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Offenbarung Kp 18 CAC

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       in Kapitel 17 bekommen wir die prophetische Ge-
schichte Babylons und ihr Schicksal, die geschichtlichen
Tatsachen werden angeführt; Kapitel 18 verbreitet
sich über ihren sittlichen  Zustand und die Folgen ihres
Sturzes.    Die Ankündigung des Engels in Vers 2:
"Gefallen, gefallen ist Babylon, die grosse", geht ihrem
tatsächlichen Sturze voraus; sie soll die Heiligen
dahin führen, dass sie in ihren Augen das ganze Lehrge-
bäude, das Babylon darstellt, gefallen ist, bevor dies
tatsächlich eintritt ---- schon heute sollte  sie dem Volk
Gottes etwas Verurteiltes sein. Infolgedessen er
geht hier der Ruf: "Gehend aus ihr hinaus mein Volk,
auf dass ihr nicht ihrer Sünde mitteilhaftig werdet,
und auf das ihr nicht empfanget von ihren Plagen"
(Vers 4)

     In Vers 2 ist von ihrem sittlichen Falle die Rede,
sie "ist eine Behausung von Dämonen geworden und ein
ein Gewahrsam jedes unreinen Geistes und Ge-
wahrsam jedes unreinen und gehassten Vogels".
Welch ein Gegensatz zu: "mit aufgebaut zu einer
Behausung Gottes im Geiste"!  (Epheser 2.22) Es gibt
ein Baum, der aus geistlichen Baustoff besteht worin

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Gottwohnt.   In der Versammlung ist, der Wahr-
heit zufolge, kein Platz für die Herrlichkeit des Men-
schen  ---  Gott wohnt da selbst.  Doch als der Heilige
Geist seinem Platz verlor und die Wahrheit, dass
Christus festgehalten wurde da begann in göttlichen
Dingen der menschliche Verstand in Tätigkeit zu
treten; dieser aber ist in seinem Wesen nach unheilig,
und so wurde der Weg zum Götzendienst gebahnt.
Heiligkeit können wir nur dadurch bewahren, dass wir
dem geistigen Raum geben. Babylon wird eine
Behausung von Dämonen und ein Gewahrsam jedes
unreinen Geist des; statt der heiligen Einflüsse, die
dort, wo Gott wohnt und sein Geist nicht betrübt ist,
zu finden sind, wird alles unrein.
        Die Frucht des Geistes… ist: Liebe, Freude,
Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue,
Sanftmut, Selbstbeherrschung. Galater 5.22. Zu
den Korinthern redet Paulus viel vom Kreuz und
im Geiste, weil das Kreuz den Menschen nach dem
Fleischer ausschliesst, und der Geist Gottes einführt.
Der Mensch nach dem Fleischer hat keinen Platz in der
Versammlung Gottes; seine Gedanken und seine
Art müssen ausgeschlossen werden, sonst öffnet er nur
dem Götzendienst die Tür, und dadurch kommen
Dämonen herein. Doch wenn Gott Seinen Platz
durch den Geist hat, so ist Kraft zur Aufbahrung da,
weil die Liebe vorhanden ist. Das Haus Gottes ist die
Versammlung des lebendigen Gott des; Gott wohnt
dort und ist daselbst in Bewegung, Seine Wirksam-
keit wird dort gekannt.    Ich hoffe, wir alle wünschen
mehr davon kennenzulernen. Was vom Menschen und

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den Dämonen ist, kann nur dadurch draussen gehalten
werden, dass Gott und seinem Geiste Raum gegeben
wird.
     Es liegt mir sehr am Herzen, dass uns beim
Lesen dieses Kapitels die Wahrheit der Versamm
lung in all ihrer wirklichen Glückseligkeit vor Augen
tritt, das uns nichts anderes wird uns von Babylon
bewahren.   Die Tatsache, dass in diesem Kapitel ein
Ruf aus Babylon herauszukommen, ergeht, bestätigt
den Gedanken, dass hier alles in sittlicher Hinsicht
betrachtet wird.    Die Versammlung zu Korinth haben
wir am Anfang des Christentums, damals war die
Welt voller Götzendienst, und die heiligen daselbst
wurden aufgefordert, herauszukommen und sich abzu-
sondern (2. Korinther 6.17); in Offenbarung 18 dagegen
wird von den Heiligen gesagt, aus dem herauszukommen,
was im christlichen Bekenntnis verderbt
und götzendienerisch ist.

       Israels erste Untreue im Lande bestand darin,
dass Achan unter der Beute Jerichos "einen schönen
Mantel aus Sinear" ,sah,  und er gelüstete danach und
nahm an, der Mantel war babylonischen Ursprungs.
(Joshua 7.21). Was dem im Neuen Testament ent-
spricht, ist die Sünde von Ananias und Sappira
(Apostelgeschichte fünf). Es war nichts Schlechtes, das Geld zurück
zu behalten, ihre Sünde bestand vielmehr darin, unter
den Brüdern, infolge ihrer Selbstlosigkeit, ein höheres
Ansehen geniessen zu wollen, als dieser wirklich ent-
sprach, und um sich dieses zu sichern, sagen sie dem
Heiligen Geist; sie begehrten also ein babylonisches
Gewand.  Achan wollte in einem schönen Mantel
erscheinen, und Annanias und Sapphira wollten sich

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 mit der Herrlichkeit unechter Ergebenheit schmücken.
Das war der Anfang Babylons in der Versammlung.
Ich weiss, dass Eitelkeit und Hoffart in meinem
Fleischer sind; aber, wenn ich sie darin verurteile und
von mir weisen, so kann ich fortfahren, Christo zu
dienen, und werde von seinem Vater geehrt werden.
Wenn ich ihr aber Raum geben und ihr diene, so
komme ich unter den Einfluss dessen, was babylonisch ist.
     Wir sind in die Gemeinschaft des Sohnes Got-
tes berufen, in die Gemeinschaft des Leibes und Blut-
es Christie, in die Gemeinschaft des Heiligen Geistes
und die Gemeinschaft der Brüder miteinander (1.
Korinther 1.9: 10: 16; 2. Kor13.13; 1. Johannes 1.7).  Alles
Babylonische trifft wie ein Schlag gerade die Wurzel
von alledem was verstrickt in eine Gemeinschaft,
die allem Geistlichen entgegen ist. Die Sünde Achans,
wie auch die Annanias und Sapphira traf ein ganz
einzigartiges  Gericht, als ob Gott Sein Volk von
Anbeginn sehr feierlich vor dem Eindringen des Ba-
bylonischen warnen wollte.     Wir haben Babylon in
sittlicher Hinsicht jetzt überall da zu richten, wo wir
es finden ----    sei es in uns selbst oder in dem christ-
lichen Bekenntnis.      Das Verlangen nach einer uns
nicht von Gott verliehenen Herrlichkeit ist der Ge-
danke, der Babylon zugrunde liegt. In der Versamml-
ung sehen wir den Keim davon in Apostelgeschichte 5,
dessen volle Entwicklung aber in Offenbarung 17
und 18.
      Babylon verherrlicht sich selbst und lebt in Prunk;
Christus verherrlich die Versammlung so dass sie
nicht nötig hat sich selbst zu verherrlichen. (Epheser 5
 27.)   Er hat ihr Seinen Geist gegeben, damit sie
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Seinen Gedanken und Seinem Herzen gemäss sich
benehme uns Sein entsprechendes Gegenbild
sei, und so in jeder Eigenschaft gebildet werden, die in
Seinen Augen herrlich ist. Unser ganzes Verlangen
sollte dahin gehen, dem zu entsprechen, was die Ver-
sammlung in den Gedanken Christi ist. Ihre Wonne
ist es, Ihn zu verherrlichen.     Je mehr sie die Gedan-
ken Seiner Liebe kennenlernt, desto mehr verlangt sie
danach, Ihnen zu entsprechen. Eben weil die Herr-
lichkeit, die Christo der Kirche verliehen hat, nicht
gekannt wird kommt der Geist Babylons auf. Die
falschen Kirche verherrlicht sich an der Stätte selbst, wo
Er nicht ist; sie sitzt als Königin und ist keine Witwe
sie hat gar kein Empfinden darüber, Christi beraubt
zu sein.
      Die Versammlung ist in hienieden gelassen worden,
um die Gefährtin der Verwerfen Christi zu sein und
bis zu Seiner Rückkehr in Herrlichkeit von einem
leidenden Christus Zeugnis abzulegen. Sie ist eine
wirkliche Wittwe (1.Tim 5.5) da sie fühlt, dass
Christus hienieden gestorben ist, und dass er nicht hier
ist und hienieden nicht  begehrt wird. Wenn sich
unsere Seelen von dem genährt haben, was vom Haupte
kommt, so werden wir uns um willkürlich von dem ab,
was die Herrlichkeit des Menschen trägt und ihr
dient. Alles läuft einfach darauf hinaus, ob wir
Christum liebhaben. Die Gedanken und Zuneigung
der Braut drehen sich um Christum; ER ist in allem ihr
Massstab, ihr Herz ist IHM ergeben und seinen Ange-
legenheiten. Jedes Mal, wenn der Herr uns zusam-
menführt, Sein Mahl zu essen dient es IHM
dazu, uns von neuem unter dem Einfluss Seiner Liebe

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zu bringen und uns zu unterweisen, welchen Platz die
Versammlung in Seinem Herzen hat. Und so können
wir jedes Mal in die Welt mit einem tiefen Bewusst-
sein davon hinaustreten, was es ist, der wahren
Wesensart einer Witwe gemäss hienieden zu sein.
       Rebecca nahmen einen Schleier und verhüllte sich.
Die Kirche verhüllt sich in dem Bewusstsein dessen, was
sie Christo ist; sie wünscht, dass nur ER  gesehen und
verherrlicht werden, und auf diese Weise offenbart sie
die wahre  Wesensart der Braut.   Sie hält Christum
als Haupt fest, schaut zu IHM mit Ehrfurcht und Zu-
neigung auf; sie empfängt von IHM  und entspricht
IHM im Herz und Sinn.  Gott kann herniederschauen
und in dieser Welt Herzen sehen, die Christum
schätzen die geübt sind IHM den ersten Platz zu
geben, IHM zu entsprechen und, wenn auch in schwachen
Masse, dass zum Ausdruck zu bringen, was von IHM
ist.    Möchte das Herz eines jeden von uns mehr denn
je zuvor darauf gerichtet sein, in der wahren Wesen-
sart der Braut erfunden zu werden.   Bald wird
Christus Sich Selbst aus eine verherrlichte Ver-
sammlungen darstellen, die nicht Flecken oder Runzel
oder dergleichen habe. (Epheser 5.27) Und nach
der Hochzeit des Lammes wird sie von Gott als "die
heilige Stadt Jerusalem Herr niederkommen, die Herr-
lichkeit Gottes habend,  um so das Licht der Erde im
Tausendjährigen Reich zu sein; das werden wir in
Kapitel 21 Vers 9 ansehen.
       Ein grosser Teil von Kapitel 18 handelt von der
Wehklagen der Könige der Erde und der Kaufleute
und der Überseehandel treibenden über den Fall Baby-
lons.  (Vers 9:11,17)   Es mag uns befremdend erschei-
nen,
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… dass die weltliche Macht sie zerstört, und das den-
noch eine so allgemeine Wehklage über ihren Fall
stattfindet.     Ich denke, die Folgen ihrer Niederwer-
fung werden erst dann übersehen werden, wenn diese
Tat geschehen ist.    Sie hatte sich all die Herrlichkeit
und den Prunk der Welt zu eigen gemacht und hat im
hohen Masse zum gedeihen des Welthandels bei-
getragen.    Den Menschen wird es nicht eher klar
werden, wie sehr sie mit dem ganzen Aufbau der
Welt, in der Gesellschaft wie im Handel, verquickt
war, bis sie sie zerstört haben. Bitte denken wir,
welche Folgen die Zerstörung aller religiösen Bauwerke Euro-
pas und die Plünderung alles Kircheneigentums und
der vollständige Zusammen aller haben wird, die
ihr Teil in der religiösen Welt hatten und in Ver-
bindung mit ihr lebten!    Man wird das als einen
verhängnisvollen Schlag empfinden, der den Lebens-
nerv der ganzen Welt getroffen hat; aber es ist un-
möglich in ungeschehen zu machen.  Die Menschen
werden die Werkzeuge dieser Tat sein, doch die Zer-
störung Babylons ist ein Gericht Gottes, dass nicht
rückgängig gemacht werden kann.      "Sei fröhlich über
sie, du Himmel und ihr Heiligen und ihr Apostel und
ihr Propheten! denn Gott hat euer Urteil an ihr
vollzogen" (Vers 20)