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Evangelien Eschatologie

Matthäus

 

Der Autor ist Matthäus, der jüdische Zolleinnehmer. Der Zeitpunkt der Niederschrift ist auf 50-55 n. Chr. zu datieren.

Es gibt in diesem Buch viele Prophezeiungen.

Zunächst findet sich die Prophezeiung von der Empfängnis und Geburt Jesu sowie deren Erfüllung ( 1,18-24 ).

 Auch die folgenden Ereignisse werden prophetisch vorausgesagt und gehen in Erfüllung: der Besuch der Weisen ( 2,1-12 ),

die Rückkehr von Joseph und Maria nach Nazareth ( 2,19-23 )

und das Kommen von Johannes dem Täufer ( 3,1-12 ). Das trifft ebenso zu auf die Verheißung, dass Gläubige in das Reich der Himmel eingehen werden ( 8,5-13 ).

Es gibt eine Ankündigung des Gerichts über diejenigen Städte, die nicht Buße tun und den Herrn anrufen wollen ( 11,20-24 ),

 sowie eine Warnung, dass demjenigen nicht vergeben werden wird, der gegen den Heiligen Geist redet ( 12,32-37 ).

Der Verrat an Christus wird ebenfalls vorausgesagt ( 26,21 ). Außerdem gibt es einen Hinweis auf das künftige Tausendjährige Reich ( 26,29 )

und darauf, dass Jesu Jünger ihn verlassen werden, wenn er verhaftet wird ( 26,31-32 ).

Es wird auf das letzte Gericht Bezug genommen.

Dann werden die Gerechten in das Reich Gottes eingehen, während die Ungerechten in die ewige Verdammnis gehen müssen ( 13,24-30 ).

Israel wird als verborgener Schatz Gottes gesehen ( 13,44 ),

wohingegen die Gemeinde im Gleichnis von der kostbaren Perle erscheint ( 13,45-46 ). [???]]

Das Gericht, das bei der Wiederkunft stattfinden wird, ist wiederum im Gleichnis vom Fischnetz zu sehen ( 13,47-50 ).

Der Tod und die Auferstehung Christi werden vorausgesagt ( 16,21-28; 20,17-19; 26,2-5 ). Beide Ereignisse gehen in Erfüllung ( 27,51-66; 28,1-15 ). Jesu Wiederkunft als König wird in der Ölbergrede vorausgesagt ( Mt 24-25 ).

Die Plötzlichkeit seines Kommens wird im Gleichnis von den zehn Jungfrauen ( 25,1-13 ) und dem Gleichnis on den Talenten vorausgesagt ( 25,14-30 ).

Es wird das Gericht über die Nationen vorausgesagt ( 25,31-46 ), wo die Schafe (Errettete aus den Nationen) von den Böcken (unerlöste Heiden) geschieden werden.

 Dieses besondere Gericht findet nach der Trübsal bei der Wiederkunft Christi statt und betrifft solche aus den Nationen, die Überlebende der Trübsal sind.

Schließlich wird auf das Tausendjährige Reich Bezug genommen: In Kapitel 26,29 spricht Christus davon, dass er dort mit seinen Jüngern wieder vereint sein wird.

Die Erfüllung der Prophezeiung seines Todes und seiner Auferstehung wird in Kapitel 27,45-56 bzw. 28,1-10 wiedergegeben.

Markus

Markus stellt Christus als Knecht vor - als denjenigen, der kam, um zu dienen, und nicht, um bedient zu werden. Daher hält das Buch die Taten eines Dieners fest. Der Zweck des Buches ist seelsorgerlicher Art: Der Autor schrieb, um seinen Lesern zu helfen, das Wesen der Jüngerschaft zu verstehen.

Außerdem beschäftigte er sich damit, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen.

Der Verfasser ist Markus, ein Judenchrist und Vetter des Barnabas. Der Zeitpunkt der Niederschrift des Buches ist zwischen 50-60 n. Chr. anzusetzen.

Markus zeichnet Prophezeiungen auf, die beim letzten Passahfest gegeben wurden. Es werden der Verrat an Jesus, das Vereintsein mit den Jüngern im Tausendjährigen Reich und ihre Zerstreuung sowie Flucht bei seiner Gefangennahme vorausgesagt ( 14,12-72 ).

 Außerdem findet sich hier die Voraussage seines Todes ( 8,31-9,1; 10,32-34; 14,1-9 )

und seiner Wiederkunft ( 13,1-27 ).

Die Zeichen seiner Wiederkunft sind in dem Gleichnis vom Feigenbaum zu erkennen ( 13,28 ).

Der Verrat an Christus wird ebenso vorausgesagt ( 14,18 ) wie sein Abscheiden ( 14,21 )
und die Verleugnung durch Petrus ( 14,30 ). Auf das Tausendjährige Reich bezieht Jesus sich ( 14,25 ),
als er von seiner Wiedervereinigung mit seinen Jüngern in diesem Reich spricht. Die Erfüllung der Prophezeiung über den Tod Christi und seine Auferstehung wird in Kapitel 15,33-41 bzw. 16,1-8

Lukas

Im Bericht des Lukas wird Christus als Sohn des Menschen vorgestellt. Er wurde für nichtjüdische Leser geschrieben. Das Buch entstand als Ergebnis sorgfältiger Recherchen durch den Autor: Er sammelte und sichtete Informationen - ein Werk, bei dem ihm der Heilige Geist göttliche Anleitung gab. Dass der Autor selbst kein Augenzeuge der Ereignisse war, wird in den einleitenden Versen bestätigt. Das Mitgefühl des Herrn für die Verzweifelten, die Kranken und die schlecht Behandelten wird hervorgehoben, um sein Menschsein zu zeigen.

Der Autor ist »Lukas, der geliebte Arzt« ( Kol 4,14 ). Er war Gefährte und Mitarbeiter des Paulus. Die Entstehung des Buches wird auf ca. 60 n. Chr. datiert.

Zu den Prophezeiungen im Lukasevangelium gehören die Voraussage der Geburt von Johannes dem Täufer ( 1,5-25 ), die sich erfüllte ( 1,57-66 ).

Ferner wird die Geburt des Sohnes des Menschen vorausgesagt ( 1,30-56 ) und ihre Erfüllung geschildert ( 2,1-7 ).

Simeon weissagte über Jesus, dass er der Erlöser vieler Menschen ( 2,34 ) sein werde, und über die Kreuzigung Jesu ( 2,35 ).

 Das Reich wird vorausgesehen, als Christus feststellt, dass man nur durch ihn hineinkommen kann ( 13,24 ).

Später wird die zukünftige Zerstörung des Tempels vorausgesagt ( 13,35 ), während das kommende Reich erneut angekündigt wird ( 17,21-24 ).

Die Belohnungen des Reiches werden jenen verheißen, die Christus treu nachfolgen ( 18,29-30 ).

 Es wird die Zerstörung Jerusalems vorausgesagt ( 21,20-24 ) und von der Trübsal gesprochen ( 21,8-19.25-28 ).

 Die Zeichen der Wiederkunft Christi werden im Gleichnis om Feigenbaum vorausgesagt ( 21,29-33 ).
 Es wird verheißen, dass Christus mit seinen Jüngern im Reich Gottes wieder vereint werden wird ( 22,16 ).
 Außerdem wird die Zusicherung gegeben, dass der an Christus Glaubende mit ihm ins Paradies eingehen wird ( 23,43 ).

Feigenbaum Gleichnis


J
esus gebrauchte ein Gleichnis,  das die physiologischen Abläufe in einem Feigenbaum während des Frühjahrs beschreibt, um zu veranschaulichen, was vor seiner Wiederkunft geschieht. In Mt 24,32 sagt Christus seinen Zuhörern, sie würden erkennen, dass der Sommer nahe sei, wenn der Zweig des Baumes weich werde und Blätter hervortreibe.

Einige behaupten, dass das Ausschlagen des Feigenbaums von der Neugründung des Staates Israel (im Jahre 1948) spreche, und sehen diese als Ereignis im Vorfeld der Wiederkunft Christi an. Einige Sachverhalte liefern jedoch überzeugende Argumente gegen diese Auslegung.

Nirgendwo spricht Mt 24-25 von der Rückkehr Israels nach Palästina. Ja, wir finden Israels Heimkehr an keiner Stelle im Matthäusevangelium erwähnt! Jesu Ölbergrede schildert in ihrer fortlaufenden Aufzählung zukünftiger Ereignisse eine Zeit nach Israels Rückkehr und beschreibt die Angehörigen des Volkes als schon im Land befindlich.

Außerdem sagt Lukas in seinem Evangelium, dass wir den Feigenbaum und all die anderen Bäume ansehen sollen ( Lk 21,29 ). Es ist also nicht nur an einen, sondern an viele Bäume gedacht. Somit spricht Christus allgemein von Bäumen und dem, was im Frühjahr in ihnen vor sich geht, und nicht von einem besonderen Feigenbaum, der Israel darstellt.

In Mt 24 beschreibt der ausschlagende Feigenbaum nicht Israel, sondern vielmehr elf Zeichen, die Jesus in Kapitel 24,4-24 offenbart. Neun davon werden bereits in der ersten Hälfte der Trübsal zu erleben sein, während zwei weitere in der zweiten Hälfte auftreten.

Diese Gleichnis verdeutlicht uns also Folgendes: So wie neue Blätter in jedem Frühjahr das Herannahen des Sommers ankündigen, zeigen die von Christus geoffenbarten Zeichen seine Wiederkunft an.

In Mt 24,33 wendet Jesus das Gleichnis om Feigenbaum auf seine Jünger an, indem er sagt, dass auch sie, wenn sie dies alles sehen, erkennen sollen: Seine Wiederkunft ist nahe bzw. steht unmittelbar bevor. Seine damaligen Zuhörer erlebten die Erfüllung all dessen, was er geoffenbart hatte, nicht mehr. Dies bleibt denen vorbehalten, die während der Trübsal leben.

Was wird diese künftig lebende Gruppe jüdischer Gläubiger sehen? Worauf bezieht sich »dies alles«? Damit sind alle Zeichen der ersten und zweiten Hälfte der Trübsal gemeint, einschließlich des Gräuels der Verwüstung ( 24,15-22 ) und des Auftretens wunderwirkender, falscher Propheten und Christusse ( 24,23-26 ).

Somit veranschaulicht das Ausschlagen des Feigenbaums Zeichen in der Trübsal, und wir können nicht sagen, dass er ausschlägt, bevor nicht alle diese Zeichen wirklich zu sehen sind. Dies schließt nicht nur 1948 als Zeichen der Trübsal und der Wiederkunft Jesu, sondern auch alles andere Geschehen vor der Trübsal als Ausschlagen des Feigenbaumes aus. Der Feigenbaum hat noch nicht begonnen auszuschlagen, weil der Anfang von all diesem noch nicht da ist.

Dennoch gilt: Wenn das Ausschlagen des Baums dann tatsächlich anfängt - d. h. wenn alle Zeichen sichtbar werden - sollen wir wissen, dass Jesu zweites Kommen nahe ist bzw. unmittelbar bevorsteht. Das dritte Evangelium drückt es so aus: »So erkennt auch ihr ... dass das Reich Gottes nahe ist« ( Lk 21,31 ).

Was lehrt uns daher der Feigenbaum im Blick auf das Ende des Zeitalters? Wenn all das, was Christus in Mt 24,1-23 offenbarte, zu geschehen beginnt, ist es, als würden die Triebe eines Feigenbaums im Frühjahr neue Blätter bekommen. So wie die neuen Blätter anzeigen, dass der Sommer unmittelbar bevorsteht, besteht die Bedeutung der Zeichen darin, dass die Wiederkunft wirklich nahe ist. In Mt 24 wird weder gesagt noch angedeutet, dass die Neugründung des Staates Israel im Jahre 1948 oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt das Ende des Zeitalters erkennen lässt.

Was Matthäus wirklich sagt, ist folgendes: Die elf Zeichen werden auf die Wiederkunft Christi hindeuten.

Christus bezeichnet in Mt 24,34 die Generation näher, welche diese Zeichen erleben wird. Eine der wichtigen Wendungen, die in diesem Vers ausgelegt werden müssen, ist der Ausdruck »dieses Geschlecht«. Was ist mit einem Geschlecht bzw. einer Generation gemeint? Der Begriff kann Folgendes bezeichnen: (1) eine Sippe bzw. Verwandtschaft - einen Personenkreis also, der von einem gemeinsamen Vorfahren abstammt, d. h. eine Menschenrasse. Dennoch finden wir im Neuen Testament kein eindeutiges Beispiel dafür, dass er so verwendet wird. (2) Eine Generation im Sinne von Zeitgenossen - von Menschen, die etwa zur gleichen Zeit geboren werden und leben ( Mt 11,16; Apg 2,40 ). (3) Da wir den Gedanken an ein Zeitalter normalerweise mit einer Generation von Menschen verbinden, finden wir den Gebrauch des Begriffs manchmal in Zusammenhang mit einem Zeitrau m. Dabei tritt dann in den Hintergrund, dass es um Menschen geht ( Eph 3,21; Kol 1,26 ).

Weil Jesus von den Juden spricht, die all die Zeichen der Endzeit sehen werden, ist es am besten, »Geschlecht« als Synonym für solche zu verstehen, die zur Zeit der Trübsal leben. »Dieses« Geschlecht umfasst demnach all jene Juden, die während der Siebzigsten Woche Daniels leben. Sie sehen alle elf Zeichen von Mt 24,4-24 . Mit anderen Worten: Nur diejenigen, die alle Knospen des Feigenbaum treiben bzw. die Zeichen sehen, sind »diese Generation«.

Die Generation der Trübsal wird keineswegs in ihrer Gesamtheit sterben. Vielmehr wird hervorgehoben, dass sie während des gesamten siebenjährigen Zeitraums trotz der furchtbaren Ereignisse weiterleben wird. Jesus meinte damit nicht, dass jeder einzelne Angehörige des Volkes Israel überlebt. Für über die Hälfte von ihnen wird dies nicht der Fall sein. Dennoch wird diese Generation in ihrer Gesamtheit die ganzen sieben Jahre durchleben, bis dies alles in Erfüllung geht.

Christus bekräftigt als Nächstes seine Lehre mit einer Garantieerklärung, indem er sagt: »Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen« ( 24,35 ). Und schließlich lässt er zuletzt zum Wohle seiner Jünger eine Aussage bezüglich dieses Tages und dieser Stunde folgen ( 24,36 ). Worauf es dem Herrn ankommt, ist der Gedanke, dass niemand weiß, wann der Feigenbaum ausschlagen wird, und dass daher niemand (vor dem Ausschlagen) weiß, wann Christi Kommen unmittelbar bevorsteht.

Im Kontext von Mt 24 kommt das Wort »Tage« viermal vor ( 24,19; 24,22 [zweimal] und 24,29 ), und zwar jedesmal im Plural, um die Tage der Trübsal zu bezeichnen. Nun steht »Tag« zum ersten Mal in der Einzahl und bezeichnet den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi ( 24,36 ). Es ist ein Tag, an dem Gott die Himmelslichter über dem Planeten Erde erlöschen lässt ( 24,29 ), die Herrlichkeit der Schechina strahlend sichtbar wird und wie ein zuckender Blitz Christi Wiederkunft ankündigt ( 24,30 ; vgl. V. 27 ) und die Engel die Erde abernten ( 24,31 ).

Wann wird dieser Tag anbrechen? Niemand weiß es, keiner, nicht einmal die Engel, so lehrte Christus. Wir müssen uns jedoch an Folgendes erinnern: Sobald sich die Trübsalsgeneration in der Siebzigsten Woche Daniels befindet, können wir nicht mehr sagen, dass niemand es weiß. Denn jene dann lebenden Menschen kennen die genaue Anzahl der Jahre ( Dan 12,7; Offb 11,9.11; 12,14 ), Monate ( Offb 11,2; 13,5 ) und sogar der Tage ( Offb 11,3; 12,6 ).

Sie werden dies aufgrund göttlicher Offenbarung wissen. Dan 12,5-13 lässt erkennen, dass es zwar die Engel jetzt nicht wissen, wohl aber dann die göttlich Belehrten; sie brauchen nur zu zählen. Der Countdown beginnt, wenn der Antichrist mit Israel einen Bund schließt ( Dan 9,27 ).

Wenn Jesus sagt, dass es niemand weiß, bezieht er sich daher auf Menschen, die in der Zeit leben, bevor der Countdown beginnt. Diejenigen, die vor der Trübsal leben, können es nicht wissen. Dementsprechend ist es vor der Trübsal unmöglich, Zeitpunkte für diese Drangsalszeit oder für die Wiederkunft festzulegen. Solche Versuche stellen nur Mutmaßungen dar.

Wir fassen zusammen: So wie das Ausschlagen der Feigenbäume im Frühjahr den Sommer ankündigt, sind nach der Lehre Jesu die elf Zeichen, die eine zukünftige, jetzt noch nicht lebende Generation von Juden sehen wird, für diese Generation Hinweise auf Christi nahe bevorstehende (in sieben Jahren erfolgende) Wiederkunft. Alle Zeichen treten in der Trübsal ein, nicht davor.

Siehe auch: Ölbergrede.

George E. Meisinger

Walter Bauer, F. W. Gingrich und Frederick Danker, A Greek-English Lexicon of the New Testament (Chicago: University of Chicago Press, 1979); Arnold Fruchtenbaum, Footsteps of the Messiah (Tustin, Kalif.: Ariel Press, 1984); John F. Walvoord, Matthew - Thy Kingdom Come (Chicago: Moody Press, 1974).



Das Evangelium. Zusammenfassung:
Das Wort «Evangelium» bedeutet gute Botschaft.
 In dem Gebrauch des N.T. gibt das Wort verschiedene Bedeutungen der göttlichen Offenbarung wieder.

 Absolut notwendig für die Erlösung des Menschen ist das Evangelium der Gnade Gottes (Röm. 2, 16, Randbem.).

 Das ist die frohe Botschaft, daß Jesus Christus an dem Kreuz für die Sünden der Welt starb,
daß er auf Grund unserer Rechtfertigung von den Toten auferstanden ist, und daß durch ihn alle, die an Ihn glauben, von allen Dingen gerechtfertigt sind.

Es wird beschrieben als das Evangelium «Gottes» (Röm. 1. 1),
 weil es den Ursprung in Seiner Liebe hat; als das Evangelium «Christi» (2. Kor. 10, 14).
weil es aus Seinem Opfer fließt,

 und weil Er der Gegenstand des Glaubens ist: als das Evange lium «der Gnade Gottes» (Ap. 20, 24), weil es solche rettet,
 die das Gesetz verflucht: als ein «herrliches» Evangelium (2. Kor. 4, 4: 1. Tim. 1, 11),

weil es sich auf Ihn bezieht, der in der Herrlichkeit ist, und der viele Söhne zur Herrlichkeit bringt (Hebr. 2, 10);

als das Evangelium «von eurer Erlösung» (Eph. It 13),

 weil es ist «die Kraft Gottes, selig zu machen alle, die daran glauben» (Röm. 1, l0:

 und als das Evangelium «des Friedens» (Eph. 6, 15),
 weil es durch Christus Frieden macht zwischen dem gläubigen Sünder und Gott, und also den inneren Frieden möglich macht.

 Eine andere Auswirkung des Evangeliums bezeichnet «das Evangelium des Reiches» (Mt. 4,23), d.h. die frohe Botschaft, daß Gott das Königreich des Christus, des Sohnes Davids, als Erfüllung des Bundes mit David auf dieser Erde aufrichten wird (2. Sam. 7, 16, Fußnote).

Die frohe Botschaft dieses König reiches wurde von den Propheten des A.T. verkündigt (Jes. 9, 5-6),
durch Christus bei Seinem ersten Kommen (Mt. 9, 35). und es wird während der Großen Trübsal verkündigt werden (Mt. 24, 14).

Das «ewige Evangelium» (Offb. 14, 6ff.) wird beschrieben als die Verkündigung des göttlichen Ge richts über den Bösen in der kommenden Trübsal. Es ist die frohe Botschaft für die leidenden Gläubi gen, da es ihre kommende Erlösung und Belohnung (vgl. V. 12) ankündigt.

Im Blick auf diese Tatsache werden alle, «die auf Erden wohnen» aufgefordert, Gott zu fürchten und Ihn anzubeten (V. 7).
Die frohe Botschaft der göttlichen Offenbarung wird dem «andern Evangelium» gegenübergestellt (2. Kor. 11, 4; Gal. 1, 6), von dem Paulus sagt, daß es «kein anderes Evangelium» sei, sondern eine Verdrehung des Evangeliums von der Gnade Gottes.
Wir werden vor allen seinen verführerischen For men gewarnt, die alle die Allgenügsamkeit der Gnade, die allein rettet, die erhält und vollkommen macht, leugnen. Die Lehrer dieses andern Evangeliums stehen unter dem schrecklichen anathema (verflucht) Gottes (Gal. 1, 9). Das Wort «Evangelium» schließt also verschiedene Wirkungen der frohen Botschaft von der gött lichen Offenbarung ein.
Aber die Tatsache, daß Gott die frohe Botschaft von dem Evangelium der Gnade verkündigt hat und ebenso das Evangelium des kommenden Königreiches, und das Evangelium des göttlichen Gerichts über die Bösen und der Befreiung der Gläubigen bedeutet nicht, daß es mehr als ein Evangelium der Erlösung gibt. Gnade ist die Grundlage in allen Heilszeiten und ist unter allen Um ständen der einzige Weg der Errettung von der Sünde.