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Kopfbedeckung der Schwestern beim Beten

Die Bedeckung der Frau beim Beten, ein Privileg welches der Mann nicht hat.

Nur Tradition oder geistlicher Schatz? Die Bedeckung der Frau beim Gebet, eine biblische Betrachtung.

E
ntgegen der falschen Behauptung die Bedeckung der Frau sei nur von Paulus gelehrt im Kontext damaliger Kultur oder 1 Korinther 11 sei
sogar eine Rede des Paulus gegen die Bedeckung beim Beten hier eine kleine Betrachtung in der ich mich strikt an den Text halten möchte.
Nirgends steht dass es eine Sitte war dass die Christen damals ihr Haupt bedeckten und NIRGENDS steht dass Paulus dagegen ankämpfte
Solche Auslegungen nenne ich das Wort Gottes vergewaltigen bis es meinen Vorstellungen entspricht und es ist
FALSCH!

Als erstes sind die Korinther KEINE JUDEN! bzw. eine jüdische Gemeinde!
Zweitens sind Christen nicht unter Gesetz!
Drittens steht genau von Paulus beschrieben warum die Frau sich beim BETEN BEDECKEN SOLL!!!!

Nicht dass Paulus dagegen ankämpft
WO? STEHT DAS? Nirgends! Wer so lehrt, hat definitiv nicht die geistliche Bedeutung der Bedeckung beim Beten der Frau verstanden.
Wobei es doch so leicht ist zu verstehen
Paulus sagt:

1Ko 11:1 Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich Christi.
1Ko 11:2 Ich lobe euch aber, daß ihr in allem meiner eingedenk seid und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet.
1Ko 11:3 Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.
AHA!
Es geht um die Ordnung in der Schöpfung, diese Ordnung die immer auf den Herrn JESUS hinführt. Paulus setzt also bereits hier voraus dass die Korinther das wussten,
er wollte sie nur daran erinnern. DAS WAR NIX NEUES! FESTHALTET! also hatten sie es schon. Aber die Situation in Korinth war von allerlei Irrlehren beeinflusst.
Dann erklärt Paulus im VERGLEICH mit ihrem langen Haar die Bedeutung der Kopfbedeckung beim Beten.
Bleiben wir eng beim Text


Paulus sagt über den Mann

1Ko 11:7 Denn der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit.
SOLL NICHT WEIL!!!!
ABER Der Mann ist WAS?
Das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt des Mannes.
Es geht hier um die geistliche Bedeutung der Schöpfungsordnung und klar nicht um Traditionen.

Ähnliches kann man in Epheser 5 nachlesen in Bezug auf die EHE und die Gemeinde Christi.
______________

Paulus schreibt weiter
1Ko 11:8 Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne;
1Ko 11:9 denn der Mann wurde auch nicht um des Weibes willen geschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen.
AHA!

Die Frau wurde also wegen des Mannes geschaffen ( siehe 1 Mose 2 )
DARUM!!!!!! also Warum? in Bezug auf die Stellung der Frau in der Schöpfungsordnung
1Ko 11:10 Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupte haben, um der Engel willen.
Warum?
Weil der Mann was Besseres ist?
NEIN, aber als Zeugnis für die ENGEL!!!!! Ein Zeichen der Macht sogar

Macht = Exusia= Vollmacht, Recht oder Macht. Also ist es ein Zeugnis mit dem sie vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt der Engel bezeugt dass sie sich dem HERRN unterordnet und die Ordnung Gottes anerkennt
NICHTS, aber auch gar nichts kann man hier mit Tradition erklären.
Paulus sagt dann
1Ko 11:11 Dennoch ist weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib im Herrn.1Ko 11:12 Denn gleichwie das Weib vom Manne ist, also ist auch der Mann durch das Weib; alles aber von Gott.
Das zeigt also klar dass es hier nicht um eine Wertigkeit Mann---Frau geht sondern beide vor Gott gleich viel wert sind.
Es geht um Geistliche Dinge.
____________

Petrus schreibt in einem ersten Brief
1Pe 1:12 welchen es geoffenbart wurde, daß sie nicht für sich selbst, sondern für euch die Dinge bedienten, die euch jetzt verkündigt worden sind durch die,
welche euch das Evangelium gepredigt haben durch den vom Himmel gesandten Heiligen Geist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.
Engel schauen also in die Gemeinde um an dem Verhalten der Gläubigen zu erforschen wie der Heilsplan Gottes ist.
Am Verhalten der Gläubigen!
_________________

Die Kopfbedeckung der Frau beim Beten ist nicht eine Tradition und nirgends hat Paulus einen Kampf damit diese abzuschaffen, sondern die Korinther hatten Belehrung nötig was die Kopfbedeckung bedeutet.
Wie sie in manchen Dingen wieder Belehrung nötig hatten.

Nun ist jede Frau vor der Entscheidung
Gibt sie diese Zeugnis oder gibt sie es nicht. Es ist ein Akt des Gehorsams und auch ein Ablegen von Stolz, dem Stolz des Feminismus den verdeckt viele Prediger unterstützen die die Bedeckung der Frau mit Tradition erklären statt die Bibel wörtlich zu nehmen.
Die Entscheidung zum Gehorsam muss jede Frau selber treffen aber mache keinen Fehler
WIR KÖNNEN DEN HERRN NICHT ÜBERRASCHEN
Er kennt unser Herz und wir sollten aus Liebe zu ihm wenigstens ehrlich sein
Ja Herr ich habe hier und da ein Problem mit Gehorsam, ich will es dir nicht verheimlichen sondern offen darlegen.
Gib mir Kraft mich verändern zu lassen und die Weisheit dazu.......Könnte ein Gebet hierzu sein. In der heutigen zeit um so mehr wird dies oft und zunehmend nicht verstanden und Gott zwingt hier niemand, aber diese Dinge zu erkennen ist eine Gnade u

Gefunden im WEB, Klaus T.

Für das selbständige Bibelstudium noch einige weitere Hinzufügungen [(David K. Lowery)]

Wenn ein Mann öffentlich laut betet oder prophetisch redet und eine Offenbarung Gottes kundtut (vgl. 1Kor 12, 10 ), soll er sein Haupt unbedeckt lassen,
um nicht sich selbst und sein geistliches Haupt , Christus, zu entehren (V. 3 ).


Wenn es auch nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann, deuten doch viele Belege darauf hin, daß sowohl in der jüdischen
(Mishnah, Ketuboth 7. 6; babylonischer Talmud, Ketuboth 72 a - b) als auch in der gräco-romanischen Kultur des 1. Jahrhunderts
(Plutarch, Moralia 3.232 c; 4. 267 b; Apuleius, Der goldene Esel 11. 10) die Frau in der Öffentlichkeit ihr Haupt bedeckt tragen mußte.
Die Art und Weise, wie diese Forderung erfüllt wurde (Ovid, Liebeskunst 3:135-65), war zwar sehr unterschiedlich, doch gewöhnlich scheint ein
Teil des Übergewands wie eine Kapuze über den Kopf gezogen worden zu sein.


Es hat den Anschein, daß die korinthische Parole "alles ist erlaubt" auch in den Gemeinde Versammlungen dominierte.
Offensichtlich hatten sich auch die Korintherinnen dieses Prinzip zu eigen gemacht und die sie als Frauen kennzeichnenden Kopfbedeckungen abgelegt.
Wichtiger ist jedoch, daß sie offenbar auch gegen ihre untergeordnete Stellung innerhalb der Gemeinde (und vielleicht auch in der Gesellschaft)
und damit gegen jedes kulturelle Symbol (z. B. die Kopfbedeckung), in dem sich diese Unterordnung äußerte, aufbegehrten.
Nach Paulus ist die Ablegung der Kopfbedeckung jedoch nicht etwa ein Ausdruck der Befreiung, sondern eine Herabwürdigung ihrer selbst.
Ebensogut könnten sie sich die Haare scheren - damals ein Zeichen der Schande (Aristophanes, Thesmophoriazysae 837) -,
denn mit ihrem unbedeckten Kopf entehren sie sich selbst und ihr geistliches Oberhaupt, den Mann.




Der Mann dagegen soll sein Haupt nicht bedeckt tragen, denn er ist Gottes Bild und Abglanz .
Paulus begründet seine Entscheidung mit 1Mo 1,26-27 . Der Abglanz und das Bild einer Frau (bzw. Ehefrau) ergänzt das des Mannes (V. 9 ),
doch sie leitet sich nicht von Gott, sondern vom Mann (ihrem Ehemann) ab ( 1Kor 11,8 ).
Der Mann ist also der bevollmächtigte Vertreter Gottes, der in der Frau einen ihm von Gott geschenkten Bundesgenossen findet ( 1Mo 2,18-24 ).
In diesem Sinn ist eine Frau des Mannes - ihres Ehemannes - Abglanz.
Wenn eine verheiratete Frau diese Rolle preisgibt, gibt sie auch ihren Abglanz preis,
und für Paulus ist das unbedeckte Haupt einer Frau der symbolische Ausdruck einer solchen Verweigerung.



Doch der Apostel nennt noch einen dritten Grund (der erste war die göttliche Ordnung
- Gott, Christus, Mann, Frau, V. 3-6 ;
der zweite die Schöpfung, V. 7-9 ), warum eine Frau sich in der Gemeinde unterordnen soll:
Die Gemeinde wird von Engeln beobachtet ( 1Kor 4,9; Eph 3,10; 1Tim 5,21; vgl. Ps 103,20-21 ).
Wenn eine Frau ihre Freiheit also so Versteht, daß sie in der Gemeinde ihren Kopf nicht mehr bedecken muß, d. h., wenn sie das Zeichen ihrer Macht (exousia ,
ein Freiheitsbegriff, vgl. 1Kor 7,37; 8,9; 9,4-6.12.18 ) ablegt, so bedeutet das, die Weisheit Gottes ( Eph 3,10 ) in Mißkredit zu bringen.

Es sind noch andere (allerdings weniger glaubhafte) Erklärungen für die Wendung "um der Engel willen" vorgeschlagen worden:
(a) böse Geister gelüstet nach den Frauen in der korinthischen Gemeinde;
(b) Engel sind Botschafter, d. h. Hirten;
(c) gute Engel lernen von den Frauen; (d) gute Engel sind ein Vorbild der Unterordnung;
(e) gute Engel werden durch die Insubordination der Frauen in Versuchung geführt.

Da noch etwas von Bruder Briem, aus dem Klassiker zum Thema: "

Mann und Weib schuf Er sie"

 

Einleitung

 

Wir leben in ernsten Tagen, den letzten Tagen der Gnadenzeit. Aus Gottes Wort wissen wir, daß "in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden" (2. Tim. 3, 1). Grund und Ursache für diese schwe­ren Zeiten sind nicht in dem äußeren, sichtbaren Bereich zu suchen, sondern in dem inneren, sittlichen Zustand: "Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heil­los, ohne natürliche Liebe..." Also nicht deswegen bezeichnet Gott die Zeiten, in denen wir leben, als "schwer", weil die Gefahr eines Krieges, vielleicht eines Atomkrieges, oder eines Zusammenbruchs der Wirtschaft besteht, sondern weil der sittliche Zustand der Menschen, die ein christliches Be­kenntnis haben, so erschreckend tief ist und sie sich von Prinzipien leiten lassen, die völlig ungött­lich sind.

 

Hinter diesen Grundsätzen, die heute die Welt re­gieren, steht eine machtvolle Persönlichkeit  Sa­tan, der Widersacher Gottes und des Menschen. Gottes Wort nennt ihn den "Gott dieser Welt" und den "Fürsten dieser Welt". Als "Weltbeherrscher dieser Finsternis" läßt er nichts unversucht, das, was von Gott und Seinem Christus noch in dieser Welt zu sehen ist, zu unterhöhlen und zu zerstören. Dabei müssen wir uns darüber klar sein, daß er nicht das äußere Erscheinungsbild zu verändern, ja zu verderben sucht, sondern daß er es in erster Linie darauf abgesehen hat, göttliche Grundsätze beiseite zusetzen und sie durch die seinen zu ersetzen. Ist z. B. das "königliche Gebot" Gottes: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Jak. 2, 8), so sagt er: "Suche deinen eigenen Vorteil." Wir ahnen anhand dieses Beispiels, wie schwerwiegend, tiefgreifend solche Unterschiede in den inneren Grundsätzen sind und wie völlig verschieden sie das äußere Verhalten und Erscheinungsbild prägen werden. Wir müssen lernen, uns in der Beurteilung, ob eine Sache gut oder schlecht ist, nicht so sehr von der äußeren Erscheinungsform leiten zu lassen, ob sie uns gefällt oder nicht (der Teufel weiß, die Dinge dem Geschmack der Menschen anzupassen, er hat eine sechstausendjährige Erfahrung darin), sondern die dahinterstehenden inneren Grundsätze zu erkennen, ob sie von Gott oder Seinem Widersacher sind. Ein Gott wohlgefälliges Verhalten können wir nur dann glaubhaft an den Tag legen, wenn uns nicht die Grundsätze der Welt, sondern allein göttliche Grundsätze leiten.

 

Das Gesagte fest im Auge behaltend, möchten wir uns im Nachfolgenden mit der Stellung von Mann und Frau nach den Gedanken Gottes beschäftigen ‑ einem Gegenstand, der das besondere Angriffsziel des Feindes in unseren Tagen ist und der selbst von wahren Kindern Gottes oft nicht ernst genug genommen wird. Wie gut indessen, daß wir auch in dieser Frage nicht auf den Treibsand menschlicher Meinungen bauen müssen, sondern das untrügliche Wort Gottes als sichere Grundlage und Autorität haben, dem wir allerdings mit Glauben und Gehorsam begegnen müssen, wollen wir es wirklich verstehen und Nutzen daraus ziehen. "Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist", hat der Herr Jesus einmal den Juden gesagt (Joh. 7,17), und das Wort gilt unverändert auch heute noch.

 

Um die Wichtigkeit und Autorität der Aussagen der Heiligen Schrift zu unterstreichen, möchten wir noch bemerken, daß wir alle ‑ Leser wie Schreiber dieser Zellen ‑ Kinder unserer Tage, d. h. von dem Geist unserer Tage mehr oder weniger stark geprägt sind. Oft merken wir gar nicht mehr, daß wir in einem Punkt, einer Verhaltensweise beispielsweise, falsch liegen, weil sich die Veränderung so langsam und damit unbemerkt vollzogen hat oder weil wir die Dinge überall um uns her sehen und uns schließlich daran gewöhnt haben. Dem Verfasser ging es häufig so, daß er, wenn er im Ruhrgebiet aus dem Zug stieg, die schlechte, rauchige Luft wahrnahm, die es da zum Atmen gab. Aber es dauerte nicht lange, ein oder zwei Tage, dann verspürte er nichts mehr davon. Man kann sich eben auch an schlechte Luft gewöhnen! Das gilt auch für schlechte geistige Luft. Wie gut ist es dann und welch ein Segen, daß wir die reine Luft des Wortes Gottes atmen dürfen, das immer der unveränderba­re Maßstab ist und bleibt! Gottes Gedanken bleiben immer dieselben ‑ auch in der uns beschäftigen­den Frage, welche Stellung der Mann und die Frau jeweils hier einnehmen sollen. Die Welt spricht von Gleichstellung der Geschlechter, Gott auch?

 

Wir werden finden, daß alle Dinge nur schön und gut sind, wenn sie an dem Platz bleiben, an den Gott sie gestellt hat.

 

 Die Ordnung Gottes in der Schöpfung

 

Natürliche Beziehungen

Nicht Seiten begegnet man dem Gedanken, daß die sichtbare Schöpfung Gottes jetzt, da Er auf dem Boden der Erlösung eine neue Schöpfung gemacht hat (2. Kor. 5, 17), gleichsam überholt und für den Christen ohne Belang ist. Das aber ist ganz und gar nicht der Fall. Wiederholt kommt Gott, wenn es um eine Korrektur der Verhaltensweise der Seinigen geht, auf anfängliche Grundsätze zurück, die Er von Anfang an in Seiner ersten Schöpfung niedergelegt hat. Diese Grundsätze, diese natürlichen Beziehun­gen, die Bestandteil Seiner ersten Schöpfung sind, bleiben für den Christen solange bindend und be­stimmend, wie er selbst in dieser Schöpfung lebt, d. h. auf Erden ist.

 

Aus Gottes Wort wird nun klar ersichtlich, daß Satan, wenn er den Irrtum einführt, immer die Anfangsgrundsätze der Schöpfung verletzt und mißachtet. Es war sicherlich einer seiner raffiniertesten Schachzüge, den Christen unter dem Vorwand höherer Geistlichkeit einzuflüstern, daß die natürli­chen Beziehungen für sie, die in höhere Beziehun­gen in Christo gekommen waren, nicht mehr von Bedeutung wären. Auf den ersten Blick klingt das auch ganz logisch und einsichtsvoll, und so kam es, daß selbst wahre Gläubige, entweder durch den menschlichen Hochmut oder die menschliche Ei­genliebe genährt, dem falschen Gedanken Satans Gehör gaben und die natürlichen Beziehungen, in die sie der Schöpfer Gott gestellt hatte, mißachteten oder wenigstens vernachlässigten. Gott tritt dem im Neuen Testament entschieden entgegen und ermahnt, die Ehe zu achten; die Speisen, die Er geschaffen hat, mit Danksagung anzunehmen, statt sich dem Asketentum hinzugeben. Er ermahnt die Kinder, ihren Eltern gehorsam zu sein. Er ermahnt die Gläubigen, ihre Witwen zu versorgen und zu eh­ren; und Er will auch, daß Seine Kinder den obrig­keitlichen Gewalten unterworfen sind. Diese flüch­tig hingeworfenen Beispiele machen deutlich, daß wir die von Gott geschaffenen natürlichen Bezie­hungen, selbst wenn sie in gewissem Maß durch die Sünde in Mitleidenschaft gezogen worden sind, aufrechterhalten sollen, gerade wenn und weil wir Seine Kinder sind.

 

Drei Häupter

Nun scheint es, daß sich auch in der Versammlung zu Korinth ungute Praktiken eingeschlichen hatten, und man gewinnt den Eindruck, daß besonders die christlichen Frauen dort eine Freizügigkeit und ein Betragen an den Tag legten, die Gottes Gedanken zuwider waren. Um diesem Fehlverhalten entge­genzutreten, zeigt uns der Heilige Geist in den er­sten Versen von 1. Korinther 11, daß Gott in Seiner Schöpfung eine klare Ordnung oder Rangfolge niedergelegt hat, die zu kennen und zu beachten von äußerster Wichtigkeit ist.

 

So lesen wir dort: "Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott." Dieser Vers zeigt uns, daß es auf der Er­de eine relative, von Gott festgesetzte Ordnung gibt, die wir in absteigender Linie folgendermaßen wie­dergeben , können:

 

Christus hat ein Haupt über Sich: Gott; der Mann hat ein Haupt über sich: Christus, das Weib hat ein Haupt über sich: den Mann.

 

So werden uns hier drei Häupter vorgestellt, und wir wollen mit Gottes Hilfe versuchen, die Bedeutung hiervon zu verstehen. Es mag uns befremden, daß auch der Herr Jesus ein Haupt über Sich hat. Aber wir müssen bedenken, daß wir hier die Ordnung Gottes in der Schöpfung vor uns haben und uns da­her der Herr Jesus nicht in Seiner wesenseigenen Gottheit vorgestellt wird. Obwohl nicht Geschöpf, so nahm Er als Mensch auf Erden doch in wunder­barer Gnade die Stellung der Unterwürfigkeit unter Gott ein und nannte Ihn "mein Gott“. Jesaja hatte von Ihm als dem Knecht Jehovas geweissagt, daß Er sich jeden Morgen von Jehova das Ohr öffnen lassen würde; Er würde Jehova zu Seinem Haupt machen und nur Seinen Willen tun. Der Herr Jesus war auf Erden stets der vollkommen von Gott Ab­hängige, und Gott konnte von Ihm sagen: "Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an welchem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat“ (Matth. 12,18). Er war und ist der vollkommene Diener des Willens Gottes. Wie anbetungswürdig ist es, daß der Herr Jesus, obwohl selbst Gott, freiwillig diese Stellung der Abhängigkeit einnahm und im­mer einnehmen wird (l. Kor. 15, 28)!

 

Aber wenn der Herr Jesus als Mensch in Seine ei­gene Schöpfung eintrat, so nahm Er notwendiger­weise den ersten Platz, den Platz der Vorrangstel­lung, in ihr ein. Die Schrift bezeichnet Ihn deswegen als den "Erstgeborenen aller Schöpfung" (Kol. 1, 15). Diese einzigartige Vorrangstellung fließt aus Seiner wesenseigenen Herrlichkeit hervor: Er ist der Erstgeborene aller Schöpfung, weil Er ihr Schöpfer ist. Der Herr Jesus nimmt also als Mensch den ersten Platz in der Schöpfung ein, und so ist Er auch das Haupt eines jeden Mannes. So wie Chri­stus als Mensch all Seine Weisungen von Seinem Haupt ‑ von Seinem Gott ‑ empfing, so kann auch der Mann (das griechische Wort bedeutet nicht "Mensch", sondern "Mann" im Gegensatz zur Frau) nicht einfach tun und lassen, was er will, sondern er ist verantwortlich, seine Weisungen von Christus, seinem Haupt, zu beziehen und zu befolgen. Wie wenig, ja erschütternd wenig, beachten es die "Männer", daß sie ein Haupt über sich haben! Der Herr Jesus hat den ganzen Acker und damit auch sie erkauft (Matth. 13, 44; 2. Petr. 2, 1), und sie ge­hören Ihm. Einst war Adam das natürliche Haupt ei­nes jeden Mannes, jetzt aber ist es Christus kraft der durch Ihn vollbrachten Erlösung. Gewiß ist Er auch das Haupt des Leibes, der Versammlung, aber das ist hier nicht der Gedanke. In der Schöp­fungsordnung Gottes ist der Herr Jesus das Haupt eines jeden Mannes, sie alle gehören Ihm; und wenn sie Ihm nicht gehorchen, so wird Er sie demgemäß richten.

 

Aber dann haben wir noch ein drittes Haupt in der Ordnung Gottes für Seine Schöpfung: der Mann ist Haupt des Weibes. Als Gott den Menschen schuf, da schuf Er sie "Mann und Weib". Er machte sie ver­schieden, obwohl einander entsprechend. Adam wurde jedoch zuerst gebildet, danach Eva, betont die Schrift in 1. Tim. 2,13. Und in 1. Kor. 11, 8.9 wird dieser Gedanke noch erweitert und gesagt: "Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne; denn der Mann wurde auch nicht um des Weibes willen geschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen." Aus diesen Worten wird die Vorrangstellung des Mannes gegenüber der Frau deutlich und begründet. Dennoch, wird ein wenig später hinzugefügt, ist weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib im Herrn; aber das ändert nichts an der Tatsache, daß der Schöpfer die Frau dem Mann unterordnete und daß Er den Mann als Mann und die Frau als Frau schuf.

Die Frau soll nach dem Willen Gottes ihre Weisun­gen von ihrem Haupt erhalten und nicht umgekehrt.

 

Der Charakter der Ordnung Gottes

Gegen kaum einen Grundsatz ist Satan heftiger und mit mehr Erfolg Sturm gelaufen als gegen diesen. Dabei ist es nicht nur bezeichnend, sondern er­schreckend, daß er mit seiner "Emanzipation" nir­gends mehr Gehör fand als in den sogenannten christlichen Ländern.

 

Ehe wir im folgenden auf einige praktische Schlußfolgerungen aus der Schöpfungsordnung Gottes eingehen, möchten wir noch einmal auf den eigent­lichen Charakter dieser Ordnung zu sprechen kommen und damit gewissen falschen Vor‑ oder Einstellungen entgegenwirken. Diese Schöpfungs­ordnung Gottes bezeichnet nicht eine Rangfolge in der Wertigkeit, sondern in der auszuübenden Macht. Das bedeutet mit anderen Worten  und wir bleiben bei dem Verhältnis von Mann und Frau , daß der Mann in keiner Weise irgendwie mehr wert wäre als die Frau. Das entnimmt man zwar vielfach den obigen Worten, aber es ist falsch. Wenn die Frau nach den Gedanken Gottes einen Platz der Unterordnung unter den Mann hat und ihn prak­tisch einnehmen soll, ist diese untergeordnete Stel­lung eine minderwertige Stellung? Durchaus nicht! Hat nicht der Herr Jesus als Mensch auf Erden den tiefsten Platz, den Platz vollkommener Abhängigkeit und Niedrigkeit eingenommen? Und war dieser Platz ein minderwertiger? Ganz im Gegenteil! Welche sittlichen Herrlichkeiten sehen wir bei Ihm  gerade in Seiner vollkommenen Menschheit hervorstrahlend! Nein, das ist kein minderwertiger Platz, den Gott der Frau angewiesen hat.

 

Der Verfasser zögert nicht zu behaupten, daß die Stellung der Frau eine innigere, intimere ist als die des Mannes. Jemand hat nicht unzutreffend den Mann als das Haupt und die Frau als das Herz des menschlichen Geschlechts bezeichnet. Es ist si­cher nicht das Schlechteste, das "Herz" zu sein. Es ist nicht Gegenstand dieser Zeilen, die kostbaren Aufgaben und Tätigkeiten der gläubigen Frauen im Alten und im Neuen Testament aufzuzeigen  es wäre in der Tat der Mühe wert. Auch fiele es uns nicht schwer, Beispiele aus dem Alten und Neuen Testament dafür anzuführen, daß Frauen geistli­cher sein können als Männer. Uns ging es hier nur darum aufzuzeigen, daß die Frau nicht von gerin­gerem Wert ist als der Mann, daß aber in der Machtordnung Gottes für den Menschen der Mann über der Frau steht. "In Christo" ist sowieso nicht "Mann und Weib" (Gal. 3,28), und die Schwester ist ebenso Priester wie der Bruder. Aber solange wir auf der Erde sind, will Gott, daß wir Seine Ordnung aufrechthalten, wenn auch andere es nicht tun mö­gen. Damit wollen wir zu einigen praktischen Fra­gen übergehen, die mit dem bisher Gesehenen in engem Zusammenhang stehen.

 

 Über das Gebet von Mann und Frau

 

Beten und Weissagen

Wir kommen nun zu einem Gegenstand von großer praktischer Bedeutung ‑ dem öffentlichen Gebet. Grundsätzlich ist es das Vorrecht eines jeden Gläu­bigen, ob Mann oder Frau, sich persönlich im Ge­bet zu Gott zu wenden. Dieser persönliche Umgang mit Gott im Gebet, zu dem wir an vielen Stellen des Wortes Gottes ermuntert werden, kann an Bedeu­tung und Wichtigkeit für die Seele kaum über­schätzt werden; er gleicht dem Atmen der Seele. Es gibt wohl keinen wichtigeren und zugleich auch un­gefährlicheren Dienst als das persönliche Verhar­ren im Gebet für andere, und dieser Dienst steht je­dem Kinde Gottes offen, ob es alt oder jung, ob es mehr oder weniger begabt, ob es männlichen oder weiblichen Geschlechts ist  jeder darf sich im Ge­bet für andere verwenden. Ach, täten wir es nur mehr!

 

Unser Gegenstand indessen ist nicht das persönliche Gebet im Verborgenen, sondern wir wollen uns heute mit dem Gebet beschäftigen, das einen mehr öffentlichen Charakter trägt, und wir werden finden, daß es da gewisse Dinge zu beobachten gilt und daß die Schwester nicht dieselben Vorrechte hat wie der Bruder, sondern gewissen Einschränkun­gen unterliegt. Da der erste Abschnitt von 1. Kor. 11 eine Fülle von Belehrungen zu unserem Thema ent­hält und wir im folgenden darauf mit der Hilfe des Herrn eingehen wollen, möchten wir eine allgemei­ne Bemerkung über ihn voranstellen: Die ersten sechzehn Verse von 1. Korinther 11 beziehen sich nicht auf das, was geschieht oder geschehen soll, wenn wir versammelt sind. Die Belehrungen dar­über beginnen erst mit Vers 17, wie die Worte "zu­sammenkommen" (V. 17), "als Versammlung zu­sammenkommen" (V. 18) usw. deutlich machen. Wir werden sogleich die Wichtigkeit dieser Bemer­kung wahrnehmen.

 

Jeder Mann, der betet oder weissagt, indem er et­was auf dem Haupte hat, entehrt sein Haupt. Jedes Weib aber, das betet oder weissagt mit unbedeck­tem Haupte, entehrt ihr Haupt; denn es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren wäre." Zuerst wollen wir uns die Frage stellen, was mit "beten" und "weissagen" gemeint ist. Aus dem vierzehnten Kapitel unseres Briefes erfahren wir, daß, wer weis­sagt, "den Menschen zur Erbauung und Ermah­nung und Tröstung redet" (V. 3). In jenen Anfangs­tagen des christlichen Zeugnisses, als das Wort Gottes noch nicht vollendet war, bedeutete Weissa­gen oft Reden mit vom Geist inspirierten Worten. Für uns heute ist es das Reden von Gott her zu den Menschen, wobei ihrem sittlichen Zustand genau entsprochen wird und sie dadurch erbaut und er­mahnt und getröstet werden.

Nun glauben wir, daß "Beten" in unserem Vers nicht das verborgene, persönliche Gebet, sondern ein hörbares Beten vor den Ohren anderer bedeutet. "Weissagen" trägt einen gewissen öffentlichen Charakter, es geschieht vor anderen, vor "den Men­schen" (Kap. 14, 3), und das ist sicherlich genauso mit dem hier gemeinten "Beten". Wir können nicht annehmen, daß Gott zwei so ungleiche Dinge wie das verborgene Gebet und das öffentliche Weissa­gen auf diese Weise miteinander verbindet und "betet oder weissagt" sagt.

 

Beten und Weissagen ist nicht allein Vorrecht der Männer, wie uns das Beispiel der Töchter des Philippus in Apostelgeschichte 21 zeigt: Sie "weissag­ten". Das bedeutet nicht, daß sie "lehrten", sondern vielmehr, daß sie mit inspirierten Worten redeten. Sie übten diese Gabe zweifellos nicht in der Ver­sammlung aus, sondern wahrscheinlich zu Hause. Damit stand die Ausübung ihrer Gabe keineswegs im Widerspruch zu der Anweisung des Herrn in 1. Korinther 14, 34, wo wir lesen: "Eure Weiber sol­len schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterwürfig zu sein, wie auch das Gesetz sagt." Das unter­streicht die Wichtigkeit der vorher gemachten Be­merkung, daß, wenn in 1. Kor. 11, 4 ff. von "beten" und "weissagen" die Rede ist, nicht das Zusam­menkommen als Versammlung im Blickfeld des heiligen Schreibers ist. Auch der fünfte Vers in unserem Kapitel macht, ebenso wie Apostg. 21, deut­lich, daß Schwestern durchaus vor anderen beten oder weissagen können, aber sie haben dazu nicht dieselbe uneingeschränkte Freiheit wie die Män­ner, wie wir gleich noch sehen werden. An welche Beispiele wir denken, wenn wir von dem Beten ei­ner Schwester vor anderen sprechen? Nun, kann eine Schwester nicht mit ihren eigenen oder frem­den Kindern beten? Kann sie nicht bei bestimmten Anlässen mit anderen Schwestern beten? Ganz gewiß ist dies das Vorrecht auch der Schwestern, ganz gewiß kann eine Schwester auch heute noch anderen Frauen gegenüber weissagen, aber dann, sagt der Heilige Geist durch Paulus, "laß sie sich bedecken".

 

Über das Bedecken des Hauptes

Viele Gläubige nehmen leider die Sache mit dem Bedecken des Hauptes beim Beten oder Weissa­gen nicht sehr ernst und tun sie als eine geringfügi­ge Äußerlichkeit ab. Aber für Gott ist sie sehr ernst, wie dieser ganze Abschnitt klarmacht: Die ganze Ordnung Gottes in der Schöpfung wird sozusagen "bemüht", um die Frage zu klären, ob eine Frau beim Beten ihr Haupt bedecken soll. Die von bösen Geistern inspirierten Frauen jener Tage hatten die Gewohnheit, ihr Haare wild herumwehen zu lassen; aber das sollte bei dem christlichen Weibe nicht so sein. Sie sollte sich bedecken. Hinter diesem un­scheinbar wirkenden äußeren Zeichen verbergen sich eben in den Augen Gottes wichtige göttliche Grundsätze, und wir können uns diese Tatsache, die uns immer wieder im Wort Gottes begegnet, nicht ernst genug vor die Seele stellen. Wir müssen lernen, die Dinge so zu sehen, wie Gott sie sieht; und Gott sieht nun einmal hinter manchen Äußer­lichkeiten" Grundsätze, seien sie gut oder böse. Um nur noch ein Beispiel hierfür zu nennen: Wenn je­mand einen Irrlehrer (äußerlich) grüßt, nimmt er in Seinen Augen an dessen bösen Werken teil (2. Joh. 10. 11). So kann man durch einen bloßen Gruß in Gemeinschaft mit Bösem kommen, das man selbst nicht tut. Andererseits drückt eine Schwester, die sich beim Beten oder Weissagen nicht bedeckt, aus, daß sie wie der Mann sein will. Vielleicht beab­sichtigte sie dies nicht, hatte daran auch nicht ge­dacht; aber gerade das tut sie, und so sehen es Gott und Seine Engel (V. 10).

 

"Der Mann freilich soll nicht das Haupt bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit" (V. 7), d. h., der Mann ist Gottes öffentlicher Repräsentant auf Erden, die Frau dagegen hat solch eine Stellung nicht, sondern sie ist des Mannes Herrlichkeit und wird in ihm gesehen. Der Mann würde sein Haupt, das ist Christus, entehren, wenn er beim Beten oder Weissagen etwas auf dem Kopf hätte. Er würde nämlich dadurch versäumen anzuerkennen, daß er nur Christus als Haupt über sich hat.

 

Praktisch nähme er dadurch den Platz des Weibes ein.

 

Umgekehrt ist es bei der Frau: Wenn sie unbedeckt zu Gott betet, entehrt sie ihr Haupt, das ist den Mann, indem sie die Stellung des Mannes ein­nimmt, die ihr nach der Ordnung Gottes nicht zu­kommt.

 

Wann oder bei welchen Gelegenheiten soll sie sich bedecken? Immer dann, so möchten wir antworten, wenn sie mit ihrem Handeln die Interessen oder die Stellung des Mannes tangiert (berührt). Normaler­weise dankt der Vater für Speise und Trank, wenn er mit der Familie zu einer Mahlzeit versammelt ist; denn er ist der Priester seines Hauses. Ist er aber abwesend, so kann und sollte die Mutter dies tun. Da sie dann aber die Stellung ihres Mannes ein­nimmt, sollte sie sich deswegen unbedingt bedecken und damit zum Ausdruck bringen, daß sie eine Macht, die Macht des Mannes, über sich anerkennt. Die Bedeckung ist also das Zeichen der Macht, un­ter der sie steht (V. 10). Durch das Bedecken sagt die Frau gleichsam: Ich bin selbst nicht Haupt; der Mann ist mein Haupt, und ich bin in Unterwürfigkeit. Sind übrigens unter den Kindern herangewachse­ne, gläubige Jungen, so wird sich die Mutter dar­über Gedanken machen, wann der Zeitpunkt ge­kommen ist, daß diese das Tischgebet überneh­men.

Eine weitere Gelegenheit bietet sich dann, wenn Schwestern miteinander zu Tisch sind und eine für die Speisen danken will. Sie darf das tun, aber sie sollte sich bedecken: Es ist ein öffentliches Gebet. Oder wenn eine Schwester eine Kranke besucht und ihr "geröstete Körner“ von der letzten Zusam­menkunft mitbringt, so ist es gut und angemessen, wenn sie sich bedeckt; kann es doch sein, daß sie dabei weissagt, indem sie einen geistlichen Dienst an der Seele der Kranken ausübt.

 

Sicher gibt es noch eine ganze Reihe von Gelegen­heiten, wo das Bedecken notwendig ist; aber wir möchten noch auf eine besondere zu sprechen kommen, die immer dann vorliegt, wenn wir als Versammlung zusammenkommen. Manche liebe Schwester hat Mühe, die Notwendigkeit der Bedeckung während des ganzen Zusammenkommens einzusehen. Aber was würde sie wohl denken, wenn sie die Brüder mit einer Kopfbedeckung da­sitzen sähe? Genauso ungeziemend ist es, wenn ei­ne Schwester unbedeckt den Zusammenkünften beiwohnt. Das "Tücher Schwenken", wie es einmal ein alter Diener des Herrn nannte, ist keine gute Sache. Doch warum ist ein Bedecktsein während der ganzen Stunde nötig? Zum einen, weil das zeitweilige Sich Bedecken  nur während der Zeit, da ge­betet wird  von der falschen Voraussetzung aus­geht, daß da die Schwester betet und sich deshalb bedecken muß. Wahr ist vielmehr, daß ein Bruder betet, er  nicht die Schwester  ist der Mund der Versammlung zu Gott. Gewiß betet die ganze Ver­sammlung, beten alle Geschwister mit, aber das "Mundstück" ist ein Bruder, er spricht die Danksagung. Zum anderen heißt es in Vers 10 unseres Kapitels: "um der Engel willen". Die Engel sind himmlische Betrachter der Gläubigen auf Erden, und das trifft ganz besonders zu, wenn sie als Versammlung zusammengekommen sind. Nach Epheser 3, 10 wird ihnen durch die Versammlung die gar mannigfaltige Weisheit Gottes kundgetan; d. h., wenn sie die Weisheit Gottes kennenlernen möchten, so be­trachten sie nicht länger die Schöpfung, sondern die Versammlung. Gott will nun, daß die himmli­schen Betrachter in der Versammlung die Einhal­tung Seiner Schöpfungsordnung wahrnehmen. Wenn daher die Engel eine Schwester unbedeckt in die Nähe des Herrn kommen sehen, dann sagen sie gleichsam: Diese Schwester will sein wie der Mann, sie will nicht den Platz der Unterwürfigkeit einneh­men. Gewiß hat die Schwester, ebenso wie der Bruder, mit heiligen Dingen zu tun, und sie ist  "in Christo"  wie der Bruder; aber "in der Versamm­lung" ist sie es nicht. Wir werden auf diesen Grund­satz in anderem Zusammenhang noch einmal zu­rückkommen.

 

Fassen wir diesen Punkt kurz zusammen: Die Engel sollen nicht Unordnung unter Christen, sollen nicht die "Herrlichkeit des Mannes" in der Versammlung

sehen. Deswegen soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben, d. i. das Zeichen der Unterwürfigkeit unter den Mann. Zweifellos spricht der Apostel nicht davon, dieses Zeichen zu aller Zeit zu tragen, "aber“, so hat einmal Bruder J.N.D. bemerkt, "ich glaube, daß es sehr lieblich wäre". Die ganze Belehrung hier betrifft die Ordnung und die Schicklichkeit. Eine Frau ist um so anziehender, je mehr sie sich verbirgt. Ach, daß wir alle dies doch mehr lernten, auch die Männer! Es ist die Herrlich­keit und Schönheit des Geschöpfs, sich zu verber­gen; und Gott hat Freude und Wohlgefallen daran, wenn Er diese Gesinnung bei uns findet, auch bei Seinem Diener.

 

Noch zwei Punkte möchten wir, dieses Thema ab­schließend, anfügen:

 

1. Das Sich Bedecken bezieht sich sowohl auf die verheiratete als auch auf die unverheiratete Frau. In diesem Abschnitt geht es um den Mann als solchen und um die Frau als solche. Wie wir schon im ersten Kapitel gesehen haben, steht die Frau grundsätzlich unter der Autorität des Mannes, was auch aus 4. Mose 30, 3 9 erhärtet wird: Das Gelübde einer Jungfrau, die noch in ihres Vaters Haus war, hatte nur Gültigkeit, wenn ihr Vater darin einwilligte. Ebenso verhielt es sich mit der verheirateten Frau: Ihr Mann mußte zu ihrem Gelübde seine Zustimmung geben, andernfalls besaß es keine Gültigkeit.

 

2. Wenn dem Weib langes Haar "anstatt eines Schleiers" gegeben ist, wie der Apostel in Vers 15 sagt, so macht das keineswegs die vorher gege­benen Anweisungen bezüglich des Kopfbedeckens ungültig. Langes Haar ist eine Ehre für die Frau, aber diese Ehre oder Herrlichkeit der Frau soll nicht in der Gegenwart Gottes gesehen wer­den. Deswegen: "So laß sie sich bedecken!"

 

Die arme, blinde Welt steht diesen Dingen ver­ständnislos, wenn nicht gar spöttelnd gegenüber; sie kann sie auch nicht verstehen, weil sie "geistlich beurteilt" werden. Wenn der Herr aber uns, den Seinigen, Licht über Seine Gedanken schenkt, so möge Er uns auch helfen, sie in die Tat umzusetzen und Ihn durch willigen Gehorsam, der aus der Liebe zu Ihm hervorfließt, zu verherrlichen!