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3 Stunden Ewigkeit
Herr Jesu Christ, mein Heiland, Herr.
Gotteslamm und Heiliger.
Finsternis – hochmitten.
Bist stumm hindurch geschritten.
Gebeugte Lasten, Fluch, ja – sieh!
Gerichte, Feuer – schreiend Müh`.
Doch schneidend war des Herzens Bruch,
dies stehet hier in Gottes Buch.
Die Trennung Dein von Gott.
Oh berstend stumm Entsetzen,
Du – Gottes Sohn ertrugst die Not,
die nur gebühret mir und uns,
ob Sünde, Krankheit, Trennung, Tod.
Drei Stunden finstrer Schrecken,
erlöst die Sünder all.
Der Seelenauge – trübe,
geweihet sonst zur sich ́ren Höll ́;
vermag Dein Werke aufzuwecken.
Und wenn sie wollen, in Dei ́m Licht
In Einfalt leben nur für Dich.
Du sie im Heil ́gen Leben übe.
Wir wissen nicht wie ́s Dir erging.
Geliebter, der am Kreuze hing.
Verschlungen hast des Teufels Werk
und ohnegleichen bös`.
Den Tod und Sünde, Trennung.
Ja alle würgend Dunkelheit,
hinfort mit ihr auf Golgatha,
der irdisch Kreuzes Stätte
dort draußen auf dem Berg.
Vollbracht durch Dich, befreit, erlöst!
Du mächt ́ger Überwinder,
Gottes Liebe – weit und tief
Dein Vater Dich zum Kreuze rief.
Uns alle, so auch mich
als ich da taumelnd töricht schlief.
Noch eh die Welt gebor ́n,
warst Du als Sieger auserkor ́n.
Denn Gott ist Licht, ja Licht – nur Licht!
So steh ́n wir hier vor Deinem Kreuz
auf Gottes heil ́gem Boden.
Die einst mit Tränenaugen,
dem groben Schleier wohl enthoben;
die kleine Herde – guter Hirt ́,
weint und glaubt – sieht dich und sich;
der Freiheit Knecht, der Schwächeohnmacht Kraft.
In Einfalt tiefstem Grauen.
Hingebender Durchbrecher!
Du trankst für uns den Schmerzensbecher.
Das Heil – schien ́s auch hinweggerafft,
sich hier, in Gott geborgen birgt.
Geheimnis Gottes mächtig wirkt
Wo Ohnmacht Frieden schafft.
Drum kehr ́n sie um zum Jubelschall
Gehorsam glauben, nicht im Schauen.
Aus Licht aus Leben, Gott gebor ́n,
weil Du Erlösung hast erkor ́n
in ew ́gen Stunden, 3, so quälend, finster - still.
Zu hoch für unser Herz und Sinn,
in gähnend tiefe Dunkelheit.
Wir können ́s nicht erwägen
solange wir auf Erden sind,
sind wir nur Knechte taub und blind,
im Leibe, Dein – in Gottes sel ́ger Niedrigkeit,
bloß ahnend seufzend beten,
ob Deinem Opfer – Heil ́gem Will.
Hab tiefen Dank, dass Du bereit.
Du einzig Erster und würdig hoch erhoben,
zu Rechten sitzt am Throne droben.
Dir wollen wir anbetend danken
dem Lamme folgen und nicht wanken.
Dir ganz gehören, sein die Deinen.
Erinnernd dies, auch mit dir weinen.
Mögen es Rettungstränen sein!
Ganz rein und gut! Der Qualen Dein!
Oh Kreuzgeheimnis Ewigsegen;
Erbarmungreiche Gnade.
Mannigfalt ́ge Herrlichkeit.
Unaussprechlich ohne Zahl.
Fließ weiter weiter weiter
– der Vollzahl der Erlösten wegen.
Sei hoch gepriesen allzumal
in Zeit und alle Ewigkeit.
Aus Gottes Herzen - Gottes Sohn,
der Du für uns gestorben bist
und uns das Liebste – Jesum Christ.
Auch Deinem Dienste – Preis und Ehr!
Gemeinsam und in Freuden hier,
in Andacht mit der Engel Heer.
Lasst uns Ihm tastend spürend nah ́n.
In Demut diesem Kreuze – Sein.
Und nah und näher dringen ein,
wie Er ́s uns gnädig schenken mag.
Erfassend stumm im Glauben
Und weichen nicht – ob Treue Dein!
Erschütternde Erlösung, einmalig und vollendet.
Es fließet hier Dein Gnadenbach
so frei und gut an jedem Tag.
All unsre Quellen sind in Dir!
Oh Heil ́ges Kreuz - oh Mann der Schmerzen,
ergreife uns noch tiefer, weiter, zum Segen hoch und
mehr.
Wir staunen Dein, verneigen uns.
Nur Dank und Lob und Preis und Ehr ́, erschalle in
den Deinen!
Im ständigen Gebet, mit Deiner Hilfe wach um wach,
erschütterter, erlöster Herzen.
Mag durch Dein Kreuze alles beben
soll ́s scheidend teilen, machen eins,
was wirklich ist und rein im Licht
Aus Gott, den Heil ́gen Geist!
In Dir allein nur herrscht das Leben!
Durch Dich ward Licht. Durch Dich! Durch Dich!