Lied 141

Die Anrede verbindet Gottes Heiligkeit und seine Vaterschaft – eine typisch neutestamentliche Offenbarung:
„Heilig, heilig, heilig ist Jehova Zebaoth“ (Jes 6,3)
„Vater unser, der du bist in den Himmeln“ (Mt 6,9)
„durch ihn haben wir den Zugang in einem Geist zu dem Vater“ (Eph 2,18)
Die Gläubigen dürfen in der Anbetung
nahe vor Gott treten, wie es im
AT keinem Menschen möglich war.
Hebr 10,19: „Da wir nun Brüder durch das
Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum…“
Christus ist der einzig mögliche Zugang:
Joh 14,6: „Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.“
1Pet 2,5: „…um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlgefällig durch Jesus Christus.“
Anbetung ist immer durch Christus, in Christus, in der Kraft des Geistes, an den Vater gerichtet.
Eine Anspielung an die Auserwählung:
Eph 1,4: „wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt.“
1Kor 1,27–28: Gott hat „das Schwache und das Törichte“ erwählt.
Dass Gott „aus Sündern“ Menschen erwählt, ist Ausdruck reiner Gnade.
Die neue Geburt ist das grundlegende Werk des Geistes:
Joh 3,5–7: „Ihr müsst von neuem geboren werden.“
Tit 3,5: „der uns errettet hat … durch Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.“
Hier ist die
trinitarische Anbetung
sichtbar:
Vater erwählt – Sohn öffnet den Weg – Geist wirkt die neue Geburt.
„Für und für“ = für immer, unabänderlich.
Eph 3,21: „Ihm sei die Herrlichkeit … von Ewigkeit zu Ewigkeit!“
Ps 29,1–2: „Gebet Jehova Ehre und Stärke!“
Anbetung ist zeitlos; sie wird in Ewigkeit weitergehen.
Ein Blick auf die kommenden Herrlichkeiten – besonders die Vielvölkeranbetung vor dem Thron:
Offb 7,9–10: „aus jeder Nation und Stämmen … standen vor dem Throne und sprachen: Das Heil unserem Gott…“
Phil 2,10–11: „jedes Knie wird sich beugen… und jede Zunge bekennen.“
Die Gemeinde schaut im Lied voraus auf das baldige gemeinsame, weltumspannende Lob.
Gott ist „erhaben“ (Ps 97,9) und „würdig, gepriesen zu werden“ (Ps 18,4).
Schon jetzt, in der Zeit der Schwachheit, ist das Lob der Gläubigen gefordert:
Ps 34,2: „Ich will Jehova loben allezeit.“
Hebr 13,15: „Lasst uns Gott nun ein Opfer des Lobes darbringen durch ihn, allezeit.“
Die Heiligen stimmen heute bereits in das Lob ein, das einmal vollkommen sein wird.
Alles Lob des Vaters ist gebunden an den Sohn:
Eph 1,6: „zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, womit er uns begnadigt hat in dem Geliebten.“
Joh 17,1: „Vater, verherrliche deinen Sohn, damit dein Sohn dich verherrliche.“
Wir sind „in Christus“ in die Stellung vor dem Vater erhoben worden.
Die Gläubigen haben Zugang bis zum Thron Gottes:
Hebr 4,16: „Lasst uns hinzutreten zum Throne der Gnade.“
Offb 4 zeigt den Thron in Majestät — und doch dürfen die Erlösten nahe sein.
Unsere Nähe ist „heilig“, nicht natürlich; sie ist geschenkte Stellung, nicht menschliche Erfahrung.
Das entspricht vielen Doxologien des NT:
Jud 24–25: „Ihm sei Herrlichkeit … sowohl jetzt als auch in Ewigkeit.“
Ps 113,1–3: „Gelobt sei der Name Jehovas von nun an bis in Ewigkeit!“
Gottes Name ist Ausdruck seines Wesens; ihn zu ehren heißt, ihn in seinem ganzen Offenbarungscharakter zu verherrlichen.
Eine schöne Zusammenfassung:
Offb 7,12: „Amen! Die Segnung und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung… sei unserem Gott… Amen!“
„Heil“ meint Rettung, Bewahrung, Heilsfülle – letztlich Gott selbst ist das Heil (Ps 27,1).
Das „Amen“ ist die bekräftigende Zustimmung des Glaubens.
Dieses Lied ist eine tiefe, trinitarische Anbetung:
Zum Vater gerichtet,
durch den Sohn ermöglicht,
im Geist gewirkt.
Es führt von der Auserwählung über die Wiedergeburt hin zur himmlischen Anbetung, die schon jetzt beginnt, aber in der kommenden Herrlichkeit vollkommen sein wird.
Zentrale Themen:
Zugang zum Vater (Hebr 10,19)
Gemeinschaft im Sohn (Eph 1,6)
Wiedergeburt im Geist (Tit 3,5)
Himmlischer Thron (Hebr 4,16)
Ewiger Lobpreis (Offb 7,9–12)