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Offenbarung Gottes

Drei Wege der Offenbarung Gottes

Bibelstellen: Psalm 19,2; Röm 1,20; Johannes 1,14; Hebräer 1,1

Der Gedanke daran, dass Gott sich völlig offenbart hat, sollte uns immer wieder mit tiefer Dankbarkeit erfüllen. Gott, der in sich selbst glückselig ist, hätte das nicht nötig gehabt. Er hätte im Verborgenen bleiben können. Aber dann hätten wir seine große Liebe nie erfahren. Wir hätten auch nie etwas von seiner überschwänglichen Gnade und reichen Barmherzigkeit gewusst. Doch Gott sei Dank: Es hat ihm gefallen, sich uns Menschen zu offenbaren. Im Herrn Jesus hat Er uns sein ganzes Herz kundgetan (Joh 1,14.18).

Im Wesentlichen können wir drei verschiedene Wege unterscheiden, auf denen Gott sich offenbart hat: durch seine Schöpfung, durch sein Wort und durch die Person seines Sohnes. Diese drei Wege der Offenbarung Gottes wollen wir uns im Folgenden ein wenig näher ansehen:

Die Schöpfung

Der Schöpfer-Gott hat sich in seiner Schöpfung offenbart. Ob im Bereich des Makrokosmos oder im Bereich des Mikrokosmos – überall erkennen wir seine Schöpferherrlichkeit. „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände Werk.“ (Ps 19,1). „Das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit“ wird in dem Gemachten wahrgenommen (Röm 1,20). Die Schöpfung trägt die Handschrift des Schöpfers und lässt seine Allmacht und unendliche Weisheit erkennen.

Die Bibel

Gott hat sich in der Bibel offenbart. Das große Thema der Bibel ist Christus, den wir auf jeder ihrer Seiten finden. Die Bibel ist sozusagen der „geschriebene Christus“, durch den Gott sich völlig kundgetan hat. Sie stellt uns die Wahrheit in Bezug auf Gott, aber auch in Bezug auf uns selbst vor. Sie gibt Auskunft über das Woher, Wozu und Wohin des Menschen und zeigt uns Gottes Heilsgedanken in Bezug auf uns Menschen: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben, uns aber hat Gott es offenbart durch seinen Geist“ (1. Kor 2,9.10).

Jesus Christus

Gott hat zu früheren Zeiten immer wieder den einen oder anderen Wesenszug seiner herrlichen Person gezeigt. Aber es war immer nur eine teilweise und eingeschränkte Offenbarung seiner Person. In seinem Sohn Jesus Christus hat Gott sich schließlich vollkommen offenbart (Joh 1,14; Heb 1,1). Alle seine Wesenszüge sind im Herrn Jesus zu sehen, der der Abglanz seiner Herrlichkeit und der Abdruck seines Wesens ist (Heb 1,3). Der Herr Jesus ist das vollkommene Bild des unsichtbaren Gottes und konnte zu Recht sagen: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9; Kol 1,15).

Für uns heute ist die Offenbarung im Sohn, im Herrn Jesus, in Gottes Wort zu finden. Während des Lebens Jesu inmitten seines Volkes konnten diejenigen, die in der Umgebung des Sohnes Gottes lebten, Ihn direkt anschauen. Wir haben diese Offenbarung in seinem Wort. Dort lernen wir, dass der Sohn Gott vollkommen offenbart hat in seinem Wesen als Licht und Liebe. Außerhalb des Wortes gibt es keine Offenbarung der Person Jesus, die verlässlich und wahr ist. Auch deshalb lesen wir mit Freude und Gewinn Gottes Wort. Denn Christus ist der Mittelpunkt dieses Wortes.

Daniel Melui


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