22000 Mann zu
Boden.
Ri 20,22 Und es ermannte sich das Volk, die
Männer von Israel, und sie stellten sich wieder in Schlachtordnung auf an dem
Orte, wo sie sich am ersten Tage aufgestellt hatten.
Ri
20,23 Und die Kinder Israel zogen hinauf und weinten vor Jehova bis
an den Abend; und sie befragten Jehova und sprachen: Soll ich wiederum
ausrücken zum Streit mit den Kindern meines Bruders Benjamin? Und Jehova
sprach: Ziehet wider ihn hinauf.
Ri 20,24 Und die Kinder Israel nahten
sich den Kindern Benjamin am zweiten Tage.
Ri 20,25 Und Benjamin zog am zweiten Tage
aus Gibea heraus, ihnen entgegen, und sie streckten nochmals unter den Kindern
Israel 18000 Mann zu Boden; diese alle zogen das Schwert.
Ri 20,26 Da zogen alle Kinder Israel und das
ganze Volk hinauf und kamen nach Bethel, und sie weinten und blieben daselbst
vor Jehova und fasteten an selbigem Tage bis zum Abend; und sie opferten
Brandopfer und Friedensopfer vor Jehova.
Ri 20,27 Und die Kinder Israel
befragten Jehova - denn die Lade des Bundes Gottes war daselbst in jenen Tagen,
Ri 20,28 und Pinehas,
der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihr {O.
ihm; d.h. übte Heiligerdienst aus} in jenen
Tagen - und sprachen: Soll ich wiederum ausziehen zum Streit mit den Kindern
meines Bruders Benjamin, oder soll ich aufhören? Und Jehova sprach: Ziehet
hinauf, denn morgen werde ich ihn in deine Hand geben.
Ri 20,29 Und Israel legte einen
Hinterhalt gegen Gibea ringsumher.
Ri 20,30 Und die Kinder Israel zogen am
dritten Tage hinauf wider die Kinder Benjamin und stellten sich wider Gibea
auf, wie die anderen Male.
Ri 20,31 Und die Kinder Benjamin zogen
heraus, dem Volke entgegen, wurden von der Stadt abgerissen und fingen an,
etliche von dem Volke zu erschlagen, wie die anderen Male, bei dreißig Mann
unter Israel, auf den Landstraßen, deren eine nach Bethel hinaufsteigt und die
andere durch das Gefilde nach Gibea führt.
Ri 20,32 Und die Kinder Benjamin sprachen:
Sie sind vor uns geschlagen wie im Anfang. Die Kinder Israel aber sprachen: Laßt uns fliehen, daß wir sie von
der Stadt abreißen auf die Landstraßen!
Ri 20,33 Und alle Männer von Israel machten
sich auf von ihrem Orte und stellten sich zu Baal-Tamar auf, während der
Hinterhalt Israels von seinem Orte hervorbrach aus dem Blachfelde von Gibea. {And.
l.: im Westen von Gibea}
Ri 20,34 Und es kamen gegen Gibea
zehntausend auserlesene Männer aus ganz Israel, und der Streit wurde heftig;
jene aber wußten nicht, daß
das Unglück sie erreichte.
Ri 20,35 Und Jehova schlug Benjamin vor
Israel, und die Kinder Israel streckten unter Benjamin an selbigem Tage 25100
Mann nieder; diese alle zogen das Schwert. -
Ri 20,36 Und die Kinder Benjamin sahen, daß sie geschlagen waren. Und die Männer von Israel gaben
Benjamin Raum, weil sie sich auf den Hinterhalt verließen, den sie wider Gibea
gelegt hatten.
Ri 20,37 Und der Hinterhalt eilte und
überfiel Gibea; und der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der
Schärfe des Schwertes.
Ri 20,38 Die Männer von Israel hatten sich
aber mit dem Hinterhalt verabredet, eine große Rauchsäule aus der Stadt
emporsteigen zu lassen.
Ri
20,39 Und die Männer von Israel wandten sich um im Streit, und
Benjamin hatte angefangen, unter den Männern von Israel etliche zu erschlagen,
bei dreißig Mann; denn die sprachen: Sie sind ja gänzlich vor uns geschlagen,
wie im vorigen Streit.
Ri 20,40 Und der Brand fing an, aus der
Stadt emporzusteigen wie eine Rauchsäule; und Benjamin wandte sich zurück, und
siehe, die ganze Stadt ging in Feuer auf gen Himmel.
Ri 20,41 Da wandten sich die Männer von
Israel um, und die Männer von Benjamin wurden bestürzt; denn sie sahen, daß das Unglück sie erreicht hatte.
Ri 20,42 Und sie wandten sich vor den
Männern von Israel nach dem Wege zur Wüste; aber der Streit ereilte {O.
verfolgte} sie; und die aus den Städten kamen, streckten sie in ihrer
Mitte nieder.
Ri 20,43 Sie umzingelten Benjamin, jagten
ihm nach, traten ihn nieder, wo er ausruhen wollte, bis vor Gibea, gegen
Sonnenaufgang.
Ri 20,44 Und es fielen von Benjamin
18000 Mann; diese alle waren tapfere Männer.
Ri
20,45 Da wandten sie sich und flohen der Wüste zu, nach dem Felsen Rimmon; aber die Israeliten {W. aber sie} hielten
unter ihnen auf den Landstraßen eine Nachlese von fünftausend Mann, und setzten
ihnen nach bis Gideom und erschlugen von ihnen
zweitausend Mann.
Ri 20,46 So waren all der von Benjamin an
selbigem Tage Gefallenen 25000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren
tapfere Männer.
Ri 20,47 Sechshundert Mann aber wandten sich
und flohen der Wüste zu, nach dem Felsen Rimmon; und
sie blieben am Felsen Rimmon vier Monate. -
Ri 20,48 Und die Männer von Israel
kehrten zu den Kindern Benjamin zurück und schlugen sie mit der Schärfe des
Schwertes, von den Männern in den Städten {Eig.
von der männlichen Stadtbevölkerung. (Wie 5. Mose 2,34; mit Änderung eines
Vokals)} bis zum Vieh, bis zu allem, was sich vorfand; auch alle die
Städte, die sich vorfanden, steckten sie in Brand.
Ri 21,1 Die Männer von Israel hatten aber
zu Mizpa geschworen und gesagt: Niemand von uns soll
seine Tochter den Benjaminitern zum Weibe geben!
Ri 21,2 Und das Volk kam nach Bethel, und
sie blieben daselbst bis an den Abend vor Gott; und sie erhoben ihre Stimme und
weinten sehr
Ri 21,3 und sprachen: Warum, Jehova, Gott
Israels, ist dieses in Israel geschehen, daß heute
ein Stamm aus Israel vermißt wird?
Ri 21,4 Und es geschah am anderen Tage, da
machte sich das Volk früh auf, und sie bauten daselbst einen Altar und opferten
Brandopfer und Friedensopfer.
Ri 21,5 Und die Kinder Israel
sprachen: Wer von allen Stämmen Israels ist nicht in die Herausrufung
zu Jehova heraufgekommen? Denn ein großer {Eig. der große} Schwur war
geschehen betreffs dessen, der nicht zu Jehova nach Mizpa
heraufkäme, indem man sprach: Er soll gewißlich
getötet werden!
Ri 21,6 Und die Kinder Israel ließen sich's
gereuen {O. betrübtensich; so
auch V.15} über Benjamin, ihren Bruder, und sie sprachen: Heute ist ein
Stamm von Israel abgehauen!
Ri 21,7 Was sollen wir ihnen, den
Übriggebliebenen, tun betreffs der Weiber? Wir haben ja bei Jehova geschworen,
ihnen keine von unseren Töchtern zu Weibern zu geben.
Ri 21,8 Und sie sprachen: Gibt es irgend
einen von den Stämmen Israels, der nicht zu Jehova nach Mizpa
heraufgekommen ist? Und siehe, kein Mann von Jabes-Gilead
war ins Lager, in die Herausrufung, gekommen.
Ri 21,9 Und das Volk wurde
gemustert, und siehe, kein Mann war da von den Bewohnern von Jabes-Gilead.
Ri
21,10 Da sandte die Gemeinde zwölftausend Mann von den tapferen
Männern dorthin, und sie geboten ihnen und sprachen: Gehet hin und schlaget die
Bewohner von Jabes-Gilead mit der Schärfe des
Schwertes, auch die Weiber und die Kinder!
Ri 21,11 Und dies ist es, was ihr tun sollt:
alle Männlichen und alle Weiber, die den Beischlaf eines Mannes gekannt haben,
sollt ihr verbannen.
Ri 21,12 Und sie fanden unter den Bewohnern
von Jabes-Gilead vierhundert Mädchen, Jungfrauen, die
keinen Mann im Beischlaf erkannt hatten; und sie brachten sie ins Lager nach
Silo, das im Lande Kanaan ist.
Ri 21,13 Und die ganze Gemeinde sandte hin
und redete zu den Kindern Benjamin, die am Felsen Rimmon
waren, und entbot ihnen Frieden.
Ri 21,14 Und Benjamin kehrte in selbiger
Zeit zurück; und sie gaben ihnen die Weiber, welche sie hatten leben lassen von
den Weibern von Jabes-Gilead; aber sie fanden so
nicht genug für sie.
Ri 21,15 Und das Volk ließ sich's
gereuen wegen Benjamins, weil Jehova einen Riß
gemacht hatte in den Stämmen
Israels.
Ri 21,16 Und die Ältesten der Gemeinde
sprachen: Was sollen wir den Übriggebliebenen tun betreffs der Weiber? Denn die
Weiber sind aus Benjamin vertilgt.
Ri 21,17 Und sie sprachen: Ein Besitztum
soll sein für die Entronnenen von Benjamin, damit nicht ein Stamm aus Israel
ausgetilgt werde.
Ri 21,18 Wir aber, wir können ihnen keine
Weiber von unseren Töchtern geben; denn die Kinder Israel haben geschworen und
gesagt: Verflucht sei, wer den Benjaminitern ein Weib
gibt!
Ri 21,19 Und sie sprachen: Siehe, ein Fest
Jehovas ist von Jahr zu Jahr zu Silo, das nördlich von Bethel, gegen
Sonnenaufgang von der Landstraße, die von Bethel nach Sichem hinaufgeht, und
südlich von Lebona liegt.
Ri 21,20 Und sie geboten den Kindern
Benjamin und sprachen: Gehet hin und lauert in den Weinbergen;
Ri
21,21 und sehet zu, und siehe, wenn die Töchter von Silo
herausziehen zum Reigentanze, so kommet hervor aus den Weinbergen und erhaschet
euch unter den Töchtern von Silo ein jeder sein Weib, und ziehet hin in das
Land Benjamin.
Ri 21,22 Und es soll geschehen, wenn ihre
Väter oder ihre Brüder kommen, um mit uns zu rechten, so wollen wir zu ihnen
sagen: Gewähret sie uns! denn wir haben nicht ein jeder sein Weib im Kriege
empfangen; denn nicht ihr habt sie ihnen gegeben, daß
ihr jetzt schuldig wäret.
Ri
21,23 Und die Kinder Benjamin taten also und nahmen sich Weiber,
nach ihrer Zahl, von den Tänzerinnen, die sie raubten. Und sie zogen fort und
kehrten in ihr Erbteil zurück; und sie bauten die Städte wieder auf und wohnten
darin.
Ri 21,24 Und die Kinder Israel zogen in
selbiger Zeit von dannen, ein jeder zu seinem Stamme und zu seinem Geschlecht;
und sie zogen von dannen hinweg, ein jeder in sein Erbteil.
Ri 21,25 In jenen Tagen war kein
König in Israel; ein jeder tat, was recht war in seinen Augen.
Ruth
Rt 1,1 Und es geschah in den Tagen, als
die Richter richteten, da entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von
Bethlehem-Juda zog hin, um sich in den Gefilden Moabs aufzuhalten, er und sein
Weib und seine beiden Söhne.
Rt
1,2 Und der Name des Mannes war Elimelech, und der
Name seines Weibes Noomi, und die Namen seiner beiden Söhne Machlon
und Kiljon, Ephratiter von
Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gefilde Moabs und blieben daselbst.
Rt
1,3 Und Elimelech, der Mann Noomis, starb: und sie
blieb mit ihren beiden Söhnen übrig.
Rt
1,4 Und sie nahmen sich moabitische Weiber: der
Name der einen war Orpa, und der Name der anderen Ruth; und sie wohnten
daselbst bei zehn Jahren.
Rt
1,5 Da starben auch die beiden, Machlon und Kiljon; und das Weib blieb allein übrig von ihren beiden
Söhnen und von ihrem Manne. Rt
1,6 Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte aus
den Gefilden Moabs zurück; denn sie hatte im Gefilde Moabs gehört, daß Jehova sein Volk heimgesucht habe, um ihnen Brot zu
geben. {O. indem er ihnen
Brot gab}
Rt
1,7 Und sie zog aus von dem Orte, wo sie gewesen war, und ihre beiden
Schwiegertöchter mit ihr; und sie zogen des Weges, um in das Land Juda
zurückzukehren.
Rt
1,8 Da sprach Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Gehet, kehret um, eine
jede zum Hause ihrer Mutter. Jehova erweise Güte an euch, so wie ihr sie an den
Verstorbenen und an mir erwiesen habt.
Rt
1,9 Jehova gebe euch, daß ihr Ruhe findet, eine
jede in dem Hause ihres Mannes! Und sie küßte sie.
Und sie erhoben ihre Stimme und weinten;
Rt
1,10 und sie sprachen zu ihr: Doch, wir wollen mit dir zu deinem Volke
zurückkehren!
Rt
1,11 Und Noomi sprach: Kehret um, meine Töchter! Warum wolltet ihr mit mir
gehen? Habe ich noch Söhne in meinem Leibe, daß sie
euch zu Männern werden könnten?
Rt
1,12 Kehret um, meine Töchter, gehet; denn ich bin zu alt, um eines Mannes zu
werden. Wenn ich spräche: Ich habe Erwartung; wenn ich selbst diese Nacht eines
Mannes würde und sogar Söhne gebären sollte:
Rt
1,13 wolltet ihr deshalb warten, bis sie groß würden? wolltet ihr deshalb euch
abschließen, daß ihr keines Mannes würdet? Nicht
doch, meine Töchter! denn mir ergeht es viel bitterer als euch; denn die Hand
Jehovas ist wider mich ausgegangen.
Rt
1,14 Da erhoben sie ihre Stimme und weinten wiederum. Und Orpa küßte ihre Schwiegermutter; Ruth aber hing ihr an.
Rt
1,15 Und sie sprach: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volke und zu ihren
Göttern zurückgekehrt; kehre um, deiner Schwägerin nach!
Rt
1,16 Aber Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, hinter dir weg
umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen, und wo du weilst,
will ich weilen; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott;
Rt
1,17 wo du stirbst, will ich sterben, und daselbst will ich begraben werden.
So soll mir Jehova tun und so hinzufügen, nur der Tod soll scheiden zwischen
mir und dir!
Rt
1,18 Und als sie sah, daß sie fest darauf bestand,
mit ihr zu gehen, da ließ sie ab, ihr zuzureden.
Rt
1,19 Und so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als
sie nach Bethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und
sie {d.h. die Weiber der Stadt} sprachen: Ist das Noomi?
Rt
1,20 Und sie sprach zu ihnen: Nennet mich nicht Noomi, {Huldvolle,
Liebliche} nennet mich Mara; {Bittere, Betrübte} denn der
Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.
Rt
1,21 Voll bin ich gegangen, und leer hat mich Jehova zurückkehren lassen.
Warum nennet ihr mich Noomi, da Jehova gegen mich gezeugt, und der Allmächtige
mir Übles getan hat?
Rt
1,22 Und so kehrte Noomi zurück, und Ruth, die Moabitin, ihre
Schwiegertochter, mit ihr, welche aus den Gefilden Moabs zurückkehrte; und sie kamen
nach Bethlehem beim Beginn der Gerstenernte.
Rt
2,1 Und Noomi hatte einen Verwandten ihres Mannes, einen vermögenden Mann,
aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war
Boas.
Rt
2,2 Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Noomi: Laß
mich doch aufs Feld gehen und unter den Ähren lesen hinter dem her, in dessen
Augen ich Gnade finden werde. Und sie sprach zu ihr: Gehe hin, meine Tochter.
Rt
2,3 Und sie ging hin und kam und las auf dem Felde hinter den Schnittern her;
und sie traf zufällig das Feldstück des Boas, der aus dem Geschlecht Elimelechs war.
Rt
2,4 Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: Jehova
sei mit euch! Und sie sprachen zu ihm: Jehova segne dich!
Rt
2,5 Und Boas sprach zu seinem Knechte, {Anderswo: Knabe,
Jüngling} der über die Schnitter bestellt war: Wem gehört dieses
Mädchen?
Rt
2,6 Und der Knecht, {Anderswo: Knabe, Jüngling} der über
die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Noomi aus den Gefilden Moabs
zurückgekehrt ist;
Rt
2,7 und sie sprach: Laß mich doch auflesen und
unter den Garben sammeln hinter den Schnittern her! Und so ist sie gekommen und
dageblieben vom Morgen an bis jetzt; was sie im Hause gesessen hat, ist wenig.
Rt
2,8 Und Boas sprach zu Ruth: Hörst du, meine Tochter? gehe nicht, um auf
einem anderen Felde aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen, sondern halte
dich hier zu meinen Mägden.
Rt
2,9 Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, welches man schneidet, und gehe
hinter ihnen her; habe ich nicht den Knaben geboten, dich nicht anzutasten? Und
wenn dich dürstet, so gehe zu den Gefäßen und trinke von dem, was die Knaben
schöpfen.
Rt
2,10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder und sprach
zu ihm: Warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, daß
du mich beachtest, da ich doch eine Fremde bin?
Rt
2,11 Und Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles wohl berichtet
worden, was du an deiner
Schwiegermutter getan hast nach dem Tode deines
Mannes, indem du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Geburt
verlassen hast und zu einem Volke gezogen bist, das du früher nicht kanntest.
Rt
2,12 Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova, dem Gott
Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du gekommen bist!
Rt
2,13 Und sie sprach: Möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr! denn du
hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und doch bin ich
nicht wie eine deiner Mägde.
Rt
2,14 Und Boas sprach zu ihr zur Zeit des Essens: Tritt hierher, und iß von dem Brote und tunke deinen Bissen in den Essig. Da
setzte sie sich zur Seite der Schnitter; und er reichte ihr geröstete Körner,
und sie aß und wurde satt und ließ übrig.
Rt
2,15 Und sie stand auf, um aufzulesen; und Boas gebot seinen Knaben und
sprach: Auch zwischen den Garben mag sie auflesen, und ihr sollt sie nicht
beschämen; {O. ihr nichts zuleide tun}
Rt
2,16 und auch sollt ihr selbst aus den Bündeln Ähren für sie herausziehen und
sie liegen lassen, damit sie sie auflese, und sollt sie nicht schelten.
Rt
2,17 Und sie las auf dem Felde auf bis zum Abend, und sie schlug aus, was sie
aufgelesen hatte, und es war bei einem Epha Gerste.
Rt
2,18 Und sie nahm es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah,
was sie aufgelesen hatte; und sie zog hervor und gab ihr, was sie
übriggelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte.
Rt
2,19 Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und
wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie tat ihrer
Schwiegermutter kund, bei wem sie gearbeitet hatte, und sprach: Der Name des
Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas.
Rt
2,20 Da sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von Jehova,
dessen Güte nicht abgelassen hat von den Lebenden und von den Toten! Und Noomi
sprach zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unseren
Blutsverwandten {Eig. Lösern; soauch
nachher. Vergl. 3. Mose 25,25 usw.: 5. Mose 25,5}.
Rt
2,21 Und Ruth, die Moabitin, sprach: Er hat auch zu mir gesagt: Du sollst dich
zu meinen Leuten halten, bis sie meine ganze Ernte beendigt haben.
Rt
2,22 Und Noomi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine
Tochter, daß du mit seinen Mägden ausgehst, daß man dich nicht anfalle {O. dir
begegne} auf einem anderen Felde.
Rt
2,23 Und so hielt sie sich zu den Mägden des Boas, um aufzulesen, bis die
Gerstenernte und die Weizenernte beendigt waren. Und sie wohnte bei ihrer
Schwiegermutter.
Rt
3,1 Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, sollte ich
dir nicht Ruhe suchen, daß es dir wohl gehe?
Rt
3,2 Und nun, ist nicht Boas, bei dessen Mägden du gewesen bist, unser
Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf der Gerstentenne.
Rt
3,3 So bade dich und salbe dich und lege deine Kleider an und gehe zur Tenne
hinab; laß dich nicht von dem Manne bemerken, bis er
fertig ist mit Essen und Trinken.
Rt
3,4 Und es geschehe, wenn er sich niederlegt, so merke den Ort, wo er sich
hinlegt, und gehe und decke auf zu seinen Füßen und lege dich hin; er aber wird
dir kundtun, was du tun sollst.
Rt
3,5 Und sie sprach zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun.
Rt
3,6 Und sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre Schwiegermutter
ihr geboten hatte.
Rt
3,7 Und Boas aß und trank, und sein Herz wurde fröhlich; und er kam, um sich
an dem Ende des Getreidehaufens niederzulegen. Da kam sie leise und deckte zu
seinen Füßen auf und legte sich hin.
Rt
3,8 Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte sich
hin: und siehe, ein Weib lag zu seinen Füßen.
Rt
3,9 Und er sprach: Wer bist du? Und sie sprach: Ich bin Ruth, deine Magd; so
breite deine Flügel {And. üb.: deineDecke}
aus über deine Magd, denn du bist ein Blutsverwandter.
Rt
3,10 Und er sprach: Gesegnet seiest du von Jehova, meine Tochter! Du hast
deine letzte Güte noch besser erwiesen als die erste, indem du nicht den
Jünglingen nachgegangen bist, sei es armen oder reichen.
Rt
3,11 Und nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! alles, was du sagst, werde
ich dir tun; denn das ganze Tor meines Volkes weiß, daß
du ein wackeres Weib bist.
Rt
3,12 Und nun, wahrlich, ich bin ein Blutsverwandter; doch ist auch ein näherer
Blutsverwandter da als ich.
Rt
3,13 Bleibe diese Nacht; und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich lösen
will, gut, so mag er lösen; wenn er aber keine Lust hat, dich zu lösen, so
werde ich dich lösen, so wahr Jehova lebt! Liege bis zum Morgen.
Rt
3,14 Und sie lag zu seinen Füßen bis zum Morgen; und sie stand auf, ehe einer
den anderen erkennen konnte; denn er sprach: Es werde nicht kund, daß ein Weib auf die Tenne gekommen ist!
Rt
3,15 Und er sprach: Gib den Mantel her, den du anhast, und halte ihn. Und sie
hielt ihn, und er maß sechs Maß Gerste und legte sie ihr auf; und er {E.
l.: sie} ging in die Stadt.
Rt
3,16 Und sie kam zu ihrer Schwiegermutter; und sie sprach: Wie steht es mit
dir, {Eig. Als welche (oder wie) bist du?} meine
Tochter? Und sie berichtete ihr alles, was der Mann ihr getan hatte,
Rt
3,17 und sprach: Diese sechs Maß Gerste gab er mir, denn er sagte: Du sollst
nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.
Rt
3,18 Und sie sprach: Bleibe, meine Tochter, bis du weißt, wie die Sache
ausfällt; denn der Mann wird nicht ruhen, er habe denn die Sache heute zu Ende
geführt.
Rt
4,1 Und Boas ging zum Tore hinauf und setzte sich daselbst. Und siehe, der
Blutsverwandte ging vorüber, von dem Boas geredet hatte. Da sprach er: Komm
her, setze dich hierher, du, der und der. Und er kam herzu und setzte sich.
Rt
4,2 Und Boas {W. und er} nahm zehn Männer von den Ältesten
der Stadt und sprach: Setzet euch hierher; und sie setzten sich.
Rt
4,3 Und er sprach zu dem Blutsverwandten: Noomi, die aus dem Gefilde Moabs
zurückgekehrt ist, verkauft das Feldstück, welches unserem Bruder Elimelech gehörte;
Rt
4,4 so habe ich nun gedacht, ich wolle es deinem Ohr eröffnen und dir sagen:
Kaufe es vor den Einwohnern und vor den Ältesten meines Volkes. Wenn du lösen
willst, löse, und wenn du nicht lösen willst, so tue mir's
kund, daß ich es wisse; denn da ist niemand außer dir
zum Lösen, und ich komme nach dir. Und er sprach: Ich will lösen.
Rt
4,5 Da sprach Boas: An dem Tage, da du das Feld aus der Hand Noomis kaufst,
hast du es auch von Ruth, der
Moabitin, {And. l.: hast du auch
Ruth gekauft, die Moabitin usw., wiein V. 10} dem Weibe
des Verstorbenen, gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil zu
erwecken.
Rt
4,6 Da sprach der Blutsverwandte: Ich kann nicht für mich lösen, daß ich mein Erbteil nicht verderbe. Löse du für dich, was
ich lösen sollte, denn ich kann nicht lösen.
Rt
4,7 Dies aber geschah vordem in Israel bei einer Lösung und bei einem
Tausche, um jede Sache zu bestätigen: der eine zog seinen Schuh aus und gab ihn
dem anderen; und das war die Art der Bezeugung in Israel.
Rt
4,8 Und der Blutsverwandte sprach zu Boas: Kaufe für dich! Und er zog seinen
Schuh aus.
Rt
4,9 Da sprach Boas zu den Ältesten und zu allem Volke: Ihr seid heute Zeugen,
daß ich aus der Hand Noomis alles gekauft habe, was Elimelech, und alles, was Kiljon
und Machlon gehörte;
Rt
4,10 und auch Ruth, die Moabitin, das Weib Machlons,
habe ich mir zum Weibe gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem
Erbteil zu erwecken, daß nicht der Name des
Verstorbenen ausgerottet werde unter seinen Brüdern und aus dem Tore seines
Ortes. Ihr seid heute Zeugen!
Rt
4,11 Und alles Volk, das im Tore war, und die Ältesten sprachen: Wir sind
Zeugen! Jehova mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea,
welche beide das Haus Israel erbaut haben; und werde mächtig {O.
schaffe Tüchtiges} in Ephrata und stifte einen
Namen in Bethlehem!
Rt
4,12 Und von dem Samen, den Jehova dir von diesem jungen Weibe geben wird,
werde dein Haus wie das Haus des Perez, welchen Tamar dem Juda geboren hat!
Rt
4,13 Und Boas nahm Ruth, und sie wurde sein Weib, und er ging zu ihr ein; und
Jehova verlieh ihr Schwangerschaft und sie gebar einen Sohn.
Rt
4,14 Und die Weiber sprachen zu Noomi: Gepriesen sei Jehova, der es dir heute
nicht hat fehlen lassen an einem Löser {beziehtsich
auf den Sohn Ruths}! Und sein Name werde gerühmt in Israel!
Rt
4,15 Und er wird dir ein Erquicker der Seele sein
und ein Versorger deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt,
hat ihn geboren, sie, die dir besser ist als sieben Söhne.
Rt
4,16 Und Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren Schoß und wurde seine
Wärterin.
Rt
4,17 Und die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sprachen: Ein Sohn
ist der Noomi geboren! und sie gaben ihm den Namen Obed. {Diener}
Er ist der Vater Isais, des Vaters Davids.
Rt
4,18 Und dies sind die Geschlechter des Perez: Perez zeugte Hezron,
Rt
4,19 und Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab,
Rt
4,20 und Amminadab zeugte Nachschon, und Nachschon
zeugte Salma,
Rt
4,21 und Salmon zeugte Boas, und Boas zeugte Obed, Rt
4,22 und Obed zeugte Isai, und Isai
zeugte David.
1. Samuel
1Sam 1,1 Und es war ein Mann von Ramathajim-Zophim,
vom Gebirge Ephraim, und sein Name war Elkana, der
Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus,
des Sohnes Tochus, des Sohnes Zuphs,
ein Ephratiter. {O. ein Ephraimiter; vergl. Richt. 12,5, sowiedie Anm. zu Richt. 17,7}
1Sam 1,2 Und er hatte zwei Weiber: der Name
der einen war Hanna, und der Name der anderen Peninna;
und Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine
Kinder.
1Sam 1,3 Und dieser Mann ging von Jahr zu
Jahr aus seiner Stadt hinauf, um Jehova der Heerscharen anzubeten und ihm zu
opfern zu Silo; und daselbst waren die beiden Söhne Elis, Hophni
und Pinehas, Heiliger Jehovas.
1Sam 1,4 Und es geschah an dem Tage, da Elkana opferte, da gab er seinem Weibe Peninna
und allen ihren Söhnen und ihren Töchtern Stücke;
1Sam 1,5 aber Hanna gab er ein doppeltes
Stück, denn er liebte Hanna; aber Jehova hatte ihren Mutterleib verschlossen.
1Sam 1,6 Und ihre Widersacherin kränkte sie
mit vieler Kränkung, um sie aufzubringen, weil Jehova ihren Mutterleib
verschlossen hatte.
1Sam 1,7 Und so wie er das Jahr für Jahr
tat, also kränkte sie sie, so oft sie zum Hause Jehovas hinaufzog; und sie
weinte und aß nicht.
1Sam 1,8 Und Elkana,
ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst du? und warum issest
du nicht? und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht besser als zehn
Söhne?
1Sam 1,9 Und Hanna stand auf nach dem Essen
und nach dem Trinken zu Silo. Eli, der Heiliger, saß aber auf dem Stuhle an
einem der Türpfosten des Tempels Jehovas.
1Sam 1,10 Und sie war bitteren
Gemütes, und sie flehte zu Jehova und weinte sehr.
1Sam
1,11 Und sie tat ein Gelübde und sprach: Jehova der Heerscharen! wenn du das
Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und
deine Magd nicht vergessen wirst und wirst deiner Magd männlichen Samen geben,
so will ich ihn Jehova geben alle Tage seines Lebens; und kein Schermesser soll
auf sein Haupt kommen.
1Sam 1,12 Und es geschah, als sie
lange vor Jehova betete, daß Eli ihren Mund
beobachtete.
1Sam 1,13 Hanna aber redete in ihrem Herzen;
nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme wurde nicht gehört; und Eli
hielt sie für eine Trunkene.
1Sam 1,14 Und Eli sprach zu ihr: Bis
wann willst du dich wie eine Trunkene gebärden? Tue deinen Wein von dir!
1Sam 1,15 Aber Hanna antwortete und sprach:
Nein, mein Herr! ein Weib beschwerten Geistes bin ich; weder Wein noch starkes
Getränk habe ich getrunken, sondern ich schüttete meine Seele vor Jehova aus.
1Sam 1,16 Setze nicht deine Magd einer
Tochter Belials gleich; denn aus der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung
habe ich bisher geredet.
1Sam 1,17 Und Eli antwortete und sprach: Gehe
hin in Frieden; und der Gott Israels gewähre deine Bitte, die du von ihm
erbeten hast!
1Sam 1,18 Und sie sprach: Möge deine Magd
Gnade finden in deinen Augen! Und das Weib ging ihres Weges und aß, und ihr
Angesicht war nicht mehr dasselbe.
1Sam 1,19 Und sie machten sich des Morgens
früh auf und beteten an vor Jehova; und sie kehrten zurück und kamen in ihr
Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, sein Weib,
und Jehova gedachte ihrer.
1Sam 1,20 Und es geschah nach Umlauf der
Zeit, da ward Hanna schwanger und gebar einen Sohn; und sie gab ihm den Namen
Samuel {H. Schemuel: von
Gott erhört}: denn von Jehova habe ich ihn erbeten.
1Sam 1,21 Und der Mann Elkana
ging hinauf mit seinem ganzen Hause, um Jehova das jährliche Schlachtopfer zu
opfern und sein Gelübde zu erfüllen.
1Sam 1,22 Aber Hanna ging nicht hinauf; denn
sie sprach zu ihrem Manne: Bis der Knabe entwöhnt ist, dann will ich ihn
bringen, daß er vor Jehova erscheine und dort bleibe
auf immer.
1Sam 1,23 Und Elkana,
ihr Mann, sprach zu ihr: Tue was gut ist in deinen Augen; bleibe, bis du ihn
entwöhnt hast; nur möge Jehova sein Wort aufrecht halten! So blieb das Weib und
säugte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte.
1Sam 1,24 Und sobald sie ihn entwöhnt hatte,
brachte sie ihn mit sich hinauf nebst drei Farren und einem Epha Mehl und einem
Schlauch Wein, und brachte ihn in das Haus Jehovas nach Silo; und der Knabe war
noch jung.
1Sam 1,25 Und sie schlachteten den
Farren und brachten den Knaben zu Eli.
1Sam 1,26 Und sie sprach: Bitte, mein Herr!
So wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin das Weib, das hier bei dir stand,
um zu Jehova zu flehen.
1Sam 1,27 Um diesen Knaben habe ich
gefleht, und Jehova hat mir meine Bitte gewährt, die ich von ihm erbeten habe.
1Sam 1,28 So habe auch ich ihn Jehova
geliehen; alle die Tage, die er lebt, {W. ist} ist er
Jehova geliehen. Und er betete {O. sie beteten} daselbst
Jehova an.
1Sam 2,1 Und Hanna betete und sprach: Es
frohlockt mein Herz in Jehova, erhöht ist mein Horn in {O.
durch} Jehova; mein Mund ist weit aufgetan über meine Feinde, denn
ich freue mich in deiner Rettung.
1Sam 2,2 Keiner ist heilig wie
Jehova, denn keiner ist außer dir, und kein Fels ist wie unser Gott.
1Sam 2,3 Häufet nicht Worte des Stolzes,
noch gehe Freches aus eurem Munde hervor; denn ein Gott {El}
des Wissens ist Jehova, und von ihm werden die Handlungen gewogen.
1Sam 2,4 Die Bogen der Helden sind
zerbrochen, und die Strauchelnden haben sich mit Kraft umgürtet.
1Sam 2,5 Die satt waren, haben sich um Brot verdungen, und die hungrig waren, sind es nicht mehr; {Eig.
die Hungrigen feiern} sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die
Kinderreiche ist dahingewelkt.
1Sam 2,6 Jehova tötet und macht
lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf.
1Sam 2,7 Jehova macht arm und macht
reich; er erniedrigt und erhöht auch.
1Sam 2,8 Er hebt aus dem Staube empor
den Geringen, aus dem Kote erhöht er den Armen, um sie sitzen zu lassen bei den
Edlen; {Vergl. Ps. 113,7. 8} und den
Thron der Ehre gibt er ihnen als Erbteil. Denn Jehovas sind die Säulen der
Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.
1Sam 2,9 Die Füße seiner Frommen {Nach
and. Les.: seines Frommen} bewahrt er,
aber die Gesetzlosen verstummen {kommen um} in
Finsternis; denn nicht durch Stärke hat der Mensch die Oberhand.
1Sam 2,10 Jehova - es werden
zerschmettert werden, die mit ihm hadern; über ihnen im Himmel wird er donnern.
Jehova wird richten die Enden der Erde, und Macht verleihen seinem König und
erhöhen das Horn seines Gesalbten. -
1Sam 2,11 Und Elkana
ging nach Rama, nach seinem Hause. Der Knabe aber diente Jehova vor Eli, dem
Heiliger.
1Sam 2,12 Und die Söhne Elis waren
Söhne Belials, sie kannten Jehova nicht.
1Sam 2,13 Und die Weise der Heiliger
gegen das Volk war also: So oft jemand ein Schlachtopfer opferte, kam der
Knabe {d.h. der Diener} des Heiligers, wenn man das Fleisch kochte, und hatte eine
Gabel mit drei Zinken in seiner Hand;
1Sam 2,14 und er stieß in das Becken oder in
die Mulde oder in den Kessel oder in den Topf: alles, was die Gabel
heraufbrachte, nahm der Heiliger damit {And. l.: für sich} weg. Also
taten sie zu Silo allen Israeliten, die dahin kamen.
1Sam 2,15 Sogar ehe man das Fett räucherte,
kam der Knabe des Heiligers und sprach zu dem Manne,
der opferte: Gib Fleisch zum Braten für den Heiliger! denn er will kein
gekochtes Fleisch von dir annehmen, sondern rohes.
1Sam 2,16 Und sprach der Mann zu ihm:
Sogleich werden sie das Fett räuchern, dann nimm dir, wie deine Seele begehrt;
so sprach er: Nein, sondern jetzt sollst du es geben, und wenn nicht, so nehme
ich es mit Gewalt.
1Sam 2,17 Und die Sünde der Jünglinge
war sehr groß vor Jehova; denn die Leute verachteten die Opfergabe Jehovas.
1Sam 2,18 Und Samuel diente vor
Jehova, ein Knabe, umgürtet mit einem leinenen Ephod. {Eig.
einem Ephod von Weißzeug}
1Sam 2,19 Und seine Mutter machte ihm ein
kleines Oberkleid und brachte es ihm von Jahr zu Jahr hinauf, wenn sie mit
ihrem Manne hinaufging, um das jährliche Schlachtopfer zu opfern.
1Sam 2,20 Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Jehova gebe dir Samen von
diesem Weibe an Stelle des Geliehenen, {O. Erbetenen} das man
Jehova geliehen hat. Und sie gingen nach Hause. {W. nach seinem
Orte}
1Sam 2,21 Und Jehova suchte Hanna heim, und
sie wurde schwanger; und sie gebar drei Söhne und zwei Töchter. Und der Knabe
Samuel wurde groß bei Jehova.
1Sam 2,22 Und Eli war sehr alt; und er hörte
alles, was seine Söhne dem ganzen Israel taten, und daß
sie bei den Weibern lagen, die sich scharten am Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft.
1Sam 2,23 Und er sprach zu ihnen: Warum tut
ihr dergleichen Dinge? denn ich höre diese eure bösen Handlungen von dem ganzen
Volke.
1Sam 2,24 Nicht so, meine Söhne! denn nicht
gut ist das Gerücht, das ich höre; ihr machet das Volk Jehovas übertreten.
1Sam 2,25 Wenn ein Mensch gegen einen
Menschen sündigt, so entscheidet Gott über ihn; {näml. als
Schiedsrichter} wenn aber ein Mensch gegen Jehova sündigt, wer wird für ihn
bitten? {Eig. sich ins Mittel legen} Aber sie
hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn Jehova war willens, sie zu
töten.
1Sam 2,26 Und der Knabe Samuel wurde fort und
fort größer und angenehmer, sowohl bei Jehova als auch bei den Menschen.
1Sam 2,27 Und es kam ein Mann Gottes zu Eli
und sprach zu ihm: So spricht Jehova: Habe ich mich dem Hause deines Vaters
nicht deutlich geoffenbart, als sie in Ägypten waren im Hause des Pharao? {O.
in Ägypten dem Hausedes
Pharaoangehörten}
1Sam 2,28 Und ich habe ihn aus allen Stämmen
Israels mir zum Heiliger erwählt, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk
zu räuchern, um das Ephod vor mir zu tragen; und ich gab dem Hause deines
Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel.
1Sam 2,29 Warum tretet ihr mit Füßen mein
Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich in der Wohnung geboten habe? Und du
ehrest deine Söhne mehr als mich, daß ihr euch mästet
von den Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes.
1Sam 2,30 Darum spricht {Vergl.
die Anm. zu 1. Mose 22,16} Jehova, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt:
Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen vor mir wandeln ewiglich; aber nun
spricht {Vergl. die Anm. zu 1. Mose 22,16} Jehova:
Fern sei es von mir! Denn die mich ehren, werde ich ehren, und die mich
verachten, werden gering geachtet werden.
1Sam 2,31 Siehe, Tage kommen, da werde ich
deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen, daß
es keinen Greis mehr in deinem Hause geben wird.
1Sam 2,32 Und du wirst einen Bedränger in der
Wohnung {O. die Bedrängnis der Wohnung} sehen, in
allem, was Jehova {W. er} Gutes tun wird {O.
statt alles dessen,... getan haben würde} an Israel; und es wird keinen Greis
mehr in deinem Hause geben alle Tage.
1Sam 2,33 Und der Mann, den ich dir nicht
ausrotten werde von meinem Altar, wird zum Erlöschen deiner Augen und zum
Verschmachten deiner Seele sein; und aller Anwuchs deines Hauses, sie sollen
als Männer sterben.
1Sam 2,34 Und dies soll dir das Zeichen sein:
das, was über deine beiden Söhne kommen wird, über Hophni
und Pinehas: an einem Tage sollen sie beide sterben.
1Sam 2,35 Und ich werde mir einen treuen
Heiliger erwecken: der wird tun, wie es in meinem Herzen und in meiner Seele
ist; und ich werde ihm ein beständiges Haus bauen, und er wird vor meinem
Gesalbten wandeln alle Tage.
1Sam 2,36 Und es soll geschehen, ein
jeder, der in deinem Hause übrigbleibt, wird kommen, um sich vor ihm
niederzuwerfen für eine kleine Silbermünze und einen Laib Brot, und wird sagen:
Geselle mich doch einem der Heiligerämter bei, daß ich einen Bissen Brot esse.
1Sam 3,1 Und der Knabe Samuel diente
Jehova vor Eli. Und das Wort Jehovas war selten in jenen Tagen, Gesichte waren
nicht häufig. {Eig. verbreitet}
1Sam 3,2 Und es geschah in selbiger Zeit,
als Eli an seinem Orte lag, - seine Augen aber hatten begonnen, blöde zu
werden, er konnte nicht sehen, -
1Sam 3,3 und die Lampe Gottes war noch nicht
erloschen, und Samuel lag im Tempel Jehovas, woselbst die Lade Gottes war,
1Sam 3,4 da rief Jehova den Samuel.
Und er sprach: Hier bin ich!
1Sam 3,5 und er lief zu Eli und
sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Aber er sprach: Ich habe nicht
gerufen, lege dich wieder. {O. gehe wieder hin, lege dich. Soauch V.6} Und er ging hin und legte sich.
1Sam 3,6 Und Jehova rief wiederum: Samuel!
Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast
mich gerufen. Und er sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn, lege dich
wieder.
1Sam 3,7 Samuel aber kannte Jehova
noch nicht, und das Wort Jehovas war ihm noch nicht geoffenbart.
1Sam 3,8 Und Jehova rief wiederum zum
dritten Male: Samuel! Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: Hier bin
ich, denn du hast mich gerufen. Da erkannte Eli, daß
Jehova den Knaben rief.
1Sam 3,9 Und Eli sprach zu Samuel: Gehe hin,
lege dich; und es geschehe, wenn man {O. er} dich ruft,
so sprich: Rede, Jehova, denn dein Knecht hört. Und Samuel ging hin und legte
sich an seinen Ort.
1Sam 3,10 Und Jehova kam und trat hin und
rief wie die anderen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein
Knecht hört.
1Sam 3,11 Da sprach Jehova zu Samuel: Siehe,
ich will eine Sache tun in Israel, daß jedem, der sie
hört, seine beiden Ohren gellen sollen.
1Sam 3,12 An selbigem Tage werde ich wider
Eli alles ausführen, was ich über sein Haus geredet habe: ich werde beginnen
und vollenden.
1Sam 3,13 Denn ich habe ihm kundgetan, daß ich sein Haus richten will ewiglich, um der
Ungerechtigkeit willen, die er gewußt hat, daß {O. weil} seine Söhne sich den Fluch
zuzogen, {And. l.: Gott verachteten} und er
ihnen nicht gewehrt hat.
1Sam 3,14 Und darum habe ich dem Hause Elis
geschworen: Wenn Ungerechtigkeit des Hauses Elis gesühnt werden soll durch
Schlachtopfer und durch Speisopfer ewiglich!
1Sam 3,15 Und Samuel lag bis zum Morgen; da
tat er die Tür {Eig. die Türflügel} des Hauses
Jehovas auf. Und Samuel fürchtete sich, Eli das Gesicht kundzutun.
1Sam 3,16 Da rief Eli den Samuel und
sprach: Samuel, mein Sohn! Und er sprach: Hier bin ich!
1Sam 3,17 Und er sprach: Was ist das Wort,
das er zu dir geredet hat? Verhehle es mir doch nicht. So tue dir Gott und so
füge er hinzu, wenn du mir etwas verhehlst von allem, was er zu dir geredet
hat!
1Sam 3,18 Da tat ihm Samuel alle die Worte
kund und verhehlte ihm nichts. Und er sprach: Er ist Jehova; er tue, was gut
ist in seinen Augen.
1Sam 3,19 Und Samuel wurde groß; und Jehova
war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen.
1Sam 3,20 Und ganz Israel, von Dan bis
Beerseba, erkannte, daß
Samuel als Prophet Jehovas bestätigt war.
1Sam 3,21 Und Jehova fuhr fort in Silo zu
erscheinen; denn Jehova offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort
Jehovas.
1Sam 4,1 Und das Wort Samuels erging an ganz
Israel. Und Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Streit; und sie
lagerten sich bei Eben-Eser, {Vergl. Kap. 7,12} und die
Philister lagerten zu Aphek.
1Sam 4,2 Und die Philister stellten sich
auf, Israel gegenüber; und der Streit breitete sich aus, und Israel wurde vor
den Philistern geschlagen; und sie erschlugen in der Schlachtordnung auf dem
Felde bei viertausend Mann.
1Sam
4,3 Und als das Volk ins Lager zurückkam, da sprachen die Ältesten von
Israel: Warum hat Jehova uns heute vor den Philistern geschlagen? Laßt uns von Silo die Lade des Bundes Jehovas zu uns holen,
daß sie in unsere Mitte komme und uns rette aus der
Hand unserer Feinde.
1Sam 4,4 Und das Volk sandte nach
Silo, und man brachte von dannen die Lade des Bundes Jehovas der
Heerscharen, der zwischen {O.
über; vergl. 1. Chron. 28,18; Hes. 10,1. 2} den Cherubim thront; und die beiden
Söhne Elis, Hophni und Pinehas,
waren daselbst bei der Lade des Bundes Jehovas.
1Sam 4,5 Und es geschah, als die Lade des
Bundes Jehovas ins Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, daß die Erde erdröhnte.
1Sam 4,6 Und die Philister hörten den Schall
des Jauchzens und sprachen: Was bedeutet der Schall dieses großen Jauchzens im
Lager der Hebräer? Und sie merkten, {O. erfuhren} daß die Lade Jehovas ins Lager gekommen war.
1Sam 4,7 Da fürchteten sich die Philister,
denn die sprachen: Gott ist ins Lager gekommen! Und sie sprachen: Wehe uns!
denn solches ist vordem nie geschehen.
1Sam 4,8 Wehe uns! wer wird uns aus der Hand
dieser mächtigen Götter erretten? Das sind die Götter, welche die Ägypter
schlugen mit allerlei Plagen in der Wüste.
1Sam 4,9 Fasset Mut und seid Männer, ihr
Philister, daß ihr nicht den Hebräern dienen müsset,
wie sie euch gedient haben; so seid denn Männer und streitet!
1Sam 4,10 Und die Philister stritten, und
Israel wurde geschlagen, und sie flohen ein jeder nach seinem Zelte; und die
Niederlage {W. der Schlag; soauch
V.17} war sehr groß, und es fielen von Israel 30000 Mann zu Fuß.
1Sam 4,11 Und die Lade Gottes wurde
genommen, und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, starben.
1Sam 4,12 Und es lief ein Mann von Benjamin
aus der Schlachtordnung und kam nach Silo an selbigem Tage, seine Kleider waren
zerrissen, und Erde war auf seinem Haupte.
1Sam 4,13 Und als er kam, siehe, da saß Eli
auf einem Stuhle, spähend an der Seite des Weges; denn sein Herz war bange
wegen der Lade Gottes. Und als der Mann kam, um es in der Stadt zu berichten,
da schrie die ganze Stadt.
1Sam 4,14 Und Eli hörte den Schall des
Geschreis und sprach: Was bedeutet dieser Schall des Getümmels? Und der Mann
eilte und kam und berichtete es Eli.
1Sam 4,15 Eli aber war 98 Jahre alt,
und seine Augen waren starr, und er konnte nicht sehen.
1Sam 4,16 Und der Mann sprach zu Eli: Ich bin
der, welcher aus der Schlachtordnung gekommen ist, und ich bin heute aus der
Schlachtordnung geflohen. Und er sprach: Wie stand die Sache, mein Sohn?
1Sam
4,17 Und der Bote antwortete und sprach: Israel ist vor den Philistern
geflohen, und auch hat eine große Niederlage unter dem Volke stattgefunden, und
auch deine beiden Söhne, Hophni und Pinehas, sind tot, und die Lade Gottes ist genommen.
1Sam
4,18 Und es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte, da fiel Eli {W.
er} rücklings vom Stuhle, an der Seite des Tores, und brach das Genick und
starb; denn der Mann war alt und schwer. Und er hatte Israel vierzig Jahre
gerichtet.
1Sam
4,19 Und seine Schwiegertochter, das Weib des Pinehas,
war schwanger zum Gebären; und als sie die Nachricht hörte, daß
die Lade Gottes genommen, und daß ihr Schwiegervater
und ihr Mann tot wären, da sank sie nieder und gebar, denn es überfielen sie
ihre Wehen.
1Sam 4,20 Und um die Zeit ihres Sterbens, da
sprachen die Weiber, die um sie her standen: Fürchte dich nicht, denn einen
Sohn hast du geboren! Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen.
1Sam 4,21 Und sie nannte den Knaben Ikabod, {Nicht-Herrlichkeit; and.:
Wo-Herrlichkeit} indem sie sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen!
weil die Lade Gottes genommen war, und wegen ihres Schwiegervaters und ihres
Mannes.
1Sam 4,22 Und sie sprach: Die
Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist genommen!
1Sam 5,1 Und die Philister hatten die
Lade Gottes genommen und brachten sie von Eben-Eser nach Asdod.
1Sam
5,2 Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus
Dagons {H. Dach = Fisch; eine Fischgottheit mit dem
Kopf und den Händen eines Menschen und dem Rumpfeeines
Fisches} und stellten sie neben Dagon.
1Sam 5,3 Und als die Asdoditer
am anderen Tage früh aufstanden, siehe, da lag Dagon auf seinem Angesicht auf
der Erde vor der Lade Jehovas; und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an
seinen Ort.
1Sam
5,4 Und als die am anderen Tage des Morgens früh aufstanden, siehe, da lag
Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde vor der Lade Jehovas; und zwar lagen
das Haupt Dagons und seine beiden Hände abgehauen auf der Schwelle, nur der
Fischrumpf war an ihm übriggeblieben.
1Sam 5,5 Darum treten die Heiliger Dagons
und alle, die in das Haus Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod bis auf diesen Tag.
1Sam 5,6 Und die Hand Jehovas lag schwer auf
den Asdoditern, und er verwüstete sie; und er schlug
sie mit Beulen, Asdod und sein Gebiet.
1Sam 5,7 Und als die Leute von Asdod sahen, daß dem also war,
sprachen sie: Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben; denn
seine Hand ist hart über uns und über Dagon, unserem Gott.
1Sam 5,8 Und sie sandten hin und
versammelten alle Fürsten der Philister zu sich und sprachen: Was sollen wir
mit der Lade des Gottes Israels tun? Und sie sprachen: Man schaffe die Lade des
Gottes Israels nach Gath. Und sie schafften die Lade des Gottes Israels hin.
1Sam 5,9 Und es geschah, nachdem sie sie
hingeschafft hatten, da kam die Hand Jehovas über die Stadt, und es entstand
eine sehr große Bestürzung; und er schlug die Leute der Stadt, vom Kleinen bis
zum Großen, daß Beulen an ihnen ausbrachen.
1Sam
5,10 Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Und
es geschah, als die Lade Gottes nach Ekron kam, da schrieen die Ekroniter und
sprachen: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergeschafft, um mich
und mein Volk zu töten!
1Sam 5,11 Und sie sandten hin und
versammelten alle Fürsten der Philister und sprachen: Sendet die Lade des
Gottes Israels fort, daß sie an ihren Ort zurückkehre
und mich und mein Volk nicht töte. Denn es war eine tödliche Bestürzung in der
ganzen Stadt; die Hand Gottes war sehr schwer daselbst.
1Sam 5,12 Und die Leute, die nicht starben,
wurden mit Beulen geschlagen; und das Geschrei; der Stadt stieg zum Himmel
empor.
1Sam 6,1 Und die Lade Jehovas war im
Gefilde der Philister sieben Monate.
1Sam 6,2 Und die Philister riefen die
Heiliger und Wahrsager und sprachen: Was sollen wir mit der Lade Jehovas tun?
Tut uns kund, auf welche Weise {O.
womit} wir sie an ihren Ort senden sollen.
1Sam 6,3 Und sie sprachen: Wenn ihr die Lade
des Gottes Israels fortsendet, so sollt ihr sie nicht leer fortsenden, denn ihr
müßt ihm jedenfalls ein Schuldopfer erstatten;
alsdann werdet ihr genesen, und es wird euch kundwerden, warum seine Hand nicht
von euch weicht.
1Sam 6,4 Und sie sprachen: Welches
ist das Schuldopfer, das wir ihm erstatten sollen? Und sie sprachen: Nach der
Zahl der Fürsten der Philister, fünf goldene Beulen und fünf goldene Mäuse;
denn einerlei Plage habt ihr {Eig. haben sie} alle und
eure Fürsten.
1Sam
6,5 Und machet Bilder von euren Beulen und Bilder von euren Mäusen, die das
Land verderben, und gebet dem Gott Israels Ehre; vielleicht läßt er seine Hand
leichter werden über euch und über eurem Gott und über eurem Lande.
1Sam 6,6 Und warum wolltet ihr euer
Herz verstocken, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben?
Ließen sie sie nicht ziehen, als er seine Macht an {O.
unter} ihnen geübt hatte, und sie zogen weg?
1Sam 6,7 Und nun machet einen neuen Wagen
und nehmet zwei säugende Kühe, auf die kein Joch gekommen ist; und spannet die
Kühe an den Wagen und bringet ihre Kälber hinter ihnen weg nach Hause zurück.
1Sam 6,8 Und nehmet die Lade Jehovas und
stellet sie auf den Wagen; und die goldenen Geräte, die ihr ihm als Schuldopfer
erstattet habt, tut in ein Kästlein an ihre Seite, und sendet sie, daß sie wegziehe.
1Sam
6,9 Und sehet zu: wenn sie den Weg nach ihrer Grenze hinaufgeht, nach Beth-Semes hin, so hat er uns dieses große Übel getan; wenn aber
nicht, so wissen wir, daß nicht seine Hand uns
geschlagen hat: ein Zufall ist es uns gewesen.
1Sam 6,10 Und die Männer taten also und
nahmen zwei säugende Kühe und spannten sie an den Wagen, und ihre Kälber
sperrten sie zu Hause ein.
1Sam 6,11 Und sie stellten die Lade Jehovas
auf den Wagen, und das Kästlein mit den goldenen Mäusen und den Bildern ihrer
Beulen.
1Sam
6,12 Und die Kühe gingen geradeaus auf dem Wege nach Beth-Semes;
auf einer Straße gingen sie, im Gehen brüllend, und wichen nicht zur Rechten
noch zur Linken; und die Fürsten der Philister gingen hinter ihnen her, bis an
die Grenze von Beth-Semes.
1Sam 6,13 Und die von Beth-Semes ernteten die Weizenernte in der Niederung; und als
sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, da freuten sie sich, sie zu sehen.
1Sam 6,14 Und der Wagen kam auf das Feld
Josuas, des Beth-Semiters, und stand daselbst still;
und es war ein großer Stein daselbst. Und sie spalteten das Holz des Wagens und
opferten die Kühe als Brandopfer dem Jehova.
1Sam 6,15 Und die Leviten nahmen die Lade
Jehovas herab und das Kästlein, das bei ihr war, in welchem die goldenen Geräte
waren, und setzten sie auf den großen Stein. Und die Männer von Beth-Semes opferten Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer an
jenem Tage dem Jehova.
1Sam 6,16 Und die fünf Fürsten der
Philister sahen zu und kehrten an jenem Tage nach Ekron
zurück.
1Sam 6,17 Und dies sind die goldenen Beulen,
welche die Philister Jehova als Schuldopfer erstatteten: Für Asdod eine, für Gasa eine, für Askalon eine, für Gath eine,
für Ekron eine;
1Sam 6,18 und die goldenen Mäuse nach der
Zahl aller Städte der Philister, nach den fünf Fürsten, {O.
die den fünf Fürsten gehörten} von den festen Städten bis zu den offenen Dörfern; {Eig.
den Dörfern des platten Landes} und sie brachten sie bis zu dem
großen Stein Abel, {And. l.:... Dörfern; und Zeuge ist der
große Stein} auf welchen sie die Lade Jehovas niedersetzten, der bis auf
diesen Tag im Felde Josuas, des Beth-Semiters, ist.
1Sam 6,19 Und er schlug unter den Leuten von
Beth-Semes, weil sie in die Lade Jehovas geschaut
hatten, und schlug unter dem Volke siebzig Mann; {Im hebr. Text steht noch: fünfzigtausend Mann. Vielleicht eineaus Versehen in den Text aufgenommene Randbemerkung} da trauerte
das Volk, weil Jehova eine so große Niederlage unter dem Volke angerichtet
hatte;
1Sam 6,20 und die Leute von Beth-Semes sprachen: Wer vermag vor Jehova, diesem heiligen
Gott, zu bestehen? und zu wem soll er von uns hinaufziehen?
1Sam 6,21 Und sie sandten Boten zu den
Bewohnern von Kirjath-Jearim und sprachen: Die
Philister haben die Lade Jehovas zurückgebracht; kommet herab, führet sie zu
euch hinauf.
1Sam 7,1 Und die Männer von Kirjath-Jearim kamen und führten die Lade Jehovas hinauf,
und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem
Hügel; und sie heiligten Eleasar, seinen Sohn, die Lade Jehovas zu hüten.
1Sam 7,2 Und es geschah von dem Tage an, da
die Lade zu Kirjath-Jearim blieb, daß
der Tage viele wurden, und es wurden zwanzig Jahre. Und das ganze Haus Israel
wehklagte Jehova nach.
1Sam 7,3 Da sprach Samuel zu dem ganzen
Hause Israel und sagte: Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu Jehova umkehret, so
tut die fremden Götter und die Astaroth aus eurer
Mitte hinweg, und richtet euer Herz auf Jehova und dienet ihm allein; und er
wird euch aus der Hand der Philister erretten.
1Sam 7,4 Und die Kinder Israel taten
die Baalim und die Astaroth
hinweg und dienten Jehova allein.
1Sam 7,5 Und Samuel sprach:
Versammelt ganz Israel nach Mizpa, und ich will
Jehova für euch bitten.
1Sam
7,6 Und sie versammelten sich nach Mizpa und
schöpften Wasser und gossen es aus vor Jehova; und sie fasteten an selbigem
Tage und sprachen daselbst: Wir haben gegen Jehova gesündigt! Und Samuel
richtete die Kinder Israel zu Mizpa. -
1Sam 7,7 Und die Philister hörten, daß die Kinder Israel sich nach Mizpa
versammelt hatten, und die Fürsten der
Philister zogen wider Israel herauf. Und die Kinder
Israel hörten es und fürchteten sich vor den Philistern;
1Sam 7,8 und die Kinder Israel sprachen zu
Samuel: Laß nicht ab, für uns zu Jehova, unserem
Gott, zu schreien, daß er uns von der Hand der
Philister rette!
1Sam 7,9 Und Samuel nahm ein Milchlamm und
opferte es ganz als Brandopfer dem Jehova; und Samuel schrie zu Jehova für
Israel, und Jehova erhörte ihn.
1Sam 7,10 Es geschah nämlich, während Samuel
das Brandopfer opferte, da rückten die Philister heran zum Streit wider Israel.
Und Jehova donnerte mit starkem Donner an selbigem Tage über den Philistern und
verwirrte sie, und sie wurden vor Israel geschlagen.
1Sam 7,11 Und die Männer von Israel zogen von
Mizpa aus und verfolgten die Philister und schlugen
sie bis unterhalb Beth-Kar.
1Sam 7,12 Und Samuel nahm einen Stein und
stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen, {O. der Felszacke} und er gab
ihm den Namen Eben-Eser {Stein der Hilfe} und sprach:
Bis hierher hat uns Jehova geholfen.
1Sam 7,13 So wurden die Philister gedemütigt,
und sie kamen fortan nicht mehr in die Grenzen Israels; und die Hand Jehovas
war wider die Philister alle Tage Samuels.
1Sam
7,14 Und die Städte, welche die Philister von Israel genommen hatten, kamen
wieder an Israel, von Ekron bis Gath; auch ihr Gebiet
errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es ward Friede zwischen Israel
und den Amoritern.
1Sam 7,15 Und Samuel richtete Israel
alle Tage seines Lebens.
1Sam 7,16 Und er ging Jahr für Jahr und zog
umher nach Bethel und Gilgal und Mizpa
und richtete Israel an allen diesen Orten;
1Sam 7,17 und er kehrte nach Rama zurück,
denn dort war sein Haus, und dort richtete er Israel. Und er baute daselbst
Jehova einen Altar.
1Sam 8,1 Und es geschah, als Samuel
alt geworden war, da setzte er seine Söhne als Richter ein über Israel.
1Sam 8,2 Und der Name seines erstgeborenen
Sohnes war Joel, und der Name seines zweiten Abija;
sie richteten zu Beerseba.
1Sam 8,3 Aber seine Söhne wandelten nicht in
seinen Wegen; und sie neigten sich dem Gewinne nach und nahmen Geschenke und
beugten das Recht.
1Sam 8,4 Da versammelten sich alle
Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama;
1Sam 8,5 und sie sprachen zu ihm: Siehe, du
bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze
einen König über uns ein, daß er uns richte, gleich
allen Nationen.
1Sam 8,6 Und das Wort war übel in den Augen
Samuels, als sie sprachen: Gib uns einen König, daß
er uns richte! Und Samuel betete zu Jehova.
1Sam 8,7 Und Jehova sprach zu Samuel: Höre
auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen; denn nicht dich haben
sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, daß
ich nicht König über sie sein soll.
1Sam 8,8 Nach allen den Taten, die sie getan
von dem Tage an, da ich sie aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag,
indem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, also tun sie auch
dir.
1Sam 8,9 Und nun höre auf ihre
Stimme; nur zeuge ernstlich wider sie {O. verwarne sie
ernstlich} und tue ihnen die Weise {O.
das Recht} des Königs kund, der über
sie herrschen wird.
1Sam 8,10 Und Samuel sprach alle Worte
Jehovas zu dem Volke, das einen König von ihm begehrte.
1Sam 8,11 Und er sprach: Dies wird die
Weise {O. das Recht} des Königs sein, der über euch
regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen und für sich bestellen auf seinen
Wagen und unter seine Reiter, und daß sie vor seinem
Wagen herlaufen;
1Sam 8,12 und er wird sie nehmen, um sich
Oberste über tausend und Oberste über fünfzig zu machen, und daß sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen, und
daß sie sein Kriegsgerät und sein Wagengerät machen.
1Sam 8,13 Und eure Töchter wird er
nehmen zu Salbenmischerinnen und zu Köchinnen und zu Bäckerinnen.
1Sam 8,14 Und eure Felder und eure Weinberge
und eure Olivengärten, die besten, wird er nehmen und sie seinen Knechten
geben.
1Sam 8,15 Und von euren Saaten und euren
Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern {O.
Hofbeamten} und seinen Knechten geben.
1Sam 8,16 Und eure Knechte und eure Mägde und
eure schönsten Jünglinge und eure Esel wird er nehmen und sie zu seinen
Geschäften verwenden.
1Sam 8,17 Euer Kleinvieh wird er
zehnten, und ihr, ihr werdet ihm zu Knechten sein.
1Sam 8,18 Und ihr werdet an jenem Tage
schreien wegen eures Königs, den ihr euch erwählt habt; aber Jehova wird euch
an jenem Tage nicht erhören.
1Sam 8,19 Aber das Volk weigerte sich, auf
die Stimme Samuels zu hören; und sie sprachen: Nein, sondern ein König soll
über uns sein,
1Sam 8,20 damit auch wir seien wie alle
Nationen, und daß unser König uns richte und vor uns
her ausziehe und unsere Kriege führe.
1Sam 8,21 Und Samuel hörte alle die
Reden des Volkes und redete sie vor den Ohren Jehovas.
1Sam 8,22 Und Jehova sprach zu Samuel: Höre
auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein. Da sprach Samuel zu den
Männern von Israel: Gehet hin, ein jeder in seine Stadt.
1Sam 9,1 Und es war ein Mann von Benjamin,
sein Name war Kis, {H. Kisch} der Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bekoraths, des
Sohnes Aphiachs, des Sohnes eines Benjaminiters,
ein vermögender Mann.
1Sam 9,2 Und er hatte einen Sohn, sein Name
war Saul, {H. Schaul: Erbetener} jung {O.
auserlesen} und schön, und kein Mann von den Kindern Israel war schöner
als er; von seiner Schulter an aufwärts war er höher als alles Volk.
1Sam 9,3 Und die Eselinnen Kis', des Vaters Sauls, hatten sich verirrt; {O.
waren verloren gegangen; so auch V.20} und Kis
sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm doch einen von den Knaben mit dir und mache
dich auf, gehe hin, suche die
Eselinnen.
1Sam
9,4 Und er durchzog das Gebirge Ephraim und durchzog das Land Schalischa, und sie fanden sie nicht; und sie durchzogen
das Land Schaalim, aber sie waren nicht da; und er
durchzog das Land Benjamin, und sie fanden sie nicht.
1Sam 9,5 Sie waren in das Land Zuph gekommen, da sprach Saul zu seinem Knaben, der bei ihm
war: Komm und laß uns umkehren, daß
nicht etwa mein Vater von den Eselinnen abstehe und um uns bekümmert sei.
1Sam
9,6 Und er sprach zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes ist in dieser Stadt,
und der Mann ist geehrt; alles was er redet, trifft sicher ein; laß uns nun dahin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft
über unseren Weg, auf dem wir gehen.
1Sam
9,7 Und Saul sprach zu seinem Knaben: Siehe aber, wenn wir hingehen, was
wollen wir dem Manne bringen? Denn das Brot ist ausgegangen in unseren Gefäßen,
und wir haben kein Geschenk dem Manne Gottes zu bringen; was haben wir?
1Sam 9,8 Und der Knabe antwortete Saul
wiederum und sprach: Siehe, es findet sich in meiner Hand ein viertel Sekel Silber; das will ich dem Manne Gottes geben,
damit er uns über unseren Weg Auskunft gebe.
1Sam 9,9 (Vordem sprach man in Israel also,
wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt und laßt uns
zum Seher gehen; denn den, der heutzutage der Prophet heißt, nannte man vordem
den Seher.)
1Sam 9,10 Da sprach Saul zu seinem Knaben:
Dein Wort ist gut; komm, laß uns gehen! Und sie
gingen nach der Stadt, wo der Mann Gottes war.
1Sam 9,11 Sie gingen eben die Anhöhe zu der
Stadt hinauf, da trafen sie Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen;
und sie sprachen zu ihnen: Ist der Seher hier?
1Sam 9,12 Und sie antworteten ihnen und
sprachen: Ja, siehe, er ist vor dir; eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt
gekommen, weil das Volk heute ein Schlachtopfer auf der Höhe hat.
1Sam
9,13 Sowie ihr in die Stadt kommet, werdet ihr ihn finden, bevor er zur Höhe
hinaufgeht zum Essen; denn das Volk ißt nicht, bis er
gekommen ist; denn er segnet das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen. So
geht nun hinauf, denn gerade heute werdet ihr ihn finden.
1Sam 9,14 Da gingen sie zur Stadt hinauf. Als
sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur
Höhe hinaufzugehen.
1Sam 9,15 Jehova hatte aber einen Tag,
bevor Saul kam, dem Ohre Samuels eröffnet und gesagt:
1Sam 9,16 Morgen um diese Zeit werde
ich einen Mann aus dem Lande Benjamin zu dir senden, und du sollst ihn zum
Fürsten salben über mein Volk Israel; und er wird mein Volk aus der Hand der
Philister retten; denn ich habe mein Volk angesehen, denn sein Geschrei ist zu
mir gekommen.
1Sam 9,17 Sobald nun Samuel Saul sah,
antwortete ihm Jehova: Siehe da den Mann, von dem ich zu dir geredet habe;
dieser {O. von dem ich dir gesagt habe: Dieser usw.} soll über
mein Volk herrschen.
1Sam 9,18 Und Saul trat im Tore zu
Samuel heran und sprach: Zeige mir doch an, wo das Haus des Sehers ist.
1Sam 9,19 Und Samuel antwortete Saul
und sprach: Ich bin der Seher; gehe vor mir zur Höhe hinauf, denn ihr sollt
heute mit mir essen, und am Morgen werde ich dich entlassen; und alles, was in
deinem Herzen ist, werde ich dir kundtun.
1Sam 9,20 Und was die Eselinnen
betrifft, die dir heute vor drei Tagen irregegangen sind, richte nicht dein
Herz auf sie, denn sie sind gefunden. Und nach wem steht alles Begehren
Israels? Nicht nach dir und nach dem ganzen Hause deines Vaters? {O.
Wem wird alles Begehrenswerte Israels gehören? nicht dir usw.}
1Sam
9,21 Da antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter,
von einem der kleinsten Stämme Israels, und ist nicht meine Familie die
geringste unter allen Familien des Stammes Benjamin? und warum redest du
dergleichen Worte zu mir?
1Sam 9,22 Und Samuel nahm Saul und seinen
Knaben und führte sie in den Saal, und er gab ihnen einen Platz obenan unter
den Geladenen; und es waren ihrer bei dreißig Mann.
1Sam 9,23 Und Samuel sprach zu dem
Koch: Gib das Stück her, das ich dir gegeben, von dem ich dir gesagt habe:
Lege es bei dir zurück.
1Sam 9,24 Da trug der Koch die Keule
auf und was daran war und legte es Saul vor. Und er sprach: Siehe, das
Zurückbehaltene; lege dir vor, iß! denn auf die
bestimmte Zeit ist es für dich aufbewahrt worden, als ich sagte: Ich habe das
Volk geladen. So aß Saul mit Samuel an selbigem Tage.
1Sam 9,25 Und sie gingen von der Höhe
in die Stadt hinab; und er redete mit Saul auf dem Dache.
1Sam 9,26 Und sie standen früh auf;
und es geschah, als die Morgenröte aufging, da rief Samuel dem Saul auf dem
Dache zu und sprach: Stehe auf, daß ich dich geleite!
Und Saul stand auf, und sie gingen beide, er und Samuel, auf die Straße hinaus.
1Sam 9,27 Während sie an das Ende der Stadt
hinuntergingen, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knaben, daß
er uns vorausgehe (und er ging voraus); du aber stehe jetzt still, daß ich dich das Wort Gottes hören lasse.
1Sam 10,1 Und Samuel nahm die Ölflasche und goß sie aus auf sein Haupt, und er küßte
ihn und sprach: Ist es nicht also, daß Jehova dich
zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt hat?
1Sam
10,2 Wenn du heute von mir weggehst, so wirst du zwei Männer treffen beim
Grabe Rahels, an der Grenze {O. im Gebiet} von
Benjamin, zu Zelzach; und sie werden zu dir sagen:
Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen gegangen bist; und siehe, dein
Vater hat die Sache der Eselinnen aufgegeben, und er ist um euch bekümmert und
spricht: Was soll ich wegen meines Sohnes tun?
1Sam 10,3 Und gehst du von dannen
weiter und kommst zur Terebinthe Tabor, so werden dich daselbst drei Männer
treffen, die zu Gott nach Bethel hinaufgehen; einer trägt drei Böcklein, und
einer trägt drei Laibe Brot, und einer trägt einen Schlauch Wein.
1Sam 10,4 Und sie werden dich nach deinem
Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben, und du sollst sie von ihrer Hand
nehmen.
1Sam 10,5 Danach wirst du zu dem Hügel
Gottes {H. Gibea-Elohim} kommen, wo
Aufstellungen der Philister sind; und es wird geschehen, sowie du daselbst in
die Stadt kommst, wirst du einer Schar Propheten begegnen, die von der Höhe
herabkommen, und vor ihnen her Harfe und Tamburin und Flöte und Laute, und sie
werden weissagen {d.h.
reden,
getrieben durch den Geist Gottes, oder auch, wiez. B.
Kap. 18,10, durch einen bösen Geist}.
1Sam 10,6 Und der Geist Gottes wird über dich
geraten, und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen Mann
verwandelt werden.
1Sam 10,7 Und es soll geschehen, wenn dir
diese Zeichen eintreffen, so tue, was deine Hand finden wird; denn Gott ist mit
dir.
1Sam
10,8 Und gehe vor mir nach Gilgal hinab; und siehe,
ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern, um Friedensopfer {O.
Dankopfer} zu schlachten; sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir
komme, und ich werde dir kundtun, was du tun sollst.
1Sam 10,9 Und es geschah, als er seinen
Rücken wandte, um von Samuel wegzugehen, da verwandelte Gott sein Herz; und
alle diese Zeichen trafen ein an jenem Tage.
1Sam 10,10 Und als sie dorthin an den Hügel
kamen, siehe, da kam ihm eine Schar Propheten entgegen; und der Geist Gottes
geriet über ihn, und er weissagte in ihrer Mitte.
1Sam 10,11 Und es geschah, als alle,
die ihn von früher her kannten, sahen, und siehe, er weissagte mit den
Propheten, da sprach das Volk einer zum anderen: Was ist denn dem Sohne Kis' geschehen? ist auch Saul unter den Propheten?
1Sam 10,12 Und ein Mann von dort antwortete
und sprach: Und wer ist ihr Vater? Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist
auch Saul unter den Propheten?
1Sam 10,13 Und als er aufgehört hatte
zu weissagen, kam er auf die Höhe.
1Sam 10,14 Und der Oheim Sauls sprach zu ihm
und zu seinem Knaben: Wohin seid ihr gegangen? Und er sprach: Die Eselinnen zu
suchen; und als wir sahen, daß die nirgend waren,
gingen wir zu Samuel.
1Sam 10,15 Und der Oheim Sauls sprach:
Teile mir doch mit, was Samuel zu euch gesagt hat.
1Sam 10,16 Und Saul sprach zu seinem Oheim: Er
tat uns für gewiß kund, daß
die Eselinnen gefunden seien. Aber die Sache von dem Königtum, wovon Samuel
geredet hatte, teilte er ihm nicht mit.
1Sam 10,17 Und Samuel berief das Volk
zu Jehova nach Mizpa.
1Sam
10,18 Und er sprach zu den Kindern Israel: So spricht Jehova, der
Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch errettet aus
der Hand der Ägypter und aus der Hand all der Königreiche, die euch bedrückten;
1Sam 10,19 ihr aber habt heute euren
Gott verworfen, der euch aus allen euren Übeln und euren Drangsalen gerettet
hat, und habt zu ihm gesagt: Einen König {And. l.:... habt
gesagt: Nein, sondern einenKönig; wie Kap. 8,19} sollst du
über uns setzen! Nun denn, stellet euch auf vor Jehova nach euren Stämmen und
nach euren Tausenden!
1Sam 10,20 Und Samuel ließ alle Stämme
Israels herzutreten; und es wurde getroffen der Stamm Benjamin.
1Sam 10,21 Und er ließ den Stamm Benjamin nach
seinen Geschlechtern herzutreten; und es wurde getroffen das Geschlecht Matri;
und es wurde getroffen Saul, der Sohn Kis'. Und sie
suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden.
1Sam 10,22 Und sie befragten wiederum Jehova:
Wird der Mann noch hierher kommen? {O. Ist noch ein Mann hierher gekommen} Und Jehova sprach: Siehe, er hat
sich bei dem Geräte versteckt.
1Sam 10,23 Da liefen sie hin und holten ihn
von dannen; und er stellte sich mitten unter das Volk, und er war höher als
alles Volk, von seiner Schulter an aufwärts.
1Sam 10,24 Und Samuel sprach zu dem ganzen
Volke: Habt ihr gesehen, den Jehova erwählt hat? Denn {O.
daß} keiner ist wie er im ganzen Volke. Da jauchzte das
ganze Volk, und sie sprachen: Es lebe der König!
1Sam 10,25 Und Samuel sagte dem Volke das
Recht des Königtums, und er schrieb es in ein Buch und legte es vor Jehova
nieder. Und Samuel entließ das ganze Volk, einen jeden nach seinem Hause.
1Sam 10,26 Und auch Saul ging nach seinem
Hause, nach Gibea; und mit ihm zog die Schar, deren Herz Gott gerührt hatte.
1Sam 10,27 Aber etliche Söhne Belials
sprachen: Wie sollte der uns retten? Und sie verachteten ihn und brachten ihm
kein Geschenk; aber er war wie taub.
1Sam 11,1 Und Nahas, der Ammoniter, zog
herauf und belagerte Jabes-Gilead. Und alle Männer
von Jabes sprachen zu Nahas: Mache einen Bund mit
uns, so wollen wir dir dienen.
1Sam 11,2 Aber Nahas, der Ammoniter, sprach
zu ihnen: Unter dieser Bedingung will ich einen Bund mit euch machen, daß ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit eine
Schmach auf ganz Israel lege.
1Sam 11,3 Und die Ältesten von Jabes sprachen zu ihm: Laß uns
sieben Tage, und wir wollen Boten in alle Grenzen Israels senden; und wenn
niemand ist, der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen.
1Sam 11,4 Und die Boten kamen nach Gibea-Saul
und redeten diese Worte zu den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine
Stimme und weinte.
1Sam 11,5 Und siehe, Saul kam hinter den
Rindern her vom Felde, und Saul sprach: Was ist dem Volke, daß
sie weinen? Und sie erzählten ihm die Worte der Männer von Jabes.
1Sam 11,6 Da geriet der Geist Gottes
über Saul, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr.
1Sam 11,7 Und er nahm ein Joch Rinder
und zerstückte sie, und er sandte die Stücke durch
Boten in alle Grenzen Israels und ließ sagen: Wer nicht auszieht hinter Saul
und hinter Samuel her, dessen Rindern wird also getan werden! Da fiel der
Schrecken Jehovas auf das Volk, und sie zogen aus wie ein Mann.
1Sam 11,8 Und er musterte sie zu Besek; und es waren der Kinder Israel 300000, und der
Männer von Juda 30000.
1Sam 11,9 Und sie sprachen zu den Boten, die
gekommen waren: So sollt ihr zu den Männern von Jabes-Gilead
sagen: Morgen, wenn die Sonne heiß wird, wird euch Rettung werden. Und die
Boten kamen und berichteten es den Männern von Jabes,
und sie freuten sich.
1Sam 11,10 Und die Männer von Jabes sprachen: Morgen werden wir zu euch hinausgehen, und
ihr möget uns tun nach allem, was gut ist in euren Augen.
1Sam 11,11 Und es geschah am anderen
Tage, da stellte Saul das Volk in drei Haufen; und sie kamen mitten in das
Lager bei der Morgenwache und schlugen Ammon bis zum Heißwerden des Tages; und
die Übriggebliebenen wurden zerstreut, und es blieben unter ihnen nicht zwei
beisammen.
1Sam 11,12 Da sprach das Volk zu Samuel: Wer
ist es, der gesagt hat: Sollte Saul über uns regieren? Gebet die Männer her, daß wir sie töten!
1Sam 11,13 Aber Saul sprach: Niemand soll an
diesem Tage getötet werden, denn heute hat Jehova Rettung geschafft in Israel!
1Sam 11,14 Und Samuel sprach zu dem Volke:
Kommt laßt uns nach Gilgal
gehen und daselbst das Königtum erneuern.
1Sam
11,15 Und das ganze Volk zog nach Gilgal,
und sie machten daselbst Saul zum König vor Jehova, zu Gilgal;
und sie schlachteten daselbst Friedensopfer vor Jehova. Und Saul und alle
Männer von Israel freuten sich daselbst gar sehr.
1Sam 12,1 Und Samuel sprach zu dem ganzen
Israel: Siehe, ich habe auf eure Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt
habt und habe einen König über euch gesetzt.
1Sam 12,2 Und nun siehe, der König zieht vor
euch her; ich aber bin alt und grau geworden, und meine Söhne, siehe, sie sind
bei euch; und ich habe vor euch gewandelt von meiner Jugend an bis auf diesen
Tag.
1Sam
12,3 Hier bin ich, zeuget wider mich vor Jehova und vor seinem Gesalbten!
Wessen Rind habe ich genommen? oder wessen Esel habe ich genommen? oder wen
habe ich übervorteilt? wem habe ich Gewalt angetan? oder aus wessen Hand habe
ich Lösegeld genommen, daß ich dadurch meine Augen
verhüllt hätte? so will ich es euch wiedergeben.
1Sam 12,4 Und sie sprachen: Du hast uns nicht
übervorteilt und uns keine Gewalt angetan, und hast aus niemandes Hand irgend etwas genommen.
1Sam 12,5 Und er sprach zu ihnen: Jehova ist
Zeuge wider euch, und Zeuge sein Gesalbter an diesem Tage, daß
ihr gar nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie sprachen: Er ist Zeuge!
1Sam 12,6 Und Samuel sprach zu dem Volke:
Jehova ist es, {O. ist Zeuge} der Mose und Aaron bestellt,
und der eure Väter heraufgeführt hat aus dem Lande Ägypten!
1Sam 12,7 Und nun tretet her, daß ich vor Jehova mit euch rechte über alle gerechten
Taten Jehovas, die er an euch und an euren Vätern getan hat.
1Sam 12,8 Als Jakob nach Ägypten gekommen
war, da schrieen eure Väter zu Jehova; und Jehova
sandte Mose und Aaron, und sie führten eure Väter aus Ägypten hinweg und ließen
sie wohnen an diesem Orte.
1Sam 12,9 Aber sie vergaßen Jehova, ihren
Gott; und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des
Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister
und in die Hand des Königs von Moab, und sie stritten wider sie.
1Sam 12,10 Da schrieen
sie zu Jehova und sprachen: Wir haben gesündigt, daß
wir Jehova verlassen und den Baalim und den Astaroth gedient haben; und nun errette uns aus der Hand
unserer Feinde, so wollen wir dir dienen!
1Sam 12,11 Und Jehova sandte Jerub-Baal und Bedan {E.
l.: Barak} und Jephtha und Samuel, und er
errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum; und ihr wohntet in
Sicherheit.
1Sam 12,12 Als ihr aber sahet,
daß Nahas, der König der Kinder Ammon, wider euch
kam, sprachet ihr zu mir: Nein, sondern ein König
soll über uns regieren! da doch Jehova, euer Gott, euer König war.
1Sam 12,13 Und nun siehe, da ist der König,
den ihr erwählt, den ihr begehrt habt; und siehe, Jehova hat einen König über
euch gesetzt.
1Sam 12,14 Wenn ihr nur Jehova fürchtet und
ihm dienet und auf seine Stimme höret und gegen den Befehl Jehovas nicht
widerspenstig seid, und sowohl ihr als auch der König, der über euch regiert,
Jehova, eurem Gott, nachfolget!
1Sam 12,15 Wenn ihr aber nicht auf die Stimme
Jehovas höret und gegen den Befehl Jehovas widerspenstig seid, so wird die Hand
Jehovas wider euch sein, wie wider eure Väter.
1Sam 12,16 Auch jetzt tretet her und
sehet diese große Sache, die Jehova vor euren Augen tun wird.
1Sam 12,17 Ist nicht jetzt die Weizenernte?
Ich will zu Jehova rufen, und er wird Donner und Regen geben; und ihr sollt
erkennen und sehen, daß das Böse, {W.
euer Böses} das ihr getan habt, groß ist in den Augen Jehovas, einen
König für euch zu begehren.
1Sam 12,18 Und Samuel rief zu Jehova, und
Jehova gab Donner und Regen an jenem Tage. Da fürchtete sich das ganze Volk
sehr vor Jehova und vor Samuel.
1Sam 12,19 Und das ganze Volk sprach zu
Samuel: Bitte Jehova, deinen Gott, für deine Knechte, daß
wir nicht sterben! Denn zu allen unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt,
einen König für uns zu begehren.
1Sam 12,20 Und Samuel sprach zu dem Volke:
Fürchtet euch nicht! ihr habt zwar all dieses Böse getan; nur weichet nicht ab
von der Nachfolge Jehovas und dienet Jehova mit eurem ganzen Herzen;
1Sam 12,21 und weichet nicht ab, denn ihr
würdet den Nichtigen {Eig. der Leere, od. der Öde} nachgehen,
die nichts nützen und nicht erretten, denn sie sind nichtig. {Eig.
Leere, od. Öde}
1Sam 12,22 Denn Jehova wird um seines großen
Namens willen sein Volk nicht verlassen; {O. verwerfen} denn es hat
Jehova gefallen, euch sich zum Volke zu machen.
1Sam 12,23 Auch ich fern sei es von mir, daß ich gegen Jehova sündigen, daß
ich ablassen sollte, für euch zu bitten; sondern ich werde euch den guten und
richtigen Weg lehren.
1Sam 12,24 Nur fürchtet Jehova, und dienet ihm
in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen; denn sehet, welch große Dinge er an euch
getan hat!
1Sam 12,25 Wenn ihr aber dennoch
übeltut, so werdet sowohl ihr als auch euer König weggerafft werden.
1Sam 13,1 Saul war... Jahre alt, als
er König wurde; und er regierte zwei Jahre über Israel.
1Sam 13,2 Und Saul wählte sich dreitausend
aus Israel; zweitausend waren bei Saul zu Mikmas und
auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren bei Jonathan zu Gibea-Benjamin.
Das übrige Volk aber entließ er, einen jeden nach seinen Zelten.
1Sam 13,3 Und Jonathan schlug die Aufstellung
{O. die Besatzung} der Philister, die zu Geba war, und
die Philister hörten es. Und Saul ließ im ganzen Lande in die Posaune stoßen
und sprach: Die Hebräer sollen es hören!
1Sam 13,4 Und als ganz Israel sagen hörte:
Saul hat die Aufstellung der Philister geschlagen, und auch hat sich Israel bei
den Philistern stinkend gemacht, da versammelte sich das Volk hinter Saul her
nach Gilgal.
1Sam
13,5 Und die Philister sammelten sich zum Streit mit Israel: 30000 Wagen und
sechstausend Reiter, und Fußvolk, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an
Menge; und sie zogen herauf und lagerten sich zu Mikmas,
östlich von Beth-Awen.
1Sam 13,6 Und die Männer von Israel sahen, daß sie in Drangsal waren, denn das Volk war bedrängt; und
das Volk versteckte sich in den Höhlen und in den Dorngebüschen und in den
Felsen und in den Burgen und in den Gruben.
1Sam 13,7 Und Hebräer gingen über den Jordan
in das Land Gad und Gilead. Saul aber war noch zu Gilgal,
und das ganze Volk zitterte hinter ihm her. {O. folgte ihmzitternd}
1Sam 13,8 Und er wartete sieben Tage, bis zu
der von Samuel bestimmten Zeit; aber Samuel kam nicht nach Gilgal.
Und das Volk zerstreute sich von ihm weg.
1Sam 13,9 Da sprach Saul: Bringet mir
das Brandopfer und die Friedensopfer her! Und er opferte das Brandopfer.
1Sam 13,10 Und es geschah, als er das Opfern
des Brandopfers vollendet hatte, siehe, da kam Samuel; und Saul ging hinaus,
ihm entgegen, ihn zu begrüßen.
1Sam 13,11 Und Samuel sprach: Was hast du
getan! Und Saul sprach: Weil ich sah, daß das Volk
sich von mir weg zerstreute, und du nicht kamst zur bestimmten Zeit, und die
Philister zu Mikmas versammelt waren, so sprach ich:
1Sam 13,12 Jetzt werden die Philister zu mir
nach Gilgal herabkommen, und ich habe Jehova nicht
angefleht! und ich überwand mich und opferte das Brandopfer.
1Sam 13,13 Und Samuel sprach zu Saul: Du hast
töricht gehandelt, du hast nicht beobachtet das Gebot Jehovas, deines Gottes,
das er dir geboten hat; denn jetzt hätte Jehova dein Königtum über Israel
bestätigt auf ewig;
1Sam
13,14 nun aber wird dein Königtum nicht bestehen. Jehova hat sich
einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und Jehova hat ihn zum Fürsten über sein
Volk bestellt; denn du hast nicht beobachtet, was Jehova dir geboten hatte.
1Sam 13,15 Und Samuel machte sich auf und ging
von Gilgal hinauf nach Gibea-Benjamin. Und Saul
musterte das Volk, das sich bei ihm befand, bei sechshundert Mann.
1Sam 13,16 Und Saul und Jonathan, sein Sohn,
und das Volk, das sich bei ihm befand, lagen zu Geba-Benjamin; die Philister
aber hatten sich zu Mikmas gelagert.
1Sam 13,17 Und der Verheerungszug ging aus von
dem Lager der Philister in drei Haufen: Ein Haufe wandte sich des Weges nach Ophra, nach dem Lande Schual hin,
1Sam 13,18 und ein Haufe wandte sich auf den
Weg nach Beth-Horon, und ein Haufe wandte sich des
Weges nach der Grenze, die emporragt {O. hinausschaut} über das
Tal Zeboim nach der Wüste hin.
1Sam 13,19 Und es war kein Schmied zu finden
im ganzen Lande Israel; denn die Philister hatten gesagt: Daß
die Hebräer sich nicht Schwert oder Speer {O. Spieß} machen!
1Sam 13,20 Und ganz Israel ging zu den
Philistern hinab, ein jeder um seine Pflugschar und seinen Spaten und sein Beil
und seine Sichel zu schärfen,
1Sam 13,21 wenn die Schneiden an den Sicheln
und an den Spaten und an den Gabeln und an den Beilen abgestumpft waren, und um
den Rinderstachel zu richten.
1Sam 13,22 Und es
geschah am Tage des Streites, da wurde kein Schwert noch Speer gefunden in der
Hand des ganzen Volkes, das mit Saul und mit Jonathan war; doch bei Saul und
seinem Sohne Jonathan fanden sie sich vor. 1Sam 13,23 Und eine {And.:
die} Aufstellung der Philister zog aus nach dem Passe von Mikmas.
1Sam 14,1 Und es geschah eines Tages, da
sprach Jonathan, der Sohn Sauls, zu dem Knaben, der seine Waffen trug: Komm und
laß uns hinübergehen zu der Aufstellung der
Philister, die dort drüben ist. Seinem Vater aber tat er es nicht kund.
1Sam 14,2 Und Saul saß am Ende von Gibea,
unter dem Granatbaum, der zu Migron ist; {O.
war} und des Volkes, das bei ihm war, war bei sechshundert Mann.
1Sam 14,3 (Und Ahija,
der Sohn Ahitubs, des Bruders Jkabods,
des Sohnes Pinehas', des Sohnes Elis, des Heiligers Jehovas zu Silo, trug das Ephod.) Und das Volk wußte nicht, daß Jonathan
weggegangen war.
1Sam 14,4 Es war aber zwischen den Pässen,
durch welche Jonathan zu der Aufstellung der Philister hinüberzugehen suchte,
eine Felszacke auf dieser Seite und eine Felszacke auf jener Seite: der Name
der einen war Bozez, und der Name der anderen Sene;
1Sam 14,5 die eine Zacke bildet eine
Säule nordwärts, Mikmas gegenüber, und die andere
südwärts, Geba gegenüber.
1Sam 14,6 Und Jonathan sprach zu dem
Knaben, der seine Waffen trug: Komm und laß uns
hinübergehen zu der
Aufstellung dieser Unbeschnittenen; vielleicht wird
Jehova für uns wirken, denn für Jehova gibt es kein Hindernis, durch viele zu
retten oder durch wenige.
1Sam 14,7 Und sein Waffenträger sprach zu
ihm: Tue alles, was in deinem Herzen ist; wende dich, wohin du willst, siehe,
ich bin mit dir nach deinem Herzen.
1Sam 14,8 Und Jonathan sprach: Siehe,
wir gehen zu den Männern hinüber und wollen uns ihnen zeigen.
1Sam 14,9 Wenn sie so zu uns sprechen: Stehet
still, bis wir zu euch gelangen! so wollen wir auf unserer Stelle stehen
bleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen;
1Sam 14,10 wenn sie aber so sprechen: Kommet
zu uns herauf! so wollen wir hinaufgehen, denn Jehova hat sie in unsere Hand
gegeben; und das soll uns das Zeichen sein.
1Sam 14,11 Und beide zeigten sich der
Aufstellung der Philister. Da sprachen die Philister: Siehe, Hebräer kommen aus
den Löchern hervor, worin sie sich versteckt haben.
1Sam 14,12 Und die Männer der Aufstellung
antworteten Jonathan und seinem Waffenträger und sprachen: Kommet zu uns
herauf, so wollen wir euch etwas zu wissen tun! Da sprach Jonathan zu seinem
Waffenträger: Steige hinauf, mir nach; denn Jehova hat sie in die Hand Israels
gegeben.
1Sam 14,13 Und Jonathan stieg auf seinen
Händen und auf seinen Füßen hinauf, und sein Waffenträger ihm nach. Und sie
fielen vor Jonathan, und sein Waffenträger tötete hinter ihm her.
1Sam 14,14 Und die erste Niederlage, welche
Jonathan und sein Waffenträger anrichteten, {W. der erste Schlag,
welchen ... schlugen} war bei zwanzig Mann, etwa auf der halben Furchenlänge
eines Jucharts Ackers.
1Sam 14,15 Und ein Schrecken entstand im
Lager, auf dem Felde und unter dem ganzen Volke; die Aufstellung und der
Verheerungszug, auch sie erschraken; und das Land erbebte, und es wurde zu
einem Schrecken Gottes.
1Sam 14,16 Und die Wächter Sauls zu
Gibea-Benjamin sahen, und siehe, die Menge zerrann und lief dahin und dorthin.
{O. zerrann und
verlief und zerstreute sich}
1Sam 14,17 Und Saul sprach zu dem Volke, das
bei ihm war: Haltet doch Musterung und sehet, wer von uns weggegangen ist. Und
sie hielten Musterung, und siehe, Jonathan und sein Waffenträger waren nicht
da.
1Sam 14,18 Da sprach Saul zu Ahija: Bringe die Lade Gottes herbei; denn die Lade Gottes
war an jenem Tage unter den Kindern Israel.
1Sam 14,19 Und es geschah, während Saul zu dem
Heiliger redete, da nahm das Getümmel im Lager der Philister fort und fort zu;
und Saul sprach zu dem Heiliger: Ziehe deine Hand zurück.
1Sam 14,20 Und Saul und alles Volk, das bei
ihm war, versammelten sich, und sie kamen zum Streit; und siehe, da war das
Schwert des einen wider den anderen, eine sehr große Verwirrung.
1Sam 14,21 Und es waren Hebräer bei den
Philistern, wie früher, welche mit ihnen in das Lager ringsum hinaufgezogen
waren; auch sie wandten sich, um mit Israel zu sein, {Sodie Alexandr. Übersetzung. Der hebräische Text lautet:...
hinaufgezogen waren ringsum: und auch sie, um mit Israel zu sein} das mit
Saul und Jonathan war.
1Sam 14,22 Und alle Männer von Israel, die
sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten, hörten, daß
die Philister geflohen waren; und auch sie setzten ihnen nach im Streit.
1Sam 14,23 So rettete Jehova Israel an
selbigem Tage. Und der Streit ging über Beth-Awen
hinaus.
1Sam 14,24 Die Männer von Israel waren aber
sehr angestrengt an jenem Tage; und Saul beschwor das Volk und sprach:
Verflucht sei der Mann, der Speise essen wird bis zum Abend, und bis ich mich
an meinen Feinden gerächt habe! Und das ganze Volk kostete keine Speise.
1Sam 14,25 Und das ganze Volk {W.
das ganze Land} kam in den Wald, und Honig war auf der Fläche des Feldes.
1Sam 14,26 Und als das Volk in den Wald kam:
siehe da, ein Strom von Honig; aber niemand brachte seine Hand zu seinem Munde,
denn das Volk fürchtete den Schwur.
1Sam 14,27 Jonathan aber hatte es nicht
gehört, als sein Vater das Volk beschwor; und er streckte das Ende seines
Stabes {O. Spießes} aus, der in seiner Hand war,
und tauchte ihn in den Honigseim und brachte seine Hand wieder zu seinem Munde,
und seine Augen wurden hell.
1Sam 14,28 Und einer von dem Volke hob
an und sprach: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt:
Verflucht sei der Mann, der heute Speise essen wird!
und so ist das Volk ermattet. {O. und doch war das Volk ermattet}
1Sam 14,29 Und Jonathan sprach: Mein Vater hat
das Land in Trübsal gebracht; sehet doch, daß meine
Augen hell geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe.
1Sam 14,30 Was wäre es gewesen, wenn
das Volk heute ungehindert von der Beute seiner Feinde gegessen hätte, die es
gefunden hat! denn wäre dann nicht {O. wenn nun gar das
Volk ..., wäredenn nicht jetzt usw.} die
Niederlage der Philister {O. unter den Philistern} groß
gewesen?
1Sam 14,31 Und sie schlugen die Philister an
jenem Tage von Mikmas bis nach Ajjalon;
und das Volk war sehr ermattet.
1Sam 14,32 Und das Volk fiel über die Beute
her, und sie nahmen Kleinvieh und Rinder und Kälber und schlachteten sie auf
die Erde hin; und das Volk aß mit dem Blute.
1Sam 14,33 Und man berichtete es Saul und
sprach: Siehe, das Volk sündigt gegen Jehova, indem es mit dem Blute ißt. Und er sprach: Ihr habt treulos gehandelt! Wälzet
sofort einen großen Stein zu mir her.
1Sam 14,34 Und Saul sprach: Zerstreuet
euch unter das Volk und sprechet zu ihnen: Bringet her zu mir, ein jeder sein
Rind und ein jeder sein Kleinvieh, und schlachtet sie hier und esset; und
sündiget nicht gegen Jehova, indem ihr mit dem Blute esset. Und in jener Nacht
brachte das ganze Volk ein jeder sein Rind an seiner Hand; und sie schlachteten
sie daselbst.
1Sam 14,35 Und Saul baute Jehova einen
Altar; mit diesem fing er an, Jehova einen Altar zu bauen.
1Sam
14,36 Und Saul sprach: Laßt uns bei der
Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen plündern, bis der
Morgen hell wird, und keinen Mann unter ihnen übriglassen! Und sie sprachen:
Tue alles, was gut ist in deinen Augen. Und der Heiliger sprach: Laßt uns hier zu Gott nahen!
1Sam 14,37 Und Saul fragte Gott: Soll ich
hinabziehen, den Philistern nach? wirst du sie in die Hand Israels geben? Aber
er antwortete ihm nicht an jenem Tage.
1Sam 14,38 Da sprach Saul: Tretet hierher,
alle Häupter des Volkes, und erkennet und sehet, wodurch {And.
l.: durch wen} diese Sünde heute geschehen ist.
1Sam 14,39 Denn so wahr Jehova lebt, der
Israel gerettet hat, wenn sie an meinem Sohne Jonathan wäre, so sollte er gewißlich sterben! Und niemand antwortete ihm aus dem
ganzen Volke.
1Sam 14,40 Und er sprach zu dem ganzen Israel:
Seid ihr auf der einen Seite, und ich und mein Sohn Jonathan wollen auf der
anderen Seite sein. Und das Volk sprach zu Saul: Tue, was gut ist in deinen
Augen.
1Sam 14,41 Und Saul sprach zu Jehova, dem Gott
Israels: Gib ein vollkommenes Los! {O. Gib Wahrheit!} Und
Jonathan und Saul wurden getroffen, und das Volk ging frei aus.
1Sam 14,42 Und Saul sprach: Werfet das Los
zwischen mir und meinem Sohne Jonathan! Und Jonathan wurde getroffen.
1Sam 14,43 Da sprach Saul zu Jonathan:
Tue mir kund, was du getan hast. Und Jonathan tat es ihm kund und sprach:
Mit dem Ende des Stabes, der in meiner Hand war, habe ich ein
wenig Honig nur gekostet: Siehe, ich muß sterben!
1Sam 14,44 Und Saul sprach: So tue mir
Gott, und so füge er hinzu, du mußt gewißlich sterben, Jonathan!
1Sam 14,45 Aber das Volk sprach zu Saul:
Sollte Jonathan sterben, der diese große Rettung {O. diesen
großen Sieg} in Israel geschafft hat? Das sei ferne! So wahr Jehova lebt,
wenn von den Haaren seines Hauptes eines auf die Erde fällt! denn er hat mit
Gott gehandelt an diesem Tage. So erlöste das Volk Jonathan, daß er nicht starb.
1Sam 14,46 Und Saul zog von der
Verfolgung der Philister herauf, und die Philister zogen an ihren Ort.
1Sam 14,47 Und Saul nahm das Königtum ein über
Israel; und er stritt ringsum wider alle seine Feinde, wider Moab und wider die
Kinder Ammon und wider Edom und wider die Könige von Zoba
und wider die Philister; und überall, wohin
er sich wandte, übte er Strafe. {And.
l.: siegteer}
1Sam 14,48 Und er tat Mächtiges und
schlug Amalek, und errettete Israel aus der Hand seines Plünderers.
1Sam 14,49 Und die Söhne Sauls waren:
Jonathan und Jischwi und Malkischua.
Und die Namen seiner zwei Töchter:
der Name der erstgeborenen war Merab, und der Name der
jüngeren Michal.
1Sam 14,50 Und der Name des Weibes Sauls war Achinoam, die Tochter Achimaaz'.
Und der Name seines Heerobersten war Abner, der Sohn Ners,
des Oheims Sauls;
1Sam 14,51 denn Kis,
der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren
Söhne Abiels.
1Sam 14,52 Und der Streit war heftig wider die
Philister alle Tage Sauls; und wenn Saul irgend einen streitbaren Mann und
irgend einen Tapferen sah, so gesellte er ihn sich zu.
1Sam 15,1 Und Samuel sprach zu Saul: Jehova
hat mich gesandt, um dich zum König zu salben über sein Volk, über Israel. So
höre nun auf die Stimme der Worte Jehovas.
1Sam 15,2 So spricht Jehova der Heerscharen:
Ich habe angesehen, was Amalek Israel getan, wie er sich ihm in den Weg
gestellt hat, als es aus Ägypten heraufzog.
1Sam 15,3 Nun ziehe hin und schlage Amalek,
und verbannet alles, was er hat, und schone seiner nicht; und töte vom Manne
bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling, vom Rinde bis zum Kleinvieh, vom
Kamel bis zum Esel.
1Sam 15,4 Da rief Saul das Volk auf
und musterte sie zu Telaim, 200000 Mann zu Fuß und
10000 Männer von Juda.
1Sam 15,5 Und Saul kam bis zu der
Stadt der Amalekiter, und er legte einen Hinterhalt
in das Tal.
1Sam 15,6 Und Saul sprach zu den Kenitern: {Vergl. Richter 1,16; 4, 11} Gehet,
weichet, ziehet hinab aus der Mitte der Amalekiter, daß ich dich nicht mit ihnen wegraffe! Denn du, du hast
Güte erwiesen an allen Kindern Israel, als sie aus Ägypten heraufzogen. Und die
Keniter wichen aus der Mitte der Amalekiter.
1Sam 15,7 Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila an bis nach
Sur hin, das vor Ägypten liegt.
1Sam 15,8 Und er ergriff Agag, den König der Amalekiter, lebendig; und das ganze Volk verbannte er mit
der Schärfe des Schwertes.
1Sam 15,9 Und Saul und das Volk verschonten
Agag und das Beste vom Klein- und Rindvieh und die Tiere vom zweiten Wurf und
die Mastschafe und alles, was gut war, und sie wollten sie nicht verbannen;
alles Vieh aber, das gering und schwächlich war, das verbannten sie.
1Sam 15,10 Da geschah das Wort Jehovas
zu Samuel also:
1Sam 15,11 Es reut
mich, daß ich Saul zum König gemacht habe; denn er
hat sich hinter mir abgewandt und hat meine
Worte nicht erfüllt. Und Samuel entbrannte {Das
hebr. Wort bezeichnet sowohl Betrübnis als Zorn} und schrie
zu Jehova die ganze Nacht.
1Sam 15,12 Und am Morgen machte Samuel
sich früh auf, Saul entgegen. Und es wurde Samuel berichtet und gesagt:
Saul ist nach Karmel {Karmel in Juda; vergl. Jos. 15,55} gekommen;
und siehe, er hat sich ein Denkmal errichtet, und er hat sich gewandt und ist
weitergegangen und nach Gilgal hinabgezogen.
1Sam 15,13 Und Samuel kam zu Saul; und
Saul sprach zu ihm: Gesegnet seiest du von Jehova! Ich habe das Wort
Jehovas erfüllt.
1Sam 15,14 Und Samuel sprach: Was ist denn das
für ein Blöken von Kleinvieh in meinen Ohren, und ein Brüllen von Rindern, das
ich höre?
1Sam 15,15 Und Saul sprach: Sie haben sie von
den Amalekitern gebracht, weil das Volk das Beste vom
Klein- und Rindvieh verschont hat, um Jehova, deinem Gott, zu opfern; aber das
Übrige haben wir verbannt.
1Sam 15,16 Da sprach Samuel zu Saul: Halt, daß ich dir kundtue, was Jehova diese Nacht zu mir geredet
hat. Und er sprach zu ihm: Rede!
1Sam 15,17 Und Samuel sprach: Wurdest du
nicht, als du klein in deinen Augen warst, das Haupt der Stämme Israels? Und
Jehova salbte dich zum König über Israel.
1Sam 15,18 Und Jehova hat dich auf den Weg
gesandt und gesagt: Ziehe hin und verbanne die Sünder, die Amalekiter,
und streite wider sie, bis du sie vernichtest.
1Sam 15,19 Warum hast du denn der Stimme
Jehovas nicht gehorcht, und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was
böse ist in den Augen Jehovas?
1Sam
15,20 Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe der Stimme Jehovas
gehorcht und bin auf dem Wege gezogen, den Jehova mich gesandt hat; und ich
habe Agag, den König der Amalekiter, hergebracht, und
die Amalekiter habe ich verbannt.
1Sam 15,21 Aber das Volk hat von der Beute
genommen: Klein- und Rindvieh, das Vorzüglichste des Verbannten, um Jehova,
deinem Gott, zu opfern in Gilgal.
1Sam
15,22 Und Samuel sprach zu Saul: Hat Jehova Lust an Brandopfern und
Schlachtopfern, wie daran, daß man der Stimme Jehovas
gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als
das Fett der Widder.
1Sam
15,23 Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der
Eigenwille {O. die Widersetzlichkeit} wie
Abgötterei und Götzendienst. {W. Teraphim} Weil du das
Wort Jehovas verworfen hast, so hat er dich verworfen, daß
du nicht mehr König seiest.
1Sam 15,24 Und Saul sprach zu Samuel: Ich habe
gesündigt, daß ich den Befehl Jehovas und deine Worte
übertreten habe; denn ich habe das Volk gefürchtet und auf seine Stimme gehört.
1Sam 15,25 Und nun, vergib doch meine
Sünde, und kehre mit mir um, daß ich vor Jehova
anbete.
1Sam 15,26 Aber Samuel sprach zu Saul: Ich
kehre nicht mit dir um; denn du hast das Wort Jehovas verworfen, und Jehova hat
dich verworfen, daß du nicht mehr König über Israel
seiest.
1Sam 15,27 Und als Samuel sich wandte
zu gehen, da ergriff er den Zipfel seines Oberkleides, und derselbe riß ab.
1Sam 15,28 Da sprach Samuel zu ihm: Jehova hat
heute das Königtum Israels von dir abgerissen und es deinem Nächsten gegeben,
der besser ist als du.
1Sam 15,29 Und auch lügt nicht das Vertrauen {Eig.
die Beständigkeit} Israels, und er bereut nicht; denn nicht ein Mensch
ist er, um zu bereuen.
1Sam 15,30 Und er sprach: Ich habe gesündigt!
Nun ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel, und kehre mit
mir um, daß ich vor Jehova, deinem Gott, anbete.
1Sam 15,31 Und Samuel kehrte um, Saul
nach, und Saul betete an vor Jehova.
1Sam 15,32 Und Samuel sprach: Bringet Agag,
den König der Amalekiter, zu mir her. Und Agag kam
lustig zu ihm; und Agag sprach: Fürwahr, die Bitterkeit des Todes ist gewichen!
1Sam 15,33 Aber Samuel sprach: Wie dein
Schwert Weiber kinderlos gemacht hat, so sei kinderlos unter Weibern {Eig.
vor Weibern} deine
Mutter! Und Samuel hieb Agag in Stücke vor Jehova zu Gilgal.
1Sam 15,34 Und Samuel ging nach Rama;
und Saul zog in sein Haus hinauf nach Gibea-Saul.
1Sam 15,35 Und Samuel sah Saul nicht mehr bis
zum Tage seines Todes; denn Samuel trauerte um Saul, da es Jehova reute, daß er Saul zum König über Israel gemacht hatte.
1Sam 16,1 Und Jehova sprach zu Samuel: Bis
wann willst du um Saul trauern, da ich ihn doch verworfen habe, daß er nicht mehr König über Israel sei? Fülle dein Horn
mit Öl und gehe hin, ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden; denn ich habe mir unter seinen
Söhnen einen König ersehen.
1Sam 16,2 Und Samuel sprach: Wie mag
ich hingehen? Wenn Saul es hört, so tötet er mich. Und Jehova sprach:
Nimm eine Färse mit dir und sprich: Ich bin gekommen,
um Jehova zu opfern.
1Sam 16,3 Und lade Isai
zum Schlachtopfer, und ich werde dir kundtun, was du tun sollst; und du sollst
mir salben, den ich dir sagen werde.
1Sam 16,4 Und Samuel tat, was Jehova geredet
hatte, und kam nach Bethlehem. Da kamen die Ältesten der Stadt ihm ängstlich
entgegen und sprachen: Bedeutet dein Kommen Friede?
1Sam 16,5 Und er sprach: Friede! Ich bin
gekommen, um Jehova zu opfern. Heiliget euch und kommet mit mir zum
Schlachtopfer. Und er heiligte Isai und seine Söhne
und lud sie zum Schlachtopfer.
1Sam 16,6 Und es geschah, als sie
kamen, da sah er Eliab und sprach: Gewiß, vor Jehova ist sein Gesalbter!
1Sam 16,7 Aber Jehova sprach zu Samuel:
Blicke nicht auf sein Aussehen und auf die Höhe seines Wuchses, denn ich habe
ihn verworfen; denn Jehova sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn
der Mensch sieht auf das Äußere, {Eig. die Augen} aber Jehova
sieht auf das Herz.
1Sam 16,8 Da rief Isai
Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorübergehen. Und er
sprach: Auch diesen hat Jehova nicht erwählt.
1Sam 16,9 Da ließ Isai
Schamma vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat
Jehova nicht erwählt.
1Sam 16,10 Und Isai
ließ sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen; aber Samuel sprach zu Isai: Jehova hat diese nicht erwählt.
1Sam
16,11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das
die Jünglinge alle? Und er sprach: Noch ist der Jüngste übrig, und siehe, er
weidet das Kleinvieh. Und Samuel sprach zu Isai:
Sende hin und laß ihn holen; denn wir werden uns
nicht zu Tische setzen, bis er hierhergekommen ist.
1Sam 16,12 Und er sandte hin und ließ ihn
kommen; und er war rötlich, dazu schön von Augen und von gutem Ansehen. Und
Jehova sprach: Auf, salbe ihn! denn dieser ist es.
1Sam 16,13 Da nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten seiner Brüder. Und der Geist
Jehovas geriet über David {David = Geliebter} von
selbigem Tage an und hinfort. Und Samuel machte sich auf und ging nach Rama.
1Sam 16,14 Aber der Geist Jehovas wich
von Saul, und ein böser Geist von Jehova ängstigte ihn.
1Sam 16,15 Und die Knechte Sauls
sprachen zu ihm: Siehe doch, ein böser Geist von Gott ängstigt dich.
1Sam 16,16 Es befehle doch unser Herr
deinen Knechten, die vor dir sind, daß sie einen Mann
suchen, der des Lautenspieles kundig ist; und es wird geschehen, wenn der böse
Geist von Gott über dich kommt, so wird er mit seiner Hand spielen, und es wird
dir wohl werden.
1Sam 16,17 Und Saul sprach zu seinen Knechten:
Ersehet mir doch einen Mann, der gut spielen kann, und bringet ihn zu mir.
1Sam 16,18 Und einer von den Knaben {d.h.
Knappen, Dienern} antwortete und sprach: Siehe, ich habe einen Sohn Isais, des Bethlehemiters,
gesehen, der des Spielens kundig ist, und er ist ein tapferer Held und ein
Kriegsmann und der Rede verständig und ein schöner Mann, und Jehova ist mit
ihm.
1Sam 16,19 Da sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir,
der bei dem Kleinvieh ist.
1Sam 16,20 Und Isai
nahm einen Esel mit Brot {W. einen Esel Brotes, d.h. mit so viel
Brot beladen, wieein Esel tragen kann} und einen
Schlauch Wein und ein Ziegenböcklein, und er sandte es durch seinen Sohn David
an Saul.
1Sam 16,21 Und David kam zu Saul und stand vor
ihm; {d.h. diente ihm} und er liebte ihn sehr, und er
wurde sein Waffenträger.
1Sam 16,22 Und Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Laß doch
David vor mir stehen, denn er hat Gnade gefunden in meinen Augen.
1Sam 16,23 Und es geschah, wenn der Geist von
Gott über Saul kam, so nahm David die Laute und spielte mit seiner Hand; und
Saul fand Erleichterung, und es wurde ihm wohl, und der böse Geist wich von
ihm.
1Sam 17,1 Und die Philister sammelten ihre
Heere zum Streit und versammelten sich zu Soko, das Juda gehört, und lagerten
sich bei Ephes-Dammim, zwischen Soko und Aseka.
1Sam 17,2 Und Saul und die Männer von Israel
versammelten und lagerten sich im Terebinthentale,
und sie stellten sich in Schlachtordnung auf, den Philistern gegenüber.
1Sam 17,3 Und die Philister standen am Berge
jenseits, und Israel stand am Berge diesseits, und das Tal war zwischen ihnen.
1Sam 17,4 Und der Zwischenkämpfer trat aus
den Lagern der Philister hervor, sein Name war Goliath, aus Gath; {S.
Josua 11,22} seine Höhe war sechs Ellen und eine Spanne.
1Sam 17,5 Und er hatte einen ehernen Helm auf
seinem Haupte, und er war mit einem Schuppenpanzer bekleidet, und das Gewicht
des Panzers war 5000 Sekel Erz.
1Sam 17,6 Und er hatte eherne Schienen
an seinen Beinen und einen ehernen Wurfspieß zwischen seinen Schultern;
1Sam 17,7 und der Schaft seines Speeres war
wie ein Weberbaum, und die Spitze seines Speeres war sechshundert Sekel Eisen.
Und der Schildträger ging vor ihm her.
1Sam
17,8 Und er trat hin und rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu
ihnen: Warum ziehet ihr aus, euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich
nicht der Philister, und ihr die Knechte Sauls? Wählet euch einen Mann, daß er zu mir herabkomme!
1Sam 17,9 Wenn er mit mir zu kämpfen vermag
und mich erschlägt, so wollen wir eure Knechte sein; wenn ich ihn aber
überwinde und ihn erschlage, so sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.
1Sam 17,10 Und der Philister sprach: Ich habe
die Schlachtreihen Israels verhöhnt an diesem Tage! Gebet mir einen Mann, daß wir miteinander kämpfen!
1Sam
17,11 Und Saul und ganz Israel hörten diese Worte des Philisters,
und sie erschraken und fürchteten sich sehr. 1Sam 17,12 David nun
war der Sohn jenes Ephratiters {W.
jenes ephratischen Mannes} von
Bethlehem-Juda, dessen Name Isai war und der acht
Söhne hatte; und der Mann war in den Tagen Sauls alt, im Alter vorgerückt unter
den Männern.
1Sam 17,13 Und die drei ältesten Söhne Isais waren hingegangen, sie waren Saul nachgefolgt zum
Streit; und die Namen seiner drei Söhne, die in den Streit gezogen, waren: Eliab, der Erstgeborene, und sein Zweiter, Abinadab, und der Dritte, Schamma.
1Sam 17,14 Und David war der Jüngste,
und die drei Ältesten waren Saul nachgefolgt.
1Sam 17,15 David aber ging hin und kam wieder
zurück von Saul, um das Kleinvieh seines Vaters zu weiden zu Bethlehem. -
1Sam 17,16 Und der Philister trat
morgens und abends herzu und stellte sich hin, vierzig Tage lang. -
1Sam 17,17 Und Isai
sprach zu seinem Sohne David: Nimm doch für deine Brüder dieses Epha geröstete
Körner und diese zehn Brote, und bringe sie schnell in das Lager zu deinen
Brüdern;
1Sam 17,18 und diese zehn Schnitten Milchkäse
bringe dem Obersten über tausend und besuche deine Brüder, um nach ihrem
Wohlergehen zu fragen, und nimm ein Pfand von ihnen mit.
1Sam 17,19 Saul und sie und alle Männer
von Israel sind nämlich im Terebinthentale, streitend
mit den Philistern. -
1Sam
17,20 Da machte sich David des Morgens früh auf und überließ das
Kleinvieh einem Hüter; und er nahm und ging hin, wie Isai
ihm geboten hatte; und er kam an die Wagenburg, als das Heer, das in die
Schlachtreihe ausrückte, das Kampfgeschrei erhob.
1Sam 17,21 Und Israel und die Philister
stellten sich auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe.
1Sam 17,22 Und David überließ das Gerät, das
er trug, der Hand des Hüters der Geräte und lief in die Schlachtreihe; und er
kam und fragte seine Brüder nach ihrem Wohlergehen.
1Sam 17,23 Und während er mit ihnen redete,
siehe, da kam der Zwischenkämpfer herauf, Goliath, der Philister, sein Name,
von Gath, aus den Schlachtreihen der Philister und sprach nach jenen Worten;
und David hörte es.
1Sam 17,24 Und alle Männer von Israel,
als sie den Mann sahen, flohen vor ihm und fürchteten sich sehr.
1Sam 17,25 Und die Männer von Israel sprachen:
Habt ihr diesen Mann gesehen, der heraufkommt? denn um Israel zu verhöhnen,
kommt er herauf. Und es soll geschehen, den Mann, der ihn erschlägt, den will
der König bereichern mit großem Reichtum, und er will ihm seine Tochter geben,
und das Haus seines Vaters will er frei machen in Israel.
1Sam
17,26 Da sprach David zu den Männern, die bei ihm standen, und
sagte: Was soll dem Manne geschehen, der diesen Philister da erschlägt und den
Hohn von Israel abwendet? denn wer ist dieser Philister, dieser Unbeschnittene,
daß er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes
verhöhnt?
1Sam 17,27 Und das Volk sprach zu ihm nach
jenem Worte und sagte: So soll dem Manne geschehen, der ihn erschlägt.
1Sam 17,28 Und Eliab, sein ältester Bruder, hörte zu, als er zu den
Männern redete; und der Zorn Eliabs entbrannte wider
David, und er sprach: Warum doch bist du herabgekommen, und wem hast du jene
wenigen Schafe in der Wüste überlassen? Ich kenne deine Vermessenheit wohl und
die Bosheit deines Herzens; denn um den Streit zu sehen, bist du herabgekommen.
1Sam 17,29 Und David sprach: Was habe
ich nun getan? Ist es nicht der Mühe wert {And. üb.: Istes nicht ein Auftrag}?
1Sam 17,30 Und er wandte sich von ihm ab,
einem anderen zu, und sprach nach jenem Worte; und das Volk gab ihm Antwort
nach der vorigen Antwort.
1Sam 17,31 Und die Worte, welche David geredet
hatte, wurden gehört und man erzählte sie vor Saul; und er ließ ihn holen.
1Sam 17,32 Und David sprach zu Saul: Es
entfalle keinem Menschen das Herz seinetwegen! Dein Knecht will gehen und mit
diesem Philister kämpfen.
1Sam 17,33 Aber Saul sprach zu David: Du
vermagst nicht wider diesen Philister zu gehen, um mit ihm zu kämpfen; denn du
bist ein Jüngling, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend an.
1Sam 17,34 Da sprach David zu Saul: Dein
Knecht weidete das Kleinvieh für seinen Vater; kam nun ein Löwe oder ein Bär
und trug ein Stück von der Herde fort,
1Sam 17,35 so lief ich ihm nach und schlug ihn
und entriß es seinem Rachen; und erhob er sich wider mich, so ergriff ich ihn bei dem Barte und schlug ihn
und tötete ihn.
1Sam 17,36 Sowohl den Löwen als auch
den Bären hat dein Knecht erschlagen; und dieser Philister, dieser
Unbeschnittene, soll sein wie einer von ihnen, weil er
die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt hat!
1Sam 17,37 Und David sprach: Jehova,
der mich aus den Klauen {Eig. aus der Hand} des Löwen
und aus den Klauen {Eig. aus der Hand} des Bären
errettet hat, er wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten. Und Saul
sprach zu David: Gehe hin, und Jehova sei mit dir!
1Sam 17,38 Und Saul zog David seinen Rock an
und setzte einen ehernen Helm auf sein Haupt und zog ihm einen Panzer an.
1Sam 17,39 Und David gürtete sein Schwert über
seinen Rock und wollte gehen, denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu
Saul: Ich kann nicht darin gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David
legte sie von sich ab.
1Sam
17,40 Und er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte sich fünf
glatte Steine aus dem Bache {O. Tal, trockenes Flußbett}
und tat sie in das Hirtengerät, das er hatte, in die Tasche, und seine
Schleuder hatte er in seiner Hand; und er trat an den Philister heran.
1Sam 17,41 Und der Philister ging und kam dem
David immer näher, und der Mann, der den Schild {Hier der
große, den ganzen Mann deckende Schild} trug, vor ihm her.
1Sam 17,42 Und als der Philister hinschaute
und David sah, verachtete er ihn; denn er war ein Jüngling und rötlich, dazu
schön von Ansehen.
1Sam 17,43 Und der Philister sprach zu David:
Bin ich ein Hund, daß du mit Stöcken zu mir kommst?
Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern.
1Sam 17,44 Und der Philister sprach zu David:
Komm her zu mir, daß ich dein Fleisch den Vögeln des
Himmels und den Tieren des Feldes gebe!
1Sam 17,45 Und David sprach zu dem Philister:
Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu
dir im Namen Jehovas der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels,
den {O. die} du verhöhnt hast.
1Sam
17,46 An diesem Tage wird Jehova dich in meine Hand überliefern,
und ich werde dich erschlagen und dein Haupt von dir wegnehmen; und die
Leichname des Heeres der Philister werde ich an diesem Tage den Vögeln des
Himmels und dem Wilde der Erde geben; und die ganze Erde soll erkennen, daß Israel einen Gott hat.
1Sam 17,47 Und diese ganze Herausrufung
soll erkennen, daß Jehova nicht durch Schwert und
durch Speer rettet; denn Jehovas ist der Streit, und er wird euch in unsere
Hand geben!
1Sam 17,48 Und es geschah, als der Philister
sich aufmachte und ging und nahte, David entgegen, da eilte David und lief der
Schlachtreihe zu, dem Philister entgegen.
1Sam 17,49 Und David fuhr mit seiner Hand in
das Gerät und nahm einen Stein heraus, und er schleuderte und traf den
Philister an seine Stirn; und der Stein drang in seine Stirn, und er fiel auf
sein Angesicht zur Erde.
1Sam 17,50 So war David, mit der Schleuder und
mit dem Steine, stärker als der Philister, und er schlug den Philister und
tötete ihn; und David hatte kein Schwert in der Hand.
1Sam 17,51 Und David lief und trat zu dem
Philister hin, und er nahm sein Schwert und zog es aus seiner Scheide und
tötete ihn, und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, daß ihr Held tot war, da flohen sie.
1Sam 17,52 Und die Männer von Israel
und Juda machten sich auf und erhoben ein Geschrei und verfolgten die
Philister bis zum Eingang des Tales {W.
bis man in das Tal kommt; And. l.: bis nach Gath} und bis zu
den Toren von Ekron; und die Erschlagenen der
Philister fielen auf dem Wege nach Schaaraim und bis
Gath und bis Ekron.
1Sam 17,53 Und die Kinder Israel
kehrten um von der Verfolgung der Philister und plünderten ihre Lager.
1Sam 17,54 Und David nahm das Haupt des
Philisters und brachte es nach Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein
Zelt.
1Sam
17,55 Und als Saul David ausziehen sah, dem Philister entgegen,
sprach er zu Abner, dem Heerobersten: Wessen Sohn ist doch der Jüngling, Abner?
Und Abner sprach: So wahr deine Seele lebt, o König, ich weiß es nicht!
1Sam 17,56 Und der König sprach: Frage
du, wessen Sohn der junge Mann ist.
1Sam 17,57 Und als David vom Erschlagen des
Philisters zurückkehrte, da nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und das
Haupt des Philisters war in seiner Hand.
1Sam 17,58 Und Saul sprach zu ihm: Wessen Sohn
bist du, Jüngling? Und David sprach: Der Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiters.
1Sam 18,1 Und es geschah, als er aufgehört
hatte, mit Saul zu reden, da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele
Davids; und Jonathan liebte ihn wie seine Seele.
1Sam 18,2 Und Saul nahm ihn an jenem
Tage zu sich und ließ ihn nicht in das Haus seines Vaters zurückkehren.
1Sam 18,3 Und Jonathan und David
schlossen einen Bund, weil er ihn liebte wie seine Seele.
1Sam 18,4 Und Jonathan zog das Oberkleid aus,
das er anhatte, und gab es David, und seinen Rock {d.h.
Waffenrock, wie Kap. 17,38} und bis auf sein Schwert und seinen Bogen und seinen
Gürtel.
1Sam 18,5 Und David zog aus, wohin
immer Saul ihn sandte, und er hatte Gelingen; {O. und Davidzog aus; wohin ..., hatte er Gelingen} und Saul
setzte ihn über die Kriegsleute; und er war in den Augen des ganzen Volkes und
auch in den Augen der Knechte Sauls wohlgefällig.
1Sam 18,6 Und es
geschah, als sie einzogen, als David vom Erschlagen des Philisters
zurückkehrte, da zogen die Weiber aus allen Städten Israels zu Gesang und
Reigen dem König Saul entgegen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.
1Sam 18,7 Und die Weiber, die da spielten, {O.
tanzten} sangen und sprachen: {d.h. im
Wechselgesang; so auch Kap. 21,11; 29,5} "Saul hat seine Tausende
erschlagen, und David seine Zehntausende."
1Sam 18,8 Da ergrimmte Saul sehr, und dieses
Wort war übel in seinen Augen, und er sprach: Sie haben David Zehntausende
gegeben, und mir haben sie die Tausende gegeben; es fehlt ihm nur noch das
Königtum.
1Sam 18,9 Und Saul sah scheel auf
David von jenem Tage an und hinfort.
1Sam
18,10 Und es geschah am anderen Tage, da geriet ein böser Geist von
Gott über Saul, und er weissagte {S. die Anm. zu Kap.
10, 5} im Innern des Hauses; David aber spielte mit seiner Hand, wie
Tag für Tag, und der Speer war in der Hand Sauls.
1Sam 18,11 Und Saul warf {O.
schwang} den Speer und dachte: {O. sagte} Ich will
David an die Wand spießen! Aber David wandte sich zweimal von ihm ab.
1Sam 18,12 Und Saul fürchtete sich vor
David; denn Jehova war mit ihm, und von Saul war er gewichen.
1Sam 18,13 Und Saul tat ihn von sich weg und
setzte ihn {Eig. setztesich ihn}
zum Obersten über tausend; und er zog aus und ein vor dem Volke her.
1Sam 18,14 Und es gelang David auf
allen seinen Wegen, und Jehova war mit ihm.
1Sam 18,15 Und als Saul sah, daß es ihm wohl gelang, scheute er sich vor ihm.
1Sam 18,16 Aber ganz Israel und Juda
hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her.
1Sam 18,17 Und Saul sprach zu David:
Siehe, meine älteste Tochter Merab, die will ich dir zum Weibe geben; nur sei
mir ein tapferer Mann und streite die Streite Jehovas! Saul aber dachte: Meine
Hand soll nicht wider ihn sein, sondern die Hand der Philister soll wider ihn
sein.
1Sam 18,18 Und David sprach zu Saul: Wer bin
ich, und was ist mein Leben und das Geschlecht meines Vaters in Israel, daß ich des Königs Eidam werden sollte?
1Sam 18,19 Und es geschah zu der Zeit, als
Merab, die Tochter Sauls, dem David gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel, dem Meholathiter, zum
Weibe gegeben.
1Sam 18,20 Und Michal, die Tochter Sauls,
liebte David; und man berichtete es Saul, und die Sache war recht in seinen
Augen.
1Sam 18,21 Und Saul sprach: Ich will sie ihm
geben, daß sie ihm zum Fallstrick werde und die Hand
der Philister wider ihn sei. Und Saul sprach zu David: Zum zweiten Male {O.
Mittelst Zweier} sollst du heute mein Eidam werden.
1Sam 18,22 Und Saul gebot seinen Knechten:
Redet im geheimen zu David und sprechet: Siehe, der König hat Gefallen an dir,
und alle seine Knechte haben dich lieb; so werde nun des Königs Eidam.
1Sam 18,23 Und die Knechte Sauls redeten diese
Worte vor den Ohren Davids. Und David sprach: Ist es ein Geringes in euren
Augen, des Königs Eidam zu werden? bin ich doch ein armer und geringer Mann.
1Sam 18,24 Und die Knechte Sauls
berichteten es ihm und sprachen: Nach diesen Worten hat David geredet.
1Sam
18,25 Da sprach Saul: So sollt ihr zu David sagen: Der König hat
kein Begehr nach einer Heiratsgabe, sondern nach hundert Vorhäuten der
Philister, um sich an den Feinden des Königs zu rächen. Saul aber gedachte
David durch die Hand der Philister zu fällen.
1Sam 18,26 Und seine Knechte berichteten David
diese Worte, und die Sache war recht in den Augen Davids, des Königs Eidam zu
werden. Und noch waren die Tage nicht voll,
1Sam
18,27 da machte David sich auf und zog hin, er und seine Männer,
und erschlug unter den Philistern zweihundert Mann; und David brachte ihre
Vorhäute, und man lieferte sie dem König vollzählig, damit er des Königs Eidam
würde. Und Saul gab ihm seine Tochter Michal zum Weibe.
1Sam 18,28 Und Saul sah und erkannte, daß Jehova mit David war; und Michal, die Tochter Sauls,
hatte ihn lieb.
1Sam 18,29 Und Saul fürchtete sich noch
mehr vor David; und Saul wurde David feind alle Tage.
1Sam 18,30 Und die Fürsten der Philister zogen
aus; und es geschah, so oft sie auszogen, hatte David mehr Gelingen als alle
Knechte Sauls, und sein Name wurde sehr geachtet.
1Sam 19,1 Und Saul redete zu seinem
Sohne Jonathan und zu allen seinen Knechten, daß er
David töten wolle.
Jonathan aber, der Sohn Sauls, hatte großes
Wohlgefallen an David.
1Sam 19,2 Und Jonathan berichtete es David
und sprach: Mein Vater Saul sucht dich zu töten; und nun hüte dich doch morgen
und halte dich verborgen und verstecke dich.
1Sam 19,3 Ich aber will hinausgehen und an
der Seite meines Vaters stehen auf dem Felde, wo du bist, und ich will zu
meinem Vater von dir reden und sehen, wie es steht, und es dir berichten.
1Sam 19,4 Und Jonathan redete zu seinem Vater
Saul Gutes von David und sprach zu ihm: Der König versündige sich nicht an
seinem Knechte, an David; denn er hat nicht gegen dich gesündigt, und seine
Taten sind dir sehr nützlich.
1Sam 19,5 Und er hat sein Leben aufs
Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und Jehova hat dem ganzen Israel
eine große Rettung geschafft. Du hast es gesehen und dich gefreut; und warum
willst du dich an unschuldigem Blute versündigen, indem du David tötest ohne
Ursache?
1Sam 19,6 Und Saul hörte auf die
Stimme Jonathans, und Saul schwur: So wahr Jehova lebt, wenn er getötet wird!
1Sam 19,7 Da rief Jonathan dem David, und
Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul,
und er war vor ihm wie früher.
1Sam 19,8 Und es ward wiederum Krieg; und
David zog aus und stritt wider die Philister und richtete eine große Niederlage
unter ihnen an, und sie flohen vor ihm.
1Sam 19,9 Und ein böser Geist von Jehova kam
über Saul; und er saß in seinem Hause, mit seinem Speer in der Hand, und David
spielte mit der Hand.
1Sam 19,10 Und Saul suchte David mit dem
Speere an die Wand zu spießen; aber er wich aus vor Saul, und er stieß den
Speer in die Wand. Und David floh und entrann in selbiger Nacht.
1Sam 19,11 Da sandte Saul Boten in das
Haus Davids, um ihn zu bewachen und ihn am Morgen zu töten. Aber Michal, sein
Weib, tat es David kund und sprach: Wenn du nicht diese Nacht deine Seele
rettest, so wirst du morgen getötet werden.
1Sam 19,12 Und Michal ließ David durchs
Fenster hinab; und er ging weg und floh und entrann.
1Sam 19,13 Und Michal nahm den Teraphim {d.h. den Hausgötzen} und legte
ihn ins Bett und legte das Geflecht von Ziegenhaar {das
im Morgenlandegegen Mücken gebräuchlich war} zu seinen Häupten und deckte
ihn mit dem Tuche {O. mit der Decke} zu.
1Sam 19,14 Und Saul sandte Boten, um
David zu holen; und sie sprach: Er ist krank.
1Sam 19,15 Da sandte Saul die Boten, um David
zu sehen, und sprach: Bringet ihn im Bett zu mir herauf, daß
ich ihn töte!
1Sam 19,16 Und die Boten kamen, und siehe, der
Teraphim war im Bett, und das Geflecht von Ziegenhaar
zu seinen Häupten.
1Sam 19,17 Da sprach Saul zu Michal: Warum
hast du mich also betrogen und hast meinen Feind gehen lassen, daß er entronnen ist? Und Michal sprach zu Saul: Er sagte
zu mir: Laß mich gehen! warum sollte ich dich töten?
1Sam 19,18 David aber war geflohen und
entronnen; und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul
ihm getan hatte. Und er und Samuel gingen hin und wohnten zu Najoth.
1Sam 19,19 Und es wurde Saul berichtet und
gesagt: Siehe, David ist in Najoth {Wohnungen;
viell. die Wohnugen der Prophetenschüler; vergl.
V.20} zu Rama.
1Sam 19,20 Da sandte Saul Boten, um
David zu holen. Als sie aber die Herausrufung der
Propheten sahen, welche weissagten, und Samuel als Vorsteher über sie
dabeistehen, da kam der Geist Gottes über die Boten Sauls, und auch sie
weissagten.
1Sam 19,21 Und man berichtete es Saul, und er
sandte andere Boten, und auch sie weissagten; und Saul sandte wiederum dritte
Boten, und auch sie weissagten.
1Sam 19,22 Da ging auch er nach Rama und kam
an die große Zisterne, die zu Seku ist; und er fragte
und sprach: Wo sind Samuel und David? Und man sprach: Siehe, in Najoth zu Rama.
1Sam 19,23 Und er ging dorthin, nach Najoth zu Rama; und auch über ihn kam der Geist Gottes, und
er ging, immerfort weissagend, bis er in Najoth zu
Rama ankam.
1Sam 19,24 Und auch er zog seine Oberkleider
aus, und auch er weissagte vor Samuel, und er lag nackt {d.h.
bloß mit dem Unterkleide bedeckt} da jenen ganzen Tag und die ganze
Nacht. Daher sagt man: Ist auch Saul unter den Propheten?
1Sam 20,1 Und David floh von Najoth zu Rama; und er kam und sprach vor Jonathan: Was
habe ich getan? Was ist meine Ungerechtigkeit, und was meine Sünde vor deinem
Vater, daß er nach meinem Leben trachtet?
1Sam
20,2 Und er sprach zu ihm: Das sei ferne! du wirst nicht sterben. Siehe, mein
Vater tut weder eine große noch eine kleine Sache, ohne daß
er sie meinem Ohr eröffnete; und warum sollte mein Vater diese Sache vor mir
verbergen? Es ist nicht so.
1Sam 20,3 Und David fuhr fort und schwur und
sprach: Dein Vater weiß wohl, daß ich Gnade gefunden
habe in deinen Augen, und er hat gedacht: Jonathan soll dieses nicht wissen,
damit er sich nicht betrübe. Aber doch, so wahr Jehova lebt und deine Seele
lebt, nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tode!
1Sam 20,4 Und Jonathan sprach zu
David: Was deine Seele spricht, das will ich für dich tun.
1Sam 20,5 Und David sprach zu Jonathan:
Siehe, morgen ist Neumond, da ich eigentlich mit dem König beim Essen sitzen
sollte; so laß mich gehen, und ich will mich auf dem
Felde verbergen bis zum dritten Abend.
1Sam 20,6 Wenn dein Vater mich etwa vermissen
sollte, so sage: David hat sich's dringend von mir erbeten, nach Bethlehem,
seiner Stadt, zu laufen; denn daselbst ist das Jahresopfer für die ganze
Familie.
1Sam 20,7 Wenn er so spricht: Es ist gut, so
steht es wohl um deinen Knecht; ergrimmt er aber, so wisse, daß
das Böse seinerseits beschlossen ist.
1Sam 20,8 Erweise denn Güte an deinem
Knechte, denn du hast deinen Knecht in einen Bund Jehovas mit dir treten
lassen! Wenn aber eine Ungerechtigkeit an mir ist, so töte du mich; denn warum
wolltest du mich doch zu deinem Vater bringen?
1Sam 20,9 Und Jonathan sprach: Das sei ferne
von dir! denn wenn ich sicher weiß, daß es von seiten meines Vaters beschlossen ist, daß das Böse über dich komme, sollte ich es dir dann nicht
berichten?
1Sam 20,10 Und David sprach zu
Jonathan: Wer soll es mir berichten, wenn etwa dein Vater dir Hartes antwortet?
1Sam 20,11 Und Jonathan sprach zu David: Komm
und laß uns aufs Feld hinausgehen. Und sie gingen
beide hinaus aufs Feld.
1Sam
20,12 Und Jonathan sprach zu David: Jehova, Gott Israels! Wenn ich
meinen Vater um diese Zeit morgen oder übermorgen ausforsche, und siehe, es
steht gut für David, und ich nicht alsdann zu dir sende und es deinem Ohr
eröffne,
1Sam
20,13 so tue Jehova dem Jonathan, und so füge er hinzu! Wenn meinem
Vater Böses wider dich gefällt, so werde ich es deinem Ohr eröffnen und dich
ziehen lassen, daß du in Frieden weggehest; und
Jehova sei mit dir, so wie er mit meinem Vater gewesen ist.
1Sam 20,14 Und nicht nur während ich noch
lebe, und nicht nur an mir sollst du Güte Jehovas erweisen, daß
ich nicht sterbe;
1Sam 20,15 auch meinem Hause sollst du deine
Güte nicht entziehen ewiglich, auch nicht, wenn Jehova die Feinde Davids
ausrotten wird, einen jeden vom Erdboden hinweg!
1Sam 20,16 Und Jonathan machte einen Bund mit
dem Hause Davids und sprach: So fordere es Jehova von der Hand der Feinde
Davids!
1Sam 20,17 Und Jonathan ließ David nochmals
bei seiner Liebe zu ihm schwören; denn er liebte ihn, wie er seine Seele
liebte.
1Sam 20,18 Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen
ist Neumond; und man wird dich vermissen, denn dein Sitz wird leer bleiben.
1Sam 20,19 Am dritten Tage aber steige
eilends herab und komm an den Ort, wo du dich verborgen hattest am Tage der
Tat, {S. Kap. 19, 1-3} und bleibe {O.
setze dichnieder} neben dem Steine Asel.
1Sam 20,20 Ich nun, ich werde drei
Pfeile zu seiner Seite abschießen, als schösse ich für mich nach einem Ziele.
1Sam 20,21 Und siehe, ich werde den Knaben
senden: Gehe hin, suche die Pfeile! Wenn ich ausdrücklich zu dem Knaben
spreche: Siehe, die Pfeile sind von dir ab herwärts, nimm sie! so komm; denn es
steht wohl um dich, und es ist nichts, so wahr Jehova lebt!
1Sam 20,22 Wenn ich aber also zu dem Jüngling
spreche: Siehe, die Pfeile sind von dir ab hinwärts! so gehe, denn Jehova
sendet dich weg.
1Sam 20,23 Was aber die Sache betrifft, die
wir besprochen haben, ich und du, siehe, Jehova ist zwischen mir und dir auf
ewig.
1Sam 20,24 Und David verbarg sich auf dem
Felde. Und es wurde Neumond, und der König setzte sich zum Mahle, um zu essen.
1Sam 20,25 Und der König setzte sich auf
seinen Sitz, wie die anderen Male, auf den Sitz an der Wand; und Jonathan stand
auf, und Abner setzte sich zur Seite Sauls; und der Platz Davids blieb leer.
1Sam 20,26 Saul aber sagte nichts an selbigem
Tage, denn er dachte: Es ist ihm etwas widerfahren; {O.
Es ist ein Zufall} er ist nicht rein, gewiß, er
ist nicht rein.
1Sam
20,27 Und es geschah am anderen Tage des Neumondes, dem zweiten,
als der Platz Davids leer blieb, da sprach Saul zu seinem Sohne Jonathan: Warum
ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum Mahle
gekommen?
1Sam 20,28 Und Jonathan antwortete Saul: David
hat sich's dringend von mir erbeten, nach Bethlehem zu gehen, und er sprach:
1Sam 20,29 Laß mich doch
gehen, denn wir haben ein Familienopfer in der Stadt; und mein Bruder selbst
hat mich entboten; und nun, wenn ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, so laß mich doch gehen, {Eig. entschlüpfen} daß ich meine Brüder sehe! Darum ist er nicht an den
Tisch des Königs gekommen.
1Sam
20,30 Da entbrannte der Zorn Sauls wider Jonathan, und er sprach zu
ihm: Sohn einer widerspenstigen Verkehrten! weiß ich nicht, daß
du den Sohn Isais auserkoren hast zu deiner Schande
und zur Schande der Blöße deiner Mutter?
1Sam 20,31 Denn alle die Tage, die der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst du nicht feststehen, weder du
noch dein Königtum; und nun sende hin und laß ihn zu
mir holen, denn er ist ein Kind des Todes!
1Sam 20,32 Und Jonathan antwortete seinem
Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er getötet werden? was hat er getan?
1Sam 20,33 Da warf {O.
schwang} Saul den Speer nach ihm, um ihn zu treffen; und Jonathan
erkannte, daß es von seiten
seines Vaters beschlossen sei, David zu töten.
1Sam 20,34 Und Jonathan stand vom Tische auf
in glühendem Zorn, und er aß am zweiten Tage des Neumondes keine Speise; denn
er war betrübt um David, weil sein Vater ihn geschmäht hatte.
1Sam 20,35 Und es geschah am Morgen, da ging
Jonathan aufs Feld hinaus, an den Ort, den er mit David verabredet hatte, und
ein kleiner Knabe war mit ihm.
1Sam 20,36 Und er sprach zu seinem Knaben:
Laufe, suche doch die Pfeile, die ich abschieße! Der Knabe lief, und er schoß den Pfeil über ihn hinaus.
1Sam 20,37 Und als der Knabe an den Ort des
Pfeiles kam, welchen Jonathan abgeschossen hatte, da rief Jonathan dem Knaben
nach und sprach: Der Pfeil ist ja von dir ab hinwärts!
1Sam 20,38 Und Jonathan rief dem Knaben nach:
Schnell, eile, stehe nicht still! Und der Knabe Jonathans las den Pfeil auf und
kam zu seinem Herrn.
1Sam 20,39 Der Knabe aber wußte um nichts; nur Jonathan und David wußten
um die Sache.
1Sam 20,40 Und Jonathan gab seine
Waffen seinem Knaben und sprach zu ihm: Gehe, bringe sie in die Stadt.
1Sam 20,41 Der Knabe ging, und David machte
sich auf von der Südseite her und fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte
sich dreimal nieder; und sie küßten einander und
weinten miteinander, bis David über die Maßen weinte.
1Sam 20,42 Und Jonathan sprach zu David: Gehe
hin in Frieden! Es sei, wie wir beide im Namen Jehovas geschworen haben, als
wir sagten: Jehova sei zwischen mir und dir und zwischen meinem Samen und
deinem Samen auf ewig!
-
1Sam 20,43 Und David {W.
Und er} machte sich auf und ging hinweg; Jonathan aber kam in die
Stadt.
1Sam 21,1 Und David kam nach Nob, zu
Ahimelech, dem Heiliger. Und Ahimelech kam David ängstlich entgegen und sprach
zu ihm: Warum bist du allein, und niemand ist bei dir?
1Sam 21,2 Und David sprach zu dem Heiliger
Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten; und er sprach zu mir: Niemand
soll irgendwie um die Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir
geboten habe! und die Knaben habe ich an den und den Ort beschieden.
1Sam 21,3 Und nun, was ist unter
deiner Hand? Gib fünf Brote in meine Hand, oder was sich vorfindet.
1Sam 21,4 Und der Heiliger antwortete David
und sprach: Es ist kein gemeines Brot unter meiner Hand, sondern nur heiliges
Brot ist da; wenn sich nur die Knaben der Weiber enthalten haben!
1Sam 21,5 Und David antwortete dem
Heiliger und sprach zu ihm: Ja, denn Weiber sind uns versagt seit gestern und
vorgestern, als ich auszog, und die Gefäße der Knaben sind heilig. Und es ist
einigermaßen gemeines Brot, und das um so mehr, als
heute neues in den Gefäßen geheiligt wird.
1Sam 21,6 Da gab ihm der Heiliger heiliges
Brot; denn es war daselbst kein anderes Brot, als nur das Schaubrot, das vor
Jehova weggenommen worden war, um warmes Brot aufzulegen am Tage seiner
Wegnahme.
1Sam 21,7 (Es war aber daselbst an
jenem Tage ein Mann von den Knechten Sauls, der sich zurückgezogen vor
Jehova aufhielt, sein Name war Doeg,
der Edomiter; er war der Aufseher der Hirten Sauls.)
1Sam
21,8 Und David sprach zu Ahimelech: Und ist hier nicht unter deiner Hand ein
Speer oder ein Schwert? Denn weder mein Schwert noch meine Waffen habe ich zur
Hand genommen, weil die Sache des Königs dringend war. 1Sam
21,9 Und der Heiliger sprach: Das Schwert Goliaths, des Philisters, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein
Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod; wenn du es dir nehmen willst, so nimm es,
denn es ist kein anderes hier außer diesem. Und David sprach: Seinesgleichen
gibt es nicht; gib es mir!
1Sam 21,10 Und David machte sich auf und floh
an selbigem Tage vor Saul, und er kam zu Achis, dem König von Gath.
1Sam
21,11 Und die Knechte Achis' sprachen zu ihm: Ist das nicht David,
der König des Landes? Haben sie nicht von diesem in den Reigen gesungen und
gesprochen: "Saul hat seine Tausende erschlagen, und David seine
Zehntausende"?
1Sam 21,12 Und David nahm sich diese
Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achis, dem König von Gath.
1Sam 21,13 Und er verstellte seinen Verstand
vor ihren Augen und tat unsinnig unter ihren Händen, und er kritzelte an die
Flügel des Tores und ließ seinen Speichel auf seinen Bart herabfließen.
1Sam 21,14 Da kam Achis zu seinen Knechten:
Siehe, ihr sehet einen wahnsinnigen Mann; warum bringet ihr ihn zu mir?
1Sam 21,15 Fehlt es mir an Wahnsinnigen, daß ihr diesen hergebracht habt, um sich bei mir wahnsinnig
zu gebärden? Sollte der in mein Haus kommen?
1Sam 22,1 Und David ging von dannen und
entrann in die Höhle Adullam. Und als seine Brüder und das ganze Haus seines
Vaters es hörten, kamen sie dorthin zu ihm hinab.
1Sam 22,2 Und es versammelten sich zu ihm
jeder Bedrängte, und jeder, der einen Gläubiger hatte, und jeder, der
erbitterten Gemütes war, und er wurde ihr Oberster, und es waren bei ihm an
vierhundert Mann.
1Sam 22,3 Und David ging von dannen nach Mizpe-Moab; und er sprach zu dem König von Moab: Laß doch meinen Vater und meine Mutter ausziehen und bei
euch sein, bis ich weiß, was Gott mir tun wird.
1Sam 22,4 Und er führte sie vor den König von
Moab, und sie wohnten bei ihm alle Tage, die David auf der Bergfeste war.
1Sam 22,5 Und Gad, der Prophet, sprach zu
David: Bleibe nicht auf der Bergfeste; gehe hin und begib dich in das Land
Juda. Und David ging hin und kam in den Wald Hereth.
1Sam 22,6 Und als Saul hörte, daß David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt
worden seien, - Saul aber saß zu Gibea, unter der Tamariske auf der Anhöhe, mit
seinem Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen bei ihm, -
1Sam
22,7 da sprach Saul zu seinen Knechten, die bei ihm standen: Höret doch, ihr Benjaminiter! Wird auch der Sohn Isais
euch allen Felder und Weinberge geben, euch alle zu Obersten über tausend und
zu Obersten über hundert machen,
1Sam 22,8 daß ihr euch
alle wider mich verschworen habt, und keiner es meinem Ohr eröffnet, wenn mein
Sohn einen Bund mit dem Sohne Isais gemacht hat, und
keiner von euch sich kränkt meinethalben und es meinem Ohr eröffnet, daß mein Sohn meinen Knecht als Laurer
wider mich aufgewiegelt hat, wie es an diesem Tage ist?
1Sam 22,9 Da antwortete Doeg,
der Edomiter, der bei den Knechten Sauls stand, {O.
über die KnechteSauls gesetzt war} und sprach:
Ich sah den Sohn Isais nach Nob kommen zu Ahimelech,
dem Sohne Ahitubs.
1Sam 22,10 Und er befragte Jehova für ihn und
gab ihm Zehrung, und das Schwert Goliaths, des Philisters, gab er ihm.
1Sam 22,11 Da sandte der König hin, Ahimelech,
den Sohn Ahitubs, den Heiliger, zu rufen, sowie das
ganze Haus seines Vaters, die Heiliger, die zu Nob waren; und sie kamen alle
zum König.
1Sam 22,12 Und Saul sprach: Höre doch,
Sohn Ahitubs! Und er sprach: Hier bin ich, mein Herr!
1Sam
22,13 Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr euch wider mich
verschworen, du und der Sohn Isais, indem du ihm Brot
und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, damit er als Laurer wider mich aufstehe, wie es an diesem Tage ist?
1Sam 22,14 Und Ahimelech antwortete dem König
und sprach: Und wer unter all deinen Knechten ist wie David, treu, und des
Königs Eidam, und der Zutritt hat zu deinem geheimen Rat und geehrt ist in
deinem Hause?
1Sam
22,15 Habe ich heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei
ferne von mir! Nicht lege der König seinem Knechte etwas zur Last, noch dem
ganzen Hause meines Vaters; denn dein Knecht hat von allem diesem nichts gewußt, weder Kleines noch Großes.
1Sam 22,16 Aber der König sprach: Du mußt gewißlich sterben Ahimelech,
du und das ganze Haus deines Vaters!
1Sam 22,17 Und der König sprach zu den
Läufern, die bei ihm standen: Wendet euch und tötet die Heiliger Jehovas, weil
auch ihre Hand mit David ist, und weil sie wußten, daß er floh und es meinem Ohre nicht eröffnet haben. Aber
die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht ausstrecken, um über die
Heiliger Jehovas herzufallen.
1Sam 22,18 Da sprach der König zu Doeg: Wende du dich und falle über die Heiliger her! Und Doeg, der Edomiter, wandte sich
und fiel über die Heiliger her, und er tötete an selbigem Tage 85 Mann, die das
leinene Ephod trugen.
1Sam 22,19 Und Nob, die Stadt der Heiliger,
schlug er mit der Schärfe des Schwertes, vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis
zum Säugling, und Rind und Esel und Kleinvieh, mit der Schärfe des Schwertes.
1Sam 22,20 Und es entrann ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs,
sein Name war Abjathar; und er entfloh, David nach.
1Sam 22,21 Und Abjathar
berichtete David, daß Saul die Heiliger Jehovas
ermordet hätte.
1Sam 22,22 Da sprach David zu Abjathar: Ich wußte an jenem
Tage, weil Doeg, der Edomiter,
daselbst war, daß er es Saul sicher berichten würde.
Ich bin schuldig an allen Seelen des Hauses deines Vaters.
1Sam 22,23 Bleibe bei mir, fürchte dich nicht;
denn wer nach meiner Seele trachtet, trachtet nach deiner Seele; denn bei mir
bist du wohlbewahrt.
1Sam 23,1 Und man berichtete David und
sprach: Siehe, die Philister streiten wider Kehila,
und sie plündern die Tennen.
1Sam 23,2 Und David befragte Jehova und
sprach: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und Jehova sprach zu
David: Ziehe hin, und schlage die Philister und rette Kehila.
1Sam 23,3 Aber die Männer Davids sprachen zu
ihm: Siehe, wir fürchten uns hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Kehila wider die Schlachtreihen der Philister ziehen?
1Sam 23,4 Da befragte David wiederum Jehova,
und Jehova antwortete ihm und sprach: Mache dich auf, ziehe nach Kehila hinab; denn ich werde die Philister in deine Hand
geben.
1Sam 23,5 Und David zog mit seinen Männern
nach Kehila und stritt wider die Philister, und er
trieb ihr Vieh weg und richtete eine große Niederlage unter ihnen an. Und so
rettete David die Bewohner von Kehila. -
1Sam 23,6 Es geschah aber, als Abjathar, der Sohn Ahimelechs, zu
David nach Kehila floh, da kam er hinab mit einem
Ephod in seiner Hand.
1Sam
23,7 Und es wurde Saul berichtet, daß David nach Kehila gekommen wäre. Da sprach Saul: Gott hat ihn
verworfen und in meine Hand überliefert; denn er hat sich eingeschlossen, indem
er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist.
1Sam 23,8 Und Saul rief alles Volk, zum
Streit auf, um nach Kehila hinabzuziehen, David und
seine Männer zu belagern.
1Sam 23,9 Und als David erfuhr, daß Saul Böses wider ihn schmiedete, da sprach er zu Abjathar, dem Heiliger: Bringe das Ephod her!
1Sam 23,10 Und David sprach: Jehova, Gott
Israels! dein Knecht hat für gewiß gehört, daß Saul danach trachtet, nach Kehila
zu kommen, um die Stadt zu verderben um meinetwillen.
1Sam 23,11 Werden die Bürger von Kehila mich seiner Hand ausliefern? wird Saul herabziehen,
wie dein Knecht gehört hat? Jehova, Gott Israels, tue es doch deinem Knechte
kund! Und Jehova sprach: Er wird herabziehen.
1Sam 23,12 Und David sprach: Werden die Bürger
von Kehila mich und meine Männer der Hand Sauls
ausliefern? Und Jehova sprach: Sie werden dich ausliefern.
1Sam 23,13 Da machten David und seine Männer
sich auf, bei sechshundert Mann, und sie zogen von Kehila
aus und gingen, wohin sie gehen konnten. Und es wurde Saul berichtet, daß David aus Kehila entronnen
wäre; da stand er davon ab auszuziehen.
1Sam 23,14 Und David blieb in der Wüste auf
den Bergfesten, und er blieb auf dem Gebirge in der Wüste Siph.
Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.
1Sam 23,15 Und David sah, daß Saul ausgezogen war, um nach seinem Leben zu trachten;
und David war in der Wüste Siph, im Walde. {O.
in Choresch, so auch V.18. und 19}
1Sam 23,16 Da machte sich Jonathan, der Sohn
Sauls, auf und ging zu David in den Wald {O. nach Choresch} und stärkte seine Hand in Gott.
1Sam 23,17 Und er sprach zu ihm: Fürchte dich
nicht! denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden; und du wirst
König werden über Israel, und ich werde der zweite nach dir sein; und auch mein
Vater Saul weiß es so.
1Sam 23,18 Und sie schlossen beide einen Bund
vor Jehova. Und David blieb im Walde, und Jonathan ging nach seinem Hause.
1Sam 23,19 Da zogen die Siphiter
zu Saul hinauf, nach Gibea, und sprachen: Hält sich David nicht bei uns
verborgen auf den Bergfesten im Walde, auf dem Hügel Hakila,
der zur Rechten {d.h. südlich; soauch
V.24} der Wildnis ist?
1Sam 23,20 Und nun, o König, wenn irgend deine
Seele es begehrt, herabzukommen, so komm herab; und an uns ist es, ihn der Hand
des Königs auszuliefern.
1Sam 23,21 Und Saul sprach: Gesegnet
seiet ihr von Jehova, daß ihr euch meiner erbarmt
habt!
1Sam 23,22 Gehet doch hin, vergewissert euch
noch mehr, und erkundet und sehet seinen Ort, wo sein Fuß weilt, und wer ihn
daselbst gesehen hat; denn man hat mir gesagt, er sei sehr listig.
1Sam
23,23 Und besehet und kundet alle
Schlupfwinkel aus, wo er sich versteckt hält, und kommet wieder zu mir mit
sicherer Kunde; und ich werde mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im
Lande ist, so will ich ihn aufspüren unter allen Tausenden Judas!
1Sam 23,24 Und sie machten sich auf und gingen
nach Siph, vor Saul her. David und seine Männer waren
aber in der Wüste Maon, in der Ebene, {H.
Araba; vergl. 5. Mose 1,1} zur Rechten
der Wildnis.
1Sam 23,25 Und Saul und seine Männer zogen
hin, um ihn zu suchen; und man berichtete es David, und er ging den Felsen
hinab und blieb in der Wüste Maon. Und als Saul es
hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.
1Sam 23,26 Und Saul ging auf dieser Seite des
Berges, David aber und seine Männer auf jener Seite des Berges. Und es geschah,
als David eilte, {O. ängstlich bemüht war} Saul zu
entgehen, und Saul und seine Männer David und seine Männer umringten, um sie zu
fangen,
1Sam 23,27 da kam ein Bote zu Saul und
sprach: Eile und komm, denn die Philister sind ins Land eingefallen!
1Sam 23,28 Da kehrte Saul um von der
Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen. Daher nannte man jenen
Ort: Selach-Hammachlekoth.
{Fels der Trennung (and.: des Entschlüpfens)}
1Sam 24,1 Und David zog von dannen
hinauf und blieb auf den Bergfesten von Engedi.
1Sam 24,2 Und es geschah, als Saul von der
Verfolgung der Philister zurückgekehrt war, da berichtete man ihm und sprach:
Siehe, David ist in der Wüste Engedi.
1Sam 24,3 Und Saul nahm dreitausend
auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin, um David und seine Männer auf
den Steinbockfelsen zu suchen.
1Sam 24,4 Und er kam zu den Kleinviehhürden
am Wege, wo eine Höhle war, und Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken;
David aber und seine Männer saßen am hinteren Ende der Höhle.
1Sam 24,5 Da sprachen die Männer
Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von welchem Jehova zu dir gesagt hat:
Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, und tue ihm, wie es gut ist
in deinen Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem
Oberkleide Sauls ab.
1Sam 24,6 Aber es geschah hernach, da schlug
dem David sein Herz, darum daß er den Zipfel von dem
Oberkleide Sauls abgeschnitten hatte;
1Sam 24,7 und er sprach zu seinen Männern:
Jehova lasse es fern von mir sein, daß ich so etwas
an meinem Herrn, dem Gesalbten Jehovas, tun sollte, meine Hand gegen ihn
auszustrecken! Denn er ist der Gesalbte Jehovas.
1Sam 24,8 Und David wehrte seinen Männern mit
diesen Worten und ließ ihnen nicht zu, sich wider
Saul zu erheben. Und Saul stand auf aus der Höhle und zog seines Weges. {W.
des}
1Sam 24,9 Und nachher machte David sich auf,
und er ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her und sprach: Mein Herr
König! Und Saul blickte hinter sich, und David neigte sein Antlitz zur Erde und
beugte sich nieder.
1Sam 24,10 Und David sprach zu Saul: Warum
hörst du auf die Worte der Menschen, welche sagen: Siehe, David sucht dein
Unglück?
1Sam 24,11 Siehe, an diesem Tage haben
deine Augen gesehen, daß Jehova dich heute in meine
Hand gegeben hat in der Höhle. Und man sagte mir, ich solle dich töten; {O.
Und man gedachtedich zu töten} aber mein
Auge schonte deiner, und ich sprach: Ich will meine Hand nicht wider meinen
Herrn ausstrecken, denn er ist der Gesalbte Jehovas!
1Sam 24,12 Und sieh, mein Vater, ja, sieh den
Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand! Denn daß
ich einen Zipfel deines Oberkleides abgeschnitten und dich nicht getötet habe,
daran erkenne und sieh, daß nichts Böses in meiner
Hand ist, noch ein Vergehen, und daß ich nicht an dir
gesündigt habe; du aber stellst meinem Leben nach, um es zu nehmen.
1Sam 24,13 Jehova richte zwischen mir und dir,
und Jehova räche mich an dir; aber meine Hand soll nicht wider dich sein.
1Sam 24,14 Wie der Spruch der Vorväter sagt:
Von den Gesetzlosen kommt Gesetzlosigkeit; aber meine Hand soll nicht wider
dich sein.
1Sam 24,15 Hinter wem zieht der König
von Israel her? wem jagst du nach? Einem toten Hunde, einem Floh!
1Sam 24,16 So sei denn Jehova Richter,
und richte zwischen mir und dir; und er sehe darein und führe meine
Streitsache und verschaffe mir Recht aus deiner Hand! {d.h.
durch Befreiung aus deiner Hand}
1Sam 24,17 Und es geschah, als David diese
Worte zu Saul ausgeredet hatte, da sprach Saul: Ist das deine Stimme, mein Sohn
David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte.
1Sam 24,18 Und er sprach zu David: Du bist
gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erzeigt, ich aber habe dir Böses
erzeigt;
1Sam 24,19 und du hast heute bewiesen, daß du Gutes an mir getan hast, da Jehova mich in deine
Hand geliefert, und du mich nicht getötet hast.
1Sam 24,20 Denn wenn jemand seinen Feind
findet, wird er ihn auf gutem Wege ziehen lassen? So möge Jehova dir Gutes
vergelten für das, was du an diesem Tage an mir getan hast!
1Sam 24,21 Und nun siehe, ich weiß, daß du gewißlich König werden
wirst, und daß in deiner Hand das Königtum Israels
bestehen wird;
1Sam 24,22 so schwöre mir nun bei Jehova, daß du meinen Samen nach mir nicht ausrotten und meinen
Namen nicht vertilgen willst aus dem Hause meines Vaters!
1Sam 24,23 Und David schwur Saul. Und Saul
ging nach seinem Hause; David und seine Männer aber stiegen auf die Bergfeste.
1Sam 25,1 Und Samuel starb; und ganz Israel
versammelte sich und klagte um ihn und begrub ihn in seinem Hause zu Rama. Und
David machte sich auf und zog hinab in die Wüste Paran.
1Sam 25,2 Und es war ein Mann in Maon, der seine Geschäfte zu Karmel
{Karmel in Juda; vergl. Jos. 15,55} hatte; und
der Mann war sehr vermögend und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen;
und er war während der Schur seiner Schafe in Karmel.
1Sam 25,3 Und der Name des Mannes war Nabal, und der Name seines Weibes Abigail. Und das Weib war
von guter Einsicht und schön von Gestalt; der Mann aber war hart und boshaft in
seinen Handlungen, und er war ein
Kalebiter.
1Sam 25,4 Und David hörte in der
Wüste, daß Nabal seine
Schafe schor.
1Sam 25,5 Da sandte David zehn Knaben, und
David sprach zu den Knaben: Ziehet nach Karmel
hinauf, und gehet zu Nabal und fraget ihn in meinem
Namen nach seinem Wohlergehen,
1Sam 25,6 und sprechet also: Lebe lange! {W.
Zum Leben} Und Friede dir, und Friede deinem Hause, und Friede allem,
was dein ist!
1Sam 25,7 Und jetzt habe ich gehört, daß du die Schafscherer hast; nun, deine Hirten sind bei
uns gewesen, wir haben ihnen nichts zuleide getan, und nicht das Geringste ist
von ihnen vermißt worden alle die Tage, die sie zu Karmel gewesen sind.
1Sam 25,8 Frage deine Knaben, und sie
werden es dir kundtun. Mögen denn die Knaben Gnade finden in deinen Augen, denn
an einem guten Tage sind wir gekommen; gib doch deinen Knechten und deinem
Sohne David, was deine Hand findet!
1Sam 25,9 Und die Knaben Davids kamen hin und
redeten zu Nabal nach allen diesen Worten, im Namen
Davids; und sie hielten inne.
1Sam 25,10 Aber Nabal
antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist David, und wer der Sohn Isais?
Heutzutage sind der Knechte viele, die davonlaufen,
ein jeder seinem Herrn.
1Sam 25,11 Und ich sollte mein Brot und mein
Wasser nehmen und mein Geschlachtetes, das ich für meine Scherer geschlachtet
habe, und es Männern geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind?
1Sam 25,12 Und die Knaben Davids wandten sich
auf ihren Weg; und sie kehrten zurück und kamen und berichteten ihm nach allen
diesen Worten.
1Sam 25,13 Da sprach David zu seinen
Männern: Gürtet ein jeder sein Schwert um! Und sie gürteten ein jeder sein
Schwert um, und auch David gürtete sein Schwert um; und sie zogen hinauf,
hinter David her, bei vierhundert Mann, und zweihundert blieben bei dem Geräte.
1Sam 25,14 Und ein Knabe von den Knaben
berichtete der Abigail, dem Weibe Nabals, und sprach:
Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn zu segnen; {O.
zu begrüßen} aber er hat sie angefahren.
1Sam
25,15 Und doch sind die Männer sehr gut gegen uns gewesen; und es
ist uns nichts zuleide geschehen, und wir haben nicht das Geringste vermißt alle die Tage, die wir mit ihnen umhergezogen sind,
als wir auf dem Felde waren.
1Sam 25,16 Sie sind eine Mauer um uns gewesen
bei Nacht wie bei Tage, alle die Tage, die wir bei ihnen waren und das
Kleinvieh weideten.
1Sam 25,17 Und nun wisse und sieh zu, was du
tun willst; denn das Unglück ist beschlossen gegen unseren Herrn und über sein
ganzes Haus; und er ist ein solcher Sohn Belials, daß
man nicht zu ihm reden kann.
1Sam 25,18 Da eilte Abigail und nahm
zweihundert Brote und zwei Schläuche Wein und fünf zubereitete Schafe und fünf
Maß geröstete Körner und hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen,
und lud sie auf Esel;
1Sam 25,19 und sie sprach zu ihren Knaben:
Ziehet vor mir hin; siehe, ich komme hinter euch her. Aber ihrem Manne Nabal sagte sie nichts davon.
1Sam 25,20 Und es geschah, als sie auf dem
Esel ritt und an einer durch den Berg verdeckten Stelle herabkam, siehe, da
kamen David und seine Männer herab, ihr entgegen; und sie stieß auf sie.
1Sam
25,21 David aber hatte gesagt: Fürwahr, umsonst habe ich alles
behütet, was diesem Menschen in der Wüste gehörte, so daß
nicht das Geringste vermißt wurde von allem, was sein
ist; und er hat mir Böses für Gutes vergolten!
1Sam 25,22 So tue Gott den Feinden
Davids, und so füge er hinzu, wenn ich von allem, was sein ist, bis zum
Morgenlicht übriglasse, was
männlich ist! {W. was an die Wand pißt;
so auch V.34. und später}
1Sam 25,23 Und als Abigail David sah, da stieg
sie eilends von dem Esel herab; und sie fiel vor David auf ihr Angesicht und
beugte sich zur Erde nieder;
1Sam 25,24 und sie fiel ihm zu Füßen und
sprach: Auf mir, mir, mein Herr, sei die Schuld! und laß
doch deine Magd zu deinen Ohren reden, und höre die Worte deiner Magd!
1Sam 25,25 Mein Herr kümmere sich doch
nicht um diesen Mann Belials, um Nabal; denn wie sein
Name, so ist er:
Nabal {Tor,
gemeiner Mensch} ist sein Name, und Torheit {zugleich:
Schlechtigkeit, Gemeinheit} ist bei ihm. Und ich, deine Magd, habe die Knaben
meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.
1Sam 25,26 Und nun,
mein Herr, so wahr Jehova lebt und deine Seele lebt, Jehova hat dich verhindert
in Blutschuld zu kommen, und daß deine Hand dir Hilfe
schaffe! Und nun, mögen wie Nabal sein deine Feinde
und die Böses suchen wider meinen Herrn!
1Sam 25,27 Und nun, dieses Geschenk, {W.
dieser Segen; wie1. Mose 33,11 usw.} das deine Magd meinem Herrn
gebracht hat, es werde den Knaben gegeben, die im Gefolge meines Herrn ziehen.
1Sam 25,28 Vergib doch das Vergehen deiner
Magd! denn gewißlich wird Jehova meinem Herrn ein
beständiges Haus machen, weil mein Herr die Streite Jehovas streitet, und kein
Böses an dir gefunden ward, seitdem du lebst.
1Sam 25,29 Und ein Mensch ist
aufgestanden, dich zu verfolgen und nach deiner Seele zu trachten; aber die
Seele meines Herrn wird eingebunden sein in das Bündel der Lebendigen bei
Jehova, deinem Gott; und die Seele deiner Feinde, die wird er wegschleudern in
der Pfanne der Schleuder.
1Sam 25,30 Und es wird geschehen, wenn Jehova
meinem Herrn tun wird nach all dem Guten, das er über dich geredet hat, und
dich bestellen wird zum Fürsten über Israel,
1Sam 25,31 so wird dir dieses nicht zum
Anstoß sein, noch zum Herzensvorwurf für meinen Herrn, daß
du Blut vergossen habest ohne Ursache, und daß mein
Herr sich selbst Hilfe geschafft habe. Und wenn Jehova meinem Herrn wohltun
wird, so gedenke deiner Magd.
1Sam 25,32 Und David sprach zu Abigail:
Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, der dich an diesem Tage mir
entgegengesandt hat!
1Sam 25,33 Und gesegnet sei dein Verstand, und
gesegnet seiest du, daß du mich heute davon
zurückgehalten hast, in Blutschuld zu kommen und mir mit meiner Hand Hilfe zu
schaffen!
1Sam 25,34 Doch aber, so wahr Jehova
lebt, der Gott Israels, der mich verhindert hat, dir Übles zu tun, wenn du
nicht geeilt hättest und mir nicht entgegengekommen wärest, so wäre dem Nabal bis zum Morgenlicht nicht übriggeblieben, was
männlich ist!
1Sam 25,35 Und David nahm von ihrer Hand, was
sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Ziehe in Frieden hinauf nach deinem
Hause. Siehe, ich habe auf deine Stimme gehört und deine Person angesehen.
1Sam
25,36 Und als Abigail zu Nabal kam,
siehe, da hatte er ein Mahl in seinem Hause wie ein Königsmahl; und das Herz Nabals war fröhlich in ihm, und er war trunken über die
Maßen. Und sie berichtete ihm weder Kleines noch Großes, bis der Morgen hell
wurde.
1Sam 25,37 Und es geschah am Morgen, als der
Weinrausch von Nabal gegangen war, da berichtete ihm
sein Weib diese Dinge; und sein Herz erstarb in seinem Innern, und er wurde wie
ein Stein.
1Sam 25,38 Und es geschah ungefähr zehn
Tage nachher, da schlug Jehova Nabal, und er starb.
1Sam
25,39 Und als David hörte, daß Nabal gestorben war, sprach er: Gepriesen sei Jehova, der
den Rechtsstreit meiner Schmach von seiten Nabals geführt und seinen Knecht vom Bösen abgehalten hat!
Und die Bosheit Nabals hat Jehova auf seinen Kopf
zurückkehren lassen. Und David sandte hin und warb um Abigail, {Eig.
redeteAbigail an} um sie sich zum Weibe zu nehmen.
1Sam 25,40 Und die Knechte Davids kamen zu
Abigail nach Karmel; und sie redeten zu ihr und
sprachen: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seinem Weibe zu nehmen.
1Sam 25,41 Da stand sie auf und beugte sich
nieder, das Antlitz zur Erde, und sprach: Siehe, deine Magd als Dienerin, um
die Füße der Knechte meines Herrn zu waschen.
1Sam 25,42 Und Abigail machte sich eilends auf
und bestieg einen Esel, sie und ihre fünf Mägde, die ihrem Fuße folgten; und
sie zog den Boten Davids nach, und sie wurde sein Weib.
1Sam 25,43 Und David hatte auch Achinoam von Jisreel genommen;
und so wurden sie alle beide seine Weiber.
1Sam 25,44 Saul aber hatte seine
Tochter Michal, das Weib Davids, Palti, dem Sohne des
Lais, aus Gallim, gegeben.
1Sam 26,1 Und die Siphiter
kamen zu Saul nach Gibea und sprachen: Hält sich David nicht verborgen auf dem
Hügel Hakila vor der Wildnis?
1Sam 26,2 Da machte Saul sich auf und zog in
die Wüste Siph hinab, und mit ihm dreitausend
auserlesene Männer von Israel, um David in der Wüste Siph
zu suchen;
1Sam 26,3 und Saul lagerte sich auf
dem Hügel Hakila, der vor der Wildnis am Wege liegt.
David aber wohnte in der
Wüste. Und als er sah, daß
Saul ihm in die Wüste nachgekommen war,
1Sam 26,4 da sandte David Kundschafter
aus, und er erfuhr mit Gewißheit, daß
Saul gekommen war.
1Sam 26,5 Und David machte sich auf und kam
an den Ort, wo Saul lagerte; und David sah den Ort, wo Saul lag und Abner, der
Sohn Ners, sein Heeroberster; Saul lag aber in der
Wagenburg, und das Volk lagerte um ihn her.
1Sam
26,6 Und David hob an und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abisai, dem Sohne der Zeruja, dem Bruder Joabs, und sprach: Wer will mit mir zu Saul in das Lager
hinabgehen? Und Abisai sprach: Ich will mit dir
hinabgehen.
1Sam 26,7 Und David und Abisai
kamen zu dem Volke bei der Nacht; und siehe, Saul lag schlafend in der
Wagenburg, und sein Speer war in die Erde gesteckt zu seinen Häupten; und Abner
und das Volk lagen rings um ihn her.
1Sam 26,8 Und Abisai
sprach zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand geliefert; und nun laß mich ihn doch mit dem Speere an die Erde spießen, ein
einziges Mal, und ich werde es nicht zweimal tun.
1Sam 26,9 Aber David sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht! denn wer streckte seine Hand
gegen den Gesalbten Jehovas aus und bliebe schuldlos? {O.
ungestraft}
1Sam 26,10 Und David sprach: So wahr Jehova
lebt, wenn nicht Jehova ihn schlagen wird, sei es daß
sein Tag kommt, daß er stirbt, oder daß er in den Streit hinabzieht und weggerafft wird!
1Sam 26,11 Jehova lasse es fern von mir sein, daß ich meine Hand gegen den Gesalbten Jehovas ausstrecke!
Und nun nimm doch den Speer, der zu seinen Häupten ist, und den Wasserkrug, und
laß uns gehen.
1Sam
26,12 Und David nahm den Speer und den Wasserkrug von den Häupten
Sauls weg, und sie gingen davon; und niemand sah es, und niemand merkte es, und
niemand erwachte, denn sie schliefen allesamt; denn ein tiefer Schlaf von
Jehova war auf sie gefallen.
1Sam 26,13 Und David ging hinüber nach der
anderen Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne; der Raum
zwischen ihnen war groß.
1Sam 26,14 Und David rief dem Volke und Abner,
dem Sohne Ners, zu und sprach: Antwortest du nicht,
Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist du, der du dem Könige zurufst?
1Sam
26,15 Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? und wer
ist wie du in Israel? Und warum hast du nicht über deinen Herrn, den König,
gewacht? Denn es ist einer vom Volke gekommen, um den König, deinen Herrn, zu
verderben.
1Sam 26,16 Nicht gut ist diese Sache, die du
getan hast. So wahr Jehova lebt, ihr seid Kinder des Todes, weil ihr nicht
gewacht habt über euren Herrn, über den Gesalbten Jehovas! Und nun sieh nach,
wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug, die zu seinen Häupten waren.
1Sam 26,17 Und Saul erkannte die Stimme Davids
und sprach: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und David sprach: Es ist
meine Stimme, mein Herr König.
1Sam 26,18 Und er sprach: Warum doch verfolgt
mein Herr seinen Knecht? denn was habe ich getan, und was für Böses ist in
meiner Hand?
1Sam
26,19 Und nun höre doch mein Herr, der König, auf die Worte seines
Knechtes: Wenn Jehova dich wider mich aufgereizt hat, so möge er ein Speisopfer
{O. eine Opfergabeüberhaupt} riechen;
wenn aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor Jehova, weil sie mich
heute vertrieben haben, daß ich mich dem Erbteil
Jehovas nicht anschließen darf, indem sie sprechen: Gehe hin, diene anderen
Göttern!
1Sam 26,20 So möge nun mein Blut nicht zur
Erde fallen fern von dem Angesicht Jehovas! denn der König von Israel ist
ausgezogen, einen Floh zu suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den
Bergen.
1Sam 26,21 Und Saul sprach: Ich habe
gesündigt; kehre zurück, mein Sohn David! denn ich will dir nichts Übles mehr
tun, darum daß mein Leben an diesem Tage teuer
gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe töricht gehandelt und gar sehr
gefehlt!
1Sam 26,22 Und David antwortete und sprach:
Siehe hier, der Speer des Königs; so komme einer von den Knaben herüber und
hole ihn.
1Sam 26,23 Und Jehova wird einem jeden seine
Gerechtigkeit und seine Treue vergelten; denn Jehova hatte dich heute in meine
Hand gegeben, und ich wollte meine Hand nicht ausstrecken gegen den Gesalbten
Jehovas.
1Sam 26,24 Und siehe, wie deine Seele an
diesem Tage hochgeachtet gewesen ist in meinen Augen, also möge meine Seele
hochgeachtet sein in den Augen Jehovas, und er möge mich erretten aus aller
Bedrängnis!
1Sam 26,25 Und Saul sprach zu David:
Gesegnet seiest du, mein Sohn David! du wirst es sicher ausrichten und wirst
sicher obsiegen. {O. du wirst sowohl unternehmen als auch ausführen} Und David
ging seines Weges, Saul aber kehrte zurück an seinen Ort.
1Sam
27,1 Und David sprach in seinem Herzen: Nun werde ich eines Tages durch die
Hand Sauls umkommen; mir ist nichts besser, als daß
ich eilends in das Land der Philister entrinne, und Saul wird von mir ablassen,
mich ferner in allen Grenzen Israels zu suchen; und ich werde aus seiner Hand
entrinnen.
1Sam 27,2 Und David machte sich auf und ging
hinüber, er und sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohne Maoks, dem König von Gath.
1Sam 27,3 Und David blieb bei Achis, zu Gath,
er und seine Männer, ein jeder mit seinem Hause: David und seine beiden Weiber,
Achinoam, die Jisreelitin,
und Abigail, das Weib Nabals, die Karmelitin.
1Sam 27,4 Und es wurde Saul berichtet,
daß David nach Gath geflohen wäre; und er suchte ihn
fortan nicht mehr.
1Sam
27,5 Und David sprach zu Achis: Wenn ich anders Gnade in deinen Augen gefunden
habe, so gebe man mir einen Platz in einer der Städte des Gefildes, daß ich daselbst wohne; denn warum soll dein Knecht bei dir
in der Königsstadt wohnen?
1Sam 27,6 Und Achis gab ihm an selbigem Tage Ziklag; darum hat Ziklag den
Königen von Juda gehört bis auf diesen Tag.
1Sam 27,7 Und die Zahl der Tage,
welche David im Gefilde der Philister wohnte, war ein Jahr und vier Monate.
1Sam
27,8 Und David zog mit seinen Männern hinauf, und sie fielen ein bei den Gesuritern und den Girsitern und
den Amalekitern; denn diese waren die Bewohner des
Landes von alters her, bis nach Sur hin und bis zum
Lande Ägypten.
1Sam 27,9 Und David schlug das Land und ließ
weder Mann noch Weib am Leben; und er nahm Kleinvieh und Rinder und Esel und
Kamele und Kleider, und kehrte zurück und kam zu Achis.
1Sam 27,10 Und sprach Achis: Habt ihr heute
keinen Einfall gemacht? {Viell. ist zu lesen: Bei wem (oder
Wohin) habt ihr heute einen Einfall gemacht?} so sprach David: In den
Süden von Juda, oder: In den Süden der Jerachmeeliter,
oder: In den Süden der Keniter.
1Sam 27,11 Und David ließ weder Mann noch Weib
am Leben, um sie nach Gath zu bringen, indem er sagte: Daß
sie nicht über uns berichten und sprechen: So hat David getan. Und so war seine
Weise alle die Tage, die er im Gefilde der Philister wohnte.
1Sam 27,12 Und Achis glaubte David und sprach:
Er hat sich bei seinem Volke, bei Israel, ganz stinkend gemacht, und er wird
mir zum Knechte sein ewiglich.
1Sam 28,1 Und es geschah in jenen
Tagen, da versammelten die Philister ihre Heere zum Kriege, um wider Israel zu
streiten. Und Achis sprach zu David: Wisse bestimmt, daß
du mit mir ins Lager ausziehen sollst, du und deine Männer.
1Sam 28,2 Und David sprach zu Achis: So
sollst du denn auch erfahren, was dein Knecht tun wird. Und Achis sprach zu
David: So will ich dich denn zum Hüter meines Hauptes setzen alle Tage.
1Sam 28,3 (Samuel aber war gestorben, und
ganz Israel hatte um ihn geklagt und ihn zu Rama, in seiner Stadt, begraben.
Und Saul hatte die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande
weggeschafft.)
1Sam 28,4 Und die Philister versammelten
sich, und sie kamen und lagerten sich zu Sunem. Und
Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten sich auf dem Gilboa.
1Sam 28,5 Und als Saul das Heer der
Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz zitterte sehr.
1Sam 28,6 Und Saul befragte Jehova; aber
Jehova antwortete ihm nicht, weder durch Träume, noch durch die Urim, noch durch die Propheten.
1Sam 28,7 Da sprach Saul zu seinen Knechten:
Suchet mir ein Weib, das einen Totenbeschwörergeist
hat, damit ich zu ihr gehe und sie befrage. Und seine Knechte sprachen zu ihm:
Siehe, zu Endor ist ein Weib, das einen Totenbeschwörergeist hat.
1Sam 28,8 Und Saul verstellte sich und
zog andere Kleider an, und ging hin, er und zwei Männer mit ihm, und sie kamen
zu dem Weibe bei der Nacht; und er sprach: Wahrsage mir doch durch den Totenbeschwörergeist und bringe mir herauf, wen ich dir
sagen werde.
1Sam 28,9 Aber das Weib sprach zu ihm: Siehe,
du weißt ja, was Saul getan hat, daß er die
Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande ausgerottet hat; und warum
legst du meiner Seele eine Schlinge, um mich zu töten?
1Sam 28,10 Und Saul schwur ihr bei Jehova und
sprach: So wahr Jehova lebt, wenn dich eine Schuld {O.
Strafe} treffen soll wegen dieser Sache!
1Sam 28,11 Da sprach das Weib: Wen soll
ich dir heraufbringen? Und er sprach: Bringe mir Samuel herauf.
1Sam 28,12 Und als das Weib Samuel sah, da
schrie sie mit lauter Stimme; und das Weib sprach zu Saul und sagte: Warum hast
du mich betrogen? du bist ja Saul!
1Sam 28,13 Und der König sprach zu ihr:
Fürchte dich nicht! doch was siehst du? Und das Weib sprach zu Saul: Ich sehe
einen Gott aus der Erde heraufsteigen.
1Sam
28,14 Und er sprach zu ihr: Wie ist seine Gestalt? Und sie sprach:
Ein alter Mann steigt herauf, und er ist in ein Oberkleid gehüllt. Da erkannte
Saul, daß es Samuel war, und er neigte sich, das
Antlitz zur Erde, und beugte sich nieder.
1Sam 28,15 Und Samuel sprach zu Saul:
Warum hast du mich beunruhigt, mich heraufkommen zu lassen? Und Saul sprach:
Ich bin in großer Not; denn die Philister streiten wider mich, und Gott ist von
mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch die Propheten, noch
durch Träume; da ließ ich dich rufen, damit du mir kundtuest, was ich tun soll.
1Sam 28,16 Und Samuel sprach: Warum doch
fragst du mich, da Jehova von dir gewichen und dein Feind geworden ist?
1Sam 28,17 Und Jehova hat für sich {O.
ihm, d.h. dem David} getan, so wie er durch mich geredet hat; und Jehova
hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es deinem Nächsten, dem David,
gegeben.
1Sam 28,18 Weil du der Stimme Jehovas
nicht gehorcht und seine Zornglut nicht ausgeführt
hast an Amalek, {Vergl. Kap.
15} darum hat Jehova dir dieses heute
getan.
1Sam 28,19 Und Jehova wird auch Israel mit dir
in die Hand der Philister geben; und morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir
sein; auch das Heerlager Israels wird Jehova in die Hand der Philister geben.
1Sam 28,20 Da fiel Saul plötzlich seiner Länge
nach zur Erde, und er fürchtete sich sehr vor den Worten Samuels; auch war
keine Kraft in ihm, denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze
Nacht.
1Sam 28,21 Und das Weib trat zu Saul
und sah, daß er sehr bestürzt war; und sie sprach zu
ihm: Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehört, und ich habe mein Leben
aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht, die du zu mir geredet hast;
1Sam 28,22 und nun höre doch auch du auf die
Stimme deiner Magd, und laß mich dir einen Bissen
Brot vorsetzen, und iß, daß
Kraft in dir sei, wenn du deines Weges gehst.
1Sam 28,23 Aber er weigerte sich und sprach:
Ich will nicht essen. Da drangen seine Knechte und auch das Weib in ihn; und er
hörte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett. {O.
Polster}
1Sam 28,24 Und das Weib hatte ein gemästetes
Kalb im Hause; und sie eilte und schlachtete es; und sie nahm Mehl und knetete
es und backte daraus ungesäuerte Kuchen.
1Sam 28,25 Und sie brachte es herzu vor Saul
und vor seine Knechte, und sie aßen. Und sie machten sich auf und gingen fort
in selbiger Nacht.
1Sam 29,1 Und die Philister
versammelten alle ihre Heere nach Aphek; und Israel
war an der Quelle gelagert, die bei
Jisreel ist.
1Sam 29,2 Und die Fürsten der Philister zogen
vorüber nach Hunderten und nach Tausenden, und David und seine Männer zogen
zuletzt mit Achis vorüber.
1Sam 29,3 Da sprachen die Fürsten der
Philister: Was sollen diese Hebräer? Und Achis sprach zu den Fürsten der
Philister: Ist das nicht David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der
schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist? und ich habe gar nichts an ihm gefunden
von dem Tage an, da er abgefallen ist, bis auf diesen Tag.
1Sam
29,4 Aber die Fürsten der Philister wurden zornig über ihn, und die Fürsten
der Philister sprachen zu ihm: Schicke den Mann zurück, daß
er an seinen Ort zurückkehre, wohin du ihn bestellt hast, und daß er nicht mit uns in den Streit hinabziehe und uns nicht
zum Widersacher werde im Streite; denn womit könnte der sich angenehm machen
bei seinem Herrn? nicht mit den Köpfen dieser Männer?
1Sam 29,5 Ist das nicht David, von dem sie in
den Reigen sangen und sprachen: "Saul hat seine Tausende erschlagen, und
David seine Zehntausende"?
1Sam 29,6 Und Achis rief David und
sprach zu ihm: So wahr Jehova lebt, du bist redlich; und wohlgefällig in meinen
Augen ist dein Ausgang und dein Eingang bei mir im Heerlager; denn ich habe
nichts Böses an dir gefunden von dem Tage an, da du zu mir gekommen bist, bis
auf diesen Tag; aber in den Augen der Fürsten bist du nicht wohlgefällig.
1Sam 29,7 Und nun kehre zurück und
gehe hin in Frieden, damit du nichts Übles tuest in den Augen der Fürsten der
Philister.
1Sam 29,8 Und David sprach zu Achis:
Aber was habe ich getan, und was hast du an diesem Knechte gefunden von dem
Tage an, da ich vor dir gewesen bin bis auf diesen Tag, daß
ich nicht kommen und wider die Feinde meines Herrn, des Königs, streiten soll?
1Sam
29,9 Und Achis antwortete und sprach zu David: Ich weiß es, denn {O.
Ich weiß, daß} du bist wohlgefällig in meinen
Augen wie ein Engel Gottes; doch die Fürsten der Philister haben gesagt: Er
soll nicht mit uns in den Streit hinaufziehen!
1Sam 29,10 So mache dich nun des Morgens früh
auf, du und die Knechte deines Herrn, die mit dir gekommen sind; und machet
euch des Morgens früh auf! sobald es euch hell wird, ziehet fort.
1Sam 29,11 Und David machte sich früh auf, er
und seine Männer, daß sie am Morgen fortzögen, um in
das Land der Philister zurückzukehren. Die Philister aber zogen nach Jisreel hinauf.
1Sam 30,1 Und es geschah, als David und seine
Männer am dritten Tage nach Ziklag kamen, da waren
die Amalekiter in den Süden und in Ziklag eingefallen; und sie hatten Ziklag
geschlagen und es mit Feuer verbrannt.
1Sam 30,2 Und sie hatten die Weiber und alle,
die darin waren, gefangen weggeführt, vom Kleinsten bis zum Größten; sie hatten
niemand getötet, sondern sie hatten sie weggetrieben und waren ihres Weges
gezogen.
1Sam 30,3 Und David und seine Männer kamen zu
der Stadt; und siehe, sie war mit Feuer verbrannt, und ihre Weiber und ihre
Söhne und ihre Töchter waren gefangen weggeführt.
1Sam 30,4 Da erhoben David und das Volk, das
bei ihm war, ihre Stimme, und sie weinten, bis keine Kraft mehr in ihnen war zu
weinen.
1Sam 30,5 Und auch die beiden Weiber Davids
waren gefangen weggeführt, Achinoam, die Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals,
des Karmeliters.
1Sam 30,6 Und David war in großer
Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen; denn die Seele des
ganzen Volkes war erbittert, ein jeder um seine Söhne und um seine Töchter.
Aber David stärkte sich in Jehova, seinem Gott.
1Sam 30,7 Und David sprach zu Abjathar, dem Heiliger, dem Sohne Ahimelechs:
Bringe mir doch das Ephod her! Und Abjathar brachte
das Ephod zu David.
1Sam 30,8 Und David befragte Jehova und
sprach: Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie erreichen? Und er sprach
zu ihm: Jage nach, denn du wirst sie gewißlich
erreichen und wirst gewißlich erretten.
1Sam 30,9 Da zog David hin, er und die
sechshundert Mann, die bei ihm waren; und sie kamen an den Bach Besor, wo die Zurückbleibenden stehen blieben.
1Sam 30,10 Und David jagte nach, er und
vierhundert Mann; denn zweihundert Mann blieben stehen, welche zu ermattet
waren, um über den Bach Besor zu gehen.
1Sam 30,11 Und sie fanden einen ägyptischen
Mann auf dem Felde und brachten ihn zu David; und sie gaben ihm Brot, und er
aß, und sie tränkten ihn mit Wasser;
1Sam 30,12 und sie gaben ihm eine Schnitte
Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen, und er aß; und sein Geist kam ihm wieder,
denn er hatte drei Tage und drei Nächte kein Brot gegessen und kein Wasser
getrunken.
1Sam 30,13 Und David sprach zu ihm: Wem
gehörst du? und woher bist du? Und er sprach: Ich bin ein ägyptischer Jüngling,
der Knecht eines amalekitischen Mannes; und mein Herr
hat mich verlassen, denn ich wurde heute vor drei Tagen krank.
1Sam 30,14 Wir sind eingefallen in den Süden
der Kerethiter und in das, was Juda gehört und in den
Süden von Kaleb, und wir haben Ziklag mit Feuer
verbrannt.
1Sam
30,15 Und David sprach zu ihm: Willst du mich zu dieser Schar
hinabführen? Und er sprach: Schwöre mir bei Gott, daß
du mich nicht töten noch mich der Hand meines Herrn ausliefern willst, so will
ich dich zu dieser Schar hinabführen.
1Sam 30,16 Und er
führte ihn hinab; und siehe, sie waren über die Fläche des ganzen Landes
zerstreut, essend und trinkend und tanzend wegen all der großen Beute, die sie
aus dem Lande der Philister und aus dem Lande Juda genommen hatten.
1Sam 30,17 Und David schlug sie von der
Dämmerung an bis zum Abend des folgenden Tages; und keiner von ihnen entrann,
außer vierhundert jungen Männern, welche auf Kamele stiegen und entflohen.
1Sam 30,18 Und David rettete alles, was die Amalekiter genommen hatten, und David rettete auch seine
beiden Weiber.
1Sam 30,19 Und es fehlte ihnen nichts, vom
Kleinsten bis zum Größten, und bis zu den Söhnen und den Töchtern, und von der
Beute bis zu allem, was sie ihnen genommen hatten; alles brachte David zurück.
1Sam 30,20 Und David nahm alles Klein- und
Rindvieh; sie trieben es vor dem anderen {Eig. jenem} Vieh her
und sprachen: Dies ist die Beute Davids!
1Sam 30,21 Und David kam zu den
zweihundert Männern, die zu ermattet gewesen waren, um David nachzufolgen, und
die sie am Bache Besor zurückgelassen hatten; und sie
zogen aus, David und dem Volke entgegen, das bei ihm war; und David trat zu dem
Volke und fragte sie nach ihrem Wohlergehen.
1Sam 30,22 Und jeder böse und nichtswürdige
Mann {H. Belialsmann} von den
Männern, die mit David gezogen waren, hob an und sprach: Darum daß sie nicht mit uns gezogen sind, wollen wir ihnen von
der Beute, die wir entrissen haben, nichts geben, als nur einem jeden sein Weib
und seine Kinder, daß sie sie wegführen und hingehen.
1Sam 30,23 Aber David sprach: Tut nicht also,
meine Brüder, mit dem, was Jehova uns gegeben hat; und er hat uns behütet und
die Schar, die über uns gekommen war, in unsere Hand gegeben.
1Sam 30,24 Und wer wird in dieser Sache auf
euch hören? Denn wie das Teil dessen, der in den Streit hinabzieht, so soll
auch das Teil dessen sein, der bei dem Geräte bleibt: gemeinsam sollen sie
teilen.
1Sam 30,25 Und so geschah es von jenem Tage an
und hinfort; und er {O. man} machte es zur Satzung und
zum Recht für Israel bis auf diesen Tag.
1Sam 30,26 Und David kam nach Ziklag; und er sandte von der Beute den Ältesten Judas,
seinen Freunden, und sprach: Siehe, da habt ihr ein Geschenk {W.
einenSegen} von der Beute der Feinde Jehovas:
1Sam 30,27 denen zu Bethel und denen zu
Ramoth im Süden und denen zu Jattir,
1Sam 30,28 und denen zu Aroer und denen zu Siphmoth und
denen zu Estemoa,
1Sam 30,29 und denen zu Rakal und denen in den Städten der Jerachmeeliter
und denen in den Städten der Keniter,
1Sam 30,30 und denen zu Horma und denen zu Bor-Aschan und
denen zu Athak,
1Sam 30,31 und denen zu Hebron, und
nach allen Orten, wo David umhergezogen war, er und seine Männer.
1Sam 31,1 Die {1. Chron.
10,1-12} Philister aber stritten wider Israel; und die Männer von
Israel flohen vor den Philistern, und Erschlagene fielen {O.
und fielen erschlagen} auf dem Gebirge Gilboa.
1Sam 31,2 Und die Philister setzten Saul und
seinen Söhnen hart nach; und die Philister erschlugen Jonathan und Abinadab und Malkischua, die
Söhne Sauls.
1Sam 31,3 Und der Streit wurde heftig wider
Saul, und es erreichten ihn die Schützen, Männer mit dem Bogen; und es wurde
ihm sehr angst vor den Schützen.
1Sam
31,4 Da sprach Saul zu seinem Waffenträger: Ziehe dein Schwert und durchbohre
mich damit, daß nicht diese Unbeschnittenen kommen
und mich durchbohren und mich mißhandeln! Sein
Waffenträger aber wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das
Schwert und stürzte sich darein.
1Sam 31,5 Und als sein Waffenträger
sah, daß Saul tot war, da stürzte auch er sich in
sein Schwert und starb mit ihm.
1Sam 31,6 So starben Saul und seine drei
Söhne und sein Waffenträger, auch alle seine Männer an selbigem Tage zugleich.
1Sam 31,7 Und als die Männer von Israel, die
diesseit {And.: jenseit} des Tales {d.h.
der Talebene von Jisreel} und
diesseit {And.: jenseit} des Jordan
waren, sahen, daß die Männer von Israel geflohen, und
daß Saul und seine Söhne tot waren, da verließen sie
die Städte und flohen; und die Philister kamen und wohnten darin.
1Sam 31,8 Und es geschah am folgenden Tage,
da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuziehen; und sie fanden Saul
und seine drei Söhne auf dem Gebirge Gilboa liegen.
1Sam 31,9 Und sie hieben ihm den Kopf ab und
zogen ihm seine Waffen aus; und sie sandten {O. sandten sie} in das Land
der Philister ringsumher, um die frohe Botschaft in den Häusern ihrer Götzen
und unter dem Volke zu verkünden.
1Sam 31,10 Und sie legten seine Waffen in das
Haus der Astaroth, und seinen Leichnam hefteten sie
an die Mauer von Beth-Schan.
1Sam 31,11 Als aber die Bewohner von Jabes-Gilead über ihn hörten, was die Philister mit Saul
getan hatten,
1Sam 31,12 da machten sich alle tapferen
Männer auf und gingen die ganze Nacht; und sie nahmen den Leichnam Sauls und
die Leichname seiner Söhne von der Mauer von Beth-Schan weg; und sie kamen nach
Jabes zurück und verbrannten sie daselbst.
1Sam 31,13 Und sie nahmen ihre Gebeine
und begruben sie unter der Tamariske zu Jabes, und
fasteten sieben Tage.
2. Samuel
2Sam 1,1 Und es geschah nach dem Tode Sauls, als David von der
Schlacht {O. Niederlage} der Amalekiter
zurückgekommen war, da blieb David zwei Tage zu Ziklag.
2Sam 1,2 Und es geschah am dritten Tage,
siehe, da kam ein Mann aus dem Heerlager Sauls, seine Kleider waren zerrissen,
und Erde war auf seinem Haupte; und als er zu David kam, fiel er zur Erde und
warf sich nieder.
2Sam 1,3 Und David sprach zu ihm: Woher
kommst du? Und er sprach zu ihm: Ich bin aus dem Heerlager Israels entronnen.
2Sam
1,4 Und David sprach zu ihm: Wie steht die Sache? berichte mir doch. Und er
sagte: Das Volk ist aus dem Streit geflohen, und auch viele von dem Volke sind
gefallen und gestorben, und auch Saul und sein Sohn Jonathan sind tot.
2Sam 1,5 Und David sprach zu dem Jüngling,
der ihm berichtete: Wie weißt du, daß Saul und sein
Sohn Jonathan tot sind?
2Sam 1,6 Und der Jüngling, der ihm
berichtete, sprach: Ich geriet zufällig auf das Gebirge Gilboa,
und siehe, Saul lehnte sich auf seinen Speer; und siehe, die Wagen und die
Reiter setzten ihm hart nach.
2Sam 1,7 Und er wandte sich um und
sah mich und rief mir zu, und ich sprach: Hier bin ich.
2Sam 1,8 Und er sprach zu mir: Wer
bist du? Und ich sprach zu ihm: Ich bin ein Amalekiter.
2Sam 1,9 Und er sprach zu mir: Tritt doch
her zu mir {O. Stelle dichdoch
auf mich; desgl. V.10} und töte mich, denn die Verwirrung {O.
der Schwindel; and.: der Krampf} hat mich ergriffen; denn mein Leben
ist noch ganz in mir!
2Sam 1,10 Da trat ich zu ihm hin und
tötete ihn, denn ich wußte, daß
er seinen Fall nicht überleben würde. Und ich nahm das Diadem, das auf seinem
Haupte, und die Armspange, die an seinem Arme war, und habe sie zu meinem Herrn
hierher gebracht.
2Sam 1,11 Da faßte
David seine Kleider und zerriß sie; und alle Männer,
die bei ihm waren, taten ebenso.
2Sam 1,12 Und sie klagten und weinten und
fasteten bis an den Abend um Saul und um seinen Sohn Jonathan und um das Volk
Jehovas und um das Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren.
2Sam 1,13 Und David sprach zu dem Jüngling,
der ihm berichtete: Woher bist du? Und er sprach: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings.
2Sam 1,14 Und David sprach zu ihm: Wie hast
du dich nicht gefürchtet, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten Jehovas zu
verderben?
2Sam 1,15 Und David rief einen von den Knaben
und sprach: Tritt herzu, falle über ihn her! Und er erschlug ihn, und er starb.
2Sam 1,16 Und David sprach zu ihm: Dein Blut
komme auf dein Haupt! denn dein Mund hat wider dich gezeugt und gesprochen: Ich
habe den Gesalbten Jehovas getötet.
2Sam 1,17 Und David stimmte dieses
Klagelied an über Saul und über Jonathan, seinen Sohn;
2Sam 1,18 und er befahl, {W.
sprach} daß man die Kinder Juda das Lied von
dem Bogen {O. den Gebrauch des Bogens; W. den Bogen} lehre;
siehe, es ist geschrieben im Buche Jaschar: {d.h. des
Rechtschaffenen}
2Sam 1,19 Deine {W.
Die} Zierde, Israel, ist erschlagen auf deinen Höhen! wie sind die Helden
gefallen!
2Sam 1,20 Berichtet es nicht zu Gath,
verkündet die Botschaft nicht in den Straßen Askalons, daß
sich nicht freuen die Töchter der Philister, daß
nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen!
2Sam 1,21 Berge von Gilboa, nicht Tau noch Regen sei auf euch, noch Gefilde der
Hebopfer! {d.h. aus deren Ertrag
Hebopfer dargebracht werden können} denn dort
ward weggeworfen {And. üb.: besudelt} der Schild
der Helden, der Schild Sauls, nicht gesalbt mit Öl.
2Sam 1,22 Von dem Blute der Erschlagenen, von
dem Fette der Helden wich Jonathans Bogen nicht zurück, und Sauls Schwert
kehrte nicht leer wieder.
2Sam 1,23 Saul und Jonathan, die Geliebten
und Holdseligen in ihrem Leben, sind auch in ihrem Tode nicht getrennt; sie
waren schneller als Adler, stärker als Löwen.
2Sam 1,24 Töchter Israels, weinet um Saul,
der euch köstlich kleidete in Karmesin, der goldenen Schmuck zog über eure
Kleider!
2Sam 1,25 Wie sind die Helden gefallen
mitten im Streit! Wie ist Jonathan erschlagen auf deinen Höhen!
2Sam 1,26 Mir ist wehe um dich, mein Bruder
Jonathan! holdselig warst du mir sehr; wunderbar war mir deine Liebe, mehr als
Frauenliebe!
2Sam 1,27 Wie sind die Helden
gefallen, und umgekommen die Rüstzeuge des Streites!
2Sam 2,1 Und es geschah hernach, da
befragte David Jehova und sprach: Soll ich in eine der Städte Judas
hinaufziehen? Und Jehova sprach zu ihm: Ziehe hinauf. Und David sprach: Wohin
soll ich hinaufziehen? Und er sprach: Nach Hebron.
2Sam 2,2 Und David zog dort hinauf, und auch
seine zwei Weiber, Achinoam, die Jisreelitin,
und Abigail, das Weib Nabals, des Karmeliters.
2Sam 2,3 Auch seine Männer, die bei ihm
waren, ließ David hinaufziehen, einen jeden mit seinem Hause; und sie wohnten
in den Städten Hebrons.
2Sam 2,4 Und die Männer von Juda kamen und
salbten daselbst David zum König über das Haus Juda. Und man berichtete David
und sprach: Die Männer von Jabes-Gilead sind es, die
Saul begraben haben.
2Sam 2,5 Da sandte David Boten zu den
Männern von Jabes-Gilead und ließ ihnen sagen:
Gesegnet seiet ihr von Jehova, daß ihr diese Güte an
eurem Herrn, an Saul, erwiesen und ihn begraben habt!
2Sam 2,6 Und so erweise nun Jehova Güte und
Treue {O. Wahrheit} an euch; und auch ich will euch
dieses Gute vergelten, {Eig. tun, erweisen} weil ihr
diese Sache getan habt.
2Sam 2,7 Und nun lasset eure Hände erstarken
und seid wackere Männer; denn Saul, euer Herr, ist tot, und auch hat das Haus
Juda mich zum König über sich gesalbt.
2Sam 2,8 Abner aber, der Sohn Ners, der Heeroberste Sauls, nahm Isboseth,
{Mann der Schande; der spätereNamefür
Esch-Baal.
1. Chron. 8,33} den Sohn
Sauls, und führte ihn hinüber nach Machanaim;
2Sam 2,9 und er machte ihn zum König über
Gilead und über die Asuriter {E.
l.: Gesuriter} und über Jisreel,
und über Ephraim und über Benjamin und über das ganze Israel.
2Sam 2,10 Vierzig Jahre war Isboseth, der Sohn Sauls, alt, als er König wurde über
Israel, und er regierte zwei Jahre; nur {O. jedoch} das Haus
Juda folgte David nach.
2Sam 2,11 Und die Zahl der Tage, welche David
in Hebron über das Haus Juda König war, betrug sieben Jahre und sechs Monate.
2Sam 2,12 Und Abner, der Sohn Ners, und die Knechte Isboseths,
des Sohnes Sauls, zogen aus von Machanaim nach
Gibeon;
2Sam 2,13 und auch Joab,
der Sohn der Zeruja, {der Schwester Davids (1. Chron. 2,16)} und die
Knechte Davids zogen aus; und sie stießen bei dem Teiche von Gibeon
aufeinander. Und diese ließen sich nieder auf dieser Seite des Teiches, und
jene auf jener Seite des Teiches.
2Sam 2,14 Da sprach Abner zu Joab: Laß doch die Jünglinge sich
aufmachen und vor uns spielen! Und Joab sprach: Sie
mögen sich aufmachen.
2Sam 2,15 Und sie machten sich auf und gingen
hinüber, nach der Zahl: zwölf für Benjamin und für Isboseth,
den Sohn Sauls, und zwölf von den Knechten Davids.
2Sam 2,16 Und sie ergriffen einer den anderen
beim Kopfe, und jeder stieß sein Schwert dem anderen in die Seite, und sie
fielen zusammen. Und man nannte selbigen Ort Helkath-Hazzurim,
{Acker der Schneidenoder Klingen} der bei
Gibeon ist.
2Sam 2,17 Und der Streit wurde überaus heftig
an jenem Tage; und Abner und die Männer von Israel wurden vor den Knechten
Davids geschlagen.
2Sam 2,18 Und es waren daselbst drei Söhne
der Zeruja: Joab und Abisai
{H. Abischai} und Asael. Asael aber war schnell auf
seinen Füßen, wie eine der Gazellen, die auf dem Felde sind.
2Sam 2,19 Und Asael
jagte Abner nach und bog nicht aus, weder zur Rechten noch zur Linken hinter
Abner weg.
2Sam 2,20 Da wandte sich Abner um und
sprach: Bist du es, Asael? Und er sprach: Ich bin's.
2Sam 2,21 Da sprach Abner zu ihm: Biege aus
zu deiner Rechten oder zu deiner Linken, und greife dir einen von den
Jünglingen und nimm dir seine Rüstung! Aber Asael
wollte nicht hinter ihm weg weichen.
2Sam 2,22 Da sprach Abner nochmals zu Asael: Weiche hinter mir weg! Warum soll ich dich zu Boden
schlagen? und wie könnte ich mein Angesicht erheben zu deinem Bruder Joab?
2Sam 2,23 Aber er weigerte sich zu
weichen. Da schlug ihn Abner mit dem hinteren Ende des Speeres in den Bauch, daß der Speer hinten herausfuhr; und er fiel daselbst und
starb an seiner Stelle. Und es geschah, jeder, der an den Ort kam, wo Asael gefallen und gestorben war, der blieb stehen.
2Sam 2,24 Und Joab
und Abisai jagten Abner nach; und die Sonne ging
unter, als sie zum Hügel Amma kamen, der vor Giach
liegt, auf dem Wege zur Wüste Gibeon.
2Sam 2,25 Und die Kinder Benjamin sammelten
sich hinter Abner her und wurden zu einem Haufen, und sie stellten sich auf den
Gipfel eines Hügels.
2Sam 2,26 Und Abner rief Joab
zu und sprach: Soll das Schwert immerfort fressen? weißt du nicht, daß zuletzt Erbitterung sein wird? und wie lange willst du
nicht dem Volke sagen, von der Verfolgung ihrer Brüder umzukehren?
2Sam 2,27 Da sprach Joab:
So wahr Gott lebt, wenn du nicht geredet hättest, {S.
V.14} dann wäre schon seit dem Morgen das Volk weggezogen, ein
jeder von der Verfolgung seines Bruders!
2Sam 2,28 Und Joab
stieß in die Posaune; da blieb alles Volk stehen, und sie jagten Israel nicht
mehr nach und fuhren nicht mehr fort zu streiten.
2Sam 2,29 Und Abner und seine Männer zogen
durch die Ebene {H. Araba; vergl. 5.
Mose 1,1} jene ganze Nacht, und sie setzten über den Jordan und
durchzogen das ganze Bitron {O.
die ganze Schlucht} und kamen nach Machanaim.
2Sam 2,30 Joab aber
kehrte um von der Verfolgung Abners und versammelte das ganze Volk; da wurden
von den Knechten Davids neunzehn Mann vermißt und Asael.
2Sam 2,31 Die Knechte Davids aber hatten von
Benjamin und unter den Männern Abners viele erschlagen; 360 Mann waren tot.
2Sam 2,32 Und sie hoben Asael
auf und begruben ihn in dem Begräbnis seines Vaters, das zu Bethlehem war. Und Joab und seine Männer gingen die ganze Nacht, und das Licht
brach ihnen an zu Hebron.
2Sam 3,1 Und der Streit war lang zwischen
dem Hause Sauls und dem Hause Davids; David aber wurde immerfort stärker,
während das Haus Sauls immerfort schwächer wurde.
2Sam 3,2 Und es wurden dem David
Söhne in Hebron geboren: Sein Erstgeborener war Amnon, von Achinoam,
der
Jisreelitin;
2Sam 3,3 und sein zweiter Kileab, von Abigail, dem Weibe Nabals,
des Karmeliters; und der dritte Absalom, der Sohn Maakas,
der Tochter Talmais, des Königs von Gesur;
2Sam 3,4 und der vierte Adonija, der Sohn Haggiths; und
der fünfte Schephatja, der Sohn Abitals;
2Sam 3,5 und der sechste Jithream, von Egla, dem Weibe
Davids. Diese wurden dem David in Hebron geboren.
2Sam 3,6 Und es geschah, während der
Streit war zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids, da stand Abner dem
Hause Sauls mutig bei. {O. hielt fest andem
HauseSauls; so auch später}
2Sam 3,7 Und Saul hatte ein Kebsweib, ihr
Name war Rizpa, die Tochter Ajas. Und Isboseth sprach zu Abner: Warum bist du zu dem Kebsweibe
meines Vaters eingegangen?
2Sam 3,8 Da ergrimmte Abner sehr über
die Worte Isboseths und sprach: Bin ich ein
Hundskopf, der es mit Juda hält?
{O. der zu Juda gehört?} Heute
erweise ich Güte an dem Hause deines Vaters Saul, an seinen Brüdern und an
seinen
Freunden, und ich habe dich nicht in die Hand Davids
überliefert; und du wirfst mir heute das Vergehen mit diesem
Weibe vor? {O.
du schreibstmir heute ein Vergehen zu wegen dieses
Weibes?}
2Sam 3,9 So möge Gott Abner tun und so ihm
hinzufügen, wenn ich nicht, wie Jehova dem David geschworen hat, ihm also tun
werde:
2Sam 3,10 das Königtum von dem Hause Sauls
abzuwenden und den Thron Davids aufzurichten über Israel und über Juda, von Dan
bis Beerseba!
2Sam 3,11 Und er konnte Abner kein
Wort mehr erwidern, weil er ihn fürchtete.
2Sam 3,12 Und Abner sandte Boten für
sich {O. an seiner statt} zu David und sprach: Wessen ist das
Land? und er sprach:
Mache einen {Eig. deinen} Bund mit
mir; und siehe, meine Hand wird mit dir sein, um ganz Israel dir zuzuwenden.
2Sam 3,13 Und David {W.
und er} sprach: Gut, ich will einen Bund mit dir machen; nur eine
Sache fordere ich von dir, nämlich: Du sollst mein Angesicht nicht sehen, du
bringest denn zuvor Michal, die Tochter Sauls, wenn du kommst, um mein
Angesicht zu sehen.
2Sam 3,14 Und David sandte Boten zu Isboseth, dem Sohne Sauls, und ließ ihm sagen: Gib mir
Michal, mein Weib, die ich mir verlobt habe um hundert Vorhäute der Philister.
2Sam 3,15 Da sandte Isboseth hin und ließ sie holen von ihrem Manne, von Paltiel, dem Sohne des Lais.
2Sam 3,16 Und ihr Mann ging mit ihr und
folgte ihr weinend nach bis Bachurim. Da sprach Abner
zu ihm: Geh, kehre um! Und er kehrte um.
2Sam 3,17 Und Abner hatte sich mit den
Ältesten Israels unterredet und gesagt: Früher schon habt ihr David zum König
über euch begehrt;
2Sam 3,18 so handelt nun; denn Jehova hat von
David geredet und gesagt: Durch die Hand Davids, meines Knechtes, will ich mein
Volk Israel erretten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller seiner
Feinde.
2Sam 3,19 Und Abner redete auch zu den Ohren
Benjamins. Und Abner ging auch hin, um zu den Ohren Davids in Hebron alles zu
reden, was gut war in den Augen Israels und in den Augen des ganzen Hauses
Benjamin.
2Sam 3,20 Als nun Abner, und zwanzig Männer
mit ihm, zu David nach Hebron kam, machte David Abner und den Männern, die mit
ihm waren, ein Mahl.
2Sam
3,21 Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, und ganz
Israel zu meinem Herrn, dem König, versammeln, daß
sie einen Bund mit dir machen, und du über alles regierst, was deine Seele
begehrt. Und David entließ Abner, und er ging hin in Frieden.
2Sam 3,22 Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzuge und brachten große Beute
mit sich. Abner war aber nicht mehr bei David zu Hebron; denn er hatte ihn
entlassen, und er war hingegangen in Frieden.
2Sam 3,23 Als nun Joab
und das ganze Heer, das mit ihm war, ankamen, da berichtete man Joab und sprach: Abner, der Sohn Ners,
ist zum König gekommen; und er hat ihn entlassen, und er ist hingegangen in
Frieden.
2Sam 3,24 Da kam Joab
zum König und sprach: Was hast du getan! Siehe, Abner ist zu dir gekommen;
warum doch hast du ihn entlassen, daß er ungehindert
weggegangen ist?
2Sam 3,25 Du kennst Abner, den Sohn Ners, daß er gekommen ist, um
dich zu bereden, {O. zu betrügen} und um deinen Ausgang und
deinen Eingang zu wissen, und alles zu wissen, was du tust.
2Sam 3,26 Und Joab
ging von David hinaus und sandte Boten hinter Abner her; und sie holten ihn
zurück von der Zisterne Sira; David aber wußte es
nicht.
2Sam 3,27 Als nun Abner nach Hebron
zurückkam, führte ihn Joab beiseite in das Tor, um in
der Stille mit ihm zu reden; und er schlug ihn daselbst in den Bauch, daß er starb - wegen des Blutes seines Bruders Asael.
2Sam 3,28 Und David hörte es hernach und
sprach: Schuldlos bin ich und mein Königreich vor Jehova ewiglich an dem Blute
Abners, des Sohnes Ners!
2Sam 3,29 Es komme {Eig.
es breche herein} über das Haupt Joabs und über das
ganze Haus seines Vaters; und nie soll im Hause Joabs
fehlen der Flüssige und der Aussätzige und der sich am Stabe stützt und der
durchs Schwert fällt und dem es an Brot mangelt! -
2Sam 3,30 So haben Joab
und Abisai, sein Bruder, Abner ermordet, weil er
ihren Bruder Asael zu Gibeon im Streit getötet hatte.
2Sam 3,31 Und David sprach zu Joab und zu allem Volke, das mit ihm war: Zerreißet eure
Kleider und umgürtet euch mit Sacktuch, und klaget vor Abner her! Und der König
David ging hinter der Bahre her.
2Sam 3,32 Und sie begruben Abner zu Hebron;
und der König erhob seine Stimme und weinte am Grabe Abners, und das ganze Volk
weinte.
2Sam 3,33 Und der König stimmte ein Klagelied
an über Abner und sprach: Mußte, wie ein Tor {O.
wieein gemeiner Mensch; (Nabal)}
stirbt, Abner sterben?
2Sam 3,34 Deine Hände waren nicht gebunden,
und nicht in eherne Fesseln {Vergl. die Anm. zu Richt.
16,21} gelegt deine Füße. Wie man fällt vor Söhnen der
Ungerechtigkeit, so bist du gefallen! Da weinte alles Volk noch mehr über ihn.
2Sam
3,35 Und alles Volk kam, um David zu bewegen, daß er
Brot esse, während es noch Tag war. Aber David schwur und sprach: So soll mir
Gott tun und so hinzufügen, wenn ich vor Untergang der Sonne Brot oder irgend etwas koste!
2Sam 3,36 Und alles Volk nahm es wahr; und es
war gut in ihren Augen, wie alles, was der König tat, gut war in den Augen des
ganzen Volkes.
2Sam 3,37 Und das ganze Volk und ganz Israel
erkannten an jenem Tage, daß es nicht von dem König
ausgegangen war, Abner, den Sohn Ners, zu töten.
2Sam 3,38 Und der König sprach zu seinen
Knechten: Wisset ihr nicht, daß an diesem Tage ein
Oberster und Großer in Israel gefallen ist?
2Sam 3,39 Ich aber bin heute schwach, obschon
zum König gesalbt; und diese Männer, die Söhne der Zeruja, sind zu hart für
mich. Jehova vergelte dem, der das Böse tut, nach seiner Bosheit!
2Sam 4,1 Und als der Sohn Sauls hörte, daß Abner zu Hebron gestorben war, da wurden seine Hände
schlaff, und ganz Israel war bestürzt.
2Sam
4,2 Und zwei Männer waren Oberste der Scharen des Sohnes Sauls, der Name des
einen war Baana, und der Name des anderen Rekab, Söhne Rimmons, des Beerothiters, von den Kindern Benjamin. Denn auch Beeroth wird zu Benjamin gerechnet;
2Sam 4,3 aber die Beerothiter
entflohen nach Gittaim und haben sich dort als
Fremdlinge aufgehalten bis auf diesen Tag.
2Sam 4,4 Und Jonathan, der Sohn
Sauls, hatte einen Sohn, der an den Füßen lahm war. Er war fünf Jahre alt, als
die
Nachricht von Saul und Jonathan aus
Jisreel kam; da nahm seine Amme ihn auf und floh. Und
es geschah, als sie ängstlich {O. hastig} floh, daß er fiel und lahm wurde; und sein Name war Mephiboseth. {In 1. Chron. 8,34 und
9,40 Merib-Baal genannt}
2Sam 4,5 Und die Söhne Rimmons,
des Beerothiters, Rekab und
Baana, gingen hin und kamen um die Hitze des Tages in
das Haus Isboseths, während er seine Mittagsruhe
hielt.
2Sam 4,6 Und sie kamen dahin, bis in das
Innere des Hauses, als wollten sie Weizen holen, und sie schlugen ihn in den
Bauch. Und Rekab und sein Bruder Baana
entrannen.
2Sam
4,7 Sie kamen in das Haus, während er in seinem Schlafgemach auf seinem Bette
lag, und sie schlugen ihn und töteten ihn und hieben ihm den Kopf ab; und sie
nahmen seinen Kopf und gingen den Weg der Ebene {H. Araba} die ganze Nacht hindurch.
2Sam 4,8 Und sie brachten den Kopf Isboseths zu David nach Hebron und sprachen zu dem König:
Siehe da, der Kopf Isboseths, des Sohnes Sauls,
deines Feindes, der nach deinem Leben trachtete; und so hat Jehova meinem
Herrn, dem König, an diesem Tage Rache verliehen an Saul und an seinem Samen.
2Sam 4,9 Da antwortete David Rekab und Baana, seinem Bruder,
den Söhnen Rimmons, des Beerothiters,
und sprach zu ihnen: So wahr Jehova lebt, der meine Seele erlöst hat aus aller
Bedrängnis,
2Sam 4,10 den, der mir berichtete und sprach:
Siehe, Saul ist tot! und der in seinen Augen ein guter Bote war, den ergriff
ich und tötete ihn zu Ziklag, um ihm so Botenlohn zu
geben;
2Sam 4,11 wieviel mehr, da gottlose Männer
einen gerechten Mann in seinem Hause auf seiner Lagerstätte ermordet haben,
sollte ich jetzt nicht sein Blut von eurer Hand fordern und euch wegschaffen
von der Erde?
2Sam 4,12 Und David gebot seinen
Knechten, und sie erschlugen sie und hieben ihnen die Hände und die Füße ab,
und hängten sie auf am Teiche zu Hebron; das Haupt Isboseths
aber nahmen sie und begruben es in dem Begräbnis Abners zu Hebron.
2Sam 5,1 Und {1. Chron. 11} alle Stämme
Israels kamen zu David nach Hebron, und sie sprachen und sagten: Siehe, wir
sind dein Gebein und dein Fleisch.
2Sam 5,2 Schon früher, als Saul König über
uns war, bist du es gewesen, der Israel aus- und einführte; und Jehova hat zu
dir gesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst sein über
Israel.
2Sam 5,3 Und alle Ältesten Israels kamen zu
dem König nach Hebron, und der König David machte einen Bund mit ihnen zu
Hebron, vor Jehova; und sie salbten David zum König über Israel.
2Sam 5,4 Dreißig Jahre war David alt,
als er König wurde; er regierte vierzig Jahre.
2Sam 5,5 Zu Hebron regierte er sieben Jahre
und sechs Monate über Juda, und zu Jerusalem regierte er 33 Jahre über ganz
Israel und Juda.
2Sam 5,6 Und der König zog mit seinen
Männern nach Jerusalem wider die Jebusiter, die
Bewohner des Landes. Und sie sprachen zu David und sagten: Du wirst nicht hier
hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich wegtreiben; sie
wollten damit sagen: David wird nicht hier hereinkommen.
2Sam 5,7 Aber David nahm die Burg
Zion ein, das ist die Stadt Davids.
2Sam 5,8 Und David sprach an selbigem
Tage: Wer die Jebusiter schlägt und an die
Wasserleitung gelangt, und die
Lahmen und
die Blinden schlägt, welche {O. ...schlägt, der stürzein
den Abgrund sowohl die Lahmen als auch die Blinden , welche usw. Derhebräische Text ist dunkel, daherdie
Übersetzung unsicher} der Seele Davids verhaßt
sind ...! Daher spricht man: Ein Blinder und ein Lahmer darf nicht ins Haus
kommen.
2Sam 5,9 Und David wohnte in der
Burg, und er nannte sie Stadt Davids. Und David baute ringsum, von dem Millo
{Wall, Burg;
vergl. Richt. 9,6} an einwärts. -
2Sam 5,10 Und David wurde immerfort
größer, und Jehova, der Gott der Heerscharen, war mit ihm.
2Sam 5,11 Und {1. Chron. 14} Hiram, der
König von Tyrus, sandte Boten zu David, und
Zedernholz und Zimmerleute und Mauerleute; {O. Steinhauer} und sie
bauten David ein Haus.
2Sam 5,12 Und David erkannte, daß Jehova ihn zum König über Israel bestätigt, und daß er sein Königreich erhoben hatte um seines Volkes
Israel willen.
2Sam 5,13 Und David nahm noch Kebsweiber und
Weiber aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und es wurden David
noch Söhne und Töchter geboren.
2Sam 5,14 Und dies sind die Namen der ihm in
Jerusalem Geborenen: Schammua und Schobab
und Nathan und Salomo,
2Sam
5,15 und Jibschar und Elischua
und Nepheg und Japhija, 2Sam
5,16 und Elischama und Eljada
und Eliphelet.
2Sam 5,17 Und als die Philister hörten, daß man David zum König über Israel gesalbt hatte, da zogen
alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hörte es und zog in die
Burg hinab.
2Sam 5,18 Und die Philister kamen und
breiteten sich aus im Tale Rephaim.
2Sam
5,19 Und David befragte Jehova und sprach: Soll ich wider die Philister
hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Und Jehova sprach zu David:
Ziehe hinauf, denn ich werde die Philister gewißlich
in deine Hand geben.
2Sam 5,20 Da kam David nach Baal-Perazim. Und
David schlug sie daselbst, und er sprach: Jehova hat meine Feinde vor mir
durchbrochen, gleich einem Wasserdurchbruch. Daher gab er jenem Orte den Namen
Baal-Perazim {Ort der
Durchbrüche}.
2Sam 5,21 Und sie ließen daselbst ihre
Götzen, und David und seine Männer nahmen sie weg.
2Sam 5,22 Und die Philister zogen
wiederum herauf und breiteten sich aus im Tale Rephaim.
2Sam 5,23 Und David befragte Jehova; und er
sprach: Du sollst nicht hinaufziehen; wende dich ihnen in den Rücken, daß du an sie kommst den Bakabäumen
gegenüber.
2Sam 5,24 Und sobald du das Geräusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der Bakabäume
hörst, alsdann beeile dich; denn alsdann ist Jehova vor dir ausgezogen, um das
Heer der Philister zu schlagen.
2Sam 5,25 Und David tat also, wie Jehova ihm
geboten hatte; und er schlug die Philister von Geba, bis man nach Geser kommt.
2Sam 6,1 Und {1.
Chron 13} David versammelte wiederum alle Auserlesenen in Israel, 30000
Mann.
2Sam 6,2 Und David machte sich auf
und zog hin, und alles Volk, das bei ihm war, nach {Im
hebr. Text steht: von} Baale-Juda, um
von dannen die Lade Gottes heraufzubringen, welche nach dem Namen, dem Namen
Jehovas der Heerscharen, der zwischen {O. über} den
Cherubim thront, genannt wird.
2Sam 6,3 Und sie stellten die Lade Gottes
auf einen neuen Wagen, und brachten sie aus dem Hause Abinadabs
weg, das auf dem Hügel war; {1. Sam. 7,1} und Ussa und Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen.
2Sam 6,4 Und sie brachten sie aus dem
Hause Abinadabs weg, das auf dem Hügel war, indem sie
die Lade Gottes begleiteten; {W. mit (oder bei) der Lade Gottes;
viell. ist zu l.: und Ussa war bei der Lade Gottes} und Achjo ging vor der Lade her.
2Sam 6,5 Und David und das ganze Haus Israel
spielten vor Jehova mit allerlei Instrumenten von Zypressenholz, {Viell.
ist zu lesen wie 1. Chron. 13,8} und mit Lauten und mit Harfen und
mit Tamburinen und mit Sistren {Instrumente von Metallstäben, mit Ringenbehängt} und mit Zimbeln.
2Sam 6,6 Und als sie zur Tenne Nakons kamen, da langte Ussa nach
der Lade Gottes und faßte sie an, denn die
Rinder hatten sich losgerissen. {O.
waren ausgelitten}
2Sam 6,7 Da entbrannte der Zorn Jehovas
wider Ussa, und Gott schlug ihn daselbst wegen des
Vergehens; und er starb daselbst bei der Lade Gottes.
2Sam 6,8 Und David entbrannte {Vergl.
die Anm. zu 1. Sam. 15,11} darüber, daß Jehova einen
Bruch an Ussa gemacht hatte; und er nannte jenen Ort
Perez-Ussa, {Bruch Ussas} bis auf diesen Tag.
2Sam 6,9 Und David fürchtete sich vor Jehova
an selbigem Tage und sprach: Wie soll die Lade Jehovas zu mir kommen?
2Sam 6,10 Und David wollte die Lade Jehovas
nicht zu sich einkehren lassen in die Stadt Davids; und David ließ sie beiseite
bringen in das Haus Obed-Edoms, des Gathiters.
2Sam 6,11 Und die Lade Jehovas blieb in dem
Hause Obed-Edoms, des Gathiters, drei Monate. Und
Jehova segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
2Sam 6,12 Und {1.
Chron. 15,2 usw.} es wurde dem König David berichtet und gesagt: Jehova hat das
Haus Obed-Edoms und alles, was sein ist, gesegnet um der Lade Gottes willen. Da
ging David hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms herauf in die
Stadt Davids mit Freuden.
2Sam 6,13 Und es geschah, wenn die Träger der
Lade Jehovas sechs Schritte gegangen waren, so opferte er ein Rind und ein
Mastvieh.
2Sam 6,14 Und David tanzte mit aller Kraft
vor Jehova, und David war mit einem leinenen Ephod {Eig.
einem Ephod von Weißzeug} umgürtet.
2Sam 6,15 Und David und das ganze Haus Israel
brachten die Lade Jehovas hinauf mit Jauchzen und mit Posaunenschall.
2Sam 6,16 Und es geschah, als die Lade
Jehovas in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs
Fenster; und sie sah den König David vor Jehova hüpfen und tanzen, und sie
verachtete ihn in ihrem Herzen.
2Sam 6,17 Und {1. Chron. 16} sie
brachten die Lade Jehovas hinein und stellten sie an ihren Ort innerhalb des
Zeltes, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und David opferte Brandopfer und
Friedensopfer vor Jehova.
2Sam 6,18 Und als David das Opfern der
Brandopfer und der Friedensopfer beendigt hatte, segnete er das Volk im Namen
Jehovas der Heerscharen.
2Sam
6,19 Und er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, vom Manne
bis zum Weibe, an einen jeden einen Brotkuchen und einen Trunk Wein {And.:
eine Fleischspende} und einen Rosinenkuchen. Und das ganze Volk ging hin,
ein jeder nach seinem Hause.
2Sam 6,20 Und als David zurückkehrte,
um sein Haus zu segnen, {O. zu begrüßen} ging
Michal, die Tochter Sauls, hinaus, David entgegen, und sprach: Wie hat der
König von Israel sich heute verherrlicht, da er sich heute vor den Augen der
Mägde seiner Knechte entblößt hat, wie sich nur einer der losen Leute entblößt!
2Sam
6,21 Da sprach David zu Michal: Vor Jehova, der mich vor deinem Vater und vor
seinem ganzen Hause erwählt hat, um mich als Fürst zu bestellen über das Volk
Jehovas, über Israel, ja, vor Jehova will ich spielen; {And.:
habe ich gespielt}
2Sam 6,22 und ich
will noch geringer {O. geringer geachtet} werden denn
also, und will niedrig sein in meinen Augen; aber bei den Mägden, von denen du
sprichst, bei ihnen werde ich geehrt sein. {O. mich verherlichen} 2Sam 6,23 Michal aber
die Tochter Sauls, hatte kein Kind bis zum Tage ihres Todes.
2Sam 7,1 Und {1. Chron. 17} es geschah,
als der König in seinem Hause wohnte, und Jehova ihm ringsumher Ruhe geschafft
hatte vor allen seinen Feinden,
2Sam 7,2 da sprach der König zu Nathan, dem
Propheten: Siehe doch, ich wohne in einem Hause von Zedern, und die Lade Gottes
wohnt unter Teppichen.
2Sam 7,3 Und Nathan sprach zu dem
König: Gehe hin, tue alles, was du im Herzen hast, denn Jehova ist mit dir.
2Sam 7,4 Und es geschah in selbiger
Nacht, da geschah das Wort Jehovas zu Nathan also:
2Sam 7,5 Gehe hin und sprich zu meinem
Knechte, zu David: So spricht Jehova: Solltest du mir ein Haus bauen zu meiner
Wohnung?
2Sam 7,6 denn ich habe nicht in einem
Hause gewohnt von dem Tage an, da ich die Kinder Israel aus Ägypten
heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag; sondern ich wanderte umher in einem
Zelte {Dasselbe Wort wiein 2. Mose 26,7
usw.} und in einer Wohnung. {Dasselbe Wort wiein 2. Mose 26,7}
2Sam 7,7 Wo immer ich wanderte unter allen
Kindern Israel, habe ich wohl zu einem der Stämme {Viell.
ist hier "Richter" zu lesen, wie in 1. Chron. 17,6} Israels,
dem ich gebot, mein Volk Israel zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum
habt ihr mir nicht ein Haus von Zedern gebaut?
2Sam 7,8 Und nun sollst du also zu meinem
Knechte David sagen: So spricht Jehova der Heerscharen: Ich habe dich von der
Trift genommen, hinter dem Kleinvieh weg, daß du
Fürst sein solltest über mein Volk, über Israel;
2Sam 7,9 und ich bin mit dir gewesen
überall, wohin du gezogen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet;
und ich habe dir einen großen Namen gemacht, {O. und ich
werde dir...machen} gleich dem Namen der Großen, die auf Erden sind.
2Sam
7,10 Und ich werde einen Ort setzen für mein Volk, für Israel, und werde es
pflanzen, daß es an seiner Stätte wohne und nicht
mehr beunruhigt werde, und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es nicht mehr
bedrücken, wie früher
2Sam 7,11 und seit dem Tage, da ich Richter
über mein Volk Israel bestellt habe. Und ich habe dir Ruhe geschafft vor allen
deinen Feinden; und Jehova tut dir kund, daß Jehova
dir ein Haus machen wird.
2Sam 7,12 Wenn deine Tage voll sein werden,
und du bei deinen Vätern liegen wirst, so werde ich deinen Samen nach dir
erwecken, der aus deinem Leibe kommen soll, und werde sein Königtum befestigen.
2Sam
7,13 Der wird meinem Namen ein Haus bauen; und ich werde den Thron seines
Königtums befestigen auf ewig. 2Sam 7,14 Ich will ihm Vater sein, und
er soll mir Sohn sein, so daß, wenn er verkehrt
handelt, ich ihn züchtigen werde mit einer Menschenrute und mit Schlägen der
Menschenkinder;
2Sam 7,15 aber meine Güte soll nicht von ihm
weichen, wie ich sie von Saul weichen ließ, den ich vor dir weggetan habe.
2Sam 7,16 Und dein Haus und dein
Königtum sollen vor dir beständig sein auf ewig, dein Thron soll fest sein auf
ewig.
2Sam 7,17 Nach allen diesen Worten und
nach diesem ganzen Gesicht, also redete Nathan zu David.
2Sam 7,18 Da ging der König David hinein und
setzte sich vor Jehova nieder und sprach: Wer bin ich, Herr, Jehova, und was
ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast?
2Sam 7,19 Und dies ist noch ein Geringes
gewesen in deinen Augen, Herr, Jehova! und du hast auch von dem Hause deines
Knechtes geredet in die Ferne hin; und ist dies die Weise des Menschen, Herr,
Jehova? {O. und dies nach
Menschenweise,
Herr, Jehova! (vergl. 1. Chron. 17,17)}
2Sam 7,20 Doch was soll David noch
weiter zu dir reden? Du kennst ja deinen Knecht, Herr, Jehova!
2Sam 7,21 Um deines Wortes willen und nach
deinem Herzen hast du all dieses Große getan, um es deinem Knechte kundzutun.
2Sam 7,22 Darum bist du groß, Jehova Gott!
denn niemand ist dir gleich, und kein Gott außer dir, nach allem, was wir mit
unseren Ohren gehört haben.
2Sam
7,23 Und wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf Erden,
welche {O. und welche Nation gibtes
irgend auf Erden wiedeinVolk, wieIsrael,
welches usw.} Gott hingegangen ist, sich zum Volke zu erlösen, und um sich
einen Namen zu machen, und für sie {W. für euch} solch
Großes zu tun und furchtbare Dinge für dein Land, indem du vor deinem Volke, das du dir aus Ägypten erlöst hast, Nationen und ihre
Götter vertriebst! {Vergl. 1. Chron. 17,21}
2Sam 7,24 Und du hast dir dein Volk Israel
befestigt, dir zum Volke auf ewig; und du, Jehova, bist ihr Gott {Eig.
ihnen zum Gott} geworden.
2Sam 7,25 Und nun, Jehova Gott, das Wort, das
du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, halte aufrecht ewiglich,
und tue, wie du geredet hast!
2Sam 7,26 Und dein Name sei groß {O.
erhoben} auf ewig, daß man spreche: Jehova
der Heerscharen ist Gott über Israel. Und das Haus deines Knechtes David sei
fest vor dir.
2Sam 7,27 Denn du, Jehova der Heerscharen,
Gott Israels, hast dem Ohre deines Knechtes eröffnet und gesagt: Ich werde dir
ein Haus bauen; darum hat dein Knecht sich ein Herz gefaßt,
dieses Gebet zu dir zu beten.
2Sam 7,28 Und nun, Herr, Jehova, du bist es,
der da Gott ist, {O. du bist, der daist,
(w. du bist er, oder derselbe) der Gott} und deine Worte sind Wahrheit, und
du hast dieses Gute zu deinem Knechte geredet.
2Sam 7,29 So laß es
dir nun gefallen und segne das Haus deines Knechtes, daß
es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr, Jehova, hast geredet, und so werde mit
deinem Segen das Haus deines Knechtes gesegnet ewiglich!
2Sam 8,1 Und {1. Chron. 18} es geschah
hernach, da schlug David die Philister und demütigte sie; und David nahm den
Zaum der Hauptstadt {O. Metheg-Amma}
aus der Hand der Philister.
2Sam 8,2 Und er schlug die Moabiter und maß
sie mit der Meßschnur, indem er sie auf die Erde
legen ließ; und er maß zwei Meßschnüre ab, um zu
töten, und eine volle Meßschnur, um am Leben zu
lassen. Und die Moabiter wurden
David zu Knechten, welche Geschenke brachten. {d.h.
tributpflichtig waren; soauch V.6}
2Sam 8,3 Und David schlug Hadadeser,
den Sohn Rechobs, den König von Zoba,
als er hinzog, um seine Macht am
Strome {Euphrat} wiederherzustellen.
2Sam 8,4 Und David nahm von ihm 1700 Reiter
und 20000 Mann Fußvolk gefangen; und David lähmte alle Gespanne und ließ 100
Gespanne von ihm übrig.
2Sam 8,5 Und die Syrer von Damaskus kamen,
um Hadadeser, dem König von Zoba, zu helfen; und
David erschlug unter den Syrern 22000 Mann.
2Sam 8,6 Und David legte Besatzungen in das damascenische Syrien; und die Syrer wurden David zu
Knechten, welche Geschenke brachten. Und Jehova half David überall, wohin er
zog.
2Sam 8,7 Und David nahm die goldenen
Schilde, welche den Knechten Hadadesers gehörten, und brachte sie nach
Jerusalem.
2Sam 8,8 Und aus Betach
und aus Berothai, den Städten Hadadesers, nahm der
König David Erz in großer Menge.
2Sam 8,9 Und als Toi,
der König von Hamath, hörte, daß
David die ganze Heeresmacht Hadadesers geschlagen hatte,
2Sam 8,10 da sandte Toi
seinen Sohn Joram zu dem König David, um ihn nach seinem Wohlergehen zu fragen
und ihn zu beglückwünschen, {W. zu segnen} darum daß er wider Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte;
denn Hadadeser war stets im Kriege mit Toi; und in
seiner Hand waren Geräte von Silber und Geräte von Gold und Geräte von Erz.
2Sam 8,11 Auch diese heiligte der König David
dem Jehova, samt dem Silber und dem Golde, das er von all den Nationen
geheiligt, die er unterjocht hatte:
2Sam 8,12 von den Syrern und von den
Moabitern und von den Kindern Ammon und von den Philistern und von den Amalekitern, und von der Beute Hadadesers, des Sohnes Rechobs, des Königs von Zoba.
2Sam 8,13 Und David machte sich einen Namen,
als er zurückkam, nachdem er die Syrer {Wahrsch.
zu l.: die Edomiter, wie1. Chron. 18,12; Ps. 60
(Überschrift)} im Salztal geschlagen hatte, 18000 Mann.
2Sam 8,14 Und er legte Besatzungen in Edom,
in ganz Edom legte er Besatzungen; und alle Edomiter
wurden David zu Knechten. Und Jehova half David überall, wohin er zog.
2Sam 8,15 Und David regierte über ganz
Israel; und David übte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke.
2Sam 8,16 Und Joab,
der Sohn der Zeruja, war über das Heer; und Josaphat,
der Sohn Ahiluds, war
Geschichtsschreiber; {Eig.
der Aufzeichnende, d.h. ein Hofbeamter, der die Jahrbücher führte}
2Sam 8,17 und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars,
waren Heiliger; und Seraja war Schreiber;
2Sam 8,18 und Benaja,
der Sohn Jojadas, war über die Kerethiter
und die Pelethiter; {Die Kerethiter und die Pelethiter
(oder die
Krethi
und die Plethi) bildeten, wieaus dieser und anderen
Stellen hervorzugehen scheint, die Leibgarde des Königs. Vermutlich sind unter
ihnen zwei verschiedeneKlassen der aus Kretaeingewanderten Philister zu verstehen, wiedenn auch die Kerethiter an
mehreren Stellen als gleichbedeutend mit den Philistern angeführt werden.
(Vergl. 1. Sam. 30,14. 16; 2. Sam. 15,18; Hes. 25,16; Zeph.
2,5)} und die Söhne Davids waren Krondiener.
{O.
2Sam 9,1 Und David sprach: Ist noch jemand
da, der vom Hause Sauls übriggeblieben ist, daß ich
Güte an ihm erweise um Jonathans willen?
2Sam 9,2 Es war aber ein Knecht vom Hause
Sauls, sein Name war Ziba; und sie riefen ihn zu David. Und der König sprach zu
ihm: Bist du Ziba? Und er sprach: Dein Knecht.
2Sam 9,3 Und der König sprach: Ist niemand
mehr da vom Hause Sauls, daß ich Güte Gottes an ihm
erweise? Und Ziba sprach zu dem König: Es ist noch ein Sohn da von Jonathan,
der an den Füßen lahm ist.
2Sam 9,4 Und der König sprach zu ihm: Wo ist
er? Und Ziba sprach zu dem König: Siehe, er ist im Hause Makirs,
des Sohnes Ammiels, zu Lodebar.
2Sam 9,5 Da sandte der König David hin und
ließ ihn aus dem Hause Makirs, des Sohnes Ammiels, holen, von Lodebar.
2Sam 9,6 Und Mephiboseth,
der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, kam zu David; und er fiel auf sein
Angesicht und beugte sich nieder. Und David sprach: Mephiboseth!
Und er sprach: Siehe, dein Knecht.
2Sam
9,7 Und David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will gewißlich Güte an dir erweisen um deines Vaters Jonathan
willen, und will dir alle Felder deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst
beständig an meinem Tische essen.
2Sam 9,8 Und er beugte sich nieder und
sprach: Was ist dein Knecht, daß du dich zu einem
toten Hunde gewandt hast, wie ich einer bin?
2Sam 9,9 Da rief der König Ziba, den Diener {Eig.
den Knaben, Knappen} Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was Saul und seinem
ganzen Hause gehört hat, habe ich dem Sohne deines Herrn gegeben.
2Sam 9,10 Und du sollst ihm das Land bauen,
du und deine Söhne und deine Knechte, und den Ertrag einbringen, damit der Sohn
deines Herrn Brot zu essen habe. {W. Brot habe, und er
es esse} Und Mephiboseth, der Sohn deines
Herrn, soll beständig an meinem Tische essen. Und Ziba hatte fünfzehn Söhne und
zwanzig Knechte.
2Sam
9,11 Und Ziba sprach zu dem König: Nach allem, was mein Herr, der König,
seinem Knechte gebietet, also wird dein Knecht tun. Und Mephiboseth,
sprach der König, wird an meinem Tische essen, wie einer von den Königssöhnen.
2Sam 9,12 Und Mephiboseth
hatte einen kleinen Sohn, sein Name war Micha. Und alle, die im Hause Zibas
wohnten, waren Mephiboseths Knechte.
2Sam 9,13 Und Mephiboseth
wohnte in Jerusalem, denn er aß beständig am Tische des Königs. Er war aber
lahm an beiden Füßen.
2Sam 10,1 Und {1. Chron. 19} es geschah
hernach, da starb der König der Kinder Ammon; und Hanun, sein Sohn, ward König
an seiner Statt.
2Sam 10,2 Und David sprach: Ich will
Güte erweisen an Hanun, dem Sohne Nahas', so wie sein Vater Güte an mir
erwiesen hat. Und David sandte hin, um ihn durch seine Knechte wegen seines
Vaters zu trösten. Und die Knechte Davids kamen in das Land der Kinder Ammon.
2Sam 10,3 Da sprachen die Fürsten der
Kinder Ammon zu Hanun, ihrem Herrn: Ehrt wohl David deinen Vater in deinen
Augen, daß er Tröster zu dir gesandt hat? Hat nicht
David seine Knechte zu dir gesandt, um die Stadt zu erforschen und sie
auszukundschaften und sie umzukehren?
2Sam 10,4 Da nahm Hanun die Knechte Davids
und ließ ihnen die Hälfte des Bartes abscheren und ihre Oberkleider zur Hälfte
abschneiden, bis an ihre Gesäße; und er entließ sie.
2Sam
10,5 Und man berichtete es dem David. Da sandte er ihnen entgegen, denn die
Männer schämten sich sehr; {O. waren sehr beschimpft} und der
König ließ ihnen sagen: Bleibet in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann
kommet zurück.
2Sam 10,6 Als nun die Kinder Ammon
sahen, daß sie sich bei David stinkend gemacht
hatten, da sandten die Kinder Ammon hin und dingten die Syrer von Beth-Rechob und die Syrer von Zoba,
20000 Mann zu Fuß, und den König von Maaka, 1000
Mann, und die Männer von Tob, 12000 Mann.
2Sam 10,7 Und als David es hörte,
sandte er Joab hin und das ganze Heer, die Helden.
2Sam 10,8 Und die Kinder Ammon zogen aus und
stellten sich am Eingang des Tores in Schlachtordnung auf; und die Syrer von Zoba und Rechob und die Männer
von Tob und Maaka waren für sich auf dem Felde.
2Sam 10,9 Und als Joab
sah, daß der Streit {W. das
Angesicht des Streites} von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war, da
erwählte er von allen Auserlesenen Israels und stellte sich auf, den Syrern
gegenüber;
2Sam 10,10 und das übrige Volk übergab er der
Hand seines Bruders Abisai, und dieser stellte sich
auf, den Kindern Ammon gegenüber.
2Sam 10,11 Und er sprach: Wenn die Syrer mir
zu stark sind, so sollst du mir Hilfe leisten; und wenn die Kinder Ammon dir zu
stark sind, so will ich kommen, dir zu helfen.
2Sam 10,12 Sei stark und laß
uns stark sein für unser Volk und für die Städte unseres Gottes! und Jehova
wird tun, was gut ist in seinen Augen.
2Sam 10,13 Da rückte Joab und das Volk, das bei ihm war, vor zum Streit wider
die Syrer; und sie flohen vor ihm.
2Sam 10,14 Und als die Kinder Ammon sahen, daß die Syrer geflohen waren, da flohen auch sie vor Abisai und zogen sich in die Stadt zurück. Und Joab kehrte von den Kindern Ammon zurück und kam nach
Jerusalem.
2Sam 10,15 Und als die Syrer sahen, daß sie vor Israel geschlagen waren, da versammelten sie
sich allesamt.
2Sam 10,16 Und Hadareser
sandte hin und ließ die Syrer ausziehen, die jenseit
des Stromes waren; und sie kamen nach Helam, und Schobak, der Heeroberste Hadaresers,
vor ihnen her.
2Sam 10,17 Und es wurde David berichtet; da
versammelte er ganz Israel und ging über den Jordan und kam nach Helam; und die Syrer stellten sich David gegenüber auf und
stritten mit ihm.
2Sam 10,18 Und die Syrer flohen vor Israel,
und David tötete von den Syrern 700 Wagenkämpfer {W. Wagen} und 40000
Reiter; und er erschlug Schobak, ihren Heerobersten,
und er starb daselbst.
2Sam
10,19 Und als alle die Könige, welche Knechte Hadaresers
waren, sahen, daß sie vor Israel geschlagen waren, da
machten sie Frieden mit Israel und dienten ihnen. Und die Syrer fürchteten
sich, den Kindern Ammon fernerhin zu helfen.
2Sam 11,1 Und {1.
Chron. 20,1} es geschah bei der Rückkehr des Jahres, zur Zeit, wann die
Könige ausziehen, da sandte David Joab und seine
Knechte mit ihm und ganz Israel; und sie richteten die Kinder Ammon zu Grunde
und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.
2Sam 11,2 Und es geschah zur
Abendzeit, als David von seinem Lager aufstand und auf dem Dache des Hauses des
Königs wandelte, daß er von dem Dache herab ein Weib
sich baden sah; und das Weib war sehr schön von Ansehen.
2Sam 11,3 Und David sandte hin und erkundigte
sich nach dem Weibe; und man sprach: Ist das nicht Bathseba, die Tochter
Eliams, das Weib Urijas, des Hethiters?
2Sam 11,4 Und David sandte Boten hin und ließ
sie holen; und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr (sie hatte sich aber
gereinigt von ihrer Unreinigkeit); und sie kehrte in ihr Haus zurück.
2Sam 11,5 Und das Weib wurde
schwanger; und sie sandte hin und berichtete es David und sprach: Ich bin
schwanger.
2Sam 11,6 Da entbot David dem Joab: Sende mir Urija, den
Hethiter. Und Joab sandte Urija
zu David.
2Sam 11,7 Und Urija
kam zu ihm; und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs
und nach dem Wohlergehen des Volkes und nach dem Stande {Eig.
Wohlergehen} des Streites.
2Sam 11,8 Und David sprach zu Urija: Gehe in dein Haus hinab und wasche deine Füße. Und
als Urija aus dem Hause des Königs ging, kam ein
Geschenk {O. ein Ehrengericht} des Königs
hinter ihm her.
2Sam 11,9 Und Urija
legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei allen Knechten seines
Herrn, und ging nicht in sein Haus hinab.
2Sam 11,10 Und man berichtete es David und
sprach: Urija ist nicht in sein Haus hinabgegangen.
Da sprach David zu Urija: Bist du nicht von der Reise
gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?
2Sam
11,11 Und Urija sprach zu David: Die Lade
und Israel und Juda weilen in Hütten, und mein Herr Joab
und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Felde, und ich sollte in mein
Haus gehen, um zu essen und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen? So wahr
du lebst und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue!
2Sam 11,12 Da sprach David zu Urija: Bleibe auch heute noch hier, und morgen werde ich
dich entlassen. So blieb Urija an jenem Tage und am
folgenden in Jerusalem.
2Sam 11,13 Und David lud ihn, und er aß und
trank vor ihm, und er machte ihn trunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich
auf sein Lager niederzulegen bei den Knechten seines Herrn; aber in sein Haus
ging er nicht hinab.
2Sam 11,14 Und es geschah am Morgen, da
schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn
durch Urija.
2Sam 11,15 Und er schrieb in dem Briefe also:
Stellet Urija voran, wo der Streit am stärksten ist,
und ziehet euch hinter ihm zurück, daß er erschlagen
werde und sterbe.
2Sam 11,16 Und es geschah, als Joab die Stadt einschloß, da
stellte er Urija an den Ort, von dem er wußte, daß tapfere Männer
daselbst waren.
2Sam 11,17 Und die Männer der Stadt zogen
heraus und stritten wider Joab, und es fielen etliche
von dem Volke, von den Knechten Davids; und auch Urija,
der Hethiter, starb.
2Sam 11,18 Da sandte Joab hin und berichtete David alle Begebenheiten des
Streites.
2Sam 11,19 Und er befahl dem Boten und sprach:
Wenn du geendigt hast, alle Begebenheiten des Streites dem König zu melden,
2Sam 11,20 so geschehe es, wenn der Grimm des
Königs aufsteigt, und er zu dir spricht: Warum habt ihr euch der Stadt
genähert, um zu streiten? wußtet ihr nicht, daß sie von der Mauer herab schießen würden?
2Sam 11,21 Wer hat Abimelech, den Sohn Jerubbeseths, {AndererNamefür
Jerub-Baal (vergl. Richter 6,32); wie Isboseth (Kap. 2,8) für Esch-Baal} erschlagen?
Warf nicht ein Weib den oberen Stein einer Handmühle von der Mauer auf ihn
herab, daß er starb zu Tebez?
{S. Richter 9,50-54} Warum habt ihr euch der Mauer
genähert? - so sollst du sagen: Auch dein Knecht Urija,
der Hethiter, ist tot.
2Sam 11,22 Und der Bote ging hin; und
er kam und berichtete David alles, wozu Joab ihn
gesandt hatte.
2Sam 11,23 Und der Bote sprach zu David: Da
die Männer die Oberhand über uns hatten und gegen uns aufs Feld herauszogen, so
drangen wir auf sie ein bis zum Eingang des Tores.
2Sam 11,24 Da schossen die Schützen von der
Mauer herab auf deine Knechte, und es starben etliche von den Knechten des
Königs; und auch dein Knecht Urija, der Hethiter, ist
tot.
2Sam 11,25 Da sprach David zu dem
Boten: So sollst du zu Joab sagen: Laß diese Sache nicht übel sein in deinen
Augen, denn das Schwert frißt
bald so, bald so; {O. balddiesen, bald
jenen} verstärke deinen Streit gegen die Stadt und zerstöre sie! So
ermutige ihn.
2Sam 11,26 Und als das Weib Urijas hörte, daß Urija, ihr Mann, tot war, klagte sie um ihren Gatten.
2Sam 11,27 Als aber die Trauer vorüber war,
sandte David hin und nahm sie in sein Haus; und sie wurde sein Weib und gebar
ihm einen Sohn. Aber die Sache, die David getan hatte, war übel in den Augen
Jehovas.
2Sam 12,1 Und Jehova sandte Nathan zu David;
und er kam zu ihm und sprach zu ihm: Zwei Männer waren in einer Stadt, der eine
reich, und der andere arm.
2Sam 12,2 Der Reiche hatte Kleinvieh
und Rinder in großer Menge.
2Sam 12,3 Der Arme hatte aber gar nichts, als
nur ein einziges kleines Lamm, {Eig. weibliches Lamm} das er
gekauft hatte; und er nährte es, und es wurde groß bei ihm, und mit seinen
Kindern zugleich; es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und
schlief an seinem Busen, und es war ihm wie eine Tochter.
2Sam
12,4 Da kam ein Reisender zu dem reichen Manne; und es dauerte ihn, von seinem
Kleinvieh und von seinen Rindern zu nehmen, um es für den Wanderer zuzurichten,
der zu ihm gekommen war, und er nahm das Lamm des armen Mannes und richtete es
zu für den Mann, der zu ihm gekommen war.
2Sam 12,5 Da entbrannte der Zorn Davids sehr
wider den Mann, und er sprach zu Nathan: So wahr Jehova lebt, der Mann, der
dieses getan hat, ist ein Kind des Todes;
2Sam 12,6 und das Lamm soll er vierfältig
erstatten, darum daß er diese Sache getan, und weil
er kein Mitleid gehabt hat!
2Sam 12,7 Da sprach Nathan zu David: Du bist
der Mann! So spricht Jehova, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über
Israel gesalbt, und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet,
2Sam 12,8 und ich habe dir das Haus deines
Herrn gegeben und die Weiber deines Herrn in deinen Schoß, und habe dir das
Haus Israel und Juda gegeben; und wenn es zu wenig war, so hätte ich dir noch
dies und das hinzugefügt.
2Sam
12,9 Warum hast du das Wort Jehovas verachtet, indem du tatest,
was übel ist in seinen Augen? Urija, den Hethiter,
hast du mit dem Schwerte erschlagen, und sein Weib hast du dir zum Weibe
genommen; ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Kinder Ammon.
2Sam 12,10 Nun denn, so soll von deinem Hause
das Schwert nicht weichen ewiglich, darum daß du mich
verachtet und das Weib Urijas, des Hethiters,
genommen hast, daß sie dir zum Weibe sei.
2Sam 12,11 So spricht Jehova: Siehe, ich will
aus deinem Hause Unglück über dich erwecken, und ich will deine Weiber vor
deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben, daß
er bei deinen Weibern liege vor den Augen dieser Sonne!
2Sam 12,12 Denn du, du hast es im Verborgenen
getan; ich aber, ich werde dieses tun vor ganz Israel und vor der Sonne!
2Sam 12,13 Da sprach David zu Nathan: Ich habe
gegen Jehova gesündigt. Und Nathan sprach zu David: So hat auch Jehova deine
Sünde hinweggetan, {Eig. vorübergehen lassen} du wirst
nicht sterben.
2Sam 12,14 Nur weil du den Feinden Jehovas
durch diese Sache Anlaß zur Lästerung gegeben hast,
so soll auch der Sohn, der dir geboren ist, gewißlich
sterben.
2Sam 12,15 Und Nathan ging nach seinem Hause.
Und Jehova schlug das Kind, welches das Weib Urijas
dem David geboren hatte, und es wurde todkrank.
2Sam 12,16 Und David suchte Gott um des Knaben
willen; und David fastete und ging hinein und lag über Nacht auf der Erde.
2Sam 12,17 Und die Ältesten seines Hauses
machten sich zu ihm auf, um ihn von der Erde aufzurichten; aber er wollte nicht
und aß kein Brot mit ihnen.
2Sam 12,18 Und es geschah am siebten
Tage, da starb das Kind. Und die Knechte Davids fürchteten sich, ihm zu
berichten, daß das Kind tot sei; denn sie sprachen:
Siehe, als das Kind noch am Leben war, haben wir zu ihm geredet, und er hat
nicht auf unsere Stimme gehört; und wie sollen wir nun zu ihm sagen: Das Kind
ist tot? Er würde etwas Übles tun. {O. sich ein Leid
antun}
2Sam 12,19 Und David sah, daß
seine Knechte sich zuflüsterten; da merkte David, daß
das Kind tot war; und David sprach zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Und
sie sprachen: Es ist tot.
2Sam 12,20 Da stand David von der Erde auf und
wusch und salbte sich und wechselte seine Kleider, und ging in das Haus Jehovas
und betete an; und er kam in sein Haus und forderte, daß
man ihm Speise vorsetze, und er aß.
2Sam 12,21 Da sprachen seine Knechte zu ihm:
Was ist das für ein Ding, das du tust? Als das Kind lebte, hast du um
seinetwillen gefastet und geweint, und wie das Kind tot ist, stehst du auf und issest?
2Sam 12,22 Und er sprach: Als das Kind noch
lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich dachte: {Eig.
sagte} Wer weiß, ob Jehova mir nicht gnädig sein wird, daß das Kind am Leben bleibt?
2Sam 12,23 Nun es aber tot ist, warum sollte
ich denn fasten? Vermag ich es wieder zurückzubringen? Ich gehe zu ihm, aber es
wird nicht zu mir zurückkehren.
2Sam 12,24 Und David tröstete Bathseba,
sein Weib, und ging zu ihr ein und lag bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, und
er gab ihm den Namen Salomo. {H. Schelomo:
der Friedliche}
2Sam 12,25 Und Jehova liebte ihn. Und er
sandte durch Nathan, den Propheten, und gab ihm den Namen Jedidjah,
{Geliebter Jahs} um Jehovas willen.
2Sam 12,26 Und {1.
Chron. 20} Joab stritt wider Rabba der Kinder
Ammon, und er nahm die Königsstadt ein.
2Sam 12,27 Und Joab
sandte Boten zu David und ließ ihm sagen: Ich habe wider Rabba gestritten, habe
auch die
Wasserstadt {der
Stadtteil, der am Flusse lag. Rabba lag nämlich an
beiden Ufern des oberen Jabbok} eingenommen;
2Sam 12,28 und nun versammle das übrige Volk
und belagere die Stadt und nimm sie ein, daß nicht
ich die Stadt einnehme, und sie nach meinem Namen genannt werde.
2Sam 12,29 Da versammelte David alles
Volk und zog nach Rabba, und er stritt wider dasselbe
und nahm es ein.
2Sam 12,30 Und er nahm die Krone ihres Königs
von seinem Haupte; ihr Gewicht war ein Talent Gold, und Edelsteine waren daran;
und sie kam auf das Haupt Davids. Und die Beute der Stadt brachte er hinaus in
großer Menge.
2Sam 12,31 Und das Volk, das darin war,
führte er hinaus und legte es unter die Säge und unter eiserne Dreschwagen und
unter eiserne Beile, {O. Sensen} und ließ
sie durch einen Ziegelofen {And. l.: durch den Moloch} gehen. Und
also tat er allen Städten der Kinder Ammon. Und David und das ganze Volk
kehrten nach Jerusalem zurück.
2Sam 13,1 Und es geschah danach: Absalom, der
Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, ihr Name war Tamar; und Amnon, der
Sohn Davids, liebte sie.
2Sam 13,2 Und es war dem Amnon wehe zum
Krankwerden um seiner Schwester Tamar willen; denn sie war eine Jungfrau, und
es war in den Augen Amnons unmöglich, ihr das Geringste zu tun.
2Sam 13,3 Und Amnon hatte einen Freund, sein
Name war Jonadab, der Sohn Schimeas,
des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr kluger
Mann.
2Sam 13,4 Und er sprach zu ihm: Warum bist du
so abgezehrt, Königssohn, Morgen für Morgen? Willst du es mir nicht kundtun?
Und Amnon sprach zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom.
2Sam
13,5 Und Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein
Lager und stelle dich krank; und kommt dein Vater, um dich zu sehen, so sprich
zu ihm: Laß doch meine Schwester Tamar kommen und mir
Speise zu essen geben, und vor meinen Augen das Essen zubereiten, damit ich
zusehe und aus ihrer Hand esse.
2Sam
13,6 Und Amnon legte sich und stellte sich krank. Und als der König kam, um
ihn zu sehen, da sprach Amnon zu dem König: Laß doch
meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen bereiten, daß ich aus ihrer Hand esse.
2Sam 13,7 Da sandte David zu Tamar ins Haus
und ließ ihr sagen: Gehe doch in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm
das Essen.
2Sam 13,8 Und Tamar ging in das Haus ihres
Bruders Amnon; er lag aber zu Bette. Und sie nahm den Teig und knetete ihn, und
bereitete Kuchen vor seinen Augen und backte die Kuchen.
2Sam 13,9 Und sie nahm die Pfanne und
schüttete sie vor ihm aus. Aber er weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Laßt jedermann von mir hinausgehen! Und jedermann ging von
ihm hinaus.
2Sam 13,10 Da sprach Amnon zu Tamar: Bringe
das Essen in das innere Gemach, daß ich von deiner
Hand esse. Und Tamar nahm die Kuchen, die sie zubereitet hatte, und brachte sie
ihrem Bruder Amnon in das innere Gemach.
2Sam 13,11 Und als sie ihm zu essen
hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu ihr: Komm, liege bei mir, meine
Schwester!
2Sam 13,12 Und sie sprach zu ihm: Nicht doch,
mein Bruder! schwäche mich nicht, denn also tut man nicht in Israel; begehe
nicht diese Schandtat!
2Sam 13,13 Und ich, wohin sollte ich meinen
Schimpf tragen? und du, du würdest sein wie einer der Schändlichen in Israel.
Und nun rede doch zum König, denn er wird mich dir nicht verweigern.
2Sam 13,14 Er wollte aber nicht auf
ihre Stimme hören; und er überwältigte sie und schwächte sie und beschlief sie.
2Sam 13,15 Und Amnon haßte
sie mit einem sehr großen Hasse; denn der Haß, womit
er sie haßte, war größer als die Liebe, womit er sie
geliebt hatte. Und Amnon sprach zu ihr: Stehe auf, gehe!
2Sam 13,16 Und sie sprach zu ihm: Es gibt
keine Ursache {O. werde nicht die Ursache} zu diesem
Übel, mich wegzutreiben, welches größer ist als das andere, das du mir angetan
hast. Aber er wollte nicht auf sie hören.
2Sam 13,17 Und er rief seinem Knaben, seinem
Diener, und sprach: Treibet doch diese hinaus, von mir weg, und verriegele die
Tür hinter ihr!
2Sam 13,18 Sie trug aber ein langes Gewand; {O.
ein Ärmelkleid (so auch V.19). Dasselbe Wort wie1. Mose 37,3} denn also
waren die Töchter des Königs, die Jungfrauen, mit Gewändern bekleidet. Und sein
Diener führte sie hinaus und verriegelte die Tür hinter ihr.
2Sam 13,19 Da nahm Tamar Asche auf ihr Haupt
und zerriß das lange Gewand, das sie anhatte, und sie
legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging und schrie im Gehen.
2Sam
13,20 Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon
bei dir gewesen? Nun denn, meine Schwester, schweige still; er ist dein Bruder,
nimm dir diese Sache nicht zu Herzen! Da blieb Tamar, und zwar einsam, im Hause
ihres Bruders Absalom.
2Sam 13,21 Und der König David hörte
alle diese Dinge, und er wurde sehr zornig.
2Sam 13,22 Und Absalom redete mit Amnon weder
Böses noch Gutes; denn Absalom haßte Amnon, darum daß er seine Schwester Tamar geschwächt hatte.
2Sam 13,23 Und es geschah nach zwei vollen
Jahren, da hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor,
das bei Ephraim liegt; und Absalom lud alle Söhne des Königs.
2Sam 13,24 Und Absalom kam zu dem König und
sprach: Siehe doch, dein Knecht hat die Schafscherer; es gehe doch der König
und seine Knechte mit deinem Knechte.
2Sam 13,25 Aber der König sprach zu Absalom:
Nicht doch, mein Sohn! laß uns doch nicht allesamt
gehen, daß wir dir nicht beschwerlich fallen. Und er
drang in ihn; aber er wollte nicht gehen, und er segnete ihn.
2Sam 13,26 Da sprach Absalom: Wenn nicht, so laß doch meinen Bruder Amnon mit uns gehen! Und der König
sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?
2Sam 13,27 Absalom aber drang in ihn;
da ließ er Amnon und alle Söhne des Königs mit ihm gehen.
2Sam 13,28 Und Absalom gebot seinen
Knaben und sprach: Sehet doch zu, wenn Amnon fröhlichen Herzens wird vom Wein,
und ich zu euch spreche: Erschlaget Amnon! so tötet ihn, fürchtet euch nicht!
Bin ich es nicht, der es euch geboten hat? Seid stark und seid tapfer!
2Sam 13,29 Und die Knaben Absaloms taten dem
Amnon, so wie Absalom geboten hatte. Da standen alle Söhne des Königs auf und
bestiegen ein jeder sein Maultier und flohen.
2Sam 13,30 Und es geschah, während sie auf dem
Wege waren, da kam das Gerücht zu David, indem man sagte: Absalom hat alle
Söhne des Königs erschlagen, und nicht einer von ihnen ist übriggeblieben.
2Sam 13,31 Da stand der König auf und zerriß seine Kleider und legte sich auf die Erde; und alle
seine Knechte standen da mit zerrissenen Kleidern.
2Sam 13,32 Da hob Jonadab,
der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, an und sprach:
Mein Herr sage nicht: sie haben alle die Jünglinge, die Söhne des Königs,
getötet; denn Amnon allein ist tot; denn nach dem Beschluß
Absaloms war es festgestellt von dem Tage an, da er seine Schwester Tamar
geschwächt hat.
2Sam 13,33 Und nun nehme mein Herr, der König,
die Sache nicht zu Herzen, daß er spreche: alle Söhne
des Königs sind tot; sondern Amnon allein ist tot.
2Sam 13,34 Und Absalom entfloh. Und der Knabe,
der Wächter, erhob seine Augen und sah: und siehe, viel Volks kam von dem Wege
hinter {O. westlich von} ihm, von {O.
an} der Seite des Berges.
2Sam 13,35 Da sprach Jonadab
zu dem König: Siehe, die Söhne des Königs kommen; wie dein Knecht gesagt hat,
also ist es geschehen.
2Sam 13,36 Und es geschah, sowie er ausgeredet
hatte, siehe, da kamen die Söhne des Königs und erhoben ihre Stimme und
weinten; und auch der König und alle seine Knechte brachen in ein sehr großes
Weinen aus.
2Sam 13,37 Absalom aber entfloh und ging zu Talmai, dem Sohne Ammihurs, {Nach
and. Lesart: Ammihuds} dem König von Gesur. Und David {W. er} trauerte um
seinen Sohn alle Tage.
2Sam 13,38 Absalom aber entfloh und
ging nach Gesur; und er war daselbst drei Jahre.
2Sam 13,39 Und der König David sehnte sich, zu
Absalom hinauszuziehen; denn er hatte sich über Amnon getröstet, daß er tot war.
2Sam 14,1 Und Joab,
der Sohn der Zeruja, merkte, daß das Herz des Königs
nach Absalom stand.
2Sam
14,2 Da sandte Joab nach Tekoa
und ließ von dannen ein kluges Weib holen; und er sprach zu ihr: Stelle dich
doch trauernd und ziehe Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl, und sei
wie ein Weib, das schon viele Tage über einen Toten trauert;
2Sam 14,3 und gehe zum König hinein
und rede zu ihm nach diesem Worte. Und Joab legte ihr
die Worte in den Mund.
2Sam 14,4 Und das tekoitische
Weib sprach zu dem König; und sie fiel auf ihr Antlitz zur Erde und beugte sich
nieder und sprach: Hilf, o König!
2Sam 14,5 Und der König sprach zu ihr: Was
ist dir? Und sie sprach: Fürwahr, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist
gestorben.
2Sam 14,6 Und deine Magd hatte zwei Söhne,
und sie zankten sich beide auf dem Felde, und niemand war da, der rettend
dazwischentrat; {W. und kein Rettender zwischen ihnen} und der
eine schlug den anderen und tötete ihn.
2Sam
14,7 Und siehe, das ganze Geschlecht ist wider deine Magd aufgestanden, und
sie sprechen: Gib den heraus, der seinen Bruder erschlagen hat, daß wir ihn töten für die Seele seines Bruders, den er
ermordet hat, und auch den Erben vertilgen! und so wollen sie meine Kohle
auslöschen, die mir übriggeblieben ist, um meinem Manne weder Namen noch
Überrest auf dem Erdboden zu lassen.
2Sam 14,8 Da sprach der König zu dem
Weibe: Gehe nach deinem Hause, und ich werde deinethalben gebieten.
2Sam 14,9 Und das tekoitische
Weib sprach zu dem König: Auf mir, mein Herr König, und auf dem Hause meines
Vaters sei die Ungerechtigkeit; der König aber und sein Thron seien schuldlos!
2Sam 14,10 Und der König sprach: Wer
wider dich redet, den bringe zu mir, und er soll dich fortan nicht mehr
antasten.
2Sam
14,11 Und sie sprach: Der König gedenke doch Jehovas, deines
Gottes, damit der Bluträcher nicht noch mehr Verderben anrichte, und sie meinen
Sohn nicht vertilgen! Und er sprach: So wahr Jehova lebt, wenn von den Haaren
deines Sohnes eines auf die Erde fällt!
2Sam 14,12 Und das Weib sprach: Laß doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn, dem König,
reden!
2Sam 14,13 Und er sprach: Rede! Da
sprach das Weib: Und warum hast du dergleichen wider Gottes Volk im Sinne? denn
da der König dieses Wort geredet hat, ist er wie schuldig, {O.
denn der König hat dieses Wort geredet als ein Schuldiger} indem der
König seinen Verstoßenen nicht zurückholen läßt.
2Sam
14,14 Denn wir müssen gewißlich sterben
und sind wie Wasser, das auf die Erde geschüttet ist, welches man nicht wieder
sammeln kann; und Gott nimmt nicht das Leben weg, sondern er sinnt darauf, daß der Verstoßene nicht von ihm weg verstoßen bleibe.
2Sam 14,15 Und nun, daß
ich gekommen bin, um dieses Wort zu dem König, meinem Herrn, zu reden, ist,
weil das Volk mich in Furcht gesetzt hat. Da dachte {Eig.
sagte} deine Magd: Ich will doch zu dem König reden, vielleicht wird
der König das Wort seiner Magd tun;
2Sam 14,16 denn der König wird erhören, um
seine Magd aus der Hand des Mannes zu erretten, der mich und meinen Sohn
zusammen aus dem Erbteil Gottes vertilgen will.
2Sam
14,17 Und deine Magd dachte: {Eig. sagte} Das Wort
meines Herrn, des Königs, möge doch zur Beruhigung sein; denn wie ein {O.
der} Engel Gottes, also ist mein Herr, der König, um das Gute und das Böse
anzuhören; und Jehova, dein Gott, sei mit dir!
2Sam 14,18 Da antwortete der König und sprach
zu dem Weibe: Verhehle mir doch ja nichts, wonach ich dich fragen will! Und das
Weib sprach: Es wolle doch mein Herr, der König, reden!
2Sam 14,19 Und der König sprach: Ist
die Hand Joabs mit dir in diesem allem? Und das Weib
antwortete und sprach:
So wahr
deine Seele lebt, mein Herr König, wenn zur Rechten oder zur Linken zu weichen
ist von allem, was mein Herr, der König, redet! denn dein Knecht Joab, er hat es mir geboten, und er hat deiner Magd alle
diese Worte in den Mund gelegt.
2Sam 14,20 Um das Ansehen der Sache zu wenden,
hat dein Knecht Joab dieses getan; aber mein Herr ist
weise, gleich der Weisheit eines {O. des} Engels
Gottes, daß er alles weiß, was auf Erden vorgeht.
2Sam 14,21 Und der König sprach zu Joab: Siehe doch, ich habe {Nach and.
Lesart: du hast} dieses getan; so gehe hin, hole den Jüngling, den Absalom,
zurück.
2Sam 14,22 Da fiel Joab
auf sein Angesicht zur Erde und beugte sich nieder und segnete den König; und Joab sprach: Heute weiß dein Knecht, daß
ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, mein Herr König, da der König das Wort
seines Knechtes getan hat.
2Sam 14,23 Und Joab
machte sich auf und ging nach Gesur, und er brachte
Absalom nach Jerusalem.
2Sam 14,24 Aber der König sprach: Er soll sich
nach seinem Hause wenden und mein Angesicht nicht sehen. Und Absalom wandte
sich nach seinem Hause und sah das Angesicht des Königs nicht.
2Sam 14,25 Und in ganz Israel war kein Mann
wegen seiner Schönheit so sehr zu preisen wie Absalom; von seiner Fußsohle bis
zu seinem Scheitel war kein Fehl an ihm.
2Sam 14,26 Und wenn er sein Haupt
scheren ließ, - es geschah nämlich von Jahr zu Jahr, {O.
nach Ablauf einer gewissen Zeit} daß er es
scheren ließ, denn es war ihm zu schwer, und so ließ er es scheren - so wog
sein Haupthaar zweihundert Sekel, nach dem Gewicht des Königs.
2Sam 14,27 Und dem Absalom wurden drei Söhne
geboren und eine Tochter, ihr Name war Tamar; sie war ein Weib, schön von
Ansehen.
2Sam 14,28 Und Absalom wohnte zu
Jerusalem zwei volle Jahre; und er sah das Angesicht des Königs nicht.
2Sam 14,29 Da sandte Absalom zu Joab, um ihn zu dem König zu senden; aber er wollte nicht
zu ihm kommen. Und er sandte wiederum zum zweiten Mal, aber er wollte nicht
kommen.
2Sam 14,30 Da sprach er zu seinen Knechten:
Sehet, das Ackerstück Joabs ist an meiner Seite, und
er hat daselbst Gerste; gehet hin und zündet es mit Feuer an! Und die Knechte
Absaloms zündeten das Ackerstück mit Feuer an.
2Sam 14,31 Da machte Joab
sich auf und kam zu Absalom ins Haus, und sprach zu ihm: Warum haben deine
Knechte mein Ackerstück mit Feuer angezündet?
2Sam
14,32 Und Absalom sprach zu Joab: Siehe,
ich habe zu dir gesandt und dir sagen lassen: Komm her, daß
ich dich zu dem König sende, um ihm zu sagen: Warum bin ich von Gesur gekommen? Besser wäre mir, ich wäre noch dort. Und
nun möchte ich das Angesicht des Königs sehen; und wenn eine Ungerechtigkeit an
mir ist, so töte er mich!
2Sam 14,33 Da begab sich Joab
zu dem König und berichtete es ihm. Und er rief Absalom; und er kam zu dem
König und warf sich auf sein Antlitz zur Erde nieder vor dem König, und der
König küßte Absalom.
2Sam 15,1 Und es geschah hernach, da schaffte
sich Absalom Wagen und Rosse an, und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
2Sam 15,2 Und Absalom machte sich früh
auf und stellte sich an die Seite des Torweges; und es geschah: jedermann, der
einen Rechtsstreit hatte, um zu dem König zu Gericht zu kommen, dem rief
Absalom zu und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Und sprach er: Dein Knecht
ist aus einem der Stämme Israels,
2Sam 15,3 so sprach Absalom zu ihm: Siehe,
deine Sachen sind gut und recht; aber du hast von seiten
des Königs niemand, der sie anhörte.
2Sam 15,4 Und Absalom sprach: Wer mich doch
zum Richter setzte im Lande, daß jedermann zu mir
käme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel hat, und ich würde ihm zu seinem
Recht verhelfen!
2Sam 15,5 Und es geschah, wenn jemand ihm
nahte, um sich vor ihm niederzubeugen, so streckte er seine Hand aus und
ergriff ihn und küßte ihn.
2Sam 15,6 Und Absalom tat auf solche Weise
allen Israeliten, die zu dem König zu Gericht kamen; und so stahl Absalom das
Herz der Männer von Israel.
2Sam 15,7 Und es geschah am Ende von vierzig {Wahrsch. ist "vier" zu lesen} Jahren, da
sprach Absalom zu dem König: Laß mich doch hingehen
und zu Hebron mein Gelübde erfüllen, das ich Jehova gelobt habe;
2Sam 15,8 denn als ich zu Gesur
in Syrien wohnte, tat dein Knecht ein Gelübde und sprach: Wenn Jehova mich
wirklich nach Jerusalem zurückbringt, so will ich Jehova dienen.
2Sam 15,9 Und der König sprach zu ihm:
Gehe hin in Frieden! Und er machte sich auf und ging nach Hebron.
2Sam 15,10 Und Absalom sandte Kundschafter in
alle Stämme Israels und ließ sagen: Sobald ihr den Schall der Posaune höret, so
sprechet: Absalom ist König geworden zu Hebron!
2Sam 15,11 Und mit Absalom gingen zweihundert
Mann aus Jerusalem; sie waren geladen worden {d.h. zur
Opfermahlzeit} und gingen in ihrer Einfalt; und sie wußten
um nichts.
2Sam 15,12 Und Absalom entbot Ahitophel, den Giloniter, den Rat
Davids, aus seiner Stadt, aus Gilo, während er die
Opfer schlachtete. Und die Verschwörung wurde stark, und das Volk mehrte sich
fort und fort bei Absalom.
2Sam 15,13 Und es kam einer zu David,
der ihm berichtete und sprach: Das Herz der Männer von Israel hat sich Absalom
zugewandt. {W. ist Absalom nach}
2Sam 15,14 Da sprach David zu allen
seinen Knechten, die in Jerusalem bei ihm waren: Machet euch auf und laßt uns fliehen; denn sonst wird es kein Entrinnen für uns
geben vor Absalom. Eilet, hinwegzugehen, daß er nicht
eilends uns erreiche und das Unglück über uns treibe und die Stadt schlage mit
der Schärfe des Schwertes!
2Sam 15,15 Und die Knechte des Königs sprachen
zu dem König: Nach allem, was mein Herr, der König, zu tun erwählen wird, siehe
hier, deine Knechte!
2Sam 15,16 Und der König zog hinaus, und sein
ganzes Haus in seinem Gefolge; und der König ließ zehn Kebsweiber zurück, um
das Haus zu bewahren.
2Sam 15,17 So zog der König hinaus, und
alles Volk in seinem Gefolge, und sie machten Halt bei dem entfernten
Hause. {O.
bei Beth-Merchak}
2Sam 15,18 Und alle seine Knechte zogen an
seiner Seite hinüber; und alle Kerethiter und alle Pelethiter, {Vergl. die Anm. zu
Kap. 8,18} und alle Gathiter, sechshundert
Mann, die in seinem Gefolge von Gath gekommen waren, zogen vor dem König
hinüber.
2Sam 15,19 Da sprach der König zu Ittai, dem Gathiter: Warum willst
auch du mit uns gehen? Kehre um und bleibe bei dem König; denn du bist ein
Fremder, und sogar in deinen Ort eingewandert.
2Sam 15,20 Gestern bist du gekommen, und heute
sollte ich dich mit uns umherirren lassen? Ich aber gehe, wohin ich gehe. Kehre
um und führe deine Brüder zurück; Güte und Wahrheit seien mit dir!
2Sam 15,21 Aber Ittai
antwortete dem König und sprach: So wahr Jehova lebt und mein Herr König lebt,
an dem Orte, wo mein Herr, der König, sein wird, sei es zum Tode, sei es zum
Leben, daselbst wird auch dein Knecht sein!
2Sam 15,22 Da sprach David zu Ittai: Komm und ziehe hinüber! Und Ittai,
der Gathiter, zog hinüber mit allen seinen Männern
und allen Kindern, die bei ihm waren.
2Sam 15,23 Und das ganze Land weinte mit
lauter Stimme, und alles Volk ging hinüber. Und der König ging über den Bach Kidron; und alles Volk zog hinüber nach dem Wege zur Wüste
hin.
2Sam 15,24 Und siehe, auch Zadok {S.
Kap. 8,17} war da und alle Leviten mit ihm, die Lade des Bundes Gottes
tragend; und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjathar
{S. 1. Sam. 22,20} ging hinauf, bis alles Volk aus der
Stadt vollends hinübergegangen war.
2Sam 15,25 Und der König sprach zu Zadok:
Bringe die Lade Gottes in die Stadt zurück. Wenn ich Gnade finde in den Augen
Jehovas, so wird er mich zurückbringen, und mich sie und seine Wohnung sehen
lassen.
2Sam 15,26 Wenn er aber also spricht: Ich habe
kein Gefallen an dir - hier bin ich, mag er mit mir
tun, wie es gut ist in seinen Augen.
2Sam 15,27 Und der König sprach zu Zadok, dem
Heiliger: Bist du nicht der Seher? Kehre in die Stadt zurück in Frieden, und Achimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars, eure beiden Söhne, mit euch.
2Sam 15,28 Sehet, ich will in den Ebenen {O.
Steppen} der Wüste verziehen, bis ein Wort von euch kommt, mir Kunde
zu geben.
2Sam 15,29 Und Zadok und Abjathar brachten die Lade Gottes nach Jerusalem zurück,
und sie blieben daselbst.
2Sam
15,30 David aber ging die Anhöhe der Olivenbäume hinauf und weinte,
während er hinaufging; und sein Haupt war verhüllt, und er ging barfuß; und
alles Volk, das bei ihm war, hatte ein jeder sein Haupt verhüllt und ging unter
Weinen hinauf.
2Sam 15,31 Und man berichtete David und
sprach: Ahitophel ist unter den Verschworenen mit
Absalom. Da sprach David: Betöre doch den Rat Ahitophels,
Jehova!
2Sam 15,32 Und es geschah, als David auf den
Gipfel gekommen war, wo er {O. man} Gott anzubeten pflegte,
siehe, da kam ihm Husai, der Arkiter,
entgegen mit zerrissenem Leibrock und Erde auf seinem Haupte.
2Sam 15,33 Und David sprach zu ihm:
Wenn du mit mir weiter gehst, so wirst du mir zur Last sein.
2Sam 15,34 Wenn du aber in die Stadt
zurückkehrst und zu Absalom sagst: Dein Knecht, o König, will ich sein; wie ich
von jeher der Knecht deines Vaters gewesen bin, so will ich jetzt dein Knecht
sein: so wirst du mir den Rat Ahitophels zunichte machen.
2Sam 15,35 Und sind nicht Zadok und Abjathar, die Heiliger, dort bei dir? Und es soll
geschehen, jede Sache, die du aus dem Hause des Königs hören wirst, sollst du
Zadok und Abjathar, den Heiligern,
kundtun.
2Sam 15,36 Siehe, ihre beiden Söhne sind
daselbst bei ihnen, Achimaaz, des Zadok, und
Jonathan, des Abjathar Sohn; so entbietet mir durch
sie jede Sache, die ihr hören werdet.
2Sam 15,37 Da begab sich Husai, der Freund Davids, in die Stadt; Absalom aber zog in
Jerusalem ein.
2Sam 16,1 Und als David von dem Gipfel
ein wenig weiter gegangen war, siehe, da kam Ziba, der Knabe Mephiboseths, ihm entgegen mit einem Paar gesattelter Esel,
und auf ihnen zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert Kuchen
von getrocknetem Obst und ein Schlauch Wein.
2Sam 16,2 Und der König sprach zu
Ziba: Was willst du damit? Und Ziba sprach: Die Esel sind für das Haus des
Königs, um darauf zu reiten, und das Brot und das getrocknete Obst zum Essen
für die Knaben, und der Wein zum Trinken für den, der in der Wüste ermattet.
2Sam 16,3 Und der König sprach: Und wo ist
der Sohn deines Herrn? Und Ziba sprach zu dem König: Siehe, er bleibt in
Jerusalem; denn er sprach: Heute wird mir das Haus Israel das Königtum meines
Vaters wiedergeben!
2Sam 16,4 Da sprach der König zu Ziba: Siehe,
dein ist alles, was Mephiboseth gehört. Und Ziba
sprach: Ich beuge mich nieder; möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr
König!
2Sam 16,5 Und als der König David nach Bachurim kam, siehe, da kam von dannen heraus ein Mann vom
Geschlecht des Hauses Sauls, sein Name war Simei, der
Sohn Geras. Er kam unter Fluchen heraus,
2Sam 16,6 und warf mit Steinen nach David und
nach allen Knechten des Königs David; und alles Volk und alle Helden waren zu
seiner Rechten und zu seiner Linken.
2Sam 16,7 Und Simei
sprach also, indem er fluchte: Hinweg, hinweg, du Mann des Blutes und Mann
Belials!
2Sam 16,8 Jehova hat alles Blut des
Hauses Sauls, an dessen Statt du König geworden bist,
auf dich zurückgebracht, und Jehova hat das Königtum in die Hand deines Sohnes
Absalom gegeben; und siehe, nun bist du in deinem Unglück, denn ein Mann des
Blutes bist du!
2Sam 16,9 Und Abisai,
der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Warum soll dieser tote Hund meinem
Herrn, dem König, fluchen? Laß mich doch hinübergehen
und ihm den Kopf wegnehmen!
2Sam 16,10 Aber der König sprach: Was haben
wir miteinander zu schaffen, ihr Söhne der Zeruja? Ja, mag er fluchen! denn
wenn Jehova {O. wenn er flucht, und wenn Jehova} ihm gesagt
hat: Fluche David! wer darf dann sagen: Warum tust du also?
2Sam 16,11 Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der
aus meinem Leibe hervorgegangen ist, trachtet mir nach dem Leben; wieviel mehr
nun dieser Benjaminiter! Laßt
ihn, daß er fluche; denn Jehova hat es ihn geheißen.
2Sam 16,12 Vielleicht wird Jehova mein Elend
ansehen, und Jehova mir Gutes erstatten dafür, daß
mir geflucht wird an diesem Tage.
2Sam 16,13 Und David und seine Männer
zogen auf dem Wege; Simei aber ging an der Seite des
Berges, ihm
gegenüber, {d.h.
indem er gleichen Schrittes mit ihm hielt} immerfort fluchend, und warf mit
Steinen gegen ihn {Eig. ihmgegenüber;
der gleicheSinn wievorher} und warf
Staub empor.
2Sam 16,14 Und der König und alles
Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an; und er erholte sich daselbst.
2Sam 16,15 Absalom aber und alles Volk,
die Männer von Israel, kamen nach Jerusalem, und Ahitophel
mit ihm.
2Sam 16,16 Und es geschah, als Husai, der Arkiter, der Freund
Davids, zu Absalom kam, da sprach Husai zu Absalom:
Es lebe der König! es lebe der König!
2Sam 16,17 Und Absalom sprach zu Husai: Ist das deine Güte an deinem Freunde? Warum bist du
nicht mit deinem Freunde gegangen?
2Sam 16,18 Und Husai
sprach zu Absalom: Nein, sondern wen Jehova erwählt hat und dieses Volk und
alle Männer von Israel, dessen will ich sein, und bei ihm will ich bleiben;
2Sam 16,19 und zum anderen, wem sollte ich
dienen? nicht vor seinem Sohne? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, also
will ich vor dir sein.
2Sam 16,20 Und Absalom sprach zu Ahitophel: Schaffet Rat, was wir tun sollen!
2Sam 16,21 Und Ahitophel
sprach zu Absalom: Gehe ein zu den Kebsweibern deines Vaters, die er
zurückgelassen hat, um das Haus zu bewahren; so wird ganz Israel hören, daß du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, und die
Hände aller derer, die mit dir sind, werden erstarken.
2Sam 16,22 Da schlug man für Absalom ein Zelt
auf dem Dache auf; und Absalom ging ein zu den Kebsweibern seines Vaters vor
den Augen von ganz Israel.
2Sam 16,23 Der Rat Ahitophels
aber, den er in jenen Tagen riet, war, wie wenn man das Wort Gottes befragte;
also war jeder Rat Ahitophels, sowohl für David als
auch für Absalom.
2Sam 17,1 Und Ahitophel
sprach zu Absalom: Laß mich doch zwölftausend Mann
auslesen, und mich aufmachen und diese Nacht David nachjagen;
2Sam 17,2 und ich werde über ihn kommen,
während er müde und an Händen schlaff ist, und ihn in Schrecken setzen; und
alles Volk, das bei ihm ist, wird fliehen, und ich werde den König allein
schlagen;
2Sam 17,3 und so werde ich alles Volk zu dir
zurückbringen. Gleich der Rückkehr aller ist der Mann, den du suchst: das ganze
Volk wird in Frieden sein.
2Sam 17,4 Und das Wort war recht in
den Augen Absaloms und in den Augen aller Ältesten von Israel.
2Sam 17,5 Und Absalom sprach: Rufe
doch auch Husai, den Arkiter,
daß wir hören, was auch er sagt.
2Sam 17,6 Und Husai
kam zu Absalom; und Absalom sprach zu ihm und sagte: Nach diesem Worte hat Ahitophel geredet; sollen wir sein Wort ausführen? Wenn
nicht, so rede du!
2Sam 17,7 Da sprach Husai zu Absalom: Nicht gut ist der Rat, den Ahitophel diesmal gegeben hat.
2Sam 17,8 Und Husai
sprach: Du kennst ja deinen Vater und seine Männer, daß
sie Helden, und daß sie erbitterten Gemütes sind, wie
eine der Jungen beraubte Bärin auf dem Felde; und dein Vater ist ein
Kriegsmann: er wird nicht bei dem Volke übernachten.
2Sam
17,9 Siehe, er hat sich jetzt in irgend einer Schlucht oder sonst an einem
Orte versteckt. Und es wird geschehen, wenn zu Anfang etliche unter ihnen
fallen, so wird jeder, der es hört, sagen: Es hat eine Niederlage unter dem
Volke stattgefunden, das Absalom nachfolgt!
2Sam 17,10 und ist er auch ein tapferer Mann,
dessen Herz wie ein Löwenherz ist, so wird er sicher verzagen; denn ganz Israel
weiß, daß dein Vater ein Held ist, und die bei ihm
sind tapfere Männer.
2Sam 17,11 Sondern ich rate: Es werde ganz
Israel insgesamt zu dir versammelt, von Dan bis Beerseba,
wie der Sand, der am Meere ist, an Menge; und deine Person {W.
deinAngesicht} ziehe mit ins Treffen.
2Sam
17,12 Und wir werden über ihn kommen an einem der Orte, wo er sich
befindet, und uns auf ihn niederlassen, wie der Tau auf den Erdboden fällt; und
es wird von ihm und von all den Männern, die bei ihm sind, auch nicht einer
übrigbleiben.
2Sam 17,13 Und wenn er sich in eine Stadt
zurückzieht, so soll ganz Israel Seile an jene Stadt legen, und wir schleppen
sie an den Fluß, {O. in das Tal} bis dort
auch nicht ein Steinchen mehr gefunden wird.
2Sam
17,14 Und Absalom und alle Männer von Israel sprachen: Der Rat Husais, des Arkiters, ist besser
als der Rat Ahitophels. Aber {O.
denn} Jehova hatte es so angeordnet, um den guten Rat Ahitophels zunichte zu machen, damit Jehova das Unglück
über Absalom brächte.
2Sam 17,15 Und Husai
sprach zu Zadok und zu Abjathar, den Heiligern: So und so hat Ahitophel
dem Absalom und den Ältesten von Israel geraten, und so und so habe ich
geraten.
2Sam
17,16 So sendet nun eilends hin und berichtet David und sprechet:
Übernachte nicht diese Nacht in den Ebenen der Wüste, sondern gehe jedenfalls
hinüber, damit nicht der König und alles Volk, das bei ihm ist, verschlungen
werde.
2Sam 17,17 Jonathan aber, und Achimaaz {Vergl. Kap. 15,36} standen bei
En-Rogel {die Walkerquelle,
südöstlich von Jerusalem} (eine Magd ging nämlich hin und berichtete ihnen, und
sie gingen hin und berichteten dem König David; denn sie durften sich nicht
sehen lassen, indem sie in die Stadt kamen). {O. daß sie in die Stadt hätten kommen können}
2Sam 17,18 Und ein Knabe sah sie und
berichtete es Absalom. Da gingen sie beide eilends und kamen in das Haus eines
Mannes zu Bachurim; der hatte einen Brunnen in seinem
Hofe, und sie stiegen dort hinab.
2Sam 17,19 Und das Weib nahm eine Decke und
breitete sie über den Brunnen, und streute Grütze darüber aus, so daß nichts bemerkt wurde.
2Sam 17,20 Und die Knechte Absaloms kamen zu
dem Weibe ins Haus und sprachen: Wo sind Achimaaz und
Jonathan? Und das Weib sprach zu ihnen: Sie sind über das Wasserbächlein
gegangen. Und sie suchten, aber sie fanden sie nicht, und kehrten nach
Jerusalem zurück.
2Sam
17,21 Und es geschah, nachdem sie weggegangen waren, da stiegen sie
aus dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem König David; und sie
sprachen zu David: Machet euch auf und gehet eilends über das Wasser, denn so
hat Ahitophel wider euch geraten.
2Sam 17,22 Da machte David sich auf, und alles
Volk, das bei ihm war, und sie gingen über den Jordan; bis der Morgen hell
wurde, ward auch nicht einer vermißt, der nicht über
den Jordan gegangen wäre.
2Sam
17,23 Als aber Ahitophel sah, daß sein Rat nicht ausgeführt worden war, sattelte er den
Esel und machte sich auf und zog nach seinem Hause, nach seiner Stadt; und er
bestellte sein Haus und erdrosselte sich; und er starb und wurde begraben im
Begräbnis seines Vaters.
2Sam 17,24 Und David kam nach Machanaim; und Absalom ging über den Jordan, er und alle
Männer von Israel mit ihm.
2Sam 17,25 Und Absalom setzte Amasa an Joabs Statt über das Heer. Amasa war
aber der Sohn eines Mannes,
dessen Name Jithra war, der
Israelit, {Wahrsch. zu lesen:
der Ismaelit; wie1. Chron. 2,17} der zu Abigail eingegangen war, der
Tochter des Nahas, der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs.
2Sam 17,26 Und Israel und Absalom
lagerten sich im Lande Gilead.
2Sam 17,27 Und es geschah, als David nach Machanaim kam, da brachten Schobi,
der Sohn des Nahas, aus Rabba der Kinder Ammon, und Makir,
der Sohn Ammiels, aus Lodebar,
und Barsillai, der Gileaditer,
aus Rogelim,
2Sam 17,28 Betten und Becken und
Töpfergefäße, und Weizen und Gerste und Mehl, und geröstete Körner und Bohnen
und Linsen und Geröstetes {Eig. geröstete Körner} davon,
2Sam 17,29 und Honig und geronnene Milch, und
Kleinvieh und Kuhkäse zu David und zu dem Volke, das
bei ihm war, daß sie äßen; denn sie sprachen: Das
Volk ist hungrig und matt und durstig in der Wüste.
2Sam 18,1 Und David musterte das Volk, das
bei ihm war, und setzte über sie Oberste über tausend und Oberste über hundert.
2Sam
18,2 Und David entsandte das Volk: ein Drittel unter der Hand Joabs und ein Drittel unter der Hand Abisais,
des Sohnes der Zeruja, des Bruder Joabs, und ein
Drittel unter der Hand Ittais, des Gathiters. Und der König sprach zu dem Volke: Auch ich
werde gewißlich mit euch ausziehen.
2Sam 18,3 Aber das Volk sprach: Du sollst
nicht ausziehen; denn wenn wir fliehen müßten, so
würden sie nicht auf uns den Sinn richten; und wenn die Hälfte von uns stürbe,
so würden sie nicht auf uns den Sinn richten; denn du bist wie unser
zehntausend. So ist es nun besser, daß du uns von der
Stadt aus zum Beistande bist.
2Sam 18,4 Und der König sprach zu ihnen: Was
gut ist in euren Augen, will ich tun. Und der König stellte sich an die Seite
des Tores, und alles Volk zog aus zu {O. nach} Hunderten
und zu {O. nach} Tausenden.
2Sam 18,5 Und der König gebot Joab und Abisai und Ittai und sprach: Verfahret mir gelinde mit dem Jüngling,
mit Absalom! Und alles Volk hörte es, als der König allen Obersten wegen
Absaloms gebot.
2Sam 18,6 Und das Volk zog aus ins
Feld, Israel entgegen; und die Schlacht fand statt im Walde Ephraim.
2Sam 18,7 Und das Volk von Israel wurde
daselbst vor den Knechten Davids geschlagen, und die Niederlage wurde daselbst
groß an jenem Tage: 20000 Mann.
2Sam 18,8 Und die Schlacht breitete sich
daselbst aus über das ganze Land; und der Wald fraß mehr unter dem Volke, als
das Schwert an jenem Tage fraß.
2Sam 18,9 Und Absalom stieß auf die Knechte
Davids; und Absalom ritt auf einem Maultier, und das Maultier kam unter die
verschlungenen Zweige einer großen Terebinthe; und er blieb mit dem Haupte an
der Terebinthe hangen, und schwebte zwischen Himmel und Erde; das Maultier
aber, das unter ihm war, lief davon.
2Sam 18,10 Und ein Mann sah es und berichtete
es Joab und sprach: Siehe, ich habe Absalom an einer
Terebinthe hangen sehen.
2Sam 18,11 Da sprach Joab
zu dem Manne, der es ihm berichtete: Siehe, wenn du ihn gesehen hast, warum
hast du ihn nicht daselbst zu Boden geschlagen? und an mir war es, dir zehn
Sekel Silber und einen Gürtel zu geben.
2Sam
18,12 Aber der Mann sprach zu Joab: Und
wenn ich tausend Sekel Silber auf meinen Händen wöge, würde ich meine Hand
nicht nach des Königs Sohn ausstrecken; denn vor unseren Ohren hat der König
dir und Abisai und Ittai
geboten und gesagt: Seid vorsichtig, wer es auch sei, mit dem {O.
Nehmet in acht ... den} Jüngling mit Absalom!
2Sam 18,13 Hätte ich aber trüglich
gegen sein Leben gehandelt, - und es bleibt ja keine Sache vor dem König
verborgen - so würdest du {And.
l.: Oder ich hätte trüglich gehandelt gegen mein Leben; denn es bleibt...und du
würdest usw.} selbst wider mich auftreten. {Eig. dichauf die gegenüberliegende Seitestellen}
2Sam 18,14 Da sprach Joab:
Ich mag nicht also vor dir warten. Und er nahm drei Spieße in seine Hand und
stieß sie in das Herz Absaloms, während er noch inmitten der Terebinthe lebte.
2Sam 18,15 Und zehn Knaben,
Waffenträger Joabs, umgaben und erschlugen Absalom
und töteten ihn.
2Sam 18,16 Und Joab
stieß in die Posaune, und das Volk kehrte um von der Verfolgung Israels; denn Joab hielt das Volk ab. {O. schontedas Volk}
2Sam 18,17 Und sie nahmen Absalom und warfen
ihn in eine {And.: die} große Grube im Walde, und
errichteten über ihm einen sehr großen Haufen Steine. Und ganz Israel floh, ein
jeder nach seinem Zelte.
2Sam 18,18 Absalom aber hatte bei
seinen Lebzeiten eine Denksäule genommen und sich aufgerichtet, die im
Königstale steht; denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, um meinen Namen in
Erinnerung zu halten. Und er hatte die Denksäule nach seinem Namen genannt; und
man nennt sie das Denkmal Absaloms, bis auf diesen Tag.
2Sam 18,19 Und Achimaaz,
der Sohn Zadoks, sprach: Ich will doch hinlaufen und dem König Botschaft
bringen, daß
Jehova ihm Recht verschafft
hat von der Hand {Eig. von der Handweg,
d.h. durch Befreiung aus derselben; soauch V.31} seiner
Feinde.
2Sam 18,20 Aber Joab
sprach zu ihm: Du sollst nicht Bote sein an diesem Tage, sondern du magst an
einem anderen Tage Botschaft bringen; doch an diesem Tage sollst du nicht
Botschaft bringen, da ja der Sohn des Königs tot ist.
2Sam 18,21 Und Joab
sprach zu dem Kuschiten: Gehe hin, berichte dem König, was du gesehen hast. Und
der Kuschit beugte sich nieder vor Joab und lief hin.
2Sam
18,22 Da sprach Achimaaz, der Sohn
Zadoks, wiederum zu Joab: Was auch geschehen möge, laß doch auch mich hinter dem Kuschiten herlaufen! Und Joab sprach: Warum willst du denn laufen, mein Sohn, da für
dich keine einträgliche Botschaft da ist? -
2Sam 18,23 Was auch geschehen möge, ich will
laufen. - Und er sprach zu ihm: Laufe! Und Achimaaz
lief den Weg des Jordankreises und kam dem Kuschiten zuvor.
2Sam 18,24 Und David saß zwischen den beiden
Toren; und der Wächter ging auf das Dach des Tores, auf die Mauer, und er erhob
seine Augen und sah, und siehe, ein Mann, der allein lief.
2Sam 18,25 Und der Wächter rief und berichtete
es dem König. Und der König sprach: Wenn er allein ist, so ist eine Botschaft
in seinem Munde. Und er kam stets näher und näher.
2Sam 18,26 Da sah der Wächter einen anderen
Mann laufen; und der Wächter rief dem Torhüter zu {And.
l.: gegen das Tor hin} und sprach: Siehe, ein Mann, der allein läuft! Und der
König sprach: Auch dieser ist ein Bote.
2Sam 18,27 Und der Wächter sprach: Ich sehe
den Lauf des ersten an für den Lauf des Achimaaz, des
Sohnes Zadoks. Und der König sprach: Das ist ein guter Mann, und er kommt zu
guter Botschaft.
2Sam 18,28 Und Achimaaz
rief und sprach zu dem König: Friede! {O. Heil} Und er
beugte sich vor dem König auf sein Antlitz zur Erde nieder und sprach:
Gepriesen sei Jehova, dein Gott, der die Männer überliefert hat, die ihre Hand
erhoben haben wider meinen Herrn, den König!
2Sam 18,29 Und der König sprach: Geht es dem
Jüngling, dem Absalom, wohl? Und Achimaaz sprach: Ich
sah ein großes Getümmel, als Joab den Knecht des
Königs und deinen Knecht absandte; aber ich weiß nicht, was es war.
2Sam 18,30 Und der König sprach: Wende
dich, stelle dich hierher. Und er wandte sich und blieb stehen.
2Sam 18,31 Und siehe, der Kuschit
kam, und der Kuschit sprach: Mein Herr, der König,
lasse sich die Botschaft bringen, daß Jehova dir
heute Recht verschafft hat von der Hand aller, die wider dich aufgestanden
sind.
2Sam 18,32 Und der König sprach zu dem
Kuschiten: Geht es dem Jüngling, dem Absalom, wohl? Und der Kuschit
sprach: Wie dem Jüngling, so möge es den Feinden des Königs, meines Herrn,
ergehen und allen, die wider dich aufgestanden sind zum Bösen!
2Sam 18,33 Da wurde der König sehr
bewegt, und er stieg hinauf in das Obergemach des Tores und weinte; und während
er ging, sprach er also: Mein Sohn Absalom! mein Sohn, mein Sohn Absalom! wäre
ich doch an deiner Statt gestorben! Absalom, mein
Sohn, mein Sohn!
2Sam 19,1 Und es wurde Joab berichtet: Siehe, der König weint und trauert um
Absalom.
2Sam 19,2 Und der Sieg wurde an jenem Tage
zur Trauer für das ganze Volk; denn das Volk hörte an jenem Tage sagen: Der
König ist betrübt um seinen Sohn.
2Sam 19,3 Und das Volk stahl sich in die
Stadt hinein an jenem Tage, wie ein Volk sich wegstiehlt, das zu Schanden
geworden, wenn es im Streit geflohen ist.
2Sam 19,4 Und der König hatte sein Angesicht
verhüllt, und der König schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom,
mein Sohn, mein Sohn!
2Sam
19,5 Da begab sich Joab zum König ins Haus und
sprach: Du hast heute das Angesicht aller deiner Knechte beschämt, die heute
dein Leben errettet haben und das Leben deiner Söhne und deiner Töchter, und
das Leben deiner Weiber und das Leben deiner Kebsweiber,
2Sam 19,6 indem du liebst, die dich
hassen, und hassest, die dich lieben; denn du hast heute kundgetan, daß dir Oberste und Knechte nichts sind; denn heute erkenne
ich, daß, wenn Absalom lebendig und wir alle heute
tot wären, daß es dann recht wäre in deinen Augen.
2Sam 19,7 Und nun mache dich auf, gehe
hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte; denn ich schwöre bei Jehova, wenn du
nicht hinausgehst, so wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben; und das
wäre schlimmer für dich als alles Übel, das über dich gekommen ist von deiner
Jugend an bis jetzt.
2Sam 19,8 Da machte der König sich auf und
setzte sich in das Tor. Und man berichtete allem Volke und sprach: Siehe, der
König sitzt im Tore! Da kam alles Volk vor den König. Israel aber war geflohen,
ein jeder nach seinen
Zelten.
2Sam 19,9 Und das ganze Volk haderte
miteinander unter allen Stämmen Israels und sprach: Der König hat uns aus der
Hand unserer Feinde errettet, und er hat uns befreit aus der Hand der
Philister; und jetzt ist er vor Absalom aus dem Lande geflohen.
2Sam 19,10 Absalom aber, den wir über uns
gesalbt hatten, ist im Streit gestorben; und nun, warum schweiget ihr davon,
den König zurückzuführen?
2Sam 19,11 Und der König David sandte zu Zadok
und zu Abjathar, den Heiligern,
und sprach: Redet zu den Ältesten von Juda und sprechet: Warum wollt ihr die
letzten sein, den König in sein Haus zurückzuführen? denn die Rede des ganzen
Israel ist {O. war} zum König in sein Haus gekommen.
2Sam 19,12 Meine Brüder seid ihr, ihr seid
mein Gebein und mein Fleisch; und warum wollt ihr die letzten sein, den König
zurückzuführen?
2Sam 19,13 Und zu Amasa
sollt ihr sagen: Bist du nicht mein Gebein und mein Fleisch? {SieheKap. 17,25; 1. Chron. 2,15-17} So soll mir
Gott tun und so hinzufügen, wenn du nicht alle Tage Heeroberster vor mir sein
sollst an Joabs Statt!
2Sam 19,14 Und er neigte das Herz aller
Männer von Juda wie eines Mannes Herz; und sie entboten dem Könige:
Kehre zurück, du und alle deine Knechte.
2Sam 19,15 Und der König kehrte zurück und kam
bis an den Jordan; und Juda kam nach Gilgal, dem
König entgegen, um den König über den Jordan zu führen.
2Sam 19,16 Da eilte Simei,
der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bachurim war, und kam mit den Männern von Juda herab, dem
König David entgegen;
2Sam 19,17 und mit ihm waren tausend
Mann von Benjamin, und Ziba, der Diener des Hauses Sauls, und seine fünfzehn
Söhne und seine zwanzig Knechte mit ihm; und sie zogen über den Jordan, dem
König entgegen. {O. vor dem König hin}
2Sam 19,18 (Eine Fähre aber fuhr über, um das
Haus des Königs hinüberzuführen und zu tun, was gut war in seinen Augen.) Und Simei, der Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als er im
Begriff stand, über den Jordan zu fahren.
2Sam 19,19 Und er sprach zu dem König:
Mein Herr wolle mir keine Verschuldung zurechnen; und gedenke nicht, wie dein
Knecht sich vergangen hat an dem Tage, da mein Herr, der König, aus Jerusalem
zog, daß der König es zu Herzen nehme!
2Sam 19,20 Denn dein Knecht weiß wohl, daß ich gesündigt habe. Und siehe, ich bin heute gekommen,
der erste vom ganzen Hause Joseph, um hinabzugehen, meinem Herrn, dem König,
entgegen.
2Sam 19,21 Und Abisai,
der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte nicht Simei
dafür getötet werden, daß er dem Gesalbten Jehovas
geflucht hat?
2Sam
19,22 Aber David sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen, ihr
Söhne der Zeruja, daß ihr mir heute zu Widersachern
werdet? Sollte heute ein Mann in Israel getötet werden? Denn weiß ich nicht, daß ich heute König bin über Israel?
2Sam 19,23 Und der König sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben! Und der König schwur ihm.
2Sam
19,24 Und Mephiboseth, der Sohn Sauls,
kam herab, dem König entgegen. Und er hatte seine Füße nicht gereinigt und
seinen Bart nicht gemacht und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, da
der König weggegangen war, bis zu dem Tage, da er in Frieden einzog.
2Sam 19,25 Und es geschah, als Jerusalem {Viell.
ist zu lesen: als er von Jerusalem} dem König entgegenkam, da sprach
der König zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboseth?
Und er sprach:
2Sam 19,26 Mein Herr König! mein Knecht hat
mich betrogen; denn dein Knecht sprach: Ich will mir den Esel satteln und
darauf reiten und mit dem König ziehen, denn dein Knecht ist lahm;
2Sam 19,27 und er hat deinen Knecht bei meinem
Herrn, dem König verleumdet. Aber mein Herr, der König, ist wie ein {O.
der} Engel Gottes: so tue, was gut ist in deinen Augen.
2Sam 19,28 Denn das ganze Haus meines
Vaters war nichts anderes als Männer des Todes vor meinem Herrn, dem König; und
doch hast du deinen Knecht unter die gesetzt, welche an deinem Tische essen.
Und was für ein Recht habe ich noch? Und um was hätte ich noch zum König zu
schreien?
2Sam 19,29 Und der König sprach zu ihm: Warum
redest du noch von deinen Sachen? Ich sage: Du und Ziba, ihr sollt die Felder
teilen.
2Sam 19,30 Da sprach Mephiboseth
zu dem König: Er mag auch das Ganze nehmen, nachdem mein Herr, der König, in
Frieden in sein Haus gekommen ist.
2Sam 19,31 Und Barsillai,
der Gileaditer, kam von Rogelim
herab und ging mit dem König über den Jordan, um ihn über den Jordan zu
geleiten.
2Sam 19,32 Barsillai war aber
sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren; und er hatte den König versorgt, als er
zu Machanaim weilte, denn er war ein sehr reicher
Mann.
2Sam 19,33 Und der König sprach zu Barsillai: Gehe du mit mir hinüber, und ich will dich bei
mir versorgen zu Jerusalem.
2Sam 19,34 Und Barsillai
sprach zu dem König: Wie viel sind noch der Tage meiner Lebensjahre, daß ich mit dem König nach Jerusalem hinaufziehen sollte?
2Sam 19,35 Ich bin heute achtzig Jahre
alt; kann ich Gutes und Schlechtes unterscheiden? oder kann dein Knecht
schmecken, was ich esse und was ich trinke? oder kann ich noch auf die Stimme
der Sänger und der Sängerinnen horchen? Und warum sollte dein Knecht meinem Herrn,
dem König, noch zur Last sein?
2Sam 19,36 Dein Knecht würde nur auf kurze
Zeit {O. will nur ein wenig} mit dem König über den Jordan
gehen; und warum sollte der König mir diese Vergeltung erweisen?
2Sam 19,37 Laß doch
deinen Knecht zurückkehren, daß ich in meiner Stadt
sterbe, bei dem Grabe meines Vaters und meiner Mutter. Aber siehe, hier ist
dein Knecht Kimham: er möge mit meinem Herrn, dem
König, hinübergehen; und tue ihm, was gut ist in deinen Augen.
2Sam 19,38 Und der König sprach: Kimham soll mit mir hinübergehen, und ich will ihm tun, was
gut ist in deinen Augen; und alles, was du von mir begehren wirst, will ich für
dich tun.
2Sam 19,39 Und alles Volk ging über den
Jordan, und auch der König ging hinüber. Und der König küßte
Barsillai und segnete ihn; und er kehrte an seinen
Ort zurück.
2Sam 19,40 Und der König ging hinüber nach Gilgal, und Kimham ging mit ihm
hinüber. Und alles Volk von Juda, und auch die Hälfte des Volkes von Israel,
führte den König hinüber.
2Sam
19,41 Und siehe, alle Männer von Israel kamen zu dem König und
sprachen zu dem König: Warum haben unsere Brüder, die Männer von Juda, dich
weggestohlen und den König und sein Haus und alle Männer Davids mit ihm über
den Jordan geführt?
2Sam
19,42 Und alle Männer von Juda antworteten den Männern von Israel:
Weil der König mir nahe steht; und warum bist du denn über diese Sache erzürnt?
Haben wir etwa von dem König Nahrung empfangen, oder hat er uns irgend ein
Geschenk gemacht?
2Sam 19,43 Aber die Männer von Israel
antworteten den Männern von Juda und sprachen: Ich habe zehn Teile an dem
König, und habe auch an David mehr Anrecht als du; und warum hast du mich
gering geachtet? und ist nicht mein Wort das erste gewesen, meinen König zurückzuführen?
Und das Wort der Männer von Juda war härter als das Wort der Männer von Israel.
2Sam 20,1 Und daselbst war zufällig ein Mann
Belials, sein Name war Scheba, der Sohn Bikris, ein Benjaminiter; und er
stieß in die Posaune und sprach: Wir haben kein Teil an David und kein Erbteil
an dem Sohne Isais! Ein jeder zu seinen Zelten,
Israel!
2Sam 20,2 Da zogen alle Männer von Israel von
David hinweg, Scheba, dem Sohne Bikris,
nach. Die Männer von Juda aber hingen ihrem König an, vom Jordan bis Jerusalem.
2Sam 20,3 Und David kam nach seinem Hause,
nach Jerusalem. Und der König nahm die zehn Kebsweiber, die er zurückgelassen
hatte, um das Haus zu bewahren, und tat sie in Gewahrsam {W.
in ein Haus des Gewahrsams} und versorgte sie; er ging aber nicht zu ihnen ein;
und sie waren eingeschlossen bis zum Tage ihres Todes, als Witwen lebend.
2Sam 20,4 Und der König sprach zu Amasa: Berufe mir die Männer von Juda binnen drei Tagen,
und stelle dich selbst hier ein.
2Sam 20,5 Und Amasa
ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog über die bestimmte Zeit, die er ihm
bestimmt hatte.
2Sam 20,6 Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Scheba, der
Sohn Bikris, mehr Übles tun als Absalom. Nimm du die
Knechte deines Herrn und jage ihm nach, ob er nicht feste Städte für sich
gefunden und sich unseren Augen entzogen hat.
2Sam 20,7 Da zogen die Männer Joabs aus, ihm nach, und die Kerethiter
und die Pelethiter {S. die Anm. zu
Kap. 8,18} und alle die Helden; und sie zogen aus von Jerusalem, um Scheba, dem Sohne Bikris,
nachzujagen.
2Sam 20,8 Sie waren bei dem großen
Steine, der zu Gibeon ist, da kam Amasa ihnen
entgegen. Und Joab war mit seinem Waffenrock als
seinem Gewande umgürtet, und darüber war der Gürtel des Schwertes, das in
seiner Scheide an seinen Lenden befestigt war; und als er hervortrat, fiel es
heraus.
2Sam 20,9 Und Joab
sprach zu Amasa: Geht es dir wohl, mein Bruder? Und Joab faßte mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu küssen.
2Sam 20,10 Amasa hatte aber
nicht achtgegeben auf das Schwert, das in Joabs Hand
war; und Joab {W. er} schlug ihn
damit in den Bauch und schüttete seine Eingeweide aus zur Erde, und gab ihm
keinen zweiten Schlag; und er starb. Joab aber und Abisai, sein Bruder, jagten Scheba,
dem Sohne Bikris, nach.
2Sam 20,11 Und ein Mann von den Knaben Joabs blieb bei Amasa {W.
bei ihm} stehen und sprach: Wer Joab lieb
hat und wer für David ist, folge Joab nach!
2Sam 20,12 Amasa aber
wälzte sich im Blute mitten auf der Straße; und als der Mann sah, daß alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von der Straße auf das Feld und warf ein Oberkleid
über ihn, da er sah, daß jeder, der an ihn herankam,
stehen blieb.
2Sam 20,13 Als er von der Straße weggeschafft
war, zog jedermann vorüber, Joab nach, um Scheba, dem Sohne Bikris,
nachzujagen.
2Sam 20,14 Und er durchzog alle Stämme
Israels nach Abel und Beth-Maaka {Viell.
ist wieV.15 zu lesen: Abel-Beth-Maaka} und
ganz Berim;
und sie versammelten sich {Nach and. Lesart: Beth-Maaka ; und alle Auserlesenen versammelten sich} und kamen
ihm ebenfalls nach.
2Sam
20,15 Und sie kamen und belagerten ihn in Abel-Beth-Maaka, und sie schütteten einen Wall gegen die Stadt auf,
so daß derselbe an der Vormauer stand; und alles
Volk, das mit Joab war, unterwühlte die Mauer, um sie
zu stürzen.
2Sam 20,16 Da rief ein kluges Weib aus der
Stadt: Höret höret! Sprechet doch zu Joab: Nahe hierher, daß ich zu
dir rede!
2Sam 20,17 Und er näherte sich ihr. Und das
Weib sprach: Bist du Joab? Und er sprach: Ich bin's.
Und sie sprach zu ihm: Höre die Worte deiner Magd! Und er sprach: Ich höre.
2Sam 20,18 Und sie sprach und sagte:
Früher pflegte man zu sprechen und zu sagen: Man frage nur in Abel; und so war
man fertig. {O. sokam man zum
Ziel}
2Sam 20,19 Ich bin von den Friedsamen, den
Getreuen Israels; du suchst eine Stadt und Mutter in Israel zu töten. Warum
willst du das Erbteil Jehovas verschlingen?
2Sam 20,20 Und Joab
antwortete und sprach: Fern, fern sei es von mir, daß
ich verschlingen und daß ich verderben sollte! Die
Sache ist nicht also;
2Sam
20,21 sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn Bikris, hat
seine Hand wider den König, wider David, erhoben; ihn allein gebet heraus, so
will ich von der Stadt abziehen. Und das Weib sprach zu Joab:
Siehe, sein Kopf soll dir über die Mauer zugeworfen werden.
2Sam
20,22 Und das Weib kam zu dem ganzen Volke mit ihrer Klugheit; und
sie hieben Scheba, dem Sohne Bikris,
den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Und er stieß in
die Posaune, und sie zerstreuten sich von der Stadt hinweg, ein jeder nach
seinen Zelten; und Joab kehrte zu dem König nach
Jerusalem zurück.
2Sam 20,23 Und Joab
war über das ganze Heer Israels; und Benaja, der Sohn
Jojadas, war über die Kerethiter
und über die Pelethiter; {S.
die Anm. zu Kap. 8,18 und 2. Kön. 11,4}
2Sam 20,24 und Adoram
war über die Fron; {O. die Abgaben} und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war
Geschichtsschreiber; {S.
die Anm. zu
Kap. 8,16}
2Sam 20,25 und Scheja
{O. Schewa} war
Schreiber; und Zadok und Abjathar waren Heiliger;
2Sam 20,26 und auch Ira, der Jairiter, war Krondiener {O.
vertrauter Rat} Davids.
2Sam 21,1 Und es war Hungersnot in den Tagen
Davids drei Jahre, Jahr auf Jahr. Und David suchte das Angesicht Jehovas; und
Jehova sprach: Es ist wegen Sauls und wegen des Bluthauses, weil er die Gibeoniter getötet hat.
2Sam
21,2 Da berief der König die Gibeoniter und redete
zu ihnen. (Die Gibeoniter waren aber nicht von den
Kindern Israel, sondern von dem Reste der Amoriter; und die Kinder Israel
hatten ihnen geschworen; Saul aber suchte sie zu erschlagen, da er für die
Kinder Israel und Juda eiferte.)
2Sam 21,3 Und David sprach zu den Gibeonitern: Was soll ich für euch tun, und womit soll ich
Sühnung tun, daß ihr das Erbteil Jehovas segnet?
2Sam
21,4 Und die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns
nicht um Silber und Gold zu tun betreffs Sauls und betreffs seines Hauses, und
es ist uns nicht darum zu tun, jemand in Israel zu töten. Und er sprach: Was
ihr saget, will ich für euch tun.
2Sam 21,5 Da sprachen sie zu dem König: Der
Mann, der uns vernichtet hat, und der wider uns sann, daß
wir vertilgt würden, um nicht mehr zu bestehen in allen Grenzen Israels: -
2Sam 21,6 man gebe uns sieben Männer
von seinen Söhnen, daß wir sie dem Jehova aufhängen {S.
die Anm. zu 4. Mose
25,4} zu Gibea Sauls, des Erwählten {Viell.
ist zu lesen: auf dem Berge; vergl. 1. Sam. 15,5 und hier V.9} Jehovas.
Und der König sprach: Ich will sie geben.
2Sam 21,7 Aber der König verschonte Mephiboseth, den Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, um des
Schwures Jehovas willen, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonathan,
dem Sohne Sauls.
2Sam 21,8 Und der König nahm die
beiden Söhne Rizpas, der Tochter Ajas, die sie dem
Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboseth,
und die fünf Söhne Michals, {Wahrsch.
Merabs; s. 1. Sam. 18, 19} der Tochter Sauls, die sie dem Adriel
geboren hatte, dem Sohne Barsillais, des Meholathiters,
2Sam 21,9 und er gab sie in die Hand der Gibeoniter; und sie hängten sie auf dem Berge vor Jehova
auf. Und es fielen die sieben zugleich, und sie wurden getötet in den ersten
Tagen der Ernte, im Anfang der Gerstenernte.
2Sam 21,10 Da nahm Rizpa,
die Tochter Ajas, Sacktuch, und breitete es sich aus auf dem Felsen, vom Anfang
der Ernte an, bis das Wasser vom Himmel über sie troff; {d.h.
die Gehängten} und sie ließ das Gevögel des Himmels nicht auf ihnen ruhen
bei Tage, noch das Getier des Feldes bei Nacht.
2Sam 21,11 Und es wurde David
berichtet, was Rizpa, die Tochter Ajas, das Kebsweib
Sauls, getan hatte.
2Sam
21,12 Da ging David hin und nahm von den Bürgern von Jabes-Gilead die Gebeine Sauls und die Gebeine seines
Sohnes Jonathan, welche sie von dem Marktplatze zu Beth-Schan heimlich
weggenommen, wo die Philister sie aufgehängt hatten an dem Tage, da die
Philister Saul schlugen auf dem Gilboa.
2Sam 21,13 Und er brachte die Gebeine Sauls
und die Gebeine seines Sohnes Jonathan von dannen herauf; und man sammelte die
Gebeine der Gehängten,
2Sam 21,14 und begrub sie bei den
Gebeinen Sauls und Jonathans, seines Sohnes, im Lande Benjamin, zu Zela, im Begräbnis seines Vaters Kis;
und man tat alles, was der König geboten hatte. Und danach ließ Gott sich für
das Land erbitten.
2Sam 21,15 Und wiederum entstand ein Streit
der Philister mit Israel. Und David zog hinab, und seine Knechte mit ihm, und
sie stritten mit den Philistern. Und David war ermattet;
2Sam 21,16 und Jischbi-Benob,
der von den Söhnen des Rapha {d.h.
des Riesen} war (das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Sekel
Erz an Gewicht, und er war neu gerüstet), gedachte David zu erschlagen.
2Sam 21,17 Aber Abisai,
der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe und schlug den Philister und tötete ihn.
Damals schwuren die Männer Davids ihm zu und sprachen: Du sollst nicht mehr mit
uns ausziehen zum Streit, daß du die Leuchte Israels
nicht auslöschest!
2Sam 21,18 Und {1. Chron.
20,4} es geschah hernach, da begann wiederum der Streit mit den
Philistern, zu Gob. Damals erschlug Sibbekai, der Huschathiter, den Saph, der von
den Söhnen des Rapha war.
2Sam 21,19 Und wiederum begann der
Streit mit den Philistern, zu Gob. Und Elchanan, der Sohn Jaare-Orgims,
der
Bethlehemiter, erschlug
Goliath, den Gathiter; {Wahrsch. ist zu l.: der Sohn Jairs, der Bethlehemiter,
erschlug den Bruder Goliaths, des Gathiters; wie1.
Chron. 20,5} und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum.
2Sam 21,20 Und wiederum entstand ein
Streit zu Gath. Da war ein Mann von großer Länge, und er hatte je sechs Finger
an seinen Händen und je sechs Zehen an seinen Füßen, 24 an der Zahl; und auch
er war dem Rapha geboren worden.
2Sam 21,21 Und er höhnte Israel; und
Jonathan, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids,
erschlug ihn.
2Sam 21,22 Diese vier wurden dem Rapha zu Gath geboren; und sie fielen durch die Hand Davids
und durch die Hand seiner Knechte.
2Sam 22,1 Und David redete zu Jehova die
Worte dieses Liedes an dem Tage, da Jehova ihn aus der Hand aller seiner Feinde
und aus der Hand Sauls errettet hatte; und er sprach: {Vergl.
Ps. 18}
2Sam 22,2 Jehova ist mein Fels {W.
mir mein Fels} und meine Burg und mein Erretter.
2Sam 22,3 Gott ist mein Fels, {W.
Gott meines Felsens} auf ihn werde ich trauen, mein Schild und das Horn
meines Heils, meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter, von Gewalttat
wirst du mich retten!
2Sam 22,4 Ich werde Jehova anrufen,
der zu loben ist, und ich werde gerettet werden von meinen Feinden.
2Sam
22,5 Denn mich umfingen die Wogen des Todes, die Ströme {Eig.
Wildbäche} Belials erschreckten mich; 2Sam 22,6 die Bande
des Scheols umringten mich, es ereilten mich die Fallstricke des Todes.
2Sam 22,7 In meiner Bedrängnis rief ich zu
Jehova, und ich rief zu meinem Gott; und er hörte aus seinem Tempel {Eig.
Palast} meine Stimme, und mein Schrei kam in seine Ohren.
2Sam 22,8 Da wankte und bebte die
Erde; die Grundfesten des Himmels zitterten und wankten, weil er entbrannt war.
2Sam 22,9 Rauch stieg auf von seiner
Nase, und Feuer fraß aus seinem Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.
2Sam 22,10 Und er neigte die Himmel und
fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.
2Sam 22,11 Und er fuhr auf einem Cherub
und flog daher, und er erschien auf den Fittichen des Windes.
2Sam 22,12 Und Finsternis machte er
rings um sich her zum Gezelt, Sammlung der Wasser,
dichtes Himmelsgewölk.
2Sam 22,13 Aus dem Glanze vor ihm
brannten feurige Kohlen.
2Sam 22,14 Es donnerte Jehova vom
Himmel her, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
2Sam 22,15 Und er schoß
Pfeile und zerstreute sie, {d.h. die Feinde} seinen
Blitz, und verwirrte sie. {d.h. die Feinde}
2Sam 22,16 Da wurden gesehen die Betten des
Meeres, aufgedeckt die Grundfesten des Erdkreises durch das Schelten Jehovas,
vor dem Schnauben des Hauches seiner Nase.
2Sam 22,17 Er streckte seine Hand aus
von der Höhe, er nahm mich, er zog mich aus großen Wassern;
2Sam 22,18 Er errettete mich von meinem
starken Feinde, von meinen Hassern; denn sie waren mächtiger als ich.
2Sam 22,19 Sie ereilten mich am Tage
meines Unglücks, aber Jehova ward mir zur Stütze.
2Sam 22,20 Und er führte mich heraus
ins Weite, er befreite mich, weil er Lust an mir hatte.
2Sam 22,21 Jehova vergalt mir nach
meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände erstattete er mir.
2Sam 22,22 Denn ich habe bewahrt die
Wege Jehovas, und bin von meinem Gott nicht frevelhaft abgewichen.
2Sam 22,23 Denn alle seine Rechte waren
vor mir, und seine Satzungen - ich bin nicht davon gewichen;
2Sam 22,24 Und ich war vollkommen {O.
redlich, untadelig, lauter; so auch V.26. 31. 33} gegen ihn
und hütete mich vor meiner Ungerechtigkeit.
2Sam 22,25 Und Jehova erstattete mir
nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.
2Sam 22,26 Gegen den Gütigen erzeigst
du dich gütig, gegen den vollkommenen Mann erzeigst du dich vollkommen;
2Sam 22,27 gegen den Reinen erzeigst du dich
rein, und gegen den Verkehrten erzeigst du dich entgegenstreitend. {Eig.
verdreht}
2Sam 22,28 Und du wirst retten das elende
Volk; aber deine Augen sind wider die Hoffärtigen, {Eig.
Hohen, Stolzen} die du erniedrigen wirst.
2Sam 22,29 Denn du bist meine Leuchte,
Jehova; und Jehova erhellt meine Finsternis.
2Sam 22,30 Denn mit dir werde ich gegen
eine Schar anrennen, mit meinem Gott werde ich eine Mauer überspringen.
2Sam 22,31 Gott - {El}
sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein Schild ist er
allen, die auf ihn trauen.
2Sam 22,32 Denn wer ist Gott, {El}
außer Jehova, und wer ein Fels, außer unserem Gott?
2Sam 22,33 Gott {El}
ist meine starke Feste, und er lenkt {Wahrsch.
ist nach Ps. 18,32 zu l.: er macht} vollkommen meinen Weg.
2Sam 22,34 Er macht meine Füße denen
der Hindinnen gleich, und stellt mich hin auf meine Höhen.
2Sam 22,35 Er lehrt meine Hände den
Streit, und meine Arme spannen den ehernen Bogen.
2Sam 22,36 Und du gabst mir den Schild
deines Heils, und deine Herablassung machte mich groß.
2Sam 22,37 Du machtest Raum meinen
Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.
2Sam 22,38 Meinen Feinden jagte ich
nach und vertilgte sie; und ich kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren.
2Sam 22,39 Und ich rieb sie auf und
zerschmetterte sie; und sie standen nicht wieder auf, und sie fielen unter
meine Füße.
2Sam 22,40 Und du umgürtetest mich mit
Kraft zum Streit, beugtest unter mich, die wider mich aufstanden.
2Sam 22,41 Und du gabst mir den Rücken
meiner Feinde; meine Hasser, ich vernichtete sie.
2Sam 22,42 Sie blickten umher, und kein
Retter war da - zu Jehova, und er antwortete ihnen nicht.
2Sam 22,43 Und ich zermalmte sie wie
Staub der Erde; wie Straßenkot zertrat, zerstampfte ich sie.
2Sam 22,44 Und du errettetest mich aus den
Streitigkeiten meines Volkes; du bewahrtest mich auf zum Haupte der Nationen;
ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir. {O. diente mir}
2Sam 22,45 Die Söhne der Fremde unterwarfen
sich mir mit Schmeichelei; {Eig. heuchelten mir (d.h. Gehorsam)} beim Hören
des Ohres gehorchten sie mir.
2Sam 22,46 Die Söhne der Fremde sanken
hin und zitterten hervor aus ihren Schlössern.
2Sam 22,47 Jehova lebt, und gepriesen
sei mein Fels! und erhoben werde der Gott, der Fels {W.
des Felsens} meines
Heils!
2Sam 22,48 Der Gott, {El}
der mir Rache gab und die Völker unter mich niederwarf;
2Sam 22,49 und der mich herausführte aus der
Mitte meiner Feinde. Ja, du erhöhtest mich über die, welche wider mich
aufstanden, von dem Manne der Gewalttat befreitest du mich.
2Sam 22,50 Darum, Jehova, will ich dich
preisen unter den Nationen und Lobgesangen singen {Eig.
und singspielen} deinem Namen,
2Sam 22,51 Dich, der groß macht die Rettungen
seines Königs, und Güte erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen
ewiglich.
2Sam 23,1 Und dies sind die letzten Worte
Davids: Es spricht David, {Eig. Spruch Davids} der Sohn Isais, und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte
des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen {Dasselbe Wort wieLobgesang, Singspiel}
Israels:
2Sam 23,2 Der Geist Jehovas hat durch
mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge.
2Sam 23,3 Es hat gesprochen der Gott Israels,
der Fels Israels zu mir geredet: Ein Herrscher unter {O.
über die} den Menschen, gerecht, ein Herrscher in Gottesfurcht;
2Sam 23,4 und er wird sein wie das Licht des
Morgens, wenn die Sonne aufgeht, ein Morgen ohne Wolken: von ihrem Glanze nach
dem Regen sproßt das Grün aus der Erde.
2Sam 23,5 Obwohl mein Haus nicht also ist bei
Gott, so hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt, geordnet in allem und
verwahrt; denn dies ist all meine Rettung und all mein Begehr, obwohl er es
nicht sprossen läßt! {Denn ist nicht also mein Haus bei Gott?
Denner hat mir einenewigen Bund gesetzt ...; denn all
meine Rettung und all mein Begehr, sollte er sie nicht sprossen lassen?}
2Sam 23,6 Aber die Söhne Belials sind
allesamt wie Dornen, die man wegwirft; denn mit der Hand faßt
man sie nicht an;
2Sam 23,7 Und der Mann, der sie anrührt,
versieht sich mit Eisen und Speeresschaft; und mit
Feuer werden sie gänzlich verbrannt an ihrer Stätte. -
2Sam 23,8 Dies {1.
Chron. 11,10} sind die Namen der Helden, welche David hatte: Joscheb-Baschebeth, der
Tachkemoniter, {Wahrsch. zu l.: Jaschobam, der Hakmoniter; wie1. Chron. 11,11} das Haupt
der Anführer; {O. Ritter. Die Bedeutung des hebr. Wortes ist ungewiß} er... Adino, der Ezniter, war wider {O.
zu lesen wie 1. Chron. 11,11:... Anführer; er schwang seinen Speer wider usw.} achthundert,
die er auf einmal erschlug.
2Sam
23,9 Und nach ihm Eleasar, der Sohn Dodos, der Sohn eines Achochiters;
er war unter den drei Helden mit David, als sie die Philister verhöhnten, die
daselbst zum Streit versammelt waren, und als die Männer von Israel wegzogen.
2Sam
23,10 Selbiger machte sich auf und schlug unter den Philistern, bis
seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwerte klebte; und Jehova schaffte an
jenem Tage eine große Rettung. Das Volk aber kehrte um, ihm nach, nur um zu
plündern.
2Sam 23,11 Und nach ihm Schamma,
der Sohn Ages, des Harariters. Und die Philister
versammelten sich zu einer Schar; und es war daselbst ein Ackerstück voll
Linsen; das Volk aber floh vor den Philistern.
2Sam 23,12 Da stellte er sich mitten auf das
Stück und rettete es und schlug die Philister; und Jehova schaffte eine große
Rettung.
2Sam 23,13 Und drei von den dreißig Häuptern
gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David, in die Höhle Adullam; und eine
Schar der Philister lagerte im Tale Rephaim.
2Sam 23,14 David war aber damals auf {O.
in} der Bergfeste, und eine Aufstellung der Philister war damals zu
Bethlehem.
2Sam 23,15 Und David hatte ein Gelüste und
sprach: Wer wird mich mit Wasser tränken aus der Zisterne von Bethlehem, die am
Tore ist?
2Sam 23,16 Da brachen die drei Helden
durch das Lager der Philister und schöpften Wasser aus der Zisterne von
Bethlehem, die am Tore ist, und trugen und brachten es
zu David. Aber er wollte es nicht trinken und goß es
aus als Trankopfer dem Jehova;
2Sam 23,17 und er sprach: Fern sei es von mir,
Jehova, daß ich solches tue! Sollte ich das Blut der
Männer trinken, die mit Gefahr ihres Lebens hingegangen sind? Und er wollte es
nicht trinken. Das taten die drei Helden.
2Sam 23,18 Und Abisai,
der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, war ein Haupt
der Drei. Und er schwang seinen Speer über dreihundert, die er erschlug; und er
hatte einen Namen unter den Dreien.
2Sam 23,19 War er vor den Dreien {Wahrsch. ist zu l.: vor den Dreißig; wieV.23 und 1. Chron.
11,25} nicht geehrt, {O. berühmt; so auch
V.23} so daß er ihr Oberster wurde? aber
an die ersten Drei reichte er nicht.
2Sam 23,20 Und Benaja,
der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes,
groß an Taten, von Kabzeel; selbiger erschlug zwei
Löwen {O. Helden. H. Ariel: Gotteslöwen = mächtigeHelden}
von Moab. Und er stieg hinab und erschlug den Löwen in der Grube an einem
Schneetage.
2Sam 23,21 Und er war es, der einen
ägyptischen Mann erschlug, einen stattlichen Mann. Und der Ägypter hatte einen
Speer in der Hand; er aber ging zu ihm hinab mit einem Stabe, und riß dem Ägypter den Speer aus der Hand und tötete ihn mit
seinem eigenen Speere.
2Sam 23,22 Das tat Benaja,
der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen unter den
drei Helden.
2Sam 23,23 Vor den Dreißigen
war er geehrt, aber an die ersten Drei reichte er nicht. Und David setzte ihn
in seinen geheimen Rat.
2Sam 23,24 Asael, der
Bruder Joabs, war unter den Dreißig; Elchanan, der
Sohn Dodos, von Bethlehem;
2Sam 23,25 Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;
2Sam 23,26 Helez, der Paltiter; Ira, der Sohn Ikkesch',
der Tekoiter;
2Sam 23,27 Abieser, der Anathothiter; Mebunnai, der Huschathiter;
2Sam 23,28 Zalmon, der Achochiter; Maharai, der Netophatiter;
2Sam 23,29 Heleb, der Sohn Baanas, der Netophatiter; Ittai, der Sohn Ribais, von Gibea
der Kinder Benjamin;
2Sam 23,30 Benaja, der Pirhathoniter; Hiddai, von den
Bächen {O. Flußtälern} Gaasch;
2Sam 23,31 Abi-Albon, der Arbathiter; Asmaweth, der Barchumiter;
2Sam 23,32 Eljachba, der Schaalboniter; Bne-Jaschen;
Jonathan;
2Sam 23,33 Schamma, der Harariter; Achiam, der Sohn Scharars, der Arariter;
2Sam 23,34 Eliphelet, der Sohn Achasbais, des Sohnes des Maakathiters;
Eliam, der Sohn Ahitophels, der Giloniter;
2Sam 23,35 Hezrai, der
Karmeliter, Paarai, der Arbiter;
2Sam 23,36 Jigal, der Sohn Nathans, von
Zoba; Bani, der Gaditer;
2Sam 23,37 Zelek, der
Ammoniter; Nacharai, der Beerothiter,
der Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja; 2Sam
23,38 Ira, der Jithriter; Gareb, der Jithriter; 2Sam
23,39 Urija, der Hethiter: in allem 37.
2Sam 24,1 Und {1. Chron. 21} der Zorn
Jehovas entbrannte abermals wider Israel; und er reizte David wider sie, indem
er sprach: Gehe hin, zähle Israel und Juda!
2Sam 24,2 Da sprach der König zu Joab, dem Heerobersten, der bei ihm war: Gehe doch umher
durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerseba, und
mustert das Volk, damit ich die Zahl des Volkes wisse.
2Sam 24,3 Und Joab
sprach zu dem König: Es möge Jehova, dein Gott, zu dem Volke, so viele ihrer
auch sind, hundertmal hinzufügen, während die Augen meines Herrn, des Königs,
es sehen! Aber warum hat mein Herr, der König, Gefallen an dieser Sache?
2Sam 24,4 Aber das Wort des Königs blieb fest
gegen Joab und gegen die Obersten des Heeres. Und Joab und die Obersten des Heeres zogen aus vor dem König,
um das Volk Israel zu mustern.
2Sam 24,5 Und sie gingen über den Jordan und
lagerten sich zu Aroer, rechts von der Stadt, die
mitten im Flußtale von Gad liegt, und nach Jaser hin.
2Sam 24,6 Und sie kamen nach Gilead und in
das Land Tachtim-Hodschi; und sie kamen nach Dan-Jaan
und in die Umgegend von Zidon;
2Sam 24,7 und sie kamen zu der festen Stadt
Zor {Tyrus} und zu
allen Städten der Hewiter und der Kanaaniter; und sie
zogen hinaus in den Süden von Juda nach Beerseba.
2Sam 24,8 Und sie zogen umher durch das ganze
Land, und kamen am Ende von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem
zurück.
2Sam 24,9 Und Joab
gab die Zahl des gemusterten Volkes dem König an; und es waren in Israel 800000
Kriegsmänner, die das Schwert zogen, und der Männer von Juda 500000 Mann.
2Sam 24,10 Aber dem David schlug sein
Herz, {Eig. den Davidschlug sein Herz, d.h. sein Gewissen strafte
ihn} nachdem er das Volk gezählt hatte; und David sprach zu Jehova: Ich habe
sehr gesündigt in dem, was ich getan habe; und nun, Jehova, laß
doch die Ungerechtigkeit deines Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr
töricht gehandelt!
2Sam 24,11 Und als David am Morgen aufstand,
da geschah das Wort Jehovas zu Gad, dem Propheten, dem Seher Davids, indem er
sprach:
2Sam 24,12 Gehe hin und rede zu David: So
spricht Jehova: Dreierlei lege ich dir vor; {Eig. auf} wähle dir
eines davon, daß ich es dir tue.
2Sam 24,13 Und Gad kam zu David und tat
es ihm kund und sprach zu ihm: Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein
Land
kommen? oder willst du drei Monate vor deinen Feinden fliehen, indem sie dir
nachjagen? oder soll drei Tage Pest in deinem Lande sein? Nun wisse und sieh,
was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat.
2Sam 24,14 Und David sprach zu Gad: Mir ist
sehr angst! Mögen wir doch in die Hand Jehovas
fallen, denn seine Erbarmungen sind groß; aber in die Hand der Menschen laß mich nicht fallen!
2Sam 24,15 Da sandte Jehova eine Pest unter
Israel, vom Morgen an bis zur bestimmten Zeit; und es starben von dem Volke,
von Dan bis Beerseba, 70000 Mann.
2Sam 24,16 Und als der Engel seine Hand
gegen Jerusalem ausstreckte, um es zu verderben, da reute Jehova des Übels, und
er sprach zu dem Engel, der unter dem Volke verderbte: Genug! ziehe jetzt deine
Hand ab. Der Engel Jehovas war aber bei der Tenne Arawnas,
des Jebusiters.
2Sam
24,17 Und als David den Engel sah, der unter dem Volke schlug,
sprach er zu Jehova und sagte: Siehe, ich habe gesündigt, und ich habe verkehrt
gehandelt; aber diese Schafe, {Eig. diese, die Herde} was haben
sie getan? Es sei doch deine Hand wider mich, und wider das Haus meines Vaters!
2Sam 24,18 Und Gad kam zu David an selbigem
Tage und sprach zu ihm: Gehe hinauf, errichte Jehova einen Altar auf der Tenne Arawnas, des Jebusiters.
2Sam 24,19 Und David ging hinauf, nach
dem Worte Gads, so wie Jehova geboten hatte.
2Sam 24,20 Und Arawna
blickte hin und sah den König und seine Knechte zu sich herüberkommen; da ging Arawna hinaus und beugte sich vor dem König nieder, mit
seinem Antlitz zur Erde.
2Sam 24,21 Und Arawna
sprach: Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem Knechte? Und David sprach:
Die Tenne von dir zu kaufen, um Jehova einen Altar zu bauen, damit die Plage
von dem Volke abgewehrt werde.
2Sam 24,22 Da sprach Arawna
zu David: Mein Herr, der König, nehme und opfere, was gut ist in seinen Augen;
siehe, die Rinder sind zum Brandopfer, und die Dreschwagen und die Geschirre
der Rinder zum Holz:
2Sam 24,23 alles das, o König, gibt Arawna dem König. Und Arawna
sprach zu dem König: Jehova, dein Gott, nehme dich wohlgefällig an!
2Sam 24,24 Aber der König sprach zu Arawna: Nein, sondern kaufen will ich es von dir um einen
Preis, und ich will Jehova, meinem Gott, nicht umsonst Brandopfer opfern. Und
David kaufte die Tenne und die Rinder um fünfzig Sekel Silber.
2Sam 24,25 Und David baute daselbst Jehova
einen Altar, und opferte Brandopfer und Friedensopfer. Und Jehova ließ sich für
das Land erbitten, und die Plage wurde von Israel abgewehrt.
1Kö 1,1 Und der König David war alt,
wohlbetagt; und sie bedeckten ihn mit Kleidern, aber er wurde nicht warm.
1Kö 1,2 Da sprachen seine Knechte zu
ihm: Man suche meinem Herrn, dem König, ein Mädchen, eine Jungfrau; und sie
stehe vor dem König und sei ihm eine Pflegerin, und sie schlafe an deinem
Busen, daß mein Herr, der König, warm werde.
1Kö 1,3 Und man suchte ein schönes Mädchen,
in allen Grenzen Israels; und man fand Abischag, die Sunamitin, und brachte sie zu dem König.
1Kö 1,4 Und das Mädchen war überaus schön,
und sie wurde dem König eine Pflegerin und bediente ihn; aber der König
erkannte sie nicht.
1Kö 1,5 Adonija aber, der
Sohn Haggiths, erhob sich und sprach: Ich will König
werden! Und er schaffte sich Wagen und Reiter an, und fünfzig Mann, die vor ihm
herliefen.
1Kö 1,6 Und sein Vater hatte ihn, so lange
er lebte, nicht betrübt, daß er gesagt hätte: Warum
tust du also? Und auch er war sehr schön von Gestalt; und Haggith
{W. sie} hatte ihn nach Absalom geboren.
1Kö 1,7 Und er hatte Unterredungen
mit Joab, dem Sohne der Zeruja, und mit Abjathar, dem Heiliger; und sie halfen Adonija
und folgten ihm nach. {W. sie halfen Adonijanach}
1Kö 1,8 Aber Zadok, der Heiliger, und Benaja, der Sohn Jojadas, und
Nathan, der Prophet, und Simei und Rei, und die
Helden, welche David hatte, waren nicht mit Adonija.
1Kö
1,9 Und Adonija schlachtete Klein- und Rindvieh und
Mastvieh bei dem Steine Socheleth, der neben En-Rogel ist; und er lud alle seine Brüder, die Söhne des
Königs, und alle Männer von Juda, die Knechte des Königs. 1Kö
1,10 Nathan aber, den Propheten, und Benaja und die
Helden und Salomo, seinen Bruder, lud er nicht.
1Kö 1,11 Da sprach Nathan zu Bathseba, der
Mutter Salomos, und sagte: Hast du nicht gehört, daß Adonija, der Sohn Haggiths, König
geworden ist? Und unser Herr David weiß es nicht.
1Kö 1,12 So komm nun, laß
mich dir doch einen Rat geben, daß du dein Leben und
das Leben deines Sohnes Salomo errettest.
1Kö
1,13 Gehe hin und tritt zum König David hinein, und sprich zu ihm: Hast du,
mein Herr König, nicht deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn Salomo soll
nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen? Und warum ist Adonija König geworden?
1Kö 1,14 Siehe, noch wirst du
daselbst mit dem König reden, so werde ich nach dir hereinkommen und deine
Worte bekräftigen. {Eig. voll machen}
1Kö 1,15 Und Bathseba ging zu dem König
hinein, in das Gemach; der König aber war sehr alt, und Abischag,
die Sunamitin, bediente den König.
1Kö 1,16 Und Bathseba verneigte sich
und beugte sich nieder vor dem König. Und der König sprach: Was ist dir?
1Kö 1,17 Und sie sprach zu ihm: Mein Herr,
du hast ja deiner Magd bei Jehova, deinem Gott, geschworen: Dein Sohn Salomo
soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen;
1Kö 1,18 und nun, siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr König, weißt
es nicht.
1Kö 1,19 Und er hat Rinder und Mastvieh und
Kleinvieh geschlachtet in Menge, und hat alle Söhne des Königs und Abjathar, den Heiliger, und Joab,
den Heerobersten, geladen; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
1Kö 1,20 Und du, mein Herr König - die Augen
von ganz Israel sind auf dich gerichtet, daß du ihnen
kundtuest, wer auf dem Throne meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll.
1Kö 1,21 Und es wird geschehen, wenn mein
Herr, der König, mit seinen Vätern liegt, daß ich und
mein Sohn Salomo werden büßen müssen.
1Kö 1,22 Und siehe, noch redete sie
mit dem König, da kam der Prophet Nathan herein.
1Kö 1,23 Und man berichtete dem König und
sprach: Der Prophet Nathan ist da! Und er kam vor den König und beugte sich vor
dem König auf sein Antlitz zur Erde.
1Kö 1,24 Und Nathan sprach: Mein Herr König,
hast du gesagt: Adonija soll nach mir König sein, und
er soll auf meinem Throne sitzen?
1Kö 1,25 Denn er ist heute hinabgegangen und
hat Rinder und Mastvieh und Kleinvieh geschlachtet in Menge, und hat alle Söhne
des Königs und die Obersten des Heeres und Abjathar,
den Heiliger, geladen; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sprechen:
Es lebe der König Adonija!
1Kö 1,26 Aber mich, deinen Knecht, und
Zadok, den Heiliger, und Benaja, den Sohn Jojadas, und Salomo, deinen Knecht, hat er nicht geladen.
1Kö 1,27 Ist diese Sache von meinem
Herrn, dem König, aus geschehen? und hast du {O. gesehen?
und du hast ...!} nicht deinen Knechten {Nach anderer Lesart:
deinem Knechte} kundgetan, wer auf dem Throne meines Herrn, des Königs, nach
ihm sitzen soll?
1Kö 1,28 Da antwortete der König David und
sprach: Rufet mir Bathseba! Und sie kam herein vor den König und stand vor dem
König.
1Kö 1,29 Und der König schwur und
sprach: So wahr Jehova lebt, der meine Seele aus aller Bedrängnis erlöst hat,
1Kö 1,30 so wie ich dir bei Jehova, dem Gott
Israels, geschworen habe, indem ich sprach: Dein Sohn Salomo soll nach mir
König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen an meiner Statt!
also werde ich an diesem Tage tun.
1Kö 1,31 Da verneigte sich Bathseba mit dem
Antlitz zur Erde und beugte sich vor dem König nieder und sprach: Es lebe mein
Herr, der König David, ewiglich!
1Kö 1,32 Und der König David sprach: Rufet
mir Zadok, den Heiliger, und Nathan, den Propheten, und Benaja,
den Sohn Jojadas! Und sie kamen herein vor den König.
1Kö 1,33 Und der König sprach zu ihnen:
Nehmet die Knechte eures Herrn mit euch, und lasset meinen Sohn Salomo auf
meiner Mauleselin reiten, und führet ihn nach Gihon
hinab.
1Kö 1,34 Und Zadok, der Heiliger, und
Nathan, der Prophet, sollen ihn daselbst zum König über Israel salben; und ihr
sollt in die Posaune stoßen und sagen: Es lebe der König Salomo!
1Kö 1,35 Und ziehet herauf hinter ihm her,
und er komme und setze sich auf meinen Thron! und er soll König sein an meiner Statt; und ihn habe ich bestellt, daß
er Fürst sei über Israel und über Juda.
1Kö 1,36 Und Benaja,
der Sohn Jojadas, antwortete dem König und sprach:
Amen! also spreche Jehova, der Gott meines Herrn, des Königs!
1Kö 1,37 So wie Jehova mit meinem Herrn, dem
König, gewesen ist, also möge er mit Salomo sein, und er möge seinen Thron noch
größer machen als den Thron meines Herrn, des Königs David!
1Kö 1,38 Und Zadok, der Heiliger, und
Nathan, der Prophet, und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kerethiter und
die
Pelethiter {Vergl.
die Anm. zu 2. Sam. 8,18} zogen hinab und ließen Salomo auf der Mauleselin des
Königs David reiten, und sie führten ihn nach Gihon.
1Kö 1,39 Und Zadok, der Heiliger, nahm das Ölhorn aus dem Zelte {Vergl. 2. Sam. 6,17;
1. Kön. 2,28} und salbte Salomo; und sie stießen in die Posaune, und alles
Volk sprach: Es lebe der König Salomo!
1Kö 1,40 Und alles Volk zog hinauf hinter
ihm her; und das Volk blies auf Flöten, und sie freuten sich mit großer Freude,
so daß die Erde barst von ihrem Geschrei.
1Kö 1,41 Und Adonija
hörte es und alle die Geladenen, die bei ihm waren, als sie eben das Essen
beendigt hatten; und Joab hörte den Schall der
Posaune und sprach: Weshalb dieses Geschrei der lärmenden Stadt?
1Kö 1,42 Während er noch redete, siehe, da
kam Jonathan, der Sohn Abjathars, des Heiligers. Und Adonija sprach:
Komm, denn du bist ein wackerer Mann und wirst gute Botschaft bringen.
1Kö 1,43 Da antwortete Jonathan und sprach
zu Adonija: Jawohl! Unser Herr, der König David, hat
Salomo zum König gemacht.
1Kö 1,44 Und der König hat Zadok, den
Heiliger, und Nathan, den Propheten, und Benaja, den
Sohn Jojadas, und die
Kerethiter und die Pelethiter mit ihm gesandt, und sie haben ihn auf der
Mauleselin des Königs reiten lassen;
1Kö 1,45 und Zadok, der Heiliger, und
Nathan, der Prophet, haben ihn in Gihon zum König
gesalbt; und sie sind von dannen heraufgezogen mit Freuden, und die Stadt ist
in Bewegung. Das ist das Geschrei, welches ihr gehört habt.
1Kö 1,46 Und auch hat sich Salomo auf
den Thron des Königreichs gesetzt;
1Kö
1,47 und auch sind die Knechte des Königs gekommen, um unseren Herrn, den
König David, zu segnen, indem sie sprachen: Dein Gott mache den Namen Salomos
noch vorzüglicher als deinen Namen, und mache seinen Thron größer als deinen
Thron! Und der König hat auf dem Lager angebetet;
1Kö 1,48 und auch hat der König also
gesprochen: Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, der heute einen gegeben
hat, der auf meinem Throne sitzt, während meine Augen es sehen!
1Kö 1,49 Da erschraken alle die
Geladenen Adonijas und standen auf und gingen ein
jeder seines Weges.
1Kö 1,50 Und Adonija
fürchtete sich vor Salomo; und er machte sich auf und ging hin und erfaßte die Hörner des
Altars.
1Kö 1,51 Und es wurde Salomo berichtet,
indem man sprach: Siehe, Adonija fürchtet den König
Salomo, und siehe, er hat die Hörner des Altars erfaßt
und gesagt: Es schwöre mir jetzt der König Salomo, daß
er seinen Knecht nicht mit dem Schwerte töten wolle!
1Kö 1,52 Und Salomo sprach: Wenn er sich als
ein wackerer Mann erweisen wird, so soll von seinem Haar keines auf die Erde
fallen; wenn aber Böses an ihm gefunden wird, so soll er sterben.
1Kö 1,53 Und der König Salomo sandte hin,
und sie brachten ihn von dem Altar herab; und er kam und beugte sich vor dem
König Salomo nieder; und Salomo sprach zu ihm: Gehe in dein Haus.
1Kö 2,1 Als nun die Tage Davids
herannahten, daß er sterben sollte, gebot er seinem
Sohne Salomo und sprach:
1Kö 2,2 Ich gehe den Weg der ganzen
Erde; so sei stark und sei ein Mann;
1Kö 2,3 und warte der Hut Jehovas, {Eig.
beobachtete, was Jehovazu beobachten ist} deines
Gottes, daß du auf seinen Wegen wandelst, indem du
seine Satzungen, seine Gebote und seine Rechte und seine Zeugnisse beobachtest,
wie geschrieben ist in dem Gesetz Moses; auf daß es
dir gelinge in allem, was du tust, und überall, wohin du dich wendest;
1Kö 2,4 auf daß
Jehova sein Wort aufrecht halte, das er über mich geredet hat, indem er sprach:
Wenn deine Söhne auf ihren Weg achthaben, so daß sie
vor mir wandeln in Wahrheit, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen
Seele, so soll es, sprach er, dir nicht an einem Manne fehlen auf dem Throne
Israels.
1Kö 2,5 Und du weißt ja auch, was
mir Joab getan hat, der Sohn der Zeruja, was er den
zwei Heerobersten Israels,
Abner, dem Sohne Ners, und Amasa, dem Sohne Jethers, getan hat, indem er sie ermordete und Kriegsblut
im Frieden vergoß, so daß
er Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht hat, der um seine Lenden war, und an
seine Schuhe, die an seinen Füßen waren.
1Kö 2,6 So handle nun nach deiner
Weisheit, und laß sein graues Haar nicht in Frieden
in den Scheol hinabfahren.
1Kö 2,7 Aber an den Söhnen Barsillais, des Gileaditers,
sollst du Güte erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tische
essen; denn also sind sie mir entgegengekommen, als ich vor deinem Bruder
Absalom floh.
1Kö 2,8 Und siehe, bei dir ist Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter,
von Bachurim; und selbiger fluchte mir mit heftigem
Fluche an dem Tage, da ich nach Machanaim ging. Aber
er kam herab, mir entgegen, an den Jordan, und ich schwur ihm bei Jehova und
sprach: Wenn ich dich mit dem Schwerte töte!
1Kö 2,9 Nun aber halte ihn nicht für
schuldlos, {O. laß ihn nicht
ungestraft} denn du bist ein weiser Mann und wirst wissen, was du ihm tun
sollst; und laß sein graues Haar mit Blut in den
Scheol hinabfahren.
1Kö 2,10 Und David legte sich zu
seinen Vätern; und er wurde begraben in der Stadt Davids.
1Kö 2,11 Und die Tage, die David über Israel
regierte, waren vierzig Jahre; zu Hebron regierte er sieben Jahre, und zu
Jerusalem regierte er 33 Jahre.
1Kö 2,12 Und Salomo saß auf dem
Throne seines Vaters David, und sein Königtum wurde sehr befestigt.
1Kö 2,13 Und Adonija,
der Sohn Haggiths, kam zu Bathseba, der Mutter
Salomos; und sie sprach: Ist Friede dein Kommen? Und er sprach: Friede.
1Kö 2,14 Und er sprach: Ich habe ein
Wort an dich. Und sie sprach: Rede.
1Kö
2,15 Und er sprach: Du weißt ja, daß das Königtum
mein war, und daß ganz Israel sein Angesicht auf mich
gerichtet hatte, daß ich König sein sollte; aber das
Königtum hat sich gewandt und ist meinem Bruder geworden, denn von Jehova aus
gehörte es ihm.
1Kö 2,16 Und nun bitte ich eine Bitte
von dir; weise mich nicht ab! Und sie sprach zu ihm: Rede.
1Kö 2,17 Und er sprach: Sprich doch zu dem
König Salomo, denn er wird dich nicht abweisen, daß
er mir Abischag, die Sunamitin,
zum Weibe gebe.
1Kö 2,18 Und Bathseba sprach: Gut,
ich will deinethalben mit dem König reden.
1Kö 2,19 Und Bathseba ging zu dem König
Salomo hinein, um wegen Adonijas mit ihm zu reden.
Und der König stand auf, ihr entgegen, und beugte sich vor ihr nieder und
setzte sich auf seinen Thron; und er ließ einen Thron für die Mutter des Königs
hinstellen, und sie setzte sich zu seiner Rechten.
1Kö 2,20 Und sie sprach: Ich habe eine
kleine Bitte an dich; weise mich nicht ab! Und der König sprach zu ihr: Bitte,
meine Mutter, denn ich werde dich nicht abweisen.
1Kö 2,21 Und sie sprach: Möchte Abischag, die Sunamitin, deinem
Bruder Adonija zum Weibe gegeben werden!
1Kö
2,22 Da antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Und warum
bittest du um Abischag, die Sunamitin,
für Adonija? Bitte für ihn auch um das Königtum, -
denn er ist mein älterer Bruder - sowohl für ihn, als für Abjathar,
den Heiliger, und für Joab, den Sohn der Zeruja!
1Kö 2,23 Und der König Salomo schwur bei
Jehova und sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufügen! um {O.
wider} sein Leben hat Adonija dieses Wort
geredet!
1Kö 2,24 Und nun, so wahr Jehova lebt, der
mich befestigt hat und mich hat sitzen lassen auf dem Throne meines Vaters
David, und der mir ein Haus gemacht, so wie er geredet hat: heute soll Adonija getötet werden!
1Kö 2,25 Und der König Salomo sandte
hin durch Benaja, den Sohn Jojadas;
und er stieß ihn nieder, und er starb.
1Kö 2,26 Und zu Abjathar,
dem Heiliger, sprach der König: Gehe nach Anathoth,
auf deine Felder, denn du bist ein Mann des Todes; aber an diesem Tage will ich
dich nicht töten, weil du die Lade des Herrn Jehova vor meinem Vater David
getragen, und weil du gelitten hast in allem, worin mein Vater gelitten hat.
1Kö 2,27 Und so verstieß Salomo den Abjathar, daß er nicht mehr
Heiliger Jehovas wäre, um das Wort Jehovas zu erfüllen, welches er zu Silo über
das Haus Elis geredet hatte. {Vergl. 1. Sam. 2,31}
1Kö 2,28 Und das Gerücht kam zu Joab (denn Joab hatte sich nach Adonija geneigt, aber nach Absalom hatte er sich nicht
geneigt); da floh Joab zum Zelte Jehovas und erfaßte die Hörner des Altars.
1Kö 2,29 Und es wurde dem König Salomo
berichtet: Joab ist zum Zelte Jehovas geflohen, und
siehe, er ist neben dem Altar. Da sandte Salomo Benaja,
den Sohn Jojadas, und sprach: Gehe hin, stoße ihn
nieder!
1Kö
2,30 Und Benaja kam zum Zelte Jehovas und sprach zu Joab: {W. zu ihm} So spricht
der König: Gehe hinaus! Und er sprach: Nein, sondern hier will ich sterben. Und
Benaja brachte dem König Antwort und sprach: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet.
1Kö
2,31 Und der König sprach zu ihm: Tue, wie er geredet hat, {W.
Vergl. 2. Mose 21,14} und stoße ihn nieder, und begrabe ihn; und so tue das
Blut, das Joab ohne Ursache vergossen hat, von mir
und von dem Hause meines Vaters hinweg.
1Kö
2,32 Und Jehova wird sein Blut auf seinen Kopf zurückbringen, weil er zwei
Männer niedergestoßen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie mit
dem Schwerte ermordet hat, ohne daß mein Vater David
es wußte: Abner, den Sohn Ners,
den Heerobersten Israels, und Amasa, den Sohn Jethers, den Heerobersten Judas.
1Kö 2,33 Und ihr Blut wird zurückkehren auf
den Kopf Joabs und auf den Kopf seines Samens
ewiglich; aber David und seinem Samen und seinem Hause und seinem Throne wird
Friede sein auf ewig von seiten Jehovas.
1Kö 2,34 Und Benaja,
der Sohn Jojadas, ging hinauf und stieß ihn nieder
und tötete ihn; und er wurde begraben in seinem Hause in der Wüste.
1Kö 2,35 Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an
seiner Statt über das Heer; und Zadok, den Heiliger, setzte der König an die
Stelle Abjathars.
1Kö 2,36 Und der König sandte hin und ließ Simei rufen, und er sprach zu ihm: Baue dir ein Haus zu
Jerusalem, und wohne daselbst; und du sollst nicht von dannen herausgehen,
dahin oder dorthin.
1Kö 2,37 Und es soll geschehen an dem Tage,
da du hinausgehst und den Bach Kidron überschreitest,
so wisse bestimmt, daß du sterben mußt;
dein Blut wird auf deinem Kopfe sein. {O. komme auf deinen
Kopf!}
1Kö 2,38 Und Simei
sprach zu dem König: Das Wort ist gut; so wie mein Herr, der König, geredet
hat, also wird dein Knecht tun. Und Simei wohnte zu
Jerusalem eine lange Zeit.
1Kö 2,39 Es geschah aber am Ende von drei
Jahren, da entflohen zwei Knechte Simeis zu Achis,
dem Sohne Maakas, dem König von Gath; und man
berichtete es Simei und sprach: Siehe, deine Knechte
sind in Gath!
1Kö 2,40 Da machte sich Simei
auf und sattelte seinen Esel und ging nach Gath, zu Achis, um seine Knechte zu
suchen; und Simei ging hin und brachte seine Knechte
von Gath zurück.
1Kö 2,41 Und es wurde Salomo
berichtet, daß Simei von
Jerusalem nach Gath gegangen und zurückgekommen sei.
1Kö 2,42 Da sandte der König hin und
ließ Simei rufen, und er sprach zu ihm: Habe ich dich
nicht bei Jehova beschworen und dir beteuert und gesagt: An dem Tage, da du
hinausgehst und gehst dahin oder dorthin, so wisse bestimmt, daß du sterben mußt? Und du
sprachst zu mir: Das Wort ist gut, das ich gehört habe.
1Kö 2,43 Und warum hast du den Schwur
Jehovas nicht beachtet und das Gebot, das ich dir geboten hatte?
1Kö 2,44 Und der König sprach zu Simei: Du selbst weißt all das Böse, dessen dein Herz sich bewußt ist, das du meinem Vater David getan hast; und so
bringt Jehova deine Bosheit auf deinen Kopf zurück.
1Kö 2,45 Aber der König Salomo wird
gesegnet sein, und der Thron Davids wird feststehen vor Jehova ewiglich.
1Kö 2,46 Und der König gebot Benaja, dem Sohne Jojadas; und er
ging hinaus und stieß ihn nieder, und er starb. Und das Königtum wurde
befestigt in der Hand Salomos.
1Kö 3,1 Und Salomo verschwägerte sich mit
dem Pharao, dem König von Ägypten; und er nahm die Tochter des Pharao und
brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses
Jehovas und der Mauer von Jerusalem ringsum vollendet hatte.
1Kö 3,2 Nur opferte das Volk auf den Höhen;
denn bis zu jenen Tagen war dem Namen Jehovas kein Haus gebaut worden.
1Kö 3,3 Und Salomo liebte Jehova, indem er
in den Satzungen seines Vaters David wandelte; nur opferte und räucherte er auf
den Höhen.
1Kö 3,4 Und {2. Chron. 1,3
usw.} der König ging nach Gibeon, um daselbst zu opfern, denn das
war die große Höhe; tausend Brandopfer opferte Salomo auf selbigem Altar.
1Kö 3,5 Zu Gibeon erschien Jehova dem
Salomo in einem Traume der Nacht; und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben
soll.
1Kö 3,6 Und Salomo sprach: Du hast
ja an deinem Knechte David, meinem Vater, große Güte erwiesen, so wie er vor
dir gewandelt hat in Wahrheit und in Gerechtigkeit und in Geradheit des Herzens
gegen dich; und du hast ihm diese große Güte bewahrt und ihm einen Sohn
gegeben, der auf seinem Throne sitzt, wie es an diesem Tage ist.
1Kö 3,7 Und nun, Jehova, mein Gott, du hast
deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David Statt,
und ich bin ein kleiner Knabe, ich weiß nicht aus- und einzugehen;
1Kö 3,8 und dein Knecht ist in der Mitte
deines Volkes, das du erwählt hast, eines großen
Volkes, das nicht gezählt noch berechnet werden kann vor Menge.
1Kö 3,9 So gib denn deinem Knechte
ein verständiges Herz, um dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen
Gutem und Bösem; denn wer vermöchte
dieses dein zahlreiches Volk zu richten? 1Kö 3,10 Und das
Wort war gut in den Augen des Herrn, daß Salomo um
dieses gebeten hatte.
1Kö
3,11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um dieses gebeten hast, und hast dir
nicht viele Tage erbeten, und hast dir nicht Reichtum erbeten, und nicht um das
Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Einsicht erbeten, um das Recht zu
verstehen,
1Kö 3,12 siehe, so habe ich nach deinem
Worte getan; siehe, ich habe dir ein weises und einsichtsvolles Herz gegeben, daß deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist, und
deinesgleichen nach dir nicht aufstehen wird.
1Kö 3,13 Und auch was du nicht erbeten hast,
habe ich dir gegeben, sowohl Reichtum als Ehre, {O.
Herrlichkeit} so daß deinesgleichen niemand unter
den Königen sein wird {Eig. gewesensein
wird} alle deine Tage.
1Kö 3,14 Und wenn du auf meinen Wegen
wandeln wirst, indem du meine Satzungen und meine Gebote beobachtest, so wie
dein Vater David gewandelt hat, so werde ich deine Tage verlängern. -
1Kö 3,15 Und Salomo erwachte, und
siehe, es war ein Traum. Und er kam nach Jerusalem, und er stand vor der Lade
des Bundes Jehovas und opferte Brandopfer und opferte Friedensopfer und machte
allen seinen Knechten ein Mahl.
1Kö 3,16 Damals kamen zwei Huren zu
dem König und standen vor ihm.
1Kö 3,17 Und das eine Weib sprach: Bitte,
mein Herr! Ich und dieses Weib wohnten in einem Hause; und ich gebar bei ihr im
Hause.
1Kö 3,18 Und es geschah am dritten Tage,
nachdem ich geboren hatte, da gebar auch dieses Weib; und wir waren zusammen,
kein Fremder war bei uns im Hause, nur wir beide waren im Hause.
1Kö 3,19 Und der Sohn dieses Weibes
starb des Nachts, weil sie auf ihm gelegen hatte.
1Kö 3,20 Und sie stand mitten in der Nacht
auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, während deine Magd schlief, und
legte ihn an ihren Busen; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen.
1Kö 3,21 Als ich nun am Morgen aufstand, um
meinen Sohn zu säugen, siehe, da war er tot; und ich betrachtete ihn am Morgen,
und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
1Kö
3,22 Und das andere Weib sprach: Nein! sondern mein Sohn ist der lebendige,
und dein Sohn ist der tote. Und jene sprach: Nein! sondern dein Sohn ist der
tote, und mein Sohn ist der lebendige. Und so redeten sie vor dem König.
1Kö 3,23 Da sprach der König: Diese spricht:
Dieser, der lebendige, ist mein Sohn, und dein Sohn ist der tote; und jene
spricht: Nein! sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige.
1Kö 3,24 Und der König sprach: Holet
mir ein Schwert. Und man brachte das Schwert vor den König.
1Kö 3,25 Und der König sprach: Teilet das
lebendige Kind in zwei Teile, und gebet der einen die Hälfte und der anderen
die Hälfte.
1Kö 3,26 Da sprach das Weib, deren
Sohn der lebendige war, zum König, denn ihr Innerstes wurde erregt über ihren
Sohn, und sagte: Bitte mein Herr! gebet ihr das lebendige Kind und tötet es ja
nicht! Jene aber sagte: Weder mein noch dein soll es
sein, zerteilet es!
1Kö 3,27 Da antwortete der König und sprach:
Gebet jener das lebendige Kind und tötet es ja nicht! sie ist seine Mutter.
1Kö 3,28 Und ganz Israel hörte das Urteil,
das der König gefällt hatte, und sie fürchteten sich vor dem König; denn sie
sahen, daß die Weisheit Gottes in ihm war, Recht zu
üben.
1Kö 4,1 Und so war der König Salomo
König über ganz Israel.
1Kö 4,2 Und dies sind die Obersten,
die er hatte: Asarja, der Sohn Zadoks, war der
Heiliger; {O. der vertraute Rat}
1Kö 4,3 Elichoreph und Achija, die Söhne Schischas, waren Schreiber; Josaphat, der Sohn Ahiluds, war
Geschichtsschreiber; {S. die Anm. zu 2. Sam. 8,16}
1Kö 4,4 und Benaja,
der Sohn Jojadas, war über das Heer; und Zadok und Abjathar waren Heiliger;
1Kö 4,5 und Asarja,
der Sohn Nathans, war über die Aufseher; und Sabut,
der Sohn Nathans, war Krondiener, {O.
geheimer Rat} des Königs Freund;
1Kö 4,6 und Achischar
war über das Haus, und Adoniram, der Sohn Abdas, über die Fron. {O. die Abgaben}
1Kö 4,7 Und Salomo hatte zwölf Aufseher
über ganz Israel, und sie versorgten den König und sein Haus; einen Monat im
Jahre lag jedem die Versorgung ob.
1Kö 4,8 Und dies sind ihre Namen:
Ben-Hur {O. der Sohn Hurs;
ebenso nachher} im Gebirge Ephraim;
1Kö
4,9 Ben-Deker in Makaz
und in Schaalbim und Beth-Semes
und Elon-Beth-Hanan; 1Kö 4,10 Ben-Hesed
in Arubboth: Er hatte Soko und das ganze Land Hepher.
1Kö 4,11 Ben-Abinadab
hatte das ganze Hügelgebiet von Dor; Taphath, die
Tochter Salomos, war sein Weib.
1Kö 4,12 Baana, der Sohn Ahiluds, hatte Taanak und Megiddo
und ganz Beth-Schean, das neben Zarethan
liegt, unterhalb Jisreel, von Beth-Schean bis Abel-Mehola, bis
jenseits Jokmeam.
1Kö 4,13 Ben-Geber in Ramoth-Gilead;
er hatte die Dörfer Jairs, des Sohnes Manasses, die in Gilead sind; er hatte
den Landstrich Argob, der in Basan
ist, sechzig große Städte mit Mauern und ehernen Riegeln.
1Kö 4,14 Achinadab, der Sohn Iddos, in Machanaim;
1Kö 4,15 Achimaaz in
Naphtali; auch er hatte Basmath, die Tochter Salomos,
zum Weibe genommen;
1Kö 4,16 Baana, der Sohn Husais, in Aser und Bealoth;
1Kö 4,17 Josaphat, der Sohn Paruachs, in Issaschar;
1Kö 4,18 Simei, der Sohn
Elas, in Benjamin;
1Kö 4,19 Geber, der Sohn Uris, im
Lande Gilead, dem Lande Sihons, des Königs der
Amoriter, und Ogs, des Königs von Basan; und nur ein
Aufseher war in diesem Lande. {And. üb.: und er war der einzige
Aufseher, der in diesem Lande war}
1Kö 4,20 Juda und Israel waren zahlreich,
wie der Sand, der am Meere ist, an Menge; sie aßen und tranken und waren
fröhlich.
1Kö 4,21 Und Salomo war Herrscher über alle
Königreiche, von dem Strome {dem Euphrat} an bis zu
dem Lande der Philister und bis zu der Grenze Ägyptens; sie brachten Geschenke
und dienten Salomo alle Tage seines Lebens.
1Kö 4,22 Und der Speisebedarf {W.
das Brot; soauch Kap. 5,9} Salomos für
einen Tag war: dreißig Kor {1 Kor = 10 Epha, ungefähr zweieinhalb
Hektoliter} Feinmehl und sechzig Kor Mehl,
1Kö 4,23 zehn gemästete Rinder und
zwanzig Weiderinder und hundert Schafe; ohne die Hirsche und Gazellen und
Damhirsche und das gemästete Geflügel. {And.:
die gemästeten Gänse}
1Kö 4,24 Denn er herrschte über das ganze
Land diesseit des Stromes, von Tiphsach {Thapsakus, am westlichen Ufer des Euphrat} bis Gasa,
über alle Könige diesseit des Stromes; und er hatte Frieden auf allen Seiten
ringsum.
1Kö 4,25 Und Juda und Israel wohnten in
Sicherheit, ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von
Dan bis Beerseba, alle Tage Salomos.
1Kö 4,26 Und Salomo hatte
vierzigtausend Stände für Rosse zu seinen Wagen, und zwölftausend Reiter.
1Kö 4,27 Und jene Aufseher versorgten den
König Salomo und alle, die zum Tische des Königs Salomo kamen, ein jeder in
seinem Monat; sie ließen es an nichts fehlen.
1Kö 4,28 Und die Gerste und das Stroh für
die Rosse und für die Renner brachten sie {O. brachte man} an den Ort,
wo er {d.h. der König, oder der Aufseher} war, ein
jeder nach seiner Vorschrift.
1Kö 4,29 Und Gott gab Salomo Weisheit und
sehr große Einsicht, und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Ufer des
Meeres ist.
1Kö 4,30 Und die Weisheit Salomos war größer
als die Weisheit aller Söhne des Ostens und als alle Weisheit Ägyptens.
1Kö 4,31 Und er war weiser als alle
Menschen, als Ethan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Machols. Und sein Name war unter allen Nationen ringsum.
1Kö 4,32 Und er redete dreitausend
Sprüche, und seiner Lieder waren 1005.
1Kö 4,33 Und er redete über die
Bäume, von der Zeder, die auf dem Libanon ist, bis zum Ysop, der an der Mauer
herauswächst; und er redete über das Vieh und über die Vögel und über das
Gewürm {Eig. das sich Regende} und über
die Fische.
1Kö 4,34 Und man kam aus allen Völkern, um
die Weisheit Salomos zu hören, von allen Königen der Erde her, die von seiner
Weisheit gehört hatten.
1Kö 5,1 Und {2. Chron. 2} Hiram, der
König von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo, denn
er hatte gehört, daß man ihn zum König gesalbt hatte
an seines Vaters Statt; denn Hiram war allezeit ein
Freund Davids gewesen.
1Kö 5,2 Und Salomo sandte zu Hiram
und ließ ihm sagen:
1Kö 5,3 Du weißt ja, daß
mein Vater David nicht vermochte, dem Namen Jehovas, seines Gottes, ein Haus zu
bauen, wegen der Kriege, mit welchen sie ihn umgaben, bis Jehova sie unter
seine Fußsohlen legte.
1Kö 5,4 Nun aber hat Jehova, mein Gott, mir
Ruhe geschafft ringsum; da ist kein Widersacher mehr und kein schlimmes
Begegnis.
1Kö 5,5 Und siehe, ich gedenke dem Namen
Jehovas, meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie Jehova zu meinem Vater David
geredet und gesagt hat: Dein Sohn, den ich an deiner Statt
auf deinen Thron setzen werde, der soll meinem Namen ein Haus bauen.
1Kö 5,6 Und nun gebiete,
daß man mir Zedern vom Libanon haue; und meine
Knechte sollen mit deinen Knechten sein; und den Lohn deiner Knechte will ich
dir geben nach allem, was du sagen wirst; denn du weißt ja, daß
niemand unter uns ist, der Holz zu hauen versteht wie die Zidonier.
1Kö 5,7 Und es geschah, als Hiram die Worte
Salomos hörte, da freute er sich sehr; und er sprach: Gepriesen sei heute
Jehova, der David einen weisen Sohn gegeben hat über dieses große Volk!
1Kö 5,8 Und Hiram sandte zu Salomo und ließ
ihm sagen: Ich habe gehört, was du mir entboten hast; ich will all dein Begehr
tun betreffs des Zedernholzes und betreffs des Zypressenholzes.
1Kö
5,9 Meine Knechte sollen es vom Libanon an das Meer hinabbringen; und ich
werde auf dem Meere Flöße daraus machen und sie bis an den Ort bringen lassen,
den du mir angeben wirst, und dort will ich sie zerlegen lassen; und du sollst
es abholen. Du aber sollst mein Begehr tun, indem du den Speisebedarf meines
Hauses gibst.
1Kö 5,10 Und so gab Hiram dem Salomo
Zedernholz und Zypressenholz nach all seinem Begehr.
1Kö 5,11 Salomo aber gab Hiram 20000 Kor
Weizen zur Nahrung für sein Haus, und zwanzig Kor zerstoßenes Öl: so gab Salomo
dem Hiram Jahr für Jahr.
1Kö 5,12 Und Jehova gab Salomo Weisheit, so
wie er zu ihm geredet hatte; und es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und
sie machten einen Bund miteinander.
1Kö 5,13 Und der König Salomo hob
Fronarbeiter aus ganz Israel aus, und der Fronarbeiter waren 30000 Mann.
1Kö 5,14 Und er schickte sie auf den
Libanon, 10000 im Monat, wechselweise: einen Monat waren sie auf dem Libanon,
zwei Monate in ihrem Hause; und Adoniram war über die
Fronarbeiter.
1Kö 5,15 Und Salomo hatte 70000
Lastträger und 80000 Steinhauer im Gebirge,
1Kö 5,16 ohne die Oberaufseher Salomos,
welche über die Arbeit waren, 3300, die über das Volk walteten, das an der
Arbeit beschäftigt war.
1Kö 5,17 Und der König gebot, und sie
brachen große Steine, wertvolle {And.: schwere; so
auch Kap. 7,9. 10. 11} Steine, um den Grund des Hauses zu legen, behauene
Steine.
1Kö 5,18 Und die Bauleute Salomos und die
Bauleute Hirams und die Gibliter {S.
Jos. 13,5; die Gibliter gehörten zu den Phöniziern} behieben sie, und sie richteten das Holz
und die Steine zum Bau des Hauses zu.
1Kö 6,1 Und {2. Chron. 3} es geschah
im 480. Jahre nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, im
vierten Jahre der Regierung Salomos über Israel, im Monat Siw,
das ist der zweite Monat, da baute er Jehova das
Haus. {O.
dabaute er das Haus Jehovas}
1Kö 6,2 Und das Haus, das der König Salomo
Jehova baute: sechzig Ellen war seine Länge, und zwanzig Ellen seine Breite,
und dreißig Ellen seine Höhe.
1Kö 6,3 Und die Halle vor dem Tempel {d.h.
dem Heiligen} des Hauses: zwanzig Ellen war ihre Länge vor der Breite des
Hauses her; zehn Ellen war ihre Breite vor dem Hause her.
1Kö 6,4 Und er machte dem Hause
Fenster, die mit unbeweglichen Querstäben vergittert waren.
1Kö 6,5 Und er baute an die Wand des
Hauses Stockwerke ringsum, an die Wände des Hauses ringsum, des Tempels und des
Sprachortes; {O. des Hinterraumes, so auch nachher} und er
machte Seitenzimmer ringsum.
1Kö 6,6 Das untere Stockwerk: fünf Ellen
war seine Breite, und das mittlere, sechs Ellen seine Breite, und das dritte,
sieben Ellen seine Breite; denn er hatte außen am Hause ringsum Absätze
gemacht, um nicht in die Wände des
Hauses einzugreifen. {nämlich
durch die Balkenköpfe der einzelnen Stockwerke}
1Kö 6,7 Und das Haus wurde bei
seiner Erbauung aus vollständig behauenen Steinen {W.
von vollständigen Steinen des Steinbruchs} erbaut; und Hammer und Meißel,
irgend ein eisernes Werkzeug, wurde nicht am Hause gehört, als es erbaut wurde.
1Kö 6,8 Der Eingang der mittleren {Wahrsch. zu l.: der unteren} Seitenzimmer war an der
rechten {d.i. südlichen} Seite des Hauses; und
mittelst Wendeltreppen stieg man zu den mittleren, und von den mittleren zu den
dritten hinauf.
1Kö 6,9 Und er baute das Haus und
vollendete es, und er deckte das Haus mit Balken und Reihen von Zedern.
1Kö 6,10 Und er baute die Stockwerke
an das ganze Haus, fünf Ellen ihre Höhe; und sie waren mit dem Hause durch
Zedernhölzer verbunden. {Eig.
sie faßten an das Haus durch Zedernhölzer}
1Kö 6,11 Und das Wort Jehovas geschah
zu Salomo, indem er sprach:
1Kö
6,12 Dieses Haus, das du baust - wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine
Rechte tun und alle meine Gebote beobachten wirst, daß
du darin wandelst, so werde ich dir mein Wort aufrecht halten, das ich zu
deinem Vater David geredet habe;
1Kö 6,13 und ich werde inmitten der
Kinder Israel wohnen und werde mein Volk Israel nicht verlassen.
1Kö 6,14 Und Salomo baute das Haus
und vollendete es. -
1Kö 6,15 Und er baute die Wände des Hauses
innerhalb mit Zedernbrettern; vom Fußboden des Hauses bis an die Wände der
Decke überzog er sie innerhalb mit Holz; und er überzog den Fußboden des Hauses
mit
Zypressenbrettern.
1Kö 6,16 Und er baute die zwanzig Ellen an
der Hinterseite des Hauses mit Zedernbrettern, vom Fußboden bis an die Wände; {O.
sowohl den Fußboden als auch die Wände} und er baute sie ihm inwendig zum
Sprachorte, zum Allerheiligsten.
1Kö 6,17 Und das Haus, das ist der
Tempel, vorn vor dem Sprachorte, war vierzig Ellen lang.
1Kö 6,18 Und das Zedernholz am Hause,
inwendig, war Schnitzwerk von Koloquinthen und
aufbrechenden Blumen; {And.: und Gehängen von Blumen; soauch V.29 usw.} alles war Zedernholz, kein Stein
wurde gesehen.
1Kö 6,19 Und den Sprachort im Innersten des
Hauses richtete er zu, um die Lade des Bundes Jehovas dahin zu setzen;
1Kö 6,20 und das Innere des
Sprachortes: {Da dieseÜbersetzung
zweifelhaft ist, so ist vielleicht zu l.: und der Sprachort} zwanzig
Ellen die Länge, und zwanzig Ellen die Breite, und zwanzig Ellen seine Höhe;
und er überzog ihn mit geläutertem Golde; auch den Zedernholzaltar überzog er
damit.
1Kö 6,21 Und Salomo überzog das Haus
inwendig mit geläutertem Golde; und er zog goldene Ketten vor dem Sprachorte
her, und überzog ihn mit Gold.
1Kö 6,22 Und das ganze Haus überzog er mit
Gold, das ganze Haus vollständig; auch den ganzen Altar, der zum Sprachorte
gehörte, überzog er mit Gold.
1Kö 6,23 Und er machte im Sprachorte
zwei Cherubim von Ölbaumholz, zehn Ellen ihre Höhe;
1Kö 6,24 und fünf Ellen maß der eine Flügel
des Cherubs, und fünf Ellen der andere Flügel des Cherubs: zehn Ellen von dem
einen Ende seiner Flügel bis zu dem anderen Ende seiner Flügel;
1Kö 6,25 und zehn Ellen maß der
andere Cherub: beide Cherubim hatten ein Maß und einen Schnitt.
1Kö 6,26 Die Höhe des einen Cherubs
war zehn Ellen, und ebenso die des anderen Cherubs.
1Kö 6,27 Und er stellte die Cherubim in das
innerste Haus; und die Cherubim breiteten die Flügel aus, {W.
und man breitete die Flügel der Cherubim aus} so daß
der Flügel des einen an diese Wand rührte, und der Flügel des anderen Cherubs
an die andere Wand rührte; und ihre Flügel, nach der Mitte des Hauses zu,
rührten Flügel an Flügel.
1Kö 6,28 Und er überzog die Cherubim
mit Gold.
1Kö 6,29 Und an allen Wänden des Hauses
ringsum schnitzte er eingegrabenes Schnitzwerk von Cherubim und Palmen und
aufbrechenden Blumen, innerhalb und außerhalb.
1Kö 6,30 Und den Fußboden des Hauses
überzog er mit Gold, innerhalb und außerhalb.
1Kö 6,31 Und für den Eingang des Sprachortes
machte er Türflügel von Ölbaumholz; die Einfassung, die Pfosten, bildeten den
fünften Teil der Wand.
1Kö
6,32 Und in die zwei Türflügel von Ölbaumholz, darein schnitzte er Schnitzwerk
von Cherubim und Palmen und aufbrechenden Blumen, und er überzog sie mit Gold:
er breitete das Gold aus über die Cherubim und über die Palmen.
1Kö 6,33 Und ebenso machte er für den
Eingang des Tempels Pfosten von Ölbaumholz aus dem vierten Teile der Wand,
1Kö 6,34 und zwei Türflügel von
Zypressenholz: aus zwei drehbaren Blättern war der eine Flügel, und aus zwei
drehbaren Blättern der andere Flügel.
1Kö 6,35 Und er schnitzte Cherubim und
Palmen und aufbrechende Blumen ein und überzog sie mit Gold, geschlichtet über
das Eingegrabene.
1Kö 6,36 Und er baute den inneren Hof
aus drei Reihen behauener Steine und aus einer Reihe Zedernbalken.
1Kö 6,37 Im vierten Jahre wurde der
Grund des Hauses Jehovas gelegt, im Monat Siw;
1Kö 6,38 und im elften Jahre, im Monat Bul,
das ist der achte Monat, war das Haus vollendet nach allen seinen Stücken und
nach all seiner Vorschrift; {O. Gebühr} und so
baute er sieben Jahre daran.
1Kö 7,1 Und an seinem Hause baute
Salomo dreizehn Jahre, und er vollendete sein ganzes Haus.
1Kö 7,2 Und zwar baute er das Haus des
Waldes Libanon, hundert Ellen seine Länge, und fünfzig Ellen seine Breite, und
dreißig Ellen seine Höhe, auf vier Reihen von Zedernsäulen, und Zedernbalken
auf den Säulen;
1Kö 7,3 und es war mit Zedernholz gedeckt
oben über den Seitenzimmern, die auf den Säulen waren, fünfundvierzig, fünfzehn
in der Reihe.
1Kö 7,4 Und der Balken waren drei Reihen, {Also
wahrscheinlich 3 Stockwerke von je 15 Zimmern} und Fenster gegen Fenster,
dreimal.
1Kö 7,5 Und alle Türöffnungen und Pfosten {And.
l.: Lichtöffnungen} waren viereckig, mit Gebälk, und Fenster gegen
Fenster, dreimal.
1Kö 7,6 Und er machte die Säulenhalle,
fünfzig Ellen ihre Länge, und dreißig Ellen ihre Breite; und noch eine Halle
vor derselben, und Säulen und einen Auftritt {O. ein
Dachgesims} vor denselben.
1Kö 7,7 Und er machte die Thronhalle, wo er
richtete, die Halle des Gerichts; und sie war mit Zedernholz getäfelt, von
Boden zu Boden.
1Kö
7,8 Und sein Haus, in welchem er wohnte, im anderen Hofe {O.
der andere Hof... war} innerhalb der Halle, war gleich diesem Werke. Und
Salomo baute auch der Tochter des Pharao, die er zum Weibe genommen hatte, ein
Haus gleich dieser Halle.
1Kö 7,9 Das alles war aus wertvollen
Steinen, aus Steinen, die nach dem Maße behauen waren, mit der Säge gesägt von
innen und von außen, und zwar von der Grundlage bis an die Kragsteine, und von
außen bis zu dem großen
Hofe.
1Kö 7,10 Und die Grundlage bestand aus
wertvollen Steinen, aus großen Steinen, Steinen von zehn Ellen und Steinen von
acht Ellen.
1Kö 7,11 Und darüber her waren
wertvolle Steine, Steine, die nach dem Maße behauen waren, und Zedernholz.
1Kö 7,12 Und der große Hof ringsum bestand
aus drei Reihen behauener Steine und einer Reihe Zedernbalken; so war es auch
mit dem inneren Hofe des Hauses Jehovas und mit der Halle des Hauses.
1Kö 7,13 Und der König Salomo sandte
hin und ließ Hiram von Tyrus holen.
1Kö 7,14 Er war der
Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphtali {Vergl. 2. Chron.
2,14. Naphtali gehörte zu dem Panier des Lagers
Dan. (S. 4. Mose 2,25-31)} (sein Vater
aber war ein Tyrer), ein Arbeiter in Erz; und er war
voll Weisheit und Einsicht und Kenntnis, um allerlei Werk in Erz zu machen; und
er kam zu dem König Salomo und machte sein ganzes Werk.
1Kö 7,15 Und er bildete die zwei Säulen von
Erz: achtzehn Ellen die Höhe der einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen umfaßte die andere Säule.
1Kö 7,16 Und er machte zwei Kapitäle, von
Erz gegossen, um sie auf die Spitzen der Säulen zu setzen: fünf Ellen die Höhe
des einen Kapitäls, und fünf Ellen die Höhe des anderen Kapitäls.
1Kö 7,17 Geflecht im Netzwerk, Schnüre in
Kettenwerk waren an den Kapitälen, die auf der Spitze der Säulen waren: sieben
an dem einen Kapitäl, und sieben an dem anderen Kapitäl.
1Kö 7,18 Und er machte Granatäpfel, und zwar
zwei Reihen ringsum, über {O. auf, an} das eine
Netzwerk, zur Bedeckung der Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen waren; und
ebenso machte er es an dem anderen Kapitäl.
1Kö 7,19 Und die Kapitäle die auf der
Spitze der Säulen waren, waren wie die Lilienarbeit in der Halle, vier Ellen.
1Kö 7,20 Und auch waren Kapitäle {Es
handelt sich hier wohl um den oberen Teil der gesamten Kapitäle} auf den
beiden Säulen oben, dicht an {O. gleichlaufend mit} dem Wulste,
der jenseit des Flechtwerks war. Und der Granatäpfel
waren zweihundert, in Reihen ringsum, an dem anderen Kapitäl.
1Kö 7,21 Und er richtete die Säulen
auf bei der Halle {O. gegen die Hallehin}
des Tempels: er richtete die rechte Säule auf und gab ihr den Namen
Jakin, {Er wird feststellen, befestigen} und er
richtete die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas. {Inihm ist Stärke}
1Kö 7,22 Und auf der Spitze der
Säulen war Lilienarbeit. Und so wurde das Werk der Säulen vollendet.
1Kö 7,23 Und er machte das Meer, gegossen,
zehn Ellen von seinem einen Rande bis zu seinem anderen Rande, gerundet
ringsum, und fünf Ellen seine Höhe; und eine Schnur von dreißig Ellen umfaßte es ringsum.
1Kö 7,24 Und unterhalb seines Randes umgaben
es Koloquinthen ringsum, zehn auf die Elle, das Meer
ringsum einschließend; der Koloquinthen waren zwei
Reihen, gegossen aus einem Gusse mit demselben.
1Kö
7,25 Es stand auf zwölf Rindern: drei wandten sich gegen Norden, und drei
wandten sich gegen Westen, und drei wandten sich gegen Süden, und drei wandten
sich gegen Osten; und das Meer war auf denselben, oben darüber, und alle ihre
Hinterteile waren nach innen gekehrt.
1Kö 7,26 Und seine Dicke war eine
Handbreit, und sein Rand wie die Arbeit eines Becherrandes, wie eine
Lilienblüte; es faßte zweitausend Bath. {Vergl.
Hes. 45,11 und die Anm. zu 1. Kön. 4, 22}
1Kö 7,27 Und er machte die zehn Gestelle von
Erz: vier Ellen die Länge eines Gestelles, und vier Ellen seine Breite, und
drei Ellen seine Höhe.
1Kö 7,28 Und dies war die Arbeit der
Gestelle: Es waren Felder an ihnen, und die Felder waren zwischen den
Eckleisten; {O.
Randleisten}
1Kö 7,29 und auf den Feldern, die zwischen
den Eckleisten waren, waren Löwen, Rinder und Cherubim; und oben auf den
Eckleisten ein Untersatz; und unterhalb der Löwen und der Rinder waren Kränze,
in Form von Gehängen.
1Kö 7,30 Und jedes Gestell hatte vier eherne
Räder und eherne Achsen, und seine vier Füße hatten Schulterstücke; unter dem
Becken {S. V.38} waren die Schulterstücke
angegossen; jenseit eines jeden waren die Kränze.
1Kö 7,31 Und seine Öffnung, innerhalb
der Krone und aufwärts, war bei einer Elle, und ihre Öffnung war gerundet,
Gestellarbeit, {d.h.
nach Art eines Untersatzes, Säulenfußes} eine Elle und eine halbe Elle; und
auch an ihrer Öffnung war Schnitzwerk. Und ihre Felder waren viereckig, nicht
rund.
1Kö 7,32 Und die vier Räder waren unterhalb
der Felder; und die Halter der Räder waren an dem Gestell; und die Höhe eines
Rades war eine Elle und eine halbe Elle;
1Kö 7,33 und die Arbeit der Räder war wie
die Arbeit eines Wagenrades; ihre Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und
ihre Naben - das Ganze war gegossen.
1Kö 7,34 Und vier Schulterstücke waren an
den vier Ecken eines Gestelles: aus dem Gestell {d.h. aus einem
Guß mit ihm} waren seine Schulterstücke.
1Kö 7,35 Und am oberen Teile des Gestelles
war eine Erhöhung von einer halben Elle, gerundet ringsum; und am oberen Teile
des Gestelles waren seine Halter und seine Felder aus demselben. {d.h.
aus einem Guß mit ihm}
1Kö 7,36 Und er grub in die Tafeln {d.h.
Flächen} seiner Halter und in seine Felder Cherubim, Löwen und Palmen
ein, nach dem Raume eines jeden, und Kränze ringsum.
1Kö 7,37 Auf diese Weise machte er
die zehn Gestelle: ein Guß, ein Maß, ein Schnitt für
sie alle.
1Kö 7,38 Und er machte zehn Becken von Erz:
vierzig Bath faßte ein Becken; vier Ellen war ein
Becken weit; je ein Becken war auf je einem Gestell von den zehn Gestellen.
1Kö 7,39 Und er setzte die Gestelle, fünf
auf die rechte Seite {d.i. die Südseite} des Hauses,
und fünf auf die linke Seite {d.i. die Nordseite} des Hauses.
Und das Meer setzte er auf die rechte Seite des Hauses ostwärts, gegen Süden.
1Kö 7,40 Und Hiram machte die Töpfe und die
Schaufeln und die Sprengschalen. - Und so vollendete Hiram die Arbeit des
ganzen Werkes, das er dem König Salomo für das Haus Jehovas machte:
1Kö 7,41 zwei Säulen und die krugförmigen Kapitäle, {W. Krüge oder Kugeln
der Kapitäle} die auf der Spitze der beiden Säulen waren; und die zwei
Netzwerke zur Bedeckung der beiden krugförmigen
Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen waren;
1Kö 7,42 und die vierhundert Granatäpfel zu
den beiden Netzwerken: zwei Reihen Granatäpfel zu jedem Netzwerk, zur Bedeckung
der beiden krugförmigen Kapitäle, die oben auf den
Säulen waren;
1Kö 7,43 und die zehn Gestelle, und
die zehn Becken auf den Gestellen;
1Kö 7,44 und das eine Meer, und die
zwölf Rinder unter dem Meere;
1Kö 7,45 und die Töpfe und die Schaufeln und
die Sprengschalen. Und alle diese Geräte, welche Hiram dem König Salomo für das
Haus Jehovas machte, waren von geglättetem Erz.
1Kö 7,46 Im Jordankreise ließ der
König sie gießen, in dichter Erde, zwischen Sukkoth
und Zarethan.
1Kö 7,47 Und Salomo ließ alle Geräte ungewogen vor übergroßer Menge, das Gewicht des Erzes wurde
nicht untersucht.
1Kö 7,48 Und Salomo machte alle die Geräte,
welche im Hause Jehovas waren: den goldenen Altar; und den goldenen Tisch, auf
welchem, die Schaubrote lagen;
1Kö 7,49 und die Leuchter, fünf zur Rechten
und fünf zur Linken vor dem Sprachorte, von geläutertem Golde; und die Blumen
und die Lampen und die Lichtschneuzen von Gold;
1Kö 7,50 und die Becken und die
Lichtmesser und die Sprengschalen und die Schalen und die Räucherpfannen von
geläutertem Golde; und die Angeln zu den Türflügeln des inneren Hauses, des
Allerheiligsten, und zu den Flügeltüren des Hauses, des Tempels, von Gold.
1Kö 7,51 Und so war das ganze Werk
vollendet, das der König Salomo für das Haus Jehovas machte. Und Salomo brachte
die geheiligten Dinge seines Vaters David hinein: das Silber und das Gold und
die Geräte legte er in die Schatzkammern des Hauses Jehovas.
1Kö
8,1 Damals {2. Chron. 5,2} versammelte Salomo die
Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser {W.
der Väter} der Kinder Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die
Lade des Bundes Jehovas heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.
1Kö
8,2 Und alle Männer von Israel versammelten sich zum König Salomo im Monat Ethanim, {Sonst Tisri
genannt, ein Teil von September und Oktober; das Laubhüttenfest fand am 15.
dieses Monats statt. (S. 3. Mose 23,34)} das ist der siebte Monat, am Feste.
1Kö 8,3 Und es kamen alle Ältesten
von Israel, und die Heiliger nahmen die Lade auf.
1Kö 8,4 Und sie brachten die Lade Jehovas
hinauf, und das Zelt der Zusammenkunft und alle heiligen Geräte, die im Zelte
waren: die Heiliger und die Leviten brachten sie hinauf.
1Kö 8,5 Und der König Salomo und die ganze
Gemeinde Israel, die sich zu ihm versammelt hatte und mit ihm vor der Lade
stand, opferten Klein- und Rindvieh, das nicht gerechnet und nicht gezählt
werden konnte vor Menge.
1Kö 8,6 Und die Heiliger brachten die Lade
des Bundes Jehovas an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das
Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim;
1Kö 8,7 denn die Cherubim breiteten die
Flügel aus über den Ort der Lade, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre
Stangen von oben her.
1Kö 8,8 Und die Stangen waren so
lang, daß die Spitzen der Stangen vom Heiligen aus an
der Vorderseite des Sprachortes gesehen wurden; aber auswärts {O.
von außen} wurden sie nicht gesehen. Und sie sind daselbst bis auf
diesen Tag.
1Kö 8,9 Nichts war in der Lade, als nur die
beiden steinernen Tafeln, welche Mose am Horeb hineinlegte, als Jehova einen
Bund machte mit den Kindern Israel, als sie aus dem Lande Ägypten zogen.
1Kö 8,10 Und es geschah, als die
Heiliger aus dem Heiligen hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus Jehovas;
1Kö 8,11 und die Heiliger vermochten wegen
der Wolke nicht dazustehen, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit
Jehovas erfüllte das Haus Jehovas.
1Kö 8,12 Damals {2.
Chron. 6,1} sprach Salomo: Jehova hat gesagt, daß
er im Dunkel wohnen wolle.
1Kö 8,13 Gebaut habe ich dir ein Haus
zur Wohnung, eine Stätte zu deinem Sitze für Ewigkeiten.
1Kö 8,14 Und der König wandte sein Angesicht
und segnete die ganze Herausrufung Israels; und die
ganze Herausrufung Israels stand.
1Kö 8,15 Und er sprach: Gepriesen sei
Jehova, der Gott Israels, der mit seinem Munde zu meinem Vater David geredet
und mit seiner Hand es erfüllt hat, indem er sprach:
1Kö
8,16 Von dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe
ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels erwählt, um ein Haus zu bauen, damit
mein Name daselbst wäre; aber ich habe David erwählt, daß
er über mein Volk Israel wäre.
1Kö 8,17 Und es war in dem Herzen meines
Vaters David, dem Namen Jehovas, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
1Kö 8,18 Und Jehova sprach zu meinem Vater
David: Weil es in deinem Herzen gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so
hast du wohlgetan, daß es in deinem Herzen gewesen
ist.
1Kö 8,19 Nur sollst du nicht das Haus bauen;
sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommen wird, er soll meinem
Namen das Haus bauen.
1Kö 8,20 Und Jehova hat sein Wort aufrecht
gehalten, das er geredet hat; und ich bin aufgestanden an meines Vaters David Statt, und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie
Jehova geredet hat, und habe dem Namen Jehovas, des Gottes Israels, das Haus
gebaut;
1Kö 8,21 und ich habe daselbst einen Ort
hergerichtet für die Lade, in welcher der Bund Jehovas ist, den er mit unseren
Vätern gemacht hat, als er sie aus dem Lande Ägypten herausführte.
1Kö 8,22 Und Salomo trat vor den Altar
Jehovas angesichts der ganzen Herausrufung Israels;
und er breitete seine Hände aus gen Himmel und sprach:
1Kö 8,23 Jehova, Gott Israels! kein
Gott ist dir gleich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und
die
Güte deinen Knechten bewahrst, die vor dir wandeln mit
ihrem ganzen Herzen;
1Kö 8,24 der du deinem Knechte David, meinem
Vater, gehalten, was du zu ihm geredet hast: du hast es mit deinem Munde
geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es an diesem Tage ist.
1Kö 8,25 Und nun, Jehova, Gott Israels,
halte deinem Knechte David, meinem Vater, was du zu ihm geredet hast, indem du
sprachst: Es soll dir nicht an einem Manne fehlen vor meinem Angesicht, der da
sitze auf dem Throne Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achthaben, daß sie vor mir wandeln, so wie du vor mir gewandelt hast.
1Kö 8,26 Und nun, Gott Israels, mögen sich
doch deine Worte bewähren, die du zu deinem Knechte David, meinem Vater,
geredet hast! -
1Kö 8,27 Aber sollte Gott wirklich auf der
Erde wohnen? Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel
können dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
1Kö 8,28 Doch wende dich zu dem Gebet deines
Knechtes und zu seinem Flehen, Jehova, mein Gott, daß
du hörest auf das Rufen und auf das Gebet, welches dein Knecht heute vor dir
betet:
1Kö 8,29 daß deine
Augen Nacht und Tag offen seien über dieses Haus, über den Ort, von dem du
gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein! daß du
hörest auf das Gebet, welches dein Knecht gegen diesen Ort hin beten wird.
1Kö 8,30 Und höre auf das Flehen deines
Knechtes und deines Volkes Israel, das sie gegen diesen Ort hin richten werden;
und höre du an der Stätte deiner Wohnung, im Himmel, ja, höre und vergib!
1Kö 8,31 Wenn jemand wider seinen Nächsten
sündigt, und man ihm einen Eid auflegt, um ihn schwören zu lassen, und er kommt
und schwört vor deinem Altar in diesem Hause:
1Kö 8,32 so höre du im Himmel und handle und
richte deine Knechte, indem du den Schuldigen schuldig sprichst, daß du seinen Weg auf seinen Kopf bringst, und indem du den
Gerechten gerecht sprichst, daß du ihm gibst nach
seiner Gerechtigkeit.
1Kö 8,33 Wenn dein Volk Israel vor dem
Feinde geschlagen wird, weil sie wider dich gesündigt haben, und sie kehren zu
dir um und bekennen deinen Namen, und beten und flehen zu dir in diesem Hause:
1Kö 8,34 so höre du im Himmel und vergib die
Sünde deines Volkes Israel; und bringe sie in das Land zurück, das du ihren Vätern gegeben hast.
1Kö 8,35 Wenn der Himmel verschlossen, und
kein Regen sein wird, weil sie wider dich gesündigt haben, und sie beten gegen
diesen Ort hin und bekennen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, weil du
sie demütigst:
1Kö 8,36 so höre du im Himmel und
vergib die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, daß
{O. indem} du ihnen den guten Weg zeigest, auf welchem sie
wandeln sollen; und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volke zum Erbteil
gegeben hast.
1Kö 8,37 Wenn eine Hungersnot im
Lande sein wird, wenn Pest sein wird, wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides,
Heuschrecken oder Grillen {Eig.
Vertilger; eineHeuschreckenart} sein
werden; wenn sein Feind es belagert im Lande seiner Tore, wenn irgend eine
Plage, irgend eine Krankheit sein wird:
1Kö
8,38 welches Gebet, welches Flehen irgend geschehen wird von irgend einem
Menschen, von deinem ganzen Volke Israel, wenn sie erkennen werden ein jeder
die Plage seines Herzens, und er seine Hände ausbreitet gegen dieses Haus hin:
1Kö 8,39 so höre du im Himmel, der Stätte
deiner Wohnung, und vergib, und tue und gib einem jeden nach allen seinen
Wegen, wie du sein Herz kennst - denn du, du allein kennst das Herz aller
Menschenkinder; -
1Kö 8,40 auf daß
sie dich fürchten alle die Tage, die sie in dem Lande leben werden, das du
unseren Vätern gegeben hast.
1Kö 8,41 Und auch auf den Fremden, der nicht
von deinem Volke Israel ist - kommt er aus fernem Lande um deines Namens willen
1Kö 8,42 (denn sie werden hören von deinem
großen Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm), kommt er
und betet gegen dieses Haus hin:
1Kö 8,43 so höre du im Himmel, der Stätte
deiner Wohnung, und tue nach allem, um was der Fremde zu dir rufen wird; auf daß alle Völker der Erde deinen Namen erkennen, damit sie
dich fürchten, wie dein Volk Israel, und damit sie erkennen, daß dieses Haus, welches ich gebaut habe, nach deinem Namen
genannt wird. {O. daß deinNameüber diesem
Hauseangerufen
wird. (Vergl. 1. Chron. 13,6)}
1Kö 8,44 Wenn dein Volk ausziehen wird zum
Streit wider seinen Feind, auf dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu
Jehova beten nach der Stadt hin, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich
deinem Namen gebaut habe:
1Kö 8,45 so höre im Himmel ihr Gebet
und ihr Flehen, und führe ihr Recht aus.
1Kö 8,46 Wenn sie wider dich
sündigen, - denn da ist kein Mensch, der nicht sündigte - und du über sie
erzürnst und sie vor dem Feinde dahingibst und ihre Besieger {W.
diejenigen, welche sie gefangen führen} sie gefangen wegführen in das Land
des Feindes, ein fernes oder ein nahes;
1Kö
8,47 und sie nehmen es zu Herzen in dem Lande, wohin sie gefangen weggeführt
sind, und kehren um und flehen zu dir in dem Lande derer, die sie gefangen
weggeführt haben, und sprechen: Wir haben gesündigt und haben verkehrt
gehandelt, wir haben gesetzlos gehandelt;
1Kö
8,48 und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen
Seele in dem Lande ihrer Feinde, die sie gefangen weggeführt haben, und sie
beten zu dir nach ihrem Lande hin, das du ihren
Vätern gegeben, nach der Stadt, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich
deinem Namen gebaut habe:
1Kö 8,49 so höre im Himmel, der
Stätte deiner Wohnung, ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr Recht aus;
1Kö 8,50 und vergib deinem Volke, was
sie gegen dich gesündigt haben, und alle ihre Übertretungen, womit sie wider
dich übertreten haben; und laß sie Barmherzigkeit
finden vor denen, die sie gefangen weggeführt haben, daß
sie sich ihrer erbarmen;
1Kö 8,51 denn sie sind dein Volk und dein
Erbteil, das du herausgeführt hast aus Ägypten,
mitten aus dem eisernen Schmelzofen: -
1Kö 8,52 so daß
deine Augen offen seien für das Flehen deines Knechtes und für das Flehen
deines Volkes Israel, daß du auf sie hörest in allem,
um was sie zu dir rufen.
1Kö 8,53 Denn du, du hast sie ausgesondert,
dir zum Erbteil aus allen Völkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose
geredet hast, als du unsere Väter aus Ägypten herausführtest, Herr, Jehova!
1Kö
8,54 Und es geschah, als Salomo geendigt hatte, dieses ganze Gebet und Flehen
an Jehova zu richten, stand er auf vor {Eig. von vor} dem Altar
Jehovas von dem Beugen seiner Knie, indem seine Hände gen Himmel ausgebreitet
waren;
1Kö 8,55 und er stand und segnete die
ganze Herausrufung Israels mit lauter Stimme und
sprach:
1Kö 8,56 Gepriesen sei Jehova, der
seinem Volke Israel Ruhe gegeben, nach allem, was er geredet hat! Kein einziges
Wort ist dahingefallen von allen seinen guten Worten, {Eig.
von allseinem guten Worte} die er durch seinen Knecht Mose geredet hat.
1Kö 8,57 Jehova, unser Gott, sei mit uns, so
wie er mit unseren Vätern gewesen ist; er verlasse uns nicht und verstoße uns
nicht:
1Kö 8,58 um unser Herz zu ihm zu neigen,
damit wir auf allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote und seine Satzungen
und seine Rechte beobachten, die er unseren Vätern geboten hat.
1Kö 8,59 Und diese meine Worte, die ich vor
Jehova gefleht habe, mögen Jehova, unserem Gott, nahe sein Tag und Nacht, daß er das Recht seines Knechtes und das Recht seines
Volkes Israel ausführe, je nachdem der Tag es
erfordert; {Eig.
das zu einem Tage Gehörigeanseinem Tage}
1Kö 8,60 damit alle Völker der Erde
erkennen, daß Jehova Gott {W.
der Gott, d.i. der wahre Gott} ist, keiner mehr.
1Kö 8,61 Und euer Herz sei ungeteilt mit
Jehova, unserem Gott, um in seinen Satzungen zu wandeln und seine Gebote zu
beobachten, wie es an diesem Tage ist.
1Kö 8,62 Und der König und ganz
Israel mit ihm opferten Schlachtopfer vor Jehova.
1Kö 8,63 Und Salomo schlachtete als
Friedensopfer, das er Jehova opferte, 22000 Rinder und 120000 Schafe. {Eig.
Stück Kleinvieh} Und der König und alle Kinder Israel weihten das Haus Jehovas
ein.
1Kö 8,64 An selbigem Tage heiligte der König
die Mitte des Hofes, die vor dem Hause Jehovas lag; denn er opferte daselbst
das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer; denn
der eherne Altar, der vor Jehova stand, war zu klein, um das Brandopfer und das
Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer zu fassen.
1Kö 8,65 Und so feierten Salomo und ganz
Israel mit ihm, eine große Herausrufung, von dem
Eingang Hamaths bis an den Fluß
Ägyptens, zu selbiger Zeit das Fest {S. die Anm. zu V.2} vor Jehova,
unserem Gott, sieben Tage und sieben Tage, vierzehn Tage.
1Kö 8,66 Am achten Tage entließ er das Volk;
und sie segneten den König und gingen nach ihren Zelten, fröhlich und guten
Mutes wegen all des Guten, das Jehova seinem Knechte David und seinem Volke
Israel erwiesen hatte.
1Kö 9,1 Und {2. Chron.
7,11} es geschah, als Salomo den Bau des Hauses Jehovas und des
Hauses des Königs und alles Begehren Salomos, das ihm zu machen gefiel,
vollendet hatte,
1Kö 9,2 da erschien Jehova dem
Salomo zum zweiten Male, wie er ihm zu Gibeon erschienen war.
1Kö 9,3 Und Jehova sprach zu ihm: Ich habe
dein Gebet und dein Flehen gehört, das du vor mir
gefleht hast; ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt, um meinen
Namen dahin zu setzen auf ewig; und meine Augen und mein Herz sollen daselbst
sein allezeit.
1Kö 9,4 Und du, wenn du vor mir wandeln
wirst, so wie dein Vater David gewandelt hat, in Lauterkeit des Herzens und in
Geradheit, daß du tust nach allem, was ich dir
geboten habe, und wenn du meine Satzungen und meine Rechte beobachten wirst,
1Kö 9,5 so werde ich den Thron deines
Königtums über Israel befestigen ewiglich, so wie ich zu deinem Vater David
geredet habe, indem ich sprach: Es soll dir nicht an einem Manne fehlen auf dem
Throne Israels.
1Kö 9,6 Wenn ihr aber, ihr und eure
Kinder, euch hinter mir abwenden und meine Gebote, meine Satzungen, die ich
euch vorgelegt habe, nicht beobachten werdet, und werdet hingehen und anderen
Göttern dienen und euch vor ihnen niederbeugen,
1Kö 9,7 so werde ich Israel
ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben; und das Haus, welches ich
meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegwerfen; und
Israel wird zum Sprichwort und zur Spottrede werden unter allen Völkern.
1Kö 9,8 Und dieses Haus, das erhaben war, -{Sonach
der Alexandr. Übersetzung. Im hebr. Texte steht: wird
erhaben sein. Vergl. 2. Chron. 7,21} jeder, der an demselben vorbeigeht,
wird sich entsetzen und zischen. Und man wird sagen: Warum hat Jehova diesem
Lande und diesem Hause also getan?
1Kö 9,9 Und man wird sagen: Darum, daß sie Jehova, ihren Gott, der ihre Väter aus dem Lande
Ägypten herausgeführt hat, verlassen und andere Götter angenommen {W.
ergriffen} und sich vor ihnen niedergebeugt und ihnen gedient haben:
darum hat Jehova all dieses Unglück über sie gebracht.
1Kö 9,10 Und {2. Chron. 8} es geschah
am Ende von zwanzig Jahren, während welcher Salomo die beiden Häuser, das Haus
Jehovas und das Haus des Königs, gebaut hatte, -
1Kö 9,11 Hiram, der König von Tyrus, hatte Salomo mit Zedernholz und mit Zypressenholz
und mit Gold nach all seinem Begehr unterstützt - damals gab der König Salomo
dem Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa.
1Kö 9,12 Und Hiram zog von Tyrus aus, um die Städte zu besehen, die Salomo ihm gegeben
hatte; und sie waren nicht recht in seinen Augen.
1Kö 9,13 Und er sprach: Was sind das für
Städte, die du mir gegeben hast, mein Bruder! Und er {O.
man} nannte sie das Land Kabul bis auf diesen Tag.
1Kö 9,14 Hiram hatte nämlich dem
König 120 Talente Gold gesandt.
1Kö 9,15 Und dies ist die Sache mit
der Fron, welche der König Salomo aushob, um das Haus Jehovas zu bauen und
sein Haus und das Millo {Wall,
Burg; vergl. Richter 9,6; 2. Sam. 5,9} und die Mauer von Jerusalem, und Hazor und Megiddo und Geser.
1Kö
9,16 (Der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt und die
Kanaaniter, die in der Stadt wohnten, erschlagen; und er hatte es seiner
Tochter, dem Weibe Salomos, als Mitgift gegeben.)
1Kö 9,17 Und Salomo baute Geser und Unter-Beth-Horon
1Kö 9,18 und Baalath,
und Tadmor {Nach and. Lesart:
Tamar} in der Wüste, im Lande;
1Kö 9,19 und alle Vorratsstädte, die Salomo
hatte, und die Wagenstädte und die Reiterstädte; und was Salomo Lust hatte zu
bauen in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.
1Kö 9,20 Alles Volk, das übriggeblieben war
von den Amoritern, den Hethitern, den Perisitern, den
Hewitern und den Jebusitern,
die nicht von den Kindern Israel waren:
1Kö 9,21 ihre Söhne, die nach ihnen im Lande
übriggeblieben waren, welche die Kinder Israel nicht zu verbannen vermocht
hatten, die hob Salomo zu Fronarbeitern aus bis auf diesen Tag.
1Kö 9,22 Aber aus den Kindern Israel machte
Salomo keine Sklaven, sondern sie waren Kriegsleute und seine Knechte und seine
Obersten und seine Anführer, {S. die Anm. zu 2. Sam. 23,8} und Oberste
seiner Wagen und seiner Reiter.
1Kö 9,23 Dies sind die Oberaufseher, welche
über das Werk Salomos waren: 550, die über das Volk walteten, das an dem Werke
arbeitete.
1Kö 9,24 Sobald die Tochter des Pharao aus
der Stadt Davids in ihr Haus hinaufgezogen war, das er ihr erbaut hatte, da
baute er das Millo.
1Kö 9,25 Und Salomo opferte dreimal im Jahre
Brandopfer und Friedensopfer auf dem Altar, den er Jehova erbaut hatte; und er
räucherte auf dem, der vor Jehova stand. Und er vollendete das Haus.
1Kö 9,26 Und der König Salomo machte eine
Flotte zu Ezjon-Geber, das bei Eloth,
am Ufer des Schilfmeeres, im Lande Edom liegt.
1Kö 9,27 Und Hiram sandte auf der Flotte
seine Knechte, Schiffsleute, die des Meeres kundig waren, mit den Knechten
Salomos.
1Kö 9,28 Und sie kamen nach Ophir und
holten von dort Gold, 420 Talente, und brachten es zu dem König Salomo.
1Kö 10,1 Und {2. Chron. 9} die Königin
von Scheba hörte den Ruf Salomos wegen des Namens
Jehovas; und sie kam, um ihn mit Rätseln zu versuchen.
1Kö 10,2 Und sie kam nach Jerusalem mit
einem sehr großen Zuge, mit Kamelen, die Gewürze und Gold trugen in sehr großer
Menge und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete zu ihm alles, was in
ihrem Herzen war.
1Kö 10,3 Und Salomo erklärte ihr alles, um
was sie fragte; {W. alle ihre Sachen} keine Sache
war vor dem König verborgen, die er ihr nicht erklärt hätte.
1Kö 10,4 Und als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos sah, und das Haus, das er
gebaut hatte,
1Kö 10,5 und die Speise seines Tisches, und
das Sitzen seiner Knechte, und das Aufwarten {W. das Stehen}
seiner Diener, und ihre Kleidung und seine Mundschenken, {O.
seineSchenkeinrichtung} und seinen
Aufgang, auf welchem er in das Haus Jehovas hinaufging, da geriet sie außer
sich
1Kö 10,6 und sprach zu dem König: Das Wort
ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Lande über deine Sachen und über deine
Weisheit gehört habe;
1Kö 10,7 und ich habe den Worten nicht
geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben. Und siehe,
nicht die Hälfte ist mir berichtet worden; du übertriffst an Weisheit und Gut
das Gerücht, das ich gehört habe.
1Kö 10,8 Glückselig sind deine Leute,
glückselig diese deine Knechte, die beständig vor dir stehen, die deine
Weisheit hören!
1Kö 10,9 Gepriesen sei Jehova, dein Gott,
der Gefallen an dir gehabt hat, dich auf den Thron Israels zu setzen! Weil
Jehova Israel ewiglich liebt, hat er dich zum König eingesetzt, um Recht und
Gerechtigkeit zu üben.
1Kö 10,10 Und sie gab dem König 120 Talente
Gold und Gewürze in sehr großer Menge und Edelsteine; nie wieder ist eine
solche Menge Gewürz gekommen wie dieses, welches die Königin von Scheba dem König Salomo gab.
1Kö 10,11 (Und auch die Flotte Hirams, die
Gold aus Ophir holte, brachte aus Ophir Sandelholz in sehr großer Menge und
Edelsteine.
1Kö 10,12 Und der König machte von dem
Sandelholz ein Geländer {O. einen Aufstieg; Die Bedetung des hebr. Wortes ist ungewiß} für das Haus Jehovas und für das Haus des Königs, und
Lauten und Harfen für die Sänger; also ist kein Sandelholz gekommen noch
gesehen worden bis auf diesen Tag.)
1Kö 10,13 Und der König Salomo gab der
Königin von Scheba all ihr Begehr, das sie verlangte,
außer dem, was er ihr gab nach der Freigebigkeit {O. dem
Vermögen. (W. der Hand)} des Königs Salomo. Und sie wandte sich und zog in ihr
Land, sie und ihre Knechte.
1Kö 10,14 Und das Gewicht des Goldes,
welches dem Salomo in einem Jahre einkam, war 666 Talente Gold,
1Kö 10,15 außer dem, was von den
Krämern und dem Handel der Kaufleute und von allen Königen Arabiens {Sonach
2.
Chron. 9, 14;
hier steht wiein Jer. 25,24: ereb,
d.h. der gemischten Bevölkerung} und den Statthaltern des Landes
einkam.
1Kö 10,16 Und der König Salomo machte
zweihundert Schilde {Hier der große Schild, der den ganzen
Mann deckte} von getriebenem Golde: sechshundert Sekel Gold zog er über
jeden Schild;
1Kö 10,17 und dreihundert Tartschen von
getriebenem Golde: drei Minen Gold zog er über jede Tartsche; und der König tat
sie in das Haus des Waldes Libanon.
1Kö 10,18 Und der König machte einen
großen Thron von Elfenbein und überzog ihn mit gereinigtem Golde.
1Kö 10,19 Sechs Stufen waren an dem Throne,
und der obere Teil des Thrones war hinten gerundet; und Armlehnen waren auf
dieser und auf jener Seite an der Stelle des Sitzes, und zwei Löwen standen
neben den Armlehnen;
1Kö 10,20 und zwölf Löwen standen da auf den
sechs Stufen, auf dieser und auf jener Seite. Desgleichen ist nicht gemacht
worden in irgend einem Königreiche.
1Kö 10,21 Und alle Trinkgefäße des Königs
Salomo waren von Gold, und alle Geräte des Hauses des Waldes Libanon waren von
geläutertem Golde; nichts war von Silber, es wurde in den Tagen Salomos für
nichts geachtet.
1Kö 10,22 Denn der König hatte eine Tarsisflotte auf dem Meere mit der Flotte Hirams; einmal in
drei Jahren kam die
Tarsisflotte, beladen mit Gold und Silber,
Elfenbein und Affen und Pfauen. {Viell. Elfenbein und
Ebenholz und Affen. Vergl. Hes.
27,15}
1Kö 10,23 Und der König Salomo war
größer als alle Könige der Erde an Reichtum und an Weisheit.
1Kö 10,24 Und die ganze Erde suchte das
Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gegeben
hatte.
1Kö 10,25 Und sie brachten ein jeder sein
Geschenk: Geräte von Silber und Geräte von Gold, und Gewänder und Waffen, und
Gewürze, Rosse und Maultiere, jährlich die Gebühr des Jahres.
1Kö 10,26 Und {2. Chron.
1,14} Salomo brachte zusammen Wagen und Reiter, und er hatte 1400
Wagen und 12000 Reiter; und er verlegte sie in die Wagenstädte und zu dem König
nach Jerusalem.
1Kö 10,27 Und der König machte das Silber in
Jerusalem den Steinen gleich, und die Zedern machte er den Sykomoren gleich,
die in der Niederung {S. die Anm. zu 5. Mose 1,7} sind, an
Menge.
1Kö 10,28 Und die Ausfuhr der Rosse
für Salomo geschah aus Ägypten; und ein Zug Handelsleute des Königs holte einen
Zug um Geld. {Eig. um den Kaufpreis}
1Kö 10,29 Und ein Wagen kam herauf und
wurde ausgeführt aus Ägypten um 600 Sekel Silber, und ein Roß
um150. Und also führte man für alle Könige der Hethiter und für die Könige von
Syrien durch ihre Hand aus. {O. Und also führten sie mit sich aus für
alle Könige usw.}
1Kö 11,1 Und der König Salomo liebte viele
fremde Weiber, und zwar neben der Tochter des Pharao: moabitische,
ammonitische, edomitische, zidonische, hethitische,
1Kö
11,2 von den Nationen, von welchen Jehova zu den Kindern Israel gesagt hatte:
Ihr sollt nicht unter sie kommen, und sie sollen nicht unter euch kommen; gewiß, sie würden euer Herz neigen ihren Göttern nach! An
diesen hing Salomo mit Liebe.
1Kö 11,3 Und er hatte an Weibern
siebenhundert Fürstinnen {d.h. Weiber von fürstlichem Range} und
dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.
1Kö 11,4 Und es geschah zur Zeit, als Salomo
alt war, da neigten seine Weiber sein Herz anderen Göttern nach; und sein Herz
war nicht ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
1Kö 11,5 Und Salomo wandelte der Astoreth nach, der Gottheit der Zidonier,
und dem Milkom, dem Greuel
der Ammoniter.
1Kö 11,6 Und Salomo tat, was böse war in den
Augen Jehovas, und er folgte Jehova nicht völlig nach wie sein Vater David.
1Kö 11,7 Damals baute Salomo eine Höhe dem Kamos, {Hebr. Kemosch}
dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor
{d.h. östlich von} Jerusalem liegt, und dem Molech, dem Greuel der Kinder
Ammon.
1Kö 11,8 Und also tat er für alle
seine fremden Weiber, die ihren Göttern räucherten und opferten.
1Kö 11,9 Da erzürnte Jehova wider Salomo,
weil er sein Herz von Jehova, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm
zweimal erschienen war
1Kö 11,10 und ihm betreffs dieser Sache
geboten hatte, nicht anderen Göttern nachzuwandeln;
aber er beobachtete nicht, was Jehova geboten hatte.
1Kö
11,11 Und Jehova sprach zu Salomo: Darum daß
solches bei dir gewesen ist, und du meinen Bund nicht beobachtest hast und
meine Satzungen, die ich dir geboten habe, so werde ich dir das Königreich gewißlich entreißen und es deinem Knechte geben.
1Kö 11,12 Doch in deinen Tagen will ich es
nicht tun, um deines Vaters David willen: aus der Hand deines Sohnes werde ich
es reißen;
1Kö 11,13 nur will ich ihm nicht das ganze
Königreich entreißen: einen Stamm will ich deinem Sohne geben, um meines
Knechtes David willen und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
1Kö 11,14 Und Jehova erweckte Salomo einen
Widersacher, Hadad, den Edomiter;
er war vom königlichen Samen in Edom.
1Kö 11,15 Es geschah nämlich, als David in
Edom war, {Wahrsch. ist mit
and. zu l.: Edom schlug} als Joab, der Heeroberste,
hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, und er alles Männliche in Edom
erschlug
1Kö 11,16 (denn Joab
blieb sechs Monate daselbst mit ganz Israel, bis er alles Männliche in Edom
ausgerottet hatte):
1Kö 11,17 da entfloh Hadad,
er und edomitische Männer von den Knechten seines Vaters mit ihm, um sich nach
Ägypten zu begeben; Hadad war aber ein kleiner Knabe.
1Kö 11,18 Und sie machten sich auf aus Midian
und kamen nach Paran; und sie nahmen Männer aus Paran mit sich und kamen nach Ägypten zu dem Pharao, dem
König von Ägypten. Und er gab ihm ein Haus und wies ihm Speise an und gab ihm
Land.
1Kö 11,19 Und Hadad
fand große Gnade in den Augen des Pharao, und er gab ihm die Schwester seines
Weibes, die Schwester der Königin Thachpenes, zum
Weibe.
1Kö 11,20 Und die Schwester der Thachpenes gebar ihm Genubath,
seinen Sohn; und Thachpenes pflegte ihn im Hause des
Pharao; und so war Genubath im Hause des Pharao,
unter den Söhnen des Pharao.
1Kö 11,21 Und als Hadad
in Ägypten hörte, daß David sich zu seinen Vätern
gelegt hatte, und daß Joab,
der Heeroberste, tot war, da sprach Hadad zu dem
Pharao: Entlasse mich, daß ich in mein Land ziehe.
1Kö 11,22 Und der Pharao sprach zu ihm: Was
mangelt dir bei mir? Und siehe, du begehrst in dein Land zu ziehen? Und er
sprach: Nichts; aber entlasse mich doch!
1Kö 11,23 Und Gott erweckte ihm einen
Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas,
der von Hadadeser, dem König von Zoba, seinem Herrn,
geflohen war.
1Kö 11,24 Und er sammelte Männer um sich und
wurde Oberster einer Schar, als David die Zobaiter {W.
sie. Vergl. 2. Sam. 8,3. 4} tötete; und sie zogen nach Damaskus und wohnten darin,
und sie regierten in Damaskus.
1Kö 11,25 Und er wurde ein Widersacher
Israels, alle Tage Salomos, und zwar neben dem Übel, das Hadad
tat; und er verabscheute Israel, und er wurde König über Syrien. {H.
Aram}
1Kö 11,26 Und Jerobeam,
der Sohn Nebats, ein Ephratiter,
{d.h. ein Ephraimiter; vergl. Richter
12,5} von Zereda (und der Name seiner
Mutter war Zerua, eine Witwe), ein Knecht Salomos,
auch er erhob die Hand wider den König.
1Kö 11,27 Und dies war die Sache,
warum er die Hand wider den König erhob: Salomo baute das Millo
und schloß die
Lücke {Wahrsch. die Schlucht zwischen Zion und Ophel,
wodurch die Befestigung Jerusalems vollendet wurde} der Stadt
seines Vaters David.
1Kö 11,28 Der Mann Jerobeam
aber war ein wackerer Mann; und als Salomo den Jüngling sah, daß er arbeitsam war, bestellte er ihn über alle
Lastarbeiter des Hauses Joseph.
1Kö 11,29 Und es geschah zu selbiger Zeit,
als Jerobeam einmal aus Jerusalem hinausging, da fand
ihn der Prophet Achija, der Siloniter,
auf dem Wege; und er hatte sich in ein neues Oberkleid gehüllt, und sie beide
waren allein auf dem Felde.
1Kö 11,30 Da faßte
Achija das neue Oberkleid, das er anhatte, und zerriß es in zwölf Stücke;
1Kö 11,31 und er sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke; denn so spricht Jehova, der
Gott Israels: Siehe, ich will das Königreich aus der Hand Salomos reißen und
will dir zehn Stämme geben
1Kö 11,32 (aber einen Stamm soll er behalten
um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich
erwählt habe aus allen Stämmen Israels);
1Kö
11,33 darum, daß sie mich verlassen und
sich niedergebeugt haben vor Astoreth, der Gottheit
der Zidonier, vor Kamos,
dem Gott der Moabiter, und vor Milkom, dem Gott der
Kinder Ammon, und nicht auf meinen Wegen gewandelt haben, zu tun, was recht ist
in meinen Augen, und meine Satzungen und meine Rechte zu beobachten, wie sein
Vater David.
1Kö
11,34 Doch will ich nicht das ganze Königreich aus seiner Hand
nehmen, sondern will ihn zum Fürsten setzen alle Tage seines Lebens, um meines
Knechtes David willen, den ich erwählt habe, der meine Gebote und meine
Satzungen beobachtet hat.
1Kö 11,35 Aber aus der Hand seines
Sohnes will ich das Königreich nehmen und es dir geben, die zehn Stämme;
1Kö 11,36 und seinem Sohne will ich einen
Stamm geben, auf daß mein Knecht David alle Tage eine
Leuchte vor mir habe in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erwählt habe, um
meinen Namen dahin zu setzen.
1Kö 11,37 Und dich will ich nehmen, daß du regierest über alles, was deine Seele begehren wird,
und König seiest über
Israel.
1Kö 11,38 Und es wird geschehen, wenn du
hören wirst auf alles, was ich dir gebiete, und auf meinen Wegen wandeln und
tun wirst, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine
Gebote beobachtest, wie mein Knecht David getan hat, so werde ich mit dir sein
und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es dem David gebaut habe, und werde
dir Israel geben;
1Kö 11,39 und ich werde den Samen
Davids um deswillen demütigen, doch nicht für immer. -
1Kö 11,40 Und Salomo suchte Jerobeam zu töten; da machte Jerobeam
sich auf und entfloh nach Ägypten zu Sisak, {H.
Schischak} dem König von Ägypten; und er war
in Ägypten bis zum Tode Salomos.
1Kö 11,41 Und das Übrige der Geschichte {Eig.
der Handlungen, Begebenheiten} Salomos und alles, was er getan hat, und seine
Weisheit, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Geschichte Salomos?
1Kö 11,42 Und die Tage, die Salomo zu
Jerusalem über ganz Israel regierte, waren vierzig Jahre.
1Kö 11,43 Und Salomo legte sich zu seinen
Vätern, und er wurde begraben in der Stadt seines Vaters David. Und Rehabeam, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
1Kö 12,1 Und {2. Chron. 10} Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel
war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen.
1Kö 12,2 Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, es
hörte (er war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war,
und Jerobeam wohnte in Ägypten;
1Kö 12,3 und sie sandten hin und riefen
ihn); da kamen Jerobeam und die ganze Herausrufung Israels, und sie redeten zu Rehabeam und sprachen:
1Kö 12,4 Dein Vater hat unser Joch hart
gemacht; du aber, erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein
schweres Joch, das er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir dienen.
1Kö 12,5 Und er sprach zu ihnen:
Gehet hin noch drei Tage, dann kommet wieder zu mir. Und das Volk ging hin.
1Kö 12,6 Und der König Rehabeam
beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er
noch am Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, diesem Volke Antwort zu geben?
1Kö 12,7 Und sie redeten zu ihm und
sprachen: Wenn du heute dieses Volkes Knecht wirst und ihnen dienst und sie
erhörst und gütige Worte zu ihnen redest, so werden sie deine Knechte sein alle
Tage.
1Kö 12,8 Aber er verließ den Rat der Alten,
den sie ihm geraten hatten; und er beriet sich mit den Jungen, die mit ihm
aufgewachsen waren, die vor ihm standen.
1Kö 12,9 Und er sprach zu ihnen: Was ratet
ihr, daß wir diesem Volke zur Antwort geben, welches
zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns
gelegt hat?
1Kö
12,10 Und die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu
ihm und sprachen: So sollst du zu diesem Volke sprechen, das zu dir geredet und
gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es
uns; so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden
meines Vaters!
1Kö 12,11 Nun denn, mein Vater hat euch ein
schweres Joch aufgeladen, ich aber will zu eurem Joche hinzutun; mein Vater hat
euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen {d.h.
Stachelpeitschen} züchtigen.
1Kö 12,12 Und Jerobeam
und alles Volk kam am dritten Tage zu Rehabeam, so
wie der König geredet und gesagt hatte: Kommet wieder zu mir am dritten Tage.
1Kö 12,13 Und der König antwortete dem
Volke hart und verließ den Rat der Alten, den sie ihm gegeben hatten;
1Kö
12,14 und er redete zu ihnen nach dem Rate der Jungen und sprach:
Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will zu eurem Joche hinzutun;
mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen
züchtigen.
1Kö 12,15 So hörte der König nicht auf das
Volk; denn es war eine Wendung von seiten Jehovas,
auf daß er sein Wort aufrecht hielte, welches Jehova
durch Achija, den Siloniter,
zu Jerobeam, dem Sohne Nebats,
geredet hatte.
1Kö
12,16 Und als ganz Israel sah, daß der
König nicht auf sie hörte, da gab das Volk dem König Antwort und sprach: Was
haben wir für Teil an David? und wir haben kein Erbteil am Sohne Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem
Hause, David! - Und Israel ging nach seinen Zelten.
1Kö 12,17 Die Kinder Israel aber, die
in den Städten Judas wohnten, über sie wurde Rehabeam
König.
1Kö 12,18 Und der König Rehabeam sandte Adoram, der über
die Fron war; aber ganz Israel steinigte ihn, und er starb.
Da eilte der König Rehabeam,
den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen.
1Kö 12,19 So fiel Israel vom Hause
Davids ab bis auf diesen Tag.
1Kö 12,20 Und es geschah, als ganz
Israel hörte, daß Jerobeam
zurückgekehrt wäre, da sandten sie hin und riefen ihn zu der Gemeinde, und
machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand folgte dem Hause Davids, außer
dem Stamme Juda allein.
1Kö
12,21 Und {2. Chron. 11} Rehabeam kam nach
Jerusalem; und er versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin,
180000 auserlesene Krieger, um mit dem Hause Israel zu streiten, damit er das
Königreich an Rehabeam, den Sohn Salomos,
zurückbrächte.
1Kö 12,22 Da geschah das Wort Gottes
zu Schemaja, dem Manne Gottes, also:
1Kö 12,23 Sage zu Rehabeam,
dem Sohne Salomos, dem König von Juda, und zu dem ganzen Hause Juda und
Benjamin und zu dem übrigen Volke, und sprich:
1Kö 12,24 So spricht Jehova: Ihr sollt nicht
hinaufziehen und nicht mit euren Brüdern, den Kindern Israel, streiten; kehret
um, ein jeder nach seinem Hause, denn von mir aus ist diese Sache geschehen.
Und sie hörten auf das Wort Jehovas und zogen wieder zurück nach dem Worte
Jehovas.
1Kö 12,25 Und Jerobeam
baute Sichem im Gebirge Ephraim und wohnte darin; und er zog von dannen aus und
baute Pnuel.
1Kö 12,26 Und Jerobeam
sprach in seinem Herzen: Nun wird das Königreich an das Haus David
zurückkommen.
1Kö
12,27 Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Hause Jehovas zu
Jerusalem Schlachtopfer zu opfern, so wird das Herz dieses Volkes sich zu ihrem
Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König von Juda;
und sie werden mich töten und sich zu Rehabeam, dem
König von Juda, zurückwenden.
1Kö 12,28 Da beriet sich der König und machte
zwei goldene Kälber. Und er sprach zu dem Volke: {W. zu Ihnen} Es ist zu
viel für euch, nach Jerusalem hinaufzuziehen; siehe da, Israel, deine Götter,
die dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt haben.
1Kö 12,29 Und er stellte das eine in
Bethel auf, und das andere tat er nach Dan.
1Kö 12,30 Und diese Sache wurde zur
Sünde, und das Volk ging vor das eine hin bis nach Dan.
1Kö 12,31 Auch baute er Höhenhäuser, und
machte Heiliger aus sämtlichem Volke, die nicht von den Kindern Levi waren.
1Kö 12,32 Und Jerobeam
machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tage des Monats, wie das Fest,
das in
Juda stattfand, {das
Laubhüttenfest, welches am 15. des siebenten Monats gefeiert wurde} und er
opferte auf dem Altar. Ebenso tat er zu Bethel, indem er den Kälbern opferte,
die er gemacht hatte; und er bestellte in Bethel die Heiliger der Höhen, die er
gemacht hatte.
1Kö 12,33 Und er opferte auf dem Altar, den
er zu Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tage im achten Monat, in dem Monat,
den er aus seinem Herzen erdacht hatte; und er machte den Kindern Israel ein
Fest, und opferte auf
dem Altar und räucherte. {Eig.
indem er räucherte; od. um zu räuchern}
1Kö 13,1 Und siehe, ein Mann Gottes kam aus
Juda, durch das Wort Jehovas, nach Bethel, und Jerobeam
stand bei dem Altar, um zu räuchern.
1Kö 13,2 Und er rief aus wider den Altar
durch das Wort Jehovas und sprach: Altar, Altar! so spricht Jehova: Siehe, ein
Sohn wird dem Hause Davids geboren werden, Josia sein
Name; und er wird auf dir die Heiliger der Höhen schlachten, die auf dir
räuchern, und man wird Menschengebeine auf dir verbrennen!
1Kö 13,3 Und er gab an selbigem Tage
ein Zeichen und sprach: Dies ist das Zeichen, von dem Jehova geredet hat:
Siehe, der Altar wird reißen und die Fettasche, die
darauf ist, verschüttet werden.
1Kö
13,4 Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, das er
wider den Altar zu Bethel ausgerufen hatte, da streckte Jerobeam
seine Hand aus von dem Altar herab und sprach: Greifet ihn! Da verdorrte seine
Hand, die er wider ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an
sich ziehen.
1Kö 13,5 Und der Altar riß,
und die Fettasche wurde vom Altar verschüttet, nach dem Zeichen, welches der
Mann Gottes durch das Wort Jehovas gegeben hatte.
1Kö 13,6 Da antwortete der König und sprach
zu dem Manne Gottes: Flehe doch Jehova, deinen Gott, an und bete für mich, daß meine Hand mir wiedergegeben werde. {Eig.
wieder zu mir komme; so auch nachher} Und der Mann Gottes flehte Jehova
an, und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben und war wie zuvor.
1Kö 13,7 Und der König redete zu dem Manne
Gottes: Komm mit mir ins Haus und stärke dich, und ich will dir ein Geschenk
geben.
1Kö 13,8 Aber der Mann Gottes sprach zu dem
König: Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, so würde ich nicht mit dir
hingehen; und ich werde kein Brot essen und kein Wasser trinken an diesem Orte.
1Kö 13,9 Denn also ist mir geboten worden
durch das Wort Jehovas und gesagt: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser
trinken, und du sollst nicht auf dem Wege zurückkehren, den du gegangen bist.
1Kö 13,10 Und er ging auf einem anderen Wege
und kehrte nicht auf dem Wege zurück, auf welchem er nach Bethel gekommen war.
1Kö
13,11 Ein alter Prophet aber wohnte zu Bethel; und einer seiner
Söhne {W. sein Sohn} kam und erzählte ihm alles, was der
Mann Gottes an dem Tage zu Bethel getan hatte; die Worte, die er zum König
geredet hatte, die erzählten sie auch ihrem Vater.
1Kö 13,12 Und ihr Vater sprach zu ihnen:
Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne hatten den Weg gesehen, {Nach
and. Lesart: zeigtenihmden Weg} den der
Mann Gottes gegangen, der aus Juda gekommen war.
1Kö 13,13 Da sprach er zu seinen
Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er ritt
darauf.
1Kö 13,14 Und er ritt dem Manne Gottes nach
und fand ihn unter einer {O. der} Terebinthe sitzen; und er
sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen ist? Und er
sprach: Ich bin's.
1Kö 13,15 Da sprach er zu ihm: Komm
mit mir nach Hause und iß Brot.
1Kö 13,16 Er aber sprach: Ich kann nicht mit
dir umkehren und mit dir hineingehen, und ich werde kein Brot essen und kein
Wasser mit dir trinken an diesem Orte.
1Kö 13,17 Denn ein Wort ist zu mir geschehen
durch das Wort Jehovas: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser daselbst
trinken; du sollst nicht auf dem Wege zurückkehren, auf welchem du gegangen
bist.
1Kö 13,18 Und er sprach zu ihm: Auch ich bin
ein Prophet, wie du; und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort Jehovas
und gesagt: Bringe ihn mit dir in dein Haus zurück, daß
er Brot esse und Wasser trinke. Er belog ihn.
1Kö 13,19 Da kehrte er mit ihm zurück,
und aß Brot in seinem Hause und trank Wasser.
1Kö 13,20 Und es geschah, während sie zu
Tische saßen, da geschah das Wort Jehovas zu dem Propheten, der ihn
zurückgebracht hatte.
1Kö
13,21 Und er rief dem Manne Gottes zu, der aus Juda gekommen war,
und sprach: So spricht Jehova: Darum daß du gegen den
Befehl Jehovas widerspenstig gewesen bist und nicht beobachtet hast das Gebot,
das Jehova, dein Gott, dir geboten hat,
1Kö 13,22 und bist umgekehrt und hast Brot
gegessen und Wasser getrunken an dem Orte, von welchem er zu dir geredet hat: Iß kein Brot und trinke kein Wasser! so soll dein Leichnam
nicht in das Grab deiner Väter kommen.
1Kö 13,23 Und es geschah, nachdem er Brot
gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte er ihm, dem Propheten, den
er zurückgebracht hatte, den Esel.
1Kö 13,24 Und er zog fort; und es fand ihn
ein Löwe auf dem Wege und tötete ihn. Und sein Leichnam lag hingestreckt auf
dem Wege, und der Esel stand daneben, und der Löwe stand neben dem Leichnam.
1Kö 13,25 Und siehe, da gingen Leute vorüber
und sahen den Leichnam hingestreckt auf dem Wege, und den Löwen neben dem
Leichnam stehen; und sie kamen und sagten es in der Stadt, in welcher der alte
Prophet wohnte.
1Kö
13,26 Als nun der Prophet, der ihn von dem Wege zurückgeführt
hatte, es hörte, sprach er: Das ist der Mann Gottes, der gegen den Befehl
Jehovas widerspenstig gewesen ist; und so hat Jehova ihn dem Löwen
preisgegeben: der hat ihn zerrissen und getötet, nach dem Worte Jehovas, das er
zu ihm geredet hat.
1Kö 13,27 Und er redete zu seinen
Söhnen und sprach: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihn.
1Kö 13,28 Und er ritt hin und fand seinen
Leichnam hingestreckt auf dem Wege, und den Esel und den Löwen neben dem
Leichnam stehen; der Löwe hatte den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht
zerrissen.
1Kö 13,29 Und der Prophet hob den Leichnam
des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und brachte ihn zurück. Und er
kam in die Stadt des alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben.
1Kö 13,30 Und er legte seinen Leichnam
in sein eigenes Grab; und man klagte über ihn: Ach, mein Bruder!
1Kö 13,31 Und es geschah, nachdem er
ihn begraben hatte, da sprach er zu seinen Söhnen und sagte: Wenn ich gestorben
bin, so begrabet mich in dem Grabe, in welchem der Mann Gottes begraben ist;
leget meine Gebeine neben seine Gebeine.
1Kö 13,32 Denn das Wort wird gewißlich geschehen, welches er durch das Wort Jehovas
ausgerufen hat wider den Altar, der zu Bethel ist, und wider alle Höhenhäuser,
die in den Städten Samarias sind.
1Kö 13,33 Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Wege; und er machte
wiederum aus sämtlichem Volke Heiliger der Höhen: wer Lust hatte, den weihte
er, daß er ein Heiliger der Höhen würde.
1Kö 13,34 Und diese Sache wurde dem Hause Jerobeams zur Sünde, und zur Vertilgung und zur Vernichtung
vom Erdboden hinweg.
1Kö 14,1 Zu selbiger Zeit erkrankte Abija, der Sohn Jerobeams.
1Kö
14,2 Und Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich
doch auf und verstelle dich, damit man nicht wisse, daß
du das Weib Jerobeams bist, und gehe hin nach Silo:
Siehe, daselbst ist Achija, der Prophet; er ist es,
der über mich geredet hat, daß ich König über dieses
Volk sein würde.
1Kö 14,3 Und nimm mit dir zehn Brote und
Backwerk und einen Krug Honig und gehe zu ihm; er wird dir kundtun, was dem
Knaben geschehen wird.
1Kö 14,4 Und das Weib Jerobeams
tat also: Sie machte sich auf und ging nach Silo und kam in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht
sehen, denn seine Augen waren starr wegen seines Alters.
1Kö
14,5 Und Jehova hatte zu Achija gesagt: Siehe, das
Weib Jerobeams kommt, um etwas von dir zu erfragen
betreffs ihres Sohnes, denn er ist krank; so und so sollst du zu ihr reden; es
wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, so wird sie sich fremd stellen.
1Kö 14,6 Und es geschah, als Achija das Geräusch ihrer Füße hörte, als sie zum Eingang
hereinkam, da sprach er:
Komm herein, Weib Jerobeams!
warum stellst du dich denn fremd? Ich aber bin mit hartem Worte zu dir gesandt.
1Kö 14,7 Gehe hin, sprich zu Jerobeam: So spricht Jehova, der Gott Israels: Weil ich
dich aus der Mitte des Volkes erhoben und dich als Fürst gesetzt habe über mein
Volk Israel,
1Kö 14,8 und das Königreich dem Hause
Davids entrissen und es dir gegeben habe; du aber nicht gewesen bist wie mein
Knecht David, der meine Gebote beobachtet hat und mir nachgefolgt ist mit
seinem ganzen Herzen, daß er nur tat, was recht ist
in meinen Augen;
1Kö 14,9 sondern hast es ärger gemacht als
alle, die vor dir gewesen sind, und bist hingegangen und hast dir andere Götter
und gegossene Bilder gemacht, um mich zu reizen, und hast mich hinter deinen
Rücken geworfen:
1Kö 14,10 darum, siehe, will ich
Unglück über das Haus Jerobeams bringen, und ich
werde von Jerobeam ausrotten, was männlich ist, den
Gebundenen und den Freien in Israel; und ich werde hinter dem Hause Jerobeams her ausfegen, wie man den Kot ausfegt, bis es mit
ihm aus ist.
1Kö 14,11 Wer von Jerobeam
in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Felde
stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn Jehova hat es geredet!
1Kö 14,12 Und du, mache dich auf, gehe nach
deinem Hause; wenn deine Füße in die Stadt eintreten, wird das Kind sterben.
1Kö 14,13 Und ganz Israel wird um ihn klagen
und ihn begraben; denn von Jerobeam wird dieser
allein in ein Grab kommen, weil an ihm etwas Gutes gegen Jehova, den Gott
Israels, gefunden worden ist im Hause Jerobeams.
1Kö 14,14 Und Jehova wird sich einen König
über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams
ausrotten wird an jenem Tage; und was? Sogar jetzt.
1Kö 14,15 Und Jehova wird Israel schlagen,
wie das Rohr im Wasser schwankt; und er wird Israel herausreißen aus diesem
guten Lande, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseit des Stromes, darum daß
sie ihre Ascherim gemacht haben, indem sie Jehova
reizten.
1Kö 14,16 Und er wird Israel dahingeben um
der Sünden Jerobeams willen, die er begangen und
wodurch er Israel sündigen gemacht hat.
1Kö 14,17 Und das Weib Jerobeams
machte sich auf und ging und kam nach Tirza; sie war eben an die Schwelle des
Hauses gekommen, da starb der Knabe.
1Kö 14,18 Und ganz Israel begrub ihn und
klagte um ihn, nach dem Worte Jehovas, das er durch seinen Knecht Achija, den Propheten, geredet hatte.
1Kö 14,19 Und das Übrige der Geschichte Jerobeams, wie er gestritten und wie er regiert hat, siehe,
das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.
1Kö 14,20 Und die Tage, die Jerobeam regierte, waren 22 Jahre; und er legte sich zu
seinen Vätern. Und Nadab, sein Sohn, ward König an
seiner Statt.
1Kö
14,21 Und {2. Chron. 12} Rehabeam, der Sohn
Salomos, regierte in Juda. Einundvierzig Jahre war Rehabeam
alt, als er König wurde, und er regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem, der
Stadt, die Jehova aus allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen
dorthin zu setzen. Und der Name seiner Mutter war Naama,
die Ammonitin.
1Kö 14,22 Und Juda tat, was böse war in den
Augen Jehovas; und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie
begingen, mehr als alles, was ihre Väter getan hatten.
1Kö 14,23 Und auch sie bauten sich Höhen und Bildsäulen {O. Denksteine} und