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Offenbarung Kp 15 CAC

 

Offenbarung  Kapitel 15
Charles Andrew Coates
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Hier  haben wir die Einleitung zu einer Reihe
von Plagen, in denen der Grimm Gottes vollendet"
ist. Das Ausgiessen der den sieben Enkeln gegebenen
sieben goldenen Schalen ist die letzte Heimsuchung des
göttlichen Zorns vor der endgültigen Abrechnung mit
allem Bösen auf Erden.      Diese Gerichte kommen
besonders über die, die das Malzeichen des Tieres
haben, und über dessen Thron (Kapitel 16.2 u. 10): aber

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vor dem Hereinbrechen derselben sehen wir eine für
die Segnung gesicherte Schar.
        Das gläserne Meer, auf dem diese Schar steht,
 hat Beziehung zum gegossenen Meer des Tempels.
(1. Könige 7.23; 2. Chronika 4.2 ) die Priester hatten
ihre Hände und Füsse zu waschen, damit der heilige
Dienst Gottes durch keine Befleckung gehindert werde.
Das Wasser zur Reinigung ist jetzt unerlässlich. Das
gegossene Meer fasste 2000 Bath 1. Könige 7,26)
und stand auf zwölf Rindern, die nach Norden,
Westen, Süden und Osten schauten; das deutete auf
die Verwaltung sittlicher Reinigung für die ganze
Welt hin, sie war allen zugänglich, wo immer man
ihrer bedurfte.  Fühlen wir nicht, wie nötig eine
solche Fürsorge ist? Könnten wir uns mit Flecken
des Fleisches oder der Welt auf uns wohlfühlen? oder
könnten wir passend und frei sein für den Dienst
Gottes ohne sittliche Reinigung? Die Reinigung des
Waschbeckens geht weiter als die das Bewusstsein, dass
Gott uns vergeben hat; es handelt sich dabei um die
Beseitigung des sittlichen Schandflecks, den wir uns
zugezogen hatten. Dies kommt durch die Anwendung
des Todes Christie auf uns doch das Wort zustande,
das uns zum Selbstgericht führt, und dadurch, dass
wir das, was uns befleckt hat, in unserem Wandel
von uns weisen.

      Doch für die auf dem gläsernen Meer Stehenden
besteht hinfort keine Notwendigkeit zur sittlichen Rei-
nigung mehr.   Der Umstand, dass es mit Feuer
gemischt" ist, mag ein Gedenkeichen an das Feuer
der Prüfung sein, durch die Ihr Glaube gegangen ist;
aber sie hatten die Probe bestanden und waren zu

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Lob und Herrlichkeit und Ehre erfunden worden.
(1. Petrus 1.7) Und der kristalline Untergrund, auf
dem die Füsse dieser Siegreichen Heiligen standen,
redet vom dauernden Reinheit und Fleckenlosigkeit --
dort werden sie sich nie mehr eine Befleckung zuziehen.
         Sie haben "Hafen Gottes." Ihre Fähigkeit, zu
preisen, ist mannigfacher Art, sie umfasst viele Töne,
aber sie alle kommen durch Gottes Kraft zustande.
Harfen setzen auf Seiten derer, die sie gebrauchen,
Geschicklichkeit voraus, solche müssen fähig sein, die
verschiedenen Töne mit Einsicht hervorzubringen, damit
ein vollkommener Wohlklang entsteht. Wir
brauchen nicht zu denken, dass die Heiligen, von denen
hier die Rede ist, in dieser Hinsicht geschickter sind, als
ich die heiligen der Versammlung sein sollten. Paulus
war ein sehr geschickter geistlicher Tonkünstler; er
sagte: ich will lobsingen mit dem Geiste, aber ich will
auch lobsingen mit dem Verstande. (1. Korinther 14.15).
Viele Liter sind blosse menschlichen Gefühlsäusserungen,
sie entbehren der Kennzeichen der "Harfen
Gottes."  Ein geschickter Hafenspieler schlägt den
rechten Ton im rechten Augenblick an; und wie wichtig
ist das, wenn sich die Heiligen als Versammlung
zusammenfinden! Wir sollten es verstehen, den Ton
anzuschlagen, der in Einklang mit den jeweiligen
Bewegung steht, die der Geist in den Herzen hervorbringt,
so dass der Lobgesang aufrechterhalten und
weitergeführt wird. Sogar ein lieblicher Harfenton
kann einen Missklang erzeugen, wenn er zur unrechten
Zeit oder nicht im Einklang mit den übrigen Tönen
 angeschlagen wird!
        Die Hafensänger auf dem Gläsernen Meere
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"singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und
das Lied Lammes."  Wie Israel vor alters haben
sie eine göttliche Befreiung erfahren und sind imstande,
sie im  Gesang zu feiern. 2. Mose 15 und Offenbarung 15
geben uns den ersten und letzten Gesang in der
Heiligen Schrift, und dessen Gegenstand ist derselbe,
nämlich die Befreiung des Volkes Gottes doch göttliche
Macht, die sich auf die Erlösung doch Blut
gründet.   Seine grossen und wunderbaren Werke, die
Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit seiner Wege als
"König der Nationen" werden gefeiert; auf Harfen
Gottes können Sie das alles zum Ausdruck bringen.
Sie tun das was zu einer Zeit, wo das Tier die Weltherrschaft
an sich gerissen hatte, Ihnen jedoch ist Gott "der
König der Nationen".   Das ist ein weit mehr
umfassend Titel als der "König Israels, darin
tritt uns gegen, dass sich das Reich Gottes über die
ganze Welt erstreckt; und die Tatsache, dass ER
der, Herr, Gott, der Allmächtige, ist sichert  Seinen
schliesslichen Triumph über jeden Feind. "Heilig" in Vers
4 ist ein Wort, dass in Apostelgeschichte 13 Vers 34 mit
Barmherzigkeiten übersetzt ist, es erscheint von Heiligkeit
 in Verbindung mit den Gnadenwegen und dem Erbarmen
Gottes zu reden, ich werde in Apostelgeschichte 2.27 und 13.35 auf
Christum angewendet, wo ER  "dein Heiliger (oder
Barmherziger) genannt wird ---  Gottes Erbarmen ist ein
heiliges Erbarmen.

       Dann heisst es, "deine Gerechtigkeiten sind offenbar
geworden."     Diese Heiligen haben die schrecklichsten
Tage, die je auf Erden waren, durchgemacht, wahrscheinlich
sind sie ihres Zeugnisses halber geschlachtet
worden; doch sie sind im Stande zusammen zu sagen dass Gottes

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Gerechtigkeiten offenbar geworden sind, sie haben IHN
in jeder Einzelheit treu erfunden, treu jedem Worte,
das er geäussert hat. Sie haben zum Beispiel die Wahrheit
dessen, was in den Psalmen geschrieben steht,
erfahren, die ja im hohen Masse für heiligen geschrieben
wurden, die sich wie die in Tagen der Drangsal
befanden.   Sie werden durch die Übungen und Prüfungen
gegangen sein, die Psalmen in Blick auf
die Betrüger, Bedrücker  und die Täter der Gesetzlosigkeit
schildern, und dazu durch jene die den aller niederdrücken
und schwersten, Kummer ausmachen,
nämlich die durch das Bewusstsein der eigenen Sünde.
Dennoch hat sie sich Ihnen jedes Wort als wahr erwiesen,
das Gott den Glauben und der Hoffnung Seines
geprüften und unterdrückten Volkes zum Halt gegeben
hat.

Das sind Gottes "Gerechtigkeiten". Er ist
seinem Wort und seinem Volke immer treu
gewesen und wird es auch immer sein. Es ist unser
Vorrecht, Seine Treue jetzt zu kennen und sie zu
erfahren; alle die ihm vertrauen, werden das gewiss
lich erfahren. Das Wort: trachtet… zuerst nach
dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit"
(Mattheus  6.33) besagt, dass wir, wenn wir unter Gottes
Herrschaft kommen, erfahren werden, dass er durch-
aus so gut ist, wie  Sein Wort es uns sagt. Seine
"Gerechtigkeiten" treten uns im einzelnen entgegen,
da das Wort in der Mehrzahl steht; es handelt sich
um die unzähligen Offenbarungen seiner Treue.
Wer IHM vertrauen lernt und seine Treue unter
solchen Umständen, die unter der Herrschaft des
Tieres, erfährt, dem wird ein tiefer empfunden,

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inniger Ton in Lobgesang eigen sein, als ihn die
haben können, die nie durch solche Widerwertigkeiten
gegangen sind, wie zum Beispiel die im Tausendjährigen
Reich Geboren.   Für jedwedes Ungemach, das wir
erduldet, werden wir eine gerechte Belohnung empfangen.
Das tritt uns in Kapitel 20.4 entgegen, wo wir
diese Heiligen lebendig sehen und sie 1000 Jahre
 mit dem Christus herrschen.

       Dann wurde "der Tempel der Hütte des Zeugnisses
 in den Himmel geöffnet. In Kapitel 11
 wurde darin die Bundeslade gesehen (Vers 19) damit
 die Heiligen verständen, dass Gottes Bund der Segnung
in Christo im Himmel gesichert war; doch hier
handelt es sich lediglich um Gericht, und deshalb sehen
wir da keine Bundeslade.    Der Tempel wurde mit
Rauch erfüllt von der Herrlichkeit Gottes und von
seiner Macht.     Der Tempel wurde geöffnet, damit
die sieben Engel mit ihren "sieben plagen…, den
letzten", herauskommen konnten. Das Gericht ist
das letzte, wozu Gott greift; ER hält damit so lange
zurück bis ein weiterer Aufschub nicht mehr Erbarmen,
sondern Glückseligkeit gegen das gesetzlose Böse sein
würde. Gott kann unmöglich zulassen, dass die
Halsstarrigkeit und Verkehrtheit  seiner gefallen
Geschöpfe dauernd ungehinderten Fortgang nehmen.