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Offenbarung Kp 22 CAC

Seite 295

Aus dem Schlussverse des vorhergehenden Kapitels
ersehen wir, dass nur "die geschriebenen sind in dem
Buch des Lebens des Lammes" in die Stadt ein-
gehen. Nur die, von denen feststeht, dass sie Leben
haben, können eingehen, denn dort ist alles lebendig,
da ist die "Stadt des lebendigen Gottes" ist Hebräer 12.
22.)  Alles an Begehren, Übungen und Tätigkeit, was
lebendig ist und sich jetzt in den Heiligen hienieden
vorfindet, gehört der himmlischen Stadt an; denn
auch das Geringste vom Werke Gottes in den Heil-
ligen wird durch den "Geist des lebendigen Gottes"
gewirkt.   (2. Kor 3.3) Das Haus Gottes wird in
der gegenwärtigen Zeit "die Versammlung des leben-
digen Gottes genannt (1. Timotheus 3.15) Er ist daselbst
durch den in Seinen Heiligen wohnenden Geist
wirksam.
      Es besteht demnach gegenwärtig etwas, was der
heiligen Stadt entspricht, d.h. was in sittlicher Hin-
sicht die Stadt ist.   Wie könnte es in der "Stadt des
lebendigen Gottes" totes Formenwesen geben? Da-
selbst ist sicherlich kein Platz für etwas "Gemeines"

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und das, was Gräuel und Lüge tut! Die Erwä-
nung dessen verursacht viele Übungen, damit die leben-
dige Eigenart der Versammlung in allem gewahrt
werde. Die Neigung geht dahin, dass das, was einst
lebendig war, so toten Form wird, etwa wie ein einst
lebendiges Tier zu einer Versteinerung, die uns
wohl seine Form wiedergibt, aber sie ist jeder Lebens-
kraft bar.
     Im Strome des Wassers des Lebens, glänzend
wie ein Kristall, und in dem "Baum des Lebens, der
zwölft Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht
gibt, haben wir die Quellen andauernd auf frische und
Lebenskraft.  Nichts in der Stadt wird je abnehmen.
Was den irdischen Teil der zukünftigen Welt anlangt
haben wir dagegen in der Schrift Hinweise auf eine
Abnahme; so werden am Laubhüttenfest da ist ein Bild
jenes Zeitabschnittes ist am, 15. Tage des
siebten Monats 13 junge Farren dargebracht
und dann jeden folgenden Tag einer weniger bis zum
siebten Tag des Festes. (4. Mose 29.12-39)
Darin kommt eine gewisse Abnahme zum Ausdruck,
wenn auch kein Abweichen, wenn sie opferten am sie-
bten Tage 7 Farren. Sie werden nicht tat-
sächlich von der Vollkommenheit Christi abkommen,
aber die abnehmende Zahl scheint darauf hinzudeuten,
dass in der Zeit, von der das Fest in Bilde redet, ,
nicht als von Anfang bis Ende in derselben Lebens-
kraft aufrecht erhalten wird.  Das sollte eine tiefe
Herzensübung bei uns hervorrufen, denn es weisst
offenbar auf einem Zustand wegen der unter hochbegün-
stigten Heiligen angetroffen werden kann. Sie mögen
die Wahrheit nicht aufgegeben haben, nicht tatsächlich

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von Christo abgewichen sein, keinem offenbaren Bösen
Raum gegeben haben: und doch hat ihre geistliche
Auffassungsgabe von Christop schrittweise abgenom-
men, so dass nicht mehr dieselbe Fülle oder Kraft in
ihrer Zuneigung an Gott gegenüber vorhanden ist wie
zuvor. Sind wir uns nicht dessen bewusst, wie oft ein
Sinken der Kraft bei uns eintritt, ohne dass es zum
tatsächlichen Abweichen kommt? Sieben Farren deuten
zweifellos auf eine gesegnete Auffassung von Christo
hin, doch sie ist nicht die Überschwänglichkeit der
13.  Möchte Gott uns ein inniges Verlangen
geben, nicht abzunehmen, oder, wenn uns die Abnahme
schon zum Bewusstsein gekommen, ein sinnliches Ver-
langen nach Seiner belebenden Gnade und Kraft!
      In der himmlischen Stadt fliessen andauernd
gesegnet den Quellen des Lebens und da wird es keine
Abnahme geben. Der Strom der Baum sind in
der Stadt und erhalten alles in Frische  und Lebens-
kraft, so dass die Braut am Ende der 1000 Jahre
keine Zeichen verminderter Schönheit trägt, sie ist
dann immer noch "wie eine für ihren Mann geschmückte
Braut. (Kap 21.2).   Wenn wir vor Abnahme
bewahrt werden wollen müssen wir beständig aus dem
Strome trinken und uns von Frucht des Baumes
des Lebens nähren.    Der Strom eine von all der
lebendigen Erfrischung und der Freude spendenden
Kraft, die dem Heiligen Geist eigen ist; Er ist der
"Strom --- seine Bäche erfreuen die Stadt Gottes".
(Psalm 46)  Die die Stadt aufrechterhaltenden Hilfs-
quellen sind uns jetzt schon zugänglich --  wie gesegnet
ist es, daran zu denken! Wer möchte ihren Wert und
ihre Kraft nicht kennen lernen?

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    Der Baum des Lebens stellt Christum als Den
dar, der das ganze Jahr mit Seiner köstlichen Frucht
füllt.  Christum von seiner Seite aus zu kennen, hält die
Lebenskraft nicht andauernd aufrecht. Wie lieblich
und köstlich das auch sein mag, es soll uns nichts Ab-
schliessendes oder Endgültiges sein sondern uns auf
das, was "jeden Monat" folgt vorbereiten. Es ist
gesegnet, an das geistliche Jahr in der himmlischen
Stadt zu denken, jeder folgenden Monat desselben wird
frische Frucht von Christo geben, um die Lebenskraft
derer, die eingehen, aufrechterhalten!
     Der Herr gibt dem in Vers 14 eine gegenwärtige
Anwendung in sittlicher Hinsicht und sagt: Glückselig
die ihre Kleider waschen, auf das sie ein Recht haben
an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die
Stadt eingehen!   Das Waschen der Kleider ist, was
wir tun; hierzu müssen wir, durch Wachsamkeit und
Gebet mögt, jeden Flecken, den wir uns durch Be-
fleckung mt der Welt  oder dem Fleischer zugezogen
haben, entdecken. Es bedeutet, dass wir uns persön-
lich durch das Wort von Gepflogenheiten und Ver-
bindungen reinigen. Alle Gläubigen aber ein ge-
wisses Verlangen nach Christo, aber sehr oft ist nicht
genug Entschiedenheit und Fleiss vorhanden, von dem
loszukommen, was wirklich Flecken auf den Kleidern
sind, und uns hindert, in unseren Wandel die Unter-
stützung und Freude Seiner Früchte zu erfahren. Die
ihre Kleider waschen, haben ein Recht an dem Baum
des Lebens samt seiner beständigen Aufeinanderfolge
frische Früchte
      israel hat ein Festjahr --- eine Reihe von
Festen von Passa -  bis zum Laubhüttenfest. (Jes.

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29.1)  . Wir haben Christum von allen den Seiten
aus kennenzulernen, in denen in die verschiedenen
Feste darstellen, also nicht nur als das Passa, sondern
in Beziehung zum Feste der ungesäuerten Brote und
als die Webegarbe der Erstlinge, und so, Er im
Pfingstfest und endlich im Laubhüttenfest dargestellt
wird. Wenn wir nicht den vollen Kreislauf des Fest-
jahres durchmachen, herrscht irgendwo ein geistlicher
Mangel.   Eine geistliche Abnahme fand bei Israel in
dem Masse statt, wie sie ihre Feste aufgaben oder es
versäumten, sie mit wahrer Aufrichtigkeit des Herzens
zu feiern.  Das Fest der Laubhütten wurde wahr-
scheinlich aufgegeben, als Joshua stab. (Neh, 8.17.
Man hat oft darauf hingewiesen, dass, wenn ein
Baum eingeht, der Leittrieb zuerst abstirbt! Dann
fahren Sie nach den Tagen Samuels ein weiteres bemer-
kenswertes Zurückgehen statt (2.Chronike 35.18) und
wahrscheinlich hörte man etwa zur Zeit Salomons auf,
das Sabbatjahr zu beachten. Mit dem Fortschrei-
ten des Zurückgehens wird deine Auffassung von Christo
nach der anderen geschwächt, so dass wir sie nicht mehr
mit Freude vor Gott aufrecht halten.
    Doch in der himmlischen Start zeigt das ganze
Jahr die Früchte Christi in beständiger Frische. Dort
haben wir eine Fülle von Unterstützung, die in Ein-
klang steht mit der Stellung der Verwaltung, die die
Stadt inne hat, und die geeignet ist, die Eingehenden
aufrecht zu erhalten, so dass sie in voller Lebenskraft
erhalten werden: frische Eindrücke von Christian werden
die Stadt beständig kennzeichnen. So ist es sogar
heute schon bei denen, die ihn lieben. "Ich werde
ihn lieben und mich selbst eben offenbar machen" (Joh

 Seite 300

14.21). ist ein sehr kostbares Wort. Lasst uns diese
Erwartung ja nicht verlieren, d.h. das Verlangen,
dies kennen zu lernen, doch auch das Bewusstsein der
Frische und die neue Eigenart jeder solchen Offen-
barung. Jede solche Offenbarung gibt uns eine
gewisse ihr eigentümliche Auffassung vom Herrn:
sie bringt eine besondere Art Frucht, wenn wir das
Bild darauf anwenden wollen. Jede Offenbarung
des Herrn nach seiner Auferstehung den Seinigen
gegenüber hatte ihre besondere Eigenart, und das
konnte auch bei Einem, der in der Gestalt, die Seine
Liebe annahmen, so gross und mannigfaltig werden, kaum
anders sein. Jedesmal, wo er in die Mitte der
Seinigen kam geschah es, um sich denen, die ein geist-
liches Sehvermögen besassen, ihn zu erkennen, in einer
besonderen Weise kundzutun. Du hast vielleicht zehn
oder 20 Jahre zuvor eine Offenbarung Christi 
gehabt, die einen grossen Eindruck auf dich machte;
aber das wird dich heute nicht in lebendiger Frische
erhalten: die Zuneigung werden doch erneute
Offenbarungen am Leben erhalten. Sogar in der
heiligen Stadt gibt er "jeden Monat" seine Frucht,
also des Lebens beständige Speise. Welche wunder-
baren Möglichkeiten sind und damit erschlossen!
   Es ist ungemein lehrreich zu sehen, wie die
"Strasse" der "Strom" und der "Baum des Lebens"
 als eins hingestellt werden. Das weiss darauf hin,
dass all der Verkehr in der göttlichen Liebe von dem
die "Strasse" redet, durch den Geist in der Frische
und Kraft des Lebens aufrecht erhalten wird, und oben-
drein doch die Aneignung der verschiedenartigen
Früchte Christi.   Ich denke wir können von dem, was

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Die Strasse ist, einen Begriff beim Lesen von
Apostelgeschichte 2-4 bekommen. Welch einen geseg-
neten Verkehr und der Umgang in der göttlichen Natur,
 d.h. in der Tätigkeit der Liebe, völlig vom Heiligen
Geiste durchdrungen  und angefacht, haben wir da, wo
alles seine Wesensart von Christo empfing! Dieser-
art ist das Leben der himmlischen Stadt!
      Und die Blätter des Baumes sind zur Heilung
 der Nationen. Die Nationen sind verwundet und
zerfleischt worden, sie sind heutzutage voller Geschwüre;
aber die Blätter des Baumes werden ihnen zur Hei-
lung sein. In Hes 47.12 tritt uns das, was der
irdischen Seite der zukünftigen Welt entspricht, ent
gegen. Die Blätter sind das Kleid eines Baumes,
seine äussere Schönheit, sie stellen alles das dar, was
 in Jesu, dem Sanftmütigen und Demütigen, dem alle-
zeit Gehorsamen, zu finden war, der nie Seine Rechte
behauptete, sondern immer sein Vertrauen auf Gott
setzte.  Welch ein angenehmer Umgang wird mit den
Nationen möglich sein, wenn die Blätter dieses Bau-
mes auf sie Anwendung gefunden haben! Unzufrie-
denheit und Neid Eifersucht und Streit füllen heute
die Erde, die Nationen sind von feindseligen Gefühlen
gegeneinander beseelt; wenn jedoch die Blätter des
Baumes des Lebens auf sie angewandt worden sind,
so werden sie geheilt werden.    Alle Unzufriedenheit
ist dann beseitigt, weil sie mit Gottes an Anordnungen
zufrieden sind. Dann gibt es keine Streitigkeiten oder
Eifersüchteleien kein Misstrauen und keine Feind-
schaft mehr; sie werden den Krieg nicht mehr lernen
(Jesaja 2.4; Micha 4.3)
       Die Nationen sind noch nicht geheilt doch man

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ist berechtigt, Heilung unter den Heiligen zu sehen,
so dass jedes Misstrauen und Feindschaft unter ihnen
hinweg getan ist. Wo die Gnade Gottes ist, ist auch
Kraft zur Heilung von Wunden und Geschwüren; und
wenn wir so miteinander wandeln, dass das Leben
Jesu an uns offenbar wird, so wird alles dies ver-
schwinden.
      "Und keinerlei Fluch wird mehr sein," sondern
nur noch Segen von Gott. In 1. Mose 1 sehen wir,
dass es dort das erste Tat in sittlicher Hinsicht war, zu
segnen; doch die Sünde kam und infolgedessen der
Fluch. In Offenbarung 22 sehen wir den Thron
Gottes und des Lammes errichtet; alles, was den
Fluch brachte, ist doch ein Opfer beseitigt worden,
und so bleibt nur noch Segen und keinerlei Fluch.
 Gott kann ihn Gerechtigkeit segnen, ER kann sich wieder
dem zuwenden, was seinem Wesen und Seinen
ursprünglichen Gedanken entspricht.  "Seine Knechte
werden ihm" dann in ungetrübter Segnung
"dienen", und zwar in priesterlicher Nähe und ange-
messener Würde -- Sein Lob ist dann ihr Dienst.
Was wir hier haben, bezieht sich auf die 1000
Jahre; zweifellos werden ihm die Heiligen ewig
dienen aber das werden sie dann als Söhne tun.
   Und sie werden sein Angesicht sehen ---sie
werden in hochbegnadeter Gunst stehen: das Licht
des Angesicht des Gottes wird auf sie scheinen und ihre
Freunde sein. Und alles, was Gott ist, wird in ihnen
widerstrahlen: Sein Name wird an ihren Stirnen
sein". Das Bild Gottes wird Ihnen aufgeprägt sein,
so dass Gottes ursprünglicher Gedanke, den Menschen
in Seinem bilde zu haben, Gestalt gewonnen hat.

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     "Und Nacht wird nicht mehr sein. Die Nacht
ist das Bild eines Zustandes in dem Gott nicht ge-
kannt Wert: Gott ist Licht an gar keine Finsternis
ist in ihm. (1. Joh, 1.5) . Wenn Er scheint und
gekannt wird, dann kann keine Nacht sein. "Eine
Lampe" stellt "das prophetische Wort" dar (2. Pet
1.19, und dessen bedraf in der Stadt nicht mehr.
Das Licht der Sonne ist das prächtigste Bild das
uns die Schöpfung von der göttlichen Herrlichkeit
bieten kann; doch sogar dieses herrlichen Sinnbildes,
das Gott in der Natur angeordnet hat, bedarf es da
nicht mehr, wo "der Herr, Gott,… Über Ihnen leuch-
ten wird.    Wir können jetzt schon sagen, dass die
Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht schon
leuchtet"  (1. Joh. 2.8(; doch in der himmlischen Stadt
wir nichts von der Finsternis bleiben, Gott wird da-
selbst in göttlichem Lichte in unvergänglicher Herr-
lichkeit scheinen.
        Das Haus des Vaters ist es, wo uns der Sohn
eine Städte bereitet hat, es ist der seiner eigenen Ver-
wandtschaft Beziehung entsprechender Platz, das Heim
göttlicher Zuneigungen. Das ist ein ganz anderer
Gedanke als die Stadt, die sich stellt dem Platz dar, den
die Versammlung in ihrer Verwaltung einnehmen
wird.  Die, welche die Stadt bilden, werden in das Haus des
Vaters sein, aber beide Gedanken sind ganz
verschiedene Art. Dieses Buch redet nicht von Gott
als unserem Vater, er stellt die heilige nicht in den
Verwandtschaftsbeziehungen in der Familie dar.
      Wenn wir in geistlicher Hinsicht glückselig sein
wollen, müssen wir die Worte der Weissagung dieses
Buches bewahren. (V- 7) Das prophetische Zeug-

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nis  im Alten Testament steht gänzlich in Beziehungen
zu Israel.    Die Versammlung gehört der Zeit, von
der die Propheten weisssagen, strenggenommen nicht
an sie gehört dem Himmel an und steht ausserhalb
des Schauplatzes der Weissagung. Doch die Stellung
des Zeugnisses, die sie eine Zeitlang auf Erden inne
hatte, brachte sie mit dem Schauplatz der Weissagung
in Berührung, und Gott wollte das selbst, dass seine
Knechte über das erleuchtet wären, was daselbst "bald
geschehen muss". Neben der Versammlung, der Frucht
der göttlichen Wirksamkeit und Gnade, hat sich der
Bau Babylons --- der auf 1. Moses 11 zurückzuführen
ist----  innerhalb des christlichen Bekenntnisses  ausser-
gewöhnlich entwickelt.  Das war ein neuer Gegen-
stand auf dem Schauplatz an der Weissagung, und es
ist von höchster Wichtigkeit, dass dieser verderbte und
verderbenbringende Bau von allen Heiligen als
etwas Gerichtetes gesehen werde.
     Weiter ist es von höchster Bedeutung, dass kein
Missverständnis über den Verlauf und das Ende des
gegenwärtigen bösen Zeitlaufs herrschen sollte. Gott
wollte, dass wir die prophetische Zukunft nicht nur im
Lichte des alten Testaments betrachten sollten, son-
dern in Beziehung zu den Zuständen, die durch das
Fehlen und den schliessenden Abfall des christlichen
Bekenntnis des gekommen sind. Und alles das dient
dazu, uns von verkehrten Gedanken und Erwartungen
-----  verkehrten Hoffnungen über die Zukunft dieser
Welt frei zu machen, damit die heiligen in Herz und
Sinn frei werden, dem gesegnet den Ausspruch Dessen,
den wir lieben: siehe ich komme bald, zu erfassen
und ihm zu entsprechen.

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Die die Worte der Weissagung dieses Buches
bewahrt haben, sind in allen Zeitaltern gesegnet
worden. In Zeiten scheinbaren Gedeihens bedürfte
die Versammlung dieses Buches, um sie vor trüge-
rischen Hoffnungen zu warnen; in Zeiten der Be-
drängnis brauchte sie es zur Ermutigung und zum
Troste, und um ihr Herz einfältiger auf den
Kommenden zu richten. Die Heiligen habe nicht
immer klare und richtige Gedanken über prophetische
Ereignisse gehabt; doch das Lesen dieses Buches
jedoch haben sie immer eine sittliche Unterweisung,
Trost und Ermutigung bekommen und Sachen, dass Gott
schliesslich am Tag in der Zukunft triumphieren, und
dass Christus seine Braut haben würde, samt all
seinen königlichen Rechten auf Erden. Für uns lässt
sich die ganze Zukunft in den drei Worten zusammen-
fassen. "Ich komme bald".
    Die Wahrheit der Entrückung ging der
Kirche sehr früh verloren, ich glaube es geschah als
Christus in den Herzen der Heiligen nicht mehr als
Haupt festgehalten und der Geist durch menschliche
Anordnungen beiseitegesetzt wurde. Die Aufgabe dieser
Wahrheit bildete ein grosses Hindernis für das Ver-
ständnis des prophetischen Worte und brachte hin-
sichtlich der irdischen Verheissungen, die Israel gegeben
wurden, und den himmlischen Hoffnungen der Ver-
sammlung Verwirrung mit sich. Doch durch das
Erbarmen des Herrn klärte sich alles das auf, damit
die Gedanken und Zuneigung der heiligen frei für den
den Wiederkommenden würden. Anstatt bessere Ver
hältnisse auf Erden zu erwarten und Erdbewohner
zu werden, hat der Herr nun diese einigen frei

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gemacht, Sein Wort, "siehe, ich komme bald", zu hören
     Johannes war durch das, was er hörte und sah,
tief ergriffen, er fiel nieder, um vor den Füssen des
Engels, der in diese Dinge zeigte anzubeten. Er
tat unrecht, Ein Geschöpf anzubeten; und das ist eine
sehr ernste Warnung an uns, da ist die letzte uns von
einem Heiligen berichtete Tat ist. Es besteht immer
die Neigung, dem Geschöpf einen ungebührlichen
Platz zu geben. Wir können das einem Diener,
einen begabten Lehrer oder Predigern gegenüber tun,
der uns wunderbare Dinge kundtut; Aber wenn wir
das tun, so gehen wird es waren Nutzens aus seinem
Dienste von lustig.   Der Engel sagt: "bete Gott an".
Das Lesen dieses Buches es sollte in unseren Herzen,
im Bewusstsein der tiefen Weisheit der Wege Gottes,
Anbetung hervorbringen. Der Engel ist ein Mit-
knecht des Johannes und der seiner Brüder, der
Propheten. Der Engel sind solche, "die sein Wort
ausführen, gehorsam der Stimme seines Wortes".
(Psalm 103 Vers 20). Das lässt uns in den Geist erkennen, in
dem die Worte in dieses Buches zu bewahren sind,
nämlich im Geiste des Gehorsams und der Anbetung.
       Mit Bezug auf Daniels Weissagung wurde ge-
sagt; "versiegelt das Buch bis zur Zeit des Endes".
(Daniel. 12.4 & 9)  Vor der Zeit des Endes sollten
noch viele Tage vergehen; doch nun heisst es: die
Zeit ist nahe, und die Worte sollen nicht versiegelt
werden. Viele sagen, die Offenbarung sei ein ver-
siegeltes Buch, aber das ist es gerade nicht schon
sein Titel sagt, das ist eine Enthüllung, ein Er-
schliessen von Dingen ist, die nahe bevorstehen. Des
Herrn Absicht war, dass seine Wiederkunft eine


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allezeit gegenwärtige Hoffnung sei; nichts im Neuen
Testament deutet auf eine verlängerte Zwischenzeit.
In den Gleichnissen haben ihm dieselben Knechte,
denen er seine Habe anvertraute, bei seiner Rück-
kehr Rechenschaft zu geben. Er wollte haben, dass
Seine Wiederkunft, um mit seinen Knechten abzu-
rechnen, diesen alle Zeit vor Augen stände.
    Wie stehen gleichsam am Rande des Tage, wo
alles von endgültiger Dauer sein wird, binnen kurzem
wird alles so bleiben, wie es ist: Wer unrecht tut,
nur noch unrecht, und wer unrein ist, verunreinige sich
noch, und wäre gerecht ist, über noch Gerechtigkeit, und
wir heilig ist, sei noch geheiligt. Möchte ich, wenn
ER kommt, das sein, was ich heute bin? Wenn nicht,
so muss mein Verhalten bald anders werden; für
Gläubige wie für Ungläubige ist da keine Zeit zu ver-
lieren. Wenn ich nicht unrecht tuend und oder nicht verun-
reinigend und gefunden werden will, so muss ich solche
Dinge sofort aufgeben; ich muss jetzt das sein, was
ich bei Seiner Wiederkunft sein möchte, Jetzt ist es
noch Zeit zu einer Umkehr in sittlicher Hinsicht, doch
gar bald wird sie verstrichen sein.
    Wer in Gerechtigkeit und Heiligkeit wandelt, wird
nichts verlieren, der Herr sagt, "Siehe, ich komme
bald, um mein Lohn mit mir, um einem jeden zu
vergelten, ist ein Werk sein wird. Ich bin das
Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte,
der Anfang und das Ende. Es ist dies eine Stimme,
die jetzt treue Herz darauf lenkt, dass jede Tätig-
keit mit Christoph beginnt und endet; derartiges wird
Lohn empfangen und in dem Segensweltall fort-
bestehen.


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   Das Waschen unserer Kleidung muss jetzt geschehen.
Wenn wir ein Recht an dem Baum des Lebens haben
und in die Stadt eingehen wollen müssen unsre
Kleider gewaschen sein. Auch nicht eine vom Fleische
oder der Welt herrührender Flecken darf bleiben;
es wird ausdrücklich betont, wie notwendig es ist, In
sittlicher Hinsicht hierfür passend zu sein. Den
Lüsten der Welt und des Fleisches nachzugehen, sowie
unheilige Beziehungen zu haben, gleicht Flecken an
den Kleidern, ist beraubt die Heiligen ihrer geistlichen
Vorrechte. Ein Pharisäer mag auf blosse Äusserlich-
keiten achten, weil der nur auf das Ansehen von den
Menschen sieht. Doch ein Heiliger ist sich seiner
Verpflichtungen hinsichtlich seiner Gewohnheiten, seines
Betragens und seiner Verbindung wohl bewusst,
weil er an den Baum und die Stadt denkt; er möchte
die Früchte Christine nicht verlustig gehen, und wer ein
befleckt es Kleid hat, kann Christum nicht geniessen.
     Wieviel wohl kennen wir denn davon, "durch die
Tore in die Stadt einzugehen? In einem geist-
lichen Sinne wird es jetzt dadurch gekannt, dass man in
das Vorrecht der Versammlung eingeht.   Wir sind
"gekommen… zur Stadt des lebendigen Gottes,
dem himmlischen Jerusalem (Hebräer 12.22). doch das
Recht, in die Stadt einzugehen, habe nur die, die
ihre Kleider gewaschen haben. Judas Redet davon,
"das vom Fleischer befleckt Kleid zu hassen (Vers 23),
und Jakobus sagt: "sich selbst von der Welt unbe-
fleckt erhalten", ist "ein reiner und unbefleckter
Gottesdienst vor Gott und dem Vater. Jakobus. 1.
27)    Es ist gut, wenn sich ein Christ der Tatsache
bewusst wird, dass etwas sein geistliches Wachstum und

Seite 309

seinen Fortschrift gehindert hat und er es hinwegtun
muss.  Die Tore des Preises (Jesaja. 60.18; Psalm 9.14)
sind in der Stadt nie geschlossen, wir sind jedoch nicht
immer in einem Zustande einzugehen.
      Diese Worte sollten eine Übung in unserem Ge-
wissen hervorrufen, doch sie werden von solchen
begleitet, die in lieblicher Weise zu unserem Herzen
reden: "Ich, Jesus habe meinen Engel gesandt,
euch diese Dinge zu bezeichnen in den Versammlungen.
Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der
glänzende Morgenstern.   "Ich, Jesus" ist es, der
da redet;   Er bedient Sich eines holdseligen persön-
lichen Namens, durch den Er Sich uns zuerst in ret-
tender Liebe kundgetan hat, und die jedem Herzen,
das IHN kennt, teuer  ist. Er ist die Wurzel Davids.
Jeder Verheissung des Königtums, kurz alles, was
die Erde am Tage der Herrlichkeit fröhlich machen
wird, steht in Verbindung mit David, der dem Bilde
nach Gottes Gesalbter war, der Seinen ganzen Willen
tun sollte. (Apg. 13.22)  .. Jede Verheissung, die David
grossmachte, hatte ihre Quelle und Wurzel in Jesu,
und dieser Umstand stellte ihn als den Jehova des
Alten Testaments hin. Alles rührte von Jesu her,
dessen Ausgänge sind von der Uhrzeit, von den Tagen
der Ewigkeit her. (Micha. 5.2)..
      Und weiter ist ER auch das Geschlecht Davids;
er wurde Mensch, und da ist der Same Davids alle diese
herrlichen Verheissungen zu erben und sich durch
seinen Tod und seine Auferstehung zustande zu
bringen.   David konnte die Verheissungen nicht in
Kraft treten lassen, er musste bekennen: Obwohl
mein Haus nicht also ist bei Gott; doch er empfing

Seite 310

 ein prophetisches Gesicht über seinen grossen Spross
und konnte von ihnen sagen: "er wird sein wie das
Licht des Morgens, wieder Aufgang der Sonne ein
Morgen ohne Wolken.  (2. Samuel. 23.5 bzw. 4)
     In der alttestamentlichen Weissagung ist ER "die
Sonne der Gerechtigkeit» (Mal 4.2), aber in den
Versammlungen wird ER  als der glänzende Mor-
genstern gekannt.  Er geht von der Dämmerung auf
und scheint in den Herzen Seiner Heiligen als der
glänzende Stern des anbrechenden Tages. (2. Petr.
1.19.)
       Wenn das der Fall ist, so sind wir zubereitet,
"Komm" zu sagen.  Die Braut sagt: "Komm!" ,
weil sie Ihn und alles das kennt, was Sein Kommen
in sich schliesst. Wie gesegnet, dass der Geist und die
Braut sagen: kommen! Gerade am Ende sehen wir
die Braut nicht gleichsam in der Welt untergegangen,
nicht schlafen oder auf ihren Hefen liegend (Zeph 1.
12), sondern in wohltuend im Einklang mit dem
Geiste!        Ihr Herz kommt in dem einen Wort
"Komm!"   zum Ausdruck. Es ist das Kennzeichen
der Braut, "Komm" zu sagen.
        Nicht alle Heiligen Stimmen tatsächlich in den
Ruf ein, deshalb ergeht das Wort an Sie: "Und wer
es hört, spreche: Komm!"   Das gilt einem solchen
Gläubigen, der nicht in Einklang mit dem Geiste und
der Braut steht; er wird aufgefordert, "Komm!" zu
sagen, und damit in den Ruf des Geistes und der
Braut einzustimmen.   Man kann sich nicht damit zu-
frieden geben, dass auch nur ein einziger Gläubiger
auf der ganzen Erde sei, der nicht "Komm!" sagt; alle
müssen in diesem Ruf einstimmen, denn alle werden
dem Herrn auf Seinen gebietenden Zuruf hin, in die


Seite 311


Luft entgegengehen, um IHM zu begegnen. (1.Thess
4.16 und.17).
      Dann gibt es auch noch dürstende Seelen, solche,
in denen Gott Übungen hervorgebracht und ein Ver-
langen, das noch nicht gestellt worden ist. Die Ant-
wort auf das alles ist Christus, und der Dürstende
soll kommen und seine höchste Befriedigung in jedem
Gesegneten finden   --- all Seine Fülle steht dürstenden
Herzen immer noch zur Verfügung.
    Und schliesslich erstreckt sich die Gnade bis zu den
äussersten Grenzen hin und sagt: "wer da will, nehme
das Wasser des Lebens umsonst".   Der Betreffende
mag nicht einmal dürsten, es handelt sich hier um
jemand, bei dem das Verlangen weniger tief und
ernst ist, doch wenn er nur will, so darf er das Wasser
des Lebens umsonst nehmen.    Ihm wird nicht einmal
gesagt, dass er kommen soll, er braucht keinen ein-
zigen Schritt zu gehen; das Wasser des Lebens
fliesst ganz in seiner Nähe er braucht nur zu nehm-
en ---  so lautet der letzte Ruf der unendlichen Gnade.
     Die Reihenfolge, in der die Bücher der Heiligen
Schrift zusammengestellt sind ich nicht von Gott ein-
gegeben. Doch in sittlicher Hinsicht ist es angebracht,
dass die Offenbarung ihrem Platz am Schluss hat,
denn sie gibt uns die Endergebnisse von Gut und
Böse. Und die ernste Warnung, den Worten des
Buches diese Weissagungen nichts hinzuzufügen, noch
etwas von ihnen weg zu nehmen, hat dem Grundsatz
nach auf die ganze Schrift Anwendung, da sie von
Gott eingegeben ist.  2. Tim. 3.16 und. 17. Die
Worte sollten in ihrer Vollständigkeit bewahrt
werden, und sie sind Worte, die in einem "Buch" ge-
schrieben sind; eine andere Schriftsteller redet von

Seite 312

 "Worten, gelehrt durch den Geist". (1. Kor 12.13.)
Gott har Seine Oberhoheit mit geschriebenen
Worten in Verbindung gebracht und hat diese
Worte durch die feierlich ernsten Aussprüche von Vers
18 und 19 geschützt.   Möchten Sie die Christen vor
denen hüten, die die wörtliche Eingebung der Heiligen
Schrift anzweifeln.
    "Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme
bald".   Dieses Wort war seitdem immer in Seinem
Herzen, es ist gleichsam, das nächste, was vor
Ihm ist, was Ihm nie aus dem Sinn kommt.
In Johannes 14.2 sagt er: ich gehe hin, euch eine Städte
zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine
Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu
mir nehmen, auf dass, was ich bin, auch ihr seit..
Genau genommen heisst nicht, so komme ich wie-
der, sondern so bin ich wiederkommend", d.h., "so
stehe ich im Begriff wieder zu kommen. Das ist die
ganze Zeit in seinem Herzen, ihr daselbst immer
gehegt und gepflegt, Seine Liebe ist es immer gegen-
wärtig; und das ist es auch, was er von uns erwartet.
Sagen unsere Herzen Amen zu dem, was in Seinem
Herzen ist?  sagen Sie: "Amen; kommen, Herr Jesu!"?
      "Ich komme» ist im Herzen des Herrn Jesus zur
rechten Hand Gottes;   Amen  kommen, Herr Jesu!
aber, im Herzen eines jeden Treuen, in dem Seine
Lieben einen Widerhall findet. Und jeder Augenblick,
der zwischen jene Stunde Zeit, wo wir seine Stimme
hören und sein Angesicht sehen und für immer bei
IHM sind, jedoch die Erfahrung, die wir von
Seiner Gnade  machen, ausgefüllt werden.    "Die
Gnade des Herrn Jesus Christ  sei mit
allen Heiligen!"