Menschen ohne Mutter
Immer wieder begegnen uns im Neuen
Testament Menschen, die weder biologisch noch genetisch eine Mutter
haben. Diese Menschen werden auch immer wieder mit einander verglichen
und gegenüber gestellt. Dabei stellt uns die Bibel auf beeindruckende
Weise vor, dass jeder lebende Mensch, der natürlich sowohl biologisch
und genetisch eine Mutter hat einem Menschen ohne Mutter entspricht.
Wenn man unter bibelgläubigen
Menschen die Frage stellt, welcher Mensch denn keine Mutter hat, dann
erhält man ziemlich sicher die Antwort: „Adam“!
·
„Und Gott schuf den Menschen in
seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; Mann und Frau schuf er sie.“
1. Mose 1,27
·
„Und Gott der HERR bildete den
Menschen, Staub vom Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des
Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.“ 1. Mose 2,7
Die erhaltene Antwort entspricht
also durchaus dem, was uns die Bibel mitteilt und der Antwort Gebende
bringt erst einmal zum Ausdruck, dass er dem Wort Gottes glaubt.
An dieser Stelle wollen wir aber
festhalten, dass Gott uns hier schon ein wichtiges Prinzip mitteilt. Wer
ein Mensch ist und ob jemand Mensch ist, entscheidet allein Gott. Wir
lernen weiter in der Bibel, dass der Adam aus 1. Mose 1 und 2 der „erste
Mensch“ ist und er ist vom Staub.
·
„So steht auch geschrieben: Der
erste Mensch, Adam, wurde eine lebendige Seele; der letzte Adam ein
lebendig machender Geist.“ 1. Kor. 15,45
·
„Der erste Mensch ist von der
Erde, von Staub; der zweite Mensch vom Himmel.“ 1. Kor. 15,47
Also, wir haben einen ersten
Menschen, dieser ist vom Staub und Gott hat gesagt, dass er Mensch ist.
Niemand kommt auf die Idee, die Menschheit des ersten Menschen von
irgendjemand anderem herzuleiten als von Gott.
Nun haben wir in 1. Kor. 15,47
schon festgestellt, dass es da noch einen zweiten Menschen gibt, der
auch in 1. Kor. 15,45 schon der letzte Adam genannt wird. Dieser zweite
Mensch ist vom Himmel. Wir haben oben schon festgehalten, dass Gott uns
bereits auf den ersten Seiten der Bibel ein wichtiges Prinzip mitteilt,
nämlich wer ein Mensch ist, dass bestimmt Gott. Bei allen anderen
Geschöpfen war das anders, sie wurden zu Adam gebracht und Adam gab
ihnen Namen.
·
„Und Gott der HERR bildete aus
dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er
brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und
wie irgend der Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein
Name sein.“ 1. Mose 2,19
Das ist schon ein ziemlich
beeindruckender Vorgang. Gott bestimmt wer Mensch ist und das der Mensch
- Mensch, nämlich Adam, heißt, aber dann bestimmt Adam, wie jedes
lebendige Wesen heißen sollte.
Jetzt tritt der zweite Mensch, der
letzte Adam in diese Schöpfung ein. Dieser ist nicht gemacht und vom
Staub wie der erste Mensch, sondern dieser ist gezeugt (Ps. 2,7; Apg.
13,33; Hebr. 1,5; Hebr. 5,5) und Gott sagt ganz einfach,
dass
ER der Mensch vom
Himmel ist. Gott hat auch in seinem Wort ganz deutlich dafür gesorgt,
dass er entscheidet wie dieser zweite Mensch, der letzte Adam heißt.
·
„Sie wird aber einen Sohn
gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen; denn er wird sein Volk
erretten von ihren Sünden.“ Matt. 1,21
·
„und siehe, du wirst im Leib
empfangen und einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus
nennen.“ Luk. 1,31
Es haben sich viele erdreistet,
genau dies nicht zu glauben sondern sich selbst ein Urteil anzumaßen,
woher denn der Herr Jesus seine Menschheit habe. Selbst solche, die
behaupten bibeltreu und durch das Blut des Heilands gerettet zu sein,
meinen, die Jungfrau Maria hätte einen, wie auch immer gearteten Anteil
an seiner Menschheit. Ein solcher Gedanke, auch der Gedanke der so
genannten unbefleckten Empfängnis, ist der Bibel völlig fremd.
Der
Herr Jesus ist der Mensch vom Himmel, Gott hat es in seinem Wort so
gesagt, und die Jungfrau Maria, die ein sündiger Mensch vom Staube war,
war nichts anderes als das Vehikel, durch das der Mensch vom Himmel in
diese Schöpfung eingetreten ist. Die jungfräuliche Geburt ist für jeden
ein Glaubensprüfstein. Wenn jemand meint, Jesus sei im biologisch
genetischen Sinn Sohn der Jungfrau Maria, dann kann jemand, der dies
glaubt nicht gerettet werden. Wenn Maria irgendeinen Anteil an der
Menschwerdung des Herrn Jesus gehabt hätte, er also so eine Art halber
Mensch vom Staube und halber Mensch vom Himmel wäre, dann wäre das Blut
des Herrn von dieser Schöpfung und Errettung wäre unmöglich.
Die Bibel ist voll von Hinweisen
darauf, dass der Herr Jesus nämlich überhaupt nicht von dieser
Schöpfung, also nicht von dieser Welt ist. Sowohl in den Psalmen als
auch in den Sprüchen geht es schon um die Frage, wie man denn
hinaufsteigen kann in den Himmel.
·
„Du bist aufgefahren in die
Höhe, du hast die Gefangenschaft gefangen geführt; du hast Gaben
empfangen im Menschen, und selbst für Widerspenstige, damit Jah, Gott,
eine Wohnung habe.“ Psalm 68,19
·
„Wer ist hinaufgestiegen zum
Himmel und herabgekommen? Wer hat den Wind in seine Fäuste gesammelt,
wer die Wasser in ein Tuch gebunden? Wer hat alle Enden der Erde
aufgerichtet? Was ist sein Name, und was der Name seines Sohnes, wenn du
es weißt?“ Sprüche 30,4
Gerade aus Sprüche 30 lernen wir,
dass der Hinaufsteigende auch herabgestiegen ist. Der Herr Jesus
erläutert diese Frage auch mit Nikodemus in Johannes 3, wir finden den
Gedanken in Römer 10,6 und auch in Epheser 4,8-9 wieder. Immer geht es
darum, dass jemand von außerhalb dieser Schöpfung in diese Schöpfung
hineinkommt, herabsteigt.
Bei dieser Tatsache handelt es sich
um ein entscheidendes Element in der Frage der Errettung von Menschen
aus dieser Welt. Der Herr Jesus macht deutlich, dass es ein
Glaubensmoment im Leben von Menschen gibt, da findet der Vater in dem
Menschen einen Grund ihn zu lieben.
·
„denn der Vater selbst hat euch
lieb, weil ihr mich lieb gehabt und geglaubt habt, dass ich von Gott
ausgegangen bin.“ Joh. 16,27
Der Vater liebt die, die glauben,
dass der Herr Jesus von Gott ausgegangen ist. Wir haben hier nicht
anderes vor uns, als dieses Hinabsteigen in die Schöpfung. Nur wenn ich
an den Herrn Jesus so glaube, dann habe ich Blut zu meiner Vergebung,
welches nicht von dieser Schöpfung ist. Blut eines Menschen vom Staube
kann nur nach Rache schreien.
·
„Und er sprach: Was hast du
getan! Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden
her. Und nun, verflucht seist du vom Erdboden weg, der seinen Mund
aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!“
1. Mose 4,10-11
Abels Blut ist wohl das gerechteste
Blut eines Menschen vom Staube, welches vergossen wurde. Aber es kann
nur nach Rache schreien. Das Blut Christi aber spricht den gerecht, der
dieses Blut für sich als persönliches Sühnemittel in Anspruch nimmt. Es
ist das Blut des Menschen vom Himmel, dieses Blut ist nicht von dieser
Welt.
·
„in dem wir die Erlösung haben
durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner
Gnade,“ Eph. 1,7
·
„und durch ihn alle Dinge mit
sich zu versöhnen " indem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines
Kreuzes", durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in
den Himmeln.“ Kol. 1,20
·
„Darum hat auch Jesus, damit er
durch sein eigenes Blut das Volk heiligte, außerhalb des Tores
gelitten.“ Hebr. 13,12
Der Herr Jesus macht auch sonst
immer wieder deutlich, dass er nicht von dieser Schöpfung, sprich nicht
von dieser Welt ist.
·
„Und er sprach zu ihnen: Ihr
seid von dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von
dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.“ Joh. 8,23
·
„Ich habe ihnen dein Wort
gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind,
wie ich nicht von der Welt bin.“ Joh. 17,14
·
„Sie sind nicht von der Welt,
wie ich nicht von der Welt bin.“ Joh. 17,16
Nur auf dieser Basis macht die
Betonung Sinn, dass Christus, wie wir oben schon gesehen haben, mit
seinem eigenen Blut gekommen ist.
·
„auch nicht mit Blut von Böcken
und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ist ein für alle Mal in das
Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte.“ Hebr.
9,12
Für uns sind die Parallelen, aber
auch die Unterschiede zwischen Adam und Christus von außerordentlicher
Bedeutung. In beiden Fällen treffen wir auf Menschen, die ihr Menschsein
nicht von einer Mutter ableiten, sondern bei denen Gott einfach sagt:
„Er ist Mensch!“
Adam ist der Mensch vom
Staub und Christus ist der Mensch vom Himmel!
Abraham der unser aller Vater ist!
Im zweiten Teil von Römer 5 finden
wir die Gegenüberstellung dieser beiden Menschen „ohne“ Mutter. Bereits
in Römer 4 wird deutlich, dass alle Gerechtfertigten Abraham zum Vater
haben.
·
„Darum ist es aus Glauben, damit
es nach Gnade sei, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft fest
sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams,
der unser aller Vater ist (wie geschrieben steht: ?Ich habe dich zum
Vater vieler Nationen gesetzt) vor dem Gott, dem er glaubte, der die
Toten lebendig macht und das Nichtseiende ruft, wie wenn es da wäre; der
gegen Hoffnung auf Hoffnung geglaubt hat, damit er ein Vater vieler
Nationen würde, nach dem, was gesagt ist: ?So wird deine
Nachkommenschaft sein.“"Römer 4,16-18
Der Gedanke der Vaterschaft
Abrahams zieht sich durch einen großen Teil des Römerbriefes. Er beginnt
in Römer 4 und der Gedanke zieht sich durch bis Römer 11. Wir finden
aber diesen Gedanken auch in besonderer Form im zweiten Teil von Römer
5. Dort wird deutlich, dass nur solche Abraham zum Vater haben, die auch
das Bild des Menschen vom Himmel tragen werden, darum scheint es
sinnvoll zu sein, sich Römer 5,12-21 noch einmal aus diesem Blickwinkel
anzusehen.
Bevor wir uns dem Abschnitt von
Römer 5 zuwenden wollen wir noch einen kurzen „Ausflug“ in das
Johannesevangelium machen, denn auch dort wird uns gezeigt, dass Abraham
in einer besonderen Beziehung zum Herrn Jesus steht.
·
„Ich weiß, dass ihr Abrahams
Nachkommen seid; aber ihr sucht mich zu töten, weil mein Wort keinen
Raum in euch findet.“ Joh. 8,37
·
„Ihr seid aus dem Vater, dem
Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Er war ein
Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, weil keine
Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem
Eigenen, denn er ist ein Lügner und ihr Vater.“ Joh. 8,44
·
„Abraham, euer Vater,
frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute
sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt
und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich
sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.“ Joh. 8,56-58
Wir haben bereits weiter oben
gesehen, dass der Herr den Juden unter anderem in Joh. 8 deutlich macht,
dass er nicht von dieser Welt ist. In Hebräer 11 wird deutlich, dass
Abraham Fremdling und ohne Bürgerrecht auf der Erde war und das Abraham
die Stadt erwartete, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer
Gott ist. Abraham hat deutlich gezeigt, dass er nicht zu dieser Welt
gehörte. Ebenso wie der gerechte Abraham nicht zu dieser Welt gehörte,
gehören alle Gerechtfertigten nicht zu dieser Welt, darum betont der
HERR dies so ausdrücklich in seinem Gebet in Johannes 17.
Römer 5,12-21
„Darum, so wie durch einen Menschen
die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und so
der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt
haben (denn bis zu dem Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird
nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz da ist. Aber der Tod herrschte von
Adam bis auf Mose, selbst über die, die nicht gesündigt hatten in der
Gleichheit der Übertretung Adams, der ein Vorbild des Zukünftigen ist.
Ist nicht aber wie die Übertretung so auch die Gnadengabe? Denn wenn
durch die Übertretung des einen die vielen gestorben sind, so ist viel
mehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade, die durch den einen
Menschen, Jesus Christus, ist, zu den vielen überströmend geworden. Und
ist nicht wie durch einen, der gesündigt hat, so auch die Gabe? Denn das
Urteil war von einem zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen
Übertretungen zur Gerechtigkeit. Denn wenn durch die Übertretung des
einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die,
welche die Überfülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen,
im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus): also nun, wie es
durch eine Übertretung gegen alle Menschen zur Verdammnis gereichte, so
auch durch eine Gerechtigkeit gegen alle Menschen zur Rechtfertigung des
Lebens. Denn so wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen
in die Stellung von Sündern gesetzt worden sind, so werden auch durch
den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten gesetzt
werden. Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die Übertretung
überströmend würde. Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die
Gnade noch überreichlicher geworden, damit, wie die Sünde geherrscht hat
im Tod, so auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben
durch Jesus Christus, unseren Herrn.“
Wir finden in diesem Abschnitt,
dass ein Mensch entweder zu dem Typ „erster Adam“ gehört oder er gehört
zu dem Typ „letzter Adam“. Jeder, der nicht geglaubt hat, dass der Herr
Jesus von Gott ausgegangen ist, der nicht Vergebung seiner Sünden durch
das Blut des Menschen vom Himmel hat, gehört noch zu dem Typ „erster
Adam“. Durch diesen einen (ersten) Menschen ist die Sünde mit allen
Konsequenzen in die Welt gekommen. Von dem Augenblick an, wo Adam die
Sünde in die Welt gebracht hat, konnte Adam zur Abschaffung der Sünde
als Natur und zur Abwendung der Folge der Sünde nichts beitragen.
<Adam ist die Krone der Schöpfung
gewesen und Adam hatte die Möglichkeit an himmlischen Dingen
teilzuhaben, aber er hat es nicht gewählt. In Eden gab es den Baum des
Lebens, der nicht von dieser Schöpfung ist. Wir finden diesen Baum
nämlich auch in Offenbarung 2 im Paradies Gottes wieder.
·
„Wer ein Ohr hat, höre, was der
Geist den Versammlungen sagt! Dem, der überwindet, dem werde ich zu
essen geben von dem Baum des Lebens, der in dem Paradies Gottes ist.“
Off. 2,7
Und wir finden den Baum des Lebens
dreimal in Offenbarung 22 dreimal:
·
„In der Mitte ihrer Straße und
des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölf
Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des
Baumes sind zur Heilung der Nationen.“ Off. 22,2
·
„Glückselig, die ihre Kleider
waschen, damit sie ein Recht haben an dem Baum des Lebens und durch die
Tore in die Stadt eingehen!“ Off. 22,14
·
„und wenn jemand von den Worten
des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott sein Teil wegnehmen
von dem Baum des Lebens und aus der heiligen Stadt, wovon in diesem Buch
geschrieben ist.“ Off. 22,19
Es ist ganz deutlich, nichts aus
dieser Schöpfung kann in der Gegenwart des heiligen und gerechten Gottes
bestehen und es kommt auch nichts aus dieser Schöpfung in das Vaterhaus,
in den ewigen Bereich hinein. Selbst Adam in seinem unschuldigen Zustand
hatte keinen Zutritt zu diesem Bereich. Gott hatte den Baum des Lebens
in die Mitte des Gartens gestellt und Gott wartete ganz offensichtlich
darauf, dass Adam der Erlaubnis Gottes, von allem samenbringenden zu
essen Gebrauch machen würde.
·
„Und Gott sprach: Siehe, ich
habe euch alles samenbringende Kraut gegeben, das auf der Fläche der
ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem samenbringende Baumfrucht ist:
Es soll euch zur Speise sein;“ 1. Mose 1,29
Adam hat nicht nur das Verbot
Gottes übertreten, Adam hat auch eine ganze Reihe von Erlaubnissen und
Anweisungen Gottes nicht Folge geleistet. Adam hat die Sünde in die Welt
gebracht und die Schöpfung der Nichtigkeit unterworfen. Gleichzeitig gab
es keine Möglichkeit mehr von dem Baum des Lebens zu essen.
·
„Und Gott der HERR sprach:
Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und
Böses; und nun, dass er nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum
des Lebens nehme und esse und ewig lebe! Und Gott der HERR schickte ihn
aus dem Garten Eden hinaus, den Erdboden zu bebauen, wovon er genommen
war; und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die
Cherubim lagern und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum
Baum des Lebens zu bewachen.“ 1. Mose 3,22-24
Damit war deutlich, dass der Tod zu
allen Menschen durchdringen musste, denn alle Menschen haben gesündigt.
Man könnte jetzt auf den Gedanken verfallen, dass jeder Mensch auf Grund
der Natur, die er von Adam erhalten hat, gestorben sei und im Grunde
genommen stimmt dies Annahme auch. Adam ist sozusagen verantwortlich für
alle seine Nachkommen. Es ist aber überhaupt nicht so, dass Menschen
sterben, nur weil sie von Adam abstammen. Menschen sterben, weil sie
sündigen und unabhängig von Gott leben. Auch wenn das sündigen nicht in
einer konkreten und bewussten Übertretung besteht, so wie bei Adam, so
haben sie doch alle gesündigt. Selbstverständlich kommen die Tatsünden
aus der sündigen Natur, aber ich muss die Sünde, dass Aufbegehren gegen
Gott immer noch bewusst zulassen. Zu Anfang handelt jeder Mensch gegen
sein Gewissen, welches ihn anklagt. Schon Henoch sprach von gottlosen
Taten und Worten die Gericht nach sich ziehen würden.
·
„Es hat aber auch Henoch, der
Siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt: Siehe, der Herr ist
gekommen inmitten seiner heiligen Tausende, um Gericht auszuführen gegen
alle und zu überführen alle Gottlosen von allen ihren Werken der
Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten
Worten, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben. Diese sind
Murrende, mit ihrem Los Unzufriedene, die nach ihren Begierden wandeln;
und ihr Mund redet stolze Worte, und um des Vorteils willen bewundern
sie Personen.“ Judas 1,14-16
In der Art und Weise, wie er seine
Natur weitergegeben wird, ist Adam ein Vorbild auf den Zukünftigen, auf
den letzten Adam. Weiter oben haben wir schon von einen Prinzip
gesprochen, welches Gott und in dem ersten Menschen offenbart hat.
Dieses Prinzip gilt auch im Bezug auf die Natur, im Bezug auf das Bild,
welches der jeweilige Mensch trägt.
So wie der Mensch vom Staube die
Sünde als Natur allen Menschen vererbt die nicht glauben, so gibt
Christus denen, die glauben, die Gnadengabe. Alle, die nicht glauben
sterben. Alle, die glauben empfangen die Gnadengabe und leben. Wir haben
schon in Rö. 4,16 gesehen, dass es aus Glauben ist, damit es nach Gnade
sei. Rö. 4,5 macht deutlich, dass der Glaube kein Werk ist, so auch Eph.
2,8-10.
Das Prinzip bei Adam lautet, dass
durch die Übertretung des einen die vielen gestorben sind, weil sie
gesündigt und nicht geglaubt haben. Die Tat Adams strömt zu allen aus.
Aber die Gnade Gottes in dem Herrn Jesus geht viel weiter, ist viel
mehr! Sie ist durch den einen Menschen, Jesus Christus, zu den vielen
überströmend geworden.
Hier wird ganz deutlich, dass die
Gnade weit über den Verlust Adams hinausgeht. Adam hat durch seinen
Ungehorsam seine Unschuld verloren. Aber als Adam noch unschuldig war,
da war er auch ein Mensch vom Staub. Insofern ist die Gnade durch den
Herrn Jesus überströmend geworden. Der Herr Jesus hat nicht aus Sündern
wieder Unschuldige gemacht, der Herr Jesus hat aus Sündern die glauben
Gerechte gemacht, die das Bild des Himmlischen tragen werden.
Dadurch wird aufs Neue deutlich,
dass der Herr Jesus sein Menschsein in keiner Weise von Adam oder auch
von Maria herleiten kann, unmöglich! Dann wäre Rettung originär durch
Adam, durch einen Menschen vom Staub möglich!
Wir haben schon vorher
festgehalten, dass Adam als Unschuldiger nicht passend war für die
Gegenwart Gottes, er konnte keine Gemeinschaft mit Gott haben. 1. Joh. 1
stellt uns vor, dass Sünde in der Gegenwart Gottes und in Gemeinschaft
mit ihm nicht vorkommen kann. Es hätte die Gedanken Gottes nicht
erfüllt, wenn wir auf Grund des Glaubens durch die Gnade nur wieder
unschuldig geworden wären. Wir hätten dann, genau wie Adam wieder Sünder
werden können, es hätte die Möglichkeit bestanden wieder zurückzufallen.
Die Gabe Gottes ist überströmend
geworden, sie drückt sich darin aus, dass wir gerechtfertigt sind aus
Glauben und das wir mittels des Glaubens auch Zugang haben zu der Gnade
in welcher wir stehen siehe Rö. 5,1-2. Also ändert sich das Prinzip
nicht mehr. Wir sind aus Gnade gerettet, aber wir stehen und leben auch
jetzt in der Gnade, in welcher wir stehen. Die Gnade hört nicht auf, sie
kennt keine Grenzen, sie überströmt alles.
Durch die Übertretung des ersten
Menschen hat der Tod durch Satan regiert (Hebr. 2,14)dem steht aber ein
„viel mehr“ und „eine Überfülle an Gnade“ gegenüber, denn jetzt herrscht
nicht das Leben im Gegensatz zum Tod, auch nicht einer sondern viele.
Die, die die Überfülle der Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit
empfangen haben, herrschen im Leben durch Jesus Christus.
Auch hier sehen wir wieder einen
gewaltigen Gegensatz zwischen dem ersten und dem letzten Adam. Der erste
Adam konnte die Sünde in die Welt bringen, aber der erste Adam konnte
nicht herrschen. Seine Tat führte dazu, dass der Teufel durch die Macht
des Todes herrschte. Alle, die Adam nachfolgten waren unter der
Knechtschaft.
Der letzte Adam, nach ihm kommt
keiner mehr, hat durch den Tod den besiegt der die Macht des Todes
hatte. Satan ist ein besiegter Feind. Das außergewöhnliche ist aber,
dass jetzt nicht einer herrscht, sondern Christus hat die Gerechten
unserem Gott zu Königen und Priestern gemacht und sie werden herrschen.
Christus will Gemeinschaft, er will die Herrschaft teilen. Satan ist
Egoist, er teilt überhaupt nicht. In Lukas 16 sehen wir in dem reichen
Mann ein wenige von der Einsamkeit, die in Ewigkeit die Menschen quälen
wird, die Satan zum Vater haben. Der Mensch, auf Gemeinschaft ausgelegt,
weil Gott mit ihm Gemeinschaft haben wollte leidet auch unter ewiger
Vereinsamung. Christus, ganz anders, er will mit den seinen alles
teilen, will Gemeinschaft mit ihnen haben. Darauf hat schon Abraham
gewartet, auf die Stadt die solche Grundlagen hat.
Mit Vers 18 wird wieder der
Hauptgedanke von Vers 12 aufgenommen. Die eine Übertretung des ersten
Adam führte für alle Menschen zur Verdammnis, genauso reicht auch die
eine Gerechtigkeit des letzten Adam für alle Menschen zur Rechtfertigung
des Lebens. Vers 18 zeigt uns das Prinzip. Es ist ganz deutlich, dass
nicht beides gleichzeitig für alle Menschen Realität werden kann. Man
kann nicht einfach den zweiten Teil des Verses nehmen und behaupten
jetzt würden alle Menschen gerettet.
Vers 19 zeigt uns die Wirkung.
Während der Adam durch seinen Ungehorsam prinzipiell alle Menschen in
die Stellung von Sündern versetzt hat, kann der Gehorsam des Herrn Jesus
alle Menschen in die Stellung von Gerechten versetzen. Im Bezug auf
beide Gruppen wird hier von den vielen gesprochen. Es ist ganz deutlich,
die vielen Gerechten verbleiben nicht in der Gruppe der Sünder.
Stellungsmäßig sind sie zu Gerechten geworden, da sie die Rechtfertigung
des Lebens bekommen haben. Das Werk des Herrn Jesus und sein vergossenes
Blut versetzen sie in die Stellung von Gerechten. Nichts aus dieser
Schöpfung hätte ausgereicht sie dorthin zu bringen. Auch hier wird
wieder deutlich, dass der Herr nicht von dieser Schöpfung ist und das
Heiligtum woran er baut ist ebenfalls nicht von dieser Schöpfung.
·
„Christus aber - gekommen als
Hoherpriester der zukünftigen Güter, in Verbindung mit der größeren und
vollkommeneren Hütte, die nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von
dieser Schöpfung ist,“ Hebr. 9,11
Das Gesetz kam daneben ein. Niemand
geht verloren weil das Gesetz gekommen ist. Niemand wird zum Sünder,
weil er das Gesetz gebrochen hat. Henoch hatte schon vor der Sintflut
göttliches Gericht angekündigt.
·
Es hat aber auch Henoch, der
Siebte von Adam, von diesen geweissagt und gesagt: Siehe, der Herr ist
gekommen inmitten seiner heiligen Tausende, um Gericht auszuführen gegen
alle und zu überführen alle Gottlosen von allen ihren Werken der
Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten
Worten, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben."Judas 1,14-15
Henoch wandelte mit Gott und er
brauchte kein Gesetz um zu erkennen, dass ihn nur gottlose Sünder
umgaben. Für das Gericht über Sodom und Gomorra brauchte es ebenfalls
kein Gesetz. Bereits in Vers 14 konnten wir erkennen, dass der Tod
herrscht, auch über die, die kein ausdrückliches Gebot übertreten
hatten. Das Gesetz zeigt wie sehr der Mensch von den Gedanken Gottes
abweicht. Die Übertretung ist überströmend geworden. Reicht jetzt die
überströmende Gnade von Vers 15 nicht mehr aus? Doch! Denn die Gnade ist
noch überreichlicher geworden. Die Sünde hat im Tod geherrscht. Die
Gnade herrscht nicht nur zum Leben, das wäre schon groß, sie herrscht
durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesus Christus, unseren Herrn!
Adam in seinem unschuldigen Zustand
hatte kein ewiges Leben. Sein Leben wäre, ohne Sündenfall und ohne vom
Baum des Lebens zu essen, ein endloses Leben gewesen. Aber das Leben,
welches Adam hatte, war nicht ewiges Leben.
Ewiges Leben ist durch
Gerechtigkeit gekennzeichnet und ist in Ewigkeit passend für die
Gegenwart Gottes. Ewiges Leben kann Gemeinschaft mit Gott haben. Alles
dies trifft auf das unschuldige Leben des ersten Adam nicht zu. Abraham
wird in der Bibel dreimal Freund Gottes genannt. Abraham wurde durch
Glauben gerechtfertigt, weil er glaubte, dass Gott Leben aus dem Tod
gibt. Abraham ist Kind Gottes. Die Rechtfertigung Abrahams beruht auf
dem Werk des Herrn Jesus und Abraham wird das Bild des Himmlischen
tragen.
Jeder, der Abraham zum Vater haben
möchte, muss durch das Werk des Herrn Jesus gerechtfertigt werden und
die Zusage haben, dass er wie Abraham das Bild des Himmlischen tragen
wird.
Es erschien sinnvoll, sich vor der
Beschäftigung mit der Eifersucht und wie diese die Juden zur Buße führen
soll, noch einmal mit diesen elementaren Wahrheiten zu beschäftigen,
damit wir den roten Faden von der Vaterschaft Abrahams über die
Sohnschaft der Gläubigen bis hin zur Eifersucht Israels, von der Gott
bereits in 5. Mose 32,21 gesprochen hatte, erkennen.
Alle Dinge sind in dem einen
Ratschluss enthalten. Aber Christus ist der Zentralpunkt. Nur er konnte
alles erfüllen, weil er herabgestiegen ist und weil er nicht von dieser
Schöpfung, nicht von dieser Welt ist.
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