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Schlussfolgerung

Der hauptsächliche lehrmäßige Saatboden für die Vorstellung einer einseitigen Erwählung nur einiger bestimmter Personen zur Errettung, findet man in Römer 9,6-29.
Calvinisten beharren auf dieser Stelle. Der Textfluss dieser Passage, mit den folgenden Kapiteln über Erprobung, behandeln den Plan Gottes mit dem nationalen Geschehen Israels.

Wie haben schon angeführt, dass die Nation zu Gottes Ziel, aber nicht zur Errettung auserwählt worden ist.
Der Beweistext der Calvinisten ist folgender:„

Denn als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten“ (Rö  9,11)
„Jakob habe ich geliebt, Esau aber gehasst“ (Rö 9,13)
„Ich werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarm“ (Ro 9,15)

„Also nun: wen er will, dessen erbarmt er sich, und wen er will, verhärtet er“ (Ro 9,18 in Bezug auf den Pharao)
„So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest nach Auswahl der Gnade entstanden.“ (Ro 11,5)„

Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Auswahl hat es erlangt, die übrigen jedoch sind verstockt worden“ (Ro 11,7)
Sehr leicht kann man hier vergessen, dass Gott über seine Berufung des Volkes Israel als seine Zeugen spricht (Jes 43,10),
 und nicht darüber, dass bestimmte Personen zur Errettung bestimmt sind. Jakob wurde von Gott dem Esau als Vater der Nation vorgezogen, und nicht zur Errettung bevorzugt.

 Leicht kann man vergessen, warum sowohl Pharao als auch Israel im Herzen gegen Gott verhärtet wurden.

 Das war nicht Gottes ewiger Ratschluss und von ihrem Verhalten unabhängig. Im Gegensatz dazu geschah dies da Pharao Gott Verachtung entgegenbrachte und sich zunächst selbst gegen Gott verhärtete.

Bei Israel war es ihre Ablehnung der Warnungen Gottes, die sie ins Gericht brachte,  verhärtete, und aufgrund ihres Fehlverhaltens als Volk verblendete.
 Einzelne aus den Juden, die Gott antworteten, wurden weiterhin gerettet. Wenn Israel in Zukunft Gott antwortet, wird dies nach der Vernichtung der vielen, die Gott abgelehnt haben und der Rettung derer,
 die Christus angenommen haben, stattfinden. In Wahrheit können wir nicht in den göttlichen Verstand und dem wie und warum seines Handelns vordringen.
Viele Dinge wurden von Gott bestimmt, aber wir wissen nicht genau wie und mit welchen Gedanken er diese ausführt. Es ist durchaus möglich, aber nicht sicher,
dass er auf geheimnisvolle Art in der Lage ist, Personen zum Heil zu erwählen und zu gleicher Zeit deren Entscheidungsmöglichkeit gewährleistet und ihnen
durch das Wirken des heiligen Geistes die Möglichkeit zur Reaktion gibt. Was wir aber dabei nicht brauchen, ist die eine Lehre der Unfähigkeit und der unwillkürlichen Auserwählung zu erfinden.
Wir wollen – vor dem Schluss dieser Arbeit – das göttliche Leben der meisten calvinistischen Lehrer und ihrer Nachfolger anerkennen.

Wir würden nicht für einen Augenblick an ihrer persönlichen Frömmigkeit zweifeln oder ihren Beitrag für die Gemeinden mindern wollen. Auf beiden Seiten dieser strittigen Frage,

 muss es einen neuen Respekt für die andere biblische Überzeugung geben und eine Abschaffung der Denominationen.

 Die besten Autoren und Lehrer beider Überzeugungen scheinen extreme Rhetorik zu meiden. Wir müssen Extremismus zurückweisen und deren schrille Vertreter.

Wir müssen die schädlichen Gedanken genauer untersuchen, die unter einfachen Gläubigen kursiert sind. Der Herr gebe uns Frieden und Liebe im Zeitalter des Glaubens.