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Kirchengebäude

Die Christen des ersten Jahrhunderts lehnten die weltlichen Systeme ab und hielten sich vom Heidentum fern.


Siehe auch:  >>>Will Durant,  Das Zeitalter des Glaub
ens


.... All dies änderte sich im vierten Jahrhundert, als die Kirche als öffentliche Institution in der Welt in Erscheinung trat und anfmg,
 „heidnisch-religiöse Vorstellungen und Prak tiken zu übernehmen und zu christianisieren“."

 Ein Historiker sagte:
Kirchengebäude ersetzten die Tempel, und Schenkungen an die Kirche den Tempelbesitz“.'"

Unter Konstantin wurde auf das gesamte kirchliche Eigentum Steuerbefreiung gewährt."
 Die Historie des Kirchenbaus ist folglich die traurige Geschichte von der Christenheit, die sich bei der heidnischen Kultur bediente und grundlegend das Gesicht unseres Glaubens veränderte.'"

Im Klartext ausgedrückt heißt das:
Die Kirchenbauten im konstantinischen und nachkonstantinischen Zeitalter entwickelten sich im Wesentlichen zu heiligen Schreinen.

 Die Christen entschieden sich für das „physische“ Tempelmodell.
Sie verinnerlichten die heidnische Vorstellung eines speziellen
Ortes, an dem Gott in besonderem Masse anwesend sei - und dieser Ort ist „mit Händen“ gebaut.
 Ebenso wie im Falle anderer heidnischer Bräuche, die in den christlichen Glauben aufgenommen wurden
(Liturgie, Predigt, liturgische Gewänder, hierarchische Führungsstruktur usw.),

schrieben die Christen des dritten und vierten Jahrhunderts fälschlicherweise den Ursprung des Kirchengebäudes dem Alten Testament zu.’

Diese Denkweise ist jedoch fehlgeleitet.
 Wie wir gesehen haben, wurde das Kirchengebäude direkt von der heidnischen Kultur übernommen:
„Ein würdevolles und heiliges Ritual hatte durch Mysterien [die heidnischen Kulte] Einzug in die Gottesdienste gehalten und wurde,
wie vieles andere auch, mit Verweis auf das Alte Testament gerechtfertigt.
Das Alte Testament als Rechtfertigung für die Errichtung von Kirchengebäuden heranzuziehen ist nicht nur ungenau, sondern auch völlig sinnlos.

 Der einstige mosaische Bund mit seinen heiligen Priestern, Gebäuden, Ritualen und Gegenständen wurde nicht nur für immer durch das Kreuz Christi zerstört,
 sondern er wurde auch durch einen Organismus, die ekklesia (Kirche, Gemeinde) ersetzt,

 in dem es weder Hierarchien noch Rituale oder Liturgien gibt. 121 123 124 Entwicklung der Kirchenarchitektur

Nach dem konstantinischen Zeitalter durchlief die Kirchenarchitektur verschiedene Phasen (sie sind zu komplex, um sie an dieser Stelle näher auszuführen). Ein Gelehrter äußerte sich dazu wie folgt: „Änderungen in der Kirchenarchitektur sind eher das Ergebnis von Mutationen als das einer kontinuierlichen Weiterentwicklung.“ Diese Mutationen trugen

Mk 14,58 Wir hörten ihn sagen: Ich werde diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in drei Tagen werde ich einen anderen aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist.

Apg 7,47 Salomo aber baute ihm ein Haus.

Apg 7,48 Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht:

Apg 7,49 „Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist der Ort meiner Ruhe?

Apg 7,50 Hat nicht meine Hand dies alles gemacht?“

2. Kor 5,1 Denn wir wissen, dass, wenn unser irdisches Haus, die Hütte, zerstört wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, ein ewiges, in den Himmeln.

2. Kor 5,2 Denn in diesem freilich seufzen wir und sehnen uns, mit unserer Behausung, die aus dem Himmel ist, überkleidet zu werden;

Hebr 9,11 Christus aber – gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter, in Verbindung mit der größeren und vollkommeneren Hütte, die nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,

 

Hebr 9,24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das mit Händen gemachte Heiligtum, ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen;

Apg 17,24 Der Gott, der die Welt und alles darin gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind,

Apg 17,25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er noch etwas nötig habe, da er selbst allen Leben und Odem und alles gibt.

 

Gal 4,9 jetzt aber, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr aber von Gott erkannt worden seid, wie wendet ihr euch wieder um zu den schwachen und armseligen Elementen, denen ihr wieder von neuem dienen wollt?

Kol 2,14 als er ausgetilgt hat die uns entgegen stehende Handschrift in Satzungen, die gegen uns war, hat er sie auch aus der Mitte weggenommen, indem er sie an das Kreuz nagelte;

Kol 2,15 als er die Fürstentümer und die Gewalten ausgezogen hatte, stellte er sie öffentlich zur Schau, indem er durch dasselbe über sie einen Triumph hielt.

Kol 2,16 So richte euch nun niemand wegen Speise oder wegen Trank oder hinsichtlich eines Festes oder Neumondes oder von Sabbaten,

Kol 2,17 die ein Schatten der zukünftigen Dinge sind, der Körper aber ist des Christus.

Kol 2,18 Niemand bringe euch um den Kampfpreis, der seinen eigenen Willen tut in Demut und Anbetung der Engel, indem er auf Dinge eingeht, die er [nicht] gesehen hat, grundlos aufgebläht von dem Sinn seines Fleisches

Kol 2,19 und nicht festhaltend das Haupt, aus dem der ganze Leib, durch die Gelenke und Bänder unterstützt und zusammengefügt, das Wachstum Gottes wächst.

1. Petr 2,4 Zu welchem kommend, als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar,

1. Petr 2,5 werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut, ein geistliches Haus, zu einer heiligen Priesterschaft, um darzubringen geistliche Schlachtopfer, Gott wohlangenehm durch Jesus Christus.

1. Petr 2,6 Denn es ist in der Schrift enthalten: „Siehe, ich lege in Zion einen Eckstein, einen auserwählten, kostbaren; und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.“

1. Petr 2,7 Euch nun, den Glaubenden, ist die Kostbarkeit; den Ungläubigen aber: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden“,

1. Petr 2,8 und „ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“ – die sich, da sie nicht gehorsam sind, an dem Wort stoßen, wozu sie auch gesetzt worden sind.

1. Petr 2,9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;