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Jakobus Kp 4 Walvoord J. Ronald Blue

Jakobus

 IV. Zeigt Reue

( Jak 4 )

 

Streitigkeiten, Kämpfe, Haß und Begierde, Neid und Stolz und Sünde - all das sind Begriffe, die wie Tintenkleckse über diese Zeilen des Jakobusbriefes verteilt sind. In schroffem Kontrast zu den Schlußworten von Kapitel 3 - "die Frucht der Gerechtigkeit aber wird gesät in Frieden für die, die Frieden stiften" - beginnt Kapitel 4 mit den Worten "Kampf und Streit". Jakobus stellt diese verächtlichen Verhaltensweisen echtem Heldenmut gegenüber. Er gibt klare Verhaltensmaßregeln, wie man die Stürme bändigen kann, die dem geistlichen Wachstum und der geistlichen Reife so abträglich sind. Der Gläubige muß Haß in Demut, Ungerechtigkeit in Gerechtigkeit und Selbstüberhebung in Glauben verwandeln.

 

 

A. Wandlung von Haß in Demut

( 4,1-6 )

 

Jakobus ist aufs höchste darüber empört, daß es unter den Anhängern Jesu zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen kommt. Der strenge Ton, in dem dieser ganze Abschnitt gehalten ist, wird noch unterstrichen durch das Fehlen der Anrede "meine lieben Brüder", die Jakobus an anderer Stelle immer wieder gebraucht. Er deckt im folgenden die Ursache der Konflikte auf, schildert die Konsequenzen, die sich aus den Streitigkeiten ergeben, und schlägt eine Lösungsmöglichkeit vor.

 

 

1. Die Ursache des Konflikts

( 4,1-2 )

 

Jak 4,1

 

In für ihn typischer Weise leitet Jakobus diese neue Passage mit einer rhetorischen Frage ein: Woher kommt der Kampf ( polemoi , "Kriegszustand") unter euch, woher der Streit ( machai , "persönliche Auseinandersetzungen oder Streitigkeiten")? Der Apostel beantwortet seine Frage sogleich: Kommt's nicht daher, daß in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten? Der Konflikt entsteht also aus ( ek ) inneren, sinnlichen Begierden oder Vergnügungslust ( hEdonOn ; vgl. V. 3 ). Der Hedonismus, die Philosophie des unbedingten persönlichen Genusses, die das Vergnügen zum höchsten Ziel des Menschseins macht, führt noch immer zu Kämpfen in den Herzen der Menschen.

 

Jakobus

 

Jak 4,2

 

Kampf ist das Ergebnis unerlaubter Wünsche. Begierde führt zu Mord. Begehrlichkeit bringt schließlich Frustration über die Nichterfüllung der heißersehnten Wünsche hervor. All dies endet mit dem "Kampf" und "Streit", die im Menschen "gegeneinander streiten". Die zweite Hälfte von Vers 2 - ihr ... habt nichts, weil ihr nicht bittet - wird am besten zum folgenden Satz gezogen. Jakobus wollte sicherlich nicht sagen, daß der Grund dafür, daß den Begierden der Menschen nicht nachgegeben wird, darin liegt, daß sie es unterlassen, Gott um die Erfüllung ihrer Wünsche zu bitten. Er enthüllte einfach die eigentliche Quelle des Konflikts in den begehrlichen Herzen der Menschen.

 

Jakobus

 

2. Die Folgen des Konflikts

( 4,3-4 )

 

Jak 4,3

 

Für Christen führt der einzig richtige Weg zur Erfüllung ihrer berechtigten Bedürfnisse über die Bitte an Gott. Ein Grund dafür, daß der Gläubige nicht erhält, worum er gebeten hat, liegt darin, daß er in übler Absicht ( kakOs ) bat. Die Verbform "bittet" , hier mit der Bedeutung "für sich selbst bitten", wird im Folgesatz noch genauer bestimmt: nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden könnt . "Gelüste" ist im Griechischen wieder hEdonais (vgl. V. 1 ). Gott wird sich jedoch niemals für die "hedonistische Verschwendung" der Menschen hergeben.

 

Jakobus

 

Jak 4,4

 

Statt seiner gewohnten Anrede "liebe Brüder" fährt Jakobus seine Leser empört an: Ihr Abtrünnigen . Wieder stellt er ihnen eine Frage: Wißt ihr nicht, daß Freundschaft ( philia ) mit der Welt (vgl. "Welt" in Jak 1,27 ) Feindschaft mit Gott ist? Er fügt hinzu: Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein (wörtlich "werden"). Das ist schlimmer, als mit leeren Händen dazustehen. Ein rebellischer Christ, der sich in unerlaubter Weise mit der Welt einläßt, steht auf Kriegsfuß mit Gott.

 

Jakobus

 

3. Die Beilegung des Konflikts

( 4,5-6 )

 

Jak 4,5

 

Dieser Vers ist eine der am schwierigsten zu übersetzenden Passagen im ganzen Jakobusbrief. Die Subjekt-Objekt-Beziehung zwischen den Satzteilen "mit Eifer" und "wachen" sowie "Gnade geben" ist nicht ganz eindeutig. Möglich sind folgende Deutungen: (a) Der Geist, der in euch wohnt, wacht mit Eifer (über euch) und gibt euch um so reichlicher Gnade. (b) Er (Gott) wacht mit Eifer über den Heiligen Geist, der in euch wohnt, und er gibt euch um so reichlicher Gnade (so Luther). (c) Der (menschliche) Geist, der in euch wohnt, wacht eifersüchtig, doch er (Gott) gibt euch um soreichlicher Gnade. Die Lutherübersetzung kommt dem griechischen Text sehr nahe: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen, und gibt um so reichlicher Gnade .

Doch nicht nur die Übersetzung, sondern auch der Schriftverweis stellt den Exegeten vor Probleme. Die in typischer Weise rhetorisch formulierte Frage "Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst?" ( kenOs ) leitet den Abschnitt ein. Der auf verschiedene Weise auslegbare Satz, der darauf folgt, enthält kein wörtliches Zitat irgendeiner Schriftpassage. Man könnte nun annehmen, daß Jakobus sich hier auf irgendein anderes heiliges Buch bezog oder auf eine unbekannte griechische Übersetzung des Alten Testaments oder daß er einfach den allgemeinen Sinn eines Schriftwortes wiedergab. Am plausibelsten scheint es jedoch, davon auszugehen, daß er hier bereits auf die Äußerung in Vers 6 Bezug nimmt, die eindeutig aus Spr 3,34 stammt: "Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade" (dasselbe Zitat findet sich in 1Pet 5,5 ).

 

Jakobus

 

Jak 4,6

 

So problematisch sich Vers 5 auch darstellen mag, die Aussage von Vers 6 ist vollkommen klar: Gott widersteht den Hochmütigen . Die Verbform "widersteht" ist im Griechischen antitassetai , ein Begriff aus dem militärischen Sprachgebrauch, der soviel heißt wie "kämpfen gegen". Den Demütigen dagegen gibt Gott Gnade . Ob der Gläubige nun dazu aufgefordert ist, seinem menschlichen Geist zu widerstehen, der zu Eifersucht tendiert, oder dazu, sich am Heiligen Geist zu freuen, der mit Eifer nach seiner geistlichen Erbauung strebt, es gilt auf jeden Fall, Hochmut zu vermeiden und sich in Demut Gottes Autorität zu unterstellen. Die Lösung für alle menschlichen Streitigkeiten und Konflikte ist ein demutsvoller Geist, der durch Gottes unverdiente Gnade belohnt wird. In Vers 7 - 12 zeigt Jakobus noch weiter, wie Demut mit einem friedfertigen Urteil über andere zusammenhängt.

 

Jakobus

 

B. Wandlung von Ungerechtigkeit in Gerechtigkeit

( 4,7 - 12 )

 

Offensichtlich neigten die jüdischen Gläubigen, an die Jakobus schrieb, nicht nur zu Gezänk und Eifersüchteleien untereinander, sondern auch dazu, andere zu verurteilen. Dabei fordert Gott von den Menschen Gerechtigkeit und nicht, daß sie über andere zu Gericht sitzen. Ein aufrichtiges und rechtschaffenes Miteinander ist wesentlich für das geistliche Wachstum. Jakobus rät deshalb zum Bemühen um Gerechtigkeit, zeigt ihre Vorteile auf und verweist schließlich auf ihren göttlichen Urheber.

 

 

1. Aufforderung zur Gerechtigkeit

( 4,7 - 9 )

 

Jak 4,7

 

In den Versen 7 - 9 feuert Jakobus eine geballte Ladung von Anweisungen auf seine Leserschaft ab (zehn Aorist Imperative), deren Befolgung zu Harmonie und Heiligung beiträgt. Der Apostel fordert von seinen Lesern Gehorsam (V. 7 ), Reinigung (V. 8 ) und Reue (V. 9 ).

Der Ruf zum Gehorsam hat wie ein Magnet zwei Pole, einen positiven und einen negativen: Seid ... Gott untertan und widersteht dem Teufel . Das griechische Verb, das hier mit "untertan sein" wiedergegeben ist, stammt aus dem militärischen Sprachgebrauch und bedeutet "unterstellt sein", "Gehorsam leisten". "Widersteht" ( antistEte ) heißt soviel wie "stellt euch gegen" den Satan, so flieht er vor euch .

 

Jakobus

 

Jak 4,8

 

Statt dessen naht euch zu Gott, so naht er sich auch zu euch . Wer sich jedoch Gott nähern will, der muß sich zuvor reinigen: Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen . Beide Verben, "reinigen" und "heiligen", beziehen sich auf die zeremonielle Reinigung, wie sie im Judentum bekannt war, und waren daher für Judenchristen sicherlich besonders einsichtig. Die Notwendigkeit der Reinigung der Gläubigen wird schon aus der Anrede, mit der Jakobus seine Leser anspricht, "ihr Sünder" und "ihr Wankelmütigen" ( dipsychoi ; vgl. Jak 1,8 ), deutlich.

 

Jakobus

 

Jak 4,9

 

Das Bewußtsein der eigenen Reinigungsbedürftigkeit läßt keinen Raum für Freude. Jammert und klagt und weint , rät Jakobus seinen Lesern ganz ungeschminkt. Ersetzt das Lachen durch Weinen und die Freude durch Traurigkeit (wörtlich "niedergeschlagene Augen"). Ein zerknirschter Geist, der bereit ist, seine Verfehlung zu bekennen, ist wesentlich für Gottes reinigendes Werk.

 

Jakobus

 

2. Der Nutzen der Gerechtigkeit

( 4,10-11 )

 

Jak 4,10

 

Wiederum ist der Schlüssel die Demut. Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen . Der Weg nach oben führt über die Selbsterniedrigung, denn der Niedrige wird erhöht. Die Demut bringt letztlich großen Nutzen für den Gläubigen, ja sie bringt ihn zu Ehren.

 

Jakobus

 

Jak 4,11

 

Andere zu verleumden oder zu verurteilen ist völlig unvereinbar mit der demütigen und bescheidenen Gesinnung, die Gott von den Gläubigen erwartet. Ein Urteil über einen anderen zu fällen ist im Grunde nichts anderes, als sich ein Urteil über Gottes Gesetz anzumaßen. Dieses Gesetz aber ist bindend für alle Menschen. Niemand darf wagen, sich darüber zu erheben. Der Verleumder fällt somit selbst unter das Urteil des Gesetzes; der selbsternannte Richter wird vom Gesetz bedroht; nur der Demütige kommt zu Ehren. Wahre Gerechtigkeit ist da, wo der Gläubige sich selbst Gott in Demut und Gehorsam unterwirft.

 

Jakobus

 

3. Der Urheber der Gerechtigkeit

( 4,12 )

 

Jak 4,12

 

Nur einer ist über dem Gesetz. Er allein hat das Recht, es zu verändern oder aufzuheben. Gott ist der Gesetzgeber und Richter . "Gesetzgeber" ist ein zusammengesetztes Substantiv, das nur an dieser einen Stelle im Neuen Testament vorkommt ( nomothetEs , von nomos , "Gesetz", und tithEmi , "aufstellen, konstituieren, niederlegen"). Gott hat das Gesetz nicht nur gestiftet, er überwacht auch seine Durchführung. Er steht sowohl für die Exekutive als auch für Jurisdiktion der göttlichen Regierung. Er ist der König, setzt sein Gesetz ein und macht es bekannt. Gott ist der "Richter", er hütet das Gesetz und verschafft ihm Geltung. Er (kann) selig machen und verdammen . Es gibt also einen Urheber des Gesetzes, einen Richter über das Gesetz und einen Retter, der vor der Verurteilung durch das Gesetz retten kann. Diese Erinnerung an eine Wahrheit, die den jüdischen Lesern des Jakobus sicherlich wohlbekannt war, war zugleich ein Tadel für ihre hochmütige Einstellung und ihre selbstherrliche Verurteilung anderer. Wer aber bist du, daß du den Nächsten verurteilst? Das ist eine weitere der typischen rhetorischen Fragen des Jakobus, denen der Leser sich kaum entziehen kann. Eine demütige Haltung und eine um Gerechtigkeit bemühte Handlungsweise sind wesentlich für das geistliche Wachstum des Gläubigen. Jakobus zeigt im folgenden, wie diese beiden wichtigen Elemente christlicher Lebensführung gegen die leere Prahlerei im Streit liegen.

Jakobus

 

C. Wandlung von Selbstüberhebung in Glauben

( 4,13 - 17 )

 

Neben den Streitigkeiten und dem Hang, andere zu verurteilen, tendierten die Leser, an die sich Jakobus mit seinem Schreiben richtet, offenbar zur Prahlerei. Der Apostel zeigt, wie die Äußerungen der Prahler aussehen, verurteilt ihr Verhalten und schließt auch hier mit einer praktischen Anweisung, wie ein solches Verhalten zu vermeiden ist.

 

 

1. Die Selbstüberhebung

( 4,13 )

 

Jak 4,13

 

Jakobus kommt sofort zur Sache: Die Wendung "und nun" kehrt in Jak 5,1 nochmals wieder. Es ist ein umgangssprachlicher Ausdruck, der im Neuen Testament nur von Jakobus gebraucht wird. Diese Interjektion sollte ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit der Leser sichern. Jakobus knöpft sich bei seinem Angriff den typischen Geschäftsmann vor, der die Rechnung ohne Gott macht. Mit größter Selbstverständlichkeit plant er Reisen: Heute oder morgen wollen wir in die oder die Stadt gehen , teilt seine Zeit ein: und wollen ein Jahr dort zubringen , und verfolgt seine geschäftlichen Ziele: und Handel treiben und Gewinn machen . "Handel treiben" kommt von dem zusammengesetzten Verb emporeusometha (von en, "in", und poreuomia , "gehen"). Es ist verwandt mit dem Substantiv emporos , "Kaufmann, Händler, Vertreter oder Hausierer". Ein anschauliches Beispiel für den jüdischen Kaufmann, den Jakobus hier zurechtweist, wäre ein rücksichtsloser Vertreter, der nur darauf aus ist, den Leuten etwas zu verkaufen, um seinem höchsten Ziel zu huldigen: Geld zu machen.

 

Jakobus

 

2. Die Ächtung der Selbstüberhebung

( 4,14 )

 

Jak 4,14

 

Diesen umtriebigen Geschäftemachern hält Jakobus vor: Ihr wißt nicht, was morgen sein wird . Die Pläne der Menschen sind immer nur vorläufig. Sie sind nicht Herr über das, was kommen wird, und über die Zeit, ja, ihr ganzes Leben gehört nicht eigentlich ihnen. Jakobus stößt mit einer weiteren Frage nach: Was ist euer Leben? Die Antwort ist: Ein Rauch (Dunst, Dampf). Es ist nötig, daß sich die Gläubigen diesen göttlichen Blickwinkel auf ihrer irdischen Reise zu eigen machen. Eine solche Perspektive erstickt jede Prahlerei noch in dem Keim des Hochmuts, aus dem sie entspringt.

 

Jakobus

 

3. Die Auflösung der Selbstüberhebung

( 4,15 - 17 )

 

Jak 4,15

 

Entscheidend zur Vermeidung aller Selbstüberhebung ist es, die Dinge von Gottes Standpunkt aus zu betrachten. Statt große Pläne auf menschlicher Ebene zu machen, sollte man seinen Blickwinkel so weit erweitern, daß auch Gott ins Bild kommt. Statt hohler Großtuerei sollte man sagen: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun. Das ist nicht eine Art Zauberformel, sondern eine realistische Einstellung, die sich auf das ganze Wesen und Verhalten auswirkt.

 

Jakobus

 

Jak 4,16

 

Um sicherzugehen, daß seine Leser das Gesagte auch wirklich verstanden haben, wiederholt Jakobus, daß Rühmen ... böse (ist) . Selbstverliebte Prahlerei muß durch Gottvertrauen ersetzt werden. Das beste Heilmittel gegen alles Großtun ist der Glaube.

 

Jakobus

 

Jak 4,17

 

Der Schlußsatz von Kapitel 4 : Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde , bezieht sich wahrscheinlich nicht nur auf die Selbstüberhebung, sondern auf alle Verhaltensanweisungen, die bisher im Jakobusbrief erteilt wurden - eine Annahme, die auch durch das Wörtchen "nun" ( oun , wörtlich "deshalb") gestützt wird. Die Leser des Briefes können nicht vorgeben, von nichts gewußt zu haben. Der ganze Brief steckt voller Ermahnungen zum rechten Verhalten. Wer diesen Anweisungen nicht nachkommt, begeht eindeutig eine Sünde.

Um zu geistlicher Reife zu gelangen, muß der Gläubige das Gute, das er nun kennt, tun. Er muß sich auch in Anfechtungen und Versuchungen vertrauensvoll auf Gottes Wort verlassen. Er muß seinen Brüdern Barmherzigkeit erweisen und sich dabei nicht von Vorurteilen, sondern von einem tätigen Glauben leiten lassen. Er muß seine Zunge und seine Gedanken im Zaum halten und besonnen und weise auftreten. Er muß sich dem allmächtigen Vater, Gesetzgeber und Richter reuig und in Demut, in dem Bemühen um gerechtes Handeln und mit vertrauendem Herzen nähern. Er muß sein, wie Gott ihn haben möchte, tun, was Gott von ihm erwartet, sprechen, wie es Gott wohlgefällig ist, und gesinnt sein, wie Gott es verlangt.

 

Jakobus