Home Begriffserklärunge
Syngrammata
Lehre
auf Youtube
Neben der Schrift
Fakten zur Bibel
Youtube komplett
Übersicht
Fragen zu 2. Mose 13
für eine Bibelstunde. Sie eignen sich gut zur
Gesprächsanregung, persönlichen Anwendung und zum tieferen Bibelverständnis.
Der Fokus liegt auf den Themen
Erlösung, Erinnerung, Gehorsam und Gottes Führung.
Was will Gott damit zeigen? Welche Verbindung gibt es zur Errettung Israels aus Ägypten?
12,1 der HERR redete. Die Anweisungen für das Passah (V. 1-20) wurden höchstwahrscheinlich ebenfalls während der dreitägigen Finsternis erteilt,
um Israel völlig auf das große Finale vorzubereiten – den Auszug aus Ägypten. im Land.
Als Israel später in der Wüste war, wies Mose darauf hin und schrieb (23,14-17; 5Mo 16,1-8),
dass die detaillierten Anweisungen für diese sehr besonderen Festtage in Israels geistlichem Kalender anders waren
als die Anweisungen für andere besondere Tage, die alle nach dem Auszug aus Ägypten eingeführt wurden.
Diese Festtage, das Passah, waren unauflöslich mit den Ereignissen des Exodus verbunden, und diese Verbindung sollte
nie in Vergessenheit geraten. Sie wurde untrennbar in Israels Tradition integriert und haben stets an den Tag der Erlösung aus Ägypten erinnert.
Gibt es eine tiefere geistliche oder symbolische Bedeutung dahinter?
Dieser Monat. Der Monat Abib (März/April) wurde durch Gottes Verordnung der Anfang des geistlichen Kalenders und markierte den Beginn von Israels Leben als Nation.
Später in Israels Geschichte, nach der babylonischen Gefangenschaft, wurde der Abib zum Nisan (vgl. Neh 2,1; Est 3,7).
Warum legt Gott so großen Wert auf das Erinnern?
12,3-14 Zu den Anweisungen für das Passah gehörten auch die Details, welche Tiere auszuwählen sind,
wann geschlachtet und was mit dem Blut getan werden sollte, wie das Fleisch zu kochen ist,
was mit den Resten zu geschehen hat, wie man sich für das Mahl kleiden sollte, wa-
rum es »in Eile« gefeiert wurde und was das vergossene Blut bedeutete.
12,5 Dieses Lamm aber soll makellos sein. Eine junge Ziege war ebenfalls möglich.
Jeder Makel machte das Tier ungeeignet, ein reines, angenehmes Opfer für Jahwe zu sein.
Warum ist Sauerteig ausgeschlossen?
12,6 zur Abendzeit. Wörtl. »zwischen den zwei Abenden«.
Da der neue Tag bei Sonnenuntergang begann, sollte das Lamm vor Sonnenuntergang geopfert werden,
solange es am 14. des erstens Monats noch Tag war.
»Abendzeit« kann so verstanden werden, dass damit entweder die Zeit zwischen Sonnenuntergang und dem Einbruch
der Dunkelheit gemeint ist, oder vom Niedergang der Sonne bis zu ihrem Untergang.
Später schrieb Mose als Opferzeit vor: »Wenn die Sonne untergeht« (5Mo 16,6).
Josephus zufolge war es seinerzeit Brauch, das Lamm etwa 15.00 Uhr am Nachmittag zu schlachten.
Um diese Tageszeit starb Christus, das Passahlamm der Christen (1Kor 5,7),
am Kreuz (Lk 23,44-46).
12,9 nichts davon roh essen.
Ein Verbot mit gesundheitlicher Bedeutung, das sie auch von den Heidenvölkern unterschied, die bei ihren sakralen Festen oft rohes Fleisch aßen.
Ist das nur symbolisch gemeint? Was bedeutet das im täglichen Leben?
Was sagt das über Gottes Führung im Leben der Gläubigen aus?
Welche Bedeutung hat dieser scheinbar „kleine“ Hinweis?
Was lehrt uns das über Gottes Gegenwart und Führung heute?
Was gehört uns – was gehört Gott?
Welche Parallelen gibt es zwischen der „Auslösung“ in 2. Mose 13 und dem Erlösungswerk Christi?
2. Mose 13 – Zehn Fragen mit Antwortimpulsen
1. Was bedeutet es, dass „alle Erstgeburt dem HERRN geheiligt“ ist (V. 2)?
💬 Antwortimpuls: Die Erstgeburt gehört Gott, weil er in Ägypten die Erstgeburt der Israeliten verschont hat. Es ist ein Zeichen der Erinnerung und Anerkennung seiner Erlösung. Auch zeigt es, dass das Leben letztlich Gott gehört.
2. Warum wird gerade die Erstgeburt geopfert oder ausgelöst (V. 12–13)?
💬 Antwortimpuls: Die Auslösung erinnert daran, dass Israel durch den Tod des Erstgeborenen Ägyptens gerettet wurde. Das Opfer (oder der Ersatz) zeigt: Leben wird durch Stellvertretung bewahrt – eine Vorausschau auf Christus.
3. Welche Rolle spielt die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten in diesem Kapitel (z. B. V. 3, 9, 16)?
💬 Antwortimpuls: Israel soll nicht vergessen, dass die Rettung allein durch Gottes Hand geschah. Die Erinnerung bewahrt vor Stolz und treibt zur Dankbarkeit und Treue.
4. Wie hängt das Fest der ungesäuerten Brote (V. 6–10) mit der Erlösung zusammen?
💬 Antwortimpuls: Es symbolisiert den raschen Aufbruch ohne Hefe (= Sünde, alte Natur). Es ist ein Bild der Heiligung nach der Erlösung: kein Raum für das „alte Leben“.
5. Was bedeutet es, dass dies „wie ein Zeichen an deiner Hand und ein Erinnerungszeichen zwischen deinen Augen“ sein soll (V. 9, 16)?
💬 Antwortimpuls: Es soll das Denken (Augen) und Handeln (Hand) prägen. Ein Leben unter dem Eindruck der Erlösung beeinflusst alles – nicht nur äußerlich, sondern im Innersten.
6. Warum führt Gott Israel nicht den kürzesten Weg durch das Land der Philister (V. 17–18)?
💬 Antwortimpuls: Gott kennt die Schwachheit seines Volkes. Er führt weise und schützt vor zu großen Prüfungen. Manchmal ist der „Umweg“ der Weg des Wachstums und Schutzes.
7. Wie zeigt sich in Vers 19 (Josefs Gebeine) der Glaube an Gottes Verheißungen?
💬 Antwortimpuls: Josef glaubte, dass Gott Israel ins verheißene Land führen würde (Hebr. 11,22). Seine Gebeine sind ein Zeugnis für den Glauben an Gottes Treue – auch über Generationen hinweg.
8. Welche geistliche Bedeutung haben die Wolken- und Feuersäule in Vers 21–22?
💬 Antwortimpuls: Sie sind Zeichen für Gottes beständige Gegenwart, Führung und Schutz – bei Tag (Wolke) wie bei Nacht (Feuer). Christus ist heute unsere „Säule“, durch den Geist wohnt Gott bei uns (Joh 14,16–18).
9. Was offenbart dieses Kapitel über Gottes Gedanken zu Erstlingsrechten, Eigentum und Verantwortung?
💬 Antwortimpuls: Gott beansprucht das Erste und Beste – als Ausdruck seiner Würde und Herrschaft. Alles gehört ihm; der Mensch ist Verwalter, nicht Eigentümer.
10. Wie kann dieses Kapitel unser Verständnis des neutestamentlichen Opfers Jesu Christi vertiefen?
💬 Antwortimpuls: Christus ist der Erstgeborene (Kol. 1,18), der für uns geopfert wurde, damit wir leben. Die „Auslösung“ der Erstgeburt ist ein Bild für seine stellvertretende Erlösung am Kreuz.
13,2-10 Weitere Erklärungen verbanden ihren Aufbruch mit den göttlichen Verheißungen, dass sie in ein neues Land einziehen und dort wohnen werden. Dort würden sie dieses Auszugs durch das jährliche Abhalten dieses 7-tägigen Festes gedenken. Auch hier darf der pädagogische Zweck nicht übersehen werden (V. 8.16).
13,2 Heilige mir alle Erstgeburt! Da die Erstgeburt sowohl der Menschen als auch der Tiere Israels von der zehnten Plage nicht angetastet worden war, war es angemessen, dass diese Erstgeburt nun für Gott abgesondert wurde. Man beachte die abschließende Betonung: »Das gehört mir!« Darauf folgten weitere Anweisungen über das Gesetz der männlichen Erstgeburt, die gelten sollten, sobald sie an ihrem Zielort waren (V. 11-16). Dieser Befehl Gottes war eng verbunden mit dem Tag des Aufbruchs (12,51: »an eben diesem Tag«) und dem Fest der ungesäuerten Brote (V. 3: »an diesen Tag«, und V. 4: »Heute … im Monat Abib«). S. Lk 2,7, wo Christus als Erstgeborener von Joseph und Maria bezeichnet wird.
13,8 an mir … als ich. Der ersten Generation, die den Exodus miterlebte, gehörte eine persönliche Anwendung von Gottes Wirken. Spätere Generationen konnten nur sagen: »für uns, als wir …« im Sinne von »unsere Nation«. Dabei ging jedoch nicht die Bedeutung dessen verloren, wie Gott einen solch wichtigen Tag in der Geschichte der Nation herbeigeführt hatte. Man beachte auch die persönliche Anwendung des Gesetzes der Erstgeburt (V. 15: »opfere ich …, alle Erstgeburt meiner Söhne aber löse ich«).
13,9 Spätere Generationen übertrugen diesen bildhaften und sprichwörtlichen Ausdruck (vgl. Spr 3,3; 6,21) mit den buchstäblichen Gebetskästchen – den Phylasterien. Das waren kleine lederne Kästchen, die mit Riemen auf den linken Arm und auf die Stirn befestigt wurden. Sie enthielten vier Pergamentstreifen, auf denen bestimmte Worte aufgeschrieben waren (13,1-16; 5Mo 6,4-9; 11,13-21). Das Bild, das diese sprichwörtliche Ausdrucksweise beschreibt, bedeutete, dass sie sich verhalten sollten wie jemand, der sich genau daran erinnerte, was das Gesetz Gottes von ihm verlangte. Jahwe, der sie gerettet hatte, hatte ihnen auch die Maßstäbe fürs Leben erteilt!
13,12.15 S. Lk 2,23.
13,17 auf die Straße durch das Land der Philister. Wer von Ägypten aus nach Osten oder Nordosten reiste, hatte zwei gute Wege zur Auswahl: »Die Straße des Meeres« oder »die Straße von Sur«. Die erste Route, die direkte und kürzeste, war gesäumt von ägyptischen Festungen, von wo aus An- und Abreisen nach und von Ägypten be-obachtet wurden. Das ein wenig weiter nördlich gelegene philistäische Territorium bedeutete ebenfalls eine militärische Bedrohung. Wegen der mangelnden Kampfbereitschaft auf Seiten Israels kam die erste Option nicht in Frage, und so wählte Gott die zweite Route (V. 18; 15,22). Jedenfalls hatte Gott Mose gesagt, er solle das Volk zum Horeb bzw. Sinai führen, dem Berg Gottes (3,1), und nicht auf direktem Wege nach Kanaan (3,12).
13,18 am Schilfmeer. Oder vielleicht »Papyrus-Sumpf«. Das ist eine alternative Bezeichnung für das Rote Meer, die mit dem hebr. Wort besser übereinstimmt. Weil es so schwierig ist, die genaue Lage von anderen Orten zu bestimmen, die im Zusammenhang mit der Überquerung des Roten Meeres erwähnt werden (s. 14,2), ist der tatsächliche Ort der Überquerung sehr umstritten. Vier Auffassungen von der geografischen Lage sind verbreitet: 1.) die nordöstliche Nildelta-Region – aber das wäre »die Straße des Meeres« und keine drei Tagesreisen von Mara entfernt gewesen (15,22.23), 2.) am Nordende des Golfs von Suez – aber das würde ausschließen, dass sie von dort in die Wüste Sur zogen (15,22), 3.) in der Umgebung des Sees Timsa bzw. dem südlichen Ausläufer des heutigen Sees Menzale – das ist jedoch wahrscheinlich mehr als drei Tagereisen von Mara und 4.) in der Region der Bitterseen, was hinsichtlich von Geografie und Zeit keine Konflikte wie die anderen Möglichkeiten mit sich brächte.
13,19 Gebeine Josephs. In Erfüllung ihrer feierlich gelobten Pflicht und Verantwortung (1Mo 50,24-26), nahmen die Israeliten Josephs Sarg mit. Etwa 360 Jahre früher hatte er die Zeit vorausgesehen, wenn Gott den Exodus vollführen würde. Seine Anweisungen bezüglich seiner Gebeine, die ins Gelobte Land gebracht werden sollten, zeigen nur, wie gewiss er sich war, dass Israel nach Kanaan ausziehen würde (vgl. 1Mo 50,24-26; Hebr 11,22). Nach den Jahren der Wüstenwanderung wurden Josephs Überreste in Sichem beigesetzt (Jos 24,32).
13,20 Etam, am Rand der Wüste. Der hebr. Name dieses Ortes ist womöglich eine Transliteration des ägyptischen Khetem, was »Festung«
bedeutet.
Eine Reihe von Festungen (s. Anm. zu V. 17) erstreckte sich vom Mittelmeer bis zum Golf von Suez. Auch wenn die Stätte unbekannt bleibt und ihre Lage nicht exakt bestimmt werden kann, war es sicherlich ein Ort, der im Osten Ägyptens an die Wüste grenzte.
13,21 Wolkensäule … Feuersäule. Durch diese Mittel leitete Gott das Volk. Es war eine einzige Säule, die bei Tag eine Wolke war und bei Nacht ein Feuer (vgl. 14,24) und mit dem Engel des Herrn (14,19; 23,20-23) bzw. dem Engel der Gegenwart Gottes (Jes 63,8.9) verbunden war. S. Anm. zu 3,2. Das war die Säule, von welcher der Herr auch zu Mose sprach (33,9-11).