Wie tapfer muß ein Mensch sein, um unversöhnt mit Gott dem Herrn, in den Tod zu gehen!

Für mich stellt sich die Frage: Worin besteht im Zusammenhang mit dem Tod die Tapferkeit eines Menschen?
Es gibt aus meiner Sicht im Wesentlichen drei Varianten:
1.) Ein Mensch glaubt, dass Gott existiert und geht trotzdem unversöhnt mit IHM in den Tod. In diesem Fall ist seine "Tapferkeit" eher ein Ausdruck
von aussichtsloser Rebellion und Auflehnung. manchmal allerdings auch ausgelöst durch Schicksalsschläge und dafür habe ich noch am ehesten Verständnis.
Trotzdem gehört zu dieser Art von "Tapferkeit" auch ein gehöriges Maß an falschem Gottesbild.
2.) Ein Mensch ist Agnostiker, hält die Frage der Existens Gottes für unbeantwortbar und hat sich aus diesem Grund nie wirklich für den Glauben
an oder gegen Gott entschieden. Vielleicht hat ihm aber auch nie jemand erzählt, dass sich Gott in Christus offenbart hat und vom Rettungsangebot
in Christus erzählt. Dann tragen dann aber auch die Christen in seiner Umgebung die MItschuld, wenn er ewig verloren geht. Aber ein Mensch,
der sich nicht vorbereitet und um eine Antwort für diese existenzielle Frage bemüht, gleicht dem Narren aus der Geschichte vom König, der ohne Vorbereitung
"verreist" →→
 http://www.bleki.de/mbg/05/0227.html .
Seine "Tapferkeit" ist eher der Bequemlichkeit geschuldet, eine Entscheidung fällen und die Konsequenzen tragen zu müssen.
Aber Gott und Sein Gericht kann man nicht dauerhaft "aussitzen".
3.) Ein Mensch ist Atheist und lehnt die Existenz Gottes trotz mangels an Beweisen ab.
Er ist aber wie der entschiedene und wiedergeborene Christ wenigstens konsequent, auch wenn er anders als dieser in seiner Entscheidung nie wirkliche Sicherheit haben wird.

Nach außen täuscht er sie vor.
Er hat sich bewusst nur für das biologische Leben entschieden und wird versuchen, alles aus diesem rauszuholen.
 Anders als Fall 1 und 2, die vielleicht mit der trügerischen Hoffnung in den Tod gehen, sie würden doch einen gnädigen, allversöhnenden Gott vorfinden,
ist der Atheist sich der Konsequenz seiner Entscheidung bewusst, geht jedoch in den Tod mit einer von "Hoffnungslosigkeit" und Leere geprägten "Tapferkeit".
 Seine "Tapferkeit" hat somit keine wirkliche Grundlage und seine einzige "Hoffnung" bleibt, dass auf den Tod wirklich das Nichts folgt, wie er und andere Atheisten sich ihr Leben lang mantraartig einreden.
Ein Christ hingegen lebt für und mit seinem lebendigen und auferstandenen Herrn und Gott Jesus Christus ohne Angst vor dem Tod.
Dieser ist der Erstling der Entschlafenen und der Garant auch seiner Auferstehung "in IHM".
Gerade im Blick auf Ostern und dem in ihm wohnenden Heiligen Geist ist seine Hoffnung lebendig und dieser Mensch ist der einzige der erwähnten,
der mit wirklicher und begründeter Tapferkeit in den Tod hinein und durch den Tod hindurchgehen kann und wird.
Amen