>>>> Elberfelder 2023 Korrekturverweise.
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|
,1 Im
Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.
2 Und
die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe;
und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
3 Und
Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht.
4 Und
Gott sah das Licht, daß es gut war; und Gott schied das Licht
von der Finsternis.
5 Und
Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.
Und es ward Abend und es ward Morgen: erster Tag.
6 Und
Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung inmitten der Wasser, und
sie scheide die Wasser von den Wassern!
7 Und
Gott machte die Ausdehnung und schied die Wasser, welche
unterhalb der Ausdehnung, von den Wassern, die oberhalb der
Ausdehnung sind. Und es ward also.
8 Und
Gott nannte die Ausdehnung Himmel. Und es ward Abend und es ward
Morgen: zweiter Tag.
9 Und
Gott sprach: Es sammeln sich die Wasser unterhalb des Himmels an
einen Ort, und es werde sichtbar das Trockene! Und es ward also.
10 Und
Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser
nannte er Meere. Und Gott sah, daß es gut war.
11 Und
Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das
Samen hervorbringe, Fruchtbäume, die Frucht tragen nach ihrer
Art, in welcher ihr Same sei auf der Erde! Und es ward also.
12 Und
die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach
seiner Art, und Bäume, die Frucht tragen, in welcher ihr Same
ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war.
13 Und
es ward Abend und es ward Morgen: dritter Tag.
14 Und
Gott sprach: Es werden Lichter an der Ausdehnung des Himmels, um
den Tag von der Nacht zu scheiden, und sie seien zu Zeichen und
zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;
15 und
sie seien zu Lichtern an der Ausdehnung des Himmels, um auf die
Erde zu leuchten! Und es ward also.
16 Und
Gott machte die zwei großen Lichter: das große Licht zur
Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur Beherrschung
der Nacht, und die Sterne.
17 Und
Gott setzte sie an die Ausdehnung des Himmels, um auf die Erde
zu leuchten,
18 und
um zu herrschen am Tage und in der Nacht und das Licht von der
Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, daß es gut war.
19 Und
es ward Abend und es ward Morgen: vierter Tag.
20 Und
Gott sprach: Es wimmeln die Wasser vom Gewimmel lebendiger
Wesen, und Gevögel fliege über der Erde angesichts der
Ausdehnung des Himmels!
21 Und
Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes sich regende,
lebendige Wesen, wovon die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und
alles geflügelte Gevögel nach seiner Art. Und Gott sah, daß es
gut war.
22 Und
Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und
füllet die Wasser in den Meeren, und das Gevögel mehre sich auf
der Erde!
23 Und
es ward Abend und es ward Morgen: fünfter Tag.
24 Und
Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer
Art: Vieh und Gewürm und Getier der Erde nach seiner Art! Und es
ward also.
25 Und
Gott machte das Getier der Erde nach seiner Art, und das Vieh
nach seiner Art, und alles, was sich auf dem Erdboden regt, nach
seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war.
26 Und
Gott sprach: Lasset uns Menschen machen in unserem Bilde, nach
unserem Gleichnis; und sie sollen herrschen über die Fische des
Meeres und über das Gevögel des Himmels und über das Vieh und
über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde
regt!
27 Und
Gott schuf den Menschen in seinem Bilde, im Bilde Gottes schuf
er ihn; Mann und Weib schuf er sie.
28 Und
Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und
mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan;
und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel
des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!
29 Und
Gott sprach: Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende
Kraut, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum,
an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur
Speise sein;
30 und
allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem,
was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist,
habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben.
31 Und
es ward also. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und
siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend und es ward Morgen:
der sechste Tag.
2,1 So
wurden vollendet der Himmel und die Erde und all ihr Heer.
2 Und
Gott hatte am siebten Tage sein Werk vollendet, das er gemacht
hatte; und er ruhte am siebten Tage von all seinem Werk, das er
gemacht hatte.
3 Und
Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an demselben
ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem
er es machte.
4 Dies
ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen
wurden, an dem Tage, da Jehova Gott Erde und Himmel machte,
5 und
ehe alles Gesträuch des Feldes auf der Erde war, und ehe alles
Kraut des Feldes sproßte; denn Jehova Gott hatte nicht regnen
lassen auf die Erde, und kein Mensch war da, um den Erdboden zu
bebauen.
6 Ein
Dunst aber stieg auf von der Erde und befeuchtete die ganze
Oberfläche des Erdbodens.
7 Und
Jehova Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und
hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde
eine lebendige Seele.
8 Und
Jehova Gott pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten, und er
setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.
9 Und
Jehova Gott ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen,
lieblich anzusehen und gut zur Speise; und den Baum des Lebens
in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten
und Bösen.
10 Und
ein Strom ging aus von Eden, den Garten zu bewässern; und von
dort aus teilte er sich und wurde zu vier Flüssen.
11 Der
Name des ersten ist Pison; dieser ist es, der das ganze Land
Hawila umfließt, wo das Gold ist;
12 und
das Gold dieses Landes ist gut; daselbst ist das Bdellion und
der Stein Onyx.
13 Und
der Name des zweiten Flusses: Gihon; dieser ist es, der das
ganze Land Kusch umfließt.
14 Und
der Name des dritten Flusses: Hiddekel; dieser ist es, der vor
Assyrien fließt. Und der vierte Fluß, das ist der Phrath.
15 Und
Jehova Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden,
ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.
16 Und
Jehova Gott gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baume des
Gartens darfst du nach Belieben essen;
17
aber von dem Baume der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon
sollst du nicht essen; denn welches Tages du davon issest, wirst
du gewißlich sterben.
18 Und
Jehova Gott sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei;
ich will ihm eine Hilfe machen, seines Gleichen.
19 Und
Jehova Gott bildete aus dem Erdboden alles Getier des Feldes und
alles Gevögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen,
um zu sehen, wie er sie nennen würde; und wie irgend der Mensch
ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein.
20 Und
der Mensch gab Namen allem Vieh und dem Gevögel des Himmels und
allem Getier des Feldes. Aber für Adam fand er keine Hilfe
seines Gleichen.
21 Und
Jehova Gott ließ einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen,
und er entschlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und
verschloß ihre Stelle mit Fleisch;
22 und
Jehova Gott baute aus der Rippe, die er von dem Menschen
genommen hatte, ein Weib, und er brachte sie zu dem Menschen.
23 Und
der Mensch sprach: Diese ist einmal Gebein von meinen Gebeinen
und Fleisch von meinem Fleische; diese soll Männin heißen, denn
vom Manne ist diese genommen.
24
Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und
seinem Weibe anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.
25 Und
sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und sie
schämten sich nicht.
3,1
Und die Schlange war listiger als alles Getier des Feldes, das
Jehova Gott gemacht hatte; und sie sprach zu dem Weibe: Hat Gott
wirklich gesagt: Ihr sollt nicht essen von jedem Baume des
Gartens?
2 Und
das Weib sprach zu der Schlange: Von der Frucht der Bäume des
Gartens essen wir;
3 aber
von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat
Gott gesagt, davon sollt ihr nicht essen und sie nicht anrühren,
auf daß ihr nicht sterbet.
4 Und
die Schlange sprach zu dem Weibe: Mit nichten werdet ihr
sterben!
5
Sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon esset, eure
Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend
Gutes und Böses.
6 Und
das Weib sah, daß der Baum gut zur Speise und daß er eine Lust
für die Augen und daß der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht
zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab
auch ihrem Manne mit ihr, und er aß.
7 Da
wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, daß sie
nackt waren; und sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten
sich Schürzen.
8 Und
sie hörten die Stimme Jehovas Gottes, der im Garten wandelte bei
der Kühle des Tages. Und der Mensch und sein Weib versteckten
sich vor dem Angesicht Jehovas Gottes mitten unter die Bäume des
Gartens.
9 Und
Jehova Gott rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
10 Und
er sprach: Ich hörte deine Stimme im Garten, und ich fürchtete
mich, denn ich bin nackt, und ich versteckte mich.
11 Und
er sprach: Wer hat dir kundgetan, daß du nackt bist? Hast du
gegessen von dem Baume, von dem ich dir geboten habe, nicht
davon zu essen?
12 Und
der Mensch sprach: Das Weib, das du mir beigegeben hast, sie gab
mir von dem Baume, und ich aß.
13 Und
Jehova Gott sprach zu dem Weibe: Was hast du da getan! Und das
Weib sprach: Die Schlange betrog mich, und ich aß.
14 Und
Jehova Gott sprach zu der Schlange: Weil du dieses getan hast,
sollst du verflucht sein vor allem Vieh und vor allem Getier des
Feldes! Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen
alle Tage deines Lebens.
15 Und
ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und
zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf
zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen.
16 Zu
dem Weibe sprach er: Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner
Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und
nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über
dich herrschen.
17 Und
zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört
und gegessen hast von dem Baume, von dem ich dir geboten und
gesprochen habe: Du sollst nicht davon essen, so sei der
Erdboden verflucht um deinetwillen: mit Mühsal sollst du davon
essen alle Tage deines Lebens;
18 und
Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das
Kraut des Feldes essen.
19 Im
Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen, bis du
zurückkehrst zur Erde, denn von ihr bist du genommen. Denn Staub
bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!
20 Und
der Mensch gab seinem Weibe den Namen Eva, denn sie war die
Mutter aller Lebendigen.
21 Und
Jehova Gott machte Adam und seinem Weibe Röcke von Fell und
bekleidete sie.
22 Und
Jehova Gott sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser
einer, zu erkennen Gutes und Böses; und nun, daß er seine Hand
nicht ausstrecke und nehme auch von dem Baume des Lebens und
esse und lebe ewiglich!
23 Und
Jehova Gott schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, um den
Erdboden zu bebauen, davon er genommen war;
24 und
er trieb den Menschen aus und ließ lagern gegen Osten vom Garten
Eden die Cherubim und die Flamme des kreisenden Schwertes, um
den Weg zum Baume des Lebens zu bewahren.
4,1
Und der Mensch erkannte Eva, sein Weib, und sie ward schwanger
und gebar Kain; und sie sprach: Ich habe einen Mann erworben mit
Jehova.
2 Und
sie gebar ferner seinen Bruder, den Abel. Und Abel wurde ein
Schafhirt, und Kain wurde ein Ackerbauer.
3 Und
es geschah nach Verlauf einer Zeit, da brachte Kain dem Jehova
eine Opfergabe von der Frucht des Erdbodens;
4 und
Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von
ihrem Fett. Und Jehova blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;
5 aber
auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Und Kain
ergrimmte sehr, und sein Antlitz senkte sich.
6 Und
Jehova sprach zu Kain: Warum bist du ergrimmt, und warum hat
sich dein Antlitz gesenkt?
7 Ist
es nicht so, daß es sich erhebt, wenn du wohl tust? Und wenn du
nicht wohl tust, so lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir
wird sein Verlangen sein, du aber wirst über ihn herrschen.
8 Und
Kain sprach zu seinem Bruder Abel; und es geschah, als sie auf
dem Felde waren, da erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und
erschlug ihn.
9 Und
Jehova sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sprach:
Ich weiß nicht; bin ich meines Bruders Hüter?
10 Und
er sprach: Was hast du getan! Horch! Das Blut deines Bruders
schreit zu mir vom Erdboden her.
11 Und
nun, verflucht seiest du von dem Erdboden hinweg, der seinen
Mund aufgetan hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu
empfangen!
12
Wenn du den Erdboden bebaust, soll er dir hinfort seine Kraft
nicht geben; unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde.
13 Und
Kain sprach zu Jehova: Zu groß ist meine Strafe, um sie zu
tragen.
14
Siehe, du hast mich heute von der Fläche des Erdbodens
vertrieben, und ich werde verborgen sein vor deinem Angesicht
und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird
geschehen: wer irgend mich findet, wird mich erschlagen.
15 Und
Jehova sprach zu ihm: Darum, jeder, der Kain erschlägt
siebenfältig soll es gerächt werden. Und Jehova machte an Kain
ein Zeichen, auf daß ihn nicht erschlüge, wer irgend ihn fände.
16 Und
Kain ging weg von dem Angesicht Jehovas und wohnte im Lande Nod,
östlich von Eden.
17 Und
Kain erkannte sein Weib, und sie ward schwanger und gebar
Hanoch. Und er baute eine Stadt und benannte die Stadt nach dem
Namen seines Sohnes Hanoch.
18 Und
dem Hanoch wurde Irad geboren; und Irad zeugte Mehujael, und
Mehujael zeugte Methusael, und Methusael zeugte Lamech.
19 Und
Lamech nahm sich zwei Weiber; der Name der einen war Ada, und
der Name der anderen Zilla.
20 Und
Ada gebar Jabal; dieser war der Vater der Zeltbewohner und
Herdenbesitzer.
21 Und
der Name seines Bruders war Jubal; dieser war der Vater aller
derer, welche mit der Laute und der Flöte umgehen.
22 Und
Zilla, auch sie gebar Tubalkain, einen Hämmerer von allerlei
Schneidewerkzeug aus Erz und Eisen. Und die Schwester Tubalkains
war Naama.
23 Und
Lamech sprach zu seinen Weibern: Ada und Zilla, höret meine
Stimme; Weiber Lamechs, horchet auf meine Rede! Einen Mann
erschlug ich für meine Wunde und einen Jüngling für meine
Strieme!
24
Wenn Kain siebenfältig gerächt wird, so Lamech
siebenundsiebzigfältig.
25 Und
Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn und
gab ihm den Namen Seth; denn Gott hat mir einen anderen Samen
gesetzt an Stelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat.
26 Und
dem Seth, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den
Namen Enos. Damals fing man an, den Namen Jehovas anzurufen.
5,1
Dies ist das Buch von Adams Geschlechtern. An dem Tage, da Gott
Adam schuf, machte er ihn im Gleichnis Gottes.
2 Mann
und Weib schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen den
Namen Mensch, an dem Tage, da sie geschaffen wurden.
3 Und
Adam lebte hundertdreißig Jahre und zeugte einen Sohn in seinem
Gleichnis, nach seinem Bilde, und gab ihm den Namen Seth.
4 Und
die Tage Adams, nachdem er Seth gezeugt hatte, waren achthundert
Jahre, und er zeugte Söhne und Töchter.
5 Und
alle Tage Adams, die er lebte, waren neunhundertdreißig Jahre,
und er starb.
6 Und
Seth lebte hundertfünf Jahre und zeugte Enos.
7 Und
Seth lebte, nachdem er Enos gezeugt hatte, achthundertsieben
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
8 Und
alle Tage Seths waren neunhundertzwölf Jahre, und er starb.
9 Und
Enos lebte neunzig Jahre und zeugte Kenan.
10 Und
Enos lebte, nachdem er Kenan gezeugt hatte, achthundertfünfzehn
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
11 Und
alle Tage Enos’ waren neunhundertfünf Jahre, und er starb.
12 Und
Kenan lebte siebzig Jahre und zeugte Mahalalel.
13 Und
Kenan lebte, nachdem er Mahalalel gezeugt hatte,
achthundertvierzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
14 Und
alle Tage Kenans waren neunhundertzehn Jahre, und er starb.
15 Und
Mahalalel lebte fünfundsechzig Jahre und zeugte Jered.
16 Und
Mahalalel lebte, nachdem er Jered gezeugt hatte,
achthundertdreißig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
17 Und
alle Tage Mahalalels waren achthundertfünfundneunzig Jahre, und
er starb.
18 Und
Jered lebte hundertzweiundsechzig Jahre und zeugte Henoch.
19 Und
Jered lebte, nachdem er Henoch gezeugt hatte, achthundert Jahre
und zeugte Söhne und Töchter.
20 Und
alle Tage Jereds waren neunhundertzweiundsechzig Jahre, und er
starb.
21 Und
Henoch lebte fünfundsechzig Jahre und zeugte Methusalah.
22 Und
Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Methusalah gezeugt hatte,
dreihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
23 Und
alle Tage Henochs waren dreihundertfünfundsechzig Jahre.
24 Und
Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr, denn Gott nahm
ihn hinweg.
25 Und
Methusalah lebte hundertsiebenachtzig Jahre und zeugte Lamech.
26 Und
Methusalah lebte, nachdem er Lamech gezeugt hatte,
siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
27 Und
alle Tage Methusalahs waren neunhundertneunundsechzig Jahre, und
er starb.
28 Und
Lamech lebte hundertzweiundachtzig Jahre und zeugte einen Sohn.
29 Und
er gab ihm den Namen Noah, indem er sprach: Dieser wird uns
trösten über unsere Arbeit und über die Mühe unserer Hände wegen
des Erdbodens, den Jehova verflucht hat.
30 Und
Lamech lebte, nachdem er Noah gezeugt hatte,
fünfhundertfünfundneunzig Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
31 Und
alle Tage Lamechs waren siebenhundertsiebenundsiebzig Jahre, und
er starb.
32 Und
Noah war fünfhundert Jahre alt; und Noah zeugte Sem, Ham und
Japhet.
6,1
Und es geschah, als die Menschen begannen sich zu mehren auf der
Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden,
2 da
sahen die Söhne Gottes, daß die Töchter der Menschen schön
waren, und sie nahmen sich zu Weibern, welche sie irgend
erwählten.
3 Und
Jehova sprach: Mein Geist soll nicht ewiglich mit dem Menschen
rechten, da er ja Fleisch ist; und seine Tage seien
hundertzwanzig Jahre.
4 In
jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch nachher, als
die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und
diese ihnen gebaren. Das sind die Helden, welche von alters her
waren, die Männer von Ruhm gewesen sind.
5 Und
Jehova sah, daß des Menschen Bosheit groß war auf Erden und
alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen
Tag.
6 Und
es reute Jehova, daß er den Menschen gemacht hatte auf der Erde,
und es schmerzte ihn in sein Herz hinein.
7 Und
Jehova sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe,
von der Fläche des Erdbodens vertilgen, vom Menschen bis zum
Vieh, bis zum Gewürm und bis zum Gevögel des Himmels; denn es
reut mich, daß ich sie gemacht habe.
8 Noah
aber fand Gnade in den Augen Jehovas.
9 Dies
ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener
Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.
10 Und
Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Japhet.
11 Und
die Erde war verderbt vor Gott, und die Erde war voll Gewalttat.
12 Und
Gott sah die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles
Fleisch hatte seinen Weg verderbt auf Erden.
13 Und
Gott sprach zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich
gekommen; denn die Erde ist voll Gewalttat durch sie; und siehe,
ich will sie verderben mit der Erde.
14
Mache dir eine Arche von Gopherholz; mit Kammern sollst du die
Arche machen und sie von innen und von außen mit Harz verpichen.
15 Und
also sollst du sie machen: Dreihundert Ellen sei die Länge der
Arche, fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe.
16
Eine Lichtöffnung sollst du der Arche machen, und bis zu einer
Elle sollst du sie fertigen von oben her; und die Tür der Arche
sollst du in ihre Seite setzen; mit einem unteren, zweiten und
dritten Stockwerk sollst du sie machen.
17
Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um
alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, in welchem ein
Hauch des Lebens ist; alles, was auf der Erde ist, soll
verscheiden.
18
Aber mit dir will ich meinen Bund errichten, und du sollst in
die Arche gehen, du und deine Söhne und dein Weib und die Weiber
deiner Söhne mit dir.
19 Und
von allem Lebendigen, von allem Fleische, zwei von jeglichem
sollst du in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu
erhalten; ein Männliches und ein Weibliches sollen sie sein.
20 Von
dem Gevögel nach seiner Art und von dem Vieh nach seiner Art,
von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art: zwei von
jeglichem sollen zu dir hineingehen, um sie am Leben zu
erhalten.
21 Und
du, nimm dir von aller Speise, die gegessen wird und sammle sie
bei dir auf, daß sie dir und ihnen zur Nahrung sei.
22 Und
Noah tat es; nach allem, was Gott ihm geboten hatte, also tat
er.
7,1
Und Jehova sprach zu Noah: Gehe in die Arche, du und dein ganzes
Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in diesem
Geschlecht.
2 Von
allem reinen Vieh sollst du sieben und sieben zu dir nehmen, ein
Männchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein
ist, zwei, ein Männchen und sein Weibchen;
3 auch
von dem Gevögel des Himmels sieben und sieben, ein Männliches
und ein Weibliches: um Samen am Leben zu erhalten auf der Fläche
der ganzen Erde.
4 Denn
in noch sieben Tagen, so lasse ich auf die Erde regnen vierzig
Tage und vierzig Nächte und werde vertilgen von der Fläche des
Erdbodens alles Bestehende, das ich gemacht habe.
5 Und
Noah tat nach allem, was Jehova ihm geboten hatte.
6 Und
Noah war sechshundert Jahre alt, als die Flut kam, Wasser über
die Erde.
7 Und
Noah und seine Söhne und sein Weib und die Weiber seiner Söhne
mit ihm gingen in die Arche vor den Wassern der Flut.
8 Von
dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist, und von
dem Gevögel und von allem, was sich auf dem Erdboden regt,
9
kamen zwei und zwei zu Noah in die Arche, ein Männliches und ein
Weibliches, wie Gott dem Noah geboten hatte.
10 Und
es geschah nach sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut über
die Erde.
11 Im
sechshundertsten Jahre des Lebens Noahs, im zweiten Monat, am
siebzehnten Tage des Monats, an diesem Tage brachen auf alle
Quellen der großen Tiefe, und die Fenster des Himmels taten sich
auf.
12 Und
der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nächte.
13 An
ebendemselben Tage gingen Noah und Sem und Ham und Japhet, die
Söhne Noahs, und das Weib Noahs und die drei Weiber seiner Söhne
mit ihnen in die Arche:
14 sie
und alles Getier nach seiner Art und alles Vieh nach seiner Art
und alles Gewürm, das sich auf der Erde regt, nach seiner Art
und alles Gevögel nach seiner Art, jeder Vogel von allerlei
Gefieder.
15 Und
sie gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem
Fleische, in welchem ein Hauch des Lebens war.
16 Und
die hineingingen, waren ein Männliches und ein Weibliches von
allem Fleische, wie Gott ihm geboten hatte. Und Jehova schloß
hinter ihm zu.
17 Und
die Flut kam vierzig Tage lang über die Erde. Und die Wasser
mehrten sich und hoben die Arche empor; und sie erhob sich über
die Erde.
18 Und
die Wasser nahmen überhand und mehrten sich sehr auf der Erde;
und die Arche fuhr auf der Fläche der Wasser.
19 Und
die Wasser nahmen gar sehr überhand auf der Erde, und es wurden
bedeckt alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind.
20
Fünfzehn Ellen darüber nahmen die Wasser überhand, und die Berge
wurden bedeckt.
21 Da
verschied alles Fleisch, das sich auf der Erde regte, an Gevögel
und an Vieh und an Getier und an allem Gewimmel, das auf der
Erde wimmelte, und alle Menschen;
22
alles starb, in dessen Nase ein Odem des Lebenshauches war, von
allem, was auf dem Trockenen war.
23 Und
vertilgt wurde alles Bestehende, das auf der Fläche des
Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zum Gewürm und bis
zum Gevögel des Himmels; und sie wurden vertilgt von der Erde.
Und nur Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.
24 Und
die Wasser hatten überhand auf der Erde hundertfünfzig Tage.
8,1
Und Gott gedachte des Noah und alles Getieres und alles Viehes,
das mit ihm in der Arche war; und Gott ließ einen Wind über die
Erde fahren, und die Wasser sanken.
2 Und
es wurden verschlossen die Quellen der Tiefe und die Fenster des
Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt.
3 Und
die Wasser wichen von der Erde, fort und fort weichend; und die
Wasser nahmen ab nach Verlauf von hundertfünfzig Tagen.
4 Und
im siebten Monat, am siebzehnten Tage des Monats, ruhte die
Arche auf dem Gebirge Ararat.
5 Und
die Wasser nahmen fort und fort ab bis zum zehnten Monat; im
zehnten Monat, am Ersten des Monats, wurden die Spitzen der
Berge sichtbar.
6 Und
es geschah nach Verlauf von vierzig Tagen, da öffnete Noah das
Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und ließ den Raben aus;
7 und
der flog hin und wieder, bis die Wasser von der Erde vertrocknet
waren.
8 Und
er ließ die Taube von sich aus, um zu sehen, ob die Wasser sich
verlaufen hätten von der Fläche des Erdbodens;
9 aber
die Taube fand keinen Ruheplatz für ihren Fuß und kehrte zu ihm
in die Arche zurück; denn die Wasser waren noch auf der Fläche
der ganzen Erde; und er streckte seine Hand aus und nahm sie und
brachte sie zu sich in die Arche.
10 Und
er wartete noch sieben andere Tage und ließ die Taube abermals
aus der Arche;
11 und
die Taube kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein
abgerissenes Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Und Noah
erkannte, daß die Wasser sich verlaufen hatten von der Erde.
12 Und
er wartete noch sieben andere Tage und ließ die Taube aus; und
sie kehrte hinfort nicht wieder zu ihm zurück.
13 Und
es geschah im sechshundertundersten Jahre, im ersten Monat, am
Ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde vertrocknet.
Und Noah tat die Decke von der Arche und sah: und siehe, die
Fläche des Erdbodens war getrocknet.
14 Und
im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tage des Monats, war
die Erde trocken.
15 Und
Gott redete zu Noah und sprach:
16
Gehe aus der Arche, du und dein Weib und deine Söhne und die
Weiber deiner Söhne mit dir.
17
Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleische, an Gevögel
und an Vieh und an allem Gewürm, das sich auf der Erde regt, laß
mit dir hinausgehen, daß sie wimmeln auf Erden und fruchtbar
seien und sich mehren auf Erden.
18 Und
Noah ging hinaus und seine Söhne und sein Weib und die Weiber
seiner Söhne mit ihm.
19
Alles Getier, alles Gewürm und alles Gevögel, alles was sich auf
der Erde regt, nach ihren Arten, gingen aus der Arche.
20 Und
Noah baute Jehova einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh
und von allem reinen Gevögel und opferte Brandopfer auf dem
Altar.
21 Und
Jehova roch den lieblichen Geruch, und Jehova sprach in seinem
Herzen: Nicht mehr will ich hinfort den Erdboden verfluchen um
des Menschen willen; denn das Dichten des menschlichen Herzens
ist böse von seiner Jugend an; und nicht mehr will ich hinfort
alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe.
22
Forthin, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und
Ernte, und Frost und Hitze, und Sommer und Winter, und Tag und
Nacht.
9,1
Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid
fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde;
2 und
die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allem Getier der
Erde und auf allem Gevögel des Himmels! Alles, was sich auf dem
Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hände sind
sie gegeben:
3
alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein;
wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles.
4 Nur
das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blute, sollt ihr nicht
essen;
5 und
wahrlich, euer Blut, nach euren Seelen, werde ich fordern; von
jedem Tiere werde ich es fordern, und von der Hand des Menschen,
von der Hand eines jeden, seines Bruders, werde ich die Seele
des Menschen fordern.
6 Wer
Menschenblut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut
vergossen werden; denn im Bilde Gottes hat er den Menschen
gemacht.
7 Ihr
nun, seid fruchtbar und mehret euch, wimmelt auf der Erde und
mehret euch auf ihr!
8 Und
Gott sprach zu Noah und zu seinen Söhnen mit ihm und sagte:
9 Und
ich, siehe, ich errichte meinen Bund mit euch und mit eurem
Samen nach euch;
10 und
mit jedem lebendigen Wesen, das bei euch ist, an Gevögel, an
Vieh und an allem Getier der Erde bei euch, was irgend von allem
Getier der Erde aus der Arche gegangen ist.
11 Und
ich errichte meinen Bund mit euch; und nicht mehr soll alles
Fleisch ausgerottet werden durch die Wasser der Flut, und keine
Flut soll mehr sein, die Erde zu verderben.
12 Und
Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte
zwischen mir und euch und jeder lebendigen Seele, die bei euch
ist, auf ewige Geschlechter hin:
13
Meinen Bogen setze ich in die Wolken, und er soll das Zeichen
des Bundes sein zwischen mir und der Erde.
14 Und
es wird geschehen, wenn ich Wolken über die Erde führe, so soll
der Bogen in den Wolken erscheinen,
15 und
ich werde meines Bundes gedenken, der zwischen mir und euch ist
und jedem lebendigen Wesen, von allem Fleische; und nicht mehr
sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch zu
verderben.
16 Und
der Bogen wird in den Wolken sein; und ich werde ihn ansehen, um
zu gedenken des ewigen Bundes zwischen Gott und jedem lebendigen
Wesen von allem Fleische, das auf Erden ist.
17 Und
Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich
errichtet habe zwischen mir und allem Fleische, das auf Erden
ist.
18 Und
die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, waren Sem und Ham und
Japhet; und Ham ist der Vater Kanaans.
19
Diese drei sind die Söhne Noahs und von diesen aus ist die ganze
Erde bevölkert worden.
20 Und
Noah fing an ein Ackersmann zu werden und pflanzte einen
Weinberg.
21 Und
er trank von dem Weine und ward trunken, und er entblößte sich
in seinem Zelte.
22 Und
Ham, der Vater Kanaans, sah die Blöße seines Vaters und
berichtete es seinen beiden Brüdern draußen.
23 Da
nahmen Sem und Japhet das Obergewand und legten es beide auf
ihre Schultern und gingen rücklings und bedeckten die Blöße
ihres Vaters; und ihre Angesichter waren abgewandt, und sie
sahen die Blöße ihres Vaters nicht.
24 Und
Noah erwachte von seinem Weine und erfuhr, was sein jüngster
Sohn ihm getan hatte.
25 Und
er sprach: Verflucht sei Kanaan! Ein Knecht der Knechte sei er
seinen Brüdern!
26 Und
er sprach: Gepriesen sei Jehova, der Gott Sems; und Kanaan sei
sein Knecht!
27
Weit mache es Gott dem Japhet, und er wohne in den Zelten Sems;
und Kanaan sei sein Knecht!
28 Und
Noah lebte nach der Flut dreihundertfünfzig Jahre;
29 und
alle Tage Noahs waren neunhundertfünfzig Jahre, und er starb.
10,1
Und dies sind die Geschlechter der Söhne Noahs, Sem, Ham und
Japhet: es wurden ihnen Söhne geboren nach der Flut.
2 Die
Söhne Japhets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und
Mesech und Tiras.
3 Und
die Söhne Gomers: Askenas und Riphat und Togarma.
4 Und
die Söhne Jawans: Elisa und Tarsis, die Kittim und die Dodanim.
5 Von
diesen aus verteilten sich die Bewohner der Inseln der Nationen
in ihren Ländern, eine jede nach ihrer Sprache, nach ihren
Familien, in ihren Nationen.
6 Und
die Söhne Hams: Kusch und Mizraim und Put und Kanaan.
7 Und
die Söhne Kuschs: Seba und Hawila und Sabta und Raghma und
Sabteka. Und die Söhne Raghmas: Scheba und Dedan.
8 Und
Kusch zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger zu sein auf der
Erde.
9 Er
war ein gewaltiger Jäger vor Jehova; darum sagt man: Wie Nimrod,
ein gewaltiger Jäger vor Jehova!
10 Und
der Anfang seines Reiches war Babel und Erek und Akkad und Kalne
im Lande Sinear.
11 Von
diesem Lande zog er aus nach Assur und baute Ninive und
Rechobot-Ir und Kalach,
12 und
Resen zwischen Ninive und Kalach: das ist die große Stadt.
13 Und
Mizraim zeugte die Ludim und die Anamim und die Lehabim und die
Naphtuchim
14 und
die Pathrusim und die Kasluchim (von welchen die Philister
ausgegangen sind,) und die Kaphtorim.
15 Und
Kanaan zeugte Zidon, seinen Erstgeborenen, und Heth,
16 und
den Jebusiter und den Amoriter und den Girgasiter,
17 und
den Hewiter und den Arkiter und den Siniter,
18 und
den Arwaditer und den Zemariter und den Hamathiter. Und nachher
haben sich die Familien der Kanaaniter zerstreut.
19 Und
das Gebiet der Kanaaniter erstreckte sich von Zidon nach Gerar
hin, bis Gasa; nach Sodom und Gomorra und Adama und Zeboim hin,
bis Lescha.
20 Das
sind die Söhne Hams nach ihren Familien, nach ihren Sprachen, in
ihren Ländern, in ihren Nationen.
21 Und
dem Sem, dem Vater aller Söhne Hebers, dem Bruder Japhets, des
ältesten, auch ihm wurden Söhne geboren.
22 Die
Söhne Sems: Elam und Assur und Arpaksad und Lud und Aram.
23 Und
die Söhne Arams: Uz und Hul und Gether und Masch.
24 Und
Arpaksad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Heber.
25 Und
dem Heber wurden zwei Söhne geboren: der Name des einen war
Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; und der
Name seines Bruders war Joktan.
26 Und
Joktan zeugte Almodad und Scheleph und Hazarmaweth und Jerach
27 und
Hadoram und Usal und Dikla
28 und
Obal und Abimael und Scheba
29 und
Ophir und Hawila und Jobab; diese alle waren Söhne Joktans.
30 Und
ihr Wohnsitz war von Meschar nach Sephar hin, dem Gebirge des
Ostens.
31 Das
sind die Söhne Sems nach ihren Familien, nach ihren Sprachen, in
ihren Ländern, nach ihren Nationen.
32 Das
sind die Familien der Söhne Noahs nach ihren Geschlechtern, in
ihren Nationen; und von diesen aus haben sich nach der Flut die
Nationen auf der Erde verteilt.
11,1
Und die ganze Erde hatte eine Sprache und einerlei Worte.
2 Und
es geschah, als sie nach Osten zogen, da fanden sie eine Ebene
im Lande Sinear und wohnten daselbst.
3 Und
sie sprachen einer zum anderen: Wohlan, laßt uns Ziegel
streichen und hart brennen! Und der Ziegel diente ihnen als
Stein, und das Erdharz diente ihnen als Mörtel.
4 Und
sie sprachen: Wohlan, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm,
dessen Spitze an den Himmel reiche, und machen wir uns einen
Namen, daß wir nicht zerstreut werden über die ganze Erde!
5 Und
Jehova fuhr hernieder, die Stadt und den Turm zu sehen, welche
die Menschenkinder bauten.
6 Und
Jehova sprach: Siehe, sie sind ein Volk und haben alle eine
Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun; und nun wird
ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen.
7
Wohlan, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst
verwirren, daß sie einer des anderen Sprache nicht verstehen!
8 Und
Jehova zerstreute sie von dannen über die ganze Erde; und sie
hörten auf, die Stadt zu bauen.
9
Darum gab man ihr den Namen Babel; denn daselbst verwirrte
Jehova die Sprache der ganzen Erde, und von dannen zerstreute
sie Jehova über die ganze Erde.
10
Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und
zeugte Arpaksad, zwei Jahre nach der Flut.
11 Und
Sem lebte, nachdem er Arpaksad gezeugt hatte, fünfhundert Jahre
und zeugte Söhne und Töchter.
12 Und
Arpaksad lebte fünfunddreißig Jahre und zeugte Schelach.
13 Und
Arpaksad lebte, nachdem er Schelach gezeugt hatte,
vierhundertdrei Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
14 Und
Schelach lebte dreißig Jahre und zeugte Heber.
15 Und
Schelach lebte, nachdem er Heber gezeugt hatte, vierhundertdrei
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
16 Und
Heber lebte vierunddreißig Jahre und zeugte Peleg.
17 Und
Heber lebte, nachdem er Peleg gezeugt hatte, vierhundertdreißig
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
18 Und
Peleg lebte dreißig Jahre und zeugte Reghu.
19 Und
Peleg lebte, nachdem er Reghu gezeugt hatte, zweihundertneun
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
20 Und
Reghu lebte zweiunddreißig Jahre und zeugte Serug.
21 Und
Reghu lebte, nachdem er Serug gezeugt hatte, zweihundertsieben
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
22 Und
Serug lebte dreißig Jahre und zeugte Nahor.
23 Und
Serug lebte, nachdem er Nahor gezeugt hatte, zweihundert Jahre
und zeugte Söhne und Töchter.
24 Und
Nahor lebte neunundzwanzig Jahre und zeugte Tarah.
25 Und
Nahor lebte, nachdem er Tarah gezeugt hatte, hundertneunzehn
Jahre und zeugte Söhne und Töchter.
26 Und
Tarah lebte siebzig Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran.
27 Und
dies sind die Geschlechter Tarahs: Tarah zeugte Abram, Nahor und
Haran; und Haran zeugte Lot.
28 Und
Haran starb vor dem Angesicht seines Vaters Tarah, in dem Lande
seiner Geburt, zu Ur in Chaldäa.
29 Und
Abram und Nahor nahmen sich Weiber; der Name des Weibes Abrams
war Sarai, und der Name des Weibes Nahors Milka, die Tochter
Harans, des Vaters der Milka und des Vaters der Jiska.
30 Und
Sarai war unfruchtbar, sie hatte kein Kind.
31 Und
Tarah nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans, seines
Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, das Weib seines
Sohnes Abram; und sie zogen miteinander aus Ur in Chaldäa, um in
das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen bis Haran und wohnten
daselbst.
32 Und
die Tage Tarahs waren zweihundertfünf Jahre, und Tarah starb in
Haran.
12,1
Und Jehova sprach zu Abram: Gehe aus deinem Lande und aus deiner
Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in das Land, das ich
dir zeigen werde.
2 Und
ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und
ich will deinen Namen groß machen; und du sollst ein Segen sein!
3 Und
ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde
ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle
Geschlechter der Erde!
4 Und
Abram ging hin, wie Jehova zu ihm geredet hatte, und Lot ging
mit ihm; und Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus
Haran zog.
5 Und
Abram nahm Sarai, sein Weib, und Lot, seines Bruders Sohn, und
alle ihre Habe, die sie erworben, und die Seelen, die sie in
Haran gewonnen hatten, und sie zogen aus, um in das Land Kanaan
zu gehen; und sie kamen in das Land Kanaan.
6 Und
Abram durchzog das Land bis zu dem Orte Sichem, bis zur
Terebinthe Mores. Und die Kanaaniter waren damals im Lande.
7 Und
Jehova erschien dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich
dieses Land geben. Und er baute daselbst Jehova, der ihm
erschienen war, einen Altar.
8 Und
er brach auf von dannen nach dem Gebirge ostwärts von Bethel und
schlug sein Zelt auf, Bethel gegen Westen und Ai gegen Osten;
und er baute daselbst Jehova einen Altar und rief den Namen
Jehovas an.
9 Und
Abram zog fort, immer weiter ziehend, nach dem Süden.
10 Es
entstand aber eine Hungersnot im Lande; und Abram zog nach
Ägypten hinab, um sich daselbst aufzuhalten, denn die Hungersnot
war schwer im Lande.
11 Und
es geschah, als er nahe daran war, nach Ägypten zu kommen, da
sprach er zu Sarai, seinem Weibe: Siehe doch, ich weiß, daß du
ein Weib, schön von Ansehen, bist;
12 und
es wird geschehen, wenn die Ägypter dich sehen, so werden sie
sagen: Sie ist sein Weib; und sie werden mich erschlagen und
dich leben lassen.
13
Sage doch, du seiest meine Schwester, auf daß es mir wohlgehe um
deinetwillen und meine Seele am Leben bleibe deinethalben.
14 Und
es geschah, als Abram in Ägypten ankam, da sahen die Ägypter,
daß das Weib sehr schön war.
15 Und
die Fürsten des Pharao sahen sie und priesen sie dem Pharao; und
das Weib wurde in das Haus des Pharao geholt.
16 Und
er tat Abram Gutes um ihretwillen; und er bekam Kleinvieh und
Rinder und Esel und Knechte und Mägde und Eselinnen und Kamele.
17 Und
Jehova schlug den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um
Sarais willen, des Weibes Abrams.
18 Und
der Pharao ließ Abram rufen und sprach: Was hast du mir da
getan? Warum hast du mir nicht kundgetan, daß sie dein Weib ist?
19
Warum hast du gesagt: Sie ist meine Schwester, so daß ich sie
mir zum Weibe nahm? Und nun siehe, da ist dein Weib, nimm sie
und gehe hin.
20 Und
der Pharao entbot seinetwegen Männer, und sie geleiteten ihn und
sein Weib und alles, was er hatte.
13,1
Und Abram zog herauf aus Ägypten, er und sein Weib und alles,
was er hatte, und Lot mit ihm, nach dem Süden.
2 Und
Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold.
3 Und
er ging auf seinen Zügen vom Süden bis Bethel, bis zu dem Orte,
wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen Bethel und Ai,
4 zu
der Stätte des Altars, den er zuvor daselbst gemacht hatte. Und
Abram rief daselbst den Namen Jehovas an.
5 Und
auch Lot, der mit Abram zog, hatte Kleinvieh und Rinder und
Zelte.
6 Und
das Land ertrug es nicht, daß sie beisammen wohnten; denn ihre
Habe war groß, und sie konnten nicht beisammen wohnen.
7 Und
es gab Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten
von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten
damals im Lande.
8 Da
sprach Abram zu Lot: Laß doch kein Gezänk sein zwischen mir und
dir und zwischen meinen Hirten und deinen Hirten; denn wir sind
Brüder!
9 Ist
nicht das ganze Land vor dir? Trenne dich doch von mir!Willst du
zur Linken, so will ich mich zur Rechten wenden, und willst du
zur Rechten, so will ich mich zur Linken wenden.
10 Und
Lot hob seine Augen auf und sah die ganze Ebene des Jordan, daß
sie ganz bewässert war (bevor Jehova Sodom und Gomorra zerstört
hatte) gleich dem Garten Jehovas, wie das Land Ägypten, bis nach
Zoar hin.
11 Und
Lot erwählte sich die ganze Ebene des Jordan, und Lot zog
ostwärts; und sie trennten sich voneinander.
12
Abram wohnte im Lande Kanaan, und Lot wohnte in den Städten der
Ebene und schlug Zelte auf bis nach Sodom.
13 Und
die Leute von Sodom waren böse und große Sünder vor Jehova.
14 Und
Jehova sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte:
Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Orte, wo du bist,
gegen Norden und gegen Süden und gegen Osten und gegen Westen!
15
Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und
deinem Samen auf ewig.
16 Und
ich will deinen Samen machen wie den Staub der Erde, so daß,
wenn jemand den Staub der Erde zu zählen vermag, auch dein Same
gezählt werden wird.
17
Mache dich auf und durchwandle das Land nach seiner Länge und
nach seiner Breite; denn dir will ich es geben.
18 Und
Abram schlug Zelte auf, und kam und wohnte unter den Terebinthen
Mamres, die bei Hebron sind; und er baute daselbst Jehova einen
Altar.
14,1
Und es geschah in den Tagen Amraphels, des Königs von Sinear,
Ariochs, des Königs von Ellasar, Kedorlaomers, des Königs von
Elam, und Thidhals, des Königs von Gojim,
2 daß
sie Krieg führten mit Bera, dem Könige von Sodom, und mit
Birscha, dem Könige von Gomorra, Schineab, dem Könige von Adama,
und Schemeber, dem Könige von Zeboim, und mit dem Könige von
Bela, das ist Zoar.
3 Alle
diese verbündeten sich und kamen in das Tal Siddim, das ist das
Salzmeer.
4
Zwölf Jahre hatten sie Kedorlaomer gedient, und im dreizehnten
Jahre empörten sie sich.
5 Und
im vierzehnten Jahre kamen Kedorlaomer und die Könige, die mit
ihm waren, und schlugen die Rephaim zu Asteroth-Karnaim und die
Susim zu Ham und die Emim in der Ebene von Kirjathaim,
6 und
die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis El-Paran, das an der
Wüste liegt.
7 Und
sie wandten sich und kamen nach En-Mischpat, das ist Kades; und
sie schlugen das ganze Gefilde der Amalekiter und auch die
Amoriter, die zu Hazazon-Tamar wohnten.
8 Und
es zogen aus der König von Sodom und der König von Gomorra und
der König von Adama und der König von Zeboim und der König von
Bela, das ist Zoar; und sie stellten sich gegen sie in
Schlachtordnung auf im Tale Siddim:
9
gegen Kedorlaomer, den König von Elam, und Thidhal, den König
von Gojim, und Amraphel, den König von Sinear, und Arioch, den
König von Ellasar, vier Könige gegen die fünf.
10 Das
Tal Siddim war aber voll von Erdharzquellen; und die Könige von
Sodom und Gomorra flohen und fielen daselbst, und die übrigen
flohen ins Gebirge.
11 Und
sie nahmen alle Habe von Sodom und Gomorra und alle ihre Speise
und zogen davon.
12 Und
sie nahmen Lot, Abrams Bruders Sohn, und seine Habe und zogen
davon; denn er wohnte in Sodom.
13 Und
es kam ein Entronnener und berichtete es Abram, dem Hebräer; er
wohnte aber unter den Terebinthen Mamres, des Amoriters, des
Bruders von Eskol und des Bruders von Aner, und diese waren
Abrams Bundesgenossen.
14 Und
als Abram hörte, daß sein Bruder gefangen weggeführt war, ließ
er seine Geübten, seine Hausgeborenen, ausrücken,
dreihundertachtzehn Mann, und jagte ihnen nach bis Dan.
15 Und
er teilte sich wider sie des Nachts, er und seine Knechte, und
schlug sie und jagte ihnen nach bis Hoba, das zur Linken von
Damaskus liegt.
16 Und
er brachte alle Habe zurück; und auch Lot, seinen Bruder, und
dessen Habe brachte er zurück, und auch die Weiber und das Volk.
17 Und
als er zurückgekehrt war, nachdem er Kedorlaomer und die Könige,
die mit ihm gewesen, geschlagen hatte, zog der König von Sodom
aus, ihm entgegen, in das Tal Schawe, das ist das Königstal.
18 Und
Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und
er war Heilige (e-r) Gottes, des Höchsten.
19 Und
er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem
Höchsten, der Himmel und Erde besitzt!
20 Und
gepriesen sei Gott, der Höchste, der deine Feinde in deine Hand
geliefert hat! Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.
21 Und
der König von Sodom sprach zu Abram: Gib mir die Seelen, und die
Habe nimm für dich.
22 Und
Abram sprach zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu
Jehova, zu Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt:
23
Wenn vom Faden bis zum Schuhriemen, ja, wenn ich irgend etwas
nehme von dem, was dein ist…! Auf daß du nicht sagest: Ich habe
Abram reich gemacht.
24
Nichts für mich! Nur was die Knaben verzehrt haben, und das Teil
der Männer, die mit mir gezogen sind: Aner, Eskol und Mamre, die
mögen ihr Teil nehmen!
15,1
Nach diesen Dingen geschah das Wort Jehovas zu Abram in einem
Gesicht also: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild,
dein sehr großer Lohn.
2 Und
Abram sprach: Herr, Jehova, was willst du mir geben? Ich gehe ja
kinderlos dahin, und der Erbe meines Hauses, das ist Elieser von
Damaskus.
3 Und
Abram sprach: Siehe, mir hast du keinen Samen gegeben, und
siehe, der Sohn meines Hauses wird mich beerben.
4 Und
siehe, das Wort Jehovas geschah zu ihm also: Nicht dieser wird
dich beerben, sondern der aus deinem Leibe hervorgehen wird, der
wird dich beerben.
5 Und
er führte ihn hinaus und sprach: Blicke doch gen Himmel und
zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu
ihm: Also wird dein Same sein!
6 Und
er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
7 Und
er sprach zu ihm: Ich bin Jehova, der dich herausgeführt hat aus
Ur in Chaldäa, um dir dieses Land zu geben, es zu besitzen.
8 Und
er sprach: Herr, Jehova, woran soll ich erkennen, daß ich es
besitzen werde?
9 Da
sprach er zu ihm: Hole mir eine dreijährige Färse und eine
dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine
Turteltaube und eine junge Taube.
10 Und
er holte ihm diese alle und zerteilte sie in der Mitte und legte
die Hälfte eines jeden der anderen gegenüber; aber das Geflügel
zerteilte er nicht.
11 Und
die Raubvögel stürzten auf die Äser herab; und Abram scheuchte
sie hinweg.
12 Und
es geschah, als die Sonne untergehen wollte, da fiel ein tiefer
Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken, dichte Finsternis
überfiel ihn.
13 Und
er sprach zu Abram: Gewißlich sollst du wissen, daß dein Same
ein Fremdling sein wird in einem Lande, das nicht das ihre ist;
und sie werden ihnen dienen, und sie werden sie bedrücken
vierhundert Jahre.
14
Aber ich werde die Nation auch richten, welcher sie dienen
werden; und danach werden sie ausziehen mit großer Habe.
15 Und
du, du wirst zu deinen Vätern eingehen in Frieden, wirst
begraben werden in gutem Alter.
16 Und
im vierten Geschlecht werden sie hierher zurückkehren; denn die
Ungerechtigkeit der Amoriter ist bis hierher noch nicht voll.
17 Und
es geschah, als die Sonne untergegangen und dichte Finsternis
geworden war, siehe da, ein rauchender Ofen und eine
Feuerflamme, die zwischen jenen Stücken hindurchfuhr.
18 An
selbigem Tage machte Jehova einen Bund mit Abram und sprach:
Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strome Ägyptens bis an den
großen Strom, den Strom Phrath:
19 die
Keniter und die Kenisiter und die Kadmoniter
20 und
die Hethiter und die Perisiter und die Rephaim,
21 und
die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgasiter und die
Jebusiter.
16,1
Und Sarai, Abrams Weib, gebar ihm nicht. Und sie hatte eine
ägyptische Magd, und ihr Name war Hagar.
2 Und
Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, Jehova hat mich verschlossen,
daß ich nicht gebäre; gehe doch ein zu meiner Magd, vielleicht
werde ich aus ihr erbaut werden. Und Abram hörte auf die Stimme
Sarais.
3 Und
Sarai, Abrams Weib, nahm Hagar, die Ägypterin, ihre Magd, nach
Verlauf von zehn Jahren, die Abram im Lande Kanaan gewohnt
hatte, und gab sie Abram, ihrem Manne, ihm zum Weibe.
4 Und
er ging zu Hagar ein, und sie ward schwanger; und als sie sah,
daß sie schwanger war, da wurde ihre Herrin gering in ihren
Augen.
5 Und
Sarai sprach zu Abram: Das Unrecht, das mir widerfährt, fällt
auf dich! Ich habe meine Magd in deinen Schoß gegeben; und da
sie sieht, daß sie schwanger geworden ist, bin ich gering in
ihren Augen. Jehova richte zwischen mir und dir!
6 Und
Abram sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand; tue
ihr, was gut ist in deinen Augen. Und Sarai behandelte sie hart,
und sie floh von ihr hinweg.
7 Und
der Engel Jehovas fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste,
an der Quelle auf dem Wege nach Sur.
8 Und
er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst
du? Und sie sprach: Ich fliehe hinweg von meiner Herrin Sarai.
9 Und
der Engel Jehovas sprach zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück
und demütige dich unter ihre Hände.
10 Und
der Engel Jehovas sprach zu ihr: Ich will sehr mehren deinen
Samen, daß er nicht gezählt werden soll vor Menge.
11 Und
der Engel Jehovas sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und
wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael
geben, denn Jehova hat auf dein Elend gehört.
12 Und
er, er wird ein Wildesel von Mensch sein; seine Hand wider alle
und die Hand aller wider ihn, und angesichts aller seiner Brüder
wird er wohnen.
13 Da
nannte sie Jehova, der zu ihr redete: Du bist ein Gott, der sich
schauen läßt! Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier
geschaut, nachdem er sich hat schauen lassen?
14
Darum nannte man den Brunnen: Beer-Lachai-Roi; siehe, er ist
zwischen Kades und Bered.
15 Und
Hagar gebar dem Abram einen Sohn; und Abram gab seinem Sohne,
den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael.
16 Und
Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael
gebar.
17,1
Und Abram war neunundneunzig Jahre alt, da erschien Jehova dem
Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige; wandle
vor meinem Angesicht und sei vollkommen.
2 Und
ich will meinen Bund setzen zwischen mir und dir und will dich
sehr, sehr mehren.
3 Da
fiel Abram auf sein Angesicht, und Gott redete mit ihm und
sprach:
4 Ich,
siehe, mein Bund ist mit dir, und du wirst zum Vater einer Menge
Nationen werden.
5 Und
nicht soll hinfort dein Name Abram heißen, sondern Abraham soll
dein Name sein; denn zum Vater einer Menge Nationen habe ich
dich gemacht.
6 Und
ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich
zu Nationen machen, und Könige sollen aus dir hervorkommen.
7 Und
ich werde meinen Bund errichten zwischen mir und dir und deinen
Samen nach dir, nach ihren Geschlechtern, zu einem ewigen Bunde,
um dir zum Gott zu sein und deinem Samen nach dir.
8 Und
ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land deiner
Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen
Besitztum, und ich werde ihr Gott sein.
9 Und
Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du
und dein Same nach dir, nach ihren Geschlechtern.
10
Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch
und deinem Samen nach dir: alles Männliche werde bei euch
beschnitten;
11 und
ihr sollt das Fleisch eurer Vorhaut beschneiden. Und das soll
das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch.
12 Und
acht Tage alt soll alles Männliche bei euch beschnitten werden
nach euren Geschlechtern, der Hausgeborene und der für Geld
Erkaufte, von allen Fremden, die nicht von deinem Samen sind;
13 es
soll gewißlich beschnitten werden dein Hausgeborener und der für
dein Geld Erkaufte. Und mein Bund soll an eurem Fleische sein
als ein ewiger Bund.
14 Und
der unbeschnittene Männliche, der am Fleische seiner Vorhaut
nicht beschnitten wird, selbige Seele soll ausgerottet werden
aus ihrem Volke; meinen Bund hat er gebrochen!
15 Und
Gott sprach zu Abraham: Sarai, dein Weib, sollst du nicht Sarai
nennen, sondern Sara soll ihr Name sein.
16 Und
ich werde sie segnen, und auch von ihr gebe ich dir einen Sohn;
und ich werde sie segnen, und sie wird zu Nationen werden;
Könige von Völkern sollen aus ihr kommen.
17 Und
Abraham fiel auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem
Herzen: Sollte einem Hundertjährigen geboren werden, und sollte
Sara, sollte eine Neunzigjährige gebären?
18 Und
Abraham sprach zu Gott: Möchte doch Ismael vor dir leben!
19 Und
Gott sprach: Fürwahr, Sara, dein Weib, wird dir einen Sohn
gebären, und du sollst ihm den Namen Isaak geben; und ich werde
meinen Bund mit ihm errichten zu einem ewigen Bunde für seinen
Samen nach ihm.
20 Und
um Ismael habe ich dich erhört: Siehe, ich habe ihn gesegnet und
werde ihn fruchtbar machen und ihn sehr, sehr mehren; zwölf
Fürsten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einer großen Nation
machen.
21
Aber meinen Bund werde ich mit Isaak errichten, den Sara dir
gebären wird um diese bestimmte Zeit im folgenden Jahre.
22 Und
er hörte auf mit ihm zu reden; und Gott fuhr auf von Abraham.
23 Und
Abraham nahm Ismael, seinen Sohn, und alle seine Hausgeborenen
und alle mit seinem Geld Erkauften, alles Männliche unter den
Hausleuten Abrahams, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut an
diesem selbigen Tage, wie Gott zu ihm geredet hatte.
24 Und
Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als er am Fleische seiner
Vorhaut beschnitten wurde.
25 Und
Ismael, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als er am Fleische
seiner Vorhaut beschnitten wurde.
26 An
diesem selbigen Tage wurde Abraham beschnitten und Ismael, sein
Sohn;
27 Und
alle Männer seines Hauses, der Hausgeborene und der für Geld
Erkaufte, von den Fremden, wurden mit ihm beschnitten.
18,1
Und Jehova erschien ihm bei den Terebinthen Mamres; und er saß
an dem Eingang des Zeltes bei der Hitze des Tages.
2 Und
er hob seine Augen auf und sah: und siehe, drei Männer standen
vor ihm; und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von dem
Eingang des Zeltes und beugte sich nieder zur Erde;
3 und
er sprach: Herr, wenn ich anders Gnade gefunden habe in deinen
Augen, so gehe doch nicht an deinem Knechte vorüber!
4 Es
werde doch ein wenig Wasser geholt, und waschet eure Füße; und
lagert euch unter dem Baume,
5 und
ich will einen Bissen Brot holen, und stärket euer Herz; danach
möget ihr weitergehen; da ihr nun einmal vorbeigekommen seid bei
eurem Knechte. Und sie sprachen: Tue also, wie du geredet hast.
6 Da
eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sprach: Nimm schnell drei Maß
Feinmehl, knete und mache Kuchen!
7 Und
Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und
gab es dem Knaben; und der beeilte sich, es zuzubereiten.
8 Und
er holte dicke und süße Milch und das Kalb, das er zubereitet
hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem
Baume, und sie aßen.
9 Und
sie sprachen zu ihm: Wo ist Sara, dein Weib? Und er sprach:
Siehe, im Zelte.
10 Und
er sprach: Gewißlich werde ich übers Jahr wieder zu dir kommen,
und siehe, Sara, dein Weib, wird einen Sohn haben. Und Sara
horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war.
11 Und
Abraham und Sara waren alt, wohlbetagt; es hatte aufgehört, Sara
zu ergehen nach der Weiber Weise.
12 Und
Sara lachte in ihrem Innern und sprach: Nachdem ich alt geworden
bin, sollte ich Wollust haben? Und mein Herr ist ja alt!
13 Und
Jehova sprach zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht und
gesagt: Sollte ich auch wirklich gebären, da ich doch alt bin?
14 Ist
für Jehova eine Sache zu wunderbar? Zur bestimmten Zeit übers
Jahr werde ich wieder zu dir kommen, und Sara wird einen Sohn
haben.
15 Und
Sara leugnete und sprach: Ich habe nicht gelacht! denn sie
fürchtete sich. Er aber sprach: Nein, sondern du hast gelacht.
16 Und
die Männer erhoben sich von dannen und blickten hin nach Sodom;
und Abraham ging mit ihnen, sie zu geleiten.
17 Und
Jehova sprach: Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun
will?
18
Wird doch Abraham gewißlich zu einer großen und mächtigen Nation
werden, und sollen doch in ihm gesegnet werden alle Nationen der
Erde!
19
Denn ich habe ihn erkannt, auf daß er seinen Kindern und seinem
Hause nach ihm befehle, daß sie den Weg Jehovas bewahren,
Gerechtigkeit und Recht zu üben, damit Jehova auf Abraham kommen
lasse, was er über ihn geredet hat.
20 Und
Jehova sprach: Weil das Geschrei von Sodom und Gomorra groß, und
weil ihre Sünde sehr schwer ist,
21 so
will ich doch hinabgehen und sehen, ob sie nach ihrem Geschrei,
das vor mich gekommen ist, völlig getan haben; und wenn nicht,
so willich’s wissen.
22 Und
die Männer wandten sich von dannen und gingen nach Sodom;
Abraham aber blieb noch vor Jehova stehen.
23 Und
Abraham trat hinzu und sprach: Willst du denn den Gerechten mit
dem Gesetzlosen wegraffen?
24
Vielleicht sind fünfzig Gerechte innerhalb der Stadt; willst du
sie denn wegraffen und dem Orte nicht vergeben um der fünfzig
Gerechten willen, die darin sind?
25
Fern sei es von dir, so etwas zu tun, den Gerechten mit dem
Gesetzlosen zu töten, so daß der Gerechte sei wie der
Gesetzlose; fern sei es von dir! Sollte der Richter der ganzen
Erde nicht Recht üben?
26 Und
Jehova sprach: Wenn ich in Sodom, innerhalb der Stadt, fünfzig
Gerechte finde, so will ich um ihretwillen dem ganzen Orte
vergeben.
27 Und
Abraham antwortete und sprach: Siehe doch, ich habe mich
unterwunden zu dem Herrn zu reden, und ich bin Staub und Asche.
28
Vielleicht mögen an den fünfzig Gerechten fünf fehlen; willst du
wegen der fünf die ganze Stadt verderben? Und er sprach: Ich
will sie nicht verderben, wenn ich fünfundvierzig daselbst
finde.
29 Und
er fuhr fort, weiter zu ihm zu reden, und sprach: Vielleicht
mögen vierzig daselbst gefunden werden. Und er sprach: Ich will
es nicht tun um der vierzig willen.
30 Und
er sprach: Möge doch der Herr nicht zürnen, und ich will reden.
Vielleicht mögen dreißig daselbst gefunden werden. Und er
sprach: Ich will es nicht tun, wenn ich dreißig daselbst finde.
31 Und
er sprach: Siehe doch, ich habe mich unterwunden, zu dem Herrn
zu reden; vielleicht mögen zwanzig daselbst gefunden werden. Und
er sprach: Ich will nicht verderben um der zwanzig willen.
32 Und
er sprach: Möge doch der Herr nicht zürnen, und ich will nur
noch diesmal reden. Vielleicht mögen zehn daselbst gefunden
werden. Und er sprach: Ich will nicht verderben um der zehn
willen.
33 Und
Jehova ging weg, als er mit Abraham ausgeredet hatte; und
Abraham kehrte zurück an seinen Ort.
19,1
Und die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom; und Lot saß im
Tore Sodoms. Und als Lot sie sah, stand er auf, ihnen entgegen,
und beugte sich nieder, mit dem Angesicht zur Erde;
2 und
er sprach: Ach siehe, meine Herren! Kehret doch ein in das Haus
eures Knechtes und übernachtet und waschet eure Füße; und ihr
machet euch früh auf und gehet eures Weges. Aber sie sprachen:
Nein, sondern wir wollen auf dem Platze übernachten.
3 Und
er drang sehr in sie; und sie kehrten bei ihm ein und kamen in
sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl, und er backte
ungesäuerte Kuchen, und sie aßen.
4 Noch
hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Männer der
Stadt, die Männer von Sodom, das Haus, vom Jüngling bis zum
Greise, das ganze Volk insgesamt.
5 Und
sie riefen Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die
diese Nacht zu dir gekommen sind? Führe sie zu uns heraus, daß
wir sie erkennen!
6 Und
Lot trat zu ihnen hinaus an den Eingang und schloß die Tür
hinter sich zu;
7 und
er sprach: Tut doch nicht übel, meine Brüder!
8
Siehe doch, ich habe zwei Töchter, die keinen Mann erkannt
haben; laßt mich sie doch zu euch herausbringen, und tut ihnen,
wie es gut ist in euren Augen; allein diesen Männern tut nichts,
da sie nun einmal unter den Schatten meines Daches gekommen
sind.
9 Aber
sie sprachen: Zurück da! Und sie sprachen: Der eine da ist
gekommen, als Fremdling hier zu weilen, und will den Richter
machen? Nun, wir wollen dir ärger tun als jenen. Und sie drangen
hart ein auf den Mann, auf Lot, und traten herzu, die Tür zu
erbrechen.
10 Und
die Männer streckten ihre Hand aus und brachten Lot zu sich
herein ins Haus und verschlossen die Tür.
11 Und
die Männer, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit
Blindheit, vom kleinsten bis zum größten; und sie wurden müde,
den Eingang zu finden.
12 Und
die Männer sprachen zu Lot: Wen du noch hier hast, einen
Schwiegersohn und deine Söhne und deine Töchter und wen irgend
du in der Stadt hast, führe hinaus aus diesem Orte!
13
Denn wir wollen diesen Ort verderben, weil ihr Geschrei groß
geworden ist vor Jehova; und Jehova hat uns gesandt, die Stadt
zu verderben.
14 Und
Lot ging hinaus und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine
Töchter genommen hatten, und sprach: Machet euch auf, gehet aus
diesem Orte; denn Jehova will die Stadt verderben. Aber er war
in den Augen seiner Schwiegersöhne wie einer, der Scherz treibt.
15 Und
sowie die Morgenröte aufging, da drangen die Engel in Lot und
sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwei Töchter,
die vorhanden sind, damit du nicht weggerafft werdest in der
Ungerechtigkeit der Stadt!
16 Und
als er zögerte, ergriffen die Männer seine Hand und die Hand
seines Weibes und die Hand seiner zwei Töchter, weil Jehova sich
seiner erbarmte, und führten ihn hinaus und ließen ihn außerhalb
der Stadt.
17 Und
es geschah, als sie sie hinausgeführt hatten ins Freie, da
sprach er: Rette dich um deines Lebens willen; sieh nicht hinter
dich, und bleibe nicht stehen in der ganzen Ebene; rette dich
auf das Gebirge, damit du nicht weggerafft werdest!
18 Und
Lot sprach zu ihnen: Nicht doch, Herr!
19
Siehe doch, dein Knecht hat Gnade gefunden in deinen Augen, und
du hast deine Güte groß gemacht, die du an mir erwiesen hast,
meine Seele am Leben zu erhalten; aber ich kann mich nicht auf
das Gebirge retten, es möchte mich das Unglück erhaschen, daß
ich stürbe.
20
Siehe doch, diese Stadt ist nahe, um dahin zu fliehen, und sie
ist klein; laß mich doch dahin mich retten (ist sie nicht
klein?), damit meine Seele am Leben bleibe.
21 Und
er sprach zu ihm: Siehe, auch in diesem Stücke habe ich dich
angesehen, daß ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet
hast.
22
Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts tun, bis du
dorthin gekommen bist. Daher hat man der Stadt den Namen Zoar
gegeben.
23 Die
Sonne ging auf über der Erde, als Lot in Zoar ankam.
24 Und
Jehova ließ auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen
von Jehova aus dem Himmel;
25 und
er kehrte diese Städte um und die ganze Ebene und alle Bewohner
der Städte und das Gewächs des Erdbodens.
26 Und
sein Weib sah sich hinter ihm um und ward zu einer Salzsäule.
27 Und
Abraham machte sich des Morgens früh auf an den Ort, wo er vor
Jehova gestanden hatte;
28 Und
er blickte hin nach Sodom und Gomorra und nach dem ganzen Lande
der Ebene; und er sah: und siehe, ein Rauch stieg auf von der
Erde, wie der Rauch eines Schmelzofens.
29 Und
es geschah, als Gott die Städte der Ebene verderbte, da gedachte
Gott des Abraham und entsandte Lot mitten aus der Umkehrung, als
er die Städte umkehrte, in welchen Lot gewohnt hatte.
30 Und
Lot zog hinauf von Zoar und wohnte im Gebirge, und seine beiden
Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich, in Zoar zu wohnen. Und
er wohnte in einer Höhle, er und seine beiden Töchter.
31 Und
die Erstgeborene sprach zu der Jüngeren: Unser Vater ist alt,
und kein Mann ist im Lande, um zu uns einzugehen nach der Weise
aller Welt.
32
Komm, laß uns unserem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm
liegen, damit wir von unserem Vater Samen am Leben erhalten.
33 Und
sie gaben ihrem Vater Wein zu trinken in selbiger Nacht, und die
Erstgeborene ging hinein und lag bei ihrem Vater; und er wußte
weder um ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen.
34 Und
es geschah am Morgen, da sprach die Erstgeborene zu der
Jüngeren: Siehe, ich habe gestern Nacht bei meinem Vater
gelegen; laß uns ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, und
gehe hinein, liege bei ihm, damit wir von unserem Vater Samen am
Leben erhalten.
35 Und
sie gaben auch in selbiger Nacht ihrem Vater Wein zu trinken,
und die Jüngere stand auf und lag bei ihm; und er wußte weder um
ihr Niederlegen noch um ihr Aufstehen.
36 Und
die beiden Töchter Lots wurden schwanger von ihrem Vater.
37 Und
die Erstgeborene gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen
Moab; dieser ist der Vater der Moabiter bis auf diesen Tag.
38 Und
die Jüngere, auch sie gebar einen Sohn, und sie gab ihm den
Namen Ben Ammi; dieser ist der Vater der Kinder Ammon bis auf
diesen Tag.
20,1
Und Abraham brach auf von dannen nach dem Lande des Südens und
wohnte zwischen Kades und Sur; und er hielt sich auf zu Gerar.
2 Und
Abraham sagte von Sara, seinem Weibe: Sie ist meine Schwester.
Da sandte Abimelech, der König von Gerar, und ließ Sara holen.
3 Und
Gott kam zu Abimelech in einem Traume der Nacht und sprach zu
ihm: Siehe, du bist des Todes wegen des Weibes, das du genommen
hast; denn sie ist eines Mannes Eheweib.
4
Abimelech aber hatte sich ihr nicht genaht; und er sprach: Herr,
willst du auch eine gerechte Nation töten?
5 Hat
er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und auch sie
selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In Lauterkeit meines
Herzens und in Unschuld meiner Hände habe ich dies getan.
6 Und
Gott sprach zu ihm im Traume: Auch ich weiß, daß du in
Lauterkeit deines Herzens dies getan hast, und so habe ich dich
auch davon abgehalten, gegen mich zu sündigen; darum habe ich
dir nicht gestattet, sie zu berühren.
7 Und
nun gib das Weib des Mannes zurück; denn er ist ein Prophet und
wird für dich bitten, und du wirst am Leben bleiben. Wenn du sie
aber nicht zurückgibst, so wisse, daß du gewißlich sterben
wirst, du und alles, was dein ist!
8 Und
Abimelech stand des Morgens früh auf und rief alle seine Knechte
und redete alle diese Worte vor ihren Ohren; und die Männer
fürchteten sich sehr.
9 Und
Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: Was hast du uns
angetan! Und was habe ich wider dich gesündigt, daß du über mich
und über mein Reich eine große Sünde gebracht hast? Dinge, die
nicht getan werden sollten, hast du mir angetan.
10 Und
Abimelech sprach zu Abraham: Was hast du beabsichtigt, daß du
dies getan hast?
11 Und
Abraham sprach: Weil ich mir sagte: Gewiß ist keine Gottesfurcht
an diesem Orte, und sie werden mich töten um meines Weibes
willen.
12
Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester, die Tochter meines
Vaters, nur nicht die Tochter meiner Mutter; und sie ist mein
Weib geworden.
13 Und
es geschah, als Gott mich wandern ließ aus meines Vaters Hause,
da sprach ich zu ihr: Dies sei deine Güte, die du mir erweisen
mögest; an jedem Orte, wohin wir kommen werden, sage von mir: Er
ist mein Bruder.
14 Da
nahm Abimelech Kleinvieh und Rinder und Knechte und Mägde und
gab sie dem Abraham; und er gab ihm Sara, sein Weib, zurück.
15 Und
Abimelech sprach: Siehe, mein Land ist vor dir; wohne, wo es gut
ist in deinen Augen.
16 Und
zu Sara sprach er: Siehe, ich habe deinem Bruder tausend
Silbersekel gegeben; siehe, das sei dir eine Augendecke vor
allen, die bei dir sind, und in Bezug auf alles ist die Sache
rechtlich geschlichtet.
17 Und
Abraham betete zu Gott; und Gott heilte Abimelech und sein Weib
und seine Mägde, so daß sie gebaren.
18
Denn Jehova hatte um Saras, des Weibes Abrahams, willen jeden
Mutterleib im Hause Abimelechs gänzlich verschlossen.
21,1
Und Jehova suchte Sara heim, wie er gesagt hatte, und Jehova tat
der Sara, wie er geredet hatte.
2 Und
Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem
Alter, zu der bestimmten Zeit, von welcher Gott ihm gesagt
hatte.
3 Und
Abraham gab seinem Sohne, der ihm geboren worden, welchen Sara
ihm gebar, den Namen Isaak.
4 Und
Abraham beschnitt Isaak, seinen Sohn, als er acht Tage alt war,
wie Gott ihm geboten hatte.
5 Und
Abraham war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren
wurde.
6 Und
Sara sprach: Gott hat mir ein Lachen bereitet; jeder, der es
hört, wird mit mir lachen.
7 Und
sie sprach: Wer hätte Abraham gesagt: Sara säugt Söhne! Denn ich
habe ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.
8 Und
das Kind wuchs und ward entwöhnt; und Abraham machte ein großes
Mahl an dem Tage, da Isaak entwöhnt wurde.
9 Und
Sara sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie dem Abraham
geboren hatte, spotten.
10 Und
sie sprach zu Abraham: Treibe diese Magd und ihren Sohn hinaus;
denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohne, mit
Isaak!
11 Und
die Sache war sehr übel in den Augen Abrahams um seines Sohnes
willen.
12
Aber Gott sprach zu Abraham: Laß es nicht übel sein in deinen
Augen wegen des Knaben und wegen deiner Magd; was immer Sara zu
dir sagt, höre auf ihre Stimme; denn in Isaak soll dir ein Same
genannt werden.
13
Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einer Nation machen,
weil er dein Same ist.
14 Und
Abraham stand des Morgens früh auf, und er nahm Brot und einen
Schlauch Wasser und gab es der Hagar, indem er es auf ihre
Schulter legte; und er gab ihr den Knaben und entließ sie. Und
sie ging hin und irrte umher in der Wüste von Beerseba.
15 Und
als das Wasser im Schlauche ausging, da warf sie das Kind unter
einen der Sträucher;
16 und
sie ging hin und setzte sich gegenüber, einen Bogenschuß weit,
denn sie sprach: Daß ich das Sterben des Kindes nicht ansehe!
Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.
17 Und
Gott hörte die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief der
Hagar vom Himmel zu und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar?
Fürchte dich nicht! Denn Gott hat auf die Stimme des Knaben
gehört, da, wo er ist;
18
stehe auf, nimm den Knaben und fasse ihn mit deiner Hand, denn
ich will ihn zu einer großen Nation machen.
19 Und
Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen; und
sie ging hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den
Knaben.
20 Und
Gott war mit dem Knaben, und er wuchs heran; und er wohnte in
der Wüste und wurde ein Bogenschütze.
21 Und
er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm ein Weib
aus dem Lande Ägypten.
22 Und
es geschah zu selbiger Zeit, da sprach Abimelech und Pikol, sein
Heeroberster, zu Abraham und sagte: Gott ist mit dir in allem,
was du tust.
23 So
schwöre mir nun hier bei Gott, daß du weder an mir noch an
meinem Sohne noch an meinem Enkel trüglich handeln wirst! Nach
der Güte, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an
dem Lande, in welchem du dich aufhältst.
24 Und
Abraham sprach: Ich will schwören.
25 Und
Abraham stellte Abimelech zur Rede wegen eines Wasserbrunnens,
den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.
26 Und
Abimelech sprach: Ich weiß nicht, wer das getan hat; weder hast
du es mir berichtet, noch habe ich davon gehört außer heute.
27 Da
nahm Abraham Kleinvieh und Rinder und gab sie Abimelech, und sie
schlossen beide einen Bund.
28 Und
Abraham stellte sieben junge Schafe der Herde besonders.
29 Und
Abimelech sprach zu Abraham: Was sollen diese sieben jungen
Schafe, die du besonders gestellt hast?
30 Und
er sprach: Die sieben jungen Schafe sollst du von meiner Hand
annehmen, damit es mir zum Zeugnis sei, daß ich diesen Brunnen
gegraben habe.
31
Daher nannte man diesen Ort Beerseba, weil sie beide daselbst
geschworen hatten.
32 So
schlossen sie einen Bund zu Beerseba. Und Abimelech machte sich
auf und Pikol, sein Heeroberster, und sie kehrten in das Land
der Philister zurück.
33 Und
Abraham pflanzte eine Tamariske zu Beerseba und rief daselbst
den Namen Jehovas, des ewigen Gottes, an.
34 Und
Abraham hielt sich eine lange Zeit auf im Lande der Philister.
22,1
Und es geschah nach diesen Dingen, daß Gott den Abraham
versuchte; und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sprach: Hier
bin ich!
2 Und
er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast,
den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn
daselbst als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen
werde.
3 Und
Abraham stand des Morgens früh auf und sattelte seinen Esel und
nahm mit sich zwei von seinen Knaben und Isaak, seinen Sohn; und
er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und zog hin
an den Ort, den Gott ihm gesagt hatte.
4 Am
dritten Tage, da erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von
ferne.
5 Und
Abraham sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hier mit dem Esel;
ich aber und der Knabe wollen bis dorthin gehen und anbeten und
dann zu euch zurückkehren.
6 Und
Abraham nahm das Holz des Brandopfers und legte es auf Isaak,
seinen Sohn; und in seine Hand nahm er das Feuer und das Messer;
und sie gingen beide miteinander.
7 Und
Isaak sprach zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Und
er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, das
Feuer und das Holz; wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?
8 Und
Abraham sprach: Gott wird sich ersehen das Schaf zum Brandopfer,
mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander.
9 Und
sie kamen an den Ort, von dem Gott ihm gesagt hatte; und Abraham
baute daselbst den Altar und schichtete das Holz; und er band
seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das Holz.
10 Und
Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen
Sohn zu schlachten.
11 Da
rief ihm der Engel Jehovas vom Himmel zu und sprach: Abraham,
Abraham! Und er sprach: Hier bin ich!
12 Und
er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Knaben, und tue
ihm gar nichts! Denn nun weiß ich, daß du Gott fürchtest und
deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast.
13 Und
Abraham erhob seine Augen und sah, und siehe, da war ein Widder
dahinten im Dickicht festgehalten durch seine Hörner; und
Abraham ging hin und nahm den Widder und opferte ihn als
Brandopfer an seines Sohnes Statt.
14 Und
Abraham gab diesem Orte den Namen: Jehova wird ersehen; daher
heutigen Tages gesagt wird: Auf dem Berge Jehovas wird ersehen
werden.
15 Und
der Engel Jehovas rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel zu
16 und
sprach: Ich schwöre bei mir selbst, spricht Jehova, daß, weil du
dieses getan und deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht
vorenthalten hast,
17 ich
dich reichlich segnen und deinen Samen sehr mehren werde, wie
die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres
ist; und dein Same wird besitzen das Tor seiner Feinde;
18 und
in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde:
darum, daß du meiner Stimme gehorcht hast.
19 Und
Abraham kehrte zu seinen Knaben zurück, und sie machten sich auf
und zogen miteinander nach Beerseba; und Abraham wohnte zu
Beerseba.
20 Und
es geschah nach diesen Dingen, da wurde dem Abraham berichtet:
Siehe, Milka, auch sie hat deinem Bruder Nahor Söhne geboren:
21 Uz,
seinen Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, den
Vater Arams,
22 und
Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaph und Bethuel.
23
(Und Bethuel zeugte Rebekka.) Diese acht gebar Milka dem Nahor,
dem Bruder Abrahams.
24 Und
sein Kebsweib, namens Reuma, auch sie gebar Tebach und Gacham
und Tachasch und Maaka.
23,1
Und das Leben Saras war hundertsiebenundzwanzig Jahre; das waren
die Lebensjahre Saras.
2 Und
Sara starb zu Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. Und
Abraham kam, um über Sara zu klagen und sie zu beweinen.
3 Und
Abraham erhob sich weg von seiner Toten und redete zu den
Kindern Heth und sprach:
4 Ich
bin ein Fremdling und Beisasse bei euch; gebet mir ein
Erbbegräbnis bei euch, daß ich meine Tote begrabe vor meinem
Angesicht hinweg.
5 Und
die Kinder Heth antworteten dem Abraham und sprachen zu ihm:
6 Höre
uns, mein Herr! Du bist ein Fürst Gottes unter uns, begrabe
deine Tote in dem auserlesensten unserer Gräber; keiner von uns
wird dir sein Grab verwehren, um deine Tote zu begraben.
7 Da
stand Abraham auf und verneigte sich vor dem Volke des Landes,
vor den Kindern Heth,
8 und
redete mit ihnen und sprach: Wenn es euer Wille ist, daß ich
meine Tote begrabe vor meinem Angesicht hinweg, so höret mich
und leget Fürsprache für mich ein bei Ephron, dem Sohne Zohars,
9 daß
er mir die Höhle von Machpela gebe, die ihm gehört, die am Ende
seines Feldes ist; um das volle Geld gebe er sie mir zu einem
Erbbegräbnis in eurer Mitte.
10
Ephron aber saß inmitten der Kinder Heth; und Ephron, der
Hethiter, antwortete dem Abraham vor den Ohren der Kinder Heth,
vor allen, die zum Tore seiner Stadt eingingen, und sprach:
11
Nein, mein Herr, höre mich! Das Feld gebe ich dir; und die
Höhle, die darin ist, dir gebe ich sie; vor den Augen der Kinder
meines Volkes gebe ich sie dir; begrabe deine Tote.
12 Da
verneigte sich Abraham vor dem Volke des Landes;
13 und
er redete zu Ephron vor den Ohren des Volkes des Landes und
sprach: Doch, wenn du nur auf mich hören wolltest! Ich gebe den
Preis des Feldes, nimm ihn von mir; und ich will meine Tote
daselbst begraben.
14 Und
Ephron antwortete dem Abraham und sprach zu ihm:
15
Mein Herr, höre mich! Ein Land von vierhundert Sekel Silber, was
ist das zwischen mir und dir? So begrabe deine Tote.
16 Und
Abraham hörte auf Ephron; und Abraham wog dem Ephron das Geld
dar, wovon er vor den Ohren der Kinder Heth geredet hatte,
vierhundert Sekel Silber, gangbar beim Kaufmann.
17 So
wurde das Feld Ephrons, welches bei Machpela, vor Mamre, lag,
das Feld und die Höhle, die darin war, und alle Bäume, die auf
dem Felde innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum standen,
18 dem
Abraham zum Besitztum bestätigt vor den Augen der Kinder Heth,
vor allen, die zum Tore seiner Stadt eingingen.
19 Und
danach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Höhle des Feldes
von Machpela, vor Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.
20 So
wurde das Feld und die Höhle, welche darin war, dem Abraham zum
Erbbegräbnis bestätigt von seiten der Kinder Heth.
24,1
Und Abraham war alt, wohlbetagt, und Jehova hatte Abraham
gesegnet in allem.
2 Und
Abraham sprach zu seinem Knechte, dem ältesten seines Hauses,
der alles verwaltete, was er hatte: Lege doch deine Hand unter
meine Hüfte,
3 und
ich werde dich schwören lassen bei Jehova, dem Gott des Himmels
und dem Gott der Erde, daß du meinem Sohne nicht ein Weib nehmen
wirst von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Mitte ich wohne;
4
sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft sollst du
gehen und ein Weib nehmen meinem Sohne, dem Isaak.
5 Und
der Knecht sprach zu ihm: Vielleicht wird das Weib mir nicht in
dieses Land folgen wollen; soll ich dann deinen Sohn in das Land
zurückbringen, aus welchem du weggezogen bist?
6 Da
sprach Abraham zu ihm: Hüte dich, daß du meinen Sohn nicht
dorthin zurückbringest!
7
Jehova, der Gott des Himmels, der mich aus dem Hause meines
Vaters und aus dem Lande meiner Verwandtschaft genommen und der
zu mir geredet und der mir also geschworen hat: Deinem Samen
will ich dieses Land geben! der wird seinen Engel vor dir
hersenden, daß du meinem Sohne von dannen ein Weib nehmest.
8 Wenn
aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses meines
Eides ledig; nur sollst du meinen Sohn nicht dorthin
zurückbringen.
9 Und
der Knecht legte seine Hand unter die Hüfte Abrahams, seines
Herrn, und schwur ihm über dieser Sache.
10 Und
der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn, und
zog hin; und allerlei Gut seines Herrn hatte er bei sich. Und er
machte sich auf und zog nach Mesopotamien, nach der Stadt
Nahors.
11 Und
er ließ die Kamele draußen vor der Stadt niederknien beim
Wasserbrunnen, zur Abendzeit, zur Zeit, da die Schöpferinnen
herauskommen.
12 Und
er sprach: Jehova, Gott meines Herrn Abraham, laß es mir doch
heute begegnen, und erweise Güte an meinem Herrn Abraham!
13
Siehe, ich stehe bei der Wasserquelle, und die Töchter der Leute
der Stadt kommen heraus, um Wasser zu schöpfen;
14
möge es nun geschehen, daß das Mädchen, zu dem ich sagen werde:
Neige doch deinen Krug, daß ich trinke und welches sagen wird:
Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken, diejenige sei,
welche du für deinen Knecht, für Isaak, bestimmt hast; und daran
werde ich erkennen, daß du Güte an meinem Herrn erwiesen hast.
15 Und
es geschah, er hatte noch nicht ausgeredet, siehe, da kam
Rebekka heraus, die dem Bethuel geboren worden, dem Sohne der
Milka, des Weibes Nahors, des Bruders Abrahams, mit ihrem Kruge
auf ihrer Schulter.
16 Und
das Mädchen war sehr schön von Ansehen, eine Jungfrau, und kein
Mann hatte sie erkannt; und sie stieg zur Quelle hinab und
füllte ihren Krug und stieg wieder herauf.
17 Und
der Knecht lief ihr entgegen und sprach: Laß mich doch ein wenig
Wasser aus deinem Kruge schlürfen.
18 Und
sie sprach: Trinke, mein Herr. Und eilends ließ sie ihren Krug
auf ihre Hand hernieder und gab ihm zu trinken.
19 Und
als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will
auch für deine Kamele schöpfen, bis sie genug getrunken haben.
20 Und
sie eilte und goß ihren Krug aus in die Tränke und lief abermals
zum Brunnen, um zu schöpfen; und sie schöpfte für alle seine
Kamele.
21 Und
der Mann sah ihr staunend zu und schwieg, um zu erkennen, ob
Jehova zu seiner Reise Glück gegeben habe oder nicht.
22 Und
es geschah, als die Kamele genug getrunken hatten, da nahm der
Mann einen goldenen Ring, ein halber Sekel sein Gewicht, und
zwei Spangen für ihre Arme, zehn Sekel Gold ihr Gewicht;
23 und
er sprach: Wessen Tochter bist du? Sage mir’s doch an. Ist im
Hause deines Vaters Raum für uns zu herbergen?
24 Und
sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Bethuels, des Sohnes der
Milka, den sie dem Nahor geboren hat.
25 Und
sie sprach zu ihm: Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in
Menge, auch Raum zu herbergen.
26 Da
verneigte sich der Mann und warf sich nieder vor Jehova und
sprach:
27
Gepriesen sei Jehova, der Gott meines Herrn Abraham, der von
seiner Güte und seiner Wahrheit nicht abgelassen hat gegen
meinen Herrn! Mich hat Jehova geleitet auf den Weg zum Hause der
Brüder meines Herrn.
28 Und
das Mädchen lief und berichtete diese Dinge dem Hause ihrer
Mutter.
29 Und
Rebekka hatte einen Bruder, sein Name war Laban; und Laban lief
zu dem Manne hinaus zur Quelle.
30 Und
es geschah, als er den Ring sah und die Spangen an den Armen
seiner Schwester, und als er die Worte seiner Schwester Rebekka
hörte, welche sagte: Also hat der Mann zu mir geredet, da kam er
zu dem Manne; und siehe, er stand bei den Kamelen, an der
Quelle.
31 Und
er sprach: Komm herein, Gesegneter Jehovas! Warum stehst du
draußen? Denn ich habe das Haus aufgeräumt, und Raum ist für die
Kamele.
32 Und
der Mann kam in das Haus; und man sattelte die Kamele ab und gab
den Kamelen Stroh und Futter, und Wasser, um seine Füße zu
waschen und die Füße der Männer, die bei ihm waren.
33 Und
es wurde ihm zu essen vorgesetzt; aber er sprach: Ich will nicht
essen, bis ich meine Worte geredet habe. Und er sprach: Rede!
34 Da
sprach er: Ich bin Abrahams Knecht;
35 und
Jehova hat meinen Herrn sehr gesegnet, so daß er groß geworden
ist; und er hat ihm Kleinvieh gegeben und Rinder, und Silber und
Gold, und Knechte und Mägde, und Kamele und Esel.
36 Und
Sara, das Weib meines Herrn, hat meinem Herrn einen Sohn
geboren, nachdem sie alt geworden war; und er hat ihm alles
gegeben, was er hat.
37 Und
mein Herr hat mich schwören lassen und gesagt: Du sollst meinem
Sohne nicht ein Weib nehmen von den Töchtern der Kanaaniter, in
deren Lande ich wohne;
38
sondern zu dem Hause meines Vaters und zu meinem Geschlecht
sollst du gehen und meinem Sohne ein Weib nehmen!
39 Und
ich sprach zu meinem Herrn: Vielleicht wird das Weib mir nicht
folgen.
40 Da
sprach er zu mir: Jehova, vor dessen Angesicht ich gewandelt
habe, wird seinen Engel mit dir senden und Glück zu deiner Reise
geben, daß du meinem Sohne ein Weib nehmest aus meinem
Geschlecht und aus dem Hause meines Vaters.
41
Wenn du zu meinem Geschlecht kommst, dann sollst du meines Eides
ledig sein; und wenn sie sie dir nicht geben, so bist du meines
Eides ledig.
42 So
kam ich heute zu der Quelle und sprach: Jehova, Gott meines
Herrn Abraham, wenn du doch Glück geben wolltest zu meinem Wege,
auf dem ich gehe!
43
Siehe, ich stehe bei der Wasserquelle; möge es nun geschehen,
daß die Jungfrau, die herauskommt, um zu schöpfen, und zu der
ich sagen werde: Gib mir doch ein wenig Wasser aus deinem Kruge
zu trinken!
44 und
welche zu mir sagen wird: Trinke du, und auch für deine Kamele
will ich schöpfen, daß sie das Weib sei, welches Jehova für den
Sohn meines Herrn bestimmt hat.
45 Ich
hatte in meinem Herzen noch nicht ausgeredet, siehe, da kam
Rebekka heraus mit ihrem Kruge auf ihrer Schulter; und sie stieg
zur Quelle hinab und schöpfte. Da sprach ich zu ihr: Gib mir
doch zu trinken!
46 Und
eilends ließ sie ihren Krug von ihrer Schulter hernieder und
sprach: Trinke, und auch deine Kamele will ich tränken. Und ich
trank, und sie tränkte auch die Kamele.
47 Und
ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Und sie
sprach: Die Tochter Bethuels, des Sohnes Nahors, den Milka ihm
geboren hat. Und ich legte den Ring an ihre Nase und die Spangen
an ihre Arme;
48 und
ich verneigte mich und warf mich nieder vor Jehova; und ich
pries Jehova, den Gott meines Herrn Abraham, der mich den
rechten Weg geleitet hat, um die Tochter des Bruders meines
Herrn für seinen Sohn zu nehmen.
49 Und
nun, wenn ihr Güte und Treue an meinem Herrn erweisen wollt, so
tut es mir kund; und wenn nicht, so tut es mir kund, und ich
werde mich zur Rechten oder zur Linken wenden.
50 Da
antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Von Jehova ist die
Sache ausgegangen; wir können dir nichts sagen, weder Böses noch
Gutes.
51
Siehe, Rebekka ist vor dir: nimm sie und ziehe hin; und sie sei
das Weib des Sohnes deines Herrn, wie Jehova geredet hat.
52 Und
es geschah, als Abrahams Knecht ihre Worte hörte, da beugte er
sich zur Erde nieder vor Jehova.
53 Und
der Knecht zog hervor silbernes Geschmeide und goldenes
Geschmeide und Kleider und gab sie der Rebekka; und
Kostbarkeiten gab er ihrem Bruder und ihrer Mutter.
54 Und
sie aßen und tranken, er und die Männer, die bei ihm waren, und
übernachteten. Und des Morgens standen sie auf, und er sprach:
Entlasset mich zu meinem Herrn!
55 Da
sprachen ihr Bruder und ihre Mutter: Laß das Mädchen einige Tage
oder zehn bei uns bleiben, danach magst du ziehen.
56 Er
aber sprach zu ihnen: Haltet mich nicht auf, da Jehova Glück
gegeben hat zu meiner Reise; entlasset mich, daß ich zu meinem
Herrn ziehe!
57 Und
sie sprachen: Laßt uns das Mädchen rufen und ihren Mund
befragen.
58 Und
sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem
Manne gehen? Und sie antwortete: Ich will gehen.
59 Und
sie entließen ihre Schwester Rebekka mit ihrer Amme und den
Knecht Abrahams und seine Männer.
60 Und
sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du, unsere Schwester,
werde zu tausendmal Zehntausenden, und dein Same besitze das Tor
seiner Feinde!
61 Und
Rebekka machte sich auf mit ihren Mägden, und sie bestiegen die
Kamele und folgten dem Manne; und der Knecht nahm Rebekka und
zog hin.
62
Isaak aber war von einem Gange nach dem Brunnen Lachai-Roi
gekommen; er wohnte nämlich im Lande des Südens.
63 Und
Isaak ging aus, um auf dem Felde zu sinnen beim Anbruch des
Abends; und er hob seine Augen auf und sah, und siehe, Kamele
kamen.
64 Und
Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; und sie warf sich vom
Kamele herab und sprach zu dem Knechte:
65 Wer
ist der Mann, der uns da auf dem Felde entgegenwandelt? Und der
Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und
verhüllte sich.
66 Und
der Knecht erzählte Isaak all die Dinge, die er ausgerichtet
hatte.
67 Und
Isaak führte sie in das Zelt seiner Mutter Sara, und er nahm
Rebekka, und sie wurde sein Weib, und er hatte sie lieb. Und
Isaak tröstete sich nach dem Tode seiner Mutter.
25,1
Und Abraham nahm wieder ein Weib, mit Namen Ketura.
2 Und
sie gebar ihm Simran und Jokschan und Medan und Midian und
Jischbak und Schuach.
3 Und
Jokschan zeugte Scheba und Dedan; und die Söhne Dedans waren die
Assurim und Letuschim und Leummim.
4 Und
die Söhne Midians: Epha und Epher und Hanok und Abida und
Eldaba. Diese alle waren Söhne der Ketura.
5 Und
Abraham gab dem Isaak alles, was er hatte.
6 Und
den Söhnen der Kebsweiber, die Abraham hatte, gab Abraham
Geschenke; und er ließ sie, während er noch lebte, von seinem
Sohne Isaak wegziehen nach Osten, in das Land des Ostens.
7 Und
dies sind die Tage der Lebensjahre Abrahams, die er gelebt hat:
hundertfünfundsiebzig Jahre.
8 Und
Abraham verschied und starb in gutem Alter, alt und der Tage
satt, und wurde versammelt zu seinen Völkern.
9 Und
seine Söhne Isaak und Ismael begruben ihn in der Höhle von
Machpela, auf dem Felde Ephrons, des Sohnes Zohars, des
Hethiters, das vor Mamre liegt,
10 dem
Felde, welches Abraham von den Kindern Heth gekauft hatte; dort
wurden Abraham und sein Weib Sara begraben.
11 Und
es geschah nach dem Tode Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen
Sohn; und Isaak wohnte bei dem Brunnen Lachai-Roi.
12 Und
dies sind die Geschlechter Ismaels, des Sohnes Abrahams, den
Hagar, die Ägypterin, die Magd Saras, dem Abraham geboren hat;
13 und
dies sind die Namen der Söhne Ismaels mit ihren Namen, nach
ihren Geschlechtern: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajoth, und
Kedar und Adbeel und Mibsam
14 und
Mischma und Duma und Massa,
15
Hadad und Tema, Jetur, Naphisch und Kedma.
16 Das
sind die Söhne Ismaels, und das ihre Namen in ihren Gehöften und
in ihren Zeltlagern; zwölf Fürsten nach ihren Stämmen.
17 Und
dies sind die Lebensjahre Ismaels: hundertsiebenunddreißig
Jahre; und er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen
Völkern.
18 Und
sie wohnten von Hawila bis Sur, das vor Ägypten liegt, nach
Assyrien hin. Er ließ sich nieder angesichts aller seiner
Brüder.
19 Und
dies sind die Geschlechter Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham
zeugte Isaak.
20 Und
Isaak war vierzig Jahre alt, als er sich Rebekka zum Weibe nahm,
die Tochter Bethuels, des Aramäers aus Paddan-Aram, die
Schwester Labans, des Aramäers.
21 Und
Isaak bat Jehova für sein Weib, denn sie war unfruchtbar; und
Jehova ließ sich von ihm erbitten, und Rebekka, sein Weib, wurde
schwanger.
22 Und
die Kinder stießen sich in ihr; und sie sprach: Wenn es so
steht, warum bin ich dies? Und sie ging hin, Jehova zu befragen.
23 Und
Jehova sprach zu ihr: Zwei Nationen sind in deinem Leibe, und
zwei Völkerschaften werden sich scheiden aus deinem Innern; und
eine Völkerschaft wird stärker sein als die andere, und der
Ältere wird dem Jüngeren dienen.
24 Und
als ihre Tage erfüllt waren, daß sie gebären sollte, siehe, da
waren Zwillinge in ihrem Leibe.
25 Und
der erste kam heraus, rötlich, am ganzen Leibe wie ein härener
Mantel; und man gab ihm den Namen Esau.
26 Und
danach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse
Esaus; und man gab ihm den Namen Jakob. Und Isaak war sechzig
Jahre alt, als sie geboren wurden.
27 Und
die Knaben wuchsen heran. Und Esau wurde ein jagdkundiger Mann,
ein Mann des Feldes; Jakob aber war ein sanfter Mann, der in den
Zelten blieb.
28 Und
Isaak hatte Esau lieb, denn Wildbret war nach seinem Munde;
Rebekka aber hatte Jakob lieb.
29 Und
Jakob kochte ein Gericht; und Esau kam vom Felde und war matt.
30 Da
sprach Esau zu Jakob: Laß mich doch essen von dem Roten, dem
Roten da, denn ich bin matt! Darum gab man ihm den Namen Edom.
31 Und
Jakob sprach: Verkaufe mir heute dein Erstgeburtsrecht.
32 Und
Esau sprach: Siehe, ich gehe hin zu sterben, und wozu mir da das
Erstgeburtsrecht?
33 Und
Jakob sprach: Schwöre mir heute! Und er schwur ihm und verkaufte
sein Erstgeburtsrecht dem Jakob.
34 Und
Jakob gab Esau Brot und ein Gericht Linsen; und er aß und trank
und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das
Erstgeburtsrecht.
26,1
Und es entstand eine Hungersnot im Lande, außer der vorigen
Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. Und Isaak zog
zu Abimelech, dem Könige der Philister, nach Gerar.
2 Und
Jehova erschien ihm und sprach: Ziehe nicht hinab nach Ägypten;
bleibe in dem Lande, von dem ich dir sage.
3
Halte dich auf in diesem Lande, und ich werde mit dir sein und
dich segnen; denn dir und deinem Samen werde ich alle diese
Länder geben, und ich werde den Eid aufrecht halten, den ich
deinem Vater Abraham geschworen habe.
4 Und
ich werde deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und
deinem Samen alle diese Länder geben; und in deinem Samen werden
sich segnen alle Nationen der Erde:
5
darum daß Abraham meiner Stimme gehorcht und beobachtet hat
meine Vorschriften, meine Gebote, meine Satzungen und meine
Gesetze.
6 So
blieb Isaak in Gerar.
7 Und
die Männer des Ortes erkundigten sich nach seinem Weibe, und er
sprach: Sie ist meine Schwester. Denn er fürchtete sich zu
sagen: Mein Weib, indem er dachte: Die Männer des Ortes möchten
mich sonst töten wegen Rebekka; denn sie ist schön von Ansehen.
8 Und
es geschah, als er längere Zeit daselbst gewesen war, da blickte
Abimelech, der König der Philister, durchs Fenster, und er sah,
und siehe, Isaak scherzte mit Rebekka, seinem Weibe.
9 Da
rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, fürwahr, sie ist
dein Weib; und wie hast du gesagt: Sie ist meine Schwester? Und
Isaak sprach zu ihm: Weil ich mir sagte: Daß ich nicht sterbe
ihretwegen.
10 Und
Abimelech sprach: Was hast du uns da getan! Wenig fehlte, so
hätte einer aus dem Volke bei deinem Weibe gelegen, und du
hättest eine Schuld über uns gebracht.
11 Und
Abimelech gebot allem Volke und sprach: Wer diesen Mann und sein
Weib antastet, soll gewißlich getötet werden.
12 Und
Isaak säte in selbigem Lande und gewann in selbigem Jahre das
Hundertfältige; und Jehova segnete ihn.
13 Und
der Mann ward groß und wurde fort und fort größer, bis er sehr
groß war.
14 Und
er hatte Herden von Kleinvieh und Herden von Rindern und ein
großes Gesinde; und die Philister beneideten ihn.
15 Und
alle Brunnen, welche die Knechte seines Vaters in den Tagen
seines Vaters Abraham gegraben hatten, verstopften die Philister
und füllten sie mit Erde.
16 Und
Abimelech sprach zu Isaak: Ziehe weg von uns, denn du bist viel
mächtiger geworden als wir.
17 Da
zog Isaak von dannen und schlug sein Lager auf im Tale Gerar und
wohnte daselbst.
18 Und
Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, welche sie in den Tagen
seines Vaters Abraham gegraben und welche die Philister nach dem
Tode Abrahams verstopft hatten; und er benannte sie mit
denselben Namen, womit sein Vater sie benannt hatte.
19 Und
die Knechte Isaaks gruben im Tale und fanden daselbst einen
Brunnen lebendigen Wassers.
20 Da
haderten die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und
sprachen: Das Wasser ist unser! Und er gab dem Brunnen den Namen
Esek, weil sie mit ihm gezankt hatten.
21 Und
sie gruben einen anderen Brunnen, und sie haderten auch über
diesen, und er gab ihm den Namen Sitna.
22 Und
er brach auf von dannen und grub einen anderen Brunnen, und über
diesen haderten sie nicht; und er gab ihm den Namen Rechoboth
und sprach: Denn nun hat Jehova uns Raum gemacht, und wir werden
fruchtbar sein im Lande.
23 Und
er zog von dannen hinauf nach Beerseba.
24 Und
Jehova erschien ihm in selbiger Nacht und sprach: Ich bin der
Gott Abrahams, deines Vaters; fürchte dich nicht, denn ich bin
mit dir, und ich werde dich segnen und deinen Samen mehren um
Abrahams, meines Knechtes, willen.
25 Und
er baute daselbst einen Altar und rief den Namen Jehovas an; und
er schlug daselbst sein Zelt auf; und die Knechte Isaaks gruben
daselbst einen Brunnen.
26 Und
Abimelech zog zu ihm von Gerar mit Achusat, seinem Freunde, und
Pikol, seinem Heerobersten.
27 Und
Isaak sprach zu ihnen: Warum kommet ihr zu mir, da ihr mich doch
hasset und mich von euch weggetrieben habt?
28 Und
sie sprachen: Wir haben deutlich gesehen, daß Jehova mit dir
ist; und wir haben uns gesagt: Möge doch ein Eid sein zwischen
uns, zwischen uns und dir, und wir wollen einen Bund mit dir
machen,
29 daß
du uns nichts Übles tuest, so wie wir dich nicht angetastet
haben und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich haben ziehen
lassen in Frieden. Du bist nun einmal ein Gesegneter Jehovas.
30 Und
er machte ihnen ein Mahl, und sie aßen und tranken.
31 Und
sie standen des Morgens früh auf und schwuren einer dem anderen;
und Isaak entließ sie, und sie zogen von ihm in Frieden.
32 Und
es geschah an selbigem Tage, da kamen Isaaks Knechte und
berichteten ihm wegen des Brunnens, den sie gegraben hatten, und
sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.
33 Und
er nannte ihn Sibea; daher der Name der Stadt Beerseba bis auf
diesen Tag.
34 Und
Esau war vierzig Jahre alt, da nahm er zum Weibe Judith, die
Tochter Beeris, des Hethiters, und Basmath, die Tochter Elons,
des Hethiters.
35 Und
sie waren ein Herzeleid für Isaak und Rebekka.
27,1
Und es geschah, als Isaak alt geworden und seine Augen zu
schwach waren, um zu sehen, da rief er Esau, seinen älteren
Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Und er sprach zu ihm: Hier
bin ich!
2 Und
er sprach: Siehe doch, ich bin alt geworden, ich weiß nicht den
Tag meines Todes.
3 Und
nun nimm doch dein Jagdgerät, deinen Köcher und deinen Bogen,
und gehe hinaus aufs Feld und erjage mir ein Wildbret;
4 und
bereite mir ein schmackhaftes Gericht, wie ich es gern habe, und
bringe es mir her, daß ich esse, damit meine Seele dich segne,
ehe ich sterbe.
5 Und
Rebekka hörte zu, als Isaak zu seinem Sohne Esau redete. Und
Esau ging aufs Feld, ein Wildbret zu erjagen, um es
heimzubringen.
6 Und
Rebekka sprach zu ihrem Sohne Jakob und sagte: Siehe, ich habe
deinen Vater zu deinem Bruder Esau also reden hören:
7
Bringe mir ein Wildbret und bereite mir ein schmackhaftes
Gericht, daß ich esse, und daß ich dich vor Jehova segne vor
meinem Tode.
8 Und
nun, mein Sohn, höre auf meine Stimme in dem, was ich dich
heiße.
9 Gehe
doch zur Herde und hole mir von dannen zwei gute Ziegenböcklein,
und ich will sie zu einem schmackhaften Gericht bereiten für
deinen Vater, wie er es gern hat;
10 und
du sollst es deinem Vater bringen, daß er esse, damit er dich
segne vor seinem Tode.
11 Da
sprach Jakob zu Rebekka, seiner Mutter: Siehe, mein Bruder Esau
ist ein haariger Mann, und ich bin ein glatter Mann.
12
Vielleicht wird mein Vater mich betasten, und ich werde in
seinen Augen sein wie einer, der Spott mit ihm treibt, und ich
werde Fluch auf mich bringen und nicht Segen.
13
Seine Mutter aber sprach zu ihm: Dein Fluch komme auf mich, mein
Sohn! Höre nur auf meine Stimme und gehe, hole mir.
14 Und
er ging und holte und brachte sie seiner Mutter. Und seine
Mutter bereitete ein schmackhaftes Gericht, wie sein Vater es
gern hatte.
15 Und
Rebekka nahm die Kleider Esaus, ihres älteren Sohnes, die
kostbaren, die bei ihr im Hause waren, und zog sie Jakob, ihrem
jüngeren Sohne, an;
16 und
die Felle der Ziegenböcklein zog sie über seine Hände und über
die Glätte seines Halses,
17 und
sie gab das schmackhafte Gericht und das Brot, das sie bereitet
hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob.
18 Und
er ging zu seinem Vater hinein und sprach: Mein Vater! Und er
sprach: Hier bin ich; wer bist du, mein Sohn?
19 Und
Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener;
ich habe getan, wie du zu mir geredet hast. Stehe doch auf,
setze dich und iß von meinem Wildbret, damit deine Seele mich
segne.
20 Und
Isaak sprach zu seinem Sohne: Wie hast du es denn so bald
gefunden, mein Sohn? Und er sprach: Weil Jehova, dein Gott, es
mir begegnen ließ.
21 Da
sprach Isaak zu Jakob: Tritt doch herzu, daß ich dich betaste,
mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht.
22 Und
Jakob trat hin zu seinem Vater Isaak; und er betastete ihn und
sprach: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus
Hände.
23 Und
er erkannte ihn nicht, denn seine Hände waren haarig wie die
Hände seines Bruders Esau; und er segnete ihn.
24 Und
er sprach: Bist du wirklich mein Sohn Esau? Und er sprach: Ich
bin’s.
25 Da
sprach er: Reiche es mir her, daß ich esse von dem Wildbret
meines Sohnes, damit meine Seele dich segne. Und er reichte es
ihm hin, und er aß; und er brachte ihm Wein, und er trank.
26 Und
sein Vater Isaak sprach zu ihm: Tritt doch herzu und küsse mich,
mein Sohn. Und er trat hinzu und küßte ihn;
27 und
er roch den Geruch seiner Kleider, und er segnete ihn und
sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch eines
Feldes, das Jehova gesegnet hat.
28 Und
Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der
Erde, und Fülle von Korn und Most!
29
Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir
niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen
sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter! Wer dir flucht, sei
verflucht, und wer dich segnet, sei gesegnet!
30 Und
es geschah, sowie Isaak geendet hatte, Jakob zu segnen, ja, es
geschah, als Jakob nur eben von seinem Vater Isaak
hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd.
31 Und
auch er bereitete ein schmackhaftes Gericht und brachte es zu
seinem Vater und sprach zu seinem Vater: Mein Vater stehe auf
und esse von dem Wildbret seines Sohnes, damit deine Seele mich
segne.
32 Und
sein Vater Isaak sprach zu ihm: Wer bist du? Und er sprach: Ich
bin dein Sohn, dein Erstgeborener, Esau.
33 Da
erschrak Isaak mit großem Schrecken über die Maßen und sprach:
Wer war denn der, welcher ein Wildbret erjagt und mir gebracht
hat? Und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn
gesegnet; er wird auch gesegnet sein.
34 Als
Esau die Worte seines Vaters hörte, da schrie er mit einem
großen und bitterlichen Geschrei über die Maßen und sprach zu
seinem Vater: Segne mich, auch mich, mein Vater!
35 Und
er sprach: Dein Bruder ist mit Betrug gekommen und hat deinen
Segen weggenommen.
36 Da
sprach er: Ist es nicht, weil man ihm den Namen Jakob gegeben,
daß er mich nun zweimal überlistet hat? Mein Erstgeburtsrecht
hat er weggenommen, und siehe, nun hat er meinen Segen
weggenommen! Und er sprach: Hast du mir keinen Segen
aufbehalten?
37 Da
antwortete Isaak und sprach zu Esau: Siehe, ich habe ihn zum
Herrn über dich gesetzt und alle seine Brüder ihm zu Knechten
gegeben, und mit Korn und Most habe ich ihn versehen, und nun,
was könnte ich für dich tun, mein Sohn?
38 Und
Esau sprach zu seinem Vater: Hast du nur diesen einen Segen,
mein Vater? Segne mich, auch mich, mein Vater! Und Esau erhob
seine Stimme und weinte.
39 Da
antwortete sein Vater Isaak und sprach zu ihm: Siehe, fern von
der Fettigkeit der Erde wird dein Wohnsitz sein und ohne den Tau
des Himmels von oben her.
40 Und
von deinem Schwerte wirst du leben, und deinem Bruder wirst du
dienen; und es wird geschehen, wenn du umherschweifst, wirst du
sein Joch zerbrechen von deinem Halse.
41 Und
Esau feindete Jakob an wegen des Segens, womit sein Vater ihn
gesegnet hatte; und Esau sprach in seinem Herzen: Es nahen die
Tage der Trauer um meinen Vater, dann werde ich meinen Bruder
Jakob erschlagen.
42 Und
es wurden der Rebekka die Worte Esaus, ihres älteren Sohnes,
berichtet; und sie sandte hin und ließ Jakob, ihren jüngeren
Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau will sich
an dir rächen, indem er dich erschlägt.
43 Und
nun, mein Sohn, höre auf meine Stimme und mache dich auf, fliehe
zu meinem Bruder Laban nach Haran;
44 und
bleibe einige Zeit bei ihm, bis der Grimm deines Bruders sich
wendet,
45 bis
der Zorn deines Bruders sich von dir abwendet, und er vergißt,
was du ihm getan hast; dann will ich hinsenden und dich von dort
holen lassen. Warum sollte ich euer beider zugleich beraubt
werden an einem Tage?
46 Und
Rebekka sprach zu Isaak: Ich bin des Lebens überdrüssig wegen
der Töchter Heths; wenn Jakob ein Weib nähme von den Töchtern
Heths, wie diese, von den Töchtern des Landes, wozu sollte mir
das Leben?
28,1
Und Isaak rief Jakob und segnete ihn; und er gebot ihm und
sprach zu ihm: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den Töchtern
Kanaans.
2
Mache dich auf, gehe nach Paddan-Aram, zum Hause Bethuels, des
Vaters deiner Mutter; und nimm dir von dort ein Weib von den
Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter.
3 Und
Gott, der Allmächtige, segne dich und mache dich fruchtbar und
mehre dich, daß du zu einer Schar von Völkern werdest;
4 und
er gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir,
auf daß du besitzest das Land deiner Fremdlingschaft, das Gott
dem Abraham gegeben hat!
5 Und
Isaak entließ Jakob; und er ging nach Paddan-Aram zu Laban, dem
Sohne Bethuels, des Aramäers, dem Bruder Rebekkas, der Mutter
Jakobs und Esaus.
6 Und
als Esau sah, daß Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach
Paddan-Aram entlassen hatte, um sich von dort ein Weib zu
nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot und sprach: Du sollst
nicht ein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans,
7 und
daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorcht hatte und nach
Paddan-Aram gegangen war:
8 als
Esau sah, daß die Töchter Kanaans übel waren in den Augen seines
Vaters Isaak,
9 da
ging Esau hin zu Ismael und nahm sich zum Weibe Machalath, die
Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajoths,
zu seinen anderen Weibern hinzu.
10 Und
Jakob zog aus von Beerseba und ging nach Haran.
11 Und
er gelangte an einen Ort und übernachtete daselbst; denn die
Sonne war untergegangen. Und er nahm einen von den Steinen des
Ortes und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich nieder an
selbigem Orte.
12 Und
er träumte: und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt,
und ihre Spitze rührte an den Himmel; und siehe, Engel Gottes
stiegen auf und nieder an ihr.
13 Und
siehe, Jehova stand über ihr und sprach: Ich bin Jehova, der
Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Isaaks; das Land, auf
welchem du liegst, dir will ich es geben und deinem Samen.
14 Und
dein Same soll werden wie der Staub der Erde, und du wirst dich
ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach
Süden hin; und in dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden
alle Geschlechter der Erde.
15 Und
siehe, ich bin mit dir, und ich will dich behüten überall, wohin
du gehst, und dich zurückbringen in dieses Land; denn ich werde
dich nicht verlassen, bis ich getan, was ich zu dir geredet
habe.
16 Und
Jakob erwachte von seinem Schlafe und sprach: Fürwahr, Jehova
ist an diesem Orte, und ich wußte es nicht!
17 Und
er fürchtete sich und sprach: Wie furchtbar ist dieser Ort! Dies
ist nichts anderes als Gottes Haus, und dies die Pforte des
Himmels.
18 Und
Jakob stand des Morgens früh auf und nahm den Stein, den er zu
seinen Häupten gelegt hatte, und stellte ihn auf als Denkmal und
goß Öl auf seine Spitze.
19 Und
er gab selbigem Orte den Namen Bethel; aber im Anfang war Lus
der Name der Stadt.
20 Und
Jakob tat ein Gelübde und sprach: Wenn Gott mit mir ist und mich
behütet auf diesem Wege, den ich gehe, und mir Brot zu essen
gibt und Kleider anzuziehen,
21 und
ich in Frieden zurückkehre zum Hause meines Vaters, so soll
Jehova mein Gott sein.
22 Und
dieser Stein, den ich als Denkmal aufgestellt habe, soll ein
Haus Gottes sein; und von allem, was du mir geben wirst, werde
ich dir gewißlich den Zehnten geben.
29,1
Und Jakob erhob seine Füße und ging nach dem Lande der Kinder
des Ostens.
2 Und
er sah: und siehe, ein Brunnen auf dem Felde; und siehe,
daselbst waren drei Herden Schafe an demselben gelagert, denn
aus diesem Brunnen tränkte man die Herden; und der Stein auf der
Öffnung des Brunnens war groß.
3 Und
waren alle Herden dort zusammengetrieben, so wälzte man den
Stein von der Öffnung des Brunnens und tränkte die Schafe; und
man brachte den Stein wieder auf die Öffnung des Brunnens an
seinen Ort.
4 Und
Jakob sprach zu ihnen: Meine Brüder, woher seid ihr? Und sie
sprachen: Wir sind von Haran.
5 Da
sprach er zu ihnen: Kennet ihr Laban, den Sohn Nahors? Und sie
sprachen: Wir kennen ihn.
6 Und
er sprach zu ihnen: Geht es ihm wohl? Und sie sprachen: Es geht
ihm wohl; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den
Schafen.
7 Da
sprach er: Siehe, es ist noch hoch am Tage, es ist nicht Zeit,
das Vieh zusammenzutreiben; tränket die Schafe und gehet hin,
weidet.
8 Und
sie sprachen: Wir können nicht, bis alle Herden
zusammengetrieben werden; dann wälzt man den Stein von der
Öffnung des Brunnens, und wir tränken die Schafe.
9 Noch
redete er mit ihnen, da kam Rahel mit den Schafen, die ihrem
Vater gehörten; denn sie war eine Hirtin.
10 Und
es geschah, als Jakob die Rahel sah, die Tochter Labans, des
Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner
Mutter, da trat Jakob hinzu und wälzte den Stein von der Öffnung
des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner
Mutter.
11 Und
Jakob küßte Rahel und erhob seine Stimme und weinte.
12 Und
Jakob tat Rahel kund, daß er ein Bruder ihres Vaters und daß er
der Sohn Rebekkas wäre; und sie lief und berichtete es ihrem
Vater.
13 Und
es geschah, als Laban die Kunde von Jakob, dem Sohne seiner
Schwester, hörte, da lief er ihm entgegen und umarmte ihn und
küßte ihn und führte ihn in sein Haus; und er erzählte dem Laban
alle diese Dinge.
14 Und
Laban sprach zu ihm: Fürwahr, du bist mein Bein und mein
Fleisch. Und er blieb bei ihm einen Monat lang.
15 Und
Laban sprach zu Jakob: Solltest du mir darum, weil du mein
Bruder bist, umsonst dienen? Tue mir kund, was soll dein Lohn
sein?
16 Und
Laban hatte zwei Töchter; der Name der älteren war Lea und der
Name der jüngeren Rahel.
17 Und
die Augen der Lea waren sanft; Rahel aber war schön von Gestalt
und schön von Angesicht.
18 Und
Jakob liebte Rahel und sprach: Ich will dir sieben Jahre dienen
um Rahel, deine jüngere Tochter.
19 Und
Laban sprach: Es ist besser, ich gebe sie dir, als daß ich sie
einem anderen Manne gebe; bleibe bei mir.
20 Und
Jakob diente um Rahel sieben Jahre; und sie waren in seinen
Augen wie einzelne Tage, weil er sie liebte.
21 Und
Jakob sprach zu Laban: Gib mir mein Weib; denn meine Tage sind
erfüllt, daß ich zu ihr eingehe.
22 Und
Laban versammelte alle Männer des Ortes und machte ein Mahl.
23 Und
es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte
sie zu ihm; und er ging zu ihr ein.
24 Und
Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd.
25 Und
es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea. Da sprach er zu
Laban: Was hast du mir da angetan! Habe ich nicht um Rahel bei
dir gedient? Und warum hast du mich betrogen?
26 Und
Laban sprach: Es geschieht nicht also an unserem Orte, die
Jüngere vor der Erstgeborenen zu geben.
27
Vollende die Woche mit dieser, so wollen wir dir auch jene
geben, um den Dienst, den du bei mir dienen sollst noch andere
sieben Jahre.
28 Und
Jakob tat also und vollendete die Woche mit dieser; und er gab
ihm seine Tochter Rahel zum Weibe.
29 Und
Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd.
30 Und
er ging auch zu Rahel ein; und er liebte auch Rahel mehr als
Lea. Und er diente bei ihm noch andere sieben Jahre.
31 Und
als Jehova sah, daß Lea gehaßt war, da öffnete er ihren
Mutterleib; Rahel aber war unfruchtbar.
32 Und
Lea ward schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den
Namen Ruben, denn sie sprach: Weil Jehova mein Elend angesehen
hat; denn nun wird mein Mann mich lieben.
33 Und
sie ward wiederum schwanger und gebar einen Sohn; und sie
sprach: Weil Jehova gehört hat, daß ich gehaßt bin, so hat er
mir auch diesen gegeben. Und sie gab ihm den Namen Simeon.
34 Und
sie ward wiederum schwanger und gebar einen Sohn; und sie
sprach: Nun, diesmal wird sich mein Mann an mich anschließen,
denn ich habe ihm drei Söhne geboren! Darum gab man ihm den
Namen Levi.
35 Und
sie ward wiederum schwanger und gebar einen Sohn; und sie
sprach: Diesmal will ich Jehova preisen! Darum gab sie ihm den
Namen Juda. Und sie hörte auf zu gebären.
30,1
Und als Rahel sah, daß sie dem Jakob nicht gebar, da beneidete
Rahel ihre Schwester und sprach zu Jakob: Gib mir Kinder! Und
wenn nicht, so sterbe ich.
2 Da
entbrannte der Zorn Jakobs wider Rahel, und er sprach: Bin ich
an Gottes Statt, der dir die Leibesfrucht versagt hat?
3 Und
sie sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; gehe zu ihr ein, daß
sie auf meine Kniee gebäre und auch ich aus ihr erbaut werde.
4 Und
sie gab ihm ihre Magd Bilha zum Weibe; und Jakob ging zu ihr
ein.
5 Und
Bilha ward schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
6 Da
sprach Rahel: Gott hat mir Recht verschafft und auch auf meine
Stimme gehört und mir einen Sohn gegeben! Darum gab sie ihm den
Namen Dan.
7 Und
Bilha, die Magd Rahels, ward wiederum schwanger und gebar dem
Jakob einen zweiten Sohn.
8 Da
sprach Rahel: Kämpfe Gottes habe ich mit meiner Schwester
gekämpft, habe auch obsiegt! Und sie gab ihm den Namen Naphtali.
9 Und
als Lea sah, daß sie aufhörte zu gebären, da nahm sie ihre Magd
Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
10 Und
Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen Sohn.
11 Da
sprach Lea: Zum Glück! Und sie gab ihm den Namen Gad.
12 Und
Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen zweiten Sohn.
13 Da
sprach Lea: Zu meiner Glückseligkeit! Denn glückselig preisen
mich die Töchter. Und sie gab ihm den Namen Aser.
14 Und
Ruben ging aus in den Tagen der Weizenernte und fand Dudaim auf
dem Felde; und er brachte sie seiner Mutter Lea. Und Rahel
sprach zu Lea: Gib mir doch von den Dudaim deines Sohnes.
15 Und
sie sprach zu ihr: Ist es zu wenig, daß du meinen Mann genommen
hast, daß du auch die Dudaim meines Sohnes nehmen willst? Da
sprach Rahel: So mag er denn diese Nacht bei dir liegen für die
Dudaim deines Sohnes.
16 Und
als Jakob am Abend vom Felde kam, da ging Lea hinaus, ihm
entgegen, und sprach: Zu mir sollst du eingehen, denn ich habe
dich gewißlich gedungen um die Dudaim meines Sohnes. Und er lag
bei ihr in selbiger Nacht.
17 Und
Gott hörte auf Lea, und sie ward schwanger und gebar dem Jakob
einen fünften Sohn.
18 Da
sprach Lea: Gott hat mir meinen Lohn gegeben, daß ich meine Magd
meinem Manne gegeben habe! Und sie gab ihm den Namen Issaschar.
19 Und
Lea ward wiederum schwanger und gebar dem Jakob einen sechsten
Sohn.
20 Da
sprach Lea: Mir hat Gott ein schönes Geschenk gegeben; diesmal
wird mein Mann bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Söhne
geboren! Und sie gab ihm den Namen Sebulon.
21 Und
danach gebar sie eine Tochter und gab ihr den Namen Dina.
22 Und
Gott gedachte an Rahel, und Gott hörte auf sie und öffnete ihren
Mutterleib.
23 Und
sie ward schwanger und gebar einen Sohn; und sie sprach: Gott
hat meine Schmach weggenommen!
24 Und
sie gab ihm den Namen Joseph und sprach: Jehova füge mir einen
anderen Sohn hinzu!
25 Und
es geschah, als Rahel den Joseph geboren hatte, da sprach Jakob
zu Laban: Entlaß mich, daß ich an meinen Ort und in mein Land
ziehe.
26 Gib
mir meine Weiber und meine Kinder, um welche ich dir gedient
habe, daß ich hinziehe; denn du kennst ja meinen Dienst, womit
ich dir gedient habe.
27 Und
Laban sprach zu ihm: Wenn ich doch Gnade gefunden habe in deinen
Augen…! Ich habe gespürt, daß Jehova mich um deinetwillen
gesegnet hat.
28 Und
er sprach: Bestimme mir deinen Lohn, und ich will ihn geben.
29 Da
sprach er zu ihm: Du weißt ja, wie ich dir gedient habe und was
dein Vieh bei mir geworden ist.
30
Denn wenig war, was du vor mir hattest, und es hat sich
ausgebreitet zu einer Menge, und Jehova hat dich gesegnet auf
jedem meiner Tritte; und nun, wann soll ich auch für mein Haus
schaffen?
31 Und
er sprach: Was soll ich dir geben? Und Jakob sprach: Du sollst
mir gar nichts geben; wenn du mir dieses tust, so will ich
wiederum deine Herde weiden und hüten:
32 Ich
will heute durch deine ganze Herde gehen und daraus absondern
jedes gesprenkelte und gefleckte Tier und jedes dunkelfarbige
Tier unter den Schafen, und das Gefleckte und Gesprenkelte unter
den Ziegen; und das sei mein Lohn.
33 Und
meine Gerechtigkeit wird für mich zeugen am morgenden Tage, wenn
sie wegen meines Lohnes vor dich kommt; alles, was nicht
gesprenkelt und gefleckt ist unter den Ziegen und dunkelfarbig
unter den Schafen, das sei gestohlen bei mir.
34 Und
Laban sprach: Siehe, es geschehe nach deinem Worte!
35 Und
er sonderte an selbigem Tage die gestreiften und gefleckten
Böcke ab und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles,
woran Weißes war, und alles Dunkelfarbige unter den Schafen, und
gab sie in die Hand seiner Söhne.
36 Und
er setzte einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob;
und Jakob weidete die übrige Herde Labans.
37 Und
Jakob nahm sich frische Stäbe von Weißpappel, Mandelbaum und
Platane und schälte weiße Streifen daran, indem er das Weiße
entblößte, das an den Stäben war.
38 Und
er legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen,
in die Wassertränken, wohin die Herde zum Trinken kam, vor die
Herde hin; und sie wurde brünstig, wenn sie zum Trinken kam.
39 Und
die Herde wurde brünstig vor den Stäben, und die Herde gebar
gestreifte, gesprenkelte und gefleckte.
40 Und
Jakob schied die Lämmer aus, und er richtete das Gesicht der
Herde auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige in der Herde
Labans; und so machte er sich Herden besonders und tat sie nicht
zu der Herde Labans.
41 Und
es geschah, so oft das kräftige Vieh brünstig wurde, dann legte
Jakob die Stäbe vor die Augen der Herde in die Tränkrinnen,
damit sie bei den Stäben brünstig würden;
42
wenn aber das Vieh schwächlich war, legte er sie nicht hin. Also
wurden die schwächlichen dem Laban und die kräftigen dem Jakob.
43 Und
der Mann breitete sich sehr, sehr aus, und er bekam viele
Herden, und Mägde und Knechte, und Kamele und Esel.
31,1
Und er hörte die Worte der Söhne Labans, welche sprachen: Jakob
hat alles genommen, was unserem Vater gehörte; und von dem, was
unserem Vater gehörte, hat er sich all diesen Reichtum
verschafft.
2 Und
Jakob sah das Angesicht Labans, und siehe, es war nicht gegen
ihn wie früher.
3 Und
Jehova sprach zu Jakob: Kehre zurück in das Land deiner Väter
und zu deiner Verwandtschaft, und ich will mit dir sein.
4 Da
sandte Jakob hin und ließ Rahel und Lea aufs Feld rufen zu
seiner Herde.
5 Und
er sprach zu ihnen: Ich sehe das Angesicht eures Vaters, daß es
nicht gegen mich ist wie früher; aber der Gott meines Vaters ist
mit mir gewesen.
6 Ihr
selbst wisset ja, daß ich mit all meiner Kraft eurem Vater
gedient habe.
7 Und
euer Vater hat mich betrogen und hat meinen Lohn zehnmal
verändert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir Übles zu tun.
8 Wenn
er so sprach: Die gesprenkelten sollen dein Lohn sein, dann
gebaren alle Herden gesprenkelte; und wenn er so sprach: Die
gestreiften sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Herden
gestreifte.
9 Und
Gott hat das Vieh eures Vaters genommen und mir gegeben.
10 Und
es geschah zur Brunstzeit der Herde, da hob ich meine Augen auf
und sah im Traume: und siehe, die Böcke, welche die Herde
besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und getüpfelt.
11 Und
der Engel Gottes sprach im Traume zu mir: Jakob! Und ich sprach:
Hier bin ich!
12 Und
er sprach: Hebe doch deine Augen auf und sieh: alle Böcke,
welche die Herde bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und
getüpfelt; denn ich habe alles gesehen, was Laban dir tut.
13 Ich
bin der Gott von Bethel, wo du ein Denkmal gesalbt, wo du mir
ein Gelübde getan hast. Nun mache dich auf, ziehe aus diesem
Lande und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft.
14 Und
Rahel und Lea antworteten und sprachen zu ihm: Haben wir noch
ein Teil und ein Erbe im Hause unseres Vaters?
15
Sind wir nicht als Fremde von ihm geachtet worden? Denn er hat
uns verkauft und hat auch unser Geld völlig verzehrt.
16
Denn aller Reichtum, den Gott unserem Vater entrissen hat, uns
gehört er und unseren Kindern. So tue nun alles, was Gott zu dir
geredet hat.
17 Da
machte Jakob sich auf und hob seine Kinder und seine Weiber auf
die Kamele,
18 und
führte weg all sein Vieh und all seine Habe, die er erworben,
das Vieh seines Eigentums, das er erworben hatte in Paddan-Aram,
um zu seinem Vater Isaak zu kommen in das Land Kanaan.
19 Und
Laban war gegangen, um seine Schafe zu scheren; und Rahel stahl
die Teraphim, die ihr Vater hatte.
20 Und
Jakob hinterging Laban, den Aramäer, indem er ihm nicht kundtat,
daß er fliehe.
21 Und
er floh, er und alles, was er hatte; und er machte sich auf und
setzte über den Strom und richtete sein Angesicht nach dem
Gebirge Gilead.
22 Und
am dritten Tage wurde dem Laban berichtet, daß Jakob geflohen
wäre.
23 Und
er nahm seine Brüder mit sich und jagte ihm sieben Tagereisen
nach und ereilte ihn auf dem Gebirge Gilead.
24 Und
Gott kam zu Laban, dem Aramäer, in einem Traume der Nacht und
sprach zu ihm: Hüte dich, daß du mit Jakob weder Gutes noch
Böses redest!
25 Und
Laban erreichte Jakob, und Jakob hatte sein Zelt auf dem Gebirge
aufgeschlagen; und Laban schlug es auf mit seinen Brüdern auf
dem Gebirge Gilead.
26 Und
Laban sprach zu Jakob: Was hast du getan, daß du mich
hintergangen und meine Töchter wie Kriegsgefangene weggeführt
hast?
27
Warum bist du heimlich geflohen und hast mich hintergangen und
hast es mir nicht kundgetan ich hätte dich ja begleitet mit
Freude und mit Gesängen, mit Tamburin und mit Laute-
28 und
hast mir nicht zugelassen, meine Söhne und meine Töchter zu
küssen? Nun, du hast töricht gehandelt.
29 Es
wäre in der Macht meiner Hand, euch Übles zu tun; aber der Gott
eures Vaters hat gestern Nacht zu mir geredet und gesagt: Hüte
dich, mit Jakob weder Gutes noch Böses zu reden!
30 Und
nun, da du einmal weggegangen bist, weil du dich so sehr nach
dem Hause deines Vaters sehntest, warum hast du meine Götter
gestohlen?
31 Da
antwortete Jakob und sprach zu Laban: Weil ich mich fürchtete;
denn ich sagte mir, du möchtest mir etwa deine Töchter
entreißen.
32 Bei
wem du deine Götter findest, der soll nicht leben. Erforsche vor
unseren Brüdern, was bei mir ist, und nimm es dir. Jakob aber
wußte nicht, daß Rahel sie gestohlen hatte.
33 Und
Laban ging in das Zelt Jakobs und in das Zelt Leas und in das
Zelt der beiden Mägde und fand nichts; und er ging aus dem Zelte
Leas und kam in das Zelt Rahels.
34
Rahel aber hatte die Teraphim genommen und sie in den
Kamelsattel gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban
durchtastete das ganze Zelt und fand nichts.
35 Und
sie sprach zu ihrem Vater: Mein Herr möge nicht zürnen, daß ich
nicht vor dir aufstehen kann; denn es ergeht mir nach der Weiber
Weise. Und er durchsuchte alles und fand die Teraphim nicht.
36 Da
entbrannte Jakob und haderte mit Laban. Und Jakob antwortete und
sprach zu Laban: Was ist mein Vergehen, was meine Sünde, daß du
mir hitzig nachgesetzt bist?
37 Da
du all mein Gerät durchtastet hast, was hast du gefunden von
allem Gerät deines Hauses? Lege es hierher vor meine Brüder und
deine Brüder, und sie mögen zwischen uns beiden entscheiden!
38
Zwanzig Jahre bin ich nun bei dir gewesen; deine Mutterschafe
und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner
Herde habe ich nicht gegessen.
39 Das
Zerrissene habe ich nicht zu dir gebracht, ich habe es büßen
müssen; von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es
gestohlen sein bei Tage oder gestohlen bei Nacht.
40 Es
war mit mir also: des Tages verzehrte mich die Hitze und der
Frost des Nachts, und mein Schlaf floh von meinen Augen.
41
Zwanzig Jahre bin ich nun in deinem Hause gewesen; ich habe dir
vierzehn Jahre gedient um deine beiden Töchter und sechs Jahre
um deine Herde, und du hast meinen Lohn zehnmal verändert.
42
Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, und die
Furcht Isaaks, für mich gewesen wäre, gewiß, du würdest mich
jetzt leer entlassen haben. Gott hat mein Elend und die Arbeit
meiner Hände angesehen und hat gestern Nacht entschieden.
43 Und
Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Töchter sind meine
Töchter, und die Söhne sind meine Söhne, und die Herde ist meine
Herde, und alles, was du siehest, ist mein; aber meinen
Töchtern, was könnte ich ihnen heute tun, oder ihren Söhnen, die
sie geboren haben?
44 Und
nun komm, laß uns einen Bund machen, ich und du, und er sei zum
Zeugnis zwischen mir und dir!
45 Und
Jakob nahm einen Stein und richtete ihn auf als Denkmal.
46 Und
Jakob sprach zu seinen Brüdern: Sammelt Steine! Und sie nahmen
Steine und errichteten einen Haufen und aßen daselbst auf dem
Haufen.
47 Und
Laban nannte ihn Jegar Sahadutha, und Jakob nannte ihn Galed.
48 Und
Laban sprach: Dieser Haufe sei heute ein Zeuge zwischen mir und
dir! Darum gab man ihm den Namen Galed,
49 und
Mizpa, weil er sprach: Jehova sei Wächter zwischen mir und dir,
wenn wir einer vor dem anderen verborgen sein werden!
50
Wenn du meine Töchter bedrücken, und wenn du noch Weibern nehmen
solltest zu meinen Töchtern… kein Mensch ist bei uns; siehe,
Gott ist Zeuge zwischen mir und dir.
51 Und
Laban sprach zu Jakob: Siehe, dieser Haufe, und siehe, das
Denkmal, das ich errichtet habe zwischen mir und dir:
52
dieser Haufe sei Zeuge und das Denkmal ein Zeugnis, daß weder
ich über diesen Haufen zu dir hinausgehe, noch daß du über
diesen Haufen und dieses Denkmal zu mir hinausgehest zum Bösen.
53 Der
Gott Abrahams und der Gott Nahors richte zwischen uns, der Gott
ihres Vaters! Da schwur Jakob bei der Furcht seines Vaters
Isaak.
54 Und
Jakob opferte ein Schlachtopfer auf dem Gebirge und lud seine
Brüder ein, zu essen; und sie aßen und übernachteten auf dem
Gebirge.
55 Und
Laban stand des Morgens früh auf und küßte seine Söhne und seine
Töchter und segnete sie; und Laban zog hin und kehrte zurück an
seinen Ort.
32,1
Und Jakob zog seines Weges, und es begegneten ihm Engel Gottes.
2 Und
Jakob sprach, als er sie sah: Dies ist das Heerlager Gottes. Und
er gab jenem Orte den Namen Machanaim.
3 Und
Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau, in das
Land Seir, das Gefilde Edom.
4 Und
er gebot ihnen und sprach: So sollt ihr zu meinem Herrn, zu
Esau, sprechen: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich
mich aufgehalten und bin geblieben bis jetzt;
5 und
ich habe Rinder und Esel, Kleinvieh und Knechte und Mägde
erworben; und ich habe gesandt, es meinem Herrn kundzutun, um
Gnade zu finden in deinen Augen.
6 Und
die Boten kehrten zu Jakob zurück und sprachen: Wir sind zu
deinem Bruder, zu Esau, gekommen, und er zieht dir auch entgegen
und vierhundert Mann mit ihm.
7 Da
fürchtete sich Jakob sehr, und ihm ward angst; und er teilte das
Volk, das bei ihm war, und das Kleinvieh und die Rinder und die
Kamele in zwei Züge.
8 Und
er sprach: Wenn Esau wider den einen Zug kommt und ihn schlägt,
so wird der übriggebliebene Zug entrinnen können.
9 Und
Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters
Isaak, Jehova, der du zu mir geredet hast: Kehre zurück in dein
Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will dir wohltun!
10 Ich
bin zu gering all der Gütigkeiten und all der Treue, die du
deinem Knechte erwiesen hast; denn mit meinem Stabe bin ich über
diesen Jordan gegangen, und nun bin ich zu zwei Zügen geworden.
11
Rette mich doch von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus!
Denn ich fürchte ihn, daß er etwa komme und mich schlage, die
Mutter samt den Kindern.
12 Du
hast ja gesagt: Gewißlich werde ich dir wohltun und werde deinen
Samen machen wie den Sand des Meeres, der nicht gezählt wird vor
Menge.
13 Und
er übernachtete daselbst in jener Nacht; und er nahm von dem,
was in seine Hand gekommen war, ein Geschenk für seinen Bruder
Esau:
14
Zweihundert Ziegen und zwanzig Böcke, zweihundert Mutterschafe
und zwanzig Widder,
15
dreißig säugende Kamele mit ihren Füllen, vierzig Kühe und zehn
Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn junge Esel.
16 Und
er gab sie in die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders,
und er sprach zu seinen Knechten: Ziehet vor mir her und lasset
Raum zwischen Herde und Herde.
17 Und
er gebot dem ersten und sprach: Wenn mein Bruder Esau dir
begegnet und dich fragt und spricht: Wem gehörst du an, und
wohin gehst du, und wem gehören diese da vor dir?
18 so
sollst du sagen: Deinem Knechte Jakob; es ist ein Geschenk,
gesandt meinem Herrn, dem Esau; und siehe, er selbst ist hinter
uns.
19 Und
er gebot auch dem zweiten, auch dem dritten, auch allen, die
hinter den Herden hergingen, und sprach: Nach diesem Worte sollt
ihr zu Esau reden, wenn ihr ihn findet,
20 und
sollt sagen: Siehe, dein Knecht Jakob ist selbst hinter uns.
Denn er sagte: Ich will ihn versöhnen durch das Geschenk, das
vor mir hergeht, und danach will ich sein Angesicht sehen;
vielleicht wird er mich annehmen.
21 Und
das Geschenk zog vor ihm her, und er übernachtete in jener Nacht
im Lager.
22 Und
er stand in jener Nacht auf und nahm seine zwei Weiber und seine
zwei Mägde und seine elf Söhne und zog über die Furt des Jabbok;
23 und
er nahm sie und führte sie über den Fluß und führte hinüber, was
er hatte.
24 Und
Jakob blieb allein übrig; und es rang ein Mann mit ihm, bis die
Morgenröte aufging.
25 Und
als er sah, daß er ihn nicht übermochte, da rührte er sein
Hüftgelenk an; und das Hüftgelenk Jakobs ward verrenkt, indem er
mit ihm rang.
26 Da
sprach er: Laß mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen;
und er sprach: Ich lasse dich nicht los, du habest mich denn
gesegnet.
27 Da
sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Und er sprach: Jakob.
28 Da
sprach er: Nicht Jakob soll hinfort dein Name heißen, sondern
Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast
obsiegt.
29 Und
Jakob fragte und sprach: Tue mir doch deinen Namen kund! Da
sprach er: Warum doch fragst du nach meinem Namen? Und er
segnete ihn daselbst.
30 Und
Jakob gab dem Orte den Namen Pniel: denn ich habe Gott von
Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet
worden!
31 Und
die Sonne ging ihm auf, als er über Pniel hinaus war; und er
hinkte an seiner Hüfte.
32
Darum essen die Kinder Israel nicht die Spannader, die über dem
Hüftgelenk ist, bis auf den heutigen Tag, weil er das Hüftgelenk
Jakobs, die Spannader, angerührt hat.
33,1
Und Jakob hob seine Augen auf und sah: und siehe, Esau kam und
mit ihm vierhundert Mann. Und er verteilte die Kinder auf Lea
und auf Rahel und auf die beiden Mägde;
2 und
er stellte die Mägde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre
Kinder dahinter und Rahel und Joseph zuletzt.
3 Er
aber ging vor ihnen her und beugte sich siebenmal zur Erde
nieder, bis er nahe zu seinem Bruder kam.
4 Und
Esau lief ihm entgegen und umarmte ihn und fiel ihm um den Hals
und küßte ihn; und sie weinten.
5 Und
er hob seine Augen auf und sah die Weiber und die Kinder und
sprach: Wer sind diese bei dir? Und er sprach: Die Kinder, die
Gott deinem Knechte beschert hat.
6 Und
die Mägde traten herzu, sie und ihre Kinder, und verneigten
sich.
7 Und
auch Lea trat herzu und ihre Kinder, und sie verneigten sich.
Und danach traten Joseph und Rahel herzu und verneigten sich.
8 Und
er sprach: Was willst du mit diesem ganzen Zug, dem ich begegnet
bin? Und er sprach: Daß ich Gnade fände in den Augen meines
Herrn.
9 Da
sprach Esau: Ich habe genug, mein Bruder; es sei dein, was du
hast.
10 Und
Jakob sprach: Nicht doch; wenn ich anders Gnade gefunden habe in
deinen Augen, so nimm mein Geschenk von meiner Hand, da ich nun
einmal dein Angesicht gesehen habe, als hätte ich Gottes
Angesicht gesehen, und du Wohlgefallen an mir gehabt hast.
11
Nimm doch mein Geschenk, das dir überbracht worden ist; denn
Gott hat es mir beschert, und ich habe alles. Und er drang in
ihn, und er nahm es.
12 Und
Esau sprach: Laß uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will
vor dir herziehen.
13 Und
er sprach zu ihm: Mein Herr weiß, daß die Kinder zart sind und
daß ich säugende Schafe und Kühe bei mir habe; wenn man sie nur
einen Tag übertriebe, so würde die ganze Herde sterben.
14
Mein Herr ziehe doch vor seinem Knechte hin, und ich will
einherziehen nach meiner Gemächlichkeit, nach dem Gange des
Viehes, das vor mir ist, und nach dem Gange der Kinder, bis ich
zu meinem Herrn komme nach Seir.
15 Und
Esau sprach: Ich will doch von dem Volke bei dir zurücklassen,
das bei mir ist. Und er sprach: Wozu das? Möchte ich Gnade
finden in den Augen meines Herrn!
16 Und
Esau kehrte an selbigem Tage seines Weges zurück nach Seir.
17 Und
Jakob brach auf nach Sukkoth und baute sich ein Haus, und seinem
Vieh machte er Hütten; darum gab er dem Orte den Namen Sukkoth.
18 Und
Jakob kam wohlbehalten nach der Stadt Sichem, die im Lande
Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram kam, und lagerte vor der
Stadt.
19 Und
er kaufte das Stück Feld, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte,
von der Hand der Söhne Hemors, des Vaters Sichems, um hundert
Kesita.
20 Und
er richtete daselbst einen Altar auf und nannte ihn: Gott, der
Gott Israels.
34,1
Und Dina, die Tochter Leas, die sie dem Jakob geboren hatte,
ging aus, die Töchter des Landes zu sehen.
2 Und
es sah sie Sichem, der Sohn Hemors, des Hewiters, des Fürsten
des Landes, und er nahm sie und lag bei ihr und schwächte sie.
3 Und
seine Seele hing an Dina, der Tochter Jakobs, und er liebte das
Mädchen und redete zum Herzen des Mädchens.
4 Und
Sichem sprach zu Hemor, seinem Vater, und sagte: Nimm mir dieses
Mädchen zum Weibe.
5 Und
Jakob hörte, daß er seine Tochter Dina entehrt hatte; seine
Söhne aber waren mit seinem Vieh auf dem Felde, und Jakob
schwieg, bis sie kamen.
6 Und
Hemor, der Vater Sichems, kam heraus zu Jakob, um mit ihm zu
reden.
7 Und
die Söhne Jakobs kamen vom Felde, sobald sie es hörten; und die
Männer kränkten sich und ergrimmten sehr, weil er eine Schandtat
in Israel verübt hatte, bei der Tochter Jakobs zu liegen; und
also sollte nicht geschehen.
8 Und
Hemor redete mit ihnen und sprach: Sichem, mein Sohn, seine
Seele hängt an eurer Tochter: Gebet sie ihm doch zum Weibe,
9 und
verschwägert euch mit uns: gebet uns eure Töchter und nehmet
euch unsere Töchter;
10 und
wohnet bei uns, und das Land soll vor euch sein: wohnet und
verkehret darin, und machet euch darin ansässig.
11 Und
Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brüdern: Möge ich
Gnade finden in euren Augen! Und was ihr mir sagen werdet, will
ich geben.
12
Leget mir sehr viel auf als Heiratsgabe und Geschenk, und ich
will es geben, so wie ihr mir sagen werdet; und gebet mir das
Mädchen zum Weibe.
13 Und
die Söhne Jakobs antworteten Sichem und seinem Vater Hemor
betrüglich und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt
hatte;
14 Und
sie sprachen zu ihm: Wir können dies nicht tun, unsere Schwester
einem unbeschnittenen Manne zu geben, denn das wäre eine Schande
für uns.
15 Nur
unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr
werdet wie wir, indem alles Männliche bei euch beschnitten wird;
16
dann wollen wir euch unsere Töchter geben und eure Töchter uns
nehmen, und wir wollen bei euch wohnen und ein Volk sein.
17
Wenn ihr aber nicht auf uns höret, euch beschneiden zu lassen,
so nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg.
18 Und
ihre Worte waren gut in den Augen Hemors und Sichems, des Sohnes
Hemors.
19 Und
der Jüngling zögerte nicht, dies zu tun, denn er hatte Gefallen
an der Tochter Jakobs. Und er war geehrt vor allen im Hause
seines Vaters.
20 Und
Hemor und Sichem, sein Sohn, kamen in das Tor ihrer Stadt, und
sie redeten zu den Männern ihrer Stadt und sprachen:
21
Diese Männer sind friedlich gegen uns, so mögen sie im Lande
wohnen und darin verkehren; und das Land, siehe, weit nach
beiden Seiten ist es vor ihnen. Wir wollen uns ihre Töchter zu
Weibern nehmen und unsere Töchter ihnen geben.
22 Nur
unter der Bedingung wollen die Männer uns zu Willen sein, bei
uns zu wohnen, ein Volk zu sein, wenn bei uns alles Männliche
beschnitten werde, so wie sie beschnitten sind.
23
Ihre Herden und ihr Besitz und all ihr Vieh, werden die nicht
unser sein? Nur laßt uns ihnen zu Willen sein, und sie werden
bei uns wohnen.
24 Und
sie hörten auf Hemor und auf Sichem, seinen Sohn, alle, die zum
Tore seiner Stadt ausgingen; und alles Männliche wurde
beschnitten, alle, die zum Tore seiner Stadt ausgingen.
25 Und
es geschah am dritten Tage, als sie in Schmerzen waren, da
nahmen die zwei Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die Brüder Dinas,
ein jeder sein Schwert und kamen kühn wider die Stadt und
ermordeten alles Männliche;
26
auch Hemor und seinen Sohn Sichem ermordeten sie mit der Schärfe
des Schwertes und nahmen Dina aus dem Hause Sichems und gingen
davon.
27 Die
Söhne Jakobs kamen über die Erschlagenen und plünderten die
Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten.
28 Ihr
Kleinvieh und ihre Rinder und ihre Esel und was in der Stadt und
was auf dem Felde war, nahmen sie;
29 und
all ihr Vermögen und alle ihre Kinder und ihre Weiber führten
sie gefangen hinweg und raubten sie und alles, was in den
Häusern war.
30 Da
sprach Jakob zu Simeon und zu Levi: Ihr habt mich in Trübsal
gebracht, indem ihr mich stinkend machet unter den Bewohnern des
Landes, unter den Kanaanitern und unter den Perisitern. Ich aber
bin ein zählbares Häuflein, und sie werden sich wider mich
versammeln und mich schlagen, und ich werde vertilgt werden, ich
und mein Haus.
31 Und
sie sprachen: Sollte man unsere Schwester wie eine Hure
behandeln?
35,1
Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, ziehe hinauf nach
Bethel und wohne daselbst, und mache daselbst einen Altar dem
Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau
flohest.
2 Da
sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die bei ihm waren:
Tut die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und
reiniget euch und wechselt eure Kleider;
3 und
wir wollen uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, und ich
werde daselbst einen Altar machen dem Gott, der mir geantwortet
hat am Tage meiner Drangsal und mit mir gewesen ist auf dem
Wege, den ich gewandelt bin.
4 Und
sie gaben Jakob alle fremden Götter, die in ihrer Hand, und die
Ringe, die in ihren Ohren waren, und Jakob vergrub sie unter der
Terebinthe, die bei Sichem ist.
5 Und
sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte,
die rings um sie her waren, so daß sie den Söhnen Jakobs nicht
nachjagten.
6 Und
Jakob kam nach Lus, welches im Lande Kanaan liegt, das ist
Bethel, er und alles Volk, das bei ihm war.
7 Und
er baute daselbst einen Altar und nannte den Ort El-Bethel: denn
Gott hatte sich ihm daselbst geoffenbart, als er vor seinem
Bruder floh.
8 Und
Debora, die Amme Rebekkas, starb, und sie wurde begraben
unterhalb Bethel unter der Eiche; und man gab ihr den Namen
Allon Bakuth.
9 Und
Gott erschien dem Jakob wiederum, als er aus Paddan-Aram kam,
und segnete ihn.
10 Und
Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob; dein Name soll hinfort
nicht Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein. Und er
gab ihm den Namen Israel.
11 Und
Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, sei fruchtbar
und mehre dich; eine Nation und ein Haufe von Nationen soll aus
dir werden, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen.
12 Und
das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich
es geben, und deinem Samen nach dir will ich das Land geben.
13 Und
Gott fuhr von ihm auf an dem Orte, wo er mit ihm geredet hatte.
14 Und
Jakob richtete ein Denkmal auf an dem Orte, wo er mit ihm
geredet hatte, ein Denkmal von Stein, und spendete darauf ein
Trankopfer und goß Öl darauf.
15 Und
Jakob gab dem Orte, woselbst Gott mit ihm geredet hatte, den
Namen Bethel.
16 Und
sie brachen auf von Bethel. Und es war noch eine Strecke Landes,
um nach Ephrath zu kommen, da gebar Rahel, und es wurde ihr
schwer bei ihrem Gebären.
17 Und
es geschah, als es ihr schwer wurde bei ihrem Gebären, da sprach
die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch dieser ist dir
ein Sohn!
18 Und
es geschah, als ihre Seele ausging (denn sie starb), da gab sie
ihm den Namen Benoni; sein Vater aber nannte ihn Benjamin.
19 Und
Rahel starb und wurde begraben an dem Wege nach Ephrath, das ist
Bethlehem.
20 Und
Jakob richtete über ihrem Grabe ein Denkmal auf, das ist das
Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
21 Und
Israel brach auf und schlug sein Zelt auf jenseit von
Migdal-Heder.
22 Und
es geschah, als Israel in jenem Lande wohnte, da ging Ruben hin
und lag bei Bilha, dem Kebsweibe seines Vaters. Und Israel hörte
es. Und der Söhne Jakobs waren zwölf.
23 Die
Söhne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, und Simeon und Levi
und Juda und Issaschar und Sebulon.
24 Die
Söhne Rahels: Joseph und Benjamin.
25 Die
Söhne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naphtali.
26 Und
die Söhne Silpas, der Magd Leas: Gad und Aser. Das sind die
Söhne Jakobs, welche ihm in Paddan-Aram geboren wurden.
27 Und
Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjath-Arba,
das ist Hebron, woselbst Abraham und Isaak als Fremdlinge
geweilt hatten.
28 Und
die Tage Isaaks waren hundertachtzig Jahre.
29 Und
Isaak verschied und starb und wurde versammelt zu seinen
Völkern, alt und der Tage satt. Und Esau und Jakob, seine Söhne,
begruben ihn.
36,1
Und dies sind die Geschlechter Esaus, das ist Edom.
2 Esau
nahm seine Weiber von den Töchtern Kanaans: Ada, die Tochter
Elons, des Hethiters, und Oholibama, die Tochter Anas, der
Tochter Zibeons, des Hewiters,
3 und
Basmath, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajoths.
4 Und
Ada gebar dem Esau Eliphas, und Basmath gebar Reghuel.
5 Und
Oholibama gebar Jeghusch und Jaghlam und Korach. Das sind die
Söhne Esaus, welche ihm im Lande Kanaan geboren wurden.
6 Und
Esau nahm seine Weiber und seine Söhne und seine Töchter und
alle Seelen seines Hauses, und seine Herden und all sein Vieh
und all sein Besitztum, das er im Lande Kanaan erworben hatte,
und zog in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg.
7 Denn
ihre Habe war zu groß, daß sie hätten beieinander wohnen können,
und das Land ihres Aufenthaltes vermochte sie nicht zu tragen
wegen ihrer Herden.
8 Und
Esau wohnte auf dem Gebirge Seir. Esau, das ist Edom.
9 Und
dies sind die Geschlechter Esaus, des Vaters von Edom, auf dem
Gebirge Seir.
10
Dies sind die Namen der Söhne Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, des
Weibes Esaus; Reghuel, der Sohn Basmaths, des Weibes Esaus.
11 Und
die Söhne des Eliphas waren: Teman, Omar, Zepho und Gaetam und
Kenas.
12 Und
Timna war das Kebsweib des Eliphas, des Sohnes Esaus, und sie
gebar dem Eliphas Amalek. Das sind die Söhne Adas, des Weibes
Esaus.
13 Und
dies sind die Söhne Reghuels: Nachath und Serach, Schamma und
Missa. Das waren die Söhne Basmaths, des Weibes Esaus.
14 Und
dies waren die Söhne Oholibamas, der Tochter Anas, der Tochter
Zibeons, des Weibes Esaus: sie gebar dem Esau Jeghusch, Jaghlam
und Korach.
15
Dies sind die Fürsten der Söhne Esaus: Die Söhne Eliphas’, des
Erstgeborenen Esaus: der Fürst Teman, der Fürst Omar, der Fürst
Zepho, der Fürst Kenas,
16 der
Fürst Korach, der Fürst Gaetam, der Fürst Amalek. Das sind die
Fürsten des Eliphas im Lande Edom; das sind die Söhne Adas.
17 Und
dies sind die Söhne Reghuels, des Sohnes Esaus: der Fürst
Nachath, der Fürst Serach, der Fürst Schamma, der Fürst Missa.
Das sind die Fürsten des Reghuel im Lande Edom; das sind die
Söhne Basmaths, des Weibes Esaus.
18 Und
dies sind die Söhne Oholibamas, des Weibes Esaus: der Fürst
Jeghusch, der Fürst Jaghlam, der Fürst Korach. Das sind die
Fürsten Oholibamas, der Tochter Anas, des Weibes Esaus.
19 Das
sind die Söhne Esaus und das ihre Fürsten; das ist Edom.
20 Das
sind die Söhne Seirs, des Horiters, die Bewohner des Landes:
Lotan und Schobal und Zibeon und Ana und Dischon und Ezer und
Dischan.
21 Das
sind die Fürsten der Horiter, der Söhne Seirs, im Lande Edom.
22 Und
die Söhne Lotans waren: Hori und Hemam, und die Schwester
Lotans: Timna.
23 Und
dies sind die Söhne Schobals: Alwan und Manachath und Ebal,
Schepho und Onam.
24 Und
dies sind die Söhne Zibeons: Aja und Ana. Das ist der Ana,
welcher die warmen Quellen in der Wüste fand, als er die Esel
Zibeons, seines Vaters, weidete.
25 Und
dies sind die Söhne Anas: Dischon, und Oholibama, die Tochter
Anas.
26 Und
dies sind die Söhne Dischons: Hemdan und Eschban und Jithran und
Keran.
27
Dies sind die Söhne Ezers: Bilhan und Saawan und Akan.
28
Dies sind die Söhne Dischans: Uz und Aran.
29
Dies sind die Fürsten der Horiter: der Fürst Lotan, der Fürst
Schobal, der Fürst Zibeon, der Fürst Ana,
30 der
Fürst Dischon, der Fürst Ezer, der Fürst Dischan. Das sind die
Fürsten der Horiter, nach ihren Fürsten im Lande Seir.
31 Und
dies sind die Könige, die im Lande Edom regiert haben, ehe ein
König über die Kinder Israel regierte:
32
Bela, der Sohn Beors, wurde König in Edom, und der Name seiner
Stadt war Dinhaba.
33 Und
Bela starb; und es ward König an seiner Statt Jobab, der Sohn
Serachs, aus Bozra.
34 Und
Jobab starb; und es ward König an seiner Statt Huscham, aus dem
Lande der Temaniter.
35 Und
Huscham starb; und es ward König an seiner Statt Hadad, der Sohn
Bedads, welcher Midian schlug im Gefilde Moabs; und der Name
seiner Stadt war Awith.
36 Und
Hadad starb; und es ward König an seiner Statt Samla aus
Masreka.
37 Und
Samla starb; und es ward König an seiner Statt Saul aus
Rechoboth am Strome.
38 Und
Saul starb, und es ward König an seiner Statt Baal-Hanan, der
Sohn Akbors.
39 Und
Baal-Hanan, der Sohn Akbors, starb; und es ward König an seiner
Statt Hadar; und der Name seiner Stadt war Paghu, und der Name
seines Weibes Mehetabeel, die Tochter Matreds, der Tochter
Mesahabs.
40 Und
dies sind die Namen der Fürsten Esaus, nach ihren Familien, nach
ihren Ortschaften, mit ihren Namen: der Fürst Timna, der Fürst
Alwa, der Fürst Jetheth,
41 der
Fürst Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon,
42 der
Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst Mibzar,
43 der
Fürst Magdiel, der Fürst Iram. Das sind die Fürsten von Edom
nach ihren Wohnsitzen, im Lande ihres Eigentums. Das ist Esau,
der Vater Edoms.
37,1
Und Jakob wohnte in dem Lande, in welchem sein Vater als
Fremdling geweilt hatte, im Lande Kanaan.
2 Dies
ist die Geschichte Jakobs: Joseph, siebzehn Jahre alt, weidete
die Herde mit seinen Brüdern; und er war als Knabe bei den
Söhnen Bilhas und bei den Söhnen Silpas, der Weiber seines
Vaters. Und Joseph hinterbrachte ihrem Vater die üble Nachrede
von ihnen.
3 Und
Israel hatte Joseph lieber als alle seine Söhne, weil er der
Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen langen Leibrock.
4 Und
als seine Brüder sahen, daß ihr Vater ihn lieber hatte als alle
seine Brüder, da haßten sie ihn und vermochten nicht, ihn zu
grüßen.
5 Und
Joseph hatte einen Traum und teilte ihn seinen Brüdern mit; und
sie haßten ihn noch mehr.
6 Und
er sprach zu ihnen: Höret doch diesen Traum, den ich gehabt
habe:
7
Siehe, wir banden Garben auf dem Felde, und siehe, meine Garbe
richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe,
eure Garben kamen ringsum und verneigten sich vor meiner Garbe.
8 Da
sprachen seine Brüder zu ihm: Solltest du gar König über uns
sein, solltest du gar über uns herrschen? Und sie haßten ihn
noch mehr um seiner Träume und um seiner Worte willen.
9 Und
er hatte noch einen anderen Traum und erzählte ihn seinen
Brüdern und sprach: Siehe, noch einen Traum habe ich gehabt, und
siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor
mir nieder.
10 Und
er erzählte es seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn
sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du
gehabt hast? Sollen wir gar kommen, ich und deine Mutter und
deine Brüder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen?
11 Und
seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn; aber sein Vater
bewahrte das Wort.
12 Und
seine Brüder gingen hin, um die Herde ihres Vaters zu weiden zu
Sichem.
13 Und
Israel sprach zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder zu Sichem?
Komm, daß ich dich zu ihnen sende! Und er sprach zu ihm: Hier
bin ich.
14 Und
er sprach zu ihm: Gehe doch hin, sieh nach dem Wohlergehen
deiner Brüder und nach dem Wohlergehen der Herde und bringe mir
Antwort. Und er sandte ihn aus dem Tale von Hebron, und er kam
nach Sichem.
15 Und
ein Mann fand ihn, und siehe, er irrte auf dem Felde umher; und
der Mann fragte ihn und sprach: Was suchst du?
16 Und
er sprach: Ich suche meine Brüder; tue mir doch kund, wo sie
weiden.
17 Und
der Mann sprach: Sie sind von hier aufgebrochen, denn ich hörte
sie sagen: Laßt uns nach Dothan ziehen! Da ging Joseph seinen
Brüdern nach und fand sie zu Dothan.
18 Und
sie sahen ihn von ferne; und ehe er ihnen nahte, da ersannen sie
gegen ihn den Anschlag, ihn zu töten.
19 Und
sie sprachen einer zum anderen: Siehe, da kommt jener Träumer!
20 So
kommt nun und laßt uns ihn erschlagen und ihn in eine der Gruben
werfen, und wir wollen sagen: Ein böses Tier hat ihn gefressen;
und wir werden sehen, was aus seinen Träumen wird.
21 Und
Ruben hörte es und errettete ihn aus ihrer Hand und sprach: Laßt
uns ihn nicht totschlagen!
22 Und
Ruben sprach zu ihnen: Vergießet nicht Blut; werfet ihn in diese
Grube, die in der Wüste ist, und leget nicht Hand an ihn auf daß
er ihn aus ihrer Hand errettete, um ihn wieder zu seinem Vater
zu bringen.
23 Und
es geschah, als Joseph zu seinen Brüdern kam, da zogen sie
Joseph seinen Leibrock aus, den langen Leibrock, den er anhatte;
24 und
sie nahmen ihn und warfen ihn in die Grube; die Grube aber war
leer, es war kein Wasser darin.
25 Und
sie setzten sich, um zu essen. Und sie hoben ihre Augen auf und
sahen: und siehe, ein Zug Ismaeliter kam von Gilead her; und
ihre Kamele trugen Tragant und Balsamharz und Ladanum; sie zogen
hin, um es nach Ägypten hinabzubringen.
26 Da
sprach Juda zu seinen Brüdern: Was für ein Gewinn ist es, daß
wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut verhehlen?
27
Kommt, laßt uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere
Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er!
Und seine Brüder hörten darauf.
28 Als
nun die midianitischen Männer, die Kaufleute, vorüberkamen, da
zogen und holten sie Joseph aus der Grube herauf und verkauften
Joseph an die Ismaeliter um zwanzig Silbersekel; und sie
brachten Joseph nach Ägypten.
29 Und
als Ruben zur Grube zurückkam, und siehe, Joseph war nicht in
der Grube, da zerriß er seine Kleider.
30 Und
er kehrte zu seinen Brüdern zurück und sprach: Der Knabe ist
nicht da, und ich, wohin soll ich gehen?
31 Und
sie nahmen den Leibrock Josephs und schlachteten einen
Ziegenbock und tauchten den Leibrock in das Blut;
32 und
sie schickten den langen Leibrock hin und ließen ihn ihrem Vater
bringen und sagen: Dieses haben wir gefunden; erkenne doch, ob
es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht.
33 Und
er erkannte ihn und sprach: Der Leibrock meines Sohnes! Ein
böses Tier hat ihn gefressen, Joseph ist gewißlich zerrissen
worden!
34 Und
Jakob zerriß seine Kleider und legte Sacktuch um seine Lenden,
und er trug Leid um seinen Sohn viele Tage.
35 Und
alle seine Söhne und alle seine Töchter machten sich auf, um ihn
zu trösten; aber er verweigerte es, sich trösten zu lassen, und
sprach: Denn leidtragend werde ich zu meinem Sohne hinabfahren
in den Scheol! Und sein Vater beweinte ihn.
36 Und
die Midianiter verkauften ihn nach Ägypten, an Potiphar, einen
Kämmerer des Pharao, den Obersten der Leibwache.
38,1
Und es geschah zu selbiger Zeit, daß Juda von seinen Brüdern
hinabzog und zu einem Manne von Adullam einkehrte mit Namen
Hira.
2 Und
Juda sah daselbst die Tochter eines kanaanitischen Mannes mit
Namen Schua; und er nahm sie und ging zu ihr ein.
3 Und
sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, und er gab ihm den
Namen Gher.
4 Und
sie wurde abermals schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab
ihm den Namen Onan.
5 Und
wiederum gebar sie einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Schela;
Juda war aber zu Kesib, als sie ihn gebar.
6 Und
Juda nahm ein Weib für Gher, seinen Erstgeborenen, und ihr Name
war Tamar.
7 Und
Gher, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen Jehovas, und
Jehova tötete ihn.
8 Da
sprach Juda zu Onan: Gehe ein zu dem Weibe deines Bruders, und
leiste ihr die Schwagerpflicht und erwecke deinem Bruder Samen.
9 Da
aber Onan wußte, daß der Same nicht sein eigen sein sollte, so
geschah es, wenn er zu dem Weibe seines Bruders einging, daß er
ihn verderbte zur Erde, um seinem Bruder keinen Samen zu geben.
10 Und
es war übel in den Augen Jehovas, was er tat; und er tötete auch
ihn.
11 Da
sprach Juda zu Tamar, seiner Schwiegertochter: Bleibe Witwe im
Hause deines Vaters, bis mein Sohn Schela groß sein wird. Denn
er sagte: Daß nicht auch er sterbe wie seine Brüder! Und Tamar
ging hin und blieb im Hause ihres Vaters.
12 Als
der Tage viele geworden, da starb die Tochter Schuas, das Weib
Judas. Und als Juda getröstet war, ging er zu seinen
Schafscherern hinauf, er und Hira, sein Freund, der Adullamiter,
nach Timna.
13 Und
es wurde der Tamar berichtet und gesagt: Siehe, dein
Schwiegervater geht nach Timna hinauf, um seine Schafe zu
scheren.
14 Da
legte sie die Kleider ihrer Witwenschaft von sich und bedeckte
sich mit einem Schleier und verhüllte sich; und sie setzte sich
an den Eingang von Enaim, das am Wege nach Timna liegt; denn sie
sah, daß Schela groß geworden war und sie ihm nicht zum Weibe
gegeben wurde.
15 Und
Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr
Angesicht bedeckt.
16 Und
er bog zu ihr ab in den Weg und sprach: Wohlan, laß mich zu dir
eingehen! Denn er wußte nicht, daß sie seine Schwiegertochter
war. Und sie sprach: Was willst du mir geben, daß du zu mir
eingehst?
17 Da
sprach er: Ich will dir ein Ziegenböcklein von der Herde senden.
Und sie sprach: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es sendest.
18 Und
er sprach: Was für ein Pfand soll ich dir geben? Und sie sprach:
Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in
deiner Hand ist. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und sie
ward schwanger von ihm.
19 Und
sie stand auf und ging hin, und sie legte ihren Schleier von
sich und zog die Kleider ihrer Witwenschaft an.
20 Und
Juda sandte das Ziegenböcklein durch die Hand seines Freundes,
des Adullamiters, um das Pfand aus der Hand des Weibes zu
nehmen; aber er fand sie nicht.
21 Und
er fragte die Leute ihres Ortes und sprach: Wo ist jene
Buhlerin, die zu Enaim am Wege war? Und sie sprachen: Hier ist
keine Buhlerin gewesen.
22 Und
er kehrte zu Juda zurück und sprach: Ich habe sie nicht
gefunden, und auch sagten die Leute des Ortes: Hier ist keine
Buhlerin gewesen.
23 Da
sprach Juda: Sie behalte es für sich, daß wir nicht zum Gespött
werden; siehe, ich habe dieses Böcklein gesandt, und du hast sie
ja nicht gefunden.
24 Und
es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda berichtet
und gesagt: Tamar, deine Schwiegertochter, hat gehurt, und
siehe, sie ist auch schwanger von Hurerei. Da sprach Juda:
Führet sie hinaus, daß sie verbrannt werde!
25 Als
sie hinausgeführt wurde, da sandte sie zu ihrem Schwiegervater
und ließ ihm sagen: Von dem Manne, dem dieses gehört, bin ich
schwanger; und sie sprach: Erkenne doch, wem dieser Siegelring
und diese Schnur und dieser Stab gehören!
26 Und
Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter als ich, darum
daß ich sie nicht meinem Sohne Schela gegeben habe; und er
erkannte sie hinfort nicht mehr.
27 Und
es geschah zur Zeit, als sie gebären sollte, siehe, da waren
Zwillinge in ihrem Leibe.
28 Und
es geschah, während sie gebar, da streckte einer die Hand
heraus, und die Hebamme nahm sie und band einen Karmesinfaden um
seine Hand und sprach: Dieser ist zuerst herausgekommen.
29 Und
es geschah, als er seine Hand zurückzog, siehe, da kam sein
Bruder heraus; und sie sprach: Wie bist du durchgebrochen! Auf
dir sei der Bruch! Und man gab ihm den Namen Perez.
30 Und
danach kam sein Bruder heraus, um dessen Hand der Karmesinfaden
war, und man gab ihm den Namen Serach.
39,1
Und Joseph wurde nach Ägypten hinabgeführt; und Potiphar, ein
Kämmerer des Pharao, der Oberste der Leibwache, ein ägyptischer
Mann, kaufte ihn aus der Hand der Ismaeliter, die ihn dorthin
hinabgeführt hatten.
2 Und
Jehova war mit Joseph, und er war ein Mann, dem alles gelang;
und er war im Hause seines Herrn, des Ägypters.
3 Und
sein Herr sah, daß Jehova mit ihm war und daß Jehova alles, was
er tat, in seiner Hand gelingen ließ.
4 Und
Joseph fand Gnade in seinen Augen und diente ihm; und er
bestellte ihn über sein Haus, und alles, was er hatte, gab er in
seine Hand.
5 Und
es geschah, seitdem er ihn über sein Haus bestellt und über
alles, was er hatte, daß Jehova das Haus des Ägypters segnete um
Josephs willen; und der Segen Jehovas war auf allem, was er
hatte, im Hause und auf dem Felde.
6 Und
er überließ alles, was er hatte, der Hand Josephs und kümmerte
sich um gar nichts bei ihm, außer um das Brot, das er aß. Und
Joseph war schön von Gestalt und schön von Angesicht.
7 Und
es geschah nach diesen Dingen, da warf das Weib seines Herrn
ihre Augen auf Joseph und sprach: Liege bei mir!
8 Er
aber weigerte sich und sprach zu dem Weibe seines Herrn: Siehe,
mein Herr kümmert sich um nichts bei mir im Hause; und alles,
was er hat, hat er in meine Hand gegeben.
9
Niemand ist größer in diesem Hause als ich, und er hat mir gar
nichts vorenthalten als nur dich, indem du sein Weib bist; und
wie sollte ich dieses große Übel tun und wider Gott sündigen?
10 Und
es geschah, als sie Joseph Tag für Tag ansprach und er nicht auf
sie hörte, bei ihr zu liegen, bei ihr zu sein,
11 da
geschah es an einem solchen Tage, daß er ins Haus ging, um sein
Geschäft zu besorgen, und kein Mensch von den Leuten des Hauses
war daselbst im Hause;
12 und
sie ergriff ihn bei seinem Kleide und sprach: Liege bei mir! Er
aber ließ sein Kleid in ihrer Hand und floh und lief hinaus.
13 Und
es geschah, als sie sah, daß er sein Kleid in ihrer Hand
gelassen hatte und hinausgeflohen war,
14 da
rief sie den Leuten ihres Hauses und sprach zu ihnen und sagte:
Sehet, er hat uns einen hebräischen Mann hergebracht, um Spott
mit uns zu treiben. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu
liegen, und ich habe mit lauter Stimme gerufen.
15 Und
es geschah, als er hörte, daß ich meine Stimme erhob und rief,
da ließ er sein Kleid neben mir und floh und ging hinaus.
16 Und
sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr nach Hause kam.
17 Und
sie redete zu ihm nach diesen Worten und sprach: Der hebräische
Knecht, den du uns hergebracht hast, ist zu mir gekommen, um
Spott mit mir zu treiben;
18 und
es geschah, als ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein
Kleid neben mir und floh hinaus.
19 Und
es geschah, als sein Herr die Worte seines Weibes hörte, die sie
zu ihm redete, indem sie sprach: Nach diesen Worten hat mir dein
Knecht getan, da entbrannte sein Zorn.
20 Und
Josephs Herr nahm ihn und legte ihn in die Feste, an den Ort, wo
die Gefangenen des Königs gefangen lagen; und er war daselbst in
der Feste.
21 Und
Jehova war mit Joseph und wandte ihm Güte zu und gab ihm Gnade
in den Augen des Obersten der Feste.
22 Und
der Oberste der Feste übergab alle Gefangenen, die in der Feste
waren, der Hand Josephs; und alles, was daselbst zu tun war, das
tat er.
23 Der
Oberste der Feste sah nicht nach dem Geringsten, das unter
seiner Hand war, weil Jehova mit ihm war; und was er tat, ließ
Jehova gelingen.
40,1
Und es geschah nach diesen Dingen, da versündigten sich der
Schenke des Königs von Ägypten und der Bäcker gegen ihren Herrn,
den König von Ägypten.
2 Und
der Pharao ward sehr zornig über seine beiden Kämmerer, über den
Obersten der Schenken und über den Obersten der Bäcker;
3 und
er setzte sie in Gewahrsam in das Haus des Obersten der
Leibwache, in die Feste, an den Ort, wo Joseph gefangen lag.
4 Und
der Oberste der Leibwache bestellte Joseph zu ihnen, und er
bediente sie; und sie waren eine Zeitlang in Gewahrsam.
5 Und
sie hatten beide einen Traum, ein jeder seinen Traum in einer
Nacht, ein jeder nach der Deutung seines Traumes, der Schenke
und der Bäcker des Königs von Ägypten, die in der Feste gefangen
lagen.
6 Und
Joseph kam am Morgen zu ihnen und sah sie, und siehe, sie waren
mißmutig.
7 Und
er fragte die Kämmerer des Pharao, die mit ihm im Hause seines
Herrn in Gewahrsam waren, und sprach: Warum sind eure
Angesichter heute so trübe?
8 Und
sie sprachen zu ihm: Wir haben einen Traum gehabt, und da ist
niemand, der ihn deute. Und Joseph sprach zu ihnen: Sind die
Deutungen nicht Gottes? Erzählet mir doch.
9 Da
erzählte der Oberste der Schenken dem Joseph seinen Traum und
sprach zu ihm: In meinem Traume, siehe, da war ein Weinstock vor
mir,
10 und
an dem Weinstock drei Reben; und sowie er knospte, schoß seine
Blüte auf, seine Traubenkämme reiften zu Trauben.
11 Und
der Becher des Pharao war in meiner Hand, und ich nahm die
Trauben und preßte sie aus in den Becher des Pharao und gab den
Becher in des Pharao Hand.
12 Und
Joseph sprach zu ihm: Dies ist seine Deutung: Die drei Reben
sind drei Tage.
13 In
noch drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich
wieder in deine Stelle einsetzen, und du wirst den Becher des
Pharao in seine Hand geben, nach der früheren Weise, da du sein
Schenke warst.
14
Aber gedenke meiner bei dir, wenn es dir wohlgeht, und erweise
doch Güte an mir und erwähne meiner bei dem Pharao und bringe
mich aus diesem Hause heraus;
15
denn gestohlen bin ich aus dem Lande der Hebräer, und auch hier
habe ich gar nichts getan, daß sie mich in den Kerker gesetzt
haben.
16 Und
der Oberste der Bäcker sah, daß er gut gedeutet hatte, und er
sprach zu Joseph: Auch ich sah in meinem Traume, und siehe, drei
Körbe mit Weißbrot waren auf meinem Kopfe,
17 und
im obersten Korbe allerlei Eßwaren des Pharao, Backwerk; und das
Gevögel fraß sie aus dem Korbe auf meinem Kopfe weg.
18 Und
Joseph antwortete und sprach: Dies ist seine Deutung:
19 Die
drei Körbe sind drei Tage. In noch drei Tagen wird der Pharao
dein Haupt erheben und dich an ein Holz hängen, und das Gevögel
wird dein Fleisch von dir wegfressen.
20 Und
es geschah am dritten Tage, dem Geburtstage des Pharao, da
machte er allen seinen Knechten ein Mahl; und er erhob das Haupt
des Obersten der Schenken und das Haupt des Obersten der Bäcker
unter seinen Knechten.
21 Und
er setzte den Obersten der Schenken wieder in sein Schenkamt,
daß er den Becher in des Pharao Hand gab;
22 und
den Obersten der Bäcker ließ er hängen, so wie Joseph ihnen
gedeutet hatte.
23
Aber der Oberste der Schenken gedachte nicht an Joseph und
vergaß ihn.
41,1
Und es geschah nach Verlauf von zwei vollen Jahren, daß der
Pharao träumte: und siehe, er stand am Strome.
2 Und
siehe, aus dem Strome stiegen sieben Kühe herauf, schön von
Ansehen und fett an Fleisch, und sie weideten im Riedgrase.
3 Und
siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen aus dem Strome
herauf, häßlich von Ansehen und mager an Fleisch, und sie
standen neben den Kühen am Ufer des Stromes.
4 Und
die Kühe, die häßlich von Ansehen und mager an Fleisch waren,
fraßen die sieben Kühe, die schön von Ansehen und fett waren.
Und der Pharao erwachte.
5 Und
er schlief ein und träumte zum zweiten Male: und siehe, sieben
Ähren wuchsen auf an einem Halme, fett und schön.
6 Und
siehe, sieben Ähren, mager und vom Ostwinde versengt, sproßten
nach ihnen auf.
7 Und
die mageren Ähren verschlangen die sieben fetten und vollen
Ähren. Und der Pharao erwachte, und siehe, es war ein Traum.
8 Und
es geschah am Morgen, da war sein Geist voll Unruhe, und er
sandte hin und ließ alle Schriftgelehrten Ägyptens und alle
seine Weisen rufen; und der Pharao erzählte ihnen seine Träume,
aber da war keiner, der sie dem Pharao deutete.
9 Da
redete der Oberste der Schenken zum Pharao und sprach: Ich
gedenke heute meiner Sünden.
10 Der
Pharao war sehr zornig über seine Knechte und setzte mich in
Gewahrsam in das Haus des Obersten der Leibwache, mich und den
Obersten der Bäcker.
11 Und
wir hatten einen Traum in einer Nacht, ich und er; wir träumten
ein jeder nach der Deutung seines Traumes.
12 Und
daselbst war bei uns ein hebräischer Jüngling, ein Knecht des
Obersten der Leibwache, und wir erzählten sie ihm; und er
deutete uns unsere Träume, einem jeden deutete er nach seinem
Traume.
13 Und
es geschah, wie er uns deutete, also ist es geschehen: mich hat
der Pharao wieder in meine Stelle eingesetzt, und ihn hat er
gehängt.
14 Da
sandte der Pharao hin und ließ Joseph rufen; und sie ließen ihn
eilends aus dem Kerker gehen. Und er schor sich und wechselte
seine Kleider und kam zu dem Pharao.
15 Und
der Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, und da
ist keiner, der ihn deute; ich habe aber von dir sagen hören, du
verstehest einen Traum, ihn zu deuten.
16 Und
Joseph antwortete dem Pharao und sprach: Das steht nicht bei
mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum Heil ist.
17 Da
sprach der Pharao zu Joseph: In meinem Traume, siehe, da stand
ich am Ufer des Stromes.
18 Und
siehe, aus dem Strome stiegen sieben Kühe herauf, fett an
Fleisch und schön von Gestalt, und sie weideten im Riedgrase.
19 Und
siehe, sieben andere Kühe stiegen nach ihnen herauf, dürr und
sehr häßlich von Gestalt und mager an Fleisch; ich habe wie
diese an Häßlichkeit keine gesehen im ganzen Lande Ägypten.
20 Und
die mageren und häßlichen Kühe fraßen die sieben ersten fetten
Kühe;
21 und
sie kamen in ihren Bauch, und man merkte nicht, daß sie in ihren
Bauch gekommen waren, und ihr Ansehen war häßlich, wie im
Anfang. Und ich erwachte.
22 Und
ich sah in meinem Traume, und siehe, sieben Ähren wuchsen auf an
einem Halme, voll und schön.
23 Und
siehe, sieben Ähren, dürftig, mager, vom Ostwinde versengt,
sproßten nach ihnen auf;
24 und
die mageren Ähren verschlangen die sieben schönen Ähren. Und ich
habe es den Schriftgelehrten gesagt; aber da war keiner, der es
mir kundtat.
25 Und
Joseph sprach zum Pharao: Der Traum des Pharao ist einer; was
Gott tun will, hat er dem Pharao kundgetan.
26 Die
sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die sieben schönen
Ähren sind sieben Jahre; ein Traum ist es.
27 Und
die sieben mageren und häßlichen Kühe, die nach ihnen
heraufstiegen, sind sieben Jahre, so auch die sieben leeren, vom
Ostwinde versengten Ähren: es werden sieben Jahre der Hungersnot
sein.
28 Das
ist das Wort, das ich zu dem Pharao geredet habe: Was Gott tun
will, hat er den Pharao sehen lassen.
29
Siehe, sieben Jahre kommen, großer Überfluß wird sein im ganzen
Lande Ägypten.
30 Und
nach ihnen werden sieben Jahre der Hungersnot entstehen, und
aller Überfluß wird im Lande Ägypten vergessen sein, und die
Hungersnot wird das Land verzehren.
31 Und
man wird nichts mehr von dem Überfluß im Lande wissen vor
selbiger Hungersnot danach, denn sie wird sehr schwer sein.
32 Und
was die zweimalige Wiederholung des Traumes an den Pharao
anlangt, es bedeutet, daß die Sache von seiten Gottes fest
beschlossen ist und daß Gott eilt, sie zu tun.
33 Und
nun ersehe sich der Pharao einen verständigen und weisen Mann
und setze ihn über das Land Ägypten.
34
Dies tue der Pharao, daß er Aufseher über das Land bestelle und
den Fünften vom Lande Ägypten nehme in den sieben Jahren des
Überflusses;
35 und
man sammle alle Speise dieser kommenden guten Jahre und schütte
Getreide auf unter des Pharao Hand zur Speise in den Städten und
bewahre es auf.
36 Und
die Speise sei zum Vorrat für das Land für die sieben Jahre der
Hungersnot, welche im Lande Ägypten sein werden, daß das Land
nicht vertilgt werde durch die Hungersnot.
37 Und
das Wort war gut in den Augen des Pharao und in den Augen aller
seiner Knechte.
38 Und
der Pharao sprach zu seinen Knechten: Werden wir einen finden
wie diesen, einen Mann, in welchem der Geist Gottes ist?
39 Und
der Pharao sprach zu Joseph: Nachdem Gott dir dies alles
kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie du.
40 Du
sollst über mein Haus sein, und deinem Befehle soll mein ganzes
Volk sich fügen; nur um den Thron will ich größer sein als du.
41 Und
der Pharao sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dich über das ganze
Land Ägypten gesetzt.
42 Und
der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und tat ihn an
die Hand Josephs, und er kleidete ihn in Kleider von Byssus und
legte die goldene Kette um seinen Hals.
43 Und
er ließ ihn auf dem zweiten Wagen fahren, den er hatte, und man
rief vor ihm her: Werfet euch nieder! Und er setzte ihn über das
ganze Land Ägypten.
44 Und
der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, und ohne dich
soll kein Mensch seine Hand oder seinen Fuß aufheben im ganzen
Lande Ägypten.
45 Und
der Pharao gab Joseph den Namen: Zaphnath-Pahneach, und gab ihm
Asnath, die Tochter Potipheras, des Heilige (e-r)s von On, zum
Weibe. Und Joseph zog aus in das Land Ägypten.
46 Und
Joseph war dreißig Jahre alt, als er vor dem Pharao, dem Könige
von Ägypten, stand. Und Joseph ging weg von dem Pharao und zog
durch das ganze Land Ägypten.
47 Und
das Land trug in den sieben Jahren des Überflusses händevoll.
48 Und
er sammelte alle Speise der sieben Jahre, die im Lande Ägypten
waren, und legte die Speise in die Städte; die Speise des
Gefildes der Stadt, das um sie her war, legte er darein.
49 Und
Joseph schüttete Getreide auf wie Sand des Meeres, über die
Maßen viel, bis man aufhörte zu zählen, denn es war ohne Zahl.
50 Und
dem Joseph wurden zwei Söhne geboren, ehe das Jahr der
Hungersnot kam, welche Asnath ihm gebar, die Tochter Potipheras,
des Heilige (e-r)s von On.
51 Und
Joseph gab dem Erstgeborenen den Namen Manasse: denn Gott hat
mich vergessen lassen all meine Mühsal und das ganze Haus meines
Vaters.
52 Und
dem Zweiten gab er den Namen Ephraim: denn Gott hat mich
fruchtbar gemacht im Lande meines Elends.
53 Und
es endigten die sieben Jahre des Überflusses, der im Lande
Ägypten gewesen war;
54 und
die sieben Jahre der Hungersnot begannen zu kommen, so wie
Joseph gesagt hatte. Und es war Hungersnot in allen Ländern,
aber im ganzen Lande Ägypten war Brot.
55 Und
das ganze Land Ägypten hungerte; und das Volk schrie zum Pharao
um Brot. Da sprach der Pharao zu allen Ägyptern: Gehet zu
Joseph; tut, was er euch sagt!
56 Und
die Hungersnot war auf der ganzen Erde; und Joseph tat alles
auf, worin Getreide war, und verkaufte es den Ägyptern; und die
Hungersnot war stark im Lande Ägypten.
57 Und
alle Welt kam nach Ägypten zu Joseph, um Getreide zu kaufen;
denn die Hungersnot war stark auf der ganzen Erde.
42,1
Und Jakob sah, daß Getreide in Ägypten war, und Jakob sprach zu
seinen Söhnen: Was sehet ihr einander an?
2 Und
er sprach: Siehe, ich habe gehört, daß Getreide in Ägypten ist;
ziehet hinab und kaufet uns von dort Getreide, daß wir leben und
nicht sterben.
3 Und
die zehn Brüder Josephs zogen hinab, um Getreide aus Ägypten zu
kaufen.
4 Aber
Benjamin, Josephs Bruder, sandte Jakob nicht mit seinen Brüdern;
denn er sprach: Daß ihm nicht etwa ein Unfall begegne.
5 Und
so kamen die Söhne Israels unter den Ankommenden, um Getreide zu
kaufen; denn die Hungersnot war im Lande Kanaan.
6 Und
Joseph, er war der Gebieter über das Land, er verkaufte das
Getreide allem Volke des Landes. Und die Brüder Josephs kamen
und beugten sich vor ihm nieder, mit dem Antlitz zur Erde.
7 Und
Joseph sah seine Brüder und erkannte sie; aber er stellte sich
fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen:
Woher kommet ihr? Und sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, um
Speise zu kaufen.
8 Und
Joseph erkannte seine Brüder; sie aber erkannten ihn nicht.
9 Und
Joseph gedachte der Träume, die er von ihnen gehabt hatte, und
er sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter; um zu sehen, wo das
Land offen ist, seid ihr gekommen.
10 Da
sprachen sie zu ihm: Nein, mein Herr; sondern deine Knechte sind
gekommen, um Speise zu kaufen.
11 Wir
alle sind eines Mannes Söhne; wir sind redlich, deine Knechte
sind nicht Kundschafter.
12 Und
er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen, um zu
sehen, wo das Land offen ist.
13 Und
sie sprachen: Zwölf Brüder sind wir, deine Knechte, Söhne eines
Mannes im Lande Kanaan; und siehe, der jüngste ist heute bei
unserem Vater, und der eine ist nicht mehr.
14 Da
sprach Joseph zu ihnen: Das ist es, was ich zu euch gesagt habe:
Kundschafter seid ihr!
15
Daran sollt ihr geprüft werden: Beim Leben des Pharao! Wenn ihr
von hier weggehet, es sei denn, daß euer jüngster Bruder hierher
komme!
16
Sendet einen von euch hin, daß er euren Bruder hole; ihr aber
bleibet gefangen, und eure Worte sollen geprüft werden, ob
Wahrheit bei euch ist; und wenn nicht beim Leben des Pharao! so
seid ihr Kundschafter.
17 Und
er setzte sie drei Tage zusammen in Gewahrsam.
18 Und
am dritten Tage sprach Joseph zu ihnen: Tut dieses, und ihr
sollt leben; ich fürchte Gott:
19
Wenn ihr redlich seid, so bleibe einer eurer Brüder gefangen im
Hause eures Gewahrsams; ihr aber, ziehet hin, bringet Getreide
für den Bedarf eurer Häuser;
20 und
euren jüngsten Bruder sollt ihr zu mir bringen, daß eure Worte
sich bewähren, und ihr nicht sterbet. Und sie taten also.
21 Da
sprachen sie einer zum anderen: Fürwahr, wir sind schuldig wegen
unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er zu uns
flehte, und wir hörten nicht; darum ist diese Drangsal über uns
gekommen.
22 Und
Ruben antwortete ihnen und sprach: Habe ich nicht zu euch
gesprochen und gesagt: Versündiget euch nicht an dem Knaben?
Aber ihr hörtet nicht; und siehe, sein Blut wird auch gefordert!
23 Sie
aber wußten nicht, daß Joseph es verstand, denn ein Dolmetscher
war zwischen ihnen.
24 Und
er wandte sich von ihnen ab und weinte. Und er kehrte zu ihnen
zurück und redete zu ihnen; und er nahm Simeon aus ihrer Mitte
und band ihn vor ihren Augen.
25 Und
Joseph gebot, daß man ihre Gefäße mit Getreide fülle und ihr
Geld zurückgebe, einem jeden in seinen Sack, und ihnen Zehrung
gebe auf den Weg. Und man tat ihnen also.
26 Und
sie luden ihr Getreide auf ihre Esel und zogen von dannen.
27 Und
einer öffnete seinen Sack, um seinem Esel in der Herberge Futter
zu geben; und er sah sein Geld, und siehe, es war oben in seinem
Sacke.
28 Und
er sprach zu seinen Brüdern: Mein Geld ist mir wieder geworden,
und siehe, es ist sogar in meinem Sacke. Da entfiel ihnen das
Herz, und sie sahen einander erschrocken an und sprachen: Was
hat Gott uns da getan!
29 Und
sie kamen in das Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob und
berichteten ihm alles, was ihnen widerfahren war, und sprachen:
30 Der
Mann, der Herr des Landes, redete hart mit uns und behandelte
uns wie Kundschafter des Landes.
31 Und
wir sprachen zu ihm: Wir sind redlich, wir sind nicht
Kundschafter;
32
zwölf Brüder sind wir, Söhne unseres Vaters; der eine ist nicht
mehr, und der jüngste ist heute bei unserem Vater im Lande
Kanaan.
33 Und
der Mann, der Herr des Landes, sprach zu uns: Daran werde ich
erkennen, daß ihr redlich seid: Einen eurer Brüder lasset bei
mir, und nehmet den Bedarf eurer Häuser und ziehet hin;
34 und
bringet ihr euren jüngsten Bruder zu mir, so werde ich erkennen,
daß ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; euren Bruder
werde ich euch zurückgeben, und ihr möget im Lande verkehren.
35 Und
es geschah, als sie ihre Säcke leerten, siehe, da hatte ein
jeder sein Geldbündel in seinem Sacke; und sie sahen ihre
Geldbündel, sie und ihr Vater, und sie fürchteten sich.
36 Und
ihr Vater Jakob sprach zu ihnen: Ihr habt mich der Kinder
beraubt: Joseph ist nicht mehr, und Simeon ist nicht mehr; und
Benjamin wollt ihr nehmen! Dies alles kommt über mich!
37 Und
Ruben sprach zu seinem Vater und sagte: Meine beiden Söhne
darfst du töten, wenn ich ihn nicht zu dir zurückbringe. Gib ihn
in meine Hand, und ich werde ihn zu dir zurückbringen.
38 Er
aber sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen; denn
sein Bruder ist tot, und er allein ist übriggeblieben, und
begegnete ihm ein Unfall auf dem Wege, auf welchem ihr ziehet,
so würdet ihr mein graues Haar mit Kummer hinabbringen in den
Scheol.
43,1
Und die Hungersnot war schwer im Lande.
2 Und
es geschah, als sie das Getreide aufgezehrt hatten, das sie aus
Ägypten gebracht, da sprach ihr Vater zu ihnen: Ziehet wiederum
hin, kaufet uns ein wenig Speise.
3 Und
Juda sprach zu ihm und sagte: Der Mann hat uns ernstlich bezeugt
und gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn
euer Bruder bei euch.
4 Wenn
du unseren Bruder mit uns senden willst, so wollen wir
hinabziehen und dir Speise kaufen;
5 wenn
du ihn aber nicht sendest, so werden wir nicht hinabziehen; denn
der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht
sehen, es sei denn euer Bruder bei euch.
6 Da
sprach Israel: Warum habt ihr mir das Leid angetan, dem Manne
kundzutun, daß ihr noch einen Bruder habt?
7 Und
sie sprachen: Der Mann erkundigte sich genau nach uns und
unserer Verwandtschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt
ihr noch einen Bruder? und wir taten es ihm kund nach diesen
Worten. Konnten wir denn wissen, daß er sagen würde: Bringet
euren Bruder herab?
8 Und
Juda sprach zu Israel, seinem Vater: Sende den Knaben mit mir,
und wir wollen uns aufmachen und ziehen, daß wir leben und nicht
sterben, sowohl wir als du als auch unsere Kinder.
9 Ich
will Bürge für ihn sein, von meiner Hand sollst du ihn fordern;
wenn ich ihn nicht zu dir bringe und ihn vor dein Angesicht
stelle, so will ich alle Tage gegen dich gesündigt haben;
10
denn hätten wir nicht gezögert, gewiß, wir wären jetzt schon
zweimal zurückgekehrt.
11 Und
Israel, ihr Vater, sprach zu ihnen: Wenn es denn also ist, so
tut dieses: Nehmet von dem Besten des Landes in eure Gefäße und
bringet dem Manne ein Geschenk hinab: ein wenig Balsam und ein
wenig Traubenhonig, Tragant und Ladanum, Pistazien und Mandeln.
12 Und
nehmet doppeltes Geld in eure Hand, und bringet das Geld, das
euch oben in euren Säcken wieder geworden ist, in eurer Hand
zurück; vielleicht ist es ein Irrtum.
13 Und
nehmet euren Bruder und machet euch auf, kehret zu dem Manne
zurück.
14 Und
Gott, der Allmächtige, gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne,
daß er euch euren anderen Bruder und Benjamin loslasse. Und ich,
wenn ich der Kinder beraubt bin, so bin ich der Kinder beraubt!
15 Da
nahmen die Männer dieses Geschenk und nahmen doppeltes Geld in
ihre Hand und Benjamin, und machten sich auf und zogen nach
Ägypten hinab. Und sie traten vor Joseph.
16 Und
als Joseph den Benjamin bei ihnen sah, sprach er zu dem, der
über sein Haus war: Führe die Männer ins Haus und schlachte
Schlachtvieh und richte zu; denn die Männer sollen mit mir zu
Mittag essen.
17 Und
der Mann tat, wie Joseph gesagt hatte; und der Mann führte die
Männer in das Haus Josephs.
18 Da
fürchteten sich die Männer, daß sie in das Haus Josephs geführt
wurden, und sprachen: Um des Geldes willen, das im Anfang wieder
in unsere Säcke gekommen ist, werden wir hineingeführt, daß man
über uns herstürze und über uns herfalle und uns zu Knechten
nehme, samt unseren Eseln.
19 Und
sie traten zu dem Manne, der über das Haus Josephs war, und
redeten zu ihm am Eingang des Hauses
20 und
sprachen: Bitte, mein Herr! Wir sind im Anfang herabgezogen, um
Speise zu kaufen.
21 Und
es geschah, als wir in die Herberge kamen und unsere Säcke
öffneten, siehe, da war eines jeden Geld oben in seinem Sacke,
unser Geld nach seinem Gewicht; und wir haben es in unserer Hand
zurückgebracht.
22 Und
anderes Geld haben wir in unserer Hand herabgebracht, um Speise
zu kaufen. Wir wissen nicht, wer unser Geld in unsere Säcke
gelegt hat.
23 Und
er sprach: Friede euch! Fürchtet euch nicht! Euer Gott und der
Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure Säcke gegeben;
euer Geld ist mir zugekommen. Und er führte Simeon zu ihnen
heraus.
24 Und
der Mann führte die Männer in das Haus Josephs und gab ihnen
Wasser, und sie wuschen ihre Füße; und er gab ihren Eseln
Futter.
25 Und
sie bereiteten das Geschenk zu, bis Joseph am Mittag kam; denn
sie hatten gehört, daß sie daselbst essen sollten.
26 Als
Joseph nach Hause kam, da brachten sie ihm das Geschenk, das in
ihrer Hand war, ins Haus und beugten sich vor ihm nieder zur
Erde.
27 Und
er fragte nach ihrem Wohlergehen und sprach: Geht es eurem Vater
wohl, dem Greise, von dem ihr sprachet? Lebt er noch?
28 Da
sprachen sie: Es geht deinem Knechte, unserem Vater, wohl; er
lebt noch. Und sie verneigten sich und beugten sich nieder.
29 Und
er erhob seine Augen und sah seinen Bruder Benjamin, den Sohn
seiner Mutter, und sprach: Ist das euer jüngster Bruder, von dem
ihr zu mir sprachet? Und er sprach: Gott sei dir gnädig, mein
Sohn!
30 Und
Joseph eilte (denn sein Innerstes wurde erregt über seinen
Bruder) und suchte einen Ort, um zu weinen, und er ging in das
innere Gemach und weinte daselbst.
31 Und
er wusch sein Angesicht und kam heraus und bezwang sich und
sprach: Traget Speise auf!
32 Und
man trug für ihn besonders auf und für sie besonders und für die
Ägypter, die mit ihm aßen, besonders; denn die Ägypter dürfen
nicht mit den Hebräern essen, denn das ist den Ägyptern ein
Greuel.
33 Und
sie aßen vor ihm, der Erstgeborene nach seiner Erstgeburt und
der Jüngste nach seiner Jugend; und die Männer sahen einander
staunend an.
34 Und
man trug Ehrengerichte von ihm zu ihnen; und das Ehrengericht
Benjamins war fünfmal größer als die Ehrengerichte von ihnen
allen. Und sie tranken und tranken sich fröhlich mit ihm.
44,1
Und er gebot dem, der über sein Haus war, und sprach: Fülle die
Säcke der Männer mit Speise, so viel sie tragen können, und lege
das Geld eines jeden oben in seinen Sack.
2 Und
meinen Kelch, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack
des Jüngsten legen mit dem Gelde für sein Getreide. Und er tat
nach den Worte Josephs, das er geredet hatte.
3 Als
der Morgen anbrach, da wurden die Männer entlassen, sie und ihre
Esel.
4 Sie
waren eben zur Stadt hinausgegangen, sie waren noch nicht weit,
da sprach Joseph zu dem, der über sein Haus war: Mache dich auf,
jage den Männern nach, und hast du sie erreicht, so sage zu
ihnen: Warum habt ihr Böses für Gutes vergolten?
5 Ist
es nicht der, aus welchem mein Herr trinkt und aus dem er zu
wahrsagen pflegt? Ihr habt übel getan, was ihr getan habt!
6 Und
er erreichte sie und redete diese Worte zu ihnen.
7 Und
sie sprachen zu ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Fern
sei es von deinen Knechten, eine solche Sache zu tun!
8
Siehe, das Geld, das wir oben in unseren Säcken fanden, haben
wir dir aus dem Lande Kanaan zurückgebracht, und wie sollten wir
aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gotd stehlen?
9 Bei
welchem von deinen Knechten er gefunden wird, der sterbe; und
dazu wollen wir meines Herrn Knechte sein.
10 Da
sprach er: Nun, nach euren Worten, so sei es auch: bei wem er
gefunden wird, der sei mein Knecht, ihr aber sollt schuldlos
sein.
11 Und
sie eilten und hoben ein jeder seinen Sack auf die Erde herab
und öffneten ein jeder seinen Sack.
12 Und
er durchsuchte: beim Ältesten fing er an, und beim Jüngsten
hörte er auf; und der Kelch fand sich im Sacke Benjamins.
13 Da
zerrissen sie ihre Kleider, und ein jeder belud seinen Esel, und
sie kehrten in die Stadt zurück.
14 Und
Juda und seine Brüder kamen in das Haus Josephs; und er war noch
daselbst, und sie fielen vor ihm nieder zur Erde.
15 Und
Joseph sprach zu ihnen: Was ist das für eine Tat, die ihr getan
habt! Wußtet ihr nicht, daß solch ein Mann wie ich wahrsagen
kann?
16 Und
Juda sprach: Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was sollen wir
reden und wie uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner
Knechte gefunden; siehe, wir sind die Knechte meines Herrn,
sowohl wir als auch der, in dessen Hand der Kelch gefunden
worden ist.
17 Und
er sprach: Fern sei es von mir, solches zu tun! Der Mann, in
dessen Hand der Kelch gefunden worden ist, der soll mein Knecht
sein; und ihr, ziehet in Frieden hinauf zu eurem Vater.
18 Da
trat Juda zu ihm und sprach: Bitte, mein Herr, laß doch deinen
Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es
entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Knecht, denn du bist
gleich dem Pharao.
19
Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr noch einen
Vater oder einen Bruder?
20 Und
wir sprachen zu meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und
einen jungen Knaben, der ihm im Alter geboren wurde; und dessen
Bruder ist tot, und er allein ist von seiner Mutter
übriggeblieben, und sein Vater hat ihn lieb.
21 Und
du sprachst zu deinen Knechten: Bringet ihn zu mir herab, daß
ich mein Auge auf ihn richte.
22 Und
wir sprachen zu meinem Herrn: Der Knabe kann seinen Vater nicht
verlassen; verließe er seinen Vater, so stürbe er.
23 Da
sprachst du zu deinen Knechten: Wenn euer jüngster Bruder nicht
mit euch herabkommt, so sollt ihr mein Angesicht nicht mehr
sehen.
24 Und
es geschah, als wir hinaufgezogen waren zu deinem Knechte,
meinem Vater, da berichteten wir ihm die Worte meines Herrn.
25 Und
unser Vater sprach: Ziehet wieder hin, kaufet uns ein wenig
Speise.
26 Wir
aber sprachen: Wir können nicht hinabziehen. Wenn unser jüngster
Bruder bei uns ist, so wollen wir hinabziehen; denn wir dürfen
das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder
nicht bei uns ist.
27 Und
dein Knecht, mein Vater, sprach zu uns: Ihr wisset, daß mein
Weib mir zwei geboren hat;
28 und
der eine ist von mir weggegangen, und ich sprach: Fürwahr, er
ist gewißlich zerrissen worden; und ich habe ihn nicht mehr
gesehen bis jetzt.
29 Und
nehmet ihr auch diesen von mir hinweg, und es begegnet ihm ein
Unfall, so werdet ihr mein graues Haar mit Unglück hinabbringen
in den Scheol.
30 Und
nun, wenn ich zu deinem Knechte, meinem Vater, komme, und der
Knabe ist nicht bei uns und seine Seele hängt an dessen Seele,
31 so
wird es geschehen, daß er stirbt, wenn er sieht, daß der Knabe
nicht da ist; und deine Knechte werden das graue Haar deines
Knechtes, unseres Vaters, mit Kummer hinabbringen in den Scheol.
32
Denn dein Knecht ist für den Knaben Bürge geworden bei meinem
Vater, indem ich sprach: Wenn ich ihn nicht zu dir bringe, so
will ich alle Tage gegen meinen Vater gesündigt haben.
33 Und
nun, laß doch deinen Knecht anstatt des Knaben bleiben, als
Knecht meines Herrn, und der Knabe ziehe hinauf mit seinen
Brüdern;
34
denn wie sollte ich zu meinem Vater hinaufziehen, wenn der Knabe
nicht bei mir wäre? daß ich nicht das Unglück ansehen müsse,
welches meinen Vater treffen würde!
45,1
Da konnte Joseph sich nicht mehr bezwingen vor allen, die um ihn
standen, und er rief: Laßt jedermann von mir hinausgehen! Und es
stand niemand bei ihm, als Joseph sich seinen Brüdern zu
erkennen gab.
2 Und
er erhob seine Stimme mit Weinen; und die Ägypter hörten es, und
das Haus des Pharao hörte es.
3 Und
Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater
noch? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, denn sie
waren bestürzt vor ihm.
4 Da
sprach Joseph zu seinen Brüdern: Tretet doch zu mir her! Und sie
traten herzu. Und er sprach: Ich bin Joseph, euer Bruder, den
ihr nach Ägypten verkauft habt.
5 Und
nun betrübet euch nicht, und es entbrenne nicht in euren Augen,
daß ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Erhaltung des
Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt.
6 Denn
schon zwei Jahre ist die Hungersnot im Lande, und noch sind fünf
Jahre, daß kein Pflügen noch Ernten sein wird.
7 Und
Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Überrest zu
setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten für eine große
Errettung.
8 Und
nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott; und er
hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn seines
ganzen Hauses und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten.
9
Eilet und ziehet hinauf zu meinem Vater und sprechet zu ihm: So
spricht dein Sohn Joseph: Gott hat mich zum Herrn von ganz
Ägypten gemacht; komm zu mir herab, säume nicht!
10 Und
du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und
deine Söhne und die Söhne deiner Söhne und dein Kleinvieh und
deine Rinder und alles, was du hast.
11 Und
ich will dich daselbst versorgen, denn noch fünf Jahre ist
Hungersnot; daß du nicht verarmest, du und dein Haus und alles,
was du hast.
12 Und
siehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders
Benjamin, daß mein Mund es ist, der zu euch redet.
13 Und
berichtet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Ägypten und
alles, was ihr gesehen habt; und eilet und bringet meinen Vater
hierher herab.
14 Und
er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und
Benjamin weinte an seinem Halse.
15 Und
er küßte alle seine Brüder und weinte an ihnen; und danach
redeten seine Brüder mit ihm.
16 Und
das Gerücht wurde im Hause des Pharao gehört, indem man sprach:
Josephs Brüder sind gekommen! Und es war gut in den Augen des
Pharao und in den Augen seiner Knechte.
17 Und
der Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brüdern: Tut dieses:
Beladet eure Tiere und ziehet hin, gehet nach dem Lande Kanaan,
18 und
nehmet euren Vater und eure Haushaltungen und kommet zu mir; und
ich will euch das Beste des Landes Ägypten geben, und ihr sollt
das Fett des Landes essen.
19 Und
du bist beauftragt: Tut dieses: Nehmet euch aus dem Lande
Ägypten Wagen für eure Kinder und für eure Weiber, und holet
euren Vater und kommet.
20 Und
laßt es euch nicht leid sein um euren Hausrat, denn das Beste
des ganzen Landes Ägypten soll euer sein.
21 Und
die Söhne Israels taten also, und Joseph gab ihnen Wagen nach
dem Befehl des Pharao und gab ihnen Zehrung auf den Weg.
22 Er
gab ihnen allen, einem jeden, Wechselkleider, und Benjamin gab
er dreihundert Silbersekel und fünf Wechselkleider.
23 Und
seinem Vater sandte er dieses: zehn Esel, beladen mit dem Besten
Ägyptens, und zehn Eselinnen, beladen mit Getreide und Brot und
Nahrung für seinen Vater auf den Weg.
24 Und
er entließ seine Brüder, und sie zogen hin; und er sprach zu
ihnen: Erzürnet euch nicht auf dem Wege!
25 Und
sie zogen aus Ägypten hinauf und kamen in das Land Kanaan zu
ihrem Vater Jakob.
26 Und
sie berichteten ihm und sprachen: Joseph lebt noch, und er ist
Herrscher über das ganze Land Ägypten. Da erstarrte sein Herz,
denn er glaubte ihnen nicht.
27 Und
sie redeten zu ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen geredet
hatte; und er sah die Wagen, die Joseph gesandt hatte, ihn zu
holen. Und der Geist ihres Vaters Jakob lebte auf;
28 und
Israel sprach: Genug! Joseph, mein Sohn, lebt noch! Ich will
hinziehen und ihn sehen, ehe ich sterbe.
46,1
Und Israel brach auf und alles, was er hatte, und kam nach
Beerseba; und er opferte Schlachtopfer dem Gott seines Vaters
Isaak.
2 Und
Gott sprach zu Israel in den Gesichten der Nacht und sagte:
Jakob! Jakob! Und er sprach: Hier bin ich.
3 Und
er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich
nicht, nach Ägypten hinabzuziehen; denn zu einer großen Nation
will ich dich daselbst machen.
4 Ich
will mit dir nach Ägypten hinabziehen, und ich will dich auch
gewißlich heraufführen; und Joseph soll seine Hand auf deine
Augen legen.
5 Da
machte sich Jakob von Beerseba auf, und die Söhne Israels
führten Jakob, ihren Vater, und ihre Kinder und ihre Weiber auf
den Wagen, die der Pharao gesandt hatte, ihn zu holen.
6 Und
sie nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan
erworben hatten, und kamen nach Ägypten, Jakob und all sein Same
mit ihm:
7
seine Söhne und die Söhne seiner Söhne mit ihm, seine Töchter
und die Töchter seiner Söhne, und all seinen Samen brachte er
mit sich nach Ägypten.
8 Und
dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen:
Jakob und seine Söhne; der Erstgeborene Jakobs: Ruben.
9 Und
die Söhne Rubens: Hanok und Pallu und Hezron und Karmi.
10 Und
die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und Jakin und
Zochar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin.
11 Und
die Söhne Levis: Gerson, Kehath und Merari.
12 Und
die Söhne Judas: Gher und Onan und Schela und Perez und Serach;
Gher und Onan aber starben im Lande Kanaan. Und die Söhne des
Perez waren Hezron und Hamul.
13 Und
die Söhne Issaschars: Tola und Puwa und Job und Schimron.
14 Und
die Söhne Sebulons: Sered und Elon und Jachleel.
15 Das
sind die Söhne Leas, welche sie dem Jakob in Paddan-Aram gebar,
und Dina, seine Tochter. Aller Seelen seiner Söhne und seiner
Töchter waren dreiunddreißig.
16 Und
die Söhne Gads: Ziphjon und Haggi, Schuni und Ezbon, Eri und
Arodi und Areli.
17 Und
die Söhne Asers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria, und
Serach, ihre Schwester. Und die Söhne Berias: Heber und Malkiel.
18 Das
sind die Söhne Silpas, die Laban seiner Tochter Lea gab; und sie
gebar diese dem Jakob, sechzehn Seelen.
19 Die
Söhne Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin.
20 Und
dem Joseph wurden im Lande Ägypten Manasse und Ephraim geboren,
welche Asnath ihm gebar, die Tochter Potipheras, des Heilige
(e-r)s von On.
21 Und
die Söhne Benjamins: Bela und Beker und Aschbel, Gera und
Naaman, Echi und Rosch, Muppim und Huppim und Ard.
22 Das
sind die Söhne Rahels, die dem Jakob geboren wurden; aller
Seelen waren vierzehn.
23 Und
die Söhne Dans: Huschim.
24 Und
die Söhne Naphtalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem.
25 Das
sind die Söhne Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab; und
sie gebar diese dem Jakob; aller Seelen waren sieben.
26
Aller dem Jakob angehörenden Seelen, die nach Ägypten kamen, die
aus seinen Lenden hervorgegangen waren, ausgenommen die Weiber
der Söhne Jakobs, aller Seelen waren sechsundsechzig.
27 Und
die Söhne Josephs, die ihm in Ägypten geboren wurden, waren zwei
Seelen. Aller Seelen des Hauses Jakob, die nach Ägypten kamen,
waren siebzig.
28 Und
er sandte Juda vor sich hin zu Joseph, um vor ihm her zu weisen
nach Gosen; und sie kamen in das Land Gosen.
29 Da
spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater
Israel entgegen nach Gosen; und als er seiner ansichtig wurde,
fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse.
30 Und
Israel sprach zu Joseph: Nunmehr mag ich sterben, nachdem ich
dein Angesicht gesehen habe, daß du noch lebst!
31 Und
Joseph sprach zu seinen Brüdern und zum Hause seines Vaters: Ich
will hinaufziehen und dem Pharao berichten und zu ihm sagen:
Meine Brüder und das Haus meines Vaters, die im Lande Kanaan
waren, sind zu mir gekommen.
32 Und
die Männer sind Schafhirten, denn sie haben Viehzucht getrieben;
und sie haben ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles, was sie
haben, mitgebracht.
33 Und
geschieht es, daß der Pharao euch ruft und spricht: Was ist eure
Hantierung?
34 so
saget: Deine Knechte haben Viehzucht getrieben, von Jugend auf
bis jetzt, sowohl wir als auch unsere Väter, auf daß ihr wohnen
möget im Lande Gosen; denn alle Schafhirten sind den Ägyptern
ein Greuel.
47,1
Und Joseph kam und berichtete dem Pharao und sprach: Mein Vater
und meine Brüder und ihr Kleinvieh und ihre Rinder und alles,
was sie haben, sind aus dem Lande Kanaan gekommen; und siehe,
sie sind im Lande Gosen.
2 Und
er nahm aus der Gesamtheit seiner Brüder fünf Männer und stellte
sie vor den Pharao.
3 Und
der Pharao sprach zu seinen Brüdern: Was ist eure Hantierung?
Und sie sprachen zum Pharao: Deine Knechte sind Schafhirten,
sowohl wir als auch unsere Väter.
4 Und
sie sprachen zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Lande
aufzuhalten; denn es gibt keine Weide für das Kleinvieh, das
deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Lande
Kanaan; und nun laß doch deine Knechte im Lande Gosen wohnen.
5 Da
sprach der Pharao zu Joseph und sagte: Dein Vater und deine
Brüder sind zu dir gekommen.
6 Das
Land Ägypten ist vor dir: laß deinen Vater und deine Brüder in
dem besten Teile des Landes wohnen; sie mögen wohnen im Lande
Gosen. Und wenn du weißt, daß tüchtige Männer unter ihnen sind,
so setze sie als Aufseher über das Vieh, das ich habe.
7 Und
Joseph brachte seinen Vater Jakob und stellte ihn vor den
Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.
8 Und
der Pharao sprach zu Jakob: Wie viel sind der Tage deiner
Lebensjahre?
9 Und
Jakob sprach zum Pharao: Die Tage der Jahre meiner
Fremdlingschaft sind hundertdreißig Jahre; wenig und böse waren
die Tage meiner Lebensjahre, und sie haben nicht erreicht die
Tage der Lebensjahre meiner Väter in den Tagen ihrer
Fremdlingschaft.
10 Und
Jakob segnete den Pharao und ging von dem Pharao hinaus.
11 Und
Joseph schaffte seinem Vater und seinen Brüdern Wohnung und gab
ihnen ein Besitztum in dem Lande Ägypten, im besten Teile des
Landes, im Lande Raemses, so wie der Pharao geboten hatte.
12 Und
Joseph versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze
Haus seines Vaters mit Brot, nach der Zahl der Kinder.
13 Und
es war kein Brot im ganzen Lande, denn die Hungersnot war sehr
schwer; und das Land Ägypten und das Land Kanaan verschmachteten
vor Hunger.
14 Und
Joseph brachte alles Geld zusammen, das sich im Lande Ägypten
und im Lande Kanaan vorfand, für das Getreide, das man kaufte;
und Joseph brachte das Geld in das Haus des Pharao.
15 Und
als das Geld im Lande Ägypten und im Lande Kanaan ausging, da
kamen alle Ägypter zu Joseph und sprachen: Gib uns Brot! Warum
sollen wir denn vor dir sterben? Denn das Geld ist zu Ende.
16 Und
Joseph sprach: Gebet euer Vieh her, und ich will euch Brot geben
um euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist.
17 Da
brachten sie ihr Vieh zu Joseph, und Joseph gab ihnen Brot um
die Pferde und um das Kleinvieh und um das Rindvieh und um die
Esel; und so ernährte er sie mit Brot um all ihr Vieh in
selbigem Jahre.
18 Als
selbiges Jahr zu Ende war, da kamen sie im zweiten Jahre zu ihm
und sprachen zu ihm: Wir wollen es meinem Herrn nicht verhehlen,
daß, da das Geld ausgegangen ist und der Besitz des Viehes an
meinen Herrn gekommen, nichts mehr übrigbleibt vor meinem Herrn
als nur unser Leib und unser Land.
19
Warum sollen wir vor deinen Augen sterben, sowohl wir als auch
unser Land? Kaufe uns und unser Land um Brot, so wollen wir und
unser Land des Pharao Knechte sein; und gib Samen, daß wir leben
und nicht sterben und das Land nicht wüst werde!
20 Und
Joseph kaufte das ganze Land Ägypten für den Pharao; denn die
Ägypter verkauften ein jeder sein Feld, weil der Hunger sie
drängte. Und so ward das Land dem Pharao.
21 Und
das Volk, das versetzte er in die verschiedenen Städte, von
einem Ende der Grenze Ägyptens bis zu ihrem anderen Ende.
22 Nur
das Land der Heilige (e-r) kaufte er nicht; denn die Heilige
(e-r) hatten ein Bestimmtes von dem Pharao, und sie aßen ihr
Bestimmtes, das der Pharao ihnen gab; deshalb verkauften sie ihr
Land nicht.
23 Und
Joseph sprach zu dem Volke: Siehe, ich habe euch und euer Land
heute für den Pharao gekauft; siehe, da ist Samen für euch, und
besäet das Land.
24 Und
es soll geschehen mit dem Ertrage, daß ihr den Fünften dem
Pharao gebet, und die vier Teile sollen für euch sein zur Saat
des Feldes und zur Speise für euch und für die, welche in euren
Häusern sind, und zur Speise für eure Kinder.
25 Und
sie sprachen: Du hast uns am Leben erhalten; möchten wir Gnade
finden in den Augen meines Herrn, so wollen wir des Pharao
Knechte sein.
26 Und
Joseph legte es dem Lande Ägypten bis auf diesen Tag als Satzung
auf, daß dem Pharao der Fünfte gehöre. Nur das Land der Heilige
(e-r) allein ward nicht dem Pharao.
27 Und
Israel wohnte im Lande Ägypten, im Lande Gosen; und sie machten
sich darin ansässig und waren fruchtbar und mehrten sich sehr.
28 Und
Jakob lebte im Lande Ägypten siebzehn Jahre; und der Tage
Jakobs, der Jahre seines Lebens, waren hundertsiebenundvierzig
Jahre.
29 Und
als die Tage Israels herannahten, daß er sterben sollte, da rief
er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Wenn ich doch Gnade
gefunden habe in deinen Augen, so lege doch deine Hand unter
meine Hüfte und erweise Güte und Treue an mir: begrabe mich doch
nicht in Ägypten!
30
Wenn ich mit meinen Vätern liegen werde, so führe mich aus
Ägypten und begrabe mich in ihrem Begräbnis. Und er sprach: Ich
werde tun nach deinem Worte.
31 Da
sprach er: Schwöre mir! Und er schwur ihm. Und Israel betete an
zu den Häupten des Bettes.
48,1
Und es geschah nach diesen Dingen, daß man dem Joseph sagte:
Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm seine beiden Söhne,
Manasse und Ephraim, mit sich.
2 Und
man berichtete dem Jakob und sprach: Siehe, dein Sohn Joseph
kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich aufs
Bett.
3 Und
Jakob sprach zu Joseph: Gott, der Allmächtige, erschien mir zu
Lus im Lande Kanaan, und er segnete mich
4 und
sprach zu mir: Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich
mehren und dich zu einem Haufen Völker machen, und ich will
dieses Land deinem Samen nach dir zum ewigen Besitztum geben.
5 Und
nun, deine beiden Söhne, welche dir im Lande Ägypten geboren
sind, ehe ich zu dir nach Ägypten kam, sollen mein sein; Ephraim
und Manasse sollen mein sein wie Ruben und Simeon.
6 Aber
dein Geschlecht, das du nach ihnen gezeugt hast, soll dein sein;
nach dem Namen ihrer Brüder sollen sie genannt werden in ihrem
Erbteil.
7 Denn
ich, als ich aus Paddan kam, starb Rahel bei mir im Lande Kanaan
auf dem Wege, als noch eine Strecke Landes war, um nach Ephrath
zu kommen; und ich begrub sie daselbst auf dem Wege nach
Ephrath, das ist Bethlehem.
8 Und
Israel sah die Söhne Josephs und sprach: Wer sind diese?
9 Und
Joseph sprach zu seinem Vater: Das sind meine Söhne, die Gott
mir hier gegeben hat. Da sprach er: Bringe sie doch zu mir her,
daß ich sie segne!
10 Die
Augen Israels aber waren schwer vor Alter, er konnte nicht
sehen. Und er führte sie näher zu ihm, und er küßte sie und
umarmte sie.
11 Und
Israel sprach zu Joseph: Ich hatte nicht gedacht, dein Angesicht
wiederzusehen, und siehe, Gott hat mich sogar deinen Samen sehen
lassen!
12 Und
Joseph führte sie von seinen Knien heraus und beugte sich auf
sein Angesicht zur Erde nieder.
13 Und
Joseph nahm sie beide, Ephraim mit seiner Rechten, zur Linken
Israels, und Manasse mit seiner Linken, zur Rechten Israels, und
führte sie näher zu ihm.
14 Und
Israel streckte seine Rechte aus und legte sie auf das Haupt
Ephraims er war aber der Jüngere und seine Linke auf das Haupt
Manasses; er legte seine Hände absichtlich also, denn Manasse
war der Erstgeborene.
15 Und
er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht
meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt haben, der Gott, der
mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag,
16 der
Engel, der mich erlöst hat von allem Übel, segne die Knaben; und
in ihnen werde mein Name genannt und der Name meiner Väter,
Abraham und Isaak, und sie sollen sich mehren zu einer Menge
inmitten des Landes!
17 Und
als Joseph sah, daß sein Vater seine rechte Hand auf das Haupt
Ephraims legte, war es übel in seinen Augen; und er faßte seines
Vaters Hand, um sie von dem Haupte Ephraims hinwegzutun auf das
Haupt Manasses.
18 Und
Joseph sprach zu seinem Vater: Nicht also, mein Vater! Denn
dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein Haupt.
19
Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß es mein Sohn,
ich weiß es. Auch er wird zu einem Volke werden, und auch er
wird groß sein; aber doch wird sein jüngerer Bruder größer sein
als er, und sein Same wird eine Fülle von Nationen werden.
20 Und
er segnete sie an selbigem Tage und sprach: In dir wird Israel
segnen und sprechen: Gott mache dich wie Ephraim und wie
Manasse! Und er setzte Ephraim vor Manasse.
21 Und
Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit
euch sein und euch in das Land eurer Väter zurückbringen.
22 Und
ich gebe dir einen Landstrich über deine Brüder hinaus, den ich
von der Hand der Amoriter genommen habe mit meinem Schwerte und
mit meinem Bogen.
49,1
Und Jakob rief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, und ich
will euch verkünden, was euch begegnen wird in künftigen Tagen.
2
Kommet zusammen und höret, ihr Söhne Jakobs, und höret auf
Israel, euren Vater!
3
Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Kraft und der Erstling
meiner Stärke! Vorzug an Hoheit und Vorzug an Macht!
4
Überwallend wie die Wasser, sollst du keinen Vorzug haben, denn
du hast das Lager deines Vaters bestiegen; da hast du es
entweiht. Mein Bett hat er bestiegen!
5
Simeon und Levi sind Brüder, Werkzeuge der Gewalttat ihre
Waffen.
6
Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre
vereinige sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn in ihrem Zorn
haben sie den Mann erschlagen und in ihrem Mutwillen den Stier
gelähmt.
7
Verflucht sei ihr Zorn, denn er war gewalttätig, und ihr Grimm,
denn er war grausam! Ich werde sie verteilen in Jakob und sie
zerstreuen in Israel.
8 Dich
Juda, dich werden deine Brüder preisen; deine Hand wird sein auf
dem Nacken deiner Feinde, vor dir werden sich niederbeugen die
Söhne deines Vaters.
9 Juda
ist ein junger Löwe; vom Raube, mein Sohn, bist du
emporgestiegen. Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe
und wie eine Löwin; wer will ihn aufreizen?
10
Nicht weichen wird das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab
zwischen seinen Füßen hinweg, bis Schilo kommt, und ihm werden
die Völker gehorchen.
11 Er
bindet an den Weinstock sein Eselsfüllen und an die Edelrebe das
Junge seiner Eselin; er wäscht im Weine sein Kleid und im Blute
der Trauben sein Gewand;
12 die
Augen sind trübe von Wein und weiß die Zähne von Milch.
13
Sebulon, am Gestade der Meere wird er wohnen, und am Gestade der
Schiffe wird er sein und seine Seite gegen Sidon hin.
14
Issaschar ist ein knochiger Esel, der sich lagert zwischen den
Hürden.
15 Und
er sieht, daß die Ruhe gut und daß das Land lieblich ist; und er
beugt seine Schulter zum Lasttragen und wird zum fronpflichtigen
Knecht.
16 Dan
wird sein Volk richten, wie einer der Stämme Israels.
17 Dan
wird eine Schlange sein am Wege, eine Hornotter am Pfade, die da
beißt in die Fersen des Rosses, und rücklings fällt sein Reiter.
18 Auf
deine Rettung harre ich, Jehova!
19
Gad, Scharen werden ihn drängen, und er, er wird ihnen
nachdrängen auf der Ferse.
20 Von
Aser kommt Fettes, sein Brot; und er, königliche Leckerbissen
wird er geben.
21
Naphtali ist eine losgelassene Hindin; er, der schöne Worte
gibt.
22
Sohn eines Fruchtbaumes ist Joseph, Sohn eines Fruchtbaumes am
Quell; die Schößlinge treiben über die Mauer.
23 Und
es reizen ihn und schießen, und es befehden ihn die
Bogenschützen;
24
aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner
Hände durch die Hände des Mächtigen Jakobs. Von dannen ist der
Hirte, der Stein Israels:
25 von
dem Gott deines Vaters, und er wird dir helfen, und dem
Allmächtigen, und er wird dich segnen mit Segnungen des Himmels
droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen
der Brüste und des Mutterleibes.
26 Die
Segnungen deines Vaters überragen die Segnungen meiner Voreltern
bis zur Grenze der ewigen Hügel. Sie werden sein auf dem Haupte
Josephs und auf dem Scheitel des Abgesonderten unter seinen
Brüdern.
27
Benjamin ist ein Wolf, der zerreißt; am Morgen verzehrt er Raub,
und am Abend verteilt er Beute.
28
Alle diese sind die zwölf Stämme Israels, und das ist es, was
ihr Vater zu ihnen redete und womit er sie segnete; einen jeden
nach seinem Segen segnete er sie.
29 Und
er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Bin ich versammelt zu meinem
Volke, so begrabet mich zu meinen Vätern in der Höhle, die in
dem Felde Ephrons, des Hethiters, ist,
30 in
der Höhle, die in dem Felde Machpela vor Mamre ist, im Lande
Kanaan, welche Abraham samt dem Felde von Ephron, dem Hethiter,
zum Erbbegräbnis gekauft hat.
31
Dort haben sie Abraham begraben und sein Weib Sara; dort haben
sie Isaak begraben und sein Weib Rebekka; und dort habe ich Lea
begraben;
32 das
Feld und die Höhle, die darin ist, sind erkauft von den Kindern
Heth.
33 Und
als Jakob geendet hatte, seinen Söhnen Befehle zu geben, zog er
seine Füße aufs Bett herauf und verschied und wurde versammelt
zu seinen Völkern.
50,1
Und Joseph fiel auf das Angesicht seines Vaters und weinte über
ihm und küßte ihn.
2 Und
Joseph gebot seinen Knechten, den Ärzten, seinen Vater
einzubalsamieren. Und die Ärzte balsamierten Israel ein.
3 Und
es wurden vierzig Tage für ihn erfüllt, denn also werden erfüllt
die Tage des Einbalsamierens. Und die Ägypter beweinten ihn
siebzig Tage.
4 Und
als die Tage seines Beweinens vorüber waren, da redete Joseph
zum Hause des Pharao und sprach: Wenn ich doch Gnade gefunden
habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des Pharao und
saget:
5 Mein
Vater hat mich schwören lassen und gesagt: Siehe, ich sterbe; in
meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe,
daselbst sollst du mich begraben. Und nun laß mich doch
hinaufziehen, daß ich meinen Vater begrabe und zurückkomme.
6 Und
der Pharao sprach: Ziehe hinauf und begrabe deinen Vater, so wie
er dich hat schwören lassen.
7 Und
Joseph zog hinauf, um seinen Vater zu begraben; und mit ihm
zogen hinauf alle Knechte des Pharao, die Ältesten seines
Hauses, und alle Ältesten des Landes Ägypten,
8 und
das ganze Haus Josephs und seine Brüder und das Haus seines
Vaters; nur ihre Kinder und ihr Kleinvieh und ihre Rinder ließen
sie im Land Gosen zurück.
9 Auch
zogen sowohl Wagen als Reiter mit ihm hinauf, und der Zug war
sehr groß.
10 Und
sie kamen bis zur Tenne Atad, die jenseit des Jordan liegt, und
sie hielten daselbst eine sehr große und schwere Klage; und er
stellte um seinen Vater eine Trauer von sieben Tagen an.
11 Und
die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, sahen die Trauer bei
der Tenne Atad, und sie sprachen: Das ist eine schwere Trauer
der Ägypter; daher gab man ihr den Namen Avel-Mizraim, die
jenseit des Jordan liegt.
12 Und
seine Söhne taten ihm, so wie er ihnen geboten hatte;
13 und
seine Söhne führten ihn in das Land Kanaan und begruben ihn in
der Höhle des Feldes Machpela, die Abraham samt dem Felde zum
Erbbegräbnis gekauft hatte von Ephron, dem Hethiter, vor Mamre.
14 Und
Joseph kehrte wieder nach Ägypten zurück, er und seine Brüder
und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen Vater zu
begraben, nachdem er seinen Vater begraben hatte.
15 Und
als die Brüder Josephs sahen, daß ihr Vater gestorben war, da
sprachen sie: Wenn nun Joseph uns anfeindete und uns gar all das
Böse vergelten würde, das wir ihm angetan haben!
16 Und
sie entboten dem Joseph und sprachen: Dein Vater hat vor seinem
Tode befohlen und gesagt:
17 So
sollt ihr zu Joseph sprechen: Ach, vergib doch die Übertretung
deiner Brüder und ihre Sünde! Denn sie haben dir Böses angetan.
Und nun vergib doch die Übertretung der Knechte des Gottes
deines Vaters! Und Joseph weinte, als sie zu ihm redeten.
18 Und
auch seine Brüder gingen und fielen vor ihm nieder und sprachen:
Siehe, wir sind deine Knechte.
19 Da
sprach Joseph zu ihnen: Fürchtet euch nicht; denn bin ich an
Gottes Statt?
20 Ihr
zwar, ihr hattet Böses wider mich im Sinne; Gott aber hatte im
Sinne, es gut zu machen, auf daß er täte, wie es an diesem Tage
ist, um ein großes Volk am Leben zu erhalten.
21 Und
nun, fürchtet euch nicht; ich werde euch und eure Kinder
versorgen. Und er tröstete sie und redete zu ihrem Herzen.
22 Und
Joseph wohnte in Ägypten, er und das Haus seines Vaters; und
Joseph lebte hundertzehn Jahre.
23 Und
Joseph sah von Ephraim Kinder des dritten Gliedes; auch die
Söhne Makirs, des Sohnes Manasses, wurden auf die Knie Josephs
geboren.
24 Und
Joseph sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; und Gott wird euch
gewißlich heimsuchen und euch aus diesem Lande hinaufführen in
das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat.
25 Und
Joseph ließ die Söhne Israels schwören und sprach: Gott wird
euch gewißlich heimsuchen; so führet meine Gebeine von hier
hinauf!
26 Und
Joseph starb, hundertzehn Jahre alt; und sie balsamierten ihn
ein, und man legte ihn in eine Lade in Ägypten.
2.
Mose
1 Und
dies sind die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen;
mit Jakob kamen sie, ein jeder mit seinem Hause:
2
Ruben, Simeon, Levi und Juda;
3
Issaschar, Sebulon und Benjamin;
4 Dan
und Naphtali, Gad und Aser.
5 Und
es waren aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs hervorgegangen
waren, siebzig Seelen. Und Joseph war in Ägypten.
6 Und
Joseph starb und alle seine Brüder und dasselbige ganze
Geschlecht.
7 Und
die Kinder Israel waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich
und wurden sehr, sehr stark, und das Land wurde voll von ihnen.
8 Da
stand ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph nicht kannte.
9 Und
er sprach zu seinem Volke: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist
zahlreicher und stärker als wir.
10
Wohlan, laßt uns klug gegen dasselbe handeln, daß es sich nicht
mehre und es nicht geschehe, wenn Krieg eintritt, daß es sich
auch zu unseren Feinden schlage und wider uns streite und aus
dem Lande hinaufziehe.
11 Und
sie setzten Fronvögte über dasselbe, um es mit ihren
Lastarbeiten zu drücken; und es baute dem Pharao Vorratsstädte:
Pithom und Raemses.
12
Aber so wie sie es drückten, also mehrte es sich, und also
breitete es sich aus; und es graute ihnen vor den Kindern
Israel.
13 Und
die Ägypter hielten die Kinder Israel mit Härte zum Dienst an.
14 Und
sie machten ihnen das Leben bitter durch harten Dienst in Lehm
und in Ziegeln, und durch allerlei Dienst auf dem Felde, neben
all ihrem Dienst, zu welchem sie sie anhielten mit Härte.
15 Und
der König von Ägypten sprach zu den hebräischen Hebammen, von
denen der Name der einen Schiphra und der Name der anderen Pua
war, und sagte:
16
Wenn ihr den Hebräerinnen bei der Geburt helfet und ihr sie auf
dem Geburtsstuhl sehet: wenn es ein Sohn ist, so tötet ihn, und
wenn eine Tochter, so mag sie leben.
17
Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König
von Ägypten zu ihnen gesagt hatte, und erhielten die Knäblein am
Leben.
18 Und
der König von Ägypten rief die Hebammen und sprach zu ihnen:
Warum habt ihr dieses getan und die Knäblein am Leben erhalten?
19 Und
die Hebammen sprachen zum Pharao: Weil die hebräischen Weiber
nicht sind wie die ägyptischen, denn sie sind kräftig; ehe die
Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.
20 Und
Gott tat den Hebammen Gutes; und das Volk mehrte sich und wurde
sehr stark.
21 Und
es geschah, weil die Hebammen Gott fürchteten, so machte er
ihnen Häuser.
22 Da
gebot der Pharao all seinem Volke und sprach: Jeden Sohn, der
geboren wird, sollt ihr in den Strom werfen, jede Tochter aber
sollt ihr leben lassen.
2,1
Und ein Mann vom Hause Levi ging hin und nahm eine Tochter
Levis.
2 Und
das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und sie sah, daß
er schön war, und verbarg ihn drei Monate.
3 Und
als sie ihn nicht länger verbergen konnte, nahm sie für ihn ein
Kästlein von Schilfrohr und verpichte es mit Erdharz und mit
Pech und legte das Kind darein, und legte es in das Schilf am
Ufer des Stromes.
4 Und
seine Schwester stellte sich von ferne, um zu erfahren, was ihm
geschehen würde.
5 Und
die Tochter des Pharao ging hinab, um an dem Strome zu baden,
und ihre Mägde gingen an der Seite des Stromes. Und sie sah das
Kästlein mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin und ließ es
holen.
6 Und
sie öffnete es und sah das Kind, und siehe, der Knabe weinte.
Und es erbarmte sie seiner, und sie sprach: Von den Kindern der
Hebräer ist dieses.
7 Und
seine Schwester sprach zu der Tochter des Pharao: Soll ich
hingehen und dir ein säugendes Weib von den Hebräerinnen rufen,
daß sie dir das Kind säuge?
8 Und
die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Gehe hin. Da ging die
Jungfrau hin und rief des Kindes Mutter.
9 Und
die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Nimm dieses Kind mit und
säuge es mir, und ich werde dir deinen Lohn geben. Und das Weib
nahm das Kind und säugte es.
10 Und
als das Kind groß wurde, brachte sie es der Tochter des Pharao,
und es wurde ihr zum Sohne; und sie gab ihm den Namen Mose und
sprach: denn aus dem Wasser habe ich ihn gezogen.
11 Und
es geschah in selbigen Tagen, als Mose groß geworden war, da
ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihren Lastarbeiten zu; und
er sah einen ägyptischen Mann, der einen hebräischen Mann von
seinen Brüdern schlug.
12 Und
er wandte sich dahin und dorthin, und als er sah, daß kein
Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im
Sande.
13 Und
er ging am zweiten Tage aus, und siehe, zwei hebräische Männer
zankten sich. Da sprach er zu dem Schuldigen: Warum schlägst du
deinen Nächsten?
14 Und
er sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns
gesetzt? Gedenkst du mich zu töten, wie du den Ägypter getötet
hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Fürwahr, die Sache ist
kund geworden!
15 Und
der Pharao hörte diese Sache und suchte Mose zu töten. Und Mose
floh vor dem Pharao und weilte im Lande Midian. Und er saß an
einem Brunnen.
16 Und
der Heilige (e-r) von Midian hatte sieben Töchter; und sie kamen
und schöpften und füllten die Tränkrinnen, um die Herde ihres
Vaters zu tränken.
17 Und
die Hirten kamen und trieben sie hinweg. Da stand Mose auf und
half ihnen und tränkte ihre Herde.
18 Und
sie kamen zu Reghuel, ihrem Vater, und er sprach: Warum seid ihr
heute so bald gekommen?
19 Und
sie sprachen: Ein ägyptischer Mann hat uns aus der Hand der
Hirten errettet und hat auch sogar für uns geschöpft und die
Herde getränkt.
20 Da
sprach er zu seinen Töchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr denn
den Mann zurückgelassen? Rufet ihn, daß er mit uns esse.
21 Und
Mose willigte ein, bei dem Manne zu bleiben; und er gab Mose
Zippora, seine Tochter.
22 Und
sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gersom, denn er
sprach: Ein Fremdling bin ich geworden in fremdem Lande.
23 Und
es geschah während jener vielen Tage, da starb der König von
Ägypten; und die Kinder Israel seufzten wegen des Dienstes und
schrieen; und ihr Geschrei wegen des Dienstes stieg hinauf zu
Gott.
24 Und
Gott hörte ihr Wehklagen, und Gott gedachte seines Bundes mit
Abraham, mit Isaak und mit Jakob;
25 Und
Gott sah die Kinder Israel, und Gott nahm Kenntnis von ihnen.
3,1
Und Mose weidete die Herde Jethros, seines Schwiegervaters, des
Heilige (e-r)s von Midian. Und er trieb die Herde hinter die
Wüste und kam an den Berg Gottes, an den Horeb.
2 Da
erschien ihm der Engel Jehovas in einer Feuerflamme mitten aus
einem Dornbusche; und er sah: und siehe, der Dornbusch brannte
im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt.
3 Und
Mose sprach: Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht
sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.
4 Und
als Jehova sah, daß er herzutrat, um zu sehen, da rief Gott ihm
mitten aus dem Dornbusche zu und sprach: Mose! Mose! Und er
sprach: Hier bin ich.
5 Und
er sprach: Nahe nicht hierher! Ziehe deine Schuhe aus von deinen
Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.
6 Und
er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,
der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verbarg Mose sein
Angesicht, denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.
7 Und
Jehova sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes, das in
Ägypten ist, und sein Geschrei wegen seiner Treiber habe ich
gehört; denn ich kenne seine Schmerzen.
8 Und
ich bin herabgekommen, um es aus der Hand der Ägypter zu
erretten und es aus diesem Lande hinaufzuführen in ein gutes und
geräumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig fließt, an
den Ort der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der
Perisiter und der Hewiter und der Jebusiter.
9 Und
nun siehe, das Geschrei der Kinder Israel ist vor mich gekommen;
und ich habe auch den Druck gesehen, womit die Ägypter sie
drücken.
10 Und
nun gehe hin, denn ich will dich zu dem Pharao senden, daß du
mein Volk, die Kinder Israel, aus Ägypten herausführest.
11 Und
Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zu dem Pharao gehen
und daß ich die Kinder Israel aus Ägypten herausführen sollte?
12 Und
er sprach: Weil ich mit dir sein werde; und dies sei dir das
Zeichen, daß ich dich gesandt habe: wenn du das Volk aus Ägypten
herausgeführt hast, werdet ihr auf diesem Berge Gott dienen.
13 Und
Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme
und zu ihnen spreche: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch
gesandt, und sie zu mir sagen werden: Welches ist sein Name? was
soll ich zu Ihnen sagen?
14 Da
sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Und er sprach: Also
sollst du zu den Kindern Israel sagen: “Ich bin” hat mich zu
euch gesandt.
15 Und
Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel
sagen: Jehova, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott
Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist
mein Name in Ewigkeit, und das ist mein Gedächtnis von
Geschlecht zu Geschlecht.
16
Gehe hin und versammle die Ältesten Israels und sprich zu ihnen:
Jehova, der Gott eurer Väter, ist mir erschienen, der Gott
Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Angesehen habe ich
euch und was euch in Ägypten geschehen ist,
17 und
ich habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens
heraufführen in das Land der Kanaaniter und der Hethiter und der
Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der Jebusiter, in
ein Land, das von Milch und Honig fließt.
18 Und
sie werden auf deine Stimme hören; und du sollst hineingehen, du
und die Ältesten Israels, zu dem Könige von Ägypten, und ihr
sollt zu ihm sagen: Jehova, der Gott der Hebräer, ist uns
begegnet; und nun laß uns doch drei Tagereisen weit in die Wüste
ziehen, daß wir Jehova, unserem Gott, opfern.
19
Aber ich weiß wohl, daß der König von Ägypten euch nicht ziehen
lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand.
20 Und
ich werde meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit allen
meinen Wundern, die ich in seiner Mitte tun werde; und danach
wird er euch ziehen lassen.
21 Und
ich werde diesem Volke Gnade geben in den Augen der Ägypter, und
es wird geschehen, wenn ihr ausziehet, sollt ihr nicht leer
ausziehen:
22 und
es soll jedes Weib von ihrer Nachbarin und von ihrer
Hausgenossin silberne Geräte und goldene Geräte und Kleider
fordern; und ihr sollt sie auf eure Söhne und auf eure Töchter
legen und die Ägypter berauben.
4,1
Und Mose antwortete und sprach: Aber siehe, sie werden mir nicht
glauben und nicht auf meine Stimme hören; denn sie werden sagen:
Jehova ist dir nicht erschienen.
2 Da
sprach Jehova zu ihm: Was ist das in deiner Hand? Und er sprach:
Ein Stab.
3 Und
er sprach: Wirf ihn auf die Erde. Da warf er ihn auf die Erde,
und er wurde zur Schlange; und Mose floh vor ihr.
4 Und
Jehova sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und fasse sie beim
Schwanze. Und er streckte seine Hand aus und ergriff sie, und
sie wurde zum Stabe in seiner Hand:
5 auf
daß sie glauben, daß Jehova dir erschienen ist, der Gott ihrer
Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.
6 Und
Jehova sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand in deinen
Busen. Und er steckte seine Hand in seinen Busen; und er zog sie
heraus, und siehe, seine Hand war aussätzig wie Schnee.
7 Und
er sprach: Tue deine Hand wieder in deinen Busen. Und er tat
seine Hand wieder in seinen Busen; und er zog sie aus seinem
Busen heraus, und siehe, sie war wieder wie sein Fleisch.
8 Und
es wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf die
Stimme des ersten Zeichens hören, so werden sie der Stimme des
anderen Zeichens glauben.
9 Und
es wird geschehen, wenn sie selbst diesen zwei Zeichen nicht
glauben und nicht auf deine Stimme hören, so sollst du von dem
Wasser des Stromes nehmen und es auf das Trockene gießen; und
das Wasser, das du aus dem Strome nehmen wirst, es wird zu Blut
werden auf dem Trockenen.
10 Und
Mose sprach zu Jehova: Ach, Herr! Ich bin kein Mann der Rede,
weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu
deinem Knechte redest; denn ich bin schwer von Mund und schwer
von Zunge.
11 Da
sprach Jehova zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht?
Oder wer macht stumm oder taub oder sehend oder blind? Nicht
ich, Jehova?
12 Und
nun gehe hin, und ich will mit deinem Munde sein und dich
lehren, was du reden sollst.
13 Und
er sprach: Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst!
14 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Mose, und er sprach: Ist nicht
Aaron, der Levit, dein Bruder? Ich weiß, daß er reden kann. Und
siehe, er geht auch aus, dir entgegen; und sieht er dich, so
wird er sich freuen in seinem Herzen.
15 Und
du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen, und
ich will mit deinem Munde und mit seinem Munde sein und will
euch lehren, was ihr tun sollt.
16 Und
er soll für dich zum Volke reden; und es wird geschehen, er wird
dir zum Munde sein, und du wirst ihm zum Gott sein.
17 Und
diesen Stab sollst du in deine Hand nehmen, mit welchem du die
Zeichen tun sollst.
18 Und
Mose ging hin und kehrte zu Jethro, seinem Schwiegervater,
zurück und sprach zu ihm: Laß mich doch gehen und zu meinen
Brüdern zurückkehren, die in Ägypten sind, daß ich sehe, ob sie
noch leben. Und Jethro sprach zu Mose: Gehe hin in Frieden!
19 Und
Jehova sprach zu Mose in Midian: Gehe hin, kehre nach Ägypten
zurück; denn alle die Männer sind gestorben, die nach deinem
Leben trachteten.
20 Und
Mose nahm sein Weib und seine Söhne und ließ sie auf Eseln
reiten und kehrte in das Land Ägypten zurück; und Mose nahm den
Stab Gottes in seine Hand.
21 Und
Jehova sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Ägypten
zurückzukehren, so sieh zu, daß du alle die Wunder, die ich in
deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tuest. Und ich, ich will
sein Herz verhärten, so daß er das Volk nicht ziehen lassen
wird.
22 Und
du sollst zu dem Pharao sagen: So spricht Jehova: Mein Sohn,
mein erstgeborener, ist Israel;
23 und
ich sage zu dir: Laß meinen Sohn ziehen, daß er mir diene! Und
weigerst du dich, ihn ziehen zu lassen, siehe, so werde ich
deinen Sohn, deinen erstgeborenen, töten.
24 Und
es geschah auf dem Wege, in der Herberge, da fiel Jehova ihn an
und suchte ihn zu töten.
25 Da
nahm Zippora einen scharfen Stein und schnitt die Vorhaut ihres
Sohnes ab und warf sie an seine Füße und sprach: Fürwahr, du
bist mir ein Blutbräutigam!
26 Da
ließ er von ihm ab. Damals sprach sie “Blutbräutigam” der
Beschneidung wegen.
27 Und
Jehova sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die Wüste.
Und er ging hin und traf ihn am Berge Gottes und küßte ihn.
28 Und
Mose berichtete dem Aaron alle Worte Jehovas, der ihn gesandt,
und alle die Zeichen, die er ihm geboten hatte.
29 Und
Mose und Aaron gingen hin, und sie versammelten alle Ältesten
der Kinder Israel.
30 Und
Aaron redete alle die Worte, welche Jehova zu Mose geredet
hatte, und er tat die Zeichen vor den Augen des Volkes.
31 Und
das Volk glaubte; und als sie hörten, daß Jehova die Kinder
Israel heimgesucht und daß er ihr Elend gesehen habe, da neigten
sie sich und beteten an.
5,1
Und danach gingen Mose und Aaron hinein und sprachen zu dem
Pharao: So spricht Jehova, der Gott Israels: Laß mein Volk
ziehen, daß sie mir ein Fest halten in der Wüste!
2 Da
sprach der Pharao: Wer ist Jehova, auf dessen Stimme ich hören
soll, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne Jehova nicht, und auch
werde ich Israel nicht ziehen lassen.
3 Und
sie sprachen: Der Gott der Hebräer ist uns begegnet. Laß uns
doch drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen und Jehova,
unserem Gott, opfern, daß er uns nicht schlage mit der Pest oder
mit dem Schwerte.
4 Und
der König von Ägypten sprach zu ihnen: Warum, Mose und Aaron,
wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten losmachen? Gehet an eure
Lastarbeiten!
5 Und
der Pharao sprach: Siehe, das Volk des Landes ist nun zahlreich,
und ihr wollt sie von ihren Lastarbeiten feiern lassen!
6 Und
der Pharao befahl selbigen Tages den Treibern des Volkes und
seinen Vorstehern und sprach:
7 Ihr
sollt nicht mehr, wie früher, dem Volke Stroh geben, um Ziegel
zu streichen; sie sollen selbst hingehen und sich Stroh sammeln.
8 Und
die Anzahl Ziegel, die sie früher gemacht haben, sollt ihr ihnen
auflegen; ihr sollt nichts daran mindern, denn sie sind träge;
darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen, wir
wollen unserem Gott opfern!
9
Schwer laste der Dienst auf den Männern, daß sie damit zu
schaffen haben und nicht achten auf Worte des Trugs.
10 Und
die Treiber des Volkes und seine Vorsteher gingen hinaus und
redeten zu dem Volke und sprachen: So spricht der Pharao: Ich
werde euch kein Stroh geben;
11
gehet ihr selbst hin, holet euch Stroh, wo ihr es findet; doch
an eurem Dienste wird nichts gemindert werden.
12 Und
das Volk zerstreute sich im ganzen Lande Ägypten, um Stoppeln zu
sammeln zu Stroh.
13 Und
die Treiber drängten sie und sprachen: Vollendet eure Arbeiten,
das Tagewerk an seinem Tage, wie früher, als Stroh da war!
14 Und
die Vorsteher der Kinder Israel, welche die Treiber des Pharao
über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, indem man sagte:
Warum habt ihr euren Satz Ziegel, sowohl gestern als heute,
nicht vollendet wie früher?
15 Da
gingen die Vorsteher der Kinder Israel hinein und schrieen zu
dem Pharao und sprachen: Warum tust du deinen Knechten also?
16
Stroh wird deinen Knechten nicht gegeben, und man sagt zu uns:
Machet Ziegel! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und
es ist die Schuld deines Volkes.
17 Und
er sprach: Ihr seid träge, träge seid ihr! Darum sprechet ihr:
Wir wollen hinziehen, wir wollen Jehova opfern.
18 Und
nun gehet hin, arbeitet! Und Stroh wird euch nicht gegeben
werden, und das Maß Ziegel sollt ihr liefern.
19 Da
sahen die Vorsteher der Kinder Israel, daß es übel mit ihnen
stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts mindern an euren
Ziegeln: das Tagewerk an seinem Tage!
20 Und
sie begegneten Mose und Aaron, die ihnen entgegentraten, als sie
von dem Pharao herauskamen.
21 Und
sie sprachen zu ihnen: Jehova sehe auf euch und richte, daß ihr
unseren Geruch stinkend gemacht habt vor dem Pharao und vor
seinen Knechten, so daß ihr ihnen das Schwert in die Hand
gegeben habt, uns zu töten.
22 Da
wandte sich Mose zu Jehova und sprach: Herr, warum hast du so
übel an diesem Volke getan? Warum doch hast du mich gesandt?
23
Denn seitdem ich zu dem Pharao hineingegangen bin, um in deinem
Namen zu reden, hat er diesem Volke übel getan, und du hast dein
Volk durchaus nicht errettet.
6,1
Und Jehova sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem
Pharao tun werde; denn durch eine starke Hand gezwungen soll er
sie ziehen lassen, und durch eine starke Hand gezwungen soll er
sie aus seinem Lande wegtreiben.
2 Und
Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jehova.
3 Und
ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der
Allmächtige; aber mit meinem Namen Jehova habe ich mich ihnen
nicht kundgegeben.
4 Und
auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land
Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in welchem sie
als Fremdlinge geweilt haben.
5 Und
auch habe ich das Wehklagen der Kinder Israel gehört, welche die
Ägypter zum Dienst anhalten, und habe meines Bundes gedacht.
6
Darum sprich zu den Kindern Israel: Ich bin Jehova, und ich
werde euch herausführen unter den Lastarbeiten der Ägypter
hinweg und werde euch erretten aus ihrem Dienste und euch
erlösen mit ausgestrecktem Arm und durch große Gerichte.
7 Und
ich will euch annehmen mir zum Volke und will euer Gott sein;
und ihr sollt erkennen, daß ich Jehova, euer Gott, bin, der euch
herausführt unter den Lastarbeiten der Ägypter hinweg.
8 Und
ich werde euch in das Land bringen, welches dem Abraham, Isaak
und Jakob zu geben ich meine Hand erhoben habe, und werde es
euch zum Besitztum geben, ich, Jehova.
9 Und
Mose redete also zu den Kindern Israel; aber sie hörten nicht
auf Mose vor Ungeduld und vor hartem Dienste.
10 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
11
Gehe hinein, rede zu dem Pharao, dem Könige von Ägypten, daß er
die Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.
12 Und
Mose redete vor Jehova und sprach: Siehe, die Kinder Israel
haben nicht auf mich gehört, und wie sollte der Pharao mich
hören, zumal ich unbeschnitten an Lippen bin?
13 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron und gab ihnen Befehl an die
Kinder Israel und an den Pharao, den König von Ägypten, um die
Kinder Israel aus dem Lande Ägypten hinauszuführen.
14
Dies sind die Häupter ihrer Vaterhäuser: Die Söhne Rubens, des
Erstgeborenen Israels: Hanok und Pallu, Hezron und Karmi; das
sind die Geschlechter Rubens.
15 Und
die Söhne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und Jakin und
Zochar und Saul, der Sohn der Kanaaniterin; das sind die
Geschlechter Simeons.
16 Und
dies sind die Namen der Söhne Levis nach ihren Geschlechtern:
Gerson und Kehath und Merari; und die Lebensjahre Levis waren
hundertsiebenunddreißig Jahre.
17 Die
Söhne Gersons: Libni und Simei, nach ihren Familien.
18 Und
die Söhne Kehaths: Amram und Jizhar und Hebron und Ussiel; und
die Lebensjahre Kehaths waren hundertdreiunddreißig Jahre.
19 Und
die Söhne Meraris: Machli und Musi; das sind die Familien Levis
nach ihren Geschlechtern.
20 Und
Amram nahm Jokebed, seine Muhme, sich zum Weibe, und sie gebar
ihm Aaron und Mose; und die Lebensjahre Amrams waren
hundertsiebenunddreißig Jahre.
21 Und
die Söhne Jizhars: Korah und Nepheg und Sikri.
22 Und
die Söhne Ussiels: Mischael und Elzaphan und Sithri.
23 Und
Aaron nahm Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester
Nachschons, sich zum Weibe; und sie gabar ihm Nadab und Abihu,
Eleasar und Ithamar.
24 Und
die Söhne Korahs: Assir und Elkana und Abiasaph; das sind die
Familien der Korhiter.
25 Und
Eleasar, der Sohn Aarons, nahm eine von den Töchtern Putiels
sich zum Weibe, und sie gebar ihm Pinehas; das sind die Häupter
der Väter der Leviten nach ihren Geschlechtern.
26
Dieser Aaron und dieser Mose sind es, zu denen Jehova gesprochen
hat: Führet die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten hinaus, nach
ihren Heeren.
27
Diese sind es, die zu dem Pharao, dem Könige von Ägypten,
redeten, um die Kinder Israel aus Ägypten hinauszuführen: dieser
Mose und dieser Aaron.
28 Und
es geschah an dem Tage, da Jehova zu Mose redete im Lande
Ägypten,
29 da
redete Jehova zu Mose und sprach: Ich bin Jehova; rede zu dem
Pharao, dem Könige von Ägypten alles, was ich zu dir rede.
30 Und
Mose sprach vor Jehova: Siehe, ich bin unbeschnitten an Lippen,
und wie sollte der Pharao auf mich hören?
7,1
Und Jehova sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich dem Pharao zum
Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.
2 Du
sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, und dein Bruder
Aaron soll zu dem Pharao reden, daß er die Kinder Israel aus
seinem Lande ziehen lasse.
3 Und
ich will das Herz des Pharao verhärten und meine Zeichen und
meine Wunder mehren im Lande Ägypten.
4 Und
der Pharao wird nicht auf euch hören; und ich werde meine Hand
an Ägypten legen und meine Heere, mein Volk, die Kinder Israel,
aus dem Lande Ägypten herausführen durch große Gerichte.
5 Und
die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin, wenn ich meine
Hand über Ägypten ausstrecke und die Kinder Israel aus ihrer
Mitte herausführe.
6 Und
Mose und Aaron taten es; so wie Jehova ihnen geboten hatte, also
taten sie.
7 Und
Mose war achtzig Jahre alt, und Aaron dreiundachtzig Jahre alt,
als sie zu dem Pharao redeten.
8 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
9 Wenn
der Pharao zu euch reden und sagen wird: Tut ein Wunder für
euch! so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn
hin vor dem Pharao; er soll zur Schlange werden.
10 Und
Mose und Aaron gingen zu dem Pharao hinein und taten also, wie
Jehova geboten hatte; und Aaron warf seinen Stab hin vor dem
Pharao und vor seinen Knechten, und er wurde zur Schlange.
11 Da
berief auch der Pharao die Weisen und die Zauberer; und auch
sie, die Schriftgelehrten Ägyptens, taten also mit ihren
Zauberkünsten
12 und
warfen ein jeder seinen Stab hin, und sie wurden zu Schlangen;
aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.
13 Und
das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf sie,
so wie Jehova geredet hatte.
14 Und
Jehova sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist verstockt; er
weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.
15
Gehe am Morgen zum Pharao siehe, er wird ans Wasser hinausgehen
und tritt ihm entgegen an dem Ufer des Stromes, und nimm den
Stab, der in eine Schlange verwandelt worden, in deine Hand
16 und
sprich zu ihm: Jehova, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir
gesandt und gesagt: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir dienen in
der Wüste! Aber siehe, du hast bisher nicht gehört.
17 So
spricht Jehova: Daran sollst du erkennen, daß ich Jehova bin:
Siehe, ich will mit dem Stabe, der in meiner Hand ist, auf das
Wasser schlagen, das in dem Strome ist, und es wird in Blut
verwandelt werden.
18 Und
die Fische, die im Strome sind, werden sterben, und der Strom
wird stinken, und die Ägypter wird’s ekeln, Wasser aus dem
Strome zu trinken.
19 Und
Jehova sprach zu Mose: Sprich zu Aaron: Nimm deinen Stab und
strecke deine Hand aus über die Wasser Ägyptens, über seine
Flüsse, über seine Kanäle und über seine Teiche und über alle
seine Wassersammlungen, daß sie zu Blut werden; und es wird Blut
sein im ganzen Lande Ägypten, sowohl in hölzernen als auch in
steinernen Gefäßen.
20 Und
Mose und Aaron taten also, wie Jehova geboten hatte; und er
erhob den Stab und schlug das Wasser, das im Strome war, vor den
Augen des Pharao und vor den Augen seiner Knechte. Da wurde
alles Wasser, das im Strome war, in Blut verwandelt;
21 und
die Fische, die im Strome waren, starben, und der Strom wurde
stinkend, und die Ägypter konnten das Wasser aus dem Strome
nicht trinken; und das Blut war im ganzen Lande Ägypten.
22 Und
die Schriftgelehrten Ägyptens taten ebenso mit ihren
Zauberkünsten; und das Herz des Pharao verhärtete sich, und er
hörte nicht auf sie, so wie Jehova geredet hatte.
23 Und
der Pharao wandte sich und ging in sein Haus und nahm auch dies
nicht zu Herzen.
24 Und
alle Ägypter gruben rings um den Strom nach Wasser zum Trinken,
denn von dem Wasser des Stromes konnten sie nicht trinken.
25 Und
es wurden sieben Tage erfüllt, nachdem Jehova den Strom
geschlagen hatte.
8,1
Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zu dem Pharao hinein und sprich
zu ihm: So spricht Jehova: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir
dienen!
2 Und
wenn du dich weigerst, es ziehen zu lassen, siehe, so will ich
dein ganzes Gebiet mit Fröschen schlagen.
3 Und
der Strom wird von Fröschen wimmeln, und sie werden
heraufsteigen und in dein Haus kommen und in dein Schlafgemach
und auf dein Bett und in die Häuser deiner Knechte und unter
dein Volk und in deine Öfen und in deine Backtröge.
4 Und
die Frösche werden heraufkommen über dich und über dein Volk und
über alle deine Knechte.
5 Und
Jehova sprach zu Mose: Sprich zu Aaron: Strecke deine Hand mit
deinem Stabe aus über die Flüsse, über die Kanäle und über die
Teiche, und laß die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.
6 Da
streckte Aaron seine Hand aus über die Wasser in Ägypten, und
die Frösche kamen herauf und bedeckten das Land Ägypten.
7 Und
die Schriftgelehrten taten ebenso mit ihren Zauberkünsten und
ließen die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.
8 Und
der Pharao rief Mose und Aaron und sprach: Flehet zu Jehova, daß
er die Frösche von mir und von meinem Volke wegnehme, so will
ich das Volk ziehen lassen, daß sie Jehova opfern.
9 Und
Mose sprach zum Pharao: Bestimme über mich, auf wann ich für
dich und für deine Knechte und für dein Volk flehen soll, die
Frösche von dir und aus deinen Häusern auszurotten; nur im
Strome sollen sie übrigbleiben.
10 Und
er sprach: Auf morgen. Da sprach er: Es sei nach deinem Worte,
auf daß du wissest, daß niemand ist wie Jehova, unser Gott.
11 Und
die Frösche werden von dir weichen und von deinen Häusern und
von deinen Knechten und von deinem Volke; nur im Strome sollen
sie übrigbleiben.
12 Und
Mose und Aaron gingen von dem Pharao hinaus; und Mose schrie zu
Jehova wegen der Frösche, die er über den Pharao gebracht hatte.
13 Und
Jehova tat nach dem Worte Moses, und die Frösche starben weg aus
den Häusern, aus den Gehöften und von den Feldern.
14 Und
sie sammelten sie haufenweise, und das Land stank.
15 Und
als der Pharao sah, daß Erleichterung geworden war, da
verstockte er sein Herz, und er hörte nicht auf sie, so wie
Jehova geredet hatte.
16 Und
Jehova sprach zu Mose: Sprich zu Aaron: Strecke deinen Stab aus
und schlage den Staub der Erde, und er wird zu Stechmücken
werden im ganzen Lande Ägypten.
17 Und
sie taten also; und Aaron streckte seine Hand mit seinem Stabe
aus und schlug den Staub der Erde, und die Stechmücken kamen
über die Menschen und über das Vieh; aller Staub der Erde wurde
zu Stechmücken im ganzen Lande Ägypten.
18 Und
die Schriftgelehrten taten ebenso mit ihren Zauberkünsten, um
die Stechmücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und
die Stechmücken kamen über die Menschen und über das Vieh.
19 Da
sprachen die Schriftgelehrten zum Pharao: Das ist Gottes Finger!
Aber das Herz des Pharao verhärtete sich, und er hörte nicht auf
sie, so wie Jehova geredet hatte.
20 Und
Jehova sprach zu Mose: Mache dich des Morgens früh auf und tritt
vor den Pharao siehe, er wird ans Wasser hinausgehen und sprich
zu ihm: Also spricht Jehova: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir
dienen!
21
Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lässest, siehe, so werde ich
die Hundsfliegen senden über dich und über deine Knechte und
über dein Volk und in deine Häuser; und die Häuser der Ägypter
werden voll Hundsfliegen sein und auch der Erdboden, auf dem sie
sind.
22 Und
ich werde an selbigem Tage das Land Gosen aussondern, in welchem
mein Volk weilt, daß daselbst keine Hundsfliegen seien, auf daß
du wissest, daß ich, Jehova, in der Mitte des Landes bin.
23 Und
ich werde eine Scheidung setzen zwischen meinem Volke und deinem
Volke; morgen wird dieses Zeichen geschehen.
24 Und
Jehova tat also; und es kamen Hundsfliegen in Menge in das Haus
des Pharao und in die Häuser seiner Knechte; und im ganzen Lande
Ägypten wurde das Land von den Hundsfliegen verderbt.
25 Und
der Pharao rief Mose und Aaron und sprach: Gehet hin und opfert
eurem Gott in dem Lande.
26 Und
Mose sprach: Es geziemt sich nicht, also zu tun; denn wir würden
Jehova, unserem Gott, der Ägypter Greuel opfern; siehe, opferten
wir der Ägypter Greuel vor ihren Augen, würden sie uns nicht
steinigen?
27
Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen und Jehova,
unserem Gott, opfern, so wie er zu uns geredet hat.
28 Und
der Pharao sprach: Ich will euch ziehen lassen, daß ihr Jehova,
eurem Gott, in der Wüste opfert; nur entfernet euch nicht so
weit! Flehet für mich!
29 Da
sprach Mose: Siehe, ich gehe von dir hinaus und will zu Jehova
flehen; und morgen werden die Hundsfliegen von dem Pharao
weichen, von seinen Knechten und von seinem Volke; nur handle
der Pharao ferner nicht betrüglich, daß er das Volk nicht ziehen
lasse, um Jehova zu opfern.
30 Und
Mose ging von dem Pharao hinaus und flehte zu Jehova.
31 Und
Jehova tat nach dem Worte Moses, und die Hundsfliegen wichen von
dem Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volke; nicht eine
blieb übrig.
32
Aber der Pharao verstockte sein Herz auch dieses Mal und ließ
das Volk nicht ziehen.
9,1
Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zu dem Pharao hinein und sprich
zu ihm: So spricht Jehova, der Gott der Hebräer: Laß mein Volk
ziehen, daß sie mir dienen!
2 Denn
wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen, und du sie noch
festhältst,
3
siehe, so wird die Hand Jehovas über dein Vieh kommen, das auf
dem Felde ist: über die Pferde, über die Esel, über die Kamele,
über die Rinder und über das Kleinvieh, eine sehr schwere Pest.
4 Und
Jehova wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels
und dem Vieh der Ägypter, und von allem, was den Kindern Israel
gehört, wird nichts sterben.
5 Und
Jehova bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird Jehova dieses
tun im Lande.
6 Und
Jehova tat dieses am anderen Tage, und alles Vieh der Ägypter
starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel starb nicht eines.
7 Und
der Pharao sandte hin, und siehe, von dem Vieh Israels war auch
nicht eines gestorben. Aber das Herz des Pharao verstockte sich,
und er ließ das Volk nicht ziehen.
8 Und
Jehova sprach zu Mose und zu Aaron: Nehmet eure Fäuste voll
Ofenruß, und Mose streue ihn gen Himmel vor den Augen des
Pharao;
9 und
er wird zu Staub werden über dem ganzen Lande Ägypten und wird
an Menschen und Vieh zu Geschwüren werden, die in Blattern
ausbrechen, im ganzen Lande Ägypten.
10 Und
sie nahmen den Ofenruß und stellten sich vor den Pharao, und
Mose streute ihn gen Himmel; und er wurde zu Blattergeschwüren,
die an Menschen und Vieh ausbrachen.
11 Und
die Schriftgelehrten vermochten nicht vor Mose zu stehen wegen
der Geschwüre; denn die Geschwüre waren an den Schriftgelehrten
und an allen Ägyptern.
12 Und
Jehova verhärtete das Herz des Pharao, und er hörte nicht auf
sie, so wie Jehova zu Mose geredet hatte.
13 Und
Jehova sprach zu Mose: Mache dich des Morgens früh auf und tritt
vor dem Pharao und sprich zu ihm: So spricht Jehova, der Gott
der Hebräer: Laß mein Volk ziehen, daß sie mir dienen!
14
Denn dieses Mal will ich alle meine Plagen in dein Herz senden
und über deine Knechte und über dein Volk, auf daß du wissest,
daß niemand ist wie ich auf der ganzen Erde.
15
Denn jetzt hätte ich meine Hand ausgestreckt und hätte dich und
dein Volk mit der Pest geschlagen, und du wärest vertilgt worden
von der Erde;
16
aber eben deswegen habe ich dich bestehen lassen, um dir meine
Kraft zu zeigen und damit man meinen Namen verkündige auf der
ganzen Erde.
17
Erhebst du dich noch wider mein Volk, daß du sie nicht ziehen
lässest,
18
siehe, so will ich morgen um diese Zeit einen sehr schweren
Hagel regnen lassen, desgleichen nicht in Ägypten gewesen ist,
von dem Tage seiner Gründung an bis jetzt.
19 Und
nun sende hin, und bringe dein Vieh in Sicherheit und alles, was
du auf dem Felde hast. Alle Menschen und alles Vieh, die auf dem
Felde gefunden und nicht ins Haus aufgenommen werden, auf die
fällt der Hagel herab, und sie werden sterben.
20 Wer
unter den Knechten des Pharao das Wort Jehovas fürchtete, der
flüchtete seine Knechte und sein Vieh in die Häuser.
21 Wer
aber das Wort Jehovas nicht zu Herzen nahm, der ließ seine
Knechte und sein Vieh auf dem Felde.
22 Und
Jehova sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, daß im
ganzen Lande Ägypten Hagel komme auf die Menschen und auf das
Vieh und auf alles Kraut des Feldes im Lande Ägypten.
23 Und
Mose streckte seinen Stab aus gen Himmel, und Jehova sandte
Donner und Hagel, und Feuer fuhr zur Erde. Und Jehova ließ Hagel
auf das Land Ägypten regnen.
24 Und
es kam Hagel, und Feuer, mitten im Hagel sich ineinander
schlingend, sehr schwer, desgleichen im ganzen Lande Ägypten
nicht gewesen war, seitdem es eine Nation geworden ist.
25 Und
der Hagel schlug im ganzen Lande Ägypten alles, was auf dem
Felde war, vom Menschen bis zum Vieh; und alles Kraut des Feldes
schlug der Hagel, und alle Bäume des Feldes zerbrach er.
26 Nur
im Lande Gosen, wo die Kinder Israel waren, war kein Hagel.
27 Und
der Pharao sandte hin und ließ Mose und Aaron rufen und sprach
zu ihnen: Ich habe dieses Mal gesündigt. Jehova ist der
Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen.
28
Flehet zu Jehova, und es sei genug des Donners Gottes und des
Hagels; so will ich euch ziehen lassen, und ihr sollt nicht
länger bleiben.
29 Da
sprach Mose zu ihm: Sowie ich zur Stadt hinausgehe, will ich
meine Hände zu Jehova ausbreiten; der Donner wird aufhören, und
der Hagel wird nicht mehr sein, auf daß du wissest, daß die Erde
Jehova gehört.
30 Du
aber und deine Knechte, ich weiß, daß ihr euch noch nicht vor
Jehova Gott fürchten werdet.
31 Und
der Flachs und die Gerste wurden geschlagen; denn die Gerste war
in der Ähre, und der Flachs hatte Knospen.
32
Aber der Weizen und der Spelt wurden nicht geschlagen, weil sie
spätzeitig sind.
33 Und
Mose ging von dem Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine
Hände aus zu Jehova; und der Donner und der Hagel hörten auf,
und der Regen ergoß sich nicht mehr auf die Erde.
34 Und
als der Pharao sah, daß der Regen und der Hagel und der Donner
aufgehört hatten, da fuhr er fort zu sündigen und verstockte
sein Herz, er und seine Knechte.
35 Und
das Herz des Pharao verhärtete sich, und er ließ die Kinder
Israel nicht ziehen, so wie Jehova durch Mose geredet hatte.
10,1
Und Jehova sprach zu Mose: Gehe zu dem Pharao hinein, denn ich
habe sein Herz verstockt und das Herz seiner Knechte, um diese
meine Zeichen in seiner Mitte zu tun
2 und
damit du vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder
erzählest, was ich in Ägypten ausgerichtet, und meine Zeichen,
die ich unter ihnen getan habe; und ihr werdet wissen, daß ich
Jehova bin.
3 Da
gingen Mose und Aaron zu dem Pharao hinein und sprachen zu ihm:
So spricht Jehova, der Gott der Hebräer: Bis wann weigerst du
dich, dich vor mir zu demütigen? Laß mein Volk ziehen, daß sie
mir dienen!
4 Denn
wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so
will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen;
5 und
sie werden das Angesicht des Landes bedecken, daß man das Land
nicht wird sehen können; und sie werden das Übrige fressen, das
entronnen, das euch übriggeblieben ist von dem Hagel, und werden
alle Bäume fressen, die euch auf dem Felde wachsen;
6 und
sie werden deine Häuser erfüllen und die Häuser aller deiner
Knechte und die Häuser aller Ägypter, wie es deine Väter und die
Väter deiner Väter nicht gesehen haben, seit dem Tage, da sie
auf Erden gewesen sind, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich
und ging von dem Pharao hinaus.
7 Und
die Knechte des Pharao sprachen zu ihm: Bis wann soll uns dieser
zum Fallstrick sein? Laß die Leute ziehen, daß sie Jehova, ihrem
Gott, dienen! Erkennst du noch nicht, daß Ägypten zu Grunde
geht?
8 Und
Mose und Aaron wurden wieder zu dem Pharao gebracht, und er
sprach zu ihnen: Ziehet hin, dienet Jehova, eurem Gott! Welche
alle sind es, die ziehen sollen?
9 Da
sprach Mose: Mit unseren Jungen und mit unseren Alten wollen wir
ziehen, mit unseren Söhnen und mit unseren Töchtern, mit unserem
Kleinvieh und mit unseren Rindern wollen wir ziehen; denn wir
haben ein Fest Jehovas.
10 Und
er sprach zu ihnen: Jehova sei so mit euch, wie ich euch und
eure Kinder ziehen lasse! Sehet zu, denn ihr habt Böses vor!
11
Nicht also! Ziehet doch hin, ihr Männer, und dienet Jehova; denn
das ist es, was ihr begehrt habt. Und man trieb sie von dem
Pharao hinaus.
12 Und
Jehova sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Land
Ägypten wegen der Heuschrecken, daß sie über das Land Ägypten
heraufkommen und alles Kraut des Landes fressen, alles was der
Hagel übriggelassen hat.
13 Und
Mose streckte seinen Stab aus über das Land Ägypten, und Jehova
führte einen Ostwind ins Land selbigen ganzen Tag und die ganze
Nacht. Als es Morgen wurde, da trieb der Ostwind die
Heuschrecken herbei.
14 Und
die Heuschrecken kamen herauf über das ganze Land Ägypten und
ließen sich in dem ganzen Gebiet Ägyptens nieder, in gewaltiger
Menge; vor ihnen sind nicht derart Heuschrecken gewesen wie
diese, und nach ihnen werden nicht derart sein.
15 Und
sie bedeckten das Angesicht des ganzen Landes, so daß das Land
verfinstert wurde; und sie fraßen alles Kraut des Landes und
alle Früchte der Bäume, die der Hagel übriggelassen hatte; und
es blieb nichts Grünes übrig an den Bäumen und am Kraut des
Feldes im ganzen Lande Ägypten.
16 Und
der Pharao rief Mose und Aaron eilends und sprach: Ich habe
gesündigt gegen Jehova, euren Gott, und gegen euch!
17 Und
nun vergib doch meine Sünde nur dieses Mal, und flehet zu
Jehova, eurem Gott, daß er nur diesen Tod von mir wegnehme!
18 Da
ging er von dem Pharao hinaus und flehte zu Jehova.
19 Und
Jehova wandte den Wind in einen sehr starken Westwind, der hob
die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht
eine Heuschrecke übrig in dem ganzen Gebiet Ägyptens.
20 Und
Jehova verhärtete das Herz des Pharao, und er ließ die Kinder
Israel nicht ziehen.
21 Und
Jehova sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, daß
eine Finsternis über das Land Ägypten komme, so daß man die
Finsternis greifen möge.
22 Und
Mose streckte seine Hand aus gen Himmel; da entstand im ganzen
Lande Ägypten eine dichte Finsternis drei Tage lang.
23 Sie
sahen einer den anderen nicht, und keiner stand von seinem
Platze auf drei Tage lang; aber alle Kinder Israel hatten Licht
in ihren Wohnungen.
24 Und
der Pharao rief Mose und sprach: Ziehet hin, dienet Jehova; nur
euer Kleinvieh und eure Rinder sollen zurückbleiben; auch eure
Kinder mögen mit euch ziehen.
25 Und
Mose sprach: Auch Schlachtopfer und Brandopfer mußt du in unsere
Hände geben, daß wir Jehova, unserem Gott opfern.
26 So
muß auch unser Vieh mit uns ziehen, nicht eine Klaue darf
zurückbleiben; denn davon werden wir nehmen, um Jehova, unserem
Gott, zu dienen; wir wissen ja nicht, womit wir Jehova dienen
sollen, bis wir dorthin kommen.
27
Aber Jehova verhärtete das Herz des Pharao, und er wollte sie
nicht ziehen lassen.
28 Und
der Pharao sprach zu ihm: Gehe hinweg von mir; hüte dich, sieh
mein Angesicht nicht wieder! Denn an dem Tage, da du mein
Angesicht siehst, wirst du sterben.
29 Und
Mose sprach: Du hast recht geredet, ich werde dein Angesicht
nicht mehr wiedersehen.
11,1
Und Jehova sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich über den
Pharao und über Ägypten bringen; danach wird er euch von hinnen
ziehen lassen. Wenn er euch vollends ziehen lassen wird, so wird
er euch sogar von hier wegtreiben.
2 Rede
doch zu den Ohren des Volkes, daß sie ein jeder von seinem
Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silberne Geräte und
goldene Geräte fordern.
3 Und
Jehova gab dem Volke Gnade in den Augen der Ägypter. Auch war
der Mann Mose sehr groß im Lande Ägypten, in den Augen der
Knechte des Pharao und in den Augen des Volkes.
4 Und
Mose sprach: So spricht Jehova: Um Mitternacht will ich ausgehen
mitten durch Ägypten;
5 und
alle Erstgeburt im Lande Ägypten soll sterben, von dem
Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sitzt, bis zum
Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mühle ist, und alle
Erstgeburt des Viehes.
6 Und
es wird ein großes Geschrei sein im ganzen Lande Ägypten,
desgleichen nie gewesen ist und desgleichen nicht mehr sein
wird.
7 Aber
gegen alle Kinder Israel wird nicht ein Hund seine Zunge
spitzen, vom Menschen bis zum Vieh; auf daß ihr wisset, daß
Jehova einen Unterschied macht zwischen den Ägyptern und den
Israeliten.
8 Und
alle diese deine Knechte werden zu mir herabkommen und sich vor
mir niederbeugen und sagen: Ziehe aus, du und alles Volk, das
dir folgt! Und danach werde ich ausziehen. Und er ging von dem
Pharao hinaus in glühendem Zorn.
9 Und
Jehova hatte zu Mose gesagt: Der Pharao wird nicht auf euch
hören, auf daß meine Wunder sich mehren im Lande Ägypten.
10 Und
Mose und Aaron haben alle diese Wunder getan vor dem Pharao;
aber Jehova verhärtete das Herz des Pharao, und er ließ die
Kinder Israel nicht aus seinem Lande ziehen.
12,1
Und Jehova redete zu Mose und Aaron im Lande Ägypten und sprach:
2
Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll euch
der erste sein von den Monaten des Jahres.
3
Redet zu der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am Zehnten
dieses Monats, da nehme sich ein jeder ein Lamm für ein
Vaterhaus, ein Lamm für ein Haus.
4 Und
wenn das Haus nicht zahlreich genug ist für ein Lamm, so nehme
er es und sein Nachbar, der nächste an seinem Hause, nach der
Zahl der Seelen; einen jeden sollt ihr nach dem Maße seines
Essens rechnen auf das Lamm.
5 Ein
Lamm ohne Fehl sollt ihr haben, ein männliches, einjährig; von
den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.
6 Und
ihr sollt es in Verwahrung haben bis auf den vierzehnten Tag
dieses Monats; und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel
soll es schlachten zwischen den zwei Abenden.
7 Und
sie sollen von dem Blute nehmen und es an die beiden Pfosten und
an die Oberschwelle tun, an den Häusern, in welchen sie es
essen.
8 Und
sie sollen in selbiger Nacht das Fleisch essen, gebraten am
Feuer, und ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie
es essen.
9 Ihr
sollt nichts roh davon essen und keineswegs im Wasser gesotten,
sondern am Feuer gebraten: seinen Kopf samt seinen Schenkeln und
samt seinem Eingeweide.
10 Und
ihr sollt nichts davon übriglassen bis an den Morgen; und was
davon bis an den Morgen übrigbleibt, sollt ihr mit Feuer
verbrennen.
11 Und
also sollt ihr es essen: Eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an
euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen
in Eile. Es ist das Passah Jehovas.
12 Und
ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle
Erstgeburt im Lande Ägypten schlagen vom Menschen bis zum Vieh,
und ich werde Gericht üben an allen Göttern Ägyptens, ich,
Jehova.
13 Und
das Blut soll euch zum Zeichen sein an den Häusern, worin ihr
seid; und sehe ich das Blut, so werde ich an euch vorübergehen;
und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn ich
das Land Ägypten schlage.
14 Und
dieser Tag soll euch zum Gedächtnis sein, und ihr sollt ihn
feiern als Fest dem Jehova; als ewige Satzung bei euren
Geschlechtern sollt ihr ihn feiern.
15
Sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes essen; ja, am ersten Tage
sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder,
der Gesäuertes isset, von dem ersten Tage bis zu dem siebten
Tage, selbige Seele soll ausgerottet werden aus Israel.
16 Und
am ersten Tage soll euch eine heilige Versammlung und am siebten
Tage eine heilige Versammlung sein; keinerlei Arbeit soll an
ihnen getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das
allein soll von euch bereitet werden.
17 Und
so beobachtet das Fest der ungesäuerten Brote; denn an diesem
selbigen Tage habe ich eure Heere aus dem Lande Ägypten
herausgeführt. Und ihr sollt diesen Tag beobachten bei euren
Geschlechtern als ewige Satzung.
18 Im
ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, sollt
ihr Ungesäuertes essen bis zu dem einundzwanzigsten Tage des
Monats, am Abend.
19
Sieben Tage soll kein Sauerteig in euren Häusern gefunden
werden; denn jeder, der Gesäuertes isset, selbige Seele soll aus
der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei Fremdling oder
Eingeborener des Landes.
20
Nichts Gesäuertes sollt ihr essen; in allen euren Wohnungen
sollt ihr Ungesäuertes essen.
21 Und
Mose rief alle Ältesten Israels und sprach zu ihnen: Greifet und
nehmet euch Kleinvieh nach euren Familien und schlachtet das
Passah;
22 und
nehmet einen Büschel Ysop und tauchet ihn in das Blut, das in
dem Becken ist, und streichet von dem Blute, das in dem Becken
ist, an die Oberschwelle und an die beiden Pfosten; ihr aber,
keiner von euch soll zur Türe seines Hauses hinausgehen bis an
den Morgen.
23 Und
Jehova wird hindurchgehen, die Ägypter zu schlagen; und sieht er
das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, so wird
Jehova an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht
erlauben, in eure Häuser zu kommen, um zu schlagen.
24 Und
ihr sollt dieses beobachten als eine Satzung für dich und deine
Kinder ewiglich.
25 Und
es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommet, das Jehova euch
geben wird, so wie er geredet hat, so sollt ihr diesen Dienst
beobachten.
26 Und
es soll geschehen, wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was
soll euch dieser Dienst?
27 so
sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer dem Jehova, der an den
Häusern der Kinder Israel in Ägypten vorüberging, als er die
Ägypter schlug und unsere Häuser rettete. Und das Volk neigte
sich und betete an.
28 Und
die Kinder Israel gingen hin und taten es; so wie Jehova Mose
und Aaron geboten hatte, also taten sie.
29 Und
es geschah um Mitternacht, da schlug Jehova alle Erstgeburt im
Lande Ägypten, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem
Throne saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen, der im Kerker
war, und alle Erstgeburt des Viehs.
30 Und
der Pharao stand in der Nacht auf, er und alle seine Knechte und
alle Ägypter, und es entstand ein großes Geschrei in Ägypten;
denn es war kein Haus, worin nicht ein Toter war.
31 Und
er rief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch auf,
ziehet weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die
Kinder Israel, und gehet hin, dienet Jehova, wie ihr geredet
habt;
32
auch euer Kleinvieh und eure Rinder nehmet mit, so wie ihr
geredet habt, und gehet hin und segnet mich auch!
33 Und
die Ägypter drängten das Volk, sie eilends aus dem Lande ziehen
zu lassen; denn sie sagten: Wir alle sind des Todes!
34 Und
das Volk trug seinen Teig, ehe er gesäuert war, ihre
Backschüsseln in ihre Kleider gebunden, auf ihren Schultern.
35 Und
die Kinder Israel taten nach dem Worte Moses und forderten von
den Ägyptern silberne Geräte und goldene Geräte und Kleider.
36 Und
Jehova gab dem Volke Gnade in den Augen der Ägypter, und sie
gaben ihnen das Geforderte; und sie beraubten die Ägypter.
37 Und
die Kinder Israel brachen auf von Raemses nach Sukkoth, bei
sechshunderttausend Mann zu Fuß, die Männer ohne die Kinder.
38 Und
auch viel Mischvolk zog mit ihnen herauf, und Kleinvieh und
Rinder, sehr viel Vieh.
39 Und
sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu
ungesäuerten Kuchen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus
Ägypten getrieben worden waren und nicht hatten verziehen
können; und sie hatten auch keine Zehrung für sich bereitet.
40 Und
die Wohnzeit der Kinder Israel, die sie in Ägypten zugebracht
haben, ist vierhundertdreißig Jahre.
41 Und
es geschah am Ende der vierhundertdreißig Jahre, und es geschah
an diesem selbigen Tage, daß alle Heere Jehovas aus dem Lande
Ägypten auszogen.
42
Dies ist eine Nacht, die dem Jehova zu beobachten ist, weil er
sie aus dem Lande Ägypten herausführte; diese selbige Nacht
gehört dem Jehova, sie ist zu beobachten von allen Kindern
Israel bei ihren Geschlechtern.
43 Und
Jehova redete zu Mose und Aaron: Dies ist die Satzung des
Passah: Kein Fremdling soll davon essen;
44
jedes Mannes Knecht aber, ein für Geld Erkaufter, wenn du ihn
beschneidest, dann darf er davon essen.
45 Ein
Beisaß und ein Mietling soll nicht davon essen.
46 In
einem Hause soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem
Fleische aus dem Hause hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an
ihm zerbrechen.
47 Die
ganze Gemeinde Israel soll es feiern.
48 Und
wenn ein Fremdling bei dir weilt und das Passah dem Jehova
feiern will, so werde alles Männliche bei ihm beschnitten, und
dann komme er herzu, es zu feiern; und er soll sein wie ein
Eingeborener des Landes. Aber kein Unbeschnittener soll davon
essen.
49 Ein
Gesetz soll sein für den Eingeborenen und für den Fremdling, der
in eurer Mitte weilt.
50 Und
alle Kinder Israel taten, wie Jehova Mose und Aaron geboten
hatte; also taten sie.
51 Und
es geschah an diesem selbigen Tage, da führte Jehova die Kinder
Israel aus dem Lande Ägypten heraus nach ihren Heeren.
13,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Heilige mir alles Erstgeborene, was irgend die Mutter bricht
unter den Kindern Israel, an Menschen und an Vieh; es ist mein.
3 Und
Mose sprach zu dem Volke: Gedenket dieses Tages, an welchem ihr
aus Ägypten gezogen seid, aus dem Hause der Knechtschaft; denn
mit starker Hand hat Jehova euch von hier herausgeführt; und es
soll nichts Gesäuertes gegessen werden.
4
Heute ziehet ihr aus, im Monat Abib.
5 Und
es soll geschehen, wenn Jehova dich bringt in das Land der
Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der Hewiter und
der Jebusiter, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu
geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt, so sollst du
diesen Dienst in diesem Monat halten.
6
Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, und am siebten Tage
ist ein Fest dem Jehova.
7 Die
sieben Tage soll Ungesäuertes gegessen werden; und nicht soll
Gesäuertes bei dir gesehen werden, noch soll Sauerteig bei dir
gesehen werden in allen deinen Grenzen.
8 Und
du sollst deinem Sohne an selbigem Tage kundtun und sprechen: Es
ist um deswillen, was Jehova mir getan hat, als ich aus Ägypten
zog.
9 Und
es sei dir zu einem Zeichen an deiner Hand und zu einem
Denkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz Jehovas in
deinem Munde sei; denn mit starker Hand hat Jehova dich aus
Ägypten herausgeführt.
10 Und
du sollst diese Satzung beobachten zu ihrer bestimmten Zeit, von
Jahr zu Jahr.
11 Und
es soll geschehen, wenn Jehova dich in das Land der Kanaaniter
bringt, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und es dir
gibt,
12 so
sollst du Jehova alles darbringen, was die Mutter bricht; und
alles zuerst Geworfene vom Vieh, das dir zuteil wird, die
Männlichen gehören Jehova.
13 Und
jedes Erstgeborene des Esels sollst du mit einem Lamme lösen,
und wenn du es nicht lösest, so brich ihm das Genick; und jedes
Erstgeborene des Menschen unter deinen Söhnen sollst du lösen.
14 Und
es soll geschehen, wenn dein Sohn dich künftig fragt und
spricht: Was ist das? so sollst du zu ihm sagen: Mit starker
Hand hat Jehova uns aus Ägypten herausgeführt, aus dem Hause der
Knechtschaft.
15 Und
es geschah, da der Pharao sich hartnäckig weigerte, uns ziehen
zu lassen, tötete Jehova alle Erstgeburt im Lande Ägypten, vom
Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehes;
darum opfere ich dem Jehova alles, was die Mutter bricht, die
Männlichen, und jeden Erstgeborenen meiner Söhne löse ich.
16 Und
es sei zu einem Zeichen an deiner Hand und zu Stirnbändern
zwischen deinen Augen; denn mit starker Hand hat Jehova uns aus
Ägypten herausgeführt.
17 Und
es geschah, als der Pharao das Volk ziehen ließ, da führte Gott
sie nicht den Weg durch das Land der Philister, wiewohl er nahe
war; denn Gott sprach: Damit es das Volk nicht gereue, wenn sie
den Streit sehen, und sie nicht nach Ägypten zurückkehren.
18 Und
Gott führte das Volk herum, den Weg der Wüste des Schilfmeeres;
und die Kinder Israel zogen gerüstet aus dem Lande Ägypten
herauf.
19 Und
Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn er hatte die Kinder
Israel ausdrücklich schwören lassen und gesagt: Gott wird euch
gewißlich heimsuchen; so führet denn meine Gebeine mit euch von
hier hinauf!
20 Und
sie brachen auf von Sukkoth und lagerten sich in Etham, am Rande
der Wüste.
21 Und
Jehova zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensäule, um sie
auf dem Wege zu leiten, und des Nachts in einer Feuersäule, um
ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht ziehen könnten.
22 Des
Tages wich nicht die Wolkensäule noch des Nachts die Feuersäule
vor dem Volke.
14,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Sprich zu den Kindern Israel, daß sie umkehren und sich lagern
vor Pi-Hachiroth, zwischen Migdol und dem Meere; vor
Baal-Zephon, ihm gegenüber, sollt ihr euch am Meere lagern.
3 Und
der Pharao wird von den Kindern Israel sagen: Verwirrt irren sie
im Lande umher, die Wüste hat sie umschlossen.
4 Und
ich will das Herz des Pharao verhärten, daß er ihnen nachjage;
und ich will mich verherrlichen an dem Pharao und an seiner
ganzen Heeresmacht, und die Ägypter sollen erkennen, daß ich
Jehova bin. Und sie taten also.
5 Und
es wurde dem König von Ägypten berichtet, daß das Volk entflohen
wäre; da verwandelte sich das Herz des Pharao und seiner Knechte
gegen das Volk, und sie sprachen: Was haben wir da getan, daß
wir Israel aus unserem Dienste haben ziehen lassen!
6 Und
er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich.
7 Und
er nahm sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen Ägyptens,
und Wagenkämpfer auf jedem derselben.
8 Und
Jehova verhärtete das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten,
und er jagte den Kindern Israel nach; und die Kinder Israel
zogen aus mit erhobener Hand.
9 Und
die Ägypter jagten ihnen nach, alle Rosse, Wagen des Pharao und
seine Reiter und seine Heeresmacht, und erreichten sie, als sie
sich am Meere gelagert hatten, bei Pi-Hachiroth, vor
Baal-Zephon.
10 Und
als der Pharao nahte, da hoben die Kinder Israel ihre Augen auf,
und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her; und die Kinder
Israel fürchteten sich sehr und schrieen zu Jehova.
11 Und
sie sprachen zu Mose: Hast du uns darum, weil in Ägypten keine
Gräber waren, weggeholt, um in der Wüste zu sterben? Warum hast
du uns das getan, daß du uns aus Ägypten herausgeführt hast?
12 Ist
dies nicht das Wort, das wir in Ägypten zu dir geredet haben,
indem wir sprachen: Laß ab von uns, daß wir den Ägyptern dienen?
Denn besser wäre es uns, den Ägyptern zu dienen, als in der
Wüste zu sterben.
13 Und
Mose sprach zu dem Volke: Fürchtet euch nicht! Stehet und sehet
die Rettung Jehovas, die er euch heute schaffen wird; denn die
Ägypter, die ihr heute sehet, die werdet ihr hinfort nicht mehr
sehen ewiglich.
14
Jehova wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.
15 Und
Jehova sprach zu Mose: Was schreiest du zu mir? Rede zu den
Kindern Israel, daß sie aufbrechen.
16 Und
du, erhebe deinen Stab und strecke deine Hand aus über das Meer
und spalte es, daß die Kinder Israel mitten in das Meer
hineingehen auf dem Trockenen.
17 Und
ich, siehe, ich will das Herz der Ägypter verhärten, und sie
werden hinter ihnen herkommen; und ich will mich verherrlichen
an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Wagen
und an seinen Reitern.
18 Und
die Ägypter sollen erkennen, daß ich Jehova bin, wenn ich mich
verherrlicht habe an dem Pharao, an seinen Wagen und an seinen
Reitern.
19 Und
der Engel Gottes, der vor dem Heere Israels herzog, brach auf
und trat hinter sie; und die Wolkensäule brach auf von vorn und
stellte sich hinter sie.
20 Und
sie kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels, und
sie wurde dort Wolke und Finsternis, und erleuchtete hier die
Nacht; und so nahte jenes diesem nicht die ganze Nacht.
21 Und
Mose streckte seine Hand aus über das Meer, und Jehova trieb das
Meer durch einen starken Ostwind hinweg, die ganze Nacht, und
machte das Meer trocken, und die Wasser wurden gespalten.
22 Und
die Kinder Israel gingen mitten in das Meer hinein auf dem
Trockenen, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und
zur Linken.
23 Und
die Ägypter jagten ihnen nach und kamen hinter ihnen her, alle
Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, mitten ins Meer.
24 Und
es geschah in der Morgenwache, da schaute Jehova in der
Feuer-und Wolkensäule auf das Heer der Ägypter und verwirrte das
Heer der Ägypter.
25 Und
er stieß die Räder von seinen Wagen und ließ es fahren mit
Beschwerde. Und die Ägypter sprachen: Laßt uns vor Israel
fliehen, denn Jehova streitet für sie wider die Ägypter!
26 Und
Jehova sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, daß
die Wasser über die Ägypter zurückkehren, über ihre Wagen und
über ihre Reiter.
27 Da
streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kehrte
beim Anbruch des Morgens zu seiner Strömung zurück; und die
Ägypter flohen ihm entgegen; und Jehova stürzte die Ägypter
mitten ins Meer.
28 Und
die Wasser kehrten zurück und bedeckten die Wagen und die Reiter
der ganzen Heeresmacht des Pharao, die hinter ihnen her ins Meer
gekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen übrig.
29 Und
die Kinder Israel gingen auf dem Trockenen mitten durch das
Meer, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur
Linken.
30 So
rettete Jehova Israel an selbigem Tage aus der Hand der Ägypter,
und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres.
31 Und
Israel sah die große Macht, die Jehova an den Ägyptern betätigt
hatte; und das Volk fürchtete Jehova, und sie glaubten an Jehova
und an Mose, seinen Knecht.
15,1
Damals sangen Mose und die Kinder Israel dieses Lied dem Jehova
und sprachen also: Singen will ich Jehova, denn hoch erhaben ist
er; das Roß und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt.
2
Meine Stärke und mein Gesang ist Jah, denn er ist mir zur
Rettung geworden; dieser ist mein Gott, und ich will ihn
verherrlichen, meines Vaters Gott, und ich will ihn erheben.
3
Jehova ist ein Kriegsmann, Jehova sein Name.
4 Die
Wagen des Pharao und seine Heeresmacht hat er ins Meer gestürzt,
und die Auserlesenen seiner Wagenkämpfer sind versunken im
Schilfmeer.
5 Die
Fluten bedeckten sie, sie sind hinuntergefahren in die Tiefen
wie ein Stein.
6
Deine Rechte, Jehova, ist herrlich in Macht; deine Rechte,
Jehova, hat zerschmettert den Feind.
7 Und
in der Größe deiner Hoheit hast du niedergerissen, die sich
wider dich erhoben; du ließest deine Zornglut los: sie hat sie
verzehrt wie Stoppeln.
8 Und
durch den Hauch deiner Nase türmten sich die Wasser, es standen
die Strömungen wie ein Damm, es gerannen die Fluten im Herzen
des Meeres.
9 Der
Feind sprach: Ich will nachjagen, einholen, Beute teilen; meine
Gier soll sich sättigen an ihnen; ich will mein Schwert ziehen,
meine Hand soll sie vertilgen.
10 Du
hauchtest mit deinem Odem, das Meer bedeckte sie; sie sanken
unter wie Blei in die gewaltigen Wasser.
11 Wer
ist dir gleich unter den Göttern, Jehova! Wer ist dir gleich,
herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhm, Wunder tuend!
12 Du
strecktest deine Rechte aus, die Erde verschlang sie.
13 Du
hast durch deine Güte geleitet das Volk, das du erlöst, hast es
durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.
14 Es
hörten’s die Völker, sie bebten; Angst ergriff die Bewohner
Philistäas.
15 Da
wurden bestürzt die Fürsten Edoms; die Starken Moabs, sie
ergriff Beben; es verzagten alle Bewohner Kanaans.
16 Es
überfiel sie Schrecken und Furcht; ob der Größe deines Armes
verstummten sie gleich einem Stein, bis hindurchzog dein Volk,
Jehova, bis hindurchzog das Volk, das du erworben hast.
17 Du
wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die
Stätte, die du, Jehova, zu deiner Wohnung gemacht, das
Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.
18
Jehova wird König sein immer und ewiglich!
19
Denn die Rosse des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen
Reitern sind ins Meer gekommen, und Jehova hat die Wasser des
Meeres über sie zurückgeführt; und die Kinder Israel gingen auf
dem Trockenen mitten durchs Meer.
20 Und
Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in
ihre Hand; und alle Weiber zogen aus, hinter ihr her, mit
Tamburinen und in Reigen.
21 Und
Mirjam antwortete ihnen: Singet Jehova, denn hoch erhaben ist
er; das Roß und seinen Reiter hat er ins Meer gestürzt!
22 Und
Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen aus in
die Wüste Sur; und sie wanderten drei Tage in der Wüste und
fanden kein Wasser.
23 Und
sie kamen nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht
trinken, denn es war bitter: darum gab man ihm den Namen Mara.
24 Und
das Volk murrte wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
25 Und
er schrie zu Jehova, und Jehova wies ihm ein Holz; und er warf
es in das Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort stellte er ihm
Satzung und Recht, und dort versuchte er es;
26 und
er sprach: Wenn du fleißig auf die Stimme Jehovas, deines
Gottes, hören wirst, und tun, was recht ist in seinen Augen, und
horchen wirst auf seine Gebote und beobachten alle seine
Satzungen, so werde ich keine der Krankheiten auf dich legen,
die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin Jehova, der dich
heilt.
27 Und
sie kamen nach Elim, und daselbst waren zwölf Wasserquellen und
siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich daselbst an den
Wassern.
16,1
Und sie brachen auf von Elim, und die ganze Gemeinde der Kinder
Israel kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai ist, am
fünfzehnten Tage des zweiten Monats nach ihrem Auszuge aus dem
Lande Ägypten.
2 Und
die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wieder Mose und
wider Aaron in der Wüste.
3 Und
die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wären wir doch im Lande
Ägypten durch die Hand Jehovas gestorben, als wir bei den
Fleischtöpfen saßen, als wir Brot aßen bis zur Sättigung! Denn
ihr habt uns in diese Wüste herausgeführt, um diese ganze
Versammlung Hungers sterben zu lassen.
4 Da
sprach Jehova zu Mose: Siehe, ich werde euch Brot vom Himmel
regnen lassen; und das Volk soll hinausgehen und den täglichen
Bedarf an seinem Tage sammeln, damit ich es versuche, ob es
wandeln wird in meinem Gesetz oder nicht.
5 Und
es soll geschehen, am sechsten Tage, da sollen sie zubereiten,
was sie einbringen, und es wird das Doppelte von dem sein, was
sie tagtäglich sammeln werden.
6 Und
Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend, da
werdet ihr erkennen, daß Jehova euch aus dem Lande Ägypten
herausgeführt hat;
7 und
am Morgen, da werdet ihr die Herrlichkeit Jehovas sehen, indem
er euer Murren wider Jehova gehört hat; denn was sind wir, daß
ihr wider uns murret!
8 Und
Mose sprach: Dadurch werdet ihr’s erkennen, daß Jehova euch am
Abend Fleisch zu essen geben wird und am Morgen Brot bis zur
Sättigung, indem Jehova euer Murren gehört hat, womit ihr wider
ihn murret. Denn was sind wir? Nicht wider uns ist euer Murren,
sondern wider Jehova.
9 Und
Mose sprach zu Aaron: Sprich zu der ganzen Gemeinde der Kinder
Israel: Nahet herzu vor Jehova, denn er hat euer Murren gehört.
10 Und
es geschah, als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel
redete, da wandten sie sich gegen die Wüste; und siehe, die
Herrlichkeit Jehovas erschien in der Wolke.
11 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
12 Ich
habe das Murren der Kinder Israel gehört; rede zu ihnen und
sprich: Zwischen den zwei Abenden werdet ihr Fleisch essen, und
am Morgen werdet ihr von Brot satt werden; und ihr werdet
erkennen, daß ich Jehova bin, euer Gott.
13 Und
es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das
Lager; und am Morgen war eine Tauschicht rings um das Lager.
14 Und
die Tauschicht stieg auf, und siehe, da lag’s auf der Fläche der
Wüste fein, körnig, fein, wie der Reif auf der Erde.
15 Und
die Kinder Israel sahen es und sprachen einer zum anderen: Was
ist das? Denn sie wußten nicht, was es war. Und Mose sprach zu
ihnen: Dies ist das Brot, das Jehova euch zur Nahrung gegeben
hat.
16
Dies ist das Wort, das Jehova geboten hat: Sammelt davon, ein
jeder nach dem Maße seines Essens; einen Ghomer für den Kopf,
nach der Zahl eurer Seelen, sollt ihr nehmen, ein jeder für die,
welche in seinem Zelte sind.
17 Und
die Kinder Israel taten also und sammelten, der viel und der
wenig.
18 Und
sie maßen mit dem Ghomer: da hatte, wer viel gesammelt hatte,
nicht übrig, und wer wenig gesammelt hatte, dem mangelte nicht;
sie hatten gesammelt, ein jeder nach dem Maße seines Essens.
19 Und
Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse davon übrig bis an den
Morgen.
20
Aber sie hörten nicht auf Mose, und etliche ließen davon übrig
bis an den Morgen; da wuchsen Würmer darin, und es ward
stinkend. Und Mose wurde zornig über sie.
21 Und
sie sammelten es Morgen für Morgen, ein jeder nach dem Maße
seines Essens; und wenn die Sonne heiß wurde, so zerschmolz es.
22 Und
es geschah am sechsten Tage, da sammelten sie das Doppelte an
Brot, zwei Ghomer für einen; und alle Fürsten der Gemeinde kamen
und berichteten es Mose.
23 Und
er sprach zu ihnen: Dies ist es, was Jehova geredet hat: Morgen
ist Ruhe, ein heiliger Sabbath dem Jehova; was ihr backen wollt,
backet, und was ihr kochen wollt, kochet. Alles aber, was
übrigbleibt, leget euch hin zur Aufbewahrung bis an den Morgen.
24 Und
sie legten es hin bis an den Morgen, so wie Mose geboten hatte;
und es stank nicht, und es war kein Wurm darin.
25 Da
sprach Mose: Esset es heute, denn heute ist Sabbath dem Jehova;
ihr werdet es heute auf dem Felde nicht finden.
26
Sechs Tage sollt ihr es sammeln; aber am siebten Tage ist
Sabbath, an dem wird es nicht sein.
27 Und
es geschah am siebten Tage, daß etliche von dem Volke
hinausgingen, um zu sammeln, und sie fanden nichts.
28 Und
Jehova sprach zu Mose: Bis wann weigert ihr euch, meine Gebote
und meine Gesetze zu beobachten?
29
Sehet, weil Jehova euch den Sabbath gegeben hat, darum gibt er
euch am sechsten Tage Brot für zwei Tage; bleibet ein jeder an
seiner Stelle, niemand gehe am siebten Tage von seinem Orte
heraus.
30 Und
das Volk ruhte am siebten Tage.
31 Und
das Haus Israel gab ihm den Namen Man; und es war wie
Koriandersamen, weiß, und sein Geschmack wie Kuchen mit Honig.
32 Und
Mose sprach: Dies ist das Wort, das Jehova geboten hat: Ein
Ghomer voll davon sei zur Aufbewahrung für eure Geschlechter,
damit sie das Brot sehen, womit ich euch in der Wüste gespeist
habe, als ich euch aus dem Lande Ägypten herausführte.
33 Und
Mose sprach zu Aaron: Nimm einen Krug und tue Man darein, einen
Ghomer voll, und lege es vor Jehova nieder zur Aufbewahrung für
eure Geschlechter.
34 So
wie Jehova Mose geboten hatte, legte Aaron es vor das Zeugnis
nieder, zur Aufbewahrung.
35 Und
die Kinder Israel aßen das Man vierzig Jahre, bis sie in ein
bewohntes Land kamen; sie aßen das Man, bis sie an die Grenze
des Landes Kanaan kamen.
36 Der
Ghomer aber ist ein Zehntel vom Epha.
17,1
Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel brach auf aus der Wüste
Sin, nach ihren Zügen, nach dem Befehl Jehovas; und sie lagerten
sich zu Rephidim; und da war kein Wasser zum Trinken für das
Volk.
2 Und
das Volk haderte mit Mose, und sie sprachen: Gebet uns Wasser,
daß wir trinken! Und Mose sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit
mir? Was versuchet ihr Jehova?
3 Und
das Volk dürstete daselbst nach Wasser, und das Volk murrte
wider Mose und sprach: Warum doch hast du uns aus Ägypten
heraufgeführt, um mich und meine Kinder und mein Vieh vor Durst
sterben zu lassen?
4 Da
schrie Mose zu Jehova und sprach: Was soll ich mit diesem Volke
tun? Noch ein wenig, und sie steinigen mich.
5 Und
Jehova sprach zu Mose: Gehe hin vor dem Volke, und nimm mit dir
von den Ältesten Israels; und deinen Stab, womit du den Strom
geschlagen hast, nimm in deine Hand und gehe hin.
6
Siehe, ich will daselbst vor dir stehen auf dem Felsen am Horeb;
und du sollst auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus
demselben herauskommen, daß das Volk trinke. Und Mose tat also
vor den Augen der Ältesten Israels.
7 Und
er gab dem Orte den Namen Massa und Meriba, wegen des Haderns
der Kinder Israel und weil sie Jehova versucht hatten, indem sie
sagten: Ist Jehova in unserer Mitte oder nicht?
8 Und
es kam Amalek und stritt wider Israel in Rephidim.
9 Und
Mose sprach zu Josua: Erwähle uns Männer und ziehe aus, streite
wider Amalek; morgen will ich auf dem Gipfel des Hügels stehen,
mit dem Stabe Gottes in meiner Hand.
10 Und
Josua tat, wie Mose ihm gesagt hatte, um wider Amalek zu
streiten; und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Gipfel des
Hügels.
11 Und
es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, so hatte Israel die
Oberhand, und wenn er seine Hand ruhen ließ, so hatte Amalek die
Oberhand.
12 Und
die Hände Moses wurden schwer. Da nahmen sie einen Stein und
legten denselben unter ihn, und er setzte sich darauf; und Aaron
und Hur unterstützten seine Hände, hier einer und dort einer;
und so waren seine Hände fest, bis die Sonne unterging.
13 Und
Josua streckte Amalek und sein Volk nieder mit der Schärfe des
Schwertes.
14 Und
Jehova sprach zu Mose: Schreibe dieses zum Gedächtnis in ein
Buch, und lege in die Ohren Josuas, daß ich das Gedächtnis
Amaleks gänzlich unter dem Himmel austilgen werde.
15 Und
Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: Jehova, mein
Panier!
16 Und
er sprach: Denn die Hand ist am Throne Jahs: Krieg hat Jehova
wider Amalek von Geschlecht zu Geschlecht!
18,1
Und Jethro, der Heilige (e-r) von Midian, der Schwiegervater
Moses, hörte alles, was Gott an Mose und an Israel, seinem
Volke, getan, daß Jehova Israel aus Ägypten herausgeführt hatte.
2 Und
Jethro, der Schwiegervater Moses, nahm Zippora, das Weib Moses,
nach ihrer Heimsendung,
3 und
ihre zwei Söhne, von denen der Name des einen Gersom war, denn
er sprach: Ein Fremdling bin ich geworden in fremdem Lande,
4 und
der Name des anderen Elieser: denn der Gott meines Vaters ist
meine Hilfe gewesen und hat mich errettet vom Schwerte des
Pharao;
5 und
Jethro, der Schwiegervater Moses, und seine Söhne und sein Weib
kamen zu Mose in die Wüste, wo er gelagert war am Berge Gottes.
6 Und
er ließ Mose sagen: Ich, dein Schwiegervater Jethro, bin zu dir
gekommen, und dein Weib und ihre beiden Söhne mit ihr.
7 Da
ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater entgegen, und beugte
sich nieder und küßte ihn; und sie fragten einer den anderen
nach ihrem Wohlergehen und gingen ins Zelt.
8 Und
Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was Jehova an dem
Pharao und an den Ägyptern getan hatte um Israels willen, all
die Mühsal, die sie auf dem Wege getroffen, und daß Jehova sie
errettet habe.
9 Und
Jethro freute sich über all das Gute, das Jehova an Israel
getan, daß er es errettet hatte aus der Hand der Ägypter.
10 Und
Jethro sprach: Gepriesen sei Jehova, der euch errettet hat aus
der Hand der Ägypter und aus der Hand des Pharao, der das Volk
errettet hat unter der Hand der Ägypter hinweg!
11 Nun
weiß ich, daß Jehova größer ist als alle Götter; denn in der
Sache, worin sie in Übermut handelten, war er über ihnen.
12 Und
Jethro, der Schwiegervater Moses, nahm ein Brandopfer und
Schlachtopfer für Gott; und Aaron und alle Ältesten Israels
kamen, um mit dem Schwiegervater Moses zu essen vor dem
Angesicht Gottes.
13 Und
es geschah am anderen Tage, da setzte sich Mose, um das Volk zu
richten; und das Volk stand bei Mose vom Morgen bis zum Abend.
14 Und
der Schwiegervater Moses sah alles, was er mit dem Volke tat,
und er sprach: Was ist das, das du mit dem Volke tust? Warum
sitzest du allein, und alles Volk steht bei dir vom Morgen bis
zum Abend?
15 Und
Mose sprach zu seinem Schwiegervater: Weil das Volk zu mir
kommt, um Gott zu befragen.
16
Wenn sie eine Sache haben, so kommt es zu mir, und ich richte
zwischen dem einen und dem anderen und tue ihnen die Satzungen
Gottes und seine Gesetze kund.
17 Da
sprach der Schwiegervater Moses zu ihm: Die Sache ist nicht gut,
die du tust;
18 du
wirst ganz erschlaffen, sowohl du, als auch dieses Volk, das bei
dir ist; denn die Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie
nicht allein ausrichten.
19
Höre nun auf meine Stimme, ich will dir raten, und Gott wird mit
dir sein: Sei du für das Volk vor Gott, und bringe du die Sachen
zu Gott;
20 und
erläutere ihnen die Satzungen und die Gesetze, und tue ihnen
kund den Weg, auf dem sie wandeln, und das Werk, das sie tun
sollen.
21 Du
aber ersieh dir aus dem ganzen Volke tüchtige, gottesfürchtige
Männer, Männer der Wahrheit, die den ungerechten Gewinn hassen,
und setze sie über sie: Oberste über tausend, Oberste über
hundert, Oberste über fünfzig und Oberste über zehn,
22 daß
sie das Volk richten zu aller Zeit; und es geschehe, daß sie
jede große Sache vor dich bringen und daß sie jede kleine Sache
selbst richten; so erleichtere es dir, und sie mögen mit dir
tragen.
23
Wenn du dieses tust und Gott es dir gebietet, so wirst du
bestehen können, und auch dieses ganze Volk wird in Frieden an
seinen Ort kommen.
24 Und
Mose hörte auf die Stimme seines Schwiegervaters und tat alles,
was er gesagt hatte.
25 Und
Mose wählte tüchtige Männer aus ganz Israel und setzte sie zu
Häuptern über das Volk: Oberste über tausend, Oberste über
hundert, Oberste über fünfzig und Oberste über zehn.
26 Und
sie richteten das Volk zu aller Zeit: die schwierige Sache
brachten sie vor Mose, und jede kleine Sache richteten sie
selbst.
27 Und
Mose ließ seinen Schwiegervater ziehen, und er zog hin in sein
Land.
19,1
Im dritten Monat nach dem Auszuge der Kinder Israel aus dem
Lande Ägypten, an diesem selbigen Tage kamen sie in die Wüste
Sinai:
2 Sie
brachen auf von Rephidim und kamen in die Wüste Sinai und
lagerten sich in der Wüste; und Israel lagerte sich daselbst dem
Berge gegenüber.
3 Und
Mose stieg hinauf zu Gott; und Jehova rief ihm vom Berge zu und
sprach: So sollst du zum Hause Jakob sprechen und den Kindern
Israel kundtun:
4 Ihr
habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe, wie ich euch
getragen auf Adlers Flügeln und euch zu mir gebracht habe.
5 Und
nun, wenn ihr fleißig auf meine Stimme hören und meinen Bund
halten werdet, so sollt ihr mein Eigentum sein aus allen
Völkern; denn die ganze Erde ist mein;
6 und
ihr sollt mir ein Königreich von Heilige (e-r)n und eine heilige
Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Kindern Israel
reden sollst.
7 Und
Mose kam und rief die Ältesten des Volkes und legte ihnen alle
diese Worte vor, die Jehova ihm geboten hatte.
8 Da
antwortete das ganze Volk insgesamt und sprach: Alles, was
Jehova geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte die Worte
des Volkes zu Jehova zurück.
9 Und
Jehova sprach zu Mose: Siehe, ich werde zu dir kommen im Dunkel
des Gewölks, damit das Volk höre, wenn ich mit dir rede, und dir
auch glaube ewiglich. Und Mose tat Jehova die Worte des Volkes
kund.
10 Und
Jehova sprach zu Mose: Gehe zum Volke und heilige sie heute und
morgen, und daß sie ihre Kleider waschen;
11 Und
sie seien bereit auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird
Jehova vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai
herabsteigen.
12 Und
mache eine Grenze um das Volk ringsum und sprich: Hütet euch,
auf den Berg zu steigen und sein Äußerstes anzurühren; alles,
was den Berg anrührt, soll gewißlich getötet werden-
13
keine Hand soll ihn anrühren, denn es soll gewißlich gesteinigt
oder erschossen werden; ob Vieh oder Mensch, es darf nicht
leben. Wenn das Lärmhorn anhaltend ertönt, sollen sie gegen den
Berg hinansteigen.
14 Und
Mose stieg vom Berge zu dem Volke hinab; und er heiligte das
Volk, und sie wuschen ihre Kleider.
15 Und
er sprach zu dem Volke: Seid bereit auf den dritten Tag; nahet
nicht zum Weibe.
16 Und
es geschah am dritten Tage, als es Morgen war, da waren Donner
und Blitze und eine schwere Wolke auf dem Berge und ein sehr
starker Posaunenschall; und das ganze Volk zitterte, das im
Lager war.
17 Und
Mose führte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen; und
sie stellten sich auf am Fuße des Berges.
18 Und
der ganze Berg Sinai rauchte, darum, daß Jehova auf ihn
herabstieg im Feuer; und sein Rauch stieg auf, wie der Rauch
eines Schmelzofens, und der ganze Berg bebte sehr.
19 Und
der Posaunenschall wurde fort und fort stärker; Mose redete, und
Gott antwortete ihm mit einer Stimme.
20 Und
Jehova stieg auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des
Berges; und Jehova rief Mose auf den Gipfel des Berges, und Mose
stieg hinauf.
21 Und
Jehova sprach zu Mose: Steige hinab, warne das Volk, daß sie
nicht zu Jehova durchbrechen, um zu schauen, und viele von ihnen
fallen.
22 Und
auch die Heilige (e-r), die zu Jehova nahen, sollen sich
heiligen, daß Jehova nicht in sie einbreche.
23 Und
Mose sprach zu Jehova: Das Volk wird den Berg Sinai nicht
ersteigen können; denn du hast uns ja gewarnt und gesagt: Mache
eine Grenze um den Berg und heilige ihn.
24 Und
Jehova sprach zu ihm: Gehe, steige hinab, und du sollst
heraufkommen, du und Aaron mit dir; aber die Heilige (e-r) und
das Volk sollen nicht durchbrechen, um zu Jehova
hinaufzusteigen, daß er nicht in sie einbreche.
25 Da
stieg Mose zu dem Volke hinab und sagte es ihnen.
20,1
Und Gott redete alle diese Worte und sprach:
2 Ich
bin Jehova, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem
Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft.
3 Du
sollst keine anderen Götter haben neben mir.
4 Du
sollst dir kein geschnitztes Bild machen, noch irgend ein
Gleichnis dessen, was oben im Himmel und was unten auf der Erde
und was in den Wassern unter der Erde ist.
5 Du
sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen;
denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die
Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, am dritten
und am vierten Gliede derer, die mich hassen;
6 und
der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen, die mich lieben
und meine Gebote beobachten.
7 Du
sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht zu Eitlem
aussprechen; denn Jehova wird den nicht für schuldlos halten,
der seinen Namen zu Eitlem ausspricht.
8
Gedenke des Sabbathtages, ihn zu heiligen.
9
Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun;
10
aber der siebte Tag ist Sabbath dem Jehova, deinem Gott: du
sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter,
dein Knecht und deine Magd, und dein Vieh, und dein Fremdling,
der in deinen Toren ist.
11
Denn in sechs Tagen hat Jehova den Himmel und die Erde gemacht,
das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten
Tage; darum segnete Jehova den Sabbathtag und heiligte ihn.
12
Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf daß deine Tage
verlängert werden in dem Lande, das Jehova, dein Gott, dir gibt.
13 Du
sollst nicht töten.
14 Du
sollst nicht ehebrechen.
15 Du
sollst nicht stehlen.
16 Du
sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten.
17 Du
sollst nicht begehren deines Nächsten Haus; du sollst nicht
begehren deines Nächsten Weib, noch seinen Knecht, noch seine
Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch alles, was dein
Nächster hat.
18 Und
das ganze Volk gewahrte die Donner und die Flammen und den
Posaunenschall und den rauchenden Berg. Und als das Volk es
gewahrte, zitterten sie und standen von ferne;
19 und
sie sprachen zu Mose: Rede du mit uns, und wir wollen hören;
aber Gott möge nicht mit uns reden, daß wir nicht sterben!
20 Da
sprach Mose zu dem Volke: Fürchtet euch nicht; denn um euch zu
versuchen, ist Gott gekommen, und damit seine Furcht vor eurem
Angesicht sei, daß ihr nicht sündiget.
21 Und
das Volk stand von ferne; und Mose nahte sich zum Dunkel, wo
Gott war.
22 Und
Jehova sprach zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel
sprechen: Ihr habt gesehen, daß ich vom Himmel her mit euch
geredet habe.
23 Ihr
sollt nichts neben mir machen, Götter von Silber und Götter von
Gold sollt ihr euch nicht machen.
24
Einen Altar von Erde sollst du mir machen und darauf opfern
deine Brandopfer und deine Friedensopfer, dein Kleinvieh und
deine Rinder; an jedem Orte, wo ich meines Namens werde gedenken
lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.
25 Und
wenn du mir einen Altar von Steinen machst, so sollst du ihn
nicht von behauenen Steinen bauen; denn hast du deinen Meißel
darüber geschwungen, so hast du ihn entweiht.
26 Und
du sollst nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit
nicht deine Blöße an ihm aufgedeckt werde.
21,1
Und dies sind die Rechte, die du ihnen vorlegen sollst:
2 So
du einen hebräischen Knecht kaufst, soll er sechs Jahre dienen,
und im siebten soll er frei ausgehen, umsonst.
3 Wenn
er allein gekommen ist, soll er allein ausgehen; wenn er eines
Weibes Mann war, soll sein Weib mit ihm ausgehen.
4 Wenn
sein Herr ihm ein Weib gegeben und sie ihm Söhne oder Töchter
geboren hat, so sollen das Weib und ihre Kinder ihrem Herrn
gehören, und er soll allein ausgehen.
5 Wenn
aber der Knecht etwa sagt: Ich liebe meinen Herrn, mein Weib und
meine Kinder, ich will nicht frei ausgehen,
6 so
soll sein Herr ihn vor die Richter bringen und ihn an die Tür
oder an den Pfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit
einer Pfrieme durchbohren; und er soll ihm dienen auf ewig.
7 Und
so jemand seine Tochter zur Magd verkauft, soll sie nicht
ausgehen, wie die Knechte ausgehen.
8 Wenn
sie in den Augen ihres Herrn mißfällig ist, die er für sich
bestimmt hatte, so lasse er sie loskaufen: er soll nicht Macht
haben, sie an ein fremdes Volk zu verkaufen, weil er treulos an
ihr gehandelt hat.
9 Und
wenn er sie seinem Sohne bestimmt, so soll er ihr tun nach dem
Rechte der Töchter.
10
Wenn er sich eine andere nimmt, so soll er ihre Nahrung, ihre
Kleidung und ihre Beiwohnung nicht vermindern.
11 Und
wenn er ihr diese drei Dinge nicht tut, so soll sie umsonst
ausgehen, ohne Geld.
12 Wer
einen Menschen schlägt, daß er stirbt, soll gewißlich getötet
werden;
13 hat
er ihm aber nicht nachgestellt, und Gott hat es seiner Hand
begegnen lassen, so werde ich dir einen Ort bestimmen, wohin er
fliehen soll.
14 Und
so jemand wider seinen Nächsten vermessen handelt, daß er ihn
umbringt mit Hinterlist, von meinem Altar sollst du ihn
wegnehmen, daß er sterbe.
15 Und
wer seinen Vater oder seine Mutter schlägt, soll gewißlich
getötet werden.
16 Und
wer einen Menschen stiehlt und ihn verkauft, oder er wird in
seiner Hand gefunden, der soll gewißlich getötet werden.
17 Und
wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, soll gewißlich
getötet werden.
18 Und
wenn Männer hadern, und einer schlägt den anderen mit einem
Steine oder mit der Faust, und er stirbt nicht, sondern wird
bettlägerig:
19
wenn er aufsteht und draußen an seinem Stabe wandelt, so soll
der Schläger schuldlos sein; nur soll er sein Versäumnis
erstatten und ihn völlig heilen lassen.
20 Und
so jemand seinen Knecht oder seine Magd mit dem Stocke schlägt,
daß er unter seiner Hand stirbt, so soll er gewißlich gerächt
werden:
21 nur
wenn er einen Tag oder zwei Tage leben bleibt, soll er nicht
gerächt werden, denn er ist sein Geld.
22 Und
wenn Männer sich streiten und stoßen ein schwangeres Weib, daß
ihr die Frucht abgeht, und es geschieht kein Schaden, so soll er
gewißlich an Geld gestraft werden, jenachdem der Mann des Weibes
ihm auferlegen wird, und er soll es geben durch die Richter.
23
Wenn aber Schaden geschieht, so sollst du geben Leben um Leben,
24
Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß,
25
Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme.
26 Und
so jemand in das Auge seines Knechtes oder in das Auge seiner
Magd schlägt und verdirbt es, so soll er ihn frei entlassen um
sein Auge.
27 Und
wenn er den Zahn seines Knechtes oder den Zahn seiner Magd
ausschlägt, so soll er ihn frei entlassen um seinen Zahn.
28 Und
wenn ein Ochse einen Mann oder ein Weib stößt, daß sie sterben,
so soll der Ochse gewißlich gesteinigt, und sein Fleisch soll
nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Ochsen soll
schuldlos sein.
29
Wenn aber der Ochse vordem stößig war, und sein Besitzer ist
gewarnt worden, und er hat ihn nicht verwahrt, und er tötet
einen Mann oder ein Weib, so soll der Ochse gesteinigt, und auch
sein Besitzer soll getötet werden.
30
Wenn ihm eine Sühne auferlegt wird, so soll er das Lösegeld
seines Lebens geben nach allem, was ihm auferlegt wird.
31 Mag
er einen Sohn stoßen oder eine Tochter stoßen, so soll ihm nach
diesem Rechte getan werden.
32
Wenn der Ochse einen Knecht stößt oder eine Magd, so soll sein
Besitzer ihrem Herrn dreißig Silbersekel geben, und der Ochse
soll gesteinigt werden.
33 Und
wenn jemand eine Grube öffnet, oder wenn jemand eine Grube gräbt
und sie nicht zudeckt, und es fällt ein Ochse oder ein Esel
hinein,
34 so
soll es der Besitzer der Grube erstatten: Geld soll er dem
Besitzer desselben zahlen, und das tote Tier soll ihm gehören.
35 Und
wenn jemandes Ochse den Ochsen seines Nächsten stößt, daß er
stirbt, so sollen sie den lebenden Ochsen verkaufen und den
Erlös teilen, und auch den toten sollen sie teilen.
36 Ist
es aber bekannt gewesen, daß der Ochse vordem stößig war, und
sein Besitzer hat ihn nicht verwahrt, so soll er gewißlich
Ochsen für Ochsen erstatten, und der tote soll ihm gehören.
22,1
Wenn jemand einen Ochsen stiehlt oder ein Stück Kleinvieh, und
schlachtet es oder verkauft es, so soll er fünf Ochsen erstatten
für den Ochsen und vier Stück Kleinvieh für das Stück.
2 Wenn
der Dieb beim Einbruch betroffen wird, und er wird geschlagen,
daß er stirbt, so ist es ihm keine Blutschuld;
3 wenn
die Sonne über ihm aufgegangen ist, so ist es ihm eine
Blutschuld. Er soll gewißlich erstatten; wenn er nichts hat,
soll er für seinen Diebstahl verkauft werden.
4 Wenn
das Gestohlene lebend in seiner Hand gefunden wird, es sei ein
Ochse oder ein Esel oder ein Stück Kleinvieh, soll er das
Doppelte erstatten.
5 So
jemand ein Feld oder einen Weingarten abweiden läßt und er sein
Vieh hintreibt, und es weidet auf dem Felde eines anderen, so
soll er es vom Besten seines Feldes und vom Besten seines
Weingartens erstatten.
6 Wenn
ein Feuer ausbricht und Dornen erreicht, und es wird ein
Garbenhaufen verzehrt, oder das stehende Getreide oder das Feld,
so soll der gewißlich erstatten, der den Brand angezündet hat.
7 So
jemand seinem Nächsten Geld oder Geräte in Verwahrung gibt, und
es wird aus dem Hause dieses Mannes gestohlen, wenn der Dieb
gefunden wird, so soll er das Doppelte erstatten;
8 wenn
der Dieb nicht gefunden wird, so soll der Besitzer des Hauses
vor die Richter treten, ob er nicht seine Hand nach der Habe
seines Nächsten ausgestreckt hat.
9 Bei
jedem Falle von Veruntreuung betreffs eines Ochsen, eines Esels,
eines Stückes Kleinvieh, eines Kleides, betreffs alles
Verlorenen, wovon man sagt: “das ist es”, soll beider Sache vor
die Richter kommen; wen die Richter schuldig sprechen, der soll
seinem Nächsten das Doppelte erstatten.
10 So
jemand seinem Nächsten einen Esel oder einen Ochsen oder ein
Stück Kleinvieh oder irgend ein Vieh in Verwahrung gibt, und es
stirbt oder wird beschädigt oder weggeführt, und niemand sieht
es,
11 so
soll der Eid Jehovas zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht
seine Hand nach der Habe seines Nächsten ausgestreckt hat; und
sein Besitzer soll es annehmen, und jener soll nichts erstatten.
12 Und
wenn es ihm wirklich gestohlen worden ist, so soll er es seinem
Besitzer erstatten.
13
Wenn es aber zerrissen worden ist, so soll er es als Zeugnis
bringen; er soll das Zerrissene nicht erstatten.
14 Und
wenn jemand von seinem Nächsten ein Stück Vieh entlehnt, und es
wird beschädigt oder stirbt, war sein Besitzer nicht dabei, so
soll er es gewißlich erstatten;
15
wenn sein Besitzer dabei war, soll er es nicht erstatten. Wenn
es gemietet war, so ist es für seine Miete gekommen.
16 Und
so jemand eine Jungfrau betört, die nicht verlobt ist, und liegt
bei ihr, so soll er sie gewißlich durch eine Heiratsgabe sich
zum Weibe erkaufen.
17
Wenn ihr Vater sich durchaus weigert, sie ihm zu geben, so soll
er Geld darwägen nach der Heiratsgabe der Jungfrauen.
18
Eine Zauberin sollst du nicht leben lassen.
19
Jeder, der bei einem Vieh liegt, soll gewißlich getötet werden.
20 Wer
den Göttern opfert außer Jehova allein, soll verbannt werden.
21 Und
den Fremdling sollst du nicht bedrängen und ihn nicht bedrücken,
denn Fremdlinge seid ihr im Lande Ägypten gewesen.
22
Keine Witwe und Waise sollt ihr bedrücken.
23
Wenn du sie irgend bedrückst, so werde ich, wenn sie irgendwie
zu mir schreit, ihr Geschrei gewißlich erhören;
24 und
mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwerte
töten, und eure Weiber sollen Witwen und eure Kinder Waisen
werden.
25
Wenn du meinem Volke, dem Armen bei dir, Geld leihst, so sollst
du ihm nicht sein wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins
auferlegen.
26
Wenn du irgend deines Nächsten Mantel zum Pfande nimmst, so
sollst du ihm denselben zurückgeben, ehe die Sonne untergeht;
27
denn es ist seine einzige Decke, sein Kleid für seine Haut;
worin soll er liegen? Und es wird geschehen, wenn er zu mir
schreit, so werde ich ihn erhören, denn ich bin gnädig.
28 Die
Richter sollst du nicht lästern, und einem Fürsten deines Volkes
sollst du nicht fluchen.
29 Mit
der Fülle deines Getreides und dem Ausfluß deiner Kelter sollst
du nicht zögern. Den erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir
geben.
30
Desgleichen sollst du mit deinem Ochsen tun und mit deinem
Kleinvieh; sieben Tage soll es bei seiner Mutter sein, am achten
Tage sollst du es mir geben.
31 Und
heilige Männer sollt ihr mir sein, und Fleisch, das auf dem
Felde zerrissen worden ist, sollt ihr nicht essen; ihr sollt es
den Hunden vorwerfen.
23,1
Du sollst kein falsches Gerücht aufnehmen; du sollst deine Hand
nicht dem Gesetzlosen reichen, um ein ungerechter Zeuge zu sein.
2 Du
sollst der Menge nicht folgen zum Übeltun; und du sollst bei
einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich der Menge nach
neigest, das Recht zu beugen.
3 Und
den Armen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht begünstigen.
4 Wenn
du den Ochsen deines Feindes oder seinen Esel umherirrend
antriffst, sollst du ihn demselben jedenfalls zurückbringen.
5 Wenn
du den Esel deines Hassers unter seiner Last liegen siehst, so
hüte dich, ihn demselben zu überlassen; du sollst ihn jedenfalls
mit ihm losmachen.
6 Du
sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seinem
Rechtsstreit.
7 Von
der Sache der Lüge sollst du dich fernhalten; und den
Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht töten, denn ich werde
den Gesetzlosen nicht rechtfertigen.
8 Und
kein Geschenk sollst du nehmen; denn das Geschenk blendet die
Sehenden und verkehrt die Worte der Gerechten.
9 Und
den Fremdling sollst du nicht bedrücken; ihr selbst wisset ja,
wie es dem Fremdling zu Mute ist, denn Fremdlinge seid ihr im
Lande Ägypten gewesen.
10 Und
sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag
einsammeln;
11
aber im siebten sollst du es ruhen und liegen lassen, daß die
Armen deines Volkes davon essen; und was sie übriglassen, soll
das Getier des Feldes fressen. Desgleichen sollst du mit deinem
Weinberge tun und mit deinem Olivenbaum.
12
Sechs Tage sollst du deine Arbeiten tun; aber am siebten Tage
sollst du ruhen, damit dein Ochse und dein Esel raste und der
Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole.
13 Und
auf alles, was ich euch gesagt habe, sollt ihr acht haben; und
den Namen anderer Götter sollt ihr nicht erwähnen, er soll in
deinem Munde nicht gehört werden.
14
Dreimal im Jahre sollst du mir ein Fest feiern.
15 Das
Fest der ungesäuerten Brote sollst du beobachten: sieben Tage
sollst du Ungesäuertes essen, so wie ich dir geboten habe, zur
bestimmten Zeit im Monat Abib, denn in demselben bist du aus
Ägypten gezogen; und man soll nicht leer vor meinem Angesicht
erscheinen;
16 und
das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Arbeit, dessen, was du
auf dem Felde säen wirst; und das Fest der Einsammlung im
Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit vom Felde einsammelst.
17
Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen vor dem Angesicht
des Herrn Jehova erscheinen.
18 Du
sollst nicht das Blut meines Schlachtopfers zu Gesäuertem
opfern; und nicht soll das Fett meines Festes über Nacht bleiben
bis an den Morgen.
19 Das
erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus Jehovas,
deines Gottes, bringen. Du sollst ein Böcklein nicht kochen in
der Milch seiner Mutter.
20
Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Wege
zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet
habe.
21
Hüte dich vor ihm und höre auf seine Stimme und reize ihn nicht;
denn er wird eure Übertretung nicht vergeben, denn mein Name ist
in ihm.
22
Doch wenn du fleißig auf seine Stimme hörst und alles tust, was
ich sagen werde, so werde ich deine Feinde befeinden und deine
Dränger bedrängen.
23
Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu
den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den
Kanaanitern, den Hewitern und den Jebusitern; und ich werde sie
vertilgen.
24 Du
sollst dich vor ihren Göttern nicht niederbeugen und ihnen nicht
dienen, und du sollst nicht tun nach ihren Taten; sondern du
sollst sie ganz und gar niederreißen und ihre Bildsäulen
gänzlich zerbrechen.
25 Und
ihr sollt Jehova, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und
dein Wasser segnen, und ich werde Krankheit aus deiner Mitte
entfernen.
26
Keine Fehlgebärende und Unfruchtbare wird in deinem Lande sein;
die Zahl deiner Tage werde ich voll machen.
27
Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Völker
verwirren, zu denen du kommst, und dir zukehren den Rücken aller
deiner Feinde.
28 Und
ich werde die Hornisse vor dir hersenden, daß sie vor dir
vertreibe die Hewiter, die Kanaaniter und die Hethiter.
29
Nicht in einem Jahre werde ich sie vor dir vertreiben, damit
nicht das Land eine Wüste werde und das Getier des Feldes sich
wider dich mehre.
30
Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du fruchtbar
bist und das Land besitzest.
31 Und
ich werde deine Grenze setzen vom Schilfmeer bis an das Meer der
Philister, und von der Wüste bis an den Strom; denn ich werde
die Bewohner des Landes in deine Hand geben, daß du sie vor dir
vertreibest.
32 Du
sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund machen.
33 Sie
sollen nicht in deinem Lande wohnen, damit sie dich nicht wider
mich sündigen machen; denn du würdest ihren Göttern dienen, denn
es würde dir zum Fallstrick sein.
24,1
Und er sprach zu Mose: Steige zu Jehova herauf, du und Aaron,
Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet
an von ferne.
2 Und
Mose allein nahe sich zu Jehova; sie aber sollen sich nicht
nahen, und das Volk soll nicht mit ihm heraufsteigen.
3 Und
Mose kam und erzählte dem Volke alle Worte Jehovas und alle
Rechte; und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und
sprach: Alle Worte, die Jehova geredet hat, wollen wir tun.
4 Und
Mose schrieb alle Worte Jehovas nieder. Und er machte sich des
Morgens früh auf und baute einen Altar unten am Berge und zwölf
Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels.
5 Und
er sandte Jünglinge der Kinder Israel hin, und sie opferten
Brandopfer und schlachteten Friedensopfer von Farren dem Jehova.
6 Und
Mose nahm die Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, und die
Hälfte des Blutes sprengte er an den Altar.
7 Und
er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes;
und sie sprachen: Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun
und gehorchen.
8 Und
Mose nahm das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach:
Siehe, das Blut des Bundes, den Jehova mit euch gemacht hat über
alle diese Worte.
9 Und
es stiegen hinauf Mose und Aaron, Nadab und Abihu, und siebzig
von den Ältesten Israels;
10 und
sie sahen den Gott Israels; und unter seinen Füßen war es wie
ein Werk von Saphirplatten und wie der Himmel selbst an
Klarheit.
11 Und
er streckte seine Hand nicht aus gegen die Edlen der Kinder
Israel; und sie schauten Gott und aßen und tranken.
12 Und
Jehova sprach zu Mose: Steige zu mir herauf auf den Berg und sei
daselbst; und ich werde dir die steinernen Tafeln geben und das
Gesetz und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu
belehren.
13 Und
Mose machte sich auf mit Josua, seinem Diener, und Mose stieg
auf den Berg Gottes.
14 Und
er sprach zu den Ältesten: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch
zurückkehren; und siehe, Aaron und Hur sind bei euch: wer irgend
eine Sache hat, trete vor sie.
15 Und
Mose stieg auf den Berg, und die Wolke bedeckte den Berg.
16 Und
die Herrlichkeit Jehovas ruhte auf dem Berge Sinai, und die
Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tage rief er Mose
aus der Mitte der Wolke.
17 Und
das Ansehen der Herrlichkeit Jehovas war wie ein verzehrendes
Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Augen der Kinder Israel.
18 Und
Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg; und
Mose war auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
25,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel, daß sie mir ein Hebopfer bringen; von
einem jeden, der willigen Herzens ist, sollt ihr mein Hebopfer
nehmen.
3 Und
dies ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold und
Silber und Erz,
4 und
blauer und roter Purpur und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar,
5 und
rotgefärbte Widderfelle und Dachsfelle und Akazienholz;
6 Öl
zum Licht, Gewürze zum Salböl und zum wohlriechenden
Räucherwerk;
7
Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das
Brustschild.
8 Und
sie sollen mir ein Heiligtum machen, daß ich in ihrer Mitte
wohne.
9 Nach
allem, was ich dir zeige, das Muster der Wohnung und das Muster
aller ihrer Geräte, also sollt ihr es machen.
10 Und
sie sollen eine Lade von Akazienholz machen: zwei und eine halbe
Elle ihre Länge, und eine und eine halbe Elle ihre Breite, und
eine und eine halbe Elle ihre Höhe.
11 Und
du sollst sie überziehen mit reinem Golde: inwendig und
auswendig sollst du sie überziehen; und mache einen goldenen
Kranz daran ringsum.
12 Und
gieße für dieselbe vier Ringe von Gold und setze sie an ihre
vier Ecken, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Seite und zwei
Ringe an ihrer anderen Seite.
13 Und
mache Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold.
14 Und
bringe die Stangen in die Ringe an den Seiten der Lade, um die
Lade mit denselben zu tragen.
15 Die
Stangen sollen in den Ringen der Lade sein, sie sollen nicht
daraus entfernt werden.
16 Und
lege in die Lade das Zeugnis, das ich dir geben werde.
17 Und
mache einen Deckel von reinem Golde: zwei und eine halbe Elle
seine Länge, und eine und eine halbe Elle seine Breite.
18 Und
mache zwei Cherubim von Gold; in getriebener Arbeit sollst du
sie machen an beiden Enden des Deckels;
19 und
mache einen Cherub an dem Ende der einen Seite und einen Cherub
an dem Ende der anderen Seite; aus dem Deckel sollt ihr die
Cherubim machen an seinen beiden Enden.
20 Und
die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, den Deckel
mit ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter einander
gegenüber; die Angesichter der Cherubim sollen gegen den Deckel
gerichtet sein.
21 Und
lege den Deckel oben über die Lade; und in die Lade sollst du
das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
22 Und
daselbst werde ich mit dir zusammenkommen und von dem Deckel
herab, zwischen den zwei Cherubim hervor, die auf der Lade des
Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir an die Kinder
Israel gebieten werde.
23 Und
du sollst einen Tisch von Akazienholz machen: zwei Ellen seine
Länge, und eine Elle seine Breite, und eine und eine halbe Elle
seine Höhe.
24 Und
überziehe ihn mit reinem Golde und mache ihm einen Kranz von
Gold ringsum.
25 Und
mache ihm eine Leiste, eine Hand breit, ringsum, und mache einen
Kranz von Gold an seine Leiste ringsum.
26 Und
mache ihm vier Ringe von Gold und setze die Ringe an die vier
Ecken, die an seinen vier Füßen sind.
27
Dicht bei der Leiste sollen die Ringe sein, zu Behältern für die
Stangen, um den Tisch zu tragen.
28 Und
mache die Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold,
und der Tisch soll daran getragen werden.
29 Und
mache seine Schüsseln und seine Schalen und seine Kannen und
seine Spendschalen, mit welchen das Trankopfer ausgegossen wird;
von reinem Golde sollst du sie machen.
30 Und
auf den Tisch sollst du Schaubrote legen vor meinem Angesicht
beständig.
31 Und
du sollst einen Leuchter von reinem Golde machen; in getriebener
Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein Fuß und sein
Schaft; seine Kelche, seine Knäufe und seine Blumen sollen aus
ihm sein.
32 Und
sechs Arme sollen von seinen Seiten ausgehen: Drei Arme des
Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus
seiner anderen Seite.
33
Drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem einen Arme: Knauf und
Blume; und drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem anderen Arme:
Knauf und Blume; also für die sechs Arme, die von dem Leuchter
ausgehen.
34 Und
an dem Leuchter vier Kelche, mandelblütenförmig: seine Knäufe
und seine Blumen;
35 und
zwar ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf
unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen
aus ihm, für die sechs Arme, die von dem Leuchter ausgehen.
36
Ihre Knäufe und ihre Arme sollen aus ihm sein; der ganze
Leuchter eine getriebene Arbeit, von reinem Golde.
37 Und
du sollst seine sieben Lampen machen; und man soll seine Lampen
anzünden, so daß sie gerade vor ihm hin scheinen;
38 und
seine Lichtschneuzen und seine Löschnäpfe von reinem Golde.
39 Aus
einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit allen diesen
Geräten.
40 Und
sieh zu, daß du sie nach ihrem Muster machest, welches dir auf
dem Berge gezeigt worden ist.
26,1
Und die Wohnung sollst du aus zehn Teppichen machen; von
gezwirntem Byssus und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit
Cherubim in Kunstweberarbeit sollst du sie machen.
2 Die
Länge eines Teppichs achtundzwanzig Ellen, und vier Ellen die
Breite eines Teppichs: ein Maß für alle Teppiche.
3 Fünf
Teppiche sollen zusammengefügt werden, einer an den anderen, und
wieder fünf Teppiche zusammengefügt, einer an den anderen.
4 Und
mache Schleifen von blauem Purpur an den Saum des einen Teppichs
am Ende, bei der Zusammenfügung; und also sollst du es machen an
dem Saume des äußersten Teppichs bei der anderen Zusammenfügung.
5
Fünfzig Schleifen sollst du an den einen Teppich machen, und
fünfzig Schleifen sollst du an das Ende des Teppichs machen, der
bei der anderen Zusammenfügung ist, die Schleifen eine der
anderen gegenüber.
6 Und
mache fünfzig Klammern von Gold, und füge die Teppiche mit den
Klammern zusammen, einen an den anderen, so daß die Wohnung ein
Ganzes sei.
7 Und
du sollst Teppiche von Ziegenhaar machen zum Zelte über die
Wohnung; elf solcher Teppiche sollst du machen.
8 Die
Länge eines Teppichs dreißig Ellen, und vier Ellen die Breite
eines Teppichs: ein Maß für die elf Teppiche.
9 Und
füge fünf Teppiche besonders zusammen und sechs Teppiche
besonders, und den sechsten Teppich an der Vorderseite des
Zeltes lege doppelt.
10 Und
mache fünfzig Schleifen an den Saum des einen Teppichs, des
äußersten, bei der Zusammenfügung, und fünfzig Schleifen an den
Saum des Teppichs der anderen Zusammenfügung.
11 Und
mache fünfzig Klammern von Erz, und bringe die Klammern in die
Schleifen und füge das Zelt zusammen, so daß es ein Ganzes sei.
12 Und
das Überhangende, das übrig ist an den Teppichen des Zeltes, der
halbe Teppich, der übrig ist, soll über die Hinterseite der
Wohnung hangen.
13 Und
die Elle diesseits und die Elle jenseits, von dem, was übrig ist
an der Länge der Teppiche des Zeltes, soll über die Seiten der
Wohnung hangen, diesseits und jenseits, sie zu bedecken.
14 Und
mache für das Zelt eine Decke von rotgefärbten Widderfellen und
eine Decke von Dachsfellen oben darüber.
15 Und
die Bretter zu der Wohnung sollst du von Akazienholz machen,
aufrechtstehend;
16
zehn Ellen die Länge eines Brettes, und eine und eine halbe Elle
die Breite eines Brettes;
17
zwei Zapfen an einem Brette, einer dem anderen gegenüber
eingefügt: also sollst du es machen an allen Brettern der
Wohnung.
18 Und
mache die Bretter zu der Wohnung: zwanzig Bretter an der Seite
gegen Mittag, südwärts;
19 und
vierzig Füße von Silber sollst du unter die zwanzig Bretter
machen: zwei Füße unter ein Brett für seine zwei Zapfen, und
wieder zwei Füße unter ein Brett für seine zwei Zapfen;
20 und
an der anderen Seite der Wohnung, an der Nordseite, zwanzig
Bretter,
21 und
ihre vierzig Füße von Silber: zwei Füße unter ein Brett, und
wieder zwei Füße unter ein Brett;
22 und
an der Hinterseite der Wohnung gegen Westen sollst du sechs
Bretter machen;
23 und
zwei Bretter sollst du für die Winkel der Wohnung an der
Hinterseite machen;
24 und
sie sollen zweifach sein von unten auf, und sollen an ihrem
Oberteil völlig aneinander sein in einem Ringe; also soll es mit
ihnen beiden sein, an den beiden Winkeln sollen sie sein.
25 Und
so sollen es acht Bretter sein, und ihre Füße von Silber,
sechzehn Füße: zwei Füße unter einem Brette, und wieder zwei
Füße unter einem Brette.
26 Und
du sollst Riegel von Akazienholz machen: fünf zu den Brettern
der einen Seite der Wohnung,
27 und
fünf Riegel zu den Brettern der anderen Seite der Wohnung, und
fünf Riegel zu den Brettern der Seite der Wohnung an der
Hinterseite gegen Westen;
28 und
den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter durchlaufend von
einem Ende zum anderen.
29 Und
die Bretter sollst du mit Gold überziehen; und ihre Ringe, die
Behälter für die Riegel, sollst du von Gold machen und die
Riegel mit Gold überziehen.
30 Und
so richte die Wohnung auf, nach ihrer Vorschrift, wie sie dir
auf dem Berge gezeigt worden ist.
31 Und
du sollst einen Vorhang machen von blauem und rotem Purpur und
Karmesin und gezwirntem Byssus; in Kunstweberarbeit soll man ihn
machen, mit Cherubim.
32 Und
hänge ihn auf an vier Säulen von Akazienholz, überzogen mit
Gold, ihre Haken von Gold, auf vier Füßen von Silber;
33 und
hänge den Vorhang auf unter die Klammern; und bringe dorthin,
innerhalb des Vorhanges, die Lade des Zeugnisses. Und der
Vorhang soll euch eine Scheidung machen zwischen dem Heiligen
und dem Allerheiligsten.
34 Und
lege den Deckel auf die Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten.
35 Und
stelle den Tisch außerhalb des Vorhangs und den Leuchter dem
Tische gegenüber an die Seite der Wohnung gegen Süden; und den
Tisch sollst du an die Nordseite setzen.
36 Und
mache für den Eingang des Zeltes einen Vorhang von blauem und
rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, in
Buntwirkerarbeit.
37 Und
mache zu dem Vorhang fünf Säulen von Akazienholz und überziehe
sie mit Gold, ihre Haken von Gold, und gieße für sie fünf Füße
von Erz.
27,1
Und du sollst den Altar von Akazienholz machen: fünf Ellen die
Länge, und fünf Ellen die Breite, quadratförmig soll der Altar
sein und drei Ellen seine Höhe.
2 Und
mache seine Hörner an seine vier Ecken; aus ihm sollen seine
Hörner sein; und überziehe ihn mit Erz.
3 Und
mache seine Töpfe, um ihn von der Fettasche zu reinigen, und
seine Schaufeln und seine Sprengschalen und seine Gabeln und
seine Kohlenpfannen; für alle seine Geräte sollst du Erz
verwenden.
4 Und
mache ihm ein Gitter von Netzwerk aus Erz, und mache an das Netz
vier eherne Ringe an seine vier Ecken;
5 und
setze es unter die Einfassung des Altars, unterwärts, daß das
Netz bis zur Hälfte des Altars reiche.
6 Und
mache Stangen für den Altar, Stangen von Akazienholz, und
überziehe sie mit Erz.
7 Und
seine Stangen sollen in die Ringe gebracht werden, daß die
Stangen an beiden Seiten des Altars seien, wenn man ihn trägt.
8
Hohl, von Brettern sollst du ihn machen; so wie dir auf dem
Berge gezeigt worden ist, also soll man ihn machen.
9 Und
du sollst den Vorhof der Wohnung machen: an der Mittagseite,
südwärts, Umhänge für den Vorhof von gezwirntem Byssus, hundert
Ellen die Länge auf der einen Seite;
10 und
seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füße von Erz, die Haken
der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.
11 Und
ebenso an der Nordseite in die Länge: Umhänge, hundert Ellen
lang; und seine zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füße von Erz,
die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.
12 Und
die Breite des Vorhofs an der Westseite: fünfzig Ellen Umhänge,
ihre zehn Säulen und ihre zehn Füße.
13 Und
die Breite des Vorhofs an der Ostseite, gegen Aufgang, fünfzig
Ellen:
14
fünfzehn Ellen Umhänge auf der einen Seite, ihre drei Säulen und
ihre drei Füße;
15 und
auf der anderen Seite fünfzehn Ellen Umhänge, ihre drei Säulen
und ihre drei Füße;
16 und
für das Tor des Vorhofs einen Vorhang von zwanzig Ellen von
blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, in
Buntwirkerarbeit, ihre vier Säulen und ihre vier Füße.
17
Alle Säulen des Vorhofs ringsum sollen mit Bindestäben von
Silber versehen sein, ihre Haken von Silber und ihre Füße von
Erz.
18 Die
Länge des Vorhofs hundert Ellen, und die Breite fünfzig gegen
fünfzig, und die Höhe fünf Ellen, von gezwirntem Byssus; und
ihre Füße von Erz.
19
Alle Geräte der Wohnung zu ihrem ganzen Dienst und alle ihre
Pflöcke und alle Pflöcke des Vorhofs sollen von Erz sein.
20 Und
du, du sollst den Kindern Israel gebieten, daß sie dir reines,
zerstoßenes Olivenöl bringen zum Licht, um die Lampen anzuzünden
beständig.
21 Im
Zelte der Zusammenkunft, außerhalb des Vorhangs, der vor dem
Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Söhne sie zurichten vom
Abend bis zum Morgen, vor Jehova. Eine ewige Satzung bei ihren
Geschlechtern von seiten der Kinder Israel.
28,1
Und du, du sollst zu dir nahen lassen deinen Bruder Aaron und
seine Söhne mit ihm, aus der Mitte der Kinder Israel, um mir den
Heilige (e-r)dienst auszuüben: Aaron, Nadab und Abihu, Eleasar
und Ithamar, die Söhne Aarons.
2 Und
du sollst heilige Kleider für deinen Bruder Aaron machen zur
Herrlichkeit und zum Schmuck.
3 Und
du sollst zu allen reden, die weisen Herzens sind, die ich mit
dem Geiste der Weisheit erfüllt habe, daß sie die Kleider Aarons
machen, ihn zu heiligen, um mir den Heilige (e-r)dienst
auszuüben.
4 Und
dies sind die Kleider, die sie machen sollen: ein Brustschild
und ein Ephod und ein Oberkleid, und einen Leibrock von
zellenförmigem Gewebe, einen Kopfbund und einen Gürtel; und sie
sollen heilige Kleider machen für deinen Bruder Aaron und für
seine Söhne, um mir den Heilige (e-r)dienst auszuüben.
5 Und
sie sollen das Gold und den blauen und den roten Purpur und den
Karmesin und den Byssus nehmen
6 und
sollen das Ephod machen von Gold, blauem und rotem Purpur,
Karmesin und gezwirntem Byssus, in Kunstweberarbeit.
7 Es
soll zwei zusammenfügende Schulterstücke haben an seinen beiden
Enden, und so werde es zusammengefügt.
8 Und
der gewirkte Gürtel, mit dem es angebunden wird, der darüber
ist, soll von gleicher Arbeit mit ihm sein, von gleichem Stoffe:
von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem
Byssus.
9 Und
du sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Söhne Israels
darauf stechen:
10
sechs ihrer Namen auf den einen Stein und die sechs übrigen
Namen auf den anderen Stein, nach ihrer Geburtsfolge.
11 In
Steinschneiderarbeit, in Siegelstecherei sollst du die beiden
Steine stechen nach den Namen der Söhne Israels; mit
Einfassungen von Gold umgeben sollst du sie machen.
12 Und
setze die beiden Steine auf die Schulterstücke des Ephods, als
Steine des Gedächtnisses für die Kinder Israel; und Aaron soll
ihre Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor Jehova zum
Gedächtnis.
13 Und
mache Einfassungen von Gold;
14 und
zwei Ketten von reinem Golde: schnurähnlich sollst du sie
machen, in Flechtwerk, und die geflochtenen Ketten an die
Einfassungen befestigen.
15 Und
mache das Brustschild des Gerichts in Kunstweberarbeit; gleich
der Arbeit des Ephods sollst du es machen: von Gold, blauem und
rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus sollst du es
machen.
16
Quadratförmig soll es sein, gedoppelt, eine Spanne seine Länge
und eine Spanne seine Breite.
17 Und
besetze es mit eingesetzten Steinen, vier Reihen von Steinen;
eine Reihe: Sardis, Topas und Smaragd, die erste Reihe;
18 und
die zweite Reihe: Karfunkel, Saphir und Diamant;
19 und
die dritte Reihe: Opal, Achat und Amethyst;
20 und
die vierte Reihe: Chrysolith und Onyx und Jaspis; mit Gold
sollen sie eingefaßt sein in ihren Einsetzungen.
21 Und
der Steine sollen nach den Namen der Söhne Israels zwölf sein,
nach ihren Namen; in Siegelstecherei sollen sie sein, ein jeder
nach seinem Namen, für die zwölf Stämme.
22 Und
mache an das Brustschild schnurähnliche Ketten in Flechtwerk,
von reinem Golde.
23 Und
mache an das Brustschild zwei Ringe von Gold, und befestige die
zwei Ringe an die beiden Enden des Brustschildes.
24 Und
befestige die zwei geflochtenen Schnüre von Gold an die beiden
Ringe an den Enden des Brustschildes;
25 und
die beiden anderen Enden der zwei geflochtenen Schnüre sollst du
an die beiden Einfassungen befestigen und sie an die
Schulterstücke des Ephods befestigen, an seine Vorderseite.
26 Und
mache zwei Ringe von Gold und befestige sie an die beiden Enden
des Brustschildes, an seinen Saum, der gegen das Ephod hin ist,
einwärts;
27 und
mache zwei Ringe von Gold und befestige sie an die beiden
Schulterstücke des Ephods, unten an seine Vorderseite, gerade
bei seiner Zusammenfügung, oberhalb des gewirkten Gürtels des
Ephods.
28 Und
man soll das Brustschild mit seinen Ringen an die Ringe des
Ephods binden mit einer Schnur von blauem Purpur, daß es über
dem gewirkten Gürtel des Ephods sei und das Brustschild sich
nicht von dem Ephod verrücke.
29 Und
Aaron soll die Namen der Söhne Israels an dem Brustschilde des
Gerichts auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum
hineingeht, zum Gedächtnis vor Jehova beständig.
30 Und
lege in das Brustschild des Gerichts die Urim und die Thummim,
daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er vor Jehova
hineingeht; und Aaron soll das Gericht der Kinder Israel auf
seinem Herzen tragen vor Jehova beständig.
31 Und
mache das Oberkleid des Ephods ganz von blauem Purpur.
32 Und
seine Kopföffnung soll in seiner Mitte sein; eine Borte soll es
an seiner Öffnung haben ringsum, in Weberarbeit; wie die Öffnung
eines Panzers soll daran sein, daß es nicht einreiße.
33 Und
an seinen Saum mache Granatäpfel von blauem und rotem Purpur und
Karmesin, an seinen Saum ringsum, und Schellen von Gold zwischen
ihnen ringsum:
34
eine Schelle von Gold und einen Granatapfel, eine Schelle von
Gold und einen Granatapfel an den Saum des Oberkleides ringsum.
35 Und
Aaron soll es anhaben, um den Dienst zu verrichten, daß sein
Klang gehört werde, wenn er ins Heiligtum hineingeht vor Jehova
und wenn er hinausgeht, daß er nicht sterbe.
36 Und
mache ein Blech von reinem Golde und stich darauf mit
Siegelstecherei: Heiligkeit dem Jehova!
37 Und
tue es an eine Schnur von blauem Purpur; und es soll an dem
Kopfbunde sein, an der Vorderseite des Kopfbundes soll es sein.
38 Und
es soll auf der Stirn Aarons sein, und Aaron soll die
Ungerechtigkeit der heiligen Dinge tragen, welche die Kinder
Israel heiligen werden, bei allen Gaben ihrer heiligen Dinge;
und es soll beständig an seiner Stirn sein, zum Wohlgefallen für
sie vor Jehova.
39 Und
mache den Leibrock von zellenförmigen Gewebe von Byssus, und
mache einen Kopfbund von Byssus; und einen Gürtel sollst du
machen in Buntwirkerarbeit.
40 Und
den Söhnen Aarons sollst du Leibröcke machen und sollst ihnen
Gürtel machen, und hohe Mützen sollst du ihnen machen zur
Herrlichkeit und zum Schmuck.
41 Und
du sollst deinen Bruder Aaron damit bekleiden und seine Söhne
mit ihm; und du sollst sie salben und sie weihen und sie
heiligen, daß sie mir den Heilige (e-r)dienst ausüben.
42 Und
mache ihnen Beinkleider von Linnen, um das Fleisch der Blöße zu
bedecken; von den Hüften bis an die Schenkel sollen sie reichen.
43 Und
Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in das Zelt
der Zusammenkunft hineingehen, oder wenn sie dem Altar nahen, um
den Dienst im Heiligtum zu verrichten, daß sie nicht eine
Ungerechtigkeit tragen und sterben: eine ewige Satzung für ihn
und für seinen Samen nach ihm.
29,1
Und dies ist es, was du ihnen tun sollst, sie zu heiligen, um
mir den Heilige (e-r)dienst auszuüben: Nimm einen jungen Farren
und zwei Widder, ohne Fehl,
2 und
ungesäuertes Brot, und ungesäuerte Kuchen, gemengt mit Öl, und
ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl: von Feinmehl des Weizens
sollst du sie machen.
3 Und
lege sie in einen Korb und bringe sie in dem Korbe dar, und den
Farren und die zwei Widder.
4 Und
Aaron und seine Söhne sollst du herzunahen lassen an den Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft und sie mit Wasser waschen.
5 Und
du sollst die Kleider nehmen und Aaron bekleiden mit dem
Leibrock und dem Oberkleide des Ephods und dem Ephod und dem
Brustschilde und es ihm anbinden mit dem gewirkten Gürtel des
Ephods.
6 Und
setze den Kopfbund auf sein Haupt und lege das heilige Diadem an
den Kopfbund.
7 Und
nimm das Salböl und gieße es auf sein Haupt und salbe ihn.
8 Und
seine Söhne sollst du herzunahen lassen und sie mit den
Leibröcken bekleiden;
9 und
umgürte sie mit dem Gürtel, Aaron und seine Söhne, und binde
ihnen die hohen Mützen um; und das Heilige (e-r)tum sei ihnen zu
einer ewigen Satzung. Und du sollst Aaron und seine Söhne
weihen.
10 Und
du sollst den Farren herzubringen vor das Zelt der
Zusammenkunft, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf
den Kopf des Farren legen.
11 Und
schlachte den Farren vor Jehova, an dem Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft;
12 und
nimm von dem Blute des Farren und tue es mit deinem Finger an
die Hörner des Altars, und alles Blut sollst du an den Fuß des
Altars gießen.
13 Und
nimm alles Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und das Netz
über der Leber und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen
ist, und räuchere es auf dem Altar.
14 Und
das Fleisch des Farren und seine Haut und seinen Mist sollst du
mit Feuer verbrennen außerhalb des Lagers: es ist ein Sündopfer.
15 Und
du sollst den einen Widder nehmen, und Aaron und seine Söhne
sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.
16 Und
du sollst den Widder schlachten und sein Blut nehmen und an den
Altar sprengen ringsum.
17 Und
den Widder sollst du in seine Stücke zerlegen und sein
Eingeweide und seine Schenkel waschen und sie auf seine Stücke
und auf seinen Kopf legen.
18 Und
den ganzen Widder sollst du auf dem Altar räuchern: es ist ein
Brandopfer dem Jehova, ein lieblicher Geruch; es ist ein
Feueropfer dem Jehova.
19 Und
du sollst den zweiten Widder nehmen, und Aaron und seine Söhne
sollen ihre Hände auf den Kopf des Widders legen.
20 Und
du sollst den Widder schlachten und von seinem Blute nehmen und
es auf das rechte Ohrläppchen Aarons tun und auf das rechte
Ohrläppchen seiner Söhne und auf den Daumen ihrer rechten Hand
und auf die große Zehe ihres rechten Fußes; und du sollst das
Blut an den Altar sprengen ringsum.
21 Und
nimm von dem Blute, das auf dem Altar ist, und von dem Salböl,
und sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider und auf seine
Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm; und er wird
heilig sein und seine Kleider, und seine Söhne und die Kleider
seiner Söhne mit ihm.
22 Und
nimm von dem Widder das Fett und den Fettschwanz und das Fett,
welches das Eingeweide bedeckt, und das Netzder Leber und die
beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und den rechten
Schenkel, denn es ist ein Widder der Einweihung
23 und
einen Laib Brot und einen Kuchen geölten Brotes und einen Fladen
aus dem Korbe des Ungesäuerten, der vor Jehova ist;
24 und
lege das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner
Söhne, und webe es als Webopfer vor Jehova.
25 Und
nimm es von ihren Händen und räuchere es auf dem Altar, auf dem
Brandopfer, zum lieblichen Geruch vor Jehova: es ist ein
Feueropfer dem Jehova.
26 Und
nimm die Brust von dem Einweihungswidder, der für Aaron ist, und
webe sie als Webopfer vor Jehova; und sie soll dein Anteil sein.
27 Und
heilige die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers,
die gewoben und der gehoben worden ist von dem
Einweihungswidder, von dem, der für Aaron, und von dem, der für
seine Söhne ist;
28 und
es soll Aaron und seinen Söhnen gehören als eine ewige Gebühr
von seiten der Kinder Israel, denn es ist ein Hebopfer; und es
soll ein Hebopfer sein von seiten der Kinder Israel, von ihren
Friedensopfern: ihr Hebopfer dem Jehova.
29 Und
die heiligen Kleider Aarons sollen für seine Söhne sein nach
ihm, um sie darin zu salben und sie darin zu weihen.
30
Sieben Tage soll sie anziehen, wer von seinen Söhnen Heilige
(e-r) wird an seiner Statt, welcher in das Zelt der
Zusammenkunft hineingehen wird, um im Heiligtum zu dienen.
31 Und
den Einweihungswidder sollst du nehmen und sein Fleisch an
heiligem Orte kochen.
32 Und
Aaron und seine Söhne sollen das Fleisch des Widders und das
Brot, das in dem Korbe ist, essen an dem Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft:
33 sie
sollen die Dinge essen, durch welche Sühnung geschehen ist, um
sie zu weihen, um sie zu heiligen; ein Fremder aber soll nicht
davon essen, denn sie sind heilig.
34 Und
wenn von dem Fleische der Einweihung und von dem Brote etwas
übrigbleibt bis an den Morgen, so sollst du das Übriggebliebene
mit Feuer verbrennen; es soll nicht gegessen werden, denn es ist
heilig.
35 Und
du sollst Aaron und seinen Söhnen also tun, nach allem, was ich
dir geboten habe; sieben Tage sollst du sie einweihen.
36 Und
einen Farren als Sündopfer sollst du täglich zur Sühnung opfern
und den Altar entsündigen, indem du Sühnung für ihn tust; und du
sollst ihn salben, um ihn zu heiligen.
37
Sieben Tage sollst du Sühnung tun für den Altar und ihn
heiligen; und der Altar soll hochheilig sein: alles, was den
Altar anrührt, wird heilig sein.
38 Und
dies ist es, was du auf dem Altar opfern sollst: zwei einjährige
Lämmer des Tages beständig.
39 Das
eine Lamm sollst du am Morgen opfern, und das zweite Lamm sollst
du opfern zwischen den zwei Abenden,
40 und
ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem viertel Hin zerstoßenen
Öles, und ein Trankopfer, ein viertel Hin Wein, zu dem einen
Lamme.
41 Und
das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden; wie
das Morgenspeisopfer und wie dessen Trankopfer, so sollst du zu
diesem opfern, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jehova:
42 ein
beständiges Brandopfer bei euren Geschlechtern an dem Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft vor Jehova, wo ich mit euch
zusammenkommen werde, um daselbst mit dir zu reden.
43 Und
ich werde daselbst mit den Kindern Israel zusammenkommen, und es
wird geheiligt werden durch meine Herrlichkeit.
44 Und
ich werde das Zelt der Zusammenkunft und den Altar heiligen; und
Aaron und seine Söhne werde ich heiligen, daß sie mir den
Heilige (e-r)dienst ausüben.
45 Und
ich werde in der Mitte der Kinder Israel wohnen und werde ihr
Gott sein.
46 Und
sie werden wissen, daß ich Jehova bin, ihr Gott, der ich sie aus
dem Lande Ägypten herausgeführt habe, um in ihrer Mitte zu
wohnen; ich bin Jehova, ihr Gott.
30,1
Und du sollst einen Altar machen zum Räuchern des Räucherwerks,
von Akazienholz sollst du ihn machen;
2 eine
Elle seine Länge, und eine Elle seine Breite, quadratförmig soll
er sein und zwei Ellen seine Höhe; aus ihm sollen seine Hörner
sein.
3 Und
überziehe ihn mit reinem Golde, seine Platte und seine Wände
ringsum und seine Hörner; und mache ihm einen Kranz von Gold
ringsum.
4 Und
mache ihm zwei Ringe von Gold unter seinen Kranz: an seine
beiden Seiten sollst du sie machen, an seine beiden Wände; und
sie sollen zu Behältern sein für die Stangen, um ihn mit
denselben zu tragen.
5 Und
mache die Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold.
6 Und
stelle ihn dem Vorhang gegenüber, der vor der Lade des
Zeugnisses ist, dem Deckel gegenüber, der über dem Zeugnis ist,
woselbst ich mit dir zusammenkommen werde.
7 Und
Aaron soll wohlriechendes Räucherwerk auf ihm räuchern; Morgen
für Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er es räuchern;
8 und
wenn Aaron die Lampen anzündet zwischen den zwei Abenden, soll
er es räuchern: ein beständiges Räucherwerk vor Jehova bei euren
Geschlechtern.
9 Ihr
sollt kein fremdes Räucherwerk auf ihm opfern, noch Brandopfer,
noch Speisopfer; und kein Trankopfer sollt ihr auf ihn gießen.
10 Und
Aaron soll einmal im Jahre für dessen Hörner Sühnung tun mit dem
Blute des Sündopfers der Versöhnung; einmal im Jahre soll er
Sühnung für ihn tun bei euren Geschlechtern: hochheilig ist er
dem Jehova.
11 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
12
Wenn du die Summe der Kinder Israel aufnehmen wirst nach ihren
Gemusterten, so sollen sie bei ihrer Musterung ein jeder eine
Sühne seiner Seele dem Jehova geben, daß keine Plage unter ihnen
entstehe bei ihrer Musterung.
13
Dies sollen sie geben: jeder zu den Gemusterten Übergehende die
Hälfte eines Sekels, nach dem Sekel des Heiligtums (zwanzig Gera
der Sekel), die Hälfte eines Sekels als Hebopfer dem Jehova.
14
Jeder zu den Gemusterten Übergehende, von zwanzig Jahren und
darüber, soll das Hebopfer Jehovas geben.
15 Der
Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als die
Hälfte eines Sekels, wenn ihr das Hebopfer Jehovas gebet, um
Sühnung zu tun für eure Seelen.
16 Und
du sollst das Sühngeld von seiten der Kinder Israel nehmen und
es für die Arbeit des Zeltes der Zusammenkunft geben; und es
soll den Kindern Israel zum Gedächtnis sein vor Jehova, um
Sühnung zu tun für eure Seelen.
17 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
18
Mache auch ein Becken von Erz und sein Gestell von Erz zum
Waschen; und setze es zwischen das Zelt der Zusammenkunft und
den Altar und tue Wasser darein.
19 Und
Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände und ihre Füße daraus
waschen.
20
Wenn sie in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen, sollen sie
sich mit Wasser waschen, daß sie nicht sterben, oder wenn sie
dem Altar nahen zum Dienst, um Jehova ein Feueropfer zu
räuchern.
21 Und
sie sollen ihre Hände und ihre Füße waschen, daß sie nicht
sterben; und das soll ihnen eine ewige Satzung sein, ihm und
seinem Samen bei ihren Geschlechtern.
22 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
23 Und
du, nimm dir die besten Gewürze: von selbst ausgeflossene Myrrhe
fünfhundert Sekel, und würzigen Zimmet die Hälfte davon,
zweihundertfünfzig, und Würzrohr zweihundertfünfzig,
24 und
Kassia fünfhundert, nach dem Sekel des Heiligtums, und ein Hin
Olivenöl;
25 und
mache daraus ein Öl der heiligen Salbung, eine Mischung von
Gewürzsalbe, ein Werk des Salbenmischers; es soll ein Öl der
heiligen Salbung sein.
26 Und
du sollst damit salben das Zelt der Zusammenkunft und die Lade
des Zeugnisses
27 und
den Tisch und alle seine Geräte und den Leuchter und seine
Geräte und den Räucheraltar
28 und
den Brandopferaltar und alle seine Geräte und das Becken und
sein Gestell,
29 und
du sollst sie heiligen; und sie sollen hochheilig sein: alles,
was sie anrührt, wird heilig sein.
30 Und
Aaron und seine Söhne sollst du salben und sollst sie heiligen,
um mir den Heilige (e-r)dienst auszuüben.
31 Und
zu den Kindern Israel sollst du also reden: Ein Öl der heiligen
Salbung soll mir dieses sein bei euren Geschlechtern.
32 Auf
keines Menschen Fleisch soll man es gießen, und nach dem
Verhältnis seiner Bestandteile sollt ihr keines desgleichen
machen; es ist heilig, heilig soll es euch sein.
33 Wer
desgleichen mischt, und wer davon auf einen Fremden tut, der
soll ausgerottet werden aus seinen Völkern.
34 Und
Jehova sprach zu Mose: Nimm dir wohlriechende Gewürze, Stakte
und Räuchermuschel und Galban, wohlriechende Gewürze und reinen
Weihrauch; zu gleichen Teilen sollen sie sein.
35 Und
mache Räucherwerk daraus, Würzwerk, ein Werk des Salbenmischers,
gesalzen, rein, heilig.
36 Und
zerstoße davon zu Pulver, und lege davon vor das Zeugnis in das
Zelt der Zusammenkunft, woselbst ich mit dir zusammenkommen
werde; hochheilig soll es euch sein.
37 Und
das Räucherwerk, das du machen sollst, nach dem Verhältnis
seiner Bestandteile sollt ihr es euch nicht machen; heilig dem
Jehova soll es dir sein.
38 Wer
desgleichen macht, um daran zu riechen, der soll ausgerottet
werden aus seinen Völkern.
31,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Siehe, ich habe Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom
Stamme Juda, mit Namen berufen
3 und
habe ihn mit dem Geiste Gottes erfüllt, in Weisheit und in
Verstand und in Kenntnis und in jeglichem Werk;
4 um
Künstliches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und in Silber und
in Erz,
5 und
im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschneiden, um
zu arbeiten in jeglichem Werk.
6 Und
ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn Achisamaks, vom
Stamme Dan, beigegeben; und in das Herz eines jeden, der weisen
Herzens ist, habe ich Weisheit gelegt, daß sie alles machen, was
ich dir geboten habe:
7 das
Zelt der Zusammenkunft und die Lade des Zeugnisses und den
Deckel, der darauf ist, und alle Geräte des Zeltes;
8 und
den Tisch und alle seine Geräte und den reinen Leuchter und alle
seine Geräte und den Räucheraltar
9 und
den Brandopferaltar und alle seine Geräte, und das Becken und
sein Gestell;
10 und
die Dienstkleider und die heiligen Kleider für Aaron, den
Heilige (e-r), und die Kleider seiner Söhne, um den Heilige
(e-r)dienst auszuüben;
11 und
das Salböl und das wohlriechende Räucherwerk für das Heiligtum:
nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen.
12 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
13 Und
du, rede zu den Kindern Israel und sprich: Fürwahr, meine
Sabbathe sollt ihr beobachten; denn sie sind ein Zeichen
zwischen mir und euch bei euren Geschlechtern, damit ihr wisset,
daß ich, Jehova, es bin, der euch heiligt;
14 und
beobachtet den Sabbath, denn heilig ist er euch; wer ihn
entweiht, soll gewißlich getötet werden; denn wer irgend an ihm
eine Arbeit tut, selbige Seele soll ausgerottet werden aus der
Mitte ihrer Völker.
15
Sechs Tage soll man Arbeit tun, aber am siebten Tage ist der
Sabbath der Ruhe, heilig dem Jehova; wer irgend am Tage des
Sabbaths eine Arbeit tut, soll gewißlich getötet werden.
16 Und
die Kinder Israel sollen den Sabbath beobachten, um den Sabbath
zu feiern bei ihren Geschlechtern: ein ewiger Bund.
17 Er
ist ein Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel ewiglich;
denn in sechs Tagen hat Jehova den Himmel und die Erde gemacht,
und am siebten Tage hat er geruht und sich erquickt.
18 Und
er gab dem Mose, als er auf dem Berge Sinai mit ihm ausgeredet
hatte, die zwei Tafeln des Zeugnisses, Tafeln von Stein,
beschrieben mit dem Finger Gottes.
32,1
Und als das Volk sah, daß Mose verzog, von dem Berge
herabzukommen, da versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie
sprachen zu ihm: Auf! Mache uns einen Gott, der vor uns hergehe!
Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hat, wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
2 Und
Aaron sprach zu ihnen: Reißet die goldenen Ringe ab, die in den
Ohren eurer Weiber, eurer Söhne und eurer Töchter sind, und
bringet sie zu mir.
3 Und
das ganze Volk riß sich die goldenen Ringe ab, die in ihren
Ohren waren, und sie brachten sie zu Aaron.
4 Und
er nahm es aus ihrer Hand und bildete es mit einem Meißel und
machte ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sprachen: Das ist
dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt
hat.
5 Und
als Aaron es sah, baute er einen Altar vor ihm; und Aaron rief
aus und sprach: Ein Fest dem Jehova ist morgen!
6 Und
sie standen des folgenden Tages früh auf und opferten Brandopfer
und brachten Friedensopfer; und das Volk setzte sich nieder, um
zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um sich zu
belustigen.
7 Da
sprach Jehova zu Mose: Gehe, steige hinab! Denn dein Volk, das
du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast, hat sich verderbt.
8 Sie
sind schnell von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten
habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und sich vor
ihm niedergebeugt und haben ihm geopfert und gesagt: Das ist
dein Gott, Israel, der dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt
hat.
9 Und
Jehova sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe,
es ist ein hartnäckiges Volk;
10 und
nun laß mich, daß mein Zorn wider sie entbrenne und ich sie
vernichte; dich aber will ich zu einer großen Nation machen.
11 Und
Mose flehte zu Jehova, seinem Gott, und sprach: Warum, Jehova,
sollte dein Zorn entbrennen wider dein Volk, das du aus dem
Lande Ägypten herausgeführt hast mit großer Kraft und mit
starker Hand?
12
Warum sollten die Ägypter also sprechen: Zum Unglück hat er sie
herausgeführt, um sie im Gebirge zu töten und sie von der Fläche
des Erdbodens zu vernichten? Kehre um von der Glut deines Zornes
und laß dich des Übels wider dein Volk gereuen.
13
Gedenke Abrahams, Isaaks und Israels, deiner Knechte, denen du
bei dir selbst geschworen hast, und hast zu ihnen gesagt: Mehren
will ich euren Samen wie die Sterne des Himmels; und dieses
ganze Land, von dem ich geredet habe, werde ich eurem Samen
geben, daß sie es als Erbteil besitzen ewiglich.
14 Und
es gereute Jehova des Übels, wovon er geredet hatte, daß er es
seinem Volke tun werde.
15 Und
Mose wandte sich und stieg von dem Berge hinab, die zwei Tafeln
des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln, beschrieben auf ihren
beiden Seiten: auf dieser und auf jener Seite waren sie
beschrieben.
16 Und
die Tafeln waren das Werk Gottes, und die Schrift war die
Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln.
17 Und
Josua hörte die Stimme des Volkes, als es jauchzte, und sprach
zu Mose: Kriegsgeschrei ist im Lager!
18 Und
er sprach: Es ist nicht der Schall von Siegesgeschrei und nicht
der Schall von Geschrei der Niederlage; den Schall von
Wechselgesang höre ich.
19 Und
es geschah, als er dem Lager nahte und das Kalb und die
Reigentänze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die
Tafeln aus seinen Händen und zerbrach sie unten am Berge.
20 Und
er nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es im
Feuer und zermalmte es, bis es zu Staub wurde; und er streute es
auf das Wasser und ließ es die Kinder Israel trinken.
21 Und
Mose sprach zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, daß du eine
große Sünde über dasselbe gebracht hast?
22 Und
Aaron sprach: Es entbrenne nicht der Zorn meines Herrn! Du
kennst das Volk, daß es im Bösen ist.
23 Und
sie sprachen zu mir: Mache uns einen Gott, der vor uns hergehe;
denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hat wir wissen nicht, was ihm geschehen ist.
24 Und
ich sprach zu ihnen: Wer hat Gold? Sie rissen es sich ab und
gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ging
hervor.
25 Und
Mose sah das Volk, daß es zügellos war; denn Aaron hatte es
zügellos gemacht, zum Gespött unter ihren Widersachern.
26 Und
Mose stellte sich auf im Tore des Lagers und sprach: Her zu mir,
wer für Jehova ist! Und es versammelten sich zu ihm alle Söhne
Levis.
27 Und
er sprach zu ihnen: Also spricht Jehova, der Gott Israels: Leget
ein jeder sein Schwert an seine Hüfte, gehet hin und wieder, von
Tor zu Tor im Lager, und erschlaget ein jeder seinen Bruder und
ein jeder seinen Freund und ein jeder seinen Nachbar.
28 Und
die Söhne Levis taten nach dem Worte Moses; und es fielen von
dem Volke an selbigem Tage bei dreitausend Mann.
29 Und
Mose sprach: Weihet euch heute dem Jehova, ja, ein jeder in
seinem Sohne und in seinem Bruder, um heute Segen auf euch zu
bringen.
30 Und
es geschah am anderen Tage, da sprach Mose zu dem Volke: Ihr
habt eine große Sünde begangen; und nun will ich zu Jehova
hinaufsteigen, vielleicht möchte ich Sühnung tun für eure Sünde.
31 Und
Mose kehrte zu Jehova zurück und sprach: Ach, dieses Volk hat
eine große Sünde begangen, und sie haben sich einen Gott von
Gold gemacht.
32 Und
nun, wenn du ihre Sünde vergeben wolltest! … Wenn aber nicht, so
lösche mich doch aus deinem Buche, das du geschrieben hast.
33 Und
Jehova sprach zu Mose: Wer gegen mich gesündigt hat, den werde
ich aus meinem Buche auslöschen.
34 Und
nun gehe hin, führe das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Siehe,
mein Engel wird vor dir herziehen; und am Tage meiner
Heimsuchung, da werde ich ihre Sünde an ihnen heimsuchen.
35 Und
Jehova schlug das Volk, darum daß sie das Kalb gemacht, welches
Aaron gemacht hatte.
33,1
Und Jehova redete zu Mose: Gehe ziehe hinauf von hinnen, du und
das Volk, das du aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hast, in
das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe,
indem ich sprach: Deinem Samen werde ich es geben!
2 Und
ich werde einen Engel vor dir hersenden und vertreiben die
Kanaaniter, die Amoriter und die Hethiter und die Perisiter, die
Hewiter und die Jebusiter,
3 in
ein Land, das von Milch und Honig fließt; denn ich werde nicht
in deiner Mitte hinaufziehen, denn du bist ein hartnäckiges
Volk, daß ich dich nicht vernichte auf dem Wege.
4 Und
als das Volk dieses böse Wort hörte, da trauerten sie, und
keiner legte seinen Schmuck an.
5 Denn
Jehova hatte zu Mose gesagt: Sprich zu den Kindern Israel: Ihr
seid ein hartnäckiges Volk; zöge ich nur einen Augenblick in
deiner Mitte hinauf, so würde ich dich vernichten. Und nun, lege
deinen Schmuck von dir, und ich werde wissen, was ich dir tun
will.
6 Und
die Kinder Israel rissen sich ihren Schmuck ab an dem Berge
Horeb.
7 Und
Mose nahm das Zelt und schlug es sich auf außerhalb des Lagers,
fern vom Lager, und nannte es: Zelt der Zusammenkunft. Und es
geschah, ein jeder, der Jehova suchte, ging hinaus zu dem Zelte
der Zusammenkunft, das außerhalb des Lagers war.
8 Und
es geschah, wenn Mose zu dem Zelte hinausging, so erhob sich das
ganze Volk, und sie standen, ein jeder am Eingang seines Zeltes;
und sie schauten Mose nach, bis er in das Zelt trat.
9 Und
es geschah, wenn Mose in das Zelt trat, so stieg die Wolkensäule
hernieder und stand am Eingang des Zeltes; und Jehova redete mit
Mose.
10 Und
das ganze Volk sah die Wolkensäule am Eingang des Zeltes stehen;
und das ganze Volk erhob sich, und sie warfen sich nieder, ein
jeder am Eingang seines Zeltes.
11 Und
Jehova redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann
mit seinem Freunde redet; und er kehrte zum Lager zurück. Sein
Diener aber, Josua, der Sohn Nuns, ein Jüngling, wich nicht aus
dem Innern des Zeltes.
12 Und
Mose sprach zu Jehova: Siehe, du sprichst zu mir: Führe dieses
Volk hinauf, aber du hast mich nicht wissen lassen, wen du mit
mir senden willst. Und du hast doch gesagt: Ich kenne dich mit
Namen, und du hast auch Gnade gefunden in meinen Augen.
13 Und
nun, wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, so laß
mich doch deinen Weg wissen, daß ich dich erkenne, damit ich
Gnade finde in deinen Augen; und sieh, daß diese Nation dein
Volk ist!
14 Und
er sprach: Mein Angesicht wird mitgehen, und ich werde dir Ruhe
geben.
15 Und
er sprach zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht mitgeht, so führe
uns nicht hinauf von hinnen.
16 Und
woran soll es denn erkannt werden, daß ich Gnade gefunden habe
in deinen Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, daß du mit uns
gehst und wir ausgesondert werden, ich und dein Volk, aus jedem
Volke, das auf dem Erdboden ist?
17 Und
Jehova sprach zu Mose: Auch dieses, was du gesagt hast, werde
ich tun; denn du hast Gnade gefunden in meinen Augen, und ich
kenne dich mit Namen.
18 Und
er sprach: Laß mich doch deine Herrlichkeit sehen!
19 Und
Jehova sprach: Ich werde alle meine Güte vor deinem Angesicht
vorübergehen lassen und werde den Namen Jehovas vor dir
ausrufen; und ich werde begnadigen, wen ich begnadigen werde,
und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarmen werde.
20 Und
er sprach: Du vermagst nicht mein Angesicht zu sehen, denn nicht
kann ein Mensch mich sehen und leben.
21 Und
Jehova sprach: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst du auf
dem Felsen stehen.
22 Und
es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorübergeht, so werde
ich dich in die Felsenkluft stellen und meine Hand über dich
decken, bis ich vorübergegangen bin.
23 Und
ich werde meine Hand hinwegtun, und du wirst mich von hinten
sehen; aber mein Angesicht soll nicht gesehen werden.
34,1
Und Jehova sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus
wie die ersten, und ich werde auf die Tafeln die Worte
schreiben, welche auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen
hast.
2 Und
sei bereit auf den Morgen, und steige am Morgen auf den Berg
Sinai und stehe daselbst vor mir auf dem Gipfel des Berges.
3 Und
niemand soll mit dir heraufsteigen, und es soll selbst niemand
auf dem ganzen Berge gesehen werden; sogar Kleinvieh und Rinder
sollen nicht gegen diesen Berg hin weiden.
4 Und
er hieb zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten; und Mose stand
des Morgens früh auf und stieg auf den Berg Sinai, so wie Jehova
ihm geboten hatte, und nahm, die zwei steinernen Tafeln in seine
Hand.
5 Und
Jehova stieg in der Wolke hernieder, und er stand daselbst bei
ihm und rief den Namen Jehovas aus.
6 Und
Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief: Jehova,
Jehova, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß
an Güte und Wahrheit,
7 der
Güte bewahrt auf Tausende hin, der Ungerechtigkeit, Übertretung
und Sünde vergibt, aber keineswegs hält er für schuldlos den
Schuldigen, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den
Kindern und Kindeskindern, am dritten und am vierten Gliede.
8 Und
Mose neigte sich eilends zur Erde und betete an und sprach:
9 Wenn
ich doch Gnade gefunden habe in deinen Augen, Herr, so ziehe
doch der Herr in unserer Mitte denn es ist ein hartnäckiges Volk
und vergib unsere Ungerechtigkeit und unsere Sünde, und nimm uns
an zum Eigentum.
10 Und
er sprach: Siehe, ich mache einen Bund: Vor deinem ganzen Volke
will ich Wunder tun, die nicht gewirkt worden sind auf der
ganzen Erde und unter allen Nationen; und das ganze Volk, in
dessen Mitte du bist, soll das Werk Jehovas sehen; denn
furchtbar ist, was ich mit dir tun werde.
11
Beobachte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir
vertreiben die Amoriter und die Kanaaniter und die Hethiter und
die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter.
12
Hüte dich, daß du nicht einen Bund machest mit den Bewohnern des
Landes, wohin du kommen wirst, daß sie nicht zum Fallstrick
werden in deiner Mitte;
13
sondern ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Bildsäulen
zerbrechen und ihre Ascherim ausrotten,
14
denn du sollst nicht einen anderen Gott anbeten; denn Jehova,
dessen Name Eiferer ist, ist ein eifernder Gott;
15 daß
du nicht einen Bund machest mit den Bewohnern des Landes und,
wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, man
dich einlade, und du von ihrem Schlachtopfer essest
16 und
du von ihren Töchtern für deine Söhne nehmest, und ihre Töchter
ihren Göttern nachhuren und machen, daß deine Söhne ihren
Göttern nachhuren.
17
Gegossene Götter sollst du dir nicht machen.
18 Das
Fest der ungesäuerten Brote sollst du beobachten; sieben Tage
sollst du Ungesäuertes essen, wie ich dir geboten habe, zur
bestimmten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus
Ägypten ausgezogen.
19
Alles, was die Mutter bricht, ist mein; und all dein Vieh, das
männlich geboren wird, das Erstgeborene vom Rind-und Kleinvieh.
20 Und
das Erstgeborene vom Esel sollst du lösen mit einem Lamme; und
wenn du es nicht lösest, so brich ihm das Genick. Jeden
Erstgeborenen deiner Söhne sollst du lösen. Und man soll nicht
leer erscheinen vor meinem Angesicht.
21
Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tage sollst du
ruhen; in der Pflügezeit und in der Ernte sollst du ruhen.
22 Und
das Fest der Wochen, der Erstlinge der Weizenernte, sollst du
feiern; und das Fest der Einsammlung beim Umlauf des Jahres.
23
Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen erscheinen vor dem
Angesicht des Herrn Jehova, des Gottes Israels.
24
Denn ich werde die Nationen vor dir austreiben und deine Grenze
erweitern; und niemand wird deines Landes begehren, wenn du
hinaufziehst, um vor dem Angesicht Jehovas, deines Gottes, zu
erscheinen dreimal im Jahre.
25 Du
sollst nicht das Blut meines Schlachtopfers zu Gesäuertem
opfern; und das Schlachtopfer des Passahfestes soll nicht über
Nacht bleiben bis an den Morgen.
26 Das
Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus Jehovas,
deines Gottes, bringen. Du sollst ein Böcklein nicht kochen in
der Milch seiner Mutter.
27 Und
Jehova sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf; denn nach
dem Inhalt dieser Worte habe ich mit dir und mit Israel einen
Bund gemacht.
28 Und
er war daselbst bei Jehova vierzig Tage und vierzig Nächte; er
aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die
Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
29 Und
es Geschah, als Mose von dem Berge Sinai herabstieg, -und die
zwei Tafeln des Zeugnisses waren in der Hand Moses, als er von
dem Berge herabstieg, da wußte Mose nicht, daß die Haut seines
Angesichts strahlte, weil er mit ihm geredet hatte.
30 Und
Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut
seines Angesichts strahlte; und sie fürchteten sich, ihm zu
nahen.
31 Und
Mose rief ihnen zu, und sie wandten sich zu ihm, Aaron und alle
Fürsten in der Gemeinde; und Mose redete zu ihnen.
32 Und
danach nahten sich alle Kinder Israel; und er gebot ihnen alles,
was Jehova auf dem Berge Sinai zu ihm geredet hatte.
33 Und
Mose hörte auf, mit ihnen zu reden. Und er hatte eine Decke auf
sein Angesicht gelegt.
34 Und
wenn Mose vor Jehova hineinging, um mit ihm zu reden, tat er die
Decke ab, bis er hinausging; und er ging hinaus und redete zu
den Kindern Israel, was ihm geboten war;
35 und
die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, daß die Haut des
Angesichts Moses strahlte; und Mose tat die Decke wieder auf
sein Angesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden. kapitel
35,1
Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und
sprach zu ihnen: Dies sind die Worte, die Jehova geboten hat,
sie zu tun:
2
Sechs Tage soll man Arbeit tun, aber am siebten Tage soll euch
ein heiliger Tag sein, ein Sabbath der Ruhe dem Jehova; wer
irgend an ihm eine Arbeit tut, soll getötet werden.
3 Ihr
sollt am Tage des Sabbaths kein Feuer anzünden in allen euren
Wohnungen.
4 Und
Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sagte:
Dies ist das Wort, das Jehova geboten hat, indem er sprach:
5
Nehmet von euch ein Hebopfer für Jehova; jeder, der willigen
Herzens ist, soll es bringen, das Hebopfer Jehovas: Gold und
Silber und Erz
6 und
blauen und roten Purpur und Karmesin und Byssus und Ziegenhaar
7 und
rotgefärbte Widderfelle und Dachsfelle und Akazienholz
8 und
Öl zum Licht und Gewürze zum Salböl und zum wohlriechenden
Räucherwerk
9 und
Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das Ephod und für das
Brustschild.
10 Und
alle, die weisen Herzens sind unter euch, sollen kommen und
alles machen, was Jehova geboten hat:
11 die
Wohnung, ihr Zelt und ihre Decke, ihre Klammern und ihre
Bretter, ihre Riegel, ihre Säulen und ihre Füße;
12 die
Lade und ihre Stangen, den Deckel und den Scheidevorhang;
13 den
Tisch und seine Stangen und alle seine Geräte und die
Schaubrote;
14 und
den Leuchter zum Licht und seine Geräte und seine Lampen und das
Öl zum Licht;
15 und
den Räucheraltar und seine Stangen und das Salböl und das
wohlriechende Räucherwerk; und den Eingangsvorhang für den
Eingang der Wohnung;
16 den
Brandopferaltar und das eherne Gitter an demselben, seine
Stangen und alle seine Geräte; das Becken und sein Gestell;
17 die
Umhänge des Vorhofs, seine Säulen und seine Füße, und den
Vorhang vom Tore des Vorhofs;
18 die
Pflöcke der Wohnung und die Pflöcke des Vorhofs und ihre Seile;
19 die
Dienstkleider zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für
Aaron, den Heilige (e-r), und die Kleider seiner Söhne, um den
Heilige (e-r)dienst auszuüben.
20 Und
die ganze Gemeinde der Kinder Israel ging von Mose hinweg.
21 Und
sie kamen, ein jeder, den sein Herz trieb; und ein jeder, der
willigen Geistes war, brachte das Hebopfer Jehovas für das Werk
des Zeltes der Zusammenkunft und für all seine Arbeit und für
die heiligen Kleider.
22 Und
die Männer kamen mit den Weibern; ein jeder, der willigen
Herzens war, brachte Nasenringe und Ohrringe und Fingerringe und
Spangen, allerlei goldene Geräte; und jeder, der dem Jehova ein
Webopfer an Gold webte.
23 Und
ein jeder, bei dem sich blauer und roter Purpur fand, und
Karmesin und Byssus und Ziegenhaar und rotgefärbte Widderfelle
und Dachsfelle, brachte es.
24
Jeder, der ein Hebopfer an Silber und Erz hob, brachte das
Hebopfer Jehovas; und jeder, bei dem sich Akazienholz fand zu
allerlei Werk der Arbeit, brachte es.
25 Und
alle Weiber, die weisen Herzens waren, spannen mit ihren Händen
und brachten das Gespinst: den blauen und den roten Purpur, den
Karmesin und den Byssus.
26 Und
alle verständigen Weiber, die ihr Herz trieb, spannen das
Ziegenhaar.
27 Und
die Fürsten brachten Onyxsteine und Steine zum Einsetzen für das
Ephod und für das Brustschild,
28 und
das Gewürz und das Öl zum Licht und zum Salböl und zum
wohlriechenden Räucherwerk.
29 Die
Kinder Israel, alle Männer und Weiber, die willigen Herzens
waren, um zu all dem Werke zu bringen, das Jehova durch Mose zu
machen geboten hatte, brachten eine freiwillige Gabe dem Jehova.
30 Und
Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, Jehova hat Bezaleel,
den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, mit Namen
berufen
31 und
hat ihn mit dem Geiste Gottes erfüllt, in Weisheit, in Verstand
und in Kenntnis und in jeglichem Werke;
32 und
zwar um Künstliches zu ersinnen, zu arbeiten in Gold und in
Silber und in Erz,
33 und
im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und im Holzschneiden, um
zu arbeiten in jeglichem Kunstwerk;
34 und
zu unterweisen hat er ihm ins Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem
Sohne Achisamaks, vom Stamme Dan.
35 Er
hat sie mit Weisheit des Herzens erfüllt, um jegliches Werk des
Künstlers und des Kunstwebers und des Buntwirkers zu machen, in
blauem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus, und des Webers;
derer, die allerlei Werk machen und Künstliches ersinnen.
36,1
Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer, die weisen Herzens
waren, in welche Jehova Weisheit und Verstand gelegt hatte,
damit sie alles Werk der Arbeit des Heiligtums zu machen wüßten,
taten nach allem, was Jehova geboten hatte.
2 Und
Mose rief Bezaleel und Oholiab und jeden Mann, der weisen
Herzens war, in dessen Herz Jehova Weisheit gelegt hatte, jeden,
den sein Herz trieb, ans Werk zu gehen, um es zu machen.
3 Und
sie nahmen von Mose das ganze Hebopfer, das die Kinder Israel
gebracht hatten zum Werke der Arbeit des Heiligtums, um es zu
machen; und diese brachten ihm noch freiwillige Gaben, Morgen
für Morgen.
4 Und
es kamen alle weisen Männer, die alles Werk des Heiligtums
machten, ein jeder von seinem Werke, das sie machten,
5 und
sprachen zu Mose und sagten: Das Volk bringt viel, mehr als
genug für die Arbeit des Werkes, das Jehova zu machen geboten
hat.
6 Da
gebot Mose, und man ließ einen Ruf durchs Lager ergehen also:
Weder Mann noch Weib soll ferner ein Werk machen für das
Hebopfer des Heiligtums! Und so wurde dem Volke das Bringen
gewehrt.
7 Und
des Verfertigten war genug für das ganze Werk, um es zu machen;
und es war übrig.
8 Und
alle, die weisen Herzens waren unter den Arbeitern des Werkes,
machten die Wohnung aus zehn Teppichen; von gezwirntem Byssus
und blauem und rotem Purpur und Karmesin, mit Cherubim in
Kunstweberarbeit machte er sie.
9 Die
Länge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen, und vier Ellen
die Breite eines Teppichs: ein Maß für alle Teppiche.
10 Und
er fügte fünf Teppiche zusammen, einen an den anderen, und er
fügte wieder fünf Teppiche zusammen, einen an den anderen.
11 Und
er machte Schleifen von blauem Purpur an den Saum des einen
Teppichs am Ende, bei der Zusammenfügung; also machte er es an
dem Saume des äußersten Teppichs bei der anderen Zusammenfügung.
12
Fünfzig Schleifen machte er an den einen Teppich, und fünfzig
Schleifen machte er an das Ende des Teppichs, der bei der
anderen Zusammenfügung war, die Schleifen eine der anderen
gegenüber.
13 Und
er machte fünfzig Klammern von Gold und fügte die Teppiche
zusammen, einen an den anderen, mit den Klammern, so daß die
Wohnung ein Ganzes wurde.
14 Und
er machte Teppiche von Ziegenhaar zum Zelte über die Wohnung;
elf solcher Teppiche machte er.
15 Die
Länge eines Teppichs war dreißig Ellen, und vier Ellen die
Breite eines Teppichs: ein Maß für die elf Teppiche.
16 Und
er fügte zusammen fünf Teppiche besonders und sechs Teppiche
besonders.
17 Und
er machte fünfzig Schleifen an den Saum des äußersten Teppichs
bei der Zusammenfügung, und fünfzig Schleifen machte er an den
Saum des Teppichs der anderen Zusammenfügung.
18 Und
er machte fünfzig Klammern von Erz, um das Zelt zusammenzufügen,
so daß es ein Ganzes wurde.
19 Und
er machte für das Zelt eine Decke von rotgefärbten Widderfellen
und eine Decke von Dachsfellen oben darüber.
20 Und
er machte die Bretter zu der Wohnung von Akazienholz,
aufrechtstehend:
21
zehn Ellen die Länge eines Brettes, und eine und eine halbe Elle
die Breite eines Brettes;
22
zwei Zapfen an einem Brette, einer dem anderen gegenüber
eingefügt: also machte er es an allen Brettern der Wohnung.
23 Und
er machte die Bretter zu der Wohnung: zwanzig Bretter an der
Seite gegen Mittag, südwärts;
24 und
er machte vierzig Füße von Silber unter die zwanzig Bretter:
zwei Füße unter ein Brett für seine zwei Zapfen, und wieder zwei
Füße unter ein Brett für seine zwei Zapfen;
25 und
an der anderen Seite der Wohnung, an der Nordseite, machte er
zwanzig Bretter,
26 und
ihre vierzig Füße von Silber: zwei Füße unter ein Brett, und
wieder zwei Füße unter ein Brett;
27 und
an der Hinterseite der Wohnung gegen Westen machte er sechs
Bretter;
28 und
zwei Bretter machte er für die Winkel der Wohnung an der
Hinterseite;
29 und
sie waren zweifach von unten auf und waren an ihrem Oberteil
völlig aneinander in einem Ringe; also machte er es mit ihnen
beiden an den beiden Winkeln.
30 Und
es waren acht Bretter, und ihre Füße von Silber: sechzehn Füße,
je zwei Füße unter einem Brette.
31 Und
er machte Riegel von Akazienholz: fünf zu den Brettern der einen
Seite der Wohnung,
32 und
fünf Riegel zu den Brettern der anderen Seite der Wohnung, und
fünf Riegel zu den Brettern der Wohnung an der Hinterseite gegen
Westen;
33 und
er machte den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter
durchlaufend von einem Ende zum anderen.
34 Und
er überzog die Bretter mit Gold; und ihre Ringe, die Behälter
für die Riegel, machte er von Gold, und überzog die Riegel mit
Gold.
35 Und
er machte den Vorhang von blauem und rotem Purpur und Karmesin
und gezwirntem Byssus; in Kunstweberarbeit machte er ihn, mit
Cherubim.
36 Und
er machte zu demselben vier Säulen von Akazienholz und überzog
sie mit Gold, ihre Haken von Gold, und er goß zu denselben vier
Füße von Silber.
37 Und
er machte für den Eingang des Zeltes einen Vorhang von blauem
und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus, in
Buntwirkerarbeit;
38 und
seine fünf Säulen und ihre Haken; und er überzog ihre Köpfe und
ihre Bindestäbe mit Gold; und ihre fünf Füße waren von Erz.
37,1
Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz: zwei und eine
halbe Elle ihre Länge, und eine und eine halbe Elle ihre Breite,
und eine und eine halbe Elle ihre Höhe.
2 Und
er überzog sie mit reinem Golde inwendig und auswendig, und
machte einen goldenen Kranz daran ringsum.
3 Und
er goß für dieselbe vier Ringe von Gold an ihre vier Ecken, zwei
Ringe an ihrer einen Seite und zwei Ringe an ihrer anderen
Seite.
4 Und
er machte Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Gold.
5 Und
er brachte die Stangen in die Ringe an den Seiten der Lade, um
die Lade zu tragen.
6 Und
er machte einen Deckel von reinem Golde: zwei und eine halbe
Elle seine Länge, und eine und eine halbe Elle seine Breite.
7 Und
er machte zwei Cherubim von Gold; in getriebener Arbeit machte
er sie, an beiden Enden des Deckels:
8
einen Cherub an dem Ende der einen Seite und einen Cherub an dem
Ende der anderen Seite; aus dem Deckel machte er die Cherubim,
aus seinen beiden Enden.
9 Und
die Cherubim breiteten die Flügel aus nach oben, den Deckel mit
ihren Flügeln überdeckend, und ihre Angesichter waren einander
gegenüber; die Angesichter der Cherubim waren gegen den Deckel
gerichtet.
10 Und
er machte den Tisch von Akazienholz: zwei Ellen seine Länge und
eine Elle seine Breite, und eine und eine halbe Elle seine Höhe.
11 Und
er überzog ihn mit reinem Golde und machte ihm einen Kranz von
Gold ringsum.
12 Und
er machte ihm eine Leiste, eine Hand breit, ringsum und machte
einen Kranz von Gold an seiner Leiste ringsum.
13 Und
er goß für denselben vier Ringe von Gold und setzte die Ringe an
die vier Ecken, die an seinen vier Füßen waren.
14
Dicht bei der Leiste waren die Ringe, als Behälter für die
Stangen, um den Tisch zu tragen.
15 Und
er machte die Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Gold,
um den Tisch zu tragen.
16 Und
er machte die Geräte, die auf dem Tische waren: seine Schüsseln
und seine Schalen und seine Spendschalen und die Kannen, mit
welchen das Trankopfer ausgegossen wird, von reinem Golde.
17 Und
er machte den Leuchter von reinem Golde; in getriebener Arbeit
machte er den Leuchter, seinen Fuß und seinen Schaft; seine
Kelche, seine Knäufe und seine Blumen waren aus ihm.
18 Und
sechs Arme gingen von seinen Seiten aus: drei Arme des Leuchters
aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner
anderen Seite.
19
Drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem einen Arme: Knauf und
Blume; und drei Kelche, mandelblütenförmig, an dem anderen Arme:
Knauf und Blume; also für die sechs Arme, die von dem Leuchter
ausgingen.
20 Und
an dem Leuchter vier Kelche, mandelblütenförmig: seine Knäufe
und seine Blumen;
21 und
zwar ein Knauf unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf
unter zwei Armen aus ihm, und wieder ein Knauf unter zwei Armen
aus ihm, für die sechs Arme, die von ihm ausgingen.
22
Ihre Knäufe und ihre Arme waren aus ihm; der ganze Leuchter eine
getriebene Arbeit von reinem Golde.
23 Und
er machte seine sieben Lampen und seine Lichtschneuzen und seine
Löschnäpfe von reinem Golde.
24 Aus
einem Talent reinen Goldes machte er ihn und alle seine Geräte.
25 Und
er machte den Räucheraltar von Akazienholz: eine Elle seine
Länge, und eine Elle seine Breite, quadratförmig, und zwei Ellen
seine Höhe; aus ihm waren seine Hörner.
26 Und
er überzog ihn mit reinem Golde, seine Platte und seine Wände
ringsum und seine Hörner; und er machte ihm einen Kranz von Gold
ringsum.
27 Und
er machte ihm zwei Ringe von Gold, unter seinen Kranz, an seine
beiden Seiten, an seine beiden Wände, zu Behältern für die
Stangen, um ihn mit denselben zu tragen.
28 Und
er machte die Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Gold.
29 Und
er machte das heilige Salböl und das reine wohlriechende
Räucherwerk, ein Werk des Salbenmischers.
38,1
Und er machte den Brandopferaltar von Akazienholz: fünf Ellen
seine Länge, und fünf Ellen seine Breite, quadratförmig, und
drei Ellen seine Höhe;
2 und
er machte seine Hörner an seine vier Ecken; aus ihm waren seine
Hörner; und er überzog ihn mit Erz.
3 Und
er machte alle die Geräte des Altars: die Töpfe und die
Schaufeln und die Sprengschalen, die Gabeln und die
Kohlenpfannen; alle seine Geräte machte er von Erz.
4 Und
er machte dem Altar ein Gitter von Netzwerk aus Erz, unter
seiner Einfassung, unterwärts, bis zu seiner Hälfte.
5 Und
er goß vier Ringe an die vier Ecken des ehernen Gitters als
Behälter für die Stangen.
6 Und
er machte die Stangen von Akazienholz und überzog sie mit Erz.
7 Und
er brachte die Stangen in die Ringe, an die Seiten des Altars,
um ihn mit denselben zu tragen; hohl, von Brettern machte er
ihn.
8 Und
er machte das Becken von Erz und sein Gestell von Erz, von den
Spiegeln der sich scharenden Weiber, die sich scharten am
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
9 Und
er machte den Vorhof: an der Mittagseite, südwärts, die Umhänge
des Vorhofs von gezwirntem Byssus, hundert Ellen;
10
ihre zwanzig Säulen und ihre zwanzig Füße von Erz, die Haken der
Säulen und ihre Bindestäbe von Silber.
11 Und
an der Nordseite hundert Ellen; ihre zwanzig Säulen und ihre
zwanzig Füße von Erz, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe
von Silber.
12 Und
an der Westseite fünfzig Ellen Umhänge; ihre zehn Säulen und
ihre zehn Füße, die Haken der Säulen und ihre Bindestäbe von
Silber.
13 Und
an der Ostseite gegen Aufgang, fünfzig Ellen:
14
fünfzehn Ellen Umhänge auf der einen Seite, ihre drei Säulen und
ihre drei Füße;
15 und
auf der anderen Seite, diesseit und jenseit vom Tore des Vorhofs
fünfzehn Ellen Umhänge, ihre drei Säulen und ihre drei Füße.
16
Alle Umhänge des Vorhofs ringsum waren von gezwirntem Byssus;
17 und
die Füße der Säulen von Erz, die Haken der Säulen und ihre
Bindestäbe von Silber und der Überzug ihrer Köpfe von Silber;
und die Säulen des Vorhofs waren alle mit Bindestäben von Silber
versehen.
18 Und
den Vorhang vom Tore des Vorhofs machte er in Buntwirkerarbeit,
von blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem Byssus;
und zwar zwanzig Ellen die Länge; und die Höhe, in der Breite,
fünf Ellen, gerade wie die Umhänge des Vorhofs;
19 und
ihre vier Säulen und ihre vier Füße waren von Erz, ihre Haken
von Silber und der Überzug ihrer Köpfe und ihre Bindestäbe von
Silber.
20 Und
alle Pflöcke zur Wohnung und zum Vorhof ringsum waren von Erz.
21
Dies ist die Berechnung der Wohnung, der Wohnung des Zeugnisses,
die berechnet wurde auf Befehl Moses, durch den Dienst der
Leviten unter der Hand Ithamars, des Sohnes Aarons, des Heilige
(e-r)s;
22 und
Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda,
machte alles, was Jehova dem Mose geboten hatte;
23 und
mit ihm Oholiab, der Sohn Achisamaks, vom Stamme Dan, ein
Künstler und Kunstweber und Buntwirker in blauem und rotem
Purpur und Karmesin und Byssus:
24
Alles Gold, das zum Werke verwendet wurde an dem ganzen Werke
des Heiligtums, das Gold des Webopfers, betrug neunundzwanzig
Talente und siebenhundertdreißig Sekel, nach dem Sekel des
Heiligtums.
25 Und
das Silber von den Gemusterten der Gemeinde betrug hundert
Talente und tausend siebenhundertfünfundsiebzig Sekel, nach dem
Sekel des Heiligtums:
26 ein
Beka auf den Kopf, die Hälfte eines Sekels, nach dem Sekel des
Heiligtums, von einem jeden, der zu den Gemusterten überging,
von zwanzig Jahren und darüber, von sechshundert dreitausend
fünfhundertfünfzig Mann.
27 Und
die hundert Talente Silber waren zum Gießen der Füße des
Heiligtums und der Füße des Vorhanges, hundert Füße auf hundert
Talente, ein Talent auf einen Fuß.
28 Und
von den tausend siebenhundertfünfundsiebzig Sekeln machte er die
Haken für die Säulen und überzog ihre Köpfe und verband sie mit
Stäben.
29 Und
das Erz des Webopfers betrug siebzig Talente und
zweitausendvierhundert Sekel.
30 Und
er machte daraus die Füße vom Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft und den ehernen Altar und sein ehernes Gitter und
alle Geräte des Altars;
31 und
die Füße des Vorhofs ringsum und die Füße vom Tore des Vorhofs
und alle Pflöcke der Wohnung und alle Pflöcke des Vorhofs
ringsum.
39,1
Und aus dem blauen und dem roten Purpur und dem Karmesin machten
sie die Dienstkleider zum Dienst im Heiligtum, und sie machten
die heiligen Kleider für Aaron, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
2 Und
man machte das Ephod von Gold, blauem und rotem Purpur und
Karmesin und gezwirntem Byssus.
3 Und
sie plätteten Goldbleche, und man zerschnitt sie zu Fäden, zum
Verarbeiten unter den blauen und unter den roten Purpur und
unter den Karmesin und unter den Byssus, in Kunstweberarbeit.
4 Sie
machten zusammenfügende Schulterstücke daran: an seinen beiden
Enden wurde es zusammengefügt.
5 Und
der gewirkte Gürtel, mit dem es angebunden wurde, der darüber
war, war von gleichem Stoffe, von gleicher Arbeit mit ihm: von
Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und gezwirntem
Byssus: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
6 Und
sie machten die Onyxsteine, umgeben mit Einfassungen von Gold,
gestochen in Siegelstecherei, nach den Namen der Söhne Israels.
7 Und
man setzte sie auf die Schulterstücke des Ephods, als Steine des
Gedächtnisses für die Kinder Israel: so wie Jehova dem Mose
geboten hatte.
8 Und
er machte das Brustschild in Kunstweberarbeit, gleich der Arbeit
des Ephods: von Gold, blauem und rotem Purpur und Karmesin und
gezwirntem Byssus.
9 Es
war quadratförmig; das Brustschild machten sie gedoppelt, eine
Spanne seine Länge und eine Spanne seine Breite, gedoppelt.
10 Und
sie besetzten es mit vier Reihen von Steinen; eine Reihe:
Sardis, Topas und Smaragd, die erste Reihe;
11 und
die zweite Reihe: Karfunkel, Saphir und Diamant;
12 und
die dritte Reihe: Opal, Achat und Amethyst;
13 und
die vierte Reihe: Chrysolith, Onyx und Jaspis; umgeben mit
Einfassungen von Gold in ihren Einsetzungen.
14 Und
der Steine waren nach den Namen der Söhne Israels zwölf, nach
ihren Namen; in Siegelstecherei, ein jeder nach seinem Namen,
für die zwölf Stämme.
15 Und
sie machten an das Brustschild schnurähnliche Ketten, in
Flechtwerk, von reinem Golde.
16 Und
sie machten zwei Einfassungen von Gold und zwei Ringe von Gold
und befestigten die zwei Ringe an die beiden Enden des
Brustschildes.
17 Und
die zwei geflochtenen Schnüre von Gold befestigten sie an die
beiden Ringe an den Enden des Brustschildes;
18 und
die beiden anderen Enden der zwei geflochtenen Schnüre
befestigten sie an die beiden Einfassungen und befestigten sie
an die Schulterstücke des Ephods, an seine Vorderseite.
19 Und
sie machten zwei Ringe von Gold und befestigten sie an die
beiden Enden des Brustschildes, an seinen Saum, der gegen das
Ephod hin war, einwärts;
20 und
sie machten zwei Ringe von Gold und befestigten sie an die
beiden Schulterstücke des Ephods, unten an seine Vorderseite,
gerade bei seiner Zusammenfügung, oberhalb des gewirkten Gürtels
des Ephods.
21 Und
sie banden das Brustschild mit seinen Ringen an die Ringe des
Ephods mit einer purpurblauen Schnur, daß es über dem gewirkten
Gürtel des Ephods wäre und das Brustschild sich nicht von dem
Ephod verrückte: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
22 Und
er machte das Oberkleid des Ephods in Weberarbeit, ganz von
blauem Purpur.
23 Und
die Öffnung des Oberkleides war in seiner Mitte, wie die Öffnung
eines Panzers; eine Borte hatte es an seiner Öffnung ringsum,
damit es nicht einrisse.
24 Und
sie machten an den Saum des Oberkleides Granatäpfel von blauem
und rotem Purpur und Karmesin, gezwirnt.
25 Und
sie machten Schellen von reinem Golde und setzten die Schellen
zwischen die Granatäpfel an den Saum des Oberkleides ringsum,
zwischen die Granatäpfel:
26
eine Schelle und einen Granatapfel, eine Schelle und einen
Granatapfel an den Saum des Oberkleides ringsum, um den Dienst
zu verrichten: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
27 Und
sie machten die Leibröcke von Byssus, in Weberarbeit, für Aaron
und für seine Söhne;
28 und
den Kopfbund von Byssus, und den Kopfschmuck der hohen Mützen
von Byssus, und die leinenen Beinkleider von gezwirntem Byssus,
29 und
den Gürtel von gezwirntem Byssus und von blauem und rotem Purpur
und Karmesin, in Buntwirkerarbeit: so wie Jehova dem Mose
geboten hatte.
30 Und
sie machten das Blech, das heilige Diadem, von reinem Golde, und
schrieben darauf mit Siegelstecherschrift: Heiligkeit dem
Jehova!
31 Und
sie taten daran eine Schnur von blauem Purpur, um es oben an den
Kopfbund zu befestigen: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
32 Und
es wurde vollendet die ganze Arbeit der Wohnung des Zeltes der
Zusammenkunft; und die Kinder Israel taten nach allem, was
Jehova dem Mose geboten hatte, also taten sie.
33 Und
sie brachten die Wohnung zu Mose: Das Zelt und alle seine
Geräte, seine Klammern, seine Bretter, seine Riegel und seine
Säulen und seine Füße;
34 und
die Decke von rotgefärbten Widderfellen und die Decke von
Dachsfellen und den Scheidevorhang;
35 die
Lade des Zeugnisses und ihre Stangen und den Deckel;
36 den
Tisch, alle seine Geräte und die Schaubrote;
37 den
reinen Leuchter, seine Lampen, die zuzurichtenden Lampen, und
alle seine Geräte und das Öl zum Licht;
38 und
den goldenen Altar und das Salböl und das wohlriechende
Räucherwerk; und den Vorhang vom Eingange des Zeltes;
39 den
ehernen Altar und sein ehernes Gitter, seine Stangen und alle
seine Geräte; das Becken und sein Gestell;
40 die
Umhänge des Vorhofs, seine Säulen und seine Füße; und den
Vorhang für das Tor des Vorhofs, seine Seile und seine Pflöcke;
und alle Geräte zum Dienst der Wohnung des Zeltes der
Zusammenkunft;
41 die
Dienstkleider zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider für
Aaron, den Heilige (e-r), und die Kleider seiner Söhne, um den
Heilige (e-r)dienst auszuüben.
42
Nach allem, was Jehova dem Mose geboten hatte, also hatten die
Kinder Israel die ganze Arbeit gemacht.
43 Und
Mose sah das ganze Werk, und siehe, sie hatten es gemacht; so
wie Jehova geboten hatte, also hatten sie es gemacht; und Mose
segnete sie.
40,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Am
Tage des ersten Monats, am Ersten des Monats, sollst du die
Wohnung des Zeltes der Zusammenkunft aufrichten.
3 Und
du sollst die Lade des Zeugnisses darein stellen und die Lade
mit dem Vorhang verdecken.
4 Und
bringe den Tisch hinein und richte zu, was auf ihm zuzurichten
ist; und bringe den Leuchter hinein und zünde seine Lampen an.
5 Und
stelle den goldenen Altar zum Räucherwerk vor die Lade des
Zeugnisses, und hänge den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf.
6 Und
stelle den Brandopferaltar vor den Eingang der Wohnung des
Zeltes der Zusammenkunft.
7 Und
stelle das Becken zwischen das Zelt der Zusammenkunft und den
Altar, und tue Wasser darein.
8 Und
richte den Vorhof auf ringsum und hänge den Vorhang vom Tore des
Vorhofs auf.
9 Und
nimm das Salböl und salbe die Wohnung und alles, was darin ist,
und heilige sie und alle ihre Geräte; und sie soll heilig sein.
10 Und
salbe den Brandopferaltar und alle seine Geräte, und heilige den
Altar; und der Altar soll hochheilig sein.
11 Und
salbe das Becken und sein Gestell, und heilige es.
12 Und
laß Aaron und seine Söhne herzunahen an den Eingang des Zeltes
der Zusammenkunft und wasche sie mit Wasser.
13 Und
bekleide Aaron mit den heiligen Kleidern und salbe ihn und
heilige ihn, daß er mir den Heilige (e-r)dienst ausübe.
14 Und
seine Söhne sollst du herzunahen lassen und sie mit den
Leibröcken bekleiden.
15 Und
du sollst sie salben, so wie du ihren Vater gesalbt hast, daß
sie mir den Heilige (e-r)dienst ausüben. Und ihre Salbung soll
geschehen, um ihnen zu einem ewigen Heilige (e-r)tum zu sein bei
ihren Geschlechtern.
16 Und
Mose tat es; nach allem, was Jehova ihm geboten hatte, also tat
er.
17 Und
es geschah im ersten Monat, im zweiten Jahre, am Ersten des
Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet.
18 Und
Mose richtete die Wohnung auf und setzte ihre Füße und stellte
ihre Bretter auf und setzte ihre Riegel ein und richtete ihre
Säulen auf;
19 und
er breitete das Zelt über die Wohnung und legte die Decke des
Zeltes oben darüber: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
20 Und
er nahm das Zeugnis und legte es in die Lade und tat die Stangen
an die Lade und legte den Deckel auf die Lade, oben darauf;
21 und
er brachte die Lade in die Wohnung und hing den Scheidevorhang
auf und verdeckte die Lade des Zeugnisses: so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
22 Und
er setzte den Tisch in das Zelt der Zusammenkunft an die Seite
der Wohnung gegen Norden, außerhalb des Vorhangs;
23 und
er richtete darauf eine Brotschicht zu vor Jehova: so wie Jehova
dem Mose geboten hatte.
24 Und
er stellte den Leuchter in das Zelt der Zusammenkunft, dem
Tische gegenüber, an die Seite der Wohnung gegen Mittag,
25 und
er zündete die Lampen an vor Jehova: so wie Jehova dem Mose
geboten hatte.
26 Und
er stellte den goldenen Altar in das Zelt der Zusammenkunft vor
den Vorhang
27 und
räucherte darauf wohlriechendes Räucherwerk: so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
28 Und
er hing den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf.
29 Und
den Brandopferaltar stellte er an den Eingang der Wohnung des
Zeltes der Zusammenkunft, und er opferte darauf das Brandopfer
und das Speisopfer: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
30 Und
er stellte das Becken zwischen das Zelt der Zusammenkunft und
den Altar und tat Wasser darein zum Waschen.
31 Und
Mose und Aaron und seine Söhne wuschen daraus ihre Hände und
ihre Füße;
32
wenn sie in das Zelt der Zusammenkunft hineingingen und wenn sie
dem Altar nahten, wuschen sie sich, so wie Jehova dem Mose
geboten hatte.
33 Und
er richtete den Vorhof auf, rings um die Wohnung und um den
Altar und hing den Vorhang vom Tore des Vorhofs auf. Und so
vollendete Mose das Werk.
34 Und
die Wolke bedeckte das Zelt der Zusammenkunft, und die
Herrlichkeit Jehovas erfüllte die Wohnung.
35 Und
Mose konnte nicht in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen;
denn die Wolke ruhte darauf, und die Herrlichkeit Jehovas
erfüllte die Wohnung.
36 Und
wenn die Wolke sich von der Wohnung erhob, so brachen die Kinder
Israel auf, auf allen ihren Zügen.
37 Und
wenn die Wolke sich nicht erhob, so brachen sie nicht auf, bis
zu dem Tage, da sie sich erhob.
38
Denn die Wolke Jehovas war des Tages auf der Wohnung, und des
Nachts war ein Feuer darin vor den Augen des ganzen Hauses
Israel, auf allen ihren Zügen.
3.
Mose Inhaltsverzeichnis
,1 Und
Jehova rief Mose, und er redete zu ihm aus dem Zelte der
Zusammenkunft und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mensch von
euch dem Jehova eine Opfergabe darbringen will, so sollt ihr vom
Vieh, vom Rind-und Kleinvieh, eure Opfergabe darbringen.
3 Wenn
seine Opfergabe ein Brandopfer ist vom Rindvieh, so soll er sie
darbringen, ein Männliches ohne Fehl; an dem Eingang des Zeltes
der Zusammenkunft soll er sie darbringen, zum Wohlgefallen für
ihn vor Jehova.
4 Und
er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers legen, und es
wird wohlgefällig für ihn sein, um Sühnung für ihn zu tun.
5 Und
er soll das junge Rind schlachten vor Jehova; und die Söhne
Aarons, die Heilige (e-r), sollen das Blut herzubringen und das
Blut ringsum an den Altar sprengen, der an dem Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft ist.
6 Und
er soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stücke
zerlegen.
7 Und
die Söhne Aarons, des Heilige (e-r)s, sollen Feuer auf den Altar
legen und Holz auf dem Feuer zurichten;
8 und
die Söhne Aarons, die Heilige (e-r), sollen die Stücke, den Kopf
und das Fett auf dem Holze zurichten über dem Feuer, das auf dem
Altar ist.
9 Und
sein Eingeweide und seine Schenkel soll er mit Wasser waschen;
und der Heilige (e-r) soll das Ganze auf dem Altar räuchern: es
ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem
Jehova.
10 Und
wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, von den Schafen oder von
den Ziegen, zum Brandopfer, so soll er sie darbringen, ein
Männliches ohne Fehl.
11 Und
er soll es schlachten an der Seite des Altars gegen Norden, vor
Jehova; und die Söhne Aarons, die Heilige (e-r), sollen sein
Blut an den Altar sprengen ringsum.
12 Und
er soll es in seine Stücke zerlegen mit seinem Kopf und seinem
Fett; und der Heilige (e-r) soll sie auf dem Holze zurichten,
über dem Feuer, das auf dem Altar ist.
13 Und
das Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser waschen; und
der Heilige (e-r) soll das Ganze darbringen und auf dem Altar
räuchern: es ist ein Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen
Geruchs dem Jehova.
14 Und
wenn ein Brandopfer vom Geflügel seine Opfergabe ist dem Jehova,
so soll er von den Turteltauben oder von den jungen Tauben seine
Opfergabe darbringen.
15 Und
der Heilige (e-r) bringe sie zum Altar und kneipe ihr den Kopf
ein und räuchere sie auf dem Altar, und ihr Blut soll
ausgedrückt werden an die Wand des Altars.
16 Und
er trenne ihren Kropf mit seinem Unrat ab und werfe ihn neben
den Altar gegen Osten, an den Ort der Fettasche.
17 Und
er soll sie an den Flügeln einreißen, es soll sie nicht
zertrennen; und der Heilige (e-r) soll sie auf dem Altar
räuchern, auf dem Holze, das über dem Feuer ist: es ist ein
Brandopfer, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
2,1
Und wenn jemand die Opfergabe eines Speisopfers dem Jehova
darbringen will, so soll seine Opfergabe Feinmehl sein; und er
soll Öl darauf gießen und Weihrauch darauf legen.
2 Und
er soll es zu den Söhnen Aarons, den Heilige (e-r)n, bringen;
und er nehme davon seine Hand voll, von seinem Feinmehl und von
seinem Öl samt all seinem Weihrauch, und der Heilige (e-r)
räuchere das Gedächtnisteil desselben auf dem Altar: es ist ein
Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
3 Und
das Übrige von dem Speisopfer soll für Aaron und für seine Söhne
sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern Jehovas.
4 Und
wenn du als Opfergabe eines Speisopfers ein Ofengebäck
darbringen willst, so soll es Feinmehl sein, ungesäuerte Kuchen,
gemengt mit Öl, und ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl.
5 Und
wenn deine Opfergabe ein Speisopfer in der Pfanne ist, so soll
es Feinmehl sein, gemengt mit Öl, ungesäuert;
6 du
sollst es in Stücke zerbrechen und Öl darauf gießen: es ist ein
Speisopfer.
7 Und
wenn deine Opfergabe ein Speisopfer im Napfe ist, so soll es von
Feinmehl mit Öl gemacht werden.
8 Und
du sollst das Speisopfer, das von diesen Dingen gemacht wird,
dem Jehova bringen; und man soll es dem Heilige (e-r)
überreichen, und er soll es an den Altar tragen.
9 Und
der Heilige (e-r) hebe von dem Speisopfer dessen Gedächtnisteil
ab und räuchere es auf dem Altar: es ist ein Feueropfer
lieblichen Geruchs dem Jehova.
10 Und
das Übrige von dem Speisopfer soll für Aaron und für seine Söhne
sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern Jehovas.
11
Alles Speisopfer, das ihr dem Jehova darbringet, soll nicht aus
Gesäuertem gemacht werden; denn aller Sauerteig und aller Honig,
davon sollt ihr kein Feueropfer dem Jehova räuchern.
12 Was
die Opfergabe der Erstlinge betrifft, so sollt ihr sie Jehova
darbringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum
lieblichen Geruch.
13 Und
alle Opfergaben deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen und
sollst das Salz des Bundes deines Gottes nicht fehlen lassen bei
deinem Speisopfer; bei allen deinen Opfergaben sollst du Salz
darbringen.
14 Und
wenn du ein Speisopfer von den ersten Früchten dem Jehova
darbringen willst, so sollst du Ähren, am Feuer geröstet, Schrot
von Gartenkorn, darbringen als Speisopfer von deinen ersten
Früchten.
15 Und
du sollst Öl darauf tun und Weihrauch darauf legen: es ist ein
Speisopfer.
16 Und
der Heilige (e-r) soll das Gedächtnisteil desselben räuchern,
von seinem Schrote und von seinem Öle, samt allem seinem
Weihrauch: es ist ein Feueropfer dem Jehova.
3,1
Und wenn seine Opfergabe ein Friedensopfer ist: wenn er sie von
den Rindern darbringt, es sei ein Männliches oder ein
Weibliches, so soll er sie ohne Fehl vor Jehova darbringen.
2 Und
er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es
schlachten an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft; und die
Söhne Aarons, die Heilige (e-r), sollen das Blut an den Altar
sprengen ringsum.
3 Und
er soll von dem Friedensopfer ein Feueropfer dem Jehova
darbringen: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles
Fett, das am Eingeweide ist,
4 und
die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden
ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es
abtrennen.
5 Und
die Söhne Aarons sollen es auf dem Altar räuchern, auf dem
Brandopfer, welches auf dem Holze über dem Feuer ist: es ist ein
Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
6 Und
wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist zum Friedensopfer dem
Jehova, ein Männliches oder ein Weibliches, so soll er sie ohne
Fehl darbringen.
7 Wenn
er ein Schaf darbringt als seine Opfergabe, so soll er es vor
Jehova herzubringen;
8 und
er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es
schlachten vor dem Zelte der Zusammenkunft; und die Söhne Aarons
sollen sein Blut an den Altar sprengen ringsum.
9 Und
er soll von dem Friedensopfer als Feueropfer dem Jehova
darbringen: sein Fett, den ganzen Fettschwanz; dicht beim
Rückgrat soll er ihn abtrennen; und das Fett, welches das
Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide ist,
10 und
die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden
ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es
abtrennen.
11 Und
der Heilige (e-r) soll es auf dem Altar räuchern: es ist eine
Speise des Feueropfers dem Jehova.
12 Und
wenn seine Opfergabe eine Ziege ist, so soll er sie vor Jehova
herzubringen;
13 und
er soll seine Hand auf ihren Kopf legen und sie schlachten vor
dem Zelte der Zusammenkunft; und die Söhne Aarons sollen ihr
Blut an den Altar sprengen ringsum.
14 Und
er soll davon seine Opfergabe als Feueropfer dem Jehova
darbringen: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles
Fett, das am Eingeweide ist,
15 und
die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden
ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es
abtrennen.
16 Und
der Heilige (e-r) soll es auf dem Altar räuchern: es ist eine
Speise des Feueropfers zum lieblichen Geruch; alles Fett gehört
Jehova.
17
Eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern in allen euren
Wohnsitzen: alles Fett und alles Blut sollt ihr nicht essen.
4,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israel
und sprich:
2 Wenn
jemand aus Versehen sündigt gegen irgend eines der Verbote
Jehovas, die nicht getan werden sollen, und irgend eines
derselben tut,
3 wenn
der gesalbte Heilige (e-r) sündigt nach einem Vergehen des
Volkes, so soll er für seine Sünde, die er begangen hat, einen
jungen Farren ohne Fehl dem Jehova darbringen zum Sündopfer.
4 Und
er soll den Farren an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft
vor Jehova bringen und seine Hand auf den Kopf des Farren legen
und den Farren schlachten vor Jehova.
5 Und
der gesalbte Heilige (e-r) nehme von dem Blute des Farren und
bringe es in das Zelt der Zusammenkunft;
6 und
der Heilige (e-r) tauche seinen Finger in das Blut und sprenge
von dem Blute siebenmal vor Jehova gegen den Vorhang des
Heiligtums hin.
7 Und
der Heilige (e-r) tue von dem Blute an die Hörner des Altars des
wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelte der Zusammenkunft ist,
vor Jehova; und alles Blut des Farren soll er an den Fuß des
Brandopferaltars gießen, der an dem Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft ist.
8 Und
alles Fett von dem Farren des Sündopfers soll er von ihm
abheben: das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles
Fett, das am Eingeweide ist,
9 und
die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden
ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es
abtrennen,
10 so
wie es abgehoben wird von dem Rinde des Friedensopfers; und der
Heilige (e-r) soll es auf dem Brandopferaltar räuchern.
11 Und
die Haut des Farren und all sein Fleisch samt seinem Kopfe und
seinen Schenkeln und seinem Eingeweide und seinem Mist:
12 den
ganzen Farren soll er hinausbringen außerhalb des Lagers an
einen reinen Ort, nach dem Schutthaufen der Fettasche, und soll
ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen; auf dem Schutthaufen
der Fettasche soll er verbrannt werden.
13 Und
wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt und die
Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun
eines von allen Verboten Jehovas, die nicht getan werden sollen,
und verschulden sich,
14 und
die Sünde wird bekannt, die sie wider dasselbe begangen haben,
so soll die Versammlung einen jungen Farren darbringen zum
Sündopfer und ihn vor das Zelt der Zusammenkunft bringen.
15 Und
die Ältesten der Gemeinde sollen ihre Hände auf den Kopf des
Farren legen vor Jehova, und man soll den Farren vor Jehova
schlachten.
16 Und
der gesalbte Heilige (e-r) bringe von dem Blute des Farren in
das Zelt der Zusammenkunft,
17 und
der Heilige (e-r) tauche seinen Finger in das Blut und sprenge
siebenmal vor Jehova gegen den Vorhang hin.
18 Und
er tue von dem Blute an die Hörner des Altars, der vor Jehova,
der im Zelte der Zusammenkunft ist; und alles Blut soll er an
den Fuß des Brandopferaltars gießen, der an dem Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft ist.
19 Und
all sein Fett soll er von ihm abheben und auf dem Altar
räuchern.
20 Und
er soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Sündopfers
getan hat; also soll er damit tun. Und so tue der Heilige (e-r)
Sühnung für sie, und es wird ihnen vergeben werden.
21 Und
er soll den Farren hinausbringen außerhalb des Lagers und ihn
verbrennen, so wie er den ersten Farren verbrannt hat: es ist
ein Sündopfer der Versammlung.
22
Wenn ein Fürst sündigt und tut aus Versehen eines von allen den
Verboten Jehovas, seines Gottes, die nicht getan werden sollen,
und verschuldet sich,
23 und
seine Sünde wird ihm kundgetan, worin er gesündigt hat, so soll
er seine Opfergabe bringen, einen Ziegenbock, ein Männlein ohne
Fehl.
24 Und
er soll seine Hand auf den Kopf des Bockes legen und ihn
schlachten an dem Orte, wo man das Brandopfer vor Jehova
schlachtet: es ist ein Sündopfer.
25 Und
der Heilige (e-r) nehme von dem Blute des Sündopfers mit seinem
Finger und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und sein
Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen.
26 Und
all sein Fett soll er auf dem Altar räuchern, wie das Fett des
Friedensopfers. Und so tue der Heilige (e-r) Sühnung für ihn
wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.
27 Und
wenn jemand vom Volke des Landes aus Versehen sündigt, indem er
eines von den Verboten Jehovas tut, die nicht getan werden
sollen, und sich verschuldet
28 und
seine Sünde wird ihm kundgetan, die er begangen hat, so soll er
seine Opfergabe bringen, eine Ziege ohne Fehl, ein Weiblein, für
seine Sünde, die er begangen hat.
29 Und
er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und das
Sündopfer schlachten an dem Orte des Brandopfers.
30 Und
der Heilige (e-r) nehme von seinem Blute mit seinem Finger und
tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und all sein Blut
soll er an den Fuß des Altars gießen.
31 Und
all sein Fett soll er abtrennen, so wie das Fett von dem
Friedensopfer abgetrennt wird; und der Heilige (e-r) soll es auf
dem Altar räuchern zum lieblichen Geruch dem Jehova. Und so tue
der Heilige (e-r) Sühnung für ihn, und es wird ihm vergeben
werden.
32 Und
wenn er ein Schaf bringt als seine Opfergabe zum Sündopfer, so
soll es ein Weiblein ohne Fehl sein, das er bringt.
33 Und
er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es zum
Sündopfer schlachten an dem Orte, wo man das Brandopfer
schlachtet.
34 Und
der Heilige (e-r) nehme von dem Blute des Sündopfers mit seinem
Finger und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und all
sein Blut soll er an den Fuß des Altars gießen.
35 Und
all sein Fett soll er abtrennen, so wie das Fett des Schafes von
dem Friedensopfer abgetrennt wird; und der Heilige (e-r) soll es
auf dem Altar räuchern, auf den Feueropfern Jehovas. Und so tue
der Heilige (e-r) Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er
begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
5,1
Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und
er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er
es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;
2 oder
wenn jemand irgend etwas Unreines anrührt, sei es das Aas eines
unreinen wilden Tieres, oder das Aas eines unreinen Viehes, oder
das Aas eines unreinen kriechenden Tieres, ist es ihm auch
verborgen, so ist er unrein und schuldig;
3 oder
wenn er die Unreinigkeit eines Menschen anrührt, was für eine
Unreinigkeit von ihm es auch sei, durch welche er unrein wird,
und es ist ihm verborgen, erkennt er es, so ist er schuldig;
4 oder
wenn jemand schwört, indem er unbesonnen mit den Lippen redet,
Böses oder Gutes zu tun, nach allem was ein Mensch mit einem
Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihm verborgen, erkennt
er es, so ist er schuldig in einem von diesen.
5 Und
es soll geschehen, wenn er sich in einem von diesen verschuldet,
so bekenne er, worin er gesündigt hat;
6 und
er bringe sein Schuldopfer dem Jehova für seine Sünde, die er
begangen hat: ein Weiblein vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine
Ziege zum Sündopfer; und der Heilige (e-r) soll Sühnung für ihn
tun wegen seiner Sünde.
7 Und
wenn seine Hand das zu einem Stück Kleinvieh Hinreichende nicht
aufbringen kann, so soll er für seine Schuld, die er auf sich
geladen hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben dem Jehova
bringen: eine zum Sündopfer und eine zum Brandopfer.
8 Und
er soll sie zu dem Heilige (e-r) bringen; und dieser bringe die
zum Sündopfer bestimmte zuerst dar und kneipe ihr den Kopf ein
dicht beim Genick; er soll ihn aber nicht abtrennen.
9 Und
er sprenge von dem Blute des Sündopfers an die Wand des Altars,
und das Übrige von dem Blute soll ausgedrückt werden an den Fuß
des Altars: es ist ein Sündopfer.
10 Und
die andere soll er als Brandopfer opfern nach der Vorschrift.
Und so tue der Heilige (e-r) Sühnung für ihn wegen seiner Sünde,
die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
11 Und
wenn seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht
aufbringen kann, so bringe der, welcher gesündigt hat, als seine
Opfergabe ein Zehntel Epha Feinmehl zum Sündopfer; er soll kein
Öl darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn es ist ein
Sündopfer.
12 Und
er soll es zu dem Heilige (e-r) bringen; und der Heilige (e-r)
nehme davon seine Hand voll, das Gedächtnisteil desselben, und
räuchere es auf dem Altar, auf den Feueropfern Jehovas: es ist
ein Sündopfer.
13 Und
so tue der Heilige (e-r) Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die
er begangen hat in einem von diesen, und es wird ihm vergeben
werden; und es soll dem Heilige (e-r) gehören wie das
Speisopfer.
14 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
15
Wenn jemand Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen
Dingen Jehovas sündigt, so soll er sein Schuldopfer dem Jehova
bringen, einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh, nach deiner
Schätzung an Sekeln Silber, nach den Sekel des Heiligtums, zum
Schuldopfer.
16 Und
was er an dem Heiligen gesündigt hat, soll er erstatten und
dessen Fünftel darüber hinzufügen und es dem Heilige (e-r)
geben; und der Heilige (e-r) soll Sühnung für ihn tun mit dem
Widder des Schuldopfers, und es wird ihm vergeben werden.
17 Und
wenn jemand sündigt und eines von allen den Verboten Jehovas
tut, die nicht getan werden sollen, hat er es auch nicht gewußt,
so ist er schuldig und soll seine Ungerechtigkeit tragen.
18 Und
er soll einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh nach deiner
Schätzung zu dem Heilige (e-r) bringen, zum Schuldopfer; und der
Heilige (e-r) soll Sühnung für ihn tun wegen seines Versehens,
das er begangen hat, ohne es zu wissen; und es wird ihm vergeben
werden.
19 Es
ist ein Schuldopfer; er hat sich gewißlich an Jehova
verschuldet. Und Jehova redete zu Mose und sprach: Wenn jemand
sündigt und Untreue wider Jehova begeht, daß er seinem Nächsten
ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehn oder etwas
Geraubtes; oder er hat von seinem Nächsten etwas erpreßt, oder
er hat Verlorenes gefunden, und leugnet es ab; und er schwört
falsch über irgend etwas von allem, was ein Mensch tun mag, sich
darin zu versündigen: so soll es geschehen, wenn er gesündigt
und sich verschuldet hat, daß er zurückerstatte das Geraubte,
das er geraubt, oder das Erpreßte, das er erpreßt hat, oder das
Anvertraute, das ihm anvertraut worden ist, oder das Verlorene,
das er gefunden hat, oder alles, worüber er falsch geschworen
hat; und er soll es erstatten nach seiner vollen Summe und
dessen Fünftel darüber hinzufügen; wem es gehört, dem soll er es
geben am Tage seines Schuldopfers. Und sein Schuldopfer soll er
Jehova bringen, einen Widder ohne Fehl vom Kleinvieh, nach
deiner Schätzung, zum Schuldopfer, zu dem Heilige (e-r); und der
Heilige (e-r) soll Sühnung für ihn tun vor Jehova, und es wird
ihm vergeben werden wegen irgend etwas von allem, was er getan
hat, sich darin zu verschulden.
6,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz
des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner
Feuerstelle sein, auf dem Altar, die ganze Nacht bis an den
Morgen; und das Feuer des Altars soll auf demselben in Brand
erhalten werden.
3 Und
der Heilige (e-r) soll sein leinenes Kleid anziehen, und soll
seine leinenen Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er
soll die Fettasche abheben, zu welcher das Feuer das Brandopfer
auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar
schütten.
4 Und
er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und
die Fettasche hinaustragen außerhalb des Lagers an einen reinen
Ort.
5 Und
das Feuer auf dem Altar soll auf demselben in Brand erhalten
werden, es soll nicht erlöschen; und der Heilige (e-r) soll Holz
auf ihm anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm
zurichten, und die Fettstücke der Friedensopfer auf ihm
räuchern.
6 Ein
beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand erhalten werden,
es soll nicht erlöschen.
7 Und
dies ist das Gesetz des Speisopfers: Einer der Söhne Aarons soll
es vor Jehova darbringen vor dem Altar.
8 Und
er soll davon seine Hand voll nehmen, vom Feinmehl des
Speisopfers und von dessen Öl, und allen Weihrauch, der auf dem
Speisopfer ist, und es auf dem Altar räuchern: es ist ein
lieblicher Geruch, sein Gedächtnisteil für Jehova.
9 Und
das Übrige davon sollen Aaron und seine Söhne essen; ungesäuert
soll es gegessen werden an heiligem Orte; im Vorhofe des Zeltes
der Zusammenkunft sollen sie es essen.
10 Es
soll nicht gesäuert gebacken werden; als ihren Anteil habe ich
es ihnen gegeben von meinen Feueropfern: hochheilig ist es, wie
das Sündopfer und wie das Schuldopfer.
11
Alles Männliche unter den Kindern Aarons soll es essen: Ein für
ewig Bestimmtes bei euren Geschlechtern von den Feueropfern
Jehovas. Alles, was sie anrührt, wird heilig sein.
12 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
13
Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, welche sie
Jehova darbringen sollen an dem Tage, da er gesalbt wird: Ein
Zehntel Epha Feinmehl als beständiges Speisopfer, die Hälfte
davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend.
14 Es
soll in der Pfanne mit Öl bereitet werden, eingerührt mit Öl
sollst du es bringen; gebackene Speisopferstücke sollst du
darbringen als einen lieblichen Geruch dem Jehova.
15 Und
der Heilige (e-r), der unter seinen Söhnen an seiner Statt
gesalbt wird, soll es opfern; eine ewige Satzung: es soll dem
Jehova ganz geräuchert werden.
16 Und
jedes Speisopfer des Heilige (e-r)s soll ein Ganzopfer sein; es
soll nicht gegessen werden.
17 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
18
Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: Dies ist das
Gesetz des Sündopfers. An dem Orte, wo das Brandopfer
geschlachtet wird, soll das Sündopfer geschlachtet werden vor
Jehova: hochheilig ist es.
19 Der
Heilige (e-r), der es als Sündopfer opfert, soll es essen; an
heiligem Orte soll es gegessen werden, im Vorhofe des Zeltes der
Zusammenkunft.
20
Alles, was sein Fleisch anrührt, wird heilig sein; und wenn von
seinem Blute auf ein Kleid spritzt das, worauf es spritzt,
sollst du waschen an heiligem Orte.
21 Und
das irdene Gefäß, in welchem es gekocht wird, soll zerbrochen
werden, und wenn es in einem ehernen Gefäß gekocht wird, so soll
dieses gescheuert und mit Wasser gespült werden.
22
Alles Männliche unter den Heilige (e-r)n soll es essen:
hochheilig ist es.
23
Aber alles Sündopfer, von dessen Blut in das Zelt der
Zusammenkunft gebracht wird, um im Heiligtum Sühnung zu tun,
soll nicht gegessen werden; es soll mit Feuer verbrannt werden.
7,1
Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; es ist hochheilig.
2 An
dem Orte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man das
Schuldopfer schlachten; und sein Blut soll er an den Altar
sprengen ringsum.
3 Und
alles Fett soll er davon darbringen, den Fettschwanz und das
Fett, welches das Eingeweide bedeckt,
4 und
die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen, das an den Lenden
ist, und das Netz über der Leber: samt den Nieren soll er es
abtrennen.
5 Und
der Heilige (e-r) soll es auf dem Altar räuchern als ein
Feueropfer dem Jehova: es ist ein Schuldopfer.
6
Alles Männliche unter den Heilige (e-r)n soll es essen; an
heiligem Orte soll es gegessen werden: hochheilig ist es.
7 Wie
das Sündopfer, so das Schuldopfer: ein Gesetz soll für sie sein.
Der Heilige (e-r), der damit Sühnung tut, ihm soll es gehören.
8 Und
der Heilige (e-r), der jemandes Brandopfer darbringt: ihm, dem
Heilige (e-r), soll die Haut des Brandopfers gehören, das er
dargebracht hat.
9 Und
alles Speisopfer, das im Ofen gebacken, und alles, was im Napfe
oder in der Pfanne bereitet wird: dem Heilige (e-r), der es
darbringt, ihm soll es gehören.
10 Und
alles Speisopfer, das mit Öl gemengt oder trocken ist, soll
allen Söhnen Aarons gehören, dem einen wie dem anderen.
11 Und
dies ist das Gesetz des Friedensopfers, das man Jehova
darbringt:
12
Wenn man es zum Danke darbringt, so bringe man nebst dem
Dankopfer ungesäuerte Kuchen dar, gemengt mit Öl, und
ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl, und Feinmehl, eingerührt mit
Öl: Kuchen, gemengt mit Öl.
13
Nebst den Kuchen soll man gesäuertes Brot als Opfergabe
darbringen, nebst seinem Dankfriedensopfer.
14 Und
man soll je eines davon, von der ganzen Opfergabe, dem Jehova
als Hebopfer darbringen; dem Heilige (e-r), der das Blut des
Friedensopfers sprengt, ihm soll es gehören.
15 Und
das Fleisch seines Dankfriedensopfers soll am Tage seiner
Darbringung gegessen werden; er soll nichts davon liegen lassen
bis an den Morgen.
16 Und
wenn das Schlachtopfer seiner Opfergabe ein Gelübde oder eine
freiwillige Gabe ist, so soll es an dem Tage, da er sein
Schlachtopfer darbringt, gegessen werden; und am anderen Tage
soll dann, was davon übrigbleibt, gegessen werden;
17 und
was vom Fleische des Schlachtopfers am dritten Tage übrigbleibt,
soll mit Feuer verbrannt werden.
18 Und
wenn irgendwie vom Fleische seines Friedensopfers am dritten
Tage gegessen wird, so wird es nicht wohlgefällig sein; wer es
dargebracht hat, dem wird es nicht zugerechnet werden: ein
Greuel wird es sein; und die Seele, die davon isset, wird ihre
Ungerechtigkeit tragen.
19 Und
das Fleisch, das irgend etwas Unreines berührt, soll nicht
gegessen werden, mit Feuer soll es verbrannt werden. Und was das
Fleisch betrifft, jeder Reine darf das Fleisch essen;
20
aber die Seele, welche Fleisch von dem Friedensopfer isset, das
Jehova gehört, und ihre Unreinigkeit ist an ihr, selbige Seele
soll ausgerottet werden aus ihren Völkern.
21 Und
wenn eine Seele irgend etwas Unreines anrührt, die Unreinigkeit
eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend ein unreines
Scheusal, und sie isset von dem Fleische des Friedensopfers, das
Jehova gehört: selbige Seele soll ausgerottet werden aus ihren
Völkern.
22 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
23
Rede zu den Kindern Israel und sprich: Kein Fett vom Rindvieh
und von Schaf und Ziege sollt ihr essen.
24 Und
das Fett vom Aas und das Fett vom Zerrissenen kann verwendet
werden zu allerlei Werk; aber ihr sollt es durchaus nicht essen.
25
Denn jeder, der Fett isset vom Vieh, wovon man ein Feueropfer
dem Jehova darbringt die Seele, die es isset, soll ausgerottet
werden aus ihren Völkern.
26 Und
kein Blut sollt ihr essen in allen euren Wohnsitzen, es sei vom
Gevögel oder vom Vieh.
27
Jede Seele, die irgend Blut isset, selbige Seele soll
ausgerottet werden aus ihren Völkern.
28 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
29
Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wer sein Friedensopfer
dem Jehova darbringt, soll von seinem Friedensopfer seine
Opfergabe dem Jehova bringen.
30
Seine Hände sollen die Feueropfer Jehovas bringen; das Fett,
samt der Brust soll er es bringen: die Brust, um sie als
Webopfer vor Jehova zu weben.
31 Und
der Heilige (e-r) soll das Fett auf dem Altar räuchern, und die
Brust soll Aaron und seinen Söhnen gehören.
32 Und
den rechten Schenkel sollt ihr als Hebopfer von euren
Friedensopfern dem Heilige (e-r) geben.
33 Wer
von den Söhnen Aarons das Blut des Friedensopfers und das Fett
darbringt, dem soll der rechte Schenkel zuteil werden.
34 Und
die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers habe ich
von den Kindern Israel genommen, von ihren Friedensopfern, und
habe sie Aaron, dem Heilige (e-r), und seinen Söhnen gegeben als
eine ewige Gebühr von seiten der Kinder Israel.
35 Das
ist das Salbungsteil Aarons und das Salbungsteil seiner Söhne
von den Feueropfern Jehovas, an dem Tage, da man sie herzunahen
ließ, um Jehova den Heilige (e-r)dienst auszuüben,
36 das
Jehova geboten hat, ihnen zu geben von seiten der Kinder Israel,
an dem Tage, da man sie salbte: eine ewige Satzung bei ihren
Geschlechtern.
37 Das
ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers und des
Sündopfers und des Schuldopfers und des Einweihungsopfers und
des Friedensopfers,
38
welches Jehova dem Mose geboten hat auf dem Berge Sinai, an dem
Tage, da er den Kindern Israel gebot, ihre Opfergaben dem Jehova
darzubringen, in der Wüste Sinai.
8,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Nimm
Aaron und seine Söhne mit ihm, und die Kleider und das Salböl
und den Farren des Sündopfers und die zwei Widder und den Korb
des Ungesäuerten;
3 und
versammle die ganze Gemeinde am Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft.
4 Und
Mose tat, so wie Jehova ihm geboten hatte; und die Gemeinde
versammelte sich am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
5 Und
Mose sprach zu der Gemeinde: Dies ist es, was Jehova zu tun
geboten hat.
6 Und
Mose ließ Aaron und seine Söhne herzunahen und wusch sie mit
Wasser.
7 Und
er legte ihm den Leibrock an und umgürtete ihn mit dem Gürtel;
und er bekleidete ihn mit dem Oberkleide und legte ihm das Ephod
an und umgürtete ihn mit dem gewirkten Gürtel des Ephods und
band es ihm damit an;
8 und
er setzte das Brustschild darauf und legte in das Brustschild
die Urim und die Thummim;
9 und
er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den
Kopfbund, an seine Vorderseite, das Goldblech, das heilige
Diadem: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
10 Und
Mose nahm das Salböl und salbte die Wohnung und alles, was darin
war, und heiligte sie.
11 Und
er sprengte davon siebenmal auf den Altar, und er salbte den
Altar und alle seine Geräte und das Becken und sein Gestell, um
sie zu heiligen.
12 Und
er goß von dem Salböl auf das Haupt Aarons und salbte ihn, um
ihn zu heiligen.
13 Und
Mose ließ die Söhne Aarons herzunahen und bekleidete sie mit den
Leibröcken und umgürtete sie mit den Gürteln und band ihnen die
hohen Mützen um: so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
14 Und
er brachte den Farren des Sündopfers herzu; und Aaron und seine
Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Farren des Sündopfers.
15 Und
er schlachtete ihn, und Mose nahm das Blut und tat davon mit
seinem Finger an die Hörner des Altars ringsum und entsündigte
den Altar; und das Blut goß er an den Fuß des Altars und
heiligte ihn, indem er Sühnung für ihn tat.
16 Und
er nahm das ganze Fett, das am Eingeweide ist, und das Netz der
Leber und die beiden Nieren und ihr Fett, und Mose räucherte es
auf dem Altar.
17 Und
den Farren und seine Haut und sein Fleisch und seinen Mist
verbrannte er mit Feuer außerhalb des Lagers: so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
18 Und
er brachte den Widder des Brandopfers herzu; und Aaron und seine
Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des Widders.
19 Und
er schlachtete ihn, und Mose sprengte das Blut an den Altar
ringsum.
20 Und
den Widder zerlegte er in seine Stücke, und Mose räucherte den
Kopf und die Stücke und das Fett;
21 und
das Eingeweide und die Schenkel wusch er mit Wasser. Und Mose
räucherte den ganzen Widder auf dem Altar: es war ein Brandopfer
zum lieblichen Geruch, es war ein Feueropfer dem Jehova, so wie
Jehova dem Mose geboten hatte.
22 Und
er brachte den zweiten Widder, den Widder der Einweihung, herzu;
und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf den Kopf des
Widders.
23 Und
er schlachtete ihn, und Mose nahm von seinem Blute und tat es
auf das rechte Ohrläppchen Aarons und auf den Daumen seiner
rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
24 Und
er ließ die Söhne Aarons herzunahen, und Mose tat von dem Blute
auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer rechten
Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes; und Mose
sprengte das Blut an den Altar ringsum.
25 Und
er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett, das am
Eingeweide ist, und das Netz der Leber und die beiden Nieren und
ihr Fett und den rechten Schenkel;
26 und
er nahm aus dem Korbe des Ungesäuerten, der vor Jehova war,
einen ungesäuerten Kuchen und einen Kuchen geölten Brotes und
einen Fladen, und legte es auf die Fettstücke und auf den
rechten Schenkel;
27 und
er legte das alles auf die Hände Aarons und auf die Hände seiner
Söhne, und webte es als Webopfer vor Jehova.
28 Und
Mose nahm es von ihren Händen weg und räucherte es auf dem
Altar, auf dem Brandopfer: es war ein Einweihungsopfer zum
lieblichen Geruch, es war ein Feueropfer dem Jehova.
29 Und
Mose nahm die Brust und webte sie als Webopfer vor Jehova; von
dem Einweihungswidder ward sie dem Mose zuteil, so wie Jehova
dem Mose geboten hatte.
30 Und
Mose nahm von dem Salböl und von dem Blute, das auf dem Altar
war, und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider, und auf seine
Söhne und auf die Kleider seiner Söhne mit ihm; und er heiligte
Aaron, seine Kleider, und seine Söhne und die Kleider seiner
Söhne mit ihm.
31 Und
Mose sprach zu Aaron und zu seinen Söhnen: Kochet das Fleisch an
dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft; und ihr sollt es
daselbst essen und das Brot, das im Korbe des Einweihungsopfers
ist, so wie ich geboten habe und gesagt: Aaron und seine Söhne
sollen es essen.
32 Und
das Übrige von dem Fleische und von dem Brote sollt ihr mit
Feuer verbrennen.
33 Und
von dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht
weggehen sieben Tage lang, bis zu dem Tage, da die Tage eures
Einweihungsopfers erfüllt sind; denn sieben Tage sollt ihr
eingeweiht werden.
34 So
wie man an diesem Tage getan, hat Jehova zu tun geboten, um
Sühnung für euch zu tun.
35 Und
ihr sollt an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft Tag und
Nacht bleiben, sieben Tage lang, und sollt die Vorschriften
Jehovas beobachten, daß ihr nicht sterbet; denn also ist mir
geboten worden.
36 Und
Aaron und seine Söhne taten alles, was Jehova durch Mose geboten
hatte.
9,1
Und es geschah am achten Tage, da rief Mose Aaron und seine
Söhne und die Ältesten Israels;
2 und
er sprach zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Sündopfer und
einen Widder zum Brandopfer, ohne Fehl, und bringe sie dar vor
Jehova.
3 Und
zu den Kindern Israel sollst du reden und sprechen: Nehmet einen
Ziegenbock zum Sündopfer und ein Kalb und ein Lamm, einjährige,
ohne Fehl, zum Brandopfer;
4 und
einen Stier und einen Widder zum Friedensopfer, um sie vor
Jehova zu opfern; und ein Speisopfer, gemengt mit Öl; denn heute
wird Jehova euch erscheinen.
5 Und
sie brachten was Mose geboten hatte, vor das Zelt der
Zusammenkunft, und die ganze Gemeinde nahte herzu und stand vor
Jehova.
6 Und
Mose sprach: Dies ist es, was Jehova geboten hat, daß ihr es tun
sollt; und die Herrlichkeit Jehovas wird euch erscheinen.
7 Und
Mose sprach zu Aaron: Nahe zum Altar, und opfere dein Sündopfer
und dein Brandopfer, und tue Sühnung für dich und für das Volk;
und opfere die Opfergabe des Volkes und tue Sühnung für sie, so
wie Jehova geboten hat.
8 Und
Aaron nahte zum Altar und schlachtete das Kalb des Sündopfers,
das für ihn war.
9 Und
die Söhne Aarons reichten ihm das Blut dar; und er tauchte
seinen Finger in das Blut und tat davon an die Hörner des
Altars, und er goß das Blut an den Fuß des Altars.
10 Und
das Fett und die Nieren und das Netz der Leber vom Sündopfer
räucherte er auf dem Altar, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
11 Und
das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer außerhalb des
Lagers.
12 Und
er schlachtete das Brandopfer; und die Söhne Aarons reichten ihm
das Blut, und er sprengte es an den Altar ringsum.
13 Und
das Brandopfer reichten sie ihm in seinen Stücken und den Kopf,
und er räucherte es auf dem Altar.
14 Und
er wusch das Eingeweide und die Schenkel und räucherte sie auf
dem Brandopfer, auf dem Altar.
15 Und
er brachte herzu die Opfergabe des Volkes und nahm den Bock des
Sündopfers, der für das Volk war, und schlachtete ihn und
opferte ihn als Sündopfer, wie das vorige.
16 Und
er brachte das Brandopfer herzu und opferte es nach der
Vorschrift.
17 Und
er brachte das Speisopfer herzu und füllte seine Hand davon und
räucherte es auf dem Altar, außer dem Morgenbrandopfer.
18 Und
er schlachtete den Stier und den Widder, das Friedensopfer,
welches für das Volk war. Und die Söhne Aarons reichten ihm das
Blut, und er sprengte es an den Altar ringsum;
19 und
die Fettstücke von dem Stier; und von dem Widder den
Fettschwanz, und das Eingeweide bedeckt und die Nieren und das
Netz der Leber;
20 und
sie legten die Fettstücke auf die Bruststücke, und er räucherte
die Fettstücke auf dem Altar.
21 Und
die Bruststücke und den rechten Schenkel webte Aaron als
Webopfer vor Jehova, so wie Mose geboten hatte.
22 Und
Aaron erhob seine Hände gegen das Volk und segnete sie; und er
stieg herab nach der Opferung des Sündopfers und des Brandopfers
und des Friedensopfers.
23 Und
Mose und Aaron gingen hinein in das Zelt der Zusammenkunft; und
sie kamen heraus und segneten das Volk. Und die Herrlichkeit
Jehovas erschien dem ganzen Volke;
24 und
es ging Feuer aus von Jehova und verzehrte auf dem Altar das
Brandopfer und die Fettstücke; und das ganze Volk sah es, und
sie jauchzten und fielen auf ihr Angesicht. kapitel
10,1
Und die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder seine
Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk
darauf und brachten fremdes Feuer vor Jehova dar, das er ihnen
nicht geboten hatte.
2 Da
ging Feuer von Jehova aus und verzehrte sie, und sie starben vor
Jehova.
3 Und
Mose sprach zu Aaron: Dies ist es, was Jehova geredet hat, indem
er sprach: In denen, die mir nahen, will ich geheiligt, und vor
dem ganzen Volke will ich verherrlicht werden. Und Aaron
schwieg.
4 Und
Mose rief Misael und Elzaphan, die Söhne Ussiels, des Oheims
Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet herzu, traget eure Brüder
von dem Heiligtum hinweg außerhalb des Lagers.
5 Und
sie traten herzu und trugen sie in ihren Leibröcken hinweg
außerhalb des Lagers, so wie Mose geredet hatte.
6 Und
Mose sprach zu Aaron und zu Eleasar und zu Ithamar, seinen
Söhnen: Eure Häupter sollt ihr nicht entblößen und eure Kleider
nicht zerreißen, damit ihr nicht sterbet, und er nicht erzürne
über die ganze Gemeinde; aber eure Brüder, das ganze Haus
Israel, sollen diesen Brand beweinen, den Jehova angerichtet
hat.
7 Und
von dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft sollt ihr nicht
weggehen, daß ihr nicht sterbet; denn das Öl der Salbung Jehovas
ist auf euch. Und sie taten nach dem Worte Moses.
8 Und
Jehova redete zu Aaron und sprach:
9 Wein
und starkes Getränk sollst du nicht trinken, du und deine Söhne
mit dir, wenn ihr in das Zelt der Zusammenkunft hineingehet, daß
ihr nicht sterbet, eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern-
10 und
damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen
und zwischen dem Reinen und dem Unreinen,
11 und
damit ihr die Kinder Israel lehret alle die Satzungen, die
Jehova durch Mose zu euch geredet hat.
12 Und
Mose redete zu Aaron und zu Eleasar und zu Ithamar, seinen
Söhnen, den übriggebliebenen: Nehmet das Speisopfer, das von den
Feueropfern Jehovas übrigbleibt, und esset es ungesäuert neben
dem Altar; denn hochheilig ist es.
13 Und
ihr sollt es essen an heiligem Orte, denn es ist dein Bestimmtes
und das Bestimmte deiner Söhne von den Feueropfern Jehovas; denn
also ist mir geboten.
14 Und
die Brust des Webopfers und den Schenkel des Hebopfers sollt ihr
essen an reinem Orte, du und deine Söhne und deine Töchter mit
dir; denn als dein Bestimmtes und das Bestimmte deiner Söhne
sind sie gegeben von den Friedensopfern der Kinder Israel.
15 Den
Schenkel des Hebopfers und die Brust des Webopfers sollen sie
nebst den Feueropfern der Fettstücke bringen, um sie als
Webopfer vor Jehova zu weben; und sie sollen dir gehören und
deinen Söhnen mit dir, als eine ewige Gebühr, so wie Jehova
geboten hat.
16 Und
Mose suchte eifrig den Bock des Sündopfers, und siehe, er war
verbrannt. Und er erzürnte über Eleasar und über Ithamar, die
Söhne Aarons, die übriggeblieben, und sprach:
17
Warum habt ihr nicht das Sündopfer an heiligem Orte gegessen?
Denn es ist hochheilig; und er hat es euch gegeben, um die
Ungerechtigkeit der Gemeinde zu tragen, um Sühnung für sie zu
tun vor Jehova.
18
Siehe, das Blut desselben ist nicht in das Innere des Heiligtums
gebracht worden; ihr sollt es jedenfalls im Heiligtum essen, so
wie ich geboten habe.
19 Und
Aaron redete zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sündopfer und
ihr Brandopfer vor Jehova dargebracht; und solches ist mir
begegnet; und hätte ich heute das Sündopfer gegessen, würde es
gut gewesen sein in den Augen Jehovas?
20 Und
Mose hörte es, und es war gut in seinen Augen.
11,1
Und Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach zu ihnen:
2
Redet zu den Kindern Israel und sprechet: Dies sind die Tiere,
die ihr essen sollt von allen Tieren, die auf der Erde sind.
3
Alles, was gespaltene Hufe, und zwar ganz gespaltene Hufe hat,
und wiederkäut unter den Tieren, das sollt ihr essen.
4 Nur
diese sollt ihr nicht essen von den wiederkäuenden und von
denen, die gespaltene Hufe haben: das Kamel, denn es wiederkäut,
aber es hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll es euch sein;
5 und
den Klippendachs, denn er wiederkäut, aber er hat keine
gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein;
6 und
den Hasen, denn er wiederkäut, aber er hat keine gespaltenen
Hufe: unrein soll er euch sein;
7 und
das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, und zwar ganz
gespaltene Hufe, aber es wiederkäut nicht: unrein soll es euch
sein.
8 Von
ihrem Fleische sollt ihr nicht essen und ihr Aas nicht anrühren:
unrein sollen sie euch sein.
9
Dieses sollt ihr essen von allem, was in den Wassern ist: alles,
was Floßfedern und Schuppen hat in den Wassern, in den Meeren
und in den Flüssen, das sollt ihr essen;
10
aber alles, was keine Floßfedern und Schuppen hat in den Meeren
und in den Flüssen, von allem Gewimmel der Wasser und von jedem
lebendigen Wesen, das in den Wassern ist, sie sollen euch ein
Greuel sein;
11 ja,
ein Greuel sollen sie euch sein: von ihrem Fleische sollt ihr
nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen.
12
Alles, was nicht Floßfedern und Schuppen hat in den Wassern,
soll euch ein Greuel sein.
13 Und
diese sollt ihr verabscheuen von den Vögeln; sie sollen nicht
gegessen werden, ein Greuel sind sie: den Adler und den
Beinbrecher und den Meeradler,
14 und
den Falken und die Weihe nach ihrer Art,
15
alle Raben nach ihrer Art,
16 und
die Straußhenne und den Straußhahn und die Seemöve und den
Habicht nach seiner Art,
17 und
die Eule und den Sturzpelikan und die Rohrdommel,
18 und
das Purpurhuhn und den Pelikan und den Aasgeier,
19 und
den Storch und den Fischreiher nach seiner Art, und den
Wiedehopf und die Fledermaus.
20
Alles geflügelte Gewürm, das auf Vieren geht, soll euch ein
Greuel sein.
21 Nur
dieses sollt ihr essen von allem geflügelten Gewürm, das auf
Vieren geht: was Schenkel hat oberhalb seiner Füße, um damit auf
der Erde zu hüpfen.
22
Diese sollt ihr von ihnen essen: den Arbeh nach seiner Art und
den Solham nach seiner Art und den Chargol nach seiner Art und
den Chagab nach seiner Art.
23
Aber alles geflügelte Gewürm, das vier Füße hat, soll euch ein
Greuel sein.
24 Und
durch diese werdet ihr euch verunreinigen; jeder, der ihr Aas
anrührt, wird unrein sein bis an den Abend;
25 und
jeder, der von ihrem Aase trägt, soll seine Kleider waschen und
wird unrein sein bis an den Abend.
26
Jedes Tier, das gespaltene Hufe, aber nicht ganz gespaltene Hufe
hat und nicht wiederkäut: Unrein sollen sie euch sein; jeder,
der sie anrührt, wird unrein sein.
27 Und
alles, was auf seinen Tatzen geht, unter allem Getier, das auf
Vieren geht, sie sollen euch unrein sein; jeder, der ihr Aas
anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
28 Und
wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und wird unrein
sein bis an den Abend; sie sollen euch unrein sein.
29 Und
diese sollen euch unrein sein unter dem Gewimmel, das auf der
Erde wimmelt: der Maulwurf und die Maus und die Eidechse nach
ihrer Art,
30 und
die Anaka und der Koach und der Letaah und der Chomet und das
Chamäleon.
31
Diese sollen euch unrein sein unter allem Gewimmel; jeder, der
sie anrührt, wenn sie tot sind, wird unrein sein bis an den
Abend.
32 Und
alles, worauf eines von ihnen fällt, wenn sie tot sind, wird
unrein sein: jedes Holzgerät oder Kleid oder Fell oder Sack,
jedes Gerät, womit eine Arbeit verrichtet wird, es soll ins
Wasser getan werden und wird unrein sein bis an den Abend; dann
wird es rein sein.
33 Und
jedes irdene Gefäß, in welches eines von ihnen hineinfällt:
alles, was darin ist, wird unrein sein, und es selbst sollt ihr
zerbrechen.
34
Alle Speise, die gegessen wird, auf welche solches Wasser kommt,
wird unrein sein; und alles Getränk, das getrunken wird, wird
unrein sein in jedem solchen Gefäße.
35 Und
alles, worauf von ihrem Aase fällt, wird unrein sein; Ofen und
Herd sollen niedergerissen werden, sie sind unrein, und unrein
sollen sie euch sein.
36
Doch Quelle und Zisterne, Wasserbehälter, werden rein sein; wer
aber das Aas darin anrührt, wird unrein sein.
37 Und
wenn von ihrem Aase auf irgend welchen Saatsamen fällt, der
gesät wird, so ist er rein;
38
wenn aber Wasser auf den Samen getan wurde, und es fällt von
ihrem Aase auf denselben, so soll er euch unrein sein.
39 Und
wenn eines von dem Vieh stirbt, das euch zur Nahrung dient: wer
dessen Aas anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
40 Und
wer von dessen Aas isset, soll seine Kleider waschen und wird
unrein sein bis an den Abend; und wer dessen Aas trägt, soll
seine Kleider waschen und wird unrein sein bis an den Abend.
41 Und
alles Gewimmel, das auf der Erde wimmelt, ist ein Greuel; es
soll nicht gegessen werden.
42
Alles was auf dem Bauche kriecht, und alles, was auf Vieren
geht, bis zu allem Vielfüßigen von allem Gewimmel, das auf der
Erde wimmelt: ihr sollt sie nicht essen; denn sie sind ein
Greuel.
43
Machet euch selbst nicht zum Greuel durch irgend ein kriechendes
Gewürm, und verunreiniget euch nicht durch sie, so daß ihr
dadurch unrein werdet.
44
Denn ich bin Jehova, euer Gott; so heiliget euch und seid
heilig, denn ich bin heilig. Und ihr sollt euch selbst nicht
verunreinigen durch irgend ein Gewürm, das sich auf der Erde
regt.
45
Denn ich bin Jehova, der euch aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: so seid heilig, denn
ich bin heilig.
46 Das
ist das Gesetz von dem Vieh und dem Gevögel und von jedem
lebendigen Wesen, das sich in den Wassern regt, und von jedem
Wesen, das auf der Erde kriecht;
47 um
zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen, und
zwischen dem Ge tier, das gegessen wird, und dem Getier, das
nicht gegessen werden soll.
12,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib empfängt und ein
männliches Kind gebiert, so wird sie unrein sein sieben Tage;
wie in den Tagen der Unreinheit ihrer Krankheit wird sie unrein
sein.
3 Und
am achten Tage soll das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten
werden.
4 Und
sie soll dreiunddreißig Tage im Blute der Reinigung bleiben;
nichts Heiliges soll sie anrühren, und zum Heiligtum soll sie
nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind.
5 Und
wenn sie ein weibliches Kind gebiert, so wird sie zwei Wochen
unrein sein, wie bei ihrer Unreinheit; und sechsundsechzig Tage
soll sie im Blute der Reinigung daheim bleiben.
6 Und
wenn die Tage ihrer Reinigung erfüllt sind für einen Sohn oder
für eine Tochter, so soll sie ein einjähriges Lamm bringen zum
Brandopfer, und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum
Sündopfer an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem
Heilige (e-r).
7 Und
er soll es vor Jehova darbringen und Sühnung für sie tun, und
sie wird rein sein von dem Flusse ihres Blutes. Das ist das
Gesetz der Gebärenden bei einem männlichen oder bei einem
weiblichen Kinde.
8 Und
wenn ihre Hand das zu einem Schafe Hinreichende nicht aufbringen
kann, so soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben
nehmen, eine zum Brandopfer und eine zum Sündopfer; und der
Heilige (e-r) soll Sühnung für sie tun, und sie wird rein sein.
13,1
Und Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2 Wenn
ein Mensch in der Haut seines Fleisches eine Erhöhung oder einen
Grind oder einen Flecken bekommt, und es wird in der Haut seines
Fleisches zu einem Aussatzübel, so soll er zu Aaron, dem Heilige
(e-r), gebracht werden, oder zu einem von seinen Söhnen, den
Heilige (e-r)n.
3 Und
besieht der Heilige (e-r) das Übel in der Haut des Fleisches,
und das Haar in dem Übel hat sich in weiß verwandelt, und das
Übel erscheint tiefer als die Haut seines Fleisches, so ist es
das Übel des Aussatzes; und sieht es der Heilige (e-r), so soll
er ihn für unrein erklären.
4 Und
wenn der Flecken in der Haut seines Fleisches weiß ist, und er
nicht tiefer erscheint als die Haut, und sein Haar hat sich
nicht in weiß verwandelt, so soll der Heilige (e-r) den, der das
Übel hat, sieben Tage einschließen.
5 Und
besieht es der Heilige (e-r) am siebten Tage, und siehe, das
Übel ist in seinen Augen stehen geblieben, das Übel hat nicht um
sich gegriffen in der Haut, so soll der Heilige (e-r) ihn zum
zweiten Male sieben Tage einschließen.
6 Und
besieht es der Heilige (e-r) am siebten Tage zum zweiten Male,
und siehe, das Übel ist blaß geworden, und das Übel hat nicht um
sich gegriffen in der Haut, so soll der Heilige (e-r) ihn für
rein erklären: es ist ein Grind; und er soll seine Kleider
waschen, und er ist rein.
7 Wenn
aber der Grind in der Haut um sich greift, nachdem er sich dem
Heilige (e-r) gezeigt hat zu seiner Reinigung, so soll er sich
dem Heilige (e-r) zum zweiten Male zeigen;
8 und
besieht ihn der Heilige (e-r), und siehe, der Grind hat in der
Haut um sich gegriffen, so soll der Heilige (e-r) ihn für unrein
erklären: es ist der Aussatz.
9 Wenn
ein Aussatzübel an einem Menschen entsteht, so soll er zu dem
Heilige (e-r) gebracht werden.
10 Und
besieht ihn der Heilige (e-r), und siehe, es ist eine weiße
Erhöhung in der Haut, und sie hat das Haar in weiß verwandelt,
und ein Mal rohen Fleisches ist in der Erhöhung,
11 so
ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches, und der
Heilige (e-r) soll ihn für unrein erklären; er soll ihn nicht
einschließen, denn er ist unrein.
12
Wenn aber der Aussatz in der Haut ausbricht, und der Aussatz die
ganze Haut dessen, der das Übel hat, bedeckt, von seinem Kopfe
bis zu seinen Füßen, wohin auch die Augen des Heilige (e-r)s
blicken;
13 und
der Heilige (e-r) besieht ihn, und siehe, der Aussatz hat sein
ganzes Fleisch bedeckt, so soll er den, der das Übel hat, für
rein erklären; hat es sich ganz in weiß verwandelt, so ist er
rein.
14 An
dem Tage aber, da rohes Fleisch an ihm gesehen wird, wird er
unrein sein.
15 Und
sieht der Heilige (e-r) das rohe Fleisch, so soll er ihn für
unrein erklären; das rohe Fleisch ist unrein: es ist der
Aussatz.
16
Wenn aber das rohe Fleisch sich ändert und in weiß verwandelt
wird, so soll er zu dem Heilige (e-r) kommen;
17 und
besieht ihn der Heilige (e-r), und siehe, das Übel ist in weiß
verwandelt, so soll der Heilige (e-r) den, der das Übel hat, für
rein erklären: er ist rein.
18 Und
wenn im Fleische, in dessen Haut, eine Beule entsteht und wieder
heilt,
19 und
es entsteht an der Stelle der Beule eine weiße Erhöhung oder ein
weiß-rötlicher Flecken, so soll er sich dem Heilige (e-r)
zeigen;
20 und
besieht ihn der Heilige (e-r), und siehe, der Flecken erscheint
niedriger als die Haut, und sein Haar hat sich in weiß
verwandelt, so soll der Heilige (e-r) ihn für unrein erklären;
es ist das Übel des Aussatzes, er ist in der Beule ausgebrochen.
21 Und
wenn der Heilige (e-r) ihn besieht, und siehe, es ist kein
weißes Haar darin, und der Flecken ist nicht niedriger als die
Haut und ist blaß, so soll der Heilige (e-r) ihn sieben Tage
einschließen.
22
Wenn er aber in der Haut um sich greift, so soll der Heilige
(e-r) ihn für unrein erklären: es ist das Übel.
23 Und
wenn der Flecken an seiner Stelle stehen bleibt, wenn er nicht
um sich gegriffen hat, so ist es die Narbe der Beule; und der
Heilige (e-r) soll ihn für rein erklären.
24
Oder wenn in der Haut des Fleisches eine feurige Entzündung
entsteht, und das Mal der Entzündung wird ein weißrötlicher oder
weißer Flecken,
25 und
der Heilige (e-r) besieht ihn, und siehe, das Haar ist in weiß
verwandelt in dem Flecken, und er erscheint tiefer als die Haut,
so ist es der Aussatz; er ist in der Entzündung ausgebrochen,
und der Heilige (e-r) soll ihn für unrein erklären: es ist das
Übel des Aussatzes.
26 Und
wenn der Heilige (e-r) ihn besieht, und siehe, es ist kein
weißes Haar in dem Flecken, und er ist nicht niedriger als die
Haut und ist blaß, so soll der Heilige (e-r) ihn sieben Tage
einschließen.
27 Und
der Heilige (e-r) soll ihn am siebten Tage besehen; wenn er in
der Haut um sich greift, so soll der Heilige (e-r) ihn für
unrein erklären: es ist das Übel des Aussatzes.
28 Und
wenn der Flecken an seiner Stelle stehen bleibt, wenn er nicht
um sich gegriffen hat in der Haut und ist blaß, so ist es die
Erhöhung der Entzündung; und der Heilige (e-r) soll ihn für rein
erklären, denn es ist die Narbe der Entzündung.
29 Und
wenn ein Mann oder ein Weib ein Übel am Haupte oder am Barte
bekommt,
30 und
der Heilige (e-r) besieht das Übel, und siehe, es erscheint
tiefer als die Haut, und goldgelbes, dünnes Haar ist darin, so
soll der Heilige (e-r) ihn für unrein erklären: es ist Schorf,
es ist der Aussatz des Hauptes oder des Bartes.
31 Und
wenn der Heilige (e-r) das Übel des Schorfes besieht, und siehe,
es erscheint nicht tiefer als die Haut, und es ist kein
schwarzes Haar darin, so soll der Heilige (e-r) den, der das
Übel des Schorfes hat, sieben Tage einschließen.
32 Und
besieht der Heilige (e-r) das Übel am siebten Tage, und siehe,
der Schorf hat nicht um sich gegriffen, und es ist kein
goldgelbes Haar darin, und der Schorf erscheint nicht tiefer als
die Haut,
33 so
soll er sich scheren; aber den Schorf soll er nicht scheren; und
der Heilige (e-r) schließe den, der den Schorf hat, zum zweiten
Male sieben Tage ein.
34 Und
besieht der Heilige (e-r) den Schorf am siebten Tage, und siehe,
der Schorf hat nicht um sich gegriffen in der Haut, und er
erscheint nicht tiefer als die Haut, so soll der Heilige (e-r)
ihn für rein erklären; und er soll seine Kleider waschen, und er
ist rein.
35
Wenn aber, nach seiner Reinigung, der Schorf in der Haut um sich
greift,
36 und
der Heilige (e-r) besieht ihn, und siehe, der Schorf hat in der
Haut um sich gegriffen, so soll der Heilige (e-r) nicht nach dem
goldgelben Haare forschen; er ist unrein.
37 Und
wenn in seinen Augen der Schorf stehen geblieben ist, und es ist
schwarzes Haar darin gewachsen, so ist der Schorf geheilt; er
ist rein, und der Heilige (e-r) soll ihn für rein erklären.
38 Und
wenn ein Mann oder ein Weib in der Haut ihres Fleisches Flecken
bekommen, weiße Flecken,
39 und
der Heilige (e-r) besieht sie, und siehe, in der Haut ihres
Fleisches sind blasse, weiße Flecken, so ist es ein Ausschlag,
der in der Haut ausgebrochen ist: er ist rein.
40 Und
wenn einem Manne das Haupthaar ausfällt, so ist er ein
Glatzkopf: er ist rein;
41 und
wenn ihm das Haupthaar gegen das Gesicht zu ausfällt, so ist er
ein Kahlkopf: er ist rein.
42 Und
wenn an der Hinteroder an der Vorderglatze ein weiß-rötliches
Übel ist, so ist es der Aussatz, der an seiner Hinter-oder an
seiner Vorderglatze ausgebrochen ist.
43 Und
besieht ihn der Heilige (e-r), und siehe, die Erhöhung des Übels
ist weiß-rötlich an seiner Hinter-oder an seiner Vorderglatze,
gleich dem Aussehen des Aussatzes in der Haut des Fleisches,
44 so
ist er ein aussätziger Mann: Er ist unrein; der Heilige (e-r)
soll ihn für gänzlich unrein erklären; sein Übel ist an seinem
Haupte.
45 Und
der Aussätzige, an dem das Übel ist, seine Kleider sollen
zerrissen, und sein Haupt soll entblößt sein, und er soll seinen
Bart verhüllen und ausrufen: Unrein, unrein!
46
Alle die Tage, da das Übel an ihm ist, soll er unrein sein; er
ist unrein: allein soll er wohnen, außerhalb des Lagers soll
seine Wohnung sein.
47 Und
wenn an einem Kleide ein Aussatzübel entsteht, an einem Kleide
von Wolle oder an einem Kleide von Linnen;
48
oder an einer Kette oder an einem Einschlag von Linnen oder von
Wolle; oder an einem Felle oder an irgend einem Fellwerk;
49 und
das Übel ist grünlich oder rötlich am Kleide, oder am Felle,
oder an der Kette oder am Einschlag, oder an irgend einem Gerät
von Fell, so ist es das Übel des Aussatzes, und man soll es den
Heilige (e-r) besehen lassen.
50 Und
der Heilige (e-r) besehe das Übel und schließe das, woran das
Übel ist, sieben Tage ein.
51 Und
sieht er das Übel am siebten Tage, daß das Übel um sich
gegriffen hat am Kleide, oder an der Kette oder am Einschlag,
oder am Felle nach allem, wozu das Fell verarbeitet wird, so ist
das Übel ein fressender Aussatz: es ist unrein.
52 Und
man soll das Kleid, oder die Kette oder den Einschlag von Wolle
oder von Linnen, oder jedes Gerät von Fell, woran das Übel ist,
verbrennen; denn es ist ein fressender Aussatz: es soll mit
Feuer verbrannt werden.
53 Und
wenn der Heilige (e-r) es besieht, und siehe, das Übel hat nicht
um sich gegriffen am Kleide, oder an der Kette oder am
Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell,
54 so
soll der Heilige (e-r) gebieten, daß man das wasche, woran das
Übel ist; und er soll es zum zweiten Male sieben Tage
einschließen.
55 Und
besieht der Heilige (e-r) das Übel nach dem Waschen, und siehe,
das Übel hat sein Aussehen nicht geändert, und das Übel hat
nicht um sich gegriffen, so ist es unrein; du sollst es mit
Feuer verbrennen: es ist eine Vertiefung auf seiner kahlen
Hinter-oder Vorderseite.
56 Und
wenn der Heilige (e-r) es besieht, und siehe, das Übel ist blaß
geworden nach dem Waschen, so soll er es abreißen vom Kleide,
oder vom Felle, oder von der Kette oder vom Einschlag.
57 Und
wenn es noch gesehen wird am Kleide, oder an der Kette oder am
Einschlag, oder an irgend einem Gerät von Fell, so ist es ein
ausbrechender Aussatz: du sollst mit Feuer verbrennen, woran das
Übel ist.
58 Und
das Kleid, oder die Kette oder der Einschlag, oder irgend ein
Gerät von Fell, das du wäschest, und das Übel weicht daraus: es
soll zum zweiten Male gewaschen werden, und es ist rein.
59 Das
ist das Gesetz des Aussatzübels an einem Kleide von Wolle oder
von Linnen, oder an einer Kette oder an einem Einschlag, oder an
irgend einem Gerät von Fell, um es für rein oder für unrein zu
erklären.
14,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Dies
soll das Gesetz des Aussätzigen sein am Tage seiner Reinigung:
Er soll zu dem Heilige (e-r) gebracht werden;
3 und
der Heilige (e-r) soll außerhalb des Lagers gehen; und besieht
ihn der Heilige (e-r), und siehe, das Übel des Aussatzes ist
heil geworden an dem Aussätzigen,
4 so
soll der Heilige (e-r) gebieten, daß man für den, der zu
reinigen ist, zwei lebendige, reine Vögel nehme und Cedernholz
und Karmesin und Ysop.
5 Und
der Heilige (e-r) soll gebieten, daß man den einen Vogel
schlachte in ein irdenes Gefäß über lebendigem Wasser.
6 Den
lebendigen Vogel soll er nehmen, ihn und das Cedernholz und das
Karmesin und den Ysop, und dieses und den lebendigen Vogel in
das Blut des Vogels tauchen, der geschlachtet worden ist über
dem lebendigen Wasser;
7 und
er soll auf den, der vom Aussatze zu reinigen ist, siebenmal
sprengen und ihn für rein erklären; und den lebendigen Vogel
soll er ins freie Feld fliegen lassen.
8 Und
der zu reinigen ist, soll seine Kleider waschen und all sein
Haar scheren und sich im Wasser baden; und er ist rein. Und
danach darf er ins Lager kommen, aber er soll sieben Tage
außerhalb seines Zeltes bleiben.
9 Und
es soll geschehen, am siebten Tage soll er all sein Haar
scheren, sein Haupt und seinen Bart und seine Augenbrauen; ja,
all sein Haar soll er scheren und seine Kleider waschen und sein
Fleisch im Wasser baden; und er ist rein.
10 Und
am achten Tage soll er zwei Lämmer nehmen, ohne Fehl, und ein
weibliches Lamm, einjährig, ohne Fehl, und drei Zehntel
Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer, und ein Log Öl.
11 Und
der reinigende Heilige (e-r) soll den Mann, der zu reinigen ist,
und diese Dinge vor Jehova stellen an den Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft.
12 Und
der Heilige (e-r) nehme das eine Lamm und bringe es zum
Schuldopfer dar mit dem Log Öl und webe sie als Webopfer vor
Jehova;
13 Und
er schlachte das Lamm an dem Orte, wo man das Sündopfer und das
Brandopfer schlachtet, an heiligem Orte; denn wie das Sündopfer,
so gehört das Schuldopfer dem Heilige (e-r): es ist hochheilig.
14 Und
der Heilige (e-r) nehme von dem Blute des Schuldopfers, und der
Heilige (e-r) tue es auf das rechte Ohrläppchen dessen, der zu
reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die
große Zehe seines rechten Fußes.
15 Und
der Heilige (e-r) nehme von dem Log Öl und gieße es in seine
linke Hand;
16 und
der Heilige (e-r) tauche seinen rechten Finger in das Öl, das in
seiner linken Hand ist, und sprenge von dem Öle mit seinem
Finger siebenmal vor Jehova.
17 Und
von dem Übrigen des Öles, das in seiner Hand ist, soll der
Heilige (e-r) auf das rechte Ohrläppchen dessen tun, der zu
reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die
große Zehe seines rechten Fußes, auf das Blut des Schuldopfers.
18 Und
das Übrige des Öles, das in der Hand des Heilige (e-r)s ist,
soll er auf das Haupt dessen tun, der zu reinigen ist; und der
Heilige (e-r) soll Sühnung für ihn tun vor Jehova.
19 Und
der Heilige (e-r) soll das Sündopfer opfern und Sühnung tun für
den, der von seiner Unreinheit zu reinigen ist; und danach soll
er das Brandopfer schlachten.
20 Und
der Heilige (e-r) soll das Brandopfer und das Speisopfer auf dem
Altar opfern. Und so tue der Heilige (e-r) Sühnung für ihn; und
er ist rein.
21 Und
wenn er arm ist und seine Hand es nicht aufbringen kann, so soll
er ein Lamm als Schuldopfer nehmen zum Webopfer, um Sühnung für
ihn zu tun; und ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, zum
Speisopfer, und ein Log Öl;
22 und
zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die seine Hand
aufbringen kann; und die eine soll ein Sündopfer und die andere
ein Brandopfer sein.
23 Und
er soll sie am achten Tage seiner Reinigung zu dem Heilige (e-r)
bringen an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jehova.
24 Und
der Heilige (e-r) nehme das Lamm des Schuldopfers und das Log
Öl, und der Heilige (e-r) webe sie als Webopfer vor Jehova.
25 Und
er schlachte das Lamm des Schuldopfers; und der Heilige (e-r)
nehme von dem Blute des Schuldopfers und tue es auf das rechte
Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen
seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
26 Und
der Heilige (e-r) gieße von dem Öle in seine linke Hand;
27 und
der Heilige (e-r) sprenge mit seinem rechten Finger von dem Öle,
das in seiner linken Hand ist, siebenmal vor Jehova.
28 Und
der Heilige (e-r) tue von dem Öle, das in seiner Hand ist, auf
das rechte Ohrläppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den
Daumen seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten
Fußes, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers.
29 Und
das Übrige des Öles, das in der Hand des Heilige (e-r)s ist,
soll er auf das Haupt dessen tun, der zu reinigen ist, um
Sühnung für ihn zu tun vor Jehova.
30 Und
er soll die eine von den Turteltauben oder von den jungen Tauben
opfern, von dem, was seine Hand aufbringen kann,
31
das, was seine Hand aufbringen kann: Die eine als Sündopfer und
die andere als Brandopfer, nebst dem Speisopfer. Und so tue der
Heilige (e-r) Sühnung vor Jehova für den, der zu reinigen ist.
32 Das
ist das Gesetz für den, an welchem das Übel des Aussatzes ist,
dessen Hand bei seiner Reinigung nicht aufbringen kann, was
vorgeschrieben ist.
33 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
34
Wenn ihr in das Land Kanaan kommet, das ich euch zum Eigentum
gebe, und ich ein Aussatzübel an ein Haus setze im Lande eures
Eigentums,
35 so
soll der, dem das Haus gehört, kommen und es dem Heilige (e-r)
anzeigen und sprechen: Es sieht mir aus wie ein Übel am Hause.
36 Und
der Heilige (e-r) soll gebieten, daß man das Haus ausräume, ehe
der Heilige (e-r) hineingeht, das Übel zu besehen, damit nicht
unrein werde alles, was im Hause ist; und danach soll der
Heilige (e-r) hineingehen, das Haus zu besehen.
37 Und
besieht er das Übel, und siehe, das Übel ist an den Wänden des
Hauses, grünliche oder rötliche Vertiefungen, und sie erscheinen
tiefer als die Wand,
38 so
soll der Heilige (e-r) aus dem Hause hinaus an den Eingang des
Hauses gehen und das Haus sieben Tage verschließen.
39 Und
der Heilige (e-r) soll am siebten Tage wiederkommen; und besieht
er es, und siehe, das Übel hat um sich gegriffen an den Wänden
des Hauses,
40 so
soll der Heilige (e-r) gebieten, daß man die Steine, an denen
das Übel ist, herausreiße, und sie hinauswerfe außerhalb der
Stadt an einen unreinen Ort.
41 Und
das Haus soll man inwendig ringsum abkratzen, und den Lehm, den
man abgekratzt hat, hinausschütten außerhalb der Stadt an einen
unreinen Ort.
42 Und
man soll andere Steine nehmen und sie an die Stelle der Steine
bringen, und man soll anderen Lehm nehmen und das Haus bewerfen.
43 Und
wenn das Übel wiederkehrt und am Hause ausbricht nach dem
Ausreißen der Steine und nach dem Abkratzen des Hauses und nach
dem Bewerfen,
44 so
soll der Heilige (e-r) kommen; und besieht er es, und siehe, das
Übel hat um sich gegriffen am Hause, so ist es ein fressender
Aussatz am Hause: es ist unrein.
45 Und
man soll das Haus niederreißen, seine Steine und sein Holz und
allen Lehm des Hauses, und es hinausschaffen außerhalb der Stadt
an einen unreinen Ort.
46 Und
wer in das Haus hineingeht, so lange es verschlossen ist, wird
unrein bis an den Abend;
47 und
wer in dem Hause schläft, soll seine Kleider waschen; und wer in
dem Hause isset, soll seine Kleider waschen.
48
Wenn aber der Heilige (e-r) hineingeht und es besieht, und
siehe, das Übel hat nicht um sich gegriffen am Hause nach dem
Bewerfen des Hauses, so soll der Heilige (e-r) das Haus für rein
erklären; denn das Übel ist heil geworden.
49 Und
er soll, um das Haus zu entsündigen, zwei Vögel nehmen und
Cedernholz und Karmesin und Ysop;
50 und
er schlachte den einen Vogel in ein irdenes Gefäß über
lebendigem Wasser;
51 und
er nehme das Cedernholz und den Ysop und das Karmesin und den
lebendigen Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten
Vogels und in das lebendige Wasser und besprenge das Haus
siebenmal;
52 und
er entsündige das Haus mit dem Blute des Vogels und mit dem
lebendigen Wasser und mit dem lebendigen Vogel und mit dem
Cedernholz und mit dem Ysop und mit dem Karmesin;
53 und
den lebendigen Vogel soll er ins freie Feld fliegen lassen
außerhalb der Stadt. Und so tue er Sühnung für das Haus; und er
wird rein sein.
54 Das
ist das Gesetz für alles Übel des Aussatzes und für den Schorf,
55 und
für den Aussatz der Kleider und der Häuser,
56 und
für die Erhöhung und für den Grind und für den Flecken;
57 um
zu belehren, wann für unrein und wann für rein zu erklären ist:
das ist das Gesetz des Aussatzes.
15,1
Und Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2
Redet zu den Kindern Israel und sprechet zu ihnen: Wenn irgend
ein Mann an seinem Fleische flüssig ist, so ist er unrein durch
seinen Fluß.
3 Und
dies wird seine Unreinheit sein bei seinem Flusse: Läßt sein
Fleisch seinen Fluß triefen, oder hält sein Fleisch seinen Fluß
zurück, so ist das seine Unreinheit.
4
Jedes Lager, worauf der Flüssige liegt, wird unrein sein, und
jedes Gerät, worauf er sitzt, wird unrein sein.
5 Und
wer sein Lager anrührt, soll seine Kleider waschen und sich im
Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.
6 Und
wer sich auf das Gerät setzt, worauf der Flüssige gesessen hat,
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird
unrein sein bis an den Abend.
7 Und
wer das Fleisch des Flüssigen anrührt, soll seine Kleider
waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an
den Abend.
8 Und
wenn der Flüssige auf einen Reinen speit, so soll dieser seine
Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein
sein bis an den Abend.
9 Und
jeder Wagen, auf welchem der Flüssige fährt, wird unrein sein.
10 Und
jeder, der irgend etwas anrührt, was er unter sich hat, wird
unrein sein bis an den Abend; und wer es trägt, soll seine
Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein
sein bis an den Abend.
11 Und
jeder, den der Flüssige anrührt, und er hat seine Hände nicht im
Wasser abgespült, der soll seine Kleider waschen und sich im
Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.
12 Und
das irdene Gefäß, das der Flüssige anrührt, soll zerbrochen
werden, und jedes hölzerne Gefäß soll im Wasser gespült werden.
13 Und
wenn der Flüssige rein wird von seinem Flusse, so soll er sich
sieben Tage zählen zu seiner Reinigung; und er soll seine
Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden, und
er wird rein sein.
14 Und
am achten Tage soll er sich zwei Turteltauben oder zwei junge
Tauben nehmen und vor Jehova kommen an den Eingang des Zeltes
der Zusammenkunft und sie dem Heilige (e-r) geben;
15 und
der Heilige (e-r) soll sie opfern, die eine als Sündopfer und
die andere als Brandopfer. Und so tue der Heilige (e-r) Sühnung
für ihn vor Jehova wegen seines Flusses.
16 Und
wenn einem Manne der Samenerguß entgeht, so soll er sein ganzes
Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den
Abend.
17 Und
jedes Kleid und jedes Fell, worauf der Samenerguß kommt, soll im
Wasser gewaschen werden, und es wird unrein sein bis an den
Abend.
18 Und
ein Weib, bei welchem ein Mann liegt mit Samenerguß, sie sollen
sich im Wasser baden, und werden unrein sein bis an den Abend.
19 Und
wenn ein Weib flüssig ist, und ihr Fluß an ihrem Fleische Blut
ist, so soll sie sieben Tage in ihrer Unreinheit sein; und
jeder, der sie anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
20 Und
alles, worauf sie in ihrer Unreinheit liegt, wird unrein sein,
und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein.
21 Und
jeder, der ihr Lager anrührt, soll seine Kleider waschen und
sich im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend.
22 Und
jeder, der irgend ein Gerät anrührt, worauf sie gesessen hat,
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird
unrein sein bis an den Abend.
23 Und
wenn etwas auf dem Lager oder auf dem Gerät ist, worauf sie
gesessen hat, wenn er es anrührt, wird er unrein sein bis an den
Abend.
24 Und
wenn etwa ein Mann neben ihr liegt, und ihre Unreinigkeit kommt
an ihn, so wird er sieben Tage unrein sein; und jedes Lager,
worauf er liegt, wird unrein sein.
25 Und
wenn ein Weib ihren Blutfluß viele Tage hat außer der Zeit ihrer
Unreinheit, oder wenn sie den Fluß hat über ihre Unreinheit
hinaus, so soll sie alle die Tage des Flusses ihrer Unreinigkeit
sein wie in den Tagen ihrer Unreinheit: sie ist unrein.
26
Jedes Lager, worauf sie alle Tage ihres Flusses liegt, soll ihr
sein wie das Lager ihrer Unreinheit, und jedes Gerät, worauf sie
sitzt, wird unrein sein nach der Unreinigkeit ihrer Unreinheit.
27 Und
jeder, der es anrührt, wird unrein sein; und er soll seine
Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird unrein
sein bis an den Abend.
28 Und
wenn sie rein geworden ist von ihrem Flusse, so soll sie sich
sieben Tage zählen, und danach wird sie rein sein.
29 Und
am achten Tage soll sie sich zwei Turteltauben oder zwei junge
Tauben nehmen und sie zu dem Heilige (e-r) bringen an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft;
30 und
der Heilige (e-r) soll die eine als Sündopfer und die andere als
Brandopfer opfern. Und so tue der Heilige (e-r) Sühnung für sie
vor Jehova wegen des Flusses ihrer Unreinigkeit.
31 Und
ihr sollt die Kinder Israel absondern von ihrer Unreinigkeit,
daß sie nicht in ihrer Unreinigkeit sterben, indem sie meine
Wohnung verunreinigen, die in ihrer Mitte ist.
32 Das
ist das Gesetz für den Flüssigen und für den, dem der Samenerguß
entgeht, so daß er durch ihn unrein wird;
33 und
für die, welche krank ist in ihrer Unreinheit, und für den, der
seinen Fluß hat, es sei Mann oder Weib, und für den Mann, der
neben einer Unreinen liegt.
16,1
Und Jehova redete zu Mose nach dem Tode der beiden Söhne Aarons,
als sie vor Jehova nahten und starben;
2 und
Jehova sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, daß er nicht
zu aller Zeit in das Heiligtum hineingehe innerhalb des
Vorhangs, vor den Deckel, der auf der Lade ist, damit er nicht
sterbe; denn ich erscheine in der Wolke über dem Deckel.
3 Auf
diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem
jungen Farren zum Sündopfer und einem Widder zum Brandopfer.
4 Er
soll einen heiligen Leibrock von Linnen anziehen, und
Beinkleider von Linnen sollen auf seinem Fleische sein, und mit
einem Gürtel von Linnen soll er sich umgürten, und einen
Kopfbund von Linnen sich umbinden: das sind heilige Kleider; und
er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie anziehen.
5 Und
von der Gemeinde der Kinder Israel soll er zwei Ziegenböcke
nehmen zum Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.
6 Und
Aaron soll den Farren des Sündopfers, der für ihn ist,
herzubringen und Sühnung tun für sich und für sein Haus.
7 Und
er soll die zwei Böcke nehmen und sie vor Jehova stellen an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
8 Und
Aaron soll Lose werfen über die zwei Böcke, ein Los für Jehova
und ein Los für den Laufziegenbock.
9 Und
Aaron soll den Bock herzubringen, auf welchen das Los für Jehova
gefallen ist, und ihn opfern als Sündopfer.
10 Und
der Bock, auf welchen das Los für den Laufziegenbock gefallen
ist, soll lebendig vor Jehova gestellt werden, um auf ihm
Sühnung zu tun, um ihn als den Laufziegenbock fortzuschicken in
die Wüste.
11 Und
Aaron bringe den Farren des Sündopfers, der für ihn ist, herzu
und tue Sühnung für sich und für sein Haus, und schlachte den
Farren des Sündopfers, der für ihn ist.
12 Und
er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar, vor Jehova,
und seine beiden Hände voll wohlriechenden, kleingestoßenen
Räucherwerks, und bringe es innerhalb des Vorhangs.
13 Und
er lege das Räucherwerk auf das Feuer vor Jehova, damit die
Wolke des Räucherwerks den Deckel bedecke, der auf dem Zeugnis
ist, und er nicht sterbe.
14 Und
er nehme von dem Blute des Farren und sprenge mit seinem Finger
auf die Vorderseite des Deckels gegen Osten; und vor den Deckel
soll er von dem Blute siebenmal sprengen mit seinem Finger.
15 Und
er schlachte den Bock des Sündopfers, der für das Volk ist, und
bringe sein Blut innerhalb des Vorhangs, und tue mit seinem
Blute, so wie er mit dem Blute des Farren getan hat, und sprenge
es auf den Deckel und vor den Deckel;
16 Und
er tue Sühnung für das Heiligtum wegen der Unreinigkeiten der
Kinder Israel und wegen ihrer Übertretungen, nach allen ihren
Sünden; und ebenso soll er für das Zelt der Zusammenkunft tun,
das bei ihnen weilt, inmitten ihrer Unreinigkeiten.
17 Und
kein Mensch soll in dem Zelte der Zusammenkunft sein, wenn er
hineingeht, um Sühnung zu tun im Heiligtum, bis er hinausgeht.
Und so tue er Sühnung für sich und für sein Haus und für die
ganze Versammlung Israels.
18 Und
er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor Jehova ist, und
Sühnung für ihn tun; und er nehme von dem Blute des Farren und
von dem Blute des Bockes und tue es an die Hörner des Altars
ringsum,
19 und
sprenge von dem Blute mit seinem Finger siebenmal an denselben
und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinigkeiten der
Kinder Israel.
20 Und
hat er die Sühnung des Heiligtums und des Zeltes der
Zusammenkunft und des Altars vollendet, so soll er den
lebendigen Bock herzubringen.
21 Und
Aaron lege seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes
und bekenne auf ihn alle Ungerechtigkeiten der Kinder Israel und
alle ihre Übertretungen nach allen ihren Sünden; und er lege sie
auf den Kopf des Bockes und schicke ihn durch einen
bereitstehenden Mann fort in die Wüste,
22
damit der Bock alle ihre Ungerechtigkeiten auf sich trage in ein
ödes Land; und er schicke den Bock fort in die Wüste.
23 Und
Aaron soll in das Zelt der Zusammenkunft hineingehen und die
Kleider von Linnen ausziehen, die er anzog, als er in das
Heiligtum hineinging, und sie dort niederlegen;
24 und
er soll sein Fleisch im Wasser baden an heiligem Orte und seine
Kleider anziehen; und er soll hinausgehen und sein Brandopfer
und das Brandopfer des Volkes opfern und Sühnung tun für sich
und für das Volk.
25 Und
das Fett des Sündopfers soll er auf dem Altar räuchern.
26 Und
wer den Bock als Asasel fortführt, soll seine Kleider waschen
und sein Fleisch im Wasser baden; und danach darf er ins Lager
kommen.
27 Und
den Farren des Sündopfers und den Bock des Sündopfers, deren
Blut hineingebracht worden ist, um Sühnung zu tun im Heiligtum,
soll man hinausschaffen außerhalb des Lagers, und ihre Häute und
ihr Fleisch und ihren Mist mit Feuer verbrennen.
28 Und
der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch
im Wasser baden; und danach darf er ins Lager kommen.
29 Und
dies soll euch zur ewigen Satzung sein: Im siebten Monat, am
Zehnten des Monats, sollt ihr eure Seelen kasteien und keinerlei
Arbeit tun, der Eingeborene und der Fremdling, der in eurer
Mitte weilt;
30
denn an diesem Tage wird man Sühnung für euch tun, um euch zu
reinigen: von allen euren Sünden werdet ihr rein sein vor
Jehova.
31 Ein
Sabbath der Ruhe soll er euch sein, und ihr sollt eure Seelen
kasteien, eine ewige Satzung.
32 Und
es soll Sühnung tun der Heilige (e-r), den man salben und den
man weihen wird, um den Heilige (e-r)dienst auszuüben an seines
Vaters Statt; und er soll die Kleider von Linnen anziehen, die
heiligen Kleider;
33 und
er soll Sühnung tun für das heilige Heiligtum und für das Zelt
der Zusammenkunft, und für den Altar soll er Sühnung tun, und
für die Heilige (e-r) und für das ganze Volk der Gemeinde soll
er Sühnung tun.
34 Und
das soll euch zur ewigen Satzung sein, um für die Kinder Israel
Sühnung zu tun wegen aller ihrer Sünden einmal im Jahre. Und er
tat, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
17,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Dies ist es, was Jehova geboten und gesagt hat:
3
Jedermann aus dem Hause Israel, der ein Rind oder ein Schaf oder
eine Ziege im Lager schlachtet, oder der außerhalb des Lagers
schlachtet,
4 und
es nicht an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft gebracht
hat, um es Jehova als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung
Jehovas, selbigem Manne soll Blut zugerechnet werden: Blut hat
er vergossen, und selbiger Mann soll ausgerottet werden aus der
Mitte seines Volkes;
5 auf
daß die Kinder Israel ihre Schlachtopfer bringen, die sie auf
freiem Felde schlachten, daß sie sie Jehova bringen an den
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft zu dem Heilige (e-r) und
sie als Friedensopfer dem Jehova schlachten.
6 Und
der Heilige (e-r) soll das Blut an den Altar Jehovas sprengen
vor dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft und das Fett
räuchern zum lieblichen Geruch dem Jehova.
7 Und
sie sollen nicht mehr ihre Schlachtopfer den Dämonen schlachten,
denen sie nachhuren. Das soll ihnen eine ewige Satzung sein bei
ihren Geschlechtern.
8 Und
du sollst zu ihnen sagen: Jedermann aus dem Hause Israel und von
den Fremdlingen, die in ihrer Mitte weilen, der ein Brandopfer
oder Schlachtopfer opfert
9 und
es nicht an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft bringt, um
es Jehova zu opfern, selbiger Mann soll ausgerottet werden aus
seinen Völkern.
10 Und
jedermann aus dem Hause Israel und von den Fremdlingen, die in
ihrer Mitte weilen, der irgend Blut essen wird, wider die Seele,
die das Blut isset, werde ich mein Angesicht richten und sie
ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
11
Denn die Seele des Fleisches ist im Blute, und ich habe es euch
auf den Altar gegeben, um Sühnung zu tun für eure Seelen; denn
das Blut ist es, welches Sühnung tut durch die Seele.
12
Darum habe ich zu den Kindern Israel gesagt: Niemand von euch
soll Blut essen; auch der Fremdling, der in eurer Mitte weilt,
soll nicht Blut essen.
13 Und
jedermann von den Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in
eurer Mitte weilen, der ein Wildbret oder einen Vogel erjagt,
die gegessen werden, soll ihr Blut ausfließen lassen und es mit
Erde bedecken.
14
Denn die Seele alles Fleisches: sein Blut, das ist seine Seele;
und ich habe zu den Kindern Israel gesagt: Das Blut irgend
welches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles
Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isset, soll ausgerottet
werden.
15 Und
jeder, der ein Aas oder Zerrissenes isset, er sei Eingeborener
oder Fremdling, der soll seine Kleider waschen und sich im
Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den Abend; dann
wird er rein sein.
16 Und
wenn er sie nicht wäscht und sein Fleisch nicht badet, so wird
er seine Ungerechtigkeit tragen.
18,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin Jehova, euer
Gott.
3 Nach
dem Tun des Landes Ägypten, in welchem ihr gewohnt habt, sollt
ihr nicht tun; und nach dem Tun des Landes Kanaan, wohin ich
euch bringe, sollt ihr nicht tun; und in ihren Satzungen sollt
ihr nicht wandeln.
4
Meine Rechte sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr
beobachten, darin zu wandeln. Ich bin Jehova, euer Gott.
5 Und
meine Satzungen und meine Rechte sollt ihr beobachten, durch
welche der Mensch, wenn er sie tut, leben wird. Ich bin Jehova.
6 Kein
Mensch soll sich irgend einer seiner Blutsverwandten nahen, um
ihre Blöße aufzudecken. Ich bin Jehova.
7 Die
Blöße deines Vaters und die Blöße deiner Mutter sollst du nicht
aufdecken; sie ist deine Mutter, du sollst ihre Blöße nicht
aufdecken;
8 Die
Blöße des Weibes deines Vaters sollst du nicht aufdecken; es ist
die Blöße deines Vaters.
9 Die
Blöße deiner Schwester, der Tochter deines Vaters, oder der
Tochter deiner Mutter, daheim geboren oder draußen geboren, ihre
Blöße sollst du nicht aufdecken.
10 Die
Blöße der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter
ihre Blöße sollst du nicht aufdecken, denn es ist deine Blöße.
11 Die
Blöße der Tochter des Weibes deines Vaters, von deinem Vater
gezeugt, sie ist deine Schwester, ihre Blöße sollst du nicht
aufdecken.
12 Die
Blöße der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken: sie
ist die Blutsverwandte deines Vaters.
13 Die
Blöße der Schwester deiner Mutter sollst du nicht aufdecken,
denn sie ist die Blutsverwandte deiner Mutter.
14 Die
Blöße des Bruders deines Vaters sollst du nicht aufdecken: zu
seinem Weibe sollst du nicht nahen, sie ist deine Muhme.
15 Die
Blöße deiner Schwiegertochter sollst du nicht aufdecken; sie ist
das Weib deines Sohnes, ihre Blöße sollst du nicht aufdecken.
16 Die
Blöße des Weibes deines Bruders sollst du nicht aufdecken; es
ist die Blöße deines Bruders.
17 Die
Blöße eines Weibes und ihrer Tochter sollst du nicht aufdecken;
die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du
nicht nehmen, um ihre Blöße aufzudecken; sie sind
Blutsverwandte: es ist eine Schandtat.
18 Und
du sollst nicht ein Weib zu ihrer Schwester nehmen, sie
eifersüchtig zu machen, indem du ihre Blöße neben derselben
aufdeckst bei ihrem Leben.
19 Und
einem Weibe in der Unreinheit ihrer Unreinigkeit sollst du nicht
nahen, um ihre Blöße aufzudecken.
20 Und
bei dem Weibe deines Nächsten sollst du nicht liegen zur
Begattung, daß du durch sie unrein werdest.
21 Und
von deinen Kindern sollst du nicht hingeben, um sie dem Molech
durch das Feuer gehen zu lassen, und du sollst den Namen
Jehovas, deines Gottes, nicht entweihen. Ich bin Jehova.
22 Und
bei einem Manne sollst du nicht liegen, wie man bei einem Weibe
liegt: es ist ein Greuel.
23 Und
bei keinem Vieh sollst du liegen, so daß du dich an ihm
verunreinigst; und ein Weib soll sich nicht vor ein Vieh
hinstellen, um mit ihm zu schaffen zu haben: es ist eine
schändliche Befleckung.
24
Verunreiniget euch nicht durch alles dieses; denn durch alles
dieses haben die Nationen sich verunreinigt, die ich vor euch
vertreibe.
25 Und
das Land wurde verunreinigt, und ich suchte seine
Ungerechtigkeit an ihm heim, und das Land spie seine Bewohner
aus.
26 Ihr
aber, ihr sollt meine Satzungen und meine Rechte beobachten, und
ihr sollt nichts tun von allen diesen Greueln, der Eingeborene
und der Fremdling, der in eurer Mitte weilt,
27
denn alle diese Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die
vor euch waren, und das Land ist verunreinigt worden,
28
damit das Land euch nicht ausspeie, wenn ihr es verunreiniget,
so wie es die Nation ausgespieen hat, die vor euch war:
29
denn jeder, der einen von allen diesen Greueln tut, die Seelen,
die ihn tun, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres
Volkes.
30 Und
ihr sollt meine Vorschriften beobachten, daß ihr keine der
greulichen Bräuche übet, die vor euch geübt worden sind, und
euch nicht durch dieselben verunreiniget. Ich bin Jehova, euer
Gott.
19,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu ihnen:
Ihr sollt heilig sein; denn ich, Jehova, euer Gott, bin heilig.
3 Ihr
sollt ein jeder seine Mutter und seinen Vater fürchten; und
meine Sabbathe sollt ihr beobachten. Ich bin Jehova, euer Gott.
4 Ihr
sollt euch nicht zu den Götzen wenden, und gegossene Götter
sollt ihr euch nicht machen. Ich bin Jehova, euer Gott.
5 Und
wenn ihr ein Friedensopfer dem Jehova opfert, so sollt ihr es
zum Wohlgefallen für euch opfern.
6 An
dem Tage, da ihr es opfert, und am anderen Tage soll es gegessen
werden; und was bis zum dritten Tage übrigbleibt, soll mit Feuer
verbrannt werden.
7 Und
wenn es irgend am dritten Tage gegessen wird, so ist es ein
Greuel, es wird nicht wohlgefällig sein;
8 und
wer es isset, wird seine Ungerechtigkeit tragen, denn das
Heilige Jehovas hat er entweiht; und selbige Seele soll
ausgerottet werden aus ihren Völkern.
9 Und
wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, so sollst du den Rand
deines Feldes nicht gänzlich abernten und sollst keine Nachlese
deiner Ernte halten.
10 Und
in deinem Weinberge sollst du nicht nachlesen, und die
abgefallenen Beeren deines Weinberges sollst du nicht auflesen:
für den Armen und für den Fremdling sollst du sie lassen. Ich
bin Jehova, euer Gott.
11 Ihr
sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht lügen und nicht
trüglich handeln einer gegen den anderen.
12 Und
ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, daß du den
Namen deines Gottes entweihest. Ich bin Jehova.
13 Du
sollst deinen Nächsten nicht bedrücken und sollst ihn nicht
berauben; der Lohn des Tagelöhners soll nicht bei dir über Nacht
bleiben bis an den Morgen.
14 Du
sollst einem Tauben nicht fluchen und vor einen Blinden keinen
Anstoß legen, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich
bin Jehova.
15 Ihr
sollt nicht unrecht tun im Gericht; du sollst nicht die Person
des Geringen ansehen und nicht die Person des Großen ehren; in
Gerechtigkeit sollst du deinen Nächsten richten.
16 Du
sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Völkern umhergehen.
Du sollst nicht wider das Blut deines Nächsten auftreten. Ich
bin Jehova.
17 Du
sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen. Du sollst
deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht
seinetwegen Schuld tragest.
18 Du
sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts
nachtragen, und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
Ich bin Jehova.
19
Meine Satzungen sollt ihr beobachten. Dein Vieh von zweierlei
Art sollst du sich nicht begatten lassen; dein Feld sollst du
nicht mit zweierlei Samen besäen, und ein Kleid, aus zweierlei
Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen.
20 Und
wenn ein Mann bei einem Weibe liegt zur Begattung, und sie ist
eine Magd, einem Manne verlobt, und sie ist keineswegs
losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, so soll
Züchtigung stattfinden; sie sollen nicht getötet werden, denn
sie ist nicht frei gewesen.
21 Und
er soll sein Schuldopfer dem Jehova bringen an den Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft, einen Widder als Schuldopfer;
22 und
der Heilige (e-r) soll vor Jehova Sühnung für ihn tun mit dem
Widder des Schuldopfers für seine Sünde, die er begangen hat;
und seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden.
23 Und
wenn ihr in das Land kommet und allerlei Bäume zur Speise
pflanzet, so sollt ihr ihre erste Frucht als ihre Vorhaut
achten; drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, es
soll nichts von ihnen gegessen werden;
24 und
im vierten Jahre soll all ihre Frucht heilig sein, Jehova zum
Preise;
25 und
im fünften Jahre sollt ihr ihre Frucht essen, um euch ihren
Ertrag zu mehren. Ich bin Jehova, euer Gott.
26 Ihr
sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch
Zauberei treiben.
27 Ihr
sollt nicht den Rand eures Haupthaares rund scheren, und den
Rand deines Bartes sollst du nicht zerstören.
28 Und
Einschnitte wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleische nicht
machen; und Ätzschrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin
Jehova.
29 Du
sollst deine Tochter nicht entweihen, sie der Hurerei
hinzugeben, daß das Land nicht Hurerei treibe und das Land voll
Schandtaten werde.
30
Meine Sabbathe sollt ihr beobachten, und mein Heiligtum sollt
ihr fürchten. Ich bin Jehova.
31 Ihr
sollt euch nicht zu den Totenbeschwörern und zu den Wahrsagern
wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch an ihnen zu
verunreinigen. Ich bin Jehova, euer Gott.
32 Vor
grauem Haare sollst du aufstehen und die Person eines Greises
ehren, und du sollst dich fürchten vor deinem Gott. Ich bin
Jehova.
33 Und
wenn ein Fremdling bei dir weilt in eurem Lande, so sollt ihr
ihn nicht bedrücken.
34 Wie
ein Eingeborener unter euch soll euch der Fremdling sein, der
bei euch weilt, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn
Fremdlinge seid ihr gewesen im Lande Ägypten. Ich bin Jehova,
euer Gott.
35 Ihr
sollt nicht unrecht tun im Gericht, im Längenmaß, im Gewicht und
im Hohlmaß;
36
gerechte Waage, gerechte Gewichtsteine, gerechtes Epha und
gerechtes Hin sollt ihr haben. Ich bin Jehova, euer Gott, der
ich euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe.
37 Und
so sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte
beobachten und sie tun. Ich bin Jehova.
20,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Und
zu den Kindern Israel sollst du sprechen: Jedermann von den
Kindern Israel und von den Fremdlingen, die in Israel weilen,
der von seinen Kindern dem Molech gibt, soll gewißlich getötet
werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen.
3 Und
ich werde mein Angesicht wider selbigen Mann richten und ihn
ausrotten aus der Mitte seines Volkes, weil er von seinen
Kindern dem Molech gegeben hat, mein Heiligtum zu verunreinigen
und meinen heiligen Namen zu entweihen.
4 Und
wenn das Volk des Landes seine Augen irgend verhüllt vor
selbigem Manne, wenn er von seinen Kindern dem Molech gibt, so
daß es ihn nicht tötet,
5 so
werde ich mein Angesicht wider selbigen Mann richten und wider
sein Geschlecht, und werde ihn und alle, die ihm nachhuren, um
dem Molech nachzuhuren, ausrotten aus der Mitte ihres Volkes.
6 Und
die Seele, die sich zu den Totenbeschwörern und zu den
Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, wider selbige Seele
werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte
ihres Volkes.
7 So
heiliget euch und seid heilig, denn ich bin Jehova, euer Gott;
8 und
beobachtet meine Satzungen und tut sie. Ich bin Jehova, der euch
heiligt.
9
Jedermann, der seinem Vater oder seiner Mutter flucht, soll
gewißlich getötet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter
geflucht, sein Blut ist auf ihm.
10 Und
wenn ein Mann Ehebruch treibt mit dem Weibe eines Mannes, wenn
er Ehebruch treibt mit dem Weibe seines Nächsten, so sollen der
Ehebrecher und die Ehebrecherin gewißlich getötet werden.
11 Und
wenn ein Mann bei dem Weibe seines Vaters liegt: er hat die
Blöße seines Vaters aufgedeckt; beide sollen gewißlich getötet
werden, ihr Blut ist auf ihnen.
12 Und
wenn ein Mann bei seiner Schwiegertochter liegt, so sollen beide
gewißlich getötet werden; sie haben eine schändliche Befleckung
verübt, ihr Blut ist auf ihnen.
13 Und
wenn ein Mann bei einem Manne liegt, wie man bei einem Weibe
liegt, so haben beide einen Greuel verübt; sie sollen gewißlich
getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
14 Und
wenn ein Mann ein Weib nimmt und ihre Mutter, das ist eine
Schandtat; man soll ihn und sie mit Feuer verbrennen, daß keine
Schandtat in eurer Mitte sei.
15 Und
wenn ein Mann bei einem Vieh liegt, so soll er gewißlich getötet
werden, und das Vieh sollt ihr umbringen.
16 Und
wenn ein Weib sich irgend einem Vieh naht, um mit ihm zu
schaffen zu haben, so sollst du das Weib und das Vieh umbringen;
sie sollen gewißlich getötet werden, ihr Blut ist auf ihnen.
17 Und
wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters
oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Blöße, und sie
sieht seine Blöße: das ist eine Schande, und sie sollen
ausgerottet werden vor den Augen der Kinder ihres Volkes; er hat
die Blöße seiner Schwester aufgedeckt, er soll seine
Ungerechtigkeit tragen.
18 Und
wenn ein Mann bei einem Weibe liegt in ihrer Krankheit und ihre
Blöße aufdeckt, so hat er ihre Quelle enthüllt, und sie hat die
Quelle ihres Blutes aufgedeckt; sie sollen beide ausgerottet
werden aus der Mitte ihres Volkes.
19 Und
die Blöße der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines
Vaters sollst du nicht aufdecken; denn wer das tut, hat seine
Blutsverwandte entblößt: sie sollen ihre Ungerechtigkeit tragen.
20 Und
wenn ein Mann bei dem Weibe seines Oheims liegt, so hat er die
Blöße seines Oheims aufgedeckt; sie sollen ihre Sünde tragen,
kinderlos sollen sie sterben.
21 Und
wenn ein Mann das Weib seines Bruders nimmt: das ist eine
Unreinigkeit; Er hat die Blöße seines Bruders aufgedeckt, sie
sollen kinderlos sein.
22 Und
ihr sollt alle meine Satzungen und alle meine Rechte beobachten
und sie tun, damit euch das Land nicht ausspeie, wohin ich euch
bringe, um darin zu wohnen.
23 und
ihr sollt nicht wandeln in den Satzungen der Nationen, die ich
vor euch vertreibe; denn alle jene Dinge haben sie getan, und
sie sind mir zum Ekel geworden;
24 Und
ich habe zu euch gesagt: Ihr sollt ihr Land besitzen, und ich
werde es euch zum Besitz geben, ein Land, das von Milch und
Honig fließt. Ich bin Jehova euer Gott, der ich euch von den
Völkern abgesondert habe.
25 Und
ihr sollt unterscheiden zwischen dem reinen Vieh und dem
unreinen, und zwischen dem unreinen Gevögel und dem reinen, und
sollt euch selbst nicht zu einem Greuel machen durch das Vieh
und durch das Gevögel und durch alles, was sich auf dem Erdboden
regt, welches ich euch als unrein ausgesondert habe.
26 Und
ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, Jehova; und
ich habe euch von den Völkern abgesondert, um mein zu sein.
27 Und
wenn in einem Manne oder einem Weibe ein Totenbeschwörer-oder
Wahrsagergeist ist, so sollen sie gewißlich getötet werden; man
soll sie steinigen, ihr Blut ist auf ihnen.
21,1
Und Jehova sprach zu Mose: Rede zu den Heilige (e-r)n, den
Söhnen Aarons, und spricht zu ihnen: Keiner von ihnen soll sich
wegen einer Leiche verunreinigen unter seinen Völkern:
2
außer wegen seines Blutsverwandten, der ihm nahe steht: wegen
seiner Mutter und wegen seines Vaters und wegen seines Sohnes
und wegen seiner Tochter und wegen seines Bruders;
3 und
wegen seiner Schwester, der Jungfrau, sie ihm nahe steht, die
noch keines Mannes geworden ist: wegen dieser darf er sich
verunreinigen.
4 Er
soll sich nicht verunreinigen als Herr unter seinen Völkern,
sich zu entweihen.
5 Sie
sollen keine Glatze auf ihrem Haupte machen, und den Rand ihres
Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen
sie keine Einschnitte machen.
6 Sie
sollen ihrem Gott heilig sein, und den Namen ihres Gottes,
sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer Jehovas, das
Brot ihres Gottes bringen sie dar; und sie sollen heilig sein.
7 Eine
Hure und eine Entehrte sollen sie nicht zum Weibe nehmen, und
ein von ihrem Manne verstoßenes Weib sollen sie nicht nehmen;
denn heilig ist er seinem Gott.
8 Und
du sollst ihn für heilig achten, denn das Brot deines Gottes
bringt er dar; er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich
Jehova, der euch heiligt.
9 Und
wenn die Tochter eines Heilige (e-r)s sich durch Hurerei
entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll mit Feuer
verbrannt werden.
10 Und
der Hauptheilige (e-r) unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt
das Salböl gegossen worden, und der geweiht ist, um die heiligen
Kleider anzulegen, soll sein Haupt nicht entblößen und soll
seine Kleider nicht zerreißen.
11 Und
er soll zu keiner Leiche kommen; wegen seines Vaters und wegen
seiner Mutter soll er sich nicht verunreinigen.
12 Und
aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen und nicht entweihen
das Heiligtum seines Gottes; denn die Weihe des Salböls seines
Gottes ist auf ihm. Ich bin Jehova.
13 Und
derselbe soll ein Weib in ihrer Jungfrauschaft nehmen.
14
Eine Witwe und eine Verstoßene und eine Entehrte, eine Hure,
diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinen
Völkern soll er zum Weibe nehmen.
15 Und
er soll seinen Samen nicht entweihen unter seinen Völkern; denn
ich bin Jehova, der ihn heiligt.
16 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
17
Rede zu Aaron und sprich: Jemand von deinem Samen bei ihren
Geschlechtern, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht herzunahen,
um das Brot seines Gottes darzubringen;
18
denn jedermann, an dem ein Gebrechen ist, soll nicht herzunahen,
es sei ein blinder Mann oder ein lahmer oder ein stumpfnasiger,
oder der ein Glied zu lang hat,
19
oder ein Mann, der einen Bruch am Fuße oder einen Bruch an der
Hand hat,
20
oder ein Höckeriger oder ein Zwerg, oder der einen Flecken an
seinem Auge hat, oder der die Krätze oder Flechte, oder der
zerdrückte Hoden hat.
21
Jedermann vom Samen Aarons, des Heilige (e-r)s, der ein
Gebrechen hat, soll nicht herzutreten, die Feueropfer Jehovas
darzubringen; ein Gebrechen ist an ihm, er soll nicht
herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen.
22 Das
Brot seines Gottes von dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag
er essen;
23
allein zum Vorhang soll er nicht kommen, und zum Altar soll er
nicht nahen, denn ein Gebrechen ist an ihm, daß er nicht meine
Heiligtümer entweihe; denn ich bin Jehova, der sie heiligt.
24 Und
so redete Mose zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen
Kindern Israel.
22,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu Aaron und zu seinen Söhnen, daß sie sich enthalten von den
heiligen Dingen der Kinder Israel, die sie mir heiligen, und
meinen heiligen Namen nicht entweihen. Ich bin Jehova.
3
Sprich zu ihnen: Wer irgend von all eurem Samen, bei euren
Geschlechtern, sich den heiligen Dingen naht, welche die Kinder
Israel Jehova heiligen, und seine Unreinigkeit ist an ihm,
selbige Seele soll ausgerottet werden vor meinem Angesicht
hinweg. Ich bin Jehova.
4
Jedermann vom Samen Aarons, der aussätzig oder flüssig ist, soll
nicht von den heiligen Dingen essen, bis er rein ist. Und wer
irgend einen anrührt, der durch eine Leiche verunreinigt ist,
oder jemanden, dem der Samenerguß entgeht;
5 oder
wer irgend ein kriechendes Tier anrührt, durch welches er unrein
wird, oder einen Menschen, durch den er unrein wird nach irgend
welcher Unreinigkeit, die er hat:
6
Einer, der solches anrührt, der wird unrein sein bis an den
Abend; und er soll nicht von den heiligen Dingen essen, sondern
soll sein Fleisch im Wasser baden;
7 und
ist die Sonne untergegangen, so ist er rein; und danach darf er
von den heiligen Dingen essen, denn es ist sein Brot.
8 Aas
und Zerrissenes soll er nicht essen, daß er sich dadurch
verunreinige. Ich bin Jehova.
9 Und
sie sollen meine Vorschriften beobachten, damit sie nicht
deswegen Sünde auf sich laden und dadurch sterben, weil sie es
entweihen. Ich bin Jehova, der sie heiligt.
10 Und
kein Fremder soll Heiliges essen; der Beisasse und der
Tagelöhner eines Heilige (e-r)s sollen Heiliges nicht essen.
11
Wenn aber ein Heilige (e-r) eine Seele für Geld kauft, so darf
diese davon essen; und seine Hausgeborenen, sie dürfen von
seinem Brote essen.
12 Und
wenn die Tochter eines Heilige (e-r)s das Weib eines fremden
Mannes wird, so soll sie nicht von dem Hebopfer der heiligen
Dinge essen.
13 Und
wenn die Tochter eines Heilige (e-r)s Witwe oder verstoßen wird,
und keine Kinder hat und in das Haus ihres Vaters zurückkehrt,
wie in ihrer Jugend, so darf sie von dem Brote ihres Vaters
essen. Aber kein Fremder soll davon essen.
14 Und
wenn jemand aus Versehen Heiliges isset, so soll er das Fünftel
davon hinzufügen und dem Heilige (e-r) das Heilige erstatten.
15 Und
man soll die heiligen Dinge der Kinder Israel nicht entweihen,
die sie dem Jehova heben,
16 und
ihnen so die Ungerechtigkeit einer Schuld aufladen, wenn sie
ihre heiligen Dinge essen; denn ich bin Jehova, der sie heiligt.
17 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
18
Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Jedermann vom Hause Israel und von den
Fremdlingen in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach allen
ihren Gelübden und nach allen ihren freiwilligen Gaben, welche
sie Jehova als Brandopfer darbringen,
19 zum
Wohlgefallen für euch soll es sein, ohne Fehl, männlich, von den
Rindern, von den Schafen oder von den Ziegen.
20
Alles, woran ein Gebrechen ist, sollt ihr nicht darbringen, denn
es wird nicht zum Wohlgefallen für euch sein.
21 Und
wenn jemand dem Jehova ein Friedensopfer darbringt, um ein
Gelübde zu erfüllen, oder als freiwillige Gabe vom Rind-oder
Kleinvieh: ohne Fehl soll es sein, zum Wohlgefallen; keinerlei
Gebrechen soll an ihm sein.
22 Ein
blindes oder verletztes oder verstümmeltes Tier, oder eines, das
Geschwüre oder die Krätze oder die Flechte hat, diese sollt ihr
Jehova nicht darbringen, und sollt Jehova keine Feueropfer davon
auf den Altar geben.
23 Und
ein Stück Rind-oder Kleinvieh, an welchem ein Glied zu lang oder
zu kurz ist, das magst du als freiwillige Gabe opfern; aber zu
einem Gelübde wird es nicht wohlgefällig sein.
24 Und
dem die Hoden zerquetscht oder zerstoßen oder ausgerissen oder
ausgeschnitten sind, sollt ihr Jehova nicht darbringen; und in
eurem Lande sollt ihr dergleichen nicht tun.
25 Und
aus der Hand eines Fremden sollt ihr das Brot eures Gottes aus
allen diesen nicht darbringen; denn ihr Verderben ist an ihnen,
ein Gebrechen ist an ihnen; sie werden nicht wohlgefällig für
euch sein.
26 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
27
Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, so
soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein; und vom achten
Tage an und weiterhin wird es wohlgefällig sein zur Opfergabe
eines Feueropfers dem Jehova.
28 Und
ein Stück Rind-oder Kleinvieh, es selbst und sein Junges, sollt
ihr nicht schlachten an einem Tage.
29 Und
wenn ihr dem Jehova ein Dankopfer opfert, so sollt ihr es zum
Wohlgefallen für euch opfern:
30 An
demselben Tage soll es gegessen werden; ihr sollt nichts davon
übriglassen bis an den Morgen. Ich bin Jehova.
31 Und
ihr sollt meine Gebote beobachten und sie tun. Ich bin Jehova.
32 Und
ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit ich
geheiligt werde in der Mitte der Kinder Israel.
33 Ich
bin Jehova, der euch heiligt, der euch aus dem Lande Ägypten
herausgeführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin Jehova.
23,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Feste Jehovas,
die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste
sind diese:
3
Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tage ist ein
Sabbath der Ruhe, eine heilige Versammlung; keinerlei Arbeit
sollt ihr tun; es ist ein Sabbath dem Jehova in allen euren
Wohnsitzen.
4 Dies
sind die Feste Jehovas, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen
sollt zu ihrer bestimmten Zeit:
5 Im
ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei
Abenden, ist Passah dem Jehova.
6 Und
am fünfzehnten Tage dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten
Brote dem Jehova; sieben Tage sollt ihr Ungesäuertes essen.
7 Am
ersten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein, keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
8 Und
ihr sollt Jehova ein Feueropfer darbringen sieben Tage; am
siebten Tage ist eine heilige Versammlung, keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
9 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
10
Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das
Land kommet, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, so
sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zu dem Heilige
(e-r) bringen;
11 und
er soll die Garbe vor Jehova weben zum Wohlgefallen für euch; am
anderen Tage nach dem Sabbath soll sie der Heilige (e-r) weben.
12 Und
ihr sollt an dem Tage, da ihr die Garbe webet, ein Lamm opfern,
ohne Fehl, einjährig, zum Brandopfer dem Jehova;
13 und
sein Speisopfer: zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, ein
Feueropfer dem Jehova, ein lieblicher Geruch; und sein
Trankopfer: ein viertel Hin Wein.
14 Und
Brot und geröstete Körner und Gartenkorn sollt ihr nicht essen
bis zu diesem selbigen Tage, bis ihr die Opfergabe eures Gottes
gebracht habt: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern in
allen euren Wohnsitzen.
15 Und
ihr sollt euch zählen vom anderen Tage nach dem Sabbath, von dem
Tage, da ihr die Webegarbe gebracht habt: es sollen sieben volle
Wochen sein.
16 Bis
zum anderen Tage nach dem siebten Sabbath sollt ihr fünfzig Tage
zählen; und ihr sollt Jehova ein neues Speisopfer darbringen.
17 Aus
euren Wohnungen sollt ihr Webebrote bringen, zwei von zwei
Zehnteln Feinmehl sollen es sein, gesäuert sollen sie gebacken
werden, als Erstlinge dem Jehova.
18 Und
ihr sollt zu dem Brote darbringen sieben einjährige Lämmer ohne
Fehl, und einen jungen Farren und zwei Widder (sie sollen ein
Brandopfer dem Jehova sein) und ihr Speisopfer und ihre
Trankopfer: ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
19 Und
ihr sollt einen Ziegenbock zum Sündopfer opfern und zwei
einjährige Lämmer zum Friedensopfer.
20 Und
der Heilige (e-r) soll sie weben samt dem Brote der Erstlinge
als Webopfer vor Jehova, samt den zwei Lämmern: sie sollen
Jehova heilig sein für den Heilige (e-r).
21 Und
ihr sollt an diesem selbigen Tage einen Ruf ergehen lassen, eine
heilige Versammlung soll euch sein; keinerlei Dienstarbeit sollt
ihr tun: eine ewige Satzung in allen euren Wohnsitzen bei euren
Geschlechtern.
22 Und
wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, sollst du den Rand
deines Feldes nicht gänzlich abernten, und sollst keine Nachlese
deiner Ernte halten; für den Armen und für den Fremdling sollst
du sie lassen. Ich bin Jehova, euer Gott.
23 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
24
Rede zu den Kindern Israel und sprich: Im siebten Monat, am
Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, ein Gedächtnis des
Posaunenhalls, eine heilige Versammlung.
25
Keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt Jehova ein
Feueropfer darbringen.
26 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
27
Doch am Zehnten dieses siebten Monats ist der Versöhnungstag;
eine heilige Versammlung soll euch sein, und ihr sollt eure
Seelen kasteien, und sollt Jehova ein Feueropfer darbringen.
28 Und
keinerlei Arbeit sollt ihr tun an diesem selbigen Tage; denn es
ist der Versöhnungstag, um Sühnung für euch zu tun vor Jehova,
eurem Gott.
29
Denn jede Seele, die sich nicht kasteit an diesem selbigen Tage,
die soll ausgerottet werden aus ihren Völkern;
30 und
jede Seele, die irgend eine Arbeit tut an diesem selbigen Tage,
selbige Seele werde ich vertilgen aus der Mitte ihres Volkes.
31
Keinerlei Arbeit sollt ihr tun: eine ewige Satzung bei euren
Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.
32 Ein
Sabbath der Ruhe soll er für euch sein, und ihr sollt eure
Seelen kasteien; am Neunten des Monats, am Abend, vom Abend bis
zum Abend sollt ihr euren Sabbath feiern.
33 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
34
Rede zu den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tage
dieses siebten Monats ist das Fest der Laubhütten sieben Tage
dem Jehova.
35 Am
ersten Tage soll eine heilige Versammlung sein, keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
36
Sieben Tage sollt ihr Jehova ein Feueropfer darbringen; am
achten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein, und ihr
sollt Jehova ein Feueropfer darbringen: es ist eine
Festversammlung, keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
37 Das
sind die Feste Jehovas, die ihr ausrufen sollt als heilige
Versammlungen, um Jehova darzubringen Feueropfer, Brandopfer und
Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, die Gebühr des Tages
an seinem Tage:
38
außer den Sabbathen Jehovas und außer euren Gaben und außer
allen euren Gelübden und außer allen euren freiwilligen Gaben,
die ihr Jehova gebet.
39
Doch am fünfzehnten Tage des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag
des Landes eingesammelt habt, sollt ihr das Fest Jehovas feiern
sieben Tage; am ersten Tage soll Ruhe sein, und am achten Tage
soll Ruhe sein.
40 Und
ihr sollt euch am ersten Tage Frucht von schönen Bäumen nehmen,
Palmzweige und Zweige von dichtbelaubten Bäumen und von
Bachweiden, und sollt euch vor Jehova, eurem Gott, freuen sieben
Tage.
41 Und
ihr sollt dasselbe sieben Tage im Jahre als Fest dem Jehova
feiern: eine ewige Satzung bei euren Geschlechtern; im siebten
Monat sollt ihr dasselbe feiern.
42 In
Laubhütten sollt ihr wohnen sieben Tage; alle Eingeborenen in
Israel sollen in Laubhütten wohnen;
43 auf
daß eure Geschlechter wissen, daß ich die Kinder Israel in
Laubhütten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Lande Ägypten
herausführte. Ich bin Jehova, euer Gott.
44 Und
Mose sagte den Kindern Israel die Feste Jehovas.
24,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Gebiete den Kindern Israel, daß sie dir reines, zerstoßenes
Olivenöl bringen zum Licht, um die Lampen anzuzünden beständig.
3
Außerhalb des Vorhangs des Zeugnisses, im Zelte der
Zusammenkunft, soll Aaron sie zurichten, vom Abend bis zum
Morgen, vor Jehova beständig: eine ewige Satzung bei euren
Geschlechtern.
4 Auf
dem reinen Leuchter soll er die Lampen beständig vor Jehova
zurichten.
5 Und
du sollst Feinmehl nehmen und daraus zwölf Kuchen backen: von
zwei Zehnteln soll ein Kuchen sein.
6 Und
du sollst sie in zwei Schichten legen, sechs in eine Schicht,
auf den reinen Tisch vor Jehova.
7 Und
du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll
dem Brote zum Gedächtnis sein, ein Feueropfer dem Jehova.
8
Sabbathtag für Sabbathtag soll es beständig vor Jehova
zurichten: ein ewiger Bund von seiten der Kinder Israel.
9 Und
es soll Aaron und seinen Söhnen gehören, und sie sollen es essen
an heiligem Orte; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern
Jehovas soll es ihm gehören: eine ewige Satzung.
10 Und
der Sohn eines israelitischen Weibes, er war aber der Sohn eines
ägyptischen Mannes, ging aus unter die Kinder Israel; und der
Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann zankten sich im
Lager.
11 Und
der Sohn des israelitischen Weibes lästerte den Namen Jehovas
und fluchte ihm; und sie brachten ihn zu Mose. Der Name seiner
Mutter aber war Schelomith, die Tochter Dibris, vom Stamme Dan.
12 Und
sie legten ihn in Gewahrsam, damit ihnen nach dem Munde Jehovas
beschieden werde.
13 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
14
Führe den Flucher außerhalb des Lagers; und alle, die es gehört
haben, sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen, und die ganze
Gemeinde soll ihn steinigen.
15 Und
zu den Kindern Israel sollst du reden und sprechen: Wenn irgend
jemand seinem Gott flucht, so soll er seine Sünde tragen.
16 Und
wer den Namen Jehovas lästert, soll gewißlich getötet werden,
steinigen soll ihn die ganze Gemeinde; wie der Fremdling, so der
Eingeborene: wenn er den Namen lästert, soll er getötet werden.
17 Und
wenn jemand irgend einen Menschen totschlägt, so soll er
gewißlich getötet werden.
18 Und
wer ein Vieh totschlägt, soll es erstatten: Leben um Leben.
19 Und
wenn jemand seinem Nächsten eine Verletzung zufügt: wie er getan
hat, also soll ihm getan werden:
20
Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem
Menschen eine Verletzung zufügt, also soll ihm zugefügt werden.
21 Und
wer ein Vieh totschlägt, soll es erstatten; wer aber einen
Menschen totschlägt, soll getötet werden.
22
Einerlei Recht sollt ihr haben: wie der Fremdling, so soll der
Eingeborene sein; denn ich bin Jehova, euer Gott.
23 Und
Mose redete zu den Kindern Israel, und sie führten den Flucher
vor das Lager hinaus und steinigten ihn; und die Kinder Israel
taten, wie Jehova dem Mose geboten hatte.
25,1
Und Jehova redete zu Mose auf dem Berge Sinai und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land
kommet, das ich euch geben werde, so soll das Land dem Jehova
einen Sabbath feiern.
3
Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen
Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einsammeln.
4 Aber
im siebten Jahre soll ein Sabbath der Ruhe für das Land sein,
ein Sabbath dem Jehova; dein Feld sollst du nicht besäen und
deinen Weinberg nicht beschneiden;
5 den
Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten, und die
Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht
abschneiden: Es soll ein Jahr der Ruhe für das Land sein.
6 Und
der Sabbath des Landes soll euch zur Speise dienen, dir und
deinem Knechte und deiner Magd und deinem Tagelöhner und deinem
Beisassen, die sich bei dir aufhalten;
7 und
deinem Vieh und dem wilden Getier, das in deinem Lande ist, soll
all sein Ertrag zur Speise dienen.
8 Und
du sollst dir sieben Jahrsabbathe zählen, siebenmal sieben
Jahre, so daß die Tage von sieben Jahrsabbathen dir
neunundvierzig Jahre ausmachen.
9 Und
du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, den
Posaunenschall ergehen lassen; an dem Versöhnungstage sollt ihr
die Posaune ergehen lassen durch euer ganzes Land.
10 Und
ihr sollt das Jahr des fünfzigsten Jahres heiligen und sollt im
Lande Freiheit ausrufen für alle seine Bewohner. Ein Jubeljahr
soll es euch sein, und ihr werdet ein jeder wieder zu seinem
Eigentum kommen, und ein jeder zurückkehren zu seinem
Geschlecht.
11 Ein
Jubeljahr soll dasselbe, das Jahr des fünfzigsten Jahres, euch
sein; ihr sollt nicht säen und seinen Nachwuchs nicht ernten und
seine unbeschnittenen Weinstöcke nicht lesen;
12
denn ein Jubeljahr ist es: es soll euch heilig sein; vom Felde
weg sollt ihr seinen Ertrag essen.
13 In
diesem Jahre des Jubels sollt ihr ein jeder wieder zu seinem
Eigentum kommen.
14 Und
wenn ihr eurem Nächsten etwas verkaufet oder von der Hand eures
Nächsten etwas kaufet, so soll keiner seinen Bruder bedrücken.
15
Nach der Zahl der Jahre seit dem Jubeljahre sollst du von deinem
Nächsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre soll er dir
verkaufen.
16
Nach Verhältnis der größeren Zahl von Jahren sollst du ihm den
Kaufpreis mehren, und nach Verhältnis der geringeren Zahl von
Jahren sollst du ihm den Kaufpreis mindern; denn eine Zahl von
Ernten verkauft er dir.
17 Und
so soll keiner von euch seinen Nächsten bedrücken, und du sollst
dich fürchten vor deinem Gott; denn ich bin Jehova, euer Gott.
18 Und
so tut meine Satzungen, und beobachtet meine Rechte und tut sie,
so werdet ihr sicher wohnen in eurem Lande.
19 Und
das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur
Sättigung und sicher in demselben wohnen.
20 Und
wenn ihr sprechet: Was sollen wir im siebten Jahre essen? Siehe,
wir säen nicht, und unseren Ertrag sammeln wir nicht ein:
21 Ich
werde euch ja im sechsten Jahre meinen Segen entbieten, daß es
den Ertrag für drei Jahre bringe;
22 und
wenn ihr im achten Jahre säet, werdet ihr noch vom alten Ertrage
essen; bis ins neunte Jahr, bis sein Ertrag einkommt, werdet ihr
Altes essen.
23 Und
das Land soll nicht für immer verkauft werden, denn mein ist das
Land; denn Fremdlinge und Beisassen seid ihr bei mir.
24 Und
im ganzen Lande eures Eigentums sollt ihr dem Lande Lösung
gestatten.
25
Wenn dein Bruder verarmt und von seinem Eigentum verkauft, so
mag sein Löser, sein nächster Verwandter, kommen und das
Verkaufte seines Bruders lösen.
26 Und
wenn jemand keinen Löser hat, und seine Hand erwirbt und findet,
was zu seiner Lösung hinreicht,
27 so
soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das Übrige dem
Manne zurückzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu
seinem Eigentum kommen.
28 Und
wenn seine Hand nicht gefunden hat, was hinreicht, um ihm
zurückzuzahlen, so soll das von ihm Verkaufte in der Hand des
Käufers desselben bleiben bis zum Jubeljahre; und im Jubeljahre
soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum
kommen.
29 Und
wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, so
soll sein Lösungsrecht bestehen bis zum Ende des Jahres seines
Verkaufs; ein volles Jahr soll sein Lösungsrecht bestehen.
30
Wenn es aber nicht gelöst wird, bis ihm ein ganzes Jahr voll
ist, so soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, für
immer dem Käufer desselben verbleiben, bei seinen Geschlechtern;
es soll im Jubeljahre nicht frei ausgehen.
31
Aber die Häuser der Dörfer, welche keine Mauer ringsum haben,
sollen dem Felde des Landes gleichgeachtet werden; es soll
Lösungsrecht für sie sein, und im Jubeljahre sollen sie frei
ausgehen.
32 Und
was die Städte der Leviten, die Häuser der Städte ihres
Eigentums betrifft, so soll ein ewiges Lösungsrecht für die
Leviten sein.
33 Und
wenn jemand von einem der Leviten löst, so soll das verkaufte
Haus in der Stadt seines Eigentums im Jubeljahre frei ausgehen;
denn die Häuser der Städte der Leviten sind ihr Eigentum unter
den Kindern Israel.
34
Aber das Feld des Bezirks ihrer Städte soll nicht verkauft
werden, denn es gehört ihnen als ewiges Eigentum.
35 Und
wenn dein Bruder verarmt und seine Hand bei dir wankend wird, so
sollst du ihn unterstützen; wie der Fremdling und der Beisasse
soll er bei dir leben.
36 Du
sollst nicht Zins und Wucher von ihm nehmen, und sollst dich
fürchten vor deinem Gott, damit dein Bruder bei dir lebe.
37
Dein Geld sollst du ihm nicht um Zins geben und deine
Nahrungsmittel nicht um Wucher geben.
38 Ich
bin Jehova, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten
herausgeführt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um euer
Gott zu sein.
39 Und
wenn dein Bruder bei dir verarmt und sich dir verkauft, so
sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen; wie ein
Tagelöhner,
40 wie
ein Beisasse soll er bei dir sein; bis zum Jubeljahre soll er
bei dir dienen.
41
Dann soll er frei von dir ausgehen, er und seine Kinder mit ihm,
und zu seinem Geschlecht zurückkehren und wieder zu dem Eigentum
seiner Väter kommen.
42
Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Lande Ägypten
herausgeführt habe; sie sollen nicht verkauft werden, wie man
Sklaven verkauft.
43 Du
sollst nicht mit Härte über ihn herrschen, und sollst dich
fürchten vor deinem Gott.
44 Was
aber deinen Knecht und deine Magd betrifft, die du haben wirst:
von den Nationen, die rings um euch her sind, von ihnen möget
ihr Knecht und Magd kaufen.
45 Und
auch von den Kindern der Beisassen, die sich bei euch aufhalten,
von ihnen möget ihr kaufen und von ihrem Geschlecht, das bei
euch ist, das sie in eurem Lande gezeugt haben; und sie mögen
euch zum Eigentum sein,
46 und
ihr möget sie euren Söhnen nach euch vererben, um sie als
Eigentum zu besitzen. Diese möget ihr auf ewig dienen lassen;
aber über eure Brüder, die Kinder Israel, sollt ihr nicht einer
über den anderen herrschen mit Härte.
47 Und
wenn die Hand eines Fremdlings oder eines Beisassen bei dir
etwas erwirbt, und dein Bruder bei ihm verarmt und sich dem
Fremdling, dem Beisassen bei dir, oder einem Sprößling aus dem
Geschlecht des Fremdlings verkauft,
48 so
soll, nachdem er sich verkauft hat, Lösungsrecht für ihn sein;
einer von seinen Brüdern mag ihn lösen.
49
Entweder sein Oheim oder der Sohn seines Oheims mag ihn lösen,
oder einer von seinen nächsten Blutsverwandten aus seinem
Geschlecht mag ihn lösen; oder hat seine Hand etwas erworben, so
mag er sich selbst lösen.
50 Und
er soll mit seinem Käufer rechnen von dem Jahre an, da er sich
ihm verkauft hat, bis zum Jubeljahre; und der Preis, um den er
sich verkauft hat, soll der Zahl der Jahre gemäß sein; nach den
Tagen eines Tagelöhners soll er bei ihm sein.
51
Wenn der Jahre noch viele sind, so soll er nach ihrem Verhältnis
seine Lösung von seinem Kaufgelde zurückzahlen;
52 und
wenn wenig übrig ist an den Jahren bis zum Jubeljahre, so soll
er es ihm berechnen: nach Verhältnis seiner Jahre soll er seine
Lösung zurückzahlen.
53 Wie
ein Tagelöhner soll er Jahr für Jahr bei ihm sein; er soll nicht
vor deinen Augen mit Härte über ihn herrschen.
54 Und
wenn er nicht in dieser Weise gelöst wird, so soll er im
Jubeljahre frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm.
55
Denn mir sind die Kinder Israel Knechte; meine Knechte sind sie,
die ich aus dem Lande Ägypten herausgeführt habe. Ich bin
Jehova, euer Gott.
26,1
Ihr sollt euch keine Götzen machen und sollt euch kein
geschnitztes Bild und keine Bildsäule aufrichten, und keinen
Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Lande setzen, um euch
davor niederzubeugen; denn ich bin Jehova, euer Gott.
2
Meine Sabbathe sollt ihr beobachten, und mein Heiligtum sollt
ihr fürchten. Ich bin Jehova.
3 Wenn
ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Gebote beobachtet und
sie tut,
4 so
werde ich eure Regen geben zu ihrer Zeit, und das Land wird
seinen Ertrag geben, und die Bäume des Feldes werden ihre Frucht
geben;
5 und
die Dreschzeit wird bei euch reichen bis an die Weinlese, und
die Weinlese wird reichen bis an die Saatzeit; und ihr werdet
euer Brot essen bis zur Sättigung und werdet sicher in eurem
Lande wohnen.
6 Und
ich werde Frieden im Lande geben, daß ihr euch niederleget und
niemand sei, der euch aufschreckt; und ich werde die bösen Tiere
aus dem Lande vertilgen, und das Schwert wird nicht durch euer
Land gehen.
7 Und
ihr werdet eure Feinde jagen, und sie werden vor euch fallen
durchs Schwert;
8 und
fünf von euch werden hundert jagen, und hundert von euch werden
zehntausend jagen, und eure Feinde werden vor euch fallen durchs
Schwert.
9 Und
ich werde mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und euch
mehren und meinen Bund mit euch aufrechthalten;
10 und
ihr werdet das altgewordene Alte essen, und das Alte wegräumen
vor dem Neuen.
11 Und
ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele
wird euch nicht verabscheuen;
12 und
ich werde in eurer Mitte wandeln und werde euer Gott sein und
ihr werdet mein Volk sein.
13 Ich
bin Jehova, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten
herausgeführt habe, daß ihr nicht ihre Knechte sein solltet; und
ich habe die Stäbe eures Joches zerbrochen und euch aufrecht
wandeln lassen.
14
Wenn ihr mir aber nicht gehorchet und nicht alle diese Gebote
tut,
15 und
wenn ihr meine Satzungen verachtet, und eure Seele meine Rechte
verabscheut, so daß ihr nicht alle meine Gebote tut, und daß ihr
meinen Bund brechet,
16 so
werde auch ich euch dieses tun: Ich werde Schrecken über euch
bestellen, Schwindsucht und Fieberglut, welche machen werden,
daß die Augen erlöschen und die Seele verschmachtet; und ihr
werdet vergeblich euren Samen säen, denn eure Feinde werden ihn
verzehren;
17 und
ich werde mein Angesicht wider euch richten, daß ihr vor euren
Feinden geschlagen werdet; und eure Hasser werden über euch
herrschen, und ihr werdet fliehen, obwohl niemand euch jagt.
18 Und
wenn ihr auf dieses hin mir nicht gehorchet, so werde ich euch
siebenmal mehr züchtigen wegen eurer Sünden.
19 Und
ich werde euren starren Hochmut brechen, und werde euren Himmel
wie Eisen machen und eure Erde wie Erz;
20 und
eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird
seinen Ertrag nicht geben, und die Bäume des Feldes werden ihre
Frucht nicht geben.
21 Und
wenn ihr mir entgegen wandelt und mir nicht gehorchen wollt, so
werde ich euch noch siebenmal mehr schlagen, nach euren Sünden.
22 Und
ich werde das Getier des Feldes unter euch senden, daß es euch
eurer Kinder beraube und euer Vieh ausrotte und euer weniger
mache; und eure Straßen sollen öde werden.
23 Und
wenn ihr euch durch dieses nicht von mir zurechtweisen laßt und
mir entgegen wandelt,
24 so
werde auch ich euch entgegen wandeln, und auch ich werde euch
siebenfach schlagen wegen eurer Sünden.
25 Und
ich werde das Schwert über euch bringen, das die Rache des
Bundes vollzieht; und ziehet ihr euch in eure Städte zurück, so
werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die
Hand des Feindes gegeben werden.
26
Indem ich euch die Stütze des Brotes zerbreche, werden zehn
Weiber euer Brot backen in einem Ofen, und sie werden euch das
Brot zurückgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und
nicht satt werden.
27 Und
wenn ihr bei alledem mir nicht gehorchet und mir entgegen
wandelt,
28 so
werde auch ich euch entgegen wandeln im Grimm, und werde euch
siebenfach züchtigen wegen eurer Sünden.
29 Und
ihr werdet das Fleisch eurer Söhne essen, und das Fleisch eurer
Töchter werdet ihr essen.
30 Und
ich werde eure Höhen vertilgen und eure Sonnensäulen ausrotten
und werde eure Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen,
und meine Seele wird euch verabscheuen.
31 Und
ich werde eure Städte zur Öde machen und eure Heiligtümer
verwüsten, und werde euren lieblichen Geruch nicht riechen.
32 Und
ich werde das Land verwüsten, daß eure Feinde, die darin wohnen,
sich darüber entsetzen sollen.
33
Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde
das Schwert ziehen hinter euch her; und euer Land wird eine
Wüste sein und eure Städte eine Öde.
34
Dann wird das Land seine Sabbathe genießen alle die Tage seiner
Verwüstung, während ihr im Lande eurer Feinde seid; dann wird
das Land ruhen und seine Sabbathe genießen;
35
alle die Tage seiner Verwüstung wird es ruhen, was es nicht
geruht hat in euren Sabbathen, als ihr darin wohntet.
36 Und
die Übriggebliebenen von euch, in ihr Herz werde ich Feigheit
bringen in den Ländern ihrer Feinde: Und es wird sie jagen das
Rauschen eines verwehten Blattes, und sie werden fliehen, wie
man vor dem Schwerte flieht, und fallen, obwohl niemand sie
jagt;
37 und
sie werden einer über den anderen hinstürzen, wie vor dem
Schwerte, obwohl niemand sie jagt; und ihr werdet nicht
standhalten können vor euren Feinden.
38 Und
ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer
Feinde wird euch fressen.
39 Und
die Übriggebliebenen von euch werden in den Ländern eurer Feinde
hinschwinden in ihrer Ungerechtigkeit, und auch in den
Ungerechtigkeiten ihrer Väter mit ihnen hinschwinden.
40 Und
sie werden ihre Ungerechtigkeit bekennen und die Ungerechtigkeit
ihrer Väter infolge ihrer Treulosigkeit, die sie gegen mich
begangen haben, und auch daß, weil sie mir entgegen gewandelt
sind,
41
auch ich ihnen entgegen wandelte und sie in das Land ihrer
Feinde brachte. Wenn alsdann ihr unbeschnittenes Herz sich
demütigt und sie dann die Strafe ihrer Ungerechtigkeit annehmen,
42 so
werde ich meines Bundes mit Jakob gedenken; und auch meines
Bundes mit Isaak und auch meines Bundes mit Abraham werde ich
gedenken, und des Landes werde ich gedenken.
43
Denn das Land wird von ihnen verlassen sein, und es wird seine
Sabbathe genießen, in seiner Verwüstung ohne sie; und sie selbst
werden die Strafe ihrer Ungerechtigkeit annehmen, darum, ja
darum, daß sie meine Rechte verachtet und ihre Seele meine
Satzungen verabscheut hat.
44
Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Lande ihrer Feinde sind,
werde ich sie nicht verachten und sie nicht verabscheuen, ihnen
den Garaus zu machen, meinen Bund mit ihnen zu brechen; denn ich
bin Jehova, ihr Gott.
45 Und
ich werde ihnen meines Bundes mit den Vorfahren gedenken, die
ich aus dem Lande Ägypten vor den Augen der Nationen
herausgeführt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin Jehova.
46 Das
sind die Satzungen und die Rechte und die Gesetze, welche Jehova
zwischen ihm und den Kindern Israel auf dem Berge Sinai durch
Mose gegeben hat.
27,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand ein
Gelübde erfüllt, so sollen die Seelen nach deiner Schätzung für
Jehova sein.
3 Und
es sei deine Schätzung eines Mannes von zwanzig Jahren alt bis
zu sechzig Jahren alt, und zwar sei deine Schätzung fünfzig
Sekel Silber, nach dem Sekel des Heiligtums;
4 Und
wenn es ein Weib ist, so sei deine Schätzung dreißig Sekel.
5 Und
wenn es von fünf Jahren alt bis zu zwanzig Jahren alt ist, so
sei deine Schätzung einer männlichen Person zwanzig Sekel, und
einer weiblichen zehn Sekel;
6 Und
wenn es von einem Monat alt bis zu fünf Jahren alt ist, so sei
deine Schätzung eines Knaben fünf Sekel Silber, und deine
Schätzung eines Mädchens drei Sekel Silber;
7 und
wenn es von sechzig Jahren alt und darüber ist, so sei deine
Schätzung, wenn es ein Mann ist, fünfzehn Sekel, und eines
Weibes zehn Sekel.
8 Und
wenn der Gelobende zu arm ist für deine Schätzung, so soll man
ihn vor den Heilige (e-r) stellen, und der Heilige (e-r) soll
ihn schätzen; nach Verhältnis dessen, was die Hand des
Gelobenden aufbringen kann, soll der Heilige (e-r) ihn schätzen.
9 Und
wenn es ein Vieh ist, wovon man Jehova eine Opfergabe darbringt,
so soll alles, was man Jehova davon gibt, heilig sein.
10 Man
soll es nicht auswechseln noch vertauschen, ein gutes um ein
schlechtes, oder ein schlechtes um ein gutes; und wenn man
dennoch Vieh um Vieh vertauscht, so wird dasselbe heilig und das
eingetauschte heilig sein.
11 Und
wenn es irgend ein unreines Vieh ist, wovon man Jehova keine
Opfergabe darbringt, so soll man das Vieh vor den Heilige (e-r)
stellen,
12 und
der Heilige (e-r) soll es schätzen, ob es gut oder schlecht sei;
nach deiner, des Heilige (e-r)s, Schätzung, also soll es sein.
13
Wenn man es aber lösen will, so soll man zu deiner Schätzung ein
Fünftel hinzufügen.
14 Und
wenn jemand sein Haus heiligt, daß es Jehova heilig sei, so soll
es der Heilige (e-r) schätzen, ob es gut oder schlecht sei; so
wie der Heilige (e-r) es schätzt, also soll es festgestellt
sein.
15 Und
wenn der Heiligende sein Haus lösen will, so soll er das Fünftel
des Geldes deiner Schätzung darüber hinzufügen, und es soll ihm
gehören.
16 Und
wenn jemand von dem Felde seines Eigentums Jehova heiligt, so
soll deine Schätzung nach Verhältnis seiner Aussaat sein: ein
Homer Gerste Aussaat zu fünfzig Sekel Silber.
17
Wenn er vom Jubeljahre an sein Feld heiligt, so soll es nach
deiner Schätzung festgestellt sein;
18 und
wenn er nach dem Jubeljahre sein Feld heiligt, so soll der
Heilige (e-r) ihm das Geld berechnen nach dem Verhältnis der
Jahre, die bis zum Jubeljahre übrig sind, und es soll von deiner
Schätzung abgezogen werden.
19
Wenn aber der Heiligende das Feld lösen will, so soll er das
Fünftel des Geldes deiner Schätzung darüber hinzufügen, und es
soll ihm verbleiben.
20 Und
wenn er das Feld nicht löst, oder wenn er das Feld einem anderen
Manne verkauft, so kann es nicht wieder gelöst werden;
21 und
das Feld soll, wenn es im Jubeljahre frei ausgeht, Jehova heilig
sein, wie ein verbanntes Feld; es soll dem Heilige (e-r) als
Eigentum gehören.
22 Und
wenn er ein von ihm erkauftes Feld, das nicht zum Felde seines
Eigentums gehört, Jehova heiligt,
23 so
soll ihm der Heilige (e-r) den Betrag deiner Schätzung berechnen
bis zum Jubeljahre; und er soll deine Schätzung am gleichen
Tage, als ein dem Jehova Heiliges, entrichten.
24 Im
Jubeljahre soll das Feld wieder an den kommen, von welchem er es
gekauft hatte, an den, welchem das Land eigentümlich gehörte.
25 Und
all deine Schätzung soll nach dem Sekel des Heiligtums
geschehen; zwanzig Gera soll der Sekel sein.
26 Nur
das Erstgeborene unter dem Vieh, das als Erstgeburt Jehova
gehört, das soll kein Mensch heiligen; sei es ein Stück
Rind-oder Kleinvieh, es gehört Jehova.
27
Wenn es aber vom unreinen Vieh ist, so soll man es lösen nach
deiner Schätzung und dessen Fünftel darüber hinzufügen; und wenn
es nicht gelöst wird, so soll es verkauft werden nach deiner
Schätzung.
28
Jedoch alles Verbannte, das jemand dem Jehova verbannt, von
allem, was sein ist, es seien Menschen oder Vieh oder Feld
seines Eigentums, soll nicht verkauft und nicht gelöst werden;
alles Verbannte ist dem Jehova hochheilig.
29
Alles, was an Menschen verbannt wird, soll nicht gelöst werden:
es soll gewißlich getötet werden.
30 Und
aller Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht
der Bäume, gehört Jehova; er ist Jehova heilig.
31
Wenn aber jemand von seinem Zehnten lösen will, so soll er
dessen Fünftel hinzufügen.
32 Und
aller Zehnte vom Rindund Kleinvieh, von allem, was unter dem
Stabe vorüberzieht, das Zehnte soll Jehova heilig sein;
33 man
soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht sei, und soll es
nicht vertauschen; und wenn man es dennoch vertauscht, so wird
dasselbe heilig und das eingetauschte heilig sein; es soll nicht
gelöst werden.
34 Das
sind die Gebote, welche Jehova dem Mose auf dem Berge Sinai an
die Kinder Israel aufgetragen hat.
,1 Und
Jehova redete zu Mose in der Wüste Sinai im Zelte der
Zusammenkunft, am Ersten des zweiten Monats, im zweiten Jahre
nach ihrem Auszuge aus dem Lande Ägypten und sprach:
2
Nehmet auf die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel nach
ihren Geschlechtern, nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, alle Männlichen nach ihren Köpfen;
3 von
zwanzig Jahren und darüber, jeden, der zum Heere auszieht in
Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heeren, du und Aaron.
4 Und
je ein Mann für den Stamm soll bei euch sein, ein Mann, der das
Haupt von seinem Vaterhause ist.
5 Und
dies sind die Namen der Männer, die euch beistehen sollen: für
Ruben: Elizur, der Sohn Schedeurs;
6 für
Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;
7 für
Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs;
8 für
Issaschar: Nethaneel, der Sohn Zuars;
9 für
Sebulon: Eliab, der Sohn Helons;
10 für
die Söhne Josephs: für Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds;
für Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs;
11 für
Benjamin: Abidan, der Sohn Gideonis;
12 für
Dan: Achieser, der Sohn Ammischaddais;
13 für
Aser: Pagiel, der Sohn Okrans;
14 für
Gad: Eljasaph, der Sohn Deghuels;
15 für
Naphtali: Achira, der Sohn Enans.
16 Das
waren die Berufenen der Gemeinde, die Fürsten der Stämme ihrer
Väter; sie waren die Häupter der Tausende Israels.
17 Und
Mose und Aaron nahmen diese mit Namen bezeichneten Männer,
18 und
sie versammelten die ganze Gemeinde am ersten des zweiten
Monats. Und sie ließen sich in die Geburtsverzeichnisse
eintragen nach ihren Geschlechtern, nach ihren Vaterhäusern,
nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darüber, nach
ihren Köpfen;
19 wie
Jehova dem Mose geboten hatte. Und so musterte er sie in der
Wüste Sinai.
20 Und
es waren die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre
Geschlechter nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern, nach
der Zahl der Namen, nach ihren Köpfen, alle Männlichen von
zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
21
ihre Gemusterten vom Stamme Ruben, sechsundvierzigtausend
fünfhundert.
22 Von
den Söhnen Simeons: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, seine Gemusterten nach der Zahl der Namen,
nach ihren Köpfen, alle Männlichen von zwanzig Jahren und
darüber, jeder, der zum Heere auszog,
23
ihre Gemusterten vom Stamme Simeon, neunundfünfzigtausend
dreihundert.
24 Von
den Söhnen Gads: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
25
ihre Gemusterten vom Stamme Gad, fünfundvierzigtausend
sechshundertfünfzig.
26 Von
den Söhnen Judas: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
27
ihre Gemusterten vom Stamme Juda, vierundsiebzigtausend
sechshundert.
28 Von
den Söhnen Issaschars: ihre Geschlechter nach ihren Familien,
nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig
Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
29
ihre Gemusterten vom Stamme Issaschar, vierundfünfzigtausend
vierhundert.
30 Von
den Söhnen Sebulons: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
31 die
Gemusterten vom Stamme Sebulon, siebenundfünfzigtausend
vierhundert.
32 Von
den Söhnen Josephs: von den Söhnen Ephraims: ihre Geschlechter
nach ihren Familien nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der
Namen, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum Heere
auszog,
33
ihre Gemusterten vom Stamme Ephraim, vierzigtausendfünfhundert.
34 Von
den Söhnen Manasses: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
35
ihre Gemusterten vom Stamme Manasse, zweiunddreißigtausend
zweihundert.
36 Von
den Söhnen Benjamins: ihre Geschlechter nach ihren Familien,
nach ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig
Jahren und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
37
ihre Gemusterten vom Stamme Benjamin, fünfunddreißigtausend
vierhundert.
38 Von
den Söhnen Dans: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
39
ihre Gemusterten vom Stamme Dan, zweiundsechzigtausend
siebenhundert.
40 Von
den Söhnen Asers: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
41
ihre Gemusterten vom Stamme Aser, einundvierzigtausend
fünfhundert.
42 Die
Söhne Naphtalis: ihre Geschlechter nach ihren Familien, nach
ihren Vaterhäusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren
und darüber, jeder, der zum Heere auszog,
43
ihre Gemusterten vom Stamme Naphtali, dreiundfünfzigtausend
vierhundert.
44 Das
sind die Gemusterten, welche Mose und Aaron und die Fürsten
Israels musterten, die zwölf Männer: es waren je ein Mann für
sein Vaterhaus.
45 Und
es waren alle Gemusterten der Kinder Israel, nach ihren
Vaterhäusern, von zwanzig Jahren und darüber, jeder, der zum
Heere auszog in Israel:
46 es
waren alle die Gemusterten sechshundertunddreitausend
fünfhundertfünfzig.
47
Aber die Leviten nach dem Stamme ihrer Väter wurden nicht unter
ihnen gemustert.
48
Denn Jehova hatte zu Mose geredet und gesagt:
49 Nur
den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht
aufnehmen unter den Kindern Israel,
50
sondern bestelle du die Leviten über die Wohnung des Zeugnisses
und über all ihr Gerät und über alles, was zu ihr gehört: Sie
sollen die Wohnung und all ihr Gerät tragen, und sie sollen sie
bedienen und sich rings um die Wohnung lagern.
51 Und
wenn die Wohnung aufbricht, sollen die Leviten sie abnehmen; und
wenn die Wohnung sich lagert, sollen die Leviten sie aufrichten.
Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet werden.
52 Und
die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder in seinem Lager
und ein jeder bei seinem Panier, nach ihren Heeren.
53 Die
Leviten aber sollen sich rings um die Wohnung des Zeugnisses
lagern, daß nicht ein Zorn über die Gemeinde der Kinder Israel
komme; und die Leviten sollen der Hut der Wohnung des Zeugnisses
warten.
54 Und
die Kinder Israel taten nach allem was Jehova dem Mose geboten
hatte; also taten sie.
2,1
Und Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2 Die
Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder bei seinem Panier,
bei den Zeichen ihrer Vaterhäuser; dem Zelte der Zusammenkunft
gegenüber sollen sie sich ringsum lagern.
3 Und
zwar die gegen Osten, gegen Sonnenaufgang Lagernden: das Panier
des Lagers Judas, nach ihren Heeren; und der Fürst der Söhne
Judas, Nachschon, der Sohn Amminadabs;
4 und
sein Heer und ihre Gemusterten, vierundsiebzigtausend
sechshundert.
5 Und
die neben ihm Lagernden: der Stamm Issaschar; und der Fürst der
Söhne Issaschars, Nethaneel, der Sohn Zuars;
6 und
sein Heer und dessen Gemusterte, vierundfünfzigtausend
vierhundert.
7 Der
Stamm Sebulon; und der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn
Helons;
8 und
sein Heer und dessen Gemusterte, siebenundfünfzigtausend
vierhundert.
9 Alle
Gemusterten vom Lager Judas: hundertsechsundachtzigtausend
vierhundert, nach ihren Heeren; sie sollen zuerst aufbrechen.
10 Das
Panier des Lagers Rubens gegen Süden, nach ihren Heeren; und der
Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs;
11 und
sein Heer und dessen Gemusterte, sechsundvierzigtausend
fünfhundert.
12 Und
die neben ihm Lagernden: der Stamm Simeon; und der Fürst der
Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais;
13 und
sein Heer und ihre Gemusterten, neunundfünfzigtausend
dreihundert.
14 Und
der Stamm Gad; und der Fürst der Söhne Gads, Eljasaph, der Sohn
Reghuels;
15 und
sein Heer und ihre Gemusterten, fünfundvierzigtausend
sechshundertfünfzig.
16
Alle Gemusterten vom Lager Rubens: hunderteinundfünfzigtausend
vierhundertfünfzig nach ihren Heeren; und als die zweiten sollen
sie aufbrechen.
17 Und
dann soll das Zelt der Zusammenkunft aufbrechen, das Lager der
Leviten in der Mitte der Lager; so wie sie lagern, also sollen
sie aufbrechen, ein jeder an seiner Stelle, nach ihren Panieren.
18 Das
Panier des Lagers Ephraims, nach ihren Heeren, gegen Westen; und
der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds;
19 und
sein Heer und ihre Gemusterten, vierzigtausend fünfhundert.
20 Und
neben ihm der Stamm Manasse; und der Fürst der Söhne Manasses,
Gamliel, der Sohn Pedazurs;
21 und
sein Heer und ihre Gemusterten, zweiunddreißigtausend
zweihundert.
22 Und
der Stamm Benjamin; und der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan,
der Sohn Gideonis;
23 und
sein Heer und ihre Gemusterten, fünfunddreißigtausend
vierhundert.
24
Alle Gemusterten vom Lager Ephraims: hundertachttausend
einhundert, nach ihren Heeren; und als die dritten sollen sie
aufbrechen.
25 Das
Panier des Lagers Dans gegen Norden, nach ihren Heeren; und der
Fürst der Söhne Dans, Achieser, der Sohn Ammischaddais;
26 und
sein Heer und ihre Gemusterten, zweiundsechzigtausend
siebenhundert.
27 Und
die neben ihm Lagernden: der Stamm Aser; und der Fürst der Söhne
Asers, Pagiel, der Sohn Okrans;
28 und
sein Heer und ihre Gemusterten, einundvierzigtausend
fünfhundert.
29 Und
der Stamm Naphtali; und der Fürst der Söhne Naphtalis, Achira,
der Sohn Enans;
30 und
sein Heer und ihre Gemusterten, dreiundfünfzigtausend
vierhundert.
31
Alle Gemusterten vom Lager Dans: hundertsiebenundfünfzigtausend
sechshundert; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Panieren.
32 Das
sind die Gemusterten der Kinder Israel nach ihren Vaterhäusern.
Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeren, waren
sechshundertdreitausend fünfhundertfünfzig.
33
Aber die Leviten wurden nicht unter den Kindern Israel
gemustert, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
34 Und
die Kinder Israel taten nach allem, was Jehova dem Mose geboten
hatte: also lagerten sie sich nach ihren Panieren, und also
brachen sie auf, ein jeder nach seinen Geschlechtern, nach
seinem Vaterhause.
3,1
Und dies sind die Geschlechter Aarons und Moses, an dem Tage, da
Jehova auf dem Berge Sinai mit Mose redete.
2 Und
dies sind die Namen der Söhne Aarons: der Erstgeborene Nadab,
und Abihu, Eleasar und Ithamar.
3 Das
sind die Namen der Söhne Aarons, der gesalbten Heilige (e-r),
die geweiht worden waren, um den Heilige (e-r)dienst auszuüben.
4 Und
Nadab und Abihu starben vor Jehova, als sie in der Wüste Sinai
fremdes Feuer vor Jehova darbrachten; und sie hatten keine
Söhne. Und Eleasar und Ithamar übten den Heilige (e-r)dienst vor
ihrem Vater Aaron aus.
5 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
6 Laß
den Stamm Levi herzunahen und stelle ihn vor Aaron, den Heilige
(e-r), daß sie ihm dienen;
7 und
sie sollen seiner Hut warten und der Hut der ganzen Gemeinde vor
dem Zelte der Zusammenkunft, um den Dienst der Wohnung zu
verrichten;
8 und
sie sollen warten aller Geräte des Zeltes der Zusammenkunft und
der Hut der Kinder Israel, um den Dienst der Wohnung zu
verrichten.
9 Und
du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen geben; ganz zu
eigen sind sie ihm gegeben von seiten der Kinder Israel.
10 Und
Aaron und seine Söhne sollst du bestellen, daß sie ihres Heilige
(e-r)tums warten. Der Fremde aber, der herzunaht, soll getötet
werden.
11 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
12 Und
ich, siehe, ich habe die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel
genommen, anstatt aller Erstgeburt, welche die Mutter bricht
unter den Kindern Israel; und die Leviten sollen mir gehören.
13
Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tage, da ich alle
Erstgeburt im Lande Ägypten schlug, habe ich mir alle Erstgeburt
in Israel geheiligt vom Menschen bis zum Vieh; mir sollen sie
gehören, mir, Jehova.
14 Und
Jehova redete zu Mose in der Wüste Sinai und sprach:
15
Mustere die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, nach ihren
Familien; alle Männlichen von einem Monat und darüber sollst du
sie mustern.
16 Und
Mose musterte sie nach dem Befehl Jehovas, so wie ihm geboten
war.
17 Und
dies waren die Söhne Levis nach ihren Namen: Gerson und Kehath
und Merari.
18 Und
dies sind die Namen der Söhne Gersons nach ihren Familien: Libni
und Simei.
19 Und
die Söhne Kehaths nach ihren Familien: Amram und Jizhar, Hebron
und Ussiel.
20 Und
die Söhne Meraris nach ihren Familien: Machli und Muschi. Das
sind die Familien Levis nach ihren Vaterhäusern.
21 Von
Gerson die Familie der Libniter und die Familie der Simeiter;
das sind die Familien der Gersoniter.
22
Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat
und darüber, ihre Gemusterten: siebentausend fünfhundert.
23 Die
Familien der Gersoniter lagerten hinter der Wohnung gegen
Westen.
24 Und
der Fürst des Vaterhauses der Gersoniter war Eljasaph, der Sohn
Laels.
25 Und
die Hut der Söhne Gersons am Zelte der Zusammenkunft war: die
Wohnung und das Zelt, seine Decke, und der Vorhang vom Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft,
26 und
die Umhänge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs,
der rings um die Wohnung und um den Altar ist, und seine Seile
zu all seinem Dienst.
27 Und
von Kehath die Familie der Amramiter und die Familie der
Jizhariter und die Familie der Hebroniter und die Familie der
Ussieliter; das sind die Familien der Kehathiter.
28
Nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat und darüber,
achttausend sechshundert, welche der Hut des Heiligtums
warteten.
29 Die
Familien der Söhne Kehaths lagerten an der Seite der Wohnung
gegen Süden.
30 Und
der Fürst des Vaterhauses der Familien der Kehathiter war
Elizaphan, der Sohn Ussiels.
31 Und
ihre Hut war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die
Altäre, und die Geräte des Heiligtums, mit welchen man den
Dienst verrichtet, und der Vorhang, und dessen ganzer Dienst.
32 Und
der Fürst der Fürsten Levis war Eleasar, der Sohn Aarons, des
Heilige (e-r)s; er war Aufseher über die, welche der Hut des
Heiligtums warteten.
33 Von
Merari die Familie der Machliter und die Familie der Muschiter:
das sind die Familien Meraris.
34 Und
ihre Gemusterten nach der Zahl aller Männlichen von einem Monat
und darüber: sechstausend zweihundert.
35 Und
der Fürst des Vaterhauses der Familien Meraris war Zuriel, der
Sohn Abichails. Sie lagerten an der Seite der Wohnung gegen
Norden.
36 Und
die Hut der Söhne Meraris war: die Bretter der Wohnung, und ihre
Riegel und ihre Säulen und ihre Füße und alle ihre Geräte und
ihr ganzer Dienst,
37 und
die Säulen des Vorhofs ringsum und ihre Füße und ihre Pflöcke
und ihre Seile.
38 Und
die vor der Wohnung gegen Osten, vor dem Zelte der Zusammenkunft
gegen Sonnenaufgang Lagernden waren Mose und Aaron und seine
Söhne, welche der Hut des Heiligtums warteten, betreffs
desjenigen, was den Kindern Israel oblag. Der Fremde aber, der
herzunaht, soll getötet werden.
39
Aller gemusterten Leviten, welche Mose und Aaron nach dem Befehl
Jehovas nach ihren Familien musterten, aller Männlichen von
einem Monat und darüber, waren zweiundzwanzigtausend.
40 Und
Jehova sprach zu Mose: Mustere alle männlichen Erstgeborenen der
Kinder Israel, von einem Monat und darüber, und nimm die Zahl
ihrer Namen auf.
41 Und
du sollst die Leviten für mich, Jehova nehmen, anstatt aller
Erstgeborenen unter den Kindern Israel, und das Vieh der Leviten
anstatt alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Kinder Israel.
42 Und
Mose musterte, so wie Jehova ihm geboten hatte, alle
Erstgeborenen unter den Kindern Israel.
43 Und
es waren aller männlichen Erstgeborenen, nach der Zahl der
Namen, von einem Monat und darüber, nach ihren Gemusterten,
zweiundzwanzigtausend zweihundertdreiundsiebzig.
44 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
45
Nimm die Leviten anstatt aller Erstgeborenen unter den Kindern
Israel und das Vieh der Leviten anstatt ihres Viehes; und mir,
sollen die Leviten gehören, mir, Jehova.
46 Und
was die Lösung der zweihundertdreiundsiebzig betrifft, welche
von den Erstgeborenen der Kinder Israel überzählig sind über die
Leviten,
47 so
sollst du je fünf Sekel auf den Kopf nehmen; nach dem Sekel des
Heiligtums sollst du sie nehmen, zwanzig Gera der Sekel.
48 Und
das Geld sollst du als Lösung der Überzähligen unter ihnen Aaron
und seinen Söhnen geben.
49 Und
Mose nahm das Lösegeld von denen, welche überzählig waren über
die durch die Leviten Gelösten;
50 von
den Erstgeborenen der Kinder Israel nahm er das Geld, tausend
dreihundertfünfundsechzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.
51 Und
Mose gab das Geld der Lösung Aaron und seinen Söhnen, nach dem
Befehl Jehovas, so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
4,1
Und Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2
Nehmet auf die Summe der Söhne Kehaths aus der Mitte der Söhne
Levis, nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern,
3 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche
in die Arbeit treten, um das Werk am Zelte der Zusammenkunft zu
verrichten.
4 Dies
ist der Dienst der Söhne Kehaths am Zelte der Zusammenkunft: das
Hochheilige.
5 Und
Aaron und seine Söhne sollen beim Aufbruch des Lagers
hineingehen und den Scheidevorhang abnehmen und die Lade des
Zeugnisses damit bedecken;
6 und
sie sollen eine Decke von Dachsfell darüber legen und ein Tuch,
ganz von blauem Purpur, oben darüber breiten und ihre Stangen
daran tun.
7 Und
über den Tisch der Schaubrote sollen sie ein Tuch von blauem
Purpur breiten und darauf stellen die Schüsseln und Schalen und
Spendschalen und die Kannen zum Trankopfer; und das beständige
Brot soll auf demselben sein;
8 Und
hierüber sollen sie ein Tuch von Karmesin breiten und es mit
einer Decke von Dachsfell bedecken; und sie sollen seine Stangen
daran tun.
9 Und
sie sollen ein Tuch von blauem Purpur nehmen und den Leuchter
des Lichts bedecken und seine Lampen und seine Lichtschneuzen
und seine Löschnäpfe und alle seine Ölgefäße, womit man den
Dienst an ihm verrichtet;
10 Und
sie sollen ihn und alle seine Geräte in eine Decke von Dachsfell
tun und auf die Trage legen.
11 Und
über den goldenen Altar sollen sie ein Tuch von blauem Purpur
breiten und ihn mit einer Decke von Dachsfell bedecken und seine
Stangen daran tun.
12 Und
sie sollen alle Geräte des Dienstes nehmen, womit man den Dienst
im Heiligtum verrichtet, und sie in ein Tuch von blauem Purpur
legen und sie mit einer Decke von Dachsfell bedecken und auf die
Trage legen.
13 Und
sie sollen den Altar von der Fettasche reinigen und ein Tuch von
rotem Purpur über ihn breiten,
14 und
darauf legen alle seine Geräte, womit man den Dienst auf ihm
verrichtet: die Kohlenpfannen und die Gabeln und die Schaufeln
und die Sprengschalen, alle Geräte des Altars; und sie sollen
eine Decke von Dachsfell darüber breiten und seine Stangen daran
tun.
15 Und
wenn Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des Lagers das Bedecken
des Heiligtums und aller Geräte des Heiligtums vollendet haben,
so sollen danach die Söhne Kehaths kommen, um es zu tragen,
damit sie das Heilige nicht anrühren und sterben. Das ist es,
was die Söhne Kehaths vom Zelte der Zusammenkunft zu tragen
haben.
16 Und
Eleasar, der Sohn Aarons, des Heilige (e-r)s, hat die Aufsicht
über das Öl zum Licht und das wohlriechende Räucherwerk und das
beständige Speisopfer und das Salböl, die Aufsicht über die
ganze Wohnung und alles, was darin ist, über das Heiligtum wie
über seine Geräte.
17 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
18 Ihr
sollt den Stamm der Familien der Kehathiter nicht ausgerottet
werden lassen aus der Mitte der Leviten;
19
sondern dies sollt ihr ihnen tun, damit sie leben und nicht
sterben, wenn sie dem Allerheiligsten nahen: Aaron und seine
Söhne sollen hineingehen und jeden einzelnen von ihnen an seinen
Dienst und an seine Traglast stellen;
20
aber sie sollen nicht hineingehen, daß sie auch nur einen
Augenblick das Heilige sehen und sterben.
21 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
22
Nimm auch die Summe der Söhne Gersons auf, nach ihren
Vaterhäusern, nach ihren Familien;
23 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie
mustern, alle, welche in die Arbeit treten, um den Dienst am
Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.
24
Dies ist der Dienst der Familien der Gersoniter im Dienen und im
Tragen:
25 Sie
sollen die Teppiche der Wohnung tragen und das Zelt der
Zusammenkunft, seine Decke und die Decke von Dachsfell, die oben
darüber ist, und den Vorhang vom Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft,
26 und
die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang vom Eingang des Tores
des Vorhofs, welcher rings um die Wohnung und um den Altar ist,
und ihre Seile, und alle Geräte ihres Dienstes; und alles, was
an ihnen zu tun ist, sollen sie verrichten.
27
Nach dem Befehl Aarons und seiner Söhne soll aller Dienst der
Söhne der Gersoniter sein hinsichtlich all ihrer Traglast und
all ihres Dienstes; und ihr sollt ihnen die Hut alles dessen
auftragen, was sie zu tragen haben.
28 Das
ist der Dienst der Familien der Söhne der Gersoniter am Zelte
der Zusammenkunft; und ihre Hut sei unter der Hand Ithamars, des
Sohnes Aarons, des Heilige (e-r)s.
29 Die
Söhne Meraris, nach ihren Familien, nach ihren Vaterhäusern
sollst du sie mustern;
30 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren sollst du sie
mustern, alle, welche in die Arbeit treten, um den Dienst am
Zelte der Zusammenkunft zu verrichten.
31 Und
dies ist es, was ihnen zu tragen obliegt, nach ihrem ganzen
Dienst am Zelte der Zusammenkunft: die Bretter der Wohnung und
ihre Riegel und ihre Säulen und ihre Füße,
32 und
die Säulen des Vorhofs ringsum und ihre Füße und ihre Pflöcke
und ihre Seile, nach allen ihren Geräten und nach all ihrem
Dienst; und mit Namen sollt ihr ihnen die Geräte zuzählen, die
ihnen zu tragen obliegen.
33 Das
ist der Dienst der Familien der Söhne Meraris, nach all ihrem
Dienst am Zelte der Zusammenkunft, unter der Hand Ithamars, des
Sohnes Aarons, des Heilige (e-r)s.
34 Und
Mose und Aaron und die Fürsten der Gemeinde musterten die Söhne
der Kehathiter nach ihren Familien und nach ihren Vaterhäusern,
35 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche
in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der Zusammenkunft.
36 Und
es waren ihrer Gemusterten, nach ihren Familien, zweitausend
siebenhundertfünfzig.
37 Das
sind die Gemusterten der Familien der Kehathiter, alle, welche
am Zelte der Zusammenkunft dienten, die Mose und Aaron musterten
nach dem Befehl Jehovas durch Mose.
38 Und
die Gemusterten der Söhne Gersons, nach ihren Familien und nach
ihren Vaterhäusern,
39 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche
in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der Zusammenkunft:
40 es
waren ihrer Gemusterten, nach ihren Familien, nach ihren
Vaterhäusern, zweitausend sechshundertdreißig.
41 Das
sind die Gemusterten der Familien der Söhne Gersons, alle,
welche am Zelte der Zusammenkunft dienten, die Mose und Aaron
musterten nach dem Befehl Jehovas.
42 Und
die Gemusterten der Familien der Söhne Meraris, nach ihren
Familien, nach ihren Vaterhäusern,
43 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, alle, welche
in die Arbeit traten zum Dienst am Zelte der Zusammenkunft:
44 es
waren ihrer Gemusterten, nach ihren Familien, dreitausend
zweihundert.
45 Das
sind die Gemusterten der Familien der Söhne Meraris, die Mose
und Aaron musterten nach dem Befehl Jehovas durch Mose.
46
Aller Gemusterten, welche Mose und Aaron und die Fürsten Israels
musterten, der Leviten nach ihren Familien und nach ihren
Vaterhäusern,
47 von
dreißig Jahren und darüber bis zu fünfzig Jahren, aller, welche
antraten, um den Dienst der Bedienung und den Dienst des Tragens
am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten:
48
ihrer Gemusterten waren achttausend fünfhundertachtzig.
49
Nach dem Befehl Jehovas musterte man sie durch Mose, jeden
einzelnen zu seinem Dienst und zu seiner Traglast; und sie
wurden von ihm gemustert, wie Jehova dem Mose geboten hatte.
5,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Gebiete den Kindern Israel, daß sie alle Aussätzigen und alle
Flüssigen und alle wegen einer Leiche Verunreinigten aus dem
Lager hinauszutun;
3
sowohl Mann als Weib sollt ihr hinaustun, vor das Lager sollt
ihr sie hinaustun, damit sie nicht ihre Lager verunreinigen, in
deren Mitte ich wohne.
4 Und
die Kinder Israel taten also und taten sie vor das Lager hinaus;
so wie Jehova zu Mose geredet hatte, also taten die Kinder
Israel.
5 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
6 Rede
zu den Kindern Israel: Wenn ein Mann oder ein Weib irgend eine
von allen Sünden der Menschen tun, so daß sie eine Untreue gegen
Jehova begehen, und selbige Seele sich verschuldet,
7 so
sollen sie ihre Sünde bekennen, die sie getan haben; und der
Täter soll seine Schuld erstatten nach ihrer vollen Summe und
soll das Fünftel davon hinzufügen und es dem geben, an welchem
er sich verschuldet hat.
8 Und
wenn der Mann keinen Blutsverwandten hat, um diesem die Schuld
zu erstatten, so soll die Schuld, welche Jehova erstattet wird,
dem Heilige (e-r) gehören außer dem Widder der Versöhnung, womit
man Sühnung für ihn tut.
9 Und
jedes Hebopfer von allen heiligen Dingen der Kinder Israel,
welche sie dem Heilige (e-r) darbringen, soll ihm gehören.
10 Ja,
ihm sollen eines jeden heilige Dinge gehören; was jemand dem
Heilige (e-r) gibt, soll ihm gehören.
11 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
12
Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend
eines Mannes Weib ausschweift und Untreue gegen ihn begeht,
13 und
ein Mann liegt bei ihr zur Begattung, und es ist verborgen vor
den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im geheimen
verunreinigt, und es ist kein Zeuge gegen sie, und sie ist nicht
ertappt worden;
14 und
der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird
eifersüchtig auf sein Weib, und sie hat sich verunreinigt; oder
der Geist der Eifersucht kommt über ihn, und er wird
eifersüchtig auf sein Weib, und sie hat sich nicht verunreinigt:
15 so
soll der Mann sein Weib zu dem Heilige (e-r) bringen und ihre
Opfergabe ihrethalben bringen, ein Zehntel Epha Gerstenmehl; er
soll kein Öl darauf gießen und keinen Weihrauch darauf legen;
denn es ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des
Gedächtnisses, welches Ungerechtigkeit ins Gedächtnis bringt.
16 Und
der Heilige (e-r) soll sie herzunahen lassen und sie vor Jehova
stellen.
17 Und
der Heilige (e-r) nehme heiliges Wasser in einem irdenen Gefäße;
und der Heilige (e-r) nehme von dem Staube, der auf dem Fußboden
der Wohnung ist, und tue ihn in das Wasser.
18 Und
der Heilige (e-r) stelle das Weib vor Jehova und entblöße das
Haupt des Weibes, und lege auf ihre Hände das Speisopfer des
Gedächtnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das
fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in der Hand des
Heilige (e-r)s sein.
19 Und
der Heilige (e-r) soll sie beschwören und zu dem Weibe sagen:
Wenn kein Mann bei dir gelegen hat, und wenn du, unter deinem
Manne seiend, nicht ausgeschweift bist in Unreinigkeit, so
bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser der
Bitterkeit;
20
wenn du aber, unter deinem Manne seiend, ausgeschweift bist und
dich verunreinigt hast, und ein Mann bei dir gelegen hat außer
deinem Manne,
21 und
zwar soll der Heilige (e-r) das Weib beschwören mit dem Schwure
des Fluches, und der Heilige (e-r) soll zu dem Weibe sagen: So
mache dich Jehova zum Fluche und zum Schwure in der Mitte deines
Volkes, indem Jehova deine Hüfte schwinden und deinen Bauch
schwellen mache,
22 und
es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um
den Bauch schwellen und die Hüfte schwinden zu machen! Und das
Weib soll sagen: Amen, Amen!
23 Und
der Heilige (e-r) soll diese Flüche in ein Buch schreiben und
sie in das Wasser der Bitterkeit auslöschen;
24 und
er soll das Weib das fluchbringende Wasser der Bitterkeit
trinken lassen, damit das fluchbringende Wasser in sie komme zur
Bitterkeit.
25 Und
der Heilige (e-r) nehme aus der Hand des Weibes das Speisopfer
der Eifersucht und webe das Speisopfer vor Jehova und bringe es
zum Altar;
26 und
der Heilige (e-r) nehme eine Handvoll von dem Speisopfer als
dessen Gedächtnisteil und räuchere es auf dem Altar; und danach
soll er das Weib das Wasser trinken lassen.
27 Und
hat er sie das Wasser trinken lassen, so wird es geschehen, wenn
sie sich verunreinigt und Untreue begangen hat gegen ihren Mann,
daß das fluchbringende Wasser in sie kommen wird zur Bitterkeit,
und ihr Bauch wird schwellen und ihre Hüfte schwinden; und das
Weib wird zum Fluche werden in der Mitte ihres Volkes.
28
Wenn aber das Weib sich nicht verunreinigt hat und rein ist, so
wird sie unversehrt bleiben und Samen empfangen.
29 Das
ist das Gesetz der Eifersucht: Wenn ein Weib, unter ihrem Manne
seiend, ausschweift und sich verunreinigt,
30
oder wenn über einen Mann der Geist der Eifersucht kommt, und er
wird eifersüchtig auf sein Weib, so soll er das Weib vor Jehova
stellen, und der Heilige (e-r) soll ihr tun nach diesem, ganzen
Gesetz.
31 Und
der Mann wird frei sein von Schuld; selbiges Weib aber soll ihre
Missetat tragen.
6,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder
ein Weib sich weiht, indem er das Gelübde eines Nasirs gelobt,
um sich für Jehova abzusondern,
3 so
soll er sich des Weines und des starken Getränks enthalten:
Essig von Wein und Essig von starkem Getränk soll er nicht
trinken; und keinerlei Traubensaft soll er trinken, und Trauben,
frische oder getrocknete, soll er nicht essen.
4 Alle
die Tage seiner Absonderung soll er von allem, was vom Weinstock
bereitet wird, von den Kernen bis zur Hülse, nicht essen.
5 Alle
die Tage des Gelübdes seiner Absonderung soll kein Schermesser
über sein Haupt gehen; bis die Tage erfüllt sind, die er sich
für Jehova absondert, soll er heilig sein; er soll das Haar
seines Hauptes frei wachsen lassen.
6 Alle
die Tage, die er sich für Jehova absondert, soll er zu keiner
Leiche kommen.
7
Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines
Bruders und wegen seiner Schwester, ihretwegen soll er sich
nicht verunreinigen, wenn sie sterben; denn die Weihe seines
Gottes ist auf seinem Haupte.
8 Alle
die Tage seiner Absonderung ist er dem Jehova heilig.
9 Und
wenn jemand unversehens, plötzlich, bei ihm stirbt, und er das
Haupt seiner Weihe verunreinigt, so soll er sein Haupt an dem
Tage seiner Reinigung scheren; am siebten Tage soll er es
scheren.
10 Und
am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben
zu dem Heilige (e-r) bringen an den Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft.
11 Und
der Heilige (e-r) soll eine zum Sündopfer und eine zum
Brandopfer opfern, und Sühnung für ihn tun deswegen, daß er sich
an der Leiche versündigt hat; und er soll sein Haupt an selbigem
Tage heiligen.
12 Und
er soll die Tage seiner Absonderung nochmals für Jehova
absondern und ein einjähriges Lamm zum Schuldopfer bringen; die
vorigen Tage aber sind verfallen, denn seine Weihe ist
verunreinigt worden.
13 Und
dies ist das Gesetz des Nasirs: An dem Tage, an welchem die Tage
seiner Absonderung erfüllt sind, soll man ihn an den Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft bringen.
14 Und
er soll Jehova seine Opfergabe darbringen: ein einjähriges Lamm
ohne Fehl zum Brandopfer, und ein einjähriges weibliches Lamm
ohne Fehl zum Sündopfer; und einen Widder ohne Fehl zum
Friedensopfer,
15 und
einen Korb mit Ungesäuertem: Feinmehlkuchen, gemengt mit Öl, und
ungesäuerte Fladen, gesalbt mit Öl; nebst ihrem Speisopfer und
ihren Trankopfern.
16 Und
der Heilige (e-r) soll sie vor Jehova darbringen und sein
Sündopfer und sein Brandopfer opfern.
17 Und
den Widder soll er als Friedensopfer dem Jehova opfern samt dem
Korbe des Ungesäuerten; und der Heilige (e-r) soll dessen
Speisopfer und dessen Trankopfer opfern.
18 Und
der Nasir soll an dem Eingang des Zeltes der Zusammenkunft das
Haupt seiner Weihe scheren und das Haar des Hauptes seiner Weihe
nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Friedensopfer
ist.
19 Und
der Heilige (e-r) nehme den gekochten Bug von dem Widder und
einen ungesäuerten Kuchen und einen ungesäuerten Fladen aus dem
Korbe und lege sie auf die Hände des Nasirs, nachdem er das
Zeichen seiner Weihe geschoren hat.
20 Und
der Heilige (e-r) webe sie als Webopfer vor Jehova; es ist dem
Heilige (e-r) heilig nebst der Brust des Webopfers und nebst dem
Schenkel des Hebopfers. Und danach mag der Nasir Wein trinken.
21 Das
ist das Gesetz des Nasirs, der ein Gelübde tut, und das seine
Opfergabe dem Jehova wegen seiner Weihe, außer dem, was seine
Hand aufbringen kann. Gemäß seinem Gelübde, das er getan hat,
also soll er tun nach dem Gesetz seiner Weihe.
22 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
23
Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr die
Kinder Israel segnen; sprechet zu ihnen:
24
Jehova segne dich und behüte dich!
25
Jehova lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir
gnädig!
26
Jehova erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
27 Und
so sollen sie meinen Namen auf die Kinder Israel legen, und ich
werde sie segnen.
7,1
Und es geschah an dem Tage, da Mose das Aufrichten der Wohnung
vollendet und sie gesalbt und sie geheiligt hatte mit allen
ihren Geräten, sowie den Altar und alle seine Geräte, und er sie
gesalbt und sie geheiligt hatte,
2 da
brachten die Fürsten Israels, die Häupter ihrer Vaterhäuser,
sie, die Fürsten der Stämme, die Vorsteher der Gemusterten,
3 sie
brachten ihre Opfergabe dar vor Jehova: sechs bedeckte Wagen und
zwölf Rinder, einen Wagen für zwei Fürsten und ein Rind für
einen; und sie brachten sie dar vor der Wohnung.
4 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
5 Nimm
sie von Ihnen, und sie seien zum Verrichten des Dienstes des
Zeltes der Zusammenkunft, und gib sie den Leviten, einem jeden
nach Verhältnis seines Dienstes.
6 Und
Mose nahm die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten.
7 Zwei
Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gersons nach Verhältnis
ihres Dienstes;
8 und
vier Wagen und acht Rinder gab er den Söhnen Meraris nach
Verhältnis ihres Dienstes: unter der Hand Ithamars, des Sohnes
Aarons, des Heilige (e-r)s.
9 Aber
den Söhnen Kehaths gab er nichts; denn ihnen lag der Dienst des
Heiligtums ob: auf der Schulter trugen sie.
10 Und
die Fürsten brachten die Einweihungsgabe des Altars dar an dem
Tage, da er gesalbt wurde; und die Fürsten brachten ihre
Opfergabe dar vor dem Altar.
11 Und
Jehova sprach zu Mose: Je ein Fürst auf einen Tag sollen sie
ihre Opfergabe zur Einweihung des Altars darbringen.
12 Und
es geschah, der am ersten Tage seine Opfergabe darbrachte, war
Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamme Juda.
13 Und
seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
14
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
15 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
16 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
17 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Nachschons, des Sohnes
Amminadabs.
18 Am
zweiten Tage brachte Nethaneel dar, der Sohn Zuars, der Fürst
von Issaschar;
19 er
brachte seine Opfergabe dar: eine silberne Schüssel,
hundertdreißig Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale,
siebzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll
Feinmehl, gemengt mit Öl, zum Speisopfer;
20
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
21
einen jungen Farren, einen Widder, ein einjähriges Lamm, zum
Brandopfer;
22
einen Ziegenbock zum Sündopfer;
23 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Nethaneels, des Sohnes
Zuars.
24 Am
dritten Tage der Fürst der Söhne Sebulons, Eliab, der Sohn
Helons.
25
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
26
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
27 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
28 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
29 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Eliabs, des Sohnes
Helons.
30 Am
vierten Tage der Fürst der Söhne Rubens, Elizur, der Sohn
Schedeurs.
31
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
32
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
33 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
34 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
35 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes
Schedeurs.
36 Am
fünften Tage der Fürst der Söhne Simeons, Schelumiel, der Sohn
Zurischaddais.
37
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
38
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
39 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
40 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
41 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Schelumiels, des Sohnes
Zurischaddais.
42 Am
sechsten Tage der Fürst der Söhne Gads, Eljasaph, der Sohn
Deghuels.
43
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
44
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
45 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
46 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
47 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Eljasaphs, des Sohnes
Deghuels.
48 Am
siebten Tage der Fürst der Söhne Ephraims, Elischama, der Sohn
Ammihuds.
49
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
50
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
51 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
52 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
53 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Elischamas, des Sohnes
Ammihuds.
54 Am
achten Tage der Fürst der Söhne Manasses, Gamliel, der Sohn
Pedazurs.
55
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
56
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
57 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
58 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
59 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Gamliels, des Sohnes
Pedazurs.
60 Am
neunten Tage der Fürst der Söhne Benjamins, Abidan, der Sohn
Gideonis.
61
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
62
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
63 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
64 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
65 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Abidans, des Sohnes
Gideonis.
66 Am
zehnten Tage der Fürst der Söhne Dans, Achieser, der Sohn
Ammischaddais.
67
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
68
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
69 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
70 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
71 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Achiesers, des Sohnes
Ammischaddais.
72 Am
elften Tage der Fürst der Söhne Asers, Pagiel, der Sohn Okrans.
73
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
74
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
75 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
76 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
77 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Pagiels, des Sohnes
Okrans.
78 Am
zwölften Tage der Fürst der Söhne Naphtalis, Achira, der Sohn
Enans.
79
Seine Opfergabe war: eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Sekel ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Sekel,
nach dem Sekel des Heiligtums, beide voll Feinmehl, gemengt mit
Öl, zum Speisopfer;
80
eine Schale, zehn Sekel Gold, voll Räucherwerk;
81 ein
junger Farre, ein Widder, ein einjähriges Lamm, zum Brandopfer;
82 ein
Ziegenbock zum Sündopfer;
83 und
zum Friedensopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf
einjährige Lämmer. Das war die Opfergabe Achiras, des Sohnes
Enans.
84
Dies war die Einweihungsgabe des Altars, seitens der Fürsten
Israels, an dem Tage, da er gesalbt wurde: zwölf silberne
Schüsseln, zwölf silberne Sprengschalen, zwölf goldene Schalen;
85
hundertdreißig Sekel eine silberne Schüssel, und siebzig eine
Sprengschale: alles Silber der Gefäße zweitausend vierhundert
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums;
86
zwölf goldene Schalen voll Räucherwerk, je zehn Sekel eine
Schale, nach dem Sekel des Heiligtums: alles Gold der Schalen
hundertzwanzig Sekel.
87
Aller Rinder zum Brandopfer waren zwölf Farren; dazu zwölf
Widder, zwölf einjährige Lämmer, nebst ihrem Speisopfer; und
zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer.
88 Und
aller Rinder zum Friedensopfer waren vierundzwanzig Farren; dazu
sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Lämmer. Das
war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden
war.
89 Und
wenn Mose in das Zelt der Zusammenkunft hineinging, um mit ihm
zu reden, so hörte er die Stimme zu ihm reden von dem Deckel
herab, der auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen den beiden
Cherubim hervor; und er redete zu ihm.
8,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen anzündest, so
sollen die sieben Lampen gerade vor dem Leuchter hinscheinen.
3 Und
Aaron tat also: er zündete seine Lampen an, so daß sie gerade
vor dem Leuchter hinschienen, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
4 Und
dies war die Arbeit des Leuchters: getriebene Arbeit von Gold;
von seinem Fuße bis zu seinen Blumen, alles war getriebene
Arbeit; nach dem Bilde, das Jehova dem Mose gezeigt, also hatte
man den Leuchter gemacht.
5 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
6 Nimm
die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel und reinige sie.
7 Und
also sollst du mit ihnen tun, um sie zu reinigen: Sprenge
Entsündigungswasser auf sie, und sie sollen das Schermesser über
ihr ganzes Fleisch gehen lassen und ihre Kleider waschen und
sich reinigen.
8 Und
sie sollen einen jungen Farren nehmen, und sein Speisopfer:
Feinmehl, gemengt mit Öl; und einen anderen jungen Farren sollst
du nehmen zum Sündopfer.
9 Und
du sollst die Leviten vor das Zelt der Zusammenkunft herzutreten
lassen und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln.
10 Und
du sollst die Leviten vor Jehova herzutreten lassen, und die
Kinder Israel sollen ihre Hände auf die Leviten legen.
11 Und
Aaron soll die Leviten als Webopfer von seiten der Kinder Israel
vor Jehova weben, damit sie zum Verrichten des Dienstes Jehovas
seien.
12 Und
die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der Farren legen; und
den einen sollst du als Sündopfer und den anderen als Brandopfer
dem Jehova opfern, um für die Leviten Sühnung zu tun.
13 Und
so sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Söhne stellen
und sie dem Jehova als Webopfer weben;
14 und
du sollst die Leviten aus der Mitte der Kinder Israel
aussondern, daß die Leviten mir gehören.
15 Und
danach sollen die Leviten kommen, um das Zelt der Zusammenkunft
zu bedienen. So sollst du sie reinigen und sie als Webopfer
weben.
16
Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus der Mitte der Kinder
Israel; anstatt alles dessen, was die Mutter bricht, anstatt
jedes Erstgeborenen aus den Kindern Israel habe ich sie mir
genommen.
17
Denn mein ist alles Erstgeborene unter den Kindern Israel an
Menschen und an Vieh. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt im
Lande Ägypten schlug, habe ich sie mir geheiligt.
18 Und
ich habe die Leviten genommen anstatt aller Erstgeborenen unter
den Kindern Israel;
19 und
ich habe die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen als Gabe aus
der Mitte der Kinder Israel gegeben, um den Dienst der Kinder
Israel am Zelte der Zusammenkunft zu verrichten und um für die
Kinder Israel Sühnung zu tun, damit unter den Kindern Israel
keine Plage dadurch entstehe, daß die Kinder Israel dem
Heiligtum nahen.
20 Und
Mose und Aaron und die ganze Gemeinde der Kinder Israel taten so
mit den Leviten; nach allem, was Jehova dem Mose geboten hatte
wegen der Leviten, also taten die Kinder Israel mit ihnen.
21 Und
die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider; und
Aaron webte sie als Webopfer vor Jehova; und Aaron tat Sühnung
für sie zu ihrer Reinigung.
22 Und
danach kamen die Leviten, um ihren Dienst am Zelte der
Zusammenkunft zu verrichten vor Aaron und vor seinen Söhnen. So
wie Jehova dem Mose betreffs der Leviten geboten hatte, also
taten sie mit ihnen.
23 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
24
Dies ist es, was die Leviten betrifft: Von fünfundzwanzig Jahren
an und darüber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun im
Dienste des Zeltes der Zusammenkunft.
25
Aber von fünfzig Jahren an soll er aus der Arbeit des Dienstes
austreten und nicht mehr dienen;
26 er
mag seinen Brüdern helfen am Zelte der Zusammenkunft, um der Hut
zu warten; aber Dienst soll er nicht tun. So sollst du mit den
Leviten tun in ihren Obliegenheiten.
9,1
Und Jehova redete zu Mose in der Wüste Sinai, im zweiten Jahre
nach ihrem Auszug aus dem Lande Ägypten, im ersten Monat, und
sprach:
2 Die
Kinder Israel sollen das Passah feiern zu seiner bestimmten
Zeit;
3 am
vierzehnten Tage in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden,
sollt ihr es feiern zu seiner bestimmten Zeit; nach allen seinen
Satzungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es
feiern.
4 Und
Mose redete zu den Kindern Israel, daß sie das Passah feiern
sollten.
5 Und
sie feierten das Passah im ersten Monat, am vierzehnten Tage des
Monats, zwischen den zwei Abenden, in der Wüste Sinai; nach
allem, was Jehova dem Mose geboten hatte, also taten die Kinder
Israel.
6 Und
es waren Männer da, die unrein waren wegen der Leiche eines
Menschen und an jenem Tage das Passah nicht feiern konnten; und
sie traten an jenem Tage vor Mose und vor Aaron.
7 Und
diese Männer sprachen zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche
eines Menschen; warum sollen wir verkürzt werden, daß wir die
Opfergabe Jehovas nicht zur bestimmten Zeit in der Mitte der
Kinder Israel darbringen?
8 Und
Mose sprach zu ihnen: Bleibet stehen, und ich will hören, was
Jehova eurethalben gebieten wird.
9 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
10
Rede zu den Kindern Israel und sprich: Wenn irgend jemand von
euch oder von euren Geschlechtern unrein ist wegen einer Leiche
oder ist auf einem fernen Wege, so soll er dem Jehova Passah
feiern;
11 im
zweiten Monat, am vierzehnten Tage, zwischen den zwei Abenden,
sollen sie es feiern; mit Ungesäuertem und bitteren Kräutern
sollen sie es essen;
12 sie
sollen nichts davon übrig lassen bis an den Morgen, und sollen
kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Satzungen des Passah
sollen sie es feiern.
13 Der
Mann aber, der rein und nicht auf dem Wege ist, und es
unterläßt, das Passah zu feiern, selbige Seele soll ausgerottet
werden aus ihren Völkern; denn er hat die Opfergabe Jehovas
nicht zur bestimmten Zeit dargebracht; selbiger Mann soll seine
Sünde tragen.
14 Und
wenn ein Fremdling bei euch weilt und dem Jehova Passah feiern
will, so soll er es feiern nach der Satzung des Passah und nach
seiner Vorschrift. Eine Satzung soll für euch sein, sowohl für
den Fremdling als auch für den Eingeborenen des Landes.
15 Und
an dem Tage, da die Wohnung aufgerichtet wurde, bedeckte die
Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war es
über der Wohnung wie das Ansehen eines Feuers bis an den Morgen.
16 So
war es beständig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts war es
wie das Ansehen eines Feuers.
17 Und
so wie die Wolke sich von dem Zelte erhob, brachen danach die
Kinder Israel auf; und an dem Orte, wo die Wolke sich
niederließ, daselbst lagerten sich die Kinder Israel.
18
Nach dem Befehl Jehovas brachen die Kinder Israel auf, und nach
dem Befehl Jehovas lagerten sie sich; alle die Tage, da die
Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie.
19 Und
wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung verweilte, so warteten
die Kinder Israel der Hut Jehovas und brachen nicht auf.
20 Und
geschah es, daß die Wolke wenige Tage auf der Wohnung war, nach
dem Befehl Jehovas lagerten sie sich, und nach dem Befehl
Jehovas brachen sie auf.
21 Und
geschah es, daß die Wolke da war vom Abend bis an den Morgen,
und die Wolke erhob sich am Morgen, so brachen sie auf; oder
einen Tag und eine Nacht, und die Wolke erhob sich, so brachen
sie auf;
22
oder zwei Tage oder einen Monat oder eine geraume Zeit, wenn die
Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie darauf ruhte, so
lagerten die Kinder Israel und brachen nicht auf; und wenn sie
sich erhob, so brachen sie auf.
23
Nach dem Befehl Jehovas lagerten sie sich, und nach dem Befehl
Jehovas brachen sie auf; sie warteten der Hut Jehovas nach dem
Befehl Jehovas durch Mose.
10,1
Und Jehova redete zu Mose sprach:
2
Mache dir zwei Trompeten von Silber; in getriebener Arbeit
sollst du sie machen; und sie sollen dir dienen zur Berufung der
Gemeinde und zum Aufbruch der Lager.
3 Und
stößt man in dieselben, so soll die ganze Gemeinde sich zu dir
versammeln an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
4 Und
wenn man in eine stößt, so sollen die Fürsten sich zu dir
versammeln, die Häupter der Tausende Israels.
5 Und
blaset ihr Lärm, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen Osten
lagern;
6 und
blaset ihr Lärm zum zweiten Male, so sollen die Lager
aufbrechen, die gegen Süden lagern: zu ihrem Aufbruch sollen sie
Lärm blasen.
7 Aber
um die Versammlung zu versammeln, sollt ihr hineinstoßen und
nicht Lärm blasen.
8 Und
die Söhne Aarons, die Heilige (e-r), sollen in die Trompeten
stoßen. Und sie sollen euch zu einer ewigen Satzung sein bei
euren Geschlechtern.
9 Und
wenn ihr in eurem Lande in den Streit ziehet wider den
Bedränger, der euch bedrängt, so sollt ihr mit den Trompeten
Lärm blasen; und es wird eurer gedacht werden vor Jehova, eurem
Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden.
10 Und
an euren Freudentagen und an euren Festen und an euren
Neumonden, da sollt ihr in die Trompeten stoßen bei euren
Brandopfern und bei euren Friedensopfern; und sie sollen euch
zum Gedächtnis sein vor eurem Gott. Ich bin Jehova, euer Gott.
11 Und
es geschah im zweiten Jahre, im zweiten Monat, am Zwanzigsten
des Monats, da erhob sich die Wolke von der Wohnung des
Zeugnisses.
12 Und
die Kinder Israel brachen auf aus der Wüste Sinai nach ihren
Zügen; und die Wolke ließ sich nieder in der Wüste Paran.
13 Und
sie brachen zum ersten Male auf nach dem Befehl Jehovas durch
Mose.
14 Und
das Panier des Lagers der Kinder Juda brach zuerst auf nach
ihren Heeren; und über sein Heer war Nachschon, der Sohn
Amminadabs.
15 Und
über das Heer des Stammes der Kinder Issaschar war Nethaneel,
der Sohn Zuars;
16 und
über das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn
Helons.
17 Und
die Wohnung wurde abgenommen, und es brachen auf die Söhne
Gersons und die Söhne Meraris, welche die Wohnung trugen.
18 Und
das Panier des Lagers Rubens brach auf nach seinen Heeren; und
über sein Heer war Elizur, der Sohn Schedeurs.
19 Und
über das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Schelumiel, der
Sohn Zurischaddais;
20 und
über das Heer des Stammes der Kinder Gad war Eljasaph, der Sohn
Deghuels.
21 Und
die Kehathiter brachen auf, welche das Heiligtum trugen; und
jene richteten die Wohnung auf, bis diese kamen.
22 Und
das Panier des Lagers der Kinder Ephraim brach auf nach ihren
Heeren; und über sein Heer war Elischama, der Sohn Ammihuds.
23 Und
über das Heer des Stammes der Kinder Manasse war Gamliel, der
Sohn Pedazurs;
24 und
über das Heer des Stammes der Kinder Benjamin war Abidan, der
Sohn Gideonis.
25 Und
das Panier des Lagers der Kinder Dan, welches die Nachhut aller
Lager bildete, brach auf nach ihren Heeren; und über sein Heer
war Achieser, der Sohn Ammischaddais.
26 Und
über das Heer des Stammes der Kinder Aser war Pagiel, der Sohn
Okrans;
27 und
über das Heer des Stammes der Kinder Naphtali war Achira, der
Sohn Enans.
28 Das
war die Marschordnung der Kinder Israel nach ihren Heeren; und
so brachen sie auf.
29 Und
Mose sprach zu Hobab, dem Sohne Reghuels, des Midianiters, des
Schwiegervaters Moses: Wir brechen auf nach dem Orte, von
welchem Jehova gesagt hat: Ich will ihn euch geben. Ziehe mit
uns, so werden wir dir Gutes tun; denn Jehova hat Gutes über
Israel geredet.
30 Und
er sprach zu ihm: Ich will nicht mitziehen, sondern in mein Land
und zu meiner Verwandtschaft will ich gehen.
31 Und
er sprach: Verlaß uns doch nicht! Denn du weißt ja, wo wir in
der Wüste lagern sollen; und du wirst unser Auge sein.
32 Und
es soll geschehen, wenn du mit uns ziehst, und uns jenes Gute
geschieht, das Jehova an uns tun will, so werden wir dir auch
Gutes tun.
33 Und
sie brachen auf von dem Berge Jehovas, drei Tagereisen weit, und
die Lade des Bundes Jehovas zog drei Tagereisen vor ihnen her,
um ihnen einen Ruheort zu erkunden;
34 und
die Wolke Jehovas war über ihnen des Tages, wenn sie aus dem
Lager zogen.
35 Und
es geschah, wenn die Lade aufbrach, so sprach Mose: Stehe auf,
Jehova, daß deine Feinde sich zerstreuen, und deine Hasser vor
dir fliehen!
36 Und
wenn sie ruhte, so sprach er: Kehre wieder, Jehova, zu den
Myriaden der Tausende Israels!
11,1
Und es geschah, als das Volk sich beklagte, daß es übel war in
den Ohren Jehovas; und als Jehova es hörte, da erglühte sein
Zorn, und ein Feuer Jehovas brannte unter ihnen und fraß am Ende
des Lagers.
2 Und
das Volk schrie zu Mose; und Mose betete zu Jehova, da legte
sich das Feuer.
3 Und
man gab selbigem Orte den Namen Tabhera, weil ein Feuer Jehovas
unter ihnen gebrannt hatte.
4 Und
das Mischvolk, das in ihrer Mitte war, wurde lüstern, und auch
die Kinder Israel weinten wiederum und sprachen: Wer wird uns
Fleisch zu essen geben?
5 Wir
gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, der Gurken
und der Melonen und des Lauchs und der Zwiebeln und des
Knoblauchs;
6 und
nun ist unsere Seele dürre; gar nichts ist da, nur auf das Man
sehen unsere Augen.
7 Das
Man aber war wie Koriandersamen, und sein Ansehen wie das
Ansehen des Bdellion.
8 Das
Volk lief umher, und sie sammelten und mahlten es mit Handmühlen
oder zerstießen es in Mörsern; und sie kochten es in Töpfen,
auch machten sie Kuchen daraus; und sein Geschmack war wie der
Geschmack von Ölkuchen.
9 Und
wenn des Nachts der Tau auf das Lager herabfiel, so fiel das Man
auf dasselbe herab.
10 Und
als Mose das Volk nach seinen Geschlechtern, einen jeden am
Eingang seines Zeltes, weinen hörte, und der Zorn Jehovas heftig
entbrannte, da war es übel in den Augen Moses.
11 Und
Mose sprach zu Jehova: Warum hast du an deinem Knechte übel
getan, und warum habe ich nicht Gnade gefunden in deinen Augen,
daß du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst?
12 Bin
ich mit diesem ganzen Volke schwanger gegangen, oder habe ich es
geboren, daß du zu mir sprichst: Trage es in deinem Busen,
gleichwie der Wärter den Säugling trägt, in das Land, das du
ihren Vätern zugeschworen hast?
13
Woher soll ich Fleisch haben, um es diesem ganzen Volke zu
geben? Denn sie weinen gegen mich und sagen: Gib uns Fleisch,
daß wir essen!
14 Ich
allein vermag nicht dieses ganze Volk zu tragen, denn es ist mir
zu schwer.
15 Und
wenn du also mit mir tust, so bringe mich doch um, wenn ich
Gnade gefunden habe in deinen Augen, damit ich mein Unglück
nicht ansehe.
16 Und
Jehova sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Männer aus den
Ältesten Israels, von denen du weißt, daß sie die Ältesten des
Volkes und seine Vorsteher sind, und führe sie zu dem Zelte der
Zusammenkunft, daß sie sich daselbst mit dir hinstellen.
17 Und
ich werde herniederkommen und daselbst mit dir reden, und ich
werde von dem Geiste nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen,
daß sie mit dir an der Last des Volkes tragen, und du sie nicht
allein tragest.
18 Und
zu dem Volke sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, und ihr
werdet Fleisch essen; denn ihr habt vor den Ohren Jehovas
geweint und gesprochen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?
Denn in Ägypten ging es uns wohl; und Jehova wird euch Fleisch
geben, und ihr werdet essen.
19
Nicht einen Tag sollt ihr essen, und nicht zwei Tage und nicht
fünf Tage und nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage:
20 bis
zu einem ganzen Monat, bis es euch zur Nase herauskommt, und es
euch zum Ekel wird; weil ihr Jehova, der in eurer Mitte ist,
verachtet und vor ihm geweint und gesprochen habt: Warum doch
sind wir aus Ägypten herausgezogen?
21 Und
Mose sprach: Sechshunderttausend Mann zu Fuß ist das Volk, in
dessen Mitte ich bin, und du sprichst: Fleisch will ich ihnen
geben, daß sie einen ganzen Monat essen!
22
Soll Klein-und Rindvieh für sie geschlachtet werden, daß es für
sie ausreiche? Oder sollen alle Fische des Meeres für sie
gesammelt werden, daß es für sie ausreiche?
23 Und
Jehova sprach zu Mose: Ist die Hand Jehovas zu kurz? Jetzt
sollst du sehen, ob mein Wort dir eintrifft oder nicht.
24 Da
ging Mose hinaus und redete zu dem Volke die Worte Jehovas; und
er versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volkes und
stellte sie rings um das Zelt.
25 Und
Jehova kam in der Wolke hernieder und redete zu ihm und nahm von
dem Geiste, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig
Männer, die Ältesten. Und es geschah, sobald der Geist auf sie
kam, weissagten sie; aber sie fuhren nicht fort.
26 Und
zwei Männer blieben im Lager zurück, der Name des einen war
Eldad, und der Name des anderen Medad; und auch auf sie kam der
Geist (sie waren nämlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber
nicht zum Zelte hinausgegangen), und sie weissagten im Lager.
27 Da
lief ein Jüngling hin und berichtete es Mose und sprach: Eldad
und Medad weissagen im Lager.
28 Und
Josua, der Sohn Nuns, der Diener Moses, einer von seinen
Jünglingen, antwortete und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen!
29
Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du für mich? Möchte doch das
ganze Volk Jehovas Propheten sein, daß Jehova seinen Geist auf
sie legte!
30 Und
Mose zog sich in das Lager zurück, er und die Ältesten Israels.
31 Und
ein Wind fuhr von Jehova aus und trieb Wachteln vom Meere herbei
und warf sie auf das Lager, bei einer Tagereise hier und bei
einer Tagereise dort, rings um das Lager, und bei zwei Ellen
hoch über der Oberfläche der Erde.
32 Und
das Volk machte sich auf, denselben ganzen Tag und die ganze
Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die
Wachteln; wer wenig gesammelt, hatte zehn Homer gesammelt; und
sie breiteten sich dieselben aus rings um das Lager her.
33 Das
Fleisch war noch zwischen ihren Zähnen, es war noch nicht
zerkaut, da entbrannte der Zorn Jehovas wider das Volk, und
Jehova richtete unter dem Volke eine sehr große Niederlage an.
34 Und
man gab selbigem Orte den Namen Kibroth-Hattaawa, weil man
daselbst das Volk begrub, das lüstern gewesen war.
35 Von
Kibroth-Hattaawa brach das Volk auf nach Hazeroth; und sie waren
zu Hazeroth.
12,1
Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose wegen des kuschitischen
Weibes, das er genommen hatte; denn er hatte eine kuschitisches
Weib genommen.
2 Und
sie sprachen: Hat Jehova nur mit Mose allein geredet? Hat er
nicht auch mit uns geredet? Und Jehova hörte es.
3 Der
Mann Mose aber war sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die
auf dem Erdboden waren.
4 Da
sprach Jehova plötzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam:
Gehet hinaus, ihr drei, zum Zelte der Zusammenkunft! Und sie
gingen hinaus, sie drei.
5 Und
Jehova kam in der Wolkensäule hernieder und stand an dem Eingang
des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden traten
hinaus.
6 Und
er sprach: Höret denn meine Worte! Wenn ein Prophet unter euch
ist, dem will ich, Jehova, in einem Gesicht mich kundtun, in
einem Traume will ich mit ihm reden.
7
Nicht also mein Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Hause;
8 mit
ihm rede ich von Mund zu Mund, und deutlich und nicht in
Rätseln, und das Bild Jehovas schaut er. Und warum habt ihr euch
nicht gefürchtet, wider meinen Knecht, wider Mose, zu reden?
9 Und
der Zorn Jehovas entbrannte wider sie, und er ging weg.
10 Und
die Wolke wich von dem Zelte, und siehe, Mirjam war aussätzig
wie Schnee; und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war
aussätzig.
11 Da
sprach Aaron zu Mose: Ach, mein Herr! Lege doch nicht die Sünde
auf uns, durch welche wir töricht gehandelt und uns versündigt
haben!
12
Möge sie doch nicht sein wie ein totes Kind, dessen Fleisch,
wenn es aus seiner Mutter Leibe hervorkommt, zur Hälfte verwest
ist!
13 Und
Mose schrie zu Jehova und sprach: O Gott, bitte, heile sie doch!
14 Und
Jehova sprach zu Mose: Hätte ihr Vater ihr etwa ins Angesicht
gespieen, sollte sie sich nicht sieben Tage lang schämen? Sie
soll sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen werden, und
danach mag sie wieder aufgenommen werden.
15 Und
Mirjam wurde sieben Tage außerhalb des Lagers eingeschlossen;
und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam wieder aufgenommen war.
16
Danach aber brach das Volk von Hazeroth auf; und sie lagerten
sich in der Wüste Paran.
13,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Sende dir Männer aus, daß sie das Land Kanaan auskundschaften,
welches ich den Kindern Israel gebe; je einen Mann für den Stamm
seiner Väter sollt ihr aussenden, jeder ein Fürst unter ihnen.
3 Und
Mose sandte sie aus der Wüste Paran nach dem Befehl Jehovas,
allesamt Männer, welche Häupter der Kinder Israel waren.
4 Und
dies sind ihre Namen: für den Stamm Ruben, Schammua, der Sohn
Sakkurs;
5 für
den Stamm Simeon, Schaphat, der Sohn Choris;
6 für
den Stamm Juda, Kaleb, der Sohn Jephunnes;
7 für
den Stamm Issaschar, Jigal, der Sohn Josephs;
8 für
den Stamm Ephraim, Hosea, der Sohn Nuns;
9 für
den Stamm Benjamin, Palti, der Sohn Raphus;
10 für
den Stamm Sebulon, Gaddiel, der Sohn Sodis;
11 für
den Stamm Joseph, für den Stamm Manasse, Gaddi, der Sohn Susis;
12 für
den Stamm Dan, Ammiel, der Sohn Gemallis;
13 für
den Stamm Aser, Sethur, der Sohn Michaels;
14 für
den Stamm Naphtali, Nachbi, der Sohn Waphsis;
15 für
den Stamm Gad, Geuel, der Sohn Makis.
16 Das
sind die Namen der Männer, welche Mose aussandte, um das Land
auszukundschaften. Und Mose nannte Hosea, den Sohn Nuns, Josua.
17 Und
Mose sandte sie, um das Land Kanaan auszukundschaften, und
sprach zu ihnen: Ziehet hier hinauf an der Südseite, und steiget
auf das Gebirge,
18 und
besehet das Land, wie es ist; und das Volk, das darin wohnt, ob
es stark oder schwach, ob es gering oder zahlreich ist;
19 und
wie das Land ist, in welchem es wohnt, ob es gut oder schlecht
ist; und wie die Städte sind, in denen es wohnt, ob es in Lagern
oder in Festungen wohnt;
20 und
wie das Land ist, ob es fett oder mager ist, ob Bäume darin sind
oder nicht. Und fasset Mut und nehmet von der Frucht des Landes.
Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben.
21 Und
sie zogen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wüste
Zin bis Rechob, wenn man nach Hamath geht.
22 Und
sie zogen an der Südseite hinauf und kamen bis Hebron, und
daselbst waren Achiman, Scheschai und Talmai, die Kinder Enaks.
Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Ägypten erbaut worden.
23 Und
sie kamen bis in das Tal Eskol und schnitten daselbst eine Rebe
mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweien an einer
Stange, auch Granatäpfel und Feigen.
24
Jenen Ort nannte man Tal Eskol wegen der Traube, welche die
Kinder Israel daselbst abgeschnitten hatten.
25 Und
sie kehrten nach Verlauf von vierzig Tagen vom Auskundschaften
des Landes zurück.
26 Und
sie gingen und kamen zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen
Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Paran nach Kades; und
sie brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bescheid und zeigten
ihnen die Frucht des Landes.
27 Und
sie erzählten ihm und sprachen: Wir sind in das Land gekommen,
wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fließt von Milch und
Honig, und dies ist seine Frucht.
28 Nur
daß das Volk stark ist, welches in dem Lande wohnt, und die
Städte befestigt, sehr groß; und auch die Kinder Enaks haben wir
dort gesehen.
29
Amalek wohnt im Lande des Südens, und die Hethiter und die
Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die
Kanaaniter wohnen am Meere und an der Seite des Jordan.
30 Und
Kaleb beschwichtigte das Volk gegen Mose und sprach: Laßt uns
nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es
gewißlich überwältigen.
31
Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: Wir
vermögen nicht gegen das Volk hinaufzuziehen, denn es ist
stärker als wir.
32 Und
sie brachten unter die Kinder Israel ein böses Gerücht über das
Land aus, das sie ausgekundschaftet hatten, und sprachen: Das
Land, welches wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist
ein Land, das seine Bewohner frißt; und alles Volk, das wir
darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchse;
33
auch haben wir dort die Riesen gesehen, die Kinder Enaks, von
den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und
also waren wir auch in ihren Augen.
14,1
Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk
weinte in selbiger Nacht.
2 Und
alle Kinder Israel murrten wider Mose und wider Aaron, und die
ganze Gemeinde sprach zu ihnen: O wären wir doch im Lande
Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste
gestorben!
3 Und
warum bringt uns Jehova in dieses Land, daß wir durchs Schwert
fallen und unsere Weiber und unsere Kindlein zur Beute werden?
Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?
4 Und
sie sprachen einer zum anderen: Laßt uns ein Haupt über uns
setzen und nach Ägypten zurückkehren!
5 Da
fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen
Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.
6 Und
Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, von denen,
die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider,
7 und
sie sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und
sagten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es
auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut.
8 Wenn
Jehova Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land
bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig
fließt.
9 Nur
empöret euch nicht wider Jehova; und fürchtet ja nicht das Volk
des Landes, denn unser Brot werden sie sein. Ihr Schirm ist von
ihnen gewichen, und Jehova ist mit uns; fürchtet sie nicht!
10 Und
die ganze Gemeinde sagte, daß man sie steinigen solle. Da
erschien die Herrlichkeit Jehovas an dem Zelte der Zusammenkunft
allen Kindern Israel.
11 Und
Jehova sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk
verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben bei all
den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?
12 Ich
will es mit der Pest schlagen und es vertilgen; und ich will
dich zu einer Nation machen, größer und stärker als sie.
13 Und
Mose sprach zu Jehova: So werden die Ägypter es hören; denn
durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte
heraufgeführt;
14 und
man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen, welche gehört
haben, daß du, Jehova, in der Mitte dieses Volkes bist, daß du,
Jehova, Auge in Auge dich sehen läßt, und daß deine Wolke über
ihnen steht, und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei
Tage und in einer Feuersäule bei Nacht.
15 Und
tötest du dieses Volk wie einen Mann, so werden die Nationen,
die deinen Ruf gehört haben, sprechen und sagen:
16
Weil Jehova nicht vermochte, dieses Volk in das Land zu bringen,
das er ihnen zugeschworen hatte, so hat er sie in der Wüste
hingeschlachtet.
17 Und
nun möge doch die Macht des Herrn sich groß erweisen, so wie du
geredet hast, indem du sprachst:
18
Jehova ist langsam zum Zorn und groß an Güte, der
Ungerechtigkeit und Übertretung vergibt, aber keineswegs hält er
für schuldlos den Schuldigen, der die Ungerechtigkeit der Väter
heimsucht an den Kindern am dritten und am vierten Gliede.
19
Vergib doch die Ungerechtigkeit dieses Volkes nach der Größe
deiner Güte, und so wie du diesem Volke verziehen hast von
Ägypten an bis hierher!
20 Und
Jehova sprach: Ich habe vergeben nach deinem Worte.
21
Doch aber, so wahr ich lebe, soll von der Herrlichkeit Jehovas
erfüllt werden die ganze Erde;
22
denn alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen
gesehen haben, welche ich in Ägypten und in der Wüste getan, und
mich nun zehnmal versucht und nicht gehört haben auf meine
Stimme-
23
wenn sie das Land sehen werden, das ich ihren Vätern
zugeschworen habe! Ja, alle, die mich verachtet haben, sollen es
nicht sehen.
24
Aber meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm gewesen
und er mir völlig nachgefolgt ist, ihn werde ich in das Land
bringen, in welches er gekommen ist; und sein Same soll es
besitzen.
25 Die
Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Niederung;
morgen wendet euch und brechet auf nach der Wüste, des Weges zum
Schilfmeer.
26 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
27 Wie
lange soll es mit dieser bösen Gemeinde währen, daß sie wider
mich murrt? Das Murren der Kinder Israel, das sie wider mich
murren, habe ich gehört.
28
Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Jehova, wenn ich euch
nicht also tun werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!
29 In
dieser Wüste sollen eure Leichname fallen, ja, alle eure
Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren und
darüber, die ihr wider mich gemurrt habt.
30
Wenn ihr in das Land kommen werdet, darinnen euch wohnen zu
lassen ich meine Hand erhoben habe, außer Kaleb, dem Sohne
Jephunnes, und Josua, dem Sohne Nuns!
31 Und
eure Kindlein, von denen ihr gesagt habt: Sie werden zur Beute
werden! die will ich hineinbringen, und sie sollen das Land
kennen lernen, das ihr verschmäht habt.
32 Ihr
aber, eure Leichname sollen in dieser Wüste fallen;
33 und
eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wüste weiden und
eure Hurereien tragen, bis eure Leichname in der Wüste
aufgerieben sind.
34
Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt,
vierzig Tage, je einen Tag für ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre
lang eure Ungerechtigkeiten tragen, und ihr sollt erfahren, was
es ist, wenn ich mich abwende!
35
Ich, Jehova, habe es geredet; wenn ich dies nicht tun werde an
dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich wider mich
zusammengerottet hat! In dieser Wüste sollen sie aufgerieben
werden, und daselbst sollen sie sterben!
36 Und
die Männer, welche Mose ausgesandt hatte, um das Land
auszukundschaften, und die zurückkehrten und die ganze Gemeinde
wider ihn murren machten, indem sie ein böses Gerücht über das
Land ausbrachten,
37
jene Männer, die ein böses Gerücht über das Land ausgebracht
hatten, starben durch eine Plage vor Jehova.
38
Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes,
blieben am Leben von jenen Männern, welche gegangen waren, das
Land auszukundschaften.
39 Und
als Mose jene Worte zu allen Kindern Israel redete, da trauerte
das Volk sehr.
40 Und
sie machten sich des Morgens früh auf, um auf den Gipfel des
Gebirges hinaufzuziehen, und sprachen: Hier sind wir und wollen
an den Ort hinaufziehen, von welchem Jehova geredet hat; denn
wir haben gesündigt.
41
Aber Mose sprach: Warum übertretet ihr doch den Befehl Jehovas?
Es wird ja nicht gelingen!
42
Ziehet nicht hinauf, denn Jehova ist nicht in eurer Mitte, daß
ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet,
43
denn die Amalekiter und die Kanaaniter sind dort vor euch, und
ihr werdet durchs Schwert fallen. Weil ihr euch von der
Nachfolge Jehovas abgewandt habt, wird Jehova nicht mit euch
sein.
44
Doch sie vermaßen sich, auf den Gipfel des Gebirges
hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes Jehovas und Mose wichen
nicht aus der Mitte des Lagers.
45 Da
kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge
wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis Horma.
15,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land
eurer Wohnsitze kommet, das ich euch geben werde,
3 und
ihr dem Jehova ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein
Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen, oder eine freiwillige
Gabe, oder an euren Festen, um Jehova einen lieblichen Geruch zu
bereiten, vom Rind-oder vom Kleinvieh:
4 so
soll der, welcher Jehova seine Opfergabe darbringt, als
Speisopfer darbringen ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem
viertel Hin Öl;
5 Und
als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu dem
Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schafe.
6 Oder
bei einem Widder sollst du als Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl
opfern, gemengt mit einem drittel Hin Öl;
7 und
als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein
lieblicher Geruch dem Jehova.
8 Und
wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer
opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als Friedensopfer für
Jehova,
9 so
soll man zu dem jungen Rinde als Speisopfer darbringen drei
Zehntel Feinmehl, gemengt mit einem halben Hin Öl;
10 und
als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein
Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
11
Also soll getan werden bei jedem Rinde oder bei jedem Widder
oder bei jedem Schafe oder bei jeder Ziege;
12
nach der Zahl, die ihr opfert, sollt ihr also tun bei einem
jeden nach ihrer Zahl.
13
Jeder Eingeborene soll dieses also tun, wenn er ein Feueropfer
lieblichen Geruchs dem Jehova darbringt.
14 Und
wenn ein Fremdling bei euch weilt, oder wer in eurer Mitte ist
bei euren Geschlechtern, und er opfert dem Jehova ein Feueropfer
lieblichen Geruchs, so soll er ebenso tun, wie ihr tut.
15 Was
die Versammlung betrifft, so soll einerlei Satzung für euch sein
und für den Fremdling, der bei euch weilt; eine ewige Satzung
bei euren Geschlechtern: wie ihr, so soll der Fremdling sein vor
Jehova.
16
Einerlei Gesetz und einerlei Recht soll für euch sein und für
den Fremdling, der bei euch weilt.
17 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
18
Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das
Land kommet, wohin ich euch bringen werde,
19 so
soll es geschehen, wenn ihr von dem Brote des Landes esset, so
sollt ihr Jehova ein Hebopfer heben:
20 als
Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer
heben;
21 Wie
das Hebopfer der Tenne, also sollt ihr dieses heben. Von dem
Erstling eures Schrotmehls sollt ihr Jehova ein Hebopfer geben,
bei euren Geschlechtern.
22 Und
wenn ihr aus Versehen sündiget und nicht tut alle diese Gebote,
die Jehova zu Mose geredet hat,
23
alles, was Jehova euch durch Mose geboten hat, von dem Tage an,
da Jehova Gebote gab, und fernerhin bei euren Geschlechtern,
24 so
soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen,
aus Versehen geschehen ist, so soll die ganze Gemeinde einen
jungen Farren als Brandopfer opfern zum lieblichen Geruch dem
Jehova, nebst seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der
Vorschrift, und einen Ziegenbock zum Sündopfer.
25 Und
der Heilige (e-r) soll Sühnung tun für die ganze Gemeinde der
Kinder Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war
eine Sünde aus Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein
Feueropfer dem Jehova, und ihr Sündopfer vor Jehova gebracht
wegen ihrer Sünde aus Versehen.
26 Und
es wird der ganzen Gemeinde der Kinder Israel vergeben werden
und dem Fremdling, der in ihrer Mitte weilt; denn von dem ganzen
Volke ist es geschehen aus Versehen.
27 Und
wenn eine einzelne Seele aus Versehen sündigt, so soll sie eine
einjährige Ziege zum Sündopfer darbringen.
28 Und
der Heilige (e-r) soll Sühnung tun für die Seele, die ein
Versehen begangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor Jehova,
um Sühnung für sie zu tun; und es wird ihr vergeben werden.
29 Für
den Eingeborenen unter den Kindern Israel und für den Fremdling,
der in ihrer Mitte weilt, sollt ihr ein Gesetz haben, für den,
der aus Versehen etwas tut.
30
Aber die Seele, welche mit erhobener Hand etwas tut, von den
Eingeborenen und von den Fremdlingen, die schmäht Jehova; und
selbige Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres
Volkes,
31
denn das Wort Jehovas hat sie verachtet und sein Gebot
gebrochen; selbige Seele soll gewißlich ausgerottet werden: ihre
Ungerechtigkeit ist auf ihr.
32 Und
als die Kinder Israel in der Wüste waren, da fanden sie einen
Mann, der am Sabbathtage Holz auflas.
33 Und
die ihn, Holz auflesend, gefunden hatten, brachten ihn zu Mose
und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde.
34 Und
sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt,
was ihm getan werden sollte.
35 Da
sprach Jehova zu Mose: Der Mann soll gewißlich getötet werden;
die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen.
36 Da
führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie
steinigten ihn, daß er starb, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
37 Und
Jehova sprach zu Mose und sagte:
38
Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen, daß sie sich
eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen, bei ihren
Geschlechtern, und daß sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur
von blauem Purpur setzen;
39 und
es soll euch zu einer Quaste sein, daß ihr, wenn ihr sie
ansehet, aller Gebote Jehovas gedenket und sie tuet, und daß ihr
nicht umherspähet eurem Herzen und euren Augen nach, denen ihr
nachhuret;
40
damit ihr aller meiner Gebote gedenket und sie tuet, und heilig
seiet eurem Gott.
41 Ich
bin Jehova, euer Gott, der ich euch aus dem Lande Ägypten
herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin Jehova, euer
Gott.
16,1
Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes
Levis, unternahm es, und mit ihm Dathan und Abiram, die Söhne
Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens,
2 und
sie standen auf gegen Mose, mit zweihundertfünfzig Männern von
den Kindern Israel, Fürsten der Gemeinde, Berufene der
Versammlung, Männer von Namen.
3 Und
sie versammelten sich wider Mose und wider Aaron und sprachen zu
ihnen: Laßt es genug sein! Denn die ganze Gemeinde, sie
allesamt, sind heilig, und Jehova ist in ihrer Mitte! Und warum
erhebet ihr euch über die Versammlung Jehovas?
4 Als
Mose es hörte, fiel er auf sein Angesicht.
5 Und
er redete zu Korah und zu seiner ganzen Rotte und sprach:
Morgen, da wird Jehova kundtun, wer sein ist und wer heilig ist,
daß er ihn zu sich nahen lasse; und wen er erwählt, den wird er
zu sich nahen lassen.
6
Dieses tut: Nehmet euch Räucherpfannen, Korah und seine ganze
Rotte,
7 und
morgen tut Feuer darein und leget Räucherwerk darauf vor Jehova;
und es soll geschehen, der Mann, den Jehova erwählen wird, der
sei der Heilige. Laßt es genug sein, ihr Söhne Levis!
8 Und
Mose sprach zu Korah: Höret doch, ihr Söhne Levis!
9 Ist
es euch zu wenig, daß der Gott Israels euch aus der Gemeinde
Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit
ihr den Dienst der Wohnung Jehovas verrichtet, und vor der
Gemeinde stehet, um sie zu bedienen,
10 daß
er dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, mit dir hat
herzunahen lassen? Und ihr trachtet auch nach dem Heilige
(e-r)tum!
11
Darum rottet ihr euch zusammen, du und deine ganze Rotte, wider
Jehova; denn Aaron, was ist er, daß ihr wider ihn murret?
12 Und
Mose sandte hin, um Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu
rufen. Aber sie sprachen: Wir kommen nicht hinauf!
13 Ist
es zu wenig, daß du uns aus einem Lande, das von Milch und Honig
fließt, heraufgeführt hast, um uns in der Wüste sterben zu
lassen, daß du dich auch gar zum Herrscher über uns aufwirfst?
14 Du
hast uns keineswegs in ein Land gebracht, das von Milch und
Honig fließt, noch uns Äcker und Weinberge als Erbteil gegeben!
Willst du diesen Leuten die Augen ausstechen? Wir kommen nicht
hinauf!
15 Da
ergrimmte Mose sehr und sprach zu Jehova: Wende dich nicht zu
ihrer Opfergabe! Nicht einen Esel habe ich von ihnen genommen,
und keinem einzigen unter ihnen ein Leid getan.
16 Und
Mose sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen
vor Jehova erscheinen, du und sie und Aaron.
17 Und
nehmet ein jeder seine Räucherpfanne und leget Räucherwerk
darauf, und bringet ein jeder seine Räucherpfanne dar vor
Jehova, zweihundertfünfzig Räucherpfannen; und du und Aaron, ein
jeder seine Räucherpfanne.
18 Und
sie nahmen ein jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer darauf
und legten Räucherwerk darauf; und sie traten hin an den Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft, auch Mose und Aaron.
19 Und
Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde an den Eingang
des Zeltes der Zusammenkunft. Da erschien die Herrlichkeit
Jehovas vor der ganzen Gemeinde.
20 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
21
Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie
vernichten in einem Augenblick!
22 Und
sie fielen auf ihr Angesicht und sprachen: Gott, du Gott der
Geister alles Fleisches! Der eine Mann sündigt, und du solltest
über die ganze Gemeinde zürnen?
23 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
24
Rede zu der Gemeinde und sprich: Hebet euch ringsum weg von der
Wohnung Korahs, Dathans und Abirams.
25 Da
stand Mose auf und ging zu Dathan und Abiram, und ihm nach
gingen die Ältesten Israels.
26 Und
er redete zu der Gemeinde und sprach: Weichet doch von den
Zelten dieser gesetzlosen Männer und rühret nichts an, was ihnen
gehört, daß ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Sünden!
27 Und
sie hoben sich ringsum weg von der Wohnung Korahs, Dathans und
Abirams. Und Dathan und Abiram traten heraus und standen am
Eingang ihrer Zelte mit ihren Weibern und ihren Söhnen und ihren
Kindlein.
28 Und
Mose sprach: Daran sollt ihr erkennen, daß Jehova mich gesandt
hat, alle diese Taten zu tun, daß ich nicht aus meinem Herzen
gehandelt habe:
29
Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der
Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, so hat Jehova
mich nicht gesandt;
30
wenn aber Jehova ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund
auftut und sie verschlingt mit allem was ihnen angehört, und sie
lebendig in den Scheol hinabfahren, so werdet ihr erkennen, daß
diese Männer Jehova verachtet haben.
31 Und
es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da
spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war,
32 und
die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie und ihre Familien
und alle Menschen, die Korah angehörten, und die ganze Habe.
33 Und
sie fuhren, sie und alles, was ihnen angehörte, lebendig in den
Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten
aus der Versammlung vertilgt.
34 Und
ganz Israel, das rings um sie her war, floh bei ihrem Geschrei;
denn sie sprachen: Daß die Erde uns nicht verschlinge!
35 Und
Feuer ging aus von Jehova und fraß die zweihundertfünfzig
Männer, die das Räucherwerk dargebracht hatten.
36 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
37
Sprich zu Eleasar, dem Sohne Aarons, dem Heilige (e-r), daß er
die Räucherpfannen aus dem Brande herausnehme; und streue das
Feuer hinweg, denn sie sind heilig.
38 Die
Räucherpfannen dieser Männer, welche wider ihre Seele gesündigt
haben, man mache daraus breitgeschlagene Bleche zum Überzug für
den Altar; denn sie haben sie vor Jehova dargebracht, und so
sind sie heilig; und sie sollen den Kindern Israel zum Zeichen
sein.
39 Und
Eleasar, der Heilige (e-r), nahm die ehernen Räucherpfannen,
welche die Verbrannten dargebracht hatten, und man schlug sie
breit zum Überzug für den Altar,
40 als
ein Gedächtnis für die Kinder Israel, auf daß kein Fremder, der
nicht vom Samen Aarons ist, herzunahe, um Räucherwerk vor Jehova
zu räuchern, und es ihm nicht ergehe wie Korah und seiner Rotte,
so wie Jehova durch Mose zu ihm geredet hatte.
41 Und
die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte am anderen Morgen
wider Mose und wider Aaron und sprach: Ihr habt das Volk Jehovas
getötet!
42 Und
es geschah, als die Gemeinde sich wider Mose und wider Aaron
versammelte, da wandten sie sich zu dem Zelte der Zusammenkunft,
und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit Jehovas
erschien.
43 Da
gingen Mose und Aaron vor das Zelt der Zusammenkunft.
44 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
45
Hebet euch weg aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie
vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht.
46 Und
Mose sprach zu Aaron: Nimm die Räucherpfanne und tue Feuer vom
Altar darauf und lege Räucherwerk auf, und bringe es eilends zu
der Gemeinde und tue Sühnung für sie; denn der Zorn ist
ausgegangen von Jehova, die Plage hat begonnen.
47 Und
Aaron nahm die Räucherpfanne, so wie Mose geredet hatte, und
lief mitten unter die Versammlung, und siehe, die Plage hatte
unter dem Volke begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und
tat Sühnung für das Volk.
48 Und
er stand zwischen den Toten und den Lebendigen, und der Plage
ward gewehrt.
49 Und
es waren derer, die an der Plage starben, vierzehntausend
siebenhundert, außer denen, die Korahs wegen gestorben waren.
50 Und
Aaron kam wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft, als der Plage gewehrt war.
17,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Rede
zu den Kindern Israel und nimm von ihnen je einen Stab für ein
Vaterhaus, von allen ihren Fürsten, nach ihren Vaterhäusern,
zwölf Stäbe; du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab
schreiben.
3 Und
den Namen Aarons sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn
ein Stab soll für jedes Haupt ihrer Vaterhäuser sein.
4 Und
du sollst sie in das Zelt der Zusammenkunft vor das Zeugnis
niederlegen, woselbst ich mit euch zusammenkomme.
5 Und
es wird geschehen: der Mann, den ich erwählen werde, dessen Stab
wird sprossen; und so werde ich vor mir stillen das Murren der
Kinder Israel, das sie wider euch murren.
6 Und
Mose redete zu den Kindern Israel, und alle ihre Fürsten gaben
ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach ihren Vaterhäusern,
zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren Stäben.
7 Und
Mose legte die Stäbe vor Jehova nieder in das Zelt des
Zeugnisses.
8 Und
es geschah des anderen Tages, als Mose in das Zelt des
Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab Aarons, vom
Hause Levi, gesproßt: er hatte Sprossen getrieben und Blüten
gebracht und Mandeln gereift.
9 Und
Mose brachte alle die Stäbe heraus vor Jehova weg zu allen
Kindern Israel, und sie sahen sie und nahmen ein jeder seinen
Stab.
10 Und
Jehova sprach zu Mose: Bringe den Stab Aarons vor das Zeugnis
zurück, um ihn als ein Zeichen für die Widerspenstigen
aufzubewahren, so daß du ihrem Murren vor mir ein Ende machest,
und sie nicht sterben.
11 Und
Mose tat es; so wie Jehova ihm geboten hatte, also tat er.
12 Und
die Kinder Israel sprachen zu Mose und sagten: Siehe, wir
vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um!
13
Jeder, der irgend zur Wohnung Jehovas naht, der stirbt: sollen
wir denn allzumal vergehen?
18,1
Und Jehova sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus
deines Vaters mit dir, ihr sollt die Ungerechtigkeit des
Heiligtums tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die
Ungerechtigkeit eures Heilige (e-r)tums tragen.
2 Und
auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, laß
mit dir herzunahen, daß sie sich dir anschließen und dir dienen;
du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt vor dem Zelte des
Zeugnisses dienen.
3 Und
sie sollen deiner Hut warten und der Hut des ganzen Zeltes; nur
den Geräten des Heiligtums und dem Altar sollen sie nicht nahen,
daß sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr.
4 Und
sie sollen sich dir anschließen und der Hut des Zeltes der
Zusammenkunft warten nach allem Dienste des Zeltes; aber kein
Fremder soll euch nahen.
5 Und
ihr sollt der Hut des Heiligtums und der Hut des Altars warten,
daß kein Zorn mehr über die Kinder Israel komme.
6 Und
ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der
Kinder Israel genommen; euch als Geschenk sind sie dem Jehova
gegeben, um den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft zu
verrichten.
7 Du
aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt eures Heilige (e-r)tums
warten, in allem was den Altar betrifft und innerhalb des
Vorhangs, und so den Dienst tun; als einen geschenkten Dienst
gebe ich euch das Heilige (e-r)tum. Der Fremde aber, der
herzunaht, soll getötet werden.
8 Und
Jehova redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir die Hut
meiner Hebopfer gegeben; von allen heiligen Dingen der Kinder
Israel habe ich sie dir und deinen Söhnen gegeben, als
Salbungsteil, als eine ewige Gebühr.
9 Dies
soll dir gehören von dem Hochheiligen, das nicht verbrannt wird:
alle ihre Opfergaben nach allen ihren Speisopfern und nach allen
ihren Sündopfern und nach allen ihren Schuldopfern, die sie mir
darbringen, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen
gehören.
10 An
hochheiligem Orte sollst du es essen, alles Männliche soll es
essen; es soll dir heilig sein.
11 Und
dies soll dir gehören: die Hebopfer ihrer Gaben, nach allen
Webopfern der Kinder Israel; dir und deinen Söhnen und deinen
Töchtern mit dir habe ich sie gegeben als eine ewige Gebühr;
jeder Reine in deinem Hause soll es essen.
12
Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Most und Getreide, ihre
Erstlinge, die sie Jehova geben, dir habe ich sie gegeben.
13 Die
ersten Früchte von allem, was in ihrem Lande wächst, die sie
Jehova bringen, sollen dir gehören; jeder Reine in deinem Hause
soll davon essen.
14
Alles Verbannte in Israel soll dir gehören.
15
Alles, was die Mutter bricht, von allem Fleische, das sie Jehova
darbringen, an Menschen und an Vieh, soll dir gehören; nur
sollst du den Erstgeborenen vom Menschen jedenfalls lösen, und
das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du lösen.
16 Und
die zu Lösenden unter ihnen sollst du von einem Monat an lösen,
nach deiner Schätzung, um fünf Sekel Silber, nach dem Sekel des
Heiligtums, der zwanzig Gera ist.
17
Aber das Erstgeborene vom Rinde oder das Erstgeborene von den
Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht
lösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar
sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer räuchern zum
lieblichen Geruch für Jehova.
18 Und
ihr Fleisch soll dir gehören; wie die Brust des Webopfers und
wie der rechte Schenkel soll es dir gehören.
19
Alle Hebopfer der heiligen Dinge, welche die Kinder Israel dem
Jehova heben, habe ich dir gegeben, und deinen Söhnen und deinen
Töchtern mit dir, als eine ewige Gebühr; es ist ein ewiger
Salzbund vor Jehova für dich und für deinen Samen mit dir.
20 Und
Jehova sprach zu Aaron: In ihrem Lande sollst du nichts erben
und sollst kein Teil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Teil und
dein Erbe inmitten der Kinder Israel.
21 Und
siehe, den Kindern Levi habe ich allen Zehnten in Israel zum
Erbteil gegeben für ihren Dienst, den sie verrichten, den Dienst
des Zeltes der Zusammenkunft.
22 Und
die Kinder Israel sollen nicht mehr dem Zelte der Zusammenkunft
nahen, um Sünde auf sich zu laden, daß sie sterben;
23 die
Leviten vielmehr sollen den Dienst des Zeltes der Zusammenkunft
verrichten, und sie sollen ihre Ungerechtigkeit tragen: eine
ewige Satzung bei euren Geschlechtern. Aber inmitten der Kinder
Israel sollen sie kein Erbteil besitzen;
24
denn den Zehnten der Kinder Israel, welchen sie Jehova als
Hebopfer heben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum
habe ich von ihnen gesagt, daß sie inmitten der Kinder Israel
kein Erbteil besitzen sollen.
25 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
26 Und
zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sprechen: Wenn ihr
von den Kindern Israel den Zehnten nehmet, den ich euch von
ihnen als euer Erbteil gegeben habe, so sollt ihr davon ein
Hebopfer für Jehova heben, den Zehnten von dem Zehnten.
27 Und
euer Hebopfer wird euch gerechnet werden wie das Getreide von
der Tenne und wie die Fülle von der Kelter.
28
Also sollt auch ihr ein Hebopfer für Jehova heben von allen
euren Zehnten, die ihr von den Kindern Israel nehmet, und davon
das Hebopfer für Jehova Aaron, dem Heilige (e-r), geben.
29 Von
allem euch Gegebenen sollt ihr alles Hebopfer Jehovas heben, von
allem Besten desselben das Geheiligte davon.
30 Und
du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste davon hebet, so
soll es den Leviten gerechnet werden wie der Ertrag der Tenne
und wie der Ertrag der Kelter.
31 Und
ihr möget ihn essen an jedem Orte, ihr und euer Haus; denn das
ist euer Lohn für euren Dienst am Zelte der Zusammenkunft.
32 Und
ihr werdet seinethalben keine Sünde auf euch laden, wenn ihr das
Beste davon hebet, und werdet die heiligen Dinge der Kinder
Israel nicht entweihen und nicht sterben.
19,1
Und Jehova redete zu Mose und zu Aaron und sprach:
2 Dies
ist die Satzung des Gesetzes, das Jehova geboten hat, indem er
sprach: Rede zu den Kindern Israel, daß sie dir eine rote junge
Kuh bringen, ohne Fehl, an der kein Gebrechen, auf welche kein
Joch gekommen ist;
3 und
ihr sollt sie Eleasar, dem Heilige (e-r), geben, und er soll sie
vor das Lager hinausführen, und man soll sie vor ihm schlachten.
4 Und
Eleasar, der Heilige (e-r), nehme von ihrem Blute mit seinem
Finger und sprenge von ihrem Blute siebenmal gegen die
Vorderseite des Zeltes der Zusammenkunft hin.
5 Und
man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut
und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mist soll man
verbrennen.
6 Und
der Heilige (e-r) soll Cedernholz und Ysop und Karmesin nehmen
und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen.
7 Und
der Heilige (e-r) soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im
Wasser baden, und danach soll er in das Lager gehen; und der
Heilige (e-r) wird unrein sein bis an den Abend.
8 Und
der sie verbrennt, soll seine Kleider mit Wasser waschen und
sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis an den
Abend.
9 Und
ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh sammeln und sie
außerhalb des Lagers an einen reinen Ort schütten, und sie soll
für die Gemeinde der Kinder Israel aufbewahrt werden zum Wasser
der Reinigung; es ist eine Entsündigung.
10 Und
der die Asche der jungen Kuh gesammelt hat, soll seine Kleider
waschen, und er wird unrein sein bis an den Abend. Und es soll
den Kindern Israel und dem Fremdling, der in ihrer Mitte weilt,
zur ewigen Satzung sein.
11 Wer
einen Toten anrührt, irgend eine Leiche eines Menschen, der wird
sieben Tage unrein sein.
12
Selbiger soll sich am dritten Tage damit entsündigen, und am
siebten Tage wird er rein sein; und wenn er sich nicht
entsündigt am dritten Tage, so wird er am siebten Tage nicht
rein sein.
13
Jeder, der einen Toten anrührt, die Leiche irgend eines
Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsündigt, hat die
Wohnung Jehovas verunreinigt; und selbige Seele soll ausgerottet
werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn
gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinigkeit ist noch an
ihm.
14
Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch im Zelte stirbt: Jeder, der
ins Zelt geht, und jeder, der im Zelte ist, wird sieben Tage
unrein sein.
15 Und
jedes offene Gefäß, auf dem kein festgebundener Deckel ist, wird
unrein sein.
16 Und
jeder, der auf freiem Felde einen mit dem Schwerte Erschlagenen
oder einen Gestorbenen oder das Gebein eines Menschen oder ein
Grab anrührt, wird sieben Tage unrein sein.
17 Und
man soll für den Unreinen von dem Staube des zur Entsündigung
Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darauf tun in ein
Gefäß;
18 und
ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ihn in das Wasser tauchen,
und soll auf das Zelt sprengen und auf alle Geräte und auf die
Personen, die daselbst sind, und auf den, der das Gebein oder
den Erschlagenen oder den Gestorbenen oder das Grab angerührt
hat.
19 Und
zwar soll der Reine auf den Unreinen sprengen am dritten Tage
und am siebten Tage, und ihn am siebten Tage entsündigen; und er
soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am
Abend wird er rein sein.
20 Und
wenn jemand unrein wird, und sich nicht entsündigt, selbige
Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung;
denn er hat das Heiligtum Jehovas verunreinigt: das Wasser der
Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er ist unrein.
21 Und
es soll ihnen zur ewigen Satzung sein. Und wer das Wasser der
Reinigung sprengt, soll seine Kleider waschen; und wer das
Wasser der Reinigung anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
22 Und
alles, was der Unreine anrührt, wird unrein sein; und wer ihn
anrührt, wird unrein sein bis an den Abend.
20,1
Und die Kinder Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wüste
Zin, im ersten Monat; und das Volk blieb zu Kades; und Mirjam
starb daselbst und wurde daselbst begraben.
2 Und
es war kein Wasser da für die Gemeinde, und sie versammelten
sich wider Mose und wider Aaron.
3 Und
das Volk haderte mit Mose, und sie sprachen und sagten: Wären
wir doch umgekommen, als unsere Brüder vor Jehova umkamen!
4 Und
warum habt ihr die Versammlung Jehovas in diese Wüste gebracht,
daß wir daselbst sterben, wir und unser Vieh?
5 Und
warum habt ihr uns aus Ägypten heraufgeführt, um uns an diesen
bösen Ort zu bringen? Es ist kein Ort der Aussaat und der
Feigenbäume und der Weinstöcke und der Granatbäume, und kein
Wasser ist da zu trinken.
6 Und
Mose und Aaron gingen von der Versammlung hinweg zum Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft und fielen auf ihr Angesicht; und die
Herrlichkeit Jehovas erschien ihnen.
7 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
8 Nimm
den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron,
und redet vor ihren Augen zu dem Felsen, so wird er sein Wasser
geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen
und die Gemeinde tränken und ihr Vieh.
9 Und
Mose nahm den Stab vor Jehova weg, so wie er ihm geboten hatte.
10 Und
Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und
er sprach zu ihnen: Höret doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir
euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen?
11 Und
Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stabe
zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und
ihr Vieh.
12 Da
sprach Jehova zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt
habt, mich vor den Augen der Kinder Israel zu heiligen, deswegen
sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich
ihnen gegeben habe.
13 Das
ist das Wasser von Meriba, wo die Kinder Israel mit Jehova
haderten, und er sich an ihnen heiligte.
14 Und
Mose sandte Boten aus Kades an den König von Edom: So spricht
dein Bruder Israel: Du kennst all das Ungemach, das uns
betroffen hat:
15
Unsere Väter zogen nach Ägypten hinab, und wir haben eine lange
Zeit in Ägypten gewohnt; und die Ägypter behandelten uns und
unsere Väter übel.
16 Da
schrieen wir zu Jehova, und er hat unsere Stimme gehört und
einen Engel gesandt und uns aus Ägypten herausgeführt; und
siehe, wir sind zu Kades, einer Stadt am Äußersten deines
Gebiets.
17 Laß
uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch die
Äcker und durch die Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus
den Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir ziehen
und nicht ausbiegen zur Rechten noch zur Linken, bis wir durch
dein Gebiet gezogen sind.
18
Aber Edom sprach zu ihm: Du sollst nicht bei mir durchziehen,
daß ich dir nicht mit dem Schwerte entgegenrücke.
19 Und
die Kinder Israel sprachen zu ihm: Auf der Landstraße wollen wir
hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und
mein Vieh, so will ich den Preis dafür geben; mit meinen Füßen
will ich durchziehen, weiter nichts.
20 Und
er sprach: Du sollst nicht durchziehen! Und Edom zog aus, ihm
entgegen, mit zahlreichem Volk und mit starker Hand.
21 Und
so weigerte sich Edom, Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu
ziehen; und Israel bog von ihm ab.
22 Und
sie brachen auf von Kades; und die Kinder Israel, die ganze
Gemeinde, kamen an den Berg Hor.
23 Und
Jehova redete zu Mose und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze
des Landes Edom, und sprach:
24
Aaron soll zu seinen Völkern versammelt werden; denn er soll
nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben
habe, weil ihr meinem Befehle widerspenstig gewesen seid bei dem
Wasser von Meriba.
25
Nimm Aaron und Eleasar, seinen Sohn, und laß sie hinaufsteigen
auf den Berg Hor;
26 und
ziehe Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohne Eleasar
an; und Aaron soll versammelt werden und daselbst sterben.
27 Und
Mose tat, so wie Jehova geboten hatte, und sie stiegen auf den
Berg Hor, vor den Augen der ganzen Gemeinde.
28 Und
Mose zog Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohne
Eleasar an; und Aaron starb daselbst auf dem Gipfel des Berges;
und Mose und Eleasar stiegen von dem Berge herab.
29 Und
als die ganze Gemeinde sah, daß Aaron verschieden war, da
beweinte das ganze Haus Israel Aaron dreißig Tage lang.
21,1
Und der Kanaaniter, der König von Arad, der im Süden wohnte,
hörte, daß Israel des Weges nach Atharim kam, und er stritt
wider Israel und führte Gefangene von ihm hinweg.
2 Da
tat Israel Jehova ein Gelübde und sprach: Wenn du dieses Volk
gewißlich in meine Hand gibst, so werde ich seine Städte
verbannen.
3 Und
Jehova hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in
seine Hand; und es verbannte sie und ihre Städte. Und man gab
dem Orte den Namen Horma.
4 Und
sie brachen auf vom Berge Hor, des Weges zum Schilfmeer, um das
Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig
auf dem Wege;
5 und
das Volk redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns
aus Ägyten heraufgeführt, daß wir in der Wüste sterben? Denn da
ist kein Brot und kein Wasser, und unsere Seele ekelt vor dieser
elenden Speise.
6 Da
sandte Jehova feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen
das Volk; und es starb viel Volks aus Israel.
7 Da
kam das Volk zu Mose, und sie sprachen: Wir haben gesündigt, daß
wir wider Jehova und wider dich geredet haben; flehe zu Jehova,
daß er die Schlangen von uns wegnehme. Und Mose flehte für das
Volk.
8 Und
Jehova sprach zu Mose: Mache dir eine feurige Schlange und tue
sie auf eine Stange; und es wird geschehen, jeder, der gebissen
ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben.
9 Und
Mose machte eine Schlange von Erz und tat sie auf die Stange;
und es geschah, wenn eine Schlange jemand gebissen hatte, und er
schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben.
10 Und
die Kinder Israel brachen auf und lagerten sich zu Oboth.
11 Und
sie brachen auf von Oboth und lagerten sich zu Ijje-Abarim, in
der Wüste, die vor Moab gegen Sonnenaufgang ist.
12 Von
dort brachen sie auf und lagerten sich am Bache Sered.
13 Von
dort brachen sie auf und lagerten sich jenseit des Arnon, der in
der Wüste ist, der aus dem Gebiete der Amoriter hervorgeht. Denn
der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den
Amoritern.
14
Darum heißt es in dem Buche der Kämpfe Jehovas: Waheb in Sufa
und die Bäche des Arnon;
15 und
die Ergießung der Bäche, die sich erstreckt nach dem Wohnsitze
Ars, und sich lehnt an die Grenze von Moab.
16 Und
von dort zogen sie nach Beer; das ist der Brunnen, von welchem
Jehova zu Mose sprach: Versammle das Volk, und ich will ihnen
Wasser geben.
17
Damals sang Israel dieses Lied:
18
Herauf, Brunnen! Singet ihm zu! Brunnen, den Fürsten gegraben,
den die Edlen des Volkes, mit dem Gesetzgeber, gehöhlt haben mit
ihren Stäben!
19 Und
aus der Wüste zogen sie nach Mattana; und von Mattana nach
Nachaliel, und von Nachaliel nach Bamoth;
20 und
von Bamoth nach dem Tale, das im Gefilde Moabs ist, nach dem
Gipfel des Pisga, der emporragt über die Fläche der Wildnis.
21 Und
Israel sandte Boten zu Sihon, dem Könige der Amoriter, und ließ
ihm sagen:
22 Laß
mich durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht in die Äcker und
in die Weinberge ausbiegen, wir wollen kein Wasser aus den
Brunnen trinken; auf der Straße des Königs wollen wir ziehen,
bis wir durch dein Gebiet gezogen sind.
23
Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen;
und Sihon versammelte all sein Volk und zog aus, Israel entgegen
in die Wüste, und kam nach Jahaz und stritt wider Israel.
24 Und
Israel schlug ihn mit der Schärfe des Schwertes und nahm sein
Land in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Kindern
Ammon; denn die Grenze der Kinder Ammon war fest.
25 Und
Israel nahm alle diese Städte, und Israel wohnte in allen
Städten der Amoriter, in Hesbon und in allen seinen
Tochterstädten.
26
Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter; und
dieser hatte wider den früheren König von Moab gestritten und
hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand
genommen.
27
Daher sagen die Dichter: Kommet nach Hesbon; aufgebaut und
befestigt werde die Stadt Sihons!
28
Denn Feuer ging aus von Hesbon, eine Flamme von der Stadt
Sihons; es fraß Ar-Moab, die Herren der Höhen des Arnon.
29
Wehe dir, Moab; du bist verloren, Volk des Kamos! Er hat seine
Söhne zu Flüchtlingen gemacht und seine Töchter in die
Gefangenschaft Sihons geführt, des Königs der Amoriter.
30 Da
haben wir auf sie geschossen; Hesbon ist verloren bis Dibon; da
haben wir verwüstet bis Nophach, Feuer bis Medeba!
31 Und
Israel wohnte im Lande der Amoriter.
32 Und
Mose sandte Männer aus, um Jaser auszukundschaften; und sie
nahmen seine Tochterstädte ein, und er trieb die Amoriter aus,
die daselbst waren.
33 Und
sie wandten sich und zogen hinauf des Weges nach Basan; und Og,
der König von Basan, zog aus, ihnen entgegen, er und all sein
Volk, zum Streite nach Edrei.
34 Und
Jehova sprach zu Mose: Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand
habe ich ihn gegeben und all sein Volk und sein Land; und tue
ihm, so wie du Sihon, dem Könige der Amoriter, getan hast, der
zu Hesbon wohnte.
35 Und
sie schlugen ihn und seine Söhne und all sein Volk, bis ihm kein
Entronnener übrigblieb; und sie nahmen sein Land in Besitz.
22,1
Und die Kinder Israel brachen auf und lagerten sich in den
Ebenen Moabs, jenseit des Jordan von Jericho.
2 Und
Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern
getan hatte.
3 Und
Moab fürchtete sich sehr vor dem Volke, weil es groß war, und es
graute Moab vor den Kindern Israel.
4 Und
Moab sprach zu den Ältesten von Midian: Nun wird dieser Haufe
alle unsere Umgebungen abfressen, wie das Rind das Grüne des
Feldes abfrißt. Und Balak, der Sohn Zippors, war zu jener Zeit
König von Moab.
5 Und
er sandte Boten zu Bileam, dem Sohne Beors, nach Pethor, das am
Strome ist, in das Land der Kinder seines Volkes, um ihn zu
rufen, und er ließ ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Ägypten
gezogen; siehe, es bedeckt die Fläche des Landes, und es liegt
mir gegenüber.
6 Und
nun, komm doch, verfluche mir dieses Volk, denn es ist stärker
als ich. Vielleicht gelingt es mir, daß wir es schlagen und ich
es aus dem Lande vertreibe; denn ich weiß, wen du segnest, der
ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.
7 Und
die Ältesten von Moab und die Ältesten von Midian zogen hin mit
dem Wahrsagerlohn in der Hand. Und sie kamen zu Bileam und
redeten zu ihm die Worte Balaks.
8 Und
er sprach zu ihnen: Übernachtet hier diese Nacht, und ich werde
euch Antwort bringen, so wie Jehova zu mir reden wird. Und die
Fürsten von Moab blieben bei Bileam.
9 Und
Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind diese Männer bei dir?
10 Und
Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König von
Moab, hat zu mir gesandt:
11
Siehe, das Volk, das aus Ägypten gezogen ist, es bedeckt die
Fläche des Landes; komm nun, verwünsche es mir, vielleicht
vermag ich wider dasselbe zu streiten und es zu vertreiben.
12 Und
Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du
sollst das Volk nicht verfluchen, denn es ist gesegnet.
13 Und
Bileam stand des Morgens auf und sprach zu den Fürsten Balaks:
Ziehet in euer Land; denn Jehova hat sich geweigert, mir zu
gestatten, mit euch zu gehen.
14 Und
die Fürsten von Moab machten sich auf und kamen zu Balak und
sprachen: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu gehen.
15 Da
sandte Balak noch einmal Fürsten, mehr und geehrtere als jene.
16 Und
sie kamen zu Bileam und sprachen zu ihm: So spricht Balak, der
Sohn Zippors: Laß dich doch nicht abhalten, zu mir zu kommen;
17
denn sehr hoch will ich dich ehren, und alles, was du mir sagen
wirst, will ich tun; so komm doch, verwünsche mir dieses Volk!
18 Und
Bileam antwortete und sprach zu den Knechten Balaks: Wenn Balak
mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte ich nicht
den Befehl Jehovas, meines Gottes, zu übertreten, um Kleines
oder Großes zu tun.
19 Und
nun bleibet doch hier, auch ihr, diese Nacht, und ich werde
erfahren, was Jehova ferner mit mir reden wird.
20 Da
kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Wenn die Männer
gekommen sind, um dich zu rufen, so mache dich auf, gehe mit
ihnen; aber nur dasjenige, was ich dir sagen werde, sollst du
tun.
21 Und
Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und
zog mit den Fürsten von Moab.
22 Da
entbrannte der Zorn Gottes, daß er hinzog; und der Engel Jehovas
stellte sich in den Weg, ihm zu widerstehen. Er aber ritt auf
seiner Eselin, und seine beiden Jünglinge waren mit ihm.
23 Und
die Eselin sah den Engel Jehovas auf dem Wege stehen mit seinem
gezückten Schwert in seiner Hand, und die Eselin bog vom Wege ab
und ging ins Feld; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder
auf den Weg zu lenken.
24 Da
trat der Engel Jehovas in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen:
eine Mauer war auf dieser, und eine Mauer auf jener Seite.
25 Und
die Eselin sah den Engel Jehovas und drängte sich an die Wand
und drückte den Fuß Bileams an die Wand; und er schlug sie noch
einmal.
26 Da
ging der Engel Jehovas nochmals weiter und trat an einen engen
Ort, wo kein Weg war auszubiegen, weder zur Rechten noch zur
Linken.
27 Und
als die Eselin den Engel Jehovas sah, legte sie sich nieder
unter Bileam; und es entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug
die Eselin mit dem Stabe.
28 Da
tat Jehova den Mund der Eselin auf, und sie sprach zu Bileam:
Was habe ich dir getan, daß du mich nun dreimal geschlagen hast?
29 Und
Bileam sprach zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben
hast; wäre doch ein Schwert in meiner Hand, so hätte ich dich
jetzt totgeschlagen!
30 Und
die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der
du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War ich je
gewohnt, dir also zu tun? Und er sprach: Nein.
31 Da
enthüllte Jehova die Augen Bileams, und er sah den Engel Jehovas
auf dem Wege stehen, mit seinem gezückten Schwert in seiner
Hand; und er neigte sich und warf sich nieder auf sein
Angesicht.
32 Und
der Engel Jehovas sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun
dreimal geschlagen? Siehe, ich bin ausgegangen, dir zu
widerstehen, denn der Weg ist verderblich vor mir.
33 Und
die Eselin sah mich und bog vor mir aus nun dreimal; wenn sie
nicht vor mir ausgebogen wäre, so hätte ich dich jetzt auch
erschlagen, sie aber am Leben gelassen.
34 Und
Bileam sprach zu dem Engel Jehovas: Ich habe gesündigt, denn ich
wußte nicht, daß du mir auf dem Wege entgegenstandest; und nun,
wenn es übel ist in deinen Augen, so will ich umkehren.
35 Und
der Engel Jehovas sprach zu Bileam: Gehe mit den Männern; aber
nur dasjenige, was ich dir sagen werde, sollst du reden. Und
Bileam zog mit den Fürsten Balaks.
36 Und
als Balak hörte, daß Bileam käme, da ging er aus, ihm entgegen,
nach der Stadt Moabs, an der Grenze des Arnon, der an der
äußersten Grenze fließt.
37 Und
Balak sprach zu Bileam: Habe ich nicht ausdrücklich zu dir
gesandt, um dich zu rufen? Warum bist du nicht zu mir gekommen?
Fürwahr, vermag ich nicht dich zu ehren?
38 Und
Bileam sprach zu Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen; vermag
ich nun wohl irgend etwas zu reden? Das Wort, das Gott mir in
den Mund legt, das werde ich reden.
39 Und
Bileam ging mit Balak; und sie kamen nach Kirjath-Chuzoth.
40 Und
Balak opferte Rind-und Kleinvieh und schickte davon dem Bileam
und den Fürsten, die bei ihm waren.
41 Und
es geschah am Morgen, da nahm Balak den Bileam und führte ihn
hinauf nach den Höhen des Baal, und er sah von dort aus das
Äußerste des Volkes.
23,1
Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und
stelle mir hier bereit sieben Farren und sieben Widder.
2 Und
Balak tat, so wie Bileam gesagt hatte; und Balak und Bileam
opferten einen Farren und einen Widder auf jedem Altar.
3 Und
Bileam sprach zu Balak: Stelle dich neben dein Brandopfer, und
ich will gehen; vielleicht wird Jehova mir entgegenkommen, und
was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir kundtun. Und er
ging auf eine kahle Höhe.
4 Und
Gott kam dem Bileam entgegen; und dieser sprach zu ihm: Die
sieben Altäre habe ich zugerichtet und auf jedem Altar einen
Farren und einen Widder geopfert.
5 Und
Jehova legte ein Wort in den Mund Bileams und sprach: Kehre zu
Balak zurück, und so sollst du reden.
6 Und
er kehrte zu ihm zurück; und siehe, er stand neben seinem
Brandopfer, er und alle Fürsten von Moab.
7 Da
hob er seinen Spruch an und sprach: Aus Aram hat Balak mich
hergeführt, der König von Moab von den Bergen des Ostens: Komm,
verfluche mir Jakob; ja, komm, verwünsche Israel!
8 Wie
soll ich verfluchen, den Gott nicht verflucht, und wie
verwünschen, den Jehova nicht verwünscht hat?
9 Denn
vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Höhen herab
schaue ich es: siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und unter
die Nationen nicht gerechnet wird.
10 Wer
könnte zählen den Staub Jakobs und, der Zahl nach, den vierten
Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Rechtschaffenen,
und mein Ende sei gleich dem ihrigen!
11 Da
sprach Balak zu Bileam: Was hast du mir getan! Meine Feinde zu
verwünschen habe ich dich holen lassen, und siehe, du hast sie
sogar gesegnet!
12 Und
er antwortete und sprach: Muß ich nicht darauf achten, das zu
reden, was Jehova in meinen Mund legt?
13 Und
Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen anderen Ort, von
wo aus du es sehen wirst; nur sein Äußerstes wirst du sehen, und
ganz wirst du es nicht sehen; und verwünsche es mir von dort
aus.
14 Und
er nahm ihn mit nach dem Felde der Wächter, auf den Gipfel des
Pisga; und er baute sieben Altäre und opferte einen Farren und
einen Widder auf jedem Altar.
15 Und
er sprach zu Balak: Stelle dich hier neben dein Brandopfer, und
ich, ich will dort entgegengehen.
16 Und
Jehova kam dem Bileam entgegen und legte ein Wort in seinen Mund
und sprach: Kehre zu Balak zurück, und so sollst du reden.
17 Und
er kam zu ihm, und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, und
die Fürsten von Moab mit ihm. Und Balak sprach zu ihm: Was hat
Jehova geredet?
18 Da
hob er seinen Spruch an und sprach: Stehe auf, Balak, und höre!
Horche auf mich, Sohn Zippors!
19
Nicht ein Mensch ist Gott, daß er lüge, noch ein Menschensohn,
daß er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun, und
geredet haben und es nicht aufrecht halten?
20
Siehe, zu segnen habe ich empfangen; und er hat gesegnet, und
ich kann es nicht wenden.
21 Er
erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht
in Israel; Jehova, sein Gott, ist mit ihm, und Jubelgeschrei wie
um einen König ist in seiner Mitte.
22
Gott hat ihn aus Ägypten herausgeführt; sein ist die Stärke des
Wildochsen.
23
Denn da ist keine Zauberei wider Jakob, und keine Wahrsagerei
wider Israel. Um diese Zeit wird von Jakob und von Israel gesagt
werden, was Gott gewirkt hat.
24
Siehe, ein Volk: gleich einer Löwin steht es auf, und gleich
einem Löwen erhebt es sich! Es legt sich nicht nieder, bis es
den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat.
25 Da
sprach Balak zu Bileam: Du sollst es gar nicht verwünschen, und
du sollst es gar nicht segnen.
26 Und
Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich nicht zu dir
geredet und gesagt: Alles, was Jehova reden wird, das werde ich
tun?
27 Und
Balak sprach zu Bileam: Komm doch, ich will dich an einen
anderen Ort mitnehmen; vielleicht wird es in den Augen Gottes
recht sein, daß du es mir von dort aus verwünschest.
28 Und
Balak nahm den Bileam mit auf den Gipfel des Peor, der emporragt
über die Fläche der Wildnis.
29 Und
Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre, und stelle
mir hier bereit sieben Farren und sieben Widder.
30 Und
Balak tat, so wie Bileam gesagt hatte; und er opferte einen
Farren und einen Widder auf jedem Altar.
24,1
Und als Bileam sah, daß es gut war in den Augen Jehovas, Israel
zu segnen, so ging er nicht, wie die anderen Male, auf
Wahrsagerei aus, sondern richtete sein Angesicht nach der Wüste
hin.
2 Und
Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen
Stämmen; und der Geist Gottes kam über ihn.
3 Und
er hob seinen Spruch an und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn
Beors, und es spricht der Mann geöffneten Auges.
4 Es
spricht, der da hört die Worte Gottes, der ein Gesicht des
Allmächtigen sieht, der hinfällt und enthüllter Augen ist:
5 Wie
schön sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel!
6
Gleich Tälern breiten sie sich aus, gleich Gärten am Strome,
gleich Aloebäumen, die Jehova gepflanzt hat, gleich Zedern am
Gewässer!
7
Wasser wird fließen aus seinen Eimern, und sein Same wird in
großen Wassern sein; und sein König wird höher sein als Agag,
und sein Königreich wird erhaben sein.
8 Gott
hat ihn aus Ägypten herausgeführt; sein ist die Stärke des
Wildochsen. Er wird die Nationen, seine Feinde, fressen und ihre
Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen sie zerschmettern.
9 Er
duckt sich, er legt sich nieder wie ein Löwe und wie eine Löwin;
wer will ihn aufreizen? Die dich segnen, sind gesegnet, und die
dich verfluchen, sind verflucht!
10 Da
entbrannte der Zorn Balaks wider Bileam, und er schlug seine
Hände zusammen; und Balak sprach zu Bileam: Meine Feinde zu
verwünschen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar
gesegnet, nun dreimal!
11 Und
nun fliehe an deinen Ort. Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch
ehren; und siehe, Jehova hat dir die Ehre verwehrt.
12 Und
Bileam sprach zu Balak: Habe ich nicht auch zu deinen Boten, die
du zu mir gesandt hast, geredet und gesagt:
13
Wenn Balak mir sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so vermöchte
ich nicht den Befehl Jehovas zu übertreten, um aus meinem
eigenen Herzen Gutes oder Böses zu tun; was Jehova reden wird,
das werde ich reden?
14 Und
nun siehe, ich gehe zu meinem Volke. Komm, ich will dir
anzeigen, was dieses Volk deinem Volke tun wird am Ende der
Tage.
15 Und
er hob seinen Spruch an und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn
Beors, und es spricht der Mann geöffneten Auges.
16 Es
spricht, der da hört die Worte Gottes, und der die Erkenntnis
des Höchsten besitzt, der ein Gesicht des Allmächtigen sieht,
der hinfällt und enthüllter Augen ist:
17 Ich
sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe; es
tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus
Israel und zerschlägt die Seiten Moabs und zerschmettert alle
Söhne des Getümmels.
18 Und
Edom wird ein Besitz sein und Seir ein Besitz, sie, seine
Feinde; und Israel wird Mächtiges tun.
19 Und
einer aus Jakob wird herrschen, und er wird aus der Stadt den
Überrest vertilgen.
20 Und
er sah Amalek und hob seinen Spruch an und sprach: Die erste der
Nationen war Amalek, aber sein Letztes wird dem Untergang
verfallen.
21 Und
er sah die Keniter und hob seinen Spruch an und sprach: Fest ist
dein Wohnsitz, und auf den Felsen gesetzt dein Nest;
22
doch der Keniter soll vertilgt werden, bis Assur dich gefangen
wegführt.
23 Und
er hob seinen Spruch an und sprach: Wehe! Wer wird am Leben
bleiben, sobald Gott dieses herbeiführt?
24 Und
Schiffe werden kommen von der Küste von Kittim und werden Assur
demütigen, und Heber demütigen, und auch er wird dem Untergang
verfallen.
25 Und
Bileam machte sich auf und ging und kehrte zurück an seinen Ort;
und auch Balak zog seines Weges.
25,1
Und Israel blieb in Sittim. Und das Volk fing an zu huren mit
den Töchtern Moabs;
2 und
diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter, und das Volk aß
und beugte sich nieder vor ihren Göttern.
3 Und
Israel hängte sich an den Baal-Peor; und der Zorn Jehovas
entbrannte wider Israel.
4 Da
sprach Jehova zu Mose: Nimm alle Häupter des Volkes und hänge
sie dem Jehova auf vor der Sonne, damit die Glut des Zornes
Jehovas sich von Israel abwende.
5 Und
Mose sprach zu den Richtern Israels: Erschlaget ein jeder seine
Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben!
6 Und
siehe, ein Mann von den Kindern Israel kam und brachte eine
Midianitin zu seinen Brüdern, vor den Augen Moses und vor den
Augen der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, als diese an dem
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft weinten.
7 Und
als Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Heilige
(e-r)s, es sah, da stand er auf aus der Mitte der Gemeinde und
nahm eine Lanze in seine Hand;
8 und
er ging dem israelitischen Manne nach in das Innere des Zeltes
und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib,
durch ihren Bauch. Da ward die Plage von den Kindern Israel
abgewehrt.
9 Und
es waren der an der Plage Gestorbenen vierundzwanzigtausend.
10 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
11
Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Heilige
(e-r)s, hat meinen Grimm von den Kindern Israel abgewendet,
indem er in meinem Eifer in ihrer Mitte geeifert hat, so daß ich
die Kinder Israel nicht in meinem Eifer vertilgt habe.
12
Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;
13 und
er wird ihm und seinem Samen nach ihm ein Bund ewigen Heilige
(e-r)tums sein, darum daß er für seinen Gott geeifert und für
die Kinder Israel Sühnung getan hat.
14 Und
der Name des erschlagenen israelitischen Mannes, der mit der
Midianitin erschlagen wurde, war Simri, der Sohn Salus, der
Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter;
15 und
der Name des erschlagenen midianitischen Weibes war Kosbi, die
Tochter Zurs; er war Stammhaupt eines Vaterhauses unter den
Midianitern.
16 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
17
Befeindet die Midianiter und schlaget sie;
18
denn sie haben euch befeindet durch ihre List, womit sie euch
überlistet haben in der Sache des Peor und in der Sache der
Kosbi, der Tochter eines Fürsten von Midian, ihrer Schwester,
welche am Tage der Plage wegen des Peor erschlagen wurde.
26,1
Und es geschah nach der Plage, da sprach Jehova zu Mose und zu
Eleasar, dem Sohne Aarons, dem Heilige (e-r), und sagte:
2
Nehmet auf die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, von
zwanzig Jahren und darüber, nach ihren Vaterhäusern, einen
jeden, der zum Heere auszieht in Israel.
3 Und
Mose und Eleasar, der Heilige (e-r), redeten zu ihnen in den
Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho, und sprachen:
4 Von
zwanzig Jahren und darüber…, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte. Und es waren die Kinder Israel, die aus dem Lande Ägypten
ausgezogen waren:
5
Ruben, der Erstgeborene Israels; die Söhne Rubens: von Hanok das
Geschlecht der Hanokiter; von Pallu das Geschlecht der
Palluiter;
6 von
Hezron das Geschlecht der Hezroniter; von Karmi das Geschlecht
der Karmiter.
7 Das
sind die Geschlechter der Rubeniter; und ihre Gemusterten waren
dreiundvierzigtausend siebenhundertdreißig.
8 Und
die Söhne Pallus: Eliab.
9 Und
die Söhne Eliabs: Nemuel und Dathan und Abiram; das ist der
Dathan und der Abiram, Berufene der Gemeinde, welche wider Mose
und wider Aaron haderten in der Rotte Korahs, als sie wider
Jehova haderten.
10 Und
die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie und Korah, als
die Rotte starb, indem das Feuer die zweihundertfünfzig Männer
verzehrte, und sie zu einem Zeichen wurden.
11
Aber die Söhne Korahs starben nicht.
12 Die
Söhne Simeons nach ihren Geschlechtern: von Nemuel das
Geschlecht der Nemueliter; von Jamin das Geschlecht der
Jaminiter; von Jakin das Geschlecht der Jakiniter;
13 von
Serach das Geschlecht der Sarchiter; von Saul das Geschlecht der
Sauliter.
14 Das
sind die Geschlechter der Simeoniter: zweiundzwanzigtausend
zweihundert.
15 Die
Söhne Gads nach ihren Geschlechtern: von Zephon das Geschlecht
der Zephoniter; von Haggi das Geschlecht der Haggiter; von
Schuni das Geschlecht der Schuniter;
16 von
Osni das Geschlecht der Osniter; von Eri das Geschlecht der
Eriter;
17 Von
Arod das Geschlecht der Aroditer; von Areli das Geschlecht der
Areliter.
18 Das
sind die Geschlechter der Söhne Gads, nach ihren Gemusterten,
vierzigtausend fünfhundert.
19 Die
Söhne Judas: Gher und Onan; Gher und Onan aber starben im Lande
Kanaan.
20 Und
es waren die Söhne Judas nach ihren Geschlechtern: von Schela
das Geschlecht der Schelaniter; von Perez das Geschlecht der
Parziter; von Serach das Geschlecht der Sarchiter.
21 Und
die Söhne Perez’ waren: Von Hezron das Geschlecht der
Hezroniter; von Hamul das Geschlecht der Hamuliter.
22 Das
sind die Geschlechter Judas nach ihren Gemusterten:
sechsundsiebzigtausend fünfhundert.
23 Die
Söhne Issaschars nach ihren Geschlechtern: von Tola das
Geschlecht der Tolaiter; von Puwa das Geschlecht der Puniter;
24 von
Jaschub das Geschlecht der Jaschubiter; von Schimron das
Geschlecht der Schimroniter.
25 Das
sind die Geschlechter Issaschars, nach ihren Gemusterten:
vierundsechzigtausend dreihundert.
26 Die
Söhne Sebulons nach ihren Geschlechtern: von Sered das
Geschlecht der Sarditer; von Elon das Geschlecht der Eloniter;
von Jachleel das Geschlecht der Jachleeliter.
27 Das
sind die Geschlechter der Sebuloniter, nach ihren Gemusterten:
sechzigtausend fünfhundert.
28 Die
Söhne Josephs nach ihren Geschlechtern: Manasse und Ephraim.
29 Die
Söhne Manasses: von Makir das Geschlecht der Makiriter (und
Makir zeugte Gilead); von Gilead das Geschlecht der Gileaditer.
30
Dies sind die Söhne Gileads: von Jieser das Geschlecht der
Jieseriter; von Helek das Geschlecht der Helkiter;
31 und
von Asriel das Geschlecht der Asrieliter; und von Sichem das
Geschlecht der Sikmiter;
32 und
von Schemida das Geschlecht der Schemidaiter; und von Hepher das
Geschlecht der Hephriter.
33 Und
Zelophchad, der Sohn Hephers, hatte keine Söhne, sondern nur
Töchter; und die Namen der Töchter Zelophchads waren: Machla und
Noa, Chogla, Milka und Tirza.
34 Das
sind die Geschlechter Manasses; und ihrer Gemusterten waren
zweiundfünfzigtausend siebenhundert.
35
Dies sind die Söhne Ephraims nach ihren Geschlechtern: von
Schuthelach das Geschlecht der Schuthalchiter; von Beker das
Geschlecht der Bakriter; von Tachan das Geschlecht der
Tachaniter.
36 Und
dies sind die Söhne Schuthelachs: von Eran das Geschlecht der
Eraniter.
37 Das
sind die Geschlechter der Söhne Ephraims, nach ihren
Gemusterten: zweiunddreißigtausend fünfhundert. Das sind die
Söhne Josephs nach ihren Geschlechtern.
38 Die
Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern: von Bela das
Geschlecht der Baliter; von Aschbel das Geschlecht der
Aschbeliter; von Achiram das Geschlecht der Achiramiter;
39 von
Schephupham das Geschlecht der Schuphamiter; von Hupham das
Geschlecht der Huphamiter.
40 Und
die Söhne Belas waren: Ard und Naaman; von Ard das Geschlecht
der Arditer, von Naaman das Geschlecht der Naamaniter.
41 Das
sind die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern; und ihrer
Gemusterten waren fünfundvierzigtausend sechshundert.
42
Dies sind die Söhne Dans nach ihren Geschlechtern: von Schucham
das Geschlecht der Schuchamiter;
43 Das
sind die Geschlechter Dans nach ihren Geschlechtern. Alle
Geschlechter der Schuchamiter, nach ihren Gemusterten:
Vierundsechzigtausend vierhundert.
44 Die
Söhne Asers nach ihren Geschlechtern: von Jimna das Geschlecht
der Jimna; von Jischwi das Geschlecht der Jischwiter; von Beria
das Geschlecht der Beriiter.
45 Von
den Söhnen Berias: von Heber das Geschlecht der Hebriter; von
Malkiel das Geschlecht der Malkieliter.
46 Und
der Name der Tochter Asers war Serach.
47 Das
sind die Geschlechter der Söhne Asers, nach ihren Gemusterten:
dreiundfünfzigtausend vierhundert.
48 Die
Söhne Naphtalis nach ihren Geschlechtern: von Jachzeel das
Geschlecht der Jachzeeliter; von Guni das Geschlecht der
Guniter;
49 von
Jezer das Geschlecht der Jizriter; von Schillem das Geschlecht
der Schillemiter.
50 Das
sind die Geschlechter Naphtalis nach ihren Geschlechtern; und
ihrer Gemusterten waren fünfundvierzigtausend vierhundert.
51 Das
sind die Gemusterten der Kinder Israel: sechshunderteintausend
siebenhundertdreißig.
52 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
53
Diesen soll das Land nach der Zahl der Namen als Erbteil
verteilt werden.
54 Den
Vielen sollst du ihr Erbteil mehren und den Wenigen ihr Erbteil
mindern; einem jeden soll nach Verhältnis seiner Gemusterten
sein Erbteil gegeben werden.
55
Doch soll das Land durchs Los verteilt werden; nach den Namen
der Stämme ihrer Väter sollen sie erben;
56
nach der Entscheidung des Loses soll jedem Stamme sein Erbteil
zugeteilt werden, sowohl den Vielen, als auch den Wenigen.
57 Und
dies sind die Gemusterten Levis nach ihren Geschlechtern: von
Gerson das Geschlecht der Gersoniter; von Kehath das Geschlecht
der Kehathiter; von Merari das Geschlecht der Merariter.
58
Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter,
das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Machliter, das
Geschlecht der Muschiter, das Geschlecht der Korhiter. Und
Kehath zeugte Amram.
59 Und
der Name des Weibes Amrams war Jokebed, eine Tochter Levis, die
dem Levi in Ägypten geboren wurde; und sie gebar dem Amram Aaron
und Mose und Mirjam, ihre Schwester.
60 Und
dem Aaron wurden geboren Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.
61 Und
Nadab und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor Jehova
darbrachten.
62 Und
ihrer Gemusterten, aller Männlichen von einem Monat und darüber,
waren dreiundzwanzigtausend; denn sie wurden nicht unter den
Kindern Israel gemustert, weil ihnen kein Erbteil unter den
Kindern Israel gegeben wurde.
63 Das
sind die durch Mose und Eleasar, den Heilige (e-r), Gemusterten,
welche die Kinder Israel in den Ebenen Moabs, am Jordan von
Jericho, musterten.
64 Und
unter diesen war kein Mann von denen, welche durch Mose und
Aaron, den Heilige (e-r), gemustert worden waren, welche die
Kinder Israel in der Wüste Sinai musterten.
65
Denn Jehova hatte von ihnen gesagt: Sie sollen gewißlich in der
Wüste sterben! Und kein Mann von ihnen war übriggeblieben außer
Kaleb, dem Sohne Jephunnes, und Josua, dem Sohne Nuns.
27,1
Und es nahten herzu die Töchter Zelophchads, des Sohnes Hephers,
des Sohnes Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes Manasses, von
den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs; und dies waren
die Namen seiner Töchter: Machla, Noa und Chogla und Milka und
Tirza.
2 Und
sie traten vor Mose und vor Eleasar, den Heilige (e-r), und vor
die Fürsten und die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der
Zusammenkunft und sprachen:
3
Unser Vater ist in der Wüste gestorben; er war aber nicht unter
der Rotte derer, die sich in der Rotte Korahs wider Jehova
zusammenrotteten, sondern er ist in seiner Sünde gestorben; und
er hatte keine Söhne.
4
Warum soll der Name unseres Vaters abgeschnitten werden aus der
Mitte seines Geschlechts, weil er keinen Sohn hat? Gib uns ein
Eigentum unter den Brüdern unseres Vaters!
5 Und
Mose brachte ihre Rechtssache vor Jehova.
6 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
7 Die
Töchter Zelophchads reden recht; du sollst ihnen sicherlich ein
Erbbesitztum unter den Brüdern ihres Vaters geben, und sollst
das Erbteil ihres Vaters auf sie übergehen lassen.
8 Und
zu den Kindern Israel sollst du reden und sprechen: Wenn ein
Mann stirbt und keinen Sohn hat, so sollt ihr sein Erbteil auf
seine Tochter übergehen lassen.
9 Und
wenn er keine Tochter hat, so sollt ihr sein Erbteil seinen
Brüdern geben.
10 Und
wenn er keine Brüder hat, so sollt ihr sein Erbteil den Brüdern
seines Vaters geben.
11 Und
wenn sein Vater keine Brüder hat, so sollt ihr sein Erbteil
seinem Blutsverwandten geben, dem ihm am nächsten stehenden aus
seinem Geschlecht, daß er es erbe. Und das soll den Kindern
Israel zu einer Rechtssatzung sein, so wie Jehova dem Mose
geboten hat.
12 Und
Jehova sprach zu Mose: Steige auf dieses Gebirge Abarim und sieh
das Land, das ich den Kindern Israel gegeben habe.
13 Und
hast du es gesehen, so wirst auch du zu deinen Völkern
versammelt werden, so wie dein Bruder Aaron versammelt worden
ist;
14
Weil ihr in der Wüste Zin, beim Hadern der Gemeinde,
widerspenstig gewesen seid gegen meinen Befehl, mich durch das
Wasser vor ihren Augen zu heiligen. (Das ist das Haderwasser von
Kades in der Wüste Zin.)
15 Und
Mose redete zu Jehova und sprach:
16 Es
bestelle Jehova, der Gott der Geister alles Fleisches, einen
Mann über die Gemeinde,
17 der
vor ihnen her aus-und einziehe, und der sie aus-und einführe;
damit die Gemeinde Jehovas nicht sei wie Schafe, die keinen
Hirten haben.
18 Und
Jehova sprach zu Mose: Nimm dir Josua, den Sohn Nuns, einen
Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn;
19 und
stelle ihn vor Eleasar, den Heilige (e-r), und vor die ganze
Gemeinde, und gib ihm Befehl vor ihren Augen,
20 und
lege von deiner Würde auf ihn, damit die ganze Gemeinde der
Kinder Israel ihm gehorche.
21 Und
er soll vor Eleasar, den Heilige (e-r), treten, und der soll für
ihn das Urteil der Urim vor Jehova befragen: Nach seinem Befehle
sollen sie ausziehen, und nach seinem Befehle sollen sie
einziehen, er und alle Kinder Israel mit ihm, ja, die ganze
Gemeinde.
22 Und
Mose tat, so wie Jehova ihm geboten hatte, und nahm Josua und
stellte ihn vor Eleasar, den Heilige (e-r), und vor die ganze
Gemeinde,
23 und
er legte seine Hände auf ihn und gab ihm Befehl, so wie Jehova
durch Mose geredet hatte.
28,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Meine Opfergabe,
meine Speise zu meinen Feueropfern, mir zum lieblichen Geruch,
sollt ihr acht haben mir darzubringen zu ihrer bestimmten Zeit.
3 Und
sprich zu ihnen: Dies ist das Feueropfer, das ihr Jehova
darbringen sollt: zwei einjährige Lämmer ohne Fehl, täglich, als
beständiges Brandopfer.
4 Das
eine Lamm sollst du am Morgen opfern, und das zweite Lamm sollst
du opfern zwischen den zwei Abenden;
5 und
zum Speisopfer ein zehntel Epha Feinmehl, gemengt mit einem
viertel Hin zerstoßenen Öles,
6 (ein
beständiges Brandopfer, das am Berge Sinai eingesetzt wurde, zum
lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem Jehova);
7 und
sein Trankopfer, ein viertel Hin zu dem einen Lamme; im
Heiligtum sollst du das Trankopfer von starkem Getränk dem
Jehova spenden.
8 Und
das zweite Lamm sollst du opfern zwischen den zwei Abenden; wie
das Morgenspeisopfer und sein Trankopfer, so sollst du zu diesem
opfern, ein Feueropfer lieblichen Geruchs dem Jehova.
9 Und
am Sabbathtage zwei einjährige Lämmer ohne Fehl, und als
Speisopfer zwei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, und sein
Trankopfer.
10 Es
ist das Brandopfer des Sabbaths an jedem Sabbath nebst dem
beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer.
11 Und
im Anfang eurer Monate sollt ihr Jehova ein Brandopfer
darbringen: zwei junge Farren und einen Widder, sieben
einjährige Lämmer ohne Fehl;
12 und
zu jedem Farren drei Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als
Speisopfer; und zu dem einen Widder zwei Zehntel Feinmehl,
gemengt mit Öl, als Speisopfer;
13 und
zu jedem Lamme je ein Zehntel Feinmehl, gemengt mit Öl, als
Speisopfer. Es ist ein Brandopfer, ein lieblicher Geruch, ein
Feueropfer dem Jehova.
14 Und
ihre Trankopfer: ein halbes Hin Wein soll zu einem Farren sein,
und ein drittel Hin zu dem Widder, und ein viertel Hin zu einem
Lamme. Das ist das monatliche Brandopfer in jedem Monat, nach
den Monaten des Jahres.
15 Und
ein Ziegenbock zum Sündopfer dem Jehova soll nebst dem
beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer geopfert werden.
16 Und
im ersten Monat, am vierzehnten Tage des Monats, ist Passah dem
Jehova.
17 Und
am fünfzehnten Tage dieses Monats ist das Fest; sieben Tage soll
Ungesäuertes gegessen werden.
18 Am
ersten Tage soll eine heilige Versammlung sein; keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
19 Und
ihr sollt dem Jehova ein Feueropfer, ein Brandopfer darbringen:
zwei junge Farren und einen Widder und sieben einjährige Lämmer;
ohne Fehl sollen sie euch sein;
20 und
ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel sollt ihr
opfern zu einem Farren, und zwei Zehntel zu dem Widder;
21 je
ein Zehntel sollst du opfern zu jedem Lamme, zu den sieben
Lämmern;
22 und
einen Bock als Sündopfer, um Sühnung für euch zu tun.
23
Außer dem Morgenbrandopfer, das zum beständigen Brandopfer ist,
sollt ihr das opfern.
24
Solches sollt ihr täglich opfern, sieben Tage lang, als Speise
eines Feueropfers lieblichen Geruchs dem Jehova; nebst dem
beständigen Brandopfer und seinem Trankopfer soll es geopfert
werden.
25 Und
am siebten Tage soll euch eine heilige Versammlung sein;
keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
26 Und
am Tage der Erstlinge, wenn ihr dem Jehova ein neues Speisopfer
darbringet, an eurem Wochenfeste, soll euch eine heilige
Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun.
27 Und
ihr sollt ein Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch dem
Jehova: zwei junge Farren, einen Widder, sieben einjährige
Lämmer;
28 und
ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem
Farren, zwei Zehntel zu dem einen Widder,
29 je
ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;
30 und
einen Ziegenbock, um Sühnung für euch zu tun.
31
Außer dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer sollt ihr
sie opfern (ohne Fehl sollen sie euch sein) nebst ihren
Trankopfern.
29,1
Und im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch eine
heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun;
ein Tag des Posaunenhalls soll es euch sein.
2 Und
ihr sollt ein Brandopfer opfern zum lieblichen Geruch dem
Jehova: einen jungen Farren, einen Widder, sieben einjährige
Lämmer, ohne Fehl;
3 und
ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu dem
Farren, zwei Zehntel zu dem Widder,
4 und
ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;
5 und
einen Ziegenbock als Sündopfer, um Sühnung für euch zu tun;
6
außer dem monatlichen Brandopfer und seinem Speisopfer und dem
beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer und ihren
Trankopfern, nach ihrer Vorschrift, zum lieblichen Geruch, ein
Feueropfer dem Jehova.
7 Und
am Zehnten dieses siebten Monats soll euch eine heilige
Versammlung sein, und ihr sollt eure Seelen kasteien; keinerlei
Arbeit sollt ihr tun.
8 Und
ihr sollt dem Jehova ein Brandopfer darbringen als lieblichen
Geruch: einen jungen Farren, einen Widder, sieben einjährige
Lämmer; ohne Fehl sollen sie euch sein;
9 und
ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu dem
Farren, zwei Zehntel zu dem einen Widder,
10 je
ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den sieben Lämmern;
11 und
einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem Sündopfer der
Versöhnung und dem beständigen Brandopfer und seinem Speisopfer
und ihren Trankopfern.
12 Und
am fünfzehnten Tage des siebten Monats soll euch eine heilige
Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr
sollt dem Jehova ein Fest feiern sieben Tage.
13 Und
ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer lieblichen
Geruchs dem Jehova: dreizehn junge Farren, zwei Widder, vierzehn
einjährige Lämmer; ohne Fehl sollen sie sein;
14 und
ihr Speisopfer, Feinmehl, gemengt mit Öl: drei Zehntel zu jedem
Farren, zu den dreizehn Farren, zwei Zehntel zu jedem Widder, zu
den zwei Widdern,
15 und
je ein Zehntel zu jedem Lamme, zu den vierzehn Lämmern;
16 und
einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem beständigen
Brandopfer, seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
17 Und
am zweiten Tage zwölf junge Farren, zwei Widder, vierzehn
einjährige Lämmer ohne Fehl;
18 und
ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der
Vorschrift;
19 und
einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer
und seinem Speisopfer und ihren Trankopfern.
20 Und
am dritten Tage elf Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige
Lämmer, ohne Fehl;
21 und
ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der
Vorschrift;
22 und
einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
23 Und
am vierten Tage zehn Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige
Lämmer, ohne Fehl;
24 ihr
Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den Widdern
und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;
25 und
einen Ziegenbock als Sündopfer; außer dem beständigen
Brandopfer, seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
26 Und
am fünften Tage neun Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige
Lämmer, ohne Fehl;
27 und
ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der
Vorschrift;
28 und
einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
29 Und
am sechsten Tage acht Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige
Lämmer, ohne Fehl;
30 und
ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der
Vorschrift;
31 und
einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer,
seinem Speisopfer und seinen Trankopfern.
32 Und
am siebten Tage sieben Farren, zwei Widder, vierzehn einjährige
Lämmer, ohne Fehl;
33 und
ihr Speisopfer und ihre Trankopfer, zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach ihrer
Vorschrift;
34 und
einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer,
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
35 Am
achten Tage soll euch eine Festversammlung sein; keinerlei
Dienstarbeit sollt ihr tun.
36 Und
ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer lieblichen
Geruchs dem Jehova: einen Farren, einen Widder, sieben
einjährige Lämmer, ohne Fehl;
37 ihr
Speisopfer und ihre Trankopfer, zu dem Farren, zu dem Widder und
zu den Lämmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift;
38 und
einen Bock als Sündopfer; außer dem beständigen Brandopfer und
seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
39 Das
sollt ihr bei euren Festen dem Jehova opfern, außer euren
Gelübden und euren freiwilligen Gaben an Brandopfern und an
Speisopfern und an Trankopfern und an Friedensopfern.
40 Und
Mose redete zu den Kindern Israel nach allem, was Jehova dem
Mose geboten hatte.
30,1
Und Mose redete zu den Häuptern der Stämme der Kinder Israel und
sprach:
2 Dies
ist es, was Jehova geboten hat:
3 Wenn
ein Mann dem Jehova ein Gelübde tut, oder einen Eid schwört, ein
Verbindnis auf seine Seele zu nehmen, so soll er sein Wort nicht
brechen: nach allem, was aus seinem Munde hervorgegangen ist,
soll er tun.
4 Und
wenn ein Weib dem Jehova ein Gelübde tut oder ein Verbindnis auf
sich nimmt im Hause ihres Vaters, in ihrer Jugend,
5 und
ihr Vater hört ihr Gelübde oder ihr Verbindnis, das sie auf ihre
Seele genommen hat, und ihr Vater schweigt gegen sie: so sollen
alle ihre Gelübde bestehen, und jedes Verbindnis, das sie auf
ihre Seele genommen hat, soll bestehen.
6 Wenn
aber ihr Vater ihr gewehrt hat an dem Tage, da er es hörte, so
sollen alle ihre Gelübde und alle ihre Verbindnisse, die sie auf
ihre Seele genommen hat, nicht bestehen; und Jehova wird ihr
vergeben, weil ihr Vater ihr gewehrt hat.
7 Und
wenn sie etwa eines Mannes wird, und ihre Gelübde sind auf ihr,
oder ein unbesonnener Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre
Seele verbunden hat,
8 und
ihr Mann hört es und schweigt gegen sie an dem Tage, da er es
hört: so sollen ihre Gelübde bestehen, und ihre Verbindnisse,
die sie auf ihre Seele genommen hat, sollen bestehen.
9 Wenn
aber ihr Mann an dem Tage, da er es hört, ihr wehrt, so hebt er
ihr Gelübde auf, das auf ihr ist, und den unbesonnenen Ausspruch
ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele verbunden hat; und Jehova wird
ihr vergeben.
10
Aber das Gelübde einer Witwe und einer Verstoßenen: alles, wozu
sie ihre Seele verbunden hat, soll für sie bestehen.
11 Und
wenn ein Weib im Hause ihres Mannes ein Gelübde getan oder durch
einen Eid ein Verbindnis auf ihre Seele genommen hat,
12 und
ihr Mann hat es gehört und gegen sie geschwiegen, er hat ihr
nicht gewehrt: so sollen alle ihre Gelübde bestehen, und jedes
Verbindnis, das sie auf ihre Seele genommen hat, soll bestehen.
13
Wenn aber ihr Mann dieselben irgend aufgehoben hat an dem Tage,
da er sie hörte, so soll alles, was über ihre Lippen gegangen
ist an Gelübden und an Verbindnissen ihrer Seele, nicht
bestehen; ihr Mann hat dieselben aufgehoben, und Jehova wird ihr
vergeben.
14
Jedes Gelübde und jeder Eid des Verbindnisses, um die Seele zu
kasteien ihr Mann kann es bestätigen, und ihr Mann kann es
aufheben.
15 Und
wenn ihr Mann von Tag zu Tage gänzlich gegen sie schweigt, so
bestätigt er alle ihre Gelübde oder alle ihre Verbindnisse, die
auf ihr sind; er hat sie bestätigt, denn er hat gegen sie
geschwiegen an dem Tage, da er sie hörte.
16
Wenn er sie aber irgend aufhebt, nachdem er sie gehört hat, so
wird er ihre Ungerechtigkeit tragen. Das sind die Satzungen,
welche Jehova dem Mose geboten hat, zwischen einem Manne und
seinem Weibe, zwischen einem Vater und seiner Tochter in ihrer
Jugend, im Hause ihres Vaters.
31,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2 Übe
Rache für die Kinder Israel an den Midianitern; danach sollst du
zu deinen Völkern versammelt werden.
3 Und
Mose redete zu dem Volke und sprach: Rüstet von euch Männer zum
Heere aus, daß sie wider Midian ziehen, um die Rache Jehovas an
Midian auszuführen.
4 Je
tausend vom Stamme, von allen Stämmen Israels, sollt ihr zum
Heere absenden.
5 Und
es wurden aus den Tausenden Israels tausend von jedem Stamme
ausgehoben: zwölftausend zum Heere Gerüstete.
6 Und
Mose sandte sie, tausend von jedem Stamme, zum Heere ab, sie und
Pinehas, den Sohn Eleasars, des Heilige (e-r)s, zum Heere; und
die heiligen Geräte, die Trompeten zum Lärmblasen, waren in
seiner Hand.
7 Und
sie stritten wider Midian, so wie Jehova dem Mose geboten hatte,
und töteten alles Männliche.
8 Und
sie töteten die Könige von Midian, samt ihren Erschlagenen: Ewi
und Rekem und Zur und Hur und Reba, fünf Könige von Midian; und
auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem Schwerte.
9 Und
die Kinder Israel führten die Weiber der Midianiter und ihre
Kinder gefangen hinweg, und erbeuteten all ihr Vieh und alle
ihre Herden und alle ihre Habe;
10 und
alle ihre Städte in ihren Wohnsitzen und alle ihre Gehöfte
verbrannten sie mit Feuer.
11 Und
sie nahmen alle Beute und allen Raub an Menschen und an Vieh,
12 und
brachten die Gefangenen und den Raub und die Beute zu Mose und
zu Eleasar, dem Heilige (e-r), und zu der Gemeinde der Kinder
Israel ins Lager, in die Ebenen Moabs, die am Jordan von Jericho
sind.
13 Und
Mose und Eleasar, der Heilige (e-r), und alle Fürsten der
Gemeinde gingen ihnen entgegen außerhalb des Lagers.
14 Und
Mose ward zornig über die Vorgesetzten des Heeres, die Obersten
über tausend und die Obersten über hundert, die von dem
Kriegszuge kamen;
15 und
Mose sprach zu ihnen: Habt ihr alle Weiber am Leben gelassen?
16
Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Kindern Israel ein
Anlaß geworden in der Sache des Peor eine Untreue gegen Jehova
zu begehen, so daß die Plage über die Gemeinde Jehovas kam.
17 So
tötet nun alles Männliche unter den Kindern, und tötet alle
Weiber, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben;
18
aber alle Kinder, alle Mädchen, welche den Beischlaf eines
Mannes nicht gekannt haben, laßt euch am Leben.
19 Ihr
aber lagert euch außerhalb des Lagers sieben Tage; ein jeder,
der einen Menschen getötet, und ein jeder, der einen
Erschlagenen angerührt hat, ihr sollt euch entsündigen am
dritten Tage und am siebten Tage, ihr und eure Gefangenen.
20 Und
alle Kleider und alles Gerät von Fell und alle Arbeit von
Ziegenhaar und alles Gerät von Holz sollt ihr entsündigen.
21 Und
Eleasar, der Heilige (e-r), sprach zu den Kriegsleuten, die in
den Streit gezogen waren: Dies ist die Satzung des Gesetzes, das
Jehova dem Mose geboten hat:
22 Nur
das Gold und das Silber, das Erz, das Eisen, das Zinn und das
Blei,
23
alles, was das Feuer verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen
lassen, und es wird rein sein; nur soll es mit dem Wasser der
Reinigung entsündigt werden; und alles, was das Feuer nicht
verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
24 Und
am siebten Tage sollt ihr eure Kleider waschen, und ihr werdet
rein sein; und danach möget ihr ins Lager kommen.
25 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
26
Nimm auf die Summe der weggeführten Beute, an Menschen und an
Vieh, du und Eleasar, der Heilige (e-r), und die Häupter der
Väter der Gemeinde;
27 und
teile die Beute zur Hälfte zwischen denen, welche den Krieg
geführt haben, die ins Feld gezogen sind, und der ganzen
Gemeinde.
28 Und
erhebe von den Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, eine
Abgabe für Jehova: eine Seele von fünfhundert, von den Menschen
und von den Rindern und von den Eseln und vom Kleinvieh;
29 von
ihrer Hälfte sollt ihr sie nehmen, und du sollst sie Eleasar,
dem Heilige (e-r), geben als ein Hebopfer Jehovas.
30 Und
von der Hälfte der Kinder Israel sollst du eines nehmen, von
fünfzig herausgegriffen, von den Menschen, von den Rindern, von
den Eseln und vom Kleinvieh, von allem Vieh; und du sollst es
den Leviten geben, welche der Hut der Wohnung Jehovas warten.
31 Und
Mose und Eleasar, der Heilige (e-r), taten, so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
32 Und
das Erbeutete, was von der Beute übrigblieb, welche das
Kriegsvolk gemacht hatte, war: sechshundertfünfundsiebzig
tausend Stück Kleinvieh,
33 und
zweiundsiebzigtausend Rinder,
34 und
einundsechzigtausend Esel;
35 und
was die Menschenseelen betrifft, so waren der Mädchen, welche
den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt hatten, insgesamt
zweiunddreißigtausend Seelen.
36 Und
die Hälfte, der Anteil derer, welche zum Heere ausgezogen waren,
die Zahl des Kleinviehes, war: dreihundertsiebenunddreißig
tausend und fünfhundert Stück,
37 und
die Abgabe vom Kleinvieh für Jehova war
sechshundertfünfundsiebzig Stück;
38 und
die Zahl der Rinder sechsunddreißigtausend, und die Abgabe davon
für Jehova zweiundsiebzig;
39 und
der Esel dreißigtausend und fünfhundert, und die Abgabe davon
für Jehova einundsechzig;
40 und
der Menschenseelen sechzehntausend, und die Abgabe davon für
Jehova zweiunddreißig Seelen.
41 Und
Mose gab die Abgabe des Hebopfers Jehovas Eleasar, dem Heilige
(e-r), so wie Jehova dem Mose geboten hatte.
42 Und
von der Hälfte der Kinder Israel, welche Mose von den zum Heere
ausgezogenen Männern abgeteilt hatte,
43
(die Hälfte der Gemeinde war nämlich:
dreihundertsiebenunddreißig tausend und fünfhundert Stück
Kleinvieh,
44 und
sechsunddreißigtausend Rinder,
45 und
dreißigtausend und fünfhundert Esel,
46 und
sechzehntausend Menschenseelen)
47 und
von der Hälfte der Kinder Israel nahm Mose das Herausgegriffene,
eines von fünfzig, von den Menschen und von dem Vieh, und gab
sie den Leviten, welche der Hut der Wohnung Jehovas warteten; so
wie Jehova dem Mose geboten hatte.
48 Und
es traten zu Mose die Vorgesetzten über die Tausende des Heeres,
die Obersten über tausend und die Obersten über hundert,
49 und
sprachen zu Mose: Deine Knechte haben die Summe der Kriegsleute
aufgenommen, die unter unserer Hand waren, und es fehlt von uns
nicht ein Mann.
50 Und
so bringen wir eine Opfergabe für Jehova dar, ein jeder, was er
an goldenem Geschmeide gefunden hat: Armspangen und Handspangen,
Fingerringe, Ohrringe und Spangen, um für unsere Seelen Sühnung
zu tun vor Jehova.
51 Und
Mose und Eleasar, der Heilige (e-r), nahmen das Gold von ihnen,
allerlei verarbeitetes Geschmeide.
52 Und
alles Gold des Hebopfers, das sie für Jehova hoben, war
sechzehntausend siebenhundertfünfzig Sekel, von den Obersten
über tausend und von den Obersten über hundert.
53
(Die Kriegsleute aber hatten ein jeder für sich geplündert.)
54 Und
Mose und Eleasar, der Heilige (e-r), nahmen das Gold von den
Obersten über tausend und über hundert und brachten es in das
Zelt der Zusammenkunft, als ein Gedächtnis der Kinder Israel vor
Jehova.
32,1
Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten viel Vieh, in
gewaltiger Menge; und sie sahen das Land Jaser und das Land
Gilead, und siehe, der Ort war ein Ort für Vieh.
2 Und
die Kinder Gad und die Kinder Ruben kamen und sprachen zu Mose
und zu Eleasar, dem Heilige (e-r), und zu den Fürsten der
Gemeinde und sagten:
3
Ataroth und Dibon und Jaser und Nimra und Hesbon und Elale und
Sebam und Nebo und Beon,
4 das
Land, welches Jehova vor der Gemeinde Israel geschlagen hat, ist
ein Land für Vieh, und deine Knechte haben Vieh.
5 Und
sie sprachen: Wenn wir Gnade in deinen Augen gefunden haben, so
möge dieses Land deinen Knechten zum Eigentum gegeben werden;
laß uns nicht über den Jordan ziehen!
6 Und
Mose sprach zu den Kindern Gad und zu den Kindern Ruben: Sollen
eure Brüder in den Streit ziehen, und ihr wollt hier bleiben?
7 Und
warum wollt ihr das Herz der Kinder Israel davon abwendig
machen, in das Land hinüber zu ziehen, welches Jehova ihnen
gegeben hat?
8 So
haben eure Väter getan, als ich sie von Kades-Barnea aussandte,
das Land zu besehen:
9 sie
zogen hinauf bis zum Tale Eskol und besahen das Land; und sie
machten das Herz der Kinder Israel abwendig, daß sie nicht in
das Land gingen, welches Jehova ihnen gegeben hatte.
10 Und
der Zorn Jehovas entbrannte an jenem Tage, und er schwur und
sprach:
11
Wenn die Männer, die aus Ägypten hinaufgezogen sind, von zwanzig
Jahren und darüber, das Land sehen werden, das ich Abraham und
Isaak und Jakob zugeschworen habe! Denn sie sind mir nicht
völlig nachgefolgt;
12
ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, und Josua,
der Sohn Nuns; denn sie sind Jehova völlig nachgefolgt.
13 Und
der Zorn Jehovas entbrannte wider Israel, und er ließ sie
vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis das ganze
Geschlecht aufgerieben war, welches getan hatte, was böse war in
den Augen Jehovas.
14 Und
siehe, ihr seid aufgestanden an eurer Väter Statt, eine Brut von
sündigen Männern, um die Glut des Zornes Jehovas gegen Israel
noch zu mehren.
15
Wenn ihr euch hinter ihm abwendet, so wird er es noch länger in
der Wüste lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk verderben.
16 Und
sie traten zu ihm und sprachen: Kleinviehhürden wollen wir hier
bauen für unsere Herden, und Städte für unsere Kinder;
17 wir
selbst aber wollen uns eilends rüsten vor den Kindern Israel
her, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben; und unsere Kinder
sollen in den festen Städten bleiben vor den Bewohnern des
Landes.
18 Wir
wollen nicht zu unseren Häusern zurückkehren, bis die Kinder
Israel ein jeder sein Erbteil empfangen haben.
19
Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordan und
weiterhin, denn unser Erbteil ist uns diesseit des Jordan gegen
Sonnenaufgang zugekommen.
20 Da
sprach Mose zu ihnen: Wenn ihr dieses tut, wenn ihr euch vor
Jehova zum Streite rüstet,
21 und
alle unter euch, die gerüstet sind, vor Jehova über den Jordan
ziehen, bis er seine Feinde vor sich ausgetrieben hat,
22 und
das Land vor Jehova unterjocht ist, und ihr danach zurückkehret,
so sollt ihr schuldlos sein gegen Jehova und gegen Israel; und
dieses Land soll euch zum Eigentum sein vor Jehova.
23
Wenn ihr aber nicht also tut, siehe, so habt ihr wider Jehova
gesündigt; und wisset, daß eure Sünde euch finden wird.
24
Bauet euch Städte für eure Kinder und Hürden für euer Kleinvieh,
und tut, was aus eurem Munde hervorgegangen ist.
25 Und
die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose und sagten:
Deine Knechte werden tun, so wie mein Herr gebietet.
26
Unsere Kinder, unsere Weiber, unsere Herden und all unser Vieh
sollen daselbst in den Städten Gileads sein;
27
deine Knechte aber, alle zum Heere Gerüsteten, werden vor Jehova
hinüberziehen in den Streit, so wie mein Herr redet.
28 Und
Mose gebot ihrethalben Eleasar, dem Heilige (e-r), und Josua,
dem Sohne Nuns, und den Häuptern der Väter der Stämme der Kinder
Israel;
29 und
Mose sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben,
alle zum Streit Gerüsteten, mit euch vor Jehova über den Jordan
ziehen, und das Land vor euch unterjocht sein wird, so sollt ihr
ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben;
30
wenn sie aber nicht gerüstet mit euch hinüberziehen, so sollen
sie sich unter euch ansässig machen im Lande Kanaan.
31 Und
die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen:
Wie Jehova zu deinen Knechten geredet hat, so wollen wir tun.
32 Wir
wollen gerüstet vor Jehova in das Land Kanaan hinüberziehen, und
unser Erbbesitztum verbleibe uns diesseit des Jordan.
33 Und
Mose gab ihnen, den Kindern Gad und den Kindern Ruben und der
Hälfte des Stammes Manasse, des Sohnes Josephs, das Königreich
Sihons, des Königs der Amoriter, und das Königreich Ogs, des
Königs von Basan, das Land nach seinen Städten in ihren Grenzen,
die Städte des Landes ringsum.
34 Und
die Kinder Gad bauten Dibon und Ataroth und Aroer,
35 und
Ateroth-Schofan und Jaser und Jogbeha,
36 und
Beth-Nimra und Beth-Haran, feste Städte und Kleinviehhürden.
37 Und
die Kinder Ruben bauten Hesbon und Elale und Kirjathaim,
38 und
Nebo und Baal-Meon, deren Namen geändert wurden, und Sibma; und
sie benannten die Städte, die sie bauten, mit anderen Namen.
39 Und
die Söhne Makirs, des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead und
nahmen es ein; und sie trieben die Amoriter, die darin wohnten,
aus.
40 Und
Mose gab Gilead dem Makir, dem Sohne Manasses; und er wohnte
darin.
41 Und
Jair, der Sohn Manasses, zog hin und nahm ihre Dörfer ein und
nannte sie Dörfer Jairs.
42 Und
Nobach zog hin und nahm Kenath und seine Tochterstädte ein und
nannte es Nobach nach seinem Namen.
33,1
Dies sind die Züge der Kinder Israel, welche aus dem Lande
Ägypten ausgezogen sind nach ihren Heeren, unter der Hand Moses
und Aarons.
2 Und
Mose schrieb ihre Auszüge auf, nach ihren Zügen, nach dem
Befehle Jehovas; und dies sind ihre Züge, nach ihren Auszügen:
3 Sie
brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fünfzehnten Tage des
ersten Monats. Am anderen Tage nach dem Passah zogen die Kinder
Israel aus mit erhobener Hand, vor den Augen aller Ägypter,
4 als
die Ägypter diejenigen begruben, welche Jehova unter ihnen
geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und Jehova hatte an ihren
Göttern Gericht geübt.
5 Und
die Kinder Israel brachen auf von Raemses und lagerten sich in
Sukkoth.
6 Und
sie brachen auf von Sukkoth und lagerten sich in Etham, das am
Rande der Wüste liegt.
7 Und
sie brachen auf von Etham und wandten sich nach Pi-Hachiroth,
das Baal-Zephon gegenüber liegt, und lagerten sich vor Migdol.
8 Und
sie brachen auf von Hachiroth und zogen mitten durchs Meer nach
der Wüste hin, und sie zogen drei Tagereisen in der Wüste Etham
und lagerten sich in Mara.
9 Und
sie brachen auf von Mara und kamen nach Elim; und in Elim waren
zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich
daselbst.
10 Und
sie brachen auf von Elim und lagerten sich am Schilfmeer.
11 Und
sie brachen auf vom Schilfmeer und lagerten sich in der Wüste
Sin.
12 Und
sie brachen auf aus der Wüste Sin und lagerten sich in Dophka.
13 Und
sie brachen auf von Dophka und lagerten sich in Alusch.
14 Und
sie brachen auf von Alusch und lagerten sich in Rephidim; und
das Volk hatte daselbst kein Wasser zu trinken.
15 Und
sie brachen auf von Rephidim und lagerten sich in der Wüste
Sinai.
16 Und
sie brachen auf aus der Wüste Sinai und lagerten sich in
Kibroth-Hattaawa.
17 Und
sie brachen auf von Kibroth-Hattaawa und lagerten sich in
Hazeroth.
18 Und
sie brachen auf von Hazeroth und lagerten sich in Rithma.
19 Und
sie brachen auf von Rithma und lagerten sich in Rimmon-Perez.
20 Und
sie brachen auf von Rimmon-Perez und lagerten sich in Libna.
21 Und
sie brachen auf von Libna und lagerten sich in Rissa.
22 Und
sie brachen auf von Rissa und lagerten sich in Kehelatha.
23 Und
sie brachen auf von Kehelatha und lagerten sich am Berge
Schepher.
24 Und
sie brachen auf vom Berge Schepher und lagerten sich in Harada.
25 Und
sie brachen auf von Harada und lagerten sich in Makheloth.
26 Und
sie brachen auf von Makheloth und lagerten sich in Tachath.
27 Und
sie brachen auf von Tachath und lagerten sich in Terach.
28 Und
sie brachen auf von Terach und lagerten sich in Mithka.
29 Und
sie brachen auf von Mithka und lagerten sich in Haschmona.
30 Und
sie brachen auf von Haschmona und lagerten sich in Moseroth.
31 Und
sie brachen auf von Moseroth und lagerten sich in Bne-Jaakan.
32 Und
sie brachen auf von Bne-Jaakan und lagerten sich in Hor-Gidgad.
33 Und
sie brachen auf von Hor-Gidgad und lagerten sich in Jotbatha.
34 Und
sie brachen auf von Jotbatha und lagerten sich in Abrona.
35 Und
sie brachen auf von Abrona und lagerten sich in Ezjon-Geber.
36 Und
sie brachen auf von Ezjon-Geber und lagerten sich in der Wüste
Zin, das ist Kades.
37 Und
sie brachen auf von Kades und lagerten sich am Berge Hor, am
Rande des Landes Edom.
38 Und
Aaron, der Heilige (e-r), stieg auf den Berg Hor nach dem
Befehle Jehovas; und er starb daselbst im vierzigsten Jahre nach
dem Auszuge der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, im fünften
Monat, am Ersten des Monats.
39 Und
Aaron war hundertdreiundzwanzig Jahre alt, als er auf dem Berge
Hor starb.
40 Und
der Kanaaniter, der König von Arad, der im Süden wohnte im Lande
Kanaan, hörte von dem Kommen der Kinder Israel.
41 Und
sie brachen auf vom Berge Hor und lagerten sich in Zalmona.
42 Und
sie brachen auf von Zalmona und lagerten sich in Punon.
43 Und
sie brachen auf von Punon und lagerten sich in Oboth.
44 Und
sie brachen auf von Oboth und lagerten sich in Ijje-Abarim, an
der Grenze von Moab.
45 Und
sie brachen auf von Ijjim und lagerten sich in Dibon-Gad.
46 Und
sie brachen auf von Dibon-Gad und lagerten sich in
Almon-Diblathaim.
47 Und
sie brachen auf von Almon-Diblathaim und lagerten sich am
Gebirge Abarim vor Nebo.
48 Und
sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten sich in den
Ebenen Moabs, am Jordan von Jericho.
49 Und
sie lagerten sich am Jordan, von Beth-Jesimoth bis Abel-Sittim
in den Ebenen Moabs.
50 Und
Jehova redete zu Mose in den Ebenen Moabs, am Jordan von
Jericho, und sprach:
51
Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über
den Jordan in das Land Kanaan ziehet,
52 so
sollt ihr alle Bewohner des Landes vor euch austreiben und alle
ihre Bildwerke zerstören; und alle ihre gegossenen Bilder sollt
ihr zerstören, und alle ihre Höhen sollt ihr vertilgen;
53 und
ihr sollt das Land in Besitz nehmen und darin wohnen, denn euch
habe ich das Land gegeben, es zu besitzen.
54 Und
ihr sollt das Land durchs Los als Erbteil empfangen, nach euren
Geschlechtern: Den Vielen sollt ihr ihr Erbteil mehren, und den
Wenigen sollt ihr ihr Erbteil mindern; wohin das Los einem
fällt, das soll ihm gehören; nach den Stämmen eurer Väter sollt
ihr erben.
55
Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch austreibet,
so werden diejenigen, welche ihr von ihnen übriglasset, zu
Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden,
und sie werden euch bedrängen in dem Lande, in welchem ihr
wohnet.
56 Und
es wird geschehen: so wie ich gedachte, ihnen zu tun, werde ich
euch tun.
34,1
Und Jehova redete zu Mose und sprach:
2
Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das
Land Kanaan kommet, so ist dies das Land, welches euch als
Erbteil zufallen soll: das Land Kanaan nach seinen Grenzen.
3 Und
die Südseite soll euch sein von der Wüste Zin an, Edom entlang,
und die Südgrenze soll euch sein vom Ende des Salzmeeres gegen
Osten.
4 Und
die Grenze soll sich euch südlich von der Anhöhe Akrabbim wenden
und nach Zin hinübergehen, und ihr Ausgang sei südlich von
Kades-Barnea; und sie laufe nach Hazar-Addar hin, und gehe
hinüber nach Azmon;
5 und
die Grenze wende sich von Azmon nach dem Bache Ägyptens, und ihr
Ausgang sei nach dem Meere hin.
6 Und
die Westgrenze: sie sei euch das große Meer und das Angrenzende;
das soll euch die Westgrenze sein.
7 Und
dies soll euch die Nordgrenze sein: vom großen Meere aus sollt
ihr euch den Berg Hor abmarken;
8 vom
Berge Hor sollt ihr abmarken bis man nach Hamath kommt, und der
Ausgang der Grenze sei nach Zedad hin;
9 und
die Grenze laufe nach Siphron hin, und ihr Ausgang sei bei
Hazar-Enan. Das soll euch die Nordgrenze sein.
10 Und
zur Ostgrenze sollt ihr euch abmarken von Hazar-Enan nach
Schepham.
11 Und
die Grenze gehe hinab von Schepham nach Ribla, östlich von Ajin;
und die Grenze gehe hinab und stoße an die Seite des Sees
Kinnereth gegen Osten;
12 und
die Grenze gehe an den Jordan hinab, und ihr Ausgang sei am
Salzmeere. Das soll euer Land sein nach seinen Grenzen ringsum.
13 Und
Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land,
welches ihr durchs Los als Erbteil empfangen sollt, das Jehova
den neun Stämmen und dem halben Stamme zu geben geboten hat.
14
Denn der Stamm der Kinder der Rubeniter nach ihren Vaterhäusern,
und der Stamm der Kinder der Gaditer nach ihren Vaterhäusern,
und die Hälfte des Stammes Manasse, die haben ihr Erbteil
empfangen.
15 Die
zwei Stämme und der halbe Stamm haben ihr Erbteil empfangen
diesseit des Jordan von Jericho, gegen Osten, gegen
Sonnenaufgang.
16 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
17
Dies sind die Namen der Männer, welche euch das Land als Erbe
austeilen sollen: Eleasar, der Heilige (e-r), und Josua, der
Sohn Nuns.
18 Und
je einen Fürsten vom Stamme sollt ihr nehmen, um das Land als
Erbe auszuteilen.
19 Und
dies sind die Namen der Männer: für den Stamm Juda: Kaleb, der
Sohn Jephunnes;
20 und
für den Stamm der Kinder Simeon: Samuel, der Sohn Ammihuds;
21 für
den Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn Kislons;
22 und
für den Stamm der Kinder Dan ein Fürst: Bukki, der Sohn Joglis;
23 für
die Söhne Josephs: für den Stamm der Kinder Manasse ein Fürst:
Hanniel, der Sohn Ephods,
24 und
für den Stamm der Kinder Ephraim ein Fürst: Kemuel, der Sohn
Schiphtans;
25 und
für den Stamm der Kinder Sebulon ein Fürst: Elizaphan, der Sohn
Parnaks;
26 und
für den Stamm der Kinder Issaschar ein Fürst: Paltiel, der Sohn
Assans;
27 und
für den Stamm der Kinder Aser ein Fürst: Achihud, der Sohn
Schelomis;
28 und
für den Stamm der Kinder Naphtali ein Fürst: Pedahel, der Sohn
Ammihuds.
29
Diese sind es, welchen Jehova gebot, den Kindern Israel ihr Erbe
im Lande Kanaan auszuteilen.
35,1
Und Jehova redete zu Mose in den Ebenen Moabs, am Jordan von
Jericho, und sprach:
2
Gebiete den Kindern Israel, daß sie von ihrem Erbbesitztum den
Leviten Städte zum Wohnen geben; und zu den Städten sollt ihr
einen Bezirk rings um dieselben her den Leviten geben.
3 Und
die Städte seien ihnen zum Wohnen, und deren Bezirke seien für
ihr Vieh und für ihre Habe und für alle ihre Tiere.
4 Und
die Bezirke der Städte, welche ihr den Leviten geben sollt,
sollen von der Stadtmauer nach außen hin tausend Ellen betragen
ringsum;
5 und
ihr sollt außerhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend Ellen
abmessen, und auf der Südseite zweitausend Ellen, und auf der
Westseite zweitausend Ellen und auf der Nordseite zweitausend
Ellen, daß die Stadt in der Mitte sei; das sollen die Bezirke
ihrer Städte sein.
6 Und
die Städte, die ihr den Leviten geben sollt: sechs
Zufluchtstädte sind es, die ihr ihnen geben sollt, damit dahin
fliehe, wer einen Totschlag begangen hat; und zu diesen hinzu
sollt ihr zweiundvierzig Städte geben.
7 Alle
die Städte, die ihr den Leviten geben sollt, sie und ihre
Bezirke, sollen achtundvierzig Städte sein.
8 Und
was die Städte betrifft, die ihr von dem Eigentum der Kinder
Israel geben sollt, von dem Stamme, der viel hat, sollt ihr viel
nehmen, und von dem, der wenig hat, sollt ihr wenig nehmen;
jeder Stamm soll nach Verhältnis seines Erbteils, das er erben
wird, von seinen Städten den Leviten geben.
9 Und
Jehova redete zu Mose und sprach:
10
Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über
den Jordan in das Land Kanaan ziehet,
11 so
sollt ihr euch Städte bestimmen: Zufluchtstädte sollen sie für
euch sein, daß dahin fliehe ein Totschläger, der einen Menschen
aus Versehen erschlagen hat.
12 Und
die Städte sollen euch zur Zuflucht sein vor dem Rächer, daß der
Totschläger nicht sterbe, bis er vor der Gemeinde gestanden hat
zum Gericht.
13 Und
die Städte, die ihr geben sollt, sollen sechs Zufluchtstädte für
euch sein.
14
Drei Städte sollt ihr geben diesseit des Jordan, und drei Städte
sollt ihr geben im Lande Kanaan; Zufluchtstädte sollen sie sein.
15 Den
Kindern Israel und dem Fremdling und dem Beisassen in ihrer
Mitte sollen diese sechs Städte zur Zuflucht sein, daß dahin
fliehe ein jeder, der einen Menschen aus Versehen erschlagen
hat.
16
Wenn er ihn aber mit einem eisernen Werkzeug geschlagen hat, daß
er gestorben ist, so ist er ein Mörder; der Mörder soll
gewißlich getötet werden.
17 Und
wenn er ihn mit einem Stein, den er in der Hand führte, wodurch
man sterben kann, geschlagen hat, daß er gestorben ist, so ist
er ein Mörder; der Mörder soll gewißlich getötet werden.
18
Oder wenn er ihn mit einem hölzernen Werkzeug, das er in der
Hand führte, wodurch man sterben kann, geschlagen hat, daß er
gestorben ist, so ist er ein Mörder; der Mörder soll gewißlich
getötet werden.
19 Der
Bluträcher, der soll den Mörder töten; wenn er ihn antrifft,
soll er ihn töten.
20 Und
wenn er ihn aus Haß gestoßen oder mit Absicht auf ihn geworfen
hat, daß er gestorben ist,
21
oder ihn aus Feindschaft mit seiner Hand geschlagen hat, daß er
gestorben ist, so soll der Schläger gewißlich getötet werden; er
ist ein Mörder; der Bluträcher soll den Mörder töten, wenn er
ihn antrifft.
22
Wenn er aber von ungefähr, nicht aus Feindschaft, ihn gestoßen,
oder unabsichtlich irgend ein Werkzeug auf ihn geworfen hat,
23
oder, ohne es zu sehen, irgend einen Stein, wodurch man sterben
kann, auf ihn hat fallen lassen, daß er gestorben ist, er war
ihm aber nicht feind und suchte seinen Schaden nicht:
24 so
soll die Gemeinde zwischen dem Schläger und dem Bluträcher nach
diesen Rechten richten;
25 und
die Gemeinde soll den Totschläger aus der Hand des Bluträchers
erretten, und die Gemeinde soll ihn in seine Zufluchtstadt
zurückbringen, wohin er geflohen ist; und er soll darin bleiben
bis zum Tode des HohenHeilige (e-r)s, den man mit dem heiligen
Öle gesalbt hat.
26
Wenn aber der Totschläger über die Grenze seiner Zufluchtstadt,
wohin er geflohen ist, irgend hinausgeht,
27 und
der Bluträcher findet ihn außerhalb der Grenze seiner
Zufluchtstadt, und der Bluträcher tötet den Totschläger, so hat
er keine Blutschuld.
28
Denn er soll in seiner Zufluchtstadt bleiben bis zum Tode des
HohenHeilige (e-r)s; und nach dem Tode des HohenHeilige (e-r)s
darf der Totschläger in das Land seines Eigentums zurückkehren.
29 Und
dies soll euch zu einer Rechtssatzung sein bei euren
Geschlechtern in allen euren Wohnsitzen.
30
Jeder, der einen Menschen erschlägt: auf die Aussage von Zeugen
soll man den Mörder töten; aber ein einzelner Zeuge kann nicht
wider einen Menschen aussagen, daß er sterbe.
31 Und
ihr sollt keine Sühne annehmen für die Seele eines Mörders, der
schuldig ist zu sterben, sondern er soll gewißlich getötet
werden.
32
Auch sollt ihr keine Sühne annehmen für den in seine
Zufluchtstadt Geflüchteten, daß er vor dem Tode des Heilige
(e-r)s zurückkehre, um im Lande zu wohnen.
33 Und
ihr sollt das Land nicht entweihen, in welchem ihr seid; denn
das Blut, das entweiht das Land; und für das Land kann keine
Sühnung getan werden wegen des Blutes, das darin vergossen
worden, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat.
34 Und
du sollst nicht das Land verunreinigen, in welchem ihr wohnet,
in dessen Mitte ich wohne; denn ich, Jehova, wohne inmitten der
Kinder Israel.
36,1
Und es traten herzu die Häupter der Väter vom Geschlecht der
Söhne Gileads, des Sohnes Makirs, des Sohnes Manasses, aus den
Geschlechtern der Söhne Josephs; und sie redeten vor Mose und
vor den Fürsten, den Häuptern der Väter der Kinder Israel, und
sprachen:
2
Jehova hat meinem Herrn geboten, den Kindern Israel das Land
durchs Los als Erbteil zu geben; und meinem Herrn ist von Jehova
geboten worden, das Erbteil Zelophchads, unseres Bruders, seinen
Töchtern zu geben.
3
Werden sie nun einem von den Söhnen der anderen Stämme der
Kinder Israel zu Weibern, so wird ihr Erbteil dem Erbteil
unserer Väter entzogen und zu dem Erbteil des Stammes
hinzugefügt werden, welchem sie angehören werden; und dem Lose
unseres Erbteils wird es entzogen werden.
4 Und
auch wenn das Jubeljahr der Kinder Israel kommt, wird ihr
Erbteil zu dem Erbteil des Stammes hinzugefügt werden, welchem
sie angehören werden; und ihr Erbteil wird dem Erbteil des
Stammes unserer Väter entzogen werden.
5 Da
gebot Mose den Kindern Israel, nach dem Befehle Jehovas, und
sprach: Der Stamm der Kinder Joseph redet recht.
6 Dies
ist das Wort, welches Jehova betreffs der Töchter Zelophchads
geboten hat, indem er sprach: Sie mögen dem, der in ihren Augen
gut ist, zu Weibern werden; nur sollen sie einem aus dem
Geschlecht des Stammes ihres Vaters zu Weibern werden,
7
damit nicht ein Erbteil der Kinder Israel von Stamm zu Stamm
übergehe; denn die Kinder Israel sollen ein jeder dem Erbteil
des Stammes seiner Väter anhangen.
8 Und
jede Tochter, die ein Erbteil aus den Stämmen der Kinder Israel
besitzt, soll einem aus dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters
zum Weibe werden, damit die Kinder Israel ein jeder das Erbteil
seiner Väter besitzen,
9 und
nicht ein Erbteil von einem Stamme auf einen anderen Stamm
übergehe. Denn die Stämme der Kinder Israel sollen ein jeder
seinem Erbteil anhangen.
10 So
wie Jehova dem Mose geboten hatte, also taten die Töchter
Zelophchads.
11 Und
Machla, Tirza und Chogla und Milka und Noa, die Töchter
Zelophchads, wurden den Söhnen ihrer Oheime zu Weibern.
12
Männern aus den Geschlechtern der Kinder Manasse, des Sohnes
Josephs, wurden sie zu Weibern. Und so verblieb ihr Erbteil bei
dem Stamme des Geschlechts ihres Vaters.
13 Das
sind die Gebote und die Rechte, welche Jehova in den Ebenen
Moabs, am Jordan von Jericho, den Kindern Israel durch Mose
geboten hat.
Inhaltsverzeichnis
5.
Mose
1 Dies
sind die Worte, welche Mose zu ganz Israel geredet hat diesseit
des Jordan, in der Wüste, in der Ebene, Suph gegenüber, zwischen
Paran und Tophel und Laban und Hazeroth und Di-Sahab.
2 Elf
Tagereisen sind vom Horeb, auf dem Wege des Gebirges Seir, bis
Kades-Barnea.
3 Und
es geschah im vierzigsten Jahre, im elften Monat, am Ersten des
Monats, da redete Mose zu den Kindern Israel nach allem, was
Jehova ihm an sie geboten hatte,
4
nachdem er Sihon geschlagen, den König der Amoriter, der zu
Hesbon wohnte, und Og, den König von Basan, der zu Astaroth und
zu Edrei wohnte.
5
Diesseit des Jordan, im Lande Moab, fing Mose an, dieses Gesetz
auszulegen, indem er sprach:
6
Jehova, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sprach: Lange
genug seid ihr an diesem Berge geblieben;
7
wendet euch und brechet auf und ziehet nach dem Gebirge der
Amoriter und zu allen ihren Anwohnern in der Ebene, auf dem
Gebirge und in der Niederung und im Süden und am Ufer des
Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis zu dem
großen Strome, dem Strome Phrat.
8
Siehe, ich habe das Land vor euch gestellt; gehet hinein und
nehmet das Land in Besitz, welches Jehova euren Vätern, Abraham,
Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem Samen
nach ihnen.
9 Und
ich sprach zu euch in selbiger Zeit und sagte: Ich allein kann
euch nicht tragen.
10
Jehova, euer Gott, hat euch gemehrt, und siehe, ihr seid heute
wie die Sterne des Himmels an Menge.
11
Jehova, der Gott eurer Väter, füge zu euch, so viele ihr seid,
tausendmal hinzu und segne euch, wie er zu euch geredet hat!
12 Wie
könnte ich allein eure Bürde und eure Last und euren Hader
tragen?
13
Nehmet euch weise und verständige und bekannte Männer, nach
euren Stämmen, daß ich sie zu Häuptern über euch setze.
14 Und
ihr antwortetet mir und sprachet: Gut ist die Sache, die du zu
tun gesagt hast.
15 Und
ich nahm die Häupter eurer Stämme, weise und bekannte Männer,
und setzte sie als Häupter über euch, als Oberste über tausend
und Oberste über hundert und Oberste über fünfzig und Oberste
über zehn, und als Vorsteher eurer Stämme.
16 Und
ich gebot euren Richtern in selbiger Zeit und sprach: Höret die
Streitsachen zwischen euren Brüdern und richtet in Gerechtigkeit
zwischen einem Manne und seinem Bruder und dem Fremdling bei
ihm.
17 Ihr
sollt nicht die Person ansehen im Gericht; den Kleinen wie den
Großen sollt ihr hören; ihr sollt euch vor niemand fürchten,
denn das Gericht ist Gottes. Die Sache aber, die zu schwierig
für euch ist, sollt ihr vor mich bringen, daß ich sie höre.
18 Und
ich gebot euch in selbiger Zeit alle die Sachen, die ihr tun
solltet.
19 Und
wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese ganze große und
schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt, des Weges nach dem
Gebirge der Amoriter, so wie Jehova, unser Gott, uns geboten
hatte; und wir kamen bis Kades-Barnea.
20 Und
ich sprach zu euch: Ihr seid gekommen bis zu dem Gebirge der
Amoriter, das Jehova, unser Gott, uns gibt.
21
Siehe, Jehova, dein Gott, hat das Land vor dich gestellt; ziehe
hinauf, nimm in Besitz, so wie Jehova, der Gott deiner Väter, zu
dir geredet hat; fürchte dich nicht und verzage nicht!
22 Und
ihr tratet alle zu mir und sprachet: Laßt uns Männer vor uns
hersenden, daß sie uns das Land erforschen und uns Bescheid
bringen über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die
Städte, zu denen wir kommen sollen.
23 Und
die Sache war gut in meinen Augen; und ich nahm aus euch zwölf
Männer, je einen Mann für den Stamm.
24 Und
sie wandten sich und zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis
zum Tale Eskol und kundschafteten es aus.
25 Und
sie nahmen von der Frucht des Landes in ihre Hand und brachten
sie zu uns herab. Und sie brachten uns Bescheid und sprachen:
Das Land ist gut, das Jehova, unser Gott, uns gibt.
26
Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und waret widerspenstig
gegen den Befehl Jehovas, eures Gottes.
27 Und
ihr murrtet in euren Zelten und sprachet: Weil Jehova uns haßte,
hat er uns aus dem Lande Ägypten herausgeführt, um uns in die
Hand der Amoriter zu geben, daß sie uns vertilgen.
28
Wohin sollen wir hinaufziehen? Unsere Brüder haben unser Herz
verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, größer und höher
als wir, Städte, groß und befestigt bis an den Himmel, und auch
die Kinder der Enakim haben wir dort gesehen!
29 Da
sprach ich zu euch: Erschrecket nicht und fürchtet euch nicht
vor ihnen!
30
Jehova, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch
streiten, nach allem, was er in Ägypten vor euren Augen für euch
getan hat,
31 und
in der Wüste, wo du gesehen hast, daß Jehova, dein Gott, dich
getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen
Wege, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamet.
32
Aber in dieser Sache glaubtet ihr nicht Jehova, eurem Gott,
33 der
auf dem Wege vor euch herzog, um euch einen Ort zu erkunden, daß
ihr euch lagern konntet: des Nachts im Feuer, daß ihr auf dem
Wege sehen konntet, auf welchem ihr zoget, und des Tages in der
Wolke.
34 Und
Jehova hörte die Stimme eurer Reden und ward zornig und schwur
und sprach:
35
Wenn ein Mann unter diesen Männern, diesem bösen Geschlecht, das
gute Land sehen wird, das ich geschworen habe, euren Vätern zu
geben,
36
außer Kaleb, dem Sohne Jephunnes! Er soll es sehen, und ihm und
seinen Söhnen werde ich das Land geben, auf welches er getreten,
darum daß er Jehova völlig nachgefolgt ist.
37
Auch wider mich erzürnte Jehova eurethalben und sprach: Auch du
sollst nicht hineinkommen!
38
Josua, der Sohn Nuns, der vor dir steht, er soll hineinkommen;
ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen.
39 Und
eure Kindlein, von denen ihr sagtet: Sie werden zur Beute
werden! und eure Söhne, die heute weder Gutes noch Böses kennen,
sie sollen hineinkommen, und ihnen werde ich es geben, und sie
sollen es in Besitz nehmen.
40 Ihr
aber, wendet euch und brechet auf nach der Wüste, des Weges zum
Schilfmeere!
41 Da
antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben wider Jehova
gesündigt; wir wollen hinaufziehen und streiten, nach allem, was
Jehova, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr gürtetet ein jeder
sein Kriegsgerät um und zoget leichtfertig in das Gebirge
hinauf.
42 Und
Jehova sprach zu mir: Sprich zu ihnen: Ziehet nicht hinauf und
streitet nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; daß ihr nicht
vor euren Feinden geschlagen werdet!
43 Und
ich redete zu euch, aber ihr hörtet nicht; und ihr waret
widerspenstig gegen den Befehl Jehovas, und handeltet vermessen
und zoget in das Gebirge hinauf.
44 Und
die Amoriter, die auf selbigem Gebirge wohnten, zogen aus, euch
entgegen, und verfolgten euch, wie die Bienen tun, und
zersprengten euch in Seir bis Horma.
45 Und
ihr kehrtet zurück und weintet vor Jehova; aber Jehova hörte
nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch.
46 Und
ihr bliebet in Kades viele Tage, nach den Tagen, die ihr
bliebet.
2,1
Und wir wandten uns und brachen auf nach der Wüste, des Weges
zum Schilfmeere, wie Jehova zu mir geredet hatte; und wir
umzogen das Gebirge Seir viele Tage.
2 Und
Jehova redete zu mir und sprach:
3
Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen; wendet euch gegen
Norden.
4 Und
gebiete dem Volke und sprich: Ihr werdet nun durch das Gebiet
eurer Brüder, der Kinder Esau, ziehen, die in Seir wohnen, und
sie werden sich vor euch fürchten; so habet wohl acht!
5 Laßt
euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von
ihrem Lande auch nicht den Tritt einer Fußsohle geben; denn das
Gebirge Seir habe ich dem Esau als Besitztum gegeben.
6
Speise sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, daß ihr esset, und
auch Wasser sollt ihr um Geld von ihnen kaufen, daß ihr trinket.
7 Denn
Jehova, dein Gott, hat dich gesegnet in allem Werke deiner Hand.
Er kannte dein Ziehen durch diese große Wüste: Diese vierzig
Jahre ist Jehova, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an
nichts gemangelt.
8 Und
wir zogen weiter, an unseren Brüdern, den Kindern Esau, vorüber,
die in Seir wohnen, von dem Wege der Ebene, von Elath und von
Ezjon-Geber her; und wir wandten uns und zogen des Weges nach
der Wüste von Moab.
9 Und
Jehova sprach zu mir: Befeinde Moab nicht und laß dich nicht in
Streit mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Lande kein
Besitztum geben; denn Ar habe ich den Kindern Lot als Besitztum
gegeben.
10 Die
Emim wohnten vordem darin, ein großes und zahlreiches und hohes
Volk, wie die Enakim.
11
Auch sie werden für Riesen gehalten, wie die Enakim; und die
Moabiter nennen sie Emim.
12 Und
in Seir wohnten vordem die Horiter; aber die Kinder Esau trieben
sie aus und vertilgten sie vor sich und wohnten an ihrer Statt,
so wie Israel dem Lande seines Besitztums getan, das Jehova
ihnen gegeben hat.
13 Nun
machet euch auf und ziehet über den Bach Sered. Und wir zogen
über den Bach Sered.
14 Die
Tage aber, die wir von Kades-Barnea gegangen sind, bis wir über
den Bach Sered zogen, waren achtunddreißig Jahre, bis das ganze
Geschlecht der Kriegsleute aus dem Lager aufgerieben war, so wie
Jehova ihnen geschworen hatte.
15 Und
auch war die Hand Jehovas wider sie, um sie aus dem Lager zu
vertilgen, bis sie aufgerieben waren.
16 Und
es geschah, als die Kriegsleute insgesamt aus der Mitte des
Volkes weggestorben waren,
17 da
redete Jehova zu mir und sprach:
18 Du
wirst heute die Grenze von Moab, von Ar, überschreiten,
19 und
dich nähern gegenüber den Kindern Ammon; du sollst sie nicht
befeinden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich
werde dir von dem Lande der Kinder Ammon kein Besitztum geben;
denn ich habe es den Kindern Lot als Besitztum gegeben.
20 Für
ein Land der Riesen wird auch dieses gehalten; Riesen wohnten
vordem darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummim:
21 Ein
großes und zahlreiches und hohes Volk, wie die Enakim; und
Jehova vertilgte sie vor ihnen, und sie trieben sie aus und
wohnten an ihrer Statt;
22 so
wie er für die Kinder Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor
welchen er die Horiter vertilgte; und sie trieben sie aus und
wohnten an ihrer Statt bis auf diesen Tag.
23 Und
die Awim, welche in Dörfern wohnten bis Gasa, die Kaphtorim, die
aus Kaphtor kamen, vertilgten dieselben und wohnten an ihrer
Statt.
24
Machet euch auf, brechet auf und ziehet über den Fluß Arnon.
Siehe, ich habe Sihon, den König von Hesbon, den Amoriter, und
sein Land in deine Hand gegeben; beginne, nimm in Besitz und
bekriege ihn!
25 An
diesem Tage will ich beginnen, deinen Schrecken und deine Furcht
auf die Völker unter dem ganzen Himmel zu legen, welche das
Gerücht von dir hören und vor dir zittern und beben werden.
26 Und
ich sandte Boten aus der Wüste Kedemoth an Sihon, den König von
Hesbon, mit Worten des Friedens, und sprach:
27 Laß
mich durch dein Land ziehen! Nur auf der Straße will ich gehen,
ich will weder zur Rechten noch zur Linken weichen;
28
Speise sollst du mir um Geld verkaufen, daß ich esse, und Wasser
sollst du mir um Geld geben, daß ich trinke. Nur mit meinen
Füßen will ich durchziehen-
29 wie
mir die Kinder Esau getan haben, die in Seir wohnen, und die
Moabiter, die in Ar wohnen, bis ich über den Jordan in das Land
ziehe, das Jehova, unser Gott, uns gibt.
30
Aber Sihon, der König von Hesbon, wollte uns nicht bei sich
durchziehen lassen; denn Jehova, dein Gott, hatte seinen Geist
verhärtet und sein Herz verstockt, auf daß er ihn in deine Hand
gäbe, wie es an diesem Tage ist.
31 Und
Jehova sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein
Land vor dir dahinzugeben; beginne, nimm in Besitz, damit du
sein Land besitzest.
32 Und
Sihon zog aus, uns entgegen, er und all sein Volk, zum Streite
nach Jahaz.
33
Aber Jehova, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen
ihn und seine Söhne und all sein Volk.
34 Und
in selbiger Zeit nahmen wir alle seine Städte ein, und wir
verbannten ihre ganze Bevölkerung: Männer und Weiber und Kinder;
wir ließen keinen Entronnenen übrig.
35 Nur
das Vieh erbeuteten wir für uns und den Raub der Städte, die wir
einnahmen.
36 Von
Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der
Stadt, die im Flußtale liegt, bis Gilead war keine Stadt, die
uns zu stark gewesen wäre: Alles gab Jehova, unser Gott, vor uns
dahin.
37 Nur
dem Lande der Kinder Ammon, der ganzen Seite des Flusses Jabbok,
bist du nicht genaht, noch den Städten des Gebirges, noch allem,
was Jehova, unser Gott, verboten hatte.
3,1
Und wir wandten uns und zogen des Weges nach Basan hinauf; und
Og, der König von Basan, zog aus, uns entgegen, er und all sein
Volk, zum Streite nach Edrei.
2 Und
Jehova sprach zu mir: Fürchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe
ich ihn und all sein Volk und sein Land gegeben; und tue ihm,
wie du Sihon, dem Könige der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon
wohnte.
3 Und
Jehova, unser Gott, gab auch Og, den König von Basan, und all
sein Volk in unsere Hand; und wir schlugen ihn, bis ihm kein
Entronnener übrigblieb.
4 Und
in selbiger Zeit nahmen wir alle seine Städte ein; es war keine
Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte, den ganzen
Landstrich Argob, das Königreich Ogs in Basan;
5 alle
diese Städte waren befestigt mit hohen Mauern, Toren und
Riegeln; außer den sehr vielen offenen Städten.
6 Und
wir verbannten sie, wie wir Sihon, dem Könige von Hesbon, getan
hatten; wir verbannten ihre ganze Bevölkerung: Männer, Weiber
und Kinder.
7 Aber
alles Vieh und den Raub der Städte erbeuteten wir für uns.
8 Und
wir nahmen in selbiger Zeit aus der Hand der zwei Könige der
Amoriter das Land, welches diesseit des Jordan ist, vom Flusse
Arnon bis an den Berg Hermon
9 (die
Zidonier nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn
Senir):
10
alle Städte der Ebene und das ganze Gilead, und das ganze Basan
bis Salka und Edrei, die Städte des Königreichs Ogs in Basan.
11
Denn nur Og, der König von Basan, war von dem Überrest der
Riesen übriggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett von Eisen, ist
es nicht in Rabba der Kinder Ammon? Seine Länge mißt neun Ellen
und seine Breite vier Ellen, nach dem Ellenbogen eines Mannes.
12 Und
dieses Land nahmen wir in selbiger Zeit in Besitz. Von Aroer an,
das am Flusse Arnon ist, und die Hälfte des Gebirges Gilead und
seine Städte gab ich den Rubenitern und den Gaditern;
13 und
das Übrige von Gilead und das ganze Basan, das Königreich Ogs,
gab ich dem halben Stamme Manasse. (Der ganze Landstrich Argob,
das ganze Basan, dieses wird das Land der Riesen genannt.
14
Jair, der Sohn Manasses, nahm den ganzen Landstrich Argob bis an
die Grenze der Gesuriter und der Maakathiter und nannte sie, das
Basan, nach seinem Namen: Dörfer Jairs, bis auf diesen Tag.)
15 Und
dem Makir gab ich Gilead.
16 Und
den Rubenitern und den Gaditern gab ich von Gilead bis zum
Flusse Arnon, bis zur Mitte des Flusses und das Angrenzende, und
bis zum Flusse Jabbok, der Grenze der Kinder Ammon;
17 und
die Ebene und den Jordan und das Angrenzende, von Kinnereth bis
zum Meere der Ebene, dem Salzmeere, unter den Abhängen des Pisga
gegen Sonnenaufgang.
18 Und
ich gebot euch in selbiger Zeit und sprach: Jehova, euer Gott,
hat euch dieses Land gegeben, es zu besitzen. Gerüstet sollt
ihr, alle streitbaren Männer, vor euren Brüdern, den Kindern
Israel, hinüberziehen.
19 Nur
eure Weiber und eure Kinder und euer Vieh, ich weiß, daß ihr
viel Vieh habt, sollen in euren Städten bleiben, die ich euch
gegeben habe,
20 bis
Jehova euren Brüdern Ruhe schafft wie euch, und auch sie das
Land besitzen, welches Jehova, euer Gott, ihnen jenseit des
Jordan gibt; dann sollt ihr zurückkehren, ein jeder zu seinem
Besitztum, das ich euch gegeben habe.
21 Und
dem Josua gebot ich in selbiger Zeit und sprach: Deine Augen
haben alles gesehen, was Jehova, euer Gott, diesen zwei Königen
getan hat; also wird Jehova allen Königreichen tun, wohin du
hinüberziehen wirst.
22
Fürchtet sie nicht! Denn Jehova, euer Gott, er ist es, der für
euch streitet.
23 Und
ich flehte zu Jehova in selbiger Zeit und sprach:
24
Herr, Jehova! Du hast begonnen, deinem Knechte deine Größe und
deine starke Hand zu zeigen; denn welcher Gott ist im Himmel und
auf Erden, der tun könnte gleich deinen Werken und gleich deinen
Machttaten?
25 Laß
mich doch hinüberziehen und das gute Land sehen, welches jenseit
des Jordan ist, dieses gute Gebirge und den Libanon.
26
Aber Jehova war über mich erzürnt um euretwillen und hörte nicht
auf mich; und Jehova sprach zu mir: Laß es genug sein; rede mir
fortan nicht mehr von dieser Sache!
27
Steige auf den Gipfel des Pisga, und hebe deine Augen auf gegen
Westen und gegen Norden und gegen Süden und gegen Osten, und
sieh mit deinen Augen; denn du wirst nicht über diesen Jordan
gehen.
28 Und
gebiete dem Josua und stärke ihn und befestige ihn; denn er soll
vor diesem Volke her hinüberziehen, und er soll ihnen das Land,
das du sehen wirst, als Erbe austeilen.
29 Und
wir blieben im Tale, Beth-Peor gegenüber.
4,1
Und nun, Israel, höre auf die Satzungen und auf die Rechte, die
ich euch lehre zu tun, auf daß ihr lebet und hineinkommet und
das Land in Besitz nehmet, welches Jehova, der Gott eurer Väter,
euch gibt.
2 Ihr
sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und
sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote Jehovas,
eures Gottes, die ich euch gebiete.
3 Eure
Augen haben gesehen, was Jehova wegen des Baal Peor getan hat;
denn alle Männer, welche dem Baal Peor nachgegangen sind, hat
Jehova, dein Gott, aus deiner Mitte vertilgt;
4 ihr
aber, die ihr Jehova, eurem Gott, anhinget, seid heute alle am
Leben.
5
Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, so wie
Jehova, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr also tuet inmitten
des Landes, wohin ihr kommet, um es in Besitz zu nehmen.
6 Und
so beobachtet und tut sie! Denn das wird eure Weisheit und euer
Verstand sein vor den Augen der Völker, welche alle diese
Satzungen hören und sagen werden: Diese große Nation ist ein
wahrhaft weises und verständiges Volk.
7 Denn
welche große Nation gibt es, die Götter hätte, welche ihr so
nahe wären, wie Jehova, unser Gott, in allem, worin wir zu ihm
rufen?
8 Und
welche große Nation gibt es, die so gerechte Satzungen und
Rechte hätte, wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute
vorlege?
9 Nur
hüte dich und hüte deine Seele sehr, daß du die Dinge nicht
vergessest, die deine Augen gesehen haben, und daß sie nicht aus
deinem Herzen weichen alle Tage deines Lebens! Und tue sie kund
deinen Kindern und deinen Kindeskindern.
10 An
dem Tage, da du vor Jehova, deinem Gott, am Horeb standest, als
Jehova zu mir sprach: Versammle mir das Volk, daß ich sie meine
Worte hören lasse, welche sie lernen sollen, um mich zu fürchten
alle die Tage, die sie auf dem Erdboden leben, und welche sie
ihre Kinder lehren sollen:
11 da
nahtet ihr hinzu und standet unten an dem Berge; und der Berg
brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels: Finsternis, Gewölk
und Dunkel.
12 Und
Jehova redete zu euch mitten aus dem Feuer; die Stimme der Worte
hörtet ihr, aber ihr sahet keine Gestalt außer der Stimme.
13 Und
er verkündigte euch seinen Bund, den er euch zu tun gebot, die
zehn Worte; und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.
14 Und
mir gebot Jehova in selbiger Zeit, euch Satzungen und Rechte zu
lehren, damit ihr sie tätet in dem Lande, wohin ihr
hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen.
15 So
hütet eure Seelen sehr, denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen
an dem Tage, da Jehova am Horeb, mitten aus dem Feuer, zu euch
redete-
16 daß
ihr euch nicht verderbet und euch ein geschnitztes Bild machet,
das Gleichnis irgend eines Bildes, das Abbild eines männlichen
oder eines weiblichen Wesens,
17 das
Abbild irgend eines Tieres, das auf Erden ist, das Abbild irgend
eines geflügelten Vogels, der am Himmel fliegt,
18 das
Abbild von irgend etwas, das sich auf dem Erdboden regt, das
Abbild irgend eines Fisches, der im Wasser unter der Erde ist;
19 und
daß du deine Augen nicht zum Himmel erhebest und die Sonne und
den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, sehest und
verleitet werdest und dich vor ihnen bückest und ihnen dienest,
welche Jehova, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel
zugeteilt hat.
20
Euch aber hat Jehova genommen und euch herausgeführt aus dem
eisernen Schmelzofen, aus Ägypten, damit ihr das Volk seines
Erbteils wäret, wie es an diesem Tage ist.
21 Und
Jehova war eurethalben über mich erzürnt, und er schwur, daß ich
nicht über den Jordan gehen und nicht in das gute Land kommen
sollte, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt;
22
denn ich werde in diesem Lande sterben, ich werde nicht über den
Jordan gehen; ihr aber werdet hinüberziehen und werdet dieses
gute Land besitzen.
23
Hütet euch, daß ihr nicht des Bundes Jehovas, eures Gottes,
vergesset, den er mit euch gemacht hat, und euch ein
geschnitztes Bild machet, ein Gleichnis von irgend etwas, das
Jehova, dein Gott, dir verboten hat.
24
Denn Jehova, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein
eifernder Gott!
25
Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugen wirst, und ihr eingelebt
seid im Lande, und ihr euch verderbet und euch ein geschnitztes
Bild machet, ein Gleichnis von irgend etwas, und tut, was böse
ist in den Augen Jehovas, deines Gottes, ihn zu reizen:
26 so
nehme ich heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch,
daß ihr gewißlich schnell aus dem Lande umkommen werdet, wohin
ihr über den Jordan ziehet um es in Besitz zu nehmen; ihr werdet
eure Tage darin nicht verlängern, sondern gänzlich vertilgt
werden.
27 Und
Jehova wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet
übrigbleiben, ein zählbares Häuflein unter den Nationen, wohin
Jehova euch führen wird;
28 und
ihr werdet daselbst Göttern dienen, dem Werke von
Menschenhänden, Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hören
und nicht essen und nicht riechen.
29
Aber ihr werdet von dort Jehova, deinen Gott, suchen; und du
wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit
deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst.
30 In
deiner Bedrängnis, und wenn alle diese Dinge dich treffen werden
am Ende der Tage, wirst du umkehren zu Jehova, deinem Gott, und
seiner Stimme gehorchen.
31
Denn ein barmherziger Gott ist Jehova, dein Gott; er wird dich
nicht lassen und dich nicht verderben und wird des Bundes deiner
Väter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat.
32
Denn frage doch nach den vorigen Tagen, die vor dir gewesen
sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf der Erde
geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen
Ende des Himmels, ob je eine solch große Sache geschehen, oder
ob desgleichen gehört worden sei.
33 Hat
je ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden gehört,
wie du sie gehört hast, und ist am Leben geblieben?
34
Oder hat Gott je versucht zu kommen, um sich eine Nation aus der
Mitte einer Nation zu nehmen durch Versuchungen, durch Zeichen
und durch Wunder, und durch Krieg und mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arme, und durch große Schrecknisse, nach allem,
was Jehova, euer Gott, in Ägypten, vor deinen Augen, für euch
getan hat?
35 Dir
ist es gezeigt worden, damit du wissest, daß Jehova Gott ist,
keiner sonst außer ihm.
36 Vom
Himmel her hat er dich seine Stimme hören lassen, um dich zu
unterweisen; und auf der Erde hat er dich sein großes Feuer
sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte
gehört.
37 Und
darum, daß er deine Väter geliebt und ihren Samen nach ihnen
erwählt hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit seiner großen
Kraft aus Ägypten herausgeführt,
38 um
Nationen vor dir auszutreiben, größer und stärker als du, um
dich hinzubringen, damit er dir ihr Land als Erbteil gäbe, wie
es an diesem Tage geschieht.
39 So
erkenne denn heute und nimm zu Herzen, daß Jehova Gott ist im
Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst.
40 Und
beobachte seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir heute
gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe, und
damit du deine Tage verlängerst in dem Lande, welches Jehova,
dein Gott, dir für immer gibt.
41
Damals sonderte Mose drei Städte ab diesseit des Jordan, gegen
Sonnenaufgang,
42
damit ein Totschläger dahin fliehe, der seinen Nächsten
unabsichtlich erschlagen hat, und er haßte ihn vordem nicht, daß
er in eine von diesen Städten fliehe und am Leben bleibe:
43
Bezer in der Wüste, im Lande der Ebene, für die Rubeniter, und
Ramoth in Gilead für die Gaditer, und Golan in Basan für die
Manassiter.
44 Und
dies ist das Gesetz, welches Mose den Kindern Israel vorlegte;
45
dies sind die Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte, welche
Mose zu den Kindern Israel redete, als sie aus Ägypten zogen,
46
diesseit des Jordan, im Tale, Beth-Peor gegenüber, im Lande
Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon wohnte, den Mose
und die Kinder Israel geschlagen haben, als sie aus Ägypten
zogen.
47 Und
sie nahmen sein Land in Besitz, und das Land Ogs, des Königs von
Basan, das Land der zwei Könige der Amoriter, welche diesseit
des Jordan waren, gegen Sonnenaufgang;
48 von
Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon ist, bis an den Berg Sion,
das ist der Hermon;
49 und
die ganze Ebene diesseit des Jordan, gegen Sonnenaufgang, und
bis an das Meer der Ebene unter den Abhängen des Pisga.
5,1
Und Mose berief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Höre,
Israel, die Satzungen und die Rechte, die ich heute vor euren
Ohren rede; und lernet sie, und achtet darauf, sie zu tun.
2
Jehova, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns gemacht.
3
Nicht mit unseren Vätern hat Jehova diesen Bund gemacht, sondern
mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind.
4 Von
Angesicht zu Angesicht hat Jehova auf dem Berge, mitten aus dem
Feuer, mit euch geredet-
5 ich
stand zwischen Jehova und euch in selbiger Zeit, um euch das
Wort Jehovas zu verkünden; denn ihr fürchtetet euch vor dem
Feuer und stieget nicht auf den Berg indem er sprach:
6 Ich
bin Jehova, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem
Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft.
7 Du
sollst keine anderen Götter haben neben mir.
8 Du
sollst dir kein geschnitztes Bild machen, irgend ein Gleichnis
dessen, was oben im Himmel, und was unten auf der Erde, und was
in den Wassern unter der Erde ist.
9 Du
sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen;
denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die
Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, ja, am
dritten und am vierten Gliede derer, die mich hassen;
10 und
der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen, die mich lieben
und meine Gebote beobachten.
11 Du
sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht zu Eitlem
aussprechen; denn Jehova wird den nicht für schuldlos halten,
der seinen Namen zu Eitlem ausspricht.
12
Beobachte den Sabbathtag, ihn zu heiligen, so wie Jehova, dein
Gott, dir geboten hat.
13
Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun;
14
aber der siebte Tag ist Sabbath dem Jehova, deinem Gott: Du
sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deine Tochter
und dein Knecht und deine Magd, und dein Rind und dein Esel und
all dein Vieh, und dein Fremdling, der in deinen Toren ist; auf
daß dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.
15 Und
gedenke, daß du ein Knecht gewesen bist im Lande Ägypten, und
daß Jehova, dein Gott, dich mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arme von dannen herausgeführt hat; darum hat
Jehova, dein Gott, dir geboten, den Sabbathtag zu feiern.
16
Ehre deinen Vater und deine Mutter, so wie Jehova, dein Gott,
dir geboten hat, auf daß deine Tage verlängert werden, und auf
daß es dir wohlgehe in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir
gibt.
17 Du
sollst nicht töten.
18 Und
du sollst nicht ehebrechen.
19 Und
du sollst nicht stehlen.
20 Und
du sollst kein falsches Zeugnis ablegen wider deinen Nächsten.
21 Und
du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib; und du sollst
dich nicht gelüsten lassen deines Nächsten Hauses, noch seines
Feldes, noch seines Knechtes, noch seiner Magd, noch seines
Rindes, noch seines Esels, noch alles dessen, was dein Nächster
hat.
22
Diese Worte hat Jehova auf dem Berge zu eurer ganzen Versammlung
geredet, mitten aus dem Feuer, dem Gewölk und dem Dunkel, mit
starker Stimme, und er fügte nichts hinzu. Und er schrieb sie
auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
23 Und
es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hörtet,
während der Berg im Feuer brannte, da nahtet ihr zu mir, alle
Häupter eurer Stämme und eure Ältesten, und sprachet:
24
Siehe, Jehova, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine
Größe sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem
Feuer gehört; an diesem Tage haben wir gesehen, daß Jehova mit
dem Menschen redet und er am Leben bleibt.
25 Und
nun, warum sollten wir sterben? Denn dieses große Feuer wird uns
verzehren. Wenn wir die Stimme Jehovas, unseres Gottes, noch
weiter hören, so werden wir sterben.
26
Denn wer ist von allem Fleische, der die Stimme des lebendigen
Gottes mitten aus dem Feuer hätte reden hören, wie wir, und wäre
am Leben geblieben?
27
Nahe du hinzu und höre alles, was Jehova, unser Gott, sagen
wird; und du, du sollst alles zu uns reden, was Jehova, unser
Gott, zu dir reden wird, und wir wollen hören und es tun.
28 Und
Jehova hörte die Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet; und
Jehova sprach zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses
Volkes gehört, welche sie zu dir geredet haben; es ist alles
gut, was sie geredet haben.
29
Möchte doch dieses ihr Herz ihnen bleiben, mich allezeit zu
fürchten und alle meine Gebote zu beobachten, auf daß es ihnen
und ihren Kindern wohlgehe ewiglich!
30
Gehe hin, sprich zu ihnen: Kehret in eure Zelte zurück!
31 Du
aber bleibe hier bei mir, und ich will zu dir reden alle die
Gebote und die Satzungen und die Rechte, welche du sie lehren
sollst, damit sie sie tun in dem Lande, das ich ihnen gebe, es
zu besitzen.
32 So
achtet denn darauf, zu tun, wie Jehova, euer Gott, euch geboten
hat; weichet nicht ab zur Rechten noch zur Linken.
33 Auf
dem ganzen Wege, den Jehova, euer Gott, euch geboten hat, sollt
ihr wandeln, auf daß ihr lebet und es euch wohlgehe, und ihr
eure Tage verlängert in dem Lande, das ihr besitzen werdet.
6,1
Und dies sind die Gebote, die Satzungen und die Rechte, welche
Jehova, euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie
tuet in dem Lande, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu
nehmen;
2 auf
daß du Jehova, deinen Gott, fürchtest alle Tage deines Lebens,
um zu beobachten alle seine Satzungen und seine Gebote, die ich
dir gebiete, du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, und auf
daß deine Tage sich verlängern.
3 So
höre denn, Israel, und achte darauf, sie zu tun, damit es dir
wohlgehe, und ihr euch sehr mehret, so wie Jehova, der Gott
deiner Väter, zu dir geredet hat, in einem Lande, das von Milch
und Honig fließt!
4 Höre
Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova!
5 Und
du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen
und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
6 Und
diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen auf deinem Herzen
sein.
7 Und
du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn
du in deinem Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege gehst, und
wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst.
8 Und
du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen
zu Stirnbändern sein zwischen deinen Augen;
9 und
du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore
schreiben.
10 Und
es soll geschehen, wenn Jehova, dein Gott, dich in das Land
bringt, das er deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob,
geschworen hat, dir zu geben: große und gute Städte, die du
nicht gebaut hast,
11 und
Häuser, voll von allem Gut, die du nicht gefüllt, und gehauene
Zisternen, die du nicht gehauen, Weinberge und Olivengärten, die
du nicht gepflanzt hast, und du essen und satt werden wirst:
12 so
hüte dich, daß du Jehovas nicht vergessest, der dich
herausgeführt hat aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der
Knechtschaft.
13
Jehova, deinen Gott, sollst du fürchten und ihm dienen, und bei
seinem Namen sollst du schwören.
14 Ihr
sollt nicht anderen Göttern nachgehen, von den Göttern der
Völker, die rings um euch her sind;
15
denn ein eifernder Gott ist Jehova, dein Gott, in deiner Mitte:
Damit nicht der Zorn Jehovas, deines Gottes, wider dich
entbrenne, und er dich vertilge vom Erdboden hinweg.
16 Ihr
sollt Jehova, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn zu Massa
versucht habt.
17 Ihr
sollt fleißig beobachten die Gebote Jehovas, eures Gottes, und
seine Zeugnisse und seine Satzungen, die er dir geboten hat.
18 Und
du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen Jehovas, auf
daß es dir wohlgehe und du hineinkommest und das gute Land in
Besitz nehmest, welches Jehova deinen Vätern zugeschworen hat,
19
indem er alle deine Feinde vor dir ausstößt, so wie Jehova
geredet hat.
20
Wenn dein Sohn dich künftig fragt und spricht: Was bedeuten die
Zeugnisse und die Satzungen und die Rechte, welche Jehova, unser
Gott, euch geboten hat?
21 so
sollst du deinem Sohne sagen: Wir waren Knechte des Pharao in
Ägypten, und Jehova hat uns mit starker Hand aus Ägypten
herausgeführt;
22 und
Jehova tat vor unseren Augen große und verderbenbringende
Zeichen und Wunder an Ägypten, an dem Pharao und an seinem
ganzen Hause;
23 und
uns führte er von dannen heraus, um uns herzubringen, uns das
Land zu geben, welches er unseren Vätern zugeschworen hat.
24 Und
Jehova hat uns geboten, alle diese Satzungen zu tun, Jehova,
unseren Gott, zu fürchten, uns zum Guten alle Tage, daß er uns
am Leben erhalte, wie es an diesem Tage ist.
25 Und
es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten,
dieses ganze Gebot vor Jehova, unserem Gott, zu tun, so wie er
uns geboten hat.
7,1
Wenn Jehova, dein Gott, dich in das Land bringt, wohin du
kommst, um es in Besitz zu nehmen, und viele Nationen vor dir
hinaustreibt: die Hethiter und die Girgasiter und die Amoriter
und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hewiter und die
Jebusiter, sieben Nationen, größer und stärker als du,
2 und
Jehova, dein Gott, sie vor dir dahingibt, und du sie schlägst,
so sollst du sie ganz und gar verbannen; du sollst keinen Bund
mit ihnen machen, noch Gnade gegen sie üben.
3 Und
du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern: Deine Tochter
sollst du nicht seinem Sohne geben, und seine Tochter sollst du
nicht für deinen Sohn nehmen;
4 denn
sie würden deine Söhne von mir abwendig machen, daß sie anderen
Göttern dienten; und der Zorn Jehovas würde wider euch
entbrennen, und er würde dich schnell vertilgen.
5
Sondern also sollt ihr ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr
niederreißen und ihre Bildsäulen zerbrechen und ihre Ascherim
umhauen und ihre geschnitzten Bilder mit Feuer verbrennen.
6 Denn
ein heiliges Volk bist du Jehova, deinem Gott: Dich hat Jehova,
dein Gott, erwählt, ihm zum Eigentumsvolke zu sein aus allen
Völkern, die auf dem Erdboden sind.
7
Nicht weil euer mehr wären als aller Völker, hat Jehova sich
euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste
unter allen Völkern;
8
sondern wegen Jehovas Liebe zu euch, und weil er den Eid hielt,
den er euren Vätern geschworen, hat Jehova euch mit starker Hand
herausgeführt und dich erlöst aus dem Hause der Knechtschaft,
aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
9 So
wisse denn, daß Jehova, dein Gott, Gott ist, der treue Gott, der
den Bund und die Güte auf tausend Geschlechter hin denen
bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote beobachten,
10 und
denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, sie zu vertilgen:
Nicht zögert er mit seinem Hasser, ins Angesicht vergilt er ihm!
11 So
sollst du das Gebot und die Satzungen und die Rechte beobachten,
die ich dir heute zu tun gebiete.
12 Und
es wird geschehen: Dafür daß ihr diesen Rechten gehorchet und
sie beobachtet und sie tut, wird Jehova, dein Gott, dir den Bund
und die Güte bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat;
13 und
er wird dich lieben und dich segnen und dich mehren: Er wird
segnen die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes,
dein Getreide und deinen Most und dein Öl, das Geworfene deiner
Rinder und die Zucht deines Kleinviehes, in dem Lande, das er
deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.
14
Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern; kein Unfruchtbarer und
keine Unfruchtbare wird unter dir sein, noch unter deinem Vieh.
15 Und
Jehova wird jede Krankheit von dir abwenden; und keine der bösen
Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen, sondern
er wird sie auf alle deine Hasser bringen.
16 Und
du wirst alle Völker verzehren, die Jehova, dein Gott, dir geben
wird. Dein Auge soll ihrer nicht schonen, und du sollst ihren
Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Fallstrick sein.
17
Wenn du in deinem Herzen sprichst: Diese Nationen sind größer
als ich; wie vermöchte ich sie auszutreiben?
18
fürchte dich nicht vor ihnen; gedenke doch dessen, was Jehova,
dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan hat,
19 der
großen Versuchungen, die deine Augen gesehen, und der Zeichen
und der Wunder, und der starken Hand und des ausgestreckten
Armes, womit Jehova, dein Gott, dich herausgeführt hat. Also
wird Jehova, dein Gott, all den Völkern tun, vor denen du dich
fürchtest;
20 und
auch die Hornissen wird Jehova, dein Gott, gegen sie entsenden,
bis die Übriggebliebenen und die sich vor dir Verbergenden
umgekommen sind.
21
Erschrick nicht vor ihnen! Denn Jehova, dein Gott, ist in deiner
Mitte, ein großer und furchtbarer Gott.
22 Und
Jehova, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir
austreiben; du wirst sie nicht eilends vernichten können, damit
nicht das Wild des Feldes sich wider dich mehre.
23 Und
Jehova, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in große
Verwirrung versetzen, bis sie vertilgt sind.
24 Und
er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihre Namen
vernichten unter dem Himmel hinweg; kein Mensch wird vor dir
bestehen, bis du sie vertilgt hast.
25 Die
geschnitzten Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen;
du sollst nicht das Silber und das Gold an ihnen begehren und es
dir nehmen, daß du nicht dadurch verstrickt werdest; denn es ist
ein Greuel für Jehova, deinen Gott;
26 und
du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, so daß du ein Bann
werdest gleich ihm; du sollst es ganz und gar verabscheuen und
es gänzlich für einen Greuel halten, denn es ist ein Bann.
8,1
Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr
beobachten, es zu tun; auf daß ihr lebet und euch mehret und
hineinkommet und das Land in Besitz nehmet, welches Jehova euren
Vätern zugeschworen hat.
2 Und
du sollst gedenken des ganzen Weges, den Jehova, dein Gott, dich
hat wandern lassen diese vierzig Jahre in der Wüste, um dich zu
demütigen, um dich zu versuchen, um zu erkennen, was in deinem
Herzen ist, ob du seine Gebote beobachten würdest oder nicht.
3 Und
er demütigte dich und ließ dich hungern; und er speiste dich mit
dem Man, das du nicht kanntest und das deine Väter nicht
kannten, um dir kundzutun, daß der Mensch nicht von Brot allein
lebt, sondern daß der Mensch von allem lebt, was aus dem Munde
Jehovas hervorgeht.
4 Dein
Kleid ist nicht an dir zerfallen, und dein Fuß ist nicht
geschwollen diese vierzig Jahre.
5 So
erkenne in deinem Herzen, daß, wie ein Mann seinen Sohn
züchtigt, Jehova, dein Gott, dich züchtigt;
6 Und
beobachte die Gebote Jehovas, deines Gottes, um auf seinen Wegen
zu wandeln und ihn zu fürchten.
7 Denn
Jehova, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von
Wasserbächen, Quellen und Gewässern, die in der Niederung und im
Gebirge entspringen;
8 ein
Land von Weizen und Gerste und Weinstöcken und Feigenbäumen und
Granatbäumen;
9 ein
Land von ölreichen Olivenbäumen und Honig; ein Land in welchem
du nicht in Dürftigkeit Brot essen wirst, in welchem es dir an
nichts mangeln wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind, und aus
dessen Bergen du Erz hauen wirst.
10 Und
hast du gegessen und bist satt geworden, so sollst du Jehova,
deinen Gott, für das gute Land preisen, das er dir gegeben hat.
11
Hüte dich, daß du Jehovas, deines Gottes, nicht vergessest, so
daß du nicht beobachtest seine Gebote und seine Rechte und seine
Satzungen, die ich dir heute gebiete!
12
Damit nicht, wenn du issest und satt wirst, und schöne Häuser
baust und bewohnst,
13 und
dein Rind-und dein Kleinvieh sich mehrt, und Silber und Gold
sich dir mehren, und alles, was du hast, sich mehrt,
14
dein Herz sich erhebe, und du Jehovas, deines Gottes,
vergessest, der dich aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der
Knechtschaft, herausführte;
15 der
dich wandern ließ in der großen und schrecklichen Wüste, wo
feurige Schlangen und Skorpione sind, und Dürre, wo kein Wasser
ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte;
16 der
dich in der Wüste mit Man speiste, welches deine Väter nicht
kannten, um dich zu demütigen und um dich zu versuchen, damit er
dir wohltue an deinem Ende,
17 und
du in deinem Herzen sprechest: Meine Kraft und die Stärke meiner
Hand hat mir dieses Vermögen geschafft!
18
Sondern du sollst Jehovas, deines Gottes, gedenken, daß er es
ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen; auf daß er seinen
Bund aufrecht halte, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es
an diesem Tage ist.
19 Und
es wird geschehen, wenn du irgend Jehovas, deines Gottes,
vergissest und anderen Göttern nachgehst und ihnen dienst und
dich vor ihnen niederbeugst, ich zeuge heute gegen euch, daß ihr
gewißlich umkommen werdet;
20 wie
die Nationen, welche Jehova vor euch vernichtet hat, also werdet
ihr umkommen, dafür daß ihr auf die Stimme Jehovas, eures
Gottes, nicht höret.
9,1
Höre, Israel! Du gehst heute über den Jordan, um hineinzukommen,
Nationen in Besitz zu nehmen, größer und stärker als du, Städte,
groß und befestigt bis an den Himmel,
2 ein
großes und hohes Volk, die Söhne der Enakim, die du ja kennst,
und von denen du ja gehört hast: Wer kann vor den Kindern Enaks
bestehen?
3 So
wisse heute, daß Jehova, dein Gott, es ist, der vor dir her
hinübergeht, ein verzehrendes Feuer; er wird sie vertilgen, und
er wird sie vor dir beugen; und du wirst sie austreiben und sie
schnell vernichten, so wie Jehova zu dir geredet hat.
4
Sprich nicht in deinem Herzen, wenn Jehova, dein Gott, sie vor
dir ausstößt: Um meiner Gerechtigkeit willen hat Jehova mich
hierher gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen denn um der
Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt Jehova sie vor dir
aus.
5
Nicht um deiner Gerechtigkeit und der Geradheit deines Herzens
willen kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen;
sondern um der Gesetzlosigkeit dieser Nationen willen treibt
Jehova, dein Gott, sie vor dir aus, und damit er das Wort
aufrecht halte, welches Jehova deinen Vätern, Abraham, Isaak und
Jakob, geschworen hat.
6 So
wisse denn, daß nicht um deiner Gerechtigkeit willen Jehova,
dein Gott, dir dieses gute Land gibt, es zu besitzen; denn ein
hartnäckiges Volk bist du.
7
Gedenke, vergiß nicht, wie du Jehova, deinen Gott, in der Wüste
erzürnt hast! Von dem Tage an, da du aus dem Lande Ägypten
herausgezogen bist, bis ihr an diesen Ort kamet, seid ihr
widerspenstig gegen Jehova gewesen.
8 Und
am Horeb erzürntet ihr Jehova; und Jehova ergrimmte über euch,
so daß er euch vertilgen wollte.
9 Als
ich auf den Berg stieg, um die steinernen Tafeln zu empfangen,
die Tafeln des Bundes, den Jehova mit euch gemacht hatte, da
blieb ich auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte Brot aß
ich nicht, und Wasser trank ich nicht-
10 und
Jehova gab mir die zwei steinernen Tafeln, beschrieben mit dem
Finger Gottes; und auf ihnen standen alle die Worte, welche
Jehova auf dem Berge mit euch geredet hatte, mitten aus dem
Feuer, am Tage der Versammlung.
11 Und
es geschah am Ende von vierzig Tagen und vierzig Nächten, da gab
mir Jehova die zwei steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes.
12 Und
Jehova sprach zu mir: Mache dich auf, steige eilends von hier
hinab! Denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast,
hat sich verderbt. Sie sind schnell von dem Wege abgewichen, den
ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild
gemacht.
13 Und
Jehova sprach zu mir und sagte: Ich habe dieses Volk gesehen,
und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk.
14 Laß
ab von mir, daß ich sie vertilge und ihren Namen unter dem
Himmel auslösche; und ich will dich zu einer Nation machen,
stärker und größer als sie.
15 Und
ich wandte mich und stieg von dem Berge herab (und der Berg
brannte mit Feuer), und die zwei Tafeln des Bundes waren auf
meinen beiden Händen.
16 Und
ich sah, und siehe, ihr hattet gegen Jehova, euren Gott,
gesündigt; ihr hattet euch ein gegossenes Kalb gemacht; ihr
waret schnell von dem Wege abgewichen, den Jehova euch geboten
hatte.
17 Und
ich faßte die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden
Händen und zerbrach sie vor euren Augen.
18 Und
ich warf mich vor Jehova nieder, wie zuerst, vierzig Tage und
vierzig Nächte Brot aß ich nicht, und Wasser trank ich nicht, um
all eurer Sünden willen, die ihr begangen hattet, indem ihr
tatet, was übel war in den Augen Jehovas, ihn zu reizen.
19
Denn mir war bange vor dem Zorn und dem Grimm, womit Jehova über
euch ergrimmt war, so daß er euch vertilgen wollte. Und Jehova
erhörte mich auch dieses Mal.
20
Auch über Aaron zürnte Jehova sehr, so daß er ihn vertilgen
wollte; und ich bat auch für Aaron in selbiger Zeit.
21 Und
ich nahm eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, und
verbrannte es mit Feuer, und ich zerstieß es, indem ich es wohl
zermalmte, bis es zu feinem Staube ward; und ich warf seinen
Staub in den Bach, der von dem Berge herabfließt.
22 Und
zu Tabhera und zu Massa und zu Kibroth-Hattaawa erzürntet ihr
Jehova.
23 Und
als Jehova euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Ziehet
hinauf und nehmet das Land in Besitz, das ich euch gegeben habe,
da waret ihr widerspenstig gegen den Befehl Jehovas, eures
Gottes, und ihr glaubtet ihm nicht und gehorchtet seiner Stimme
nicht.
24
Widerspenstige seid ihr gegen Jehova gewesen von dem Tage an, da
ich euch gekannt habe.
25 Und
ich warf mich vor Jehova nieder, die vierzig Tage und die
vierzig Nächte, die ich mich niederwarf; denn Jehova hatte
gesagt, daß er euch vertilgen wolle;
26 und
ich betete zu Jehova und sprach: Herr, Jehova! Verdirb nicht
dein Volk und dein Erbteil, das du durch deine Größe erlöst, das
du mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast.
27
Gedenke deiner Knechte, Abrahams, Isaaks und Jakobs; kehre dich
nicht an die Härtigkeit dieses Volkes und an seine
Gesetzlosigkeit und an seine Sünde,
28
damit das Land, aus welchem du uns herausgeführt hast, nicht
sage: Weil Jehova nicht imstande war, sie in das Land zu
bringen, wovon er zu ihnen geredet hatte, und weil er sie haßte,
hat er sie herausgeführt, um sie in der Wüste sterben zu lassen.
29 Sie
sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt hast
mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arme.
10,1
In selbiger Zeit sprach Jehova zu mir: Haue dir zwei steinerne
Tafeln aus, wie die ersten, und steige zu mir herauf auf den
Berg; und mache dir eine Lade von Holz;
2 und
ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, welche auf den
ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie
in die Lade legen.
3 Und
ich machte eine Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne
Tafeln aus, wie die ersten; und ich stieg auf den Berg, und die
zwei Tafeln waren in meiner Hand.
4 Und
er schrieb auf die Tafeln wie die erste Schrift, die zehn Worte,
welche Jehova auf dem Berge zu euch geredet hatte, mitten aus
dem Feuer am Tage der Versammlung; und Jehova gab sie mir.
5 Und
ich wandte mich und stieg von dem Berge herab. Und ich legte die
Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und sie sind
daselbst, wie Jehova mir geboten hat.
6 Und
die Kinder Israel brachen auf von Beeroth-Bne-Jaakan nach
Mosera. Daselbst starb Aaron, und er wurde daselbst begraben;
und Eleasar, sein Sohn, übte den Heilige (e-r)dienst aus an
seiner Statt.
7 Von
dannen brachen sie auf nach Gudgoda, und von Gudgoda nach
Jotbatha, einem Lande von Wasserbächen.
8 In
selbiger Zeit sonderte Jehova den Stamm Levi aus, um die Lade
des Bundes Jehovas zu tragen, vor Jehova zu stehen, um ihm zu
dienen und in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.
9
Darum ward dem Levi kein Teil noch Erbe mit seinen Brüdern;
Jehova ist sein Erbteil, so wie Jehova, dein Gott, zu ihm
geredet hat.
10 Ich
aber blieb auf dem Berge, wie die vorigen Tage, vierzig Tage und
vierzig Nächte, und Jehova erhörte mich auch dieses Mal; Jehova
wollte dich nicht verderben.
11 Und
Jehova sprach zu mir: Mache dich auf, gehe hin, um vor dem Volke
herzuziehen, damit sie hineinkommen und das Land in Besitz
nehmen, das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu geben.
12 Und
nun, Israel, was fordert Jehova, dein Gott, von dir, als nur,
Jehova, deinen Gott, zu fürchten, auf allen seinen Wegen zu
wandeln und ihn zu lieben, und Jehova, deinem Gott, zu dienen
mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele,
13
indem du die Gebote Jehovas und seine Satzungen, die ich dir
heute gebiete, beobachtest, dir zum Guten?
14
Siehe, Jehovas, deines Gottes, sind die Himmel und die Himmel
der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist.
15
Jedoch deinen Vätern hat Jehova sich zugeneigt, sie zu lieben;
und er hat euch, ihren Samen nach ihnen, aus allen Völkern
erwählt, wie es an diesem Tage ist.
16 So
beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren
Nacken nicht mehr!
17
Denn Jehova, euer Gott, er ist der Gott der Götter und der Herr
der Herren, der große, mächtige und furchtbare Gott, der keine
Person ansieht und kein Geschenk annimmt;
18 der
Recht schafft der Waise und der Witwe, und den Fremdling liebt,
so daß er ihm Brot und Kleider gibt.
19 Und
ihr sollt den Fremdling lieben; denn ihr seid Fremdlinge gewesen
im Lande Ägypten.
20
Jehova, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen
und ihm anhangen, und bei seinem Namen sollst du schwören.
21 Er
ist dein Ruhm, und er dein Gott, der jene großen und furchtbaren
Dinge an dir getan hat, die deine Augen gesehen haben.
22 Zu
siebzig Seelen zogen deine Väter nach Ägypten hinab; und nun hat
Jehova, dein Gott, dich gemacht wie die Sterne des Himmels an
Menge.
11,1
So sollst du denn Jehova, deinen Gott, lieben und seine
Vorschriften beobachten und seine Satzungen und seine Rechte und
seine Gebote alle Tage.
2 Und
erkennet heute, denn nicht mit euren Kindern rede ich, die es
nicht wissen und die es nicht gesehen haben, die Zucht Jehovas,
eures Gottes, seine Größe, seine starke Hand und seinen
ausgestreckten Arm,
3 und
seine Zeichen und seine Taten, die er in Ägypten getan hat, an
dem Pharao, dem Könige von Ägypten, und an seinem ganzen Lande;
4 und
was er getan hat an der Heeresmacht Ägyptens, an seinen Rossen
und seinen Wagen, über welche er die Wasser des Schilfmeeres
hinströmen ließ, als sie euch nachjagten; und Jehova hat sie
vernichtet bis auf diesen Tag;
5 und
was er euch in der Wüste getan hat, bis ihr an diesen Ort kamet;
6 und
was er an Dathan und Abiram getan hat, den Söhnen Eliabs, des
Sohnes Rubens: Wie die Erde ihren Mund auftat und sie inmitten
von ganz Israel verschlang samt ihren Familien und ihren Zelten
und allem Bestehenden, das in ihrem Gefolge war.
7 Denn
eure Augen haben all das große Werk Jehovas gesehen, das er
getan hat.
8 Und
so beobachtet das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, damit
ihr stark seiet und hineinkommet und das Land besitzet, wohin
ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu nehmen;
9 und
damit ihr eure Tage verlängert in dem Lande, das Jehova euren
Vätern geschworen hat, ihnen und ihrem Samen zu geben, ein Land,
das von Milch und Honig fließt.
10
Denn das Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist
nicht wie das Land Ägypten, von wo ihr ausgezogen seid, wo du
deine Saat sätest und mit deinem Fuße wässertest, wie einen
Krautgarten;
11
sondern das Land, wohin ihr hinüberziehet, um es in Besitz zu
nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern; vom Regen des
Himmels trinkt es Wasser;
12 ein
Land, auf welches Jehova, dein Gott, acht hat: Beständig sind
die Augen Jehovas, deines Gottes, darauf gerichtet, vom Anfang
des Jahres bis zum Ende des Jahres.
13 Und
es wird geschehen wenn ihr fleißig auf meine Gebote höret, die
ich euch heute gebiete, Jehova, euren Gott, zu lieben und ihm zu
dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele,
14 so
werde ich den Regen eures Landes geben zu seiner Zeit, den
Frühregen und den Spätregen, damit du dein Getreide und deinen
Most und dein Öl einsammelst;
15 und
ich werde deinem Vieh Kraut geben auf deinem Felde, und du wirst
essen und satt werden.
16
Hütet euch, daß euer Herz nicht verführt werde, und ihr
abweichet und anderen Göttern dienet und euch vor ihnen
niederbeuget,
17 und
der Zorn Jehovas wider euch entbrenne, und er den Himmel
verschließe, daß kein Regen sei und der Erdboden seinen Ertrag
nicht gebe und ihr bald aus dem guten Lande vertilgt werdet, das
Jehova euch gibt.
18 Und
ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf eure Seele
legen, und sie zum Zeichen auf eure Hand binden, und sie sollen
zu Stirnbändern zwischen euren Augen sein.
19 Und
lehret sie eure Kinder, indem ihr davon redet, wenn du in deinem
Hause sitzest, und wenn du auf dem Wege gehst, und wenn du dich
niederlegst, und wenn du aufstehst;
20 und
schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,
21 auf
daß eure Tage und die Tage eurer Kinder sich mehren in dem
Lande, welches Jehova euren Vätern geschworen hat, ihnen zu
geben, wie die Tage des Himmels über der Erde.
22
Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch zu tun gebiete,
fleißig beobachtet, Jehova, euren Gott, zu lieben, auf allen
seinen Wegen zu wandeln und ihm anzuhangen,
23 so
wird Jehova alle diese Nationen vor euch austreiben; und ihr
werdet Nationen in Besitz nehmen, größer und stärker als ihr.
24
Jeder Ort, auf welchen eure Fußsohle treten wird, wird euer
sein: Von der Wüste und dem Libanon und vom Strome, dem Strome
Phrat, bis an das hintere Meer wird eure Grenze sein.
25
Niemand wird vor euch bestehen; euren Schrecken und eure Furcht
wird Jehova, euer Gott, auf das ganze Land legen, auf welches
ihr treten werdet, so wie er zu euch geredet hat.
26
Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor:
27 Den
Segen, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, gehorchet,
die ich euch heute gebiete;
28 und
den Fluch, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht
gehorchet und von dem Wege abweichet, den ich euch heute
gebiete, um anderen Göttern nachzugehen, die ihr nicht kennet.
29 Und
es soll geschehen, wenn Jehova, dein Gott, dich in das Land
bringt, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du
den Segen erteilen auf dem Berge Gerisim und den Fluch auf dem
Berge Ebal.
30
Sind sie nicht jenseit des Jordan, hinter dem Wege gegen
Sonnenuntergang im Lande der Kanaaniter, die in der Ebene
wohnen, Gilgal gegenüber, bei den Terebinthen Mores?
31
Denn ihr gehet über den Jordan, um hineinzukommen, das Land in
Besitz zu nehmen, das Jehova, euer Gott, euch gibt; und ihr
werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.
32 Und
so achtet darauf, alle die Satzungen und die Rechte zu tun, die
ich euch heute vorlege.
12,1
Dies sind die Satzungen und die Rechte, welche ihr beobachten
sollt, sie zu tun in dem Lande, das Jehova, der Gott deiner
Väter, dir gegeben hat, es zu besitzen alle die Tage, die ihr
auf dem Erdboden lebet:
2 Ihr
sollt alle die Orte gänzlich zerstören, wo die Nationen, die ihr
austreiben werdet, ihren Göttern gedient haben: auf den hohen
Bergen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baume;
3 und
ihr sollt ihre Altäre niederreißen und ihre Bildsäulen
zerbrechen und ihre Ascherim mit Feuer verbrennen und die
geschnitzten Bilder ihrer Götter umhauen; und ihr sollt ihre
Namen aus selbigem Orte vertilgen.
4
Jehova, eurem Gott, sollt ihr nicht also tun;
5
sondern den Ort sollt ihr aufsuchen, welchen Jehova, euer Gott,
aus allen euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dahin zu
setzen, daß er dort wohne, und dahin sollst du kommen.
6 Und
ihr sollt dahin bringen eure Brandopfer und eure Schlachtopfer,
und eure Zehnten, und das Hebopfer eurer Hand, und eure Gelübde
und eure freiwilligen Gaben, und die Erstgeborenen eures
Rind-und eures Kleinviehes;
7 und
daselbst sollt ihr vor Jehova, eurem Gott, essen und euch
erfreuen, ihr und eure Häuser, an allem Geschäft eurer Hand,
worin Jehova, dein Gott, dich gesegnet hat.
8 Ihr
sollt nicht tun nach allem, was wir heute hier tun, ein jeder,
was irgend recht ist in seinen Augen;
9 denn
ihr seid bis jetzt noch nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil
gekommen, das Jehova, dein Gott, dir gibt.
10
Seid ihr aber über den Jordan gezogen und wohnet ihr in dem
Lande, das Jehova, euer Gott, euch erben läßt, und er schafft
euch Ruhe vor allen euren Feinden ringsum, und ihr wohnet
sicher,
11 so
soll es geschehen: Der Ort, welchen Jehova, euer Gott, erwählen
wird, seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, dahin sollt ihr
alles bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure
Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand, und
alle Auswahl eurer Gelübde, die ihr Jehova geloben werdet.
12 Und
ihr sollt euch freuen vor Jehova, eurem Gott, ihr und eure Söhne
und eure Töchter und eure Knechte und eure Mägde, und der Levit,
der in euren Toren ist, denn er hat kein Teil noch Erbe mit
euch.
13
Hüte dich, daß du nicht deine Brandopfer an jedem Orte opferst,
den du siehst!
14
Sondern an dem Orte, welchen Jehova in einem deiner Stämme
erwählen wird, daselbst sollst du deine Brandopfer opfern und
daselbst alles tun, was ich dir gebiete.
15
Doch magst du nach allem Begehr deiner Seele schlachten und
Fleisch essen in allen deinen Toren, nach dem Segen Jehovas,
deines Gottes, den er dir gegeben hat: Der Unreine und der Reine
mögen es essen, wie die Gazelle und wie den Hirsch.
16 Nur
das Blut sollt ihr nicht essen, ihr sollt es auf die Erde gießen
wie Wasser.
17 Du
darfst in deinen Toren nicht essen den Zehnten deines Getreides
und deines Mostes und deines Öles, noch die Erstgeborenen deines
Rind-und deines Kleinviehes, noch alle deine Gelübde, die du
tust, noch deine freiwilligen Gaben, noch das Hebopfer deiner
Hand;
18
sondern vor Jehova, deinem Gott, an dem Orte, welchen Jehova,
dein Gott, erwählen wird, sollst du es essen, du und dein Sohn
und deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der
Levit, der in deinen Toren ist; und du sollst dich vor Jehova,
deinem Gott, erfreuen an allem Geschäft deiner Hand.
19
Hüte dich, daß du den Leviten nicht verlässest, alle deine Tage
in deinem Lande.
20
Wenn Jehova, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, so wie er zu
dir geredet hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen, weil
deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du Fleisch essen
nach allem Begehr deiner Seele.
21
Wenn der Ort, den Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen
Namen dahin zu setzen, fern von dir ist, so magst du schlachten
von deinem Rindund von deinem Kleinvieh, das Jehova dir gegeben
hat, so wie ich dir geboten habe, und in deinen Toren essen nach
allem Begehr deiner Seele;
22
gerade so wie die Gazelle und der Hirsch gegessen werden, also
magst du es essen: Der Unreine und der Reine mögen es
gleicherweise essen.
23 Nur
halte daran fest, kein Blut zu essen, denn das Blut ist die
Seele; und du sollst nicht die Seele mit dem Fleische essen;
24 du
sollst es nicht essen, du sollst es auf die Erde gießen wie
Wasser;
25 du
sollst es nicht essen, auf daß es dir und deinen Kindern nach
dir wohlgehe, weil du tust, was recht ist in den Augen Jehovas.
26
Jedoch deine heiligen Dinge, die du haben wirst, und deine
Gelübde sollst du nehmen und an den Ort kommen, den Jehova
erwählen wird;
27 und
deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, sollst du auf dem
Altar Jehovas, deines Gottes, opfern; und das Blut deiner
Schlachtopfer soll an den Altar Jehovas, deines Gottes, gegossen
werden, und das Fleisch magst du essen.
28
Habe acht und höre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete,
auf daß es dir und deinen Kindern nach dir wohlgehe ewiglich,
weil du tust, was gut und recht ist in den Augen Jehovas, deines
Gottes.
29
Wenn Jehova, dein Gott, die Nationen vor dir ausrottet, zu
welchen du kommst, um sie auszutreiben, und du treibst sie aus
und wohnst in ihrem Lande,
30 so
hüte dich, daß du nicht verstrickt werdest ihnen nach, nachdem
sie vor dir vertilgt sind, und daß du nicht fragest nach ihren
Göttern und sprechest: Wie dienten diese Nationen ihren Göttern?
So will auch ich ebenso tun.
31
Jehova, deinem Gott, sollst du nicht also tun; denn alles, was
für Jehova ein Greuel ist, den er haßt, haben sie ihren Göttern
getan; denn sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie ihren
Göttern mit Feuer verbrannt.
32 Das
ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es
zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun.
13,1
Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht, oder einer, der
Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder;
2 und
das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von welchem er zu dir
geredet hat, indem er sprach: Laß uns anderen Göttern nachgehen
(die du nicht gekannt hast) und ihnen dienen!
3 so
sollst du nicht hören auf die Worte dieses Propheten oder auf
den, der die Träume hat; denn Jehova, euer Gott, versucht euch,
um zu erkennen, ob ihr Jehova, euren Gott, liebet mit eurem
ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.
4
Jehova, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn fürchten; und
ihr sollt seine Gebote beobachten und seiner Stimme gehorchen
und ihm dienen und ihm anhangen.
5 Und
jener Prophet oder jener, der die Träume hat, soll getötet
werden; denn er hat Abfall geredet wider Jehova, euren Gott, der
euch aus dem Lande Ägypten herausgeführt und dich erlöst hat aus
dem Hause der Knechtschaft, um dich abzuleiten von dem Wege, auf
welchem zu wandeln Jehova, dein Gott, dir geboten hat. Und du
sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
6 Wenn
dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn, oder deine
Tochter, oder das Weib deines Busens, oder dein Freund, der dir
wie deine Seele ist, dich heimlich anreizt und spricht: Laß uns
gehen und anderen Göttern dienen (die du nicht gekannt hast, du
noch deine Väter,
7 von
den Göttern der Völker, die rings um euch her sind, nahe bei dir
oder fern von dir, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende
der Erde),
8 so
sollst du ihm nicht zu Willen sein und nicht auf ihn hören; und
dein Auge soll seiner nicht schonen, und du sollst dich seiner
nicht erbarmen noch ihn verbergen;
9
sondern du sollst ihn gewißlich töten. Deine Hand soll zuerst an
ihm sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volkes;
10 und
du sollst ihn steinigen, daß er sterbe. Denn er hat gesucht,
dich abzuleiten von Jehova, deinem Gott, der dich herausgeführt
hat aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft.
11 Und
ganz Israel soll es hören und sich fürchten, damit man nicht
mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte begehe.
12
Wenn du von einer deiner Städte, die Jehova, dein Gott, dir
gibt, um daselbst zu wohnen, sagen hörst:
13 Es
sind Männer, Söhne Belials, aus deiner Mitte ausgegangen und
haben die Bewohner ihrer Stadt verleitet und gesprochen: Laßt
uns gehen und anderen Göttern dienen (die ihr nicht gekannt
habt),
14 so
sollst du genau untersuchen und nachforschen und fragen; und
siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist dieser Greuel
in deiner Mitte verübt worden,
15 so
sollst du die Bewohner jener Stadt gewißlich schlagen mit der
Schärfe des Schwertes; du sollst sie verbannen und alles, was in
ihr ist, und ihr Vieh, mit der Schärfe des Schwertes.
16 Und
alle ihre Beute sollst du mitten auf ihren Platz zusammentragen
und die Stadt und alle ihre Beute Jehova, deinem Gott, gänzlich
mit Feuer verbrennen; und sie soll ein Schutthaufen sein
ewiglich, sie soll nicht wieder aufgebaut werden.
17 Und
nicht soll irgend etwas von dem Verbannten an deiner Hand
haften, auf daß Jehova sich von der Glut seines Zornes wende und
dir Erbarmung gebe und sich deiner erbarme und dich mehre, so
wie er deinen Vätern geschworen hat,
18
wenn du der Stimme Jehovas, deines Gottes, gehorchst, alle seine
Gebote zu beobachten, die ich dir heute gebiete, daß du tust,
was recht ist in den Augen Jehovas, deines Gottes.
14,1
Ihr seid Kinder Jehovas, eures Gottes; ihr sollt euch nicht
wegen eines Toten Einschnitte machen und euch nicht kahl scheren
zwischen euren Augen.
2 Denn
ein heiliges Volk bist du Jehova, deinem Gott; und dich hat
Jehova erwählt, ihm ein Eigentumsvolk zu sein, aus allen
Völkern, die auf dem Erdboden sind.
3 Du
sollst keinen Greuel essen.
4 Dies
sind die Tiere, die ihr essen sollt:
5
Rind, Schaf und Ziege, Hirsch und Gazelle und Damhirsch und
Steinbock und Antilope und Bergziege und Wildschaf.
6 Und
jedes Tier, das gespaltene Hufe hat, und zwar ganz
durchgespaltene Hufe, und das wiederkäut unter den Tieren, das
sollt ihr essen.
7 Nur
diese sollt ihr nicht essen von den wiederkäuenden und von
denen, die mit gespaltenen Hufen versehen sind: Das Kamel und
den Hasen und den Klippendachs; denn sie wiederkäuen, aber sie
haben keine gespaltene Hufe: Unrein sollen sie euch sein;
8 und
das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, aber es wiederkäut
nicht: Unrein soll es euch sein. Von ihrem Fleische sollt ihr
nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren.
9
Dieses sollt ihr essen von allem, was in den Wassern ist: Alles,
was Floßfedern und Schuppen hat, sollt ihr essen;
10
aber alles, was keine Floßfedern und Schuppen hat, sollt ihr
nicht essen: Unrein soll es euch sein.
11
Alle reinen Vögel sollt ihr essen.
12
Aber diese sind es, die ihr von ihnen nicht essen sollt: Der
Adler und der Beinbrecher und der Seeadler,
13 und
der Falke und die Weihe, und der Geier nach seiner Art,
14 und
alle Raben nach ihrer Art,
15 und
die Straußhenne und der Straußhahn und die Seemöve, und der
Habicht nach seiner Art,
16 die
Eule und die Rohrdommel und das Purpurhuhn,
17 und
der Pelikan und der Aasgeier und der Sturzpelikan,
18 und
der Storch, und der Fischreiher nach seiner Art, und der
Wiedehopf und die Fledermaus.
19 Und
alles geflügelte Gewürm soll euch unrein sein; es soll nicht
gegessen werden.
20
Alles reine Gevögel sollt ihr essen.
21 Ihr
sollt kein Aas essen; dem Fremdling, der in deinen Toren ist,
magst du es geben, daß er es esse, oder verkaufe es einem
Fremden; denn ein heiliges Volk bist du Jehova, deinem Gott. Du
sollst ein Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.
22 Du
sollst treulich verzehnten allen Ertrag deiner Saat, die aus dem
Felde erwächst, Jahr für Jahr.
23 Und
du sollst essen vor Jehova, deinem Gott, an dem Orte, den er
erwählen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, den
Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Öles, und die
Erstgeborenen deines Rind-und deines Kleinviehes, auf daß du
Jehova, deinen Gott, fürchten lernest alle Tage.
24 Und
wenn der Weg zu weit für dich ist, daß du es nicht hinbringen
kannst, weil der Ort fern von dir ist, den Jehova, dein Gott,
erwählen wird, um seinen Namen dahin zu setzen, wenn Jehova,
dein Gott, dich segnet:
25 so
sollst du es um Geld geben; und binde das Geld in deine Hand
zusammen, und gehe an den Ort, den Jehova, dein Gott, erwählen
wird.
26 Und
gib das Geld für alles, was deine Seele begehrt, für Rinder und
für Kleinvieh und für Wein und für starkes Getränk, und für
alles, was deine Seele wünscht; und iß daselbst vor Jehova,
deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus.
27 Und
den Leviten, der in deinen Toren ist, den sollst du nicht
verlassen; denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir.
28 Am
Ende von drei Jahren sollst du allen Zehnten deines Ertrages in
jenem Jahre aussondern und ihn in deinen Toren niederlegen;
29 und
der Levit, denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir und der
Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind,
sollen kommen und essen und sich sättigen; auf daß Jehova, dein
Gott, dich segne in allem Werke deiner Hand, das du tust.
15,1
Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Erlaß halten. Und dies
ist die Sache mit dem Erlasse:
2
Jeder Schuldherr soll erlassen das Darlehn seiner Hand, das er
seinem Nächsten geliehen hat; er soll seinen Nächsten und seinen
Bruder nicht drängen; denn man hat einen Erlaß dem Jehova
ausgerufen.
3 Den
Fremden magst du drängen; was du aber bei deinem Bruder hast,
soll deine Hand erlassen;
4 es
sei denn, daß kein Armer unter dir ist. Denn Jehova wird dich
reichlich segnen in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir
als Erbteil gibt, es zu besitzen,
5 wenn
du nur der Stimme Jehovas, deines Gottes, fleißig gehorchst,
darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute
gebiete.
6 Denn
Jehova, dein Gott, wird dich segnen, wie er zu dir geredet hat;
und du wirst vielen Nationen auf Pfand leihen, du aber wirst
nichts auf Pfand entlehnen; und du wirst über viele Nationen
herrschen, über dich aber werden sie nicht herrschen.
7 Wenn
ein Armer unter dir sein wird, irgend einer deiner Brüder, in
einem deiner Tore in deinem Lande, das Jehova, dein Gott, dir
gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand vor
deinem Bruder, dem Armen, nicht verschließen;
8
sondern du sollst ihm deine Hand weit auftun und ihm willig auf
Pfand leihen, was hinreicht für den Mangel, den er hat.
9 Hüte
dich, daß nicht in deinem Herzen ein Belialswort sei, daß du
sprechest: Es naht das siebte Jahr, das Erlaßjahr! und daß dein
Auge böse sei gegen deinen Bruder, den Armen, und du ihm nichts
gebest, und er über dich zu Jehova schreie, und Sünde an dir
sei!
10
Willig sollst du ihm geben, und dein Herz soll nicht ärgerlich
sein, wenn du ihm gibst; denn um dieser Sache willen wird
Jehova, dein Gott, dich segnen in all deinem Werke und in allem
Geschäft deiner Hand.
11
Denn der Arme wird nicht aufhören inmitten des Landes; darum
gebiete ich dir und spreche: Du sollst deinem Bruder, deinem
Dürftigen und deinem Armen in deinem Lande, deine Hand weit
auftun.
12
Wenn dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, sich dir
verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; und im siebten
Jahre sollst du ihn frei von dir entlassen.
13 Und
wenn du ihn frei von dir entlässest, so sollst du ihn nicht leer
entlassen:
14 Du
sollst ihm reichlich aufladen von deinem Kleinvieh und von
deiner Tenne und von deiner Kelter; von dem, womit Jehova, dein
Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben.
15 Und
du sollst gedenken, daß du ein Knecht gewesen bist im Lande
Ägypten, und daß Jehova, dein Gott, dich erlöst hat; darum
gebiete ich dir heute diese Sache.
16 Und
es soll geschehen, wenn er zu dir spricht: Ich will nicht von
dir weggehen, weil er dich und dein Haus liebt, weil ihm wohl
bei dir ist-
17 so
sollst du eine Pfrieme nehmen und sie durch sein Ohr in die Tür
stechen, und er wird dein Knecht sein für immer; und auch deiner
Magd sollst du also tun.
18 Es
soll nicht schwer sein in deinen Augen, wenn du ihn frei von dir
entlässest; denn was an Wert das Doppelte des Lohnes eines
Tagelöhners ausmacht, hat er dir sechs Jahre lang gedient; und
Jehova, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.
19
Alles männliche Erstgeborene, das unter deinen Rindern unter
deinem Kleinvieh geboren wird, sollst du Jehova, deinem Gott,
heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines Rindes nicht
arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deines Kleinviehes
nicht scheren:
20 Vor
Jehova, deinem Gott, sollst du es essen, Jahr für Jahr, du und
dein Haus, an dem Orte, den Jehova erwählen wird.
21
Wenn aber ein Gebrechen an ihm ist, daß es lahm oder blind ist,
irgend ein schlimmes Gebrechen, so sollst du es Jehova, deinem
Gott, nicht opfern.
22 In
deinen Toren magst du es essen, der Unreine und der Reine
gleicherweise, wie die Gazelle und wie den Hirsch.
23 Nur
sein Blut sollst du nicht essen; du sollst es auf die Erde
gießen wie Wasser.
16,1
Beobachte den Monat Abib und feiere das Passah Jehova, deinem
Gott; denn im Monat Abib hat Jehova, dein Gott, dich des Nachts
aus Ägypten herausgeführt.
2 Und
du sollst Jehova, deinem Gott, das Passah schlachten, Klein-und
Rindvieh, an dem Orte, den Jehova erwählen wird, um seinen Namen
daselbst wohnen zu lassen.
3 Du
sollst kein Gesäuertes dazu essen; sieben Tage sollst du
Ungesäuertes dazu essen, Brot des Elendes, denn in Eile bist du
aus dem Lande Ägypten herausgezogen, auf daß du gedenkest des
Tages deines Auszugs aus dem Lande Ägypten alle Tage deines
Lebens.
4 Und
sieben Tage soll kein Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem
ganzen Gebiet; und von dem Fleische, das du am Abend
schlachtest, am ersten Tage, soll nichts über Nacht bleiben bis
an den Morgen.
5 Du
kannst das Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die
Jehova, dein Gott, dir gibt;
6
sondern an dem Orte, den Jehova, dein Gott, erwählen wird, um
seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, dort sollst du das
Passah schlachten, am Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit
deines Auszuges aus Ägypten;
7 und
du sollst es braten und essen an dem Orte, den Jehova, dein
Gott, erwählen wird. Und am Morgen sollst du dich wenden und
nach deinen Zelten gehen.
8
Sechs Tage sollst du Ungesäuertes essen; und am siebten Tage ist
eine Festversammlung Jehova, deinem Gott; du sollst kein Werk
tun.
9
Sieben Wochen sollst du dir zählen; von da an, wo man beginnt,
die Sichel an die Saat zu legen, sollst du anfangen, sieben
Wochen zu zählen.
10 Und
du sollst das Fest der Wochen Jehova, deinem Gott, feiern, je
nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben magst, so
wie Jehova, dein Gott, dich segnen wird;
11 und
du sollst dich vor Jehova, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn
und deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der
Levit, der in deinen Toren ist, und der Fremdling und die Waise
und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an dem Orte, den
Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen daselbst
wohnen zu lassen.
12 Und
du sollst gedenken, daß du ein Knecht in Ägypten gewesen bist,
und sollst diese Satzungen beobachten und tun.
13 Das
Fest der Laubhütten sollst du dir sieben Tage feiern, wenn du
den Ertrag von deiner Tenne und von deiner Kelter einsammelst;
14 und
du sollst dich an deinem Feste freuen, du und dein Sohn und
deine Tochter, und dein Knecht und deine Magd, und der Levit und
der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren
sind.
15
Sieben Tage sollst du Jehova, deinem Gott, das Fest feiern an
dem Orte, den Jehova erwählen wird; denn Jehova, dein Gott, wird
dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Werke deiner
Hände, und du sollst nur fröhlich sein.
16
Dreimal im Jahre sollen alle deine Männlichen vor Jehova, deinem
Gott, erscheinen an dem Orte, den er erwählen wird: Am Feste der
ungesäuerten Brote und am Feste der Wochen und am Feste der
Laubhütten; und man soll nicht leer vor Jehova erscheinen:
17 Ein
jeder nach dem, was seine Hand geben kann, nach dem Segen
Jehovas, deines Gottes, den er dir gegeben hat.
18
Richter und Vorsteher sollst du dir einsetzen, nach deinen
Stämmen, in allen deinen Toren, die Jehova, dein Gott, dir gibt,
damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.
19 Du
sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht
ansehen und kein Geschenk nehmen, denn das Geschenk blendet die
Augen der Weisen und verkehrt die Worte der Gerechten.
20 Der
Gerechtigkeit, der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, auf daß du
lebest und das Land besitzest, welches Jehova, dein Gott, dir
gibt.
21 Du
sollst dir keine Aschera pflanzen, irgend ein Holz neben dem
Altar Jehovas, deines Gottes, den du dir machen wirst.
22 Und
du sollst dir keine Bildsäule aufrichten, die Jehova, dein Gott,
haßt.
17,1
Du sollst Jehova, deinem Gott, kein Rind-oder Kleinvieh opfern,
an welchem ein Gebrechen ist, irgend etwas Schlimmes; denn es
ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott.
2 Wenn
in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die Jehova, dein Gott,
dir gibt, ein Mann oder ein Weib gefunden wird, welche das tun,
was böse ist in den Augen Jehovas, deines Gottes, indem sie
seinen Bund übertreten,
3 so
daß sie hingehen und anderen Göttern dienen und sich vor ihnen
oder vor der Sonne oder vor dem Monde oder vor dem ganzen Heere
des Himmels niederbeugen, was ich nicht geboten habe,
4 und
es wird dir berichtet, und du hörst es, so sollst du genau
nachforschen; und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest,
ist dieser Greuel in Israel verübt worden,
5 so
sollst du jenen Mann oder jenes Weib, die diese böse Sache getan
haben, zu deinen Toren hinausführen, den Mann oder das Weib, und
sollst sie steinigen, daß sie sterben.
6 Auf
die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen soll getötet
werden, wer sterben soll; er soll nicht auf die Aussage eines
einzelnen Zeugen getötet werden.
7 Die
Hand der Zeugen soll zuerst an ihm sein, ihn zu töten, und
danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das Böse aus
deiner Mitte hinwegschaffen.
8 Wenn
dir eine Sache zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtssache und
Rechtssache, und zwischen Verletzung und Verletzung, zu
schwierig ist zum Urteil, irgendwelche Streitsachen in deinen
Toren, so sollst du dich aufmachen und an den Ort hinaufziehen,
den Jehova, dein Gott, erwählen wird.
9 Und
du sollst zu den Heilige (e-r)n, den Leviten, kommen und zu dem
Richter, der in jenen Tagen sein wird, und dich erkundigen; und
sie werden dir den Rechtsspruch verkünden.
10 Und
du sollst dem Spruche gemäß tun, welchen sie dir verkünden
werden von jenem Orte aus, den Jehova erwählen wird, und sollst
darauf achten, zu tun nach allem, was sie dich lehren werden.
11 Dem
Gesetze gemäß, das sie dich lehren, und nach dem Rechte, das sie
dir sagen werden, sollst du tun; von dem Spruche, den sie dir
verkünden werden, sollst du weder zur Rechten noch zur Linken
abweichen.
12 Der
Mann aber, der mit Vermessenheit handeln würde, daß er auf den
Heilige (e-r), der dasteht, um den Dienst Jehovas, deines
Gottes, daselbst zu verrichten, oder auf den Richter nicht
hörte: Selbiger Mann soll sterben. Und du sollst das Böse aus
Israel hinwegschaffen.
13 Und
das ganze Volk soll es hören und sich fürchten, und nicht mehr
vermessen sein.
14
Wenn du in das Land kommst, das Jehova, dein Gott, dir gibt, und
es besitzest und darin wohnst und sagst: Ich will einen König
über mich setzen, gleich allen Nationen, die rings um mich her
sind:
15 so
sollst du nur den König über dich setzen, den Jehova, dein Gott,
erwählen wird; aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König
über dich setzen; du sollst nicht einen fremden Mann über dich
setzen, der nicht dein Bruder ist.
16 Nur
soll er sich die Rosse nicht mehren und soll das Volk nicht nach
Ägypten zurückführen, um sich die Rosse zu mehren; denn Jehova
hat euch gesagt: Ihr sollt fortan nicht wieder dieses Weges
zurückkehren.
17 Und
er soll sich die Weiber nicht mehren, daß sein Herz nicht
abwendig werde; und Silber und Gold soll er sich nicht sehr
mehren.
18 Und
es soll geschehen, wenn er auf dem Throne seines Königtums
sitzt, so soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein
Buch schreiben, aus dem, was vor den Heilige (e-r)n, den
Leviten, liegt.
19 Und
es soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin
lesen, auf daß er Jehova, seinen Gott, fürchten lerne, um zu
beobachten alle Worte dieses Gesetzes und diese Satzungen, sie
zu tun;
20
damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebe und damit er
von dem Gebote weder zur Rechten noch zur Linken abweiche, auf
daß er die Tage in seinem Königtum verlängere, er und seine
Söhne, in der Mitte Israels.
18,1
Die Heilige (e-r), die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen
kein Teil noch Erbe mit Israel haben; die Feueropfer Jehovas und
sein Erbteil sollen sie essen.
2 Aber
er soll kein Erbteil haben inmitten seiner Brüder; Jehova ist
sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat.
3 Und
dies soll das Recht der Heilige (e-r) sein von seiten des
Volkes, von seiten derer, die ein Schlachtopfer opfern, es sei
Rind-oder Kleinvieh: Man soll dem Heilige (e-r) die Schulter
geben und die Kinnbacken und den rauhen Magen.
4 Die
Erstlinge deines Getreides, deines Mostes und deines Öles, und
die Erstlinge von der Schur deiner Schafe sollst du ihm geben;
5 denn
ihn hat Jehova, dein Gott, erwählt aus allen deinen Stämmen,
damit er dastehe, um den Dienst im Namen Jehovas zu verrichten,
er und seine Söhne, alle Tage.
6 Und
wenn der Levit kommen wird aus einem deiner Tore, aus ganz
Israel, wo er sich aufhält, und er kommt nach aller Lust seiner
Seele an den Ort, den Jehova erwählen wird,
7 und
verrichtet den Dienst im Namen Jehovas, seines Gottes, wie alle
seine Brüder, die Leviten, die daselbst vor Jehova stehen:
8 so
sollen sie zu gleichen Teilen essen, außer dem was er von seinem
väterlichen Eigentum verkauft hat.
9 Wenn
du in das Land kommst, das Jehova, dein Gott, dir gibt, so
sollst du nicht lernen, nach den Greueln dieser Nationen zu tun.
10 Es
soll keiner unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder
seine Tochter durchs Feuer gehen läßt, keiner, der Wahrsagerei
treibt, kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier,
11
oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder der
die Toten befragt.
12
Denn ein Greuel für Jehova ist ein jeder, der diese Dinge tut;
und um dieser Greuel willen treibt Jehova, dein Gott, sie vor
dir aus.
13 Du
sollst vollkommen sein gegen Jehova, deinen Gott.
14
Denn diese Nationen, die du austreiben wirst, hören auf Zauberer
und auf Wahrsager; du aber, nicht also hat Jehova, dein Gott,
dir gestattet.
15
Einen Propheten aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, gleich
mir, wird Jehova, dein Gott, dir erwecken; auf ihn sollt ihr
hören;
16
nach allem, was du von Jehova, deinem Gott, am Horeb begehrt
hast am Tage der Versammlung, indem du sprachest: ich möchte
nicht weiter die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und
dieses große Feuer möchte ich nicht mehr sehen, daß ich nicht
sterbe!
17 Und
Jehova sprach zu mir: Gut ist, was sie geredet haben.
18
Einen Propheten, gleich dir, will ich ihnen aus der Mitte ihrer
Brüder erwecken; und ich will meine Worte in seinen Mund legen,
und er wird zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.
19 Und
es wird geschehen, der Mann, der nicht hört auf meine Worte, die
er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich es fordern.
20
Doch der Prophet, der sich vermessen wird, in meinem Namen ein
Wort zu reden, das ich ihm nicht geboten habe zu reden, oder der
im Namen anderer Götter reden wird: Selbiger Prophet soll
sterben.
21 Und
wenn du in deinem Herzen sprichst: Wie sollen wir das Wort
erkennen, das Jehova nicht geredet hat?
22
Wenn der Prophet im Namen Jehovas redet, und das Wort geschieht
nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, welches Jehova
nicht geredet hat; mit Vermessenheit hat der Prophet es geredet;
du sollst dich nicht vor ihm fürchten.
19,1
Wenn Jehova, dein Gott, die Nationen ausrotten wird, deren Land
Jehova, dein Gott, dir gibt, und du sie austreibst und in ihren
Städten und in ihren Häusern wohnst:
2 so
sollst du dir drei Städte aussondern inmitten deines Landes, das
Jehova, dein Gott, dir gibt, es zu besitzen.
3 Du
sollst dir den Weg dahin zurichten, und das Gebiet deines
Landes, das Jehova, dein Gott, dir als Erbteil geben wird, in
drei Teile teilen; und das soll geschehen, damit jeder
Totschläger dahin fliehe.
4 Und
dies ist die Sache mit dem Totschläger, der dahin fliehen soll,
damit er am Leben bleibe: Wer seinen Nächsten unabsichtlich
erschlägt, und er haßte ihn vordem nicht,
5 wie
etwa wenn jemand mit seinem Nächsten in den Wald geht, um Holz
zu hauen, und seine Hand holt aus mit der Axt, um das Holz
abzuhauen, und das Eisen fährt vom Stiele und trifft seinen
Nächsten, daß er stirbt: Der soll in eine dieser Städte fliehen,
damit er am Leben bleibe;
6 auf
daß nicht der Bluträcher, weil sein Herz entbrannt ist, dem
Totschläger nachsetze und ihn erreiche, weil der Weg lang ist,
und ihn totschlage, obwohl ihm kein Todesurteil gebührt, da er
ihn vordem nicht haßte.
7
Darum gebiete ich dir und sage: Drei Städte sollst du dir
aussondern.
8 Und
wenn Jehova, dein Gott, deine Grenzen erweitert, so wie er
deinen Vätern geschworen hat, und dir das ganze Land gibt,
welches er deinen Vätern zu geben verheißen hat
9
(wenn du darauf achtest, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir
heute gebiete, indem du Jehova, deinen Gott, liebst und auf
seinen Wegen wandelst alle Tage), so sollst du dir zu diesen
dreien noch drei Städte hinzufügen;
10
damit nicht unschuldiges Blut vergossen werde inmitten deines
Landes, das Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und
Blutschuld auf dir sei.
11
Wenn aber ein Mann seinen Nächsten haßt, und ihm auflauert und
sich wider ihn erhebt und ihn totschlägt, so daß er stirbt, und
er flieht in eine dieser Städte:
12 so
sollen die Ältesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dannen
holen lassen und ihn in die Hand des Bluträchers liefern, daß er
sterbe.
13
Dein Auge soll seiner nicht schonen; und du sollst das
unschuldige Blut aus Israel hinwegschaffen, und es wird dir
wohlgehen.
14 Du
sollst nicht die Grenze deines Nächsten verrücken, welche die
Vorfahren in deinem Erbteil gesetzt haben, das du erben wirst in
dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir gibt, es zu besitzen.
15 Ein
einzelner Zeuge soll nicht wider jemand auftreten wegen irgend
einer Ungerechtigkeit und wegen irgend einer Sünde, bei irgend
einer Sünde, die er begeht; auf zweier Zeugen Aussage oder auf
dreier Zeugen Aussage soll eine Sache bestätigt werden.
16
Wenn ein ungerechter Zeuge wider jemand auftritt, um ein
Vergehen wider ihn zu bezeugen,
17 so
sollen die beiden Männer, die den Hader haben, vor Jehova
treten, vor die Heilige (e-r) und die Richter, die in jenen
Tagen sein werden.
18 Und
die Richter sollen wohl nachforschen; und siehe, ist der Zeuge
ein falscher Zeuge, hat er Falsches wider seinen Bruder bezeugt,
19 so
sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte; und du
sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen.
20 Und
die Übrigen sollen es hören und sich fürchten und fortan nicht
mehr eine solche Übeltat in deiner Mitte begehen.
21 Und
dein Auge soll nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn
um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß!
20,1
Wenn du wider deine Feinde zum Kriege ausziehst und siehst Roß
und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, so sollst du dich nicht
vor ihnen fürchten; denn Jehova, dein Gott, ist mit dir, der
dich aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat.
2 Und
es soll geschehen, wenn ihr zum Streite heranrücket, so soll der
Heilige (e-r) herzutreten und zu dem Volke reden
3 und
zu ihnen sprechen: Höre, Israel! Ihr rücket heute zum Streite
heran wider eure Feinde; euer Herz verzage nicht, fürchtet euch
nicht und ängstiget euch nicht und erschrecket nicht vor ihnen;
4 denn
Jehova, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um für euch zu
streiten mit euren Feinden, um euch zu retten.
5 Und
die Vorsteher sollen zu dem Volke reden und sprechen: Wer ist
der Mann, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht
hat? Er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit er nicht
in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann es einweihe.
6 Und
wer ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch
nicht benutzt hat? Er gehe und kehre nach seinem Hause zurück,
damit er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann ihn
benutze.
7 Und
wer ist der Mann, der sich ein Weib verlobt und es noch nicht
genommen hat? Er gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit
er nicht in der Schlacht sterbe, und ein anderer Mann sie nehme.
8 Und
die Vorsteher sollen weiter zu dem Volke reden und sprechen: Wer
ist der Mann, der sich fürchtet und verzagten Herzens ist? Er
gehe und kehre nach seinem Hause zurück, damit nicht das Herz
seiner Brüder verzagt werde wie sein Herz.
9 Und
es soll geschehen, wenn die Vorsteher aufgehört haben, zu dem
Volke zu reden, so sollen sie Heeroberste an die Spitze des
Volkes stellen.
10
Wenn du dich einer Stadt näherst, wider sie zu streiten, so
sollst du ihr Frieden anbieten.
11 Und
es soll geschehen, wenn sie dir Frieden erwidert und dir auftut,
so soll alles Volk, das sich darin befindet, dir fronpflichtig
sein und dir dienen.
12 Und
wenn sie nicht Frieden mit dir macht, sondern Krieg mit dir
führt, so sollst du sie belagern;
13 und
gibt Jehova, dein Gott, sie in deine Hand, so schlage alle ihre
Männlichen mit der Schärfe des Schwertes.
14
Doch die Weiber und die Kinder, und das Vieh und alles, was in
der Stadt sein wird, alle ihre Beute, sollst du für dich rauben;
und du sollst die Beute deiner Feinde essen, die Jehova, dein
Gott, dir gegeben hat.
15
Also sollst du allen Städten tun, die sehr fern von dir sind,
die nicht sind von den Städten dieser Nationen hier.
16
Jedoch von den Städten dieser Völker, die Jehova, dein Gott, dir
als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat;
17
sondern du sollst sie gänzlich verbannen: Die Hethiter und die
Amoriter, die Kanaaniter und die Perisiter, die Hewiter und die
Jebusiter, wie Jehova, dein Gott, dir geboten hat;
18 auf
daß sie euch nicht lehren, zu tun nach allen ihren Greueln, die
sie ihren Göttern getan haben, und ihr nicht sündiget wider
Jehova, euren Gott.
19
Wenn du eine Stadt viele Tage belagern wirst, indem du Krieg
wider sie führst, um sie einzunehmen, so sollst du ihre Bäume
nicht verderben, indem du die Axt gegen sie schwingst (denn du
kannst davon essen), und sollst sie nicht abhauen; denn ist der
Baum des Feldes ein Mensch, daß er vor dir in Belagerung kommen
sollte?
20 Nur
die Bäume, von denen du weißt, daß sie keine Bäume sind, von
denen man ißt, die darfst du verderben und abhauen; und du magst
Belagerungswerke davon bauen wider die Stadt, die Krieg mit dir
führt, bis sie gefallen ist.
21,1
Wenn in dem Lande, das Jehova, dein Gott, dir gibt, es zu
besitzen, ein Erschlagener auf dem Felde liegend gefunden wird,
ohne daß es bekannt ist, wer ihn erschlagen hat,
2 so
sollen deine Ältesten und deine Richter hinausgehen und nach den
Städten hin messen, die rings um den Erschlagenen sind.
3 Und
es geschehe: Die Stadt, welche dem Erschlagenen am nächsten ist,
die Ältesten jener Stadt sollen eine Färse nehmen, mit der noch
nicht gearbeitet worden ist, die noch nicht am Joche gezogen
hat;
4 und
die Ältesten jener Stadt sollen die Färse zu einem immer
fließenden Bache hinabführen, in welchem nicht gearbeitet und
nicht gesät wird, und sollen der Färse daselbst im Bache das
Genick brechen.
5 Und
die Heilige (e-r), die Söhne Levis, sollen herzutreten; denn sie
hat Jehova, dein Gott, erwählt, ihm zu dienen und im Namen
Jehovas zu segnen; und nach ihrem Ausspruch soll bei jedem
Rechtsstreit und bei jeder Verletzung geschehen.
6 Und
alle Ältesten jener Stadt, die dem Erschlagenen am nächsten
sind, sollen ihre Hände über der Färse waschen, welcher das
Genick im Bache gebrochen worden ist,
7 und
sollen anheben und sprechen: Unsere Hände haben dieses Blut
nicht vergossen, und unsere Augen haben es nicht gesehen;
8
vergib, Jehova, deinem Volke Israel, das du erlöst hast, und
lege nicht unschuldiges Blut in deines Volkes Israel Mitte. Und
die Blutschuld wird ihnen vergeben werden.
9 Und
du, du sollst das unschuldige Blut aus deiner Mitte
hinwegschaffen; denn du sollst tun, was recht ist in den Augen
Jehovas.
10
Wenn du wider deine Feinde zum Kriege ausziehst, und Jehova,
dein Gott, sie in deine Hand gibt, und du ihre Gefangenen
wegführst,
11 und
du siehst unter den Gefangenen ein Weib, schön von Gestalt, und
hast Lust zu ihr und nimmst sie dir zum Weibe,
12 so
sollst du sie in das Innere deines Hauses führen; und sie soll
ihr Haupt scheren und ihre Nägel beschneiden
13 und
die Kleider ihrer Gefangenschaft von sich ablegen; und sie soll
in deinem Hause bleiben und ihren Vater und ihre Mutter einen
Monat lang beweinen; und danach magst du zu ihr eingehen und sie
ehelichen, daß sie dein Weib sei.
14 Und
es soll geschehen, wenn du kein Gefallen mehr an ihr hast, so
sollst du sie nach ihrem Wunsche entlassen; aber du darfst sie
keineswegs um Geld verkaufen; du sollst sie nicht als Sklavin
behandeln, darum daß du sie geschwächt hast.
15
Wenn ein Mann zwei Weiber hat, eine geliebte und eine gehaßte,
und sie gebären ihm Söhne, die geliebte und die gehaßte, und der
erstgeborene Sohn ist von der gehaßten:
16 so
soll es geschehen, an dem Tage, da er seine Söhne erben läßt was
sein ist: Er kann nicht den Sohn der geliebten zum Erstgeborenen
machen vor dem Sohne der gehaßten, dem Erstgeborenen;
17
sondern den Erstgeborenen, den Sohn der gehaßten, soll er
anerkennen, daß er ihm zwei Teile gebe von allem, was in seinem
Besitz gefunden wird; denn er ist der Erstling seiner Kraft, ihm
gehört das Recht der Erstgeburt.
18
Wenn ein Mann einen unbändigen und widerspenstigen Sohn hat,
welcher der Stimme seines Vaters und der Stimme seiner Mutter
nicht gehorcht, und sie züchtigen ihn, aber er gehorcht ihnen
nicht:
19 so
sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn zu den
Ältesten seiner Stadt und zum Tore seines Ortes hinausführen,
20 und
sollen zu den Ältesten seiner Stadt sprechen: Dieser unser Sohn
ist unbändig und widerspenstig, er gehorcht unserer Stimme
nicht, er ist ein Schlemmer und Säufer!
21 Und
alle Leute seiner Stadt sollen ihn steinigen, daß er sterbe; und
du sollst das Böse aus deiner Mitte hinwegschaffen. Und ganz
Israel soll es hören und sich fürchten.
22 Und
wenn an einem Manne eine todeswürdige Sünde ist, und er wird
getötet, und du hängst ihn an ein Holz,
23 so
soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holze bleiben,
sondern du sollst ihn jedenfalls an demselben Tage begraben;
denn ein Fluch Gottes ist ein Gehängter; und du sollst dein Land
nicht verunreinigen, das Jehova, dein Gott, dir als Erbteil
gibt.
22,1
Du sollst nicht das Rind deines Bruders oder sein Kleinvieh
irregehen sehen und dich ihnen entziehen; du sollst sie deinem
Bruder jedenfalls zurückbringen.
2 Wenn
aber dein Bruder nicht nahe bei dir ist, und du kennst ihn
nicht, so sollst du sie in dein Haus aufnehmen, daß sie bei dir
seien, bis dein Bruder sie sucht; dann gib sie ihm zurück.
3 Und
ebenso sollst du mit seinem Esel tun, und ebenso sollst du mit
seinem Gewande tun, und ebenso sollst du mit allem Verlorenen
deines Bruders tun, das ihm verloren geht und das du findest; du
kannst dich nicht entziehen.
4 Du
sollst nicht den Esel deines Bruders oder sein Rind auf dem Wege
fallen sehen und dich ihnen entziehen; du sollst sie jedenfalls
mit ihm aufrichten.
5 Es
soll nicht Mannszeug auf einem Weibe sein, und ein Mann soll
nicht das Gewand eines Weibes anziehen; denn wer irgend solches
tut, ist ein Greuel für Jehova, deinen Gott.
6 Wenn
sich zufällig ein Vogelnest vor dir auf dem Wege findet, auf
irgend einem Baume oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern,
und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so
sollst du nicht die Mutter samt den Jungen nehmen;
7 du
sollst die Mutter jedenfalls fliegen lassen, und die Jungen
magst du dir nehmen: auf daß es dir wohlgehe und du deine Tage
verlängerst.
8 Wenn
du ein neues Haus baust, so sollst du ein Geländer um dein Dach
machen, damit du nicht eine Blutschuld auf dein Haus bringest,
wenn irgend jemand von demselben herabfiele.
9 Du
sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei Samen besäen, damit
nicht die Fülle des Samens, den du gesät hast, und der Ertrag
des Weinberges geheiligt werden.
10 Du
sollst nicht pflügen mit einem Rinde und einem Esel zusammen.
11 Du
sollst nicht Zeug von verschiedenartigem Stoffe anziehen, Wolle
und Leinen zusammen.
12
Quasten sollst du dir machen an den vier Zipfeln deiner Hülle,
womit du dich umhüllst.
13
Wenn ein Mann ein Weib nimmt und zu ihr eingeht, und er haßt sie
14 und
bürdet ihr Dinge zum Gerede auf und bringt einen bösen Namen
über sie aus und spricht: Dieses Weib habe ich genommen und mich
ihr genaht und habe die Zeichen der Jungfrauenschaft nicht an
ihr gefunden!
15 so
sollen der Vater des jungen Weibes und ihre Mutter die Zeichen
der Jungfrauenschaft des jungen Weibes nehmen und zu den
Ältesten der Stadt in das Tor hinausbringen;
16 und
der Vater des jungen Weibes soll zu den Ältesten sprechen: Ich
habe meine Tochter diesem Manne zum Weibe gegeben, und er haßt
sie;
17 und
siehe, er bürdet ihr Dinge zum Gerede auf und spricht: Ich habe
an deiner Tochter die Zeichen der Jungfrauschaft nicht gefunden.
Und hier sind die Zeichen der Jungfrauschaft meiner Tochter. Und
sie sollen das Tuch vor den Ältesten der Stadt ausbreiten.
18 Und
die Ältesten selbiger Stadt sollen den Mann nehmen und ihn
züchtigen;
19 und
sie sollen ihn strafen um hundert Sekel Silber und sie dem Vater
des jungen Weibes geben, weil er einen bösen Namen über eine
Jungfrau in Israel ausgebracht hat. Und sie soll sein Weib sein;
er kann sie nicht entlassen alle seine Tage.
20
Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen ist, die Zeichen der
Jungfrauschaft sind an dem jungen Weibe nicht gefunden worden,
21 so
sollen sie das junge Weib hinausführen an den Eingang des Hauses
ihres Vaters, und die Männer ihrer Stadt sollen sie steinigen,
daß sie sterbe, weil sie eine Schandtat in Israel verübt hat, zu
huren im Hause ihres Vaters. Und du sollst das Böse aus deiner
Mitte hinwegschaffen.
22
Wenn ein Mann bei einem Weibe liegend gefunden wird, das eines
Mannes Eheweib ist, so sollen sie alle beide sterben, der Mann,
der bei dem Weibe gelegen hat, und das Weib. Und du sollst das
Böse aus Israel hinwegschaffen.
23
Wenn ein Mädchen, eine Jungfrau, einem Manne verlobt ist, und es
findet sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr,
24 so
sollt ihr sie beide zum Tore selbiger Stadt hinausführen und sie
steinigen, daß sie sterben: Das Mädchen deshalb, weil sie nicht
in der Stadt geschrieen hat, und den Mann deshalb, weil er das
Weib seines Nächsten geschwächt hat. Und du sollst das Böse aus
deiner Mitte hinwegschaffen.
25
Wenn aber der Mann das verlobte Mädchen auf dem Felde findet,
und der Mann ergreift sie und liegt bei ihr, so soll der Mann,
der bei ihr gelegen hat, allein sterben.
26
Aber dem Mädchen sollst du nichts tun, an dem Mädchen ist keine
Sünde zum Tode; denn gleichwie ein Mann sich erhebt wider seinen
Nächsten und ihn totschlägt, also ist diese Sache.
27
Denn er hat sie auf dem Felde gefunden; das verlobte Mädchen
schrie, aber niemand rettete sie.
28
Wenn ein Mann ein Mädchen findet, eine Jungfrau, die nicht
verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und sie werden
gefunden:
29 so
soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, dem Vater des Mädchens
fünfzig Sekel Silber geben; und sie soll sein Weib sein, darum
daß er sie geschwächt hat, er kann sie nicht entlassen alle
seine Tage.
30 Ein
Mann soll nicht das Weib seines Vaters nehmen und soll die Decke
seines Vaters nicht aufdecken.
23,1
Es soll keiner, dem die Hoden zerstoßen sind oder der Harnstrang
abgeschnitten ist, in die Versammlung Jehovas kommen.
2 Es
soll kein Bastard in die Versammlung Jehovas kommen; auch das
zehnte Geschlecht von ihm soll nicht in die Versammlung Jehovas
kommen.
3 Es
soll kein Ammoniter noch Moabiter in die Versammlung Jehovas
kommen; auch das zehnte Geschlecht von ihnen soll nicht in die
Versammlung Jehovas kommen ewiglich:
4
deshalb weil sie euch nicht mit Brot und mit Wasser
entgegengekommen sind auf dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget;
und weil sie Bileam, den Sohn Beors, aus Pethor in Mesopotamien,
wider dich gedungen haben, um dich zu verfluchen.
5 Aber
Jehova, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hören, und Jehova,
dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen; denn Jehova, dein
Gott, hatte dich lieb.
6 Du
sollst ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen alle deine Tage,
ewiglich.
7 Den
Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder.
Den Ägypter sollst du nicht verabscheuen, denn du bist ein
Fremdling in seinem Lande gewesen.
8
Kinder, die ihnen im dritten Geschlecht geboren werden, mögen
von ihnen in die Versammlung Jehovas kommen.
9 Wenn
du wider deine Feinde ins Lager ausziehst, so sollst du dich vor
allem Bösen hüten:
10
Wenn ein Mann unter dir ist, der nicht rein ist durch ein
Begegnis der Nacht, so soll er aus dem Lager hinausgehen; er
soll nicht in das Lager hineinkommen;
11 und
es soll geschehen, wenn der Abend sich neigt, soll er sich im
Wasser baden; und beim Untergang der Sonne darf er in das Lager
zurückkommen.
12 Und
du sollst einen Platz außerhalb des Lagers haben, daß du dahin
hinausgehest.
13 Und
du sollst eine Schaufel unter deinem Geräte haben; und es soll
geschehen, wenn du dich draußen hinsetzest, so sollst du damit
graben, und sollst dich umwenden und deine Ausleerung bedecken.
14
Denn Jehova, dein Gott, wandelt inmitten deines Lagers, um dich
zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben; und dein
Lager soll heilig sein, daß er nichts Schamwürdiges unter dir
sehe und sich von dir abwende.
15
Einen Knecht, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet, sollst du
seinem Herrn nicht ausliefern.
16 Er
soll bei dir wohnen, in deiner Mitte, an dem Orte, den er in
einem deiner Tore erwählen wird, wo es ihm gut dünkt: du sollst
ihn nicht bedrücken.
17 Es
soll keine Buhlerin sein unter den Töchtern Israels, und es soll
kein Buhler sein unter den Söhnen Israels.
18 Du
sollst nicht den Lohn einer Hure, noch den Preis eines Hundes in
das Haus Jehovas, deines Gottes, bringen zu irgend einem
Gelübde; denn auch diese beiden sind ein Greuel für Jehova,
deinen Gott.
19 Du
sollst deinem Bruder keinen Zins auflegen, Zins von Geld, Zins
von Speise, Zins von irgend einer Sache, die verzinst wird.
20 Dem
Fremden magst du Zins auflegen, aber deinem Bruder sollst du
keinen Zins auflegen; damit Jehova, dein Gott, dich segne in
allem Geschäft deiner Hand in dem Lande, wohin du kommst, um es
in Besitz zu nehmen.
21
Wenn du Jehova, deinem Gott, ein Gelübde tust, so sollst du
nicht zögern, es zu bezahlen; denn Jehova, dein Gott, wird es
gewißlich von dir fordern, und es wird Sünde an dir sein.
22
Wenn du aber unterlässest zu geloben, so wird keine Sünde an dir
sein.
23 Was
über deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und tun, so wie
du Jehova, deinem Gott, freiwillig gelobt, was du mit deinem
Munde geredet hast.
24
Wenn du in den Weinberg deines Nächsten kommst, so magst du
Trauben essen nach deiner Lust, bis du satt bist; aber in dein
Gefäß sollst du nichts tun.
25
Wenn du in das Getreidefeld deines Nächsten kommst, so magst du
Ähren mit deiner Hand abpflücken; aber die Sichel sollst du
nicht über das Getreide deines Nächsten schwingen.
24,1
Wenn ein Mann ein Weib nimmt und sie ehelicht, und es geschieht,
wenn sie keine Gnade in seinen Augen findet, weil er etwas
Schamwürdiges an ihr gefunden hat, daß er ihr einen Scheidebrief
schreibt und ihn in ihre Hand gibt und sie aus seinem Hause
entläßt,
2 und
sie geht aus seinem Hause und geht hin und wird das Weib eines
anderen Mannes,
3 und
der andere Mann haßt sie, und schreibt ihr einen Scheidebrief
und gibt ihn in ihre Hand und entläßt sie aus seinem Hause; oder
wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zum Weibe genommen
hat:
4 so
kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wiederum
nehmen, daß sie sein Weib sei, nachdem sie verunreinigt worden
ist. Denn das ist ein Greuel vor Jehova; und du sollst nicht das
Land sündigen machen, welches Jehova, dein Gott, dir als Erbteil
gibt.
5 Wenn
ein Mann kürzlich ein Weib genommen hat, so soll er nicht in den
Krieg ziehen, und es soll ihm keinerlei Sache auferlegt werden;
er soll ein Jahr lang frei sein für sein Haus und sein Weib
erfreuen, das er genommen hat.
6 Man
soll nicht Mühle noch Mühlstein pfänden; denn wer das tut,
pfändet das Leben.
7 Wenn
ein Mann gefunden wird, der einen von seinen Brüdern, von den
Kindern Israel, stiehlt, und ihn als Sklaven behandelt oder ihn
verkauft, so soll selbiger Dieb sterben. Und du sollst das Böse
aus deiner Mitte hinwegschaffen.
8 Habe
acht bei dem Übel des Aussatzes, daß du sehr behutsam seiest und
nach allem tuest, was euch die Heilige (e-r), die Leviten,
lehren werden; so wie ich ihnen geboten habe, sollt ihr
achthaben zu tun.
9
Gedenke dessen, was Jehova, dein Gott, an Mirjam getan hat auf
dem Wege, als ihr aus Ägypten zoget.
10
Wenn du deinem Nächsten irgend ein Darlehn leihst, so sollst du
nicht in sein Haus hineingehen, um ihm ein Pfand abzupfänden;
11
draußen sollst du stehen bleiben, und der Mann, dem du geliehen
hast, soll das Pfand zu dir hinausbringen.
12 Und
wenn er ein dürftiger Mann ist, so sollst du dich nicht mit
seinem Pfande schlafen legen;
13 du
sollst ihm das Pfand jedenfalls beim Untergang der Sonne
zurückgeben, daß er sich in seinem Mantel schlafen lege und dich
segne; und es wird dir Gerechtigkeit sein vor Jehova, deinem
Gott.
14 Du
sollst nicht bedrücken den dürftigen und armen Mietling von
deinen Brüdern oder von deinen Fremdlingen, die in deinem Lande,
in deinen Toren sind.
15 An
seinem Tage sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll
nicht darüber untergehen; denn er ist dürftig, und er sehnt sich
danach: Damit er nicht über dich zu Jehova schreie, und Sünde an
dir sei.
16
Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen, und
Kinder sollen nicht getötet werden um der Väter willen; sie
sollen ein jeder für seine Sünde getötet werden.
17 Du
sollst das Recht eines Fremdlings und einer Waise nicht beugen;
und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden.
18 Und
du sollst gedenken, daß du ein Knecht in Ägypten gewesen bist,
und daß Jehova, dein Gott, dich von dannen erlöst hat; darum
gebiete ich dir, solches zu tun.
19
Wenn du deine Ernte auf deinem Felde hältst und eine Garbe auf
dem Felde vergissest, so sollst du nicht umkehren, um sie zu
holen: Für den Fremdling, für die Waise und für die Witwe soll
sie sein, auf daß Jehova, dein Gott, dich segne in allem Werke
deiner Hände.
20
Wenn du deine Oliven abschlägst, so sollst du nicht hinterdrein
die Zweige absuchen: Für den Fremdling, für die Waise und für
die Witwe soll es sein.
21
Wenn du deinen Weinberg liesest, so sollst du nicht hinterdrein
Nachlese halten: Für den Fremdling, für die Waise und für die
Witwe soll es sein.
22 Und
du sollst gedenken, daß du ein Knecht im Lande Ägypten gewesen
bist; darum gebiete ich dir, solches zu tun.
25,1
Wenn ein Hader zwischen Männern entsteht, und sie vor Gericht
treten, und man richtet sie, so soll man den Gerechten gerecht
sprechen und den Schuldigen schuldig.
2 Und
es soll geschehen, wenn der Schuldige Schläge verdient hat, so
soll der Richter ihn niederlegen und ihm eine Anzahl Schläge
geben lassen vor seinem Angesicht, nach Maßgabe seiner Schuld.
3 Mit
vierzig Schlägen mag er ihn schlagen lassen, nicht mehr; damit
nicht, wenn er fortführe, ihn über diese hinaus mit vielen
Schlägen zu schlagen, dein Bruder verächtlich werde in deinen
Augen.
4 Du
sollst dem Ochsen das Maul nicht verbinden, wenn er drischt.
5 Wenn
Brüder beisammen wohnen, und einer von ihnen stirbt und hat
keinen Sohn, so soll das Weib des Verstorbenen nicht auswärts
eines fremden Mannes werden; ihr Schwager soll zu ihr eingehen
und sie sich zum Weibe nehmen und ihr die Schwagerpflicht
leisten.
6 Und
es soll geschehen: Der Erstgeborene, den sie gebiert, soll nach
dem Namen seines verstorbenen Bruders aufstehen, damit dessen
Name nicht ausgelöscht werde aus Israel.
7 Wenn
aber der Mann keine Lust hat, seine Schwägerin zu nehmen, so
soll seine Schwägerin ins Tor hinaufgehen zu den Ältesten und
sprechen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen
in Israel zu erwecken; er will mir die Schwagerpflicht nicht
leisten.
8 Und
die Ältesten seiner Stadt sollen ihn rufen und mit ihm reden;
und besteht er darauf und spricht:
9 Ich
habe keine Lust, sie zu nehmen, so soll seine Schwägerin vor den
Augen der Ältesten zu ihm hintreten, und ihm den Schuh von
seinem Fuße ausziehen und ihm ins Angesicht speien; und sie soll
antworten und sprechen: Also soll dem Manne getan werden, der
das Haus seines Bruders nicht bauen will!
10 Und
sein Name soll in Israel “Das Haus des Barfüßigen” heißen.
11
Wenn Männer miteinander streiten, ein Mann und sein Bruder, und
das Weib des einen eilt herbei, um ihren Mann aus der Hand
seines Schlägers zu retten, und streckt ihre Hand aus und
ergreift ihn bei seiner Scham:
12 so
sollst du ihr die Hand abhauen; dein Auge soll nicht schonen.
13 Du
sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem Beutel haben,
einen großen und einen kleinen.
14 Du
sollst nicht zweierlei Epha in deinem Hause haben, ein großes
und ein kleines.
15
Vollen und gerechten Gewichtstein sollst du haben, und volles
und gerechtes Epha sollst du haben, auf daß deine Tage
verlängert werden in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir
gibt.
16
Denn ein Greuel für Jehova, deinen Gott, ist jeder, der solches
tut, jeder, der unrecht tut.
17
Gedenke dessen, was Amalek dir getan hat auf dem Wege, als ihr
aus Ägypten zoget,
18 wie
er dir auf dem Wege entgegentrat und deinen Nachtrab schlug,
alle Schwachen hinter dir her, als du matt und müde warst; und
er fürchtete Gott nicht.
19 Und
wenn Jehova, dein Gott, dir Ruhe geschafft hat vor allen deinen
Feinden ringsum, in dem Lande, welches Jehova, dein Gott, dir
als Erbteil gibt, es zu besitzen, so soll es geschehen, daß du
das Gedächtnis Amaleks unter dem Himmel austilgest. Vergiß es
nicht!
26,1
Und es soll geschehen, wenn du in das Land kommst, welches
Jehova, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du besitzest es und
wohnst darin,
2 so
sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen,
die du von deinem Lande einbringen wirst, das Jehova, dein Gott,
dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an den Ort
gehen, welchen Jehova, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen
daselbst wohnen zu lassen;
3 und
du sollst zu dem Heilige (e-r) kommen, der in jenen Tagen sein
wird, und zu ihm sagen: Ich tue heute Jehova, deinem Gott, kund,
daß ich in das Land gekommen bin, welches Jehova unseren Vätern
geschworen hat, uns zu geben.
4 Und
der Heilige (e-r) soll den Korb von deiner Hand nehmen und ihn
vor den Altar Jehovas, deines Gottes, niedersetzen.
5 Und
du sollst vor Jehova, deinem Gott, anheben und sprechen: Ein
umherirrender Aramäer war mein Vater; und er zog nach Ägypten
hinab und hielt sich daselbst auf als ein geringes Häuflein; und
er wurde daselbst zu einer großen, starken und zahlreichen
Nation.
6 Und
die Ägypter mißhandelten uns und bedrückten uns und legten uns
einen harten Dienst auf.
7 Da
schrieen wir zu Jehova, dem Gott unserer Väter; und Jehova hörte
unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Mühsal und unseren
Druck.
8 Und
Jehova führte uns aus Ägypten heraus mit starker Hand und mit
ausgestrecktem Arm und mit großem Schrecken, und mit Zeichen und
mit Wundern;
9 und
er brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, ein Land,
das von Milch und Honig fließt.
10 Und
nun siehe, ich habe die Erstlinge der Frucht des Landes
gebracht, das du, Jehova, mir gegeben hast. Und du sollst sie
vor Jehova, deinem Gott, niederlegen und anbeten vor Jehova,
deinem Gott;
11 und
du sollst dich freuen all des Guten, das Jehova, dein Gott, dir
und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der
Fremdling, der in deiner Mitte ist.
12
Wenn du fertig bist mit dem Abtragen alles Zehnten deines
Ertrages im dritten Jahre, dem Jahre des Zehnten, und du ihn dem
Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben hast,
damit sie in deinen Toren essen und sich sättigen:
13 so
sollst du vor Jehova, deinem Gott, sprechen: Ich habe das
Heilige aus dem Hause weggeschafft und habe es auch dem Leviten
und dem Fremdling, der Waise und der Witwe gegeben, nach all
deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote
nicht übertreten noch vergessen.
14 Ich
habe nicht davon gegessen in meiner Trauer, und habe nicht davon
weggeschafft als ein Unreiner, und habe nicht davon für einen
Toten gegeben; ich habe der Stimme Jehovas, meines Gottes,
gehorcht, ich habe getan nach allem, was du mir geboten hast.
15
Blicke hernieder von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und
segne dein Volk Israel, und das Land, das du uns gegeben, wie du
unseren Vätern geschworen hast, ein Land, das von Milch und
Honig fließt!
16 An
diesem Tage gebietet dir Jehova, dein Gott, diese Satzungen und
Rechte zu tun: So beobachte und tue sie mit deinem ganzen Herzen
und mit deiner ganzen Seele.
17 Du
hast heute dem Jehova sagen lassen, daß er dein Gott sein soll,
und daß du auf seinen Wegen wandeln und seine Satzungen und
seine Gebote und seine Rechte beobachten und seiner Stimme
gehorchen willst.
18 Und
Jehova hat dir heute sagen lassen, daß du ihm ein Eigentumsvolk
sein sollst, so wie er zu dir geredet hat, und daß du alle seine
Gebote beobachten sollst;
19 und
daß er dich zur höchsten über alle Nationen machen will, die er
gemacht hat, zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck; und daß du
Jehova, deinem Gott, ein heiliges Volk sein sollst, so wie er
geredet hat.
27,1
Und Mose und die Ältesten von Israel geboten dem Volke und
sprachen: Beobachtet das ganze Gebot, das ich euch heute
gebiete!
2 Und
es soll geschehen, an dem Tage, da ihr über den Jordan in das
Land hinüberziehet, das Jehova, dein Gott, dir gibt, sollst du
dir große Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen;
3 und
wenn du hinübergezogen bist, sollst du alle Worte dieses
Gesetzes auf dieselben schreiben, damit du in das Land kommest,
welches Jehova, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und
Honig fließt, so wie Jehova, der Gott deiner Väter, zu dir
geredet hat.
4 Und
es soll geschehen, wenn ihr über den Jordan gezogen seid, so
sollt ihr diese Steine, betreffs welcher ich euch heute gebiete,
auf dem Berge Ebal aufrichten; und du sollst sie mit Kalk
bestreichen.
5 Und
du sollst daselbst Jehova, deinem Gott, einen Altar bauen, einen
Altar von Steinen; du sollst kein Eisen über dieselben
schwingen:
6 Von
ganzen Steinen sollst du den Altar Jehovas, deines Gottes,
bauen. Und du sollst Jehova, deinem Gott, Brandopfer darauf
opfern,
7 und
du sollst Friedensopfer opfern, und daselbst essen und dich
freuen vor Jehova, deinem Gott.
8 Und
auf die Steine sollst du alle Worte dieses Gesetzes schreiben,
indem du sie deutlich eingräbst.
9 Und
Mose und die Heilige (e-r), die Leviten, redeten zu dem ganzen
Israel und sprachen: Schweige und höre, Israel! An diesem Tage
bist du Jehova, deinem Gott, zum Volke geworden.
10 So
gehorche der Stimme Jehovas, deines Gottes, und tue seine Gebote
und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete.
11 Und
Mose gebot dem Volke an selbigem Tage und sprach:
12
Wenn ihr über den Jordan gezogen seid, sollen diese auf dem
Berge Gerisim stehen, um das Volk zu segnen: Simeon und Levi und
Juda und Issaschar und Joseph und Benjamin;
13 und
diese sollen auf dem Berge Ebal stehen zum Fluchen: Ruben, Gad
und Aser und Sebulon, Dan und Naphtali.
14 Und
die Leviten sollen anheben und zu allen Männern von Israel mit
lauter Stimme sprechen:
15
Verflucht sei der Mann, der ein geschnitztes oder gegossenes
Bild macht, einen Greuel vor Jehova, ein Machwerk von
Künstlerhand und es im Geheimen aufstellt! Und das ganze Volk
antworte und sage: Amen!
16
Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verachtet! Und
das ganze Volk sage: Amen!
17
Verflucht sei, wer die Grenze seines Nächsten verrückt! Und das
ganze Volk sage: Amen!
18
Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Wege irreführt! Und das
ganze Volk sage: Amen!
19
Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der
Witwe beugt! Und das ganze Volk sage: Amen!
20
Verflucht sei, wer bei dem Weibe seines Vaters liegt, denn er
hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und das ganze Volk sage:
Amen!
21
Verflucht sei, wer bei irgend einem Vieh liegt! Und das ganze
Volk sage: Amen!
22
Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, der Tochter
seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter! Und das ganze Volk
sage: Amen!
23
Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und das
ganze Volk sage: Amen!
24
Verflucht sei, wer seinen Nächsten im Geheimen erschlägt! Und
das ganze Volk sage: Amen!
25
Verflucht sei, wer ein Geschenk nimmt, um jemand zu erschlagen,
unschuldiges Blut zu vergießen! Und das ganze Volk sage: Amen!
26
Verflucht sei, wer nicht aufrecht hält die Worte dieses
Gesetzes, sie zu tun! Und das ganze Volk sage: Amen!
28,1
Und es wird geschehen, wenn du der Stimme Jehovas, deines
Gottes, fleißig gehorchst, daß du darauf achtest, zu tun alle
seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird Jehova, dein
Gott, dich zur höchsten über alle Nationen der Erde machen;
2 und
alle diese Segnungen werden über dich kommen und werden dich
erreichen, wenn du der Stimme Jehovas, deines Gottes, gehorchst.
3
Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein
auf dem Felde.
4
Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht
deines Landes und die Frucht deines Viehes, das Geworfene deiner
Rinder und die Zucht deines Kleinviehes.
5
Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
6
Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang, und gesegnet wirst du
sein bei deinem Ausgang.
7
Jehova wird deine Feinde, die wider dich aufstehen, geschlagen
vor dir dahingeben; auf einem Wege werden sie wider dich
ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen.
8
Jehova wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu
allem Geschäft deiner Hand, und er wird dich segnen in dem
Lande, welches Jehova, dein Gott, dir gibt.
9
Jehova wird dich als ein heiliges Volk für sich bestätigen, wie
er dir geschworen hat, wenn du die Gebote Jehovas, deines
Gottes, beobachtest und auf seinen Wegen wandelst;
10 und
alle Völker der Erde werden sehen, daß du nach dem Namen Jehovas
genannt bist, und werden sich vor dir fürchten.
11 Und
Jehova wird dir Überfluß geben an der Frucht deines Leibes und
an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Landes, zur
Wohlfahrt in dem Lande, das Jehova deinen Vätern geschworen hat,
dir zu geben.
12
Jehova wird dir seinen guten Schatz, den Himmel, auftun, um den
Regen deines Landes zu geben zu seiner Zeit, und um alles Werk
deiner Hand zu segnen; und du wirst vielen Nationen leihen, du
aber wirst nicht entlehnen.
13 Und
Jehova wird dich zum Haupte machen und nicht zum Schwanze, und
du wirst nur immer höher kommen und nicht abwärts gehen, wenn du
den Geboten Jehovas, deines Gottes, gehorchst, die ich dir heute
zu beobachten und zu tun gebiete,
14 und
nicht abweichst von all den Worten, die ich heute gebiete, weder
zur Rechten noch zur Linken, um anderen Göttern nachzugehen,
ihnen zu dienen.
15 Es
wird aber geschehen, wenn du der Stimme Jehovas, deines Gottes,
nicht gehorchst, daß du darauf achtest, zu tun alle seine Gebote
und seine Satzungen, die ich dir heute gebiete, so werden alle
diese Flüche über dich kommen und dich treffen.
16
Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du
sein auf dem Felde.
17
Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
18
Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht
deines Landes, das Geworfene deiner Rinder und die Zucht deines
Kleinviehes.
19
Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst
du sein bei deinem Ausgang.
20
Jehova wird den Fluch, die Bestürzung und die Verwünschung wider
dich senden in allem Geschäft deiner Hand, das du tust, bis du
vertilgt bist, und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit
deiner Handlungen, daß du mich verlassen hast.
21
Jehova wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich aufreibt
aus dem Lande, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen.
22
Jehova wird dich schlagen mit Schwindsucht und mit Fieberglut
und mit Hitze und mit Entzündung, und mit Dürre und mit
Kornbrand und mit Vergilben des Getreides, und sie werden dich
verfolgen, bis du umkommst.
23 Und
dein Himmel, der über deinem Haupte ist, wird Erz sein, und die
Erde, die unter dir ist, Eisen.
24
Jehova wird als Regen deines Landes Staub und Sand geben: Vom
Himmel wird er auf dich herabkommen, bis du vertilgt bist.
25
Jehova wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben; auf
einem Wege wirst du wider sie ausziehen, und auf sieben Wegen
wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst umhergetrieben werden
in allen Königreichen der Erde.
26 Und
dein Leichnam wird allem Gevögel des Himmels und den Tieren der
Erde zum Fraße werden, und niemand wird sie wegscheuchen.
27
Jehova wird dich schlagen mit den Geschwüren Ägyptens, und mit
Beulen und mit Krätze und mit Grind, daß du nicht wirst geheilt
werden können.
28
Jehova wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit
Erstarrung des Herzens;
29 und
du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern
tappt, und du wirst kein Gelingen haben auf deinen Wegen; und du
wirst nur bedrückt und beraubt sein alle Tage, und niemand wird
retten.
30 Ein
Weib wirst du dir verloben, und ein anderer Mann wird sie
beschlafen; ein Haus wirst du bauen und nicht darin wohnen;
einen Weinberg wirst du pflanzen und ihn nicht benutzen.
31
Dein Rind wird geschlachtet werden vor deinen Augen, und du
wirst nicht davon essen; dein Esel wird geraubt werden vor
deinem Angesicht und nicht zu dir zurückkehren; dein Kleinvieh
wird deinen Feinden gegeben werden, und du wirst niemand haben,
der rettet.
32
Deine Söhne und deine Töchter werden einem anderen Volke gegeben
werden, und deine Augen werden es sehen und werden nach ihnen
schmachten den ganzen Tag; aber es wird nicht in der Macht
deiner Hand stehen.
33 Die
Frucht deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk
verzehren, das du nicht kennst; und du wirst nur bedrückt und
geplagt sein alle Tage.
34 Und
du wirst wahnsinnig werden vor dem Anblick deiner Augen, den du
erblickst.
35
Jehova wird dich schlagen mit bösen Geschwüren an den Knien und
an den Schenkeln, von deiner Fußsohle bis zu deinem Scheitel,
daß du nicht wirst geheilt werden können.
36
Jehova wird dich und deinen König, den du über dich setzen
wirst, zu einer Nation führen, die du nicht gekannt hast, du
noch deine Väter; und du wirst daselbst anderen Göttern dienen,
Holz und Stein.
37 Und
du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede
unter allen Völkern, wohin Jehova dich wegtreiben wird.
38
Viel Samen wirst du aufs Feld hinausführen; aber du wirst wenig
einsammeln, denn die Heuschrecke wird ihn abfressen.
39
Weinberge wirst du pflanzen und bauen; aber Wein wirst du weder
trinken noch einsammeln, denn der Wurm wird sie fressen.
40
Olivenbäume wirst du haben in allen deinen Grenzen; aber mit Öl
wirst du dich nicht salben, denn dein Olivenbaum wird die Frucht
abwerfen.
41
Söhne und Töchter wirst du zeugen; aber sie werden dir nicht
gehören, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen.
42
Alle deine Bäume und die Frucht deines Landes wird die Grille in
Besitz nehmen.
43 Der
Fremdling, der in deiner Mitte ist, wird höher und höher über
dich emporkommen, und du, du wirst tiefer und tiefer
hinabsinken.
44 Er
wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird zum
Haupte, du aber wirst zum Schwanze werden.
45 Und
alle diese Flüche werden über dich kommen und dich verfolgen und
dich treffen, bis du vertilgt bist; weil du der Stimme Jehovas,
deines Gottes, nicht gehorcht hast, seine Gebote und seine
Satzungen zu beobachten, die er dir geboten hat.
46 Und
sie werden zum Zeichen und zum Wunder sein an dir und an deinem
Samen bis in Ewigkeit.
47
Dafür daß du Jehova, deinem Gott, nicht mit Freude und mit
fröhlichem Herzen gedient hast wegen des Überflusses an allem,
48
wirst du deinen Feinden dienen, die Jehova wider dich senden
wird, in Hunger und in Durst und in Blöße und in Mangel an
allem; und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis
er dich vertilgt hat.
49
Jehova wird von ferne, vom Ende der Erde her, eine Nation gegen
dich herbeiführen, gleichwie der Adler fliegt, eine Nation,
deren Sprache du nicht verstehst;
50
eine Nation harten Angesichts, welche die Person des Greises
nicht ansieht und des Knaben sich nicht erbarmt;
51 und
welche die Frucht deines Viehes und die Frucht deines Landes
verzehren wird, bis du vertilgt bist; welche dir weder Getreide,
noch Most, noch Öl, noch das Geworfene deiner Rinder, noch die
Zucht deines Kleinviehes übriglassen wird, bis sie dich zu
Grunde gerichtet hat.
52 Und
sie wird dich belagern in allen deinen Toren, bis deine Mauern,
die hohen und festen, auf welche du vertraust, in deinem ganzen
Lande gefallen sind; und sie wird dich belagern in allen deinen
Toren, in deinem ganzen Lande, das Jehova, dein Gott, dir
gegeben hat.
53 Und
in der Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich
bedrängen wird, wirst du essen die Frucht deines Leibes, das
Fleisch deiner Söhne und deiner Töchter, welche Jehova, dein
Gott, dir gegeben hat.
54 Der
weichlichste und am meisten verzärtelte Mann unter dir, dessen
Auge wird scheel sehen auf seinen Bruder und auf das Weib seines
Busens und auf die übrigen seiner Kinder, die er übrigbehalten
hat,
55 daß
er keinem von ihnen von dem Fleische seiner Kinder geben wird,
das er isset; weil ihm nichts übriggeblieben ist in der
Belagerung und in der Bedrängnis, womit dein Feind dich
bedrängen wird in allen deinen Toren.
56 Die
Weichlichste unter dir und die Verzärteltste, welche vor
Verzärtelung und vor Verweichlichung nie versucht hat, ihre
Fußsohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird scheel sehen
auf den Mann ihres Busens und auf ihren Sohn und auf ihre
Tochter,
57
wegen ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorgeht,
und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert; denn sie wird sie im
Geheimen aufessen aus Mangel an allem, in der Belagerung und in
der Bedrängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird in deinen
Toren.
58
Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieses Gesetzes zu tun,
die in diesem Buche geschrieben sind, daß du diesen herrlichen
und furchtbaren Namen, Jehova, deinen Gott, fürchtest,
59 so
wird Jehova deine Plagen und die Plagen deines Samens
außergewöhnlich machen: große und andauernde Plagen, und böse
und andauernde Krankheiten.
60 Und
er wird alle Seuchen Ägyptens über dich bringen, vor denen du
dich fürchtest; und sie werden an dir haften.
61
Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buche
dieses Gesetzes geschrieben sind, Jehova wird sie über dich
kommen lassen, bis du vertilgt bist.
62 Und
ihr werdet übrigbleiben als ein geringes Häuflein, anstatt daß
ihr waret wie die Sterne des Himmels an Menge; weil du der
Stimme Jehovas, deines Gottes, nicht gehorcht hast.
63 Und
es wird geschehen: So wie Jehova sich über euch freute, euch
wohlzutun und euch zu mehren, also wird Jehova sich über euch
freuen, euch zu Grunde zu richten und euch zu vertilgen; und ihr
werdet herausgerissen werden aus dem Lande, wohin du kommst, um
es in Besitz zu nehmen.
64 Und
Jehova wird dich unter alle Völker zerstreuen, von einem Ende
der Erde bis zum anderen Ende der Erde; und du wirst daselbst
anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, du noch deine
Väter, Holz und Stein.
65 Und
unter jenen Nationen wirst du nicht rasten, und deine Fußsohle
wird keine Ruhestätte finden; und Jehova wird dir daselbst ein
zitterndes Herz geben, Erlöschen der Augen und Verschmachten der
Seele.
66 Und
dein Leben wird schwebend vor dir hangen, und du wirst dich
fürchten Nacht und Tag und deinem Leben nicht trauen.
67 Am
Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend! Und am Abend wirst du
sagen: Wäre es doch Morgen! Wegen der Furcht deines Herzens,
womit du dich fürchten, und wegen des Anblicks deiner Augen, den
du erblicken wirst.
68 Und
Jehova wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückführen, auf dem
Wege, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nie mehr
wiedersehen! Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten
und zu Mägden verkauft werden, aber niemand wird kaufen. Das
sind die Worte des Bundes, welchen Jehova im Lande Moab dem Mose
geboten hat, mit den Kindern Israel zu machen, außer dem Bunde,
den er am Horeb mit ihnen gemacht hatte.
29,1
Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles
gesehen,
2 was
Jehova vor euren Augen im Lande Ägypten getan hat, an dem Pharao
und an allen seinen Knechten und an seinem ganzen Lande:
3 Die
großen Versuchungen, welche deine Augen gesehen haben, jene
großen Zeichen und Wunder.
4 Aber
Jehova hat euch nicht ein Herz gegeben, zu erkennen, und Augen,
zu sehen, und Ohren, zu hören, bis auf diesen Tag.
5 Und
ich habe euch vierzig Jahre in der Wüste geführt: Eure Kleider
sind nicht an euch zerfallen, und dein Schuh ist nicht abgenutzt
an deinem Fuße;
6 Brot
habt ihr nicht gegessen, und Wein und starkes Getränk habt ihr
nicht getrunken; auf daß ihr erkenntet, daß ich Jehova, euer
Gott, bin.
7 Und
als ihr an diesen Ort kamet, da zogen Sihon, der König von
Hesbon, und Og, der König von Basan, aus, uns entgegen zum
Streit, und wir schlugen sie;
8 und
wir nahmen ihr Land ein und gaben es den Rubenitern und den
Gaditern und dem halben Stamme der Manassiter zum Erbteil.
9 So
beobachtet denn die Worte dieses Bundes und tut sie, auf daß ihr
Gelingen habet in allem, was ihr tut.
10 Ihr
stehet heute allesamt vor Jehova, eurem Gott: eure Häupter, eure
Stämme, eure Ältesten und eure Vorsteher,
11
alle Männer von Israel, eure Kinder, eure Weiber und dein
Fremdling, der inmitten deiner Lager ist, von deinem Holzhauer
bis zu deinem Wasserschöpfer,
12
damit du in den Bund Jehovas, deines Gottes, eintretest und in
seinen Eidschwur, den Jehova, dein Gott, heute mit dir macht;
13 auf
daß er dich heute als sein Volk bestätige, und er dein Gott sei,
wie er zu dir geredet, und wie er deinen Vätern, Abraham, Isaak
und Jakob, geschworen hat.
14 Und
nicht mit euch allein mache ich diesen Bund und diesen
Eidschwur,
15
sondern mit dem, der heute hier ist, der mit uns vor Jehova,
unserem Gott, steht, und mit dem, der heute nicht mit uns hier
ist.
16
Denn ihr wisset ja, wie wir im Lande Ägypten gewohnt haben, und
wie wir mitten durch die Nationen gezogen sind, durch die ihr
gezogen seid;
17 und
ihr habt ihre Scheusale gesehen, und ihre Götzen von Holz und
Stein, Silber und Gold, die bei ihnen sind,
18 daß
kein Mann oder Weib, oder Geschlecht oder Stamm unter euch sei,
dessen Herz sich heute von Jehova, unserem Gott, abwende, um
hinzugehen, den Göttern jener Nationen zu dienen; daß nicht eine
Wurzel unter euch sei, die Gift und Wermut trage,
19 und
es geschehe, wenn er die Worte dieses Eidschwures hört, daß er
sich in seinem Herzen segne und spreche: Ich werde Frieden
haben, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle!
Damit zu Grunde gehe das Getränkte mit dem Durstigen.
20
Nicht wird Jehova ihm vergeben wollen, sondern alsdann wird der
Zorn Jehovas und sein Eifer rauchen wider selbigen Mann; und der
ganze Fluch, der in diesem Buche geschrieben ist, wird auf ihm
ruhen, und Jehova wird seinen Namen unter dem Himmel austilgen;
21 und
Jehova wird ihn aus allen Stämmen Israels zum Unglück
aussondern, nach all den Flüchen des Bundes, der in diesem Buche
des Gesetzes geschrieben ist.
22 Und
das künftige Geschlecht, eure Kinder, die nach euch aufkommen
werden, und der Ausländer, der aus fernem Lande kommen wird,
werden sagen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine
Krankheiten, womit Jehova es geschlagen hat,
23 daß
sein ganzes Land Schwefel und Salz, ein Brand, ist, daß es nicht
besät wird und nichts sprossen läßt, und keinerlei Kraut darin
aufkommt, gleich der Umkehrung von Sodom und Gomorra, Adama und
Zeboim, welche Jehova umkehrte in seinem Zorn und in seinem
Grimm,
24 und
alle Nationen werden sagen: Warum hat Jehova diesem Lande also
getan? Weshalb diese große Zornglut?
25 Und
man wird sagen: Darum daß sie den Bund Jehovas, des Gottes ihrer
Väter, verlassen haben, den er mit ihnen gemacht hatte, als er
sie aus dem Lande Ägypten herausführte,
26 und
hingingen und anderen Göttern dienten und sich vor ihnen
niederbeugten, Göttern, die sie nicht kannten, und die er ihnen
nicht zugeteilt hatte:
27 da
entbrannte der Zorn Jehovas über dieses Land, so daß er den
ganzen Fluch über dasselbe gebracht hat, der in diesem Buche
geschrieben ist;
28 Und
Jehova hat sie herausgerissen aus ihrem Lande im Zorn und im
Grimm und in großem Unwillen, und hat sie in ein anderes Land
geworfen, wie es an diesem Tage ist.
29 Das
Verborgene ist Jehovas, unseres Gottes; aber das Geoffenbarte
ist unser und unserer Kinder ewiglich, damit wir alle Worte
dieses Gesetzes tun.
30,1
Und es wird geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen,
der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es
zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin Jehova, dein
Gott, dich vertrieben hat,
2 und
umkehrst zu Jehova, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst
nach allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder, mit
deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele:
3 so
wird Jehova, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich
deiner erbarmen; und er wird dich wiederum sammeln aus all den
Völkern, wohin Jehova, dein Gott, dich zerstreut hat.
4 Wenn
deine Vertriebenen am Ende des Himmels wären, so wird Jehova,
dein Gott, von dannen dich sammeln und von dannen dich holen;
5 und
Jehova, dein Gott, wird dich in das Land bringen, welches deine
Väter besessen haben, und du wirst es besitzen; und er wird dir
wohltun und dich mehren über deine Väter hinaus.
6 Und
Jehova, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Kinder
beschneiden, damit du Jehova, deinen Gott, liebest mit deinem
ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, auf daß du am Leben
bleibest.
7 Und
Jehova, dein Gott, wird alle diese Flüche auf deine Feinde und
auf deine Hasser legen, die dich verfolgt haben.
8 Und
du, du wirst umkehren und der Stimme Jehovas gehorchen, und
wirst alle seine Gebote tun, die ich dir heute gebiete.
9 Und
Jehova, dein Gott, wird dir Überfluß geben bei allem Werke
deiner Hand, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht
deines Viehes und an der Frucht deines Landes, zur Wohlfahrt;
denn Jehova wird sich wieder über dich freuen zum Guten, so wie
er sich über deine Väter gefreut hat:
10
Wenn du der Stimme Jehovas, deines Gottes, gehorchst, um seine
Gebote und seine Satzungen zu beobachten, die in diesem Buche
des Gesetzes geschrieben sind, wenn du umkehrst zu Jehova,
deinem Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen
Seele.
11
Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu
wunderbar für dich und ist nicht fern.
12 Es
ist nicht im Himmel, daß du sagen könntest: Wer wird für uns in
den Himmel steigen und es uns holen und es uns hören lassen, daß
wir es tun?
13 Und
es ist nicht jenseit des Meeres, daß du sagen könntest: Wer wird
für uns jenseit des Meeres hinüberfahren und es uns holen und es
uns hören lassen, daß wir es tun?
14
Sondern sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Munde und in
deinem Herzen, um es zu tun.
15
Siehe, ich habe dir heute das Leben und das Glück, und den Tod
und das Unglück vorgelegt,
16 da
ich dir heute gebiete, Jehova, deinen Gott, zu lieben, auf
seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und
seine Rechte zu beobachten, damit du lebest und dich mehrest,
und Jehova, dein Gott, dich segne in dem Lande, wohin du kommst,
um es in Besitz zu nehmen.
17
Wenn aber dein Herz sich abwendet, und du nicht gehorchst, und
du dich verleiten lässest und vor anderen Göttern dich
niederbeugst und ihnen dienst,
18 so
künde ich euch heute an, daß ihr gewißlich umkommen werdet; ihr
werdet eure Tage nicht verlängern in dem Lande, wohin zu kommen
du über den Jordan gehst, um es in Besitz zu nehmen.
19 Ich
nehme heute den Himmel und die Erde zu Zeugen gegen euch: Das
Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den
Fluch! So wähle das Leben, auf daß du lebest, du und dein Same,
20
indem du Jehova, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst
und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und die Länge deiner
Tage, daß du in dem Lande wohnest, welches Jehova deinen Vätern,
Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.
31,1
Und Mose ging hin und redete diese Worte zu dem ganzen Israel.
2 Und
er sprach zu ihnen: Hundertzwanzig Jahre bin ich heute alt, ich
vermag nicht mehr aus-und einzugehen; und Jehova hat zu mir
gesagt: Du sollst nicht über diesen Jordan gehen.
3
Jehova, dein Gott, er zieht hinüber vor dir her; er selbst wird
diese Nationen vor dir vertilgen, daß du sie austreibest. Josua,
er zieht hinüber vor dir her, wie Jehova geredet hat.
4 Und
Jehova wird an ihnen tun, wie er an Sihon und an Og, den Königen
der Amoriter, und an ihrem Lande getan, die er vertilgt hat.
5 Und
wenn Jehova sie vor euch dahingibt, so sollt ihr ihnen tun nach
dem ganzen Gebot, das ich euch geboten habe.
6 Seid
stark und mutig, fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor
ihnen! Denn Jehova, dein Gott, er ist es, der mit dir geht; er
wird dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.
7 Und
Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen
Israel: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst mit diesem Volke
in das Land kommen, welches Jehova ihren Vätern geschworen hat,
ihnen zu geben; und du du wirst es ihnen als Erbe austeilen.
8 Und
Jehova, er ist es, der vor dir herzieht; er selbst wird mit dir
sein, er wird dich nicht versäumen und dich nicht verlassen;
fürchte dich nicht und erschrick nicht!
9 Und
Mose schrieb dieses Gesetz nieder; und er gab es den Heilige
(e-r)n, den Söhnen Levis, welche die Lade des Bundes Jehovas
trugen, und allen Ältesten von Israel.
10 Und
Mose gebot ihnen und sprach: Am Ende von sieben Jahren, zur Zeit
des Erlaßjahres,
11 am
Feste der Laubhütten, wenn ganz Israel kommt, um vor Jehova,
deinem Gott, zu erscheinen an dem Orte, den er erwählen wird,
sollst du dieses Gesetz vor dem ganzen Israel lesen, vor ihren
Ohren.
12
Versammle das Volk, die Männer und die Weiber und die Kindlein,
und deinen Fremdling, der in deinen Toren ist; auf daß sie
hören, und auf daß sie lernen, und Jehova, euren Gott, fürchten
und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun.
13 Und
ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen es hören, damit sie
Jehova, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem
Lande lebet, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz
zu nehmen.
14 Und
Jehova sprach zu Mose: Siehe, deine Tage sind herangenaht, daß
du sterben sollst; rufe Josua, und stellet euch in das Zelt der
Zusammenkunft, daß ich ihm Befehl erteile. Und Mose und Josua
gingen hin, und sie stellten sich in das Zelt der Zusammenkunft.
15 Und
Jehova erschien in dem Zelte, in der Wolkensäule; und die
Wolkensäule stand über dem Eingang des Zeltes.
16 Und
Jehova sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern
legen; und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden
Göttern des Landes nachhuren, in dessen Mitte es kommt; und es
wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen
gemacht habe.
17 Und
mein Zorn wird an jenem Tage wider dasselbe entbrennen, und ich
werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen; und
es wird verzehrt werden, und viele Übel und Drangsale werden es
treffen. Und es wird an jenem Tage sagen: Haben nicht darum
diese Übel mich getroffen, weil mein Gott nicht in meiner Mitte
ist?
18 Ich
aber, ich werde an jenem Tage mein Angesicht gänzlich verbergen
um all des Bösen willen, das es getan, weil es sich zu anderen
Göttern hingewandt hat.
19 Und
nun, schreibet euch dieses Lied auf, und lehre es die Kinder
Israel, lege es in ihren Mund, auf daß dieses Lied mir zum
Zeugen sei gegen die Kinder Israel.
20
Denn ich werde sie in das Land bringen, welches ich ihren Vätern
zugeschworen habe, das von Milch und Honig fließt; und sie
werden essen und satt und fett werden; und sie werden sich zu
anderen Göttern wenden und ihnen dienen, und mich verachten und
meinen Bund brechen.
21 Und
es wird geschehen, wenn viele Übel und Drangsale sie treffen, so
wird dieses Lied Zeugnis gegen sie ablegen; denn es wird nicht
vergessen werden aus dem Munde ihrer Nachkommen. Denn ich kenne
ihr Sinnen, womit sie schon heute umgehen, ehe ich sie in das
Land bringe, von dem ich geschworen habe.
22 Und
Mose schrieb dieses Lied an selbigem Tage auf, und er lehrte es
die Kinder Israel.
23 Und
er gebot Josua, dem Sohne Nuns, und sprach: Sei stark und mutig!
Denn du, du sollst die Kinder Israel in das Land bringen, das
ich ihnen zugeschworen habe; und ich will mit dir sein.
24 Und
es geschah, als Mose geendigt hatte, die Worte dieses Gesetzes
in ein Buch zu schreiben bis zu ihrem Schlusse,
25 da
gebot Mose den Leviten, welche die Lade des Bundes Jehovas
trugen, und sprach:
26
Nehmet dieses Buch des Gesetzes und leget es zur Seite der Lade
des Bundes Jehovas, eures Gottes, daß es daselbst zum Zeugen
gegen dich sei.
27
Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deinen harten Nacken
wohl. Siehe, während ich heute noch bei euch lebe, seid ihr
widerspenstig gegen Jehova gewesen; und wieviel mehr nach meinem
Tode!
28
Versammelt zu mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Vorsteher,
daß ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die
Erde gegen sie zu Zeugen nehme.
29
Denn ich weiß, daß ihr euch nach meinem Tode ganz und gar
verderben und von dem Wege abweichen werdet, den ich euch
geboten habe; und es wird euch das Unglück begegnen am Ende der
Tage, weil ihr tun werdet, was böse ist in den Augen Jehovas,
ihn zu reizen durch das Werk eurer Hände.
30 Und
Mose redete vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels die
Worte dieses Liedes bis zu ihrem Schlusse:
32,1
Horchet, ihr Himmel, und ich will reden; und die Erde höre die
Worte meines Mundes!
2 Es
träufle wie Regen meine Lehre, es fließe wie Tau meine Rede, wie
Regenschauer auf das Gras und wie Regengüsse auf das Kraut!
3 Denn
den Namen Jehovas will ich ausrufen: Gebet Majestät unserem
Gott!
4 Der
Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht.
Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!
5 Es
hat sich gegen ihn verderbt, nicht seiner Kinder ist ihr
Schandfleck ein verkehrtes und verdrehtes Geschlecht.
6
Vergeltet ihr also Jehova, du törichtes und unweises Volk? Ist
er nicht dein Vater, der dich erkauft hat? Er hat dich gemacht
und dich bereitet.
7
Gedenke der Tage der Vorzeit, merket auf die Jahre von
Geschlecht zu Geschlecht; frage deinen Vater, und er wird es dir
kundtun, deine Ältesten, und sie werden es dir sagen.
8 Als
der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er voneinander
schied die Menschenkinder, da stellte er fest die Grenzen der
Völker nach der Zahl der Kinder Israel.
9 Denn
Jehovas Teil ist sein Volk, Jakob die Schnur seines Erbteils.
10 Er
fand ihn im Lande der Wüste und in der Öde, dem Geheul der
Wildnis; er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie
seinen Augapfel.
11 Wie
der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine
Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen;
12 so
leitete ihn Jehova allein, und kein fremder Gott war mit ihm.
13 Er
ließ ihn einherfahren auf den Höhen der Erde, und er aß den
Ertrag des Feldes; und er ließ ihn Honig saugen aus dem Felsen
und Öl aus dem Kieselfelsen;
14
geronnene Milch der Kühe und Milch der Schafe, samt dem Fette
der Mastschafe und Widder, der Söhne Basans, und der Böcke, samt
dem Nierenfett des Weizens; und der Traube Blut trankest du,
feurigen Wein.
15 Da
ward Jeschurun fett und schlug aus; du wurdest fett, dick,
feist! Und er verließ Gott, der ihn gemacht hatte, und
verachtete den Fels seiner Rettung.
16 Sie
reizten ihn zur Eifersucht durch fremde Götter, durch Greuel
erbitterten sie ihn.
17 Sie
opferten den Dämonen, die Nicht-Gott sind, Göttern, die sie
nicht kannten, neuen, die vor kurzem aufgekommen waren, die eure
Väter nicht verehrten.
18 Den
Felsen, der dich gezeugt, vernachlässigtest du, und vergaßest
den Gott, der dich geboren.
19 Und
Jehova sah es und verwarf sie, vor Unwillen über seine Söhne und
seine Töchter.
20 Und
er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will
sehen, was ihr Ende sein wird; denn ein Geschlecht voll
Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.
21 Sie
haben mich zur Eifersucht gereizt durch Nicht-Götter, haben mich
erbittert durch ihre Nichtigkeiten; so will auch ich sie zur
Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine törichte
Nation will ich sie erbittern.
22
Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn und wird brennen bis
in den untersten Scheol, und es wird verzehren die Erde und
ihren Ertrag und entzünden die Grundfesten der Berge.
23 Ich
werde Unglück über sie häufen, meine Pfeile wider sie
verbrauchen.
24
Vergehen sie vor Hunger, und sind sie aufgezehrt von Fieberglut
und giftiger Pest, so werde ich den Zahn wilder Tiere gegen sie
senden, samt dem Gifte der im Staube Schleichenden.
25
Draußen wird das Schwert rauben, und in den Gemächern der
Schrecken: den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling mit dem
greisen Manne.
26 Ich
hätte gesagt: Ich will sie zerstreuen, ihrem Gedächtnis unter
den Menschen ein Ende machen!
27
Wenn ich die Kränkung von seiten des Feindes nicht fürchtete,
daß ihre Widersacher es verkännten, daß sie sprächen: Unsere
Hand war erhaben, und nicht Jehova hat dies alles getan!
28
Denn sie sind eine Nation, die allen Rat verloren hat; und kein
Verständnis ist in ihnen.
29
Wenn sie weise wären, so würden sie dieses verstehen, ihr Ende
bedenken.
30 Wie
könnte einer Tausend jagen, und zwei Zehntausend in die Flucht
treiben, wäre es nicht, daß ihr Fels sie verkauft und Jehova sie
preisgegeben hätte?
31
Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels: Dessen sind unsere
Feinde selbst Richter!
32
Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den
Fluren Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bitter sind ihre
Trauben.
33
Gift der Drachen ist ihr Wein und grausames Gift der Nattern.
34 Ist
dieses nicht bei mir verborgen, versiegelt in meinen
Schatzkammern?
35
Mein ist die Rache und die Vergeltung für die Zeit, da ihr Fuß
wanken wird; denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was
ihnen bevorsteht, eilt herbei.
36
Denn Jehova wird sein Volk richten, und er wird sich’s gereuen
lassen über seine Knechte, wenn er sehen wird, daß geschwunden
die Kraft, und der Gebundene und der Freie dahin ist.
37 Und
er wird sagen: Wo sind ihre Götter, der Fels, auf den sie
vertrauten,
38
welche das Fett ihrer Schlachtopfer aßen, den Wein ihrer
Trankopfer tranken? Sie mögen aufstehen und euch helfen, mögen
ein Schirm über euch sein!
39
Sehet nun, daß ich, ich bin, der da ist, und kein Gott neben
mir! Ich töte, und ich mache lebendig, ich zerschlage, und ich
heile; und niemand ist, der aus meiner Hand errettet!
40
Denn ich erhebe zum Himmel meine Hand und spreche: Ich lebe
ewiglich!
41
Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe und meine Hand
zum Gericht greift, so werde ich Rache erstatten meinen Feinden
und Vergeltung geben meinen Hassern.
42
Meine Pfeile werde ich berauschen mit Blut, und mein Schwert
wird Fleisch fressen mit dem Blute der Erschlagenen und
Gefangenen, von dem Haupte der Fürsten des Feindes.
43
Jubelt, ihr Nationen, mit seinem Volke! Denn er wird rächen das
Blut seiner Knechte und wird Rache erstatten seinen Feinden, und
seinem Lande, seinem Volke, vergeben.
44 Und
Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des
Volkes, er und Hosea, der Sohn Nuns.
45 Und
als Mose alle diese Worte zu dem ganzen Israel ausgeredet hatte,
da sprach er zu ihnen:
46
Richtet euer Herz auf alle die Worte, die ich euch heute
bezeuge, damit ihr sie euren Kindern befehlet, daß sie darauf
achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun.
47
Denn es ist nicht ein leeres Wort für euch, sondern es ist euer
Leben; und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in
dem Lande, wohin ihr über den Jordan ziehet, um es in Besitz zu
nehmen.
48 Und
Jehova redete zu Mose an diesem selbigen Tage und sprach:
49
Steige auf dieses Gebirge Abarim, den Berg Nebo, der im Lande
Moab liegt, der Jericho gegenüber ist, und sieh das Land Kanaan,
das ich den Kindern Israel zum Eigentum gebe;
50 und
du wirst sterben auf dem Berge, auf welchen du steigen wirst,
und zu deinen Völkern versammelt werden; gleichwie dein Bruder
Aaron auf dem Berge Hor gestorben ist und zu seinen Völkern
versammelt wurde;
51
darum daß ihr treulos gegen mich gehandelt habt inmitten der
Kinder Israel an dem Wasser von Meriba-Kades in der Wüste Zin,
darum daß ihr mich nicht geheiligt habt inmitten der Kinder
Israel.
52
Denn vor dir sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht in
das Land hineinkommen, das ich den Kindern Israel gebe.
33,1
Und dies ist der Segen, womit Mose, der Mann Gottes, die Kinder
Israel vor seinem Tode gesegnet hat. Und er sprach:
2
Jehova ist vom Sinai hergekommen und ist ihnen aufgegangen von
Seir; er ist hervorgestrahlt von dem Berge Paran und ist
gekommen von heiligen Myriaden. Aus seiner Rechten ging
Gesetzesfeuer für sie hervor.
3 Ja,
er liebt die Völker; alle seine Heiligen sind in deiner Hand;
und sie lagern zu deinen Füßen, ein jeder empfängt von deinen
Worten.
4 Ein
Gesetz hat uns Mose geboten, ein Erbe der Versammlung Jakobs.
5 Und
er ward König in Jeschurun, als sich versammelten die Häupter
des Volkes, die Stämme Israels allzumal.
6
Ruben lebe und sterbe nicht, und seiner Männer sei eine Zahl!
7 Und
dieses von Juda; und er sprach: Höre, Jehova, die Stimme Judas
und bringe ihn zu seinem Volke; seine Hände seien mächtig für
ihn, und hilf ihm von seinen Bedrängern!
8 Und
von Levi sprach er: Deine Thummim und deine Urim sind für deinen
Frommen, den du versucht hast zu Massa, mit dem du hadertest bei
dem Wasser von Meriba;
9 der
von seinem Vater und von seiner Mutter sprach: Ich sehe ihn
nicht; und der seine Brüder nicht kannte und von seinen Söhnen
nichts wußte. Denn sie haben dein Wort beobachtet, und deinen
Bund bewahrten sie.
10 Sie
werden Jakob lehren deine Rechte, und Israel dein Gesetz; sie
werden Weihrauch legen vor deine Nase und Ganzopfer auf deinen
Altar.
11
Segne, Jehova, sein Vermögen, und das Werk seiner Hände laß dir
wohlgefallen; zerschmettere die Lenden derer, die sich wider ihn
erheben, und seiner Hasser, daß sie nicht mehr aufstehen!
12 Von
Benjamin sprach er: Der Liebling Jehovas! In Sicherheit wird er
bei ihm wohnen; er beschirmt ihn den ganzen Tag, und zwischen
seinen Schultern wohnt er.
13 Und
von Joseph sprach er: Gesegnet von Jehova sei sein Land, vom
Köstlichsten des Himmels, vom Tau, und von der Tiefe, die unten
lagert;
14 und
vom Köstlichsten der Erträge der Sonne und vom Köstlichsten der
Triebe der Monde;
15 und
vom Vorzüglichsten der Berge der Urzeit und vom Köstlichsten der
ewigen Hügel;
16 und
vom Köstlichsten der Erde und ihrer Fülle; und das Wohlgefallen
dessen, der im Dornbusch wohnte: Es komme auf das Haupt Josephs
und auf den Scheitel des Abgesonderten unter seinen Brüdern!
17
Sein ist die Majestät des Erstgeborenen seines Stieres; und
Hörner des Wildochsen sind seine Hörner. Mit ihnen wird er die
Völker niederstoßen allzumal bis an die Enden der Erde. Und das
sind die Zehntausende Ephraims, und das die Tausende Manasses.
18 Und
von Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, deines Auszugs, und
du, Issaschar, deiner Zelte!
19 Sie
werden Völker zum Berge laden; daselbst werden sie Opfer der
Gerechtigkeit opfern; denn sie werden saugen die Fülle der Meere
und die verborgenen Schätze des Sandes.
20 Und
von Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine
Löwin lagert er und zerreißt Arm und Scheitel.
21 Und
er hat das Erste des Landes sich ersehen, denn dort war der
Anteil des Gesetzgebers aufbewahrt; und er ist an der Spitze des
Volkes gezogen, hat ausgeführt die Gerechtigkeit Jehovas und
seine Gerichte mit Israel.
22 Und
von Dan sprach er: Dan ist ein junger Löwe, der hervorspringt
aus Basan.
23 Und
von Naphtali sprach er: Naphtali, gesättigt mit Huld und voll
des Segens Jehovas! Westen und Süden nimm in Besitz!
24 Und
von Aser sprach er: Gesegnet an Söhnen sei Aser; er sei
wohlgefällig seinen Brüdern, und er tauche in Öl seinen Fuß!
25
Eisen und Erz seien deine Riegel, und wie deine Tage, so deine
Kraft!
26
Keiner ist wie der Gott Jeschuruns, der auf den Himmeln
einherfährt zu deiner Hilfe, und in seiner Hoheit auf den
Wolken.
27
Deine Wohnung ist der Gott der Urzeit, und unter dir sind ewige
Arme; und er vertreibt vor dir den Feind und spricht: Vertilge!
28 Und
Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs, in einem
Lande von Korn und Most; und sein Himmel träufelt Tau.
29
Glückselig bist du, Israel! Wer ist wie du, ein Volk, gerettet
durch Jehova, den Schild deiner Hilfe, und der das Schwert
deiner Hoheit ist? Und es werden dir schmeicheln deine Feinde,
und du, du wirst einherschreiten auf ihren Höhen.
34,1
Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den
Gipfel des Pisga, der Jericho gegenüber ist. Und Jehova ließ ihn
das ganze Land sehen:
2 Das
Gilead bis Dan, und das ganze Naphtali und das Land Ephraim und
Manasse, und das ganze Land Juda bis zum hinteren Meere;
3 und
den Süden und den Jordankreis, die Niederung von Jericho, der
Palmenstadt, bis Zoar.
4 Und
Jehova sprach zu ihm: Das ist das Land, welches ich Abraham,
Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinem
Samen will ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen
lassen, aber du sollst nicht hinübergehen.
5 Und
Mose, der Knecht Jehovas, starb daselbst im Lande Moab, nach dem
Worte Jehovas.
6 Und
er begrub ihn im Tale, im Lande Moab, Beth-Peor gegenüber; und
niemand weiß sein Grab bis auf diesen Tag.
7 Und
Mose war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb; sein Auge war
nicht schwach geworden, und seine Kraft nicht geschwunden.
8 Und
die Kinder Israel beweinten Mose in den Ebenen Moabs dreißig
Tage lang; und es wurden die Tage des Weinens der Trauer um Mose
vollendet.
9 Und
Josua, der Sohn Nuns, war erfüllt mit dem Geiste der Weisheit;
denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt; und die Kinder
Israel gehorchten ihm und taten, so wie Jehova dem Mose geboten
hatte.
10 Und
es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, welchen
Jehova gekannt hätte von Angesicht zu Angesicht,
11
nach all den Zeichen und Wundern, die Jehova ihn gesandt hatte
zu tun im Lande Ägypten, an dem Pharao und an allen seinen
Knechten und an seinem ganzen Lande;
12 und
nach all der starken Hand und nach all dem Großen und
Furchtbaren, das Mose vor den Augen des ganzen Israel getan hat.
Josua
11 Und
es geschah nach dem Tode Moses, des Knechtes Jehovas, da sprach
Jehova zu Josua, dem Sohne Nuns, dem Diener Moses, und sagte:
2 Mein
Knecht Mose ist gestorben; und nun, mache dich auf, gehe über
diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich
ihnen, den Kindern Israel, gebe.
3
Jeden Ort, auf den eure Fußsohle treten wird, euch habe ich ihn
gegeben, so wie ich zu Mose geredet habe.
4 Von
der Wüste und diesem Libanon bis zum großen Strome, dem Strome
Phrat, das ganze Land der Hethiter, und bis zum großen Meere
gegen Sonnenuntergang, soll eure Grenze sein.
5 Es
soll niemand vor dir bestehen alle Tage deines Lebens: so, wie
ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein; ich werde dich
nicht versäumen und dich nicht verlassen.
6 Sei
stark und mutig! Denn du, du sollst diesem Volke das Land als
Erbe austeilen, das ich ihren Vätern geschworen habe, ihnen zu
geben.
7 Nur
sei sehr stark und mutig, daß du darauf achtest, zu tun nach dem
ganzen Gesetz, welches mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche
nicht davon ab zur Rechten noch zur Linken, auf daß es dir
gelinge überall, wohin du gehst.
8
Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen,
und du sollst darüber sinnen Tag und Nacht, auf daß du darauf
achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn
alsdann wirst du auf deinem Wege Erfolg haben, und alsdann wird
es dir gelingen.
9 Habe
ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und
fürchte dich nicht! Denn Jehova, dein Gott, ist mit dir überall,
wohin du gehst.
10 Und
Josua gebot den Vorstehern des Volkes und sprach: Gehet mitten
durch das Lager und gebietet dem Volke und sprechet:
11
Bereitet euch Zehrung; denn in noch drei Tagen werdet ihr über
diesen Jordan ziehen, um hinzukommen, das Land in Besitz zu
nehmen, welches Jehova, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen.
12 Und
zu den Rubenitern und zu den Gaditern und zu dem halben Stamme
Manasse sprach Josua und sagte:
13
Gedenket des Wortes, das Mose, der Knecht Jehovas, euch geboten
hat, indem er sprach: Jehova, euer Gott, schafft euch Ruhe und
gibt euch dieses Land.
14
Eure Weiber, eure Kinder und euer Vieh sollen in dem Lande
bleiben, das Mose euch diesseit des Jordan gegeben hat; ihr
aber, alle streitbaren Männer, sollt gerüstet vor euren Brüdern
hinüberziehen und ihnen helfen,
15 bis
Jehova euren Brüdern Ruhe schaft wie euch, und auch sie das Land
besitzen, welches Jehova, euer Gott, ihnen gibt. Dann sollt ihr
in das Land eures Besitztums zurückkehren und es besitzen,
welches Mose, der Knecht Jehovas, euch gegeben hat, diesseit des
Jordan, gegen Sonnenaufgang.
16 Und
sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten
hast, wollen wir tun, und wohin irgend du uns senden wirst,
wollen wir gehen.
17
Nach allem wie wir Mose gehorcht haben, also wollen wir dir
gehorchen. Nur möge Jehova, dein Gott, mit dir sein, wie er mit
Mose gewesen ist!
18
Jedermann, der deinem Befehle widerspenstig ist und nicht auf
deine Worte hört in allem, was du uns gebietest, soll getötet
werden. Nur sei stark und mutig!
2,1
Und Josua, der Sohn Nuns, sandte von Sittim heimlich zwei Männer
als Kundschafter aus und sprach: Gehet, besehet das Land und
Jericho. Und sie gingen hin und kamen in das Haus einer Hure,
namens Rahab; und sie legten sich daselbst nieder.
2 Und
es wurde dem König von Jericho berichtet und gesagt: Siehe, es
sind in dieser Nacht Männer von den Kindern Israel
hierhergekommen, um das Land zu erforschen.
3 Da
sandte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Führe
die Männer heraus, die zu dir gekommen, die in dein Haus
eingekehrt sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land zu
erforschen.
4 Das
Weib aber nahm die zwei Männer und verbarg sie. Und sie sprach:
Allerdings sind die Männer zu mir gekommen, aber ich wußte
nicht, woher sie waren;
5 und
als das Tor beim Dunkelwerden geschlossen werden sollte, da
gingen die Männer hinaus; ich weiß nicht, wohin die Männer
gegangen sind. Jaget ihnen eilends nach, denn ihr werdet sie
erreichen.
6 Sie
hatte sie aber auf das Dach hinaufgeführt und unter
Flachsstengel versteckt, die sie sich auf dem Dache
aufgeschichtet hatte.
7 Und
die Männer jagten ihnen nach, des Weges zum Jordan, nach den
Furten hin; und man schloß das Tor, sobald die, welche ihnen
nachjagten, hinaus waren.
8 Und
ehe sie sich niederlegten, stieg sie zu ihnen auf das Dach
hinauf
9 und
sprach zu den Männern: Ich weiß, daß Jehova euch das Land
gegeben hat, und daß euer Schrecken auf uns gefallen ist, und
daß alle Bewohner des Landes vor euch verzagt sind.
10
Denn wir haben gehört, daß Jehova die Wasser des Schilfmeeres
vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten zoget, und was
ihr den beiden Königen der Amoriter getan, die jenseit des
Jordan waren, dem Sihon und dem Og, die ihr verbannt habt.
11 Und
wir hörten es, und unser Herz zerschmolz, und es blieb kein Mut
mehr vor euch in irgend einem Menschen; denn Jehova, euer Gott,
ist Gott im Himmel oben und auf der Erde unten.
12 Und
nun schwöret mir doch bei Jehova, weil ich Güte an euch erwiesen
habe, daß auch ihr an meines Vaters Hause Güte erweisen werdet;
und gebet mir ein zuverlässiges Zeichen,
13 und
lasset meinen Vater und meine Mutter und meine Brüder und meine
Schwestern und alle ihre Angehörigen am Leben und errettet
unsere Seelen vom Tode!
14 Und
die Männer sprachen zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt
sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet; und es soll
geschehen, wenn Jehova uns das Land gibt, so werden wir Güte und
Treue an dir erweisen.
15 Da
ließ sie sie an einem Seile durch das Fenster hinunter; denn ihr
Haus war in der Stadtmauer, und sie wohnte in der Stadtmauer.
16 Und
sie sprach zu ihnen: Gehet in das Gebirge, damit die
Nachjagenden euch nicht treffen; und verberget euch daselbst
drei Tage, bis die Nachjagenden zurückgekehrt sind, und danach
gehet eures Weges.
17 Und
die Männer sprachen zu ihr: Wir werden dieses deines Eides ledig
sein, den du uns hast schwören lassen:
18
Siehe, wenn wir in das Land kommen, so sollst du diese Schnur
von Karmesinfaden in das Fenster binden, durch welches du uns
heruntergelassen hast, und sollst deinen Vater und deine Mutter
und deine Brüder und das ganze Haus deines Vaters zu dir ins
Haus versammeln;
19 und
es soll geschehen, wer irgend aus der Tür deines Hauses auf die
Straße gehen wird, dessen Blut sei auf seinem Haupte, und wir
werden unseres Eides ledig sein. Jeder aber, der bei dir im
Hause sein wird, dessen Blut sei auf unserem Haupte, wenn Hand
an ihn gelegt wird.
20 Und
wenn du diese unsere Sache verrätst, so werden wir deines Eides
ledig sein, den du uns hast schwören lassen.
21 Und
sie sprach: Nach euren Worten, also sei es! Und sie entließ sie,
und sie gingen weg. Und sie band die Karmesinschnur ins Fenster.
22 Und
sie gingen weg und kamen in das Gebirge und blieben daselbst
drei Tage, bis die Nachjagenden zurückgekehrt waren. Und die
Nachjagenden suchten sie auf dem ganzen Wege und fanden sie
nicht.
23 Und
die beiden Männer kehrten zurück und stiegen von dem Gebirge
herab, und sie gingen hinüber und kamen zu Josua, dem Sohne
Nuns; und sie erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war.
24 Und
sie sprachen zu Josua: Jehova hat das ganze Land in unsere Hand
gegeben, und auch sind alle Bewohner des Landes vor uns verzagt.
3,1 Da
machte sich Josua des Morgens früh auf, und sie brachen auf von
Sittim und kamen an den Jordan, er und alle Kinder Israel; und
sie rasteten daselbst, ehe sie hinüberzogen.
2 Und
es geschah am Ende von drei Tagen, da gingen die Vorsteher
mitten durch das Lager,
3 und
sie geboten dem Volke und sprachen: Sobald ihr die Lade des
Bundes Jehovas, eures Gottes, sehet, und die Heilige (e-r), die
Leviten, sie tragen, dann sollt ihr von eurem Orte aufbrechen
und ihr nachfolgen.
4 Doch
soll zwischen euch und ihr eine Entfernung sein bei zweitausend
Ellen an Maß. Ihr sollt ihr nicht nahen, auf daß ihr den Weg
wisset, auf dem ihr gehen sollt; denn ihr seid des Weges früher
nicht gezogen.
5 Und
Josua sprach zu dem Volke: Heiliget euch; denn morgen wird
Jehova in eurer Mitte Wunder tun.
6 Und
Josua sprach zu den Heilige (e-r)n und sagte: Nehmet die Lade
des Bundes auf und ziehet vor dem Volke hinüber. Und sie nahmen
die Lade des Bundes auf und zogen vor dem Volke her.
7 Und
Jehova sprach zu Josua: An diesem Tage will ich beginnen, dich
in den Augen von ganz Israel groß zu machen, damit sie wissen,
daß, so wie ich mit Mose gewesen bin, ich mit dir sein werde.
8 Und
du sollst den Heilige (e-r)n, welche die Lade des Bundes tragen,
gebieten und sprechen: Wenn ihr an den Rand des Wassers des
Jordan kommet, so bleibet im Jordan stehen.
9 Und
Josua sprach zu den Kindern Israel: Tretet herzu und höret die
Worte Jehovas, eures Gottes!
10 Und
Josua sprach: Hieran sollt ihr wissen, daß der lebendige Gott in
eurer Mitte ist, und daß er die Kanaaniter und die Hethiter und
die Hewiter und die Perisiter und die Girgasiter und die
Amoriter und die Jebusiter gewißlich vor euch austreiben wird.
11
Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde zieht vor
euch her in den Jordan.
12 Und
nun nehmet euch zwölf Männer aus den Stämmen Israels, je einen
Mann für den Stamm.
13 Und
es wird geschehen, wenn die Fußsohlen der Heilige (e-r), welche
die Lade Jehovas, des Herrn der ganzen Erde, tragen, in den
Wassern des Jordan ruhen, so werden die Wasser des Jordan, die
von oben herabfließenden Wasser, abgeschnitten werden, und sie
werden stehen bleiben wie ein Damm.
14 Und
es geschah, als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um über den
Jordan zu ziehen, indem die Heilige (e-r) die Lade des Bundes
vor dem Volke hertrugen,
15 und
sobald die Träger der Lade an den Jordan kamen, und die Füße der
Heilige (e-r), welche die Lade trugen, in den Rand des Wassers
tauchten, der Jordan aber ist voll über alle seine Ufer die
ganze Zeit der Ernte hindurch,
16 da
blieben die von oben herabfließenden Wasser stehen; sie
richteten sich auf wie ein Damm, sehr fern, bei Adam, der Stadt,
die seitwärts von Zarethan liegt; und die nach dem Meere der
Ebene, dem Salzmeere, hinabfließenden wurden völlig
abgeschnitten. Und das Volk zog hindurch, Jericho gegenüber.
17 Und
die Heilige (e-r), welche die Lade des Bundes Jehovas trugen,
standen festen Fußes auf dem Trockenen in der Mitte des Jordan;
und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinüber, bis die ganze
Nation vollends über den Jordan gegangen war.
4,1
Und es geschah, als die ganze Nation vollends über den Jordan
gezogen war, da sprach Jehova zu Josua und sagte:
2
Nehmet euch aus dem Volke zwölf Männer, je einen Mann aus einem
Stamme,
3 und
gebietet ihnen und sprechet: Hebet euch auf von hier, aus der
Mitte des Jordan, von dem Standorte, wo die Füße der Heilige
(e-r) festgestanden haben, zwölf Steine; und bringet sie mit
euch hinüber und leget sie nieder in dem Nachtlager, wo ihr
diese Nacht übernachten werdet.
4 Und
Josua rief die zwölf Männer, die er aus den Kindern Israel
bestellt hatte, je einen Mann aus einem Stamme.
5 Und
Josua sprach zu ihnen: Gehet hinüber, vor die Lade Jehovas,
eures Gottes, in die Mitte des Jordan, und hebet euch ein jeder
einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme der
Kinder Israel,
6
damit dies ein Zeichen unter euch sei. Wenn eure Kinder künftig
fragen und sprechen: Was bedeuten euch diese Steine?
7 so
sollt ihr zu ihnen sagen: Daß die Wasser des Jordan vor der Lade
des Bundes Jehovas abgeschnitten wurden; als sie durch den
Jordan ging, wurden die Wasser des Jordan abgeschnitten. Und
diese Steine sollen für die Kinder Israel zum Gedächtnis sein
ewiglich.
8 Und
die Kinder Israel taten also, wie Josua geboten hatte, und hoben
zwölf Steine auf aus der Mitte des Jordan, so wie Jehova zu
Josua geredet hatte, nach der Zahl der Stämme der Kinder Israel;
und sie brachten sie mit sich in das Nachtlager hinüber und
legten sie daselbst nieder.
9 Und
zwölf Steine richtete Josua auf in der Mitte des Jordan, an der
Stelle, wo die Füße der Heilige (e-r) gestanden hatten, welche
die Lade des Bundes trugen; und sie sind daselbst bis auf diesen
Tag.
10 Und
die Heilige (e-r), welche die Lade trugen, blieben in der Mitte
des Jordan stehen, bis alles vollendet war, was Jehova dem Josua
geboten hatte, zu dem Volke zu reden, nach allem was Mose dem
Josua geboten hatte. Und das Volk eilte und zog hinüber.
11 Und
es geschah, als das ganze Volk vollends hinübergezogen war, da
zogen die Lade Jehovas und die Heilige (e-r) angesichts des
Volkes hinüber.
12 Und
die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse
zogen gerüstet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen
geredet hatte.
13 Bei
vierzigtausend zum Heere Gerüstete zogen sie vor Jehova her zum
Streit in die Ebenen von Jericho.
14 An
selbigem Tage machte Jehova den Josua groß in den Augen von ganz
Israel; und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet hatten,
alle Tage seines Lebens.
15 Und
Jehova sprach zu Josua und sagte:
16
Gebiete den Heilige (e-r)n, welche die Lade des Zeugnisses
tragen, daß sie aus dem Jordan heraufsteigen.
17 Und
Josua gebot den Heilige (e-r)n und sprach: Steiget aus dem
Jordan herauf!
18 Und
es geschah, als die Heilige (e-r), welche die Lade des Bundes
Jehovas trugen, aus der Mitte des Jordan heraufstiegen, als die
Fußsohlen der Heilige (e-r) sich abgerissen hatten auf das
Trockene, da kehrten die Wasser des Jordan an ihren Ort zurück,
und sie flossen wie früher über alle seine Ufer.
19 Und
das Volk stieg aus dem Jordan herauf am Zehnten des ersten
Monats; und sie lagerten sich in Gilgal an der Ostgrenze von
Jericho.
20 Und
jene zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten,
richtete Josua zu Gilgal auf.
21 Und
er sprach zu den Kindern Israel und sagte: Wenn eure Kinder
künftig ihre Väter fragen und sprechen: Was bedeuten diese
Steine?
22 so
sollt ihr es euren Kindern kundtun und sprechen: Auf trockenem
Boden ist Israel durch diesen Jordan gezogen.
23
Denn Jehova, euer Gott, hat die Wasser des Jordan vor euch
ausgetrocknet, bis ihr hinübergezogen waret, so wie Jehova, euer
Gott, mit dem Schilfmeere tat, das er vor uns austrocknete, bis
wir hinübergezogen waren:
24
damit alle Völker der Erde die Hand Jehovas erkennten, daß sie
stark ist; damit ihr Jehova, euren Gott, fürchtet alle Tage.
5,1
Und es geschah, als alle Könige der Amoriter, die diesseit des
Jordan westwärts, und alle Könige der Kanaaniter, die am Meere
waren, hörten, daß Jehova die Wasser des Jordan vor den Kindern
Israel ausgetrocknet hatte, bis wir hinübergezogen waren, da
zerschmolz ihr Herz, und es war kein Mut mehr in ihnen vor den
Kindern Israel.
2 In
selbiger Zeit sprach Jehova zu Josua: Mache dir Steinmesser und
beschneide wiederum die Kinder Israel zum zweiten Male.
3 Und
Josua machte sich Steinmesser und beschnitt die Kinder Israel am
Hügel Araloth.
4 Und
dies ist die Sache, warum Josua sie beschnitt: Das ganze Volk,
das aus Ägypten gezogen war, die Männlichen, alle Kriegsleute,
waren in der Wüste gestorben, auf dem Wege, als sie aus Ägypten
zogen.
5 Denn
das ganze Volk, welches auszog, war beschnitten; aber das ganze
Volk, das in der Wüste geboren war, auf dem Wege, als sie aus
Ägypten zogen, hatte man nicht beschnitten.
6 Denn
die Kinder Israel wanderten vierzig Jahre in der Wüste, bis die
ganze Nation der Kriegsleute, die aus Ägypten gezogen,
aufgerieben war, welche nicht gehört hatten auf die Stimme
Jehovas, denen Jehova geschworen hatte, sie das Land nicht sehen
zu lassen, welches Jehova ihren Vätern geschworen hatte, uns zu
geben, ein Land, das von Milch und Honig fließt.
7 Und
ihre Söhne, die er an ihrer Statt aufkommen ließ, diese
beschnitt Josua; denn sie hatten Vorhaut, weil man sie auf dem
Wege nicht beschnitten hatte.
8 Und
es geschah, als die ganze Nation vollends beschnitten war, da
blieben sie an ihrem Orte im Lager, bis sie heil waren.
9 Und
Jehova sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Ägyptens von
euch abgewälzt. Und man gab selbigem Orte den Namen Gilgal bis
auf diesen Tag.
10 Und
die Kinder Israel lagerten in Gilgal; und sie feierten das
Passah am vierzehnten Tage des Monats, am Abend, in den Ebenen
von Jericho.
11 Und
sie aßen am anderen Tage nach dem Passah von dem Erzeugnis des
Landes, ungesäuertes Brot und geröstete Körner, an diesem
selbigen Tage.
12 Und
das Man hörte auf am anderen Tage, als sie von dem Erzeugnis des
Landes aßen, und es gab für die Kinder Israel kein Man mehr; und
sie aßen von dem Ertrage des Landes Kanaan in jenem Jahre.
13 Und
es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen
auf und sah: und siehe, ein Mann stand vor ihm, und sein Schwert
gezückt in seiner Hand. Und Josua ging auf ihn zu und sprach zu
ihm: Bist du für uns oder für unsere Feinde?
14 Und
er sprach: Nein, sondern als der Oberste des Heeres Jehovas bin
ich jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde
und huldigte ihm und sprach zu ihm: Was redet mein Herr zu
seinem Knechte?
15 Und
der Oberste des Heeres Jehovas sprach zu Josua: Ziehe deinen
Schuh aus von deinem Fuße; denn der Ort, auf dem du stehst, ist
heilig! Und Josua tat also.
6,1
Und Jericho hatte seine Tore geschlossen und war verriegelt vor
den Kindern Israel; niemand ging aus, und niemand ging ein.
2 Und
Jehova sprach zu Josua: Siehe, ich habe Jericho und seinen König
und die streitbaren Männer in deine Hand gegeben.
3 Und
ihr sollt die Stadt umziehen, alle Kriegsleute, einmal rings um
die Stadt her; also sollst du sechs Tage tun.
4 Und
sieben Heilige (e-r) sollen sieben Hallposaunen vor der Lade
hertragen. Und am siebten Tage sollt ihr die Stadt siebenmal
umziehen, und die Heilige (e-r) sollen in die Posaunen stoßen.
5 Und
es soll geschehen, wenn man das Lärmhorn anhaltend bläst, wenn
ihr den Schall der Posaune höret, so soll das ganze Volk ein
großes Geschrei erheben; und die Mauer der Stadt wird an ihrer
Stelle einstürzen, und das Volk soll hinaufsteigen, ein jeder
gerade vor sich hin.
6 Und
Josua, der Sohn Nuns, rief die Heilige (e-r) und sprach zu
ihnen: Nehmet die Lade des Bundes auf, und sieben Heilige (e-r)
sollen sieben Hallposaunen vor der Lade Jehovas hertra gen.
7 Und
er sprach zu dem Volke: Gehet hin und umziehet die Stadt; und
die Gerüsteten sollen vor der Lade Jehovas her gehen.
8 Und
es geschah, als Josua zu dem Volke geredet hatte, da zogen die
sieben Heilige (e-r) hin, welche die sieben Hallposaunen vor
Jehova hertru gen, und stießen in die Posaunen; und die Lade des
Bundes Jehovas folgte hinter ihnen.
9 Und
die Gerüsteten zogen vor den Heilige (e-r)n her, welche in die
Posaunen stießen, und der Nachzug ging hinter der Lade her,
indem sie fort und fort in die Posaunen stießen.
10 Und
Josua hatte dem Volke geboten und gesagt: Ihr sollt kein
Geschrei erheben und eure Stimme nicht hören lassen, und kein
Wort soll aus eurem Munde gehen; bis zu dem Tage, da ich zu euch
sage: Erhebet ein Geschrei! Dann sollt ihr ein Geschrei erheben.
11 Und
die Lade Jehovas umzog die Stadt, einmal rings um sie her; und
sie kamen in das Lager und übernachteten im Lager.
12 Und
Josua machte sich des Morgens früh auf, und die Heilige (e-r)
trugen die Lade Jehovas.
13 Und
die sieben Heilige (e-r), welche die sieben Hallposaunen vor der
Lade Jehovas hertrugen, gingen fort und fort und stießen in die
Posaunen; und die Gerüsteten zogen vor ihnen her, und der
Nachzug ging hinter der Lade Jehovas her, indem sie fort und
fort in die Posaunen stießen.
14 Und
sie umzogen die Stadt am zweiten Tage einmal und kehrten in das
Lager zurück. Also taten sie sechs Tage.
15 Und
es geschah am siebten Tage, da machten sie sich früh auf, beim
Aufgang der Morgenröte, und umzogen die Stadt nach dieser Weise
siebenmal; nur an selbigem Tage umzogen sie die Stadt siebenmal.
16 Und
es geschah beim siebten Male, als die Heilige (e-r) in die
Posaunen stießen, da sprach Josua zu dem Volke: Erhebet ein
Geschrei! Denn Jehova hat euch die Stadt gegeben.
17 Und
sie Stadt, sie und alles, was darin ist, soll dem Jehova ein
Bann sein; nur Rahab, die Hure, soll am Leben bleiben, sie und
alle, die bei ihr im Hause sind, weil sie die Boten versteckt
hat, die wir ausgesandt haben.
18 Ihr
aber, hütet euch nur vor dem Verbannten, damit ihr nicht
verbannet und doch von dem Verbannten nehmet und das Lager
Israels zum Banne machet und es in Trübsal bringet.
19 Und
alles Silber und Gold, samt den ehernen und eisernen Geräten,
soll Jehova heilig sein: in den Schatz Jehovas soll es kommen.
20 Und
das Volk erhob ein Geschrei, und sie stießen in die Posaunen.
Und es geschah, als das Volk den Schall der Posaunen hörte, und
als das Volk ein großes Geschrei erhob, da stürzte die Mauer an
ihrer Stelle ein, und das Volk stieg in die Stadt hinein, ein
jeder gerade vor sich hin, und sie nahmen die Stadt ein.
21 Und
sie verbannten alles, was in der Stadt war, vom Manne bis zum
Weibe, vom Knaben bis zum Greise, und bis zu den Rindern und
Schafen und Eseln, mit der Schärfe des Schwertes.
22 Und
Josua sprach zu den beiden Männern, die das Land
ausgekundschaftet hatten: Gehet in das Haus der Hure, und führet
das Weib und alle ihre Angehörigen von dannen heraus, wie ihr es
ihr geschworen habt.
23 Da
gingen die Jünglinge, die Kundschafter, hinein und führten Rahab
und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brüder und alle ihre
Angehörigen hinaus: alle ihre Geschlechter führten sie hinaus;
und sie ließen sie außerhalb des Lagers Israels.
24 Und
die Stadt und alles, was darin war, verbrannten sie mit Feuer;
nur das Silber und das Gold und die ehernen und die eisernen
Geräte legten sie in den Schatz des Hauses Jehovas.
25 So
ließ Josua Rahab, die Hure, und das Haus ihres Vaters und alle
ihre Angehörigen am Leben; und sie hat in der Mitte Israels
gewohnt bis auf diesen Tag, weil sie die Boten versteckte,
welche Josua abgesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
26 Und
Josua schwur in selbiger Zeit und sprach: Verflucht vor Jehova
sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho bauen
wird! Mit seinem Erstgeborenen wird er ihren Grund legen und mit
seinem Jüngsten ihre Tore aufstellen.
27 Und
Jehova war mit Josua, und sein Ruf verbreitete sich durch das
ganze Land.
7,1
Und die Kinder Israel begingen Untreue an dem Verbannten; und
Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs,
vom Stamme Juda, nahm von dem Verbannten; und der Zorn Jehovas
entbrannte wider die Kinder Israel.
2 Und
Josua sandte Männer von Jericho nach Ai, das bei Beth-Awen,
östlich von Bethel, liegt, und sprach zu ihnen und sagte: Gehet
hinauf und kundschaftet das Land aus. Und die Männer gingen
hinauf und kundschafteten Ai aus.
3 Und
sie kehrten zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Es ziehe nicht
das ganze Volk hinauf; bei zweitausend Mann oder bei dreitausend
Mann mögen hinaufziehen und Ai schlagen; bemühe nicht das ganze
Volk dahin, denn ihrer sind wenige.
4 Da
zogen von dem Volke bei dreitausend Mann dort hinauf; aber sie
flohen vor den Männern von Ai;
5 und
die Männer von Ai erschlugen von ihnen bei sechsunddreißig Mann,
und sie jagten ihnen nach vor dem Tore bis Schebarim und
schlugen sie am Abhange. Da zerschmolz das Herz des Volkes und
wurde wie Wasser.
6 Und
Josua zerriß seine Kleider und fiel vor der Lade Jehovas auf
sein Angesicht zur Erde bis an den Abend, er und die Ältesten
von Israel, und sie warfen Staub auf ihre Häupter.
7 Und
Josua sprach: Ach, Herr, Jehova! Warum hast du denn dieses Volk
über den Jordan ziehen lassen, um uns in die Hand der Amoriter
zu geben, uns zu Grunde zu richten? O hätten wir es uns
dochgefal len lassen und wären jenseit des Jordan geblieben!
8
Bitte, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel vor seinen
Feinden den Rücken gekehrt hat?
9 Und
hören es die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes, so werden
sie uns umzingeln und unseren Namen von der Erde ausrotten; und
was wirst du für deinen großen Namen tun?
10 Da
sprach Jehova zu Josua: Stehe auf! Warum liegst du denn auf
deinem Angesicht?
11
Israel hat gesündigt, und auch haben sie meinen Bund übertreten,
den ich ihnen geboten habe; und auch haben sie von dem
Verbannten genom men und auch gestohlen und es auch verheimlicht
und es auch unter ihre Geräte gelegt!
12 Und
die Kinder Israel wer den vor ihren Feinden nicht zu bestehen
vermögen; sie werden vor ihren Feinden den Rücken kehren, denn
sie sind zum Banne geworden. Ich werde nicht mehr mit euch sein,
wenn ihr nicht den Bann aus eurer Mitte vertilget.
13
Stehe auf, heilige das Volk und sprich: Heiliget euch auf
morgen; denn so spricht Jehova, der Gott Israels: Ein Bann ist
in deiner Mitte, Israel; du wirst vor deinen Feinden nicht zu
bestehen vermögen, bis ihr den Bann aus eurer Mitte hinwegtut.
14 Und
ihr sollt am Morgen herzutreten nach euren Stämmen; und es soll
geschehen: der Stamm, welchen Jehova treffen wird, soll
herzutreten nach den Geschlechtern; und das Geschlecht, welches
Jehova treffen wird, soll herzutreten nach den Häusern; und das
Haus, welches Jehova treffen wird, soll herzutreten nach den
Männern.
15 Und
es soll geschehen: wer mit dem Banne getroffen wird, der soll
mit Feuer verbrannt werden, er und alles, was er hat; denn er
hat den Bund Jehovas übertreten und eine Schandtat in Israel
begangen.
16 Und
Josua machte sich des Morgens früh auf und ließ Israel
herzutreten nach seinen Stämmen; und es ward getroffen der Stamm
Juda.
17 Und
er ließ die Geschlechter Judas herzutreten; und er traf das
Geschlecht der Sarchi ter. Und er ließ das Geschlecht der
Sarchiter herzutreten nach den Männern; und es ward getroffen
Sabdi.
18 Und
er ließ sein Haus herzutreten nach den Männern; und es ward
getroffen Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes
Serachs, vom Stamme Juda.
19 Und
Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib doch Jehova, dem Gott
Israels, Ehre und lege ihm ein Bekenntnis ab; und tue mir doch
kund, was du getan hast; verhehle es mir nicht!
20 Und
Achan antwortete Josua und sprach: Fürwahr, ich habe gegen
Jehova, den Gott Israels, gesündigt, und so, und so habe ich
getan:
21 Ich
sah unter der Beute einen schönen Mantel aus Sinear und
zweihundert Sekel Silber und eine goldene Stange, fünfzig Sekel
ihr Gewicht, und mich gelüstete danach, und ich nahm sie; und
siehe, sie sind im Innern meines Zeltes in der Erde vergraben
und das Silber darunter.
22 Und
Josua sandte Boten hin, und sie liefen zum Zelte; und siehe, er
war in seinem Zelte vergraben und das Silber darunter.
23 Und
sie nahmen es aus dem Innern des Zeltes und brachten es zu Josua
und zu allen Kindern Israel, und sie legten es vor Jehova hin.
24 Da
nahm Josua, und ganz Israel mit ihm, Achan, den Sohn Serachs,
und das Silber und den Mantel und die goldene Stange, und seine
Söhne und seine Töchter, und seine Rinder und seine Esel und
sein Kleinvieh, und sein Zelt und alles, was er hatte, und sie
brachten sie hinauf in das Tal Achor.
25 Und
Josua sprach: Wie hast du uns in Trübsal gebracht! Jehova wird
dich in Trübsal bringen an diesem Tage! Und ganz Israel
steinigte ihn, und sie verbrannten sie mit Feuer und bewarfen
sie mit Steinen;
26 und
sie errichteten einen großen Steinhaufen über ihm, der bis auf
diesen Tag da ist. Und Jehova wandte sich von der Glut seines
Zornes. Darum gab man jenem Orte den Namen Tal Achor bis auf
diesen Tag.
8,1
Und Jehova sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und erschrick
nicht! Nimm alles Kriegsvolk mit dir und mache dich auf, ziehe
hinauf nach Ai. Siehe, ich habe den König von Ai und sein Volk
und seine Stadt und sein Land in deine Hand gegeben.
2 Und
du sollst an Ai und an seinem König tun, so wie du an Jericho
und an seinem König getan hast; jedoch seine Beute und sein Vieh
dürft ihr für euch plündern. Lege dir einen Hinterhalt gegen die
Stadt, in ihren Rücken.
3 Da
machte sich Josua mit allem Kriegsvolk auf, um nach Ai
hinaufzuziehen. Und Josua wählte dreißigtausend Mann aus,
streitbare Männer, und sandte sie ab bei der Nacht.
4 Und
er gebot ihnen und sprach: Sehet, ihr sollt den Hinterhalt
bilden gegen die Stadt, im Rücken der Stadt; entfernet euch
nicht allzuweit von der Stadt, sondern seid alle bereit.
5 Und
ich und alles Volk, das bei mir ist, wir wollen uns der Stadt
nähern; und es soll geschehen, wenn sie herauskommen, uns
entgegen, wie das erste Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen.
6 Und
sie werden herausziehen hinter uns her, bis wir sie von der
Stadt abgerissen haben; denn sie werden sagen: Sie fliehen vor
uns wie das erste Mal! Und wir wollen vor ihnen fliehen.
7 Dann
sollt ihr euch aus dem Hinterhalt aufmachen und die Stadt in
Besitz nehmen; und Jehova, euer Gott, wird sie in eure Hand
geben.
8 Und
es soll geschehen, wenn ihr die Stadt eingenommen habt, so sollt
ihr die Stadt mit Feuer anzünden; nach dem Worte Jehovas sollt
ihr tun. Sehet, ich habe es euch geboten.
9 Und
Josua sandte sie ab, und sie zogen in den Hinterhalt und hielten
zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai. Und Josua brachte jene
Nacht in der Mitte des Volkes zu.
10 Und
Josua machte sich des Morgens früh auf und musterte das Volk;
und er zog hinauf, er und die Ältesten von Israel, vordem Volke
her nach Ai.
11 Und
alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf und rückte heran,
und sie kamen der Stadt gegenüber; und sie lagerten sich
nördlich von Ai, und das Tal war zwischen ihm und Ai.
12 Er
hatte aber bei fünftausend Mann genommen und sie als Hinterhalt
zwischen Bethel und Ai gelegt, westlich von der Stadt.
13 Und
so stellten sie das Volk auf, das ganze Lager, das nördlich von
der Stadt war, und dessen Hinterhalt westlich von der Stadt; und
Josua zog in selbiger Nacht mitten in das Tal.
14 Und
es geschah, als der König von Ai es sah, da eilten die Männer
der Stadt und machten sich früh auf und zogen hinaus, Israel
entgegen zum Streit, er und all sein Volk, an den bestimmten
Ort, vor der Ebene. Er wußte aber nicht, daß ihm im Rücken der
Stadt ein Hinterhalt gelegt war.
15 Und
Josua und ganz Israel ließen sich vor ihnen schlagen und flohen
des Weges zur Wüste.
16 Da
wurde das ganze Volk, das in der Stadt war, zusammengerufen, um
ihnen nachzujagen; und sie jagten Josua nach und wurden von der
Stadt abgerissen.
17 Und
es blieb kein Mann in Ai und Bethel übrig, der nicht hinter
Israel her ausgezogen wäre; und sie ließen die Stadt offen und
jagten Israel nach.
18 Da
sprach Jehova zu Josua: Strecke den Spieß, der in deiner Hand
ist, gegen Ai aus; denn ich will es in deine Hand geben. Und
Josua streckte den Spieß, der in seiner Hand war, gegen die
Stadt aus.
19 Und
der Hinterhalt machte sich eilends von seinem Orte auf und lief,
als er seine Hand ausstreckte, und sie kamen in die Stadt und
nahmen sie ein; und sie eilten und zündeten die Stadt mit Feuer
an.
20 Und
die Männer von Ai wandten sich um und sahen, und siehe, der
Rauch der Stadt stieg gen Himmel empor; und sie hatten keine
Kraft, dahin noch dorthin zu fliehen. Denn das Volk, das nach
der Wüste hin geflohen war, wandte sich um gegen die
Nachjagenden.
21
Denn als Josua und ganz Israel sahen, daß der Hinterhalt die
Stadt eingenommen hatte und daß der Rauch der Stadt emporstieg,
da kehrten sie um und schlugen die Männer von Ai.
22
Jene aber zogen aus der Stadt ihnen entgegen, so daß sie mitten
zwischen Israel waren, die einen von hierher und die anderen von
dorther. Und sie schlugen sie, bis ihnen kein Entronnener oder
Entkommener übrigblieb.
23 Und
den König von Ai grif fen sie lebendig und brachten ihn zu
Josua.
24 Und
es geschah, als Israel das Würgen aller Bewohner von Ai auf dem
Felde, in der Wüste, wo sie ihnen nachgejagt waren, beendigt
hatte, und sie alle durch die Schärfe des Schwertes gefallen,
bis sie aufgerieben waren, da kehrte ganz Israel um nach Ai, und
sie schlugen es mit der Schärfe des Schwertes.
25 Und
alle an selbigem Tage Gefallenen, sowohl Männer als Weiber,
waren zwölftausend, alle Leute von Ai.
26 Und
Josua zog seine Hand, die er mit dem Spieße ausgestreckt hatte,
nicht zurück, bis man alle Bewohner von Ai vertilgt hatte.
27 Nur
das Vieh und die Beute jener Stadt plünderte Israel für sich,
nach dem Worte Jehovas, das er dem Josua geboten hatte.
28 Und
Josua verbrannte Ai und machte es zu einem ewigen Trümmerhaufen,
bis auf diesen Tag.
29 Und
den König von Ai ließ er an einen Baum hängen bis zur Abendzeit;
und beim Untergang der Sonne gebot Josua, und sie nahmen seinen
Leichnam von dem Baume herab und warfen ihn an den Eingang des
Stadttores und errichteten einen großen Stein haufen über ihm,
der bis auf diesen Tag da ist.
30
Damals baute Josua dem Jehova, dem Gott Israels, einen Altar auf
dem Berge Ebal,
31 so
wie Mose, der Knecht Jehovas, den Kindern Israel geboten hatte,
wie im Buche des Gesetzes Moses geschrieben ist, einen Altar von
ganzen Steinen, über die man kein Eisen geschwungen hatte. Und
sie opferten darauf dem Jehova Brandopfer und schlachteten
Friedensopfer.
32 Und
er schrieb daselbst auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes
Moses, welches er vorden Kindern Israel geschrieben hatte.
33 Und
ganz Israel und seine Ältesten und Vorsteher und seine Richter
standen an dieser und an jener Seite der Lade, den Heilige
(e-r)n, den Leviten, gegenüber, welche die Lade des Bundes
Jehovas trugen, der Fremdling wie der Eingeborene, die eine
Hälfte gegen den Berg Gerisim hin und die andere Hälfte gegen
den Berg Ebal hin, wie Mose, der Knecht Jehovas, im Anfang
geboten hatte, das Volk Israel zu segnen.
34 Und
danach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch,
nach allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben ist.
35 Es
war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht
der ganzen Versammlung Israels vorlas, samt den Weibern und den
Kindern und dem Fremdling, der in ihrer Mitte wandelte.
9,1
Und es geschah, als alle die Könige es hörten, die diesseit des
Jordan waren, auf dem Gebirge und in der Niederung und an der
ganzen Küste des großen Meeres gegen den Libanon hin, die
Hethiter und die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die
Hewiter und die Jebusiter:
2 da
versammelten sie sich allzumal, um einmütig wider Josua und
wider Israel zu streiten.
3 Als
aber die Bewohner von Gibeon hörten, was Josua an Jericho und an
Ai getan hatte,
4
handelten sie auch ihrerseits mit List und gingen und stellten
sich als Boten: sie nahmen abgenutzte Säcke für ihre Esel, und
abgenutzte und geborstene und zusammengebundene Weinschläuche,
5 und
abgenutzte und geflickte Schuhe an ihre Füße, und abgenutzte
Kleider auf sich; und alles Brot ihrer Zehrung war vertrocknet
und war schimmlig.
6 Und
sie gingen zu Josua in das Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm
und zu den Männern von Israel: Aus fernem Lande sind wir
gekommen, und nun machet einen Bund mit uns.
7 Aber
die Männer von Israel sprachen zu dem Hewiter: Vielleicht wohnst
du in meiner Mitte, und wie sollte ich einen Bund mit dir
machen?
8 Und
sie sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Und Josua sprach
zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommet ihr?
9 Und
sie sprachen zu ihm: Aus sehr fernem Lande sind deine Knechte
gekommen, um des Namens Jehovas, deines Gottes, willen; denn wir
haben seinen Ruf gehört und alles, was er in Ägypten getan,
10 und
alles, was er den beiden Königen der Amoriter getan hat, die
jenseit des Jordan waren, Sihon, dem König von Hesbon, und Og,
dem König von Basan, der zu Astaroth wohnte.
11 Da
sprachen unsere Ältesten und alle Bewohner unseres Landes zu uns
und sagten: Nehmet Zehrung mit euch auf den Weg und gehet ihnen
entgegen, und sprechet zu ihnen: Wir sind eure Knechte; und nun
machet einen Bund mit uns!
12
Dieses unser Brot, warm haben wir es aus unseren Häusern als
Zehrung mitgenommen an dem Tage, da wir auszogen, um zu euch zu
gehen; und nun siehe, es ist vertrocknet und schimmlig geworden.
13 Und
diese Weinschläuche, die wir neu gefüllt hatten, siehe da, sie
sind geborsten; und diese unsere Kleider und unsere Schuhe sind
abgenutzt infolge des sehr langen Weges.
14 Und
die Männer nahmen von ihrer Zehrung; aber den Mund Jehovas
befragten sie nicht.
15 Und
Josua machte Frieden mit ihnen und machte mit ihnen einen Bund,
sie am Leben zu lassen; und die Fürsten der Gemeinde schwuren
ihnen.
16 Und
es geschah am Ende von drei Tagen, nachdem sie einen Bund mit
ihnen gemacht hatten, da hörten sie, daß sie nahe bei ihnen
waren und mitten unter ihnen wohnten.
17 Da
brachen die Kinder Israel auf und kamen zu ihren Städten am
dritten Tage; und ihre Städte waren Gibeon und Kephira und
Beeroth und Kirjath-Jearim.
18 Und
die Kinder Israel schlugen sie nicht, weil die Fürsten der
Gemeinde ihnen bei Jehova, dem Gott Israels, geschworen hatten.
Da murrte die ganze Gemeinde wider die Fürsten.
19 Und
alle Fürsten sprachen zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen
bei Jehova, dem Gott Israels, geschworen, und nun können wir sie
nicht antasten.
20 Das
wollen wir ihnen tun und sie am Leben lassen, damit nicht ein
Zorn über uns komme wegen des Eides, den wir ihnen geschworen
haben.
21 Und
die Fürsten sprachen zu ihnen: Sie sollen am Leben bleiben. Und
sie wurden Holzhauer und Wasserschöpfer für die ganze Gemeinde,
so wie die Fürsten betreffs ihrer geredet hatten.
22 Und
Josua rief sie und redete zu ihnen und sprach: Warum habt ihr
uns betrogen und gesagt: Wir sind sehr weit von euch, da ihr
doch mitten unter uns wohnet?
23 Und
nun, verflucht seid ihr; und nicht sollt ihr aufhören, Knechte
zu sein, sowohl Holzhauer als Wasserschöpfer für das Haus meines
Gottes!
24 Und
sie antworteten Josua und sprachen: Weil deinen Knechten für
gewiß berichtet wurde, daß Jehova, dein Gott, Mose, seinem
Knechte, geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle
Bewohner des Landes vor euch zu vertilgen, so fürchteten wir
sehr für unser Leben euretwegen und taten diese Sache.
25 Und
nun siehe, wir sind in deiner Hand; tue, wie es gut und wie es
recht ist in deinen Augen, uns zu tun.
26 Und
er tat ihnen also und errettete sie von der Hand der Kinder
Israel; und sie töteten sie nicht.
27 Und
Josua machte sie an jenem Tage zu Holzhauern und Wasserschöpfern
für die Gemeinde und für den Altar Jehovas, bis auf diesen Tag,
an dem Orte, den er erwählen würde.
10,1
Und es geschah, als Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte,
daß Josua Ai eingenommen und vertilgt habe, daß er Ai und seinem
König ebenso getan, wie er Jericho und seinem König getan hatte,
und daß die Bewohner von Gibeon Frieden mit Israel gemacht
hätten und in ihrer Mitte wären:
2 da
fürchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine große Stadt, wie
eine der Königsstädte, und es war größer als Ai, und alle seine
Männer waren Helden.
3 Und
Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem König
von Hebron, und zu Piream, dem König von Jarmuth, und zu
Japhija, dem König von Lachis, und zu Debir, dem König von
Eglon, und ließ ihnen sagen:
4
Kommt zu mir herauf und helft mir, daß wir Gibeon schlagen; denn
es hat mit Josua und mit den Kindern Israel Frieden gemacht!
5 Da
versammelten sich und zogen herauf die fünf Könige der Amoriter,
der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von
Jarmuth, der König von Lachis, der König von Eglon, sie und alle
ihre Heerlager; und sie lagerten sich wider Gibeon und stritten
wider dasselbe.
6 Und
die Männer von Gibeon sandten zu Josua in das Lager nach Gilgal
und ließen ihm sagen: Ziehe deine Hände nicht ab von deinen
Knechten; komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns;
denn alle Könige der Amoriter, die das Gebirge bewohnen, haben
sich wider uns versammelt.
7 Und
Josua zog von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm und
alle streitbaren Männer.
8 Und
Jehova sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen, denn ich
habe sie in deine Hand gegeben; kein Mann von ihnen wird vor dir
standhalten.
9 Und
Josua kam plötzlich über sie; die ganze Nacht zog er von Gilgal
hinauf.
10 Und
Jehova verwirrte sie vor Israel; und er richtete eine große
Niederlage unter ihnen an zu Gibeon und jagte ihnen nach auf dem
Wege der Anhöhe von Beth-Horon und schlug sie bis Aseka und bis
Makkeda.
11 Und
es geschah, als sie vor Israel flohen, sie stiegen hinunter von
Beth-Horon da warf Jehova große Steine vom Himmel auf sie herab,
bis Aseka, daß sie starben. Es waren derer, welche durch die
Hagelsteine starben, mehr als derer, welche die Kinder Israel
mit dem Schwerte töteten.
12
Damals redete Josua zu Jehova, an dem Tage, da Jehova die
Amoriter vor den Kindern Israel dahingab, und sprach vor den
Augen Israels: Sonne, stehe still zu Gibeon; und du, Mond, im
Tale Ajjalon!
13 Und
die Sonne stand still, und der Mond blieb stehen, bis die Nation
sich an ihren Feinden gerächt hatte. (Ist das nicht geschrieben
im Buche Jaschar?) Und die Sonne blieb mitten am Himmel stehen
und eilte nicht zum Untergang, ungefähr einen ganzen Tag.
14 Und
es war kein Tag wie dieser, vor ihm und nach ihm, daß Jehova auf
die Stimme eines Menschen gehört hätte; denn Jehova stritt für
Israel.
15 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, kehrte in das Lager nach Gilgal
zurück.
16
Jene fünf Könige aber flohen und versteckten sich in der Höhle
zu Makkeda.
17 Und
es wurde Josua berichtet und gesagt: Die fünf Könige sind
gefunden worden, versteckt in der Höhle zu Makkeda.
18 Und
Josua sprach: Wälzet große Steine an die Mündung der Höhle, und
bestellet Männer über dieselbe, um sie zu bewachen.
19 Ihr
aber, stehet nicht still, jaget euren Feinden nach und schlaget
ihren Nachtrab; laßt sie nicht in ihre Städte kommen, denn
Jehova, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben!
20 Und
es geschah, als Josua und die Kinder Israel geendigt hatten,
eine sehr große Niederlage unter ihnen anzurichten, bis sie
aufgerieben waren, (die Entronnenen von ihnen entrannen aber und
kamen in die festen Städte)
21 da
kehrte das ganze Volk in Frieden zu Josua zurück, in das Lager
nach Makkeda; niemand spitzte seine Zunge gegen die Kinder
Israel.
22 Und
Josua sprach: Öffnet die Mündung der Höhle und bringet diese
fünf Könige aus der Höhle zu mir heraus!
23 Und
sie taten also und brachten diese fünf Könige aus der Höhle zu
ihm heraus: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den
König von Jarmuth, den König von Lachis, den König von Eglon.
24 Und
es geschah, als sie diese Könige zu Josua herausgebracht hatten,
da rief Josua alle Männer von Israel und sprach zu den Anführern
der Kriegsleute, die mit ihm gezogen waren: Tretet herzu, setzet
eure Füße auf die Hälse dieser Könige! Und sie traten herzu und
setzten ihre Füße auf ihre Hälse.
25 Und
Josua sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht und erschrecket
nicht, seid stark und mutig! Denn so wird Jehova allen euren
Feinden tun, wider die ihr streitet.
26 Und
danach erschlug Josua sie und tötete sie und hängte sie an fünf
Bäume; und sie hingen an den Bäumen bis zum Abend.
27 Und
es geschah zur Zeit des Sonnenuntergangs, da gebot Josua, und
man nahm sie von den Bäumen herab und warf sie in die Höhle, wo
sie sich versteckt hatten; und man legte große Steine an die
Mündung der Höhle, die bis auf diesen selbigen Tag da sind.
28 Und
Josua nahm an jenem Tage Makkeda ein und schlug es mit der
Schärfe des Schwertes; und seinen König, die Stadt und alle
Seelen, die darin waren, verbannte er: er ließ keinen
Entronnenen übrig; und er tat dem König von Makkeda, so wie er
dem König von Jericho getan hatte.
29 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Makkeda nach Libna und
stritt wider Libna.
30 Und
Jehova gab es auch in die Hand Israels, samt seinem König; und
er schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alle Seelen, die
darin waren: er ließ keinen Entronnenen darin übrig; und er tat
seinem König, so wie er dem König von Jericho getan hatte.
31 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Libna nach Lachis; und
er belagerte es und stritt wider dasselbe.
32 Und
Jehova gab Lachis in die Hand Israels; und er nahm es am zweiten
Tage ein und schlug es mit der Schärfe des Schwertes und alle
Seelen, die darin waren, nach allem, was er Libna getan hatte.
33
Damals zog Horam, der König von Geser, herauf, um Lachis zu
helfen; aber Josua schlug ihn und sein Volk, bis ihm kein
Entronnener übrigblieb.
34 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Lachis nach Eglon; und
sie belagerten es und stritten wider dasselbe.
35 Und
sie nahmen es an selbigem Tage ein und schlugen es mit der
Schärfe des Schwertes; und alle Seelen, die darin waren,
verbannte er an selbigem Tage, nach allem was er Lachis getan
hatte.
36 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, zog von Eglon nach Hebron
hinauf, und sie stritten wider dasselbe.
37 Und
sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes,
samt seinem König und allen seinen Städten und allen Seelen, die
darin waren: er ließ keinen Entronnenen übrig, nach allem, was
er Eglon getan hatte; und er verbannte es und alle Seelen, die
darin waren.
38 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, wandte sich nach Debir und
stritt wider dasselbe.
39 Und
er nahm es ein, samt seinem König und allen seinen Städten, und
sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes und verbannten
alle Seelen, die darin waren: er ließ keinen Entronnenen übrig;
wie er Hebron getan, und wie er Libna und seinem König getan
hatte, also tat er Debir und seinem König.
40 Und
Josua schlug das ganze Land, das Gebirge und den Süden und die
Niederung und die Abhänge und alle ihre Könige: er ließ keinen
Entronnenen übrig; und alles, was Odem hatte, verbannte er, so
wie Jehova, der Gott Israels, geboten hatte.
41 Und
Josua schlug sie von Kades-Barnea bis Gasa, und das ganze Land
Gosen bis Gibeon.
42 Und
alle diese Könige und ihr Land nahm Josua auf einmal; denn
Jehova, der Gott Israels, stritt für Israel.
43 Und
Josua, und ganz Israel mit ihm, kehrte in das Lager nach Gilgal
zurück.
11,1
Und es geschah, als Jabin, der König von Hazor, es hörte, sandte
er zu Jobab, dem König von Madon, und zu dem König von Schimron
und zu dem König von Akschaph
2 und
zu den Königen, die gegen Norden waren im Gebirge und in der
Ebene südlich von Kinneroth und in der Niederung und im
Hügelgebiet von Dor gegen Westen,
3 zu
den Kanaanitern gegen Osten und gegen Westen, und zu den
Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den
Jebusitern im Gebirge, und zu den Hewitern am Fuße des Hermon im
Lande Mizpa.
4 Und
sie zogen aus, sie und alle ihre Heerlager mit ihnen, ein großes
Volk, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge, und
sehr viele Rosse und Wagen.
5 Und
alle diese Könige trafen zusammen und kamen und lagerten sich
miteinander am Wasser Merom, um mit Israel zu streiten.
6 Da
sprach Jehova zu Josua: Fürchte dich nicht vor ihnen; denn
morgen um diese Zeit will ich sie allesamt erschlagen vor Israel
dahingeben: ihre Rosse sollst du lähmen und ihre Wagen mit Feuer
verbrennen.
7 Und
Josua, und alles Kriegsvolk mit ihm, kam plötzlich über sie am
Wasser Merom, und sie überfielen sie.
8 Und
Jehova gab sie in die Hand Israels, und sie schlugen sie und
jagten ihnen nach bis Zidon, der großen Stadt, und bis
Misrephot-Majim und bis in die Talebene von Mizpe gegen Osten;
und sie schlugen sie, bis ihnen kein Entronnener übrigblieb.
9 Und
Josua tat ihnen, so wie Jehova ihm gesagt hatte: ihre Rosse
lähmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer.
10 Und
Josua kehrte in selbiger Zeit zurück und nahm Hazor ein, und
seinen König erschlug er mit dem Schwerte; denn Hazor war vordem
die Hauptstadt aller dieser Königreiche.
11 Und
sie schlugen alle Seelen, die darin waren, mit der Schärfe des
Schwertes, indem sie sie verbannten: nichts blieb übrig, was
Odem hatte; und Hazor verbrannte er mit Feuer.
12 Und
alle Städte dieser Könige, samt allen ihren Königen, nahm Josua
ein und schlug sie mit der Schärfe des Schwertes und verbannte
sie, so wie Mose, der Knecht Jehovas, geboten hatte.
13 Nur
alle die Städte, die auf ihren Hügeln standen, verbrannte Israel
nicht; aus genommen Hazor allein, das verbrannte Josua.
14 Und
alle Beute dieser Städte und das Vieh plünderten die Kinder
Israel für sich; doch alle Menschen schlugen sie mit der Schärfe
des Schwertes, bis sie sie vertilgt hatten: sie ließen nichts
übrig, was Odem hatte.
15 Wie
Jehova Mose, seinem Knechte, geboten hatte, also gebot Mose
Josua, und also tat Josua; er ließ nichts fehlen von allem, was
Jehova dem Mose geboten hatte.
16 Und
Josua nahm dieses ganze Land, das Gebirge und den ganzen Süden
und das ganze Land Gosen und die Niederung und die Ebene, und
das Gebirge Israel und seine Niederung, von dem kahlen Gebirge,
17 das
gegen Seir aufsteigt, bis Baal-Gad in der Talebene des Libanon,
am Fuße des Berges Hermon; und alle ihre Könige ergriff er und
erschlug sie und tötete sie.
18
Lange Zeit führte Josua Krieg mit allen diesen Königen.
19 Es
war keine Stadt, die sich den Kindern Israel friedlich ergab,
außer den Hewitern, die zu Gibeon wohnten; alles nahmen sie mit
Krieg ein.
20
Denn von Jehova war es, daß sie ihr Herz verhärteten zum Kriege
mit Israel, damit sie vertilgt würden, ohne daß ihnen Gnade
widerführe, sondern damit sie vertilgt würden, so wie Jehova dem
Mose geboten hatte.
21 Und
Josua kam in selbiger Zeit und rottete die Enakim aus von dem
Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von dem ganzen
Gebirge Juda und von dem ganzen Gebirge Israel: mit ihren
Städten verbannte sie Josua.
22 Es
blieben keine Enakim in dem Lande der Kinder Israel übrig; nur
zu Gasa, zu Gath und zu Asdod blieben sie übrig.
23 Und
so nahm Josua das ganze Land, nach allem, was Jehova zu Mose
geredet hatte; und Josua gab es Israel zum Erbteil, nach ihren
Abteilungen, nach ihren Stämmen. Und das Land hatte Ruhe vom
Kriege.
12,1
Und dies sind die Könige des Landes, welche die Kinder Israel
schlugen, und deren Land sie in Besitz nahmen jenseit des
Jordan, gegen Sonnenaufgang, vom Flusse Arnon bis zum Berge
Hermon, und die ganze Ebene gegen Osten:
2
Sihon, der König der Amoriter, der zu Hesbon wohnte; er
herrschte von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon liegt, und
zwar von der Mitte des Flußtales an, und über das halbe Gilead
bis an den Fluß Jabbok, die Grenze der Kinder Ammon,
3 und
über die Ebene bis an den See Kinneroth, gegen Osten, und bis an
das Meer der Ebene, das Salzmeer, gegen Osten, nach
Beth-Jesimoth hin, und gegen Süden unter den Abhängen des Pisga;
4 und
das Gebiet Ogs, des Königs von Basan, von dem Überrest der
Rephaim, der zu Astaroth und zu Edrei wohnte;
5 und
er herrschte über den Berg Hermon und über Salka und über das
ganze Basan, bis an die Grenze der Gesuriter und der
Maakathiter, und über das halbe Gilead, die Grenze Sihons, des
Königs von Hesbon.
6
Mose, der Knecht Jehovas, und die Kinder Israel schlugen sie;
und Mose, der Knecht Jehovas, gab es als Besitztum den
Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamme Manasse.
7 Und
dies sind die Könige des Landes, welche Josua und die Kinder
Israel schlugen diesseit des Jordan, nach Westen hin, von
Baal-Gad in der Talebene des Libanon, bis an das kahle Gebirge,
das gegen Seir aufsteigt. Und Josua gab es den Stämmen Israels
als Besitztum, nach ihren Abteilungen,
8 im
Gebirge und in der Niederung und in der Ebene und an den
Abhängen und in der Wüste und im Süden: die Hethiter und die
Amoriter und die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die
Jebusiter:
9 der
König von Jericho: einer; der König von Ai, das zur Seite von
Bethel liegt, einer;
10 der
König von Jerusalem: einer; der König von Hebron: einer;
11 der
König von Jarmuth: einer; der König von Lachis: einer;
12 der
König von Eglon: einer; der König von Geser: einer;
13 der
König von Debir: einer; der König von Geder: einer;
14 der
König von Horma: einer; der König von Arad: einer;
15 der
König von Libna: einer; der König von Adullam: einer;
16 der
König von Makkeda: einer; der König von Bethel: einer;
17 der
König von Tappuach: einer; der König von Hepher: einer;
18 der
König von Aphek: einer; der König von Lascharon: einer;
19 der
König von Madon: einer; der König von Hazor: einer;
20 der
König von Schimron-Meron: einer; der König von Akschaph: einer;
21 der
König von Taanak: einer; der König von Megiddo: einer;
22 der
König von Kedesch: einer; der König von Jokneam, am Karmel:
einer;
23 der
König von Dor, in dem Hügelgebiet von Dor: einer; der König von
Gojim zu Gilgal: einer;
24 der
König von Tirza: einer. Aller Könige waren einunddreißig.
13,1
Und Josua war alt, wohlbetagt, und Jehova sprach zu ihm: Du bist
alt, wohlbetagt, und vom Lande ist sehr viel übrig in Besitz zu
nehmen.
2 Dies
ist das Land, das noch übrig ist: alle Bezirke der Philister und
das ganze Gesuri;
3 von
dem Sihor, der vor Ägypten fließt, bis an die Grenze von Ekron
gegen Norden, wird es zu den Kanaanitern gerechnet; die fünf
Fürsten der Philister: der Gasiter, der Asdoditer, der
Askaloniter, der Gathiter und der Ekroniter, und die Awim.
4 Im
Süden das ganze Land der Kanaaniter und Meara, das den Zidoniern
gehört, bis Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;
5 und
das Land der Gibliter und der ganze Libanon gegen Sonnenaufgang,
von Baal-Gad, am Fuße des Berges Hermon, bis man nach Hamath
kommt;
6 alle
Bewohner des Gebirges, vom Libanon bis Misrephot-Majim, alle
Zidonier. Ich selbst werde sie vor den Kindern Israel
austreiben; nur verlose es Israel als Erbteil, so wie ich dir
geboten habe.
7 Und
nun verteile dieses Land als Erbteil den neun Stämmen und dem
halben Stamme Manasse.
8 Mit
ihm haben die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbteil empfangen,
welches Mose ihnen gegeben hat jenseit des Jordan gegen Osten,
so wie Mose, der Knecht Jehovas, es ihnen gegeben hat:
9 von
Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon ist, und zwar von der
Stadt, die mitten im Flußtale liegt, und die ganze Ebene Medeba
bis Dibon,
10 und
alle Städte Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon
regierte, bis zur Grenze der Kinder Ammon;
11 und
Gilead und das Gebiet der Gesuriter und der Maakathiter und den
ganzen Berg Hermon und das ganze Basan bis Salka,
12 das
ganze Reich Ogs in Basan, der zu Astaroth und zu Edrei regierte;
(er war von dem Überrest der Rephaim übriggeblieben;) und Mose
schlug sie und trieb sie aus.
13
Aber die Kinder Israel trieben die Gesuriter und die Maakathiter
nicht aus; und Gesur und Maakath haben in der Mitte Israels
gewohnt bis auf diesen Tag.
14 Nur
dem Stamme Levi gab er kein Erbteil; die Feueropfer Jehovas, des
Gottes Israels, sind sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat.
15 Und
Mose gab dem Stamme der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern.
16 Und
es wurde ihnen als Gebiet zuteil: von Aroer an, das am Ufer des
Flusses Arnon ist, und zwar von der Stadt, die mitten im
Flußtale liegt, und die ganze Ebene bei Medeba;
17
Hesbon und alle seine Städte, die in der Ebene sind: Dibon und
Bamoth-Baal und Beth-Baal-Meon,
18 und
Jahza und Kedemoth und Mephaath,
19 und
Kirjathaim und Sibma und Zereth-Schachar auf dem Berge der
Talebene,
20 und
Beth-Peor und die Abhänge des Pisga und Beth-Jesimoth,
21 und
alle Städte der Ebene, und das ganze Reich Sihons, des Königs
der Amoriter, der zu Hesbon regierte, welchen Mose schlug, ihn
und die Fürsten von Midian: Ewi und Rekem und Zur und Hur und
Reba, die Herrscher Sihons, Bewohner des Landes.
22 Und
Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, töteten die Kinder Israel
mit dem Schwerte, nebst ihren Erschlagenen.
23 Und
die Grenze der Kinder Ruben war der Jordan und das Angrenzende.
Das war das Erbteil der Kinder Ruben, nach ihren Geschlechtern,
die Städte und ihre Dörfer.
24 Und
Mose gab dem Stamme Gad, den Kindern Gad, nach ihren
Geschlechtern.
25 Und
es wurde ihnen als Gebiet zuteil: Jaser und alle Städte Gileads,
und die Hälfte des Landes der Kinder Ammon bis Aroer, das vor
Rabba liegt;
26 und
von Hesbon bis Ramath-Mizpe und Betonim, und von Machanaim bis
an die Grenze von Lidebir;
27 und
in der Talebene: Beth-Haram und Beth-Nimra und Sukkoth und
Zaphon, der Rest von dem Reiche Sihons, des Königs von Hesbon,
der Jordan und das Angrenzende bis an das Ende des Sees
Kinnereth, jenseit des Jordan gegen Osten.
28 Das
war das Erbteil der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern, die
Städte und ihre Dörfer.
29 Und
Mose gab dem halben Stamme Manasse. Und dem halben Stamme der
Kinder Manasse wurde nach ihren Geschlechtern zuteil.
30 Und
ihr Gebiet war von Machanaim an, das ganze Basan, das ganze
Reich Ogs, des Königs von Basan, und alle Dörfer Jairs, die in
Basan sind, sechzig Städte.
31 Und
das halbe Gilead, und Astaroth und Edrei, die Städte des Reiches
Ogs, in Basan, wurden den Söhnen Makirs, des Sohnes Manasses,
zuteil, der Hälfte der Söhne Makirs, nach ihren Geschlechtern.
32 Das
ist es, was Mose in den Ebenen Moabs als Erbe ausgeteilt hat,
jenseit des Jordan von Jericho, gegen Osten.
33
Aber dem Stamme Levi gab Mose kein Erbteil; Jehova, der Gott
Israels, ist ihr Erbteil, so wie er zu ihnen geredet hat.
14,1
Und dies ist es, was die Kinder Israel als Erbe im Lande Kanaan
erhielten, was Eleasar, der Heilige (e-r), und Josua, der Sohn
Nuns, und die Häupter der Väter der Stämme der Kinder Israel
ihnen als Erbe austeilten,
2
durch das Los ihres Erbteils; so wie Jehova durch Mose geboten
hatte betreffs der neun Stämme und des halben Stammes.
3 Denn
das Erbteil der zwei Stämme und des halben Stammes hatte Mose
jenseit des Jordan gegeben; den Leviten aber hatte er kein
Erbteil in ihrer Mitte gegeben.
4 Denn
die Söhne Josephs bildeten zwei Stämme, Manasse und Ephraim; und
man gab den Leviten kein Teil im Lande, außer Städten zum Wohnen
und deren Bezirken für ihr Vieh und für ihre Habe.
5 So
wie Jehova dem Mose geboten hatte, also taten die Kinder Israel,
und sie teilten das Land.
6 Und
die Kinder Juda traten in Gilgal zu Josua; und Kaleb, der Sohn
Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du kennst das Wort,
welches Jehova zu Mose, dem Manne Gottes, meinet-und deinetwegen
in Kades-Barnea geredet hat.
7
Vierzig Jahre war ich alt, als Mose, der Knecht Jehovas, mich
von Kades-Barnea aussandte, um das Land auszukundschaften; und
ich brachte ihm Antwort, wie es mir ums Herz war.
8 Und
meine Brüder, die mit mir hinaufgezogen waren, machten das Herz
des Volkes verzagt; ich aber bin Jehova, meinem Gott, völlig
nachgefolgt.
9 Da
schwur Mose an selbigem Tage und sprach: Wenn nicht das Land,
auf welches dein Fuß getreten ist, dir und deinen Söhnen zum
Erbteil wird ewiglich! Denn du bist Jehova, meinem Gott, völlig
nachgefolgt.
10 Und
nun siehe, Jehova hat mich am Leben erhalten, so wie er geredet
hat, diese fünfundvierzig Jahre, seitdem Jehova dieses Wort zu
Mose geredet hat, als Israel in der Wüste umherwanderte; und nun
siehe, ich bin heute fünfundachtzig Jahre alt.
11 Ich
bin heute noch so stark wie an dem Tage, da Mose mich aussandte;
wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt zum Streite und
um aus-und einzuziehen.
12 Und
nun gib mir dieses Gebirge, von welchem Jehova an jenem Tage
geredet hat; denn du hast an jenem Tage gehört, daß die Enakim
daselbst sind und große, feste Städte. Vielleicht ist Jehova mit
mir, daß ich sie austreibe, so wie Jehova geredet hat.
13 Und
Josua segnete ihn und gab dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, Hebron
zum Erbteil.
14
Daher ward Hebron dem Kaleb, dem Sohne Jephunnes, dem Kenisiter,
zum Erbteil bis auf diesen Tag, weil er Jehova, dem Gott
Israels, völlig nachgefolgt war.
15 Der
Name Hebrons war aber vordem: Stadt Arbas; er war der größte
Mann unter den Enakim. Und das Land hatte Ruhe vom Kriege.
15,1
Und das Los fiel für den Stamm der Kinder Juda, nach ihren
Geschlechtern, nach der Grenze Edoms hin, der Wüste Zin, gegen
Mittag, im äußersten Süden.
2 Und
ihre Südgrenze war vom Ende des Salzmeeres, von der Zunge, die
sich gegen Süden wendet;
3 und
sie lief aus südwärts von der Anhöhe Akrabbim und ging hinüber
nach Zin, und sie stieg hinauf südlich von Kades-Barnea und ging
hinüber nach Hezron, und sie stieg hinauf nach Addar und wandte
sich nach Karka,
4 und
sie ging hinüber nach Azmon und lief aus an dem Bache Ägyptens;
und der Ausgang der Grenze war nach dem Meere hin. Das soll eure
Südgrenze sein.
5 Und
die Grenze gegen Osten war das Salzmeer bis an das Ende des
Jordan. Und die Grenze an der Nordseite war von der Meereszunge
an, vom Ende des Jordan;
6 und
die Grenze stieg hinauf nach Beth-Hogla und ging hinüber
nördlich von Beth-Araba; und die Grenze stieg hinauf zum Steine
Bohans, des Sohnes Rubens;
7 und
die Grenze stieg von dem Tale Achor hinauf nach Debir, und sie
wandte sich nördlich nach Gilgal, welches der Anhöhe Adummim
gegenüber liegt, die südlich von dem Bache ist; und die Grenze
ging hinüber zum Wasser En-Semes, und ihr Ausgang war nach
En-Rogel hin;
8 und
die Grenze stieg das Tal des Sohnes Hinnoms hinauf, nach der
Südseite der Jebusiter, das ist Jerusalem; und die Grenze stieg
zu dem Gipfel des Berges hinauf, welcher vor dem Tale Hinnom,
gegen Westen, am Ende der Talebene der Rephaim, gegen Norden
liegt;
9 und
die Grenze zog sich herum von dem Gipfel des Berges nach der
Quelle des Wassers Nephtoach, und lief nach den Städten des
Gebirges Ephron hin; und die Grenze zog sich herum nach Baala,
das ist Kirjath-Jearim;
10 und
von Baala wandte sich die Grenze gegen Westen nach dem Gebirge
Seir und ging hinüber nach der Nordseite des Berges Jearim, das
ist Kesalon, und sie stieg hinab nach Beth-Semes und ging
hinüber nach Timna;
11 und
die Grenze lief nach der Nordseite von Ekron hin; und die Grenze
zog sich herum nach Schikkeron und ging hinüber nach dem Berge
von Baala, und sie lief aus bei Jabneel; und der Ausgang der
Grenze war nach dem Meere hin.
12 Und
die Westgrenze war das große Meer und das Angrenzende. Das war
die Grenze der Kinder Juda ringsum nach ihren Geschlechtern.
13 Und
Kaleb, dem Sohne Jephunnes, gab er ein Teil inmitten der Kinder
Juda, nach dem Befehle Jehovas an Josua: Die Stadt Arbas, des
Vaters Enaks, das ist Hebron.
14 Und
Kaleb trieb von dannen aus die drei Söhne Enaks, Scheschai und
Achiman und Talmai, Kinder Enaks.
15 Und
von dannen zog er hinauf gegen die Bewohner von Debir; der Name
von Debir war aber vordem Kirjath-Sepher.
16 Und
Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem
gebe ich meine Tochter Aksa zum Weibe.
17 Da
nahm es Othniel ein, der Sohn Kenas’, ein Bruder Kalebs; und er
gab ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.
18 Und
es geschah, als sie einzog, da trieb sie ihn an, ein Feld von
ihrem Vater zu fordern. Und sie sprang von dem Esel herab. Und
Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?
19 Und
sie sprach: Gib mir einen Segen; denn ein Mittagsland hast du
mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die
oberen Quellen und die unteren Quellen.
20 Das
war das Erbteil des Stammes der Kinder Juda, nach ihren
Geschlechtern.
21 Und
die Städte am Ende des Stammes der Kinder Juda, gegen die Grenze
Edoms hin im Süden, waren: Kabzeel und Eder und Jagur,
22 und
Kina und Dimona und Adada,
23 und
Kedesch und Hazor und Jithnan;
24
Siph und Telem und Bealoth,
25 und
Neu-Hazor und Kerijoth-Hezron, das ist Hazor;
26
Amam und Schema und Molada,
27 und
Hazor-Gadda und Heschmon und Beth-Pelet,
28 und
Hazar-Schual und Beerseba und Bisjothja;
29
Baala und Ijim und Ezem,
30 und
El-Tolad und Kesil und Horma,
31 und
Ziklag und Madmanna und Sansanna,
32 und
Lebaoth und Schilchim und Ajin und Rimmon: aller Städte waren
neunundzwanzig und ihre Dörfer.
33 In
der Niederung: Eschtaol und Zorha und Aschna,
34 und
Sanoach und En-Gannim, Tappuach und Enam,
35
Jarmuth und Adullam, Soko und Aseka,
36 und
Schaaraim und Adithaim und Gedera und Gederothaim: vierzehn
Städte und ihre Dörfer.
37
Zenan und Hadascha und Migdal-Gad,
38 und
Dilhan und Mizpe und Joktheel,
39
Lachis und Bozkath und Eglon,
40 und
Kabbon und Lachmas und Kithlisch,
41 und
Gederoth, Beth-Dagon und Naama und Makkeda: sechzehn Städte und
ihre Dörfer.
42
Libna und Ether und Aschan,
43 und
Jiphtach und Aschna und Nezib,
44 und
Kehila und Aksib und Marescha: neun Städte und ihre Dörfer.
45
Ekron und seine Tochterstädte und seine Dörfer.
46 Von
Ekron an und westwärts, alle, die zur Seite von Asdod lagen, und
ihre Dörfer:
47
Asdod, seine Tochterstädte und seine Dörfer; Gasa, seine
Tochterstädte und seine Dörfer, bis an den Bach Ägyptens, und
das große Meer und das Angrenzende.
48 Und
im Gebirge: Schamir und Jattir und Soko,
49 und
Danna und Kirjath-Sanna, das ist Debir,
50 und
Anab und Eschtemo und Anim,
51 und
Gosen und Holon und Gilo: elf Städte und ihre Dörfer.
52
Arab und Duma und Eschhan,
53 und
Janum und Beth-Tappuach und Apheka,
54 und
Humta und Kirjath-Arba, das ist Hebron, und Zior: neun Städte
und ihre Dörfer.
55
Maon, Karmel und Siph und Juta,
56 und
Jisreel und Jokdeam und Sanoach,
57
Kajin, Gibea und Timna: zehn Städte und ihre Dörfer.
58
Halchul, Beth-Zur und Gedor,
59 und
Maarath und Beth-Anoth und Eltekon: sechs Städte und ihre
Dörfer.
60
Kirjath-Baal, das ist Kirjath-Jearim, und Rabba: zwei Städte und
ihre Dörfer.
61 In
der Wüste: Beth-Araba, Middin und Sekaka,
62 und
Nibschan und IrHammelach und Engedi: sechs Städte und ihre
Dörfer.
63
Aber die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem, die Kinder Juda
vermochten sie nicht auszutreiben; und die Jebusiter haben mit
den Kindern Juda in Jerusalem gewohnt bis auf diesen Tag.
16,1
Und das Los kam heraus für die Söhne Josephs vom Jordan von
Jericho an, bei dem Wasser von Jericho gegen Osten: die Wüste,
die von Jericho auf das Gebirge von Bethel hinaufsteigt;
2 und
die Grenze lief von Bethel nach Lus und ging hinüber nach der
Grenze der Arkiter, nach Ataroth;
3 und
sie stieg westwärts hinab nach der Grenze der Japhletiter, bis
an die Grenze von Unter-Beth-Horon und bis Geser; und ihr
Ausgang war nach dem Meere hin.
4 So
erhielten die Söhne Josephs, Manasse und Ephraim, ihr Erbteil.
5 Und
es war die Grenze der Kinder Ephraim, nach ihren Geschlechtern:
Die Grenze ihres Erbteils gegen Osten war Ateroth-Addar bis
Ober-Beth-Horon,
6 und
die Grenze lief gegen Westen nach Mikmethath hin, nördlich; und
die Grenze wandte sich gegen Osten nach Taanath-Silo und ging
daran vorbei gegen Osten nach Janocha;
7 und
sie stieg von Janocha hinab nach Ataroth und Naarath, und stieß
an Jericho und lief aus am Jordan;
8 von
Tappuach ging die Grenze gegen Westen nach dem Bache Kana, und
ihr Ausgang war nach dem Meere hin. Das war das Erbteil des
Stammes der Kinder Ephraim nach ihren Geschlechtern,
9
nebst den Städten, welche für die Kinder Ephraim abgesondert
wurden inmitten des Erbteils der Kinder Manasse: alle Städte und
ihre Dörfer.
10
Aber sie trieben die Kanaaniter nicht aus, die zu Geser wohnten;
und die Kanaaniter haben inmitten von Ephraim gewohnt bis auf
diesen Tag, und sie wurden fronpflichtig.
17,1
Und das Los kam heraus für den Stamm Manasse, denn er war der
Erstgeborene Josephs für Makir, den Erstgeborenen Manasses, den
Vater Gileads; da er ein Kriegsmann war, so wurden ihm Gilead
und Basan zuteil.
2 Und
es kam heraus für die übrigen Söhne Manasses, nach ihren
Geschlechtern: für die Söhne Abiesers und für die Söhne Heleks
und für die Söhne Asriels und für die Söhne Sichems und für die
Söhne Hephers und für die Söhne Schemidas; das waren die Kinder
Manasses, des Sohnes Josephs, die Männlichen, nach ihren
Geschlechtern.
3 Und
Zelophchad, der Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes
Makirs, des Sohnes Manasses, hatte keine Söhne, sondern nur
Töchter; und dies sind die Namen seiner Töchter: Machla und Noa,
Chogla, Milka und Tirza.
4 Und
sie traten herzu vor Eleasar, den Heilige (e-r), und vor Josua,
den Sohn Nuns, und vor die Fürsten, und sprachen: Jehova hat
Mose geboten, uns ein Erbteil unter unseren Brüdern zu geben.
Und er gab ihnen, nach dem Befehle Jehovas, ein Erbteil unter
den Brüdern ihres Vaters.
5 Und
so fielen dem Manasse zehn Anteile zu, außer dem Lande Gilead
und Basan, das jenseit des Jordan liegt;
6 denn
die Töchter Manasses erhielten ein Erbteil unter seinen Söhnen.
Das Land Gilead aber wurde den übrigen Söhnen Manasses zuteil.
7 Und
die Grenze Manasses war von Aser nach Mikmethath, das vor Sichem
liegt; und die Grenze ging nach rechts zu den Bewohnern von
En-Tappuach hin.
8 Dem
Manasse gehörte das Land Tappuach; aber Tappuach, an der Grenze
Manasses, gehörte den Kindern Ephraim.
9 Und
die Grenze stieg hinab nach dem Bache Kana, südlich vom Bache.
Diese Städte gehörten Ephraim inmitten der Städte Manasses. Und
das Gebiet Manasses war nördlich vom Bache, und sein Ausgang war
nach dem Meere hin.
10
Gegen Süden gehörte es dem Ephraim, und gegen Norden dem
Manasse; und das Meer war seine Grenze. Und gegen Norden stießen
sie an Aser, und gegen Osten an Issaschar.
11 Und
Manasse erhielt in Issaschar und in Aser: Beth-Schean und seine
Tochterstädte, und Jibleam und seine Tochterstädte, und die
Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von
En-Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Taanak und
seine Tochterstädte, und die Bewohner von Megiddo und seine
Tochterstädte: das Dreihügelgebiet.
12
Aber die Kinder Manasse vermochten diese Städte nicht in Besitz
zu nehmen, und die Kanaaniter wollten in diesem Lande bleiben.
13 Und
es geschah, als die Kinder Israel erstarkten, da machten sie die
Kanaaniter fronpflichtig; aber sie trieben sie keineswegs aus.
14 Und
die Kinder Joseph redeten zu Josua und sprachen: Warum hast du
mir nur ein Los und eine Meßschnur als Erbteil gegeben, da ich
doch ein zahlreiches Volk bin, soweit Jehova mich bis jetzt
gesegnet hat?
15 Und
Josua sprach zu ihnen: Wenn du ein zahlreiches Volk bist, so
ziehe in den Wald hinauf und haue dir daselbst aus in dem Lande
der Perisiter und der Rephaim, wenn dir das Gebirge Ephraim zu
enge ist.
16 Und
die Kinder Joseph sprachen: Das Gebirge reicht für uns nicht
aus, und bei allen Kanaanitern, die im Tallande wohnen, sind
eiserne Wagen: bei denen, die in Beth-Schean und seinen
Tochterstädten, und bei denen, die im Tale Jisreel wohnen.
17 Da
sprach Josua zum Hause Joseph, zu Ephraim und zu Manasse, und
sagte: Du bist ein zahlreiches Volk und hast eine große Kraft;
nicht ein Los sollst du haben,
18
sondern das Gebirge soll dir zuteil werden. Da es ein Wald ist,
so haue ihn aus, und seine Ausläufer sollen dir gehören; denn du
wirst die Kanaaniter austreiben, wenn sie auch eiserne Wagen
haben, und wenn sie auch stark sind.
18,1
Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammelte sich nach
Silo, und sie schlugen daselbst das Zelt der Zusammenkunft auf;
und das Land war vor ihnen unterjocht.
2 Und
es blieben unter den Kindern Israel sieben Stämme übrig, deren
Erbteil man noch nicht ausgeteilt hatte.
3 Da
sprach Josua zu den Kindern Israel: Wie lange werdet ihr euch
lässig zeigen hinzugehen, um das Land in Besitz zu nehmen,
welches Jehova, der Gott eurer Väter, euch gegeben hat?
4
Nehmet euch drei Männer für den Stamm, und ich will sie
aussenden; und sie sollen sich aufmachen und das Land
durchwandern und es aufschreiben nach Verhältnis ihres Erbteils,
und dann zu mir kommen.
5 Und
sie sollen es unter sich in sieben Teile verteilen. Juda soll
auf seinem Gebiet bleiben gegen Süden, und das Haus Joseph soll
auf seinem Gebiet bleiben gegen Norden.
6 Ihr
aber sollt das Land aufschreiben zu sieben Teilen und mir das
Verzeichnis hierherbringen; und ich werde euch das Los werfen,
hier vor Jehova, unserem Gott.
7 Denn
die Leviten haben kein Teil in eurer Mitte, denn das Heilige
(e-r)tum Jehovas ist ihr Erbteil. Und Gad und Ruben und der
halbe Stamm Manasse haben jenseit des Jordan, gegen Osten, ihr
Erbteil empfangen, welches Mose, der Knecht Jehovas, ihnen
gegeben hat.
8 Und
die Männer machten sich auf und gingen hin. Und Josua gebot
denen, die hingingen, um das Land aufzuschreiben, und sprach:
Gehet hin und durchwandert das Land und schreibet es auf und
kommet wieder zu mir; und hier werde ich euch das Los werfen vor
Jehova, zu Silo.
9 Und
die Männer gingen hin und durchzogen das Land und schrieben es,
nach den Städten, zu sieben Teilen auf in ein Buch; und sie
kamen zu Josua in das Lager nach Silo zurück.
10 Da
warf ihnen Josua das Los zu Silo vor Jehova. Und Josua teilte
daselbst das Land den Kindern Israel aus nach ihren Abteilungen.
11 Und
es kam herauf das Los des Stammes der Kinder Benjamin nach ihren
Geschlechtern. Und das Gebiet ihres Loses kam heraus zwischen
den Kindern Juda und den Kindern Joseph.
12 Und
ihre Grenze auf der Nordseite fing am Jordan an; und die Grenze
stieg hinauf nach der Nordseite von Jericho und stieg auf das
Gebirge gegen Westen, und ihr Ausgang war nach der Wüste von
Beth-Awen hin;
13 und
von dort ging die Grenze hinüber nach Lus, nach der Südseite von
Lus, das ist Bethel; und die Grenze stieg hinab nach
Ateroth-Addar, bei dem Berge, der südlich von Unter-Beth-Horon
ist.
14 Und
die Grenze zog sich herum und wandte sich nach der Westseite,
südwärts von dem Berge, der vor Beth-Horon nach Süden liegt, und
ihr Ausgang war nach Kirjath-Baal hin, das ist Kirjath-Jearim,
einer Stadt der Kinder Juda; das war die Westseite.
15 Und
die Südseite fing an am Ende von Kirjath-Jearim; und die Grenze
lief aus nach Westen hin, und sie lief nach der Quelle des
Wassers Nephtoach hin;
16 und
die Grenze stieg hinab zu dem Ende des Berges, welcher vor dem
Tale des Sohnes Hinnoms in der Talebene der Rephaim gegen Norden
liegt; und sie stieg das Tal Hinnom hinab nach der Südseite der
Jebusiter, und sie stieg hinab nach En-Rogel;
17 und
sie zog sich nordwärts herum und lief nach En-Semes, und sie
lief nach Geliloth hin, das der Anhöhe Adummim gegenüber liegt;
und sie stieg hinab zum Steine Bohans, des Sohnes Rubens,
18 und
ging hinüber nach der Seite, die der Araba nordwärts gegenüber
liegt, und stieg hinab nach der Araba;
19 und
die Grenze ging hinüber nach der Nordseite von Beth-Hogla, und
der Ausgang der Grenze war nach der nördlichen Zunge des
Salzmeeres, nach dem südlichen Ende des Jordan hin. Das war die
Südgrenze.
20 Und
der Jordan begrenzte es an der Ostseite. Das war das Erbteil der
Kinder Benjamin, nach seinen Grenzen ringsum, nach ihren
Geschlechtern.
21 Und
die Städte des Stammes der Kinder Benjamin, nach ihren
Geschlechtern, waren: Jericho und Beth-Hogla und Emek-Keziz,
22 und
Beth-Araba und Zemaraim und Bethel,
23 und
Awim und Para und Ophra,
24 und
Kephar-Ammoni und Ophni und Geba: Zwölf Städte und ihre Dörfer;
25
Gibeon und Rama und Beeroth,
26 und
Mizpe und Kephira und Moza,
27 und
Rekem und Jirpeel und Tarala,
28 und
Zela, Eleph, und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibeath,
Kirjath: vierzehn Städte und ihre Dörfer. Das war das Erbteil
der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern.
19,1
Und das zweite Los kam herauf für Simeon, für den Stamm der
Kinder Simeon, nach ihren Geschlechtern; und ihr Erbteil war
mitten in dem Erbteil der Kinder Juda.
2 Und
es ward ihnen zum Erbteil: Beerseba und Scheba und Molada,
3 und
Hazar-Schual und Bala und Ezem,
4 und
Eltolad und Bethul und Horma,
5 und
Ziklag und Beth-Markaboth und Hazar-Susa,
6 und
Beth-Lebaoth und Scharuchen: dreizehn Städte und ihre Dörfer;
7 Ain,
Rimmon und Ether und Aschan: vier Städte und ihre Dörfer;
8 und
alle Dörfer, die rings um diese Städte liegen, bis Baalath-Beer,
das ist Süd-Ramath. Das war das Erbteil des Stammes der Kinder
Simeon, nach ihren Geschlechtern.
9 Von
der Meßschnur der Kinder Juda war das Erbteil der Kinder Simeon;
denn das Teil der Kinder Juda war zu groß für sie, und so
erhielten die Kinder Simeon ihr Erbteil mitten in ihrem Erbteil.
10 Und
das dritte Los kam herauf für die Kinder Sebulon, nach ihren
Geschlechtern. Und die Grenze ihres Erbteils war bis Sarid;
11 und
ihre Grenze stieg hinauf westwärts, und zwar nach Marhala, und
stieß an Dabbescheth und stieß an den Bach, der vor Jokneam
fließt;
12 und
sie kehrte um von Sarid, ostwärts, gegen Sonnenaufgang, nach der
Grenze von Kisloth-Tabor, und lief nach Daberath hin und stieg
hinauf nach Japhija;
13 und
von dort ging sie hinüber ostwärts gegen Sonnenaufgang, nach
Gath-Hepher, nach Eth-Kazin, und lief aus bei Rimmon, das sich
nach Nea hin erstreckt.
14 Und
die Grenze wandte sich um dasselbe nördlich nach Hannathon, und
ihr Ausgang war das Tal Jiphtach-El;
15 …
und Kattath und Nahalal und Schimron und Jidala und Bethlehem:
zwölf Städte und ihre Dörfer.
16 Das
war das Erbteil der Kinder Sebulon, nach ihren Geschlechtern,
diese Städte und ihre Dörfer.
17 Für
Issaschar kam das vierte Los heraus, für die Kinder Issaschar,
nach ihren Geschlechtern.
18 Und
ihr Gebiet war nach Jisreel hin, und Kesulloth und Schunem,
19 und
Hapharaim und Schion und Anacharath,
20 und
Rabbith und Kischjon und Ebez,
21 und
Remeth und En-Gannim und En-Hadda und Beth-Pazez;
22 und
die Grenze stieß an Tabor und Schachazuma und Beth-Semes, und
der Ausgang ihrer Grenze war am Jordan: sechzehn Städte und ihre
Dörfer.
23 Das
war das Erbteil des Stammes der Kinder Issaschar, nach ihren
Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.
24 Und
das fünfte Los kam heraus für den Stamm der Kinder Aser, nach
ihren Geschlechtern.
25 Und
ihre Grenze war: Helkath und Hali und Beten und Akschaph,
26 und
Allammelek und Amhad und Mischeal; und sie stieß an den Karmel,
gegen Westen, und an den Sihor-Libnath;
27 und
sie kehrte um gegen Sonnenaufgang nach Beth-Dagon und stieß an
Sebulon und an das Tal Jiphtach-El, nördlich von Beth-Emek und
Nehiel, und sie lief nach Kabul hin zur Linken,
28 und
Ebron und Rechob und Hammon und Kana, bis Zidon, der großen
Stadt;
29 und
die Grenze kehrte um nach Rama und bis zur festen Stadt Tyrus;
und die Grenze kehrte um nach Hosa, und ihr Ausgang war nach dem
Meere hin von dem Striche Aksib an;
30 …
und Umma und Aphek und Rechob: zweiundzwanzig Städte und ihre
Dörfer.
31 Das
war das Erbteil des Stammes der Kinder Aser, nach ihren
Geschlechtern, diese Städte und ihre Dörfer.
32 Für
die Kinder Naphtali kam das sechste Los heraus, für die Kinder
Naphtali, nach ihren Geschlechtern.
33 Und
ihre Grenze war von Heleph, von der Terebinthe zu Zaanannim, und
Adami-Nekeb und Jabneel bis Lakum, und ihr Ausgang war am
Jordan;
34 und
die Grenze kehrte um westwärts nach Asnoth-Tabor und lief von
dort nach Hukkok hin. Und so stieß sie an Sebulon gegen Süden,
und an Aser stieß sie gegen Westen, und an Juda am Jordan gegen
Sonnenaufgang.
35 Und
die festen Städte waren: Ziddim, Zer und Hammath, Rakkath und
Kinnereth,
36 und
Adama und Rama und Hazor,
37 und
Kedes und Edrei und En-Hazor,
38 und
Jiron und Migdal-El, Horem und Beth-Anath und Beth-Semes:
neunzehn Städte und ihre Dörfer.
39 Das
war das Erbteil des Stammes der Kinder Naphtali, nach ihren
Geschlechtern, die Städte und ihre Dörfer.
40 Für
den Stamm der Kinder Dan, nach ihren Geschlechtern, kam das
siebte Los heraus.
41 Und
das Gebiet ihres Erbteils war: Zorha und Eschtaol und Ir-Semes,
42 und
Schaalabbin und Ajjalon und Jithla,
43 und
Elon und Timnatha und Ekron,
44 und
Elteke und Gibbethon und Baalath,
45 und
Jehud und Bne-Berak und Gath-Rimmon,
46 und
Me-Jarkon und Rakkon, mit dem Gebiete gegenüber Japho.
47 Und
die Grenze der Kinder Dan ging später weiter als diese; denn die
Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Leschem, und nahmen
es ein und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und sie
nahmen es in Besitz und wohnten darin; und sie nannten Leschem
Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan.
48 Das
war das Erbteil des Stammes der Kinder Dan nach ihren
Geschlechtern, diese Städte und ihre Dörfer.
49 Und
als sie die Verteilung des Landes nach seinen Grenzen vollendet
hatten, gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohne Nuns, ein
Erbteil in ihrer Mitte.
50
Nach dem Befehle Jehovas gaben sie ihm die Stadt, die er
verlangte, Timnath-Serach im Gebirge Ephraim; und er baute die
Stadt und wohnte darin.
51 Das
sind die Erbteile, welche Eleasar, der Heilige (e-r), und Josua,
der Sohn Nuns, und die Häupter der Väter der Stämme der Kinder
Israel durch das Los austeilten zu Silo, vor Jehova, an dem
Eingang des Zeltes der Zusammenkunft. Und so vollendeten sie die
Verteilung des Landes.
20,1
Und Jehova redete zu Josua und sprach: Rede zu den Kindern
Israel und sprich:
2
Bestimmet euch die Zufluchtstädte, von welchen ich durch Mose zu
euch geredet habe,
3 daß
dahin fliehe ein Totschläger, der jemand aus Versehen,
unabsichtlich, erschlagen hat; und sie seien euch zur Zuflucht
vor dem Bluträcher.
4 Und
er soll in eine von diesen Städten fliehen, und an dem Eingang
des Stadttores stehen und vor den Ohren der Ältesten jener Stadt
seine Sache vorbringen; und sie sollen ihn zu sich in die Stadt
aufnehmen und ihm einen Ort geben, daß er bei ihnen wohne.
5 Und
wenn der Bluträcher ihm nachjagt, so sollen sie den Totschläger
nicht in seine Hand ausliefern; denn er hat seinen Nächsten
unabsichtlich erschlagen, und er haßte ihn vordem nicht.
6 Und
er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde zu
Gericht gestanden hat, bis zum Tode des HohenHeilige (e-r)s, der
in jenen Tagen sein wird; alsdann mag der Totschläger
zurückkehren und in seine Stadt und in sein Haus kommen, in die
Stadt, aus welcher er geflohen ist.
7 Und
sie heiligten Kedes in Galiläa, im Gebirge Naphtali, und Sichem
im Gebirge Ephraim, und Kirjath-Arba, das ist Hebron, im Gebirge
Juda.
8 Und
jenseit des Jordan von Jericho, gegen Osten, bestimmten sie
Bezer in der Wüste, in der Ebene, vom Stamme Ruben; und Ramoth
in Gilead, vom Stamme Gad; und Golan in Basan, vom Stamme
Manasse.
9 Das
waren die bestimmten Städte für alle Kinder Israel und für den
Fremdling, der in ihrer Mitte weilte, auf daß dahin fliehe ein
jeder, der jemand aus Versehen erschlagen würde, damit er nicht
durch die Hand des Bluträchers sterbe, bis er vor der Gemeinde
gestanden habe.
21,1
Und die Häupter der Väter der Leviten traten zu Eleasar, dem
Heilige (e-r), und zu Josua, dem Sohne Nuns, und zu den Häuptern
der Väter der Stämme der Kinder Israel,
2 und
redeten zu ihnen zu Silo, im Lande Kanaan, und sprachen: Jehova
hat durch Mose geboten, uns Städte zum Wohnen zu geben, und
deren Bezirke für unser Vieh.
3 Und
die Kinder Israel gaben den Leviten von ihrem Erbteil diese
Städte und ihre Bezirke, nach dem Befehle Jehovas:
4 Und
das Los kam heraus für die Familien der Kehathiter. Und die
Söhne Aarons, des Heilige (e-r)s, aus den Leviten, erhielten vom
Stamme Juda und vom Stamme der Simeoniter und vom Stamme
Benjamin, durchs Los, dreizehn Städte;
5 und
die übrigen Söhne Kehaths, von den Geschlechtern des Stammes
Ephraim und vom Stamme Dan und vom halben Stamme Manasse, durchs
Los, zehn Städte.
6 Und
die Söhne Gersons erhielten von den Geschlechtern des Stammes
Issaschar und vom Stamme Aser und vom Stamme Naphtali und vom
halben Stamme Manasse in Basan, durchs Los, dreizehn Städte;
7 die
Söhne Meraris, nach ihren Familien, vom Stamme Ruben und vom
Stamme Gad und vom Stamme Sebulon zwölf Städte.
8 Und
so gaben die Kinder Israel den Leviten diese Städte und ihre
Bezirke durchs Los, so wie Jehova durch Mose geboten hatte.
9 Und
sie gaben vom Stamme der Kinder Juda und vom Stamme der Kinder
Simeon folgende Städte, die man mit Namen nannte;
10 und
sie wurden den Söhnen Aarons, von den Familien der Kehathiter,
aus den Kindern Levi, zuteil (denn für sie war das erste Los).
11 Und
sie gaben ihnen die Stadt Arbas, des Vaters Enaks, das ist
Hebron, im Gebirge Juda, und ihre Bezirke rings um sie her.
12
Aber das Feld der Stadt und ihre Dörfer gaben sie Kaleb, dem
Sohne Jephunnes, als sein Eigentum.
13 Und
sie gaben den Söhnen Aarons, des Heilige (e-r)s, die
Zufluchtstadt für den Totschläger, Hebron und seine Bezirke; und
Libna und seine Bezirke,
14 und
Jattir und seine Bezirke, und Eschtemoa und seine Bezirke,
15 und
Holon und seine Bezirke, und Debir und seine Bezirke,
16 und
Ain und seine Bezirke, und Jutta und seine Bezirke, und
Beth-Semes und seine Bezirke: neun Städte von diesen beiden
Stämmen.
17 Und
vom Stamme Benjamin: Gibeon und seine Bezirke, Geba und seine
Bezirke,
18
Anathoth und seine Bezirke, und Almon und seine Bezirke: vier
Städte.
19
Alle Städte der Söhne Aarons, der Heilige (e-r): dreizehn Städte
und ihre Bezirke.
20 Und
was die Familien der Söhne Kehaths, der Leviten, die übrigen von
den Söhnen Kehaths, betrifft, so waren die Städte ihres Loses
vom Stamme Ephraim.
21 Und
sie gaben ihnen die Zufluchtstadt für den Totschläger, Sichem
und seine Bezirke im Gebirge Ephraim; und Geser und seine
Bezirke,
22 und
Kibzaim und seine Bezirke, und Beth-Horon und seine Bezirke:
vier Städte.
23 Und
vom Stamme Dan: Elteke und seine Bezirke, Gibbethon und seine
Bezirke,
24
Ajjalon und seine Bezirke, Gath-Rimmon und seine Bezirke: vier
Städte.
25 Und
von der Hälfte des Stammes Manasse: Taanak und seine Bezirke,
und Gath-Rimmon und seine Bezirke: zwei Städte.
26
Aller Städte waren zehn und ihre Bezirke, für die Familien der
übrigen Söhne Kehaths.
27 Und
den Söhnen Gersons, aus den Geschlechtern der Leviten, gaben sie
vom halben Stamme Manasse: Die Zufluchtstadt für den
Totschläger, Golan in Basan und seine Bezirke; und Beeschtera
und seine Bezirke: zwei Städte.
28 Und
vom Stamme Issaschar: Kischjon und seine Bezirke, Daberath und
seine Bezirke,
29
Jarmuth und seine Bezirke, En-Gannim und seine Bezirke: Vier
Städte.
30 Und
vom Stamme Aser: Mischeal und seine Bezirke, Abdon und seine
Bezirke,
31
Helkath und seine Bezirke, und Rechob und seine Bezirke: vier
Städte.
32 Und
vom Stamme Naphtali: Die Zufluchtstadt für den Totschläger,
Kedes in Galiläa und seine Bezirke; und Ham moth-Dor und seine
Bezirke, und Kartan und seine Bezirke: drei Städte.
33
Alle Städte der Gersoniter, nach ihren Familien: dreizehn Städte
und ihre Bezirke.
34 Und
den Familien der Söhne Meraris, den übrigen Leviten, gaben sie
vom Stamme Sebulon: Jokneam und seine Bezirke, Karta und seine
Bezirke,
35
Dimna und seine Bezirke, Nahalal und seine Bezirke: vier Städte.
36 Und
vom Stamme Ruben: Bezer und seine Bezirke, und Jahza und seine
Bezirke,
37
Kedemoth und seine Bezirke, und Mephaath und seine Bezirke: vier
Städte.
38 Und
vom Stamme Gad: Die Zufluchtstadt für den Totschläger, Ramoth in
Gilead und seine Bezirke; und Machanaim und seine Bezirke,
39
Hesbon und seine Bezirke, Jaser und seine Bezirke; aller Städte
waren vier.
40
Alle Städte der Söhne Meraris, nach ihren Familien, der übrigen
von den Geschlechtern der Leviten: ihr Los war zwölf Städte.
41
Alle Städte der Leviten inmitten des Eigentums der Kinder
Israel: achtundvierzig Städte und ihre Bezirke.
42
Diese Städte hatten, Stadt für Stadt, ihre Bezirke rings um sich
her: also war es bei allen diesen Städten.
43 Und
so gab Jehova Israel das ganze Land, welches er ihren Vätern zu
geben geschworen hatte; und sie nahmen es in Besitz und wohnten
darin.
44 Und
Jehova schaffte ihnen Ruhe ringsumher nach allem, was er ihren
Vätern geschworen hatte; und keiner von allen ihren Feinden
hielt vor ihnen stand: alle ihre Feinde gab Jehova in ihre Hand.
45 Es
fiel kein Wort dahin von all den guten Worten, welche Jehova zu
dem Hause Israel geredet hatte; alles traf ein.
22,1
Damals berief Josua die Rubeniter und die Gaditer und den halben
Stamm Manasse,
2 und
er sprach zu ihnen: Ihr habt alles beobachtet, was Mose, der
Knecht Jehovas, euch geboten hat, und habt meiner Stimme
gehorcht in allem, was ich euch geboten habe.
3 Ihr
habt eure Brüder nicht verlassen diese lange Zeit bis auf diesen
Tag, und habt das Gebot Jehovas, eures Gottes, beobachtet.
4 Und
nun hat Jehova, euer Gott, euren Brüdern Ruhe geschafft, wie er
zu ihnen geredet hat; und nun wendet euch und ziehet nach euren
Zelten, in das Land eures Eigentums, welches Mose, der Knecht
Jehovas, euch jenseit des Jordan gegeben hat.
5 Nur
achtet wohl darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, welches
Mose, der Knecht Jehovas, euch geboten hat: Jehova, euren Gott,
zu lieben und auf allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote
zu beobachten, und ihm anzuhangen und ihm zu dienen mit eurem
ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.
6 Und
Josua segnete sie und entließ sie; und sie zogen nach ihren
Zelten.
7 Und
der einen Hälfte des Stammes Manasse hatte Mose in Basan ein
Erbteil gegeben; aber seiner anderen Hälfte hatte Josua mit
ihren Brüdern diesseit des Jordan, gegen Westen, ihr Erbteil
gegeben. Und als Josua sie nach ihren Zelten entließ, da segnete
er auch sie,
8 und
er sprach zu ihnen und sagte: Kehret nach euren Zelten zurück
mit vielen Reichtümern und mit sehr vielem Vieh, mit Silber und
mit Gold und mit Erz und mit Eisen und mit Kleidern in großer
Menge; teilet die Beute eurer Feinde mit euren Brüdern.
9 So
kehrten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm
Manasse zurück und zogen weg von den Kindern Israel, von Silo,
das im Lande Kanaan ist, um in das Land Gilead zu ziehen, in das
Land ihres Eigentums, in welchem sie sich ansässig gemacht
hatten nach dem Befehle Jehovas durch Mose.
10 Und
als sie in die Bezirke des Jordan kamen, die im Lande Kanaan
sind, da bauten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der
halbe Stamm Manasse daselbst einen Altar am Jordan, einen Altar,
groß von Ansehen.
11 Und
die Kinder Israel hörten sagen: Siehe, die Kinder Ruben und die
Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebaut,
angesichts des Landes Kanaan, in den Bezirken des Jordan, den
Kindern Israel gegenüber.
12 Und
als die Kinder Israel es hörten, da versammelte sich die ganze
Gemeinde der Kinder Israel nach Silo, um wider sie
hinaufzuziehen zum Kriege.
13 Und
die Kinder Israel sandten zu den Kindern Ruben und zu den
Kindern Gad und zu dem halben Stamme Manasse, in das Land
Gilead, Pinehas, den Sohn Eleasars, des Heilige (e-r)s,
14 und
zehn Fürsten mit ihm, je einen Fürsten für ein Vaterhaus, von
allen Stämmen Israels; und sie waren ein jeder das Haupt ihres
Vaterhauses unter den Tausenden Israels.
15 Und
sie kamen zu den Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu dem
halben Stamme Manasse, in das Land Gilead, und redeten mit ihnen
und sprachen:
16 So
spricht die ganze Gemeinde Jehovas: Was ist das für eine
Treulosigkeit, die ihr gegen den Gott Israels begangen habt, daß
ihr euch heute abwendet von der Nachfolge Jehovas, indem ihr
euch einen Altar bauet, um euch heute wider Jehova zu empören?
17 Ist
es uns zu wenig an der Ungerechtigkeit Peors, von welcher wir
uns noch nicht gereinigt haben bis auf diesen Tag, und doch kam
die Plage über die Gemeinde Jehovas?
18 Und
ihr, ihr wendet euch heute ab von der Nachfolge Jehovas! Und es
wird geschehen, empöret ihr euch heute wider Jehova, so wird er
morgen über die ganze Gemeinde Israels erzürnen.
19
Jedoch wenn das Land eures Eigentums unrein ist, so kommet
herüber in das Land des Eigentums Jehovas, wo die Wohnung
Jehovas weilt, und machet euch ansässig in unserer Mitte, aber
empöret euch nicht wider Jehova, und empöret euch nicht wider
uns, indem ihr euch einen Altar bauet außer dem Altar Jehovas,
unseres Gottes.
20 Hat
nicht Achan, der Sohn Serachs, Untreue an dem Verbannten
begangen? Und ein Zorn kam über die ganze Gemeinde Israels; und
er kam nicht als ein einzelner um in seiner Ungerechtigkeit.
21 Und
die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse
antworteten und sprachen zu den Häuptern der Tausende Israels:
22 Der
Gott der Götter, Jehova, der Gott der Götter, Jehova, er weiß
es, und Israel soll es wissen: wenn es aus Empörung, und wenn es
aus Treulosigkeit gegen Jehova geschehen ist, so mögest du uns
nicht retten an diesem Tage!
23 daß
wir uns einen Altar gebaut haben, um uns von der Nachfolge
Jehovas abzuwenden, und wenn es geschehen ist, um Brandopfer und
Speisopfer darauf zu opfern, und wenn, um Friedensopfer darauf
zu opfern, so möge Jehova es fordern!
24 Und
wenn wir nicht aus Besorgnis vor einer Sache dies getan haben,
indem wir sprachen: Künftig werden eure Kinder zu unseren
Kindern sprechen und sagen: Was habt ihr mit Jehova, dem Gott
Israels, gemein?
25
Jehova hat ja eine Grenze, den Jordan, zwischen uns und euch
gesetzt, ihr Kinder Ruben und ihr Kinder Gad; ihr habt kein Teil
an Jehova! Und so würden eure Kinder machen, daß unsere Kinder
aufhörten, Jehova zu fürchten.
26 Und
so sprachen wir: Wir wollen uns doch daran machen, den Altar zu
bauen, nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer;
27
sondern ein Zeuge soll er sein zwischen uns und euch und
zwischen unseren Geschlechtern nach uns, damit wir den Dienst
Jehovas vor ihm verrichten mit unseren Brandopfern und mit
unseren Schlachtopfern und mit unseren Friedensopfern, und damit
nicht eure Kinder künftig zu unseren Kindern sagen: Ihr habt
kein Teil an Jehova!
28 Und
wir sprachen: Geschieht es, daß sie künftig zu uns oder zu
unseren Geschlechtern also sprechen, so werden wir sagen: Sehet
das Abbild des Altars Jehovas, welches unsere Väter gemacht
haben, nicht für Brandopfer und nicht für Schlachtopfer; sondern
ein Zeuge sollte er sein zwischen uns und euch!
29
Fern sei es von uns, daß wir uns wider Jehova empören und uns
heute von der Nachfolge Jehovas abwenden, indem wir einen Altar
bauen für Brandopfer, für Speisopfer und für Schlachtopfer,
außer dem Altar Jehovas, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung
ist!
30 Und
als Pinehas, der Heilige (e-r), und die Fürsten der Gemeinde und
die Häupter der Tausende Israels, die mit ihm waren, die Worte
hörten, welche die Kinder Ruben und die Kinder Gad und die
Kinder Manasse redeten, war es gut in ihren Augen.
31 Und
Pinehas, der Sohn Eleasars, des Heilige (e-r)s, sprach zu den
Kindern Ruben und zu den Kindern Gad und zu den Kindern Manasse:
Heute erkennen wir, daß Jehova in unserer Mitte ist, weil ihr
diese Treulosigkeit nicht gegen Jehova begangen habt. Nunmehr
habt ihr die Kinder Israel von der Hand Jehovas errettet.
32 Und
Pinehas, der Sohn Eleasars, des Heilige (e-r)s, und die Fürsten
kehrten zurück von den Kindern Ruben und von den Kindern Gad,
aus dem Lande Gilead in das Land Kanaan, zu den Kindern Israel
und brachten ihnen Antwort.
33 Und
die Sache war gut in den Augen der Kinder Israel; und die Kinder
Israel priesen Gott und sprachen nicht mehr davon, wider sie
hinaufzuziehen zum Kriege, um das Land zu verderben, in welchem
die Kinder Ruben und die Kinder Gad wohnten.
34 Und
die Kinder Ruben und die Kinder Gad nannten den Altar Zeuge:
denn er ist ein Zeuge zwischen uns, daß Jehova Gott ist.
23,1
Und es geschah nach vielen Tagen, nachdem Jehova Israel Ruhe
geschafft hatte vor allen seinen Feinden ringsum, als Josua alt
geworden war, wohlbetagt,
2 da
berief Josua ganz Israel: seine Ältesten und seine Häupter und
seine Richter und seine Vorsteher, und sprach zu ihnen: Ich bin
alt geworden, wohlbetagt;
3 und
ihr, ihr habt alles gesehen, was Jehova, euer Gott, allen diesen
Nationen euretwegen getan hat. Denn Jehova, euer Gott, er ist
es, der für euch gestritten hat.
4
Sehet, ich habe euch diese übrigen Nationen durchs Los als
Erbteil zufallen lassen, nach euren Stämmen, vom Jordan an
(sowie alle Nationen, die ich ausgerottet habe) bis an das große
Meer gegen Sonnenuntergang.
5 Und
Jehova, euer Gott, er selbst wird sie vor euch ausstoßen und sie
vor euch austreiben; und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen,
so wie Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat.
6 So
haltet denn sehr fest daran, alles zu beobachten und zu tun, was
in dem Buche des Gesetzes Moses geschrieben ist, daß ihr nicht
davon abweichet zur Rechten noch zur Linken,
7 daß
ihr nicht unter diese Nationen kommet, diese, die bei euch
übriggeblieben sind, und den Namen ihrer Götter nicht erwähnet
und nicht jemand bei ihm beschwöret, und ihnen nicht dienet und
euch nicht vor ihnen niederwerfet!
8
Sondern Jehova, eurem Gott, sollt ihr anhangen, so wie ihr getan
habt bis auf diesen Tag.
9 Und
Jehova hat große und starke Nationen vor euch ausgetrieben; und
ihr niemand hat vor euch standgehalten bis auf diesen Tag:
10 Ein
Mann von euch jagt tausend; denn Jehova, euer Gott, er ist es,
der für euch streitet, so wie er zu euch geredet hat.
11 So
habet wohl acht auf eure Seelen, daß ihr Jehova, euren Gott,
liebet!
12
Denn wenn ihr euch irgend abwendet und euch an den Rest dieser
Nationen hänget, dieser, die bei euch übriggeblieben sind, und
ihr euch mit ihnen verschwägert und unter sie kommet, und sie
unter euch:
13 so
wisset bestimmt, daß Jehova, euer Gott, nicht fortfahren wird,
diese Nationen vor euch auszutreiben; und sie werden euch zur
Schlinge werden und zum Fallstrick, und zur Geißel in euren
Seiten und zu Dornen in euren Augen, bis ihr umkommet aus diesem
guten Lande, das Jehova, euer Gott, euch gegeben hat.
14 Und
siehe, ich gehe heute den Weg der ganzen Erde; und ihr wisset
mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, daß nicht
ein Wort dahingefallen ist von all den guten Worten, die Jehova,
euer Gott, über euch geredet hat: sie sind euch alle
eingetroffen, nicht ein Wort davon ist dahingefallen.
15
Aber es wird geschehen, so wie jedes gute Wort über euch
gekommen ist, das Jehova, euer Gott, zu euch geredet hat, also
wird Jehova jedes böse Wort über euch kommen lassen, bis er euch
aus diesem guten Lande vertilgt hat, das Jehova, euer Gott, euch
gegeben hat.
16
Wenn ihr den Bund Jehovas, eures Gottes, den er euch geboten
hat, übertretet, und hingehet und anderen Göttern dienet und
euch vor ihnen niederwerfet, so wird der Zorn Jehovas gegen euch
entbrennen, und ihr werdet schnell umkommen aus dem guten Lande,
das er euch gegeben hat.
24,1
Und Josua versammelte alle Stämme Israels nach Sichem, und er
berief die Ältesten von Israel und seine Häupter und seine
Richter und seine Vorsteher; und sie stellten sich vor Gott.
2 Und
Josua sprach zu dem ganzen Volke: So spricht Jehova, der Gott
Israels: Eure Väter wohnten vor alters jenseit des Stromes,
Tarah, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und sie dienten
anderen Göttern.
3 Und
ich nahm Abraham, euren Vater, von jenseit des Stromes und ließ
ihn durch das ganze Land Kanaan wandern, und ich mehrte seinen
Samen und gab ihm Isaak.
4 Und
dem Isaak gab ich Jakob und Esau; und dem Esau gab ich das
Gebirge Seir, es zu besitzen; und Jakob und seine Söhne zogen
nach Ägypten hinab.
5 Und
ich sandte Mose und Aaron und schlug Ägypten, so wie ich in
seiner Mitte getan habe; und danach führte ich euch heraus.
6 Und
ich führte eure Väter aus Ägypten hinweg, und ihr kamet an das
Meer; und die Ägypter jagten euren Vätern nach mit Wagen und mit
Reitern bis an das Schilfmeer.
7 Da
schrieen sie zu Jehova, und er setzte Finsternis zwischen euch
und die Ägypter und führte das Meer über sie und bedeckte sie;
und eure Augen haben gesehen, was ich an den Ägyptern getan
habe. Und ihr wohntet in der Wüste eine lange Zeit.
8 Und
ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseit des
Jordan wohnten, und sie stritten wider euch; und ich gab sie in
eure Hand, und ihr nahmet ihr Land in Besitz, und ich vertilgte
sie vor euch.
9 Da
stand Balak auf, der Sohn Zippors, der König von Moab, und
stritt wider Israel; und er sandte hin und ließ Bileam, den Sohn
Beors, rufen, um euch zu verfluchen.
10
Aber ich wollte nicht auf Bileam hören, und er segnete euch
vielmehr; und ich errettete euch aus seiner Hand.
11 Und
ihr zoget über den Jordan und kamet nach Jericho; und die Bürger
von Jericho und die Amoriter und die Perisiter und die
Kanaaniter und die Hethiter und die Girgasiter und die Hewiter
und die Jebusiter stritten wider euch, und ich gab sie in eure
Hand.
12 Und
ich sandte die Hornissen vor euch her, und sie vertrieben sie
vor euch, die beiden Könige der Amoriter; nicht mit deinem
Schwert und nicht mit deinem Bogen.
13 Und
ich habe euch ein Land gegeben, um das du dich nicht gemüht, und
Städte, die ihr nicht gebaut habt, und ihr wohnet darin; von
Weinbergen und Olivenbäumen, die ihr nicht gepflanzt habt, esset
ihr.
14 Und
nun fürchet Jehova und dienet ihm in Vollkommenheit und in
Wahrheit; und tut die Götter hinweg, welchen eure Väter jenseit
des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dienet Jehova.
15 Und
wenn es übel ist in euren Augen, Jehova zu dienen, so erwählet
euch heute, wem ihr dienen wollt, ob den Göttern, welchen eure
Väter gedient haben, die jenseit des Stromes wohnten, oder den
Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnet. Ich aber und
mein Haus, wir wollen Jehova dienen!
16 Und
das Volk antwortete und sprach: Fern sei es von uns, Jehova zu
verlassen, um anderen Göttern zu dienen!
17
Denn Jehova, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus
dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft, heraufgeführt
hat, und der vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und
uns behütet hat auf dem ganzen Wege, auf dem wir gegangen, und
unter all den Völkern, durch deren Mitte wir gezogen sind.
18 Und
Jehova hat alle Völker und die Amoriter, die Bewohner des
Landes, vor uns vertrieben. Auch wir wollen Jehova dienen, denn
er ist unser Gott!
19 Und
Josua sprach zu dem Volke: Ihr könnet Jehova nicht dienen; denn
er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifernder Gott; er wird
eure Übertretung und eure Sünden nicht vergeben.
20
Wenn ihr Jehova verlasset und fremden Göttern dienet, so wird er
sich wenden und euch Übles tun und euch vernichten, nachdem er
euch Gutes getan hat.
21 Und
das Volk sprach zu Josua: Nein, sondern Jehova wollen wir
dienen!
22 Da
sprach Josua zu dem Volke: Ihr seid Zeugen gegen euch, daß ihr
selbst euch Jehova erwählt habt, um ihm zu dienen. Und sie
sprachen: Wir sind Zeugen!
23 So
tut nun die fremden Götter hinweg, die in eurer Mitte sind, und
neiget euer Herz zu Jehova, dem Gott Israels.
24 Und
das Volk sprach zu Josua: Jehova, unserem Gott, wollen wir
dienen und auf seine Stimme hören!
25 Und
Josua machte einen Bund mit dem Volke an selbigem Tage und
stellte ihm Satzung und Recht zu Sichem.
26 Und
Josua schrieb diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes; und
er nahm einen großen Stein und richtete ihn daselbst auf unter
der Terebinthe, die bei dem Heiligtum Jehovas steht.
27 Und
Josua sprach zu dem ganzen Volke: Siehe, dieser Stein soll Zeuge
gegen uns sein; denn er hat alle Worte Jehovas gehört, die er
mit uns geredet hat; und er soll Zeuge gegen euch sein, damit
ihr euren Gott nicht verleugnet.
28 Und
Josua entließ das Volk, einen jeden in sein Erbteil.
29 Und
es geschah nach diesen Dingen, da starb Josua, der Sohn Nuns,
der Knecht Jehovas, hundertzehn Jahre alt;
30 Und
man begrub ihn im Gebiete seines Erbteils zu Timnath-Serach auf
dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.
31 Und
Israel diente Jehova alle Tage Josuas und alle Tage der
Ältesten, welche ihre Tage nach Josua verlängerten, und die das
ganze Werk Jehovas kannten, das er für Israel getan hatte.
32 Und
die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel aus Ägypten
heraufgebracht hatten, begruben sie zu Sichem auf dem Stück
Feld, welches Jakob von den Söhnen Hemors, des Vaters Sichems,
gekauft hatte um hundert Kesita; und sie wurden den Kindern
Joseph zum Erbteil.
33 Und
Eleasar, der Sohn Aarons, starb; und sie begruben ihn auf dem
Hügel seines Sohnes Pinehas, der ihm gegeben worden war auf dem
Gebirge Ephraim.
Richter 1
,1 Und
es geschah nach dem Tode Josuas, da befragten die Kinder Israel
Jehova und sprachen: Wer von uns soll zuerst wider die
Kanaaniter hinaufziehen, um wider sie zu streiten?
2 Und
Jehova sprach: Juda soll hinaufziehen; siehe, ich habe das Land
in seine Hand gegeben.
3 Und
Juda sprach zu Simeon, seinem Bruder: Ziehe mit mir hinauf in
mein Los, und laß uns wider die Kanaaniter streiten, so will
auch ich mit dir in dein Los ziehen. Und Simeon zog mit ihm.
4 Und
Juda zog hinauf, und Jehova gab die Kanaaniter und die Perisiter
in ihre Hand; und sie schlugen sie zu Besek, zehntausend Mann.
5 Und
sie fanden den Adoni-Besek und stritten wider ihn; und sie
schlugen die Kanaaniter und die Perisiter.
6 Und
Adoni-Besek floh; und sie jagten ihm nach und ergriffen ihn und
hieben ihm die Daumen seiner Hände und seiner Füße ab.
7 Da
sprach Adoni-Besek: Siebzig Könige, denen die Daumen ihrer Hände
und ihrer Füße abgehauen waren, lasen auf unter meinem Tische;
so wie ich getan habe, also hat Gott mir vergolten. Und sie
brachten ihn nach Jerusalem, und er starb daselbst.
8 Und
die Kinder Juda stritten wider Jerusalem und nahmen es ein und
schlugen es mit der Schärfe des Schwertes, und die Stadt
steckten sie in Brand.
9 Und
danach zogen die Kinder Juda hinab, um wider die Kanaaniter zu
streiten, die das Gebirge und den Süden und die Niederung
bewohnten.
10 Und
Juda zog wider die Kanaaniter, die in Hebron wohnten; der Name
Hebrons war aber vordem Kirjath-Arba; und sie schlugen Scheschai
und Achiman und Talmai.
11 Und
er zog von dannen wider die Bewohner von Debir; der Name von
Debir war aber vordem Kirjath-Sepher.
12 Und
Kaleb sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem
gebe ich meine Tochter Aksa zum Weibe.
13 Da
nahm es Othniel ein, der Sohn Kenas’, der jüngere Bruder Kalebs;
und er gab ihm seine Tochter Aksa zum Weibe.
14 Und
es geschah, als sie einzog, da trieb sie ihn an, ein Feld von
ihrem Vater zu fordern. Und sie sprang von dem Esel herab. Und
Kaleb sprach zu ihr: Was ist dir?
15 Und
sie sprach zu ihm: Gib mir einen Segen; denn ein Mittagsland
hast du mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr
Kaleb die oberen Quellen und die unteren Quellen.
16 Und
die Kinder des Keniters, des Schwagers Moses, waren mit den
Kindern Juda aus der Palmenstadt heraufgezogen in die Wüste
Juda, die im Süden von Arad liegt; und sie gingen hin und
wohnten bei dem Volke.
17 Und
Juda zog mit seinem Bruder Simeon hin, und sie schlugen die
Kanaaniter, welche Zephat bewohnten; und sie verbannten es und
gaben der Stadt den Namen Horma.
18 Und
Juda nahm Gasa ein und sein Gebiet, und Askalon und sein Gebiet,
und Ekron und sein Gebiet.
19 Und
Jehova war mit Juda, und er nahm das Gebirge in Besitz; denn die
Bewohner der Niederung trieb er nicht aus, weil sie eiserne
Wagen hatten.
20 Und
sie gaben dem Kaleb Hebron, so wie Mose geredet hatte; und er
vertrieb daraus die drei Söhne Enaks.
21
Aber die Kinder Benjamin trieben die Jebusiter, die Bewohner von
Jerusalem, nicht aus; und die Jebusiter haben bei den Kindern
Benjamin in Jerusalem gewohnt bis auf diesen Tag.
22 Und
das Haus Joseph, auch sie zogen nach Bethel hinauf, und Jehova
war mit ihnen.
23 Und
das Haus Joseph ließ Bethel auskundschaften; vordem war aber Lus
der Name der Stadt.
24 Und
die Wachen sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen, und sie
sprachen zu ihm: Zeige uns doch den Zugang zu der Stadt, so
werden wir dir Güte erweisen.
25 Und
er zeigte ihnen den Zugang zu der Stadt. Und sie schlugen die
Stadt mit der Schärfe des Schwertes, aber den Mann und sein
ganzes Geschlecht ließen sie gehen.
26 Und
der Mann zog in das Land der Hethiter; und er baute eine Stadt
und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag.
27
Aber Manasse trieb nicht aus Beth-Schean und seine
Tochterstädte, und Taanak und seine Tochterstädte, und die
Bewohner von Dor und seine Tochterstädte, und die Bewohner von
Jibleam und seine Tochterstädte, und die Bewohner von Megiddo
und seine Tochterstädte; und die Kanaaniter wollten in diesem
Lande bleiben.
28 Und
es geschah als Israel erstarkte, da machte es die Kanaaniter
fronpflichtig; aber es trieb sie keineswegs aus.
29 Und
Ephraim trieb die Kanaaniter nicht aus, die zu Geser wohnten;
und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte zu Geser.
30
Sebulon trieb nicht aus die Bewohner von Kitron und die Bewohner
von Nahalol; und die Kanaaniter wohnten in ihrer Mitte und
wurden fronpflichtig.
31
Aser trieb nicht aus die Bewohner von Akko und die Bewohner von
Zidon und Achlab und Aksib und Helba und Aphik und Rechob;
32 und
die Aseriter wohnten inmitten der Kanaaniter, der Bewohner des
Landes, denn sie trieben sie nicht aus.
33
Naphtali trieb nicht aus die Bewohner von Beth-Semes und die
Bewohner von Beth-Anath; und er wohnte inmitten der Kanaaniter,
der Bewohner des Landes; aber die Bewohner von Beth-Semes und
von Beth-Anath wurden ihm fronpflichtig.
34 Und
die Amoriter drängten die Kinder Dan ins Gebirge, denn sie
gestatteten ihnen nicht, in die Niederung herabzukommen.
35 Und
die Amoriter wollten im Gebirge Heres bleiben, in Ajjalon und in
Schaalbim; aber die Hand des Hauses Joseph war schwer, und sie
wurden fronpflichtig.
36 Und
die Grenze der Amoriter war von der Anhöhe Akrabbim, von dem
Felsen an und aufwärts.
2,1
Und der Engel Jehovas kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er
sprach: Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt und euch in das
Land gebracht, das ich euren Vätern zugeschworen habe; und ich
sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen ewiglich;
2 Ihr
aber, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes
machen, ihre Altäre sollt ihr niederreißen. Aber ihr habt meiner
Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan!
3 So
habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben;
und sie werden zu euren Seiten sein, und ihre Götter werden euch
zum Fallstrick werden.
4 Und
es geschah, als der Engel Jehovas diese Worte zu allen Kindern
Israel redete, da erhob das Volk seine Stimme und weinte.
5 Und
sie gaben selbigem Orte den Namen Bochim. Und sie opferten
daselbst dem Jehova.
6 Und
Josua entließ das Volk, und die Kinder Israel gingen hin, ein
jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen.
7 Und
das Volk diente Jehova alle Tage Josuas und alle Tage der
Ältesten, welche ihre Tage nach Josua verlängerten, die das
ganze große Werk Jehovas gesehen, das er für Israel getan hatte.
8 Und
Josua, der Sohn Nuns, der Knecht Jehovas, starb, hundertzehn
Jahre alt;
9 Und
man begrub ihn im Gebiete seines Erbteils, zu Timnath-Heres auf
dem Gebirge Ephraim, nördlich vom Berge Gaasch.
10 Und
auch das ganze selbige Geschlecht wurde zu seinen Vätern
versammelt. Und ein anderes Geschlecht kam nach ihnen auf, das
Jehova nicht kannte und auch nicht das Werk, welches er für
Israel getan hatte.
11 Und
die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen Jehovas und
dienten den Baalim.
12 Und
sie verließen Jehova, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem
Lande Ägypten herausgeführt hatte; und sie gingen anderen
Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her
waren, und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten Jehova.
13 Und
sie verließen Jehova und dienten dem Baal und den Astaroth.
14 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel, und er gab sie in die
Hand von Plünderern, welche sie plünderten; und er verkaufte sie
in die Hand ihrer Feinde ringsum; und sie vermochten nicht mehr
vor ihren Feinden zu bestehen.
15
Überall, wohin sie auszogen, war die Hand Jehovas wider sie zum
Bösen, so wie Jehova geredet und wie Jehova ihnen geschworen
hatte; und sie wurden sehr bedrängt.
16 Und
Jehova erweckte Richter; und sie retteten sie aus der Hand ihrer
Plünderer.
17
Aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, denn sie hurten
anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder; sie
wichen schnell ab von dem Wege, den ihre Väter gewandelt waren,
indem sie den Geboten Jehovas gehorchten; sie taten nicht also.
18 Und
wenn Jehova ihnen Richter erweckte, so war Jehova mit dem
Richter, und er rettete sie aus der Hand ihrer Feinde alle Tage
des Richters; denn Jehova ließ sich’s gereuen wegen ihrer
Wehklage vor ihren Bedrückern und ihren Drängern.
19 Und
es geschah, wenn der Richter starb, so verderbten sie sich
wiederum, mehr als ihre Väter, indem sie anderen Göttern
nachgingen, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen
niederzuwerfen. Sie ließen nichts fallen von ihren Taten und von
ihrem hartnäckigen Wandel.
20 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel, und er sprach: Darum
daß diese Nation meinen Bund übertreten hat, den ich ihren
Vätern geboten, und sie meiner Stimme nicht gehorcht haben,
21 so
werde auch ich hinfort niemand vor ihnen austreiben von den
Nationen, die Josua übriggelassen hat, als er starb:
22 um
Israel durch sie zu versuchen, ob sie auf den Weg Jehovas achten
werden, darauf zu wandeln, wie ihre Väter auf ihn geachtet
haben, oder nicht.
23 Und
so ließ Jehova diese Nationen bleiben, so daß er sie nicht
schnell austrieb; und er gab sie nicht in die Hand Josuas.
3,1
Und dies sind die Nationen, welche Jehova bleiben ließ, um
Israel durch sie zu versuchen, alle, die nichts wußten von allen
Kriegen Kanaans-
2 nur
damit die Geschlechter der Kinder Israel Kenntnis von denselben
bekämen, um sie den Krieg zu lehren: nur die, welche vordem
nichts von denselben gewußt hatten:
3 die
fünf Fürsten der Philister und alle Kanaaniter und Zidonier und
Hewiter, welche das Gebirge Libanon bewohnten, von dem Berge
Baal-Hermon an, bis man nach Hamath kommt.
4 Und
sie dienten dazu, Israel durch sie zu versuchen, um zu wissen,
ob sie den Geboten Jehovas gehorchen würden, welche er ihren
Vätern durch Mose geboten hatte.
5 Und
die Kinder Israel wohnten inmitten der Kanaaniter, der Hethiter
und der Amoriter und der Perisiter und der Hewiter und der
Jebusiter;
6 und
sie nahmen sich deren Töchter zu Weibern und gaben ihre Töchter
deren Söhnen und dienten ihren Göttern.
7 Und
die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen Jehovas und
vergaßen Jehovas, ihres Gottes, und sie dienten den Baalim und
den Ascheroth.
8 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel, und er verkaufte sie
in die Hand Kuschan-Rischathaims, des Königs von Mesopotamien;
und die Kinder Israel dienten dem Kuschan-Rischathaim acht
Jahre.
9 Und
die Kinder Israel schrieen zu Jehova; und Jehova erweckte den
Kindern Israel einen Retter, der sie rettete: Othniel, den Sohn
Kenas’, den jüngeren Bruder Kalebs.
10 Und
der Geist Jehovas kam über ihn, und er richtete Israel; und er
zog aus zum Streite, und Jehova gab Kuschan-Rischathaim, den
König von Aram, in seine Hand, und seine Hand wurde stark wider
Kuschan-Rischathaim.
11 Und
das Land hatte Ruhe vierzig Jahre. Und Othniel, der Sohn Kenas’,
starb.
12 Und
die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen
Jehovas; und Jehova stärkte Eglon, den König von Moab, wider
Israel, weil sie taten, was böse war in den Augen Jehovas.
13 Und
er versammelte zu sich die Kinder Ammon und Amalek; und er zog
hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz.
14 Und
die Kinder Israel dienten Eglon, dem König von Moab, achtzehn
Jahre.
15 Und
die Kinder Israel schrien zu Jehova; und Jehova erweckte ihnen
einen Retter, Ehud, den Sohn Geras, einen Benjaminiter, einen
Mann, der links war. Und die Kinder Israel sandten durch ihn ein
Geschenk an Eglon, den König von Moab.
16 Und
Ehud machte sich ein Schwert, das zwei Schneiden hatte, eine
Elle seine Länge; und er gürtete es unter seinen Rock an seine
rechte Hüfte.
17 Und
er überreichte das Geschenk Eglon, dem König von Moab. Eglon war
aber ein sehr fetter Mann.
18 Und
es geschah, als er mit der Überreichung des Geschenkes fertig
war, da geleitete er das Volk, welches das Geschenk getragen
hatte.
19 Er
selbst aber kehrte um von den geschnitzten Bildern, die bei
Gilgal waren, und sprach: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o
König! Und er sprach: Stille! Und alle, die bei ihm standen,
gingen von ihm hinaus.
20 Und
als Ehud zu ihm hereinkam, saß er in dem Obergemach der Kühlung,
das für ihn allein war. Und Ehud sprach: Ein Wort Gottes habe
ich an dich. Und er stand auf vom Stuhle.
21 Da
streckte Ehud seine linke Hand aus und nahm das Schwert von
seiner rechten Hüfte und stieß es ihm in den Bauch;
22 und
es drang sogar der Griff hinein nach der Klinge, und das Fett
schloß sich um die Klinge; denn er zog das Schwert nicht aus
seinem Bauche, und es fuhr hinaus zwischen den Beinen.
23 Und
Ehud ging in die Säulenhalle hinaus und schloß die Tür des
Obergemachs hinter ihm zu und verriegelte sie.
24 Und
als er hinausgegangen war, da kamen seine Knechte und sahen, und
siehe, die Tür des Obergemachs war verriegelt. Und sie sprachen:
Gewiß bedeckt er seine Füße in dem Gemach der Kühlung.
25 Und
sie warteten, bis sie sich schämten; aber siehe, er öffnete die
Tür des Obergemachs nicht; da nahmen sie den Schlüssel und
schlossen auf, und siehe, ihr Herr lag tot am Boden.
26
Ehud aber war entronnen, während sie zögerten: er war über die
geschnitzten Bilder hinausgelangt und entrann nach Seira.
27 Und
es geschah, als er ankam, da stieß er in die Posaune auf dem
Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel zogen mit ihm von dem
Gebirge hinab, und er vor ihnen her.
28 Und
er sprach zu ihnen: Jaget mir nach, denn Jehova hat eure Feinde,
die Moabiter, in eure Hand gegeben! Und sie zogen hinab, ihm
nach, und nahmen den Moabitern die Furten des Jordan, und ließen
niemand hinübergehen.
29 Und
sie schlugen die Moabiter zu selbiger Zeit, bei zehntausend
Mann, lauter kräftige und streitbare Männer, und keiner entrann.
30 Und
Moab wurde an selbigem Tage unter die Hand Israels gebeugt. Und
das Land hatte Ruhe achtzig Jahre.
31 Und
nach ihm war Schamgar, der Sohn Anaths; und er schlug die
Philister, sechshundert Mann, mit einem Rinderstachel. Und auch
er rettete Israel.
4,1
Und die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen
Jehovas; und Ehud war gestorben.
2 Da
verkaufte sie Jehova in die Hand Jabins, des Königs der
Kanaaniter, der zu Hazor regierte; und sein Heeroberster war
Sisera, und er wohnte zu Haroscheth-Gojim.
3 Und
die Kinder Israel schrieen zu Jehova; denn er hatte neunhundert
eiserne Wagen, und er bedrückte die Kinder Israel mit Gewalt
zwanzig Jahre.
4 Und
Debora, eine Prophetin, das Weib Lappidoths, richtete Israel in
selbiger Zeit.
5 Und
sie wohnte unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bethel, auf
dem Gebirge Ephraim; und die Kinder Israel gingen zu ihr hinauf
zu Gericht.
6 Und
sie sandte hin und ließ Barak, den Sohn Abinoams, von
Kedes-Naphtali, rufen; und sie sprach zu ihm: Hat nicht Jehova,
der Gott Israels, geboten: Gehe hin und ziehe auf den Berg
Tabor, und nimm mit dir zehntausend Mann von den Kindern
Naphtali und von den Kindern Sebulon;
7 und
ich werde Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir ziehen an den
Bach Kison samt seinen Wagen und seiner Menge, und ich werde ihn
in deine Hand geben?
8 Und
Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir gehst, so gehe ich; wenn du
aber nicht mit mir gehst, so gehe ich nicht:
9 Da
sprachen sie: Ich will wohl mit dir gehen; nur daß die Ehre
nicht dein sein wird auf dem Wege, den du gehst, denn in die
Hand eines Weibes wird Jehova den Sisera verkaufen. Und Debora
machte sich auf und ging mit Barak nach Kedes.
10 Und
Barak berief Sebulon und Naphtali nach Kedes; und zehntausend
Mann zogen in seinem Gefolge hinauf; auch Debora zog mit ihm
hinauf.
11
(Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern, den
Kindern Hobabs, des Schwagers Moses, getrennt; und er hatte
seine Zelte aufgeschlagen bis an die Terebinthe zu Zaanannim,
das neben Kedes liegt.)
12 Und
man berichtete dem Sisera, daß Barak, der Sohn Abinoams, auf den
Berg Tabor hinaufgezogen wäre.
13 Da
berief Sisera alle seine Wagen, neunhundert eiserne Wagen, und
alles Volk, das mit ihm war, von Haroscheth-Gojim an den Bach
Kison.
14 Und
Debora sprach zu Barak: Mache dich auf! Denn dies ist der Tag,
da Jehova den Sisera in deine Hand gegeben hat. Ist nicht Jehova
ausgezogen vor dir her? Und Barak stieg von dem Berge Tabor
hinab, und zehntausend Mann ihm nach.
15 Und
Jehova verwirrte Sisera und alle seine Wagen und das ganze
Heerlager durch die Schärfe des Schwertes vor Barak her; und
Sisera stieg von dem Wagen herab und floh zu Fuß.
16
Barak aber jagte den Wagen und dem Heere nach bis
Haroscheth-Gojim; und das ganze Heer Siseras fiel durch die
Schärfe des Schwertes: Es blieb auch nicht einer übrig.
17 Und
Sisera floh zu Fuß in das Zelt Jaels, des Weibes Hebers, des
Keniters; denn es war Friede zwischen Jabin, dem König von
Hazor, und dem Hause Hebers, des Keniters.
18 Da
ging Jael hinaus, dem Sisera entgegen; und sie sprach zu ihm:
Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fürchte dich nicht! Und
er kehrte ein zu ihr in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer
Decke.
19 Und
er sprach zu ihr: Laß mich doch ein wenig Wasser trinken, denn
mich dürstet. Und sie öffnete den Milchschlauch und ließ ihn
trinken, und sie deckte ihn zu.
20 Und
er sprach zu ihr: Stelle dich an den Eingang des Zeltes; und es
geschehe, wenn jemand kommt und dich fragt und spricht: Ist
jemand hier? So sage: Niemand.
21 Und
Jael, das Weib Hebers, nahm einen Zeltpflock und faßte den
Hammer in ihre Hand, und sie kam leise zu ihm und schlug den
Pflock durch seine Schläfe, daß er in die Erde drang. Er war
nämlich in einen tiefen Schlaf gefallen und war ermattet, und er
starb.
22 Und
siehe, da kam Barak, der Sisera verfolgte; und Jael ging hinaus,
ihm entgegen, und sprach zu ihm: Komm, ich will dir den Mann
zeigen, den du suchst! Und er ging zu ihr hinein, und siehe,
Sisera lag tot, und der Pflock war in seiner Schläfe.
23 So
beugte Gott an selbigem Tage Jabin, den König von Kanaan, vor
den Kindern Israel.
24 Und
die Hand der Kinder Israel wurde fort und fort härter über
Jabin, den König von Kanaan, bis sie Jabin, den König von
Kanaan, vernichtet hatten.
5,1
Und Debora und Barak, der Sohn Abinoams, sangen an selbigem Tage
und sprachen:
2 Weil
Führer führten in Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk,
preiset Jehova!
3
Höret, ihr Könige; horchet auf, ihr Fürsten! Ich will, ja, ich
will Jehova singen und spielen Jehova, dem Gott Israels!
4
Jehova! Als du auszogest von Seir, als du einherschrittest vom
Gefilde Edoms, da erzitterte die Erde; auch troffen die Himmel,
auch troffen die Wolken von Wasser.
5 Die
Berge erbebten vor Jehova, jener Sinai vor Jehova, dem Gott
Israels.
6 In
den Tagen Schamgars, des Sohnes Anaths, in den Tagen Jaels
feierten die Pfade, und die Wanderer betretener Wege gingen
krumme Pfade.
7 Es
feierten die Landstädte in Israel, sie feierten, bis ich,
Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.
8 Es
erwählte neue Götter; da war Streit an den Toren! Ward wohl
Schild und Lanze gesehen unter vierzigtausend in Israel?
9 Mein
Herz gehört den Führern Israels, denen, die sich freiwillig
stellten im Volke. Preiset Jehova!
10 Die
ihr reitet auf weißroten Eselinnen, die ihr sitzet auf
Teppichen, und die ihr wandelt auf dem Wege, singet!
11
Fern von der Stimme der Bogenschützen, zwischen den
Schöpfrinnen, dort sollen sie preisen die gerechten Taten
Jehovas, die gerechten Taten an seinen Landstädten in Israel. Da
zog das Volk Jehovas hinab zu den Toren.
12
Wache auf, wache auf, Debora! Wache auf, wache auf, sprich ein
Lied! Mache dich auf, Barak, und führe gefangen deine
Gefangenen, Sohn Abinoams!
13 Da
zog hinab ein Überrest der Edlen und des Volkes; Jehova zog zu
mir herab unter den Helden.
14 Von
Ephraim zogen hinab, deren Stammsitz unter Amalek ist; hinter
dir her Benjamin, unter deinen Völkern; von Makir zogen hinab
die Führer, und von Sebulon, die den Feldherrnstab halten.
15 Und
die Fürsten in Issaschar waren mit Debora; und Issaschar gleich
Barak; er wurde seinen Füßen nach ins Tal gesandt. An den Bächen
Rubens waren große Beschlüsse des Herzens.
16
Warum bliebest du zwischen den Hürden, das Flöten bei den Herden
zu hören? An den Bächen Rubens waren große Beratungen des
Herzens.
17
Gilead ruhte jenseit des Jordan; und Dan, warum weilte er auf
Schiffen? Aser blieb am Gestade des Meeres, und an seinen
Buchten ruhte er.
18
Sebulon ist ein Volk, das seine Seele dem Tode preisgab, auch
Naphtali auf den Höhen des Gefildes.
19
Könige kamen, sie stritten; da stritten die Könige Kanaans zu
Taanak an den Wassern Megiddos: Beute an Silber trugen sie nicht
davon.
20 Vom
Himmel her stritten, von ihren Bahnen aus stritten die Sterne
mit Sisera.
21 Der
Bach Kison riß sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kison.
Du, meine Seele, tratest die Starken nieder!
22 Da
stampften die Hufe der Rosse vom Rennen, dem Rennen ihrer
Gewaltigen.
23
Fluchet Meros! spricht der Engel Jehovas, verfluchet seine
Bewohner! Denn sie sind nicht Jehova zu Hilfe gekommen, Jehova
zu Hilfe unter den Helden.
24
Gesegnet vor Weibern sei Jael, das Weib Hebers, des Keniters,
vor Weibern in Zelten gesegnet!
25
Wasser verlangte er, Milch gab sie; in einer Schale der Edlen
reichte sie geronnene Milch.
26
Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflocke und ihre Rechte nach
dem Hammer der Arbeiter; und sie hämmerte auf Sisera,
zerschmetterte sein Haupt und zerschlug und durchbohrte seine
Schläfe.
27
Zwischen ihren Füßen krümmte er sich, fiel, lag da; zwischen
ihren Füßen krümmte er sich, fiel; da, wo er sich krümmte, fiel
er überwältigt.
28
Durchs Fenster schaute aus Siseras Mutter und rief ängstlich
durch das Gitter: Warum zaudert sein Wagen zu kommen? Warum
zögern die Tritte seiner Gespanne?
29 Die
Klugen unter ihren Edelfrauen antworten ihr, und sie selbst
erwidert sich ihre Reden:
30
Finden sie nicht, teilen sie nicht Beute? Ein Mädchen, zwei
Mädchen auf den Kopf eines Mannes? Beute an bunten Gewändern für
Sisera, Beute an buntgewirkten Gewändern; zwei buntgewirkte
Gewänder für den Hals der Gefangenen.
31
Also mögen umkommen alle deine Feinde, Jehova! Aber die ihn
lieben, seien wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft! Und das Land
hatte Ruhe vierzig Jahre.
6,1
Und die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen Jehovas;
und Jehova gab sie in die Hand Midians sieben Jahre.
2 Und
die Hand Midians wurde stark über Israel. Vor Midian richteten
sich die Kinder Israel die Klüfte zu, die in den Bergen sind,
und die Höhlen und die Bergfesten.
3 Und
es geschah, wenn Israel gesät hatte, so zogen Midian und Amalek
und die Söhne des Ostens herauf, sie zogen herauf wider sie.
4 Und
sie lagerten sich wider sie und verdarben den Ertrag des Landes
bis nach Gasa hin; und sie ließen keine Lebensmittel in Israel
übrig, weder Kleinvieh, noch Rind, noch Esel.
5 Denn
sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten, sie
kamen wie die Heuschrecken an Menge; und ihrer und ihrer Kamele
war keine Zahl; und sie kamen in das Land, um es zu verderben.
6 Und
Israel verarmte sehr wegen Midians; und die Kinder Israel
schrieen zu Jehova.
7 Und
es geschah, als die Kinder Israel wegen Midians zu Jehova
schrieen,
8 da
sandte Jehova einen Propheten zu den Kindern Israel; und er
sprach zu ihnen: So spricht Jehova, der Gott Israels: Ich habe
euch aus Ägypten heraufgeführt und euch herausgeführt aus dem
Hause der Knechtschaft;
9 und
ich habe euch errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand
all eurer Bedrücker, und ich habe sie vor euch vertrieben und
euch ihr Land gegeben.
10 Und
ich sprach zu euch: Ich bin Jehova, euer Gott; ihr sollt nicht
die Götter der Amoriter fürchten, in deren Land ihr wohnet. Aber
ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.
11 Und
der Engel Jehovas kam und setzte sich unter die Terebinthe, die
zu Ophra war, welches Joas, dem Abieseriter, gehörte. Und
Gideon, sein Sohn, schlug eben Weizen aus in der Kelter, um ihn
vor Midian zu flüchten.
12 Und
der Engel Jehovas erschien ihm und sprach zu ihm: Jehova ist mit
dir, du tapferer Held!
13 Und
Gideon sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! Wenn Jehova mit uns ist,
warum hat denn dieses alles uns betroffen? Und wo sind alle
seine Wunder, die unsere Väter uns erzählt haben, indem sie
sprachen: Hat Jehova uns nicht aus Ägypten heraufgeführt? Und
nun hat Jehova uns verlassen und uns in die Hand Midians
gegeben.
14 Und
Jehova wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner
Kraft und rette Israel aus der Hand Midians! Habe ich dich nicht
gesandt?
15 Und
er sprach zu ihm: Bitte, mein Herr! Womit soll ich Israel
retten? Siehe, mein Tausend ist das ärmste in Manas se, und ich
bin der Jüngste im Hause meines Vaters.
16 Und
Jehova sprach zu ihm: Ich werde mit dir sein, und du wirst
Midian schlagen wie einen Mann.
17 Und
er sprach zu ihm: Wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen
Augen, so gib mir ein Zeichen, daß du es bist, der mit mir
redet.
18
Weiche doch nicht von hinnen, bis ich zu dir komme und meine
Gabe herausbringe und dir vorsetze. Und er sprach: Ich will
bleiben, bis du wiederkommst.
19 Da
ging Gideon hinein und bereitete ein Ziegenböcklein zu, und
ungesäuerte Kuchen aus einem Epha Mehl; das Fleisch tat er in
einen Korb, und die Brühe tat er in einen Topf; und er brachte
es zu ihm heraus unter die Terebinthe und setzte es vor.
20 Und
der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und die
ungesäuerten Kuchen und lege es hin auf diesen Felsen da, und
die Brühe gieße aus. Und er tat also.
21 Und
der Engel Jehovas streckte das Ende des Stabes aus, der in
seiner Hand war, und berührte das Fleisch und die ungesäuerten
Kuchen; da stieg Feuer auf aus dem Felsen und verzehrte das
Fleisch und die ungesäuerten Kuchen. Und der Engel Jehovas
verschwand aus seinen Augen.
22 Da
sah Gideon, daß es der Engel Jehovas war, und Gideon sprach: Ach
Herr, Jehova! Dieweil ich den Engel Jehovas gesehen habe von
Angesicht zu Angesicht!
23 Und
Jehova sprach zu ihm: Friede dir! Fürchte dich nicht, du wirst
nicht sterben.
24 Und
Gideon baute daselbst Jehova einen Altar und nannte ihn:
Jehova-Schalom. Bis auf diesen Tag ist er noch zu Ophra der
Abieseriter.
25 Und
es geschah in selbiger Nacht, da sprach Jehova zu ihm: Nimm den
Farren deines Vaters, und zwar den zweiten Farren von sieben
Jahren; und reiße nieder den Altar des Baal, der deinem Vater
gehört, und die Aschera, die bei demselben ist, haue um;
26 und
baue Jehova, deinem Gott, einen Altar auf dem Gipfel dieser
Feste mit der Zurüstung; und nimm den zweiten Farren und opfere
ein Brandopfer mit dem Holze der Aschera, die du umhauen wirst.
27 Und
Gideon nahm zehn Männer von seinen Knechten und tat, so wie
Jehova zu ihm geredet hatte. Und es geschah, da er sich vor dem
Hause seines Vaters und vor den Leuten der Stadt fürchtete, es
bei Tage zu tun, so tat er es bei Nacht.
28 Und
als die Leute der Stadt des Morgens früh aufstanden, siehe, da
war der Altar des Baal umgerissen, und die Aschera, die bei
demselben war, umgehauen, und der zweite Farre war als
Brandopfer auf dem erbauten Altar geopfert.
29 Und
sie sprachen einer zum anderen: Wer hat das getan? Und sie
forschten und fragten nach, und man sagte: Gideon, der Sohn des
Joas, hat das getan.
30 Da
sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus,
daß er sterbe, weil er den Altar des Baal umgerissen, und weil
er die Aschera, die bei demselben war, umgehauen hat!
31 Und
Joas sprach zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr für den
Baal rechten, oder wollt ihr ihn retten? Wer für ihn rechtet,
soll getötet werden bis zum Morgen. Wenn er ein Gott ist, so
rechte er für sich selbst, weil man seinen Altar umgerissen hat.
32 Und
man nannte ihn an selbigem Tage Jerub-Baal, indem man sprach:
Der Baal rechte mit ihm, weil er seinen Altar umgerissen hat.
33 Und
ganz Midian und Amalek und die Söhne des Ostens versammelten
sich allzumal, und sie setzten über den Jordan und lagerten sich
im Tale Jisreel.
34 Und
der Geist Jehovas kam über Gideon; und er stieß in die Posaune,
und die Abieseriter wurden zusammengerufen ihm nach.
35 Und
er sandte Boten durch ganz Manasse, und auch sie wurden
zusammengerufen, ihm nach. Und er sandte Boten durch Aser und
durch Sebulon und durch Naphtali. Und sie zogen herauf, ihnen
entgegen.
36 Und
Gideon sprach zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten
willst, so wie du geredet hast-
37
siehe, ich lege ein Wollvließ auf die Tenne; wenn Tau auf dem
Vließe allein sein wird und auf dem ganzen Boden Trockenheit, so
werde ich erkennen, daß du Israel durch meine Hand retten wirst,
so wie du geredet hast.
38 Und
es geschah also. Und er stand am anderen Morgen früh auf, und er
drückte das Vließ aus und preßte Tau aus dem Vließe, eine Schale
voll Wasser.
39 Und
Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht wider mich! Und
ich will nur noch diesmal reden. Laß mich es doch nur noch
diesmal mit dem Vließe versuchen: Möge doch Trockenheit sein auf
dem Vließe allein, und auf dem ganzen Boden sei Tau.
40 Und
Gott tat also in selbiger Nacht; und es war Trockenheit auf dem
Vließe allein, und auf dem ganzen Boden war Tau.
7,1
Und Jerub-Baal, das ist Gideon, und alles Volk, das mit ihm war,
machten sich früh auf, und sie lagerten sich an der Quelle
Harod; das Lager Midians aber war nordwärts von ihm, nach dem
Hügel More hin, im Tale.
2 Und
Jehova sprach zu Gideon: Des Volkes, das bei dir ist, ist zu
viel, als daß ich Midian in ihre Hand geben sollte; damit Israel
sich nicht wider mich rühme und spreche: Meine Hand hat mich
gerettet!
3 Und
nun rufe doch vor den Ohren des Volkes aus und sprich: Wer
furchtsam und verzagt ist, kehre um und wende sich zurück vom
Gebirge Gilead! Da kehrten von dem Volke zweiundzwanzigtausend
um, und zehntausend blieben übrig.
4 Und
Jehova sprach zu Gideon: Noch ist des Volkes zu viel; führe sie
ans Wasser hinab, daß ich sie dir daselbst läutere; und es soll
geschehen, von wem ich dir sagen werde: dieser soll mit dir
ziehen, der soll mit dir ziehen; und jeder, von dem ich dir
sagen werde: dieser soll nicht mit dir ziehen, der soll nicht
ziehen.
5 Und
er führte das Volk ans Wasser hinab. Und Jehova sprach zu
Gideon: Jeder, der mit seiner Zunge von dem Wasser leckt, wie
ein Hund leckt, den stelle besonders; und auch jeden, der sich
auf seine Knie niederläßt, um zu trinken.
6 Und
die Zahl derer, welche mit ihrer Hand zu ihrem Munde leckten,
war dreihundert Mann; und das ganze übrige Volk hatte sich auf
seine Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken.
7 Und
Jehova sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt
haben, will ich euch retten und Midian in deine Hand geben; das
ganze übrige Volk aber soll gehen, ein jeder an seinen Ort.
8 Und
sie nahmen die Zehrung des Volkes mit sich und seine Posaunen.
Und er entließ alle Männer von Israel, einen jeden nach seinen
Zelten; aber die dreihundert Mann behielt er. Das Lager Midians
war aber unter ihm im Tale.
9 Und
es geschah in selbiger Nacht, da sprach Jehova zu ihm: Mache
dich auf, gehe in das Lager hinab; denn ich habe es in deine
Hand gegeben.
10 Und
wenn du dich fürchtest, hinabzugehen, so gehe mit Pura, deinem
Knaben, zum Lager hinab;
11 und
du wirst hören, was sie reden; und danach werden deine Hände
erstarken, und du wirst in das Lager hinabgehen. Da ging er mit
Pura, seinem Knaben, hinab bis an das Ende der Gerüsteten, die
im Lager waren.
12 Und
Midian und Amalek und alle Söhne des Ostens lagen im Tale, wie
die Heuschrecken an Menge; und ihrer Kamele war keine Zahl, wie
der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge.
13 Und
Gideon kam, und siehe, ein Mann erzählte seinem Genossen einen
Traum und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt; und siehe,
ein Laib Gerstenbrot rollte in das Lager Midians; und es kam bis
zum Zelte und schlug es, daß es umfiel, und kehrte es um, das
Unterste zu oberst, und das Zelt lag da.
14 Und
sein Genosse antwortete und sprach: Das ist nichts anderes als
das Schwert Gideons, des Sohnes Joas’, eines Mannes von Israel;
Gott hat Midian und das ganze Lager in seine Hand gegeben.
15 Und
es geschah, als Gideon die Erzählung des Traumes und seine
Deutung hörte, da betete er an. Und er kehrte in das Lager
Israels zurück und sprach: Machet euch auf! Denn Jehova hat das
Lager Midians in eure Hand gegeben.
16 Und
er teilte die dreihundert Mann in drei Haufen und gab ihnen
allen Posaunen in die Hand und leere Krüge, und Fackeln in die
Krüge.
17 Und
er sprach zu ihnen: Sehet es mir ab und tut ebenso; siehe, wenn
ich an das Ende des Lagers komme, so soll es geschehen, daß ihr
ebenso tut, wie ich tue.
18 Und
stoße ich in die Posaune, ich und alle, die bei mir sind, so
sollt auch ihr in die Posaunen stoßen rings um das ganze Lager,
und sollt rufen: Für Jehova und für Gideon!
19 Und
Gideon und die hundert Mann, die bei ihm waren, kamen an das
Ende des Lagers, beim Beginn der mittleren Nachtwache; man hatte
eben die Wachen aufgestellt. Und sie stießen in die Posaunen und
zerschmetterten die Krüge, die in ihrer Hand waren.
20 Und
die drei Haufen stießen in die Posaunen und zerbrachen die
Krüge; und sie hielten in ihrer linken Hand die Fackeln und in
ihrer rechten Hand die Posaunen zum Blasen und riefen: Schwert
Jehovas und Gideons!
21 Und
sie standen ein jeder an seiner Stelle, rings um das Lager. Da
lief das ganze Lager und schrie und floh.
22 Und
sie stießen in die dreihundert Posaunen; und Jehova richtete das
Schwert des einen wider den anderen, und zwar im ganzen Lager.
Und das Lager floh bis Beth-Schitta, nach Zerera hin, bis an das
Ufer von Abel-Mehola bei Tabbath.
23 Und
es versammelten sich die Männer von Israel, von Naphtali und von
Aser und von ganz Manasse, und sie jagten Midian nach.
24 Und
Gideon sandte Boten in das ganze Gebirge Ephraim und ließ sagen:
Kommet herab, Midian entgegen, und nehmet ihnen die Gewässer bis
Beth-Bara, und den Jordan! Da versammelten sich alle Männer von
Ephraim und nahmen ihnen die Gewässer bis Beth-Bara und den
Jordan.
25 Und
sie fingen die zwei Fürsten von Midian, Oreb und Seeb; und sie
erschlugen Oreb an dem Felsen Oreb, und Seeb erschlugen sie bei
der Kelter Seeb; und sie jagten Midian nach. Und die Köpfe Orebs
und Seebs brachten sie zu Gideon auf die andere Seite des
Jordan.
8,1
Und die Männer von Ephraim sprachen zu ihm: Was ist das für eine
Sache, die du uns getan, daß du uns nicht gerufen hast, als du
hinzogest, um wider Midian zu streiten! Und sie zankten heftig
mit ihm.
2 Und
er sprach zu ihnen: Was habe ich nun getan im Vergleich mit
euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese
Abiesers?
3 In
eure Hand hat Gott die Fürsten von Midian, Oreb und Seeb
gegeben; und was habe ich tun können im Vergleich mit euch? Da
ließ ihr Zorn von ihm ab, als er dieses Wort redete.
4 Und
Gideon kam an den Jordan; er ging hinüber, er und die
dreihundert Mann, die bei ihm waren, ermattet und nachjagend.
5 Und
er sprach zu den Männern von Sukkoth: Gebet doch dem Volke, das
mir nachfolgt, einige Laibe Brot; denn sie sind ermattet, und
ich jage den Königen von Midian, Sebach und Zalmunna, nach.
6 Und
die Obersten von Sukkoth sprachen: Ist die Faust Sebachs und
Zalmunnas schon in deiner Hand, daß wir deinem Heere Brot geben
sollen?
7 Da
sprach Gideon: Darum, wenn Jehova Sebach und Zalmunna in meine
Hand gegeben hat, werde ich euer Fleisch zerdreschen mit Dornen
der Wüste und mit Stechdisteln!
8 Und
er zog von dannen nach Pnuel hinauf und redete zu ihnen auf
dieselbe Weise. Und die Männer von Pnuel antworteten ihm, wie
die Männer von Sukkoth geantwortet hatten.
9 Da
sprach er auch zu den Männern von Pnuel und sagte: Wenn ich in
Frieden zurückkomme, so werde ich diesen Turm niederreißen!
10
Sebach und Zalmunna waren aber zu Karkor, und ihre Heere mit
ihnen, bei fünfzehntausend Mann, alle, die übriggeblieben waren
von dem ganzen Lager der Söhne des Ostens; und der Gefallenen
waren hundertundzwanzigtausend Mann, die das Schwert zogen.
11 Und
Gideon zog hinauf des Weges zu den Zeltbewohnern, östlich von
Nobach und Jogbeha; und er schlug das Lager, und das Lager war
sorglos.
12 Und
Sebach und Zalmunna flohen, und er jagte ihnen nach; und er fing
die beiden Könige von Midian, Sebach und Zalmunna; und das ganze
Lager setzte er in Schrecken.
13 Und
Gideon, der Sohn Joas’, kehrte aus dem Streite zurück, von der
Anhöhe Heres herab.
14 Und
er fing einen Jüngling von den Männern von Sukkoth und befragte
ihn; und dieser schrieb ihm die Obersten von Sukkoth und seine
Ältesten auf, siebenundsiebzig Mann.
15 Und
er kam zu den Männern von Sukkoth und sprach: Sehet hier Sebach
und Zalmunna, über welche ihr mich verhöhnt habt, indem ihr
sprachet: Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner
Hand, daß wir deinen Männern, die ermattet sind, Brot geben
sollen?
16 Und
er nahm die Ältesten der Stadt und Dornen der Wüste und
Stechdisteln, und er züchtigte die Männer von Sukkoth mit
denselben.
17 Und
den Turm zu Pnuel riß er nieder und erschlug die Männer der
Stadt.
18 Und
er sprach zu Sebach und zu Zalmunna: Wie waren die Männer, die
ihr zu Tabor erschlagen habt? Und sie sprachen: Wie du, so waren
sie, ein jeder an Gestalt gleich einem Königssohne.
19 Und
er sprach: Das waren meine Brüder, die Söhne meiner Mutter. So
wahr Jehova lebt, wenn ihr sie am Leben gelassen hättet, so
erschlüge ich euch nicht!
20 Und
er sprach zu Jether, seinem Erstgeborenen: Stehe auf, erschlage
sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er fürchtete
sich, weil er noch ein Knabe war.
21 Da
sprachen Sebach und Zalmunna: Stehe du auf und stoße uns nieder;
denn wie der Mann, so seine Kraft. Und Gideon stand auf und
erschlug Sebach und Zalmunna; und er nahm die Halbmonde, welche
an den Hälsen ihrer Kamele waren.
22 Und
die Männer von Israel sprachen zu Gideon: Herrsche über uns,
sowohl du, als auch dein Sohn und deines Sohnes Sohn; denn du
hast uns aus der Hand Midians gerettet.
23 Und
Gideon sprach zu ihnen: Nicht ich will über euch herrschen, und
nicht mein Sohn soll über euch herrschen; Jehova soll über euch
herrschen.
24 Und
Gideon sprach zu ihnen: Eine Bitte will ich von euch erbitten:
Gebet mir ein jeder sie Ohrringe seiner Beute! (denn sie hatten
goldene Ohrringe, weil sie Ismaeliter waren).
25 Und
sie sprachen: Gern wollen wir sie geben. Und sie breiteten ein
Oberkleid aus und warfen darauf ein jeder die Ohrringe seiner
Beute.
26 Und
das Gewicht der goldenen Ohrringe, die er erbeten hatte, war
tausendsiebenhundert Sekel Gold, außer den Halbmonden und den
Ohrgehängen und den Purpurkleidern, welche die Könige von Midian
trugen, und außer den Halsketten, die an den Hälsen ihrer Kamele
waren.
27 Und
Gideon machte daraus ein Ephod und stellte es in seiner Stadt
auf, in Ophra. Und ganz Israel hurte demselben dort nach; und es
wurde Gideon und seinem Hause zum Fallstrick.
28 So
wurde Midian vor den Kindern Israels gebeugt, und es hob sein
Haupt nicht mehr empor. Und das Land hatte in den Tagen Gideons
Ruhe vierzig Jahre.
29 Und
Jerub-Baal, der Sohn Joas’, ging hin und wohnte in seinem Hause.
30 Und
Gideon hatte siebzig Söhne, die aus seiner Lende hervorgegangen
waren; denn er hatte viele Weiber.
31 Und
sein Kebsweib, das zu Sichem war, auch sie gebar ihm einen Sohn;
und er gab ihm den Namen Abimelech.
32 Und
Gideon, der Sohn Joas’, starb in gutem Alter; und er wurde
begraben im Grabe seines Vaters Joas, zu Ophra der Abieseriter.
33 Und
es geschah, als Gideon tot war, da hurten die Kinder Israel
wiederum den Baalim nach und machten sich den Baal-Berith zum
Gott.
34 Und
die Kinder Israel gedachten nicht Jehovas, ihres Gottes, der sie
errettet hatte aus der Hand aller ihrer Feinde ringsum.
35 Und
sie erwiesen keine Güte an dem Hause Jerub-Baal-Gideons, nach
all dem Guten, das er an Israel getan hatte.
9,1
Und Abimelech, der Sohn Jerub-Baals, ging nach Sichem zu den
Brüdern seiner Mutter; und er redete zu ihnen und zu dem ganzen
Geschlecht des Hauses des Vaters seiner Mutter und sprach:
2
Redet doch vor den Ohren aller Bürger von Sichem: Was ist besser
für euch, daß siebzig Männer über euch herrschen, alle Söhne
Jerub-Baals, oder daß ein Mann über euch herrsche? Und bedenket,
daß ich euer Gebein und euer Fleisch bin.
3 Und
die Brüder seiner Mutter redeten von ihm vor den Ohren aller
Bürger von Sichem alle diese Worte. Und ihr Herz neigte sich
Abimelech nach; denn sie sprachen: Er ist unser Bruder.
4 Und
sie gaben ihm siebzig Sekel Silber aus dem Hause Baal-Berith;
und Abimelech dingte damit lose und übermütige Männer, und sie
folgten ihm nach.
5 Und
er kam in das Haus seines Vaters, nach Ophra, und ermordete
seine Brüder, die Söhne Jerub-Baals, siebzig Mann auf einem
Steine; aber Jotham, der jüngste Sohn Jerub-Baals, blieb übrig,
denn er hatte sich versteckt.
6 Und
alle Bürger von Sichem und das ganze Haus Millo versammelten
sich und gingen hin und machten Abimelech zum König bei der
Terebinthe des Denkmals, die zu Sichem ist.
7 Und
man berichtete es Jotham. Da ging er hin und stellte sich auf
den Gipfel des Berges Gerisim, und er erhob seine Stimme und
rief und sprach zu ihnen: Höret auf mich, Bürger von Sichem, so
wird Gott auf euch hören!
8
Einst gingen die Bäume hin, einen König über sich zu salben; und
sie sprachen zum Olivenbaum: Sei König über uns!
9 Und
der Olivenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Fettigkeit
aufgeben, welche Götter und Menschen an mir preisen, und sollte
hingehen, zu schweben über den Bäumen?
10 Da
sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du, sei König über uns!
11 Und
der Feigenbaum sprach zu ihnen: Sollte ich meine Süßigkeit
aufgeben und meine gute Frucht, und sollte hingehen, zu schweben
über den Bäumen?
12 Da
sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du, sei König über uns!
13 Und
der Weinstock sprach zu ihnen: Sollte ich meinen Most aufgeben,
der Götter und Menschen erfreut, und sollte hingehen, zu
schweben über den Bäumen?
14 Da
sprachen alle Bäume zum Dornstrauch: Komm du, sei König über
uns!
15 Und
der Dornstrauch sprach zu den Bäumen: Wenn ihr mich in Wahrheit
zum König über euch salben wollt, so kommet, vertrauet euch
meinem Schatten an; wenn aber nicht, so soll Feuer von dem
Dornstrauch ausgehen und die Zedern des Libanon verzehren.
16 Und
nun, wenn ihr in Wahrheit und in Redlichkeit gehandelt habt, daß
ihr Abimelech zum König gemacht, und wenn ihr Gutes getan habt
an Jerub-Baal und an seinem Hause, und wenn ihr ihm getan habt
nach dem Tun seiner Hände,
17
denn mein Vater hat für euch gestritten und sein Leben
dahingeworfen und euch aus der Hand Midians errettet;
18 Ihr
aber habt euch heute wider das Haus meines Vaters erhoben und
seine Söhne ermordet, siebzig Mann auf einem Steine, und habt
Abimelech, den Sohn seiner Magd, zum König gemacht über die
Bürger von Sichem, weil er euer Bruder ist-
19
wenn ihr also an diesem Tage in Wahrheit und in Redlichkeit an
Jerub-Baal und an seinem Hause gehandelt habt, so freuet euch
Abimelechs, und auch er möge sich euer freuen!
20
Wenn aber nicht, so gehe Feuer von Abimelech aus und verzehre
die Bürger von Sichem und das Haus Millo; und es gehe ein Feuer
aus von den Bürgern von Sichem und von dem Hause Millo und
verzehre Abimelech!
21 Und
Jotham floh und entwich und ging nach Beer; und er blieb
daselbst wegen seines Bruders Abimelech.
22 Und
Abimelech herrschte über Israel drei Jahre.
23 Und
Gott sandte einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger
von Sichem; und die Bürger von Sichem handelten treulos gegen
Abimelech,
24
damit die Gewalttat an den siebzig Söhnen Jerub-Baals über ihn
käme, und ihr Blut gelegt würde auf ihren Bruder Abimelech, der
sie ermordet, und auf die Bürger von Sichem, die seine Hände
gestärkt hatten, seine Brüder zu ermorden.
25 Und
die Bürger von Sichem legten einen Hinterhalt wider ihn auf die
Gipfel der Berge, und sie beraubten jeden, der des Weges bei
ihnen vorüberzog. Und es wurde dem Abimelech berichtet.
26 Und
Gaal, der Sohn Ebeds, kam mit seinen Brüdern, und sie zogen
durch Sichem; und die Bürger von Sichem vertrauten ihm.
27 Und
sie gingen aufs Feld hinaus und lasen ihre Weinberge und
kelterten; und sie hielten ein Dankfest und gingen in das Haus
ihres Gottes und aßen und tranken und fluchten dem Abimelech.
28 Und
Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech und wer Sichem,
daß wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals,
und Sebul sein Statthalter? Dienet den Männern Hemors, des
Vaters von Sichem! Denn warum sollten wir ihm dienen?
29
Hätte ich nur dieses Volk unter meiner Hand, so wollte ich
Abimelech wegschaffen! Und er sprach von Abimelech: Mehre nur
dein Heer und ziehe aus!
30 Und
Sebul, der Oberste der Stadt, hörte die Worte Gaals, des Sohnes
Ebeds, und sein Zorn entbrannte;
31 und
er sandte Boten an Abimelech mit List und sprach: Siehe, Gaal,
der Sohn Ebeds, und seine Brüder sind nach Sichem gekommen, und
siehe, sie wiegeln die Stadt wider dich auf.
32 Und
nun, mache dich in der Nacht auf, du und das Volk, das bei dir
ist, und lege dich in Hinterhalt auf dem Felde.
33 Und
es geschehe am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, so mache dich
früh auf und überfalle die Stadt; und siehe, wenn er und das
Volk, das bei ihm ist, gegen dich hinausziehen, so tue ihm, wie
deine Hand es finden wird.
34 Und
Abimelech und alles Volk, das mit ihm war, machten sich in der
Nacht auf, und sie legten sich in vier Haufen gegen Sichem in
Hinterhalt.
35 Und
Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des
Stadttores. Da machten sich Abimelech und das Volk, das bei ihm
war, aus dem Hinterhalt auf.
36 Und
Gaal sah das Volk und sprach zu Sebul: Siehe, Volk kommt von den
Gipfeln der Berge herab. Und Sebul sprach zu ihm: Den Schatten
der Berge siehst du für Männer an.
37 Und
Gaal redete wiederum und sprach: Siehe, Volk kommt von der Höhe
des Landes herab, und ein Haufe kommt des Weges nach
Elon-Meonenim.
38 Da
sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, da du sprachest: Wer
ist Abimelech, daß wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das
Volk, welches du verachtet hast? Ziehe doch jetzt aus und
streite wider ihn!
39 Und
Gaal zog aus vor den Bürgern von Sichem und stritt wider
Abimelech.
40 Und
Abimelech jagte ihm nach, und er floh vor ihm; und es fielen
viele Erschlagene bis an den Eingang des Tores.
41 Und
Abimelech blieb zu Aruma; und Sebul vertrieb Gaal und seine
Brüder, so daß sie nicht mehr in Sichem blieben.
42 Und
es geschah am anderen Tage, da ging das Volk aufs Feld hinaus;
und man berichtete es dem Abimelech.
43 Und
er nahm das Volk und teilte es in drei Haufen und legte sich in
Hinterhalt auf dem Felde. Und er sah, und siehe, das Volk kam
aus der Stadt heraus; und er erhob sich wider sie und schlug
sie.
44 Und
Abimelech und die Haufen, die mit ihm waren, brachen hervor und
stellten sich an den Eingang des Stadttores; und zwei der Haufen
fielen über alle her, die auf dem Felde waren, und erschlugen
sie.
45 Und
Abimelech stritt wider die Stadt jenen ganzen Tag; und er nahm
die Stadt ein, und das Volk, das darin war, tötete er; und er
riß die Stadt nieder und bestreute sie mit Salz.
46 Und
alle Bewohner des Turmes von Sichem hörten es, und sie gingen in
die Burg des Hauses des Gottes Berith.
47 Und
es wurde dem Abimelech berichtet, daß alle Bewohner des Turmes
von Sichem sich versammelt hätten.
48 Da
stieg Abimelech auf den Berg Zalmon, er und alles Volk, das bei
ihm war; und Abimelech nahm eine Axt in seine Hand und hieb
einen Baumast ab und hob ihn auf und legte ihn auf seine
Schulter, und er sprach zu dem Volke, das mit ihm war: Was ihr
gesehen habt, das ich getan habe, das tut eilends wie ich.
49 Da
hieb auch das ganze Volk ein jeder seinen Ast ab, und sie
folgten Abimelech nach und legten sie an die Burg und zündeten
die Burg über ihnen mit Feuer an. Und so starben auch alle Leute
des Turmes von Sichem, bei tausend Männer und Weiber.
50 Und
Abimelech zog nach Tebez, und er belagerte Tebez und nahm es
ein.
51 Es
war aber ein starker Turm mitten in der Stadt, und dahin flohen
alle Männer und Weiber, alle Bürger der Stadt; und sie schlossen
hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes.
52 Und
Abimelech kam an den Turm und stritt wider ihn; und er nahte zum
Eingang des Turmes, um ihn mit Feuer zu verbrennen.
53 Da
warf ein Weib den oberen Stein einer Handmühle auf den Kopf
Abimelechs und zerschmetterte ihm den Schädel.
54 Und
er rief eilends den Knaben, der seine Waffen trug, und sprach zu
ihm: Ziehe dein Schwert und töte mich, daß man nicht von mir
sage: Ein Weib hat ihn umgebracht! Und sein Knabe durchstach
ihn, und er starb.
55 Und
als die Männer von Israel sahen, daß Abimelech tot war, da
gingen sie ein jeder an seinen Ort.
56 Und
so brachte Gott die Bosheit Abimelechs, die er an seinem Vater
verübt hatte, indem er seine siebzig Brüder ermordete, auf ihn
zurück.
57 Und
die ganze Bosheit der Männer von Sichem brachte Gott auf ihren
Kopf zurück, und es kam über sie der Fluch Jothams, des Sohnes
Jerub-Baals.
10,1
Und nach Abimelech stand Tola auf, um Israel zu retten, der Sohn
Puas, des Sohnes Dodos, ein Mann von Issaschar; und er wohnte zu
Schamir im Gebirge Ephraim.
2 Und
er richtete Israel dreiundzwanzig Jahre; und er starb und wurde
zu Schamir begraben.
3 Und
nach ihm stand Jair, der Gileaditer, auf; und er richtete Israel
zweiundzwanzig Jahre.
4 Und
er hatte dreißig Söhne, die auf dreißig Eseln ritten, und sie
hatten dreißig Städte; diese nennt man bis auf diesen Tag die
Dörfer Jairs, welche im Lande Gilead sind.
5 Und
Jair starb und wurde zu Kamon begraben.
6 Und
die Kinder Israel taten wiederum, was böse war in den Augen
Jehovas, und sie dienten den Baalim und den Astaroth, und den
Göttern Syriens und den Göttern Zidons und den Göttern Moabs und
den Göttern der Kinder Ammon und den Göttern der Philister; und
sie verließen Jehova und dienten ihm nicht.
7 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel, und er verkaufte sie
in die Hand der Philister und in die Hand der Kinder Ammon.
8 Und
sie bedrückten und plagten die Kinder Israel in selbigem Jahre;
achtzehn Jahre bedrückten sie alle Kinder Israel, welche jenseit
des Jordan waren im Lande der Amoriter, das in Gilead ist.
9 Und
die Kinder Ammon zogen über den Jordan, um auch wider Juda und
wider Benjamin und wider das Haus Ephraim zu streiten; und
Israel wurde sehr bedrängt.
10 Da
schrieen die Kinder Israel zu Jehova und sprachen: Wir haben
gegen dich gesündigt, und zwar weil wir unseren Gott verlassen
und den Baalim gedient haben.
11 Und
Jehova sprach zu den Kindern Israel: Habe ich euch nicht von den
Ägyptern und von den Amoritern, von den Kindern Ammon und von
den Philistern gerettet?
12 Und
als die Zidonier und Amalekiter und Maoniter euch bedrückten,
und ihr zu mir schrieet, euch aus ihrer Hand gerettet?
13 Ihr
aber habt mich verlassen und habt anderen Göttern gedient; darum
werde ich euch nicht mehr retten.
14
Gehet hin und schreiet zu den Göttern, die ihr erwählt habt: sie
mögen euch retten zur Zeit eurer Bedrängnis!
15 Und
die Kinder Israel sprachen zu Jehova: Wir haben gesündigt. Tue
du uns nach allem, was gut ist in deinen Augen; nur errette uns
doch an diesem Tage!
16 Und
sie taten die fremden Götter aus ihrer Mitte hinweg und dienten
Jehova; und seine Seele wurde ungeduldig über die Mühsal
Israels.
17 Und
die Kinder Ammon versammelten sich und lagerten sich in Gilead;
und die Kinder Israel kamen zusammen und lagerten sich zu Mizpa.
18 Da
sprach das Volk, die Obersten von Gilead, einer zum anderen: Wer
ist der Mann, der anfängt, wider die Kinder Ammon zu streiten?
Er soll allen Bewohnern Gileads zum Haupte sein.
11,1
Und Jephtha, der Gileaditer, war ein tapferer Held; er war aber
der Sohn einer Hure, und Gilead hatte Jephtha gezeugt.
2 Und
auch das Weib Gileads gebar ihm Söhne; und als die Söhne des
Weibes groß wurden, da vertrieben sie Jephtha und sprachen zu
ihm: Du sollst nicht erben im Hause unseres Vaters, denn du bist
der Sohn eines anderen Weibes.
3 Und
Jephtha floh vor seinen Brüdern und wohnte im Lande Tob. Und es
sammelten sich zu Jephtha lose Leute und zogen mit ihm aus.
4 Und
es geschah nach einiger Zeit, da stritten die Kinder Ammon mit
Israel.
5 Und
es geschah, als die Kinder Ammon mit Israel stritten, da gingen
die Ältesten von Gilead hin, um Jephtha aus dem Lande Tob zu
holen.
6 Und
sie sprachen zu Jephtha: Komm und sei unser Anführer, daß wir
wider die Kinder Ammon streiten!
7 Und
Jephtha sprach zu den Ältesten von Gilead: Seid ihr es nicht,
die mich gehaßt und mich aus dem Hause meines Vaters vertrieben
haben? Und warum kommet ihr jetzt zu mir, da ihr in Bedrängnis
seid?
8 Und
die Ältesten von Gilead sprachen zu Jephtha: Darum sind wir
jetzt zu dir zurückgekehrt, daß du mit uns ziehest und wider die
Kinder Ammon streitest; und du sollst uns zum Haupte sein, allen
Bewohnern Gileads.
9 Und
Jephta sprach zu den Ältesten von Gilead: Wenn ihr mich
zurückholet, um wider die Kinder Ammon zu streiten, und Jehova
sie vor mir dahingibt, werde ich euch dann wirklich zum Haupte
sein?
10 Und
die Ältesten von Gilead sprachen zu Jephtha: Jehova sei Zeuge
zwischen uns, wenn wir nicht also tun, wie du geredet hast!
11 Da
ging Jephtha mit den Ältesten von Gilead, und das Volk setzte
ihn zum Haupte und zum Anführer über sich. Und Jephtha redete
alle seine Worte vor Jehova zu Mizpa.
12 Und
Jephtha sandte Boten an den König der Kinder Ammon und ließ ihm
sagen: Was haben wir miteinander zu schaffen, daß du gegen mich
gekommen bist, mein Land zu bekriegen?
13 Und
der König der Kinder Ammon sprach zu den Boten Jephthas: Weil
Israel mein Land genommen hat, als es aus Ägypten heraufzog, vom
Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan; und nun gib die
Länder in Frieden zurück.
14 Da
sandte Jephtha abermals Boten an den König der Kinder Ammon
15 und
ließ ihm sagen: So spricht Jephta: Israel hat nicht das Land
Moabs und das Land der Kinder Ammon genommen;
16
sondern als sie aus Ägypten heraufzogen, da wanderte Israel
durch die Wüste bis zum Schilfmeere, und es kam nach Kades;
17 und
Israel sandte Boten an den König von Edom und ließ ihm sagen:
Laß mich doch durch dein Land ziehen! Aber der König von Edom
gab kein Gehör. Und auch an den König von Moab sandte es; aber
er wollte nicht. So blieb Israel in Kades.
18 Und
es wanderte durch die Wüste und umging das Land Edom und das
Land Moab und kam von Sonnenaufgang her zum Lande Moab; und sie
lagerten sich jenseit des Arnon und kamen nicht in das Gebiet
Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs.
19 Und
Israel sandte Boten an Sihon, den König der Amoriter, den König
von Hesbon, und Israel ließ ihm sagen: Laß uns doch durch dein
Land ziehen bis an meinen Ort!
20
Aber Sihon traute Israel nicht, es durch sein Gebiet ziehen zu
lassen; und Sihon versammelte all sein Volk, und sie lagerten
sich zu Jahza; und er stritt wider Israel.
21 Und
Jehova, der Gott Israels, gab Sihon und all sein Volk in die
Hand Israels, und sie schlugen sie. So nahm Israel das ganze
Land der Amoriter, die jenes Land bewohnten, in Besitz:
22 Sie
nahmen das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis an
den Jabbok, und von der Wüste bis an den Jordan.
23 Und
so hat nun Jehova, der Gott Israels, die Amoriter vor seinem
Volke Israel ausgetrieben, und du willst uns austreiben?
24
Nimmst du nicht das in Besitz, was Kamos, dein Gott, dir zum
Besitz gibt? So auch alles, was Jehova, unser Gott, vor uns
ausgetrieben hat, das wollen wir besitzen.
25 Und
nun, bist du etwa besser als Balak, der Sohn Zippors, der König
von Moab? Hat er je mit Israel gerechtet, oder je wider sie
gestritten?
26
Während Israel in Hesbon wohnte und in seinen Tochterstädten,
und in Aroer und in seinen Tochterstädten, und in all den
Städten, die längs des Arnon liegen, dreihundert Jahre lang:
warum habt ihr sie denn nicht in jener Zeit entrissen?
27 Und
nicht ich habe gegen dich gesündigt, sondern du tust übel an
mir, wider mich zu streiten. Jehova, der Richter, richte heute
zwischen den Kindern Israel und den Kindern Ammon!
28
Aber der König der Kinder Ammon hörte nicht auf die Worte
Jephthas, die er ihm entboten hatte.
29 Da
kam der Geist Jehovas über Jephtha; und er zog durch Gilead und
Manasse, und zog nach Mizpe in Gilead, und von Mizpe in Gilead
zog er gegen die Kinder Ammon.
30 Und
Jephtha gelobte Jehova ein Gelübde und sprach: Wenn du die
Kinder Ammon wirklich in meine Hand gibst,
31 so
soll das, was zur Tür meines Hauses herausgeht, mir entgegen,
wenn ich in Frieden von den Kindern Ammon zurückkehre, es soll
Jehova gehören, und ich werde es als Brandopfer opfern!
32 Und
so zog Jephtha gegen die Kinder Ammon, um wider sie zu streiten;
und Jehova gab sie in seine Hand.
33 Und
er schlug sie von Aroer an, bis man nach Minnith kommt, zwanzig
Städte, und bis nach Abel-Keramim, und er richtete eine sehr
große Niederlage unter ihnen an; und die Kinder Ammon wurden
gebeugt vor den Kindern Israel.
34 Und
als Jephtha nach Mizpa, nach seinem Hause kam, siehe, da trat
seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Tamburinen und mit
Reigen; und sie war nur die einzige; außer ihr hatte er weder
Sohn noch Tochter.
35 Und
es geschah, als er sie sah, da zerriß er seine Kleider und
sprach: Ach, meine Tochter! Tief beugst du mich nieder; und du,
du bist unter denen, die mich in Trübsal bringen! Denn ich habe
meinen Mund gegen Jehova aufgetan und kann nicht zurücktreten!
36 Und
sie sprach zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund gegen Jehova
aufgetan, so tue mir, wie es aus deinem Munde hervorgegangen
ist, nachdem Jehova dir Rache verschafft hat an deinen Feinden,
den Kindern Ammon.
37 Und
sie sprach zu ihrem Vater: Es geschehe mir diese Sache: Laß zwei
Monate von mir ab, daß ich hingehe und auf die Berge hinabsteige
und meine Jungfrauschaft beweine, ich und meine Freundinnen.
38 Und
er sprach: Gehe hin. Und er entließ sie auf zwei Monate. Und sie
ging hin, sie und ihre Freundinnen, und beweinte ihre
Jungfrauschaft auf den Bergen.
39 Und
es geschah am Ende von zwei Monaten, da kehrte sie zu ihrem
Vater zurück. Und er vollzog an ihr das Gelübde, das er gelobt
hatte. Sie hatte aber keinen Mann erkannt. Und es wurde zum
Gebrauch in Israel:
40 Von
Jahr zu Jahr gehen die Töchter Israels hin, um die Tochter
Jephthas, des Gileaditers, zu preisen vier Tage im Jahre.
12,1
Und die Männer von Ephraim versammelten sich und zogen hinüber
nach Norden, und sie sprachen zu Jephtha: Warum bist du
durchgezogen, um wider die Kinder Ammon zu streiten, und hast
uns nicht gerufen, daß wir mit dir gingen? Wir werden dein Haus
über dir mit Feuer verbrennen!
2 Und
Jephtha sprach zu ihnen: Einen heftigen Streit haben wir gehabt,
ich und mein Volk, mit den Kindern Ammon; und ich rief euch,
aber ihr habt mich nicht aus ihrer Hand gerettet.
3 Und
als ich sah, daß du nicht helfen wolltest, da setzte ich mein
Leben aufs Spiel und zog hin wider die Kinder Ammon; und Jehova
gab sie in meine Hand. Warum seid ihr denn an diesem Tage gegen
mich heraufgezogen, um wider mich zu streiten?
4 Und
Jephtha versammelte alle Männer von Gilead und stritt mit
Ephraim; und die Männer von Gilead schlugen Ephraim, weil sie
gesagt hatten: Flüchtlinge Ephraims seid ihr, ihr Gileaditer,
inmitten Ephraims und inmitten Manasses!
5 Und
Gilead nahm Ephraim die Furten des Jordan. Und es geschah, wenn
ein Flüchtling von Ephraim sprach: Laß mich hinübergehen! So
sprachen die Männer von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter?
6 Und
sagte er: Nein! so sprachen sie zu ihm: Sage doch: Schibboleth!
Und sagte er: Sibboleth, und brachte es nicht fertig, richtig zu
sprechen, dann ergriffen sie ihn und schlachteten ihn an den
Furten des Jordan. Und es fielen in jener Zeit von Ephraim
zweiundvierzigtausend.
7 Und
Jephtha richtete Israel sechs Jahre; und Jephtha, der
Gileaditer, starb und wurde in einer der Städte Gileads
begraben.
8 Und
nach ihm richtete Israel Ibzan von Bethlehem.
9 Und
er hatte dreißig Söhne; und dreißig Töchter entließ er aus dem
Hause, und dreißig Töchter brachte er von außen für seine Söhne
herein. Und er richtete Israel sieben Jahre.
10 Und
Ibzan starb und wurde zu Bethlehem begraben.
11 Und
nach ihm richtete Israel Elon, der Sebuloniter; und er richtete
Israel zehn Jahre.
12 Und
Elon, der Sebuloniter, starb und wurde zu Ajjalon im Lande
Sebulon begraben.
13 Und
nach ihm richtete Israel Abdon, der Sohn Hillels, der
Pirhathoniter.
14 Und
er hatte vierzig Söhne und dreißig Enkel, die auf siebzig Eseln
ritten. Und er richtete Israel acht Jahre.
15 Und
Abdon, der Sohn Hillels, der Pirhathoniter, starb und wurde zu
Pirhathon begraben im Lande Ephraim, im Gebirge der Amalekiter.
13,1
Und die Kinder Israel taten wiederum was böse war in den Augen
Jehovas; und Jehova gab sie in die Hand der Philister vierzig
Jahre.
2 Und
es war ein Mann aus Zorha, vom Geschlecht der Daniter, sein Name
war Manoah. Und sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht.
3 Und
der Engel Jehovas erschien dem Weibe und sprach zu ihr: Siehe
doch, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst
schwanger werden und einen Sohn gebären.
4 Und
nun hüte dich doch und trinke weder Wein noch starkes Getränk,
und iß nichts Unreines!
5 Denn
siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären; und
kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen, denn ein Nasir
Gottes soll der Knabe sein von Mutterleibe an; und er wird
anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten.
6 Und
das Weib kam und sprach zu ihrem Manne und sagte: Ein Mann
Gottes ist zu mir gekommen, und sein Ansehen war wie das Ansehen
eines Engels Gottes, sehr furchtbar; und ich habe ihn nicht
gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat er mir nicht
kundgetan.
7 Und
er sprach zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen
Sohn gebären; und nun, trinke weder Wein noch starkes Getränk,
und iß nichts Unreines; denn ein Nasir Gottes soll der Knabe
sein von Mutterleibe an bis zum Tage seines Todes.
8 Da
flehte Manoah zu Jehova und sprach: Bitte, Herr! Der Mann
Gottes, den du gesandt hast, möge doch nochmals zu uns kommen
und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Knaben, der geboren
werden soll.
9 Und
Gott erhörte die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam
nochmals zu dem Weibe, als sie auf dem Felde saß, und Manoah,
ihr Mann, nicht bei ihr war.
10 Da
eilte das Weib und lief und berichtete es ihrem Manne, und sie
sprach zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der an jenem
Tage zu mir gekommen ist.
11 Und
Manoah machte sich auf und ging seinem Weibe nach; und er kam zu
dem Manne und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der zu dem Weibe
geredet hat? Und er sprach: Ich bin’s.
12 Und
Manoah sprach: Wenn nun dein Wort eintrifft, was soll die Weise
des Knaben sein und sein Tun?
13 Und
der Engel Jehovas sprach zu Manoah: Vor allem, was ich dem Weibe
gesagt habe, soll sie sich hüten:
14 Von
allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht essen, und Wein
und starkes Getränk soll sie nicht trinken, und soll nichts
Unreines essen; alles, was ich ihr geboten habe, soll sie
beobachten.
15 Und
Manoah sprach zu dem Engel Jehovas: Laß dich doch von uns
aufhalten, so wollen wir dir ein Ziegenböcklein zubereiten.
16 Und
der Engel Jehovas sprach zu Manoah: Wenn du mich auch
aufhieltest, ich würde nicht von deinem Brote essen; willst du
aber ein Bran dopfer opfern, so opfere es Jehova. Denn Manoah
wußte nicht, daß es der Engel Jehovas war.
17 Und
Manoah sprach zu dem Engel Jehovas: Wie ist dein Name, daß wir
dich ehren, wenn dein Wort eintrifft?
18 Und
der Engel Jehovas sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach
meinem Namen? Er ist ja wunderbar!
19 Da
nahm Manoah das Ziegenböcklein und das Speisopfer und opferte es
Jehova auf dem Felsen. Er aber handelte wunderbar, und Manoah
und sein Weib sahen zu;
20 und
es geschah, als die Flamme von dem Altar gen Himmel emporstieg,
da fuhr der Engel Jehovas in der Flamme des Altars hinauf. Und
Manoah und sein Weib sahen zu und fielen auf ihr Angesicht zur
Erde.
21 Und
der Engel Jehovas erschien Manoah und seinem Weibe fortan nicht
mehr. Da erkannte Manoah, daß es der Engel Jehovas war.
22 Und
Manoah sprach zu seinem Weibe: Wir werden gewißlich sterben,
denn wir haben Gott gesehen!
23
Aber sein Weib sprach zu ihm: Wenn es Jehova gefallen hätte, uns
zu töten, so hätte er nicht ein Brandopfer und Speisopfer aus
unserer Hand angenommen, und er hätte uns dies alles nicht
gezeigt, noch uns zu dieser Zeit dergleichen vernehmen lassen.
24 Und
das Weib gebar einen Sohn; und sie gab ihm den Namen Simson. Und
der Knabe wuchs, und Jehova segnete ihn.
25 Und
der Geist Jehovas fing an, ihn zu treiben zu Machaneh-Dan
zwischen Zorha und Eschtaol.
14,1
Und Simson ging nach Timna hinab; und er sah in Timna ein Weib
von den Töchtern der Philister.
2 Und
er ging hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner Mutter
und sprach: Ich habe in Timna ein Weib gesehen von den Töchtern
der Philister; und nun nehmet sie mir zum Weibe.
3 Und
sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist unter den
Töchtern deiner Brüder und unter meinem ganzen Volke kein Weib,
daß du hingehest, ein Weib zu nehmen von den Philistern, den
Unbeschnittenen? Und Simson sprach zu seinem Vater: Diese nimm
mir, denn sie ist recht in meinen Augen.
4 Sein
Vater und seine Mutter wußten aber nicht, daß es von Jehova war;
denn er suchte eine Gelegenheit an den Philistern. Und in jener
Zeit herrschten die Philister über Israel.
5 Und
Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab;
und als sie an die Weinberge von Timna kamen, siehe, da brüllte
ein junger Löwe ihm entgegen.
6 Und
der Geist Jehovas geriet über ihn, und er zerriß ihn, wie man
ein Böcklein zerreißt; und er hatte gar nichts in seiner Hand.
Und er tat seinem Vater und seiner Mutter nicht kund, was er
getan hatte.
7 Und
er ging hinab und redete zu dem Weibe, und sie war recht in den
Augen Simsons.
8 Und
er kehrte nach einiger Zeit zurück, um sie zu nehmen, und er bog
ab, um das Aas des Löwen zu besehen, und siehe, ein
Bienenschwarm war in dem Körper des Löwen, und Honig.
9 Da
nahm er ihn heraus in seine Hände, und ging und aß im Gehen; und
er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, und
sie aßen; aber er tat ihnen nicht kund, daß er den Honig aus dem
Körper des Löwen herausgenommen hatte.
10 Und
sein Vater ging zu dem Weibe hinab, und Simson machte daselbst
ein Mahl; denn also pflegten die Jünglinge zu tun.
11 Und
es geschah, als sie ihn sahen, da nahmen die dreißig Gesellen;
und sie waren bei ihm.
12 Und
Simson sprach zu ihnen: Ich will euch einmal ein Rätsel
aufgeben; wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Mahles kundtut
und es erratet, so werde ich euch dreißig Hemden und dreißig
Wechsel kleider geben;
13
Wenn ihr es mir aber nicht kundtun könnet, so sollt ihr mir
dreißig Hemden und dreißig Wechselkleider geben. Und sie
sprachen zu ihm: Gib dein Rätsel auf, daß wir es hören!
14 Und
er sprach zu ihnen: Aus dem Fresser kam Fraß, und aus dem
Starken kam Süßigkeit. Und sie vermochten das Rätsel nicht
kundzutun drei Tage lang.
15 Und
es geschah am siebten Tage, da sprachen sie zu dem Weibe
Simsons: Berede deinen Mann, daß er uns das Rätsel kundtue,
damit wir nicht dich und deines Vaters Haus mit Feuer
verbrennen! Um uns zu berauben, habt ihr uns geladen, nicht
wahr?
16 Und
Simsons Weib weinte an ihm und sprach: Du hassest mich nur und
liebst mich nicht. Das Rätsel hast du den Kindern meines Volkes
aufgegeben, und mir hast du es nicht kundgetan. Und er sprach zu
ihr: Siehe, meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht
kundgetan, und dir sollte ich es kundtun?
17 Und
sie weinte an ihm die sieben Tage, da sie das Mahl hatten. Und
es geschah am siebten Tage, da tat er es ihr kund, denn sie
drängte ihn. Und sie tat das Rätsel den Kindern ihres Volkes
kund.
18 Da
sprachen die Männer der Stadt zu ihm am siebten Tage, ehe die
Sonne unterging: Was ist süßer als Honig? Und was ist stärker
als der Löwe? Und er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem
Kalbe gepflügt hättet, so hättet ihr mein Rätsel nicht erraten.
19 Und
der Geist Jehovas geriet über ihn; und er ging hinab nach
Askalon und erschlug von ihnen dreißig Mann und nahm ihre
ausgezogenen Gewänder und gab die Wechselkleider denen, welche
das Rätsel kundgetan hatten. Und sein Zorn entbrannte, und er
ging hinauf in das Haus seines Vaters.
20 Und
das Weib Simsons wurde einem seiner Gesellen gegeben, den er
sich zugesellt hatte.
15,1
Und es geschah nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte,
da besuchte Simson sein Weib mit einem Ziegenböcklein. Und er
sprach: Ich will zu meinem Weibe ins Gemach gehen; aber ihr
Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen.
2 Und
ihr Vater sprach: Ich habe gewißlich gedacht, daß du sie
haßtest, und so habe ich sie deinem Gesellen gegeben. Ist nicht
ihre jüngere Schwester schöner als sie? Möge sie doch dein
werden an ihrer Statt.
3 Da
sprach Simson zu ihnen: Diesmal bin ich schuldlos an den
Philistern, wenn ich ihnen Übles tue.
4 Und
Simson ging hin und fing dreihundert Schakale; und er nahm
Fackeln und kehrte Schwanz an Schwanz und tat eine Fackel
zwischen je zwei Schwänze in die Mitte,
5 und
er zündete die Fackeln mit Feuer an. Und er ließ sie los in das
stehende Getreide der Philister und zündete sowohl Garbenhaufen
als stehendes Getreide und Olivengärten an.
6 Und
die Philister sprachen: Wer hat das getan? und man sagte:
Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil er ihm sein Weib
genommen und sie seinem Gesellen gegeben hat. Da zogen die
Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater mit Feuer.
7 Und
Simson sprach zu ihnen: Wenn ihr also tut es sei denn, daß ich
mich an euch gerächt habe, danach will ich aufhören!
8 Und
er schlug sie, Schenkel samt Hüfte, und richtete eine große
Niederlage unter ihnen an. Und er ging hinab und wohnte in der
Kluft des Felsens Etam.
9 Und
die Philister zogen herauf und lagerten sich in Juda und
breiteten sich aus in Lechi.
10 Und
die Männer von Juda sprachen: Warum seid ihr wider uns
heraufgezogen? Und sie sprachen: Um Simson zu binden, sind wir
heraufgezogen, daß wir ihm tun, wie er uns getan hat.
11 Da
zogen dreitausend Mann von Juda zur Kluft des Felsens Etam hinab
und sprachen zu Simson: Weißt du nicht, daß die Philister über
uns herrschen? Und warum hast du uns das getan? Und er sprach zu
ihnen: Wie sie mir getan, also habe ich ihnen getan.
12 Da
sprachen sie zu ihm: Um dich zu binden, sind wir herabgekommen,
daß wir dich in die Hand der Philister liefern. Und Simson
sprach zu ihnen: Schwöret mir, daß ihr nicht über mich herfallen
werdet!
13 Und
sie sprachen zu ihm und sagten: Nein, sondern binden wollen wir
dich und dich in ihre Hand liefern; aber töten wollen wir dich
nicht. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und führten
ihn aus dem Felsen herauf.
14 Als
er nach Lechi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen; aber
der Geist Jehovas geriet über ihn, und die Stricke, welche an
seinen Armen waren, wurden wie Flachsfäden, die vom Feuer
versengt sind, und seine Bande schmolzen weg von seinen Händen.
15 Und
er fand einen frischen Eselskinnbacken, und er streckte seine
Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.
16 Und
Simson sprach: Mit dem Eselskinnbacken einen Haufen, zwei
Haufen! Mit dem Eselskinnbacken habe ich tausend Mann
erschlagen!
17 Und
es geschah, als er ausgeredet hatte, da warf er den Kinnbacken
aus seiner Hand; und er nannte selbigen Ort Ramath-Lechi.
18 Und
es dürstete ihn sehr, und er rief zu Jehova und sprach: Du hast
durch die Hand deines Knechtes diese große Rettung gegeben, und
nun soll ich vor Durst sterben und in die Hand der
Unbeschnittenen fallen!
19 Da
spaltete Gott die Höhlung, die zu Lechi ist, und es kam Wasser
aus ihr hervor; und er trank, und sein Geist kehrte zurück, und
er lebte wieder auf. Daher gab man ihr den Namen: Quelle des
Rufenden, die zu Lechi ist, bis auf diesen Tag.
20 Und
er richtete Israel in den Tagen der Philister zwanzig Jahre.
16,1
Und Simson ging nach Gasa, und er sah daselbst eine Hure und
ging zu ihr ein.
2 Und
es wurde den Gasitern berichtet und gesagt: Simson ist hierher
gekommen. Und sie umstellten ihn und lauerten die ganze Nacht
auf ihn im Stadttore; und sie verhielten sich still die ganze
Nacht und sprachen: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir
ihn erschlagen.
3 Und
Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und
ergriff die Flügel des Stadttores und die beiden Pfosten, und
riß sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine
Schultern; und er trug sie auf den Gipfel des Berges, der gegen
Hebron hin liegt.
4 Und
es geschah hernach, da liebte er ein Weib im Tale Sorek, ihr
Name war Delila.
5 Und
die Fürsten der Philister gingen zu ihr hinauf und sprachen zu
ihr: Berede ihn und sieh, worin seine große Stärke besteht, und
wodurch wir ihn überwältigen können, daß wir ihn binden, um ihn
zu bezwingen; und wir wollen dir ein jeder tausend einhundert
Sekel Silber geben.
6 Da
sprach Delila zu Simson: Tue mir doch kund, worin deine große
Stärke besteht, und womit du gebunden werden kannst, daß man
dich bezwinge.
7 Und
Simson sprach zu ihr: Wenn man mich bände mit sieben frischen
Stricken, die nicht ausgetrocknet sind, so würde ich schwach
werden und würde sein wie ein anderer Mensch.
8 Und
die Fürsten der Philister brachten sieben frische Stricke, die
nicht ausgetrocknet waren, zu ihr hinauf; und sie band ihn
damit.
9 Es
saßen aber Auflaurer bei ihr im Gemach; und sie sprach zu ihm:
Philister über dir, Simson! Da zerriß er die Stricke, wie eine
Schnur von Werg zerreißt, wenn sie Feuer riecht; und seine
Stärke ward nicht kund.
10 Da
sprach Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getäuscht und Lügen
zu mir geredet. Nun tue mir doch kund, womit du gebunden werden
kannst!
11 Und
er sprach zu ihr: Wenn man mich fest bände mit neuen Seilen, mit
denen keine Arbeit geschehen ist, so würde ich schwach werden
und würde sein wie ein anderer Mensch.
12 Da
nahm Delila neue Seile und band ihn damit, und sie sprach zu
ihm: Philister über dir, Simson! Es saßen aber Auflaurer im
Gemach. Und er riß sie von seinen Armen wie einen Faden.
13 Da
sprach Delila zu Simson: Bisher hast du mich getäuscht und Lügen
zu mir geredet. Tue mir kund, womit du gebunden werden kannst!
Und er sprach zu ihr: Wenn du die sieben Flechten meines Hauptes
mit dem Gewebe verwebtest.
14 Und
sie heftete sie mit dem Pflocke und sprach zu ihm: Philister
über dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlafe und riß
den Webepflock und das Gewebe heraus.
15 Da
sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen: Ich habe dich lieb, so
doch dein Herz nicht mit mir ist? Nun dreimal hast du mich
getäuscht und mir nicht kundgetan, worin deine große Stärke
besteht.
16 Und
es geschah, als sie ihn alle Tage mit ihren Worten drängte und
ihn plagte, da wurde seine Seele ungeduldig zum Sterben;
17 Und
er tat ihr sein ganzes Herz kund und sprach zu ihr: Kein
Schermesser ist auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasir Gottes
bin ich von Mutterleibe an; wenn ich geschoren würde, so würde
meine Stärke von mir weichen, und ich würde schwach werden und
würde sein wie alle Menschen.
18 und
als Delila sah, daß er ihr sein ganzes Herz kundgetan hatte, da
sandte sie hin und rief die Fürsten der Philister und sprach:
Kommet diesmal herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz
kundgetan. Und die Fürsten der Philister kamen zu ihr hinauf und
brachten das Geld mit sich.
19 Und
sie ließ ihn auf ihren Knien einschlafen, und rief einen Mann
und ließ die sieben Flechten seines Hauptes abscheren; und sie
fing an, ihn zu bezwingen, und seine Stärke wich von ihm.
20 Und
sie sprach: Philister über dir, Simson! Da wachte er auf von
seinem Schlafe und dachte: Ich werde davonkommen wie die anderen
Male und mich herausschütteln. Er wußte aber nicht, daß Jehova
von ihm gewichen war.
21 Und
sie Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus; und sie
führten ihn nach Gasa hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln,
und er mußte mahlen im Gefängnis.
22
Aber das Haar seines Hauptes begann wieder zu wachsen, sobald es
geschoren war.
23 Und
die Fürsten der Philister versammelten sich, um ihrem Gott Dagon
ein großes Schlachtopfer zu opfern und um ein Freudenfest zu
feiern; denn sie sprachen: Unser Gott hat Simson, unseren Feind,
in unsere Hand gegeben.
24 Und
als das Volk ihn sah, priesen sie ihren Gott; denn sie sprachen:
Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, und den
Verheerer unseres Landes und den, der unserer Erschlagenen viel
machte.
25 Und
es geschah, als ihr Herz fröhlich war, da sprachen sie: Rufet
Simson, daß er vor uns spiele. Und sie riefen Simson aus dem
Gefängnis, und er spielte vor ihnen; und sie stellten ihn
zwischen die Säulen.
26 Und
Simson sprach zu dem Knaben, der ihn bei der Hand hielt: Laß
mich, daß ich die Säulen betaste, auf welchen das Haus ruht, und
mich an sie lehne.
27 Das
Haus war aber voll Männern und Weibern, und alle Fürsten der
Philister waren daselbst; und auf dem Dache waren bei
dreitausend Männer und Weiber, welche zusahen, wie Simson
spielte.
28 Und
Simson rief zu Jehova und sprach: Herr, Jehova! Gedenke doch
meiner, und stärke mich doch nur diesmal, o Gott, daß ich an den
Philistern eine einmalige Rache nehme für meine beiden Augen!
29 Und
Simson umfaßte die beiden Mittelsäulen, auf welchen das Haus
ruhte, (und er stützte sich darauf) die eine mit seiner Rechten
und die andere mit seiner Linken;
30 und
Simson sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Und er
beugte sich mit Kraft; da fiel das Haus auf die Fürsten und auf
alles Volk, das darin war; und es waren der Toten, die er in
seinem Tode tötete, mehr als derer, die er in seinem Leben
getötet hatte.
31 Und
seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters kamen herab und
hoben ihn auf; und sie gingen hinauf und begruben ihn zwischen
Zorha und Eschtaol, im Grabe Manoahs, seines Vaters. Er hatte
aber Israel zwanzig Jahre gerichtet.
17,1
Und es war ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name war Micha.
2 Und
er sprach zu seiner Mutter: Die tausend einhundert Sekel Silber,
die dir genommen worden sind, und worüber du einen Fluch getan
und auch vor meinen Ohren geredet hast, siehe, das Silber ist
bei mir; ich habe es genommen. Da sprach seine Mutter: Gesegnet
sei mein Sohn von Jehova!
3 Und
er gab die tausend einhundert Sekel Silber seiner Mutter zurück.
Und seine Mutter sprach: Das Silber hatte ich von meiner Hand
Jehova geheiligt für meinen Sohn, um ein geschnitztes Bild und
ein gegossenes Bild zu machen; und nun gebe ich es dir zurück.
4 Und
er gab das Silber seiner Mutter zurück. Und seine Mutter nahm
zweihundert Sekel Silber und gab sie dem Goldschmied, und der
machte daraus ein geschnitztes Bild und ein gegossenes Bild; und
es war im Hause Michas.
5 Und
der Mann Micha hatte ein Gotteshaus; und er machte ein Ephod und
Teraphim und weihte einen von seinen Söhnen, und er wurde sein
Heilige (e-r).
6 In
jenen Tagen war kein König in Israel; ein jeder tat, was recht
war in seinen Augen.
7 Und
es war ein Jüngling aus Bethlehem-Juda vom Geschlecht Juda; der
war ein Levit und hielt sich daselbst auf.
8 Und
der Mann zog aus der Stadt, aus Bethlehem-Juda, um sich
aufzuhalten, wo er es treffen würde. Und indem er seines Weges
zog, kam er in das Gebirge Ephraim bis zum Hause Michas.
9 Und
Micha sprach zu ihm: Woher kommst du? Und er sprach zu ihm: Ich
bin ein Levit aus Bethlehem-Juda; und ich gehe hin, mich
aufzuhalten, wo ich es treffen werde.
10 Da
sprach Micha zu ihm: Bleibe bei mir, und sei mir ein Vater und
ein Heilige (e-r), so werde ich dir jährlich zehn Sekel Silber
geben und Ausrüstung an Kleidern und deinen Lebensunterhalt. Und
der Levit ging hinein.
11 Und
der Levit willigte ein, bei dem Manne zu bleiben; und der
Jüngling ward ihm wie einer seiner Söhne.
12 Und
Micha weihte den Leviten; und der Jüngling wurde sein Heilige
(e-r) und war im Hause Michas.
13 Und
Micha sprach: Nun weiß ich, daß Jehova mir wohltun wird, denn
ich habe einen Leviten zum Heilige (e-r).
18,1
In jenen Tagen war kein König in Israel. Und in jenen Tagen
suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil zum Wohnen, denn
bis auf jenen Tag war ihm inmitten der Stämme Israels nichts als
Erbteil zugefallen.
2 Und
die Kinder Dan sandten fünf Männer aus ihrem Geschlecht, aus
ihrer Gesamtheit, tapfere Männer, aus Zorha und aus Eschtaol, um
das Land auszukundschaften und es zu erforschen; und sie
sprachen zu ihnen: Gehet hin, erforschet das Land. Und sie kamen
in das Gebirge Ephraim bis zum Hause Michas, und sie
übernachteten daselbst.
3 Als
sie beim Hause Michas waren, erkannten sie die Stimme des
Jünglings, des Leviten, und sie wandten sich dahin und sprachen
zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht, und was tust du hier, und
was hast du hier?
4 Und
er sprach zu ihnen: So und so hat Micha mir getan; und er hat
mich gedungen, und ich bin sein Heilige (e-r) geworden.
5 Und
sie sprachen zu ihm: Befrage doch Gott, daß wir wissen, ob unser
Weg, auf dem wir ziehen, gelingen wird.
6 Und
der Heilige (e-r) sprach zu ihnen: Ziehet hin in Frieden! Vor
Jehova ist euer Weg, auf dem ihr ziehet.
7 Und
die fünf Männer gingen hin und kamen nach Lais; und sie sahen
das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der
Zidonier, ruhig und sicher; und niemand, der die Herrschaft
besessen hätte im Lande, tat ihnen irgend etwas zuleide; und sie
waren fern von den Zidoniern und hatten mit Menschen nichts zu
schaffen.
8 Und
sie kamen zu ihren Brüdern nach Zorha und Eschtaol. Und ihre
Brüder sprachen zu ihnen: Was bringet ihr?
9 Und
sie sprachen: Machet euch auf, und laßt uns wider sie
hinaufziehen; denn wir haben das Land besehen, und siehe, es ist
sehr gut. Und ihr bleibet stille? Seid nicht träge, hinzugehen,
um hineinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen;
10
(wenn ihr kommmet, werdet ihr zu einem sicheren Volke kommen,
und das Land ist geräumig nach allen Seiten hin) denn Gott hat
es in eure Hand gegeben: es ist ein Ort, wo es an nichts mangelt
von allem, was auf Erden ist.
11 Und
es brachen von dannen auf, vom Geschlecht der Daniter, aus Zorha
und aus Eschtaol, sechshundert Mann, umgürtet mit Kriegsgerät.
12 Und
sie zogen hinauf und lagerten sich zu Kirjath-Jearim in Juda;
daher hat man selbigen Ort Machaneh-Dan genannt bis auf diesen
Tag; siehe, er ist hinter Kirjath-Jearim.
13 Und
von dannen zogen sie weiter in das Gebirge Ephraim und kamen bis
zum Hause Michas.
14 Da
hoben die fünf Männer an, welche gegangen waren, das Land Lais
auszukundschaften, und sprachen zu ihren Brüdern: Wisset ihr,
daß in diesen Häusern Ephod und Teraphim und ein geschnitztes
Bild und ein gegossenes Bild sind? Und nun wisset, was ihr tun
sollt.
15 Und
sie wandten sich dahin und traten in das Haus des Jünglings, des
Leviten, das Haus Michas, und fragten ihn nach seinem
Wohlergehen.
16 Die
sechshundert mit ihrem Kriegsgerät umgürteten Männer aber, die
von den Kindern Dan waren, blieben am Eingang des Tores stehen.
17 Und
die fünf Männer, die gegangen waren, das Land auszukundschaften,
stiegen hinauf, gingen hinein und nahmen das geschnitzte Bild
und das Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild. Und der
Heilige (e-r) und die sechshundert Mann, die mit Kriegsgerät
umgürtet waren, standen am Eingang des Tores.
18 Als
jene nämlich in das Haus Michas gingen und das geschnitzte Bild,
das Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild wegnahmen, da
sprach der Heilige (e-r) zu ihnen: Was tut ihr?
19 Und
sie sprachen zu ihm: Schweige! Lege deine Hand auf deinen Mund
und gehe mit uns, und sei uns ein Vater und ein Heilige (e-r).
Ist es besser für dich, Heilige (e-r) zu sein für das Haus eines
einzelnen Mannes, oder Heilige (e-r) zu sein für einen Stamm und
für ein Geschlecht in Israel?
20 Da
wurde das Herz des Heilige (e-r)s froh, und er nahm das Ephod
und die Teraphim und das geschnitzte Bild und ging mitten unter
das Volk.
21 Und
sie wandten sich und zogen weg und stellten die Kinder und das
Vieh und die wertvollen Dinge voran.
22 Sie
waren schon fern vom Hause Michas, da versammelten sich die
Männer, die in den Häusern waren, die beim Hause Michas standen,
und ereilten die Kinder Dan.
23 Und
sie riefen den Kindern Dan zu; und diese wandten ihr Angesicht
um und sprachen zu Micha: Was ist dir, daß du dich versammelt
hast?
24 Und
er sprach: Meine Götter, die ich gemacht hatte, habt ihr
genommen und den Heilige (e-r), und seid weggezogen; und was
habe ich noch? Und wie sprechet ihr denn zu mir: Was ist dir?
25
Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Laß deine Stimme nicht bei
uns hören, damit nicht Männer heftigen Gemütes über euch
herfallen, und du dich und dein Haus ums Leben bringest!
26 Und
die Kinder Dan zogen ihres Weges. Und als Micha sah, daß sie ihm
zu stark waren, wandte er sich und kehrte in sein Haus zurück.
27 So
nahmen sie, was Micha gemacht hatte, und den Heilige (e-r), den
er besaß. Und sie überfielen Lais, ein ruhiges und sicheres
Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes; und die
Stadt verbrannten sie mit Feuer.
28 Und
kein Erretter war da; denn die Stadt war fern von Zidon, und sie
hatten nichts mit Menschen zu schaffen; und sie lag in dem Tale,
das sich nach Beth-Rechob hin erstreckt. Und sie bauten die
Stadt wieder auf und wohnten darin;
29 und
sie gaben der Stadt den Namen Dan, nach dem Namen Dans, ihres
Vaters, welcher dem Israel geboren wurde; dagegen war im Anfang
Lais der Name der Stadt.
30 Und
die Kinder Dan richteten sich das geschnitzte Bild auf; und
Jonathan, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, er und seine Söhne
waren Heilige (e-r) für den Stamm der Daniter bis auf den Tag,
da das Land in Gefangenschaft geführt wurde.
31 Und
sie stellten sich das geschnitzte Bild Michas auf, das er
gemacht hatte, alle die Tage, da das Haus Gottes in Silo war.
19,1
Und es geschah in jenen Tagen, als kein König in Israel war, daß
sich ein levitischer Mann an der äußersten Seite des Gebirges
Ephraim aufhielt; und er nahm sich ein Kebsweib aus
Bethlehem-Juda.
2 Und
sein Kebsweib hurte neben ihm; und sie ging von ihm weg in das
Haus ihres Vaters, nach Bethlehem-Juda, und war daselbst eine
Zeitlang, vier Monate.
3 Und
ihr Mann machte sich auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen
zu reden, sie zurückzubringen; und sein Knabe war mit ihm und
ein Paar Esel. Und sie führte ihn in das Haus ihres Vaters; und
als der Vater des jungen Weibes ihn sah, kam er ihm freudig
entgegen.
4 Und
sein Schwiegervater, der Vater des jungen Weibes, hielt ihn
zurück, und er blieb drei Tage bei ihm; und sie aßen und tranken
und übernachteten daselbst.
5 Und
es geschah am vierten Tage, da machten sie sich des Morgens früh
auf, und er erhob sich, um fortzugehen. Da sprach der Vater des
jungen Weibes zu seinem Schwiegersohn: Stärke dein Herz mit
einem Bissen Brot, und danach möget ihr ziehen.
6 Und
sie setzten sich und aßen und tranken beide miteinander. Und der
Vater des jungen Weibes sprach zu dem Manne: Laß es dir doch
gefallen und bleibe über Nacht und laß dein Herz fröhlich sein!
7 Und
als der Mann sich erhob, um fortzugehen, da drang sein
Schwiegervater in ihn, und er übernachtete wiederum daselbst.
8 Und
am fünften Tage machte er sich des Morgens früh auf, um
fortzugehen; da sprach der Vater des jungen Weibes: Stärke doch
dein Herz und verziehet, bis der Tag sich neigt! Und so aßen sie
beide miteinander.
9 Und
der Mann erhob sich, um fortzugehen, er und sein Kebsweib und
sein Knabe. Aber sein Schwiegervater, der Vater des jungen
Weibes, sprach zu ihm: Siehe doch, der Tag nimmt ab, es will
Abend werden; übernachtet doch! Siehe, der Tag sinkt, übernachte
hier und laß dein Herz fröhlich sein; und ihr machet euch morgen
früh auf euren Weg, und du ziehst nach deinem Zelte.
10
Aber der Mann wollte nicht übernachten, und er erhob sich und
zog fort; und er kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem, und mit
ihm das Paar gesattelter Esel, und sein Kebsweib mit ihm.
11 Sie
waren bei Jebus, und der Tag war sehr herabgesunken, da sprach
der Knabe zu seinem Herrn: Komm doch und laß uns in diese Stadt
der Jebusiter einkehren und darin übernachten.
12
Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in eine Stadt der
Fremden einkehren, die nicht von den Kindern Israel sind,
sondern wollen nach Gibea hinübergehen.
13 Und
er sprach zu seinem Knaben: Komm, daß wir uns einem der Orte
nähern und in Gibea oder in Rama übernachten.
14 So
zogen sie vorüber und gingen weiter, und die Sonne ging ihnen
unter nahe bei Gibea, das Benjamin gehört.
15 Und
sie wandten sich dahin, daß sie hineinkämen, um in Gibea zu
übernachten. Und er kam hinein und setzte sich hin auf den Platz
der Stadt; und niemand war, der sie ins Haus aufgenommen hätte,
um zu übernachten.
16 Und
siehe, ein alter Mann kam von seiner Arbeit, vom Felde, am
Abend; und der Mann war vom Gebirge Ephraim, und er hielt sich
in Gibea auf; die Leute des Ortes aber waren Benjaminiter.
17 Und
er erhob seine Augen und sah den Wandersmann auf dem Platze der
Stadt, und der alte Mann sprach: Wohin gehst du? Und woher
kommst du?
18 Und
er sprach zu ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda nach der
äußersten Seite des Gebirges Ephraim; von dort bin ich her, und
ich bin nach Bethlehem-Juda gegangen, und ich wandle mit dem
Hause Jehovas; und niemand ist, der mich in sein Haus aufnimmt.
19 Und
wir haben sowohl Stroh als auch Futter für unsere Esel, und auch
Brot und Wein habe ich für mich und für deine Magd und für den
Knaben, der mit deinen Knechten ist; es mangelt an nichts.
20 Da
sprach der alte Mann: Friede dir! Nur liege all dein Bedarf mir
ob; doch auf dem Platze übernachte nicht.
21 Und
er führte ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter. Und sie
wuschen ihre Füße und aßen und tranken.
22 Sie
ließen ihr Herz guter Dinge sein, siehe, da umringten die Männer
der Stadt, Männer, welche Söhne Belials waren, das Haus,
schlugen an die Tür und sprachen zu dem alten Manne, dem Herrn
des Hauses, und sagten: Führe den Mann, der in dein Haus
gekommen ist, heraus, daß wir ihn erkennen!
23 Und
der Mann, der Herr des Hauses, ging zu ihnen hinaus und sprach
zu ihnen: Nicht doch, meine Brüder, tut doch nicht übel; nachdem
dieser Mann in mein Haus gekommen ist, begehet nicht diese
Schandtat!
24
Siehe, meine Tochter, die Jungfrau, und sein Kebsweib, lasset
mich doch sie herausführen; und schwächet sie und tut mit ihnen,
was gut ist in euren Augen; aber an diesem Manne begehet nicht
diese Schandtat!
25
Aber die Männer wollten nicht auf ihn hören. Da ergriff der Mann
sein Kebsweib und führte sie zu ihnen hinaus auf die Straße; und
sie erkannten sie und mißhandelten sie die ganze Nacht bis an
den Morgen; und sie ließen sie gehen, als die Morgenröte
aufging.
26 Und
das Weib kam beim Anbruch des Morgens und fiel nieder am Eingang
des Hauses des Mannes, woselbst ihr Herr war, und lag dort, bis
es hell wurde.
27 Und
als ihr Herr am Morgen aufstand und die Tür des Hauses öffnete
und hinaustrat, um seines Weges zu ziehen: Siehe, da lag das
Weib, sein Kebsweib, an dem Eingang des Hauses, und ihre Hände
auf der Schwelle.
28 Und
er sprach zu ihr: Stehe auf und laß uns gehen! Aber niemand
antwortete. Da nahm er sie auf den Esel, und der Mann machte
sich auf und zog an seinen Ort.
29 Und
als er in sein Haus gekommen war, nahm er sein Messer und
ergriff sein Kebsweib und zerstückte sie, nach ihren Gebeinen,
in zwölf Stücke; und er sandte sie in alle Grenzen Israels.
30 Und
es geschah, ein jeder, der es sah, sprach: Solches ist nicht
geschehen noch gesehen worden von dem Tage an, da die Kinder
Israel aus dem Lande Ägypten heraufgezogen sind, bis auf diesen
Tag. Bedenket euch darüber, beratet und redet!
20,1
Und alle Kinder Israel zogen aus, und die Gemeinde, von Dan bis
Beerseba, und das Land Gilead versammelte sich wie ein Mann vor
Jehova nach Mizpa.
2 Und
die Häupter des ganzen Volkes, aller Stämme Israels, stellten
sich in der Versammlung des Volkes Gottes: vierhunderttausend
Mann Fußvolk, die das Schwert zogen.
3 Und
die Kinder Benjamin hörten, daß die Kinder Israel nach Mizpa
hinaufgezogen waren. Und die Kinder Israel sprachen: Redet, wie
ist diese Übeltat geschehen?
4 Da
antwortete der levitische Mann, der Mann des ermordeten Weibes,
und sprach: Ich war nach Gibea gekommen, das Benjamin gehört,
ich und mein Kebsweib, um dort zu übernachten.
5 Da
machten sich die Bürger von Gibea wider mich auf und umringten
meinetwegen des Nachts das Haus. Mich gedachten sie umzubringen,
und mein Kebsweib haben sie geschwächt, daß sie starb.
6 Da
ergriff ich mein Kebsweib und zerstückte sie und sandte sie in
das ganze Gefilde des Erbteils Israels; denn sie haben ein
Verbrechen und eine Schandtat begangen in Israel.
7
Siehe, hier seid ihr allesamt, Kinder Israel: Gebet eure Meinung
und euren Rat allhier!
8 Und
das ganze Volk stand auf wie ein Mann und sprach: Wir wollen
nicht gehen, ein jeder nach seinem Zelte, und nicht einkehren,
ein jeder in sein Haus;
9
sondern dies ist die Sache, die wir jetzt an Gibea tun wollen:
Ziehen wir wider dasselbe nach dem Lose;
10 und
nehmen wir zehn Männer von hundert, von allen Stämmen Israels,
und hundert von tausend und tausend von zehntausend, um Zehrung
für das Volk zu holen, damit, wenn sie nach Gibea-Benjamin
kommen, man an ihm tue nach all der Schandtat, die es in Israel
begangen hat.
11 Und
alle Männer von Israel versammelten sich gegen die Stadt, wie
ein Mann verbündet.
12 Und
die Stämme Israels sandten Männer in alle Geschlechter Benjamins
und sprachen: Was ist das für eine Übeltat, die unter euch
geschehen ist!
13 So
gebet nun die Männer, die Söhne Belials, heraus, die in Gibea
sind, daß wir sie töten und das Böse aus Israel hinwegschaffen!
Aber die Kinder Benjamin wollten nicht auf die Stimme ihrer
Brüder, der Kinder Israel, hören;
14 Und
die Kinder Benjamin versammelten sich aus den Städten nach
Gibea, um auszuziehen zum Streit mit den Kindern Israel.
15 Und
die Kinder Benjamin wurden an selbigem Tage aus den Städten
gemustert: sechsundzwanzigtausend Mann, die das Schwert zogen;
außer den Bewohnern von Gibea, die gemustert wurden:
siebenhundert auserlesene Männer.
16
Unter all diesem Volke waren siebenhundert auserlesene Männer,
die links waren; diese alle schleuderten mit dem Steine aufs
Haar und fehlten nicht.
17 Und
die Männer von Israel wurden gemustert, außer Benjamin:
vierhunderttausend Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren
Kriegsmänner.
18 Und
die Kinder Israel machten sich auf und zogen hinauf nach Bethel
und befragten Gott, und sie sprachen: Wer von uns soll zuerst
hinaufziehen zum Streit mit den Kindern Benjamin? Und Jehova
sprach: Juda zuerst.
19 Und
die Kinder Israel machten sich am Morgen auf und lagerten sich
wider Gibea.
20 Und
die Männer von Israel zogen aus zum Streit mit Benjamin, und die
Männer von Israel stellten sich wider sie in Schlachtordnung auf
bei Gibea.
21 Und
die Kinder Benjamin zogen aus Gibea heraus, und sie streckten
unter Israel an selbigem Tage zweiundzwanzigtausend Mann zu
Boden.
22 Und
es ermannte sich das Volk, die Männer von Israel, und sie
stellten sich wieder in Schlachtordnung auf an dem Orte, wo sie
sich am ersten Tage aufgestellt hatten.
23 Und
die Kinder Israel zogen hinauf und weinten vor Jehova bis an den
Abend; und sie befragten Jehova und sprachen: Soll ich wiederum
ausrücken zum Streit mit den Kindern meines Bruders Benjamin?
Und Jehova sprach: Ziehet wider ihn hinauf.
24 Und
die Kinder Israel nahten sich den Kindern Benjamin am zweiten
Tage.
25 Und
Benjamin zog am zweiten Tage aus Gibea heraus, ihnen entgegen,
und sie streckten nochmals unter den Kindern Israel
achtzehntausend Mann zu Boden; diese alle zogen das Schwert.
26 Da
zogen alle Kinder Israel und das ganze Volk hinauf und kamen
nach Bethel, und sie weinten und blieben daselbst vor Jehova und
fasteten an selbigem Tage bis zum Abend; und sie opferten
Brandopfer und Friedensopfer vor Jehova.
27 Und
die Kinder Israel befragten Jehova, denn die Lade des Bundes
Gottes war daselbst in jenen Tagen,
28 und
Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihr in
jenen Tagen und sprachen: Soll ich wiederum ausziehen zum Streit
mit den Kindern meines Bruders Benjamin, oder soll ich aufhören?
Und Jehova sprach: Ziehet hinauf, denn morgen werde ich ihn in
deine Hand geben.
29 Und
Israel legte einen Hinterhalt gegen Gibea ringsumher.
30 Und
die Kinder Israel zogen am dritten Tage hinauf wider die Kinder
Benjamin und stellten sich wider Gibea auf, wie die anderen
Male.
31 Und
die Kinder Benjamin zogen heraus, dem Volke entgegen, wurden von
der Stadt abgerissen und fingen an, etliche von dem Volke zu
erschlagen, wie die anderen Male, bei dreißig Mann unter Israel,
auf den Landstraßen, deren eine nach Bethel hinaufsteigt und die
andere durch das Gefilde nach Gibea führt.
32 Und
die Kinder Benjamin sprachen: Sie sind vor uns geschlagen wie im
Anfang. Die Kinder Israel aber sprachen: Laßt uns fliehen, daß
wir sie von der Stadt abreißen auf die Landstraßen!
33 Und
alle Männer von Israel machten sich auf von ihrem Orte und
stellten sich zu Baal-Tamar auf, während der Hinterhalt Israels
von seinem Orte hervorbrach aus dem Blachfelde von Gibea.
34 Und
es kamen gegen Gibea zehntausend auserlesene Männer aus ganz
Israel, und der Streit wurde heftig; jene aber wußten nicht, daß
das Unglück sie erreichte.
35 Und
Jehova schlug Benjamin vor Israel, und die Kinder Israel
streckten unter Benjamin an selbigem Tage fünfundzwanzigtausend
einhundert Mann nieder; diese alle zogen das Schwert.
36 Und
die Kinder Benjamin sahen, daß sie geschlagen waren. Und die
Männer von Israel gaben Benjamin Raum, weil sie sich auf den
Hinterhalt verließen, den sie wider Gibea gelegt hatten.
37 Und
der Hinterhalt eilte und überfiel Gibea; und der Hinterhalt zog
hin und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes.
38 Die
Männer von Israel hatten sich aber mit dem Hinterhalt
verabredet, eine große Rauchsäule aus der Stadt emporsteigen zu
lassen.
39 Und
die Männer von Israel wandten sich um im Streit, und Benjamin
hatte angefangen, unter den Männern von Israel etliche zu
erschlagen, bei dreißig Mann; denn die sprachen: Sie sind ja
gänzlich vor uns geschlagen, wie im vorigen Streit.
40 Und
der Brand fing an, aus der Stadt emporzusteigen wie eine
Rauchsäule; und Benjamin wandte sich zurück, und siehe, die
ganze Stadt ging in Feuer auf gen Himmel.
41 Da
wandten sich die Männer von Israel um, und die Männer von
Benjamin wurden bestürzt; denn sie sahen, daß das Unglück sie
erreicht hatte.
42 Und
sie wandten sich vor den Männern von Israel nach dem Wege zur
Wüste; aber der Streit ereilte sie; und die aus den Städten
kamen, streckten sie in ihrer Mitte nieder.
43 Sie
umzingelten Benjamin, jagten ihm nach, traten ihn nieder, wo er
ausruhen wollte, bis vor Gibea, gegen Sonnenaufgang.
44 Und
es fielen von Benjamin achtzehntausend Mann; diese alle waren
tapfere Männer.
45 Da
wandten sie sich und flohen der Wüste zu, nach dem Felsen
Rimmon; aber die Israeliten hielten unter ihnen auf den
Landstraßen eine Nachlese von fünftausend Mann, und setzten
ihnen nach bis Gideom und erschlugen von ihnen zweitausend Mann.
46 So
waren all der von Benjamin an selbigem Tage Gefallenen
fünfundzwanzigtausend Mann, die das Schwert zogen; diese alle
waren tapfere Männer.
47
Sechshundert Mann aber wandten sich und flohen der Wüste zu,
nach dem Felsen Rimmon; und sie blieben am Felsen Rimmon vier
Monate.
48 Und
die Männer von Israel kehrten zu den Kindern Benjamin zurück und
schlugen sie mit der Schärfe des Schwertes, von den Männern in
den Städten bis zum Vieh, bis zu allem, was sich vorfand; auch
alle die Städte, die sich vorfanden, steckten sie in Brand.
21,1
Die Männer von Israel hatten aber zu Mizpa geschworen und
gesagt: Niemand von uns soll seine Tochter den Benjaminitern zum
Weibe geben!
2 Und
das Volk kam nach Bethel, und sie blieben daselbst bis an den
Abend vor Gott; und sie erhoben ihre Stimme und weinten sehr und
sprachen:
3
Warum, Jehova, Gott Israels, ist dieses in Israel geschehen, daß
heute ein Stamm aus Israel vermißt wird?
4 Und
es geschah am anderen Tage, da machte sich das Volk früh auf,
und sie bauten daselbst einen Altar und opferten Brandopfer und
Friedensopfer.
5 Und
die Kinder Israel sprachen: Wer von allen Stämmen Israels ist
nicht in die Versammlung zu Jehova heraufgekommen? Denn ein
großer Schwur war geschehen betreffs dessen, der nicht zu Jehova
nach Mizpa heraufkäme, indem man sprach: Er soll gewißlich
getötet werden!
6 Und
die Kinder Israel ließen sich’s gereuen über Benjamin, ihren
Bruder, und sie sprachen: Heute ist ein Stamm von Israel
abgehauen!
7 Was
sollen wir ihnen, den Übriggebliebenen, tun betreffs der Weiber?
Wir haben ja bei Jehova geschworen, ihnen keine von unseren
Töchtern zu Weibern zu geben.
8 Und
sie sprachen: Gibt es irgend einen von den Stämmen Israels, der
nicht zu Jehova nach Mizpa heraufgekommen ist? Und siehe, kein
Mann von Jabes-Gilead war ins Lager, in die Versammlung,
gekommen.
9 Und
das Volk wurde gemustert, und siehe, kein Mann war da von den
Bewohnern von Jabes-Gilead.
10 Da
sandte die Gemeinde zwölftausend Mann von den tapferen Männern
dorthin, und sie geboten ihnen und sprachen: Gehet hin und
schlaget die Bewohner von Jabes-Gilead mit der Schärfe des
Schwertes, auch die Weiber und die Kinder!
11 Und
dies ist es, was ihr tun sollt: Alle Männlichen und alle Weiber,
die den Beischlaf eines Mannes gekannt haben, sollt ihr
verbannen.
12 Und
sie fanden unter den Bewohnern von Jabes-Gilead vierhundert
Mädchen, Jungfrauen, die keinen Mann im Beischlaf erkannt
hatten; und sie brachten sie ins Lager nach Silo, das im Lande
Kanaan ist.
13 Und
die ganze Gemeinde sandte hin und redete zu den Kindern
Benjamin, die am Felsen Rimmon waren, und entbot ihnen Frieden.
14 Und
Benjamin kehrte in selbiger Zeit zurück; und sie gaben ihnen die
Weiber, welche sie hatten leben lassen von den Weibern von
Jabes-Gilead; aber sie fanden so nicht genug für sie.
15 Und
das Volk ließ sich’s gereuen wegen Benjamins, weil Jehova einen
Riß gemacht hatte in den Stämmen Israels.
16 Und
die Ältesten der Gemeinde sprachen: Was sollen wir den
Übriggebliebenen tun betreffs der Weiber? Denn die Weiber sind
aus Benjamin vertilgt.
17 Und
sie sprachen: Ein Besitztum soll sein für die Entronnenen von
Benjamin, damit nicht ein Stamm aus Israel ausgetilgt werde.
18 Wir
aber, wir können ihnen keine Weiber von unseren Töchtern geben;
denn die Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht
sei, wer den Benjaminitern ein Weib gibt!
19 Und
sie sprachen: Siehe, ein Fest Jehovas ist von Jahr zu Jahr zu
Silo, das nördlich von Bethel, gegen Sonnenaufgang von der
Landstraße, die von Bethel nach Sichem hinaufgeht, und südlich
von Lebona liegt.
20 Und
sie geboten den Kindern Benjamin und sprachen: Gehet hin und
lauert in den Weinbergen;
21 und
sehet zu, und siehe, wenn die Töchter von Silo herausziehen zum
Reigentanze, so kommet hervor aus den Weinbergen und erhaschet
euch unter den Töchtern von Silo ein jeder sein Weib, und ziehet
hin in das Land Benjamin.
22 Und
es soll geschehen, wenn ihre Väter oder ihre Brüder kommen, um
mit uns zu rechten, so wollen wir zu ihnen sagen: Gewähret sie
uns! Denn wir haben nicht ein jeder sein Weib im Kriege
empfangen; denn nicht ihr habt sie ihnen gegeben, daß ihr jetzt
schuldig wäret.
23 Und
die Kinder Benjamin taten also und nahmen sich Weiber, nach
ihrer Zahl, von den Tänzerinnen, die sie raubten. Und sie zogen
fort und kehrten in ihr Erbteil zurück; und sie bauten die
Städte wieder auf und wohnten darin.
24 Und
die Kinder Israel zogen in selbiger Zeit von dannen, ein jeder
zu seinem Stamme und zu seinem Geschlecht; und sie zogen von
dannen hinweg, ein jeder in sein Erbteil.
25 In
jenen Tagen war kein König in Israel; ein jeder tat, was recht
war in seinen Augen.
Ruth
1,1
Und es geschah in den Tagen, als die Richter richteten, da
entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von
Bethlehem-Juda zog hin, um sich in den Gefilden Moabs
aufzuhalten, er und sein Weib und seine beiden Söhne.
2 Und
der Name des Mannes war Elimelech, und der Name seines Weibes
Noomi, und die Namen seiner beiden Söhne Machlon und Kiljon,
Ephratiter von Bethlehem-Juda. Und sie kamen in die Gefilde
Moabs und blieben daselbst.
3 Und
Elimelech, der Mann Noomis, starb: und sie blieb mit ihren
beiden Söhnen übrig.
4 Und
sie nahmen sich moabitische Weiber: der Name der einen war Orpa,
und der Name der anderen Ruth; und sie wohnten daselbst bei zehn
Jahren.
5 Da
starben auch die beiden, Machlon und Kiljon; und das Weib blieb
allein übrig von ihren beiden Söhnen und von ihrem Manne.
6 Und
sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertöchter, und kehrte
aus den Gefilden Moabs zurück; denn sie hatte im Gefilde Moabs
gehört, daß Jehova sein Volk heimgesucht habe, um ihnen Brot zu
geben.
7 Und
sie zog aus von dem Orte, wo sie gewesen war, und ihre beiden
Schwiegertöchter mit ihr; und sie zogen des Weges, um in das
Land Juda zurückzukehren.
8 Da
sprach Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: Gehet, kehret
um, eine jede zum Hause ihrer Mutter. Jehova erweise Güte an
euch, so wie ihr sie an den Verstorbenen und an mir erwiesen
habt.
9
Jehova gebe euch, daß ihr Ruhe findet, eine jede in dem Hause
ihres Mannes! Und sie küßte sie. Und sie erhoben ihre Stimme und
weinten;
10 und
sie sprachen zu ihr: Doch, wir wollen mit dir zu deinem Volke
zurückkehren!
11 Und
Noomi sprach: Kehret um, meine Töchter! Warum wolltet ihr mit
mir gehen? Habe ich noch Söhne in meinem Leibe, daß sie euch zu
Männern werden könnten?
12
Kehret um, meine Töchter, gehet; denn ich bin zu alt, um eines
Mannes zu werden. Wenn ich spräche: Ich habe Hoffnung; wenn ich
selbst diese Nacht eines Mannes würde und sogar Söhne gebären
sollte:
13
wolltet ihr deshalb warten, bis sie groß würden? Wolltet ihr
deshalb euch abschließen, daß ihr keines Mannes würdet? Nicht
doch, meine Töchter! Denn mir ergeht es viel bitterer als euch;
denn die Hand Jehovas ist wider mich ausgegangen.
14 Da
erhoben sie ihre Stimme und weinten wiederum. Und Orpa küßte
ihre Schwiegermutter; Ruth aber hing ihr an.
15 Und
sie sprach: Siehe, deine Schwägerin ist zu ihrem Volke und zu
ihren Göttern zurückgekehrt; kehre um, deiner Schwägerin nach!
16
Aber Ruth sprach: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen,
hinter dir weg umzukehren; denn wohin du gehst, will ich gehen,
und wo du weilst, will ich weilen; dein Volk ist mein Volk, und
dein Gott ist mein Gott;
17 wo
du stirbst, will ich sterben, und daselbst will ich begraben
werden. So soll mir Jehova tun und so hinzufügen, nur der Tod
soll scheiden zwischen mir und dir!
18 Und
als sie sah, daß sie fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da
ließ sie ab, ihr zuzureden.
19 Und
so gingen beide, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah,
als sie nach Bethlehem kamen, da geriet die ganze Stadt
ihretwegen in Bewegung, und sie sprachen: Ist das Noomi?
20 Und
sie sprach zu ihnen: Nennet mich nicht Noomi, nennet mich Mara;
denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht.
21
Voll bin ich gegangen, und leer hat mich Jehova zurückkehren
lassen. Warum nennet ihr mich Noomi, da Jehova gegen mich
gezeugt, und der Allmächtige mir Übles getan hat?
22 Und
so kehrte Noomi zurück, und Ruth, die Moabitin, ihre
Schwiegertochter, mit ihr, welche aus den Gefilden Moabs
zurückkehrte; und sie kamen nach Bethlehem beim Beginn der
Gerstenernte.
2,1
Und Noomi hatte einen Verwandten ihres Mannes, einen vermögenden
Mann, aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war Boas.
2 Und
Ruth, die Moabitin, sprach zu Noomi: Laß mich doch aufs Feld
gehen und unter den Ähren lesen hinter dem her, in dessen Augen
ich Gnade finden werde. Und sie sprach zu ihr: Gehe hin, meine
Tochter.
3 Und
sie ging hin und kam und las auf dem Felde hinter den Schnittern
her; und sie traf zufällig das Feldstück des Boas, der aus dem
Geschlecht Elimelechs war.
4 Und
siehe, Boas kam von Bethlehem und sprach zu den Schnittern:
Jehova sei mit euch! Und sie sprachen zu ihm: Jehova segne dich!
5 Und
Boas sprach zu seinem Knechte, der über die Schnitter bestellt
war: Wem gehört dieses Mädchen?
6 Und
der Knecht, der über die Schnitter bestellt war, antwortete und
sprach: Es ist ein moabitisches Mädchen, das mit Noomi aus den
Gefilden Moabs zurückgekehrt ist;
7 und
sie sprach: Laß mich doch auflesen und unter den Garben sammeln
hinter den Schnittern her! Und so ist die gekommen und
dageblieben vom Morgen an bis jetzt; was sie im Hause gesessen
hat, ist wenig.
8 Und
Boas sprach zu Ruth: Hörst du, meine Tochter? Gehe nicht, um auf
einem anderen Felde aufzulesen, und gehe auch nicht von hinnen,
sondern halte dich hier zu meinen Mägden.
9
Deine Augen seien auf das Feld gerichtet, welches man schneidet,
und gehe hinter ihnen her; habe ich nicht den Knaben geboten,
dich nicht anzutasten? Und wenn dich dürstet, so gehe zu den
Gefäßen und trinke von dem, was die Knaben schöpfen.
10 Da
fiel sie auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder und
sprach zu ihm: Warum habe ich Gnade gefunden in deinen Augen,
daß du mich beachtest, da ich doch eine Fremde bin?
11 Und
Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles wohl
berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast
nach dem Tode deines Mannes, indem du deinen Vater und deine
Mutter und das Land deiner Geburt verlassen hast und zu einem
Volke gezogen bist, das du früher nicht kanntest.
12
Jehova vergelte dir dein Tun, und voll sei dein Lohn von Jehova,
dem Gott Israels, unter dessen Flügeln Zuflucht zu suchen du
gekommen bist!
13 Und
sie sprach: Möge ich Gnade finden in deinen Augen, mein Herr!
Denn du hast mich getröstet und hast zum Herzen deiner Magd
geredet, und doch bin ich nicht wie eine deiner Mägde.
14 Und
Boas sprach zu ihr zur Zeit des Essens: Tritt hierher, und iß
von dem Brote und tunke deinen Bissen in den Essig. Da setzte
sie sich zur Seite der Schnitter; und er reichte ihr geröstete
Körner, und sie aß und wurde satt und ließ übrig.
15 Und
sie stand auf, um aufzulesen; und Boas gebot seinen Knaben und
sprach: Auch zwischen den Garben mag sie auflesen, und ihr sollt
sie nicht beschämen;
16 und
auch sollt ihr selbst aus den Bündeln Ähren für sie herausziehen
und sie liegen lassen, damit sie sie auflese, und sollt sie
nicht schelten.
17 Und
sie las auf dem Felde auf bis zum Abend, und sie schlug aus, was
sie aufgelesen hatte, und es war bei einem Epha Gerste.
18 Und
sie nahm es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter
sah, was sie aufgelesen hatte; und sie zog hervor und gab ihr,
was sie übriggelassen, nachdem sie sich gesättigt hatte.
19 Da
sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen,
und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat!
Und sie tat ihrer Schwiegermutter kund, bei wem sie gearbeitet
hatte, und sprach: Der Name des Mannes, bei dem ich heute
gearbeitet habe, ist Boas.
20 Da
sprach Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von
Jehova, dessen Güte nicht abgelassen hat von den Lebenden und
von den Toten! Und Noomi sprach zu ihr: Der Mann ist uns nahe
verwandt, er ist einer von unseren Blutsverwandten.
21 Und
Ruth, die Moabitin, sprach: Er hat auch zu mir gesagt: Du sollst
dich zu meinen Leuten halten, bis sie meine ganze Ernte beendigt
haben.
22 Und
Noomi sprach zu Ruth, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine
Tochter, daß du mit seinen Mägden ausgehst, daß man dich nicht
anfalle auf einem anderen Felde.
23 Und
so hielt sie sich zu den Mägden des Boas, um aufzulesen, bis die
Gerstenernte und die Weizenernte beendigt waren. Und sie wohnte
bei ihrer Schwiegermutter.
3,1
Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter,
sollte ich dir nicht Ruhe suchen, daß es dir wohl gehe?
2 Und
nun, ist nicht Boas, bei dessen Mägden du gewesen bist, unser
Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf der Gerstentenne.
3 So
bade dich und salbe dich und lege deine Kleider an, und gehe zur
Tenne hinab; laß dich nicht von dem Manne bemerken, bis er
fertig ist mit Essen und Trinken.
4 Und
es geschehe, wenn er sich niederlegt, so merke den Ort, wo er
sich hinlegt, und gehe und decke auf zu seinen Füßen und lege
dich hin; er aber wird dir kundtun, was du tun sollst.
5 Und
sie sprach zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun.
6 Und
sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre
Schwiegermutter ihr geboten hatte.
7 Und
Boas aß und trank, und sein Herz wurde fröhlich; und er kam, um
sich an dem Ende des Getreidehaufens niederzulegen. Da kam sie
leise und deckte zu seinen Füßen auf und legte sich hin.
8 Und
es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte
sich hin: und siehe, ein Weib lag zu seinen Füßen.
9 Und
er sprach: Wer bist du? Und sie sprach: Ich bin Ruth, deine
Magd; so breite deine Flügel aus über deine Magd, denn du bist
ein Blutsverwandter.
10 Und
er sprach: Gesegnet seiest du von Jehova, meine Tochter! Du hast
deine letzte Güte noch besser erwiesen als die erste, indem du
nicht den Jünglingen nachgegangen bist, sei es armen oder
reichen.
11 Und
nun, meine Tochter, fürchte dich nicht! Alles, was du sagst,
werde ich dir tun; denn das ganze Tor meines Volkes weiß, daß du
ein wackeres Weib bist.
12 Und
nun, wahrlich, ich bin ein Blutsverwandter; doch ist auch ein
näherer Blutsverwandter da als ich.
13
Bleibe diese Nacht; und es soll am Morgen geschehen, wenn er
dich lösen will, gut, so mag er lösen; wenn er aber keine Lust
hat, dich zu lösen, so werde ich dich lösen, so wahr Jehova
lebt! Liege bis zum Morgen.
14 Und
sie lag zu seinen Füßen bis zum Morgen; und sie stand auf, ehe
einer den anderen erkennen konnte; denn er sprach: Es werde
nicht kund, daß ein Weib auf die Tenne gekommen ist!
15 Und
er sprach: Gib den Mantel her, den du anhast, und halte ihn. Und
sie hielt ihn, und er maß sechs Maß Gerste und legte sie ihr
auf; und er ging in die Stadt.
16 Und
sie kam zu ihrer Schwiegermutter; und sie sprach: Wie steht es
mit dir, meine Tochter? Und sie berichtete ihr alles, was der
Mann ihr getan hatte, und sprach:
17
Diese sechs Maß Gerste gab er mir, denn er sagte: Du sollst
nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.
18 Und
sie sprach: Bleibe, meine Tochter, bis du weißt, wie die Sache
ausfällt; denn der Mann wird nicht ruhen, er habe denn die Sache
heute zu Ende geführt.
4,1
Und Boas ging zum Tore hinauf und setzte sich daselbst. Und
siehe, der Blutsverwandte ging vorüber, von dem Boas geredet
hatte. Da sprach er: Komm her, setze dich hierher, du, der und
der. Und er kam herzu und setzte sich.
2 Und
Boas nahm zehn Männer von den Ältesten der Stadt und sprach:
Setzet euch hierher; und sie setzten sich.
3 Und
er sprach zu dem Blutsverwandten: Noomi, die aus dem Gefilde
Moabs zurückgekehrt ist, verkauft das Feldstück, welches unserem
Bruder Elimelech gehörte;
4 so
habe ich nun gedacht, ich wolle es deinem Ohr eröffnen und dir
sagen: Kaufe es vor den Einwohnern und vor den Ältesten meines
Volkes. Wenn du lösen willst, löse, und wenn du nicht lösen
willst, so tue mir’s kund, daß ich es wisse; denn da ist niemand
außer dir zum Lösen, und ich komme nach dir. Und er sprach: Ich
will lösen.
5 Da
sprach Boas: An dem Tage, da du das Feld aus der Hand Noomis
kaufst, hast du es auch von Ruth, der Moabitin, dem Weibe des
Verstorbenen, gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem
Erbteil zu erwecken.
6 Da
sprach der Blutsverwandte: Ich kann nicht für mich lösen, daß
ich mein Erbteil nicht verderbe. Löse du für dich, was ich lösen
sollte, denn ich kann nicht lösen.
7 Dies
aber geschah vordem in Israel bei einer Lösung und bei einem
Tausche, um jede Sache zu bestätigen: Der eine zog seinen Schuh
aus und gab ihn dem anderen; und das war die Art der Bezeugung
in Israel.
8 Und
der Blutsverwandte sprach zu Boas: Kaufe für dich! Und er zog
seinen Schuh aus.
9 Da
sprach Boas zu den Ältesten und zu allem Volke: Ihr seid heute
Zeugen, daß ich aus der Hand Noomis alles gekauft habe, was
Elimelech, und alles, was Kiljon und Machlon gehörte;
10 und
auch Ruth, die Moabitin, das Weib Machlons, habe ich mir zum
Weibe gekauft, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil
zu erwecken, daß nicht der Name des Verstorbenen ausgerottet
werde unter seinen Brüdern und aus dem Tore seines Ortes. Ihr
seid heute Zeugen!
11 Und
alles Volk, das im Tore war, und die Ältesten sprachen: Wir sind
Zeugen! Jehova mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel
und wie Lea, welche beide das Haus Israel erbaut haben; und
werde mächtig in Ephrata und stifte einen Namen in Bethlehem!
12 Und
von dem Samen, den Jehova dir von diesem jungen Weibe geben
wird, werde dein Haus wie das Haus des Perez, welchen Tamar dem
Juda geboren hat!
13 Und
Boas nahm Ruth, und sie wurde sein Weib, und er ging zu ihr ein;
und Jehova verlieh ihr Schwangerschaft und sie gebar einen Sohn.
14 Und
sie Weiber sprachen zu Noomi: Gepriesen sei Jehova, der es dir
heute nicht hat fehlen lassen an einem Löser! Und sein Name
werde gerühmt in Israel!
15 Und
er wird dir ein Erquicker der Seele sein und ein Versorger
deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat
ihn geboren, sie, die dir besser ist als sieben Söhne.
16 Und
Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren Schoß und wurde seine
Wärterin.
17 Und
die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sprachen: Ein
Sohn ist der Noomi geboren! Und sie gaben ihm den Namen Obed. Er
ist der Vater Isais, des Vaters Davids.
18 Und
dies sind die Geschlechter des Perez: Perez zeugte Hezron,
19 und
Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab,
20 und
Amminadab zeugte Nachschon, und Nachschon zeugte Salma,
21 und
Salmon zeugte Boas, und Boas zeugte Obed,
22 und
Obed zeugte Isai, und Isai zeugte David.
1
Samuel
1,1
Und es war ein Mann von Ramathajim-Zophim, vom Gebirge Ephraim,
und sein Name war Elkana, der Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus,
des Sohnes Tochus, des Sohnes Zuphs, ein Ephratiter.
2 Und
er hatte zwei Weiber: der Name der einen war Hanna, und der Name
der anderen Peninna; und Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte
keine Kinder.
3 Und
dieser Mann ging von Jahr zu Jahr aus seiner Stadt hinauf, um
Jehova der Heerscharen anzubeten und ihm zu opfern zu Silo; und
daselbst waren die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas,
Heilige (e-r) Jehovas.
4 Und
es geschah an dem Tage, da Elkana opferte, da gab er seinem
Weibe Peninna und allen ihren Söhnen und ihren Töchtern Stücke;
5 aber
Hanna gab er ein doppeltes Stück, denn er liebte Hanna; aber
Jehova hatte ihren Mutterleib verschlossen.
6 Und
ihre Widersacherin kränkte sie mit vieler Kränkung, um sie
aufzubringen, weil Jehova ihren Mutterleib verschlossen hatte.
7 Und
so wie er das Jahr für Jahr tat, also kränkte sie sie, so oft
sie zum Hause Jehovas hinaufzog; und sie weinte und aß nicht.
8 Und
Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und
warum issest du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich
dir nicht besser als zehn Söhne?
9 Und
Hanna stand auf nach dem Essen und nach dem Trinken zu Silo.
Eli, der Heilige (e-r), saß aber auf dem Stuhle an einem der
Türpfosten des Tempels Jehovas.
10 Und
sie war bitteren Gemütes, und sie flehte zu Jehova und weinte
sehr.
11 Und
sie tat ein Gelübde und sprach: Jehova der Heerscharen! Wenn du
das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd
nicht vergessen wirst und wirst deiner Magd männlichen Samen
geben, so will ich ihn Jehova geben alle Tage seines Lebens; und
kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen.
12 Und
es geschah, als sie lange vor Jehova betete, daß Eli ihren Mund
beobachtete.
13
Hanna aber redete in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten
sich, aber ihre Stimme wurde nicht gehört; und Eli hielt sie für
eine Trunkene.
14 Und
Eli sprach zu ihr: Bis wann willst du dich wie eine Trunkene
gebärden? Tue deinen Wein von dir!
15
Aber Hanna antwortete und sprach: Nein, mein Herr! Ein Weib
beschwerten Geistes bin ich; weder Wein noch starkes Getränk
habe ich getrunken, sondern ich schüttete meine Seele vor Jehova
aus.
16
Setze nicht deine Magd einer Tochter Belials gleich; denn aus
der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung habe ich bisher
geredet.
17 Und
Eli antwortete und sprach: Gehe hin in Frieden; und der Gott
Israels gewähre deine Bitte, die du von ihm erbeten hast!
18 Und
sie sprach: Möge deine Magd Gnade finden in deinen Augen! Und
das Weib ging ihres Weges und aß, und ihr Angesicht war nicht
mehr dasselbe.
19 Und
sie machten sich des Morgens früh auf und beteten an vor Jehova;
und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und
Elkana erkannte Hanna, sein Weib, und Jehova gedachte ihrer.
20 Und
es geschah nach Umlauf der Zeit, da ward Hanna schwanger und
gebar einen Sohn; und sie gab ihm den Namen Samuel: Denn von
Jehova habe ich ihn erbeten.
21 Und
der Mann Elkana ging hinauf mit seinem ganzen Hause, um Jehova
das jährliche Schlachtopfer zu opfern und sein Gelübde zu
erfüllen.
22
Aber Hanna ging nicht hinauf; denn sie sprach zu ihrem Manne:
Bis der Knabe entwöhnt ist, dann will ich ihn bringen, daß er
vor Jehova erscheine und dort bleibe auf immer.
23 Und
Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: Tue, was gut ist in deinen
Augen; bleibe, bis du ihn entwöhnt hast; nur möge Jehova sein
Wort aufrecht halten! So blieb das Weib und säugte ihren Sohn,
bis sie ihn entwöhnt hatte.
24 Und
sobald sie ihn entwöhnt hatte, brachte sie ihn mit sich hinauf
nebst drei Farren und einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein,
und brachte ihn in das Haus Jehovas nach Silo; und der Knabe war
noch jung.
25 Und
sie schlachteten den Farren und brachten den Knaben zu Eli.
26 Und
sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr deine Seele lebt, mein
Herr, ich bin das Weib, das hier bei dir stand, um zu Jehova zu
flehen.
27 Um
diesen Knaben habe ich gefleht, und Jehova hat mir meine Bitte
gewährt, die ich von ihm erbeten habe.
28 So
habe auch ich ihn Jehova geliehen; alle die Tage, die er lebt,
ist er Jehova geliehen. Und er betete daselbst Jehova an.
2,1
Und Hanna betete und sprach: Es frohlockt mein Herz in Jehova,
erhöht ist mein Horn in Jehova; mein Mund ist weit aufgetan über
meine Feinde, denn ich freue mich in deiner Rettung.
2
Keiner ist heilig wie Jehova, denn keiner ist außer dir, und
kein Fels ist wie unser Gott.
3
Häufet nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem
Munde hervor; denn ein Gott des Wissens ist Jehova, und von ihm
werden die Handlungen gewogen.
4 Die
Bogen der Helden sind zerbrochen, und die Strauchelnden haben
sich mit Kraft umgürtet.
5 Die
satt waren, haben sich um Brot verdungen, und die hungrig waren,
sind es nicht mehr; sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren,
und die Kinderreiche ist dahingewelkt.
6
Jehova tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab
und führt herauf.
7
Jehova macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht auch.
8 Er
hebt aus dem Staube empor den Geringen, aus dem Kote erhöht er
den Armen, um sie sitzen zu lassen bei den Edlen; und den Thron
der Ehre gibt er ihnen als Erbteil. Denn Jehovas sind die Säulen
der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.
9 Die
Füße seiner Frommen bewahrt er, aber die Gesetzlosen verstummen
in Finsternis; denn nicht durch Stärke hat der Mensch die
Oberhand.
10
Jehova es werden zerschmettert werden, die mit ihm hadern; über
ihnen im Himmel wird er donnern. Jehova wird richten die Enden
der Erde, und Macht verleihen seinem König und erhöhen das Horn
seines Gesalbten.
11 Und
Elkana ging nach Rama, nach seinem Hause. Der Knabe aber diente
Jehova vor Eli, dem Heilige (e-r).
12 Und
die Söhne Elis waren Söhne Belials, sie kannten Jehova nicht.
13 Und
die Weise der Heilige (e-r) gegen das Volk war also: So oft
jemand ein Schlachtopfer opferte, kam der Knabe des Heilige
(e-r)s, wenn man das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit
drei Zinken in seiner Hand;
14 und
er stieß in das Becken oder in die Mulde oder in den Kessel oder
in den Topf: Alles, was die Gabel heraufbrachte, nahm der
Heilige (e-r) damit weg. Also taten sie zu Silo allen
Israeliten, die dahin kamen.
15
Sogar ehe man das Fett räucherte, kam der Knabe des Heilige
(e-r)s und sprach zu dem Manne, der opferte: Gib Fleisch zum
Braten für den Heilige (e-r)! Denn er will kein gekochtes
Fleisch von dir annehmen, sondern rohes.
16 Und
sprach der Mann zu ihm: Sogleich werden sie das Fett räuchern,
dann nimm dir, wie deine Seele begehrt; so sprach er: Nein,
sondern jetzt sollst du es geben, und wenn nicht, so nehme ich
es mit Gewalt.
17 Und
die Sünde der Jünglinge war sehr groß vor Jehova; denn die Leute
verachteten die Opfergabe Jehovas.
18 Und
Samuel diente vor Jehova, ein Knabe, umgürtet mit einem leinenen
Ephod.
19 Und
seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm
von Jahr zu Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Manne hinaufging, um
das jährliche Schlachtopfer zu opfern.
20 Und
Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Jehova gebe dir
Samen von diesem Weibe an Stelle des Geliehenen, das man Jehova
geliehen hat. Und sie gingen nach Hause.
21 Und
Jehova suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger; und sie gebar
drei Söhne und zwei Töchter. Und der Knabe Samuel wurde groß bei
Jehova.
22 Und
Eli war sehr alt; und er hörte alles, was seine Söhne dem ganzen
Israel taten, und daß sie bei den Weibern lagen, die sich
scharten am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft.
23 Und
er sprach zu ihnen: Warum tut ihr dergleichen Dinge? Denn ich
höre diese eure bösen Handlungen von dem ganzen Volke.
24
Nicht so, meine Söhne! Denn nicht gut ist das Gerücht, das ich
höre; ihr machet das Volk Jehovas übertreten.
25
Wenn ein Mensch gegen einen Menschen sündigt, so entscheidet
Gott über ihn; wenn aber ein Mensch gegen Jehova sündigt, wer
wird für ihn bitten? Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres
Vaters, denn Jehova war willens, sie zu töten.
26 Und
der Knabe Samuel wurde fort und fort größer und angenehmer,
sowohl bei Jehova als auch bei den Menschen.
27 Und
es kam ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht
Jehova: Habe ich mich dem Hause deines Vaters nicht deutlich
geoffenbart, als sie in Ägypten waren im Hause des Pharao?
28 Und
ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Heilige (e-r)
erwählt, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk zu
räuchern, um das Ephod vor mir zu tragen; und ich gab dem Hause
deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel.
29
Warum tretet ihr mit Füßen mein Schlachtopfer und mein
Speisopfer, die ich in der Wohnung geboten habe? Und du ehrest
deine Söhne mehr als mich, daß ihr euch mästet von den
Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes.
30
Darum spricht Jehova, der Gott Israels: Ich habe allerdings
gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen vor mir
wandeln ewiglich; aber nun spricht Jehova: Fern sei es von mir!
Denn die mich ehren, werde ich ehren, und die mich verachten,
werden gering geachtet werden.
31
Siehe, Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des
Hauses deines Vaters abhauen, daß es keinen Greis mehr in deinem
Hause geben wird.
32 Und
du wirst einen Bedränger in der Wohnung sehen, in allem, was
Jehova Gutes tun wird an Israel; und es wird keinen Greis mehr
in deinem Hause geben alle Tage.
33 Und
der Mann, den ich dir nicht ausrotten werde von meinem Altar,
wird zum Erlöschen deiner Augen und zum Verschmachten deiner
Seele sein; und aller Anwuchs deines Hauses, sie sollen als
Männer sterben.
34 Und
dies soll dir das Zeichen sein: Das, was über deine beiden Söhne
kommen wird, über Hophni und Pinehas: An einem Tage sollen sie
beide sterben.
35 Und
ich werde mir einen treuen Heilige (e-r) erwecken: Der wird tun,
wie es in meinem Herzen und in meiner Seele ist; und ich werde
ihm ein beständiges Haus bauen, und er wird vor meinem Gesalbten
wandeln alle Tage.
36 Und
es soll geschehen, ein jeder, der in deinem Hause übrigbleibt,
wird kommen, um sich vor ihm niederzuwerfen für eine kleine
Silbermünze und einen Laib Brot, und wird sagen: Geselle mich
doch einem der Heilige (e-r)ämter bei, daß ich einen Bissen Brot
esse.
3,1
Und der Knabe Samuel diente Jehova vor Eli. Und das Wort Jehovas
war selten in jenen Tagen, Gesichte waren nicht häufig.
2 Und
es geschah in selbiger Zeit, als Eli an seinem Orte lag seine
Augen aber hatten begonnen, blöde zu werden, er konnte nicht
sehen-
3 und
die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel lag im
Tempel Jehovas, woselbst die Lade Gottes war,
4 da
rief Jehova den Samuel. Und er sprach: Hier bin ich!
5 Und
er lief zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich
gerufen. Aber er sprach: Ich habe nicht gerufen, lege dich
wieder. Und er ging hin und legte sich.
6 Und
Jehova rief wiederum: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu
Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Und er
sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn, lege dich wieder.
7
Samuel aber kannte Jehova noch nicht, und das Wort Jehovas war
ihm noch nicht geoffenbart.
8 Und
Jehova rief wiederum zum dritten Male: Samuel! Und er stand auf
und ging zu Eli und sprach: Hier bin ich, denn du hast mich
gerufen. Da erkannte Eli, daß Jehova den Knaben rief.
9 Und
Eli sprach zu Samuel: Gehe hin, lege dich; und es geschehe, wenn
man dich ruft, so sprich: Rede, Jehova, denn dein Knecht hört.
Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.
10 Und
Jehova kam und trat hin und rief wie die anderen Male: Samuel,
Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört.
11 Da
sprach Jehova zu Samuel: Siehe, ich will eine Sache tun in
Israel, daß jedem, der sie hört, seine beiden Ohren gellen
sollen.
12 An
selbigem Tage werde ich wider Eli alles ausführen, was ich über
sein Haus geredet habe: ich werde beginnen und vollenden.
13
Denn ich habe ihm kundgetan, daß ich sein Haus richten will
ewiglich, um der Ungerechtigkeit willen, die er gewußt hat, daß
seine Söhne sich den Fluch zuzogen, und er ihnen nicht gewehrt
hat.
14 Und
darum habe ich dem Hause Elis geschworen: Wenn Ungerechtigkeit
des Hauses Elis gesühnt werden soll durch Schlachtopfer und
durch Speisopfer ewiglich!
15 Und
Samuel lag bis zum Morgen; da tat er die Tür des Hauses Jehovas
auf. Und Samuel fürchtete sich, Eli das Gesicht kundzutun.
16 Da
rief Eli den Samuel und sprach: Samuel, mein Sohn! Und er
sprach: Hier bin ich!
17 Und
er sprach: Was ist das Wort, das er zu dir geredet hat? Verhehle
es mir doch nicht. So tue dir Gott und so füge er hinzu, wenn du
mir etwas verhehlst von allem, was er zu dir geredet hat!
18 Da
tat ihm Samuel alle die Worte kund und verhehlte ihm nichts. Und
er sprach: Er ist Jehova; er tue, was gut ist in seinen Augen.
19 Und
Samuel wurde groß; und Jehova war mit ihm und ließ keines von
allen seinen Worten auf die Erde fallen.
20 Und
ganz Israel, von Dan bis Beerseba, erkannte, daß Samuel als
Prophet Jehovas bestätigt war.
21 Und
Jehova fuhr fort in Silo zu erscheinen; denn Jehova offenbarte
sich dem Samuel in Silo durch das Wort Jehovas. Und das Wort
Samuels erging an ganz Israel.
4,1
Und Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Streit; und sie
lagerten sich bei Eben-Eser, und die Philister lagerten zu
Aphek.
2 Und
die Philister stellten sich auf, Israel gegenüber; und der
Streit breitete sich aus, und Israel wurde vor den Philistern
geschlagen; und sie erschlugen in der Schlachtordnung auf dem
Felde bei viertausend Mann.
3 Und
als das Volk ins Lager zurückkam, da sprachen die Ältesten von
Israel: Warum hat Jehova uns heute vor den Philistern
geschlagen? Laßt uns von Silo die Lade des Bundes Jehovas zu uns
holen, daß sie in unsere Mitte komme und uns rette aus der Hand
unserer Feinde.
4 Und
das Volk sandte nach Silo, und man brachte von dannen die Lade
des Bundes Jehovas der Heerscharen, der zwischen den Cherubim
thront; und die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinehas, waren
daselbst bei der Lade des Bundes Jehovas.
5 Und
es geschah, als die Lade des Bundes Jehovas ins Lager kam, da
jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, daß die Erde
erdröhnte.
6 Und
die Philister hörten den Schall des Jauchzens und sprachen: Was
bedeutet der Schall dieses großen Jauchzens im Lager der
Hebräer? Und sie merkten, daß die Lade Jehovas ins Lager
gekommen war.
7 Da
fürchteten sich die Philister, denn die sprachen: Gott ist ins
Lager gekommen! Und sie sprachen: Wehe uns! Denn solches ist
vordem nie geschehen.
8 Wehe
uns! Wer wird uns aus der Hand dieser mächtigen Götter erretten?
Das sind die Götter, welche die Ägypter schlugen mit allerlei
Plagen in der Wüste.
9
Fasset Mut und seid Männer, ihr Philister, daß ihr nicht den
Hebräern dienen müsset, wie sie euch gedient haben; so seid denn
Männer und streitet!
10 Und
die Philister stritten, und Israel wurde geschlagen, und sie
flohen ein jeder nach seinem Zelte; und die Niederlage war sehr
groß, und es fielen von Israel dreißigtausend Mann zu Fuß.
11 Und
die Lade Gottes wurde genommen, und die beiden Söhne Elis,
Hophni und Pinehas, starben.
12 Und
es lief ein Mann von Benjamin aus der Schlachtordnung und kam
nach Silo an selbigem Tage, seine Kleider waren zerrissen, und
Erde war auf seinem Haupte.
13 Und
als er kam, siehe, da saß Eli auf einem Stuhle, spähend an der
Seite des Weges; denn sein Herz war bange wegen der Lade Gottes.
Und als der Mann kam, um es in der Stadt zu berichten, da schrie
die ganze Stadt.
14 Und
Eli hörte den Schall des Geschreis und sprach: Was bedeutet
dieser Schall des Getümmels? Und der Mann eilte und kam und
berichtete es Eli.
15 Eli
aber war achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren starr,
und er konnte nicht sehen.
16 Und
der Mann sprach zu Eli: Ich bin der, welcher aus der
Schlachtordnung gekommen ist, und ich bin heute aus der
Schlachtordnung geflohen. Und er sprach: Wie stand die Sache,
mein Sohn?
17 Und
der Bote antwortete und sprach: Israel ist vor den Philistern
geflohen, und auch hat eine große Niederlage unter dem Volke
stattgefunden, und auch deine beiden Söhne, Hophni und Pinehas,
sind tot, und die Lade Gottes ist genommen.
18 Und
es geschah, als er die Lade Gottes erwähnte, da fiel Eli
rücklings vom Stuhle, an der Seite des Tores, und brach das
Genick und starb; denn der Mann war alt und schwer. Und er hatte
Israel vierzig Jahre gerichtet.
19 Und
seine Schwiegertochter, das Weib des Pinehas, war schwanger zum
Gebären; und als sie die Nachricht hörte, daß die Lade Gottes
genommen, und daß ihr Schwiegervater und ihr Mann tot wären, da
sank sie nieder und gebar, denn es überfielen sie ihre Wehen.
20 Und
um die Zeit ihres Sterbens, da sprachen die Weiber, die um sie
her standen: Fürchte dich nicht, denn einen Sohn hast du
geboren! Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht zu Herzen.
21 Und
sie nannte den Knaben Ikabod, indem sie sprach: Die Herrlichkeit
ist von Israel gewichen! weil die Lade Gottes genommen war, und
wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes.
22 Und
sie sprach: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die
Lade Gottes ist genommen!
5,1
Und die Philister hatten die Lade Gottes genommen und brachten
sie von Eben-Eser nach Asdod.
2 Und
die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das
Haus Dagons und stellten sie neben Dagon.
3 Und
als die Asdoditer am anderen Tage früh aufstanden, siehe, da lag
Dagon auf sei nem Angesicht auf der Erde vor der Lade Jehovas;
und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort.
4 Und
als die am anderen Tage des Morgens früh aufstanden, siehe, da
lag Dagon auf sei nem Angesicht auf der Erde vor der Lade
Jehovas; und zwar lagen das Haupt Dagons und seine beiden Hände
abgehauen auf der Schwelle, nur der Fischrumpf war an ihm
übriggeblieben.
5
Darum treten die Heilige (e-r) Dagons und alle, die in das Haus
Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod bis auf
diesen Tag.
6 Und
die Hand Jehovas lag schwer auf den Asdoditern, und er
verwüstete sie; und er schlug sie mit Beulen, Asdod und sein
Gebiet.
7 Und
als die Leute von Asdod sahen, daß dem also war, sprachen sie:
Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben; denn
seine Hand ist hart über uns und über Dagon, unserem Gott.
8 Und
sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister zu
sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes
Israels tun? Und sie sprachen: Man schaffe die Lade des Gottes
Israels nach Gath. Und sie schafften die Lade des Gottes Israels
hin.
9 Und
es geschah, nachdem sie sie hingeschafft hatten, da kam die Hand
Jehovas über die Stadt, und es entstand eine sehr große
Bestürzung; und er schlug die Leute der Stadt, vom Kleinen bis
zum Großen, daß Beulen an ihnen ausbrachen.
10 Da
sandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Und es geschah, als die
Lade Gottes nach Ekron kam, da schrieen die Ekroniter und
sprachen: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir
hergeschafft, um mich und mein Volk zu töten!
11 Und
sie sandten hin und versammelten alle Fürsten der Philister und
sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels fort, daß sie an
ihren Ort zurückkehre und mich und mein Volk nicht töte. Denn es
war eine tödliche Bestürzung in der ganzen Stadt; die Hand
Gottes war sehr schwer daselbst.
12 Und
die Leute, die nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen; und
das Geschrei; der Stadt stieg zum Himmel empor.
6,1
Und die Lade Jehovas war im Gefilde der Philister sieben Monate.
2 Und
die Philister riefen die Heilige (e-r) und Wahrsager und
sprachen: Was sollen wir mit der Lade Jehovas tun? Tut uns kund,
auf welche Weise wir sie an ihren Ort senden sollen.
3 Und
sie sprachen: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels fortsendet,
so sollt ihr sie nicht leer fortsenden, denn ihr müßt ihm
jedenfalls ein Schuldopfer erstatten; alsdann werdet ihr
genesen, und es wird euch kundwerden, warum seine Hand nicht von
euch weicht.
4 Und
sie sprachen: Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm erstatten
sollen? Und sie sprachen: Nach der Zahl der Fürsten der
Philister, fünf goldene Beulen und fünf goldene Mäuse; denn
einerlei Plage habt ihr alle und eure Fürsten.
5 Und
machet Bilder von euren Beulen und Bilder von euren Mäusen, die
das Land verderben, und gebet dem Gott Israels Ehre; vielleicht
läßt er seine Hand leichter werden über euch und über eurem Gott
und über eurem Lande.
6 Und
warum wolltet ihr euer Herz verstocken, wie die Ägypter und der
Pharao ihr Herz verstockt haben? Ließen sie sie nicht ziehen,
als er seine Macht an ihnen geübt hatte, und sie zogen weg?
7 Und
nun machet einen neuen Wagen und nehmet zwei säugende Kühe, auf
die kein Joch gekommen ist; und spannet die Kühe an den Wagen
und bringet ihre Kälber hinter ihnen weg nach Hause zurück.
8 Und
nehmet die Lade Jehovas und stellet sie auf den Wagen; und die
goldenen Geräte, die ihr ihm als Schuldopfer erstattet habt, tut
in ein Kästlein an ihre Seite, und sendet sie, daß sie wegziehe.
9 Und
sehet zu: Wenn sie den Weg nach ihrer Grenze hinaufgeht, nach
Beth-Semes hin, so hat er uns dieses große Übel getan; wenn aber
nicht, so wissen wir, daß nicht seine Hand uns geschlagen hat:
ein Zufall ist es uns gewesen.
10 Und
die Männer taten also und nahmen zwei säugende Kühe und spannten
sie an den Wagen, und ihre Kälber sperrten sie zu Hause ein.
11 Und
sie stellten die Lade Jehovas auf den Wagen, und das Kästlein
mit den goldenen Mäusen und den Bildern ihrer Beulen.
12 Und
die Kühe gingen geradeaus auf dem Wege nach Beth-Semes; auf
einer Straße gingen sie, im Gehen brüllend, und wichen nicht zur
Rechten noch zur Linken; und die Fürsten der Philister gingen
hinter ihnen her, bis an die Grenze von Beth-Semes.
13 Und
die von Beth-Semes ernteten die Weizenernte in der Niederung;
und als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, da freuten
sie sich, sie zu sehen.
14 Und
der Wagen kam auf das Feld Josuas, des Beth-Semiters, und stand
daselbst still; und es war ein großer Stein daselbst. Und sie
spalteten das Holz des Wagens und opferten die Kühe als
Brandopfer dem Jehova.
15 Und
die Leviten nahmen die Lade Jehovas herab und das Kästlein, das
bei ihr war, in welchem die goldenen Geräte waren, und setzten
sie auf den großen Stein. Und die Männer von Beth-Semes opferten
Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer an jenem Tage dem
Jehova.
16 Und
die fünf Fürsten der Philister sahen zu und kehrten an jenem
Tage nach Ekron zurück.
17 Und
dies sind die goldenen Beulen, welche die Philister Jehova als
Schuldopfer erstatteten: Für Asdod eine, für Gasa eine, für
Askalon eine, für Gath eine, für Ekron eine;
18 und
die goldenen Mäuse nach der Zahl aller Städte der Philister,
nach den fünf Fürsten, von den festen Städten bis zu den offenen
Dörfern; und sie brachten sie bis zu dem großen Stein Abel, auf
welchen sie die Lade Jehovas niedersetzten, der bis auf diesen
Tag im Felde Josuas, des Beth-Semiters, ist.
19 Und
er schlug unter den Leuten von Beth-Semes, weil sie in die Lade
Jehovas geschaut hatten, und schlug unter dem Volke siebzig
Mann; da trauerte das Volk, weil Jehova eine so große Niederlage
unter dem Volke angerichtet hatte;
20 und
die Leute von Beth-Semes sprachen: Wer vermag vor Jehova, diesem
heiligen Gott, zu bestehen? Und zu wem soll er von uns
hinaufziehen?
21 Und
sie sandten Boten zu den Bewohnern von Kirjath-Jearim und
sprachen: Die Philister haben die Lade Jehovas zurückgebracht;
kommet herab, führet sie zu euch hinauf.
7,1
Und die Männer von Kirjath-Jearim kamen und führten die Lade
Jehovas hinauf, und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf
dem Hügel; und sie heiligten Eleasar, seinen Sohn, die Lade
Jehovas zu hüten.
2 Und
es geschah von dem Tage an, da die Lade zu Kirjath-Jearim blieb,
daß der Tage viele wurden, und es wurden zwanzig Jahre. Und das
ganze Haus Israel wehklagte Jehova nach.
3 Da
sprach Samuel zu dem ganzen Hause Israel und sagte: Wenn ihr mit
eurem ganzen Herzen zu Jehova umkehret, so tut die fremden
Götter und die Astaroth aus eurer Mitte hinweg, und richtet euer
Herz auf Jehova und dienet ihm allein; und er wird euch aus der
Hand der Philister erretten.
4 Und
die Kinder Israel taten die Baalim und die Astaroth hinweg und
dienten Jehova allein.
5 Und
Samuel sprach: Versammelt ganz Israel nach Mizpa, und ich will
Jehova für euch bitten.
6 Und
sie versammelten sich nach Mizpa und schöpften Wasser und gossen
es aus vor Jehova; und sie fasteten an selbigem Tage und
sprachen daselbst: Wir haben gegen Jehova gesündigt! Und Samuel
richtete die Kinder Israel zu Mizpa.
7 Und
die Philister hörten, daß die Kinder Israel sich nach Mizpa
versammelt hatten, und die Fürsten der Philister zogen wider
Israel herauf. Und die Kinder Israel hörten es und fürchteten
sich vor den Philistern;
8 und
die Kinder Israel sprachen zu Samuel: Laß nicht ab, für uns zu
Jehova, unserem Gott, zu schreien, daß er uns von der Hand der
Philister rette!
9 Und
Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer dem
Jehova; und Samuel schrie zu Jehova für Israel, und Jehova
erhörte ihn.
10 Es
geschah nämlich, während Samuel das Brandopfer opferte, da
rückten die Philister heran zum Streit wider Israel. Und Jehova
donnerte mit starkem Donner an selbigem Tage über den Philistern
und verwirrte sie, und sie wurden vor Israel geschlagen.
11 Und
die Männer von Israel zogen von Mizpa aus und verfolgten die
Philister und schlugen sie bis unterhalb Beth-Kar.
12 Und
Samuel nahm einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und
Schen, und er gab ihm den Namen Eben-Eser und sprach: Bis
hierher hat uns Jehova geholfen.
13 So
wurden die Philister gedemütigt, und sie kamen fortan nicht mehr
in die Grenzen Israels; und die Hand Jehovas war wider die
Philister alle Tage Samuels.
14 Und
die Städte, welche die Philister von Israel genommen hatten,
kamen wieder an Israel, von Ekron bis Gath; auch ihr Gebiet
errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es ward Friede
zwischen Israel und den Amoritern.
15 Und
Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens.
16 Und
er ging Jahr für Jahr und zog umher nach Bethel und Gilgal und
Mizpa und richtete Israel an allen diesen Orten;
17 und
er kehrte nach Rama zurück, denn dort war sein Haus, und dort
richtete er Israel. Und er baute daselbst Jehova einen Altar.
8,1
Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine
Söhne als Richter ein über Israel.
2 Und
der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel, und der Name
seines zweiten Abija; sie richteten zu Beerseba.
3 Aber
seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen; und sie neigten
sich dem Gewinne nach und nahmen Geschenke und beugten das
Recht.
4 Da
versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel
nach Rama;
5 und
sie sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine
Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze einen König über
uns ein, daß er uns richte, gleich allen Nationen.
6 Und
das Wort war übel in den Augen Samuels, als sie sprachen: Gib
uns einen König, daß er uns richte! Und Samuel betete zu Jehova.
7 Und
Jehova sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in
allem, was sie dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen,
sondern mich haben sie verworfen, daß ich nicht König über sie
sein soll.
8 Nach
allen den Taten, die sie getan von dem Tage an, da ich sie aus
Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag, indem sie mich
verlassen und anderen Göttern gedient haben, also tun sie auch
dir.
9 Und
nun höre auf ihre Stimme; nur zeuge ernstlich wider sie und tue
ihnen die Weise des Königs kund, der über sie herrschen wird.
10 Und
Samuel sprach alle Worte Jehovas zu dem Volke, das einen König
von ihm begehrte.
11 Und
er sprach: Dies wird die Weise des Königs sein, der über euch
regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen und für sich bestellen
auf seinen Wagen und unter seine Reiter, und daß sie vor seinem
Wagen herlaufen;
12 und
er wird sie nehmen, um sich Oberste über tausend und Oberste
über fünfzig zu machen, und daß sie seine Äcker pflügen und
seine Ernte einbringen, und daß sie sein Kriegsgerät und sein
Wagengerät machen.
13 Und
eure Töchter wird er nehmen zu Salbenmischerinnen und zu
Köchinnen und zu Bäckerinnen.
14 Und
eure Felder und eure Weinberge und eure Olivengärten, die
besten, wird er nehmen und sie seinen Knechten geben.
15 Und
von euren Saaten und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen
und ihn seinen Kämmerern und seinen Knechten geben.
16 Und
eure Knechte und eure Mägde und eure schönsten Jünglinge und
eure Esel wird er nehmen und sie zu seinen Geschäften verwenden.
17
Euer Kleinvieh wird er zehnten, und ihr, ihr werdet ihm zu
Knechten sein.
18 Und
ihr werdet an jenem Tage schreien wegen eures Königs, den ihr
euch erwählt habt; aber Jehova wird euch an jenem Tage nicht
erhören.
19
Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören;
und sie sprachen: Nein, sondern ein König soll über uns sein,
20
damit auch wir seien wie alle Nationen, und daß unser König uns
richte und vor uns her ausziehe und unsere Kriege führe.
21 Und
Samuel hörte alle die Reden des Volkes und redete sie vor den
Ohren Jehovas.
22 Und
Jehova sprach zu Samuel: Höre auf ihre Stimme und setze einen
König über sie ein. Da sprach Samuel zu den Männern von Israel:
Gehet hin, ein jeder in seine Stadt.
9,1
Und es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kis, der Sohn
Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bekoraths, des Sohnes
Aphiachs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein vermögender Mann.
2 Und
er hatte einen Sohn, sein Name war Saul, jung und schön, und
kein Mann von den Kindern Israel war schöner als er; von seiner
Schulter an aufwärts war er höher als alles Volk.
3 Und
die Eselinnen Kis’, des Vaters Sauls, hatten sich verirrt; und
Kis sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm doch einen von den Knaben
mit dir und mache dich auf, gehe hin, suche die Eselinnen.
4 Und
er durchzog das Gebirge Ephraim und durchzog das Land
Schalischa, und sie fanden sie nicht; und sie durchzogen das
Land Schaalim, aber sie waren nicht da; und er durchzog das Land
Benjamin, und sie fanden sie nicht.
5 Sie
waren in das Land Zuph gekommen, da sprach Saul zu seinem
Knaben, der bei ihm war: Komm und laß uns umkehren, daß nicht
etwa mein Vater von den Eselinnen abstehe und um uns bekümmert
sei.
6 Und
er sprach zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes ist in dieser
Stadt, und der Mann ist geehrt; alles was er redet, trifft
sicher ein; laß uns nun dahin gehen, vielleicht gibt er uns
Auskunft über unseren Weg, auf dem wir gehen.
7 Und
Saul sprach zu seinem Knaben: Siehe aber, wenn wir hingehen, was
wollen wir dem Manne bringen? Denn das Brot ist ausgegangen in
unseren Gefäßen, und wir haben kein Geschenk dem Manne Gottes zu
bringen; was haben wir?
8 Und
der Knabe antwortete Saul wiederum und sprach: Siehe, es findet
sich in meiner Hand ein viertel Sekel Silber; das will ich dem
Manne Gottes geben, damit er uns über unseren Weg Auskunft gebe.
9
(Vordem sprach man in Israel also, wenn man ging, Gott zu
befragen: Kommt und laßt uns zum Seher gehen; denn den, der
heutzutage der Prophet heißt, nannte man vordem den Seher.)
10 Da
sprach Saul zu seinem Knaben: Dein Wort ist gut; komm, laß uns
gehen! Und sie gingen nach der Stadt, wo der Mann Gottes war.
11 Sie
gingen eben die Anhöhe zu der Stadt hinauf, da trafen sie
Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen; und sie
sprachen zu ihnen: Ist der Seher hier?
12 Und
sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, er ist vor dir;
eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das
Volk heute ein Schlachtopfer auf der Höhe hat.
13
Sowie ihr in die Stadt kommet, werdet ihr ihn finden, bevor er
zur Höhe hinaufgeht zum Essen; denn das Volk ißt nicht, bis er
gekommen ist; denn er segnet das Schlachtopfer, danach essen die
Geladenen. So geht nun hinauf, denn gerade heute werdet ihr ihn
finden.
14 Da
gingen sie zur Stadt hinauf. Als sie in die Stadt eintraten,
siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Höhe
hinaufzugehen.
15
Jehova hatte aber einen Tag, bevor Saul kam, dem Ohre Samuels
eröffnet und gesagt:
16
Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Lande Benjamin
zu dir senden, und du sollst ihn zum Fürsten salben über mein
Volk Israel; und er wird mein Volk aus der Hand der Philister
retten; denn ich habe mein Volk angesehen, denn sein Geschrei
ist zu mir gekommen.
17
Sobald nun Samuel Saul sah, antwortete ihm Jehova: Siehe da den
Mann, von dem ich zu dir geredet habe; dieser soll über mein
Volk herrschen.
18 Und
Saul trat im Tore zu Samuel heran und sprach: Zeige mir doch an,
wo das Haus des Sehers ist.
19 Und
Samuel antwortete Saul und sprach: Ich bin der Seher; gehe vor
mir zur Höhe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und am
Morgen werde ich dich entlassen; und alles, was in deinem Herzen
ist, werde ich dir kundtun.
20 Und
was die Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen
irregegangen sind, richte nicht dein Herz auf sie, denn sie sind
gefunden. Und nach wem steht alles Begehren Israels? Nicht nach
dir und nach dem ganzen Hause deines Vaters?
21 Da
antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter, von
einem der kleinsten Stämme Israels, und ist nicht meine Familie
die geringste unter allen Familien des Stammes Benjamin? Und
warum redest du dergleichen Worte zu mir?
22 Und
Samuel nahm Saul und seinen Knaben und führte sie in den Saal,
und er gab ihnen einen Platz obenan unter den Geladenen; und es
waren ihrer bei dreißig Mann.
23 Und
Samuel sprach zu dem Koch: Gib das Stück her, das ich dir
gegeben, von dem ich dir gesagt habe: Lege es bei dir zurück.
24 Da
trug der Koch die Keule auf und was daran war und legte es Saul
vor. Und er sprach: Siehe, das Zurückbehaltene; lege dir vor,
iß! Denn auf die bestimmte Zeit ist es für dich aufbewahrt
worden, als ich sagte: Ich habe das Volk geladen. So aß Saul mit
Samuel an selbigem Tage.
25 Und
sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab; und er redete mit
Saul auf dem Dache.
26 Und
sie standen früh auf; und es geschah, als die Morgenröte
aufging, da rief Samuel dem Saul auf dem Dache zu und sprach:
Stehe auf, daß ich dich geleite! Und Saul stand auf, und sie
gingen beide, er und Samuel, auf die Straße hinaus.
27
Während sie an das Ende der Stadt hinuntergingen, sprach Samuel
zu Saul: Sage dem Knaben, daß er uns vorausgehe (und er ging
voraus); du aber stehe jetzt still, daß ich dich das Wort Gottes
hören lasse.
10,1
Und Samuel nahm die Ölflasche und goß sie aus auf sein Haupt,
und er küßte ihn und sprach: Ist es nicht also, daß Jehova dich
zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt hat?
2 Wenn
du heute von mir weggehst, so wirst du zwei Männer treffen beim
Grabe Rahels, an der Grenze von Benjamin, zu Zelzach; und sie
werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu
suchen gegangen bist; und siehe, dein Vater hat die Sache der
Eselinnen aufgegeben, und er ist um euch bekümmert und spricht:
Was soll ich wegen meines Sohnes tun?
3 Und
gehst du von dannen weiter und kommst zur Terebinthe Tabor, so
werden dich daselbst drei Männer treffen, die zu Gott nach
Bethel hinaufgehen; einer trägt drei Böcklein, und einer trägt
drei Laibe Brot, und einer trägt einen Schlauch Wein.
4 Und
sie werden dich nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei
Brote geben, und du sollst sie von ihrer Hand nehmen.
5
Danach wirst du zu dem Hügel Gottes kommen, wo Aufstellungen der
Philister sind; und es wird geschehen, sowie du daselbst in die
Stadt kommst, wirst du einer Schar Propheten begegnen, die von
der Höhe herabkommen, und vor ihnen her Harfe und Tamburin und
Flöte und Laute, und sie werden weissagen.
6 Und
der Geist Gottes wird über dich geraten, und du wirst mit ihnen
weissagen und wirst in einen anderen Mann verwandelt werden.
7 Und
es soll geschehen, wenn dir diese Zeichen eintreffen, so tue,
was deine Hand finden wird; denn Gott ist mit dir.
8 Und
gehe vor mir nach Gilgal hinab; und siehe, ich werde zu dir
hinabkommen, um Brandopfer zu opfern, um Friedensopfer zu
schlachten; sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme,
und ich werde dir kundtun, was du tun sollst.
9 Und
es geschah, als er seinen Rücken wandte, um von Samuel
wegzugehen, da verwandelte Gott sein Herz; und alle diese
Zeichen trafen ein an jenem Tage.
10 Und
als sie dorthin an den Hügel kamen, siehe, da kam ihm eine Schar
Propheten entgegen; und der Geist Gottes geriet über ihn, und er
weissagte in ihrer Mitte.
11 Und
es geschah, als alle, die ihn von früher her kannten, sahen, und
siehe, er weissagte mit den Propheten, da sprach das Volk einer
zum anderen: Was ist denn dem Sohne Kis’ geschehen? Ist auch
Saul unter den Propheten?
12 Und
ein Mann von dort antwortete und sprach: Und wer ist ihr Vater?
Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist auch Saul unter den
Propheten?
13 Und
als er aufgehört hatte zu weissagen, kam er auf die Höhe.
14 Und
der Oheim Sauls sprach zu ihm und zu seinem Knaben: Wohin seid
ihr gegangen? Und er sprach: Die Eselinnen zu suchen; und als
wir sahen, daß die nirgend waren, gingen wir zu Samuel.
15 Und
der Oheim Sauls sprach: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch
gesagt hat.
16 Und
Saul sprach zu seinem Oheim: Er tat uns für gewiß kund, daß die
Eselinnen gefunden seien. Aber die Sache von dem Königtum, wovon
Samuel geredet hatte, teilte er ihm nicht mit.
17 Und
Samuel berief das Volk zu Jehova nach Mizpa.
18 Und
er sprach zu den Kindern Israel: So spricht Jehova, der Gott
Israels: Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch
errettet aus der Hand der Ägypter und aus der Hand all der
Königreiche, die euch bedrückten;
19 ihr
aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus allen euren
Übeln und euren Drangsalen gerettet hat, und habt zu ihm gesagt:
Einen König sollst du über uns setzen! Nun denn, stellet euch
auf vor Jehova nach euren Stämmen und nach euren Tausenden!
20 Und
Samuel ließ alle Stämme Israels herzutreten; und es wurde
getroffen der Stamm Benjamin.
21 Und
er ließ den Stamm Benjamin nach seinen Geschlechtern
herzutreten; und es wurde getroffen das Geschlecht Matri; und es
wurde getroffen Saul, der Sohn Kis’. Und sie suchten ihn, aber
er wurde nicht gefunden.
22 Und
sie befragten wiederum Jehova: Wird der Mann noch hierher
kommen? Und Jehova sprach: Siehe, er hat sich bei dem Geräte
versteckt.
23 Da
liefen sie hin und holten ihn von dannen; und er stellte sich
mitten unter das Volk, und er war höher als alles Volk, von
seiner Schulter an aufwärts.
24 Und
Samuel sprach zu dem ganzen Volke: Habt ihr gesehen, den Jehova
erwählt hat? Denn keiner ist wie er im ganzen Volke. Da jauchzte
das ganze Volk, und sie sprachen: Es lebe der König!
25 Und
Samuel sagte dem Volke das Recht des Königtums, und er schrieb
es in ein Buch und legte es vor Jehova nieder. Und Samuel
entließ das ganze Volk, einen jeden nach seinem Hause.
26 Und
auch Saul ging nach seinem Hause, nach Gibea; und mit ihm zog
die Schar, deren Herz Gott gerührt hatte.
27
Aber etliche Söhne Belials sprachen: Wie sollte der uns retten?
Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk; aber er
war wie taub.
11,1
Und Nahas, der Ammoniter, zog herauf und belagerte Jabes-Gilead.
Und alle Männer von Jabes sprachen zu Nahas: Mache einen Bund
mit uns, so wollen wir dir dienen.
2 Aber
Nahas, der Ammoniter, sprach zu ihnen: Unter dieser Bedingung
will ich einen Bund mit euch machen, daß ich euch allen das
rechte Auge aussteche und damit eine Schmach auf ganz Israel
lege.
3 Und
die Ältesten von Jabes sprachen zu ihm: Laß uns sieben Tage, und
wir wollen Boten in alle Grenzen Israels senden; und wenn
niemand ist, der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen.
4 Und
die Boten kamen nach Gibea-Saul und redeten diese Worte zu den
Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine Stimme und
weinte.
5 Und
siehe, Saul kam hinter den Rindern her vom Felde, und Saul
sprach: Was ist dem Volke, daß sie weinen? Und sie erzählten ihm
die Worte der Männer von Jabes.
6 Da
geriet der Geist Gottes über Saul, als er diese Worte hörte, und
sein Zorn entbrannte sehr.
7 Und
er nahm ein Joch Rinder und zerstückte sie, und er sandte die
Stücke durch Boten in alle Grenzen Israels und ließ sagen: Wer
nicht auszieht hinter Saul und hinter Samuel her, dessen Rindern
wird also getan werden! Da fiel der Schrecken Jehovas auf das
Volk, und sie zogen aus wie ein Mann.
8 Und
er musterte sie zu Besek; und es waren der Kinder Israel
dreihunderttausend, und der Männer von Juda dreißigtausend.
9 Und
sie sprachen zu den Boten, die gekommen waren: So sollt ihr zu
den Männern von Jabes-Gilead sagen: Morgen, wenn die Sonne heiß
wird, wird euch Rettung werden. Und die Boten kamen und
berichteten es den Männern von Jabes, und sie freuten sich.
10 Und
die Männer von Jabes sprachen: Morgen werden wir zu euch
hinausgehen, und ihr möget uns tun nach allem, was gut ist in
euren Augen.
11 Und
es geschah am anderen Tage, da stellte Saul das Volk in drei
Haufen; und sie kamen mitten in das Lager bei der Morgenwache
und schlugen Ammon bis zum Heißwerden des Tages; und die
Übriggebliebenen wurden zerstreut, und es blieben unter ihnen
nicht zwei beisammen.
12 Da
sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Sollte
Saul über uns regieren? Gebet die Männer her, daß wir sie töten!
13
Aber Saul sprach: Niemand soll an diesem Tage getötet werden,
denn heute hat Jehova Rettung geschafft in Israel!
14 Und
Samuel sprach zu dem Volke: Kommt laßt uns nach Gilgal gehen und
daselbst das Königtum erneuern.
15 Und
das ganze Volk zog nach Gilgal, und sie machten daselbst Saul
zum König vor Jehova, zu Gilgal; und sie schlachteten daselbst
Friedensopfer vor Jehova. Und Saul und alle Männer von Israel
freuten sich daselbst gar sehr.
12,1
Und Samuel sprach zu dem ganzen Israel: Siehe, ich habe auf eure
Stimme gehört in allem, was ihr zu mir gesagt habt, und habe
einen König über euch gesetzt.
2 Und
nun siehe, der König zieht vor euch her; ich aber bin alt und
grau geworden, und meine Söhne, siehe, sie sind bei euch; und
ich habe vor euch gewandelt von meiner Jugend an bis auf diesen
Tag.
3 Hier
bin ich, zeuget wider mich vor Jehova und vor seinem Gesalbten!
Wessen Rind habe ich genommen? Oder wessen Esel habe ich
genommen? Oder wen habe ich übervorteilt? Wem habe ich Gewalt
angetan? Oder aus wessen Hand habe ich Lösegeld genommen, daß
ich dadurch meine Augen verhüllt hätte? So will ich es euch
wiedergeben.
4 Und
sie sprachen: Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine
Gewalt angetan, und hast aus niemandes Hand irgend etwas
genommen.
5 Und
er sprach zu ihnen: Jehova ist Zeuge wider euch, und Zeuge sein
Gesalbter an diesem Tage, daß ihr gar nichts in meiner Hand
gefunden habt! Und sie sprachen: Er ist Zeuge!
6 Und
Samuel sprach zu dem Volke: Jehova ist es, der Mose und Aaron
bestellt, und der eure Väter heraufgeführt hat aus dem Lande
Ägypten!
7 Und
nun tretet her, daß ich vor Jehova mit euch rechte über alle
gerechten Taten Jehovas, die er an euch und an euren Vätern
getan hat.
8 Als
Jakob nach Ägypten gekommen war, da schrieen eure Väter zu
Jehova; und Jehova sandte Mose und Aaron, und sie führten eure
Väter aus Ägypten hinweg und ließen sie wohnen an diesem Orte.
9 Aber
sie vergaßen Jehova, ihren Gott; und er verkaufte sie in die
Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der
Philister und in die Hand des Königs von Moab, und sie stritten
wider sie.
10 Da
schrieen sie zu Jehova und sprachen: Wir haben gesündigt, daß
wir Jehova verlassen und den Baalim und den Astaroth gedient
haben; und nun errette uns aus der Hand unserer Feinde, so
wollen wir dir dienen!
11 Und
Jehova sandte Jerub-Baal und Bedan und Jephtha und Samuel, und
er errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum; und ihr
wohntet in Sicherheit.
12 Als
ihr aber sahet, daß Nahas, der König der Kinder Ammon, wider
euch kam, sprachet ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über
uns regieren! da doch Jehova, euer Gott, euer König war.
13 Und
nun siehe, da ist der König, den ihr erwählt, den ihr begehrt
habt; und siehe, Jehova hat einen König über euch gesetzt.
14
Wenn ihr nur Jehova fürchtet und ihm dienet und auf seine Stimme
höret und gegen den Befehl Jehovas nicht widerspenstig seid, und
sowohl ihr als auch der König, der über euch regiert, Jehova,
eurem Gott, nachfolget!
15
Wenn ihr aber nicht auf die Stimme Jehovas höret und gegen den
Befehl Jehovas widerspenstig seid, so wird die Hand Jehovas
wider euch sein, wie wider eure Väter.
16
Auch jetzt tretet her und sehet diese große Sache, die Jehova
vor euren Augen tun wird.
17 Ist
nicht jetzt die Weizenernte? Ich will zu Jehova rufen, und er
wird Donner und Regen geben; und ihr sollt erkennen und sehen,
daß das Böse, das ihr getan habt, groß ist in den Augen Jehovas,
einen König für euch zu begehren.
18 Und
Samuel rief zu Jehova, und Jehova gab Donner und Regen an jenem
Tage. Da fürchtete sich das ganze Volk sehr vor Jehova und vor
Samuel.
19 Und
das ganze Volk sprach zu Samuel: Bitte Jehova, deinen Gott, für
deine Knechte, daß wir nicht sterben! Denn zu allen unseren
Sünden haben wir das Böse hinzugefügt, einen König für uns zu
begehren.
20 Und
Samuel sprach zu dem Volke: Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar
all dieses Böse getan; nur weichet nicht ab von der Nachfolge
Jehovas und dienet Jehova mit eurem ganzen Herzen;
21 und
weichet nicht ab, denn ihr würdet den Nichtigen nachgehen, die
nichts nützen und nicht erretten, denn sie sind nichtig.
22
Denn Jehova wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht
verlassen; denn es hat Jehova gefallen, euch sich zum Volke zu
machen.
23
Auch ich fern sei es von mir, daß ich gegen Jehova sündigen, daß
ich ablassen sollte, für euch zu bitten; sondern ich werde euch
den guten und richtigen Weg lehren.
24 Nur
fürchtet Jehova, und dienet ihm in Wahrheit mit eurem ganzen
Herzen; denn sehet, welch große Dinge er an euch getan hat!
25
Wenn ihr aber dennoch übeltut, so werdet sowohl ihr als auch
euer König weggerafft werden.
13,1
Saul war… Jahre alt, als er König wurde; und er regierte zwei
Jahre über Israel.
2 Und
Saul wählte sich dreitausend aus Israel; zweitausend waren bei
Saul zu Mikmas und auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren
bei Jonathan zu Gibea-Benjamin. Das übrige Volk aber entließ er,
einen jeden nach seinen Zelten.
3 Und
Jonathan schlug die Aufstellung der Philister, die zu Geba war,
und die Philister hörten es. Und Saul ließ im ganzen Lande in
die Posaune stoßen und sprach: Die Hebräer sollen es hören!
4 Und
als ganz Israel sagen hörte: Saul hat die Aufstellung der
Philister geschlagen, und auch hat sich Israel bei den
Philistern stinkend gemacht, da versammelte sich das Volk hinter
Saul her nach Gilgal.
5 Und
die Philister sammelten sich zum Streit mit Israel:
dreißigtausend Wagen und sechstausend Reiter, und Fußvolk, wie
der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge; und sie zogen
herauf und lagerten sich zu Mikmas, östlich von Beth-Awen.
6 Und
die Männer von Israel sahen, daß sie in Drangsal waren, denn das
Volk war bedrängt; und das Volk versteckte sich in den Höhlen
und in den Dorngebüschen und in den Felsen und in den Burgen und
in den Gruben.
7 Und
Hebräer gingen über den Jordan in das Land Gad und Gilead. Saul
aber war noch zu Gilgal, und das ganze Volk zitterte hinter ihm
her.
8 Und
er wartete sieben Tage, bis zu der von Samuel bestimmten Zeit;
aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk zerstreute sich
von ihm weg.
9 Da
sprach Saul: Bringet mir das Brandopfer und die Friedensopfer
her! Und er opferte das Brandopfer.
10 Und
es geschah, als er das Opfern des Brandopfers vollendet hatte,
siehe, da kam Samuel; und Saul ging hinaus, ihm entgegen, ihn zu
begrüßen.
11 Und
Samuel sprach: Was hast du getan! Und Saul sprach: Weil ich sah,
daß das Volk sich von mir weg zerstreute, und du nicht kamst zur
bestimmten Zeit, und die Philister zu Mikmas versammelt waren,
so sprach ich:
12
Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen, und
ich habe Jehova nicht angefleht! Und ich überwand mich und
opferte das Brandopfer.
13 Und
Samuel sprach zu Saul: Du hast töricht gehandelt, du hast nicht
beobachtet das Gebot Jehovas, deines Gottes, das er dir geboten
hat; denn jetzt hätte Jehova dein Königtum über Israel bestätigt
auf ewig;
14 nun
aber wird dein Königtum nicht bestehen. Jehova hat sich einen
Mann gesucht nach seinem Herzen, und Jehova hat ihn zum Fürsten
über sein Volk bestellt; denn du hast nicht beobachtet, was
Jehova dir geboten hatte.
15 Und
Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf nach
Gibea-Benjamin. Und Saul musterte das Volk, das sich bei ihm
befand, bei sechshundert Mann.
16 Und
Saul und Jonathan, sein Sohn, und das Volk, das sich bei ihm
befand, lagen zu Geba-Benjamin; die Philister aber hatten sich
zu Mikmas gelagert.
17 Und
der Verheerungszug ging aus von dem Lager der Philister in drei
Haufen: Ein Haufe wandte sich des Weges nach Ophra, nach dem
Lande Schual hin,
18 und
ein Haufe wandte sich auf den Weg nach Beth-Horon, und ein Haufe
wandte sich des Weges nach der Grenze, die emporragt über das
Tal Zeboim nach der Wüste hin.
19 Und
es war kein Schmied zu finden im ganzen Lande Israel; denn die
Philister hatten gesagt: Daß die Hebräer sich nicht Schwert oder
Speer machen!
20 Und
ganz Israel ging zu den Philistern hinab, ein jeder, um seine
Pflugschar und seinen Spaten und sein Beil und seine Sichel zu
schärfen,
21
wenn die Schneiden an den Sicheln und an den Spaten und an den
Gabeln und an den Beilen abgestumpft waren, und um den
Rinderstachel zu richten.
22 Und
es geschah am Tage des Streites, da wurde kein Schwert noch
Speer gefunden in der Hand des ganzen Volkes, das mit Saul und
mit Jonathan war; doch bei Saul und seinem Sohne Jonathan fanden
sie sich vor.
23 Und
eine Aufstellung der Philister zog aus nach dem Passe von
Mikmas.
14,1
Und es geschah eines Tages, da sprach Jonathan, der Sohn Sauls,
zu dem Knaben, der seine Waffen trug: Komm und laß uns
hinübergehen zu der Aufstellung der Philister, die dort drüben
ist. Seinem Vater aber tat er es nicht kund.
2 Und
Saul saß am Ende von Gibea, unter dem Granatbaum, der zu Migron
ist; und des Volkes, das bei ihm war, war bei sechshundert Mann.
3 (Und
Ahija, der Sohn Ahitubs, des Bruders Jkabods, des Sohnes
Pinehas’, des Sohnes Elis, des Heilige (e-r)s Jehovas zu Silo,
trug das Ephod.) Und das Volk wußte nicht, daß Jonathan
weggegangen war.
4 Es
war aber zwischen den Pässen, durch welche Jonathan zu der
Aufstellung der Philister hinüberzugehen suchte, eine Felszacke
auf dieser Seite und eine Felszacke auf jener Seite: der Name
der einen war Bozez, und der Name der anderen Sene;
5 die
eine Zacke bildet eine Säule nordwärts, Mikmas gegenüber, und
die andere südwärts, Geba gegenüber.
6 Und
Jonathan sprach zu dem Knaben, der seine Waffen trug: Komm und
laß uns hinübergehen zu der Aufstellung dieser Unbeschnittenen;
vielleicht wird Jehova für uns wirken, denn für Jehova gibt es
kein Hindernis, durch viele zu retten oder durch wenige.
7 Und
sein Waffenträger sprach zu ihm: Tue alles, was in deinem Herzen
ist; wende dich, wohin du willst, siehe, ich bin mit dir nach
deinem Herzen.
8 Und
Jonathan sprach: Siehe, wir gehen zu den Männern hinüber und
wollen uns ihnen zeigen.
9 Wenn
sie so zu uns sprechen: Stehet still, bis wir zu euch gelangen!
so wollen wir auf unserer Stelle stehen bleiben und nicht zu
ihnen hinaufgehen;
10
wenn sie aber so sprechen: Kommet zu uns herauf! so wollen wir
hinaufgehen, denn Jehova hat sie in unsere Hand gegeben; und das
soll uns das Zeichen sein.
11 Und
beide zeigten sich der Aufstellung der Philister. Da sprachen
die Philister: Siehe, Hebräer kommen aus den Löchern hervor,
worin sie sich versteckt haben.
12 Und
die Männer der Aufstellung antworteten Jonathan und seinem
Waffenträger und sprachen: Kommet zu uns herauf, so wollen wir
euch etwas zu wissen tun! Da sprach Jonathan zu seinem
Waffenträger: Steige hinauf, mir nach; denn Jehova hat sie in
die Hand Israels gegeben.
13 Und
Jonathan stieg auf seinen Händen und auf seinen Füßen hinauf,
und sein Waffenträger ihm nach. Und sie fielen vor Jonathan, und
sein Waffenträger tötete hinter ihm her.
14 Und
die erste Niederlage, welche Jonathan und sein Waffenträger
anrichteten, war bei zwanzig Mann, etwa auf der halben
Furchenlänge eines Jucharts Ackers.
15 Und
ein Schrecken entstand im Lager, auf dem Felde und unter dem
ganzen Volke; die Aufstellung und der Verheerungszug, auch sie
erschraken; und das Land erbebte, und es wurde zu einem
Schrecken Gottes.
16 Und
die Wächter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen, und siehe, die Menge
zerrann und lief dahin und dorthin.
17 Und
Saul sprach zu dem Volke, das bei ihm war: Haltet doch Musterung
und sehet, wer von uns weggegangen ist. Und sie hielten
Musterung, und siehe, Jonathan und sein Waffenträger waren nicht
da.
18 Da
sprach Saul zu Ahija: Bringe die Lade Gottes herbei; denn die
Lade Gottes war an jenem Tage unter den Kindern Israel.
19 Und
es geschah, während Saul zu dem Heilige (e-r) redete, da nahm
das Getümmel im Lager der Philister fort und fort zu; und Saul
sprach zu dem Heilige (e-r): Ziehe deine Hand zurück.
20 Und
Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich, und sie
kamen zum Streit; und siehe, da war das Schwert des einen wider
den anderen, eine sehr große Verwirrung.
21 Und
es waren Hebräer bei den Philistern, wie früher, welche mit
ihnen in das Lager ringsum hinaufgezogen waren; auch sie wandten
sich, um mit Israel zu sein, das mit Saul und Jonathan war.
22 Und
alle Männer von Israel, die sich im Gebirge Ephraim versteckt
hatten, hörten, daß die Philister geflohen waren; und auch sie
setzten ihnen nach im Streit.
23 So
rettete Jehova Israel an selbigem Tage. Und der Streit ging über
Beth-Awen hinaus.
24 Die
Männer von Israel waren aber sehr angestrengt an jenem Tage; und
Saul beschwor das Volk und sprach: Verflucht sei der Mann, der
Speise essen wird bis zum Abend, und bis ich mich an meinen
Feinden gerächt habe! Und das ganze Volk kostete keine Speise.
25 Und
das ganze Volk kam in den Wald, und Honig war auf der Fläche des
Feldes.
26 Und
als das Volk in den Wald kam: siehe da, ein Strom von Honig;
aber niemand brachte seine Hand zu seinem Munde, denn das Volk
fürchtete den Schwur.
27
Jonathan aber hatte es nicht gehört, als sein Vater das Volk
beschwor; und er streckte das Ende seines Stabes aus, der in
seiner Hand war, und tauchte ihn in den Honigseim und brachte
seine Hand wieder zu seinem Munde, und seine Augen wurden hell.
28 Und
einer von dem Volke hob an und sprach: Dein Vater hat das Volk
feierlich beschworen und gesagt: Verflucht sei der Mann, der
heute Speise essen wird! Und so ist das Volk ermattet.
29 Und
Jonathan sprach: Mein Vater hat das Land in Trübsal gebracht;
sehet doch, daß meine Augen hell geworden sind, weil ich ein
wenig von diesem Honig gekostet habe.
30 Was
wäre es gewesen, wenn das Volk heute ungehindert von der Beute
seiner Feinde gegessen hätte, die es gefunden hat! Denn wäre
dann nicht die Niederlage der Philister groß gewesen?
31 Und
sie schlugen die Philister an jenem Tage von Mikmas bis nach
Ajjalon; und das Volk war sehr ermattet.
32 Und
das Volk fiel über die Beute her, und sie nahmen Kleinvieh und
Rinder und Kälber und schlachteten sie auf die Erde hin; und das
Volk aß mit dem Blute.
33 Und
man berichtete es Saul und sprach: Siehe, das Volk sündigt gegen
Jehova, indem es mit dem Blute ißt. Und er sprach: Ihr habt
treulos gehandelt! Wälzet sofort einen großen Stein zu mir her.
34 Und
Saul sprach: Zerstreuet euch unter das Volk und sprechet zu
ihnen: Bringet her zu mir, ein jeder sein Rind und ein jeder
sein Kleinvieh, und schlachtet sie hier und esset; und sündiget
nicht gegen Jehova, indem ihr mit dem Blute esset. Und in jener
Nacht brachte das ganze Volk ein jeder sein Rind an seiner Hand;
und sie schlachteten sie daselbst.
35 Und
Saul baute Jehova einen Altar; mit diesem fing er an, Jehova
einen Altar zu bauen.
36 Und
Saul sprach: Laßt uns bei der Nacht hinabziehen, den Philistern
nach, und unter ihnen plündern, bis der Morgen hell wird, und
keinen Mann unter ihnen übriglassen! Und sie sprachen: Tue
alles, was gut ist in deinen Augen. Und der Heilige (e-r)
sprach: Laßt uns hier zu Gott nahen!
37 Und
Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach?
Wirst du sie in die Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm
nicht an jenem Tage.
38 Da
sprach Saul: Tretet hierher, alle Häupter des Volkes, und
erkennet und sehet, wodurch diese Sünde heute geschehen ist.
39
Denn so wahr Jehova lebt, der Israel gerettet hat, wenn sie an
meinem Sohne Jonathan wäre, so sollte er gewißlich sterben! Und
niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volke.
40 Und
er sprach zu dem ganzen Israel: Seid ihr auf der einen Seite,
und ich und mein Sohn Jonathan wollen auf der anderen Seite
sein. Und das Volk sprach zu Saul: Tue, was gut ist in deinen
Augen.
41 Und
Saul sprach zu Jehova, dem Gott Israels: Gib ein vollkommenes
Los! Und Jonathan und Saul wurden getroffen, und das Volk ging
frei aus.
42 Und
Saul sprach: Werfet das Los zwischen mir und meinem Sohne
Jonathan! Und Jonathan wurde getroffen.
43 Da
sprach Saul zu Jonathan: Tue mir kund, was du getan hast. Und
Jonathan tat es ihm kund und sprach: Mit dem Ende des Stabes,
der in meiner Hand war, habe ich ein wenig Honig nur gekostet:
Siehe, ich muß sterben!
44 Und
Saul sprach: So tue mir Gott, und so füge er hinzu, du mußt
gewißlich sterben, Jonathan!
45
Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der diese
große Rettung in Israel geschafft hat? Das sei ferne! So wahr
Jehova lebt, wenn von den Haaren seines Hauptes eines auf die
Erde fällt! Denn er hat mit Gott gehandelt an diesem Tage. So
erlöste das Volk Jonathan, daß er nicht starb.
46 Und
Saul zog von der Verfolgung der Philister herauf, und die
Philister zogen an ihren Ort.
47 Und
Saul nahm das Königtum ein über Israel; und er stritt ringsum
wider alle seine Feinde, wider Moab und wider die Kinder Ammon
und wider Edom und wider die Könige von Zoba und wider die
Philister; und überall, wohin er sich wandte, übte er Strafe.
48 Und
er tat Mächtiges und schlug Amalek, und errettete Israel aus der
Hand seines Plünderers.
49 Und
die Söhne Sauls waren: Jonathan und Jischwi und Malkischua. Und
die Namen seiner zwei Töchter: der Name der erstgeborenen war
Merab, und der Name der jüngeren Michal.
50 Und
der Name des Weibes Sauls war Achinoam, die Tochter Achimaaz’.
Und der Name seines Heerobersten war Abner, der Sohn Ners, des
Oheims Sauls;
51
denn Kis, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren
Söhne Abiels.
52 Und
der Streit war heftig wider die Philister alle Tage Sauls; und
wenn Saul irgend einen streitbaren Mann und irgend einen
Tapferen sah, so gesellte er ihn sich zu.
15,1
Und Samuel sprach zu Saul: Jehova hat mich gesandt, um dich zum
König zu salben über sein Volk, über Israel. So höre nun auf die
Stimme der Worte Jehovas.
2 So
spricht Jehova der Heerscharen: Ich habe angesehen, was Amalek
Israel getan, wie er sich ihm in den Weg gestellt hat, als es
aus Ägypten heraufzog.
3 Nun
ziehe hin und schlage Amalek, und verbannet alles, was er hat,
und schone seiner nicht; und töte vom Manne bis zum Weibe, vom
Kinde bis zum Säugling, vom Rinde bis zum Kleinvieh, vom Kamel
bis zum Esel.
4 Da
rief Saul das Volk auf und musterte sie zu Telaim,
zweihunderttausend Mann zu Fuß und zehntausend Männer von Juda.
5 Und
Saul kam bis zu der Stadt der Amalekiter, und er legte einen
Hinterhalt in das Tal.
6 Und
Saul sprach zu den Kenitern: Gehet, weichet, ziehet hinab aus
der Mitte der Amalekiter, daß ich dich nicht mit ihnen wegraffe!
Denn du, du hast Güte erwiesen an allen Kindern Israel, als sie
aus Ägypten heraufzogen. Und die Keniter wichen aus der Mitte
der Amalekiter.
7 Und
Saul schlug die Amalekiter von Hawila an bis nach Sur hin, das
vor Ägypten liegt.
8 Und
er ergriff Agag, den König der Amalekiter, lebendig; und das
ganze Volk verbannte er mit der Schärfe des Schwertes.
9 Und
Saul und das Volk verschonten Agag und das Beste vom Klein-und
Rindvieh und die Tiere vom zweiten Wurf und die Mastschafe und
alles, was gut war, und sie wollten sie nicht verbannen; alles
Vieh aber, das gering und schwächlich war, das verbannten sie.
10 Da
geschah das Wort Jehovas zu Samuel also:
11 Es
reut mich, daß ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich
hinter mir abgewandt und hat meine Worte nicht erfüllt. Und
Samuel entbrannte und schrie zu Jehova die ganze Nacht.
12 Und
am Morgen machte Samuel sich früh auf, Saul entgegen. Und es
wurde Samuel berichtet und gesagt: Saul ist nach Karmel
gekommen; und siehe, er hat sich ein Denkmal errichtet, und er
hat sich gewandt und ist weiter gegangen und nach Gilgal
hinabgezogen.
13 Und
Samuel kam zu Saul; und Saul sprach zu ihm: Gesegnet seiest du
von Jehova! Ich habe das Wort Jehovas erfüllt.
14 Und
Samuel sprach: Was ist denn das für ein Blöken von Kleinvieh in
meinen Ohren, und ein Brüllen von Rindern, das ich höre?
15 Und
Saul sprach: Sie haben sie von den Amalekitern gebracht, weil
das Volk das Beste vom Klein-und Rindvieh verschont hat, um
Jehova, deinem Gott, zu opfern; aber das Übrige haben wir
verbannt.
16 Da
sprach Samuel zu Saul: Halt, daß ich dir kundtue, was Jehova
diese Nacht zu mir geredet hat. Und er sprach zu ihm: Rede!
17 Und
Samuel sprach: Wurdest du nicht, als du klein in deinen Augen
warst, das Haupt der Stämme Israels? Und Jehova salbte dich zum
König über Israel.
18 Und
Jehova hat dich auf den Weg gesandt und gesagt: Ziehe hin und
verbanne die Sünder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis
du sie vernichtest.
19
Warum hast du denn der Stimme Jehovas nicht gehorcht, und bist
über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den
Augen Jehovas?
20 Und
Saul sprach zu Samuel: Ich habe der Stimme Jehovas gehorcht und
bin auf dem Wege gezogen, den Jehova mich gesandt hat; und ich
habe Agag, den König der Amalekiter, hergebracht, und die
Amalekiter habe ich verbannt.
21
Aber das Volk hat von der Beute genommen: Klein-und Rindvieh,
das Vorzüglichste des Verbannten, um Jehova, deinem Gott, zu
opfern in Gilgal.
22 Und
Samuel sprach zu Saul: Hat Jehova Lust an Brandopfern und
Schlachtopfern, wie daran, daß man der Stimme Jehovas gehorcht?
Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser
als das Fett der Widder.
23
Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der
Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du das Wort
Jehovas verworfen hast, so hat er dich verworfen, daß du nicht
mehr König seiest.
24 Und
Saul sprach zu Samuel: Ich habe gesündigt, daß ich den Befehl
Jehovas und deine Worte übertreten habe; denn ich habe das Volk
gefürchtet und auf seine Stimme gehört.
25 Und
nun, vergib doch meine Sünde, und kehre mit mir um, daß ich vor
Jehova anbete.
26
Aber Samuel sprach zu Saul: Ich kehre nicht mit dir um; denn du
hast das Wort Jehovas verworfen, und Jehova hat dich verworfen,
daß du nicht mehr König über Israel seiest.
27 Und
als Samuel sich wandte zu gehen, da ergriff er den Zipfel seines
Oberkleides, und derselbe riß ab.
28 Da
sprach Samuel zu ihm: Jehova hat heute das Königtum Israels von
dir abgerissen und es deinem Nächsten gegeben, der besser ist
als du.
29 Und
auch lügt nicht das Vertrauen Israels, und er bereut nicht; denn
nicht ein Mensch ist er, um zu bereuen.
30 Und
er sprach: Ich habe gesündigt! Nun ehre mich doch vor den
Ältesten meines Volkes und vor Israel, und kehre mit mir um, daß
ich vor Jehova, deinem Gott, anbete.
31 Und
Samuel kehrte um, Saul nach, und Saul betete an vor Jehova.
32 Und
Samuel sprach: Bringet Agag, den König der Amalekiter, zu mir
her. Und Agag kam lustig zu ihm; und Agag sprach: Fürwahr, die
Bitterkeit des Todes ist gewichen!
33
Aber Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber kinderlos gemacht
hat, so sei kinderlos unter Weibern deine Mutter! Und Samuel
hieb Agag in Stücke vor Jehova zu Gilgal.
34 Und
Samuel ging nach Rama; und Saul zog in sein Haus hinauf nach
Gibea-Saul.
35 Und
Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tage seines Todes; denn
Samuel trauerte um Saul, da es Jehova reute, daß er Saul zum
König über Israel gemacht hatte.
16,1
Und Jehova sprach zu Samuel: Bis wann willst du um Saul trauern,
da ich ihn doch verworfen habe, daß er nicht mehr König über
Israel sei? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin, ich will dich
zu Isai, dem Bethlehemiter, senden; denn ich habe mir unter
seinen Söhnen einen König ersehen.
2 Und
Samuel sprach: Wie mag ich hingehen? Wenn Saul es hört, so tötet
er mich. Und Jehova sprach: Nimm eine Färse mit dir und sprich:
Ich bin gekommen, um Jehova zu opfern.
3 Und
lade Isai zum Schlachtopfer, und ich werde dir kundtun, was du
tun sollst; und du sollst mir salben, den ich dir sagen werde.
4 Und
Samuel tat, was Jehova geredet hatte, und kam nach Bethlehem. Da
kamen die Ältesten der Stadt ihm ängstlich entgegen und
sprachen: Bedeutet dein Kommen Friede?
5 Und
er sprach: Friede! Ich bin gekommen, um Jehova zu opfern.
Heiliget euch und kommet mit mir zum Schlachtopfer. Und er
heiligte Isai und seine Söhne und lud sie zum Schlachtopfer.
6 Und
es geschah, als sie kamen, da sah er Eliab und sprach: Gewiß,
vor Jehova ist sein Gesalbter!
7 Aber
Jehova sprach zu Samuel: Blicke nicht auf sein Aussehen und auf
die Höhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen; denn
Jehova sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der
Mensch sieht auf das Äußere, aber Jehova sieht auf das Herz.
8 Da
rief Isai Abinadab und ließ ihn vor Samuel vorübergehen. Und er
sprach: Auch diesen hat Jehova nicht erwählt.
9 Da
ließ Isai Schamma vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat
Jehova nicht erwählt.
10 Und
Isai ließ sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen; aber
Samuel sprach zu Isai: Jehova hat diese nicht erwählt.
11 Und
Samuel sprach zu Isai: Sind das die Jünglinge alle? Und er
sprach: Noch ist der Jüngste übrig, und siehe, er weidet das
Kleinvieh. Und Samuel sprach zu Isai: Sende hin und laß ihn
holen; denn wir werden uns nicht zu Tische setzen, bis er
hierhergekommen ist.
12 Und
er sandte hin und ließ ihn kommen; und er war rötlich, dazu
schön von Augen und von gutem Ansehen. Und Jehova sprach: Auf,
salbe ihn! Denn dieser ist es.
13 Da
nahm Samuel das Ölhorn und salbte ihn inmitten seiner Brüder.
Und der Geist Jehovas geriet über David von selbigem Tage an und
hinfort. Und Samuel machte sich auf und ging nach Rama.
14
Aber der Geist Jehovas wich von Saul, und ein böser Geist von
Jehova ängstigte ihn.
15 Und
die Knechte Sauls sprachen zu ihm: Siehe doch, ein böser Geist
von Gott ängstigt dich.
16 Es
befehle doch unser Herr deinen Knechten, die vor dir sind, daß
sie einen Mann suchen, der des Lautenspieles kundig ist; und es
wird geschehen, wenn der böse Geist von Gott über dich kommt, so
wird er mit seiner Hand spielen, und es wird dir wohl werden.
17 Und
Saul sprach zu seinen Knechten: Ersehet mir doch einen Mann, der
gut spielen kann, und bringet ihn zu mir.
18 Und
einer von den Knaben antwortete und sprach: Siehe, ich habe
einen Sohn Isais, des Bethlehemiters, gesehen, der des Spielens
kundig ist, und er ist ein tapferer Held und ein Kriegsmann und
der Rede verständig und ein schöner Mann, und Jehova ist mit
ihm.
19 Da
sandte Saul Boten zu Isai und ließ ihm sagen: Sende deinen Sohn
David zu mir, der bei dem Kleinvieh ist.
20 Und
Isai nahm einen Esel mit Brot und einen Schlauch Wein und ein
Ziegenböcklein, und er sandte es durch seinen Sohn David an
Saul.
21 Und
David kam zu Saul und stand vor ihm; und er liebte ihn sehr, und
er wurde sein Waffenträger.
22 Und
Saul sandte zu Isai und ließ ihm sagen: Laß doch David vor mir
stehen, denn er hat Gnade gefunden in meinen Augen.
23 Und
es geschah, wenn der Geist von Gott über Saul kam, so nahm David
die Laute und spielte mit seiner Hand; und Saul fand
Erleichterung, und es wurde ihm wohl, und der böse Geist wich
von ihm.
17,1
Und die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und
versammelten sich zu Soko, das Juda gehört, und lagerten sich
bei Ephes-Dammim, zwischen Soko und Aseka.
2 Und
Saul und die Männer von Israel versammelten und lagerten sich im
Terebinthentale, und sie stellten sich in Schlachtordnung auf,
den Philistern gegenüber.
3 Und
die Philister standen am Berge jenseits, und Israel stand am
Berge diesseits, und das Tal war zwischen ihnen.
4 Und
der Zwischenkämpfer trat aus den Lagern der Philister hervor,
sein Name war Goliath, aus Gath; seine Höhe war sechs Ellen und
eine Spanne.
5 Und
er hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupte, und er war mit
einem Schuppenpanzer bekleidet, und das Gewicht des Panzers war
fünftausend Sekel Erz.
6 Und
er hatte eherne Schienen an seinen Beinen und einen ehernen
Wurfspieß zwischen seinen Schultern;
7 Und
der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die Spitze
seines Speeres war sechshundert Sekel Eisen. Und der
Schildträger ging vor ihm her.
8 Und
er trat hin und rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu
ihnen: Warum ziehet ihr aus, euch in Schlachtordnung
aufzustellen? Bin ich nicht der Philister, und ihr die Knechte
Sauls? Wählet euch einen Mann, daß er zu mir herabkomme!
9 Wenn
er mit mir zu kämpfen vermag und mich erschlägt, so wollen wir
eure Knechte sein; wenn ich ihn aber überwinde und ihn
erschlage, so sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen.
10 Und
der Philister sprach: Ich habe die Schlachtreihen Israels
verhöhnt an diesem Tage! Gebet mir einen Mann, daß wir
miteinander kämpfen!
11 Und
Saul und ganz Israel hörten diese Worte des Philisters, und sie
erschraken und fürchteten sich sehr.
12
David nun war der Sohn jenes Ephratiters von Bethlehem-Juda,
dessen Name Isai war und der acht Söhne hatte; und der Mann war
in den Tagen Sauls alt, im Alter vorgerückt unter den Männern.
13 Und
die drei ältesten Söhne Isais waren hingegangen, sie waren Saul
nachgefolgt zum Streit; und die Namen seiner drei Söhne, die in
den Streit gezogen, waren: Eliab, der Erstgeborene, und sein
Zweiter, Abinadab, und der Dritte, Schamma.
14 Und
David war der Jüngste, und die drei Ältesten waren Saul
nachgefolgt.
15
David aber ging hin und kam wieder zurück von Saul, um das
Kleinvieh seines Vaters zu weiden zu Bethlehem.
16 Und
der Philister trat morgens und abends herzu und stellte sich
hin, vierzig Tage lang.
17 Und
Isai sprach zu seinem Sohne David: Nimm doch für deine Brüder
dieses Epha geröstete Körner und diese zehn Brote, und bringe
sie schnell in das Lager zu deinen Brüdern;
18 und
diese zehn Schnitten Milchkäse bringe dem Obersten über tausend
und besuche deine Brüder, um nach ihrem Wohlergehen zu fragen,
und nimm ein Pfand von ihnen mit.
19
Saul und sie und alle Männer von Israel sind nämlich im
Terebinthentale, streitend mit den Philistern.
20 Da
machte sich David des Morgens früh auf und überließ das
Kleinvieh einem Hüter; und er nahm und ging hin, wie Isai ihm
geboten hatte; und er kam an die Wagenburg, als das Heer, das in
die Schlachtreihe ausrückte, das Kampfgeschrei erhob.
21 Und
Israel und die Philister stellten sich auf, Schlachtreihe gegen
Schlachtreihe.
22 Und
David überließ das Gerät, das er trug, der Hand des Hüters der
Geräte und lief in die Schlachtreihe; und er kam und fragte
seine Brüder nach ihrem Wohlergehen.
23 Und
während er mit ihnen redete, siehe, da kam der Zwischenkämpfer
herauf, Goliath, der Philister, sein Name, von Gath, aus den
Schlachtreihen der Philister und sprach nach jenen Worten; und
David hörte es.
24 Und
alle Männer von Israel, als sie den Mann sahen, flohen vor ihm
und fürchteten sich sehr.
25 Und
die Männer von Israel sprachen: Habt ihr diesen Mann gesehen,
der heraufkommt? Denn um Israel zu verhöhnen, kommt er herauf.
Und es soll geschehen, den Mann, der ihn erschlägt, den will der
König bereichern mit großem Reichtum, und er will ihm seine
Tochter geben, und das Haus seines Vaters will er frei machen in
Israel.
26 Da
sprach David zu den Männern, die bei ihm standen, und sagte: Was
soll dem Manne geschehen, der diesen Philister da erschlägt und
den Hohn von Israel abwendet? Denn wer ist dieser Philister,
dieser Unbeschnittene, daß er die Schlachtreihen des lebendigen
Gottes verhöhnt?
27 Und
das Volk sprach zu ihm nach jenem Worte und sagte: So soll dem
Manne geschehen, der ihn erschlägt.
28 Und
Eliab, sein ältester Bruder, hörte zu, als er zu den Männern
redete; und der Zorn Eliabs entbrannte wider David, und er
sprach: Warum doch bist du herabgekommen, und wem hast du jene
wenigen Schafe in der Wüste überlassen? Ich kenne deine
Vermessenheit wohl und die Bosheit deines Herzens; denn um den
Streit zu sehen, bist du herabgekommen.
29 Und
David sprach: Was habe ich nun getan? Ist es nicht der Mühe
wert?
30 Und
er wandte sich von ihm ab, einem anderen zu, und sprach nach
jenem Worte; und das Volk gab ihm Antwort nach der vorigen
Antwort.
31 Und
die Worte, welche David geredet hatte, wurden gehört und man
erzählte sie vor Saul; und er ließ ihn holen.
32 Und
David sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das Herz
seinetwegen! Dein Knecht will gehen und mit diesem Philister
kämpfen.
33
Aber Saul sprach zu David: Du vermagst nicht wider diesen
Philister zu gehen, um mit ihm zu kämpfen; denn du bist ein
Jüngling, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend an.
34 Da
sprach David zu Saul: Dein Knecht weidete das Kleinvieh für
seinen Vater; kam nun ein Löwe oder ein Bär und trug ein Stück
von der Herde fort,
35 so
lief ich ihm nach und schlug ihn und entriß es seinem Rachen;
und erhob er sich wider mich, so ergriff ich ihn bei dem Barte
und schlug ihn und tötete ihn.
36
Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen;
und dieser Philister, dieser Unbeschnittene, soll sein wie einer
von ihnen, weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes
verhöhnt hat!
37 Und
David sprach: Jehova, der mich aus den Klauen des Löwen und aus
den Klauen des Bären errettet hat, er wird mich aus der Hand
dieses Philisters erretten. Und Saul sprach zu David: Gehe hin,
und Jehova sei mit dir!
38 Und
Saul zog David seinen Rock an und setzte einen ehernen Helm auf
sein Haupt und zog ihm einen Panzer an.
39 Und
David gürtete sein Schwert über seinen Rock und wollte gehen,
denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann
nicht darin gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David
legte sie von sich ab.
40 Und
er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte sich fünf glatte
Steine aus dem Bache und tat sie in das Hirtengerät, das er
hatte, in die Tasche, und seine Schleuder hatte er in seiner
Hand; und er trat an den Philister heran.
41 Und
der Philister ging und kam dem David immer näher, und der Mann,
der den Schild trug, vor ihm her.
42 Und
als der Philister hinschaute und David sah, verachtete er ihn;
denn er war ein Jüngling und rötlich, dazu schön von Ansehen.
43 Und
der Philister sprach zu David: Bin ich ein Hund, daß du mit
Stöcken zu mir kommst? Und der Philister fluchte David bei
seinen Göttern.
44 Und
der Philister sprach zu David: Komm her zu mir, daß ich dein
Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe!
45 Und
David sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert und
mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen
Jehovas der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels,
den du verhöhnt hast.
46 An
diesem Tage wird Jehova dich in meine Hand überliefern, und ich
werde dich erschlagen und dein Haupt von dir wegnehmen; und die
Leichname des Heeres der Philister werde ich an diesem Tage den
Vögeln des Himmels und dem Wilde der Erde geben; und die ganze
Erde soll erkennen, daß Israel einen Gott hat.
47 Und
diese ganze Versammlung soll erkennen, daß Jehova nicht durch
Schwert und durch Speer rettet; denn Jehovas ist der Streit, und
er wird euch in unsere Hand geben!
48 Und
es geschah, als der Philister sich aufmachte und ging und nahte,
David entgegen, da eilte David und lief der Schlachtreihe zu,
dem Philister entgegen.
49 Und
David fuhr mit seiner Hand in das Gerät und nahm einen Stein
heraus, und er schleuderte und traf den Philister an seine
Stirn; und der Stein drang in seine Stirn, und er fiel auf sein
Angesicht zur Erde.
50 So
war David, mit der Schleuder und mit dem Steine, stärker als der
Philister, und er schlug den Philister und tötete ihn; und David
hatte kein Schwert in der Hand.
51 Und
David lief und trat zu dem Philister hin, und er nahm sein
Schwert und zog es aus seiner Scheide und tötete ihn, und hieb
ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, daß ihr
Held tot war, da flohen sie.
52 Und
die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein
Geschrei und verfolgten die Philister bis zum Eingang des Tales
und bis zu den Toren von Ekron; und die Erschlagenen der
Philister fielen auf dem Wege nach Schaaraim und bis Gath und
bis Ekron.
53 Und
die Kinder Israel kehrten um von der Verfolgung der Philister
und plünderten ihre Lager.
54 Und
David nahm das Haupt des Philisters und brachte es nach
Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt.
55 Und
als Saul David ausziehen sah, dem Philister entgegen, sprach er
zu Abner, dem Heerobersten: Wessen Sohn ist doch der Jüngling,
Abner? Und Abner sprach: So wahr deine Seele lebt, o König, ich
weiß es nicht!
56 Und
der König sprach: Frage du, wessen Sohn der junge Mann ist.
57 Und
als David vom Erschlagen des Philisters zurückkehrte, da nahm
ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und das Haupt des Philisters
war in seiner Hand.
58 Und
Saul sprach zu ihm: Wessen Sohn bist du, Jüngling? Und David
sprach: Der Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiters.
18,1
Und es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, da
verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids; und
Jonathan liebte ihn wie seine Seele.
2 Und
Saul nahm ihn an jenem Tage zu sich und ließ ihn nicht in das
Haus seines Vaters zurückkehren.
3 Und
Jonathan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebte wie
seine Seele.
4 Und
Jonathan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es
David, und seinen Rock und bis auf sein Schwert und seinen Bogen
und seinen Gürtel.
5 Und
David zog aus, wohin immer Saul ihn sandte, und er hatte
Gelingen; und Saul setzte ihn über die Kriegsleute; und er war
in den Augen des ganzen Volkes und auch in den Augen der Knechte
Sauls wohlgefällig.
6 Und
es geschah, als sie einzogen, als David vom Erschlagen des
Philisters zurückkehrte, da zogen die Weiber aus allen Städten
Israels zu Gesang und Reigen dem König Saul entgegen, mit
Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln.
7 Und
die Weiber, die da spielten, sangen und sprachen: Saul hat seine
Tausende erschlagen, und David seine Zehntausende.
8 Da
ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort war übel in seinen Augen,
und er sprach: Sie haben David Zehntausende gegeben, und mir
haben sie die Tausende gegeben; es fehlt ihm nur noch das
Königtum.
9 Und
Saul sah scheel auf David von jenem Tage an und hinfort.
10 Und
es geschah am anderen Tage, da geriet ein böser Geist von Gott
über Saul, und er weissagte im Innern des Hauses; David aber
spielte mit seiner Hand, wie Tag für Tag, und der Speer war in
der Hand Sauls.
11 Und
Saul warf den Speer und dachte: Ich will David an die Wand
spießen! Aber David wandte sich zweimal von ihm ab.
12 Und
Saul fürchtete sich vor David; denn Jehova war mit ihm, und von
Saul war er gewichen.
13 Und
Saul tat ihn von sich weg und setzte ihn zum Obersten über
tausend; und er zog aus und ein vor dem Volke her.
14 Und
es gelang David auf allen seinen Wegen, und Jehova war mit ihm.
15 Und
als Saul sah, daß es ihm wohl gelang, scheute er sich vor ihm.
16
Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb, denn er zog aus und
ein vor ihnen her.
17 Und
Saul sprach zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab, die
will ich dir zum Weibe geben; nur sei mir ein tapferer Mann und
streite die Streite Jehovas! Saul aber dachte: Meine Hand soll
nicht wider ihn sein, sondern die Hand der Philister soll wider
ihn sein.
18 Und
David sprach zu Saul: Wer bin ich, und was ist mein Leben und
das Geschlecht meines Vaters in Israel, daß ich des Königs
Schwiegersohn werden sollte?
19 Und
es geschah zu der Zeit, als Merab, die Tochter Sauls, dem David
gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel, dem Meholathiter,
zum Weibe gegeben.
20 Und
Michal, die Tochter Sauls, liebte David; und man berichtete es
Saul, und die Sache war recht in seinen Augen.
21 Und
Saul sprach: Ich will sie ihm geben, daß sie ihm zum Fallstrick
werde und die Hand der Philister wider ihn sei. Und Saul sprach
zu David: Zum zweiten Male sollst du heute mein Schwiegersohn
werden.
22 Und
Saul gebot seinen Knechten: Redet im geheimen zu David und
sprechet: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine
Knechte haben dich lieb; so werde nun des Königs Schwiegersohn.
23 Und
die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. Und
David sprach: Ist es ein Geringes in euren Augen, des Königs
Schwiegersohn zu werden? Bin ich doch ein armer und geringer
Mann.
24 Und
die Knechte Sauls berichteten es ihm und sprachen: Nach diesen
Worten hat David geredet.
25 Da
sprach Saul: So sollt ihr zu David sagen: Der König hat kein
Begehr nach einer Heiratsgabe, sondern nach hundert Vorhäuten
der Philister, um sich an den Feinden des Königs zu rächen. Saul
aber gedachte David durch die Hand der Philister zu fällen.
26 Und
seine Knechte berichteten David diese Worte, und die Sache war
recht in den Augen Davids, des Königs Schwiegersohn zu werden.
Und noch waren die Tage nicht voll,
27 da
machte David sich auf und zog hin, er und seine Männer, und
erschlug unter den Philistern zweihundert Mann; und David
brachte ihre Vorhäute, und man lieferte sie dem König
vollzählig, damit er des Königs Schwiegersohn würde. Und Saul
gab ihm seine Tochter Michal zum Weibe.
28 Und
Saul sah und erkannte, daß Jehova mit David war; und Michal, die
Tochter Sauls, hatte ihn lieb.
29 Und
Saul fürchtete sich noch mehr vor David; und Saul wurde David
feind alle Tage.
30 Und
die Fürsten der Philister zogen aus; und es geschah, so oft sie
auszogen, hatte David mehr Gelingen als alle Knechte Sauls, und
sein Name wurde sehr geachtet.
19,1
Und Saul redete zu seinem Sohne Jonathan und zu allen seinen
Knechten, daß er David töten wolle. Jonathan aber, der Sohn
Sauls, hatte großes Wohlgefallen an David.
2 Und
Jonathan berichtete es David und sprach: Mein Vater Saul sucht
dich zu töten; und nun hüte dich doch morgen und halte dich
verborgen und verstecke dich.
3 Ich
aber will hinausgehen und an der Seite meines Vaters stehen auf
dem Felde, wo du bist, und ich will zu meinem Vater von dir
reden und sehen, wie es steht, und es dir berichten.
4 Und
Jonathan redete zu seinem Vater Saul Gutes von David und sprach
zu ihm: Der König versündige sich nicht an seinem Knechte, an
David; denn er hat nicht gegen dich gesündigt, und seine Taten
sind dir sehr nützlich.
5 Und
er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister
erschlagen, und Jehova hat dem ganzen Israel eine große Rettung
geschafft. Du hast es gesehen und dich gefreut; und warum willst
du dich an unschuldigem Blute versündigen, indem du David tötest
ohne Ursache?
6 Und
Saul hörte auf die Stimme Jonathans, und Saul schwur: So wahr
Jehova lebt, wenn er getötet wird!
7 Da
rief Jonathan dem David, und Jonathan berichtete ihm alle diese
Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul, und er war vor ihm
wie früher.
8 Und
es ward wiederum Krieg; und David zog aus und stritt wider die
Philister und richtete eine große Niederlage unter ihnen an, und
sie flohen vor ihm.
9 Und
ein böser Geist von Jehova kam über Saul; und er saß in seinem
Hause, mit seinem Speer in der Hand, und David spielte mit der
Hand.
10 Und
Saul suchte David mit dem Speere an die Wand zu spießen; aber er
wich aus vor Saul, und er stieß den Speer in die Wand. Und David
floh und entrann in selbiger Nacht.
11 Da
sandte Saul Boten in das Haus Davids, um ihn zu bewachen und ihn
am Morgen zu töten. Aber Michal, sein Weib, tat es David kund
und sprach: Wenn du nicht diese Nacht deine Seele rettest, so
wirst du morgen getötet werden.
12 Und
Michal ließ David durchs Fenster hinab; und er ging weg und floh
und entrann.
13 Und
Michal nahm den Teraphim und legte ihn ins Bett und legte das
Geflecht von Ziegenhaar zu seinen Häupten und deckte ihn mit dem
Tuche zu.
14 Und
Saul sandte Boten, um David zu holen; und sie sprach: Er ist
krank.
15 Da
sandte Saul die Boten, um David zu sehen, und sprach: Bringet
ihn im Bett zu mir herauf, daß ich ihn töte!
16 Und
die Boten kamen, und siehe, der Teraphim war im Bett, und das
Geflecht von Ziegenhaar zu seinen Häupten.
17 Da
sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich also betrogen und hast
meinen Feind gehen lassen, daß er entronnen ist? Und Michal
sprach zu Saul: Er sagte zu mir: Laß mich gehen! Warum sollte
ich dich töten?
18
David aber war geflohen und entronnen; und er kam zu Samuel nach
Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm getan hatte. Und er
und Samuel gingen hin und wohnten zu Najoth.
19 Und
es wurde Saul berichtet und gesagt: Siehe, David ist in Najoth
zu Rama.
20 Da
sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie aber die
Versammlung der Propheten sahen, welche weissagten, und Samuel
als Vorsteher über sie dabeistehen, da kam der Geist Gottes über
die Boten Sauls, und auch sie weissagten.
21 Und
man berichtete es Saul, und er sandte andere Boten, und auch sie
weissagten; und Saul sandte wiederum dritte Boten, und auch sie
weissagten.
22 Da
ging auch er nach Rama und kam an die große Zisterne, die zu
Seku ist; und er fragte und sprach: Wo sind Samuel und David?
Und man sprach: Siehe, in Najoth zu Rama.
23 Und
er ging dorthin, nach Najoth zu Rama; und auch über ihn kam der
Geist Gottes, und er ging, immerfort weissagend, bis er in
Najoth zu Rama ankam.
24 Und
auch er zog seine Oberkleider aus, und auch er weissagte vor
Samuel, und er lag nackt da jenen ganzen Tag und die ganze
Nacht. Daher sagt man: Ist auch Saul unter den Propheten?
20,1
Und David floh von Najoth zu Rama; und er kam und sprach vor
Jonathan: Was habe ich getan? Was ist meine Ungerechtigkeit, und
was meine Sünde vor deinem Vater, daß er nach meinem Leben
trachtet?
2 Und
er sprach zu ihm: Das sei ferne! Du wirst nicht sterben. Siehe,
mein Vater tut weder eine große noch eine kleine Sache, ohne daß
er sie meinem Ohr eröffnete; und warum sollte mein Vater diese
Sache vor mir verbergen? Es ist nicht so.
3 Und
David fuhr fort und schwur und sprach: Dein Vater weiß wohl, daß
ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, und er hat gedacht:
Jonathan soll dieses nicht wissen, damit er sich nicht betrübe.
Aber doch, so wahr Jehova lebt und deine Seele lebt, nur ein
Schritt ist zwischen mir und dem Tode!
4 Und
Jonathan sprach zu David: Was deine Seele spricht, das will ich
für dich tun.
5 Und
David sprach zu Jonathan: Siehe, morgen ist Neumond, da ich
eigentlich mit dem König beim Essen sitzen sollte; so laß mich
gehen, und ich will mich auf dem Felde verbergen bis zum dritten
Abend.
6 Wenn
dein Vater mich etwa vermissen sollte, so sage: David hat sich’s
dringend von mir erbeten, nach Bethlehem, seiner Stadt, zu
laufen; denn daselbst ist das Jahresopfer für die ganze Familie.
7 Wenn
er so spricht: Es ist gut, so steht es wohl um deinen Knecht;
ergrimmt er aber, so wisse, daß das Böse seinerseits beschlossen
ist.
8
Erweise denn Güte an deinem Knechte, denn du hast deinen Knecht
in einen Bund Jehovas mit dir treten lassen! Wenn aber eine
Ungerechtigkeit an mir ist, so töte du mich; denn warum wolltest
du mich doch zu deinem Vater bringen?
9 Und
Jonathan sprach: Das sei ferne von dir! Denn wenn ich sicher
weiß, daß es von seiten meines Vaters beschlossen ist, daß das
Böse über dich komme, sollte ich es dir dann nicht berichten?
10 Und
David sprach zu Jonathan: Wer soll es mir berichten, wenn etwa
dein Vater dir Hartes antwortet?
11 Und
Jonathan sprach zu David: Komm und laß uns aufs Feld
hinausgehen. Und sie gingen beide hinaus aufs Feld.
12 Und
Jonathan sprach zu David: Jehova, Gott Israels! Wenn ich meinen
Vater um diese Zeit morgen oder übermorgen ausforsche, und
siehe, es steht gut für David, und ich nicht alsdann zu dir
sende und es deinem Ohr eröffne,
13 so
tue Jehova dem Jonathan, und so füge er hinzu! Wenn meinem Vater
Böses wider dich gefällt, so werde ich es deinem Ohr eröffnen
und dich ziehen lassen, daß du in Frieden weggehest; und Jehova
sei mit dir, so wie er mit meinem Vater gewesen ist.
14 Und
nicht nur während ich noch lebe, und nicht nur an mir sollst du
Güte Jehovas erweisen, daß ich nicht sterbe;
15
auch meinem Hause sollst du deine Güte nicht entziehen ewiglich,
auch nicht, wenn Jehova die Feinde Davids ausrotten wird, einen
jeden vom Erdboden hinweg!
16 Und
Jonathan machte einen Bund mit dem Hause Davids und sprach: So
fordere es Jehova von der Hand der Feinde Davids!
17 Und
Jonathan ließ David nochmals bei seiner Liebe zu ihm schwören;
denn er liebte ihn, wie er seine Seele liebte.
18 Und
Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond; und man wird dich
vermissen, denn dein Sitz wird leer bleiben.
19 Am
dritten Tage aber steige eilends herab und komm an den Ort, wo
du dich verborgen hattest am Tage der Tat, und bleibe neben dem
Steine Asel.
20 Ich
nun, ich werde drei Pfeile zu seiner Seite abschießen, als
schösse ich für mich nach einem Ziele.
21 Und
siehe, ich werde den Knaben senden: Gehe hin, suche die Pfeile!
Wenn ich ausdrücklich zu dem Knaben spreche: Siehe, die Pfeile
sind von dir ab herwärts, nimm sie! so komm! Denn es steht wohl
um dich, und es ist nichts, so wahr Jehova lebt!
22
Wenn ich aber also zu dem Jüngling spreche: Siehe, die Pfeile
sind von dir ab hinwärts! so gehe, denn Jehova sendet dich weg.
23 Was
aber die Sache betrifft, die wir besprochen haben, ich und du,
siehe, Jehova ist zwischen mir und dir auf ewig.
24 Und
David verbarg sich auf dem Felde. Und es wurde Neumond, und der
König setzte sich zum Mahle, um zu essen.
25 Und
der König setzte sich auf seinen Sitz, wie die anderen Male, auf
den Sitz an der Wand; und Jonathan stand auf, und Abner setzte
sich zur Seite Sauls; und der Platz Davids blieb leer.
26
Saul aber sagte nichts an selbigem Tage, denn er dachte: Es ist
ihm etwas widerfahren; er ist nicht rein, gewiß, er ist nicht
rein.
27 Und
es geschah am anderen Tage des Neumondes, dem zweiten, als der
Platz Davids leer blieb, da sprach Saul zu seinem Sohne
Jonathan: Warum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zum
Mahle gekommen?
28 Und
Jonathan antwortete Saul: David hat sich’s dringend von mir
erbeten, nach Bethlehem zu gehen, und er sprach:
29 Laß
mich doch gehen, denn wir haben ein Familienopfer in der Stadt;
und mein Bruder selbst hat mich entboten; und nun, wenn ich
Gnade gefunden habe in deinen Augen, so laß mich doch gehen, daß
ich meine Brüder sehe! Darum ist er nicht an den Tisch des
Königs gekommen.
30 Da
entbrannte der Zorn Sauls wider Jonathan, und er sprach zu ihm:
Sohn einer widerspenstigen Verkehrten! Weiß ich nicht, daß du
den Sohn Isais auserkoren hast zu deiner Schande und zur Schande
der Blöße deiner Mutter?
31
Denn alle die Tage, die der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst du
nicht feststehen, weder du noch dein Königtum; und nun sende hin
und laß ihn zu mir holen, denn er ist ein Kind des Todes!
32 Und
Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum
soll er getötet werden? Was hat er getan?
33 Da
warf Saul den Speer nach ihm, um ihn zu treffen; und Jonathan
erkannte, daß es von seiten seines Vaters beschlossen sei, David
zu töten.
34 Und
Jonathan stand vom Tische auf in glühendem Zorn, und er aß am
zweiten Tage des Neumondes keine Speise; denn er war betrübt um
David, weil sein Vater ihn geschmäht hatte.
35 Und
es geschah am Morgen, da ging Jonathan aufs Feld hinaus, an den
Ort, den er mit David verabredet hatte, und ein kleiner Knabe
war mit ihm.
36 Und
er sprach zu seinem Knaben: Laufe, suche doch die Pfeile, die
ich abschieße! Der Knabe lief, und er schoß den Pfeil über ihn
hinaus.
37 Und
als der Knabe an den Ort des Pfeiles kam, welchen Jonathan
abgeschossen hatte, da rief Jonathan dem Knaben nach und sprach:
Der Pfeil ist ja von dir ab hinwärts!
38 Und
Jonathan rief dem Knaben nach: Schnell, eile, stehe nicht still!
Und der Knabe Jonathans las den Pfeil auf und kam zu seinem
Herrn.
39 Der
Knabe aber wußte um nichts; nur Jonathan und David wußten um die
Sache.
40 Und
Jonathan gab seine Waffen seinem Knaben und sprach zu ihm: Gehe,
bringe sie in die Stadt.
41 Der
Knabe ging, und David machte sich auf von der Südseite her und
fiel auf sein Antlitz zur Erde und beugte sich dreimal nieder;
und sie küßten einander und weinten miteinander, bis David über
die Maßen weinte.
42 Und
Jonathan sprach zu David: Gehe hin in Frieden! Es sei, wie wir
beide im Namen Jehovas geschworen haben, als wir sagten: Jehova
sei zwischen mir und dir und zwischen meinem Samen und deinem
Samen auf ewig! Und David machte sich auf und ging hinweg;
Jonathan aber kam in die Stadt.
21,1
Und David kam nach Nob, zu Ahimelech, dem Heilige (e-r). Und
Ahimelech kam David ängstlich entgegen und sprach zu ihm: Warum
bist du allein, und niemand ist bei dir?
2 Und
David sprach zu dem Heilige (e-r) Ahimelech: Der König hat mir
eine Sache geboten; und er sprach zu mir: Niemand soll irgendwie
um die Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir
geboten habe! Und die Knaben habe ich an den und den Ort
beschieden.
3 Und
nun, was ist unter deiner Hand? Gib fünf Brote in meine Hand,
oder was sich vorfindet.
4 Und
der Heilige (e-r) antwortete David und sprach: Es ist kein
gemeines Brot unter meiner Hand, sondern nur heiliges Brot ist
da; wenn sich nur die Knaben der Weiber enthalten haben!
5 Und
David antwortete dem Heilige (e-r) und sprach zu ihm: Ja, denn
Weiber sind uns versagt seit gestern und vorgestern, als ich
auszog, und die Gefäße der Knaben sind heilig. Und es ist
einigermaßen gemeines Brot, und das um so mehr, als heute neues
in den Gefäßen geheiligt wird.
6 Da
gab ihm der Heilige (e-r) heiliges Brot; denn es war daselbst
kein anderes Brot, als nur das Schaubrot, das vor Jehova
weggenommen worden war, um warmes Brot aufzulegen am Tage seiner
Wegnahme.
7 (Es
war aber daselbst an jenem Tage ein Mann von den Knechten Sauls,
der sich zurückgezogen vor Jehova aufhielt, sein Name war Doeg,
der Edomiter; er war der Aufseher der Hirten Sauls.)
8 Und
David sprach zu Ahimelech: Und ist hier nicht unter deiner Hand
ein Speer oder ein Schwert? Denn weder mein Schwert noch meine
Waffen habe ich zur Hand genommen, weil die Sache des Königs
dringend war.
9 Und
der Heilige (e-r) sprach: Das Schwert Goliaths, des Philisters,
den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein
Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod; wenn du es dir nehmen
willst, so nimm es, denn es ist kein anderes hier außer diesem.
Und David sprach: Seinesgleichen gibt es nicht; gib es mir!
10 Und
David machte sich auf und floh an selbigem Tage vor Saul, und er
kam zu Achis, dem König von Gath.
11 Und
die Knechte Achis’ sprachen zu ihm: Ist das nicht David, der
König des Landes? Haben sie nicht von diesem in den Reigen
gesungen und gesprochen: “Saul hat seine Tausende erschlagen,
und David seine Zehntausende”?
12 Und
David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr
vor Achis, dem König von Gath.
13 Und
er verstellte seinen Verstand vor ihren Augen und tat unsinnig
unter ihren Händen, und er kritzelte an die Flügel des Tores und
ließ seinen Speichel auf seinen Bart herabfließen.
14 Da
kam Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr sehet einen
wahnsinnigen Mann; warum bringet ihr ihn zu mir?
15
Fehlt es mir an Wahnsinnigen, daß ihr diesen hergebracht habt,
um sich bei mir wahnsinnig zu gebärden? Sollte der in mein Haus
kommen?
22,1
Und David ging von dannen und entrann in die Höhle Adullam. Und
als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters es hörten,
kamen sie dorthin zu ihm hinab.
2 Und
es versammelten sich zu ihm jeder Bedrängte, und jeder, der
einen Gläubiger hatte, und jeder, der erbitterten Gemütes war,
und er wurde ihr Oberster, und es waren bei ihm an vierhundert
Mann.
3 Und
David ging von dannen nach Mizpe-Moab; und er sprach zu dem
König von Moab: Laß doch meinen Vater und meine Mutter ausziehen
und bei euch sein, bis ich weiß, was Gott mir tun wird.
4 Und
er führte sie vor den König von Moab, und sie wohnten bei ihm
alle Tage, die David auf der Bergfeste war.
5 Und
Gad, der Prophet, sprach zu David: Bleibe nicht auf der
Bergfeste; gehe hin und begib dich in das Land Juda. Und David
ging hin und kam in den Wald Hereth.
6 Und
als Saul hörte, daß David und die Männer, die bei ihm waren,
entdeckt worden seien, Saul aber saß zu Gibea, unter der
Tamariske auf der Anhöhe, mit seinem Speer in der Hand, und alle
seine Knechte standen bei ihm,
7 da
sprach Saul zu seinen Knechten, die bei ihm standen: Höret doch,
ihr Benjaminiter! Wird auch der Sohn Isais euch allen Felder und
Weinberge geben, euch alle zu Obersten über tausend und zu
Obersten über hundert machen,
8 daß
ihr euch alle wider mich verschworen habt, und keiner es meinem
Ohr eröffnet, wenn mein Sohn einen Bund mit dem Sohne Isais
gemacht hat, und keiner von euch sich kränkt meinethalben und es
meinem Ohr eröffnet, daß mein Sohn meinen Knecht als Laurer
wider mich aufgewiegelt hat, wie es an diesem Tage ist?
9 Da
antwortete Doeg, der Edomiter, der bei den Knechten Sauls stand,
und sprach: Ich sah den Sohn Isais nach Nob kommen zu Ahimelech,
dem Sohne Ahitubs.
10 Und
er befragte Jehova für ihn und gab ihm Zehrung, und das Schwert
Goliaths, des Philisters, gab er ihm.
11 Da
sandte der König hin, Ahimelech, den Sohn Ahitubs, den Heilige
(e-r), zu rufen, sowie das ganze Haus seines Vaters, die Heilige
(e-r), die zu Nob waren; und sie kamen alle zum König.
12 Und
Saul sprach: Höre doch, Sohn Ahitubs! Und er sprach: Hier bin
ich, mein Herr!
13 Und
Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr euch wider mich verschworen,
du und der Sohn Isais, indem du ihm Brot und ein Schwert gegeben
und Gott für ihn befragt hast, damit er als Laurer wider mich
aufstehe, wie es an diesem Tage ist?
14 Und
Ahimelech antwortete dem König und sprach: Und wer unter all
deinen Knechten ist wie David, treu, und des Königs
Schwiegersohn, und der Zutritt hat zu deinem geheimen Rat und
geehrt ist in deinem Hause?
15
Habe ich heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei
ferne von mir! Nicht lege der König seinem Knechte etwas zur
Last, noch dem ganzen Hause meines Vaters; denn dein Knecht hat
von allem diesem nichts gewußt, weder Kleines noch Großes.
16
Aber der König sprach: Du mußt gewißlich sterben Ahimelech, du
und das ganze Haus deines Vaters!
17 Und
der König sprach zu den Läufern, die bei ihm standen: Wendet
euch und tötet die Heilige (e-r) Jehovas, weil auch ihre Hand
mit David ist und, weil sie wußten, daß er floh und es meinem
Ohre nicht eröffnet haben. Aber die Knechte des Königs wollten
ihre Hand nicht ausstrecken, um über die Heilige (e-r) Jehovas
herzufallen.
18 Da
sprach der König zu Doeg: Wende du dich und falle über die
Heilige (e-r) her! Und Doeg, der Edomiter, wandte sich und fiel
über die Heilige (e-r) her, und er tötete an selbigem Tage
fünfundachtzig Mann, die das leinene Ephod trugen.
19 Und
Nob, die Stadt der Heilige (e-r), schlug er mit der Schärfe des
Schwertes, vom Manne bis zum Weibe, vom Kinde bis zum Säugling,
und Rind und Esel und Kleinvieh, mit der Schärfe des Schwertes.
20 Und
es entrann ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, sein Name
war Abjathar; und er entfloh, David nach.
21 Und
Abjathar berichtete David, daß Saul die Heilige (e-r) Jehovas
ermordet hätte.
22 Da
sprach David zu Abjathar: Ich wußte an jenem Tage, weil Doeg,
der Edomiter, daselbst war, daß er es Saul sicher berichten
würde. Ich bin schuldig an allen Seelen des Hauses deines
Vaters.
23
Bleibe bei mir, fürchte dich nicht; denn wer nach meiner Seele
trachtet, trachtet nach deiner Seele; denn bei mir bist du
wohlbewahrt.
23,1
Und man berichtete David und sprach: Siehe, die Philister
streiten wider Kehila, und sie plündern die Tennen.
2 Und
David befragte Jehova und sprach: Soll ich hinziehen und diese
Philister schlagen? Und Jehova sprach zu David: Ziehe hin, und
schlage die Philister und rette Kehila.
3 Aber
die Männer Davids sprachen zu ihm: Siehe, wir fürchten uns hier
in Juda, und wie sollten wir gar nach Kehila wider die
Schlachtreihen der Philister ziehen?
4 Da
befragte David wiederum Jehova, und Jehova antwortete ihm und
sprach: Mache dich auf, ziehe nach Kehila hinab; denn ich werde
die Philister in deine Hand geben.
5 Und
David zog mit seinen Männern nach Kehila und stritt wider die
Philister, und er trieb ihr Vieh weg und richtete eine große
Niederlage unter ihnen an. Und so rettete David die Bewohner von
Kehila.
6 Es
geschah aber, als Abjathar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach
Kehila floh, da kam er hinab mit einem Ephod in seiner Hand.
7 Und
es wurde Saul berichtet, daß David nach Kehila gekommen wäre. Da
sprach Saul: Gott hat ihn verworfen und in meine Hand
überliefert; denn er hat sich eingeschlossen, indem er in eine
Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist.
8 Und
Saul rief alles Volk, zum Streit auf, um nach Kehila
hinabzuziehen, David und seine Männer zu belagern.
9 Und
als David erfuhr, daß Saul Böses wider ihn schmiedete, da sprach
er zu Abjathar, dem Heilige (e-r): Bringe das Ephod her!
10 Und
David sprach: Jehova, Gott Israels! Dein Knecht hat für gewiß
gehört, daß Saul danach trachtet, nach Kehila zu kommen, um die
Stadt zu verderben um meinetwillen.
11
Werden die Bürger von Kehila mich seiner Hand ausliefern? Wird
Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? Jehova, Gott
Israels, tue es doch deinem Knechte kund! Und Jehova sprach: Er
wird herabziehen.
12 Und
David sprach: Werden die Bürger von Kehila mich und meine Männer
der Hand Sauls ausliefern? Und Jehova sprach: Sie werden dich
ausliefern.
13 Da
machten David und seine Männer sich auf, bei sechshundert Mann,
und sie zogen von Kehila aus und gingen, wohin sie gehen
konnten. Und es wurde Saul berichtet, daß David aus Kehila
entronnen wäre; da stand er davon ab auszuziehen.
14 Und
David blieb in der Wüste auf den Bergfesten, und er blieb auf
dem Gebirge in der Wüste Siph. Und Saul suchte ihn alle Tage,
aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.
15 Und
David sah, daß Saul ausgezogen war, um nach seinem Leben zu
trachten; und David war in der Wüste Siph, im Walde.
16 Da
machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David in
den Wald und stärkte seine Hand in Gott.
17 Und
er sprach zu ihm: Fürchte dich nicht! Denn die Hand meines
Vaters Saul wird dich nicht finden; und du wirst König werden
über Israel, und ich werde der zweite nach dir sein; und auch
mein Vater Saul weiß es so.
18 Und
sie schlossen beide einen Bund vor Jehova. Und David blieb im
Walde, und Jonathan ging nach seinem Hause.
19 Da
zogen die Siphiter zu Saul hinauf, nach Gibea, und sprachen:
Hält sich David nicht bei uns verborgen auf den Bergfesten im
Walde, auf dem Hügel Hakila, der zur Rechten der Wildnis ist?
20 Und
nun, o König, wenn irgend deine Seele es begehrt, herabzukommen,
so komm herab; und an uns ist es, ihn der Hand des Königs
auszuliefern.
21 Und
Saul sprach: Gesegnet seiet ihr von Jehova, daß ihr euch meiner
erbarmt habt!
22
Gehet doch hin, vergewissert euch noch mehr, und erkundet und
sehet seinen Ort, wo sein Fuß weilt, und wer ihn daselbst
gesehen hat; denn man hat mir gesagt, er sei sehr listig.
23 Und
besehet und kundet alle Schlupfwinkel aus, wo er sich versteckt
hält, und kommet wieder zu mir mit sicherer Kunde; und ich werde
mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Lande ist, so
will ich ihn aufspüren unter allen Tausenden Judas!
24 Und
sie machten sich auf und gingen nach Siph, vor Saul her. David
und seine Männer waren aber in der Wüste Maon, in der Ebene, zur
Rechten der Wildnis.
25 Und
Saul und seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen; und man
berichtete es David, und er ging den Felsen hinab und blieb in
der Wüste Maon. Und als Saul es hörte, jagte er David nach in
die Wüste Maon.
26 Und
Saul ging auf dieser Seite des Berges, David aber und seine
Männer auf jener Seite des Berges. Und es geschah, als David
eilte, Saul zu entgehen, und Saul und seine Männer David und
seine Männer umringten, um sie zu fangen,
27 da
kam ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm, denn die
Philister sind ins Land eingefallen!
28 Da
kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern
entgegen. Daher nannte man jenen Ort: Selach Hammachlekoth.
24,1
Und David zog von dannen hinauf und blieb auf den Bergfesten von
Engedi.
2 Und
es geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister
zurückgekehrt war, da berichtete man ihm und sprach: Siehe,
David ist in der Wüste Engedi.
3 Und
Saul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel und zog
hin, um David und seine Männer auf den Steinbockfelsen zu
suchen.
4 Und
er kam zu den Kleinviehhürden am Wege, wo eine Höhle war, und
Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken; David aber und
seine Männer saßen am hinteren Ende der Höhle.
5 Da
sprachen die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von
welchem Jehova zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind
in deine Hand geben, und tue ihm, wie es gut ist in deinen
Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von
dem Oberkleide Sauls ab.
6 Aber
es geschah hernach, da schlug dem David sein Herz, darum daß er
den Zipfel von dem Oberkleide Sauls abgeschnitten hatte; und er
sprach zu seinen Männern:
7
Jehova lasse es fern von mir sein, daß ich so etwas an meinem
Herrn, dem Gesalbten Jehovas, tun sollte, meine Hand gegen ihn
auszustrecken! Denn er ist der Gesalbte Jehovas.
8 Und
David wehrte seinen Männern mit diesen Worten und ließ ihnen
nicht zu, sich wider Saul zu erheben. Und Saul stand auf aus der
Höhle und zog seines Weges.
9 Und
nachher machte David sich auf, und er ging aus der Höhle hinaus
und rief hinter Saul her und sprach: Mein Herr König! Und Saul
blickte hinter sich, und David neigte sein Antlitz zur Erde und
beugte sich nieder.
10 Und
David sprach zu Saul: Warum hörst du auf die Worte der Menschen,
welche sagen: Siehe, David sucht dein Unglück?
11
Siehe, an diesem Tage haben deine Augen gesehen, daß Jehova dich
heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle. Und man sagte mir,
ich solle dich töten; aber mein Auge schonte deiner, und ich
sprach: Ich will meine Hand nicht wider meinen Herrn
ausstrecken, denn er ist der Gesalbte Jehovas!
12 Und
sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in
meiner Hand! Denn daß ich einen Zipfel deines Oberkleides
abgeschnitten und dich nicht getötet habe, daran erkenne und
sieh, daß nichts Böses in meiner Hand ist, noch ein Vergehen,
und daß ich nicht an dir gesündigt habe; du aber stellst meinem
Leben nach, um es zu nehmen.
13
Jehova richte zwischen mir und dir, und Jehova räche mich an
dir; aber meine Hand soll nicht wider dich sein.
14 Wie
der Spruch der Vorväter sagt: Von den Gesetzlosen kommt
Gesetzlosigkeit; aber meine Hand soll nicht wider dich sein.
15
Hinter wem zieht der König von Israel her? Wem jagst du nach?
Einem toten Hunde, einem Floh!
16 So
sei denn Jehova Richter, und richte zwischen mir und dir; und er
sehe darein und führe meine Streitsache und verschaffe mir Recht
aus deiner Hand!
17 Und
es geschah, als David diese Worte zu Saul ausgeredet hatte, da
sprach Saul: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul
erhob seine Stimme und weinte.
18 Und
er sprach zu David: Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir
Gutes erzeigt, ich aber habe dir Böses erzeigt;
19 und
du hast heute bewiesen, daß du Gutes an mir getan hast, da
Jehova mich in deine Hand geliefert, und du mich nicht getötet
hast.
20
Denn wenn jemand seinen Feind findet, wird er ihn auf gutem Wege
ziehen lassen? So möge Jehova dir Gutes vergelten für das, was
du an diesem Tage an mir getan hast!
21 Und
nun siehe, ich weiß, daß du gewißlich König werden wirst, und
daß in deiner Hand das Königtum Israels bestehen wird;
22 so
schwöre mir nun bei Jehova, daß du meinen Samen nach mir nicht
ausrotten und meinen Namen nicht vertilgen willst aus dem Hause
meines Vaters! Und David schwur Saul. Und Saul ging nach seinem
Hause; David und seine Männer aber stiegen auf die Bergfeste.
25,1
Und Samuel starb; und ganz Israel versammelte sich und klagte um
ihn und begrub ihn in seinem Hause zu Rama. Und David machte
sich auf und zog hinab in die Wüste Paran.
2 Und
es war ein Mann in Maon, der seine Geschäfte zu Karmel hatte;
und der Mann war sehr vermögend und hatte dreitausend Schafe und
tausend Ziegen; und er war während der Schur seiner Schafe in
Karmel.
3 Und
der Name des Mannes war Nabal, und der Name seines Weibes
Abigail. Und das Weib war von guter Einsicht und schön von
Gestalt; der Mann aber war hart und boshaft in seinen
Handlungen, und er war ein Kalebiter.
4 Und
David hörte in der Wüste, daß Nabal seine Schafe schor.
5 Da
sandte David zehn Knaben, und David sprach zu den Knaben: Ziehet
nach Karmel hinauf, und gehet zu Nabal und fraget ihn in meinem
Namen nach seinem Wohlergehen, und sprechet also:
6 Lebe
lange! Und Friede dir, und Friede deinem Hause, und Friede
allem, was dein ist!
7 Und
jetzt habe ich gehört, daß du die Schafscherer hast; nun, deine
Hirten sind bei uns gewesen, wir haben ihnen nichts zuleide
getan, und nicht das Geringste ist von ihnen vermißt worden alle
die Tage, die sie zu Karmel gewesen sind.
8
Frage deine Knaben, und sie werden es dir kundtun. Mögen denn
die Knaben Gnade finden in deinen Augen, denn an einem guten
Tage sind wir gekommen; gib doch deinen Knechten und deinem
Sohne David, was deine Hand findet!
9 Und
die Knaben Davids kamen hin und redeten zu Nabal nach allen
diesen Worten, im Namen Davids; und sie hielten inne.
10
Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist
David, und wer der Sohn Isais? Heutzutage sind der Knechte
viele, die davonlaufen, ein jeder seinem Herrn.
11 Und
ich sollte mein Brot und mein Wasser nehmen und mein
Geschlachtetes, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und
es Männern geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind?
12 Und
die Knaben Davids wandten sich auf ihren Weg; und sie kehrten
zurück und kamen und berichteten ihm nach allen diesen Worten.
13 Da
sprach David zu seinen Männern: Gürtet ein jeder sein Schwert
um! Und sie gürteten ein jeder sein Schwert um, und auch David
gürtete sein Schwert um; und sie zogen hinauf, hinter David her,
bei vierhundert Mann, und zweihundert blieben bei dem Geräte.
14 Und
ein Knabe von den Knaben berichtete der Abigail, dem Weibe
Nabals, und sprach: Siehe, David hat Boten aus der Wüste
gesandt, um unseren Herrn zu segnen; aber er hat sie angefahren.
15 Und
doch sind die Männer sehr gut gegen uns gewesen; und es ist uns
nichts zuleide geschehen, und wir haben nicht das Geringste
vermißt alle die Tage, die wir mit ihnen umhergezogen sind, als
wir auf dem Felde waren.
16 Sie
sind eine Mauer um uns gewesen bei Nacht wie bei Tage, alle die
Tage, die wir bei ihnen waren und das Kleinvieh weideten.
17 Und
nun wisse und sieh zu, was du tun willst; denn das Unglück ist
beschlossen gegen unseren Herrn und über sein ganzes Haus; und
er ist ein solcher Sohn Belials, daß man nicht zu ihm reden
kann.
18 Da
eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Schläuche Wein
und fünf zubereitete Schafe und fünf Maß geröstete Körner und
hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen, und lud sie
auf Esel;
19 und
sie sprach zu ihren Knaben: Ziehet vor mir hin; siehe, ich komme
hinter euch her. Aber ihrem Manne Nabal sagte sie nichts davon.
20 Und
es geschah, als sie auf dem Esel ritt und an einer durch den
Berg verdeckten Stelle herabkam, siehe, da kamen David und seine
Männer herab, ihr entgegen; und sie stieß auf sie.
21
David aber hatte gesagt: Fürwahr, umsonst habe ich alles
behütet, was diesem Menschen in der Wüste gehörte, so daß nicht
das Geringste vermißt wurde von allem, was sein ist; und er hat
mir Böses für Gutes vergolten!
22 So
tue Gott den Feinden Davids, und so füge er hinzu, wenn ich von
allem, was sein ist, bis zum Morgenlicht übriglasse, was
männlich ist!
23 Und
als Abigail David sah, da stieg sie eilends von dem Esel herab;
und sie fiel vor David auf ihr Angesicht und beugte sich zur
Erde nieder;
24 und
sie fiel ihm zu Füßen und sprach: Auf mir, mir, mein Herr, sei
die Schuld! Und laß doch deine Magd zu deinen Ohren reden, und
höre die Worte deiner Magd!
25
Mein Herr kümmere sich doch nicht um diesen Mann Belials, um
Nabal; denn wie sein Name, so ist er: Nabal ist sein Name, und
Torheit ist bei ihm. Und ich, deine Magd, habe die Knaben meines
Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.
26 Und
nun, mein Herr, so wahr Jehova lebt und deine Seele lebt, Jehova
hat dich verhindert in Blutschuld zu kommen, und daß deine Hand
dir Hilfe schaffe! Und nun, mögen wie Nabal sein deine Feinde
und die Böses suchen wider meinen Herrn!
27 Und
nun, dieses Geschenk, das deine Magd meinem Herrn gebracht hat,
es werde den Knaben gegeben, die im Gefolge meines Herrn ziehen.
28
Vergib doch das Vergehen deiner Magd! Denn gewißlich wird Jehova
meinem Herrn ein beständiges Haus machen, weil mein Herr die
Streite Jehovas streitet, und kein Böses an dir gefunden ward,
seitdem du lebst.
29 Und
ein Mensch ist aufgestanden, dich zu verfolgen und nach deiner
Seele zu trachten; aber die Seele meines Herrn wird eingebunden
sein in das Bündel der Lebendigen bei Jehova, deinem Gott; und
die Seele deiner Feinde, die wird er wegschleudern in der Pfanne
der Schleuder.
30 Und
es wird geschehen, wenn Jehova meinem Herrn tun wird nach all
dem Guten, das er über dich geredet hat, und dich bestellen wird
zum Fürsten über Israel,
31 so
wird dir dieses nicht zum Anstoß sein, noch zum Herzensvorwurf
für meinen Herrn, daß du Blut vergossen habest ohne Ursache, und
daß mein Herr sich selbst Hilfe geschafft habe. Und wenn Jehova
meinem Herrn wohltun wird, so gedenke deiner Magd.
32 Und
David sprach zu Abigail: Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels,
der dich an diesem Tage mir entgegengesandt hat!
33 Und
gesegnet sei dein Verstand, und gesegnet seiest du, daß du mich
heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu kommen und mir
mit meiner Hand Hilfe zu schaffen!
34
Doch aber, so wahr Jehova lebt, der Gott Israels, der mich
verhindert hat, dir Übles zu tun, wenn du nicht geeilt hättest
und mir nicht entgegengekommen wärest, so wäre dem Nabal bis zum
Morgenlicht nicht übriggeblieben, was männlich ist!
35 Und
David nahm von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und
sprach zu ihr: Ziehe in Frieden hinauf nach deinem Hause. Siehe,
ich habe auf deine Stimme gehört und deine Person angesehen.
36 Und
als Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl in seinem
Hause wie ein Königsmahl; und das Herz Nabals war fröhlich in
ihm, und er war trunken über die Maßen. Und sie berichtete ihm
weder Kleines noch Großes, bis der Morgen hell wurde.
37 Und
es geschah am Morgen, als der Weinrausch von Nabal gegangen war,
da berichtete ihm sein Weib diese Dinge; und sein Herz erstarb
in seinem Innern, und er wurde wie ein Stein.
38 Und
es geschah ungefähr zehn Tage nachher, da schlug Jehova Nabal,
und er starb.
39 Und
als David hörte, daß Nabal gestorben war, sprach er: Gepriesen
sei Jehova, der den Rechtsstreit meiner Schmach von seiten
Nabals geführt und seinen Knecht vom Bösen abgehalten hat! Und
die Bosheit Nabals hat Jehova auf seinen Kopf zurückkehren
lassen. Und David sandte hin und warb um Abigail, um sie sich
zum Weibe zu nehmen.
40 Und
die Knechte Davids kamen zu Abigail nach Karmel; und sie redeten
zu ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu
seinem Weibe zu nehmen.
41 Da
stand sie auf und beugte sich nieder, das Antlitz zur Erde, und
sprach: Siehe, deine Magd als Dienerin, um die Füße der Knechte
meines Herrn zu waschen.
42 Und
Abigail machte sich eilends auf und bestieg einen Esel, sie und
ihre fünf Mägde, die ihrem Fuße folgten; und sie zog den Boten
Davids nach, und sie wurde sein Weib.
43 Und
David hatte auch Achinoam von Jisreel genommen; und so wurden
sie alle beide seine Weiber.
44
Saul aber hatte seine Tochter Michal, das Weib Davids, Palti,
dem Sohne des Lais, aus Gallim, gegeben.
26,1
Und die Siphiter kamen zu Saul nach Gibea und sprachen: Hält
sich David nicht verborgen auf dem Hügel Hakila vor der Wildnis?
2 Da
machte Saul sich auf und zog in die Wüste Siph hinab, und mit
ihm dreitausend auserlesene Männer von Israel, um David in der
Wüste Siph zu suchen;
3 und
Saul lagerte sich auf dem Hügel Hakila, der vor der Wildnis am
Wege liegt. David aber wohnte in der Wüste. Und als er sah, daß
Saul ihm in die Wüste nachgekommen war,
4 da
sandte David Kundschafter aus, und er erfuhr mit Gewißheit, daß
Saul gekommen war.
5 Und
David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul lagerte; und
David sah den Ort, wo Saul lag und Abner, der Sohn Ners, sein
Heeroberster; Saul lag aber in der Wagenburg, und das Volk
lagerte um ihn her.
6 Und
David hob an und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu
Abisai, dem Sohne der Zeruja, dem Bruder Joabs, und sprach: Wer
will mit mir zu Saul in das Lager hinabgehen? Und Abisai sprach:
Ich will mit dir hinabgehen.
7 Und
David und Abisai kamen zu dem Volke bei der Nacht; und siehe,
Saul lag schlafend in der Wagenburg, und sein Speer war in die
Erde gesteckt zu seinen Häupten; und Abner und das Volk lagen
rings um ihn her.
8 Und
Abisai sprach zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine
Hand geliefert; und nun laß mich ihn doch mit dem Speere an die
Erde spießen, ein einziges Mal, und ich werde es nicht zweimal
tun.
9 Aber
David sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht! Denn wer streckte
seine Hand gegen den Gesalbten Jehovas aus und bliebe schuldlos?
10 Und
David sprach: So wahr Jehova lebt, wenn nicht Jehova ihn
schlagen wird, sei es daß sein Tag kommt, daß er stirbt, oder
daß er in den Streit hinabzieht und weggerafft wird!
11
Jehova lasse es fern von mir sein, daß ich meine Hand gegen den
Gesalbten Jehovas ausstrecke! Und nun nimm doch den Speer, der
zu seinen Häupten ist, und den Wasserkrug, und laß uns gehen.
12 Und
David nahm den Speer und den Wasserkrug von den Häupten Sauls
weg, und sie gingen davon; und niemand sah es, und niemand
merkte es, und niemand erwachte, denn sie schliefen allesamt;
denn ein tiefer Schlaf von Jehova war auf sie gefallen.
13 Und
David ging hinüber nach der anderen Seite und stellte sich auf
den Gipfel des Berges von ferne; der Raum zwischen ihnen war
groß.
14 Und
David rief dem Volke und Abner, dem Sohne Ners, zu und sprach:
Antwortest du nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer
bist du, der du dem Könige zurufst?
15 Und
David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? Und wer ist wie
du in Israel? Und warum hast du nicht über deinen Herrn, den
König, gewacht? Denn es ist einer vom Volke gekommen, um den
König, deinen Herrn, zu verderben.
16
Nicht gut ist diese Sache, die du getan hast. So wahr Jehova
lebt, ihr seid Kinder des Todes, weil ihr nicht gewacht habt
über euren Herrn,über den Gesalbten Jehovas! Und nun sieh nach,
wo der Speer des Königs ist und der Wasserkrug, die zu seinen
Häupten waren.
17 Und
Saul erkannte die Stimme Davids und sprach: Ist das deine
Stimme, mein Sohn David? Und David sprach: Es ist meine Stimme,
mein Herr König.
18 Und
er sprach: Warum doch verfolgt mein Herr seinen Knecht? Denn was
habe ich getan, und was für Böses ist in meiner Hand?
19 Und
nun höre doch mein Herr, der König, auf die Worte seines
Knechtes: Wenn Jehova dich wider mich aufgereizt hat, so möge er
ein Speisopfer riechen; wenn aber Menschenkinder, so seien sie
verflucht vor Jehova, weil sie mich heute vertrieben haben, daß
ich mich dem Erbteil Jehovas nicht anschließen darf, indem sie
sprechen: Gehe hin, diene anderen Göttern!
20 So
möge nun mein Blut nicht zur Erde fallen fern von dem Angesicht
Jehovas! Denn der König von Israel ist ausgezogen, einen Floh zu
suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen.
21 Und
Saul sprach: Ich habe gesündigt; kehre zurück, mein Sohn David!
Denn ich will dir nichts Übles mehr tun, darum daß mein Leben an
diesem Tage teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe
töricht gehandelt und gar sehr gefehlt!
22 Und
David antwortete und sprach: Siehe hier, der Speer des Königs;
so komme einer von den Knaben herüber und hole ihn.
23 Und
Jehova wird einem jeden seine Gerechtigkeit und seine Treue
vergelten; denn Jehova hatte dich heute in meine Hand gegeben,
und ich wollte meine Hand nicht ausstrecken gegen den Gesalbten
Jehovas.
24 Und
siehe, wie deine Seele an diesem Tage hochgeachtet gewesen ist
in meinen Augen, also möge meine Seele hochgeachtet sein in den
Augen Jehovas, und er möge mich erretten aus aller Bedrängnis!
25 Und
Saul sprach zu David: Gesegnet seiest du, mein Sohn David! Du
wirst es sicher ausrichten und wirst sicher obsiegen. Und David
ging seines Weges, Saul aber kehrte zurück an seinen Ort.
27,1
Und David sprach in seinem Herzen: Nun werde ich eines Tages
durch die Hand Sauls umkommen; mir ist nichts besser, als daß
ich eilends in das Land der Philister entrinne, und Saul wird
von mir ablassen, mich ferner in allen Grenzen Israels zu
suchen; und ich werde aus seiner Hand entrinnen.
2 Und
David machte sich auf und ging hinüber, er und sechshundert
Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohne Maoks, dem König
von Gath.
3 Und
David blieb bei Achis, zu Gath, er und seine Männer, ein jeder
mit seinem Hause: David und seine beiden Weiber, Achinoam, die
Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals, die Karmelitin.
4 Und
es wurde Saul berichtet, daß David nach Gath geflohen wäre; und
er suchte ihn fortan nicht mehr.
5 Und
David sprach zu Achis: Wenn ich anders Gnade in deinen Augen
gefunden habe, so gebe man mir einen Platz in einer der Städte
des Gefildes, daß ich daselbst wohne; denn warum soll dein
Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen?
6 Und
Achis gab ihm an selbigem Tage Ziklag; darum hat Ziklag den
Königen von Juda gehört bis auf diesen Tag.
7 Und
die Zahl der Tage, welche David im Gefilde der Philister wohnte,
war ein Jahr und vier Monate.
8 Und
David zog mit seinen Männern hinauf, und sie fielen ein bei den
Gesuritern und den Girsitern und den Amalekitern; denn diese
waren die Bewohner des Landes von alters her, bis nach Sur hin
und bis zum Lande Ägypten.
9 Und
David schlug das Land und ließ weder Mann noch Weib am Leben;
und er nahm Kleinvieh und Rinder und Esel und Kamele und
Kleider, und kehrte zurück und kam zu Achis.
10 Und
sprach Achis: Habt ihr heute keinen Einfall gemacht? so sprach
David: In den Süden von Juda, oder: In den Süden der
Jerachmeeliter! oder: In den Süden der Keniter.
11 Und
David ließ weder Mann noch Weib am Leben, um sie nach Gath zu
bringen, indem er sagte: Daß sie nicht über uns berichten und
sprechen: So hat David getan. Und so war seine Weise alle die
Tage, die er im Gefilde der Philister wohnte.
12 Und
Achis glaubte David und sprach: Er hat sich bei seinem Volke,
bei Israel, ganz stinkend gemacht, und er wird mir zum Knechte
sein ewiglich.
28,1
Und es geschah in jenen Tagen, da versammelten die Philister
ihre Heere zum Kriege, um wider Israel zu streiten. Und Achis
sprach zu David: Wisse bestimmt, daß du mit mir ins Lager
ausziehen sollst, du und deine Männer.
2 Und
David sprach zu Achis: So sollst du denn auch erfahren, was dein
Knecht tun wird. Und Achis sprach zu David: So will ich dich
denn zum Hüter meines Hauptes setzen alle Tage.
3
(Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte um ihn geklagt
und ihn zu Rama, in seiner Stadt, begraben. Und Saul hatte die
Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande weggeschafft.)
4 Und
die Philister versammelten sich, und sie kamen und lagerten sich
zu Sunem. Und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten
sich auf dem Gilboa.
5 Und
als Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein
Herz zitterte sehr.
6 Und
Saul befragte Jehova; aber Jehova antwortete ihm nicht, weder
durch Träume, noch durch die Urim, noch durch die Propheten.
7 Da
sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib, das einen
Totenbeschwörergeist hat, damit ich zu ihr gehe und sie befrage.
Und seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib,
das einen Totenbeschwörergeist hat.
8 Und
Saul verstellte sich und zog andere Kleider an, und ging hin, er
und zwei Männer mit ihm, und sie kamen zu dem Weibe bei der
Nacht; und er sprach: Wahrsage mir doch durch den
Totenbeschwörergeist und bringe mir herauf, wen ich dir sagen
werde.
9 Aber
das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weißt ja, was Saul getan hat,
daß er die Totenbeschwörer und die Wahrsager aus dem Lande
ausgerottet hat; und warum legst du meiner Seele eine Schlinge,
um mich zu töten?
10 Und
Saul schwur ihr bei Jehova und sprach: So wahr Jehova lebt, wenn
dich eine Schuld treffen soll wegen dieser Sache!
11 Da
sprach das Weib: Wen soll ich dir heraufbringen? Und er sprach:
Bringe mir Samuel herauf.
12 Und
als das Weib Samuel sah, da schrie sie mit lauter Stimme; und
das Weib sprach zu Saul und sagte: Warum hast du mich betrogen?
Du bist ja Saul!
13 Und
der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Doch was siehst du?
Und das Weib sprach zu Saul: Ich sehe einen Gott aus der Erde
heraufsteigen.
14 Und
er sprach zu ihr: Wie ist seine Gestalt? Und sie sprach: Ein
alter Mann steigt herauf, und er ist in ein Oberkleid gehüllt.
Da erkannte Saul, daß es Samuel war, und er neigte sich, das
Antlitz zur Erde, und beugte sich nieder.
15 Und
Samuel sprach zu Saul: Warum hast du mich beunruhigt, mich
heraufkommen zu lassen? Und Saul sprach: Ich bin in großer Not;
denn die Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir
gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch die
Propheten, noch durch Träume; da ließ ich dich rufen, damit du
mir kundtuest, was ich tun soll.
16 Und
Samuel sprach: Warum doch fragst du mich, da Jehova von dir
gewichen und dein Feind geworden ist?
17 Und
Jehova hat für sich getan, so wie er durch mich geredet hat; und
Jehova hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es deinem
Nächsten, dem David, gegeben.
18
Weil du der Stimme Jehovas nicht gehorcht und seine Zornglut
nicht ausgeführt hast an Amalek, darum hat Jehova dir dieses
heute getan.
19 Und
Jehova wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben;
und morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein; auch das
Heerlager Israels wird Jehova in die Hand der Philister geben.
20 Da
fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde, und er fürchtete
sich sehr vor den Worten Samuels; auch war keine Kraft in ihm,
denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze
Nacht.
21 Und
das Weib trat zu Saul und sah, daß er sehr bestürzt war; und sie
sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehört,
und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten
gehorcht, die du zu mir geredet hast;
22 und
nun höre doch auch du auf die Stimme deiner Magd, und laß mich
dir einen Bissen Brot vorsetzen, und iß, daß Kraft in dir sei,
wenn du deines Weges gehst.
23
Aber er weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da
drangen seine Knechte und auch das Weib in ihn; und er hörte auf
ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das
Bett.
24 Und
das Weib hatte ein gemästetes Kalb im Hause; und sie eilte und
schlachtete es; und sie nahm Mehl und knetete es und backte
daraus ungesäuerte Kuchen.
25 Und
sie brachte es herzu vor Saul und vor seine Knechte, und sie
aßen. Und sie machten sich auf und gingen fort in selbiger
Nacht.
29,1
Und die Philister versammelten alle ihre Heere nach Aphek; und
Israel war an der Quelle gelagert, die bei Jisreel ist.
2 Und
die Fürsten der Philister zogen vorüber nach Hunderten und nach
Tausenden, und David und seine Männer zogen zuletzt mit Achis
vorüber.
3 Da
sprachen die Fürsten der Philister: Was sollen diese Hebräer?
Und Achis sprach zu den Fürsten der Philister: Ist das nicht
David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der schon seit
Jahr und Tag bei mir gewesen ist? Und ich habe gar nichts an ihm
gefunden von dem Tage an, da er abgefallen ist, bis auf diesen
Tag.
4 Aber
die Fürsten der Philister wurden zornig über ihn, und die
Fürsten der Philister sprachen zu ihm: Schicke den Mann zurück,
daß er an seinen Ort zurückkehre, wohin du ihn bestellt hast,
und daß er nicht mit uns in den Streit hinabziehe und uns nicht
zum Widersacher werde im Streite; denn womit könnte der sich
angenehm machen bei seinem Herrn? Nicht mit den Köpfen dieser
Männer?
5 Ist
das nicht David, von dem sie in den Reigen sangen und sprachen:
“Saul hat seine Tausende erschlagen, und David seine
Zehntausende”?
6 Und
Achis rief David und sprach zu ihm: So wahr Jehova lebt, du bist
redlich; und wohlgefällig in meinen Augen ist dein Ausgang und
dein Eingang bei mir im Heerlager; denn ich habe nichts Böses an
dir gefunden von dem Tage an, da du zu mir gekommen bist, bis
auf diesen Tag; aber in den Augen der Fürsten bist du nicht
wohlgefällig.
7 Und
nun kehre zurück und gehe hin in Frieden, damit du nichts Übles
tuest in den Augen der Fürsten der Philister.
8 Und
David sprach zu Achis: Aber was habe ich getan, und was hast du
an diesem Knechte gefunden von dem Tage an, da ich vor dir
gewesen bin bis auf diesen Tag, daß ich nicht kommen und wider
die Feinde meines Herrn, des Königs, streiten soll?
9 Und
Achis antwortete und sprach zu David: Ich weiß es, denn du bist
wohlgefällig in meinen Augen wie ein Engel Gottes; doch die
Fürsten der Philister haben gesagt: Er soll nicht mit uns in den
Streit hinaufziehen!
10 So
mache dich nun des Morgens früh auf, du und die Knechte deines
Herrn, die mit dir gekommen sind; und machet euch des Morgens
früh auf! Sobald es euch hell wird, ziehet fort.
11 Und
David machte sich früh auf, er und seine Männer, daß sie am
Morgen fortzögen, um in das Land der Philister zurückzukehren.
Die Philister aber zogen nach Jisreel hinauf.
30,1
Und es geschah, als David und seine Männer am dritten Tage nach
Ziklag kamen, da waren die Amalekiter in den Süden und in Ziklag
eingefallen; und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer
verbrannt.
2 Und
sie hatten die Weiber und alle, die darin waren, gefangen
weggeführt, vom Kleinsten bis zum Größten; sie hatten niemand
getötet, sondern sie hatten sie weggetrieben und waren ihres
Weges gezogen.
3 Und
David und seine Männer kamen zu der Stadt; und siehe, sie war
mit Feuer verbrannt, und ihre Weiber und ihre Söhne und ihre
Töchter waren gefangen weggeführt.
4 Da
erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme, und
sie weinten, bis keine Kraft mehr in ihnen war zu weinen.
5 Und
auch die beiden Weiber Davids waren gefangen weggeführt,
Achinoam, die Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals, des
Karmeliters.
6 Und
David war in großer Bedrängnis, denn das Volk sprach davon, ihn
zu steinigen; denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert,
ein jeder um seine Söhne und um seine Töchter. Aber David
stärkte sich in Jehova, seinem Gott.
7 Und
David sprach zu Abjathar, dem Heilige (e-r), dem Sohne
Ahimelechs: Bringe mir doch das Ephod her! Und Abjathar brachte
das Ephod zu David.
8 Und
David befragte Jehova und sprach: Soll ich dieser Schar
nachjagen? Werde ich sie erreichen? Und er sprach zu ihm: Jage
nach, denn du wirst sie gewißlich erreichen und wirst gewißlich
erretten.
9 Da
zog David hin, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren;
und sie kamen an den Bach Besor, wo die Zurückbleibenden stehen
blieben.
10 Und
David jagte nach, er und vierhundert Mann; denn zweihundert Mann
blieben stehen, welche zu ermattet waren, um über den Bach Besor
zu gehen.
11 Und
sie fanden einen ägyptischen Mann auf dem Felde und brachten ihn
zu David; und sie gaben ihm Brot, und er aß, und sie tränkten
ihn mit Wasser;
12 und
sie gaben ihm eine Schnitte Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen,
und er aß; und sein Geist kam ihm wieder, denn er hatte drei
Tage und drei Nächte kein Brot gegessen und kein Wasser
getrunken.
13 Und
David sprach zu ihm: Wem gehörst du? Und woher bist du? Und er
sprach: Ich bin ein ägyptischer Jüngling, der Knecht eines
amalekitischen Mannes; und mein Herr hat mich verlassen, denn
ich wurde heute vor drei Tagen krank.
14 Wir
sind eingefallen in den Süden der Kerethiter und in das, was
Juda gehört und in den Süden von Kaleb, und wir haben Ziklag mit
Feuer verbrannt.
15 Und
David sprach zu ihm: Willst du mich zu dieser Schar hinabführen?
Und er sprach: Schwöre mir bei Gott, daß du mich nicht töten
noch mich der Hand meines Herrn ausliefern willst, so will ich
dich zu dieser Schar hinabführen.
16 Und
er führte ihn hinab; und siehe, sie waren über die Fläche des
ganzen Landes zerstreut, essend und trinkend und tanzend wegen
all der großen Beute, die sie aus dem Lande der Philister und
aus dem Lande Juda genommen hatten.
17 Und
David schlug sie von der Dämmerung an bis zum Abend des
folgenden Tages; und keiner von ihnen entrann, außer vierhundert
jungen Männern, welche auf Kamele stiegen und entflohen.
18 Und
David rettete alles, was die Amalekiter genommen hatten, und
David rettete auch seine beiden Weiber.
19 Und
es fehlte ihnen nichts, vom Kleinsten bis zum Größten, und bis
zu den Söhnen und den Töchtern, und von der Beute bis zu allem,
was sie ihnen genommen hatten; alles brachte David zurück.
20 Und
David nahm alles Klein-und Rindvieh; sie trieben es vor dem
anderen Vieh her und sprachen: Dies ist die Beute Davids!
21 Und
David kam zu den zweihundert Männern, die zu ermattet gewesen
waren, um David nachzufolgen, und die sie am Bache Besor
zurückgelassen hatten; und sie zogen aus, David und dem Volke
entgegen, das bei ihm war; und David trat zu dem Volke und
fragte sie nach ihrem Wohlergehen.
22 Und
jeder böse und nichtswürdige Mann von den Männern, die mit David
gezogen waren, hob an und sprach: Darum daß sie nicht mit uns
gezogen sind, wollen wir ihnen von der Beute, die wir entrissen
haben, nichts geben, als nur einem jeden sein Weib und seine
Kinder, daß sie sie wegführen und hingehen.
23
Aber David sprach: Tut nicht also, meine Brüder, mit dem, was
Jehova uns gegeben hat; und er hat uns behütet und die Schar,
die über uns gekommen war, in unsere Hand gegeben.
24 Und
wer wird in dieser Sache auf euch hören? Denn wie das Teil
dessen, der in den Streit hinabzieht, so soll auch das Teil
dessen sein, der bei dem Geräte bleibt: gemeinsam sollen sie
teilen.
25 Und
so geschah es von jenem Tage an und hinfort; und er machte es
zur Satzung und zum Recht für Israel bis auf diesen Tag.
26 Und
David kam nach Ziklag; und er sandte von der Beute den Ältesten
Judas, seinen Freunden, und sprach: Siehe, da habt ihr ein
Geschenk von der Beute der Feinde Jehovas:
27
denen zu Bethel und denen zu Ramoth im Süden und denen zu
Jattir,
28 und
denen zu Aroer und denen zu Siphmoth und denen zu Estemoa,
29 und
denen zu Rakal und denen in den Städten der Jerachmeeliter und
denen in den Städten der Keniter,
30 und
denen zu Horma und denen zu Bor-Aschan und denen zu Athak,
31 und
denen zu Hebron, und nach allen Orten, wo David umhergezogen
war, er und seine Männer.
31,1
Die Philister aber stritten wider Israel; und die Männer von
Israel flohen vor den Philistern, und Erschlagene fielen auf dem
Gebirge Gilboa.
2 Und
die Philister setzten Saul und seinen Söhnen hart nach; und die
Philister erschlugen Jonathan und Abinadab und Malkischua, die
Söhne Sauls.
3 Und
der Streit wurde heftig wider Saul, und es erreichten ihn die
Schützen, Männer mit dem Bogen; und es wurde ihm sehr angst vor
den Schützen.
4 Da
sprach Saul zu seinem Waffenträger: Ziehe dein Schwert und
durchbohre mich damit, daß nicht diese Unbeschnittenen kommen
und mich durchbohren und mich mißhandeln! Sein Waffenträger aber
wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das
Schwert und stürzte sich darein.
5 Und
als sein Waffenträger sah, daß Saul tot war, da stürzte auch er
sich in sein Schwert und starb mit ihm.
6 So
starben Saul und seine drei Söhne und sein Waffenträger, auch
alle seine Männer an selbigem Tage zugleich.
7 Und
als die Männer von Israel, die diesseit des Tales und diesseit
des Jordan waren, sahen, daß die Männer von Israel geflohen, und
daß Saul und seine Söhne tot waren, da verließen sie die Städte
und flohen; und die Philister kamen und wohnten darin.
8 Und
es geschah am folgenden Tage, da kamen die Philister, um die
Erschlagenen auszuziehen; und sie fanden Saul und seine drei
Söhne auf dem Gebirge Gilboa liegen.
9 Und
sie hieben ihm den Kopf ab und zogen ihm seine Waffen aus; und
sie sandten in das Land der Philister ringsumher, um die frohe
Botschaft in den Häusern ihrer Götzen und unter dem Volke zu
verkünden.
10 Und
sie legten seine Waffen in das Haus der Astaroth, und seinen
Leichnam hefteten sie an die Mauer von Beth-Schan.
11 Als
aber die Bewohner von Jabes-Gilead über ihn hörten, was die
Philister mit Saul getan hatten,
12 da
machten sich alle tapferen Männer auf und gingen die ganze
Nacht; und sie nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname
seiner Söhne von der Mauer von Beth-Schan weg; und sie kamen
nach Jabes zurück und verbrannten sie daselbst.
13 Und
sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske zu
Jabes, und fasteten sieben Tage.
Inhaltsverzeichnis
2
Samuel
1,1
Und es geschah nach dem Tode Sauls, als David von der Schlacht
der Amalekiter zurückgekommen war, da blieb David zwei Tage zu
Ziklag.
2 Und
es geschah am dritten Tage, siehe, da kam ein Mann aus dem
Heerlager Sauls, seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf
seinem Haupte; und als er zu David kam, fiel er zur Erde und
warf sich nieder.
3 Und
David sprach zu ihm: Woher kommst du? Und er sprach zu ihm: Ich
bin aus dem Heerlager Israels entronnen.
4 Und
David sprach zu ihm: Wie steht die Sache? Berichte mir doch. Und
er sagte: Das Volk ist aus dem Streit geflohen, und auch viele
von dem Volke sind gefallen und gestorben, und auch Saul und
sein Sohn Jonathan sind tot.
5 Und
David sprach zu dem Jüngling, der ihm berichtete: Wie weißt du,
daß Saul und sein Sohn Jonathan tot sind?
6 Und
der Jüngling, der ihm berichtete, sprach: Ich geriet zufällig
auf das Gebirge Gilboa, und siehe, Saul lehnte sich auf seinen
Speer; und siehe, die Wagen und die Reiter setzten ihm hart
nach.
7 Und
er wandte sich um und sah mich und rief mir zu, und ich sprach:
Hier bin ich.
8 Und
er sprach zu mir: Wer bist du? Und ich sprach zu ihm: Ich bin
ein Amalekiter.
9 Und
er sprach zu mir: Tritt doch her zu mir und töte mich, denn die
Verwirrung hat mich ergriffen; denn mein Leben ist noch ganz in
mir!
10 Da
trat ich zu ihm hin und tötete ihn, denn ich wußte, daß er
seinen Fall nicht überleben würde. Und ich nahm das Diadem, das
auf seinem Haupte, und die Armspange, die an seinem Arme war,
und habe sie zu meinem Herrn hierher gebracht.
11 Da
faßte David seine Kleider und zerriß sie; und alle Männer, die
bei ihm waren, taten ebenso.
12 Und
sie klagten und weinten und fasteten bis an den Abend um Saul
und um seinen Sohn Jonathan und um das Volk Jehovas und um das
Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren.
13 Und
David sprach zu dem Jüngling, der ihm berichtete: Woher bist du?
Und er sprach: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings.
14 Und
David sprach zu ihm: Wie hast du dich nicht gefürchtet, deine
Hand auszustrecken, um den Gesalbten Jehovas zu verderben?
15 Und
David rief einen von den Knaben und sprach: Tritt herzu, falle
über ihn her! Und er erschlug ihn, und er starb.
16 Und
David sprach zu ihm: Dein Blut komme auf dein Haupt! Denn dein
Mund hat wider dich gezeugt und gesprochen: Ich habe den
Gesalbten Jehovas getötet.
17 Und
David stimmte dieses Klagelied an über Saul und über Jonathan,
seinen Sohn;
18 und
er befahl, daß man die Kinder Juda das Lied von dem Bogen lehre;
siehe, es ist geschrieben im Buche Jaschar:
19
Deine Zierde, Israel, ist erschlagen auf deinen Höhen! Wie sind
die Helden gefallen!
20
Berichtet es nicht zu Gath, verkündet die Botschaft nicht in den
Straßen Askalons, daß sich nicht freuen die Töchter der
Philister, daß nicht frohlocken die Töchter der Unbeschnittenen!
21
Berge von Gilboa, nicht Tau noch Regen sei auf euch, noch
Gefilde der Hebopfer! Denn dort ward weggeworfen der Schild der
Helden, der Schild Sauls, nicht gesalbt mit Öl.
22 Von
dem Blute der Erschlagenen, von dem Fette der Helden wich
Jonathans Bogen nicht zurück, und Sauls Schwert kehrte nicht
leer wieder.
23
Saul und Jonathan, die Geliebten und Holdseligen in ihrem Leben,
sind auch in ihrem Tode nicht getrennt; sie waren schneller als
Adler, stärker als Löwen.
24
Töchter Israels, weinet um Saul, der euch köstlich kleidete in
Karmesin, der goldenen Schmuck zog über eure Kleider!
25 Wie
sind die Helden gefallen mitten im Streit! Wie ist Jonathan
erschlagen auf deinen Höhen!
26 Mir
ist wehe um dich, mein Bruder Jonathan! Holdselig warst du mir
sehr; wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe!
27 Wie
sind die Helden gefallen, und umgekommen die Rüstzeuge des
Streites!
2,1
Und es geschah hernach, da befragte David Jehova und sprach:
Soll ich in eine der Städte Judas hinaufziehen? Und Jehova
sprach zu ihm: Ziehe hinauf. Und David sprach: Wohin soll ich
hinaufziehen? Und er sprach: Nach Hebron.
2 Und
David zog dort hinauf, und auch seine zwei Weiber, Achinoam, die
Jisreelitin, und Abigail, das Weib Nabals, des Karmeliters.
3 Auch
seine Männer, die bei ihm waren, ließ David hinaufziehen, einen
jeden mit seinem Hause; und sie wohnten in den Städten Hebrons.
4 Und
die Männer von Juda kamen und salbten daselbst David zum König
über das Haus Juda. Und man berichtete David und sprach: Die
Männer von Jabes-Gilead sind es, die Saul begraben haben.
5 Da
sandte David Boten zu den Männern von Jabes-Gilead und ließ
ihnen sagen: Gesegnet seiet ihr von Jehova, daß ihr diese Güte
an eurem Herrn, an Saul, erwiesen und ihn begraben habt!
6 Und
so erweise nun Jehova Güte und Treue an euch; und auch ich will
euch dieses Gute vergelten, weil ihr diese Sache getan habt.
7 Und
nun lasset eure Hände erstarken und seid wackere Männer; denn
Saul, euer Herr, ist tot, und auch hat das Haus Juda mich zum
König über sich gesalbt.
8
Abner aber, der Sohn Ners, der Heeroberste Sauls, nahm Isboseth,
den Sohn Sauls, und führte ihn hinüber nach Machanaim;
9 und
er machte ihn zum König über Gilead und über die Asuriter und
über Jisreel, und über Ephraim und über Benjamin und über das
ganze Israel.
10
Vierzig Jahre war Isboseth, der Sohn Sauls, alt, als er König
wurde über Israel, und er regierte zwei Jahre; nur das Haus Juda
folgte David nach.
11 Und
die Zahl der Tage, welche David in Hebron über das Haus Juda
König war, betrug sieben Jahre und sechs Monate.
12 Und
Abner, der Sohn Ners, und die Knechte Isboseths, des Sohnes
Sauls, zogen aus von Machanaim nach Gibeon;
13 und
auch Joab, der Sohn der Zeruja, und die Knechte Davids zogen
aus; und sie stießen bei dem Teiche von Gibeon aufeinander. Und
diese ließen sich nieder auf dieser Seite des Teiches, und jene
auf jener Seite des Teiches.
14 Da
sprach Abner zu Joab: Laß doch die Jünglinge sich aufmachen und
vor uns spielen! Und Joab sprach: Sie mögen sich aufmachen.
15 Und
sie machten sich auf und gingen hinüber, nach der Zahl: zwölf
für Benjamin und für Isboseth, den Sohn Sauls, und zwölf von den
Knechten Davids.
16 Und
sie ergriffen einer den anderen beim Kopfe, und jeder stieß sein
Schwert dem anderen in die Seite, und sie fielen zusammen. Und
man nannte selbigen Ort Helkath-Hazzurim, der bei Gibeon ist.
17 Und
der Streit wurde überaus heftig an jenem Tage; und Abner und die
Männer von Israel wurden vor den Knechten Davids geschlagen.
18 Und
es waren daselbst drei Söhne der Zeruja: Joab und Abisai und
Asael. Asael aber war schnell auf seinen Füßen, wie eine der
Gazellen, die auf dem Felde sind.
19 Und
Asael jagte Abner nach und bog nicht aus, weder zur Rechten noch
zur Linken hinter Abner weg.
20 Da
wandte sich Abner um und sprach: Bist du es, Asael? Und er
sprach: Ich bin’s.
21 Da
sprach Abner zu ihm: Biege aus zu deiner Rechten oder zu deiner
Linken, und greife dir einen von den Jünglingen und nimm dir
seine Rüstung! Aber Asael wollte nicht hinter ihm weg weichen.
22 Da
sprach Abner nochmals zu Asael: Weiche hinter mir weg! Warum
soll ich dich zu Boden schlagen? Und wie könnte ich mein
Angesicht erheben zu deinem Bruder Joab?
23
Aber er weigerte sich zu weichen. Da schlug ihn Abner mit dem
hinteren Ende des Speeres in den Bauch, daß der Speer hinten
herausfuhr; und er fiel daselbst und starb an seiner Stelle. Und
es geschah, jeder, der an den Ort kam, wo Asael gefallen und
gestorben war, der blieb stehen.
24 Und
Joab und Abisai jagten Abner nach; und die Sonne ging unter, als
sie zum Hügel Amma kamen, der vor Giach liegt, auf dem Wege zur
Wüste Gibeon.
25 Und
die Kinder Benjamin sammelten sich hinter Abner her und wurden
zu einem Haufen, und sie stellten sich auf den Gipfel eines
Hügels.
26 Und
Abner rief Joab zu und sprach: Soll das Schwert immerfort
fressen? Weißt du nicht, daß zuletzt Erbitterung sein wird? Und
wie lange willst du nicht dem Volke sagen, von der Verfolgung
ihrer Brüder umzukehren?
27 Da
sprach Joab: So wahr Gott lebt, wenn du nicht geredet hättest,
dann wäre schon seit dem Morgen das Volk weggezogen, ein jeder
von der Verfolgung seines Bruders!
28 Und
Joab stieß in die Posaune; da blieb alles Volk stehen, und sie
jagten Israel nicht mehr nach und fuhren nicht mehr fort zu
streiten.
29 Und
Abner und seine Männer zogen durch die Ebene jene ganze Nacht,
und sie setzten über den Jordan und durchzogen das ganze Bitron
und kamen nach Machanaim.
30
Joab aber kehrte um von der Verfolgung Abners und versammelte
das ganze Volk; da wurden von den Knechten Davids neunzehn Mann
vermißt und Asael.
31 Die
Knechte Davids aber hatten von Benjamin und unter den Männern
Abners viele erschlagen; dreihundertsechzig Mann waren tot.
32 Und
sie hoben Asael auf und begruben ihn in dem Begräbnis seines
Vaters, das zu Bethlehem war. Und Joab und seine Männer gingen
die ganze Nacht, und das Licht brach ihnen an zu Hebron.
3,1
Und der Streit war lang zwischen dem Hause Sauls und dem Hause
Davids; David aber wurde immerfort stärker, während das Haus
Sauls immerfort schwächer wurde.
2 Und
es wurden dem David Söhne in Hebron geboren: Sein Erstgeborener
war Amnon, von Achinoam, der Jisreelitin;
3 und
sein zweiter Kileab, von Abigail, dem Weibe Nabals, des
Karmeliters; und der dritte Absalom, der Sohn Maakas, der
Tochter Talmais, des Königs von Gesur;
4 und
der vierte Adonija, der Sohn Haggiths; und der fünfte
Schephatja, der Sohn Abitals;
5 und
der sechste Jithream, von Egla, dem Weibe Davids. Diese wurden
dem David in Hebron geboren.
6 Und
es geschah, während der Streit war zwischen dem Hause Sauls und
dem Hause Davids, da stand Abner dem Hause Sauls mutig bei.
7 Und
Saul hatte ein Kebsweib, ihr Name war Rizpa, die Tochter Ajas.
Und Isboseth sprach zu Abner: Warum bist du zu dem Kebsweibe
meines Vaters eingegangen?
8 Da
ergrimmte Abner sehr über die Worte Isboseths und sprach: Bin
ich ein Hundskopf, der es mit Juda hält? Heute erweise ich Güte
an dem Hause deines Vaters Saul, an seinen Brüdern und an seinen
Freunden, und ich habe dich nicht in die Hand Davids
überliefert; und du wirfst mir heute das Vergehen mit diesem
Weibe vor?
9 So
möge Gott Abner tun und so ihm hinzufügen, wenn ich nicht, wie
Jehova dem David geschworen hat, ihm also tun werde:
10 das
Königtum von dem Hause Sauls abzuwenden und den Thron Davids
aufzurichten über Israel und über Juda, von Dan bis Beerseba!
11 Und
er konnte Abner kein Wort mehr erwidern, weil er ihn fürchtete.
12 Und
Abner sandte Boten für sich zu David und sprach: Wessen ist das
Land? Und er sprach: Mache einen Bund mit mir; und siehe, meine
Hand wird mit dir sein, um ganz Israel dir zuzuwenden.
13 Und
David sprach: Gut, ich will einen Bund mit dir machen; nur eine
Sache fordere ich von dir, nämlich: Du sollst mein Angesicht
nicht sehen, du bringest denn zuvor Michal, die Tochter Sauls,
wenn du kommst, um mein Angesicht zu sehen.
14 Und
David sandte Boten zu Isboseth, dem Sohne Sauls, und ließ ihm
sagen: Gib mir Michal, mein Weib, die ich mir verlobt habe um
hundert Vorhäute der Philister.
15 Da
sandte Isboseth hin und ließ sie holen von ihrem Manne, von
Paltiel, dem Sohne des Lais.
16 Und
ihr Mann ging mit ihr und folgte ihr weinend nach bis Bachurim.
Da sprach Abner zu ihm: Geh, kehre um! Und er kehrte um.
17 Und
Abner hatte sich mit den Ältesten Israels unterredet und gesagt:
Früher schon habt ihr David zum König über euch begehrt;
18 so
handelt nun; denn Jehova hat von David geredet und gesagt: Durch
die Hand Davids, meines Knechtes, will ich mein Volk Israel
erretten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller
seiner Feinde.
19 Und
Abner redete auch zu den Ohren Benjamins. Und Abner ging auch
hin, um zu den Ohren Davids in Hebron alles zu reden, was gut
war in den Augen Israels und in den Augen des ganzen Hauses
Benjamin.
20 Als
nun Abner, und zwanzig Männer mit ihm, zu David nach Hebron
kamen, machte David Abner und den Männern, die mit ihm waren,
ein Mahl.
21 Und
Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, und
ganz Israel zu meinem Herrn, dem König, versammeln, daß sie
einen Bund mit dir machen, und du über alles regierst, was deine
Seele begehrt. Und David entließ Abner, und er ging hin in
Frieden.
22 Und
siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzuge
und brachten große Beute mit sich. Abner war aber nicht mehr bei
David zu Hebron; denn er hatte ihn entlassen, und er war
hingegangen in Frieden.
23 Als
nun Joab und das ganze Heer, das mit ihm war, ankamen, da
berichtete man Joab und sprach: Abner, der Sohn Ners, ist zum
König gekommen; und er hat ihn entlassen, und er ist hingegangen
in Frieden.
24 Da
kam Joab zum König und sprach: Was hast du getan! Siehe, Abner
ist zu dir gekommen; warum doch hast du ihn entlassen, daß er
ungehindert weggegangen ist?
25 Du
kennst Abner, den Sohn Ners, daß er gekommen ist, um dich zu
bereden, und um deinen Ausgang und deinen Eingang zu wissen, und
alles zu wissen, was du tust.
26 Und
Joab ging von David hinaus und sandte Boten hinter Abner her;
und sie holten ihn zurück von der Zisterne Sira; David aber
wußte es nicht.
27 Als
nun Abner nach Hebron zurückkam, führte ihn Joab beiseite in das
Tor, um in der Stille mit ihm zu reden; und er schlug ihn
daselbst in den Bauch, daß er starb, wegen des Blutes seines
Bruders Asael.
28 Und
David hörte es hernach und sprach: Schuldlos bin ich und mein
Königreich vor Jehova ewiglich an dem Blute Abners, des Sohnes
Ners!
29 Es
komme über das Haupt Joabs und über das ganze Haus seines
Vaters; und nie soll im Hause Joabs fehlen der Flüssige und der
Aussätzige und der sich am Stabe stützt und der durchs Schwert
fällt und dem es an Brot mangelt!
30 So
haben Joab und Abisai, sein Bruder, Abner ermordet, weil er
ihren Bruder Asael zu Gibeon im Streit getötet hatte.
31 Und
David sprach zu Joab und zu allem Volke, das mit ihm war:
Zerreißet eure Kleider und umgürtet euch mit Sacktuch, und
klaget vor Abner her! Und der König David ging hinter der Bahre
her.
32 Und
sie begruben Abner zu Hebron; und der König erhob seine Stimme
und weinte am Grabe Abners, und das ganze Volk weinte.
33 Und
der König stimmte ein Klagelied an über Abner und sprach: Mußte,
wie ein Tor stirbt, Abner sterben?
34
Deine Hände waren nicht gebunden, und nicht in eherne Fesseln
gelegt deine Füße. Wie man fällt vor Söhnen der Ungerechtigkeit,
so bist du gefallen! Da weinte alles Volk noch mehr über ihn.
35 Und
alles Volk kam, um David zu bewegen, daß er Brot esse, während
es noch Tag war. Aber David schwur und sprach: So soll mir Gott
tun und so hinzufügen, wenn ich vor Untergang der Sonne Brot
oder irgend etwas koste!
36 Und
alles Volk nahm es wahr; und es war gut in ihren Augen, wie
alles, was der König tat, gut war in den Augen des ganzen
Volkes.
37 Und
das ganze Volk und ganz Israel erkannten an jenem Tage, daß es
nicht von dem König ausgegangen war, Abner, den Sohn Ners, zu
töten.
38 Und
der König sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, daß an
diesem Tage ein Oberster und Großer in Israel gefallen ist?
39 Ich
aber bin heute schwach, obschon zum König gesalbt; und diese
Männer, die Söhne der Zeruja, sind zu hart für mich. Jehova
vergelte dem, der das Böse tut, nach seiner Bosheit!
4,1
Und als der Sohn Sauls hörte, daß Abner zu Hebron gestorben war,
da wurden seine Hände schlaff, und ganz Israel war bestürzt.
2 Und
zwei Männer waren Oberste der Scharen des Sohnes Sauls, der Name
des einen war Baana, und der Name des anderen Rekab, Söhne
Rimmons, des Beerothiters, von den Kindern Benjamin. Denn auch
Beeroth wird zu Benjamin gerechnet;
3 aber
die Beerothiter entflohen nach Gittaim und haben sich dort als
Fremdlinge aufgehalten bis auf diesen Tag.
4 Und
Jonathan, der Sohn Sauls, hatte einen Sohn, der an den Füßen
lahm war. Er war fünf Jahre alt, als die Nachricht von Saul und
Jonathan aus Jisreel kam; da nahm seine Amme ihn auf und floh.
Und es geschah, als sie ängstlich floh, daß er fiel und lahm
wurde; und sein Name war Mephiboseth.
5 Und
die Söhne Rimmons, des Beerothiters, Rekab und Baana, gingen hin
und kamen um die Hitze des Tages in das Haus Isboseths, während
er seine Mittagsruhe hielt.
6 Und
sie kamen dahin, bis in das Innere des Hauses, als wollten sie
Weizen holen, und sie schlugen ihn in den Bauch. Und Rekab und
sein Bruder Baana entrannen.
7 Sie
kamen in das Haus, während er in seinem Schlafgemach auf seinem
Bette lag, und sie schlugen ihn und töteten ihn und hieben ihm
den Kopf ab; und sie nahmen seinen Kopf und gingen den Weg der
Ebene die ganze Nacht hindurch.
8 Und
sie brachten den Kopf Isboseths zu David nach Hebron und
sprachen zu dem König: Siehe da, der Kopf Isboseths, des Sohnes
Sauls, deines Feindes, der nach deinem Leben trachtete; und so
hat Jehova meinem Herrn, dem König, an diesem Tage Rache
verliehen an Saul und an seinem Samen.
9 Da
antwortete David Rekab und Baana, seinem Bruder, den Söhnen
Rimmons, des Beerothiters, und sprach zu ihnen: So wahr Jehova
lebt, der meine Seele erlöst hat aus aller Bedrängnis, den, der
mir berichtete und sprach:
10
Siehe, Saul ist tot! und der in seinen Augen ein guter Bote war,
den ergriff ich und tötete ihn zu Ziklag, um ihm so Botenlohn zu
geben;
11
wieviel mehr, da gottlose Männer einen gerechten Mann in seinem
Hause auf seiner Lagerstätte ermordet haben, sollte ich jetzt
nicht sein Blut von eurer Hand fordern und euch wegschaffen von
der Erde?
12 Und
David gebot seinen Knechten, und sie erschlugen sie und hieben
ihnen die Hände und die Füße ab, und hängten sie auf am Teiche
zu Hebron; das Haupt Isboseths aber nahmen sie und begruben es
in dem Begräbnis Abners zu Hebron.
5,1
Und alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron, und sie
sprachen und sagten: Siehe, wir sind dein Gebein und dein
Fleisch.
2
Schon früher, als Saul König über uns war, bist du es gewesen,
der Israel aus-und einführte; und Jehova hat zu dir gesagt: Du
sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst sein über
Israel.
3 Und
alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron, und der
König David machte einen Bund mit ihnen zu Hebron, vor Jehova;
und sie salbten David zum König über Israel.
4
Dreißig Jahre war David alt, als er König wurde; er regierte
vierzig Jahre.
5 Zu
Hebron regierte er sieben Jahre und sechs Monate über Juda, und
zu Jerusalem regierte er dreiunddreißig Jahre über ganz Israel
und Juda.
6 Und
der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem wider die
Jebusiter, die Bewohner des Landes. Und sie sprachen zu David
und sagten: Du wirst nicht hier hereinkommen, sondern die
Blinden und die Lahmen werden dich wegtreiben; sie wollten damit
sagen: David wird nicht hier hereinkommen.
7 Aber
David nahm die Burg Zion ein, das ist die Stadt Davids.
8 Und
David sprach an selbigem Tage: Wer die Jebusiter schlägt und an
die Wasserleitung gelangt, und die Lahmen und die Blinden
schlägt, welche der Seele Davids verhaßt sind…! Daher spricht
man: Ein Blinder und ein Lahmer darf nicht ins Haus kommen.
9 Und
David wohnte in der Burg, und er nannte sie Stadt Davids. Und
David baute ringsum, von dem Millo an einwärts.
10 Und
David wurde immerfort größer, und Jehova, der Gott der
Heerscharen, war mit ihm.
11 Und
Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David, und
Zedernholz und Zimmerleute und Mauerleute; und sie bauten David
ein Haus.
12 Und
David erkannte, daß Jehova ihn zum König über Israel bestätigt,
und daß er sein Königreich erhoben hatte um seines Volkes Israel
willen.
13 Und
David nahm noch Kebsweiber und Weiber aus Jerusalem, nachdem er
von Hebron gekommen war; und es wurden David noch Söhne und
Töchter geboren.
14 Und
dies sind die Namen der ihm in Jerusalem Geborenen: Schammua und
Schobab und Nathan und Salomo,
15 und
Jibschar und Elischua und Nepheg und Japhija,
16 und
Elischama und Eljada und Eliphelet.
17 Und
als die Philister hörten, daß man David zum König über Israel
gesalbt hatte, da zogen alle Philister herauf, um David zu
suchen. Und David hörte es und zog in die Burg hinab.
18 Und
die Philister kamen und breiteten sich aus im Tale Rephaim.
19 Und
David befragte Jehova und sprach: Soll ich wider die Philister
hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Und Jehova
sprach zu David: Ziehe hinauf, denn ich werde die Philister
gewißlich in deine Hand geben.
20 Da
kam David nach Baal-Perazim. Und David schlug sie daselbst, und
er sprach: Jehova hat meine Feinde vor mir durchbrochen, gleich
einem Wasserdurchbruch. Daher gab er jenem Orte den Namen
Baal-Perazim.
21 Und
sie ließen daselbst ihre Götzen, und David und seine Männer
nahmen sie weg.
22 Und
die Philister zogen wiederum herauf und breiteten sich aus im
Tale Rephaim.
23 Und
David befragte Jehova; und er sprach: Du sollst nicht
hinaufziehen; wende dich ihnen in den Rücken, daß du an sie
kommst den Bakabäumen gegenüber.
24 Und
sobald du das Geräusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der
Bakabäume hörst, alsdann beeile dich; denn alsdann ist Jehova
vor dir ausgezogen, um das Heer der Philister zu schlagen.
25 Und
David tat also, wie Jehova ihm geboten hatte; und er schlug die
Philister von Geba, bis man nach Geser kommt.
6,1
Und David versammelte wiederum alle Auserlesenen in Israel,
dreißigtausend Mann.
2 Und
David machte sich auf und zog hin, und alles Volk, das bei ihm
war, nach Baale-Juda, um von dannen die Lade Gottes
heraufzubringen, welche nach dem Namen, dem Namen Jehovas der
Heerscharen, der zwischen den Cherubim thront, genannt wird.
3 Und
sie stellten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen, und brachten
sie aus dem Hause Abinadabs weg, das auf dem Hügel war; und Ussa
und Achjo, die Söhne Abinadabs, führten den neuen Wagen.
4 Und
sie brachten sie aus dem Hause Abinadabs weg, das auf dem Hügel
war, indem sie die Lade Gottes begleiteten; und Achjo ging vor
der Lade her.
5 Und
David und das ganze Haus Israel spielten vor Jehova mit allerlei
Instrumenten von Zypressenholz, und mit Lauten und mit Harfen
und mit Tamburinen und mit Sistren und mit Zimbeln.
6 Und
als sie zur Tenne Nakons kamen, da langte Ussa nach der Lade
Gottes und faßte sie an, denn die Rinder hatten sich
losgerissen.
7 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Ussa, und Gott schlug ihn
daselbst wegen des Vergehens; und er starb daselbst bei der Lade
Gottes.
8 Und
David entbrannte darüber, daß Jehova einen Bruch an Ussa gemacht
hatte; und er nannte jenen Ort Perez-Ussa, bis auf diesen Tag.
9 Und
David fürchtete sich vor Jehova an selbigem Tage und sprach: Wie
soll die Lade Jehovas zu mir kommen?
10 Und
David wollte die Lade Jehovas nicht zu sich einkehren lassen in
die Stadt Davids; und David ließ sie beiseite bringen in das
Haus Obed Edoms, des Gathiters.
11 Und
die Lade Jehovas blieb in dem Hause Obed-Edoms, des Gathiters,
drei Monate. Und Jehova segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
12 Und
es wurde dem König David berichtet und gesagt: Jehova hat das
Haus Obed-Edoms und alles, was sein ist, gesegnet um der Lade
Gottes willen. Da ging David hin und holte die Lade Gottes aus
dem Hause Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids mit Freuden.
13 Und
es geschah, wenn die Träger der Lade Jehovas sechs Schritte
gegangen waren, so opferte er ein Rind und ein Mastvieh.
14 Und
David tanzte mit aller Kraft vor Jehova, und David war mit einem
leinenen Ephod umgürtet.
15 Und
David und das ganze Haus Israel brachten die Lade Jehovas hinauf
mit Jauchzen und mit Posaunenschall.
16 Und
es geschah, als die Lade Jehovas in die Stadt Davids kam, da
schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster; und sie sah
den König David vor Jehova hüpfen und tanzen, und sie verachtete
ihn in ihrem Herzen.
17 Und
sie brachten die Lade Jehovas hinein und stellten sie an ihren
Ort innerhalb des Zeltes, das David für sie aufgeschlagen hatte.
Und David opferte Brandopfer und Friedensopfer vor Jehova.
18 Und
als David das Opfern der Brandopfer und der Friedensopfer
beendigt hatte, segnete er das Volk im Namen Jehovas der
Heerscharen.
19 Und
er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, vom
Manne bis zum Weibe, an einen jeden einen Brotkuchen und einen
Trunk Wein und einen Rosinenkuchen. Und das ganze Volk ging hin,
ein jeder nach seinem Hause.
20 Und
als David zurückkehrte, um sein Haus zu segnen, ging Michal, die
Tochter Sauls, hinaus, David entgegen, und sprach: Wie hat der
König von Israel sich heute verherrlicht, da er sich heute vor
den Augen der Mägde seiner Knechte entblößt hat, wie sich nur
einer der losen Leute entblößt!
21 Da
sprach David zu Michal: Vor Jehova, der mich vor deinem Vater
und vor seinem ganzen Hause erwählt hat, um mich als Fürst zu
bestellen über das Volk Jehovas, über Israel, ja, vor Jehova
will ich spielen;
22 und
ich will noch geringer werden denn also, und will niedrig sein
in meinen Augen; aber bei den Mägden, von denen du sprichst, bei
ihnen werde ich geehrt sein.
23
Michal aber die Tochter Sauls, hatte kein Kind bis zum Tage
ihres Todes.
7,1
Und es geschah, als der König in seinem Hause wohnte, und Jehova
ihm ringsumher Ruhe geschafft hatte vor allen seinen Feinden,
2 da
sprach der König zu Nathan, dem Propheten: Siehe doch, ich wohne
in einem Hause von Zedern, und die Lade Gottes wohnt unter
Teppichen.
3 Und
Nathan sprach zu dem König: Gehe hin, tue alles, was du im
Herzen hast, denn Jehova ist mit dir.
4 Und
es geschah in selbiger Nacht, da geschah das Wort Jehovas zu
Nathan also:
5 Gehe
hin und sprich zu meinem Knechte, zu David: So spricht Jehova:
Solltest du mir ein Haus bauen zu meiner Wohnung?
6 Denn
ich habe nicht in einem Hause gewohnt von dem Tage an, da ich
die Kinder Israel aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen
Tag; sondern ich wanderte umher in einem Zelte und in einer
Wohnung.
7 Wo
immer ich wanderte unter allen Kindern Israel, habe ich wohl zu
einem der Stämme Israels, dem ich gebot, mein Volk Israel zu
weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht
ein Haus von Zedern gebaut?
8 Und
nun sollst du also zu meinem Knechte David sagen: So spricht
Jehova der Heerscharen: Ich habe dich von der Trift genommen,
hinter dem Kleinvieh weg, daß du Fürst sein solltest über mein
Volk, über Israel;
9 und
ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gezogen bist, und habe
alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich habe dir einen
großen Namen gemacht, gleich dem Namen der Großen, die auf Erden
sind.
10 Und
ich werde einen Ort setzen für mein Volk, für Israel, und werde
es pflanzen, daß es an seiner Stätte wohne und nicht mehr
beunruhigt werde, und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es
nicht mehr bedrücken,
11 wie
früher und seit dem Tage, da ich Richter über mein Volk Israel
bestellt habe. Und ich habe dir Ruhe geschafft vor allen deinen
Feinden; und Jehova tut dir kund, daß Jehova dir ein Haus machen
wird.
12
Wenn deine Tage voll sein werden, und du bei deinen Vätern
liegen wirst, so werde ich deinen Samen nach dir erwecken, der
aus deinem Leibe kommen soll, und werde sein Königtum
befestigen.
13 Der
wird meinem Namen ein Haus bauen; und ich werde den Thron seines
Königtums befestigen auf ewig.
14 Ich
will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein, so daß, wenn er
verkehrt handelt, ich ihn züchtigen werde mit einer Menschenrute
und mit Schlägen der Menschenkinder;
15
aber meine Güte soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul
weichen ließ, den ich vor dir weggetan habe.
16 Und
dein Haus und dein Königtum sollen vor dir beständig sein auf
ewig, dein Thron soll fest sein auf ewig.
17
Nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, also
redete Nathan zu David.
18 Da
ging der König David hinein und setzte sich vor Jehova nieder
und sprach: Wer bin ich, Herr, Jehova, und was ist mein Haus,
daß du mich bis hierher gebracht hast?
19 Und
dies ist noch ein Geringes gewesen in deinen Augen, Herr,
Jehova! Und du hast auch von dem Hause deines Knechtes geredet
in die Ferne hin; und ist dies die Weise des Menschen, Herr,
Jehova?
20
Doch was soll David noch weiter zu dir reden? Du kennst ja
deinen Knecht, Herr, Jehova!
21 Um
deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dieses
Große getan, um es deinem Knechte kundzutun.
22
Darum bist du groß, Jehova Gott! Denn niemand ist dir gleich,
und kein Gott außer dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren
gehört haben.
23 Und
wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf Erden,
welche Gott hingegangen ist, sich zum Volke zu erlösen, und um
sich einen Namen zu machen, und für sie solch Großes zu tun und
furchtbare Dinge für dein Land, indem du vor deinem Volke, das
du dir aus Ägypten erlöst hast, Nationen und ihre Götter
vertriebst!
24 Und
du hast dir dein Volk Israel befestigt, dir zum Volke auf ewig;
und du, Jehova, bist ihr Gott geworden.
25 Und
nun, Jehova Gott, das Wort, das du über deinen Knecht und über
sein Haus geredet hast, halte aufrecht ewiglich, und tue, wie du
geredet hast!
26 Und
dein Name sei groß auf ewig, daß man spreche: Jehova der
Heerscharen ist Gott über Israel. Und das Haus deines Knechtes
David sei fest vor dir.
27
Denn du, Jehova der Heerscharen, Gott Israels, hast dem Ohre
deines Knechtes eröffnet und gesagt: Ich werde dir ein Haus
bauen; darum hat dein Knecht sich ein Herz gefaßt, dieses Gebet
zu dir zu beten.
28 Und
nun, Herr, Jehova, du bist es, der da Gott ist, und deine Worte
sind Wahrheit, und du hast dieses Gute zu deinem Knechte
geredet.
29 So
laß es dir nun gefallen und segne das Haus deines Knechtes, daß
es ewiglich vor dir sei; denn du, Herr, Jehova, hast geredet,
und so werde mit deinem Segen das Haus deines Knechtes gesegnet
ewiglich!
8,1
Und es geschah hernach, da schlug David die Philister und
demütigte sie; und David nahm den Zaum der Hauptstadt aus der
Hand der Philister.
2 Und
er schlug die Moabiter und maß sie mit der Meßschnur, indem er
sie auf die Erde legen ließ; und er maß zwei Meßschnüre ab, um
zu töten, und eine volle Meßschnur, um am Leben zu lassen. Und
die Moabiter wurden David zu Knechten, welche Geschenke
brachten.
3 Und
David schlug Hadadeser, den Sohn Rechobs, den König von Zoba,
als er hinzog, um seine Macht am Strome wiederherzustellen.
4 Und
David nahm von ihm tausendsiebenhundert Reiter und
zwanzigtausend Mann Fußvolk gefangen; und David lähmte alle
Gespanne und ließ hundert Gespanne von ihm übrig.
5 Und
die Syrer von Damaskus kamen, um Hadadeser, dem König von Zoba,
zu helfen; und David erschlug unter den Syrern
zweiundzwanzigtausend Mann.
6 Und
David legte Besatzungen in das damascenische Syrien; und die
Syrer wurden David zu Knechten, welche Geschenke brachten. Und
Jehova half David überall, wohin er zog.
7 Und
David nahm die goldenen Schilde, welche den Knechten Hadadesers
gehörten, und brachte sie nach Jerusalem.
8 Und
aus Betach und aus Berothai, den Städten Hadadesers, nahm der
König David Erz in großer Menge.
9 Und
als Toi, der König von Hamath, hörte, daß David die ganze
Heeresmacht Hadadesers geschlagen hatte,
10 da
sandte Toi seinen Sohn Joram zu dem König David, um ihn nach
seinem Wohlergehen zu fragen und ihn zu beglückwünschen, darum
daß er wider Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte; denn
Hadadeser war stets im Kriege mit Toi; und in seiner Hand waren
Geräte von Silber und Geräte von Gold und Geräte von Erz.
11
Auch diese heiligte der König David dem Jehova, samt dem Silber
und dem Golde, das er von all den Nationen geheiligt, die er
unterjocht hatte:
12 von
den Syrern und von den Moabitern und von den Kindern Ammon und
von den Philistern und von den Amalekitern, und von der Beute
Hadadesers, des Sohnes Rechobs, des Königs von Zoba.
13 Und
David machte sich einen Namen, als er zurückkam, nachdem er die
Syrer im Salztal geschlagen hatte, achtzehntausend Mann.
14 Und
er legte Besatzungen in Edom, in ganz Edom legte er Besatzungen;
und alle Edomiter wurden David zu Knechten. Und Jehova half
David überall, wohin er zog.
15 Und
David regierte über ganz Israel; und David übte Recht und
Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke.
16 Und
Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer; und Josaphat, der
Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber;
17 und
Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars,
waren Heilige (e-r); und Seraja war Schreiber;
18 und
Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kerethiter und die
Pelethiter; und die Söhne Davids waren Krondiener.
9,1
Und David sprach: Ist noch jemand da, der vom Hause Sauls
übriggeblieben ist, daß ich Güte an ihm erweise um Jonathans
willen?
2 Es
war aber ein Knecht vom Hause Sauls, sein Name war Ziba; und sie
riefen ihn zu David. Und der König sprach zu ihm: Bist du Ziba?
Und er sprach: Dein Knecht.
3 Und
der König sprach: Ist niemand mehr da vom Hause Sauls, daß ich
Güte Gottes an ihm erweise? Und Ziba sprach zu dem König: Es ist
noch ein Sohn da von Jonathan, der an den Füßen lahm ist.
4 Und
der König sprach zu ihm: Wo ist er? Und Ziba sprach zu dem
König: Siehe, er ist im Hause Makirs, des Sohnes Ammiels, zu
Lodebar.
5 Da
sandte der König David hin und ließ ihn aus dem Hause Makirs,
des Sohnes Ammiels, holen, von Lodebar.
6 Und
Mephiboseth, der Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, kam zu David;
und er fiel auf sein Angesicht und beugte sich nieder. Und David
sprach: Mephiboseth! Und er sprach: Siehe, dein Knecht.
7 Und
David sprach zu ihm: Fürchte dich nicht; denn ich will gewißlich
Güte an dir erweisen um deines Vaters Jonathan willen, und will
dir alle Felder deines Vaters Saul zurückgeben; du aber sollst
beständig an meinem Tische essen.
8 Und
er beugte sich nieder und sprach: Was ist dein Knecht, daß du
dich zu einem toten Hunde gewandt hast, wie ich einer bin?
9 Da
rief der König Ziba, den Diener Sauls, und sprach zu ihm: Alles,
was Saul und seinem ganzen Hause gehört hat, habe ich dem Sohne
deines Herrn gegeben.
10 Und
du sollst ihm das Land bauen, du und deine Söhne und deine
Knechte, und den Ertrag einbringen, damit der Sohn deines Herrn
Brot zu essen habe. Und Mephiboseth, der Sohn deines Herrn, soll
beständig an meinem Tische essen. Und Ziba hatte fünfzehn Söhne
und zwanzig Knechte.
11 Und
Ziba sprach zu dem König: Nach allem, was mein Herr, der König,
seinem Knechte gebietet, also wird dein Knecht tun. Und
Mephiboseth, sprach der König, wird an meinem Tische essen, wie
einer von den Königssöhnen.
12 Und
Mephiboseth hatte einen kleinen Sohn, sein Name war Micha. Und
alle, die im Hause Zibas wohnten, waren Mephiboseths Knechte.
13 Und
Mephiboseth wohnte in Jerusalem, denn er aß beständig am Tische
des Königs. Er war aber lahm an beiden Füßen.
10,1
Und es geschah hernach, da starb der König der Kinder Ammon; und
Hanun, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
2 Und
David sprach: Ich will Güte erweisen an Hanun, dem Sohne Nahas’,
so wie sein Vater Güte an mir erwiesen hat. Und David sandte
hin, um ihn durch seine Knechte wegen seines Vaters zu trösten.
Und die Knechte Davids kamen in das Land der Kinder Ammon.
3 Da
sprachen die Fürsten der Kinder Ammon zu Hanun, ihrem Herrn:
Ehrt wohl David deinen Vater in deinen Augen, daß er Tröster zu
dir gesandt hat? Hat nicht David seine Knechte zu dir gesandt,
um die Stadt zu erforschen und sie auszukundschafte und sie
umzukehren?
4 Da
nahm Hanun die Knechte Davids und ließ ihnen die Hälfte des
Bartes abscheren und ihre Oberkleider zur Hälfte abschneiden,
bis an ihre Gesäße; und er entließ sie.
5 Und
man berichtete es dem David. Da sandte er ihnen entgegen, denn
die Männer schämten sich sehr; und der König ließ ihnen sagen:
Bleibet in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann kommet
zurück.
6 Als
nun die Kinder Ammon sahen, daß sie sich bei David stinkend
gemacht hatten, da sandten die Kinder Ammon hin und dingten die
Syrer von Beth-Rechob und die Syrer von Zoba, zwanzigtausend
Mann zu Fuß, und den König von Maaka, tausend Mann, und die
Männer von Tob, zwölftausend Mann.
7 Und
als David es hörte, sandte er Joab hin und das ganze Heer, die
Helden.
8 Und
die Kinder Ammon zogen aus und stellten sich am Eingang des
Tores in Schlachtordnung auf; und die Syrer von Zoba und Rechob
und die Männer von Tob und Maaka waren für sich auf dem Felde.
9 Und
als Joab sah, daß der Streit von vorn und von hinten gegen ihn
gerichtet war, da erwählte er von allen Auserlesenen Israels und
stellte sich auf, den Syrern gegenüber;
10 und
das übrige Volk übergab er der Hand seines Bruders Abisai, und
dieser stellte sich auf, den Kindern Ammon gegenüber.
11 Und
er sprach: Wenn die Syrer mir zu stark sind, so sollst du mir
Hilfe leisten; und wenn die Kinder Ammon dir zu stark sind, so
will ich kommen, dir zu helfen.
12 Sei
stark und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte
unseres Gottes! Und Jehova wird tun, was gut ist in seinen
Augen.
13 Da
rückte Joab und das Volk, das bei ihm war, vor zum Streit wider
die Syrer; und sie flohen vor ihm.
14 Und
als die Kinder Ammon sahen, daß die Syrer geflohen waren, da
flohen auch sie vor Abisai und zogen sich in die Stadt zurück.
Und Joab kehrte von den Kindern Ammon zurück und kam nach
Jerusalem.
15 Und
als die Syrer sahen, daß sie vor Israel geschlagen waren, da
versammelten sie sich allesamt.
16 Und
Hadareser sandte hin und ließ die Syrer ausziehen, die jenseit
des Stromes waren; und sie kamen nach Helam, und Schobak, der
Heeroberste Hadaresers, vor ihnen her.
17 Und
es wurde David berichtet; da versammelte er ganz Israel und ging
über den Jordan und kam nach Helam; und die Syrer stellten sich
David gegenüber auf und stritten mit ihm.
18 Und
die Syrer flohen vor Israel, und David tötete von den Syrern
siebenhundert Wagenkämpfer und vierzigtausend Reiter; und er
erschlug Schobak, ihren Heerobersten, und er starb daselbst.
19 Und
als alle die Könige, welche Knechte Hadaresers waren, sahen, daß
sie vor Israel geschlagen waren, da machten sie Frieden mit
Israel und dienten ihnen. Und die Syrer fürchteten sich, den
Kindern Ammon fernerhin zu helfen.
11,1
Und es geschah bei der Rückkehr des Jahres, zur Zeit, wann die
Könige ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm
und ganz Israel; und sie richteten die Kinder Ammon zu Grunde
und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem.
2 Und
es geschah zur Abendzeit, als David von seinem Lager aufstand
und auf dem Dache des Hauses des Königs wandelte, daß er von dem
Dache herab ein Weib sich baden sah; und das Weib war sehr schön
von Ansehen.
3 Und
David sandte hin und erkundigte sich nach dem Weibe; und man
sprach: Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib
Urijas, des Hethiters?
4 Und
David sandte Boten hin und ließ sie holen; und sie kam zu ihm,
und er lag bei ihr (sie hatte sich aber gereinigt von ihrer
Unreinigkeit); und sie kehrte in ihr Haus zurück.
5 Und
das Weib wurde schwanger; und sie sandte hin und berichtete es
David und sprach: Ich bin schwanger.
6 Da
entbot David dem Joab: Sende mir Urija, den Hethiter. Und Joab
sandte Urija zu David.
7 Und
Urija kam zu ihm; und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs
und nach dem Wohlergehen des Volkes und nach dem Stande des
Streites.
8 Und
David sprach zu Urija: Gehe in dein Haus hinab und wasche deine
Füße. Und als Urija aus dem Hause des Königs ging, kam ein
Geschenk des Königs hinter ihm her.
9 Und
Urija legte sich am Eingang des Hauses des Königs nieder bei
allen Knechten seines Herrn, und ging nicht in sein Haus hinab.
10 Und
man berichtete es David und sprach: Urija ist nicht in sein Haus
hinabgegangen. Da sprach David zu Urija: Bist du nicht von der
Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?
11 Und
Urija sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda weilen in
Hütten, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern
auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, um zu essen
und zu trinken und bei meinem Weibe zu liegen? So wahr du lebst
und deine Seele lebt, wenn ich dieses tue!
12 Da
sprach David zu Urija: Bleibe auch heute noch hier, und morgen
werde ich dich entlassen. So blieb Urija an jenem Tage und am
folgenden in Jerusalem.
13 Und
David lud ihn, und er aß und trank vor ihm, und er machte ihn
trunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager
niederzulegen bei den Knechten seines Herrn; aber in sein Haus
ging er nicht hinab.
14 Und
es geschah am Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und
sandte ihn durch Urija.
15 Und
er schrieb in dem Briefe also: Stellet Urija voran, wo der
Streit am stärksten ist, und ziehet euch hinter ihm zurück, daß
er erschlagen werde und sterbe.
16 Und
es geschah, als Joab die Stadt einschloß, da stellte er Urija an
den Ort, von dem er wußte, daß tapfere Männer daselbst waren.
17 Und
die Männer der Stadt zogen heraus und stritten wider Joab, und
es fielen etliche von dem Volke, von den Knechten Davids; und
auch Urija, der Hethiter, starb.
18 Da
sandte Joab hin und berichtete David alle Begebenheiten des
Streites.
19 Und
er befahl dem Boten und sprach: Wenn du geendigt hast, alle
Begebenheiten des Streites dem König zu melden,
20 so
geschehe es, wenn der Grimm des Königs aufsteigt, und er zu dir
spricht: Warum habt ihr euch der Stadt genähert, um zu streiten?
Wußtet ihr nicht, daß sie von der Mauer herab schießen würden?
21 Wer
hat Abimelech, den Sohn Jerubbeseths, erschlagen? Warf nicht ein
Weib den oberen Stein einer Handmühle von der Mauer auf ihn
herab, daß er starb zu Tebez? Warum habt ihr euch der Mauer
genähert? so sollst du sagen: Auch dein Knecht Urija, der
Hethiter, ist tot.
22 Und
der Bote ging hin; und er kam und berichtete David alles, wozu
Joab ihn gesandt hatte.
23 Und
der Bote sprach zu David: Da die Männer die Oberhand über uns
hatten und gegen uns aufs Feld herauszogen, so drangen wir auf
sie ein bis zum Eingang des Tores.
24 Da
schossen die Schützen von der Mauer herab auf deine Knechte, und
es starben etliche von den Knechten des Königs; und auch dein
Knecht Urija, der Hethiter, ist tot.
25 Da
sprach David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sagen: Laß diese
Sache nicht übel sein in deinen Augen, denn das Schwert frißt
bald so, bald so; verstärke deinen Streit gegen die Stadt und
zerstöre sie! So ermutige ihn.
26 Und
als das Weib Urijas hörte, daß Urija, ihr Mann, tot war, klagte
sie um ihren Gatten.
27 Als
aber die Trauer vorüber war, sandte David hin und nahm sie in
sein Haus; und sie wurde sein Weib und gebar ihm einen Sohn.
Aber die Sache, die David getan hatte, war übel in den Augen
Jehovas.
12,1
Und Jehova sandte Nathan zu David; und er kam zu ihm und sprach
zu ihm: Zwei Männer waren in einer Stadt, der eine reich, und
der andere arm.
2 Der
Reiche hatte Kleinvieh und Rinder in großer Menge.
3 Der
Arme hatte aber gar nichts, als nur ein einziges kleines Lamm,
das er gekauft hatte; und er nährte es, und es wurde groß bei
ihm, und mit seinen Kindern zugleich; es aß von seinem Bissen
und trank aus seinem Becher und schlief an seinem Busen, und es
war ihm wie eine Tochter.
4 Da
kam ein Reisender zu dem reichen Manne; und es dauerte ihn, von
seinem Kleinvieh und von seinen Rindern zu nehmen, um es für den
Wanderer zuzurichten, der zu ihm gekommen war, und er nahm das
Lamm des armen Mannes und richtete es zu für den Mann, der zu
ihm gekommen war.
5 Da
entbrannte der Zorn Davids sehr wider den Mann, und er sprach zu
Nathan: So wahr Jehova lebt, der Mann, der dieses getan hat, ist
ein Kind des Todes;
6 und
das Lamm soll er vierfältig erstatten, darum daß er diese Sache
getan, und weil er kein Mitleid gehabt hat!
7 Da
sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht Jehova, der
Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt, und
ich habe dich aus der Hand Sauls errettet,
8 und
ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Weiber deines
Herrn in deinen Schoß, und habe dir das Haus Israel und Juda
gegeben; und wenn es zu wenig war, so hätte ich dir noch dies
und das hinzugefügt.
9
Warum hast du das Wort Jehovas verachtet, indem du tatest, was
übel ist in seinen Augen? Urija, den Hethiter, hast du mit dem
Schwerte erschlagen, und sein Weib hast du dir zum Weibe
genommen; ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der
Kinder Ammon.
10 Nun
denn, so soll von deinem Hause das Schwert nicht weichen
ewiglich, darum daß du mich verachtet und das Weib Urijas, des
Hethiters, genommen hast, daß sie dir zum Weibe sei.
11 So
spricht Jehova: Siehe, ich will aus deinem Hause Unglück über
dich erwecken, und ich will deine Weiber vor deinen Augen nehmen
und sie deinem Nächsten geben, daß er bei deinen Weibern liege
vor den Augen dieser Sonne!
12
Denn du, du hast es im Verborgenen getan; ich aber, ich werde
dieses tun vor ganz Israel und vor der Sonne!
13 Da
sprach David zu Nathan: Ich habe gegen Jehova gesündigt. Und
Nathan sprach zu David: So hat auch Jehova deine Sünde
hinweggetan, du wirst nicht sterben.
14 Nur
weil du den Feinden Jehovas durch diese Sache Anlaß zur
Lästerung gegeben hast, so soll auch der Sohn, der dir geboren
ist, gewißlich sterben.
15 Und
Nathan ging nach seinem Hause. Und Jehova schlug das Kind,
welches das Weib Urijas dem David geboren hatte, und es wurde
todkrank.
16 Und
David suchte Gott um des Knaben willen; und David fastete und
ging hinein und lag über Nacht auf der Erde.
17 Und
die Ältesten seines Hauses machten sich zu ihm auf, um ihn von
der Erde aufzurichten; aber er wollte nicht und aß kein Brot mit
ihnen.
18 Und
es geschah am siebten Tage, da starb das Kind. Und die Knechte
Davids fürchteten sich, ihm zu berichten, daß das Kind tot sei;
denn sie sprachen: Siehe, als das Kind noch am Leben war, haben
wir zu ihm geredet, und er hat nicht auf unsere Stimme gehört;
und wie sollen wir nun zu ihm sagen: Das Kind ist tot? Er würde
etwas Übles tun.
19 Und
David sah, daß seine Knechte sich zuflüsterten; da merkte David,
daß das Kind tot war; und David sprach zu seinen Knechten: Ist
das Kind tot? Und sie sprachen: Es ist tot.
20 Da
stand David von der Erde auf und wusch und salbte sich und
wechselte seine Kleider, und ging in das Haus Jehovas und betete
an; und er kam in sein Haus und forderte, daß man ihm Speise
vorsetze, und er aß.
21 Da
sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das für ein Ding, das du
tust? Als das Kind lebte, hast du um seinetwillen gefastet und
geweint, und wie das Kind tot ist, stehst du auf und issest?
22 Und
er sprach: Als das Kind noch lebte, habe ich gefastet und
geweint, weil ich dachte: Wer weiß, ob Jehova mir nicht gnädig
sein wird, daß das Kind am Leben bleibt?
23 Nun
es aber tot ist, warum sollte ich denn fasten? Vermag ich es
wieder zurückzubringen? Ich gehe zu ihm, aber es wird nicht zu
mir zurückkehren.
24 Und
David tröstete Bathseba, sein Weib, und ging zu ihr ein und lag
bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen
Salomo.
25 Und
Jehova liebte ihn. Und er sandte durch Nathan, den Propheten,
und gab ihm den Namen Jedidjah, um Jehovas willen.
26 Und
Joab stritt wider Rabba der Kinder Ammon, und er nahm die
Königsstadt ein.
27 Und
Joab sandte Boten zu David und ließ ihm sagen: Ich habe wider
Rabba gestritten, habe auch die Wasserstadt eingenommen;
28 und
nun versammle das übrige Volk und belagere die Stadt und nimm
sie ein, daß nicht ich die Stadt einnehme, und sie nach meinem
Namen genannt werde.
29 Da
versammelte David alles Volk und zog nach Rabba, und er stritt
wider dasselbe und nahm es ein.
30 Und
er nahm die Krone ihres Königs von seinem Haupte; ihr Gewicht
war ein Talent Gold, und Edelsteine waren daran; und sie kam auf
das Haupt Davids. Und die Beute der Stadt brachte er hinaus in
großer Menge.
31 Und
das Volk, das darin war, führte er hinaus und legte es unter die
Säge und unter eiserne Dreschwagen und unter eiserne Beile, und
ließ sie durch einen Ziegelofen gehen. Und also tat er allen
Städten der Kinder Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten
nach Jerusalem zurück.
13,1
Und es geschah danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine
schöne Schwester, ihr Name war Tamar; und Amnon, der Sohn
Davids, liebte sie.
2 Und
es war dem Amnon wehe zum Krankwerden um seiner Schwester Tamar
willen; denn sie war eine Jungfrau, und es war in den Augen
Amnons unmöglich, ihr das Geringste zu tun.
3 Und
Amnon hatte einen Freund, sein Name war Jonadab, der Sohn
Schimeas, des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr kluger
Mann.
4 Und
er sprach zu ihm: Warum bist du so abgezehrt, Königssohn, Morgen
für Morgen? Willst du es mir nicht kundtun? Und Amnon sprach zu
ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom.
5 Und
Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Lager und stelle dich
krank; und kommt dein Vater, um dich zu sehen, so sprich zu ihm:
Laß doch meine Schwester Tamar kommen und mir Speise zu essen
geben, und vor meinen Augen das Essen zubereiten, damit ich
zusehe und aus ihrer Hand esse.
6 Und
Amnon legte sich und stellte sich krank. Und als der König kam,
um ihn zu sehen, da sprach Amnon zu dem König: Laß doch meine
Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen
bereiten, daß ich aus ihrer Hand esse.
7 Da
sandte David zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: Gehe doch in
das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm das Essen.
8 Und
Tamar ging in das Haus ihres Bruders Amnon; er lag aber zu
Bette. Und sie nahm den Teig und knetete ihn, und bereitete
Kuchen vor seinen Augen und backte die Kuchen.
9 Und
sie nahm die Pfanne und schüttete sie vor ihm aus. Aber er
weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Laßt jedermann von mir
hinausgehen! Und jedermann ging von ihm hinaus.
10 Da
sprach Amnon zu Tamar: Bringe das Essen in das innere Gemach,
daß ich von deiner Hand esse. Und Tamar nahm die Kuchen, die sie
zubereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in das
innere Gemach.
11 Und
als sie ihm zu essen hinreichte, da ergriff er sie und sprach zu
ihr: Komm, liege bei mir, meine Schwester!
12 Und
sie sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Schwäche mich nicht,
denn also tut man nicht in Israel; begehe nicht diese Schandtat!
13 Und
ich, wohin sollte ich meinen Schimpf tragen? Und du, du würdest
sein wie einer der Schändlichen in Israel. Und nun rede doch zum
König, denn er wird mich dir nicht verweigern.
14 Er
wollte aber nicht auf ihre Stimme hören; und er überwältigte sie
und schwächte sie und beschlief sie.
15 Und
Amnon haßte sie mit einem sehr großen Hasse; denn der Haß, womit
er sie haßte, war größer als die Liebe, womit er sie geliebt
hatte. Und Amnon sprach zu ihr: Stehe auf, gehe!
16 Und
sie sprach zu ihm: Es gibt keine Ursache zu diesem Übel, mich
wegzutreiben, welches größer ist als das andere, das du mir
angetan hast. Aber er wollte nicht auf sie hören.
17 Und
er rief seinem Knaben, seinem Diener, und sprach: Treibet doch
diese hinaus, von mir weg, und verriegele die Tür hinter ihr!
18 Sie
trug aber ein langes Gewand; denn also waren die Töchter des
Königs, die Jungfrauen, mit Gewändern bekleidet. Und sein Diener
führte sie hinaus und verriegelte die Tür hinter ihr.
19 Da
nahm Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriß das lange Gewand, das
sie anhatte, und sie legte ihre Hand auf ihr Haupt und ging und
schrie im Gehen.
20 Und
ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir
gewesen? Nun denn, meine Schwester, schweige still; er ist dein
Bruder, nimm dir diese Sache nicht zu Herzen! Da blieb Tamar,
und zwar einsam, im Hause ihres Bruders Absalom.
21 Und
der König David hörte alle diese Dinge, und er wurde sehr
zornig.
22 Und
Absalom redete mit Amnon weder Böses noch Gutes; denn Absalom
haßte Amnon, darum daß er seine Schwester Tamar geschwächt
hatte.
23 Und
es geschah nach zwei vollen Jahren, da hatte Absalom
Schafscherer zu Baal-Hazor, das bei Ephraim liegt; und Absalom
lud alle Söhne des Königs.
24 Und
Absalom kam zu dem König und sprach: Siehe doch, dein Knecht hat
die Schafscherer; es gehe doch der König und seine Knechte mit
deinem Knechte.
25
Aber der König sprach zu Absalom: Nicht doch, mein Sohn! Laß uns
doch nicht allesamt gehen, daß wir dir nicht beschwerlich
fallen. Und er drang in ihn; aber er wollte nicht gehen, und er
segnete ihn.
26 Da
sprach Absalom: Wenn nicht, so laß doch meinen Bruder Amnon mit
uns gehen! Und der König sprach zu ihm: Warum soll er mit dir
gehen?
27
Absalom aber drang in ihn; da ließ er Amnon und alle Söhne des
Königs mit ihm gehen.
28 Und
Absalom gebot seinen Knaben und sprach: Sehet doch zu, wenn
Amnon fröhlichen Herzens wird vom Wein, und ich zu euch spreche:
Erschlaget Amnon! so tötet ihn, fürchtet euch nicht! Bin ich es
nicht, der es euch geboten hat? Seid stark und seid tapfer!
29 Und
die Knaben Absaloms taten dem Amnon, so wie Absalom geboten
hatte. Da standen alle Söhne des Königs auf und bestiegen ein
jeder sein Maultier und flohen.
30 Und
es geschah, während sie auf dem Wege waren, da kam das Gerücht
zu David, indem man sagte: Absalom hat alle Söhne des Königs
erschlagen, und nicht einer von ihnen ist übriggeblieben.
31 Da
stand der König auf und zerriß seine Kleider und legte sich auf
die Erde; und alle seine Knechte standen da mit zerrissenen
Kleidern.
32 Da
hob Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, an und
sprach: Mein Herr sage nicht: Sie haben alle die Jünglinge, die
Söhne des Königs, getötet; denn Amnon allein ist tot; denn nach
dem Beschluß Absaloms war es festgestellt von dem Tage an, da er
seine Schwester Tamar geschwächt hat.
33 Und
nun nehme mein Herr, der König, die Sache nicht zu Herzen, daß
er spreche: Alle Söhne des Königs sind tot; sondern Amnon allein
ist tot.
34 Und
Absalom entfloh. Und der Knabe, der Wächter, erhob seine Augen
und sah: Und siehe, viel Volks kam von dem Wege hinter ihm, von
der Seite des Berges.
35 Da
sprach Jonadab zu dem König: Siehe, die Söhne des Königs kommen;
wie dein Knecht gesagt hat, also ist es geschehen.
36 Und
es geschah, sowie er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die Söhne
des Königs und erhoben ihre Stimme und weinten; und auch der
König und alle seine Knechte brachen in ein sehr großes Weinen
aus.
37
Absalom aber entfloh und ging zu Talmai, dem Sohne Ammihurs, dem
König von Gesur. Und David trauerte um seinen Sohn alle Tage.
38
Absalom aber entfloh und ging nach Gesur; und er war daselbst
drei Jahre.
39 Und
der König David sehnte sich, zu Absalom hinauszuziehen; denn er
hatte sich über Amnon getröstet, daß er tot war.
14,1
Und Joab, der Sohn der Zeruja, merkte, daß das Herz des Königs
nach Absalom stand.
2 Da
sandte Joab nach Tekoa und ließ von dannen ein kluges Weib
holen; und er sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe
Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl, und sei wie ein
Weib, das schon viele Tage über einen Toten trauert;
3 und
gehe zum König hinein und rede zu ihm nach diesem Worte. Und
Joab legte ihr die Worte in den Mund.
4 Und
das tekoitische Weib sprach zu dem König; und sie fiel auf ihr
Antlitz zur Erde und beugte sich nieder und sprach: Hilf, o
König!
5 Und
der König sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie sprach: Fürwahr,
ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben.
6 Und
deine Magd hatte zwei Söhne, und sie zankten sich beide auf dem
Felde, und niemand war da, der rettend dazwischentrat; und der
eine schlug den anderen und tötete ihn.
7 Und
siehe, das ganze Geschlecht ist wider deine Magd aufgestanden,
und sie sprechen: Gib den heraus, der seinen Bruder erschlagen
hat, daß wir ihn töten für die Seele seines Bruders, den er
ermordet hat, und auch den Erben vertilgen! Und so wollen sie
meine Kohle auslöschen, die mir übriggeblieben ist, um meinem
Manne weder Namen noch Überrest auf dem Erdboden zu lassen.
8 Da
sprach der König zu dem Weibe: Gehe nach deinem Hause, und ich
werde deinethalben gebieten.
9 Und
das tekoitische Weib sprach zu dem König: Auf mir, mein Herr
König, und auf dem Hause meines Vaters sei die Ungerechtigkeit;
der König aber und sein Thron seien schuldlos!
10 Und
der König sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir, und
er soll dich fortan nicht mehr antasten.
11 Und
sie sprach: Der König gedenke doch Jehovas, deines Gottes, damit
der Bluträcher nicht noch mehr Verderben anrichte, und sie
meinen Sohn nicht vertilgen! Und er sprach: So wahr Jehova lebt,
wenn von den Haaren deines Sohnes eines auf die Erde fällt!
12 Und
das Weib sprach: Laß doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn,
dem König, reden!
13 Und
er sprach: Rede! Da sprach das Weib: Und warum hast du
dergleichen wider Gottes Volk im Sinne? Denn da der König dieses
Wort geredet hat, ist er wie schuldig, indem der König seinen
Verstoßenen nicht zurückholen läßt.
14
Denn wir müssen gewißlich sterben und sind wie Wasser, das auf
die Erde geschüttet ist, welches man nicht wieder sammeln kann;
und Gott nimmt nicht das Leben weg, sondern er sinnt darauf, daß
der Verstoßene nicht von ihm weg verstoßen bleibe.
15 Und
nun, daß ich gekommen bin, um dieses Wort zu dem König, meinem
Herrn, zu reden, ist, weil das Volk mich in Furcht gesetzt hat.
Da dachte deine Magd: Ich will doch zu dem König reden,
vielleicht wird der König das Wort seiner Magd tun;
16
denn der König wird erhören, um seine Magd aus der Hand des
Mannes zu erretten, der mich und meinen Sohn zusammen aus dem
Erbteil Gottes vertilgen will.
17 Und
deine Magd dachte: Das Wort meines Herrn, des Königs, möge doch
zur Beruhigung sein; denn wie ein Engel Gottes, also ist mein
Herr, der König, um das Gute und das Böse anzuhören; und Jehova,
dein Gott, sei mit dir!
18 Da
antwortete der König und sprach zu dem Weibe: Verhehle mir doch
ja nichts, wonach ich dich fragen will! Und das Weib sprach: Es
wolle doch mein Herr, der König, reden!
19 Und
der König sprach: Ist die Hand Joabs mit dir in diesem allem?
Und das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt,
mein Herr König, wenn zur Rechten oder zur Linken zu weichen ist
von allem, was mein Herr, der König, redet! Denn dein Knecht
Joab, er hat es mir geboten, und er hat deiner Magd alle diese
Worte in den Mund gelegt.
20 Um
das Ansehen der Sache zu wenden, hat dein Knecht Joab dieses
getan; aber mein Herr ist weise, gleich der Weisheit eines
Engels Gottes, daß er alles weiß, was auf Erden vorgeht.
21 Und
der König sprach zu Joab: Siehe doch, ich habe dieses getan; so
gehe hin, hole den Jüngling, den Absalom, zurück.
22 Da
fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde und beugte sich nieder und
segnete den König; und Joab sprach: Heute weiß dein Knecht, daß
ich Gnade gefunden habe in deinen Augen, mein Herr König, da der
König das Wort seines Knechtes getan hat.
23 Und
Joab machte sich auf und ging nach Gesur, und er brachte Absalom
nach Jerusalem.
24
Aber der König sprach: Er soll sich nach seinem Hause wenden und
mein Angesicht nicht sehen. Und Absalom wandte sich nach seinem
Hause und sah das Angesicht des Königs nicht.
25 Und
in ganz Israel war kein Mann wegen seiner Schönheit so sehr zu
preisen wie Absalom; von seiner Fußsohle bis zu seinem Scheitel
war kein Fehl an ihm.
26 Und
wenn er sein Haupt scheren ließ es geschah nämlich von Jahr zu
Jahr, daß er es scheren ließ, denn es war ihm zu schwer, und so
ließ er es scheren so wog sein Haupthaar zweihundert Sekel, nach
dem Gewicht des Königs.
27 Und
dem Absalom wurden drei Söhne geboren und eine Tochter, ihr Name
war Tamar; sie war ein Weib, schön von Ansehen.
28 Und
Absalom wohnte zu Jerusalem zwei volle Jahre; und er sah das
Angesicht des Königs nicht.
29 Da
sandte Absalom zu Joab, um ihn zu dem König zu senden; aber er
wollte nicht zu ihm kommen. Und er sandte wiederum zum zweiten
Mal, aber er wollte nicht kommen.
30 Da
sprach er zu seinen Knechten: Sehet, das Ackerstück Joabs ist an
meiner Seite, und er hat daselbst Gerste; gehet hin und zündet
es mit Feuer an! Und die Knechte Absaloms zündeten das
Ackerstück mit Feuer an.
31 Da
machte Joab sich auf und kam zu Absalom ins Haus, und sprach zu
ihm: Warum haben deine Knechte mein Ackerstück mit Feuer
angezündet?
32 Und
Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich habe zu dir gesandt und dir
sagen lassen: Komm her, daß ich dich zu dem König sende, um ihm
zu sagen: Warum bin ich von Gesur gekommen? Besser wäre mir, ich
wäre noch dort. Und nun möchte ich das Angesicht des Königs
sehen; und wenn eine Ungerechtigkeit an mir ist, so töte er
mich!
33 Da
begab sich Joab zu dem König und berichtete es ihm. Und er rief
Absalom; und er kam zu dem König und warf sich auf sein Antlitz
zur Erde nieder vor dem König, und der König küßte Absalom.
15,1
Und es geschah hernach, da schaffte sich Absalom Wagen und Rosse
an, und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
2 Und
Absalom machte sich früh auf und stellte sich an die Seite des
Torweges; und es geschah: Jedermann, der einen Rechtsstreit
hatte, um zu dem König zu Gericht zu kommen, dem rief Absalom zu
und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Und sprach er: Dein
Knecht ist aus einem der Stämme Israels,
3 so
sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sachen sind gut und recht;
aber du hast von seiten des Königs niemand, der sie anhörte.
4 Und
Absalom sprach: Wer mich doch zum Richter setzte im Lande, daß
jedermann zu mir käme, der einen Rechtsstreit und Rechtshandel
hat, und ich würde ihm zu seinem Recht verhelfen!
5 Und
es geschah, wenn jemand ihm nahte, um sich vor ihm
niederzubeugen, so streckte er seine Hand aus und ergriff ihn
und küßte ihn.
6 Und
Absalom tat auf solche Weise allen Israeliten, die zu dem König
zu Gericht kamen; und so stahl Absalom das Herz der Männer von
Israel.
7 Und
es geschah am Ende von vierzig Jahren, da sprach Absalom zu dem
König: Laß mich doch hingehen und zu Hebron mein Gelübde
erfüllen, das ich Jehova gelobt habe;
8 denn
als ich zu Gesur in Syrien wohnte, tat dein Knecht ein Gelübde
und sprach: Wenn Jehova mich wirklich nach Jerusalem
zurückbringt, so will ich Jehova dienen.
9 Und
der König sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden! Und er machte sich
auf und ging nach Hebron.
10 Und
Absalom sandte Kundschafter in alle Stämme Israels und ließ
sagen: Sobald ihr den Schall der Posaune höret, so sprechet:
Absalom ist König geworden zu Hebron!
11 Und
mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem; sie waren
geladen worden und gingen in ihrer Einfalt; und sie wußten um
nichts.
12 Und
Absalom entbot Ahitophel, den Giloniter, den Rat Davids, aus
seiner Stadt, aus Gilo, während er die Opfer schlachtete. Und
die Verschwörung wurde stark, und das Volk mehrte sich fort und
fort bei Absalom.
13 Und
es kam einer zu David, der ihm berichtete und sprach: Das Herz
der Männer von Israel hat sich Absalom zugewandt.
14 Da
sprach David zu allen seinen Knechten, die in Jerusalem bei ihm
waren: Machet euch auf und laßt uns fliehen; denn sonst wird es
kein Entrinnen für uns geben vor Absalom. Eilet, hinwegzugehen,
daß er nicht eilends uns erreiche und das Unglück über uns
treibe und die Stadt schlage mit der Schärfe des Schwertes!
15 Und
die Knechte des Königs sprachen zu dem König: Nach allem, was
mein Herr, der König, zu tun erwählen wird, siehe hier, deine
Knechte!
16 Und
der König zog hinaus, und sein ganzes Haus in seinem Gefolge;
und der König ließ zehn Kebsweiber zurück, um das Haus zu
bewahren.
17 So
zog der König hinaus, und alles Volk in seinem Gefolge, und sie
machten Halt bei dem entfernten Hause.
18 Und
alle seine Knechte zogen an seiner Seite hinüber; und alle
Kerethiter und alle Pelethiter, und alle Gathiter, sechshundert
Mann, die in seinem Gefolge von Gath gekommen waren, zogen vor
dem König hinüber.
19 Da
sprach der König zu Ittai, dem Gathiter: Warum willst auch du
mit uns gehen? Kehre um und bleibe bei dem König; denn du bist
ein Fremder, und sogar in deinen Ort eingewandert.
20
Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich mit uns
umherirren lassen? Ich aber gehe, wohin ich gehe. Kehre um und
führe deine Brüder zurück; Güte und Wahrheit seien mit dir!
21
Aber Ittai antwortete dem König und sprach: So wahr Jehova lebt
und mein Herr König lebt, an dem Orte, wo mein Herr, der König,
sein wird, sei es zum Tode, sei es zum Leben, daselbst wird auch
dein Knecht sein!
22 Da
sprach David zu Ittai: Komm und ziehe hinüber! Und Ittai, der
Gathiter, zog hinüber mit allen seinen Männern und allen
Kindern, die bei ihm waren.
23 Und
das ganze Land weinte mit lauter Stimme, und alles Volk ging
hinüber. Und der König ging über den Bach Kidron; und alles Volk
zog hinüber nach dem Wege zur Wüste hin.
24 Und
siehe, auch Zadok war da und alle Leviten mit ihm, die Lade des
Bundes Gottes tragend; und sie stellten die Lade Gottes hin, und
Abjathar ging hinauf, bis alles Volk aus der Stadt vollends
hinübergegangen war.
25 Und
der König sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt
zurück. Wenn ich Gnade finde in den Augen Jehovas, so wird er
mich zurückbringen, und mich sie und seine Wohnung sehen lassen.
26
Wenn er aber also spricht: Ich habe kein Gefallen an dir hier
bin ich, mag er mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen.
27 Und
der König sprach zu Zadok, dem Heilige (e-r): Bist du nicht der
Seher? Kehre in die Stadt zurück in Frieden, und Achimaaz, dein
Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars, eure beiden Söhne, mit
euch.
28
Sehet, ich will in den Ebenen der Wüste verziehen, bis ein Wort
von euch kommt, mir Kunde zu geben.
29 Und
Zadok und Abjathar brachten die Lade Gottes nach Jerusalem
zurück, und sie blieben daselbst.
30
David aber ging die Anhöhe der Olivenbäume hinauf und weinte,
während er hinaufging; und sein Haupt war verhüllt, und er ging
barfuß; und alles Volk, das bei ihm war, hatte ein jeder sein
Haupt verhüllt und ging unter Weinen hinauf.
31 Und
man berichtete David und sprach: Ahitophel ist unter den
Verschworenen mit Absalom. Da sprach David: Betöre doch den Rat
Antiophels, Jehova!
32 Und
es geschah, als David auf den Gipfel gekommen war, wo er Gott
anzubeten pflegte, siehe, da kam ihm Husai, der Arkiter,
entgegen mit zerrissenem Leibrock und Erde auf seinem Haupte.
33 Und
David sprach zu ihm: Wenn du mit mir weiter gehst, so wirst du
mir zur Last sein.
34
Wenn du aber in die Stadt zurückkehrst und zu Absalom sagst:
Dein Knecht, o König, will ich sein; wie ich von jeher der
Knecht deines Vaters gewesen bin, so will ich jetzt dein Knecht
sein: so wirst du mir den Rat Ahitophels zunichte machen.
35 Und
sind nicht Zadok und Abjathar, die Heilige (e-r), dort bei dir?
Und es soll geschehen, jede Sache, die du aus dem Hause des
Königs hören wirst, sollst du Zadok und Abjathar, den Heilige
(e-r)n, kundtun.
36
Siehe, ihre beiden Söhne sind daselbst bei ihnen, Achimaaz, des
Zadok, und Jonathan, des Abjathar Sohn; so entbietet mir durch
sie jede Sache, die ihr hören werdet.
37 Da
begab sich Husai, der Freund Davids, in die Stadt; Absalom aber
zog in Jerusalem ein.
16,1
Und als David von dem Gipfel ein wenig weiter gegangen war,
siehe, da kam Ziba, der Knabe Mephiboseths, ihm entgegen mit
einem Paar gesattelter Esel, und auf ihnen zweihundert Brote und
hundert Rosinenkuchen und hundert Kuchen von getrocknetem Obst
und ein Schlauch Wein.
2 Und
der König sprach zu Ziba: Was willst du damit? Und Ziba sprach:
Die Esel sind für das Haus des Königs, um darauf zu reiten, und
das Brot und das getrocknete Obst zum Essen für die Knaben, und
der Wein zum Trinken für den, der in der Wüste ermattet.
3 Und
der König sprach: Und wo ist der Sohn deines Herrn? Und Ziba
sprach zu dem König: Siehe, er bleibt in Jerusalem; denn er
sprach: Heute wird mir das Haus Israel das Königtum meines
Vaters wiedergeben!
4 Da
sprach der König zu Ziba: Siehe, dein ist alles, was Mephiboseth
gehört. Und Ziba sprach: Ich beuge mich nieder; möge ich Gnade
finden in deinen Augen, mein Herr König!
5 Und
als der König David nach Bachurim kam, siehe, da kam von dannen
heraus ein Mann vom Geschlecht des Hauses Sauls, sein Name war
Simei, der Sohn Geras. Er kam unter Fluchen heraus,
6 und
warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Königs
David; und alles Volk und alle Helden waren zu seiner Rechten
und zu seiner Linken.
7 Und
Simei sprach also, indem er fluchte: Hinweg, hinweg, du Mann des
Blutes und Mann Belials!
8
Jehova hat alles Blut des Hauses Sauls, an dessen Statt du König
geworden bist, auf dich zurückgebracht, und Jehova hat das
Königtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben; und siehe,
nun bist du in deinem Unglück, denn ein Mann des Blutes bist du!
9 Und
Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Warum soll
dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen? Laß mich doch
hinübergehen und ihm den Kopf wegnehmen!
10
Aber der König sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen,
ihr Söhne der Zeruja? Ja, mag er fluchen! Denn wenn Jehova ihm
gesagt hat: Fluche David! Wer darf dann sagen: Warum tust du
also?
11 Und
David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein
Sohn, der aus meinem Leibe hervorgegangen ist, trachtet mir nach
dem Leben; wieviel mehr nun dieser Benjaminiter! Laßt ihn, daß
er fluche; denn Jehova hat es ihn geheißen.
12
Vielleicht wird Jehova mein Elend ansehen, und Jehova mir Gutes
erstatten dafür, daß mir geflucht wird an diesem Tage.
13 Und
David und seine Männer zogen auf dem Wege; Simei aber ging an
der Seite des Berges, ihm gegenüber, immerfort fluchend, und
warf mit Steinen gegen ihn und warf Staub empor.
14 Und
der König und alles Volk, das bei ihm war, kamen ermattet an;
und er erholte sich daselbst.
15
Absalom aber und alles Volk, die Männer von Israel, kamen nach
Jerusalem, und Ahitophel mit ihm.
16 Und
es geschah, als Husai, der Arkiter, der Freund Davids, zu
Absalom kam, da sprach Husai zu Absalom: Es lebe der König! es
lebe der König!
17 Und
Absalom sprach zu Husai: Ist das deine Güte an deinem Freunde?
Warum bist du nicht mit deinem Freunde gegangen?
18 Und
Husai sprach zu Absalom: Nein, sondern wen Jehova erwählt hat
und dieses Volk und alle Männer von Israel, dessen will ich
sein, und bei ihm will ich bleiben;
19 und
zum anderen, wem sollte ich dienen? Nicht vor seinem Sohne? Wie
ich vor deinem Vater gedient habe, also will ich vor dir sein.
20 Und
Absalom sprach zu Ahitophel: Schaffet Rat, was wir tun sollen!
21 Und
Ahitophel sprach zu Absalom: Gehe ein zu den Kebsweibern deines
Vaters, die er zurückgelassen hat, um das Haus zu bewahren; so
wird ganz Israel hören, daß du dich bei deinem Vater stinkend
gemacht hast, und die Hände aller derer, die mit dir sind,
werden erstarken.
22 Da
schlug man für Absalom ein Zelt auf dem Dache auf; und Absalom
ging ein zu den Kebsweibern seines Vaters vor den Augen von ganz
Israel.
23 Der
Rat Ahitophels aber, den er in jenen Tagen riet, war, wie wenn
man das Wort Gottes befragte; also war jeder Rat Ahitophels,
sowohl für David als auch für Absalom.
17,1
Und Ahitophel sprach zu Absalom: Laß mich doch zwölftausend Mann
auslesen, und mich aufmachen und diese Nacht David nachjagen;
2 und
ich werde über ihn kommen, während er müde und an Händen schlaff
ist, und ihn in Schrecken setzen; und alles Volk, das bei ihm
ist, wird fliehen, und ich werde den König allein schlagen;
3 und
so werde ich alles Volk zu dir zurückbringen. Gleich der
Rückkehr aller ist der Mann, den du suchst: das ganze Volk wird
in Frieden sein.
4 Und
das Wort war recht in den Augen Absaloms und in den Augen aller
Ältesten von Israel.
5 Und
Absalom sprach: Rufe doch auch Husai, den Arkiter, daß wir
hören, was auch er sagt.
6 Und
Husai kam zu Absalom; und Absalom sprach zu ihm und sagte: Nach
diesem Worte hat Ahitophel geredet; sollen wir sein Wort
ausführen? Wenn nicht, so rede du!
7 Da
sprach Husai zu Absalom: Nicht gut ist der Rat, den Ahitophel
diesmal gegeben hat.
8 Und
Husai sprach: Du kennst ja deinen Vater und seine Männer, daß
die Helden, und daß sie erbitterten Gemütes sind, wie eine der
Jungen beraubte Bärin auf dem Felde; und dein Vater ist ein
Kriegsmann: er wird nicht bei dem Volke übernachten.
9
Siehe, er hat sich jetzt in irgend einer Schlucht oder sonst an
einem Orte versteckt. Und es wird geschehen, wenn zu Anfang
etliche unter ihnen fallen, so wird jeder, der es hört, sagen:
Es hat eine Niederlage unter dem Volke stattgefunden, das
Absalom nachfolgt!
10 Und
ist er auch ein tapferer Mann, dessen Herz wie ein Löwenherz
ist, so wird er sicher verzagen; denn ganz Israel weiß, daß dein
Vater ein Held ist, und die bei ihm sind tapfere Männer.
11
Sondern ich rate: Es werde ganz Israel insgesamt zu dir
versammelt, von Dan bis Beerseba, wie der Sand, der am Meere
ist, an Menge; und deine Person ziehe mit ins Treffen.
12 Und
wir werden über ihn kommen an einem der Orte, wo er sich
befindet, und uns auf ihn niederlassen, wie der Tau auf den
Erdboden fällt; und es wird von ihm und von all den Männern, die
bei ihm sind, auch nicht einer übrigbleiben.
13 Und
wenn er sich in eine Stadt zurückzieht, so soll ganz Israel
Seile an jene Stadt legen, und wir schleppen sie an den Fluß,
bis dort auch nicht ein Steinchen mehr gefunden wird.
14 Und
Absalom und alle Männer von Israel sprachen: Der Rat Husais, des
Arkiters, ist besser als der Rat Ahitophels. Aber Jehova hatte
es so angeordnet, um den guten Rat Ahitophels zunichte zu
machen, damit Jehova das Unglück über Absalom brächte.
15 Und
Husai sprach zu Zadok und zu Abjathar, den Heilige (e-r)n: So
und so hat Ahitophel dem Absalom und den Ältesten von Israel
geraten, und so und so habe ich geraten.
16 So
sendet nun eilends hin und berichtet David und sprechet:
Übernachte nicht diese Nacht in den Ebenen der Wüste, sondern
gehe jedenfalls hinüber, damit nicht der König und alles Volk,
das bei ihm ist, verschlungen werde.
17
Jonathan aber, und Achimaaz standen bei En-Rogel (eine Magd ging
nämlich hin und berichtete ihnen, und sie gingen hin und
berichteten dem König David; denn sie durften sich nicht sehen
lassen, indem sie in die Stadt kamen).
18 Und
ein Knabe sah sie und berichtete es Absalom. Da gingen sie beide
eilends und kamen in das Haus eines Mannes zu Bachurim; der
hatte einen Brunnen in seinem Hofe, und sie stiegen dort hinab.
19 Und
das Weib nahm eine Decke und breitete sie über den Brunnen, und
streute Grütze darüber aus, so daß nichts bemerkt wurde.
20 Und
die Knechte Absaloms kamen zu dem Weibe ins Haus und sprachen:
Wo sind Achimaaz und Jonathan? Und das Weib sprach zu ihnen: Sie
sind über das Wasserbächlein gegangen. Und sie suchten, aber sie
fanden sie nicht, und kehrten nach Jerusalem zurück.
21 Und
es geschah, nachdem sie weggegangen waren, da stiegen sie aus
dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem König
David; und sie sprachen zu David: Machet euch auf und gehet
eilends über das Wasser, denn so hat Ahitophel wider euch
geraten.
22 Da
machte David sich auf, und alles Volk, das bei ihm war, und sie
gingen über den Jordan; bis der Morgen hell wurde, ward auch
nicht einer vermißt, der nicht über den Jordan gegangen wäre.
23 Als
aber Ahitophel sah, daß sein Rat nicht ausgeführt worden war,
sattelte er den Esel und machte sich auf und zog nach seinem
Hause, nach seiner Stadt; und er bestellte sein Haus und
erdrosselte sich; und er starb und wurde begraben im Begräbnis
seines Vaters.
24 Und
David kam nach Machanaim; und Absalom ging über den Jordan, er
und alle Männer von Israel mit ihm.
25 Und
Absalom setzte Amasa an Joabs Statt über das Heer. Amasa war
aber der Sohn eines Mannes, dessen Name Jithra war, der
Israelit, der zu Abigail eingegangen war, der Tochter des Nahas,
der Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs.
26 Und
Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead.
27 Und
es geschah, als David nach Machanaim kam, da brachten Schobi,
der Sohn des Nahas, aus Rabba der Kinder Ammon, und Makir, der
Sohn Ammiels, aus Lodebar, und Barsillai, der Gileaditer, aus
Rogelim,
28
Betten und Becken und Töpfergefäße, und Weizen und Gerste und
Mehl, und geröstete Körner und Bohnen und Linsen und Geröstetes
davon,
29 und
Honig und geronnene Milch, und Kleinvieh und Kuhkäse zu David
und zu dem Volke, das bei ihm war, daß sie äßen; denn sie
sprachen: Das Volk ist hungrig und matt und durstig in der
Wüste.
18,1
Und David musterte das Volk, das bei ihm war, und setzte über
sie Oberste über tausend und Oberste über hundert.
2 Und
David entsandte das Volk: ein Drittel unter der Hand Joabs und
ein Drittel unter der Hand Abisais, des Sohnes der Zeruja, des
Bruder Joabs, und ein Drittel unter der Hand Ittais, des
Gathiters. Und der König sprach zu dem Volke: Auch ich werde
gewißlich mit euch ausziehen.
3 Aber
das Volk sprach: Du sollst nicht ausziehen; denn wenn wir
fliehen müßten, so würden sie nicht auf uns den Sinn richten;
und wenn die Hälfte von uns stürbe, so würden sie nicht auf uns
den Sinn richten; denn du bist wie unser zehntausend. So ist es
nun besser, daß du uns von der Stadt aus zum Beistande bist.
4 Und
der König sprach zu ihnen: Was gut ist in euren Augen, will ich
tun. Und der König stellte sich an die Seite des Tores, und
alles Volk zog aus zu Hunderten und zu Tausenden.
5 Und
der König gebot Joab und Abisai und Ittai und sprach: Verfahret
mir gelinde mit dem Jüngling, mit Absalom! Und alles Volk hörte
es, als der König allen Obersten wegen Absaloms gebot.
6 Und
das Volk zog aus ins Feld, Israel entgegen; und die Schlacht
fand statt im Walde Ephraim.
7 Und
das Volk von Israel wurde daselbst vor den Knechten Davids
geschlagen, und die Niederlage wurde daselbst groß an jenem
Tage: zwanzigtausend Mann.
8 Und
die Schlacht breitete sich daselbst aus über das ganze Land; und
der Wald fraß mehr unter dem Volke, als das Schwert an jenem
Tage fraß.
9 Und
Absalom stieß auf die Knechte Davids; und Absalom ritt auf einem
Maultier, und das Maultier kam unter die verschlungenen Zweige
einer großen Terebinthe; und er blieb mit dem Haupte an der
Terebinthe hangen, und schwebte zwischen Himmel und Erde; das
Maultier aber, das unter ihm war, lief davon.
10 Und
ein Mann sah es und berichtete es Joab und sprach: Siehe, ich
habe Absalom an einer Terebinthe hangen sehen.
11 Da
sprach Joab zu dem Manne, der es ihm berichtete: Siehe, wenn du
ihn gesehen hast, warum hast du ihn nicht daselbst zu Boden
geschlagen? Und an mir war es, dir zehn Sekel Silber und einen
Gürtel zu geben.
12
Aber der Mann sprach zu Joab: Und wenn ich tausend Sekel Silber
auf meinen Händen wöge, würde ich meine Hand nicht nach des
Königs Sohn ausstrecken; denn vor unseren Ohren hat der König
dir und Abisai und Ittai geboten und gesagt: Seid vorsichtig,
wer es auch sei, mit dem Jüngling mit Absalom!
13
Hätte ich aber trüglich gegen sein Leben gehandelt und es bleibt
ja keine Sache vor dem König verborgen, so würdest du selbst
wider mich auftreten.
14 Da
sprach Joab: Ich mag nicht also vor dir warten. Und er nahm drei
Spieße in seine Hand und stieß sie in das Herz Absaloms, während
er noch inmitten der Terebinthe lebte.
15 Und
zehn Knaben, Waffenträger Joabs, umgaben und erschlugen Absalom
und töteten ihn.
16 Und
Joab stieß in die Posaune, und das Volk kehrte um von der
Verfolgung Israels; denn Joab hielt das Volk ab.
17 Und
sie nahmen Absalom und warfen ihn in eine große Grube im Walde,
und errichteten über ihm einen sehr großen Haufen Steine. Und
ganz Israel floh, ein jeder nach seinem Zelte.
18
Absalom aber hatte bei seinen Lebzeiten eine Denksäule genommen
und sich aufgerichtet, die im Königstale steht; denn er sprach:
Ich habe keinen Sohn, um meinen Namen in Erinnerung zu halten.
Und er hatte die Denksäule nach seinem Namen genannt; und man
nennt sie das Denkmal Absaloms, bis auf diesen Tag.
19 Und
Achimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Ich will doch hinlaufen und
dem König Botschaft bringen, daß Jehova ihm Recht verschafft hat
von der Hand seiner Feinde.
20
Aber Joab sprach zu ihm: Du sollst nicht Bote sein an diesem
Tage, sondern du magst an einem anderen Tage Botschaft bringen;
doch an diesem Tage sollst du nicht Botschaft bringen, da ja der
Sohn des Königs tot ist.
21 Und
Joab sprach zu dem Kuschiten: Gehe hin, berichte dem König, was
du gesehen hast. Und der Kuschit beugte sich nieder vor Joab und
lief hin.
22 Da
sprach Achimaaz, der Sohn Zadoks, wiederum zu Joab: Was auch
geschehen möge, laß doch auch mich hinter dem Kuschiten
herlaufen! Und Joab sprach: Warum willst du denn laufen, mein
Sohn, da für dich keine einträgliche Botschaft da ist?
23 Was
auch geschehen möge, ich will laufen. Und er sprach zu ihm:
Laufe! Und Achimaaz lief den Weg des Jordankreises und kam dem
Kuschiten zuvor.
24 Und
David saß zwischen den beiden Toren; und der Wächter ging auf
das Dach des Tores, auf die Mauer, und er erhob seine Augen und
sah, und siehe, ein Mann, der allein lief.
25 Und
der Wächter rief und berichtete es dem König. Und der König
sprach: Wenn er allein ist, so ist eine Botschaft in seinem
Munde. Und er kam stets näher und näher.
26 Da
sah der Wächter einen anderen Mann laufen; und der Wächter rief
dem Torhüter zu und sprach: Siehe, ein Mann, der allein läuft!
Und der König sprach: Auch dieser ist ein Bote.
27 Und
der Wächter sprach: Ich sehe den Lauf des ersten an für den Lauf
des Achimaaz, des Sohnes Zadoks. Und der König sprach: Das ist
ein guter Mann, und er kommt zu guter Botschaft.
28 Und
Achimaaz rief und sprach zu dem König: Friede! Und er beugte
sich vor dem König auf sein Antlitz zur Erde nieder und sprach:
Gepriesen sei Jehova, dein Gott, der die Männer überliefert hat,
die ihre Hand erhoben haben wider meinen Herrn, den König!
29 Und
der König sprach: Geht es dem Jüngling, dem Absalom, wohl? Und
Achimaaz sprach: Ich sah ein großes Getümmel, als Joab den
Knecht des Königs und deinen Knecht absandte; aber ich weiß
nicht, was es war.
30 Und
der König sprach: Wende dich, stelle dich hierher. Und er wandte
sich und blieb stehen.
31 Und
siehe, der Kuschit kam, und der Kuschit sprach: Mein Herr, der
König, lasse sich die Botschaft bringen, daß Jehova dir heute
Recht verschafft hat von der Hand aller, die wider dich
aufgestanden sind.
32 Und
der König sprach zu dem Kuschiten: Geht es dem Jüngling, dem
Absalom, wohl? Und der Kuschit sprach: Wie dem Jüngling, so möge
es den Feinden des Königs, meines Herrn, ergehen und allen, die
wider dich aufgestanden sind zum Bösen!
33 Da
wurde der König sehr bewegt, und er stieg hinauf in das
Obergemach des Tores und weinte; und während er ging, sprach er
also: Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wäre ich
doch an deiner Statt gestorben! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
19,1
Und es wurde Joab berichtet: Siehe, der König weint und trauert
um Absalom.
2 Und
der Sieg wurde an jenem Tage zur Trauer für das ganze Volk; denn
das Volk hörte an jenem Tage sagen: Der König ist betrübt um
seinen Sohn.
3 Und
das Volk stahl sich in die Stadt hinein an jenem Tage, wie ein
Volk sich wegstiehlt, das zu Schanden geworden, wenn es im
Streit geflohen ist.
4 Und
der König hatte sein Angesicht verhüllt, und der König schrie
mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein
Sohn!
5 Da
begab sich Joab zum König ins Haus und sprach: Du hast heute das
Angesicht aller deiner Knechte beschämt, die heute dein Leben
errettet haben und das Leben deiner Söhne und deiner Töchter,
und das Leben deiner Weiber und das Leben deiner Kebsweiber,
6
indem du liebst, die dich hassen, und hassest, die dich lieben;
denn du hast heute kundgetan, daß dir Oberste und Knechte nichts
sind; denn heute erkenne ich, daß, wenn Absalom lebendig und wir
alle heute tot wären, daß es dann recht wäre in deinen Augen.
7 Und
nun mache dich auf, gehe hinaus und rede zum Herzen deiner
Knechte; denn ich schwöre bei Jehova, wenn du nicht hinausgehst,
so wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben; und das wäre
schlimmer für dich als alles Übel, das über dich gekommen ist
von deiner Jugend an bis jetzt.
8 Da
machte der König sich auf und setzte sich in das Tor. Und man
berichtete allem Volke und sprach: Siehe, der König sitzt im
Tore! Da kam alles Volk vor den König. Israel aber war geflohen,
ein jeder nach seinen Zelten.
9 Und
das ganze Volk haderte miteinander unter allen Stämmen Israels
und sprach: Der König hat uns aus der Hand unserer Feinde
errettet, und er hat uns befreit aus der Hand der Philister; und
jetzt ist er vor Absalom aus dem Lande geflohen.
10
Absalom aber, den wir über uns gesalbt hatten, ist im Streit
gestorben; und nun, warum schweiget ihr davon, den König
zurückzuführen?
11 Und
der König David sandte zu Zadok und zu Abjathar, den Heilige
(e-r)n, und sprach: Redet zu den Ältesten von Juda und sprechet:
Warum wollt ihr die letzten sein, den König in sein Haus
zurückzuführen? Denn die Rede des ganzen Israel ist zum König in
sein Haus gekommen.
12
Meine Brüder seid ihr, ihr seid mein Gebein und mein Fleisch;
und warum wollt ihr die letzten sein, den König zurückzuführen?
13 Und
zu Amasa sollt ihr sagen: Bist du nicht mein Gebein und mein
Fleisch? So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn du nicht
alle Tage Heeroberster vor mir sein sollst an Joabs Statt!
14 Und
er neigte das Herz aller Männer von Juda wie eines Mannes Herz;
und sie entboten dem Könige: Kehre zurück, du und alle deine
Knechte.
15 Und
der König kehrte zurück und kam bis an den Jordan; und Juda kam
nach Gilgal, dem König entgegen, um den König über den Jordan zu
führen.
16 Da
eilte Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bachurim
war, und kam mit den Männern von Juda herab, dem König David
entgegen;
17 und
mit ihm waren tausend Mann von Benjamin, und Ziba, der Diener
des Hauses Sauls, und seine fünfzehn Söhne und seine zwanzig
Knechte mit ihm; und sie zogen über den Jordan, dem König
entgegen.
18
(Eine Fähre aber fuhr über, um das Haus des Königs
hinüberzuführen und zu tun, was gut war in seinen Augen.) Und
Simei, der Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als er im
Begriff stand, über den Jordan zu fahren.
19 Und
er sprach zu dem König: Mein Herr wolle mir keine Verschuldung
zurechnen; und gedenke nicht, wie dein Knecht sich vergangen hat
an dem Tage, da mein Herr, der König, aus Jerusalem zog, daß der
König es zu Herzen nehme!
20
Denn dein Knecht weiß wohl, daß ich gesündigt habe. Und siehe,
ich bin heute gekommen, der erste vom ganzen Hause Joseph, um
hinabzugehen, meinem Herrn, dem König, entgegen.
21 Und
Abisai, der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte nicht
Simei dafür getötet werden, daß er dem Gesalbten Jehovas
geflucht hat?
22
Aber David sprach: Was haben wir miteinander zu schaffen, ihr
Söhne der Zeruja, daß ihr mir heute zu Widersachern werdet?
Sollte heute ein Mann in Israel getötet werden? Denn weiß ich
nicht, daß ich heute König bin über Israel?
23 Und
der König sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben! Und der
König schwur ihm.
24 Und
Mephiboseth, der Sohn Sauls, kam herab, dem König entgegen. Und
er hatte seine Füße nicht gereinigt und seinen Bart nicht
gemacht und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tage an, da
der König weggegangen war, bis zu dem Tage, da er in Frieden
einzog.
25 Und
es geschah, als Jerusalem dem König entgegenkam, da sprach der
König zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboseth?
Und er sprach:
26
Mein Herr König! Mein Knecht hat mich betrogen; denn dein Knecht
sprach: Ich will mir den Esel satteln und darauf reiten und mit
dem König ziehen, denn dein Knecht ist lahm;
27 und
er hat deinen Knecht bei meinem Herrn, dem König verleumdet.
Aber mein Herr, der König, ist wie ein Engel Gottes: So tue, was
gut ist in deinen Augen.
28
Denn das ganze Haus meines Vaters war nichts anderes als Männer
des Todes vor meinem Herrn, dem König; und doch hast du deinen
Knecht unter die gesetzt, welche an deinem Tische essen. Und was
für ein Recht habe ich noch? Und um was hätte ich noch zum König
zu schreien?
29 Und
der König sprach zu ihm: Warum redest du noch von deinen Sachen?
Ich sage: Du und Ziba, ihr sollt die Felder teilen.
30 Da
sprach Mephiboseth zu dem König: Er mag auch das Ganze nehmen,
nachdem mein Herr, der König, in Frieden in sein Haus gekommen
ist.
31 Und
Barsillai, der Gileaditer, kam von Rogelim herab und ging mit
dem König über den Jordan, um ihn über den Jordan zu geleiten.
32
Barsillai war aber sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren; und er
hatte den König versorgt, als er zu Machanaim weilte, denn er
war ein sehr reicher Mann.
33 Und
der König sprach zu Barsillai: Gehe du mit mir hinüber, und ich
will dich bei mir versorgen zu Jerusalem.
34 Und
Barsillai sprach zu dem König: Wie viel sind noch der Tage
meiner Lebensjahre, daß ich mit dem König nach Jerusalem
hinaufziehen sollte?
35 Ich
bin heute achtzig Jahre alt; kann ich Gutes und Schlechtes
unterscheiden? Oder kann dein Knecht schmecken, was ich esse und
was ich trinke? Oder kann ich noch auf die Stimme der Sänger und
der Sängerinnen horchen? Und warum sollte dein Knecht meinem
Herrn, dem König, noch zur Last sein?
36
Dein Knecht würde nur auf kurze Zeit mit dem König über den
Jordan gehen; und warum sollte der König mir diese Vergeltung
erweisen?
37 Laß
doch deinen Knecht zurückkehren, daß ich in meiner Stadt sterbe,
bei dem Grabe meines Vaters und meiner Mutter. Aber siehe, hier
ist dein Knecht Kimham: Er möge mit meinem Herrn, dem König,
hinübergehen; und tue ihm, was gut ist in deinen Augen.
38 Und
der König sprach: Kimham soll mit mir hinübergehen, und ich will
ihm tun, was gut ist in deinen Augen; und alles, was du von mir
begehren wirst, will ich für dich tun.
39 Und
alles Volk ging über den Jordan, und auch der König ging
hinüber. Und der König küßte Barsillai und segnete ihn; und er
kehrte an seinen Ort zurück.
40 Und
der König ging hinüber nach Gilgal, und Kimham ging mit ihm
hinüber. Und alles Volk von Juda, und auch die Hälfte des Volkes
von Israel, führte den König hinüber.
41 Und
siehe, alle Männer von Israel kamen zu dem König und sprachen zu
dem König: Warum haben unsere Brüder, die Männer von Juda, dich
weggestohlen und den König und sein Haus und alle Männer Davids
mit ihm über den Jordan geführt?
42 Und
alle Männer von Juda antworteten den Männern von Israel: Weil
der König mir nahe steht; und warum bist du denn über diese
Sache erzürnt? Haben wir etwa von dem König Nahrung empfangen,
oder hat er uns irgend ein Geschenk gemacht?
43
Aber die Männer von Israel antworteten den Männern von Juda und
sprachen: Ich habe zehn Teile an dem König, und habe auch an
David mehr Anrecht als du; und warum hast du mich gering
geachtet? Und ist nicht mein Wort das erste gewesen, meinen
König zurückzuführen? Und das Wort der Männer von Juda war
härter als das Wort der Männer von Israel.
20,1
Und daselbst war zufällig ein Mann Belials, sein Name war
Scheba, der Sohn Bikris, ein Benjaminiter; und er stieß in die
Posaune und sprach: Wir haben kein Teil an David und kein
Erbteil an dem Sohne Isais! Ein jeder zu seinen Zelten, Israel!
2 Da
zogen alle Männer von Israel von David hinweg, Scheba, dem Sohne
Bikris, nach. Die Männer von Juda aber hingen ihrem König an,
vom Jordan bis Jerusalem.
3 Und
David kam nach seinem Hause, nach Jerusalem. Und der König nahm
die zehn Kebsweiber, die er zurückgelassen hatte, um das Haus zu
bewahren, und tat sie in Gewahrsam und versorgte sie; er ging
aber nicht zu ihnen ein; und sie waren eingeschlossen bis zum
Tage ihres Todes, als Witwen lebend.
4 Und
der König sprach zu Amasa: Berufe mir die Männer von Juda binnen
drei Tagen, und stelle dich selbst hier ein.
5 Und
Amasa ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog über die
bestimmte Zeit, die er ihm bestimmt hatte.
6 Da
sprach David zu Abisai: Nun wird uns Scheba, der Sohn Bikris,
mehr Übles tun als Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und
jage ihm nach, ob er nicht feste Städte für sich gefunden und
sich unseren Augen entzogen hat.
7 Da
zogen die Männer Joabs aus, ihm nach, und die Kerethiter und die
Pelethiter und alle die Helden; und sie zogen aus von Jerusalem,
um Scheba, dem Sohne Bikris, nachzujagen.
8 Sie
waren bei dem großen Steine, der zu Gibeon ist, da kam Amasa
ihnen entgegen. Und Joab war mit seinem Waffenrock als seinem
Gewande umgürtet, und darüber war der Gürtel des Schwertes, das
in seiner Scheide an seinen Lenden befestigt war; und als er
hervortrat, fiel es heraus.
9 Und
Joab sprach zu Amasa: Geht es dir wohl, mein Bruder? Und Joab
faßte mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu küssen.
10
Amasa hatte aber nicht achtgegeben auf das Schwert, das in Joabs
Hand war; und Joab schlug ihn damit in den Bauch und schüttete
seine Eingeweide aus zur Erde, und gab ihm keinen zweiten
Schlag; und er starb. Joab aber und Abisai, sein Bruder, jagten
Scheba, dem Sohne Bikris, nach.
11 Und
ein Mann von den Knaben Joabs blieb bei Amasa stehen und sprach:
Wer Joab lieb hat und wer für David ist, folge Joab nach!
12
Amasa aber wälzte sich im Blute mitten auf der Straße; und als
der Mann sah, daß alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von
der Straße auf das Feld und warf ein Oberkleid über ihn, da er
sah, daß jeder, der an ihn herankam, stehen blieb.
13 Als
er von der Straße weggeschafft war, zog jedermann vorüber, Joab
nach, um Scheba, dem Sohne Bikris, nachzujagen.
14 Und
er durchzog alle Stämme Israels nach Abel und Beth-Maaka und
ganz Berim; und sie versammelten sich und kamen ihm ebenfalls
nach.
15 Und
sie kamen und belagerten ihn in Abel-Beth-Maaka, und sie
schütteten einen Wall gegen die Stadt auf, so daß derselbe an
der Vormauer stand; und alles Volk, das mit Joab war,
unterwühlte die Mauer, um sie zu stürzen.
16 Da
rief ein kluges Weib aus der Stadt: Höret höret! Sprechet doch
zu Joab: Nahe hierher, daß ich zu dir rede!
17 Und
er näherte sich ihr. Und das Weib sprach: Bist du Joab? Und er
sprach: Ich bin’s. Und sie sprach zu ihm: Höre die Worte deiner
Magd! Und er sprach: Ich höre.
18 Und
sie sprach und sagte: Früher pflegte man zu sprechen und zu
sagen: Man frage nur in Abel; und so war man fertig.
19 Ich
bin von den Friedsamen, den Getreuen Israels; du suchst eine
Stadt und Mutter in Israel zu töten. Warum willst du das Erbteil
Jehovas verschlingen?
20 Und
Joab antwortete und sprach: Fern, fern sei es von mir, daß ich
verschlingen und daß ich verderben sollte! Die Sache ist nicht
also;
21
sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name ist Scheba, der
Sohn Bikris, hat seine Hand wider den König, wider David,
erhoben; ihn allein gebet heraus, so will ich von der Stadt
abziehen. Und das Weib sprach zu Joab: Siehe, sein Kopf soll dir
über die Mauer zugeworfen werden.
22 Und
das Weib kam zu dem ganzen Volke mit ihrer Klugheit; und sie
hieben Scheba, dem Sohne Bikris, den Kopf ab und warfen ihn Joab
zu. Und er stieß in die Posaune, und sie zerstreuten sich von
der Stadt hinweg, ein jeder nach seinen Zelten; und Joab kehrte
zu dem König nach Jerusalem zurück.
23 Und
Joab war über das ganze Heer Israels; und Benaja, der Sohn
Jojadas, war über die Kerethiter und über die Pelethiter;
24 und
Adoram war über die Fron; und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war
Geschichtsschreiber;
25 und
Scheja war Schreiber; und Zadok und Abjathar waren Heilige
(e-r);
26 und
auch Ira, der Jairiter, war Krondiener Davids.
21,1
Und es war Hungersnot in den Tagen Davids drei Jahre, Jahr auf
Jahr. Und David suchte das Angesicht Jehovas; und Jehova sprach:
Es ist wegen Sauls und wegen des Bluthauses, weil er die
Gibeoniter getötet hat.
2 Da
berief der König die Gibeoniter und redete zu ihnen. (Die
Gibeoniter waren aber nicht von den Kindern Israel, sondern von
dem Reste der Amoriter; und die Kinder Israel hatten ihnen
geschworen; Saul aber suchte sie zu erschlagen, da er für die
Kinder Israel und Juda eiferte.)
3 Und
David sprach zu den Gibeonitern: Was soll ich für euch tun, und
womit soll ich Sühnung tun, daß ihr das Erbteil Jehovas segnet?
4 Und
die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Silber und
Gold zu tun betreffs Sauls und betreffs seines Hauses, und es
ist uns nicht darum zu tun, jemand in Israel zu töten. Und er
sprach: Was ihr saget, will ich für euch tun.
5 Da
sprachen sie zu dem König: Der Mann, der uns vernichtet hat, und
der wider uns sann, daß wir vertilgt würden, um nicht mehr zu
bestehen in allen Grenzen Israels:
6 Man
gebe uns sieben Männer von seinen Söhnen, daß wir sie dem Jehova
aufhängen zu Gibea Sauls, des Erwählten Jehovas. Und der König
sprach: Ich will sie geben.
7 Aber
der König verschonte Mephiboseth, den Sohn Jonathans, des Sohnes
Sauls, um des Schwures Jehovas willen, der zwischen ihnen war,
zwischen David und Jonathan, dem Sohne Sauls.
8 Und
der König nahm die beiden Söhne Rizpas, der Tochter Ajas, die
sie dem Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboseth, und die fünf
Söhne Michals, der Tochter Sauls, die sie dem Adriel geboren
hatte, dem Sohne Barsillais, des Meholathiters,
9 und
er gab sie in die Hand der Gibeoniter; und sie hängten sie auf
dem Berge vor Jehova auf. Und es fielen die sieben zugleich, und
sie wurden getötet in den ersten Tagen der Ernte, im Anfang der
Gerstenernte.
10 Da
nahm Rizpa, die Tochter Ajas, Sacktuch, und breitete es sich aus
auf dem Felsen, vom Anfang der Ernte an, bis das Wasser vom
Himmel über sie troff; und sie ließ das Gevögel des Himmels
nicht auf ihnen ruhen bei Tage, noch das Getier des Feldes bei
Nacht.
11 Und
es wurde David berichtet, was Rizpa, die Tochter Ajas, das
Kebsweib Sauls, getan hatte.
12 Da
ging David hin und nahm von den Bürgern von Jabes-Gilead die
Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonathan, welche sie
von dem Marktplatze zu Beth-Schan heimlich weggenommen, wo die
Philister sie aufgehängt hatten an dem Tage, da die Philister
Saul schlugen auf dem Gilboa.
13 Und
er brachte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes
Jonathan von dannen herauf; und man sammelte die Gebeine der
Gehängten,
14 und
begrub sie bei den Gebeinen Sauls und Jonathans, seines Sohnes,
im Lande Benjamin, zu Zela, im Begräbnis seines Vaters Kis; und
man tat alles, was der König geboten hatte. Und danach ließ Gott
sich für das Land erbitten.
15 Und
wiederum entstand ein Streit der Philister mit Israel. Und David
zog hinab, und seine Knechte mit ihm, und sie stritten mit den
Philistern.
16 Und
David war ermattet; und Jischbi-Benob, der von den Söhnen des
Rapha war (das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Sekel
Erz an Gewicht, und er war neu gerüstet), gedachte David zu
erschlagen.
17
Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe und schlug
den Philister und tötete ihn. Damals schwuren die Männer Davids
ihm zu und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen zum
Streit, daß du die Leuchte Israels nicht auslöschest!
18 Und
es geschah hernach, da begann wiederum der Streit mit den
Philistern, zu Gob. Damals erschlug Sibbekai, der Huschathiter,
den Saph, der von den Söhnen des Rapha war.
19 Und
wiederum begann der Streit mit den Philistern, zu Gob. Und
Elchanan, der Sohn Jaare-Orgims, der Bethlehemiter, erschlug
Goliath, den Gathiter; und der Schaft seines Speeres war wie ein
Weberbaum.
20 Und
wiederum entstand ein Streit zu Gath. Da war ein Mann von großer
Länge, und er hatte je sechs Finger an seinen Händen und je
sechs Zehen an seinen Füßen, vierundzwanzig an der Zahl; und
auch er war dem Rapha geboren worden.
21 Und
er höhnte Israel; und Jonathan, der Sohn Schimeas, des Bruders
Davids, erschlug ihn.
22
Diese vier wurden dem Rapha zu Gath geboren; und sie fielen
durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.
22,1
Und David redete zu Jehova die Worte dieses Liedes an dem Tage,
da Jehova ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand
Sauls errettet hatte; und er sprach:
2
Jehova ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter.
3 Gott
ist mein Fels, auf ihn werde ich trauen, mein Schild und das
Horn meines Heils, meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein
Retter, von Gewalttat wirst du mich retten!
4 Ich
werde Jehova anrufen, der zu loben ist, und ich werde gerettet
werden von meinen Feinden.
5 Denn
mich umfingen die Wogen des Todes, die Ströme Belials
erschreckten mich;
6 die
Bande des Scheols umringten mich, es ereilten mich die
Fallstricke des Todes.
7 In
meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und ich rief zu meinem
Gott; und er hörte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein
Schrei kam in seine Ohren.
8 Da
wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels zitterten
und wankten, weil er entbrannt war.
9
Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem
Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.
10 Und
er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter
seinen Füßen.
11 Und
er fuhr auf einem Cherub und flog daher, und er erschien auf den
Fittichen des Windes.
12 Und
Finsternis machte er rings um sich her zum Gezelt, Sammlung der
Wasser, dichtes Himmelsgewölk.
13 Aus
dem Glanze vor ihm brannten feurige Kohlen.
14 Es
donnerte Jehova vom Himmel her, und der Höchste ließ seine
Stimme erschallen.
15 Und
er schoß Pfeile und zerstreute sie, seinen Blitz, und verwirrte
sie.
16 Da
wurden gesehen die Betten des Meeres, aufgedeckt die Grundfesten
des Erdkreises durch das Schelten Jehovas, vor dem Schnauben des
Hauches seiner Nase.
17 Er
streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich
aus großen Wassern;
18 Er
errettete mich von meinem starken Feinde, von meinen Hassern;
denn sie waren mächtiger als ich.
19 Sie
ereilten mich am Tage meines Unglücks, aber Jehova ward mir zur
Stütze.
20 Und
er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Lust
an mir hatte.
21
Jehova vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit
meiner Hände erstattete er mir.
22
Denn ich habe bewahrt die Wege Jehovas, und bin von meinem Gott
nicht frevelhaft abgewichen.
23
Denn alle seine Rechte waren vor mir, und seine Satzungen, ich
bin nicht davon gewichen;
24 Und
ich war vollkommen gegen ihn und hütete mich vor meiner
Ungerechtigkeit.
25 Und
Jehova erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner
Reinheit vor seinen Augen.
26
Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den vollkommenen
Mann erzeigst du dich vollkommen;
27
gegen den Reinen erzeigst du dich rein, und gegen den Verkehrten
erzeigst du dich entgegenstreitend.
28 Und
du wirst retten das elende Volk; aber deine Augen sind wider die
Hoffärtigen, die du erniedrigen wirst.
29
Denn du bist meine Leuchte, Jehova; und Jehova erhellt meine
Finsternis.
30
Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, mit meinem
Gott werde ich eine Mauer überspringen.
31
Gott, sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein
Schild ist er allen, die auf ihn trauen.
32
Denn wer ist Gott, außer Jehova, und wer ein Fels, außer unserem
Gott?
33
Gott ist meine starke Feste, und er lenkt vollkommen meinen Weg.
34 Er
macht meine Füße denen der Hindinnen gleich, und stellt mich hin
auf meine Höhen.
35 Er
lehrt meine Hände den Streit, und meine Arme spannen den ehernen
Bogen.
36 Und
du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Herablassung
machte mich groß.
37 Du
machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel
haben nicht gewankt.
38
Meinen Feinden jagte ich nach und vertilgte sie; und ich kehrte
nicht um, bis sie aufgerieben waren.
39 Und
ich rieb sie auf und zerschmetterte sie; und sie standen nicht
wieder auf, und sie fielen unter meine Füße.
40 Und
du umgürtetest mich mit Kraft zum Streit, beugtest unter mich,
die wider mich aufstanden.
41 Und
du gabst mir den Rücken meiner Feinde; meine Hasser, ich
vernichtete sie.
42 Sie
blickten umher, und kein Retter war da zu Jehova, und er
antwortete ihnen nicht.
43 Und
ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Straßenkot zertrat,
zerstampfte ich sie.
44 Und
du errettetest mich aus den Streitigkeiten meines Volkes; du
bewahrtest mich auf zum Haupte der Nationen; ein Volk, das ich
nicht kannte, dient mir.
45 Die
Söhne der Fremde unterwarfen sich mir mit Schmeichelei; beim
Hören des Ohres gehorchten sie mir.
46 Die
Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren
Schlössern.
47
Jehova lebt, und gepriesen sei mein Fels! Und erhoben werde der
Gott, der Fels meines Heils!
48 Der
Gott, der mir Rache gab und die Völker unter mich niederwarf;
49 und
der mich herausführte aus der Mitte meiner Feinde. Ja, du
erhöhtest mich über die, welche wider mich aufstanden, von dem
Manne der Gewalttat befreitest du mich.
50
Darum, Jehova, will ich dich preisen unter den Nationen und
Psalmen singen deinem Namen,
51
Dich, der groß macht die Rettungen seines Königs, und Güte
erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
23,1
Und dies sind die letzten Worte Davids: Es spricht David, der
Sohn Isais, und es spricht der hochgestellte Mann, der Gesalbte
des Gottes Jakobs und der Liebliche in Gesängen Israels:
2 Der
Geist Jehovas hat durch mich geredet, und sein Wort war auf
meiner Zunge.
3 Es
hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels zu mir
geredet: Ein Herrscher unter den Menschen, gerecht, ein
Herrscher in Gottesfurcht;
4 und
er wird sein wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht,
ein Morgen ohne Wolken: Von ihrem Glanze nach dem Regen sproßt
das Grün aus der Erde.
5
Obwohl mein Haus nicht also ist bei Gott, so hat er mir doch
einen ewigen Bund gesetzt, geordnet in allem und verwahrt; denn
dies ist all meine Rettung und all mein Begehr, obwohl er es
nicht sprossen läßt!
6 Aber
die Söhne Belials sind allesamt wie Dornen, die man wegwirft;
denn mit der Hand faßt man sie nicht an;
7 und
der Mann, der sie anrührt, versieht sich mit Eisen und
Speeresschaft; und mit Feuer werden sie gänzlich verbrannt an
ihrer Stätte.
8 Dies
sind die Namen der Helden, welche David hatte:
Joscheb-Baschebeth, der Tachkemoniter, das Haupt der Anführer;
er… Adino, der Ezniter, war wider achthundert, die er auf einmal
erschlug.
9 Und
nach ihm Eleasar, der Sohn Dodos, der Sohn eines Achochiters; er
war unter den drei Helden mit David, als sie die Philister
verhöhnten, die daselbst zum Streit versammelt waren, und als
die Männer von Israel wegzogen.
10
Selbiger machte sich auf und schlug unter den Philistern, bis
seine Hand ermüdete und seine Hand am Schwerte klebte; und
Jehova schaffte an jenem Tage eine große Rettung. Das Volk aber
kehrte um, ihm nach, nur um zu plündern.
11 Und
nach ihm Schamma, der Sohn Ages, des Harariters. Und die
Philister versammelten sich zu einer Schar; und es war daselbst
ein Ackerstück voll Linsen; das Volk aber floh vor den
Philistern.
12 Da
stellte er sich mitten auf das Stück und rettete es und schlug
die Philister; und Jehova schaffte eine große Rettung.
13 Und
drei von den dreißig Häuptern gingen hinab und kamen zur
Erntezeit zu David, in die Höhle Adullam; und eine Schar der
Philister lagerte im Tale Rephaim.
14
David war aber damals auf der Bergfeste, und eine Aufstellung
der Philister war damals zu Bethlehem.
15 Und
David hatte ein Gelüste und sprach: Wer wird mich mit Wasser
tränken aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tore ist?
16 Da
brachen die drei Helden durch das Lager der Philister und
schöpften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tore
ist, und trugen und brachten es zu David. Aber er wollte es
nicht trinken und goß es aus als Trankopfer dem Jehova;
17 und
er sprach: Fern sei es von mir, Jehova, daß ich solches tue!
Sollte ich das Blut der Männer trinken, die mit Gefahr ihres
Lebens hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das
taten die drei Helden.
18 Und
Abisai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, war ein Haupt der
Drei. Und er schwang seinen Speer über dreihundert, die er
erschlug; und er hatte einen Namen unter den Dreien.
19 War
er vor den Dreien nicht geehrt, so daß er ihr Oberster wurde?
Aber an die ersten Drei reichte er nicht.
20 Und
Benaja, der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes, groß
an Taten, von Kabzeel; selbiger erschlug zwei Löwen von Moab.
Und er stieg hinab und erschlug den Löwen in der Grube an einem
Schneetage.
21 Und
er war es, der einen ägyptischen Mann erschlug, einen
stattlichen Mann. Und der Ägypter hatte einen Speer in der Hand;
er aber ging zu ihm hinab mit einem Stabe, und riß dem Ägypter
den Speer aus der Hand und tötete ihn mit seinem eigenen Speere.
22 Das
tat Benaja, der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen unter den
drei Helden.
23 Vor
den Dreißigen war er geehrt, aber an die ersten Drei reichte er
nicht. Und David setzte ihn in seinen geheimen Rat.
24
Asael, der Bruder Joabs, war unter den Dreißig; Elchanan, der
Sohn Dodos, von Bethlehem;
25
Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;
26
Helez, der Paltiter; Ira, der Sohn Ikkesch’, der Tekoiter;
27
Abieser, der Anathothiter; Mebunnai, der Huschathiter;
28
Zalmon, der Achochiter; Maharai, der Netophatiter;
29
Heleb, der Sohn Baanas, der Netophatiter; Ittai, der Sohn
Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin;
30
Benaja, der Pirhathoniter; Hiddai, von den Bächen Gaasch;
31
Abi-Albon, der Arbathiter; Asmaweth, der Barchumiter;
32
Eljachba, der Schaalboniter; Bne-Jaschen; Jonathan;
33
Schamma, der Harariter; Achiam, der Sohn Scharars, der Arariter;
34
Eliphelet, der Sohn Achasbais, des Sohnes des Maakathiters;
Eliam, der Sohn Ahitophels, der Giloniter;
35
Hezrai, der Karmeliter, Paarai, der Arbiter;
36
Jigal, der Sohn Nathans, von Zoba; Bani, der Gaditer;
37
Zelek, der Ammoniter; Nacharai, der Beerothiter, der
Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja;
38
Ira, der Jithriter; Gareb, der Jithriter;
39
Urija, der Hethiter: in allem siebenunddreißig.
24,1
Und der Zorn Jehovas entbrannte abermals wider Israel; und er
reizte David wider sie, indem er sprach: Gehe hin, zähle Israel
und Juda!
2 Da
sprach der König zu Joab, dem Heerobersten, der bei ihm war:
Gehe doch umher durch alle Stämme Israels, von Dan bis Beerseba,
und musterte das Volk, damit ich die Zahl des Volkes wisse.
3 Und
Joab sprach zu dem König: Es möge Jehova, dein Gott, zu dem
Volke, so viele ihrer auch sind, hundertmal hinzufügen, während
die Augen meines Herrn, des Königs, es sehen! Aber warum hat
mein Herr, der König, Gefallen an dieser Sache?
4 Aber
das Wort des Königs blieb fest gegen Joab und gegen die Obersten
des Heeres. Und Joab und die Obersten des Heeres zogen aus vor
dem König, um das Volk Israel zu mustern.
5 Und
sie gingen über den Jordan und lagerten sich zu Aroer, rechts
von der Stadt, die mitten im Flußtale von Gad liegt, und nach
Jaser hin.
6 Und
sie kamen nach Gilead und in das Land Tachtim-Hodschi; und sie
kamen nach Dan-Jaan und in die Umgegend von Zidon;
7 und
sie kamen zu der festen Stadt Zor und zu allen Städten der
Hewiter und der Kanaaniter; und sie zogen hinaus in den Süden
von Juda nach Beerseba.
8 Und
sie zogen umher durch das ganze Land, und kamen am Ende von neun
Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück.
9 Und
Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes dem König an; und es
waren in Israel achthunderttausend Kriegsmänner, die das Schwert
zogen, und der Männer von Juda fünfhunderttausend Mann.
10
Aber dem David schlug sein Herz, nachdem er das Volk gezählt
hatte; und David sprach zu Jehova: Ich habe sehr gesündigt in
dem, was ich getan habe; und nun, Jehova, laß doch die
Ungerechtigkeit deines Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr
töricht gehandelt!
11 Und
als David am Morgen aufstand, da geschah das Wort Jehovas zu
Gad, dem Propheten, dem Seher Davids, indem er sprach:
12
Gehe hin und rede zu David: So spricht Jehova: Dreierlei lege
ich dir vor; wähle dir eines davon, daß ich es dir tue.
13 Und
Gad kam zu David und tat es ihm kund und sprach zu ihm: Sollen
dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen? Oder willst du
drei Monate vor deinen Feinden fliehen, indem sie dir nachjagen?
Oder soll drei Tage Pest in deinem Lande sein? Nun wisse und
sieh, was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich
gesandt hat.
14 Und
David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Mögen wir doch in die
Hand Jehovas fallen, denn seine Erbarmungen sind groß; aber in
die Hand der Menschen laß mich nicht fallen!
15 Da
sandte Jehova eine Pest unter Israel, vom Morgen an bis zur
bestimmten Zeit; und es starben von dem Volke, von Dan bis
Beerseba, siebzigtausend Mann.
16 Und
als der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es zu
verderben, da reute Jehova des Übels, und er sprach zu dem
Engel, der unter dem Volke verderbte: Genug! Ziehe jetzt deine
Hand ab. Der Engel Jehovas war aber bei der Tenne Arawnas, des
Jebusiters.
17 Und
als David den Engel sah, der unter dem Volke schlug, sprach er
zu Jehova und sagte: Siehe, ich habe gesündigt, und ich habe
verkehrt gehandelt; aber diese Schafe, was haben sie getan? Es
sei doch deine Hand wider mich, und wider das Haus meines
Vaters!
18 Und
Gad kam zu David an selbigem Tage und sprach zu ihm: Gehe
hinauf, errichte Jehova einen Altar auf der Tenne Arawnas, des
Jebusiters.
19 Und
David ging hinauf, nach dem Worte Gads, so wie Jehova geboten
hatte.
20 Und
Arawna blickte hin und sah den König und seine Knechte zu sich
herüberkommen; da ging Arawna hinaus und beugte sich vor dem
König nieder, mit seinem Antlitz zur Erde.
21 Und
Arawna sprach: Warum kommt mein Herr, der König, zu seinem
Knechte? Und David sprach: Die Tenne von dir zu kaufen, um
Jehova einen Altar zu bauen, damit die Plage von dem Volke
abgewehrt werde.
22 Da
sprach Arawna zu David: Mein Herr, der König, nehme und opfere,
was gut ist in seinen Augen; siehe, die Rinder sind zum
Brandopfer, und die Dreschwagen und die Geschirre der Rinder zum
Holz:
23
alles das, o König, gibt Arawna dem König. Und Arawna sprach zu
dem König: Jehova, dein Gott, nehme dich wohlgefällig an!
24
Aber der König sprach zu Arawna: Nein, sondern kaufen will ich
es von dir um einen Preis, und ich will Jehova, meinem Gott,
nicht umsonst Brandopfer opfern. Und David kaufte die Tenne und
die Rinder um fünfzig Sekel Silber.
25 Und
David baute daselbst Jehova einen Altar, und opferte Brandopfer
und Friedensopfer. Und Jehova ließ sich für das Land erbitten,
und die Plage wurde von Israel abgewehrt.
1
König
1,1
Und der König David war alt, wohlbetagt; und sie bedeckten ihn
mit Kleidern, aber er wurde nicht warm.
2 Da
sprachen seine Knechte zu ihm: Man suche meinem Herrn, dem
König, ein Mädchen, eine Jungfrau; und sie stehe vor dem König
und sei ihm eine Pflegerin, und sie schlafe an deinem Busen, daß
mein Herr, der König, warm werde.
3 Und
man suchte ein schönes Mädchen, in allen Grenzen Israels; und
man fand Abischag, die Sunamitin, und brachte sie zu dem König.
4 Und
das Mädchen war überaus schön, und sie wurde dem König eine
Pflegerin und bediente ihn; aber der König erkannte sie nicht.
5
Adonija aber, der Sohn Haggiths, erhob sich und sprach: Ich will
König werden! Und er schaffte sich Wagen und Reiter an, und
fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.
6 Und
sein Vater hatte ihn, so lange er lebte, nicht betrübt, daß er
gesagt hätte: Warum tust du also? Und auch er war sehr schön von
Gestalt; und Haggith hatte ihn nach Absalom geboren.
7 Und
er hatte Unterredungen mit Joab, dem Sohne der Zeruja, und mit
Abjathar, dem Heilige (e-r); und sie halfen Adonija und folgten
ihm nach.
8 Aber
Zadok, der Heilige (e-r), und Benaja, der Sohn Jojadas, und
Nathan, der Prophet, und Simei und Rei, und die Helden, welche
David hatte, waren nicht mit Adonija.
9 Und
Adonija schlachtete Klein-und Rindvieh und Mastvieh bei dem
Steine Socheleth, der neben En-Rogel ist; und er lud alle seine
Brüder, die Söhne des Königs, und alle Männer von Juda, die
Knechte des Königs.
10
Nathan aber, den Propheten, und Benaja und die Helden und
Salomo, seinen Bruder, lud er nicht.
11 Da
sprach Nathan zu Bathseba, der Mutter Salomos, und sagte: Hast
du nicht gehört, daß Adonija, der Sohn Haggiths, König geworden
ist? Und unser Herr David weiß es nicht.
12 So
komm nun, laß mich dir doch einen Rat geben, daß du dein Leben
und das Leben deines Sohnes Salomo errettest.
13
Gehe hin und tritt zum König David hinein, und sprich zu ihm:
Hast du, mein Herr König, nicht deiner Magd geschworen und
gesagt: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll
auf meinem Throne sitzen? Und warum ist Adonija König geworden?
14
Siehe, noch wirst du daselbst mit dem König reden, so werde ich
nach dir hereinkommen und deine Worte bekräftigen.
15 Und
Bathseba ging zu dem König hinein, in das Gemach; der König aber
war sehr alt, und Abischag, die Sunamitin, bediente den König.
16 Und
Bathseba verneigte sich und beugte sich nieder vor dem König.
Und der König sprach: Was ist dir?
17 Und
sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast ja deiner Magd bei Jehova,
deinem Gott, geschworen: Dein Sohn Salomo soll nach mir König
sein, und er soll auf meinem Throne sitzen;
18 und
nun, siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr König,
weißt es nicht.
19 Und
er hat Rinder und Mastvieh und Kleinvieh geschlachtet in Menge,
und hat alle Söhne des Königs und Abjathar, den Heilige (e-r),
und Joab, den Heerobersten, geladen; aber deinen Knecht Salomo
hat er nicht geladen.
20 Und
du, mein Herr König die Augen von ganz Israel sind auf dich
gerichtet, daß du ihnen kundtuest, wer auf dem Throne meines
Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll.
21 Und
es wird geschehen, wenn mein Herr, der König, mit seinen Vätern
liegt, daß ich und mein Sohn Salomo werden büßen müssen.
22 Und
siehe, noch redete sie mit dem König, da kam der Prophet Nathan
herein.
23 Und
man berichtete dem König und sprach: Der Prophet Nathan ist da!
Und er kam vor den König und beugte sich vor dem König auf sein
Antlitz zur Erde.
24 Und
Nathan sprach: Mein Herr König, hast du gesagt: Adonija soll
nach mir König sein, und er soll auf meinem Throne sitzen?
25
Denn er ist heute hinabgegangen und hat Rinder und Mastvieh und
Kleinvieh geschlachtet in Menge, und hat alle Söhne des Königs
und die Obersten des Heeres und Abjathar, den Heilige (e-r),
geladen; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sprechen:
Es lebe der König Adonija!
26
Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Heilige (e-r), und
Benaja, den Sohn Jojadas, und Salomo, deinen Knecht, hat er
nicht geladen.
27 Ist
diese Sache von meinem Herrn, dem König, aus geschehen? Und hast
du nicht deinen Knechten kundgetan, wer auf dem Throne meines
Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll?
28 Da
antwortete der König David und sprach: Rufet mir Bathseba! Und
sie kam herein vor den König und stand vor dem König.
29 Und
der König schwur und sprach: So wahr Jehova lebt, der meine
Seele aus aller Bedrängnis erlöst hat,
30 so
wie ich dir bei Jehova, dem Gott Israels, geschworen habe, indem
ich sprach: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er
soll auf meinem Throne sitzen an meiner Statt! also werde ich an
diesem Tage tun.
31 Da
verneigte sich Bathseba mit dem Antlitz zur Erde und beugte sich
vor dem König nieder und sprach: Es lebe mein Herr, der König
David, ewiglich!
32 Und
der König David sprach: Rufet mir Zadok, den Heilige (e-r), und
Nathan, den Propheten, und Benaja, den Sohn Jojadas! Und sie
kamen herein vor den König.
33 Und
der König sprach zu ihnen: Nehmet die Knechte eures Herrn mit
euch, und lasset meinen Sohn Salomo auf mei ner Mauleselin
reiten, und führet ihn nach Gihon hinab.
34 Und
Zadok, der Heilige (e-r), und Nathan, der Prophet, sollen ihn
daselbst zum König über Israel salben; und ihr sollt in die
Posaune stoßen und sagen: Es lebe der König Salomo!
35 Und
ziehet herauf hinter ihm her, und er komme und setze sich auf
meinen Thron! Und er soll König sein an meiner Statt; und ihn
habe ich bestellt, daß er Fürst sei über Israel und über Juda.
36 Und
Benaja, der Sohn Jojadas, antwortete dem König und sprach: Amen!
Also spreche Jehova, der Gott meines Herrn, des Königs!
37 So
wie Jehova mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, also möge
er mit Salomo sein, und er möge seinen Thron noch größer machen
als den Thron meines Herrn, des Königs David!
38 Und
Zadok, der Heilige (e-r), und Nathan, der Prophet, und Benaja,
der Sohn Jojadas, und die Kerethiter und die Pelethiter zogen
hinab und ließen Salomo auf der Mauleselin des Königs David
reiten, und sie führten ihn nach Gihon.
39 Und
Zadok, der Heilige (e-r), nahm das Ölhorn aus dem Zelte und
salbte Salomo; und sie stießen in die Posaune, und alles Volk
sprach: Es lebe der König Salomo!
40 Und
alles Volk zog hinauf hinter ihm her; und das Volk blies auf
Flöten, und sie freuten sich mit großer Freude, so daß die Erde
barst von ihrem Geschrei.
41 Und
Adonija hörte es und alle die Geladenen, die bei ihm waren, als
sie eben das Essen beendigt hatten; und Joab hörte den Schall
der Posaune und sprach: Weshalb dieses Geschrei der lärmenden
Stadt?
42
Während er noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn
Abjathars, des Heilige (e-r)s. Und Adonija sprach: Komm, denn du
bist ein wackerer Mann und wirst gute Botschaft bringen.
43 Da
antwortete Jonathan und sprach zu Adonija: Jawohl! Unser Herr,
der König David, hat Salomo zum König gemacht.
44 Und
der König hat Zadok, den Heilige (e-r), und Nathan, den
Propheten, und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kerethiter und
die Pelethiter mit ihm gesandt, und sie haben ihn auf der
Mauleselin des Königs reiten lassen;
45 und
Zadok, der Heilige (e-r), und Nathan, der Prophet, haben ihn in
Gihon zum König gesalbt; und sie sind von dannen heraufgezogen
mit Freuden, und die Stadt ist in Bewegung. Das ist das
Geschrei, welches ihr gehört habt.
46 Und
auch hat sich Salomo auf den Thron des Königreichs gesetzt;
47 und
auch sind die Knechte des Königs gekommen, um unseren Herrn, den
König David, zu segnen, indem sie sprachen: Dein Gott mache den
Namen Salomos noch vorzüglicher als deinen Namen, und mache
seinen Thron größer als deinen Thron! Und der König hat auf dem
Lager angebetet;
48 und
auch hat der König also gesprochen: Gepriesen sei Jehova, der
Gott Israels, der heute einen gegeben hat, der auf meinem Throne
sitzt, während meine Augen es sehen!
49 Da
erschraken alle die Geladenen Adonijas und standen auf und
gingen ein jeder seines Weges.
50 Und
Adonija fürchtete sich vor Salomo; und er machte sich auf und
ging hin und erfaßte die Hörner des Altars.
51 Und
es wurde Salomo berichtet, indem man sprach: Siehe, Adonija
fürchtet den König Salomo, und siehe, er hat die Hörner des
Altars erfaßt und gesagt: Es schwöre mir jetzt der König Salomo,
daß er seinen Knecht nicht mit dem Schwerte töten wolle!
52 Und
Salomo sprach: Wenn er sich als ein wackerer Mann erweisen wird,
so soll von seinem Haar keines auf die Erde fallen; wenn aber
Böses an ihm gefunden wird, so soll er sterben.
53 Und
der König Salomo sandte hin, und sie brachten ihn von dem Altar
herab; und er kam und beugte sich vor dem König Salomo nieder;
und Salomo sprach zu ihm: Gehe in dein Haus.
2,1
Als nun die Tage Davids herannahten, daß er sterben sollte,
gebot er seinem Sohne Salomo und sprach:
2 Ich
gehe den Weg der ganzen Erde; so sei stark und sei ein Mann;
3 und
warte der Hut Jehovas, deines Gottes, daß du auf seinen Wegen
wandelst, indem du seine Satzungen, seine Gebote und seine
Rechte und seine Zeugnisse beobachtest, wie geschrieben ist in
dem Gesetz Moses; auf daß es dir gelinge in allem, was du tust,
und überall, wohin du dich wendest;
4 auf
daß Jehova sein Wort aufrecht halte, das er über mich geredet
hat, indem er sprach: Wenn deine Söhne auf ihren Weg achthaben,
so daß sie vor mir wandeln in Wahrheit, mit ihrem ganzen Herzen
und mit ihrer ganzen Seele, so soll es, sprach er, dir nicht an
einem Manne fehlen auf dem Throne Israels.
5 Und
du weißt ja auch, was mir Joab getan hat, der Sohn der Zeruja,
was er den zwei Heerobersten Israels, Abner, dem Sohne Ners, und
Amasa, dem Sohne Jethers, getan hat, indem er sie ermordete und
Kriegsblut im Frieden vergoß, so daß er Kriegsblut an seinen
Gürtel gebracht hat, der um seine Lenden war, und an seine
Schuhe, die an seinen Füßen waren.
6 So
handle nun nach deiner Weisheit, und laß sein graues Haar nicht
in Frieden in den Scheol hinabfahren.
7 Aber
an den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Güte
erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tische
essen; denn also sind sie mir entgegengekommen, als ich vor
deinem Bruder Absalom floh.
8 Und
siehe, bei dir ist Simei, der Sohn Geras, der Benjaminiter, von
Bachurim; und selbiger fluchte mir mit heftigem Fluche an dem
Tage, da ich nach Machanaim ging. Aber er kam herab, mir
entgegen, an den Jordan, und ich schwur ihm bei Jehova und
sprach: Wenn ich dich mit dem Schwerte töte!
9 Nun
aber halte ihn nicht für schuldlos, denn du bist ein weiser Mann
und wirst wissen, was du ihm tun sollst; und laß sein graues
Haar mit Blut in den Scheol hinabfahren.
10 Und
David legte sich zu seinen Vätern; und er wurde begraben in der
Stadt Davids.
11 Und
die Tage, die David über Israel regierte, waren vierzig Jahre;
zu Hebron regierte er sieben Jahre, und zu Jerusalem regierte er
dreiunddreißig Jahre.
12 Und
Salomo saß auf dem Throne seines Vaters David, und sein Königtum
wurde sehr befestigt.
13 Und
Adonija, der Sohn Haggiths, kam zu Bathseba, der Mutter Salomos;
und sie sprach: Ist Friede dein Kommen? Und er sprach: Friede.
14 Und
er sprach: Ich habe ein Wort an dich. Und sie sprach: Rede.
15 Und
er sprach: Du weißt ja, daß das Königtum mein war, und daß ganz
Israel sein Angesicht auf mich gerichtet hatte, daß ich König
sein sollte; aber das Königtum hat sich gewandt und ist meinem
Bruder geworden, denn von Jehova aus gehörte es ihm.
16 Und
nun bitte ich eine Bitte von dir; weise mich nicht ab! Und sie
sprach zu ihm: Rede.
17 Und
er sprach: Sprich doch zu dem König Salomo, denn er wird dich
nicht abweisen, daß er mir Abischag, die Sunamitin, zum Weibe
gebe.
18 Und
Bathseba sprach: Gut, ich will deinethalben mit dem König reden.
19 Und
Bathseba ging zu dem König Salomo hinein, um wegen Adonijas mit
ihm zu reden. Und der König stand auf, ihr entgegen, und beugte
sich vor ihr nieder und setzte sich auf seinen Thron; und er
ließ einen Thron für die Mutter des Königs hinstellen, und sie
setzte sich zu seiner Rechten.
20 Und
sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich; weise mich nicht
ab! Und der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, denn ich
werde dich nicht abweisen.
21 Und
sie sprach: Möchte Abischag, die Sunamitin, deinem Bruder
Adonija zum Weibe gegeben werden!
22 Da
antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Und
warum bittest du um Abischag, die Sunamitin, für Adonija? Bitte
für ihn auch um das Königtum, denn er ist mein älterer Bruder
sowohl für ihn, als für Abjathar, den Heilige (e-r), und für
Joab, den Sohn der Zeruja!
23 Und
der König Salomo schwur bei Jehova und sprach: So soll mir Gott
tun und so hinzufügen! Um sein Leben hat Adonija dieses Wort
geredet!
24 Und
nun, so wahr Jehova lebt, der mich befestigt hat und mich hat
sitzen lassen auf dem Throne meines Vaters David, und der mir
ein Haus gemacht, so wie er geredet hat: heute soll Adonija
getötet werden!
25 Und
der König Salomo sandte hin durch Benaja, den Sohn Jojadas; und
er stieß ihn nieder, und er starb.
26 Und
zu Abjathar, dem Heilige (e-r), sprach der König: Gehe nach
Anathoth, auf deine Felder, denn du bist ein Mann des Todes;
aber an diesem Tage will ich dich nicht töten, weil du die Lade
des Herrn Jehova vor meinem Vater David getragen, und weil du
gelitten hast in allem, worin mein Vater gelitten hat.
27 Und
so verstieß Salomo den Abjathar, daß er nicht mehr Heilige (e-r)
Jehovas wäre, um das Wort Jehovas zu erfüllen, welches er zu
Silo über das Haus Elis geredet hatte.
28 Und
das Gerücht kam zu Joab (denn Joab hatte sich nach Adonija
geneigt, aber nach Absalom hatte er sich nicht geneigt); da floh
Joab zum Zelte Jehovas und erfaßte die Hörner des Altars.
29 Und
es wurde dem König Salomo berichtet: Joab ist zum Zelte Jehovas
geflohen, und siehe, er ist neben dem Altar. Da sandte Salomo
Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Gehe hin, stoße ihn
nieder!
30 Und
Benaja kam zum Zelte Jehovas und sprach zu Joab: So spricht der
König: Gehe hinaus! Und er sprach: Nein, sondern hier will ich
sterben. Und Benaja brachte dem König Antwort und sprach: So hat
Joab geredet, und so hat er mir geantwortet.
31 Und
der König sprach zu ihm: Tue, wie er geredet hat, und stoße ihn
nieder, und begrabe ihn; und so tue das Blut, das Joab ohne
Ursache vergossen hat, von mir und von dem Hause meines Vaters
hinweg.
32 Und
Jehova wird sein Blut auf seinen Kopf zurückbringen, weil er
zwei Männer niedergestoßen hat, die gerechter und besser waren
als er, und sie mit dem Schwerte ermordet hat, ohne daß mein
Vater David es wußte: Abner, den Sohn Ners, den Heerobersten
Israels, und Amasa, den Sohn Jethers, den Heerobersten Judas.
33 Und
ihr Blut wird zurückkehren auf den Kopf Joabs und auf den Kopf
seines Samens ewiglich; aber David und seinem Samen und seinem
Hause und seinem Throne wird Friede sein auf ewig von seiten
Jehovas.
34 Und
Benaja, der Sohn Jojadas, ging hinauf und stieß ihn nieder und
tötete ihn; und er wurde begraben in seinem Hause in der Wüste.
35 Und
der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt über
das Heer; und Zadok, den Heilige (e-r), setzte der König an die
Stelle Abjathars.
36 Und
der König sandte hin und ließ Simei rufen, und er sprach zu ihm:
Baue dir ein Haus zu Jerusalem, und wohne daselbst; und du
sollst nicht von dannen herausgehen, dahin oder dorthin.
37 Und
es soll geschehen an dem Tage, da du hinausgehst und den Bach
Kidron überschreitest, so wisse bestimmt, daß du sterben mußt;
dein Blut wird auf deinem Kopfe sein.
38 Und
Simei sprach zu dem König: Das Wort ist gut; so wie mein Herr,
der König, geredet hat, also wird dein Knecht tun. Und Simei
wohnte zu Jerusalem eine lange Zeit.
39 Es
geschah aber am Ende von drei Jahren, da entflohen zwei Knechte
Simeis zu Achis, dem Sohne Maakas, dem König von Gath; und man
berichtete es Simei und sprach: Siehe, deine Knechte sind in
Gath!
40 Da
machte sich Simei auf und sattelte seinen Esel und ging nach
Gath, zu Achis, um seine Knechte zu suchen; und Simei ging hin
und brachte seine Knechte von Gath zurück.
41 Und
es wurde Salomo berichtet, daß Simei von Jerusalem nach Gath
gegangen und zurückgekommen sei.
42 Da
sandte der König hin und ließ Simei rufen, und er sprach zu ihm:
Habe ich dich nicht bei Jehova beschworen und dir beteuert und
gesagt: An dem Tage, da du hinausgehst und gehst dahin oder
dorthin, so wisse bestimmt, daß du sterben mußt? Und du sprachst
zu mir: Das Wort ist gut, das ich gehört habe.
43 Und
warum hast du den Schwur Jehovas nicht beachtet und das Gebot,
das ich dir geboten hatte?
44 Und
der König sprach zu Simei: Du selbst weißt all das Böse, dessen
dein Herz sich bewußt ist, das du meinem Vater David getan hast;
und so bringt Jehova deine Bosheit auf deinen Kopf zurück.
45
Aber der König Salomo wird gesegnet sein, und der Thron Davids
wird feststehen vor Jehova ewiglich.
46 Und
der König gebot Benaja, dem Sohne Jojadas; und er ging hinaus
und stieß ihn nieder, und er starb. Und das Königtum wurde
befestigt in der Hand Salomos.
3,1
Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von
Ägypten; und er nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in
die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses
Jehovas und der Mauer von Jerusalem ringsum vollendet hatte.
2 Nur
opferte das Volk auf den Höhen; denn bis zu jenen Tagen war dem
Namen Jehovas kein Haus gebaut worden.
3 Und
Salomo liebte Jehova, indem er in den Satzungen seines Vaters
David wandelte; nur opferte und räucherte er auf den Höhen.
4 Und
der König ging nach Gibeon, um daselbst zu opfern, denn das war
die große Höhe; tausend Brandopfer opferte Salomo auf selbigem
Altar.
5 Zu
Gibeon erschien Jehova dem Salomo in einem Traume der Nacht; und
Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll.
6 Und
Salomo sprach: Du hast ja an deinem Knechte David, meinem Vater,
große Güte erwiesen, so wie er vor dir gewandelt hat in Wahrheit
und in Gerechtigkeit und in Geradheit des Herzens gegen dich;
und du hast ihm diese große Güte bewahrt und ihm einen Sohn
gegeben, der auf seinem Throne sitzt, wie es an diesem Tage ist.
7 Und
nun, Jehova, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht
an meines Vaters David Statt, und ich bin ein kleiner Knabe, ich
weiß nicht aus-und einzugehen;
8 und
dein Knecht ist in der Mitte deines Volkes, das du erwählt hast,
eines großen Volkes, das nicht gezählt noch berechnet werden
kann vor Menge.
9 So
gib denn deinem Knechte ein verständiges Herz, um dein Volk zu
richten, zu unterscheiden zwischen Gutem und Bösem; denn wer
vermöchte dieses dein zahlreiches Volk zu richten?
10 Und
das Wort war gut in den Augen des Herrn, daß Salomo um dieses
gebeten hatte.
11 Und
Gott sprach zu ihm: Weil du um dieses gebeten hast, und hast dir
nicht viele Tage erbeten, und hast dir nicht Reichtum erbeten,
und nicht um das Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir
Einsicht erbeten, um das Recht zu verstehen,
12
siehe, so habe ich nach deinem Worte getan; siehe, ich habe dir
ein weises und einsichtsvolles Herz gegeben, daß deinesgleichen
vor dir nicht gewesen ist, und deinesgleichen nach dir nicht
aufstehen wird.
13 Und
auch was du nicht erbeten hast, habe ich dir gegeben, sowohl
Reichtum als Ehre, so daß deinesgleichen niemand unter den
Königen sein wird alle deine Tage.
14 Und
wenn du auf meinen Wegen wandeln wirst, indem du meine Satzungen
und meine Gebote beobachtest, so wie dein Vater David gewandelt
hat, so werde ich deine Tage verlängern.
15 Und
Salomo erwachte, und siehe, es war ein Traum. Und er kam nach
Jerusalem, und er stand vor der Lade des Bundes Jehovas und
opferte Brandopfer und opferte Friedensopfer und machte allen
seinen Knechten ein Mahl.
16
Damals kamen zwei Huren zu dem König und standen vor ihm.
17 Und
das eine Weib sprach: Bitte, mein Herr! Ich und dieses Weib
wohnten in einem Hause; und ich gebar bei ihr im Hause.
18 Und
es geschah am dritten Tage, nachdem ich geboren hatte, da gebar
auch dieses Weib; und wir waren zusammen, kein Fremder war bei
uns im Hause, nur wir beide waren im Hause.
19 Und
der Sohn dieses Weibes starb des Nachts, weil sie auf ihm
gelegen hatte.
20 Und
sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von
meiner Seite, während deine Magd schlief, und legte ihn an ihren
Busen; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen.
21 Als
ich nun am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu säugen, siehe, da
war er tot; und ich betrachtete ihn am Morgen, und siehe, es war
nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.
22 Und
das andere Weib sprach: Nein! Sondern mein Sohn ist der
lebendige, und dein Sohn ist der tote. Und jene sprach: Nein!
Sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige.
Und so redeten sie vor dem König.
23 Da
sprach der König: Diese spricht: Dieser, der lebendige, ist mein
Sohn, und dein Sohn ist der tote; und jene spricht: Nein!
Sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebendige.
24 Und
der König sprach: Holet mir ein Schwert. Und man brachte das
Schwert vor den König.
25 Und
der König sprach: Teilet das lebendige Kind in zwei Teile, und
gebet der einen die Hälfte und der anderen die Hälfte.
26 Da
sprach das Weib, deren Sohn der lebendige war, zum König, denn
ihr Innerstes wurde erregt über ihren Sohn, und sagte: Bitte
mein Herr! Gebet ihr das lebendige Kind und tötet es ja nicht!
Jene aber sagte: Weder mein noch dein soll es sein, zerteilet
es!
27 Da
antwortete der König und sprach: Gebet jener das lebendige Kind
und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter.
28 Und
ganz Israel hörte das Urteil, das der König gefällt hatte, und
sie fürchteten sich vor dem König; denn sie sahen, daß die
Weisheit Gottes in ihm war, Recht zu üben.
4,1
Und so war der König Salomo König über ganz Israel.
2 Und
dies sind die Obersten, die er hatte: Asarja, der Sohn Zadoks,
war der Heilige (e-r);
3
Elichoreph und Achija, die Söhne Schischas, waren Schreiber;
Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber;
4 und
Benaja, der Sohn Jojadas, war über das Heer; und Zadok und
Abjathar waren Heilige (e-r);
5 und
Asarja, der Sohn Nathans, war über die Aufseher; und Sabut, der
Sohn Nathans, war Krondiener, des Königs Freund;
6 und
Achischar war über das Haus, und Adoniram, der Sohn Abdas, über
die Fron.
7 Und
Salomo hatte zwölf Aufseher über ganz Israel, und sie versorgten
den König und sein Haus; einen Monat im Jahre lag jedem die
Versorgung ob.
8 Und
dies sind ihre Namen: Ben-Hur im Gebirge Ephraim;
9
Ben-Deker in Makaz und in Schaalbim und Beth-Semes und
Elon-Beth-Hanan;
10
Ben-Hesed in Arubboth: Er hatte Soko und das ganze Land Hepher.
11
Ben-Abinadab hatte das ganze Hügelgebiet von Dor; Taphath, die
Tochter Salomos, war sein Weib.
12
Baana, der Sohn Ahiluds, hatte Taanak und Megiddo und ganz
Beth-Schean, das neben Zarethan liegt, unterhalb Jisreel, von
Beth-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits Jokmeam.
13
Ben-Geber in Ramoth-Gilead; er hatte die Dörfer Jairs, des
Sohnes Manasses, die in Gilead sind; er hatte den Landstrich
Argob, der in Basan ist, sechzig große Städte mit Mauern und
ehernen Riegeln.
14
Achinadab, der Sohn Iddos, in Machanaim;
15
Achimaaz in Naphtali; auch er hatte Basmath, die Tochter
Salomos, zum Weibe genommen;
16
Baana, der Sohn Husais, in Aser und Bealoth;
17
Josaphat, der Sohn Paruachs, in Issaschar;
18
Simei, der Sohn Elas, in Benjamin;
19
Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, dem Lande Sihons, des
Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs von Basan; und nur ein
Aufseher war in diesem Lande.
20
Juda und Israel waren zahlreich, wie der Sand, der am Meere ist,
an Menge; sie aßen und tranken und waren fröhlich.
21 Und
Salomo war Herrscher über alle Königreiche, von dem Strome an
bis zu dem Lande der Philister und bis zu der Grenze Ägyptens;
sie brachten Geschenke und dienten Salomo alle Tage seines
Lebens.
22 Und
der Speisebedarf Salomos für einen Tag war: dreißig Kor Feinmehl
und sechzig Kor Mehl,
23
zehn gemästete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert
Schafe; ohne die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und das
gemästete Geflügel.
24
Denn er herrschte über das ganze Land diesseit des Stromes, von
Tiphsach bis Gasa, über alle Könige diesseit des Stromes; und er
hatte Frieden auf allen Seiten ringsum.
25 Und
Juda und Israel wohnten in Sicherheit, ein jeder unter seinem
Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba,
alle Tage Salomos.
26 Und
Salomo hatte vierzigtausend Stände für Rosse zu seinen Wagen,
und zwölftausend Reiter.
27 Und
jene Aufseher versorgten den König Salomo und alle, die zum
Tische des Königs Salomo kamen, ein jeder in seinem Monat; sie
ließen es an nichts fehlen.
28 Und
die Gerste und das Stroh für die Rosse und für die Renner
brachten sie an den Ort, wo er war, ein jeder nach seiner
Vorschrift.
29 Und
Gott gab Salomo Weisheit und sehr große Einsicht, und Weite des
Herzens, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist.
30 Und
die Weisheit Salomos war größer als die Weisheit aller Söhne des
Ostens und als alle Weisheit Ägyptens.
31 Und
er war weiser als alle Menschen, als Ethan, der Esrachiter, und
Heman und Kalkol und Darda, die Söhne Machols. Und sein Name war
unter allen Nationen ringsum.
32 Und
er redete dreitausend Sprüche, und seiner Lieder waren
tausendundfünf.
33 Und
er redete über die Bäume, von der Zeder, die auf dem Libanon
ist, bis zum Ysop, der an der Mauer herauswächst; und er redete
über das Vieh und über die Vögel und über das Gewürm und über
die Fische.
34 Und
man kam aus allen Völkern, um die Weisheit Salomos zu hören, von
allen Königen der Erde her, die von seiner Weisheit gehört
hatten.
5,1
Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo,
denn er hatte gehört, daß man ihn zum König gesalbt hatte an
seines Vaters Statt; denn Hiram war allezeit ein Freund Davids
gewesen.
2 Und
Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen:
3 Du
weißt ja, daß mein Vater David nicht vermochte, dem Namen
Jehovas, seines Gottes, ein Haus zu bauen, wegen der Kriege, mit
welchen sie ihn umgaben, bis Jehova sie unter seine Fußsohlen
legte.
4 Nun
aber hat Jehova, mein Gott, mir Ruhe geschafft ringsum; da ist
kein Widersacher mehr und kein schlimmes Begegnis.
5 Und
siehe, ich gedenke dem Namen Jehovas, meines Gottes, ein Haus zu
bauen, so wie Jehova zu meinem Vater David geredet und gesagt
hat: Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen
werde, der soll meinem Namen ein Haus bauen.
6 Und
nun gebiete, daß man mir Zedern vom Libanon haue; und meine
Knechte sollen mit deinen Knechten sein; und den Lohn deiner
Knechte will ich dir geben nach allem, was du sagen wirst; denn
du weißt ja, daß niemand unter uns ist, der Holz zu hauen
versteht wie die Zidonier.
7 Und
es geschah, als Hiram die Worte Salomos hörte, da freute er sich
sehr; und er sprach: Gepriesen sei heute Jehova, der David einen
weisen Sohn gegeben hat über dieses große Volk!
8 Und
Hiram sandte zu Salomo und ließ ihm sagen: Ich habe gehört, was
du mir entboten hast; ich will all dein Begehr tun betreffs des
Zedernholzes und betreffs des Zypressenholzes.
9
Meine Knechte sollen es vom Libanon an das Meer hinabbringen;
und ich werde auf dem Meere Flöße daraus machen und sie bis an
den Ort bringen lassen, den du mir angeben wirst, und dort will
ich sie zerlegen lassen; und du sollst es abholen. Du aber
sollst mein Begehr tun, indem du den Speisebedarf meines Hauses
gibst.
10 Und
so gab Hiram dem Salomo Zedernholz und Zypressenholz nach all
seinem Begehr.
11
Salomo aber gab Hiram zwanzigtausend Kor Weizen zur Nahrung für
sein Haus, und zwanzig Kor zerstoßenes Öl: so gab Salomo dem
Hiram Jahr für Jahr.
12 Und
Jehova gab Salomo Weisheit, so wie er zu ihm geredet hatte; und
es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie machten einen
Bund miteinander.
13 Und
der König Salomo hob Fronarbeiter aus ganz Israel aus, und der
Fronarbeiter waren dreißigtausend Mann.
14 Und
er schickte sie auf den Libanon, zehntausend im Monat,
wechselweise: einen Monat waren sie auf dem Libanon, zwei Monate
in ihrem Hause; und Adoniram war über die Fronarbeiter.
15 Und
Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend
Steinhauer im Gebirge,
16
ohne die Oberaufseher Salomos, welche über die Arbeit waren,
dreitausenddreihundert, die über das Volk walteten, das an der
Arbeit beschäftigt war.
17 Und
der König gebot, und sie brachen große Steine, wertvolle Steine,
um den Grund des Hauses zu legen, behauene Steine.
18 Und
die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gibliter
behieben sie, und sie richteten das Holz und die Steine zum Bau
des Hauses zu.
6,1
Und es geschah im vierhundertachtzigsten Jahre nach dem Auszuge
der Kinder Israel aus dem Lande Ägypten, im vierten Jahre der
Regierung Salomos über Israel, im Monat Siw, das ist der zweite
Monat, da baute er Jehova das Haus.
2 Und
das Haus, das der König Salomo Jehova baute: sechzig Ellen war
seine Länge, und zwanzig Ellen seine Breite, und dreißig Ellen
seine Höhe.
3 Und
die Halle vor dem Tempel des Hauses: zwanzig Ellen war ihre
Länge vor der Breite des Hauses her; zehn Ellen war ihre Breite
vor dem Hause her.
4 Und
er machte dem Hause Fenster, die mit unbeweglichen Querstäben
vergittert waren.
5 Und
er baute an die Wand des Hauses Stockwerke ringsum, an die Wände
des Hauses ringsum, des Tempels und des Sprachortes; und er
machte Seitenzimmer ringsum.
6 Das
untere Stockwerk: fünf Ellen war seine Breite, und das mittlere,
sechs Ellen seine Breite, und das dritte, sieben Ellen seine
Breite; denn er hatte außen am Hause ringsum Absätze gemacht, um
nicht in die Wände des Hauses einzugreifen.
7 Und
das Haus wurde bei seiner Erbauung aus vollständig behauenen
Steinen erbaut; und Hammer und Meißel, irgend ein eisernes
Werkzeug, wurde nicht am Hause gehört, als es erbaut wurde.
8 Der
Eingang der mittleren Seitenzimmer war an der rechten Seite des
Hauses; und mittelst Wendeltreppen stieg man zu den mittleren,
und von den mittleren zu den dritten hinauf.
9 Und
er baute das Haus und vollendete es, und er deckte das Haus mit
Balken und Reihen von Zedern.
10 Und
er baute die Stockwerke an das ganze Haus, fünf Ellen ihre Höhe;
und sie waren mit dem Hause durch Zedernhölzer verbunden.
11 Und
das Wort Jehovas geschah zu Salomo, indem er sprach:
12
Dieses Haus, das du baust, wenn du in meinen Satzungen wandeln
und meine Rechte tun und alle meine Gebote beobachten wirst, daß
du darin wandelst, so werde ich dir mein Wort aufrecht halten,
das ich zu deinem Vater David geredet habe;
13 und
ich werde inmitten der Kinder Israel wohnen und werde mein Volk
Israel nicht verlassen.
14 Und
Salomo baute das Haus und vollendete es.
15 Und
er baute die Wände des Hauses innerhalb mit Zedernbrettern; vom
Fußboden des Hauses bis an die Wände der Decke überzog er sie
innerhalb mit Holz; und er überzog den Fußboden des Hauses mit
Zypressenbrettern.
16 Und
er baute die zwanzig Ellen an der Hinterseite des Hauses mit
Zedernbrettern, vom Fußboden bis an die Wände; und er baute sie
ihm inwendig zum Sprachorte, zum Allerheiligsten.
17 Und
das Haus, das ist der Tempel, vorn vor dem Sprachorte, war
vierzig Ellen lang.
18 Und
das Zedernholz am Hause, inwendig, war Schnitzwerk von
Koloquinthen und aufbrechenden Blumen; alles war Zedernholz,
kein Stein wurde gesehen.
19 Und
den Sprachort im Innersten des Hauses richtete er zu, um die
Lade des Bundes Jehovas dahin zu setzen;
20 und
das Innere des Sprachortes: zwanzig Ellen die Länge, und zwanzig
Ellen die Breite, und zwanzig Ellen seine Höhe; und er überzog
ihn mit geläutertem Golde; auch den Zedernholzaltar überzog er
damit.
21 Und
Salomo überzog das Haus inwendig mit geläutertem Golde; und er
zog goldene Ketten vor dem Sprachorte her, und überzog ihn mit
Gold.
22 Und
das ganze Haus überzog er mit Gold, das ganze Haus vollständig;
auch den ganzen Altar, der zum Sprachorte gehörte, überzog er
mit Gold.
23 Und
er machte im Sprachorte zwei Cherubim von Ölbaumholz, zehn Ellen
ihre Höhe;
24 und
fünf Ellen maß der eine Flügel des Cherubs, und fünf Ellen der
andere Flügel des Cherubs: zehn Ellen von dem einen Ende seiner
Flügel bis zu dem anderen Ende seiner Flügel;
25 und
zehn Ellen maß der andere Cherub: beide Cherubim hatten ein Maß
und einen Schnitt.
26 Die
Höhe des einen Cherubs war zehn Ellen, und ebenso die des
anderen Cherubs.
27 Und
er stellte die Cherubim in das innerste Haus; und die Cherubim
breiteten die Flügel aus, so daß der Flügel des einen an diese
Wand rührte, und der Flügel des anderen Cherubs an die andere
Wand rührte; und ihre Flügel, nach der Mitte des Hauses zu,
rührten Flügel an Flügel.
28 Und
er überzog die Cherubim mit Gold.
29 Und
an allen Wänden des Hauses ringsum schnitzte er eingegrabenes
Schnitzwerk von Cherubim und Palmen und aufbrechenden Blumen,
innerhalb und außerhalb.
30 Und
den Fußboden des Hauses überzog er mit Gold, innerhalb und
außerhalb.
31 Und
für den Eingang des Sprachortes machte er Türflügel von
Ölbaumholz; die Einfassung, die Pfosten, bildeten den fünften
Teil der Wand.
32 Und
in die zwei Türflügel von Ölbaumholz, darein schnitzte er
Schnitzwerk von Cherubim und Palmen und aufbrechenden Blumen,
und er überzog sie mit Gold: er breitete das Gold aus über die
Cherubim und über die Palmen.
33 Und
ebenso machte er für den Eingang des Tempels Pfosten von
Ölbaumholz aus dem vierten Teile der Wand,
34 und
zwei Türflügel von Zypressenholz: aus zwei drehbaren Blättern
war der eine Flügel, und aus zwei drehbaren Blättern der andere
Flügel.
35 Und
er schnitzte Cherubim und Palmen und aufbrechende Blumen ein und
überzog sie mit Gold, geschlichtet über das Eingegrabene.
36 Und
er baute den inneren Hof aus drei Reihen behauener Steine und
aus einer Reihe Zedernbalken.
37 Im
vierten Jahre wurde der Grund des Hauses Jehovas gelegt, im
Monat Siw;
38 und
im elften Jahre, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das
Haus vollendet nach allen seinen Stücken und nach all seiner
Vorschrift; und so baute er sieben Jahre daran.
7,1
Und an seinem Hause baute Salomo dreizehn Jahre, und er
vollendete sein ganzes Haus.
2 Und
zwar baute er das Haus des Waldes Libanon, hundert Ellen seine
Länge, und fünfzig Ellen seine Breite, und dreißig Ellen seine
Höhe, auf vier Reihen von Zedernsäulen, und Zedernbalken auf den
Säulen;
3 und
es war mit Zedernholz gedeckt oben über den Seitenzimmern, die
auf den Säulen waren, fünfundvierzig, fünfzehn in der Reihe.
4 Und
der Balken waren drei Reihen, und Fenster gegen Fenster,
dreimal.
5 Und
alle Türöffnungen und Pfosten waren viereckig, mit Gebälk, und
Fenster gegen Fenster, dreimal.
6 Und
er machte die Säulenhalle, fünfzig Ellen ihre Länge, und dreißig
Ellen ihre Breite; und noch eine Halle vor derselben, und Säulen
und einen Auftritt vor denselben.
7 Und
er machte die Thronhalle, wo er richtete, die Halle des
Gerichts; und sie war mit Zedernholz getäfelt, von Boden zu
Boden.
8 Und
sein Haus, in welchem er wohnte, im anderen Hofe innerhalb der
Halle, war gleich diesem Werke. Und Salomo baute auch der
Tochter des Pharao, die er zum Weibe genommen hatte, ein Haus
gleich dieser Halle.
9 Das
alles war aus wertvollen Steinen, aus Steinen, die nach dem Maße
behauen waren, mit der Säge gesägt von innen und von außen, und
zwar von der Grundlage bis an die Kragsteine, und von außen bis
zu dem großen Hofe.
10 Und
die Grundlage bestand aus wertvollen Steinen, aus großen
Steinen, Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen.
11 Und
darüber her waren wertvolle Steine, Steine, die nach dem Maße
behauen waren, und Zedernholz.
12 Und
der große Hof ringsum bestand aus drei Reihen behauener Steine
und einer Reihe Zedernbalken; so war es auch mit dem inneren
Hofe des Hauses Jehovas und mit der Halle des Hauses.
13 Und
der König Salomo sandte hin und ließ Hiram von Tyrus holen.
14 Er
war der Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphtali (sein Vater
aber war ein Tyrer), ein Arbeiter in Erz; und er war voll
Weisheit und Einsicht und Kenntnis, um allerlei Werk in Erz zu
machen; und er kam zu dem König Salomo und machte sein ganzes
Werk.
15 Und
er bildete die zwei Säulen von Erz: achtzehn Ellen die Höhe der
einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen umfaßte die andere
Säule.
16 Und
er machte zwei Kapitäle, von Erz gegossen, um sie auf die
Spitzen der Säulen zu setzen: fünf Ellen die Höhe des einen
Kapitäls, und fünf Ellen die Höhe des anderen Kapitäls.
17
Geflecht im Netzwerk, Schnüre in Kettenwerk waren an den
Kapitälen, die auf der Spitze der Säulen waren: sieben an dem
einen Kapitäl, und sieben an dem anderen Kapitäl.
18 Und
er machte Granatäpfel, und zwar zwei Reihen ringsum, über das
eine Netzwerk, zur Bedeckung der Kapitäle, die auf der Spitze
der Säulen waren; und ebenso machte er es an dem anderen
Kapitäl.
19 Und
die Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen waren, waren wie die
Lilienarbeit in der Halle, vier Ellen.
20 Und
auch waren Kapitäle auf den beiden Säulen oben, dicht an dem
Wulste, der jenseit des Flechtwerks war. Und der Granatäpfel
waren zweihundert, in Reihen ringsum, an dem anderen Kapitäl.
21 Und
er richtete die Säulen auf bei der Halle des Tempels: er
richtete die rechte Säule auf und gab ihr den Namen Jakin, und
er richtete die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas.
22 Und
auf der Spitze der Säulen war Lilienarbeit. Und so wurde das
Werk der Säulen vollendet.
23 Und
er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem einen Rande
bis zu seinem anderen Rande, gerundet ringsum, und fünf Ellen
seine Höhe; und eine Schnur von dreißig Ellen umfaßte es
ringsum.
24 Und
unterhalb seines Randes umgaben es Koloquinthen ringsum, zehn
auf die Elle, das Meer ringsum einschließend; der Koloquinthen
waren zwei Reihen, gegossen aus einem Gusse mit demselben.
25 Es
stand auf zwölf Rindern: drei wandten sich gegen Norden, und
drei wandten sich gegen Westen, und drei wandten sich gegen
Süden, und drei wandten sich gegen Osten; und das Meer war auf
denselben, oben darüber, und alle ihre Hinterteile waren nach
innen gekehrt.
26 Und
seine Dicke war eine Handbreit, und sein Rand wie die Arbeit
eines Becherrandes, wie eine Lilienblüte; es faßte zweitausend
Bath.
27 Und
er machte die zehn Gestelle von Erz: vier Ellen die Länge eines
Gestelles, und vier Ellen seine Breite, und drei Ellen seine
Höhe.
28 Und
dies war die Arbeit der Gestelle: Es waren Felder an ihnen, und
die Felder waren zwischen den Eckleisten;
29 und
auf den Feldern, die zwischen den Eckleisten waren, waren Löwen,
Rinder und Cherubim; und oben auf den Eckleisten ein Untersatz;
und unterhalb der Löwen und der Rinder waren Kränze, in Form von
Gehängen.
30 Und
jedes Gestell hatte vier eherne Räder und eherne Achsen, und
seine vier Füße hatten Schulterstücke; unter dem Becken waren
die Schulterstücke angegossen; jenseit eines jeden waren die
Kränze.
31 Und
seine Öffnung, innerhalb der Krone und aufwärts, war bei einer
Elle, und ihre Öffnung war gerundet, Gestellarbeit, eine Elle
und eine halbe Elle; und auch an ihrer Öffnung war Schnitzwerk.
Und ihre Felder waren viereckig, nicht rund.
32 Und
die vier Räder waren unterhalb der Felder; und die Halter der
Räder waren an dem Gestell; und die Höhe eines Rades war eine
Elle und eine halbe Elle;
33 und
die Arbeit der Räder war wie die Arbeit eines Wagenrades; ihre
Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und ihre Naben, das
Ganze war gegossen.
34 Und
vier Schulterstücke waren an den vier Ecken eines Gestelles: Aus
dem Gestell waren seine Schulterstücke.
35 Und
am oberen Teile des Gestelles war eine Erhöhung von einer halben
Elle, gerundet ringsum; und am oberen Teile des Gestelles waren
seine Halter und seine Felder aus demselben.
36 Und
er grub in die Tafeln seiner Halter und in seine Felder
Cherubim, Löwen und Palmen ein, nach dem Raume eines jeden, und
Kränze ringsum.
37 Auf
diese Weise machte er die zehn Gestelle: ein Guß, ein Maß, ein
Schnitt für sie alle.
38 Und
er machte zehn Becken von Erz: Vierzig Bath faßte ein Becken;
vier Ellen war ein Becken weit; je ein Becken war auf je einem
Gestell von den zehn Gestellen.
39 Und
er setzte die Gestelle, fünf auf die rechte Seite des Hauses,
und fünf auf die linke Seite des Hauses. Und das Meer setzte er
auf die rechte Seite des Hauses ostwärts, gegen Süden.
40 Und
Hiram machte die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen.
Und so vollendete Hiram die Arbeit des ganzen Werkes, das er dem
König Salomo für das Haus Jehovas machte:
41
zwei Säulen und die krugförmigen Kapitäle, die auf der Spitze
der beiden Säulen waren; und die zwei Netzwerke zur Bedeckung
der beiden krugförmigen Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen
waren;
42 und
die vierhundert Granatäpfel zu den beiden Netzwerken: zwei
Reihen Granatäpfel zu jedem Netzwerk, zur Bedeckung der beiden
krugförmigen Kapitäle, die oben auf den Säulen waren;
43 und
die zehn Gestelle, und die zehn Becken auf den Gestellen;
44 und
das eine Meer, und die zwölf Rinder unter dem Meere;
45 und
die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. Und alle
diese Geräte, welche Hiram dem König Salomo für das Haus Jehovas
machte, waren von geglättetem Erz.
46 Im
Jordankreise ließ der König sie gießen, in dichter Erde,
zwischen Sukkoth und Zarethan.
47 Und
Salomo ließ alle Geräte ungewogen vor übergroßer Menge, das
Gewicht des Erzes wurde nicht untersucht.
48 Und
Salomo machte alle die Geräte, welche im Hause Jehovas waren:
den goldenen Altar; und den goldenen Tisch, auf welchem, die
Schaubrote lagen;
49 und
die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem
Sprachorte, von geläutertem Golde; und die Blumen und die Lampen
und die Lichtschneuzen von Gold;
50 und
die Becken und die Lichtmesser und die Sprengschalen und die
Schalen und die Räucherpfannen von geläutertem Golde; und die
Angeln zu den Türflügeln des inneren Hauses, des
Allerheiligsten, und zu den Flügeltüren des Hauses, des Tempels,
von Gold.
51 Und
so war das ganze Werk vollendet, das der König Salomo für das
Haus Jehovas machte. Und Salomo brachte die geheiligten Dinge
seines Vaters David hinein: Das Silber und das Gold und die
Geräte legte er in die Schatzkammern des Hauses Jehovas.
8,1
Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle
Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder
Israel, zum König Salomo nach Jerusalem, um die Lade des Bundes
Jehovas heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.
2 Und
alle Männer von Israel versammelten sich zum König Salomo im
Monat Ethanim, das ist der siebte Monat, am Feste.
3 Und
es kamen alle Ältesten von Israel, und die Heilige (e-r) nahmen
die Lade auf.
4 Und
sie brachten die Lade Jehovas hinauf, und das Zelt der
Zusammenkunft und alle heiligen Geräte, die im Zelte waren: die
Heilige (e-r) und die Leviten brachten sie hinauf.
5 Und
der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm
versammelt hatte und mit ihm vor der Lade stand, opferten
Klein-und Rindvieh, das nicht gerechnet und nicht gezählt werden
konnte vor Menge.
6 Und
die Heilige (e-r) brachten die Lade des Bundes Jehovas an ihren
Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter
die Flügel der Cherubim;
7 denn
die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort der Lade, und
die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
8 Und
die Stangen waren so lang, daß die Spitzen der Stangen vom
Heiligen aus an der Vorderseite des Sprachortes gesehen wurden;
aber auswärts wurden sie nicht gesehen. Und sie sind daselbst
bis auf diesen Tag.
9
Nichts war in der Lade, als nur die beiden steinernen Tafeln,
welche Mose am Horeb hineinlegte, als Jehova einen Bund machte
mit den Kindern Israel, als sie aus dem Lande Ägypten zogen.
10 Und
es geschah, als die Heilige (e-r) aus dem Heiligen hinausgingen,
da erfüllte die Wolke das Haus Jehovas;
11 und
die Heilige (e-r) vermochten wegen der Wolke nicht dazustehen,
um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit Jehovas
erfüllte das Haus Jehovas.
12
Damals sprach Salomo: Jehova hat gesagt, daß er im Dunkel wohnen
wolle.
13
Gebaut habe ich dir ein Haus zur Wohnung, eine Stätte zu deinem
Sitze für Ewigkeiten.
14 Und
der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze
Versammlung Israels; und die ganze Versammlung Israels stand.
15 Und
er sprach: Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, der mit
seinem Munde zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand
es erfüllt hat, indem er sprach:
16 Von
dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte,
habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels erwählt, um ein
Haus zu bauen, damit mein Name daselbst wäre; aber ich habe
David erwählt, daß er über mein Volk Israel wäre.
17 Und
es war in dem Herzen meines Vaters David, dem Namen Jehovas, des
Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
18 Und
Jehova sprach zu meinem Vater David: Weil es in deinem Herzen
gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so hast du
wohlgetan, daß es in deinem Herzen gewesen ist.
19 Nur
sollst du nicht das Haus bauen; sondern dein Sohn, der aus
deinen Lenden hervorkommen wird, er soll meinem Namen das Haus
bauen.
20 Und
Jehova hat sein Wort aufrecht gehalten, das er geredet hat; und
ich bin aufgestanden an meines Vaters David Statt, und habe mich
auf den Thron Israels gesetzt, so wie Jehova geredet hat, und
habe dem Namen Jehovas, des Gottes Israels, das Haus gebaut;
21 und
ich habe daselbst einen Ort hergerichtet für die Lade, in
welcher der Bund Jehovas ist, den er mit unseren Vätern gemacht
hat, als er sie aus dem Lande Ägypten herausführte.
22 Und
Salomo trat vor den Altar Jehovas angesichts der ganzen
Versammlung Israels; und er breitete seine Hände aus gen Himmel
und sprach:
23
Jehova, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich im Himmel oben
und auf der Erde unten, der du den Bund und die Güte deinen
Knechten bewahrst, die vor dir wandeln mit ihrem ganzen Herzen;
24 der
du deinem Knechte David, meinem Vater, gehalten, was du zu ihm
geredet hast: du hast es mit deinem Munde geredet, und mit
deiner Hand hast du es erfüllt, wie es an diesem Tage ist.
25 Und
nun, Jehova, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem
Vater, was du zu ihm geredet hast, indem du sprachst: Es soll
dir nicht an einem Manne fehlen vor meinem Angesicht, der da
sitze auf dem Throne Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg
achthaben, daß sie vor mir wandeln, so wie du vor mir gewandelt
hast.
26 Und
nun, Gott Israels, mögen sich doch deine Worte bewähren, die du
zu deinem Knechte David, meinem Vater, geredet hast!
27
Aber sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel
und der Himmel Himmel können dich nicht fassen; wieviel weniger
dieses Haus, das ich gebaut habe!
28
Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem
Flehen, Jehova, mein Gott, daß du hörest auf das Rufen und auf
das Gebet, welches dein Knecht heute vor dir betet:
29 daß
deine Augen Nacht und Tag offen seien über dieses Haus, über den
Ort, von dem du gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein! Daß
du hörest auf das Gebet, welches dein Knecht gegen diesen Ort
hin beten wird.
30 Und
höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel,
das sie gegen diesen Ort hin richten werden; und höre du an der
Stätte deiner Wohnung, im Himmel, ja, höre und vergib!
31
Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigt, und man ihm einen Eid
auflegt, um ihn schwören zu lassen, und er kommt und schwört vor
deinem Altar in diesem Hause:
32 so
höre du im Himmel und handle und richte deine Knechte, indem du
den Schuldigen schuldig sprichst, daß du seinen Weg auf seinen
Kopf bringst, und indem du den Gerechten gerecht sprichst, daß
du ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.
33
Wenn dein Volk Israel vor dem Feinde geschlagen wird, weil sie
wider dich gesündigt haben, und sie kehren zu dir um und
bekennen deinen Namen, und beten und flehen zu dir in diesem
Hause:
34 so
höre du im Himmel und vergib die Sünde deines Volkes Israel; und
bringe sie in das Land zurück, das du ihren Vätern gegeben hast.
35
Wenn der Himmel verschlossen, und kein Regen sein wird, weil sie
wider dich gesündigt haben, und sie beten gegen diesen Ort hin
und bekennen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, weil du
sie demütigst:
36 so
höre du im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines
Volkes Israel, daß du ihnen den guten Weg zeigest, auf welchem
sie wandeln sollen; und gib Regen auf dein Land, das du deinem
Volke zum Erbteil gegeben hast.
37
Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird, wenn Pest sein wird,
wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides, Heuschrecken oder
Grillen sein werden; wenn sein Feind es belagert im Lande seiner
Tore, wenn irgend eine Plage, irgend eine Krankheit sein wird:
38
welches Gebet, welches Flehen irgend geschehen wird von irgend
einem Menschen, von deinem ganzen Volke Israel, wenn sie
erkennen werden ein jeder die Plage seines Herzens, und er seine
Hände ausbreitet gegen dieses Haus hin:
39 so
höre du im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, und vergib, und
tue und gib einem jeden nach allen seinen Wegen, wie du sein
Herz kennst denn du, du allein kennst das Herz aller
Menschenkinder;
40 auf
daß sie dich fürchten alle die Tage, die sie in dem Lande leben
werden, das du unseren Vätern gegeben hast.
41 Und
auch auf den Fremden, der nicht von deinem Volke Israel ist,
kommt er aus fernem Lande um deines Namens willen
42
(denn sie werden hören von deinem großen Namen und deiner
starken Hand und deinem ausgestreckten Arm), kommt er und betet
gegen dieses Haus hin:
43 so
höre du im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, und tue nach
allem, um was der Fremde zu dir rufen wird; auf daß alle Völker
der Erde deinen Namen erkennen, damit sie dich fürchten, wie
dein Volk Israel, und damit sie erkennen, daß dieses Haus,
welches ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt wird.
44
Wenn dein Volk ausziehen wird zum Streit wider seinen Feind, auf
dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu Jehova beten nach
der Stadt hin, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich
deinem Namen gebaut habe:
45 so
höre im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr Recht
aus.
46
Wenn sie wider dich sündigen, denn da ist kein Mensch, der nicht
sündigte und du über sie erzürnst und sie vor dem Feinde
dahingibst und ihre Besieger sie gefangen wegführen in das Land
des Feindes, ein fernes oder ein nahes;
47 und
sie nehmen es zu Herzen in dem Lande, wohin sie gefangen
weggeführt sind, und kehren um und flehen zu dir in dem Lande
derer, die sie gefangen weggeführt haben, und sprechen: Wir
haben gesündigt und haben verkehrt gehandelt, wir haben
gesetzlos gehandelt;
48 und
sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer
ganzen Seele in dem Lande ihrer Feinde, die sie gefangen
weggeführt haben, und sie beten zu dir nach ihrem Lande hin, das
du ihren Vätern gegeben, nach der Stadt, die du erwählt hast,
und dem Hause, das ich deinem Namen gebaut habe:
49 so
höre im Himmel, der Stätte deiner Wohnung, ihr Gebet und ihr
Flehen, und führe ihr Recht aus;
50 und
vergib deinem Volke, was sie gegen dich gesündigt haben, und
alle ihre Übertretungen, womit sie wider dich übertreten haben;
und laß sie Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen
weggeführt haben, daß sie sich ihrer erbarmen;
51
denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du herausgeführt
hast aus Ägypten, mitten aus dem eisernen Schmelzofen:
52 So
daß deine Augen offen seien für das Flehen deines Knechtes und
für das Flehen deines Volkes Israel, daß du auf sie hörest in
allem, um was sie zu dir rufen.
53
Denn du, du hast sie ausgesondert, dir zum Erbteil aus allen
Völkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose geredet
hast, als du unsere Väter aus Ägypten herausführtest, Herr,
Jehova!
54 Und
es geschah, als Salomo geendigt hatte, dieses ganze Gebet und
Flehen an Jehova zu richten, stand er auf vor dem Altar Jehovas
von dem Beugen seiner Knie, indem seine Hände gen Himmel
ausgebreitet waren;
55 und
er stand und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter
Stimme und sprach:
56
Gepriesen sei Jehova, der seinem Volke Israel Ruhe gegeben, nach
allem, was er geredet hat! Kein einziges Wort ist dahingefallen
von allen seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose
geredet hat.
57
Jehova, unser Gott, sei mit uns, so wie er mit unseren Vätern
gewesen ist; er verlasse uns nicht und verstoße uns nicht:
58 um
unser Herz zu ihm zu neigen, damit wir auf allen seinen Wegen
wandeln und seine Gebote und seine Satzungen und seine Rechte
beobachten, die er unseren Vätern geboten hat.
59 Und
diese meine Worte, die ich vor Jehova gefleht habe, mögen
Jehova, unserem Gott, nahe sein Tag und Nacht, daß er das Recht
seines Knechtes und das Recht seines Volkes Israel ausführe, je
nachdem der Tag es erfordert;
60
damit alle Völker der Erde erkennen, daß Jehova Gott ist, keiner
mehr.
61 Und
euer Herz sei ungeteilt mit Jehova, unserem Gott, um in seinen
Satzungen zu wandeln und seine Gebote zu beobachten, wie es an
diesem Tage ist.
62 Und
der König und ganz Israel mit ihm opferten Schlachtopfer vor
Jehova.
63 Und
Salomo schlachtete als Friedensopfer, das er Jehova opferte,
zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertundzwanzigtausend
Schafe. Und der König und alle Kinder Israel weihten das Haus
Jehovas ein.
64 An
selbigem Tage heiligte der König die Mitte des Hofes, die vor
dem Hause Jehovas lag; denn er opferte daselbst das Brandopfer
und das Speisopfer und die Fettstücke der Friedensopfer; denn
der eherne Altar, der vor Jehova stand, war zu klein, um das
Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstücke der
Friedensopfer zu fassen.
65 Und
so feierten Salomo und ganz Israel mit ihm, eine große
Versammlung, von dem Eingang Hamaths bis an den Fluß Ägyptens,
zu selbiger Zeit das Fest vor Jehova, unserem Gott, sieben Tage
und sieben Tage, vierzehn Tage.
66 Am
achten Tage entließ er das Volk; und sie segneten den König und
gingen nach ihren Zelten, fröhlich und guten Mutes wegen all des
Guten, das Jehova seinem Knechte David und seinem Volke Israel
erwiesen hatte.
9,1
Und es geschah, als Salomo den Bau des Hauses Jehovas und des
Hauses des Königs und alles Begehren Salomos, das ihm zu machen
gefiel, vollendet hatte,
2 da
erschien Jehova dem Salomo zum zweiten Male, wie er ihm zu
Gibeon erschienen war.
3 Und
Jehova sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen
gehört, das du vor mir gefleht hast; ich habe dieses Haus, das
du gebaut hast, geheiligt, um meinen Namen dahin zu setzen auf
ewig; und meine Augen und mein Herz sollen daselbst sein
allezeit.
4 Und
du, wenn du vor mir wandeln wirst, so wie dein Vater David
gewandelt hat, in Lauterkeit des Herzens und in Geradheit, daß
du tust nach allem, was ich dir geboten habe, und wenn du meine
Satzungen und meine Rechte beobachten wirst,
5 so
werde ich den Thron deines Königtums über Israel befestigen
ewiglich, so wie ich zu deinem Vater David geredet habe, indem
ich sprach: Es soll dir nicht an einem Manne fehlen auf dem
Throne Israels.
6 Wenn
ihr aber, ihr und eure Kinder, euch hinter mir abwenden und
meine Gebote, meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe,
nicht beobachten werdet, und werdet hingehen und anderen Göttern
dienen und euch vor ihnen niederbeugen,
7 so
werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben;
und das Haus, welches ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich
von meinem Angesicht wegwerfen; und Israel wird zum Sprichwort
und zur Spottrede werden unter allen Völkern.
8 Und
dieses Haus, das erhaben war, jeder, der an demselben
vorbeigeht, wird sich entsetzen und zischen. Und man wird sagen:
Warum hat Jehova diesem Lande und diesem Hause also getan?
9 Und
man wird sagen: Darum, daß sie Jehova, ihren Gott, der ihre
Väter aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, verlassen und
andere Götter angenommen und sich vor ihnen niedergebeugt und
ihnen gedient haben: darum hat Jehova all dieses Unglück über
sie gebracht.
10 Und
es geschah am Ende von zwanzig Jahren, während welcher Salomo
die beiden Häuser, das Haus Jehovas und das Haus des Königs,
gebaut hatte
11
Hiram, der König von Tyrus, hatte Salomo mit Zedernholz und mit
Zypressenholz und mit Gold nach all seinem Begehr unterstützt
damals gab der König Salomo dem Hiram zwanzig Städte im Lande
Galiläa.
12 Und
Hiram zog von Tyrus aus, um die Städte zu besehen, die Salomo
ihm gegeben hatte; und sie waren nicht recht in seinen Augen.
13 Und
er sprach: Was sind das für Städte, die du mir gegeben hast,
mein Bruder! Und er nannte sie das Land Kabul bis auf diesen
Tag.
14
Hiram hatte nämlich dem König hundertzwanzig Talente Gold
gesandt.
15 Und
dies ist die Sache mit der Fron, welche der König Salomo aushob,
um das Haus Jehovas zu bauen und sein Haus und das Millo und die
Mauer von Jerusalem, und Hazor und Megiddo und Geser.
16
(Der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte
Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter,
die in der Stadt wohnten, erschlagen; und er hatte es seiner
Tochter, dem Weibe Salomos, als Mitgift gegeben.)
17 Und
Salomo baute Geser und Unter-Beth-Horon
18 und
Baalath, und Tadmor in der Wüste, im Lande;
19 und
alle Vorratsstädte, die Salomo hatte, und die Wagenstädte und
die Reiterstädte; und was Salomo Lust hatte zu bauen in
Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner
Herrschaft.
20
Alles Volk, das übriggeblieben war von den Amoritern, den
Hethitern, den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern, die
nicht von den Kindern Israel waren:
21
ihre Söhne, die nach ihnen im Lande übriggeblieben waren, welche
die Kinder Israel nicht zu verbannen vermocht hatten, die hob
Salomo zu Fronarbeitern aus bis auf diesen Tag.
22
Aber aus den Kindern Israel machte Salomo keine Sklaven, sondern
sie waren Kriegsleute und seine Knechte und seine Obersten und
seine Anführer, und Oberste seiner Wagen und seiner Reiter.
23
Dies sind die Oberaufseher, welche über das Werk Salomos waren:
fünfhundertfünfzig, die über das Volk walteten, das an dem Werke
arbeitete.
24
Sobald die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids in ihr Haus
hinaufgezogen war, das er ihr erbaut hatte, da baute er das
Millo.
25 Und
Salomo opferte dreimal im Jahre Brandopfer und Friedensopfer auf
dem Altar, den er Jehova erbaut hatte; und er räucherte auf dem,
der vor Jehova stand. Und er vollendete das Haus.
26 Und
der König Salomo machte eine Flotte zu Ezjon-Geber, das bei
Eloth, am Ufer des Schilfmeeres, im Lande Edom liegt.
27 Und
Hiram sandte auf der Flotte seine Knechte, Schiffsleute, die des
Meeres kundig waren, mit den Knechten Salomos.
28 Und
sie kamen nach Ophir und holten von dort Gold,
vierhundertzwanzig Talente, und brachten es zu dem König Salomo.
10,1
Und die Königin von Scheba hörte den Ruf Salomos wegen des
Namens Jehovas; und sie kam, um ihn mit Rätseln zu versuchen.
2 Und
sie kam nach Jerusalem mit einem sehr großen Zuge, mit Kamelen,
die Gewürze und Gold trugen in sehr großer Menge und Edelsteine.
Und sie kam zu Salomo und redete zu ihm alles, was in ihrem
Herzen war.
3 Und
Salomo erklärte ihr alles, um was sie fragte; keine Sache war
vor dem König verborgen, die er ihr nicht erklärt hätte.
4 Und
als die Königin von Scheba all die Weisheit Salomos sah, und das
Haus, das er gebaut hatte,
5 und
die Speise seines Tisches, und das Sitzen seiner Knechte, und
das Aufwarten seiner Diener, und ihre Kleidung und seine
Mundschenken, und seinen Aufgang, auf welchem er in das Haus
Jehovas hinaufging, da geriet sie außer sich und sprach zu dem
König:
6 Das
Wort ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Lande über deine
Sachen und über deine Weisheit gehört habe;
7 und
ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und
meine Augen es gesehen haben. Und siehe, nicht die Hälfte ist
mir berichtet worden; du übertriffst an Weisheit und Gut das
Gerücht, das ich gehört habe.
8
Glückselig sind deine Leute, glückselig diese deine Knechte, die
beständig vor dir stehen, die deine Weisheit hören!
9
Gepriesen sei Jehova, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat,
dich auf den Thron Israels zu setzen! Weil Jehova Israel
ewiglich liebt, hat er dich zum König eingesetzt, um Recht und
Gerechtigkeit zu üben.
10 Und
sie gab dem König hundertzwanzig Talente Gold und Gewürze in
sehr großer Menge und Edelsteine; nie wieder ist eine solche
Menge Gewürz gekommen wie dieses, welches die Königin von Scheba
dem König Salomo gab.
11
(Und auch die Flotte Hirams, die Gold aus Ophir holte, brachte
aus Ophir Sandelholz in sehr großer Menge und Edelsteine.
12 Und
der König machte von dem Sandelholz ein Geländer für das Haus
Jehovas und für das Haus des Königs, und Lauten und Harfen für
die Sänger; also ist kein Sandelholz gekommen noch gesehen
worden bis auf diesen Tag.)
13 Und
der König Salomo gab der Königin von Scheba all ihr Begehr, das
sie verlangte, außer dem, was er ihr gab nach der Freigebigkeit
des Königs Salomo. Und sie wandte sich und zog in ihr Land, sie
und ihre Knechte.
14 Und
das Gewicht des Goldes, welches dem Salomo in einem Jahre
einkam, war sechshundertsechsundsechzig Talente Gold,
15
außer dem, was von den Krämern und dem Handel der Kaufleute und
von allen Königen Arabiens und den Statthaltern des Landes
einkam.
16 Und
der König Salomo machte zweihundert Schilde von getriebenem
Golde: sechshundert Sekel Gold zog er über jeden Schild;
17 und
dreihundert Tartschen von getriebenem Golde: drei Minen Gold zog
er über jede Tartsche; und der König tat sie in das Haus des
Waldes Libanon.
18 Und
der König machte einen großen Thron von Elfenbein und überzog
ihn mit gereinigtem Golde.
19
Sechs Stufen waren an dem Throne, und der obere Teil des Thrones
war hinten gerundet; und Armlehnen waren auf dieser und auf
jener Seite an der Stelle des Sitzes, und zwei Löwen standen
neben den Armlehnen;
20 und
zwölf Löwen standen da auf den sechs Stufen, auf dieser und auf
jener Seite. Desgleichen ist nicht gemacht worden in irgend
einem Königreiche.
21 Und
alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren von Gold, und alle
Geräte des Hauses des Waldes Libanon waren von geläutertem
Golde; nichts war von Silber, es wurde in den Tagen Salomos für
nichts geachtet.
22
Denn der König hatte eine Tarsisflotte auf dem Meere mit der
Flotte Hirams; einmal in drei Jahren kam die Tarsisflotte,
beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pfauen.
23 Und
der König Salomo war größer als alle Könige der Erde an Reichtum
und an Weisheit.
24 Und
die ganze Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit
zu hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte.
25 Und
sie brachten ein jeder sein Geschenk: Geräte von Silber und
Geräte von Gold, und Gewänder und Waffen, und Gewürze, Rosse und
Maultiere, jährlich die Gebühr des Jahres.
26 Und
Salomo brachte zusammen Wagen und Reiter, und er hatte
tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter; und er
verlegte sie in die Wagenstädte und zu dem König nach Jerusalem.
27 Und
der König machte das Silber in Jerusalem den Steinen gleich, und
die Zedern machte er den Sykomoren gleich, die in der Niederung
sind, an Menge.
28 Und
die Ausfuhr der Rosse für Salomo geschah aus Ägypten; und ein
Zug Handelsleute des Königs holte einen Zug um Geld.
29 Und
ein Wagen kam herauf und wurde ausgeführt aus Ägypten um
sechshundert Sekel Silber, und ein Roß um hundertfünfzig. Und
also führte man für alle Könige der Hethiter und für die Könige
von Syrien durch ihre Hand aus.
11,1
Und der König Salomo liebte viele fremde Weiber, und zwar neben
der Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische,
zidonische, hethitische,
2 von
den Nationen, von welchen Jehova zu den Kindern Israel gesagt
hatte: Ihr sollt nicht unter sie kommen, und sie sollen nicht
unter euch kommen; gewiß, sie würden euer Herz neigen ihren
Göttern nach! An diesen hing Salomo mit Liebe.
3 Und
er hatte an Weibern siebenhundert Fürstinnen und dreihundert
Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz.
4 Und
es geschah zur Zeit, als Salomo alt war, da neigten seine Weiber
sein Herz anderen Göttern nach; und sein Herz war nicht
ungeteilt mit Jehova, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters
David.
5 Und
Salomo wandelte der Astoreth nach, der Gottheit der Zidonier,
und dem Milkom, dem Greuel der Ammoniter.
6 Und
Salomo tat, was böse war in den Augen Jehovas, und er folgte
Jehova nicht völlig nach wie sein Vater David.
7
Damals baute Salomo eine Höhe dem Kamos, dem Greuel der
Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem
Molech, dem Greuel der Kinder Ammon.
8 Und
also tat er für alle seine fremden Weiber, die ihren Göttern
räucherten und opferten.
9 Da
erzürnte Jehova wider Salomo, weil er sein Herz von Jehova, dem
Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war
10 und
ihm betreffs dieser Sache geboten hatte, nicht anderen Göttern
nachzuwandeln; aber er beobachtete nicht, was Jehova geboten
hatte.
11 Und
Jehova sprach zu Salomo: Darum daß solches bei dir gewesen ist,
und du meinen Bund nicht beobachtest hast und meine Satzungen,
die ich dir geboten habe, so werde ich dir das Königreich
gewißlich entreißen und es deinem Knechte geben.
12
Doch in deinen Tagen will ich es nicht tun, um deines Vaters
David willen: aus der Hand deines Sohnes werde ich es reißen;
13 nur
will ich ihm nicht das ganze Königreich entreißen: einen Stamm
will ich deinem Sohne geben, um meines Knechtes David willen und
um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
14 Und
Jehova erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter;
er war vom königlichen Samen in Edom.
15 Es
geschah nämlich, als David in Edom war, als Joab, der
Heeroberste, hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, und er
alles Männliche in Edom erschlug
16
(denn Joab blieb sechs Monate daselbst mit ganz Israel, bis er
alles Männliche in Edom ausgerottet hatte):
17 da
entfloh Hadad, er und edomitische Männer von den Knechten seines
Vaters mit ihm, um sich nach Ägypten zu begeben; Hadad war aber
ein kleiner Knabe.
18 Und
sie machten sich auf aus Midian und kamen nach Paran; und sie
nahmen Männer aus Paran mit sich und kamen nach Ägypten zu dem
Pharao, dem König von Ägypten. Und er gab ihm ein Haus und wies
ihm Speise an und gab ihm Land.
19 Und
Hadad fand große Gnade in den Augen des Pharao, und er gab ihm
die Schwester seines Weibes, die Schwester der Königin
Thachpenes, zum Weibe.
20 Und
die Schwester der Thachpenes gebar ihm Genubath, seinen Sohn;
und Thachpenes pflegte ihn im Hause des Pharao; und so war
Genubath im Hause des Pharao, unter den Söhnen des Pharao.
21 Und
als Hadad in Ägypten hörte, daß David sich zu seinen Vätern
gelegt hatte, und daß Joab, der Heeroberste, tot war, da sprach
Hadad zu dem Pharao: Entlasse mich, daß ich in mein Land ziehe.
22 Und
der Pharao sprach zu ihm: Was mangelt dir bei mir? Und siehe, du
begehrst in dein Land zu ziehen? Und er sprach: Nichts; aber
entlasse mich doch!
23 Und
Gott erweckte ihm einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas,
der von Hadadeser, dem König von Zoba, seinem Herrn, geflohen
war.
24 Und
er sammelte Männer um sich und wurde Oberster einer Schar, als
David die Zobaiter tötete; und sie zogen nach Damaskus und
wohnten darin, und sie regierten in Damaskus.
25 Und
er wurde ein Widersacher Israels, alle Tage Salomos, und zwar
neben dem Übel, das Hadad tat; und er verabscheute Israel, und
er wurde König über Syrien.
26 Und
Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephratiter, von Zereda (und der
Name seiner Mutter war Zerua, eine Witwe), ein Knecht Salomos,
auch er erhob die Hand wider den König.
27 Und
dies war die Sache, warum er die Hand wider den König erhob:
Salomo baute das Millo und schloß die Lücke der Stadt seines
Vaters David.
28 Der
Mann Jerobeam aber war ein wackerer Mann; und als Salomo den
Jüngling sah, daß er arbeitsam war, bestellte er ihn über alle
Lastarbeiter des Hauses Joseph.
29 Und
es geschah zu selbiger Zeit, als Jerobeam einmal aus Jerusalem
hinausging, da fand ihn der Prophet Achija, der Siloniter, auf
dem Wege; und er hatte sich in ein neues Oberkleid gehüllt, und
sie beide waren allein auf dem Felde.
30 Da
faßte Achija das neue Oberkleid, das er anhatte, und zerriß es
in zwölf Stücke;
31 und
er sprach zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stücke; denn so spricht
Jehova, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königreich aus der
Hand Salomos reißen und will dir zehn Stämme geben
32
(aber einen Stamm soll er behalten um meines Knechtes David
willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich erwählt habe
aus allen Stämmen Israels);
33
darum, daß sie mich verlassen und sich niedergebeugt haben vor
Astoreth, der Gottheit der Zidonier, vor Kamos, dem Gott der
Moabiter, und vor Milkom, dem Gott der Kinder Ammon, und nicht
auf meinen Wegen gewandelt haben, zu tun, was recht ist in
meinen Augen, und meine Satzungen und meine Rechte zu
beobachten, wie sein Vater David.
34
Doch will ich nicht das ganze Königreich aus seiner Hand nehmen,
sondern will ihn zum Fürsten setzen alle Tage seines Lebens, um
meines Knechtes David willen, den ich erwählt habe, der meine
Gebote und meine Satzungen beobachtet hat.
35
Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königreich nehmen
und es dir geben, die zehn Stämme;
36 und
seinem Sohne will ich einen Stamm geben, auf daß mein Knecht
David alle Tage eine Leuchte vor mir habe in Jerusalem, der
Stadt, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dahin zu
setzen.
37 Und
dich will ich nehmen, daß du regierest über alles, was deine
Seele begehren wird, und König seiest über Israel.
38 Und
es wird geschehen, wenn du hören wirst auf alles, was ich dir
gebiete, und auf meinen Wegen wandeln und tun wirst, was recht
ist in meinen Augen, indem du meine Satzungen und meine Gebote
beobachtest, wie mein Knecht David getan hat, so werde ich mit
dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es dem
David gebaut habe, und werde dir Israel geben;
39 und
ich werde den Samen Davids um deswillen demütigen, doch nicht
für immer.
40 Und
Salomo suchte Jerobeam zu töten; da machte Jerobeam sich auf und
entfloh nach Ägypten zu Sisak, dem König von Ägypten; und er war
in Ägypten bis zum Tode Salomos.
41 Und
das Übrige der Geschichte Salomos und alles, was er getan hat,
und seine Weisheit, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Geschichte Salomos?
42 Und
die Tage, die Salomo zu Jerusalem über ganz Israel regierte,
waren vierzig Jahre.
43 Und
Salomo legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben in der
Stadt seines Vaters David. Und Rehabeam, sein Sohn, ward König
an seiner Statt.
12,1
Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem
gekommen, um ihn zum König zu machen.
2 Und
es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, es hörte (er war aber
noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, und
Jerobeam wohnte in Ägypten;
3 und
sie sandten hin und riefen ihn); da kamen Jerobeam und die ganze
Versammlung Israels, und sie redeten zu Rehabeam und sprachen:
4 Dein
Vater hat unser Joch hart gemacht; du aber, erleichtere nun den
harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf
uns gelegt hat, so wollen wir dir dienen.
5 Und
er sprach zu ihnen: Gehet hin noch drei Tage, dann kommet wieder
zu mir. Und das Volk ging hin.
6 Und
der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem
Vater Salomo gestanden hatten, als er noch am Leben war, und
sprach: Wie ratet ihr, diesem Volke Antwort zu geben?
7 Und
sie redeten zu ihm und sprachen: Wenn du heute dieses Volkes
Knecht wirst und ihnen dienst und sie erhörst und gütige Worte
zu ihnen redest, so werden sie deine Knechte sein alle Tage.
8 Aber
er verließ den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten; und er
beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die
vor ihm standen.
9 Und
er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir diesem Volke zur
Antwort geben, welches zu mir geredet und gesagt hat:
Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?
10 Und
die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm und
sprachen: So sollst du zu diesem Volke sprechen, das zu dir
geredet und gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer
gemacht, du aber erleichtere es uns; so sollst du zu ihnen
reden: Mein kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines
Vaters!
11 Nun
denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber
will zu eurem Joche hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln
gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
12 Und
Jerobeam und alles Volk kam am dritten Tage zu Rehabeam, so wie
der König geredet und gesagt hatte: Kommet wieder zu mir am
dritten Tage.
13 Und
der König antwortete dem Volke hart und verließ den Rat der
Alten, den sie ihm gegeben hatten;
14 und
er redete zu ihnen nach dem Rate der Jungen und sprach: Mein
Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will zu eurem Joche
hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber
will euch mit Skorpionen züchtigen.
15 So
hörte der König nicht auf das Volk; denn es war eine Wendung von
seiten Jehovas, auf daß er sein Wort aufrecht hielte, welches
Jehova durch Achija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohne
Nebats, geredet hatte.
16 Und
als ganz Israel sah, daß der König nicht auf sie hörte, da gab
das Volk dem König Antwort und sprach: Was haben wir für Teil an
David? Und wir haben kein Erbteil am Sohne Isais! Zu deinen
Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Hause, David! Und Israel
ging nach seinen Zelten.
17 Die
Kinder Israel aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie
wurde Rehabeam König.
18 Und
der König Rehabeam sandte Adoram, der über die Fron war; aber
ganz Israel steinigte ihn, und er starb. Da eilte der König
Rehabeam, den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen.
19 So
fiel Israel vom Hause Davids ab bis auf diesen Tag.
20 Und
es geschah, als ganz Israel hörte, daß Jerobeam zurückgekehrt
wäre, da sandten sie hin und riefen ihn zu der Gemeinde, und
machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand folgte dem Hause
Davids, außer dem Stamme Juda allein.
21 Und
Rehabeam kam nach Jerusalem; und er versammelte das ganze Haus
Juda und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend auserlesene
Krieger, um mit dem Hause Israel zu streiten, damit er das
Königreich an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückbrächte.
22 Da
geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Manne Gottes, also:
23
Sage zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem König von Juda, und zu
dem ganzen Hause Juda und Benjamin und zu dem übrigen Volke, und
sprich:
24 So
spricht Jehova: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht mit euren
Brüdern, den Kindern Israel, streiten; kehret um, ein jeder nach
seinem Hause, denn von mir aus ist diese Sache geschehen. Und
sie hörten auf das Wort Jehovas und zogen wieder zurück nach dem
Worte Jehovas.
25 Und
Jerobeam baute Sichem im Gebirge Ephraim und wohnte darin; und
er zog von dannen aus und baute Pnuel.
26 Und
Jerobeam sprach in seinem Herzen: Nun wird das Königreich an das
Haus David zurückkommen.
27
Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Hause Jehovas zu
Jerusalem Schlachtopfer zu opfern, so wird das Herz dieses
Volkes sich zu ihrem Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König
von Juda; und sie werden mich töten und sich zu Rehabeam, dem
König von Juda, zurückwenden.
28 Da
beriet sich der König und machte zwei goldene Kälber. Und er
sprach zu dem Volke: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem
hinaufzuziehen; siehe da, Israel, deine Götter, die dich aus dem
Lande Ägypten heraufgeführt haben.
29 Und
er stellte das eine in Bethel auf, und das andere tat er nach
Dan.
30 Und
diese Sache wurde zur Sünde, und das Volk ging vor das eine hin
bis nach Dan.
31
Auch baute er Höhenhäuser, und machte Heilige (e-r) aus
sämtlichem Volke, die nicht von den Kindern Levi waren.
32 Und
Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tage
des Monats, wie das Fest, das in Juda stattfand, und er opferte
auf dem Altar. Ebenso tat er zu Bethel, indem er den Kälbern
opferte, die er gemacht hatte; und er bestellte in Bethel die
Heilige (e-r) der Höhen, die er gemacht hatte.
33 Und
er opferte auf dem Altar, den er zu Bethel gemacht hatte, am
fünfzehnten Tage im achten Monat, in dem Monat, den er aus
seinem Herzen erdacht hatte; und er machte den Kindern Israel
ein Fest, und opferte auf dem Altar und räucherte.
13,1
Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda, durch das Wort Jehovas,
nach Bethel, und Jerobeam stand bei dem Altar, um zu räuchern.
2 Und
er rief aus wider den Altar durch das Wort Jehovas und sprach:
Altar, Altar! So spricht Jehova: Siehe, ein Sohn wird dem Hause
Davids geboren werden, Josia sein Name; und er wird auf dir die
Heilige (e-r) der Höhen schlachten, die auf dir räuchern, und
man wird Menschengebeine auf dir verbrennen!
3 Und
er gab an selbigem Tage ein Zeichen und sprach: Dies ist das
Zeichen, von dem Jehova geredet hat: Siehe, der Altar wird
reißen und die Fettasche, die darauf ist, verschüttet werden.
4 Und
es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, das
er wider den Altar zu Bethel ausgerufen hatte, da streckte
Jerobeam seine Hand aus von dem Altar herab und sprach: Greifet
ihn! Da verdorrte seine Hand, die er wider ihn ausgestreckt
hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.
5 Und
der Altar riß, und die Fettasche wurde vom Altar verschüttet,
nach dem Zeichen, welches der Mann Gottes durch das Wort Jehovas
gegeben hatte.
6 Da
antwortete der König und sprach zu dem Manne Gottes: Flehe doch
Jehova, deinen Gott, an und bete für mich, daß meine Hand mir
wiedergegeben werde. Und der Mann Gottes flehte Jehova an, und
die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben und war wie zuvor.
7 Und
der König redete zu dem Manne Gottes: Komm mit mir ins Haus und
stärke dich, und ich will dir ein Geschenk geben.
8 Aber
der Mann Gottes sprach zu dem König: Wenn du mir die Hälfte
deines Hauses gäbest, so würde ich nicht mit dir hingehen; und
ich werde kein Brot essen und kein Wasser trinken an diesem
Orte.
9 Denn
also ist mir geboten worden durch das Wort Jehovas und gesagt:
Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken, und du sollst
nicht auf dem Wege zurückkehren, den du gegangen bist.
10 Und
er ging auf einem anderen Wege und kehrte nicht auf dem Wege
zurück, auf welchem er nach Bethel gekommen war.
11 Ein
alter Prophet aber wohnte zu Bethel; und einer seiner Söhne kam
und erzählte ihm alles, was der Mann Gottes an dem Tage zu
Bethel getan hatte; die Worte, die er zum König geredet hatte,
die erzählten sie auch ihrem Vater.
12 Und
ihr Vater sprach zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und
seine Söhne hatten den Weg gesehen, den der Mann Gottes
gegangen, der aus Juda gekommen war.
13 Da
sprach er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie
sattelten ihm den Esel, und er ritt darauf.
14 Und
er ritt dem Manne Gottes nach und fand ihn unter einer
Terebinthe sitzen; und er sprach zu ihm: Bist du der Mann
Gottes, der von Juda gekommen ist? Und er sprach: Ich bin’s.
15 Da
sprach er zu ihm: Komm mit mir nach Hause und iß Brot.
16 Er
aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir
hineingehen, und ich werde kein Brot essen und kein Wasser mit
dir trinken an diesem Orte.
17
Denn ein Wort ist zu mir geschehen durch das Wort Jehovas: Du
sollst kein Brot essen und kein Wasser daselbst trinken; du
sollst nicht auf dem Wege zurückkehren, auf welchem du gegangen
bist.
18 Und
er sprach zu ihm: Auch ich bin ein Prophet, wie du; und ein
Engel hat zu mir geredet durch das Wort Jehovas und gesagt:
Bringe ihn mit dir in dein Haus zurück, daß er Brot esse und
Wasser trinke. Er belog ihn.
19 Da
kehrte er mit ihm zurück, und aß Brot in seinem Hause und trank
Wasser.
20 Und
es geschah, während sie zu Tische saßen, da geschah das Wort
Jehovas zu dem Propheten, der ihn zurückgebracht hatte.
21 Und
er rief dem Manne Gottes zu, der aus Juda gekommen war, und
sprach: So spricht Jehova: Darum daß du gegen den Befehl Jehovas
widerspenstig gewesen bist und nicht beobachtet hast das Gebot,
das Jehova, dein Gott, dir geboten hat,
22 und
bist umgekehrt und hast Brot gegessen und Wasser getrunken an
dem Orte, von welchem er zu dir geredet hat: Iß kein Brot und
trinke kein Wasser! So soll dein Leichnam nicht in das Grab
deiner Väter kommen.
23 Und
es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken
hatte, da sattelte er ihm, dem Propheten, den er zurückgebracht
hatte, den Esel.
24 Und
er zog fort; und es fand ihn ein Löwe auf dem Wege und tötete
ihn. Und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Wege, und der
Esel stand daneben, und der Löwe stand neben dem Leichnam.
25 Und
siehe, da gingen Leute vorüber und sahen den Leichnam
hingestreckt auf dem Wege, und den Löwen neben dem Leichnam
stehen; und sie kamen und sagten es in der Stadt, in welcher der
alte Prophet wohnte.
26 Als
nun der Prophet, der ihn von dem Wege zurückgeführt hatte, es
hörte, sprach er: Das ist der Mann Gottes, der gegen den Befehl
Jehovas widerspenstig gewesen ist; und so hat Jehova ihn dem
Löwen preisgegeben: der hat ihn zerrissen und getötet, nach dem
Worte Jehovas, das er zu ihm geredet hat.
27 Und
er redete zu seinen Söhnen und sprach: Sattelt mir den Esel! Und
sie sattelten ihn.
28 Und
er ritt hin und fand seinen Leichnam hingestreckt auf dem Wege,
und den Esel und den Löwen neben dem Leichnam stehen; der Löwe
hatte den Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.
29 Und
der Prophet hob den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn
auf den Esel und brachte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des
alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben.
30 Und
er legte seinen Leichnam in sein eigenes Grab; und man klagte
über ihn: Ach, mein Bruder!
31 Und
es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, da sprach er zu
seinen Söhnen und sagte: Wenn ich gestorben bin, so begrabet
mich in dem Grabe, in welchem der Mann Gottes begraben ist;
leget meine Gebeine neben seine Gebeine.
32
Denn das Wort wird gewißlich geschehen, welches er durch das
Wort Jehovas ausgerufen hat wider den Altar, der zu Bethel ist,
und wider alle Höhenhäuser, die in den Städten Samarias sind.
33
Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem
bösen Wege; und er machte wiederum aus sämtlichem Volke Heilige
(e-r) der Höhen: wer Lust hatte, den weihte er, daß er ein
Heilige (e-r) der Höhen würde.
34 Und
diese Sache wurde dem Hause Jerobeams zur Sünde, und zur
Vertilgung und zur Vernichtung vom Erdboden hinweg.
14,1
Zu selbiger Zeit erkrankte Abija, der Sohn Jerobeams.
2 Und
Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich doch auf und
verstelle dich, damit man nicht wisse, daß du das Weib Jerobeams
bist, und gehe hin nach Silo: Siehe, daselbst ist Achija, der
Prophet; er ist es, der über mich geredet hat, daß ich König
über dieses Volk sein würde.
3 Und
nimm mit dir zehn Brote und Backwerk und einen Krug Honig und
gehe zu ihm; er wird dir kundtun, was dem Knaben geschehen wird.
4 Und
das Weib Jerobeams tat also: Sie machte sich auf und ging nach
Silo und kam in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht
sehen, denn seine Augen waren starr wegen seines Alters.
5 Und
Jehova hatte zu Achija gesagt: Siehe, das Weib Jerobeams kommt,
um etwas von dir zu erfragen betreffs ihres Sohnes, denn er ist
krank; so und so sollst du zu ihr reden; es wird aber geschehen,
wenn sie hereinkommt, so wird sie sich fremd stellen.
6 Und
es geschah, als Achija das Geräusch ihrer Füße hörte, als sie
zum Eingang hereinkam, da sprach er: Komm herein, Weib
Jerobeams! Warum stellst du dich denn fremd? Ich aber bin mit
hartem Worte zu dir gesandt.
7 Gehe
hin, sprich zu Jerobeam: So spricht Jehova, der Gott Israels:
Weil ich dich aus der Mitte des Volkes erhoben und dich als
Fürst gesetzt habe über mein Volk Israel,
8 und
das Königreich dem Hause Davids entrissen und es dir gegeben
habe; du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der
meine Gebote beobachtet hat und mir nachgefolgt ist mit seinem
ganzen Herzen, daß er nur tat, was recht ist in meinen Augen;
9
sondern hast es ärger gemacht als alle, die vor dir gewesen
sind, und bist hingegangen und hast dir andere Götter und
gegossene Bilder gemacht, um mich zu reizen, und hast mich
hinter deinen Rücken geworfen:
10
Darum, siehe, will ich Unglück über das Haus Jerobeams bringen,
und ich werde von Jerobeam ausrotten, was männlich ist, den
Gebundenen und den Freien in Israel; und ich werde hinter dem
Hause Jerobeams her ausfegen, wie man den Kot ausfegt, bis es
mit ihm aus ist.
11 Wer
von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen,
und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels
fressen; denn Jehova hat es geredet!
12 Und
du, mache dich auf, gehe nach deinem Hause; wenn deine Füße in
die Stadt eintreten, wird das Kind sterben.
13 Und
ganz Israel wird um ihn klagen und ihn begraben; denn von
Jerobeam wird dieser allein in ein Grab kommen, weil an ihm
etwas Gutes gegen Jehova, den Gott Israels, gefunden worden ist
im Hause Jerobeams.
14 Und
Jehova wird sich einen König über Israel erwecken, der das Haus
Jerobeams ausrotten wird an jenem Tage; und was? Sogar jetzt.
15 Und
Jehova wird Israel schlagen, wie das Rohr im Wasser schwankt;
und er wird Israel herausreißen aus diesem guten Lande, das er
ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseit des
Stromes, darum daß sie ihre Ascherim gemacht haben, indem sie
Jehova reizten.
16 Und
er wird Israel dahingeben um der Sünden Jerobeams willen, die er
begangen und wodurch er Israel sündigen gemacht hat.
17 Und
das Weib Jerobeams machte sich auf und ging und kam nach Tirza;
sie war eben an die Schwelle des Hauses gekommen, da starb der
Knabe.
18 Und
ganz Israel begrub ihn und klagte um ihn, nach dem Worte
Jehovas, das er durch seinen Knecht Achija, den Propheten,
geredet hatte.
19 Und
das Übrige der Geschichte Jerobeams, wie er gestritten und wie
er regiert hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel.
20 Und
die Tage, die Jerobeam regierte, waren zweiundzwanzig Jahre; und
er legte sich zu seinen Vätern. Und Nadab, sein Sohn, ward König
an seiner Statt.
21 Und
Rehabeam, der Sohn Salomos, regierte in Juda. Einundvierzig
Jahre war Rehabeam alt, als er König wurde, und er regierte
siebzehn Jahre zu Jerusalem, der Stadt, die Jehova aus allen
Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dorthin zu
setzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammonitin.
22 Und
Juda tat, was böse war in den Augen Jehovas; und sie reizten ihn
zur Eifersucht durch ihre Sünden, die sie begingen, mehr als
alles, was ihre Väter getan hatten.
23 Und
auch sie bauten sich Höhen und Bildsäulen und Ascherim auf jedem
hohen Hügel und unter jedem grünen Baume.
24 Und
es waren auch Buhler im Lande; sie taten nach allen Greueln der
Nationen, die Jehova vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.
25 Und
es geschah im fünften Jahre des Königs Rehabeam, da zog Sisak,
der König von Ägypten, wider Jerusalem herauf.
26 Und
er nahm die Schätze des Hauses Jehovas weg und die Schätze des
Hauses des Königs, ja, alles nahm er weg; und er nahm alle
goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte.
27 Und
der König Rehabeam machte an ihrer Statt eherne Schilde, und er
befahl sie unter die Hand der Obersten der Läufer, die den
Eingang des Hauses des Königs bewachten.
28 Und
es geschah: So oft der König in das Haus Jehovas ging, trugen
die Läufer dieselben, und brachten sie dann wieder in das Gemach
der Läufer zurück.
29 Und
das Übrige der Geschichte Rehabeams und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
30 Und
es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle ihre Tage.
31 Und
Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei
seinen Vätern in der Stadt Davids. Und der Name seiner Mutter
war Naama, die Ammonitin. Und Abijam, sein Sohn, ward König an
seiner Statt.
15,1
Und im achtzehnten Jahre des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats,
wurde Abijam König über Juda.
2 Er
regierte drei Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Maaka, die Tochter Absaloms.
3 Und
er wandelte in allen Sünden seines Vaters, welche dieser vor ihm
getan hatte; und sein Herz war nicht ungeteilt mit Jehova,
seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.
4
Dennoch gab ihm Jehova, sein Gott, um Davids willen eine Leuchte
in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm erweckte und
Jerusalem bestehen ließ;
5 weil
David getan hatte, was recht war in den Augen Jehovas und von
allem, was er ihm geboten hatte, nicht abgewichen war alle Tage
seines Lebens, außer in der Sache Urijas, des Hethiters.
6 Und
es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage seines
Lebens.
7 Und
das Übrige der Geschichte Abijams und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda? Und es war Krieg zwischen Abijam und Jerobeam.
8 Und
Abijam legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der
Stadt Davids. Und Asa, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
9 Und
im zwanzigsten Jahre Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa
König über Juda.
10 Und
er regierte einundvierzig Jahre zu Jerusalem; und der Name
seiner Mutter war Maaka, die Tochter Absaloms.
11 Und
Asa tat, was recht war in den Augen Jehovas, wie sein Vater
David.
12 Und
er schaffte die Buhler aus dem Lande und tat alle Götzen hinweg,
die seine Väter gemacht hatten.
13 Und
auch Maaka, seine Mutter, die setzte er ab, daß sie nicht mehr
Königin wäre, weil sie der Aschera ein Götzenbild gemacht hatte;
und Asa rottete ihr Götzenbild aus und verbrannte es im Tale
Kidron.
14 Die
Höhen aber wichen nicht; doch das Herz Asas war ungeteilt mit
Jehova alle seine Tage.
15 Und
er brachte die geheiligten Dinge seines Vaters und seine
geheiligten Dinge in das Haus Jehovas: Silber und Gold und
Geräte.
16 Und
es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, alle
ihre Tage.
17 Und
Baesa, der König von Israel, zog wider Juda herauf; und er baute
Rama, um Asa, dem König von Juda, niemand aus-und eingehen zu
lassen.
18 Da
nahm Asa alles Silber und Gold, das in den Schätzen des Hauses
Jehovas übrig war, und die Schätze des Hauses des Königs, und
gab sie in die Hand seiner Knechte; und der König Asa sandte sie
zu Ben-Hadad, dem Sohne Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem
König von Syrien, der zu Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen:
19 Ein
Bund ist zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem
Vater. Siehe, ich sende dir ein Geschenk an Silber und Gold:
Wohlan! Brich deinen Bund mit Baesa, dem König von Israel, daß
er von mir abziehe.
20 Und
Ben-Hadad hörte auf den König Asa, und er sandte seine
Heerobersten wider die Städte Israels und schlug Ijon und Dan
und Abel-Beth-Maaka, und ganz Kinneroth nebst dem ganzen Lande
Naphtali.
21 Und
es geschah, als Baesa es hörte, da ließ er von dem Bau Ramas ab
und blieb in Tirza.
22 Der
König Asa aber ließ ganz Juda aufrufen, keiner war frei; und sie
schafften die Steine Ramas und das Holz weg, womit Baesa gebaut
hatte; und der König Asa baute damit Geba-Benjamin und Mizpa.
23 Und
das Übrige der ganzen Geschichte Asas und alle seine Macht, und
alles, was er getan, und die Städte, die er gebaut hat, ist das
nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
Doch zur Zeit seines Alters erkrankte er an seinen Füßen.
24 Und
Asa legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen Vätern
begraben in der Stadt seines Vaters David. Und Josaphat, sein
Sohn, ward König an seiner Statt.
25 Und
Nadab, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten
Jahre Asas, des Königs von Juda; und er regierte zwei Jahre über
Israel.
26 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, und wandelte auf dem
Wege seines Vaters und in seiner Sünde, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte.
27 Und
Basea, der Sohn Achijas, vom Hause Issaschar, machte eine
Verschwörung wider ihn; und Basea erschlug ihn zu Gibbethon,
welches den Philistern gehörte, als Nadab und ganz Israel
Gibbethon belagerten.
28 Und
Baesa tötete ihn im dritten Jahre Asas, des Königs von Juda, und
ward König an seiner Statt.
29 Und
es geschah, sobald er König geworden war, erschlug er das ganze
Haus Jerobeams; er ließ von Jerobeam nichts übrig, was Odem
hatte, bis er ihn vertilgt hatte, nach dem Worte Jehovas, das er
durch seinen Knecht Achija, den Siloniter, geredet hatte:
30
wegen der Sünden Jerobeams, die er begangen und wodurch er
Israel sündigen gemacht, durch seine Reizung, wodurch er Jehova,
den Gott Israels, gereizt hatte.
31 Und
das Übrige der Geschichte Nadabs und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel?
32 Und
es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem König von Israel, alle
ihre Tage.
33 Im
dritten Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Baesa, der Sohn
Achijas, König über ganz Israel zu Tirza, vierundzwanzig Jahre.
34 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas und wandelte auf den
Wegen Jerobeams und in seiner Sünde, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
16,1
Und es geschah das Wort Jehovas zu Jehu, dem Sohne Hananis,
wider Baesa also:
2 Weil
ich dich aus dem Staube erhoben und dich als Fürst über mein
Volk Israel gesetzt habe, du aber auf dem Wege Jerobeams
gewandelt und mein Volk Israel sündigen gemacht hast, so daß sie
mich reizen durch ihre Sünden:
3
siehe, so werde ich hinter Baesa und hinter seinem Hause her
ausfegen und werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des
Sohnes Nebats.
4 Wer
von Baesa in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und
wer von ihm auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des
Himmels fressen.
5 Und
das Übrige der Geschichte Baesas und was er getan hat, und seine
Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der
Könige von Israel?
6 Und
Baesa legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben zu
Tirza. Und Ela, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
7 Und
auch war durch Jehu, den Sohn Hananis, den Propheten, das Wort
Jehovas wider Baesa und wider sein Haus ergangen, sowohl wegen
all des Bösen, das er in den Augen Jehovas getan hatte, um ihn
durch das Tun seiner Hände zu reizen, so daß er dem Hause
Jerobeams gleich war, als auch weil er dieses erschlagen hatte.
8 Im
sechsundzwanzigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Ela,
der Sohn Baesas, König über Israel zu Tirza, zwei Jahre.
9 Und
sein Knecht Simri, der Oberste über die Hälfte der Wagen, machte
eine Verschwörung wider ihn. Er aber trank und berauschte sich
zu Tirza, im Hause Arzas, der über das Haus zu Tirza war.
10 Und
Simri kam herein und erschlug ihn und tötete ihn im
siebenundzwanzigsten Jahre Asas, des Königs von Juda; und er
ward König an seiner Statt.
11 Und
es geschah, als er König war, sobald er auf seinem Throne saß,
erschlug er das ganze Haus Baesas; er ließ nichts von ihm übrig,
was männlich war, weder seine Blutsverwandten noch seine
Freunde.
12 So
vertilgte Simri das ganze Haus Baesas nach dem Worte Jehovas,
das er durch Jehu, den Propheten, wider Baesa geredet hatte:
13
wegen all der Sünden Baesas und der Sünden Elas, seines Sohnes,
die sie begangen und wodurch sie Israel sündigen gemacht hatten,
so daß sie Jehova, den Gott Israels, reizten durch ihre
nichtigen Götzen.
14 Und
das Übrige der Geschichte Elas und alles, was er getan hat, ist
das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Israel?
15 Im
siebenundzwanzigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, regierte
Simri sieben Tage zu Tirza. Das Volk belagerte nämlich
Gibbethon, welches den Philistern gehörte.
16 Und
als das belagernde Volk sagen hörte: Simri hat eine Verschwörung
gemacht, und hat auch den König erschlagen, da machte ganz
Israel Omri, den Heerobersten, zum König über Israel, an
selbigem Tage, im Lager.
17 Und
Omri, und ganz Israel mit ihm, zog von Gibbethon hinauf, und sie
belagerten Tirza.
18 Und
es geschah, als Simri sah, daß die Stadt eingenommen war, da
ging er in die Burg des Königshauses und verbrannte das
Königshaus über sich mit Feuer und starb:
19
wegen seiner Sünden, die er begangen hatte, indem er tat, was
böse war in den Augen Jehovas, indem er wandelte auf dem Wege
Jerobeams und in seiner Sünde, die er getan, so daß er Israel
sündigen gemacht hatte.
20 Und
das Übrige der Geschichte Simris und seine Verschwörung, die er
gemacht hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika
der Könige von Israel?
21
Damals teilte sich das Volk Israel in zwei Hälften: die eine
Hälfte des Volkes folgte Tibni, dem Sohne Ginaths, um ihn zum
König zu machen; und die andere Hälfte folgte Omri.
22
Aber das Volk, welches Omri folgte, überwältigte das Volk,
welches Tibni, dem Sohne Ginaths, folgte; und Tibni starb, und
Omri wurde König.
23 Im
einunddreißigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Omri
König über Israel, zwölf Jahre; zu Tirza regierte er sechs
Jahre.
24 Und
er kaufte den Berg Samaria von Schemer um zwei Talente Silber;
und er bebaute den Berg und gab der Stadt, die er gebaut hatte,
den Namen Samaria, nach dem Namen Schemers, des Herrn des
Berges.
25 Und
Omri tat, was böse war in den Augen Jehovas; und er machte es
ärger als alle, die vor ihm gewesen waren.
26 Und
er wandelte auf allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in
seinen Sünden, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte, so daß
sie Jehova, den Gott Israels, reizten durch ihre nichtigen
Götzen.
27 Und
das Übrige der Geschichte Omris, was er getan, und seine Macht,
die er ausgeübt hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel?
28 Und
Omri legte sich zu seinen Vätern, und er wurde zu Samaria
begraben. Und Ahab, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
29 Und
Ahab, der Sohn Omris, wurde König über Israel im
achtunddreißigsten Jahre Asas, des Königs von Juda; und Ahab,
der Sohn Omris, regierte über Israel zu Samaria zweiundzwanzig
Jahre.
30 Und
Ahab, der Sohn Omris, tat, was böse war in den Augen Jehovas,
mehr als alle, die vor ihm gewesen waren.
31 Und
es geschah war es zu wenig, daß er in den Sünden Jerobeams, des
Sohnes Nebats, wandelte? daß er Isebel, die Tochter Ethbaals,
des Königs der Zidonier, zum Weibe nahm; und er ging hin und
diente dem Baal und beugte sich vor ihm nieder.
32 Und
er errichtete dem Baal einen Altar im Hause des Baal, das er zu
Samaria gebaut hatte;
33
auch machte Ahab die Aschera. Und Ahab tat mehr, um Jehova, den
Gott Israels, zu reizen, als alle Könige von Israel, die vor ihm
gewesen waren.
34 In
seinen Tagen baute Hiel, der Betheliter, Jericho wieder auf. Mit
Abiram, seinem Erstgeborenen, legte er ihren Grund, und mit
Segub, seinem Jüngsten, stellte er ihre Tore auf, nach dem Worte
Jehovas, das er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte.
17,1
Und Elia, der Tisbiter, von den Beisassen Gileads, sprach zu
Ahab: So wahr Jehova lebt, der Gott Israels, vor dessen
Angesicht ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen
geben wird, es sei denn auf mein Wort!
2 Und
es geschah das Wort Jehovas zu ihm also:
3 Gehe
von hinnen und wende dich nach Osten, und verbirg dich am Bache
Krith, der vor dem Jordan ist.
4 Und
es soll geschehen, aus dem Bache wirst du trinken, und ich habe
den Raben geboten, dich daselbst zu versorgen.
5 Und
er ging hin und tat nach dem Worte Jehovas: er ging hin und
blieb am Bache Krith, der vor dem Jordan ist.
6 Und
die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen, und Brot und
Fleisch am Abend, und er trank aus dem Bache.
7 Und
es geschah nach Verlauf einer Zeit, da vertrocknete der Bach,
denn es war kein Regen im Lande.
8 Da
geschah das Wort Jehovas zu ihm also:
9
Mache dich auf, gehe nach Zarpath, das zu Zidon gehört, und
bleibe daselbst; siehe ich habe daselbst einer Witwe geboten,
dich zu versorgen.
10 Und
er machte sich auf und ging nach Zarpath; und als er an den
Eingang der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe daselbst, die
Holz auflas. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir doch ein
wenig Wasser im Gefäß, daß ich trinke!
11 Und
als sie hinging, um es zu holen, rief er ihr zu und sprach: Hole
mir doch einen Bissen Brot in deiner Hand!
12 Und
sie sprach: So wahr Jehova, dein Gott lebt, wenn ich einen
Kuchen habe außer einer Handvoll Mehl im Topfe und ein wenig Öl
im Kruge! Und siehe, ich lese ein paar Holzstücke auf und will
hineingehen und es mir und meinem Sohne bereiten, daß wir es
essen und dann sterben.
13 Und
Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Gehe hinein, tue nach
deinem Worte; doch bereite mir zuerst einen kleinen Kuchen davon
und bringe ihn mir heraus; und dir und deinem Sohne bereite
danach.
14
Denn so spricht Jehova, der Gott Israels: Das Mehl im Topfe soll
nicht ausgehen, und das Öl im Kruge nicht abnehmen bis auf den
Tag, da Jehova Regen geben wird auf den Erdboden.
15 Und
sie ging hin und tat nach dem Worte Elias; und sie aß, er und
sie, und ihr Haus, viele Tage.
16 Das
Mehl im Topfe ging nicht aus, und das Öl im Kruge nahm nicht ab,
nach dem Worte Jehovas, das er durch Elia geredet hatte.
17 Und
es geschah nach diesen Dingen, da wurde der Sohn des Weibes, der
Hauswirtin, krank; und seine Krankheit wurde sehr schwer, so daß
kein Odem mehr in ihm blieb.
18 Da
sprach sie zu Elia: Was haben wir miteinander zu schaffen, Mann
Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Ungerechtigkeit ins
Gedächtnis zu bringen und meinen Sohn zu töten!
19 Und
er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn her. Und er nahm ihn von
ihrem Schoße und brachte ihn hinauf in das Obergemach, wo er
wohnte, und legte ihn auf sein Bett.
20 Und
er rief zu Jehova und sprach: Jehova, mein Gott, hast du gar an
der Witwe, bei der ich mich aufhalte, übel getan, ihren Sohn zu
töten?
21 Und
er streckte sich dreimal über das Kind, und rief zu Jehova und
sprach: Jehova, mein Gott, laß doch die Seele dieses Kindes
wieder in dasselbe zurückkehren!
22 Und
Jehova hörte auf die Stimme Elias, und die Seele des Kindes
kehrte wieder in dasselbe zurück, und es wurde lebendig.
23 Da
nahm Elia das Kind und brachte es von dem Obergemach in das Haus
hinab und gab es seiner Mutter; und Elia sprach: Siehe, dein
Sohn lebt!
24 Und
das Weib sprach zu Elia: Nunmehr erkenne ich, daß du ein Mann
Gottes bist, und daß das Wort Jehovas in deinem Munde Wahrheit
ist.
18,1
Und es vergingen viele Tage, da geschah das Wort Jehovas zu Elia
im dritten Jahre also: Gehe hin, zeige dich Ahab; und ich will
Regen geben auf den Erdboden.
2 Und
Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Die Hungersnot aber war
stark in Samaria.
3 Und
Ahab rief Obadja, der über das Haus war. (Obadja aber fürchtete
Jehova sehr;
4 und
es geschah, als Isebel die Propheten Jehovas ausrottete, da nahm
Obadja hundert Propheten und versteckte sie, je fünfzig Mann in
eine Höhle, und versorgte sie mit Brot und Wasser.)
5 Und
Ahab sprach zu Obadja: Gehe durch das Land zu allen
Wasserquellen und zu allen Bächen; vielleicht finden wir Gras,
daß wir Rosse und Maultiere am Leben erhalten und nichts von dem
Vieh ausrotten müssen.
6 Und
sie teilten das Land unter sich, um es zu durchziehen; Ahab ging
auf einem Wege allein, und Obadja ging auf einem Wege allein.
7 Und
als Obadja auf dem Wege war, siehe, da kam Elia ihm entgegen.
Und er erkannte ihn und fiel auf sein Angesicht und sprach: Bist
du es, mein Herr Elia?
8 Und
er sprach zu ihm: Ich bin’s; gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe,
Elia ist da!
9 Und
er sprach: Was habe ich gesündigt, daß du deinen Knecht in die
Hand Ahabs geben willst, daß er mich töte?
10 So
wahr Jehova, dein Gott, lebt, wenn es eine Nation oder ein
Königreich gibt, wohin mein Herr nicht gesandt hat, um dich zu
suchen! Und sprachen sie: Er ist nicht da, so ließ er das
Königreich und die Nation schwören, daß man dich nicht gefunden
hätte.
11 Und
nun sprichst du: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist
da!
12 Und
es wird geschehen, wenn ich von dir weggehe, so wird der Geist
Jehovas dich tragen, ich weiß nicht wohin; und komme ich, es
Ahab zu berichten, und er findet dich nicht, so wird er mich
töten. Und dein Knecht fürchtet doch Jehova von meiner Jugend
an.
13 Ist
meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als
Isebel die Propheten Jehovas tötete? Daß ich von den Propheten
Jehovas hundert Mann versteckte, je fünfzig Mann in eine Höhle,
und sie mit Brot und Wasser versorgte?
14 Und
nun sprichst du: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist
da! und er wird mich töten.
15
Aber Elia sprach: So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor
dessen Angesicht ich stehe, heute werde ich mich ihm zeigen!
16 Da
ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm. Und Ahab
ging hin, Elia entgegen.
17 Und
es geschah, als Ahab Elia sah, da sprach Ahab zu ihm: Bist du
da, der Israel in Trübsal bringt?
18 Und
er sprach: Ich habe Israel nicht in Trübsal gebracht, sondern du
und das Haus deines Vaters, indem ihr die Gebote Jehovas
verlassen habt, und du den Baalim nachgewandelt bist.
19 Und
nun sende hin, versammle ganz Israel zu mir nach dem Berge
Karmel, und die vierhundert und fünfzig Propheten des Baal und
die vierhundert Propheten der Aschera, die am Tische Isebels
essen.
20 Da
sandte Ahab unter allen Kindern Israel umher und versammelte die
Propheten nach dem Berge Karmel.
21 Da
trat Elia zu dem ganzen Volke hin und sprach: Wie lange hinket
ihr auf beiden Seiten? Wenn Jehova Gott ist, so wandelt ihm
nach; wenn aber der Baal, so wandelt ihm nach! Und das Volk
antwortete ihm kein Wort.
22 Und
Elia sprach zu dem Volke: Ich allein bin übriggeblieben, ein
Prophet Jehovas, und der Propheten des Baal sind
vierhundertfünfzig Mann.
23 So
gebe man uns zwei Farren; und sie mögen sich den einen von den
Farren auswählen und ihn zerstücken und aufs Holz legen, aber
sie sollen kein Feuer daran legen; und ich, ich werde den
anderen Farren zurichten und aufs Holz legen, aber ich werde
kein Feuer daran legen.
24 Und
rufet ihr den Namen eures Gottes an, und ich, ich werde den
Namen Jehovas anrufen; und der Gott, der mit Feuer antworten
wird, der sei Gott! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Das
Wort ist gut.
25 Und
Elia sprach zu den Propheten des Baal: Wählet euch einen von den
Farren aus und richtet ihn zuerst zu, denn ihr seid die Vielen,
und rufet den Namen eures Gottes an; aber ihr sollt kein Feuer
daran legen.
26 Und
sie nahmen den Farren, den man ihnen gegeben hatte, und
richteten ihn zu; und sie riefen den Namen des Baal an vom
Morgen bis zum Mittag und sprachen: Baal, antworte uns! Aber da
war keine Stimme, und niemand antwortete. Und sie hüpften um den
Altar, den man gemacht hatte.
27 Und
es geschah am Mittag, da verspottete sie Elia und sprach: Rufet
mit lauter Stimme, denn er ist ja ein Gott! Denn er ist in
Gedanken, oder er ist beiseite gegangen, oder er ist auf der
Reise; vielleicht schläft er und wird aufwachen.
28 Und
sie riefen mit lauter Stimme und ritzten sich nach ihrer Weise
mit Schwertern und mit Lanzen, bis sie Blut an sich vergossen.
29 Und
es geschah, als der Mittag vorüber war, da weissagten sie bis
zur Zeit, da man das Speisopfer opfert; aber da war keine Stimme
und keine Antwort und kein Aufmerken.
30 Da
sprach Elia zu dem ganzen Volke: Tretet her zu mir! Und das
ganze Volk trat zu ihm hin. Und er stellte den niedergerissenen
Altar Jehovas wieder her.
31 Und
Elia nahm zwölf Steine, nach der Zahl der Stämme der Söhne
Jakobs, zu welchem das Wort Jehovas geschehen war, indem er
sprach: Israel soll dein Name sein!
32 Und
er baute von den Steinen einen Altar im Namen Jehovas; und er
machte rings um den Altar einen Graben im Umfange von zwei Maß
Saat;
33 und
er richtete das Holz zu und zerstückte den Farren und legte ihn
auf das Holz.
34 Und
er sprach: Füllet vier Eimer mit Wasser, und gießet es auf das
Brandopfer und auf das Holz. Und er sprach: Tut es zum zweiten
Male! Und sie taten es zum zweiten Male. Und er sprach: Tut es
zum dritten Male! Und sie taten es zum dritten Male.
35 Und
das Wasser lief rings um den Altar; und auch den Graben füllte
er mit Wasser.
36 Und
es geschah zur Zeit, da man das Speisopfer opfert, da trat Elia,
der Prophet, herzu und sprach: Jehova, Gott Abrahams, Isaaks und
Israels! Heute werde kund, daß du Gott in Israel bist, und ich
dein Knecht, und daß ich nach deinem Worte alles dieses getan
habe.
37
Antworte mir, Jehova, antwortete mir, damit dieses Volk wisse,
daß du, Jehova, Gott bist, und daß du ihr Herz zurückgewendet
hast!
38 Da
fiel Feuer Jehovas herab und verzehrte das Brandopfer und das
Holz und die Steine und die Erde; und das Wasser, das im Graben
war, leckte es auf.
39 Und
als das ganze Volk es sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und
sprachen: Jehova, er ist Gott! Jehova, er ist Gott!
40 Und
Elia sprach zu ihnen: Greifet die Propheten des Baal, keiner von
ihnen entrinne! Und sie griffen sie; und Elia führte sie hinab
an den Bach Kison und schlachtete sie daselbst.
41 Und
Elia sprach zu Ahab: Gehe hinauf, iß und trink, denn es ist ein
Rauschen eines gewaltigen Regens.
42 Und
Ahab ging hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia aber stieg
auf den Gipfel des Karmel; und er beugte sich zur Erde und tat
sein Angesicht zwischen seine Knie.
43 Und
er sprach zu seinem Knaben: Gehe doch hinauf, schaue nach dem
Meere hin. Und er ging hinauf und schaute, und er sprach: Es ist
nichts da. Und er sprach: Gehe wieder hin, siebenmal.
44 Und
es geschah beim siebten Male, da sprach er: Siehe, eine Wolke,
klein wie eines Mannes Hand, steigt aus dem Meere herauf. Da
sprach er: Gehe hinauf, sprich zu Ahab: Spanne an und fahre
hinab, daß der Regen dich nicht aufhalte!
45 Und
es geschah unterdessen, da ward der Himmel schwarz von Wolken
und Wind, und es kam ein starker Regen; und Ahab bestieg den
Wagen und ging nach Jisreel.
46 Und
die Hand Jehovas kam über Elia; und er gürtete seine Lenden und
lief vor Ahab her bis nach Jisreel hin.
19,1
Und Ahab berichtete der Isebel alles, was Elia getan hatte, und
alles, wie er alle Propheten mit dem Schwerte getötet hätte.
2 Da
sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: So sollen
mir die Götter tun und so hinzufügen, wenn ich nicht morgen um
diese Zeit dein Leben dem Leben eines von ihnen gleich mache!
3 Und
als er das sah, machte er sich auf und ging fort um seines
Lebens willen, und kam nach Beerseba, das zu Juda gehört; und er
ließ seinen Knaben dort zurück.
4 Er
selbst aber ging in die Wüste, eine Tagereise weit, und kam und
setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Und er bat, daß seine
Seele stürbe, und sprach: Es ist genug; nimm nun, Jehova, meine
Seele, denn ich bin nicht besser als meine Väter.
5 Und
er legte sich nieder und schlief ein unter dem Ginsterstrauch.
Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Stehe
auf, iß!
6 Und
als er hinblickte, siehe, da lag zu seinen Häupten ein Kuchen,
auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er aß und
trank und legte sich wieder hin.
7 Und
der Engel Jehovas kam zum zweiten Male wieder und rührte ihn an
und sprach: Stehe auf, iß! Denn der Weg ist zu weit für dich.
8 Und
er stand auf und aß und trank, und er ging in der Kraft dieser
Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis an den Berg Gottes,
den Horeb.
9 Und
er ging daselbst in die Höhle und übernachtete daselbst. Und
siehe, das Wort Jehovas geschah zu ihm, und er sprach zu ihm:
Was tust du hier, Elia?
10 Und
er sprach: Ich habe sehr geeifert für Jehova, den Gott der
Heerscharen; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen,
deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte
getötet; und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten
danach, mir das Leben zu nehmen.
11 Und
er sprach: Gehe hinaus und stelle dich auf den Berg vor Jehova!
Und siehe, Jehova ging vorüber, und ein Wind, groß und stark,
zerriß die Berge und zerschmetterte die Felsen vor Jehova her;
Jehova war nicht in dem Winde. Und nach dem Winde ein Erdbeben;
Jehova war nicht in dem Erdbeben.
12 Und
nach dem Erdbeben ein Feuer; Jehova war nicht in dem Feuer. Und
nach dem Feuer der Ton eines leisen Säuselns.
13 Und
es geschah, als Elia es hörte, da verhüllte er sein Angesicht
mit seinem Mantel, und ging hinaus und stellte sich an den
Eingang der Höhle. Und siehe, eine Stimme geschah zu ihm also:
Was tust du hier, Elia?
14 Und
er sprach: Ich habe sehr geeifert für Jehova, den Gott der
Heerscharen; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen,
deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwerte
getötet; und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten
danach, mir das Leben zu nehmen!
15 Und
Jehova sprach zu ihm: Gehe, kehre zurück deines Weges, nach der
Wüste von Damaskus; und wenn du angekommen bist, so salbe Hasael
zum König über Syrien.
16 Und
Jehu, den Sohn Nimsis, sollst du zum König über Israel salben;
und Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mehola, sollst du zum
Propheten salben an deiner Statt.
17 Und
es soll geschehen: wer dem Schwerte Hasaels entrinnt, den wird
Jehu töten; und wer dem Schwerte Jehus entrinnt, den wird Elisa
töten.
18
Aber ich habe siebentausend in Israel übriggelassen, alle die
Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund,
der ihn nicht geküßt hat.
19 Und
er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, welcher
gerade pflügte mit zwölf Joch Rindern vor sich her, und er war
bei dem zwölften; und Elia ging zu ihm hin und warf seinen
Mantel auf ihn.
20 Und
er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Laß mich
doch meinen Vater und meine Mutter küssen, so will ich dir
nachfolgen. Und er sprach zu ihm: Gehe, kehre zurück! Denn was
habe ich dir getan?
21 Und
er kehrte von ihm zurück und nahm das Joch Rinder und
schlachtete es, und mit dem Geschirr der Rinder kochte er das
Fleisch derselben und gab es den Leuten, und sie aßen; und er
machte sich auf und folgte Elia nach und diente ihm.
20,1
Und Ben-Hadad, der König von Syrien, versammelte seine ganze
Heeresmacht: zweiunddreißig Könige waren mit ihm und Rosse und
Wagen; und er zog herauf und belagerte Samaria und stritt wider
dasselbe.
2 Und
er sandte Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt,
3 und
ließ ihm sagen: So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold
ist mein, und deine Weiber und deine Söhne, die schönsten, sind
mein.
4 Und
der König von Israel antwortete und sprach: Nach deinem Worte,
mein Herr König: Dein bin ich mit allem, was mein ist.
5 Und
die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Ben-Hadad und
sagt: Wohl habe ich zu dir gesandt und gesprochen: Dein Silber
und dein Gold, und deine Weiber und deine Söhne sollst du mir
geben;
6 doch
morgen um diese Zeit werde ich meine Knechte zu dir senden, und
sie werden dein Haus und die Häuser deiner Knechte durchsuchen;
und es wird geschehen, alle Lust deiner Augen werden sie in ihre
Hand tun und mitnehmen.
7 Da
berief der König von Israel alle Ältesten des Landes und sprach:
Erkennet doch und sehet, daß dieser Böses sucht; denn er hat zu
mir gesandt um meine Weiber und meine Söhne, und um mein Silber
und mein Gold, und ich habe es ihm nicht verweigert.
8 Und
alle Ältesten und alles Volk sprachen zu ihm: Gehorche nicht und
willige nicht ein!
9 Und
er sprach zu den Boten Ben-Hadads: Saget meinem Herrn, dem
König: Alles, was du deinem Knechte zuerst entboten hast, will
ich tun; aber diese Sache kann ich nicht tun. Und die Boten
gingen hin und brachten ihm Antwort.
10 Da
sandte Ben-Hadad zu ihm und ließ ihm sagen: So sollen mir die
Götter tun und so hinzufügen, wenn der Staub von Samaria
hinreichen soll für die hohlen Hände all des Volkes, das mir
folgt!
11 Und
der König von Israel antwortete und sprach: Saget ihm: Es rühme
sich nicht der sich Gürtende wie der den Gürtel Lösende!
12 Und
es geschah, als er dieses Wort hörte, er trank eben, er und die
Könige, in den Zelten- da sprach er zu seinen Knechten: Stellet
euch! Und sie stellten sich wider die Stadt.
13 Und
siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und
sprach: So spricht Jehova: Hast du diesen ganzen großen Haufen
gesehen? Siehe, ich gebe ihn heute in deine Hand, und du sollst
wissen, daß ich Jehova bin.
14 Und
Ahab sprach: Durch wen? Und er sprach: So spricht Jehova: Durch
die Knaben der Obersten der Landschaften. Und er sprach: Wer
soll den Kampf eröffnen? Und er sprach: Du.
15 Da
musterte er die Knaben der Obersten der Landschaften, und ihrer
waren zweihundertzweiunddreißig; und nach ihnen musterte er das
ganze Volk, alle Kinder Israel, siebentausend Mann.
16 Und
sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und berauschte
sich in den Zelten, er und die Könige, die zweiunddreißig
Könige, die ihm halfen.
17 Und
die Knaben der Obersten der Landschaften zogen zuerst aus. Und
Ben-Hadad sandte hin, und man berichtete ihm und sprach: Es sind
Männer aus Samaria gezogen.
18 Da
sprach er: Wenn sie zum Frieden ausgezogen sind, so greifet sie
lebendig; und wenn sie zum Streit ausgezogen sind, so greifet
sie lebendig.
19
Diese aber zogen aus der Stadt: die Knaben der Obersten der
Landschaften und das Heer, das ihnen folgte.
20 Und
sie schlugen ein jeder seinen Mann, und die Syrer flohen, und
Israel jagte ihnen nach; und Ben-Hadad, der König von Syrien,
entkam auf einem Rosse mit einigen Reitern.
21 Da
zog der König von Israel aus und schlug die Rosse und die Wagen,
und er richtete unter den Syrern eine große Niederlage an.
22 Da
trat der Prophet zu dem König von Israel und sprach zu ihm:
Wohlan, verstärke dich, und erkenne und sieh zu, was du zu tun
hast; denn bei der Rückkehr des Jahres wird der König von Syrien
wider dich heraufziehen.
23 Und
die Knechte des Königs von Syrien sprachen zu ihm: Ihre Götter
sind Berggötter, darum waren sie uns überlegen; jedoch laßt uns
in der Ebene wider sie streiten, ob wir ihnen nicht überlegen
sein werden!
24 Tue
aber dieses: Entferne die Könige, einen jeden von seinem Orte,
und setze Befehlshaber an ihre Stelle;
25 und
du, zähle dir ein Heer wie das Heer, das dir gefallen ist, und
Rosse wie die Rosse, und Wagen wie die Wagen; und wir wollen in
der Ebene wider sie streiten, ob wir ihnen nicht überlegen sein
werden. Und er hörte auf ihre Stimme und tat also.
26 Und
es geschah bei der Rückkehr des Jahres, da musterte Ben-Hadad
die Syrer, und er zog hinauf nach Aphek zum Streit mit Israel.
27 Und
die Kinder Israel wurden gemustert und mit Vorrat versorgt, und
sie zogen ihnen entgegen; und die Kinder Israel lagerten sich
ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden Ziegen; die Syrer aber
füllten das Land.
28 Da
trat der Mann Gottes herzu und sprach zu dem König von Israel
und sagte: So spricht Jehova: Weil die Syrer gesagt haben:
Jehova ist ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Täler, so
will ich diesen ganzen großen Haufen in deine Hand geben; und
ihr werdet erkennen, daß ich Jehova bin.
29 Und
sie lagerten, diese jenen gegenüber, sieben Tage lang. Und es
geschah am siebten Tage, da begann der Streit; und die Kinder
Israel schlugen die Syrer, hunderttausend Mann zu Fuß, an einem
Tage.
30 Und
die übrigen flohen nach Aphek in die Stadt. Da fiel die Mauer
auf die siebenundzwanzigtausend Mann, die übriggeblieben waren.
Und Ben-Hadad floh und kam in die Stadt, in das innerste Gemach.
31 Da
sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe doch, wir haben gehört, daß
die Könige des Hauses Israel gnädige Könige sind; laß uns doch
Sacktuch um unsere Lenden legen und Stricke um unsere Häupter,
und zum König von Israel hinausgehen; vielleicht läßt er deine
Seele am Leben.
32 Und
sie gürteten Sacktuch um ihre Lenden und legten Stricke um ihre
Häupter, und kamen zu dem König von Israel und sprachen: Dein
Knecht Ben-Hadad spricht: Laß doch meine Seele am Leben! Und er
sprach: Lebt er noch? Er ist mein Bruder.
33 Und
die Männer nahmen es als eine gute Vorbedeutung, und eilten sich
zu vergewissern, ob er es wirklich so meinte, und sprachen: Dein
Bruder Ben-Hadad. Und er sprach: Gehet, holet ihn. Da ging
Ben-Hadad zu ihm hinaus, und er ließ ihn zu sich auf den Wagen
steigen.
34 Und
Ben-Hadad sprach: Die Städte, die mein Vater deinem Vater
genommen hat, will ich dir zurückgeben, und du magst dir Straßen
in Damaskus anlegen, so wie mein Vater sich solche in Samaria
angelegt hat. Und ich, sprach Ahab, will dich mit diesem Bunde
ziehen lassen. Und er machte einen Bund mit ihm und ließ ihn
ziehen.
35 Und
ein Mann von den Söhnen der Propheten sprach zu seinem Genossen
durch das Wort Jehovas: Schlage mich doch! Aber der Mann
weigerte sich, ihn zu schlagen.
36 Da
sprach er zu ihm: Darum daß du nicht auf die Stimme Jehovas
gehört hast, siehe, sobald du von mir weggehst, wird dich ein
Löwe töten. Und als er von ihm wegging, da fand ihn ein Löwe und
tötete ihn.
37 Und
er traf einen anderen Mann und sprach: Schlage mich doch! Und
der Mann schlug ihn, schlug und verwundete ihn.
38 Da
ging der Prophet hin und stellte sich auf den Weg des Königs,
und machte sich unkenntlich, indem er den Kopfbund über seine
Augen zog.
39 Und
es geschah, als der König vorbeiging, da schrie er den König an
und sprach: Dein Knecht war mitten in den Streit gezogen, und
siehe, da wandte sich ein Mann herzu und brachte einen Mann zu
mir und sprach: Bewache diesen Mann; wenn er irgend vermißt
wird, so soll dein Leben statt seines Lebens sein, oder du
sollst ein Talent Silber darwägen.
40 Und
es geschah, während dein Knecht hier und dort zu tun hatte, da
war er fort. Und der König von Israel sprach zu ihm: Also ist
dein Urteil, du selbst hast entschieden.
41 Da
tat er eilends den Kopfbund von seinen Augen, und der König von
Israel erkannte ihn, daß er von den Propheten war.
42 Und
er sprach zu ihm: So spricht Jehova: Weil du den Mann, den ich
verbannt habe, aus der Hand entlassen hast, so soll dein Leben
statt seines Lebens sein und dein Volk statt seines Volkes!
43 Und
der König von Israel ging nach seinem Hause, mißmutig und
zornig, und kam nach Samaria.
21,1
Und es geschah nach diesen Dingen: Naboth, der Jisreeliter,
hatte einen Weinberg, der zu Jisreel war, neben dem Palaste
Ahabs, des Königs von Samaria.
2 Und
Ahab redete zu Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, daß
er mein Krautgarten werde, denn er ist nahe bei meinem Hause;
und ich will dir statt seiner einen besseren Weinberg geben;
oder wenn es gut ist in deinen Augen, will ich dir Geld geben,
im Werte desselben.
3 Aber
Naboth sprach zu Ahab: Das lasse Jehova fern von mir sein, daß
ich dir das Erbe meiner Väter geben sollte!
4 Und
Ahab kam in sein Haus, mißmutig und zornig über das Wort, das
Naboth, der Jisreeliter, zu ihm geredet hatte, indem er sprach:
Ich will dir das Erbe meiner Väter nicht geben. Und er legte
sich auf sein Bett und wandte sein Angesicht ab und aß nichts.
5 Und
Isebel, sein Weib, kam zu ihm hinein und sprach zu ihm: Warum
ist doch dein Geist mißmutig, und warum issest du nichts?
6 Und
er sprach zu ihr: Weil ich zu Naboth, dem Jisreeliter, geredet
und ihm gesagt habe: Gib mir deinen Weinberg um Geld, oder wenn
du Lust hast, will ich dir statt seiner einen anderen Weinberg
geben; aber er sagte: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben.
7 Da
sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Du, übest du jetzt Königsmacht
über Israel aus? Stehe auf, iß, und laß dein Herz fröhlich sein.
Ich werde dir den Weinberg Naboths, des Jisreeliters, geben.
8 Und
sie schrieb Briefe im Namen Ahabs und siegelte sie mit seinem
Siegel, und sandte die Briefe an die Ältesten und an die Edlen,
die in seiner Stadt waren, die mit Naboth zusammen wohnten.
9 Und
sie schrieb in den Briefen folgendes: Rufet ein Fasten aus, und
setzet Naboth obenan unter dem Volke;
10 Und
setzet zwei Männer, Söhne Belials, ihm gegenüber, daß sie wider
ihn zeugen und sprechen: Du hast Gott und den König gelästert!
Und führet ihn hinaus und steiniget ihn, daß er sterbe.
11 Und
die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Edlen, die in
seiner Stadt wohnten, taten, wie Isebel ihnen entboten hatte, so
wie in den Briefen geschrieben war, die sie an sie gesandt
hatte.
12 Sie
riefen ein Fasten aus und setzten Naboth obenan unter dem Volke;
13 und
die zwei Männer, Söhne Belials, kamen und setzten sich ihm
gegenüber; und die Männer Belials zeugten wider ihn, wider
Naboth, vor dem Volke und sprachen: Naboth hat Gott und den
König gelästert! Und sie führten ihn zur Stadt hinaus und
steinigten ihn, und er starb.
14 Und
sie sandten zu Isebel und ließen ihr sagen: Naboth ist
gesteinigt worden und ist gestorben.
15 Und
es geschah, als Isebel hörte, daß Naboth gesteinigt worden und
gestorben war, da sprach Isebel zu Ahab: Mache dich auf, nimm
den Weinberg Naboths, des Jisreeliters, in Besitz, den er sich
geweigert hat, dir um Geld zu geben; denn Naboth lebt nicht
mehr, sondern ist tot.
16 Und
es geschah, als Ahab hörte, daß Naboth tot war, da machte sich
Ahab auf, um in den Weinberg Naboths, des Jisreeliters,
hinabzugehen, um ihn in Besitz zu nehmen.
17 Da
geschah das Wort Jehovas zu Elia, dem Tisbiter, also:
18
Mache dich auf, gehe hinab, Ahab, dem König von Israel,
entgegen, der zu Samaria ist; siehe, er ist im Weinberge
Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen.
19 Und
rede zu ihm und sprich: So spricht Jehova: Hast du gemordet und
auch in Besitz genommen? Und rede zu ihm und sprich: So spricht
Jehova: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Naboths geleckt
haben, sollen die Hunde dein, auch dein Blut lecken.
20 Und
Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Und er
sprach: Ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hat, um zu
tun, was böse ist in den Augen Jehovas.
21
Siehe, ich will Unglück über dich bringen und hinter dir her
ausfegen; und ich werde von Ahab ausrotten, was männlich ist,
sowohl den Gebundenen als auch den Freien in Israel;
22 und
ich werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes
Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas, wegen der
Reizung, womit du mich gereizt und Israel sündigen gemacht hast.
23 Und
auch von Isebel hat Jehova geredet und gesprochen: Die Hunde
sollen Isebel fressen an der Vormauer von Jisreel.
24 Wer
von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und
wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels
fressen.
25 (Es
ist gar keiner gewesen wie Ahab, der sich verkauft hätte, um zu
tun, was böse ist in den Augen Jehovas, welchen Isebel, sein
Weib, anreizte.
26 Und
er tat sehr viele Greuel, indem er den Götzen nachwandelte, nach
allem, was die Amoriter getan, welche Jehova vor den Kindern
Israel ausgetrieben hatte.)
27 Und
es geschah, als Ahab diese Worte hörte, da zerriß er seine
Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete; und er
lag im Sacktuch, und er ging still einher.
28 Da
geschah das Wort Jehovas zu Elia, dem Tisbiter, also:
29
Hast du gesehen, daß Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er
sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unglück in seinen
Tagen nicht bringen; in den Tagen seines Sohnes will ich das
Unglück über sein Haus bringen.
22,1
Und sie blieben drei Jahre ruhig; es war kein Krieg zwischen
Syrien und Israel.
2 Und
es geschah im dritten Jahre, da kam Josaphat, der König von
Juda, zu dem König von Israel herab.
3 Und
der König von Israel sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr
nicht, daß Ramoth-Gilead unser ist? Und wir bleiben still und
nehmen es nicht aus der Hand des Königs von Syrien?
4 Und
er sprach zu Josaphat: Willst du mit mir nach Ramoth-Gilead in
den Streit ziehen? Und Josaphat sprach zu dem König von Israel:
Ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Rosse wie
deine Rosse!
5 Und
Josaphat sprach zu dem König von Israel: Befrage doch heute das
Wort Jehovas.
6 Da
versammelte der König von Israel die Propheten, bei vierhundert
Mann, und er sprach zu ihnen: Soll ich wider Ramoth-Gilead in
den Streit ziehen, oder soll ich davon abstehen? Und sie
sprachen: Ziehe hinauf, und der Herr wird es in die Hand des
Königs geben.
7 Aber
Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jehovas mehr, daß wir
durch ihn fragen?
8 Und
der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann
da, um durch ihn Jehova zu befragen; aber ich hasse ihn, denn er
weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses: Micha, der
Sohn Jimlas. Und Josaphat sprach: Der König spreche nicht also!
9 Da
rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bringe
Micha, den Sohn Jimlas, eilends her!
10 Und
der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen ein
jeder auf seinem Throne, angetan mit königlichen Kleidern, auf
einem freien Platze am Eingang des Tores von Samaria; und alle
Propheten weissagten vor ihnen.
11 Und
Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und
sprach: So spricht Jehova: Mit diesen wirst du die Syrer stoßen,
bis du sie vernichtet hast.
12 Und
alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe hinauf nach
Ramoth-Gilead, und es wird dir gelingen; denn Jehova wird es in
die Hand des Königs geben.
13 Und
der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und
sprach: Siehe doch, die Worte der Propheten verkündigen
einstimmig dem König Gutes; laß doch dein Wort sein wie das Wort
eines von ihnen und rede Gutes.
14
Aber Micha sprach: So wahr Jehova lebt, was Jehova mir sagen
wird, das werde ich reden!
15 Und
als er zu dem König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen
wir nach Ramoth-Gilead in den Streit ziehen, oder sollen wir
davon abstehen? Und er sprach zu ihm: Ziehe hinauf, und es wird
dir gelingen; denn Jehova wird es in die Hand des Königs geben.
16 Und
der König sprach zu ihm: Wie viele Male muß ich dich beschwören,
daß du nichts zu mir reden sollst als nur Wahrheit im Namen
Jehovas?
17 Da
sprach er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut, wie
Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jehova sprach: Diese haben
keinen Herrn; sie sollen ein jeder nach seinem Hause
zurückkehren in Frieden.
18 Und
der König von Israel sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht
gesagt: Er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses?
19 Und
er sprach: Darum höre das Wort Jehovas! Ich sah Jehova auf
seinem Throne sitzen, und alles Heer des Himmels bei ihm stehen,
zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
20 und
Jehova sprach: Wer will Ahab bereden, daß er hinaufziehe und zu
Ramoth-Gilead falle? Und der eine sprach so, und der andere
sprach so.
21 Da
trat ein Geist hervor und stellte sich vor Jehova und sprach:
Ich will ihn bereden. Und Jehova sprach zu ihm: Wodurch?
22 Und
er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein in dem
Munde aller seiner Propheten. Und er sprach: Du wirst ihn
bereden und wirst es auch ausrichten; gehe aus und tue also!
23 Und
nun, siehe, Jehova hat einen Lügengeist in den Mund all dieser
deiner Propheten gelegt, und Jehova hat Böses über dich geredet.
24 Da
trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Micha auf den
Backen und sprach: Wo wäre der Geist Jehovas von mir gewichen,
um mit dir zu reden?
25 Und
Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen an jenem Tage, wenn du
ins innerste Gemach gehen wirst, um dich zu verstecken.
26 Und
der König von Israel sprach: Nimm Micha und führe ihn zurück zu
Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohne des Königs,
27 und
sage: So spricht der König: Setzet diesen ins Gefängnis und
speiset ihn mit Brot der Trübsal und mit Wasser der Trübsal, bis
ich in Frieden heimkomme.
28 Und
Micha sprach: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, so hat Jehova
nicht durch mich geredet! Und er sprach: Höret es, ihr Völker
alle!
29 Und
der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, zogen
hinauf nach Ramoth-Gilead.
30 Und
der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will mich
verkleiden und in den Streit ziehen, du aber lege deine Kleider
an. Und der König von Israel verkleidete sich und zog in den
Streit.
31 Der
König von Syrien hatte aber seinen zweiunddreißig Obersten der
Wagen geboten und gesagt: Ihr sollt weder wider einen Geringen
streiten, noch wider einen Großen, sondern wider den König von
Israel allein.
32 Und
es geschah, als die Obersten der Wagen Josaphat sahen, denn sie
sprachen: Das ist gewiß der König von Israel! da lenkten sie auf
ihn zu, um zu streiten; und Josaphat schrie.
33 Und
es geschah, als die Obersten der Wagen sahen, daß er nicht der
König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.
34 Und
ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König
von Israel zwischen den Panzeranhang und den Panzer. Da sprach
er zu seinem Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Heere
hinaus, denn ich bin verwundet.
35 Und
der Streit nahm überhand an selbigem Tage, und der König wurde
aufrecht erhalten in dem Wagen, den Syrern gegenüber; und er
starb am Abend; und das Blut der Wunde floß in den Boden des
Wagens.
36 Da
erging der laute Ruf durch das Lager beim Untergang der Sonne,
indem man sprach: Ein jeder in seine Stadt, und ein jeder in
sein Land!
37 Und
so starb der König und kam nach Samaria; und man begrub den
König zu Samaria.
38 Und
als man den Wagen am Teiche von Samaria abspülte, da leckten die
Hunde sein Blut (da wo die Huren badeten), nach dem Worte
Jehovas, das er geredet hatte.
39 Und
das Übrige der Geschichte Ahabs und alles, was er getan und das
elfenbeinerne Haus, das er gebaut, und alle Städte, die er
gebaut hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika
der Könige von Israel?
40 Und
Ahab legte sich zu seinen Vätern. Und Ahasja, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
41 Und
Josaphat, der Sohn Asas, wurde König über Juda im vierten Jahre
Ahabs, des Königs von Israel.
42
Josaphat war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde, und
er regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und er Name
seiner Mutter war Asuba, die Tochter Schilchis.
43 Und
er wandelte auf allen Wegen seines Vaters Asa; er wich nicht
davon, indem er tat, was recht war in den Augen Jehovas.
44 Nur
die Höhen wichen nicht: das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
45 Und
Josaphat hatte Frieden mit dem König von Israel.
46 Und
das Übrige der Geschichte Josaphats, und seine Macht, die er
ausgeübt, und wie er gestritten hat, ist das nicht geschrieben
in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
47
Auch den Rest der Buhler, der in den Tagen seines Vaters Asa
übriggeblieben war, schaffte er aus dem Lande hinweg.
48 Und
es war damals kein König in Edom; ein Statthalter war König.
49
Josaphat baute Tarsisschiffe, um nach Ophir zu fahren und Gold
zu holen; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei
Ezjon-Geber zertrümmert.
50
Damals sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: Laß meine
Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren; aber
Josaphat wollte nicht.
51 Und
Josaphat legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen
Vätern begraben in der Stadt seines Vaters David. Und Joram,
sein Sohn, ward König an seiner Statt.
52
Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria, im
siebzehnten Jahre Josaphats, des Königs von Juda; und er
regierte zwei Jahre über Israel.
53 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, und er wandelte auf
dem Wege seines Vaters und auf dem Wege seiner Mutter und auf
dem Wege Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen
gemacht hatte. Und er diente dem Baal und beugte sich vor ihm
nieder; und er reizte Jehova, den Gott Israels, nach allem, was
sein Vater getan hatte.
2.
Könige
1,1
Und nach dem Tode
Ahabs fielen die Moabiter von Israel ab.
2 Und
Ahasja fiel durch das Gitter an seinem Obergemach zu Samaria und
wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Gehet hin,
befraget Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser
Krankheit genesen werde.
3 Und
der Engel Jehovas redete zu Elia, dem Tisbiter: Mache dich auf,
gehe hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und
sprich zu ihnen: Ist es, weil kein Gott in Israel ist, daß ihr
hingehet, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?
4 Und
darum spricht Jehova also: Von dem Bette, das du bestiegen hast,
sollt du nicht herabkommen, sondern du wirst gewißlich sterben.
Und Elia ging hin.
5 Und
die Boten kehrten zu ihm zurück; und er sprach zu ihnen: Warum
seid ihr denn zurückgekehrt?
6 Und
sie sprachen zu ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, und
sprach zu uns: Gehet, kehret zurück zu dem König, der euch
gesandt hat, und redet zu ihm: So spricht Jehova: Ist es, weil
kein Gott in Israel ist, daß du hinsendest, um Baal-Sebub, den
Gott von Ekron, zu befragen? Darum sollst du von dem Bette, das
du bestiegen hast, nicht herabkommen, sondern du wirst gewißlich
sterben.
7 Da
sagte er zu ihnen: Was für ein Mann war es, der euch entgegen
heraufkam und diese Worte zu euch redete?
8 Und
sie sprachen zu ihm: Es war ein Mann in härenem Gewande und an
seinen Lenden gegürtet mit einem ledernen Gürtel. Und er sprach:
Es ist Elia, der Tisbiter.
9 Da
sandte er zu ihm einen Obersten über fünfzig und seine Fünfzig.
Und er ging zu ihm hinauf, und siehe, er saß auf dem Gipfel des
Berges; und er sprach zu ihm: Mann Gottes! Der König sagt: Komm
herab.
10
Aber Elia antwortete und sprach zu dem Obersten über fünfzig:
Und wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel
herab und fresse dich und deine Fünfzig! Da fuhr Feuer vom
Himmel herab und fraß ihn und seine Fünfzig.
11 Und
er sandte wiederum zu ihm einen anderen Obersten über fünfzig
und seine Fünfzig. Und er hob an und sprach zu ihm: Mann Gottes!
So spricht der König: Komm eilends herab.
12
Aber Elia antwortete und sprach zu ihnen: Wenn ich ein Mann
Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und
deine Fünfzig! Da fuhr Feuer Gottes vom Himmel herab und fraß
ihn und seine Fünfzig.
13 Und
er sandte wiederum einen dritten Obersten über fünfzig und seine
Fünfzig. Und der dritte Oberste über fünfzig ging hinauf und kam
und beugte seine Knie vor Elia, und er flehte ihn an und sprach
zu ihm: Mann Gottes! Möge doch mein Leben und das Leben deiner
Knechte, dieser Fünfzig, teuer sein in deinen Augen!
14
Siehe, Feuer ist vom Himmel herabgefahren und hat die beiden
vorigen Obersten über fünfzig und ihre Fünfzig gefressen; nun
aber möge mein Leben teuer sein in deinen Augen!
15 Da
sprach der Engel Jehovas zu Elia: Gehe mit ihm hinab, fürchte
dich nicht vor ihm! Und er stand auf und ging mit ihm zu dem
König hinab.
16 Und
er redete zu ihm: So spricht Jehova: Weil du Boten gesandt hast,
um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen (ist es, weil
kein Gott in Israel ist, um sein Wort zu befragen?), Darum
sollst du von dem Bette, das du bestiegen hast, nicht
herabkommen, sondern du wirst gewißlich sterben.
17 Und
er starb nach dem Worte Jehovas, das Elia geredet hatte. Und
Joram ward König an seiner Statt im zweiten Jahre Jorams, des
Sohnes Josaphats, des Königs von Juda; denn er hatte keinen
Sohn.
18 Und
das Übrige der Geschichte Ahasjas, was er getan hat, ist das
nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Israel?
2,1
Und es geschah, als Jehova den Elia im Sturmwinde gen Himmel
auffahren ließ, da gingen Elia und Elisa von Gilgal hinweg.
2 Und
Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier; denn Jehova hat mich bis
nach Bethel gesandt. Und Elisa sprach: So wahr Jehova lebt und
deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie gingen nach
Bethel hinab.
3 Da
kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa
heraus und sprachen zu ihm: Weißt du, daß Jehova heute deinen
Herrn über deinem Haupte hinwegnehmen wird? Und er sprach: Auch
ich weiß es; schweiget!
4 Und
Elia sprach zu ihm: Elisa, bleibe doch hier; denn Jehova hat
mich nach Jericho gesandt. Aber er sprach: So wahr Jehova lebt
und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie kamen nach
Jericho.
5 Da
traten die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, zu Elisa
und sprachen zu ihm: Weißt du, daß Jehova heute deinen Herrn
über deinem Haupte hinwegnehmen wird? Und er sprach: Auch ich
weiß es; schweiget!
6 Und
Elia sprach zu ihm: Bleibe doch hier; denn Jehova hat mich an
den Jordan gesandt. Aber er sprach: So wahr Jehova lebt und
deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und so gingen sie
beide miteinander.
7 Und
fünfzig Mann von den Söhnen der Propheten gingen hin und
stellten sich gegenüber von ferne; und sie beide traten an den
Jordan.
8 Da
nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug auf
das Wasser; und es zerteilte sich dahin und dorthin, und sie
gingen beide hinüber auf dem Trockenen.
9 Und
es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sprach Elia zu
Elisa: Begehre, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen
werde. Und Elisa sprach: So möge mir doch ein zwiefaches Teil
von deinem Geiste werden!
10 Und
er sprach: Du hast Schweres begehrt! Wenn du mich sehen wirst,
wann ich von dir genommen werde, so soll dir also geschehen;
wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen.
11 Und
es geschah, während sie gingen und im Gehen redeten, siehe da,
ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer, welche sie beide
voneinander trennten; und Elia fuhr im Sturmwind auf gen Himmel.
12 Und
Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels
und seine Reiter! Und er sah ihn nicht mehr. Da faßte er seine
Kleider und zerriß sie in zwei Stücke.
13 Und
er hob den Mantel des Elia auf, der von ihm herabgefallen war,
und kehrte um und trat an das Ufer des Jordan.
14 Und
er nahm den Mantel des Elia, der von ihm herabgefallen war, und
schlug auf das Wasser und sprach: Wo ist Jehova, der Gott des
Elia? Auch er schlug auf das Wasser, und es zerteilte sich dahin
und dorthin; und Elisa ging hinüber.
15 Als
nun die Söhne der Propheten, die gegenüber in Jericho waren, ihn
sahen, da sprachen sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und
sie kamen ihm entgegen und beugten sich vor ihm zur Erde nieder,
16 und
sie sprachen zu ihm: Siehe doch, es sind bei deinen Knechten
fünfzig tapfere Männer; mögen sie doch gehen und deinen Herrn
suchen, ob nicht etwa der Geist Jehovas ihn weggetragen und ihn
auf einen der Berge oder in eins der Täler geworfen hat. Aber er
sprach: Sendet nicht.
17 Und
sie drangen in ihn, bis er sich schämte. Da sprach er: Sendet!
Und so sandten sie fünfzig Mann; und sie suchten drei Tage lang,
aber sie fanden ihn nicht.
18 Und
sie kehrten zu ihm zurück (er verweilte aber noch in Jericho);
und er sprach zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: Gehet nicht
hin?
19 Und
die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe doch, die Lage der
Stadt ist gut, wie mein Herr sieht, aber das Wasser ist
schlecht, und das Land ist unfruchtbar.
20 Da
sprach er: Holet mir eine neue Schale, und tut Salz darein! Und
sie holten sie ihm.
21 Und
er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, und warf das Salz
hinein und sprach: So spricht Jehova: Ich habe dieses Wasser
gesund gemacht; es wird weder Tod noch Unfruchtbarkeit mehr
daraus entstehen.
22 Und
das Wasser wurde gesund bis auf diesen Tag, nach dem Worte, das
Elisa geredet hatte.
23 Und
er ging von dannen hinauf nach Bethel; und als er auf dem Wege
hinaufging, da kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus, und
verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf!
Komm herauf, Kahlkopf!
24 Und
er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen
Jehovas. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen von
ihnen zweiundvierzig Kinder.
25 Und
er ging von dannen nach dem Berge Karmel; und von dort kehrte er
nach Samaria zurück.
3,1
Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria,
im achtzehnten Jahre Josaphats, des Königs von Juda; und er
regierte zwölf Jahre.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nur nicht wie sein
Vater und seine Mutter; und er tat die Bildsäule des Baal
hinweg, die sein Vater gemacht hatte.
3 Doch
blieb er hangen an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats,
wodurch er Israel sündigen gemacht hatte; er wich nicht davon.
4 Und
Mesa, der König von Moab, war ein Herdenbesitzer, und er zinste
dem König von Israel hunderttausend Fettschafe und
hunderttausend Widder mit der Wolle.
5 Und
es geschah, als Ahab starb, da fiel der König von Moab von dem
König von Israel ab.
6 Und
der König Joram zog in selbiger Zeit von Samaria aus und
musterte ganz Israel.
7 Und
er ging hin und sandte zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ
ihm sagen: Der König von Moab ist von mir abgefallen; willst du
mit mir wider Moab in den Streit ziehen? Und er sprach: Ich will
hinaufziehen; ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk,
meine Rosse wie deine Rosse.
8 Und
er sprach: Auf welchem Wege wollen wir hinaufziehen? Und er
sprach: Auf dem Wege der Wüste Edom.
9 Und
so zogen der König von Israel und der König von Juda und der
König von Edom hin; und sie machten einen Umweg von sieben
Tagereisen, und es war kein Wasser da für das Heer und für das
Vieh, das ihnen folgte.
10 Da
sprach der König von Israel: Ach, daß Jehova diese drei Könige
gerufen hat, um sie in die Hand Moabs zu geben!
11 Und
Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jehovas, daß wir Jehova
durch ihn befragen könnten? Und einer von den Knechten des
Königs von Israel antwortete und sprach: Hier ist Elisa, der
Sohn Saphats, der Wasser goß auf die Hände des Elia.
12 Und
Josaphat sprach: Das Wort Jehovas ist bei ihm. Und der König von
Israel und Josaphat und der König von Edom gingen zu ihm hinab.
13 Und
Elisa sprach zu dem König von Israel: Was haben wir miteinander
zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den
Propheten deiner Mutter! Und der König von Israel sprach zu ihm:
Nein, denn Jehova hat diese drei Könige gerufen, um sie in die
Hand Moabs zu geben.
14 Da
sprach Elisa: So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dessen
Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf die Person Josaphats,
des Königs von Juda, Rücksicht nähme, so würde ich dich nicht
anblicken, noch dich ansehen!
15 Und
nun holet mir einen Saitenspieler. Und es geschah, als der
Saitenspieler spielte, da kam die Hand Jehovas über ihn.
16 Und
er sprach: So spricht Jehova: Machet in diesem Tale Grube an
Grube.
17
Denn so spricht Jehova: ihr werdet keinen Wind sehen und keinen
Regen sehen, und doch wird dieses Tal sich mit Wasser füllen, so
daß ihr trinken werdet, ihr und eure Herden und euer Vieh.
18 Und
das ist noch gering in den Augen Jehovas; er wird auch Moab in
eure Hand geben.
19 Und
ihr werdet alle festen Städte und alle auserlesenen Städte
schlagen, und werdet alle guten Bäume fällen und alle
Wasserquellen verstopfen und alle guten Ackerstücke mit Steinen
verderben.
20 Und
es geschah am Morgen, zur Zeit, da man das Speisopfer opfert,
siehe, da kam Wasser des Weges von Edom her, und das Land füllte
sich mit Wasser.
21 Und
als alle Moabiter hörten, daß die Könige heraufgezogen waren, um
wider sie zu streiten, da wurden sie zusammengerufen, von jedem
an, der sich rüsten konnte und darüber; und sie rückten an die
Grenze.
22 Und
als sie sich des Morgens früh aufmachten und die Sonne über dem
Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenüber rot
wie Blut.
23 Und
sie sprachen: Das ist Blut! Die Könige haben sich gewißlich
aufgerieben und haben einander erschlagen; und nun zur Beute,
Moab!
24 Als
sie aber zum Lager Israels kamen, da machten die Israeliten sich
auf und schlugen die Moabiter, daß sie vor ihnen flohen. Und sie
kamen in das Land Moab und schlugen es.
25 Und
sie rissen die Städte nieder, und auf alle guten Ackerstücke
warfen sie ein jeder seinen Stein und füllten sie damit an, und
sie verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten
Bäume…, bis sie an Kir-Hareseth nur dessen Steine übrigließen.
Und die Schleuderer umzingelten und beschossen die Stadt.
26 Und
als der König von Moab sah, daß ihm der Streit zu stark war,
nahm er siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert zogen, um
gegen den König von Edom hin durchzubrechen; aber sie vermochten
es nicht.
27 Da
nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König
werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Und
es kam ein großer Zorn über Israel; und sie zogen von ihm ab und
kehrten in ihr Land zurück.
4,1
Und ein Weib von den Weibern der Söhne der Propheten schrie zu
Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, und du
weißt ja, daß dein Knecht Jehova fürchtete; und der Schuldherr
ist gekommen, um sich meine beiden Knaben zu Knechten zu nehmen.
2 Und
Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was du
im Hause hast. Und sie sprach: Deine Magd hat gar nichts im
Hause, als nur einen Krug Öl.
3 Und
er sprach: Gehe hin, erbitte dir Gefäße von draußen, von allen
deinen Nachbarn, leere Gefäße, nimm nicht wenige;
4 und
gehe hinein und schließe die Tür hinter dir und hinter deinen
Söhnen zu, und gieße in alle diese Gefäße; und was voll ist,
setze beiseite.
5 Und
sie ging von ihm weg und schloß die Tür hinter sich und hinter
ihren Söhnen zu; diese reichten ihr, und sie goß ein.
6 Und
es geschah, als die Gefäße voll waren, da sprach sie zu ihrem
Sohne: Reiche mir noch ein Gefäß. Aber er sprach zu ihr: Es ist
kein Gefäß mehr da. Und das Öl stand.
7 Und
sie kam und berichtete es dem Manne Gottes; und er sprach: Gehe
hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld; du aber und deine
Söhne, lebet von dem Übrigen.
8 Und
es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Sunem hinüber; und
daselbst war ein wohlhabendes Weib, und sie nötigte ihn, bei ihr
zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er dort ein,
um zu essen.
9 Und
sie sprach zu ihrem Manne: Siehe doch, ich merke, daß dieser ein
heiliger Mann Gottes ist, der beständig bei uns durchzieht.
10 Laß
uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen, und ihm ein
Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter darein stellen; und es
geschehe, wenn er zu uns kommt, mag er dort einkehren.
11 Und
es geschah eines Tages, da kam er dahin, und er kehrte in das
Obergemach ein und schlief daselbst.
12 Und
er sprach zu Gehasi, seinem Knaben: Rufe diese Sunamitin! Und er
rief sie, und sie trat vor ihn hin.
13 Und
er sprach zu ihm: Sprich doch zu ihr: Siehe, du hast dir
unsertwegen alle diese Sorge gemacht; was ist für dich zu tun?
Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Heerobersten?
Und sie sprach: Ich wohne inmitten meines Volkes.
14 Und
er sprach: Was ist denn für sie zu tun? Und Gehasi sprach: Doch!
Sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.
15 Und
er sprach: Rufe sie! Und er rief sie, und sie trat in die Tür.
16 Und
er sprach: Zu dieser bestimmten Zeit übers Jahr wirst du einen
Sohn umarmen. Und sie sprach: Nicht doch mein Herr, du Mann
Gottes, belüge deine Magd nicht!
17 Und
das Weib wurde schwanger und gebar einen Sohn zu dieser
bestimmten Zeit übers Jahr, wie Elisa zu ihr geredet hatte.
18 Und
das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es
hinaus zu seinem Vater, zu den Schnittern.
19 Und
es sprach zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Und er sprach
zu dem Knechte: Trage ihn zu seiner Mutter.
20 Und
er nahm ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter; und er saß auf
ihren Knien bis zum Mittag, und er starb.
21 Da
ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes,
und schloß hinter ihm zu und ging hinaus.
22 Und
sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den
Knaben und eine von den Eselinnen, und ich will zu dem Manne
Gottes laufen und wiederkommen.
23 Und
er sprach: Warum willst du heute zu ihm gehen? Es ist weder
Neumond noch Sabbath. Und sie sprach: Es ist gut.
24 Und
sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knaben: Treibe
immerfort; halte mich nicht auf im Reiten, es sei denn, daß ich
es dir sage!
25 So
zog sie hin und kam zu dem Manne Gottes auf den Berg Karmel. Und
es geschah, als der Mann Gottes sie von ferne sah, da sprach er
zu Gehasi, seinem Knaben: Siehe da, die Sunamitin!
26 Nun
laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir wohl?
Geht es deinem Manne wohl? Geht es dem Kinde wohl?
27 Und
sie sprach: Wohl. Und sie kam zu dem Manne Gottes auf den Berg
und umfaßte seine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie
wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: Laß sie! Denn ihre
Seele ist betrübt; und Jehova hat es mir verborgen und mir nicht
kundgetan.
28 Und
sie sprach: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe
ich nicht gesagt: Täusche mich nicht?
29 Da
sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in
deine Hand und gehe hin; wenn du jemand triffst, grüße ihn
nicht, und wenn jemand dich grüßt, antworte ihm nicht; und lege
meinen Stab auf das Angesicht des Knaben.
30 Und
die Mutter des Knaben sprach: So wahr Jehova lebt und deine
Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und
ging ihr nach.
31
Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das
Angesicht des Knaben gelegt; aber da war keine Stimme und kein
Aufmerken. Und er kehrte zurück, ihm entgegen, und berichtete
ihm und sprach: Der Knabe ist nicht erwacht.
32 Und
als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Knabe tot,
hingelegt auf sein Bett.
33 Und
er ging hinein und schloß die Tür hinter ihnen beiden zu und
betete zu Jehova.
34 Und
er stieg hinauf und legte sich auf das Kind, und er legte seinen
Mund auf dessen Mund, und seine Augen auf dessen Augen, und
seine Hände auf dessen Hände und beugte sich über dasselbe; und
das Fleisch des Kindes wurde warm.
35 Und
er kam zurück und ging im Hause einmal dahin und einmal dorthin,
und er stieg wieder hinauf und beugte sich über ihn. Da nieste
der Knabe siebenmal, und der Knabe schlug seine Augen auf.
36 Und
er rief Gehasi und sprach: Rufe diese Sunamitin. Und er rief
sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sprach: Nimm deinen Sohn.
37 Da
kam sie und fiel ihm zu Füßen und beugte sich zur Erde nieder;
und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.
38
Elisa aber kehrte nach Gilgal zurück. Und es war Hungersnot im
Lande. Und die Söhne der Propheten saßen vor ihm. Und er sprach
zu seinem Knaben: Setze den großen Topf auf und koche ein
Gericht für die Söhne der Propheten.
39 Da
ging einer auf das Feld hinaus, um Kräuter zu lesen, und er fand
eine wilde Rebe und las davon wilde Koloquinthen, sein Kleid
voll, und er kam und zerschnitt sie in den Kochtopf, denn sie
kannten sie nicht.
40 Und
sie schütteten es aus zum Essen für die Männer. Aber es geschah,
als sie von dem Gericht aßen, da schrieen sie und sprachen: Der
Tod ist im Topfe, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen.
41 Da
sprach er: So holet Mehl her! Und er warf es in den Topf und
sprach: Schütte es aus für die Leute, daß sie essen. Und es war
nichts Schlimmes mehr im Topfe.
42 Und
ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte dem Manne Gottes
Brot der Erstlinge, zwanzig Gerstenbrote, und Gartenkorn in
seinem Sacke. Und er sprach: Gib es den Leuten, daß sie essen!
43 Und
sein Diener sprach: Wie soll ich dieses hundert Männern
vorsetzen? Und er sprach: Gib es den Leuten, daß sie essen! Denn
so spricht Jehova: Man wird essen und übriglassen.
44 Und
er setzte es ihnen vor; und sie aßen und ließen übrig, nach dem
Worte Jehovas.
5,1
Und Naaman, der Heeroberste des Königs von Syrien, war ein
großer Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte
Jehova den Syrern Sieg gegeben; und der Mann war ein Kriegsheld,
aber aussätzig.
2 Und
die Syrer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten aus dem
Lande Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt, und sie war
vor dem Weibe Naamans.
3 Und
sie sprach zu ihrer Herrin: Ach, wäre doch mein Herr vor dem
Propheten, der zu Samaria wohnt! Dann würde er ihn von seinem
Aussatz heilen.
4 Und
Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sprach: So und so
hat das Mädchen geredet, das aus dem Lande Israel ist.
5 Da
sprach der König von Syrien: Geh, ziehe hin, und ich will an den
König von Israel einen Brief senden. Und er ging hin und nahm
mit sich zehn Talente Silber und sechstausend Sekel Gold und
zehn Wechselkleider.
6 Und
er brachte den Brief zu dem König von Israel, und er lautete
also: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, ich habe
meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, daß du ihn seinem Aussatz
heilest.
7 Und
es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, da
zerriß er seine Kleider und sprach: Bin ich Gott, um zu töten
und lebendig zu machen, daß dieser zu mir sendet, einen Mann von
seinem Aussatz zu heilen? Aber fürwahr, erkennet doch und sehet,
daß er einen Anlaß an mir sucht!
8 Und
es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, daß der König von
Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem König
und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß
ihn doch zu mir kommen, und er soll erkennen, daß ein Prophet in
Israel ist.
9 Und
Naaman kam mit seinen Rossen und mit seinen Wagen, und hielt am
Eingang des Hauses Elisas.
10 Und
Elisa sandte einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Gehe hin und
bade dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder
werden, und du wirst rein sein.
11 Da
wurde Naaman zornig und zog weg; und er sprach: Siehe, ich hatte
gedacht: Er wird gewißlich zu mir herauskommen und hintreten und
den Namen Jehovas, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand
über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen heilen.
12
Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als
alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein
werden? Und er wandte sich und zog weg im Grimm.
13 Da
traten seine Knechte herzu und redeten zu ihm und sprachen: Mein
Vater, hätte der Prophet etwas Großes zu dir geredet, würdest du
es nicht tun? Wieviel mehr denn, da er zu dir gesagt hat: Bade
dich, und du wirst rein sein!
14 Da
stieg er hinab und tauchte sich im Jordan siebenmal unter, nach
dem Worte des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie
das Fleisch eines jungen Knaben, und er war rein.
15 Und
er kehrte zu dem Manne Gottes zurück, er und sein ganzer Zug,
und er kam und trat vor ihn und sprach: Siehe doch, ich erkenne,
daß es auf der ganzen Erde keinen Gott gibt, als nur in Israel!
Und nun nimm doch ein Geschenk von deinem Knechte.
16
Aber er sprach: So wahr Jehova lebt, vor dessen Angesicht ich
stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in ihn, es zu
nehmen; aber er weigerte sich.
17 Da
sprach Naaman: Wenn nicht, so werde doch deinem Knechte die Last
eines Maultiergespannes Erde gegeben; denn dein Knecht wird
nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer opfern,
sondern nur Jehova.
18 In
diesem Stücke wolle Jehova deinem Knechte vergeben: Wenn mein
Herr in das Haus Rimmons geht, um sich daselbst niederzubeugen,
denn er lehnt sich auf meine Hand, und ich beuge mich nieder im
Hause Rimmons, ja, wenn ich mich niederbeuge im Hause Rimmons,
so möge doch Jehova deinem Knechte in diesem Stücke vergeben!
19 Und
er sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden. Und er zog von ihm weg
eine Strecke Landes.
20 Da
sprach Gehasi, der Knabe Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein
Herr hat Naaman, diesen Syrer, verschont, daß er nicht aus
seiner Hand genommen, was er gebracht hat; so wahr Jehova lebt,
wenn ich ihm nicht nachlaufe und etwas von ihm nehme!
21 Und
Gehasi eilte Naaman nach. Und als Naaman sah, daß er ihm
nachlief, sprang er von dem Wagen herab, ihm entgegen, und
sprach: Steht es wohl?
22 Und
er sprach: Es steht wohl. Mein Herr sendet mich und läßt dir
sagen: Siehe, eben jetzt sind vom Gebirge Ephraim zwei Knaben
von den Söhnen der Propheten zu mir gekommen; gib ihnen doch ein
Talent Silber und zwei Wechselkleider.
23 Und
Naaman sprach: Laß es dir gefallen, nimm zwei Talente. Und er
drang in ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel, und
zwei Wechselkeider, und gab es zweien seiner Knaben; und sie
trugen es vor ihm her.
24 Als
er aber an den Hügel kam, nahm er es aus ihrer Hand und brachte
es im Hause unter; dann entließ er die Männer, und sie gingen
weg.
25 Er
aber ging hinein und trat vor seinen Herrn. Da sprach Elisa zu
ihm: Woher, Gehasi? Und er sprach: Dein Knecht ist weder dahin
noch dorthin gegangen.
26 Und
er sprach zu ihm: Ging mein Herz nicht mit, als der Mann sich
von seinem Wagen herab dir entgegenwandte? Ist es Zeit, Silber
zu nehmen und Kleider zu nehmen, und Olivenbäume und Weinberge,
und Kleinvieh und Rinder, und Knechte und Mägde?
27 So
wird der Aussatz Naamans an dir haften und an deinem Samen
ewiglich. Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
6,1
Und die Söhne der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe doch, der
Ort, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu enge;
2 laß
uns doch an den Jordan gehen und von dannen ein jeder einen
Balken holen, und uns dort einen Ort herrichten, um daselbst zu
wohnen.
3 Und
er sprach: Gehet hin. Und einer sprach: Laß es dir doch gefallen
und gehe mit deinen Knechten! Und er sprach: Ich will mitgehen.
4 Und
er ging mit ihnen; und sie kamen an den Jordan und hieben die
Bäume um.
5 Es
geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen
ins Wasser; und er schrie und sprach: Ach, mein Herr! Und es war
entlehnt!
6 Und
der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm
die Stelle; da schnitt er ein Holz ab und warf es hinein und
machte das Eisen schwimmen.
7 Und
er sprach: Nimm es dir auf. Und er streckte seine Hand aus und
nahm es.
8 Und
der König von Syrien führte Krieg wider Israel; und er beriet
sich mit seinen Knechten und sprach: An dem und dem Orte soll
mein Lager sein.
9 Da
sandte der Mann Gottes zum König von Israel und ließ ihm sagen:
Hüte dich, diesen Ort zu vernachlässigen; denn dort kommen die
Syrer herab.
10 Und
der König von Israel sandte an den Ort, den der Mann Gottes ihm
gesagt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und er verwahrte sich
daselbst; und das geschah nicht einmal und nicht zweimal.
11 Da
wurde das Herz des Königs von Syrien über diese Sache
beunruhigt; und er rief seine Knechte und sprach zu ihnen: Könnt
ihr mir nicht kundtun, wer von den Unsrigen für den König von
Israel ist?
12 Und
einer von seinen Knechten sprach: Nicht doch, mein Herr König;
sondern Elisa, der Prophet, der in Israel ist, tut dem König von
Israel die Worte kund, die du in deinem Schlafgemach redest.
13 Da
sprach er: Gehet hin und sehet, wo er ist; und ich werde
hinsenden und ihn holen. Und es wurde ihm berichtet und gesagt:
Siehe, er ist in Dothan.
14 Da
sandte er Rosse und Wagen dorthin und ein starkes Heer; und sie
kamen des Nachts und umzingelten die Stadt.
15 Und
als der Diener des Mannes Gottes früh aufstand und hinaustrat,
siehe da, ein Heer umringte die Stadt, und Rosse und Wagen. Und
sein Knabe sprach zu ihm: Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?
16
Aber er sprach: Fürchte dich nicht! Denn mehr sind derer, die
bei uns, als derer, die bei ihnen sind.
17 Und
Elisa betete und sprach: Jehova, öffne doch seine Augen, daß er
sehe! Da öffnete Jehova die Augen des Knaben; und er sah: und
siehe, der Berg war voll feuriger Rosse und Wagen, rings um
Elisa her.
18 Und
sie kamen zu ihm herab; und Elisa betete zu Jehova und sprach:
Schlage doch dieses Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit
Blindheit nach dem Worte Elisas.
19 Und
Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg, und dies nicht
die Stadt; folget mir, und ich werde euch zu dem Manne führen,
den ihr suchet. Und er führte sie nach Samaria.
20 Und
es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sprach
Elisa: Jehova, öffne diesen die Augen, daß sie sehen! Da öffnete
Jehova ihnen die Augen; und sie sahen: und siehe, sie waren
mitten in Samaria.
21 Und
der König von Israel sprach zu Elisa, als er sie sah: Soll ich
schlagen, soll ich schlagen, mein Vater?
22
Aber er sprach: Du sollst nicht schlagen. Würdest du die
schlagen, welche du mit deinem Schwerte und mit deinem Bogen
gefangen genommen hättest? Setze ihnen Brot und Wasser vor, daß
sie essen und trinken und dann zu ihrem Herrn ziehen.
23 Und
er richtete ihnen ein großes Mahl zu, und sie aßen und tranken;
und er entließ sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Und die
Streifscharen der Syrer kamen hinfort nicht mehr in das Land
Israel.
24 Und
es geschah hernach, da versammelte Ben-Hadad, der König von
Syrien, sein ganzes Heer, und zog herauf und belagerte Samaria.
25 Und
es entstand eine große Hungersnot in Samaria; und siehe, sie
belagerten es, bis ein Eselskopf achtzig Sekel Silber und ein
Viertel Kab Taubenmist fünf Sekel Silber galt.
26 Und
es geschah, als der König von Israel auf der Mauer einherging,
da schrie ein Weib zu ihm und sprach: Hilf, mein Herr König!
27
Aber er sprach: Hilft dir Jehova nicht, woher sollte ich dir
helfen? Von der Tenne oder von der Kelter?
28 Und
der König sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie sprach: Dieses
Weib da hat zu mir gesagt: Gib deinen Sohn her, daß wir ihn
heute essen; und meinen Sohn wollen wir morgen essen.
29 Und
so kochten wir meinen Sohn und aßen ihn. Und ich sprach zu ihr
am anderen Tage: Gib deinen Sohn her, daß wir ihn essen! Aber
sie hat ihren Sohn verborgen.
30 Und
es geschah, als der König die Worte des Weibes hörte, da zerriß
er seine Kleider, während er auf der Mauer einherging; und das
Volk sah, und siehe, er trug Sacktuch darunter auf seinem Leibe.
31 Und
er sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn der Kopf
Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf ihm bleibt!
32 Und
Elisa saß in seinem Hause, und die Ältesten saßen bei ihm. Und
der König sandte einen Mann vor sich her. Ehe der Bote zu ihm
kam, sprach er aber zu den Ältesten: Habt ihr gesehen, daß
dieser Mördersohn hergesandt hat, um mir den Kopf wegzunehmen?
Sehet zu, sobald der Bote kommt, verschließet die Tür und
dränget ihn mit der Tür hinweg! Ist nicht der Schall der Tritte
seines Herrn hinter ihm?
33
Noch redete er mit ihnen, siehe, da kam der Bote zu ihm herab;
und er sprach: Siehe, dieses Unglück ist von Jehova; was soll
ich noch auf Jehova harren?
7,1 Da
sprach Elisa: Höret das Wort Jehovas! So spricht Jehova: Morgen
um diese Zeit wird ein Maß Feinmehl einen Sekel gelten, und zwei
Maß Gerste einen Sekel im Tore von Samaria.
2 Da
antwortete der Anführer, auf dessen Hand der König sich lehnte,
dem Manne Gottes und sprach: Siehe, wenn Jehova Fenster am
Himmel machte, würde wohl dieses geschehen? Und er sprach:
Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht
davon essen.
3 Es
waren aber vier aussätzige Männer am Eingang des Tores; und sie
sprachen einer zum anderen: Was bleiben wir hier, bis wir
sterben?
4 Wenn
wir sprechen: Laßt uns in die Stadt gehen, so ist die Hungersnot
in der Stadt, und wir werden daselbst sterben; und wenn wir hier
bleiben, so werden wir auch sterben. Und nun kommt und laßt uns
zu dem Lager der Syrer überlaufen; wenn sie uns am Leben lassen,
so leben wir, und wenn sie uns töten, so sterben wir.
5 Und
so machten sie sich in der Dämmerung auf, um ins Lager der Syrer
zu kommen; und sie kamen an das Ende des Lagers der Syrer, und
siehe, kein Mensch war da.
6 Denn
der Herr hatte das Heerlager der Syrer ein Getöse von Wagen und
ein Getöse von Rossen hören lassen, das Getöse einer großen
Heeresmacht; und sie sprachen einer zum anderen: Siehe, der
König von Israel hat die Könige der Hethiter und die Könige von
Ägypten wider uns gedungen, daß sie über uns kommen sollen.
7 Und
sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung; sie ließen
ihre Zelte und ihre Rosse und ihre Esel, das Lager, so wie es
war, und flohen um ihr Leben.
8 Als
nun jene Aussätzigen an das Ende des Lagers kamen, gingen sie in
ein Zelt und aßen und tranken; und sie nahmen Silber daraus und
Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es. Und sie kamen
wieder und gingen in ein anderes Zelt; und sie nahmen daraus und
gingen hin und verbargen es.
9 Da
sprachen sie einer zum anderen: Wir tun nicht recht: Dieser Tag
ist ein Tag guter Botschaft; schweigen wir aber und warten, bis
der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen. Und nun kommt
und laßt uns hineingehen und es im Hause des Königs berichten.
10 Und
sie kamen und riefen die Torwache der Stadt, und berichteten
ihnen und sprachen: Wir sind in das Lager der Syrer gekommen,
und siehe, kein Mensch war da, und keine Menschenstimme; sondern
nur die Rosse angebunden und die Esel angebunden, und die Zelte,
so wie sie waren.
11 Und
sie riefen die Torwächter, und sie berichteten es drinnen im
Hause des Königs.
12 Da
stand der König in der Nacht auf und sprach zu seinen Knechten:
Ich will euch sagen, was die Syrer uns getan haben: sie wissen,
daß wir Hunger leiden, und sie sind aus dem Lager gegangen, um
sich auf dem Felde zu verbergen, indem sie sagen: Wenn sie aus
der Stadt herausgehen, so wollen wir sie lebendig greifen und in
die Stadt eindringen.
13 Da
antwortete einer von seinen Knechten und sprach: So nehme man
doch fünf von den übrigen Rossen, die darin übriggeblieben sind
(siehe, sie sind wie die ganze Menge Israels, die darin
übriggeblieben, sie sind wie die ganze Menge Israels, die
aufgerieben ist), und laßt uns hinsenden und sehen.
14 Und
sie nahmen zwei Wagen mit Rossen, und der König sandte sie
hinter dem Heere der Syrer her und sprach:
15
Gehet hin und sehet. Und sie zogen ihnen nach bis an den Jordan;
und siehe, der ganze Weg war voll Kleider und Geräte, welche die
Syrer auf ihrer eiligen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten
kehrten zurück und berichteten es dem König.
16 Da
ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Syrer; und es
galt ein Maß Feinmehl einen Sekel, und zwei Maß Gerste einen
Sekel nach dem Worte Jehovas.
17 Der
König hatte aber den Anführer, auf dessen Hand er sich lehnte,
über das Tor bestellt; und das Volk zertrat ihn im Tore, und er
starb, so wie der Mann Gottes geredet hatte, wie er geredet
hatte, als der König zu ihm herabkam.
18
Denn es geschah, als der Mann Gottes zu dem König redete und
sprach: Zwei Maß Gerste werden morgen um diese Zeit einen Sekel
gelten, und ein Maß Feinmehl einen Sekel im Tore von Samaria,
19 da
antwortete der Anführer dem Manne Gottes und sprach: Siehe, wenn
Jehova auch Fenster am Himmel machte, würde wohl so etwas
geschehen? Und er sprach: Siehe, du wirst es mit deinen Augen
sehen, aber du wirst nicht davon essen.
20 Und
es geschah ihm also: das Volk zertrat ihn im Tore, und er starb.
8,1
Und Elisa hatte zu dem Weibe, deren Sohn er lebendig gemacht
hatte, geredet und gesagt: Mache dich auf und gehe hin, du und
dein Haus, und weile, wo du weilen kannst; denn Jehova hat eine
Hungersnot herbeigerufen, und sie kommt auch ins Land sieben
Jahre lang.
2 Und
das Weib machte sich auf und tat nach dem Worte des Mannes
Gottes: sie ging hin, sie und ihr Haus, und weilte in dem Lande
der Philister sieben Jahre.
3 Und
es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte das Weib aus dem
Lande der Philister zurück; und sie ging aus, um den König
anzurufen wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder.
4 Der
König aber redete eben zu Gehasi, dem Knaben des Mannes Gottes,
und sprach: Erzähle mir doch alle die großen Dinge, die Elisa
getan hat!
5 Und
es geschah, während er dem König erzählte, daß er den Toten
lebendig gemacht habe, siehe, da rief das Weib, deren Sohn er
lebendig gemacht hatte, den König an wegen ihres Hauses und
wegen ihrer Felder. Da sprach Gehasi: Mein Herr König! Dies ist
das Weib, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.
6 Und
der König fragte das Weib, und sie erzählte ihm; und der König
gab ihr einen Kämmerer mit und sprach: Erstatte alles zurück,
was ihr gehört, sowie den ganzen Ertrag der Felder von dem Tage
an, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt.
7 Und
Elisa kam nach Damaskus. Und Ben-Hadad, der König von Syrien,
war krank. Und es wurde ihm berichtet und gesagt: Der Mann
Gottes ist hierher gekommen.
8 Da
sprach der König zu Hasael: Nimm ein Geschenk mit dir und gehe
dem Manne Gottes entgegen, und befrage Jehova durch ihn und
sprich: Werde ich von dieser Krankheit genesen?
9 Und
Hasael ging ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit sich:
allerlei Gut von Damaskus, eine Last von vierzig Kamelen; und er
kam und trat vor ihn hin und sprach: Dein Sohn Ben-Hadad, der
König von Syrien, hat mich zu dir gesandt und läßt dir sagen:
Werde ich von dieser Krankheit genesen?
10 Und
Elisa sprach zu ihm: Gehe hin, sprich zu ihm: Du wirst gewißlich
genesen! Aber Jehova hat mir gezeigt, daß er gewißlich sterben
wird.
11 Und
er stellte sein Angesicht fest und richtete es auf ihn, bis er
sich schämte; und der Mann Gottes weinte.
12 Und
Hasael sprach: Warum weint mein Herr? Und er sprach: Weil ich
weiß, was du den Kindern Israel Übles tun wirst: ihre festen
Städte wirst du in Brand stecken, und ihre Jünglinge mit dem
Schwerte töten, und ihre Kindlein wirst du zerschmettern und
ihre Schwangeren aufschlitzen.
13 Da
sprach Hasael: Was ist dein Knecht, der Hund, daß er diese große
Sache tun sollte? Und Elisa sprach: Jehova hat mich dich sehen
lassen als König über Syrien.
14 Und
er ging von Elisa weg und kam zu seinem Herrn; und dieser sprach
zu ihm: Was hat Elisa dir gesagt? Und er sprach: Er hat mir
gesagt, du werdest gewißlich genesen.
15 Und
es geschah am folgenden Tage, da nahm er die Decke und tauchte
sie ins Wasser und breitete sie über sein Angesicht, so daß er
starb. Und Hasael ward König an seiner Statt.
16 Und
im fünften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von
Israel, als Josaphat König von Juda war, wurde Joram König, der
Sohn Josaphats, des Königs von Juda.
17
Zweiunddreißig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte acht Jahre zu Jerusalem.
18 Und
er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, wie das Haus
Ahabs tat, denn er hatte eine Tochter Ahabs zum Weibe; und er
tat, was böse war in den Augen Jehovas.
19
Aber Jehova wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David
willen, so wie er ihm gesagt hatte, daß er ihm eine Leuchte
geben wolle für seine Söhne alle Tage.
20 In
seinen Tagen fielen die Edomiter von der Botmäßigkeit Judas ab
und setzten einen König über sich.
21 Da
zog Joram hinüber nach Zair, und alle Wagen mit ihm. Und es
geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er die
Edomiter, welche ihn und die Obersten der Wagen umringt hatten;
und das Volk floh nach seinen Zelten.
22 So
fielen die Edomiter von der Botmäßigkeit Judas ab bis auf diesen
Tag. Damals fiel auch Libna ab zu derselben Zeit.
23 Und
das Übrige der Geschichte Jorams und alles was, er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
24 Und
Joram legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen
Vätern begraben in der Stadt Davids. Und Ahasja, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
25 Im
zwölften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel,
wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.
26
Zweiundzwanzig Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er
regierte ein Jahr zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Athalja, die Tochter Omris, des Königs von Israel.
27 Und
er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, was böse war
in den Augen Jehovas, wie das Haus Ahabs; denn er war ein
Schwiegersohn des Hauses Ahabs.
28 Und
er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in den Streit wider Hasael,
dem König von Syrien, nach Ramoth-Gilead. Und die Syrer
verwundeten Joram.
29 Da
kehrte der König Joram zurück, um sich in Jisreel von den Wunden
heilen zu lassen, welche ihm die Syrer zu Rama geschlagen
hatten, als er wider Hasael, den König von Syrien, stritt. Und
Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um
Joram, den Sohn Ahabs, in Jisreel zu besuchen, weil er krank
war.
9,1
Und Elisa, der Prophet, rief einen von den Söhnen der Propheten
und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diese Ölflasche
in deine Hand und gehe nach Ramoth-Gilead.
2 Und
wenn du dahin gekommen bist, so sieh dich daselbst nach Jehu um,
dem Sohne Josaphats, des Sohnes Nimsis; und gehe hinein, und laß
ihn aufstehen aus der Mitte seiner Brüder und führe ihn in ein
inneres Gemach;
3 und
nimm die Ölflasche und gieße sie über sein Haupt aus und sprich:
So spricht Jehova: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt!
und öffne die Tür und fliehe, und harre nicht.
4 Und
der Jüngling, der Knabe des Propheten, ging nach Ramoth-Gilead.
5 Und
er kam hinein, und siehe, da saßen die Obersten des Heeres. Und
er sprach: Ich habe ein Wort an dich, Oberster. Und Jehu sprach:
An wen von uns allen? Und er sprach: An dich, Oberster.
6 Da
stand Jehu auf und ging ins Haus hinein; und er goß das Öl auf
sein Haupt und sprach zu ihm: So spricht Jehova, der Gott
Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über das Volk Jehovas,
über Israel.
7 Und
du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; und ich
werde das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller
Knechte Jehovas rächen von der Hand Isebels.
8 Ja,
das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich werde von Ahab
ausrotten, was männlich ist, sowohl den Gebundenen als auch den
Freien in Israel.
9 Und
ich werde das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des
Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas.
10
Isebel aber sollen die Hunde fressen auf dem Ackerstück zu
Jisreel, und niemand wird sie begraben. Und er öffnete die Tür
und entfloh.
11 Und
Jehu kam heraus zu den Knechten seines Herrn. Und man sprach zu
ihm: Steht es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen?
Und er sprach zu ihnen: Ihr kennet ja den Mann und seine Rede.
12 Und
sie sprachen: Lüge! Tue es uns doch kund! Da sprach er: So und
so hat er zu mir geredet und gesagt: So spricht Jehova: Ich habe
dich zum König über Israel gesalbt!
13 Da
eilten sie und nahmen ein jeder sein Kleid und legten es unter
ihn, auf die Stufen selbst; und sie stießen in die Posaune und
sprachen: Jehu ist König!
14 Und
so machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine
Verschwörung gegen Joram. (Joram aber, er und ganz Israel, hatte
Ramoth-Gilead gegen Hasael, den König von Syrien, verteidigt;
15 und
der König Joram war zurückgekehrt, um sich in Jisreel von den
Wunden heilen zu lassen, welche ihm die Syrer geschlagen hatten,
als er wider Hasael, den König von Syrien, stritt.) Und Jehu
sprach: Wenn es euer Wille ist, so soll niemand aus der Stadt
entrinnen, um hinzugehen, es in Jisreel zu berichten.
16 Und
Jehu saß auf und zog nach Jisreel; denn Joram lag daselbst. Und
Ahasja, der König von Juda, war hinabgezogen, um Joram zu
besuchen.
17 Und
der Wächter stand auf dem Turme zu Jisreel und sah den Haufen
Jehus, wie er herankam, und sprach: Ich sehe einen Haufen. Und
Joram sprach: Nimm einen Reiter und sende ihn ihnen entgegen,
daß er spreche:
18 Ist
es Friede? Da ritt der Berittene ihm entgegen und sprach: So
spricht der König: Ist es Friede? Und Jehu sprach: Was hast du
mit dem Frieden zu schaffen? Wende dich hinter mich! Und der
Wächter berichtete und sprach: Der Bote ist bis zu ihnen
gekommen und kehrt nicht zurück.
19 Da
sandte er einen zweiten Berittenen; und er kam zu ihnen und
sprach: So spricht der König: Ist es Friede? Und Jehu sprach:
Was hast du mit dem Frieden zu schaffen? Wende dich hinter mich!
20 Und
der Wächter berichtete und sprach: Er ist bis zu ihnen gekommen
und kehrt nicht zurück. Und das Treiben ist wie das Treiben
Jehus, des Sohnes Nimsis; denn er treibt unsinnig.
21 Da
sprach Joram: Spannet an! Und man spannte seinen Wagen an; und
Joram, der König von Israel, und Ahasja, der König von Juda,
zogen aus, ein jeder auf seinem Wagen: sie zogen aus, Jehu
entgegen, und sie trafen ihn auf dem Grundstück Naboths, des
Jisreeliters.
22 Und
es geschah, als Joram den Jehu sah, da sprach er: Ist es Friede,
Jehu? Aber er sprach: Was, Friede, während der vielen Hurereien
Isebels, deiner Mutter, und ihrer vielen Zaubereien!
23 Da
wandte Joram um und floh, und sprach zu Ahasja: Verrat, Ahasja!
24
Jehu aber nahm seinen Bogen zur Hand und traf Joram zwischen
seine Arme, so daß der Pfeil ihm durch das Herz fuhr; und er
sank nieder in seinem Wagen.
25 Und
er sprach zu Bidkar, seinem Anführer: Nimm ihn und wirf ihn auf
das Grundstück Naboths, des Jisreeliters. Denn gedenke, wie wir,
ich und du, neben einander hinter seinem Vater Ahab herritten,
und Jehova diesen Ausspruch über ihn tat:
26
Wenn ich nicht das Blut Naboths und das Blut seiner Söhne
gestern gesehen habe! spricht Jehova; und ich werde es dir
vergelten auf diesem Grundstück, spricht Jehova. Und nun nimm
ihn auf, wirf ihn auf das Grundstück, nach dem Worte Jehovas.
27 Als
Ahasja, der König von Juda, das sah, floh er des Weges zum
Gartenhause. Und Jehu jagte ihm nach und sprach: Auch ihn
erschlaget auf dem Wagen! Und sie verwundeten ihn auf der Anhöhe
Gur, die bei Jibleam ist. Und er floh nach Megiddo und starb
daselbst.
28 Und
seine Knechte führten ihn zu Wagen nach Jerusalem, und sie
begruben ihn in seinem Begräbnis, bei seinen Vätern, in der
Stadt Davids.
29 Und
im elften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, war Ahasja König
geworden über Juda.
30 Und
Jehu kam nach Jisreel. Und als Isebel es hörte, da tat sie
Schminke an ihre Augen und schmückte ihr Haupt und schaute zum
Fenster hinaus.
31 Und
als Jehu in das Tor kam, da sprach sie: Erging es Simri wohl,
dem Mörder seines Herrn?
32 Und
er erhob sein Angesicht zum Fenster und sprach: Wer ist mit mir,
wer? Da blickten zwei, drei Kämmerer zu ihm hinab.
33 Und
er sprach: Stürzet sie herab! Und sie stürzten sie hinab; und es
spritzte von ihrem Blute an die Wand und an die Rosse, und er
zertrat sie.
34 Und
er ging hinein und aß und trank; und er sprach: Sehet doch nach
dieser Verfluchten und begrabet sie, denn sie ist eine
Königstochter.
35 Und
sie gingen hin, um sie zu begraben; aber sie fanden nichts mehr
von ihr, als nur den Schädel und die Füße und die Hände.
36 Und
sie kamen zurück und berichteten es ihm. Und er sprach: Das ist
das Wort Jehovas, das er durch seinen Knecht Elia, den Tisbiter,
geredet hat, indem er sprach: Auf dem Grundstück zu Jisreel
sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen;
37 und
der Leichnam Isebels soll auf dem Grundstück zu Jisreel dem
Miste auf dem Felde gleichen, daß man nicht wird sagen können:
Das ist Isebel.
10,1
Und Ahab hatte siebzig Söhne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe
und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Jisreel, die
Ältesten, und an die Erzieher der Söhne Ahabs, und sie lauteten:
2 Und
nun, wenn dieser Brief zu euch kommt, bei euch sind ja die Söhne
eures Herrn, und bei euch die Wagen und die Rosse, und eine
feste Stadt und Waffen-
3 so
ersehet den besten und tüchtigsten aus den Söhnen eures Herrn,
und setzet ihn auf den Thron seines Vaters; und streitet für das
Haus eures Herrn.
4 Aber
sie fürchteten sich gar sehr und sprachen: Siehe, die zwei
Könige konnten vor ihm nicht standhalten, und wie wollten wir
bestehen?
5 Und
der über das Haus und der über die Stadt war und die Ältesten
und die Erzieher sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir
sind deine Knechte, und alles, was du zu uns sagen wirst, wollen
wir tun; wir wollen niemand zum König machen; tue, was gut ist
in deinen Augen.
6 Da
schrieb er zum zweiten Male einen Brief an sie, welcher lautete:
Wenn ihr für mich seid und auf meine Stimme höret, so nehmet die
Köpfe der Männer, der Söhne eures Herrn, und kommet morgen um
diese Zeit zu mir nach Jisreel. (Und die Königssöhne, siebzig
Mann, waren bei den Großen der Stadt, die sie auferzogen.)
7 Und
es geschah, als der Brief zu ihnen kam, da nahmen sie die Söhne
des Königs und schlachteten sie, siebzig Mann, und legten ihre
Köpfe in Körbe und sandten sie zu ihm nach Jisreel.
8 Und
ein Bote kam und berichtete ihm und sprach: Man hat die Köpfe
der Königssöhne gebracht. Und er sprach: Leget sie in zwei
Haufen an den Eingang des Tores, bis zum Morgen.
9 Und
es geschah am Morgen, da ging er hinaus und trat hin und sprach
zu dem ganzen Volke: Ihr seid gerecht! Siehe, ich habe eine
Verschwörung wider meinen Herrn gemacht und habe ihn ermordet;
wer aber hat alle diese erschlagen?
10
Wisset denn, daß nichts zur Erde fallen wird von dem Worte
Jehovas, das Jehova wider das Haus Ahabs geredet hat; und Jehova
hat getan, was er durch seinen Knecht Elia geredet hat.
11 Und
Jehu erschlug alle, welche vom Hause Ahabs in Jisreel
übriggeblieben waren, und alle seine Großen und seine Bekannten
und seine Heilige (e-r), bis er ihm keinen Entronnenen
übrigließ.
12 Und
er machte sich auf und ging und zog nach Samaria. Er war bei
Beth-Eked-Haroim auf dem Wege,
13 da
traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda; und er
sprach: Wer seid ihr? Und sie sprachen: Wir sind die Brüder
Ahasjas und sind herabgekommen, um die Söhne des Königs und die
Söhne der Königin zu begrüßen.
14 Und
er sprach: Greifet sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig
und schlachteten sie bei der Zisterne von Beth-Eked,
zweiundvierzig Mann, und er ließ keinen von ihnen übrig.
15 Und
er zog von dannen und traf Jonadab, den Sohn Rekabs, der ihm
entgegenkam; und er grüßte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz
redlich, wie mein Herz gegen dein Herz? Und Jonadab sprach: Es
ist’s. Wenn es so ist, so gib mir deine Hand. Und er gab ihm
seine Hand. Da ließ er ihn zu sich auf den Wagen steigen und
sprach:
16
Komm mit mir und sieh meinen Eifer für Jehova an! Und sie fuhren
ihn auf seinem Wagen.
17 Und
als er nach Samaria kam, erschlug er alle, welche von Ahab in
Samaria übriggeblieben waren, bis er ihn vertilgte, nach dem
Worte Jehovas, das er zu Elia geredet hatte.
18 Und
Jehu versammelte das ganze Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat
dem Baal ein wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen.
19 Und
nun, rufet alle Propheten des Baal, alle seine Diener und alle
seine Heilige (e-r) zu mir; kein Mann werde vermißt! Denn ich
habe ein großes Schlachtopfer für den Baal. Keiner, der vermißt
wird, soll am Leben bleiben! Jehu handelte aber mit Hinterlist,
um die Diener des Baal umzubringen.
20 Und
Jehu sprach: Heiliget dem Baal eine Festversammlung! Und man
rief sie aus.
21 Und
Jehu sandte in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener des Baal:
keiner blieb übrig, der nicht gekommen wäre; und sie gingen in
das Haus des Baal, und das Haus des Baal ward voll von einem
Ende bis zum anderen.
22 Und
er sprach zu dem, der über die Kleiderkammer war: Bringe Kleider
heraus für alle Diener des Baal! Und er brachte ihnen Kleidung
heraus.
23 Und
Jehu und Jonadab, der Sohn Rekabs, gingen in das Haus des Baal;
und er sprach zu den Dienern des Baal: Forschet und sehet zu,
daß nicht etwa einer von den Dienern Jehovas hier bei euch sei,
sondern nur Diener des Baal allein!
24 Und
sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer zu opfern.
Jehu hatte sich aber draußen achtzig Mann bestellt und gesagt:
Derjenige, welcher einen von den Männern entrinnen läßt, die ich
in eure Hände gebracht habe, sein Leben soll statt dessen Leben
sein.
25 Und
es geschah, als man das Opfern des Brandopfers vollendet hatte,
da sprach Jehu zu den Läufern und zu den Anführern: Gehet
hinein, erschlaget sie; keiner komme heraus! Und sie schlugen
sie mit der Schärfe des Schwertes. Und die Läufer und die
Anführer warfen sie hin. Und sie gingen nach dem Stadtteil des
Baalhauses,
26 und
brachten die Bildsäulen des Baalhauses heraus und verbrannten
sie; und sie rissen die Bildsäule des Baal nieder;
27 und
sie rissen das Haus des Baal nieder und machten Kotstätten
daraus bis auf diesen Tag.
28
Also vertilgte Jehu den Baal aus Israel.
29 Nur
von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte, von denen wich Jehu nicht ab: von den
goldenen Kälbern, die zu Bethel und zu Dan waren.
30 Und
Jehova sprach zu Jehu: Weil du wohl ausgerichtet hast, was recht
ist in meinen Augen, und an dem Hause Ahabs getan hast nach
allem, was in meinem Herzen war, so sollen dir Söhne des vierten
Gliedes auf dem Throne Israels sitzen.
31
Aber Jehu achtete nicht darauf, in dem Gesetze Jehovas, des
Gottes Israels, mit seinem ganzen Herzen zu wandeln; er wich
nicht von den Sünden Jerobeams, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
32 In
jenen Tagen begann Jehova abzuhauen unter Israel; und Hasael
schlug sie im ganzen Gebiet Israels,
33 vom
Jordan an, gegen Sonnenaufgang, das ganze Land Gilead, die
Gaditer und die Rubeniter und die Manassiter, von Aroer an, das
am Flusse Arnon liegt, sowohl Gilead als Basan.
34 Und
das Übrige der Geschichte Jehus und alles, was er getan hat, und
alle seine Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel?
35 Und
Jehu legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu Samaria.
Und Joahas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
36 Die
Tage aber, die Jehu über Israel zu Samaria regierte, waren
achtundzwanzig Jahre.
11,1
Und als Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, daß ihr Sohn tot war,
da machte sie sich auf und brachte allen königlichen Samen um.
2 Aber
Joseba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjas,
nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn weg aus der Mitte der
Königssöhne, die getötet wurden, und tat ihn und seine Amme in
das Schlafgemach; und so verbargen sie ihn vor Athalja, und er
wurde nicht getötet.
3 Und
er war sechs Jahre bei ihr im Hause Jehovas versteckt. Athalja
aber regierte über das Land.
4 Und
im siebten Jahre sandte Jojada hin und ließ die Obersten über
hundert der Karier und der Läufer holen und zu sich in das Haus
Jehovas kommen; und er machte einen Bund mit ihnen und ließ sie
schwören im Hause Jehovas, und er zeigte ihnen den Sohn des
Königs.
5 Und
er gebot ihnen und sprach: Dies ist es, was ihr tun sollt: Ein
Drittel von euch, die ihr am Sabbath antretet, soll Wache halten
im Hause des Königs,
6 und
ein Drittel soll am Tore Sur, und ein Drittel am Tore hinter den
Läufern sein; und ihr sollt der Hut des Hauses warten zur
Abwehr.
7 Und
die zwei anderen Abteilungen von euch, alle, die am Sabbath
abtreten, die sollen im Hause Jehovas Wache halten bei dem
König.
8 Und
ihr sollt den König rings umgeben, ein jeder mit seinen Waffen
in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringt, soll getötet
werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er ausgeht und
wenn er eingeht.
9 Und
die Obersten über hundert taten nach allem, was der Heilige
(e-r) Jojada geboten hatte; und sie nahmen ein jeder seine
Männer, die am Sabbath antretenden samt den am Sabbath
abtretenden, und kamen zu dem Heilige (e-r) Jojada.
10 Und
der Heilige (e-r) gab den Obersten über hundert die Speere und
die Schilde, welche dem König David gehört hatten, die im Hause
Jehovas waren.
11 Und
die Läufer stellten sich auf, ein jeder mit seinen Waffen in
seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken
Seite des Hauses, gegen den Altar und gegen das Haus hin, rings
um den König.
12 Und
er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone
auf und gab ihm das Zeugnis, und sie machten ihn zum König und
salbten ihn; und sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe
der König!
13 Und
als Athalja das Geschrei der Läufer und des Volkes hörte, kam
sie zu dem Volke in das Haus Jehovas.
14 Und
sie sah: und siehe, der König stand auf dem Standorte, nach dem
Gebrauch, und die Obersten und die Trompeter bei dem König; und
alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten.
Da zerriß Athalja ihre Kleider und rief: Verschwörung,
Verschwörung!
15 Und
der Heilige (e-r) Jojada gebot den Obersten über hundert, die
über das Heer bestellt waren, und sprach zu ihnen: Führet sie
hinaus außerhalb der Reihen, und wer ihr folgt, den tötet mit
dem Schwerte! Denn der Heilige (e-r) sprach: Sie soll nicht in
dem Hause Jehovas getötet werden.
16 Und
sie machten ihr Platz, und sie ging in das Haus des Königs auf
dem Wege des Eingangs für die Rosse; und sie wurde daselbst
getötet.
17 Und
Jojada machte einen Bund zwischen Jehova und dem König und dem
Volke, daß sie das Volk Jehovas sein sollten, und zwischen dem
König und dem Volke.
18 Da
ging alles Volk des Landes in das Haus des Baal und riß es
nieder; seine Altäre und seine Bilder zerschlugen sie gänzlich;
und Mattan, den Heilige (e-r) des Baal, töteten sie vor den
Altären. Und der Heilige (e-r) setzte Aufseher über das Haus
Jehovas.
19 Und
er nahm die Obersten über hundert und die Karier und die Läufer
und alles Volk des Landes, und sie führten den König aus dem
Hause Jehovas hinab und kamen auf dem Wege des Läufertores in
das Haus des Königs; und er setzte sich auf den Thron der
Könige.
20 Und
alles Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe.
Athalja aber hatten sie im Hause des Königs mit dem Schwerte
getötet.
12,1
Sieben Jahre war Joas alt, als er König wurde. Im siebten Jahre
Jehus wurde Joas König, und er regierte vierzig Jahre zu
Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerseba.
2 Und
Joas tat, was recht war in den Augen Jehovas, solange der
Heilige (e-r) Jojada ihn unterwies.
3 Doch
die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
4 Und
Joas sprach zu den Heilige (e-r)n: Alles Geld der geheiligten
Dinge, welches in das Haus Jehovas gebracht wird: das Geld eines
jeden Gemusterten, das Geld der Seelen, je nach der Schätzung
eines jeden, und alles Geld, das jemand ins Herz kommt, in das
Haus Jehovas zu bringen,
5
sollen die Heilige (e-r) an sich nehmen, ein jeder von seinen
Bekannten; und sie selbst sollen das Baufällige des Hauses
ausbessern, alles, was daselbst Baufälliges gefunden wird.
6 Und
es geschah, im dreiundzwanzigsten Jahre des Königs Joas hatten
die Heilige (e-r) das Baufällige des Hauses nicht ausgebessert.
7 Da
rief der König Joas den Heilige (e-r) Jojada und die Heilige
(e-r) und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr das Baufällige des
Hauses nicht aus? Und nun sollt ihr kein Geld von euren
Bekannten nehmen, sondern ihr sollt es für das Baufällige des
Hauses hergeben.
8 Und
die Heilige (e-r) willigten ein, kein Geld mehr von dem Volke zu
nehmen, noch auch das Baufällige des Hauses auszubessern.
9 Und
der Heilige (e-r) Jojada nahm eine Lade und bohrte ein Loch in
ihren Deckel, und er stellte sie neben den Altar, zur Rechten,
wenn man in das Haus Jehovas hineingeht; und die Heilige (e-r),
welche die Schwelle hüteten, legten alles Geld darein, welches
in das Haus Jehovas gebracht wurde.
10 Und
es geschah, wenn sie sahen, daß viel Geld in der Lade war, so
kamen der Schreiber des Königs und der Hauptheilige (e-r)
herauf, und sie banden das Geld, welches sich im Hause Jehovas
vorfand, zusammen und zählten es.
11 Und
sie gaben das abgewogene Geld in die Hände derer, welche das
Werk betrieben, die über das Haus Jehovas bestellt waren; und
diese gaben es aus an die Zimmerleute und an die Bauleute,
welche am Hause Jehovas arbeiteten,
12 und
an die Maurer und an die Steinhauer, und um Holz und gehauene
Steine zu kaufen, um das Baufällige des Hauses Jehovas
auszubessern, und für alles, was zur Ausbesserung des Hauses
ausgegeben wurde.
13
Doch wurden für das Haus Jehovas keine silbernen Becken, Messer,
Sprengschalen, Trompeten, noch irgend ein goldenes Gerät oder
ein silbernes Gerät, von dem Gelde gemacht, welches in das Haus
Jehovas gebracht wurde;
14
sondern man gab es denen, welche das Werk betrieben, daß sie das
Haus Jehovas damit ausbesserten.
15 Und
man rechnete nicht mit den Männern, in deren Hand man das Geld
gab, um es denen zu geben, welche das Werk taten; denn sie
handelten getreulich.
16 Das
Geld von Schuldopfern und das Geld von Sündopfern wurde nicht in
das Haus Jehovas gebracht; es war für die Heilige (e-r).
17
Damals zog Hasael, der König von Syrien, herauf und stritt wider
Gath und nahm es ein. Und Hasael richtete sein Angesicht darauf,
wider Jerusalem hinaufzuziehen.
18 Da
nahm Joas, der König von Juda, alle geheiligten Dinge, die
Josaphat und Joram und Ahasja, seine Väter, die Könige von Juda,
geheiligt hatten, und seine geheiligten Dinge, und all das Gold,
das sich in den Schätzen des Hauses Jehovas und des Hauses des
Königs vorfand, und sandte es Hasael, dem König von Syrien. Und
er zog ab von Jerusalem.
19 Und
das Übrige der Geschichte Joas’ und alles, was er getan hat, ist
das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Juda?
20 Und
seine Knechte standen auf und machten eine Verschwörung, und sie
erschlugen Joas im Hause Millo, wo man nach Silla hinabgeht.
21 Und
Josakar, der Sohn Schimeaths, und Josabad, der Sohn Schomers,
seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb; und man begrub ihn
bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Amazja, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
13,1
Im dreiundzwanzigsten Jahre Joas’, des Sohnes Ahasjas, des
Königs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, König über Israel
zu Samaria und regierte siebzehn Jahre.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; und er wandelte den
Sünden Jerobeams nach, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte: er wich nicht davon.
3 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel; und er gab sie in die
Hand Hasaels, des Königs von Syrien, und in die Hand Ben-Hadads,
des Sohnes Hasaels, alle Tage hindurch.
4 Und
Joahas flehte Jehova an; und Jehova hörte auf ihn, denn er sah
den Druck Israels, denn der König von Syrien drückte sie.
5 (Und
Jehova gab Israel einen Retter, und sie kamen aus der Hand der
Syrer heraus; und die Kinder Israel wohnten in ihren Zelten wie
zuvor.
6
Dennoch wichen sie nicht von den Sünden des Hauses Jerobeams,
wodurch er Israel sündigen gemacht hatte: sie wandelten darin;
auch die Aschera blieb in Samaria stehen.)
7 Denn
er hatte dem Joahas kein Volk übriggelassen, als nur fünfzig
Reiter und zehn Wagen und zehntausend Mann zu Fuß; denn der
König von Syrien hatte sie vernichtet und sie gemacht wie den
Staub, den man zertritt.
8 Und
das Übrige der Geschichte Joahas’ und alles, was er getan hat,
und seine Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel?
9 Und
Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu
Samaria. Und Joas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
10 Im
siebenunddreißigsten Jahre Joas’, des Königs von Juda, wurde
Joas, der Sohn des Joahas, König über Israel zu Samaria und
regierte sechzehn Jahre.
11 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von
allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte: er wandelte darin.
12 Und
das Übrige der Geschichte Joas’ und alles, was er getan, und
seine Macht, wie er mit Amazja, dem König von Juda, gestritten
hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der
Könige von Israel?
13 Und
Joas legte sich zu seinen Vätern, und Jerobeam setzte sich auf
seinen Thron; und Joas wurde zu Samaria begraben bei den Königen
von Israel.
14 Und
Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an welcher er starb. Und
Joas, der König von Israel, kam zu ihm herab und weinte über
seinem Angesicht und sprach: Mein Vater, mein Vater! Wagen
Israels und seine Reiter!
15 Da
sprach Elisa zu ihm: Hole Bogen und Pfeile. Und er holte ihm
Bogen und Pfeile.
16 Und
er sprach zu dem König von Israel: Lege deine Hand auf den
Bogen. Da legte er seine Hand darauf: und Elisa tat seine Hände
auf die Hände des Königs.
17 Und
er sprach: Öffne das Fenster gegen Morgen. Und er öffnete es.
Und Elisa sprach: Schieße! Und er schoß. Und er sprach: Ein
Pfeil der Rettung von Jehova und ein Pfeil der Rettung wider die
Syrer! Und so wirst du die Syrer zu Aphek schlagen bis zur
Vernichtung.
18 Und
er sprach: Nimm die Pfeile. Und er nahm sie. Und er sprach zu
dem König von Israel: Schlage auf die Erde! Und er schlug
dreimal und hielt inne.
19 Da
ward der Mann Gottes zornig über ihn und sprach: Du hättest
fünf-oder sechsmal schlagen sollen, dann würdest du die Syrer
bis zur Vernichtung geschlagen haben; nun aber wirst du die
Syrer dreimal schlagen.
20 Und
Elisa starb, und man begrub ihn. Und es kamen Streifscharen der
Moabiter in das Land, als das Jahr anfing.
21 Und
es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die
Streifschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas; und als
der Mann hineinkam und die Gebeine Elisas berührte, da wurde er
lebendig und erhob sich auf seine Füße.
22 Und
Hasael, der König von Syrien, bedrückte Israel alle Tage des
Joahas.
23
Aber Jehova erwies ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und
wandte sich ihnen zu, wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und
Jakob; und er wollte sie nicht verderben und warf sie nicht von
seinem Angesicht weg bis dahin.
24 Und
Hasael, der König von Syrien, starb. Und Ben-Hadad, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
25 Da
nahm Joas, der Sohn des Joahas, aus der Hand Ben-Hadads, des
Sohnes Hasaels, die Städte wieder, welche dieser aus der Hand
seines Vaters Joahas im Streit genommen hatte. Dreimal schlug
ihn Joas und brachte die Städte Israels wieder zurück.
14,1
Im zweiten Jahre Joas’, des Sohnes Joahas’, des Königs von
Israel, wurde Amazja König, der Sohn Joas’, des Königs von Juda.
2
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner
Mutter war Joaddin, von Jerusalem.
3 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nur nicht wie sein
Vater David; er tat nach allem, was sein Vater Joas getan hatte.
4 Doch
die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
5 Und
es geschah, als das Königtum in seiner Hand erstarkt war, da
erschlug er seine Knechte, die den König, seinen Vater,
erschlagen hatten.
6 Aber
die Söhne der Totschläger tötete er nicht, wie geschrieben steht
im Buche des Gesetzes Moses, wo Jehova geboten und gesagt hat:
Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen, und
Kinder sollen nicht getötet werden um der Väter willen, sondern
sie sollen ein jeder für seine Sünde getötet werden.
7 Er
schlug die Edomiter im Salztal, zehntausend Mann, und nahm Sela
ein im Streit, und er gab ihm den Namen Joktheel bis auf diesen
Tag.
8
Damals sandte Amazja Boten an Joas, den Sohn Joahas’, des Sohnes
Jehus, den König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm, laß uns
einander ins Angesicht sehen!
9 Da
sandte Joas, der König von Israel, zu Amazja, dem König von
Juda, und ließ ihm sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte
zu der Zeder auf dem Libanon und ließ ihr sagen: Gib meinem
Sohne deine Tochter zum Weibe! Da lief das Getier des Feldes,
das auf dem Libanon ist, vorüber und zertrat den Dornstrauch.
10
Freilich hast du Edom geschlagen, und dein Herz erhebt sich;
habe deinen Ruhm und bleibe in deinem Hause! Warum willst du
dich denn mit dem Unglück einlassen, daß du fallest, du und Juda
mit dir?
11
Aber Amazja hörte nicht. Da zog Joas, der König von Israel,
herauf; und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der
König von Juda, zu Beth-Semes, das zu Juda gehört.
12 Und
Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, ein jeder nach
seinem Zelte.
13 Und
Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den
Sohn Joas’, des Sohnes Ahasjas, zu Beth-Semes gefangen. Und er
kam nach Jerusalem und machte einen Bruch in der Mauer
Jerusalems, vom Tore Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert
Ellen.
14 Und
er nahm alles Gold und Silber, und alle Geräte, welche sich im
Hause Jehovas und in den Schätzen des Hauses des Königs
vorfanden, und Geiseln und kehrte nach Samaria zurück.
15 Und
das Übrige der Geschichte Joas’, was er getan, und seine Macht,
und wie er mit Amazja, dem König von Juda, gestritten hat, ist
das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Israel?
16 Und
Joas legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben zu
Samaria bei den Königen von Israel. Und Jerobeam, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
17 Und
Amazja, der Sohn Joas’, der König von Juda, lebte nach dem Tode
Joas’, des Sohnes Joahas’, des Königs von Israel, fünfzehn
Jahre.
18 Und
das Übrige der Geschichte Amazjas, ist das nicht geschrieben in
dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
19 Und
sie machten zu Jerusalem eine Verschwörung wider ihn, und er
floh nach Lachis; und sie sandten ihm nach bis Lachis und
töteten ihn daselbst.
20 Und
sie luden ihn auf Rosse, und er wurde begraben zu Jerusalem bei
seinen Vätern in der Stadt Davids.
21 Und
das ganze Volk von Juda nahm Asarja, der sechzehn Jahre alt war,
und sie machten ihn zum König an seines Vaters Amazja Statt.
22 Er
baute Elath und brachte es an Juda zurück, nachdem der König
sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
23 Im
fünfzehnten Jahre Amazjas, des Sohnes Joas’, des Königs von
Juda, wurde Jerobeam, der Sohn Joas’, des Königs von Israel,
König zu Samaria und regierte einundvierzig Jahre.
24 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von
allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte.
25 Er
stellte die Grenze Israels wieder her, vom Eingange Hamaths bis
an das Meer der Ebene, nach dem Worte Jehovas, des Gottes
Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn
Amittais, den Propheten, der von Gath-Hepher war.
26
Denn Jehova sah, daß das Elend Israels sehr bitter war, und daß
dahin war der Gebundene und dahin der Freie, und daß kein Helfer
da war für Israel.
27 Und
Jehova hatte nicht gesagt, daß er den Namen Israels austilgen
würde unter dem Himmel hinweg; und so rettete er sie durch die
Hand Jerobeams, des Sohnes Joas’.
28 Und
das Übrige der Geschichte Jerobeams, und alles, was er getan,
und seine Macht, wie er gestritten, und wie er Damaskus und
Hamath, die Juda gehört hatten, an Israel zurückgebracht hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel?
29 Und
Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, zu den Königen von Israel.
Und Sekarja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
15,1
Im siebenundzwanzigsten Jahre Jerobeams, des Königs von Israel,
wurde Asarja König, der Sohn Amazjas, des Königs von Juda.
2
Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und regierte
zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Jekolja, von Jerusalem.
3 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater Amazja getan hatte.
4 Doch
die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
5 Und
Jehova schlug den König, und er wurde aussätzig bis zum Tage
seines Todes; und er wohnte in einem Krankenhause. Jotham aber,
der Sohn des Königs, war über das Haus und richtete das Volk des
Landes.
6 Und
das Übrige der Geschichte Asarjas, und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
7 Und
Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei
seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Jotham, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
8 Im
achtunddreißigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde
Sekarja, der Sohn Jerobeams, König über Israel zu Samaria und
regierte sechs Monate.
9 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, so wie seine Väter
getan hatten; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes
Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.
10 Und
Sallum, der Sohn Jabes’, machte eine Verschwörung wider ihn und
erschlug ihn vor dem Volke und tötete ihn. Und er ward König an
seiner Statt.
11 Und
das Übrige der Geschichte Sekarjas, siehe, das ist geschrieben
in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.
12 Das
ist das Wort Jehovas, welches er zu Jehu geredet hatte, indem er
sprach: Dir sollen Söhne des vierten Gliedes auf dem Throne
Israels sitzen. Und es geschah also.
13
Sallum, der Sohn Jabes’, wurde König im neununddreißigsten Jahre
Ussijas, des Königs von Juda; und er regierte einen Monat lang
zu Samaria.
14 Da
zog Menachem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf und kam nach
Samaria; und er erschlug Sallum, den Sohn Jabes’, zu Samaria und
tötete ihn. Und er ward König an seiner Statt.
15 Und
das Übrige der Geschichte Sallums, und seine Verschwörung, die
er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel.
16
Damals schlug Menachem Tiphsach und alles, was darin war, und
sein Gebiet, von Tirza aus: weil man ihm nicht aufgetan hatte,
so schlug er es; alle seine Schwangeren schlitzte er auf.
17 Im
neununddreißigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde
Menachem, der Sohn Gadis, König über Israel und regierte zehn
Jahre zu Samaria.
18 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte, alle seine Tage.
19 Und
Pul, der König von Assyrien, kam wider das Land; und Menachem
gab Pul tausend Talente Silber, damit seine Hand mit ihm wäre,
um das Königtum in seiner Hand zu befestigen.
20 Und
Menachem legte die Zahlung des Geldes auf Israel, auf alle
vermögenden Leute, um es dem König von Assyrien zu geben:
fünfzig Sekel Silber auf jeden Mann. Da kehrte der König von
Assyrien um und blieb nicht daselbst im Lande.
21 Und
das Übrige der Geschichte Menachems und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel?
22 Und
Menachem legte sich zu seinen Vätern. Und Pekachja, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
23 Im
fünfzigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekachja,
der Sohn Menachems, König über Israel zu Samaria und regierte
zwei Jahre.
24 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
25 Und
Pekach, der Sohn Remaljas, sein Anführer, machte eine
Verschwörung wider ihn und erschlug ihn zu Samaria in der Burg
des Königshauses, mit Argob und mit Arjeh; und mit ihm waren
fünfzig Mann von den Söhnen der Gileaditer. Und er tötete ihn
und ward König an seiner Statt.
26 Und
das Übrige der Geschichte Pekachjas und alles, was er getan hat,
siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel.
27 Im
zweiundfünfzigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde
Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel zu Samaria und
regierte zwanzig Jahre.
28 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
29 In
den Tagen Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglath-Pileser,
der König von Assyrien, und er nahm Ijjon ein und
Abel-Beth-Maaka und Janoach und Kedes und Hazor und Gilead und
Galiläa, das ganze Land Naphtali, und führte die Bewohner nach
Assyrien hinweg.
30 Und
Hosea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung wider Pekach, den
Sohn Remaljas, und erschlug ihn und tötete ihn. Und er ward
König an seiner Statt, im zwanzigsten Jahre Jothams, des Sohnes
Ussijas.
31 Und
das Übrige der Geschichte Pekachs und alles, was er getan hat,
siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel.
32 Im
zweiten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von
Israel, wurde Jotham König, der Sohn Ussijas, des Königs von
Juda.
33
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Jeruscha, die Tochter Zadoks.
34 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas; er tat nach allem,
was sein Vater Ussija getan hatte.
35
Doch die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch
auf den Höhen. Er baute das obere Tor des Hauses Jehovas.
36 Und
das Übrige der Geschichte Jothams und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
37 In
jenen Tagen begann Jehova, Rezin, den König von Syrien, und
Pekach, den Sohn Remaljas, wider Juda zu senden.
38 Und
Jotham legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei
seinen Vätern in der Stadt seines Vaters David. Und Ahas, sein
Sohn, ward König an seiner Statt.
16,1
Im siebzehnten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas
König, der Sohn Jothams, des Königs von Juda.
2
Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte
sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in
den Augen Jehovas, seines Gottes, wie sein Vater David;
3
sondern er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, und er
ließ sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen, nach den Greueln der
Nationen, die Jehova vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte;
4 und
er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und
unter jedem grünen Baume.
5
Damals zogen Rezin, der König von Syrien, und Pekach, der Sohn
Remaljas, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum
Streit; und sie belagerten Ahas, aber sie vermochten nicht wider
ihn zu streiten.
6 Zu
selbiger Zeit brachte Rezin, der König von Syrien, Elath wieder
an Syrien und trieb die Juden aus Elath hinaus; und die Syrer
kamen nach Elath, und sie haben dort gewohnt bis auf diesen Tag.
7 Da
sandte Ahas Boten an Tiglath-Pileser, den König von Assyrien,
und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm
herauf und rette mich aus der Hand des Königs von Syrien und aus
der Hand des Königs von Israel, die sich wider mich erhoben
haben.
8 Und
Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich in dem Hause Jehovas
und in den Schätzen des Königshauses vorfand, und sandte es als
Geschenk an den König von Assyrien.
9 Und
der König von Assyrien hörte auf ihn; und der König von Assyrien
zog hinauf wider Damaskus und nahm es ein und führte seine
Einwohner weg nach Kir; und Rezin tötete er.
10 Und
der König Ahas zog Tiglath-Pileser, dem König von Assyrien,
entgegen, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der zu
Damaskus war, da sandte der König Ahas dem Heilige (e-r) Urija
das Gleichnis des Altars und dessen Abbild nach seiner ganzen
Bauart.
11 Und
der Heilige (e-r) Urija baute den Altar; nach allem, was der
König Ahas von Damaskus gesandt hatte, also machte ihn der
Heilige (e-r) Urija, bis der König Ahas von Damaskus kam.
12 Und
als der König von Damaskus kam, und der König den Altar sah, da
trat der König an den Altar und opferte darauf;
13 und
er räucherte sein Brandopfer und sein Speisopfer, und goß sein
Trankopfer aus, und sprengte das Blut seiner Friedensopfer an
den Altar.
14 Den
ehernen Altar aber, der vor Jehova stand, den rückte er von der
Vorderseite des Hauses weg, von der Stelle, zwischen seinem
Altar und dem Hause Jehovas; und er setzte ihn an die Seite
seines Altars gegen Norden.
15 Und
der König Ahas gebot dem Heilige (e-r) Urija und sprach:
Räuchere auf dem großen Altar das Morgenbrandopfer und das
Abendspeisopfer, und das Brandopfer des Königs samt seinem
Speisopfer, und das Brandopfer des ganzen Volkes des Landes samt
ihren Speisopfern und ihren Trankopfern; und alles Blut der
Brandopfer und alles Blut der Schlachtopfer sollst du daran
sprengen; und der eherne Altar soll für mich sein zum
Erforschen.
16 Und
der Heilige (e-r) Urija tat nach allem, was der König Ahas
geboten hatte.
17 Und
der König Ahas brach die Felder an den Gestellen ab und tat die
Becken, die darauf waren, hinweg; und er ließ das Meer von den
ehernen Rindern, die darunter waren, herabnehmen und auf eine
Unterlage von Steinen setzen.
18 Und
den bedeckten Sabbathgang, den man am Hause gebaut hatte, und
den äußeren Eingang des Königs veränderte er am Hause Jehovas
wegen des Königs von Assyrien.
19 Und
das Übrige der Geschichte Ahas’, was er getan hat, ist das nicht
geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
20 Und
Ahas legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei
seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Hiskia, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
17,1
Im zwölften Jahre Ahas’, des Königs von Juda, wurde Hosea, der
Sohn Elas, König zu Samaria über Israel und regierte neun Jahre.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, doch nicht wie die
Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.
3
Wider ihn zog Salmaneser, der König von Assyrien, herauf; und
Hosea wurde sein Knecht und entrichtete ihm Geschenke.
4 Aber
der König von Assyrien entdeckte eine Verschwörung des Hosea;
denn er hatte Boten an So, den König von Ägypten, gesandt, und
hatte dem König von Assyrien kein Geschenk dargebracht, wie von
Jahr zu Jahr. Da verhaftete ihn der König von Assyrien und legte
ihn gebunden ins Gefängnis.
5 Und
der König von Assyrien zog herauf in das ganze Land, und zog
herauf nach Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
6 Im
neunten Jahre Hoseas nahm der König von Assyrien Samaria ein und
führte Israel nach Assyrien hinweg; und er ließ sie wohnen in
Halach und am Habor, dem Strome Gosans, und in den Städten
Mediens.
7 Und
dies geschah, weil die Kinder Israel gesündigt hatten wider
Jehova, ihren Gott, der sie aus dem Lande Ägypten heraufgeführt
hatte, unter der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten,
hinweg,
8 und
weil sie andere Götter fürchteten und in den Satzungen der
Nationen wandelten, die Jehova vor den Kindern Israel
ausgetrieben, und der Könige von Israel, welche dieselben
gemacht hatten.
9 Und
die Kinder Israel trieben wider Jehova, ihren Gott, heimlich
Dinge, die nicht recht waren; und sie bauten sich Höhen in allen
ihren Städten, von den Türmen der Wächter bis zu den festen
Städten;
10 und
sie errichteten sich Bildsäulen und Ascherim auf jedem hohen
Hügel und unter jedem grünen Baume,
11 und
sie räucherten daselbst auf allen Höhen, wie die Nationen, die
Jehova vor ihnen weggeführt hatte; und sie taten böse Dinge, um
Jehova zu reizen;
12 und
sie dienten den Götzen, von denen Jehova ihnen gesagt hatte:
Solches sollt ihr nicht tun!
13 Und
Jehova zeugte gegen Israel und gegen Juda durch alle Propheten,
alle Seher, indem er sprach: Kehret um von euren bösen Wegen und
beobachtet meine Gebote, meine Satzungen, nach dem ganzen
Gesetz, das ich euren Vätern geboten, und das ich euch gesandt
habe durch meine Knechte, die Propheten.
14
Aber sie hörten nicht und verhärteten ihren Nacken, gleich dem
Nacken ihrer Väter, welche Jehova, ihrem Gott, nicht geglaubt
hatten.
15 Und
sie verachteten seine Satzungen und seinen Bund, den er mit
ihren Vätern gemacht, und seine Zeugnisse, die er ihnen bezeugt
hatte; und sie wandelten der Eitelkeit nach und handelten eitel,
und den Nationen nach, die rings um sie her waren, von denen
Jehova ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun.
16 Und
sie verließen alle Gebote Jehovas, ihres Gottes, und machten
sich gegossene Bilder, zwei Kälber, und machten eine Aschera,
und bückten sich vor dem ganzen Heere des Himmels und dienten
dem Baal.
17 Und
sie ließen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen, und
trieben Wahrsagerei und Zauberei, und verkauften sich, zu tun,
was böse war in den Augen Jehovas, um ihn zu reizen.
18 Da
erzürnte Jehova sehr über Israel und tat es vor seinem Angesicht
hinweg; es blieb nichts übrig, nur der Stamm Juda allein.
19
Auch Juda beobachtete nicht die Gebote Jehovas, seines Gottes;
und sie wandelten in den Satzungen Israels, die es gemacht
hatte.
20 Da
verwarf Jehova den ganzen Samen Israels und demütigte sie, und
er gab sie in die Hand von Plünderern, bis er sie von seinem
Angesicht weggeworfen hatte.
21
Denn Israel hatte sich von dem Hause Davids losgerissen, und sie
hatten Jerobeam, den Sohn Nebats, zum König gemacht; und
Jerobeam lenkte Israel von der Nachfolge Jehovas ab und
verleitete sie zu einer großen Sünde.
22 Und
die Kinder Israel wandelten in allen Sünden Jerobeams, die er
getan hatte; sie wichen nicht davon,
23 bis
Jehova Israel vor seinem Angesicht hinwegtat, so wie er durch
alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte; und Israel
wurde aus seinem Lande nach Assyrien weggeführt bis auf diesen
Tag.
24 Und
der König von Assyrien brachte Leute aus Babel und aus Kutha und
aus Awa und aus Hamath und aus Sepharwaim, und ließ sie an
Stelle der Kinder Israel in den Städten Samarias wohnen; und sie
nahmen Samaria in Besitz und wohnten in seinen Städten.
25 Und
es geschah, im Anfang ihrer Niederlassung daselbst fürchteten
sie Jehova nicht; da sandte Jehova Löwen unter sie, welche unter
ihnen würgten.
26 Und
man sprach zu dem König von Assyrien und sagte: Die Nationen,
die du weggeführt und in den Städten Samarias hast wohnen
lassen, kennen nicht die Weise des Gottes des Landes; und er hat
Löwen unter sie gesandt, und siehe, sie töten sie, weil sie die
Weise des Gottes des Landes nicht kennen.
27 Da
gebot der König von Assyrien und sprach: Laßt einen der Heilige
(e-r), die ihr von dannen weggeführt habt, dahin gehen, daß sie
hingehen und daselbst wohnen; und er lehre sie die Weise des
Gottes des Landes.
28 Und
es kam einer der Heilige (e-r), die man aus Samaria weggeführt
hatte, und wohnte zu Bethel; und er lehrte sie, wie sie Jehova
fürchten sollten.
29 Und
sie machten sich, eine jede Nation, ihre Götter, und stellten
sie in die Höhenhäuser, welche die Samariter gemacht hatten,
eine jede Nation in ihren Städten, in welchen sie wohnten.
30 Und
die Leute von Babel machten Sukkoth-Benoth; und die Leute von
Kuth machten Nergal; und die Leute von Hamath machten Aschima;
31 und
die Awiter machten Nibchas und Tartak; und die Sepharwiter
verbrannten dem Adrammelek und dem Anammelek, den Göttern von
Sepharwaim, ihre Söhne im Feuer.
32 Und
sie fürchteten Jehova, und sie machten sich aus ihrer Gesamtheit
Heilige (e-r) der Höhen, welche für sie in den Höhenhäusern
opferten.
33 Sie
fürchteten Jehova, und sie dienten ihren Göttern nach der Weise
der Nationen, aus welchen man sie weggeführt hatte.
34 Bis
auf diesen Tag tun sie nach den früheren Weisen: sie fürchten
Jehova nicht, und sie tun nicht nach ihren Satzungen und nach
ihren Rechten, und auch nicht nach dem Gesetz und nach dem
Gebot, welches Jehova den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er
den Namen Israel gab.
35 Und
doch hatte Jehova einen Bund mit ihnen gemacht und ihnen geboten
und gesagt: Ihr sollt nicht andere Götter fürchten, und sollt
euch nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen und
ihnen nicht opfern;
36
sondern Jehova, der euch mit großer Kraft und mit ausgestrecktem
Arm aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, den sollt ihr
fürchten, und den sollt ihr anbeten und ihm opfern.
37 Und
die Satzungen und die Rechte und das Gesetz und das Gebot, die
er für euch geschrieben hat, sollt ihr beobachten, zu tun alle
Tage, und ihr sollt nicht andere Götter fürchten.
38 Und
des Bundes, den ich mit euch gemacht habe, sollt ihr nicht
vergessen, und sollt nicht andere Götter fürchten;
39
sondern Jehova, euren Gott, sollt ihr fürchten, und er wird euch
erretten aus der Hand aller eurer Feinde.
40
Aber sie hörten nicht, sondern taten nach ihrer früheren Weise.
41 So
fürchteten diese Nationen Jehova, und dienten zugleich ihren
Götzenbildern. Auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder tun bis
auf diesen Tag, so wie ihre Väter getan haben.
18,1
Und es geschah im dritten Jahre Hoseas, des Sohnes Elas, des
Königs von Israel, da wurde Hiskia König, der Sohn Ahas’, des
Königs von Juda.
2
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner
Mutter war Abi, die Tochter Sekarjas.
3 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater David getan hatte.
4 Er
tat die Höhen hinweg und zerschlug die Bildsäulen, und rottete
die Aschera aus, und zertrümmerte die eherne Schlange, welche
Mose gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder
Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan.
5 Er
vertraute auf Jehova, den Gott Israels; und nach ihm ist
seinesgleichen nicht gewesen unter allen Königen von Juda, noch
unter denen, die vor ihm waren.
6 Und
er hing Jehova an, er wich nicht von ihm ab; und er beobachtete
seine Gebote, die Jehova dem Mose geboten hatte.
7 Und
Jehova war mit ihm; überall, wohin er zog, gelang es ihm. Und er
empörte sich gegen den König von Assyrien und diente ihm nicht.
8 Er
schlug die Philister bis Gasa und verheerte dessen Gebiet, vom
Turme der Wächter an bis zu der festen Stadt.
9 Und
es geschah im vierten Jahre des Königs Hiskia, das war das
siebte Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da
zog Salmaneser, der König von Assyrien, wider Samaria herauf und
belagerte es.
10 Und
er nahm es ein am Ende von drei Jahren; im sechsten Jahre
Hiskias, das war das neunte Jahr Hoseas, des Königs von Israel,
wurde Samaria eingenommen.
11 Und
der König von Assyrien führte Israel nach Assyrien hinweg; und
er versetzte sie nach Halach und an den Habor, den Strom Gosans,
und in die Städte Mediens:
12
darum daß sie auf die Stimme Jehovas, ihres Gottes, nicht
gehört, und seinen Bund übertreten hatten alles, was Mose, der
Knecht Jehovas, geboten hat und weil sie nicht gehört und es
nicht getan hatten.
13 Und
im vierzehnten Jahre des Königs Hiskia zog Sanherib, der König
von Assyrien, herauf wider alle festen Städte Judas und nahm sie
ein.
14 Da
sandte Hiskia, der König von Juda, an den König von Assyrien
nach Lachis und ließ ihm sagen: Ich habe gefehlt, kehre um von
mir; was du mir auferlegen wirst, will ich tragen. Und der König
von Assyrien legte Hiskia, dem König von Juda, dreihundert
Talente Silber und dreißig Talente Gold auf.
15 Und
Hiskia gab alles Silber, das sich in dem Hause Jehovas und in
den Schätzen des Königshauses vorfand.
16 Zu
selbiger Zeit brach Hiskia von den Türflügeln des Tempels
Jehovas und den Pfosten, die Hiskia, der König von Juda,
überzogen hatte, das Gold ab und gab es dem König von Assyrien.
17
Aber der König von Assyrien sandte von Lachis aus den Tartan und
den Rabsaris und den Rabsake mit einem großen Heere wider den
König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf und kamen nach
Jerusalem: sie zogen herauf und kamen und hielten an der
Wasserleitung des oberen Teiches, welcher an der Straße des
Walkerfeldes liegt.
18 Und
sie riefen dem König. Da gingen zu ihnen hinaus Eljakim, der
Sohn Hilkijas, der über das Haus war, und Schebna, der
Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Geschichtsschreiber.
19 Und
der Rabsake sprach zu ihnen: Saget doch zu Hiskia: So spricht
der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein
Vertrauen, womit du vertraust?
20 Du
sagst doch nur ein Wort der Lippen ist es: Da ist Rat und Macht
zum Kriege. Nun, auf wen vertraust du, daß du dich wider mich
empört hast?
21
Nun, siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf
Ägypten, der, wenn jemand sich auf ihn stützt, ihm in die Hand
fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von
Ägypten, allen, die auf ihn vertrauen.
22 Und
wenn ihr zu mir sprechet: Auf Jehova, unseren Gott, vertrauen
wir! ist er es nicht, dessen Höhen und dessen Altäre Hiskia
hinweggetan, da er zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat: Vor
diesem Altar sollt ihr anbeten in Jerusalem?
23 Und
nun, laß dich doch ein mit meinem Herrn, dem König von Assyrien:
Ich will dir zweitausend Rosse geben, wenn du dir Reiter darauf
setzen kannst.
24 Und
wie wolltest du einen einzigen Befehlshaber von den geringsten
Knechten meines Herrn zurücktreiben? Aber du vertraust auf
Ägypten der Wagen und Reiter wegen.
25
Nun, bin ich etwa ohne Jehova wider diesen Ort heraufgezogen, um
ihn zu verheeren? Jehova hat zu mir gesagt: Ziehe hinauf wider
dieses Land und verheere es!
26 Und
Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach sprachen zu
dem Rabsake: Rede doch zu deinen Knechten auf aramäisch, denn
wir verstehen es; und rede nicht auf jüdisch mit uns vor den
Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist.
27 Und
der Rabsake sprach zu ihnen: Hat mein Herr mich zu deinem Herrn
und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden? Nicht zu den
Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu
essen und ihren Harn zu trinken?
28 Und
der Rabsake stand und rief mit lauter Stimme auf jüdisch und
redete und sprach: Höret das Wort des großen Königs, des Königs
von Assyrien!
29 So
spricht der König: Daß Hiskia euch nicht täusche; denn er wird
euch nicht von seiner Hand zu erretten vermögen.
30 Und
das Hiskia euch nicht auf Jehova vertröste, indem er spricht:
Jehova wird uns gewißlich erretten, und diese Stadt wird nicht
in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden.
31
Höret nicht auf Hiskia! Denn also spricht der König von
Assyrien: Machet Frieden mit mir und kommet zu mir heraus, so
sollt ihr ein jeder von seinem Weinstock und ein jeder von
seinem Feigenbaum essen, und ein jeder das Wasser seines
Brunnens trinken,
32 bis
ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von
Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von
Olivenbäumen und Honig, daß ihr lebet und nicht sterbet. Aber
höret nicht auf Hiskia! Denn er verführt euch, indem er spricht:
Jehova wird uns erretten!
33
Haben denn irgend die Götter der Nationen ein jeder sein Land
von der Hand des Königs von Assyrien errettet?
34 Wo
sind die Götter von Hamath und Arpad? Wo die Götter von
Sepharwaim, von Hena und Iwa? Haben sie Samaria von meiner Hand
errettet?
35
Welche sind es unter allen Göttern der Länder, die ihr Land von
meiner Hand errettet haben, daß Jehova Jerusalem von meiner Hand
erretten sollte?
36 Und
das Volk schwieg still und antwortete ihm kein Wort; denn es war
das Gebot des Königs, der gesagt hatte: Ihr sollt nicht
antworten!
37 Und
Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war, und Schebna,
der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der
Geschichtsschreiber, kamen zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern
und berichteten ihm die Worte des Rabsake.
19,1
Und es geschah, als der König Hiskia es hörte, da zerriß er
seine Kleider und hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus
Jehovas.
2 Und
er sandte Eljakim, der über das Haus war, und Schebna, den
Schreiber, und die Ältesten der Heilige (e-r), in Sacktuch
gehüllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohne Amoz’.
3 Und
sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Dieser Tag ist ein Tag
der Bedrängnis und der Züchtigung und der Schmähung; denn die
Kinder sind bis an die Geburt gekommen, aber da ist keine Kraft
zum Gebären.
4
Vielleicht wird Jehova, dein Gott, alle Worte des Rabsake hören,
welchen sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den
lebendigen Gott zu höhnen, und wird die Worte bestrafen, die
Jehova, dein Gott, gehört hat. Erhebe denn ein Gebet für den
Überrest, der sich noch vorfindet!
5 Und
die Knechte des Königs Hiskia kamen zu Jesaja.
6 Und
Jesaja sprach zu ihnen: Also sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So
spricht Jehova: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört
hast, womit die Diener des Königs von Assyrien mich gelästert
haben.
7
Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, daß er ein Gerücht
hören und in sein Land zurückkehren wird; und ich will ihn
durchs Schwert fällen in seinem Lande.
8 Und
der Rabsake kehrte zurück und fand den König von Assyrien
streitend wider Libna; denn er hatte gehört, daß er von Lachis
aufgebrochen wäre.
9 Und
er hörte von Tirhaka, dem König von Äthiopien, sagen: Siehe, er
ist ausgezogen, um wider dich zu streiten. Da sandte er wiederum
Boten zu Hiskia und sprach:
10 So
sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen und sagen: Daß
dich nicht täusche dein Gott, auf den du vertraust, indem du
sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von
Assyrien gegeben werden!
11
Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern
getan haben, indem sie sie vertilgten; und du solltest errettet
werden?
12
Haben die Götter der Nationen, welche meine Väter vernichtet
haben, sie errettet: Gosan und Haran und Rezeph, und die Kinder
Edens, die in Telassar waren?
13 Wo
ist der König von Hamath und der König von Arpad und der König
der Stadt Sepharwaim, von Hena und Iwa?
14 Und
Hiskia nahm den Brief aus der Hand der Boten und las ihn; und er
ging in das Haus Jehovas hinauf, und Hiskia breitete ihn vor
Jehova aus.
15 Und
Hiskia betete vor Jehova und sprach: Jehova, Gott Israels, der
du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der
Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und
die Erde gemacht.
16
Jehova, neige dein Ohr und höre! Jehova, tue deine Augen auf und
sieh! Ja, höre die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, um den
lebendigen Gott zu höhnen.
17
Wahrlich, Jehova, die Könige von Assyrien haben die Nationen und
ihr Land verwüstet,
18 und
sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht
Götter, sondern ein Werk von Menschenhänden, Holz und Stein, und
sie haben sie zerstört.
19 Und
nun, Jehova, unser Gott, rette uns doch von seiner Hand, damit
alle Königreiche der Erde wissen, daß du, Jehova, allein Gott
bist!
20 Da
sandte Jesaja, der Sohn Amoz’, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So
spricht Jehova, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des
Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, habe ich gehört.
21
Dies ist das Wort, welches Jehova über ihn geredet hat: Es
verachtet dich, es spottet deiner die Jungfrau, die Tochter
Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt dir nach.
22 Wen
hast du gehöhnt und gelästert, und gegen wen die Stimme erhoben?
Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet!
23
Durch deine Boten hast du den Herrn gehöhnt und hast gesprochen:
Mit meiner Wagen Menge habe ich erstiegen die Höhe der Berge,
das äußerste Ende des Libanon; und ich will umhauen den
Hochwuchs seiner Zedern, die Auswahl seiner Zypressen, und ich
will kommen in seine äußerste Wohnung, in seinen Gartenwald.
24 Ich
habe gegraben und fremde Wasser getrunken; und mit der Sohle
meiner Füße werde ich austrocknen alle Ströme Mazors.
25
Hast du nicht gehört, daß ich von ferne her es gewirkt und von
den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es
kommen lassen, daß du feste Städte verwüstest zu öden
Steinhaufen.
26 Und
ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden bestürzt und beschämt;
sie waren wie Kraut des Feldes und grünes Gras, wie Gras der
Dächer, und Korn, das verbrannt ist, ehe es aufschießt.
27 Und
ich kenne dein Sitzen, und dein Aus-und dein Eingehen, und dein
Toben wider mich.
28
Wegen deines Tobens wider mich, und weil dein Übermut in meine
Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase
legen und mein Gebiß in deine Lippen und werde dich zurückführen
auf dem Wege, auf welchem du gekommen bist!
29 Und
dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahre den
Nachwuchs der Ernte essen, und im zweiten Jahre, was ausgesproßt
ist; im dritten Jahre aber säet und erntet, und pflanzet
Weinberge und esset ihre Frucht.
30 Und
das Entronnene vom Hause Juda, das übriggeblieben ist, wird
wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben.
31
Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen, und ein
Entronnenes vom Berge Zion. Der Eifer Jehovas wird solches tun!
32
Darum, so spricht Jehova von dem König von Assyrien: Er soll
nicht in diese Stadt kommen, und er soll keinen Pfeil darein
schießen und keinen Schild ihr zukehren und keinen Wall gegen
sie aufschütten.
33 Auf
dem Wege, auf welchem er gekommen ist, soll er zurückkehren, und
soll in diese Stadt nicht kommen, spricht Jehova.
34 Und
ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinet-und
um Davids, meines Knechtes, willen.
35 Und
es geschah in selbiger Nacht, da ging ein Engel Jehovas aus und
schlug in dem Lager der Assyrer hundertfünfundachtzigtausend
Mann. Und als man des Morgens früh aufstand, siehe, da waren sie
allesamt Leichname.
36 Und
Sanherib, der König von Assyrien, brach auf, und er zog fort und
kehrte zurück und blieb in Ninive.
37 Und
es geschah, als er sich im Hause Nisroks, seines Gottes,
niederbeugte, da erschlugen ihn Adrammelek und Scharezer, seine
Söhne, mit dem Schwerte; und sie entrannen in das Land Ararat.
Und Esar-Haddon, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
20,1
In jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben. Und Jesaja, der
Sohn Amoz’, der Prophet, kam zu ihm, und sprach zu ihm: So
spricht Jehova: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und
nicht genesen.
2 Da
wandte er sein Angesicht gegen die Wand und betete zu Jehova und
sprach:
3 Ach,
Jehova! Gedenke doch, daß ich in Wahrheit und mit ungeteiltem
Herzen vor deinem Angesicht gewandelt, und getan habe, was gut
ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr.
4 Und
es geschah, Jesaja war noch nicht zur mittleren Stadt
hinausgegangen, da geschah das Wort Jehovas zu ihm also:
5
Kehre um und sprich zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: So
spricht Jehova, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein
Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen; siehe, ich will
dich heilen; am dritten Tage wirst du in das Haus Jehovas
hinaufgehen.
6 Und
ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen; und von der
Hand des Königs von Assyrien will ich dich und diese Stadt
erretten; und ich will diese Stadt beschirmen um meinet-und um
Davids, meines Knechtes, willen.
7 Und
Jesaja sprach: Holet einen Feigenkuchen. Und sie holten ihn und
legten ihn auf das Geschwür; und er genas.
8 Und
Hiskia sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, daß Jehova
mich heilen wird, und daß ich am dritten Tage in das Haus
Jehovas hinaufgehen werde?
9 Und
Jesaja sprach: Dies wird dir das Zeichen sein von seiten
Jehovas, daß Jehova das Wort tun wird, welches er geredet hat:
Soll der Schatten zehn Grade vorwärts gehen, oder soll er zehn
Grade zurückgehen?
10 Und
Hiskia sprach: Es ist dem Schatten ein Leichtes, zehn Grade zu
fallen; nein, sondern der Schatten soll zehn Grade rückwärts
gehen.
11 Da
rief der Prophet Jesaja zu Jehova; und er ließ den Schatten an
den Graden, welche er am Sonnenzeiger Ahas’ niederwärts gegangen
war, um zehn Grade rückwärts gehen.
12 Zu
jener Zeit sandte Berodak-Baladan, der Sohn Baladans, der König
von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia; denn er hatte gehört,
daß Hiskia krank gewesen war.
13 Und
Hiskia hörte sie an, und er zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus:
das Silber und das Gold, und die Gewürze und das köstliche Öl;
und sein ganzes Zeughaus, und alles, was sich in seinen Schätzen
vorfand; es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen
Herrschaft, was Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte.
14 Da
kam Jesaja, der Prophet, zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was
haben diese Männer gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen?
Und Hiskia sprach: Aus fernem Lande sind sie gekommen, von
Babel.
15 Und
er sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Und Hiskia
sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; es
gibt nichts in meinen Schätzen, was ich ihnen nicht gezeigt
hätte.
16 Da
sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort Jehovas!
17
Siehe, es kommen Tage, da alles, was in deinem Hause ist und was
deine Väter aufgehäuft haben bis auf diesen Tag, nach Babel
weggebracht werden wird; es wird nichts übrigbleiben, spricht
Jehova.
18 Und
von deinen Söhnen, die aus dir hervorkommen werden, die du
zeugen wirst, wird man nehmen; und sie werden Kämmerer sein im
Palaste des Königs von Babel.
19 Und
Hiskia sprach zu Jesaja: Das Wort Jehovas ist gut, das du
geredet hast; und er sprach: Nicht wahr, es wird Friede und
Bestand sein in meinen Tagen?
20 Und
das Übrige der Geschichte Hiskias, und alle seine Macht, und wie
er den Teich und die Wasserleitung gemacht und das Wasser in die
Stadt geleitet hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Juda?
21 Und
Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und Manasse, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
21,1
Zwölf Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte
fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Hephzi-Bah.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach den Greueln der
Nationen, die Jehova vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.
3 Und
er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört
hatte, und errichtete dem Baal Altäre, und machte eine Aschera,
so wie Ahab, der König von Israel, gemacht hatte, und er beugte
sich nieder vor dem ganzen Heere des Himmels und diente ihnen.
4 Und
er baute Altäre in dem Hause Jehovas, von welchem Jehova gesagt
hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen setzen.
5 Und
er baute dem ganzen Heere des Himmels Altäre in den beiden Höfen
des Hauses Jehovas.
6 Und
er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei
und Wahrsagerei, und bestellte Totenbeschwörer und Wahrsager: er
tat viel Böses in den Augen Jehovas, um ihn zu reizen.
7 Und
er stellte das geschnitzte Bild der Aschera, das er gemacht, in
das Haus, von welchem Jehova zu David und zu seinem Sohne Salomo
gesagt hatte: In dieses Haus und in Jerusalem, das ich aus allen
Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen setzen
ewiglich!
8 Und
ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Lande wandern
lassen, welches ich ihren Vätern gegeben habe, wenn sie nur
darauf achten, nach allem zu tun, was ich ihnen geboten habe,
und nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten
hat.
9 Aber
sie hörten nicht; und Manasse verleitete sie, des Bösen mehr zu
tun als die Nationen, welche Jehova vor den Kindern Israel
vertilgt hatte.
10 Da
redete Jehova durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:
11
Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel verübt und übel
getan hat, mehr als alles, was die Amoriter getan haben, die vor
ihm gewesen sind, und auch Juda durch seine Götzen sündigen
gemacht hat,
12
darum, so spricht Jehova, der Gott Israels, siehe, will ich
Unglück über Jerusalem und Juda bringen, daß jedem, der es hört,
seine beiden Ohren gellen sollen.
13 Und
ich werde über Jerusalem die Meßschnur Samarias ziehen und das
Senkblei des Hauses Ahabs, und ich werde Jerusalem auswischen,
wie man eine Schüssel auswischt: hat man sie ausgewischt, so
kehrt man sie um auf ihre Oberseite.
14 Und
ich werde den Überrest meines Erbteils verstoßen und sie in die
Hand ihrer Feinde geben, und sie werden allen ihren Feinden zum
Raub und zur Plünderung werden;
15
weil sie getan, was böse ist in meinen Augen, und mich stets
gereizt haben von dem Tage an, da ihre Väter aus Ägypten gezogen
sind, bis auf diesen Tag.
16 Und
Manasse vergoß auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er
Jerusalem damit erfüllte von einem Ende bis zum anderen; außer
seiner Sünde, wodurch er Juda sündigen machte, indem es tat, was
böse war in den Augen Jehovas.
17 Und
das Übrige der Geschichte Manasses und alles, was er getan und
seine Sünde, die er begangen hat, ist das nicht geschrieben in
dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
18 Und
Manasse legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben im
Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und Amon, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
19
Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König wurde, und er
regierte zwei Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Meschullemeth, die Tochter Haruz’, von Jotba.
20 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, wie sein Vater
Manasse getan hatte.
21 Und
er wandelte auf allen Wegen, die sein Vater gewandelt war, und
diente den Götzen, welchen sein Vater gedient hatte, und beugte
sich vor ihnen nieder;
22 und
er verließ Jehova, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht auf
dem Wege Jehovas.
23 Und
die Knechte Amons machten eine Verschwörung wider ihn und
töteten den König in seinem Hause.
24 Da
erschlug das Volk des Landes alle, die sich wider den König Amon
verschworen hatten; und das Volk des Landes machte Josia, seinen
Sohn, zum König an seiner Statt.
25 Und
das Übrige der Geschichte Amons, was er getan hat, ist das nicht
geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
26 Und
man begrub ihn in seinem Begräbnis, im Garten Ussas. Und Josia,
sein Sohn, ward König an seiner Statt.
22,1
Acht Jahre war Josia alt, als er König wurde, und er regierte
einunddreißig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Jedida, die Tochter Adajas, von Bozkath.
2 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas; und er wandelte auf
allen Wegen seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch
zur Linken.
3 Und
es geschah im achtzehnten Jahre des Königs Josia, da sandte der
König Schaphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, den
Schreiber, in das Haus Jehovas und sprach:
4 Gehe
hinauf zu Hilkija, dem HohenHeilige (e-r), daß er das Geld
zusammennehme, welches in das Haus Jehovas gebracht worden ist,
welches die Hüter der Schwelle von dem Volke eingesammelt haben,
5
damit man es in die Hand derer gebe, welche das Werk betreiben,
die am Hause Jehovas bestellt sind; und sie sollen es denen
geben, die das Werk tun im Hause Jehovas, um das Baufällige des
Hauses auszubessern:
6 den
Zimmerleuten und den Bauleuten und den Maurern, und um Holz zu
kaufen und behauene Steine, um das Haus auszubessern.
7 Doch
soll das Geld, das in ihre Hand gegeben wird, nicht mit ihnen
verrechnet werden; denn sie handeln getreulich.
8 Und
der Hauptheilige (e-r) Hilkija sprach zu Schaphan, dem
Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Hause Jehovas
gefunden. Und Hilkia gab das Buch dem Schaphan, und er laß es.
9 Und
Schaphan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König
Nachricht und sprach: Deine Knechte haben das Geld, das sich im
Hause vorfand, ausgeschüttet und es in die Hand derer gegeben,
welche das Werk betreiben, die am Hause Jehovas bestellt sind.
10 Und
Schaphan, der Schreiber, berichtete dem König und sprach: Der
Heilige (e-r) Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Schaphan las
es vor dem König.
11 Und
es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes
hörte, da zerriß er seine Kleider.
12 Und
der König gebot Hilkija, dem Heilige (e-r), und Achikam, dem
Sohne Schaphans, und Akbor, dem Sohne Michajas, und Schaphan,
dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach:
13
Gehet hin, befraget Jehova für mich und für das Volk und für
ganz Juda wegen der Worte dieses gefundenen Buches. Denn groß
ist der Grimm Jehovas, der wider uns entzündet ist, darum daß
unsere Väter auf die Worte dieses Buches nicht gehört haben, um
nach allem zu tun, was unsertwegen geschrieben ist.
14 Da
gingen der Heilige (e-r) Hilkija und Achikam und Akbor und
Schaphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Schallums,
des Sohnes Tikwas, des Sohnes Harchas’, des Hüters der Kleider;
sie wohnte aber zu Jerusalem im zweiten Stadtteile; und sie
redeten zu ihr.
15 Und
sie sprach zu ihnen: So spricht Jehova, der Gott Israels: Saget
dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
16 So
spricht Jehova: Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort
und über seine Bewohner: alle Worte des Buches, welches der
König von Juda gelesen hat.
17
Darum daß sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert
haben, um mich zu reizen mit all dem Machwerk ihrer Hände, so
wird mein Grimm sich entzünden wider diesen Ort und wird nicht
erlöschen.
18 Zu
dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um Jehova zu
befragen, zu ihm sollt ihr also sprechen: So spricht Jehova, der
Gott Israels: Die Worte anlangend, die du gehört hast,
19
weil dein Herz weich geworden ist, und du dich vor Jehova
gedemütigt hast, als du hörtest, was ich über diesen Ort und
über seine Bewohner geredet habe, daß sie zur Verwüstung und zum
Fluche werden sollen, und du deine Kleider zerrissen und vor mir
geweint hast, so habe ich es auch gehört, spricht Jehova.
20
Darum, siehe, werde ich dich zu deinen Vätern versammeln; und du
wirst zu deinen Gräbern versammelt werden in Frieden, und deine
Augen sollen all das Unglück nicht ansehen, das ich über diesen
Ort bringen werde. Und sie brachten dem König Antwort.
23,1
Und der König sandte hin, und man versammelte zu ihm alle
Ältesten von Juda und von Jerusalem.
2 Und
der König ging in das Haus Jehovas hinauf, und alle Männer von
Juda und alle Bewohner von Jerusalem mit ihm, und die Heilige
(e-r) und die Propheten, und alles Volk, vom Kleinsten bis zum
Größten; und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des
Bundes, das im Hause Jehovas gefunden worden war.
3 Und
der König stand auf dem Standorte und machte den Bund vor
Jehova, Jehova nachzuwandeln und seine Gebote und seine
Zeugnisse und seine Satzungen zu beobachten mit ganzem Herzen
und mit ganzer Seele, um die Worte dieses Bundes zu erfüllen,
welche in diesem Buche geschrieben sind. Und das ganze Volk trat
in den Bund.
4 Und
der König gebot Hilkija, dem HohenHeilige (e-r), und den Heilige
(e-r)n zweiten Ranges und den Hütern der Schwelle, aus dem
Tempel Jehovas alle Geräte hinauszutun, die dem Baal und der
Aschera und dem ganzen Heere des Himmels gemacht worden waren;
und er verbrannte sie außerhalb Jerusalems in den Gefilden des
Kidron, und ließ ihren Staub nach Bethel bringen.
5 Und
er schaffte die GötzenHeilige (e-r) ab, welche die Könige von
Juda eingesetzt hatten, und die auf den Höhen, in den Städten
von Juda und in der Umgebung von Jerusalem geräuchert hatten;
und die, welche dem Baal, der Sonne und dem Monde und dem
Tierkreise und dem ganzen Heere des Himmels räucherten.
6 Und
er schaffte die Aschera aus dem Hause Jehovas hinaus, außerhalb
Jerusalems, in das Tal Kidron; und er verbrannte sie im Tale
Kidron und zermalmte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die
Gräber der Kinder des Volkes.
7 Und
er riß die Häuser der Buhler nieder, die sich im Hause Jehovas
befanden, worin die Weiber Zelte webten für die Aschera.
8 Und
er ließ alle Heilige (e-r) aus den Städten Judas kommen, und
verunreinigte die Höhen, wo die Heilige (e-r) geräuchert hatten,
von Geba bis Beerseba. Und er riß die Höhen der Tore nieder, die
am Eingang des Tores Josuas, des Obersten der Stadt, und die am
Stadttore zur Linken jedes Eintretenden waren.
9 Doch
opferten die Heilige (e-r) der Höhen nicht auf dem Altar Jehovas
zu Jerusalem, sondern sie aßen Ungesäuertes in der Mitte ihrer
Brüder.
10 Und
er verunreinigte das Topheth, welches im Tale der Söhne Hinnoms
lag, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem
Molech durchs Feuer gehen ließe.
11 Und
er schaffte die Rosse ab, welche die Könige von Juda der Sonne
gesetzt hatten am Eingang des Hauses Jehovas, bei der Zelle
Nethan-Meleks, des Kämmerers, der im Parwarim wohnte; und die
Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.
12 Und
die Altäre, die auf dem Dache des Obergemachs des Ahas waren,
welche die Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre,
welche Manasse in den beiden Höfen des Hauses Jehovas gemacht
hatte, riß der König nieder und zertrümmerte sie, und er warf
ihren Staub in das Tal Kidron.
13 Und
der König verunreinigte die Höhen, die vor Jerusalem, zur
Rechten des Berges des Verderbens waren, welche Salomo, der
König von Israel, der Astoreth, dem Scheusal der Zidonier, und
Kamos, dem Scheusal Moabs, und Milkom, dem Greuel der Kinder
Ammon, gebaut hatte.
14 Und
er zerschlug die Bildsäulen und hieb die Ascherim um, und füllte
ihre Stätte mit Menschengebeinen an.
15 Und
auch den Altar, der zu Bethel war, die Höhe, welche Jerobeam,
der Sohn Nebats, gemacht hatte, der Israel sündigen machte, auch
diesen Altar und die Höhe riß er nieder; und er verbrannte die
Höhe, zermalmte sie zu Staub und verbrannte die Aschera.
16 Und
als Josia sich umwandte und die Gräber sah, die daselbst in dem
Berge waren, da sandte er hin und ließ die Gebeine aus den
Gräbern holen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte
ihn, nach dem Worte Jehovas, das der Mann Gottes ausgerufen
hatte, der diese Dinge ausrief.
17 Und
er sprach: Was ist das dort für ein Mal, das ich sehe? Und die
Leute der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes
Gottes, der von Juda gekommen ist und diese Dinge ausgerufen
hat, die du wider den Altar von Bethel getan hast.
18 Und
er sprach: Laßt ihn liegen, niemand beunruhige seine Gebeine!
Und so retteten sie seine Gebeine samt den Gebeinen des
Propheten, der von Samaria gekommen war.
19 Und
auch alle Häuser der Höhen, die in den Städten Samarias waren,
welche die Könige von Israel gemacht hatten, um Jehova zu
reizen, tat Josia hinweg; und er verfuhr mit ihnen gerade so,
wie er zu Bethel verfahren war.
20 Und
er schlachtete alle Heilige (e-r) der Höhen, die daselbst waren,
auf den Altären, und verbrannte Menschengebeine auf denselben.
Und er kehrte nach Jerusalem zurück.
21 Und
der König gebot dem ganzen Volke und sprach: Feiert Jehova,
eurem Gott, Passah, wie in diesem Buche des Bundes geschrieben
steht.
22
Denn es war kein solches Passah gefeiert worden wie dieses, von
den Tagen der Richter an, welche Israel gerichtet haben, und
alle Tage der Könige von Israel und der Könige von Juda;
23
sondern im achtzehnten Jahre des Königs Josia wurde dieses
Passah dem Jehova zu Jerusalem gefeiert.
24 Und
auch die Totenbeschwörer und die Wahrsager, und die Teraphim und
die Götzen, und alle Scheusale, die im Lande Juda und in
Jerusalem gesehen wurden, schaffte Josia hinweg, um die Worte
des Gesetzes auszuführen, welche in dem Buche geschrieben
standen, das der Heilige (e-r) Hilkija im Hause Jehovas gefunden
hatte.
25 Und
vor ihm ist seinesgleichen kein König gewesen, der zu Jehova
umgekehrt wäre mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen
Seele und mit seiner ganzen Kraft, nach allem Gesetz Moses; und
nach ihm ist seinesgleichen nicht aufgestanden.
26
Doch kehrte Jehova nicht um von der großen Glut seines Zornes,
womit sein Zorn wider Juda entbrannt war, wegen all der
Reizungen, mit welchen Manasse ihn gereizt hatte.
27 Und
Jehova sprach: Auch Juda will ich vor meinem Angesicht
hinwegtun, wie ich Israel hinweggetan habe; und ich will diese
Stadt verwerfen, die ich erwählt, Jerusalem, und das Haus, von
dem ich gesagt habe: Mein Name soll daselbst sein!
28 Und
das Übrige der Geschichte Josias und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
29 In
seinen Tagen zog der Pharao Neko, der König von Ägypten, wider
den König von Assyrien hinauf, an den Strom Phrat. Und der König
Josia zog ihm entgegen; aber Neko tötete ihn zu Megiddo, sowie
er ihn sah.
30 Und
seine Knechte führten ihn zu Wagen tot von Megiddo hinweg und
brachten ihn nach Jerusalem; und sie begruben ihn in seinem
Begräbnis. Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias,
und sie salbten ihn und machten ihn zum König an seines Vaters
Statt.
31
Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König wurde, und er
regierte drei Monate zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Hamutal, die Tochter Jeremias, von Libna.
32 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem, was seine
Väter getan hatten.
33 Und
der Pharao Neko setzte ihn gefangen zu Ribla im Lande Hamath,
daß er nicht mehr König wäre zu Jerusalem; und er legte dem
Lande eine Buße von hundert Talenten Silber und einem Talente
Gold auf.
34 Und
der Pharao Neko machte Eljakim, den Sohn Josias, zum König, an
Josias, seines Vaters, Statt, und verwandelte seinen Namen in
Jojakim; Joahas aber nahm er mit, und er kam nach Ägypten und
starb daselbst.
35 Und
Jojakim gab das Silber und das Gold dem Pharao; doch schätzte er
das Land, um das Geld nach dem Befehle des Pharao zu geben: von
dem Volke des Landes, von einem jeden nach seiner Schätzung,
trieb er das Silber und das Gold ein, um es dem Pharao Neko zu
geben.
36
Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er
regierte elf Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Sebudda, die Tochter Pedajas, von Ruma.
37 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem, was seine
Väter getan hatten.
24,1
In seinen Tagen zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf;
und Jojakim wurde sein Knecht drei Jahre; dann wandte er sich
und empörte sich gegen ihn.
2 Und
Jehova sandte wider ihn Scharen der Chaldäer und Scharen der
Syrer und Scharen der Moabiter und Scharen der Kinder Ammon; er
sandte sie wider Juda, um es zu vernichten, nach dem Worte
Jehovas, das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet
hatte.
3
Fürwahr, nach dem Befehle Jehovas geschah dieses wider Juda, um
es vor seinem Angesicht hinwegzutun, wegen der Sünden Manasses,
nach allem, was er getan hatte;
4 und
auch wegen des unschuldigen Blutes, das er vergossen, da er
Jerusalem mit unschuldigem Blute erfüllt hatte. Und Jehova
wollte nicht vergeben.
5 Und
das Übrige der Geschichte Jojakims und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
6 Und
Jojakim legte sich zu seinen Vätern. Und Jojakin, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
7 Aber
der König von Ägypten zog fortan nicht mehr aus seinem Lande;
denn der König von Babel hatte von dem Flusse Ägyptens an bis
zum Strome Phrat alles genommen, was dem König von Ägypten
gehört hatte.
8
Achtzehn Jahre war Jojakin alt, als er König wurde, und er
regierte drei Monate zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Nechuschta, die Tochter Elnathans, von Jerusalem.
9 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater getan hatte.
10 Zu
jener Zeit zogen die Knechte Nebukadnezars, des Königs von
Babel, nach Jerusalem herauf, und die Stadt kam in Belagerung.
11 Und
Nebukadnezar, der König von Babel, kam zu der Stadt, während
seine Knechte sie belagerten.
12 Und
Jojakin, der König von Juda, ging zu dem König von Babel hinaus,
er und seine Mutter und seine Knechte und seine Obersten und
seine Kämmerer; und der König von Babel nahm ihn gefangen im
achten Jahre seiner Regierung.
13 Und
er brachte von dannen heraus alle Schätze des Hauses Jehovas und
die Schätze des Königshauses, und er zerschlug alle goldenen
Geräte, die Salomo, der König von Israel, im Tempel Jehovas
gemacht hatte: so wie Jehova geredet hatte.
14 Und
er führte ganz Jerusalem hinweg, und alle Obersten und alle
streitbaren Männer, zehntausend Gefangene, und alle Werkleute
und Schlosser; nichts blieb übrig als nur das geringe Volk des
Landes.
15 Und
er führte Jojakin hinweg nach Babel; und die Mutter des Königs
und die Weiber des Königs und seine Kämmerer und die Mächtigen
des Landes führte er als Gefangene von Jerusalem hinweg nach
Babel;
16 und
alle Kriegsmänner, siebentausend, und die Werkleute und die
Schlosser, tausend, alles streitbare Männer, Kriegsleute, die
brachte der König von Babel als Gefangene nach Babel.
17 Und
der König von Babel machte Mattanja, Jojakins Oheim, zum König
an seiner Statt und verwandelte seinen Namen in Zedekia.
18
Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er
regierte elf Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Hamutal, die Tochter Jeremias, von Libna.
19 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem was
Jojakim getan hatte.
20
Denn wegen des Zornes Jehovas geschah dieses wider Jerusalem und
wider Juda, bis er sie von seinem Angesicht weggeworfen hatte.
Und Zedekia empörte sich gegen den König von Babel.
25,1
Und es geschah im neunten Jahre seiner Regierung, im zehnten
Monat, am Zehnten des Monats, da kam Nebukadnezar, der König von
Babel, er und sein ganzes Heer, wider Jerusalem und belagerte
es; und sie bauten eine Verschanzung wider dasselbe ringsumher.
2 Und
die Stadt kam in Belagerung bis in das elfte Jahr des Königs
Zedekia.
3 Am
Neunten des vierten Monats, da nahm der Hunger in der Stadt
überhand; und es war kein Brot mehr da für das Volk des Landes.
4 Und
die Stadt wurde erbrochen, und alle Kriegsmänner flohen des
Nachts auf dem Wege durch das Tor, welches zwischen den beiden
Mauern bei dem Garten des Königs lag (die Chaldäer aber waren
rings um die Stadt her); und man zog den Weg zur Ebene.
5 Aber
das Heer der Chaldäer jagte dem König nach, und sie erreichten
ihn in den Ebenen von Jericho; und sein ganzes Heer zerstreute
sich von ihm weg.
6 Und
sie ergriffen den König und führten ihn zu dem König von Babel
nach Ribla hinauf; und man sprach das Urteil über ihn.
7 Und
man schlachtete die Söhne Zedekias vor seinen Augen; und man
blendete die Augen Zedekias, und band ihn mit ehernen Fesseln
und brachte ihn nach Babel.
8 Und
im fünften Monat, am Siebten des Monats, das war das neunzehnte
Jahr des Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel, kam
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Knecht des Königs
von Babel, nach Jerusalem.
9 Und
er verbrannte das Haus Jehovas und das Haus des Königs; und alle
Häuser Jerusalems und jedes große Haus verbrannte er mit Feuer.
10 Und
das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache
war, riß die Mauern von Jerusalem ringsum nieder.
11 Und
den Rest des Volkes, die in der Stadt Übriggebliebenen, und die
Überläufer, die zum König von Babel übergelaufen waren, und den
Rest der Menge führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache,
hinweg.
12
Aber von den Geringen des Landes ließ der Oberste der Leibwache
zurück zu Weingärtnern und zu Ackerleuten.
13 Und
die ehernen Säulen, die am Hause Jehovas waren, und die Gestelle
und das eherne Meer, die im Hause Jehovas waren, zerschlugen die
Chaldäer und führten das Erz davon nach Babel.
14 Und
die Töpfe und die Schaufeln und die Lichtmesser und die Schalen,
und alle ehernen Geräte, womit man den Dienst verrichtete,
nahmen sie weg.
15
Auch die Räucherpfannen und die Sprengschalen, was von Gold war,
das Gold, und was von Silber war, das Silber, nahm der Oberste
der Leibwache weg.
16 Die
zwei Säulen, das eine Meer und die Gestelle, die Salomo für das
Haus Jehovas gemacht hatte: das Erz aller dieser Geräte war
nicht zu wägen.
17
Achtzehn Ellen war die Höhe der einen Säule, und ein Kapitäl von
Erz war darauf, und die Höhe des Kapitäls war drei Ellen, und
Netzwerk und Granatäpfel waren an dem Kapitäl ringsum: alles von
Erz; und desgleichen war die andere Säule nebst dem Netzwerk.
18 Und
der Oberste der Leibwache nahm Scheraja, den OberHeilige (e-r),
und Zephanja, den zweiten Heilige (e-r), und die drei Hüter der
Schwelle;
19 und
aus der Stadt nahm er einen Kämmerer, der über die Kriegsleute
bestellt war, und fünf Männer von denen, welche das Angesicht
des Königs sahen, die in der Stadt vorgefunden wurden, und den
Schreiber des Heerobersten, der das Volk des Landes zum Heere
aushob, und sechzig Mann von dem Volke des Landes, die in der
Stadt vorgefunden wurden.
20 Und
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nahm sie und brachte sie
zu dem König von Babel nach Ribla.
21 Und
der König von Babel erschlug sie und tötete sie zu Ribla im
Lande Hamath. Und so wurde Juda aus seinem Lande weggeführt.
22 Und
über das Volk, das im Lande Juda übriggeblieben war, welches
Nebukadnezar, der König von Babel, übriggelassen hatte, über sie
bestellte er Gedalja, den Sohn Achikams, des Sohnes Schaphans.
23 Und
als alle Heerobersten, sie und ihre Männer, hörten, daß der
König von Babel Gedalja bestellt habe, da kamen sie zu Gedalja
nach Mizpa; nämlich Ismael, der Sohn Nethanjas, und Jochanan,
der Sohn Kareachs, und Seraja, der Sohn Tanchumeths, der
Netophathiter, und Jaasanja, der Sohn des Maakathiters, sie und
ihre Männer.
24 Und
Gedalja schwur ihnen und ihren Männern und sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht vor den Knechten der Chaldäer; bleibet im
Lande und dienet dem König von Babel, so wird es euch wohl
gehen.
25 Es
geschah aber im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn
Nethanjas, des Sohnes Elischamas, vom königlichen Geschlecht,
und zehn Männer mit ihm; und sie erschlugen Gedalja (und er
starb) sowie die Juden und die Chaldäer, die zu Mizpa bei ihm
waren.
26 Da
machte sich alles Volk, vom Kleinsten bis zum Größten, mit den
Heerobersten auf, und sie kamen nach Ägypten; denn sie
fürchteten sich vor den Chaldäern.
27 Und
es geschah im siebenunddreißigsten Jahre der Wegführung
Jojakins, des Königs von Juda, im zwölften Monat, am
Siebenundzwanzigsten des Monats, da erhob Ewil-Merodak, der
König von Babel, im Jahre, da er König wurde, das Haupt
Jojakins, des Königs von Juda, aus dem Gefängnis.
28 Und
er redete gütig mit ihm und setzte seinen Stuhl über den Stuhl
der Könige, die bei ihm in Babel waren;
29 und
er veränderte die Kleider seines Gefängnisses; und er aß
beständig vor ihm alle Tage seines Lebens.
30 Und
sein Unterhalt, ein beständiger Unterhalt, wurde ihm, so viel er
täglich bedurfte, von dem König gegeben alle Tage seines Lebens.
John
Nelson Darby, Julius Anton von Poseck, und Carl Brockhaus,
Elberfelder Bibel 1905 (Elberfeld: R. Brockhaus, 1905), 2 Kön–1
Chr 1.
2 Kön
1,1 Und nach dem Tode Ahabs fielen die Moabiter von Israel ab.
2 Und
Ahasja fiel durch das Gitter an seinem Obergemach zu Samaria und
wurde krank. Und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Gehet hin,
befraget Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser
Krankheit genesen werde.
3 Und
der Engel Jehovas redete zu Elia, dem Tisbiter: Mache dich auf,
gehe hinauf, den Boten des Königs von Samaria entgegen, und
sprich zu ihnen: Ist es, weil kein Gott in Israel ist, daß ihr
hingehet, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen?
4 Und
darum spricht Jehova also: Von dem Bette, das du bestiegen hast,
sollt du nicht herabkommen, sondern du wirst gewißlich sterben.
Und Elia ging hin.
5 Und
die Boten kehrten zu ihm zurück; und er sprach zu ihnen: Warum
seid ihr denn zurückgekehrt?
6 Und
sie sprachen zu ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, und
sprach zu uns: Gehet, kehret zurück zu dem König, der euch
gesandt hat, und redet zu ihm: So spricht Jehova: Ist es, weil
kein Gott in Israel ist, daß du hinsendest, um Baal-Sebub, den
Gott von Ekron, zu befragen? Darum sollst du von dem Bette, das
du bestiegen hast, nicht herabkommen, sondern du wirst gewißlich
sterben.
7 Da
sagte er zu ihnen: Was für ein Mann war es, der euch entgegen
heraufkam und diese Worte zu euch redete?
8 Und
sie sprachen zu ihm: Es war ein Mann in härenem Gewande und an
seinen Lenden gegürtet mit einem ledernen Gürtel. Und er sprach:
Es ist Elia, der Tisbiter.
9 Da
sandte er zu ihm einen Obersten über fünfzig und seine Fünfzig.
Und er ging zu ihm hinauf, und siehe, er saß auf dem Gipfel des
Berges; und er sprach zu ihm: Mann Gottes! Der König sagt: Komm
herab.
10
Aber Elia antwortete und sprach zu dem Obersten über fünfzig:
Und wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel
herab und fresse dich und deine Fünfzig! Da fuhr Feuer vom
Himmel herab und fraß ihn und seine Fünfzig.
11 Und
er sandte wiederum zu ihm einen anderen Obersten über fünfzig
und seine Fünfzig. Und er hob an und sprach zu ihm: Mann Gottes!
So spricht der König: Komm eilends herab.
12
Aber Elia antwortete und sprach zu ihnen: Wenn ich ein Mann
Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und
deine Fünfzig! Da fuhr Feuer Gottes vom Himmel herab und fraß
ihn und seine Fünfzig.
13 Und
er sandte wiederum einen dritten Obersten über fünfzig und seine
Fünfzig. Und der dritte Oberste über fünfzig ging hinauf und kam
und beugte seine Knie vor Elia, und er flehte ihn an und sprach
zu ihm: Mann Gottes! Möge doch mein Leben und das Leben deiner
Knechte, dieser Fünfzig, teuer sein in deinen Augen!
14
Siehe, Feuer ist vom Himmel herabgefahren und hat die beiden
vorigen Obersten über fünfzig und ihre Fünfzig gefressen; nun
aber möge mein Leben teuer sein in deinen Augen!
15 Da
sprach der Engel Jehovas zu Elia: Gehe mit ihm hinab, fürchte
dich nicht vor ihm! Und er stand auf und ging mit ihm zu dem
König hinab.
16 Und
er redete zu ihm: So spricht Jehova: Weil du Boten gesandt hast,
um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen (ist es, weil
kein Gott in Israel ist, um sein Wort zu befragen?), Darum
sollst du von dem Bette, das du bestiegen hast, nicht
herabkommen, sondern du wirst gewißlich sterben.
17 Und
er starb nach dem Worte Jehovas, das Elia geredet hatte. Und
Joram ward König an seiner Statt im zweiten Jahre Jorams, des
Sohnes Josaphats, des Königs von Juda; denn er hatte keinen
Sohn.
18 Und
das Übrige der Geschichte Ahasjas, was er getan hat, ist das
nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Israel?
2,1
Und es geschah, als Jehova den Elia im Sturmwinde gen Himmel
auffahren ließ, da gingen Elia und Elisa von Gilgal hinweg.
2 Und
Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier; denn Jehova hat mich bis
nach Bethel gesandt. Und Elisa sprach: So wahr Jehova lebt und
deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie gingen nach
Bethel hinab.
3 Da
kamen die Söhne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa
heraus und sprachen zu ihm: Weißt du, daß Jehova heute deinen
Herrn über deinem Haupte hinwegnehmen wird? Und er sprach: Auch
ich weiß es; schweiget!
4 Und
Elia sprach zu ihm: Elisa, bleibe doch hier; denn Jehova hat
mich nach Jericho gesandt. Aber er sprach: So wahr Jehova lebt
und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie kamen nach
Jericho.
5 Da
traten die Söhne der Propheten, die in Jericho waren, zu Elisa
und sprachen zu ihm: Weißt du, daß Jehova heute deinen Herrn
über deinem Haupte hinwegnehmen wird? Und er sprach: Auch ich
weiß es; schweiget!
6 Und
Elia sprach zu ihm: Bleibe doch hier; denn Jehova hat mich an
den Jordan gesandt. Aber er sprach: So wahr Jehova lebt und
deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und so gingen sie
beide miteinander.
7 Und
fünfzig Mann von den Söhnen der Propheten gingen hin und
stellten sich gegenüber von ferne; und sie beide traten an den
Jordan.
8 Da
nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug auf
das Wasser; und es zerteilte sich dahin und dorthin, und sie
gingen beide hinüber auf dem Trockenen.
9 Und
es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sprach Elia zu
Elisa: Begehre, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen
werde. Und Elisa sprach: So möge mir doch ein zwiefaches Teil
von deinem Geiste werden!
10 Und
er sprach: Du hast Schweres begehrt! Wenn du mich sehen wirst,
wann ich von dir genommen werde, so soll dir also geschehen;
wenn aber nicht, so wird es nicht geschehen.
11 Und
es geschah, während sie gingen und im Gehen redeten, siehe da,
ein Wagen von Feuer und Rosse von Feuer, welche sie beide
voneinander trennten; und Elia fuhr im Sturmwind auf gen Himmel.
12 Und
Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels
und seine Reiter! Und er sah ihn nicht mehr. Da faßte er seine
Kleider und zerriß sie in zwei Stücke.
13 Und
er hob den Mantel des Elia auf, der von ihm herabgefallen war,
und kehrte um und trat an das Ufer des Jordan.
14 Und
er nahm den Mantel des Elia, der von ihm herabgefallen war, und
schlug auf das Wasser und sprach: Wo ist Jehova, der Gott des
Elia? Auch er schlug auf das Wasser, und es zerteilte sich dahin
und dorthin; und Elisa ging hinüber.
15 Als
nun die Söhne der Propheten, die gegenüber in Jericho waren, ihn
sahen, da sprachen sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und
sie kamen ihm entgegen und beugten sich vor ihm zur Erde nieder,
16 und
sie sprachen zu ihm: Siehe doch, es sind bei deinen Knechten
fünfzig tapfere Männer; mögen sie doch gehen und deinen Herrn
suchen, ob nicht etwa der Geist Jehovas ihn weggetragen und ihn
auf einen der Berge oder in eins der Täler geworfen hat. Aber er
sprach: Sendet nicht.
17 Und
sie drangen in ihn, bis er sich schämte. Da sprach er: Sendet!
Und so sandten sie fünfzig Mann; und sie suchten drei Tage lang,
aber sie fanden ihn nicht.
18 Und
sie kehrten zu ihm zurück (er verweilte aber noch in Jericho);
und er sprach zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: Gehet nicht
hin?
19 Und
die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe doch, die Lage der
Stadt ist gut, wie mein Herr sieht, aber das Wasser ist
schlecht, und das Land ist unfruchtbar.
20 Da
sprach er: Holet mir eine neue Schale, und tut Salz darein! Und
sie holten sie ihm.
21 Und
er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, und warf das Salz
hinein und sprach: So spricht Jehova: Ich habe dieses Wasser
gesund gemacht; es wird weder Tod noch Unfruchtbarkeit mehr
daraus entstehen.
22 Und
das Wasser wurde gesund bis auf diesen Tag, nach dem Worte, das
Elisa geredet hatte.
23 Und
er ging von dannen hinauf nach Bethel; und als er auf dem Wege
hinaufging, da kamen kleine Knaben aus der Stadt heraus, und
verspotteten ihn und sprachen zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf!
Komm herauf, Kahlkopf!
24 Und
er wandte sich um und sah sie an und fluchte ihnen im Namen
Jehovas. Da kamen zwei Bären aus dem Walde und zerrissen von
ihnen zweiundvierzig Kinder.
25 Und
er ging von dannen nach dem Berge Karmel; und von dort kehrte er
nach Samaria zurück.
3,1
Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria,
im achtzehnten Jahre Josaphats, des Königs von Juda; und er
regierte zwölf Jahre.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nur nicht wie sein
Vater und seine Mutter; und er tat die Bildsäule des Baal
hinweg, die sein Vater gemacht hatte.
3 Doch
blieb er hangen an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats,
wodurch er Israel sündigen gemacht hatte; er wich nicht davon.
4 Und
Mesa, der König von Moab, war ein Herdenbesitzer, und er zinste
dem König von Israel hunderttausend Fettschafe und
hunderttausend Widder mit der Wolle.
5 Und
es geschah, als Ahab starb, da fiel der König von Moab von dem
König von Israel ab.
6 Und
der König Joram zog in selbiger Zeit von Samaria aus und
musterte ganz Israel.
7 Und
er ging hin und sandte zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ
ihm sagen: Der König von Moab ist von mir abgefallen; willst du
mit mir wider Moab in den Streit ziehen? Und er sprach: Ich will
hinaufziehen; ich will sein wie du, mein Volk wie dein Volk,
meine Rosse wie deine Rosse.
8 Und
er sprach: Auf welchem Wege wollen wir hinaufziehen? Und er
sprach: Auf dem Wege der Wüste Edom.
9 Und
so zogen der König von Israel und der König von Juda und der
König von Edom hin; und sie machten einen Umweg von sieben
Tagereisen, und es war kein Wasser da für das Heer und für das
Vieh, das ihnen folgte.
10 Da
sprach der König von Israel: Ach, daß Jehova diese drei Könige
gerufen hat, um sie in die Hand Moabs zu geben!
11 Und
Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jehovas, daß wir Jehova
durch ihn befragen könnten? Und einer von den Knechten des
Königs von Israel antwortete und sprach: Hier ist Elisa, der
Sohn Saphats, der Wasser goß auf die Hände des Elia.
12 Und
Josaphat sprach: Das Wort Jehovas ist bei ihm. Und der König von
Israel und Josaphat und der König von Edom gingen zu ihm hinab.
13 Und
Elisa sprach zu dem König von Israel: Was haben wir miteinander
zu schaffen? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den
Propheten deiner Mutter! Und der König von Israel sprach zu ihm:
Nein, denn Jehova hat diese drei Könige gerufen, um sie in die
Hand Moabs zu geben.
14 Da
sprach Elisa: So wahr Jehova der Heerscharen lebt, vor dessen
Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf die Person Josaphats,
des Königs von Juda, Rücksicht nähme, so würde ich dich nicht
anblicken, noch dich ansehen!
15 Und
nun holet mir einen Saitenspieler. Und es geschah, als der
Saitenspieler spielte, da kam die Hand Jehovas über ihn.
16 Und
er sprach: So spricht Jehova: Machet in diesem Tale Grube an
Grube.
17
Denn so spricht Jehova: ihr werdet keinen Wind sehen und keinen
Regen sehen, und doch wird dieses Tal sich mit Wasser füllen, so
daß ihr trinken werdet, ihr und eure Herden und euer Vieh.
18 Und
das ist noch gering in den Augen Jehovas; er wird auch Moab in
eure Hand geben.
19 Und
ihr werdet alle festen Städte und alle auserlesenen Städte
schlagen, und werdet alle guten Bäume fällen und alle
Wasserquellen verstopfen und alle guten Ackerstücke mit Steinen
verderben.
20 Und
es geschah am Morgen, zur Zeit, da man das Speisopfer opfert,
siehe, da kam Wasser des Weges von Edom her, und das Land füllte
sich mit Wasser.
21 Und
als alle Moabiter hörten, daß die Könige heraufgezogen waren, um
wider sie zu streiten, da wurden sie zusammengerufen, von jedem
an, der sich rüsten konnte und darüber; und sie rückten an die
Grenze.
22 Und
als sie sich des Morgens früh aufmachten und die Sonne über dem
Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenüber rot
wie Blut.
23 Und
sie sprachen: Das ist Blut! Die Könige haben sich gewißlich
aufgerieben und haben einander erschlagen; und nun zur Beute,
Moab!
24 Als
sie aber zum Lager Israels kamen, da machten die Israeliten sich
auf und schlugen die Moabiter, daß sie vor ihnen flohen. Und sie
kamen in das Land Moab und schlugen es.
25 Und
sie rissen die Städte nieder, und auf alle guten Ackerstücke
warfen sie ein jeder seinen Stein und füllten sie damit an, und
sie verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten
Bäume…, bis sie an Kir-Hareseth nur dessen Steine übrigließen.
Und die Schleuderer umzingelten und beschossen die Stadt.
26 Und
als der König von Moab sah, daß ihm der Streit zu stark war,
nahm er siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert zogen, um
gegen den König von Edom hin durchzubrechen; aber sie vermochten
es nicht.
27 Da
nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt König
werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Und
es kam ein großer Zorn über Israel; und sie zogen von ihm ab und
kehrten in ihr Land zurück.
4,1
Und ein Weib von den Weibern der Söhne der Propheten schrie zu
Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, und du
weißt ja, daß dein Knecht Jehova fürchtete; und der Schuldherr
ist gekommen, um sich meine beiden Knaben zu Knechten zu nehmen.
2 Und
Elisa sprach zu ihr: Was soll ich für dich tun? Sage mir, was du
im Hause hast. Und sie sprach: Deine Magd hat gar nichts im
Hause, als nur einen Krug Öl.
3 Und
er sprach: Gehe hin, erbitte dir Gefäße von draußen, von allen
deinen Nachbarn, leere Gefäße, nimm nicht wenige;
4 und
gehe hinein und schließe die Tür hinter dir und hinter deinen
Söhnen zu, und gieße in alle diese Gefäße; und was voll ist,
setze beiseite.
5 Und
sie ging von ihm weg und schloß die Tür hinter sich und hinter
ihren Söhnen zu; diese reichten ihr, und sie goß ein.
6 Und
es geschah, als die Gefäße voll waren, da sprach sie zu ihrem
Sohne: Reiche mir noch ein Gefäß. Aber er sprach zu ihr: Es ist
kein Gefäß mehr da. Und das Öl stand.
7 Und
sie kam und berichtete es dem Manne Gottes; und er sprach: Gehe
hin, verkaufe das Öl und bezahle deine Schuld; du aber und deine
Söhne, lebet von dem Übrigen.
8 Und
es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Sunem hinüber; und
daselbst war ein wohlhabendes Weib, und sie nötigte ihn, bei ihr
zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er dort ein,
um zu essen.
9 Und
sie sprach zu ihrem Manne: Siehe doch, ich merke, daß dieser ein
heiliger Mann Gottes ist, der beständig bei uns durchzieht.
10 Laß
uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen, und ihm ein
Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter darein stellen; und es
geschehe, wenn er zu uns kommt, mag er dort einkehren.
11 Und
es geschah eines Tages, da kam er dahin, und er kehrte in das
Obergemach ein und schlief daselbst.
12 Und
er sprach zu Gehasi, seinem Knaben: Rufe diese Sunamitin! Und er
rief sie, und sie trat vor ihn hin.
13 Und
er sprach zu ihm: Sprich doch zu ihr: Siehe, du hast dir
unsertwegen alle diese Sorge gemacht; was ist für dich zu tun?
Ist für dich mit dem König zu reden oder mit dem Heerobersten?
Und sie sprach: Ich wohne inmitten meines Volkes.
14 Und
er sprach: Was ist denn für sie zu tun? Und Gehasi sprach: Doch!
Sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.
15 Und
er sprach: Rufe sie! Und er rief sie, und sie trat in die Tür.
16 Und
er sprach: Zu dieser bestimmten Zeit übers Jahr wirst du einen
Sohn umarmen. Und sie sprach: Nicht doch mein Herr, du Mann
Gottes, belüge deine Magd nicht!
17 Und
das Weib wurde schwanger und gebar einen Sohn zu dieser
bestimmten Zeit übers Jahr, wie Elisa zu ihr geredet hatte.
18 Und
das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es
hinaus zu seinem Vater, zu den Schnittern.
19 Und
es sprach zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Und er sprach
zu dem Knechte: Trage ihn zu seiner Mutter.
20 Und
er nahm ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter; und er saß auf
ihren Knien bis zum Mittag, und er starb.
21 Da
ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes,
und schloß hinter ihm zu und ging hinaus.
22 Und
sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den
Knaben und eine von den Eselinnen, und ich will zu dem Manne
Gottes laufen und wiederkommen.
23 Und
er sprach: Warum willst du heute zu ihm gehen? Es ist weder
Neumond noch Sabbath. Und sie sprach: Es ist gut.
24 Und
sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knaben: Treibe
immerfort; halte mich nicht auf im Reiten, es sei denn, daß ich
es dir sage!
25 So
zog sie hin und kam zu dem Manne Gottes auf den Berg Karmel. Und
es geschah, als der Mann Gottes sie von ferne sah, da sprach er
zu Gehasi, seinem Knaben: Siehe da, die Sunamitin!
26 Nun
laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir wohl?
Geht es deinem Manne wohl? Geht es dem Kinde wohl?
27 Und
sie sprach: Wohl. Und sie kam zu dem Manne Gottes auf den Berg
und umfaßte seine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie
wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: Laß sie! Denn ihre
Seele ist betrübt; und Jehova hat es mir verborgen und mir nicht
kundgetan.
28 Und
sie sprach: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe
ich nicht gesagt: Täusche mich nicht?
29 Da
sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in
deine Hand und gehe hin; wenn du jemand triffst, grüße ihn
nicht, und wenn jemand dich grüßt, antworte ihm nicht; und lege
meinen Stab auf das Angesicht des Knaben.
30 Und
die Mutter des Knaben sprach: So wahr Jehova lebt und deine
Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und
ging ihr nach.
31
Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das
Angesicht des Knaben gelegt; aber da war keine Stimme und kein
Aufmerken. Und er kehrte zurück, ihm entgegen, und berichtete
ihm und sprach: Der Knabe ist nicht erwacht.
32 Und
als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Knabe tot,
hingelegt auf sein Bett.
33 Und
er ging hinein und schloß die Tür hinter ihnen beiden zu und
betete zu Jehova.
34 Und
er stieg hinauf und legte sich auf das Kind, und er legte seinen
Mund auf dessen Mund, und seine Augen auf dessen Augen, und
seine Hände auf dessen Hände und beugte sich über dasselbe; und
das Fleisch des Kindes wurde warm.
35 Und
er kam zurück und ging im Hause einmal dahin und einmal dorthin,
und er stieg wieder hinauf und beugte sich über ihn. Da nieste
der Knabe siebenmal, und der Knabe schlug seine Augen auf.
36 Und
er rief Gehasi und sprach: Rufe diese Sunamitin. Und er rief
sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sprach: Nimm deinen Sohn.
37 Da
kam sie und fiel ihm zu Füßen und beugte sich zur Erde nieder;
und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus.
38
Elisa aber kehrte nach Gilgal zurück. Und es war Hungersnot im
Lande. Und die Söhne der Propheten saßen vor ihm. Und er sprach
zu seinem Knaben: Setze den großen Topf auf und koche ein
Gericht für die Söhne der Propheten.
39 Da
ging einer auf das Feld hinaus, um Kräuter zu lesen, und er fand
eine wilde Rebe und las davon wilde Koloquinthen, sein Kleid
voll, und er kam und zerschnitt sie in den Kochtopf, denn sie
kannten sie nicht.
40 Und
sie schütteten es aus zum Essen für die Männer. Aber es geschah,
als sie von dem Gericht aßen, da schrieen sie und sprachen: Der
Tod ist im Topfe, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen.
41 Da
sprach er: So holet Mehl her! Und er warf es in den Topf und
sprach: Schütte es aus für die Leute, daß sie essen. Und es war
nichts Schlimmes mehr im Topfe.
42 Und
ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte dem Manne Gottes
Brot der Erstlinge, zwanzig Gerstenbrote, und Gartenkorn in
seinem Sacke. Und er sprach: Gib es den Leuten, daß sie essen!
43 Und
sein Diener sprach: Wie soll ich dieses hundert Männern
vorsetzen? Und er sprach: Gib es den Leuten, daß sie essen! Denn
so spricht Jehova: Man wird essen und übriglassen.
44 Und
er setzte es ihnen vor; und sie aßen und ließen übrig, nach dem
Worte Jehovas.
5,1
Und Naaman, der Heeroberste des Königs von Syrien, war ein
großer Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte
Jehova den Syrern Sieg gegeben; und der Mann war ein Kriegsheld,
aber aussätzig.
2 Und
die Syrer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten aus dem
Lande Israel ein junges Mädchen gefangen weggeführt, und sie war
vor dem Weibe Naamans.
3 Und
sie sprach zu ihrer Herrin: Ach, wäre doch mein Herr vor dem
Propheten, der zu Samaria wohnt! Dann würde er ihn von seinem
Aussatz heilen.
4 Und
Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sprach: So und so
hat das Mädchen geredet, das aus dem Lande Israel ist.
5 Da
sprach der König von Syrien: Geh, ziehe hin, und ich will an den
König von Israel einen Brief senden. Und er ging hin und nahm
mit sich zehn Talente Silber und sechstausend Sekel Gold und
zehn Wechselkleider.
6 Und
er brachte den Brief zu dem König von Israel, und er lautete
also: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, siehe, ich habe
meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, daß du ihn seinem Aussatz
heilest.
7 Und
es geschah, als der König von Israel den Brief gelesen hatte, da
zerriß er seine Kleider und sprach: Bin ich Gott, um zu töten
und lebendig zu machen, daß dieser zu mir sendet, einen Mann von
seinem Aussatz zu heilen? Aber fürwahr, erkennet doch und sehet,
daß er einen Anlaß an mir sucht!
8 Und
es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hörte, daß der König von
Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem König
und ließ ihm sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Laß
ihn doch zu mir kommen, und er soll erkennen, daß ein Prophet in
Israel ist.
9 Und
Naaman kam mit seinen Rossen und mit seinen Wagen, und hielt am
Eingang des Hauses Elisas.
10 Und
Elisa sandte einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Gehe hin und
bade dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder
werden, und du wirst rein sein.
11 Da
wurde Naaman zornig und zog weg; und er sprach: Siehe, ich hatte
gedacht: Er wird gewißlich zu mir herauskommen und hintreten und
den Namen Jehovas, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand
über die Stelle schwingen und so den Aussätzigen heilen.
12
Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als
alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein
werden? Und er wandte sich und zog weg im Grimm.
13 Da
traten seine Knechte herzu und redeten zu ihm und sprachen: Mein
Vater, hätte der Prophet etwas Großes zu dir geredet, würdest du
es nicht tun? Wieviel mehr denn, da er zu dir gesagt hat: Bade
dich, und du wirst rein sein!
14 Da
stieg er hinab und tauchte sich im Jordan siebenmal unter, nach
dem Worte des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie
das Fleisch eines jungen Knaben, und er war rein.
15 Und
er kehrte zu dem Manne Gottes zurück, er und sein ganzer Zug,
und er kam und trat vor ihn und sprach: Siehe doch, ich erkenne,
daß es auf der ganzen Erde keinen Gott gibt, als nur in Israel!
Und nun nimm doch ein Geschenk von deinem Knechte.
16
Aber er sprach: So wahr Jehova lebt, vor dessen Angesicht ich
stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in ihn, es zu
nehmen; aber er weigerte sich.
17 Da
sprach Naaman: Wenn nicht, so werde doch deinem Knechte die Last
eines Maultiergespannes Erde gegeben; denn dein Knecht wird
nicht mehr anderen Göttern Brandopfer und Schlachtopfer opfern,
sondern nur Jehova.
18 In
diesem Stücke wolle Jehova deinem Knechte vergeben: Wenn mein
Herr in das Haus Rimmons geht, um sich daselbst niederzubeugen,
denn er lehnt sich auf meine Hand, und ich beuge mich nieder im
Hause Rimmons, ja, wenn ich mich niederbeuge im Hause Rimmons,
so möge doch Jehova deinem Knechte in diesem Stücke vergeben!
19 Und
er sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden. Und er zog von ihm weg
eine Strecke Landes.
20 Da
sprach Gehasi, der Knabe Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein
Herr hat Naaman, diesen Syrer, verschont, daß er nicht aus
seiner Hand genommen, was er gebracht hat; so wahr Jehova lebt,
wenn ich ihm nicht nachlaufe und etwas von ihm nehme!
21 Und
Gehasi eilte Naaman nach. Und als Naaman sah, daß er ihm
nachlief, sprang er von dem Wagen herab, ihm entgegen, und
sprach: Steht es wohl?
22 Und
er sprach: Es steht wohl. Mein Herr sendet mich und läßt dir
sagen: Siehe, eben jetzt sind vom Gebirge Ephraim zwei Knaben
von den Söhnen der Propheten zu mir gekommen; gib ihnen doch ein
Talent Silber und zwei Wechselkleider.
23 Und
Naaman sprach: Laß es dir gefallen, nimm zwei Talente. Und er
drang in ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel, und
zwei Wechselkeider, und gab es zweien seiner Knaben; und sie
trugen es vor ihm her.
24 Als
er aber an den Hügel kam, nahm er es aus ihrer Hand und brachte
es im Hause unter; dann entließ er die Männer, und sie gingen
weg.
25 Er
aber ging hinein und trat vor seinen Herrn. Da sprach Elisa zu
ihm: Woher, Gehasi? Und er sprach: Dein Knecht ist weder dahin
noch dorthin gegangen.
26 Und
er sprach zu ihm: Ging mein Herz nicht mit, als der Mann sich
von seinem Wagen herab dir entgegenwandte? Ist es Zeit, Silber
zu nehmen und Kleider zu nehmen, und Olivenbäume und Weinberge,
und Kleinvieh und Rinder, und Knechte und Mägde?
27 So
wird der Aussatz Naamans an dir haften und an deinem Samen
ewiglich. Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee.
6,1
Und die Söhne der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe doch, der
Ort, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu enge;
2 laß
uns doch an den Jordan gehen und von dannen ein jeder einen
Balken holen, und uns dort einen Ort herrichten, um daselbst zu
wohnen.
3 Und
er sprach: Gehet hin. Und einer sprach: Laß es dir doch gefallen
und gehe mit deinen Knechten! Und er sprach: Ich will mitgehen.
4 Und
er ging mit ihnen; und sie kamen an den Jordan und hieben die
Bäume um.
5 Es
geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen
ins Wasser; und er schrie und sprach: Ach, mein Herr! Und es war
entlehnt!
6 Und
der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm
die Stelle; da schnitt er ein Holz ab und warf es hinein und
machte das Eisen schwimmen.
7 Und
er sprach: Nimm es dir auf. Und er streckte seine Hand aus und
nahm es.
8 Und
der König von Syrien führte Krieg wider Israel; und er beriet
sich mit seinen Knechten und sprach: An dem und dem Orte soll
mein Lager sein.
9 Da
sandte der Mann Gottes zum König von Israel und ließ ihm sagen:
Hüte dich, diesen Ort zu vernachlässigen; denn dort kommen die
Syrer herab.
10 Und
der König von Israel sandte an den Ort, den der Mann Gottes ihm
gesagt und vor dem er ihn gewarnt hatte, und er verwahrte sich
daselbst; und das geschah nicht einmal und nicht zweimal.
11 Da
wurde das Herz des Königs von Syrien über diese Sache
beunruhigt; und er rief seine Knechte und sprach zu ihnen: Könnt
ihr mir nicht kundtun, wer von den Unsrigen für den König von
Israel ist?
12 Und
einer von seinen Knechten sprach: Nicht doch, mein Herr König;
sondern Elisa, der Prophet, der in Israel ist, tut dem König von
Israel die Worte kund, die du in deinem Schlafgemach redest.
13 Da
sprach er: Gehet hin und sehet, wo er ist; und ich werde
hinsenden und ihn holen. Und es wurde ihm berichtet und gesagt:
Siehe, er ist in Dothan.
14 Da
sandte er Rosse und Wagen dorthin und ein starkes Heer; und sie
kamen des Nachts und umzingelten die Stadt.
15 Und
als der Diener des Mannes Gottes früh aufstand und hinaustrat,
siehe da, ein Heer umringte die Stadt, und Rosse und Wagen. Und
sein Knabe sprach zu ihm: Ach, mein Herr! Was sollen wir tun?
16
Aber er sprach: Fürchte dich nicht! Denn mehr sind derer, die
bei uns, als derer, die bei ihnen sind.
17 Und
Elisa betete und sprach: Jehova, öffne doch seine Augen, daß er
sehe! Da öffnete Jehova die Augen des Knaben; und er sah: und
siehe, der Berg war voll feuriger Rosse und Wagen, rings um
Elisa her.
18 Und
sie kamen zu ihm herab; und Elisa betete zu Jehova und sprach:
Schlage doch dieses Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit
Blindheit nach dem Worte Elisas.
19 Und
Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg, und dies nicht
die Stadt; folget mir, und ich werde euch zu dem Manne führen,
den ihr suchet. Und er führte sie nach Samaria.
20 Und
es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sprach
Elisa: Jehova, öffne diesen die Augen, daß sie sehen! Da öffnete
Jehova ihnen die Augen; und sie sahen: und siehe, sie waren
mitten in Samaria.
21 Und
der König von Israel sprach zu Elisa, als er sie sah: Soll ich
schlagen, soll ich schlagen, mein Vater?
22
Aber er sprach: Du sollst nicht schlagen. Würdest du die
schlagen, welche du mit deinem Schwerte und mit deinem Bogen
gefangen genommen hättest? Setze ihnen Brot und Wasser vor, daß
sie essen und trinken und dann zu ihrem Herrn ziehen.
23 Und
er richtete ihnen ein großes Mahl zu, und sie aßen und tranken;
und er entließ sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Und die
Streifscharen der Syrer kamen hinfort nicht mehr in das Land
Israel.
24 Und
es geschah hernach, da versammelte Ben-Hadad, der König von
Syrien, sein ganzes Heer, und zog herauf und belagerte Samaria.
25 Und
es entstand eine große Hungersnot in Samaria; und siehe, sie
belagerten es, bis ein Eselskopf achtzig Sekel Silber und ein
Viertel Kab Taubenmist fünf Sekel Silber galt.
26 Und
es geschah, als der König von Israel auf der Mauer einherging,
da schrie ein Weib zu ihm und sprach: Hilf, mein Herr König!
27
Aber er sprach: Hilft dir Jehova nicht, woher sollte ich dir
helfen? Von der Tenne oder von der Kelter?
28 Und
der König sprach zu ihr: Was ist dir? Und sie sprach: Dieses
Weib da hat zu mir gesagt: Gib deinen Sohn her, daß wir ihn
heute essen; und meinen Sohn wollen wir morgen essen.
29 Und
so kochten wir meinen Sohn und aßen ihn. Und ich sprach zu ihr
am anderen Tage: Gib deinen Sohn her, daß wir ihn essen! Aber
sie hat ihren Sohn verborgen.
30 Und
es geschah, als der König die Worte des Weibes hörte, da zerriß
er seine Kleider, während er auf der Mauer einherging; und das
Volk sah, und siehe, er trug Sacktuch darunter auf seinem Leibe.
31 Und
er sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufügen, wenn der Kopf
Elisas, des Sohnes Saphats, heute auf ihm bleibt!
32 Und
Elisa saß in seinem Hause, und die Ältesten saßen bei ihm. Und
der König sandte einen Mann vor sich her. Ehe der Bote zu ihm
kam, sprach er aber zu den Ältesten: Habt ihr gesehen, daß
dieser Mördersohn hergesandt hat, um mir den Kopf wegzunehmen?
Sehet zu, sobald der Bote kommt, verschließet die Tür und
dränget ihn mit der Tür hinweg! Ist nicht der Schall der Tritte
seines Herrn hinter ihm?
33
Noch redete er mit ihnen, siehe, da kam der Bote zu ihm herab;
und er sprach: Siehe, dieses Unglück ist von Jehova; was soll
ich noch auf Jehova harren?
7,1 Da
sprach Elisa: Höret das Wort Jehovas! So spricht Jehova: Morgen
um diese Zeit wird ein Maß Feinmehl einen Sekel gelten, und zwei
Maß Gerste einen Sekel im Tore von Samaria.
2 Da
antwortete der Anführer, auf dessen Hand der König sich lehnte,
dem Manne Gottes und sprach: Siehe, wenn Jehova Fenster am
Himmel machte, würde wohl dieses geschehen? Und er sprach:
Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber du wirst nicht
davon essen.
3 Es
waren aber vier aussätzige Männer am Eingang des Tores; und sie
sprachen einer zum anderen: Was bleiben wir hier, bis wir
sterben?
4 Wenn
wir sprechen: Laßt uns in die Stadt gehen, so ist die Hungersnot
in der Stadt, und wir werden daselbst sterben; und wenn wir hier
bleiben, so werden wir auch sterben. Und nun kommt und laßt uns
zu dem Lager der Syrer überlaufen; wenn sie uns am Leben lassen,
so leben wir, und wenn sie uns töten, so sterben wir.
5 Und
so machten sie sich in der Dämmerung auf, um ins Lager der Syrer
zu kommen; und sie kamen an das Ende des Lagers der Syrer, und
siehe, kein Mensch war da.
6 Denn
der Herr hatte das Heerlager der Syrer ein Getöse von Wagen und
ein Getöse von Rossen hören lassen, das Getöse einer großen
Heeresmacht; und sie sprachen einer zum anderen: Siehe, der
König von Israel hat die Könige der Hethiter und die Könige von
Ägypten wider uns gedungen, daß sie über uns kommen sollen.
7 Und
sie machten sich auf und flohen in der Dämmerung; sie ließen
ihre Zelte und ihre Rosse und ihre Esel, das Lager, so wie es
war, und flohen um ihr Leben.
8 Als
nun jene Aussätzigen an das Ende des Lagers kamen, gingen sie in
ein Zelt und aßen und tranken; und sie nahmen Silber daraus und
Gold und Kleider und gingen hin und verbargen es. Und sie kamen
wieder und gingen in ein anderes Zelt; und sie nahmen daraus und
gingen hin und verbargen es.
9 Da
sprachen sie einer zum anderen: Wir tun nicht recht: Dieser Tag
ist ein Tag guter Botschaft; schweigen wir aber und warten, bis
der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen. Und nun kommt
und laßt uns hineingehen und es im Hause des Königs berichten.
10 Und
sie kamen und riefen die Torwache der Stadt, und berichteten
ihnen und sprachen: Wir sind in das Lager der Syrer gekommen,
und siehe, kein Mensch war da, und keine Menschenstimme; sondern
nur die Rosse angebunden und die Esel angebunden, und die Zelte,
so wie sie waren.
11 Und
sie riefen die Torwächter, und sie berichteten es drinnen im
Hause des Königs.
12 Da
stand der König in der Nacht auf und sprach zu seinen Knechten:
Ich will euch sagen, was die Syrer uns getan haben: sie wissen,
daß wir Hunger leiden, und sie sind aus dem Lager gegangen, um
sich auf dem Felde zu verbergen, indem sie sagen: Wenn sie aus
der Stadt herausgehen, so wollen wir sie lebendig greifen und in
die Stadt eindringen.
13 Da
antwortete einer von seinen Knechten und sprach: So nehme man
doch fünf von den übrigen Rossen, die darin übriggeblieben sind
(siehe, sie sind wie die ganze Menge Israels, die darin
übriggeblieben, sie sind wie die ganze Menge Israels, die
aufgerieben ist), und laßt uns hinsenden und sehen.
14 Und
sie nahmen zwei Wagen mit Rossen, und der König sandte sie
hinter dem Heere der Syrer her und sprach:
15
Gehet hin und sehet. Und sie zogen ihnen nach bis an den Jordan;
und siehe, der ganze Weg war voll Kleider und Geräte, welche die
Syrer auf ihrer eiligen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten
kehrten zurück und berichteten es dem König.
16 Da
ging das Volk hinaus und plünderte das Lager der Syrer; und es
galt ein Maß Feinmehl einen Sekel, und zwei Maß Gerste einen
Sekel nach dem Worte Jehovas.
17 Der
König hatte aber den Anführer, auf dessen Hand er sich lehnte,
über das Tor bestellt; und das Volk zertrat ihn im Tore, und er
starb, so wie der Mann Gottes geredet hatte, wie er geredet
hatte, als der König zu ihm herabkam.
18
Denn es geschah, als der Mann Gottes zu dem König redete und
sprach: Zwei Maß Gerste werden morgen um diese Zeit einen Sekel
gelten, und ein Maß Feinmehl einen Sekel im Tore von Samaria,
19 da
antwortete der Anführer dem Manne Gottes und sprach: Siehe, wenn
Jehova auch Fenster am Himmel machte, würde wohl so etwas
geschehen? Und er sprach: Siehe, du wirst es mit deinen Augen
sehen, aber du wirst nicht davon essen.
20 Und
es geschah ihm also: das Volk zertrat ihn im Tore, und er starb.
8,1
Und Elisa hatte zu dem Weibe, deren Sohn er lebendig gemacht
hatte, geredet und gesagt: Mache dich auf und gehe hin, du und
dein Haus, und weile, wo du weilen kannst; denn Jehova hat eine
Hungersnot herbeigerufen, und sie kommt auch ins Land sieben
Jahre lang.
2 Und
das Weib machte sich auf und tat nach dem Worte des Mannes
Gottes: sie ging hin, sie und ihr Haus, und weilte in dem Lande
der Philister sieben Jahre.
3 Und
es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte das Weib aus dem
Lande der Philister zurück; und sie ging aus, um den König
anzurufen wegen ihres Hauses und wegen ihrer Felder.
4 Der
König aber redete eben zu Gehasi, dem Knaben des Mannes Gottes,
und sprach: Erzähle mir doch alle die großen Dinge, die Elisa
getan hat!
5 Und
es geschah, während er dem König erzählte, daß er den Toten
lebendig gemacht habe, siehe, da rief das Weib, deren Sohn er
lebendig gemacht hatte, den König an wegen ihres Hauses und
wegen ihrer Felder. Da sprach Gehasi: Mein Herr König! Dies ist
das Weib, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat.
6 Und
der König fragte das Weib, und sie erzählte ihm; und der König
gab ihr einen Kämmerer mit und sprach: Erstatte alles zurück,
was ihr gehört, sowie den ganzen Ertrag der Felder von dem Tage
an, da sie das Land verlassen hat, bis jetzt.
7 Und
Elisa kam nach Damaskus. Und Ben-Hadad, der König von Syrien,
war krank. Und es wurde ihm berichtet und gesagt: Der Mann
Gottes ist hierher gekommen.
8 Da
sprach der König zu Hasael: Nimm ein Geschenk mit dir und gehe
dem Manne Gottes entgegen, und befrage Jehova durch ihn und
sprich: Werde ich von dieser Krankheit genesen?
9 Und
Hasael ging ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit sich:
allerlei Gut von Damaskus, eine Last von vierzig Kamelen; und er
kam und trat vor ihn hin und sprach: Dein Sohn Ben-Hadad, der
König von Syrien, hat mich zu dir gesandt und läßt dir sagen:
Werde ich von dieser Krankheit genesen?
10 Und
Elisa sprach zu ihm: Gehe hin, sprich zu ihm: Du wirst gewißlich
genesen! Aber Jehova hat mir gezeigt, daß er gewißlich sterben
wird.
11 Und
er stellte sein Angesicht fest und richtete es auf ihn, bis er
sich schämte; und der Mann Gottes weinte.
12 Und
Hasael sprach: Warum weint mein Herr? Und er sprach: Weil ich
weiß, was du den Kindern Israel Übles tun wirst: ihre festen
Städte wirst du in Brand stecken, und ihre Jünglinge mit dem
Schwerte töten, und ihre Kindlein wirst du zerschmettern und
ihre Schwangeren aufschlitzen.
13 Da
sprach Hasael: Was ist dein Knecht, der Hund, daß er diese große
Sache tun sollte? Und Elisa sprach: Jehova hat mich dich sehen
lassen als König über Syrien.
14 Und
er ging von Elisa weg und kam zu seinem Herrn; und dieser sprach
zu ihm: Was hat Elisa dir gesagt? Und er sprach: Er hat mir
gesagt, du werdest gewißlich genesen.
15 Und
es geschah am folgenden Tage, da nahm er die Decke und tauchte
sie ins Wasser und breitete sie über sein Angesicht, so daß er
starb. Und Hasael ward König an seiner Statt.
16 Und
im fünften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von
Israel, als Josaphat König von Juda war, wurde Joram König, der
Sohn Josaphats, des Königs von Juda.
17
Zweiunddreißig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte acht Jahre zu Jerusalem.
18 Und
er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, wie das Haus
Ahabs tat, denn er hatte eine Tochter Ahabs zum Weibe; und er
tat, was böse war in den Augen Jehovas.
19
Aber Jehova wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David
willen, so wie er ihm gesagt hatte, daß er ihm eine Leuchte
geben wolle für seine Söhne alle Tage.
20 In
seinen Tagen fielen die Edomiter von der Botmäßigkeit Judas ab
und setzten einen König über sich.
21 Da
zog Joram hinüber nach Zair, und alle Wagen mit ihm. Und es
geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er die
Edomiter, welche ihn und die Obersten der Wagen umringt hatten;
und das Volk floh nach seinen Zelten.
22 So
fielen die Edomiter von der Botmäßigkeit Judas ab bis auf diesen
Tag. Damals fiel auch Libna ab zu derselben Zeit.
23 Und
das Übrige der Geschichte Jorams und alles was, er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
24 Und
Joram legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei seinen
Vätern begraben in der Stadt Davids. Und Ahasja, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
25 Im
zwölften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Königs von Israel,
wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.
26
Zweiundzwanzig Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er
regierte ein Jahr zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Athalja, die Tochter Omris, des Königs von Israel.
27 Und
er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, was böse war
in den Augen Jehovas, wie das Haus Ahabs; denn er war ein
Schwiegersohn des Hauses Ahabs.
28 Und
er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in den Streit wider Hasael,
dem König von Syrien, nach Ramoth-Gilead. Und die Syrer
verwundeten Joram.
29 Da
kehrte der König Joram zurück, um sich in Jisreel von den Wunden
heilen zu lassen, welche ihm die Syrer zu Rama geschlagen
hatten, als er wider Hasael, den König von Syrien, stritt. Und
Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um
Joram, den Sohn Ahabs, in Jisreel zu besuchen, weil er krank
war.
9,1
Und Elisa, der Prophet, rief einen von den Söhnen der Propheten
und sprach zu ihm: Gürte deine Lenden und nimm diese Ölflasche
in deine Hand und gehe nach Ramoth-Gilead.
2 Und
wenn du dahin gekommen bist, so sieh dich daselbst nach Jehu um,
dem Sohne Josaphats, des Sohnes Nimsis; und gehe hinein, und laß
ihn aufstehen aus der Mitte seiner Brüder und führe ihn in ein
inneres Gemach;
3 und
nimm die Ölflasche und gieße sie über sein Haupt aus und sprich:
So spricht Jehova: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt!
und öffne die Tür und fliehe, und harre nicht.
4 Und
der Jüngling, der Knabe des Propheten, ging nach Ramoth-Gilead.
5 Und
er kam hinein, und siehe, da saßen die Obersten des Heeres. Und
er sprach: Ich habe ein Wort an dich, Oberster. Und Jehu sprach:
An wen von uns allen? Und er sprach: An dich, Oberster.
6 Da
stand Jehu auf und ging ins Haus hinein; und er goß das Öl auf
sein Haupt und sprach zu ihm: So spricht Jehova, der Gott
Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über das Volk Jehovas,
über Israel.
7 Und
du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; und ich
werde das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller
Knechte Jehovas rächen von der Hand Isebels.
8 Ja,
das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich werde von Ahab
ausrotten, was männlich ist, sowohl den Gebundenen als auch den
Freien in Israel.
9 Und
ich werde das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des
Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas.
10
Isebel aber sollen die Hunde fressen auf dem Ackerstück zu
Jisreel, und niemand wird sie begraben. Und er öffnete die Tür
und entfloh.
11 Und
Jehu kam heraus zu den Knechten seines Herrn. Und man sprach zu
ihm: Steht es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen?
Und er sprach zu ihnen: Ihr kennet ja den Mann und seine Rede.
12 Und
sie sprachen: Lüge! Tue es uns doch kund! Da sprach er: So und
so hat er zu mir geredet und gesagt: So spricht Jehova: Ich habe
dich zum König über Israel gesalbt!
13 Da
eilten sie und nahmen ein jeder sein Kleid und legten es unter
ihn, auf die Stufen selbst; und sie stießen in die Posaune und
sprachen: Jehu ist König!
14 Und
so machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine
Verschwörung gegen Joram. (Joram aber, er und ganz Israel, hatte
Ramoth-Gilead gegen Hasael, den König von Syrien, verteidigt;
15 und
der König Joram war zurückgekehrt, um sich in Jisreel von den
Wunden heilen zu lassen, welche ihm die Syrer geschlagen hatten,
als er wider Hasael, den König von Syrien, stritt.) Und Jehu
sprach: Wenn es euer Wille ist, so soll niemand aus der Stadt
entrinnen, um hinzugehen, es in Jisreel zu berichten.
16 Und
Jehu saß auf und zog nach Jisreel; denn Joram lag daselbst. Und
Ahasja, der König von Juda, war hinabgezogen, um Joram zu
besuchen.
17 Und
der Wächter stand auf dem Turme zu Jisreel und sah den Haufen
Jehus, wie er herankam, und sprach: Ich sehe einen Haufen. Und
Joram sprach: Nimm einen Reiter und sende ihn ihnen entgegen,
daß er spreche:
18 Ist
es Friede? Da ritt der Berittene ihm entgegen und sprach: So
spricht der König: Ist es Friede? Und Jehu sprach: Was hast du
mit dem Frieden zu schaffen? Wende dich hinter mich! Und der
Wächter berichtete und sprach: Der Bote ist bis zu ihnen
gekommen und kehrt nicht zurück.
19 Da
sandte er einen zweiten Berittenen; und er kam zu ihnen und
sprach: So spricht der König: Ist es Friede? Und Jehu sprach:
Was hast du mit dem Frieden zu schaffen? Wende dich hinter mich!
20 Und
der Wächter berichtete und sprach: Er ist bis zu ihnen gekommen
und kehrt nicht zurück. Und das Treiben ist wie das Treiben
Jehus, des Sohnes Nimsis; denn er treibt unsinnig.
21 Da
sprach Joram: Spannet an! Und man spannte seinen Wagen an; und
Joram, der König von Israel, und Ahasja, der König von Juda,
zogen aus, ein jeder auf seinem Wagen: sie zogen aus, Jehu
entgegen, und sie trafen ihn auf dem Grundstück Naboths, des
Jisreeliters.
22 Und
es geschah, als Joram den Jehu sah, da sprach er: Ist es Friede,
Jehu? Aber er sprach: Was, Friede, während der vielen Hurereien
Isebels, deiner Mutter, und ihrer vielen Zaubereien!
23 Da
wandte Joram um und floh, und sprach zu Ahasja: Verrat, Ahasja!
24
Jehu aber nahm seinen Bogen zur Hand und traf Joram zwischen
seine Arme, so daß der Pfeil ihm durch das Herz fuhr; und er
sank nieder in seinem Wagen.
25 Und
er sprach zu Bidkar, seinem Anführer: Nimm ihn und wirf ihn auf
das Grundstück Naboths, des Jisreeliters. Denn gedenke, wie wir,
ich und du, neben einander hinter seinem Vater Ahab herritten,
und Jehova diesen Ausspruch über ihn tat:
26
Wenn ich nicht das Blut Naboths und das Blut seiner Söhne
gestern gesehen habe! spricht Jehova; und ich werde es dir
vergelten auf diesem Grundstück, spricht Jehova. Und nun nimm
ihn auf, wirf ihn auf das Grundstück, nach dem Worte Jehovas.
27 Als
Ahasja, der König von Juda, das sah, floh er des Weges zum
Gartenhause. Und Jehu jagte ihm nach und sprach: Auch ihn
erschlaget auf dem Wagen! Und sie verwundeten ihn auf der Anhöhe
Gur, die bei Jibleam ist. Und er floh nach Megiddo und starb
daselbst.
28 Und
seine Knechte führten ihn zu Wagen nach Jerusalem, und sie
begruben ihn in seinem Begräbnis, bei seinen Vätern, in der
Stadt Davids.
29 Und
im elften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, war Ahasja König
geworden über Juda.
30 Und
Jehu kam nach Jisreel. Und als Isebel es hörte, da tat sie
Schminke an ihre Augen und schmückte ihr Haupt und schaute zum
Fenster hinaus.
31 Und
als Jehu in das Tor kam, da sprach sie: Erging es Simri wohl,
dem Mörder seines Herrn?
32 Und
er erhob sein Angesicht zum Fenster und sprach: Wer ist mit mir,
wer? Da blickten zwei, drei Kämmerer zu ihm hinab.
33 Und
er sprach: Stürzet sie herab! Und sie stürzten sie hinab; und es
spritzte von ihrem Blute an die Wand und an die Rosse, und er
zertrat sie.
34 Und
er ging hinein und aß und trank; und er sprach: Sehet doch nach
dieser Verfluchten und begrabet sie, denn sie ist eine
Königstochter.
35 Und
sie gingen hin, um sie zu begraben; aber sie fanden nichts mehr
von ihr, als nur den Schädel und die Füße und die Hände.
36 Und
sie kamen zurück und berichteten es ihm. Und er sprach: Das ist
das Wort Jehovas, das er durch seinen Knecht Elia, den Tisbiter,
geredet hat, indem er sprach: Auf dem Grundstück zu Jisreel
sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen;
37 und
der Leichnam Isebels soll auf dem Grundstück zu Jisreel dem
Miste auf dem Felde gleichen, daß man nicht wird sagen können:
Das ist Isebel.
10,1
Und Ahab hatte siebzig Söhne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe
und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Jisreel, die
Ältesten, und an die Erzieher der Söhne Ahabs, und sie lauteten:
2 Und
nun, wenn dieser Brief zu euch kommt, bei euch sind ja die Söhne
eures Herrn, und bei euch die Wagen und die Rosse, und eine
feste Stadt und Waffen-
3 so
ersehet den besten und tüchtigsten aus den Söhnen eures Herrn,
und setzet ihn auf den Thron seines Vaters; und streitet für das
Haus eures Herrn.
4 Aber
sie fürchteten sich gar sehr und sprachen: Siehe, die zwei
Könige konnten vor ihm nicht standhalten, und wie wollten wir
bestehen?
5 Und
der über das Haus und der über die Stadt war und die Ältesten
und die Erzieher sandten hin zu Jehu und ließen ihm sagen: Wir
sind deine Knechte, und alles, was du zu uns sagen wirst, wollen
wir tun; wir wollen niemand zum König machen; tue, was gut ist
in deinen Augen.
6 Da
schrieb er zum zweiten Male einen Brief an sie, welcher lautete:
Wenn ihr für mich seid und auf meine Stimme höret, so nehmet die
Köpfe der Männer, der Söhne eures Herrn, und kommet morgen um
diese Zeit zu mir nach Jisreel. (Und die Königssöhne, siebzig
Mann, waren bei den Großen der Stadt, die sie auferzogen.)
7 Und
es geschah, als der Brief zu ihnen kam, da nahmen sie die Söhne
des Königs und schlachteten sie, siebzig Mann, und legten ihre
Köpfe in Körbe und sandten sie zu ihm nach Jisreel.
8 Und
ein Bote kam und berichtete ihm und sprach: Man hat die Köpfe
der Königssöhne gebracht. Und er sprach: Leget sie in zwei
Haufen an den Eingang des Tores, bis zum Morgen.
9 Und
es geschah am Morgen, da ging er hinaus und trat hin und sprach
zu dem ganzen Volke: Ihr seid gerecht! Siehe, ich habe eine
Verschwörung wider meinen Herrn gemacht und habe ihn ermordet;
wer aber hat alle diese erschlagen?
10
Wisset denn, daß nichts zur Erde fallen wird von dem Worte
Jehovas, das Jehova wider das Haus Ahabs geredet hat; und Jehova
hat getan, was er durch seinen Knecht Elia geredet hat.
11 Und
Jehu erschlug alle, welche vom Hause Ahabs in Jisreel
übriggeblieben waren, und alle seine Großen und seine Bekannten
und seine Heilige (e-r), bis er ihm keinen Entronnenen
übrigließ.
12 Und
er machte sich auf und ging und zog nach Samaria. Er war bei
Beth-Eked-Haroim auf dem Wege,
13 da
traf Jehu die Brüder Ahasjas, des Königs von Juda; und er
sprach: Wer seid ihr? Und sie sprachen: Wir sind die Brüder
Ahasjas und sind herabgekommen, um die Söhne des Königs und die
Söhne der Königin zu begrüßen.
14 Und
er sprach: Greifet sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig
und schlachteten sie bei der Zisterne von Beth-Eked,
zweiundvierzig Mann, und er ließ keinen von ihnen übrig.
15 Und
er zog von dannen und traf Jonadab, den Sohn Rekabs, der ihm
entgegenkam; und er grüßte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz
redlich, wie mein Herz gegen dein Herz? Und Jonadab sprach: Es
ist’s. Wenn es so ist, so gib mir deine Hand. Und er gab ihm
seine Hand. Da ließ er ihn zu sich auf den Wagen steigen und
sprach:
16
Komm mit mir und sieh meinen Eifer für Jehova an! Und sie fuhren
ihn auf seinem Wagen.
17 Und
als er nach Samaria kam, erschlug er alle, welche von Ahab in
Samaria übriggeblieben waren, bis er ihn vertilgte, nach dem
Worte Jehovas, das er zu Elia geredet hatte.
18 Und
Jehu versammelte das ganze Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat
dem Baal ein wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen.
19 Und
nun, rufet alle Propheten des Baal, alle seine Diener und alle
seine Heilige (e-r) zu mir; kein Mann werde vermißt! Denn ich
habe ein großes Schlachtopfer für den Baal. Keiner, der vermißt
wird, soll am Leben bleiben! Jehu handelte aber mit Hinterlist,
um die Diener des Baal umzubringen.
20 Und
Jehu sprach: Heiliget dem Baal eine Festversammlung! Und man
rief sie aus.
21 Und
Jehu sandte in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener des Baal:
keiner blieb übrig, der nicht gekommen wäre; und sie gingen in
das Haus des Baal, und das Haus des Baal ward voll von einem
Ende bis zum anderen.
22 Und
er sprach zu dem, der über die Kleiderkammer war: Bringe Kleider
heraus für alle Diener des Baal! Und er brachte ihnen Kleidung
heraus.
23 Und
Jehu und Jonadab, der Sohn Rekabs, gingen in das Haus des Baal;
und er sprach zu den Dienern des Baal: Forschet und sehet zu,
daß nicht etwa einer von den Dienern Jehovas hier bei euch sei,
sondern nur Diener des Baal allein!
24 Und
sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer zu opfern.
Jehu hatte sich aber draußen achtzig Mann bestellt und gesagt:
Derjenige, welcher einen von den Männern entrinnen läßt, die ich
in eure Hände gebracht habe, sein Leben soll statt dessen Leben
sein.
25 Und
es geschah, als man das Opfern des Brandopfers vollendet hatte,
da sprach Jehu zu den Läufern und zu den Anführern: Gehet
hinein, erschlaget sie; keiner komme heraus! Und sie schlugen
sie mit der Schärfe des Schwertes. Und die Läufer und die
Anführer warfen sie hin. Und sie gingen nach dem Stadtteil des
Baalhauses,
26 und
brachten die Bildsäulen des Baalhauses heraus und verbrannten
sie; und sie rissen die Bildsäule des Baal nieder;
27 und
sie rissen das Haus des Baal nieder und machten Kotstätten
daraus bis auf diesen Tag.
28
Also vertilgte Jehu den Baal aus Israel.
29 Nur
von den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte, von denen wich Jehu nicht ab: von den
goldenen Kälbern, die zu Bethel und zu Dan waren.
30 Und
Jehova sprach zu Jehu: Weil du wohl ausgerichtet hast, was recht
ist in meinen Augen, und an dem Hause Ahabs getan hast nach
allem, was in meinem Herzen war, so sollen dir Söhne des vierten
Gliedes auf dem Throne Israels sitzen.
31
Aber Jehu achtete nicht darauf, in dem Gesetze Jehovas, des
Gottes Israels, mit seinem ganzen Herzen zu wandeln; er wich
nicht von den Sünden Jerobeams, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
32 In
jenen Tagen begann Jehova abzuhauen unter Israel; und Hasael
schlug sie im ganzen Gebiet Israels,
33 vom
Jordan an, gegen Sonnenaufgang, das ganze Land Gilead, die
Gaditer und die Rubeniter und die Manassiter, von Aroer an, das
am Flusse Arnon liegt, sowohl Gilead als Basan.
34 Und
das Übrige der Geschichte Jehus und alles, was er getan hat, und
alle seine Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel?
35 Und
Jehu legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu Samaria.
Und Joahas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
36 Die
Tage aber, die Jehu über Israel zu Samaria regierte, waren
achtundzwanzig Jahre.
11,1
Und als Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, daß ihr Sohn tot war,
da machte sie sich auf und brachte allen königlichen Samen um.
2 Aber
Joseba, die Tochter des Königs Joram, die Schwester Ahasjas,
nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn weg aus der Mitte der
Königssöhne, die getötet wurden, und tat ihn und seine Amme in
das Schlafgemach; und so verbargen sie ihn vor Athalja, und er
wurde nicht getötet.
3 Und
er war sechs Jahre bei ihr im Hause Jehovas versteckt. Athalja
aber regierte über das Land.
4 Und
im siebten Jahre sandte Jojada hin und ließ die Obersten über
hundert der Karier und der Läufer holen und zu sich in das Haus
Jehovas kommen; und er machte einen Bund mit ihnen und ließ sie
schwören im Hause Jehovas, und er zeigte ihnen den Sohn des
Königs.
5 Und
er gebot ihnen und sprach: Dies ist es, was ihr tun sollt: Ein
Drittel von euch, die ihr am Sabbath antretet, soll Wache halten
im Hause des Königs,
6 und
ein Drittel soll am Tore Sur, und ein Drittel am Tore hinter den
Läufern sein; und ihr sollt der Hut des Hauses warten zur
Abwehr.
7 Und
die zwei anderen Abteilungen von euch, alle, die am Sabbath
abtreten, die sollen im Hause Jehovas Wache halten bei dem
König.
8 Und
ihr sollt den König rings umgeben, ein jeder mit seinen Waffen
in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringt, soll getötet
werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er ausgeht und
wenn er eingeht.
9 Und
die Obersten über hundert taten nach allem, was der Heilige
(e-r) Jojada geboten hatte; und sie nahmen ein jeder seine
Männer, die am Sabbath antretenden samt den am Sabbath
abtretenden, und kamen zu dem Heilige (e-r) Jojada.
10 Und
der Heilige (e-r) gab den Obersten über hundert die Speere und
die Schilde, welche dem König David gehört hatten, die im Hause
Jehovas waren.
11 Und
die Läufer stellten sich auf, ein jeder mit seinen Waffen in
seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken
Seite des Hauses, gegen den Altar und gegen das Haus hin, rings
um den König.
12 Und
er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone
auf und gab ihm das Zeugnis, und sie machten ihn zum König und
salbten ihn; und sie klatschten in die Hände und riefen: Es lebe
der König!
13 Und
als Athalja das Geschrei der Läufer und des Volkes hörte, kam
sie zu dem Volke in das Haus Jehovas.
14 Und
sie sah: und siehe, der König stand auf dem Standorte, nach dem
Gebrauch, und die Obersten und die Trompeter bei dem König; und
alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten.
Da zerriß Athalja ihre Kleider und rief: Verschwörung,
Verschwörung!
15 Und
der Heilige (e-r) Jojada gebot den Obersten über hundert, die
über das Heer bestellt waren, und sprach zu ihnen: Führet sie
hinaus außerhalb der Reihen, und wer ihr folgt, den tötet mit
dem Schwerte! Denn der Heilige (e-r) sprach: Sie soll nicht in
dem Hause Jehovas getötet werden.
16 Und
sie machten ihr Platz, und sie ging in das Haus des Königs auf
dem Wege des Eingangs für die Rosse; und sie wurde daselbst
getötet.
17 Und
Jojada machte einen Bund zwischen Jehova und dem König und dem
Volke, daß sie das Volk Jehovas sein sollten, und zwischen dem
König und dem Volke.
18 Da
ging alles Volk des Landes in das Haus des Baal und riß es
nieder; seine Altäre und seine Bilder zerschlugen sie gänzlich;
und Mattan, den Heilige (e-r) des Baal, töteten sie vor den
Altären. Und der Heilige (e-r) setzte Aufseher über das Haus
Jehovas.
19 Und
er nahm die Obersten über hundert und die Karier und die Läufer
und alles Volk des Landes, und sie führten den König aus dem
Hause Jehovas hinab und kamen auf dem Wege des Läufertores in
das Haus des Königs; und er setzte sich auf den Thron der
Könige.
20 Und
alles Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe.
Athalja aber hatten sie im Hause des Königs mit dem Schwerte
getötet.
12,1
Sieben Jahre war Joas alt, als er König wurde. Im siebten Jahre
Jehus wurde Joas König, und er regierte vierzig Jahre zu
Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerseba.
2 Und
Joas tat, was recht war in den Augen Jehovas, solange der
Heilige (e-r) Jojada ihn unterwies.
3 Doch
die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
4 Und
Joas sprach zu den Heilige (e-r)n: Alles Geld der geheiligten
Dinge, welches in das Haus Jehovas gebracht wird: das Geld eines
jeden Gemusterten, das Geld der Seelen, je nach der Schätzung
eines jeden, und alles Geld, das jemand ins Herz kommt, in das
Haus Jehovas zu bringen,
5
sollen die Heilige (e-r) an sich nehmen, ein jeder von seinen
Bekannten; und sie selbst sollen das Baufällige des Hauses
ausbessern, alles, was daselbst Baufälliges gefunden wird.
6 Und
es geschah, im dreiundzwanzigsten Jahre des Königs Joas hatten
die Heilige (e-r) das Baufällige des Hauses nicht ausgebessert.
7 Da
rief der König Joas den Heilige (e-r) Jojada und die Heilige
(e-r) und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr das Baufällige des
Hauses nicht aus? Und nun sollt ihr kein Geld von euren
Bekannten nehmen, sondern ihr sollt es für das Baufällige des
Hauses hergeben.
8 Und
die Heilige (e-r) willigten ein, kein Geld mehr von dem Volke zu
nehmen, noch auch das Baufällige des Hauses auszubessern.
9 Und
der Heilige (e-r) Jojada nahm eine Lade und bohrte ein Loch in
ihren Deckel, und er stellte sie neben den Altar, zur Rechten,
wenn man in das Haus Jehovas hineingeht; und die Heilige (e-r),
welche die Schwelle hüteten, legten alles Geld darein, welches
in das Haus Jehovas gebracht wurde.
10 Und
es geschah, wenn sie sahen, daß viel Geld in der Lade war, so
kamen der Schreiber des Königs und der Hauptheilige (e-r)
herauf, und sie banden das Geld, welches sich im Hause Jehovas
vorfand, zusammen und zählten es.
11 Und
sie gaben das abgewogene Geld in die Hände derer, welche das
Werk betrieben, die über das Haus Jehovas bestellt waren; und
diese gaben es aus an die Zimmerleute und an die Bauleute,
welche am Hause Jehovas arbeiteten,
12 und
an die Maurer und an die Steinhauer, und um Holz und gehauene
Steine zu kaufen, um das Baufällige des Hauses Jehovas
auszubessern, und für alles, was zur Ausbesserung des Hauses
ausgegeben wurde.
13
Doch wurden für das Haus Jehovas keine silbernen Becken, Messer,
Sprengschalen, Trompeten, noch irgend ein goldenes Gerät oder
ein silbernes Gerät, von dem Gelde gemacht, welches in das Haus
Jehovas gebracht wurde;
14
sondern man gab es denen, welche das Werk betrieben, daß sie das
Haus Jehovas damit ausbesserten.
15 Und
man rechnete nicht mit den Männern, in deren Hand man das Geld
gab, um es denen zu geben, welche das Werk taten; denn sie
handelten getreulich.
16 Das
Geld von Schuldopfern und das Geld von Sündopfern wurde nicht in
das Haus Jehovas gebracht; es war für die Heilige (e-r).
17
Damals zog Hasael, der König von Syrien, herauf und stritt wider
Gath und nahm es ein. Und Hasael richtete sein Angesicht darauf,
wider Jerusalem hinaufzuziehen.
18 Da
nahm Joas, der König von Juda, alle geheiligten Dinge, die
Josaphat und Joram und Ahasja, seine Väter, die Könige von Juda,
geheiligt hatten, und seine geheiligten Dinge, und all das Gold,
das sich in den Schätzen des Hauses Jehovas und des Hauses des
Königs vorfand, und sandte es Hasael, dem König von Syrien. Und
er zog ab von Jerusalem.
19 Und
das Übrige der Geschichte Joas’ und alles, was er getan hat, ist
das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Juda?
20 Und
seine Knechte standen auf und machten eine Verschwörung, und sie
erschlugen Joas im Hause Millo, wo man nach Silla hinabgeht.
21 Und
Josakar, der Sohn Schimeaths, und Josabad, der Sohn Schomers,
seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb; und man begrub ihn
bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Amazja, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
13,1
Im dreiundzwanzigsten Jahre Joas’, des Sohnes Ahasjas, des
Königs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, König über Israel
zu Samaria und regierte siebzehn Jahre.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; und er wandelte den
Sünden Jerobeams nach, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte: er wich nicht davon.
3 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Israel; und er gab sie in die
Hand Hasaels, des Königs von Syrien, und in die Hand Ben-Hadads,
des Sohnes Hasaels, alle Tage hindurch.
4 Und
Joahas flehte Jehova an; und Jehova hörte auf ihn, denn er sah
den Druck Israels, denn der König von Syrien drückte sie.
5 (Und
Jehova gab Israel einen Retter, und sie kamen aus der Hand der
Syrer heraus; und die Kinder Israel wohnten in ihren Zelten wie
zuvor.
6
Dennoch wichen sie nicht von den Sünden des Hauses Jerobeams,
wodurch er Israel sündigen gemacht hatte: sie wandelten darin;
auch die Aschera blieb in Samaria stehen.)
7 Denn
er hatte dem Joahas kein Volk übriggelassen, als nur fünfzig
Reiter und zehn Wagen und zehntausend Mann zu Fuß; denn der
König von Syrien hatte sie vernichtet und sie gemacht wie den
Staub, den man zertritt.
8 Und
das Übrige der Geschichte Joahas’ und alles, was er getan hat,
und seine Macht, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel?
9 Und
Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn zu
Samaria. Und Joas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
10 Im
siebenunddreißigsten Jahre Joas’, des Königs von Juda, wurde
Joas, der Sohn des Joahas, König über Israel zu Samaria und
regierte sechzehn Jahre.
11 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von
allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte: er wandelte darin.
12 Und
das Übrige der Geschichte Joas’ und alles, was er getan, und
seine Macht, wie er mit Amazja, dem König von Juda, gestritten
hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der
Könige von Israel?
13 Und
Joas legte sich zu seinen Vätern, und Jerobeam setzte sich auf
seinen Thron; und Joas wurde zu Samaria begraben bei den Königen
von Israel.
14 Und
Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an welcher er starb. Und
Joas, der König von Israel, kam zu ihm herab und weinte über
seinem Angesicht und sprach: Mein Vater, mein Vater! Wagen
Israels und seine Reiter!
15 Da
sprach Elisa zu ihm: Hole Bogen und Pfeile. Und er holte ihm
Bogen und Pfeile.
16 Und
er sprach zu dem König von Israel: Lege deine Hand auf den
Bogen. Da legte er seine Hand darauf: und Elisa tat seine Hände
auf die Hände des Königs.
17 Und
er sprach: Öffne das Fenster gegen Morgen. Und er öffnete es.
Und Elisa sprach: Schieße! Und er schoß. Und er sprach: Ein
Pfeil der Rettung von Jehova und ein Pfeil der Rettung wider die
Syrer! Und so wirst du die Syrer zu Aphek schlagen bis zur
Vernichtung.
18 Und
er sprach: Nimm die Pfeile. Und er nahm sie. Und er sprach zu
dem König von Israel: Schlage auf die Erde! Und er schlug
dreimal und hielt inne.
19 Da
ward der Mann Gottes zornig über ihn und sprach: Du hättest
fünf-oder sechsmal schlagen sollen, dann würdest du die Syrer
bis zur Vernichtung geschlagen haben; nun aber wirst du die
Syrer dreimal schlagen.
20 Und
Elisa starb, und man begrub ihn. Und es kamen Streifscharen der
Moabiter in das Land, als das Jahr anfing.
21 Und
es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die
Streifschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas; und als
der Mann hineinkam und die Gebeine Elisas berührte, da wurde er
lebendig und erhob sich auf seine Füße.
22 Und
Hasael, der König von Syrien, bedrückte Israel alle Tage des
Joahas.
23
Aber Jehova erwies ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und
wandte sich ihnen zu, wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und
Jakob; und er wollte sie nicht verderben und warf sie nicht von
seinem Angesicht weg bis dahin.
24 Und
Hasael, der König von Syrien, starb. Und Ben-Hadad, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
25 Da
nahm Joas, der Sohn des Joahas, aus der Hand Ben-Hadads, des
Sohnes Hasaels, die Städte wieder, welche dieser aus der Hand
seines Vaters Joahas im Streit genommen hatte. Dreimal schlug
ihn Joas und brachte die Städte Israels wieder zurück.
14,1
Im zweiten Jahre Joas’, des Sohnes Joahas’, des Königs von
Israel, wurde Amazja König, der Sohn Joas’, des Königs von Juda.
2
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner
Mutter war Joaddin, von Jerusalem.
3 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nur nicht wie sein
Vater David; er tat nach allem, was sein Vater Joas getan hatte.
4 Doch
die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
5 Und
es geschah, als das Königtum in seiner Hand erstarkt war, da
erschlug er seine Knechte, die den König, seinen Vater,
erschlagen hatten.
6 Aber
die Söhne der Totschläger tötete er nicht, wie geschrieben steht
im Buche des Gesetzes Moses, wo Jehova geboten und gesagt hat:
Nicht sollen Väter getötet werden um der Kinder willen, und
Kinder sollen nicht getötet werden um der Väter willen, sondern
sie sollen ein jeder für seine Sünde getötet werden.
7 Er
schlug die Edomiter im Salztal, zehntausend Mann, und nahm Sela
ein im Streit, und er gab ihm den Namen Joktheel bis auf diesen
Tag.
8
Damals sandte Amazja Boten an Joas, den Sohn Joahas’, des Sohnes
Jehus, den König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm, laß uns
einander ins Angesicht sehen!
9 Da
sandte Joas, der König von Israel, zu Amazja, dem König von
Juda, und ließ ihm sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte
zu der Zeder auf dem Libanon und ließ ihr sagen: Gib meinem
Sohne deine Tochter zum Weibe! Da lief das Getier des Feldes,
das auf dem Libanon ist, vorüber und zertrat den Dornstrauch.
10
Freilich hast du Edom geschlagen, und dein Herz erhebt sich;
habe deinen Ruhm und bleibe in deinem Hause! Warum willst du
dich denn mit dem Unglück einlassen, daß du fallest, du und Juda
mit dir?
11
Aber Amazja hörte nicht. Da zog Joas, der König von Israel,
herauf; und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der
König von Juda, zu Beth-Semes, das zu Juda gehört.
12 Und
Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, ein jeder nach
seinem Zelte.
13 Und
Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den
Sohn Joas’, des Sohnes Ahasjas, zu Beth-Semes gefangen. Und er
kam nach Jerusalem und machte einen Bruch in der Mauer
Jerusalems, vom Tore Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert
Ellen.
14 Und
er nahm alles Gold und Silber, und alle Geräte, welche sich im
Hause Jehovas und in den Schätzen des Hauses des Königs
vorfanden, und Geiseln und kehrte nach Samaria zurück.
15 Und
das Übrige der Geschichte Joas’, was er getan, und seine Macht,
und wie er mit Amazja, dem König von Juda, gestritten hat, ist
das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von
Israel?
16 Und
Joas legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben zu
Samaria bei den Königen von Israel. Und Jerobeam, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
17 Und
Amazja, der Sohn Joas’, der König von Juda, lebte nach dem Tode
Joas’, des Sohnes Joahas’, des Königs von Israel, fünfzehn
Jahre.
18 Und
das Übrige der Geschichte Amazjas, ist das nicht geschrieben in
dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
19 Und
sie machten zu Jerusalem eine Verschwörung wider ihn, und er
floh nach Lachis; und sie sandten ihm nach bis Lachis und
töteten ihn daselbst.
20 Und
sie luden ihn auf Rosse, und er wurde begraben zu Jerusalem bei
seinen Vätern in der Stadt Davids.
21 Und
das ganze Volk von Juda nahm Asarja, der sechzehn Jahre alt war,
und sie machten ihn zum König an seines Vaters Amazja Statt.
22 Er
baute Elath und brachte es an Juda zurück, nachdem der König
sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
23 Im
fünfzehnten Jahre Amazjas, des Sohnes Joas’, des Königs von
Juda, wurde Jerobeam, der Sohn Joas’, des Königs von Israel,
König zu Samaria und regierte einundvierzig Jahre.
24 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von
allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel
sündigen gemacht hatte.
25 Er
stellte die Grenze Israels wieder her, vom Eingange Hamaths bis
an das Meer der Ebene, nach dem Worte Jehovas, des Gottes
Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn
Amittais, den Propheten, der von Gath-Hepher war.
26
Denn Jehova sah, daß das Elend Israels sehr bitter war, und daß
dahin war der Gebundene und dahin der Freie, und daß kein Helfer
da war für Israel.
27 Und
Jehova hatte nicht gesagt, daß er den Namen Israels austilgen
würde unter dem Himmel hinweg; und so rettete er sie durch die
Hand Jerobeams, des Sohnes Joas’.
28 Und
das Übrige der Geschichte Jerobeams, und alles, was er getan,
und seine Macht, wie er gestritten, und wie er Damaskus und
Hamath, die Juda gehört hatten, an Israel zurückgebracht hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel?
29 Und
Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, zu den Königen von Israel.
Und Sekarja, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
15,1
Im siebenundzwanzigsten Jahre Jerobeams, des Königs von Israel,
wurde Asarja König, der Sohn Amazjas, des Königs von Juda.
2
Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und regierte
zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Jekolja, von Jerusalem.
3 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater Amazja getan hatte.
4 Doch
die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch auf
den Höhen.
5 Und
Jehova schlug den König, und er wurde aussätzig bis zum Tage
seines Todes; und er wohnte in einem Krankenhause. Jotham aber,
der Sohn des Königs, war über das Haus und richtete das Volk des
Landes.
6 Und
das Übrige der Geschichte Asarjas, und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
7 Und
Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei
seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Jotham, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
8 Im
achtunddreißigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde
Sekarja, der Sohn Jerobeams, König über Israel zu Samaria und
regierte sechs Monate.
9 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, so wie seine Väter
getan hatten; er wich nicht von den Sünden Jerobeams, des Sohnes
Nebats, wodurch er Israel sündigen gemacht hatte.
10 Und
Sallum, der Sohn Jabes’, machte eine Verschwörung wider ihn und
erschlug ihn vor dem Volke und tötete ihn. Und er ward König an
seiner Statt.
11 Und
das Übrige der Geschichte Sekarjas, siehe, das ist geschrieben
in dem Buche der Chronika der Könige von Israel.
12 Das
ist das Wort Jehovas, welches er zu Jehu geredet hatte, indem er
sprach: Dir sollen Söhne des vierten Gliedes auf dem Throne
Israels sitzen. Und es geschah also.
13
Sallum, der Sohn Jabes’, wurde König im neununddreißigsten Jahre
Ussijas, des Königs von Juda; und er regierte einen Monat lang
zu Samaria.
14 Da
zog Menachem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf und kam nach
Samaria; und er erschlug Sallum, den Sohn Jabes’, zu Samaria und
tötete ihn. Und er ward König an seiner Statt.
15 Und
das Übrige der Geschichte Sallums, und seine Verschwörung, die
er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Israel.
16
Damals schlug Menachem Tiphsach und alles, was darin war, und
sein Gebiet, von Tirza aus: weil man ihm nicht aufgetan hatte,
so schlug er es; alle seine Schwangeren schlitzte er auf.
17 Im
neununddreißigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde
Menachem, der Sohn Gadis, König über Israel und regierte zehn
Jahre zu Samaria.
18 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte, alle seine Tage.
19 Und
Pul, der König von Assyrien, kam wider das Land; und Menachem
gab Pul tausend Talente Silber, damit seine Hand mit ihm wäre,
um das Königtum in seiner Hand zu befestigen.
20 Und
Menachem legte die Zahlung des Geldes auf Israel, auf alle
vermögenden Leute, um es dem König von Assyrien zu geben:
fünfzig Sekel Silber auf jeden Mann. Da kehrte der König von
Assyrien um und blieb nicht daselbst im Lande.
21 Und
das Übrige der Geschichte Menachems und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel?
22 Und
Menachem legte sich zu seinen Vätern. Und Pekachja, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
23 Im
fünfzigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde Pekachja,
der Sohn Menachems, König über Israel zu Samaria und regierte
zwei Jahre.
24 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
25 Und
Pekach, der Sohn Remaljas, sein Anführer, machte eine
Verschwörung wider ihn und erschlug ihn zu Samaria in der Burg
des Königshauses, mit Argob und mit Arjeh; und mit ihm waren
fünfzig Mann von den Söhnen der Gileaditer. Und er tötete ihn
und ward König an seiner Statt.
26 Und
das Übrige der Geschichte Pekachjas und alles, was er getan hat,
siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel.
27 Im
zweiundfünfzigsten Jahre Asarjas, des Königs von Juda, wurde
Pekach, der Sohn Remaljas, König über Israel zu Samaria und
regierte zwanzig Jahre.
28 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas; er wich nicht von den
Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er Israel sündigen
gemacht hatte.
29 In
den Tagen Pekachs, des Königs von Israel, kam Tiglath-Pileser,
der König von Assyrien, und er nahm Ijjon ein und
Abel-Beth-Maaka und Janoach und Kedes und Hazor und Gilead und
Galiläa, das ganze Land Naphtali, und führte die Bewohner nach
Assyrien hinweg.
30 Und
Hosea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung wider Pekach, den
Sohn Remaljas, und erschlug ihn und tötete ihn. Und er ward
König an seiner Statt, im zwanzigsten Jahre Jothams, des Sohnes
Ussijas.
31 Und
das Übrige der Geschichte Pekachs und alles, was er getan hat,
siehe, das ist geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Israel.
32 Im
zweiten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs von
Israel, wurde Jotham König, der Sohn Ussijas, des Königs von
Juda.
33
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Jeruscha, die Tochter Zadoks.
34 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas; er tat nach allem,
was sein Vater Ussija getan hatte.
35
Doch die Höhen wichen nicht; das Volk opferte und räucherte noch
auf den Höhen. Er baute das obere Tor des Hauses Jehovas.
36 Und
das Übrige der Geschichte Jothams und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
37 In
jenen Tagen begann Jehova, Rezin, den König von Syrien, und
Pekach, den Sohn Remaljas, wider Juda zu senden.
38 Und
Jotham legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei
seinen Vätern in der Stadt seines Vaters David. Und Ahas, sein
Sohn, ward König an seiner Statt.
16,1
Im siebzehnten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas
König, der Sohn Jothams, des Königs von Juda.
2
Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte
sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in
den Augen Jehovas, seines Gottes, wie sein Vater David;
3
sondern er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, und er
ließ sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen, nach den Greueln der
Nationen, die Jehova vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte;
4 und
er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und
unter jedem grünen Baume.
5
Damals zogen Rezin, der König von Syrien, und Pekach, der Sohn
Remaljas, der König von Israel, nach Jerusalem hinauf zum
Streit; und sie belagerten Ahas, aber sie vermochten nicht wider
ihn zu streiten.
6 Zu
selbiger Zeit brachte Rezin, der König von Syrien, Elath wieder
an Syrien und trieb die Juden aus Elath hinaus; und die Syrer
kamen nach Elath, und sie haben dort gewohnt bis auf diesen Tag.
7 Da
sandte Ahas Boten an Tiglath-Pileser, den König von Assyrien,
und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm
herauf und rette mich aus der Hand des Königs von Syrien und aus
der Hand des Königs von Israel, die sich wider mich erhoben
haben.
8 Und
Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich in dem Hause Jehovas
und in den Schätzen des Königshauses vorfand, und sandte es als
Geschenk an den König von Assyrien.
9 Und
der König von Assyrien hörte auf ihn; und der König von Assyrien
zog hinauf wider Damaskus und nahm es ein und führte seine
Einwohner weg nach Kir; und Rezin tötete er.
10 Und
der König Ahas zog Tiglath-Pileser, dem König von Assyrien,
entgegen, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der zu
Damaskus war, da sandte der König Ahas dem Heilige (e-r) Urija
das Gleichnis des Altars und dessen Abbild nach seiner ganzen
Bauart.
11 Und
der Heilige (e-r) Urija baute den Altar; nach allem, was der
König Ahas von Damaskus gesandt hatte, also machte ihn der
Heilige (e-r) Urija, bis der König Ahas von Damaskus kam.
12 Und
als der König von Damaskus kam, und der König den Altar sah, da
trat der König an den Altar und opferte darauf;
13 und
er räucherte sein Brandopfer und sein Speisopfer, und goß sein
Trankopfer aus, und sprengte das Blut seiner Friedensopfer an
den Altar.
14 Den
ehernen Altar aber, der vor Jehova stand, den rückte er von der
Vorderseite des Hauses weg, von der Stelle, zwischen seinem
Altar und dem Hause Jehovas; und er setzte ihn an die Seite
seines Altars gegen Norden.
15 Und
der König Ahas gebot dem Heilige (e-r) Urija und sprach:
Räuchere auf dem großen Altar das Morgenbrandopfer und das
Abendspeisopfer, und das Brandopfer des Königs samt seinem
Speisopfer, und das Brandopfer des ganzen Volkes des Landes samt
ihren Speisopfern und ihren Trankopfern; und alles Blut der
Brandopfer und alles Blut der Schlachtopfer sollst du daran
sprengen; und der eherne Altar soll für mich sein zum
Erforschen.
16 Und
der Heilige (e-r) Urija tat nach allem, was der König Ahas
geboten hatte.
17 Und
der König Ahas brach die Felder an den Gestellen ab und tat die
Becken, die darauf waren, hinweg; und er ließ das Meer von den
ehernen Rindern, die darunter waren, herabnehmen und auf eine
Unterlage von Steinen setzen.
18 Und
den bedeckten Sabbathgang, den man am Hause gebaut hatte, und
den äußeren Eingang des Königs veränderte er am Hause Jehovas
wegen des Königs von Assyrien.
19 Und
das Übrige der Geschichte Ahas’, was er getan hat, ist das nicht
geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
20 Und
Ahas legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben bei
seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Hiskia, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
17,1
Im zwölften Jahre Ahas’, des Königs von Juda, wurde Hosea, der
Sohn Elas, König zu Samaria über Israel und regierte neun Jahre.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, doch nicht wie die
Könige von Israel, die vor ihm gewesen waren.
3
Wider ihn zog Salmaneser, der König von Assyrien, herauf; und
Hosea wurde sein Knecht und entrichtete ihm Geschenke.
4 Aber
der König von Assyrien entdeckte eine Verschwörung des Hosea;
denn er hatte Boten an So, den König von Ägypten, gesandt, und
hatte dem König von Assyrien kein Geschenk dargebracht, wie von
Jahr zu Jahr. Da verhaftete ihn der König von Assyrien und legte
ihn gebunden ins Gefängnis.
5 Und
der König von Assyrien zog herauf in das ganze Land, und zog
herauf nach Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
6 Im
neunten Jahre Hoseas nahm der König von Assyrien Samaria ein und
führte Israel nach Assyrien hinweg; und er ließ sie wohnen in
Halach und am Habor, dem Strome Gosans, und in den Städten
Mediens.
7 Und
dies geschah, weil die Kinder Israel gesündigt hatten wider
Jehova, ihren Gott, der sie aus dem Lande Ägypten heraufgeführt
hatte, unter der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten,
hinweg,
8 und
weil sie andere Götter fürchteten und in den Satzungen der
Nationen wandelten, die Jehova vor den Kindern Israel
ausgetrieben, und der Könige von Israel, welche dieselben
gemacht hatten.
9 Und
die Kinder Israel trieben wider Jehova, ihren Gott, heimlich
Dinge, die nicht recht waren; und sie bauten sich Höhen in allen
ihren Städten, von den Türmen der Wächter bis zu den festen
Städten;
10 und
sie errichteten sich Bildsäulen und Ascherim auf jedem hohen
Hügel und unter jedem grünen Baume,
11 und
sie räucherten daselbst auf allen Höhen, wie die Nationen, die
Jehova vor ihnen weggeführt hatte; und sie taten böse Dinge, um
Jehova zu reizen;
12 und
sie dienten den Götzen, von denen Jehova ihnen gesagt hatte:
Solches sollt ihr nicht tun!
13 Und
Jehova zeugte gegen Israel und gegen Juda durch alle Propheten,
alle Seher, indem er sprach: Kehret um von euren bösen Wegen und
beobachtet meine Gebote, meine Satzungen, nach dem ganzen
Gesetz, das ich euren Vätern geboten, und das ich euch gesandt
habe durch meine Knechte, die Propheten.
14
Aber sie hörten nicht und verhärteten ihren Nacken, gleich dem
Nacken ihrer Väter, welche Jehova, ihrem Gott, nicht geglaubt
hatten.
15 Und
sie verachteten seine Satzungen und seinen Bund, den er mit
ihren Vätern gemacht, und seine Zeugnisse, die er ihnen bezeugt
hatte; und sie wandelten der Eitelkeit nach und handelten eitel,
und den Nationen nach, die rings um sie her waren, von denen
Jehova ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun.
16 Und
sie verließen alle Gebote Jehovas, ihres Gottes, und machten
sich gegossene Bilder, zwei Kälber, und machten eine Aschera,
und bückten sich vor dem ganzen Heere des Himmels und dienten
dem Baal.
17 Und
sie ließen ihre Söhne und ihre Töchter durchs Feuer gehen, und
trieben Wahrsagerei und Zauberei, und verkauften sich, zu tun,
was böse war in den Augen Jehovas, um ihn zu reizen.
18 Da
erzürnte Jehova sehr über Israel und tat es vor seinem Angesicht
hinweg; es blieb nichts übrig, nur der Stamm Juda allein.
19
Auch Juda beobachtete nicht die Gebote Jehovas, seines Gottes;
und sie wandelten in den Satzungen Israels, die es gemacht
hatte.
20 Da
verwarf Jehova den ganzen Samen Israels und demütigte sie, und
er gab sie in die Hand von Plünderern, bis er sie von seinem
Angesicht weggeworfen hatte.
21
Denn Israel hatte sich von dem Hause Davids losgerissen, und sie
hatten Jerobeam, den Sohn Nebats, zum König gemacht; und
Jerobeam lenkte Israel von der Nachfolge Jehovas ab und
verleitete sie zu einer großen Sünde.
22 Und
die Kinder Israel wandelten in allen Sünden Jerobeams, die er
getan hatte; sie wichen nicht davon,
23 bis
Jehova Israel vor seinem Angesicht hinwegtat, so wie er durch
alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte; und Israel
wurde aus seinem Lande nach Assyrien weggeführt bis auf diesen
Tag.
24 Und
der König von Assyrien brachte Leute aus Babel und aus Kutha und
aus Awa und aus Hamath und aus Sepharwaim, und ließ sie an
Stelle der Kinder Israel in den Städten Samarias wohnen; und sie
nahmen Samaria in Besitz und wohnten in seinen Städten.
25 Und
es geschah, im Anfang ihrer Niederlassung daselbst fürchteten
sie Jehova nicht; da sandte Jehova Löwen unter sie, welche unter
ihnen würgten.
26 Und
man sprach zu dem König von Assyrien und sagte: Die Nationen,
die du weggeführt und in den Städten Samarias hast wohnen
lassen, kennen nicht die Weise des Gottes des Landes; und er hat
Löwen unter sie gesandt, und siehe, sie töten sie, weil sie die
Weise des Gottes des Landes nicht kennen.
27 Da
gebot der König von Assyrien und sprach: Laßt einen der Heilige
(e-r), die ihr von dannen weggeführt habt, dahin gehen, daß sie
hingehen und daselbst wohnen; und er lehre sie die Weise des
Gottes des Landes.
28 Und
es kam einer der Heilige (e-r), die man aus Samaria weggeführt
hatte, und wohnte zu Bethel; und er lehrte sie, wie sie Jehova
fürchten sollten.
29 Und
sie machten sich, eine jede Nation, ihre Götter, und stellten
sie in die Höhenhäuser, welche die Samariter gemacht hatten,
eine jede Nation in ihren Städten, in welchen sie wohnten.
30 Und
die Leute von Babel machten Sukkoth-Benoth; und die Leute von
Kuth machten Nergal; und die Leute von Hamath machten Aschima;
31 und
die Awiter machten Nibchas und Tartak; und die Sepharwiter
verbrannten dem Adrammelek und dem Anammelek, den Göttern von
Sepharwaim, ihre Söhne im Feuer.
32 Und
sie fürchteten Jehova, und sie machten sich aus ihrer Gesamtheit
Heilige (e-r) der Höhen, welche für sie in den Höhenhäusern
opferten.
33 Sie
fürchteten Jehova, und sie dienten ihren Göttern nach der Weise
der Nationen, aus welchen man sie weggeführt hatte.
34 Bis
auf diesen Tag tun sie nach den früheren Weisen: sie fürchten
Jehova nicht, und sie tun nicht nach ihren Satzungen und nach
ihren Rechten, und auch nicht nach dem Gesetz und nach dem
Gebot, welches Jehova den Söhnen Jakobs geboten hatte, dem er
den Namen Israel gab.
35 Und
doch hatte Jehova einen Bund mit ihnen gemacht und ihnen geboten
und gesagt: Ihr sollt nicht andere Götter fürchten, und sollt
euch nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen und
ihnen nicht opfern;
36
sondern Jehova, der euch mit großer Kraft und mit ausgestrecktem
Arm aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat, den sollt ihr
fürchten, und den sollt ihr anbeten und ihm opfern.
37 Und
die Satzungen und die Rechte und das Gesetz und das Gebot, die
er für euch geschrieben hat, sollt ihr beobachten, zu tun alle
Tage, und ihr sollt nicht andere Götter fürchten.
38 Und
des Bundes, den ich mit euch gemacht habe, sollt ihr nicht
vergessen, und sollt nicht andere Götter fürchten;
39
sondern Jehova, euren Gott, sollt ihr fürchten, und er wird euch
erretten aus der Hand aller eurer Feinde.
40
Aber sie hörten nicht, sondern taten nach ihrer früheren Weise.
41 So
fürchteten diese Nationen Jehova, und dienten zugleich ihren
Götzenbildern. Auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder tun bis
auf diesen Tag, so wie ihre Väter getan haben.
18,1
Und es geschah im dritten Jahre Hoseas, des Sohnes Elas, des
Königs von Israel, da wurde Hiskia König, der Sohn Ahas’, des
Königs von Juda.
2
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner
Mutter war Abi, die Tochter Sekarjas.
3 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater David getan hatte.
4 Er
tat die Höhen hinweg und zerschlug die Bildsäulen, und rottete
die Aschera aus, und zertrümmerte die eherne Schlange, welche
Mose gemacht hatte; denn bis zu jenen Tagen hatten die Kinder
Israel ihr geräuchert, und man nannte sie Nechustan.
5 Er
vertraute auf Jehova, den Gott Israels; und nach ihm ist
seinesgleichen nicht gewesen unter allen Königen von Juda, noch
unter denen, die vor ihm waren.
6 Und
er hing Jehova an, er wich nicht von ihm ab; und er beobachtete
seine Gebote, die Jehova dem Mose geboten hatte.
7 Und
Jehova war mit ihm; überall, wohin er zog, gelang es ihm. Und er
empörte sich gegen den König von Assyrien und diente ihm nicht.
8 Er
schlug die Philister bis Gasa und verheerte dessen Gebiet, vom
Turme der Wächter an bis zu der festen Stadt.
9 Und
es geschah im vierten Jahre des Königs Hiskia, das war das
siebte Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da
zog Salmaneser, der König von Assyrien, wider Samaria herauf und
belagerte es.
10 Und
er nahm es ein am Ende von drei Jahren; im sechsten Jahre
Hiskias, das war das neunte Jahr Hoseas, des Königs von Israel,
wurde Samaria eingenommen.
11 Und
der König von Assyrien führte Israel nach Assyrien hinweg; und
er versetzte sie nach Halach und an den Habor, den Strom Gosans,
und in die Städte Mediens:
12
darum daß sie auf die Stimme Jehovas, ihres Gottes, nicht
gehört, und seinen Bund übertreten hatten alles, was Mose, der
Knecht Jehovas, geboten hat und weil sie nicht gehört und es
nicht getan hatten.
13 Und
im vierzehnten Jahre des Königs Hiskia zog Sanherib, der König
von Assyrien, herauf wider alle festen Städte Judas und nahm sie
ein.
14 Da
sandte Hiskia, der König von Juda, an den König von Assyrien
nach Lachis und ließ ihm sagen: Ich habe gefehlt, kehre um von
mir; was du mir auferlegen wirst, will ich tragen. Und der König
von Assyrien legte Hiskia, dem König von Juda, dreihundert
Talente Silber und dreißig Talente Gold auf.
15 Und
Hiskia gab alles Silber, das sich in dem Hause Jehovas und in
den Schätzen des Königshauses vorfand.
16 Zu
selbiger Zeit brach Hiskia von den Türflügeln des Tempels
Jehovas und den Pfosten, die Hiskia, der König von Juda,
überzogen hatte, das Gold ab und gab es dem König von Assyrien.
17
Aber der König von Assyrien sandte von Lachis aus den Tartan und
den Rabsaris und den Rabsake mit einem großen Heere wider den
König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf und kamen nach
Jerusalem: sie zogen herauf und kamen und hielten an der
Wasserleitung des oberen Teiches, welcher an der Straße des
Walkerfeldes liegt.
18 Und
sie riefen dem König. Da gingen zu ihnen hinaus Eljakim, der
Sohn Hilkijas, der über das Haus war, und Schebna, der
Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Geschichtsschreiber.
19 Und
der Rabsake sprach zu ihnen: Saget doch zu Hiskia: So spricht
der große König, der König von Assyrien: Was ist das für ein
Vertrauen, womit du vertraust?
20 Du
sagst doch nur ein Wort der Lippen ist es: Da ist Rat und Macht
zum Kriege. Nun, auf wen vertraust du, daß du dich wider mich
empört hast?
21
Nun, siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf
Ägypten, der, wenn jemand sich auf ihn stützt, ihm in die Hand
fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von
Ägypten, allen, die auf ihn vertrauen.
22 Und
wenn ihr zu mir sprechet: Auf Jehova, unseren Gott, vertrauen
wir! ist er es nicht, dessen Höhen und dessen Altäre Hiskia
hinweggetan, da er zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat: Vor
diesem Altar sollt ihr anbeten in Jerusalem?
23 Und
nun, laß dich doch ein mit meinem Herrn, dem König von Assyrien:
Ich will dir zweitausend Rosse geben, wenn du dir Reiter darauf
setzen kannst.
24 Und
wie wolltest du einen einzigen Befehlshaber von den geringsten
Knechten meines Herrn zurücktreiben? Aber du vertraust auf
Ägypten der Wagen und Reiter wegen.
25
Nun, bin ich etwa ohne Jehova wider diesen Ort heraufgezogen, um
ihn zu verheeren? Jehova hat zu mir gesagt: Ziehe hinauf wider
dieses Land und verheere es!
26 Und
Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach sprachen zu
dem Rabsake: Rede doch zu deinen Knechten auf aramäisch, denn
wir verstehen es; und rede nicht auf jüdisch mit uns vor den
Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist.
27 Und
der Rabsake sprach zu ihnen: Hat mein Herr mich zu deinem Herrn
und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden? Nicht zu den
Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu
essen und ihren Harn zu trinken?
28 Und
der Rabsake stand und rief mit lauter Stimme auf jüdisch und
redete und sprach: Höret das Wort des großen Königs, des Königs
von Assyrien!
29 So
spricht der König: Daß Hiskia euch nicht täusche; denn er wird
euch nicht von seiner Hand zu erretten vermögen.
30 Und
das Hiskia euch nicht auf Jehova vertröste, indem er spricht:
Jehova wird uns gewißlich erretten, und diese Stadt wird nicht
in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden.
31
Höret nicht auf Hiskia! Denn also spricht der König von
Assyrien: Machet Frieden mit mir und kommet zu mir heraus, so
sollt ihr ein jeder von seinem Weinstock und ein jeder von
seinem Feigenbaum essen, und ein jeder das Wasser seines
Brunnens trinken,
32 bis
ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von
Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von
Olivenbäumen und Honig, daß ihr lebet und nicht sterbet. Aber
höret nicht auf Hiskia! Denn er verführt euch, indem er spricht:
Jehova wird uns erretten!
33
Haben denn irgend die Götter der Nationen ein jeder sein Land
von der Hand des Königs von Assyrien errettet?
34 Wo
sind die Götter von Hamath und Arpad? Wo die Götter von
Sepharwaim, von Hena und Iwa? Haben sie Samaria von meiner Hand
errettet?
35
Welche sind es unter allen Göttern der Länder, die ihr Land von
meiner Hand errettet haben, daß Jehova Jerusalem von meiner Hand
erretten sollte?
36 Und
das Volk schwieg still und antwortete ihm kein Wort; denn es war
das Gebot des Königs, der gesagt hatte: Ihr sollt nicht
antworten!
37 Und
Eljakim, der Sohn Hilkijas, der über das Haus war, und Schebna,
der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der
Geschichtsschreiber, kamen zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern
und berichteten ihm die Worte des Rabsake.
19,1
Und es geschah, als der König Hiskia es hörte, da zerriß er
seine Kleider und hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus
Jehovas.
2 Und
er sandte Eljakim, der über das Haus war, und Schebna, den
Schreiber, und die Ältesten der Heilige (e-r), in Sacktuch
gehüllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohne Amoz’.
3 Und
sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Dieser Tag ist ein Tag
der Bedrängnis und der Züchtigung und der Schmähung; denn die
Kinder sind bis an die Geburt gekommen, aber da ist keine Kraft
zum Gebären.
4
Vielleicht wird Jehova, dein Gott, alle Worte des Rabsake hören,
welchen sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den
lebendigen Gott zu höhnen, und wird die Worte bestrafen, die
Jehova, dein Gott, gehört hat. Erhebe denn ein Gebet für den
Überrest, der sich noch vorfindet!
5 Und
die Knechte des Königs Hiskia kamen zu Jesaja.
6 Und
Jesaja sprach zu ihnen: Also sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So
spricht Jehova: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört
hast, womit die Diener des Königs von Assyrien mich gelästert
haben.
7
Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, daß er ein Gerücht
hören und in sein Land zurückkehren wird; und ich will ihn
durchs Schwert fällen in seinem Lande.
8 Und
der Rabsake kehrte zurück und fand den König von Assyrien
streitend wider Libna; denn er hatte gehört, daß er von Lachis
aufgebrochen wäre.
9 Und
er hörte von Tirhaka, dem König von Äthiopien, sagen: Siehe, er
ist ausgezogen, um wider dich zu streiten. Da sandte er wiederum
Boten zu Hiskia und sprach:
10 So
sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen und sagen: Daß
dich nicht täusche dein Gott, auf den du vertraust, indem du
sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs von
Assyrien gegeben werden!
11
Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern
getan haben, indem sie sie vertilgten; und du solltest errettet
werden?
12
Haben die Götter der Nationen, welche meine Väter vernichtet
haben, sie errettet: Gosan und Haran und Rezeph, und die Kinder
Edens, die in Telassar waren?
13 Wo
ist der König von Hamath und der König von Arpad und der König
der Stadt Sepharwaim, von Hena und Iwa?
14 Und
Hiskia nahm den Brief aus der Hand der Boten und las ihn; und er
ging in das Haus Jehovas hinauf, und Hiskia breitete ihn vor
Jehova aus.
15 Und
Hiskia betete vor Jehova und sprach: Jehova, Gott Israels, der
du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der
Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und
die Erde gemacht.
16
Jehova, neige dein Ohr und höre! Jehova, tue deine Augen auf und
sieh! Ja, höre die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, um den
lebendigen Gott zu höhnen.
17
Wahrlich, Jehova, die Könige von Assyrien haben die Nationen und
ihr Land verwüstet,
18 und
sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht
Götter, sondern ein Werk von Menschenhänden, Holz und Stein, und
sie haben sie zerstört.
19 Und
nun, Jehova, unser Gott, rette uns doch von seiner Hand, damit
alle Königreiche der Erde wissen, daß du, Jehova, allein Gott
bist!
20 Da
sandte Jesaja, der Sohn Amoz’, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So
spricht Jehova, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des
Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, habe ich gehört.
21
Dies ist das Wort, welches Jehova über ihn geredet hat: Es
verachtet dich, es spottet deiner die Jungfrau, die Tochter
Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt dir nach.
22 Wen
hast du gehöhnt und gelästert, und gegen wen die Stimme erhoben?
Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet!
23
Durch deine Boten hast du den Herrn gehöhnt und hast gesprochen:
Mit meiner Wagen Menge habe ich erstiegen die Höhe der Berge,
das äußerste Ende des Libanon; und ich will umhauen den
Hochwuchs seiner Zedern, die Auswahl seiner Zypressen, und ich
will kommen in seine äußerste Wohnung, in seinen Gartenwald.
24 Ich
habe gegraben und fremde Wasser getrunken; und mit der Sohle
meiner Füße werde ich austrocknen alle Ströme Mazors.
25
Hast du nicht gehört, daß ich von ferne her es gewirkt und von
den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es
kommen lassen, daß du feste Städte verwüstest zu öden
Steinhaufen.
26 Und
ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden bestürzt und beschämt;
sie waren wie Kraut des Feldes und grünes Gras, wie Gras der
Dächer, und Korn, das verbrannt ist, ehe es aufschießt.
27 Und
ich kenne dein Sitzen, und dein Aus-und dein Eingehen, und dein
Toben wider mich.
28
Wegen deines Tobens wider mich, und weil dein Übermut in meine
Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase
legen und mein Gebiß in deine Lippen und werde dich zurückführen
auf dem Wege, auf welchem du gekommen bist!
29 Und
dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahre den
Nachwuchs der Ernte essen, und im zweiten Jahre, was ausgesproßt
ist; im dritten Jahre aber säet und erntet, und pflanzet
Weinberge und esset ihre Frucht.
30 Und
das Entronnene vom Hause Juda, das übriggeblieben ist, wird
wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben.
31
Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen, und ein
Entronnenes vom Berge Zion. Der Eifer Jehovas wird solches tun!
32
Darum, so spricht Jehova von dem König von Assyrien: Er soll
nicht in diese Stadt kommen, und er soll keinen Pfeil darein
schießen und keinen Schild ihr zukehren und keinen Wall gegen
sie aufschütten.
33 Auf
dem Wege, auf welchem er gekommen ist, soll er zurückkehren, und
soll in diese Stadt nicht kommen, spricht Jehova.
34 Und
ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinet-und
um Davids, meines Knechtes, willen.
35 Und
es geschah in selbiger Nacht, da ging ein Engel Jehovas aus und
schlug in dem Lager der Assyrer hundertfünfundachtzigtausend
Mann. Und als man des Morgens früh aufstand, siehe, da waren sie
allesamt Leichname.
36 Und
Sanherib, der König von Assyrien, brach auf, und er zog fort und
kehrte zurück und blieb in Ninive.
37 Und
es geschah, als er sich im Hause Nisroks, seines Gottes,
niederbeugte, da erschlugen ihn Adrammelek und Scharezer, seine
Söhne, mit dem Schwerte; und sie entrannen in das Land Ararat.
Und Esar-Haddon, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
20,1
In jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben. Und Jesaja, der
Sohn Amoz’, der Prophet, kam zu ihm, und sprach zu ihm: So
spricht Jehova: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und
nicht genesen.
2 Da
wandte er sein Angesicht gegen die Wand und betete zu Jehova und
sprach:
3 Ach,
Jehova! Gedenke doch, daß ich in Wahrheit und mit ungeteiltem
Herzen vor deinem Angesicht gewandelt, und getan habe, was gut
ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr.
4 Und
es geschah, Jesaja war noch nicht zur mittleren Stadt
hinausgegangen, da geschah das Wort Jehovas zu ihm also:
5
Kehre um und sprich zu Hiskia, dem Fürsten meines Volkes: So
spricht Jehova, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein
Gebet gehört, ich habe deine Tränen gesehen; siehe, ich will
dich heilen; am dritten Tage wirst du in das Haus Jehovas
hinaufgehen.
6 Und
ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen; und von der
Hand des Königs von Assyrien will ich dich und diese Stadt
erretten; und ich will diese Stadt beschirmen um meinet-und um
Davids, meines Knechtes, willen.
7 Und
Jesaja sprach: Holet einen Feigenkuchen. Und sie holten ihn und
legten ihn auf das Geschwür; und er genas.
8 Und
Hiskia sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, daß Jehova
mich heilen wird, und daß ich am dritten Tage in das Haus
Jehovas hinaufgehen werde?
9 Und
Jesaja sprach: Dies wird dir das Zeichen sein von seiten
Jehovas, daß Jehova das Wort tun wird, welches er geredet hat:
Soll der Schatten zehn Grade vorwärts gehen, oder soll er zehn
Grade zurückgehen?
10 Und
Hiskia sprach: Es ist dem Schatten ein Leichtes, zehn Grade zu
fallen; nein, sondern der Schatten soll zehn Grade rückwärts
gehen.
11 Da
rief der Prophet Jesaja zu Jehova; und er ließ den Schatten an
den Graden, welche er am Sonnenzeiger Ahas’ niederwärts gegangen
war, um zehn Grade rückwärts gehen.
12 Zu
jener Zeit sandte Berodak-Baladan, der Sohn Baladans, der König
von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia; denn er hatte gehört,
daß Hiskia krank gewesen war.
13 Und
Hiskia hörte sie an, und er zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus:
das Silber und das Gold, und die Gewürze und das köstliche Öl;
und sein ganzes Zeughaus, und alles, was sich in seinen Schätzen
vorfand; es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen
Herrschaft, was Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte.
14 Da
kam Jesaja, der Prophet, zum König Hiskia und sprach zu ihm: Was
haben diese Männer gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen?
Und Hiskia sprach: Aus fernem Lande sind sie gekommen, von
Babel.
15 Und
er sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Und Hiskia
sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; es
gibt nichts in meinen Schätzen, was ich ihnen nicht gezeigt
hätte.
16 Da
sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort Jehovas!
17
Siehe, es kommen Tage, da alles, was in deinem Hause ist und was
deine Väter aufgehäuft haben bis auf diesen Tag, nach Babel
weggebracht werden wird; es wird nichts übrigbleiben, spricht
Jehova.
18 Und
von deinen Söhnen, die aus dir hervorkommen werden, die du
zeugen wirst, wird man nehmen; und sie werden Kämmerer sein im
Palaste des Königs von Babel.
19 Und
Hiskia sprach zu Jesaja: Das Wort Jehovas ist gut, das du
geredet hast; und er sprach: Nicht wahr, es wird Friede und
Bestand sein in meinen Tagen?
20 Und
das Übrige der Geschichte Hiskias, und alle seine Macht, und wie
er den Teich und die Wasserleitung gemacht und das Wasser in die
Stadt geleitet hat, ist das nicht geschrieben in dem Buche der
Chronika der Könige von Juda?
21 Und
Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und Manasse, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
21,1
Zwölf Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte
fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Hephzi-Bah.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach den Greueln der
Nationen, die Jehova vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.
3 Und
er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört
hatte, und errichtete dem Baal Altäre, und machte eine Aschera,
so wie Ahab, der König von Israel, gemacht hatte, und er beugte
sich nieder vor dem ganzen Heere des Himmels und diente ihnen.
4 Und
er baute Altäre in dem Hause Jehovas, von welchem Jehova gesagt
hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen setzen.
5 Und
er baute dem ganzen Heere des Himmels Altäre in den beiden Höfen
des Hauses Jehovas.
6 Und
er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei
und Wahrsagerei, und bestellte Totenbeschwörer und Wahrsager: er
tat viel Böses in den Augen Jehovas, um ihn zu reizen.
7 Und
er stellte das geschnitzte Bild der Aschera, das er gemacht, in
das Haus, von welchem Jehova zu David und zu seinem Sohne Salomo
gesagt hatte: In dieses Haus und in Jerusalem, das ich aus allen
Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen setzen
ewiglich!
8 Und
ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Lande wandern
lassen, welches ich ihren Vätern gegeben habe, wenn sie nur
darauf achten, nach allem zu tun, was ich ihnen geboten habe,
und nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten
hat.
9 Aber
sie hörten nicht; und Manasse verleitete sie, des Bösen mehr zu
tun als die Nationen, welche Jehova vor den Kindern Israel
vertilgt hatte.
10 Da
redete Jehova durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:
11
Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel verübt und übel
getan hat, mehr als alles, was die Amoriter getan haben, die vor
ihm gewesen sind, und auch Juda durch seine Götzen sündigen
gemacht hat,
12
darum, so spricht Jehova, der Gott Israels, siehe, will ich
Unglück über Jerusalem und Juda bringen, daß jedem, der es hört,
seine beiden Ohren gellen sollen.
13 Und
ich werde über Jerusalem die Meßschnur Samarias ziehen und das
Senkblei des Hauses Ahabs, und ich werde Jerusalem auswischen,
wie man eine Schüssel auswischt: hat man sie ausgewischt, so
kehrt man sie um auf ihre Oberseite.
14 Und
ich werde den Überrest meines Erbteils verstoßen und sie in die
Hand ihrer Feinde geben, und sie werden allen ihren Feinden zum
Raub und zur Plünderung werden;
15
weil sie getan, was böse ist in meinen Augen, und mich stets
gereizt haben von dem Tage an, da ihre Väter aus Ägypten gezogen
sind, bis auf diesen Tag.
16 Und
Manasse vergoß auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er
Jerusalem damit erfüllte von einem Ende bis zum anderen; außer
seiner Sünde, wodurch er Juda sündigen machte, indem es tat, was
böse war in den Augen Jehovas.
17 Und
das Übrige der Geschichte Manasses und alles, was er getan und
seine Sünde, die er begangen hat, ist das nicht geschrieben in
dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
18 Und
Manasse legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben im
Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und Amon, sein Sohn, ward
König an seiner Statt.
19
Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König wurde, und er
regierte zwei Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Meschullemeth, die Tochter Haruz’, von Jotba.
20 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, wie sein Vater
Manasse getan hatte.
21 Und
er wandelte auf allen Wegen, die sein Vater gewandelt war, und
diente den Götzen, welchen sein Vater gedient hatte, und beugte
sich vor ihnen nieder;
22 und
er verließ Jehova, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht auf
dem Wege Jehovas.
23 Und
die Knechte Amons machten eine Verschwörung wider ihn und
töteten den König in seinem Hause.
24 Da
erschlug das Volk des Landes alle, die sich wider den König Amon
verschworen hatten; und das Volk des Landes machte Josia, seinen
Sohn, zum König an seiner Statt.
25 Und
das Übrige der Geschichte Amons, was er getan hat, ist das nicht
geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige von Juda?
26 Und
man begrub ihn in seinem Begräbnis, im Garten Ussas. Und Josia,
sein Sohn, ward König an seiner Statt.
22,1
Acht Jahre war Josia alt, als er König wurde, und er regierte
einunddreißig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Jedida, die Tochter Adajas, von Bozkath.
2 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas; und er wandelte auf
allen Wegen seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch
zur Linken.
3 Und
es geschah im achtzehnten Jahre des Königs Josia, da sandte der
König Schaphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, den
Schreiber, in das Haus Jehovas und sprach:
4 Gehe
hinauf zu Hilkija, dem HohenHeilige (e-r), daß er das Geld
zusammennehme, welches in das Haus Jehovas gebracht worden ist,
welches die Hüter der Schwelle von dem Volke eingesammelt haben,
5
damit man es in die Hand derer gebe, welche das Werk betreiben,
die am Hause Jehovas bestellt sind; und sie sollen es denen
geben, die das Werk tun im Hause Jehovas, um das Baufällige des
Hauses auszubessern:
6 den
Zimmerleuten und den Bauleuten und den Maurern, und um Holz zu
kaufen und behauene Steine, um das Haus auszubessern.
7 Doch
soll das Geld, das in ihre Hand gegeben wird, nicht mit ihnen
verrechnet werden; denn sie handeln getreulich.
8 Und
der Hauptheilige (e-r) Hilkija sprach zu Schaphan, dem
Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Hause Jehovas
gefunden. Und Hilkia gab das Buch dem Schaphan, und er laß es.
9 Und
Schaphan, der Schreiber, kam zum König und brachte dem König
Nachricht und sprach: Deine Knechte haben das Geld, das sich im
Hause vorfand, ausgeschüttet und es in die Hand derer gegeben,
welche das Werk betreiben, die am Hause Jehovas bestellt sind.
10 Und
Schaphan, der Schreiber, berichtete dem König und sprach: Der
Heilige (e-r) Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Schaphan las
es vor dem König.
11 Und
es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes
hörte, da zerriß er seine Kleider.
12 Und
der König gebot Hilkija, dem Heilige (e-r), und Achikam, dem
Sohne Schaphans, und Akbor, dem Sohne Michajas, und Schaphan,
dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des Königs, und sprach:
13
Gehet hin, befraget Jehova für mich und für das Volk und für
ganz Juda wegen der Worte dieses gefundenen Buches. Denn groß
ist der Grimm Jehovas, der wider uns entzündet ist, darum daß
unsere Väter auf die Worte dieses Buches nicht gehört haben, um
nach allem zu tun, was unsertwegen geschrieben ist.
14 Da
gingen der Heilige (e-r) Hilkija und Achikam und Akbor und
Schaphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Schallums,
des Sohnes Tikwas, des Sohnes Harchas’, des Hüters der Kleider;
sie wohnte aber zu Jerusalem im zweiten Stadtteile; und sie
redeten zu ihr.
15 Und
sie sprach zu ihnen: So spricht Jehova, der Gott Israels: Saget
dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
16 So
spricht Jehova: Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort
und über seine Bewohner: alle Worte des Buches, welches der
König von Juda gelesen hat.
17
Darum daß sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert
haben, um mich zu reizen mit all dem Machwerk ihrer Hände, so
wird mein Grimm sich entzünden wider diesen Ort und wird nicht
erlöschen.
18 Zu
dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um Jehova zu
befragen, zu ihm sollt ihr also sprechen: So spricht Jehova, der
Gott Israels: Die Worte anlangend, die du gehört hast,
19
weil dein Herz weich geworden ist, und du dich vor Jehova
gedemütigt hast, als du hörtest, was ich über diesen Ort und
über seine Bewohner geredet habe, daß sie zur Verwüstung und zum
Fluche werden sollen, und du deine Kleider zerrissen und vor mir
geweint hast, so habe ich es auch gehört, spricht Jehova.
20
Darum, siehe, werde ich dich zu deinen Vätern versammeln; und du
wirst zu deinen Gräbern versammelt werden in Frieden, und deine
Augen sollen all das Unglück nicht ansehen, das ich über diesen
Ort bringen werde. Und sie brachten dem König Antwort.
23,1
Und der König sandte hin, und man versammelte zu ihm alle
Ältesten von Juda und von Jerusalem.
2 Und
der König ging in das Haus Jehovas hinauf, und alle Männer von
Juda und alle Bewohner von Jerusalem mit ihm, und die Heilige
(e-r) und die Propheten, und alles Volk, vom Kleinsten bis zum
Größten; und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des
Bundes, das im Hause Jehovas gefunden worden war.
3 Und
der König stand auf dem Standorte und machte den Bund vor
Jehova, Jehova nachzuwandeln und seine Gebote und seine
Zeugnisse und seine Satzungen zu beobachten mit ganzem Herzen
und mit ganzer Seele, um die Worte dieses Bundes zu erfüllen,
welche in diesem Buche geschrieben sind. Und das ganze Volk trat
in den Bund.
4 Und
der König gebot Hilkija, dem HohenHeilige (e-r), und den Heilige
(e-r)n zweiten Ranges und den Hütern der Schwelle, aus dem
Tempel Jehovas alle Geräte hinauszutun, die dem Baal und der
Aschera und dem ganzen Heere des Himmels gemacht worden waren;
und er verbrannte sie außerhalb Jerusalems in den Gefilden des
Kidron, und ließ ihren Staub nach Bethel bringen.
5 Und
er schaffte die GötzenHeilige (e-r) ab, welche die Könige von
Juda eingesetzt hatten, und die auf den Höhen, in den Städten
von Juda und in der Umgebung von Jerusalem geräuchert hatten;
und die, welche dem Baal, der Sonne und dem Monde und dem
Tierkreise und dem ganzen Heere des Himmels räucherten.
6 Und
er schaffte die Aschera aus dem Hause Jehovas hinaus, außerhalb
Jerusalems, in das Tal Kidron; und er verbrannte sie im Tale
Kidron und zermalmte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die
Gräber der Kinder des Volkes.
7 Und
er riß die Häuser der Buhler nieder, die sich im Hause Jehovas
befanden, worin die Weiber Zelte webten für die Aschera.
8 Und
er ließ alle Heilige (e-r) aus den Städten Judas kommen, und
verunreinigte die Höhen, wo die Heilige (e-r) geräuchert hatten,
von Geba bis Beerseba. Und er riß die Höhen der Tore nieder, die
am Eingang des Tores Josuas, des Obersten der Stadt, und die am
Stadttore zur Linken jedes Eintretenden waren.
9 Doch
opferten die Heilige (e-r) der Höhen nicht auf dem Altar Jehovas
zu Jerusalem, sondern sie aßen Ungesäuertes in der Mitte ihrer
Brüder.
10 Und
er verunreinigte das Topheth, welches im Tale der Söhne Hinnoms
lag, damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem
Molech durchs Feuer gehen ließe.
11 Und
er schaffte die Rosse ab, welche die Könige von Juda der Sonne
gesetzt hatten am Eingang des Hauses Jehovas, bei der Zelle
Nethan-Meleks, des Kämmerers, der im Parwarim wohnte; und die
Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.
12 Und
die Altäre, die auf dem Dache des Obergemachs des Ahas waren,
welche die Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre,
welche Manasse in den beiden Höfen des Hauses Jehovas gemacht
hatte, riß der König nieder und zertrümmerte sie, und er warf
ihren Staub in das Tal Kidron.
13 Und
der König verunreinigte die Höhen, die vor Jerusalem, zur
Rechten des Berges des Verderbens waren, welche Salomo, der
König von Israel, der Astoreth, dem Scheusal der Zidonier, und
Kamos, dem Scheusal Moabs, und Milkom, dem Greuel der Kinder
Ammon, gebaut hatte.
14 Und
er zerschlug die Bildsäulen und hieb die Ascherim um, und füllte
ihre Stätte mit Menschengebeinen an.
15 Und
auch den Altar, der zu Bethel war, die Höhe, welche Jerobeam,
der Sohn Nebats, gemacht hatte, der Israel sündigen machte, auch
diesen Altar und die Höhe riß er nieder; und er verbrannte die
Höhe, zermalmte sie zu Staub und verbrannte die Aschera.
16 Und
als Josia sich umwandte und die Gräber sah, die daselbst in dem
Berge waren, da sandte er hin und ließ die Gebeine aus den
Gräbern holen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte
ihn, nach dem Worte Jehovas, das der Mann Gottes ausgerufen
hatte, der diese Dinge ausrief.
17 Und
er sprach: Was ist das dort für ein Mal, das ich sehe? Und die
Leute der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes
Gottes, der von Juda gekommen ist und diese Dinge ausgerufen
hat, die du wider den Altar von Bethel getan hast.
18 Und
er sprach: Laßt ihn liegen, niemand beunruhige seine Gebeine!
Und so retteten sie seine Gebeine samt den Gebeinen des
Propheten, der von Samaria gekommen war.
19 Und
auch alle Häuser der Höhen, die in den Städten Samarias waren,
welche die Könige von Israel gemacht hatten, um Jehova zu
reizen, tat Josia hinweg; und er verfuhr mit ihnen gerade so,
wie er zu Bethel verfahren war.
20 Und
er schlachtete alle Heilige (e-r) der Höhen, die daselbst waren,
auf den Altären, und verbrannte Menschengebeine auf denselben.
Und er kehrte nach Jerusalem zurück.
21 Und
der König gebot dem ganzen Volke und sprach: Feiert Jehova,
eurem Gott, Passah, wie in diesem Buche des Bundes geschrieben
steht.
22
Denn es war kein solches Passah gefeiert worden wie dieses, von
den Tagen der Richter an, welche Israel gerichtet haben, und
alle Tage der Könige von Israel und der Könige von Juda;
23
sondern im achtzehnten Jahre des Königs Josia wurde dieses
Passah dem Jehova zu Jerusalem gefeiert.
24 Und
auch die Totenbeschwörer und die Wahrsager, und die Teraphim und
die Götzen, und alle Scheusale, die im Lande Juda und in
Jerusalem gesehen wurden, schaffte Josia hinweg, um die Worte
des Gesetzes auszuführen, welche in dem Buche geschrieben
standen, das der Heilige (e-r) Hilkija im Hause Jehovas gefunden
hatte.
25 Und
vor ihm ist seinesgleichen kein König gewesen, der zu Jehova
umgekehrt wäre mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen
Seele und mit seiner ganzen Kraft, nach allem Gesetz Moses; und
nach ihm ist seinesgleichen nicht aufgestanden.
26
Doch kehrte Jehova nicht um von der großen Glut seines Zornes,
womit sein Zorn wider Juda entbrannt war, wegen all der
Reizungen, mit welchen Manasse ihn gereizt hatte.
27 Und
Jehova sprach: Auch Juda will ich vor meinem Angesicht
hinwegtun, wie ich Israel hinweggetan habe; und ich will diese
Stadt verwerfen, die ich erwählt, Jerusalem, und das Haus, von
dem ich gesagt habe: Mein Name soll daselbst sein!
28 Und
das Übrige der Geschichte Josias und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
29 In
seinen Tagen zog der Pharao Neko, der König von Ägypten, wider
den König von Assyrien hinauf, an den Strom Phrat. Und der König
Josia zog ihm entgegen; aber Neko tötete ihn zu Megiddo, sowie
er ihn sah.
30 Und
seine Knechte führten ihn zu Wagen tot von Megiddo hinweg und
brachten ihn nach Jerusalem; und sie begruben ihn in seinem
Begräbnis. Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias,
und sie salbten ihn und machten ihn zum König an seines Vaters
Statt.
31
Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König wurde, und er
regierte drei Monate zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Hamutal, die Tochter Jeremias, von Libna.
32 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem, was seine
Väter getan hatten.
33 Und
der Pharao Neko setzte ihn gefangen zu Ribla im Lande Hamath,
daß er nicht mehr König wäre zu Jerusalem; und er legte dem
Lande eine Buße von hundert Talenten Silber und einem Talente
Gold auf.
34 Und
der Pharao Neko machte Eljakim, den Sohn Josias, zum König, an
Josias, seines Vaters, Statt, und verwandelte seinen Namen in
Jojakim; Joahas aber nahm er mit, und er kam nach Ägypten und
starb daselbst.
35 Und
Jojakim gab das Silber und das Gold dem Pharao; doch schätzte er
das Land, um das Geld nach dem Befehle des Pharao zu geben: von
dem Volke des Landes, von einem jeden nach seiner Schätzung,
trieb er das Silber und das Gold ein, um es dem Pharao Neko zu
geben.
36
Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er
regierte elf Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Sebudda, die Tochter Pedajas, von Ruma.
37 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem, was seine
Väter getan hatten.
24,1
In seinen Tagen zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf;
und Jojakim wurde sein Knecht drei Jahre; dann wandte er sich
und empörte sich gegen ihn.
2 Und
Jehova sandte wider ihn Scharen der Chaldäer und Scharen der
Syrer und Scharen der Moabiter und Scharen der Kinder Ammon; er
sandte sie wider Juda, um es zu vernichten, nach dem Worte
Jehovas, das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet
hatte.
3
Fürwahr, nach dem Befehle Jehovas geschah dieses wider Juda, um
es vor seinem Angesicht hinwegzutun, wegen der Sünden Manasses,
nach allem, was er getan hatte;
4 und
auch wegen des unschuldigen Blutes, das er vergossen, da er
Jerusalem mit unschuldigem Blute erfüllt hatte. Und Jehova
wollte nicht vergeben.
5 Und
das Übrige der Geschichte Jojakims und alles, was er getan hat,
ist das nicht geschrieben in dem Buche der Chronika der Könige
von Juda?
6 Und
Jojakim legte sich zu seinen Vätern. Und Jojakin, sein Sohn,
ward König an seiner Statt.
7 Aber
der König von Ägypten zog fortan nicht mehr aus seinem Lande;
denn der König von Babel hatte von dem Flusse Ägyptens an bis
zum Strome Phrat alles genommen, was dem König von Ägypten
gehört hatte.
8
Achtzehn Jahre war Jojakin alt, als er König wurde, und er
regierte drei Monate zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Nechuschta, die Tochter Elnathans, von Jerusalem.
9 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater getan hatte.
10 Zu
jener Zeit zogen die Knechte Nebukadnezars, des Königs von
Babel, nach Jerusalem herauf, und die Stadt kam in Belagerung.
11 Und
Nebukadnezar, der König von Babel, kam zu der Stadt, während
seine Knechte sie belagerten.
12 Und
Jojakin, der König von Juda, ging zu dem König von Babel hinaus,
er und seine Mutter und seine Knechte und seine Obersten und
seine Kämmerer; und der König von Babel nahm ihn gefangen im
achten Jahre seiner Regierung.
13 Und
er brachte von dannen heraus alle Schätze des Hauses Jehovas und
die Schätze des Königshauses, und er zerschlug alle goldenen
Geräte, die Salomo, der König von Israel, im Tempel Jehovas
gemacht hatte: so wie Jehova geredet hatte.
14 Und
er führte ganz Jerusalem hinweg, und alle Obersten und alle
streitbaren Männer, zehntausend Gefangene, und alle Werkleute
und Schlosser; nichts blieb übrig als nur das geringe Volk des
Landes.
15 Und
er führte Jojakin hinweg nach Babel; und die Mutter des Königs
und die Weiber des Königs und seine Kämmerer und die Mächtigen
des Landes führte er als Gefangene von Jerusalem hinweg nach
Babel;
16 und
alle Kriegsmänner, siebentausend, und die Werkleute und die
Schlosser, tausend, alles streitbare Männer, Kriegsleute, die
brachte der König von Babel als Gefangene nach Babel.
17 Und
der König von Babel machte Mattanja, Jojakins Oheim, zum König
an seiner Statt und verwandelte seinen Namen in Zedekia.
18
Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er
regierte elf Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Hamutal, die Tochter Jeremias, von Libna.
19 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach allem was
Jojakim getan hatte.
20
Denn wegen des Zornes Jehovas geschah dieses wider Jerusalem und
wider Juda, bis er sie von seinem Angesicht weggeworfen hatte.
Und Zedekia empörte sich gegen den König von Babel.
25,1
Und es geschah im neunten Jahre seiner Regierung, im zehnten
Monat, am Zehnten des Monats, da kam Nebukadnezar, der König von
Babel, er und sein ganzes Heer, wider Jerusalem und belagerte
es; und sie bauten eine Verschanzung wider dasselbe ringsumher.
2 Und
die Stadt kam in Belagerung bis in das elfte Jahr des Königs
Zedekia.
3 Am
Neunten des vierten Monats, da nahm der Hunger in der Stadt
überhand; und es war kein Brot mehr da für das Volk des Landes.
4 Und
die Stadt wurde erbrochen, und alle Kriegsmänner flohen des
Nachts auf dem Wege durch das Tor, welches zwischen den beiden
Mauern bei dem Garten des Königs lag (die Chaldäer aber waren
rings um die Stadt her); und man zog den Weg zur Ebene.
5 Aber
das Heer der Chaldäer jagte dem König nach, und sie erreichten
ihn in den Ebenen von Jericho; und sein ganzes Heer zerstreute
sich von ihm weg.
6 Und
sie ergriffen den König und führten ihn zu dem König von Babel
nach Ribla hinauf; und man sprach das Urteil über ihn.
7 Und
man schlachtete die Söhne Zedekias vor seinen Augen; und man
blendete die Augen Zedekias, und band ihn mit ehernen Fesseln
und brachte ihn nach Babel.
8 Und
im fünften Monat, am Siebten des Monats, das war das neunzehnte
Jahr des Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel, kam
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Knecht des Königs
von Babel, nach Jerusalem.
9 Und
er verbrannte das Haus Jehovas und das Haus des Königs; und alle
Häuser Jerusalems und jedes große Haus verbrannte er mit Feuer.
10 Und
das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache
war, riß die Mauern von Jerusalem ringsum nieder.
11 Und
den Rest des Volkes, die in der Stadt Übriggebliebenen, und die
Überläufer, die zum König von Babel übergelaufen waren, und den
Rest der Menge führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache,
hinweg.
12
Aber von den Geringen des Landes ließ der Oberste der Leibwache
zurück zu Weingärtnern und zu Ackerleuten.
13 Und
die ehernen Säulen, die am Hause Jehovas waren, und die Gestelle
und das eherne Meer, die im Hause Jehovas waren, zerschlugen die
Chaldäer und führten das Erz davon nach Babel.
14 Und
die Töpfe und die Schaufeln und die Lichtmesser und die Schalen,
und alle ehernen Geräte, womit man den Dienst verrichtete,
nahmen sie weg.
15
Auch die Räucherpfannen und die Sprengschalen, was von Gold war,
das Gold, und was von Silber war, das Silber, nahm der Oberste
der Leibwache weg.
16 Die
zwei Säulen, das eine Meer und die Gestelle, die Salomo für das
Haus Jehovas gemacht hatte: das Erz aller dieser Geräte war
nicht zu wägen.
17
Achtzehn Ellen war die Höhe der einen Säule, und ein Kapitäl von
Erz war darauf, und die Höhe des Kapitäls war drei Ellen, und
Netzwerk und Granatäpfel waren an dem Kapitäl ringsum: alles von
Erz; und desgleichen war die andere Säule nebst dem Netzwerk.
18 Und
der Oberste der Leibwache nahm Scheraja, den OberHeilige (e-r),
und Zephanja, den zweiten Heilige (e-r), und die drei Hüter der
Schwelle;
19 und
aus der Stadt nahm er einen Kämmerer, der über die Kriegsleute
bestellt war, und fünf Männer von denen, welche das Angesicht
des Königs sahen, die in der Stadt vorgefunden wurden, und den
Schreiber des Heerobersten, der das Volk des Landes zum Heere
aushob, und sechzig Mann von dem Volke des Landes, die in der
Stadt vorgefunden wurden.
20 Und
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nahm sie und brachte sie
zu dem König von Babel nach Ribla.
21 Und
der König von Babel erschlug sie und tötete sie zu Ribla im
Lande Hamath. Und so wurde Juda aus seinem Lande weggeführt.
22 Und
über das Volk, das im Lande Juda übriggeblieben war, welches
Nebukadnezar, der König von Babel, übriggelassen hatte, über sie
bestellte er Gedalja, den Sohn Achikams, des Sohnes Schaphans.
23 Und
als alle Heerobersten, sie und ihre Männer, hörten, daß der
König von Babel Gedalja bestellt habe, da kamen sie zu Gedalja
nach Mizpa; nämlich Ismael, der Sohn Nethanjas, und Jochanan,
der Sohn Kareachs, und Seraja, der Sohn Tanchumeths, der
Netophathiter, und Jaasanja, der Sohn des Maakathiters, sie und
ihre Männer.
24 Und
Gedalja schwur ihnen und ihren Männern und sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht vor den Knechten der Chaldäer; bleibet im
Lande und dienet dem König von Babel, so wird es euch wohl
gehen.
25 Es
geschah aber im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn
Nethanjas, des Sohnes Elischamas, vom königlichen Geschlecht,
und zehn Männer mit ihm; und sie erschlugen Gedalja (und er
starb) sowie die Juden und die Chaldäer, die zu Mizpa bei ihm
waren.
26 Da
machte sich alles Volk, vom Kleinsten bis zum Größten, mit den
Heerobersten auf, und sie kamen nach Ägypten; denn sie
fürchteten sich vor den Chaldäern.
27 Und
es geschah im siebenunddreißigsten Jahre der Wegführung
Jojakins, des Königs von Juda, im zwölften Monat, am
Siebenundzwanzigsten des Monats, da erhob Ewil-Merodak, der
König von Babel, im Jahre, da er König wurde, das Haupt
Jojakins, des Königs von Juda, aus dem Gefängnis.
28 Und
er redete gütig mit ihm und setzte seinen Stuhl über den Stuhl
der Könige, die bei ihm in Babel waren;
29 und
er veränderte die Kleider seines Gefängnisses; und er aß
beständig vor ihm alle Tage seines Lebens.
30 Und
sein Unterhalt, ein beständiger Unterhalt, wurde ihm, so viel er
täglich bedurfte, von dem König gegeben alle Tage seines Lebens.
1
Chronika
1,1
Adam, Seth, Enos,
2
Kenan, Mahalalel, Jered,
3
Henoch, Methusalah, Lamech,
4
Noah, Sem, Ham, und Japhet.
5 Die
Söhne Japhets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal,
und Mesech und Tiras.
6 Und
die Söhne Gomers: Askenas und Diphath und Togarma.
7 Und
die Söhne Jawans: Elisa und Tarsis, die Kittim und die Rodanim.
8 Die
Söhne Hams: Kusch und Mizraim, Put und Kanaan.
9 Und
die Söhne Kuschs: Seba und Hawila, und Sabta und Raghma und
Sabteka. Und die Söhne Raghmas: Scheba und Dedan.
10 Und
Kusch zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger zu sein auf der
Erde.
11 Und
Mizraim zeugte die Ludim und die Anamim und die Lehabim und die
Naphtuchim,
12 und
die Pathrusim und die Kasluchim (von welchen die Philister
ausgegangen sind) und die Kaphtorim.
13 Und
Kanaan zeugte Zidon, seinen Erstgeborenen, und Heth,
14 und
den Jebusiter und den Amoriter und den Girgasiter,
15 und
den Hewiter und den Arkiter und den Siniter,
16 und
den Arwaditer und den Zemariter und den Hamathiter.
17 Die
Söhne Sems: Elam und Assur und Arpaksad und Lud und Aram, und Uz
und Hul und Gether und Mesech.
18 Und
Arpaksad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Heber.
19 Und
Heber wurden zwei Söhne geboren: der Name des einen war Peleg,
denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; und der Name
seines Bruders war Joktan.
20 Und
Joktan zeugte Almodad und Scheleph und Hazarmaweth und Jerach,
21 und
Hadoram und Usal und Dikla,
22 und
Ebal und Abimael und Scheba,
23 und
Ophir und Hawila und Jobab; diese alle waren Söhne Joktans.
24
Sem, Arpaksad, Schelach,
25
Heber, Peleg, Reghu,
26
Serug, Nahor, Tarah,
27
Abram, das ist Abraham.
28 Die
Söhne Abrahams: Isaak und Ismael.
29
Dies sind ihre Geschlechter: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajoth;
und Kedar und Adbeel und Mibsam,
30
Mischma und Duma, Massa, Hadad und Tema,
31
Jetur, Naphisch und Kedma; das sind die Söhne Ismaels.
32 Und
die Söhne der Ketura, des Kebsweibes Abrahams: sie gebar Simran
und Jokschan und Medan und Midian und Jischbak und Schuach. Und
die Söhne Jokschans: Scheba und Dedan.
33 Und
die Söhne Midians: Epha und Epher und Hanok und Abida und Eldaa.
Diese alle waren Söhne der Ketura.
34 Und
Abraham zeugte Isaak. Die Söhne Isaaks: Esau und Israel.
35 Die
Söhne Esaus: Eliphas, Reghuel, und Jeghusch und Jaghlam und
Korach.
36 Die
Söhne Eliphas’: Teman und Omar, Zephi und Gaetam, Kenas und
Timna und Amalek.
37 Die
Söhne Reghuels: Nachath, Serach, Schamma und Missa.
38 Und
die Söhne Seirs: Lotan und Schobal und Zibeon und Ana und
Dischon und Ezer und Dischan.
39 Und
die Söhne Lotans: Hori und Homam; und die Schwester Lotans:
Timna.
40 Die
Söhne Schobals: Aljan und Manachath und Ebal, Schephi und Onam.
Und die Söhne Zibeons: Aja und Ana.
41 Die
Söhne Anas: Dischon. Und die Söhne Dischons: Hamran und Eschban
und Jithran und Keran.
42 Die
Söhne Ezers: Bilhan und Saawan und Jaakan. Die Söhne Dischans:
Uz und Aran.
43 Und
dies sind die Könige, welche im Lande Edom regiert haben, ehe
ein König über die Kinder Israel regierte: Bela, der Sohn Beors;
und der Name seiner Stadt war Dinhaba.
44 Und
Bela starb; und es ward König an seiner Statt Jobab, der Sohn
Serachs, aus Bozra.
45 Und
Jobab starb; und es ward König an seiner Statt Huscham, aus dem
Lande der Temaniter.
46 Und
Huscham starb; und es ward König an seiner Statt Hadad, der Sohn
Bedads, welcher Midian schlug im Gefilde Moabs; und der Name
seiner Stadt war Awith.
47 Und
Hadad starb; und es ward König an seiner Statt Samla aus
Masreka.
48 Und
Samla starb; und es ward König an seiner Statt Saul, aus
Rechoboth am Strome.
49 Und
Saul starb; und es ward König an seiner Statt Baal-Hanan, der
Sohn Akbors.
50 Und
Baal-Hanan starb; und es ward König an seiner Statt Hadad; und
der Name seiner Stadt war Paghi, und der Name seines Weibes
Mehetabeel, die Tochter Matreds, der Tochter Mesahabs.
51 Und
Hadad starb. Und die Fürsten von Edom waren: der Fürst Timna,
der Fürst Alja, der Fürst Jetheth,
52 der
Fürst Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon,
53 der
Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst Mibzar,
54 der
Fürst Magdiel, der Fürst Iram. Das sind die Fürsten von Edom.
2,1
Dies sind die Söhne Israels: Ruben, Simeon, Levi und Juda,
Issaschar und Sebulon,
2 Dan,
Joseph und Benjamin, Naphtali, Gad und Aser.
3 Die
Söhne Judas: Gher und Onan und Schela; diese drei wurden ihm
geboren von der Tochter Schuas, der Kanaaniterin. Und Gher, der
Erstgeborene Judas, war böse in den Augen Jehovas, und er tötete
ihn.
4 Und
Tamar, seine Schwiegertochter, gebar ihm Perez und Serach. Aller
Söhne Judas waren fünf.
5 Die
Söhne des Perez waren: Hezron und Hamul.
6 Und
die Söhne Serachs: Simri und Ethan und Heman und Kalkol und
Dara; ihrer aller waren fünf.
7 Und
die Söhne Karmis: Achar, der Israel in Trübsal brachte, weil er
Untreue beging an dem Verbannten.
8 Und
die Söhne Ethans: Asarja.
9 Und
die Söhne Hezrons, die ihm geboren wurden: Jerachmeel und Ram
und Kelubai.
10 Und
Ram zeugte Amminadab; und Amminadab zeugte Nachschon, den
Fürsten der Kinder Juda.
11 Und
Nachschon zeugte Salma, und Salma zeugte Boas,
12 und
Boas zeugte Obed, und Obed zeugte Isai.
13 Und
Isai zeugte Eliab, seinen Erstgeborenen; und Abinadab, den
zweiten; und Schimea, den dritten;
14
Nethaneel, den vierten; Raddai, den fünften;
15
Ozem, den sechsten; David, den siebten.
16 Und
ihre Schwestern waren: Zeruja und Abigail. Und die Söhne der
Zeruja: Abisai und Joab und Asael, drei.
17 Und
Abigail gebar Amasa; und der Vater Amasas war Jether, der
Ismaeliter.
18 Und
Kaleb, der Sohn Hezrons, zeugte Söhne mit Asuba, seinem Weibe,
und mit Jerioth; und dies sind ihre Söhne: Jescher und Schobab
und Ardon.
19 Und
Asuba starb; und Kaleb nahm sich Ephrath, und sie gebar ihm Hur.
20 Und
Hur zeugte Uri, und Uri zeugte Bezaleel.
21 Und
danach ging Hezron ein zu der Tochter Makirs, des Vaters
Gileads; und er nahm sie, als er sechzig Jahre alt war, und sie
gebar ihm Segub.
22 Und
Segub zeugte Jair. Und dieser hatte dreiundzwanzig Städte im
Lande Gilead;
23 und
Gesur und Aram nahmen ihnen die Dörfer Jairs weg, mit Kenath und
seinen Tochterstädten, sechzig Städte. Diese alle waren Söhne
Makirs, des Vaters Gileads.
24 Und
nach dem Tode Hezrons in Kaleb-Ephratha, da gebar Abija, Hezrons
Weib, ihm Aschur, den Vater Tekoas.
25 Und
die Söhne Jerachmeels, des Erstgeborenen Hezrons, waren: Der
Erstgeborene, Ram, und Buna und Oren und Ozem, von Achija.
26 Und
Jerachmeel hatte ein anderes Weib, ihr Name war Atara; sie war
die Mutter Onams.
27 Und
die Söhne Rams, des Erstgeborenen Jerachmeels, waren: Maaz und
Jamin und Eker.
28 Und
die Söhne Onams waren: Schammai und Jada. Und die Söhne
Schammais: Nadab und Abischur.
29 Und
der Name des Weibes Abischurs war Abichail; und sie gebar ihm
Achban und Molid.
30 Und
die Söhne Nadabs: Seled und Appaim. Und Seled starb ohne Söhne.
31 Und
die Söhne Appaims: Jischhi. Und die Söhne Jischhis: Scheschan.
Und die Söhne Scheschans: Achlai.
32 Und
die Söhne Jadas, des Bruders Schammais: Jether und Jonathan. Und
Jether starb ohne Söhne.
33 Und
die Söhne Jonathans: Peleth und Sasa. Das waren die Söhne
Jerachmeels.
34 Und
Scheschan hatte keine Söhne, sondern nur Töchter. Und Scheschan
hatte einen ägyptischen Knecht, sein Name war Jarcha;
35 und
Scheschan gab seinem Knechte Jarcha seine Tochter zum Weibe, und
sie gebar ihm Attai.
36 Und
Attai zeugte Nathan, und Nathan zeugte Sabad,
37 und
Sabad zeugte Ephlal, und Ephlal zeugte Obed,
38 und
Obed zeugte Jehu, und Jehu zeugte Asarja,
39 und
Asarja zeugte Helez, und Helez zeugte Elasa,
40 und
Elasa zeugte Sismai, und Sismai zeugte Schallum,
41 und
Schallum zeugte Jekamja, und Jekamja zeugte Elischama.
42 Und
die Söhne Kalebs, des Bruders Jerachmeels: Mescha, sein
Erstgeborener (er ist der Vater Siphs), und die Söhne Mareschas,
des Vaters Hebrons.
43 Und
die Söhne Hebrons: Korach und Tappuach und Rekem und Schema.
44 Und
Schema zeugte Racham, den Vater Jorkeams, und Rekem zeugte
Schammai.
45 Und
der Sohn Schammais war Maon, und Maon war der Vater Beth-Zurs.
46 Und
Epha, das Kebsweib Kalebs, gebar Haran und Moza und Gases. Und
Haran zeugte Gases.
47 Und
die Söhne Jehdais: Regem und Jotham und Geschan und Peleth und
Epha und Schaaph.
48
Maaka, das Kebsweib Kalebs, gebar Scheber und Tirchana;
49 und
sie gebar Schaaph, den Vater Madmannas, Schewa, den Vater
Makbenas, und den Vater Gibeas. Und die Tochter Kalebs war Aksa.
50
Dies waren die Söhne Kalebs: Die Söhne Hurs, des Erstgeborenen
der Ephratha: Schobal, der Vater von Kirjath-Jearim;
51
Salma, der Vater von Bethlehem; Hareph, der Vater von
Beth-Gader.
52 Und
Schobal, der Vater von Kirjath-Jearim, hatte Söhne: Haroeh,
Hazi-Hammenuchoth;
53 und
die Geschlechter von Kirjath-Jearim waren: die Jithriter und die
Puthiter und die Schumathiter und die Mischraiter; von diesen
sind ausgegangen die Zorathiter und die Estauliter.
54 Die
Söhne Salmas: Bethlehem, und die Netophathiter,
Ateroth-Beth-Joab, und Hazi-Hammanachti, die Zoriter;
55 und
die Geschlechter der Schreiber, welche Jabez bewohnten: die
Tirathiter, die Schimathiter, die Sukathiter. Das sind die
Keniter, die von Hammath, dem Vater des Hauses Rekab, herkommen.
3,1
Und dies waren die Söhne Davids, die ihm in Hebron geboren
wurden: Der erstgeborene, Ammon, von Achinoam, der Jisreelitin;
der zweite, Daniel, von Abigail, der Karmelitin;
2 der
dritte, Absalom, der Sohn Maakas, der Tochter Talmais, des
Königs von Gesur; der vierte, Adonija, der Sohn Haggiths;
3 der
fünfte, Schephatja, von Abital; der sechste, Jithream, von
seinem Weibe Egla.
4
Sechs wurden ihm in Hebron geboren. Und er regierte daselbst
sieben Jahre und sechs Monate; und dreiunddreißig Jahre regierte
er zu Jerusalem.
5 Und
diese wurden ihm in Jerusalem geboren: Schimea und Schobab und
Nathan und Salomo, vier, von Bathschua, der Tochter Ammiels;
6 und
Jibchar und Elischama und Eliphelet,
7 und
Nogah und Nepheg und Japhia,
8 und
Elischama und Eljada und Eliphelet, neun;
9
alles Söhne Davids, außer den Söhnen der Kebsweiber; und Tamar
war ihre Schwester.
10 Und
der Sohn Salomos war Rehabeam; dessen Sohn Abija, dessen Sohn
Asa, dessen Sohn Josaphat,
11
dessen Sohn Joram, dessen Sohn Ahasja, dessen Sohn Joas,
12
dessen Sohn Amazja, dessen Sohn Asarja, dessen Sohn Jotham,
13
dessen Sohn Ahas, dessen Sohn Hiskia, dessen Sohn Manasse,
14
dessen Sohn Amon, dessen Sohn Josia.
15 Und
die Söhne Josias: Der erstgeborene, Jochanan; der zweite,
Jojakim; der dritte, Zedekia; der vierte, Schallum.
16 Und
die Söhne Jojakims: dessen Sohn Jekonja, dessen Sohn Zedekia.
17 Und
die Söhne Jekonjas: Assir; dessen Sohn Schealtiel
18 und
Malkiram und Pedaja und Schenazar, Jekamja, Hoschama und
Nebadja.
19 Und
die Söhne Pedajas: Serubbabel und Simei. Und die Söhne
Serubbabels: Meschullam und Hananja; und Schelomith war ihre
Schwester;
20 und
Haschuba und Ohel und Berekja und Hasadja, Juschab-Hesed, fünf.
21 Und
die Söhne Hananjas: Pelatja und Jesaja; die Söhne Rephajas, die
Söhne Arnans, die Söhne Obadjas, die Söhne Schekanjas.
22 Und
die Söhne Schekanjas: Schemaja. Und die Söhne Schemajas:
Hattusch und Jigeal und Bariach und Nearja und Schaphath… sechs.
23 Und
die Söhne Nearjas: Eljoenai und Hiskia und Asrikam, drei.
24 Und
die Söhne Eljoenais: Hodajewa und Eljaschib und Pelaja und Akkub
und Jochanan und Delaja und Anani, sieben.
4,1
Die Söhne Judas: Perez, Hezron und Karmi und Hur und Schobal.
2 Und
Reaja, der Sohn Schobals, zeugte Jachath; und Jachath zeugte
Achumai und Lahad. Das sind die Geschlechter der Zorathiter.
3 Und
diese sind von dem Vater Etams: Jisreel und Jischma und
Jitbasch; und der Name ihrer Schwester: Hazlelponi;
4 und
Pnuel, der Vater Gedors; und Eser, der Vater Huschas. Das sind
die Söhne Hurs, des Erstgeborenen der Ephratha, des Vaters von
Bethlehem.
5 Und
Aschhur, der Vater Tekoas, hatte zwei Weiber: Helea und Naara.
6 Und
Naara gebar ihm Achussam und Hepher und Temni und Achaschtari.
Das sind die Söhne der Naara.
7 Und
die Söhne der Helea: Zereth und Jizchar und Ethnan.
8 Und
Koz zeugte Anub und Zobeba und die Geschlechter Acharchels, des
Sohnes Harums.
9 Und
Jabez war geehrter als seine Brüder; und seine Mutter gab ihm
den Namen Jabez, indem sie sprach: Mit Schmerzen habe ich ihn
geboren.
10 Und
Jabez rief zu dem Gott Israels und sprach: Wenn du mich
reichlich segnest und meine Grenze erweiterst, und deine Hand
mit mir ist, und du das Übel fern hältst, daß kein Schmerz mich
trifft! Und Gott ließ kommen, was er erbeten hatte.
11 Und
Kelub, der Bruder Schuchas, zeugte Mechir; er war der Vater
Eschtons.
12 Und
Eschton zeugte Beth-Rapha und Paseach und Techinna, den Vater
der Stadt Nahas’; das sind die Männer von Reka.
13 Und
die Söhne Kenas’: Othniel und Seraja. Und die Söhne Othniels:
Hathath.
14 Und
Meonothai zeugte Ophra; und Seraja zeugte Joab, den Vater des
Tales der Werkleute, denn sie waren Werkleute.
15 Und
die Söhne Kalebs, des Sohnes Jephunnes: Iru, Ela und Naam. Und
die Söhne Elas: Kenas.
16 Und
die Söhne Jehallelels: Siph und Sipha, Tirja und Asarel.
17 Und
die Söhne Esras: Jether und Mered und Epher und Jalon. Und sie
wurde schwanger und gebar Mirjam und Schammai und Jischbach, den
Vater Estemoas.
18 Und
sein Weib, die Jüdin, gebar Jered, den Vater Gedors, und Heber,
den Vater Sokos, und Jekuthiel, den Vater Sanoachs. Und dies
sind die Söhne der Bithja, der Tochter des Pharao, welche Mered
genommen hatte.
19 Und
die Söhne des Weibes Hodijas, der Schwester Nachams: der Vater
Kehilas, der Garmiter, und Estemoa, der Maakathiter.
20 Und
die Söhne Schimons: Amnon und Rinna, Benchanan und Tilon. Und
die Söhne Jischeis: Socheth und Ben-Socheth.
21 Die
Söhne Schelas, des Sohnes Judas: Gher, der Vater Lekas, und
Laeda, der Vater Mareschas; und die Geschlechter des Hauses der
Byssusarbeiter vom Hause Aschbea;
22 und
Jokim und die Männer von Koseba; und Joas und Saraph, die über
Moab herrschten; und Jaschubi-Lechem. Die Dinge sind aber alt.
23 Das
waren die Töpfer und die Bewohner von Pflanzungen und Mauern;
sie wohnten daselbst bei dem König in seinem Geschäft.
24 Die
Söhne Simeons: Nemuel und Jamin, Jarib, Serach, Saul;
25
dessen Sohn Schallum, dessen Sohn Mibsam, dessen Sohn Mischma.
26 Und
die Söhne Mischmas: dessen Sohn Hamuel, dessen Sohn Sakkur,
dessen Sohn Simei.
27 Und
Simei hatte sechzehn Söhne und sechs Töchter; aber seine Brüder
hatten nicht viele Söhne, und alle ihre Familien vermehrten sich
nicht so sehr wie die Söhne Judas.
28 Und
sie wohnten in Beerseba und Molada und Hazar-Schual,
29 und
in Bilha und in Ezem und in Tolad,
30 und
in Bethuel und in Horma und in Ziklag,
31 und
in Beth-Markaboth und in Hazar-Susim und in Beth-Birei und in
Schaaraim. Das waren ihre Städte, bis David König wurde.
32 Und
ihre Dörfer: Etam und Ain, Rimmon und Token und Aschan: fünf
Städte,
33
nebst allen ihren Dörfern, die rings um diese Städte waren, bis
nach Baal hin. Das waren ihre Wohnsitze; und sie hatten ihr
Geschlechtsverzeichnis.
34 Und
Meschobab und Jamlek und Joscha, der Sohn Amazjas;
35 und
Joel und Jehu, der Sohn Joschibjas, des Sohnes Serajas, des
Sohnes Asiels;
36 und
Eljoenai und Jaakoba und Jeschochaja und Asaja und Adiel und
Jeschimiel und Benaja;
37 und
Sisa, der Sohn Schipheis, des Sohnes Allons, des Sohnes Jedajas,
des Sohnes Schimris, des Sohnes Schemajas:
38
diese mit Namen Angeführten waren Fürsten in ihren
Geschlechtern; und ihre Vaterhäuser breiteten sich aus in Menge.
39 Und
sie zogen bis nach Gedor hin, bis an die Ostseite des Tales, um
Weide für ihr Kleinvieh zu suchen.
40 Und
sie fanden eine fette und gute Weide, und ein Land, weit nach
allen Seiten hin, und ruhig und still; denn die vordem dort
gewohnt hatten, waren von Ham.
41 Und
diese mit Namen Aufgeschriebenen kamen in den Tagen Hiskias, des
Königs von Juda, und sie schlugen ihre Zelte und die Meuniter,
welche sich daselbst befanden; und sie verbannten sie bis auf
diesen Tag und wohnten an ihrer Statt; denn daselbst war Weide
für ihr Kleinvieh.
42 Und
von ihnen, von den Söhnen Simeons, zogen fünfhundert Männer zum
Gebirge Seir hin; und Pelatja und Nearja und Rephaja und Ussiel,
die Söhne Jischeis, waren an ihrer Spitze;
43 und
sie schlugen den Überrest, die Entronnenen von Amalek, und haben
daselbst gewohnt bis auf diesen Tag.
5,1
Und die Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels, denn er war der
Erstgeborene; weil er aber das Lager seines Vaters entweiht
hatte, wurde sein Erstgeburtsrecht den Söhnen Josephs, des
Sohnes Israels, gegeben; aber er wird nicht nach der Erstgeburt
verzeichnet.
2 Denn
Juda hatte die Oberhand unter seinen Brüdern, und der Fürst
kommt aus ihm; aber das Erstgeburtsrecht wurde dem Joseph
zuteil;
3 die
Söhne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Hanok und Pallu, Hezron
und Karmi.
4 Die
Söhne Joels: dessen Sohn Schemaja, dessen Sohn Gog, dessen Sohn
Simei,
5
dessen Sohn Micha, dessen Sohn Reaja, dessen Sohn Baal,
6
dessen Sohn Beera, welchen Tilgath-Pilneser, der König von
Assyrien, wegführte; er war ein Fürst der Rubeniter.
7 Und
seine Brüder, nach ihren Familien, nach dem Verzeichnis ihrer
Geschlechter, waren: das Haupt, Jehiel; und Sekarja
8 und
Bela, der Sohn Asas, des Sohnes Schemas, des Sohnes Joels;
dieser wohnte in Aroer und bis Nebo und Baal-Meon;
9 und
gegen Osten wohnte er bis zu der Wüste, welche sich von dem
Strome Phrat her erstreckt; denn ihre Herden waren zahlreich im
Lande Gilead.
10 Und
in den Tagen Sauls führten sie Krieg mit den Hageritern; und
diese fielen durch ihre Hand, und sie wohnten in ihren Zelten
auf der ganzen Ostseite von Gilead.
11 Und
die Kinder Gad wohnten ihnen gegenüber im Lande Basan bis Salka:
12
Joel, das Haupt; und Schapham, der zweite; und Jahnai und
Schaphat, in Basan.
13 Und
ihre Brüder nach ihren Vaterhäusern: Michael und Meschullam und
Scheba und Jorai und Jakan und Sia und Heber, sieben.
14 Das
waren die Söhne Abichails, des Sohnes Huris, des Sohnes
Jaroachs, des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels, des Sohnes
Jeschischais, des Sohnes Jachdos, des Sohnes Bus’.
15
Achi, der Sohn Abdiels, des Sohnes Gunis, war das Haupt ihres
Vaterhauses.
16 Und
sie wohnten in Gilead, in Basan, und in deren Tochterstädten,
und in allen Weidetriften Sarons bis an ihre Ausgänge.
17
Diese alle sind verzeichnet worden in den Tagen Jothams, des
Königs von Juda, und in den Tagen Jerobeams, des Königs von
Israel.
18 Die
Kinder Ruben und die Gaditer und der halbe Stamm Manasse, was
tapfere Männer waren, Männer, die Schild und Schwert trugen und
den Bogen spannten und des Krieges kundig waren:
vierundvierzigtausend siebenhundertsechzig, die zum Heere
auszogen.
19 Und
sie führten Krieg mit den Hageritern und mit Jetur und Naphisch
und Nodab;
20 und
es wurde ihnen wider sie geholfen; und die Hageriter wurden in
ihre Hand gegeben samt allen, die mit ihnen waren; denn sie
schrieen zu Gott im Streit, und er ließ sich von ihnen erbitten,
weil sie auf ihn vertraut hatten.
21 Und
sie führten ihr Vieh hinweg: fünfzigtausend Kamele, und
zweihundertfünfzigtausend Stück Kleinvieh, und zweitausend Esel,
und hunderttausend Menschenseelen.
22
Denn es fielen viele Erschlagene, weil der Streit von Gott war.
Und sie wohnten an ihrer Statt bis zur Wegführung.
23 Und
die Kinder des halben Stammes Manasse wohnten im Lande, von
Basan bis Baal-Hermon und bis zum Senir und bis zum Berge
Hermon; sie waren zahlreich.
24 Und
dies waren die Häupter ihrer Vaterhäuser: nämlich Epher und
Jischi und Eliel und Asriel und Jeremja und Hodawja und
Jachdiel, tapfere Kriegsmänner, Männer von Namen, Häupter ihrer
Vaterhäuser.
25
Aber sie handelten treulos gegen den Gott ihrer Väter und hurten
den Göttern der Völker des Landes nach, welche Gott vor ihnen
vertilgt hatte.
26 Da
erweckte der Gott Israels den Geist Puls, des Königs von
Assyrien, und den Geist Tilgath-Pilnesers, des Königs von
Assyrien, und er führte sie hinweg, die Rubeniter und die
Gaditer und den halben Stamm Manasse, und brachte sie nach
Halach und an den Habor und nach Hara und an den Strom von Gosan
bis auf diesen Tag.
6,1
Die Söhne Levis waren: Gersom, Kehath und Merari.
2 Und
die Söhne Kehaths: Amram, Jizhar und Hebron und Ussiel.
3 Und
die Söhne Amrams: Aaron und Mose, und Mirjam. Und die Söhne
Aarons: Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.
4
Eleasar zeugte Pinehas; Pinehas zeugte Abischua,
5 und
Abischua zeugte Bukki, und Bukki zeugte Ussi,
6 und
Ussi zeugte Serachja, und Serachja zeugte Merajoth;
7
Merajoth zeugte Amarja, und Amarja zeugte Ahitub,
8 und
Ahitub zeugte Zadok, und Zadok zeugte Achimaaz,
9 und
Achimaaz zeugte Asarja, und Asarja zeugte Jochanan,
10 und
Jochanan zeugte Asarja; dieser ist es, der den Heilige
(e-r)dienst ausübte in dem Hause, welches Salomo zu Jerusalem
gebaut hatte.
11 Und
Asarja zeugte Amarja, und Amarja zeugte Ahitub,
12 und
Ahitub zeugte Zadok, und Zadok zeugte Schallum,
13 und
Schallum zeugte Hilkija, und Hilkija zeugte Asarja,
14 und
Asarja zeugte Seraja, und Seraja zeugte Jehozadak;
15 und
Jehozadak zog mit, als Jehova Juda und Jerusalem durch
Nebukadnezar wegführte.
16 Die
Söhne Levis: Gersom, Kehath und Merari.
17 Und
dies sind die Namen der Söhne Gersoms: Libni und Simei.
18 Und
die Söhne Kehaths: Amram und Jizhar und Hebron und Ussiel.
19 Die
Söhne Meraris: Machli und Musi. Und dies sind die Familien der
Leviten nach ihren Vätern:
20 Von
Gersom: dessen Sohn Libni, dessen Sohn Jachath, dessen Sohn
Simma,
21
dessen Sohn Joach, dessen Sohn Iddo, dessen Sohn Serach, dessen
Sohn Jeathrai.
22 Die
Söhne Kehaths: dessen Sohn Amminadab, dessen Sohn Korah, dessen
Sohn Assir,
23
dessen Sohn Elkana, und dessen Sohn Ebjasaph, und dessen Sohn
Assir,
24
dessen Sohn Tachath, dessen Sohn Uriel, dessen Sohn Ussija,
dessen Sohn Saul.
25 Und
die Söhne Elkanas: Amasai und Achimoth;
26
Elkana, die Söhne Elkanas: dessen Sohn Zophai, dessen Sohn
Nachath,
27
dessen Sohn Eliab, dessen Sohn Jerocham, dessen Sohn Elkana.
28 Und
die Söhne Samuels: der Erstgeborene Waschni, und Abija.
29 Die
Söhne Meraris: Machli, dessen Sohn Libni, dessen Sohn Simei,
dessen Sohn Ussa,
30
dessen Sohn Schimea, dessen Sohn Haggija, dessen Sohn Asaja.
31 Und
diese sind es, welche David zur Leitung des Gesanges im Hause
Jehovas anstellte, seitdem die Lade einen Ruheplatz hatte;
32 und
sie verrichteten den Dienst vor der Wohnung des Zeltes der
Zusammenkunft beim Gesang, bis Salomo das Haus Jehovas zu
Jerusalem gebaut hatte; und sie standen nach ihrer Ordnung ihrem
Dienste vor.
33 Und
diese sind es, die da standen, und ihre Söhne: Von den Söhnen
der Kehathiter: Heman, der Sänger, der Sohn Joels, des Sohnes
Samuels,
34 des
Sohnes Elkanas, des Sohnes Jerochams, des Sohnes Eliels, des
Sohnes Toachs,
35 des
Sohnes Zuphs, des Sohnes Elkanas, des Sohnes Machaths, des
Sohnes Amasais,
36 des
Sohnes Elkanas, des Sohnes Joels, des Sohnes Asarja, des Sohnes
Zephanjas,
37 des
Sohnes Tachaths, des Sohnes Assirs, des Sohnes Ebjasaphs, des
Sohnes Korahs,
38 des
Sohnes Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes Levis, des Sohnes
Israels.
39 Und
sein Bruder Asaph, der zu seiner Rechten stand: Asaph, der Sohn
Berekjas, des Sohnes Schimeas,
40 des
Sohnes Michaels, des Sohnes Baasejas, des Sohnes Malkijas,
41 des
Sohnes Ethnis, des Sohnes Serachs, des Sohnes Adajas,
42 des
Sohnes Ethans, des Sohnes Simmas, des Sohnes Simeis,
43 des
Sohnes Jachaths, des Sohnes Gersoms, des Sohnes Levis.
44 Und
die Söhne Meraris, ihre Brüder, standen zur Linken: Ethan, der
Sohn Kischis, des Sohnes Abdis, des Sohnes Malluks,
45 des
Sohnes Haschabjas, des Sohnes Amazjas, des Sohnes Hilkijas,
46 des
Sohnes Amzis, des Sohnes Banis, des Sohnes Schemers,
47 des
Sohnes Machlis, des Sohnes Musis, des Sohnes Meraris, des Sohnes
Levis.
48 Und
ihre Brüder, die Leviten, waren gegeben zu allem Dienst der
Wohnung des Hauses Gottes.
49 Und
Aaron und seine Söhne räucherten auf dem Brandopferaltar und auf
dem Räucheraltar, nach allem Geschäft des Allerheiligsten und um
Sühnung zu tun für Israel; nach allem, was Mose, der Knecht
Gottes, geboten hatte.
50 Und
dies waren die Söhne Aarons: dessen Sohn Eleasar, dessen Sohn
Pinehas, dessen Sohn Abischua,
51
dessen Sohn Bukki, dessen Sohn Ussi, dessen Sohn Serachja,
52
dessen Sohn Merajoth, dessen Sohn Amarja, dessen Sohn Ahitub,
53
dessen Sohn Zadok, dessen Sohn Achimaaz.
54 Und
dies waren ihre Wohnsitze, nach ihren Gehöften in ihren Grenzen:
Den Söhnen Aarons von dem Geschlecht der Kehathiter (denn für
sie war das erste Los),
55
ihnen gaben sie Hebron im Lande Juda und seine Bezirke rings um
dasselbe her.
56
Aber das Feld der Stadt und ihre Dörfer gaben sie Kaleb, dem
Sohne Jephunnes.
57 Und
sie gaben den Söhnen Aarons die Zufluchtstadt Hebron; und Libna
und seine Bezirke, und Jattir, und Estemoa und seine Bezirke,
58 und
Hilen und seine Bezirke, Debir und seine Bezirke,
59 und
Aschan und seine Bezirke, und Beth-Semes und seine Bezirke.
60 Und
vom Stamme Benjamin: Geba und seine Bezirke, und Allemeth und
seine Bezirke, und Anathoth und seine Bezirke. Alle ihre Städte:
dreizehn Städte nach ihren Familien.
61 Und
den übrigen Söhnen Kehaths gaben sie von dem Geschlecht des
Stammes Ephraim und vom Stamme Dan und von der Hälfte des
Stammes Manasse durchs Los, zehn Städte.
62 Und
den Söhnen Gersoms, nach ihren Familien: vom Stamme Issaschar
und vom Stamme Aser und vom Stamme Naphtali und vom Stamme
Manasse in Basan, dreizehn Städte.
63 Den
Söhnen Meraris, nach ihren Familien: vom Stamme Ruben und vom
Stamme Gad und vom Stamme Sebulon, durchs Los, zwölf Städte.
64 Und
die Kinder Israel gaben den Leviten die Städte und ihre Bezirke.
65 Und
zwar gaben sie durchs Los vom Stamme der Kinder Juda und vom
Stamme der Kinder Simeon und vom Stamme der Kinder Benjamin
diese Städte, die sie mit Namen nannten.
66 Und
die übrigen von den Familien der Söhne Kehaths erhielten die
Städte ihres Gebiets vom Stamme Ephraim.
67 Und
sie gaben ihnen die Zufluchtstadt Sichem und ihre Bezirke, im
Gebirge Ephraim; und Geser und seine Bezirke,
68 und
Jokmeam und seine Bezirke, und Beth-Horon und seine Bezirke,
69 und
Ajalon und seine Bezirke, und Gath-Rimmon und seine Bezirke.
70 Und
von der Hälfte des Stammes Manasse: Aner und seine Bezirke, und
Bileam und seine Bezirke, den Familien der übrigen Söhne
Kehaths.
71 Den
Söhnen Gersoms: vom Geschlecht des halben Stammes Manasse: Golan
in Basan und seine Bezirke, und Astaroth und seine Bezirke;
72 und
vom Stamme Issaschar: Kedes und seine Bezirke, und Dobrath und
seine Bezirke,
73 und
Ramoth und seine Bezirke, und Anem und seine Bezirke;
74 und
vom Stamme Aser: Maschal und seine Bezirke, und Abdon und seine
Bezirke,
75 und
Hukok und seine Bezirke, und Rechob und seine Bezirke;
76 und
vom Stamme Naphtali: Kedes in Galiläa und seine Bezirke, und
Hammon und seine Bezirke, und Kirjathaim und seine Bezirke.
77 Den
übrigen Söhnen Meraris: vom Stamme Sebulon: Rimmono und seine
Bezirke, Tabor und seine Bezirke;
78 und
jenseit des Jordan von Jericho, östlich vom Jordan, vom Stamme
Ruben: Bezer in der Wüste und seine Bezirke, und Jahza und seine
Bezirke,
79 und
Kedemoth und seine Bezirke, und Mephaath und seine Bezirke;
80 und
vom Stamme Gad: Ramoth in Gilead und seine Bezirke, und
Machanaim und seine Bezirke,
81 und
Hesbon und seine Bezirke, und Jaser und seine Bezirke.
7,1
Und die Söhne Issaschars: Tola und Pua, Jaschub und Schimron,
vier.
2 Und
die Söhne Tolas: Ussi und Rephaja und Jeriel und Jachmai und
Jibsam und Samuel, Häupter ihrer Vaterhäuser, von Tola,
streitbare Männer, nach ihren Geschlechtern; ihre Zahl war in
den Tagen Davids zweiundzwanzigtausend sechshundert.
3 Und
die Söhne Ussis: Jisrachja; und die Söhne Jisrachjas: Michael
und Obadja und Joel, Jissija; insgesamt fünf Häupter.
4 Und
bei ihnen waren nach ihren Geschlechtern, nach ihren
Vaterhäusern, Kriegsheerscharen, sechsunddreißigtausend Mann;
denn sie hatten viele Weiber und Kinder.
5 Und
ihre Brüder, nach allen Geschlechtern Issaschars, streitbare
Männer, waren siebenundachtzigtausend, die Gesamtzahl der
Verzeichneten.
6 Von
Benjamin: Bela und Beker und Jediael, drei.
7 Und
die Söhne Belas: Ezbon und Ussi und Ussiel und Jerimoth und Iri,
fünf, Häupter der Vaterhäuser, streitbare Männer; und sie waren
verzeichnet: zweiundzwanzigtausend vierunddreißig.
8 Und
die Söhne Bekers: Semira und Joas und Elieser und Eljoenai und
Omri und Jeremoth und Abija und Anathoth und Alameth; alle diese
waren Söhne Bekers;
9 und
sie waren verzeichnet nach ihren Geschlechtern, Häupter ihrer
Vaterhäuser, streitbare Männer: zwanzigtausend zweihundert.
10 Und
die Söhne Jediaels: Bilhan; und die Söhne Bilhans: Jeusch und
Benjamin und Ehud und Kenaana und Sethan und Tarsis und
Achischachar;
11
alle diese waren Söhne Jediaels, nach den Häuptern der Väter,
streitbare Männer, siebzehntausend zweihundert, die zum Heere
auszogen in den Streit.
12 Und
Schuppim und Huppim, die Söhne Irs. Huschim, die Söhne Achers.
13 Die
Söhne Naphtalis: Jachziel und Guni und Jezer und Schallum, die
Söhne Bilhas.
14 Die
Söhne Manasses: Asriel, welchen… gebar; sein syrisches Kebsweib
gebar Makir, den Vater Gileads.
15 Und
Makir nahm ein Weib, die Schwester von Huppim und Schuppim; und
der Name ihrer Schwester war Maaka. Und der Name des zweiten
Sohnes war Zelophchad; und Zelophchad hatte nur Töchter.
16 Und
Maaka, das Weib Makirs, gebar einen Sohn, und sie gab ihm den
Namen Peresch. Und der Name seines Bruders war Scheresch; und
seine Söhne: Ulam und Rekem.
17 Und
die Söhne Ulams: Bedan. Das sind die Söhne Gileads, des Sohnes
Makirs, des Sohnes Manasses.
18 Und
seine Schwester Hammoleketh gebar Ischhod und Abieser und
Machla.
19 Und
die Söhne Schemidas waren Achjan und Sichem und Likchi und
Aniam.
20 Und
die Söhne Ephraims: Schuthelach; und dessen Sohn Bered, und
dessen Sohn Tachath, und dessen Sohn Elada, und dessen Sohn
Tachath,
21 und
dessen Sohn Sabad, und dessen Sohn Schuthelach; und Eser und
Elad. Und die Männer von Gath, die Eingeborenen des Landes,
erschlugen sie; denn sie waren hinabgezogen, um ihre Herden
wegzunehmen.
22 Und
Ephraim, ihr Vater, trauerte viele Tage; und seine Brüder kamen,
um ihn zu trösten.
23 Und
er ging ein zu seinem Weibe, und sie wurde schwanger und gebar
einen Sohn; und er gab ihm den Namen Beria, weil sein Haus im
Unglück war.
24 Und
seine Tochter war Scheera; und sie baute das untere und das
obere Beth-Horon, und Ussen-Scheera.
25 Und
sein Sohn war Rephach und Rescheph; und dessen Sohn Telach, und
dessen Sohn Tachan;
26
dessen Sohn Ladan, dessen Sohn Ammihud, dessen Sohn Elischama,
27
dessen Sohn Nun, dessen Sohn Josua.
28 Und
ihr Besitztum und ihre Wohnsitze waren Bethel und seine
Tochterstädte, und gegen Sonnenaufgang Naaran, und gegen
Sonnenuntergang Geser und seine Tochterstädte, und Sichem und
seine Tochterstädte, bis nach Gasa und seinen Tochterstädten.
29 Und
in den Händen der Söhne Manasses waren: Beth-Schean und seine
Tochterstädte, Taanak und seine Tochterstädte, Megiddo und seine
Tochterstädte, Dor und seine Tochterstädte. In diesen wohnten
die Kinder Josephs, des Sohnes Israels.
30 Die
Söhne Asers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria; und Serach
war ihre Schwester.
31 Und
die Söhne Berias: Heber und Malkiel; er war der Vater
Birsawiths.
32 Und
Heber zeugte Japhlet und Schomer und Hotham, und Schua, ihre
Schwester.
33 Und
die Söhne Japhlets: Pasak und Bimhal und Aschwath. Das sind die
Söhne Japhlets.
34 Und
die Söhne Schomers: Achi und Rohga, und Hubba und Aram.
35 Und
die Söhne Helems, seines Bruders: Zophach und Jimna und
Schelesch und Amal.
36 Die
Söhne Zophachs: Suach und Harnepher und Schual und Beri und
Jimra,
37
Bezer und Hod und Schamma und Schilscha und Jithran und Beera.
38 Und
die Söhne Jethers: Jephunne und Pispa und Ara.
39 Und
die Söhne Ullas: Arach und Hanniel und Rizja.
40
Alle diese waren Söhne Asers, Häupter der Vaterhäuser,
auserlesene, streitbare Männer, Häupter der Fürsten. Und ihre
Verzeichneten zum Heeresdienst im Kriege: ihre Zahl war
sechsundzwanzig-tausend Mann.
8,1
Und Benjamin zeugte Bela, seinen Erstgeborenen, Aschbel, den
zweiten, und Achrach, den dritten,
2
Nocha, den vierten, und Rapha, den fünften.
3 Und
Bela hatte Söhne: Addar und Gera und Abihud,
4 und
Abischua und Naaman und Achoach,
5 und
Gera und Schephuphan und Huram.
6 Und
dies sind die Söhne Echuds: (diese waren die Häupter der Väter
der Bewohner von Geba; und man führte sie weg nach Manachath,
7
nämlich Naaman und Achija und Gera; dieser führte sie weg) er
zeugte Ussa und Achichud.
8 Und
Schacharaim zeugte Söhne im Gefilde Moab, nachdem er Huschim und
Baara, seine Weiber, entlassen hatte;
9 und
er zeugte von Hodesch, seinem Weibe: Jobab und Zibja und Mescha
und Malkam,
10 und
Jeuz und Schobja und Mirma. Das waren seine Söhne, Häupter der
Väter.
11 Und
von Huschim zeugte er Abitub und Elpaal.
12 Und
die Söhne Elpaals: Heber und Mischeam und Schemer; dieser baute
Ono, und Lod und seine Tochterstädte.
13 Und
Beria und Schema (diese waren die Häupter der Väter der Bewohner
von Ajalon; sie verjagten die Bewohner von Gath)
14 und
Achjo, Schaschak und Jeremoth,
15 und
Sebadja und Arad und Eder,
16 und
Michael und Jischpa und Jocha waren die Söhne Berias.
17 Und
Sebadja und Meschullam und Hiski und Heber,
18 und
Jischmerai und Jislia und Jobab waren die Söhne Elpaals.
19 Und
Jakim und Sichri und Sabdi,
20 und
Elienai und Zillethai und Eliel,
21 und
Adaja und Beraja und Schimrath waren die Söhne Simeis.
22 Und
Jischpan und Heber und Eliel,
23 und
Abdon und Sichri und Hanan,
24 und
Hananja und Elam und Anthothija,
25 und
Jiphdeja und Pnuel waren die Söhne Schaschaks.
26 Und
Schamscherai und Schecharja und Athalja,
27 und
Jaareschja und Elia und Sichri waren die Söhne Jerochams.
28
Diese waren Häupter der Väter nach ihren Geschlechtern, Häupter;
diese wohnten zu Jerusalem.
29 Und
in Gibeon wohnte der Vater Gibeons, und der Name seines Weibes
war Maaka.
30 Und
sein erstgeborener Sohn war Abdon, und Zur und Kis und Baal und
Nadab,
31 und
Gedor und Achjo und Seker;
32 und
Mikloth zeugte Schimea. Und auch diese wohnten ihren Brüdern
gegenüber in Jerusalem, bei ihren Brüdern.
33 Und
Ner zeugte Kis; und Kis zeugte Saul; und Saul zeugte Jonathan
und Malkischua und Abinadab und Esch-Baal.
34 Und
der Sohn Jonathans war Merib-Baal; und Merib-Baal zeugte Micha.
35 Und
die Söhne Michas waren Pithon und Melek und Tharea und Achas.
36 Und
Achas zeugte Jehoadda; und Jehoadda zeugte Alemeth und Asmaweth
und Simri; und Simri zeugte Moza,
37 und
Moza zeugte Binea: dessen Sohn Rapha, dessen Sohn Elasa, dessen
Sohn Azel.
38 Und
Azel hatte sechs Söhne; und dies sind ihre Namen: Asrikam, Bokru
und Ismael und Schearja und Obadja und Hanan. Alle diese waren
Söhne Azels.
39 Und
die Söhne Escheks, seines Bruders: Ulam, sein Erstgeborener,
Jeghusch, der zweite, und Eliphelet, der dritte.
40 Und
die Söhne Ulams waren tapfere Kriegsmänner, die den Bogen
spannten; und sie hatten viele Söhne und Enkel, hundertfünfzig.
Alle diese sind von den Söhnen Benjamins.
9,1
Und ganz Israel wurde im Geschlechtsverzeichnis verzeichnet; und
siehe, sie sind aufgeschrieben in dem Buche der Könige von
Israel. Und Juda wurde wegen seiner Untreue nach Babel
weggeführt.
2 Und
die ersten Bewohner, welche in ihrem Besitztum, in ihren
Städten, wohnten, waren: Israel, die Heilige (e-r), die Leviten
und die Nethinim.
3 Und
in Jerusalem wohnten von den Söhnen Judas und von den Söhnen
Benjamins und von den Söhnen Ephraims und Manasses:
4
Uthai, der Sohn Ammihuds, des Sohnes Omris, des Sohnes Imris,
des Sohnes Banis, von den Söhnen Perez’, des Sohnes Judas;
5 und
von den Schilonitern: Asaja, der Erstgeborene, und seine Söhne;
6 und
von den Söhnen Serachs: Jeghuel und seine Brüder;
sechshundertneunzig.
7 Und
von den Söhnen Benjamins: Sallu, der Sohn Meschullams, des
Sohnes Hodawjas, des Sohnes Hassenuas;
8 und
Jibneja, der Sohn Jerochams; und Ela, der Sohn Ussis, des Sohnes
Mikris; und Meschullam, der Sohn Schephatjas, des Sohnes
Reghuels, des Sohnes Jibnijas;
9 und
ihre Brüder nach ihren Geschlechtern:
neunhundertsechsundfünfzig. Alle diese Männer waren Häupter der
Väter ihrer Vaterhäuser.
10 Und
von den Heilige (e-r)n: Jedaja und Jehojarib und Jakin;
11 und
Asarja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes
Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitubs, Oberaufseher
des Hauses Gottes;
12 und
Adaja, der Sohn Jerochams, des Sohnes Paschchurs, des Sohnes
Malkijas; und Masai, der Sohn Adiels, des Sohnes Jachseras, des
Sohnes Meschullams, des Sohnes Meschillemiths, des Sohnes
Immers;
13 und
ihre Brüder, Häupter ihrer Vaterhäuser: tausend
siebenhundertsechzig, tüchtige Männer im Werke des Dienstes des
Hauses Gottes.
14 Und
von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des Sohnes
Asrikams, des Sohnes Haschabjas, von den Söhnen Meraris;
15 und
Bakbakkar, Heresch und Galal; und Mattanja, der Sohn Michas, des
Sohnes Sichris, des Sohnes Asaphs;
16 und
Obadja, der Sohn Schemajas, des Sohnes Gallals, des Sohnes
Jeduthuns; und Berekja, der Sohn Asas, des Sohnes Elkanas, der
in den Dörfern der Netophathiter wohnte.
17 Und
die Torhüter: Schallum und Akkub und Talmon und Achiman, und
ihre Brüder; Schallum war das Haupt.
18 Und
bis jetzt waren sie im Königstor, gegen Sonnenaufgang. Sie waren
die Torhüter der Lager der Söhne Levis.
19 Und
Schallum, der Sohn Kores, des Sohnes Ebjasaphs, des Sohnes
Korahs, und seine Brüder vom Hause seines Vaters, die Korhiter,
waren über das Werk des Dienstes, als Hüter der Schwellen des
Zeltes. Und ihre Väter waren über das Lager Jehovas als Hüter
des Eingangs gewesen;
20 und
Pinehas, der Sohn Eleasars, war vordem Fürst über sie. Jehova
war mit ihm.
21
Sekarja, der Sohn Meschelemjas, war Torhüter am Eingang des
Zeltes der Zusammenkunft.
22 Sie
alle, auserlesen zu Torhütern an den Schwellen, waren
zweihundertzwölf. Sie wurden in ihren Dörfern verzeichnet; David
und Samuel, der Seher, hatten dieselben in ihr Amt eingesetzt.
23 Und
sie und ihre Söhne standen an den Toren des Hauses Jehovas, des
Zelthauses, als Wachen.
24 Die
Torhüter standen nach den vier Winden: gegen Osten, gegen
Westen, gegen Norden und gegen Süden.
25 Und
ihre Brüder in ihren Dörfern mußten von sieben zu sieben Tagen,
von einer Zeit zur anderen, mit jenen kommen.
26
Denn die vier Vorsteher der Torhüter, sie, die Leviten, waren in
Amtspflicht; und sie waren über die Zellen und über die Schätze
des Hauses Gottes.
27 Und
sie übernachteten rings um das Haus Gottes her; denn ihnen lag
die Wache ob, und sie waren über das Öffnen bestellt, und zwar
Morgen für Morgen.
28 Und
einige von ihnen waren über die Geräte des Dienstes; denn nach
der Zahl brachten sie sie hinein, und nach der Zahl brachten sie
sie heraus.
29 Und
einige von ihnen waren bestellt über die Geräte und über alle
Geräte des Heiligtums, und über das Feinmehl und den Wein und
das Öl und den Weihrauch und die Gewürze.
30 Und
von den Söhnen der Heilige (e-r) mischten einige die
Salbenmischung der Gewürze.
31 Und
Mattithja, von den Leviten, er war der Erstgeborene Schallums,
des Korhiters, war das Pfannenbackwerk anvertraut.
32 Und
von den Söhnen der Kehathiter, von ihren Brüdern, waren einige
über das Schichtbrot bestellt, um es Sabbath für Sabbath
zuzurichten.
33 Und
das waren die Sänger, die Häupter der Väter der Leviten, welche
von anderen Diensten befreit in den Zelten wohnten; denn Tag und
Nacht waren sie beschäftigt.
34 Das
waren die Häupter der Väter der Leviten nach ihren
Geschlechtern, die Häupter; diese wohnten zu Jerusalem.
35 Und
in Gibeon wohnte der Vater Gibeons, Jeghiel; und der Name seines
Weibes war Maaka.
36 Und
sein erstgeborener Sohn war Abdon; und Zur und Kis und Baal und
Ner und Nadab
37 und
Gedor und Achjo und Sekarja und Mikloth;
38 und
Mikloth zeugte Schimean. Und auch diese wohnten ihren Brüdern
gegenüber zu Jerusalem, bei ihren Brüdern.
39 Und
Ner zeugte Kis, und Kis zeugte Saul; und Saul zeugte Jonathan
und Malkischua und Abinadab und Esch-Baal.
40 Und
der Sohn Jonathans war Merib-Baal; und Merib-Baal zeugte Micha.
41 Und
die Söhne Michas waren Pithon und Melek und Thachrea.
42 Und
Achas zeugte Jara, und Jara zeugte Alemeth und Asmaweth und
Simri; und Simri zeugte Moza,
43 und
Moza zeugte Binea; und dessen Sohn Rephaja, dessen Sohn Elasa,
dessen Sohn Azel.
44 Und
Azel hatte sechs Söhne; und dies sind ihre Namen: Asrikam, Bokru
und Ismael und Schearja und Obadja und Hanan. Das waren die
Söhne Azels.
10,1
Und die Philister stritten wider Israel; und die Männer von
Israel flohen vor den Philistern, und Erschlagene fielen auf dem
Gebirge Gilboa.
2 Und
die Philister setzten Saul und seinen Söhnen hart nach; und die
Philister erschlugen Jonathan und Abinadab und Malkischua, die
Söhne Sauls.
3 Und
der Streit wurde heftig wider Saul, und es erreichten ihn die
Bogenschützen; und es wurde ihm angst vor den Schützen.
4 Da
sprach Saul zu seinem Waffenträger: Ziehe dein Schwert und
durchbohre mich damit, daß nicht diese Unbeschnittenen kommen
und mich mißhandeln! Sein Waffenträger aber wollte nicht, denn
er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte
sich darein.
5 Und
als sein Waffenträger sah, daß Saul tot war, da stürzte auch er
sich in das Schwert und starb.
6 So
starben Saul und seine drei Söhne; und sein ganzes Haus starb
zugleich.
7 Und
als alle Männer von Israel, die im Tale waren, sahen, daß sie
geflohen und daß Saul und seine Söhne tot waren, da verließen
sie ihre Städte und flohen; und die Philister kamen und wohnten
darin.
8 Und
es geschah am folgenden Tage, da kamen die Philister, um die
Erschlagenen auszuziehen; und sie fanden Saul und seine Söhne
auf dem Gebirge Gilboa liegen.
9 Und
sie zogen ihn aus und nahmen seinen Kopf und seine Waffen; und
sie sandten in das Land der Philister ringsumher, um die frohe
Botschaft ihren Götzen und dem Volke zu verkünden.
10 Und
sie legten seine Waffen in das Haus ihres Gottes, und seinen
Schädel hefteten sie an das Haus Dagons.
11 Als
aber ganz Jabes-Gilead alles hörte, was die Philister mit Saul
getan hatten,
12 da
machten sich alle tapferen Männer auf und nahmen den Leichnam
Sauls und die Leichname seiner Söhne und brachten sie nach
Jabes; und sie begruben ihre Gebeine unter der Terebinthe zu
Jabes und fasteten sieben Tage.
13 Und
so starb Saul wegen seiner Treulosigkeit, die er wider Jehova
begangen, betreffs des Wortes Jehovas, das er nicht beobachtet
hatte, und auch weil er eine Totenbeschwörerin aufsuchte, um sie
zu befragen;
14
aber Jehova befragte er nicht. Darum tötete er ihn und wandte
das Königtum David, dem Sohne Isais, zu.
11,1
Und ganz Israel versammelte sich zu David nach Hebron, und sie
sprachen: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch.
2
Schon früher, schon als Saul König war, bist du es gewesen, der
Israel aus-und einführte; und Jehova, dein Gott, hat zu dir
gesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst
sein über mein Volk Israel.
3 Und
alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron, und David
machte einen Bund mit ihnen zu Hebron, vor Jehova; und sie
salbten David zum König über Israel, nach dem Worte Jehovas
durch Samuel.
4 Und
David und ganz Israel zogen nach Jerusalem, das ist Jebus; und
daselbst waren die Jebusiter, die Bewohner des Landes.
5 Und
die Bewohner von Jebus sprachen zu David: Du wirst nicht hier
hereinkommen! Aber David nahm die Burg Zion ein, das ist die
Stadt Davids.
6 Und
David sprach: Wer die Jebusiter zuerst schlägt, soll Haupt und
Oberster werden. Da stieg Joab, der Sohn der Zeruja, zuerst
hinauf, und er wurde zum Haupte.
7 Und
David wohnte in der Burg; darum nannte man sie Stadt Davids.
8 Und
er baute die Stadt ringsum, von dem Millo an rund umher. Und
Joab erneuerte das Übrige der Stadt.
9 Und
David wurde immerfort größer, und Jehova der Heerscharen war mit
ihm.
10 Und
dies sind die Häupter der Helden, welche David hatte, die ihm
mit ganz Israel mutig beistanden in seinem Königtum, um ihn zum
König zu machen, nach dem Worte Jehovas über Israel.
11 Und
dies ist die Zahl der Helden, welche David hatte: Jaschobam, der
Sohn Hakmonis, das Haupt der Anführer; er schwang seinen Speer
wider dreihundert, die er auf einmal erschlug.
12 Und
nach ihm Eleasar, der Sohn Dodos, der Achochiter; er war unter
den drei Helden.
13 Er
war mit David zu Pas-Dammim, als die Philister daselbst
versammelt waren zum Streit. Und dort war ein Ackerstück voll
Gerste; und das Volk floh vor den Philistern.
14 Da
stellten sie sich mitten auf das Stück und retteten es und
schlugen die Philister; und Jehova schaffte eine große Rettung.
15 Und
drei von den dreißig Häuptern ging zu dem Felsen hinab zu David,
in die Höhle Adullam; und das Heer der Philister lagerte im Tale
Rephaim.
16
David aber war damals auf der Bergfeste, und eine Aufstellung
der Philister war damals zu Bethlehem.
17 Und
David hatte ein Gelüste und sprach: Wer wird mich mit Wasser
tränken aus der Zisterne zu Bethlehem, die am Tore ist?
18 Da
brachen die Drei durch das Lager der Philister und schöpften
Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die am Tore ist, und
trugen und brachten es zu David. Aber David wollte es nicht
trinken und goß es aus als Trankopfer dem Jehova;
19 und
er sprach: Das lasse mein Gott fern von mir sein, daß ich
solches tue! Sollte ich das Blut dieser Männer trinken, die mit
Gefahr ihres Lebens hingegangen sind? Denn mit Gefahr ihres
Lebens haben sie es gebracht. Und er wollte es nicht trinken.
Das taten die drei Helden.
20 Und
Abisai, der Bruder Joabs, dieser war ein Haupt der Drei. Und er
schwang seinen Speer wider dreihundert, die er erschlug; und er
hatte einen Namen unter den Dreien.
21 Vor
den Dreien war er geehrt, neben den Zweien, so daß er ihr
Oberster wurde; aber an die ersten Drei reichte er nicht.
22
Benaja, der Sohn Jojadas, der Sohn eines tapferen Mannes, groß
an Taten, von Kabzeel; selbiger erschlug zwei Löwen von Moab.
Und er stieg hinab und erschlug den Löwen in der Grube an einem
Schneetage.
23 Und
er war es, der den ägyptischen Mann erschlug, einen Mann von
fünf Ellen Länge. Und der Ägypter hatte einen Speer in der Hand
wie einen Weberbaum; er aber ging zu ihm hinab mit einem Stabe,
und riß dem Ägypter den Speer aus der Hand und tötete ihn mit
seinem eigenen Speere.
24 Das
tat Benaja, der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen unter den
drei Helden.
25 Vor
den Dreißigen, siehe, war er geehrt, aber an die ersten Drei
reichte er nicht. Und David setzte ihn in seinen geheimen Rat.
26 Und
die Helden der Heere waren: Asael, der Bruder Joabs; Elchanan,
der Sohn Dodos, von Bethlehem;
27
Schammoth, der Haroriter; Helez, der Peloniter;
28
Ira, der Sohn Ikkesch’, der Tekoiter; Abieser, der Anathothiter;
29
Sibbekai, der Huschathiter; Ilai, der Achochiter;
30
Maharai, der Netophathiter; Heled, der Sohn Baanas, der
Netophathiter;
31
Ittai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin; Benaja,
der Pirhathoniter;
32
Hurai, von den Bächen Gaasch; Abiel, der Arbathiter;
33
Asmaweth, der Bacharumiter; Eljachba, der Schaalboniter;
34
Bne-Haschem, der Gisoniter; Jonathan, der Sohn Schages, der
Harariter;
35
Achiam, der Sohn Sakars, der Harariter; Eliphal, der Sohn Urs;
36
Hepher, der Mekerathiter; Achija, der Peloniter;
37
Hezro, der Karmeliter; Naarai, der Sohn Esbais;
38
Joel, der Bruder Nathans; Mibchar, der Sohn Hagris;
39
Zelek, der Ammoniter; Nacharai, der Beerothiter, der
Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja;
40
Ira, der Jithriter; Gareb, der Jithriter;
41
Urija, der Hethiter; Sabad, der Sohn Achlais;
42
Adina, der Sohn Schisas, der Rubeniter, ein Haupt der Rubeniter,
und dreißig bei ihm;
43
Hanan, der Sohn Maakas; und Josaphat, der Mithniter;
44
Ussija, der Aschterothiter; Schamma und Jeghiel, die Söhne
Hothams, des Aroeriters;
45
Jediael, der Sohn Schimris, und Jocha, sein Bruder, der
Thiziter;
46
Eliel, der Machawim; und Jeribai und Joschawja, die Söhne
Elnaams; und Jithma, der Moabiter;
47
Eliel und Obed, und Jaasiel, der Mezobaiter.
12,1
Und diese sind es, welche zu David nach Ziklag kamen, als er
sich noch vor Saul, dem Sohne Kis’, verborgen hielt; auch sie
waren unter den Helden, die ihm im Streite halfen,
2
ausgerüstet mit dem Bogen und geübt, mit der Rechten und mit der
Linken Steine zu schleudern und Pfeile mit dem Bogen
abzuschießen: Von den Brüdern Sauls, aus Benjamin:
3 das
Haupt Achieser, und Joas, die Söhne Haschemaas, des
Gibeathiters; und Jesiel und Peleth, die Söhne Asmaweths; und
Beraka, und Jehu, der Anathothiter;
4 und
Jischmaja, der Gibeoniter, ein Held unter den Dreißig und über
die Dreißig; und Jeremia und Jachasiel und Jochanan, und
Josabad, der Gederathiter;
5
Elusai und Jerimoth und Bealja und Schemarja, und Schephatja,
der Haruphiter;
6
Elkana und Jischschija und Asarel und Joeser und Jaschobam, die
Korhiter;
7 und
Joela und Sebadja, die Söhne Jerochams, von Gedor.
8 Und
von den Gaditern sonderten sich ab zu David, nach der Bergfeste
in die Wüste, tapfere Helden, Männer des Heeres zum Kriege, mit
Schild und Lanze gerüstet, deren Angesichter wie
Löwenangesichter, und die den Gazellen auf den Bergen gleich
waren an Schnelle:
9
Eser, das Haupt; Obadja, der zweite; Eliab, der dritte;
10
Mischmanna, der vierte; Jeremia, der fünfte;
11
Attai, der sechste; Eliel, der siebte;
12
Jochanan, der achte; Elsabad, der neunte;
13
Jeremia, der zehnte; Makbannai, der elfte.
14
Diese, von den Söhnen Gads, waren Häupter des Heeres; der
Kleinste konnte es mit hundert, und der Größte mit tausend
aufnehmen.
15
Diese sind es, welche über den Jordan gingen, im ersten Monat,
wenn er alle seine Ufer überflutet, und alle Bewohner der
Niederungen, gegen Osten und gegen Westen, in die Flucht jagten.
16 Und
es kamen einige von den Kindern Benjamin und Juda nach der
Bergfeste zu David.
17 Und
David ging hinaus, ihnen entgegen, und er hob an und sprach zu
ihnen: Wenn ihr zum Frieden zu mir gekommen seid, um mir zu
helfen, so wird mein Herz sich mit euch vereinigen; wenn aber,
um mich an meine Feinde zu verraten, ohne daß Unrecht in meiner
Hand ist, so möge der Gott unserer Väter es sehen und strafen!
18 Da
kam der Geist über Amasai, das Haupt der Anführer: Dein sind
wir, David, und mit dir, Sohn Isais! Friede, Friede dir und
Friede deinen Helfern! denn dein Gott hilft dir! Und David nahm
sie auf und setzte sie zu Häuptern von Scharen.
19 Und
von Manasse liefen einige zu David über, als er mit den
Philistern wider Saul in den Streit zog; aber sie halfen ihnen
nicht; denn nachdem sie Rat gehalten hatten, entließen ihn die
Fürsten der Philister, indem sie sprachen: Auf Gefahr unserer
Köpfe könnte er zu seinem Herrn Saul überlaufen!
20 Als
er nach Ziklag zog, liefen von Manasse zu ihm über: Adna und
Josabad und Jediael und Michael und Josabad und Elihu und
Zillethai, Häupter der Tausende von Manasse.
21 Und
sie halfen David wider die Streifschar, denn tapfere Helden
waren sie alle; und sie wurden Oberste im Heere.
22
Denn es kamen von Tag zu Tage zu David, um ihm zu helfen, bis es
ein großes Heerlager wurde, wie ein Heerlager Gottes.
23 Und
dies sind die Zahlen der Köpfe der zum Heere Gerüsteten, welche
zu David nach Hebron kamen, um ihm das Königreich Sauls
zuzuwenden nach dem Befehle Jehovas:
24 Die
Kinder Juda, welche Schild und Lanze trugen, sechstausend
achthundert zum Heere Gerüstete.
25 Von
den Kindern Simeon: streitbare Männer zum Heere, siebentausend
einhundert.
26 Von
den Kindern Levi: viertausend sechshundert;
27 und
Jojada, der Fürst von Aaron, und mit ihm dreitausend
siebenhundert;
28 und
Zadok, ein Jüngling, ein tapferer Held, und das Haus seines
Vaters: zweiundzwanzig Oberste.
29 Und
von den Kindern Benjamin, den Brüdern Sauls: dreitausend; aber
der größte Teil von ihnen hielt bis dahin treu zum Hause Sauls.
30 Und
von den Kindern Ephraim: zwanzigtausend achthundert, streitbare
Männer, Männer von Namen, nach ihren Vaterhäusern.
31 Und
von dem halben Stamme Manasse: achtzehntausend, die mit Namen
angegeben wurden, daß sie hingingen, um David zum König zu
machen.
32 Und
von den Kindern Issaschar: Männer, welche Einsicht hatten in die
Zeiten, um zu wissen, was Israel tun mußte; ihre Häupter,
zweihundert; und alle ihre Brüder folgten ihrem Befehl.
33 Von
Sebulon: die zum Heere auszogen, mit allen Kriegswaffen zum
Kampfe bereit, fünfzigtausend, und zwar um sich in
Schlachtreihen zu ordnen mit ungeteiltem Herzen.
34 Und
von Naphtali: tausend Oberste; und mit ihnen
siebenunddreißigtausend mit Schild und Speer.
35 Und
von den Danitern: achtundzwanzigtausend sechshundert, zum Kampfe
bereit.
36 Und
von Aser: die zum Heere auszogen, zum Kampfe bereit,
vierzigtausend.
37 Und
von jenseit des Jordan, von den Rubenitern und den Gaditern und
dem halben Stamme Manasse: mit allen Waffen eines Kriegsheeres,
hundertzwanzig-tausend.
38
Alle diese Kriegsleute, die sich in Schlachtreihen ordneten,
kamen mit ungeteiltem Herzen nach Hebron, um David zum König
über ganz Israel zu machen. Und auch alle übrigen in Israel
waren eines Herzens, David zum König zu machen.
39 Und
sie waren daselbst bei David drei Tage, und aßen und tranken;
denn ihre Brüder hatten für sie zugerichtet.
40 Und
auch die ihnen nahe wohnten, bis nach Issaschar und Sebulon und
Naphtali hin, brachten Lebensmittel auf Eseln und auf Kamelen
und auf Maultieren und auf Rindern: Mehlspeisen, Feigenkuchen
und Rosinenkuchen, und Wein und Öl, und Rinder und Kleinvieh in
Menge; denn es war Freude in Israel.
13,1
Und David beriet sich mit den Obersten über tausend und über
hundert, mit allen Fürsten.
2 Und
David sprach zu der ganzen Versammlung Israels: Wenn es euch gut
dünkt, und wenn es von Jehova, unserem Gott, ist, so laßt uns
allenthalben umhersenden zu unseren übrigen Brüdern in allen
Landen Israels, und mit ihnen zu den Heilige (e-r)n und zu den
Leviten in den Städten ihrer Bezirke, daß sie sich zu uns
versammeln.
3 Und
wir wollen die Lade unseres Gottes zu uns herüberholen; denn wir
haben sie in den Tagen Sauls nicht befragt.
4 Und
die ganze Versammlung sprach, daß man also tun sollte; denn die
Sache war recht in den Augen des ganzen Volkes.
5 Und
David versammelte ganz Israel, von dem Sihor Ägyptens bis nach
Hamath hin, um die Lade Gottes von Kirjath-Jearim zu bringen.
6 Und
David und ganz Israel zogen hinauf nach Baala, nach
Kirjath-Jearim, das zu Juda gehört, um von dannen die Lade
Gottes, Jehovas, heraufzuholen, der zwischen den Cherubim
thront, dessen Name dort angerufen wird.
7 Und
sie fuhren die Lade Gottes auf einem neuen Wagen aus dem Hause
Abinadabs weg; und Ussa und Achjo führten den Wagen.
8 Und
David und ganz Israel spielten vor Gott mit aller Kraft: mit
Gesängen und mit Lauten und mit Harfen und mit Tamburinen und
mit Zimbeln und mit Trompeten.
9 Und
als sie zur Tenne Kidon kamen, da streckte Ussa seine Hand aus,
um die Lade anzufassen; denn die Rinder hatten sich losgerissen.
10 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Ussa, und er schlug ihn, darum
daß er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte; und er starb
daselbst vor Gott.
11 Und
David entbrannte, weil Jehova einen Bruch an Ussa gemacht hatte;
und er nannte jenen Ort Perez-Ussa, bis auf diesen Tag.
12 Und
David fürchtete sich vor Gott an selbigem Tage und sprach: Wie
soll ich die Lade Gottes zu mir bringen?
13 Und
David ließ die Lade nicht zu sich einkehren in die Stadt Davids;
und er ließ sie beiseite bringen in das Haus Obed-Edoms, des
Gathiters.
14 Und
die Lade Gottes blieb bei der Familie Obed-Edoms, in seinem
Hause, drei Monate. Und Jehova segnete das Haus Obed-Edoms und
alles was, sein war.
14,1
Und Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David, und
Zedernholz und Mauerleute und Zimmerleute, damit sie ihm ein
Haus bauten.
2 Und
David erkannte, daß Jehova ihn zum König über Israel bestätigt
hatte; denn sein Königreich war hoch erhoben um seines Volkes
Israel willen.
3 Und
David nahm noch Weiber in Jerusalem, und David zeugte noch Söhne
und Töchter.
4 Und
dies sind die Namen derer, welche ihm in Jerusalem geboren
wurden: Schammua und Schobab, Nathan und Salomo,
5 und
Jibchar und Elischua und Elpelet,
6 und
Nogah und Nepheg und Japhija,
7 und
Elischama und Beeljada und Eliphelet.
8 Und
als die Philister hörten, daß David zum König über ganz Israel
gesalbt worden war, da zogen alle Philister herauf, um David zu
suchen. Und David hörte es und zog ihnen entgegen.
9 Und
die Philister kamen und breiteten sich aus im Tale Rephaim.
10 Und
David befragte Gott und sprach: Soll ich wider die Philister
hinaufziehen, und wirst du sie in meine Hand geben? Und Jehova
sprach zu ihm: Ziehe hinauf, und ich werde sie in deine Hand
geben.
11 Da
zogen sie hinauf nach Baal-Perazim, und David schlug sie
daselbst; und David sprach: Gott hat meine Feinde durch meine
Hand durchbrochen, gleich einem Wasserdurchbruch. Daher gab man
jenem Orte den Namen Baal-Perazim.
12 Und
sie ließen daselbst ihre Götter; und David gab Befehl, und sie
wurden mit Feuer verbrannt.
13 Und
die Philister zogen wiederum herauf und breiteten sich aus im
Tale.
14 Und
David befragte Gott abermals; und Gott sprach zu ihm: Du sollst
nicht hinaufziehen ihnen nach; wende dich von ihnen ab, daß du
an sie kommst, den Bakabäumen gegenüber.
15 Und
sobald du das Geräusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der
Bakabäume hörst, alsdann sollst du zum Angriff schreiten; denn
Gott ist vor dir ausgezogen, um das Heerlager der Philister zu
schlagen.
16 Und
David tat, so wie Gott ihm geboten hatte; und sie schlugen das
Heerlager der Philister von Gibeon bis nach Geser.
17 Und
der Name Davids ging aus in alle Länder, und Jehova legte die
Furcht vor ihm auf alle Nationen.
15,1
Und er machte sich Häuser in der Stadt Davids, und er bereitete
einen Ort für die Lade Gottes und schlug ein Zelt für sie auf.
2
Damals sprach David: Die Lade Gottes soll niemand tragen als nur
die Leviten; denn sie hat Jehova erwählt, um die Lade Gottes zu
tragen und seinen Dienst zu verrichten ewiglich.
3 Und
David versammelte ganz Israel nach Jerusalem, um die Lade
Jehovas an ihren Ort hinaufzubringen, den er für sie bereitet
hatte.
4 Und
David versammelte die Söhne Aarons und die Leviten.
5 Von
den Söhnen Kehaths: Uriel, den Obersten, und seine Brüder,
hundertzwanzig;
6 von
den Söhnen Meraris: Asaja, den Obersten, und seine Brüder,
zweihundertzwanzig;
7 von
den Söhnen Gersoms: Joel, den Obersten, und seine Brüder,
hundertdreißig;
8 von
den Söhnen Elizaphans: Schemaja, den Obersten, und seine Brüder,
zweihundert;
9 von
den Söhnen Hebrons: Eliel, den Obersten, und seine Brüder,
achtzig;
10 von
den Söhnen Ussiels: Amminadab, den Obersten, und seine Brüder,
hundertzwölf.
11 Und
David berief Zadok und Abjathar, die Heilige (e-r), und die
Leviten Uriel, Asaja und Joel, Schemaja und Eliel und Amminadab,
12 und
er sprach zu ihnen: Ihr seid die Häupter der Väter der Leviten;
heiliget euch, ihr und eure Brüder, und bringet die Lade
Jehovas, des Gottes Israels, hinauf an den Ort, welchen ich für
sie bereitet habe.
13
Denn weil ihr das vorige Mal es nicht tatet, so machte Jehova,
unser Gott, einen Bruch unter uns, weil wir ihn nicht suchten
nach der Vorschrift.
14 Da
heiligten sich die Heilige (e-r) und die Leviten, um die Lade
Jehovas, des Gottes Israels, hinaufzubringen.
15 Und
die Söhne der Leviten trugen die Lade Gottes auf ihren
Schultern, indem sie die Stangen auf sich legten, so wie Mose
geboten hatte nach dem Worte Jehovas.
16 Und
David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brüder, die Sänger,
mit Musikinstrumenten, Harfen und Lauten und Zimbeln zu
bestellen, damit sie laut spielten, indem sie die Stimme erhöben
mit Freude.
17 Und
die Leviten bestellten Heman, den Sohn Joels, und von seinen
Brüdern Asaph, den Sohn Berekjas; und von den Söhnen Meraris,
ihren Brüdern, Ethan, den Sohn Kuschajas;
18 und
mit ihnen ihre Brüder zweiten Ranges: Sekarja, Ben und Jaasiel
und Schemiramoth und Jechiel und Unni, Eliab und Benaja und
Maaseja und Mattithja und Elipheleh und Mikneja und Obed-Edom
und Jeghiel, die Torhüter;
19 und
zwar die Sänger Heman, Asaph und Ethan, mit ehernen Zimbeln, um
laut zu spielen;
20 und
Sekarja und Asiel und Schemiramoth und Jechiel und Unni und
Eliab und Maaseja und Benaja mit Harfen auf Alamoth;
21 und
Mattithja und Elipheleh und Mikneja und Obed-Edom und Jeghiel
und Asasja mit Lauten auf Scheminith: um den Gesang zu leiten.
22 Und
Kenanja war der Anführer der Leviten im Gesang; er unterwies im
Gesang, denn er war kundig darin.
23 Und
Berekja und Elkana waren Torhüter der Lade.
24 Und
Schebanja und Josaphat und Nethaneel und Amasai und Sekarja und
Benaja und Elieser, die Heilige (e-r), schmetterten mit den
Trompeten vor der Lade Gottes her. Und Obed-Edom und Jechija
waren Torhüter der Lade.
25 Und
so zogen David und die Ältesten von Israel und die Obersten über
tausend hin, um die Lade des Bundes Jehovas aus dem Hause
Obed-Edoms heraufzuholen mit Freuden.
26 Und
es geschah, da Gott den Leviten half, welche die Lade des Bundes
Jehovas trugen, so opferten sie sieben Farren und sieben Widder.
27 Und
David war angetan mit einem Oberkleide von Byssus, ebenso alle
Leviten, welche die Lade trugen, und die Sänger und Kenanja, der
Anführer des Gesanges der Sänger; und David trug ein leinenes
Ephod.
28 Und
ganz Israel brachte die Lade des Bundes Jehovas hinauf mit
Jauchzen und mit Posaunenschall und mit Trompeten und mit
Zimbeln, laut spielend mit Harfen und Lauten.
29 Und
es geschah, als die Lade des Bundes Jehovas in die Stadt Davids
kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster; und
sie sah den König David hüpfen und spielen, und sie verachtete
ihn in ihrem Herzen.
16,1
Und sie brachten die Lade Gottes hinein, und stellten sie
innerhalb des Zeltes, das David für sie aufgeschlagen hatte. Und
sie brachten Brandopfer und Friedensopfer dar vor Gott.
2 Und
als David das Opfern der Brandopfer und der Friedensopfer
beendigt hatte, segnete er das Volk im Namen Jehovas;
3 und
er verteilte an ganz Israel, vom Manne bis zum Weibe, an jeden
einen Laib Brot und einen Trunk Wein und einen Rosinenkuchen.
4 Und
er bestellte vor die Lade Jehovas einige von den Leviten als
Diener, daß sie Jehovas, des Gottes Israels, gedächten und ihn
priesen und rühmten:
5
Asaph, das Haupt, und Sekarja, den zweiten nach ihm, Jeghiel und
Schemiramoth und Jeghiel und Mattithja und Eliab und Benaja und
Obed-Edom und Jeghiel, mit Harfinstrumenten und mit Lauten; und
Asaph ließ die Zimbeln erklingen;
6 und
Benaja und Jachasiel, die Heilige (e-r), waren beständig mit
Trompeten vor der Lade des Bundes Gottes.
7
Damals, an jenem Tage, trug David zum ersten Male Asaph und
seinen Brüdern auf, Jehova zu preisen:
8
Preiset Jehova, rufet seinen Namen an, machet kund unter den
Völkern seine Taten!
9
Singet ihm, singet ihm Psalmen; sinnet über alle seine
Wunderwerke!
10
Rühmet euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz
derer, die Jehova suchen!
11
Trachtet nach Jehova und seiner Stärke, suchet sein Angesicht
beständig!
12
Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner
Wunderzeichen und der Gerichte seines Mundes!
13 Du
Same Israels, sein Knecht, ihr Söhne Jakobs, seine Auserwählten!
14 Er,
Jehova, ist unser Gott; seine Gerichte sind auf der ganzen Erde.
15
Gedenket ewiglich seines Bundes, des Wortes, das er geboten hat,
auf tausend Geschlechter hin,
16 den
er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides, den er Isaak
geschworen hat.
17 Und
er stellte ihn Jakob zur Satzung, Israel zum ewigen Bunde,
18
indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als Schnur
eures Erbteils;
19 als
ihr ein zählbares Häuflein waret, gar wenige und Fremdlinge
darin.
20 Und
sie wanderten von Nation zu Nation und von einem Reiche zu einem
anderen Volke.
21 Er
ließ niemand zu, sie zu bedrücken, und ihretwegen strafte er
Könige:
22
“Tastet meine Gesalbten nicht an, und meinen Propheten tut
nichts Übles!”
23
Singet Jehova, ganze Erde! Verkündet von Tag zu Tag seine
Rettung!
24
Erzählet unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen
Völkern seine Wundertaten!
25
Denn groß ist Jehova und sehr zu loben, und furchtbar ist er
über alle Götter.
26
Denn alle Götter der Völker sind Nichtigkeiten, aber Jehova hat
die Himmel gemacht.
27
Majestät und Pracht sind vor seinem Angesicht, Stärke und Freude
in seiner Wohnstätte.
28
Gebet Jehova, ihr Völkerstämme, gebet Jehova Herrlichkeit und
Stärke!
29
Gebet Jehova die Herrlichkeit seines Namens; bringet eine
Opfergabe und kommet vor sein Angesicht; betet Jehova an in
heiliger Pracht!
30
Erzittert vor ihm, ganze Erde! Auch steht der Erdkreis fest, er
wird nicht wanken.
31 Es
freue sich der Himmel, und es frohlocke die Erde! Und man
spreche unter den Nationen: Jehova regiert!
32 Es
brause das Meer und seine Fülle! Es frohlocke das Gefilde und
alles, was darauf ist!
33
Dann werden jubeln die Bäume des Waldes vor Jehova; denn er
kommt, die Erde zu richten!
34
Preiset Jehova, denn er ist gütig, denn seine Güte währt
ewiglich!
35 Und
sprechet: Rette uns, Gott unserer Rettung, und sammle und
befreie uns aus den Nationen; daß wir deinen heiligen Namen
preisen, daß wir uns rühmen deines Lobes!
36
Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, von Ewigkeit zu
Ewigkeit! Und alles Volk sprach: Amen! und lobte Jehova.
37 Und
David ließ daselbst, vor der Lade des Bundes Jehovas, Asaph und
seine Brüder, um beständig vor der Lade zu dienen nach der
täglichen Gebühr;
38 und
Obed-Edom und seine Brüder, achtundsechzig; und Obed-Edom, den
Sohn Jeduthuns, und Hosa, als Torhüter.
39
Zadok, den Heilige (e-r) aber, und seine Brüder, die Heilige
(e-r), ließ er vor der Wohnung Jehovas, auf der Höhe, die zu
Gibeon ist,
40 um
Jehova Brandopfer zu opfern auf dem Brandopferaltar beständig,
des Morgens und des Abends, und zwar nach allem, was in dem
Gesetz Jehovas geschrieben steht, das er Israel geboten hat;
41 und
mit ihnen Heman und Jeduthun und die übrigen Auserlesenen,
welche mit Namen angegeben waren, um Jehova zu preisen, daß
seine Güte ewiglich währt;
42 und
mit ihnen, mit Heman und Jeduthun, waren Trompeten und Zimbeln
für die, welche laut spielten, und die Musikinstrumente Gottes;
und die Söhne Jeduthuns waren für das Tor.
43 Und
das ganze Volk ging hin, ein jeder nach seinem Hause; und David
wandte sich, um sein Haus zu segnen.
17,1
Und es geschah, als David in seinem Hause wohnte, da sprach
David zu Nathan, dem Propheten: Siehe, ich wohne in einem Hause
von Zedern, und die Lade des Bundes Jehovas wohnt unter
Teppichen.
2 Und
Nathan sprach zu David: Tue alles, was du im Herzen hast, denn
Gott ist mit dir.
3 Und
es geschah in selbiger Nacht, da geschah das Wort Gottes zu
Nathan also:
4 Gehe
hin und sprich zu David, meinem Knechte: So spricht Jehova:
Nicht du sollst mir das Haus zur Wohnung bauen;
5 denn
ich habe nicht in einem Hause gewohnt von dem Tage an, da ich
Israel heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag; sondern ich
wanderte von Zelt zu Zelt und von Wohnung zu Wohnung.
6 Wo
immer ich wanderte unter ganz Israel, habe ich zu einem der
Richter Israels, dem ich gebot, mein Volk zu weiden, ein Wort
geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus von Zedern
gebaut?
7 Und
nun sollst du also zu meinem Knechte David sagen: So spricht
Jehova der Heerscharen: Ich habe dich von der Trift genommen,
hinter dem Kleinvieh weg, daß du Fürst sein solltest über mein
Volk Israel;
8 und
ich bin mit dir gewesen überall, wohin du gegangen bist, und
habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet; und ich habe dir
einen Namen gemacht, gleich dem Namen der Großen, die auf Erden
sind.
9 Und
ich werde einen Ort setzen für mein Volk Israel und werde es
pflanzen, daß es an seiner Stätte wohne und nicht mehr
beunruhigt werde; und die Söhne der Ungerechtigkeit sollen es
nicht mehr aufreiben,
10 wie
früher und seit den Tagen, da ich Richter über mein Volk Israel
bestellt habe. Und ich werde alle deine Feinde demütigen; und
ich tue dir kund, daß Jehova dir ein Haus bauen wird.
11 Und
es wird geschehen, wenn deine Tage voll sind, daß du zu deinen
Vätern hingehst, so werde ich deinen Samen nach dir erwecken,
der von deinen Söhnen sein wird, und werde sein Königtum
befestigen.
12 Der
wird mir ein Haus bauen; und ich werde seinen Thron befestigen
auf ewig.
13 Ich
will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein; und ich will
meine Güte nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem
weichen ließ, der vor dir war.
14 Und
ich will ihm Bestand geben in meinem Hause und in meinem
Königreich auf ewig; und sein Thron soll fest sein auf ewig.
15
Nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, also
redete Nathan zu David.
16 Da
ging der König David hinein und setzte sich vor Jehova nieder
und sprach: Wer bin ich, Jehova Gott, und was ist mein Haus, daß
du mich bis hierher gebracht hast?
17 Und
dies ist noch ein Geringes gewesen in deinen Augen, o Gott! Und
du hast auch von dem Hause deines Knechtes geredet in die Ferne
hin; und du hast mich angesehen nach der Weise eines
hochgestellten Menschen, Jehova Gott!
18 Was
soll David noch weiter zu dir reden von der Ehre an deinem
Knechte? Du kennst ja deinen Knecht.
19
Jehova, um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du
all dieses Große getan, um alle diese großen Dinge kundzutun.
20
Jehova, niemand ist dir gleich, und kein Gott außer dir, nach
allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben.
21 Und
wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf Erden,
welche Gott hingegangen ist, sich zum Volke zu erlösen, um dir
einen Namen zu machen, große und furchtbare Dinge zu tun, indem
du vor deinem Volke, das du aus Ägypten erlöst hast, Nationen
vertriebst?
22 Und
du hast dir dein Volk Israel zum Volke bestimmt auf ewig; und
du, Jehova, bist ihr Gott geworden.
23 Und
nun, Jehova, das Wort, das du über deinen Knecht und über sein
Haus geredet hast, möge sich bewähren ewiglich; und tue, wie du
geredet hast!
24 Ja,
es möge sich bewähren! und dein Name sei groß auf ewig, daß man
spreche: Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott für
Israel! Und das Haus deines Knechtes David sei fest vor dir.
25
Denn du, mein Gott, hast dem Ohre deines Knechtes eröffnet, daß
du ihm ein Haus bauen willst; darum hat dein Knecht sich ein
Herz gefaßt, vor dir zu beten.
26 Und
nun, Jehova, du bist es, der da Gott ist, und du hast dieses
Gute zu deinem Knechte geredet.
27 Und
nun, es hat dir gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen,
daß es ewiglich vor dir sei; denn du, Jehova, hast es gesegnet,
und es wird gesegnet sein ewiglich.
18,1
Und es geschah hernach, da schlug David die Philister und
demütigte sie; und er nahm Gath und seine Tochterstädte aus der
Hand der Philister.
2 Und
er schlug die Moabiter; und die Moabiter wurden David zu
Knechten, welche Geschenke brachten.
3 Und
David schlug Hadareser, den König von Zoba, bei Hamath, als er
hinzog, um seine Macht am Strome Phrat zu befestigen.
4 Und
David nahm von ihm gefangen tausend Wagen und siebentausend
Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk; und David lähmte alle
Gespanne und ließ hundert Gespanne von ihm übrig.
5 Und
die Syrer von Damaskus kamen, um Hadareser, dem König von Zoba,
zu helfen; und David erschlug unter den Syrern
zweiundzwanzigtausend Mann.
6 Und
David legte Besatzungen in das damascenische Syrien; und die
Syrer wurden David zu Knechten, welche Geschenke brachten. Und
Jehova half David überall, wohin er zog.
7 Und
David nahm die goldenen Schilde, welche den Knechten Hadaresers
gehörten, und brachte sie nach Jerusalem.
8 Und
aus Tibchad und aus Kun, den Städten Hadaresers, nahm David Erz
in großer Menge; davon machte Salomo das eherne Meer und die
Säulen und die ehernen Geräte.
9 Und
als Tou, der König von Hamath, hörte, daß David die ganze
Heeresmacht Hadaresers, des Königs von Zoba, geschlagen hatte,
10 da
sandte er Hadoram, seinen Sohn, zu dem König David, um ihn nach
seinem Wohlergehen zu fragen und ihn zu beglückwünschen, darum
daß er wider Hadareser gestritten und ihn geschlagen hatte; denn
Hadareser war stets im Kriege mit Tou; und er sandte allerlei
Geräte von Gold und von Silber und von Erz.
11
Auch diese heiligte der König David dem Jehova, samt dem Silber
und dem Golde, das er von all den Nationen genommen hatte: von
den Edomitern und von den Moabitern und von den Kindern Ammon
und von den Philistern und von den Amalekitern.
12 Und
Abisai, der Sohn der Zeruja, schlug die Edomiter im Salztal,
achtzehntausend Mann.
13 Und
er legte Besatzungen in Edom, und alle Edomiter wurden David zu
Knechten. Und Jehova half David überall, wohin er zog.
14 Und
David regierte über ganz Israel; und er übte Recht und
Gerechtigkeit an seinem ganzen Volke.
15 Und
Joab, der Sohn der Zeruja, war über das Heer; und Josaphat, der
Sohn Ahiluds, war Geschichtsschreiber;
16 und
Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars,
waren Heilige (e-r); und Schawscha war Schreiber;
17 und
Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kerethiter und die
Pelethiter; und die Söhne Davids waren die ersten zur Seite des
Königs.
19,1
Und es geschah hernach, da starb Nahas, der König der Kinder
Ammon; und sein Sohn ward König an seiner Statt.
2 Und
David sprach: Ich will Güte erweisen an Hanun, dem Sohne Nahas’,
denn sein Vater hat Güte an mir erwiesen. Und David sandte
Boten, um ihn wegen seines Vaters zu trösten. Und die Knechte
Davids kamen in das Land der Kinder Ammon zu Hanun, um ihn zu
trösten.
3 Da
sprachen die Fürsten der Kinder Ammon zu Hanun: Ehrt wohl David
deinen Vater in deinen Augen, daß er Tröster zu dir gesandt hat?
Sind nicht seine Knechte zu dir gekommen, um das Land zu
erforschen und es umzukehren und auszukundschaften?
4 Da
nahm Hanun die Knechte Davids und ließ sie scheren, und ihre
Oberkleider zur Hälfte abschneiden bis ans Gesäß; und er entließ
sie.
5 Und
man ging und berichtete David wegen der Männer. Da sandte er
ihnen entgegen, denn die Männer schämten sich sehr; und der
König ließ ihnen sagen: Bleibet in Jericho, bis euer Bart
gewachsen ist, dann kommet zurück.
6 Als
nun die Kinder Ammon sahen, daß sie sich bei David stinkend
gemacht hatten, da sandten Hanun und die Kinder Ammon tausend
Talente Silber, um sich aus Mesopotamien und aus Aram-Maaka und
aus Zoba Wagen und Reiter zu dingen.
7 Und
sie dingten sich zweiunddreißigtausend Wagen, und den König von
Maaka mit seinem Volke; und sie kamen und lagerten sich vor
Medeba. Und die Kinder Ammon versammelten sich aus ihren Städten
und kamen zum Streit.
8 Und
als David es hörte, sandte er Joab hin und das ganze Heer, die
Helden.
9 Und
die Kinder Ammon zogen aus und stellten sich am Eingang der
Stadt in Schlachtordnungen auf; und die Könige, die gekommen
waren, waren für sich auf dem Felde.
10 Und
als Joab sah, daß der Streit von vorn und von hinten gegen ihn
gerichtet war, da erwählte er von allen Auserlesenen Israels und
stellte sich auf, den Syrern gegenüber;
11 und
das übrige Volk übergab er der Hand seines Bruders Abisai, und
sie stellten sich auf, den Kindern Ammon gegenüber.
12 Und
er sprach: Wenn die Syrer mir zu stark sind, so sollst du mir
Hilfe leisten; und wenn die Kinder Ammon dir zu stark sind, so
will ich dir helfen.
13 Sei
stark und laß uns stark sein für unser Volk und für die Städte
unseres Gottes! Und Jehova wird tun, was gut ist in seinen
Augen.
14 Da
rückte Joab und das Volk, das bei ihm war, vor, den Syrern
entgegen zum Streit; und sie flohen vor ihm.
15 Und
als die Kinder Ammon sahen, daß die Syrer geflohen waren, da
flohen auch sie vor seinem Bruder Abisai und zogen sich in die
Stadt zurück. Und Joab kam nach Jerusalem.
16 Und
als die Syrer sahen, daß sie vor Israel geschlagen waren, da
sandten sie Boten hin und ließen die Syrer ausziehen, die
jenseit des Stromes waren; und Schophak, der Heeroberste
Hadaresers, zog vor ihnen her.
17 Und
es wurde David berichtet; da versammelte er ganz Israel und ging
über den Jordan und kam wider sie; und er stellte sich wider sie
auf. Und David stellte sich in Schlachtordnung auf, den Syrern
gegenüber; und sie stritten mit ihm.
18 Und
die Syrer flohen vor Israel, und David tötete von den Syrern
siebentausend Wagenkämpfer und vierzigtausend Mann Fußvolk; auch
Schophak, den Heerobersten, tötete er.
19 Und
als die Knechte Hadaresers sahen, daß sie vor Israel geschlagen
waren, da machten sie Frieden mit David und dienten ihm. Und die
Syrer wollten den Kindern Ammon nicht mehr helfen.
20,1
Und es geschah zur Zeit der Rückkehr des Jahres, zur Zeit wann
die Könige ausziehen, da führte Joab die Heeresmacht ins Feld
und verheerte das Land der Kinder Ammon; und er kam und
belagerte Rabba. David aber blieb in Jerusalem. Und Joab schlug
Rabba und riß es nieder.
2 Und
David nahm die Krone ihres Königs von seinem Haupte; und er fand
sie ein Talent Gold an Gewicht, und Edelsteine waren daran; und
sie kam auf das Haupt Davids. Und die Beute der Stadt brachte er
hinaus in großer Menge.
3 Und
das Volk, das darin war, führte er hinaus und zerschnitt sie mit
der Säge und mit eisernen Dreschwagen und mit Sägen. Und also
tat David allen Städten der Kinder Ammon. Und David und das
ganze Volk kehrten nach Jerusalem zurück.
4 Und
es geschah hernach, da entstand ein Streit mit den Philistern zu
Geser. Damals erschlug Sibbekai, der Huschathiter, den Sippai,
einen von den Söhnen des Rapha; und sie wurden gedemütigt.
5 Und
wiederum entstand ein Streit mit den Philistern. Und Elchanan,
der Sohn Jairs, erschlug Lachmi, den Bruder Goliaths, des
Gathiters; und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum.
6 Und
wiederum entstand ein Streit zu Gath. Da war ein Mann von großer
Länge, und er hatte je sechs Finger und Zehen, zusammen
vierundzwanzig; und auch er war dem Rapha geboren worden.
7 Und
er höhnte Israel; und Jonathan, der Sohn Schimeas, des Bruders
Davids, erschlug ihn.
8
Diese wurden dem Rapha zu Gath geboren; und sie fielen durch die
Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.
21,1
Und Satan stand auf wider Israel und reizte David an, Israel zu
zählen.
2 Da
sprach David zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Gehet hin,
zählet Israel von Beerseba bis Dan; und berichtet mir, damit ich
ihre Zahl wisse.
3 Und
Joab sprach: Es möge Jehova zu seinem Volke, so viele ihrer
sind, hundertmal hinzufügen! Sind sie nicht alle, mein Herr
König, die Knechte meines Herrn? Warum begehrt mein Herr
solches? Warum soll es Israel zur Schuld werden?
4 Aber
das Wort des Königs blieb fest gegen Joab. Und Joab zog aus und
durchwanderte ganz Israel, und er kam nach Jerusalem zurück.
5 Und
Joab gab die Zahl des gemusterten Volkes David an; und es waren
in ganz Israel elfhunderttausend Mann, die das Schwert zogen,
und in Juda vierhundertsiebzigtausend Mann, die das Schwert
zogen.
6 Levi
aber und Benjamin musterte er nicht unter ihnen; denn das Wort
des Königs war Joab ein Greuel.
7 Und
diese Sache war übel in den Augen Gottes, und er schlug Israel.
8 Und
David sprach zu Gott: Ich habe sehr gesündigt, daß ich diese
Sache getan habe; und nun laß doch die Ungerechtigkeit deines
Knechtes vorübergehen, denn ich habe sehr töricht gehandelt!
9 Und
Jehova redete zu Gad, dem Seher Davids, und sprach:
10
Gehe hin und rede zu David und sprich: So spricht Jehova:
Dreierlei lege ich dir vor; wähle dir eines davon, daß ich es
dir tue.
11 Und
Gad kam zu David und sprach zu ihm:
12 So
spricht Jehova: Wähle dir! Entweder drei Jahre Hungersnot; oder
drei Monate dahingerafft zu werden vor deinen Bedrängern, und
daß das Schwert deiner Feinde dich treffe; oder drei Tage das
Schwert Jehovas und Pest im Lande, und daß der Engel Jehovas
verderbe in allen Grenzen Israels. Und nun siehe zu, was für
eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat.
13 Und
David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Möge ich doch in die
Hand Jehovas fallen, denn seine Erbarmungen sind sehr groß; aber
in die Hand der Menschen laß mich nicht fallen!
14 Und
Jehova sandte eine Pest unter Israel; und es fielen von Israel
siebzigtausend Mann.
15 Und
Jehova sandte den Engel nach Jerusalem, um es zu verderben. Und
als er verderbte, sah es Jehova, und es reute ihn des Übels; und
er sprach zu dem Engel, welcher verderbte: Genug! Ziehe jetzt
deine Hand ab. Der Engel Jehovas stand aber bei der Tenne
Ornans, des Jebusiters.
16 Und
als David seine Augen erhob, sah er den Engel Jehovas zwischen
der Erde und dem Himmel stehen, sein Schwert gezückt in seiner
Hand, ausgestreckt über Jerusalem. Da fielen David und die
Ältesten, in Sacktuch gehüllt, auf ihr Angesicht.
17 Und
David sprach zu Gott: Bin ich es nicht, der gesagt hat, das Volk
zu zählen? Und ich bin es, der gesündigt und sehr übel gehandelt
hat; aber diese Schafe, was haben sie getan? Jehova, mein Gott,
es sei doch deine Hand wider mich und wider das Haus meines
Vaters, aber nicht wider dein Volk zur Plage!
18 Und
der Engel Jehovas sprach zu Gad, daß er zu David sage, David
solle hinaufgehen, um Jehova einen Altar zu errichten auf der
Tenne Ornans, des Jebusiters.
19 Und
David ging hinauf, nach dem Worte Gads, das er im Namen Jehovas
geredet hatte.
20 Und
Ornan wandte sich um und sah den Engel; und seine vier Söhne
versteckten sich mit ihm. Ornan aber drosch Weizen.
21 Und
David kam zu Ornan; und Ornan blickte hin und sah David, und er
ging aus der Tenne hinaus und beugte sich vor David nieder, mit
dem Antlitz zur Erde.
22 Und
David sprach zu Ornan: Gib mir den Platz der Tenne, daß ich
Jehova einen Altar darauf baue, um volles Geld gib ihn mir, daß
die Plage von dem Volke abgewehrt werde.
23 Da
sprach Ornan zu David: Nimm ihn dir, und mein Herr, der König,
tue, was gut ist in seinen Augen; siehe, ich gebe die Rinder zu
den Brandopfern, und die Dreschwagen zum Holz, und den Weizen
zum Speisopfer: alles das gebe ich.
24
Aber der König David sprach zu Ornan: Nein, sondern kaufen will
ich es um volles Geld; denn ich will nicht, was dir gehört, für
Jehova nehmen und umsonst Brandopfer opfern.
25 Und
David gab Ornan für den Platz sechshundert Sekel Gold an
Gewicht.
26 Und
David baute daselbst Jehova einen Altar und opferte Brandopfer
und Friedensopfer; und er rief zu Jehova, und er antwortete ihm
mit Feuer vom Himmel auf dem Altar des Brandopfers.
27 Und
Jehova sprach zu dem Engel, und er steckte sein Schwert wieder
in seine Scheide.
28 Zu
jener Zeit, als David sah, daß Jehova ihm auf der Tenne Ornans,
des Jebusiters, geantwortet hatte, opferte er daselbst.
29 Die
Wohnung Jehovas aber, die Mose in der Wüste gemacht hatte, und
der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Höhe zu Gibeon.
30
Aber David vermochte nicht vor denselben hinzugehen, um Gott zu
suchen; denn er war erschrocken vor dem Schwerte des Engels
Jehovas.
22,1
Und David sprach: Dieses hier soll das Haus Jehovas Gottes sein,
und dies der Altar zum Brandopfer für Israel.
2 Und
David befahl, daß man die Fremdlinge versammeln solle, die im
Lande Israel waren; und er stellte sie an als Steinhauer, um
Quadersteine für den Bau des Hauses Gottes zu hauen.
3 Und
David bereitete Eisen in Menge für die Nägel zu den Torflügeln
und für die Klammern; und Erz in Menge, es war nicht zu wägen;
4 und
Zedernholz ohne Zahl; denn die Zidonier und die Tyrer brachten
Zedernholz in Menge zu David.
5 Und
David sprach: Salomo, mein Sohn, ist noch jung und zart; und das
Haus, das dem Jehova zu erbauen ist, soll überaus groß werden,
zum Namen und zum Ruhm in allen Ländern: so will ich denn das
Nötige für ihn bereiten. Und so bereitete David Vorrat in Menge
vor seinem Tode.
6 Und
er rief seinen Sohn Salomo und gebot ihm, Jehova, dem Gott
Israels, ein Haus zu bauen.
7 Und
David sprach zu Salomo: Mein Sohn! Ich selbst hatte in meinem
Herzen, dem Namen Jehovas, meines Gottes, ein Haus zu bauen.
8 Aber
das Wort Jehovas geschah zu mir, indem er sprach: Du hast Blut
in Menge vergossen und große Kriege geführt; du sollst meinem
Namen kein Haus bauen, denn viel Blut hast du vor mir zur Erde
vergossen.
9
Siehe, ein Sohn wird dir geboren werden, der wird ein Mann der
Ruhe sein, und ich werde ihm Ruhe schaffen vor allen seinen
Feinden ringsum. Denn Salomo wird sein Name sein, und Frieden
und Ruhe werde ich Israel geben in seinen Tagen.
10 Der
wird meinem Namen ein Haus bauen; und er soll mir Sohn, und ich
will ihm Vater sein; und ich werde den Thron seines Königtums
über Israel befestigen auf ewig.
11
Nun, mein Sohn, Jehova sei mit dir, daß es dir gelinge, und das
Haus Jehovas, deines Gottes, bauest, so wie er von dir geredet
hat!
12 Nur
gebe dir Jehova Einsicht und Verstand, und er bestelle dich über
Israel, und zwar um das Gesetz Jehovas, deines Gottes, zu
beobachten!
13
Dann wird es dir gelingen, wenn du darauf achtest, die Satzungen
und die Rechte zu tun, welche Jehova dem Mose für Israel geboten
hat. Sei stark und mutig, fürchte dich nicht und erschrick
nicht!
14 Und
siehe, in meiner Mühsal habe ich für das Haus Jehovas
hunderttausend Talente Gold und tausendmal tausend Talente
Silber bereitet; und das Erz und das Eisen ist nicht zu wägen,
denn es ist in Menge vorhanden; auch Holz und Steine habe ich
bereitet, und du wirst noch mehr hinzufügen.
15 Und
Werkleute sind bei dir in Menge: Steinhauer und Arbeiter in
Stein und Holz, und allerlei Verständige in allerlei Arbeit;
16 das
Gold, das Silber und das Erz und das Eisen ist nicht zu zählen.
Mache dich auf und handle; und Jehova sei mit dir!
17 Und
David gebot allen Obersten Israels, seinem Sohne Salomo
beizustehen:
18 Ist
nicht Jehova, euer Gott, mit euch, und hat er euch nicht Ruhe
geschafft ringsumher? Denn er hat die Bewohner des Landes in
meine Hand gegeben, und das Land ist unterjocht vor Jehova und
vor seinem Volke.
19
Richtet nun euer Herz und eure Seele darauf, Jehova, euren Gott,
zu suchen; und machet euch auf und bauet das Heiligtum Jehovas
Gottes, daß ihr die Lade des Bundes Jehovas und die Geräte des
Heiligtums Gottes in das Haus bringet, welches dem Namen Jehovas
gebaut werden soll.
23,1
Und David war alt und der Tage satt; und er machte Salomo,
seinen Sohn, zum König über Israel.
2 Und
er versammelte alle Obersten Israels und die Heilige (e-r) und
die Leviten.
3 Und
die Leviten wurden gezählt von dreißig Jahren an und darüber;
und ihre Zahl war, Kopf für Kopf, an Männern
achtunddreißigtausend.
4 Von
diesen, sprach David, sollen vierundzwanzigtausend die Aufsicht
über das Werk des Hauses Jehovas führen; und sechstausend sollen
Vorsteher und Richter sein;
5 und
viertausend Torhüter; und viertausend, welche Jehova loben mit
den Instrumenten, die ich gemacht habe, um zu loben.
6 Und
David teilte sie in Abteilungen, nach den Söhnen Levis, nach
Gerson, Kehath und Merari.
7 Von
den Gersonitern: Ladan und Simei.
8 Die
Söhne Ladans: das Haupt, Jechiel, und Setham und Joel, drei.
9 Die
Söhne Simeis: Schelomith und Hasiel und Haran, drei. Diese waren
die Häupter der Väter von Ladan.
10 Und
die Söhne Simeis: Jachath, Sina und Jeghusch und Beria; das
waren die Söhne Simeis, vier.
11 Und
Jachath war das Haupt, und Sina der zweite; und Jeghusch und
Beria hatten nicht viele Söhne, und so bildeten sie ein
Vaterhaus, eine Zählung.
12 Die
Söhne Kehaths: Amram, Jizhar, Hebron und Ussiel, vier.
13 Die
Söhne Amrams: Aaron und Mose. Und Aaron wurde abgesondert, daß
er als hochheilig geheiligt würde, er und seine Söhne auf ewig,
um vor Jehova zu räuchern, ihm zu dienen und in seinem Namen zu
segnen ewiglich.
14 Und
was Mose, den Mann Gottes, betrifft, so wurden seine Söhne nach
dem Stamme Levi genannt.
15 Die
Söhne Moses: Gersom und Elieser.
16 die
Söhne Gersoms: Schebuel, das Haupt.
17 Und
die Söhne Eliesers waren: Rechabja, das Haupt; und Elieser hatte
keine anderen Söhne; aber die Söhne Rechabjas waren überaus
zahlreich.
18 Die
Söhne Jizhars: Schelomith, das Haupt.
19 Die
Söhne Hebrons: Jerija, das Haupt; Amarja, der zweite; Jachasiel,
der dritte; und Jekamam, der vierte.
20 Die
Söhne Ussiels: Micha, das Haupt, und Jischija, der zweite.
21 Die
Söhne Meraris: Machli und Musi. Die Söhne Machlis: Eleasar und
Kis.
22 Und
Eleasar starb, und er hatte keine Söhne, sondern nur Töchter;
und die Söhne Kis’, ihre Brüder, nahmen sie zu Weibern.
23 Die
Söhne Musis: Machli und Eder und Jeremoth, drei.
24 Das
waren die Söhne Levis nach ihren Vaterhäusern, Häupter der
Väter, wie sie gemustert wurden nach der Zahl der Namen, Kopf
für Kopf, welche das Werk taten für den Dienst des Hauses
Jehovas, von zwanzig Jahren an und darüber.
25
Denn David sprach: Jehova, der Gott Israels, hat seinem Volke
Ruhe geschafft, und er wohnt in Jerusalem auf ewig;
26 so
haben auch die Leviten die Wohnung und alle ihre Geräte zu ihrem
Dienste nicht mehr zu tragen.
27
Denn nach den letzten Worten Davids wurden von den Söhnen Levis
diejenigen von zwanzig Jahren an und darüber gezählt.
28
Denn ihre Stelle war zur Seite der Söhne Aarons für den Dienst
des Hauses Jehovas betreffs der Vorhöfe und der Zellen und der
Reinigung alles Heiligen, und betreffs des Werkes des Dienstes
des Hauses Gottes:
29 für
das Schichtbrot, und für das Feinmehl zum Speisopfer, und für
die ungesäuerten Fladen, und für die Pfanne, und für das
Eingerührte, und für alles Hohl-und Längenmaß;
30 und
damit sie Morgen für Morgen hinträten, um Jehova zu preisen und
zu loben, und ebenso am Abend;
31 und
um alle Brandopfer dem Jehova zu opfern an den Sabbathen, an den
Neumonden und an den Festen, nach der Zahl, nach der Vorschrift
darüber, beständig vor Jehova.
32 Und
sie warteten der Hut des Zeltes der Zusammenkunft und der Hut
des Heiligtums, und der Hut der Söhne Aarons, ihrer Brüder, für
den Dienst des Hauses Jehovas.
24,1
Und was die Söhne Aarons betrifft, so waren ihre Abteilungen:
Die Söhne Aarons: Nadab und Abihu, Eleasar und Ithamar.
2 Und
Nadab und Abihu starben vor ihrem Vater, und sie hatten keine
Söhne; und Eleasar und Ithamar übten den Heilige (e-r)dienst
aus.
3 Und
David, und Zadok von den Söhnen Eleasars, und Ahimelech von den
Söhnen Ithamars teilten sie ab nach ihrem Amte, in ihrem
Dienste.
4 Und
von den Söhnen Eleasars wurden mehr Familienhäupter gefunden,
als von den Söhnen Ithamars; und so teilten sie sie so ab: Von
den Söhnen Eleasars sechzehn Häupter von Vaterhäusern, und von
den Söhnen Ithamars acht Häupter von ihren Vaterhäusern.
5 Und
zwar teilten sie sie durch Lose ab, diese wie jene; denn die
Obersten des Heiligtums und die Obersten Gottes waren aus den
Söhnen Eleasars und aus den Söhnen Ithamars.
6 Und
Schemaja, der Sohn Nethaneels, der Schreiber aus Levi, schrieb
sie auf in Gegenwart des Königs und der Obersten und Zadoks, des
Heilige (e-r)s, und Ahimelechs, des Sohnes Abjathars, und der
Häupter der Väter der Heilige (e-r) und der Leviten. Je ein
Vaterhaus wurde ausgelost für Eleasar, und je eines wurde
ausgelost für Ithamar.
7 Und
das erste Los kam heraus für Jehojarib, für Jedaja das zweite,
8 für
Harim das dritte, für Seorim das vierte,
9 für
Malkija das fünfte, für Mijamin das sechste,
10 für
Hakkoz das siebte, für Abija das achte,
11 für
Jeschua das neunte, für Schekanja das zehnte,
12 für
Eljaschib das elfte, für Jakim das zwölfte,
13 für
Huppa das dreizehnte, für Jeschebab das vierzehnte,
14 für
Bilga das fünfzehnte, für Immer das sechzehnte,
15 für
Hesir das siebzehnte, für Happizez das achtzehnte,
16 für
Pethachja das neunzehnte, für Jecheskel das zwanzigste,
17 für
Jakin das einundzwanzigste, für Gamul das zweiundzwanzigste,
18 für
Delaja das dreiundzwanzigste, für Maasja das vierundzwanzigste.
19 Das
war ihre Einteilung zu ihrem Dienst, um in das Haus Jehovas zu
kommen nach ihrer Vorschrift, gegeben durch ihren Vater Aaron,
so wie Jehova, der Gott Israels, ihm geboten hatte.
20 Und
was die übrigen Söhne Levis betrifft: von den Söhnen Amrams:
Schubael; von den Söhnen Schubaels: Jechdeja.
21 Von
Rechabja, von den Söhnen Rechabjas: das Haupt, Jischija.
22 Von
den Jizharitern: Schelomoth; von den Söhnen Schelomoths:
Jachath.
23 Und
die Söhne Hebrons: Jerija, das Haupt; Amarja, der zweite;
Jachasiel, der dritte; Jekamam, der vierte.
24 die
Söhne Ussiels: Micha; von den Söhnen Michas: Schamir.
25 Der
Bruder Michas war Jischija; von den Söhnen Jischijas: Sekarja.
26 Die
Söhne Meraris: Machli und Musi. Die Söhne Jaasijas, seines
Sohnes:
27 die
Söhne Meraris von Jaasija, seinem Sohne: Schoham und Sakkur und
Ibri;
28 von
Machli: Eleasar, der hatte aber keine Söhne;
29 von
Kis, die Söhne Kis’: Jerachmeel;
30 und
die Söhne Musis: Machil und Eder und Jerimoth. Das waren die
Söhne der Leviten, nach ihren Vaterhäusern.
31 Und
auch sie warfen Lose wie ihre Brüder, die Söhne Aarons, in
Gegenwart des Königs David und Zadoks und Ahimelechs und der
Häupter der Väter der Heilige (e-r) und der Leviten, das Haupt
der Väter wie sein geringster Bruder.
25,1
Und David und die Obersten des Heeres sonderten von den Söhnen
Asaphs und Hemans und Jeduthuns solche zum Dienste ab, welche
weissagten mit Lauten und Harfen und mit Zimbeln. Und es war
ihre Zahl, der Männer, die tätig waren für ihren Dienst:
2 Von
den Söhnen Asaphs: Sakkur und Joseph und Nethanja und Ascharela,
die Söhne Asaphs, unter der Leitung Asaphs, welcher nach der
Anweisung des Königs weissagte.
3 Von
Jeduthun, die Söhne Jeduthuns: Gedalja und Zeri und Jesaja,
Haschabja und Mattithja, und Simei, sechs, unter der Leitung
ihres Vaters Jeduthun, mit der Laute, welcher weissagte, um
Jehova zu preisen und zu loben.
4 Von
Heman, die Söhne Hemans: Bukkija und Mattanja, Ussiel, Schebuel
und Jerimoth, Hananja, Hanani, Eliatha, Giddalti und
Romamti-Eser, Joschbekascha, Mallothi, Hothir, Machasioth.
5 Alle
diese waren Söhne Hemans, des Sehers des Königs in den Worten
Gottes, um seine Macht zu erheben; und Gott hatte dem Heman
vierzehn Söhne und drei Töchter gegeben.
6 Alle
diese waren unter der Leitung ihrer Väter, Asaph und Jeduthun
und Heman, beim Gesange im Hause Jehovas, mit Zimbeln, Harfen
und Lauten, zum Dienste des Hauses Gottes, nach der Anweisung
des Königs.
7 Und
es war ihre Zahl mit ihren Brüdern, die im Gesange Jehovas geübt
waren: aller Kundigen zweihundertachtundachtzig.
8 Und
sie warfen Lose über ihr Amt, der Kleine wie der Große, der
Kundige mit dem Lehrling.
9 Und
das erste Los kam heraus für Asaph, für Joseph; für Gedalja das
zweite: er und seine Brüder und seine Söhne waren zwölf;
10 das
dritte für Sakkur: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
11 das
vierte für Jizri: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
12 das
fünfte für Nathanja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
13 das
sechste für Bukkija: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
14 das
siebte für Jescharela: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
15 das
achte für Jesaja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
16 das
neunte für Mattanja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
17 das
zehnte für Simei: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
18 das
elfte für Asarel: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
19 das
zwölfte für Haschabja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
20 das
dreizehnte für Schubael: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
21 das
vierzehnte für Mattithja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
22 das
fünfzehnte für Jeremoth: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
23 das
sechzehnte für Hananja: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
24 das
siebzehnte für Joschbekascha: seine Söhne und seine Brüder,
zwölf;
25 das
achtzehnte für Hanani: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
26 das
neunzehnte für Mallothi: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
27 das
zwanzigste für Eliatha: seine Söhne und seine Brüder, zwölf;
28 das
einundzwanzigste für Hothir: seine Söhne und seine Brüder,
zwölf;
29 das
zweiundzwanzigste für Giddalti: seine Söhne und seine Brüder,
zwölf;
30 das
dreiundzwanzigste für Machasioth: seine Söhne und seine Brüder,
zwölf;
31 das
vierundzwanzigste für Romamti-Eser: seine Söhne und seine
Brüder, zwölf.
26,1
Die Abteilungen der Torhüter: von den Korhitern: Meschelemja,
der Sohn Kores, von den Söhnen Asaphs;
2 und
Meschelemja hatte Söhne: Sekarja, der Erstgeborene; Jediael, der
zweite; Sebadja, der dritte; Jathniel, der vierte;
3
Elam, der fünfte; Jochanan, der sechste; Eljehoenai, der siebte.
4 Und
Obed-Edom hatte Söhne: Schemaja, der Erstgeborene; Josabad, der
zweite; Joach, der dritte; und Sakar, der vierte; und Nethaneel,
der fünfte;
5
Ammiel, der sechste: Issaschar, der siebte; Peullethai, der
achte; denn Gott hatte ihn gesegnet.
6 Und
Schemaja, seinem Sohne, wurden Söhne geboren, welche in dem
Hause ihres Vaters herrschten, denn sie waren tapfere Männer.
7 Die
Söhne Schemajas: Othni und Rephael und Obed, Elsabad und seine
Brüder, wackere Männer, Elihu und Semakja.
8 Alle
diese von den Söhnen Obed-Edoms, sie und ihre Söhne und ihre
Brüder, waren wackere Männer, fähig zum Dienste, zweiundsechzig
von Obed-Edom.
9 Und
Meschelemja hatte Söhne und Brüder, wackere Männer, achtzehn.
10 Und
Hosa, von den Söhnen Meraris, hatte Söhne: Schimri, das Haupt
(obwohl er nicht der Erstgeborene war, setzte sein Vater ihn
doch zum Haupte);
11
Hilkija, der zweite; Tebalja, der dritte; Sekarja, der vierte.
Aller Söhne und Brüder Hosas waren dreizehn.
12
Diese Abteilungen der Torhüter, nach den Häuptern der Männer,
hatten die Wachen gleich ihren Brüdern, um in dem Hause Jehovas
zu dienen.
13 Und
sie warfen Lose, der Kleine wie der Große, nach ihren
Vaterhäusern, für jedes Tor.
14 Und
für Schelemja fiel das Los gegen Osten. Und sie warfen Lose für
seinen Sohn Sekarja, der ein verständiger Ratgeber war; und sein
Los kam heraus gegen Norden.
15 Für
Obed-Edom gegen Süden; und seinen Söhnen fiel das Vorratshaus
zu.
16 Für
Schuppim und für Hosa gegen Westen, bei dem Tore Schalleketh, an
der aufsteigenden Straße, Wache gegen Wache.
17
Gegen Osten waren sechs Leviten; gegen Norden täglich vier;
gegen Süden täglich vier; und an dem Vorratshause je zwei;
18 an
dem Parbar gegen Westen: vier an der Straße, zwei an dem Parbar.
19 Das
sind die Abteilungen der Torhüter von den Söhnen der Korhiter
und von den Söhnen Meraris.
20 Und
die Leviten: Achija war über die Schätze des Hauses Gottes und
über die Schätze der geheiligten Dinge.
21 Die
Söhne Ladans, die Söhne der Gersoniter von Ladan, die Häupter
der Väter von Ladan, dem Gersoniter, die Jechieliter,
22 die
Söhne der Jechieliter: Setham und sein Bruder Joel, waren über
die Schätze des Hauses Jehovas.
23 Was
die Amramiter, die Jizhariter, die Hebroniter, die Ussieliter
betrifft,
24 so
war Schebuel, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, Oberaufseher
über die Schätze.
25 Und
seine Brüder, von Elieser: dessen Sohn Rechabja, und dessen Sohn
Jesaja, und dessen Sohn Joram, und dessen Sohn Sikri, und dessen
Sohn Schelomith.
26
Dieser Schelomith und seine Brüder waren über alle Schätze der
geheiligten Dinge, welche der König David und die Häupter der
Väter, die Obersten über tausend und über hundert, und die
Obersten des Heeres geheiligt hatten;
27 von
den Kriegen und von der Beute hatten sie sie geheiligt zur
Unterhaltung des Hauses Jehovas;
28 und
über alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn Kis’, und
Abner, der Sohn Ners, und Joab, der Sohn der Zeruja, geheiligt
hatten. Alles Geheiligte stand unter der Aufsicht Schelomiths
und seiner Brüder.
29 Von
den Jizharitern waren Kenanja und seine Söhne für die äußeren
Geschäfte über Israel, als Vorsteher und Richter.
30 Von
den Hebronitern waren Haschabja und seine Brüder, wackere
Männer, tausendsiebenhundert, zur Aufsicht über Israel diesseit
des Jordan gegen Abend, für alle Angelegenheiten Jehovas und für
den Dienst des Königs.
31 Von
den Hebronitern war Jerija das Haupt, von den Hebronitern, nach
ihren Geschlechtern, nach den Vätern (im vierzigsten Jahre der
Regierung Davids forschte man nach ihnen, und es fanden sich
unter ihnen tüchtige Männer zu Jaser-Gilead);
32 und
seine Brüder, wackere Männer, waren zweitausendsiebenhundert,
Häupter der Väter. Und der König David bestellte sie über die
Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse, für alle
Angelegenheiten Gottes und für die Angelegenheiten des Königs.
27,1
Und die Kinder Israel, nach ihrer Zahl, die Häupter der Väter
und die Obersten über tausend und über hundert, und ihre
Vorsteher, die dem König dienten in allen Angelegenheiten der
Abteilungen, der antretenden und der abtretenden, Monat für
Monat, für alle Monate des Jahres; eine jede Abteilung zählte
vierundzwanzigtausend Mann.
2 Über
die erste Abteilung für den ersten Monat war Jaschobam, der Sohn
Sabdiels; und in seiner Abteilung waren vierundzwanzigtausend.
3 Er
war von den Söhnen des Perez, das Haupt aller Heerobersten für
den ersten Monat.
4 Und
über die Abteilung des zweiten Monats war Dodai, der Achochiter;
und von seiner Abteilung war Mikloth Oberaufseher; und in seiner
Abteilung waren vierundzwanzigtausend.
5 Der
Oberste des dritten Heeres für den dritten Monat war Benaja, der
Sohn Jojadas, des Krondieners, als Haupt; und in seiner
Abteilung waren vierundzwanzigtausend.
6
Dieser Benaja war ein Held unter den Dreißig und über die
Dreißig; und von seiner Abteilung war Ammisabad, sein Sohn,
Oberaufseher.
7 Der
vierte für den vierten Monat war Asael, der Bruder Joabs, und
Sebadja, sein Sohn, nach ihm; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
8 der
fünfte für den fünften Monat war der Oberste Schamhuth, der
Jisrachiter; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
9 Der
sechste für den sechsten Monat war Ira, der Sohn Ikkesch’, der
Tekoiter; und in seiner Abteilung waren vierundzwanzigtausend.
10 Der
siebte für den siebten Monat war Helez, der Peloniter, von den
Kindern Ephraim; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
11 Der
achte für den achten Monat war Sibbekai, der Huschathiter, von
den Sarchitern; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
12 Der
neunte für den neunten Monat war Abieser, der Anathothiter, von
den Benjaminitern; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
13 Der
zehnte für den zehnten Monat war Maharai, der Netophathiter, von
den Sarchitern; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
14 Der
elfte für den elften Monat war Benaja, der Pirhathoniter, von
den Kindern Ephraim; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
15 der
zwölfte für den zwölften Monat war Heldai, der Netophathiter,
von Othniel; und in seiner Abteilung waren
vierundzwanzigtausend.
16 Und
über die Stämme Israels: Der Fürst der Rubeniter war Elieser,
der Sohn Sikris; der Simeoniter, Schephatja, der Sohn Maakas;
17 von
Levi, Haschabja, der Sohn Kemuels; von Aaron, Zadok;
18 von
Juda, Elihu, von den Brüdern Davids; von Issaschar, Omri, der
Sohn Michaels;
19 von
Sebulon, Jischmaja, der Sohn Obadjas; von Naphtali, Jerimoth,
der Sohn Asriels;
20 von
den Kindern Ephraim, Hosea, der Sohn Asasjas; von dem halben
Stamme Manasse, Joel, der Sohn Pedajas;
21 von
der Hälfte des Manasse in Gilead, Iddo, der Sohn Sekarjas; von
Benjamin, Jaasiel, der Sohn Abners;
22 von
Dan, Asarel, der Sohn Jerochams. Das sind die Obersten der
Stämme Israels.
23 Und
David nahm ihre Zahl von zwanzig Jahren an und darunter nicht
auf; denn Jehova hatte gesagt, daß er Israel mehren würde wie
die Sterne des Himmels.
24
Joab, der Sohn der Zeruja, hatte zu zählen begonnen, aber nicht
vollendet; und es kam deshalb ein Zorn über Israel; und so wurde
die Zahl in die Aufzählung der Jahrbücher des Königs David nicht
aufgenommen.
25 Und
über die Schätze des Königs war Asmaweth, der Sohn Adiels. Und
über die Vorräte auf dem Felde, in den Städten und in den
Dörfern und in den Türmen, war Jonathan, der Sohn Ussijas.
26 Und
über die Feldarbeiter beim Landbau: Esri, der Sohn Kelubs.
27 Und
über die Weinberge: Simei, der Ramathiter; und über den Ertrag
der Weinberge, über die Weinvorräte: Sabdi, der Schiphmiter.
28 Und
über die Olivenbäume und die Sykomoren, welche in der Niederung
waren: Baal-Hanan, der Gederiter; und über die Ölvorräte: Joas.
29 Und
über die Rinder, die in Saron weideten: Schitrai, der Saroniter;
und über die Rinder in den Niederungen: Schaphat, der Sohn
Adlais;
30 und
über die Kamele: Obil, der Ismaeliter; und über die Eselinnen:
Jechdeja, der Meronothiter;
31 und
über das Kleinvieh: Jasis, der Hageriter. Alle diese waren
Aufseher über die Habe des Königs David.
32 Und
Jonathan, der Oheim Davids, war Rat; er war ein einsichtiger
Mann und ein Schriftgelehrter. Und Jechiel, der Sohn Hakmonis,
war bei den Söhnen des Königs.
33 Und
Ahitophel war Rat des Königs; und Husai, der Arkiter, war Freund
des Königs;
34 und
nach Ahitophel war Jojada, der Sohn Benajas, und Abjathar. Und
Joab war Heeroberster des Königs.
28,1
Und David versammelte alle Obersten Israels, die Obersten der
Stämme und die Obersten der Abteilungen, welche dem König
dienten, und die Obersten über tausend und die Obersten über
hundert, und die Aufseher über alle Habe und alles Besitztum des
Königs und seiner Söhne, samt den Kämmerern und den Helden und
allen tapferen Männern, nach Jerusalem.
2 Und
der König David erhob sich auf seine Füße und sprach: Höret
mich, meine Brüder und mein Volk! Ich hatte in meinem Herzen,
ein Haus der Ruhe zu bauen für die Lade des Bundes Jehovas und
für den Schemel der Füße unseres Gottes; und ich schickte mich
an zu bauen.
3 Aber
Gott sprach zu mir: Du sollst meinem Namen kein Haus bauen; denn
du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen.
4 Und
Jehova, der Gott Israels, hat mich aus dem ganzen Hause meines
Vaters erwählt, um König zu sein über Israel ewiglich; denn Juda
hat er zum Fürsten erwählt, und im Hause Juda das Haus meines
Vaters, und unter den Söhnen meines Vaters hat er an mir
Wohlgefallen gehabt, mich zum König zu machen über ganz Israel;
5 und
von allen meinen Söhnen (denn Jehova hat mir viele Söhne
gegeben) hat er meinen Sohn Salomo erwählt, um auf dem Throne
des Königtums Jehovas über Israel zu sitzen.
6 Und
er sprach zu mir: Salomo, dein Sohn, er soll mein Haus und meine
Höfe bauen; denn ich habe ihn mir zum Sohne erwählt, und ich
will ihm Vater sein.
7 Und
ich werde sein Königreich befestigen auf ewig, wenn er fest
daran halten wird, meine Gebote und meine Rechte zu tun, wie es
an diesem Tage ist.
8 Und
nun, vor den Augen von ganz Israel, der Versammlung Jehovas, und
vor den Ohren unseres Gottes: Beobachtet und suchet alle Gebote
Jehovas, eures Gottes, auf daß ihr dieses gute Land besitzet und
es euren Söhnen nach euch vererbet auf ewig.
9 Und
du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene
ihm mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele! Denn Jehova
erforscht alle Herzen, und alles Gebilde der Gedanken kennt er.
Wenn du ihn suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du
ihn aber verlässest, wird er dich verwerfen auf ewig.
10
Sieh nun, daß Jehova dich erwählt hat, ihm ein Haus zu bauen zum
Heiligtum; sei stark und handle!
11 Und
David gab seinem Sohne Salomo das Muster der Halle des Tempels
und seiner Häuser und seiner Schatzkammern und seiner
Obergemächer und seiner inneren Gemächer und des Hauses des
Sühndeckels;
12 und
das Muster von allem, was durch den Geist in ihm war: betreffs
der Höfe des Hauses Jehovas und aller Zellen ringsum; betreffs
der Schatzkammern des Hauses Gottes und der Schatzkammern der
geheiligten Dinge;
13 und
betreffs der Abteilungen der Heilige (e-r) und der Leviten und
aller Dienstverrichtungen im Hause Jehovas; und betreffs aller
Geräte des Dienstes im Hause Jehovas;
14
betreffs des Goldes nach dem Goldgewicht für alle Geräte eines
jeden Dienstes; und betreffs aller silbernen Geräte nach dem
Gewicht, für alle Geräte eines jeden Dienstes.
15 Und
er gab das Gewicht an für die goldenen Leuchter und für ihre
goldenen Lampen, nach dem Gewicht eines jeden Leuchters und
seiner Lampen; und für die silbernen Leuchter nach dem Gewicht
eines Leuchters und seiner Lampen, je nach dem Dienst eines
jeden Leuchters;
16 und
das Gold-Gewicht für die Tische der Schichtbrote, für jeden
Tisch; und das Silber für die silbernen Tische;
17 und
die Gabeln und die Sprengschalen und die Kannen von reinem
Golde; und das Gewicht für die goldenen Becher, nach dem Gewicht
eines jeden Bechers, und für die silbernen Becher, nach dem
Gewicht eines jeden Bechers;
18 und
für den Räucheraltar von geläutertem Golde, nach dem Gewicht;
und das Muster des Wagens der Cherubim von Gold, welche die
Flügel ausbreiten und die Lade des Bundes Jehovas überdecken.
19
Über dies alles, über alle Werke des Musters, sprach David, hat
er mich durch Schrift unterwiesen, dadurch, daß die Hand Jehovas
auf mir war.
20 Und
David sprach zu seinem Sohne Salomo: Sei stark und mutig und
handle; fürchte dich nicht und erschrick nicht! denn Jehova
Gott, mein Gott, wird mit dir sein: er wird dich nicht versäumen
und dich nicht verlassen, bis alles Werk zum Dienste des Hauses
Jehovas vollendet ist.
21 Und
siehe, da sind die Abteilungen der Heilige (e-r) und der Leviten
für den ganzen Dienst des Hauses Gottes; und bei dir sind in
allem Werke solche, die bereitwillig und geschickt sind zu jedem
Dienste, und die Obersten und das ganze Volk zu allen deinen
Anordnungen.
29,1
Und der König David sprach zu der ganzen Versammlung: Salomo,
mein Sohn, der einzige, den Gott erwählt hat, ist noch jung und
zart; das Werk aber ist groß, denn nicht für einen Menschen ist
dieser Palast, sondern für Jehova Gott.
2 Und
mit all meiner Kraft habe ich für das Haus meines Gottes
bereitet: das Gold zu dem goldenen, und das Silber zu dem
silbernen, und das Erz zu dem ehernen, das Eisen zu dem
eisernen, und das Holz zu dem hölzernen Geräte; Onyxsteine und
Steine zum Einsetzen, Steine zur Verzierung und buntfarbig, und
allerlei kostbare Steine, und weiße Marmorsteine in Menge.
3 Und
überdies, weil ich Wohlgefallen habe an dem Hause meines Gottes,
habe ich, was ich als eigenes Gut an Gold und Silber besitze,
für das Haus meines Gottes gegeben, zu alledem hinzu, was ich
für das Haus des Heiligtums bereitet habe:
4
dreitausend Talente Gold von Gold aus Ophir, und siebentausend
Talente geläutertes Silber, zum Überziehen der Wände der Häuser;
5 Gold
zu dem goldenen und Silber zu dem silbernen Geräte, und zu allem
Werke von Künstlerhand. Wer ist nun bereitwillig, heute seine
Hand für Jehova zu füllen?
6 Und
die Obersten der Väter und die Obersten der Stämme Israels, und
die Obersten über tausend und über hundert, und die Obersten
über die Geschäfte des Königs zeigten sich bereitwillig;
7 und
sie gaben für die Arbeit des Hauses Gottes fünftausend Talente
Gold und zehntausend Dariken, und zehntausend Talente Silber,
und achtzehntausend Talente Erz, und hunderttausend Talente
Eisen.
8 Und
bei welchem sich Edelsteine vorfanden, die gaben sie zum Schatze
des Hauses Jehovas in die Hand Jechiels, des Gersoniters.
9 Und
das Volk freute sich über ihre Bereitwilligkeit, denn mit
ungeteiltem Herzen zeigten sie sich bereitwillig für Jehova; und
auch der König David freute sich mit großer Freude.
10 Und
David pries Jehova vor den Augen der ganzen Versammlung, und
David sprach: Gepriesen seiest du, Jehova, Gott unseres Vaters
Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
11
Dein, Jehova, ist die Größe und die Stärke und der Ruhm und der
Glanz und die Pracht; denn alles im Himmel und auf Erden ist
dein. Dein, Jehova, ist das Königreich, und du bist über alles
erhaben als Haupt;
12 und
Reichtum und Ehre kommen von dir, und du bist Herrscher über
alles; und in deiner Hand sind Macht und Stärke, und in deiner
Hand ist es, alles groß und stark zu machen.
13 Und
nun, unser Gott, wir preisen dich, und wir rühmen deinen
herrlichen Namen.
14
Denn wer bin ich, und was ist mein Volk, daß wir vermöchten, auf
solche Weise freigebig zu sein? Denn von dir kommt alles, und
aus deiner Hand haben wir dir gegeben.
15
Denn wir sind Fremdlinge vor dir und Beisassen, wie alle unsere
Väter; wie ein Schatten sind unsere Tage auf Erden, und keine
Hoffnung ist da, hienieden zu bleiben.
16
Jehova, unser Gott, alle diese Menge, die wir bereitet haben, um
dir ein Haus zu bauen für deinen heiligen Namen, von deiner Hand
ist sie, und das alles ist dein.
17 Und
ich weiß, mein Gott, daß du das Herz prüfst und Wohlgefallen
hast an Aufrichtigkeit: Ich nun, in Aufrichtigkeit meines
Herzens habe ich alles dieses bereitwillig gegeben; und ich habe
jetzt mit Freuden gesehen, daß dein Volk, welches sich hier
befindet, dir bereitwillig gegeben hat.
18
Jehova, Gott unserer Väter Abraham, Isaak und Israel, bewahre
dieses ewiglich als Gebilde der Gedanken des Herzens deines
Volkes, und richte ihr Herz zu dir!
19 und
meinem Sohne Salomo gib ein ungeteiltes Herz, deine Gebote,
deine Zeugnisse und deine Satzungen zu beobachten, und alles zu
tun und den Palast zu bauen, den ich vorbereitet habe.
20 Und
David sprach zu der ganzen Versammlung: Preiset doch Jehova,
euren Gott! Und die ganze Versammlung pries Jehova, den Gott
ihrer Väter; und sie neigten sich und beugten sich nieder vor
Jehova und vor dem König.
21 Und
am nächstfolgenden Tage opferten sie Schlachtopfer dem Jehova,
und opferten Brandopfer dem Jehova: tausend Farren, tausend
Widder, tausend Schafe, und ihre Trankopfer, und Schlachtopfer
in Menge für ganz Israel.
22 Und
sie aßen und tranken vor Jehova an selbigem Tage mit großer
Freude; und sie machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweiten
Male zum König und salbten ihn Jehova zum Fürsten, und salbten
Zadok zum Heilige (e-r).
23 Und
so setzte sich Salomo auf den Thron Jehovas als König an seines
Vaters David Statt, und er hatte Gedeihen; und ganz Israel
gehorchte ihm.
24 Und
alle Fürsten und die Helden, und auch alle Söhne des Königs
David unterwarfen dich dem König Salomo.
25 Und
Jehova machte Salomo überaus groß vor den Augen von ganz Israel;
und er gab ihm eine königliche Pracht, wie sie vor ihm auf
keinem König über Israel gewesen war.
26 So
regierte David, der Sohn Isais, über ganz Israel.
27 Und
die Tage, die er über ganz Israel regierte, waren vierzig Jahre;
zu Hebron regierte er sieben Jahre, und zu Jerusalem regierte er
dreiunddreißig Jahre.
28 Und
er starb in gutem Alter, satt an Tagen, Reichtum und Ehre. Und
Salomo, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
29 Und
die Geschichte des Königs David, die erste und die letzte,
siehe, sie ist geschrieben in der Geschichte Samuels, des
Sehers, und in der Geschichte Nathans, des Propheten, und in der
Geschichte Gads, des Schauers;
30
nebst seiner ganzen Regierung und seiner Macht, und den Zeiten,
die über ihn und über Israel und über alle Königreiche der
Länder ergangen sind.
2
Chronika
1,1
Und Salomo, der Sohn Davids, erstarkte in seinem Königreich; und
Jehova, sein Gott, war mit ihm und machte ihn überaus groß.
2 Und
Salomo redete zu ganz Israel, zu den Obersten über tausend und
über hundert, und zu den Richtern und zu allen Fürsten von ganz
Israel, den Häuptern der Väter;
3 und
sie gingen, Salomo und die ganze Versammlung mit ihm, nach der
Höhe, die zu Gibeon war; denn dort war das Zelt der
Zusammenkunft Gottes, welches Mose, der Knecht Jehovas, in der
Wüste gemacht hatte.
4
Jedoch die Lade Gottes hatte David von Kirjath-Jearim
heraufgebracht an den Ort, welchen David für sie bereitet hatte;
denn er hatte ihr zu Jerusalem ein Zelt aufgeschlagen.
5 Und
der eherne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs,
gemacht hatte, war daselbst vor der Wohnung Jehovas; und Salomo
und die Versammlung besuchten ihn.
6 Und
Salomo opferte daselbst vor Jehova auf dem ehernen Altar, der
bei dem Zelte der Zusammenkunft war; und er opferte auf
demselben tausend Brandopfer.
7 In
selbiger Nacht erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm:
Bitte, was ich dir geben soll.
8 Und
Salomo sprach zu Gott: Du hast ja an David, meinem Vater, große
Güte erwiesen, und du hast mich zum König gemacht an seiner
Statt:
9 nun
möge sich, Jehova Gott, dein Wort bewähren, das du zu meinem
Vater David geredet hast! Denn du hast mich zum König gemacht
über ein Volk, das zahlreich ist wie der Staub der Erde.
10 Gib
mir nun Weisheit und Erkenntnis daß ich vor diesem Volke aus-und
eingehen möge; denn wer könnte dieses dein großes Volk richten?
11 Und
Gott sprach zu Salomo: Weil dieses in deinem Herzen gewesen ist,
und du nicht gebeten hast um Reichtum, Güter und Ehre, und um
das Leben derer, die dich hassen, und auch nicht um viele Tage
gebeten, sondern dir Weisheit und Erkenntnis erbeten hast, damit
du mein Volk richten mögest, über welches ich dich zum König
gemacht habe:
12 so
sind dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; und Reichtum und Güter
und Ehre will ich dir geben, dergleichen die Könige, die vor dir
gewesen sind, nicht gehabt haben, und dergleichen keiner nach
dir haben wird.
13 Und
Salomo kam von der Höhe, die zu Gibeon war, von dem Zelte der
Zusammenkunft nach Jerusalem. Und er regierte über Israel.
14 Und
Salomo brachte Wagen und Reiter zusammen, und er hatte tausend
vierhundert Wagen und zwölftausend Reiter; und er verlegte sie
in die Wagenstädte und zu dem König nach Jerusalem.
15 Und
der König machte das Silber und das Gold in Jerusalem den
Steinen gleich, und die Zedern machte er den Sykomoren gleich,
die in der Niederung sind, an Menge.
16 Und
die Ausfuhr der Rosse für Salomo geschah aus Ägypten; und ein
Zug Handelsleute des Königs holte einen Zug um Geld.
17 Und
sie brachten herauf und führten aus Ägypten einen Wagen aus um
sechshundert Sekel Silber, und ein Roß um hundertfünfzig. Und
also führte man für alle Könige der Hethiter und für die Könige
von Syrien durch ihre Hand aus.
2,1
Und Salomo gedachte, dem Namen Jehovas ein Haus zu bauen und ein
Haus für sein Königtum.
2 Und
Salomo zählte siebzigtausend Lastträger ab, und achtzigtausend
Steinhauer im Gebirge, und dreitausend sechshundert Aufseher
über dieselben.
3 Und
Salomo sandte zu Huram, dem König von Tyrus, und ließ ihm sagen:
So wie du meinem Vater David getan und ihm Zedern gesandt hast,
daß er sich ein Haus baue, um darin zu wohnen, so tue auch mir.
4
Siehe, ich will dem Namen Jehovas, meines Gottes, ein Haus
bauen, um es ihm zu heiligen, wohlriechendes Räucherwerk vor ihm
zu räuchern, und um das beständige Schichtbrot zuzurichten und
Brandopfer morgens und abends zu opfern, an den Sabbathen und an
den Neumonden und an den Festen Jehovas, unseres Gottes;
ewiglich liegt dies Israel ob.
5 Und
das Haus, das ich bauen will, soll groß sein; denn unser Gott
ist größer als alle Götter.
6 Aber
wer vermöchte ihm ein Haus zu bauen? Denn die Himmel und der
Himmel Himmel können ihn nicht fassen. Und wer bin ich, daß ich
ihm ein Haus bauen sollte, es sei denn, um vor ihm zu räuchern?
7 Und
nun sende mir einen Mann, der zu arbeiten versteht in Gold und
in Silber, und in Erz und in Eisen, und in rotem Purpur und
Karmesin und blauem Purpur, und kundig ist, Schnitzarbeit zu
machen, nebst den Kunstverständigen, die bei mir in Juda und in
Jerusalem sind, die mein Vater David bestellt hat.
8 Und
sende mir Zedern-, Zypressen-und Sandelholz vom Libanon; denn
ich weiß, daß deine Knechte das Holz des Libanon zu hauen
verstehen; und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten
sein.
9 Und
man möge mir Holz bereiten in Menge; denn das Haus, das ich
bauen will, soll groß und außerordentlich sein.
10 Und
siehe, ich werde deinen Knechten, den Holzhauern, die das Holz
fällen, ausgeschlagenen Weizen geben, zwanzigtausend Kor, und
zwanzigtausend Kor Gerste, und zwanzigtausend Bath Wein, und
zwanzigtausend Bath Öl.
11 Und
Huram, der König von Tyrus, antwortete schriftlich und sandte an
Salomo folgende Botschaft: Weil Jehova sein Volk liebt, hat er
dich zum König über sie gesetzt.
12 Und
Huram sprach: Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, der Himmel
und Erde gemacht hat, daß er dem König David einen weisen Sohn
gegeben, voll Einsicht und Verstand, der Jehova ein Haus bauen
will und ein Haus für sein Königtum!
13 Und
nun sende ich einen kunstverständigen, einsichtsvollen Mann,
Huram-Abi,
14 den
Sohn eines Weibes von den Töchtern Dans, und dessen Vater ein
Tyrer war, der zu arbeiten weiß in Gold und Silber, in Erz, in
Eisen, in Steinen und in Holz, in rotem Purpur, in blauem Purpur
und in Byssus und in Karmesin, und allerlei Schnitzarbeit zu
machen, und allerlei Kunstwerk zu ersinnen, das ihm aufgegeben
wird, nebst deinen Kunstverständigen und den Kunstverständigen
meines Herrn David, deines Vaters.
15 Und
nun, den Weizen und die Gerste, das Öl und den Wein, wovon mein
Herr gesprochen hat, möge er seinen Knechten senden.
16 Wir
aber werden Holz hauen vom Libanon nach all deinem Bedarf, und
werden es dir als Flöße auf dem Meere nach Japho bringen; und du
magst es nach Jerusalem hinaufschaffen.
17 Und
Salomo zählte alle Fremdlinge, die im Lande Israel waren, nach
der Zählung, welche sein Vater David von ihnen gemacht hatte;
und es fanden sich hundertdreiundfünfzigtausend sechshundert.
18 Und
er machte aus ihnen siebzigtausend zu Lastträgern, und
achtzigtausend zu Steinhauern im Gebirge, und dreitausend
sechshundert zu Aufsehern, um das Volk zur Arbeit anzuhalten.
3,1
Und Salomo fing an, das Haus Jehovas zu bauen in Jerusalem, auf
dem Berge Morija, wo er seinem Vater David erschienen war, an
dem Orte, den David bereitet hatte, auf der Tenne Ornans, des
Jebusiters.
2 Und
er fing an zu bauen im zweiten Monat, am zweiten Tage, im
vierten Jahre seiner Regierung.
3 Und
dies war die Grundlage, welche Salomo zum Bau des Hauses Gottes
legte: die Länge, nach dem früheren Ellenmaß, sechzig Ellen, und
die Breite zwanzig Ellen.
4 Und
die Halle, welche der Länge nach vor der Breite des Hauses war,
zwanzig Ellen, und die Höhe hundertundzwanzig; und er überzog
sie inwendig mit reinem Golde.
5 Und
das große Haus bekleidete er mit Zypressenholz, und bekleidete
es mit gutem Golde; und er brachte Palmen und Ketten darauf an.
6 Und
er überzog das Haus mit kostbaren Steinen zum Schmuck; das Gold
aber war Gold von Parwaim.
7 Und
er bekleidete das Haus, die Balken der Decke, die Schwellen und
seine Wände und seine Türflügel mit Gold; und er schnitzte
Cherubim ein an den Wänden.
8 Und
er machte das Haus des Allerheiligsten. Seine Länge, vor der
Breite des Hauses her, war zwanzig Ellen, und seine Breite
zwanzig Ellen; und er bekleidete es mit gutem Golde, an
sechshundert Talente.
9 Und
das Gewicht der Nägel war an fünfzig Sekel Gold. Auch die
Obergemächer bekleidete er mit Gold.
10 Und
er machte im Hause des Allerheiligsten zwei Cherubim, ein Werk
von Bildhauerarbeit; und man überzog sie mit Gold.
11 Und
die Flügel der Cherubim, ihre Länge war zwanzig Ellen: der
Flügel des einen, von fünf Ellen, rührte an die Wand des Hauses;
und der andere Flügel, von fünf Ellen, rührte an den Flügel des
anderen Cherubs;
12 und
der Flügel des anderen Cherubs, von fünf Ellen, rührte an die
Wand des Hauses; und der andere Flügel, von fünf Ellen, stieß an
den Flügel des einen Cherubs.
13 Die
Flügel dieser Cherubim maßen ausgebreitet zwanzig Ellen; und sie
selbst standen auf ihren Füßen, und ihre Angesichter waren dem
Hause zugewandt.
14 Und
er machte den Vorhang von blauem und rotem Purpur und Karmesin
und Byssus, und brachte Cherubim darauf an.
15 Und
er machte vor dem Hause zwei Säulen, fünfunddreißig Ellen die
Länge; und das Kapitäl, das auf ihrer Spitze war, maß fünf
Ellen.
16 Und
er machte Ketten im Sprachorte und tat sie an die Spitze der
Säulen; und er machte hundert Granatäpfel und tat sie an die
Ketten.
17 Und
er richtete die Säulen vor dem Tempel auf, eine zur Rechten und
eine zur Linken; und er gab der rechten den Namen Jakin, und der
linken den Namen Boas.
4,1
Und er machte einen ehernen Altar: zwanzig Ellen seine Länge,
und zwanzig Ellen seine Breite, und zehn Ellen seine Höhe.
2 Und
er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem einen Rande
bis zu seinem anderen Rande, gerundet ringsum, und fünf Ellen
seine Höhe; und eine Schnur von dreißig Ellen umfaßte es
ringsum.
3 Und
unter demselben waren Gleichnisse von Rindern, die es ringsherum
umgaben, zehn auf die Elle, das Meer ringsum einschließend; der
Rinder waren zwei Reihen, gegossen aus einem Gusse mit
demselben.
4 Es
stand auf zwölf Rindern; drei wandten sich gegen Norden, und
drei wandten sich gegen Westen, und drei wandten sich gegen
Süden, und drei wandten sich gegen Osten; und das Meer war auf
denselben, oben darüber, und alle ihre Hinterteile waren nach
innen gekehrt.
5 Und
seine Dicke war eine Hand breit, und sein Rand wie die Arbeit
eines Becherrandes, wie eine Lilienblüte; an Inhalt faßte es
dreitausend Bath.
6 Und
er machte zehn Becken, und er setzte fünf zur Rechten und fünf
zur Linken, um darin zu waschen; was zum Brandopfer gehört,
spülte man darin ab. Und das Meer war für die Heilige (e-r), um
sich darin zu waschen.
7 Und
er machte die zehn goldenen Leuchter, nach ihrer Vorschrift, und
er setzte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur
Linken.
8 Und
er machte zehn Tische und stellte sie in den Tempel, fünf zur
Rechten und fünf zur Linken; und er machte hundert goldene
Sprengschalen.
9 Und
er machte den Hof der Heilige (e-r) und den großen Vorhof, und
die Türen zu dem Vorhof; und ihre Flügel überzog er mit Erz.
10 Und
das Meer setzte er auf die rechte Seite ostwärts gegen Süden.
11 Und
Huram machte die Töpfe und die Schaufeln und die Sprengschalen.
Und so vollendete Huram das Werk, welches er für den König
Salomo im Hause Gottes machte:
12
zwei Säulen und die krugförmigen Kapitäle auf der Spitze der
beiden Säulen; und die zwei Netzwerke zur Bedeckung der beiden
krugförmigen Kapitäle, die auf der Spitze der Säulen waren;
13 und
die vierhundert Granatäpfel zu den beiden Netzwerken; zwei
Reihen Granatäpfel zu jedem Netzwerk, zur Bedeckung der beiden
krugförmigen Kapitäle, die oben auf den Säulen waren;
14 und
er machte die Gestelle, und machte die Becken auf den Gestellen;
15 das
eine Meer, und die zwölf Rinder unter demselben;
16 und
die Töpfe und die Schaufeln und die Gabeln. Und alle ihre Geräte
machte Huram-Abiw dem König Salomo für das Haus Jehovas von
geglättetem Erz.
17 Im
Jordankreise ließ der König sie gießen in dichter Erde, zwischen
Sukkoth und Zeredatha.
18 Und
Salomo machte alle diese Geräte in sehr großer Menge; denn das
Gewicht des Erzes wurde nicht untersucht.
19 Und
Salomo machte alle die Geräte, welche im Hause Gottes waren: und
zwar den goldenen Altar; und die Tische, auf welchen die
Schaubrote waren;
20 und
die Leuchter und ihre Lampen, um sie nach der Vorschrift vor dem
Sprachorte anzuzünden, von geläutertem Golde;
21 und
die Blumen und die Lampen und die Lichtschneuzen von Gold (es
war lauter Gold);
22 und
die Lichtmesser und die Sprengschalen und die Schalen und die
Räucherpfannen von geläutertem Golde; und den Eingang des
Hauses: seine inneren Türflügel, die des Allerheiligsten, und
die Flügeltüren des Hauses, des Tempels, von Gold.
5,1
Und so war das ganze Werk vollendet, welches Salomo für das Haus
Jehovas machte. Und Salomo brachte die geheiligten Dinge seines
Vaters David hinein, nämlich das Silber und das Gold und alle
Geräte; er legte sie in die Schatzkammern des Hauses Gottes.
2
Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle
Häupter der Stämme, die Fürsten der Väter der Kinder Israel,
nach Jerusalem, um die Lade des Bundes Jehovas heraufzubringen
aus der Stadt Davids, das ist Zion.
3 Und
alle Männer von Israel versammelten sich zu dem König am Feste…,
das ist der siebte Monat.
4 Und
es kamen alle Ältesten von Israel, und die Leviten nahmen die
Lade auf.
5 Und
sie brachten die Lade hinauf, sowie das Zelt der Zusammenkunft
und alle heiligen Geräte, die im Zelte waren: die Heilige (e-r),
die Leviten, brachten sie hinauf.
6 Und
der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm
versammelt hatte und vor der Lade stand, opferten Klein-und
Rindvieh, das nicht gerechnet und nicht gezählt werden konnte
vor Menge.
7 Und
die Heilige (e-r) brachten die Lade des Bundes Jehovas an ihren
Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter
die Flügel der Cherubim;
8 denn
die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort der Lade, und
die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
9 Und
die Stangen waren so lang, daß die Spitzen der Stangen von der
Lade her an der Vorderseite des Sprachortes gesehen wurden; aber
auswärts wurden sie nicht gesehen. Und sie sind daselbst bis auf
diesen Tag.
10
Nichts war in der Lade, als nur die beiden Tafeln, welche Mose
am Horeb hineinlegte, als Jehova einen Bund machte mit den
Kindern Israel, als sie aus Ägypten zogen.
11 Und
es geschah, als die Heilige (e-r) aus dem Heiligen herausgingen
(denn alle Heilige (e-r), die sich vorfanden, hatten sich
geheiligt, ohne die Abteilungen zu beobachten)
12 und
als die Leviten, die Sänger, sie alle, nämlich Asaph, Heman,
Jeduthun, und ihre Söhne und ihre Brüder, in Byssus gekleidet,
mit Zimbeln und mit Harfen und Lauten auf der Ostseite des
Altars standen, und mit ihnen an hundertzwanzig Heilige (e-r),
die mit Trompeten schmetterten,
13 es
geschah, als die Trompeter und die Sänger wie ein Mann waren, um
eine Stimme ertönen zu lassen, Jehova zu loben und zu preisen,
und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten und mit Zimbeln und
mit Musikinstrumenten und mit dem Lobe Jehovas, weil er gütig
ist, weil seine Güte ewiglich währt: da wurde das Haus, das Haus
Jehovas, mit einer Wolke erfüllt.
14 Und
die Heilige (e-r) vermochten wegen der Wolke nicht dazustehen,
um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit Jehovas
erfüllte das Haus Gottes.
6,1
Damals sprach Salomo: Jehova hat gesagt, daß er im Dunkel wohnen
wolle.
2 Ich
aber habe dir ein Haus gebaut zur Wohnung, und eine Stätte zu
deinem Sitze für Ewigkeiten.
3 Und
der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze
Versammlung Israels; und die ganze Versammlung Israels stand.
4 Und
er sprach: Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, der mit
seinem Munde zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand
es erfüllt hat, indem er sprach:
5 Von
dem Tage an, da ich mein Volk aus dem Lande Ägypten
herausführte, habe ich keine Stadt aus allen Stämmen Israels
erwählt, um ein Haus zu bauen, damit mein Name daselbst wäre;
und ich habe keinen Mann erwählt, um Fürst zu sein über mein
Volk Israel.
6 Aber
ich habe Jerusalem erwählt, daß mein Name daselbst wäre; und ich
habe David erwählt, daß er über mein Volk Israel wäre.
7 Und
es war in dem Herzen meines Vaters David, dem Namen Jehovas, des
Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
8 Und
Jehova sprach zu meinem Vater David: Weil es in deinem Herzen
gewesen ist, meinem Namen ein Haus zu bauen, so hast du
wohlgetan, daß es in deinem Herzen gewesen ist.
9 Nur
sollst du nicht das Haus bauen; sondern dein Sohn, der aus
deinen Lenden hervorkommen wird, er soll meinem Namen das Haus
bauen.
10 Und
Jehova hat sein Wort aufrecht gehalten, das er geredet hat; und
ich bin aufgestanden an meines Vaters David Statt und habe mich
auf den Thron Israels gesetzt, so wie Jehova geredet hat, und
habe dem Namen Jehovas, des Gottes Israels, das Haus gebaut;
11 und
ich habe daselbst die Lade hingestellt, in welcher der Bund
Jehovas ist, den er mit den Kindern Israel gemacht hat.
12 Und
er trat vor den Altar Jehovas, angesichts der ganzen Versammlung
Israels, und er breitete seine Hände aus.
13
Denn Salomo hatte ein Gestell von Erz gemacht und es mitten in
den Vorhof gestellt: fünf Ellen seine Länge, und fünf Ellen
seine Breite, und drei Ellen seine Höhe; und er trat darauf und
kniete, angesichts der ganzen Versammlung Israels, auf seine
Knie nieder und breitete seine Hände aus gen Himmel
14 und
sprach: Jehova, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich im Himmel
und auf der Erde, der du den Bund und die Güte deinen Knechten
bewahrst, die vor dir wandeln mit ihrem ganzen Herzen;
15 der
du deinem Knechte David, meinem Vater, gehalten, was du zu ihm
geredet hast: du hast es mit deinem Munde geredet, und mit
deiner Hand hast du es erfüllt, wie es an diesem Tage ist.
16 Und
nun, Jehova, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem
Vater, was du zu ihm geredet hast, indem du sprachst: Es soll
dir nicht fehlen an einem Manne vor meinem Angesicht, der da
sitze auf dem Throne Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg
achthaben, daß sie in meinem Gesetze wandeln, so wie du vor mir
gewandelt hast.
17 Und
nun, Jehova, Gott Israels, möge sich dein Wort bewähren, das du
zu deinem Knechte David geredet hast!
18
Aber sollte Gott wirklich bei dem Menschen auf der Erde wohnen?
Siehe, die Himmel und der Himmel Himmel können dich nicht
fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe!
19
Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem
Flehen, Jehova, mein Gott, daß du hörest auf das Rufen und auf
das Gebet, welches dein Knecht vor dir betet:
20 daß
deine Augen Tag und Nacht offen seien über dieses Haus, über den
Ort, von dem du gesagt hast, daß du deinen Namen dahin setzen
wollest; daß du hörest auf das Gebet, welches dein Knecht gegen
diesen Ort hin beten wird.
21 Und
höre auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel,
das sie gegen diesen Ort hin richten werden; und höre du von der
Stätte deiner Wohnung, vom Himmel her, ja, höre und vergib!
22
Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigt, und man ihm einen Eid
auflegt, um ihn schwören zu lassen, und er kommt und schwört vor
deinem Altar in diesem Hause:
23 so
höre du vom Himmel, und handle und richte deine Knechte, indem
du dem Schuldigen vergiltst, daß du seinen Weg auf seinen Kopf
bringst; und indem du den Gerechten gerecht sprichst, daß du ihm
gibst nach seiner Gerechtigkeit.
24 Und
wenn dein Volk Israel vor dem Feinde geschlagen wird, weil sie
wider dich gesündigt haben, und sie kehren um und bekennen
deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause:
25 so
höre du vom Himmel her und vergib die Sünde deines Volkes
Israel; und bringe sie in das Land zurück, das du ihnen und
ihren Vätern gegeben hast.
26
Wenn der Himmel verschlossen, und kein Regen sein wird, weil sie
wider dich gesündigt haben, und sie beten gegen diesen Ort hin
und bekennen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, weil du
sie demütigst:
27 so
höre du im Himmel und vergib die Sünde deiner Knechte und deines
Volkes Israel, daß du ihnen den guten Weg zeigest, auf welchem
sie wandeln sollen; und gib Regen auf dein Land, das du deinem
Volke zum Erbteil gegeben hast.
28
Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird, wenn Pest sein wird,
wenn Kornbrand und Vergilben des Getreides, Heuschrecken oder
Grillen sein werden; wenn seine Feinde es belagern im Lande
seiner Tore, wenn irgend eine Plage und irgend eine Krankheit
sein wird:
29
welches Gebet, welches Flehen irgend geschehen wird von irgend
einem Menschen und von deinem ganzen Volke Israel, wenn sie
erkennen werden ein jeder seine Plage und seinen Schmerz, und er
seine Hände ausbreitet gegen dieses Haus hin:
30 so
höre du vom Himmel her, der Stätte deiner Wohnung, und vergib,
und gib einem jeden nach allen seinen Wegen, wie du sein Herz
kennst, denn du, du allein kennst das Herz der Menschenkinder;
31 auf
daß sie dich fürchten, um auf deinen Wegen zu wandeln, alle die
Tage, die sie in dem Lande leben werden, das du unseren Vätern
gegeben hast.
32 Und
auch auf den Fremden, der nicht von deinem Volke Israel ist,
kommt er aus fernem Lande, um deines großen Namens und deiner
starken Hand und deines ausgestreckten Armes willen, kommen sie
und beten gegen dieses Haus hin:
33 so
höre du vom Himmel her, der Stätte deiner Wohnung, und tue nach
allem, um was der Fremde zu dir rufen wird; auf daß alle Völker
der Erde deinen Namen erkennen, und damit sie dich fürchten, wie
dein Volk Israel, und damit sie erkennen, daß dieses Haus,
welches ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt wird.
34
Wenn dein Volk ausziehen wird zum Streit wider seine Feinde, auf
dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten nach
dieser Stadt hin, die du erwählt hast, und dem Hause, das ich
deinem Namen gebaut habe:
35 so
höre vom Himmel her ihr Gebet und ihr Flehen, und führe ihr
Recht aus.
36
Wenn sie wider dich sündigen, denn da ist kein Mensch, der nicht
sündigte und du über sie erzürnst und sie vor dem Feinde
dahingibst und ihre Besieger sie gefangen wegführen in ein
fernes oder in ein nahes Land;
37 und
sie nehmen es zu Herzen in dem Lande, wohin sie gefangen
weggeführt sind, und kehren um und flehen zu dir in dem Lande
ihrer Gefangenschaft, und sprechen: Wir haben gesündigt, wir
haben verkehrt gehandelt und haben gesetzlos gehandelt;
38 und
sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer
ganzen Seele in dem Lande ihrer Gefangenschaft, wohin man sie
gefangen weggeführt hat, und sie beten nach ihrem Lande hin, das
du ihren Vätern gegeben, und der Stadt, die du erwählt hast, und
nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe:
39 so
höre vom Himmel her, der Stätte deiner Wohnung, ihr Gebet und
ihr Flehen, und führe ihr Recht aus; und vergib deinem Volke,
was sie gegen dich gesündigt haben.
40
Nun, mein Gott, laß doch deine Augen offen und deine Ohren
aufmerksam sein auf das Gebet an diesem Orte!
41 Und
nun, stehe auf, Jehova Gott, zu deiner Ruhe, du und die Lade
deiner Stärke! Laß deine Heilige (e-r), Jehova Gott, bekleidet
sein mit Rettung, und deine Frommen sich freuen des Guten!
42
Jehova Gott! Weise nicht ab das Angesicht deines Gesalbten;
gedenke der Gütigkeiten gegen David, deinen Knecht!
7,1
Und als Salomo geendigt hatte zu beten, da fuhr das Feuer vom
Himmel herab und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer;
und die Herrlichkeit Jehovas erfüllte das Haus.
2 Und
die Heilige (e-r) konnten nicht in das Haus Jehovas hineingehen,
denn die Herrlichkeit Jehovas erfüllte das Haus Jehovas.
3 Und
als alle Kinder Israel das Feuer herabfahren sahen und die
Herrlichkeit Jehovas über dem Hause, da beugten sie sich, mit
dem Antlitz zur Erde, auf das Pflaster und beteten an, und sie
priesen Jehova, weil er gütig ist, weil seine Güte ewiglich
währt.
4 Und
der König und das ganze Volk opferten Schlachtopfer vor Jehova.
5 Und
der König Salomo opferte als Schlachtopfer zweiundzwanzigtausend
Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe. Und der König und das
ganze Volk weihten das Haus Gottes ein.
6 Und
die Heilige (e-r) standen auf ihren Posten, und die Leviten mit
den Musikinstrumenten Jehovas, die der König David gemacht
hatte, um Jehova zu preisen, denn seine Güte währt ewiglich,
wenn David durch sie lobpries; und die Heilige (e-r) trompeteten
ihnen gegenüber, und ganz Israel stand.
7 Und
Salomo heiligte die Mitte des Hofes, der vor dem Hause Jehovas
lag; denn er opferte daselbst die Brandopfer und die Fettstücke
der Friedensopfer; denn der eherne Altar, den Salomo gemacht
hatte, konnte das Brandopfer und das Speisopfer und die
Fettstücke nicht fassen.
8 Und
so feierten Salomo und ganz Israel mit ihm, eine sehr große
Versammlung, von dem Eingang Hamaths bis an den Fluß Ägyptens,
zu selbiger Zeit das Fest sieben Tage.
9 Und
am achten Tage hielten sie eine Festversammlung; denn sie
feierten die Einweihung des Altars sieben Tage und das Fest
sieben Tage.
10 Und
am dreiundzwanzigsten Tage des siebten Monats entließ er das
Volk nach ihren Zelten, fröhlich und gutes Mutes wegen des
Guten, das Jehova dem David und dem Salomo und seinem Volke
Israel erwiesen hatte.
11 Und
so vollendete Salomo das Haus Jehovas und das Haus des Königs;
und alles, was Salomo ins Herz gekommen war, im Hause Jehovas
und in seinem Hause zu machen, war ihm gelungen.
12 Da
erschien Jehova dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: Ich
habe dein Gebet gehört und mir diesen Ort zum Opferhause
erwählt.
13
Wenn ich den Himmel verschließe, und kein Regen sein wird, und
wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land abzufressen, und wenn
ich eine Pest unter mein Volk sende;
14 und
mein Volk, welches nach meinem Namen genannt wird, demütigt
sich, und sie beten und suchen mein Angesicht, und kehren um von
ihren bösen Wegen: so werde ich vom Himmel her hören und ihre
Sünden vergeben und ihr Land heilen.
15 Nun
werden meinen Augen offen und meine Ohren aufmerksam sein auf
das Gebet an diesem Orte.
16 Und
nun habe ich dieses Haus erwählt und geheiligt, daß mein Name
daselbst sei ewiglich; und meine Augen und mein Herz sollen
daselbst sein alle Tage.
17 Und
du, wenn du vor mir wandeln wirst, so wie dein Vater David
gewandelt hat, daß du tust nach allem, was ich dir geboten habe,
und wenn du meine Satzungen und meine Rechte beobachten wirst,
18 so
werde ich den Thron deines Königtums befestigen, so wie ich mit
deinem Vater David einen Bund gemacht und gesagt habe: Es soll
dir nicht an einem Manne fehlen, der über Israel herrsche.
19
Wenn ihr euch aber abwenden und meine Satzungen und meine
Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen werdet, und
werdet hingehen und anderen Göttern dienen und euch vor ihnen
niederbeugen,
20 so
werde ich sie herausreißen aus meinem Lande, das ich ihnen
gegeben habe; und dieses Haus, welches ich meinem Namen
geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegwerfen, und
werde es zum Sprichwort und zur Spottrede machen unter allen
Völkern.
21 Und
dieses Haus, das erhaben war jeder, der an demselben vorbeigeht,
wird sich entsetzen und sagen: Warum hat Jehova diesem Lande und
diesem Hause also getan?
22 Und
man wird sagen: Darum, daß sie Jehova, den Gott ihrer Väter, der
sie aus dem Lande Ägypten herausgeführt hat, verlassen und
andere Götter angenommen und sich vor ihnen niedergebeugt und
ihnen gedient haben; darum hat er all dieses Unglück über sie
gebracht.
8,1
Und es geschah am Ende von zwanzig Jahren, während welcher
Salomo das Haus Jehovas und sein Haus gebaut hatte,
2 da
baute Salomo die Städte aus, welche Huram dem Salomo gegeben
hatte; und er ließ die Kinder Israel daselbst wohnen.
3 Und
Salomo zog nach Hamath-Zoba und überwältigte es.
4 Und
er baute Tadmor in der Wüste und alle Vorratsstädte, die er in
Hamath baute.
5 Und
er baute Ober-Beth-Horon und Unter-Beth-Horon, feste Städte mit
Mauern, Toren und Riegeln;
6 und
Baalath und alle Vorratsstädte, die Salomo hatte; und alle
Wagenstädte und die Reiterstädte; und alles, was Salomo Lust
hatte zu bauen in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen
Lande seiner Herrschaft.
7
Alles Volk, das übriggeblieben war von den Hethitern und den
Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den
Jebusitern, die nicht von Israel waren:
8 ihre
Söhne, die nach ihnen im Lande übriggeblieben waren, welche die
Kinder Israel nicht vertilgt hatten, die hob Salomo zu
Fronarbeitern aus bis auf diesen Tag.
9 Aber
aus den Kindern Israel machte Salomo keine Sklaven für seine
Arbeit; sondern sie waren Kriegsleute und Oberste seiner
Anführer und Oberste seiner Wagen und seiner Reiter.
10 Und
dies sind die Oberaufseher, welche der König Salomo hatte:
zweihundertfünfzig, die über das Volk walteten.
11 Und
Salomo führte die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids herauf
in das Haus, das er ihr gebaut hatte; denn er sprach: Mein Weib
soll nicht in dem Hause Davids, des Königs von Israel, wohnen;
denn die Orte sind heilig, in welche die Lade Jehovas gekommen
ist.
12
Damals opferte Salomo dem Jehova Brandopfer auf dem Altar
Jehovas, den er vor der Halle gebaut hatte,
13 und
zwar nach der täglichen Gebühr, indem er nach dem Gebot Moses
opferte an den Sabbathen und an den Neumonden, und an den Festen
dreimal im Jahre: am Feste der ungesäuerten Brote und am Feste
der Wochen und am Feste der Laubhütten.
14 Und
er bestellte nach der Vorschrift seines Vaters David die
Abteilungen der Heilige (e-r) zu ihrem Dienste; und die Leviten
zu ihren Ämtern, um zu loben und zu dienen vor den Heilige
(e-r)n, nach der täglichen Gebühr; und die Torhüter in ihren
Abteilungen für jedes Tor; denn also war das Gebot Davids, des
Mannes Gottes.
15 Und
man wich nicht von dem Gebot des Königs an die Heilige (e-r) und
die Leviten ab betreffs jeder Sache und betreffs der Schätze.
16 Und
so wurde das ganze Werk Salomos zustande gebracht, bis zum Tage
der Gründung des Hauses Jehovas und bis zur Vollendung
desselben. Das Haus Jehovas war fertig.
17
Damals ging Salomo nach Ezjon-Geber und nach Eloth, am Ufer des
Meeres im Lande Edom.
18 Und
Huram sandte ihm durch seine Knechte Schiffe und Knechte, die
des Meeres kundig waren. Und sie kamen mit den Knechten Salomos
nach Ophir und holten von dort vierhundertfünfzig Talente Gold
und brachten es zu dem König Salomo.
9,1
Und die Königin von Scheba hörte den Ruf Salomos; und sie kam
nach Jerusalem, um Salomo mit Rätseln zu versuchen, mit einem
sehr großen Zuge und mit Kamelen, die Gewürze und Gold trugen in
Menge und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete mit ihm
alles, was in ihrem Herzen war.
2 Und
Salomo erklärte ihr alles, um was sie fragte; und keine Sache
war vor Salomo verborgen, die er ihr nicht erklärt hätte.
3 Und
als die Königin von Scheba die Weisheit Salomos sah, und das
Haus, das er gebaut hatte,
4 und
die Speise seines Tisches, und das Sitzen seiner Knechte, und
das Aufwarten seiner Diener, und ihre Kleidung, und seine
Mundschenken und ihre Kleidung, und seinen Aufgang, auf welchem
er in das Haus Jehovas hinaufging,
5 da
geriet sie außer sich und sprach zu dem König: Das Wort ist
Wahrheit gewesen, das ich in meinem Lande über deine Sachen und
über deine Weisheit gehört habe;
6 und
ich habe ihren Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und
meine Augen es gesehen haben. Und siehe, nicht die Hälfte ist
mir berichtet worden von der Größe deiner Weisheit; du
übertriffst das Gerücht, das ich gehört habe.
7
Glückselig sind deine Leute, und glückselig diese deine Knechte,
die beständig vor dir stehen und deine Weisheit hören!
8
Gepriesen sei Jehova, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat,
dich auf seinen Thron zu setzen als König für Jehova, deinen
Gott! Weil dein Gott Israel liebt, um es ewiglich bestehen zu
lassen, so hat er dich zum König über sie gesetzt, um Recht und
Gerechtigkeit zu üben.
9 Und
sie gab dem König hundertzwanzig Talente Gold, und Gewürze in
großer Menge und Edelsteine; und nie ist dergleichen Gewürz
gewesen wie dieses, welches die Königin von Scheba dem König
Salomo gab.
10
(Und auch die Knechte Hurams und die Knechte Salomos, welche
Gold aus Ophir holten, brachten Sandelholz und Edelsteine.
11 Und
der König machte von dem Sandelholz Stiegen für das Haus Jehovas
und für das Haus des Königs, und Lauten und Harfen für die
Sänger; und desgleichen ist vordem nicht gesehen worden im Lande
Juda.)
12 Und
der König Salomo gab der Königin von Scheba all ihr Begehr, das
sie verlangte, außer dem Gegengeschenk für das, was sie dem
König gebracht hatte. Und sie wandte sich und zog in ihr Land,
sie und ihre Knechte.
13 Und
das Gewicht des Goldes, welches dem Salomo in einem Jahre
einkam, war sechshundertsechsundsechzig Talente Gold,
14
außer dem, was die Krämer und die Handelsleute brachten; und
alle Könige von Arabien und die Statthalter des Landes brachten
dem Salomo Gold und Silber.
15 Und
der König Salomo machte zweihundert Schilde von getriebenem
Golde: sechshundert Sekel getriebenes Gold zog er über jeden
Schild;
16 und
dreihundert Tartschen von getriebenem Golde: dreihundert Sekel
Gold zog er über jede Tartsche; und der König tat sie in das
Haus des Waldes Libanon.
17 Und
der König machte einen großen Thron von Elfenbein und überzog
ihn mit reinem Golde.
18 Und
sechs Stufen waren an dem Throne und ein goldener Fußschemel,
die an dem Throne befestigt waren; und Armlehnen waren auf
dieser und auf jener Seite an der Stelle des Sitzes, und zwei
Löwen standen neben den Armlehnen;
19 und
zwölf Löwen standen da auf den sechs Stufen, auf dieser und auf
jener Seite. Desgleichen ist nicht gemacht worden in irgend
einem Königreiche.
20 Und
alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren von Gold, und alle
Geräte des Hauses des Waldes Libanon waren von geläutertem
Golde; das Silber wurde für nichts geachtet in den Tagen
Salomos.
21
Denn die Schiffe des Königs fuhren nach Tarsis mit den Knechten
Hurams; einmal in drei Jahren kamen Tarsisschiffe, beladen mit
Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pfauen.
22 Und
der König Salomo war größer als alle Könige der Erde an Reichtum
und Weisheit.
23 Und
alle Könige der Erde suchten das Angesicht Salomos, um seine
Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gegeben hatte.
24 Und
sie brachten ein jeder sein Geschenk: Geräte von Silber und
Geräte von Gold und Gewänder, Waffen und Gewürze, Rosse und
Maultiere, jährlich die Gebühr des Jahres.
25 Und
Salomo hatte viertausend Stände für Rosse und Wagen und
zwölftausend Reiter; und er verlegte sie in die Wagenstädte und
zu dem König nach Jerusalem.
26 Und
er war Herrscher über alle Könige, von dem Strome an bis zu dem
Lande der Philister und bis zu der Grenze Ägyptens.
27 Und
der König machte das Silber in Jerusalem den Steinen gleich, und
die Zedern machte er den Sykomoren gleich, die in der Niederung
sind, an Menge.
28 Und
man führte Rosse aus für Salomo aus Ägypten und aus allen
Ländern.
29 Und
das Übrige der Geschichte Salomos, die erste und die letzte, ist
das nicht geschrieben in der Geschichte Nathans, des Propheten,
und in der Weissagung Achijas, des Siloniters, und in den
Gesichten Iddos, des Sehers, über Jerobeam, den Sohn Nebats?
30 Und
Salomo regierte zu Jerusalem vierzig Jahre über ganz Israel.
31 Und
Salomo legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der
Stadt seines Vaters David. Und Rehabeam, sein Sohn, ward König
an seiner Statt.
10,1
Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem
gekommen, um ihn zum König zu machen.
2 Und
es geschah, als Jerobeam, der Sohn Nebats, es hörte (er war aber
in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war), da
kehrte Jerobeam aus Ägypten zurück.
3 Und
sie sandten hin und riefen ihn. Und Jerobeam und ganz Israel
kamen und redeten zu Rehabeam und sprachen:
4 Dein
Vater hat unser Joch hart gemacht; und nun erleichtere den
harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf
uns gelegt hat, so wollen wir dir dienen.
5 Und
er sprach zu ihnen: Noch drei Tage, dann kommet wieder zu mir.
Und das Volk ging hin.
6 Und
der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem
Vater Salomo gestanden hatten, als er noch am Leben war, und
sprach: Wie ratet ihr, diesem Volke Antwort zu geben?
7 Und
sie redeten zu ihm und sprachen: Wenn du gegen dieses Volk gütig
und ihnen gefällig bist und gütige Worte zu ihnen redest, so
werden sie deine Knechte sein alle Tage.
8 Aber
er verließ den Rat der Alten, den sie ihm gegeben hatten; und er
beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die
vor ihm standen.
9 Und
er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir diesem Volke zur
Antwort geben, welches zu mir geredet und gesagt hat:
Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?
10 Und
die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten zu ihm und
sprachen: So sollst du zu dem Volke sprechen, das zu dir geredet
und gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du
aber erleichtere es uns; so sollst du zu ihnen reden: Mein
kleiner Finger ist dicker als die Lenden meines Vaters!
11 Nun
denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber
will zu eurem Joche hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln
gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
12 Und
Jerobeam und alles Volk kamen zu Rehabeam am dritten Tage, so
wie der König geredet und gesagt hatte: Kommet am dritten Tage
wieder zu mir.
13 Und
der König antwortete ihnen hart; und der König Rehabeam verließ
den Rat der Alten,
14 und
redete zu ihnen nach dem Rate der Jungen und sprach: Mein Vater
hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will zu demselben
hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln gezüchtigt, ich aber
will euch mit Skorpionen züchtigen.
15 So
hörte der König nicht auf das Volk; denn es war eine Wendung von
seiten Gottes, auf daß Jehova sein Wort aufrecht hielte, welches
er durch Achija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohne Nebats,
geredet hatte.
16 Und
als ganz Israel sah, daß der König nicht auf sie hörte, da
antwortete das Volk dem König und sprach: Was haben wir für Teil
an David? Und wir haben kein Erbteil am Sohne Isais! Ein jeder
zu seinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Hause, David! Und
ganz Israel ging nach seinen Zelten.
17 Die
Kinder Israel aber, die in den Städten Judas wohnten,über sie
wurde Rehabeam König.
18 Und
der König Rehabeam sandte Hadoram, der über die Fron war; aber
die Kinder Israel steinigten ihn, und er starb. Da eilte der
König Rehabeam, den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu
fliehen.
19 So
fiel Israel vom Hause Davids ab bis auf diesen Tag.
11,1
Und Rehabeam kam nach Jerusalem; und er versammelte das Haus
Juda und Benjamin, hundertachtzigtausend auserlesene Krieger, um
mit Israel zu streiten, damit er das Königreich an Rehabeam
zurückbrächte.
2 Da
geschah das Wort Jehovas zu Schemaja, dem Manne Gottes, also:
3 Sage
zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem König von Juda, und zu ganz
Israel in Juda und Benjamin, und sprich:
4 So
spricht Jehova: Ihr sollt nicht hinaufziehen und nicht mit euren
Brüdern streiten; kehret um, ein jeder nach seinem Hause, denn
von mir aus ist diese Sache geschehen. Und sie hörten auf die
Worte Jehovas und kehrten um von dem Zuge wider Jerobeam.
5 Und
Rehabeam wohnte in Jerusalem; und er baute Städte zu Festungen
in Juda.
6 Und
er baute Bethlehem und Etam und Tekoa,
7 und
Beth-Zur und Soko und Adullam,
8 und
Gath und Marescha und Siph,
9 und
Adoraim und Lachis und Aseka,
10 und
Zora und Ajalon und Hebron, die in Juda und Benjamin liegen,
feste Städte.
11 Und
er machte die Festungen stark, und legte Befehlshaber darein und
Vorräte von Speise und Öl und Wein,
12 und
in jede Stadt Schilde und Lanzen; und er machte sie überaus
stark. Und Juda und Benjamin gehörten ihm.
13 Und
die Heilige (e-r) und die Leviten, die in ganz Israel waren,
stellten sich bei ihm ein aus allen ihren Grenzen.
14
Denn die Leviten verließen ihre Bezirke und ihr Besitztum und
zogen nach Juda und nach Jerusalem; denn Jerobeam und seine
Söhne hatten sie aus dem Heilige (e-r)dienst Jehovas verstoßen,
15 und
er hatte sich Heilige (e-r) bestellt zu den Höhen und zu den
Böcken und zu den Kälbern, die er gemacht hatte.
16 Und
ihnen folgten aus allen Stämmen Israels die, welche ihr Herz
darauf richteten, Jehova, den Gott Israels, zu suchen; sie kamen
nach Jerusalem, um Jehova, dem Gott ihrer Väter, zu opfern.
17 Und
sie stärkten das Königreich Juda und befestigten Rehabeam, den
Sohn Salomos, drei Jahre lang; denn drei Jahre lang wandelten
sie auf dem Wege Davids und Salomos.
18 Und
Rehabeam nahm sich zum Weibe Machalath, die Tochter Jerimoths,
des Sohnes Davids, und Abichails, der Tochter Eliabs, des Sohnes
Isais.
19 Und
sie gebar ihm Söhne: Jeusch und Schemarja und Saham.
20 Und
nach ihr nahm er Maaka, die Tochter Absaloms; und sie gabar ihm
Abija und Attai und Sisa und Schelomith.
21 Und
Rehabeam liebte Maaka, die Tochter Absaloms, mehr als alle seine
Weiber und seine Kebsweiber; denn er hatte achtzehn Weiber
genommen und sechzig Kebsweiber; und er zeugte achtundzwanzig
Söhne und sechzig Töchter.
22 Und
Rehabeam bestellte Abija, den Sohn der Maaka, zum Haupte, zum
Fürsten unter seinen Brüdern; denn er gedachte ihn zum König zu
machen.
23 Und
er handelte verständig und verteilte alle seine Söhne in alle
Länder Judas und Benjamins, in alle festen Städte, und gab ihnen
Lebensunterhalt in Fülle, und begehrte für sie eine Menge
Weiber.
12,1
Und es geschah, als das Königtum Rehabeams befestigt, und er
stark geworden war, verließ er das Gesetz Jehovas, und ganz
Israel mit ihm.
2 Und
es geschah im fünften Jahre des Königs Rehabeam, da zog Sisak,
der König von Ägypten, mit tausendzweihundert Wagen und mit
sechstausend Reitern wider Jerusalem herauf, weil sie treulos
gegen Jehova gehandelt hatten;
3 und
ohne Zahl war das Volk, welches mit ihm aus Ägypten kam: Libyer,
Sukkiter und Äthiopier.
4 Und
er nahm die festen Städte ein, die Juda gehörten, und kam bis
nach Jerusalem.
5 Da
kam Schemaja, der Prophet, zu Rehabeam und zu den Obersten von
Juda, die sich vor Sisak nach Jerusalem zurückgezogen hatten,
und sprach zu ihnen: So spricht Jehova: Ihr habt mich verlassen,
so habe auch ich euch der Hand Sisaks überlassen.
6 Und
die Obersten von Israel und der König demütigten sich und
sprachen: Jehova ist gerecht!
7 Und
als Jehova sah, daß sie sich gedemütigt hatten, geschah das Wort
Jehovas zu Schemaja also: Sie haben sich gedemütigt: Ich will
sie nicht verderben, und will ihnen ein wenig Errettung geben,
und mein Grimm soll sich nicht durch Sisak über Jerusalem
ergießen.
8 Doch
sollen sie ihm zu Knechten sein, damit sie meinen Dienst kennen
lernen und den Dienst der Königreiche der Länder.
9 Und
Sisak, der König von Ägypten, zog wider Jerusalem herauf. Und er
nahm die Schätze des Hauses Jehovas weg und die Schätze des
Hauses des Königs: alles nahm er weg; und er nahm die goldenen
Schilde weg, die Salomo gemacht hatte.
10 Und
der König Rehabeam machte an ihrer Statt eherne Schilde, und er
befahl sie unter die Hand der Obersten der Läufer, die den
Eingang des Hauses des Königs bewachten.
11 Und
es geschah: so oft der König in das Haus Jehovas ging, kamen die
Läufer und trugen dieselben und brachten sie dann wieder in das
Gemach der Läufer zurück.
12 Und
als er sich demütigte, wandte sich der Zorn Jehovas von ihm ab,
so daß er ihn nicht völlig verderbte; und auch war in Juda noch
etwas Gutes.
13 Und
der König Rehabeam erstarkte zu Jerusalem und regierte; denn
Rehabeam war einundvierzig Jahre alt, als er König wurde, und er
regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem, der Stadt, die Jehova aus
allen Stämmen Israels erwählt hatte, um seinen Namen dahin zu
setzen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammonitin.
14 Und
er tat, was böse war; denn er richtete sein Herz nicht darauf,
Jehova zu suchen.
15 Und
die Geschichte Rehabeams, die erste und die letzte, ist sie
nicht geschrieben in der Geschichte Schemajas, des Propheten,
und Iddos, des Sehers, in den Geschlechtsverzeichnissen? Und die
Kriege Rehabeams und Jerobeams währten immerfort.
16 Und
Rehabeam legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben in
der Stadt Davids. Und Abija, sein Sohn, ward König an seiner
Statt.
13,1
Im achtzehnten Jahre des Königs Jerobeam, da wurde Abija König
über Juda.
2 Er
regierte drei Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Mikaja, die Tochter Uriels von Gibea. Und es war Krieg zwischen
Abija und Jerobeam.
3 Und
Abija eröffnete den Krieg mit einem Heere von tapferen Kriegern,
vierhunderttausend auserlesenen Männern; und Jerobeam stellte
sich gegen ihn in Schlachtordnung auf mit achthunderttausend
auserlesenen Männern, tapferen Helden.
4 Da
stellte sich Abija oben auf den Berg Zemaraim, der im Gebirge
Ephraim liegt, und sprach: Höret mich, Jerobeam und ganz Israel!
5
Solltet ihr nicht wissen, daß Jehova, der Gott Israels, das
Königtum über Israel dem David gegeben hat ewiglich, ihm und
seinen Söhnen durch einen Salzbund?
6 Aber
Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes
Davids, erhob sich und empörte sich wider seinen Herrn;
7 und
es versammelten sich zu ihm lose Männer, Söhne Belials, und
widersetzten sich Rehabeam, dem Sohne Salomos; Rehabeam aber war
ein Jüngling und schwachen Herzens, und er hielt nicht stand vor
ihnen.
8 Und
nun gedenket ihr stand zu halten vor dem Königtum Jehovas in der
Hand der Söhne Davids, weil ihr eine große Menge seid, und die
goldenen Kälber bei euch sind, die Jerobeam euch zu Göttern
gemacht hat!
9 Habt
ihr nicht die Heilige (e-r) Jehovas, die Söhne Aarons, und die
Leviten verstoßen, und euch Heilige (e-r) gemacht wie die Völker
der Länder? Wer irgend mit einem jungen Farren und sieben
Widdern kam, um sich weihen zu lassen, der wurde ein Heilige
(e-r) der Nicht-Götter.
10 Wir
aber, Jehova ist unser Gott, und wir haben ihn nicht verlassen;
und Heilige (e-r), Söhne Aarons, dienen Jehova, und die Leviten
sind in ihrem Geschäft;
11 und
sie räuchern dem Jehova Brandopfer Morgen für Morgen und Abend
für Abend, und wohlriechendes Räucherwerk; und wir haben das
Schichtbrot auf dem reinen Tische, und den goldenen Leuchter und
seine Lampen zum Anzünden Abend für Abend; denn wir warten der
Hut Jehovas, unseres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen.
12 Und
siehe, Gott ist mit uns an unserer Spitze und seine Heilige
(e-r), und die Lärmtrompeten, um Lärm zu blasen wider euch.
Kinder Israel! Streitet nicht wider Jehova, den Gott eurer
Väter; denn es wird euch nicht gelingen.
13
Aber Jerobeam ließ den Hinterhalt eine Umgehung machen, daß er
ihnen in den Rücken käme; und so standen sie im Angesicht Judas
und der Hinterhalt in ihrem Rücken.
14 Und
als Juda sich umsah, siehe, da hatten sie den Streit vorn und
hinten. Da schrieen sie zu Jehova, und die Heilige (e-r) bliesen
mit den Trompeten,
15 und
die Männer von Juda erhoben ein Kriegsgeschrei. Und es geschah,
als die Männer von Juda das Kriegsgeschrei erhoben, da schlug
Gott Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda.
16 Und
die Kinder Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre
Hand.
17 Und
Abija und sein Volk richteten eine große Niederlage unter ihnen
an, und es fielen von Israel Erschlagene, fünfhunderttausend
auserlesene Männer.
18 Und
die Kinder Israel wurden gedemütigt zu selbiger Zeit; aber die
Kinder Juda wurden stark, weil sie sich auf Jehova, den Gott
ihrer Väter, gestützt hatten.
19 Und
Abija jagte Jerobeam nach, und er nahm ihm Städte weg: Bethel
und seine Tochterstädte, und Jeschana und seine Tochterstädte,
und Ephron und seine Tochterstädte.
20 Und
Jerobeam behielt keine Kraft mehr in den Tagen Abijas. Und
Jehova schlug ihn, und er starb.
21
Abija aber erstarkte. Und er nahm vierzehn Weiber und zeugte
zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.
22 Und
das Übrige der Geschichte Abijas und seine Wege und seine Reden
sind geschrieben in der Beschreibung des Propheten Iddo.
14,1
Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der
Stadt Davids. Und Asa, sein Sohn, ward König an seiner Statt. In
seinen Tagen hatte das Land Ruhe zehn Jahre.
2 Und
Asa tat, was gut und recht war in den Augen Jehovas, seines
Gottes.
3 Und
er tat die fremden Altäre und die Höhen hinweg, und zerschlug
die Bildsäulen und hieb die Ascherim um;
4 und
er sprach zu Juda, daß sie Jehova, den Gott ihrer Väter, suchen
und das Gesetz und das Gebot tun sollten;
5 und
er tat aus allen Städten Judas die Höhen und die Sonnensäulen
hinweg. Und das Königreich hatte Ruhe unter ihm.
6 Und
er baute feste Städte in Juda; denn das Land hatte Ruhe, und es
war kein Krieg wider ihn in jenen Jahren, denn Jehova hatte ihm
Ruhe geschafft.
7 Und
er sprach zu Juda: Laßt uns diese Städte bauen, und Mauern
ringsum machen und Türme, Tore und Riegel; noch ist das Land vor
uns, denn wir haben Jehova, unseren Gott, gesucht; wir haben ihn
gesucht, und er hat uns Ruhe geschafft ringsumher. Und so bauten
sie, und es gelang ihnen.
8 Und
Asa hatte ein Heer, das Schild und Lanze trug: aus Juda
dreihunderttausend und aus Benjamin zweihundertachtzigtausend
Mann, die Tartschen trugen und den Bogen spannten: sämtlich
tapfere Helden.
9 Und
Serach, der Kuschiter, zog wider sie aus mit einem Heere von
tausendmal tausend Mann, und dreihundert Wagen; und er kam bis
Marescha.
10 Und
Asa zog ihm entgegen; und sie stellten sich in Schlachtordnung
auf im Tale Zephata bei Marescha.
11 Und
Asa rief zu Jehova, seinem Gott, und sprach: Jehova! Um zu
helfen, ist bei dir kein Unterschied zwischen dem Mächtigen und
dem Kraftlosen. Hilf uns, Jehova, unser Gott! Denn wir stützen
uns auf dich, und in deinem Namen sind wir wider diese Menge
gezogen. Du bist Jehova, unser Gott; laß den Menschen nichts
wider dich vermögen!
12 Und
Jehova schlug die Kuschiter vor Asa und vor Juda; und die
Kuschiter flohen.
13 Und
Asa und das Volk, das bei ihm war, jagten ihnen nach bis Gerar.
Und es fielen von den Kuschitern so viele, daß sie sich nicht
wieder erholen konnten; denn sie wurden zerschmettert vor Jehova
und vor seinem Heere. Und sie trugen sehr viel Beute davon.
14
Auch schlugen sie alle Städte rings um Gerar, denn der Schrecken
Jehovas war auf ihnen; und sie beraubten alle die Städte, denn
es war viel Raubes darin.
15 Und
auch die Herdenzelte schlugen sie und führten Kleinvieh in Menge
weg und Kamele. Und sie kehrten nach Jerusalem zurück.
15,1
Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.
2 Und
er ging hinaus, Asa entgegen, und sprach zu ihm: Höret mich, Asa
und ganz Juda und Benjamin! Jehova ist mit euch, wenn ihr mit
ihm seid. Und wenn ihr ihn suchet, wird er sich von euch finden
lassen; wenn ihr ihn aber verlasset, wird er euch verlassen.
3 Und
Israel war viele Tage ohne wahren Gott und ohne lehrenden
Heilige (e-r) und ohne Gesetz;
4 aber
in ihrer Bedrängnis kehrten sie um zu Jehova, dem Gott Israels;
und sie suchten ihn, und er ließ sich von ihnen finden.
5 Und
in jenen Zeiten war kein Friede für den Ausgehenden und für den
Eingehenden; sondern viele Unruhen kamen über alle Bewohner der
Länder.
6 Und
es stieß sich Nation an Nation und Stadt an Stadt; denn Gott
beunruhigte sie durch allerlei Bedrängnis.
7 Ihr
aber, seid stark und lasset eure Hände nicht erschlaffen, denn
es gibt Lohn für euer Tun!
8 Und
als Asa diese Worte und die Weissagung Odeds, des Propheten,
hörte, faßte er Mut; und er schaffte die Greuel weg aus dem
ganzen Lande Juda und Benjamin und aus den Städten, die er vom
Gebirge Ephraim eingenommen hatte, und er erneuerte den Altar
Jehovas, der vor der Halle Jehovas stand.
9 Und
er versammelte ganz Juda und Benjamin und die Fremdlinge, die
aus Ephraim und Manasse und aus Simeon bei ihnen lebten; denn in
Menge liefen sie aus Israel zu ihm über, als sie sahen, daß
Jehova, sein Gott, mit ihm war.
10 Und
sie versammelten sich zu Jerusalem im dritten Monat, im
fünfzehnten Jahre der Regierung Asas;
11 und
sie opferten Jehova an selbigem Tage von der Beute, die sie
eingebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend
Schafe.
12 Und
sie gingen den Bund ein, Jehova, den Gott ihrer Väter, zu suchen
mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele;
13
jeder aber, der Jehova, den Gott Israels, nicht suchen würde,
sollte getötet werden, vom Kleinsten bis zum Größten, vom Manne
bis zum Weibe.
14 Und
sie schwuren Jehova mit lauter Stimme und mit Jauchzen und unter
Trompeten-und Posaunenschall.
15 Und
ganz Juda freute sich des Eides; denn sie schwuren mit ihrem
ganzen Herzen und suchten Jehova mit ihrem ganzen Willen; und er
ließ sich von ihnen finden. Und Jehova schaffte ihnen Ruhe
ringsumher.
16 Und
auch Maaka, die Mutter des Königs Asa, setzte er ab, daß sie
nicht mehr Königin wäre, weil sie der Aschera ein Götzenbild
gemacht hatte; und Asa rottete ihr Götzenbild aus und zermalmte
und verbrannte es im Tale Kidron.
17 Die
Höhen aber wichen nicht aus Israel; doch das Herz Asas war
ungeteilt alle seine Tage.
18 Und
er brachte die geheiligten Dinge seines Vaters und seine
geheiligten Dinge in das Haus Gottes: Silber und Gold und
Geräte.
19 Und
es war kein Krieg bis zum fünfunddreißigsten Jahre der Regierung
Asas.
16,1
Im sechsunddreißigsten Jahre der Regierung Asas zog Baesa, der
König von Israel, wider Juda herauf; und er baute Rama, um Asa,
dem König von Juda, niemand aus-und eingehen zu lassen.
2 Da
brachte Asa Silber und Gold heraus aus den Schätzen des Hauses
Jehovas und des Hauses des Königs; und er sandte zu Ben-Hadad,
dem König von Syrien, der zu Damaskus wohnte, und ließ ihm
sagen:
3 Ein
Bund ist zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und
deinem Vater. Siehe, ich sende dir Silber und Gold; wohlan!
Brich deinen Bund mit Baesa, dem König von Israel, daß er von
mir abziehe.
4 Und
Ben-Hadad hörte auf den König Asa, und er sandte seine
Heerobersten wider die Städte Israels; und sie schlugen Ijon und
Dan und Abel-Majim und alle Vorratsplätze der Städte Naphtalis.
5 Und
es geschah, als Baesa es hörte, da ließ er von dem Bau Ramas ab
und stellte seine Arbeit ein.
6 Der
König Asa aber nahm ganz Juda, und sie schafften die Steine
Ramas und dessen Holz weg, womit Baesa gebaut hatte; und er
baute damit Geba und Mizpa.
7 Und
zu selbiger Zeit kam Hanani, der Seher, zu Asa, dem König von
Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den König von Syrien
gestützt hast, und hast dich nicht auf Jehova, deinen Gott,
gestützt, darum ist das Heer des Königs von Syrien deiner Hand
entronnen.
8
Waren nicht die Kuschiter und die Libyer eine zahlreiche
Heeresmacht, mit Wagen und Reitern in großer Menge? Aber weil du
dich auf Jehova stütztest, gab er sie in deine Hand.
9 Denn
Jehovas Augen durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu
erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist.
Hierin hast du töricht gehandelt; denn von nun an wirst du
Kriege haben.
10 Und
Asa wurde ärgerlich über den Seher und legte ihn in das
Stockhaus; denn er war dieserhalb gegen ihn erzürnt. Auch tat
Asa zu selbiger Zeit etlichen von dem Volke Gewalt an.
11 Und
siehe, die Geschichte Asas, die erste und die letzte, siehe, sie
ist geschrieben in dem Buche der Könige von Juda und Israel.
12 Und
im neununddreißigsten Jahre seiner Regierung erkrankte Asa an
seinen Füßen, so daß er überaus krank war; aber auch in seiner
Krankheit suchte er nicht Jehova, sondern die Ärzte.
13 Und
Asa legte sich zu seinen Vätern; und er starb im
einundvierzigsten Jahre seiner Regierung.
14 Und
man begrub ihn in seinem Begräbnis, das er sich in der Stadt
Davids gegraben hatte. Und man legte ihn auf ein Lager, das man
gefüllt hatte mit Gewürz und Spezereien, gemischt nach der Kunst
der Salbenmischung; und man veranstaltete für ihn einen sehr
großen Brand.
17,1
Und Josaphat, sein Sohn, ward König an seiner Statt. Und er
stärkte sich wider Israel;
2 und
er legte Kriegsvolk in alle festen Städte Judas und legte
Besatzungen in das Land Juda und in die Städte Ephraims, die
sein Vater Asa eingenommen hatte.
3 Und
Jehova war mit Josaphat; denn er wandelte auf den früheren Wegen
seines Vaters David und suchte nicht die Baalim,
4
sondern er suchte den Gott seines Vaters, und er wandelte in
seinen Geboten und nicht nach dem Tun Israels.
5 Und
Jehova befestigte das Königtum in seiner Hand; und ganz Juda gab
Josaphat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre in Fülle.
6 Und
sein Herz gewann Mut auf den Wegen Jehovas, und er tat noch die
Höhen und die Ascherim aus Juda hinweg.
7 Und
im dritten Jahre seiner Regierung sandte er seine Obersten
Ben-Hail und Obadja und Sekarja und Nethaneel und Mikaja, daß
sie in den Städten Judas lehren sollten;
8 und
mit ihnen die Leviten Schemaja und Nethanja und Sebadja und
Asael und Schemiramoth und Jonathan und Adonija und Tobija und
Tob-Adonija, die Leviten; und mit ihnen Elischama und Joram, die
Heilige (e-r).
9 Und
sie lehrten in Juda, indem sie das Buch des Gesetzes Jehovas bei
sich hatten, und zogen umher durch alle Städte Judas und lehrten
unter dem Volke.
10 Und
der Schrecken Jehovas kam auf alle Königreiche der Länder, die
rings um Juda waren, so daß sie nicht wider Josaphat stritten.
11 Und
die Philister brachten Josaphat Geschenke und Silber als Tribut;
auch die Araber brachten ihm Kleinvieh,
siebentausendsiebenhundert Widder, und
siebentausendsiebenhundert Böcke.
12 Und
Josaphat wurde immerfort größer, bis er überaus groß war. Und er
baute in Juda Burgen und Vorratsstädte;
13 und
er hatte große Vorräte in den Städten Judas, und Kriegsmänner,
tapfere Helden, in Jerusalem.
14 Und
dies war ihre Einteilung nach ihren Vaterhäusern: Von Juda waren
Oberste über Tausende: Adna, der Oberste, und mit ihm
dreihunderttausend tapfere Helden;
15 und
neben ihm Jochanan, der Oberste, und mit ihm
zweihundertachtzigtausend;
16 und
neben ihm Amasja, der Sohn Sikris, der sich Jehova freiwillig
gestellt hatte, und mit ihm zweihunderttausend tapfere Helden.
17 Und
von Benjamin: der tapfere Held Eljada und mit ihm
zweihunderttausend mit Bogen und Schild Bewaffnete;
18 und
neben ihm Josabad, und mit ihm hundertachtzigtausend zum Heere
Gerüstete.
19
Diese waren es, die dem König dienten, außer denen, welche der
König in die festen Städte von ganz Juda gelegt hatte.
18,1
So hatte Josaphat Reichtum und Ehre in Fülle. Und er
verschwägerte sich mit Ahab.
2 Und
nach Verlauf von einigen Jahren zog er zu Ahab nach Samaria
hinab; und Ahab schlachtete für ihn und für das Volk, das bei
ihm war, Kleinund Rindvieh in Menge; und er verleitete ihn,
wider Ramoth-Gilead hinaufzuziehen.
3 Und
Ahab, der König von Israel, sprach zu Josaphat, dem König von
Juda: Willst du mit mir nach Ramoth-Gilead ziehen? Und er sprach
zu ihm: Ich will sein wie du, und mein Volk wie dein Volk, und
will mit dir in den Streit ziehen.
4 Und
Josaphat sprach zu dem König von Israel: Befrage doch heute das
Wort Jehovas.
5 Da
versammelte der König von Israel die Propheten, vierhundert
Mann, und er sprach zu ihnen: Sollen wir wider Ramoth-Gilead in
den Streit ziehen, oder soll ich davon abstehen? Und sie
sprachen: Ziehe hinauf, und Gott wird es in die Hand des Königs
geben.
6 Aber
Josaphat sprach: Ist hier kein Prophet Jehovas mehr, daß wir
durch ihn fragen?
7 Und
der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann
da, um durch ihn Jehova zu befragen; aber ich hasse ihn, denn er
weissagt nichts Gutes über mich, sondern immer nur Böses; es ist
Micha, der Sohn Jimlas. Und Josaphat sprach: Der König spreche
nicht also!
8 Da
rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bringe
Micha, den Sohn Jimlas, eilends her.
9 Und
der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen ein
jeder auf seinem Throne, angetan mit königlichen Kleidern, und
sie saßen auf einem freien Platze am Eingang des Tores von
Samaria; und alle Propheten weissagten vor ihnen.
10 Und
Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und
sprach: So spricht Jehova: Mit diesen wirst du die Syrer stoßen,
bis du sie vernichtet hast.
11 Und
alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe hinauf nach
Ramoth-Gilead, und es wird dir gelingen; denn Jehova wird es in
die Hand des Königs geben.
12 Und
der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und
sprach: Siehe, die Worte der Propheten verkündigen einstimmig
dem König Gutes; so laß doch dein Wort sein wie das Wort eines
von ihnen, und rede Gutes.
13
Aber Micha sprach: So wahr Jehova lebt, was mein Gott mir sagen
wird, das werde ich reden!
14 Und
als er zu dem König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen
wir nach Ramoth-Gilead in den Streit ziehen, oder soll ich davon
abstehen? Und er sprach: Ziehet hinauf, und es wird euch
gelingen; denn sie werden in eure Hand gegeben werden.
15 Und
der König sprach zu ihm: Wieviele Male muß ich dich beschwören,
daß du nichts zu mir reden sollst, als nur Wahrheit im Namen
Jehovas?
16 Da
sprach er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie
Schafe, die keinen Hirten haben. Und Jehova sprach: Diese haben
keinen Herrn; sie sollen ein jeder nach seinem Hause
zurückkehren in Frieden.
17 Und
der König von Israel sprach zu Josaphat: Habe ich dir nicht
gesagt: er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses?
18 Und
er sprach: Darum höret das Wort Jehovas: Ich sah Jehova auf
seinem Throne sitzen, und alles Heer des Himmels zu seiner
Rechten und zu seiner Linken stehen.
19 Und
Jehova sprach: Wer will Ahab, den König von Israel, bereden, daß
er hinaufziehe und zu Ramoth-Gilead falle? Und der eine sprach
so, und der andere sprach so.
20 Da
trat ein Geist hervor und stellte sich vor Jehova und sprach:
Ich will ihn bereden. Und Jehova sprach zu ihm: Wodurch?
21 Und
er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein in dem
Munde aller seiner Propheten. Und er sprach: Du wirst ihn
bereden und wirst es auch ausrichten; gehe aus und tue also!
22 Und
nun, siehe, Jehova hat einen Lügengeist in den Mund dieser
deiner Propheten gelegt, und Jehova hat Böses über dich geredet.
23 Da
trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Micha auf den
Backen und sprach: Auf welchem Wege wäre der Geist Jehovas von
mir gewichen, um mit dir zu reden?
24 Und
Micha sprach: Siehe, du wirst es sehen an jenem Tage, wenn du
ins innerste Gemach gehen wirst, um dich zu verstecken.
25 Und
der König von Israel sprach: Nehmet Micha und führet ihn zurück
zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohne des
Königs, und saget:
26 So
spricht der König: Setzet diesen ins Gefängnis und speiset ihn
mit Brot der Trübsal und mit Wasser der Trübsal, bis ich in
Frieden wiederkomme.
27 Und
Micha sprach: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, so hat Jehova
nicht durch mich geredet! Und er sprach: Höret es, ihr Völker
alle!
28 Und
der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, zogen
hinauf nach Ramoth-Gilead.
29 Und
der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will mich
verkleiden und in den Streit ziehen, du aber lege deine Kleider
an. Und der König von Israel verkleidete sich, und sie zogen in
den Streit.
30 Der
König von Syrien hatte aber seinen Obersten der Wagen geboten
und gesagt: Ihr sollt weder wider einen Geringen streiten, noch
wider einen Großen, sondern wider den König von Israel allein.
31 Und
es geschah, als die Obersten der Wagen Josaphat sahen, denn sie
sprachen: Das ist der König von Israel! da umringten sie ihn, um
zu streiten; und Josaphat schrie; und Jehova half ihm, und Gott
lenkte sie von ihm ab.
32 Und
es geschah, als die Obersten der Wagen sahen, daß er nicht der
König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.
33 Und
ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den König
von Israel zwischen den Panzeranhang und den Panzer. Da sprach
er zu seinem Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Lager
hinaus, denn ich bin verwundet.
34 Und
der Streit nahm überhand an selbigem Tage, und der König von
Israel blieb aufrecht stehen in dem Wagen, den Syrern gegenüber,
bis zum Abend; und er starb zur Zeit des Sonnenuntergangs.
19,1
Und Josaphat, der König von Juda, kehrte in Frieden zurück nach
seinem Hause, nach Jerusalem.
2 Da
ging ihm Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, entgegen; und er
sprach zu dem König Josaphat: Hilfst du dem Gesetzlosen, und
liebst du, die Jehova hassen? Und um deswillen ist Zorn über dir
von seiten Jehovas.
3
Jedoch ist Gutes an dir gefunden worden, weil du die Ascheroth
aus dem Lande hinweggeschafft und dein Herz darauf gerichtet
hast, Gott zu suchen.
4 Und
Josaphat blieb zu Jerusalem. Und er zog wiederum aus unter das
Volk, von Beerseba bis zum Gebirge Ephraim, und führte sie
zurück zu Jehova, dem Gott ihrer Väter.
5 Und
er bestellte Richter im Lande, in allen festen Städten Judas,
Stadt für Stadt.
6 Und
er sprach zu den Richtern: Sehet zu, was ihr tut; denn nicht für
die Menschen richtet ihr, sondern für Jehova, und er ist mit
euch im Rechtsspruch.
7 So
sei denn der Schrecken Jehovas auf euch; habet acht, wie ihr
handelt! Denn bei Jehova, unserem Gott, ist kein Unrecht, noch
Ansehen der Person oder Annehmen von Geschenk.
8 Und
auch in Jerusalem bestellte Josaphat Leviten und Heilige (e-r)
und Häupter der Väter Israels für das Gericht Jehovas und für
den Rechtsstreit. Und sie waren nach Jerusalem zurückgekehrt.
9 Und
er gebot ihnen und sprach: Also sollt ihr tun in der Furcht
Jehovas, mit Treue und mit ungeteiltem Herzen.
10 Und
was irgend für ein Rechtsstreit vor euch kommt von seiten eurer
Brüder, die in ihren Städten wohnen, zwischen Blut und Blut,
zwischen Gesetz und Gebot, Satzungen und Rechten, so sollt ihr
sie verwarnen, daß sie sich nicht an Jehova verschulden, und daß
nicht ein Zorn über euch und über eure Brüder komme. Also sollt
ihr tun, damit ihr euch nicht verschuldet.
11 Und
siehe, Amarja, der HauptHeilige (e-r), ist über euch in allen
Sachen Jehovas, und Sebadja, der Sohn Ismaels, der Fürst des
Hauses Juda, in allen Sachen des Königs; und als Vorsteher sind
die Leviten vor euch. Seid stark und handelt, und Jehova wird
mit dem Guten sein.
20,1
Und es geschah hernach, da kamen die Kinder Moab und die Kinder
Ammon und mit ihnen von den Meunitern wider Josaphat zum Streit.
2 Und
man kam und berichtete Josaphat und sprach: Eine große Menge ist
wider dich gekommen von jenseit des Meeres, von Syrien; und
siehe, sie sind zu Hazezon-Tamar, das ist Engedi.
3 Da
fürchtete sich Josaphat, und er richtete sein Angesicht darauf,
Jehova zu suchen; und er rief ein Fasten aus über ganz Juda.
4 Und
Juda versammelte sich, um von Jehova Hilfe zu suchen; sogar aus
allen Städten Judas kamen sie, um Jehova zu suchen.
5 Und
Josaphat stand in der Versammlung Judas und Jerusalems im Hause
Jehovas, vor dem neuen Vorhof;
6 und
er sprach: Jehova, Gott unserer Väter, bist du es nicht, der da
Gott im Himmel ist, und bist du nicht der Herrscher über alle
Königreiche der Nationen? Und in deiner Hand ist Kraft und
Macht; und niemand vermag gegen dich zu bestehen.
7 Hast
du nicht, unser Gott, die Bewohner dieses Landes vor deinem
Volke Israel ausgetrieben und es dem Samen Abrahams, deines
Freundes, gegeben ewiglich?
8 Und
sie haben darin gewohnt und haben dir ein Heiligtum darin gebaut
für deinen Namen, und gesagt:
9 Wenn
Unglück über uns kommt, Schwert, Strafgericht, oder Pest, oder
Hungersnot, und wir treten vor dieses Haus und vor dich, denn
dein Name ist in diesem Hause und schrieen zu dir aus unserer
Bedrängnis, so wirst du hören und retten.
10 Und
nun, siehe, die Kinder Ammon und Moab und die vom Gebirge Seir,
unter welche zu kommen du Israel nicht gestattet hast, als sie
aus dem Lande Ägypten kamen, sondern sie sind ihnen ausgewichen
und haben sie nicht vertilgt:
11
siehe da, sie vergelten es uns, indem sie kommen, um uns aus
deinem Besitztum zu vertreiben, das du uns zum Besitz gegeben
hast.
12
Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine
Kraft vor dieser großen Menge, die wider uns kommt; und wir
wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere
Augen gerichtet.
13 Und
ganz Juda stand vor Jehova, samt ihren Kindlein, ihren Weibern
und ihren Söhnen.
14 Und
Jachasiel, der Sohn Sekarjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes
Jechiels, des Sohnes Mattanjas, der Levit, von den Söhnen
Asaphs, auf ihn kam der Geist Jehovas mitten in der Versammlung.
15 Und
er sprach: Merket auf, ganz Juda, und ihr Bewohner von
Jerusalem, und du, König Josaphat! So spricht Jehova zu euch:
Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor dieser großen
Menge; denn nicht euer ist der Streit, sondern Gottes!
16
Morgen ziehet wider sie hinab; siehe, sie kommen die Anhöhe Ziz
herauf, und ihr werdet sie am Ende des Tales finden vor der
Wüste Jeruel.
17 Ihr
werdet hierbei nicht zu streiten haben; tretet hin, stehet und
sehet die Rettung Jehovas an euch, Juda und Jerusalem! Fürchtet
euch nicht und erschrecket nicht; morgen ziehet ihnen entgegen,
und Jehova wird mit euch sein!
18 Da
neigte sich Josaphat, mit dem Antlitz zur Erde; und ganz Juda
und die Bewohner von Jerusalem fielen nieder vor Jehova, um
Jehova anzubeten.
19 Und
die Leviten, von den Söhnen der Kehathiter und von den Söhnen
der Korhiter, standen auf, um Jehova, den Gott Israels, zu loben
mit überaus lauter Stimme.
20 Und
sie machten sich des Morgens früh auf und zogen aus nach der
Wüste Tekoa. Und bei ihrem Auszuge trat Josaphat hin und sprach:
Höret mich, Juda, und ihr Bewohner von Jerusalem! Glaubet an
Jehova, euren Gott, und ihr werdet befestigt werden; glaubet
seinen Propheten, und es wird euch gelingen!
21 Und
er beriet sich mit dem Volke und bestellte Sänger für Jehova,
welche lobsangen in heiligem Schmuck, indem sie vor den
Gerüsteten her auszogen und sprachen: Preiset Jehova, denn seine
Güte währt ewiglich!
22 Und
zur Zeit, als sie begannen mit Jubel und Lobgesang, stellte
Jehova einen Hinterhalt wider die Kinder Ammon, Moab und die vom
Gebirge Seir, welche wider Juda gekommen waren; und sie wurden
geschlagen.
23 Und
die Kinder Ammon und Moab standen auf wider die Bewohner des
Gebirges Seir, um sie zu vernichten und zu vertilgen; und als
sie mit den Bewohnern von Seir fertig waren, half einer den
anderen verderben.
24 Und
Juda kam auf die Bergwarte gegen die Wüste hin; und sie sahen
sich um nach der Menge, und siehe, da waren es Leichname, die
auf der Erde lagen, und niemand war entronnen.
25 Da
kam Josaphat und sein Volk, um ihre Beute zu rauben; und sie
fanden unter ihnen sowohl Habe als Leichname und kostbare Geräte
in Menge, und sie plünderten für sich, bis es nicht mehr zu
tragen war. Und drei Tage lang raubten sie die Beute, denn sie
war groß.
26 Und
am vierten Tage versammelten sie sich im Tale Beraka, denn
daselbst priesen sie Jehova; daher gab man jenem Orte den Namen
Tal Beraka, bis auf diesen Tag.
27 Und
alle Männer von Juda und Jerusalem kehrten um, mit Josaphat an
ihrer Spitze, um nach Jerusalem zurückzukehren mit Freude; denn
Jehova hatte ihnen Freude an ihren Feinden gegeben.
28 Und
sie kamen nach Jerusalem, zum Hause Jehovas, mit Harfen und mit
Lauten und mit Trompeten.
29 Und
der Schrecken Gottes fiel auf alle Königreiche der Länder, als
sie hörten, daß Jehova mit den Feinden Israels gestritten hatte.
30 Und
das Königreich Josaphats hatte Ruhe; und sein Gott schaffte ihm
Ruhe ringsumher.
31 Und
so regierte Josaphat über Juda. Er war fünfunddreißig Jahre alt,
als er König wurde, und er regierte fünfundzwanzig Jahre zu
Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter
Schilchis.
32 Und
er wandelte auf dem Wege seines Vaters Asa und wich nicht davon,
indem er tat, was recht war in den Augen Jehovas.
33 Nur
die Höhen wichen nicht, und das Volk hatte sein Herz noch nicht
auf den Gott ihrer Väter gerichtet.
34 Und
das Übrige der Geschichte Josaphats, die erste und die letzte,
siehe, sie ist geschrieben in der Geschichte Jehus, des Sohnes
Hananis, welche in das Buch der Könige von Israel aufgenommen
ist.
35 Und
hernach verband sich Josaphat, der König von Juda, mit Ahasja,
dem König von Israel; dieser handelte gesetzlos.
36 Und
er verband sich mit ihm, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu
fahren; und sie bauten Schiffe zu Ezjon-Geber.
37 Und
Elieser, der Sohn Dodawas, von Marescha, weissagte wider
Josaphat und sprach: Weil du dich mit Ahasja verbunden hast, hat
Jehova dein Werk zerstört. Und die Schiffe wurden zertrümmert
und vermochten nicht nach Tarsis zu fahren.
21,1
Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern, und er wurde bei
seinen Vätern begraben in der Stadt Davids. Und Joram, sein
Sohn, ward König an seiner Statt.
2 Und
er hatte Brüder, Söhne Josaphats: Asarja und Jechiel und Sekarja
und Asarja und Michael und Schephatja; alle diese waren Söhne
Josaphats, des Königs von Israel.
3 Und
ihr Vater gab ihnen viele Geschenke an Silber und an Gold und an
Kostbarkeiten, nebst festen Städten in Juda; aber das Königreich
gab er Joram, denn er war der Erstgeborene.
4 Und
als Joram über das Königreich seines Vaters aufgestanden und
erstarkt war, da tötete er alle seine Brüder und auch einige
Oberste von Israel mit dem Schwerte.
5
Zweiunddreißig Jahre war Joram alt, als er König wurde, und er
regierte acht Jahre zu Jerusalem.
6 Und
er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel, wie das Haus
Ahabs getan hatte, denn er hatte eine Tochter Ahabs zum Weibe;
und er tat, was böse war in den Augen Jehovas.
7 Aber
Jehova wollte das Haus Davids nicht verderben, um des Bundes
willen, den er mit David gemacht, und so wie er gesagt hatte,
daß er ihm und seinen Söhnen eine Leuchte geben wolle alle Tage.
8 In
seinen Tagen fielen die Edomiter von der Botmäßigkeit Judas ab
und setzten einen König über sich.
9 Da
zog Joram hinüber mit seinen Obersten, und alle Wagen mit ihm.
Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er
die Edomiter, welche ihn und die Obersten der Wagen umringt
hatten.
10 So
fielen die Edomiter von der Botmäßigkeit Judas ab bis auf diesen
Tag. Damals, zu derselben Zeit, fiel auch Libna von seiner
Botmäßigkeit ab; denn er hatte Jehova, den Gott seiner Väter,
verlassen.
11
Auch er machte Höhen auf den Bergen Judas, und er verleitete die
Bewohner von Jerusalem, Hurerei zu treiben, und verführte Juda
dazu.
12 Da
gelangte eine Schrift von Elia, dem Propheten, an ihn, welche
lautete: So spricht Jehova, der Gott deines Vaters David: Darum,
daß du nicht auf den Wegen deines Vaters Josaphat und auf den
Wegen Asas, des Königs von Juda, gewandelt hast,
13
sondern auf dem Wege der Könige von Israel gewandelt und Juda
und die Bewohner von Jerusalem verleitet hast, Hurerei zu
treiben, nach den Hurereien des Hauses Ahabs, und auch deine
Brüder, das Haus deines Vaters, ermordet hast, die besser waren
als du:
14
siehe, so wird Jehova dein Volk und deine Söhne und deine Weiber
und alle deine Habe plagen mit einer großen Plage;
15 du
aber wirst schwer erkranken an einer Krankheit deiner
Eingeweide, bis deine Eingeweide infolge der Krankheit
heraustreten werden Tag für Tag.
16 Und
Jehova erweckte wider Joram den Geist der Philister und der
Araber, die zur Seite der Kuschiter wohnen.
17 Und
sie zogen wider Juda herauf und brachen ein und führten alle
Habe weg, die sich im Hause des Königs vorfand, und auch seine
Söhne und seine Weiber; und es blieb ihm kein Sohn übrig als nur
Joahas, der jüngste seiner Söhne.
18 Und
nach allem diesem plagte ihn Jehova mit einer unheilbaren
Krankheit in seinen Eingeweiden.
19 Und
es geschah von Tag zu Tag, und zur Zeit, als das Ende von zwei
Jahren eintrat, daß seine Eingeweide bei seiner Krankheit
heraustraten; und er starb unter heftigen Schmerzen. Und sein
Volk machte ihm keinen Brand gleich dem Brande seiner Väter.
20
Zweiunddreißig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte acht Jahre zu Jerusalem. Und er ging hin, ohne vermißt
zu werden; und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in
den Gräbern der Könige.
22,1
Und die Bewohner von Jerusalem machten Ahasja, seinen jüngsten
Sohn, zum König an seiner Statt; denn alle die älteren hatte die
Schar ermordet, welche mit den Arabern ins Lager gekommen war.
Und Ahasja, der Sohn Jorams, des Königs von Juda, ward König.
2
Zweiundzwanzig Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er
regierte ein Jahr zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Athalja, die Tochter Omris.
3 Auch
er wandelte auf den Wegen des Hauses Ahabs; denn seine Mutter
war seine Ratgeberin zum gesetzlosen Handeln.
4 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, wie das Haus Ahabs;
denn diese waren nach dem Tode seines Vaters seine Ratgeber, zu
seinem Verderben.
5 Auch
ging er auf ihren Rat und zog hin mit Joram, dem Sohne Ahabs,
dem König von Israel, in den Streit wider Hasael, den König von
Syrien, nach Ramoth-Gilead. Und die Syrer verwundeten Joram.
6 Da
kehrte er zurück, um sich in Jisreel von den Wunden heilen zu
lassen, die sie ihm zu Rama geschlagen hatten, als er wider
Hasael, den König von Syrien, stritt. Und Asarja, der Sohn
Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs,
in Jisreel zu besuchen, weil er krank war.
7 Aber
von Gott war es der Untergang Ahasjas, daß er zu Joram kam. Denn
als er angekommen war, zog er mit Joram aus wider Jehu, den Sohn
Nimsis, welchen Jehova gesalbt hatte, um das Haus Ahabs
auszurotten.
8 Und
es geschah, als Jehu an dem Hause Ahabs Gericht übte, da traf er
die Obersten von Juda und die Söhne der Brüder Ahasjas, welche
Ahasja dienten; und er ermordete sie.
9 Und
er suchte Ahasja, und sie griffen ihn, als er sich in Samaria
versteckt hielt; und sie brachten ihn zu Jehu und töteten ihn.
Und sie begruben ihn, denn sie sprachen: Er ist ein Sohn
Josaphats, der Jehova gesucht hat mit seinem ganzen Herzen. Und
das Haus Ahasjas hatte niemand mehr, der zum Königtum tüchtig
gewesen wäre.
10 Und
als Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, daß ihr Sohn tot war, da
machte sie sich auf und brachte allen königlichen Samen vom
Hause Juda um.
11
Aber Josabath, die Tochter des Königs, nahm Joas, den Sohn
Ahasjas, und stahl ihn weg aus der Mitte der Königssöhne, die
getötet wurden, und sie tat ihn und seine Amme in das
Schlafgemach. Und so verbarg ihn Josabath, die Tochter des
Königs Joram, das Weib Jojadas, des Heilige (e-r)s (denn sie war
die Schwester Ahasjas) vor Athalja, so daß sie ihn nicht tötete.
12 Und
er war sechs Jahre bei ihnen im Hause Gottes versteckt. Athalja
aber regierte über das Land.
23,1
Und im siebten Jahre stärkte sich Jojada und verband die
Obersten über hundert, Asarja, den Sohn Jerochams, und Ismael,
den Sohn Jochanans, und Asarja, den Sohn Obeds, und Maaseja, den
Sohn Adajas, und Elisaphat, den Sohn Sikris, mit sich in einem
Bunde.
2 Und
sie zogen in Juda umher und versammelten die Leviten aus allen
Städten Judas, und die Häupter der Väter von Israel; und sie
kamen nach Jerusalem.
3 Und
die ganze Versammlung machte im Hause Gottes einen Bund mit dem
König. Und Jojada sprach zu ihnen: Siehe, der Sohn des Königs
soll König sein, so wie Jehova von den Söhnen Davids geredet
hat.
4 Dies
ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die ihr am
Sabbath antretet, von den Heilige (e-r)n und von den Leviten,
soll Türhüter der Schwellen sein;
5 und
ein Drittel soll im Hause des Königs sein; und ein Drittel am
Tore Jesod; und alles Volk in den Höfen des Hauses Jehovas.
6 Und
es soll niemand in das Haus Jehovas hineingehen, als nur die
Heilige (e-r) und die diensttuenden Leviten; sie sollen
hineingehen, denn sie sind heilig. Und alles Volk soll die
Vorschriften Jehovas beobachten.
7 Und
die Leviten sollen den König rings umgeben, ein jeder mit seinen
Waffen in seiner Hand; und wer in das Haus hineingeht, soll
getötet werden; und ihr sollt bei dem König sein, wenn er
eingeht und wenn er ausgeht.
8 Und
die Leviten und ganz Juda taten nach allem, was der Heilige
(e-r) Jojada geboten hatte; und sie nahmen ein jeder seine
Männer, die am Sabbath antretenden samt den am Sabbath
abtretenden; denn der Heilige (e-r) Jojada hatte die Abteilungen
nicht entlassen.
9 Und
der Heilige (e-r) Jojada gab den Obersten über hundert die
Speere und die Tartschen und die Schilde, welche dem König David
gehört hatten, die im Hause Gottes waren.
10 Und
er stellte alles Volk auf, und zwar einen jeden mit seiner Waffe
in seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken
Seite des Hauses, gegen den Altar und gegen das Haus hin, rings
um den König.
11 Und
sie führten den Sohn des Königs heraus und setzten ihm die Krone
auf und gaben ihm das Zeugnis, und sie machten ihn zum König;
und Jojada und seine Söhne salbten ihn und riefen: Es lebe der
König!
12 Und
als Athalja das Geschrei des Volkes hörte, das herzulief und den
König pries, kam sie zu dem Volke in das Haus Jehovas.
13 Und
sie sah: und siehe, der König stand auf seinem Standorte am
Eingang, und die Obersten und die Trompeter bei dem König; und
alles Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten;
und die Sänger waren da mit Musikinstrumenten und leiteten den
Lobgesang. Da zerriß Athalja ihre Kleider und rief:
Verschwörung, Verschwörung!
14 Und
der Heilige (e-r) Jojada ließ die Obersten über hundert, die
über das Heer bestellt waren, heraustreten, und sprach zu ihnen:
Führet sie hinaus außerhalb der Reihen, und wer ihr folgt, soll
mit dem Schwerte getötet werden! Denn der Heilige (e-r) sprach:
Ihr sollt sie nicht in dem Hause Jehovas töten.
15 Und
sie machten ihr Platz, und sie ging durch den Eingang des
Roßtores in das Haus des Königs; und sie töteten sie daselbst.
16 Und
Jojada machte einen Bund zwischen sich und dem ganzen Volke und
dem König, daß sie das Volk Jehovas sein sollten.
17 Da
ging alles Volk in das Haus des Baal und riß es nieder, und sie
zerschlugen seine Altäre und seine Bilder; und Mattan, den
Heilige (e-r) des Baal, töteten sie vor den Altären.
18 Und
Jojada legte die Ämter des Hauses Jehovas in die Hand der
Heilige (e-r), der Leviten, welche David über das Haus Jehovas
abgeteilt hatte, um die Brandopfer Jehovas zu opfern, wie in dem
Gesetz Moses geschrieben steht, mit Freuden und mit Gesang, nach
der Anweisung Davids.
19 Und
er stellte die Torhüter an die Tore des Hauses Jehovas, daß
keiner hineinginge, der irgendwie unrein wäre.
20 Und
er nahm die Obersten über hundert und die Vornehmen und die
Gebieter im Volke, und alles Volk des Landes, und führte den
König aus dem Hause Jehovas hinab, und sie kamen durch das obere
Tor in das Haus des Königs; und sie setzten den König auf den
Thron des Königreichs.
21 Und
alles Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe.
Athalja aber hatten sie mit dem Schwerte getötet.
24,1
Sieben Jahre war Joas alt, als er König wurde, und er regierte
vierzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war
Zibja, von Beerseba.
2 Und
Joas tat, was recht war in den Augen Jehovas, alle die Tage des
Heilige (e-r)s Jojada.
3 Und
Jojada nahm ihm zwei Weiber; und er zeugte Söhne und Töchter.
4 Und
es geschah hernach, daß Joas im Herzen hatte, das Haus Jehovas
zu erneuern.
5 Und
er versammelte die Heilige (e-r) und die Leviten und sprach zu
ihnen: Ziehet aus in die Städte Judas, und sammelt Geld ein von
ganz Israel, um das Haus eures Gottes auszubessern von Jahr zu
Jahr; und ihr sollt mit der Sache eilen. Aber die Leviten eilten
nicht.
6 Da
rief der König Jojada, das Haupt, und sprach zu ihm: Warum hast
du die Leviten nicht aufgefordert, aus Juda und Jerusalem die
Steuer einzubringen, welche Mose, der Knecht Jehovas, der
Versammlung Israels für das Zelt des Zeugnisses auferlegt hat?
7 Denn
die gottlose Athalja und ihre Söhne haben das Haus Gottes
zerstört und haben auch alle geheiligten Dinge des Hauses
Jehovas für die Baalim verwendet.
8 Und
der König befahl, und man machte eine Lade und stellte sie an
das Tor des Hauses Jehovas, auswärts.
9 Und
man rief in Juda und in Jerusalem aus, daß man Jehova die Steuer
Moses, des Knechtes Gottes, bringen sollte, welche er Israel in
der Wüste auferlegt hatte.
10 Da
freuten sich alle Obersten und das ganze Volk; und sie brachten
und warfen in die Lade, bis man fertig war.
11 Und
es geschah zur Zeit, wenn man die Lade durch die Leviten zum
Amte des Königs brachte, und wenn man sah, daß viel Geld darin
war, so kamen der Schreiber des Königs und der Beamte des
HauptHeilige (e-r)s und leerten die Lade aus; und sie trugen sie
und brachten sie wieder an ihren Ort. So taten sie Tag für Tag
und sammelten Geld in Menge.
12 Und
der König und Jojada gaben es denen, welche das Werk der Arbeit
am Hause Jehovas betrieben; und diese dingten Steinhauer und
Zimmerleute, um das Haus Jehovas zu erneuern, und auch Arbeiter
in Eisen und Erz, um das Haus Jehovas auszubessern.
13 Und
die das Werk taten, arbeiteten, und die Herstellung des Werkes
nahm zu durch ihre Hand; und sie setzten das Haus Gottes wieder
in seinen früheren Stand und machten es fest.
14 Und
als sie fertig waren, brachten sie das übrige Geld vor den König
und vor Jojada; und er machte davon Geräte für das Haus Jehovas,
Geräte für den Dienst und für die Brandopfer, und Schalen, und
goldene und silberne Geräte. Und man opferte Brandopfer im Hause
Jehovas beständig, alle die Tage Jojadas.
15 Und
Jojada wurde alt und der Tage satt, und er starb; er war
hundertdreißig Jahre alt, als er starb.
16 Und
man begrub ihn in der Stadt Davids bei den Königen, weil er
Gutes getan hatte an Israel und gegen Gott und sein Haus.
17 Und
nach dem Tode Jojadas kamen die Obersten von Juda und beugten
sich vor dem König nieder; und der König hörte auf sie.
18 Und
sie verließen das Haus Jehovas, des Gottes ihrer Väter, und
dienten den Ascherim und den Götzenbildern. Da kam ein Zorn über
Juda und Jerusalem um dieser ihrer Verschuldung willen.
19 Und
er sandte Propheten unter sie, um sie zu Jehova zurückzuführen,
und diese zeugten wider sie; aber sie nahmen es nicht zu Ohren.
20 Und
der Geist Gottes kam über Sekarja, den Sohn Jojadas, des Heilige
(e-r)s; und er stand auf über dem Volke und sprach zu ihnen: So
spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote Jehovas? Es wird
euch ja nicht gelingen. Weil ihr Jehova verlassen habt, so hat
er euch verlassen.
21 Und
sie machten eine Verschwörung wider ihn und steinigten ihn auf
Befehl des Königs im Hofe des Hauses Jehovas.
22 Und
der König Joas gedachte nicht der Güte, die sein Vater Jojada an
ihm erwiesen hatte, und ermordete dessen Sohn. Und als er starb,
sprach er: Jehova möge es sehen und fordern!
23 Und
es geschah beim Umlauf des Jahres, daß ein Heer der Syrer wider
ihn heraufzog. Und sie kamen nach Juda und Jerusalem und
schlachteten aus dem Volke alle Obersten des Volkes; und alle
ihre Beute sandten sie zu dem König von Damaskus.
24
Wiewohl das Heer der Syrer mit wenigen Männern gekommen war, gab
doch Jehova ein sehr zahlreiches Heer in ihre Hand, weil sie
Jehova, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. Und sie übten
Gericht an Joas.
25 Und
als sie von ihm weggezogen waren, sie verließen ihn aber in
großen Schmerzen, machten seine Knechte eine Verschwörung wider
ihn, um des Blutes der Söhne des Heilige (e-r)s Jojada willen;
und sie ermordeten ihn auf seinem Bette, und er starb. Und man
begrub ihn in der Stadt Davids, aber man begrub ihn nicht in den
Gräbern der Könige.
26 Und
diese sind es, die eine Verschwörung wider ihn machten: Sabad,
der Sohn Schimeaths, der Ammonitin, und Josabad, der Sohn
Schimriths, der Moabitin.
27
Seine Söhne aber, und die Größe des Tributs, der ihm auferlegt
wurde, und der Bau des Hauses Gottes, siehe, das ist geschrieben
in der Beschreibung des Buches der Könige. Und Amazja, sein
Sohn, ward König an seiner Statt.
25,1
Fünfundzwanzig Jahre alt, wurde Amazja König, und er regierte
neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Joaddan, von Jerusalem.
2 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, jedoch nicht mit
ungeteiltem Herzen.
3 Und
es geschah, als das Königtum bei ihm erstarkt war, da tötete er
seine Knechte, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten.
4 Aber
ihre Söhne tötete er nicht, sondern er tat, wie im Gesetz, im
Buche Moses, geschrieben steht, wo Jehova geboten und gesagt
hat: Nicht sollen Väter sterben um der Kinder willen, und Kinder
sollen nicht sterben um der Väter willen, sondern sie sollen ein
jeder für seine Sünde sterben.
5 Und
Amazja versammelte Juda, und er stellte sie auf nach
Vaterhäusern, nach Obersten über tausend und nach Obersten über
hundert, von ganz Juda und Benjamin; und er musterte sie von
zwanzig Jahren an und darüber, und fand ihrer dreihunderttausend
Auserlesene, die zum Heere auszogen, die Lanze und Schild
führten.
6 Und
er dingte aus Israel hunderttausend tapfere Helden um hundert
Talente Silber.
7 Da
kam ein Mann Gottes zu ihm und sprach: O König! Laß das Heer von
Israel nicht mit dir ziehen; denn Jehova ist nicht mit Israel,
mit allen Kindern Ephraim.
8 Denn
wenn du ziehst, tue es, sei stark zum Streit! so wird Gott dich
zu Fall bringen vor dem Feinde; denn bei Gott ist Macht, zu
helfen und zu Fall zu bringen.
9 Und
Amazja sprach zu dem Manne Gottes: Und was ist betreffs der
hundert Talente zu tun, die ich der Schar von Israel gegeben
habe? Und der Mann Gottes sprach: Jehova hat, um dir mehr als
das zu geben.
10 Da
sonderte Amazja sie ab, nämlich die Schar, welche von Ephraim zu
ihm gekommen war, daß sie an ihren Ort gingen. Und ihr Zorn
entbrannte sehr wider Juda, und sie kehrten an ihren Ort zurück
in glühendem Zorn.
11
Amazja aber faßte Mut und führte sein Volk aus; und er zog ins
Salztal und schlug die Kinder Seir, zehntausend Mann.
12 Und
die Kinder Juda führten zehntausend lebendig gefangen hinweg und
brachten sie auf die Spitze eines Felsens, und sie stürzten sie
hinab von der Spitze des Felsens, daß sie allesamt zerbarsten.
13
Aber die Männer der Schar, welche Amazja hatte zurückkehren
lassen, daß sie nicht mit ihm in den Streit zögen, die fielen
ein in die Städte Judas, von Samaria bis Beth-Horon, und
erschlugen von ihnen dreitausend Mann und machten eine große
Beute.
14 Und
es geschah, nachdem Amazja von der Edomiterschlacht
zurückgekommen war, da brachte er die Götter der Kinder Seir und
stellte sie sich zu Göttern auf; und er beugte sich vor ihnen
nieder und räucherte ihnen.
15 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider Amazja; und er sandte einen
Propheten zu ihm, und er sprach zu ihm: Warum hast du die Götter
des Volkes gesucht, die ihr Volk nicht aus deiner Hand errettet
haben?
16 Und
es geschah, während er zu ihm redete, da sprach Amazja zu ihm:
Haben wir dich zum Ratgeber des Königs gesetzt? Laß ab! Warum
soll man dich erschlagen? Und der Prophet ließ ab und sprach:
Ich weiß, daß Gott beschlossen hat, dich zu verderben, weil du
solches getan und auf meinen Rat nicht gehört hast!
17 Und
Amazja, der König von Juda, beriet sich und sandte zu Joas, dem
Sohne Joahas’, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ
ihm sagen: Komm, laß uns einander ins Angesicht sehen!
18 Da
sandte Joas, der König von Israel, zu Amazja, dem König von
Juda, und ließ ihm sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte
zu der Zeder auf dem Libanon und ließ ihr sagen: Gib meinem
Sohne deine Tochter zum Weibe! Da lief das Getier des Feldes,
das auf dem Libanon ist, vorüber und zertrat den Dornstrauch.
19 Du
sagst: Siehe, du hast Edom geschlagen! und dein Herz erhebt
sich, dir Ruhm zu erwerben. Bleibe nun in deinem Hause; warum
willst du dich mit dem Unglück einlassen, daß du fallest, du und
Juda mit dir?
20
Aber Amazja hörte nicht; denn es war von Gott, damit er sie
preisgäbe, weil sie die Götter von Edom gesucht hatten.
21 Da
zog Joas, der König von Israel, herauf; und sie sahen einander
ins Angesicht, er und Amazja, der König von Juda, zu Beth-Semes,
das zu Juda gehört.
22 Und
Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, ein jeder nach
seinem Zelte.
23 Und
Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den
Sohn Joas’, des Sohnes Joahas’, zu Beth-Semes gefangen und
brachte ihn nach Jerusalem. Und er machte einen Bruch in der
Mauer Jerusalems, vom Tore Ephraim bis an das Ecktor,
vierhundert Ellen.
24 Und
er nahm alles Gold und Silber, und alle Geräte, welche sich im
Hause Gottes bei Obed-Edom vorfanden, und die Schätze des Hauses
des Königs, und Geiseln, und kehrte nach Samaria zurück.
25 Und
Amazja, der Sohn Joas’, der König von Juda, lebte nach dem Tode
Joas’, des Sohnes Joahas’, des Königs von Israel, fünfzehn
Jahre.
26 Und
das Übrige der Geschichte Amazjas, die erste und die letzte,
siehe, ist das nicht geschrieben in dem Buche der Könige von
Juda und Israel?
27 Und
von der Zeit an, da Amazja von der Nachfolge Jehovas abgewichen
war, machten sie zu Jerusalem eine Verschwörung wider ihn; und
er floh nach Lachis; und sie sandten ihm nach bis Lachis und
töteten ihn daselbst.
28 Und
sie luden ihn auf Rosse und begruben ihn bei seinen Vätern in
der Stadt Judas.
26,1
Und das ganze Volk von Juda nahm Ussija, der sechzehn Jahre alt
war, und sie machten ihn zum König an seines Vaters Amazja
Statt.
2 Er
baute Eloth und brachte es an Juda zurück, nachdem der König
sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
3
Sechzehn Jahre war Ussija alt, als er König wurde, und er
regierte zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner
Mutter war Jekolja, von Jerusalem.
4 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater Amazja getan hatte.
5 Und
er suchte Gott in den Tagen Sekarjas, der kundig war in den
Gesichten Gottes; und in den Tagen, da er Jehova suchte, gab
Gott ihm Gelingen.
6 Und
er zog aus und stritt wider sie Philister, und riß nieder die
Mauer von Gath und die Mauer von Jabne und die Mauer von Asdod;
und er baute Städte um Asdod her und unter den Philistern.
7 Und
Gott half ihm wider die Philister und wider die Araber, die zu
Gur-Baal wohnten, und wider die Meuniter.
8 Und
die Ammoniter gaben Ussija Geschenke, und sein Name drang bis
nach Ägypten hin; denn er war überaus stark geworden.
9 Und
Ussija baute Türme in Jerusalem auf dem Ecktor und auf dem
Taltor und auf dem Winkel, und befestigte sie.
10 Und
er baute Türme in der Wüste und grub viele Zisternen; denn er
hatte viel Vieh, sowohl in der Niederung als auch in der Ebene,
und Ackerleute und Weingärtner im Gebirge und im Fruchtgefilde;
denn er liebte den Ackerbau.
11 Und
Ussija hatte ein kriegführendes Heer, das in Scharen in den
Kampf zog, nach der Zahl ihrer Musterung durch Jeghiel, den
Schreiber, und Maaseja, den Vorsteher, unter der Leitung
Hananjas, eines der Obersten des Königs.
12 Die
ganze Zahl der Häupter der Väter der tapferen Helden war
zweitausend sechshundert.
13 Und
unter ihrer Leitung stand eine Heeresmacht von
dreihundertsiebentausend fünfhundert Mann, welche den Krieg
führte mit gewaltiger Kraft, um dem König wider den Feind
beizustehen.
14 Und
Ussija bereitete ihnen, dem ganzen Heere, Schilde und Lanzen und
Helme und Panzer und Bogen und Schleudersteine.
15 Und
er machte zu Jerusalem Maschinen, ein Kunstwerk des Künstlers,
daß sie auf den Türmen und auf den Zinnen sein sollten, um mit
Pfeilen und mit großen Steinen zu schießen. Und sein Name ging
aus bis in die Ferne; denn wunderbar ward ihm geholfen, bis er
stark wurde.
16 Und
als er stark geworden war, erhob sich sein Herz, bis er verderbt
handelte; und er handelte treulos gegen Jehova, seinen Gott, und
trat in den Tempel Jehovas, um auf dem Räucheraltar zu räuchern.
17 Da
kam Asarja, der Heilige (e-r), hinter ihm her, und mit ihm
achtzig Heilige (e-r) Jehovas, wackere Männer;
18 und
sie widerstanden dem König Ussija und sprachen zu ihm: Nicht
dir, Ussija, geziemt es, Jehova zu räuchern, sondern den Heilige
(e-r)n, den Söhnen Aarons, die geheiligt sind zum Räuchern. Geh
aus dem Heiligtum hinaus; denn du hast treulos gehandelt, und es
wird dir nicht zur Ehre gereichen von Jehova Gott.
19
Aber Ussija wurde zornig; und er hatte in seiner Hand ein
Räucherfaß zum Räuchern; und als er über die Heilige (e-r)
erzürnte, da brach der Aussatz aus an seiner Stirn, angesichts
der Heilige (e-r) im Hause Jehovas neben dem Räucheraltar.
20 Und
Asarja, der HauptHeilige (e-r), und alle die Heilige (e-r)
wandten sich zu ihm, und siehe, er war aussätzig an seiner
Stirn, und die trieben ihn eilends von dannen fort; und auch er
selbst beeilte sich hinauszukommen, weil Jehova ihn geschlagen
hatte.
21 Und
der König Ussija war aussätzig bis zum Tage seines Todes, und er
wohnte in einem Krankenhause als Aussätziger; denn er war von
dem Hause Jehovas ausgeschlossen. Und Jotham, sein Sohn, war
über das Haus des Königs und richtete das Volk des Landes.
22 Und
das Übrige der Geschichte Ussijas, die erste und die letzte, hat
Jesaja geschrieben, der Sohn Amoz’, der Prophet.
23 Und
Ussija legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei
seinen Vätern auf dem Begräbnisacker der Könige; denn man
sprach: Er ist aussätzig. Und Jotham, sein Sohn, ward König an
seiner Statt.
27,1
Fünfundzwanzig Jahre war Jotham alt, als er König wurde, und er
regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter
war Jeruscha, die Tochter Zadoks.
2 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater Ussija getan hatte; nur ging er nicht in den Tempel
Jehovas. Aber das Volk handelte noch verderbt.
3 Er
baute das obere Tor des Hauses Jehovas; auch an der Mauer des
Ophel baute er viel.
4 Und
er baute Städte im Gebirge Juda; und in den Wäldern baute er
Burgen und Türme.
5 Und
er stritt mit dem König der Kinder Ammon und überwand sie; und
die Kinder Ammon gaben ihm in selbigem Jahre hundert Talente
Silber und zehntausend Kor Weizen und zehntausend Kor Gerste.
Das entrichteten ihm die Kinder Ammon auch im zweiten und im
dritten Jahre.
6 Und
Jotham erstarkte; denn er richtete seine Wege vor dem Angesicht
Jehovas, seines Gottes.
7 Und
das Übrige der Geschichte Jothams, und alle seine Kriege und
seine Wege, siehe, sie sind geschrieben in dem Buche der Könige
von Israel und Juda.
8
Fünfundzwanzig Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem.
9 Und
Jotham legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der
Stadt Davids. Und Ahas, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
28,1
Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte
sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in
den Augen Jehovas, wie sein Vater David;
2
sondern er wandelte auf den Wegen der Könige von Israel, und
auch machte er den Baalim gegossene Bilder;
3 und
er räucherte im Tale des Sohnes Hinnoms, und er verbrannte seine
Söhne im Feuer, nach den Greueln der Nationen, die Jehova vor
den Kindern Israel ausgetrieben hatte;
4 und
er opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und
unter jedem grünen Baume.
5 Da
gab ihn Jehova, sein Gott, in die Hand des Königs von Syrien;
und sie schlugen ihn und führten eine große Menge Gefangene von
ihm weg und brachten sie nach Damaskus. Und auch in die Hand des
Königs von Israel wurde er gegeben, welcher ihm eine große
Niederlage beibrachte.
6 Und
Pekach, der Sohn Remaljas, erschlug in Juda an einem Tage
hundertzwanzigtausend Mann, alles tapfere Leute, weil sie
Jehova, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten.
7 Und
Sikri, ein Held von Ephraim, erschlug Maaseja, den Sohn des
Königs, und Asrikam, den Oberaufseher des Hauses, und Elkana,
den Zweiten nach dem König.
8 Und
die Kinder Israel führten von ihren Brüdern zweihunderttausend
Weiber, Söhne und Töchter gefangen hinweg; und auch raubten sie
große Beute von ihnen und brachten sie Beute nach Samaria.
9 Und
daselbst war ein Prophet Jehovas, namens Obed; und er ging
hinaus, dem Heere entgegen, das nach Samaria kam, und sprach zu
ihnen: Siehe, weil Jehova, der Gott eurer Väter, gegen Juda
zürnte, hat er sie in eure Hand gegeben; und ihr habt sie mit
einer Wut gemordet, die bis an den Himmel reicht.
10 Und
nun gedenket ihr, die Kinder Judas und Jerusalems euch zu
Knechten und Mägden zu unterwerfen. Sind aber nicht bei euch
selbst Verschuldungen gegen Jehova, euren Gott?
11 Und
nun höret auf mich und sendet die Gefangenen zurück, die ihr von
euren Brüdern weggeführt habt; denn die Zornglut Jehovas ist
über euch.
12 Da
traten Männer von den Häuptern der Kinder Ephraim: Asarja, der
Sohn Jochanans, Berekja, der Sohn Meschillemoths, und Jehiskia,
der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, vor die vom
Heereszuge Kommenden
13 und
sprachen zu ihnen: Ihr sollt nicht die Gefangenen hierher
bringen; denn um eine Schuld gegen Jehova über uns zu bringen,
gedenket ihr solches, um unsere Sünden und unsere Verschuldungen
zu mehren; denn wir haben schon eine große Schuld, und eine
Zornglut ist über Israel!
14 Da
ließen die Gerüsteten die Gefangenen und die Beute vor den
Obersten und der ganzen Versammlung.
15 Und
die Männer, die mit Namen angegeben waren, standen auf und
nahmen die Gefangenen; und alle, die nackt waren unter ihnen,
bekleideten sie von der Beute; sie bekleideten und beschuhten
sie und speisten und tränkten sie und salbten sie; und alle, die
ermattet waren, führten sie auf Eseln und brachten sie nach
Jericho, der Palmenstadt, in die Nähe ihrer Brüder. Und sie
kehrten nach Samaria zurück.
16 In
selbiger Zeit sandte der König Ahas zu den Königen von Assyrien,
daß sie ihm helfen möchten.
17 Und
die Edomiter kamen abermals, und sie schlugen Juda und führten
Gefangene hinweg.
18 Und
die Philister fielen ein in die Städte der Niederung und des
Südens von Juda, und nahmen Beth-Semes ein und Ajalon und
Gederoth und Soko und seine Tochterstädte, und Timna und seine
Tochterstädte, und Gimso und seine Tochterstädte; und sie
wohnten daselbst.
19
Denn Jehova demütigte Juda, um Ahas’, des Königs von Israel,
willen, weil er in Juda zügellos gehandelt und sich ganz treulos
gegen Jehova erzeigt hatte.
20 Und
Tilgath-Pilneser, der König von Assyrien, kam wider ihn und
bedrängte ihn, und stärkte ihn nicht.
21
Denn Ahas beraubte das Haus Jehovas und das Haus des Königs und
der Obersten, und gab das Geraubte dem König von Assyrien; aber
er war ihm nicht zur Hilfe.
22 Und
in der Zeit seiner Bedrängnis, da handelte er noch treuloser
gegen Jehova, er, der König Ahas.
23 Und
er opferte den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten,
und sprach: Da die Götter der Könige von Syrien ihnen helfen, so
will ich ihnen opfern, und sie werden mir helfen; sie aber
dienten ihm und ganz Israel zum Fall.
24 Und
Ahas brachte die Geräte des Hauses Gottes zusammen und zerschlug
die Geräte des Hauses Gottes; und er schloß die Türen des Hauses
Jehovas, und machte sich Altäre an allen Ecken in Jerusalem.
25 Und
in jeder einzelnen Stadt von Juda machte er Höhen, um anderen
Göttern zu räuchern. Und er reizte Jehova, den Gott seiner
Väter.
26 Und
das Übrige seiner Geschichte und alle seine Wege, die ersten und
die letzten, siehe, sie sind geschrieben in dem Buche der Könige
von Juda und Israel.
27 Und
Ahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der
Stadt, in Jerusalem; denn man brachte ihn nicht in die Gräber
der Könige von Israel. Und Jehiskia, sein Sohn, ward König an
seiner Statt.
29,1
Jehiskia wurde König, als er fünfundzwanzig Jahre alt war, und
er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem; und der Name
seiner Mutter war Abija, die Tochter Sekarjas.
2 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas, nach allem, was sein
Vater David getan hatte.
3 Im
ersten Jahre seiner Regierung, im ersten Monat, öffnete er die
Türen des Hauses Jehovas und besserte sie aus.
4 Und
er ließ die Heilige (e-r) und die Leviten kommen und versammelte
sie auf dem Platze gegen Osten,
5 und
er sprach zu ihnen: Höret mich, ihr Leviten! Heiliget euch nun,
und heiliget das Haus Jehovas, des Gottes eurer Väter, und
bringet die Unreinigkeit aus dem Heiligtum hinaus.
6 Denn
unsere Väter haben treulos gehandelt und getan, was böse ist in
den Augen Jehovas, unseres Gottes, und haben ihn verlassen; und
sie haben ihr Angesicht von der Wohnung Jehovas abgewandt und
ihr den Rücken zugekehrt;
7 auch
haben sie die Türen der Halle verschlossen, und die Lampen
ausgelöscht, und dem Gott Israels kein Räucherwerk geräuchert
und kein Brandopfer im Heiligtum dargebracht.
8 Und
der Zorn Jehovas ist über Juda und Jerusalem gekommen, und er
hat sie der Mißhandlung, der Verwüstung und dem Gezisch
hingegeben, wie ihr mit euren Augen sehet.
9 Und
siehe, deswegen sind unsere Väter durch das Schwert gefallen,
und unsere Söhne und unsere Töchter und unsere Weiber sind in
Gefangenschaft.
10 Nun
ist es in meinem Herzen, einen Bund zu machen mit Jehova, dem
Gott Israels, daß die Glut seines Zornes sich von uns abwende.
11
Meine Söhne, seid nun nicht lässig; denn euch hat Jehova
erwählt, um vor ihm zu stehen, daß ihr ihm dienet, und um seine
Diener und Räucherer zu sein.
12 Da
machten sich die Leviten auf: Machath, der Sohn Amasais, und
Joel, der Sohn Asarjas, von den Söhnen der Kehathiter; und von
den Söhnen Meraris: Kis, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn
Jehallelels; und von den Gersonitern: Joach, der Sohn Simmas,
und Eden, der Sohn Joachs;
13 und
von den Söhnen Elizaphans: Schimri und Jeghiel; und von den
Söhnen Asaphs: Sekarja und Mattanja;
14 und
von den Söhnen Hemans: Jechiel und Simei; und von den Söhnen
Jeduthuns: Schemaja und Ussiel.
15 Und
sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich; und sie kamen
nach dem Gebot des Königs, den Worten Jehovas gemäß, um das Haus
Jehovas zu reinigen.
16 Und
die Heilige (e-r) gingen in das Innere des Hauses Jehovas, um es
zu reinigen; und sie brachten alle Unreinigkeit, die sie in dem
Tempel Jehovas fanden, in den Hof des Hauses Jehovas hinaus; und
die Leviten nahmen sie auf, um sie an den Bach Kidron
hinauszubringen.
17 Und
sie fingen am Ersten des ersten Monats an zu heiligen; und am
achten Tage des Monats kamen sie in die Halle Jehovas und
heiligten das Haus Jehovas acht Tage lang; und am sechzehnten
Tage des ersten Monats waren sie fertig.
18 Und
sie gingen zu dem König Hiskia hinein und sprachen: Wir haben
das ganze Haus Jehovas gereinigt, und den Brandopferaltar und
alle seine Geräte und den Tisch der Schichtbrote und alle seine
Geräte.
19 Und
alle Geräte, die der König Ahas während seiner Regierung in
seiner Treulosigkeit entweiht hat, haben wir hergerichtet und
geheiligt; und siehe, sie sind vor dem Altar Jehovas.
20 Und
der König Jehiskia machte sich früh auf und versammelte die
Obersten der Stadt, und er ging hinauf in das Haus Jehovas.
21 Und
sie brachten sieben Farren und sieben Widder und sieben Schafe,
und sieben Ziegenböcke zum Sündopfer, für das Königreich und für
das Heiligtum und für Juda. Und er befahl den Söhnen Aarons, den
Heilige (e-r)n, sie auf dem Altar Jehovas zu opfern.
22 Und
sie schlachteten die Rinder, und die Heilige (e-r) nahmen das
Blut auf und sprengten es an den Altar; und sie schlachteten die
Widder und sprengten das Blut an den Altar; und sie schlachteten
die Schafe und sprengten das Blut an den Altar.
23 Und
sie brachten die Böcke des Sündopfers herzu vor den König und
die Versammlung, und sie legten ihre Hände auf dieselben.
24 Und
die Heilige (e-r) schlachteten sie und taten ihr Blut zur
Entsündigung an den Altar, um für ganz Israel Sühnung zu tun;
denn für ganz Israel hatte der König das Brandopfer und das
Sündopfer befohlen.
25 Und
er stellte die Leviten auf im Hause Jehovas, mit Zimbeln, mit
Harfen und mit Lauten, nach dem Gebote Davids und Gads, des
Sehers des Königs, und Nathans, des Propheten; denn das Gebot
war durch Jehova, durch seine Propheten.
26 Und
die Leviten standen da mit den Instrumenten Davids, und die
Heilige (e-r) mit den Trompeten.
27 Und
Hiskia befahl, das Brandopfer auf dem Altar zu opfern. Und zur
Zeit, als das Brandopfer anfing, begann der Gesang Jehovas und
die Trompeten, und zwar unter Begleitung der Instrumente Davids,
des Königs von Israel.
28 Und
die ganze Versammlung betete an, und der Gesang erscholl, und
die Trompeten schmetterten; alles das währte bis zur Vollendung
des Brandopfers.
29 Und
als man das Opfern des Brandopfers vollendet hatte, beugten sich
der König und alle, die sich bei ihm befanden, und beteten an.
30 Und
der König Jehiskia und die Obersten sagten zu den Leviten, daß
sie Jehova lobsingen sollten mit den Worten Davids und Asaphs,
des Sehers. Und sie lobsangen mit Freude und neigten sich und
beteten an.
31 Und
Jehiskia hob an und sprach: Nun habt ihr euch Jehova geweiht;
tretet herzu und bringet Schlachtopfer und Dankopfer zum Hause
Jehovas. Und die Versammlung brachte Schlachtopfer und
Dankopfer, und jeder, der willigen Herzens war, brachte
Brandopfer.
32 Und
die Zahl der Brandopfer, welche die Versammlung brachte, war:
siebzig Rinder, hundert Widder, zweihundert Schafe; alle diese
zum Brandopfer für Jehova.
33 Und
der Geheiligten waren: sechshundert Rinder und dreitausend
Schafe.
34 Nur
waren der Heilige (e-r) zu wenig, so daß sie nicht allen
Brandopfern die Haut abziehen konnten; und so unterstützten sie
ihre Brüder, die Leviten, bis das Werk vollendet war, und bis
die Heilige (e-r) sich geheiligt hatten; denn die Leviten waren
redlichen Herzens, sich zu heiligen, mehr als die Heilige (e-r).
35
Aber der Brandopfer war auch eine Menge, mit den Fettstücken der
Friedensopfer und mit den Trankopfern für die Brandopfer. Und so
wurde der Dienst des Hauses Jehovas eingerichtet.
36 Und
Jehiskia und das ganze Volk freuten sich über das, was Gott dem
Volke bereitet hatte; denn die Sache war plötzlich geschehen.
30,1
Und Jehiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb auch
Briefe an Ephraim und Manasse, daß sie zum Hause Jehovas in
Jerusalem kommen möchten, um Jehova, dem Gott Israels, Passah zu
feiern.
2 Und
der König und seine Obersten und die ganze Versammlung in
Jerusalem wurden Rats, das Passah im zweiten Monat zu feiern.
3 Denn
sie konnten es zu jener Zeit nicht feiern, weil die Heilige
(e-r) sich nicht in hinreichender Anzahl geheiligt hatten, und
das Volk noch nicht nach Jerusalem versammelt war.
4 Und
die Sache war recht in den Augen des Königs und in den Augen der
ganzen Versammlung.
5 Und
sie setzten fest, einen Ruf ergehen zu lassen durch ganz Israel,
von Beerseba bis Dan, daß sie kämen, um Jehova, dem Gott
Israels, Passah zu feiern in Jerusalem; denn sie hatten es lange
Zeit nicht gefeiert, wie es vorgeschrieben ist.
6 Und
die Läufer gingen mit den Briefen von der Hand des Königs und
seiner Obersten durch ganz Israel und Juda, und nach dem Gebot
des Königs, und sie sprachen: Kinder Israel! Kehret um zu
Jehova, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels; so wird er
umkehren zu den Entronnenen, die euch aus der Hand der Könige
von Assyrien übriggeblieben sind.
7 Und
seid nicht wie eure Väter und wie eure Brüder, die treulos
gehandelt haben gegen Jehova, den Gott ihrer Väter, so daß er
sie der Verwüstung hingegeben hat, wie ihr es sehet.
8 Nun
verhärtet euren Nacken nicht, wie eure Väter; gebet Jehova die
Hand und kommet zu seinem Heiligtum, das er geheiligt hat auf
ewig, und dienet Jehova, eurem Gott, damit die Glut seines
Zornes sich von euch wende.
9 Denn
wenn ihr zu Jehova umkehret, so werden eure Brüder und eure
Kinder Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen
weggeführt haben, und in dieses Land zurückkehren. Denn gnädig
und barmherzig ist Jehova, euer Gott, und er wird das Angesicht
nicht von euch abwenden, wenn ihr zu ihm umkehret.
10 Und
die Läufer zogen von Stadt zu Stadt durch das Land Ephraim und
Manasse, und bis nach Sebulon; aber man verlachte und
verspottete sie.
11
Doch einige Männer von Aser und Manasse und von Sebulon
demütigten sich und kamen nach Jerusalem.
12
Auch über Juda kam die Hand Gottes, daß er ihnen ein einmütiges
Herz gab, um das Gebot des Königs und der Obersten zu tun, nach
dem Worte Jehovas.
13 Und
eine Menge Volks versammelte sich nach Jerusalem, um das Fest
der ungesäuerten Brote im zweiten Monat zu feiern, eine sehr
große Versammlung.
14 Und
sie machten sich auf und schafften die Altäre weg, die in
Jerusalem waren; auch alle Räucheraltäre schafften sie weg und
warfen sie in den Bach Kidron.
15 Und
man schlachtete das Passah am Vierzehnten des zweiten Monats.
Denn die Heilige (e-r) und die Leviten hatten sich geschämt und
hatten sich geheiligt; und sie brachten Brandopfer in das Haus
Jehovas.
16 Und
sie standen an ihrem Standorte, nach ihrer Vorschrift, nach dem
Gesetz Moses, des Mannes Gottes; die Heilige (e-r) sprengten das
Blut aus der Hand der Leviten.
17
Denn es waren viele in der Versammlung, die sich nicht geheiligt
hatten; und so besorgten die Leviten das Schlachten der
Passahopfer für einen jeden, der nicht rein war, um sie Jehova
zu heiligen.
18
Denn ein großer Teil des Volkes, viele von Ephraim und Manasse,
Issaschar und Sebulon, hatten sich nicht gereinigt, sondern aßen
das Passah nicht, wie es vorgeschrieben ist. Doch Jehiskia bat
für sie und sprach: Jehova, der Gütige, möge einem jeden
vergeben,
19 der
sein Herz darauf gerichtet hat, Gott zu suchen, Jehova, den Gott
seiner Väter, wenn auch nicht gemäß der Reinheit des Heiligtums!
20 Und
Jehova erhörte Jehiskia und heilte das Volk.
21 Und
die Kinder Israel, die sich in Jerusalem befanden, feierten das
Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude;
und die Leviten und die Heilige (e-r) lobten Jehova Tag für Tag
mit den Instrumenten des Lobes Jehovas.
22 Und
Jehiskia redete zum Herzen aller Leviten, welche gute Einsicht
in Bezug auf Jehova bewiesen. Und sie aßen das Festopfer die
sieben Tage hindurch, indem sie Friedensopfer opferten und
Jehova, den Gott ihrer Väter, priesen.
23 Und
die ganze Versammlung wurde Rats, noch sieben andere Tage zu
feiern; und sie feierten die sieben Tage mit Freuden.
24
Denn Jehiskia, der König von Juda, schenkte der Versammlung
tausend Farren und siebentausend Stück Kleinvieh; und die
Obersten schenkten der Versammlung tausend Farren und
zehntausend Stück Kleinvieh. Und die Heilige (e-r) hatten sich
in Menge geheiligt.
25 Und
so freute sich die ganze Versammlung von Juda, und die Heilige
(e-r) und die Leviten, und die ganze Versammlung, welche von
Israel gekommen war, und die Fremdlinge, welche aus dem Lande
Israel gekommen waren, und die in Juda wohnten.
26 Und
es war große Freude in Jerusalem; denn seit den Tagen Salomos,
des Sohnes Davids, des Königs von Israel, war desgleichen in
Jerusalem nicht gewesen.
27 Und
die Heilige (e-r), die Leviten, standen auf und segneten das
Volk; und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam zu seiner
heiligen Wohnung, in den Himmel.
31,1
Und als sie dies alles vollendet hatten, zogen alle Israeliten,
die sich daselbst befanden, hinaus zu den Städten Judas; und sie
zerschlugen die Bildsäulen und hieben die Ascherim um, und
rissen die Höhen und die Altäre nieder in ganz Juda und Benjamin
und in Ephraim und Manasse, bis sie damit fertig waren. Und alle
Kinder Israel kehrten in ihre Städte zurück, ein jeder zu seinem
Besitztum.
2 Und
Jehiskia bestellte die Abteilungen der Heilige (e-r) und der
Leviten, nach ihren Abteilungen, einen jeden seinem Dienste
gemäß, sowohl die Heilige (e-r) als auch die Leviten, zu
Brandopfern und zu Friedensopfern, zum Dienen und zum Preisen
und zum Loben in den Toren der Lager Jehovas.
3 Und
er gab das Teil des Königs von seiner Habe zu den Brandopfern:
zu den Morgenund Abendbrandopfern, und zu den Brandopfern der
Sabbathe und der Neumonde und der Feste, wie es im Gesetz
Jehovas vorgeschrieben ist.
4 Und
er befahl dem Volke, den Bewohnern von Jerusalem, das Teil der
Heilige (e-r) und der Leviten zu geben, damit sie am Gesetz
Jehovas festhalten möchten.
5 Und
als das Wort kund wurde, brachten die Kinder Israel reichlich
Erstlinge vom Getreide, Most und Öl und Honig und von allem
Ertrage des Feldes; und den Zehnten von allem brachten sie in
Menge.
6 Und
die Kinder Israel und Juda, die in den Städten Judas wohnten,
auch sie brachten den Zehnten vom Rind-und Kleinvieh, und den
Zehnten von den geheiligten Dingen, die Jehova, ihrem Gott,
geheiligt waren, und sie legten Haufen bei Haufen.
7 Im
dritten Monat fingen sie an, die Haufen aufzuschichten, und im
siebten Monat waren sie damit fertig.
8 Und
Jehiskia und die Obersten kamen und besichtigten die Haufen, und
sie priesen Jehova und sein Volk Israel.
9 Und
Jehiskia befragte die Heilige (e-r) und die Leviten wegen der
Haufen.
10 Da
sprach Asarja, der HauptHeilige (e-r), vom Hause Zadok, zu ihm
und sagte: Seitdem man angefangen hat, das Hebopfer in das Haus
Jehovas zu bringen, haben wir gegessen und sind satt geworden
und haben übriggelassen in Menge; denn Jehova hat sein Volk
gesegnet; und das Übriggebliebene ist diese große Menge.
11 Und
Jehiskia befahl, Vorratskammern im Hause Jehovas zu bereiten;
und sie bereiteten sie;
12 und
sie brachten das Hebopfer und den Zehnten und die geheiligten
Dinge treulich hinein. Und Oberaufseher über dieselben war
Konanja, der Levit, und Simei, sein Bruder, als zweiter.
13 Und
Jechiel und Asasja und Nachath und Asael und Jerimoth und
Josabad und Eliel und Jismakja und Machath und Benaja waren
Aufseher zur Hand Konanjas und Simeis, seines Bruders, durch
Verordnung des Königs Jehiskia und Asarjas, des Fürsten des
Hauses Gottes.
14 Und
Kore, der Sohn Jimnas, der Levit, der Torhüter gegen Osten, war
über die freiwilligen Gaben Gottes, um das Hebopfer Jehovas und
das Hochheilige herauszugeben.
15 Und
unter seiner Hand waren Eden und Minjamin und Jeschua und
Schemaja, Amarja und Schekanja in den Städten der Heilige (e-r),
mit Treue, um ihren Brüdern nach den Abteilungen zu geben, dem
Größten wie dem Kleinsten;
16
außer denen von ihnen, welche als Männliche ins
Geschlechtsverzeichnis eingetragen waren, von drei Jahren an und
darüber, allen, die in das Haus Jehovas kamen, nach der
täglichen Gebühr zu ihrem Dienst in ihren Ämtern, nach ihren
Abteilungen;
17
sowohl den ins Geschlechtsverzeichnis eingetragenen Heilige
(e-r)n, nach ihren Vaterhäusern, als auch den Leviten, von
zwanzig Jahren an und darüber, in ihren Ämtern, nach ihren
Abteilungen,
18 und
den ins Geschlechtsverzeichnis Eingetragenen unter allen ihren
Kindlein, ihren Weibern und ihren Söhnen und ihren Töchtern, der
ganzen Versammlung. Denn in ihrer Treue heiligten sie sich, um
heilig zu sein.
19 Und
für die Söhne Aarons, die Heilige (e-r), auf den Feldern des
Bezirks ihrer Städte, waren in jeder einzelnen Stadt Männer
angestellt, die mit Namen angegeben waren, um jedem Männlichen
unter den Heilige (e-r)n und jedem ins Geschlechtsverzeichnis
Eingetragenen unter den Leviten Teile zu geben.
20 Und
desgleichen tat Jehiskia in ganz Juda. Und er tat, was gut und
recht und wahr war vor Jehova, seinem Gott.
21 Und
in allem Werke, das er anfing im Dienste des Hauses Gottes und
in dem Gesetz und in dem Gebot, um seinen Gott zu suchen,
handelte er mit ganzem Herzen, und es gelang ihm.
32,1
Nach diesen Dingen und dieser Treue kam Sanherib, der König von
Assyrien; und er drang in Juda ein und lagerte sich wider die
festen Städte, und er gedachte, sie für sich zu erobern.
2 Und
als Jehiskia sah, daß Sanherib gekommen und daß sein Angesicht
zum Streit wider Jerusalem gerichtet war,
3 da
beriet er sich mit seinen Obersten und seinen Helden, die Wasser
der Quellen zu verstopfen, welche außerhalb der Stadt waren; und
sie halfen ihm.
4 Und
es versammelte sich viel Volks, und sie verstopften alle Quellen
und den Bach, der mitten durch das Land fließt, indem sie
sprachen: Warum sollten die Könige von Assyrien kommen und viel
Wasser finden?
5 Und
er faßte Mut und baute die ganze Mauer, wo sie eingerissen war,
und führte sie auf bis an die Türme, und die andere Mauer
außerhalb, und befestigte das Millo der Stadt Davids; und er
verfertigte Waffen in Menge und Schilde.
6 Auch
setzte er Kriegsoberste über das Volk; und er versammelte sie zu
sich auf den Platz am Stadttore, und redete zu ihren Herzen und
sprach:
7 Seid
stark und mutig! Fürchtet euch nicht und erschrecket nicht vor
dem König von Assyrien und vor all der Menge, die mit ihm ist;
denn mit uns sind mehr als mit ihm.
8 Mit
ihm ist ein Arm des Fleisches; aber mit uns ist Jehova, unser
Gott, um uns zu helfen und unsere Streite zu führen! Und das
Volk verließ sich auf die Worte Jehiskias, des Königs von Juda.
9 Nach
diesem sandte Sanherib, der König von Assyrien, seine Knechte
nach Jerusalem (er war aber noch vor Lachis, und seine ganze
Macht mit ihm) an Jehiskia, den König von Juda, und an ganz
Juda, das in Jerusalem war, und ließ ihnen sagen:
10 So
spricht Sanherib, der König von Assyrien: Worauf vertrauet ihr,
daß ihr in Belagerung bleibet zu Jerusalem?
11
Verführt euch Jehiskia nicht, um euch dem Tode durch Hunger und
Durst preiszugeben, indem er spricht: Jehova, unser Gott, wird
uns aus der Hand des Königs von Assyrien erretten?
12 Ist
es nicht Jehiskia, der seine Höhen und seine Altäre hinweggetan,
und zu Juda und zu Jerusalem gesprochen und gesagt hat: Vor
einem Altar sollt ihr anbeten, und auf ihm sollt ihr räuchern?
13
Wisset ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkern der
Länder getan haben? Haben die Götter der Nationen der Länder
irgendwie vermocht, ihr Land aus meiner Hand zu erretten?
14 Wer
ist unter allen Göttern dieser Nationen, die meine Väter
vertilgt haben, der vermocht hätte, sein Volk aus meiner Hand zu
erretten, daß euer Gott vermögen sollte, euch aus meiner Hand zu
erretten?
15 Und
nun, daß euch Hiskia nicht täusche, und daß er euch nicht auf
solche Weise verführe! Und glaubet ihm nicht! Denn kein Gott
irgend einer Nation und irgend eines Königreiches hat sein Volk
aus meiner Hand und aus der Hand meiner Väter zu erretten
vermocht; wieviel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand
erretten!
16 Und
noch mehr redeten seine Knechte wider Jehova Gott und wider
Jehiskia, seinen Knecht.
17
Auch schrieb er einen Brief, um Jehova, den Gott Israels, zu
verhöhnen und wider ihn zu reden, indem er sprach: Gleich den
Göttern der Nationen der Länder, welche ihr Volk nicht aus
meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Jehiskias sein
Volk nicht aus meiner Hand erretten.
18 Und
sie riefen dem Volke von Jerusalem, das auf der Mauer war, mit
lauter Stimme auf jüdisch zu, um sie zu schrecken und bestürzt
zu machen, damit sie die Stadt einnähmen.
19 Und
sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Göttern der
Völker der Erde, einem Machwerk von Menschenhänden.
20 Und
der König Jehiskia und Jesaja, der Sohn Amoz’, der Prophet,
beteten dieserhalb und schrieen gen Himmel.
21 Da
sandte Jehova einen Engel, der alle tapferen Helden und Fürsten
und Obersten im Lager des Königs von Assyrien vertilgte; und
dieser zog mit Beschämung des Angesichts in sein Land zurück.
Und als er in das Haus seines Gottes ging, fällten ihn daselbst
durch das Schwert solche, die aus seinem Leibe hervorgegangen
waren.
22 So
rettete Jehova Jehiskia und die Bewohner von Jerusalem aus der
Hand Sanheribs, des Königs von Assyrien, und aus der Hand aller;
und er schützte sie ringsum.
23 Und
viele brachten Gaben für Jehova nach Jerusalem, und
Kostbarkeiten für Jehiskia, den König von Juda; und er wurde
danach erhoben in den Augen aller Nationen.
24 In
jenen Tagen wurde Jehiskia krank zum Sterben; und er betete zu
Jehova. Und Jehova redete zu ihm und gab ihm ein Wunder.
25
Aber Jehiskia vergalt nicht nach der Wohltat, die ihm erwiesen
worden war, denn sein Herz überhob sich; und es kam ein Zorn
über ihn und über Juda und Jerusalem.
26 Da
demütigte sich Jehiskia wegen der Überhebung seines Herzens, er
und die Bewohner von Jerusalem; und der Zorn Jehovas kam nicht
über sie in den Tagen Jehiskias.
27 Und
Jehiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er machte sich
Schatzkammern für Silber und Gold und Edelsteine, und für
Gewürze, und für Schilde und für allerlei kostbare Geräte;
28 und
Vorratshäuser für den Ertrag an Getreide und Most und Öl, und
Ställe für allerlei Vieh, und er verschaffte sich Herden für die
Ställe.
29 Und
er legte sich Städte an, und Herden von Kleinvieh und Rinder in
Menge; denn Gott gab ihm eine sehr große Habe.
30 Und
er, Jehiskia, verstopfte den oberen Ausfluß der Wasser des Gihon
und leitete sie unter dem Boden westwärts nach der Stadt Davids.
Und Jehiskia hatte Gelingen in all seinem Tun.
31 Und
so verließ ihn Gott bei den Gesandten der Fürsten von Babel (die
zu ihm gesandt hatten, um nach dem Wunder zu fragen, welches im
Lande geschehen war), um ihn zu versuchen, damit er alles
erkennte, was in seinem Herzen war.
32 Und
das Übrige der Geschichte Jehiskias und seine guten Taten,
siehe, sie sind geschrieben in dem Gesichte Jesajas, des Sohnes
Amoz’, des Propheten, in dem Buche der Könige von Juda und
Israel.
33 Und
Jehiskia legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn auf der
Anhöhe der Gräber der Söhne Davids; und ganz Juda und die
Bewohner von Jerusalem erzeigten ihm Ehre bei seinem Tode. Und
Manasse, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
33,1
Zwölf Jahre war Manasse alt, als er König wurde, und er regierte
fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem.
2 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, nach den Greueln der
Nationen, die Jehova vor den Kindern Israel ausgetrieben hatte.
3 Und
er baute die Höhen wieder auf, die sein Vater Jehiskia
niedergerissen hatte, und errichtete den Baalim Altäre, und
machte Ascheroth, und beugte sich nieder vor dem ganzen Heere
des Himmels und diente ihnen.
4 Und
er baute Altäre in dem Hause Jehovas, von welchem Jehova gesagt
hatte: In Jerusalem soll mein Name sein ewiglich!
5 Und
er baute dem ganzen Heere des Himmels Altäre in den beiden Höfen
des Hauses Jehovas.
6 Und
er ließ seine Söhne durchs Feuer gehen im Tale des Sohnes
Hinnoms, und er trieb Zauberei und Wahrsagerei und Beschwörung,
und bestellte Totenbeschwörer und Wahrsager: er tat viel Böses
in den Augen Jehovas, um ihn zu reizen.
7 Und
er stellte das geschnitzte Bild des Gleichnisses, das er gemacht
hatte, in das Haus Gottes, von welchem Gott zu David und zu
seinem Sohne Salomo gesagt hatte: In dieses Haus und in
Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will
ich meinen Namen setzen ewiglich!
8 Und
ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Lande weichen
lassen, welches ich euren Vätern bestimmt habe, wenn sie nur
darauf achten, alles zu tun, was ich ihnen geboten habe, nach
dem ganzen Gesetz und den Satzungen und den Rechten durch Mose.
9 Aber
Manasse verleitete Juda und die Bewohner von Jerusalem, mehr
Böses zu tun, als die Nationen, welche Jehova vor den Kindern
Israel vertilgt hatte.
10 Und
Jehova redete zu Manasse und zu seinem Volke; aber sie merkten
nicht darauf.
11 Da
ließ Jehova die Heerobersten des Königs von Assyrien über sie
kommen; und sie nahmen Manasse gefangen und banden ihn mit
ehernen Fesseln und führten ihn nach Babel.
12 Und
als er bedrängt war, flehte er Jehova, seinen Gott, an und
demütigte sich sehr vor dem Gott seiner Väter und betete zu ihm;
13 und
er ließ sich von ihm erbitten und erhörte sein Flehen, und
brachte ihn nach Jerusalem in sein Königreich zurück. Da
erkannte Manasse, daß Jehova Gott ist.
14 Und
hernach baute er die äußere Mauer der Stadt Davids, westlich
gegen den Gihon hin, im Tale, und bis zum Eingang des
Fischtores, und umgab den Ophel mit einer Mauer und machte sie
sehr hoch. Und er legte Kriegsoberste in alle festen Städte in
Juda.
15 Und
er tat die Götter der Fremde hinweg und das Gleichnis aus dem
Hause Jehovas, und alle Altäre, die er auf dem Berge des Hauses
Jehovas und in Jerusalem gebaut hatte; und er warf sie hinaus
außerhalb der Stadt.
16 Und
er baute den Altar Jehovas wieder auf und opferte auf demselben
Friedens-und Dankopfer; und er befahl Juda, daß sie Jehova, dem
Gott Israels, dienen sollten.
17
Aber das Volk opferte noch auf den Höhen, wiewohl Jehova, ihrem
Gott.
18 Und
das Übrige der Geschichte Manasses, und sein Gebet zu seinem
Gott, und die Worte der Seher, die zu ihm redeten im Namen
Jehovas, des Gottes Israels, siehe, das ist geschrieben in der
Geschichte der Könige von Israel.
19
Sein Gebet aber, und wie Gott sich von ihm erbitten ließ, und
alle seine Sünde und seine Untreue, und die Orte, an welchen er
Höhen gebaut und die Ascherim und die geschnitzten Bilder
aufgestellt hatte, bevor er sich demütigte: siehe, das ist
geschrieben in der Geschichte Hosais.
20 Und
Manasse legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in
seinem Hause. Und Amon, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
21
Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König wurde, und er
regierte zwei Jahre zu Jerusalem.
22 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, wie sein Vater
Manasse getan hatte; und Amon opferte allen geschnitzten
Bildern, welche sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente
ihnen.
23 Und
er demütigte sich nicht vor Jehova, wie sein Vater Manasse sich
gedemütigt hatte; sondern er, Amon, häufte die Schuld.
24 Und
seine Knechte machten eine Verschwörung wider ihn und töteten
ihn in seinem Hause.
25 Da
erschlug das Volk des Landes alle, die sich wider den König Amon
verschworen hatten; und das Volk des Landes machte Josia, seinen
Sohn, zum König an seiner Statt.
34,1
Acht Jahre war Josia alt, als er König wurde, und er regierte
einunddreißig Jahre zu Jerusalem.
2 Und
er tat, was recht war in den Augen Jehovas; und er wandelte auf
den Wegen seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch
zur Linken.
3 Und
im achten Jahre seiner Regierung, als er noch ein Knabe war,
fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen; und im
zwölften Jahre fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und
den Ascherim und den geschnitzten und den gegossenen Bildern zu
reinigen.
4 Und
man riß die Altäre der Baalim vor ihm nieder; und die
Sonnensäulen, welche oben auf denselben waren, hieb er um; und
die Ascherim und die geschnitzten und die gegossenen Bilder
zerschlug und zermalmte er, und streute sie auf die Gräber
derer, welche ihnen geopfert hatten;
5 und
die Gebeine der Heilige (e-r) verbrannte er auf ihren Altären.
Und so reinigte er Juda und Jerusalem.
6 Und
in den Städten von Manasse und Ephraim und Simeon, und bis nach
Naphtali hin, in ihren Trümmern ringsum, riß er die Altäre
nieder;
7 und
die Ascherim und die geschnitzten Bilder zertrümmerte er, indem
er sie zermalmte; und alle Sonnensäulen hieb er um im ganzen
Lande Israel. Und er kehrte nach Jerusalem zurück.
8 Und
im achtzehnten Jahre seiner Regierung, während er das Land und
das Haus reinigte, sandte er Schaphan, den Sohn Azaljas, und
Maaseja, den Obersten der Stadt, und Joach, den Sohn Joachas’,
den Geschichtsschreiber, um das Haus Jehovas, seines Gottes,
auszubessern.
9 Und
sie kamen zu Hilkija, dem HohenHeilige (e-r), und gaben das
Geld, welches in das Haus Gottes gebracht worden war, das die
Leviten, die Hüter der Schwelle, eingesammelt hatten, von der
Hand Manasses und Ephraims und vom ganzen Überrest Israels, und
von ganz Juda und Benjamin und den Bewohnern von Jerusalem:
10 sie
gaben es in die Hand derer, welche das Werk betrieben, die am
Hause Jehovas bestellt waren. Und diese gaben es denen, welche
das Werk taten, die im Hause Jehovas arbeiteten, um das Haus
herzustellen und auszubessern:
11 sie
gaben es den Zimmerleuten und den Bauleuten, um gehauene Steine
und Holz zu den Bindebalken zu kaufen, und um die Häuser zu
bälken, welche die Könige von Juda verderbt hatten.
12 Und
die Männer handelten getreulich an dem Werke. Und über sie waren
bestellt Jachath und Obadja, die Leviten, von den Söhnen
Meraris, und Sekarja und Meschullam von den Söhnen der
Kehathiter, um die Aufsicht zu führen; und die Leviten, alle,
welche der Musikinstrumente kundig waren,
13
waren sowohl über die Lastträger gesetzt, als auch Aufseher über
alle, die da arbeitete in jedem Dienste; und andere von den
Leviten waren Schreiber und Vorsteher und Torhüter.
14 Und
als sie das Geld herausnahmen, welches in das Haus Jehovas
gebracht worden war, fand der Heilige (e-r) Hilkija das Buch des
Gesetzes Jehovas durch Mose.
15 Da
hob Hilkija an und sprach zu Schaphan, dem Schreiber: Ich habe
das Buch des Gesetzes im Hause Jehovas gefunden. Und Hilkija gab
das Buch dem Schaphan.
16 Und
Schaphan brachte das Buch zu dem König; und er brachte ferner
dem König Nachricht und sprach: Alles, was der Hand deiner
Knechte übergeben worden ist, das tun sie:
17 sie
haben das Geld, welches im Hause Jehovas gefunden worden ist,
ausgeschüttet und es in die Hand derer gegeben, welche zur
Aufsicht bestellt sind, und in die Hand derer, welche das Werk
tun.
18 Und
Schaphan, der Schreiber, berichtete dem König und sprach: Der
Heilige (e-r) Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schaphan las
darin vor dem König.
19 Und
es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da
zerriß er seine Kleider.
20 Und
der König gebot Hilkija und Achikam, dem Sohne Schaphans, und
Abdon, dem Sohne Michas, und Schaphan, dem Schreiber, und Asaja,
dem Knechte des Königs, und sprach:
21
Gehet hin, befraget Jehova für mich und für die Übriggebliebenen
in Israel und in Juda wegen der Worte des aufgefundenen Buches.
Denn groß ist der Grimm Jehovas, der sich über uns ergossen hat,
darum daß unsere Väter das Wort Jehovas nicht beobachtet haben,
um nach allem zu tun, was in diesem Buche geschrieben steht.
22 Da
gingen Hilkija und diejenigen, welche der König entboten hatte,
zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Schallums, des Sohnes
Tokhaths, des Sohnes Hasras, des Hüters der Kleider; sie wohnte
aber zu Jerusalem im zweiten Stadtteile; und sie redeten auf
diese Weise zu ihr.
23 Und
sie sprach zu ihnen: So spricht Jehova, der Gott Israels: Saget
dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
24 So
spricht Jehova: Siehe, ich will Unglück bringen über diesen Ort
und über seine Bewohner: alle die Flüche, welche in dem Buche
geschrieben sind, das man vor dem König von Juda gelesen hat.
25
Darum daß sie mich verlassen und anderen Göttern geräuchert
haben, um mich zu reizen mit all den Machwerken ihrer Hände, so
hat mein Grimm sich über diesen Ort ergossen, und er wird nicht
erlöschen.
26 Zu
dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um Jehova zu
befragen, zu ihm sollt ihr also sprechen: So spricht Jehova, der
Gott Israels: Die Worte anlangend, die du gehört hast,
27
weil dein Herz weich geworden, und du dich vor Gott gedemütigt
hast, als du seine Worte über diesen Ort und über seine Bewohner
hörtest, und du dich vor mir gedemütigt und deine Kleider
zerrissen und vor mir geweint hast, so habe ich es auch gehört,
spricht Jehova.
28
Siehe, ich werde dich zu deinen Vätern versammeln, und du wirst
zu deinen Gräbern versammelt werden in Frieden; und deine Augen
sollen all das Unglück nicht ansehen, das ich über diesen Ort
und über seine Bewohner bringen werde. Und sie brachten dem
König Antwort.
29 Und
der König sandte hin und versammelte alle Ältesten von Juda und
von Jerusalem.
30 Und
der König ging hinauf in das Haus Jehovas, und alle Männer von
Juda und die Bewohner von Jerusalem, und die Heilige (e-r) und
die Leviten, und alles Volk, vom Größten bis zum Kleinsten; und
man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im
Hause Jehovas gefunden worden war.
31 Und
der König stand auf seinem Standorte und machte den Bund vor
Jehova, Jehova nachzuwandeln und seine Gebote und seine
Zeugnisse und seine Satzungen zu beobachten mit seinem ganzen
Herzen und mit seiner ganzen Seele, um die Worte des Bundes zu
tun, welche in diesem Buche geschrieben sind.
32 Und
er ließ alle in den Bund treten, welche sich in Jerusalem und in
Benjamin befanden. Und die Bewohner von Jerusalem taten nach dem
Bunde Gottes, des Gottes ihrer Väter.
33 Und
Josia tat alle Greuel hinweg aus allen Ländern, welche den
Kindern Israel gehörten; und er hielt alle an, die sich in
Israel befanden, Jehova, ihrem Gott, zu dienen. Alle seine Tage
wichen sie nicht ab von der Nachfolge Jehovas, des Gottes ihrer
Väter.
35,1
Und Josia feierte dem Jehova Passah zu Jerusalem; und man
schlachtete das Passah am Vierzehnten des ersten Monats.
2 Und
er stellte die Heilige (e-r) in ihre Ämter und ermutigte sie zum
Dienst des Hauses Jehovas.
3 Und
er sprach zu den Leviten, welche ganz Israel unterwiesen, die
Jehova geheiligt waren: Setzet die heilige Lade in das Haus,
welches Salomo, der Sohn Davids, der König von Israel, gebaut
hat; ihr habt sie nicht mehr auf der Schulter zu tragen. Dienet
nunmehr Jehova, eurem Gott, und seinem Volke Israel;
4 und
bereitet euch nach euren Vaterhäusern, in euren Abteilungen,
nach der Schrift Davids, des Königs von Israel, und nach der
Schrift seines Sohnes Salomo;
5 und
stellet euch im Heiligtum auf nach den Klassen der Vaterhäuser
eurer Brüder, der Kinder des Volkes, und zwar je eine Abteilung
eines Vaterhauses der Leviten;
6 und
schlachtet das Passah, und heiliget euch und bereitet es für
eure Brüder, daß ihr tuet nach dem Worte Jehovas durch Mose.
7 Und
Josia schenkte den Kindern des Volkes an Kleinvieh: Lämmer und
Ziegenböcklein, alles zu den Passahopfern für alle, die sich
vorfanden dreißigtausend an der Zahl, und dreitausend Rinder;
das war von der Habe des Königs.
8 Und
seine Obersten schenkten freiwillig für das Volk, für die
Heilige (e-r) und für die Leviten. Hilkija und Sekarja und
Jechiel, die Fürsten des Hauses Gottes, gaben den Heilige (e-r)n
zu den Passahopfern zweitausendsechshundert Stück Kleinvieh und
dreihundert Rinder.
9 Und
Konanja, und Schemanja und Nethaneel, seine Brüder, und
Haschabja und Jeghiel und Josabad, die Obersten der Leviten,
schenkten den Leviten zu den Passahopfern fünftausend Stück
Kleinvieh und fünfhundert Rinder.
10 Und
der Dienst wurde eingerichtet; und die Heilige (e-r) standen an
ihrer Stelle und die Leviten in ihren Abteilungen, nach dem
Gebote des Königs.
11 Und
sie schlachteten das Passah; und die Heilige (e-r) sprengten das
Blut aus ihrer Hand, und die Leviten zogen die Haut ab.
12 Und
sie taten die Brandopfer beiseite, um sie den Klassen der
Vaterhäuser der Kinder des Volkes zu geben, um sie Jehova
darzubringen, wie im Buche Moses geschrieben steht; und ebenso
taten sie mit den Rindern.
13 Und
sie brieten das Passah am Feuer nach der Vorschrift; und die
geheiligten Dinge kochten sie in Töpfen und in Kesseln und in
Schüsseln, und verteilten sie eilends an alle Kinder des Volkes.
14 Und
danach bereiteten sie für sich und für die Heilige (e-r); denn
die Heilige (e-r), die Söhne Aarons, waren mit dem Opfern der
Brandopfer und der Fettstücke bis zur Nacht beschäftigt; und so
bereiteten die Leviten für sich und für die Heilige (e-r), die
Söhne Aarons.
15 Und
die Sänger, die Söhne Asaphs, waren an ihrer Stelle, nach dem
Gebote Davids und Asaphs und Hemans und Jeduthuns, des Sehers
des Königs; und die Torhüter waren an jedem Tore: sie hatten
nicht nötig, von ihrem Dienste zu weichen, weil ihre Brüder, die
Leviten, für sie bereiteten.
16 Und
so wurde der ganze Dienst Jehovas an jenem Tage eingerichtet, um
das Passah zu feiern und die Brandopfer auf dem Altar Jehovas zu
opfern, nach dem Gebote des Königs Josia.
17 Und
die Kinder Israel, die sich vorfanden, feierten das Passah zu
selbiger Zeit, und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage
lang.
18 Und
es war kein solches Passah in Israel gefeiert worden wie dieses,
seit den Tagen Samuels, des Propheten; und alle Könige von
Israel hatten kein Passah gefeiert wie dasjenige, welches Josia
feierte und die Heilige (e-r) und die Leviten und ganz Juda und
Israel, das sich vorfand, und die Bewohner von Jerusalem.
19 Im
achtzehnten Jahre der Regierung Josias ist dieses Passah
gefeiert worden.
20
Nach allem diesem, als Josia das Haus eingerichtet hatte, zog
Neko, der König von Ägypten, hinauf, um wider Karchemis am Phrat
zu streiten; und Josia zog aus, ihm entgegen.
21 Da
sandte er Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was haben wir
miteinander zu schaffen, König von Juda? Nicht wider dich komme
ich heute, sondern wider das Haus, mit dem ich Krieg führe; und
Gott hat gesagt, daß ich eilen sollte. Stehe ab von Gott, der
mit mir ist, daß er dich nicht verderbe!
22
Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm ab, sondern
verkleidete sich, um wider ihn zu streiten; und er hörte nicht
auf die Worte Nekos, die aus dem Munde Gottes kamen. Und er kam
in das Tal Megiddo, um zu streiten.
23 Und
die Schützen schossen auf den König Josia. Da sprach der König
zu seinen Knechten: Bringet mich hinweg, denn ich bin schwer
verwundet!
24 Und
seine Knechte brachten ihn von dem Wagen hinweg und setzten ihn
auf den zweiten Wagen, den er hatte, und führten ihn nach
Jerusalem. Und er starb und wurde in den Gräbern seiner Väter
begraben; und ganz Juda und Jerusalem trauerten um Josia.
25 Und
Jeremia stimmte ein Klagelied über Josia an. Und alle Sänger und
Sängerinnen haben in ihren Klageliedern von Josia geredet bis
auf den heutigen Tag; und man machte sie zu einem Gebrauch in
Israel. Und siehe, sie sind geschrieben in den Klageliedern.
26 Und
das Übrige der Geschichte Josias und seine guten Taten, nach
dem, was im Gesetz Jehovas geschrieben steht,
27 und
seine Geschichte, die erste und die letzte, siehe, sie ist
geschrieben in dem Buche der Könige von Israel und Juda.
36,1
Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie
machten ihn zum König in Jerusalem an seines Vaters Statt.
2
Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König wurde, und er
regierte drei Monate zu Jerusalem.
3 Und
der König von Ägypten setzte ihn ab zu Jerusalem; und er legte
dem Lande eine Buße von hundert Talenten Silber und einem
Talente Gold auf.
4 Und
der König von Ägypten machte seinen Bruder Eljakim zum König
über Juda und Jerusalem und verwandelte seinen Namen in Jojakim.
Seinen Bruder Joahas aber nahm Neko fest und führte ihn nach
Ägypten.
5
Fünfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er König wurde, und er
regierte elf Jahre zu Jerusalem. Und er tat, was böse war in den
Augen Jehovas, seines Gottes.
6
Wider ihn zog Nebukadnezar, der König von Babel, herauf; und er
band ihn mit ehernen Fesseln, um ihn nach Babel zu führen.
7 Auch
von den Geräten des Hauses Jehovas brachte Nebukadnezar nach
Babel und legte sie in seinen Tempel zu Babel.
8 Und
das Übrige der Geschichte Jojakims, und seine Greuel, die er
verübt hat, und was an ihm gefunden wurde, siehe, das ist
geschrieben in dem Buche der Könige von Israel und Juda. Und
Jojakin, sein Sohn, ward König an seiner Statt.
9
Achtzehn Jahre war Jojakin alt, als er König wurde, und er
regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem. Und er tat, was
böse war in den Augen Jehovas.
10 Und
beim Umlauf des Jahres sandte der König Nebukadnezar hin und
ließ ihn nach Babel bringen samt den kostbaren Geräten des
Hauses Jehovas; und er machte seinen Bruder Zedekia zum König
über Juda und Jerusalem.
11
Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er König wurde, und er
regierte elf Jahre zu Jerusalem.
12 Und
er tat, was böse war in den Augen Jehovas, seines Gottes. Er
demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, als er nach dem
Befehle Jehovas redete.
13 Und
auch empörte er sich gegen den König Nebukadnezar, der ihn bei
Gott hatte schwören lassen. Und er verhärtete seinen Nacken und
verstockte sein Herz, so daß er nicht umkehrte zu Jehova, dem
Gott Israels.
14
Auch alle Obersten der Heilige (e-r) und das Volk häuften die
Treulosigkeiten, nach allen Greueln der Nationen, und
verunreinigten das Haus Jehovas, das er in Jerusalem geheiligt
hatte.
15 Und
Jehova, der Gott ihrer Väter, sandte zu ihnen durch seine Boten,
früh sich aufmachend und sendend; denn er erbarmte sich seines
Volkes und seiner Wohnung.
16
Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine
Worte und äfften seine Propheten, bis der Grimm Jehovas gegen
sein Volk stieg, daß keine Heilung mehr war.
17 Und
er ließ den König der Chaldäer wider sie heraufkommen, und der
erschlug ihre Jünglinge mit dem Schwerte im Hause ihres
Heiligtums: er schonte nicht des Jünglings und der Jungfrau, des
Alten und des Greises: alle gab er in seine Hand.
18 Und
alle Geräte des Hauses Gottes, die großen und die kleinen, und
die Schätze des Hauses Jehovas, und die Schätze des Königs und
seiner Obersten: alles brachte er nach Babel.
19 Und
sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von
Jerusalem nieder; und alle seine Paläste verbrannten sie mit
Feuer, und alle seine kostbaren Geräte verderbten sie.
20 Und
die vom Schwerte Übriggebliebenen führte er nach Babel hinweg;
und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das
Königreich der Perser zur Herrschaft kam;
21
damit erfüllt würde das Wort Jehovas durch den Mund Jeremias,
bis das Land seine Sabbathe genossen hätte. Alle die Tage seiner
Verwüstung hatte es Ruhe, bis siebzig Jahre voll waren.
22 Und
im ersten Jahre Kores’, des Königs von Persien damit das Wort
Jehovas durch den Mund Jeremias erfüllt würde erweckte Jehova
den Geist Kores’, des Königs von Persien; und er ließ einen Ruf
ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch schriftlich,
indem er sprach:
23 So
spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde
hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich
beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.
Wer irgend unter euch aus seinem Volke ist, mit dem sei Jehova,
sein Gott; und er ziehe hinauf!
Inhaltsverzeichnis
Esra
1,1
Und im ersten Jahre Kores’, des Königs von Persien, damit das
Wort Jehovas aus dem Munde Jeremias erfüllt würde, erweckte
Jehova den Geist Kores’, des Königs von Persien; und er ließ
einen Ruf ergehen durch sein ganzes Königreich, und zwar auch
schriftlich, indem er sprach:
2 So
spricht Kores, der König von Persien: Alle Königreiche der Erde
hat Jehova, der Gott des Himmels, mir gegeben; und er hat mich
beauftragt, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.
3 Wer
irgend unter euch aus seinem Volke ist, mit dem sei sein Gott,
und er ziehe hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue
das Haus Jehovas, des Gottes Israels (er ist Gott), in
Jerusalem.
4 Und
jeder, der übrigbleibt an irgend einem Orte, wo er sich aufhält,
den sollen die Leute seines Ortes unterstützen mit Silber und
mit Gold und mit Habe und mit Vieh, nebst den freiwilligen Gaben
für das Haus Gottes in Jerusalem.
5 Und
es machten sich auf die Häupter der Väter von Juda und Benjamin,
und die Heilige (e-r) und die Leviten, ein jeder, dessen Geist
Gott erweckte, hinaufzuziehen, um das Haus Jehovas in Jerusalem
zu bauen.
6 Und
alle, die um sie her waren, unterstützten sie mit silbernen
Geräten, mit Gold, mit Habe und mit Vieh und mit Kostbarkeiten,
außer allem, was freiwillig gegeben wurde.
7 Und
der König Kores ließ die Geräte des Hauses Jehovas
herausbringen, welche Nebukadnezar aus Jerusalem weggeführt und
in das Haus seines Gottes gelegt hatte.
8 Und
Kores, der König von Persien, ließ sie herausbringen unter der
Aufsicht Mithredaths, des Schatzmeisters; und dieser zählte sie
dem Sesbazar, dem Fürsten Judas, dar.
9 Und
dies ist ihre Zahl: dreißig goldene Becken, tausend silberne
Becken, neunundzwanzig Messer,
10
dreißig goldene Becher, vierhundertzehn silberne Becher von
zweiter Gattung, tausend andere Geräte.
11
Aller Geräte von Gold und von Silber waren fünftausend
vierhundert. Das alles brachte Sesbazar hinauf, als die
Weggeführten aus Babel nach Jerusalem hinaufgeführt wurden.
2,1
Und dies sind die Kinder der Landschaft Juda, welche aus der
Gefangenschaft der Weggeführten, die Nebukadnezar, der König von
Babel, nach Babel weggeführt hatte, hinaufzogen, und die nach
Jerusalem und Juda zurückkehrten, ein jeder in seine Stadt,
2
welche kamen mit Serubbabel, Jeschua, Nehemia, Seraja, Reelaja,
Mordokai, Bilschan, Mispar, Bigwai, Rechum, Baana. Zahl der
Männer des Volkes Israel:
3 Die
Söhne Parhosch’, zweitausend einhundertzweiundsiebzig.
4 Die
Söhne Schephatjas, dreihundertzweiundsiebzig;
5 die
Söhne Arachs, siebenhundertfünfundsiebzig;
6 die
Söhne Pachath-Moabs, von den Söhnen Jeschuas und Joabs,
zweitausend achthundertzwölf;
7 die
Söhne Elams, tausend zweihundertvierundfünfzig;
8 die
Söhne Sattus, neunhundertfünfundvierzig;
9 die
Söhne Sakkais, siebenhundertsechzig;
10 die
Söhne Banis, sechshundertzweiundvierzig;
11 die
Söhne Bebais, sechshundertdreiundzwanzig;
12 die
Söhne Asgads, tausend zweihundertzweiundzwanzig;
13 die
Söhne Adonikams, sechshundertsechsundsechzig;
14 die
Söhne Bigwais, zweitausend sechsundfünfzig;
15 die
Söhne Adins, vierhundertvierundfünfzig;
16 die
Söhne Aters, von Jehiskia, achtundneunzig;
17 die
Söhne Bezais, dreihundertdreiundzwanzig;
18 die
Söhne Jorahs, hundertzwölf;
19 die
Söhne Haschums, zweihundertdreiundzwanzig;
20 die
Söhne Gibbars, fünfundneunzig;
21 die
Söhne Bethlehems, hundertdreiundzwanzig;
22 die
Männer von Netopha, sechsundfünfzig;
23 die
Männer von Anathoth, hundertachtundzwanzig;
24 die
Söhne Asmaweths, zweiundvierzig;
25 die
Söhne Kirjath-Arims, Kephiras und Beeroths,
siebenhundertdreiundvierzig;
26 die
Söhne Ramas und Gebas, sechshunderteinundzwanzig;
27 die
Männer von Mikmas, hundertzweiundzwanzig;
28 die
Männer von Bethel und Ai, zweihundertdreiundzwanzig;
29 die
Söhne Nebos, zweiundfünfzig;
30 die
Söhne Magbisch’, hundertsechsundfünfzig;
31 die
Söhne des anderen Elam, tausend zweihundertvierundfünfzig;
32 die
Söhne Harims, dreihundertzwanzig;
33 die
Söhne Lods, Hadids und Onos, siebenhundertfünfundzwanzig;
34 die
Söhne Jerechos, dreihundertfünfundvierzig;
35 die
Söhne Senaas, dreitausend sechshundertdreißig.
36 Die
Heilige (e-r): die Söhne Jedajas, vom Hause Jeschua,
neunhundertdreiundsiebzig;
37 die
Söhne Immers, tausend zweiundfünfzig;
38 die
Söhne Paschchurs, tausend zweihundertsiebenundvierzig;
39 die
Söhne Harims, tausend und siebzehn.
40 Die
Leviten: die Söhne Jeschuas und Kadmiels, von den Söhnen
Hodawjas, vierundsiebzig.
41 Die
Sänger: die Söhne Asaphs, hundertachtundzwanzig.
42 Die
Söhne der Torhüter: die Söhne Schallums, die Söhne Aters, die
Söhne Talmons, die Söhne Akkubs, die Söhne Hatitas, die Söhne
Schobais, allesamt hundertneununddreißig.
43 Die
Nethinim: die Söhne Zichas, die Söhne Hasuphas, die Söhne
Tabbaoths,
44 die
Söhne Keros’, die Söhne Siahas, die Söhne Padons,
45 die
Söhne Lebanas, die Söhne Hagabas, die Söhne Akkubs,
46 die
Söhne Hagabs, die Söhne Schalmais, die Söhne Hanans,
47 die
Söhne Giddels, die Söhne Gachars, die Söhne Reajas,
48 die
Söhne Rezins, die Söhne Nekodas, die Söhne Gassams,
49 die
Söhne Ussas, die Söhne Paseachs, die Söhne Besais,
50 die
Söhne Asnas, die Söhne der Meunim, die Söhne der Nephisim,
51 die
Söhne Bakbuks, die Söhne Hakuphas, die Söhne Harchurs,
52 die
Söhne Bazluths, die Söhne Mechidas, die Söhne Harschas,
53 die
Söhne Barkos’, die Söhne Siseras, die Söhne Tamachs,
54 die
Söhne Neziachs, die Söhne Hatiphas.
55 Die
Söhne der Knechte Salomos: die Söhne Sotais, die Söhne
Sophereths, die Söhne Perudas,
56 die
Söhne Jaalas, die Söhne Darkons, die Söhne Giddels,
57 die
Söhne Schephatjas, die Söhne Hattils, die Söhne
Pokereths-Hazzebaim, die Söhne Amis.
58
Alle Nethinim und Söhne der Knechte Salomos:
dreihundertzweiundneunzig.
59 Und
diese sind es, die aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub, Addan,
Immer hinaufzogen; aber sie konnten ihr Vaterhaus und ihre
Abkunft nicht angeben, ob sie aus Israel wären:
60 die
Söhne Delajas, die Söhne Tobijas, die Söhne Nekodas,
sechshundertzweiundfünfzig.
61 Und
von den Söhnen der Heilige (e-r): die Söhne Habajas, die Söhne
Hakkoz’, die Söhne Barsillais, der ein Weib von den Töchtern
Barsillais, des Gileaditers, genommen hatte und nach ihrem Namen
genannt wurde.
62
Diese suchten ihr Geschlechtsregisterverzeichnis, aber es wurde
nicht gefunden; und sie wurden von dem Heilige (e-r)tum als
unrein ausgeschlossen.
63 Und
der Tirsatha sprach zu ihnen, daß sie von dem Hochheiligen nicht
essen dürften, bis ein Heilige (e-r) für die Urim und die
Thummim aufstände.
64 Die
ganze Versammlung insgesamt war zweiundvierzigtausend
dreihundertsechzig,
65
außer ihren Knechten und ihren Mägden; dieser waren
siebentausend dreihundertsiebenunddreißig. Und sie hatten noch
zweihundert Sänger und Sängerinnen.
66
Ihrer Rosse waren siebenhundertsechsunddreißig, ihrer Maultiere
zweihundertfünfundvierzig,
67
ihrer Kamele vierhundertfünfunddreißig, der Esel sechstausend
siebenhundertzwanzig.
68 Und
als sie zum Hause Jehovas in Jerusalem kamen, gaben einige von
den Häuptern der Väter freiwillig für das Haus Gottes, um es an
seiner Stätte aufzurichten.
69
Nach ihrem Vermögen gaben sie für den Schatz des Werkes: an Gold
einundsechzigtausend Dariken und an Silber fünftausend Minen,
und hundert Heilige (e-r)leibröcke.
70 Und
die Heilige (e-r) und die Leviten und die aus dem Volke und die
Sänger und die Torhüter und die Nethinim wohnten in ihren
Städten; und ganz Israel wohnte in seinen Städten.
3,1
Und als der siebte Monat herankam, und die Kinder Israel in den
Städten waren, da versammelte sich das Volk wie ein Mann nach
Jerusalem.
2 Und
Jeschua, der Sohn Jozadaks, und seine Brüder, die Heilige (e-r),
und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und seine Brüder machten
sich auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer
darauf zu opfern, wie geschrieben steht in dem Gesetz Moses, des
Mannes Gottes.
3 Und
sie richteten den Altar auf an seiner Stätte, denn ein Schrecken
war auf ihnen vor den Völkern der Länder; und sie opferten auf
ihm Brandopfer dem Jehova, die Morgenund Abendbrandopfer.
4 Und
sie feierten das Laubhüttenfest, wie es vorgeschrieben ist; und
sie opferten Brandopfer Tag für Tag, nach der Zahl, nach der
Vorschrift, das Tägliche an seinem Tage;
5 und
danach das beständige Brandopfer und diejenigen der Neumonde und
aller geheiligten Feste Jehovas, und die Brandopfer eines jeden,
der Jehova eine freiwillige Gabe brachte.
6 Am
ersten Tage des siebten Monats fingen sie an, Jehova Brandopfer
zu opfern; aber der Grund des Tempels Jehovas war noch nicht
gelegt.
7 Und
sie gaben den Steinhauern und den Zimmerleuten Geld, und Speise
und Trank und Öl den Zidoniern und den Tyrern, damit sie
Zedernholz vom Libanon nach dem Meere von Japho brächten, gemäß
der Vollmacht Kores’, des Königs von Persien, an sie.
8 Und
im zweiten Jahre ihres Kommens zum Hause Gottes in Jerusalem, im
zweiten Monat, begannen Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und
Jeschua, der Sohn Jozadaks, und ihre übrigen Brüder, die Heilige
(e-r) und die Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach
Jerusalem gekommen waren, und sie bestellten die Leviten von
zwanzig Jahren an und darüber, um Aufsicht zu führen über das
Werk des Hauses Jehovas.
9 Und
Jeschua, seine Söhne und seine Brüder, Kadmiel und seine Söhne,
die Söhne Judas, standen wie ein Mann, um Aufsicht zu führen
über die, welche das Werk am Hause Gottes taten; auch die Söhne
Henadads, ihre Söhne und ihre Brüder, die Leviten.
10 Und
als die Bauleute den Grund zum Tempel Jehovas legten, ließ man
die Heilige (e-r) in ihrer Kleidung hintreten, mit Trompeten,
und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Zimbeln, um Jehova zu
loben nach der Anweisung Davids, des Königs von Israel.
11 Und
sie hoben einen Wechselgesang an mit Lob und Dank dem Jehova:
denn er ist gütig, denn seine Güte währt ewiglich über Israel.
Und das ganze Volk erhob ein großes Jubelgeschrei beim Lobe
Jehovas, weil der Grund zum Hause Jehovas gelegt wurde.
12
Viele aber von den Heilige (e-r)n und den Leviten und den
Häuptern der Väter, den Alten, welche das erste Haus gesehen
hatten, weinten mit lauter Stimme, als vor ihren Augen der Grund
zu diesem Hause gelegt wurde; viele aber erhoben ihre Stimme mit
freudigem Jauchzen.
13 Und
das Volk konnte den Schall des freudigen Jauchzens nicht
unterscheiden von der Stimme des Weinens im Volke; denn das Volk
erhob ein großes Jubelgeschrei, und der Schall wurde gehört bis
in die Ferne.
4,1
Und die Feinde Judas und Benjamins hörten, daß die Kinder der
Wegführung Jehova, dem Gott Israels, einen Tempel bauten;
2 und
sie traten zu Serubbabel und zu den Häuptern der Väter und
sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen; denn wir suchen
euren Gott wie ihr; und ihm opfern wir seit den Tagen
Esar-Haddons, des Königs von Assyrien, der uns hierher
heraufgeführt hat.
3 Aber
Serubbabel und Jeschua und die übrigen Häupter der Väter Israels
sprachen zu ihnen: Es geziemt euch nicht, mit uns unserem Gott
ein Haus zu bauen; sondern wir allein wollen Jehova, dem Gott
Israels, bauen, wie der König Kores, der König von Persien, uns
geboten hat.
4 Da
suchte das Volk des Landes die Hände des Volkes Juda schlaff zu
machen und sie vom Bauen abzuschrecken.
5 Und
sie dingten Ratgeber wider sie, um ihren Plan zu vereiteln, alle
die Tage Kores’, des Königs von Persien, und bis zur Regierung
Darius’, des Königs von Persien.
6 Und
unter der Regierung des Ahasveros, im Anfange seiner Regierung,
schrieben sie eine Anklage wider die Bewohner von Juda und
Jerusalem.
7 Und
in den Tagen Artasastas schrieben Bischlam, Mithredath, Tabeel
und seine übrigen Genossen an Artasasta, den König von Persien.
Die Schrift des Briefes war aber aramäisch geschrieben und ins
Aramäische übersetzt.
8
Rechum, der Statthalter, und Schimschai, der Schreiber,
schrieben an Artasasta, den König, einen Brief wider Jerusalem
also:
9
damals schrieben nämlich Rechum, der Statthalter, und
Schimschai, der Schreiber, und ihre übrigen Genossen, Diniter
und Apharsathkiter, Tarpeliter, Apharsiter, Arkewiter,
Babylonier, Susaniter, Dehiter und Elamiter,
10 und
die übrigen Völker, welche der große und erlauchte Osnappar
wegführte und in den Städten Samarias und in dem übrigen Gebiete
jenseit des Stromes wohnen ließ, und so weiter:
11
dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn, an den König
Artasasta, sandten: Deine Knechte, die Männer diesseit des
Stromes, und so weiter.
12 Es
sei dem König kundgetan, daß die Juden, die von dir
heraufgezogen, zu uns nach Jerusalem gekommen sind; sie bauen
die aufrührerische und böse Stadt wieder auf, und vollenden die
Mauern und bessern die Grundlagen aus.
13 So
sei nun dem König kundgetan, daß, wenn diese Stadt wieder
aufgebaut wird, und die Mauern vollendet werden, sie Steuer,
Zoll und Weggeld nicht mehr geben werden, und solches
schließlich die Könige benachteiligen wird.
14
Weil wir nun das Salz des Palastes essen und es uns nicht
geziemt, den Schaden des Königs anzusehen, deswegen senden wir
und tun es dem König kund,
15
damit man in dem Buche der Denkwürdigkeiten deiner Väter
nachsuche; und du wirst in dem Buche der Denkwürdigkeiten
finden, und wirst erkennen, daß diese Stadt eine aufrührerische
Stadt gewesen ist, und nachteilig den Königen und Ländern, und
daß man von den Tagen der Vorzeit her Empörung darin gestiftet
hat, weswegen diese Stadt zerstört worden ist.
16 Wir
tun dem König kund, daß, wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird,
und die Mauern vollendet werden, du deshalb diesseit des Stromes
kein Teil mehr haben wirst.
17 Der
König sandte eine Antwort an Rechum, den Statthalter, und
Schimschai, den Schreiber, und an ihre übrigen Genossen, welche
in Samaria und in dem übrigen Gebiete jenseit des Stromes
wohnten: Frieden, und so weiter.
18 Der
Brief, den ihr an uns gesandt habt, ist deutlich vor mir gelesen
worden.
19 Und
von mir ist Befehl gegeben worden, und man hat nachgesucht und
gefunden, daß diese Stadt von den Tagen der Vorzeit her sich
wider die Könige aufgelehnt hat, und daß Aufruhr und Empörung in
ihr gestiftet worden sind.
20 Und
mächtige Könige sind über Jerusalem gewesen, die über alles
geherrscht haben, was jenseit des Stromes ist; und Steuer, Zoll
und Weggeld wurde ihnen gegeben.
21 So
gebet nun Befehl, diesen Männern zu wehren, damit diese Stadt
nicht wieder aufgebaut werde, bis von mir Befehl gegeben wird.
22 Und
hütet euch, hierin einen Fehler zu begehen; warum sollte der
Schaden wachsen, um den Königen Nachteil zu bringen?
23
Hierauf, sobald die Abschrift des Briefes des Königs Artasasta
vor Rechum und Schimschai, dem Schreiber, und ihren Genossen
gelesen war, gingen sie eilends nach Jerusalem zu den Juden, und
wehrten ihnen mit Gewalt und Macht.
24
Damals hörte die Arbeit am Hause Gottes in Jerusalem auf, und
sie unterblieb bis zum zweiten Jahre der Regierung des Königs
Darius von Persien.
5,1
Und Haggai, der Prophet, und Sacharja, der Sohn Iddos, die
Propheten, weissagten den Juden, die in Juda und in Jerusalem
waren; im Namen des Gottes Israels weissagten sie ihnen.
2 Da
machten sich Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der
Sohn Jozadaks, auf und fingen an, das Haus Gottes in Jerusalem
zu bauen, und mit ihnen die Propheten Gottes, welche sie
unterstützten.
3 In
jener Zeit kamen Tatnai, der Landpfleger diesseit des Stromes,
und Schethar-Bosnai und ihre Genossen zu ihnen und sprachen zu
ihnen also: Wer hat euch Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen
und diese Mauer zu vollenden?
4
Darauf sagten wir ihnen, welches die Namen der Männer wären, die
diesen Bau ausführten.
5 Aber
das Auge ihres Gottes war über den Ältesten der Juden, daß sie
ihnen nicht wehrten, bis die Sache an Darius gelangte und man
dann einen Brief darüber zurückschickte.
6
Abschrift des Briefes, den Tatnai, der Landpfleger jenseit des
Stromes, und Schethar-Bosnai und seine Genossen, die
Apharsakiter, die jenseit des Stromes wohnten, an den König
Darius sandten.
7 Sie
sandten einen Bericht an ihn, und also war darin geschrieben:
Darius, dem König, allen Frieden!
8 Es
sei dem König kundgetan, daß wir in die Landschaft Juda zu dem
Hause des großen Gottes gegangen sind; und es wird mit
Quadersteinen erbaut, und Balken werden in die Wände gelegt, und
diese Arbeit wird eifrig betrieben, und sie gedeiht unter ihrer
Hand.
9 Da
haben wir jene Ältesten gefragt und also zu ihnen gesprochen:
Wer hat euch Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen und diese
Mauer zu vollenden?
10 Und
auch nach ihren Namen haben wir sie gefragt, um sie dir
kundzutun, damit wir die Namen der Männer aufschrieben, die ihre
Häupter sind.
11 Und
also gaben sie uns Antwort und sprachen: Wir sind die Knechte
des Gottes des Himmels und der Erde, und wir bauen das Haus
wieder auf, das viele Jahre zuvor gebaut wurde; und ein großer
König von Israel hatte es gebaut und vollendet.
12
Aber seitdem unsere Väter den Gott des Himmels gereizt haben,
hat er sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, des
Chaldäers, gegeben, und er hat dieses Haus zerstört und das Volk
nach Babel weggeführt.
13
Doch im ersten Jahre Kores’, des Königs von Babel, hat der König
Kores Befehl gegeben, dieses Haus Gottes wieder aufzubauen.
14 Und
auch die goldenen und silbernen Geräte des Hauses Gottes, welche
Nebukadnezar aus dem Tempel, der zu Jerusalem war,
herausgenommen und in den Tempel zu Babel gebracht hatte, die
hat der König Kores aus dem Tempel zu Babel herausgenommen und
sie einem gegeben, dessen Name Sesbazar war, den er zum
Landpfleger einsetzte.
15 Und
er sprach zu ihm: Nimm diese Geräte, ziehe hin, lege sie nieder
in dem Tempel, der zu Jerusalem ist; und das Haus Gottes werde
wieder aufgebaut an seiner früheren Stätte.
16 Da
kam dieser Sesbazar und legte den Grund des Hauses Gottes, das
in Jerusalem ist; und von da an bis jetzt wird daran gebaut, es
ist aber noch nicht vollendet.
17 Und
nun, wenn es den König gutdünkt, so werde nachgesucht in dem
Schatzhause des Königs, welches dort zu Babel ist, ob es so sei,
daß vom König Kores Befehl gegeben worden ist, dieses Haus
Gottes in Jerusalem zu bauen; und der König sende uns seinen
Willen hierüber zu.
6,1 Da
gab der König Darius Befehl, und man suchte nach in dem
Urkundenhause, worin man die Schätze niederlegte zu Babel.
2 Und
es wurde zu Achmetha, in der Burg, die in der Landschaft Medien
liegt, eine Rolle gefunden; und darin war eine Denkschrift also
geschrieben:
3 Im
ersten Jahre des Königs Kores gab der König Kores Befehl: Das
Haus Gottes in Jerusalem anlangend: Dieses Haus soll wieder
aufgebaut werden als eine Stätte, wo man Schlachtopfer opfert.
Und seine Grundlagen sollen aufgerichtet werden: seine Höhe
sechzig Ellen, seine Breite sechzig Ellen;
4 drei
Lagen von Quadersteinen und eine Lage von neuen Balken. Und die
Kosten sollen aus dem Hause des Königs bestritten werden.
5 Und
auch die goldenen und silbernen Geräte des Hauses Gottes, welche
Nebukadnezar aus dem Tempel, der zu Jerusalem war,
herausgenommen und nach Babel gebracht hat, soll man
zurückgeben, daß ein jedes wieder in den Tempel zu Jerusalem
komme, an seinen Ort; und du sollst sie in dem Hause Gottes
niederlegen.
6 Nun
denn, Tatnai, Landpfleger jenseit des Stromes, Schethar-Bosnai
und eure Genossen, die Apharsakiter, die ihr jenseit des Stromes
seid, entfernet euch von dannen!
7 Laßt
die Arbeit geschehen an diesem Hause Gottes; der Landpfleger der
Juden und die Ältesten der Juden mögen dieses Haus Gottes an
seiner früheren Stätte wieder aufbauen.
8 Und
von mir wird Befehl gegeben wegen dessen, was ihr diesen
Ältesten der Juden für den Bau dieses Hauses Gottes tun sollt;
nämlich, von den Gütern des Königs, aus der Steuer jenseit des
Stromes, sollen diesen Männern die Kosten pünktlich gegeben
werden, damit sie nicht gehindert seien.
9 Und
was nötig ist, sowohl junge Stiere, als auch Widder und Lämmer
zu Brandopfern für den Gott des Himmels, Weizen, Salz, Wein und
Öl, soll ihnen nach dem Geheiß der Heilige (e-r), die in
Jerusalem sind, Tag für Tag unfehlbar gegeben werden,
10
damit sie dem Gott des Himmels Opfer lieblichen Geruchs
darbringen und für das Leben des Königs und seiner Söhne beten.
11 Und
von mir wird Befehl gegeben: Welcher Mensch diesen Erlaß
abändern wird, von dessen Hause soll ein Balken ausgerissen und
er, aufgehängt, daran geschlagen werden; und sein Haus soll
dieserhalb zu einer Kotstätte gemacht werden.
12 Der
Gott aber, der seinen Namen daselbst wohnen läßt, stürze jeden
König und jedes Volk nieder, die ihre Hand ausstrecken werden,
diesen Erlaß abzuändern, um dieses Haus Gottes zu zerstören, das
in Jerusalem ist! Ich, Darius, habe den Befehl gegeben;
pünktlich soll er vollzogen werden!
13 Da
taten Tatnai, der Landpfleger jenseit des Stromes,
Schethar-Bosnai und ihre Genossen, wegen dessen was der König
Darius entboten hatte, pünktlich also.
14 Und
die Ältesten der Juden bauten; und es gelang ihnen durch die
Weissagung Haggais, des Propheten, und Sacharjas, des Sohnes
Iddos; und sie bauten und vollendeten nach dem Befehle des
Gottes Israels, und nach dem Befehl Kores’ und Darius’ und
Artasastas, des Königs von Persien.
15 Und
dieses Haus wurde beendet bis zum dritten Tage des Monats Adar,
das ist das sechste Jahr der Regierung des Königs Darius.
16 Und
die Kinder Israel, die Heilige (e-r) und die Leviten und die
übrigen Kinder der Wegführung, feierten die Einweihung dieses
Hauses Gottes mit Freuden.
17 Und
sie brachten dar zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert
Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer; und zum
Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke, nach der Zahl der
Stämme Israels.
18 Und
sie stellten die Heilige (e-r) in ihre Klassen und die Leviten
in ihre Abteilungen zum Dienste Gottes in Jerusalem, nach der
Vorschrift des Buches Moses.
19 Und
die Kinder der Wegführung feierten das Passah am vierzehnten
Tage des ersten Monats.
20
Denn die Heilige (e-r) und die Leviten hatten sich gereinigt wie
ein Mann; sie waren alle rein. Und sie schlachteten das Passah
für alle Kinder der Wegführung und für ihre Brüder, die Heilige
(e-r), und für sich selbst.
21 Und
die Kinder Israel, welche aus der Wegführung zurückgekehrt
waren, und ein jeder, der sich von der Unreinigkeit der Nationen
des Landes zu ihnen abgesondert hatte, um Jehova, den Gott
Israels, zu suchen, aßen das Passah.
22 Und
sie feierten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage mit
Freuden; denn Jehova hatte ihnen Freude gegeben und ihnen das
Herz des Königs von Assyrien zugewandt, so daß er ihre Hände
stärkte in dem Werke des Hauses Gottes, des Gottes Israels.
7,1
Und nach diesen Begebenheiten, unter der Regierung Artasastas,
des Königs von Persien, zog Esra, der Sohn Serajas, des Sohnes
Asarjas, des Sohnes Hilkijas,
2 des
Sohnes Schallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitubs,
3 des
Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajoths,
4 des
Sohnes Serachjas, des Sohnes Ussis, des Sohnes Bukkis,
5 des
Sohnes Abischuas, des Sohnes Pinehas’, des Sohnes Eleasars, des
Sohnes Aarons, des HauptHeilige (e-r)s-
6
dieser Esra zog herauf von Babel; und er war ein kundiger
Schriftgelehrter in dem Gesetz Moses, welches Jehova, der Gott
Israels, gegeben hatte. Und weil die Hand Jehovas, seines
Gottes, über ihm war, gab ihm der König all sein Begehr.
7 Und
es zog mit ihm eine Anzahl von den Kindern Israel und von den
Heilige (e-r)n und den Leviten und den Sängern und den Torhütern
und den Nethinim nach Jerusalem hinauf, im siebten Jahre des
Königs Artasasta.
8 Und
er kam nach Jerusalem im fünften Monat, das war das siebte Jahr
des Königs.
9 Denn
am Ersten des ersten Monats hatte er den Hinaufzug aus Babel
festgesetzt; und am Ersten des fünften Monats kam er nach
Jerusalem, weil die gute Hand seines Gottes über ihm war.
10
Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz Jehovas
zu erforschen und zu tun, und in Israel Satzung und Recht zu
lehren.
11 Und
dies ist die Abschrift des Briefes, welchen der König Artasasta
dem Heilige (e-r) Esra, dem Schriftgelehrten, gab, dem
Schriftgelehrten in den Worten der Gebote Jehovas und seinen
Satzungen für Israel:
12
Artasasta, König der Könige, Esra, dem Heilige (e-r), dem
vollkommenen Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes des Himmels,
und so weiter.
13 Von
mir wird Befehl gegeben, daß ein jeder in meinem Reiche, von dem
Volke Israel und seinen Heilige (e-r)n und den Leviten, der
bereitwillig ist, nach Jerusalem zu ziehen, mit dir ziehen mag.
14
Weil du von dem König und seinen sieben Räten gesandt wirst, um
eine Untersuchung über Juda und Jerusalem anzustellen, nach dem
Gesetz deines Gottes, das in deiner Hand ist,
15 und
das Silber und das Gold hinzubringen, das der König und seine
Räte dem Gott Israels, dessen Wohnung in Jerusalem ist,
freiwillig gegeben haben,
16
sowie alles Silber und Gold, das du in der ganzen Landschaft
Babel bekommen wirst, nebst der freiwilligen Gabe des Volkes und
der Heilige (e-r), die freiwillig geben für das Haus ihres
Gottes, das in Jerusalem ist;
17
deshalb kaufe mit Fleiß für dieses Geld Stiere, Widder, Lämmer,
und ihre Speisopfer und ihre Trankopfer, und bringe sie dar auf
dem Altar des Hauses eures Gottes, das in Jerusalem ist.
18 Und
was dich und deine Brüder gutdünkt, mit dem übrigen Silber und
Gold zu tun, das möget ihr nach dem Willen eures Gottes tun.
19 Und
die Geräte, die dir zum Dienste des Hauses deines Gottes gegeben
worden sind, liefere ab vor dem Gott Jerusalems.
20 Und
den übrigen Bedarf des Hauses deines Gottes, was dir auszugeben
vorfallen wird, sollst du aus dem Schatzhause des Königs
ausgeben.
21 Und
von mir, dem König Artasasta, wird an alle Schatzmeister jenseit
des Stromes Befehl gegeben, daß alles, was Esra, der Heilige
(e-r), der Schriftgelehrte im Gesetz des Gottes des Himmels, von
euch fordern wird, pünktlich getan werde,
22 bis
zu hundert Talenten Silber und bis zu hundert Kor Weizen und bis
zu hundert Bath Wein und bis zu hundert Bath Öl, und Salz ohne
Maß.
23
Alles, was nach dem Befehl des Gottes des Himmels ist, soll für
das Haus des Gottes des Himmels sorgfältig getan werden; denn
warum sollte ein Zorn kommen über das Reich des Königs und
seiner Söhne?
24 Und
euch wird kundgetan, daß niemand ermächtigt ist, allen Heilige
(e-r)n und Leviten, Sängern, Torhütern, Nethinim und Dienern
dieses Hauses Gottes Steuer, Zoll und Weggeld aufzuerlegen.
25 Du
aber, Esra, bestelle nach der Weisheit deines Gottes, die bei
dir ist, Richter und Rechtspfleger, welche alles Volk richten
sollen, das jenseit des Stromes ist, alle, welche die Gesetze
deines Gottes kennen; und dem, der sie nicht kennt, sollt ihr
sie kundtun.
26 Und
ein jeder, der das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des
Königs nicht tun wird, an dem soll mit Eifer Gericht geübt
werden, sei es zum Tode, oder zur Verbannung, oder zur Buße an
Gütern, oder zum Gefängnis.
27
Gepriesen sei Jehova, der Gott unserer Väter, der solches in das
Herz des Königs gegeben hat, um das Haus Jehovas zu
verherrlichen, das in Jerusalem ist,
28 und
der mir Güte zugewandt hat vor dem König und seinen Räten und
allen mächtigen Fürsten des Königs! Und ich erstarkte, weil die
Hand Jehovas, meines Gottes, über mir war, und ich versammelte
Häupter aus Israel, daß sie mit mir hinaufzögen.
8,1
Und dies sind die Häupter ihrer Väter und ihr
Geschlechtsverzeichnis, nämlich derer, die unter der Regierung
des Königs Artasasta mit mir aus Babel heraufzogen.
2 Von
den Söhnen Pinehas’: Gersom; von den Söhnen Ithamars: Daniel;
von den Söhnen Davids: Hattusch;
3 von
den Söhnen Schekanjas, von den Söhnen Parhosch’: Sekarja, und
mit ihm waren verzeichnet an Männlichen hundertfünfzig;
4 von
den Söhnen Pachath-Moabs: Eljoenai, der Sohn Serachjas, und mit
ihm zweihundert Männliche;
5 von
den Söhnen Schekanjas: der Sohn Jachasiels, und mit ihm
dreihundert Männliche;
6 und
von den Söhnen Adins: Ebed, der Sohn Jonathans, und mit ihm
fünfzig Männliche;
7 und
von den Söhnen Elams: Jesaja, der Sohn Athaljas, und mit ihm
siebzig Männliche;
8 und
von den Söhnen Schephatjas: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit
ihm achtzig Männliche;
9 und
von den Söhnen Joabs: Obadja, der Sohn Jechiels, und mit ihm
zweihundertachtzehn Männliche;
10 und
von den Söhnen Schelomiths: der Sohn Josiphjas, und mit ihm
hundertsechzig Männliche;
11 und
von den Söhnen Bebais: Sekarja, der Sohn Bebais, und mit ihm
achtundzwanzig Männliche;
12 und
von den Söhnen Asgads: Jochanan, der Sohn Hakkatans, und mit ihm
hundertzehn Männliche;
13 und
von den Söhnen Adonikams: die letzten, und dies sind ihre Namen:
Elipheleth, Jeghiel und Schemaja, und mit ihnen sechzig
Männliche;
14 und
von den Söhnen Bigwais: Uthai und Sabbud, und mit ihnen siebzig
Männliche.
15 Und
ich versammelte sie an den Fluß, der nach Ahawa fließt; und wir
lagerten daselbst drei Tage. Und ich sah mich um unter dem Volke
und unter den Heilige (e-r)n, und ich fand keinen von den Söhnen
Levis daselbst.
16 Da
sandte ich nach Elieser, Ariel, Schemaja und Elnathan und Jarib
und Elnathan und Nathan und Sekarja und Meschullam, den
Häuptern, und Jojarib und Elnathan, den einsichtigen Männern,
17 und
entbot sie an Iddo, das Haupt in der Ortschaft Kasiphja, und ich
legte ihnen Worte in den Mund, um sie zu Iddo zu reden und zu
seinen Brüdern, den Nethinim, in der Ortschaft Kasiphja, daß sie
uns Diener für das Haus unseres Gottes brächten.
18 Und
sie brachten uns, weil die gute Hand unseres Gottes über uns
war, einen einsichtsvollen Mann von den Söhnen Machlis, des
Sohnes Levis, des Sohnes Israels; und Scherebja und seine Söhne
und seine Brüder, achtzehn;
19 und
Haschabja und mit ihm Jesaja, von den Söhnen Meraris, seine
Brüder und ihre Söhne, zwanzig;
20 und
von den Nethinim, welche David und die Fürsten zur Bedienung der
Leviten gegeben hatten: zweihundertzwanzig Nethinim; sie alle
waren mit Namen angegeben.
21 Und
ich rief daselbst, am Flusse Ahawa, ein Fasten aus, um uns vor
unserem Gott zu demütigen, um von ihm einen geebneten Weg zu
erbitten für uns und für unsere Kinder und für alle unsere Habe.
22
Denn ich schämte mich, von dem König eine Heeresmacht und Reiter
zu fordern, um uns gegen den Feind auf dem Wege beizustehen;
denn wir hatten zu dem König gesprochen und gesagt: Die Hand
unseres Gottes ist über allen, die ihn suchen, zum Guten; aber
seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen.
23 Und
so fasteten wir und erbaten dieses von unserem Gott; und er ließ
sich von uns erbitten.
24 Und
ich sonderte von den Obersten der Heilige (e-r) zwölf aus:
Scherebja, Haschabja, und mit ihnen zehn von ihren Brüdern;
25 und
ich wog ihnen das Silber und das Gold und die Geräte dar, das
Hebopfer für das Haus unseres Gottes, welches der König und
seine Räte und seine Fürsten und ganz Israel, das vorhanden war,
geschenkt hatten.
26 Und
ich wog in ihre Hand dar: sechshundertundfünfzig Talente Silber;
und an silbernen Geräten: hundert Talente; an Gold: hundert
Talente;
27 und
zwanzig goldene Becher zu tausend Dariken; und zwei Geräte von
goldglänzendem, feinem Erze, kostbar wie Gold.
28 Und
ich sprach zu ihnen: Ihr seid Jehova heilig, und die Geräte sind
heilig; und das Silber und das Gold ist eine freiwillige Gabe
für Jehova, den Gott eurer Väter.
29
Seid wachsam und bewahret es, bis ihr es darwäget vor den
Obersten der Heilige (e-r) und der Leviten und den Obersten der
Väter Israels zu Jerusalem, in die Zellen des Hauses Jehovas.
30 Und
die Heilige (e-r) und die Leviten nahmen das dargewogene Silber
und Gold und die Geräte in Empfang, um sie nach Jerusalem in das
Haus unseres Gottes zu bringen.
31 Und
wir brachen auf von dem Flusse Ahawa am Zwölften des ersten
Monats, um nach Jerusalem zu ziehen; und die Hand unseres Gottes
war über uns, und er errettete uns von der Hand des Feindes und
des am Wege Lauernden.
32 Und
wir kamen nach Jerusalem und blieben daselbst drei Tage.
33 Und
am vierten Tage wurden das Silber und das Gold und die Geräte im
Hause unseres Gottes dargewogen in die Hand Meremoths, des
Sohnes Urijas, des Heilige (e-r)s, und mit ihm war Eleasar, der
Sohn Pinehas’, und mit ihnen Josabad, der Sohn Jeschuas, und
Noadja, der Sohn Binnuis, die Leviten-
34
nach der Zahl, nach dem Gewicht von allem; und das ganze Gewicht
wurde zu selbiger Zeit aufgeschrieben.
35 Die
aus der Gefangenschaft Gekommenen, die Kinder der Wegführung,
brachten dem Gott Israels Brandopfer dar: zwölf Farren für ganz
Israel, sechsundneunzig Widder, siebenundsiebzig Schafe, und
zwölf Böcke zum Sündopfer, das Ganze als Brandopfer dem Jehova.
36 Und
sie übergaben die Befehle des Königs den Satrapen des Königs und
den Landpflegern diesseit des Stromes; und diese unterstützten
das Volk und das Haus Gottes.
9,1
Und als dieses ausgerichtet war, traten die Obersten zu mir und
sprachen: Das Volk Israel und die Heilige (e-r) und die Leviten
haben sich nicht von den Völkern der Länder, nach deren Greueln,
abgesondert, nämlich der Kanaaniter, der Hethiter, der
Perisiter, der Jebusiter, der Ammoniter, der Moabiter, der
Ägypter und der Amoriter;
2 denn
sie haben von ihren Töchtern für sich und für ihre Söhne
genommen, und so hat sich der heilige Same mit den Völkern der
Länder vermischt; und die Hand der Obersten und der Vorsteher
ist in dieser Treulosigkeit die erste gewesen.
3 Und
als ich diese Sache hörte, zerriß ich mein Kleid und mein
Obergewand, und raufte mir Haare meines Hauptes und meines
Bartes aus, und saß betäubt da.
4 Und
zu mir versammelten sich alle, die da zitterten vor den Worten
des Gottes Israels wegen der Treulosigkeit der Weggeführten; und
ich saß betäubt da bis zum Abendopfer.
5 Und
beim Abendopfer stand ich auf von meiner Demütigung, indem ich
mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich beugte
mich auf meine Knie nieder und breitete meine Hände aus zu
Jehova, meinem Gott,
6 und
ich sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, mein
Angesicht zu dir, mein Gott, zu erheben! Denn unsere Missetaten
sind uns über das Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß
geworden bis an den Himmel.
7 Von
den Tagen unserer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis
auf diesen Tag; und um unserer Missetaten willen sind wir, wir,
unsere Könige, unsere Heilige (e-r), der Hand der Könige der
Länder übergeben worden, dem Schwerte, der Gefangenschaft und
dem Raube und der Beschämung des Angesichts, wie es an diesem
Tage ist.
8 Und
nun ist uns für einen kleinen Augenblick Gnade von seiten
Jehovas, unseres Gottes, zuteil geworden, indem er uns
Entronnene übriggelassen und uns einen Pflock gegeben hat an
seiner heiligen Stätte, damit unser Gott unsere Augen erleuchte
und uns ein wenig aufleben lasse in unserer Knechtschaft.
9 Denn
Knechte sind wir; aber in unserer Knechtschaft hat unser Gott
uns nicht verlassen; und er hat uns Güte zugewandt vor den
Königen von Persien, so daß sie uns ein Aufleben verliehen, um
das Haus unseres Gottes aufzubauen und seine Trümmer
aufzurichten, und uns eine Mauer zu geben in Juda und in
Jerusalem.
10 Und
nun, unser Gott, was sollen wir nach diesem sagen? Denn wir
haben deine Gebote verlassen,
11 die
du uns durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, indem
du sprachst: Das Land, wohin ihr kommet, um es in Besitz zu
nehmen, ist ein unreines Land, wegen der Unreinigkeit der Völker
der Länder, wegen ihrer Greuel, mit denen sie es angefüllt haben
von einem Ende bis zum anderen durch ihre Verunreinigung.
12 So
sollt ihr nun nicht eure Töchter ihren Söhnen geben, und ihre
Töchter nicht für eure Söhne nehmen; und ihr sollt ihren Frieden
und ihr Wohl nicht suchen ewiglich: damit ihr stark seiet und
das Gut des Landes esset und es auf eure Söhne vererbet
ewiglich.
13 Und
nach allem, was wegen unserer bösen Taten und wegen unserer
großen Schuld über uns gekommen ist, wiewohl du, unser Gott,
mehr geschont hast, als unsere Missetaten es verdienten, und du
uns Entronnene gegeben hast, wie diese hier-
14
sollten wir wiederum deine Gebote brechen und uns mit diesen
Greuelvölkern verschwägern? Wirst du nicht wider uns erzürnen
bis zur Vertilgung, daß kein Überrest und keine Entronnenen mehr
bleiben?
15
Jehova, Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind als
Entronnene übriggeblieben, wie es an diesem Tage ist. Siehe, wir
sind vor dir in unserer Schuld; denn dieserhalb kann man nicht
vor dir bestehen.
10,1
Und als Esra betete, und als er bekannte, weinend und vor dem
Hause Gottes hingestreckt, versammelte sich zu ihm aus Israel
eine sehr große Versammlung von Männern und Weibern und Kindern;
denn das Volk weinte mit vielem Weinen.
2 Und
Schekanja, der Sohn Jechiels, von den Söhnen Elams, hob an und
sprach zu Esra: Wir haben treulos gehandelt gegen unseren Gott
und haben fremde Weiber aus den Völkern des Landes heimgeführt;
nun aber ist noch Hoffnung für Israel betreffs dieser Sache.
3 So
laßt uns jetzt einen Bund machen mit unserem Gott, daß wir alle
Weiber und die von ihnen geboren sind hinaustun, nach dem Rate
meines Herrn und derer, die da zittern vor dem Gebote unseres
Gottes; und es soll nach dem Gesetz gehandelt werden.
4
Stehe auf, denn dir liegt die Sache ob; und wir werden mit dir
sein. Sei stark und handle!
5 Da
stand Esra auf, und er ließ die Obersten der Heilige (e-r), der
Leviten und des ganzen Israel schwören, nach diesem Worte zu
tun. Und sie schwuren.
6 Und
Esra stand auf vor dem Hause Gottes und ging in die Zelle
Jochanans, des Sohnes Eljaschibs; und er ging dahin, er aß kein
Brot und trank kein Wasser, denn er trauerte über die
Treulosigkeit der Weggeführten.
7 Und
sie ließen durch Juda und Jerusalem einen Ruf ergehen an alle
Kinder der Wegführung, daß sie sich nach Jerusalem versammeln
sollten.
8 Und
wer irgend binnen drei Tagen nicht käme, nach dem Rate der
Obersten und Ältesten, dessen ganze Habe sollte verbannt, und er
selbst aus der Versammlung der Weggeführten ausgeschlossen
werden.
9 Da
versammelten sich alle Männer von Juda und Benjamin binnen drei
Tagen nach Jerusalem… das war der neunte Monat, am Zwanzigsten
des Monats. Und das ganze Volk saß auf dem Platze des Hauses
Gottes, zitternd um der Sache willen und infolge der Regengüsse.
10 Da
stand Esra, der Heilige (e-r), auf und sprach zu ihnen: Ihr habt
treulos gehandelt und habt fremde Weiber heimgeführt, um die
Schuld Israels zu mehren.
11 So
leget nun Bekenntnis ab vor Jehova, dem Gott eurer Väter; und
tut sein Wohlgefallen und sondert euch ab von den Völkern des
Landes und von den fremden Weibern!
12 Und
die ganze Versammlung antwortete und sprach mit lauter Stimme:
Nach deinen Worten, also liegt es uns ob zu tun!
13
Aber das Volk ist zahlreich; und es ist die Regenzeit, so daß
man nicht draußen zu stehen vermag; auch ist es nicht ein
Geschäft von einem Tage oder von zweien, denn viele unter uns
haben in dieser Sache übertreten.
14 Laß
doch unsere Obersten für die ganze Versammlung dastehen; und
alle, die in unseren Städten sind, welche fremde Weiber
heimgeführt haben, mögen zu bestimmten Zeiten kommen, und mit
ihnen die Ältesten jeder Stadt und ihre Richter, so lange diese
Sache währt, bis die Glut des Zornes unseres Gottes von uns
abgewendet werde.
15 Nur
Jonathan, der Sohn Asaels, und Jachseja, der Sohn Tikwas, traten
dagegen auf; und Meschullam und Schabbethai, der Levit, standen
ihnen bei.
16 Und
die Kinder der Wegführung taten also. Und es wurden ausgesondert
Esra, der Heilige (e-r), und Männer, Häupter der Väter nach
ihren Vaterhäusern, und zwar alle mit Namen; und sie setzten
sich nieder am ersten Tage des zehnten Monats, um die Sache zu
untersuchen.
17 Und
sie kamen bis zum ersten Tage des ersten Monats mit allem zu
Ende, hinsichtlich der Männer, die fremde Weiber heimgeführt
hatten.
18 Und
es fanden sich unter den Söhnen der Heilige (e-r), welche fremde
Weiber heimgeführt hatten, folgende: von den Söhnen Jeschuas,
des Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Maaseja und Elieser und
Jarib und Gedalja.
19 Und
sie gaben ihre Hand darauf, daß sie ihre Weiber hinaustun und
einen Widder vom Kleinvieh für ihre Schuld entrichten wollten.
20 Und
von den Söhnen Immers: Hanani und Sebadja;
21 und
von den Söhnen Harims: Maaseja und Elija und Schemaja und
Jechiel und Ussija;
22 und
von den Söhnen Paschchurs: Eljoenai, Maaseja, Ismael, Nethaneel,
Josabad und Elasa.
23 Und
von den Leviten: Josabad und Simei und Kelaja (das ist Kelita),
Pethachja, Juda und Elieser.
24 Und
von den Sängern: Eljaschib. Und von den Torhütern: Schallum und
Telem und Uri.
25 Und
von Israel: von den Söhnen Parhosch’: Ramja und Jissija und
Malkija und Mijamin und Eleasar und Malkija und Benaja:
26 und
von den Söhnen Elams: Mattanja, Sekarja und Jechiel und Abdi und
Jeremoth und Elija;
27 und
von den Söhnen Sattus: Eljoenai, Eljaschib, Mattanja und
Jeremoth und Sabad und Asisa;
28 und
von den Söhnen Bebais: Jochanan, Hananja, Sabbai, Athlai;
29 und
von den Söhnen Banis: Meschullam, Malluk und Adaja, Jaschub und
Scheal, Jeremoth;
30 und
von den Söhnen Pachath-Moabs: Adna und Kelal, Benaja, Maaseja,
Mattanja, Bezaleel und Binnui und Manasse;
31 und
von den Söhnen Harims: Elieser, Jischija, Malkija, Schemaja,
Simeon,
32
Benjamin, Malluk, Schemarja;
33 von
den Söhnen Haschums: Mattenai; Mattatta, Sabad, Elipheleth,
Jeremai, Manasse, Simei;
34 von
den Söhnen Banis: Maadai, Amram und Ül,
35
Benaja, Bedja, Keluhi,
36
Wanja, Meremoth, Eljaschib,
37
Mattanja, Mattenai und Jaasai,
38 und
Bani und Binnui, Simei,
39 und
Schelemja und Nathan und Adaja,
40
Maknadbai, Schaschai, Scharai,
41
Asarel und Schelemja, Schemarja,
42
Schallum, Amarja, Joseph;
43 von
den Söhnen Nebos: Jeghiel, Mattithja, Sabad, Sebina, Jaddai und
Joel, Benaja.
44
Alle diese hatten fremde Weiber genommen, und es gab unter ihnen
Weiber, welche Kinder geboren hatten.
Nehemia
1,1
Geschichte Nehemias, des Sohnes Hakaljas. Und es geschah im
Monat Kislew des zwanzigsten Jahres, als ich in der Burg Susan
war,
2 da
kam Hanani, einer von meinen Brüdern, er und einige Männer aus
Juda. Und ich fragte sie nach den Juden, den Entronnenen, die
von der Gefangenschaft übriggeblieben waren, und nach Jerusalem.
3 Und
sie sprachen zu mir: Die Übriggebliebenen, die von der
Gefangenschaft dort in der Landschaft übriggeblieben sind, sind
in großem Unglück und in Schmach; und die Mauer von Jerusalem
ist niedergerissen, und seine Tore sind mit Feuer verbrannt.
4 Und
es geschah, als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin und
weinte und trug Leid tagelang; und ich fastete und betete vor
dem Gott des Himmels und sprach:
5 Ach,
Jehova, Gott des Himmels, du, der große und furchtbare Gott, der
den Bund und die Güte denen bewahrt, die ihn lieben und seine
Gebote halten:
6 laß
doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen offen sein, daß du
hörest auf das Gebet deines Knechtes, welches ich heute, Tag und
Nacht, für die Kinder Israel, deine Knechte, vor dir bete, und
wie ich die Sünden der Kinder Israel bekenne, die wir gegen dich
begangen haben! Auch wir, ich und meines Vaters Haus, haben
gesündigt.
7 Wir
haben sehr verderbt gegen dich gehandelt und haben nicht
beobachtet die Gebote und die Satzungen und die Rechte, welche
du deinem Knechte Mose geboten hast.
8
Gedenke doch des Wortes, das du deinem Knechte Mose geboten
hast, indem du sprachst: Werdet ihr treulos handeln, so werde
ich euch unter die Völker zerstreuen;
9 wenn
ihr aber zu mir umkehret und meine Gebote beobachtet und sie
tut: sollten eure Vertriebenen am Ende des Himmels sein, so
würde ich sie von dannen sammeln und sie an den Ort bringen, den
ich erwählt habe, um meinen Namen daselbst wohnen zu lassen!
10 Sie
sind ja deine Knechte und dein Volk, das du erlöst hast durch
deine große Kraft und deine starke Hand.
11
Ach, Herr, laß doch dein Ohr aufmerksam sein auf das Gebet
deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die Gefallen
daran finden, deinen Namen zu fürchten; und laß es doch deinem
Knechte heute gelingen und gewähre ihm Barmherzigkeit vor diesem
Manne! Ich war nämlich Mundschenk des Königs.
2,1
Und es geschah im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahre des Königs
Artasasta, als Wein vor ihm war, da nahm ich den Wein und gab
ihn dem König; ich war aber nie traurig vor ihm gewesen.
2 Und
der König sprach zu mir: Warum ist dein Angesicht traurig? Und
doch bist du nicht krank; es ist nichts anderes als Traurigkeit
des Herzens. Da fürchtete ich mich gar sehr.
3 Und
ich sprach zu dem König: Der König lebe ewiglich! Warum sollte
mein Angesicht nicht traurig sein, da die Stadt, die
Begräbnisstätte meiner Väter, wüst liegt, und ihre Tore vom
Feuer verzehrt sind?
4 Und
der König sprach zu mir: Um was bittest du denn? Da betete ich
zu dem Gott des Himmels;
5 und
ich sprach zu dem König: Wenn es den König gut dünkt, und wenn
dein Knecht wohlgefällig vor dir ist, so bitte ich, daß du mich
nach Juda sendest zu der Stadt der Begräbnisse meiner Väter,
damit ich sie wieder aufbaue.
6 Da
sprach der König zu mir und die Königin saß neben ihm: Wie lange
wird deine Reise währen, und wann wirst du zurückkehren? Und es
gefiel dem König, mich zu senden; und ich bestimmte ihm eine
Zeit.
7 Und
ich sprach zu dem König: Wenn es den König gut dünkt, so gebe
man mir Briefe an die Landpfleger jenseit des Stromes, daß sie
mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme;
8 und
einen Brief an Asaph, den Hüter des königlichen Forstes, daß er
mir Holz gebe, um die Tore der Burg zu bälken, welche zum Hause
gehört, und für die Mauer der Stadt, und für das Haus, in
welches ich ziehen werde. Und der König gab es mir, weil die
gute Hand meines Gottes über mir war.
9 Und
ich kam zu den Landpflegern jenseit des Stromes und gab ihnen
die Briefe des Königs. Der König hatte aber Heeroberste und
Reiter mit mir gesandt.
10 Und
als Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische
Knecht, es hörten, verdroß es sie gar sehr, daß ein Mensch
gekommen war, um das Wohl der Kinder Israel zu suchen.
11 Und
ich kam nach Jerusalem und war daselbst drei Tage.
12 Und
ich machte mich des Nachts auf, ich und wenige Männer mit mir;
ich hatte aber keinem Menschen kundgetan, was mein Gott mir ins
Herz gegeben, für Jerusalem zu tun; und kein Tier war bei mir,
außer dem Tiere, auf welchem ich ritt.
13 Und
ich zog des Nachts durch das Taltor hinaus, und gegen die
Drachenquelle hin, und nach dem Misttore; und ich besichtigte
die Mauern von Jerusalem, welche niedergerissen, und ihre Tore,
die vom Feuer verzehrt waren.
14 Und
ich zog hinüber zum Quellentore und zum Königsteiche, und es war
kein Raum zum Durchkommen für das Tier, welches unter mir war.
15 Und
ich zog des Nachts das Tal hinauf und besichtigte die Mauer; und
ich kam wieder durch das Taltor herein und kehrte zurück.
16 Die
Vorsteher wußten aber nicht, wohin ich gegangen war und was ich
tat; denn ich hatte den Juden und den Heilige (e-r)n und den
Edlen und den Vorstehern und den Übrigen, die das Werk taten,
bis dahin nichts kundgetan.
17 Und
ich sprach zu ihnen: Ihr sehet das Unglück, in welchem wir sind,
daß Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit Feuer verbrannt
sind. Kommt und laßt uns die Mauer Jerusalems wieder aufbauen,
daß wir nicht länger zum Hohne seien!
18 Und
ich tat ihnen kund, daß die Hand meines Gottes gütig über mir
gewesen war, und auch die Worte des Königs, die er zu mir
geredet hatte. Da sprachen sie: Wir wollen uns aufmachen und
bauen! Und sie stärkten ihre Hände zum Guten.
19 Als
aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische
Knecht, und Geschem, der Araber, es hörten, spotteten sie über
uns und verachteten uns und sprachen: Was ist das für eine
Sache, die ihr tun wollt? Wollt ihr euch wider den König
empören?
20 Und
ich gab ihnen Antwort und sprach zu ihnen: Der Gott des Himmels,
er wird es uns gelingen lassen; und wir, seine Knechte, wollen
uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Teil noch Recht,
noch Gedächtnis in Jerusalem.
3,1
Und Eljaschib, der Hauptheilige (e-r), und seine Brüder, die
Heilige (e-r), machten sich auf und bauten das Schaftor; sie
heiligten es und setzten seine Flügel ein. Und sie heiligten es
bis an den Turm Mea, bis an den Turm Hananel.
2 Und
ihm zur Seite bauten die Männer von Jericho. Und ihnen zur Seite
baute Sakkur, der Sohn Imris.
3 Und
das Fischtor bauten die Söhne Senaas; sie bälkten es und setzten
seine Flügel, seine Klammern und seine Riegel ein.
4 Und
ihnen zur Seite besserte aus Meremoth, der Sohn Urijas, des
Sohnes Hakkoz’. Und ihm zur Seite besserte aus Meschullam, der
Sohn Berekja, des Sohnes Meschesabeels. Und ihm zur Seite
besserte aus Zadok, der Sohn Baanas.
5 Und
ihm zur Seite besserten die Tekoiter aus; aber die Vornehmen
unter ihnen beugten ihren Nacken nicht unter den Dienst ihres
Herrn.
6 Und
das Tor der alten Mauer besserten aus Jojada, der Sohn Paseachs,
und Meschullam, der Sohn Besodjas; sie bälkten es und setzten
seine Flügel, seine Klammern und seine Riegel ein.
7 Und
ihnen zur Seite besserten aus Melatja, der Gibeoniter, und
Jadon, der Meronothiter, Männer von Gibeon und Mizpa, gegen den
Gerichtsstuhl des Landpflegers diesseit des Stromes hin.
8
Ihnen zur Seite besserte aus Ussiel, der Sohn Harchajas, welche
Goldschmiede waren. Und ihm zur Seite besserte aus Hananja, von
den Salbenmischern. Und sie ließen Jerusalem bis an die breite
Mauer, wie es war.
9 Und
ihm zur Seite besserte aus Rephaja, der Sohn Hurs, der Oberste
des halben Bezirks von Jerusalem.
10 Und
ihm zur Seite besserte aus Jedaja, der Sohn Harumaphs, und zwar
seinem Hause gegenüber. Und ihm zur Seite besserte aus Hattusch,
der Sohn Haschabnejas.
11
Malkija, der Sohn Harims, und Haschub, der Sohn Pachath-Moabs,
besserten eine andere Strecke aus und den Ofenturm.
12 Und
ihnen zur Seite besserte aus Schallum, der Sohn Hallochesch’,
der Oberste des anderen halben Bezirks von Jerusalem, er und
seine Töchter.
13 Das
Taltor besserten aus Hanun und die Bewohner von Sanoach; sie
bauten es und setzten seine Flügel, seine Klammern und seine
Riegel ein, und bauten tausend Ellen an der Mauer bis zum
Misttore.
14 Und
das Misttor besserte aus Malkija, der Sohn Rekabs, der Oberste
des Bezirks von Beth-Kerem; er baute es und setzte seine Flügel,
seine Klammern und seine Riegel ein.
15 Und
das Quelltor besserte aus Schallun, der Sohn Kol-Hoses, der
Oberste des Bezirks von Mizpa; er baute es und überdachte es und
setzte seine Flügel, seine Klammern und seine Riegel ein; und er
baute die Mauer am Teiche Siloah bei dem Garten des Königs und
bis zu den Stufen, welche von der Stadt Davids hinabgehen.
16
Nächst ihm besserte aus Nehemia, der Sohn Asbuks, der Oberste
des halben Bezirks von Beth-Zur, bis gegenüber den Gräbern
Davids und bis zu dem Teiche, der angelegt worden war, und bis
zu dem Hause der Helden.
17
Nächst ihm besserten aus die Leviten, Rechum, der Sohn Banis.
Ihm zur Seite besserte aus Haschabja, der Oberste des halben
Bezirks von Kehila, für seinen Bezirk.
18
Nächst ihm besserten aus ihre Brüder, Bawai, der Sohn Henadads,
der Oberste des anderen halben Bezirks von Kehila.
19 Und
ihm zur Seite besserte Eser, der Sohn Jeschuas, der Oberste von
Mizpa, eine andere Strecke aus, gegenüber dem Aufgang zum
Zeughause des Winkels.
20
Nächst ihm besserte Baruk, der Sohn Sabbais, eine andere Strecke
eifrig aus, vom Winkel bis zum Eingang des Hauses Eljaschibs,
des HohenHeilige (e-r)s.
21
Nächst ihm besserte Meremoth, der Sohn Urijas, des Sohnes
Hakkoz’, eine andere Strecke aus, vom Eingang des Hauses
Eljaschibs bis zum Ende des Hauses Eljaschibs.
22 Und
nächst ihm besserten aus die Heilige (e-r), die Männer des
Jordankreises.
23
Nächst ihnen besserten aus Benjamin und Haschub, ihrem Hause
gegenüber. Nächst ihnen besserte aus Asarja, der Sohn Maasejas,
des Sohnes Ananjas, neben seinem Hause.
24
Nächst ihm besserte Binnui, der Sohn Henadads, eine andere
Strecke aus, vom Hause Asarjas bis an den Winkel und bis an die
Ecke.
25
Palal, der Sohn Usais, besserte aus gegenüber dem Winkel und dem
hohen Turme, welcher an dem Hause des Königs vorspringt, der bei
dem Gefängnishofe ist. Nächst ihm Pedaja, der Sohn Parhosch’.
26 Und
die Nethinim wohnten auf dem Ophel bis gegenüber dem Wassertore
nach Osten und dem vorspringenden Turme.
27
Nächst ihm besserten die Tekoiter eine andere Strecke aus, dem
großen vorspringenden Turme gegenüber und bis zur Mauer des
Ophel.
28
Oberhalb des Roßtores besserten die Heilige (e-r) aus, ein jeder
seinem Hause gegenüber.
29
Nächst ihnen besserte aus Zadok, der Sohn Immers, seinem Hause
gegenüber. Und nächst ihm besserte aus Schemaja, der Sohn
Schekanjas, der Hüter des Osttores.
30
Nächst ihm besserten Hananja, der Sohn Schelemjas, und Hanun,
der sechste Sohn Zalaphs, eine andere Strecke aus. Nächst ihm
besserte aus Meschullam, der Sohn Berekjas, seiner Zelle
gegenüber.
31
Nächst ihm besserte aus Malkija, von den Goldschmieden, bis an
das Haus der Nethinim und der Krämer, dem Tore Miphkad gegenüber
und bis an das Obergemach der Ecke.
32 Und
zwischen dem Obergemach der Ecke und dem Schaftore besserten die
Goldschmiede und die Krämer aus.
4,1
Und es geschah, als Sanballat hörte, daß wir die Mauer bauten,
da wurde er zornig und ärgerte sich sehr.
2 Und
er spottete über die Juden und sprach vor seinen Brüdern und dem
Heere von Samaria und sagte: Was machen die ohnmächtigen Juden?
Wird man es ihnen zulassen? Werden sie opfern? werden sie es an
diesem Tage vollenden? Werden sie die Steine aus den
Schutthaufen wieder beleben, da sie doch verbrannt sind?
3 Und
Tobija, der Ammoniter, stand neben ihm und sprach: Was sie auch
bauen; wenn ein Fuchs hinaufstiege, so würde er ihre steinerne
Mauer auseinander reißen!
4
Höre, unser Gott, denn wir sind zur Verachtung geworden; und
bringe ihren Hohn auf ihren Kopf zurück, und gib sie dem Raube
hin in einem Lande der Gefangenschaft!
5 Und
decke ihre Ungerechtigkeit nicht zu, und ihre Sünde werde nicht
ausgelöscht vor deinem Angesicht! Denn sie haben dich gereizt
angesichts der Bauenden.
6 Aber
wir bauten weiter an der Mauer; und die ganze Mauer wurde bis
zur Hälfte geschlossen, und das Volk hatte Mut zur Arbeit.
7 Und
es geschah, als Sanballat und Tobija und die Araber und die
Ammoniter und die Asdoditer hörten, daß die Herstellung der
Mauern Jerusalems zunahm, daß die Risse sich zu schließen
begannen, da wurden sie sehr zornig.
8 Und
sie verschworen sich alle miteinander, zu kommen, um wider
Jerusalem zu streiten und Schaden darin anzurichten.
9 Da
beteten wir zu unserem Gott und stellten aus Furcht vor ihnen
Tag und Nacht Wachen gegen sie auf.
10 Und
Juda sprach: Die Kraft der Lastträger sinkt, und des Schuttes
ist viel, und so vermögen wir nicht mehr an der Mauer zu bauen.
11
Unsere Widersacher aber sprachen: Sie sollen es nicht wissen,
noch sollen sie es sehen, bis wir mitten unter sie kommen und
sie erschlagen und dem Werke Einhalt tun.
12 Und
es geschah, als die Juden, welche neben ihnen wohnten, kamen und
uns wohl zehnmal sagten, aus allen Orten her: Kehret zu uns
zurück!
13 da
stellte ich an niedrigen Stellen des Raumes hinter der Mauer an
nackten Plätzen, da stellte ich das Volk auf nach den
Geschlechtern, mit ihren Schwertern, ihren Lanzen und ihren
Bogen.
14 Und
ich sah zu und machte mich auf und sprach zu den Edlen und zu
den Vorstehern und zu dem übrigen Volke: Fürchtet euch nicht vor
ihnen! Gedenket des Herrn, des großen und furchtbaren, und
streitet für eure Brüder, eure Söhne und eure Töchter, eure
Weiber und eure Häuser!
15 Und
es geschah, als unsere Feinde hörten, daß es uns kundgeworden
war, und daß Gott ihren Rat vereitelt hatte, da kehrten wir alle
zur Mauer zurück, ein jeder an sein Werk.
16 Und
es geschah von jenem Tage an, daß die Hälfte meiner Diener an
dem Werke arbeitete, während die andere Hälfte die Lanzen und
die Schilde und die Bogen und die Panzer hielt; und die Obersten
waren hinter dem ganzen Hause Juda, welches an der Mauer baute.
17 Und
die Lastträger luden auf, mit der einen Hand am Werke arbeitend,
während die andere die Waffe hielt.
18 Und
die Bauenden hatten ein jeder sein Schwert um seine Lenden
gegürtet und bauten. Und der in die Posaune stieß, war neben
mir.
19 Und
ich sprach zu den Edlen und zu den Vorstehern und zu dem übrigen
Volke: Das Werk ist groß und weitläufig, und wir sind auf der
Mauer zerstreut, einer von dem anderen entfernt.
20 An
dem Orte, wo ihr den Schall der Posaune hören werdet, dahin
versammelt euch zu uns. Unser Gott wird für uns streiten!
21 So
arbeiteten wir an dem Werke, und die Hälfte von ihnen hielt die
Lanzen vom Aufgang der Morgenröte an, bis die Sterne
hervortraten.
22
Auch sprach ich in selbiger Zeit zu dem Volke: Ein jeder
übernachte mit seinem Diener innerhalb Jerusalems, so daß sie
uns des Nachts zur Wache und des Tages zum Werke dienen.
23 Und
weder ich, noch meine Brüder, noch meine Diener, noch die Männer
der Wache, die in meinem Gefolge waren, zogen unsere Kleider
aus; ein jeder hatte seine Waffe zu seiner Rechten.
5,1
Und es entstand ein großes Geschrei des Volkes und ihrer Weiber
gegen ihre Brüder, die Juden.
2 Und
es gab solche, die da sprachen: Unserer Söhne und unserer
Töchter, unser sind viele; und wir müssen Getreide erhalten, daß
wir essen und leben!
3 Und
es gab solche, die da sprachen: Wir mußten unsere Felder und
unsere Weinberge und unsere Häuser verpfänden, daß wir Getreide
erhielten in der Hungersnot.
4 Und
es gab solche, die da sprachen: Wir haben Geld entlehnt auf
unsere Felder und unsere Weinberge für die Steuer des Königs.
5 Und
nun, unser Fleisch ist wie das Fleisch unserer Brüder, unsere
Kinder sind wie ihre Kinder; und siehe, wir müssen unsere Söhne
und unsere Töchter dem Knechtsdienst unterwerfen; und manche von
unseren Töchtern sind schon unterworfen, und es steht nicht in
der Macht unserer Hände, sie zu lösen; unsere Felder und unsere
Weinberge gehören ja anderen.
6 Und
als ich ihr Geschrei und diese Worte hörte, wurde ich sehr
zornig.
7 Und
mein Herz pflegte Rats in mir, und ich haderte mit den Edlen und
mit den Vorstehern und sprach zu ihnen: Auf Wucher leihet ihr,
ein jeder seinem Bruder! Und ich veranstaltete eine große
Versammlung gegen sie; und ich sprach zu ihnen:
8 Wir
haben unsere Brüder, die Juden, welche den Nationen verkauft
waren, soweit es uns möglich war, losgekauft; und ihr wollt gar
eure Brüder verkaufen? Und sie sollen sich uns verkaufen? Da
schwiegen sie und fanden keine Antwort.
9 Und
ich sprach: Nicht gut ist die Sache, die ihr tut! Solltet ihr
nicht in der Furcht unseres Gottes wandeln, daß wir nicht den
Nationen, unseren Feinden, zum Hohne seien?
10
Aber auch ich, meine Brüder und meine Diener, wir haben ihnen
Geld und Getreide auf Zins geliehen. Laßt uns doch diesen Zins
erlassen!
11
Gebet ihnen doch gleich heute ihre Felder, ihre Weinberge, ihre
Olivengärten und ihre Häuser zurück; und erlaßt ihnen den
Hundertsten von dem Gelde und dem Getreide, dem Moste und dem
Öle, welches ihr ihnen auf Zins geliehen habt.
12 Da
sprachen sie: Wir wollen es zurückgeben und nichts von ihnen
fordern; wir wollen also tun, wie du sagst. Und ich rief die
Heilige (e-r) und ließ sie schwören, nach diesem Worte zu tun.
13
Auch schüttelte ich meinen Busen aus und sprach: So möge Gott
jedermann, der dieses Wort nicht aufrecht halten wird, aus
seinem Hause und aus seinem Erwerbe schütteln; und so sei er
ausgeschüttelt und ausgeleert! Und die ganze Versammlung sprach:
Amen! Und sie lobten Jehova. Und das Volk tat nach diesem Worte.
14
Auch von dem Tage an, da er mich bestellt hatte, um ihr
Landpfleger zu sein im Lande Juda, vom zwanzigsten Jahre bis zum
zweiunddreißigsten Jahre des Königs Artasasta, zwölf Jahre lang,
habe ich mit meinen Brüdern die Speise des Landpflegers nicht
gegessen.
15
Aber die früheren Landpfleger, die vor mir gewesen waren, hatten
das Volk beschwert und Brot und Wein von ihnen genommen, nebst
vierzig Sekel Silber; auch ihre Diener schalteten willkürlich
über das Volk. Ich aber tat nicht also, aus Furcht vor Gott.
16 Und
auch an dem Werke dieser Mauer griff ich mit an; und wir kauften
kein Feld; und alle meine Diener waren daselbst zum Werke
versammelt.
17 Und
die Juden, sowohl die Vorsteher, hundertfünfzig Mann, als auch
die, welche aus den Nationen, die ringsumher wohnten, zu uns
kamen, waren an meinem Tische.
18 Und
was für einen Tag zubereitet wurde: ein Rind, sechs ausgewählte
Schafe und Geflügel wurden mir zubereitet; und alle zehn Tage an
allerlei Wein die Fülle; und trotzdem forderte ich nicht die
Speise des Landpflegers, denn der Dienst lastete schwer auf
diesem Volke.
19
Gedenke mir, mein Gott, zum Guten, alles, was ich für dieses
Volk getan habe!
6,1
Und es geschah, als Sanballat und Tobija und Geschem, der
Araber, und unsere übrigen Feinde vernahmen, daß ich die Mauer
gebaut hätte und daß kein Riß mehr darin wäre, doch hatte ich
bis zu jener Zeit die Flügel noch nicht in die Tore eingesetzt-
2 da
sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir sagen: Komm
und laß uns in einem der Dörfer im Tale von Ono miteinander
zusammentreffen! Sie gedachten aber, mir Böses zu tun.
3 Und
ich sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich führe ein
großes Werk aus und kann nicht hinabkommen. Warum sollte das
Werk ruhen, wenn ich es ließe und zu euch hinabkäme?
4 Und
sie sandten auf diese Weise viermal zu mir, und ich erwiderte
ihnen auf diesselbe Weise.
5 Da
sandte Sanballat auf diese Weise zum fünften Male seinen Diener
zu mir mit einem offenen Briefe in seiner Hand.
6
Darin stand geschrieben: Unter den Nationen verlautet, und
Gaschmu sagt es, daß ihr, du und die Juden, euch zu empören
gedenket; darum bauest du die Mauer; und du wollest, nach diesem
Gerücht, ihr König werden;
7 auch
habest du Propheten bestellt, damit sie in Jerusalem über dich
ausrufen und sagen: Es ist ein König in Juda! Und nun wird der
König diese Gerüchte vernehmen. So komm nun, daß wir uns
zusammen beraten.
8 Da
sandte ich zu ihm und ließ ihm sagen: Es ist nicht geschehen
nach diesen Worten, die du sprichst; sondern aus deinem eigenen
Herzen erdichtest du sie.
9 Denn
sie alle wollten uns in Furcht setzen, indem sie sprachen: Ihre
Hände werden von dem Werke ablassen, und es wird nicht
ausgeführt werden. Und nun, stärke meine Hände!
10 Und
ich kam in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes
Mehetabeels, der sich eingeschlossen hatte. Und er sprach: Laß
uns im Hause Gottes, im Innern des Tempels, zusammenkommen und
die Türen des Tempels verschließen; denn sie werden kommen, dich
zu ermorden; und zwar werden sie bei der Nacht kommen, dich zu
ermorden.
11
Aber ich sprach: Ein Mann wie ich sollte fliehen? Und wie könnte
einer, wie ich bin, in den Tempel hineingehen und am Leben
bleiben? Ich will nicht hineingehen!
12 Und
ich merkte, daß nicht Gott ihn gesandt hatte; sondern er sprach
diese Weissagung wider mich, und Tobija und Sanballat hatten ihn
gedungen.
13
Darum war er gedungen, damit ich mich fürchten und also tun und
mich versündigen sollte, und damit sie ein böses Gerücht hätten,
auf daß sie mich verlästern könnten.
14
Gedenke es, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat nach diesen
ihren Werken, und auch der Prophetin Noadja und den übrigen
Propheten, die mich in Furcht setzen wollten!
15 Und
die Mauer wurde vollendet am Fünfundzwanzigsten des Elul, in
zweiundfünfzig Tagen.
16 Und
es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich
alle Nationen, die rings um uns her waren, und sie sanken sehr
in ihren Augen; und sie erkannten, daß dieses Werk von unserem
Gott aus geschehen war.
17
Auch ließen in jenen Tagen Edle von Juda viele Briefe an Tobija
abgehen, und solche von Tobija kamen an sie.
18
Denn es gab viele in Juda, die ihm geschworen hatten, denn er
war ein Schwiegersohn Schekanjas, des Sohnes Arachs; und sein
Sohn Jochanan hatte die Tochter Meschullams, des Sohnes
Berekjas, genommen.
19
Auch redeten sie vor mir von seinen guten Taten und
hinterbrachten ihm meine Worte; und Tobija sandte Briefe, um
mich in Furcht zu setzen.
7,1
Und es geschah, als die Mauer gebaut war, da setzte ich die
Türflügel ein; und die Torhüter und die Sänger und die Leviten
wurden bestellt.
2 Und
ich beorderte über Jerusalem meinen Bruder Hanani und Hananja,
den Obersten der Burg; denn er war ein sehr treuer Mann und
gottesfürchtig vor vielen.
3 Und
ich sprach zu ihnen: Die Tore Jerusalems sollen nicht eher
geöffnet werden, als bis die Sonne heiß scheint; und während sie
noch dastehen, soll man die Türflügel zumachen, und verschließet
sie. Und ihr sollt Wachen aus den Bewohnern Jerusalems
aufstellen, den einen auf seine Wache und den anderen vor sein
Haus.
4 Die
Stadt aber war geräumig und groß, und das Volk darin spärlich,
und keine Häuser waren gebaut.
5 Und
mein Gott gab mir ins Herz, die Edlen und die Vorsteher und das
Volk zu versammeln, um sie nach den Geschlechtern zu
verzeichnen. Und ich fand das Geschlechtsverzeichnis derer, die
zuerst heraufgezogen waren, und fand darin geschrieben:
6 Dies
sind die Kinder der Landschaft Juda, welche ausder
Gefangenschaft der Weggeführten, die Nebukadnezar, der König von
Babel, weggeführt hatte, hinaufzogen, und die nach Jerusalem und
Juda zurückkehrten, ein jeder in seine Stadt,
7
welche kamen mit Serubbabel, Jeschua, Nehemia, Asarja, Raamja,
Nachamani, Mordokai, Bilschan, Mispereth, Bigwai, Nechum, Baana.
Zahl der Männer des Volkes Israel:
8 Die
Söhne Parhosch’, zweitausend einhundertzweiundsiebzig;
9 die
Söhne Schephatjas, dreihundertzweiundsiebzig;
10 die
Söhne Arachs, sechshundertzweiundfünfzig;
11 die
Söhne Pachath-Moabs, von den Söhnen Jeschuas und Joabs,
zweitausend achthundertachtzehn;
12 die
Söhne Elams, tausend zweihundertvierundfünfzig;
13 die
Söhne Sattus, achthundertfünfundvierzig;
14 die
Söhne Sakkais, siebenhundertsechzig;
15 die
Söhne Binnuis, sechshundertachtundvierzig;
16 die
Söhne Bebais, sechshundertachtundzwanzig;
17 die
Söhne Asgads, zweitausend dreihundertzweiundzwanzig;
18 die
Söhne Adonikams, sechshundertsiebenundsechzig;
19 die
Söhne Bigwais, zweitausend siebenundsechzig;
20 die
Söhne Adins, sechshundertfünfundfünfzig;
21 die
Söhne Aters, von Hiskia, achtundneunzig;
22 die
Söhne Haschums, dreihundertachtundzwanzig;
23 die
Söhne Bezais, dreihundertvierundzwanzig;
24 die
Söhne Hariphs, hundertzwölf;
25 die
Söhne Gibeons, fünfundneunzig;
26 die
Männer von Bethlehem und Netopha, hundertachtundachtzig;
27 die
Männer von Anathoth, hundertachtundzwanzig;
28 die
Männer von Beth-Asmaweth, zweiundvierzig;
29 die
Männer von Kirjath-Jearim, Kephira und Beeroth,
siebenhundertdreiundvierzig;
30 die
Männer von Rama und Geba, sechshunderteinundzwanzig;
31 die
Männer von Mikmas, hundertzweiundzwanzig;
32 die
Männer von Bethel und Ai, hundertdreiundzwanzig;
33 die
Männer von dem anderen Nebo, zweiundfünfzig;
34 die
Söhne des anderen Elam, tausend zweihundertvierundfünfzig;
35 die
Söhne Harims, dreihundertzwanzig;
36 die
Söhne Jerechos, dreihundertfünfundvierzig;
37 die
Söhne Lods, Hadids und Onos, siebenhunderteinundzwanzig;
38 die
Söhne Senaas, dreitausend neunhundertdreißig.
39 Die
Heilige (e-r): die Söhne Jedajas, vom Hause Jeschuas,
neunhundertdreiundsiebzig;
40 die
Söhne Immers, tausend und zweiundfünfzig;
41 die
Söhne Paschchurs, tausend zweihundertsiebenundvierzig;
42 die
Söhne Harims, tausend und siebzehn.
43 Die
Leviten: die Söhne Jeschuas und Kadmiels, von den Söhnen Hodwas,
vierundsiebzig.
44 Die
Sänger: die Söhne Asaphs, hundertachtundvierzig.
45 Die
Torhüter: die Söhne Schallums, die Söhne Aters, die Söhne
Talmons, die Söhne Akkubs, die Söhne Hatitas, die Söhne
Schobais, hundertachtunddreißig.
46 Die
Nethinim: die Söhne Zichas, die Söhne Hasuphas, die Söhne
Tabbaoths,
47 die
Söhne Keros’, die Söhne Sias, die Söhne Padons,
48 die
Söhne Lebanas, die Söhne Hagabas, die Söhne Salmais,
49 die
Söhne Hanans, die Söhne Giddels, die Söhne Gachars,
50 die
Söhne Reajas, die Söhne Rezins, die Söhne Nekodas,
51 die
Söhne Gassams, die Söhne Ussas, die Söhne Paseachs,
52 die
Söhne Besais, die Söhne der Meunim, die Söhne der Nephisim,
53 die
Söhne Bakbuks, die Söhne Hakuphas, die Söhne Harchurs,
54 die
Söhne Bazluths, die Söhne Mechidas, die Söhne Harschas,
55 die
Söhne Barkos’, die Söhne Siseras, die Söhne Tamachs,
56 die
Söhne Neziachs, die Söhne Hatiphas.
57 Die
Söhne der Knechte Salomos: die Söhne Sotais, die Söhne
Sophereths, die Söhne Peridas,
58 die
Söhne Jaalas, die Söhne Darkons, die Söhne Giddels,
59 die
Söhne Schephatjas, die Söhne Hattils, die Söhne
Pokereths-Hazzebaim, die Söhne Amons.
60
Alle Nethinim und Söhne der Knechte Salomos:
dreihundertzweiundneunzig.
61 Und
diese sind es, die aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub, Addon und
Immer hinaufzogen; aber sie konnten ihr Vaterhaus und ihre
Abkunft nicht angeben, ob sie aus Israel wären:
62 die
Söhne Delajas, die Söhne Tobijas, die Söhne Nekodas,
sechshundertzweiundvierzig.
63 Und
von den Heilige (e-r)n: die Söhne Habajas, die Söhne Hakkoz’,
die Söhne Barsillais, der ein Weib von den Töchtern Barsillais,
des Gileaditers, genommen hatte und nach ihrem Namen genannt
wurde.
64
Diese suchten ihr Geschlechtsregisterverzeichnis, aber es wurde
nicht gefunden; und sie wurden von dem Heilige (e-r)tum als
unrein ausgeschlossen.
65 Und
der Tirsatha sprach zu ihnen, daß sie von dem Hochheiligen nicht
essen dürften, bis ein Heilige (e-r) für die Urim und die
Thummim aufstände.
66 Die
ganze Versammlung insgesamt war zweiundvierzigtausend
dreihundertundsechzig,
67
außer ihren Knechten und ihren Mägden; dieser waren
siebentausend dreihundertsiebenunddreißig. Und sie hatten
zweihundertfünfundvierzig Sänger und Sängerinnen.
68
Ihrer Rosse waren siebenhundertsechsunddreißig, ihrer Maultiere
zweihundertfünfundvierzig,
69 der
Kamele vierhundertfünfunddreißig, der Esel sechstausend
siebenhundertzwanzig.
70 Und
ein Teil der Häupter der Väter gab zum Werke. Der Tirsatha gab
für den Schatz: an Gold tausend Dariken, fünfzig Sprengschalen,
fünfhundertdreißig Heilige (e-r)leibröcke.
71 Und
einige von den Häuptern der Väter gaben für den Schatz des
Werkes: an Gold zwanzigtausend Dariken, und an Silber
zweitausend zweihundert Minen.
72 Und
was das übrige Volk gab, war an Gold zwanzigtausend Dariken, und
an Silber zweitausend Minen, und siebenundsechzig Heilige
(e-r)leibröcke.
73 Und
die Heilige (e-r) und die Leviten und die Torhüter und die
Sänger und die aus dem Volke und die Nethinim und ganz Israel
wohnten in ihren Städten.
8,1
Und als der siebte Monat herankam und die Kinder Israel in ihren
Städten waren, da versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann
auf dem Platze, der vor dem Wassertore liegt. Und sie sprachen
zu Esra, dem Schriftgelehrten, daß er das Buch des Gesetzes
Moses bringen sollte, welches Jehova Israel geboten hatte.
2 Und
am ersten Tage des siebten Monats brachte Esra, der Heilige
(e-r), das Gesetz vor die Versammlung, sowohl der Männer als der
Weiber, und vor alle, die Verständnis hatten, um zuzuhören.
3 Und
er las darin vor dem Platze, der vor dem Wassertore liegt, vom
lichten Morgen bis zum Mittag, in Gegenwart der Männer und der
Weiber und derer, die Verständnis hatten; und die Ohren des
ganzen Volkes waren auf das Buch des Gesetzes gerichtet.
4 Und
Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einem Gerüst von Holz,
welches man zu diesem Zweck gemacht hatte. Und neben ihm standen
Mattithja und Schema und Anaja und Urija und Hilkija und
Maaseja, zu seiner Rechten; und zu seiner Linken Pedaja und
Mischael und Malkija und Haschum und Haschbaddana, Sekarja,
Meschullam.
5 Und
Esra öffnete das Buch vor den Augen des ganzen Volkes, denn er
ragte über dem ganzen Volke empor; und als er es öffnete, stand
das ganze Volk auf.
6 Und
Esra pries Jehova, den großen Gott, und das ganze Volk
antwortete: Amen, Amen! indem sie ihre Hände emporhoben und sich
verneigten und vor Jehova niederwarfen, mit dem Antlitz zur
Erde.
7 Und
Jeschua und Bani und Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbethai,
Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja und die
Leviten belehrten das Volk über das Gesetz; und das Volk stand
auf seiner Stelle.
8 Und
sie lasen in dem Buche, in dem Gesetz Gottes, deutlich, und
gaben den Sinn an, so daß man das Gelesene verstand.
9 Und
Nehemia, das ist der Tirsatha, und Esra, der Heilige (e-r), der
Schriftgelehrte, und die Leviten, welche das Volk belehrten,
sprachen zu dem ganzen Volke: Dieser Tag ist Jehova, eurem Gott,
heilig; seid nicht traurig und weinet nicht! (Denn das ganze
Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte.)
10 Und
er sprach zu ihnen: Gehet hin, esset Fettes und trinket Süßes,
und sendet Teile denen, für welche nichts zubereitet ist; denn
der Tag ist unserem Herrn heilig; und betrübet euch nicht, denn
die Freude an Jehova ist eure Stärke.
11 Und
die Leviten beschwichtigten das ganze Volk, indem sie sprachen:
Seid stille, denn der Tag ist heilig; und betrübet euch nicht!
12 Und
das ganze Volk ging hin, um zu essen und zu trinken und Teile zu
senden und ein großes Freudenfest zu begehen. Denn sie hatten
die Worte verstanden, die man ihnen kundgetan hatte.
13 Und
am zweiten Tage versammelten sich die Häupter der Väter des
ganzen Volkes, die Heilige (e-r) und die Leviten, zu Esra, dem
Schriftgelehrten, und zwar um aufzumerken auf die Worte des
Gesetzes.
14 Und
sie fanden im Gesetz geschrieben, daß Jehova durch Mose geboten
hatte, daß die Kinder Israel am Feste im siebten Monat in
Laubhütten wohnen sollten,
15 und
daß sie verkündigen und einen Ruf ergehen lassen sollten durch
alle ihre Städte und durch Jerusalem, und sagen: Gehet hinaus
auf das Gebirge und holet Zweige vom Olivenbaum und Zweige vom
wilden Ölbaum und Myrtenzweige und Palmzweige und Zweige von
dichtbelaubten Bäumen, um Hütten zu machen, wie geschrieben
steht!
16 Und
das Volk ging hinaus und holte herbei; und sie machten sich
Hütten, ein jeder auf seinem Dache und in ihren Höfen, und in
den Höfen des Hauses Gottes, und auf dem Platze am Wassertore,
und auf dem Platze am Tore Ephraim.
17 Und
die ganze Versammlung, die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt
war, machte Hütten und wohnte in den Hütten. Denn die Kinder
Israel hatten nicht also getan seit den Tagen Josuas, des Sohnes
Nuns, bis auf jenen Tag. Und es war eine sehr große Freude.
18 Und
man las in dem Buche des Gesetzes Gottes Tag für Tag, vom ersten
Tage bis zum letzten Tage. Und sie feierten das Fest sieben Tage
lang; und am achten Tage war eine Festversammlung nach der
Vorschrift.
9,1
Und am vierundzwanzigsten Tage dieses Monats versammelten sich
die Kinder Israel unter Fasten, und in Sacktuch gekleidet, und
mit Erde auf ihren Häuptern.
2 Und
der Same Israels sonderte sich ab von allen Kindern der Fremde;
und sie traten hin und bekannten ihre Sünden und die
Ungerechtigkeiten ihrer Väter.
3 Und
sie standen auf an ihrer Stelle und lasen in dem Buche des
Gesetzes Jehovas, ihres Gottes, ein Viertel des Tages. Und ein
anderes Viertel des Tages bekannten sie ihre Sünden und warfen
sich nieder vor Jehova, ihrem Gott.
4 Und
Jeschua und Bani, Kadmiel, Schebanja, Bunni, Scherebja, Bani,
Kenani traten auf die Erhöhung der Leviten, und sie schrieen mit
lauter Stimme zu Jehova, ihrem Gott.
5 Und
die Leviten Jeschua und Kadmiel, Bani, Haschabneja, Scherebja,
Hodija, Schebanja, Pethachja sprachen: Stehet auf, preiset
Jehova, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man preise
deinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und
Ruhm!
6 Du
bist, der da ist, Jehova, du allein; du hast die Himmel gemacht,
der Himmel Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was
darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und du machst
dies alles lebendig, und das Heer des Himmels betet dich an.
7 Du
bist es, Jehova, Gott, der du Abram erwählt und ihn aus Ur in
Chaldäa herausgeführt, und ihm den Namen Abraham gegeben hast.
8 Und
du hast sein Herz treu vor dir erfunden und hast mit ihm den
Bund gemacht, das Land der Kanaaniter, der Hethiter, der
Amoriter und der Perisiter und der Jebusiter und der Girgasiter
zu geben, seinem Samen es zu geben; und du hast deine Worte
erfüllt, denn du bist gerecht.
9 Und
du hast das Elend unserer Väter in Ägypten angesehen, und hast
ihr Geschrei am Schilfmeere gehört.
10 Und
du hast Zeichen und Wunder getan an dem Pharao und an allen
seinen Knechten und an allem Volke seines Landes; denn du
wußtest, daß sie in Übermut gegen sie gehandelt hatten; und du
hast dir einen Namen gemacht, wie es an diesem Tage ist.
11 Und
das Meer hast du vor ihnen gespalten, und sie zogen mitten durch
das Meer auf dem Trockenen; aber ihre Verfolger hast du in die
Tiefen gestürzt, wie einen Stein in mächtige Wasser.
12 Und
in einer Wolkensäule hast du sie geleitet des Tages, und in
einer Feuersäule des Nachts, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf
welchem sie ziehen sollten.
13 Und
auf den Berg Sinai bist du herabgestiegen, und hast vom Himmel
her mit ihnen geredet; und du hast ihnen gerade Rechte und
Gesetze der Wahrheit, gute Satzungen und Gebote gegeben.
14 Und
deinen heiligen Sabbath hast du ihnen kundgetan, und hast ihnen
Gebote und Satzungen und ein Gesetz geboten durch Mose, deinen
Knecht.
15 Und
Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben für ihren Hunger, und
Wasser aus dem Felsen ihnen hervorgebracht für ihren Durst; und
du hast ihnen gesagt, daß sie hineinziehen sollten, um das Land
in Besitz zu nehmen, welches du ihnen zu geben geschworen
hattest.
16
Aber sie, nämlich unsere Väter, waren übermütig, und sie
verhärteten ihren Nacken und hörten nicht auf deine Gebote.
17 Und
sie weigerten sich zu gehorchen, und gedachten nicht deiner
Wunder, welche du an ihnen getan hattest; sie verhärteten ihren
Nacken und setzten sich in ihrer Widerspenstigkeit ein Haupt, um
zu ihrer Knechtschaft zurückzukehren. Du aber bist ein Gott der
Vergebung, gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und groß an
Güte, und du verließest sie nicht.
18
Sogar als sie sich ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das
ist dein Gott, der dich aus Ägypten heraufgeführt hat! und große
Schmähungen verübten,
19
verließest du in deinen großen Erbarmungen sie doch nicht in der
Wüste. Die Wolkensäule wich nicht von ihnen des Tages, um sie
auf dem Wege zu leiten, noch die Feuersäule des Nachts, um ihnen
den Weg zu erleuchten, auf welchem sie ziehen sollten.
20 Und
du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu unterweisen; und
dein Manna versagtest du nicht ihrem Munde, und du gabst ihnen
Wasser für ihren Durst.
21 Und
vierzig Jahre lang versorgtest du sie in der Wüste, sie hatten
keinen Mangel; ihre Kleider zerfielen nicht, und ihre Füße
schwollen nicht.
22 Und
du gabst ihnen Königreiche und Völker und verteiltest ihnen
dieselben nach Gegenden; und sie nahmen das Land Sihons in
Besitz, sowohl das Land des Königs von Hesbon, als auch das Land
Ogs, des Königs von Basan.
23 Und
ihre Söhne mehrtest du wie die Sterne des Himmels; und du
brachtest sie in das Land, von welchem du ihren Vätern gesagt
hattest, daß sie hineingehen sollten, um es in Besitz zu nehmen;
24 und
die Söhne kamen hinein und nahmen das Land in Besitz. Und du
beugtest vor ihnen die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, und
gabst sie in ihre Hand, sowohl ihre Könige als auch die Völker
des Landes, um mit ihnen zu tun nach ihrem Wohlgefallen.
25 Und
sie nahmen feste Städte ein und ein fettes Land, und nahmen
Häuser in Besitz, die mit allerlei Gut gefüllt waren,
ausgehauene Brunnen, Weinberge und Olivengärten und Obstbäume in
Menge. Und sie aßen und wurden satt und fett und ließen sich’s
wohl sein durch deine große Güte.
26
Aber sie wurden widerspenstig und empörten sich gegen dich, und
warfen dein Gesetz hinter ihren Rücken; und sie ermordeten deine
Propheten, welche wider sie zeugten, um sie zu dir
zurückzuführen; und sie verübten große Schmähungen.
27 Da
gabst du sie in die Hand ihrer Bedränger, und diese bedrängten
sie; und zur Zeit ihrer Bedrängnis schrieen sie zu dir, und du
hörtest vom Himmel her und gabst ihnen Retter nach deinen großen
Erbarmungen, und diese retteten sie aus der Hand ihrer
Bedränger.
28
Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie wiederum Böses vor dir.
Da überließest du sie der Hand ihrer Feinde, daß diese über sie
herrschten; und sie schrieen wiederum zu dir, und du hörtest vom
Himmel her und errettetest sie nach deinen Erbarmungen viele
Male.
29 Und
du zeugtest wider sie, um sie zu deinem Gesetz zurückzuführen,
sie aber waren übermütig und gehorchten deinen Geboten nicht,
sondern sündigten wider deine Rechte, durch welche der Mensch,
wenn er sie tut, leben wird; und sie zogen die Schulter
widerspenstig zurück und verhärteten ihren Nacken und gehorchten
nicht.
30 Und
du verzogest mit ihnen viele Jahre und zeugtest wider sie durch
deinen Geist, durch deine Propheten, aber sie gaben kein Gehör.
Da gabst du sie in die Hand der Völker der Länder.
31
Aber in deinen großen Erbarmungen hast du ihnen nicht den Garaus
gemacht und sie nicht verlassen; denn du bist ein gnädiger und
barmherziger Gott.
32 Und
nun, unser Gott, du großer, starker und furchtbarer Gott, der
den Bund und die Güte bewahrt, laß nicht gering vor dir sein
alle die Mühsal, die uns betroffen hat, unsere Könige, unsere
Obersten und unsere Heilige (e-r) und unsere Propheten und
unsere Väter und dein ganzes Volk, seit den Tagen der Könige von
Assyrien bis auf diesen Tag!
33
Doch du bist gerecht in allem, was über uns gekommen ist; denn
du hast nach der Wahrheit gehandelt, wir aber, wir haben
gesetzlos gehandelt.
34 Und
unsere Könige, unsere Obersten, unsere Heilige (e-r) und unsere
Väter haben dein Gesetz nicht gehalten, und haben nicht gemerkt
auf deine Gebote und auf deine Zeugnisse, womit du wider sie
gezeugt hast.
35 Und
sie haben dir nicht gedient in ihrem Königreiche und in der
Fülle deiner Güter, welche du ihnen gegeben, und in dem weiten
und fetten Lande, das du vor sie gelegt hattest, und sind nicht
umgekehrt von ihren bösen Handlungen.
36
Siehe, wir sind heute Knechte; und das Land, welches du unseren
Vätern gegeben hast, um seine Früchte und seine Güter zu
genießen, siehe, wir sind Knechte in demselben!
37 Und
seinen Ertrag mehrt es für die Könige, die du um unserer Sünden
willen über uns gesetzt hast; und sie schalten über unsere
Leiber und über unser Vieh nach ihrem Wohlgefallen, und wir sind
in großer Bedrängnis.
38 Und
bei diesem allem machten und schrieben wir einen festen Bund;
und auf der untersiegelten Schrift standen die Namen unserer
Obersten, unserer Leviten und unserer Heilige (e-r).
10,1
Und auf der untersiegelten Schrift standen die Namen: Nehemia,
der Tirsatha, der Sohn Hakaljas, und Zidkija.
2
Seraja, Asarja, Jeremia,
3
Paschchur, Amarja, Malkija,
4
Hattusch, Schebanja, Malluk,
5
Harim, Meremoth, Obadja,
6
Daniel, Ginnethon, Baruk,
7
Meschullam, Abija, Mijamin,
8
Maasja, Bilgai, Schemaja; das waren die Heilige (e-r).
9 Und
die Leviten, nämlich Jeschua, der Sohn Asanjas, Binnui, von den
Söhnen Henadads, Kadmiel;
10 und
ihre Brüder: Schebanja, Hodija, Kelita, Pelaja, Hanan,
11
Micha, Rechob, Haschabja,
12
Sakkur, Scherebja, Schebanja,
13
Hodija, Bani, Beninu.
14 Die
Häupter des Volkes: Parhosch, Pachath-Moab, Elam, Sattu, Bani,
15
Bunni, Asgad, Bebai,
16
Adonija, Bigwai, Adin,
17
Ater, Hiskija, Assur,
18
Hodija, Haschum, Bezai,
19
Hariph, Anathoth, Nobai,
20
Magpiasch, Meschullam, Hesir,
21
Meschesabeel, Zadok, Jaddua,
22
Pelatja, Hanan, Anaja,
23
Hoschea, Hananja, Haschub,
24
Hallochesch, Pilcha, Schobek,
25
Rechum, Haschabna, Maaseja,
26 und
Achija, Hanan, Anan,
27
Malluk, Harim, Baana.
28 Und
das übrige Volk, die Heilige (e-r), die Leviten, die Torhüter,
die Sänger, die Nethinim, und alle, welche sich von den Völkern
der Länder zu dem Gesetz Gottes abgesondert hatten, ihre Weiber,
ihre Söhne und ihre Töchter, alle, die Erkenntnis und Einsicht
hatten,
29
schlossen sich ihren Brüdern, den Vornehmen unter ihnen, an und
traten in Eid und Schwur, nach den Gesetz Gottes, welches durch
Mose, den Knecht Gottes, gegeben worden ist, zu wandeln und alle
Gebote Jehovas, unseres Herrn, und seine Rechte und seine
Satzungen zu beobachten und zu tun;
30 und
daß wir unsere Töchter den Völkern des Landes nicht geben, noch
ihre Töchter für unsere Söhne nehmen wollten;
31 und
daß, wenn die Völker des Landes am Sabbathtage Waren und
allerlei Getreide zum Verkauf brächten, wir es ihnen am Sabbath
oder an einem anderen heiligen Tage nicht abnehmen wollten; und
daß wir im siebten Jahre das Land brach liegen lassen und auf
das Darlehn einer jeden Hand verzichten wollten.
32 Und
wir verpflichteten uns dazu, uns den dritten Teil eines Sekels
im Jahre für den Dienst des Hauses unseres Gottes aufzuerlegen:
33 für
das Schichtbrot und das beständige Speisopfer, und für das
beständige Brandopfer und für dasjenige der Sabbathe und der
Neumonde, für die Feste und für die heiligen Dinge und für die
Sündopfer, um Sühnung zu tun für Israel, und für alles Werk des
Hauses unseres Gottes.
34 Und
wir, die Heilige (e-r), die Leviten und das Volk, warfen Lose
über die Holzspende, um sie zum Hause unseres Gottes zu bringen,
nach unseren Vaterhäusern, zu bestimmten Zeiten, Jahr für Jahr,
zum Verbrennen auf dem Altar Jehovas, unseres Gottes, wie es in
dem Gesetz vorgeschrieben ist.
35 Und
wir verpflichteten uns, die Erstlinge unseres Landes und die
Erstlinge aller Früchte von allerlei Bäumen Jahr für Jahr zum
Hause Jehovas zu bringen,
36 und
die Erstgeborenen unserer Söhne und unseres Viehes, wie es in
dem Gesetz vorgeschrieben ist; und die Erstgeborenen unserer
Rinder und unseres Kleinviehes zum Hause unseres Gottes zu den
Heilige (e-r)n zu bringen, welche den Dienst verrichten im Hause
unseres Gottes.
37 Und
den Erstling unseres Schrotmehls und unsere Hebopfer, und die
Früchte von allerlei Bäumen, Most und Öl wollen wir den Heilige
(e-r)n bringen in die Zellen des Hauses unseres Gottes; und den
Zehnten unseres Landes den Leviten. Denn sie, die Leviten, sind
es, welche den Zehnten erheben in allen Städten unseres
Ackerbaues;
38 und
der Heilige (e-r), der Sohn Aarons, soll bei den Leviten sein,
wenn die Leviten den Zehnten erheben. Und die Leviten sollen den
Zehnten vom Zehnten zum Hause unseres Gottes hinaufbringen, in
die Zellen des Schatzhauses.
39
Denn in die Zellen sollen die Kinder Israel und die Kinder Levi
das Hebopfer vom Getreide, vom Most und Öl bringen; denn dort
sind die heiligen Geräte und die Heilige (e-r), welche den
Dienst verrichten, und die Torhüter und die Sänger. Und so
wollen wir das Haus unseres Gottes nicht verlassen.
11,1
Und die Obersten des Volkes wohnten in Jerusalem. Und das übrige
Volk warf Lose, um je einen von zehn kommen zu lassen, damit er
in Jerusalem, der heiligen Stadt, wohne, die neun anderen Teile
aber in den Städten blieben.
2 Und
das Volk segnete alle Männer, die sich freiwillig erboten, in
Jerusalem zu wohnen.
3 Und
dies sind die Häupter der Landschaft, welche in Jerusalem
wohnten; in den Städten Judas aber wohnten, ein jeder in seinem
Besitztum, in ihren Städten: Israel, die Heilige (e-r) und die
Leviten und die Nethinim und die Söhne der Knechte Salomos.
4 Und
zwar wohnten in Jerusalem von den Söhnen Judas und von den
Söhnen Benjamins; von den Söhnen Judas: Athaja, der Sohn
Ussijas, des Sohnes Sekarjas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes
Schephatjas, des Sohnes Mahalalels, von den Söhnen Perez’;
5 und
Maaseja, der Sohn Baruks, des Sohnes Kol-Hoses, des Sohnes
Hasajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes
Sekarjas, von den Schilonitern.
6
Aller Söhne des Perez, die in Jerusalem wohnten, waren
vierhundertachtundsechzig tapfere Männer.
7 Und
dies sind die Söhne Benjamins: Sallu, der Sohn Meschullams, des
Sohnes Joeds, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas, des Sohnes
Maasejas, des Sohnes Ithiels, des Sohnes Jesajas;
8 und
nach ihm Gabbai-Sallai, neunhundertachtundzwanzig.
9 Und
Joel, der Sohn Sikris, war Aufseher über sie; und Juda, der Sohn
Hassenuas, war über die Stadt als Zweiter.
10 Von
den Heilige (e-r)n: Jedaja, der Sohn des Jojarib, Jakin,
11
Seraja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes
Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitubs, Oberaufseher
des Hauses Gottes,
12 und
ihre Brüder, welche die Geschäfte im Hause verrichteten:
achthundertzweiundzwanzig; und Adaja, der Sohn Jerochams, des
Sohnes Pelaljas, des Sohnes Amzis, des Sohnes Sekarjas, des
Sohnes Paschchurs, des Sohnes Malkijas,
13 und
seine Brüder, Häupter von Vaterhäusern:
zweihundertzweiundvierzig; und Amaschsai, der Sohn Asarels, des
Sohnes Achsais, des Sohnes Meschillemoths, des Sohnes Immers,
14 und
ihre Brüder, tüchtige Männer: hundertachtundzwanzig. Und
Aufseher über sie war Sabdiel, der Sohn Haggedolims.
15 Und
von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des Sohnes
Asrikams, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Bunnis;
16 und
Schabbethai und Josabad, von den Häuptern der Leviten, welche
über die äußeren Geschäfte des Hauses Gottes gesetzt waren;
17 und
Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Asaphs,
das Haupt; er stimmte den Lobgesang an beim Gebet; und Bakbukja,
der Zweite, von seinen Brüdern; und Abda, der Sohn Schammuas,
des Sohnes Galals, des Sohnes Jeduthuns.
18
Aller Leviten in der heiligen Stadt waren
zweihundertvierundachtzig.
19 Und
die Torhüter: Akkub, Talmon und ihre Brüder, die in den Toren
Wache hielten, hundertzweiundsiebzig.
20
(Und das übrige Israel, die Heilige (e-r), die Leviten, waren in
allen Städten Judas, ein jeder in seinem Erbteil.
21 Und
die Nethinim wohnten auf dem Ophel; und Zicha und Gischpa waren
über die Nethinim. -)
22 Und
Aufseher der Leviten in Jerusalem war Ussi, der Sohn Banis, des
Sohnes Haschabjas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michas, von
den Söhnen Asaphs, den Sängern, für das Geschäft im Hause
Gottes.
23
Denn ein Gebot des Königs war über sie ergangen, und eine
Verpflichtung über die Sänger betreffs der täglichen Gebühr.
24 Und
Pethachja, der Sohn Meschesabeels, von den Söhnen Serachs, des
Sohnes Judas, war zur Hand des Königs für alle Angelegenheiten
des Volkes.
25 Und
was die Dörfer auf ihren Feldern betrifft, so wohnten von den
Kindern Juda in Kirjath-Arba und seinen Tochterstädten und in
Dibon und seinen Tochterstädten und in Jekabzeel und seinen
Dörfern;
26 und
in Jeschua und in Molada und in Beth-Pelet,
27 und
in Hazar-Schual und in Beerseba und seinen Tochterstädten,
28 und
in Ziklag und in Mekona und in seinen Tochterstädten,
29 und
in En-Rimmon und in Zora und in Jarmuth,
30
Sanoach, Adullam und seinen Dörfern, Lachis und seinen Feldern,
Aseka und seinen Tochterstädten. Und sie ließen sich nieder von
Beerseba bis zum Tale Hinnom.
31 Und
die Kinder Benjamin wohnten von Geba an in Mikmas und Aija und
Bethel und seinen Tochterstädten,
32 in
Anathoth, Nob, Ananja,
33
Hazor, Rama, Gittaim,
34
Hadid, Zeboim, Neballat,
35 Lod
und Ono, dem Tale der Werkleute.
36 Und
von den Leviten gehörten Abteilungen von Juda zu Benjamin.
12,1
Und dies sind die Heilige (e-r) und die Leviten, welche mit
Serubbabel, dem Sohne Schealtiels, und Jeschua hinaufzogen:
Seraja, Jeremia, Esra,
2
Amarja, Malluk, Hattusch,
3
Schekanja, Rechum, Meremoth,
4
Iddo, Ginnethoi, Abija,
5
Mijamin, Maadja, Bilga,
6
Schemaja, und Jojarib, Jedaja,
7
Sallu, Amok, Hilkija, Jedaja. Das waren die Häupter der Heilige
(e-r) und ihrer Brüder in den Tagen Jeschuas.
8 Und
die Leviten: Jeschua, Binnui, Kadmiel, Scherebja, Juda,
Mattanja; er und seine Brüder waren über den Lobgesang;
9 und
Bakbukja und Unni, ihre Brüder, standen ihnen gegenüber, den
Dienstabteilungen gemäß.
10 Und
Jeschua zeugte Jojakim, und Jojakim zeugte Eljaschib, und
Eljaschib zeugte Jojada,
11 und
Jojada zeugte Jonathan, und Jonathan zeugte Jaddua.
12 Und
in den Tagen Jojakims waren Heilige (e-r), Häupter der Väter:
von Seraja: Meraja; von Jeremia: Hananja;
13 von
Esra: Meschullam; von Amarja: Jochanan;
14 von
Meluki: Jonathan; von Schebanja: Joseph;
15 von
Harim: Adna; von Merajoth: Helkai;
16 von
Iddo: Sacharja; von Ginnethon: Meschullam;
17 von
Abija: Sikri; von Minjamin…; von Moadja: Piltai;
18 von
Bilga: Schammua; von Schemaja: Jonathan;
19 und
von Jojarib: Mattenai; von Jedaja: Ussi;
20 von
Sallai: Kallai; von Amok: Heber;
21 von
Hilkija: Haschabja; von Jedaja: Nethaneel.
22 Von
den Leviten wurden in den Tagen Eljaschibs, Jojadas und
Jochanans und Jadduas die Häupter der Väter eingeschrieben, und
von den Heilige (e-r)n, unter der Regierung Darius’, des
Persers.
23 Die
Söhne Levis, die Häupter der Väter, sind in dem Buche der
Chronika eingeschrieben, und zwar bis auf die Tage Jochanans,
des Sohnes Eljaschibs.
24 Und
die Häupter der Leviten waren Haschabja, Scherebja und Jeschua,
der Sohn des Kadmiel, und ihre Brüder, die ihnen gegenüber
standen, um zu loben und zu preisen, nach dem Gebote Davids, des
Mannes Gottes, Abteilung gegenüber Abteilung.
25
Mattanja und Bakbukja, Obadja, Meschullam, Talmon, Akkub hielten
als Torhüter Wache bei den Vorratskammern der Tore.
26
Diese waren in den Tagen Jojakims, des Sohnes Jeschuas, des
Sohnes Jozadaks, und in den Tagen Nehemias, des Landpflegers,
und Esras, des Heilige (e-r)s, des Schriftgelehrten.
27 Und
bei der Einweihung der Mauer von Jerusalem suchte man die
Leviten aus allen ihren Orten, daß man sie nach Jerusalem
brächte, um die Einweihung zu feiern mit Freuden, und mit
Lobliedern und mit Gesang, mit Zimbeln, Harfen und Lauten.
28 Da
versammelten sich die Söhne der Sänger, sowohl aus dem Kreise in
der Umgebung von Jerusalem als auch aus den Dörfern der
Netophathiter
29 und
aus Beth-Gilgal und aus den Gefilden von Geba und Asmaweth; denn
die Sänger hatten sich in der Umgebung von Jerusalem Dörfer
gebaut.
30 Und
die Heilige (e-r) und die Leviten reinigten sich; und sie
reinigten das Volk und die Tore und die Mauer.
31 Und
ich ließ die Obersten von Juda oben auf die Mauer steigen; und
ich stellte zwei große Dankchöre und Züge auf. Der eine zog zur
Rechten, oben auf der Mauer, zum Misttore hin.
32 Und
hinter ihnen her gingen Hoschaja und die Hälfte der Obersten von
Juda,
33 und
zwar Asarja, Esra und Meschullam,
34
Juda und Benjamin, und Schemaja und Jeremia;
35 und
von den Söhnen der Heilige (e-r) mit Trompeten: Sekarja, der
Sohn Jonathans, des Sohnes Schemajas, des Sohnes Mattanjas, des
Sohnes Mikajas, des Sohnes Sakkurs, des Sohnes Asaphs;
36 und
seine Brüder: Schemaja und Asarel, Milalai, Gilalai, Maai,
Nethaneel und Juda, Hanani, mit den Musikinstrumenten Davids,
des Mannes Gottes; und Esra, der Schriftgelehrte, vor ihnen her.
37 Und
sie zogen zum Quelltore; und sie stiegen gerade vor sich hin auf
den Stufen der Stadt Davids den Aufgang der Mauer hinauf, und
zogen an dem Hause Davids vorüber und bis an das Wassertor gegen
Osten.
38 Und
der zweite Dankchor zog nach der entgegengesetzten Seite, und
ich und die Hälfte des Volkes ging hinter ihm her, ober auf der
Mauer, an dem Ofenturm vorüber und bis an die breite Mauer;
39 und
an dem Tore Ephraim und dem Tore der alten Mauer und dem
Fischtore und dem Turme Hananeel und dem Turme Mea vorüber und
bis an das Schaftor; und sie blieben beim Gefängnistore stehen.
40 Und
beide Dankchöre stellten sich am Hause Gottes auf; und ich und
die Hälfte der Vorsteher mit mir,
41 und
die Heilige (e-r) Eljakim, Maaseja, Minjamin, Mikaja, Eljoenai,
Sekarja, Hananja, mit Trompeten;
42 und
Maaseja und Schemaja und Eleasar und Ussi und Jochanan und
Malkija und Elam und Eser. Und die Sänger ließen ihre Stimme
erschallen, und Jisrachja war ihr Vorsteher.
43 Und
sie opferten an selbigem Tage große Schlachtopfer und freuten
sich, denn Gott hatte ihnen große Freude gegeben; und auch die
Weiber und die Kinder freuten sich. Und die Freude Jerusalems
wurde bis in die Ferne hin gehört.
44 Und
es wurden an selbigem Tage Männer bestellt über die
Vorratskammern für die Hebopfer, für die Erstlinge und für die
Zehnten, um von den Feldern der Städte die gesetzlichen Teile
für die Heilige (e-r) und für die Leviten darein zu sammeln;
denn Juda hatte Freude an den Heilige (e-r)n und an den Leviten,
welche dastanden.
45 Und
sie warteten der Hut ihres Gottes und der Hut der Reinigung; und
so auch die Sänger und die Torhüter, nach dem Gebote Davids und
seines Sohnes Salomo.
46
Denn vor alters, in den Tagen Davids und Asaphs, gab es Häupter
der Sänger, und Preisund Lobgesänge für Gott.
47 Und
ganz Israel gab in den Tagen Serubbabels und in den Tagen
Nehemias die Teile der Sänger und der Torhüter, den täglichen
Bedarf; das Geheiligte aber gaben sie den Leviten, und die
Leviten gaben das Geheiligte den Söhnen Aarons.
13,1
An selbigem Tage wurde in dem Buche Moses vor den Ohren des
Volkes gelesen; und es fand sich darin geschrieben, daß kein
Ammoniter und Moabiter in die Versammlung Gottes kommen sollte
ewiglich;
2 weil
sie den Kindern Israel nicht mit Brot und mit Wasser entgegen
gekommen waren, und Bileam wider sie gedungen hatten, um sie zu
verfluchen; aber unser Gott wandelte den Fluch in Segen.
3 Und
es geschah, als sie das Gesetz hörten, da sonderten sie alles
Mischvolk von Israel ab.
4 Und
vor diesem hatte Eljaschib, der Heilige (e-r), der über die
Zellen des Hauses unseres Gottes gesetzt war, ein Verwandter des
Tobija,
5
diesem eine große Zelle gemacht, wohin man vordem die Speisopfer
legte, den Weihrauch und die Geräte und den Zehnten vom
Getreide, Most und Öl, das für die Leviten und die Sänger und
die Torhüter Gebotene, und die Hebopfer der Heilige (e-r).
6
Während diesem allem war ich aber nicht in Jerusalem; denn im
zweiunddreißigsten Jahre Artasastas, des Königs von Babel, war
ich zu dem König zurückgekommen. Und nach Verlauf einer Zeit
erbat ich mir Urlaub von dem König;
7 und
als ich nach Jerusalem kam, bemerkte ich das Böse, welches
Eljaschib zugunsten Tobijas getan, indem er ihm eine Zelle in
den Höfen des Hauses Gottes gemacht hatte.
8 Und
es mißfiel mir sehr, und ich warf alle Hausgeräte Tobijas aus
der Zelle hinaus;
9 und
ich befahl, daß man die Zellen reinigen sollte; und ich brachte
die Geräte des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch
wieder hinein.
10 Und
ich erfuhr, daß die Teile der Leviten nicht gegeben worden, und
daß die Leviten und die Sänger, welche das Werk taten, entflohen
waren, ein jeder auf sein Feld.
11 Da
zankte ich mit den Vorstehern und sprach: Warum ist das Haus
Gottes verlassen worden? Und ich versammelte sie und stellte sie
an ihre Stelle.
12 Und
ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide und Most und Öl in
die Vorratskammern.
13 Und
ich bestellte zu Schatzmeistern über die Vorräte: Schelemja, den
Heilige (e-r), und Zadok, den Schreiber, und Pedaja, von den
Leviten, und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes
Mattanjas; denn sie wurden für treu geachtet, und ihnen lag es
ob, ihren Brüdern auszuteilen.
14
Gedenke meiner um dessentwillen, mein Gott, und tilge nicht aus
meine guten Taten, die ich am Hause meines Gottes und an dessen
Hut erwiesen habe!
15 In
jenen Tagen sah ich einige in Juda, welche am Sabbath die
Keltern traten, und Garben einbrachten und auf Esel luden, und
auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Last, und es am
Sabbathtage nach Jerusalem hereinbrachten; und ich zeugte wider
sie an dem Tage, da sie die Lebensmittel verkauften.
16
Auch Tyrer wohnten darin, welche Fische und allerlei Waren
hereinbrachten und sie am Sabbath den Kindern Juda und in
Jerusalem verkauften.
17 Da
zankte ich mit den Edlen von Juda und sprach zu ihnen: Was ist
das für eine böse Sache, die ihr tut, daß ihr den Sabbathtag
entheiliget?
18
Haben nicht eure Väter ebenso getan, so daß unser Gott all
dieses Unglück über uns und über diese Stadt brachte? Und ihr
mehret die Zornglut über Israel, indem ihr den Sabbath
entheiliget!
19 Und
es geschah, sowie es in den Toren Jerusalems vor dem Sabbath
dunkel wurde, da befahl ich, daß die Türen geschlossen würden;
und ich befahl, daß man sie nicht auftun sollte bis nach dem
Sabbath. Und ich bestellte einige von meinen Dienern über die
Tore, damit keine Last am Sabbathtage hereinkäme.
20 Da
übernachteten die Krämer und die Verkäufer von allerlei Ware
draußen vor Jerusalem einmal und zweimal.
21 Und
ich zeugte wider sie und sprach zu ihnen: Warum übernachtet ihr
vor der Mauer? Wenn ihr es wieder tut, werde ich Hand an euch
legen! Von dieser Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbath.
22 Und
ich befahl den Leviten, daß sie sich reinigen und kommen
sollten, die Tore zu bewachen, um den Sabbathtag zu heiligen.
Auch das gedenke mir, mein Gott, und schone meiner nach der
Größe deiner Güte!
23
Auch besuchte ich in jenen Tagen die Juden, welche asdoditische,
ammonitische und moabitische Weiber heimgeführt hatten.
24 Und
die Hälfte ihrer Kinder redete asdoditisch und wußte nicht
jüdisch zu reden, sondern redete nach der Sprache des einen oder
anderen Volkes.
25 Und
ich zankte mit ihnen und fluchte ihnen, und schlug einige Männer
von ihnen und raufte sie. Und ich beschwor sie bei Gott: Wenn
ihr eure Töchter ihren Söhnen geben werdet, und wenn ihr von
ihren Töchtern für eure Söhne und für euch nehmen werdet!
26 Hat
nicht Salomo, der König von Israel, ihretwegen gesündigt? Und
seinesgleichen ist unter den vielen Nationen kein König gewesen;
und er war geliebt von seinem Gott, und Gott setzte ihn zum
König über ganz Israel; doch ihn machten die fremden Weiber
sündigen.
27 Und
sollten wir auf euch hören, daß ihr all dieses große Übel tut,
treulos zu handeln gegen unseren Gott, indem ihr fremde Weiber
heimführet!
28 Und
einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des
HohenHeilige (e-r)s, war ein Schwiegersohn Sanballats, des
Horoniters; und ich jagte ihn von mir weg.
29
Gedenke es ihnen, mein Gott, wegen der Verunreinigungen des
Heilige (e-r)tums und des Bundes des Heilige (e-r)tums und der
Leviten!
30 Und
so reinigte ich sie von allem Fremden, und ich stellte die
Dienstleistungen der Heilige (e-r) und der Leviten fest, für
einen jeden in seinem Geschäft,
31 und
für die Holzspende zu bestimmten Zeiten und für die Erstlinge.
Gedenke es mir, mein Gott, zum Guten!
Esther
1,1
Und es geschah in den Tagen des Ahasveros (das ist der
Ahasveros, der von Indien bis Äthiopien über
hundertsiebenundzwanzig Landschaften regierte),
2 in
selbigen Tagen, als der König Ahasveros auf dem Throne seines
Königreiches saß, der in der Burg Susan war,
3 im
dritten Jahre seiner Regierung, da machte er ein Gastmahl allen
seinen Fürsten und Knechten, indem die Mächtigen von Persien und
Medien, die Vornehmen und Fürsten der Landschaften vor ihm
waren,
4 als
er den herrlichen Reichtum seines Königreiches und die glänzende
Pracht seiner Größe viele Tage lang, hundertachtzig Tage, sehen
ließ.
5 Und
als diese Tage erfüllt waren, machte der König allem Volke, das
sich in der Burg Susan befand, vom Größten bis zum Kleinsten,
ein Gastmahl von sieben Tagen, im Hofe des Gartens des
königlichen Palastes.
6
Weiße und purpurblaue baumwollene Vorhänge waren befestigt mit
Schnüren von Byssus und Purpur an silbernen Ringen und weißen
Marmorsäulen; Polster von Gold und Silber lagen auf einem
Pflaster von grünem und weißem Marmor und Perlmutterstein und
schwarzem Marmor.
7 Und
man reichte das Getränk in goldenen Gefäßen, und die Gefäße
waren von einander verschieden; und königlichen Wein gab es in
Menge, nach der Freigebigkeit des Königs.
8 Und
das Trinken geschah dem Befehle gemäß ohne Zwang; denn also
hatte der König allen Obersten seines Hauses verordnet, daß sie
tun sollten nach jedermanns Belieben.
9 Auch
die Königin Vasti machte ein Gastmahl für die Weiber im
königlichen Hause des Königs Ahasveros.
10 Am
siebten Tage, als das Herz des Königs vom Weine fröhlich war,
befahl er Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha und Abagtha, Sethar
und Karkas, den sieben Kämmerern, welche vor dem König Ahasveros
dienten,
11 die
Königin Vasti mit der königlichen Krone vor den König zu
bringen, um den Völkern und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen;
denn sie war schön von Ansehen.
12
Aber die Königin Vasti weigerte sich, auf das Wort des Königs zu
kommen, welches ihr durch die Kämmerer überbracht wurde. Da
erzürnte der König sehr, und sein Zorn entbrannte in ihm.
13 Und
der König sprach zu den Weisen, welche sich auf die Zeiten
verstanden (denn also wurden die Angelegenheiten des Königs vor
allen Gesetzund Rechtskundigen behandelt;
14 und
die Nächsten bei ihm waren Karschna, Schethar, Admatha, Tharsis,
Meres, Marsna, Memukan, die sieben Fürsten von Persien und
Medien, welche das Angesicht des Königs sahen, die den ersten
Sitz im Königreiche hatten):
15 Was
ist nach dem Gesetz mit der Königin Vasti zu tun, dafür daß sie
das Wort des Königs Ahasveros durch die Kämmerer nicht befolgt
hat?
16 Da
sprach Memukan vor dem König und den Fürsten: Nicht an dem König
allein hat sich die Königin Vasti vergangen, sondern auch an
allen Fürsten und an allen Völkern, die in allen Landschaften
des Königs Ahasveros wohnen.
17
Denn das Verhalten der Königin wird zu allen Weibern auskommen,
so daß ihre Männer verächtlich sein werden in ihren Augen, indem
sie sagen werden: Der König Ahasveros befahl, die Königin Vasti
vor ihn zu bringen, aber sie kam nicht!
18 Und
an diesem Tage schon werden die Fürstinnen von Persien und
Medien, welche das Verhalten der Königin erfahren haben, davon
reden zu allen Fürsten des Königs; und es wird Verachtung und
Zorn genug geben.
19
Wenn es den König gut dünkt, so gehe ein königliches Wort von
ihm aus und werde geschrieben in die Gesetze der Perser und
Meder, daß es nicht vergehe: nämlich daß Vasti nicht mehr vor
den König Ahasveros komme, und daß der König ihre königliche
Würde einer anderen gebe, die besser ist als sie.
20 Und
wird man den Befehl des Königs, den er erlassen wird, in seinem
ganzen Königreiche hören, denn es ist groß, so werden alle
Weiber ihren Männern Ehre geben, vom Größten bis zum Kleinsten.
21 Und
das Wort gefiel dem König und den Fürsten; und der König tat
nach dem Worte Memukans.
22 Und
er sandte Briefe in alle Landschaften des Königs, in jede
Landschaft nach ihrer Schrift, und an jedes Volk nach seiner
Sprache: daß jeder Mann Herr in seinem Hause sein und nach der
Sprache seines Volkes reden solle.
2,1
Nach diesen Begebenheiten, als der Zorn des Königs Ahasveros
sich gelegt hatte, gedachte er an Vasti und an das, was sie
getan, und was über sie beschlossen worden war.
2 Da
sprachen die Diener des Königs, die ihn bedienten: Man suche dem
König Mädchen, die Jungfrauen sind und schön von Ansehen;
3 und
der König bestellte Beamte in allen Landschaften seines
Königreiches, damit sie alle Mädchen, die Jungfrauen sind und
schön von Ansehen, nach der Burg Susan in das Frauenhaus
zusammenbringen unter die Aufsicht Heges, des königlichen
Kämmerers, des Hüters der Frauen; und man gebe ihnen
Reinigungssalben.
4 Und
das Mädchen, welches dem König gefallen wird, werde Königin an
Vastis Statt. Und das Wort gefiel dem König; und er tat also.
5 Es
war ein jüdischer Mann in der Burg Susan, sein Name war
Mordokai, der Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes Kis’,
ein Benjaminiter,
6 der
aus Jerusalem weggeführt worden war mit den Weggeführten, die
mit Jekonja, dem König von Juda, weggeführt wurden, welche
Nebukadnezar, der König von Babel, weggeführt hatte.
7 Und
er erzog Hadassa, das ist Esther, die Tochter seines Oheims;
denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und das Mädchen war
schön von Gestalt und schön von Angesicht. Und als ihr Vater und
ihre Mutter gestorben waren, hatte Mordokai sie als seine
Tochter angenommen.
8 Und
es geschah, als das Wort des Königs und sein Befehl gehört, und
als viele Mädchen in die Burg Susan unter die Aufsicht Hegais
zusammengebracht wurden, da wurde auch Esther in das Haus des
Königs aufgenommen, unter die Aufsicht Hegais, des Hüters der
Frauen.
9 Und
das Mädchen gefiel ihm und erlangte Gunst vor ihm. Und er
beeilte sich, ihre Reinigungssalben und ihre Teile ihr zu geben,
und ihr die sieben Mägde zu geben, welche aus dem Hause des
Königs ausersehen waren; und er versetzte sie mit ihren Mägden
in die besten Gemächer des Frauenhauses.
10
Esther hatte ihr Volk und ihre Abstammung nicht kundgetan; denn
Mordokai hatte ihr geboten, daß sie es nicht kundtun sollte.
11 Und
Tag für Tag wandelte Mordokai vor dem Hofe des Frauenhauses, um
das Wohlergehen Esthers zu erfahren, und was mit ihr geschähe.
12 Und
wenn die Reihe an ein jedes Mädchen kam, zum König Ahasveros zu
kommen, nachdem ihr zwölf Monate lang nach der Vorschrift für
die Weiber geschehen war (denn also wurden die Tage ihrer
Reinigung erfüllt, nämlich sechs Monate mit Myrrhenöl, und sechs
Monate mit Gewürzen und mit Reinigungssalben der Weiber),
13 und
wenn alsdann das Mädchen zu dem König kam, so wurde ihr alles
gegeben, was sie verlangte, um es aus dem Frauenhause in das
Haus des Königs mitzunehmen.
14 Am
Abend kam sie, und am Morgen kehrte sie in das zweite Frauenhaus
zurück, unter die Aufsicht Schaaschgas’, des königlichen
Kämmerers, des Hüters der Kebsweiber. Sie kam nicht wieder zu
dem König, es sei denn, daß der König Gefallen an ihr hatte, und
sie mit Namen gerufen wurde.
15 Und
als die Reihe an Esther kam, die Tochter Abichails, des Oheims
Mordokais, welche er als seine Tochter angenommen hatte, daß sie
zu dem König kommen sollte, verlangte sie nichts, außer was
Hegai, der königliche Kämmerer, der Hüter der Frauen, sagte. Und
Esther erlangte Gnade in den Augen aller, die sie sahen.
16 Und
Esther wurde zu dem König Ahasveros in sein königliches Haus
geholt im zehnten Monat, das ist der Monat Tebeth, im siebten
Jahre seiner Regierung.
17 Und
der König gewann Esther lieb, mehr als alle Weiber, und sie
erlangte Gnade und Gunst vor ihm, mehr als alle die Jungfrauen.
Und er setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie
zur Königin an Vastis Statt.
18 Und
der König machte allen seinen Fürsten und Knechten ein großes
Gastmahl, das Gastmahl Esthers; und er gab den Landschaften
einen Steuererlaß und gab Geschenke nach der Freigebigkeit des
Königs.
19 Und
als zum zweiten Male Jungfrauen zusammengebracht wurden, und
Mordokai im Tore des Königs saß
20
(Esther tat ihre Abstammung und ihr Volk nicht kund, wie
Mordokai ihr geboten hatte; und Esther tat, was Mordokai sagte,
wie zur Zeit, da sie bei ihm erzogen wurde),
21 in
selbigen Tagen, als Mordokai im Tore des Königs saß, ergrimmten
Bigthan und Teresch, zwei Kämmerer des Königs, von denen, welche
die Schwelle hüteten, und trachteten danach, Hand an den König
Ahasveros zu legen.
22 Und
die Sache wurde dem Mordokai kund, und er berichtete es der
Königin Esther; und Esther sagte es dem König im Namen
Mordokais.
23 Und
die Sache wurde untersucht und wahr gefunden; und sie wurden
beide an ein Holz gehängt. Und es wurde vor dem König in das
Buch der Chroniken eingeschrieben.
3,1
Nach diesen Begebenheiten machte der König Ahasveros Haman, den
Sohn Hammedathas, den Agagiter, groß, und er erhob ihn und
setzte seinen Stuhl über alle Fürsten, die bei ihm waren.
2 Und
alle Knechte des Königs, die im Tore des Königs waren, beugten
sich und warfen sich nieder vor Haman; denn also hatte der König
seinetwegen geboten. Aber Mordokai beugte sich nicht und warf
sich nicht nieder.
3 Da
sprachen die Knechte des Königs, die im Tore des Königs waren,
zu Mordokai: Warum übertrittst du des Königs Gebot?
4 Und
es geschah, als sie es Tag für Tag zu ihm sagten, und er nicht
auf sie hörte, so berichteten sie es Haman, um zu sehen, ob die
Worte Mordokais bestehen würden; denn er hatte ihnen kundgetan,
daß er ein Jude wäre.
5 Und
als Haman sah, daß Mordokai sich nicht vor ihm beugte und
niederwarf, da ward Haman voll Grimmes.
6 Aber
er war in seinen Augen verächtlich, die Hand an Mordokai allein
zu legen; denn man hatte ihm das Volk Mordokais kundgetan. Und
Haman suchte alle Juden, die im ganzen Königreiche des Ahasveros
waren, das Volk Mordokais, zu vertilgen.
7 Im
ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahre des
Königs Ahasveros, warf man das Pur, das ist das Los, vor Haman,
von Tag zu Tag und von Monat zu Monat, bis zum zwölften Monat,
das ist der Monat Adar.
8 Und
Haman sprach zu dem König Ahasveros: Da ist ein Volk, zerstreut
und abgesondert unter den Völkern in allen Landschaften deines
Königreiches; und ihre Gesetze sind von denen jedes anderen
Volkes verschieden, und die Gesetze des Königs tun sie nicht;
und es ist für den König nicht geziemend, sie gewähren zu
lassen.
9 Wenn
es den König gut dünkt, so werde geschrieben, daß man sie
umbringe; und ich will zehntausend Talente Silber in die Hände
derer darwägen, welche die Geschäfte besorgen, daß sie es in die
Schatzkammern des Königs bringen.
10 Da
zog der König seinen Siegelring von seiner Hand und gab ihn
Haman, dem Sohne Hammedathas, dem Agagiter, dem Widersacher der
Juden.
11 Und
der König sprach zu Haman: Das Silber sei dir gegeben, und das
Volk, um mit ihm zu tun, wie es gut ist in deinen Augen.
12 Da
wurden die Schreiber des Königs berufen im ersten Monat, am
dreizehnten Tage desselben; und es wurde nach allem, was Haman
gebot, an die Satrapen des Königs geschrieben, und an die
Landpfleger über jede Landschaft und an die Fürsten eines jeden
Volkes, nach der Schrift jeder einzelnen Landschaft und nach der
Sprache jedes einzelnen Volkes; es wurde geschrieben im Namen
des Königs Ahasveros und mit dem Siegelringe des Königs
untersiegelt.
13 Und
die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Landschaften des
Königs gesandt, um alle Juden zu vertilgen, zu ermorden und
umzubringen, vom Knaben bis zum Greise, Kinder und Weiber, an
einem Tage, am Dreizehnten des zwölften Monats, das ist der
Monat Adar, und um ihre Habe zu plündern.
14 Und
auf daß der Befehl in jeder einzelnen Landschaft erlassen würde,
ward eine Abschrift des Schreibens allen Völkern bekannt
gemacht, damit sie auf diesen Tag bereit wären.
15 Die
Eilboten zogen auf das Wort des Königs eilends aus. Und der
Befehl wurde in der Burg Susan erlassen. Und der König und Haman
saßen und tranken; aber die Stadt Susan war in Bestürzung.
4,1
Und als Mordokai alles erfuhr, was geschehen war, da zerriß
Mordokai seine Kleider und legte Sacktuch an und Asche; und er
ging hinaus in die Stadt und erhob ein lautes und bitterliches
Geschrei.
2 Und
er kam bis vor das Tor des Königs; denn zum Tore des Königs
durfte man nicht in einem Sackkleide eingehen.
3 Und
in jeder einzelnen Landschaft, überall wohin das Wort des Königs
und sein Befehl gelangte, war eine große Trauer bei den Juden,
und Fasten und Weinen und Wehklage; viele saßen auf Sacktuch und
Asche.
4 Und
die Mägde Esthers und ihre Kämmerer kamen und taten es ihr kund.
Da geriet die Königin sehr in Angst. Und sie sandte Kleider, daß
man sie Mordokai anziehe und sein Sacktuch von ihm wegnehme;
aber er nahm sie nicht an.
5 Da
rief Esther Hathak, einen von den Kämmerern des Königs, den er
zu ihrem Dienste bestellt hatte, und entbot ihn an Mordokai, um
zu erfahren, was das wäre, und warum es wäre.
6 Da
ging Hathak zu Mordokai hinaus auf den Platz der Stadt, der vor
dem Tore des Königs lag.
7 Und
Mordokai berichtete ihm alles, was ihm begegnet war, und den
Betrag des Silbers, welches Haman versprochen hatte, in die
Schatzkammern des Königs für die Juden darzuwägen, um sie
umzubringen.
8 Auch
gab er ihm eine Abschrift des in Susan erlassenen schriftlichen
Befehles, sie zu vertilgen: um sie der Esther zu zeigen und ihr
kundzutun, und um ihr zu gebieten, daß sie zu dem König
hineingehe, ihn um Gnade anzuflehen und für ihr Volk vor ihm zu
bitten.
9 Und
Hathak kam und berichtete der Esther die Worte Mordokais.
10 Da
sprach Esther zu Hathak und entbot ihn an Mordokai:
11
Alle Knechte des Königs und das Volk der Landschaften des Königs
wissen, daß für einen jeden, Mann und Weib, der zu dem König in
den inneren Hof hineingeht, ohne daß er gerufen wird, ein Gesetz
gilt, nämlich daß er getötet werde; denjenigen ausgenommen,
welchem der König das goldene Zepter entgegenreicht, daß er am
Leben bleibe; ich aber bin seit nunmehr dreißig Tagen nicht
gerufen worden, um zu dem König hineinzugehen.
12 Und
man berichtete Mordokai die Worte Esthers.
13 Und
Mordokai ließ der Esther antworten: Denke nicht indeinem Herzen,
daß du im Hause des Königs allein vor allen Juden entkommen
werdest.
14
Denn wenn du in dieser Zeit irgend schweigst, so wird Befreiung
und Errettung für die Juden von einem anderen Orte her erstehen;
du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer
weiß, ob du nicht für eine Zeit, wie diese, zum Königtum gelangt
bist?
15 Da
ließ Esther dem Mordokai antworten:
16
Gehe hin, versammle alle Juden, die sich in Susan befinden; und
fastet meinethalben, und esset nicht und trinket nicht drei Tage
lang, Nacht und Tag; auch ich werde mit meinen Mägden ebenso
fasten. Und alsdann will ich zu dem König hineingehen, was nicht
nach dem Gesetz ist; und wenn ich umkomme, so komme ich um!
17 Und
Mordokai ging hin und tat nach allem, was Esther ihm geboten
hatte.
5,1
Und es geschah am dritten Tage, da kleidete sich Esther
königlich und trat in den inneren Hof des Hauses des Königs, dem
Hause des Königs gegenüber. Und der König saß auf seinem
königlichen Throne im königlichen Hause, dem Eingang des Hauses
gegenüber.
2 Und
es geschah, als der König die Königin Esther im Hofe stehen sah,
erlangte sie Gnade in seinen Augen; und der König reichte Esther
das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war; und Esther
nahte herzu und rührte die Spitze des Zepters an.
3 Und
der König sprach zu ihr: Was ist dir, Königin Esther? Und was
ist dein Begehr? Bis zur Hälfte des Königreiches, und sie soll
dir gegeben werden!
4 Und
Esther sprach: Wenn es den König gut dünkt, so möge der König
und Haman heute zu dem Mahle kommen, das ich ihm bereitet habe.
5 Da
sprach der König: Bringet eilends Haman her, damit wir tun, was
Esther gesagt hat. Und der König und Haman kamen zu dem Mahle,
das Esther bereitet hatte.
6 Und
der König sprach zu Esther beim Weingelage: Was ist deine Bitte?
Und sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehr? Bis
zur Hälfte des Königreiches, und es soll geschehen!
7 Da
antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und mein Begehr ist:
8 Wenn
ich Gnade gefunden habe in den Augen des Königs, und wenn es den
König gut dünkt, meine Bitte zu gewähren und mein Begehr zu tun,
so möge der König und Haman zu dem Mahle kommen, das ich ihnen
bereiten will; und morgen will ich tun nach dem Worte des
Königs.
9 Und
Haman ging an selbigem Tage hinaus, fröhlich und guten Mutes.
Als aber Haman den Mordokai im Tore des Königs sah, und daß er
weder aufstand, noch sich vor ihm rührte, da ward Haman voll
Grimmes über Mordokai; aber Haman bezwang sich.
10 Und
als er in sein Haus gekommen war, sandte er hin und ließ seine
Freunde und sein Weib Seresch kommen.
11 Und
Haman erzählte ihnen von der Herrlichkeit seines Reichtums und
von der Menge seiner Söhne; und alles, wie der König ihn groß
gemacht, und wie er ihn erhoben habe über die Fürsten und
Knechte des Königs.
12 Und
Haman sprach: Auch hat die Königin Esther niemand mit dem König
zu dem Mahle kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur
mich; und auch auf morgen bin ich mit dem König von ihr geladen.
13
Aber dieses alles gilt mir nichts, solange ich Mordokai, den
Juden, im Tore des Königs sitzen sehe.
14 Da
sprachen sein Weib Seresch und alle seine Freunde zu ihm: Man
richte einen Baum her, fünfzig Ellen hoch; und am Morgen sage
dem König, daß man Mordokai daran hänge. Dann gehe mit dem König
fröhlich zum Mahle! Und das Wort dünkte Haman gut, und er ließ
den Baum herrichten.
6,1 In
jener Nacht floh dem König der Schlaf; und er befahl, das
Gedächtnisbuch der Chroniken zu bringen; und sie wurden vor dem
König gelesen.
2 Da
fand sich geschrieben, daß Mordokai über Bigthana und Teresch,
die beiden Kämmerer des Königs, von denen, welche die Schwelle
hüteten, berichtet hatte, daß sie danach getrachtet hätten, Hand
an den König Ahasveros zu legen.
3 Und
der König sprach: Welche Ehre und Auszeichnung ist dem Mordokai
dafür erwiesen worden? Und die Diener des Königs, die ihn
bedienten, sprachen: Es ist ihm nichts erwiesen worden.
4 Da
sprach der König: Wer ist im Hofe? Und Haman war eben in den
äußeren Hof des Königshauses gekommen, um dem König sagen, man
möge Mordokai an den Baum hängen, welchen er für ihn bereitet
hatte.
5 Und
die Diener des Königs sprachen zu ihm: Siehe, Haman steht im
Hofe. Und der König sprach: Er komme herein!
6 Und
Haman kam herein. Und der König sprach zu ihm: Was ist dem Manne
zu tun, an dessen Ehre der König Gefallen hat? Da dachte Haman
in seinem Herzen: Wem anders als mir sollte der König Gefallen
haben, Ehre zu erweisen?
7 Und
Haman sprach zu dem König: Der Mann, an dessen Ehre der König
Gefallen hat-
8 man
bringe ein königliches Kleid, womit der König sich bekleidet,
und das Roß, auf welchem der König reitet, und auf dessen Kopf
die königliche Krone gesetzt wird;
9 und
man übergebe das Kleid und das Roß den Händen eines der
vornehmsten Fürsten des Königs; und man bekleide den Mann, an
dessen Ehre der König Gefallen hat, und man lasse ihn auf dem
Rosse durch die Straßen der Stadt reiten und rufe vor ihm her:
Also wird dem Manne getan, an dessen Ehre der König Gefallen
hat!
10 Da
sprach der König zu Haman: Eile, nimm das Kleid und das Roß, wie
du gesagt hast, und tue so mit Mordokai, dem Juden, der im Tore
des Königs sitzt; laß nichts ausfallen von allem, was du gesagt
hast.
11 Und
Haman nahm das Kleid und das Roß, und er bekleidete Mordokai,
und ließ ihn durch die Straßen der Stadt reiten und rief vor ihm
her: Also wird dem Manne getan, an dessen Ehre der König
Gefallen hat!
12 Und
Mordokai kehrte zum Tore des Königs zurück. Haman aber eilte
nach seinem Hause, traurig und mit verhülltem Haupte.
13 Und
Haman erzählte seinem Weibe Seresch und allen seinen Freunden
alles, was ihm begegnet war. Da sprachen seine Weisen und sein
Weib Seresch zu ihm: Wenn Mordokai, vor dem du zu fallen
angefangen hast, vom Samen der Juden ist, so wirst du nichts
gegen ihn vermögen, sondern du wirst gänzlich vor ihm fallen.
14
Während sie noch mit ihm redeten, kamen die Kämmerer des Königs
herbei und führten Haman eilends zu dem Mahle, das Esther
bereitet hatte.
7,1
Und der König und Haman kamen zum Gelage bei der Königin Esther.
2 Und
der König sprach zu Esther auch am zweiten Tage beim Weingelage:
Was ist deine Bitte, Königin Esther? Und sie soll dir gewährt
werden. Und was ist dein Begehr? Bis zur Hälfte des
Königreiches, und es soll geschehen.
3 Da
antwortete die Königin Esther und sprach: Wenn ich Gnade
gefunden habe in deinen Augen, o König, und wenn es den König
gut dünkt, so möge mir mein Leben geschenkt werden um meiner
Bitte willen, und mein Volk um meines Begehrs willen.
4 Denn
wir sind verkauft, ich und mein Volk, um vertilgt, ermordet und
umgebracht zu werden; und wenn wir zu Knechten und Mägden
verkauft worden wären, so hätte ich geschwiegen, obgleich der
Bedränger nicht imstande wäre, den Schaden des Königs zu
ersetzen.
5 Da
sprach der König Ahasveros und sagte zu der Königin Esther: Wer
ist der, und wo ist der, welchen sein Herz erfüllt hat, also zu
tun?
6 Und
Esther sprach: Der Bedränger und Feind ist dieser böse Haman! Da
erschrak Haman vor dem König und der Königin.
7 Und
der König stand in seinem Grimme auf von dem Weingelage und ging
in den Garten des Palastes. Haman aber blieb zurück, um bei der
Königin Esther für sein Leben zu bitten; denn er sah, daß das
Unglück gegen ihn beschlossen war von seiten des Königs.
8 Und
als der König aus dem Garten des Palastes in das Haus des
Weingelages zurückkam, da war Haman auf das Polster gesunken,
auf welchem Esther saß. Da sprach der König: Will er gar der
Königin Gewalt antun bei mir im Hause? Das Wort ging aus dem
Munde des Königs, da verhüllte man das Angesicht Hamans.
9 Und
Harbona, einer von den Kämmerern, die vor dem König standen,
sprach: Auch siehe, der Baum, welchen Haman für Mordokai hat
machen lassen, der Gutes für den König geredet hat, steht im
Hause Hamans, fünfzig Ellen hoch. Und der König sprach: Hänget
ihn daran!
10 Und
man hängte Haman an den Baum, welchen er für Mordokai bereitet
hatte. Und der Grimm des Königs legte sich.
8,1 An
selbigem Tage gab der König Ahasveros der Königin Esther das
Haus Hamans, des Widersachers der Juden. Und Mordokai kam vor
den König, denn Esther hatte ihm kundgetan, was er ihr wäre.
2 Und
der König zog seinen Siegelring ab, den er Haman weggenommen
hatte, und gab ihn Mordokai. Und Esther setzte Mordokai über das
Haus Hamans.
3 Und
Esther redete wiederum vor dem König und fiel zu seinen Füßen
nieder; und sie weinte und flehte ihn an, die Bosheit Hamans,
des Agagiters, abzuwenden und seinen Anschlag, den er wider die
Juden ersonnen hatte.
4 Und
der König reichte Esther das goldene Zepter entgegen. Da erhob
sich Esther und stand vor dem König; und sie sprach:
5 Wenn
es den König gut dünkt, und wenn ich Gnade vor ihm gefunden
habe, und die Sache vor dem König recht ist und ich ihm
wohlgefällig bin, so werde geschrieben, die Briefe zu
widerrufen, nämlich den Anschlag Hamans, des Sohnes Hammedathas,
des Agagiters, die er geschrieben hat, um die Juden umzubringen,
welche in allen Landschaften des Königs sind.
6 Denn
wie vermöchte ich das Unglück anzusehen, das mein Volk treffen
wird? Und wie vermöchte ich den Untergang meines Geschlechtes
anzusehen?
7 Und
der König Ahasveros sprach zu der Königin Esther und zu
Mordokai, dem Juden: Siehe, das Haus Hamans habe ich Esther
gegeben, und ihn hat man an das Holz gehängt, darum daß er seine
Hand an die Juden gelegt hat.
8 So
schreibet ihr nun im Namen des Königs betreffs der Juden, wie es
euch gut dünkt, und untersiegelt es mit dem Siegelringe des
Königs. Denn eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben
und mit dem Siegelringe des Königs untersiegelt ist, kann nicht
widerrufen werden.
9 Da
wurden die Schreiber des Königs gerufen zu selbiger Zeit, im
dritten Monat, das ist der Monat Siwan, am Dreiundzwanzigsten
desselben; und es wurde nach allem, was Mordokai gebot, an die
Juden geschrieben, und an die Satrapen und die Landpfleger und
die Fürsten der Landschaften, die von Indien bis Äthiopien
waren, hundertsiebenundzwanzig Landschaften, nach der Schrift
jeder einzelnen Landschaft und nach der Sprache jedes einzelnen
Volkes; und auch an die Juden nach ihrer Schrift und nach ihrer
Sprache.
10 Und
er schrieb im Namen des Königs Ahasveros und untersiegelte mit
dem Siegelringe des Königs; und er sandte durch die berittenen
Eilboten, welche auf den Rennern der königlichen Gestüte ritten,
Briefe,
11
worin geschrieben stand, daß der König den Juden, die in jeder
einzelnen Stadt wären, gestattet habe, sich zu versammeln und
für ihr Leben einzustehen, zu vertilgen, zu töten und
umzubringen alle Heeresmacht von Volk und Landschaft, die sie,
ihre Kinder und Weiber bedrängen würden, und ihre Habe zu
plündern:
12 an
einem Tage in allen Landschaften des Königs Ahasveros, am
dreizehnten Tage des zwölften Monats, das ist der Monat Adar.
13 Und
auf daß der Befehl in jeder einzelnen Landschaft erlassen würde,
ward eine Abschrift des Schreibens allen Völkern bekannt
gemacht, und zwar damit die Juden auf diesen Tag bereit wären,
sich an ihren Feinden zu rächen.
14 Die
Eilboten, welche auf den königlichen Rennern ritten, zogen auf
das Wort des Königs schleunig und eilends aus. Und der Befehl
wurde in der Burg Susan erlassen.
15 Und
Mordokai ging von dem König hinaus in königlicher Kleidung von
prupurblauer und weißer Baumwolle, und mit einer großen goldenen
Krone, und in einem Mantel von Byssus und Purpur; und die Stadt
Susan jauchzte und war fröhlich.
16 Den
Juden war Licht und Freude und Wonne und Ehre zuteil geworden.
17 Und
in jeder einzelnen Landschaft und in jeder einzelnen Stadt,
überall wohin das Wort des Königs und sein Befehl gelangte, war
Freude und Wonne bei den Juden, Gastmahl und Festtag. Und viele
aus den Völkern des Landes wurden Juden, denn die Furcht vor den
Juden war auf sie gefallen.
9,1
Und im zwölften Monat, das ist der Monat Adar, am dreizehnten
Tage desselben, als das Wort des Königs und sein Befehl zur
Ausführung kommen sollte, an dem Tage, da die Feinde der Juden
gehofft hatten, sie zu überwältigen (es wandte sich aber, so daß
sie, die Juden, ihre Hasser überwältigten),
2 da
versammelten sich die Juden in ihren Städten, in allen
Landschaften des Königs Ahasveros, um Hand an diejenigen zu
legen, welche ihr Unglück suchten. Und niemand konnte vor ihnen
bestehen, denn die Furcht vor ihnen war auf alle Völker
gefallen.
3 Und
alle Fürsten der Landschaften und die Satrapen und die
Landpfleger und diejenigen, welche die Geschäfte des Königs
besorgten, unterstützten die Juden; denn die Furcht vor Mordokai
war auf sie gefallen.
4 Denn
Mordokai war groß im Hause des Königs, und sein Ruf ging durch
alle Landschaften; denn der Mann Mordokai wurde immerfort
größer.
5 Und
die Juden richteten unter allen ihren Feinden eine Niederlage
an, indem sie sie erstachen, ermordeten und umbrachten; und sie
taten an ihren Hassern nach ihrem Wohlgefallen.
6 Und
in der Burg Susan töteten die Juden und brachten um fünfhundert
Mann;
7 und
sie töteten Parschandatha und Dalphon und Aspatha
8 und
Poratha und Adalja und Aridatha
9 und
Parmaschtha und Arisai und Aridai und Wajesatha,
10 die
zehn Söhne Hamans, des Sohnes Hammedathas, des Widersachers der
Juden; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.
11 An
selbigem Tage kam die Zahl der in der Burg Susan Getöteten vor
den König.
12 Und
der König sprach zu der Königin Esther: In der Burg Susan haben
die Juden fünfhundert Mann und die zehn Söhne Hamans getötet und
umgebracht; was mögen sie in den übrigen Landschaften des Königs
getan haben! Doch was ist deinen Bitte? und sie soll dir gewährt
werden. Und was ist noch dein Begehr? und es soll geschehen.
13 Und
Esther sprach: Wenn es den König gut dünkt, so werde auch morgen
den Juden, die in Susan sind, gestattet, nach dem heutigen
Befehle zu tun; und die zehn Söhne Hamans hänge man an das Holz.
14 Da
befahl der König, daß also geschehen sollte; und der Befehl
wurde zu Susan erlassen, und man hängte die zehn Söhne Hamans.
15 Und
die Juden, die in Susan waren, versammelten sich auch am
vierzehnten Tage des Monats Adar und töteten in Susan
dreihundert Mann; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.
16 Und
die übrigen Juden, die in den Landschaften des Königs waren,
versammelten sich und standen für ihr Leben ein und erhielten
Ruhe vor ihren Feinden; und sie töteten unter ihren Hassern
fünfundsiebzigtausend; aber an die Beute legten sie ihre Hand
nicht.
17 Das
geschah am dreizehnten Tage des Monats Adar; und am Vierzehnten
des Monats ruhten sie, und sie machten ihn zu einem Tage des
Gastmahls und der Freude.
18
Aber die Juden, die in Susan waren, hatten sich am Dreizehnten
des Monats und des Vierzehnten des Monats versammelt; und sie
ruhten am Fünfzehnten des Monats und machten ihn zu einem Tage
des Gastmahls und der Freude.
19
Darum feiern die Juden des platten Landes, die in den offenen
Städten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar als einen
Tag der Freude und des Gastmahls, und als einen Festtag, wo man
einander Teile sendet.
20 Und
Mordokai schrieb diese Begebenheiten auf. Und er sandte Briefe
an alle Juden, in allen Landschaften des Königs Ahasveros, die
nahen und die fernen,
21 um
ihnen festzusetzen, daß sie den vierzehnten Tag des Monats Adar
und den fünfzehnten Tag desselben Jahr für Jahr feiern sollten,
22 als
die Tage, an welchen die Juden Ruhe erlangt hatten vor ihren
Feinden, und als den Monat, wo sich ihnen Kummer in Freude, und
Trauer in einen Festtag verwandelt hatte, daß sie dieselben
feiern sollten als Tage des Gastmahls und der Freude, wo man
einander Teile sendet und Geschenke an die Armen gibt.
23 Und
die Juden nahmen als Brauch an, was sie zu tun angefangen, und
was Mordokai ihnen geschrieben hatte.
24
Denn Haman, der Sohn Hammedathas, der Agagiter, der Widersacher
aller Juden, hatte gegen die Juden den Anschlag ersonnen, sie
umzubringen, und hatte das Pur, das ist das Los, geworfen, um
sie zu vertilgen und sie umzubringen.
25 Und
als es vor den König kam, befahl er durch einen Brief, daß sein
böser Anschlag, den er gegen die Juden ersonnen hatte, auf
seinen Kopf zurückkehre; und man hängte ihn und seine Söhne an
das Holz.
26
Darum nannte man diese Tage Purim, nach dem Namen des Pur.
Deshalb, wegen all der Worte dieses Briefes, sowohl dessen, was
sie selbst davon gesehen hatten, als auch was zu ihnen gelangt
war,
27
setzten die Juden fest und nahmen auf sich und auf ihre
Nachkommen und auf alle, die sich ihnen anschlossen, als eine
ewige Satzung, diese beiden Tage zu feiern, nach dem, was
darüber geschrieben worden war, und nach ihrer bestimmten Zeit,
Jahr für Jahr;
28 und
daß diese Tage im Andenken bleiben und gefeiert werden sollten
in jedem einzelnen Geschlecht, in jeder einzelnen Familie, in
jeder einzelnen Landschaft und in jeder einzelnen Stadt; und daß
diese Purimtage unter den Juden nicht untergehen, und ihr
Andenken nicht aufhören sollte bei ihren Nachkommen.
29 Und
die Königin Esther, die Tochter Abichails, und Mordokai, der
Jude, schrieben mit allem Nachdruck, um diesen zweiten Brief
über die Purim festzusetzen.
30 Und
er sandte Briefe an alle Juden, in die hundersiebenundzwanzig
Landschaften, das Königreich Ahasveros’, Worte des Friedens und
der Wahrheit,
31 um
diese Purimtage in ihren bestimmten Zeiten festzusetzen, so wie
Mordokai, der Jude, und die Königin Esther es ihnen festgesetzt
hatten, und wie sie es für sich selbst und für ihre Nachkommen
festgesetzt hatten, nämlich die Angelegenheit der Fasten und
ihrer Wehklage.
32 Und
der Befehl Esthers setzte diese Purim-Angelegenheit fest, und er
wurde in ein Buch geschrieben.
10,1
Und der König Ahasveros legte dem Lande und den Inseln des
Meeres eine Abgabe auf.
2 Und
alle Taten seiner Gewalt und seiner Macht und die Beschreibung
der Größe Mordokais, zu welcher der König ihn erhob, sind sie
nicht geschrieben in dem Buche der Chroniken der Könige der
Meder und Perser?
3 Denn
Mordokai, der Jude, war der Zweite nach dem König Ahasveros, und
groß bei den Juden, und wohlgefällig der Menge seiner Brüder; er
suchte das Wohl seines Volkes und redete zur Wohlfahrt seines
ganzen Geschlechts.
Hiob
1,1 Es
war Mann im Lande Uz, sein Name war Hiob; und selbiger Mann war
vollkommen und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse
meidend.
2 Und
es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren.
3 Und
sein Besitztum bestand in siebentausend Schafen und dreitausend
Kamelen und fünfhundert Joch Rindern und fünfhundert Eselinnen,
und in sehr vielem Gesinde. Und selbiger Mann war größer als
alle Söhne des Ostens.
4 Und
seine Söhne gingen hin und machten in dem Hause eines jeden ein
Gastmahl an seinem Tage; und sie sandten hin und luden ihre drei
Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken.
5 Und
es geschah, wenn die Tage des Gastmahls herum waren, so sandte
Hiob hin und heiligte sie; und er stand des Morgens früh auf und
opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob sprach:
Vielleicht haben meine Kinder gesündigt und sich in ihrem Herzen
von Gott losgesagt. Also tat Hiob allezeit.
6 Und
es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor
Jehova zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte.
7 Und
Jehova sprach zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan
antwortete Jehova und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom
Umherwandeln auf ihr.
8 Und
Jehova sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht
Hiob? Denn seinesgleichen ist kein Mann auf Erden, vollkommen
und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend.
9 Und
der Satan antwortete Jehova und sprach: Ist es umsonst, daß Hiob
Gott fürchtet?
10
Hast du nicht selbst ihn und sein Haus und alles, was er hat,
ringsum eingezäunt? Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und
sein Besitztum hat sich ausgebreitet im Lande.
11
Aber strecke einmal deine Hand aus und taste alles an, was er
hat, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.
12 Da
sprach Jehova zum Satan: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner
Hand; nur nach ihm strecke deine Hand nicht aus. Und der Satan
ging von dem Angesicht Jehovas hinweg.
13 Und
es geschah eines Tages, als seine Söhne und seine Töchter im
Hause ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken,
14 da
kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflügten, und die
Eselinnen weideten neben ihnen,
15 da
fielen Sabäer ein und nahmen sie weg, und die Knechte erschlugen
sie mit der Schärfe des Schwertes; und ich bin entronnen, nur
ich allein, um es dir zu berichten.
16
Dieser redete noch, da kam ein anderer und sprach: Feuer Gottes
ist vom Himmel gefallen und hat das Kleinvieh und die Knechte
verbrannt und sie verzehrt; und ich bin entronnen, nur ich
allein, um es dir zu berichten.
17
Dieser redete noch, da kam ein anderer und sprach: Die Chaldäer
haben drei Haufen gebildet und sind über die Kamele hergefallen
und haben sie weggenommen, und die Knechte haben sie mit der
Schärfe des Schwertes erschlagen; und ich bin entronnen, nur ich
allein, um es dir zu berichten.
18
Während dieser noch redete, da kam ein anderer und sprach: Deine
Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Hause ihres
erstgeborenen Bruders;
19 und
siehe, ein starker Wind kam von jenseit der Wüste her und stieß
an die vier Ecken des Hauses, und es fiel auf die jungen Leute,
und sie starben; und ich bin entronnen, nur ich allein, um es
dir zu berichten.
20 Da
stand Hiob auf und zerriß sein Gewand und schor sein Haupt; und
er fiel zur Erde nieder und betete an.
21 Und
er sprach: Nackt bin ich aus meiner Mutter Leibe gekommen, und
nackt werde ich dahin zurückkehren; Jehova hat gegeben, und
Jehova hat genommen, der Name Jehovas sei gepriesen!
22 Bei
diesem allem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts
Ungereimtes zu.
2,1
Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich
vor Jehova zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte, um
sich vor Jehova zu stellen.
2 Und
Jehova sprach zum Satan: Von woher kommst du? Und der Satan
antwortete Jehova und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom
Umherwandeln auf ihr.
3 Und
Jehova sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht
Hiob? Denn seinesgleichen ist kein Mann auf Erden, vollkommen
und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend; und noch
hält er fest an seiner Vollkommenheit, wiewohl du mich wider ihn
gereizt hast, ihn ohne Ursache zu verschlingen.
4 Und
der Satan antwortete Jehova und sprach: Haut um Haut, ja, alles,
was der Mensch hat, gibt er um sein Leben.
5 Aber
strecke einmal deine Hand aus und taste sein Gebein und sein
Fleisch an, ob er sich nicht offen von dir lossagen wird.
6 Und
Jehova sprach zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur
schone seines Lebens.
7 Und
der Satan ging von dem Angesicht Jehovas hinweg, und er schlug
Hiob mit bösen Geschwüren, von seiner Fußsohle bis zu seinem
Scheitel.
8 Und
er nahm einen Scherben, um sich damit zu schaben; und er saß
mitten in der Asche.
9 Da
sprach sein Weib zu ihm: Hältst du noch fest an deiner
Vollkommenheit? Sage dich los von Gott und stirb!
10 Und
er sprach zu ihr: Du redest, wie eine der Törinnen redet. Wir
sollten das Gute von Gott annehmen, und das Böse sollten wir
nicht auch annehmen? Bei diesem allem sündigte Hiob nicht mit
seinen Lippen.
11 Und
die drei Freunde Hiobs hörten all dieses Unglück, das über ihn
gekommen war; und sie kamen, ein jeder aus seinem Orte: Eliphas,
der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und Zophar, der
Naamathiter; und sie verabredeten sich miteinander zu kommen, um
ihm ihr Beileid zu bezeugen und ihn zu trösten.
12 Und
sie erhoben ihre Augen von ferne und erkannten ihn nicht; da
erhoben sie ihre Stimme und weinten, und sie zerrissen ein jeder
sein Gewand und streuten Staub auf ihre Häupter himmelwärts.
13 Und
sie saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte
lang; und keiner redete ein Wort zu ihm, denn sie sahen, daß der
Schmerz sehr groß war.
3,1
Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
2 Und
Hiob hob an und sprach:
3 Es
verschwinde der Tag, an dem ich geboren wurde, und die Nacht,
welche sprach: Ein Knäblein ist empfangen!
4
Jener Tag sei Finsternis! Nicht frage Gott nach ihm droben, und
nicht erglänze über ihm das Licht!
5
Finsternis und Todesschatten mögen ihn einlösen, Gewölk lagere
sich über ihm, es schrecken ihn Tagesverfinsterungen!
6 Jene
Nacht, Dunkel ergreife sie; sie freue sich nicht unter den Tagen
des Jahres, in die Zahl der Monde komme sie nicht!
7
Siehe, jene Nacht sei unfruchtbar, es trete kein Jubel in sie
ein!
8
Verwünschen mögen sie die Verflucher des Tages, die fähig sind,
den Leviathan aufzureizen!
9
Verfinstert seien die Sterne ihrer Dämmerung; sie harre auf
Licht, und da sei keines; und nicht schaue sie die Wimpern der
Morgenröte!
10
Denn sie hat die Pforte meines Mutterschoßes nicht verschlossen
und Mühsal nicht verborgen vor meinen Augen.
11
Warum starb ich nicht von Mutterleibe an, kam aus dem Schoße
hervor und verschied?
12
Weshalb kamen Knie mir entgegen, und wozu Brüste, daß ich sog?
13
Denn jetzt würde ich liegen und rasten, ich würde schlafen: dann
hätte ich Ruhe,
14 mit
Königen und Räten der Erde, welche sich verödete Plätze
erbauten,
15
oder mit Fürsten, die Gold hatten, die ihre Häuser mit Silber
füllten;
16
oder, gleich einer verborgenen Fehlgeburt, wäre ich nicht da,
gleich Kindern, die das Licht nicht erblickt haben.
17
Dort lassen die Bösen ab vom Toben, und dort ruhen die an Kraft
Erschöpften,
18
rasten die Gefangenen allesamt, hören nicht die Stimme des
Treibers.
19 Der
Kleine und der Große, dort sind sie gleich, und der Knecht ist
frei von seinem Herrn.
20
Warum gibt er dem Mühseligen Licht, und Leben denen, die
bitterer Seele sind;
21 die
auf den Tod harren, und er ist nicht da, und die nach ihm
graben, mehr als nach verborgenen Schätzen;
22 die
sich freuen bis zum Jubel, Wonne haben, wenn sie das Grab
finden;
23 dem
Manne, dessen Weg ihm verborgen ist, und den Gott eingeschlossen
hat ringsum?
24
Denn gleich meinem Brote kommt mein Seufzen, und wie Wasser
ergießt sich mein Gestöhn.
25
Denn ich fürchtete einen Schrecken, und er traf mich, und vor
dem mir bangte, das kam über mich.
26 Ich
war nicht ruhig, und ich rastete nicht und ruhte nicht, da kam
das Toben.
4,1
Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:
2 Wenn
man ein Wort an dich versucht, wird es dich verdrießen? Doch die
Worte zurückzuhalten, wer vermöchte es?
3
Siehe, du hast viele unterwiesen, und erschlaffte Hände
stärktest du;
4 den
Strauchelnden richteten deine Worte auf, und sinkende Knie hast
du befestigt.
5 Doch
nun kommt es an dich, und es verdrießt dich; es erreicht dich,
und du bist bestürzt.
6 Ist
nicht deine Gottesfurcht deine Zuversicht, die Vollkommenheit
deiner Wege deine Hoffnung?
7
Gedenke doch: Wer ist als Unschuldiger umgekommen, und wo sind
Rechtschaffene vertilgt worden?
8 So
wie ich es gesehen habe: die Unheil pflügen und Mühsal säen,
ernten es.
9
Durch den Odem Gottes kommen sie um, und durch den Hauch seiner
Nase vergehen sie.
10 Das
Brüllen des Löwen und des Brüllers Stimme sind verstummt, und
die Zähne der jungen Löwen sind ausgebrochen;
11 der
Löwe kommt um aus Mangel an Raub, und die Jungen der Löwin
werden zerstreut.
12 Und
zu mir gelangte verstohlen ein Wort, und mein Ohr vernahm ein
Geflüster davon.
13 In
Gedanken, welche Nachtgesichte hervorrufen, wenn tiefer Schlaf
die Menschen befällt,
14 kam
Schauer über mich und Beben, und durchschauerte alle meine
Gebeine;
15 und
ein Geist zog vor meinem Angesicht vorüber, das Haar meines
Leibes starrte empor.
16 Es
stand da, und ich erkannte sein Aussehen nicht; ein Bild war vor
meinen Augen, ein Säuseln und eine Stimme hörte ich:
17
Sollte ein Mensch gerechter sein als Gott, oder ein Mann reiner
als der ihn gemacht hat?
18
Siehe, auf seine Knechte vertraut er nicht, und seinen Engeln
legt er Irrtum zur Last:
19
wieviel mehr denen, die in Lehmhäusern wohnen, deren Grund im
Staube ist! Wie Motten werden sie zertreten.
20 Von
Morgen bis Abend werden sie zerschmettert; ohne daß man’s
beachtet, kommen sie um auf ewig.
21 Ist
es nicht so? Wird ihr Zeltstrick an ihnen weggerissen, so
sterben sie, und nicht in Weisheit.
5,1
Rufe doch, ob einer da ist, der dir antwortet! Und an welchen
der Heiligen willst du dich wenden?
2 Denn
den Narren erwürgt der Gram, und den Einfältigen tötet der
Eifer.
3 Ich,
ich sah den Narren Wurzel schlagen, und alsbald verwünschte ich
seine Wohnung.
4 Fern
blieben seine Kinder vom Glück; und sie wurden im Tore
zertreten, und kein Erretter war da.
5
Seine Ernte verzehrte der Hungrige, und bis aus den Dornhecken
nahm er sie weg; und nach ihrem Vermögen schnappte die Schlinge.
6 Denn
nicht aus dem Staube geht Unheil hervor, und nicht sproßt Mühsal
aus dem Erdboden;
7
sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, wie die Funken sich
erheben im Fluge.
8 Ich
jedoch würde Gott suchen und Gott meine Sache darlegen,
9 der
Großes und Unerforschliches tut, Wunder bis zur Unzahl;
10 der
Regen gibt auf die Fläche der Erde, und Wasser sendet auf die
Fläche der Flur;
11 um
Niedrige in die Höhe zu setzen, und Trauernde steigen empor zum
Glück.
12 Der
zunichte macht die Anschläge der Listigen, und ihre Hände führen
den Plan nicht aus;
13 der
die Weisen erhascht in ihrer List, und der Verschmitzten Rat
überstürzt sich.
14 Bei
Tage stoßen sie auf Finsternis, und am Mittag tappen sie wie bei
der Nacht.
15 Und
er rettet vom Schwerte, von ihrem Munde, und aus der Hand des
Starken den Dürftigen.
16 So
wird dem Armen Hoffnung, und die Ungerechtigkeit verschließt
ihren Mund.
17
Siehe, glückselig der Mensch, den Gott straft! So verwirf denn
nicht die Züchtigung des Allmächtigen.
18
Denn er bereitet Schmerz und verbindet, er zerschlägt, und seine
Hände heilen.
19 In
sechs Drangsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich
kein Übel antasten.
20 In
Hungersnot erlöst er dich von dem Tode, und im Kriege von der
Gewalt des Schwertes.
21 Vor
der Zunge Geißel wirst du geborgen sein, und du wirst dich nicht
fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt.
22 Der
Verwüstung und des Hungers wirst du lachen, und vor dem Getier
der Erde wirst du dich nicht fürchten;
23
denn dein Bund wird mit den Steinen des Feldes sein, und das
Getier des Feldes wird Frieden mit dir haben.
24 Und
du wirst erfahren, daß dein Zelt in Frieden ist, und überschaust
du deine Wohnung, so wirst du nichts vermissen;
25 und
du wirst erfahren, daß deine Nachkommenschaft zahlreich sein
wird, und deine Sprößlinge gleich dem Kraut der Erde.
26 Du
wirst in Rüstigkeit in das Grab kommen, wie der Garbenhaufen
eingebracht wird zu seiner Zeit.
27
Siehe, dieses, wir haben es erforscht, so ist es; höre es, und
du, merke es dir!
6,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2 O
daß mein Gram doch gewogen würde, und man mein Mißgeschick auf
die Waagschale legte allzumal!
3 Denn
dann würde es schwerer sein als der Sand der Meere; darum sind
unbesonnen meine Worte.
4 Denn
die Pfeile des Allmächtigen sind in mir, ihr Gift trinkt mein
Geist; die Schrecken Gottes stellen sich in Schlachtordnung
wider mich auf.
5
Schreit ein Wildesel beim Grase, oder brüllt ein Rind bei seinem
Futter?
6 Wird
Fades, Salzloses gegessen? Oder ist Geschmack im Eiweiß?
7 Was
meine Seele sich weigerte anzurühren, das ist wie meine ekle
Speise.
8 O
daß doch meine Bitte einträfe, und Gott mein Verlangen gewährte,
9 daß
es Gott gefiele, mich zu zermalmen, daß er seine Hand losmachte
und mich vernichtete!
10 So
würde noch mein Trost sein, und ich würde frohlocken in
schonungsloser Pein, daß ich die Worte des Heiligen nicht
verleugnet habe.
11 Was
ist meine Kraft, daß ich ausharren, und was mein Ende, daß ich
mich gedulden sollte?
12 Ist
Kraft der Steine meine Kraft, oder ist mein Fleisch von Erz?
13 Ist
es nicht also, daß keine Hilfe in mir, und jede Kraft aus mir
vertrieben ist?
14 Dem
Verzagten gebührt Milde von seinem Freunde, sonst wird er die
Furcht des Allmächtigen verlassen.
15
Meine Brüder haben sich trügerisch erwiesen wie ein Wildbach,
wie das Bett der Wildbäche, welche hinschwinden,
16
welche trübe sind von Eis, in die der Schnee sich birgt.
17 Zur
Zeit, wenn sie erwärmt werden, versiegen sie; wenn es heiß wird,
sind sie von ihrer Stelle verschwunden.
18 Es
schlängeln sich die Pfade ihres Laufes, ziehen hinauf in die Öde
und verlieren sich.
19 Es
blickten hin die Karawanen Temas, die Reisezüge Schebas hofften
auf sie:
20 sie
wurden beschämt, weil sie auf sie vertraut hatten, sie kamen hin
und wurden zu Schanden.
21
Denn jetzt seid ihr zu nichts geworden; ihr sehet einen
Schrecken und fürchtet euch.
22
Habe ich etwa gesagt: Gebet mir, und machet mir ein Geschenk von
eurem Vermögen;
23 und
befreiet mich aus der Hand des Bedrängers, und erlöset mich aus
der Hand der Gewalttätigen?
24
Belehret mich, und ich will schweigen; und gebet mir zu
erkennen, worin ich geirrt habe.
25 Wie
eindringlich sind richtige Worte! Aber was tadelt der Tadel, der
von euch kommt?
26
Gedenket ihr Reden zu tadeln? Für den Wind sind ja die Worte
eines Verzweifelnden!
27
Sogar den Verwaisten würdet ihr verlosen, und über euren Freund
einen Handel abschließen.
28 Und
nun, laßt es euch gefallen, auf mich hinzublicken: euch ins
Angesicht werde ich doch wahrlich nicht lügen.
29
Kehret doch um, es geschehe kein Unrecht; ja, kehret noch um, um
meine Gerechtigkeit handelt es sich!
30 Ist
Unrecht auf meiner Zunge? Oder sollte mein Gaumen Frevelhaftes
nicht unterscheiden?
7,1
Hat der Mensch nicht einen harten Dienst auf Erden, und sind
seine Tage nicht wie die Tage eines Tagelöhners?
2 Wie
ein Knecht, der sich nach dem Schatten sehnt, und wie ein
Tagelöhner, der seines Lohnes harrt,
3 so
sind mir zuteil geworden Monde der Nichtigkeit, und Nächte der
Mühsal mir zugezählt.
4 Wenn
ich mich niederlege, so spreche ich: Wann werde ich aufstehen?
Und der Abend dehnt sich hin, und ich werde des Umherwerfens
satt bis zur Dämmerung.
5 Mein
Fleisch ist bekleidet mit Gewürm und Erdkrusten, meine Haut
zieht sich zusammen und eitert.
6
Meine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschiffchen, und
schwinden ohne Hoffnung.
7
Gedenke, daß mein Leben ein Hauch ist! Nicht wird mein Auge das
Glück wiedersehen.
8
Nicht mehr wird mich schauen das Auge des mich Sehenden;
richtest du deine Augen auf mich, so bin ich nicht mehr.
9 Die
Wolke schwindet und fährt dahin; so steigt, wer in den Scheol
hinabfährt, nicht wieder herauf.
10
Nicht mehr kehrt er zurück zu seinem Hause, und seine Stätte
erkennt ihn nicht mehr.
11 So
will auch ich meinen Mund nicht zurückhalten, will reden in der
Bedrängnis meines Geistes, will klagen in der Bitterkeit meiner
Seele.
12 Bin
ich ein Meer, oder ein Seeungeheuer, daß du eine Wache wider
mich aufstellst?
13
Wenn ich sage: Trösten wird mich mein Bett, mein Lager wird
tragen helfen meine Klage,
14 so
erschreckst du mich mit Träumen, und durch Gesichte ängstigst du
mich,
15 so
daß meine Seele Erstickung vorzieht, den Tod lieber wählt als
meine Gebeine.
16 Ich
bin’s überdrüssig, nicht ewiglich werde ich ja leben: Laß ab von
mir! Denn ein Hauch sind meine Tage.
17 Was
ist der Mensch, daß du ihn hochhältst, und daß du dein Herz auf
ihn richtest,
18 und
alle Morgen ihn heimsuchst, alle Augenblicke ihn prüfst?
19 Wie
lange willst du nicht von mir wegblicken, nicht von mir
ablassen, bis ich meinen Speichel verschlucke?
20
Habe ich gesündigt, was tat ich dir an, du Beobachter der
Menschen? Warum hast du mich dir zum Angriffspunkt gesetzt, daß
ich mir selbst zur Last geworden bin?
21 Und
warum vergibst du nicht meine Übertretung und lässest nicht
vorübergehen meine Missetat? Denn nun werde ich in den Staub
mich legen, und suchst du nach mir, so bin ich nicht mehr.
8,1
Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sprach:
2 Wie
lange willst du solches reden, und sollen die Worte deines
Mundes ungestümer Wind sein?
3 Wird
Gott das Recht beugen, oder wird der Allmächtige beugen die
Gerechtigkeit?
4 Wenn
deine Kinder gegen ihn gesündigt haben, so gab er sie ihrer
Übertretung preis.
5 Wenn
du Gott eifrig suchst und zu dem Allmächtigen um Gnade flehst,
6 wenn
du lauter und rechtschaffen bist, ja, dann wird er zu deinen
Gunsten aufwachen und Wohlfahrt geben der Wohnung deiner
Gerechtigkeit;
7 und
dein Anfang wird gering erscheinen, aber dein Ende sehr groß
werden.
8 Denn
befrage doch das vorige Geschlecht, und richte deinen Sinn auf
das, was ihre Väter erforscht haben.
9
(Denn wir sind von gestern und wissen nichts, denn ein Schatten
sind unsere Tage auf Erden.)
10
Werden jene dich nicht belehren, dir’s sagen, und Worte aus
ihrem Herzen hervorbringen?
11
Schießt Papierschilf auf, wo kein Sumpf ist? Wächst Riedgras
empor ohne Wasser?
12
Noch ist es am Grünen, wird nicht ausgerauft, so verdorrt es vor
allem Grase.
13
Also sind die Pfade aller, die Gottes vergessen; und des
Ruchlosen Hoffnung geht zu Grunde.
14
Sein Vertrauen wird abgeschnitten, und seine Zuversicht ist ein
Spinnengewebe.
15 Er
stützt sich auf sein Haus, und es hält nicht stand; er hält sich
daran fest, und es bleibt nicht aufrecht.
16
Saftvoll ist er vor der Sonne, und seine Schößlinge dehnen sich
aus über seinen Garten hin;
17
über Steinhaufen schlingen sich seine Wurzeln, er schaut die
Wohnung der Steine;
18
wenn er ihn wegreißt von seiner Stätte, so verleugnet sie ihn:
“Ich habe dich nie gesehen!”
19
Siehe, das ist die Freude seines Weges; und aus dem Staube
sprossen andere hervor.
20
Siehe, Gott wird den Vollkommenen nicht verwerfen, und nicht bei
der Hand fassen die Übeltäter.
21
Während er deinen Mund mit Lachen füllen wird und deine Lippen
mit Jubelschall,
22
werden deine Hasser bekleidet werden mit Scham, und das Zelt der
Gesetzlosen wird nicht mehr sein.
9,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2
Wahrlich, ich weiß, daß es also ist; und wie könnte ein Mensch
gerecht sein vor Gott?
3 Wenn
er Lust hat, mit ihm zu rechten, so kann er ihm auf tausend
nicht eins antworten.
4 Er
ist weise von Herzen und stark an Kraft: wer hat sich wider ihn
verhärtet und ist unversehrt geblieben?
5 Der
Berge versetzt, ehe sie es merken, er, der sie umkehrt in seinem
Zorn;
6 der
die Erde aufbeben macht von ihrer Stätte, und ihre Säulen
erzittern;
7 der
der Sonne befiehlt, und sie geht nicht auf, und der die Sterne
versiegelt;
8 der
die Himmel ausspannt, er allein, und einherschreitet auf den
Höhen des Meeres;
9 der
den großen Bären gemacht hat, den Orion und das Siebengestirn
und die Kammern des Südens;
10 der
Großes tut, daß es nicht zu erforschen, und Wundertaten, daß sie
nicht zu zählen sind.
11
Siehe, er geht an mir vorüber, und ich sehe ihn nicht, und er
zieht vorbei, und ich bemerke ihn nicht.
12
Siehe, er rafft dahin, und wer will ihm wehren? Wer zu ihm
sagen: Was tust du?
13
Gott wendet seinen Zorn nicht ab, unter ihn beugen sich Rahabs
Helfer.
14
Wieviel weniger könnte ich ihm antworten, meine Worte wählen ihm
gegenüber!
15 Der
ich, wenn ich gerecht wäre, nicht antworten könnte, um Gnade
würde ich flehen zu meinem Richter.
16
Wenn ich riefe, und er mir antwortete, nicht würde ich glauben,
daß er meiner Stimme Gehör schenken würde:
17 Er,
der mich zermalmt durch ein Sturmwetter, und meine Wunden mehrt
ohne Ursache;
18 er
erlaubt mir nicht, Atem zu holen, denn er sättigt mich mit
Bitterkeiten.
19
Wenn es auf Kraft des Starken ankommt, so sagt er: “Siehe hier!”
und wenn auf Recht: “Wer will mich vorladen?”
20
Wenn ich auch gerecht wäre, so würde mein Mund mich doch
verdammen; wäre ich vollkommen, so würde er mich für verkehrt
erklären.
21
Vollkommen bin ich; nicht kümmert mich meine Seele, ich verachte
mein Leben; es ist eins!
22
Darum sage ich: Den Vollkommenen und den Gesetzlosen vernichtet
er.
23
Wenn die Geißel plötzlich tötet, so spottet er der Prüfung der
Unschuldigen.
24 Die
Erde ist in die Hand des Gesetzlosen gegeben, das Angesicht
ihrer Richter verhüllt er. Wenn er es nun nicht ist, wer anders?
25 Und
meine Tage eilen schneller dahin als ein Läufer, sie entfliehen,
schauen das Glück nicht.
26 Sie
ziehen vorüber gleich Rohrschiffen, wie ein Adler, der auf Fraß
herabstürzt.
27
Wenn ich sage: Ich will meine Klage vergessen, will mein
Angesicht glätten und mich erheitern,
28 so
bangt mir vor allen meinen Schmerzen; ich weiß, daß du mich
nicht für schuldlos halten wirst.
29 Ich
muß schuldig sein; wozu soll ich mich denn nutzlos abmühen?
30
Wenn ich mich mit Schnee wüsche und meine Hände mit Lauge
reinigte,
31
alsdann würdest du mich in die Grube tauchen, und meinen eigenen
Kleidern würde vor mir ekeln.
32
Denn er ist nicht ein Mann wie ich, daß ich ihm antworten
dürfte, daß wir miteinander vor Gericht gehen könnten.
33 Es
gibt zwischen uns keinen Schiedsmann, daß er seine Hand auf uns
beide legte.
34 Er
tue seine Rute von mir weg, und sein Schrecken ängstige mich
nicht:
35 so
will ich reden und ihn nicht fürchten; denn nicht also steht es
bei mir.
10,1
Meine Seele ist meines Lebens überdrüssig; ich will meiner Klage
in mir freien Lauf lassen, will reden in der Bitterkeit meiner
Seele.
2 Ich
will zu Gott sagen: Verdamme mich nicht! laß mich wissen,
worüber du mit mir rechtest.
3
Gefällt es dir, daß du bedrückst, daß du die Arbeit deiner Hände
verwirfst und über den Rat der Gesetzlosen dein Licht leuchten
lässest?
4 Hast
du Augen des Fleisches, oder siehst du, wie ein Mensch sieht?
5 Sind
deine Tage wie die Tage eines Menschen, oder deine Jahre wie die
Tage eines Mannes,
6 daß
du nach meiner Ungerechtigkeit suchst und nach meiner Sünde
forschest,
7
obwohl du weißt, daß ich nicht schuldig bin, und daß niemand
ist, der aus deiner Hand errette?
8
Deine Hände haben mich ganz gebildet und gestaltet um und um,
und du verschlingst mich!
9
Gedenke doch, daß du wie Ton mich gestaltet und zum Staube
willst du mich zurückkehren lassen!
10
Hast du mich nicht hingegossen wie Milch, und wie Käse mich
gerinnen lassen?
11 Mit
Haut und Fleisch hast du mich bekleidet, und mit Knochen und
Sehnen mich durchflochten.
12
Leben und Huld hast du mir gewährt, und deine Obhut bewahrte
meinen Geist.
13
Doch solches bargest du in deinem Herzen; ich weiß, daß dieses
bei dir war:
14
Wenn ich sündigte, so würdest du mich beobachten, und von meiner
Missetat mich nicht freisprechen.
15
Wenn ich schuldig wäre, wehe mir! Und wäre ich gerecht, so
dürfte ich mein Haupt nicht erheben, gesättigt von Schande und
mein Elend schauend.
16 Und
richtete es sich empor, wie ein Löwe würdest du mich jagen, und
immer wieder deine Wunderkraft an mir erweisen.
17 Du
würdest deine Zeugen mir gegenüber erneuern und deinen Zorn
wider mich mehren, stets frische Scharen und ein Heer wider mich
entbieten.
18
Warum hast du mich doch aus Mutterleibe hervorgehen lassen? Ich
hätte verscheiden, und kein Auge hätte mich sehen sollen!
19 Als
ob ich nicht gewesen wäre, so hätte ich sein sollen, vom
Mutterschoße zu Grabe getragen!
20
Sind meiner Tage nicht wenige? Er lasse ab, wende sich von mir,
daß ich ein wenig mich erheitere,
21 ehe
ich hingehe (und nicht wiederkomme) in das Land der Finsternis
und des Todesschattens,
22 in
das Land, düster wie das Dunkel, das Land des Todesschattens und
der Unordnung, und wo das Hellwerden dem Dunkel gleich ist!
11,1
Und Zophar, der Naamathiter, antwortete und sprach:
2
Sollte die Menge der Worte nicht beantwortet werden, oder sollte
ein Schwätzer recht behalten?
3
Sollte dein Gerede die Leute zum Schweigen bringen, daß du
spotten solltest, und niemand dich beschämen,
4 daß
du sagen solltest: Meine Lehre ist lauter, und ich bin rein in
deinen Augen?
5 Aber
möchte Gott doch reden und seine Lippen gegen dich öffnen,
6 und
dir kundtun die Geheimnisse der Weisheit, daß sie das Doppelte
ist an Bestand! Dann müßtest du erkennen, daß Gott dir viel von
deiner Missetat übersieht.
7
Kannst du die Tiefe Gottes erreichen, oder das Wesen des
Allmächtigen ergründen?
8
Himmelhoch sind sie, was kannst du tun? Tiefer als der Scheol,
was kannst du wissen?
9
Länger als die Erde ist ihr Maß und breiter als das Meer.
10
Wenn er vorüberzieht und in Verhaft nimmt und zum Gericht
versammelt, wer will ihm dann wehren?
11
Denn er kennt die falschen Leute; und er sieht Frevel, ohne daß
er achtgibt.
12
Auch ein Hohlköpfiger gewinnt Verstand, wenn auch der Mensch als
ein Wildeselsfüllen geboren wird.
13
Wenn du dein Herz richtest und deine Hände zu ihm ausbreitest,
14
wenn Frevel in deiner Hand ist, so entferne ihn, und laß Unrecht
nicht wohnen in deinen Zelten,
15 ja,
dann wirst du dein Angesicht erheben ohne Makel, und wirst
unerschütterlich sein und dich nicht fürchten.
16
Denn du wirst die Mühsal vergessen, wirst ihrer gedenken wie
vorübergeflossener Wasser;
17 und
heller als der Mittag wird dein Leben erstehen; mag es finster
sein wie der Morgen wird es werden.
18 Und
du wirst Vertrauen fassen, weil es Hoffnung gibt; und du wirst
Umschau halten, in Sicherheit dich niederlegen.
19 Und
du wirst dich lagern, und niemand wird dich aufschrecken; und
viele werden deine Gunst suchen.
20
Aber die Augen der Gesetzlosen werden verschmachten; und jede
Zuflucht ist ihnen verloren, und ihre Hoffnung ist das
Aushauchen der Seele.
12,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2
Fürwahr, ihr seid die Leute, und mit euch wird die Weisheit
aussterben!
3 Auch
ich habe Verstand wie ihr; ich stehe nicht hinter euch zurück;
und wer wüßte nicht dergleichen?
4 Ich
muß einer sein, der seinem Freunde zum Gespött ist, der zu Gott
ruft, und er antwortet ihm; der Gerechte, Vollkommene ist zum
Gespött!
5 Dem
Unglück gebührt Verachtung nach den Gedanken des Sorglosen; sie
ist bereit für die, welche mit dem Fuße wanken.
6 Die
Zelte der Verwüster sind in Ruhe, und Sicherheit ist für die,
welche Gott reizen, für den, welcher Gott in seiner Hand führt.
7 Aber
frage doch das Vieh, und es wird’s dich lehren; und das Gevögel
des Himmels, und es wird’s dir kundtun;
8 oder
rede zu der Erde, und sie wird’s dich lehren; und die Fische des
Meeres werden es dir erzählen.
9 Wer
erkennte nicht an diesen allen, daß die Hand Jehovas solches
gemacht hat,
10 in
dessen Hand die Seele alles Lebendigen ist und der Geist alles
menschlichen Fleisches?
11
Soll nicht das Ohr die Worte prüfen, wie der Gaumen für sich die
Speise kostet?
12 Bei
Greisen ist Weisheit, und Einsicht bei hohem Alter.
13 Bei
ihm ist Weisheit und Macht, sein ist Rat und Einsicht.
14
Siehe, er reißt nieder, und es wird nicht wieder gebaut; er
schließt über jemand zu, und es wird nicht aufgetan.
15
Siehe, er hemmt die Wasser, und sie vertrocknen; und er läßt sie
los, und sie kehren das Land um.
16 Bei
ihm ist Kraft und vollkommenes Wissen; sein ist der Irrende und
der Irreführende.
17 Er
führt Räte beraubt hinweg, und Richter macht er zu Narren.
18 Die
Herrschaft der Könige löst er auf, und schlingt eine Fessel um
ihre Lenden.
19 Er
führt Heilige (e-r) beraubt hinweg, und Feststehende stürzt er
um.
20
Zuverlässigen entzieht er die Sprache, und Alten benimmt er das
Urteil.
21
Verachtung schüttet er auf Edle, und den Gürtel der Starken
macht er schlaff.
22 Er
enthüllt Tiefes aus der Finsternis, und Todesschatten zieht er
an das Licht hervor.
23 Er
vergrößert Nationen, und er vernichtet sie; er breitet Nationen
aus, und er führt sie hinweg.
24 Er
entzieht den Verstand den Häuptern der Völker der Erde, und
macht sie umherirren in pfadloser Einöde;
25 sie
tappen in der Finsternis, wo kein Licht ist, und er macht sie
umherirren gleich einem Trunkenen.
13,1
Siehe, das alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehört und sich
gemerkt.
2 So
viel ihr wisset, weiß auch ich; ich stehe nicht hinter euch
zurück.
3 Doch
zu dem Allmächtigen will ich reden, und vor Gott mich zu
rechtfertigen begehre ich;
4 ihr
hingegen seid Lügenschmiede, nichtige Ärzte, ihr alle!
5 O
daß ihr doch stille schwieget! Das würde euch zur Weisheit
gereichen.
6
Höret doch meine Rechtfertigung, und horchet auf die
Beweisgründe meiner Lippen!
7
Wollt ihr für Gott Unrecht reden, und für ihn Trug reden?
8
Wollt ihr für ihn Partei nehmen? Oder wollt ihr für Gott
rechten?
9 Ist
es gut für euch, daß er euch erforsche? Oder werdet ihr ihn
täuschen, wie man einen Menschen täuscht?
10
Strafen wird er euch, wenn ihr im Geheimen die Person ansehet.
11
Wird nicht seine Hoheit euch bestürzen, und sein Schrecken auf
euch fallen?
12
Eure Denksprüche sind Sprüche von Asche, eure Schutzwehren
erweisen sich als Schutzwehren von Lehm.
13
Schweiget, laßt mich, und ich will reden, was auch über mich
ergehen möge.
14
Warum sollte ich mein Fleisch zwischen meine Zähne nehmen, und
mein Leben meiner Hand anvertrauen?
15
Siehe, tötet er mich, ich werde auf ihn warten, nur will ich
meine Wege ihm ins Angesicht rechtfertigen.
16
Auch das wird mir zur Rettung sein, daß ein Ruchloser nicht vor
sein Angesicht kommen darf.
17
Höret, höret meine Rede, und meine Erklärung dringe in eure
Ohren!
18
Siehe doch, ich habe die Rechtssache gerüstet! Ich weiß, daß ich
Recht behalten werde.
19 Wer
ist es, der mit mir rechten könnte? Denn dann wollte ich
schweigen und verscheiden.
20 Nur
zweierlei tue mir nicht; dann werde ich mich nicht vor deinem
Angesicht verbergen.
21
Deine Hand entferne von mir, und dein Schrecken ängstige mich
nicht.
22 So
rufe denn, und ich will antworten, oder ich will reden, und
erwidere mir!
23 Wie
viele Missetaten und Sünden habe ich? Laß mich meine Übertretung
und meine Sünde wissen!
24
Warum verbirgst du dein Angesicht, und hältst mich für deinen
Feind?
25
Willst du ein verwehtes Blatt hinwegschrecken, und die dürre
Stoppel verfolgen?
26
Denn Bitteres verhängst du über mich, und lässest mich erben die
Missetaten meiner Jugend;
27 und
meine Füße legst du in den Stock, und beobachtest alle meine
Pfade, grenzest dir ein die Sohlen meiner Füße;
28 da
ich doch zerfalle wie Moder, wie ein Kleid, das die Motte
zerfressen hat.
14,1
Der Mensch, vom Weibe geboren, ist kurz an Tagen und mit Unruhe
gesättigt.
2 Wie
eine Blume kommt er hervor und verwelkt; und er flieht wie der
Schatten und hat keinen Bestand.
3
Dennoch hast du über einen solchen deine Augen geöffnet, und
mich führst du ins Gericht mit dir!
4 Wie
könnte ein Reiner aus einem Unreinen kommen? Nicht ein einziger!
5 Wenn
denn bestimmt sind seine Tage, die Zahl seiner Monde bei dir
sind, wenn du ihm Schranken gesetzt hast, die er nicht
überschreiten darf,
6 so
blicke von ihm weg, daß er Ruhe habe, bis er wie ein Tagelöhner
seinen Tag vollende.
7 Denn
für den Baum gibt es Hoffnung: wird er abgehauen, so schlägt er
wieder aus, und seine Schößlinge hören nicht auf.
8 Wenn
seine Wurzel in der Erde altert, und sein Stumpf im Boden
erstirbt:
9 vom
Dufte des Wassers sproßt er wieder auf und treibt Zweige wie ein
Pflänzling.
10 Der
Mann aber stirbt und liegt da; und der Mensch verscheidet, und
wo ist er?
11 Es
verrinnen die Wasser aus dem See, und der Fluß trocknet ein und
versiegt:
12 so
legt der Mensch sich hin und steht nicht wieder auf; bis die
Himmel nicht mehr sind, erwachen sie nicht und werden nicht
aufgeweckt aus ihrem Schlafe.
13 O
daß du in dem Scheol mich verstecktest, mich verbärgest, bis
dein Zorn sich abwendete, mir eine Frist setztest und dann
meiner gedächtest!
14
(Wenn ein Mann stirbt, wird er wieder leben?) Alle Tage meiner
Dienstzeit wollte ich harren, bis meine Ablösung käme!
15 Du
würdest rufen, und ich würde dir antworten; du würdest dich
sehnen nach dem Werke deiner Hände.
16
Denn nun zählst du meine Schritte; wachst du nicht über meine
Sünde?
17
Meine Übertretung ist versiegelt in einem Bündel, und du hast
hinzugefügt zu meiner Missetat.
18 Und
doch, ein Berg stürzt ein, zerfällt, und ein Fels rückt weg von
seiner Stelle;
19
Wasser zerreiben die Steine, ihre Fluten schwemmen den Staub der
Erde hinweg; aber du machst zunichte die Hoffnung des Menschen.
20 Du
überwältigst ihn für immer, und er geht dahin; sein Angesicht
entstellend, sendest du ihn hinweg.
21
Seine Kinder kommen zu Ehren, und er weiß es nicht; und sie
werden gering, und er achtet nicht auf sie.
22 Nur
um ihn selbst hat sein Fleisch Schmerz, und nur um ihn selbst
empfindet seine Seele Trauer.
15,1
Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:
2 Wird
ein Weiser windige Erkenntnis antworten, und wird er sein
Inneres füllen mit Ostwind,
3
streitend mit Reden, die nichts taugen, und mit Worten, womit er
nicht nützt?
4 Ja,
du vernichtest die Gottesfurcht und schmälerst die Andacht vor
Gott.
5 Denn
deine Ungerechtigkeit belehrt deinen Mund, und du wählst die
Sprache der Listigen.
6 Dein
Mund verdammt dich, und nicht ich; und deine Lippen zeugen wider
dich.
7 Bist
du als Erster zum Menschen gezeugt, und vor den Hügeln du
geboren?
8 Hast
du im Rate Gottes zugehört, und die Weisheit an dich gerissen?
9 Was
weißt du, das wir nicht wüßten, was verstehst du, das uns nicht
bekannt wäre?
10
Unter uns sind auch Alte, auch Greise, reicher an Tagen als dein
Vater.
11
Sind dir zu wenig die Tröstungen Gottes, und ein sanftes Wort an
dich zu gering?
12 Was
reißt dein Herz dich hin, und was zwinken deine Augen,
13 daß
du gegen Gott dein Schnauben kehrst, und Reden hervorgehen
lässest aus deinem Munde?
14 Was
ist der Mensch, daß er rein sein sollte, und der vom Weibe
Geborene, daß er gerecht wäre?
15
Siehe, auf seine Heiligen vertraut er nicht, und die Himmel sind
nicht rein in seinen Augen:
16
wieviel weniger der Abscheuliche und Verderbte, der Mann, der
Unrecht trinkt wie Wasser!
17 Ich
will dir’s berichten, höre mir zu; und was ich gesehen, will ich
erzählen,
18 was
die Weisen verkündigt und nicht verhehlt haben von ihren Vätern
her,
19
ihnen allein war das Land übergeben, und kein Fremder zog durch
ihre Mitte;
20
Alle seine Tage wird der Gesetzlose gequält, und eine kleine
Zahl von Jahren ist dem Gewalttätigen aufgespart.
21 Die
Stimme von Schrecknissen ist in seinen Ohren, im Frieden kommt
der Verwüster über ihn;
22 er
glaubt nicht an eine Rückkehr aus der Finsternis, und er ist
ausersehen für das Schwert.
23 Er
schweift umher nach Brot, wo es finden? Er weiß, daß neben ihm
ein Tag der Finsternis bereitet ist.
24
Angst und Bedrängnis schrecken ihn, sie überwältigen ihn wie ein
König, gerüstet zum Sturm.
25
Weil er seine Hand wider Gott ausgestreckt hat und wider den
Allmächtigen trotzte,
26
wider ihn anrannte mit gerecktem Halse, mit den dichten Buckeln
seiner Schilde;
27
weil er sein Angesicht bedeckt hat mit seinem Fette und Schmer
angesetzt an den Lenden;
28 und
zerstörte Städte bewohnte, Häuser, die nicht bewohnt werden
sollten, die zu Steinhaufen bestimmt waren:
29 so
wird er nicht reich werden, und sein Vermögen wird keinen
Bestand haben; und nicht neigt sich zur Erde, was solche
besitzen.
30 Er
entweicht nicht der Finsternis; seine Schößlinge versengt die
Flamme; und er muß weichen durch den Hauch seines Mundes.
31 Er
verlasse sich nicht auf Nichtiges, er wird getäuscht; denn
Nichtiges wird seine Vergeltung sein.
32
Noch ist sein Tag nicht da, so erfüllt es sich; und sein
Palmzweig wird nicht grün.
33 Wie
der Weinstock übt er Unbill an seinen unreifen Beeren, und wie
der Olivenbaum wirft er seine Blüte ab.
34
Denn der Hausstand des Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer
frißt die Zelte der Bestechung.
35 Sie
sind schwanger mit Mühsal und gebären Unheil, und ihr Inneres
bereitet Trug.
16,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2 Ich
habe vieles dergleichen gehört; leidige Tröster seid ihr alle!
3 Hat
es ein Ende mit den windigen Worten? Oder was reizt dich, daß du
antwortest?
4 Auch
ich könnte reden wie ihr. Wenn eure Seele an der Stelle meiner
Seele wäre, könnte ich Worte wider euch zusammenreihen, und mein
Haupt über euch schütteln;
5 ich
wollte euch stärken mit meinem Munde, und das Beileid meiner
Lippen würde euch Linderung bringen.
6 Wenn
ich rede, so wird mein Schmerz nicht gehemmt; und unterlasse ich
es, nicht weicht er von mir.
7 Ja,
bereits hat er mich erschöpft; du hast meinen ganzen Hausstand
verwüstet.
8 Und
du hast mich zusammenschrumpfen lassen, zum Zeugen ward es; und
meine Abmagerung tritt wider mich auf, sie zeugt mir ins
Angesicht.
9 Sein
Zorn hat mich zerfleischt und verfolgt, er hat mit seinen Zähnen
wider mich geknirscht; als mein Feind schärft er seine Augen
wider mich.
10 Ihr
Maul haben sie wider mich aufgesperrt, mit Hohn meine Backen
geschlagen; allzumal verstärken sie sich wider mich.
11
Gott gab mich preis dem Ungerechten, und in die Hände der
Gesetzlosen stürzte er mich.
12 Ich
war in Ruhe, und er hat mich zerrüttelt, und er packte mich beim
Nacken und zerschmetterte mich; und er stellte mich hin sich zur
Zielscheibe.
13
Seine Schützen umringten mich, er spaltete meine Nieren ohne
Schonung; er schüttete meine Galle zur Erde.
14 Er
durchbrach mich, Bruch auf Bruch; er rannte wider mich, wie ein
Held.
15 Ich
habe Sacktuch über meine Haut genäht, und mit Staub mein Horn
besudelt.
16
Mein Angesicht glüht vom Weinen, und auf meinen Wimpern ist der
Schatten des Todes,
17
obwohl keine Gewalttat in meinen Händen, und mein Gebet lauter
ist.
18
Erde, bedecke nicht mein Blut, und für mein Geschrei sei kein
Platz!
19
Sogar jetzt, siehe, im Himmel ist mein Zeuge, und der mir
Zeugnis gibt, in den Höhen.
20
Meine Freunde sind meine Spötter: zu Gott tränt mein Auge,
21 daß
er schiedsrichterlich entscheide Gott gegenüber für einen Mann,
und für einen Menschensohn hinsichtlich seines Freundes.
22
Denn die zählbaren Jahre gehen vorüber, und ich werde einen Weg
dahingehen, auf dem ich nicht wiederkehren werde.
17,1
Mein Geist ist verstört, meine Tage erlöschen, die Gräber sind
für mich.
2 Sind
nicht Spöttereien um mich her, und muß nicht mein Auge weilen
auf ihren Beleidigungen?
3
Setze doch ein, leiste Bürgschaft für mich bei dir selbst! Wer
ist es sonst, der in meine Hand einschlagen wird?
4 Denn
ihre Herzen hast du der Einsicht verschlossen; darum wirst du
ihnen nicht die Oberhand geben.
5 Wenn
einer die Freunde zur Beute ausbietet, so werden die Augen
seiner Kinder verschmachten.
6 Und
er hat mich hingestellt zum Sprichwort der Völker, und ich bin
zum Anspeien ins Angesicht.
7 Und
mein Auge ist trübe geworden vor Gram, und wie der Schatten sind
alle meine Glieder.
8 Die
Aufrichtigen werden sich hierüber entsetzen, und der Schuldlose
wird aufgebracht werden über den Ruchlosen.
9 Doch
der Gerechte wird an seinem Wege festhalten, und der an Händen
Reine wird an Stärke zunehmen.
10
Aber ihr alle, kommet nur wieder heran! Und einen Weisen werde
ich nicht unter euch finden.
11
Meine Tage sind vorüber, zerrissen sind meine Pläne, das
Eigentum meines Herzens.
12 Die
Nacht machen sie zum Tage, das Licht nahe vor lauter Finsternis.
13
Wenn ich hoffe, so ist der Scheol mein Haus, in der Finsternis
bette ich mein Lager.
14 Zur
Verwesung rufe ich: Du bist mein Vater! zu dem Gewürm: Meine
Mutter und meine Schwester!
15 Wo
denn also ist meine Hoffnung? Ja, meine Hoffnung, wer wird sie
schauen?
16 Sie
fährt hinab zu den Riegeln des Scheols, wenn wir miteinander im
Staube Ruhe haben.
18,1
Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sprach:
2 Wie
lange wollt ihr auf Worte Jagd machen? Werdet verständig, und
hernach wollen wir reden!
3
Warum werden wir dem Vieh gleich geachtet, sind dumm in euren
Augen?
4 Du,
der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn, soll um deinetwillen
die Erde verlassen werden, und ein Fels wegrücken von seiner
Stelle?
5 Doch
das Licht der Gesetzlosen wird erlöschen, und nicht leuchten
wird die Flamme seines Feuers.
6 Das
Licht wird finster in seinem Zelte, und seine Lampe erlischt
über ihm.
7 Die
Schritte seiner Kraft werden eingeengt werden, und sein
Ratschlag wird ihn stürzen.
8 Denn
durch seine eigenen Füße wird er ins Netz getrieben, und auf
Fallgittern wird er einherwandeln.
9 Der
Fallstrick wird seine Ferse erfassen, die Schlinge ihn
ergreifen.
10
Sein Garn ist verborgen in der Erde, und seine Falle auf dem
Pfade.
11
Schrecken ängstigen ihn ringsum und scheuchen ihn auf Schritt
und Tritt.
12
Seine Kraft wird aufgezehrt werden durch Hunger, und das
Verderben steht bereit an seiner Seite.
13 Der
Erstgeborene des Todes wird fressen die Glieder seines Leibes,
seine Glieder wird er fressen.
14
Seine Zuversicht wird hinweggerissen werden aus seinem Zelte,
und es wird ihn forttreiben zu dem König der Schrecken.
15 Was
nicht sein ist, wird in seinem Zelte wohnen, auf seine
Wohnstätte wird Schwefel gestreut werden.
16
Unten werden seine Wurzeln verdorren, und oben wird sein Gezweig
verwelken.
17
Sein Gedächtnis verschwindet von der Erde, und auf der Fläche
des Landes hat er keinen Namen.
18 Man
wird ihn aus dem Licht in die Finsternis stoßen, und aus der
Welt ihn verjagen.
19 Er
wird keinen Sohn und keinen Nachkommen haben unter seinem Volke,
noch wird ein Entronnener in seinen Wohnsitzen sein.
20
Über seinen Tag entsetzen sich die im Westen Wohnenden, und die
im Osten erfaßt Schauder.
21 Ja,
so sind die Wohnungen des Ungerechten, und so ist die Stätte
dessen, der Gott nicht kennt.
19,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2 Wie
lange wollt ihr meine Seele plagen und mich mit Worten
zermalmen?
3
Schon zehnmal ist es, daß ihr mich geschmäht habt; ihr schämet
euch nicht, mich zu verletzen.
4 Und
habe ich auch wirklich geirrt, so bleibt doch mein Irrtum bei
mir.
5 Wenn
ihr wirklich wider mich großtun wollt, und wider mich dartun
meine Schmach,
6 so
wisset denn, daß Gott mich in meinem Rechte gebeugt und mich
umstellt hat mit seinem Netze.
7
Siehe, ich schreie über Gewalttat, und werde nicht erhört; ich
rufe um Hilfe, und da ist kein Recht.
8 Er
hat meinen Weg verzäunt, daß ich nicht hinüber kann, und auf
meine Pfade legte er Finsternis.
9
Meine Ehre hat er mir ausgezogen, und weggenommen die Krone
meines Hauptes.
10 Er
hat mich niedergerissen ringsum, so daß ich vergehe, und hat
meine Hoffnung ausgerissen wie einen Baum.
11 Und
seinen Zorn ließ er wider mich entbrennen, und achtete mich
seinen Feinden gleich.
12
Allzumal kamen seine Scharen und bahnten ihren Weg wider mich,
und lagerten sich rings um mein Zelt.
13
Meine Brüder hat er von mir entfernt, und meine Bekannten sind
mir ganz entfremdet.
14
Meine Verwandten bleiben aus, und meine Vertrauten haben mich
vergessen.
15
Meine Hausgenossen und meine Mägde achten mich für einen
Fremden; ein Ausländer bin ich in ihren Augen geworden.
16
Meinem Knechte rufe ich, und er antwortet nicht; mit meinem
Munde muß ich zu ihm flehen.
17
Mein Atem ist meinem Weibe zuwider, und mein übler Geruch den
Kindern meiner Mutter.
18
Selbst Buben verachten mich; will ich aufstehen, so reden sie
über mich.
19
Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte,
haben sich gegen mich gekehrt.
20
Mein Gebein klebt an meiner Haut und an meinem Fleische, und nur
mit der Haut meiner Zähne bin ich entronnen.
21
Erbarmet euch meiner, erbarmet euch meiner, ihr meine Freunde!
Denn die Hand Gottes hat mich angetastet.
22
Warum verfolget ihr mich wie Gott, und werdet meines Fleisches
nicht satt?
23 O
daß doch meine Worte aufgeschrieben würden! O daß sie in ein
Buch gezeichnet würden,
24 mit
eisernem Griffel und Blei in den Felsen eingehauen auf ewig!
25 Und
ich, ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er
auf der Erde stehen;
26 und
ist nach meiner Haut dieses da zerstört, so werde ich aus meinem
Fleische Gott anschauen,
27
welchen ich selbst mir anschauen, und den meine Augen sehen
werden, und kein anderer: meine Nieren verschmachten in meinem
Innern.
28
Wenn ihr saget: Wie wollen wir ihn verfolgen? und daß die Wurzel
der Sache in mir sich befinde,
29 so
fürchtet euch vor dem Schwerte! Denn das Schwert ist der Grimm
über die Missetaten; auf daß ihr wisset, daß ein Gericht ist.
20,1
Und Zophar, der Naamathiter, antwortete und sprach:
2
Darum geben meine Gedanken mir Antwort, und deswegen bin ich
innerlich erregt:
3 Eine
Zurechtweisung, mir zur Schande, höre ich; aber mein Geist
antwortet mir aus meiner Einsicht.
4
Weißt du dieses, daß von jeher, seitdem der Mensch auf die Erde
gesetzt wurde,
5 der
Jubel der Gesetzlosen kurz und die Freude des Ruchlosen für
einen Augenblick war?
6
Stiege auch seine Höhe bis zum Himmel hinauf, und rührte sein
Haupt an die Wolken:
7
gleich seinem Kote vergeht er auf ewig; die ihn gesehen haben,
sagen: Wo ist er?
8 Wie
ein Traum verfliegt er, und man findet ihn nicht, und er wird
hinweggescheucht wie ein Nachtgesicht.
9 Das
Auge hat ihn erblickt und sieht ihn nimmer wieder, und seine
Stätte gewahrt ihn nicht mehr.
10
Seine Kinder müssen die Armen begütigen, und seine Hände sein
Vermögen zurückgeben.
11
Seine Knochen waren voll seiner Jugendkraft, und sie liegt mit
ihm in dem Staube.
12
Wenn das Böse in seinem Munde süß war, und er es verbarg unter
seiner Zunge,
13 und
es aufsparte und nicht fahren ließ und es zurückhielt unter
seinem Gaumen:
14 so
ist doch nun seine Speise in seinen Eingeweiden verwandelt;
Natterngalle ist in seinem Innern.
15
Reichtum hat er verschlungen, und er speit ihn aus: aus seinem
Bauche treibt Gott ihn heraus.
16
Natterngift sog er ein: es tötet ihn die Zunge der Otter.
17
Nicht darf er sich laben an Bächen, flutenden Strömen von Honig
und Milch.
18 Das
Errungene gibt er zurück, und er darf es nicht verschlingen;
gemäß dem Vermögen, das er erworben, darf er sich nicht freuen.
19
Denn er hat mißhandelt, verlassen die Armen; Häuser hat er an
sich gerissen und wird sie nicht ausbauen.
20
Denn er kannte keine Ruhe in seinem Innern: mit seinem Teuersten
wird er nicht entrinnen.
21
Nichts entging seiner Freßgier; darum wird sein Wohlstand nicht
dauernd sein.
22 In
der Fülle seines Überflusses wird er in Bedrängnis sein; die
Hand jedes Notleidenden wird über ihn kommen.
23 Es
wird geschehen: um seinen Bauch zu füllen, wird Gott die Glut
seines Zornes in ihn entsenden, und sie auf ihn regnen lassen in
sein Fleisch hinein.
24
Flieht er vor den eisernen Waffen, so wird der eherne Bogen ihn
durchbohren.
25 Er
zieht am Pfeile, und er kommt aus dem Leibe hervor, und das
glänzende Eisen aus seiner Galle: Schrecken kommen über ihn.
26
Eitel Finsternis ist aufgespart für seine Schätze; ein Feuer,
das nicht angeblasen ist, wird ihn fressen, wird verzehren, was
in seinem Zelte übriggeblieben.
27 Der
Himmel wird seine Ungerechtigkeit enthüllen, und die Erde sich
wider ihn erheben.
28 Der
Ertrag seines Hauses wird weggeführt werden, wird zerrinnen am
Tage seines Zornes.
29 Das
ist das Teil des gesetzlosen Menschen von Gott und das von Gott
ihm zugesprochene Los.
21,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2
Höret, höret meine Rede! Und dies ersetze eure Tröstungen.
3
Ertraget mich, und ich will reden, und nachdem ich geredet habe,
magst du spotten.
4
Richtet sich meine Klage an einen Menschen? Oder warum sollte
ich nicht ungeduldig sein?
5
Wendet euch zu mir und entsetzet euch, und leget die Hand auf
den Mund!
6 Ja,
wenn ich daran denke, so bin ich bestürzt, und Schauder erfaßt
mein Fleisch.
7
Warum leben die Gesetzlosen, werden alt, nehmen gar an Macht zu?
8 Ihr
Same steht fest vor ihnen, mit ihnen, und ihre Sprößlinge vor
ihren Augen.
9 Ihre
Häuser haben Frieden, ohne Furcht, und Gottes Rute ist nicht
über ihnen.
10
Sein Stier belegt und befruchtet sicher, seine Kuh kalbt und
wirft nicht fehl.
11
Ihre Buben schicken sie aus gleich einer Herde, und ihre Knaben
hüpfen umher.
12 Sie
erheben die Stimme bei Tamburin und Laute und sind fröhlich beim
Klange der Schalmei.
13 In
Wohlfahrt verbringen sie ihre Tage, und in einem Augenblick
sinken sie in den Scheol hinab.
14 Und
doch sprechen sie zu Gott: Weiche von uns! Und nach der
Erkenntnis deiner Wege verlangen wir nicht.
15 Was
ist der Allmächtige, daß wir ihm dienen sollten, und was nützt
es uns, daß wir ihn angehen?
16
Siehe, ihre Wohlfahrt steht nicht in ihrer Hand. Der Rat der
Gesetzlosen sei fern von mir!
17 Wie
oft geschieht es, daß die Leuchte der Gesetzlosen erlischt und
ihr Verderben über sie kommt, daß er ihnen Schlingen zuteilt in
seinem Zorn,
18 daß
sie wie Stroh werden vor dem Winde, und wie Spreu, die der
Sturmwind entführt?
19
Gott spart, saget ihr, sein Unheil auf für seine Kinder. Er
vergelte ihm, daß er es fühle!
20
Seine Augen sollen sein Verderben sehen, und von dem Grimme des
Allmächtigen trinke er!
21
Denn was liegt ihm an seinem Hause nach ihm, wenn die Zahl
seiner Monde durchschnitten ist?
22
Kann man Gott Erkenntnis lehren, da er es ja ist, der die Hohen
richtet?
23
Dieser stirbt in seiner Vollkraft, ganz wohlgemut und sorglos.
24
Seine Gefäße sind voll Milch, und das Mark seiner Gebeine ist
getränkt.
25 Und
jener stirbt mit bitterer Seele und hat des Guten nicht
genossen.
26
Zusammen liegen sie im Staube, und Gewürm bedeckt sie.
27
Siehe, ich kenne eure Gedanken, und die Anschläge, womit ihr mir
Gewalt antut.
28
Denn ihr saget: Wo ist das Haus des Edlen, und wo das Wohngezelt
der Gesetzlosen?
29
Habt ihr nicht befragt, die des Weges vorüberziehen? Und
erkennet ihr ihre Merkmale nicht:
30 daß
der Böse verschont wird am Tage des Verderbens, daß am Tage der
Zornesfluten sie weggeleitet werden?
31 Wer
wird ihm ins Angesicht seinen Weg kundtun? Und hat er gehandelt,
wer wird es ihm vergelten?
32 Und
er wird zu den Gräbern hingebracht, und auf dem Grabhügel wacht
er.
33 Süß
sind ihm die Schollen des Tales. Und hinter ihm her ziehen alle
Menschen, und vor ihm her gingen sie ohne Zahl.
34 Wie
tröstet ihr mich nun mit Dunst? Und von euren Antworten bleibt
nur Treulosigkeit übrig.
22,1
Und Eliphas, der Temaniter, antwortete und sprach:
2 Kann
ein Mann Gott Nutzen bringen? Vielmehr sich selbst nützt der
Einsichtige.
3
Liegt dem Allmächtigen daran, wenn du gerecht bist, oder ist es
ihm ein Gewinn, wenn du deine Wege vollkommen machst?
4 Ist
es wegen deiner Gottesfurcht, daß er dich straft, mit dir ins
Gericht geht?
5 Ist
nicht deine Bosheit groß, und deiner Missetaten kein Ende?
6 Denn
du pfändetest deinen Bruder ohne Ursache, und die Kleider der
Nackten zogest du aus;
7 den
Lechzenden tränktest du nicht mit Wasser, und dem Hungrigen
verweigertest du das Brot.
8 Und
dem Manne der Gewalt, ihm gehörte das Land, und der Angesehene
wohnte darin.
9 Die
Witwe schicktest du leer fort, und die Arme der Waisen wurden
zermalmt.
10
Darum sind Schlingen rings um dich her, und ein plötzlicher
Schrecken macht dich bestürzt.
11
Oder siehst du nicht die Finsternis und die Wasserflut, die dich
bedeckt?
12 Ist
Gott nicht so hoch wie die Himmel? Sieh doch den Gipfel der
Sterne, wie erhaben sie sind!
13 Und
so sprichst du: Was sollte Gott wissen? Kann er richten durch
Wolkendunkel hindurch?
14 Die
Wolken sind ihm eine Hülle, daß er nicht sieht, und er
durchwandelt den Kreis des Himmels.
15
Willst du den Pfad der Vorzeit einhalten, welchen die Frevler
betraten,
16 die
weggerafft wurden vor der Zeit? Wie ein Strom zerfloß ihr fester
Grund;
17 die
zu Gott sprachen: Weiche von uns! Und was könnte der Allmächtige
für uns tun?
18 Und
doch hatte er ihre Häuser mit Wohlstand erfüllt. Aber der Rat
der Gesetzlosen sei fern von mir!
19 Die
Gerechten sehen es und freuen sich, und der Schuldlose spottet
ihrer:
20
Sind nicht unsere Gegner vertilgt, und hat nicht Feuer ihren
Überfluß gefressen?
21
Verkehre doch freundlich mit ihm und halte Frieden; dadurch wird
Wohlfahrt über dich kommen.
22
Empfange doch Belehrung aus seinem Munde, und nimm dir seine
Worte zu Herzen.
23
Wenn du zu dem Allmächtigen umkehrst, so wirst du wieder
aufgebaut werden; wenn du Unrecht entfernst aus deinen Zelten.
24 Und
lege das Golderz in den Staub und das Gold von Ophir unter den
Kies der Bäche;
25 so
wird der Allmächtige dein Golderz und dein glänzendes Silber
sein.
26
Denn dann wirst du an dem Allmächtigen dich ergötzen und zu Gott
dein Angesicht erheben.
27 Du
wirst zu ihm beten, und er wird dich erhören; und deine Gelübde
wirst du bezahlen.
28
Beschließest du eine Sache, so wird sie zustande kommen, und
Licht wird strahlen über deinen Wegen.
29
Wenn sie abwärts gehen, so wirst du sagen: Empor! Und den, der
mit gesenkten Augen einhergeht, wird er retten.
30
Selbst den Nicht-Schuldlosen wird er befreien: er wird befreit
werden durch die Reinheit deiner Hände.
23,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2 Auch
heute ist meine Klage trotzig; seine Hand lastet schwer auf
meinem Seufzen.
3 O
daß ich ihn zu finden wüßte, daß ich kommen könnte bis zu seiner
Wohnstätte!
4 Ich
würde meine Rechtssache vor ihm darlegen, und meinen Mund mit
Beweisgründen füllen.
5 Ich
würde die Worte wissen, die er mir antworten, und vernehmen, was
er mir sagen würde.
6
Würde er in der Größe seiner Kraft mit mir streiten? Nein; er
würde nur acht auf mich haben.
7
Alsdann würde ein Rechtschaffener mit ihm rechten, und auf ewig
würde ich meinem Richter entkommen.
8
Siehe, gehe ich vorwärts, so ist er nicht da; und rückwärts, so
bemerke ich ihn nicht;
9 zur
Linken, während er wirkt, so schaue ich ihn nicht; er verhüllt
sich zur Rechten, und ich sehe ihn nicht.
10
Denn er kennt den Weg, der bei mir ist; prüfte er mich, wie Gold
würde ich hervorgehen.
11 An
seinem Schritte hat mein Fuß festgehalten, und seinen Weg habe
ich beobachtet und bin nicht abgebogen;
12 von
dem Gebote seiner Lippen bin ich nicht abgewichen, ich habe die
Worte seines Mundes verwahrt, mehr als meinen eigenen Vorsatz.
13
Doch er bleibt sich gleich, und wer kann seinen Sinn ändern? Was
seine Seele begehrt, das tut er.
14
Denn er wird vollenden, was über mich bestimmt ist; und
dergleichen ist vieles bei ihm.
15
Darum bin ich bestürzt vor seinem Angesicht; erwäge ich’s, so
erschrecke ich vor ihm.
16 Ja,
Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmächtige mich in
Bestürzung versetzt.
17
Denn nicht wegen der Finsternis bin ich vernichtet, noch weil
Dunkelheit mein Angesicht bedeckt hat.
24,1
Warum sind nicht Zeiten aufgespart von dem Allmächtigen, und
warum sehen die, welche ihn kennen, seine Tage nicht?
2 Sie
verrücken die Grenzen, sie rauben die Herde und weiden sie.
3 Sie
treiben den Esel der Waisen weg, nehmen das Rind der Witwe zum
Pfande;
4 sie
stoßen aus dem Wege die Dürftigen. Die Elenden des Landes
verkriechen sich allesamt:
5
Siehe, wie Wildesel in der Wüste gehen sie aus an ihr Werk,
eifrig nach Beute suchend; die Steppe liefert ihnen Brot für die
Kinder.
6 Auf
dem Felde schneiden sie sein Futterkorn ab und lesen den
Weinberg des Gesetzlosen nach.
7
Nackt übernachten sie, ohne Gewand, und haben keine Bedeckung in
der Kälte.
8 Vom
Regenguß des Gebirges werden sie durchnäßt, und obdachlos
umklammern sie den Felsen.
9 Sie
reißen die Waise von der Brust, und was der Elende anhat, nehmen
sie zum Pfande.
10
Nackt gehen sie einher, ohne Gewand, und hungernd tragen sie die
Garbe;
11
zwischen ihren Mauern pressen sie Öl, treten die Kelter und
dursten.
12 Von
der Stadt her ächzen Sterbende, und die Seele der Erschlagenen
schreit. Und Gott rechnet es nicht als Ungebühr an.
13
Jene gehören zu den Feinden des Lichtes, sie kennen seine Wege
nicht und weilen nicht auf seinen Pfaden.
14 Mit
dem Lichte steht der Mörder auf, tötet den Elenden und den
Dürftigen; und des Nachts ist er dem Diebe gleich.
15 Und
das Auge des Ehebrechers lauert auf die Dämmerung, indem er
spricht: Kein Auge wird mich erblicken; und er legt einen
Schleier an.
16 In
der Finsternis erbricht man die Häuser. Bei Tage schließen sie
sich ein, das Licht kennen sie nicht.
17
Denn als Morgen gilt ihnen allesamt der Todesschatten, denn ein
jeder von ihnen ist bekannt mit den Schrecken des
Todesschattens.
18 Er
ist schnell auf der Wasserfläche, verflucht wird ihr Grundbesitz
auf Erden; nicht mehr schlägt er den Weg zu den Weinbergen ein.
19
Dürre und Hitze raffen Schneewasser hinweg: so der Scheol, die
gesündigt haben.
20 Der
Mutterleib vergißt seiner, das Gewürm labt sich an ihm, nicht
mehr wird seiner gedacht: und das Unrecht wird zerbrochen wie
ein Baum,
21 er,
der die Unfruchtbare beraubt, die nicht gebiert, und der Witwe
kein Gutes tut.
22 Und
Mächtige rafft er dahin durch seine Kraft; steht er auf, so
getraut man sich nicht des Lebens.
23 Er
gibt ihm Sicherheit, und er wird gestützt. Aber seine Augen sind
über ihren Wegen.
24 Sie
sind hochgestiegen: um ein Kleines, und sie sind nicht mehr; und
sie sinken hin, werden zusammengerafft wie alle anderen; und wie
der Kopf der Ähre werden sie abgeschnitten.
25 Und
wenn es nun nicht so ist, wer wird mich Lügen strafen und meine
Rede zunichte machen?
25,1
Und Bildad, der Schuchiter, antwortete und sprach:
2
Herrschaft und Schrecken sind bei ihm; er schafft Frieden in
seinen Höhen.
3 Sind
seine Scharen zu zählen? Und über wem erhebt sich nicht sein
Licht?
4 Und
wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott, und wie könnte rein
sein ein vom Weibe Geborener?
5
Siehe, sogar der Mond scheint nicht hell, und die Sterne sind
nicht rein in seinen Augen:
6
wieviel weniger der Mensch, der Wurm, und das Menschenkind, die
Made!
26,1
Und Hiob antwortete und sprach:
2 Wie
hast du dem Ohnmächtigen geholfen, den kraftlosen Arm gerettet!
3 Wie
hast du den beraten, der keine Weisheit hat, und gründliches
Wissen in Fülle kundgetan!
4 An
wen hast du Worte gerichtet, und wessen Odem ist von dir
ausgegangen?
5 Die
Schatten beben unter den Wassern und ihren Bewohnern.
6 Der
Scheol ist nackt vor ihm, und keine Hülle hat der Abgrund.
7 Er
spannt den Norden aus über der Leere, hängt die Erde auf über
dem Nichts.
8 Er
bindet die Wasser in seine Wolken, und das Gewölk zerreißt nicht
unter ihnen.
9 Er
verhüllt den Anblick seines Thrones, indem er sein Gewölk
darüber ausbreitet.
10 Er
rundete eine Schranke ab über der Fläche der Wasser bis zum
äußersten Ende, wo Licht und Finsternis zusammentreffen.
11 Die
Säulen des Himmels wanken und entsetzen sich vor seinem
Schelten.
12
Durch seine Kraft erregt er das Meer, und durch seine Einsicht
zerschellt er Rahab.
13
Durch seinen Hauch wird der Himmel heiter, seine Hand durchbohrt
den flüchtigen Drachen.
14
Siehe, das sind die Säume seiner Wege; und wie wenig haben wir
von ihm gehört! Und den Donner seiner Macht, wer versteht ihn?
27,1
Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch anzuheben, und sprach:
2 So
wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der
Allmächtige, der meine Seele bitter gemacht hat,
3 so
lange mein Odem in mir ist, und der Hauch Gottes in meiner Nase:
4 wenn
meine Lippen Unrecht reden werden, und wenn meine Zunge Trug
aussprechen wird!
5 Fern
sei es von mir, daß ich euch recht geben sollte; bis ich
verscheide, werde ich meine Unsträflichkeit nicht von mir
weichen lassen.
6 An
meiner Gerechtigkeit halte ich fest und werde sie nicht fahren
lassen: mein Herz schmäht nicht einen von meinen Tagen.
7 Mein
Feind sei wie der Gesetzlose, und der wider mich auftritt wie
der Ungerechte.
8 Denn
was ist des Ruchlosen Hoffnung, wenn Gott abschneidet, wenn er
seine Seele herauszieht?
9 Wird
Gott sein Geschrei hören, wenn Bedrängnis über ihn kommt?
10
Oder wird er sich an dem Allmächtigen ergötzen, Gott anrufen zu
aller Zeit?
11 Ich
will euch belehren über die Hand Gottes; was bei dem
Allmächtigen ist, will ich nicht verhehlen.
12
Siehe, ihr selbst habt es alle erschaut, und warum denn
schwatzet ihr so eitel?
13
Dies ist das Teil des gesetzlosen Menschen bei Gott, und das
Erbe der Gewalttätigen, welches sie von dem Allmächtigen
empfangen:
14
Wenn seine Kinder sich mehren, so ist er für das Schwert, und
seine Sprößlinge, sie haben nicht satt Brot.
15
Seine Übriggebliebenen werden begraben durch den Tod, und seine
Witwen weinen nicht.
16
Wenn er Silber aufhäuft wie Staub, und Kleider bereitet wie
Lehm:
17 er
bereitet sie, aber der Gerechte bekleidet sich damit; und
Schuldlose teilen sich in das Silber.
18 Er
hat sein Haus gebaut wie die Motte, und der Hütte gleich, die
ein Wächter sich macht.
19
Reich legt er sich ihn, und er tut es nicht wieder; er schlägt
die Augen auf, und ist nicht mehr.
20
Schrecken ereilen ihn wie Wasser, des Nachts entführt ihn ein
Sturmwind.
21 Der
Ostwind hebt ihn empor, daß er dahinfährt, und stürmt ihn fort
von seiner Stätte.
22 Und
Gott schleudert auf ihn ohne Schonung; seiner Hand möchte er
flüchtend entfliehen.
23 Man
klatscht über ihn in die Hände, und zischt ihm nach von seiner
Stätte aus.
28,1
Denn für das Silber gibt es einen Fundort, und eine Stätte für
das Gold, das man läutert.
2
Eisen wird hervorgeholt aus der Erde, und Gestein schmelzt man
zu Kupfer.
3 Er
hat der Finsternis ein Ende gesetzt, und durchforscht bis zur
äußersten Grenze das Gestein der Finsternis und des
Todesschattens.
4 Er
bricht einen Schacht fern von dem Wohnenden; die von dem Fuße
Vergessenen hangen hinab, fern von den Menschen schweben sie.
5 Die
Erde, aus ihr kommt Brot hervor, und ihr Unteres wird zerwühlt
wie vom Feuer.
6 Ihr
Gestein ist der Sitz des Saphirs, und Goldstufen sind darin.
7 Ein
Pfad, den der Raubvogel nicht kennt, und den das Auge des
Habichts nicht erblickt hat;
8 den
die wilden Tiere nicht betreten, über den der Löwe nicht
hingeschritten ist.
9 Er
legt seine Hand an das harte Gestein, wühlt die Berge um von der
Wurzel aus.
10
Kanäle haut er durch die Felsen, und allerlei Köstliches sieht
sein Auge.
11 Er
dämmt Flüsse ein, daß sie nicht durchsickern, und Verborgenes
zieht er hervor an das Licht.
12
Aber die Weisheit, wo wird sie erlangt? Und welches ist die
Stätte des Verstandes?
13
Kein Mensch kennt ihren Wert, und im Lande der Lebendigen wird
sie nicht gefunden.
14 Die
Tiefe spricht: Sie ist nicht in mir, und das Meer spricht: Sie
ist nicht bei mir.
15
Geläutertes Gold kann nicht für sie gegeben, und Silber nicht
dargewogen werden als ihr Kaufpreis.
16 Sie
wird nicht aufgewogen mit Gold von Ophir, mit kostbarem Onyx und
Saphir.
17
Gold und Glas kann man ihr nicht gleichstellen, noch sie
eintauschen gegen ein Gerät von gediegenem Golde.
18
Korallen und Kristall kommen neben ihr nicht in Erwähnung; und
der Besitz der Weisheit ist mehr wert als Perlen.
19
Nicht kann man ihr gleichstellen den Topas von Äthiopien; mit
feinem Golde wird sie nicht aufgewogen.
20 Die
Weisheit nun, woher kommt sie, und welches ist die Stätte des
Verstandes?
21
Denn sie ist verborgen vor den Augen aller Lebendigen, und vor
den Vögeln des Himmels ist sie verhüllt.
22 Der
Abgrund und der Tod sagen: Mit unseren Ohren haben wir ein
Gerücht von ihr gehört.
23
Gott versteht ihren Weg, und er kennt ihre Stätte.
24
Denn er schaut bis zu den Enden der Erde; unter dem ganzen
Himmel sieht er.
25 Als
er dem Winde ein Gewicht bestimmte, und die Wasser mit dem Maße
abwog,
26 als
er dem Regen ein Gesetz bestimmte und eine Bahn dem
Donnerstrahl:
27 da
sah er sie und tat sie kund, er setzte sie ein und durchforschte
sie auch.
28 Und
zu dem Menschen sprach er: Siehe, die Furcht des Herrn ist
Weisheit, und vom Bösen weichen ist Verstand.
29,1
Und Hiob fuhr fort, seinen Spruch anzuheben, und sprach:
2 O
daß ich wäre wie in den Monden der Vorzeit, wie in den Tagen, da
Gott mich bewahrte,
3 als
seine Leuchte über meinem Haupte schien, und ich bei seinem
Lichte durch die Finsternis wandelte;
4 wie
ich war in den Tagen meiner Reife, als das Vertrauen Gottes über
meinem Zelte waltete,
5 als
der Allmächtige noch mit mir war, meine Knaben rings um mich
her;
6 als
meine Schritte sich in Milch badeten, und der Fels neben mir
Ölbäche ergoß;
7 als
ich durch das Tor in die Stadt hineinging, meinen Sitz auf dem
Platze aufstellte:
8 Die
Jünglinge sahen mich und verbargen sich, und die Greise erhoben
sich, blieben stehen;
9 die
Fürsten hielten die Worte zurück und legten die Hand auf ihren
Mund;
10 die
Stimme der Vornehmen verstummte, und ihre Zunge klebte an ihrem
Gaumen.
11
Denn wenn das Ohr von mir hörte, so pries es mich glücklich, und
wenn das Auge mich sah, so legte es Zeugnis von mir ab.
12
Denn ich befreite den Elenden, der um Hilfe rief, und die Waise,
die keinen Helfer hatte.
13 Der
Segen des Umkommenden kam über mich, und das Herz der Witwe
machte ich jubeln.
14 Ich
kleidete mich in Gerechtigkeit, und sie bekleidete mich, wie in
Oberkleid und Kopfbund in mein Recht.
15
Auge war ich dem Blinden, und Fuß dem Lahmen;
16
Vater war ich den Dürftigen, und die Rechtssache dessen, den ich
nicht kannte, untersuchte ich;
17 und
ich zerbrach das Gebiß des Ungerechten, und seinen Zähnen entriß
ich die Beute.
18 Und
ich sprach: In meinem Neste werde ich verscheiden, und meine
Tage vermehren wie der Sand;
19
meine Wurzel wird ausgebreitet sein am Wasser, und der Tau wird
übernachten auf meinem Gezweig;
20
meine Ehre wird frisch bei mir bleiben, und mein Bogen sich in
meiner Hand verjüngen.
21 Sie
hörten mir zu und harrten, und horchten schweigend auf meinen
Rat.
22
Nach meinem Worte sprachen sie nicht wieder, und auf sie
träufelte meine Rede.
23 Und
sie harrten auf mich wie auf den Regen, und sperrten ihren Mund
auf wie nach dem Spätregen.
24 Ich
lächelte ihnen zu, wenn sie kein Vertrauen hatten, und das Licht
meines Angesichts konnten sie nicht trüben.
25 Ich
wählte für sie den Weg aus, und saß als Haupt, und thronte wie
ein König unter der Kriegsschar, gleichwie einer, der Trauernde
tröstet.
30,1
Und nun lachen über mich Jüngere als ich an Jahren, deren Väter
ich verschmähte, den Hunden meiner Herde beizugesellen.
2 Wozu
sollte mir auch die Kraft ihrer Hände nützen? Die Rüstigkeit ist
bei ihnen verschwunden.
3
Durch Mangel und Hunger abgezehrt, nagen sie das dürre Land ab,
welches längst öde und verödet ist;
4 sie
pflücken Salzkraut bei den Gesträuchen, und die Wurzel der
Ginster ist ihre Speise.
5 Aus
der Mitte der Menschen werden sie vertrieben; man schreit über
sie wie über einen Dieb.
6 In
grausigen Klüften müssen sie wohnen, in Erdlöchern und
Felsenhöhlen.
7
Zwischen Gesträuchen kreischen sie, unter Dorngestrüpp sind sie
hingestreckt.
8
Kinder von Verworfenen, ja, Kinder von Ehrlosen, sind sie
hinausgepeitscht aus dem Lande!
9 Und
nun bin ich ihr Spottlied geworden, und ward ihnen zum Gerede.
10 Sie
verabscheuen mich, treten fern von mir weg, und sie verschonen
mein Angesicht nicht mit Speichel.
11
Denn er hat meinen Strick gelöst und mich gebeugt: so lassen sie
vor mir den Zügel schießen.
12 Zu
meiner Rechten erhebt sich die Brut; sie stoßen meine Füße
hinweg und bahnen wider mich ihre verderblichen Wege.
13 Sie
zerstören meinen Pfad, befördern meinen Untergang, sie, die
selbst hilflos sind.
14 Sie
kommen wie durch einen weiten Riß, unter Gekrach wälzen sie sich
heran.
15
Schrecknisse haben sich gegen mich gekehrt; sie verfolgen wie
der Wind meine Würde, und mein Heil ist vorübergezogen wie eine
Wolke.
16 Und
nun ergießt sich in mir meine Seele; Tage des Elends haben mich
ergriffen.
17 Die
Nacht durchbohrt meine Gebeine und löst sie von mir ab, und die
an mir nagenden Schmerzen ruhen nicht.
18
Durch die Größe ihrer Kraft verändert sich mein Gewand, es
umschließt mich wie der Halssaum meines Leibrocks.
19 Er
hat mich in den Kot geworfen, und ich bin dem Staube und der
Asche gleich geworden.
20 Ich
schreie zu dir, und du antwortest mir nicht; ich stehe da, und
du starrst mich an.
21 In
einen Grausamen verwandelst du dich mir, mit der Stärke deiner
Hand befeindest du mich.
22 Du
hebst mich empor auf den Wind, du lässest mich dahinfahren und
zerrinnen im Sturmgetöse.
23
Denn ich weiß es, du willst mich in den Tod zurückführen und in
das Versammlungshaus aller Lebendigen.
24
Doch streckt man beim Sturze nicht die Hand aus, oder erhebt man
bei seinem Untergang nicht darob ein Hilfsgeschrei?
25
Weinte ich denn nicht über den, der harte Tage hatte? War meine
Seele nicht um den Dürftigen bekümmert?
26
Denn ich erwartete Gutes, und es kam Böses; und ich harrte auf
Licht, und es kam Finsternis.
27
Meine Eingeweide wallen und ruhen nicht; Tage des Elends sind
mir entgegengetreten.
28
Trauernd gehe ich einher, ohne Sonne; ich stehe auf in der
Versammlung und schreie.
29 Ich
bin ein Bruder geworden den Schakalen, und ein Genosse den
Straußen.
30
Meine Haut ist schwarz geworden und löst sich von mir ab, und
mein Gebein ist brennend vor Glut.
31 Und
so ist meine Laute zur Trauerklage geworden, und meine Schalmei
zur Stimme der Weinenden.
31,1
Ich habe mit meinen Augen einen Bund gemacht, und wie hätte ich
auf eine Jungfrau geblickt!
2 Denn
was wäre das Teil Gottes von oben gewesen, und das Erbe des
Allmächtigen aus den Höhen?
3 Ist
nicht Verderben für den Ungerechten, und Mißgeschick für die,
welche Frevel tun?
4
Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte?
5 Wenn
ich mit Falschheit umgegangen bin und mein Fuß dem Truge
zugeeilt ist,
6 er
wäge mich auf der Waage der Gerechtigkeit, und Gott wird meine
Unsträflichkeit erkennen,
7 wenn
mein Schritt von dem Wege abgebogen, und mein Herz meinen Augen
gefolgt ist, und an meinen Händen ein Makel kleben blieb:
8 so
möge ich säen, und ein anderer essen, und meine Sprößlinge mögen
entwurzelt werden!
9 Wenn
mein Herz zu einem Weibe verlockt worden ist und ich an der Tür
meines Nächsten gelauert habe:
10 so
möge mein Weib für einen anderen mahlen, und andere mögen sich
über sie beugen!
11
Denn das ist eine Schandtat, und das eine Missetat für die
Richter.
12
Denn ein Feuer ist es, das bis zum Abgrund frißt, und das meinen
ganzen Ertrag entwurzeln würde.
13
Wenn ich das Recht meines Knechtes und meiner Magd mißachtete,
als sie mit mir stritten:
14 was
wollte ich dann tun, wenn Gott sich erhöbe; und wenn er
untersuchte, was ihm erwidern?
15 Hat
nicht er, der mich im Mutterleibe bereitete, auch ihn bereitet,
und hat nicht einer im Schoße uns gebildet?
16
Wenn ich den Armen ihr Begehr versagte, und die Augen der Witwe
verschmachten ließ,
17 und
aß meinen Bissen allein, so daß der Verwaiste nicht davon
gegessen hat-
18 ist
er doch von meiner Jugend an bei mir aufgewachsen, wie bei einem
Vater, und von meiner Mutter Leibe an habe ich sie geleitet;
19
wenn ich jemand umkommen sah aus Mangel an Kleidung, und den
Dürftigen ohne Decke,
20
wenn seine Lenden mich nicht gesegnet haben, und er mit der
Wolle meiner Lämmer sich nicht erwärmte;
21
wenn ich meine Hand geschwungen über eine Waise, weil ich im
Tore meinen Beistand sah:
22 so
falle meine Schulter aus ihrem Blatt, und mein Arm werde
abgebrochen von der Röhre!
23
Denn das Verderben Gottes war mir ein Schrecken, und vor seiner
Erhabenheit vermochte ich nichts.
24
Wenn ich das Gold zu meiner Zuversicht gemacht, und zu dem
feinen Golde gesagt habe: Mein Vertrauen!
25
wenn ich mich freute, daß mein Vermögen groß war, und daß meine
Hand Ansehnliches erworben hatte;
26
wenn ich die Sonne sah, wie sie glänzte, und den Mond in Pracht
dahinwandeln,
27 und
mein Herz im Geheimen verführt wurde und mein Mund meine Hand
geküßt hat:
28
auch das wäre eine gerichtlich zu strafende Missetat; denn Gott
droben würde ich verleugnet haben.
29
Wenn ich mich freute über das Unglück meines Hassers und
aufjauchzte, als Böses ihn traf,
30 nie
habe ich ja meinem Gaumen erlaubt, zu sündigen, durch einen
Fluch seine Seele zu fordern;
31
wenn die Leute meines Zeltes nicht gesagt haben: Wer wäre nicht
von dem Fleische seines Schlachtviehes satt geworden!
32 der
Fremdling übernachtete nicht draußen, ich öffnete dem Wanderer
meine Tür;
33
wenn ich, wie Adam, meine Übertretungen zugedeckt habe,
verbergend in meinem Busen meine Missetat,
34
weil ich mich fürchtete vor der großen Menge, und die Verachtung
der Familien mich erschreckte, so daß ich mich still hielt,
nicht zur Türe hinausging…
35 O
daß ich einen hätte, der auf mich hörte, hier ist meine
Unterschrift; der Allmächtige antworte mir! und die
Klageschrift, welche mein Gegner geschrieben!
36
Würde ich sie nicht auf meiner Schulter tragen, sie mir umbinden
als Krone?
37 Ich
würde ihm kundtun die Zahl meiner Schritte, würde ihm nahen wie
ein Fürst.
38
Wenn mein Acker über mich schreit, und seine Furchen allesamt
weinen;
39
wenn ich seinen Ertrag ohne Zahlung verzehrt habe, und die Seele
seiner Besitzer aushauchen ließ:
40 so
mögen Dornen statt Weizen, und Unkraut statt Gerste
hervorkommen! Die Worte Hiobs sind zu Ende.
32,1
Und jene drei Männer hörten auf, dem Hiob zu antworten, weil er
in seinen Augen gerecht war.
2 Da
entbrannte der Zorn Elihus, des Sohnes Barakeels, des Busiters,
vom Geschlechte Ram; sein Zorn entbrannte wider Hiob, weil er
sich selbst mehr rechtfertigte als Gott.
3 Und
sein Zorn entbrannte wider seine drei Freunde, darum, daß sie
keine Antwort fanden und Hiob verdammten.
4 Aber
Elihu hatte auf Hiob gewartet mit Reden, weil jene älter an
Jahren waren als er.
5 Und
als Elihu sah, daß keine Antwort in dem Munde der drei Männer
war, da entbrannte sein Zorn.
6 Und
Elihu, der Sohn Barakeels, der Busiter, hob an und sprach: Ich
bin jung an Jahren, und ihr seid Greise; darum habe ich mich
gescheut und gefürchtet, euch mein Wissen kundzutun.
7 Ich
sagte: Mögen die Tage reden, und die Menge der Jahre Weisheit
verkünden.
8
Jedoch der Geist ist es in den Menschen, und der Odem des
Allmächtigen, der sie verständig macht.
9
Nicht die Bejahrten sind weise, noch verstehen die Alten, was
recht ist.
10
Darum sage ich: Höre mir zu, auch ich will mein Wissen kundtun.
11
Siehe, ich harrte auf eure Reden, horchte auf eure Einsichten,
bis ihr Worte ausfindig gemacht hättet,
12 und
ich richtete meine Aufmerksamkeit auf euch; und siehe, keiner
ist unter euch, der Hiob widerlegt, der seine Reden beantwortet
hätte.
13 Daß
ihr nur nicht saget: Wir haben Weisheit gefunden. Gott wird ihn
aus dem Felde schlagen, nicht ein Mensch!
14 Er
hat ja an mich keine Worte gerichtet, und mit euren Reden werde
ich ihm nicht erwidern.
15 Sie
sind bestürzt, sie antworten nicht mehr, die Worte sind ihnen
ausgegangen.
16 Und
ich sollte warten, weil sie nicht reden, weil sie dastehen,
nicht mehr antworten?
17
Auch ich will mein Teil erwidern, auch ich will mein Wissen
kundtun.
18
Denn voll bin ich von Worten; der Geist meines Innern drängt
mich.
19
Siehe, mein Inneres ist wie Wein, der nicht geöffnet ist; gleich
neuen Schläuchen will es bersten.
20 Ich
will reden, daß mir Luft werde, will meine Lippen auftun und
antworten.
21 Daß
ich nur ja für niemand Partei nehme! Und keinem Menschen werde
ich schmeicheln.
22
Denn ich weiß nicht zu schmeicheln: gar bald würde mein Schöpfer
mich hinwegnehmen.
33,1
Nun aber, Hiob, höre doch meine Reden, und nimm zu Ohren alle
meine Worte.
2
Siehe doch, ich habe meinen Mund aufgetan, meine Zunge redet in
meinem Gaumen.
3
Meine Worte sollen die Geradheit meines Herzens sein, und was
meine Lippen wissen, sollen sie rein heraussagen.
4 Der
Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmächtigen
belebt mich.
5 Wenn
du kannst, so antworte mir; rüste dich vor mir, stelle dich!
6
Siehe, ich bin Gottes, wie du; vom Tone abgekniffen bin auch
ich.
7
Siehe, mein Schrecken wird dich nicht ängstigen, und mein Druck
wird nicht schwer auf dir lasten.
8
Fürwahr, du hast vor meinen Ohren gesprochen, und ich hörte die
Stimme der Worte:
9 Ich
bin rein, ohne Übertretung; ich bin makellos, und keine
Ungerechtigkeit ist an mir.
10
Siehe, er erfindet Feindseligkeiten wider mich; er hält mich für
seinen Feind.
11 Er
legt meine Füße in den Stock, beobachtet alle meine Pfade.
12
Siehe, darin hast du nicht recht, antworte ich dir; denn Gott
ist erhabener als ein Mensch.
13
Warum hast du wider ihn gehadert? Denn über all sein Tun gibt er
keine Antwort.
14
Doch in einer Weise redet Gott und in zweien, ohne daß man es
beachtet.
15 Im
Traume, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf die Menschen
befällt, im Schlummer auf dem Lager:
16
dann öffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt die
Unterweisung, die er ihnen gibt,
17 um
den Menschen von seinem Tun abzuwenden, und auf daß er Übermut
vor dem Manne verberge;
18 daß
er seine Seele zurückhalte von der Grube, und sein Leben vom
Rennen ins Geschoß.
19
Auch wird er gezüchtigt mit Schmerzen auf seinem Lager und mit
beständigem Kampf in seinen Gebeinen.
20 Und
sein Leben verabscheut das Brot, und seine Seele die
Lieblingsspeise;
21
sein Fleisch zehrt ab, daß man es nicht mehr sieht, und entblößt
sind seine Knochen, die nicht gesehen wurden;
22 und
seine Seele nähert sich der Grube, und sein Leben den Würgern.
23
Wenn es nun für ihn einen Gesandten gibt, einen Ausleger, einen
aus tausend, um dem Menschen seine Geradheit kundzutun,
24 so
wird er sich seiner erbarmen und sprechen: Erlöse ihn, daß er
nicht in die Grube hinabfahre; ich habe eine Sühnung gefunden.
25
Sein Fleisch wird frischer sein als in der Jugend; er wird
zurückkehren zu den Tagen seiner Jünglingskraft.
26 Er
wird zu Gott flehen, und Gott wird ihn wohlgefällig annehmen,
und er wird sein Angesicht schauen mit Jauchzen; und Gott wird
dem Menschen seine Gerechtigkeit vergelten.
27 Er
wird von den Menschen singen und sagen: Ich hatte gesündigt und
die Geradheit verkehrt, und es ward mir nicht vergolten;
28 er
hat meine Seele erlöst, daß sie nicht in die Grube fahre, und
mein Leben erfreut sich des Lichtes.
29
Siehe, das alles tut Gott zwei-, dreimal mit dem Manne,
30 um
seine Seele abzuwenden von der Grube, daß sie erleuchtet werde
von dem Lichte der Lebendigen.
31
Merke auf, Hiob, höre mir zu; schweige, und ich will reden.
32
Wenn du Worte hast, so antworte mir; rede, denn ich wünsche dich
zu rechtfertigen.
33
Wenn nicht, so höre du mir zu; schweige, und ich werde dich
Weisheit lehren.
34,1
Und Elihu hob wieder an und sprach:
2
Höret, ihr Weisen, meine Worte, und ihr Kundigen, gebet mir
Gehör!
3 Denn
das Ohr prüft die Worte, wie der Gaumen die Speise kostet.
4
Erwählen wir für uns, was recht, erkennen wir unter uns, was gut
ist!
5 Denn
Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott hat mir mein Recht
entzogen.
6
Trotz meines Rechtes soll ich lügen; meine Wunde ist unheilbar,
ohne daß ich übertreten habe.
7 Wer
ist ein Mann wie Hiob, der Hohn trinkt wie Wasser,
8 und
in Gesellschaft geht mit denen, die Frevel tun, und wandelt mit
gottlosen Menschen?
9 Denn
er hat gesagt: Keinen Nutzen hat ein Mann davon, daß er
Wohlgefallen an Gott hat!
10
Darum höret mir zu, ihr Männer von Verstand! Fern sei Gott von
Gesetzlosigkeit, und der Allmächtige von Unrecht!
11
Sondern des Menschen Tun vergilt er ihm, und nach jemandes Wege
läßt er es ihn finden.
12 Ja,
wahrlich, Gott handelt nicht gesetzlos, und der Allmächtige
beugt nicht das Recht.
13 Wer
hat ihm die Erde anvertraut? Und wer den ganzen Erdkreis
gegründet?
14
Wenn er sein Herz nur auf sich selbst richtete, seinen Geist und
seinen Odem an sich zurückzöge,
15 so
würde alles Fleisch insgesamt verscheiden, und der Mensch zum
Staube zurückkehren.
16 Und
wenn du doch dieses einsehen und hören, der Stimme meiner Worte
Gehör schenken wolltest!
17
Sollte auch herrschen, wer das Recht haßt? Oder willst du den
Allgerechten verdammen?
18
Sagt man zu einem Könige: Belial, zu Edlen: Du Gottloser?
19
Wieviel weniger zu ihm, der die Person der Fürsten nicht ansieht
und den Reichen nicht vor dem Armen berücksichtigt! Denn sie
alle sind das Werk seiner Hände.
20 In
einem Augenblick sterben sie; und in der Mitte der Nacht wird
ein Volk erschüttert und vergeht, und Mächtige werden beseitigt
ohne Hand.
21
Denn seine Augen sind auf die Wege des Menschen gerichtet, und
er sieht alle seine Schritte.
22 Da
ist keine Finsternis und kein Todesschatten, daß sich darein
verbergen könnten, die Frevel tun.
23
Denn er braucht nicht lange auf einen Menschen acht zu geben,
damit er vor Gott ins Gericht komme.
24 Er
zerschmettert Gewaltige ohne Untersuchung, und setzt andere an
ihre Stelle.
25
Daher kennt er ihre Handlungen, und kehrt sie um über Nacht; und
sie werden zermalmt.
26 Er
schlägt sie, wie Übeltäter, auf öffentlichem Platze,
27
darum daß sie von seiner Nachfolge abgewichen sind und alle
seine Wege nicht bedacht haben,
28 um
zu ihm hinaufdringen zu lassen das Schreien des Armen, und damit
er das Schreien der Elenden höre.
29
Schafft er Ruhe, wer will beunruhigen? Und verbirgt er das
Angesicht, wer kann ihn schauen? So handelt er sowohl gegen ein
Volk, als auch gegen einen Menschen zumal,
30
damit der ruchlose Mensch nicht regiere, damit sie nicht
Fallstricke des Volkes seien.
31
Denn hat er wohl zu Gott gesagt: Ich trage meine Strafe, ich
will nicht mehr verderbt handeln;
32 was
ich nicht sehe, zeige du mir; wenn ich Unrecht verübt habe, so
will ich es nicht mehr tun?
33
Soll nach deinem Sinne er es vergelten? Denn du hast seine
Vergeltung verworfen, und so mußt du wählen, und nicht ich; was
du weißt, reden denn!
34
Männer von Verstand werden zu mir sagen, und ein weiser Mann,
der mir zuhört:
35
Hiob redet nicht mit Erkenntnis, und seine Worte sind ohne
Einsicht.
36
Ach, daß doch Hiob fort und fort geprüft würde wegen seiner
Antworten nach Frevlerart!
37
Denn er fügt seiner Sünde Übertretung hinzu, klatscht unter uns
in die Hände und mehrt seine Worte gegen Gott.
35,1
Und Elihu hob wieder an und sprach:
2
Hältst du das für recht? Du hast gesagt: Meine Gerechtigkeit ist
größer als diejenige Gottes.
3 Denn
du fragst, was sie dir nütze; was gewinne ich mehr, als wenn ich
gesündigt hätte?
4 Ich
will dir Worte erwidern und deinen Genossen mit dir.
5
Blicke gen Himmel und sieh, und schaue die Wolken an, sie sind
höher als du.
6 Wenn
du sündigst, was tust du ihm an? Und mehren sich deine
Übertretungen, was fügst du ihm zu?
7 Wenn
du gerecht bist, was gibst du ihm, oder was empfängt er aus
deiner Hand?
8 Für
einen Mann wie du gilt deine Gesetzlosigkeit etwas, und für ein
Menschenkind deine Gerechtigkeit.
9
Wegen der Menge der Bedrückungen schreit man; man ruft um Hilfe
wegen des Armes der Großen.
10
Aber man spricht nicht: Wo ist Gott, mein Schöpfer, der Gesänge
gibt in der Nacht,
11 der
uns mehr belehrt als die Tiere der Erde, und uns weiser macht
als das Gevögel des Himmels?
12
Alsdann schreit man, aber er antwortet nicht, wegen des Hochmuts
der Bösen.
13 Auf
nur Eitles hört Gott nicht, und der Allmächtige schaut es nicht
an.
14
Wenn du auch sagst, du schauest ihn nicht, die Rechtssache ist
vor ihm; so harre sein.
15 Und
nun, wenn sein Zorn nicht heimgesucht hat, sollte er nicht sehr
wohl um den Übermut wissen?
16 Und
so sperrt Hiob eitler Weise seinen Mund auf, häuft Worte ohne
Erkenntnis.
36,1
Und Elihu fuhr fort und sprach:
2
Harre mir ein wenig, und ich will dir berichten; denn noch sind
Worte da für Gott.
3 Ich
will mein Wissen von weither holen, und meinem Schöpfer
Gerechtigkeit geben.
4 Denn
wahrlich, meine Worte sind keine Lüge; ein an Wissen
Vollkommener ist bei dir.
5
Siehe, Gott ist mächtig, und doch verachtet er niemand, mächtig
an Kraft des Verstandes.
6 Er
erhält den Gesetzlosen nicht am Leben, und das Recht der Elenden
gewährt er.
7 Er
zieht seine Augen nicht ab von dem Gerechten, und mit Königen
auf den Thron, dahin setzt er sie auf immerdar, und sie sind
erhöht.
8 Und
wenn sie mit Fesseln gebunden sind, in Stricken des Elends
gefangen werden,
9 dann
macht er ihnen kund ihr Tun und ihre Übertretungen, daß sie sich
trotzig gebärdeten;
10 und
er öffnet ihr Ohr der Zucht und spricht, daß sie umkehren sollen
vom Frevel.
11
Wenn sie hören und sich unterwerfen, so werden sie ihre Tage in
Wohlfahrt verbringen und ihre Jahre in Annehmlichkeiten.
12
Wenn sie aber nicht hören, so rennen sie ins Geschoß und
verscheiden ohne Erkenntnis.
13
Aber die ruchlosen Herzens sind, hegen Zorn: sie rufen nicht um
Hilfe, wenn er sie gefesselt hat.
14
Ihre Seele stirbt dahin in der Jugend, und ihr Leben unter den
Schandbuben.
15 Den
Elenden errettet er in seinem Elend, und in der Drangsal öffnet
er ihnen das Ohr.
16 So
hätte er auch dich aus dem Rachen der Bedrängnis in einen weiten
Raum geführt, wo keine Beengung gewesen, und die Besetzung
deines Tisches würde voll Fett sein.
17
Aber du bist mit dem Urteil des Gesetzlosen erfüllt: Urteil und
Gericht werden dich ergreifen.
18
Denn der Grimm, möge er dich ja nicht verlocken zur Verhöhnung,
und die Größe des Lösegeldes verleite dich nicht!
19
Soll dich dein Schreien außer Bedrängnis stellen und alle
Anstrengungen der Kraft?
20
Sehne dich nicht nach der Nacht, welche Völker plötzlich
hinwegheben wird.
21
Hüte dich, wende dich nicht zum Frevel, denn das hast du dem
Elend vorgezogen.
22
Siehe, Gott handelt erhaben in seiner Macht; wer ist ein Lehrer
wie er?
23 Wer
hat ihm seinen Weg vorgeschrieben, und wer dürfte sagen: Du hast
Unrecht getan?
24
Gedenke daran, daß du sein Tun erhebest, welches Menschen
besingen.
25
Alle Menschen schauen es an, der Sterbliche erblickt es aus der
Ferne.
26
Siehe, Gott ist zu erhaben für unsere Erkenntnis; die Zahl
seiner Jahre, sie ist unerforschlich.
27
Denn er zieht Wassertropfen herauf; von dem Dunst, den er
bildet,
28
träufeln sie als Regen, den die Wolken rieseln und tropfen
lassen auf viele Menschen.
29
Versteht man gar das Ausbreiten des Gewölks, das Krachen seines
Zeltes?
30
Siehe, er breitet sein Licht um sich aus, und die Gründe des
Meeres bedeckt er.
31
Denn durch dieses richtet er Völker, gibt Speise im Überfluß.
32
Seine Hände umhüllt er mit dem Blitz, und er entbietet ihn gegen
denjenigen, den er treffen soll.
33
Sein Rollen kündigt ihn an, sogar das Vieh sein Heranziehen.
37,1
Ja, darüber erzittert mein Herz und bebt auf von seiner Stelle.
2
Höret, höret das Getöse seiner Stimme und das Gemurmel, das aus
seinem Munde hervorgeht!
3 Er
sendet es aus unter den ganzen Himmel, und seinen Blitz bis zu
den Säumen der Erde.
4 Nach
dem Blitze brüllt eine Stimme; er donnert mit seiner erhabenen
Stimme, und hält die Blitze nicht zurück, wenn seine Stimme
gehört wird.
5 Gott
donnert wunderbar mit seiner Stimme; er tut große Dinge, die wir
nicht begreifen.
6 Denn
zum Schnee spricht er: Falle zur Erde! und zum Regengusse und
den Güssen seines gewaltigen Regens.
7 Er
lähmt die Hand eines jeden Menschen, damit alle Menschen sein
Werk kennen lernen.
8 Und
das Wild geht in sein Versteck und bleibt in seinen Höhlen.
9 Aus
der Kammer des Südens kommt Sturm, und von den Nordwinden Kälte.
10
Durch den Odem Gottes entsteht Eis, und die Breite der Wasser
zieht sich zusammen.
11
Auch beladet er mit Wasserfülle das Gewölk, breitet weithin aus
seine Blitzwolken.
12 Und
unter seiner Leitung wenden sie sich ringsumher zu ihrem Werke,
zu allem, was er ihnen gebietet, über die Fläche des Erdkreises
hin,
13 sei
es, daß er sie zur Geißel, oder für seine Erde, oder zur
Erweisung seiner Gnade sich entladen läßt.
14
Nimm dieses zu Ohren, Hiob; stehe und betrachte die Wunder
Gottes!
15
Weißt du, wie Gott sie beladet, und leuchten läßt den Blitz
seines Gewölks?
16
Verstehst du dich auf das Schweben der Wolke, auf die
Wundertaten des an Wissen Vollkommenen?
17 Du,
dessen Kleider heiß werden, wenn das Land schwül wird von Süden
her,
18
kannst du, gleich ihm, das Himmelsgewölbe ausbreiten, fest wie
ein gegossener Spiegel?
19 Tue
uns kund, was wir ihm sagen sollen! Wir können vor Finsternis
nichts vorbringen.
20
Soll ihm gemeldet werden, daß ich reden wolle? Wenn jemand zu
ihm spricht, er wird gewiß verschlungen werden.
21 Und
jetzt sieht man das Licht nicht, welches leuchtet am
Himmelsgewölbe; aber ein Wind fährt daher und reinigt dasselbe.
22 Aus
dem Norden kommt Gold: um Gott ist furchtbare Pracht;
23 den
Allmächtigen, den erreichen wir nicht, den Erhabenen an Kraft;
und das Recht und der Gerechtigkeit Fülle beugt er nicht.
24
Darum fürchten ihn die Menschen; er sieht keine an, die weisen
Herzens sind.
38,1
Und Jehova antwortete Hiob aus dem Sturme und sprach:
2 Wer
ist es, der den Rat verdunkelt mit Worten ohne Erkenntnis?
3
Gürte doch wie ein Mann deine Lenden; so will ich dich fragen,
und du belehre mich!
4 Wo
warst du, als ich die Erde gründete? Tue es kund, wenn du
Einsicht besitzest!
5 Wer
hat ihre Maße bestimmt, wenn du es weißt? Oder wer hat über sie
die Meßschnur gezogen?
6 In
was wurden ihre Grundfesten eingesenkt?
7 Oder
wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander
jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten?
8 Und
wer hat das Meer mit Toren verschlossen, als es ausbrach,
hervorkam aus dem Mutterschoße,
9 als
ich Gewölk zu seinem Gewande und Wolkendunkel zu seiner Windel
machte,
10 und
ich ihm meine Grenze bestimmte und Riegel und Tore setzte,
11 und
sprach: Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter, und hier
sei eine Schranke gesetzt dem Trotze deiner Wellen?
12
Hast du, seitdem du lebst, einem Morgen geboten? Hast du die
Morgenröte ihre Stätte wissen lassen,
13 daß
sie erfasse die Säume der Erde, und die Gesetzlosen von ihr
verscheucht werden?
14 Sie
verwandelt sich wie Siegelton, und alles steht da wie in einem
Gewande;
15 und
den Gesetzlosen wird ihr Licht entzogen, und der erhobene Arm
wird zerbrochen.
16
Bist du gekommen bis zu den Quellen des Meeres, und hast du die
Gründe der Tiefe durchwandelt?
17
Wurden dir die Pforten des Todes enthüllt, und sahest du die
Pforten des Todesschattens?
18
Hast du Einsicht genommen in die Breiten der Erde? Sage an, wenn
du es alles weißt!
19
Welches ist der Weg zur Wohnung des Lichtes, und die Finsternis,
wo ist ihre Stätte?
20 Daß
du sie hinbrächtest zu ihrer Grenze, und daß du der Pfade zu
ihrem Hause kundig wärest.
21 Du
weißt es ja; denn damals wurdest du geboren, und die Zahl deiner
Tage ist groß!
22
Bist du zu den Vorräten des Schnees gekommen, und hast du
gesehen die Vorräte des Hagels,
23 die
ich aufgespart habe für die Zeit der Bedrängnis, für den Tag des
Kampfes und der Schlacht?
24
Welches ist der Weg, auf dem das Licht sich verteilt, der
Ostwind sich verbreitet über die Erde?
25 Wer
teilt der Regenflut Kanäle ab und einen Weg dem Donnerstrahle,
26 um
regnen zu lassen auf ein Land ohne Menschen, auf die Wüste, in
welcher kein Mensch ist,
27 um
zu sättigen die Öde und Verödung, und um hervorsprießen zu
lassen die Triebe des Grases?
28 Hat
der Regen einen Vater, oder wer zeugt die Tropfen des Taues?
29 Aus
wessen Schoße kommt das Eis hervor, und des Himmels Reif, wer
gebiert ihn?
30 Wie
das Gestein verdichten sich die Wasser, und die Fläche der Tiefe
schließt sich zusammen.
31
Kannst du knüpfen das Gebinde des Siebengestirns, oder lösen die
Fesseln des Orion?
32
Kannst du die Bilder des Tierkreises hervortreten lassen zu
ihrer Zeit, und den großen Bären leiten samt seinen Kindern?
33
Kennst du die Gesetze des Himmels, oder bestimmst du seine
Herrschaft über die Erde?
34
Kannst du deine Stimme zum Gewölk erheben, daß eine Menge
Wassers dich bedecke?
35
Kannst du Blitze entsenden, daß sie hinfahren, daß sie zu dir
sagen: Hier sind wir?
36 Wer
hat Weisheit in die Nieren gelegt, oder wer hat dem Geiste
Verstand gegeben?
37 Wer
zählt die Wolken mit Weisheit, und des Himmels Schläuche, wer
gießt sie aus,
38
wenn der Staub zu dichtem Gusse zusammenfließt und die Schollen
aneinander kleben?
39
Erjagst du der Löwin den Raub, und stillst du die Gier der
jungen Löwen,
40
wenn sie in den Höhlen kauern, im Dickicht auf der Lauer sitzen?
41 Wer
bereitet dem Raben seine Speise, wenn seine Jungen zu Gott
schreien, umherirren ohne Nahrung?
39,1
Weißt du die Gebärzeit der Steinböcke? Beobachtest du das
Kreißen der Hindinnen?
2
Zählst du die Monde, die sie erfüllen, und weißt du die Zeit
ihres Gebärens?
3 Sie
krümmen sich, lassen ihre Jungen durchbrechen, entledigen sich
ihrer Wehen.
4 Ihre
Kinder werden stark, wachsen auf im Freien; sie gehen aus und
kehren nicht zu ihnen zurück.
5 Wer
hat den Wildesel frei entsandt, und wer gelöst die Bande des
Wildlings,
6 zu
dessen Hause ich die Steppe gemacht, und zu seinen Wohnungen das
Salzland?
7 Er
lacht des Getümmels der Stadt, das Geschrei des Treibers hört er
nicht.
8 Was
er auf den Bergen erspäht, ist seine Weide, und allem Grünen
spürt er nach.
9 Wird
der Wildochs dir dienen wollen, oder wird er an deiner Krippe
übernachten?
10
Wirst du den Wildochs mit seinem Seile an die Furche binden,
oder wird er hinter dir her die Talgründe eggen?
11
Wirst du ihm trauen, weil seine Kraft groß ist, und ihm deine
Arbeit überlassen?
12
Wirst du auf ihn dich verlassen, daß er deine Saat heimbringe,
und daß er das Getreide deiner Tenne einscheuere?
13
Fröhlich schwingt sich der Flügel der Straußin: ist es des
Storches Fittich und Gefieder?
14
Denn sie überläßt ihre Eier der Erde und erwärmt sie auf dem
Staube;
15 und
sie vergißt, daß ein Fuß sie zerdrücken und das Getier des
Feldes sie zertreten kann.
16 Sie
behandelt ihre Kinder hart, als gehörten sie ihr nicht; ihre
Mühe ist umsonst, es kümmert sie nicht.
17
Denn Gott ließ sie der Weisheit vergessen, und keinen Verstand
teilte er ihr zu.
18 Zur
Zeit, wenn sie sich in die Höhe peitscht, lacht sie des Rosses
und seines Reiters.
19
Gibst du dem Rosse Stärke, bekleidest du seinen Hals mit der
wallenden Mähne?
20
Machst du es aufspringen gleich der Heuschrecke? Sein prächtiges
Schnauben ist Schrecken.
21 Es
scharrt in der Ebene und freut sich der Kraft, zieht aus, den
Waffen entgegen.
22 Es
lacht der Furcht und erschrickt nicht, und kehrt vor dem
Schwerte nicht um.
23 Auf
ihm klirrt der Köcher, der blitzende Speer und Wurfspieß.
24 Mit
Ungestüm und Zorn schlürft es den Boden, und läßt sich nicht
halten, wenn die Posaune ertönt.
25
Beim Schall der Posaune ruft es: Hui! und aus der Ferne wittert
es die Schlacht, den Donnerruf der Heerführer und das
Feldgeschrei.
26
Schwingt sich der Habicht durch deinen Verstand empor, breitet
seine Flügel aus gegen Süden?
27
Oder erhebt sich auf deinen Befehl der Adler, und baut in der
Höhe sein Nest?
28 In
den Felsen wohnt und verweilt er, auf Felsenzacken und den
Spitzen der Berge.
29 Von
dort aus erspäht er Nahrung, in die Ferne blicken seine Augen.
30 Und
seine Jungen schlürfen Blut, und wo Erschlagene sind, da ist er.
Und Jehova antwortete Hiob und sprach: Will der Tadler rechten
mit dem Allmächtigen? Der da Gott zurechtweist, antworte darauf!
Und Hiob antwortete Jehova und sprach: Siehe, zu gering bin ich,
was soll ich dir erwidern? Ich lege meine Hand auf meinen Mund.
Einmal habe ich geredet, und ich will nicht mehr antworten, und
zweimal, und ich will es nicht mehr tun.
40,1
Und Jehova antwortete Hiob aus dem Sturme und sprach:
2
Gürte doch wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen, und
du belehre mich!
3
Willst du gar mein Recht zunichte machen, mich verdammen, damit
du gerecht seiest?
4 Oder
hast du einen Arm wie Gott, und kannst du donnern mit einer
Stimme wie er?
5
Schmücke dich doch mit Erhabenheit und Hoheit, und kleide dich
in Pracht und Majestät!
6
Gieße aus die Ausbrüche deines Zornes, und sieh an alles
Hoffärtige und erniedrige es!
7 Sieh
an alles Hoffärtige, beuge es, und reiße nieder die Gesetzlosen
auf ihrer Stelle!
8
Verbirg sie allesamt in den Staub, schließe ihre Angesichter in
Verborgenheit ein!
9 Dann
werde auch ich dich preisen, daß deine Rechte dir Hilfe schafft.
10
Sieh doch den Behemoth, den ich mit dir gemacht habe; er frißt
Gras wie das Rind.
11
Sieh doch, seine Kraft ist in seinen Lenden, und seine Stärke in
den Muskeln seines Bauches.
12 Er
biegt seinen Schwanz gleich einer Zeder, die Sehnen seiner
Schenkel sind verflochten.
13
Seine Knochen sind Röhren von Erz, seine Gebeine gleich Barren
von Eisen.
14 Er
ist der Erstling der Wege Gottes; der ihn gemacht, hat ihm sein
Schwert beschafft.
15
Denn die Berge tragen ihm Futter, und daselbst spielt alles
Getier des Feldes.
16
Unter Lotosbüschen legt er sich nieder, im Versteck von Rohr und
Sumpf;
17
Lotosbüsche bedecken ihn mit ihrem Schatten, es umgeben ihn die
Weiden des Baches.
18
Siehe, der Strom schwillt mächtig an, er flieht nicht ängstlich
davon; er bleibt wohlgemut, wenn ein Jordan gegen sein Maul
hervorbricht.
19
Fängt man ihn wohl vor seinen Augen, durchbohrt man ihm die Nase
mit einem Fangseile?
20
Ziehst du den Leviathan herbei mit der Angel, und senkst du
seine Zunge in die Angelschnur?
21
Kannst du einen Binsenstrick durch seine Nase ziehen, und seinen
Kinnbacken mit einem Ringe durchbohren?
22
Wird er viel Flehens an dich richten, oder dir sanfte Worte
geben?
23
Wird er einen Bund mit dir machen, daß du ihn zum ewigen Knechte
nehmest?
24
Wirst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel, und ihn anbinden
für deine Mädchen? Werden die Fischergenossen ihn verhandeln,
ihn verteilen unter Kaufleute? Kannst du seine Haut mit Spießen
füllen, und seinen Kopf mit Fischharpunen? Lege deine Hand an
ihn, gedenke des Kampfes, tue es nicht wieder!
41,1
Siehe, eines jeden Hoffnung wird betrogen: wird man nicht schon
bei seinem Anblick niedergeworfen? Niemand ist so kühn, daß er
ihn aufreize. Und wer ist es, der sich vor mein Angesicht
stellen dürfte?
2 Wer
hat mir zuvor gegeben? Und ich werde ihm vergelten. Was unter
dem ganzen Himmel ist, ist mein.
3
Nicht schweigen will ich von seinen Gliedern und von seiner
Kraftfülle und von der Schönheit seines Baues.
4 Wer
deckte die Oberfläche seines Gewandes auf? In sein Doppelgebiß,
wer dringt da hinein?
5 Wer
tat die Pforte seines Angesichts auf? Der Kreis seiner Zähne ist
ein Schrecken.
6 Ein
Stolz sind seine starken Schilder, jedes einzelne verschlossen
mit festem Siegel.
7
Eines fügt sich ans andere, und keine Luft dringt dazwischen;
8
Stück an Stück hangen sie fest zusammen, greifen ineinander und
trennen sich nicht.
9 Sein
Niesen strahlt Licht aus, und seine Augen sind gleich den
Wimpern der Morgenröte.
10 Aus
seinem Rachen gehen Fackeln, sprühen feurige Funken hervor.
11 Aus
seinen Nüstern fährt Rauch, wie aus einem siedenden Topfe und
Kessel.
12
Sein Hauch entzündet Kohlen, und eine Flamme fährt aus seinem
Rachen.
13 In
seinem Halse wohnt Stärke, und die Angst hüpft vor ihm her.
14 Die
Wampen seines Fleisches schließen an, sind ihm fest angegossen,
unbeweglich.
15
Sein Herz ist hart wie Stein, und hart wie ein unterer
Mühlstein.
16 Vor
seinem Erheben fürchten sich Starke, vor Verzagtheit geraten sie
außer sich.
17
Trifft man ihn mit dem Schwerte, es hält nicht stand, noch
Speer, noch Wurfspieß, noch Harpune.
18 Das
Eisen achtet er für Stroh, das Erz für faules Holz.
19 Der
Pfeil jagt ihn nicht in die Flucht, Schleudersteine verwandeln
sich ihm in Stoppeln.
20 Wie
Stoppeln gilt ihm die Keule, und er verlacht das Sausen des
Wurfspießes.
21
Unter ihm sind scharfe Scherben; einen Dreschschlitten breitet
er hin auf den Schlamm.
22 Er
macht die Tiefe sieden wie einen Topf, macht das Meer wie einen
Salbenkessel.
23
Hinter ihm leuchtet der Pfad, man könnte die Tiefe für graues
Haar halten.
24 Auf
Erden ist keiner ihm gleich, der geschaffen ist ohne Furcht.
25
Alles Hohe sieht er an; er ist König über alle wilden Tiere.
42,1
Und Hiob antwortete Jehova und sprach:
2 Ich
weiß, daß du alles vermagst, und kein Vorhaben dir verwehrt
werden kann.
3 Wer
ist es, der den Rat verhüllt ohne Erkenntnis? So habe ich denn
beurteilt, was ich nicht verstand, Dinge, zu wunderbar für mich,
die ich nicht kannte.
4 Höre
doch, und ich will reden; ich will dich fragen, und du belehre
mich!
5 Mit
dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein
Auge dich gesehen.
6
Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche.
7 Und
es geschah, nachdem Jehova diese Worte zu Hiob geredet hatte, da
sprach Jehova zu Eliphas, dem Temaniter: Mein Zorn ist entbrannt
wider dich und wider deine beiden Freunde; denn nicht geziemend
habt ihr von mir geredet, wie mein Knecht Hiob.
8 Und
nun nehmet euch sieben Farren und sieben Widder, und gehet zu
meinem Knechte Hiob und opfert ein Brandopfer für euch. Und
Hiob, mein Knecht, möge für euch bitten; denn ihn will ich
annehmen, damit ich nicht an euch tue nach eurer Torheit; denn
nicht geziemend habt ihr von mir geredet, wie mein Knecht Hiob.
9 Da
gingen Eliphas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und
Zophar, der Naamathiter, und taten, wie Jehova zu ihnen geredet
hatte; und Jehova nahm Hiob an.
10 Und
Jehova wendete die Gefangenschaft Hiobs, als er für seine
Freunde betete; und Jehova mehrte alles, was Hiob gehabt hatte,
um das Doppelte.
11 Und
es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und
alle seine früheren Bekannten; und sie aßen mit ihm in seinem
Hause, und sie bezeugten ihm ihr Beileid und trösteten ihn über
all das Unglück, welches Jehova über ihn gebracht hatte; und sie
gaben ihm ein jeder eine Kesita, und ein jeder einen goldenen
Ring.
12 Und
Jehova segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang; und er
bekam vierzehntausend Stück Kleinvieh und sechstausend Kamele
und tausend Joch Rinder und tausend Eselinnen.
13 Und
es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren.
14 Und
er gab der ersten den Namen Jemima, und der zweiten den Namen
Kezia, und der dritten den Namen Keren-Happuk.
15 Und
so schöne Frauen wie die Töchter Hiobs wurden im ganzen Lande
nicht gefunden. Und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil inmitten
ihrer Brüder.
16 Und
Hiob lebte nach diesem hundertvierzig Jahre; und er sah seine
Kinder und seine Kindeskinder, vier Geschlechter.
17 Und
Hiob starb, alt und der Tage satt.
Psalm
1,1
Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rate der Gottlosen,
und nicht steht auf dem Wege der Sünder, und nicht sitzt auf dem
Sitze der Spötter,
2
sondern seine Lust hat am Gesetz Jehovas und über sein Gesetz
sinnt Tag und Nacht!
3 Und
er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht
bringt zu seiner Zeit, und dessen Blatt nicht verwelkt; und
alles, was er tut, gelingt.
4
Nicht so die Gesetzlosen, sondern sie sind wie die Spreu, die
der Wind dahintreibt.
5
Darum werden die Gesetzlosen nicht bestehen im Gericht, noch die
Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
6 Denn
Jehova kennt den Weg der Gerechten; aber der Gesetzlosen Weg
wird vergehen.
2,1
Warum toben die Nationen und sinnen Eitles die Völkerschaften?
2 Es
treten auf die Könige der Erde, und die Fürsten ratschlagen
miteinander wider Jehova und wider seinen Gesalbten:
3
“Lasset uns zerreißen ihre Bande, und von uns werfen ihre
Seile!”
4 Der
im Himmel thront, lacht, der Herr spottet ihrer.
5 Dann
wird er zu ihnen reden in seinem Zorn, und in seiner Zornglut
wird er sie schrecken.
6
“Habe doch ich meinen König gesalbt auf Zion, meinem heiligen
Berge!”
7 Vom
Beschluß will ich erzählen: Jehova hat zu mir gesprochen: Du
bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.
8
Fordere von mir, und ich will dir zum Erbteil geben die
Nationen, und zum Besitztum die Enden der Erde.
9 Mit
eisernem Zepter wirst du sie zerschmettern, wie ein Töpfergefäß
sie zerschmeißen.
10 Und
nun, ihr Könige, seid verständig, lasset euch zurechtweisen, ihr
Richter der Erde!
11
Dienet Jehova mit Furcht, und freuet euch mit Zittern!
12
Küsset den Sohn, daß er nicht zürne, und ihr umkommet auf dem
Wege, wenn nur ein wenig entbrennt sein Zorn. Glückselig alle,
die auf ihn trauen!
3,1
Ein Psalm von David, als er vor seinem Sohne Absalom floh.
Jehova! wie viele sind meiner Bedränger! Viele erheben sich
wider mich;
2
viele sagen von meiner Seele: Es ist keine Rettung für ihn bei
Gott! (Sela.)
3 Du
aber, Jehova, bist ein Schild um mich her, meine Herrlichkeit,
und der mein Haupt emporhebt.
4 Mit
meiner Stimme rufe ich zu Jehova, und er antwortet mir von
seinem heiligen Berge. (Sela.)
5 Ich
legte mich nieder und schlief; ich erwachte, denn Jehova stützt
mich.
6
Nicht fürchte ich mich vor Zehntausenden des Volkes, die sich
ringsum wider mich gesetzt haben.
7
Stehe auf, Jehova! Rette mich, mein Gott! Denn du hast alle
meine Feinde auf den Backen geschlagen; die Zähne der
Gesetzlosen hast du zerschmettert.
8 Von
Jehova ist die Rettung; dein Segen ist auf deinem Volke. (Sela.)
4,1
Dem Vorsänger mit Saitenspiel. Ein Psalm von David. Wenn ich
rufe, antworte mir, Gott meiner Gerechtigkeit! In Bedrängnis
hast du mir Raum gemacht; sei mir gnädig und höre mein Gebet!
2 Ihr
Männersöhne, bis wann soll meine Herrlichkeit zur Schande sein?
Bis wann werdet ihr Eitles lieben, Lüge suchen? (Sela.)
3
Erkennet doch, daß Jehova den Frommen für sich abgesondert hat!
Jehova wird hören, wenn ich zu ihm rufe.
4 Seid
erregt, und sündiget nicht! Denket nach in eurem Herzen auf
eurem Lager, und seid stille! (Sela.)
5
Opfert Opfer der Gerechtigkeit, und vertrauet auf Jehova!
6
Viele sagen: Wer wird uns Gutes schauen lassen? Erhebe, Jehova
über uns das Licht deines Angesichts!
7 Du
hast Freude in mein Herz gegeben, mehr als zur Zeit, da ihres
Kornes und ihres Mostes viel war.
8 In
Frieden werde ich sowohl mich niederlegen als auch schlafen;
denn du, Jehova, allein lässest mich in Sicherheit wohnen.
5,1
Dem Vorsänger, zu Nechiloth. Ein Psalm von David. Nimm zu Ohren,
Jehova, meine Worte, merke auf mein Nachsinnen!
2
Horche auf die Stimme meines Schreiens, mein König und mein
Gott! Denn zu dir bete ich.
3
Frühe wirst du, Jehova, meine Stimme hören, frühe werde ich mein
Anliegen dir vorstellen und harren.
4 Denn
nicht ein Gott bist du, der an Gesetzlosigkeit Gefallen hat; bei
dir wird das Böse nicht weilen.
5
Nicht werden die Toren bestehen vor deinen Augen; du hassest
alle, die Frevel tun.
6 Du
wirst vertilgen die Lügenredner; den Mann des Blutes und des
Truges verabscheut Jehova.
7 Ich
aber, ich werde in der Größe deiner Güte eingehen in dein Haus,
ich werde anbeten in deiner Furcht gegen deinen heiligen Tempel.
8
Leite mich, Jehova, in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde
willen; ebne vor mir deinen Weg.
9 Denn
in ihrem Munde ist nichts Zuverlässiges; ihr Inneres ist
Verderben, ein offenes Grab ihr Schlund; ihre Zunge glätten sie.
10 Laß
sie büßen, o Gott; mögen sie fallen durch ihre Anschläge! Stoße
sie hinweg wegen der Menge ihrer Übertretungen! Denn sie sind
widerspenstig gegen dich gewesen.
11 So
werden sich freuen alle, die auf dich trauen: ewig werden sie
jubeln, und du wirst sie beschirmen; und in dir werden
frohlocken, die deinen Namen lieben.
12
Denn du wirst den Gerechten segnen; Jehova, mit Gunst wirst du
ihn umgeben wie mit einem Schilde.
6,1
Dem Vorsänger, mit Saitenspiel, auf der Scheminith. Ein Psalm
von David. Jehova, strafe mich nicht in deinem Zorn, und
züchtige mich nicht in deinem Grimm!
2 Sei
mir gnädig, Jehova! Denn ich bin dahingewelkt; heile mich,
Jehova! Denn meine Gebeine sind bestürzt.
3 Und
sehr bestürzt ist meine Seele… Und du, Jehova, bis wann?
4
Kehre um, Jehova, befreie meine Seele; rette mich um deiner Güte
willen!
5 Denn
im Tode gedenkt man deiner nicht; im Scheol, wer wird dich
preisen?
6 Müde
bin ich durch mein Seufzen; jede Nacht schwemme ich mein Bett,
mache mit meinen Tränen mein Lager zerfließen.
7
Verfallen ist mein Auge vor Gram, gealtert ob all meiner
Bedränger.
8
Weichet von mir alle, die ihr Frevel tut! Denn Jehova hat gehört
die Stimme meines Weinens;
9
Jehova hat mein Flehen gehört; mein Gebet nahm Jehova an.
10
Alle meine Feinde werden beschämt und sehr bestürzt werden; sie
werden umkehren, sie werden plötzlich beschämt werden.
7,1
Schiggajon, von David, das er Jehova sang wegen der Worte
Kusch’, des Benjaminiters. Jehova, mein Gott, auf dich traue
ich; rette mich von allen meinen Verfolgern und befreie mich!
2 Daß
er nicht meine Seele zerreiße wie ein Löwe, sie zermalmend, und
kein Erretter ist da.
3
Jehova, mein Gott! Wenn ich solches getan habe, wenn Unrecht in
meinen Händen ist,
4 wenn
ich Böses vergolten dem, der mit mir im Frieden war, habe ich
doch den befreit, der mich ohne Ursache bedrängte
5 so
verfolge der Feind meine Seele und erreiche sie, und trete mein
Leben zu Boden und strecke meine Ehre hin in den Staub. (Sela.)
6
Stehe auf, Jehova, in deinem Zorn! Erhebe dich wider das Wüten
meiner Bedränger, und wache auf zu mir: Gericht hast du
befohlen.
7 Und
die Schar der Völkerschaften wird dich umringen; und ihretwegen
kehre wieder zur Höhe!
8
Jehova wird die Völker richten. Richte mich, Jehova, nach meiner
Gerechtigkeit und nach meiner Lauterkeit, die bei mir ist.
9 Laß
doch ein Ende nehmen die Bosheit der Gesetzlosen, und befestige
den Gerechten! Es prüft ja Herzen und Nieren der gerechte Gott.
10
Mein Schild ist bei Gott, der die von Herzen Aufrichtigen
rettet.
11
Gott ist ein gerechter Richter, und ein Gott, der jeden Tag
zürnt.
12
Wenn er nicht umkehrt, so wetzt er sein Schwert; seinen Bogen
hat er gespannt und ihn gerichtet.
13 Und
Werkzeuge des Todes hat er für ihn bereitet, seine Pfeile macht
er brennend.
14
Siehe, er ist in Geburtswehen mit Unheil; und, schwanger mit
Mühsal, gebiert er Falschheit.
15 Er
hat eine Grube gegraben und hat sie ausgehöhlt, und er ist in
die Grube gefallen, die er gemacht hat.
16
Seine Mühsal wird zurückkehren auf sein Haupt, und auf seinen
Scheitel wird herabstürzen seine Gewalttat.
17 Ich
will Jehova preisen nach seiner Gerechtigkeit, und besingen den
Namen Jehovas, des Höchsten.
8,1
Dem Vorsänger, auf der Gittith. Ein Psalm von David. Jehova,
unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, der
du deine Majestät gestellt hast über die Himmel!
2 Aus
dem Munde der Kinder und Säuglinge hast du Macht gegründet um
deiner Bedränger willen, um zum Schweigen zu bringen den Feind
und den Rachgierigen.
3 Wenn
ich anschaue deinen Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die
Sterne, die du bereitet hast:
4 Was
ist der Mensch, daß du sein gedenkst, und des Menschen Sohn, daß
du auf ihn achthast?
5 Denn
ein wenig hast du ihn unter die Engel erniedrigt; und mit
Herrlichkeit und Pracht hast du ihn gekrönt.
6 Du
hast ihn zum Herrscher gemacht über die Werke deiner Hände;
alles hast du unter seine Füße gestellt:
7
Schafe und Rinder allesamt und auch die Tiere des Feldes,
8 das
Gevögel des Himmels und die Fische des Meeres, was die Pfade der
Meere durchwandert.
9
Jehova, unser Herr, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen
Erde!
9,1
Dem Vorsänger, nach Muth Labben. Ein Psalm von David. Ich will
Jehova preisen mit meinem ganzen Herzen, will erzählen alle
deine Wundertaten.
2 In
dir will ich mich freuen und frohlocken, will deinen Namen
besingen, o Höchster!
3 Als
meine Feinde sich zurückwandten, strauchelten sie und kamen um
vor deinem Angesicht.
4 Denn
du hast ausgeführt mein Recht und meine Rechtssache; du hast
dich auf den Thron gesetzt, ein gerechter Richter.
5 Du
hast die Nationen gescholten, den Gesetzlosen vertilgt; ihren
Namen hast du ausgelöscht für immer und ewig;
6 O
Feind! Zu Ende sind die Trümmer für immer; auch hast du Städte
zerstört: ihr, ja, ihr Gedächtnis ist verschwunden.
7
Jehova aber thront ewiglich; er hat seinen Thron aufgestellt zum
Gericht.
8 Und
er, er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit, wird über die
Völkerschaften Gericht halten in Geradheit.
9 Und
Jehova wird eine hohe Feste sein dem Unterdrückten, eine hohe
Feste in Zeiten der Drangsal.
10 Und
auf dich werden vertrauen, die deinen Namen kennen; denn du hast
nicht verlassen, die dich suchen, Jehova.
11
Singet Psalmen Jehova, der Zion bewohnt, verkündet unter den
Völkern seine Taten!
12
Denn der dem vergossenen Blute nachforscht, hat ihrer gedacht;
er hat das Schreien der Elenden nicht vergessen.
13 Sei
mir gnädig, Jehova! Sieh an mein Elend von seiten meiner Hasser,
indem du mich emporhebst aus den Toren des Todes;
14 auf
daß ich all dein Lob erzähle in den Toren der Tochter Zion,
frohlocke über deine Rettung.
15
Versunken sind die Nationen in die Grube, die sie gemacht; ihr
Fuß ward gefangen in dem Netze, das sie heimlich gelegt haben.
16
Jehova ist bekannt geworden: er hat Gericht ausgeübt, indem er
den Gesetzlosen verstrickt hat in dem Werke seiner Hände.
(Higgajon, Sela.)
17 Es
werden zum Scheol umkehren die Gesetzlosen, alle Nationen, die
Gottes vergessen.
18
Denn nicht für immer wird der Arme vergessen sein, noch für ewig
verloren die Hoffnung der Sanftmütigen.
19
Stehe auf, Jehova! Nicht habe der Mensch die Oberhand; vor
deinem Angesicht mögen gerichtet werden die Nationen!
20
Lege Furcht auf sie, Jehova; mögen die Nationen wissen, daß sie
Menschen sind! (Sela.)
10,1
Warum, Jehova, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der
Drangsal?
2 In
seinem Hochmut verfolgt der Gesetzlose hitzig den Elenden. Sie
werden erhascht werden in den Anschlägen, die sie ersonnen
haben.
3 Denn
der Gesetzlose rühmt sich des Gelüstes seiner Seele; und er
segnet den Habsüchtigen, er verachtet Jehova.
4 Der
Gesetzlose spricht nach seinem Hochmut: Er wird nicht
nachforschen. Alle seine Gedanken sind: Es ist kein Gott!
5 Es
gelingen seine Wege allezeit; hoch sind deine Gerichte, weit von
ihm entfernt; alle seine Widersacher, er bläst sie an.
6 Er
spricht in seinem Herzen: Ich werde nicht wanken; von Geschlecht
zu Geschlecht werde ich in keinem Unglück sein.
7 Sein
Mund ist voll Fluchens und Truges und Bedrückung; unter seiner
Zunge ist Mühsal und Unheil.
8 Er
sitzt im Hinterhalt der Dörfer, an verborgenen Örtern ermordet
er den Unschuldigen; seine Augen spähen dem Unglücklichen nach.
9 Er
lauert im Versteck, wie ein Löwe in seinem Dickicht; er lauert,
um den Elenden zu erhaschen; er erhascht den Elenden, indem er
ihn in sein Netz zieht.
10 Er
duckt sich, bückt sich, und in seine starken Klauen fallen die
Unglücklichen.
11 Er
spricht in seinem Herzen: Gott vergißt; er verbirgt sein
Angesicht, niemals sieht er’s!
12
Stehe auf, Jehova! Gott, erhebe deine Hand! Vergiß nicht der
Elenden!
13
Warum verachtet der Gesetzlose Gott, spricht in seinem Herzen,
du werdest nicht nachforschen?
14 Du
hast es gesehen, denn du, du schaust auf Mühsal und Gram, um zu
vergelten durch deine Hand; dir überläßt es der Unglückliche,
der Waise Helfer bist du.
15
Zerbrich den Arm des Gesetzlosen; und der Böse, suche seine
Gesetzlosigkeit, bis daß du sie nicht mehr findest!
16
Jehova ist König immer und ewiglich; die Nationen sind
umgekommen aus seinem Lande.
17 Den
Wunsch der Sanftmütigen hast du gehört, Jehova; du befestigtest
ihr Herz, ließest dein Ohr aufmerken,
18 um
Recht zu schaffen der Waise und dem Unterdrückten, daß der
Mensch, der von der Erde ist, hinfort nicht mehr schrecke.
11,1
Dem Vorsänger. Von David. Auf Jehova traue ich; wie saget ihr zu
meiner Seele: Fliehet wie ein Vogel nach eurem Berge?
2 Denn
siehe, die Gesetzlosen spannen den Bogen, sie haben ihren Pfeil
auf der Sehne gerichtet, um im Finstern zu schießen auf die von
Herzen Aufrichtigen.
3 Wenn
die Grundpfeiler umgerissen werden, was tut dann der Gerechte?
4
Jehova ist in seinem heiligen Palast. Jehova, in den Himmeln ist
sein Thron; seine Augen schauen, seine Augenlider prüfen die
Menschenkinder.
5
Jehova prüft den Gerechten; und den Gesetzlosen und den, der
Gewalttat liebt, haßt seine Seele.
6 Er
wird Schlingen regnen lassen auf die Gesetzlosen; Feuer und
Schwefel und Glutwind wird das Teil ihres Bechers sein.
7 Denn
gerecht ist Jehova, Gerechtigkeiten liebt er. Sein Angesicht
schaut den Aufrichtigen an.
12,1
Dem Vorsänger, auf der Scheminith. Ein Psalm von David. Rette,
Jehova! Denn der Fromme ist dahin, denn die Treuen sind
verschwunden unter den Menschenkindern.
2 Sie
reden Falschheit, ein jeder mit seinem Nächsten; ihre Lippen
schmeicheln, mit doppeltem Herzen reden sie.
3
Jehova wird ausrotten alle schmeichelnden Lippen, die Zunge, die
große Dinge redet,
4 die
da sagen: Wir werden überlegen sein mit unserer Zunge, unsere
Lippen sind mit uns; wer ist unser Herr?
5
Wegen der gewalttätigen Behandlung der Elenden, wegen des
Seufzens der Armen will ich nun aufstehen, spricht Jehova; ich
will in Sicherheit stellen den, der danach schmachtet.
6 Die
Worte Jehovas sind reine Worte Silber, das geläutert in dem
Schmelztiegel zur Erde fließt, siebenmal gereinigt.
7 Du,
Jehova, wirst sie bewahren, wirst sie behüten vor diesem
Geschlecht ewiglich.
8 Die
Gesetzlosen wandeln ringsumher, wenn die Gemeinheit erhöht ist
bei den Menschenkindern.
13,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Bis wann, Jehova, willst du
meiner vergessen immerdar? Bis wann willst du dein Angesicht vor
mir verbergen?
2 Bis
wann soll ich Ratschläge hegen in meiner Seele, Kummer in meinem
Herzen bei Tage? Bis wann soll sich mein Feind über mich
erheben?
3
Schaue her, antworte mir, Jehova, mein Gott! Erleuchte meine
Augen, daß ich nicht entschlafe zum Tode,
4 daß
mein Feind nicht sage: Ich habe ihn übermocht! meine Bedränger
nicht frohlocken, wenn ich wanke.
5 Ich
aber, ich habe auf deine Güte vertraut; mein Herz soll
frohlocken über deine Rettung. Ich will Jehova singen, denn er
hat wohlgetan an mir.
14,1
Dem Vorsänger. Von David. Der Tor spricht in seinem Herzen: Es
ist kein Gott! Sie haben verderbt gehandelt, sie haben
abscheulich getan; da ist keiner, der Gutes tue.
2
Jehova hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder,
um zu sehen, ob ein Verständiger da sei, einer, der Gott suche.
3 Alle
sind abgewichen, sie sind allesamt verderbt; da ist keiner, der
Gutes tue, auch nicht einer.
4
Haben keine Erkenntnis alle, die Frevel tun, die mein Volk
fressen, als äßen sie Brot? Jehova rufen sie nicht an.
5 Da
überfiel sie ein Schrecken, denn Gott ist unter dem gerechten
Geschlecht.
6 Ihr
machet zum Hohn den Ratschlag des Elenden, weil Jehova seine
Zuflucht ist.
7 O
daß aus Zion die Rettung Israels da wäre! Wenn Jehova die
Gefangenschaft seines Volkes wendet, soll Jakob frohlocken,
Israel sich freuen.
15,1
Ein Psalm; von David. Jehova, wer wird in deinem Zelte weilen?
Wer wird wohnen auf deinem heiligen Berge?
2 Der
in Lauterkeit wandelt und Gerechtigkeit wirkt und Wahrheit redet
von Herzen,
3
nicht verleumdet mit seiner Zunge, kein Übel tut seinem
Genossen, und keine Schmähung bringt auf seinen Nächsten;
4 in
dessen Augen verachtet ist der Verworfene, der aber die ehrt,
welche Jehova fürchten; hat er zum Schaden geschworen, so ändert
er es nicht:
5 Der
sein Geld nicht auf Zins gibt, und kein Geschenk nimmt wider den
Unschuldigen. Wer solches tut, wird nicht wanken in Ewigkeit.
16,1
Ein Gedicht von David. Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf
dich!
2 Du,
meine Seele, hast zu Jehova gesagt: Du bist der Herr; meine Güte
reicht nicht hinauf zu dir.
3 Du
hast zu den Heiligen gesagt, die auf Erden sind, und zu den
Herrlichen: An ihnen ist alle meine Lust.
4
Viele werden der Schmerzen derer sein, die einem anderen
nacheilen; ihre Trankopfer von Blut werde ich nicht spenden, und
ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.
5
Jehova ist das Teil meines Erbes und meines Bechers; du erhältst
mein Los.
6 Die
Meßschnüre sind mir gefallen in lieblichen Örtern; ja, ein
schönes Erbteil ist mir geworden.
7
Jehova werde ich preisen, der mich beraten hat, selbst des
Nachts unterweisen mich meine Nieren.
8 Ich
habe Jehova stets vor mich gestellt; weil er zu meiner Rechten
ist, werde ich nicht wanken.
9
Darum freut sich mein Herz, und frohlockt meine Seele. Auch mein
Fleisch wird in Sicherheit ruhen.
10
Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht
zugeben, daß dein Frommer die Verwesung sehe.
11 Du
wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor
deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar.
17,1
Ein Gebet; von David. Höre, Jehova, die Gerechtigkeit, horche
auf mein Schreien; nimm zu Ohren mein Gebet von Lippen ohne
Trug!
2 Von
deiner Gegenwart gehe mein Recht aus; laß deine Augen
Aufrichtigkeit anschauen!
3 Du
hast mein Herz geprüft, hast mich des Nachts durchforscht; du
hast mich geläutert, nichts fandest du; mein Gedanke geht nicht
weiter als mein Mund.
4 Was
das Tun des Menschen anlangt, so habe ich mich durch das Wort
deiner Lippen bewahrt vor den Wegen des Gewalttätigen.
5
Meine Schritte hielten fest an deinen Spuren, meine Tritte haben
nicht gewankt.
6 Ich,
ich habe dich angerufen, denn du erhörest mich, o Gott. Neige
dein Ohr zu mir, höre meine Rede!
7
Erweise wunderbar deine Gütigkeiten, der du durch deine Rechte
die auf dich Trauenden rettest vor denen, die sich wider sie
erheben.
8
Bewahre mich wie den Augapfel im Auge; birg mich in dem Schatten
deiner Flügel
9 vor
den Gesetzlosen, die mich zerstören, meinen Todfeinden, die mich
umzingeln.
10 Ihr
fettes Herz verschließen sie, mit ihrem Munde reden sie stolz.
11 In
allen unseren Schritten haben sie uns jetzt umringt; sie richten
ihre Augen, uns zu Boden zu strecken.
12 Er
ist gleich einem Löwen, der nach Raub schmachtet, und wie ein
junger Löwe, sitzend im Versteck.
13
Stehe auf, Jehova! Komm ihm zuvor, wirf ihn nieder! Errette
meine Seele von dem Gesetzlosen durch dein Schwert;
14 von
den Leuten durch deine Hand, Jehova, von den Leuten dieses
Zeitlaufs! Ihr Teil ist in diesem Leben, und ihren Bauch füllst
du mit deinem Schatze; sie haben Söhne die Fülle, und ihren
Überfluß lassen sie ihren Kindern.
15
Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde
gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bilde.
18,1
Dem Vorsänger. Von dem Knechte Jehovas, von David, der die Worte
dieses Liedes zu Jehova redete an dem Tage, als Jehova ihn
errettet hatte aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand
Sauls. Und er sprach: Ich liebe dich, Jehova, meine Stärke!
2
Jehova ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter; mein
Gott, mein Hort, auf ihn werde ich trauen, mein Schild und das
Horn meines Heils, meine hohe Feste.
3 Ich
werde Jehova anrufen, der zu loben ist, und ich werde gerettet
werden von meinen Feinden.
4 Es
umfingen mich die Bande des Todes, und die Ströme Belials
erschreckten mich;
5 die
Bande des Scheols umringten mich, es ereilten mich die
Fallstricke des Todes.
6 In
meiner Bedrängnis rief ich zu Jehova, und ich schrie zu meinem
Gott; er hörte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei
vor ihm kam in seine Ohren.
7 Da
wankte und bebte die Erde, und die Grundfesten der Berge
erzitterten und wankten, weil er entbrannt war.
8
Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem
Munde; glühende Kohlen brannten aus ihm.
9 Und
er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter
seinen Füßen.
10 Und
er fuhr auf einem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den
Fittichen des Windes.
11
Finsternis machte er zu seinem Bergungsort, zu seinem Zelte
rings um sich her, Finsternis der Wasser, dichtes Himmelsgewölk.
12 Aus
dem Glanze vor ihm fuhr sein dichtes Gewölk vorüber, Hagel und
feurige Kohlen.
13 Und
es donnerte Jehova in den Himmeln, und der Höchste ließ seine
Stimme erschallen, Hagel und feurige Kohlen.
14 Und
er schoß seine Pfeile und zerstreute sie, und er schleuderte
Blitze und verwirrte sie.
15 Und
es wurden gesehen die Betten der Wasser, und die Grundfesten des
Erdkreises wurden aufgedeckt vor deinem Schelten, Jehova, vor
dem Schnauben des Hauches deiner Nase.
16 Er
streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich
aus großen Wassern.
17 Er
errettete mich von meinem starken Feinde und von meinen Hassern,
denn sie waren mächtiger als ich.
18 Sie
ereilten mich am Tage meines Unglücks, aber Jehova ward mir zur
Stütze.
19 Und
er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Lust
an mir hatte.
20
Jehova vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit
meiner Hände erstattete er mir.
21
Denn ich habe die Wege Jehovas bewahrt, und bin von meinem Gott
nicht frevelhaft abgewichen.
22
Denn alle seine Rechte waren vor mir, und seine Satzungen, ich
entfernte sie nicht von mir.
23 Und
ich war vollkommen gegen ihn, und hütete mich vor meiner
Ungerechtigkeit.
24 Und
Jehova erstattete mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der
Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
25
Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den vollkommenen
Mann erzeigst du dich vollkommen;
26
gegen den Reinen erzeigst du dich rein, und gegen den Verkehrten
erzeigst du dich entgegenstreitend.
27
Denn du, du wirst retten das elende Volk, und die hohen Augen
wirst du erniedrigen.
28
Denn du, du machst meine Leuchte scheinen; Jehova, mein Gott,
erhellt meine Finsternis.
29
Denn mit dir werde ich gegen eine Schar anrennen, und mit meinem
Gott werde ich eine Mauer überspringen.
30
Gott, sein Weg ist vollkommen; Jehovas Wort ist geläutert; ein
Schild ist er allen, die auf ihn trauen.
31
Denn wer ist Gott, außer Jehova? Und wer ein Fels, als nur unser
Gott?
32 Der
Gott, der mich mit Kraft umgürtet und vollkommen macht meinen
Weg;
33 der
meine Füße denen der Hindinnen gleich macht, und mich hinstellt
auf meine Höhen;
34 der
meine Hände den Streit lehrt, und meine Arme spannen den ehernen
Bogen!
35 Und
du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stützte
mich, und deine Herablassung machte mich groß.
36 Du
machtest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel
haben nicht gewankt.
37
Meinen Feinden jagte ich nach und erreichte sie, und ich kehrte
nicht um, bis sie aufgerieben waren.
38 Ich
zerschmetterte sie, und sie vermochten nicht aufzustehen; sie
fielen unter meine Füße.
39 Und
du umgürtetest mich mit Kraft zum Streite, beugtest unter mich,
die wider mich aufstanden.
40 Und
du hast mir gegeben den Rücken meiner Feinde; und meine Hasser,
ich vernichtete sie.
41 Sie
schrieen, und kein Retter war da zu Jehova, und er antwortete
ihnen nicht.
42 Und
ich zermalmte sie wie Staub vor dem Winde; wie Straßenkot
schüttete ich sie aus.
43 Du
errettetest mich aus den Streitigkeiten des Volkes; du setztest
mich zum Haupte der Nationen; ein Volk, das ich nicht kannte,
dient mir.
44
Sowie ihr Ohr hörte, gehorchten sie mir; die Söhne der Fremde
unterwarfen sich mir mit Schmeichelei.
45 Die
Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren
Schlössern.
46
Jehova lebt, und gepriesen sei mein Fels! Und erhoben werde der
Gott meines Heils!
47 Der
Gott, der mir Rache gab und die Völker mir unterwarf,
48 der
mich errettete von meinen Feinden. Ja, du erhöhtest mich über
die, welche wider mich aufstanden; von dem Manne der Gewalttat
befreitest du mich.
49
Darum, Jehova, will ich dich preisen unter den Nationen, und
Psalmen singen deinem Namen,
50
Dich, der groß macht die Rettungen seines Königs, und Güte
erweist seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
19,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Die Himmel erzählen die
Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündet seiner Hände
Werk.
2 Ein
Tag berichtet es dem anderen, und eine Nacht meldet der anderen
die Kunde davon.
3
Keine Rede und keine Worte, doch gehört wird ihre Stimme.
4 Ihre
Meßschnur geht aus über die ganze Erde, und bis an das Ende des
Erdkreises ihre Sprache; er hat der Sonne in ihnen ein Zelt
gesetzt.
5 Und
sie ist wie ein Bräutigam, der hervortritt aus seinem Gemach;
sie freut sich wie ein Held, zu durchlaufen die Bahn.
6 Vom
Ende der Himmel ist ihr Ausgang, und ihr Umlauf bis zu ihren
Enden; und nichts ist vor ihrer Glut verborgen.
7 Das
Gesetz Jehovas ist vollkommen, erquickend die Seele; das Zeugnis
Jehovas ist zuverlässig, macht weise den Einfältigen.
8 Die
Vorschriften Jehovas sind richtig, erfreuend das Herz; das Gebot
Jehovas ist lauter, erleuchtend die Augen.
9 Die
Furcht Jehovas ist rein, bestehend in Ewigkeit. Die Rechte
Jehovas sind Wahrheit, sie sind gerecht allesamt;
10
sie, die köstlicher sind als Gold und viel gediegenes Gold, und
süßer als Honig und Honigseim.
11
Auch wird dein Knecht durch sie belehrt; im Beobachten derselben
ist großer Lohn.
12
Verirrungen, wer sieht sie ein? Von verborgenen Sünden reinige
mich!
13
Auch von übermütigen halte deinen Knecht zurück; laß sie mich
nicht beherrschen! Dann bin ich tadellos und bin rein von großer
Übertretung.
14 Laß
die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens
wohlgefällig vor dir sein, Jehova, mein Fels und mein Erlöser!
20,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Jehova erhöre dich am Tage
der Drangsal, der Name des Gottes Jakobs setze dich in
Sicherheit;
2 Er
sende deine Hilfe aus dem Heiligtum, und von Zion aus
unterstütze er dich;
3 Er
gedenke aller deiner Speisopfer, und dein Brandopfer wolle er
annehmen! (Sela.)
4 Er
gebe dir nach deinem Herzen, und alle deine Ratschläge erfülle
er!
5
Jubeln wollen wir über deine Rettung, und im Namen unseres
Gottes das Panier erheben. Jehova erfülle alle deine Bitten!
6
Jetzt weiß ich, daß Jehova seinen Gesalbten rettet; aus seinen
heiligen Himmeln wird er ihn erhören durch die Machttaten des
Heils seiner Rechten.
7
Diese gedenken der Wagen und jene der Rosse, wir aber gedenken
des Namens Jehovas, unseres Gottes.
8 Jene
krümmen sich und fallen, wir aber stehen und halten uns
aufrecht.
9
Jehova, rette! Der König erhöre uns am Tage unseres Rufens!
21,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. In deiner Kraft, Jehova,
freut sich der König, und wie sehr frohlockt er über deine
Rettung!
2 Den
Wunsch seines Herzens hast du ihm gegeben, und das Verlangen
seiner Lippen nicht verweigert. (Sela.)
3 Denn
mit Segnungen des Guten kamst du ihm zuvor; auf sein Haupt
setztest du eine Krone von gediegenem Golde.
4
Leben erbat er von dir, du hast es ihm gegeben: Länge der Tage
immer und ewiglich.
5 Groß
ist seine Herrlichkeit durch deine Rettung; Majestät und Pracht
legtest du auf ihn.
6 Denn
zu Segnungen setztest du ihn ewiglich; du erfreutest ihn mit
Freude durch dein Angesicht.
7 Denn
auf Jehova vertraut der König, und durch des Höchsten Güte wird
er nicht wanken.
8
Deine Hand wird finden alle deine Feinde, finden wird deine
Rechte deine Hasser.
9 Wie
einen Feuerofen wirst du sie machen zur Zeit deiner Gegenwart;
Jehova wird sie verschlingen in seinem Zorn, und Feuer wird sie
verzehren.
10
Ihre Frucht wirst du von der Erde vertilgen, und ihren Samen aus
den Menschenkindern.
11
Denn sie haben Böses wider dich geplant, einen Anschlag
ersonnen: sie werden nichts vermögen.
12
Denn du wirst sie umkehren machen, wirst deine Sehne gegen ihr
Angesicht richten.
13
Erhebe dich, Jehova, in deiner Kraft! Wir wollen singen und
Psalmen singen deiner Macht.
22,1
Dem Vorsänger, nach: “Hindin der Morgenröte”. Ein Psalm von
David. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bist
fern von meiner Rettung, den Worten meines Gestöhns?
2 Mein
Gott! Ich rufe des Tages, und du antwortest nicht; und des
Nachts, und mir wird keine Ruhe.
3 Doch
du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels.
4 Auf
dich vertrauten unsere Väter; sie vertrauten, und du errettetest
sie.
5 Zu
dir schrieen sie und wurden errettet; sie vertrauten auf dich
und wurden nicht beschämt.
6 Ich
aber bin ein Wurm und kein Mann, der Menschen Hohn und der vom
Volke Verachtete.
7
Alle, die mich sehen, spotten meiner; sie reißen die Lippen auf,
schütteln den Kopf:
8 “Er
vertraut auf Jehova! Der errette ihn, befreie ihn, weil er Lust
an ihm hat!”
9 Doch
du bist es, der mich aus dem Mutterleibe gezogen hat, der mich
vertrauen ließ an meiner Mutter Brüsten.
10 Auf
dich bin ich geworfen von Mutterschoße an, von meiner Mutter
Leibe an bist du mein Gott.
11 Sei
nicht fern von mir! Denn Drangsal ist nahe, denn kein Helfer ist
da.
12
Viele Farren haben mich umgeben, Stiere von Basan mich umringt;
13 sie
haben ihr Maul wider mich aufgesperrt, gleich einem reißenden
und brüllenden Löwen.
14 Wie
Wasser bin ich hingeschüttet, und alle meine Gebeine haben sich
zertrennt; wie Wachs ist geworden mein Herz, es ist zerschmolzen
inmitten meiner Eingeweide.
15
Meine Kraft ist vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge
klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du
mich.
16
Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat
mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße
durchgraben;
17
alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie schauen und sehen mich
an;
18 Sie
teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie
das Los.
19 Du
aber, Jehova, sei nicht fern! Meine Stärke, eile mir zur Hilfe!
20
Errette vom Schwert meine Seele, meine einzige von der Gewalt
des Hundes;
21
rette mich aus dem Rachen des Löwen! Ja, du hast mich erhört von
den Hörnern der Büffel.
22
Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der
Versammlung will ich dich loben.
23
Ihr, die ihr Jehova fürchtet, lobet ihn; aller Same Jakobs,
verherrlichet ihn, und scheuet euch vor ihm, aller Same Israels!
24
Denn nicht verachtet hat er, noch verabscheut das Elend des
Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu
ihm schrie, hörte er.
25 Von
dir kommt mein Lobgesang in der großen Versammlung; bezahlen
will ich meine Gelübde vor denen, die ihn fürchten.
26 Die
Sanftmütigen werden essen und satt werden; es werden Jehova
loben, die ihn suchen; euer Herz lebe immerdar.
27 Es
werden eingedenk werden und zu Jehova umkehren alle Enden der
Erde; und vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der
Nationen.
28
Denn Jehovas ist das Reich, und unter den Nationen herrscht er.
29 Es
essen und fallen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden
sich beugen alle, die in den Staub hinabfahren, und der seine
Seele nicht am Leben erhält.
30 Ein
Same wird ihm dienen; er wird dem Herrn als ein Geschlecht
zugerechnet werden.
31 Sie
werden kommen und verkünden seine Gerechtigkeit einem Volke,
welches geboren wird, daß er es getan hat.
23,1
Ein Psalm von David. Jehova ist mein Hirte, mir wird nichts
mangeln.
2 Er
lagert mich auf grünen Auen, er führt mich zu stillen Wassern.
3 Er
erquickt meine Seele, er leitet mich in Pfaden der Gerechtigkeit
um seines Namens willen.
4 Auch
wenn ich wanderte im Tale des Todesschattens, fürchte ich nichts
Übles, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie
trösten mich.
5 Du
bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast
mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.
6
Fürwahr, Güte und Huld werden mir folgen alle Tage meines
Lebens; und ich werde wohnen im Hause Jehovas auf immerdar.
24,1
Von David. Ein Psalm. Jehovas ist die Erde und ihre Fülle, der
Erdkreis und die darauf wohnen.
2 Denn
er, er hat sie gegründet über Meeren, und über Strömen sie
festgestellt.
3 Wer
wird steigen auf den Berg Jehovas, und wer wird stehen an seiner
heiligen Stätte?
4 Der
unschuldiger Hände und reinen Herzens ist, der nicht zur
Falschheit erhebt seine Seele und nicht schwört zum Truge.
5 Er
wird Segen empfangen von Jehova, und Gerechtigkeit von dem Gott
seines Heils.
6 Dies
ist das Geschlecht derer, die nach ihm trachten, die dein
Angesicht suchen Jakob.(Sela.)
7
Erhebet, ihr Tore, eure Häupter, und erhebet euch, ewige
Pforten, daß einziehe der König der Herrlichkeit!
8 Wer
ist dieser König der Herrlichkeit? Jehova, stark und mächtig!
Jehova, mächtig im Kampf!
9
Erhebet, ihr Tore, eure Häupter, und erhebet euch, ewige
Pforten, daß einziehe der König der Herrlichkeit!
10 Wer
ist er, dieser König der Herrlichkeit? Jehova der Heerscharen,
er ist der König der Herrlichkeit! (Sela.)
25,1
Von David. Zu dir, Jehova, erhebe ich meine Seele.
2 Mein
Gott, auf dich vertraue ich: Laß mich nicht beschämt werden, laß
meine Feinde nicht über mich frohlocken!
3 Auch
werden alle, die auf dich harren, nicht beschämt werden; es
werden beschämt werden, die treulos handeln ohne Ursache.
4
Deine Wege, Jehova, tue mir kund, deine Pfade lehre mich!
5
Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der
Gott meines Heils; auf dich harre ich den ganzen Tag.
6
Gedenke deiner Erbarmungen, Jehova, und deiner Gütigkeiten; denn
von Ewigkeit her sind sie.
7
Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend, noch meiner
Übertretungen; gedenke du meiner nach deiner Huld, um deiner
Güte willen, Jehova!
8
Gütig und gerade ist Jehova, darum unterweist er die Sünder in
dem Wege;
9 Er
leitet die Sanftmütigen im Recht, und lehrt die Sanftmütigen
seinen Weg.
10
Alle Pfade Jehovas sind Güte und Wahrheit für die, welche seinen
Bund und seine Zeugnisse bewahren.
11 Um
deines Namens willen, Jehova, wirst du ja vergeben meine
Ungerechtigkeit; denn sie ist groß.
12 Wer
ist nun der Mann, der Jehova fürchtet? Er wird ihn unterweisen
in dem Wege, den er wählen soll.
13
Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same die Erde
besitzen.
14 Das
Geheimnis Jehovas ist für die, welche ihn fürchten, und sein
Bund, um ihnen denselben kundzutun.
15
Meine Augen sind stets auf Jehova gerichtet; denn er wird meine
Füße herausführen aus dem Netze.
16
Wende dich zu mir und sei mir gnädig, denn einsam und elend bin
ich.
17 Die
Ängste meines Herzens haben sich vermehrt; führe mich heraus aus
meinen Drangsalen!
18
Sieh an mein Elend und meine Mühsal, und vergib alle meine
Sünden!
19
Sieh an meine Feinde, denn ihrer sind viele, und mit grausamem
Hasse hassen sie mich.
20
Bewahre meine Seele und errette mich! Laß mich nicht beschämt
werden, denn ich traue auf dich.
21
Lauterkeit und Geradheit mögen mich behüten, denn ich harre auf
dich.
22
Erlöse Israel, o Gott, aus allen seinen Bedrängnissen!
26,1
Von David. Richte mich, Jehova! Denn in meiner Lauterkeit habe
ich gewandelt; und auf Jehova habe ich vertraut, ich werde nicht
wanken.
2
Prüfe mich, Jehova, und erprobe mich; läutere meine Nieren und
mein Herz!
3 Denn
deine Güte ist vor meinen Augen, und in deiner Wahrheit wandle
ich.
4
Nicht habe ich gesessen bei falschen Leuten, und mit
Hinterlistigen ging ich nicht um.
5 Ich
habe die Versammlung der Übeltäter gehaßt, und bei Gesetzlosen
saß ich nicht.
6 Ich
wasche in Unschuld meine Hände, und umgehe deinen Altar, Jehova,
7 um
hören zu lassen die Stimme des Lobes, und um zu erzählen alle
deine Wundertaten.
8
Jehova, ich habe geliebt die Wohnung deines Hauses und den
Wohnort deiner Herrlichkeit.
9
Raffe meine Seele nicht weg mit Sündern, noch mein Leben mit
Blutmenschen,
10 in
deren Händen böses Vornehmen, und deren Rechte voll Bestechung
ist!
11 Ich
aber wandle in meiner Lauterkeit. Erlöse mich und sei mir
gnädig!
12
Mein Fuß steht auf ebenem Boden: Jehova werde ich preisen in den
Versammlungen.
27,1
Von David. Jehova ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte
ich mich fürchten? Jehova ist meines Lebens Stärke, vor wem
sollte ich erschrecken?
2 Als
Übeltäter mir nahten, um mein Fleisch zu fressen, meine
Bedränger und meine Feinde, sie strauchelten und fielen.
3 Wenn
ein Heer sich wider mich lagert, nicht fürchtet sich mein Herz;
wenn Krieg sich wider mich erhebt, hierauf vertraue ich:
4
Eines habe ich von Jehova erbeten, nach diesem will ich
trachten: zu wohnen im Hause Jehovas alle Tage meines Lebens, um
anzuschauen die Lieblichkeit Jehovas und nach ihm zu forschen in
seinem Tempel.
5 Denn
er wird mich bergen in seiner Hütte am Tage des Übels, er wird
mich verbergen in dem Verborgenen seines Zeltes; auf einen
Felsen wird er mich erhöhen.
6 Und
nun wird mein Haupt erhöht sein über meine Feinde rings um mich
her; und Opfer des Jubelschalls will ich opfern in seinem Zelte,
ich will singen und Psalmen singen Jehova.
7
Höre, Jehova, mit meiner Stimme rufe ich; und sei mir gnädig und
erhöre mich!
8 Von
dir hat mein Herz gesagt: Du sprichst: Suchet mein Angesicht!
Dein Angesicht, Jehova, suche ich.
9
Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise nicht ab im Zorne
deinen Knecht! Du bist meine Hilfe gewesen; laß mich nicht und
verlaß mich nicht, Gott meines Heils!
10
Denn hätten mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so nähme
doch Jehova mich auf.
11
Lehre mich, Jehova, deinen Weg, und leite mich auf ebenem Pfade
um meiner Feinde willen!
12 Gib
mich nicht preis der Gier meiner Bedränger! Denn falsche Zeugen
sind wider mich aufgestanden und der da Gewalttat schnaubt.
13
Wenn ich nicht geglaubt hätte, das Gute Jehovas zu schauen im
Lande der Lebendigen…!
14
Harre auf Jehova! Sei stark, und dein Herz fasse Mut, und harre
auf Jehova!
28,1
Von David. Zu dir, Jehova rufe ich; mein Fels, wende dich nicht
schweigend von mir ab, damit nicht, wenn du gegen mich
verstummst, ich denen gleich sei, die in die Grube hinabfahren!
2 Höre
die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich
meine Hände aufhebe gegen deinen heiligen Sprachort.
3
Reiße mich nicht fort mit den Gesetzlosen und mit denen, die
Frevel tun, die friedlich reden mit ihrem Nächsten, und Böses
ist in ihrem Herzen!
4 Gib
ihnen nach ihrem Tun und nach der Bosheit ihrer Handlungen; nach
dem Werke ihrer Hände gib ihnen, vergilt ihnen ihr Betragen!
5 Denn
sie achten nicht auf die Taten Jehovas, noch auf das Werk seiner
Hände. Er wird sie zerstören und nicht bauen.
6
Gepriesen sei Jehova! Denn er hat die Stimme meines Flehens
gehört.
7
Jehova ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz
vertraut, und mir ist geholfen worden; daher frohlockt mein
Herz, und ich werde ihn preisen mit meinem Liede.
8
Jehova ist ihre Stärke, und er ist die Rettungsfeste seines
Gesalbten.
9
Rette dein Volk und segne dein Erbteil; und weide sie und trage
sie bis in Ewigkeit!
29,1
Ein Psalm; von David. Gebet Jehova, ihr Söhne der Starken, gebet
Jehova Herrlichkeit und Stärke!
2
Gebet Jehova die Herrlichkeit seines Namens; betet Jehova an in
heiliger Pracht!
3 Die
Stimme Jehovas ist auf den Wassern; der Gott der Herrlichkeit
donnert, Jehova auf großen Wassern.
4 Die
Stimme Jehovas ist gewaltig, die Stimme Jehovas ist
majestätisch.
5 Die
Stimme Jehovas zerbricht Zedern, ja, Jehova zerbricht die Zedern
des Libanon;
6 und
er macht sie hüpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie
einen jungen Wildochsen.
7 Die
Stimme Jehovas sprüht Feuerflammen aus;
8 Die
Stimme Jehovas erschüttert die Wüste, Jehova erschüttert die
Wüste Kades.
9 Die
Stimme Jehovas macht Hindinnen kreißen, und entblößt die Wälder;
und in seinem Tempel spricht alles: Herrlichkeit!
10
Jehova thront auf der Wasserflut, und Jehova thront als König
ewiglich.
11
Jehova wird Stärke geben seinem Volke, Jehova wird sein Volk
segnen mit Frieden.
30,1
Ein Psalm, ein Einweihungslied des Hauses. Von David. Ich will
dich erheben, Jehova, denn du hast mich emporgezogen und hast
nicht über mich sich freuen lassen meine Feinde.
2
Jehova, mein Gott! Zu dir habe ich geschrieen, und du hast mich
geheilt.
3
Jehova! Du hast meine Seele aus dem Scheol heraufgeführt, hast
mich belebt aus denen, die in die Grube hinabfahren.
4
Singet Psalmen Jehova, ihr seine Frommen, und preiset sein
heiliges Gedächtnis!
5 Denn
ein Augenblick ist in seinem Zorn, ein Leben in seiner Gunst; am
Abend kehrt Weinen ein, und am Morgen ist Jubel da.
6 Ich
zwar sagte in meinem Wohlergehen: Ich werde nicht wanken
ewiglich.
7
Jehova! In deiner Gunst hattest du festgestellt meinen Berg; du
verbargst dein Angesicht, ich ward bestürzt.
8 Zu
dir, Jehova, rief ich, und zum Herrn flehte ich:
9 Was
für Gewinn ist in meinem Blute, in meinem Hinabfahren in die
Grube? Wird der Staub dich preisen? Wird er deine Wahrheit
verkünden?
10
Höre, Jehova, und sei mir gnädig! Jehova, sei mein Helfer!
11
Meine Wehklage hast du mir in einen Reigen verwandelt, mein
Sacktuch hast du gelöst, und mit Freude mich umgürtet;
12 auf
daß meine Seele dich besinge und nicht schweige. Jehova, mein
Gott, in Ewigkeit werde ich dich preisen!
31,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Auf dich, Jehova, traue ich;
laß mich nimmer beschämt werden; errette mich in deiner
Gerechtigkeit!
2
Neige zu mir dein Ohr, eilends errette mich! Sei mir ein Fels
der Zuflucht, ein befestigtes Haus, um mich zu retten!
3 Denn
mein Fels und meine Burg bist du; und um deines Namens willen
führe mich und leite mich.
4
Ziehe mich aus dem Netze, das sie mir heimlich gelegt haben;
denn du bist meine Stärke.
5 In
deine Hand befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst,
Jehova, du Gott der Wahrheit!
6
Gehaßt habe ich die, welche auf nichtige Götzen achten, und ich,
ich habe auf Jehova vertraut.
7 Ich
will frohlocken und mich freuen in deiner Güte; denn du hast
mein Elend angesehen, hast Kenntnis genommen von den
Bedrängnissen meiner Seele,
8 und
hast mich nicht überliefert in die Hand des Feindes, hast in
weiten Raum gestellt meine Füße.
9 Sei
mir gnädig, Jehova! Denn ich bin in Bedrängnis; vor Gram
verfällt mein Auge, meine Seele und mein Bauch.
10
Denn vor Kummer schwindet mein Leben dahin, und meine Jahre vor
Seufzen; meine Kraft wankt durch meine Ungerechtigkeit, und es
verfallen meine Gebeine.
11
Mehr als allen meinen Bedrängern bin ich auch meinen Nachbarn
zum Hohn geworden gar sehr, und zum Schrecken meinen Bekannten;
die auf der Straße mich sehen, fliehen vor mir.
12
Meiner ist im Herzen vergessen wie eines Gestorbenen; ich bin
geworden wie ein zertrümmertes Gefäß.
13
Denn ich habe die Verleumdung vieler gehört, Schrecken ringsum;
indem sie zusammen wider mich ratschlagten, sannen sie darauf,
mir das Leben zu nehmen.
14 Ich
aber, ich habe auf dich vertraut, Jehova; ich sagte: Du bist
mein Gott!
15 In
deiner Hand sind meine Zeiten; errette mich aus der Hand meiner
Feinde und von meinen Verfolgern!
16 Laß
dein Angesicht leuchten über deinen Knecht, rette mich in deiner
Huld!
17
Jehova, laß mich nicht beschämt werden! Denn ich habe dich
angerufen; laß beschämt werden die Gesetzlosen, laß sie
schweigen im Scheol!
18 Laß
verstummen die Lügenlippen, die in Hochmut und Verachtung
Freches reden wider den Gerechten!
19 Wie
groß ist deine Güte, welche du aufbewahrt hast denen, die dich
fürchten, gewirkt für die, die auf dich trauen, angesichts der
Menschenkinder!
20 Du
verbirgst sie in dem Schirme deiner Gegenwart vor den
Verschwörungen der Menschen; du birgst sie in einer Hütte vor
dem Gezänk der Zunge.
21
Gepriesen sei Jehova! Denn wunderbar hat er seine Güte an mir
erwiesen in einer festen Stadt.
22 Ich
zwar sagte in meiner Bestürzung: Ich bin abgeschnitten von
deinen Augen; dennoch hörtest du die Stimme meines Flehens, als
ich zu dir schrie.
23
Liebet Jehova, ihr seine Frommen alle! Die Treuen behütet
Jehova, und vergilt reichlich dem, der Hochmut übt.
24
Seid stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf Jehova
harret!
32,1
Von David. Ein Maskil. Glückselig der, dessen Übertretung
vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist!
2
Glückselig der Mensch, dem Jehova die Ungerechtigkeit nicht
zurechnet, und in dessen Geist kein Trug ist!
3 Als
ich schwieg, verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn
den ganzen Tag.
4 Denn
Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; verwandelt ward mein
Saft in Sommerdürre. (Sela.)
5 Ich
tat dir kund meine Sünde und habe meine Ungerechtigkeit nicht
zugedeckt. Ich sagte: Ich will Jehova meine Übertretungen
bekennen; und du, du hast vergeben die Ungerechtigkeit meiner
Sünde. (Sela.)
6
Deshalb wird jeder Fromme zu dir beten, zur Zeit, wo du zu
finden bist; gewiß, bei Flut großer Wasser, ihn werden sie nicht
erreichen.
7 Du
bist ein Bergungsort für mich; vor Bedrängnis behütest du mich;
du umgibst mich mit Rettungsjubel. (Sela.)
8 Ich
will dich unterweisen und dich lehren den Weg, den du wandeln
sollst; mein Auge auf dich richtend, will ich dir raten.
9 Seid
nicht wie ein Roß, wie ein Maultier, das keinen Verstand hat;
mit Zaum und Zügel, ihrem Schmucke, mußt du sie bändigen, sonst
nahen sie dir nicht.
10
Viele Schmerzen hat der Gesetzlose; wer aber auf Jehova
vertraut, den wird Güte umgeben.
11
Freuet euch in Jehova und frohlocket, ihr Gerechten, und jubelt,
alle ihr von Herzen Aufrichtigen!
33,1
Jubelt, ihr Gerechten, in Jehova! Den Aufrichtigen geziemt
Lobgesang.
2
Preiset Jehova mit der Laute; singet ihm Psalmen mit der Harfe
von zehn Saiten!
3
Singet ihm ein neues Lied; spielet wohl mit Jubelschall!
4 Denn
gerade ist das Wort Jehovas, und all sein Werk in Wahrheit.
5 Er
liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte
Jehovas.
6
Durch Jehovas Wort sind die Himmel gemacht, und all ihr Heer
durch den Hauch seines Mundes.
7 Er
sammelt die Wasser des Meeres wie einen Haufen, legt in Behälter
die Fluten.
8 Es
fürchte sich vor Jehova die ganze Erde; mögen sich vor ihm
scheuen alle Bewohner des Erdkreises!
9 Denn
er sprach, und es war; er gebot, und es stand da.
10
Jehova macht zunichte den Ratschluß der Nationen, er vereitelt
die Gedanken der Völker.
11 Der
Ratschluß Jehovas besteht ewiglich, die Gedanken seines Herzens
von Geschlecht zu Geschlecht.
12
Glückselig die Nation, deren Gott Jehova ist, das Volk, das er
sich erkoren zum Erbteil!
13
Jehova blickt von den Himmeln herab, er sieht alle
Menschenkinder.
14 Von
der Stätte seiner Wohnung schaut er auf alle Bewohner der Erde;
15 Er,
der da bildet ihr Herz allesamt, der da merkt auf alle ihre
Werke.
16 Ein
König wird nicht gerettet durch die Größe seines Heeres; ein
Held wird nicht befreit durch die Größe der Kraft.
17 Ein
Trug ist das Roß zur Rettung, und durch die Größe seiner Stärke
läßt es nicht entrinnen.
18
Siehe, das Auge Jehovas ist gerichtet auf die, so ihn fürchten,
auf die, welche auf seine Güte harren,
19 um
ihre Seele vom Tode zu erretten und sie am Leben zu erhalten in
Hungersnot.
20
Unsere Seele wartet auf Jehova; unsere Hilfe und unser Schild
ist er.
21
Denn in ihm wird unser Herz sich freuen, weil wir seinem
heiligen Namen vertraut haben.
22
Deine Güte, Jehova, sei über uns, gleichwie wir auf dich geharrt
haben.
34,1
Von David, als er seinen Verstand vor Abimelech verstellte, und
dieser ihn wegtrieb, und er fortging. Jehova will ich preisen
allezeit, beständig soll sein Lob in meinem Munde sein.
2 In
Jehova soll sich rühmen meine Seele; hören werden es die
Sanftmütigen und sich freuen.
3
Erhebet Jehova mit mir, und lasset uns miteinander erhöhen
seinen Namen!
4 Ich
suchte Jehova, und er antwortete mir; und aus allen meinen
Beängstigungen errettete er mich.
5 Sie
blickten auf ihn und wurden erheitert, und ihre Angesichter
wurden nicht beschämt.
6
Dieser Elende rief, und Jehova hörte, und aus allen seinen
Bedrängnissen rettete er ihn.
7 Der
Engel Jehovas lagert sich um die her, welche ihn fürchten, und
er befreit sie.
8
Schmecket und sehet, daß Jehova gütig ist! Glückselig der Mann,
der auf ihn traut!
9
Fürchtet Jehova, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben,
die ihn fürchten.
10
Junge Löwen darben und hungern, aber die Jehova suchen,
ermangeln keines Guten.
11
Kommet, ihr Söhne, höret mir zu: Die Furcht Jehovas will ich
euch lehren.
12 Wer
ist der Mann, der Lust zum Leben hat, der Tage liebt, um Gutes
zu sehen?
13
Bewahre deine Zunge vor Bösem, und deine Lippen, daß sie nicht
Trug reden;
14
weiche vom Bösen und tue Gutes; suche Frieden und jage ihm nach!
15 Die
Augen Jehovas sind gerichtet auf die Gerechten, und seine Ohren
auf ihr Schreien;
16 das
Angesicht Jehovas ist wider die, welche Böses tun, um ihr
Gedächtnis von der Erde auszurotten.
17 Sie
schreien, und Jehova hört, und aus allen ihren Bedrängnissen
errettet er sie.
18
Nahe ist Jehova denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die
zerschlagenen Geistes sind, rettet er.
19
Viele sind der Widerwärtigkeiten des Gerechten, aber aus allen
denselben errettet ihn Jehova;
20 Er
bewahrt alle seine Gebeine, nicht eines von ihnen wird
zerbrochen.
21 Den
Gesetzlosen wird das Böse töten; und die den Gerechten hassen,
werden büßen.
22
Jehova erlöst die Seele seiner Knechte; und alle, die auf ihn
trauen, werden nicht büßen.
35,1
Von David. Streite, Jehova, mit denen, die wider mich streiten,
kämpfe mit denen, die mich bekämpfen!
2
Ergreife Tartsche und Schild, und stehe auf zu meiner Hilfe!
3 Und
zücke den Speer und versperre den Weg wider meine Verfolger;
sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Rettung!
4 Laß
beschämt und zu Schanden werden, die nach meinem Leben trachten;
laß zurückweichen und mit Scham bedeckt werden, die Übles wider
mich ersinnen!
5 Laß
sie sein wie Spreu vor dem Winde, und der Engel Jehovas treibe
sie fort!
6 Ihr
Weg sei finster und schlüpfrig, und der Engel Jehovas verfolge
sie!
7 Denn
ohne Ursache haben sie mir ihr Netz heimlich gelegt, ohne
Ursache meiner Seele eine Grube gegraben.
8 Über
ihn komme Verderben, ohne daß er es wisse, und sein Netz, das er
heimlich gelegt hat, fange ihn; zum Verderben falle er hinein!
9 Und
meine Seele wird frohlocken in Jehova, sich freuen in seiner
Rettung.
10
Alle meine Gebeine werden sagen: Jehova, wer ist wie du! Der du
den Elenden errettest von dem, der stärker ist als er, und den
Elenden und Armen von dem, der ihn beraubt.
11 Es
treten ungerechte Zeugen auf; was ich nicht weiß, fragen sie
mich.
12 Sie
vergelten mir Böses für Gutes; verwaist ist meine Seele.
13 Ich
aber, als sie krank waren, kleidete mich in Sacktuch; ich
kasteite mit Fasten meine Seele, und mein Gebet kehrte in meinen
Busen zurück;
14 als
wäre es mir ein Freund, ein Bruder gewesen, so bin ich
einhergegangen; wie leidtragend um die Mutter habe ich mich
trauernd niedergebeugt.
15
Aber sie haben sich über mein Hinken gefreut und sich
versammelt; Schmäher haben sich wider mich versammelt, und ich
kannte sie nicht; sie haben gelästert und nicht aufgehört.
16
Gleich ruchlosen Schmarotzern knirschten sie wider mich mit
ihren Zähnen.
17
Herr, wie lange willst du zusehen? Bringe meine Seele zurück aus
ihren Verwüstungen, von den jungen Löwen meine einzige!
18 Ich
werde dich preisen in der großen Versammlung, unter zahlreichem
Volke dich loben.
19 Laß
sich nicht über mich freuen, die ohne Grund mir feind sind,
nicht zwinken mit den Augen, die ohne Ursache mich hassen!
20
Denn nicht von Frieden reden sie; und wider die Stillen im Lande
ersinnen sie trügerische Dinge.
21 Und
sie haben ihr Maul wider mich aufgesperrt; sie haben gesagt:
Haha! Haha! Unser Auge hat’s gesehen!
22 Du
hast es gesehen, Jehova; schweige nicht! Herr, sei nicht fern
von mir!
23
Wache auf und erwache zu meinem Rechte, mein Gott und Herr, zu
meinem Rechtsstreit!
24
Schaffe mir Recht nach deiner Gerechtigkeit, Jehova, mein Gott!
Und laß sie sich nicht über mich freuen!
25 Laß
sie nicht in ihrem Herzen sagen: Haha, so wollten wir’s! Laß sie
nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen!
26 Laß
sie beschämt und mit Scham bedeckt werden allesamt, die meines
Unglücks sich freuen! Laß mit Scham und Schande bekleidet
werden, die wider mich großtun!
27 Laß
jubeln und sich freuen, die Lust haben an meiner Gerechtigkeit,
und laß sie stets sagen: Erhoben sei Jehova, der Lust hat an
seines Knechtes Wohlfahrt!
28 Und
meine Zunge wird reden von deiner Gerechtigkeit, von deinem Lobe
den ganzen Tag.
36,1
Dem Vorsänger. Von dem Knechte Jehovas, von David. Die
Übertretung des Gesetzlosen spricht im Innern meines Herzens: Es
ist keine Furcht Gottes vor seinen Augen.
2 Denn
es schmeichelt ihm in seinen eigenen Augen, seine
Ungerechtigkeit zu erreichen, Haß auszuüben.
3
Frevel und Trug sind die Worte seines Mundes; er hat es
aufgegeben, verständig zu sein, Gutes zu tun.
4
Frevel ersinnt er auf seinem Lager; er stellt sich auf einen
Weg, der nicht gut ist; das Böse verabscheut er nicht.
5
Jehova! An die Himmel reicht deine Güte, bis zu den Wolken deine
Treue.
6
Deine Gerechtigkeit ist gleich Bergen Gottes, deine Gerichte
sind eine große Tiefe; Menschen und Vieh rettest du, Jehova.
7 Wie
köstlich ist deine Güte, o Gott! Und Menschenkinder nehmen
Zuflucht zu deiner Flügel Schatten;
8 sie
werden reichlich trinken von der Fettigkeit deines Hauses, und
mit dem Strome deiner Wonnen wirst du sie tränken.
9 Denn
bei dir ist der Quell des Lebens, in deinem Lichte werden wir
das Licht sehen.
10 Laß
deine Güte fortdauern denen, die dich kennen, und deine
Gerechtigkeit den von Herzen Aufrichtigen!
11
Nicht erreiche mich der Fuß der Hochmütigen, und die Hand der
Gesetzlosen vertreibe mich nicht!
12 Da
sind gefallen, die Frevel tun; sie wurden niedergestoßen, und
vermochten nicht aufzustehen.
37,1
Von David. Erzürne dich nicht über die Übeltäter, beneide nicht
die, welche Unrecht tun!
2 Denn
wie das Gras werden sie schnell vergehen, und wie das grüne
Kraut verwelken.
3
Vertraue auf Jehova und tue Gutes; wohne im Lande und weide dich
an Treue;
4 und
ergötze dich an Jehova: so wird er dir geben die Bitten deines
Herzens.
5
Befiehl Jehova deinen Weg und vertraue auf ihn! Und er wird
handeln;
6 und
er wird deine Gerechtigkeit hervorkommen lassen wie das Licht,
und dein Recht wie den Mittag.
7
Vertraue still dem Jehova und harre auf ihn! Erzürne dich nicht
über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der böse Anschläge
ausführt!
8
Stehe ab vom Zorn und laß den Grimm! Erzürne dich nicht! Nur zum
Übeltun verleitet es.
9 Denn
die Übeltäter werden ausgerottet werden; aber die auf Jehova
hoffen, diese werden das Land besitzen.
10 Und
noch um ein Kleines, und der Gesetzlose ist nicht mehr; und
siehst du dich um nach seiner Stätte, so ist er nicht da.
11
Aber die Sanftmütigen werden das Land besitzen, und werden sich
ergötzen an Fülle von Wohlfahrt.
12 Der
Gesetzlose sinnt wider den Gerechten, und mit seinen Zähnen
knirscht er wider ihn.
13 Der
Herr lacht seiner, denn er sieht, daß sein Tag kommt.
14 Die
Gesetzlosen haben das Schwert gezogen und ihren Bogen gespannt,
um zu fällen den Elenden und den Armen, hinzuschlachten, die in
Geradheit wandeln.
15 Ihr
Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihre Bogen werden
zerbrochen werden.
16
Besser das Wenige des Gerechten als der Überfluß vieler
Gesetzlosen.
17
Denn die Arme der Gesetzlosen werden zerbrochen werden, aber
Jehova stützt die Gerechten.
18
Jehova kennt die Tage derer, die lauter sind, und ihr Erbteil
wird ewig sein;
19 sie
werden nicht beschämt werden in der Zeit des Übels, und in den
Tagen des Hungers werden sie gesättigt werden.
20
Denn die Gesetzlosen werden umkommen, und die Feinde Jehovas
sind wie die Pracht der Auen; sie schwinden, sie schwinden dahin
wie Rauch.
21 Der
Gesetzlose borgt und erstattet nicht wieder; der Gerechte aber
ist gnädig und gibt.
22
Denn die von ihm Gesegneten werden das Land besitzen, und die
von ihm Verfluchten werden ausgerottet werden.
23 Von
Jehova werden befestigt des Mannes Schritte, und an seinem Wege
hat er Wohlgefallen;
24
wenn er fällt, wird er nicht hingestreckt werden, denn Jehova
stützt seine Hand.
25 Ich
war jung und bin auch alt geworden, und nie sah ich den
Gerechten verlassen, noch seinen Samen nach Brot gehen;
26 den
ganzen Tag ist er gnädig und leiht, und sein Same wird gesegnet
sein.
27
Weiche vom Bösen und tue Gutes, und bleibe ewiglich!
28
Denn Jehova liebt das Recht und wird seine Frommen nicht
verlassen; ewig werden sie bewahrt, aber der Same der
Gesetzlosen wird ausgerottet.
29 Die
Gerechten werden das Land besitzen und werden darin wohnen
immerdar.
30 Der
Mund des Gerechten spricht Weisheit aus, und seine Zunge redet
das Recht;
31 das
Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Schritte werden
nicht wanken.
32 Der
Gesetzlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu töten;
33
Jehova wird ihn nicht in seiner Hand lassen, und ihn nicht
verdammen, wenn er gerichtet wird.
34
Harre auf Jehova und bewahre seinen Weg, und er wird dich
erhöhen, das Land zu besitzen. Wenn die Gesetzlosen ausgerottet
werden, wirst du zusehen.
35 Ich
habe einen Gesetzlosen gesehen, der gewaltig war, und der sich
ausbreitete wie ein nicht verpflanzter grüner Baum;
36 und
man ging vorbei, und siehe, er war nicht mehr; und ich suchte
ihn, und er ward nicht gefunden.
37
Achte auf den Unsträflichen und sieh auf den Aufrichtigen; denn
für den Mann des Friedens gibt es eine Zukunft.
38 Die
Übertreter aber werden vertilgt allesamt, es wird abgeschnitten
die Zukunft der Gesetzlosen.
39
Aber die Rettung der Gerechten ist von Jehova, der ihre Stärke
ist zur Zeit der Bedrängnis;
40 und
Jehova wird ihnen helfen und sie erretten; er wird sie erretten
von den Gesetzlosen und ihnen Rettung verschaffen, denn sie
trauen auf ihn.
38,1
Ein Psalm von David zum Gedächtnis. Jehova, strafe mich nicht in
deinem Zorn, noch züchtige mich in deinem Grimm!
2 Denn
deine Pfeile sind in mich eingedrungen, und deine Hand hat sich
auf mich herabgesenkt.
3
Nichts Heiles ist an meinem Fleische wegen deines Zürnens, kein
Frieden in meinen Gebeinen wegen meiner Sünde.
4 Denn
meine Ungerechtigkeiten sind über mein Haupt gegangen, wie eine
schwere Last sind sie zu schwer für mich.
5 Es
stinken, es eitern meine Wunden wegen meiner Torheit.
6 Ich
bin gekrümmt, über die Maßen gebeugt; den ganzen Tag gehe ich
trauernd einher.
7 Denn
voll Brand sind meine Lenden, und nichts Heiles ist an meinem
Fleische.
8 Ich
bin ermattet und über die Maßen zerschlagen, ich heule vor
Gestöhn meines Herzens.
9
Herr, vor dir ist all mein Begehr, und mein Seufzen ist nicht
vor dir verborgen.
10
Mein Herz pocht, verlassen hat mich meine Kraft; und das Licht
meiner Augen, auch das ist nicht bei mir.
11
Meine Lieben und meine Genossen stehen fernab von meiner Plage,
und meine Verwandten stehen von ferne.
12 Und
die nach meinem Leben trachten, legen mir Schlingen; und die
mein Unglück suchen, reden von Schadentun und sinnen auf Trug
den ganzen Tag.
13 Ich
aber, wie ein Tauber, höre nicht, und bin wie ein Stummer, der
seinen Mund nicht auftut.
14 Und
ich bin wie ein Mann, der nicht hört, und in dessen Munde keine
Gegenreden sind.
15
Denn auf dich, Jehova, harre ich; du, du wirst antworten, Herr,
mein Gott.
16
Denn ich sprach: Daß sie sich nicht über mich freuen! Beim
Wanken meines Fußes tun sie groß wider mich.
17
Denn ich bin nahe daran zu hinken, und mein Schmerz ist
beständig vor mir.
18
Denn ich tue kund meine Ungerechtigkeit; ich bin bekümmert wegen
meiner Sünde.
19
Meine Feinde aber leben, sind stark, und viele sind derer, die
ohne Grund mich hassen;
20 und
Böses für Gutes vergeltend, feinden sie mich an, weil ich dem
Guten nachjage.
21
Verlaß mich nicht, Jehova; mein Gott, sei nicht fern von mir!
22
Eile zu meiner Hilfe, Herr, meine Rettung!
39,1
Dem Vorsänger, dem Jeduthun. Ein Psalm von David. Ich sprach:
Ich will meine Wege bewahren, daß ich nicht sündige mit meiner
Zunge; ich will meinen Mund mit einem Maulkorbe verwahren,
solange der Gesetzlose vor mir ist.
2 Ich
verstummte in Stille, ich schwieg vom Guten, und mein Schmerz
ward erregt.
3 Mein
Herz brannte in meinem Innern, bei meinem Nachsinnen entzündete
sich Feuer; ich sprach mit meiner Zunge:
4 Tue
mir kund, Jehova, mein Ende, und das Maß meiner Tage, welches es
ist, daß ich wisse, wie vergänglich ich bin!
5
Siehe, Handbreiten gleich hast du meine Tage gemacht, und meine
Lebensdauer ist wie nichts vor dir; ja, eitel Hauch ist jeder
Mensch, der dasteht. (Sela.)
6 Ja,
als ein Schattenbild wandelt der Mensch einher; ja, vergebens
ist er voll Unruhe; er häuft auf und weiß nicht, wer es
einsammeln wird.
7 Und
nun, auf was harre ich, Herr? Meine Hoffnung ist auf dich!
8
Errette mich von allen meinen Übertretungen, mache mich nicht
zum Hohne des Toren!
9 Ich
bin verstummt, ich tue meinen Mund nicht auf; denn du, du hast
es getan.
10
Entferne von mir deine Plage! Durch die Schläge deiner Hand
vergehe ich.
11
Strafst du einen Mann mit Züchtigungen für die Ungerechtigkeit,
so machst du, gleich der Motte, seine Schönheit zergehen; ja,
ein Hauch sind alle Menschen. (Sela.)
12
Höre mein Gebet, Jehova, und nimm zu Ohren mein Schreien;
schweige nicht zu meinen Tränen! Denn ein Fremdling bin ich bei
dir, ein Beisasse wie alle meine Väter.
13
Blicke von mir ab, daß ich mich erquicke, bevor ich dahingehe
und nicht mehr bin!
40,1
Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm. Beharrlich habe ich auf
Jehova geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien
gehört.
2 Er
hat mich heraufgeführt aus der Grube des Verderbens, aus kotigem
Schlamm; und er hat meine Füße auf einen Felsen gestellt, meine
Schritte befestigt;
3 und
in meinen Mund hat er gelegt ein neues Lied, einen Lobgesang
unserem Gott. Viele werden es sehen und sich fürchten und auf
Jehova vertrauen.
4
Glückselig der Mann, der Jehova zu seiner Zuversicht macht und
sich nicht wendet zu den Stolzen und zu denen, die zur Lüge
abweichen!
5
Vielfach hast du deine Wundertaten und deine Gedanken gegen uns
erwiesen, Jehova, mein Gott; nicht kann man sie der Reihe nach
dir vorstellen. Wollte ich davon berichten und reden, es sind
ihrer zu viele, um sie aufzuzählen.
6 An
Schlacht-und Speisopfern hattest du keine Lust; Ohren hast du
mir bereitet: Brand-und Sündopfer hast du nicht gefordert.
7 Da
sprach ich: Siehe, ich komme; in der Rolle des Buches steht von
mir geschrieben.
8 Dein
Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust; und dein Gesetz
ist im Innern meines Herzens.
9 Ich
habe die Gerechtigkeit verkündet in der großen Versammlung;
siehe, meine Lippen hemmte ich nicht Jehova, du weißt es!
10
Deine Gerechtigkeit habe ich nicht verborgen im Innern meines
Herzens; deine Treue und deine Rettung habe ich ausgesprochen,
deine Güte und deine Wahrheit nicht verhehlt vor der großen
Versammlung.
11 Du,
Jehova, halte deine Erbarmungen nicht von mir zurück; deine Güte
und deine Wahrheit laß beständig mich behüten!
12
Denn Übel bis zur Unzahl haben mich umgeben, meine
Ungerechtigkeiten haben mich erreicht, daß ich nicht sehen kann;
zahlreicher sind sie als die Haare meines Hauptes, und mein Herz
hat mich verlassen.
13 Laß
dir gefallen, Jehova, mich zu erretten! Jehova, eile zu meiner
Hilfe!
14 Laß
sie beschämt und mit Scham bedeckt werden allesamt, die nach
meinem Leben trachten, es wegzuraffen; laß zurückweichen und zu
Schanden werden, die Gefallen haben an meinem Unglück!
15 Laß
sich entsetzen ob ihrer Schande, die von mir sagen: Haha! Haha!
16 Laß
fröhlich sein und sich freuen in dir alle, die dich suchen; die
deine Rettung lieben, laß stets sagen: Erhoben sei Jehova!
17 Ich
aber bin elend und arm, der Herr denkt an mich. Meine Hilfe und
mein Erretter bist du; mein Gott, zögere nicht!
41,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Glückselig, wer achthat auf
den Armen! Am Tage des Übels wird Jehova ihn erretten.
2
Jehova wird ihn bewahren und ihn am Leben erhalten; er wird
glücklich sein auf Erden, und nicht wirst du ihn preisgeben der
Gier seiner Feinde.
3
Jehova wird ihn stützen auf dem Siechbett, all sein Lager
wandelst du um in seiner Krankheit.
4 Ich
sprach: Jehova, sei mir gnädig! Heile meine Seele, denn ich habe
gegen dich gesündigt.
5
Meine Feinde wünschen mir Böses: Wann wird er sterben und sein
Name vergehen?
6 Und
wenn einer kommt, um mich zu sehen, so redet er Falschheit; sein
Herz sammelt sich Unheil, er geht hinaus, redet davon.
7
Miteinander raunen wider mich alle meine Hasser; Böses ersinnen
sie wider mich:
8 Ein
Belialsstück klebt ihm an; und weil er nun daliegt, wird er
nicht wieder aufstehen.
9
Selbst der Mann meines Friedens, auf den ich vertraute, der mein
Brot aß, hat die Ferse wider mich erhoben.
10 Du
aber, Jehova, sei mir gnädig und richte mich auf, daß ich es
ihnen vergelte!
11
Daran erkenne ich, daß du Gefallen an mir hast, daß mein Feind
nicht über mich jauchzt.
12 Ich
aber, in meiner Lauterkeit hast du mich aufrecht gehalten und
mich vor dich gestellt auf ewig.
13
Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, von Ewigkeit bis in
Ewigkeit! Amen, ja, Amen.
42,1
Dem Vorsänger. Ein Maskil von den Söhnen Korahs. Wie ein Hirsch
lechzt nach Wasserbächen, also lechzt meine Seele nach dir, o
Gott!
2
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: Wann
werde ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?
3
Meine Tränen sind mir zur Speise geworden Tag und Nacht, da man
den ganzen Tag zu mir sagt: Wo ist dein Gott?
4
Daran will ich gedenken und in mir ausschütten meine Seele, wie
ich einherzog in der Schar, mit ihnen wallte zum Hause Gottes,
mit der Stimme des Jubels und des Lobes, eine feiernde Menge.
5 Was
beugst du dich nieder, meine Seele, und bist unruhig in mir?
Harre auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen für das Heil
seines Angesichts.
6 Mein
Gott, es beugt sich nieder in mir meine Seele; darum gedenke ich
deiner aus dem Lande des Jordan und des Hermon, vom Berge
Mizhar.
7
Tiefe ruft der Tiefe beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine
Wogen und deine Wellen sind über mich hingegangen.
8 Des
Tages wird Jehova seine Güte entbieten, und des Nachts wird sein
Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.
9
Sagen will ich zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich
vergessen? Warum gehe ich trauernd einher wegen der Bedrückung
des Feindes?
10 Wie
eine Zermalmung in meinen Gebeinen höhnen mich meine Bedränger,
indem sie den ganzen Tag zu mir sagen: Wo ist dein Gott?
11 Was
beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in
mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen, der das
Heil meines Angesichts und mein Gott ist.
43,1
Schaffe mir Recht, o Gott, und führe meinen Rechtsstreit wider
eine lieblose Nation! Von dem Manne des Trugs und des Unrechts
errette mich!
2 Denn
du bist der Gott meiner Stärke. Warum hast du mich verworfen?
Warum gehe ich trauernd einher wegen der Bedrückung des Feindes?
3
Sende dein Licht und deine Wahrheit; sie sollen mich leiten,
mich bringen zu deinem heiligen Berge und zu deinen Wohnungen.
4 So
werde ich kommen zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine
Jubelfreude ist, und werde dich preisen mit der Laute, Gott,
mein Gott!
5 Was
beugst du dich nieder, meine Seele, und was bist du unruhig in
mir? Harre auf Gott! Denn ich werde ihn noch preisen, der das
Heil meines Angesichts und mein Gott ist.
44,1
Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs, ein Maskil. Gott, mit
unseren Ohren haben wir gehört, unsere Väter haben uns erzählt
die Großtat, die du gewirkt hast in ihren Tagen, in den Tagen
vor alters.
2 Du,
mit deiner Hand hast du Nationen ausgetrieben, und sie hast du
gepflanzt, Völkerschaften hast du verderbt, und sie hast du
ausgebreitet.
3 Denn
nicht durch ihr Schwert haben sie das Land in Besitz genommen,
und nicht ihr Arm hat sie gerettet; sondern deine Rechte und
dein Arm und das Licht deines Angesichts, weil du Wohlgefallen
an ihnen hattest.
4 Du
selbst bist mein König, o Gott; gebiete die Rettungen Jakobs!
5
Durch dich werden wir niederstoßen unsere Bedränger; durch
deinen Namen werden wir zertreten, die wider uns aufstehen.
6 Denn
nicht auf meinen Bogen vertraue ich, und nicht wird mein Schwert
mich retten.
7 Denn
du rettest uns von unseren Bedrängern, und unsere Hasser machst
du beschämt.
8 In
Gott rühmen wir uns den ganzen Tag, und deinen Namen werden wir
preisen ewiglich. (Sela.)
9 Doch
du hast uns verworfen und zu Schanden gemacht, und zogest nicht
aus mit unseren Heeren.
10 Du
ließest uns zurückweichen vor dem Bedränger, und unsere Hasser
haben für sich geraubt.
11 Du
gabst uns hin wie Schlachtschafe, und unter die Nationen hast du
uns zerstreut.
12 Du
verkauftest dein Volk um ein Geringes und hast nicht
hochgestellt ihren Preis.
13 Du
machtest uns zum Hohne unseren Nachbarn, zum Spott und Schimpf
denen, die uns umgeben.
14 Du
machtest uns zum Sprichwort unter den Nationen, zum
Kopfschütteln unter den Völkerschaften.
15 Den
ganzen Tag ist vor mir meine Schande, und die Scham meines
Angesichts hat mich bedeckt,
16
wegen der Stimme des Schmähers und Lästerers, wegen des Feindes
und des Rachgierigen.
17
Dieses alles ist über uns gekommen, und wir haben deiner nicht
vergessen, noch betrüglich gehandelt wider deinen Bund.
18
Nicht ist unser Herz zurückgewichen, noch sind unsere Schritte
abgebogen von deinem Pfade;
19
obgleich du uns zermalmt hast am Orte der Schakale, und uns
bedeckt mit dem Schatten des Todes.
20
Wenn wir vergessen hätten den Namen unseres Gottes und unsere
Hände ausgestreckt zu einem fremden Gott,
21
würde Gott das nicht erforschen? Denn er kennt die Geheimnisse
des Herzens.
22
Doch um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag, wie
Schlachtschafe sind wir geachtet.
23
Erwache! Warum schläfst du, Herr? Wache auf! Verwirf uns nicht
auf ewig!
24
Warum verbirgst du dein Angesicht, vergissest unser Elend und
unsere Bedrückung?
25
Denn unsere Seele ist in den Staub gebeugt, unser Bauch klebt an
der Erde.
26
Stehe auf, uns zur Hilfe, und erlöse uns um deiner Güte willen!
45,1
Dem Vorsänger, nach Schoschannim. Von den Söhnen Korahs; ein
Maskil, ein Lied der Lieblichkeiten. Es wallt mein Herz von
gutem Worte. Ich sage: Meine Gedichte dem Könige! Meine Zunge
sei der Griffel eines fertigen Schreibers!
2 Du
bist schöner als die Menschensöhne, Holdseligkeit ist
ausgegossen über deine Lippen; darum hat Gott dich gesegnet
ewiglich.
3
Gürte dein Schwert um die Hüfte, du Held, deine Pracht und deine
Majestät!
4 Und
in deiner Majestät ziehe glücklich hin um der Wahrheit willen
und der Sanftmut und der Gerechtigkeit; und Furchtbares wird
dich lehren deine Rechte.
5
Deine Pfeile sind scharf, Völker fallen unter dir, im Herzen der
Feinde des Königs.
6 Dein
Thron, o Gott, ist immer und ewiglich, ein Zepter der
Aufrichtigkeit ist das Zepter deines Reiches.
7
Gerechtigkeit hast du geliebt und Gesetzlosigkeit gehaßt: darum
hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine
Genossen.
8
Myrrhen und Aloe, Kassia sind alle deine Kleider; aus Palästen
von Elfenbein erfreut dich Saitenspiel.
9
Königstöchter sind unter deinen Herrlichen; die Königin steht zu
deiner Rechten in Gold von Ophir.
10
Höre, Tochter, und sieh, und neige dein Ohr; und vergiß deines
Volkes und deines Vaters Hauses!
11 Und
der König wird deine Schönheit begehren, denn er ist dein Herr:
so huldige ihm!
12 Und
die Tochter Tyrus, die Reichen des Volkes, werden deine Gunst
suchen mit Geschenken.
13
Ganz herrlich ist des Königs Tochter drinnen, von Goldwirkerei
ihr Gewand;
14 in
buntgewirkten Kleidern wird sie zum König geführt werden;
Jungfrauen hinter ihr her, ihre Gefährtinnen, werden zu dir
gebracht werden.
15 Sie
werden geführt werden unter Freude und Jubel, sie werden
einziehen in den Palast des Königs.
16 An
deiner Väter Statt werden deine Söhne sein; zu Fürsten wirst du
sie einsetzen im ganzen Lande.
17 Ich
will deines Namens gedenken lassen alle Geschlechter hindurch;
darum werden die Völker dich preisen immer und ewiglich.
46,1
Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs; auf Alamoth, ein Lied.
Gott ist uns Zuflucht und Stärke, eine Hilfe, reichlich gefunden
in Drangsalen.
2
Darum werden wir uns nicht fürchten, wenngleich gewandelt würde
die Erde, und wenn die Berge wankten im Herzen des Meeres,
3 wenn
seine Wasser tobten und schäumten, die Berge erbebten durch sein
Ungestüm. (Sela.)
4 Ein
Strom, seine Bäche erfreuen die Stadt Gottes, das Heiligtum der
Wohnungen des Höchsten.
5 Gott
ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird ihr helfen
beim Anbruch des Morgens.
6 Es
toben die Nationen, die Königreiche wanken; er läßt seine Stimme
erschallen: die Erde zerschmilzt.
7
Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der
Gott Jakobs. (Sela.)
8
Kommet, schauet die Großtaten Jehovas, der Verheerungen
angerichtet hat auf der Erde!
9 Der
die Kriege beschwichtigt bis an das Ende der Erde, den Bogen
zerbricht und den Speer zerschlägt, die Wagen mit Feuer
verbrennt.
10
Lasset ab und erkennet, daß ich Gott bin! Ich werde erhöht
werden unter den Nationen, ich werde erhöht werden auf Erden.
11
Jehova der Heerscharen ist mit uns, eine hohe Feste ist uns der
Gott Jakobs. (Sela.)
47,1
Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs, ein Psalm. Ihr Völker
alle, klatschet in die Hände! Jauchzet Gott mit Jubelschall!
2 Denn
Jehova, der Höchste, ist furchtbar, ein großer König über die
ganze Erde.
3 Er
unterwarf uns die Völker, und die Völkerschaften unter unsere
Füße.
4 Er
erwählte für uns unser Erbteil, den Stolz Jakobs, den er geliebt
hat. (Sela.)
5 Gott
ist emporgestiegen unter Jauchzen, Jehova unter Posaunenschall.
6
Singet Gott Psalmen, singet Psalmen; singet Psalmen unserem
König, singet Psalmen!
7 Denn
Gott ist König der ganzen Erde; singet Psalmen mit Einsicht!
8 Gott
regiert über die Nationen; Gott hat sich auf den Thron seiner
Heiligkeit gesetzt.
9 Die
Edlen der Völker haben sich versammelt und das Volk des Gottes
Abrahams; denn die Schilde der Erde sind Gottes; er ist sehr
erhaben.
48,1
Ein Lied, ein Psalm. Von den Söhnen Korahs. Groß ist Jehova und
sehr zu loben in der Stadt unseres Gottes auf seinem heiligen
Berge.
2
Schön ragt empor, eine Freude der ganzen Erde, der Berg Zion, an
der Nordseite, die Stadt des großen Königs.
3 Gott
ist bekannt in ihren Palästen als eine hohe Feste.
4 Denn
siehe, die Könige hatten sich versammelt, waren herangezogen
allesamt.
5 Sie
sahen, da erstaunten sie; sie wurden bestürzt, flohen ängstlich
hinweg.
6
Beben ergriff sie daselbst, Angst, der Gebärenden gleich.
7
Durch den Ostwind zertrümmertest du die Tarsisschiffe.
8 Wie
wir gehört hatten, also haben wir es gesehen in der Stadt
Jehovas der Heerscharen, in der Stadt unseres Gottes: Gott wird
sie befestigen bis in Ewigkeit. (Sela.)
9 Wir
haben gedacht, o Gott, an deine Güte, im Innern deines Tempels.
10 Wie
dein Name, Gott, also ist dein Lob bis an die Enden der Erde;
mit Gerechtigkeit ist gefüllt deine Rechte.
11 Es
freue sich der Berg Zion, es mögen frohlocken die Töchter Judas
um deiner Gerichte willen!
12
Umgehet Zion und umkreiset es, zählet seine Türme;
13
betrachtet genau seine Wälle, mustert seine Paläste, damit ihr’s
erzählet dem künftigen Geschlecht!
14
Denn dieser Gott ist unser Gott immer und ewiglich! Er wird uns
leiten bis an den Tod.
49,1
Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs, ein Psalm. Höret dies, ihr
Völker alle; nehmet es zu Ohren, alle Bewohner der Welt;
2
sowohl Menschensöhne als Männersöhne, Reiche und Arme allzumal!
3 Mein
Mund soll Weisheit reden, und das Sinnen meines Herzens soll
Einsicht sein.
4
Neigen will ich zu einem Spruche mein Ohr, mein Rätsel eröffnen
bei der Laute.
5
Warum sollte ich mich fürchten in Tagen des Übels, wenn die
Ungerechtigkeit derer, die mir auf der Ferse sind, mich umringt.
6
Welche auf ihr Vermögen vertrauen und der Größe ihres Reichtums
sich rühmen?
7
Keineswegs vermag jemand seinen Bruder zu erlösen, nicht kann er
Gott sein Lösegeld geben,
8
(Denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele, und er muß davon
abstehen auf ewig)
9 daß
er fortlebe immerdar, die Grube nicht sehe.
10
Denn er sieht, daß die Weisen sterben, daß der Tor und der
Unvernünftige miteinander umkommen und anderen ihr Vermögen
lassen.
11 Ihr
Gedanke ist, daß ihre Häuser stehen in Ewigkeit, Wohnungen von
Geschlecht zu Geschlecht; sie nennen Ländereien nach ihrem
Namen.
12
Doch der Mensch, der in Ansehen ist, bleibt nicht; er gleicht
dem Vieh, das vertilgt wird.
13
Dieser ihr Weg ist ihre Torheit; und die nach ihnen kommen,
haben Wohlgefallen an ihren Worten. (Sela.)
14 Man
legt sie in den Scheol wie Schafe, der Tod weidet sie; und am
Morgen herrschen die Aufrichtigen über sie; und ihre Gestalt
wird der Scheol verzehren, fern von ihrer Wohnung.
15
Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols;
denn er wird mich aufnehmen. (Sela.)
16
Fürchte dich nicht, wenn ein Mann sich bereichert, wenn sich
vergrößert die Herrlichkeit seines Hauses.
17
Denn wenn er stirbt, nimmt er das alles nicht mit; nicht folgt
ihm hinab seine Herrlichkeit.
18 Ob
er auch seine Seele segnete in seinem Leben und man wird dich
loben, wenn du dir selbst Gutes tust-
19 sie
wird kommen zu dem Geschlecht seiner Väter; nimmermehr werden
sie das Licht sehen.
20 Der
Mensch, der in Ansehen ist und keine Einsicht hat, gleicht dem
Vieh, das vertilgt wird.
50,1
Ein Psalm; von Asaph. Der Mächtige, Gott, Jehova, hat geredet
und die Erde gerufen vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem
Niedergang.
2 Aus
Zion, der Schönheit Vollendung, ist Gott hervorgestrahlt.
3
Unser Gott kommt, und er wird nicht schweigen; Feuer frißt vor
ihm her, und rings um ihn stürmt es gewaltig.
4 Er
ruft dem Himmel droben und der Erde, um sein Volk zu richten:
5
“Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben
beim Opfer!”
6 Und
die Himmel verkünden seine Gerechtigkeit, denn Gott ist es, der
richtet. (Sela.)
7
“Höre, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will wider
dich zeugen! Ich, ich bin Gott, dein Gott.
8
Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, und deine
Brandopfer sind beständig vor mir.
9
Nicht werde ich Farren nehmen aus deinem Hause, noch Böcke aus
deinen Hürden.
10
Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend
Bergen.
11 Ich
kenne alles Gevögel der Berge, und das Wild des Gefildes ist mir
bekannt.
12
Wenn mich hungerte, ich würde es dir nicht sagen: denn mein ist
der Erdkreis und seine Fülle.
13
Sollte ich das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken
trinken?
14
Opfere Gott Lob, und bezahle dem Höchsten deine Gelübde;
15 und
rufe mich an am Tage der Bedrängnis: ich will dich erretten, und
du wirst mich verherrlichen!”
16 Zu
dem Gesetzlosen aber spricht Gott: “Was hast du meine Satzungen
herzusagen und meinen Bund in deinen Mund zu nehmen?
17 Du
hast ja die Zucht gehaßt und hinter dich geworfen meine Worte.
18
Wenn du einen Dieb sahst, so gingst du gern mit ihm um, und dein
Teil war mit Ehebrechern.
19
Deinen Mund ließest du los zum Bösen, und Trug flocht deine
Zunge.
20 Du
saßest da, redetest wider deinen Bruder, wider den Sohn deiner
Mutter stießest du Schmähung aus.
21
Solches hast du getan, und ich schwieg; du dachtest, ich sei
ganz wie du. Ich werde dich strafen und es dir vor Augen
stellen.”
22
Merket doch dieses, die ihr Gottes vergesset, damit ich nicht
zerreiße, und kein Erretter sei da!
23 Wer
Lob opfert, verherrlicht mich, und wer seinen Weg einrichtet,
ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.
51,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David, als der Prophet Nathan zu
ihm kam, nachdem er zu Bathseba eingegangen war. Sei mir gnädig,
o Gott, nach deiner Güte: nach der Größe deiner Erbarmungen
tilge meine Übertretungen!
2
Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit, und reinige mich
von meiner Sünde!
3 Denn
ich kenne meine Übertretungen, und meine Sünde ist beständig vor
mir.
4
Gegen dich, gegen dich allein habe ich gesündigt, und ich habe
getan, was böse ist in deinen Augen; damit du gerechtfertigt
werdest, wenn du redest, rein erfunden, wenn du richtest.
5
Siehe, in Ungerechtigkeit bin ich geboren, und in Sünde hat mich
empfangen meine Mutter.
6
Siehe, du hast Lust an der Wahrheit im Innern, und im
Verborgenen wirst du mich Weisheit kennen lehren.
7
Entsündige mich mit Ysop, und ich werde rein sein; wasche mich,
und ich werde weißer sein als Schnee.
8 Laß
mich Fröhlichkeit und Freude hören, so werden die Gebeine
frohlocken, die du zerschlagen hast.
9
Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge alle meine
Ungerechtigkeiten!
10
Schaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in meinem
Innern einen festen Geist!
11
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner
Heiligkeit nimm nicht von mir!
12 Laß
mir wiederkehren die Freude deines Heils, und mit einem willigen
Geiste stütze mich!
13
Lehren will ich die Übertreter deine Wege, und die Sünder werden
zu dir umkehren.
14
Errette mich von Blutschuld, Gott, du Gott meiner Rettung, so
wird meine Zunge jubelnd preisen deine Gerechtigkeit.
15
Herr, tue meine Lippen auf, und mein Mund wird dein Lob
verkünden.
16
Denn du hast keine Lust an Schlachtopfern, sonst gäbe ich sie;
an Brandopfern hast du kein Wohlgefallen.
17 Die
Opfer Gottes sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und
zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten.
18 Tue
Zion Gutes in deiner Gunst, baue die Mauern Jerusalems!
19
Dann wirst du Lust haben an Opfern der Gerechtigkeit, an
Brandopfern und Ganzopfern; dann wird man Farren opfern auf
deinem Altar.
52,1
Dem Vorsänger. Ein Maskil von David, als Doeg, der Edomiter, kam
und Saul berichtete und ihm sagte: David ist in das Haus
Abimelechs gekommen. Was rühmst du dich des Bösen, du
Gewaltiger? Die Güte Gottes währt den ganzen Tag.
2
Verderben sinnt deine Zunge, wie ein geschliffenes Schermesser
Trug übend.
3 Du
hast das Böse mehr geliebt, als das Gute, die Lüge mehr, als
Gerechtigkeit zu reden. (Sela.)
4 Du
hast alle Vertilgungsworte geliebt, du Zunge des Trugs!
5 Gott
wird dich auch zerstören für immerdar; er wird dich fassen und
herausreißen aus dem Zelte und auswurzeln aus dem Lande der
Lebendigen. (Sela.)
6 Und
sehen werden es die Gerechten und sich fürchten, und sie werden
über ihn lachen:
7
“Sieh den Mann, der Gott nicht zu seiner Stärke machte, sondern
auf die Größe seines Reichtums vertraute, durch sein Schadentun
stark war!”
8 Ich
aber bin wie ein grüner Olivenbaum im Hause Gottes; ich vertraue
auf die Güte Gottes immer und ewiglich.
9 Ich
werde dich preisen ewiglich, weil du es getan hast; und auf
deinen Namen werde ich harren, denn er ist gut, vor deinen
Frommen.
53,1
Dem Vorsänger, nach Machalath. Ein Maskil von David. Der Tor
spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott! Sie haben verderbt
gehandelt und haben abscheulich das Unrecht geübt; da ist
keiner, der Gutes tue.
2 Gott
hat vom Himmel herniedergeschaut auf die Menschenkinder, um zu
sehen, ob ein Verständiger da sei, einer, der Gott suche.
3 Alle
sind abgewichen, sie sind allesamt verderbt; da ist keiner, der
Gutes tue, auch nicht einer.
4
Haben keine Erkenntnis die, welche Frevel tun, die mein Volk
fressen, als äßen sie Brot? Gott rufen sie nicht an.
5 Da
überfiel sie ein Schrecken, ohne daß ein Schrecken da war; denn
Gott hat zerstreut die Gebeine dessen, der dich belagerte. Du
hast sie beschämt gemacht, denn Gott hat sie verworfen.
6 O
daß aus Zion die Rettungen Israels da wären! Wenn Gott die
Gefangenschaft seines Volkes wendet, soll Jakob frohlocken,
Israel sich freuen.
54,1
Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Maskil von David, als die
Siphiter kamen und zu Saul sprachen: Hält David sich nicht bei
uns verborgen? Gott, durch deinen Namen rette mich, und schaffe
mir Recht durch deine Macht!
2
Gott, höre mein Gebet, nimm du Ohren die Reden meines Mundes!
3 Denn
Fremde sind wider mich aufgestanden, und Gewalttätige trachten
nach meinem Leben; sie haben Gott nicht vor sich gestellt.
(Sela.)
4
Siehe, Gott ist mein Helfer; der Herr ist unter denen, die meine
Seele stützen.
5 Er
wird das Böse zurückerstatten meinen Feinden; nach deiner
Wahrheit vertilge sie!
6
Opfern will ich dir mit Freiwilligkeit; deinen Namen will ich
preisen, Jehova, denn er ist gut.
7 Denn
aus aller Bedrängnis hat er mich errettet; und mein Auge hat
seine Lust gesehen an meinen Feinden.
55,1
Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Maskil von David. Nimm zu
Ohren, o Gott, mein Gebet, und verbirg dich nicht vor meinem
Flehen!
2
Horche auf mich und antworte mir! Ich irre umher in meiner Klage
und muß stöhnen
3 vor
der Stimme des Feindes, vor der Bedrückung des Gesetzlosen; denn
sie wälzen Unheil auf mich, und im Zorn feinden sie mich an.
4 Mein
Herz ängstigte sich in meinem Innern, und Todesschrecken haben
mich befallen.
5
Furcht und Zittern kamen mich an, und Schauder bedeckte mich.
6 Und
ich sprach: O daß ich Flügel hätte wie die Taube! Ich wollte
hinfliegen und ruhen.
7
Siehe, weithin entflöhe ich, würde weilen in der Wüste. (Sela.)
8 Ich
wollte eilends entrinnen vor dem heftigen Winde, vor dem Sturme.
9
Vernichte, Herr, zerteile ihre Zunge! Denn Gewalttat und Hader
habe ich in der Stadt gesehen.
10 Tag
und Nacht machen sie die Runde um sie auf ihren Mauern; und
Unheil und Mühsal sind in r Mitte.
11
Schadentun ist in ihrer Mitte, und Bedrückung und Trug weichen
nicht von ihrer Straße.
12
Denn nicht ein Feind ist es, der mich höhnt, sonst würde ich es
ertragen; nicht mein Hasser ist es, der wider mich großgetan
hat, sonst würde ich mich vor ihm verbergen;
13
sondern du, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund und mein
Vertrauter;
14 die
wir trauten Umgang miteinander pflogen, ins Haus Gottes
wandelten mit der Menge.
15 Der
Tod überrasche sie, lebendig mögen sie hinabfahren in den
Scheol! Denn Bosheiten sind in ihrer Wohnung, in ihrem Innern.
16 Ich
aber, ich rufe zu Gott, und Jehova rettet mich.
17
Abends und morgens und mittags muß ich klagen und stöhnen, und
er hört meine Stimme.
18 Er
hat meine Seele in Frieden erlöst aus dem Kampfe wider mich;
denn ihrer sind viele gegen mich gewesen.
19
Hören wird Gott und sie demütigen, er thront ja von alters her
(Sela.); weil es keine Änderung bei ihnen gibt und sie Gott
nicht fürchten.
20 Er
hat seine Hände ausgestreckt gegen die, welche mit ihm in
Frieden waren; seinen Bund hat er gebrochen.
21
Glatt sind die Milchworte seines Mundes, und Krieg ist sein
Herz; geschmeidiger sind seine Worte als Öl, und sie sind
gezogene Schwerter.
22
Wirf auf Jehova, was dir auferlegt ist, und er wird dich
erhalten; er wird nimmermehr zulassen, daß der Gerechte wanke!
23 Und
du, Gott, wirst sie hinabstürzen in die Grube des Verderbens;
die Männer des Blutes und des Truges werden nicht zur Hälfte
bringen ihre Tage. Ich aber werde auf dich vertrauen.
56,1
Dem Vorsänger, nach: “Die Taube der fernen Terebinthen”. Von
David, ein Gedicht, als die Philister ihn zu Gath ergriffen. Sei
mir gnädig, o Gott! Denn es schnaubt nach mir der Mensch; den
ganzen Tag mich befehdend, bedrückt er mich.
2 Es
schnauben meine Feinde den ganzen Tag; denn viele befehden mich
in Hochmut.
3 An
dem Tage, da ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.
4 In
Gott werde ich rühmen sein Wort; auf Gott vertraue ich, ich
werde mich nicht fürchten; was sollte das Fleisch mir tun?
5
Meine Worte verdrehen sie den ganzen Tag, alle ihre Gedanken
sind wider mich zum Bösen.
6 Sie
rotten sich zusammen, verstecken sich, sie beobachten meine
Fersen, weil sie meiner Seele auflauern.
7
Sollte bei m Frevel Rettung für sie sein? Im Zorn stürze nieder
die Völker, o Gott!
8 Mein
Umherirren zählst du. Lege in deinen Schlauch meine Tränen; sind
sie nicht in deinem Buche?
9 Dann
werden meine Feinde umkehren an dem Tage, da ich rufe; dieses
weiß ich, daß Gott für mich ist.
10 In
Gott werde ich rühmen das Wort, in Jehova werde ich rühmen das
Wort.
11 Auf
Gott vertraue ich; ich werde mich nicht fürchten; was sollte der
Mensch mir tun?
12 Auf
mir, o Gott, sind deine Gelübde, ich werde dir Dankopfer
entrichten.
13
Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, ja, meine Füße vom
Sturz, um zu wandeln vor dem Angesicht Gottes im Lichte der
Lebendigen.
57,1
Dem Vorsänger. “Verdirb nicht!” Von David, ein Gedicht, als er
vor Saul in die Höhle floh. Sei mir gnädig, o Gott, sei mir
gnädig! Denn zu dir nimmt Zuflucht meine Seele, und ich will
Zuflucht nehmen zu dem Schatten deiner Flügel, bis
vorübergezogen das Verderben.
2 Zu
Gott, dem Höchsten, will ich rufen, zu dem Gott, der es für mich
vollendet.
3 Vom
Himmel wird er senden und mich retten; er macht zum Hohn den,
der nach mir schnaubt. (Sela.) Senden wird Gott seine Güte und
seine Wahrheit.
4
Mitten unter Löwen ist meine Seele, unter Flammensprühenden
liege ich, unter Menschenkindern, deren Zähne Speere und Pfeile,
und deren Zunge ein scharfes Schwert ist.
5
Erhebe dich über die Himmel, o Gott! Über der ganzen Erde sei
deine Herrlichkeit!
6 Ein
Netz haben sie meinen Schritten bereitet, es beugte sich nieder
meine Seele; eine Grube haben sie vor mir gegraben, sie sind
mitten hineingefallen. (Sela.)
7
Befestigt ist mein Herz, o Gott, befestigt ist mein Herz! Ich
will singen und Psalmen singen.
8
Wache auf, meine Seele! Wachet auf, Harfe und Laute! Ich will
aufwecken die Morgenröte.
9 Ich
will dich preisen, Herr, unter den Völkern, will dich besingen
unter den Völkerschaften.
10
Denn groß bis zu den Himmeln ist deine Güte, und bis zu den
Wolken deine Wahrheit.
11
Erhebe dich über die Himmel, o Gott! Über der ganzen Erde sei
deine Herrlichkeit!
58,1
Dem Vorsänger. “Verdirb nicht!” Von David, ein Gedicht. Redet
ihr wirklich Gerechtigkeit durch Verstummen? Richtet ihr in
Geradheit, ihr Menschenkinder?
2 Ja,
im Herzen übet ihr Ungerechtigkeiten; eurer Hände Gewalttat
wäget ihr dar im Lande.
3
Abgewichen sind die Gesetzlosen von Mutterschoße an, es irren
von Mutterleibe an die Lügenredner.
4 Gift
haben sie gleich Schlangengift, wie eine taube Otter, die ihr
Ohr verschließt,
5 die
nicht hört auf die Stimme der Beschwörer, des Zauberers, der der
Zaubersprüche kundig ist.
6
Zerschmettere, o Gott, ihre Zähne in ihrem Maule, brich aus das
Gebiß der jungen Löwen, Jehova!
7 Laß
sie zergehen wie Wasser, die zerfließen! Legt er seine Pfeile
an, so seien sie wie abgestumpft!
8 Laß
sie sein gleich der Schnecke, die zerschmelzend dahingeht,
gleich der Fehlgeburt eines Weibes, welche die Sonne nie
erblickt hat!
9
Bevor eure Töpfe den Dorn merken, möge er ihn, frisch oder
brennend, hinwegstürmen!
10
Freuen wird sich der Gerechte, wenn er die Rache anschaut; er
wird seine Füße baden im Blute des Gesetzlosen.
11 Und
der Mensch wird sagen: Fürwahr, es gibt Lohn für den Gerechten;
fürwahr, es gibt einen Gott, der auf Erden richtet.
59,1
Dem Vorsänger, “Verdirb nicht!” Von David, ein Gedicht, als Saul
sandte, und sie sein Haus bewachten, um ihn zu töten. Befreie
mich von meinen Feinden, o mein Gott! Setze mich in Sicherheit
vor denen, die sich wider mich erheben!
2
Befreie mich von denen, die Frevel tun, und rette mich von den
Blutmenschen!
3 Denn
siehe, sie lauern auf meine Seele; Starke rotten sich wider mich
ohne meine Übertretung und ohne meine Sünde, Jehova!
4 Ohne
eine Schuld meinerseits laufen und bereiten sie sich; wache auf,
mir entgegen, und sieh!
5 Ja,
du, Jehova, Gott der Heerscharen, Gott Israels, erwache, um
heimzusuchen alle Nationen! Sei keinem gnädig von den treulos
Frevelnden! (Sela.)
6 Am
Abend kehren sie zurück, heulen wie Hunde, und rings umgehen sie
die Stadt.
7
Siehe, aus ihrem Munde sprudeln sie Böses hervor, Schwerter sind
auf ihren Lippen, denn “wer hört?”
8 Du
aber, Jehova, wirst ihrer lachen, wirst spotten aller Nationen.
9
Meine Stärke, auf dich will ich achten; denn Gott ist meine hohe
Feste.
10
Mein Gott wird mir mit seiner Güte zuvorkommen; Gott wird mich
meine Lust sehen lassen an meinen Feinden.
11
Töte sie nicht, damit mein Volk es nicht vergesse; laß sie
umherirren durch deine Macht, und stürze sie nieder, Herr, unser
Schild!
12
Sünde ihres Mundes ist das Wort ihrer Lippen; so laß sie
gefangen werden in ihrem Hochmut und wegen des Fluches und wegen
der Lüge, die sie aussprechen!
13
Mache ein Ende im Grimm, mache ein Ende, daß sie nicht mehr
seien, und erkennen, daß Gott in Jakob herrscht bis an die Enden
der Erde! (Sela.)
14 Und
am Abend kehren sie zurück, heulen wie Hunde, und rings umgehen
sie die Stadt.
15 Sie
schweifen umher nach Speise; sie übernachten, wenn sie auch
nicht satt sind.
16 Ich
aber will singen von deiner Stärke, und des Morgens jubelnd
preisen deine Güte; denn du bist mir eine hohe Feste gewesen und
ein Zuflucht am Tage meiner Bedrängnis.
17
Dir, meine Stärke, will ich Psalmen singen; denn Gott ist meine
hohe Feste, der Gott meiner Güte.
60,1
Dem Vorsänger; nach Schuschan-Eduth. Ein Gedicht von David, zum
Lehren, als er stritt mit den Syrern von Mesopotamien und mit
den Syrern von Zoba, und Joab zurückkehrte und die Edomiter im
Salztale schlug, zwölftausend Mann. Gott, du hast uns verworfen,
hast uns zerstreut, bist zornig gewesen; führe uns wieder
zurück!
2 Du
hast das Land erschüttert, hast es zerrissen; heile seine Risse,
denn es wankt!
3 Du
hast dein Volk Hartes sehen lassen, mit Taumelwein hast du uns
getränkt.
4
Denen, die dich fürchten, hast du ein Panier gegeben, daß es
sich erhebe um der Wahrheit willen. (Sela.)
5
Damit befreit werden deine Geliebten, rette durch deine Rechte
und erhöre uns!
6 Gott
hat geredet in seiner Heiligkeit: Frohlocken will ich, will
Sichem verteilen und das Tal Sukkoth ausmessen.
7 Mein
ist Gilead, und mein Manasse, und Ephraim ist die Wehr meines
Hauptes, Juda mein Herrscherstab.
8 Moab
ist mein Waschbecken, auf Edom will ich meine Sandale werfen;
Philistäa, jauchze mir zu!
9 Wer
wird mich führen in die feste Stadt, wer wird mich leiten bis
nach Edom?
10
Nicht du, Gott, der du uns verworfen hast, und nicht auszogest,
o Gott, mit unseren Heeren?
11
Schaffe uns Hilfe aus der Bedrängnis! Menschenrettung ist ja
eitel.
12 Mit
Gott werden wir mächtige Taten tun; und er, er wird unsere
Bedränger zertreten.
61,1
Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Von David. Höre, Gott, mein
Schreien, horche auf mein Gebet!
2 Vom
Ende der Erde werde ich zu dir rufen, wenn mein Herz
verschmachtet; du wirst mich auf einen Felsen leiten, der mir zu
hoch ist.
3 Denn
du bist mir eine Zuflucht gewesen, ein starker Turm, vor dem
Feinde.
4 Ich
werde weilen in deinem Zelte in Ewigkeit, werde Zuflucht nehmen
zu dem Schutze deiner Flügel. (Sela.)
5 Denn
du, Gott, hast auf meine Gelübde gehört, hast mir gegeben das
Erbteil derer, die deinen Namen fürchten.
6 Du
wirst Tage hinzufügen zu den Tagen des Königs; seine Jahre
werden sein wie Geschlechter und Geschlechter.
7 Er
wird ewiglich bleiben vor dem Angesicht Gottes. Bestelle Güte
und Wahrheit, daß sie ihn behüten!
8 Also
werde ich deinen Namen besingen immerdar, indem ich meine
Gelübde bezahle Tag für Tag.
62,1
Dem Vorsänger; für Jeduthun. Ein Psalm von David. Nur auf Gott
vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung.
2 Nur
er ist mein Fels und meine Rettung, meine hohe Feste; ich werde
nicht viel wanken.
3 Bis
wann wollt ihr gegen einen Mann anstürmen, ihr alle ihn
niederreißen wie eine überhängende Wand, eine angestoßene Mauer?
4 Sie
ratschlagen nur, ihn von seiner Höhe zu stoßen; sie haben
Wohlgefallen an der Lüge; mit ihrem Munde segnen sie, und in
ihrem Innern fluchen sie. (Sela.)
5 Nur
auf Gott vertraue still meine Seele! Denn von ihm kommt meine
Erwartung.
6 Nur
er ist mein Fels und meine Rettung, meine hohe Feste; ich werde
nicht wanken.
7 Auf
Gott ruht mein Heil und meine Herrlichkeit; der Fels meiner
Stärke, meine Zuflucht, ist in Gott.
8
Vertrauet auf ihn allezeit, o Volk! Schüttet vor ihm aus euer
Herz! Gott ist unsere Zuflucht. (Sela.)
9 Nur
Eitelkeit sind die Menschensöhne, Lüge die Männersöhne. Auf der
Waagschale steigen sie empor, sie sind allesamt leichter als ein
Hauch.
10
Vertrauet nicht auf Erpressung, und setzet nicht eitle Hoffnung
auf Raub; wenn der Reichtum wächst, so setzet euer Herz nicht
darauf!
11
Einmal hat Gott geredet, zweimal habe ich dieses gehört, daß die
Stärke Gottes sei.
12 Und
dein, o Herr, ist die Güte; denn du, du vergiltst einem jeden
nach seinem Werke.
63,1
Ein Psalm von David, als er in der Wüste Juda war. Gott, du bist
mein Gott! Frühe suche ich dich. Es dürstet nach dir meine
Seele, nach dir schmachtet mein Fleisch in einem dürren und
lechzenden Lande ohne Wasser,
2
gleichwie ich dich angeschaut habe im Heiligtum, um deine Macht
und deine Herrlichkeit zu sehen.
3 Denn
deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen werden dich
rühmen.
4 Also
werde ich dich preisen während meines Lebens, meine Hände
aufheben in deinem Namen.
5 Wie
von Mark und Fett wird gesättigt werden meine Seele, und mit
jubelnden Lippen wird loben mein Mund,
6 Wenn
ich deiner gedenke auf meinem Lager, über dich sinne in den
Nachtwachen.
7 Denn
du bist mir zur Hilfe gewesen, und ich werde jubeln in dem
Schatten deiner Flügel.
8
Meine Seele hängt dir nach, es hält mich aufrecht deine Rechte.
9 Jene
aber, die nach meinem Leben trachten, um es zu verderben, werden
hineingehen in die untersten Örter der Erde.
10 Man
wird sie preisgeben der Gewalt des Schwertes, das Teil der
Schakale werden sie sein.
11 Und
der König wird sich freuen in Gott; es wird sich rühmen ein
jeder, der bei ihm schwört; denn der Mund der Lügenredner wird
verstopft werden.
64,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Höre, Gott, meine Stimme in
meiner Klage; vor dem Schrecken des Feindes behüte mein Leben!
2
Verbirg mich vor dem geheimen Rat der Übeltäter, vor der Rotte
derer, die Frevel tun!
3
Welche ihre Zunge geschärft haben gleich einem Schwerte, ihren
Pfeil angelegt, bitteres Wort,
4 um
im Versteck zu schießen auf den Unsträflichen: plötzlich
schießen sie auf ihn und scheuen sich nicht.
5 Sie
stärken sich in einer bösen Sache; sie reden davon, Fallstricke
zu verbergen; sie sagen: Wer wird uns sehen?
6 Sie
denken Schlechtigkeiten aus: “Wir haben’s fertig, der Plan ist
ausgedacht!” Und eines jeden Inneres und Herz ist tief.
7 Aber
Gott schießt auf sie, plötzlich kommt ein Pfeil: ihre Wunden
sind da.
8 Und
sie werden zu Fall gebracht, ihre Zunge kommt über sie; alle,
die sie sehen, werden den Kopf schütteln.
9 Und
es werden sich fürchten alle Menschen, und das Tun Gottes
verkünden und sein Werk erwägen.
10 Der
Gerechte wird sich in Jehova freuen und auf ihn trauen; und es
werden sich rühmen alle von Herzen Aufrichtigen.
65,1
Dem Vorsänger, ein Psalm. Von David, ein Lied. Deiner harrt
schweigend der Lobgesang, o Gott, in Zion, und dir wird bezahlt
werden das Gelübde.
2
Hörer des Gebets! Zu dir wird kommen alles Fleisch.
3
Ungerechtigkeiten haben mich überwältigt; unsere Übertretungen,
du wirst sie vergeben.
4
Glückselig der, den du erwählst und herzunahen lässest, daß er
wohne in deinen Vorhöfen! Wir werden gesättigt werden mit dem
Guten deines Hauses, dem Heiligen deines Tempels.
5 Du
wirst uns antworten durch furchtbare Dinge in Gerechtigkeit,
Gott unseres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und der
fernsten Meere!
6 Der
die Berge feststellt durch seine Kraft, umgürtet ist mit Macht,
7 der
da stillt das Brausen der Meere, das Brausen ihrer Wellen und
das Getümmel der Völkerschaften.
8 Und
es fürchten sich die Bewohner der Enden der Erde, vor deinen
Zeichen; du machst jauchzen die Ausgänge des Morgens und des
Abends.
9 Du
hast die Erde heimgesucht und ihr Überfluß gewährt, du
bereicherst sie sehr: Gottes Bach ist voll Wassers. Du bereitest
ihr Getreide, wenn du sie also bereitest.
10 Du
tränkest ihre Furchen, ebnest ihre Schollen, du erweichst sie
mit Regengüssen, segnest ihr Gewächs.
11 Du
hast gekrönt das Jahr deiner Güte, und deine Spuren triefen von
Fett.
12 Es
triefen die Auen der Steppe, und mit Jubel umgürten sich die
Hügel.
13 Die
Triften bekleiden sich mit Herden, und die Täler bedecken sich
mit Korn; sie jauchzen, ja, sie singen.
66,1
Dem Vorsänger. Ein Lied, ein Psalm. Jauchzet Gott, ganze Erde!
2
Besinget die Herrlichkeit seines Namens, machet herrlich sein
Lob!
3
Sprechet zu Gott: Wie furchtbar sind deine Werke! Wegen der
Größe deiner Stärke unterwerfen sich dir deine Feinde mit
Schmeichelei.
4 Die
ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird
besingen deinen Namen. (Sela.)
5
Kommet und sehet die Großtaten Gottes; furchtbar ist er in
seinem Tun gegen die Menschenkinder.
6 Er
wandelte das Meer in trockenes Land, sie gingen zu Fuß durch den
Strom; da freuten wir uns in ihm.
7 Er
herrscht durch seine Macht auf ewig; seine Augen beobachten die
Nationen. Daß sich nicht erheben die Widerspenstigen! (Sela.)
8
Preiset, ihr Völker, unseren Gott, und lasset hören die Stimme
seines Lobes;
9 der
unsere Seele am Leben erhalten und nicht zugelassen hat, daß
unsere Füße wankten!
10
Denn du hast uns geprüft, o Gott, du hast uns geläutert, wie man
Silber läutert.
11 Du
hast uns ins Netz gebracht, hast eine drückende Last auf unsere
Lenden gelegt.
12 Du
hast Menschen reiten lassen auf unserem Haupte; wir sind ins
Feuer und ins Wasser gekommen, aber du hast uns herausgeführt zu
überströmender Erquickung.
13 Ich
will eingehen in dein Haus mit Brandopfern, will dir bezahlen
meine Gelübde,
14
wozu sich weit aufgetan meine Lippen, und die mein Mund
ausgesprochen hat in meiner Bedrängnis.
15
Brandopfer von Mastvieh will ich dir opfern samt Räucherwerk von
Widdern; Rinder samt Böcken will ich opfern. (Sela.)
16
Kommet, höret zu, alle, die ihr Gott fürchtet, und ich will
erzählen, was er an meiner Seele getan hat.
17 Zu
ihm rief ich mit meinem Munde, und seine Erhebung war unter
meiner Zunge.
18
Wenn ich es in meinem Herzen auf Frevel abgesehen hätte, so
würde der Herr nicht gehört haben.
19
Doch Gott hat gehört, er hat gemerkt auf die Stimme meines
Gebets.
20
Gepriesen sei Gott, der nicht abgewiesen hat mein Gebet, noch
von mir abgewandt seine Güte!
67,1
Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Psalm, ein Lied. Gott sei
uns gnädig und segne uns, er lasse sein Angesicht leuchten über
uns, (Sela.)
2 daß
man auf der Erde erkenne deinen Weg, unter allen Nationen deine
Rettung!
3 Es
werden dich preisen die Völker, o Gott; es werden dich preisen
die Völker alle.
4 Es
werden sich freuen und jubeln die Völkerschaften; denn du wirst
die Völker richten in Geradheit, und die Völkerschaften auf der
Erde, du wirst sie leiten. (Sela.)
5 Es
werden dich preisen die Völker, o Gott; es werden dich preisen
die Völker alle.
6 Die
Erde gibt ihren Ertrag; Gott, unser Gott, wird uns segnen.
7 Gott
wird uns segnen, und alle Enden der Erde werden ihn fürchten.
68,1
Dem Vorsänger. Von David. Ein Psalm, ein Lied. Möge Gott
aufstehen! Mögen sich zerstreuen seine Feinde, und vor ihm
fliehen seine Hasser!
2 Wie
Rauch vertrieben wird, so wirst du sie vertreiben; wie Wachs vor
dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gesetzlosen umkommen vor
dem Angesicht Gottes.
3 Aber
freuen werden sich die Gerechten, sie werden frohlocken vor dem
Angesicht Gottes und jubeln in Freude.
4
Singet Gott, besinget seinen Namen! Machet Bahn dem, der
einherfährt durch die Wüsteneien, Jah ist sein Name, und
frohlocket vor ihm!
5 Ein
Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner
heiligen Wohnung.
6 Gott
läßt Einsame in einem Hause wohnen, führt Gefangene hinaus ins
Glück; die Widerspenstigen aber wohnen in der Dürre.
7
Gott, als du auszogest vor deinem Volke, als du einherschrittest
durch die Wüste, (Sela.)
8 da
bebte die Erde, auch troffen die Himmel vor Gott, jener Sinai
vor Gott, dem Gott Israels.
9
Reichlichen Regen gossest du aus, o Gott; dein Erbteil, wenn es
ermattet war, richtetest du es auf.
10
Deine Schar hat darin gewohnt; du bereitetest in deiner Güte für
den Elenden, o Gott!
11 Der
Herr erläßt das Wort; der Siegesbotinnen ist eine große Schar.
12 Die
Könige der Heere fliehen, sie fliehen, und die Hausbewohnerin
verteilt die Beute.
13
Wenn ihr zwischen den Hürden lieget, werdet ihr sein wie die
Flügel einer Taube, die überzogen sind mit Silber, und ihre
Schwingen mit grüngelbem Golde.
14
Wenn der Allmächtige Könige darin zerstreut, wird es schneeweiß
auf dem Zalmon.
15 Der
Berg Basans ist ein Berg Gottes, ein gipfelreicher Berg ist der
Berg Basans.
16
Warum blicket ihr neidisch, ihr gipfelreichen Berge, auf den
Berg, den Gott begehrt hat zu seinem Wohnsitz? Auch wird Jehova
daselbst wohnen immerdar.
17 Der
Wagen Gottes sind zwei Zehntausende, Tausende und aber Tausende;
der Herr ist unter ihnen: ein Sinai an Heiligkeit.
18 Du
bist aufgefahren in die Höhe, du hast die Gefangenschaft
gefangen geführt; du hast Gaben empfangen im Menschen, und
selbst für Widerspenstige, damit Jehova, Gott, eine Wohnung
habe.
19
Gepriesen sei der Herr! Tag für Tag trägt er unsere Last; Gott
ist unsere Rettung. (Sela.)
20
Gott ist uns ein Gott der Rettungen, und bei Jehova, dem Herrn,
stehen die Ausgänge vom Tode.
21
Gewiß, Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde, den
Haarscheitel dessen, der da wandelt in seinen Vergehungen.
22 Der
Herr sprach: Ich werde zurückbringen aus Basan, zurückbringen
aus den Tiefen des Meeres,
23 auf
daß du deinen Fuß in Blut badest, und die Zunge deiner Hunde von
den Feinden ihr Teil habe.
24
Gesehen haben sie deine Züge, o Gott, die Züge meines Gottes,
meines Königs im Heiligtum.
25
Voran gingen Sänger, danach Saitenspieler, inmitten
tamburinschlagender Jungfrauen.
26
“Preiset Gott, den Herrn, in den Versammlungen, die ihr aus der
Quelle Israels seid!”
27 Da
sind Benjamin, der Jüngste, ihr Herrscher, die Fürsten Judas,
ihr Haufe, die Fürsten Sebulons, die Fürsten Naphtalis.
28
Geboten hat dein Gott deine Stärke. Stärke, o Gott, das, was du
für uns gewirkt hast!
29 Um
deines Tempels zu Jerusalem willen werden Könige dir Geschenke
bringen.
30
Schilt das Tier des Schilfes, die Schar der Stiere mit den
Kälbern der Völker; jeder wird sich dir unterwerfen mit
Silberbarren. Zerstreue die Völker, die Lust haben am Kriege!
31 Es
werden kommen die Großen aus Ägypten; Äthiopien wird eilends
seine Hände ausstrecken zu Gott.
32 Ihr
Königreiche der Erde, singet Gott, besinget den Herrn, (Sela.)
33
den, der da einherfährt auf den Himmeln, den Himmeln der
Vorzeit! Siehe, er läßt seine Stimme erschallen, eine mächtige
Stimme.
34
Gebet Gott Stärke! Seine Hoheit ist über Israel und seine Macht
in den Wolken.
35
Furchtbar bist du, Gott, aus deinen Heiligtümern her; der Gott
Israels, er ist es, der Stärke und Kraft gibt dem Volke.
Gepriesen sei Gott!
69,1
Dem Vorsänger, nach Schoschannim. Von David. Rette mich, o Gott!
Denn die Wasser sind bis an die Seele gekommen.
2 Ich
bin versunken in tiefen Schlamm, und kein Grund ist da; in
Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut überströmt mich.
3 Ich
bin müde vom Rufen, entzündet ist meine Kehle; meine Augen
schwinden hin, harrend auf meinen Gott.
4 Mehr
als die Haare meines Hauptes sind derer, die ohne Ursache mich
hassen; mächtig sind meine Vertilger, die ohne Grund mir feind
sind; was ich nicht geraubt habe, muß ich alsdann erstatten.
5 Du,
o Gott, weißt um meine Torheit, und meine Vergehungen sind dir
nicht verborgen.
6 Laß
nicht durch mich beschämt werden, die auf dich harren, Herr,
Jehova der Heerscharen! Laß nicht durch mich zu Schanden werden,
die dich suchen, Gott Israels!
7 Denn
deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Antlitz.
8
Entfremdet bin ich meinen Brüdern, und ein Fremdling geworden
den Söhnen meiner Mutter.
9 Denn
der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen
derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
10 Als
ich weinte, und meine Seele im Fasten war, da wurde es mir zu
Schmähungen;
11 als
ich mich in Sacktuch kleidete, da ward ich ihnen zum Sprichwort.
12 Die
im Tore sitzen, reden über mich, und ich bin das Saitenspiel der
Zecher.
13 Ich
aber, mein Gebet ist zu dir, Jehova, zur Zeit der Annehmung. O
Gott, nach der Größe deiner Güte, erhöre mich nach der Wahrheit
deines Heils!
14
Ziehe mich heraus aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke! Laß
mich errettet werden von meinen Hassern und aus den
Wassertiefen!
15 Laß
die Flut der Wasser mich nicht überströmen, und die Tiefe mich
nicht verschlingen; und laß die Grube ihren Mund nicht über mir
verschließen!
16
Erhöre mich, Jehova! Denn gut ist deine Güte; wende dich zu mir
nach der Größe deiner Erbarmungen!
17 Und
verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte! Denn ich bin
bedrängt; eilends erhöre mich!
18
Nahe meiner Seele, erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde
willen!
19 Du,
du kennst meinen Hohn und meine Schmach und meine Schande; vor
dir sind alle meine Bedränger.
20 Der
Hohn hat mein Herz gebrochen, und ich bin ganz elend; und ich
habe auf Mitleiden gewartet, und da war keines, und auf Tröster,
und ich habe keine gefunden.
21 Und
sie gaben in meine Speise Galle, und in meinem Durst tränkten
sie mich mit Essig.
22 Es
werde zur Schlinge vor ihnen ihr Tisch, und ihnen, den
Sorglosen, zum Fallstrick!
23 Laß
dunkel werden ihre Augen, daß sie nicht sehen; und laß beständig
wanken ihre Lenden!
24
Schütte über sie aus deinen Grimm, und deines Zornes Glut
erreiche sie!
25
Verwüstet sei ihre Wohnung, in ihren Zelten sei kein Bewohner!
26
Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt, und von dem
Schmerze deiner Verwundeten erzählen sie.
27
Füge Ungerechtigkeit zu ihrer Ungerechtigkeit, und laß sie nicht
kommen zu deiner Gerechtigkeit!
28 Laß
sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens, und nicht
eingeschrieben mit den Gerechten!
29 Ich
aber bin elend, und mir ist wehe; deine Rettung, o Gott, setze
mich in Sicherheit!
30
Rühmen will ich den Namen Gottes im Liede, und ihn erheben mit
Lob.
31 Und
es wird Jehova wohlgefälliger sein als ein Stier, ein Farre mit
Hörnern und gespaltenen Hufen.
32 Die
Sanftmütigen werden es sehen, sie werden sich freuen; ihr, die
ihr Gott suchet, es lebe euer Herz!
33
Denn Jehova hört auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet
er nicht.
34 Ihn
sollen loben Himmel und Erde, die Meere, und alles, was in ihnen
wimmelt!
35
Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen; und sie
werden daselbst wohnen und es besitzen.
36 Und
der Same seiner Knechte wird es erben; und die seinen Namen
lieben, werden darin wohnen.
70,1
Dem Vorsänger. Von David, zum Gedächtnis. Eile, Gott, mich zu
erretten, Jehova, zu meiner Hilfe!
2 Laß
beschämt und mit Scham bedeckt werden, die nach meinem Leben
trachten! Laß zurückweichen und zu Schanden werden, die Gefallen
haben an meinem Unglück!
3 Laß
umkehren ob ihrer Schande, die da sagen: Haha! Haha!
4 Laß
fröhlich sein und in dir sich freuen alle, die dich suchen! Und
die deine Rettung lieben, laß stets sagen: Erhoben sei Gott!
5 Ich
aber bin elend und arm; o Gott, eile zu mir! Meine Hilfe und
mein Erretter bist du; Jehova, zögere nicht!
71,1
Auf dich, Jehova, traue ich: Laß mich nimmer beschämt werden!
2 In
deiner Gerechtigkeit befreie mich und errette mich! Neige dein
Ohr zu mir und schaffe mir Rettung!
3 Sei
mir ein Fels zur Wohnung, um stets dahin zu gehen! Du hast
geboten, mich zu retten, denn du bist mein Fels und meine Burg.
4 Mein
Gott, errette mich aus der Hand des Gesetzlosen, aus der Faust
des Ungerechten und des Gewaltsamen!
5 Denn
du bist meine Hoffnung, Herr, Jehova; meine Zuversicht von
meiner Jugend an.
6 Auf
dich habe ich mich gestützt von Mutterschoße an, aus meiner
Mutter Leibe zogest du mich hervor; von dir ist stets mein
Lobgesang.
7
Vielen bin ich wie ein Wunder; du aber bist meine starke
Zuflucht.
8 Mein
Mund ist erfüllt von deinem Lobe, von deinem Ruhm den ganzen
Tag.
9
Verwirf mich nicht zur Zeit des Alters; beim Schwinden meiner
Kraft verlaß mich nicht!
10
Denn meine Feinde haben von mir geredet, und die auf meine Seele
lauern, miteinander geratschlagt;
11 und
sie sagen: Gott hat ihn verlassen; verfolget und greifet ihn,
denn kein Erretter ist da!
12 O
Gott, sei nicht fern von mir; mein Gott, eile zu meiner Hilfe!
13 Laß
beschämt werden, laß vergehen, die wider meine Seele sind! Laß
mit Hohn und Schande bedeckt werden, die mein Unglück suchen!
14 Ich
aber will beständig harren und all dein Lob vermehren.
15
Mein Mund soll erzählen deine Gerechtigkeit, den ganzen Tag
deine Rettung; denn ich weiß sie nicht zu zählen.
16 Ich
werde kommen mit den Machttaten des Herrn Jehova, werde gedenken
deiner Gerechtigkeit, deiner allein.
17
Gott! Du hast mich gelehrt von meiner Jugend an, und bis hierher
habe ich deine Wundertaten verkündet.
18 Und
auch bis zum Alter und bis zum Greisentum verlaß mich nicht, o
Gott, bis ich verkünde deinen Arm dem künftigen Geschlecht,
allen, die da kommen werden, deine Macht!
19 Und
deine Gerechtigkeit, o Gott, reicht bis zur Höhe; du, der du
große Dinge getan hast, o Gott, wer ist wie du?
20 Du,
der du uns viele Bedrängnisse und Übel hast sehen lassen, du
wirst uns wieder beleben, und uns wieder heraufführen aus den
Tiefen der Erde.
21 Du
wirst meine Größe mehren, und du wirst dich wenden und mich
trösten.
22
Auch will ich dich preisen mit der Harfe, ja, deine Wahrheit,
mein Gott! Ich will dir Psalmen singen mit der Laute, du
Heiliger Israels!
23
Jubeln werden meine Lippen, wenn ich dir Psalmen singe, und
meine Seele, die du erlöst hast;
24
auch meine Zunge wird von deiner Gerechtigkeit reden den ganzen
Tag; denn beschämt, denn mit Scham sind bedeckt worden, die mein
Unglück suchen.
72,1
Für Salomo. O Gott, gib dem Könige deine Gerichte, und deine
Gerechtigkeit dem Sohne des Königs!
2 Er
wird dein Volk richten in Gerechtigkeit, und deine Elenden nach
Recht.
3 Es
werden dem Volke Frieden tragen die Berge und die Hügel durch
Gerechtigkeit.
4 Er
wird Recht schaffen den Elenden des Volkes; er wird retten die
Kinder des Armen, und den Bedrücker wird er zertreten.
5 Man
wird dich fürchten von Geschlecht zu Geschlecht, so lange Sonne
und Mond bestehen.
6 Er
wird herabkommen wie ein Regen auf die gemähte Flur, wie
Regenschauer, Regengüsse auf das Land.
7 In
seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Frieden
wird sein, bis der Mond nicht mehr ist.
8 Und
er wird herrschen von Meer zu Meer, und vom Strome bis an die
Enden der Erde.
9 Vor
ihm werden sich beugen die Bewohner der Wüste, und seine Feinde
werden den Staub lecken;
10 die
Könige von Tarsis und von den Inseln werden Geschenke
entrichten, es werden Abgaben darbringen die Könige von Scheba
und Seba.
11 Und
alle Könige werden vor ihm niederfallen, alle Nationen ihm
dienen.
12
Denn erretten wird er den Armen, der um Hilfe ruft, und den
Elenden, der keinen Helfer hat;
13 Er
wird sich erbarmen des Geringen und des Armen, und die Seelen
der Armen wird er retten.
14 Von
Bedrückung und Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr
Blut wird teuer sein in seinen Augen.
15 Und
er wird leben, und von dem Golde Schebas wird man ihm geben; und
man wird beständig für ihn beten, den ganzen Tag ihn segnen.
16 Es
wird Überfluß an Getreide sein im Lande, auf dem Gipfel der
Berge; gleich dem Libanon wird rauschen seine Frucht; und
Menschen werden hervorblühen aus den Städten wie das Kraut der
Erde.
17
Sein Name wird ewig sein; so lange die Sonne besteht, wird
fortdauern sein Name; und in ihm wird man sich segnen; alle
Nationen werden ihn glücklich preisen.
18
Gepriesen sei Jehova, Gott, der Gott Israels, der Wunder tut, er
allein!
19 Und
gepriesen sei sein herrlicher Name in Ewigkeit! Und die ganze
Erde werde erfüllt mit seiner Herrlichkeit! Amen, ja, Amen.
20 Es
sind zu Ende die Gebete Davids, des Sohnes Isais.
73,1
Ein Psalm; von Asaph. Fürwahr, Gott ist Israel gut, denen, die
reinen Herzens sind.
2 Ich
aber, wenig fehlte, so wären meine Füße abgewichen, um nichts
wären ausgeglitten meine Schritte.
3 Denn
ich beneidete die Übermütigen, als ich sah die Wohlfahrt der
Gesetzlosen.
4 Denn
keine Qualen haben sie bei ihrem Tode, und wohlgenährt ist ihr
Leib.
5
Nicht sind sie im Ungemach der Sterblichen, und mit den Menschen
werden sie nicht geplagt.
6
Deshalb umgibt sie der Hochmut wie ein Halsgeschmeide, Gewalttat
umhüllt sie wie ein Gewand.
7 Es
tritt aus dem Fett hervor ihr Auge; sie wallen über in den
Einbildungen des Herzens.
8 Sie
höhnen und reden in Bosheit von Bedrückung; von oben herab reden
sie.
9 Sie
setzen in den Himmel ihren Mund, und ihre Zunge wandelt auf der
Erde.
10
Deshalb wendet sich hierher sein Volk, und Wasser in Fülle wird
von ihnen geschlürft.
11 Und
sie sprechen: Wie wüßte es Gott, und wie sollte Wissen sein bei
dem Höchsten?
12
Siehe, diese sind Gesetzlose, und, immerdar sorglos, erwerben
sie sich Vermögen.
13
Fürwahr, vergebens habe ich mein Herz gereinigt, und in Unschuld
gewaschen meine Hände.
14 Da
ich ja geplagt ward den ganzen Tag, und alle Morgen meine
Züchtigung da war.
15
Wenn ich gesagt hätte: Ich will ebenso reden, siehe, so wäre ich
treulos gewesen dem Geschlecht deiner Söhne.
16 Da
dachte ich nach, um dieses zu begreifen: eine mühevolle Arbeit
war es in meinen Augen;
17 bis
ich hineinging in die Heiligtümer Gottes und jener Ende
gewahrte.
18
Fürwahr, auf schlüpfrige Örter setzest du sie, stürzest sie hin
zu Trümmern.
19 Wie
sind sie so plötzlich verwüstet, haben ein Ende genommen, sind
umgekommen durch Schrecknisse!
20 Wie
einen Traum nach dem Erwachen wirst du, Herr, beim Aufwachen ihr
Bild verachten.
21 Als
mein Herz sich erbitterte und es mich in meinen Nieren stach,
22 da
war ich dumm und wußte nichts; ein Tier war ich bei dir.
23
Doch ich bin stets bei dir: du hast mich erfaßt bei meiner
rechten Hand;
24
durch deinen Rat wirst du mich leiten, und nach der Herrlichkeit
wirst du mich aufnehmen.
25 Wen
habe ich im Himmel? Und neben dir habe ich an nichts Lust auf
der Erde.
26
Vergeht mein Fleisch und mein Herz, meines Herzens Fels und mein
Teil ist Gott auf ewig.
27
Denn siehe, es werden umkommen, die dir ferne sind; du vertilgst
alle, die buhlerisch von dir abweichen.
28 Ich
aber, Gott zu nahen ist mir gut; ich habe meine Zuversicht auf
den Herrn, Jehova, gesetzt, um zu erzählen alle deine Taten.
74,1
Ein Maskil; von Asaph. Gott, warum hast du verworfen für immer,
raucht dein Zorn wider die Herde deiner Weide?
2
Gedenke deiner Gemeinde, die du erworben hast vor alters, erlöst
als dein Erbteil, des Berges Zion, auf welchem du gewohnt hast!
3
Erhebe deine Tritte zu den immerwährenden Trümmern! Alles im
Heiligtum hat der Feind verderbt.
4 Es
brüllen deine Widersacher inmitten deiner Versammlungsstätte;
sie haben ihre Zeichen als Zeichen gesetzt.
5 Sie
erscheinen wie einer, der die Axt emporhebt im Dickicht des
Waldes;
6 und
jetzt zerschlagen sie sein Schnitzwerk allzumal mit Beilen und
mit Hämmern.
7 Sie
haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, zu Boden entweiht die
Wohnung deines Namens.
8 Sie
sprachen in ihrem Herzen: Laßt uns sie niederzwingen allesamt!
Verbrannt haben sie alle Versammlungsstätten Gottes im Lande.
9
Unsere Zeichen sehen wir nicht; kein Prophet ist mehr da, und
keiner bei uns, welcher weiß, bis wann.
10 Bis
wann, o Gott, soll höhnen der Bedränger, soll der Feind deinen
Namen verachten immerfort?
11
Warum ziehst du deine Hand und deine Rechte zurück? Hervor aus
deinem Busen, mache ein Ende!
12
Gott ist ja mein König von alters her, der Rettungen schafft
inmitten des Landes.
13 Du
zerteiltest das Meer durch deine Macht, zerschelltest die
Häupter der Wasserungeheuer auf den Wassern.
14 Du
zerschmettertest die Häupter des Leviathans, gabst ihn zur
Speise dem Volke, den Bewohnern der Wüste.
15 Du
ließest Quell und Bach hervorbrechen, immerfließende Ströme
trocknetest du aus.
16
Dein ist der Tag, dein auch die Nacht; den Mond und die Sonne
hast du bereitet.
17 Du
hast festgestellt alle Grenzen der Erde; Sommer und Winter, du
hast sie gebildet.
18
Gedenke dessen: der Feind hat Jehova gehöhnt, und ein törichtes
Volk hat deinen Namen verachtet.
19 Gib
nicht dem Raubtiere hin die Seele deiner Turteltaube; die Schar
deiner Elenden vergiß nicht für immer!
20
Schaue hin auf den Bund! Denn die finsteren Örter der Erde sind
voll von Wohnungen der Gewalttat.
21
Nicht kehre beschämt zurück der Unterdrückte; laß den Elenden
und Armen deinen Namen loben!
22
Stehe auf, o Gott, führe deinen Rechtsstreit! Gedenke deiner
Verhöhnung von den Toren den ganzen Tag!
23
Vergiß nicht die Stimme deiner Widersacher! Das Getöse derer,
die sich wider dich erheben, steigt auf beständig.
75,1
Dem Vorsänger, “Verdirb nicht!” Ein Psalm von Asaph, ein Lied.
Wir preisen dich, o Gott, wir preisen dich; und nahe ist dein
Name, deine Wundertaten verkündigen es.
2
“Wenn ich die Versammlung empfangen werde, will ich in Geradheit
richten.
3
Zerschmolzen sind die Erde und alle ihre Bewohner: Ich habe ihre
Säulen festgestellt.” (Sela.)
4 Ich
sprach zu den Übermütigen: Seid nicht übermütig! und zu den
Gesetzlosen: Erhebet nicht das Horn!
5
Erhebet nicht hoch euer Horn; redet nicht Freches mit gerecktem
Halse!
6 Denn
nicht von Osten, noch von Westen, und nicht von Süden her kommt
Erhöhung.
7 Denn
Gott ist Richter; diesen erniedrigt er, und jenen erhöht er.
8 Denn
ein Becher ist in der Hand Jehovas, und er schäumt von Wein, ist
voll von Würzwein, und er schenkt daraus: ja, seine Hefen müssen
schlürfend trinken alle Gesetzlosen der Erde.
9 Ich
aber, ich will es verkünden ewiglich, will Psalmen singen dem
Gott Jakobs.
10 Und
alle Hörner der Gesetzlosen werde ich abhauen; es werden erhöht
werden die Hörner der Gerechten.
76,1
Dem Vorsänger, mit Saitenspiel. Ein Psalm von Asaph, ein Lied.
Bekannt ist Gott in Juda, in Israel groß sein Name.
2 Und
in Salem ist seine Hütte, und seine Wohnung in Zion.
3 Dort
zerbrach er des Bogens Blitze, Schild und Schwert und Krieg.
(Sela.)
4
Glanzvoller bist du, herrlicher als die Berge des Raubes.
5 Zur
Beute sind geworden die Starkherzigen, sie schlafen ihren
Schlaf; und keiner der tapferen Männer fand seine Hände.
6 Vor
deinem Schelten, Gott Jakobs, sind in tiefen Schlaf gesunken
sowohl Wagen als Roß.
7 Du,
du bist furchtbar, und wer kann vor dir bestehen, sobald du
erzürnst!
8 Du
ließest Gericht hören von den Himmeln her; die Erde fürchtete
sich und ward stille.
9 Als
Gott aufstand zum Gericht, um zu retten alle Sanftmütigen des
Landes. (Sela.)
10
Denn der Grimm des Menschen wird dich preisen; mit dem Rest des
Grimmes wirst du dich gürten.
11 Tut
und bezahlet Gelübde Jehova, eurem Gott; mögen alle, die rings
um ihn her sind, Geschenke bringen dem Furchtbaren!
12 Er
wird abmähen den Geist der Fürsten, er ist furchtbar den Königen
der Erde.
77,1
Dem Vorsänger, für Jeduthun. Von Asaph, ein Psalm. Meine Stimme
ist zu Gott, und ich will schreien; meine Stimme ist zu Gott,
und er wird mir Gehör schenken.
2 Am
Tage meiner Drangsal suchte ich den Herrn; meine Hand war des
Nachts ausgestreckt und ließ nicht ab; meine Seele weigerte sich
getröstet zu werden.
3 Ich
gedachte Gottes, und ich stöhnte; ich sann nach, und mein Geist
ermattete. (Sela.)
4 Du
hieltest fest die Lider meiner Augen; ich war voll Unruhe und
redete nicht.
5 Ich
durchdachte die Tage vor alters, die Jahre der Urzeit.
6 Ich
gedachte meines Saitenspiels in der Nacht; ich sann nach in
meinem Herzen, und es forschte mein Geist.
7 Wird
der Herr auf ewig verwerfen, und hinfort keine Gunst mehr
erweisen?
8 Ist
zu Ende seine Güte für immer? Hat das Wort aufgehört von
Geschlecht zu Geschlecht?
9 Hat
Gott vergessen gnädig zu sein? Hat er im Zorn verschlossen seine
Erbarmungen? (Sela.)
10 Da
sprach ich: Das ist mein Kranksein. Der Jahre der Rechten des
Höchsten,
11
will ich gedenken, der Taten des Jah; denn deiner Wunder von
alters her will ich gedenken;
12 und
ich will nachdenken über all dein Tun, und über deine Taten will
ich sinnen.
13
Gott! Dein Weg ist im Heiligtum; wer ist ein großer Gott wie
Gott?
14 Du
bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Stärke kundwerden
lassen unter den Völkern.
15 Du
hast dein Volk erlöst mit erhobenem Arm, die Söhne Jakobs und
Josephs. (Sela.)
16
Dich sahen die Wasser, o Gott, dich sahen die Wasser: sie
bebten; ja, es erzitterten die Tiefen.
17 Die
Wolken ergossen Wasser; das Gewölk ließ eine Stimme erschallen,
und deine Pfeile fuhren hin und her.
18 Die
Stimme deines Donners war im Wirbelwind, Blitze erleuchteten den
Erdkreis; es zitterte und bebte die Erde.
19 Im
Meere ist dein Weg, und deine Pfade in großen Wassern, und deine
Fußstapfen sind nicht bekannt.
20 Du
hast dein Volk geleitet wie eine Herde durch die Hand Moses und
Aarons.
78,1
Ein Maskil; von Asaph. Horche, mein Volk, auf mein Gesetz!
Neiget euer Ohr zu den Worten meines Mundes!
2 Ich
will meinen Mund auftun zu einem Spruche, will Rätsel
hervorströmen lassen aus der Vorzeit.
3 Was
wir gehört und erfahren und unsere Väter uns erzählt haben,
4
wollen wir nicht verhehlen ihren Söhnen, dem künftigen
Geschlecht erzählend den Ruhm Jehovas und seine Stärke, und
seine Wunderwerke, die er getan hat.
5 Denn
er hat ein Zeugnis aufgerichtet in Jakob, und ein Gesetz
gestellt in Israel, die er unseren Vätern geboten hat, um sie
ihren Söhnen kundzutun;
6
damit sie kennte das künftige Geschlecht, die Söhne, die geboren
werden sollten, und sie aufständen und sie ihren Söhnen
erzählten;
7 und
auf Gott ihr Vertrauen setzten, und die Taten Gottes nicht
vergäßen, und seine Gebote bewahrten;
8 und
nicht würden wie ihre Väter, ein widersetzliches und
widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das sein Herz nicht
befestigte, und dessen Geist nicht treu war gegen Gott.
9 Die
Söhne Ephraims, gerüstete Bogenschützen, wandten um am Tage des
Kampfes.
10 Sie
hielten nicht den Bund Gottes und weigerten sich, in seinem
Gesetz zu wandeln;
11 und
sie vergaßen seine Taten und seine Wunderwerke, die er sie hatte
schauen lassen.
12 Er
tat Wunder vor n Vätern, im Lande Ägypten, dem Gefilde Zoans.
13 Er
spaltete das Meer und ließ sie hindurchgehen, und ließ die
Wasser stehen wie einen Damm.
14 Und
er leitete sie des Tages mit der Wolke und die ganze Nacht mit
dem Lichte eines Feuers.
15 Er
spaltete Felsen in der Wüste und tränkte sie reichlich wie aus
Tiefen.
16 Und
er ließ Bäche hervorkommen aus dem Felsen und Wasser herablaufen
gleich Flüssen.
17
Doch sie fuhren weiter fort, wider ihn zu sündigen, indem sie
gegen den Höchsten widerspenstig waren in der Wüste.
18 Und
sie versuchten Gott in ihren Herzen, indem sie Speise forderten
für ihr Gelüst.
19 Und
sie redeten wider Gott; sie sprachen: Sollte Gott in der Wüste
einen Tisch zu bereiten vermögen?
20
Siehe, den Felsen hat er geschlagen, und Wasser flossen heraus,
und Bäche strömten; wird er auch Brot zu geben vermögen, oder
wird er seinem Volke Fleisch verschaffen?
21
Darum, als Jehova es hörte, ergrimmte er, und Feuer entzündete
sich gegen Jakob, und auch Zorn stieg auf gegen Israel;
22
weil sie Gott nicht glaubten und nicht vertrauten auf seine
Rettung.
23 Und
doch hatte er den Wolken oben geboten und die Türen des Himmels
geöffnet
24 und
Manna auf sie regnen lassen, damit sie äßen, und ihnen
Himmelsgetreide gegeben.
25 Der
Mensch aß Brot der Starken, Speise sandte er ihnen bis zur
Sättigung.
26 Er
führte den Ostwind herbei am Himmel, und durch seine Stärke
trieb er herbei den Südwind;
27 und
er ließ Fleisch auf sie regnen wie Staub, und geflügeltes
Gevögel wie Sand der Meere,
28 und
ließ es fallen in ihr Lager, rings um ihre Wohnungen.
29 Und
sie aßen und sättigten sich sehr, und ihr Gelüst führte er ihnen
zu.
30
Noch hatten sie sich nicht abgewandt von ihrem Gelüst, noch war
ihre Speise in ihrem Munde,
31 da
stieg der Zorn Gottes wider sie auf; und er würgte unter ihren
Kräftigen, und die Auserlesenen Israels streckte er nieder.
32 Bei
alledem sündigten sie wiederum und glaubten nicht durch seine
Wunderwerke.
33 Da
ließ er in Eitelkeit hinschwinden ihre Tage, und ihre Jahre in
Schrecken.
34
Wenn er sie tötete, dann fragten sie nach ihm, und kehrten um
und suchten Gott eifrig;
35 und
sie gedachten daran, daß Gott ihr Fels sei, und Gott, der
Höchste, ihr Erlöser.
36 Und
sie heuchelten ihm mit ihrem Munde, und mit ihrer Zunge logen
sie ihm;
37
denn ihr Herz war nicht fest gegen ihn, und sie hielten nicht
treulich an seinem Bunde.
38 Er
aber war barmherzig, er vergab die Ungerechtigkeit und verderbte
sie nicht; und oftmals wandte er seinen Zorn ab und ließ nicht
erwachen seinen ganzen Grimm.
39 Und
er gedachte daran, daß sie Fleisch seien, ein Hauch, der
dahinfährt und nicht wiederkehrt.
40 Wie
oft waren sie widerspenstig gegen ihn in der Wüste, betrübten
ihn in der Einöde!
41 Und
sie versuchten Gott wiederum und kränkten den Heiligen Israels.
42 Sie
gedachten nicht an seine Hand, an den Tag, da er sie von dem
Bedränger erlöste,
43 als
er seine Zeichen tat in Ägypten und seine Wunder in dem Gefilde
Zoans:
44 Er
verwandelte ihre Ströme in Blut, so daß sie fließenden Wasser
nicht trinken konnten.
45 Er
sandte Hundsfliegen unter sie, welche sie fraßen, und Frösche,
die sie verderbten.
46 Und
er gab der Grille ihren Ertrag, und ihre Arbeit der Heuschrecke.
47
Ihren Weinstock schlug er nieder mit Hagel, und ihre
Maulbeerfeigenbäume mit Schlolen.
48 Und
er gab ihr Vieh dem Hagel preis, und ihre Herden den Blitzen.
49 Er
ließ gegen sie los seines Zornes Glut, Wut und Grimm und
Drangsal, eine Schar von Unglücksengeln.
50 Er
bahnte seinem Zorne einen Weg, entzog nicht dem Tode ihre Seele
und gab ihr Leben der Pest preis.
51 Und
er schlug alle Erstgeburt in Ägypten, die Erstlinge der Kraft in
den Zelten Hams.
52 Und
er ließ sein Volk wegziehen gleich Schafen, und leitete sie
gleich einer Herde in der Wüste;
53 und
er führte sie sicher, so daß sie sich nicht fürchteten; und ihre
Feinde bedeckte das Meer.
54 Und
er brachte sie zu der Grenze seines Heiligtums, zu diesem Berge,
den seine Rechte erworben.
55 Und
er vertrieb Nationen vor ihnen, und verloste sie als Schnur des
Erbteils und ließ in ihren Zelten wohnen die Stämme Israels.
56
Aber sie versuchten Gott, den Höchsten, und waren widerspenstig
gegen ihn, und seine Zeugnisse bewahrten sie nicht.
57 Und
sie wichen zurück und handelten treulos wie ihre Väter; sie
wandten sich um gleich einem trügerischen Bogen.
58 Und
sie erbitterten ihn durch ihre Höhen und reizten ihn zur
Eifersucht durch ihre geschnitzten Bilder.
59
Gott hörte es und ergrimmte, und er verachtete Israel sehr.
60 Und
er verließ die Wohnung zu Silo, das Zelt, welches er unter den
Menschen aufgeschlagen hatte.
61 Und
er gab in die Gefangenschaft seine Kraft, und seine Herrlichkeit
in die Hand des Bedrängers.
62 Und
er gab sein Volk dem Schwerte preis, und gegen sein Erbteil
ergrimmte er.
63
Seine Jünglinge fraß das Feuer, und seine Jungfrauen wurden
nicht besungen;
64
seine Heilige (e-r) fielen durch das Schwert, und seine Witwen
weinten nicht.
65 Da
erwachte, gleich einem Schlafenden, der Herr, gleich einem
Helden, der da jauchzt vom Wein;
66 und
er schlug seine Feinde von hinten, gab ihnen ewige Schmach.
67 Und
er verwarf das Zelt Josephs, und den Stamm Ephraim erwählte er
nicht;
68
sondern er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er
geliebt hat.
69 Und
er baute gleich Höhen sein Heiligtum, gleich der Erde, die er
auf ewig gegründet hat.
70 Und
er erwählte David, seinen Knecht, und nahm ihn von den Hürden
der Schafe;
71
hinter den Säugenden weg ließ er ihn kommen, um Jakob, sein
Volk, zu weiden, und Israel, sein Erbteil.
72 Und
er weidete sie nach der Lauterkeit seines Herzens, und mit der
Geschicklichkeit seiner Hände leitete er sie.
79,1
Ein Psalm; von Asaph. Gott! Die Nationen sind in dein Erbteil
gekommen, haben deinen heiligen Tempel verunreinigt, haben
Jerusalem zu Trümmerhaufen gemacht.
2 Die
Leichen deiner Knechte haben sie den Vögeln des Himmels zur
Speise gegeben, das Fleisch deiner Frommen den wilden Tieren der
Erde.
3 Sie
haben ihr Blut wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, und
niemand war da, der begrub.
4 Wir
sind ein Hohn geworden unseren Nachbarn, ein Spott und Schimpf
denen, die uns umgeben.
5 Bis
wann, Jehova? Willst du immerfort zürnen, soll wie Feuer brennen
dein Eifer?
6
Schütte deinen Grimm aus über die Nationen, die dich nicht
kennen, und auf die Königreiche, die deinen Namen nicht anrufen!
7 Denn
man hat Jakob aufgezehrt, und seine Wohnung haben sie verwüstet.
8
Gedenke uns nicht die Ungerechtigkeiten der Vorfahren; laß
eilends uns entgegenkommen deine Erbarmungen! Denn sehr gering
sind wir geworden.
9 Hilf
uns, Gott unseres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens
willen; und errette uns, und vergib unsere Sünden um deines
Namens willen!
10
Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist ihr Gott? Laß unter den
Nationen vor unseren Augen kundwerden die Rache für das
vergossene Blut deiner Knechte!
11 Laß
vor dich kommen das Seufzen des Gefangenen; nach der Größe
deines Armes laß übrigbleiben die Kinder des Todes!
12 Und
gib unseren Nachbarn ihren Hohn, womit sie dich, Herr, gehöhnt
haben, siebenfach in ihren Busen zurück!
13 So
werden wir, dein Volk, und die Herde deiner Weide, dich preisen
ewiglich, dein Lob erzählen von Geschlecht zu Geschlecht.
80,1
Dem Vorsänger, nach Scho schannim-Eduth. Von Asaph, ein Psalm.
Hirte Israels, nimm zu Ohren! Der du Joseph leitest wie eine
Herde, der du thronst zwischen den Cherubim, strahle hervor!
2 Vor
Ephraim und Benjamin und Manasse erwecke deine Macht und komm zu
unserer Rettung!
3 O
Gott! Führe uns zurück, und laß dein Angesicht leuchten, so
werden wir gerettet werden.
4
Jehova, Gott der Heerscharen! Bis wann raucht dein Zorn wider
das Gebet deines Volkes?
5 Du
hast sie mit Tränenbrot gespeist, und sie maßweise getränkt mit
Zähren.
6 Du
setztest uns zum Streit unseren Nachbarn, und unsere Feinde
spotten untereinander.
7 O
Gott der Heerscharen! Führe uns zurück, und laß dein Angesicht
leuchten, so werden wir gerettet werden.
8
Einen Weinstock zogest du aus Ägypten, vertriebest Nationen und
pflanztest ihn.
9 Du
machtest Raum vor ihm, und er schlug Wurzeln und erfüllte das
Land;
10 die
Berge wurden bedeckt von seinem Schatten, und seine Äste waren
gleich Zedern Gottes;
11 er
streckte seine Reben aus bis ans Meer, und bis zum Strome hin
seine Schößlinge.
12
Warum hast du seine Mauern niedergerissen, so daß ihn berupfen
alle, die des Weges vorübergehen?
13 Es
zerwühlt ihn der Eber aus dem Walde, und das Wild des Gefildes
weidet ihn ab.
14
Gott der Heerscharen! Kehre doch wieder; schaue vom Himmel und
sieh, und suche heim diesen Weinstock,
15 und
den Setzling, den deine Rechte gepflanzt, und das Reis, das du
dir gestärkt hattest!
16 Er
ist mit Feuer verbrannt, er ist abgeschnitten; vor dem Schelten
deines Angesichts kommen sie um.
17
Deine Hand sei auf dem Manne deiner Rechten, auf dem
Menschensohne, den du dir gestärkt hast!
18 So
werden wir nicht von dir abweichen; belebe uns, und wir werden
deinen Namen anrufen.
19
Jehova, Gott der Heerscharen! Führe uns zurück; laß dein
Angesicht leuchten, so werden wir gerettet werden.
81,1
Dem Vorsänger, auf der Gittith. Von Asaph. Jubelt Gott, unserer
Stärke! Jauchzet dem Gott Jakobs!
2
Erhebet Gesang und lasset das Tamburin ertönen, die liebliche
Laute samt der Harfe!
3
Stoßet am Neumonde in die Posaune, am Vollmonde zum Tage unseres
Festes!
4 Denn
eine Satzung für Israel ist es, eine Verordnung des Gottes
Jakobs.
5 Er
setzte es ein als ein Zeugnis in Joseph, als er auszog gegen das
Land Ägypten, wo ich eine Sprache hörte, die ich nicht kannte.
6 Ich
entzog der Last seine Schulter, seine Hände entgingen dem
Tragkorbe.
7 In
der Bedrängnis riefest du, und ich befreite dich; ich antwortete
dir in des Donners Hülle; ich prüfte dich an den Wassern von
Meriba. (Sela.)
8
Höre, mein Volk, und ich will wider dich zeugen. O Israel, wenn
du mir gehorchtest!
9 Es
soll kein fremder Gott unter dir sein, und du sollst dich nicht
bücken vor einem Gott des Auslandes.
10 Ich
bin Jehova, dein Gott, der dich aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hat; tue deinen Mund weit auf, und ich will ihn
füllen.
11
Aber mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört, und Israel ist
nicht willig gegen mich gewesen.
12 Und
ich gab sie dahin der Verstocktheit ihres Herzens; sie wandelten
nach ihren Ratschlägen.
13 O
daß mein Volk auf mich gehört, daß Israel in meinen Wegen
gewandelt hätte!
14
Bald würde ich ihre Feinde gebeugt und meine Hand gewendet haben
gegen ihre Bedränger.
15 Die
Hasser Jehovas würden sich ihm mit Schmeichelei unterworfen
haben, und ihre Zeit würde ewig gewesen sein;
16 und
mit dem Fette des Weizens würde er es gespeist, und mit Honig
aus dem Felsen würde ich dich gesättigt haben.
82,1
Ein Psalm; von Asaph. Gott steht in der Versammlung Gottes,
inmitten der Götter richtet er.
2 Bis
wann wollt ihr ungerecht richten und die Person der Gesetzlosen
ansehen? (Sela.)
3
Schaffet Recht dem Geringen und der Waise; dem Elenden und dem
Armen lasset Gerechtigkeit widerfahren!
4
Befreiet den Geringen und den Dürftigen, errettet ihn aus der
Hand der Gesetzlosen!
5 Sie
wissen nichts und verstehen nichts, in Finsternis wandeln sie
einher: es wanken alle Grundfesten der Erde.
6 Ich
habe gesagt: Ihr seid Götter, und Söhne des Höchsten ihr alle!
7 Doch
wie ein Mensch werdet ihr sterben, und wie einer der Fürsten
werdet ihr fallen.
8
Stehe auf, o Gott, richte die Erde! Denn du wirst zum Erbteil
haben alle Nationen.
83,1
Ein Lied, ein Psalm. Von Asaph. Gott, schweige nicht; verstumme
nicht und sei nicht stille, o Gott!
2 Denn
siehe, deine Feinde toben, und deine Hasser erheben das Haupt.
3
Wider dein Volk machen sie listige Anschläge, und beraten sich
wider deine Geborgenen.
4 Sie
sprechen: Kommet und lasset uns sie vertilgen, daß sie keine
Nation mehr seien, daß nicht mehr gedacht werde des Namens
Israel!
5 Denn
sie haben sich beraten mit einmütigem Herzen, sie haben einen
Bund wider dich gemacht:
6 Die
Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die Hageriter,
7
Gebal und Ammon und Amalek, Philistäa samt den Bewohnern von
Tyrus;
8 auch
Assur hat sich ihnen angeschlossen; sie sind zu einem Arm
geworden den Söhnen Lots. (Sela.)
9 Tue
ihnen wie Midian, wie Sisera, wie Jabin am Bache Kison;
10 die
vertilgt wurden zu EnDor, die dem Erdboden zum Dünger wurden!
11
Mache sie, ihre Edlen, wie Oreb und wie Seeb, und wie Sebach und
wie Zalmunna alle ihre Herrscher!
12
Weil sie gesagt haben: Lasset uns in Besitz nehmen die Wohnungen
Gottes!
13
Mein Gott, mache sie gleich einem Staubwirbel, gleich Stoppeln
vor dem Winde!
14 Wie
Feuer den Wald verbrennt, und wie eine Flamme die Berge
entzündet,
15
also verfolge sie mit deinem Wetter, und mit deinem Sturmwinde
schrecke sie hinweg!
16
Fülle ihr Angesicht mit Schande, damit sie deinen Namen, Jehova,
suchen!
17 Laß
sie beschämt und hinweggeschreckt werden für immer, und mit
Scham bedeckt werden und umkommen,
18 und
erkennen, daß du allein, dessen Name Jehova ist, der Höchste
bist über die ganze Erde!
84,1
Dem Vorsänger, auf der Gittith. Von den Söhnen Korahs, ein
Psalm. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova der
Heerscharen!
2 Es
sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen
Jehovas; mein Herz und mein Fleisch rufen laut nach dem
lebendigen Gott.
3
Selbst der Sperling hat ein Haus gefunden, und die Schwalbe ein
Nest für sich, wo sie ihre Jungen hingelegt… deine Altäre,
Jehova der Heerscharen, mein König und mein Gott!
4
Glückselig, die da wohnen in deinem Hause! Stets werden sie dich
loben. (Sela.)
5
Glückselig der Mensch, dessen Stärke in dir ist, in deren Herzen
gebahnte Wege sind!
6
Durch das Tränental gehend, machen sie es zu einem Quellenort;
ja, mit Segnungen bedeckt es der Frühregen.
7 Sie
gehen von Kraft zu Kraft; sie erscheinen vor Gott in Zion.
8
Jehova, Gott der Heerscharen, höre mein Gebet; nimm zu Ohren, du
Gott Jakobs! (Sela.)
9 Du,
unser Schild, sieh, o Gott; und schaue an das Antlitz deines
Gesalbten!
10
Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend;
ich will lieber an der Schwelle stehen im Hause meines Gottes,
als wohnen in den Zelten der Gesetzlosen.
11
Denn Jehova, Gott, ist Sonne und Schild; Gnade und Herrlichkeit
wird Jehova geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in
Lauterkeit wandeln.
12
Jehova der Heerscharen! Glückselig der Mensch, der auf dich
vertraut!
85,1
Dem Vorsänger. Von den Söhnen Korahs, ein Psalm. Jehova, du hast
Gunst erzeigt deinem Lande, hast die Gefangenschaft Jakobs
gewendet;
2 du
hast vergeben die Ungerechtigkeit deines Volkes, all ihre Sünde
hast du zugedeckt. (Sela.)
3 Du
hast zurückgezogen all deinen Grimm, hast dich abgewendet von
der Glut deines Zornes.
4
Führe uns zurück, Gott unseres Heils, und mache deinem Unwillen
gegen uns ein Ende!
5
Willst du ewiglich wider uns zürnen? Willst du deinen Zorn
währen lassen von Geschlecht zu Geschlecht?
6
Willst du uns nicht wieder beleben, daß dein Volk sich in dir
erfreue?
7 Laß
uns, Jehova, deine Güte sehen, und dein Heil gewähre uns!
8
Hören will ich, was Gott, Jehova, reden wird; denn Frieden wird
er reden zu seinem Volke und zu seinen Frommen, nur daß sie
nicht zur Torheit zurückkehren!
9
Fürwahr, nahe ist sein Heil denen, die ihn fürchten, damit die
Herrlichkeit wohne in unserem Lande.
10
Güte und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Friede
haben sich geküßt.
11
Wahrheit wird sprossen aus der Erde, und Gerechtigkeit
herniederschauen vom Himmel.
12
Auch wird Jehova das Gute geben, und unser Land wird darreichen
seinen Ertrag.
13 Die
Gerechtigkeit wird vor ihm einhergehen und ihre Tritte zu seinem
Wege machen.
86,1
Ein Gebet. Von David. Neige, Jehova, dein Ohr, erhöre mich! Denn
ich bin elend und arm.
2
Bewahre meine Seele, denn ich bin fromm; rette du, mein Gott,
deinen Knecht, der auf dich vertraut!
3 Sei
mir gnädig, Herr! Denn zu dir rufe ich den ganzen Tag.
4
Erfreue die Seele deines Knechtes! Denn zu dir, Herr, erhebe ich
meine Seele.
5 Denn
du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, und groß an Güte
gegen alle, die dich anrufen.
6 Nimm
zu Ohren, Jehova, mein Gebet, und horche auf die Stimme meines
Flehens!
7 Am
Tage meiner Bedrängnis werde ich dich anrufen, denn du wirst
mich erhören.
8
Keiner ist wie du, Herr, unter den Göttern, und nichts gleich
deinen Werken.
9 Alle
Nationen, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir
anbeten, Herr, und deinen Namen verherrlichen.
10
Denn groß bist du und Wunder tuend, du bist Gott, du allein.
11
Lehre mich, Jehova, deinen Weg: ich werde wandeln in deiner
Wahrheit; einige mein Herz zur Furcht deines Namens.
12 Ich
will dich priesen, Herr, mein Gott, mit meinem ganzen Herzen,
und deinen Namen verherrlichen ewiglich.
13
Denn deine Güte ist groß gegen mich, und du hast meine Seele
errettet aus dem untersten Scheol.
14
Gott! Übermütige sind wider mich aufgestanden, und der
Gewalttätigen Rotte trachtet nach meinem Leben; und sie haben
dich nicht vor sich gestellt.
15 Du
aber, Herr, bist ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum
Zorn und groß an Güte und Wahrheit.
16
Wende dich zu mir und sei mir gnädig! Gewähre deinem Knechte
deine Kraft und rette den Sohn deiner Magd!
17
Erweise mir ein Zeichen zum Guten, daß meine Hasser es sehen und
beschämt werden, weil du, Jehova, mir geholfen und mich
getröstet hast.
87,1
Von den Söhnen Korahs, ein Psalm, ein Lied. Seine Gründung ist
auf den Bergen der Heiligkeit;
2
Jehova liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen Jakobs.
3
Herrliches ist von dir geredet, du Stadt Gottes. (Sela.)
4
Erwähnen will ich Rahabs und Babels bei denen, die mich kennen;
siehe, Philistäa und Tyrus samt Äthiopien: dieser ist daselbst
geboren.
5 Und
von Zion wird gesagt werden: Der und der ist darin geboren; und
der Höchste, er wird es befestigen.
6
Jehova wird schreiben beim Verzeichnen der Völker: Dieser ist
daselbst geboren. (Sela.)
7 Und
singend und den Reigen tanzend werden sie sagen: Alle meine
Quellen sind in dir!
88,1
Ein Lied, ein Psalm von den Söhnen Korahs; dem Vorsänger, nach
Machalath Leannoth; ein Maskil, von Heman, dem Esrachiter.
Jehova, Gott meiner Rettung! Des Tages habe ich geschrieen und
des Nachts vor dir.
2 Es
komme vor dich mein Gebet! Neige dein Ohr zu meinem Schreien!
3 Denn
satt ist meine Seele von Leiden, und mein Leben ist nahe am
Scheol.
4 Ich
bin gerechnet zu denen, die in die Grube hinabfahren; ich bin
wie ein Mann, der keine Kraft hat;
5
unter den Toten hingestreckt, gleich Erschlagenen, die im Grabe
liegen, derer du nicht mehr gedenkst; denn sie sind von deiner
Hand abgeschnitten.
6 Du
hast mich in die tiefste Grube gelegt, in Finsternisse, in
Tiefen.
7 Auf
mir liegt schwer dein Grimm, und mit allen deinen Wellen hast du
mich niedergedrückt. (Sela.)
8
Meine Bekannten hast du von mir entfernt, hast mich ihnen zum
Greuel gesetzt; ich bin eingeschlossen und kann nicht
herauskommen.
9 Mein
Auge verschmachtet vor Elend; zu dir, Jehova, habe ich jeden Tag
gerufen, zu dir habe ich meine Hände ausgebreitet.
10
Wirst du an den Toten Wunder tun? Oder werden die Schatten
aufstehen, dich preisen? (Sela.)
11
Wird deine Güte erzählt werden im Grabe, im Abgrund deine Treue?
12
Werden in der Finsternis bekannt werden deine Wunder, und deine
Gerechtigkeit in dem Lande der Vergessenheit?
13 Ich
aber, Jehova, schreie zu dir, und am Morgen kommt mein Gebet dir
zuvor.
14
Warum, Jehova, verwirfst du meine Seele, verbirgst dein
Angesicht vor mir?
15
Elend bin ich und verscheidend von Jugend auf; ich trage deine
Schrecken, bin verwirrt.
16
Deine Zorngluten sind über mich hingegangen, deine Schrecknisse
haben mich vernichtet.
17 Sie
haben mich umringt wie Wasser den ganzen Tag, sie haben mich
umgeben allesamt.
18
Freund und Genossen hast du von mir entfernt; meine Bekannten
sind Finsternis.
89,1
Ein Maskil; von Ethan, dem Esrachiter. Die Gütigkeiten Jehovas
will ich besingen ewiglich, von Geschlecht zu Geschlecht mit
meinem Munde kundmachen deine Treue.
2 Denn
ich sagte: Auf ewig wird die Güte gebaut werden; die Himmel, in
ihnen wirst du feststellen deine Treue.
3
Einen Bund habe ich mit meinem Auserwählten gemacht, habe David,
meinem Knechte, geschworen:
4 “Bis
in Ewigkeit will ich feststellen deinen Samen, und auf alle
Geschlechter hin bauen deinen Thron”. (Sela.)
5 Und
die Himmel werden deine Wunder preisen, Jehova, und deine Treue
in der Versammlung der Heiligen.
6 Denn
wer in den Wolken ist mit Jehova zu vergleichen? Wer ist Jehova
gleich unter den Söhnen der Starken?
7 Er
ist ein Gott, gar erschrecklich in der Versammlung der Heiligen,
und furchtbar über alle, die rings um ihn her sind.
8
Jehova, Gott der Heerscharen, wer ist mächtig wie du, o Jah? Und
deine Treue ist rings um dich her.
9 Du
beherrschest des Meeres Toben; erheben sich seine Wogen, du
stillest sie.
10 Du
hast Rahab zertreten wie einen Erschlagenen; mit deinem starken
Arme hast du deine Feinde zerstreut.
11
Dein sind die Himmel und dein die Erde; der Erdkreis und seine
Fülle, du hast sie gegründet.
12
Norden und Süden, du hast sie erschaffen; Tabor und Hermon
jubeln in deinem Namen.
13 Du
hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand, hoch deine
Rechte.
14
Gerechtigkeit und Gericht sind deines Thrones Grundfeste; Güte
und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her.
15
Glückselig das Volk, das den Jubelschall kennt! Jehova, im
Lichte deines Angesichts wandeln sie.
16 In
deinem Namen frohlocken sie den ganzen Tag, und durch deine
Gerechtigkeit werden sie erhöht.
17
Denn die Zierde ihrer Stärke bist du; und durch deine Gunst wird
erhöht werden unser Horn.
18
Denn Jehova ist unser Schild, und der Heilige Israels unser
König.
19
Dazumal redetest du im Gesicht von deinem Frommen und sagtest:
Hilfe habe ich auf einen Mächtigen gelegt, ich habe einen
Auserwählten erhöht aus dem Volke.
20 Ich
habe David gefunden, meinen Knecht, mit meinem heiligen Öle habe
ich ihn gesalbt-
21 mit
welchem fest bleiben soll meine Hand, und mein Arm soll ihn
stärken.
22
Nicht soll ihn drängen der Feind, und der Sohn der
Ungerechtigkeit ihn nicht bedrücken;
23 und
ich will seine Bedränger vor ihm zerschmettern, und seine Hasser
will ich schlagen.
24 Und
meine Treue und meine Güte werden mit ihm sein, und durch meinen
Namen wird sein Horn erhöht werden.
25 Und
ich will seine Hand an das Meer legen, und seine Rechte an die
Ströme.
26 Er
wird mir zurufen: Mein Vater bist du, mein Gott, und der Fels
meiner Rettung!
27 So
will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der
Könige der Erde.
28
Ewig will ich ihm meine Güte bewahren, und mein Bund soll ihm
fest bleiben.
29 Und
ich will seinen Samen einsetzen für immer, und seinen Thron wie
die Tage der Himmel.
30
Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen und nicht wandeln in
meinen Rechten,
31
wenn sie meine Satzungen entweihen und meine Gebote nicht
halten,
32 so
werde ich mit der Rute heimsuchen ihre Übertretung, und mit
Schlägen ihre Ungerechtigkeit.
33
Aber meine Güte werde ich nicht von ihm weichen lassen, und
nicht verleugnen meine Treue.
34
Nicht werde ich entweihen meinen Bund, und nicht ändern, was
hervorgegangen ist aus meinen Lippen.
35
Einmal habe ich geschworen bei meiner Heiligkeit: Wenn ich dem
David lüge!
36
Sein Same wird ewig sein, und sein Thron wie die Sonne vor mir;
37
ewiglich wird er feststehen wie der Mond; und der Zeuge in den
Wolken ist treu. (Sela.)
38 Du
aber hast verworfen und verstoßen, bist sehr zornig gewesen
gegen deinen Gesalbten;
39 Du
hast verworfen den Bund deines Knechtes, hast zu Boden entweiht
seine Krone;
40 Du
hast niedergerissen alle seine Mauern, hast seine Festen in
Trümmer gelegt.
41 Es
haben ihn beraubt alle, die des Weges vorübergehen; er ist zum
Hohn geworden seinen Nachbarn.
42 Du
hast erhöht die Rechte seiner Bedränger, hast erfreut alle seine
Feinde;
43
auch hast du zurückgewandt die Schärfe seines Schwertes, und
hast ihn nicht bestehen lassen im Kampfe;
44 Du
hast aufhören lassen seinen Glanz und zur Erde gestürzt seinen
Thron;
45 Du
hast verkürzt die Tage seiner Jugend, mit Schmach hast du ihn
bedeckt. (Sela.)
46 Bis
wann, Jehova, willst du dich immerfort verbergen, soll wie Feuer
brennen dein Grimm?
47
Gedenke, was meine Lebensdauer ist, zu welcher Nichtigkeit du
alle Menschenkinder erschaffen hast!
48
Welcher Mann lebt und wird den Tod nicht sehen, wird seine Seele
befreien von der Gewalt des Scheols? (Sela.)
49 Wo
sind, o Herr, deine früheren Gütigkeiten, die du David
zugeschworen hast in deiner Treue?
50
Gedenke, Herr, des Hohnes deiner Knechte, daß ich in meinem
Busen trage den Hohn all der vielen Völker,
51
womit deine Feinde gehöhnt haben, Jehova, womit sie gehöhnt
haben die Fußstapfen deines Gesalbten!
52
Gepriesen sei Jehova ewiglich! Amen, ja, Amen!
90,1
Ein Gebet von Mose, dem Manne Gottes. Herr, du bist unsere
Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht.
2 Ehe
geboren waren die Berge, und du die Erde und den Erdkreis
erschaffen hattest ja, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.
3 Du
lässest zum Staube zurückkehren den Menschen, und sprichst:
Kehret zurück, ihr Menschenkinder!
4 Denn
tausend Jahre sind in deinen Augen wie der gestrige Tag, wenn er
vergangen ist, und wie eine Wache in der Nacht.
5 Du
schwemmst sie hinweg, sie sind wie ein Schlaf, am Morgen wie
Gras, das aufsproßt;
6 am
Morgen blüht es und sproßt auf; am Abend wird es abgemäht und
verdorrt.
7 Denn
wir vergehen durch deinen Zorn, und durch deinen Grimm werden
wir hinweggeschreckt.
8 Du
hast unsere Ungerechtigkeiten vor dich gestellt, unser
verborgenes Tun vor das Licht deines Angesichts.
9 Denn
alle unsere Tage schwinden durch deinen Grimm, wir bringen
unsere Jahre zu wie einen Gedanken.
10 Die
Tage unserer Jahre, ihrer sind siebzig Jahre, und, wenn in
Kraft, achtzig Jahre, und ihr Stolz ist Mühsal und Nichtigkeit,
denn schnell eilt es vorüber, und wir fliegen dahin.
11 Wer
erkennt die Stärke deines Zornes, und, deiner Furcht gemäß,
deinen Grimm?
12 So
lehre uns denn zählen unsere Tage, auf daß wir ein weises Herz
erlangen!
13
Kehre wieder, Jehova! Bis wann? Und laß dich’s gereuen über
deine Knechte!
14
Sättige uns früh mit deiner Güte, so werden wir jubeln und uns
freuen in allen unseren Tagen.
15
Erfreue uns nach den Tagen, da du uns gebeugt hast, nach den
Jahren, da wir Übles gesehen!
16 Laß
deinen Knechten erscheinen dein Tun, und deine Majestät ihren
Söhnen!
17 Und
die Huld des Herrn, unseres Gottes, sei über uns! Und befestige
über uns das Werk unserer Hände; ja, das Werk unserer Hände,
befestige es!
91,1
Wer im Schirm des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des
Allmächtigen.
2 Ich
sage von Jehova: Meine Zuflucht und meine Burg; mein Gott, auf
ihn will ich vertrauen.
3 Denn
er wird dich erretten von der Schlinge des Vogelstellers, von
der verderblichen Pest.
4 Mit
seinen Fittichen wird er dich decken, und du wirst Zuflucht
finden unter seinen Flügeln; Schild und Tartsche ist seine
Wahrheit.
5 Du
wirst dich nicht fürchten vor dem Schrecken der Nacht, vor dem
Pfeile, der bei Tage fliegt,
6 vor
der Pest, die im Finstern wandelt, vor der Seuche, die am Mittag
verwüstet.
7
Tausend werden fallen an deiner Seite, und zehntausend an deiner
Rechten, dich wird es nicht erreichen.
8 Nur
schauen wirst du es mit deinen Augen, und wirst sehen die
Vergeltung der Gesetzlosen.
9 Weil
du Jehova, meine Zuflucht, den Höchsten, gesetzt hast zu deiner
Wohnung,
10 so
wird dir kein Unglück widerfahren, und keine Plage deinem Zelte
nahen;
11
denn er wird seinen Engeln über dir befehlen, dich zu bewahren
auf allen deinen Wegen.
12 Auf
den Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht an
einen Stein stoßest.
13 Auf
Löwen und Ottern wirst du treten, junge Löwen und Schlangen
wirst du niedertreten.
14
Weil er Wonne an mir hat, will ich ihn erretten; ich will ihn in
Sicherheit setzen, weil er meinen Namen kennt.
15 Er
wird mich anrufen, und ich werde ihm antworten, ich werde bei
ihm sein in der Bedrängnis; ich werde ihn befreien und ihn
verherrlichen.
16 Ich
werde ihn sättigen mit Länge des Lebens und ihn schauen lassen
meine Rettung.
92,1
Ein Psalm, ein Lied. Für den Tag des Sabbaths. Es ist gut,
Jehova zu preisen, und Psalmen zu singen deinem Namen, o
Höchster!
2 Am
Morgen zu verkünden deine Güte, und deine Treue in den Nächten,
3 zum
Zehnsait und zur Harfe, zum Saitenspiel mit der Laute.
4 Denn
du hast mich erfreut, Jehova, durch dein Tun; über die Werke
deiner Hände will ich jubeln.
5 Wie
groß sind deine Werke, Jehova! Sehr tief sind deine Gedanken.
6 Ein
unvernünftiger Mensch erkennt es nicht, und ein Tor versteht
solches nicht.
7 Wenn
die Gesetzlosen sprossen wie Gras, und alle, die Frevel tun,
blühen, so geschieht es, damit sie vertilgt werden für immer.
8 Du
aber bist erhaben auf ewig, Jehova!
9 Denn
siehe, deine Feinde, Jehova, denn siehe, deine Feinde werden
umkommen; es werden zerstreut werden alle, die Frevel tun.
10
Aber du wirst mein Horn erhöhen gleich dem eines Wildochsen; mit
frischem Öle werde ich übergossen werden.
11 Und
mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden, meine Ohren
werden ihre Lust hören an den Übeltätern, die wider mich
aufstehen.
12 Der
Gerechte wird sprossen wie der Palmbaum, wie eine Zeder auf dem
Libanon wird er emporwachsen.
13 Die
gepflanzt sind in dem Hause Jehovas, werden blühen in den
Vorhöfen unseres Gottes.
14
Noch im Greisenalter treiben sie, sind saftvoll und grün,
15 um
zu verkünden, daß Jehova gerecht ist. Er ist mein Fels, und kein
Unrecht ist in ihm.
93,1
Jehova regiert, er hat sich bekleidet mit Hoheit; Jehova hat
sich bekleidet, er hat sich umgürtet mit Stärke; auch steht der
Erdkreis fest, er wird nicht wanken.
2 Dein
Thron steht fest von alters her, von Ewigkeit her bist du.
3
Ströme erhoben, Jehova, Ströme erhoben ihre Stimme, Ströme
erhoben ihre Brandung.
4
Jehova in der Höhe ist gewaltiger als die Stimmen großer Wasser,
als die gewaltigen Wogen des Meeres.
5
Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig. Deinem Hause geziemt
Heiligkeit, Jehova, auf immerdar.
94,1
Gott der Rache, Jehova, Gott der Rache, strahle hervor!
2
Erhebe dich, Richter der Erde, vergilt den Hoffärtigen ihr Tun!
3 Bis
wann werden die Gesetzlosen, Jehova, bis wann werden die
Gesetzlosen frohlocken,
4
werden übersprudeln, Freches reden, sich rühmen alle, die Frevel
tun?
5 Dein
Volk, Jehova, zertreten und dein Erbteil bedrücken sie.
6 Sie
töten die Witwe und den Fremdling, und sie ermorden die Waisen,
7 und
sagen: Jah sieht es nicht, und der Gott Jakobs merkt es nicht.
8
Habet Einsicht, ihr Unvernünftigen unter dem Volke! Und ihr
Toren, wann werdet ihr verständig werden?
9 Der
das Ohr gepflanzt hat, sollte er nicht hören? Der das Auge
gebildet, sollte er nicht sehen?
10 Der
die Nationen zurechtweist, sollte er nicht strafen, er, der
Erkenntnis lehrt den Menschen?
11
Jehova kennt die Gedanken des Menschen, daß sie Eitelkeit sind.
12
Glückselig der Mann, den du züchtigst, Jehova, und den du
belehrst aus deinem Gesetz,
13 um
ihm Ruhe zu geben vor den bösen Tagen, bis dem Gesetzlosen die
Grube gegraben wird!
14
Denn Jehova wird sein Volk nicht verstoßen, und nicht verlassen
sein Erbteil;
15
denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Gericht, und alle
von Herzen Aufrichtigen werden ihm folgen.
16 Wer
wird für mich aufstehen wider die Übeltäter? Wer wird für mich
auftreten wider die, welche Frevel tun?
17
Wäre nicht Jehova mir eine Hilfe gewesen, wenig fehlte, so hätte
im Schweigen gewohnt meine Seele.
18
Wenn ich sagte: Mein Fuß wankt, so unterstützte mich deine Güte,
Jehova.
19 Bei
der Menge meiner Gedanken in meinem Innern erfüllten deine
Tröstungen meine Seele mit Wonne.
20
Sollte mit dir vereint sein der Thron des Verderbens, der aus
Frevel eine Satzung macht?
21 Sie
dringen ein auf die Seele des Gerechten, und unschuldiges Blut
verurteilen sie.
22
Doch Jehova ist meine hohe Feste, und mein Gott der Fels meiner
Zuflucht.
23 Und
er läßt ihre Ungerechtigkeit auf sie zurückkehren, und durch
ihre Bosheit wird er sie vertilgen; vertilgen wird sie Jehova,
unser Gott.
95,1
Kommet, lasset uns Jehova zujubeln, lasset uns zujauchzen dem
Felsen unseres Heils!
2
Lasset uns ihm entgegengehen mit Lob, lasset uns mit Psalmen ihm
zujauchzen!
3 Denn
ein großer Gott ist Jehova, und ein großer König über alle
Götter;
4 in
dessen Hand die Tiefen der Erde, und dessen die Höhen der Berge
sind;
5
dessen das Meer ist, er hat es ja gemacht; und das Trockene,
seine Hände haben es gebildet.
6
Kommet, lasset uns anbeten und uns niederbeugen, lasset uns
niederknien vor Jehova, der uns gemacht hat!
7 Denn
er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die
Herde seiner Hand. Heute, wenn ihr seine Stimme höret,
8
verhärtet euer Herz nicht, wie zu Meriba, wie am Tage von Massa
in der Wüste;
9 als
eure Väter mich versuchten, mich prüften, und sie sahen doch
mein Werk!
10
Vierzig Jahre hatte ich Ekel an dem Geschlecht, und ich sprach:
Ein Volk irrenden Herzens sind sie. Aber sie haben meine Wege
nicht erkannt;
11 so
daß ich schwur in meinem Zorn: Wenn sie in meine Ruhe eingehen
werden!
John
Nelson Darby, Julius Anton von Poseck, und Carl Brockhaus,
Elberfelder Bibel 1905 (Elberfeld: R. Brockhaus, 1905), Neh
13,31–Ps 95,11.
96,1
Singet Jehova ein neues Lied, singet Jehova, ganze Erde!
2
Singet Jehova, preiset seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag
seine Rettung!
3
Erzählet unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen
Völkern seine Wundertaten!
4 Denn
groß ist Jehova und sehr zu loben, furchtbar ist er über alle
Götter.
5 Denn
alle Götter der Völker sind Nichtigkeiten, aber Jehova hat die
Himmel gemacht.
6
Majestät und Pracht sind vor seinem Angesicht, Stärke und
Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
7
Gebet Jehova, ihr Völkerstämme, gebet Jehova Herrlichkeit und
Stärke!
8
Gebet Jehova die Herrlichkeit seines Namens; bringet eine
Opfergabe und kommet in seine Vorhöfe!
9
Betet Jehova an in heiliger Pracht! Erzittert vor ihm, ganze
Erde!
10
Saget unter den Nationen: Jehova regiert! Auch steht der
Erdkreis fest, er wird nicht wanken. Er wird die Völker richten
in Geradheit.
11 Es
freue sich der Himmel, und es frohlocke die Erde! Es brause das
Meer und seine Fülle!
12 Es
frohlocke das Gefilde und alles, was darauf ist! Dann werden
jubeln alle Bäume des Waldes-
13 vor
Jehova; denn er kommt, denn er kommt, die Erde zu richten: er
wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit, und die Völker in
seiner Treue.
97,1
Jehova regiert. Es frohlocke die Erde, mögen sich freuen die
vielen Inseln!
2
Gewölk und Dunkel sind um ihn her; Gerechtigkeit und Gericht
sind seines Thrones Grundfeste.
3
Feuer geht vor ihm her und entzündet seine Feinde ringsum.
4
Seine Blitze erleuchteten den Erdkreis: die Erde sah es und
bebte.
5 Die
Berge zerschmolzen wie Wachs, vor Jehova, vor dem Herrn der
ganzen Erde.
6 Die
Himmel verkündeten seine Gerechtigkeit, und alle Völker sahen
seine Herrlichkeit.
7
Mögen beschämt werden alle Diener der Bilder, die der
Nichtigkeiten sich rühmen; fallet vor ihm nieder, ihr Götter
alle!
8 Zion
hörte es und freute sich, und es frohlockten die Töchter Judas,
wegen deiner Gerichte, Jehova.
9 Denn
du, Jehova, bist der Höchste über die ganze Erde; du bist sehr
erhaben über alle Götter.
10 Die
ihr Jehova liebet, hasset das Böse! Er bewahrt die Seelen seiner
Frommen; aus der Hand der Gesetzlosen errettet er sie.
11
Licht ist gesät dem Gerechten, und Freude den von Herzen
Aufrichtigen.
12
Freuet euch, ihr Gerechten, in Jehova, und preiset sein heiliges
Gedächtnis!
98,1
Ein Psalm. Singet Jehova ein neues Lied! Denn er hat Wunder
getan; Rettung hat ihm verschafft seine Rechte und sein heiliger
Arm.
2
Jehova hat kundgetan seine Rettung, vor den Augen der Nationen
geoffenbart seine Gerechtigkeit.
3 Er
hat seiner Güte und seiner Treue gedacht dem Hause Israel; alle
Enden der Erde haben die Rettung unseres Gottes gesehen.
4
Jauchzet Jehova, ganze Erde! Brechet in Jubel aus und singet
Psalmen!
5
Singet Psalmen Jehova mit der Laute mit der Laute und der Stimme
des Gesanges!
6 Mit
Trompeten und dem Schall der Posaune jauchzet vor dem König
Jehova!
7 Es
brause das Meer und seine Fülle, der Erdkreis und die darauf
wohnen!
8
Mögen die Ströme in die Hände klatschen, mögen jubeln die Berge
allzumal-
9 vor
Jehova! Denn er kommt, die Erde zu richten: Er wird den Erdkreis
richten in Gerechtigkeit und die Völker in Geradheit.
99,1
Jehova regiert: es zittern die Völker; er thront zwischen den
Cherubim: es wankt die Erde.
2 Groß
ist Jehova in Zion, und hoch ist er über alle Völker.
3
Preisen sollen sie deinen Namen, den großen und furchtbaren,
heilig ist er!
4 Und
die Stärke des Königs, der das Recht liebt! Du stellst fest die
Geradheit, du übst Recht und Gerechtigkeit in Jakob.
5
Erhebet Jehova, unseren Gott, und fallet nieder vor dem Schemel
seiner Füße! Heilig ist er.
6 Mose
und Aaron unter seinen Heilige (e-r)n, und Samuel unter denen,
die seinen Namen anrufen, riefen zu Jehova, und er antwortete
ihnen.
7 In
der Wolkensäule redete er zu ihnen; sie bewahrten seine
Zeugnisse und die Satzung, die er ihnen gegeben.
8
Jehova, unser Gott, du hast ihnen geantwortet! Ein vergebender
Gott warst du ihnen, und ein Rächer ihrer Taten.
9
Erhebet Jehova, unseren Gott, und fallet nieder an seinem
heiligen Berge! Denn heilig ist Jehova, unser Gott.
100,1
Ein Lobpsalm. Jauchzet Jehova, ganze Erde!
2
Dienet Jehova mit Freuden; kommet vor sein Angesicht mit Jubel!
3
Erkennet, daß Jehova Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir
selbst, sein Volk und die Herde seiner Weide.
4
Kommet in seine Tore mit Lob, in seine Vorhöfe mit Lobgesang!
Lobet ihn, preiset seinen Namen!
5 Denn
gut ist Jehova; seine Güte währt ewiglich, und seine Treue von
Geschlecht zu Geschlecht.
101,1
Von David; ein Psalm. Von Güte und Recht will ich singen; dir,
Jehova, will ich Psalmen singen.
2 Ich
will weislich handeln auf vollkommenem Wege; wann wirst du zu
mir kommen? im Innern meines Hauses will ich wandeln in
Lauterkeit meines Herzens.
3 Ich
will kein Belialsstück vor meine Augen stellen; das Tun der
Abtrünnigen hasse ich: es soll mir nicht ankleben.
4 Ein
verkehrtes Herz soll von mir weichen, den Bösen will ich nicht
kennen.
5 Wer
seinen Nächsten heimlich verleumdet, den will ich vertilgen; wer
stolzer Augen und hochmütigen Herzens ist, den will ich nicht
dulden.
6
Meine Augen werden gerichtet sein auf die Treuen im Lande, damit
sie bei mir wohnen; wer auf vollkommenem Wege wandelt, der soll
mir dienen.
7
Nicht soll wohnen im Innern meines Hauses, wer Trug übt; wer
Lügen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen.
8
Jeden Morgen will ich vertilgen alle Gesetzlosen des Landes, um
aus der Stadt Jehovas auszurotten alle, die Frevel tun.
102,1
Gebet eines Elenden, wenn er verschmachtet und seine Klage vor
Jehova ausschüttet. Jehova, höre mein Gebet, und laß zu dir
kommen mein Schreien!
2
Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tage meiner Bedrängnis;
neige zu mir dein Ohr; an dem Tage, da ich rufe, erhöre mich
eilends!
3 Denn
wie Rauch entschwinden meine Tage, und meine Gebeine glühen wie
ein Brand.
4 Wie
Kraut ist versengt und verdorrt mein Herz, daß ich vergessen
habe, mein Brot zu essen.
5 Ob
der Stimme meines Seufzens klebt mein Gebein an meinem Fleische.
6 Ich
gleiche dem Pelikan der Wüste, bin wie die Eule der Einöden.
7 Ich
wache, und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
8 Den
ganzen Tag höhnen mich meine Feinde; die wider mich rasen,
schwören bei mir.
9 Denn
Asche esse ich wie Brot, und meinen Trank vermische ich mit
Tränen
10 vor
deinem Zorn und deinem Grimm; denn du hast mich emporgehoben und
hast mich hingeworfen.
11
Meine Tage sind wie ein gestreckter Schatten, und ich verdorre
wie Kraut.
12 Du
aber, Jehova, bleibst auf ewig, und dein Gedächtnis ist von
Geschlecht zu Geschlecht.
13 Du
wirst aufstehen, wirst dich Zions erbarmen; denn es ist Zeit, es
zu begnadigen, denn gekommen ist die bestimmte Zeit;
14
denn deine Knechte haben Gefallen an seinen Steinen und haben
Mitleid mit seinem Schutt.
15 Und
die Nationen werden den Namen Jehovas fürchten, und alle Könige
der Erde deine Herrlichkeit.
16
Denn Jehova wird Zion aufbauen, wird erscheinen in seiner
Herrlichkeit;
17 Er
wird sich wenden zum Gebete des Entblößten, und ihr Gebet wird
er nicht verachten.
18 Das
wird aufgeschrieben werden für das künftige Geschlecht; und ein
Volk, das erschaffen werden soll, wird Jehova loben.
19
Denn er hat herniedergeblickt von der Höhe seines Heiligtums,
Jehova hat herabgeschaut vom Himmel auf die Erde,
20 um
zu hören das Seufzen des Gefangenen, um zu lösen die Kinder des
Todes;
21
damit man den Namen Jehovas verkündige in Zion, und in Jerusalem
sein Lob,
22
wenn die Völker sich versammeln werden allzumal, und die
Königreiche, um Jehova zu dienen.
23 Er
hat meine Kraft gebeugt auf dem Wege, hat verkürzt meine Tage.
24 Ich
sprach: Mein Gott, nimm mich nicht hinweg in der Hälfte meiner
Tage! Von Geschlecht zu Geschlecht sind deine Jahre.
25 Du
hast vormals die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner
Hände Werk.
26 Sie
werden untergehen, du aber bleibst; und sie alle werden veralten
wie ein Kleid; wie ein Gewand wirst du sie verwandeln, und sie
werden verwandelt werden;
27 Du
aber bist derselbe, und deine Jahre enden nicht.
28 Die
Söhne deiner Knechte werden wohnen, und ihr Same wird vor dir
feststehen.
103,1
Von David. Preise Jehova, meine Seele, und all mein Inneres
seinen heiligen Namen!
2
Preise Jehova, meine Seele, und vergiß nicht alle seine
Wohltaten!
3 Der
da vergibt alle deine Ungerechtigkeit, der da heilt alle deine
Krankheiten;
4 der
dein Leben erlöst von der Grube, der dich krönt mit Güte und
Erbarmungen;
5 der
mit Gutem sättigt dein Alter; deine Jugend erneuert sich wie die
des Adlers.
6
Jehova übt Gerechtigkeit und schafft Recht allen, die bed rückt
werden.
7 Er
tat seine Wege kund dem Mose, den Kindern Israel seine Taten.
8
Barmherzig und gnädig ist Jehova, langsam zum Zorn und groß an
Güte;
9 Er
wird nicht immerdar rechten und nicht ewiglich nachtragen.
10 Er
hat uns nicht getan nach unseren Sünden, und nach unseren
Ungerechtigkeiten uns nicht vergolten.
11
Denn so hoch die Himmel über der Erde sind, ist gewaltig seine
Güte über die, welche ihn fürchten;
12 so
weit der Osten ist vom Westen, hat er von uns entfernt unsere
Übertretungen.
13 Wie
ein Vater sich über die Kinder erbarmt, so erbarmt sich Jehova
über die, welche ihn fürchten.
14
Denn er kennt unser Gebilde, ist eingedenk, daß wir Staub sind.
15 Der
Mensch, wie Gras sind seine Tage; wie die Blume des Feldes, also
blüht er.
16
Denn ein Wind fährt darüber, und sie ist nicht mehr, und ihre
Stätte kennt sie nicht mehr.
17 Die
Güte Jehovas aber ist von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, welche
ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskinder hin;
18 für
die, welche seinen Bund halten, und seiner Vorschriften
gedenken, um sie zu tun.
19
Jehova hat in den Himmeln festgestellt seinen Thron, und sein
Reich herrscht über alles.
20
Preiset Jehova, ihr seine Engel, ihr Gewaltigen an Kraft, Täter
seines Wortes, gehorsam der Stimme seines Wortes!
21
Preiset Jehova, alle seine Heerscharen, ihr seine Diener, Täter
seines Wohlgefallens!
22
Preiset Jehova, alle seine Werke, an allen Orten seiner
Herrschaft! Preise Jehova, meine Seele!
104,1
Preise Jehova, meine Seele! Jehova, mein Gott, du bist sehr
groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet;
2 Du,
der in Licht sich hüllt wie in ein Gewand, der die Himmel
ausspannt gleich einer Zeltdecke;
3 der
seine Obergemächer bälkt in den Wassern, der Wolken macht zu
seinem Gefährt, der da einherzieht auf den Fittichen des Windes;
4 der
seine Engel zu Winden macht, seine Diener zu flammendem Feuer.
5 Er
hat die Erde gegründet auf ihre Grundfesten; sie wird nicht
wanken immer und ewiglich.
6 Mit
der Tiefe hattest du sie bedeckt wie mit einem Gewande; die
Wasser standen über den Bergen.
7 Vor
deinem Schelten flohen sie, vor der Stimme deines Donners eilten
sie hinweg-
8 die
Berge erhoben sich, es senkten sich die Täler an den Ort, den du
ihnen festgesetzt.
9 Du
hast ihnen eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten
werden; sie werden nicht zurückkehren, die Erde zu bedecken.
10 Du,
der Quellen entsendet in die Täler; zwischen den Bergen fließen
sie dahin;
11 sie
tränken alle Tiere des Feldes, die Wildesel stillen ihren Durst;
12 An
denselben wohnen die Vögel des Himmels, zwischen den Zweigen
hervor lassen sie ihre Stimme erschallen.
13 Du,
der die Berge tränkt aus seinen Obergemächern; von der Frucht
deiner Werke wird die Erde gesättigt.
14 Der
Gras hervorsprossen läßt für das Vieh, und Kraut zum Dienste der
Menschen: um Brot hervorzubringen aus der Erde.
15 und
damit Wein des Menschen Herz erfreue; um das Angesicht glänzen
zu machen von Öl, und damit Brot des Menschen Herz stärke.
16 Es
werden gesättigt die Bäume Jehovas, die Zedern des Libanon, die
er gepflanzt hat,
17
woselbst die Vögel nisten; der Storch, Zypressen sind sein Haus.
18 Die
hohen Berge sind für die Steinböcke, die Felsen eine Zuflucht
für die Klippendächse.
19 Er
hat den Mond gemacht für die bestimmten Zeiten; die Sonne weiß
ihren Untergang.
20 Du
machst Finsternis, und es wird Nacht; in ihr regen sich alle
Tiere des Waldes;
21 die
jungen Löwen brüllen nach Raub und fordern von Gott ihre Speise.
22 Die
Sonne geht auf: sie ziehen sich zurück und lagern sich in ihre
Höhlen.
23 Der
Mensch geht aus an sein Werk und an seine Arbeit, bis zum Abend.
24 Wie
viele sind deiner Werke, Jehova! Du hast sie alle mit Weisheit
gemacht, voll ist die Erde deiner Reichtümer.
25
Dieses Meer, groß und ausgedehnt nach allen Seiten hin: daselbst
wimmelt’s, ohne Zahl, von Tieren klein und groß.
26
Daselbst ziehen Schiffe einher, der Leviathan, den du gebildet
hast, um sich darin zu tummeln.
27 Sie
alle warten auf dich, daß du ihnen ihre Speise gebest zu seiner
Zeit.
28 Du
gibst ihnen: sie sammeln ein; du tust deine Hand auf: sie werden
gesättigt mit Gutem.
29 Du
verbirgst dein Angesicht: sie erschrecken; du nimmst ihren Odem
hinweg: sie hauchen aus und kehren zurück zu ihrem Staube.
30 Du
sendest deinen Odem aus: sie werden erschaffen, und du erneuerst
die Fläche des Erdbodens.
31
Jehovas Herrlichkeit wird ewig sein, Jehova wird sich freuen
seiner Werke;
32 der
die Erde anschaut, und sie bebt; er rührt die Berge an, und sie
rauchen.
33
Singen will ich Jehova mein Leben lang, will meinem Gott Psalmen
singen, solange ich bin.
34
Möge ihm angenehm sein mein Sinnen! Ich, ich werde mich in
Jehova erfreuen.
35 Die
Sünder werden schwinden von der Erde, und die Gesetzlosen nicht
mehr sein. Preise Jehova, meine Seele! Lobet Jehova!
105,1
Preiset Jehova, rufet an seinen Namen, machet kund unter den
Völkern seine Taten!
2
Singet ihm, singet ihm Psalmen; sinnet über alle seine
Wunderwerke!
3
Rühmet euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz
derer, die Jehova suchen!
4
Trachtet nach Jehova und seiner Stärke, suchet sein Angesicht
beständig!
5
Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner
Wunderzeichen und der Gerichte seines Mundes!
6 Du
Same Abrahams, seines Knechtes, ihr Söhne Jakobs, seine
Auserwählten!
7 Er,
Jehova, ist unser Gott; seine Gerichte sind auf der ganzen Erde.
8 Er
gedenkt ewiglich seines Bundes, des Wortes, das er geboten hat
auf tausend Geschlechter hin,
9 Den
er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides, den er Isaak
geschworen hat.
10 Und
er stellte ihn Jakob zur Satzung, Israel zum ewigen Bunde,
11
indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als Schnur
eures Erbteils;
12 als
sie ein zählbares Häuflein waren, gar wenige und Fremdlinge
darin;
13 und
als sie wanderten von Nation zu Nation, von einem Reiche zu
einem anderen Volke.
14 Er
ließ keinem Menschen zu, sie zu bedrücken, und ihretwegen
strafte er Könige:
15
“Tastet meine Gesalbten nicht an, und meinen Propheten tut
nichts Übles!”
16 Und
er rief eine Hungersnot über das Land herbei; jede Stütze des
Brotes zerbrach er.
17 Er
sandte einen Mann vor ihnen her, Joseph wurde zum Knechte
verkauft.
18 Man
preßte seine Füße in den Stock, er kam in das Eisen.
19 Bis
zur Zeit, da sein Wort eintraf; das Wort Jehovas läuterte ihn.
20 Der
König sandte hin und ließ ihn los, der Herrscher über Völker,
und befreite ihn;
21 er
setzte ihn zum Herrn über sein Haus, und zum Herrscher über all
sein Besitztum,
22 um
seine Fürsten zu fesseln nach seiner Lust, und daß er seine
Ältesten Weisheit lehre.
23 Und
Israel kam nach Ägypten, und Jakob hielt sich auf im Lande Hams.
24 Und
er machte sein Volk sehr fruchtbar, und machte es stärker als
seine Bedränger.
25 Er
wandelte ihr Herz, sein Volk zu hassen, Arglist zu üben an
seinen Knechten.
26 Er
sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er auserwählt hatte.
27 Sie
taten unter ihnen seine Zeichen, und Wunder im Lande Hams.
28 Er
sandte Finsternis und machte finster; und sie waren nicht
widerspenstig gegen seine Worte.
29 Er
verwandelte ihre Wasser in Blut, und ließ sterben ihre Fische.
30 Es
wimmelte ihr Land von Fröschen, in den Gemächern ihrer Könige.
31 Er
sprach, und es kamen Hundsfliegen, Stechmücken in alle ihre
Grenzen.
32 Er
gab ihnen Hagel als Regen, flammendes Feuer in ihrem Lande;
33 und
er schlug ihre Weinstöcke und Feigenbäume, und zerbrach die
Bäume ihres Landes.
34 Er
sprach, und es kamen Heuschrecken und Grillen ohne Zahl;
35 und
sie fraßen alles Kraut in ihrem Lande und fraßen die Frucht
ihres Bodens.
36 Und
er schlug alle Erstgeburt in ihrem Lande, die Erstlinge all
ihrer Kraft.
37 Und
er führte sie heraus mit Silber und Gold, und kein Strauchelnder
war in seinen Stämmen.
38
Froh war Ägypten, daß sie auszogen; denn ihr Schrecken war auf
sie gefallen.
39 Er
breitete eine Wolke aus zur Decke, und ein Feuer, die Nacht zu
erleuchten.
40 Sie
forderten, und er ließ Wachteln kommen; und mit Himmelsbrot
sättigte er sie.
41 Er
öffnete den Felsen, und es flossen Wasser heraus; sie liefen in
den dürren Örtern wie ein Strom.
42
Denn er gedachte seines heiligen Wortes, Abrahams, seines
Knechtes;
43 und
er führte sein Volk heraus mit Freuden, mit Jubel seine
Auserwählten.
44 Und
er gab ihnen die Länder der Nationen, und das von den
Völkerschaften Errungene nahmen sie in Besitz;
45
damit sie seine Satzungen beobachteten und seine Gesetze
bewahrten. Lobet Jehova!
106,1
Lobet Jehova! Preiset Jehova! Denn er ist gut, denn seine Güte
währt ewiglich.
2 Wer
wird aussprechen die Machttaten Gottes, hören lassen all sein
Lob?
3
Glückselig die das Recht bewahren, der Gerechtigkeit übt zu
aller Zeit!
4
Gedenke meiner, Jehova, mit der Gunst gegen dein Volk; suche
mich heim mit deiner Rettung!
5 Daß
ich anschaue die Wohlfahrt deiner Auserwählten, mich erfreue an
der Freude deiner Nation, mich rühme mit deinem Erbteil.
6 Wir
haben gesündigt samt unseren Vätern, haben unrecht getan, haben
gesetzlos gehandelt.
7
Unsere Väter in Ägypten beachteten nicht deine Wundertaten,
gedachten nicht der Menge deiner Gütigkeiten und waren
widerspenstig am Meere, beim Schilfmeere.
8 Aber
er rettete sie um seines Namens willen, um kundzutun seine
Macht.
9 Und
er schalt das Schilfmeer, und es ward trocken; und er ließ sie
durch die Tiefen gehen wie durch eine Wüste.
10 Und
er rettete sie aus der Hand des Hassers, und erlöste sie aus der
Hand des Feindes.
11 Und
die Wasser bedeckten ihre Bedränger, nicht einer von ihnen blieb
übrig.
12 Da
glaubten sie seinen Worten, sie sangen sein Lob.
13
Schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat;
14 und
sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der
Einöde.
15 Da
gab er ihnen ihr Begehr, aber er sandte Magerkeit in ihre
Seelen.
16 Und
sie wurden eifersüchtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den
Heiligen Jehovas.
17 Die
Erde tat sich auf, und verschlang Dathan und bedeckte die Rotte
Abirams;
18 und
ein Feuer brannte unter ihrer Rotte, eine Flamme verzehrte die
Gesetzlosen.
19 Sie
machten ein Kalb am Horeb und bückten sich vor einem gegossenen
Bilde;
20 und
sie vertauschten ihre Herrlichkeit gegen das Bild eines Stieres,
der Gras frißt.
21 Sie
vergaßen Gottes, ihres Retters, der Großes getan in Ägypten,
22
Wundertaten im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer.
23 Da
sprach er, daß er sie vertilgen wollte, wenn nicht Mose, sein
Auserwählter, vor ihm in dem Riß gestanden hätte, um seinen
Grimm vom Verderben abzuwenden.
24 Und
sie verschmähten das köstliche Land, glaubten nicht seinem
Worte;
25 und
sie murrten in ihren Zelten, hörten nicht auf die Stimme
Jehovas.
26 Da
schwur er ihnen, sie niederzuschlagen in der Wüste,
27 und
ihren Samen niederzuschlagen unter den Nationen und sie zu
zerstreuen in die Länder.
28 Und
sie hängten sich an Baal-Peor und aßen Schlachtopfer der Toten;
29 und
sie erbitterten ihn durch ihre Handlungen, und eine Plage brach
unter sie ein.
30 Da
stand Pinehas auf und übte Gericht, und der Plage ward gewehrt.
31 Und
es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet von Geschlecht zu
Geschlecht bis in Ewigkeit.
32 Und
sie erzürnten ihn an dem Wasser von Meriba, und es erging Mose
übel ihretwegen;
33
denn sie reizten seinen Geist, so daß er unbedacht redete mit
seinen Lippen.
34 Sie
vertilgten die Völker nicht, wie doch Jehova ihnen gesagt hatte;
35 und
sie vermischten sich mit den Nationen und lernten ihre Werke;
36 und
sie dienten ihren Götzen, und sie wurden ihnen zum Fallstrick.
37 Und
sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Dämonen.
38 Und
sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und ihrer
Töchter, welche sie den Götzen Kanaans opferten; und das Land
wurde durch Blut entweiht.
39 Und
sie verunreinigten sich durch ihre Werke und hurten durch ihre
Handlungen.
40 Da
entbrannte der Zorn Jehovas wider sein Volk, und er verabscheute
sein Erbteil;
41 und
er gab sie in die Hand der Nationen, und ihre Hasser herrschten
über sie;
42 und
ihre Feinde bedrückten sie, und sie wurden gebeugt unter ihre
Hand.
43
Oftmals errettete er sie; sie aber waren widerspenstig in ihren
Anschlägen, und sie sanken hin durch ihre Ungerechtigkeit.
44 Und
er sah an ihre Bedrängnis, wenn er ihr Schreien hörte;
45 und
er gedachte ihnen zugut an seinen Bund, und es reute ihn nach
der Menge seiner Gütigkeiten.
46 Und
er ließ sie Erbarmen finden vor allen, die sie gefangen
weggeführt hatten.
47
Rette uns, Jehova, unser Gott, und sammle uns aus den Nationen,
daß wir deinen heiligen Namen preisen, daß wir uns rühmen deines
Lobes!
48
Gepriesen sei Jehova, der Gott Israels, von Ewigkeit zu
Ewigkeit! Und alles Volk sage: Amen! Lobet Jehova!
107,1
Preiset Jehova, denn er ist gut, denn seine Güte währt ewiglich!
2 So
sollen sagen die Erlösten Jehovas, die er aus der Hand des
Bedrängers erlöst,
3 und
die er gesammelt hat aus den Ländern, von Osten und von Westen,
von Norden und vom Meere.
4 Sie
irrten umher in der Wüste, auf ödem Wege, sie fanden keine
Wohnstadt.
5
Hungrig waren sie und durstig, es verschmachtete in ihnen ihre
Seele.
6 Da
schrieen sie zu Jehova in ihrer Bedrängnis, und aus ihren
Drangsalen errettete er sie.
7 Und
er leitete sie auf rechtem Wege, daß sie zu einer Wohnstadt
gelangten.
8
Mögen sie Jehova preisen wegen seiner Güte und wegen seiner
Wundertaten an den Menschenkindern!
9 Denn
er hat die durstende Seele gesättigt und die hungernde Seele mit
Gutem erfüllt.
10 Die
Bewohner der Finsternis und des Todesschattens, gefesselt in
Elend und Eisen:
11
Weil sie widerspenstig gewesen waren gegen die Worte Gottes und
verachtet hatten den Rat des Höchsten,
12 so
beugte er ihr Herz durch Mühsal; sie strauchelten, und kein
Helfer war da.
13 Da
schrieen sie zu Jehova in ihrer Bedrängnis, und aus ihren
Drangsalen rettete er sie.
14 Er
führte sie heraus aus der Finsternis und dem Todesschatten, und
zerriß ihre Fesseln.
15
Mögen sie Jehova preisen wegen seiner Güte und wegen seiner
Wundertaten an den Menschenkindern!
16
Denn er hat zerbrochen die ehernen Türen und die eisernen Riegel
zerschlagen.
17 Die
Toren leiden ob des Weges ihrer Übertretung und ob ihrer
Ungerechtigkeiten.
18
Ihre Seele verabscheut jede Speise, und sie kommen bis an die
Pforten des Todes.
19
Dann schreien sie zu Jehova in ihrer Bedrängnis, und aus ihren
Drangsalen rettet er sie.
20 Er
sendet sein Wort und heilt sie, und er errettet sie aus ihren
Gruben.
21
Mögen sie Jehova preisen wegen seiner Güte und wegen seiner
Wundertaten an den Menschenkindern;
22 und
Opfer des Lobes opfern und mit Jubel erzählen seine Taten!
23 Die
sich auf Schiffen aufs Meer hinabbegeben, auf großen Wassern
Handel treiben,
24
diese sehen die Taten Jehovas und seine Wunderwerke in der
Tiefe:
25 Er
spricht und bestellt einen Sturmwind, der hoch erhebt seine
Wellen.
26 Sie
fahren hinauf zum Himmel, sinken hinab in die Tiefen; es
zerschmilzt in der Not ihre Seele.
27 Sie
taumeln und schwanken wie ein Trunkener, und zunichte wird alle
ihre Weisheit.
28
Dann schreien sie zu Jehova in ihrer Bedrängnis, und er führt
sie heraus aus ihren Drangsalen.
29 Er
verwandelt den Sturm in Stille, und es legen sich die Wellen.
30 Und
sie freuen sich, daß sie sich beruhigen, und er führt sie in den
ersehnten Hafen.
31
Mögen sie Jehova preisen wegen seiner Güte, und wegen seiner
Wundertaten an den Menschenkindern.
32 Und
ihn erheben in der Versammlung des Volkes, und in der Sitzung
der Ältesten ihn loben!
33 Er
macht Ströme zur Wüste und Wasserquellen zu dürrem Lande,
34
fruchtbares Land zur Salzsteppe wegen der Bosheit der darin
Wohnenden.
35 Er
macht zum Wasserteich die Wüste und dürres Land zu
Wasserquellen;
36 und
er läßt Hungrige daselbst wohnen und sie gründen eine Wohnstadt.
37 Und
sie besäen Felder und pflanzen Weinberge, welche Frucht bringen
als Ertrag;
38 und
er segnet sie, und sie mehren sich sehr, und ihres Viehes läßt
er nicht wenig sein.
39 Und
sie vermindern sich und werden gebeugt durch Bedrückung, Unglück
und Jammer.
40 Er
schüttet Verachtung auf Fürsten, und läßt sie umherirren in
pfadloser Einöde;
41 und
er hebt den Armen empor aus dem Elend, und macht Herden gleich
seine Geschlechter.
42 Die
Aufrichtigen werden es sehen und sich freuen, und alle
Ungerechtigkeit wird ihren Mund verschließen.
43 Wer
weise ist, der wird dieses beachten, und verstehen werden sie
die Gütigkeiten Jehovas.
108,1
Ein Lied, ein Psalm. Von David. Befestigt ist mein Herz, o Gott!
Ich will singen und Psalmen singen; auch meine Seele.
2
Wachet auf, Harfe und Laute! Ich will aufwecken die Morgenröte.
3 Ich
will dich preisen unter den Völkern, Jehova, und dich besingen
unter den Völkerschaften;
4 denn
groß ist deine Güte über die Himmel hinaus, und bis zu den
Wolken deine Wahrheit.
5
Erhebe dich über die Himmel, o Gott! Und über der ganzen Erde
sei deine Herrlichkeit!
6
Damit befreit werden deine Geliebten, rette durch deine Rechte
und erhöre uns!
7 Gott
hat geredet in seiner Heiligkeit: Frohlocken will ich, will
Sichem verteilen, und das Tal Sukkoth ausmessen.
8 Mein
ist Gilead, mein Manasse, und Ephraim ist die Wehr meines
Hauptes, Juda mein Herrscherstab.
9 Moab
ist mein Waschbecken; auf Edom will ich meine Sandale werfen,
über Philistäa will ich jauchzen.
10 Wer
wird mich führen in die befestigte Stadt, wer wird mich leiten
bis nach Edom?
11
Nicht du, Gott, der du uns verworfen hast und nicht auszogest, o
Gott, mit unseren Heeren?
12
Schaffe uns Hilfe aus der Bedrängnis! Menschenrettung ist ja
eitel.
13 Mit
Gott werden wir mächtige Taten tun; und er, er wird unsere
Bedränger zertreten.
109,1
Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm. Gott meines Lobes, schweige
nicht!
2 Denn
der Mund des Gesetzlosen und der Mund des Truges haben sich
wider mich geöffnet, mit Lügenzunge haben sie zu mir geredet;
3 Und
mit Worten des Hasses haben sie mich umgeben und haben wider
mich gestritten ohne Ursache.
4 Für
meine Liebe feindeten sie mich an; ich aber bin stets im Gebet.
5 Und
sie haben mir Böses für Gutes erwiesen und Haß für meine Liebe.
6
Bestelle einen Gesetzlosen über ihn, und ein Widersacher stehe
zu seiner Rechten!
7 Wenn
er gerichtet wird, gehe er schuldig aus, und sein Gebet werde
zur Sünde!
8
Seiner Tage seien wenige, sein Amt empfange ein anderer!
9
Seine Söhne seien Waisen, und sein Weib eine Witwe!
10 Und
mögen seine Söhne umherschweifen und betteln und fern von ihren
verwüsteten Wohnungen nach Brot suchen!
11 Der
Wucherer umgarne alles, was er hat, und Fremde mögen rauben
seine Arbeit!
12 Er
habe niemand, der ihm Güte bewahre, und es sei niemand, der
seinen Waisen gnädig sei!
13
Seine Nachkommen mögen ausgerottet werden; im folgenden
Geschlecht erlösche ihr Name!
14
Gedacht werde vor Jehova der Ungerechtigkeit seiner Väter, und
nicht werde ausgelöscht die Sünde seiner Mutter!
15 Sie
seien beständig vor Jehova, und er rotte ihr Gedächtnis aus von
der Erde!
16
Darum daß er nicht gedachte, Güte zu üben, und verfolgte den
elenden und armen Mann, und den, der verzagten Herzens war, um
ihn zu töten.
17 Und
er liebte den Fluch, so komme er auf ihn! Und er hatte kein
Gefallen an Segen, so sei er fern von ihm!
18 Und
er zog den Fluch an wie sein Kleid, so dringe er wie Wasser in
sein Inneres und wie Öl in seine Gebeine!
19 Er
sei ihm wie ein Gewand, in das er sich hüllt, und zu einem
Gürtel, womit er stets sich gürtet!
20 Das
sei der Lohn meiner Widersacher von seiten Jehovas, und derer,
die Böses reden wider meine Seele!
21 Du
aber, Jehova, Herr, wirke für mich um deines Namens willen; weil
deine Güte gut ist, errette mich!
22
Denn ich, ich bin elend und arm, und mein Herz ist verwundet in
meinem Innern.
23 Wie
ein Schatten, wenn er sich streckt, gehe ich dahin, werde
hinweggescheucht wie die Heuschrecke.
24
Meine Knie wanken vom Fasten, und mein Fleisch ist abgemagert.
25 Und
ich, ich bin ihnen zum Hohn geworden; wenn sie mich sehen,
schütteln sie ihren Kopf.
26
Hilf mir, Jehova, mein Gott! Rette mich nach deiner Güte!
27
Damit sie wissen, daß dies deine Hand ist, daß du, Jehova, es
getan hast.
28
Mögen sie fluchen, du aber segne! Stehen sie auf, so laß sie
beschämt werden, und deinen Knecht sich freuen!
29 Laß
meine Widersacher bekleidet werden mit Schande, und in ihre
Schmach sich hüllen wie in einen Mantel!
30 Ich
werde Jehova sehr preisen mit meinem Munde, und inmitten vieler
werde ich ihn loben.
31
Denn er stand zur Rechten des Armen, um ihn zu retten von denen,
die seine Seele richteten.
110,1
Von David. Ein Psalm. Jehova sprach zu meinem Herrn: Setze dich
zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner
Füße!
2 Den
Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden; herrsche inmitten
deiner Feinde!
3 Dein
Volk wird voller Willigkeit sein am Tage deiner Macht; in
heiliger Pracht, aus dem Schoße der Morgenröte wird dir der Tau
deiner Jugend kommen.
4
Geschworen hat Jehova, und es wird ihn nicht gereuen: “Du bist
Heilige (e-r) in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!”
5 Der
Herr zu deiner Rechten zerschmettert Könige am Tage seines
Zornes.
6 Er
wird richten unter den Nationen, er füllt alles mit Leichen; das
Haupt über ein großes Land zerschmettert er.
7 Auf
dem Wege wird er trinken aus dem Bache, darum wird er das Haupt
erheben.
111,1
Lobet Jehova! Preisen will ich Jehova von ganzem Herzen im
Kreise der Aufrichtigen und in der Gemeinde.
2 Groß
sind die Taten Jehovas, sie werden erforscht von allen, die Lust
an ihnen haben.
3
Majestät und Pracht ist sein Tun; und seine Gerechtigkeit
besteht ewiglich.
4 Er
hat ein Gedächtnis gestiftet seinen Wundertaten; gnädig und
barmherzig ist Jehova.
5 Er
hat Speise gegeben denen, die ihn fürchten; er gedenkt in
Ewigkeit seines Bundes.
6 Er
hat seinem Volke kundgemacht die Kraft seiner Taten, um ihnen zu
geben das Erbteil der Nationen.
7 Die
Taten seiner Hände sind Wahrheit und Recht; zuverlässig sind
alle seine Vorschriften,
8
festgestellt auf immer, auf ewig, ausgeführt in Wahrheit und
Geradheit.
9 Er
hat Erlösung gesandt seinem Volke, seinen Bund verordnet auf
ewig; heilig und furchtbar ist sein Name.
10 Die
Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang; gute Einsicht haben
alle, die sie ausüben. Sein Lob besteht ewiglich.
112,1
Lobet Jehova! Glückselig der Mann, der Jehova fürchtet, der
große Lust hat an seinen Geboten!
2 Sein
Same wird mächtig sein im Lande; es wird gesegnet werden das
Geschlecht der Aufrichtigen.
3
Vermögen und Reichtum wird in seinem Hause sein, und seine
Gerechtigkeit besteht ewiglich.
4 Den
Aufrichtigen geht Licht auf in der Finsternis; er ist gnädig und
barmherzig und gerecht.
5 Wohl
dem Manne, der gnädig ist und leiht! Er wird seine Sachen
durchführen im Gericht;
6 denn
in Ewigkeit wird er nicht wanken. Zum ewigen Andenken wird der
Gerechte sein.
7
Nicht wird er sich fürchten vor böser Kunde; fest ist sein Herz,
vertrauend auf Jehova.
8
Befestigt ist sein Herz; er fürchtet sich nicht, bis er seine
Lust sieht an seinen Bedrängern.
9 Er
streut aus, gibt den Armen; seine Gerechtigkeit besteht
ewiglich; sein Horn wird erhöht werden in Ehre.
10 Der
Gesetzlose wird es sehen und sich ärgern; mit seinen Zähnen wird
er knirschen und vergehen; das Begehren der Gesetzlosen wird
untergehen.
113,1
Lobet Jehova! Lobet, ihr Knechte Jehovas, lobet den Namen
Jehovas!
2
Gepriesen sei der Name Jehovas von nun an bis in Ewigkeit!
3 Vom
Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobt der Name
Jehovas!
4 Hoch
über alle Nationen ist Jehova, über die Himmel seine
Herrlichkeit.
5 Wer
ist wie Jehova, unser Gott, der hoch oben thront;
6 der
sich herabneigt, um auf die Himmel und auf die Erde zu schauen?
7 Der
aus dem Staube emporhebt den Geringen, aus dem Kote erhöht den
Armen,
8 um
ihn sitzen zu lassen bei den Edlen, bei den Edlen seines Volkes.
9 Der
die Unfruchtbare des Hauses wohnen läßt als eine fröhliche
Mutter von Söhnen. Lobet Jehova!
114,1
Als Israel aus Ägypten zog, das Haus Jakob aus dem Volke fremder
Sprache,
2 da
war Juda sein Heiligtum, Israel seine Herrschaft.
3 Das
Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurück;
4 die
Berge hüpften wie Widder, die Hügel wie junge Schafe.
5 Was
war dir, du Meer, daß du flohest? Du Jordan, daß du dich
zurückwandtest?
6 Ihr
Berge, daß ihr hüpftet wie Widder? ihr Hügel, wie junge Schafe?
7
Erbebe vor dem Herrn, du Erde, vor dem Gott Jakobs,
8 Der
den Felsen verwandelte in einen Wasserteich, den Kieselfelsen in
einen Wasserquell!
115,1
Nicht uns, Jehova, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um
deiner Güte, um deiner Wahrheit willen!
2
Warum sollen die Nationen sagen: Wo ist denn ihr Gott?
3 Aber
unser Gott ist in den Himmeln; alles was ihm wohlgefällt, tut
er.
4 Ihre
Götzen sind Silber und Gold, ein Werk von Menschenhänden.
5
Einen Mund haben sie und reden nicht; Augen haben sie und sehen
nicht;
6
Ohren haben sie und hören nicht; eine Nase haben sie und riechen
nicht;
7 sie
haben Hände und tasten nicht, Füße, und sie gehen nicht; keinen
Laut geben sie mit ihrer Kehle.
8
Ihnen gleich sind die, die sie machen, ein jeder, der auf sie
vertraut.
9
Israel, vertraue auf Jehova! Ihre Hilfe und ihr Schild ist er.
10
Haus Aaron, vertrauet auf Jehova! Ihre Hilfe und ihr Schild ist
er.
11
Ihr, die ihr Jehova fürchtet, vertrauet auf Jehova! Ihre Hilfe
und ihr Schild ist er.
12
Jehova hat unser gedacht, er wird segnen; er wird segnen das
Haus Israel, segnen das Haus Aaron.
13 Er
wird segnen, die Jehova fürchten, die Kleinen mit den Großen.
14
Jehova wird zu euch hinzufügen, zu euch und zu euren Kindern.
15
Gesegnet seid ihr von Jehova, der Himmel und Erde gemacht hat.
16 Die
Himmel sind die Himmel Jehovas, die Erde aber hat er den
Menschenkindern gegeben.
17 Die
Toten werden Jehova nicht loben, noch alle, die zum Schweigen
hinabfahren;
18 wir
aber, wir werden Jehova preisen von nun an bis in Ewigkeit.
Lobet Jehova!
116,1
Ich liebe Jehova; denn er hörte meine Stimme, mein Flehen;
2 denn
er hat zu mir geneigt sein Ohr; und ich will ihn anrufen in
allen meinen Tagen.
3 Es
umfingen mich die Bande des Todes, und die Bedrängnisse des
Scheols erreichten mich; ich fand Drangsal und Kummer.
4 Und
ich rief an den Namen Jehovas: Bitte, Jehova, errette meine
Seele!
5
Gnädig ist Jehova und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.
6
Jehova bewahrt die Einfältigen; ich war elend, und er hat mich
gerettet.
7
Kehre wieder, meine Seele, zu deiner Ruhe! Denn Jehova hat
wohlgetan an dir.
8 Denn
du hast meine Seele errettet vom Tode, meine Augen von Tränen,
meinen Fuß vom Sturz.
9 Ich
werde wandeln vor Jehova in dem Lande der Lebendigen.
10 Ich
glaubte, darum redete ich. Ich bin sehr gebeugt gewesen.
11 Ich
sprach in meiner Bestürzung: Alle Menschen sind Lügner!
12 Wie
soll ich Jehova alle seine Wohltaten an mir vergelten?
13 Den
Becher der Rettungen will ich nehmen und anrufen den Namen
Jehovas.
14 Ich
will Jehova meine Gelübde bezahlen, ja, in der Gegenwart seines
ganzen Volkes.
15
Kostbar ist in den Augen Jehovas der Tod seiner Frommen.
16
Bitte, Jehova! Denn ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht,
der Sohn deiner Magd; gelöst hast du meine Bande.
17 Dir
will ich Opfer des Lobes opfern, und anrufen den Namen Jehovas.
18 Ich
will Jehova meine Gelübde bezahlen, ja, in der Gegenwart seines
ganzen Volkes.
19 In
den Vorhöfen des Hauses Jehovas, in deiner Mitte, Jerusalem.
Lobet Jehova!
117,1
Lobet Jehova, alle Nationen! Rühmet ihn, alle Völker!
2 Denn
mächtig über uns ist seine Güte; und die Wahrheit Jehovas währt
ewiglich. Lobet Jehova!
118,1
Preiset Jehova! Denn er ist gut, denn seine Güte währt ewiglich.
2 Es
sage doch Israel: denn seine Güte währt ewiglich.
3 Es
sage doch das Haus Aaron: denn seine Güte währt ewiglich.
4 Es
sagen doch, die Jehova fürchten: denn seine Güte währt ewiglich.
5 Aus
der Bedrängnis rief ich zu Jah; Jah erhörte mich und setzte mich
in einen weiten Raum.
6
Jehova ist für mich, ich werde mich nicht fürchten; was sollte
der Mensch mir tun?
7
Jehova ist für mich unter meinen Helfern, und ich werde meine
Lust sehen an meinen Hassern.
8 Es
ist besser, auf Jehova zu trauen, als sich zu verlassen auf den
Menschen.
9 Es
ist besser, auf Jehova zu trauen, als sich zu verlassen auf
Fürsten.
10
Alle Nationen hatten mich umringt; gewiß, im Namen Jehovas
vertilgte ich sie.
11 Sie
hatten mich umringt, ja, mich umringt; gewiß, im Namen Jehovas
vertilgte ich sie.
12 Sie
hatten mich umringt wie Bienen; sie sind erloschen wie
Dornenfeuer; gewiß, im Namen Jehovas vertilgte ich sie.
13
Hart hast du mich gestoßen, um mich zu Fall zu bringen; aber
Jehova hat mir geholfen.
14
Meine Stärke und mein Gesang ist Jah, und er ist mir zur Rettung
geworden.
15 Die
Stimme des Jubels und der Rettung ist in den Zelten der
Gerechten; die Rechte Jehovas tut mächtige Taten.
16 Die
Rechte Jehovas ist erhoben, die Rechte Jehovas tut mächtige
Taten.
17 Ich
werde nicht sterben, sondern leben und die Taten Jahs erzählen.
18
Hart hat mich Jah gezüchtigt, aber dem Tode hat er mich nicht
übergeben.
19
Öffnet mir die Tore der Gerechtigkeit: ich will durch sie
eingehen, Jah will ich preisen.
20
Dies ist das Tor Jehovas: Die Gerechten werden durch dasselbe
eingehen.
21 Ich
will dich preisen, denn du hast mich erhört und bist mir zur
Rettung geworden.
22 Der
Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein
geworden.
23 Von
Jehova ist dies geschehen; wunderbar ist es in unseren Augen.
24
Dies ist der Tag, den Jehova gemacht hat; frohlocken wir und
freuen wir uns in ihm.
25
Bitte, Jehova, rette doch! Bitte, Jehova, gib doch Wohlfahrt!
26
Gesegnet, der da kommt im Namen Jehovas! Von dem Hause Jehovas
aus haben wir euch gesegnet.
27
Jehova ist Gott, und er hat uns Licht gegeben; bindet das
Festopfer mit Stricken bis an die Hörner des Altars.
28 Du
bist mein Gott, und ich will dich preisen; mein Gott, ich will
dich erheben.
29
Preiset Jehova! Denn er ist gut, denn seine Güte währt ewiglich.
119,1
Glückselig, die im Wege untadelig sind, die da wandeln im
Gesetze Jehovas!
2
Glückselig, die seine Zeugnisse bewahren, die von ganzem Herzen
ihn suchen,
3 Die
auch kein Unrecht tun, in seinen Wegen wandeln!
4 Du
hast deine Vorschriften geboten, um sie fleißig zu beobachten.
5 O
daß meine Wege gerichtet wären, um deine Satzungen zu
beobachten!
6 Dann
werde ich nicht beschämt werden, wenn ich achthabe auf alle
deine Gebote.
7
Preisen werde ich dich in Aufrichtigkeit des Herzens, wenn ich
gelernt habe die Rechte deiner Gerechtigkeit.
8
Deine Satzungen werde ich beobachten; verlaß mich nicht ganz und
gar!
9
Wodurch wird ein Jüngling seinen Pfad in Reinheit wandeln? Indem
er sich bewahrt nach deinem Worte.
10 Mit
meinem ganzen Herzen habe ich dich gesucht: laß mich nicht
abirren von deinen Geboten!
11 In
meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, auf daß ich nicht
wider dich sündige.
12
Gepriesen seiest du, Jehova! Lehre mich deine Satzungen!
13 Mit
meinen Lippen habe ich erzählt alle Rechte deines Mundes.
14 An
dem Wege deiner Zeugnisse habe ich mich erfreut wie über allen
Reichtum.
15
Über deine Vorschriften will ich sinnen und achthaben auf deine
Pfade.
16 An
deinen Satzungen habe ich meine Wonne; deines Wortes werde ich
nicht vergessen.
17 Tue
wohl an deinem Knechte, so werde ich leben; und ich will dein
Wort bewahren.
18
Öffne meine Augen, damit ich Wunder schaue in deinem Gesetz!
19 Ein
Fremdling bin ich im Lande, verbirg nicht vor mir deine Gebote!
20
Zermalmt ist meine Seele vor Verlangen nach deinen Rechten zu
aller Zeit.
21
Gescholten hast du die Übermütigen, die Verfluchten, welche
abirren von deinen Geboten.
22
Wälze von mir Hohn und Verachtung! Denn deine Zeugnisse habe ich
bewahrt.
23
Sitzen auch Fürsten und bereden sich wider mich, dein Knecht
sinnt über deine Satzungen.
24
Deine Zeugnisse sind auch meine Wonne, meine Ratgeber.
25 Am
Staube klebt meine Seele; belebe mich nach deinem Worte!
26
Meine Wege habe ich erzählt, und du hast mich erhört; lehre mich
deine Satzungen!
27 Laß
mich verstehen den Weg deiner Vorschriften, und sinnen will ich
über deine Wundertaten.
28 Vor
Traurigkeit zerfließt in Tränen meine Seele; richte mich auf
nach deinem Worte!
29
Wende von mir ab den Weg der Lüge und gewähre mir dein Gesetz!
30 Den
Weg der Treue habe ich erwählt, habe vor mich gestellt deine
Rechte.
31 Ich
hange an deinen Zeugnissen; Jehova, laß mich nicht beschämt
werden!
32 Den
Weg deiner Gebote werde ich laufen, wenn du Raum gemacht haben
wirst meinem Herzen.
33
Lehre mich, Jehova, den Weg deiner Satzungen, und ich will ihn
bewahren bis ans Ende.
34 Gib
mir Einsicht, und ich will dein Gesetz bewahren und es halten
von ganzem Herzen.
35 Laß
mich wandeln auf dem Pfade deiner Gebote! Denn an ihm habe ich
meine Lust.
36
Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Gewinn!
37
Wende meine Augen ab, daß sie Eitles nicht sehen! Belebe mich in
deinen Wegen!
38
Bestätige deinem Knechte deine Zusage, welche deiner Furcht
entspricht!
39
Wende ab meinen Hohn, den ich fürchte! Denn deine Rechte sind
gut.
40
Siehe, ich verlange nach deinen Vorschriften; belebe mich in
deiner Gerechtigkeit!
41 Und
laß über mich kommen deine Gütigkeiten, Jehova, deine Rettung
nach deiner Zusage!
42 So
werde ich Antwort geben dem mich Höhnenden; denn ich vertraue
auf dein Wort.
43 Und
entziehe meinem Munde nicht gänzlich das Wort der Wahrheit! Denn
ich harre auf deine Rechte.
44 Und
halten will ich dein Gesetz beständig, immer und ewiglich.
45 Und
ich werde wandeln in weitem Raume; denn nach deinen Vorschriften
habe ich getrachtet.
46 Und
vor Königen will ich reden von deinen Zeugnissen und mich nicht
schämen.
47 Und
ich werde meine Wonne haben an deinen Geboten, die ich liebe,
48 und
werde meine Hände aufheben zu deinen Geboten, die ich liebe; und
über deine Satzungen will ich sinnen.
49
Gedenke des Wortes an deinen Knecht, auf welches du mich hast
harren lassen!
50
Dies ist mein Trost in meinem Elende, daß deine Zusage mich
belebt hat.
51 Die
Übermütigen haben mich über die Maßen verspottet; von deinem
Gesetz bin ich nicht abgewichen.
52 Ich
gedachte, Jehova, deiner Rechte von alters her, und ich tröstete
mich.
53
Zornglut hat mich ergriffen wegen der Gesetzlosen, die dein
Gesetz verlassen.
54
Deine Satzungen sind meine Gesänge gewesen im Hause meiner
Fremdlingschaft.
55 Des
Nachts habe ich deines Namens gedacht, Jehova, und ich habe dein
Gesetz gehalten.
56
Dies ist mir geschehen, weil ich deine Vorschriften bewahrt
habe.
57
Mein Teil, Jehova, habe ich gesagt, ist, deine Worte zu
bewahren.
58 Von
ganzem Herzen habe ich dich angefleht; sei mir gnädig nach
deiner Zusage!
59 Ich
habe meine Wege überdacht, und meine Füße gekehrt zu deinen
Zeugnissen.
60 Ich
habe geeilt und nicht gesäumt, deine Gebote zu halten.
61 Die
Bande der Gesetzlosen haben mich umgeben; dein Gesetz habe ich
nicht vergessen.
62 Um
Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen wegen der Rechte
deiner Gerechtigkeit.
63 Ich
bin der Gefährte aller, die dich fürchten, und derer, die deine
Vorschriften beobachten.
64 Von
deiner Güte, Jehova, ist die Erde erfüllt; lehre mich deine
Satzungen!
65 Du
hast Gutes getan an deinem Knechte, Jehova, nach deinem Worte.
66
Gute Einsicht und Erkenntnis lehre mich! Denn ich habe deinen
Geboten geglaubt.
67
Bevor ich gedemütigt ward, irrte ich; jetzt aber bewahre ich
dein Wort.
68 Du
bist gut und guttätig; lehre mich deine Satzungen!
69
Lügen haben die Übermütigen wider mich erdichtet; ich bewahre
deine Vorschriften von ganzem Herzen.
70 Ihr
Herz ist dick geworden wie Fett; ich habe meine Wonne an deinem
Gesetz.
71 Es
ist gut für mich, daß ich gedemütigt ward, damit ich deine
Satzungen lernte.
72
Besser ist mir das Gesetz deines Mundes als Tausende von Gold
und Silber.
73
Deine Hände haben mich gemacht und bereitet; gib mir Einsicht,
und ich will deine Gebote lernen.
74 Die
dich fürchten, werden mich sehen und sich freuen; denn ich habe
auf dein Wort geharrt.
75 Ich
weiß, Jehova, daß deine Gerichte Gerechtigkeit sind und daß du
mich gedemütigt hast in Treue.
76 Laß
doch deine Güte mir zum Troste sein, nach deiner Zusage an
deinen Knecht!
77 Laß
deine Erbarmungen über mich kommen, so werde ich leben; denn
dein Gesetz ist meine Wonne.
78 Laß
beschämt werden die Übermütigen! Denn sie haben mich gebeugt
ohne Grund; ich, ich sinne über deine Vorschriften.
79 Laß
sich zu mir kehren, die dich fürchten und die deine Zeugnisse
kennen!
80 Laß
mein Herz untadelig sein in deinen Satzungen, damit ich nicht
beschämt werde!
81
Meine Seele schmachtet nach deiner Rettung, ich harre auf dein
Wort.
82
Meine Augen schmachten nach deiner Zusage, indem ich spreche:
Wann wirst du mich trösten?
83
Denn wie ein Schlauch im Rauche bin ich geworden; deine
Satzungen habe ich nicht vergessen.
84 Wie
viele werden der Tage deines Knechtes sein? Wann wirst du
Gericht üben an meinen Verfolgern?
85 Die
Übermütigen haben mir Gruben gegraben, sie, die nicht nach
deinem Gesetz sind.
86
Alle deine Gebote sind Treue. Sie haben mich verfolgt ohne
Grund: hilf mir!
87
Wenig fehlte, so hätten sie mich vernichtet auf der Erde; ich
aber, ich habe deine Vorschriften nicht verlassen.
88
Belebe mich nach deiner Güte, und ich will bewahren das Zeugnis
deines Mundes.
89 In
Ewigkeit, Jehova, steht dein Wort fest in den Himmeln;
90 von
Geschlecht zu Geschlecht währt deine Treue; du hast die Erde
festgestellt, und sie steht.
91
Nach deinen Verordnungen stehen sie heute da, denn alle Dinge
dienen dir.
92
Wäre nicht dein Gesetz meine Wonne gewesen, dann würde ich
umgekommen sein in meinem Elende.
93
Nimmermehr werde ich deine Vorschriften vergessen, denn durch
sie hast du mich belebt.
94 Ich
bin dein, rette mich! Denn ich habe nach deinen Vorschriften
getrachtet.
95 Die
Gesetzlosen haben mir aufgelauert, um mich umzubringen; ich
achte auf deine Zeugnisse.
96 Von
aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen; sehr ausgedehnt
ist dein Gebot.
97 Wie
liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Sinnen den ganzen Tag.
98
Weiser als meine Feinde machen mich deine Gebote, denn immer
sind sie bei mir.
99
Verständiger bin ich als alle meine Lehrer, denn deine Zeugnisse
sind mein Sinnen.
100
Mehr Einsicht habe ich als die Alten, denn deine Vorschriften
habe ich bewahrt.
101
Von jedem bösen Pfade habe ich meine Füße zurückgehalten, damit
ich dein Wort bewahre.
102
Nicht bin ich von deinen Rechten gewichen, denn du, du hast mich
unterwiesen.
103
Wie süß sind meinem Gaumen deine Worte, mehr als Honig meinem
Munde!
104
Aus deinen Vorschriften empfange ich Einsicht; darum hasse ich
jeden Lügenpfad.
105
Dein Wort ist Leuchte meinem Fuße und Licht für meinen Pfad.
106
Ich habe geschworen und halte es aufrecht, zu beobachten die
Rechte deiner Gerechtigkeit.
107
Ich bin über die Maßen gebeugt; Jehova, belebe mich nach deinem
Worte!
108
Laß dir doch wohlgefallen, Jehova, die freiwilligen Opfer meines
Mundes, lehre mich deine Rechte!
109
Mein Leben ist stets in meiner Hand, aber dein Gesetz habe ich
nicht vergessen.
110
Die Gesetzlosen haben mir eine Schlinge gelegt, aber von deinen
Vorschriften bin ich nicht abgeirrt.
111
Deine Zeugnisse habe ich mir als Erbteil genommen auf ewig, denn
meines Herzens Freude sind sie.
112
Ich habe mein Herz geneigt, deine Satzungen zu tun ewiglich bis
ans Ende.
113
Die Doppelherzigen hasse ich, und ich liebe dein Gesetz.
114
Mein Bergungsort und mein Schild bist du; auf dein Wort harre
ich.
115
Weichet von mir, ihr Übeltäter: ich will die Gebote meines
Gottes bewahren.
116
Unterstütze mich nach deiner Zusage, so werde ich leben; und laß
mich nicht beschämt werden in meiner Hoffnung!
117
Stütze mich, so werde ich gerettet werden; und ich will stets
schauen auf deine Satzungen.
118
Verworfen hast du alle, die von deinen Satzungen abirren; denn
Lüge ist ihr Trug.
119
Wie Schlacken hast du hinweggeräumt alle Gesetzlosen der Erde;
darum liebe ich deine Zeugnisse.
120
Vor deinem Schrecken schaudert mein Fleisch, und ich fürchte
mich vor deinen Gerichten.
121
Ich habe Recht und Gerechtigkeit geübt; überlaß mich nicht
meinen Bedrückern!
122
Sei Bürge für deinen Knecht zum Guten; laß die Übermütigen mich
nicht bedrücken!
123
Meine Augen schmachten nach deiner Rettung und nach der Zusage
deiner Gerechtigkeit.
124
Handle mit deinem Knechte nach deiner Güte, und lehre mich deine
Satzungen!
125
Dein Knecht bin ich, gib mir Einsicht, so werde ich deine
Zeugnisse erkennen.
126 Es
ist Zeit für Jehova zu handeln: sie haben dein Gesetz gebrochen.
127
Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und gediegenes Gold;
128
darum halte ich alle deine Vorschriften für recht; jeden
Lügenpfad hasse ich.
129
Wunderbar sind deine Zeugnisse, darum bewahrt sie meine Seele.
130
Die Eröffnung deines Wortes erleuchtet, gibt Einsicht den
Einfältigen.
131
Ich habe meinen Mund weit aufgetan und gelechzt, denn ich habe
verlangt nach deinen Geboten.
132
Wende dich zu mir und sei mir gnädig, nach dem Rechte derer, die
deinen Namen lieben!
133
Befestige meine Schritte in deinem Worte, und laß kein Unrecht
mich beherrschen!
134
Erlöse mich von der Bedrückung des Menschen, und ich will deine
Vorschriften beobachten.
135
Laß dein Angesicht leuchten über deinen Knecht, und lehre mich
deine Satzungen!
136
Wasserbäche fließen herab aus meinen Augen, weil sie dein Gesetz
nicht halten.
137
Gerecht bist du, Jehova, und gerade sind deine Gerichte.
138 Du
hast in Gerechtigkeit deine Zeugnisse geboten und in Treue gar
sehr.
139
Verzehrt hat mich mein Eifer, denn meine Bedränger haben deine
Worte vergessen.
140
Wohlgeläutert ist dein Wort, und dein Knecht hat es lieb.
141
Gering bin ich und verachtet; deine Vorschriften habe ich nicht
vergessen.
142
Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein
Gesetz ist Wahrheit.
143
Angst und Bedrängnis haben mich erreicht; deine Gebote sind
meine Wonne.
144
Gerechtigkeit sind deine Zeugnisse ewiglich; gib mir Einsicht,
so werde ich leben.
145
Von ganzem Herzen habe ich gerufen; erhöre mich, Jehova! Ich
will deine Satzungen beobachten.
146 Zu
dir habe ich gerufen, rette mich! Und ich will deine Zeugnisse
bewahren.
147
Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe geschrieen;
auf dein Wort habe ich geharrt.
148
Meine Augen sind den Nachtwachen zuvorgekommen, um zu sinnen
über dein Wort.
149
Höre meine Stimme nach deiner Güte; Jehova, belebe mich nach
deinen Rechten!
150 Es
haben sich genaht, die bösen Plänen nachjagen; fern sind sie von
deinem Gesetz.
151 Du
bist nahe, Jehova; und alle deine Gebote sind Wahrheit.
152
Von alters her habe ich aus deinen Zeugnissen gewußt, daß du sie
gegründet hast auf ewig.
153
Sieh an mein Elend und befreie mich! Denn dein Gesetz habe ich
nicht vergessen.
154
Führe meinen Rechtsstreit und erlöse mich! Belebe mich nach
deiner Zusage!
155
Fern ist von den Gesetzlosen Rettung, denn nach deinen Satzungen
trachten sie nicht.
156
Deiner Erbarmungen sind viele, Jehova; belebe mich nach deinen
Rechten!
157
Viele sind meiner Verfolger und meiner Bedränger; von deinen
Zeugnissen bin ich nicht abgewichen.
158
Die Treulosen habe ich gesehen, und es ekelte mich an, weil sie
dein Wort nicht bewahrten.
159
Sieh, daß ich deine Vorschriften lieb habe; nach deiner Güte,
Jehova, belebe mich!
160
Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und alles Recht deiner
Gerechtigkeit währt ewiglich.
161
Fürsten haben mich verfolgt ohne Ursache; aber vor deinem Worte
hat mein Herz sich gefürchtet.
162
Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet.
163
Lüge hasse und verabscheue ich; ich liebe dein Gesetz.
164
Siebenmal des Tages lobe ich dich um der Rechte deiner
Gerechtigkeit willen.
165
Große Wohlfahrt haben die, die dein Gesetz lieben, und kein
Fallen gibt es für sie.
166
Ich habe auf deine Rettung gewartet, Jehova; und deine Gebote
habe ich getan.
167
Meine Seele hat deine Zeugnisse bewahrt, und ich liebe sie sehr.
168
Deine Vorschriften und deine Zeugnisse habe ich bewahrt, denn
alle meine Wege sind vor dir.
169
Laß mein Schreien nahe vor dich kommen, Jehova; gib mir Einsicht
nach deinem Worte!
170
Laß vor dich kommen mein Flehen; errette mich nach deiner
Zusage!
171
Meine Lippen sollen dein Lob hervorströmen lassen, wenn du mich
gelehrt hast deine Satzungen.
172
Meine Zunge soll laut reden von deinem Worte, denn alle deine
Gebote sind Gerechtigkeit.
173
Laß deine Hand mir zu Hilfe kommen! Denn ich habe deine
Vorschriften erwählt.
174
Ich sehne mich nach deiner Rettung, Jehova; und dein Gesetz ist
meine Wonne.
175
Laß meine Seele leben, und sie wird dich loben; und deine Rechte
mögen mir helfen!
176
Ich bin umhergeirrt wie ein verlorenes Schaf; suche deinen
Knecht! Denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.
120,1
Ein Stufenlied. Zu Jehova rief ich in meiner Bedrängnis, und er
erhörte mich.
2
Jehova, errette meine Seele von der Lippe der Lüge, von der
Zunge des Truges!
3 Was
soll man dir geben und was dir hinzufügen, du Zunge des Truges?
4
Scharfe Pfeile eines Gewaltigen, samt glühenden Kohlen der
Ginster.
5 Wehe
mir, daß ich weile in Mesech, daß ich wohne bei den Zelten
Kedars!
6
Lange hat meine Seele bei denen gewohnt, die den Frieden hassen.
7 Ich
will nur Frieden; aber wenn ich rede, so sind sie für Krieg.
121,1
Ein Stufenlied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher
meine Hilfe kommen wird.
2
Meine Hilfe kommt von Jehova, der Himmel und Erde gemacht hat.
3 Er
wird nicht zulassen, daß dein Fuß wanke; dein Hüter schlummert
nicht.
4
Siehe, der Hüter Israels, nicht schlummert noch schläft er.
5
Jehova ist dein Hüter, Jehova ist dein Schatten über deiner
rechten Hand.
6
Nicht wird die Sonne dich stechen des Tages, noch der Mond des
Nachts.
7
Jehova wird dich behüten vor allem Übel, er wird behüten deine
Seele.
8
Jehova wird behüten deinen Ausgang und deinen Eingang, von nun
an bis in Ewigkeit.
122,1
Ein Stufenlied. Von David. Ich freute mich, als sie zu mir
sagten: Lasset uns zum Hause Jehovas gehen!
2
Unsere Füße werden in deinen Toren stehen, Jerusalem!
3
Jerusalem, die du aufgebaut bist als eine fest in sich
geschlossene Stadt,
4
wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme Jahs, ein Zeugnis für
Israel, zu preisen den Namen Jehovas!
5 Denn
daselbst stehen die Throne zum Gericht, die Throne des Hauses
Davids.
6
Bittet um die Wohlfahrt Jerusalems! Es gehe wohl denen, die dich
lieben!
7
Wohlfahrt sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen
Palästen!
8 Um
meiner Brüder und meiner Genossen willen will ich sagen:
Wohlfahrt sei in dir!
9 Um
des Hauses Jehovas, unseres Gottes, willen will ich dein Bestes
suchen.
123,1
Ein Stufenlied. Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du thronst
in den Himmeln!
2
Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie
die Augen der Magd auf die Hand ihrer Gebieterin, also sind
unsere Augen gerichtet auf Jehova, unseren Gott, bis er uns
gnädig ist.
3 Sei
uns gnädig, Jehova, sei uns gnädig! Denn reichlich sind wir mit
Verachtung gesättigt;
4
reichlich ist unsere Seele gesättigt mit dem Spotte der
Sorglosen, mit der Verachtung der Hoffärtigen.
124,1
Ein Stufenlied. Von David. Wenn nicht Jehova für uns gewesen
wäre, sage doch Israel,
2 wenn
nicht Jehova für uns gewesen wäre, als die Menschen wider uns
aufstanden,
3 dann
würden sie uns lebendig verschlungen haben, als ihr Zorn gegen
uns entbrannte;
4 dann
würden die Wasser uns überflutet haben, würde ein Strom über
unsere Seele gegangen sein;
5 dann
würden über unsere Seele gegangen sein die stolzen Wasser.
6
Gepriesen sei Jehova, der uns nicht zum Raube gab ihren Zähnen!
7
Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel aus der Schlinge der
Vogelsteller; die Schlinge ist zerrissen, und wir sind
entronnen.
8
Unsere Hilfe ist im Namen Jehovas, der Himmel und Erde gemacht
hat.
125,1
Ein Stufenlied. Die auf Jehova vertrauen, sind gleich dem Berge
Zion, der nicht wankt, der ewiglich bleibt.
2
Jerusalem, Berge sind rings um sie her: so ist Jehova rings um
sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit.
3 Denn
die Rute der Gesetzlosigkeit wird auf dem Lose der Gerechten
nicht ruhen, damit die Gerechten ihre Hände nicht ausstrecken
nach Unrecht.
4 Tue
Gutes, Jehova, den Guten und denen, die aufrichtig sind in ihren
Herzen!
5 Die
aber auf ihre krummen Wege abbiegen, die wird Jehova dahinfahren
lassen mit denen, welche Frevel tun. Wohlfahrt über Israel!
126,1
Ein Stufenlied. Als Jehova die Gefangenen Zions zurückführte,
waren wir wie Träumende.
2 Da
ward unser Mund voll Lachens, und unsere Zunge voll Jubels; da
sagte man unter den Nationen: Jehova hat Großes an ihnen getan!
3
Jehova hat Großes an uns getan: wir waren fröhlich!
4
Führe unsere Gefangenen zurück, Jehova, gleich Bächen im
Mittagslande!
5 Die
mit Tränen säen, werden mit Jubel ernten.
6 Er
geht hin unter Weinen und trägt den Samen zur Aussaat; er kommt
heim mit Jubel und trägt seine Garben.
127,1
Ein Stufenlied. Von Salomo. Wenn Jehova das Haus nicht baut,
vergeblich arbeiten daran die Bauleute; wenn Jehova die Stadt
nicht bewacht, vergeblich wacht der Wächter.
2
Vergeblich ist es für euch, daß ihr früh aufstehet, spät
aufbleibet, das Brot der Mühsal esset; also gibt er seinem
Geliebten im Schlaf.
3
Siehe, ein Erbteil Jehovas sind Söhne, eine Belohnung die
Leibesfrucht;
4 wie
Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Söhne der Jugend:
5
Glückselig der Mann, der mit ihnen seinen Köcher gefüllt hat!
Sie werden nicht beschämt werden, wenn sie mit Feinden reden im
Tore.
128,1
Ein Stufenlied. Glückselig ein jeder, der Jehova fürchtet, der
da wandelt in seinen Wegen!
2 Denn
essen wirst du die Arbeit deiner Hände; glückselig wirst du
sein, und es wird dir wohlgehen.
3 Dein
Weib wird gleich einem fruchtbaren Weinstock sein im Innern
deines Hauses, deine Söhne gleich Ölbaumsprossen rings um deinen
Tisch.
4
Siehe, also wird gesegnet sein der Mann, der Jehova fürchtet.
5
Segnen wird dich Jehova von Zion aus, und du wirst das Wohl
Jerusalems schauen alle Tage deines Lebens,
6 und
sehen deiner Kinder Kinder. Wohlfahrt über Israel!
129,1
Ein Stufenlied. Oftmals haben sie mich bedrängt von meiner
Jugend an, sage doch Israel,
2
oftmals haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an; dennoch
haben sie mich nicht übermocht.
3
Pflüger haben auf meinem Rücken gepflügt, haben lang gezogen
ihre Furchen.
4
Jehova ist gerecht; er hat durchschnitten das Seil der
Gesetzlosen.
5
Mögen beschämt werden und zurückweichen alle, die Zion hassen!
6
Mögen sie sein wie das Gras der Dächer, welches verdorrt, ehe
man es ausrauft,
7
womit der Schnitter seine Hand nicht füllt, noch der
Garbenbinder seinen Schoß;
8 und
die Vorübergehenden sagen nicht: Jehovas Segen über euch! Wir
segnen euch im Namen Jehovas.
130,1
Ein Stufenlied. Aus den Tiefen rufe ich zu dir, Jehova!
2
Herr, höre auf meine Stimme! Laß deine Ohren aufmerksam sein auf
die Stimme meines Flehens!
3 Wenn
du, Jehova, merkst auf die Ungerechtigkeiten: Herr, wer wird
bestehen?
4 Doch
bei dir ist Vergebung, damit du gefürchtet werdest.
5 Ich
warte auf Jehova, meine Seele wartet; und auf sein Wort harre
ich.
6
Meine Seele harrt auf den Herrn, mehr als die Wächter auf den
Morgen, die Wächter auf den Morgen.
7
Harre, Israel, auf Jehova! Denn bei Jehova ist die Güte, und
viel Erlösung bei ihm.
8 Und
er, er wird Israel erlösen von allen seinen Ungerechtigkeiten.
131,1
Ein Stufenlied. Von David. Jehova! Nicht hoch ist mein Herz,
noch tragen sich hoch meine Augen; und ich wandle nicht in
Dingen, die zu groß und zu wunderbar für mich sind.
2 Habe
ich meine Seele nicht beschwichtigt und gestillt? Gleich einem
entwöhnten Kinde bei seiner Mutter, gleich dem entwöhnten Kinde
ist meine Seele in mir.
3
Harre, Israel, auf Jehova, von nun an bis in Ewigkeit!
132,1
Ein Stufenlied. Gedenke, Jehova, dem David alle seine Mühsal!
2
Welcher Jehova schwur, ein Gelübde tat dem Mächtigen Jakobs:
3
“Wenn ich hineingehe in das Zelt meines Hauses, wenn ich steige
auf das Lager meines Bettes;
4 wenn
ich Schlaf gestatte meinen Augen, Schlummer meinen Augenlidern;
5 bis
ich eine Stätte finde für Jehova, Wohnungen für den Mächtigen
Jakobs!”
6
Siehe, wir hörten von ihr in Ephrata, wir fanden sie in dem
Gefilde Jaars.
7
Lasset uns eingehen in seine Wohnungen, niederfallen vor dem
Schemel seiner Füße!
8
Stehe auf, Jehova, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner
Stärke!
9 Laß
deine Heilige (e-r) bekleidet werden mit Gerechtigkeit, und
deine Frommen jubeln!
10 Um
Davids, deines Knechtes, willen weise nicht ab das Angesicht
deines Gesalbten!
11
Jehova hat dem David geschworen in Wahrheit, er wird nicht davon
abweichen: “Von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen
Thron setzen.
12
Wenn deine Söhne meinen Bund und meine Zeugnisse bewahren,
welche ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Söhne auf
deinem Throne sitzen immerdar.”
13
Denn Jehova hat Zion erwählt, hat es begehrt zu seiner
Wohnstätte:
14
Dies ist meine Ruhe immerdar; hier will ich wohnen, denn ich
habe es begehrt.
15
Seine Speise will ich reichlich segnen, seine Armen mit Brot
sättigen.
16 Und
seine Heilige (e-r) will ich bekleiden mit Heil, und seine
Frommen werden laut jubeln.
17
Dort will ich das Horn Davids wachsen lassen, habe eine Leuchte
zugerichtet meinem Gesalbten.
18
Seine Feinde will ich bekleiden mit Schande, und auf ihm wird
seine Krone blühen.
133,1
Ein Stufenlied. Siehe, wie gut und wie lieblich ist es, wenn
Brüder einträchtig beieinander wohnen!
2 Wie
das köstliche Öl auf dem Haupte, das herabfließt auf den Bart,
auf den Bart Aarons, das herabfließt auf den Saum seiner
Kleider;
3 wie
der Tau des Hermon, der herabfällt auf die Berge Zions; denn
dort hat Jehova den Segen verordnet, Leben bis in Ewigkeit.
134,1
Ein Stufenlied. Siehe, preiset Jehova, alle ihr Knechte Jehovas,
die ihr stehet im Hause Jehovas in den Nächten!
2
Erhebet eure Hände im Heiligtum und preiset Jehova!
3
Jehova segne dich von Zion aus, der Himmel und Erde gemacht hat!
135,1
Lobet Jehova! Lobet den Namen Jehovas! Lobet, ihr Knechte
Jehovas,
2 die
ihr stehet im Hause Jehovas, in den Vorhöfen des Hauses unseres
Gottes!
3
Lobet Jehova! Denn gut ist Jehova; singet Psalmen seinem Namen!
Denn er ist lieblich.
4 Denn
Jehova hat sich Jakob erwählt, Israel zu seinem Eigentum.
5 Denn
ich weiß, daß Jehova groß ist, und unser Herr groß vor allen
Göttern.
6
Alles, was Jehova wohlgefällt, tut er in den Himmeln und auf der
Erde, in den Meeren und in allen Tiefen;
7 der
Dünste aufsteigen läßt vom Ende der Erde, der Blitze macht zum
Regen, der den Wind herausführt aus seinen Vorratskammern;
8 der
die Erstgeborenen Ägyptens schlug vom Menschen bis zum Vieh,
9
Zeichen und Wunder sandte in deine Mitte, Ägypten, wider den
Pharao und wider alle seine Knechte;
10 der
große Nationen schlug und starke Könige tötete:
11
Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König von Basan, und
alle Königreiche Kanaans;
12 und
ihr Land als Erbteil gab, als Erbteil seinem Volke Israel.
13
Jehova, dein Name währt ewiglich, Jehova, dein Gedächtnis von
Geschlecht zu Geschlecht.
14
Denn Jehova wird sein Volk richten, und er wird sich’s gereuen
lassen über seine Knechte.
15 Die
Götzen der Nationen sind Silber und Gold, ein Werk von
Menschenhänden.
16
Einen Mund haben sie und reden nicht; Augen haben sie und sehen
nicht;
17
Ohren haben sie und hören nicht; auch ist kein Odem in ihrem
Munde.
18
Ihnen gleich sind die, die sie machen, ein jeder, der auf sie
vertraut.
19
Haus Israel, preiset Jehova! Haus Aaron, preiset Jehova!
20
Haus Levi, preiset Jehova! Die ihr Jehova fürchtet, preiset
Jehova!
21
Gepriesen sei Jehova von Zion aus, der zu Jerusalem wohnt! Lobet
Jehova!
136,1
Preiset Jehova! Denn er ist gütig, denn seine Güte währt
ewiglich.
2
Preiset den Gott der Götter, denn seine Güte währt ewiglich.
3
Preiset den Herrn der Herren! Denn seine Güte währt ewiglich;
4 den,
der große Wunder tut, er allein, denn seine Güte währt ewiglich;
5 Den,
der die Himmel gemacht hat mit Einsicht, denn seine Güte währt
ewiglich.
6 Den,
der die Erde ausgebreitet hat über den Wassern, denn seine Güte
währt ewiglich;
7 Den,
der große Lichter gemacht hat, denn seine Güte währt ewiglich:
8 Die
Sonne zur Beherrschung des Tages, denn seine Güte währt
ewiglich,
9 den
Mond und die Sterne zur Beherrschung der Nacht, denn seine Güte
währt ewiglich;
10
den, der Ägypten schlug an seinen Erstgeborenen, denn seine Güte
währt ewiglich,
11 und
Israel herausführte aus ihrer Mitte, denn seine Güte währt
ewiglich,
12 mit
starker Hand und mit ausgestrecktem Arm, denn seine Güte währt
ewiglich;
13
den, der das Schilfmeer in zwei Teile zerteilte, denn seine Güte
währt ewiglich;
14 und
Israel mitten hindurchgehen ließ, denn seinen Güte währt
ewiglich,
15 und
den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stürzte, denn seine Güte
währt ewiglich;
16
den, der sein Volk durch die Wüste führte, denn seine Güte währt
ewiglich;
17
den, der große Könige schlug, denn seine Güte währt ewiglich,
18 und
mächtige Könige schlug, denn seine Güte währt ewiglich,
19
Sihon, den König der Amoriter, denn seine Güte währt ewiglich,
20 und
Og, den König von Basan, denn seine Güte währt ewiglich,
21 und
ihr Land zum Erbteil gab, denn seine Güte währt ewiglich,
22 zum
Erbteil seinem Knechte Israel, denn seine Güte währt ewiglich;
23 der
unser gedachte in unserer Niedrigkeit, denn seine Güte währt
ewiglich,
24 und
uns errettete von unseren Bedrängern, denn seine Güte währt
ewiglich;
25 der
Speise gibt allem Fleische, denn seine Güte währt ewiglich.
26
Preiset den Gott der Himmel! Denn seine Güte währt ewiglich.
137,1
An den Flüssen Babels, da saßen wir und weinten, indem wir Zions
gedachten.
2 An
die Weiden in ihr hängten wir unsere Lauten.
3 Denn
die uns gefangen weggeführt hatten, forderten daselbst von uns
die Worte eines Liedes, und die uns wehklagen machten, Freude:
“Singet uns eines von Zions Liedern!”
4 Wie
sollten wir ein Lied Jehovas singen auf fremder Erde?
5 Wenn
ich dein vergesse, Jerusalem, so vergesse meine Rechte!
6 Es
klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht
gedenke, wenn ich Jerusalem nicht erhebe über die höchste meiner
Freuden!
7
Gedenke, Jehova, den Kindern Edom den Tag Jerusalems, die da
sprachen: Entblößet, entblößet sie bis auf ihre Grundfeste!
8
Tochter Babel, du Verwüstete! Glückselig, der dir dasselbe
vergilt, was du uns getan hast!
9
Glückselig, der deine Kindlein ergreift und sie hinschmettert an
den Felsen!
138,1
Von David. Preisen will ich dich mit meinem ganzen Herzen, will
dich besingen vor den Göttern.
2 Ich
will anbeten gegen deinen heiligen Tempel, und deinen Namen
preisen um deiner Güte und deiner Wahrheit willen; denn du hast
dein Wort groß gemacht über all deinen Namen.
3 An
dem Tage, da ich rief, antwortetest du mir; du hast mich
ermutigt: in meiner Seele war Kraft.
4 Alle
Könige der Erde werden dich preisen, Jehova, wenn sie gehört
haben die Worte deines Mundes;
5 und
sie werden die Wege Jehovas besingen, denn groß ist die
Herrlichkeit Jehovas.
6 Denn
Jehova ist hoch, und er sieht den Niedrigen, und den Hochmütigen
erkennt er von ferne.
7 Wenn
ich inmitten der Drangsal wandle, wirst du mich beleben; wider
den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, und
deine Rechte wird mich retten.
8
Jehova wird’s für mich vollenden. Jehova, deine Güte währt
ewiglich. Laß nicht die Werke deiner Hände!
139,1
Dem Vorsänger. Von David, ein Psalm. Jehova! Du hast mich
erforscht und erkannt.
2 Du
kennst mein Sitzen und mein Aufstehen, du verstehst meine
Gedanken von ferne.
3 Du
sichtest mein Wandeln und mein Liegen und bist vertraut mit
allen meinen Wegen.
4 Denn
das Wort ist noch nicht auf meiner Zunge, siehe, Jehova, du
weißt es ganz.
5 Von
hinten und von vorn hast du mich eingeengt, und auf mich gelegt
deine Hand.
6
Kenntnis, zu wunderbar für mich, zu hoch: ich vermag sie nicht
zu erfassen!
7
Wohin sollte ich gehen vor deinem Geiste, und wohin fliehen vor
deinem Angesicht?
8
Führe ich auf zum Himmel, du bist da; und bettete ich mir in dem
Scheol, siehe, du bist da.
9
Nähme ich Flügel der Morgenröte, ließe ich mich nieder am
äußersten Ende des Meeres,
10
auch daselbst würde deine Hand mich leiten, und deine Rechte
mich fassen.
11 Und
spräche ich: Nur Finsternis möge mich umhüllen, und Nacht werde
das Licht um mich her:
12
Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht
würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht.
13
Denn du besaßest meine Nieren; du wobest mich in meiner Mutter
Leibe.
14 Ich
preise dich darüber, daß ich auf eine erstaunliche,
ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke,
und meine Seele weiß es sehr wohl.
15
Nicht verhohlen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht ward im
Verborgenen, gewirkt wie ein Stickwerk in den untersten Örtern
der Erde.
16
Meinen Keim sahen deine Augen, und in dein Buch waren sie alle
eingeschrieben; während vieler Tage wurden sie gebildet, als
nicht eines von ihnen war.
17 Und
wie köstlich sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie gewaltig sind
ihre Summen!
18
Wollte ich sie zählen, ihrer sind mehr als des Sandes. Ich
erwache und bin noch bei dir.
19
Möchtest du, o Gott, den Gesetzlosen töten! Und ihr
Blutmenschen, weichet von mir!…
20
Sie, die dich nennen zum Verbrechen, die zu Eitlem schwören,
deine Feinde.
21
Hasse ich nicht, Jehova, die dich hassen, und verabscheue ich
nicht, die wider dich aufstehen?
22 Mit
vollkommenem Hasse hasse ich sie; sie sind Feinde für mich.
23
Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und
erkenne meine Gedanken!
24 Und
sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist, und leite mich auf
ewigem Wege!
140,1
Dem Vorsänger. Ein Psalm von David. Befreie mich, Jehova, von
dem bösen Menschen; vor dem Manne der Gewalttaten behüte mich!
2
Welche Bosheiten ersinnen im Herzen, täglich Krieg erregen.
3 Sie
schärfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter
ihren Lippen. (Sela.)
4
Bewahre mich, Jehova, vor den Händen des Gesetzlosen, vor dem
Manne der Gewalttaten behüte mich, welche darauf sinnen, meine
Tritte umzustoßen!
5 Die
Hoffärtigen haben mir heimlich eine Schlinge und Fallstricke
gelegt, ein Netz ausgespannt zur Seite des Weges, sie haben mir
Fallen gestellt. (Sela.)
6 Ich
sprach zu Jehova: Du bist mein Gott! Nimm zu Ohren, Jehova, die
Stimme meines Flehens!
7
Jehova, der Herr, ist die Stärke meiner Rettung; du hast mein
Haupt beschirmt am Tage der Waffen.
8
Gewähre nicht, Jehova, die Gelüste des Gesetzlosen, laß sein
Vorhaben nicht gelingen: sie würden sich erheben. (Sela.)
9 Die
Häupter derer, die mich umringen, das Unheil ihrer Lippen
bedecke sie!
10
Mögen feurige Kohlen auf sie herabfallen! Ins Feuer stürze er
sie, in Wasserfluten, daß sie nicht aufstehen!
11 Der
Mann von böser Zunge möge nicht feststehen im Lande; der Mann
der Gewalttat, das Böse möge ihn jagen bis zum Sturz!
12 Ich
weiß, daß Jehova ausführen wird die Rechtssache des Elenden, das
Recht der Armen.
13 Ja,
die Gerechten werden deinen Namen preisen, die Aufrichtigen
werden vor deinem Angesicht wohnen.
141,1
Ein Psalm. Von David. Jehova! Zu dir habe ich gerufen, eile zu
mir; nimm zu Ohren meine Stimme, wenn ich zu dir rufe!
2 Laß
als Räucherwerk vor dir bestehen mein Gebet, die Erhebung meiner
Hände als Abendopfer!
3
Setze, Jehova, eine Wache meinem Munde; behüte die Tür meiner
Lippen!
4
Neige nicht mein Herz zu einer bösen Sache, um in
Gesetzlosigkeit Handlungen zu verüben mit Männern, die Frevel
tun; und möge ich nicht essen von ihren Leckerbissen!
5 Der
Gerechte schlage mich: es ist Güte, und er strafe mich: es ist
Öl des Hauptes; nicht wird mein Haupt sich weigern; denn noch
ist in ihren Unglücksfällen mein Gebet für sie.
6 Sind
ihre Richter die Felsen hinabgestürzt worden, so werden sie
meine Worte hören, daß sie lieblich sind.
7 Wie
einer die Erde schneidet und spaltet, so sind unsere Gebeine
hingestreut am Rande des Scheols.
8 Doch
auf dich, Jehova, Herr, sind meine Augen gerichtet, auf dich
traue ich; gib meine Seele nicht preis!
9
Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor
den Fallstricken derer, die Frevel tun!
10 Laß
die Gesetzlosen in ihre eigenen Netze fallen, während ich
vorübergehe!
142,1
Ein Maskil von David. Ein Gebet, als er in der Höhle war. Mit
meiner Stimme schreie ich zu Jehova, mit meiner Stimme flehe ich
zu Jehova.
2 Ich
schütte meine Klage vor ihm aus, meine Bedrängnis tue ich vor
ihm kund.
3 Als
mein Geist in mir ermattete, da kanntest du meinen Pfad. Auf dem
Wege, den ich wandelte, haben sie mir heimlich eine Schlinge
gelegt.
4
Schaue zur Rechten, und sieh: ich habe ja niemand, der mich
erkennt; verloren ist mir jede Zuflucht, niemand fragt nach
meiner Seele.
5 Zu
dir habe ich geschrieen, Jehova! Ich habe gesagt: Du bist meine
Zuflucht, mein Teil im Lande der Lebendigen.
6
Horche auf mein Schreien, denn ich bin sehr elend; errette mich
von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig!
7
Führe aus dem Gefängnis heraus meine Seele, damit ich deinen
Namen preise! Die Gerechten werden mich umringen, wenn du mir
wohlgetan hast.
143,1
Ein Psalm. Von David. Jehova! Höre mein Gebet, nimm zu Ohren
mein Flehen; erhöre mich in deiner Treue, in deiner
Gerechtigkeit!
2 Und
gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte! Denn vor dir ist kein
Lebendiger gerecht.
3 Denn
der Feind verfolgt meine Seele, zertritt zur Erde mein Leben,
macht mich wohnen in Finsternissen gleich den Toten der Urzeit.
4 Und
mein Geist ermattet in mir, mein Herz ist betäubt in meinem
Innern.
5 Ich
gedenke der Tage der Vorzeit, überlege all dein Tun; ich sinne
über das Werk deiner Hände.
6 Zu
dir breite ich meine Hände aus; gleich einem lechzenden Lande
lechzt meine Seele nach dir. (Sela.)
7
Eilends erhöre mich, Jehova! Es verschmachtet mein Geist.
Verbirg dein Angesicht nicht vor mir! Sonst werde ich denen
gleich sein, die zur Grube hinabfahren.
8 Laß
mich früh hören deine Güte, denn auf dich vertraue ich; tue mir
kund den Weg, den ich wandeln soll, denn zu dir erhebe ich meine
Seele!
9
Errette mich, Jehova, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine
Zuflucht.
10
Lehre mich tun dein Wohlgefallen! Denn du bist mein Gott; dein
guter Geist leite mich in ebenem Lande!
11 Um
deines Namens willen, Jehova, belebe mich; in deiner
Gerechtigkeit führe meine Seele aus der Bedrängnis!
12 Und
in deiner Güte vertilge meine Feinde, und alle Bedränger meiner
Seele bringe um! Denn ich bin dein Knecht.
144,1
Von David. Gepriesen sei Jehova, mein Fels, der meine Hände
unterweist zum Kampf, meine Finger zum Kriege:
2
Meine Güte und meine Burg, meine hohe Feste und mein Erretter;
mein Schild und der, auf den ich traue, der mir mein Volk
unterwirft!
3
Jehova, was ist der Mensch, daß du Kenntnis von ihm nimmst, der
Sohn des Menschen, daß du ihn beachtest?
4 Der
Mensch gleicht dem Hauche; seine Tage sind wie ein
vorübergehender Schatten.
5
Jehova, neige deine Himmel und fahre hernieder; rühre die Berge
an, daß sie rauchen!
6
Blitze mit Blitzen und zerstreue sie; schieße deine Pfeile und
verwirre sie!
7
Strecke deine Hände aus von der Höhe; reiße mich und errette
mich aus großen Wassern, aus der Hand der Söhne der Fremde,
8
deren Mund Eitelkeit redet, und deren Rechte eine Rechte der
Lüge ist!
9
Gott! Ein neues Lied will ich dir singen, mit der Harfe von zehn
Saiten will ich dir Psalmen singen;
10
dir, der Rettung gibt den Königen, der seinen Knecht David
entreißt dem verderblichen Schwerte.
11
Reiße mich und errette mich aus der Hand der Söhne der Fremde,
deren Mund Eitelkeit redet, und deren Rechte eine Rechte der
Lüge ist;
12 daß
unsere Söhne in ihrer Jugend seien gleich hochgezogenen
Pflanzen, unsere Töchter gleich behauenen Ecksäulen nach der
Bauart eines Palastes;
13 daß
unsere Speicher voll seien, spendend von allerlei Art; daß unser
Kleinvieh sich tausendfach mehre, zehntausendfach auf unseren
Triften;
14 daß
unsere Rinder trächtig seien; daß kein Einbruch und kein Ausfall
sei und kein Klaggeschrei auf unseren Straßen!
15
Glückselig das Volk, dem also ist! Glückselig das Volk, dessen
Gott Jehova ist!
145,1
Ein Lobgesang. Von David. Ich will dich erheben, mein Gott, du
König, und deinen Namen preisen immer und ewiglich.
2
Jeden Tag will ich dich preisen, und deinen Namen loben immer
und ewiglich.
3 Groß
ist Jehova und sehr zu loben, und seine Größe ist
unerforschlich.
4 Ein
Geschlecht wird dem anderen rühmen deine Werke, und deine
Machttaten werden sie verkünden.
5
Reden will ich von der herrlichen Pracht deiner Majestät und von
deinen Wundertaten.
6 Und
sie werden sprechen von der Kraft deiner furchtbaren Taten, und
deine Großtaten werde ich erzählen.
7 Das
Gedächtnis deiner großen Güte werden sie hervorströmen lassen,
und deine Gerechtigkeit jubelnd preisen.
8
Gnädig und barmherzig ist Jehova, langsam zum Zorn und groß an
Güte.
9
Jehova ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle
seine Werke.
10 Es
werden dich loben, Jehova, alle deine Werke, und deine Frommen
dich preisen.
11 Sie
werden sprechen von der Herrlichkeit deines Reiches und werden
reden von deiner Macht,
12 um
den Menschenkindern kundzutun seine Machttaten und die
prachtvolle Herrlichkeit seines Reiches.
13
Dein Reich ist ein Reich aller Zeitalter, und deine Herrschaft
durch alle Geschlechter hindurch.
14
Jehova stützt alle Fallenden und richtet auf alle
Niedergebeugten.
15
Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu
seiner Zeit;
16 Du
tust deine Hand auf und sättigst alles Lebendige nach Begehr.
17
Jehova ist gerecht in allen seinen Wegen und gütig in allen
seinen Taten.
18
Nahe ist Jehova allen, die ihn anrufen, allen, die ihn anrufen
in Wahrheit.
19 Er
tut das Verlangen derer, die ihn fürchten; ihr Schreien hört er
und rettet sie.
20
Jehova bewahrt alle, die ihn lieben, und alle Gesetzlosen
vertilgt er.
21
Mein Mund soll das Lob Jehovas aussprechen; und alles Fleisch
preise seinen heiligen Namen immer und ewiglich!
146,1
Lobet Jehova! Lobe Jehova, meine Seele!
2
Loben will ich Jehova mein Leben lang, will Psalmen singen
meinem Gott, solange ich bin.
3
Vertrauet nicht auf Fürsten, auf einen Menschensohn, bei welchem
keine Rettung ist!
4 Sein
Geist geht aus, er kehrt wieder zu seiner Erde: an selbigem Tage
gehen seine Pläne zu Grunde.
5
Glückselig der, dessen Hilfe der Gott Jakobs, dessen Hoffnung
auf Jehova, seinen Gott, ist!
6 Der
Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was in ihnen
ist; der Wahrheit hält auf ewig;
7 der
Recht schafft den Bedrückten, der Brot gibt den Hungrigen.
Jehova löst die Gebundenen.
8
Jehova öffnet die Augen der Blinden, Jehova richtet auf die
Niedergebeugten, Jehova liebt die Gerechten;
9
Jehova bewahrt die Fremdlinge, die Waise und die Witwe hält er
aufrecht; aber er krümmt den Weg der Gesetzlosen.
10
Jehova wird regieren in Ewigkeit, dein Gott, Zion, von
Geschlecht zu Geschlecht. Lobet Jehova!
147,1
Lobet Jehova! Denn es ist gut, unseren Gott zu besingen; denn es
ist lieblich, es geziemt sich Lobgesang.
2
Jehova baut Jerusalem, die Vertriebenen Israels sammelt er.
3 Der
da heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und ihre Wunden
verbindet;
4 der
da zählt die Zahl der Sterne, sie alle nennt mit Namen.
5 Groß
ist unser Herr, und groß an Macht; seiner Einsicht ist kein Maß.
6
Jehova hält aufrecht die Elenden; er erniedrigt bis zur Erde die
Gesetzlosen.
7
Stimmet Jehova einen Lobgesang an, singet Psalmen unserem Gott
mit der Laute!
8 Ihm,
der die Himmel mit Wolken bedeckt, der Regen bereitet für die
Erde, der Gras sprossen läßt auf den Bergen;
9 der
dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die da rufen.
10 Er
hat nicht Lust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an den
Beinen des Mannes;
11
Jehova hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, an denen, die
auf seine Güte harren.
12
Rühme, Jerusalem, Jehova! Lobe, Zion, deinen Gott!
13
Denn er hat befestigt die Riegel deiner Tore, hat deine Kinder
gesegnet in deiner Mitte;
14 Er,
der Frieden stellt in deine Grenzen, dich sättigt mit dem Fette
des Weizens;
15 der
seinen Befehl auf die Erde sendet: sehr schnell läuft sein Wort;
16 der
Schnee gibt wie Wolle, Reif wie Asche streut;
17 der
sein Eis wirft wie Brocken: wer kann bestehen vor seinem Frost?
18 Er
sendet sein Wort und schmelzt sie; er läßt seinen Wind wehen: es
rieseln die Wasser.
19 Er
verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Satzungen und seine
Rechte.
20
Keiner Nation hat er also getan; und die Rechte, sie haben sie
nicht gekannt. Lobet Jehova!
148,1
Lobet Jehova! Lobet Jehova von den Himmeln her; lobet ihn in den
Höhen!
2
Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, alle seine Heerscharen!
3
Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle ihr leuchtenden
Sterne!
4
Lobet ihn, ihr Himmel der Himmel, und ihr Wasser, die ihr
oberhalb der Himmel seid!
5
Loben sollen sie den Namen Jehovas! Denn er gebot, und sie waren
geschaffen;
6 und
er stellte sie hin für immer und ewig; er gab ihnen eine
Satzung, und sie werden sie nicht überschreiten.
7
Lobet Jehova von der Erde her, ihr Wasserungeheuer und alle
Tiefen!
8
Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, du Sturmwind, der du
ausrichtest sein Wort;
9 ihr
Berge und alle Hügel, Fruchtbäume und alle Zedern;
10
wildes Getier und alles Vieh, kriechende Tiere und geflügeltes
Gevögel!
11 Ihr
Könige der Erde und alle Völkerschaften, ihr Fürsten und alle
Richter der Erde;
12 ihr
Jünglinge und auch ihr Jungfrauen, ihr Alten samt den Jungen!
13
Loben sollen sie den Namen Jehovas! Denn sein Name ist hoch
erhaben, er allein; seine Majestät ist über Erde und Himmel.
14 Und
er hat erhöht das Horn seines Volkes, das Lob all seiner
Frommen, der Kinder Israel, des Volkes, das ihm nahe ist. Lobet
Jehova!
149,1
Lobet Jehova! Singet Jehova ein neues Lied, sein Lob in der
Versammlung der Frommen!
2
Israel freue sich seines Schöpfers; die Kinder Zions sollen
frohlocken über ihren König!
3
Loben sollen sie seinen Namen mit Reigen, mit Tamburin und Laute
ihm Psalmen singen!
4 Denn
Jehova hat Wohlgefallen an seinem Volke; er schmückt die
Sanftmütigen mit Rettung.
5 Es
sollen jubeln die Frommen in Herrlichkeit, jauchzen auf ihren
Lagern!
6
Lobeserhebungen Gottes seien in ihrer Kehle, und ein
zweischneidiges Schwert in ihrer Hand,
7 um
Rache auszuüben an den Nationen, Bestrafungen an den
Völkerschaften;
8 ihre
Könige zu binden mit Ketten, und ihre Edlen mit eisernen
Fesseln;
9 an
ihnen auszuüben das geschriebene Gericht! Das ist die Ehre aller
seiner Frommen. Lobet Jehova!
150,1
Lobet Jehova! Lobet Gott in seinem Heiligtum; lobet ihn in der
Feste seiner Stärke!
2
Lobet ihn wegen seiner Machttaten; lobet ihn nach der Fülle
seiner Größe!
3
Lobet ihn mit Posaunenschall; lobet ihn mit Harfe und Laute!
4
Lobet ihn mit Tamburin und Reigen; lobet ihn mit Saitenspiel und
Schalmei!
5
Lobet ihn mit klingenden Zimbeln; lobet ihn mit schallenden
Zimbeln!
6
Alles, was Odem hat, lobe Jah! Lobet Jehova!
Spr
1,1 Sprüche
Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel:
2 um
Weisheit und Unterweisung zu kennen, um Worte des Verstandes zu
verstehen,
3 um
zu empfangen einsichtsvolle Unterweisung, Gerechtigkeit und
Recht und Geradheit;
4 um
Einfältigen Klugheit zu geben, dem Jüngling Erkenntnis und
Besonnenheit.
5 Der
Weise wird hören und an Kenntnis zunehmen, und der Verständige
wird sich weisen Rat erwerben;
6 um
einen Spruch zu verstehen und verschlungene Rede, Worte der
Weisen und ihre Rätsel.
7 Die
Furcht Jehovas ist der Erkenntnis Anfang; die Narren verachten
Weisheit und Unterweisung.
8
Höre, mein Sohn, die Unterweisung deines Vaters, und verlaß
nicht die Belehrung deiner Mutter!
9 Denn
sie werden ein anmutiger Kranz sein deinem Haupte und ein
Geschmeide deinem Halse.
10
Mein Sohn, wenn Sünder dich locken, so willige nicht ein.
11
Wenn sie sagen: Geh mit uns, wir wollen auf Blut lauern, wollen
den Unschuldigen nachstellen ohne Ursache;
12 wir
wollen sie lebendig verschlingen wie der Scheol, und unverletzt,
gleich denen, welche plötzlich in die Grube hinabfahren;
13 wir
werden allerlei kostbares Gut erlangen, werden unsere Häuser mit
Beute füllen;
14 du
sollst dein Los mitten unter uns werfen, wir alle werden einen
Beutel haben:
15
Mein Sohn, wandle nicht mit ihnen auf dem Wege, halte deinen Fuß
zurück von ihrem Pfade;
16
denn ihre Füße laufen dem Bösen zu, und sie eilen, Blut zu
vergießen.
17
Denn vergeblich wird das Netz ausgespannt vor den Augen alles
Geflügelten;
18 sie
aber lauern auf ihr eigenes Blut, stellen ihren eigenen Seelen
nach.
19 So
sind die Pfade aller derer, welche der Habsucht frönen: sie
nimmt ihrem eigenen Herrn das Leben.
20 Die
Weisheit schreit draußen, sie läßt auf den Straßen ihre Stimme
erschallen.
21 Sie
ruft an der Ecke lärmender Plätze; an den Eingängen der Tore, in
der Stadt redet sie ihre Worte:
22 Bis
wann, ihr Einfältigen, wollt ihr Einfältigkeit lieben, und
werden Spötter ihre Lust haben an Spott, und Toren Erkenntnis
hassen?
23
Wendet euch um zu meiner Zucht! Siehe, ich will euch meinen
Geist hervorströmen lassen, will euch kundtun meine Reden.
24
Weil ich gerufen, und ihr euch geweigert habt, meine Hand
ausgestreckt, und niemand aufgemerkt hat,
25 und
ihr all meinen Rat verworfen, und meine Zucht nicht gewollt
habt:
26 so
werde auch ich bei eurem Unglück lachen, werde spotten, wenn
euer Schrecken kommt;
27
wenn euer Schrecken kommt wie ein Unwetter, und euer Unglück
hereinbricht wie ein Sturm, wenn Bedrängnis und Angst über euch
kommen.
28
Dann werden sie zu mir rufen, und ich werde nicht antworten; sie
werden mich eifrig suchen, und mich nicht finden:
29
darum, daß sie Erkenntnis gehaßt und die Furcht Jehovas nicht
erwählt,
30
nicht eingewilligt haben in meinen Rat, verschmäht alle meine
Zucht.
31 Und
sie werden essen von der Frucht ihres Weges, und von ihren
Ratschlägen sich sättigen.
32
Denn die Abtrünnigkeit der Einfältigen wird sie töten, und die
Sorglosigkeit der Toren sie umbringen;
33 wer
aber auf mich hört, wird sicher wohnen, und wird ruhig sein vor
des Übels Schrecken.
2,1
Mein Sohn, wenn du meine Reden annimmst und meine Gebote bei dir
verwahrst,
2 so
daß du dein Ohr auf Weisheit merken läßt, dein Herz neigst zum
Verständnis;
3 ja,
wenn du dem Verstande rufst, deine Stimme erhebst zum
Verständnis;
4 wenn
du ihn suchst wie Silber, und wie nach verborgenen Schätzen ihm
nachspürst:
5 dann
wirst du die Furcht Jehovas verstehen und die Erkenntnis Gottes
finden.
6 Denn
Jehova gibt Weisheit; aus seinem Munde kommen Erkenntnis und
Verständnis.
7 Er
bewahrt klugen Rat auf für die Aufrichtigen, er ist ein Schild
denen, die in Vollkommenheit wandeln;
8
indem er die Pfade des Rechts behütet und den Weg seiner Frommen
bewahrt.
9 Dann
wirst du Gerechtigkeit verstehen und Recht und Geradheit, jede
Bahn des Guten.
10
Denn Weisheit wird in dein Herz kommen, und Erkenntnis wird
deiner Seele lieblich sein;
11
Besonnenheit wird über dich wachen, Verständnis dich behüten:
12 um
dich zu erretten von dem bösen Wege, von dem Manne, der
Verkehrtes redet;
13 die
da verlassen die Pfade der Geradheit, um auf den Wegen der
Finsternis zu wandeln;
14 die
sich freuen, Böses zu tun, über boshafte Verkehrtheit
frohlocken;
15
deren Pfade krumm sind, und die abbiegen in ihren Bahnen:
16 um
dich zu erretten von dem fremden Weibe, von der Fremden, die
ihre Worte glättet;
17
welche den Vertrauten ihrer Jugend verläßt und den Bund ihres
Gottes vergißt.
18
Denn zum Tode sinkt ihr Haus hinab, und ihre Bahnen zu den
Schatten;
19
alle, die zu ihr eingehen, kehren nicht wieder und erreichen
nicht die Pfade des Lebens:
20
Damit du wandelst auf dem Wege der Guten und die Pfade der
Gerechten einhältst.
21
Denn die Aufrichtigen werden das Land bewohnen, und die
Vollkommenen darin übrigbleiben;
22
aber die Gesetzlosen werden aus dem Lande ausgerottet, und die
Treulosen daraus weggerissen werden.
3,1
Mein Sohn, vergiß nicht meine Belehrung, und dein Herz bewahre
meine Gebote.
2 Denn
Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden sie dir
mehren.
3 Güte
und Wahrheit mögen dich nicht verlassen; binde sie um deinen
Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens;
4 so
wirst du Gunst finden und gute Einsicht in den Augen Gottes und
der Menschen.
5
Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich
nicht auf deinen Verstand.
6
Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen
deine Pfade.
7 Sei
nicht weise in deinen Augen, fürchte Jehova und weiche vom
Bösen:
8 es
wird Heilung sein für deinen Nabel und Saft für deine Gebeine.
9 Ehre
Jehova von deinem Vermögen und von den Erstlingen all deines
Ertrages;
10 so
werden deine Speicher sich füllen mit Überfluß, und deine Kufen
von Most überfließen.
11
Mein Sohn, verwirf nicht die Unterweisung Jehovas, und laß dich
seine Zucht nicht verdrießen.
12
Denn wen Jehova liebt, den züchtigt er, und zwar wie ein Vater
den Sohn, an dem er Wohlgefallen hat.
13
Glückselig der Mensch, der Weisheit gefunden hat, und der
Mensch, der Verständnis erlangt!
14
Denn ihr Erwerb ist besser als der Erwerb von Silber, und ihr
Gewinn besser als feines Gold;
15
kostbarer ist sie als Korallen, und alles, was du begehren
magst, kommt ihr an Wert nicht gleich.
16
Länge des Lebens ist in ihrer Rechten, in ihrer Linken Reichtum
und Ehre.
17
Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Pfade sind Frieden.
18 Ein
Baum des Lebens ist sie denen, die sie ergreifen, und wer sie
festhält, ist glückselig.
19
Jehova hat durch Weisheit die Erde gegründet, und durch Einsicht
die Himmel festgestellt.
20
Durch seine Erkenntnis sind hervorgebrochen die Tiefen, und die
Wolken träufelten Tau herab.
21
Mein Sohn, laß sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre
klugen Rat und Besonnenheit;
22 so
werden sie Leben sein für deine Seele und Anmut deinem Halse.
23
Dann wirst du in Sicherheit deinen Weg gehen, und dein Fuß wird
nicht anstoßen.
24
Wenn du dich niederlegst, wirst du nicht erschrecken; und liegst
du, so wird dein Schlaf süß sein.
25
Fürchte dich nicht vor plötzlichem Schrecken, noch vor der
Verwüstung der Gesetzlosen, wenn sie kommt;
26
denn Jehova wird deine Zuversicht sein, und wird deinen Fuß vor
dem Fange bewahren.
27
Enthalte kein Gutes dem vor, welchem es zukommt, wenn es in der
Macht deiner Hand steht, es zu tun.
28
Sage nicht zu deinem Nächsten: Geh hin und komm wieder, und
morgen will ich geben! da es doch bei dir ist.
29
Schmiede nichts Böses wider deinen Nächsten, während er
vertrauensvoll bei dir wohnt.
30
Hadere nicht mit einem Menschen ohne Ursache, wenn er dir nichts
Böses angetan hat.
31
Beneide nicht den Mann der Gewalttat, und erwähle keinen von
seinen Wegen.
32
Denn der Verkehrte ist Jehova ein Greuel, aber sein Geheimnis
ist bei den Aufrichtigen.
33 Der
Fluch Jehovas ist im Hause des Gesetzlosen, aber er segnet die
Wohnung der Gerechten.
34
Fürwahr, der Spötter spottet er, den Demütigen aber gibt er
Gnade.
35 Die
Weisen erben Ehre, aber die Toren erhöht die Schande.
4,1
Höret, Söhne, die Unterweisung des Vaters, und merket auf, um
Verstand zu kennen!
2 Denn
gute Lehre gebe ich euch: verlasset meine Belehrung nicht.
3 Denn
ein Sohn bin ich meinem Vater gewesen, ein zarter und einziger
vor meiner Mutter.
4 Und
er lehrte mich und sprach zu mir: Dein Herz halte meine Worte
fest; beobachte meine Gebote und lebe.
5
Erwirb Weisheit, erwirb Verstand; vergiß nicht und weiche nicht
ab von den Reden meines Mundes.
6
Verlaß sie nicht, und sie wird dich behüten; liebe sie, und sie
wird dich bewahren.
7 Der
Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit; und um alles, was du
erworben hast, erwirb Verstand.
8
Halte sie hoch, und sie wird dich erhöhen; sie wird dich zu
Ehren bringen, wenn du sie umarmst.
9 Sie
wird deinem Haupte einen anmutigen Kranz verleihen, wird dir
darreichen eine prächtige Krone.
10
Höre, mein Sohn, und nimm meine Reden an! Und des Lebens Jahre
werden sich dir mehren.
11 Ich
unterweise dich in dem Wege der Weisheit, leite dich auf Bahnen
der Geradheit.
12
Wenn du gehst, wird dein Schritt nicht beengt werden, und wenn
du läufst, wirst du nicht straucheln.
13
Halte fest an der Unterweisung, laß sie nicht los; bewahre sie,
denn sie ist dein Leben.
14
Komm nicht auf den Pfad der Gesetzlosen, und schreite nicht
einher auf dem Wege der Bösen.
15 Laß
ihn fahren, geh nicht darauf; wende dich von ihm ab und geh
vorbei.
16
Denn sie schlafen nicht, wenn sie nichts Böses getan, und ihr
Schlaf wird ihnen geraubt, wenn sie nicht zu Fall gebracht
haben.
17
Denn sie essen Brot der Gesetzlosigkeit, und trinken Wein der
Gewalttaten.
18
Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Morgenlicht,
das stets heller leuchtet bis zur Tageshöhe.
19 Der
Weg der Gesetzlosen ist dem Dunkel gleich; sie erkennen nicht,
worüber sie straucheln.
20
Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen
Reden.
21 Laß
sie nicht von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innern deines
Herzens.
22
Denn Leben sind sie denen, die sie finden, und Gesundheit ihrem
ganzen Fleische.
23
Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von
ihm aus sind die Ausgänge des Lebens.
24 Tue
von dir die Verkehrtheit des Mundes, und die Verdrehtheit der
Lippen entferne von dir.
25 Laß
deine Augen geradeaus blicken, und deine Wimpern stracks vor
dich hin schauen.
26
Ebne die Bahn deines Fußes, und alle deine Wege seien gerade;
27
biege nicht aus zur Rechten noch zur Linken, wende deinen Fuß ab
vom Bösen.
5,1
Mein Sohn, merke auf meine Weisheit, neige dein Ohr zu meiner
Einsicht,
2 um
Besonnenheit zu beobachten, und damit deine Lippen Erkenntnis
bewahren.
3 Denn
Honigseim träufeln die Lippen der Fremden, und glatter als Öl
ist ihr Gaumen;
4 aber
ihr Letztes ist bitter wie Wermut, scharf wie ein
zweischneidiges Schwert.
5 Ihre
Füße steigen hinab zum Tode, an dem Scheol haften ihre Schritte.
6
Damit sie nicht den Weg des Lebens einschlage, schweifen ihre
Bahnen, ohne daß sie es weiß.
7 Nun
denn, ihr Söhne, höret auf mich, und weichet nicht ab von den
Worten meines Mundes!
8
Halte fern von ihr deinen Weg, und nahe nicht zu der Tür ihres
Hauses:
9
damit du nicht anderen deine Blüte gebest, und deine Jahre dem
Grausamen;
10
damit nicht Fremde sich sättigen an deinem Vermögen, und dein
mühsam Erworbenes nicht komme in eines Ausländers Haus;
11 und
du nicht stöhnest bei deinem Ende, wenn dein Fleisch und dein
Leib dahinschwinden, und sagest:
12 Wie
habe ich die Unterweisung gehaßt, und mein Herz hat die Zucht
verschmäht!
13 Und
ich habe nicht gehört auf die Stimme meiner Unterweiser, und
mein Ohr nicht zugeneigt meinen Lehrern.
14
Wenig fehlte, so wäre ich in allem Bösen gewesen, inmitten der
Versammlung und der Gemeinde.
15
Trinke Wasser aus deiner Zisterne und Fließendes aus deinem
Brunnen.
16
Mögen nach außen sich ergießen deine Quellen, deine Wasserbäche
auf die Straßen.
17 Dir
allein sollen sie gehören, und nicht Fremden mit dir.
18
Deine Quelle sei gesegnet, und erfreue dich an dem Weibe deiner
Jugend;
19 die
liebliche Hindin und anmutige Gemse, ihre Brüste mögen dich
berauschen zu aller Zeit, taumle stets in ihrer Liebe.
20 Und
warum solltest du, mein Sohn, an einer Fremden taumeln, und den
Busen einer Fremden umarmen?
21
Denn vor den Augen Jehovas sind eines jeden Wege, und alle seine
Geleise wägt er ab.
22 Die
eigenen Missetaten werden ihn, den Gesetzlosen, fangen, und in
seiner Sünde Banden wird er festgehalten werden.
23
Sterben wird er, weil ihm Zucht mangelt, und in der Größe seiner
Torheit wird er dahintaumeln.
6,1
Mein Sohn, wenn du Bürge geworden bist für deinen Nächsten, für
einen anderen deine Hand eingeschlagen hast;
2 bist
du verstrickt durch die Worte deines Mundes, gefangen durch die
Worte deines Mundes:
3 tue
denn dieses, mein Sohn, und reiße dich los, da du in deines
Nächsten Hand gekommen bist; geh hin, wirf dich nieder, und
bestürme deinen Nächsten;
4
gestatte deinen Augen keinen Schlaf, und keinen Schlummer deinen
Wimpern;
5
reiße dich los wie eine Gazelle aus der Hand, und wie ein Vogel
aus der Hand des Vogelstellers.
6 Geh
hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege und werde weise.
7 Sie,
die keinen Richter, Vorsteher und Gebieter hat,
8 sie
bereitet im Sommer ihr Brot, hat in der Ernte ihre Nahrung
eingesammelt.
9 Bis
wann willst du liegen, du Fauler? Wann willst du von deinem
Schlafe aufstehen?
10 Ein
wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um
auszuruhen:
11 und
deine Armut wird kommen wie ein rüstig Zuschreitender, und deine
Not wie ein gewappneter Mann.
12 Ein
Belialsmensch, ein heilloser Mann ist, wer umhergeht mit
Verkehrtheit des Mundes,
13 mit
seinen Augen zwinkt, mit seinen Füßen scharrt, mit seinen
Fingern deutet.
14
Verkehrtheiten sind in seinem Herzen; er schmiedet Böses zu
aller Zeit, streut Zwietracht aus.
15
Darum wird plötzlich sein Verderben kommen; im Augenblick wird
er zerschmettert werden ohne Heilung.
16
Sechs sind es, die Jehova haßt, und sieben sind seiner Seele ein
Greuel:
17
Hohe Augen, eine Lügenzunge, und Hände, die unschuldiges Blut
vergießen;
18 ein
Herz, welches heillose Anschläge schmiedet, Füße, die eilends
zum Bösen hinlaufen;
19 wer
Lügen ausspricht als falscher Zeuge, und wer Zwietracht
ausstreut zwischen Brüdern.
20
Mein Sohn, bewahre das Gebot deines Vaters, und verlaß nicht die
Belehrung deiner Mutter;
21
binde sie stets auf dein Herz, knüpfe sie um deinen Hals.
22
Wenn du einhergehst, wird sie dich leiten; wenn du dich
niederlegst, wird sie über dich wachen; und erwachst du, so wird
sie mit dir reden.
23
Denn das Gebot ist eine Leuchte, und die Belehrung ein Licht;
und die Zurechtweisung der Zucht sind der Weg des Lebens:
24 um
dich zu bewahren vor dem bösen Weibe, vor der Glätte der Zunge
einer Fremden.
25
Begehre nicht in deinem Herzen nach ihrer Schönheit, und sie
fange dich nicht mit ihren Wimpern!
26
Denn um eines hurerischen Weibes willen kommt man bis auf einen
Laib Brot, und eines Mannes Weib stellt einer kostbaren Seele
nach.
27
Sollte jemand Feuer in seinen Busen nehmen, ohne daß seine
Kleider verbrennten?
28
Oder sollte jemand über glühende Kohlen gehen, ohne daß seine
Füße versengt würden?
29 So
der, welcher zu dem Weibe seines Nächsten eingeht: keiner, der
sie berührt, wird für schuldlos gehalten werden.
30 Man
verachtet den Dieb nicht, wenn er stiehlt, um seine Gier zu
stillen, weil ihn hungert;
31 und
wenn er gefunden wird, kann er siebenfach erstatten, kann alles
Gut seines Hauses hingeben.
32 Wer
mit einem Weibe Ehebruch begeht, ist unsinnig; wer seine Seele
verderben will, der tut solches.
33
Plage und Schande wird er finden, und seine Schmach wird nicht
ausgelöscht werden.
34
Denn Eifersucht ist eines Mannes Grimm, und am Tage der Rache
schont er nicht.
35 Er
nimmt keine Rücksicht auf irgendwelche Sühne und willigt nicht
ein, magst du auch das Geschenk vergrößern.
7,1
Mein Sohn, bewahre meine Worte, und birg bei dir meine Gebote;
2
bewahre meine Gebote und lebe, und meine Belehrung wie deinen
Augapfel.
3
Binde sie um deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines
Herzens.
4
Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester! Und nenne den
Verstand deinen Verwandten;
5
damit sie dich bewahre vor dem fremden Weibe, vor der Fremden,
die ihre Worte glättet.
6 Denn
an dem Fenster meines Hauses schaute ich durch mein Gitter
hinaus;
7 und
ich sah unter den Einfältigen, gewahrte unter den Söhnen einen
unverständigen Jüngling,
8 der
hin und her ging auf der Straße, neben ihrer Ecke, und den Weg
nach ihrem Hause schritt,
9 in
der Dämmerung, am Abend des Tages, in der Mitte der Nacht und in
der Dunkelheit.
10 Und
siehe, ein Weib kam ihm entgegen im Anzug einer Hure und mit
verstecktem Herzen.
11 Sie
ist leidenschaftlich und unbändig, ihre Füße bleiben nicht in
ihrem Hause;
12
bald ist sie draußen, bald auf den Straßen, und neben jeder Ecke
lauert sie.
13 Und
sie ergriff ihn und küßte ihn, und mit unverschämtem Angesicht
sprach sie zu ihm:
14
Friedensopfer lagen mir ob, heute habe ich meine Gelübde
bezahlt;
15
darum bin ich ausgegangen, dir entgegen, um dein Antlitz zu
suchen, und dich habe dich gefunden.
16 Mit
Teppichen habe ich mein Bett bereitet, mit bunten Decken von
ägyptischem Garne;
17 ich
habe mein Lager benetzt mit Myrrhe, Aloe und Zimmet.
18
Komm, wir wollen uns in Liebe berauschen bis an den Morgen, an
Liebkosungen uns ergötzen.
19
Denn der Mann ist nicht zu Hause, er ist auf eine weite Reise
gegangen;
20 er
hat den Geldbeutel in seine Hand genommen, am Tage des
Vollmondes wird er heimkehren.
21 Sie
verleitete ihn durch ihr vieles Bereden, riß ihn fort durch die
Glätte ihrer Lippen.
22 Auf
einmal ging er ihr nach, wie ein Ochs zur Schlachtbank geht, und
wie Fußfesseln zur Züchtigung des Narren dienen,
23 bis
ein Pfeil seine Leber zerspaltet; wie ein Vogel zur Schlinge
eilt und nicht weiß, daß es sein Leben gilt.
24 Nun
denn, ihr Söhne, höret auf mich, und horchet auf die Worte
meines Mundes!
25
Dein Herz wende sich nicht ab nach ihren Wegen, und irre nicht
umher auf ihren Pfaden!
26
Denn viele Erschlagene hat sie niedergestreckt, und zahlreich
sind alle ihre Ermordeten.
27 Ihr
Haus sind Wege zum Scheol, die hinabführen zu den Kammern des
Todes.
8,1
Ruft nicht die Weisheit, und läßt nicht die Einsicht ihre Stimme
erschallen?
2 Oben
auf den Erhöhungen am Wege, da wo Pfade zusammenstoßen, hat sie
sich aufgestellt.
3 Zur
Seite der Tore, wo die Stadt sich auftut, am Eingang der Pforten
schreit sie:
4 Zu
euch, ihr Männer, rufe ich, und meine Stimme ergeht an die
Menschenkinder.
5
Lernet Klugheit, ihr Einfältigen, und ihr Toren, lernet
Verstand!
6
Höret! Denn Vortreffliches will ich reden, und das Auftun meiner
Lippen soll Geradheit sein.
7 Denn
mein Gaumen spricht Wahrheit aus, und Gesetzlosigkeit ist meinen
Lippen ein Greuel.
8 Alle
Worte meines Mundes sind in Gerechtigkeit; es ist nichts
Verdrehtes und Verkehrtes in ihnen.
9 Sie
alle sind richtig dem Verständigen, und gerade denen, die
Erkenntnis erlangt haben.
10
Nehmet an meine Unterweisung, und nicht Silber, und Erkenntnis
lieber als auserlesenes, feines Gold.
11
Denn Weisheit ist besser als Korallen, und alles, was man
begehren mag, kommt ihr nicht gleich.
12
Ich, Weisheit, bewohne die Klugheit, und finde die Erkenntnis
der Besonnenheit.
13 Die
Furcht Jehovas ist: das Böse hassen. Hoffart und Hochmut und den
Weg des Bösen und den Mund der Verkehrtheit hasse ich.
14
Mein sind Rat und Einsicht; ich bin der Verstand, mein ist die
Stärke.
15
Durch mich regieren Könige, und Fürsten treffen gerechte
Entscheidungen;
16
durch mich herrschen Herrscher und Edle, alle Richter der Erde.
17 Ich
liebe, die mich lieben; und die mich früh suchen, werden mich
finden.
18
Reichtum und Ehre sind bei mir, bleibendes Gut und
Gerechtigkeit.
19
Meine Furcht ist besser als feines Gold und gediegenes Gold, und
mein Ertrag als auserlesenes Silber.
20 Ich
wandle auf dem Pfade der Gerechtigkeit, mitten auf den Steigen
des Rechts;
21 um
die, die mich lieben, beständiges Gut erben zu lassen, und um
ihre Vorratskammern zu füllen.
22
Jehova besaß mich im Anfang seines Weges, vor seinen Werken von
jeher.
23 Ich
war eingesetzt von Ewigkeit her, von Anbeginn, vor den
Uranfängen der Erde.
24 Ich
war geboren, als die Tiefen noch nicht waren, als noch keine
Quellen waren, reich an Wasser.
25 Ehe
die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln war ich geboren;
26 als
er die Erde und die Fluren noch nicht gemacht hatte, und den
Beginn der Schollen des Erdkreises.
27 Als
er die Himmel feststellte, war ich da, als er einen Kreis abmaß
über der Fläche der Tiefe;
28 als
er die Wolken droben befestigte, als er Festigkeit gab den
Quellen der Tiefe;
29 als
er dem Meere seine Schranken setzte, daß die Wasser seinen
Befehl nicht überschritten, als er die Grundfesten der Erde
feststellte:
30 da
war ich Schoßkind bei ihm, und war Tag für Tag seine Wonne, vor
ihm mich ergötzend allezeit,
31
mich ergötzend auf dem bewohnten Teile seiner Erde; und meine
Wonne war bei den Menschenkindern.
32 Nun
denn, ihr Söhne, höret auf mich: Glückselig sind, die meine Wege
bewahren!
33
Höret Unterweisung und werdet weise, und verwerfet sie nicht!
34
Glückselig der Mensch, der auf mich hört, indem er an meinen
Türen wacht Tag für Tag, die Pfosten meiner Tore hütet!
35
Denn wer mich findet, hat das Leben gefunden und Wohlgefallen
erlangt von Jehova.
36 Wer
aber an mir sündigt, tut seiner Seele Gewalt an; alle, die mich
hassen, lieben den Tod.
9,1
Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, hat ihre sieben Säulen
ausgehauen;
2 sie
hat ihr Schlachtvieh geschlachtet, ihren Wein gemischt, auch
ihren Tisch gedeckt;
3 sie
hat ihre Mägde ausgesandt, ladet ein auf den Höhen der Stadt:
4 “Wer
ist einfältig? Er wende sich hierher!” Zu den Unverständigen
spricht sie:
5
“Kommet, esset von meinem Brote, und trinket von dem Weine, den
ich gemischt habe!
6
Lasset ab von der Einfältigkeit und lebet, und schreitet einher
auf dem Wege des Verstandes!”
7 Wer
den Spötter zurechtweist, zieht sich Schande zu; und wer den
Gesetzlosen straft, sein Schandfleck ist es.
8
Strafe den Spötter nicht, daß er dich nicht hasse; strafe den
Weisen, und er wird dich lieben.
9 Gib
dem Weisen, so wird er noch weiser; belehre den Gerechten, so
wird er an Kenntnis zunehmen.
10 Die
Furcht Jehovas ist der Weisheit Anfang; und die Erkenntnis des
Heiligen ist Verstand.
11
Denn durch mich werden deine Tage sich mehren, und Jahre des
Lebens werden dir hinzugefügt werden.
12
Wenn du weise bist, so bist du weise für dich; und spottest du,
so wirst du allein es tragen.
13
Frau Torheit ist leidenschaftlich; sie ist lauter Einfältigkeit
und weiß gar nichts.
14 Und
sie sitzt am Eingang ihres Hauses, auf einem Sitze an
hochgelegenen Stellen der Stadt,
15 um
einzuladen, die des Weges vorübergehen, die ihre Pfade gerade
halten:
16
“Wer ist einfältig? Er wende sich hierher!” Und zu dem
Unverständigen spricht sie:
17
“Gestohlene Wasser sind süß, und heimliches Brot ist lieblich”.
18 Und
er weiß nicht, daß dort die Schatten sind, in den Tiefen des
Scheols ihre Geladenen.
10,1
Ein weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Sohn ist
seiner Mutter Kummer.
2
Schätze der Gesetzlosigkeit nützen nichts, aber Gerechtigkeit
errettet vom Tode.
3
Jehova läßt die Seele des Gerechten nicht hungern, aber die Gier
der Gesetzlosen stößt er hinweg.
4 Wer
mit lässiger Hand schafft, wird arm; aber die Hand der Fleißigen
macht reich.
5 Wer
im Sommer einsammelt, ist ein einsichtsvoller Sohn; wer zur
Erntezeit in tiefem Schlafe liegt, ist ein Sohn, der Schande
bringt.
6 Dem
Haupte des Gerechten werden Segnungen zuteil, aber den Mund der
Gesetzlosen bedeckt Gewalttat.
7 Das
Gedächtnis des Gerechten ist zum Segen, aber der Name der
Gesetzlosen verwest.
8 Wer
weisen Herzens ist, nimmt Gebote an; aber ein närrischer
Schwätzer kommt zu Fall.
9 Wer
in Vollkommenheit wandelt, wandelt sicher; wer aber seine Wege
krümmt, wird bekannt werden.
10 Wer
mit den Augen zwinkt, verursacht Kränkung; und ein närrischer
Schwätzer kommt zu Fall.
11 Ein
Born des Lebens ist der Mund des Gerechten, aber den Mund der
Gesetzlosen bedeckt Gewalttat.
12 Haß
erregt Zwietracht, aber Liebe deckt alle Übertretungen zu.
13 Auf
den Lippen des Verständigen wird Weisheit gefunden; aber der
Stock gebührt dem Rücken des Unverständigen.
14 Die
Weisen bewahren Erkenntnis auf, aber der Mund des Narren ist
drohender Unglücksfall.
15 Der
Wohlstand des Reichen ist seine feste Stadt, der Unglücksfall
der Geringen ihre Armut.
16 Der
Erwerb des Gerechten gereicht zum Leben, der Ertrag des
Gesetzlosen zur Sünde.
17 Es
ist der Pfad zum Leben, wenn einer Unterweisung beachtet; wer
aber Zucht unbeachtet läßt, geht irre.
18 Wer
Haß verbirgt, hat Lügenlippen; und wer Verleumdung ausbringt,
ist ein Tor.
19 Bei
der Menge der Worte fehlt Übertretung nicht; wer aber seine
Lippen zurückhält, ist einsichtsvoll.
20 Die
Zunge des Gerechten ist auserlesenes Silber, der Verstand der
Gesetzlosen ist wenig wert.
21 Die
Lippen des Gerechten weiden viele, aber die Narren sterben durch
Mangel an Verstand.
22 Der
Segen Jehovas, er macht reich, und Anstrengung fügt neben ihm
nichts hinzu.
23 Dem
Toren ist es wie ein Spiel, Schandtat zu verüben, und Weisheit
zu üben dem verständigen Manne.
24
Wovor dem Gesetzlosen bangt, das wird über ihn kommen, und das
Begehren der Gerechten wird gewährt.
25 Wie
ein Sturmwind daherfährt, so ist der Gesetzlose nicht mehr; aber
der Gerechte ist ein ewig fester Grund.
26 Wie
der Essig den Zähnen, und wie der Rauch den Augen, so ist der
Faule denen, die ihn senden.
27 Die
Furcht Jehovas mehrt die Tage, aber die Jahre der Gesetzlosen
werden verkürzt.
28 Das
Harren der Gerechten wird Freude, aber die Hoffnung der
Gesetzlosen wird zunichte.
29 Der
Weg Jehovas ist eine Feste für die Vollkommenheit, aber
Untergang für die, welche Frevel tun.
30 Der
Gerechte wird nicht wanken in Ewigkeit, aber die Gesetzlosen
werden das Land nicht bewohnen.
31 Der
Mund des Gerechten sproßt Weisheit, aber die Zunge der
Verkehrtheit wird ausgerottet werden.
32 Die
Lippen des Gerechten verstehen sich auf Wohlgefälliges, aber der
Mund der Gesetzlosen ist Verkehrtheit.
11,1
Trügerische Waagschalen sind Jehova ein Greuel, aber volles
Gewicht ist sein Wohlgefallen.
2
Kommt Übermut, so kommt auch Schande; bei den Bescheidenen aber
ist Weisheit.
3 Die
Unsträflichkeit der Aufrichtigen leitet sie, aber Treulosen
Verkehrtheit zerstört sie.
4
Vermögen nützt nichts am Tage des Zornes, aber Gerechtigkeit
errettet vom Tode.
5 Des
Vollkommenen Gerechtigkeit macht seinen Weg gerade, aber der
Gesetzlose fällt durch seine Gesetzlosigkeit.
6 Der
Aufrichtigen Gerechtigkeit errettet sie, aber die Treulosen
werden gefangen in ihrer Gier.
7 Wenn
ein gesetzloser Mensch stirbt, wird seine Hoffnung zunichte, und
die Erwartung der Frevler ist zunichte geworden.
8 Der
Gerechte wird aus der Drangsal befreit, und der Gesetzlose tritt
an seine Stelle.
9 Mit
dem Munde verdirbt der Ruchlose seinen Nächsten, aber durch
Erkenntnis werden die Gerechten befreit.
10 Die
Stadt frohlockt beim Wohle der Gerechten, und beim Untergang der
Gesetzlosen ist Jubel.
11
Durch den Segen der Aufrichtigen kommt eine Stadt empor, aber
durch den Mund der Gesetzlosen wird sie niedergerissen.
12 Wer
seinen Nächsten verachtet, hat keinen Verstand; aber ein
verständiger Mann schweigt still.
13 Wer
als Verleumder umhergeht, deckt das Geheimnis auf; wer aber
treuen Geistes ist, deckt die Sache zu.
14 Wo
keine Führung ist, verfällt ein Volk; aber Heil ist bei der
Menge der Ratgeber.
15
Sehr schlecht ergeht’s einem, wenn er für einen anderen Bürge
geworden ist; wer aber das Handeinschlagen haßt, ist sicher.
16 Ein
anmutiges Weib erlangt Ehre, und Gewalttätige erlangen Reichtum.
17
Sich selbst tut der Mildtätige wohl, der Unbarmherzige aber tut
seinem Fleische wehe.
18 Der
Gesetzlose schafft sich trüglichen Gewinn, wer aber
Gerechtigkeit sät, wahrhaftigen Lohn.
19 Wie
die Gerechtigkeit zum Leben, so gereicht es dem, der Bösem
nachjagt, zu seinem Tode.
20 Die
verkehrten Herzens sind, sind Jehova ein Greuel; aber sein
Wohlgefallen sind die im Wege Vollkommenen.
21 Die
Hand darauf! Der Böse wird nicht für schuldlos gehalten werden;
aber der Same der Gerechten wird entrinnen.
22 Ein
goldener Ring in der Nase eines Schweines, so ist ein schönes
Weib ohne Anstand.
23 Das
Begehren der Gerechten ist nur Gutes; die Hoffnung der
Gesetzlosen ist der Grimm.
24 Da
ist einer, der ausstreut, und er bekommt noch mehr; und einer,
der mehr spart als recht ist, und es ist nur zum Mangel.
25 Die
segnende Seele wird reichlich gesättigt, und der Tränkende wird
auch selbst getränkt.
26 Wer
Korn zurückhält, den verflucht das Volk; aber Segen wird dem
Haupte dessen zuteil, der Getreide verkauft.
27 Wer
das Gute eifrig sucht, sucht Wohlgefallen; wer aber nach Bösem
trachtet, über ihn wird es kommen.
28 Wer
auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen; aber die
Gerechten werden sprossen wie Laub.
29 Wer
sein Haus verstört, wird Wind erben; und der Narr wird ein
Knecht dessen, der weisen Herzens ist.
30 Die
Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und der Weise
gewinnt Seelen.
31
Siehe, dem Gerechten wird auf Erden vergolten, wieviel mehr dem
Gesetzlosen und Sünder!
12,1
Wer Unterweisung liebt, liebt Erkenntnis; und wer Zucht haßt,
ist dumm.
2 Der
Gütige erlangt Wohlgefallen von Jehova, aber den Mann der Ränke
spricht er schuldig.
3 Ein
Mensch wird nicht bestehen durch Gesetzlosigkeit, aber die
Wurzel der Gerechten wird nicht erschüttert werden.
4 Ein
wackeres Weib ist ihres Mannes Krone, aber wie Fäulnis in seinen
Gebeinen ist ein schändliches.
5 Die
Gedanken der Gerechten sind Recht, die Überlegungen der
Gesetzlosen sind Betrug.
6 Die
Worte der Gesetzlosen sind ein Lauern auf Blut; aber der Mund
der Aufrichtigen errettet sie.
7 Man
kehrt die Gesetzlosen um, und sie sind nicht mehr; aber das Haus
der Gerechten bleibt bestehen.
8
Gemäß seiner Einsicht wird ein Mann gelobt; wer aber verkehrten
Herzens ist, wird zur Verachtung sein.
9
Besser, wer gering ist und einen Knecht hat, als wer vornehm tut
und hat Mangel an Brot.
10 Der
Gerechte kümmert sich um das Leben seines Viehes, aber das Herz
der Gesetzlosen ist grausam.
11 Wer
sein Land bebaut, wird mit Brot gesättigt werden; wer aber
nichtigen Dingen nachjagt, ist unverständig.
12 Den
Gesetzlosen gelüstete nach dem Raube der Bösen, aber die Wurzel
der Gerechten trägt ein.
13 In
der Übertretung der Lippen ist ein böser Fallstrick, aber der
Gerechte entgeht der Drangsal.
14 Von
der Frucht seines Mundes wird ein Mann mit Gutem gesättigt, und
das Tun der Hände eines Menschen kehrt zu ihm zurück.
15 Der
Weg des Narren ist richtig in seinen Augen, aber der Weise hört
auf Rat.
16 Der
Unmut des Narren tut sich am selben Tage kund, aber der Kluge
verbirgt den Schimpf.
17 Wer
Wahrheit ausspricht, tut Gerechtigkeit kund, aber ein falscher
Zeuge Trug.
18 Da
ist einer, der unbesonnene Worte redet gleich Schwertstichen;
aber die Zunge der Weisen ist Heilung.
19 Die
Lippe der Wahrheit besteht ewiglich, aber nur einen Augenblick
die Zunge der Lüge.
20
Trug ist im Herzen derer, die Böses schmieden; bei denen aber,
die Frieden planen, ist Freude.
21 Dem
Gerechten wird keinerlei Unheil widerfahren, aber die
Gesetzlosen haben Übel die Fülle.
22 Die
Lippen der Lüge sind Jehova ein Greuel, die aber, welche
Wahrheit üben, sein Wohlgefallen.
23 Ein
kluger Mensch hält die Erkenntnis verborgen, aber das Herz der
Toren ruft Narrheit aus.
24 Die
Hand der Fleißigen wird herrschen, aber die lässige wird
fronpflichtig sein.
25
Kummer im Herzen des Mannes beugt es nieder, aber ein gutes Wort
erfreut es.
26 Der
Gerechte weist seinem Nächsten den Weg, aber der Weg der
Gesetzlosen führt sie irre.
27
Nicht erjagt der Lässige sein Wild; aber kostbares Gut eines
Menschen ist es, wenn er fleißig ist.
28 Auf
dem Pfade der Gerechtigkeit ist Leben, und kein Tod auf dem Wege
ihres Steiges.
13,1
Ein weiser Sohn hört auf die Unterweisung des Vaters, aber ein
Spötter hört nicht auf Schelten.
2 Von
der Frucht seines Mundes ißt ein Mann Gutes, aber die Seele der
Treulosen ißt Gewalttat.
3 Wer
seinen Mund bewahrt, behütet seine Seele; wer seine Lippen
aufreißt, dem wird’s zum Untergang.
4 Die
Seele des Faulen begehrt, und nichts ist da; aber die Seele der
Fleißigen wird reichlich gesättigt.
5 Der
Gerechte haßt Lügenrede, aber der Gesetzlose handelt schändlich
und schmählich.
6 Die
Gerechtigkeit behütet den im Wege Vollkommenen, und die
Gesetzlosigkeit kehrt den Sünder um.
7 Da
ist einer, der sich reich stellt und hat gar nichts, und einer,
der sich arm stellt und hat viel Vermögen.
8
Lösegeld für das Leben eines Mannes ist sein Reichtum, aber der
Arme hört keine Drohung.
9 Das
Licht der Gerechten brennt fröhlich, aber die Leuchte der
Gesetzlosen erlischt.
10
Durch Übermut gibt es nur Zank; bei denen aber, die sich raten
lassen, Weisheit.
11
Vermögen, das auf nichtige Weise erworben ist, vermindert sich;
wer aber allmählich sammelt, vermehrt es.
12
Lang hingezogenes Harren macht das Herz krank, aber ein
eingetroffener Wunsch ist ein Baum des Lebens.
13 Wer
das Wort verachtet, wird von ihm gepfändet; wer aber das Gebot
fürchtet, dem wird vergolten werden.
14 Die
Belehrung des Weisen ist ein Born des Lebens, um zu entgehen den
Fallstricken des Todes.
15
Gute Einsicht verschafft Gunst, aber der Treulosen Weg ist hart.
16
Jeder Kluge handelt mit Bedacht; ein Tor aber breitet Narrheit
aus.
17 Ein
gottloser Bote fällt in Unglück, aber ein treuer Gesandter ist
Gesundheit.
18
Armut und Schande dem, der Unterweisung verwirft; wer aber Zucht
beachtet wird geehrt.
19 Ein
erfülltes Begehren ist der Seele süß, und den Toren ist’s ein
Greuel, vom Bösen zu weichen.
20 Wer
mit Weisen umgeht, wird weise; aber wer sich zu Toren gesellt,
wird schlecht.
21 Das
Böse verfolgt die Sünder, aber den Gerechten wird man mit Gutem
vergelten.
22 Der
Gute vererbt auf Kindeskinder, aber des Sünders Reichtum ist
aufbewahrt für den Gerechten.
23 Der
Neubruch der Armen gibt viel Speise, aber mancher geht zu Grunde
durch Unrechtlichkeit.
24 Wer
seine Rute spart, haßt seinen Sohn, aber wer ihn lieb hat, sucht
ihn früh heim mit Züchtigung.
25 Der
Gerechte ißt bis zur Sättigung seiner Seele, aber der Leib der
Gesetzlosen muß darben.
14,1
Der Weiber Weisheit baut ihr Haus, und ihre Narrheit reißt es
mit eigenen Händen nieder.
2 Wer
in seiner Geradheit wandelt, fürchtet Jehova; wer aber in seinen
Wegen verkehrt ist, verachtet ihn.
3 Im
Munde des Narren ist eine Gerte des Hochmuts; aber die Lippen
der Weisen, sie bewahren sie.
4 Wo
keine Rinder sind, ist die Krippe rein; aber viel Ertrag ist
durch des Stieres Kraft.
5 Ein
treuer Zeuge lügt nicht, aber ein falscher Zeuge spricht Lügen
aus.
6 Der
Spötter sucht Weisheit, und sie ist nicht da; aber für den
Verständigen ist Erkenntnis leicht.
7 Geh
hinweg von einem törichten Manne und bei wem du nicht Lippen der
Erkenntnis merkst.
8 Die
Weisheit des Klugen ist, auf seinen Weg zu merken, und die
Narrheit der Toren ist Betrug.
9 Die
Schuld spottet der Narren, aber unter den Aufrichtigen ist
Wohlwollen.
10 Das
Herz kennt seine eigene Bitterkeit, und kein Fremder kann sich
in seine Freude mischen.
11 Das
Haus der Gesetzlosen wird vertilgt werden, aber das Zelt der
Aufrichtigen wird emporblühen.
12 Da
ist der Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende
sind Wege des Todes.
13
Auch beim Lachen hat das Herz Kummer, und ihr, der Freude, Ende
ist Traurigkeit.
14 Von
seinen Wegen wird gesättigt, wer abtrünnigen Herzens ist, und
von dem, was in ihm ist, der gute Mann.
15 Der
Einfältige glaubt jedem Worte, aber der Kluge merkt auf seine
Schritte.
16 Der
Weise fürchtet sich und meidet das Böse, aber der Tor braust auf
und ist sorglos.
17 Der
Jähzornige begeht Narrheit, und der Mann von Ränken wird gehaßt.
gekrönt.
18 Die
Einfältigen erben Narrheit, die Klugen aber werden mit
Erkenntnis gekrönt.
19 Die
Bösen beugen sich vor den Guten, und die Gesetzlosen stehen an
den Toren des Gerechten.
20
Selbst von seinem Nächsten wird der Arme gehaßt; aber derer, die
den Reichen lieben, sind viele.
21 Wer
seinen Nächsten verachtet, sündigt; wer aber der Elenden sich
erbarmt, ist glücklich.
22
Werden nicht irregehen, die Böses schmieden, aber Güte und
Wahrheit finden, die Gutes schmieden?
23 Bei
jeder Mühe wird Gewinn sein, aber Lippengerede gereicht nur zum
Mangel.
24 Der
Weisen Krone ist ihr Reichtum; die Narrheit der Toren ist
Narrheit.
25 Ein
wahrhaftiger Zeuge errettet Seelen; wer aber Lügen ausspricht,
ist lauter Trug.
26 In
der Furcht Jehovas ist ein starkes Vertrauen, und seine Kinder
haben eine Zuflucht.
27 Die
Furcht Jehovas ist ein Born des Lebens, um zu entgehen den
Fallstricken des Todes.
28 In
der Menge des Volkes ist die Herrlichkeit eines Königs, aber im
Schwinden der Bevölkerung eines Fürsten Untergang.
29 Ein
Langmütiger hat viel Verstand, aber ein Jähzorniger erhöht die
Narrheit.
30 Ein
gelassenes Herz ist des Leibes Leben, aber Ereiferung ist
Fäulnis der Gebeine.
31 Wer
den Armen bedrückt, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer aber
des Dürftigen sich erbarmt, ehrt ihn.
32 In
seinem Unglück wird der Gesetzlose umgestoßen, aber der Gerechte
vertraut auch in seinem Tode.
33 Die
Weisheit ruht im Herzen des Verständigen; aber was im Inneren
der Toren ist, tut sich kund.
34
Gerechtigkeit erhöht eine Nation, aber Sünde ist der Völker
Schande.
35 Des
Königs Gunst wird dem einsichtigen Knechte zuteil; aber der
Schändliche wird Gegenstand seines Grimmes sein.
15,1
Eine gelinde Antwort wendet den Grimm ab, aber ein kränkendes
Wort erregt den Zorn.
2 Die
Zunge der Weisen spricht tüchtiges Wissen aus, aber der Mund der
Toren sprudelt Narrheit.
3 Die
Augen Jehovas sind an jedem Orte, schauen aus auf Böse und auf
Gute.
4
Lindigkeit der Zunge ist ein Baum des Lebens, aber Verkehrtheit
in ihr ist eine Verwundung des Geistes.
5 Ein
Narr verschmäht die Unterweisung seines Vaters; wer aber die
Zucht beachtet, ist klug.
6 Das
Haus des Gerechten ist eine große Schatzkammer; aber im
Einkommen des Gesetzlosen ist Zerrüttung.
7 Die
Lippen der Weisen streuen Erkenntnis aus, aber nicht also das
Herz der Toren.
8 Das
Opfer der Gesetzlosen ist Jehova ein Greuel, aber das Gebet der
Aufrichtigen sein Wohlgefallen.
9 Der
Weg des Gesetzlosen ist Jehova ein Greuel; wer aber der
Gerechtigkeit nachjagt, den liebt er.
10
Schlimme Züchtigung wird dem zuteil, der den Pfad verläßt; wer
Zucht haßt, wird sterben.
11
Scheol und Abgrund sind vor Jehova, wieviel mehr die Herzen der
Menschenkinder!
12 Der
Spötter liebt es nicht, daß man ihn zurechtweise; zu den Weisen
geht er nicht.
13 Ein
frohes Herz erheitert das Antlitz; aber bei Kummer des Herzens
ist der Geist zerschlagen.
14 Des
Verständigen Herz sucht Erkenntnis, aber der Mund der Toren
weidet sich an Narrheit.
15
Alle Tage des Elenden sind böse, aber ein fröhliches Herz ist
ein beständiges Festmahl.
16
Besser wenig mit der Furcht Jehovas, als ein großer Schatz und
Unruhe dabei.
17
Besser ein Gericht Gemüse und Liebe dabei, als ein gemästeter
Ochs und Haß dabei.
18 Ein
zorniger Mann erregt Zank, aber ein Langmütiger beschwichtigt
den Streit.
19 Der
Weg des Faulen ist wie eine Dornhecke, aber der Pfad der
Aufrichtigen ist gebahnt.
20 Ein
weiser Sohn erfreut den Vater, aber ein törichter Mensch
verachtet seine Mutter.
21 Die
Narrheit ist dem Unverständigen Freude, aber ein verständiger
Mann wandelt geradeaus.
22
Pläne scheitern, wo keine Besprechung ist; aber durch viele
Ratgeber kommen sie zustande.
23 Ein
Mann hat Freude an der Antwort seines Mundes; und ein Wort zu
seiner Zeit, wie gut!
24 Der
Weg des Lebens ist für den Einsichtigen aufwärts, damit er dem
Scheol unten entgehe.
25 Das
Haus der Hoffärtigen reißt Jehova nieder, aber der Witwe Grenze
stellt er fest.
26
Böse Anschläge sind Jehova ein Greuel, aber huldvolle Worte sind
rein.
27 Wer
der Habsucht frönt, verstört sein Haus; wer aber Geschenke haßt,
wird leben.
28 Das
Herz des Gerechten überlegt, um zu antworten; aber der Mund der
Gesetzlosen sprudelt Bosheiten.
29
Jehova ist fern von den Gesetzlosen, aber das Gebet der
Gerechten hört er.
30 Das
Leuchten der Augen erfreut das Herz; eine gute Nachricht labt
das Gebein.
31 Ein
Ohr, das auf die Zucht zum Leben hört, wird inmitten der Weisen
weilen.
32 Wer
Unterweisung verwirft, verachtet seine Seele; wer aber auf Zucht
hört, erwirbt Verstand.
33 Die
Furcht Jehovas ist Unterweisung zur Weisheit, und der Ehre geht
Demut voraus.
16,1
Die Entwürfe des Herzens sind des Menschen, aber die Antwort der
Zunge kommt von Jehova.
2 Alle
Wege eines Mannes sind rein in seinen Augen, aber Jehova wägt
die Geister.
3
Befiehl Jehova deine Werke, und deine Gedanken werden zustande
kommen.
4
Jehova hat alles zu seiner Absicht gemacht, und auch den
Gesetzlosen für den Tag des Unglücks.
5
Jeder Hochmütige ist Jehova ein Greuel; die Hand darauf! Er wird
nicht für schuldlos gehalten werden.
6
Durch Güte und Wahrheit wird die Missetat gesühnt, und durch die
Furcht Jehovas weicht man vom Bösen.
7 Wenn
eines Mannes Wege Jehova wohlgefallen, so läßt er selbst seine
Feinde mit ihm in Frieden sein.
8
Besser wenig mit Gerechtigkeit, als viel Einkommen mit
Unrechtlichkeit.
9 Das
Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber Jehova lenkt seine
Schritte.
10 Ein
Orakelspruch ist auf den Lippen des Königs: sein Mund vergeht
sich nicht am Recht.
11
Gerechte Waage und Waagschalen sind Jehovas; sein Werk sind alle
Gewichtsteine des Beutels.
12 Der
Könige Greuel ist, Gesetzlosigkeit zu tun; denn durch
Gerechtigkeit steht ein Thron fest.
13 Der
Könige Wohlgefallen sind gerechte Lippen; und wer Aufrichtiges
redet, den liebt er.
14 Des
Königs Grimm gleicht Todesboten; aber ein weiser Mann versöhnt
ihn.
15 Im
Lichte des Angesichts des Königs ist Leben, und sein
Wohlgefallen ist wie eine Wolke des Spätregens.
16
Weisheit erwerben, wieviel besser ist es als feines Gold, und
Verstand erwerben, wieviel vorzüglicher als Silber!
17 Der
Aufrichtigen Straße ist: vom Bösen weichen; wer seinen Weg
bewahrt, behütet seine Seele.
18
Hoffart geht dem Sturze, und Hochmut dem Falle voraus.
19
Besser niedrigen Geistes sein mit den Demütigen, als Raub teilen
mit den Hoffärtigen.
20 Wer
auf das Wort achtet, wird Gutes erlangen; und wer auf Jehova
vertraut, ist glückselig.
21 Wer
weisen Herzens ist, wird verständig genannt; und Süßigkeit der
Lippen mehrt die Lehre.
22
Einsicht ist für ihre Besitzer ein Born des Lebens, aber die
Züchtigung der Narren ist die Narrheit.
23 Das
Herz des Weisen gibt seinem Munde Einsicht und mehrt auf seinen
Lippen die Lehre.
24
Huldvolle Worte sind eine Honigwabe, Süßes für die Seele und
Gesundheit für das Gebein.
25 Da
ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende
sind Wege des Todes.
26 Des
Arbeiters Hunger arbeitet für ihn, denn sein Mund spornt ihn an.
27 Ein
Belialsmann gräbt nach Bösem, und auf seinen Lippen ist es wie
brennendes Feuer.
28 Ein
verkehrter Mann streut Zwietracht aus, und ein Ohrenbläser
entzweit Vertraute.
29 Ein
Mann der Gewalttat verlockt seinen Nächsten und führt ihn auf
einen Weg, der nicht gut ist.
30 Wer
seine Augen zudrückt, um Verkehrtes zu ersinnen, seine Lippen
zusammenkneift, hat das Böse beschlossen.
31 Das
graue Haar ist eine prächtige Krone: auf dem Wege der
Gerechtigkeit wird sie gefunden.
32
Besser ein Langmütiger als ein Held, und wer seinen Geist
beherrscht, als wer eine Stadt erobert.
33 Das
Los wird in dem Busen geworfen, aber all seine Entscheidung
kommt von Jehova.
17,1
Besser ein trockener Bissen und Friede dabei, als ein Haus voll
Opferfleisch mit Zank.
2 Ein
einsichtiger Knecht wird über den schändlichen Sohn herrschen,
und inmitten der Brüder die Erbschaft teilen.
3 Der
Schmelztiegel für das Silber, und der Ofen für das Gold; aber
Prüfer der Herzen ist Jehova.
4 Ein
Übeltäter horcht auf die Lippe des Unheils, ein Lügner gibt
Gehör der Zunge des Verderbens.
5 Wer
des Armen spottet, verhöhnt den, der ihn gemacht hat; wer über
Unglück sich freut, wird nicht für schuldlos gehalten werden.
6
Kindeskinder sind die Krone der Alten, und der Kinder Schmuck
sind ihre Väter.
7
Vortreffliche Rede schickt sich nicht für einen gemeinen
Menschen; wieviel weniger Lügenrede für einen Edlen!
8 Das
Geschenk ist ein Edelstein in den Augen des Empfängers; wohin er
sich wendet, gelingt es ihm.
9 Wer
Liebe sucht, deckt die Übertretung zu; wer aber eine Sache immer
wieder anregt, entzweit Vertraute.
10 Ein
Verweis dringt bei einem Verständigen tiefer ein, als hundert
Schläge bei einem Toren.
11 Der
Böse sucht nur Empörung; aber ein grausamer Bote wird gegen ihn
gesandt werden.
12
Eine Bärin, die der Jungen beraubt ist, begegne einem Manne,
aber nicht ein Tor in seiner Narrheit!
13 Wer
Böses für Gutes vergilt, von dessen Hause wird das Böse nicht
weichen.
14 Der
Anfang eines Zankes ist, wie wenn einer Wasser entfesselt; so
laß den Streit, ehe er heftig wird.
15 Wer
den Gesetzlosen rechtfertigt, und wer den Gerechten verdammt,
sie alle beide sind Jehova ein Greuel.
16
Wozu doch Geld in der Hand eines Toren, um Weisheit zu kaufen,
da ihm doch der Verstand fehlt?
17 Der
Freund liebt zu aller Zeit, und als Bruder für die Drangsal wird
er geboren.
18 Ein
unverständiger Mensch ist, wer in die Hand einschlägt, wer
Bürgschaft leistet gegenüber seinem Nächsten.
19 Wer
Zank liebt, liebt Übertretung; wer seine Tür hoch macht, sucht
Einsturz.
20 Wer
verkehrten Herzens ist, wird das Gute nicht finden; und wer sich
mit seiner Zunge windet, wird ins Unglück fallen.
21 Wer
einen Toren zeugt, dem wird es zum Kummer, und der Vater eines
Narren hat keine Freude.
22 Ein
fröhliches Herz bringt gute Besserung, aber ein zerschlagener
Geist vertrocknet das Gebein.
23 Der
Gesetzlose nimmt ein Geschenk aus dem Busen, um die Pfade des
Rechts zu beugen.
24 Vor
dem Angesicht des Verständigen ist Weisheit, aber die Augen des
Toren sind am Ende der Erde.
25 Ein
törichter Sohn ist ein Gram für seinen Vater, und Bitterkeit für
die, welche ihn geboren.
26
Auch den Gerechten zu bestrafen, ist nicht gut, Edle zu schlagen
um der Geradheit willen.
27 Wer
seine Worte zurückhält, besitzt Erkenntnis; und wer kühlen
Geistes ist, ist ein verständiger Mann.
28
Auch ein Narr, der schweigt, wird für weise gehalten, für
verständig, wer seine Lippen verschließt.
18,1
Wer sich absondert, trachtet nach einem Gelüst; gegen alle
Einsicht geht er heftig an.
2 Der
Tor hat keine Lust an Verständnis, sondern nur daran, daß sein
Herz sich offenbare.
3 Wenn
ein Gesetzloser kommt, so kommt auch Verachtung; und mit der
Schande kommt Schmähung.
4 Die
Worte aus dem Munde eines Mannes sind tiefe Wasser, ein
sprudelnder Bach, ein Born der Weisheit.
5 Es
ist nicht gut, die Person des Gesetzlosen anzusehen, um den
Gerechten zu beugen im Gericht.
6 Die
Lippen des Toren geraten in Streit, und sein Mund ruft nach
Schlägen.
7 Der
Mund des Toren wird ihm zum Untergang, und seine Lippen sind der
Fallstrick seiner Seele.
8 Die
Worte des Ohrenbläsers sind wie Leckerbissen, und sie dringen
hinab in das Innerste des Leibes.
9 Auch
wer sich lässig zeigt in seiner Arbeit, ist ein Bruder des
Verderbers.
10 Der
Name Jehovas ist ein starker Turm; der Gerechte läuft dahin und
ist in Sicherheit.
11 Das
Vermögen des Reichen ist seine feste Stadt, und in seiner
Einbildung gleich einer hochragenden Mauer.
12 Vor
dem Sturze wird hoffärtig des Mannes Herz, und der Ehre geht
Demut voraus.
13 Wer
Antwort gibt, bevor er anhört, dem ist es Narrheit und Schande.
14
Eines Mannes Geist erträgt seine Krankheit; aber ein
zerschlagener Geist, wer richtet ihn auf?
15 Das
Herz des Verständigen erwirbt Erkenntnis, und das Ohr der Weisen
sucht nach Erkenntnis.
16 Das
Geschenk des Menschen macht ihm Raum und verschafft ihm Zutritt
zu den Großen.
17 Der
erste in seiner Streitsache hat recht; doch sein Nächster kommt
und forscht ihn aus.
18 Das
Los schlichtet Zwistigkeiten und bringt Mächtige auseinander.
19 Ein
Bruder, an dem man treulos gehandelt hat, widersteht mehr als
eine feste Stadt; und Zwistigkeiten sind wie der Riegel einer
Burg.
20 Von
der Frucht des Mundes eines Mannes wird sein Inneres gesättigt,
vom Ertrage seiner Lippen wird er gesättigt.
21 Tod
und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird
ihre Frucht essen.
22 Wer
ein Weib gefunden, hat Gutes gefunden und hat Wohlgefallen
erlangt von Jehova.
23
Flehentlich bittet der Arme, aber der Reiche antwortet Hartes.
24 Ein
Mann vieler Freunde wird zu Grunde gehen; doch es gibt einen,
der liebt und anhänglicher ist als ein Bruder.
19,1
Besser ein Armer, der in seiner Vollkommenheit wandelt, als wer
verkehrter Lippen und dabei ein Tor ist.
2 Auch
Unkenntnis der Seele ist nicht gut; und wer mit den Füßen hastig
ist, tritt fehl.
3 Die
Narrheit des Menschen verdirbt seinen Weg, und sein Herz grollt
wider Jehova.
4
Reichtum verschafft viele Freunde; aber der Arme, sein Freund
trennt sich von ihm.
5 Ein
falscher Zeuge wird nicht für schuldlos gehalten werden; und wer
Lügen ausspricht, wird nicht entrinnen.
6
Viele schmeicheln einem Edlen, und alle sind Freunde des Mannes,
der Geschenke gibt.
7 Alle
Brüder des Armen hassen ihn; wieviel mehr entfernen sich von ihm
seine Freunde! Er jagt Worten nach, die nichts sind.
8 Wer
Verstand erwirbt, liebt seine Seele; wer auf Verständnis achtet,
wird Glück erlangen.
9 Ein
falscher Zeuge wird nicht für schuldlos gehalten werden, und wer
Lügen ausspricht, wird umkommen.
10
Nicht geziemt einem Toren Wohlleben; wieviel weniger einem
Knechte, über Fürsten zu herrschen!
11 Die
Einsicht eines Menschen macht ihn langmütig, und sein Ruhm ist
es, Vergehung zu übersehen.
12 Des
Königs Zorn ist wie das Knurren eines jungen Löwen, aber sein
Wohlgefallen wie Tau auf das Gras.
13 Ein
törichter Sohn ist Verderben für seinen Vater; und die
Zänkereien eines Weibes sind eine beständige Traufe.
14
Haus und Gut sind ein Erbteil der Väter, aber eine
einsichtsvolle Frau kommt von Jehova.
15
Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine lässige Seele wird
hungern.
16 Wer
das Gebot bewahrt, bewahrt seine Seele; wer seine Wege
verachtet, wird sterben.
17 Wer
des Armen sich erbarmt, leiht Jehova; und er wird ihm seine
Wohltat vergelten.
18
Züchtige deinen Sohn, weil noch Hoffnung da ist; aber trachte
nicht danach, ihn zu töten.
19 Wer
jähzornig ist, muß dafür büßen; denn greifst du auch ein, so
machst du’s nur noch schlimmer.
20
Höre auf Rat und nimm Unterweisung an, damit du weise seiest in
der Zukunft.
21
Viele Gedanken sind in dem Herzen eines Mannes; aber der
Ratschluß Jehovas, er kommt zustande.
22 Die
Willigkeit des Menschen macht seine Mildtätigkeit aus, und
besser ein Armer als ein lügnerischer Mann.
23 Die
Furcht Jehovas ist zum Leben; und gesättigt verbringt man die
Nacht, wird nicht heimgesucht vom Übel.
24 Hat
der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, nicht einmal zu
seinem Munde bringt er sie zurück.
25
Schlägst du den Spötter, so wird der Einfältige klug; und weist
man den Verständigen zurecht, so wird er Erkenntnis verstehen.
26 Wer
den Vater zu Grunde richtet, die Mutter verjagt, ist ein Sohn,
der Schande und Schmach bringt.
27 Laß
ab, mein Sohn, auf Unterweisung zu hören, die abirren macht von
den Worten der Erkenntnis.
28 Ein
Belialszeuge spottet des Rechts, und der Mund der Gesetzlosen
verschlingt Unheil.
29 Für
die Spötter sind Gerichte bereit, und Schläge für den Rücken der
Toren.
20,1
Der Wein ist ein Spötter, starkes Getränk ein Lärmer; und jeder,
der davon taumelt, wird nicht weise.
2 Des
Königs Schrecken ist wie das Knurren eines jungen Löwen; wer ihn
gegen sich aufbringt, verwirkt sein Leben.
3 Ehre
ist es dem Manne, vom Streite abzustehen; wer ein Narr ist,
stürzt sich hinein.
4
Wegen des Winters mag der Faule nicht pflügen; zur Erntezeit
wird er begehren, und nichts ist da.
5
Tiefes Wasser ist der Ratschluß im Herzen des Mannes, aber ein
verständiger Mann schöpft ihn heraus.
6 Die
meisten Menschen rufen ein jeder seine Güte aus; aber einen
zuverlässigen Mann, wer wird ihn finden?
7 Wer
in seiner Vollkommenheit gerecht wandelt, glückselig sind seine
Kinder nach ihm!
8 Ein
König, der auf dem Throne des Gerichts sitzt, zerstreut alles
Böse mit seinen Augen.
9 Wer
darf sagen: Ich habe mein Herz gereinigt, ich bin rein geworden
von meiner Sünde?
10
Zweierlei Gewichtsteine, zweierlei Epha, sie alle beide sind
Jehova ein Greuel.
11
Selbst ein Knabe gibt sich durch seine Handlungen zu erkennen,
ob sein Tun lauter, und ob es aufrichtig ist.
12 Das
hörende Ohr und das sehende Auge, Jehova hat sie alle beide
gemacht.
13
Liebe nicht den Schlaf, damit du nicht verarmest; tue deine
Augen auf, so wirst du satt Brot haben.
14
Schlecht, schlecht! spricht der Käufer; und wenn er weggeht,
dann rühmt er sich.
15 Es
gibt Gold und Korallen die Menge; aber ein kostbares Gerät sind
Lippen der Erkenntnis.
16
Nimm ihm das Kleid, denn er ist für einen anderen Bürge
geworden; und der Fremden halber pfände ihn.
17 Das
Brot der Falschheit ist einem Manne süß, aber hernach wird sein
Mund voll Kies.
18
Pläne kommen durch Beratung zustande, und mit weiser Überlegung
führe Krieg.
19 Wer
als Verleumder umhergeht, enthüllt das Geheimnis; und mit dem,
der seine Lippen aufsperrt, laß dich nicht ein.
20 Wer
seinem Vater oder seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird
erlöschen in tiefster Finsternis.
21 Ein
Erbe, das hastig erlangt wird im Anfang, dessen Ende wird nicht
gesegnet sein.
22
Sprich nicht: Ich will Böses vergelten. Harre auf Jehova, so
wird er dich retten.
23
Zweierlei Gewichtsteine sind Jehova ein Greuel, und trügerische
Waagschalen sind nicht gut.
24 Des
Mannes Schritte hängen ab von Jehova; und der Mensch, wie sollte
er seinen Weg verstehen?
25 Ein
Fallstrick des Menschen ist es, vorschnell zu sprechen:
Geheiligt! und nach den Gelübden zu überlegen.
26 Ein
weiser König zerstreut die Gesetzlosen und führt das Dreschrad
über sie hin.
27 Der
Geist des Menschen ist eine Leuchte Jehovas, durchforschend alle
Kammern des Leibes.
28
Güte und Wahrheit behüten den König, und durch Güte stützt er
seinen Thron.
29 Der
Schmuck der Jünglinge ist ihre Kraft, und graues Haar die Zierde
der Alten.
30
Wundstriemen scheuern das Böse weg, und Schläge scheuern die
Kammern des Leibes.
21,1
Gleich Wasserbächen ist eines Königs Herz in der Hand Jehovas;
wohin immer er will, neigt er es.
2
Jeder Weg eines Mannes ist gerade in seinen Augen, aber Jehova
wägt die Herzen.
3
Gerechtigkeit und Recht üben ist Jehova angenehmer als Opfer.
4
Stolz der Augen und Hochmut des Herzens, die Leuchte der
Gesetzlosen, sind Sünde.
5 Die
Gedanken des Fleißigen führen nur zum Überfluß; und jeder, der
hastig ist, es ist nur zum Mangel.
6
Erwerb von Schätzen durch Lügenzunge ist verwehender Dunst;
solche suchen den Tod.
7 Die
Gewalttätigkeit der Gesetzlosen rafft sie hinweg, denn Recht zu
üben weigern sie sich.
8
Vielgewunden ist der Weg des schuldbeladenen Mannes; der Lautere
aber, sein Tun ist gerade.
9
Besser ist es, auf einer Dachecke zu wohnen, als ein zänkisches
Weib und ein gemeinsames Haus.
10 Die
Seele des Gesetzlosen begehrt das Böse: sein Nächster findet
keine Gnade in seinen Augen.
11
Wenn man den Spötter bestraft, so wird der Einfältige weise; und
wenn man den Weisen belehrt, so nimmt er Erkenntnis an.
12 Ein
Gerechter hat acht auf das Haus des Gesetzlosen, er stürzt die
Gesetzlosen ins Unglück.
13 Wer
sein Ohr verstopft vor dem Schrei des Armen, auch er wird rufen
und nicht erhört werden.
14
Eine Gabe im Verborgenen wendet den Zorn ab, und ein Geschenk im
Busen den heftigen Grimm.
15 Dem
Gerechten ist es Freude, Recht zu üben; aber denen, die Frevel
tun, ein Schrecken.
16 Ein
Mensch, der von dem Wege der Einsicht abirrt, wird ruhen in der
Versammlung der Schatten.
17 Wer
Freude liebt, wird ein Mann des Mangels werden; wer Wein und Öl
liebt, wird nicht reich.
18 Der
Gesetzlose ist ein Lösegeld für den Gerechten, und der Treulose
tritt an die Stelle der Aufrichtigen.
19
Besser ist es, in einem wüsten Lande zu wohnen, als ein
zänkisches Weib und Ärger.
20 Ein
kostbarer Schatz und Öl ist in der Wohnung des Weisen, aber ein
törichter Mensch verschlingt es.
21 Wer
der Gerechtigkeit und der Güte nachjagt, wird Leben finden,
Gerechtigkeit und Ehre.
22 Der
Weise ersteigt die Stadt der Helden und stürzt nieder die Feste
ihres Vertrauens.
23 Wer
seinen Mund und seine Zunge bewahrt, bewahrt vor Drangsalen
seine Seele.
24 Der
Übermütige, Stolze, Spötter ist sein Name, handelt mit
vermessenem Übermut.
25 Die
Begierde des Faulen tötet ihn, denn seine Hände weigern sich zu
arbeiten.
26 Den
ganzen Tag begehrt und begehrt man, aber der Gerechte gibt und
hält nicht zurück.
27 Das
Opfer der Gesetzlosen ist ein Greuel; wieviel mehr, wenn er es
in böser Absicht bringt.
28 Ein
Lügenzeuge wird umkommen; ein Mann aber, welcher hört, darf
immerdar reden.
29 Ein
gesetzloser Mann zeigt ein trotziges Gesicht; aber der
Aufrichtige, er merkt auf seinen Weg.
30 Da
ist keine Weisheit und keine Einsicht und kein Rat gegenüber
Jehova.
31 Das
Roß wird gerüstet für den Tag des Streites, aber die Rettung ist
Jehovas.
22,1
Ein guter Name ist vorzüglicher als großer Reichtum, Anmut
besser als Silber und Gold.
2
Reiche und Arme begegnen sich: Jehova hat sie alle gemacht.
3 Der
Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen aber
gehen weiter und leiden Strafe.
4 Die
Folge der Demut, der Furcht Jehovas, ist Reichtum und Ehre und
Leben.
5
Dornen, Schlingen sind auf dem Wege des Verkehrten; wer seine
Seele bewahrt, hält sich fern von ihnen.
6
Erziehe den Knaben seinem Wege gemäß; er wird nicht davon
weichen, auch wenn er alt wird.
7 Der
Reiche herrscht über den Armen, und der Borgende ist ein Knecht
des Leihenden.
8 Wer
Unrecht sät, wird Unheil ernten, und seines Zornes Rute wird ein
Ende nehmen.
9 Wer
gütigen Auges ist, der wird gesegnet werden; denn er gibt von
seinem Brote dem Armen.
10
Treibe den Spötter fort, so geht der Zank hinaus, und Streit und
Schande hören auf.
11 Wer
Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen Anmut sind, dessen
Freund ist der König.
12 Die
Augen Jehovas behüten die Erkenntnis, und er vereitelt die Worte
des Treulosen.
13 Der
Faule spricht: Ein Löwe ist draußen; ich möchte ermordet werden
mitten auf den Straßen!
14 Der
Mund fremder Weiber ist eine tiefe Grube; wem Jehova zürnt, der
fällt hinein.
15
Narrheit ist gekettet an das Herz des Knaben; die Rute der Zucht
wird sie davon entfernen.
16 Wer
den Armen bedrückt, ihm zur Bereicherung ist es; wer dem Reichen
gibt, es ist nur zum Mangel.
17
Neige dein Ohr und höre die Worte der Weisen, und richte dein
Herz auf mein Wissen!
18
Denn lieblich ist es, wenn du sie in deinem Innern bewahrst;
möchten sie allzumal auf deinen Lippen Bestand haben!
19
Damit dein Vertrauen auf Jehova sei, habe ich heute dich, ja
dich, belehrt.
20
Habe ich dir nicht Vortreffliches aufgeschrieben an Ratschlägen
und Erkenntnis,
21 um
dir kundzutun die Richtschnur der Worte der Wahrheit: damit du
denen, die dich senden, Worte zurückbringest, welche Wahrheit
sind?
22
Beraube nicht den Armen, weil er arm ist, und zertritt nicht den
Elenden im Tore.
23
Denn Jehova wird ihre Rechtssache führen, und ihre Berauber des
Lebens berauben.
24
Geselle dich nicht zu einem Zornigen, und geh nicht um mit einem
hitzigen Manne,
25
damit du seine Pfade nicht lernest und einen Fallstrick
davontragest für deine Seele.
26 Sei
nicht unter denen, die in die Hand einschlagen, unter denen,
welche für Darlehn Bürgschaft leisten.
27
Wenn du nicht hast, um zu bezahlen, warum soll er dein Bett
unter dir wegnehmen?
28
Verrücke nicht die alte Grenze, welche deine Väter gemacht
haben.
29
Siehst du einen Mann, der gewandt ist in seinem Geschäft, vor
Königen wird er stehen, er wird nicht vor Niedrigen stehen.
23,1
Wenn du dich hinsetzest, um mit einem Herrscher zu speisen, so
beachte wohl, wen du vor dir hast;
2 und
setze ein Messer an deine Kehle, wenn du gierig bist.
3 Laß
dich nicht gelüsten nach seinen Leckerbissen, denn sie sind eine
trügliche Speise.
4
Bemühe dich nicht, reich zu werden, laß ab von deiner Klugheit.
5
Willst du deine Augen darauf hinfliegen lassen, und siehe, fort
ist es? Denn sicherlich schafft es sich Flügel gleich dem Adler,
der gen Himmel fliegt.
6 Iß
nicht das Brot des Scheelsehenden, und laß dich nicht gelüsten
nach seinen Leckerbissen.
7 Denn
wie er es abmißt in seiner Seele, so ist er. “Iß und trink!”,
spricht er zu dir, aber sein Herz ist nicht mit dir.
8
Deinen Bissen, den du gegessen hast, mußt du ausspeien, und
deine freundlichen Worte wirst du verlieren.
9 Rede
nicht zu den Ohren eines Toren, denn er wird die Einsicht deiner
Worte verachten.
10
Verrücke nicht die alte Grenze, und dringe nicht ein in die
Felder der Waisen.
11
Denn ihr Erlöser ist stark; er wird ihren Rechtsstreit wider
dich führen.
12
Bringe dein Herz her zur Unterweisung, und deine Ohren zu den
Worten der Erkenntnis.
13
Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der
Rute schlägst, wird er nicht sterben.
14 Du
schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem
Scheol.
15
Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, so wird auch mein Herz sich
freuen;
16 und
meine Nieren werden frohlocken, wenn deine Lippen Geradheit
reden.
17
Dein Herz beneide nicht die Sünder, sondern beeifere sich jeden
Tag um die Furcht Jehovas.
18
Wahrlich, es gibt ein Ende, und deine Hoffnung wird nicht
vernichtet werden.
19
Höre du, mein Sohn, und werde weise, und leite dein Herz
geradeaus auf dem Wege.
20 Sei
nicht unter Weinsäufern, noch unter denen, die Fleisch
verprassen;
21
denn ein Säufer und ein Schlemmer verarmen, und Schlummer
kleidet in Lumpen.
22
Höre auf deinen Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine
Mutter nicht, wenn sie alt geworden ist.
23
Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Unterweisung
und Verstand.
24
Hoch frohlockt der Vater eines Gerechten; und wer einen Weisen
gezeugt hat, der freut sich seiner.
25
Freuen mögen sich dein Vater und deine Mutter, und frohlocken,
die dich geboren!
26 Gib
mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deine Augen Gefallen haben an
meinen Wegen!
27
Denn die Hure ist eine tiefe Grube und die Fremde ein enger
Brunnen;
28 ja,
sie lauert auf wie ein Räuber, und sie mehrt die Treulosen unter
den Menschen.
29 Wer
hat Ach, wer hat Weh, wer Zänkereien, wer Klage, wer Wunden ohne
Ursache? Wer Trübung der Augen?
30 Die
spät beim Weine sitzen, die einkehren, um Mischtrank zu kosten.
31
Sieh den Wein nicht an, wenn er sich rot zeigt, wenn er im
Becher blinkt, leicht hinuntergleitet.
32
Sein Ende ist, daß er beißt wie eine Schlange und sticht wie ein
Skorpion.
33
Deine Augen werden Seltsames sehen, und dein Herz wird verkehrte
Dinge reden.
34 Und
du wirst sein wie einer, der im Herzen des Meeres liegt, und wie
einer, der da liegt auf der Spitze eines Mastes.
35
“Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht; man hat mich
geprügelt, ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich
will es wieder tun, will ihn abermals aufsuchen.”
24,1
Beneide nicht böse Menschen, und laß dich nicht gelüsten, mit
ihnen zu sein;
2 denn
ihr Herz sinnt auf Gewalttat, und ihre Lippen reden Mühsal.
3
Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, und durch Verstand wird es
befestigt;
4 und
durch Erkenntnis füllen sich die Kammern mit allerlei kostbarem
und lieblichem Gut.
5 Ein
weiser Mann ist stark, und ein Mann von Erkenntnis befestigt
seine Kraft.
6 Denn
mit weiser Überlegung wirst du glücklich Krieg führen, und bei
der Ratgeber Menge ist Heil.
7
Weisheit ist dem Narren zu hoch, im Tore tut er seinen Mund
nicht auf.
8 Wer
darauf sinnt, Böses zu tun, den nennt man einen Ränkeschmied.
9 Das
Vorhaben der Narrheit ist die Sünde, und der Spötter ist den
Menschen ein Greuel.
10
Zeigst du dich schlaff am Tage der Drangsal, so ist deine Kraft
gering.
11
Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur Würgung
hinwanken, o halte sie zurück!
12
Wenn du sprichst: Siehe, wir wußten nichts davon, wird nicht er,
der die Herzen wägt, es merken? Und er, der auf deine Seele
achthat, es wissen? Und er wird dem Menschen vergelten nach
seinem Tun.
13 Iß
Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist deinem
Gaumen süß.
14
Ebenso betrachte die Weisheit für deine Seele: wenn du sie
gefunden hast, so gibt es eine Zukunft, und deine Hoffnung wird
nicht vernichtet werden.
15
Laure nicht, Gesetzloser, auf die Wohnung des Gerechten,
zerstöre nicht seine Lagerstätte.
16
Denn der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf, aber die
Gesetzlosen stürzen nieder im Unglück.
17
Freue dich nicht über den Fall deines Feindes, und dein Herz
frohlocke nicht über seinen Sturz:
18
damit Jehova es nicht sehe, und es böse sei in seinen Augen, und
er seinen Zorn von ihm abwende.
19
Erzürne dich nicht über die Übeltäter, beneide nicht die
Gesetzlosen;
20
denn für den Bösen wird keine Zukunft sein, die Leuchte der
Gesetzlosen wird erlöschen.
21
Mein Sohn, fürchte Jehova und den König; mit Aufrührern laß dich
nicht ein.
22
Denn plötzlich erhebt sich ihr Verderben; und ihrer beider
Untergang, wer weiß ihn?
23
Auch diese sind von den Weisen: Die Person ansehen im Gericht
ist nicht gut.
24 Wer
zu dem Gesetzlosen spricht: Du bist gerecht, den verfluchen die
Völker, den verwünschen die Völkerschaften;
25
denen aber, welche gerecht entscheiden, geht es wohl, und über
sie kommt Segnung des Guten.
26 Die
Lippen küßt, wer richtige Antwort gibt.
27
Besorge draußen deine Arbeit und bestelle sie dir auf dem Felde;
hernach magst du dann dein Haus bauen.
28
Werde nicht ohne Ursache Zeuge wider deinen Nächsten; wolltest
du denn täuschen mit deinen Lippen?
29
Sprich nicht: Wie er mir getan hat, so will ich ihm tun, will
dem Manne vergelten nach seinem Werke.
30 An
dem Acker eines faulen Mannes kam ich vorüber, und an dem
Weinberge eines unverständigen Menschen.
31 Und
siehe, er war ganz mit Disteln überwachsen, seine Fläche war mit
Brennesseln bedeckt, und seine steinerne Mauer eingerissen.
32 Und
ich schaute es, ich richtete mein Herz darauf; ich sah es,
empfing Unterweisung:
33 Ein
wenig Schlaf, ein wenig Schlummer, ein wenig Händefalten, um
auszuruhen-
34 und
deine Armut kommt herangeschritten, und deine Not wie ein
gewappneter Mann.
25,1
Auch diese sind Sprüche Salomos, welche die Männer Hiskias, des
Königs von Juda, zusammengetragen haben:
2
Gottes Ehre ist es, eine Sache zu verbergen, aber der Könige
Ehre, eine Sache zu erforschen.
3 Der
Himmel an Höhe, und die Erde an Tiefe, und das Herz der Könige
sind unerforschlich.
4 Man
entferne die Schlacken von dem Silber, so geht für den
Goldschmied ein Gerät hervor.
5 Man
entferne den Gesetzlosen vor dem König, so wird sein Thron
feststehen durch Gerechtigkeit.
6
Brüste dich nicht vor dem König, und stelle dich nicht an den
Platz der Großen.
7 Denn
besser ist es, daß man dir sage: Komm hier herauf, als daß man
dich erniedrige vor dem Edlen, den deine Augen doch gesehen
haben.
8 Geh
nicht eilig aus zu einem Streithandel, damit am Ende davon nicht
fraglich werde, was du zu tun hast, wenn dein Nächster dich
beschämt.
9
Führe deinen Streithandel mit deinem Nächsten, aber enthülle
nicht das Geheimnis eines anderen;
10
damit dich nicht schmähe, wer es hört, und dein übler Ruf nicht
mehr weiche.
11
Goldene Äpfel in silbernen Prunkgeräten: so ist ein Wort,
geredet zu seiner Zeit.
12 Ein
goldener Ohrring und ein Halsgeschmeide von feinem Golde: so ist
ein weiser Tadler für ein hörendes Ohr.
13 Wie
Kühlung des Schnees an einem Erntetage ist ein treuer Bote
denen, die ihn senden: er erquickt die Seele seines Herrn.
14
Wolken und Wind, und kein Regen: so ist ein Mann, welcher mit
trügerischem Geschenke prahlt.
15 Ein
Richter wird überredet durch Langmut, und eine gelinde Zunge
zerbricht Knochen.
16
Hast du Honig gefunden, so iß dein Genüge, damit du seiner nicht
satt werdest und ihn ausspeiest.
17
Mache deinen Fuß selten im Hause deines Nächsten, damit er
deiner nicht satt werde und dich hasse.
18
Hammer und Schwert und geschärfter Pfeil: so ist ein Mann, der
wider seinen Nächsten falsches Zeugnis ablegt.
19 Ein
zerbrochener Zahn und ein wankender Fuß: so ist das Vertrauen
auf einen Treulosen am Tage der Drangsal.
20
Einer, der das Oberkleid ablegt am Tage der Kälte, Essig auf
Natron: so, wer einem traurigen Herzen Lieder singt.
21
Wenn deinen Hasser hungert, speise ihn mit Brot, und wenn ihn
dürstet, tränke ihn mit Wasser;
22
denn glühende Kohlen wirst du auf sein Haupt häufen, und Jehova
wird dir vergelten.
23
Nordwind gebiert Regen, und eine heimliche Zunge verdrießliche
Gesichter.
24
Besser auf einer Dachecke wohnen, als ein zänkisches Weib und
ein gemeinsames Haus.
25
Frisches Wasser auf eine lechzende Seele: so eine gute Nachricht
aus fernem Lande.
26
Getrübter Quell und verderbter Brunnen: so ist der Gerechte, der
vor dem Gesetzlosen wankt.
27
Viel Honig essen ist nicht gut, aber schwere Dinge erforschen
ist Ehre.
28
Eine erbrochene Stadt ohne Mauer: so ist ein Mann, dessen Geist
Beherrschung mangelt.
26,1
Wie Schnee im Sommer und wie Regen in der Ernte, so ist Ehre dem
Toren nicht geziemend.
2 Wie
der Sperling hin und her flattert, wie die Schwalbe wegfliegt,
so ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.
3 Die
Peitsche dem Pferde, der Zaum dem Esel, und der Stock dem Rücken
der Toren.
4
Antworte dem Toren nicht nach seiner Narrheit, damit nicht auch
du ihm gleich werdest.
5
Antworte dem Toren nach seiner Narrheit, damit er nicht weise
sei in seinen Augen.
6 Die
Füße haut sich ab, Unbill trinkt, wer Bestellungen ausrichten
läßt durch einen Toren.
7
Schlaff hängen die Beine des Lahmen herab: so ein Spruch im
Munde der Toren.
8 Wie
das Binden eines Steines in eine Schleuder: so, wer einem Toren
Ehre erweist.
9 Ein
Dorn, der in die Hand eines Trunkenen gerät: so ein Spruch im
Munde der Toren.
10 Ein
Schütze, der alles verwundet: so, wer den Toren dingt und die
Vorübergehenden dingt.
11 Wie
ein Hund, der zurückkehrt zu seinem Gespei: so ist ein Tor, der
seine Narrheit wiederholt.
12
Siehst du einen Mann, der in seinen Augen weise ist, für einen
Toren ist mehr Hoffnung als für ihn.
13 Der
Faule spricht: Der Brüller ist auf dem Wege, ein Löwe inmitten
der Straßen.
14 Die
Tür dreht sich in ihrer Angel: so der Faule auf seinem Bette.
15 Hat
der Faule seine Hand in die Schüssel gesteckt, beschwerlich wird
es ihm, sie zu seinem Munde zurückzubringen.
16 Der
Faule ist weiser in seinen Augen als sieben, die verständig
antworten.
17 Der
ergreift einen Hund bei den Ohren, wer vorbeigehend sich über
einen Streit ereifert, der ihn nichts angeht.
18 Wie
ein Wahnsinniger, der Brandgeschosse, Pfeile und Tod schleudert:
19 so
ein Mann, der seinen Nächsten betrügt und spricht: Habe ich
nicht Scherz getrieben?
20 Wo
es an Holz fehlt, erlischt das Feuer; und wo kein Ohrenbläser
ist, hört der Zank auf.
21
Kohle zur Glut und Holz zum Feuer, und ein zänkischer Mann zum
Schüren des Streites.
22 Die
Worte des Ohrenbläsers sind wie Leckerbissen, und sie dringen
hinab in das Innerste des Leibes.
23 Ein
irdenes Geschirr, mit Schlackensilber überzogen: so sind feurige
Lippen und ein böses Herz.
24 Der
Hasser verstellt sich mit seinen Lippen, aber in seinem Innern
hegt er Trug.
25
Wenn er seine Stimme holdselig macht, traue ihm nicht; denn
sieben Greuel sind in seinem Herzen.
26
Versteckt sich der Haß in Trug, seine Bosheit wird sich in der
Versammlung enthüllen.
27 Wer
eine Grube gräbt, fällt hinein; und wer einen Stein wälzt, auf
den kehrt er zurück.
28
Eine Lügenzunge haßt diejenigen, welche sie zermalmt; und ein
glatter Mund bereitet Sturz.
27,1
Rühme dich nicht des morgenden Tages, denn du weißt nicht, was
ein Tag gebiert.
2 Es
rühme dich ein anderer und nicht dein Mund, ein Fremder und
nicht deine Lippen.
3
Schwer ist der Stein, und der Sand eine Last; aber der Unmut des
Narren ist schwerer als beide.
4
Grimm ist grausam, und Zorn eine überströmende Flut; wer aber
kann bestehen vor der Eifersucht!
5
Besser offener Tadel als verhehlte Liebe.
6
Treugemeint sind die Wunden dessen, der liebt, und überreichlich
des Hassers Küsse.
7 Eine
satte Seele zertritt Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist
alles Bittere süß.
8 Wie
ein Vogel, der fern von seinem Neste schweift: so ein Mann, der
fern von seinem Wohnorte schweift.
9 Öl
und Räucherwerk erfreuen das Herz, und die Süßigkeit eines
Freundes kommt aus dem Rate der Seele.
10
Verlaß nicht deinen Freund und deines Vaters Freund, und geh
nicht am Tage deiner Not in deines Bruders Haus: besser ein
naher Nachbar als ein ferner Bruder.
11 Sei
weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz, damit ich Antwort geben
könne meinem Schmäher.
12 Der
Kluge sieht das Unglück und verbirgt sich; die Einfältigen gehen
weiter und leiden Strafe.
13
Nimm ihm das Kleid, denn er ist für einen anderen Bürge
geworden; und der Fremden halber pfände ihn.
14 Wer
frühmorgens aufsteht und seinem Nächsten mit lauter Stimme Glück
wünscht, als Verwünschung wird es ihm angerechnet.
15
Eine beständige Traufe am Tage des strömenden Regens und ein
zänkisches Weib gleichen sich.
16 Wer
dieses zurückhält, hält den Wind zurück und seine Rechte greift
in Öl.
17
Eisen wird scharf durch Eisen, und ein Mann schärft das
Angesicht des anderen.
18 Wer
des Feigenbaumes wartet, wird seine Frucht essen; und wer über
seinen Herrn wacht, wird geehrt werden.
19 Wie
im Wasser das Angesicht dem Angesicht entspricht, so das Herz
des Menschen dem Menschen.
20
Scheol und Abgrund sind unersättlich: so sind unersättlich die
Augen des Menschen.
21 Der
Schmelztiegel für das Silber, und der Ofen für das Gold; und ein
Mann nach Maßgabe seines Lobes.
22
Wenn du den Narren mit der Keule im Mörser zerstießest, mitten
unter der Grütze, so würde seine Narrheit doch nicht von ihm
weichen.
23
Bekümmere dich wohl um das Aussehen deines Kleinviehes, richte
deine Aufmerksamkeit auf die Herden.
24
Denn Wohlstand ist nicht ewig; und währt eine Krone von
Geschlecht zu Geschlecht?
25 Ist
geschwunden das Heu, und erscheint das junge Gras, und sind
eingesammelt die Kräuter der Berge,
26 so
dienen Schafe zu deiner Kleidung, und der Kaufpreis für ein Feld
sind Böcke;
27 und
genug Ziegenmilch ist da zu deiner Nahrung, zur Nahrung deines
Hauses, und Lebensunterhalt für deine Mägde.
28,1
Die Gesetzlosen fliehen, obgleich kein Verfolger da ist; die
Gerechten aber sind getrost gleich einem jungen Löwen.
2
Durch die Frevelhaftigkeit eines Landes werden seiner Fürsten
viele; aber durch einen verständigen, einsichtigen Mann wird
sein Bestand verlängert.
3 Ein
armer Mann, der Geringe bedrückt, ist ein Regen, der
hinwegschwemmt und kein Brot bringt.
4 Die
das Gesetz verlassen, rühmen die Gesetzlosen; die aber das
Gesetz beobachten, entrüsten sich über sie.
5 Böse
Menschen verstehen das Recht nicht; die aber Jehova suchen,
verstehen alles.
6
Besser ein Armer, der in seiner Vollkommenheit wandelt, als ein
Verkehrter, der auf zwei Wegen geht und dabei reich ist.
7 Ein
verständiger Sohn bewahrt das Gesetz; wer sich aber zu
Schlemmern gesellt, macht seinem Vater Schande.
8 Wer
sein Vermögen durch Zins und durch Wucher mehrt, sammelt es für
den, der sich der Armen erbarmt.
9 Wer
sein Ohr abwendet vom Hören des Gesetzes: selbst sein Gebet ist
ein Greuel.
10 Wer
Aufrichtige irreführt auf bösen Weg, wird selbst in seine Grube
fallen; aber die Vollkommenen werden Gutes erben.
11 Ein
reicher Mann ist weise in seinen Augen, aber ein verständiger
Armer durchschaut ihn.
12
Wenn die Gerechten frohlocken, ist die Pracht groß; wenn aber
die Gesetzlosen emporkommen, verstecken sich die Menschen.
13 Wer
seine Übertretungen verbirgt, wird kein Gelingen haben; wer sie
aber bekennt und läßt, wird Barmherzigkeit erlangen.
14
Glückselig der Mensch, der sich beständig fürchtet; wer aber
sein Herz verhärtet, wird ins Unglück fallen.
15 Ein
brüllender Löwe und ein gieriger Bär: so ist ein gesetzloser
Herrscher über ein armes Volk.
16 Du
Fürst, ohne Verstand und reich an Erpressungen! Wer
unrechtmäßigen Gewinn haßt, wird seine Tage verlängern.
17 Ein
Mensch, belastet mit dem Blute einer Seele, flieht bis zur
Grube: man unterstütze ihn nicht!
18 Wer
vollkommen wandelt, wird gerettet werden; wer aber verkehrt auf
zwei Wegen geht, wird auf einmal fallen.
19 Wer
sein Land bebaut, wird mit Brot gesättigt werden; wer aber
nichtigen Dingen nachjagt, wird mit Armut gesättigt werden.
20 Ein
treuer Mann hat viel Segen; wer aber hastig ist, reich zu
werden, wird nicht schuldlos sein.
21 Die
Person ansehen ist nicht gut, und um einen Bissen Brot kann ein
Mann übertreten.
22 Ein
scheelsehender Mann hascht nach Reichtum, und er erkennt nicht,
daß Mangel über ihn kommen wird.
23 Wer
einen Menschen straft, wird hernach mehr Gunst finden, als wer
mit der Zunge schmeichelt.
24 Wer
seinen Vater und seine Mutter beraubt und spricht: Kein Frevel
ist es! der ist ein Genosse des Verderbers.
25 Der
Habgierige erregt Zank; wer aber auf Jehova vertraut, wird
reichlich gesättigt.
26 Wer
auf sein Herz vertraut, der ist ein Tor; wer aber in Weisheit
wandelt, der wird entrinnen.
27 Wer
dem Armen gibt, wird keinen Mangel haben; wer aber seine Augen
verhüllt, wird mit Flüchen überhäuft werden.
28
Wenn die Gesetzlosen emporkommen, verbergen sich die Menschen;
und wenn sie umkommen, mehren sich die Gerechten.
29,1
Ein Mann, der, oft zurechtgewiesen, den Nacken verhärtet, wird
plötzlich zerschmettert werden ohne Heilung.
2 Wenn
die Gerechten sich mehren, freut sich das Volk; wenn aber ein
Gesetzloser herrscht, seufzt ein Volk.
3 Ein
Mann, der Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer sich aber zu
Huren gesellt, richtet das Vermögen zu Grunde.
4 Ein
König gibt durch Recht dem Lande Bestand; aber ein Mann, der
Geschenke liebt, bringt es herunter.
5 Ein
Mann, der seinem Nächsten schmeichelt, breitet ein Netz aus vor
seine Tritte.
6 In
der Übertretung des bösen Mannes ist ein Fallstrick; aber der
Gerechte jubelt und ist fröhlich.
7 Der
Gerechte erkennt das Recht der Armen; der Gesetzlose versteht
keine Erkenntnis.
8
Spötter versetzen eine Stadt in Aufruhr, Weise aber wenden den
Zorn ab.
9 Wenn
ein weiser Mann mit einem närrischen Manne rechtet, mag er sich
erzürnen oder lachen, er hat keine Ruhe.
10
Blutmenschen hassen den Unsträflichen, aber die Aufrichtigen
bekümmern sich um seine Seele.
11 Der
Tor läßt seinen ganzen Unmut herausfahren, aber der Weise hält
ihn beschwichtigend zurück.
12 Ein
Herrscher, der auf Lügenrede horcht, dessen Diener sind alle
gesetzlos.
13 Der
Arme und der Bedrücker begegnen sich: Jehova erleuchtet ihrer
beider Augen.
14 Ein
König, der die Geringen in Wahrheit richtet, dessen Thron wird
feststehen immerdar.
15
Rute und Zucht geben Weisheit; aber ein sich selbst überlassener
Knabe macht seiner Mutter Schande.
16
Wenn die Gesetzlosen sich mehren, mehrt sich die Übertretung;
aber die Gerechten werden ihrem Falle zusehen.
17
Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe verschaffen und Wonne
gewähren deiner Seele.
18
Wenn kein Gesicht da ist, wird ein Volk zügellos; aber
glückselig ist es, wenn es das Gesetz beobachtet.
19
Durch Worte wird ein Knecht nicht zurechtgewiesen; denn er
versteht, aber er folgt nicht.
20
Siehst du einen Mann, der hastig ist in seinen Worten, für einen
Toren ist mehr Hoffnung als für ihn.
21
Wenn einer seinen Knecht von Jugend auf verhätschelt, so wird
dieser am Ende zum Sohne werden.
22 Ein
zorniger Mann erregt Zank, und ein Hitziger ist reich an
Übertretung.
23 Des
Menschen Hoffart wird ihn erniedrigen; wer aber niedrigen
Geistes ist, wird Ehre erlangen.
24 Wer
mit einem Diebe teilt, haßt seine eigene Seele: er hört den
Fluch und zeigt es nicht an.
25
Menschenfurcht legt einen Fallstrick; wer aber auf Jehova
vertraut, wird in Sicherheit gesetzt.
26
Viele suchen das Angesicht eines Herrschers, doch von Jehova
kommt das Recht des Mannes.
27 Der
ungerechte Mann ist ein Greuel für die Gerechten, und wer
geraden Weges wandelt, ein Greuel für den Gottlosen.
30,1
Worte Agurs, des Sohnes Jakes, der Ausspruch. Es spricht der
Mann zu Ithiel, zu Ithiel und Ukal:
2
Fürwahr, ich bin unvernünftiger als irgend einer, und
Menschenverstand habe ich nicht.
3 Und
Weisheit habe ich nicht gelernt, daß ich Erkenntnis des Heiligen
besäße.
4 Wer
ist hinaufgestiegen gen Himmel und herniedergefahren? Wer hat
den Wind in seine Fäuste gesammelt? Wer die Wasser in ein Tuch
gebunden? Wer hat aufgerichtet alle Enden der Erde? Was ist sein
Name, und was der Name seines Sohnes, wenn du es weißt?
5 Alle
Rede Gottes ist geläutert; ein Schild ist er denen, die auf ihn
trauen.
6 Tue
nichts zu seinen Worten hinzu, damit er dich nicht überführe und
du als Lügner erfunden werdest.
7
Zweierlei erbitte ich von dir; verweigere es mit nicht, ehe ich
sterbe:
8
Eitles und Lügenwort entferne von mir, Armut und Reichtum gib
mir nicht, speise mich mit dem mir beschiedenen Brote;
9
damit ich nicht satt werde und dich verleugne und spreche: Wer
ist Jehova? und damit ich nicht verarme und stehle, und mich
vergreife an dem Namen meines Gottes.
10
Verleumde einen Knecht nicht bei seinem Herrn, damit er dir
nicht fluche, und du es büßen müssest.
11 Ein
Geschlecht, das seinem Vater flucht und seine Mutter nicht
segnet;
12 ein
Geschlecht, das rein ist in seinen Augen und doch nicht
gewaschen von seinem Unflat;
13 ein
Geschlecht, wie stolz sind seine Augen, und seine Wimpern
erheben sich!
14 ein
Geschlecht, dessen Zähne Schwerter sind, und Messer sein Gebiß,
um wegzufressen die Elenden von der Erde und die Dürftigen aus
der Menschen Mitte!
15 Der
Blutegel hat zwei Töchter: gib her! gib her! Drei sind es, die
nicht satt werden, vier, die nicht sagen: Genug!
16 Der
Scheol und der verschlossene Mutterleib, die Erde, welche des
Wassers nicht satt wird, und das Feuer, das nicht sagt: Genug!
17 Ein
Auge, das den Vater verspottet und den Gehorsam gegen die Mutter
verachtet, das werden die Raben des Baches aushacken und die
Jungen des Adlers fressen.
18
Drei sind es, die zu wunderbar für mich sind, und vier, die ich
nicht erkenne:
19 der
Weg des Adlers am Himmel, der Weg einer Schlange auf dem Felsen,
der Weg eines Schiffes im Herzen des Meeres, und der Weg eines
Mannes mit einer Jungfrau.
20
Also ist der Weg eines ehebrecherischen Weibes: sie ißt, und
wischt ihren Mund und spricht: Ich habe kein Unrecht begangen.
21
Unter dreien erzittert die Erde, und unter vieren kann sie es
nicht aushalten:
22
unter einem Knechte, wenn er König wird, und einem gemeinen
Menschen, wenn er satt Brot hat;
23
unter einem unleidlichen Weibe, wenn sie zur Frau genommen wird,
und einer Magd, wenn sie ihre Herrin beerbt.
24
Vier sind die Kleinen der Erde, und doch sind sie mit Weisheit
wohl versehen:
25 die
Ameisen, ein nicht starkes Volk, und doch bereiten sie im Sommer
ihre Speise;
26 die
Klippendächse, ein nicht kräftiges Volk, und doch setzen sie ihr
Haus auf den Felsen;
27 die
Heuschrecken haben keinen König, und doch ziehen sie allesamt
aus in geordneten Scharen;
28 die
Eidechse kannst du mit Händen fangen, und doch ist sie in den
Palästen der Könige.
29
Drei haben einen stattlichen Schritt, und vier einen stattlichen
Gang:
30 der
Löwe, der Held unter den Tieren, und der vor nichts
zurückweicht;
31 der
Lendenstraffe, oder der Bock; und ein König, bei welchem der
Heerbann ist.
32
Wenn du töricht gehandelt hast, indem du dich erhobst, oder wenn
du Böses ersonnen: die Hand auf den Mund!
33
Denn das Pressen der Milch ergibt Butter, und das Pressen der
Nase ergibt Blut, und das Pressen des Zornes ergibt Hader.
31,1
Worte Lemuels, des Königs; Ausspruch, womit seine Mutter ihn
unterwies:
2 Was,
mein Sohn, und was, Sohn meines Leibes, und was, Sohn meiner
Gelübde?
3 Gib
nicht den Weibern deine Kraft, noch deine Wege den
Verderberinnen der Könige.
4
Nicht für Könige ziemt es sich, Lemuel, nicht für Könige, Wein
zu trinken, noch für Fürsten, zu fragen: Wo ist starkes Getränk?
5
damit er nicht trinke und des Vorgeschriebenen vergesse, und
verdrehe die Rechtssache aller Kinder des Elends.
6
Gebet starkes Getränk dem Umkommenden, und Wein denen, die
betrübter Seele sind:
7 er
trinke, und vergesse seine Armut und gedenke seiner Mühsal nicht
mehr.
8 Tue
deinen Mund auf für den Stummen, für die Rechtssache aller
Unglücklichen.
9 Tue
deinen Mund auf, richte gerecht, und schaffe Recht dem Elenden
und dem Dürftigen.
10 Ein
wackeres Weib, wer wird es finden? Denn ihr Wert steht weit über
Korallen.
11 Das
Herz ihres Mannes vertraut auf sie, und an Ausbeute wird es ihm
nicht fehlen.
12 Sie
erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens.
13 Sie
sucht Wolle und Flachs, und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände.
14 Sie
ist Kaufmannsschiffen gleich, von fernher bringt sie ihr Brot
herbei.
15 Und
sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, und bestimmt die Speise
für ihr Haus und das Tagewerk für ihre Mägde.
16 Sie
sinnt auf ein Feld und erwirbt es; von der Frucht ihrer Hände
pflanzt sie einen Weinberg.
17 Sie
gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme.
18 Sie
erfährt, daß ihr Erwerb gut ist: des Nachts geht ihr Licht nicht
aus;
19 sie
legt ihre Hände an den Spinnrocken, und ihre Finger erfassen die
Spindel.
20 Sie
breitet ihre Hand aus zu dem Elenden und streckt ihre Hände dem
Dürftigen entgegen.
21 Sie
fürchtet für ihr Haus den Schnee nicht, denn ihr ganzes Haus ist
in Karmesin gekleidet.
22 Sie
verfertigt sich Teppiche; Byssus und Purpur sind ihr Gewand.
23 Ihr
Mann ist bekannt in den Toren, indem er sitzt bei den Ältesten
des Landes.
24 Sie
verfertigt Hemden und verkauft sie, und Gürtel liefert sie dem
Kaufmann.
25
Macht und Hoheit sind ihr Gewand, und so lacht sie des künftigen
Tages.
26 Sie
tut ihren Mund auf mit Weisheit, und liebreiche Lehre ist auf
ihrer Zunge.
27 Sie
überwacht die Vorgänge in ihrem Hause und ißt nicht das Brot der
Faulheit.
28
Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, ihr Mann steht
auf und rühmt sie:
29
“Viele Töchter haben wacker gehandelt, du aber hast sie alle
übertroffen!”
30 Die
Anmut ist Trug, und die Schönheit Eitelkeit; ein Weib, das
Jehova fürchtet, sie wird gepriesen werden.
31
Gebet ihr von der Frucht ihrer Hände; und in den Toren mögen
ihre Werke sie preisen! Prediger
Prediger
1,1
Worte des Verkündigers, des Sohnes Davids, des Königs in
Jerusalem.
2
Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Verkündiger; Eitelkeit
der Eitelkeiten! Alles ist Eitelkeit.
3
Welchen Gewinn hat der Mensch bei all seiner Mühe, womit er sich
abmüht unter der Sonne?
4 Ein
Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt; aber die Erde besteht
ewiglich.
5 Und
die Sonne geht auf und die Sonne geht unter; und sie eilt ihrem
Orte zu, wo sie aufgeht.
6 Der
Wind geht nach Süden, und wendet sich nach Norden; sich wendend
und wendend geht er, und zu seinen Wendungen kehrt der Wind
zurück.
7 Alle
Flüsse gehen in das Meer, und das Meer wird nicht voll; an den
Ort, wohin die Flüsse gehen, dorthin gehen sie immer wieder.
8 Alle
Dinge mühen sich ab: niemand vermag es auszusprechen; das Auge
wird des Sehens nicht satt, und das Ohr nicht voll vom Hören.
9 Das,
was gewesen, ist das, was sein wird; und das, was geschehen, ist
das, was geschehen wird. Und es ist gar nichts Neues unter der
Sonne.
10
Gibt es ein Ding, von dem man sagt: Siehe, das ist neu, längst
ist es gewesen in den Zeitaltern, die vor uns gewesen sind.
11 Da
ist kein Andenken an die Früheren; und für die Nachfolgenden,
die sein werden, für sie wird es auch kein Andenken bei denen
geben, welche später sein werden.
12
Ich, Prediger, war König über Israel, in Jerusalem.
13 Und
ich richtete mein Herz darauf, alles mit Weisheit zu erforschen
und zu erkunden, was unter dem Himmel geschieht: ein übles
Geschäft, das Gott den Menschenkindern gegeben hat, sich damit
abzuplagen.
14 Ich
habe alle die Taten gesehen, welche unter der Sonne geschehen;
und siehe, alles ist Eitelkeit und ein Haschen nach Wind.
15 Das
Krumme kann nicht gerade werden, und das Fehlende kann nicht
gezählt werden.
16 Ich
sprach in meinem Herzen und sagte: Siehe, ich habe Weisheit
vergrößert und vermehrt über alle hinaus, die vor mir über
Jerusalem waren, und mein Herz hat Fülle von Weisheit und
Erkenntnis gesehen;
17 und
ich habe mein Herz darauf gerichtet, Weisheit zu erkennen, und
Unsinn und Torheit zu erkennen: ich habe erkannt, daß auch das
ein Haschen nach Wind ist.
18
Denn bei viel Weisheit ist viel Verdruß: und wer Erkenntnis
mehrt, mehrt Kummer.
2,1
Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan denn, ich will dich prüfen
durch Freude und genieße das Gute! Aber siehe, auch das ist
Eitelkeit.
2 Zum
Lachen sprach ich, es sei unsinnig; und zur Freude, was sie denn
schaffe!
3 Ich
beschloß in meinem Herzen, meinen Leib durch Wein zu pflegen,
während mein Herz sich mit Weisheit benähme, und es mit der
Torheit zu halten, bis ich sähe, was den Menschenkindern gut
wäre, unter dem Himmel zu tun die Zahl ihrer Lebenstage.
4 Ich
unternahm große Werke: Ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir
Weinberge;
5 ich
machte mir Gärten und Parkanlagen, und pflanzte darin Bäume von
allerlei Frucht;
6 ich
machte mir Wasserteiche, um daraus den mit Bäumen sprossenden
Wald zu bewässern.
7 Ich
kaufte Knechte und Mägde und hatte Hausgeborene; auch hatte ich
ein großes Besitztum an Rind-und Kleinvieh, mehr als alle, die
vor mir in Jerusalem waren.
8 Ich
sammelte mir auch Silber und Gold und Reichtum der Könige und
Landschaften; ich schaffte mir Sänger und Sängerinnen, und die
Wonnen der Menschenkinder: Frau und Frauen.
9 Und
ich wurde groß und größer, mehr als alle, die vor mir in
Jerusalem waren. Auch meine Weisheit verblieb mir.
10 Und
was irgend meine Augen begehrten, entzog ich ihnen nicht; ich
versagte meinem Herzen keine Freude, denn mein Herz hatte Freude
von all meiner Mühe, und das war mein Teil von all meiner Mühe.
11 Und
ich wandte mich hin zu allen meinen Werken, die meine Hände
gemacht, und zu der Mühe, womit ich wirkend mich abgemüht hatte:
und siehe, das alles war Eitelkeit und ein Haschen nach Wind;
und es gibt keinen Gewinn unter der Sonne.
12 Und
ich wandte mich, um Weisheit und Unsinn und Torheit zu
betrachten. Denn was wird der Mensch tun, der nach dem Könige
kommen wird? Was man schon längst getan hat.
13 Und
ich sah, daß die Weisheit den Vorzug hat vor der Torheit, gleich
dem Vorzuge des Lichtes vor der Finsternis:
14 der
Weise hat seine Augen in seinem Kopfe, der Tor aber wandelt in
der Finsternis. Und ich erkannte zugleich, daß einerlei Geschick
ihnen allen widerfährt;
15 und
ich sprach in meinem Herzen: Gleich dem Geschick des Toren wird
auch mir widerfahren, und wozu bin ich dann überaus weise
gewesen? Und ich sprach in meinem Herzen, daß auch das Eitelkeit
sei.
16
Denn dem Weisen, gleichwie dem Toren, wird kein ewiges Andenken
zuteil, weil in den kommenden Tagen alles längst vergessen sein
wird. Und wie stirbt der Weise gleich dem Toren hin!
17 Da
haßte ich das Leben; denn das Tun, welches unter der Sonne
geschieht, mißfiel mir; denn alles ist Eitelkeit und ein Haschen
nach Wind.
18 Und
ich haßte alle meine Mühe, womit ich mich abmühte unter der
Sonne, weil ich sie dem Menschen hinterlassen muß, der nach mir
sein wird.
19 Und
wer weiß, ob er weise oder töricht sein wird? Und doch wird er
schalten über alle meine Mühe, womit ich mich abgemüht habe, und
worin ich weise gewesen bin unter der Sonne. Auch das ist
Eitelkeit.
20 Da
wandte ich mich zu verzweifeln ob all der Mühe, womit ich mich
abgemüht hatte unter der Sonne.
21
Denn da ist ein Mensch, dessen Mühe mit Weisheit und mit
Kenntnis und mit Tüchtigkeit geschieht: und doch muß er sie
einem Menschen als sein Teil abgeben, der sich nicht darum
gemüht hat. Auch das ist Eitelkeit und ein großes Übel.
22
Denn was wird dem Menschen bei all seiner Mühe und beim Trachten
seines Herzens, womit er sich abmüht unter der Sonne?
23
Denn alle seine Tage sind Kummer, und seine Geschäftigkeit ist
Verdruß; selbst des Nachts ruht sein Herz nicht. Auch das ist
Eitelkeit.
24 Es
gibt nichts Besseres unter den Menschen, als daß man esse und
trinke und seine Seele Gutes sehen lasse bei seiner Mühe. Ich
habe gesehen, daß auch das von der Hand Gottes abhängt.
25
Denn wer kann essen und wer kann genießen ohne ihn?
26
Denn dem Menschen, der ihm wohlgefällig ist, gibt er Weisheit
und Kenntnis und Freude; dem Sünder aber gibt er das Geschäft,
einzusammeln und aufzuhäufen, um es dem abzugeben, der Gott
wohlgefällig ist. Auch das ist Eitelkeit und ein Haschen nach
Wind.
3,1
Alles hat eine bestimmte Zeit, und jedes Vornehmen unter dem
Himmel hat seine Zeit.
2
Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit;
Pflanzen hat seine Zeit, und das Gepflanzte Ausreißen hat seine
Zeit;
3
Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Abbrechen hat
seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit;
4
Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat
seine Zeit und Tanzen hat seine Zeit;
5
Steinewerfen hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit;
Umarmen hat seine Zeit, und vom Umarmen Sichfernhalten hat seine
Zeit;
6
Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren
hat seine Zeit, und Fortwerfen hat seine Zeit;
7
Zerreißen hat seine Zeit, und Nähen hat seine Zeit; Schweigen
hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;
8
Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat
seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.
9 Was
für einen Gewinn hat der Schaffende bei dem, womit er sich
abmüht?
10 Ich
habe das Geschäft gesehen, welches Gott den Menschenkindern
gegeben hat, sich damit abzuplagen.
11
Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit; auch hat er die
Ewigkeit in ihr Herz gelegt, ohne daß der Mensch das Werk,
welches Gott gewirkt hat, von Anfang bis zu Ende zu erfassen
vermag.
12 Ich
habe erkannt, daß es nichts Besseres unter ihnen gibt, als sich
zu freuen und sich in seinem Leben gütlich zu tun;
13 und
auch, daß er esse und trinke und Gutes sehe bei all seiner Mühe,
ist für jeden Menschen eine Gabe Gottes.
14 Ich
habe erkannt, daß alles, was Gott tut, für ewig sein wird: es
ist ihm nichts hinzuzufügen, und nichts davon wegzunehmen; und
Gott hat es also gemacht, damit man sich vor ihm fürchte.
15 Was
da ist, war längst, und was sein wird, ist längst gewesen; und
Gott sucht das Vergangene wieder hervor.
16 Und
ferner habe ich unter der Sonne gesehen: an der Stätte des
Rechts, da war die Gesetzlosigkeit, und an der Stätte der
Gerechtigkeit, da war die Gesetzlosigkeit.
17 Ich
sprach in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten und den
Gesetzlosen richten; denn er hat eine Zeit gesetzt für jedes
Vornehmen und für jedes Werk.
18 Ich
sprach in meinem Herzen: Wegen der Menschenkinder geschieht es,
damit Gott sie prüfe, und damit sie sehen, daß sie an und für
sich Tiere sind.
19
Denn was das Geschick der Menschenkinder und das Geschick der
Tiere betrifft, so haben sie einerlei Geschick: wie diese
sterben, so sterben jene, und einen Odem haben sie alle; und da
ist kein Vorzug des Menschen vor dem Tiere, denn alles ist
Eitelkeit.
20
Alles geht an einen Ort; alles ist aus dem Staube geworden, und
alles kehrt zum Staube zurück.
21 Wer
weiß von dem Odem der Menschenkinder, ob er aufwärts fährt, und
von dem Odem der Tiere, ob er niederwärts zur Erde hinabfährt?
22 Und
so habe ich gesehen, daß nichts besser ist, als daß der Mensch
sich freue an seinen Werken; denn das ist sein Teil. Denn wer
wird ihn dahin bringen, daß er Einsicht gewinne in das, was nach
ihm werden wird?
4,1
Und ich wandte mich und sah alle die Bedrückungen, welche unter
der Sonne geschehen: und siehe, da waren Tränen der Bedrückten,
und sie hatten keinen Tröster; und von der Hand ihrer Bedrücker
ging Gewalttat aus, und sie hatten keinen Tröster.
2 Und
ich pries die Toten, die längst gestorben, mehr als die
Lebenden, welche jetzt noch leben;
3 und
glücklicher als beide pries ich den, der noch nicht gewesen ist,
der das böse Tun nicht gesehen hat, welches unter der Sonne
geschieht.
4 Und
ich sah all die Mühe und all die Geschicklichkeit in der Arbeit,
daß es Eifersucht des einen gegen den anderen ist. Auch das ist
Eitelkeit und ein Haschen nach Wind.
5 Der
Tor faltet seine Hände und verzehrt sein eigenes Fleisch.
6
Besser eine Hand voll Ruhe, als beide Fäuste voll Mühe und
Haschen nach Wind.
7 Und
ich wandte mich und sah Eitelkeit unter der Sonne:
8 Da
ist ein einzelner und kein zweiter, auch hat er weder Sohn noch
Bruder, und all seiner Mühe ist kein Ende; gleichwohl werden
seine Augen des Reichtums nicht satt: “Für wen mühe ich mich
doch, und lasse meine Seele Mangel leiden am Guten?” Auch das
ist Eitelkeit und ein übles Geschäft.
9 Zwei
sind besser daran als einer, weil sie eine gute Belohnung für
ihre Mühe haben;
10
denn wenn sie fallen, so richtet der eine seinen Genossen auf.
Wehe aber dem einzelnen, welcher fällt, ohne daß ein zweiter da
ist, um ihn aufzurichten!
11
Auch wenn zwei beieinander liegen, so werden sie warm; der
einzelne aber, wie will er warm werden?
12 Und
wenn jemand den einzelnen gewalttätig angreift, so werden ihm
die zwei widerstehen; und eine dreifache Schnur zerreißt nicht
so bald.
13
Besser ein armer und weiser Jüngling als ein alter und törichter
König, der nicht mehr weiß, sich warnen zu lassen.
14
Denn aus dem Hause der Gefangenen ging er hervor, um König zu
sein, obwohl er im Königreiche jenes arm geboren war.
15 Ich
sah alle Lebenden, die unter der Sonne wandeln, mit dem
Jünglinge, dem zweiten, welcher an jenes Stelle treten sollte:
16
kein Ende all des Volkes, aller derer, welchen er vorstand;
dennoch werden die Nachkommen sich seiner nicht freuen. Denn
auch das ist Eitelkeit und ein Haschen nach Wind.
5,1
Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst; und nahen,
um zu hören, ist besser, als wenn die Toren Schlachtopfer geben:
denn sie haben keine Erkenntnis, so daß sie Böses tun.
2 Sei
nicht vorschnell mit deinem Munde, und dein Herz eile nicht, ein
Wort vor Gott hervorzubringen; denn Gott ist im Himmel, und du
bist auf der Erde: darum seien deiner Worte wenige.
3 Denn
Träume kommen durch viel Geschäftigkeit, und der Tor wird laut
durch viele Worte.
4 Wenn
du Gott ein Gelübde tust, so säume nicht, es zu bezahlen; denn
er hat kein Gefallen an den Toren. Was du gelobst, bezahle.
5
Besser, daß du nicht gelobst, als daß du gelobst und nicht
bezahlst.
6
Gestatte deinem Munde nicht, daß er dein Fleisch sündigen mache;
und sprich nicht vor dem Boten Gottes, es sei ein Versehen
gewesen: warum sollte Gott über deine Stimme zürnen und das Werk
deiner Hände verderben?
7 Denn
bei vielen Träumen und Worten sind auch viele Eitelkeiten.
Vielmehr fürchte Gott.
8 Wenn
du die Bedrückung des Armen und den Raub des Rechts und der
Gerechtigkeit in der Landschaft siehst, so verwundere dich nicht
über die Sache; denn ein Hoher lauert über dem Hohen, und Hohe
über ihnen.
9 Aber
ein König, der sich dem Ackerbau widmet, ist durchaus ein
Vorteil für ein Land.
10 Wer
das Geld liebt, wird des Geldes nicht satt; und wer den Reichtum
liebt, nicht des Ertrages. Auch das ist Eitelkeit.
11
Wenn das Gut sich mehrt, so mehren sich, die davon zehren; und
welchen Nutzen hat dessen Besitzer, als das Anschauen seiner
Augen?
12 Der
Schlaf des Arbeiters ist süß, mag er wenig oder viel essen; aber
der Überfluß des Reichen läßt ihn nicht schlafen.
13 Es
gibt ein schlimmes Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe:
Reichtum, welcher von dessen Besitzer zu seinem Unglück
aufbewahrt wird.
14
Solcher Reichtum geht nämlich durch irgend ein Mißgeschick
verloren; und hat er einen Sohn gezeugt, so ist gar nichts in
dessen Hand.
15
Gleichwie er aus dem Leibe seiner Mutter hervorgekommen ist,
wird er nackt wieder hingehen, wie er gekommen ist; und für
seine Mühe wird er nicht das Geringste davontragen, das er in
seiner Hand mitnehmen könnte.
16 Und
auch dies ist ein schlimmes Übel: ganz so wie er gekommen ist,
also wird er hingehen; und was für einen Gewinn hat er davon,
daß er in den Wind sich müht?
17
Auch isset er alle seine Tage in Finsternis, und hat viel
Verdruß und Leid und Zorn.
18
Siehe, was ich als gut, was ich als schön ersehen habe: daß
einer esse und trinke und Gutes sehe bei all seiner Mühe, womit
er sich abmüht unter der Sonne, die Zahl seiner Lebenstage, die
Gott ihm gegeben hat; denn das ist sein Teil.
19
Auch ist für jeden Menschen, welchem Gott Reichtum und Güter
gegeben, und den er ermächtigt hat, davon zu genießen und sein
Teil zu nehmen und sich bei seiner Mühe zu freuen, eben dieses
eine Gabe Gottes.
20
Denn er wird nicht viel an die Tage seines Lebens denken, weil
Gott ihm die Freude seines Herzens gewährt.
6,1 Es
gibt ein Übel, welches ich unter der Sonne gesehen habe, und
schwer lastet es auf dem Menschen:
2
Einer, dem Gott Reichtum und Güter und Ehre gibt, und welcher
nichts für seine Seele entbehrt von allem, was er wünschen mag;
aber Gott ermächtigt ihn nicht, davon zu genießen, sondern ein
Fremder genießt es. Das ist Eitelkeit und ein schlimmes Übel.
3 Wenn
einer hundert Söhne zeugte und viele Jahre lebte, und der Tage
seiner Jahre wären viele, und seine Seele sättigte sich nicht an
Gutem, und auch würde ihm kein Begräbnis zuteil, so sage ich:
Eine Fehlgeburt ist besser daran als er.
4 Denn
in Nichtigkeit kommt sie, und in Finsternis geht sie dahin, und
mit Finsternis wird ihr Name bedeckt;
5 auch
hat sie die Sonne nicht gesehen noch gekannt. Diese hat mehr
Ruhe als jener.
6 Und
wenn er auch zweimal tausend Jahre gelebt, und Gutes nicht
gesehen hätte: geht nicht alles an einen Ort?
7 Alle
Mühe des Menschen ist für seinen Mund, und dennoch wird seine
Begierde nicht gestillt.
8 Denn
was hat der Weise vor dem Toren voraus, was der Arme, der vor
den Lebenden zu wandeln versteht?
9
Besser das Anschauen der Augen als das Umherschweifen der
Begierde. Auch das ist Eitelkeit und ein Haschen nach Wind.
10 Was
entsteht, schon längst war sein Name genannt; und es ist
bekannt, was ein Mensch sein wird, und er vermag nicht mit dem
zu rechten, der stärker ist als er.
11
Denn es gibt viele Worte, welche die Eitelkeit mehren; welchen
Nutzen hat der Mensch davon? Denn wer weiß, was dem Menschen gut
ist im Leben, die Zahl der Tage seines eitlen Lebens, welche er
wie ein Schatten verbringt? Denn wer kann dem Menschen kundtun,
was nach ihm sein wird unter der Sonne?
7,1
Besser ein guter Name als gutes Salböl, und der Tag des Todes
als der Tag, da einer geboren wird.
2
Besser, in das Haus der Trauer zu gehen, als in das Haus des
Gelages zu gehen, indem jenes das Ende aller Menschen ist; und
der Lebende nimmt es zu Herzen.
3
Besser Bekümmernis als Lachen; denn bei traurigem Angesicht ist
es dem Herzen wohl.
4 Das
Herz der Weisen ist im Hause der Trauer, und das Herz der Toren
im Hause der Freude.
5
Besser, das Schelten der Weisen zu hören, als daß einer den
Gesang der Toren hört.
6 Denn
wie das Geknister der Dornen unter dem Topfe, so das Lachen des
Toren. Auch das ist Eitelkeit.
7 …
Denn die Erpressung macht den Weisen toll, und das
Bestechungsgeschenk richtet das Herz zu Grunde.
8
Besser das Ende einer Sache als ihr Anfang; besser der
Langmütige als der Hochmütige.
9 Sei
nicht vorschnell in deinem Geiste zum Unwillen, denn der Unwille
ruht im Busen der Toren.
10
Sprich nicht: Wie ist es, daß die früheren Tage besser waren als
diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du danach.
11
Weisheit ist gut wie ein Erbbesitz, und ein Vorteil für die,
welche die Sonne sehen.
12
Denn im Schatten ist, wer Weisheit hat, im Schatten, wer Geld
hat; aber der Vorzug der Erkenntnis ist dieser, daß die Weisheit
ihren Besitzern Leben gibt.
13
Schaue das Werk Gottes an; denn wer kann gerade machen, was er
gekrümmt hat?
14 Am
Tage der Wohlfahrt sei guter Dinge; aber am Tage des Unglücks
bedenke: auch diesen wie jenen hat Gott gemacht, damit der
Mensch nicht irgend etwas nach sich finde.
15
Allerlei habe ich gesehen in den Tagen meiner Eitelkeit: da ist
ein Gerechter, der bei seiner Gerechtigkeit umkommt, und da ist
ein Gesetzloser, der bei seiner Bosheit seine Tage verlängert.
16 Sei
nicht allzu gerecht, und erzeige dich nicht übermäßig weise:
warum willst du dich verderben?
17 Sei
nicht allzu gesetzlos, und sei nicht töricht: warum willst du
sterben, ehe deine Zeit da ist?
18 Es
ist gut, daß du an diesem festhältst, und auch von jenem deine
Hand nicht abziehst; denn der Gottesfürchtige entgeht dem allen.
19 Die
Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Machthaber, die in
der Stadt sind.
20
Denn unter den Menschen ist kein Gerechter auf Erden, der Gutes
tue und nicht sündige.
21
Auch richte dein Herz nicht auf alle Worte, die man redet, damit
du nicht deinen Knecht dir fluchen hörst;
22
denn auch viele Male, dein Herz weiß es, hast auch du anderen
geflucht.
23 Das
alles habe ich mit Weisheit geprüft. Ich sprach: Ich will weise
werden; aber sie blieb fern von mir.
24
Fern ist das, was ist, und tief, tief: wer kann es erreichen?
25 Ich
wandte mich, und mein Herz ging darauf aus, Weisheit und ein
richtiges Urteil zu erkennen und zu erkunden und zu suchen, und
zu erkennen, daß die Gesetzlosigkeit Torheit ist, und die
Narrheit Tollheit.
26 Und
ich fand, was bitterer ist als der Tod: das Weib, welches Netzen
gleicht, und dessen Herz Fanggarne, dessen Hände Fesseln sind.
Wer Gott wohlgefällig ist, wird ihr entrinnen; aber der Sünder
wird durch sie gefangen werden.
27
Siehe, dieses habe ich gefunden, spricht der Verkündiger, indem
ich eines zum anderen fügte, um ein richtiges Urteil zu finden:
28 Was
meine Seele fort und fort gesucht und ich nicht gefunden habe,
ist dies: einen Mann aus Tausenden habe ich gefunden, aber ein
Weib unter diesen allen habe ich nicht gefunden.
29
Allein, siehe, dieses habe ich gefunden, daß Gott den Menschen
aufrichtig geschaffen hat; sie aber haben viele Ränke gesucht.
8,1
Wer ist wie der Weise, und wer versteht die Deutung der Dinge?
Die Weisheit des Menschen erleuchtet sein Angesicht, und der
Trotz seines Angesichts wird verwandelt.
2 Ich
sage: Habe acht auf den Befehl des Königs, und zwar wegen des
Eides Gottes.
3
Übereile dich nicht, von ihm wegzugehen, laß dich nicht ein in
eine böse Sache, denn er tut alles, was er will;
4 weil
des Königs Wort eine Macht ist, und wer will zu ihm sagen: Was
tust du?
5 Wer
das Gebot hält, wird nichts Böses erfahren, und eines Weisen
Herz kennt Zeit und richterliche Entscheidung.
6 Denn
für jede Sache gibt es eine Zeit und eine richterliche
Entscheidung; denn das Unglück des Menschen lastet schwer auf
ihm;
7 denn
er weiß nicht, was werden wird; denn wer sollte ihm kundtun, wie
es werden wird?
8 Kein
Mensch hat Macht über den Wind, den Wind zurückzuhalten; und
niemand hat Macht über den Tag des Todes; und keine Entlassung
gibt es im Kriege; und die Gesetzlosigkeit wird den nicht
retten, der sie übt.
9 Das
alles habe ich gesehen, und habe mein Herz auf alles Tun
gerichtet, welches unter der Sonne geschieht, zur Zeit, wo der
Mensch über die Menschen herrscht zu ihrem Unglück.
10 Und
alsdann habe ich Gesetzlose gesehen, die begraben wurden und zur
Ruhe eingingen; diejenigen aber, welche recht gehandelt hatten,
mußten von der heiligen Stätte wegziehen und wurden in der Stadt
vergessen. Auch das ist Eitelkeit.
11
Weil das Urteil über böse Taten nicht schnell vollzogen wird,
darum ist das Herz der Menschenkinder in ihnen voll, Böses zu
tun;
12
weil ein Sünder hundertmal Böses tut und doch seine Tage
verlängert obgleich ich weiß, daß es denen, die Gott fürchten,
wohlgehen wird, weil sie sich vor ihm fürchten;
13
aber dem Gesetzlosen wird es nicht wohlgehen, und er wird, dem
Schatten gleich, seine Tage nicht verlängern, weil er sich vor
Gott nicht fürchtet.
14 Es
ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschieht: daß es Gerechte
gibt, welchen nach dem Tun der Gesetzlosen widerfährt, und daß
es Gesetzlose gibt, welchen nach dem Tun der Gerechten
widerfährt. Ich sagte, daß auch das Eitelkeit sei.
15 Und
ich pries die Freude, weil es für den Menschen nichts Besseres
unter der Sonne gibt, als zu essen und zu trinken und sich zu
freuen; und dies wird ihn begleiten bei seiner Mühe, die Tage
seines Lebens hindurch, welche Gott ihm unter der Sonne gegeben
hat.
16 Als
ich mein Herz darauf richtete, Weisheit zu erkennen, und das
Treiben zu besehen, welches auf Erden geschieht (denn weder bei
Tage noch bei Nacht sieht er den Schlaf mit seinen Augen),
17 da
habe ich bezüglich des ganzen Werkes Gottes gesehen, daß der
Mensch das Werk nicht zu erfassen vermag, welches unter der
Sonne geschieht, indem der Mensch sich abmüht es zu suchen, aber
es nicht erfaßt. Und selbst wenn der Weise es zu erkennen meint,
vermag er es doch nicht zu erfassen.
9,1
Denn dies alles habe ich mir zu Herzen genommen, und zwar um
dies alles zu prüfen: daß die Gerechten und die Weisen und ihre
Werke in der Hand Gottes sind; weder Liebe noch Haß kennt der
Mensch im voraus: alles ist vor ihnen.
2
Alles ist gleicherweise für alle: einerlei Geschick für den
Gerechten und den Gesetzlosen, für den Guten und den Reinen und
den Unreinen, und für den, der opfert, und den, der nicht
opfert: wie der Gute, so der Sünder, der, welcher schwört, wie
der, welcher den Eid fürchtet.
3 Das
ist ein Übel in allem, was unter der Sonne geschieht, daß
einerlei Geschick allen zuteil wird; und auch ist das Herz der
Menschenkinder voll Bosheit, und Narrheit ist in ihrem Herzen
während ihres Lebens; und danach geht’s zu den Toten.
4 Denn
für einen jeden, der all den Lebenden zugesellt wird, gibt es
Hoffnung; denn selbst ein lebendiger Hund ist besser daran als
ein toter Löwe.
5 Denn
die Lebenden wissen, daß sie sterben werden; die Toten aber
wissen gar nichts, und sie haben keinen Lohn mehr, denn ihr
Gedächtnis ist vergessen.
6
Sowohl ihre Liebe als auch ihr Haß und ihr Eifern sind längst
verschwunden; und sie haben ewiglich kein Teil mehr an allem,
was unter der Sonne geschieht.
7 Geh,
iß dein Brot mit Freude und trinke deinen Wein mit frohem
Herzen; denn längst hat Gott Wohlgefallen an deinem Tun.
8
Deine Kleider seien weiß zu aller Zeit, und das Öl mangle nicht
auf deinem Haupte!
9
Genieße das Leben mit dem Weibe, das du liebst, alle Tage deines
eitlen Lebens, welches er dir unter der Sonne gegeben hat, alle
deine eitlen Tage hindurch; denn das ist dein Teil am Leben und
an deiner Mühe, womit du dich abmühst unter der Sonne.
10
Alles, was du zu tun vermagst mit deiner Kraft, das tue; denn es
gibt weder Tun noch Überlegung noch Kenntnis noch Weisheit im
Scheol, wohin du gehst.
11 Ich
wandte mich und sah unter der Sonne, daß nicht den Schnellen der
Lauf gehört, und nicht den Helden der Krieg, und auch nicht den
Weisen das Brot, und auch nicht den Verständigen der Reichtum,
und auch nicht den Kenntnisreichen die Gunst; denn Zeit und
Schicksal trifft sie alle.
12
Denn der Mensch weiß auch seine Zeit nicht; gleich den Fischen,
welche gefangen werden im verderblichen Netze, und gleich den
Vögeln, welche in der Schlinge gefangen werden: gleich diesen
werden die Menschenkinder verstrickt zur Zeit des Unglücks, wenn
dieses sie plötzlich überfällt.
13
Auch dieses habe ich als Weisheit unter der Sonne gesehen, und
sie kam mir groß vor:
14 Es
war eine kleine Stadt, und wenig Männer waren darin; und wider
sie kam ein großer König, und er umzingelte sie und baute große
Belagerungswerke wider sie.
15 Und
es fand sich darin ein armer weiser Mann, der die Stadt durch
seine Weisheit rettete; aber kein Mensch gedachte dieses armen
Mannes.
16 Da
sprach ich: Weisheit ist besser als Kraft; aber die Weisheit des
Armen wird verachtet, und seine Worte werden nicht gehört.
17
Worte der Weisen, in Ruhe gehört, sind mehr wert als das
Geschrei des Herrschers unter den Toren.
18
Weisheit ist besser als Kriegsgeräte; aber ein Sünder vernichtet
viel Gutes. -
10,1
Tote Fliegen machen das Öl des Salbenmischers stinkend und
gärend: ein wenig Torheit hat mehr Gewicht als Weisheit und
Ehre.
2 Des
Weisen Herz ist nach seiner Rechten, und des Toren Herz nach
seiner Linken gerichtet.
3 Und
auch wenn der Tor auf dem Wege wandelt, fehlt ihm der Verstand,
und er sagt allen, er sei ein Tor.
4 Wenn
der Zorn des Herrschers wider dich aufsteigt, so verlaß deine
Stelle nicht; denn Gelassenheit verhindert große Sünden.
5 Es
gibt ein Übel, das ich unter der Sonne gesehen habe, gleich
einem Irrtum, welcher von dem Machthaber ausgeht:
6 Die
Torheit wird in große Würden eingesetzt, und Reiche sitzen in
Niedrigkeit.
7 Ich
habe Knechte auf Rossen gesehen, und Fürsten, die wie Knechte zu
Fuß gingen.
8 Wer
eine Grube gräbt, kann hineinfallen; und wer eine Mauer
einreißt, den kann eine Schlange beißen.
9 Wer
Steine bricht, kann sich daran verletzen; wer Holz spaltet, kann
sich dadurch gefährden.
10
Wenn das Eisen stumpf geworden ist, und er hat die Schneide
nicht geschliffen, so muß er seine Kräfte mehr anstrengen; aber
die Weisheit ist vorteilhaft, um etwas in Stand zu setzen.
11
Wenn die Schlange beißt, ehe die Beschwörung da ist, so hat der
Beschwörer keinen Nutzen.
12 Die
Worte des Mundes eines Weisen sind Anmut, aber die Lippen eines
Toren verschlingen ihn.
13 Der
Anfang der Worte seines Mundes ist Torheit, und das Ende seiner
Rede ist schlimmer Unsinn.
14 Und
der Tor macht viele Worte: doch weiß der Mensch nicht, was sein
wird; und was nach ihm sein wird, wer wird es ihm kundtun?
15 Die
Mühe des Toren macht ihn müde, ihn, der nicht einmal nach der
Stadt zu gehen weiß.
16
Wehe dir, Land, dessen König ein Knabe ist, und dessen Fürsten
am Morgen schmausen!
17
Glücklich, du Land, dessen König ein Sohn der Edlen ist, und
dessen Fürsten zu rechter Zeit speisen, als Männer und nicht als
Schwelger!
18
Durch Faulenzen senkt sich das Gebälk, und durch Lässigkeit der
Hände tropft das Haus.
19 Um
sich zu belustigen, hält man Mahlzeiten, und Wein erheitert das
Leben, und das Geld gewährt alles.
20
Auch in deinen Gedanken fluche dem Könige nicht, und in deinen
Schlafgemächern fluche nicht dem Reichen; denn das Gevögel des
Himmels möchte die Stimme entführen, und das Geflügelte das Wort
anzeigen.
11,1
Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen
Tagen wirst du es finden.
2 Gib
einen Teil an sieben, ja, sogar an acht; denn du weißt nicht,
was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird.
3 Wenn
die Wolken voll Regen sind, so entleeren sie sich auf die Erde;
und wenn ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt: an dem
Orte, wo der Baum fällt, da bleibt er liegen.
4 Wer
auf den Wind achtet, wird nicht säen, und wer auf die Wolken
sieht, wird nicht ernten.
5
Gleichwie du nicht weißt, welches der Weg des Windes ist, wie
die Gebeine in dem Leibe der Schwangeren sich bilden, ebenso
weißt du das Werk Gottes nicht, der alles wirkt.
6 Am
Morgen säe deinen Samen, und des Abends ziehe deine Hand nicht
ab; denn du weißt nicht, welches gedeihen wird: ob dieses oder
jenes, oder ob beides zugleich gut werden wird.
7 Und
süß ist das Licht, und wohltuend den Augen, die Sonne zu sehen.
8 Denn
wenn der Mensch auch viele Jahre lebt, möge er in ihnen allen
sich freuen und der Tage der Finsternis gedenken, daß ihrer
viele sein werden: alles, was kommt, ist Eitelkeit.
9
Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend, und dein Herz mache dich
fröhlich in den Tagen deiner Jugendzeit, und wandle in den Wegen
deines Herzens und im Anschauen deiner Augen; doch wisse, daß um
dies alles Gott dich ins Gericht bringen wird.
10 Und
entferne den Unmut aus deinem Herzen, und tue das Übel von
deinem Leibe weg; denn die Jugend und das Mannesalter sind
Eitelkeit.
12,1
Und gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugendzeit, ehe
die Tage des Übels kommen, und die Jahre herannahen, von welchen
du sagen wirst: Ich habe kein Gefallen an ihnen;
2 ehe
sich verfinstern die Sonne und das Licht, und der Mond und die
Sterne, und die Wolken nach dem Regen wiederkehren;
3 an
dem Tage, da die Hüter des Hauses zittern, und sich krümmen die
starken Männer, und die Müllerinnen feiern, weil ihrer wenig
geworden, und sich verfinstern die durch die Fenster Sehenden,
4 und
die Türen nach der Straße geschlossen werden; indem das Geräusch
der Mühle dumpf wird, und er aufsteht bei der Stimme des Vogels,
und gedämpft werden alle Töchter des Gesanges.
5 Auch
fürchten sie sich vor der Höhe, und Schrecknisse sind auf dem
Wege; und der Mandelbaum steht in Blüte, und die Heuschrecke
schleppt sich hin, und die Kaper ist wirkungslos. Denn der
Mensch geht hin zu seinem ewigen Hause, und die Klagenden ziehen
umher auf der Straße;
6 ehe
zerrissen wird die silberne Schnur, und zerschlagen die goldene
Schale, und zerbrochen der Eimer am Quell, und zerschlagen die
Schöpfwelle an der Zisterne;
7 und
der Staub zur Erde zurückkehrt, so wie er gewesen, und der Geist
zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.
8
Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger; alles ist
Eitelkeit!
9 Und
überdem, daß der Verkündiger weise war, lehrte er noch das Volk
Erkenntnis und erwog und forschte, verfaßte viele Sprüche.
10 Der
Verkündiger suchte angenehme Worte zu finden; und das
Geschriebene ist richtig, Worte der Wahrheit.
11 Die
Worte der Weisen sind wie Treibstacheln, und wie eingeschlagene
Nägel die gesammelten Sprüche; sie sind gegeben von einem
Hirten.
12 Und
überdies, mein Sohn, laß dich warnen: Des vielen Büchermachens
ist kein Ende, und viel Studieren ist Ermüdung des Leibes.
13 Das
Endergebnis des Ganzen laßt uns hören: Fürchte Gott und halte
seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch.
14
Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht
über alles Verborgene bringen. Hohelied
Hld
1,1
Das Lied der Lieder, von Salomo.
2 Er
küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebe ist
besser als Wein.
3
Lieblich an Geruch sind deine Salben, ein ausgegossenes Salböl
ist dein Name; darum lieben dich die Jungfrauen.
4
Ziehe mich: wir werden dir nachlaufen. Der König hat mich in
seine Gemächer geführt: wir wollen frohlocken und deiner uns
freuen, wollen deine Liebe preisen mehr als Wein! Sie lieben
dich in Aufrichtigkeit.
5 Ich
bin schwarz, aber anmutig, Töchter Jerusalems, wie die Zelte
Kedars, wie die Zeltbehänge Salomos.
6
Sehet mich nicht an, weil ich schwärzlich bin, weil die Sonne
mich verbrannt hat; meiner Mutter Söhne zürnten mir, bestellten
mich zur Hüterin der Weinberge; meinen eigenen Weinberg habe ich
nicht gehütet.
7 Sage
mir an, du, den meine Seele liebt, wo weidest du, wo lässest du
lagern am Mittag? Denn warum sollte ich wie eine Verschleierte
sein bei den Herden deiner Genossen?
8 Wenn
du es nicht weißt, du Schönste unter den Frauen, so geh hinaus,
den Spuren der Herde nach und weide deine Zicklein bei den
Wohnungen der Hirten.
9
Einem Rosse an des Pharao Prachtwagen vergleiche ich dich, meine
Freundin.
10
Anmutig sind deine Wangen in den Kettchen, dein Hals in den
Schnüren.
11 Wir
wollen dir goldene Kettchen machen mit Punkten von Silber.
12
Während der König an seiner Tafel war, gab meine Narde ihren
Duft.
13
Mein Geliebter ist mir ein Bündel Myrrhe, das zwischen meinen
Brüsten ruht.
14
Eine Zypertraube ist mir mein Geliebter, in den Weinbergen von
Engedi.
15
Siehe, du bist schön, meine Freundin, siehe, du bist schön,
deine Augen sind Tauben.
16
Siehe, du bist schön, mein Geliebter, ja, holdselig; ja, unser
Lager ist frisches Grün.
17 Die
Balken unserer Behausung sind Zedern, unser Getäfel Zypressen.
2,1
Ich bin eine Narzisse Sarons, eine Lilie der Täler.
2 Wie
eine Lilie inmitten der Dornen, so ist meine Freundin inmitten
der Töchter.
3 Wie
ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter
inmitten der Söhne; ich habe mich mit Wonne in seinen Schatten
gesetzt, und seine Frucht ist meinem Gaumen süß.
4 Er
hat mich in das Haus des Weines geführt, und sein Panier über
mir ist die Liebe.
5
Stärket mich mit Traubenkuchen, erquicket mich mit Äpfeln, denn
ich bin krank vor Liebe!
6
Seine Linke ist unter meinem Haupte, und seine Rechte umfaßt
mich.<