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Poetische Bücher und die Bücher der Weisheit

DIE POETISCHEN BÜCHER
UND DIE BÜCHER DER WEISHEIT

DIE BÜCHER, die wir als poetisch bezeichnen, sind Hieb, Psalmen, Sprüche, Prediger. Hohelied und
Klagelieder, obwohl wir auch poetische Abschnitte an andern Stellen des A.T. finden (vgl. 2. Mose
15, 1-21: Rieht. 5: ebenso längere Abschnitte der prophetischen Schriften). Weil diese Bücher die Erfah
rungen des Volkes Gottes wiedergeben, ist ihr Bereich so weit wie das Leben selbst. In diesen Büchern
 kleidet die göttliche Inspiration menschliche Erfahrung in eine allgemeine Wahrheit, die zahllosen
Gläubigen zu allen Zeiten Trost. Kraft und Wegweisung gegeben hat.

Die Grundlage der hebräischen Poesie ist der Parallelismus der Gedanken. Der Rhythmus kommt
 nicht zustande durch die Gleichheit des Tones, wie in gereimten Versen, auch nicht durch den metri
schen Akzent wie in reimlosen Versen (wenn auch die hebräische Poesie nicht ganz ohne Akzent ist), sondern hauptsächlich durch Wiederholung. Gegensatz und Ausführung der Gedanken. Wenn die Gedanken wesentlich dieselben sind, so wird der Parallelismus synonym genannt, z. B. Herr, zeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige! (Ps. 25,4) Wenn die Gedanken im Gegensatz zueinander stehen, wird der Parallelismus antithetisch genannt; z. B. Denn der Herr kennet den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergehet. (Ps. I, 6) Wenn der erste Gedanke durch einen zweiten entfaltet und bereichert wird, so wird der Parallelismus synthetisch genannt; z. B. Du dürftest dich des trösten, daß Hoffnung da sei; du würdest dich umsehen und in Sicherheit schlafen legen; (Hiob 11,18) Aber keineswegs paßt alle hebräische Poesie genau in diese drei Gruppen hinein; die Gleichheit und die Entfaltung der Gedanken zeigt eine weite und feinsinnige Verschiedenheit etwa durch dreifache oder vierfache Parallelen, durch Inversionen (Umstellungen), durch abwechselnden Gebrauch der Parallelen oder durch Kehrreime. Der hebräische Wortschatz ist kräftig und lebendig, und die Poesie des A. T. ist reich an Sprachbildern wie Personifikation, Hyperbole (Vergleich mit Größerem), Metapher (Bild), Gleichnis und Alliteration (Stabreim). Es gibt auch Beispiele für kunstvollen Aufbau, auch Stanzen (mehrzellige Strophen) und Akrostichen (die Anfangsbuchstaben der Verse sind gleich) kommen vor. wie in dem ganzen Psalm 119 und in den Klageliedern. Endlich kann die hebräische Poesie auch einge teilt werden unter die umfassenderen Überschriften der lyrischen, dramatischen und didaktischen (lehrhaften) Poesie. Drei der poetischen Bücher — Hiob. Sprüche, Prediger — zusammen mit gewissen Psalmen wie Ps. 1. 10. 14. 19. 37. 90 sind die hervorragendsten Beispiele für die Literatur der Weisheit. Mit diesem Ausdruck meinen wir die Art der hebräischen Literatur, die sich nicht nur mit den praktischen Proble men des Lebens beschäftigt, wie wir sie in den Sprüchen behandelt finden, sondern auch mit großen moralischen und geistlichen Fragen, wie das Wohlergehen des Gottlosen (vgl. Ps. 37). Materialismus, Fatalismus. Pessimismus (vgl. Pred.). und das Leiden des Gerechten (vgl. Hiob). In ihrer klaren, durch aus praktischen Art sind die Bücher der Weisheit weit entfernt von spekulativer Philosophie. Wenn sie auch das alltägliche Leben beleuchten, so schauen sie doch zu gleicher Zeit auf zu dem einen wahren Gott. Die Betonung der Weisheit Gottes in diesen Büchern (z. B. Spr. 8. 22ff.) half das Kommen des Herrn Jesus Christus vorzubereiten, «der uns gemacht ist zur Weisheit» (1. Kor. 1, 30). «in dem ver borgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis» (Kol. 2. 3). und der von sich selbst sagte. «Ich bin der Weg. die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich» (Joh. 14, 6).