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Offenbarung Kp  2

nach Charles Andrew leicht geändert.  [CAC] 

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Kapitel 2

Kapitel 2

 EPHESUS

     es gibt wenig Kapitel in der Heiligen Schrift, die
wichtiger sind als Offenbarung 2 + 3, sie geben uns
das Urteil des Herrn über das, was er in den Ver-
sammlungen sieht. Die Worte "ich kenne, ich weiss"
werden oft wiederholt. Vieles im christlichen Be-
kenntnis ist nur eitler Schein, aber es gibt Einen, der
sagen kann, ich kenne"; ER kennt den Zustand jeder
Versammlung und jedes Einzelnen.
      Die Art und Weise, in der sich der Herr jeder
Versammlung darstellt, würde, wenn geistlich erfasst,
ein Hilfsmittel gegen die Untreue in einer jeden von
ihnen sein und dem Überwinder helfen.  Ephesus stellt
ER sich als DER dar, der die sieben Sterne in seiner
Rechten hält, der wandelt inmitten der sieben gol-
denen Leuchter. (Vers 1) Nur insoweit die Sterne in
Seiner Rechten gehalten werden, wird der Versamm-
lungsverantwortlichkeit entsprochen. Ihr kann nur
von denen entsprochen werden, die wie tot zu Seinen
Füssen waren, die aber die Kraft Seiner Rechte über
sicht kennen und durch deren Stärke gehalten und unter-
stützt werden. Wenn die Verantwortlichen in der
Versammlung die Erfahrung des Johannes in Kapitel
1durchgemacht hätten und doch die Stärke Seiner
Rechten aufrechterhalten worden wären, so würde alles
gut gewesen sein. Der Mensch im Fleische muss völlig
beiseitegesetzt werden; Gott hat nicht vor, diesen Men-
schen in seiner Verantwortlichkeit wiederherzustellen.
In dem Schreiben an den Engel der Versammlung in

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Sardes nennt Sich der Herr Den, der die sieben
Sterne hat (Kap 3.1); dort werden sie nicht mehr als
in Seiner Rechten befindlich erwähnt, sondern es wird
nur gesagt, dass ER sie hat; er erhebt Anspruch auf
sie, Er hält sie immer noch für verantwortlich, obschon
sie die Stellung in der allein der Verantwortlichkeit
entsprochen werden kann, aufgegeben haben.   Hier
jedoch werden die Verantwortlichen an ihren ord-
nungsgemässen Platz gesehen; Seine Rechte allein
kann sie so halten, dass sie in Seinem Wohlgefallen gemäss
scheinen.   Es ist wahrscheinlich, dass in der Versamm-
ung zu Ephesus der verantwortlichen und lichtgebende
Teil  aus der bewussten Nähe Christi hinweggelangte
und nicht länger mehr durch seine Kraft allein ge-
halten und gestützt wurde, und dass Er Sich  um des-
willen dieser Versammlung als Der darstellt, der die
sieben Sterne an ihrem wahren und richtigen Platze
hält, nämlich in seiner Rechten.
      Des weiteren ist Er nicht nur inmitten der sieben
Leuchter, wie in Kapitel 1.13, sondern ER "wandelt"
daselbst.    Es gibt einen Kreis auf Erden, in dem Sich
der Herr bewegt, und seine Bewegungen können von
denen, die Augen haben zu sehen, wahrgenommen
werden, ebenso wie seine Stimme von denen, die ein
Ohr haben zu hören. Des Herrn Wege sind noch nicht
unter den Nationen, obwohl Gott sogar darüber allem
waltet, aber ER bewegt sich, ER ist in Tätigkeit, in-
mitten der Versammlungen.   Die Kirchengeschichts-
schreiber berichten über die Bewegungen oder das
Treiben der Menschen in den Versammlungen, und
das sind traurige Schilderungen. Wie fesselnd jedoch
würde eine wahre Geschichte der Bewegung des

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Herrn inmitten der Versammlungen sein! Wir ken-
nen durch seine Gnade etwas von diesen Bewegungen,
und bald werden wir die ganze Geschichte davon in
den Höfen proben können.
     Die sieben Leuchter sind golden; sie stellen die
Versammlungen in ihrer Verantwortlichkeit hienieden,
dar, als das Erzeugnis des Werkes Gottes und
gekennzeichnet doch das was von Gott ist, nämlich
die Gegenwart des Geistes und die Tätigkeit der gött-
lichen Natur. Dies ist es, was den Versammlungen die
goldene Eigenart verleiht; nur ist dieser Eigenart sind
sie fähig, Christum im Zeugnis hienieden, während der
Nacht Seiner Verwerfungen, darzustellen und dies auf-
rechtzuerhalten. Geht ihnen diese Eigenart verloren,
und sie tun nicht Busse, so ist ihre Stellung verwirkt,
und der Leuchter wird unvermeidlich weggenommen
werden, denn er hat aufgehört, dem Zwecke zu dienen,
zu dem er bestimmt war.
       Es ist gut, hier von vornherein in den göttlichen
Gedanken zu finden, dass die Versammlungen Christo
verantwortlich sind; das hilft uns, uns ein wahres Ur-
teil über den stattgehabten Verfall zu bilden. Die
Gegenwart und Tätigkeit der "ersten Liebe" sind
wesentlich, so dass, wenn sie dahin, die Stellung des
"Leuchters" verscherzt ist. Dieses Schreiben an den Engel
der Versammlung zu Ephesus macht einen sehr ernste-
sten und herzerforschensten Teile der Schrift des
neuen Testamentes aus, denn es zeigt uns, dass, sowie
die Versammlungen nicht mehr in lebendiger Berüh-
rung mit Christo sind, alles, was zum wahren und in-
neren Wesen der "goldenen Leuchter" gehört, dahin ist.
 Was die Treue nach aussen hin anlangst, so stand in

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Ephesus alles recht, und doch war es eine "gefallene"
Versammlung. Nach aussen hin mag alles richtig
erscheinen, aber wenn wir die Herzensbeziehung zu
Christo als dem Lebendigen verloren haben, und das
was wir tun nicht mehr aus dem lebendigen Antriebe
von IHM hervorgeht, so hat es für sein Herz seinen
wahren Wert verloren    "Ich habe wider dich, dass du
deine erste Liebe verlassen hast". (Vers 4)
   Der Herr erkennt alles an, was ER  anerkennen
kann so wie wir aus Vers 2 + 3.  Sie arbeiteten
und duldeten kein Böses, sie prüften das, was mit viel
Anmassung zu Ihnen kam, und erkannten dessen wahres
Wesen, sie hatten ausgeharrt und getragen um Seines
Namens willen, ohne zu ermatten. Er wusste das
alles zu schätzen, doch es befriedigte sein Herz nicht,
noch vermochte es, die Eigenart des "goldenen Leuch-
ters" zu wahren, denn ihre erste Liebe war verlassen
worden. "Erste Liebe ist etwas, worüber wir alle sehr
geübt sein sollten; es kann sein, dass wir noch nie
kennengelernt haben, was sie wirklich ist.  Es ist nicht
der Zeit nach die erste Liebe in der Geschichte der
Seele, sondern der Güte nach; "erste" ist hier im
Griechischen das selbe Wort wie "beste" in "das beste
Kleid" in Lukas 15.22 und wird oft mit "vornehmste"
übersetzt. (Markus 6.21; Apg. 17.4; 25.2) Deine erste
Liebe" ist nicht das Feuer und der Eifer, die oft bei
Neubekehrten zu finden sind, sondern eine Liebe, die
dem Wesen der Versammlung eigen ist und die Schar
der Heiligen kennzeichnet.     Mein Eindruck ist, dass
"erste Liebe" die Art Liebe ist, zu der Christus den
Seinigen am Anfang die Anregung gab. Er hatte
gesagt: ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr ein-

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ander liebet, auf dass, gleichwie ich euch geliebt habe,
auch ihr einander liebet. Daran werden alle
erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe
untereinander habt. (Joh.13.34 + 35). Das würde
ihnen die Eigenart des «goldenen Leuchtes» während
Seiner Abwesenheit verliehen haben; es ist die Folge
davon, dass wir unter den mächtigen und persönlichen
Einfluss seiner Liebe kommen.
     Die "erste Liebe" der Versammlung war da vorhan-
den, als Liebe zum Haupte da war, und dann waren
die in Ihm bleibenden Heiligen von einer Tätigkeit
in Anspruch genommen, der seine Liebe die Anregung
gab.     Ich denke, sie ist die Folge von dem glückseligen
Zustande, von dem in dem Gebet Epheser 3.14-19 die
Rede ist, wo es heisst: "dass der Christus durch den Glau-
ben in euren Herzen wohnen, in dem ihr in Liebe
gewurzelt und gegründet seid, auf dass er völlig zu
erfassen vermöget mit allen Heiligen, welches die
Breite und Länge und Tiefe und Höhe sei, um zu
erkennen die Erkenntnis übersteigende Liebe des
Christus, auf dass ihr erfüllt sein mögt zu der ganzen
Fülle Gottes."
    Es muss für das Auge des Herrn ein schöner An-
blick gewesen sein, eine Schar zu sehen, die, die Wahr-
heit festhalten und in Liebe", heranwächst in allem, zu
ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, aus dem
der ganze Leib, wohl zusammen gefügt und verbunden
durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirk-
samkeit in dem Masse jedes einzelnen Teiles, für sich
das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbst-
aufbauen in Liebe. (Eph. 4.15 und 16) Ich denke,
 das zeigt uns die Art der ersten Werke (V. 5) die


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Mit der ersten an liebe Hand in Hand gehen. "Erste
Werke" sind nicht die, wovon Menschen Kenntnis
nehmen können; ein Gelenk der Darreichung tut
erste Werke. Gelenke jedoch sind verborgene Dinge,
aber von sehr wirksame Art. "Erste Werke" haben
Zusammenfügung zur Folge (Kol 2.2+3+ 19) es ist
die Tätigkeit, die die Heiligen einander nahebringt,
und die alle Hindernisse und Misshelligkeiten über-
windet, die der einmütigen Wirksamkeit und der
Aufbahrung des Leibes entgegenstehen. Es ist eine
grosse Gunst Gottes die uns aber sehr demütig, zu
sehen, was die Versammlung in der ersten Liebe
und den ersten Werken war.  Da gingen lebendige Anre-
gungen von dem Haupte aus, die den Leib hienieden
durchströmten und dahin führten, dass man miteinander
in Liebe verbunden und in Liebe auferbaut wurde.
Die Versammlung hat ihre erste Liebe verlassen und
ist gefallen; doch es ist uns noch möglich, das Haupt
festzuhalten und zu Ihm heranzuwachsen und von
Ihm Unterstützung und Anregungen zu empfangen. Und
jedes Glied des Leibes, dass vom Haupt an seine Anre-
gung bekommt, kann erste Werke tun. Und wenn den
heiligen Speise da gereicht wird, und sie mitein-
ander in Liebe verbunden sind, so kann sogar in den
Letzten Tagen eine gewisse Rückkehr zur "ersten Liebe"
stattfinden. Der Aufruf zur Busse lässt die Tür hier-
für offen, und es kam kein Zweifel darüber bestehen,
dass der Herr wirksam ist, dieses zu Stande zu bringen.
    Wir mögen ein gut Teil Licht haben, und es doch
nicht in lebendige Verbindung mit Christo besitzen;
es kann sein, das er nicht wirklich durch Glauben in
unserem Herzen wohnt. Es will sehr viel sagen,


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dass uns ein solcher Zustand in Epheser 3 nicht als
wahr von den Heiligen hingestellt wird, sondern in
der Form des Gebets.  Das sollte uns vor jeder Art
Anmassung in dieser Hinsicht bewahren und dahin
führen, darum zu beten. Das Wohnen des Christus
in unseren Herzen ist nicht bloss eine vorübergehende
Sache. Ich denke, wir kommen tatsächlich zuzeiten
in Berührung damit und schmecken das, was unendlich
kostbar ist, und man verlangt nach mehr geistlicher
Stetigkeit und Beständigkeit! Wie gern hat man da
die Worte von Bruder John Nelson Darby [JND]

"Der stete Geist versenkt sich dort
in diese Segensflut"

    Als die Versammlung ihre erste Liebe verlassen
hatte hörte sie auf, erste Werke zu tun, und der Herr
musste ihr sagen, wenn sie nicht Busse täte, würde Er
ihren Leuchter aus seiner Stelle wegnehmen  er ent-
sprach dann nicht mehr dem, wozu er ihn dorthin-
gestellt hatte. Es ist sehr ernst, daran zu denken,
dass die Versammlung schon gefallen war, noch ehe Pau-
lus und Johannes abschieben, um bei Christo zu sein,
und lange bevor der Zusammenbruch nach aussen hin
offenbar wurde.
      Was auch die Werke der Nikolaiten sein mochten,
sie waren keine "ersten Werke" und Christus hasste sie.
Man hat sie meist für einen fleischlichen Missbraucht der
Gnade gehalten dachte es wird hier genügend zu sehen,
dass das, was Christus hasste, der Engel der Versammlung
in Ephesos auch hasste. Die Versammlung zu
Pergamus hatte solche, die diese Werke nicht nur

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taten, sondern auch die Lehre der Nikoliaten hielten:
wenn im Wandel Dinge erlaubt werden, die dem
Herrn missfallen, so ist der nächste Schritt, dass sie
dann auch das kennzeichnen, was als Lehrer festgehalten
wird. Das Böse wird dann in eine Lehrform gebracht
und so verbreitet.
      Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass die
sieben Versammlungen, an die Sich der Herr hier
wendet, alle Versammlungen darstellen. Sieben ist
die Zahl geheimnisvoller Vollständigkeit. Kein Christ
kann annehmen, dass Christ Sorge sich hier nur auf
die sieben Versammlungen in der römischen Provinz
in Kleinasien beschränkte, obschon er sie als Bild vom
Zuständen gebrauchte; Er war auch nicht etwa nur
um die Versammlungen zur Zeit der Apostel besorgt.
Wir leben immer noch in der Zeit dessen, "was ist"
(Kapitel 1.19.) Und deshalb dürfen wir erwarten, in den
sieben Sendschreiben das zu finden, was den ganzen
Zeitabschnitt der Versammlung oder Kirche umfasst.
Dennoch sollte unsere Übung dahin gehend, das zu
lernen, was uns an diese Sendschreiben in sittlicher Hin-
sicht zu sagen haben.
        Es ist zu beachten, dass Sich der Herr an den
 Engeln in jeder Versammlung wendet, und was Er
sagt, ist eine förmliche und öffentliche Erklärung
Seines Urteils über den Zustand jeder Versammlung.
Doch in jedem der Sendschreiben ergeht Ruf an
einen enger begrenzten Kreis eine Stimme an den
Einzelnen --- nämlich:   Wer ein Ohr hat, höre was
der Geist den Versammlungen sagt! Das ist allen,
die es angeht, ein Fingerzeig, dass der Geist ebenso
wie der Herr den Versammlungen etwas sagt,


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und wir ein Ohr hat, sollte das hören. Ich glaube
nicht, dass es seit Pfingsten je ein Augenblick gegeben
hat, wo der Geist aufgehört hätte zu den Versamm-
lungen zu reden; er hat immer den Ausdruck ver-
liehen, was zur Zeit notwendig machen, um welche Seite
der Wahrheit es sich auch handeln möchte. In den
ersten Tagen der Kirche geschah da hast du auch Offenbarung
oder doch die göttlich eingegebene Schrift der
Apostel. Doch seitdem die Heilige Schrift  vollständig
ist hat er dadurch gesprochen, dass er die Aufmerksam-
keit in verschiedenartiger Weise auf das gelenkt hat,
was dem Schaden abhilft, oder den jeweiligen Mangel
dadurch ergänzte,  dass Er das vorstellte, was von
Christo war und den geistlichen Reichtum des gött-
lichen Schatzes ans Licht brachte. Er hat die mannigfaltige
Gnade Gottes und der unausforschliche Reichtum des
Christus und die Schätze der Weisheit und Erkenntnis,
die in dem Geheimnis Gottes verborgen sind, sind so
den Versammlungen von Zeit zu Zeit vorgestellt
worden. Wie ungemein wichtig ist es, ein Ohr zu
haben, um zu hören, was der Geist den Versamm-
lungen heute sagt! Der Zustand jedes Einzelnen
wird dadurch doch auf die Probe gestellt. Wenn wir nicht
hören, was der Geist sagt, so haben wir keine Gemein-
schaft mit Seiner gegenwärtigen Tätigkeit, und das
ist ein sehr ernster Verlust.
       Jedes Sendschreiben betont eine Eigenschaft, die
jeder einzelne Heilige erlangen kann, und die wir in
den Worten finden: dem, der überwindet. Es steht
dem geübten Heiligen, d.h. dem, der ein Ohr hat,
immer offen, zu hören, was der Geist den Versamm-
lungen sagt, und dem Treuen ist es immer möglich


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ein Überwinter zu sein. Welch eine Ermutigung liegt
darin!     Das öffnet jedem ergebenen Herzen die Tür
(und hält sie ihm offen), in Übereinstimmung mit den
Gedanken und der Tätigkeit des Heiligen Geistes zu
sein, trotz der Zustände ringsumher in den Versamm-
lungen, und stellt jeden ergebenen Herzen den Pfad
und den Lohn des  Überwinders vor Augen. Wer
würde da nicht danach verlangen, diesen Pfad zu
betreten und diesen Preis zu erringen?
       Ich glaube, der Überwinter in jeder Versammlung
ist einer der Christum in der Eigenart erfasst und
schätzt, in der er Sich der betreffenden Versammlung
darstellt. Der Herr hat zum Heilmittel jede Art von
Verfehlung die Art und Weise aussersehen, in der
Er sich selbst darstellt; und wer in dieser Eigen-
art schätzt den macht er zu einem Überwinter. Wenn
ich ein Überwinder sein möchte, so muss ich viel beten,
damit ich Christum erfasse und ihn schätzen. Das
bringt Kampf mit sich, weil immer grosse Mächte am
Werke sind, das zu hindern und die Herzen der Hei-
ligen von Christo abzubringen. Ich kann Christo
nicht folgen und ihn schätzen, ohne vom Feinde ange-
fochten zu werden; aber in Christo ist immer das
gewesen, und wird es immer sein, was den, der ist
wirklich auch fast zum Überwinder macht. Wenn wir
bewahrt werden, so werden wir in Jesu Christo"
bewahrt. (Judas 1). Es ist gut, die bewahren die Kraft
zu sehen, die in ihm ist.
   "Dem, der überwindet, dem werde ich zu essen
geben von dem Baum des Lebens, der in dem
Paradies Gottes ist. (Vers 7) die Versammlung
hatte ihre erste Liebe verlassen, sie hatte aufgehört


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das Haupt festzuhalten, und obgleich viele geistliche
Tätigkeit geblieben war, so trug sie doch nicht die
Kennzeichen der ersten Werke, sie empfingen nicht ihre
innere Anregung durch lebendige Berührung des
Herzens mit Christo, dem Haupt stimmt. Der Überwinder
aber für den solchen Umständen dadurch gekenn-
zeichnet sein, dass er Christum als Haupt schätzte , er
kannte sich nicht mit irgendetwas zufrieden geben, das
nicht ein lebendiger Ausfluss von Ihm war. Der
ganze Leib, und nicht Geringeres ist, würde ihm daher
vor Augen stehen, was die Darreichung und das
Wachstum anlangt. Er würde darüber geübt sein, ein
"Gelenk der Darreichung" zu sein, und nach seinem
Masse als "Teil" jenes Leibes wirken, der für sich-
das Wachstum bewirkt: zu seiner Selbstaufbauung
in Liebe. (Eph 4.16) Der Lohn eines solchen ist,
"von dem Baum des Lebens, der in dem Paradiese
Gottes ist, zu essen. Er sollte von den zwölf Frücht-
en geniessen und dadurch aufrechterhalten werden, die
von dauernder Befriedigung und dem mannigfaltigen
Vollkommenheiten denn reden, jede Art geistlichen Ver-
langen stillen; der Baum des Lebens gibt jeden
Monat seine Frucht. (Kapitel 22.2)
        Welch ein Bild von dem Leben in der heiligen
Stadt wird uns in den Worten entworfen: "In der
Mitte Ihrer Strasse und des Stromes, diesseits und
jenseits, der Baum des Lebens, der zwölf Früchte
trägt, und ein Monat seine Frucht gibt!     Die
Strasse der Stadt redet von ihrem Verkehr und ihrer
Tätigkeit, der Strom vom Geist Gottes, der der
gesegnete Strom ihres Lebens in persönlicher Hinsicht
ist, und rein wie ein Kristall dahinfliesst, doch inmitten


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der Strasse wir auch dies Stromes ist der Baum des
Lebens.      Der ganze Verkehr in jeder Stadt hat in
Christus seinen Mittelpunkt, er gibt dort allem die
Anregung.  Und er ist auch in der Mitte des Stromes
Er ist der Mittelpunkt von allem, was lebendig macht
und erfreut, von allem der Strömung des Geistes in der
himmlischen Stadt, wie er auch der Grundgedanke des
Dienstes und des Zeugnisses des Geistes hienieden ist!
Und Er ist nicht nur in der Mitte, sondern diesseits und
jenseits".  Das legt uns nahe, dass, wohin wir
auch blicken, wir da auch an den Baum des Lebens sehen;
und ferner, ergibt das ganze Jahr hindurch seine
Frucht, jeden Monat ist nur eine Gelegenheit, eine
neue Erfrischung und Wonne in Christo zu schmecken.
Das geistliche Jahr gibt eine gesegnete Befriedigung
nach der anderen durch den Genuss der mannigfaltigen
Früchte Christi. Vom Baum des Lebens zu essen, ist
der Lohn des Überwinders; doch obschon dieser
reiche Lohn in seiner Fülle der Zukunft angehört, so
bringt zweifellos ebendie Verheissung, die ihn uns vor
Augen stellt, schon ein Teil der damit verbundenen
Glückseligkeit in der Erfahrung und Freude des Über-
winders  

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Vers 8-11 Smyrna
           dem Engel der Versammlung in Smyrna
stellt sich der Herr als "der Erste und der Letzte, der tot
ward und lebte, dar. (V. 8) wie sehr entspricht
dieser Titel den Umständen einer Versammlung, die
durch Drangsal Armut leiden und Tod gekennzeichnet
wird!  Denn wenn wir in der Versammlung zur Ephes-

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 sus den geistlichen Niedergang sehen, der schon vor
dem Abscheiden der Apostel wahrgenommen werden
konnte, so können wir uns aus dem, was der Herr Smyrna
sagte, Sein Mitgefühl für Seine verfolgten und lei-
denen Heiligen erkennen.   Es gab, wie wir alle
wissen, eine Zeit heftiger Verfolgungen, und sie führte
zu geistlichem Reichtum, so dass der Herr sagen konnten:
du bist aber reich.  (V 9) Ich zweifle nicht daran,
dass der Fortschritt des Verfalls durch die Leiden der
Heiligen aufgehalten wurde und eine Zeitlang einen
wahren Geist der Treue hervorrief. Dadurch dass Sich
der Herr Ihnen als "der Erste und der Letzte" dar-
stellte wie sehr sie darauf hin, dass Er imstande war,
sieht durch alles in hindurchzuführen, hingegen dadurch,
dass Er «tot war und lebte" zeigte ER ihnen, dass Er
Selbst den Weg, den sie fürchteten, gegangen war und
so Mitgefühl mit ihnen haben konnte.
        "Eine Synagoge Satans" steht ihm schroffen
Gegensatz zur Versammlung Gottes. Dieser Aus-
druck deutete zweifellos auf die hin die im Fleische
einen gewissen Anspruch auf göttliche Dinge erhoben
und die Gläubigen an Christum lästerten. Viel von
dem Widerstand und der Verfolgung jener Tage
wurde von Juden angestiftet, die im geistlichen Sinne
keine Juden waren (Röm. 2, 28 +29) sondern sie
waren "eine Synagoge Satans" geworden, d.h.
Gegner von allem, was von Gott war. Es ist gut,
der Schärfe dieser Bezeichnung eingedenk zu sein, denn sie
war von denen wahr geworden, die dem Buchstaben
nach der Same Abrahams waren, wie viel mehr trifft
sie bei denen zu, die unter einem christlichen Namen
mit göttlichen Dingen im Fleische umgehen!  Das

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Kreuz hat den Menschen im Fleische vor Gott in
heiligen Gericht zu Ende gebracht, und der Geist ist
gegeben worden, dieses Gericht in den Herzen der
Heiligen aufrechtzuerhalten.  Nichts könnte Gott
mehr zuwider sein, als den Menschen, den er ganz
und gar verurteilt hat, gleichsam wieder vor IHN zu
bringen.  Von denen, die das tun, geht die grösste
Feindseligkeit gegen das aus, was von Gott ist. Die
"erste Liebe" möchte alles in lebendiger Verbindung
mit Christo, dem Haupte, erhalten wissen, gibt man
das jedoch auf, so für das dahin, den Menschen nach
dem Fleische einen Platz zu geben.  Und wenn das
auch in aller Form und nach gewissen Vorschriften
geschieht, so wird es in Gottes Augen "eine Synagoge
Satans".  Auf eine solche wird auch in dem Schreiben
an den Engel der Versammlung in Philadelphia hin-
gewiesen, was sie dem Anschein nach die bezeichnet, die
fleischliche religiöse Ansprüche erheben und sich denen
widersetzen, die das Wort des Herrn bewahren und
Seinen Namen in der letzten Stunde des Zeugnisses
der Versammlung auf Erden nicht verleugnen.
       Die Versammlung in Smyrna würde zu leiden
haben, einige von ihnen sollten ins Gefängnis gewor-
fen werden, und sie wurden ermahnt, bis zum Tode
getreu zu sein. Der Herr stellt Ihnen keine gegenwär-
tige Befreiung in Aussicht, obschon es sogar in solchen
Umständen ein grosser Trost ist zu sehen, dass die Macht
des Feindes genau begrenzt ist: ihr werdet dann Drangsal
haben zehn Tage". (V 10) Christus ist erhaben über
die ganze Macht des Bösen. Er macht zulassen, dass
 der Feind seine Heiligen zehn Tage im Blick auf ihre
Reinigung und sein Zeugnis prüfe, doch die Zeit der

 Seite 38


Verfolgungen und des Druckes ist beschränkt, keine feind-
liche Macht könnte die Drangsal auf elf Tage ver-
längern, wenn Er sie auf zehn Tage festgesetzt hat!
Es ist ein grosser Trost für die Heiligen in irgend-
welcher Zeit besonderen Drucks daran zu gedenken.
Das Bewusstsein seiner Macht ist eine grosse Hilfe,
und dies besonders dann, wenn er es zulässt, dass die
Leiden sogar bis hin zum Zeugentode gehen, worauf
die Worte hindeuten: "Sei getreu bis in den Tod".
       In solchen Zeiten wird seine Macht in sittlicher
Hinsicht sogar in noch viel hässlicher Weise offenbar,
als wenn er Eingriffe, um den Leiden Einhalt zu tun.
denn sie erweist sich darin, wie er seine verfolgten und
gepeinigten Heiligen aufrechterhält.  In Zeiten der
Verfolgung ist es oft vorgekommen, dass Heilige ent-
täuscht waren, als das Todesurteil aufgehoben
wurde. Einige Glaubenszeugen haben, nachdem sie
wieder ins Gefängnis zurückgesandt worden waren,
sehr rührende Briefe an ihre Leidensgefährten
geschrieben, die man verurteilt hate verbrannt zu
werden. Sie empfanden wirklichen Kummer darüber,
einstweilen das Vorrecht und die Ehre beraubt zu
sein, den Tod für den Herrn zu erleiden. In einigen
Fällen hatte sich beide das Vorrecht das die begehrten.
Das zeigt die Macht in der der Herr daher sogar dann das
unterstützt und aufrechterhalten kann was von Ihm
ist wenn der Tod zur äussersten Gewalt greift. In
diesem Zusammenhang ist es gut, Daran zu gedenken,
dass viele, die vor der Prüfung sehr zuversichtlich
redeten, versagten als die Verfolgung sie traf, dagegen
solche die vorher zaghaft waren und fürchteten, sie
würde nicht standhalten, oft die waren die trium

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phierend hindurchgingen. Nichts wird die Heiligen
in Wirklichkeit durch solche Prüfungen hindurch -
bringen als die Stärke des Herrn.
     "Die Krone des Lebens" ist die herrliche Antwort
 auf den Zeugentod hienieden und wer  überwindet,
wird nicht beschädigt werden von dem zweiten Tode"
(V 11) Es könnte den Anschein haben, dass der Tod
das Los solcher ist, aber sie die Auszeichnung
siegreichen Lebens empfangen, sie sollten in Wahrheit
im Leben herrschen. (Römer 5.17)

Seite 39

 PERGAMUS
Vers 12-17

    

Satan widersteht Gott auf zweierlei Art, durch;

Gewalttat und Verderbnis; das sind die beiden

einzigen Möglichkeiten für ihn zu wirken. Die erste
Art sehen wir bei Smyrna, die letzte bei Pergamus.

Der Herr stellt Sich der Versammlung in Pergamus
als Den dar "der das scharfe, zweischneidiges Schwert
hat."   Die Versammlung hatte die Fähigkeit, anders
Geartetes zu unterscheiden und voneinanderzuhalten.
verloren. "Das Wort Gottes ist lebendig und wirk-
sam und schärfer als jedes zweischneidiges Schwert, und
durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist,
der Gelenke sowohl als des Markes, und ein Beur-
teiler der Gedanken und Gesinnung des Herzens;
und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles
bloss und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem
wir zu tun haben. (Hebräer 4.12 u 13). Wenn diese
Versammlung wirklich unter der Kraft des Wortes
Gottes gestanden hätte, so wäre sie bewahrt worden,

Seite 40

dort zu wohnen, wo der Thron des Satans ist. Ein
gewisses Mass Treue war vorhanden, und der Herr
gedachte dessen, sowie besonders eines treuen Zeugen,
der unter ihnen ermordet worden war; doch im allge-
meinen war die Versammlung in der Welt heimisch.
Das kam zustande als die Mächte dieser Welt das
Christentum dem Bekenntnis nach annahmen und Be-
schützer der "Kirche" wurden, statt deren Verfolgung
zu sein.
      Der Herr verbrachte seine erste Nacht auf Erden
in der Krippe einer Herberge; und einen Teil Seiner
letzte Nacht hienieden brachte ER ebenfalls in einer
Herberge zu. (Das griechische Wort katalyma für Gastzimmer in
Lukas 22.11 ist da selber wie das für "Herberge"
in Lukas 2.7.) ER blieb seiner Fremdlings-
eigenschaft immer treu und brachte den, dem er Barm-
herzigkeit erwies, "in eine Herberge" (Luk. 10.34)
und erwartete, ihn daselbst zu finden, wenn ER zurück
kommen würde. Wenn das Zeugnis der
«Erretteten der Gnadenzeit»
eine "Herberge" beibehalten hätte,
- wenn sie die Wesensart eines himmlischen
Fremdlings beibehalten hätte,
so würden ihr göttliche Hilfsquellen und
göttliche Fürsorge zur Verfügung gestanden haben,
und die Irrlehre Balaams und
der Nikolaiten hätten keinen Eingang gefunden.
     Zu diesem Zeitpunkt finden wir in der Ver-
sammlung solche, die verkehrte Lehern haben. Diese
Verderbnis war noch nicht allgemein, aber sie war
da:   Der Herr unterscheidet zwischen dem Engel und
den Verderbern; ER sagt: ich… werde Krieg mit
Ihnen führen mit dem Schwerte meines Mundes.
(Vers 16.)   Hier haben wir nicht nur böse Gepflogen-
heiten, sondern auch auch verderbte Lehre; in den beiden

Seite 41

angeführten Fällen handelt es sich um "Lehre", das
Böse ist zu einem Lehrgebäude ausgestaltet worden
und es wird gelehrt. In der Versammlung kann eine
Lehre auf, die Götzendienst zum Gegenstand hatte und
zu unheiligen Verbindungen mit der Welt führte und
das einführte, was Christo durchaus verhasst war.
Welch ein Gegensatz war das zu dem, was wir in
Jesu, den gesegneten Menschen von Psalm 16, sehen!
Er war "nicht von der Welt" und stand dem, was den
Götzendienst ausmachte gänzlich fern. Der Weg
dem Einfluss Balaams zu entrinnen, ist unter dem
Einfluss Christi zu sehen.    Der Feind sucht das Volk
Gottes immer zu verführen und es dahin zu bringen,
sich von dem zu nähren was er seiner Lehreform angehört;
doch das Heilmittel für alles das ist, Christum vor
uns zu haben.  Er ist hier in der Gegenwart der Ver-
führung und des Widerstandes gewesen und hat in
allen Einzelheiten den Willen Gottes hienieden völlig
getan.
     Der Lohn des Überwinders zu Pergamus ist das
verborgene Manna; das bezieht sich auf das, was
Christus hienieden war als Gottes aufgehäufter
Hort, der für die Geschlechter seines Volkes aufbe-
wahrt wurde (2. Mose 16.32 + 34), es ist ein blei-
bendes Gedächtnis dessen vor Gott, was [Er] einst
 in der Wüste war. Es stellt einen dar, in dem die
Gnade des Himmels in Berührung mit jeden Um-
stände des Wüstenlebens kam. Nun ist das alles auf-
bewahrt in dem goldenen Krug in der Bundeslade--
es ist das aufbewahrte und verborgene  Gedächtnis
eines Lebens, das in sittlicher Hinsicht aus dem
Himmel war.

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      Es ist sehr gesegnet zu sehen, dass am Tage öffent-
lichen Verfalls --  denn  wenn die Versammlung da
wohnt, wo der Thron des Satans ist, und wenn verderbte
Lehre geduldet wird, so ist das offenbar öffentlicher
Verfall  --  dem Überwinder das in Aussicht gestellt
wird, was im Geheimnis der Gegenwart  Gottes ver-
borgen ist.  Eine solche Verheissung zieht jedes treue
Herz von dem  was die Versammlung in der Öffent-
lichkeit ist und nun durch  Verfall und Verderben
gekennzeichnet wird, hinweg, und hin zu dem, was im
Heiligtum verborgen ist.   Niemand wird geistlich
vorankommen oder in Gemeinschaft mit Gott sein, der
sich durch das beeinflussen lässt, was öffentlich in
einer weltlichen und dem Niedergang anheimgefallenen
Versammlung vor sich geht. Das verborgene Manna
deutet auf etwas hin, was wirklich der grossen Masse
eines Geheimnis, also verborgen ist. Begehren wir es?
Was kennen wir vom verborgenen Manna? Haben
wir wirklich ein Geheimnis in der Freude mit Gott in
alledem, was er an dem schätzt, was Christus hie-
nieden war?  Wir singen zu weilen:

In Deiner Gnade hast du uns berufen,
Schon das zu teilen, was Dein Herz erfreut,
zu kennen das glückselige Geheimnis,
Das, was ER DIR, in seiner Kostbarkeit
.    Sogar das, was in geistlicher Hinsicht öffentlich
ist, wie Versammlungen, der Dienst usw., wird uns
nicht bewahren oder uns viel nützen, wenn wir nicht
persönlich in verborgener Gemeinschaft mit Gott die
Kostbarkeit Christi geniessen.  Das verborgene Leben
ist von höchster Wichtigkeit, und doch wie oft wird es
vernachlässigt

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       Das wahrhaft zu schätzen und sich in dem zu
freuen was Gott an einem schätzt und woran Er
Freude hat, muss in sittlicher Hinsicht Hand in Hand
 gehen.  Wenn ich ein Gesetzloser bin, so schätze ich
keinen Gehorsam. Wenn mich Stolz und Eitelkeit
kennzeichnen, wie kann ich da Niedriggesinntheit
schätzen? Wenn ich hochmütig und herrschsüchtig bin,
so schätze ich keine Sanftmut und Gültigkeit oder
Gelindigkeit. Christus kann nur von einem IHM
verwandten Wesen geschätzt werden. Woran wir also
Freude empfinden, das sind wir auch wirklich. Wenn
du wüsstest woran mein Herz Freude hat, so würdest
du mich kennen. Insoweit wir Christen vor uns
haben, werden wir Überwinder, und all solche gewin-
nen wir mehr von Christo, es ist dann Wachstum
vorhanden.

Wenn ich in deiner Nähe
nur wäre allezeit
Ich könnte mehr ertragen
So grosse Herrlichkeit

In Deines Wesens Fülle
Versenkt vor Dir o Herr,
Würd ich nach deinen Bilde
verwandelt mehr und mehr.

      Dann haben wir den "weissen Stein", auch dieser
 hat das Gepräge einer persönlichen Geheimnisses,
denn auf ihm ist ein neuer Namen geschrieben, "den
niemand kennt, als nur ihn trägt Vers 17. Da-
durch empfangen wir das Bewusstsein der Anerken-

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nung des Herrn, er stellt ein Geheimnis zwischen IHM
und dem treuen Herzen da. Für ein solches konnte es
nichts Lieblicheres geben als dieses, und das ermutigt,
voranzugehen, sei es angesichts von Widerstand oder
Vorführung. Antipas war ein treuer Überwinder,
der um seines Zeugnisses für Christi willen ermordet
wurde und zweifellos den "weissen Stein" empfangen
hatte. Wir sind oft schwach, weil wir der Anerken-
nung des Herrn nicht gewiss sind; wir sind IHM nicht
nahe genug, dass er uns den "weissen Stein" geben
könnte.
        Möchtest du nicht in den Augen des Herrn eine
solche Eigenart besitzen, dass er dir einen neuen Namen
geben könnte? Ich glaube, Er gibt jedem Überwinder
einen Namen.  Es hat nicht viel auf sich, wenn uns
die Leute Namen geben, aber es ist sicher von hoher
Bedeutung zu wissen, wie der Herr uns nennt. Er
gab Simon den Beinamen Petrus, Jakobus und
Johannes nannte ER Boanerges, d.h. Donner-
Söhne. Und die Apostel schienen dem Beispiel des
Herrn gefolgt zu sein, als Joseph den Beinamen
Barnabas, d.h. Sohn des Trostes Gaben. Wir
alle haben Namen in Verbindung mit dieser Welt,
doch der über Winder hat auch einen Namen in Ver-
bindung mit Christo, worin eine bestimmte Eigenart
zum Ausdruck kommt, Die Er anerkennt, weil ER Selbst
die uns gegeben hat.  Der Herr liebt es, uns zu sagen,
was er an uns geschätzt.    Wir sehen das im Hohenliede
in allen Stellen, wo der Bräutigam zum Herzen
der Braut von all der Schönheit redet, die sie in
Seinen Augen hat. Und dem Grundsatz nach können
wir dasselbe bei den Aposteln darin sehen, wie sie

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In schlichter und offener Weise von den Zügen geist-
licher Schönheit redeten, die sie in den Heiligen wahr-
nahmen; sie freuten sich, bei solchen Wesenszügen zu
verweilen. Doch der Name auf dem weissen Stein
ist nicht für die Öffentlichkeit, er ist ein persönliches
Geheimnis zwischen dem Herrn und dem Überwinder.
Das gibt uns das Bewusstsein, dass er uns etwas
gegeben hat, was er anerkennen kann, und dass uns
dies in Seinen Augen kennzeichnet. Das zu wissen,
macht uns nicht aufgeblasen, sondern es wird uns das
Geheimnis und die mächtige Quelle der Ermutigung,
Stärke und Zuneigung.

Thyatira
 Vers 18-29

 Es ist schon oft darauf hingewiesen worden, dass
in den Sandschreiben an die letzten vier Versammlungen
der Ruf an den, der ein Ohr hat, zu hören, was der
Geist den Versammlungen sagt, nach der Verheissung
an den Überwinder kommt, das bringt zum Ausdruck,
dass nur dieser ein Ohr haben würde, zu hören.
Weiter wird Thyatira Sardes und Philadelphia
gegenüber von dem Kommen des Herrn geredet,
während Laodicäa vor gänzlicher Verwerfung gewarnt
wird, daraus ist zu erkennen, dass diese vier Versamm-
lungen Zustände darstellen, die bis zum Ende des
gegenwärtigen Zeitabschnittes andauern.
     Dem Engel der Versammlung in  Thyatira stellt
Sich der Herr als "der Sohn Gottes dar, der seine
Augen hat wie eine Feuerflamme und seine Füsse gleich
glänzend dem Kupfer".   Darin sehen wir Seine per-

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persönliche Würde und die alles durchdringen Art
Seiner Prüfung, und dass er in den Versammlungen
wandelt, die Nieren und Herzen zu erforschen
(Vers 23); Es ist leicht zu verstehen, dass der Herr Sich-
einer derartigen Versammlung in solcher Weise
darstellt.
     Obschon sich Ephesus kein öffentlicher Nieder-
gang zeigte, so sah doch das Auge des Herrn dass die
erste Liebe verlassen worden war; Pergamus offen-
barte dann seine Untreue vor der Öffentlichkeit, denn
die Versammlung wohnte in der Welt, und Ver-
derber waren innerhalb am Werke in Thyatira nun
wird je Isabel in der Versammlung geduldet, und die,
die ihre Kinder waren. Die verschiedenen Stufen
der Untreue und das zunehmende Eindringen des
Bösen, die einander im Laufe der Geschichte der
Versammlungen folgten, werden sonach vom Herrn
klar erkannt und unterschieden.
      Doch sogar in einer Versammlung, wo auffällige
Verderbtheit geduldet wird, gab es etwas, was der
Herr anerkennen konnte. Er sagt: ich kenne deine
Werke und deine Liebe und deinen Glauben und
deinen Dienst und deinen Aushang, und weiss, dass
deine letzten Werke mehr sind als der ersten. Man
 denkt hier mit Freuden an die persönliche Hingebung
so mancher Heiligen in den so genannten "dunkeln
Zeitaltern". Viele deren Schriften ganze teil-
weise auf uns gekommen sind, liebten augenschein-
lichden Herrn und arbeiteten für Ihn; und wahrschein-
lich hat die grosse Masse solcher Ergebenen nichts
hinterlassen, was uns Ihren Namen übermittelt, und
hat so nie einen Platz in der Kirchengeschichte bekom-

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men. Der Herr konnte sogar in einer Versammlung
wie Thyatira ein Überrest anerkennen, der nicht zu
Isabels Kinder gehörte, noch persönlich doch ihre
Lehre verdirbt worden war in seine Fürsorge für
sie ist es sehr rührend: Euch aber sage ich, den übrigen,
die ihn Thyatira sind, so viele diese Lehrer nicht
haben...: Ich werfe keine andere Last auf euch;
doch wenn ihr habt, haltet fest, bis ich komme. Er ist
dessen eingedenk, dass sie etwas besassen, was gött-
lichen Wert hatte, und was sie festhalten sollten, bis
Er käme.    Ihre Liebe, ihr Glaube, ihr Dienst, ihr
Ausharren und ihre zunehmende Werktätigkeit gaben
von dem Zeugnis, was in ihren "Nieren und
Herzen" war
.    Aber bei all dieser Frucht göttlicher Gnade (einer
Gnade, von der und der Herr jeden Zug anerkennen
und zu loben liebt, wo immer ER ihn findet, war ein
Zustand vorhanden, der einfach als entsetzlich bezeich-
net werden kann: sie duldet "das Weib Isabel".
Wenn man an die Geschichte jeder "Verfluchten" zu-
rückdenkt (2. Könige 9.34), so wird man bei den Gedan-
ken, dass eine solche Person in der Versammlung
geduldet werden kann, mit Schrecken erfüllt. Sie war
die Tochter des den Götzen ergebenen Königs von
Sidon, und durch ihren Einfluss wurde Ahab ein
Knecht und Anbetung des Baal und "tat mehr, um
Jehova, den Gott Israels zu reizen, als alle Könige
von Israel, die vor ihm gewesen sind. (1. Könige
16.33.)     Sie war ein eifriger Förderer des Götzen-
dienst es in Israel, denn 850 Propheten des Baal und
 der Aschera assen an ihrem Tische. Sie wollte Elia,
den Propheten Jehovas, töten, veranlasste den

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Zeugentod Naboths (1.Kön 21) eines Mannes der
das seinen Vätern von Gott gegebene Erbe nicht auf-
geben wollte, und war der Urheber und Anstifter der
schlimmsten Bosheit, die je in Israel erlebt wurde.
Es ist gar keiner gewesen wie Ahab, der sich verkauft
hatte, um zu tun, was böse ist in den Augen Jehovas,
denn Isebel, sein Weib, reizt ihn an. Und er tat
sehr viele Gräuel, indem er den Götzen nachwandelte".
(1. Kön. 21.25 und 26.)
         Nichts konnte daher schrecklicher sein, als dass ein
solches Weib in der Versammlung geduldet
wurde, und da sie dort vorgab, für Gott zu reden:
die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt  und ver-
führt meine Knechte, Hurerei zu treiben und Götze-
nopfer zu essen.
     Aus diesen Sendschreiben geht klar und deutlich
hervor, dass die so genannte sichtbare Kirchen, d.h. der
öffentliche und verantwortliche Lichtträger, den Seelen
keine Sicherheit bietet, noch eine Gewähr für die
Wahrheit und Heiligkeit.
        Für wie viele Millionen scheinen sogar heute noch
die Lehren der Kirche und der Sakramente göttliches
Ansehen zu haben und göttliche Sicherheit zu bieten!
Wie viele glauben, dass das, was die Kirche in Lehre
und Wandel gutheisst, richtig sein muss! Wie not
tut solchen zu erwägen, dass der Herr von der Ver-
sammlung zu Ephesus sagt, sie sei gefallen --- und von
Pergamus, sie wohne da, wo der Thron Satans ist,
und habe solche, die verderbte Lehre festhalten  ---
und von Thyatira, sie dulde Isabel mit all ihren
Gräueln---  und von Sardes (Protestantismus), sie haben den Namen
dass sie lebe sei aber tot -- und von Laodicäa, Er

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werde sie aus seinem Mund ausspeien!   Kurz, das
 gesamte christliche Bekenntnis kennzeichnet äusserste
Untreue und duldet und lehrt alles was der Herr
verabscheut, so dass ihm von Seiner Seite nichts als
Gericht und gänzliche Verwerfung bevorsteht.

     Als ich so weit gekommen, wendet sich der Herr
von der öffentlichen Körper Weg, nachdem er ihn sehr
ernst und feierlich von dem unvermeidlichen Gericht
gewarnt hatte, und wendet sich an die "übrigen", die
in Thyatira sind". (Vers 24). Die ausdrückliche Aner-
kennung eines Überrestes ich doch den Herrn ist die
Nichtanerkennung der öffentlichen Körperschaft, und
das ist eine sehr ernste Sache, denn es kommt dem
Hinwegtun des Leuchters gleich.   Doch es gab solche,
die etwas besassen, was göttlichen Wert hatte, und sie
sollte es festhalten; nicht bis Isabel Busse tat--
denn das würde sie nicht tun, --- sondern bis ich
komme. Das Kommen des Herrn allein sollte der
Notwendigkeit es festzuhalten und zu überwinden ein
Ziel setzen.
        Es besteht eine unverkennbare Beziehung zwischen
 der Hurerei und dem Götzendienst die Isabel lehrte,
und der Hurerei und den Gräueln der grossen Hure
in Kapitel 17. Dort finden wir das die Könige der
Erde Hurerei mit ihr getrieben haben; sie hatte durch
 ihre Verderbtheit gesucht an der Städte, wo Christus
nur ein Kreuz und ein Grab fahren Einfluss und Macht
zu erlangen. Und dass die Kirche in der Welt, die Chri-
sto verwirft, nach politischer Macht strebt, ist das
Ungeheuerlichste, was man sich denken kann, und doch,
in welchem Umfang er hat diese Untreue die Oberhand!
Viele die Rom jeden Einfluss auf Macht absprechen

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streben eifrig danach, so viel politischen Einfluss als
möglich zu erlangen und festzuhalten; und dies ob-
schon die protestantischen Kirchen dadurch von der
Wahrheit abirrten,  dass  sie die Unterstützung der
irdischen Mächte suchten, und nicht dadurch, dass sie sie
beherrschen wollten.
       Der Platz der Kirche war es, Christo treu zu sein,
und das Licht des im Sohne in Gnade  geoffenbarten
Gottes ungetrübt im Zeugnis aufrechtzuerhalten.
Doch das würde das Zeugnis eines himmlischen
Fremdlings gewesen sein, der keinen Einfluss in der
Welt des Menschen erstrebte, sondern die Seelen von
ihr zu befreien suchte.  Denn wenn die Kirche um die ein
leidender Zeuge von einem verworfenen Christus
hätte sein sollen, einen Platz der Ehre und Oberhoheit
in einer Welt besitzt, die Christum noch verwirft, so
ist das gerade das Gegenteil von dem, was der Herr
beabsichtigte. Der Sohn Gottes wird nach Psalm 2
die Nationen zum Erdteil haben und die Enden der
Erde zum Besitztum, Er wird sie mit eisernem Zepter
zerschmettern, wie ein Topfgefäss sie zu zerschmeissen;
doch das geschieht erst am Tag der Zukunft. Es kann
keine grössere Entstellung der Wahrheit geben, als dass
die Kirche da öffentlich in Ehren ist, wo Christus litt
und starb, und auch keinen grösseren Betrug der Welt
gegenüber.
     Christus Selbst ist der Morgenstern des Tages
der Herrlichkeit, und in dieser gesegneten Weise wird
Ih der Überwinder in Thyatira erkennen. Der Tag
der Herrlichkeit wird kommen, und dann wird dem
Überwinder" Gewalt über die Nationen" gegeben; er
wird mit Christo herrschen, wenn Christus herrscht;

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Doch solange Christus leidet und verworfen ist, ist es
sein Vorrecht, Dessen Leiden und Verwerfung zu
teilen. Der Morgenstern ist nicht ein in öffentlicher
und geoffenbarter Herrlichkeit scheinender Christus;
dieser Gedanke steht in Verbindung mit der Sonne
der Gerechtigkeit.    Der Morgenstern stellt Christum
als Den dar, der, obschon Er von der schlafenden
Kirche nicht gesehen und von der verderbten Kirche
nicht gekannt wird (weil diese damit beschäftigt ist, sich
selbst da zu verherrlichen, wo Christus ein Kreuz
hatte), doch von dem Überwinder und der Vorbote des
Tages des Herrlichkeit aufs innigste geliebt wird.
       Der Überwinter ist von dem erfüllt, was kommt,
Er kennt dessen Wesensart und freut sich dessen Hold-
seligkeit, weil der Morgenstern in seinem Herzen auf-
gegangen ist; alles, was er in Jesus kennengelernt hat,
wird hervorstrahlen und die Erde mit seiner Herrlich-
keit erfüllen. Bedenken wir, was den Tag der Zu-
kunft kennzeichnen wird: die Herrschaft des Gesalbte
Gottes, unter der all Gottlosigkeit verurteilt und
aus Dessen Reiche verbrannt ist dagegen Gerechtig-
keit und Frieden aufgerichtet sind: die Versammlung,
Seine Braut, den Gegenstand seiner Liebe (in der
Er Sich Selbst für sie hingab und sie heiligste und
reinigte durch die Waschung mit Wasser durch das
Wort), hat Er Sich Selbst verherrlicht dargestellt ohne
jede Spur der Unvollkommenheit und des Vorfalls
(Epheser  5.  25-27)  sie sollte mit ihm herrschen, um den
wohltätigen Einfluss alles dessen auszustrahlen, was
sie bei Ihm durch den Geist in jenen Tagen gelernt
hatte, da Er  doch in den Himmeln verborgen war.
Die Herrlichkeit Gottes, wie sie in Seinen geliebten

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Sohne geoffenbart wurde, sollte in der Versammlung
als der himmlischen Stadt hervorstrahlen; alles das
ist dem Herzen dessen, der den Morgenstern hat eine
lebendige Wirklichkeit.
      Auch wenn die Versammlungen treu geblieben
wären, so würden immer einige Züge der Nacht vor-
handen gewesen sein; doch so haben wir nun noch den
betrübenden Zug der Versammlungsverderbtheit.
Welch eine Ermutigung und Freude aber ist es für
den Überwinder, inmitten der ihn umgebenden Fin-
sternis den Morgenstern zu haben! In der Versamm-
lung zu Thyatira können wir gleichsam die dunkelste
Stunde der Nacht  erkennen; doch in dunkelsten Augen-
blicke wird Christus dem treuen Herzen der lichte
Vorbote des kommenden Tages.
         Wenn er seine Heiligen den Sohn Gottes in
ihrem Herzen kennen, so werden sie vor dem Einfluss
des Götzendienst Isabels bewahrt, denn ER "ist der
wahrhaftige Gott und das ewige Leben" (1. Joh 5.
20.) Der "Morgenstern" bringt das Herz von jedem
Gedanken gegenwärtiger Weltherrlichkeit ab und
richtet sein Verlangen und Hoffen auf Den, der da
kommt und den Tag der Herrlichkeit einführt. Chri-
stum in dieser zweifachen Weise zu kennen, kennzeichnet
den Überwinder in Thyatira. Und auch wir sollten
ihn so kennen, um von alleine und Treue und Verderbt
heit die wir daselbst sehen bewahrt zu werden; denn
unsere Herzen neigen von Natur zum Götzendienste
und trachten nach etwas Ansehen und Ehre in der
Welt. Es gibt in der Tat nicht ein Übel in der
Christenheit, dessen Keim wir nicht in unseren Herzen
entdecken können.   Es ist sehr wohl möglich, die volle

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Entwicklung all dieses Bösen in der Geschichte der
Kirche zu brandmarken, ohne die geheime Wurzel da-
von wirklich in uns selbst zu richten.
    All dieses Böse kommt daher, dass man den Men-
schen nach dem Fleische Raum gibt. Damit räumen
wir dem einen Platz ein, worauf Satan wirken, und
das er durch Dinge verführen kann, wieso der Mensch
von Natur liebt. Es gibt Einflüsse die eine grosse
Gewalt über die religiösen Empfindungen des natür-
lichen Menschen ausüben, und wir sind alle fähig, der-
artigen und einen gewissen Platz einzuräumen. Doch
wenn der Sohn Gottes für uns ist, so haben wir einen
Menschen von ganz und gar anderer Ordnung
vor Augen, nämlich einen, der ausserhalb des Todes
ist und andere lebendig zu machen vermag, so dass sie
geistlich mit Ihm leben, als solche die mit Ihm ver-
einigt sind und nicht von der Welt sind, gleichwie ER
nicht von der Welt ist. Der im Herzen aufgehende
Morgenstern (2. Pet.1.19) verbindet die Zunei-
gungen mit allem, was den kommenden Tage ange-
hört: und das ist ungemein wichtig, wenn wir von den
tausenderlei heimtückischen sittlichen Einflüssen, die
dem Tage des Menschen angehören, bewahrt werden
sollen


 



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