|
|
|||
|
|
Jakobus
( Jak 4 )
Streitigkeiten, Kämpfe, Haß und
Begierde, Neid und Stolz und Sünde - all das sind Begriffe, die wie
Tintenkleckse über diese Zeilen des Jakobusbriefes verteilt sind. In
schroffem Kontrast zu den Schlußworten von Kapitel 3 - "die Frucht der
Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften" -
beginnt Kapitel 4 mit den Worten "Kampf und Streit". Jakobus stellt
diese verächtlichen Verhaltensweisen echtem Heldenmut gegenüber. Er gibt
klare Verhaltensmaßregeln, wie man die Stürme bändigen kann, die dem
geistlichen Wachstum und der geistlichen Reife so abträglich sind. Der
Gläubige muß Haß in Demut, Ungerechtigkeit in Gerechtigkeit und
Selbstüberhebung in Glauben verwandeln.
A. Wandlung von Haß in Demut
( 4,1-6 )
Jakobus ist aufs höchste darüber
empört, daß es unter den Anhängern Jesu zu Streitigkeiten und
Auseinandersetzungen kommt. Der strenge Ton, in dem dieser ganze
Abschnitt gehalten ist, wird noch unterstrichen durch das Fehlen der
Anrede "meine lieben Brüder", die Jakobus an anderer Stelle immer wieder
gebraucht. Er deckt im folgenden die Ursache der Konflikte auf,
schildert die Konsequenzen, die sich aus den Streitigkeiten ergeben, und
schlägt eine Lösungsmöglichkeit vor.
1. Die Ursache des Konflikts
( 4,1-2 )
Jak 4,1
In für ihn typischer Weise
leitet Jakobus diese neue Passage mit einer rhetorischen Frage
ein: Woher kommt der Kampf ( polemoi , "Kriegszustand") unter euch,
woher der Streit ( machai , "persönliche Auseinandersetzungen oder
Streitigkeiten")? Der Apostel beantwortet seine Frage sogleich: Kommt's
nicht daher, daß in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander
streiten? Der Konflikt entsteht also aus ( ek ) inneren, sinnlichen
Begierden oder Vergnügungslust ( hEdonOn ; vgl. V. 3 ). Der Hedonismus,
die Philosophie des unbedingten persönlichen Genusses, die das Vergnügen
zum höchsten Ziel des Menschseins macht, führt noch immer zu Kämpfen in
den Herzen der Menschen.
Jakobus
Jak 4,2
Kampf ist das Ergebnis
unerlaubter Wünsche. Begierde führt zu Mord. Begehrlichkeit bringt
schließlich Frustration über die Nichterfüllung der heißersehnten
Wünsche hervor. All dies endet mit dem "Kampf" und "Streit", die im
Menschen "gegeneinander streiten". Die zweite Hälfte von Vers 2 - ihr
... habt nichts, weil ihr nicht bittet - wird am besten zum folgenden
Satz gezogen. Jakobus wollte sicherlich nicht sagen, daß der Grund
dafür, daß den Begierden der Menschen nicht nachgegeben wird, darin
liegt, daß sie es unterlassen, Gott um die Erfüllung ihrer Wünsche zu
bitten. Er enthüllte einfach die eigentliche Quelle des Konflikts in den
begehrlichen Herzen der Menschen.
Jakobus
2. Die Folgen des Konflikts
( 4,3-4 )
Jak 4,3
Für Christen führt der einzig
richtige Weg zur Erfüllung ihrer berechtigten Bedürfnisse über die Bitte
an Gott. Ein Grund dafür, daß der Gläubige nicht erhält, worum er
gebeten hat, liegt darin, daß er in übler Absicht ( kakOs ) bat. Die
Verbform "bittet" , hier mit der Bedeutung "für sich selbst bitten",
wird im Folgesatz noch genauer bestimmt: nämlich damit ihr's für eure
Gelüste vergeuden könnt . "Gelüste" ist im Griechischen
wieder hEdonais (vgl. V. 1 ). Gott wird sich jedoch niemals für die
"hedonistische Verschwendung" der Menschen hergeben.
Jakobus
Jak 4,4
Statt seiner gewohnten Anrede
"liebe Brüder" fährt Jakobus seine Leser empört an: Ihr Abtrünnigen .
Wieder stellt er ihnen eine Frage: Wißt ihr nicht, daß
Freundschaft ( philia ) mit der Welt (vgl. "Welt" in Jak
1,27 ) Feindschaft mit Gott ist? Er fügt hinzu: Wer der Welt Freund sein
will, der wird Gottes Feind sein (wörtlich "werden"). Das ist schlimmer,
als mit leeren Händen dazustehen. Ein rebellischer Christ, der sich in
unerlaubter Weise mit der Welt einläßt, steht auf Kriegsfuß mit Gott.
Jakobus
3. Die Beilegung des Konflikts
( 4,5-6 )
Jak 4,5
Dieser Vers ist eine der am
schwierigsten zu übersetzenden Passagen im ganzen Jakobusbrief. Die
Subjekt-Objekt-Beziehung zwischen den Satzteilen "mit Eifer" und
"wachen" sowie "Gnade geben" ist nicht ganz eindeutig. Möglich sind
folgende Deutungen: (a) Der Geist, der in euch wohnt, wacht mit Eifer
(über euch) und gibt euch um so reichlicher Gnade. (b) Er (Gott) wacht
mit Eifer über den Heiligen Geist, der in euch wohnt, und er gibt euch
um so reichlicher Gnade (so Luther). (c) Der (menschliche) Geist, der in
euch wohnt, wacht eifersüchtig, doch er (Gott) gibt euch um
soreichlicher Gnade. Die Lutherübersetzung kommt dem griechischen Text
sehr nahe: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen
lassen, und gibt um so reichlicher Gnade .
Doch nicht nur die Übersetzung,
sondern auch der Schriftverweis stellt den Exegeten vor Probleme. Die in
typischer Weise rhetorisch formulierte Frage "Oder meint ihr, die
Schrift sage umsonst?" ( kenOs ) leitet den Abschnitt ein. Der auf
verschiedene Weise auslegbare Satz, der darauf folgt, enthält kein
wörtliches Zitat irgendeiner Schriftpassage. Man könnte nun annehmen,
daß Jakobus sich hier auf irgendein anderes heiliges Buch bezog oder auf
eine unbekannte griechische Übersetzung des Alten Testaments oder daß er
einfach den allgemeinen Sinn eines Schriftwortes wiedergab. Am
plausibelsten scheint es jedoch, davon auszugehen, daß er hier bereits
auf die Äußerung in Vers 6 Bezug nimmt, die eindeutig aus Spr
3,34 stammt: "Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt
er Gnade" (dasselbe Zitat findet sich in 1Pet 5,5 ).
Jakobus
Jak 4,6
So problematisch sich
Vers 5 auch darstellen mag, die Aussage von Vers 6 ist vollkommen
klar: Gott widersteht den Hochmütigen . Die Verbform "widersteht" ist im
Griechischen antitassetai , ein Begriff aus dem militärischen
Sprachgebrauch, der soviel heißt wie "kämpfen gegen". Den Demütigen
dagegen gibt Gott Gnade . Ob der Gläubige nun dazu aufgefordert ist,
seinem menschlichen Geist zu widerstehen, der zu Eifersucht tendiert,
oder dazu, sich am Heiligen Geist zu freuen, der mit Eifer nach seiner
geistlichen Erbauung strebt, es gilt auf jeden Fall, Hochmut zu
vermeiden und sich in Demut Gottes Autorität zu unterstellen. Die Lösung
für alle menschlichen Streitigkeiten und Konflikte ist ein demutsvoller
Geist, der durch Gottes unverdiente Gnade belohnt wird. In Vers 7 -
12 zeigt Jakobus noch weiter, wie Demut mit einem friedfertigen Urteil
über andere zusammenhängt.
Jakobus
B. Wandlung von Ungerechtigkeit
in Gerechtigkeit
( 4,7 - 12 )
Offensichtlich neigten die
jüdischen Gläubigen, an die Jakobus schrieb, nicht nur zu Gezänk und
Eifersüchteleien untereinander, sondern auch dazu, andere zu
verurteilen. Dabei fordert Gott von den Menschen Gerechtigkeit und
nicht, daß sie über andere zu Gericht sitzen. Ein aufrichtiges und
rechtschaffenes Miteinander ist wesentlich für das geistliche Wachstum.
Jakobus rät deshalb zum Bemühen um Gerechtigkeit, zeigt ihre Vorteile
auf und verweist schließlich auf ihren göttlichen Urheber.
1. Aufforderung zur
Gerechtigkeit
( 4,7 - 9 )
Jak 4,7
In den Versen 7 - 9 feuert
Jakobus eine geballte Ladung von Anweisungen auf seine Leserschaft ab
(zehn Aorist Imperative), deren Befolgung zu Harmonie und Heiligung
beiträgt. Der Apostel fordert von seinen Lesern Gehorsam (V. 7 ),
Reinigung (V. 8 ) und Reue (V. 9 ).
Der Ruf zum Gehorsam hat wie ein
Magnet zwei Pole, einen positiven und einen negativen: Seid ... Gott
untertan und widersteht dem Teufel . Das griechische Verb, das hier mit
"untertan sein" wiedergegeben ist, stammt aus dem militärischen
Sprachgebrauch und bedeutet "unterstellt sein", "Gehorsam leisten".
"Widersteht" ( antistEte ) heißt soviel wie "stellt euch gegen" den
Satan, so flieht er vor euch .
Jakobus
Jak 4,8
Statt dessen naht euch zu Gott,
so naht er sich auch zu euch . Wer sich jedoch Gott nähern will, der muß
sich zuvor reinigen: Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure
Herzen, ihr Wankelmütigen . Beide Verben, "reinigen" und "heiligen",
beziehen sich auf die zeremonielle Reinigung, wie sie im Judentum
bekannt war, und waren daher für Judenchristen sicherlich besonders
einsichtig. Die Notwendigkeit der Reinigung der Gläubigen wird schon aus
der Anrede, mit der Jakobus seine Leser anspricht, "ihr Sünder" und "ihr
Wankelmütigen" ( dipsychoi ; vgl. Jak 1,8 ), deutlich.
Jakobus
Jak 4,9
Das Bewußtsein der eigenen
Reinigungsbedürftigkeit läßt keinen Raum für Freude. Jammert und klagt
und weint , rät Jakobus seinen Lesern ganz ungeschminkt. Ersetzt das
Lachen durch Weinen und die Freude durch Traurigkeit (wörtlich
"niedergeschlagene Augen"). Ein zerknirschter Geist, der bereit ist,
seine Verfehlung zu bekennen, ist wesentlich für Gottes reinigendes
Werk.
Jakobus
2. Der Nutzen der Gerechtigkeit
( 4,10-11 )
Jak 4,10
Wiederum ist der Schlüssel die
Demut. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen . Der Weg
nach oben führt über die Selbsterniedrigung, denn der Niedrige wird
erhöht. Die Demut bringt letztlich großen Nutzen für den Gläubigen, ja
sie bringt ihn zu Ehren.
Jakobus
Jak 4,11
Andere zu verleumden oder zu
verurteilen ist völlig unvereinbar mit der demütigen und bescheidenen
Gesinnung, die Gott von den Gläubigen erwartet. Ein Urteil über einen
anderen zu fällen ist im Grunde nichts anderes, als sich ein Urteil über
Gottes Gesetz anzumaßen. Dieses Gesetz aber ist bindend
für alle Menschen. Niemand darf wagen, sich darüber zu erheben. Der
Verleumder fällt somit selbst unter das Urteil des Gesetzes; der
selbsternannte Richter wird vom Gesetz bedroht; nur der Demütige kommt
zu Ehren. Wahre Gerechtigkeit ist da, wo der Gläubige sich selbst Gott
in Demut und Gehorsam unterwirft.
Jakobus
3. Der Urheber der Gerechtigkeit
( 4,12 )
Jak 4,12
Nur einer ist über dem Gesetz.
Er allein hat das Recht, es zu verändern oder aufzuheben. Gott ist der
Gesetzgeber und Richter . "Gesetzgeber" ist ein zusammengesetztes
Substantiv, das nur an dieser einen Stelle im Neuen Testament vorkommt
( nomothetEs , von nomos , "Gesetz", und tithEmi , "aufstellen,
konstituieren, niederlegen"). Gott hat das Gesetz nicht nur gestiftet,
er überwacht auch seine Durchführung. Er steht sowohl für die Exekutive
als auch für Jurisdiktion der göttlichen Regierung. Er ist der König,
setzt sein Gesetz ein und macht es bekannt. Gott ist der "Richter", er
hütet das Gesetz und verschafft ihm Geltung. Er (kann) selig machen und
verdammen . Es gibt also einen Urheber des Gesetzes, einen Richter über
das Gesetz und einen Retter, der vor der Verurteilung durch das Gesetz
retten kann. Diese Erinnerung an eine Wahrheit, die den jüdischen Lesern
des Jakobus sicherlich wohlbekannt war, war zugleich ein Tadel für ihre
hochmütige Einstellung und ihre selbstherrliche Verurteilung
anderer. Wer aber bist du, daß du den Nächsten verurteilst? Das ist eine
weitere der typischen rhetorischen Fragen des Jakobus, denen der Leser
sich kaum entziehen kann. Eine demütige Haltung und eine um
Gerechtigkeit bemühte Handlungsweise sind wesentlich für das geistliche
Wachstum des Gläubigen. Jakobus zeigt im folgenden, wie diese beiden
wichtigen Elemente christlicher Lebensführung gegen die leere Prahlerei
im Streit liegen.
Jakobus
C. Wandlung von Selbstüberhebung
in Glauben
( 4,13 - 17 )
Neben den Streitigkeiten und dem
Hang, andere zu verurteilen, tendierten die Leser, an die sich Jakobus
mit seinem Schreiben richtet, offenbar zur Prahlerei. Der Apostel zeigt,
wie die Äußerungen der Prahler aussehen, verurteilt ihr Verhalten und
schließt auch hier mit einer praktischen Anweisung, wie ein solches
Verhalten zu vermeiden ist.
1. Die Selbstüberhebung
( 4,13 )
Jak 4,13
Jakobus kommt sofort zur Sache:
Die Wendung "und nun" kehrt in Jak 5,1 nochmals wieder. Es ist ein
umgangssprachlicher Ausdruck, der im Neuen Testament nur von Jakobus
gebraucht wird. Diese Interjektion sollte ihm die ungeteilte
Aufmerksamkeit der Leser sichern. Jakobus knöpft sich bei seinem Angriff
den typischen Geschäftsmann vor, der die Rechnung ohne Gott macht. Mit
größter Selbstverständlichkeit plant er Reisen: Heute oder morgen wollen
wir in die oder die Stadt gehen , teilt seine Zeit ein: und wollen ein
Jahr dort zubringen , und verfolgt seine geschäftlichen Ziele: und
Handel treiben und Gewinn machen . "Handel treiben" kommt von dem
zusammengesetzten Verb emporeusometha (von en, "in", und poreuomia ,
"gehen"). Es ist verwandt mit dem Substantiv emporos , "Kaufmann,
Händler, Vertreter oder Hausierer". Ein anschauliches Beispiel für den
jüdischen Kaufmann, den Jakobus hier zurechtweist, wäre ein
rücksichtsloser Vertreter, der nur darauf aus ist, den Leuten etwas zu
verkaufen, um seinem höchsten Ziel zu huldigen: Geld zu machen.
Jakobus
2. Die Ächtung der
Selbstüberhebung
( 4,14 )
Jak 4,14
Diesen umtriebigen
Geschäftemachern hält Jakobus vor: Ihr wißt nicht, was morgen sein
wird . Die Pläne der Menschen sind immer nur vorläufig. Sie sind nicht
Herr über das, was kommen wird, und über die Zeit, ja, ihr ganzes Leben
gehört nicht eigentlich ihnen. Jakobus stößt mit einer weiteren Frage
nach: Was ist euer Leben? Die Antwort ist: Ein Rauch (Dunst, Dampf). Es
ist nötig, daß sich die Gläubigen diesen göttlichen Blickwinkel auf
ihrer irdischen Reise zu eigen machen. Eine solche Perspektive erstickt
jede Prahlerei noch in dem Keim des Hochmuts, aus dem sie entspringt.
Jakobus
3. Die Auflösung der
Selbstüberhebung
( 4,15 - 17 )
Jak 4,15
Entscheidend zur Vermeidung
aller Selbstüberhebung ist es, die Dinge von Gottes Standpunkt aus zu
betrachten. Statt große Pläne auf menschlicher Ebene zu machen, sollte
man seinen Blickwinkel so weit erweitern, daß auch Gott ins Bild kommt.
Statt hohler Großtuerei sollte man sagen: Wenn der Herr will, werden wir
leben und dies oder das tun. Das ist nicht eine Art Zauberformel,
sondern eine realistische Einstellung, die sich auf das ganze Wesen und
Verhalten auswirkt.
Jakobus
Jak 4,16
Um sicherzugehen, daß seine
Leser das Gesagte auch wirklich verstanden haben, wiederholt Jakobus,
daß Rühmen ... böse (ist) . Selbstverliebte Prahlerei muß durch
Gottvertrauen ersetzt werden. Das beste Heilmittel gegen alles Großtun
ist der Glaube.
Jakobus
Jak 4,17
Der Schlußsatz von Kapitel
4 : Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde ,
bezieht sich wahrscheinlich nicht nur auf die Selbstüberhebung, sondern
auf alle Verhaltensanweisungen, die bisher im Jakobusbrief erteilt
wurden - eine Annahme, die auch durch das Wörtchen "nun" ( oun ,
wörtlich "deshalb") gestützt wird. Die Leser des Briefes können nicht
vorgeben, von nichts gewußt zu haben. Der ganze Brief steckt voller
Ermahnungen zum rechten Verhalten. Wer diesen Anweisungen nicht
nachkommt, begeht eindeutig eine Sünde.
Um zu geistlicher Reife zu
gelangen, muß der Gläubige das Gute, das er nun kennt, tun. Er muß sich
auch in Anfechtungen und Versuchungen vertrauensvoll auf Gottes Wort
verlassen. Er muß seinen Brüdern Barmherzigkeit erweisen und sich dabei
nicht von Vorurteilen, sondern von einem tätigen Glauben leiten lassen.
Er muß seine Zunge und seine Gedanken im Zaum halten und besonnen und
weise auftreten. Er muß sich dem allmächtigen Vater, Gesetzgeber und
Richter reuig und in Demut, in dem Bemühen um gerechtes Handeln und mit
vertrauendem Herzen nähern. Er muß sein, wie Gott ihn haben möchte, tun,
was Gott von ihm erwartet, sprechen, wie es Gott wohlgefällig ist, und
gesinnt sein, wie Gott es verlangt.
Jakobus