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Verschiedene Zeitepochen (3)

4. VERSCHIEDENE ZEITEPOCHEN  (3)

Eine der eindrucksvollsten Schriftstellen unter denen, die sich prophetisch auf den Herrn Jesus beziehen, ist der letzte Teil von Jesaja 53,10: „Und das Wohlgefallen des HERRN wird in seiner Hand gedeihen.“

Jeder Vorsatz Gottes, ob er nun die Erde, das Universum, die Juden, die Heiden oder die Kirche Gottes (1. Kor 10,32) betrifft, wird durch den Herrn Jesus Christus zu seiner endgültigen Vollendung gebracht, und es ist wun derbar, das zu betrachten.


 ln Epheser 1,10 lesen wir, daß Gott in der „Verwaltung der Fülle der Zeiten“ alles unter ein Haupt zusammenbrin gen wird in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist.

Sicherlich entspricht diese Stelle im Epheserbrief Jesaja 53,10 in ihrem Ausblick auf die höchste und endgültige Verherrlichung Christi.

 ln der Schrift werden viele Zeitperioden erwähnt, zum Beispiel:

1. Die Zeiten der Nationen  (Lk 21,24)
2. Zeiten der Erquickung   (Apg 3,19)
3. Die Zeiten der Wiederherstellung  (Apg 3,21)
4. Die Zeiten der Unwissenheit   (Apg 17,30)
5. Zeiten und Zeitpunkte  (1. Thes 5,1)
     [die dem Tag des Herrn vorausgehen]
6. Eine Zeit der Drangsal für Jakob  (Jer 30.7)
7. Die Zeit der Rache des Herrn (Jer 51.6)
8. Die Zeit des Endes ( Dan 8.17)
9. In jener Zeit werde ich euch her beibringen
und zu der Zeit euch sammeln (Israels Wiederherstellung)  (Zeph 3,20)
10 Die Leiden der Jetztzeit   (Röm 8,18)
11 Welche zu seiner Zeit zeigen wird   (1. Tim 6,15)


 Die Verwaltung der Fülle der Zeiten bezeichnet das letzte der Zeitalter, die von Gott vorgesehen sind. Während die ser Zeitalter hat Er nach Seinen Maßstäben für jede besondere Periode mit den Menschen gehandelt. Dabei wurde der Mensch erprobt, was seinen Gehorsam gegen über dem offenbarten Willen Gottes betrifft. Zeitalter der Unschuld, des Gewissens, der menschlichen Regierung, der Verheißung, des Gesetzes sind vergangen, in denen der Mensch immer wieder darin versagt hat, den Maßstäben zu entsprechen; und die gegenwärtige Zeit der Gnade wird bald durch das Zeitalter des Reiches unseres Herrn abgelöst werden.

Davon spricht Epheser 1,10. Der Vers ist sehr umfassend. Ein sorgfältiges Studium wird die aufgewendete Zeit reich lich belohnen, ln diesem kurzen Artikel genügt der Hin weis, daß alle vergangenen „Zeiten“ und die, die noch kommen, in dieses letzte Zeitalter eingehen werden. Die Merkmale alles dessen, was zum Segen der Menschen in Gottes Absicht lag, wird in ihm völlig gesehen werden. Alles Unrecht wird in Ordnung gebracht werden. Alle, die Böses tun, werden niedergeworfen werden. Das Seufzen der Schöpfung, die in Geburtswehen liegt bis jetzt, die Unterdrückung des Menschen mit all der Mühsal, Not, Verwüstung, Elend werden ersetzt werden durch Gesänge der Rettung und Befreiung von Joch, Fesseln und Knechtschaft.

 Es wird ein Aufjauchzen der Schöpfung in Freiheit geben zusammen mit jetzt noch unvorstellbaren Segnungen des Menschen unter der wohltuenden Herr schaft Christi. Wenn der Herr Jesus schließlich die Zügel der Regierung in die Hand nimmt und die Herrschaft auf Seiner Schul ter ruht (Jes 9,6), und wenn „das Reich der Welt unseres Herrn und seines Christus“ gekommen ist (Offb 11,15), wird „die Verwaltung der Fülle der Zeiten“ angebrochen sein. Die gesamte Prophezeiung bewegt sich auf diesen Höhepunkt zu. Dann, in diesem goldenen Zeitalter, werden Rechtschaf fenheit und Frieden, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit mit Heiligkeit das Leben der Menschen charakterisieren.

Alle Ungerechtigkeit wird beseitigt, alles Unrecht wieder gutgemacht und alle Unebenheiten werden geglättet wer den, der Mensch wird Frieden und Zufriedenheit kennen lernen. „Das Höckerichte soll zur Ebene werden, und das Hügelige zur Niederung“ (Jes 40,4). Diese Aussage mag neben einem Bezug auf physikalische Veränderungen, die dann auf der Erde stattfinden, auch auf Wandlungen des menschlichen Charakters und seiner Verhaltensmuster hinweisen.

 Dies alles steht bevor für die Erde und ihre Bewohner, wenn der Herr, der allein ein Recht darauf hat zu herr schen, die lang erwartete königliche Krone nehmen wird.

Dann wird Er als König der Könige und Herr der Herren anerkannt werden. „Denn er muß herrschen, bis er alle seine Feinde unter seine Füße gelegt hat“ (1. Kor 15,25). Den Charakter Seiner Regierung finden wir in Psalm 72 auf eindrucksvolle Weise beschrieben.