Fragen und Antworten


00024  Frage zu Johannes 20,7 das Schweißtuch, das Schweisstuch,

Frage zu Johannes 20,7 das Schweißtuch, das Schweisstuch,
Guten Morgen liebe Brüder im Herrn Jesus Christus, hier die Frage von gestern noch mal extra:

Joh. 20,7 "und das Schweißtuch, welches auf seinem Haupte war, nicht bei den leinenen Tüchern liegen, sondern besonders zusammengewickelt an einem Orte.​"

Diente dies den Juden als sichtbarer "Beweis" der Auferstehung unseres Herrn?

Ich danke Euch immer wieder für diese Möglichkeit und Euren Dienst, Carmen

Antwort:

Elberfelder 1905
Johannes
Joh 20,5 und sich vornüberbückend, sieht er die leinenen Tücher liegen; doch ging er nicht hinein. Joh 19,40
Joh 20,6 Da kommt Simon Petrus, ihm folgend, und ging hinein in die Gruft und sieht die leinenen Tücher liegen,
Joh 20,7 und das Schweißtuch, welches auf seinem Haupte war, nicht bei den leinenen Tüchern liegen, sondern besonders zusammengewickelt an einem Orte. Joh 11,44
Joh 20,8 Dann ging nun auch der andere Jünger hinein, der zuerst zu der Gruft kam, und er sah und glaubte. Joh 20,29; Joh 20,31; 2. Kor 5,7
Joh 20,9 Denn sie kannten die Schrift noch nicht, daß er aus den Toten auferstehen mußte. Ps 16,9-10; Apg 2,25-32

σουδάριον (sudarion) : Schweißtuch

Importantia
σουδαριον, ου soudárion
Übersetzung: Schweißtuch
Anzahl: 4
Grammatik: N n
Herkunft: Von lat.: sudare schwitzen, sudarium Schweiß-, Taschentuch

Kautz
Bedeutung
  1. d. Schweißtuch
  1. Eine Art großes Taschentuch mit dem man sich d. Schweiß von Stirn und Gesicht wegwischt. Es wurde auch auf d. Gesicht von Leichnamen gelegt. Lk 19,20; Joh 11,44; 20,7; Apg 19,12;


aus wdbl
3-4_Die einzige Möglichkeit, das Zeugnis Maria Magdalenas zu verifizieren, war der Gang zum Grab (wiewohl das nach Unglauben roch, siehe Mk 16,11.13). Die Angaben zu Einzelheiten, die sich in diesen Versen finden, konnte nur jemand geben, der selber dabeigewesen war.
Als sie ankamen, war keine der Frauen mehr dort.
Petrus und Johannes rannten beide zusammen. (In Apg 3,1
gingen beide zusammen hinauf zum Tempel.)

Johannes nennt sich dreimal »den anderen Jünger« (V. 3.4.8).
Offenkundig war Johannes der bessere Läufer, denn er kam zuerst an,
aber er liess Petrus als ersten in die Gruft hinabsteigen.
Johannes war noch immer der Apostel mit der glühenden Liebe,
während Petrus noch immer der weinende, in Umkehr zerknirschte Jünger war, bis er dem Herrn begegnet war (Mk 16,7; Lk 24,34; Joh 21,15-19; 1Kor 15,5).

Beide liefen den vor ihnen liegenden Wettlauf (Hebr 12,1).
5-7_Johannes sah hinein und wartete auf Petrus, um diesen zuerst in die Gruft zu lassen.
Sie wiesen Unterschiede im Temperament, in der Persönlichkeit und im Ungestüm auf,
wiewohl beide laut Paulus »Säulen« waren (Gal 2,9).
Von draussen sah Johannes lediglich »die leinenen Tücher liegen«,
aber um das 
Schweißtuch besonders an einem anderen Ort zu sehen, musste er in die Gruft hinabsteigen.

Die verschiedenen leinenen Tücher hätten nicht so dort gelegen, hätten »Leute« den Leib des Herrn weggenommen; vielmehr vermittelten sie den stärksten Eindruck von der Auferstehung.
Damit war es Petrus, der diese feineren Details zuerst zu sehen bekam, indem
er ein wenig weiter ging.
Wir erinnern uns, dass auch der Herr im Garten Gethsemane
»ein wenig weiter« gegangen war (Mt 26,39).

Es ist dieses »wenig weiter« das zählt, hinein ins Heiligtum, in den Bereich des Glaubens, in die Sphäre des Dienstes.
Zu zögern oder sich zurückzuziehen, heisst den Herrn zu enttäuschen.
8_Also betrat auch Johannes die Gruft, um die Fakten aus eigener Anschauung zur Kenntnis zu nehmen.
Wir müssen aber beachten, dass das nicht sogleich zum Glauben an die Auferstehung des Herrn führte.
In Lk 24,12 heisst es von Petrus lediglich, er »verwunderte sich über das, was geschehen war«.

Er wusste nicht um die Wirklichkeit der Auferstehung, ehe sich ihm der Herr in einer besonderen Begegnung geoffenbart hatte (V. 34).
Wenn es in unserem Vers 8 heisst, dass Johannes »glaubte«, dann heisst das noch nicht,
dass er Glauben an die Auferstehung hatte, sondern dass er den Worten Marias glaubte,
wonach der Leib des Herrn nicht mehr im Grab lag, sondern weggetragen worden war.
Es war ein verstandesmässiger Glaube an physikalische Fakten,
nicht ein geistlicher Glaube an die Auferstehung.

9_Dieser Vers beweist die Richtigkeit dessen, was wir soeben gesagt haben.
Weder Petrus noch Johannes hatten begriffen, dass sich die alttestamentlichen Schriften in der Auferstehung Christi erfüllen mussten.
Es sind vier Dinge, die wir notwendigerweise erfassen müssen:

1._»Also muss der Sohn des Menschen erhöht werden« (Johannes 3,14).
2._»dass er aus den Toten auferstehen musste« (Johannes 20,9).
3._»welchen freilich der Himmel aufnehmen muss« (Apg 3,21).
4._»Denn er muss herrschen« (1.Korinther 15,25).


Die Erkenntnis dieser Dinge würde sich erst später einstellen, trotz des Beweises des leeren Grabes.
Wirkliches Verständnis der Schriften finden wir zum ersten Mal in Lk 24,44-46,


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Lukas

Lu 24,44: Er sprach aber zu ihnen: Dies sind die Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses' und den Propheten und Psalmen.
Lu 24,45: Dann öffnete er ihnen das Verständnis, um die Schriften zu verstehen,
Lu 24,46: und sprach zu ihnen: Also steht geschrieben, und also musste der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen aus den Toten,
Lu 24,47: und in seinem Namen <Eig. auf Grund seines Namens> Umkehr und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.

​*-*​

wo der auferstandene Herr ihnen aus dem AT erklärte, dass er »am dritten Tage von den Toten auferstehen« musste. Kurze Zeit später war Petrus ein veränderter Mensch, der die Schriften des AT in einer Weise handhaben konnte, die ihm zuvor unmöglich gewesen war:
1._In Apg 1,20 zitierte er Ps 69,25; 109,8.
2._In Apg 2,25-28 zitierte er Ps 16,8-11.
3._In Apg 2,30 zitierte er Ps 132,11.
4._In Apg 2,34 zitierte er Ps 110,1.
5._In Apg 3,22 zitierte er 5. Mo 18,15.19.
6._In Apg 3,25 zitierte er 1. Mo 12,3; 22,18.
7._In Apg 4,11 zitierte er Ps 118,22.
Apostelgeschichte
Apg 1,20: Denn es steht im Buche der Psalmen geschrieben: "Seine Wohnung werde öde, und es sei niemand, der darin wohne"<[Ps 69,25]>, und: "Sein Aufseheramt empfange ein anderer"<[Ps 109,8]>.

Psalmen

Ps 69,26: Verwüstet sei ihre Wohnung<Eig. ihr Gehöft, Zeltlager>, in ihren Zelten sei kein Bewohner!
Psalmen

Ps 109,8: Seiner Tage seien wenige, sein Amt empfange ein anderer!
Ps 109,9: Seine Söhne seien Waisen, und sein Weib eine Witwe!
Apostelgeschichte
Apg 2,25: Denn David sagt über<Eig. auf> ihn: "Ich sah<Eig. sah im voraus> den Herrn allezeit vor mir; denn er ist zu meiner Rechten, auf daß ich nicht wanke.
Apg 2,26: Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; ja, auch mein Fleisch wird in<O. auf> Hoffnung ruhen;
Apg 2,27: denn du wirst meine Seele nicht im Hades zurücklassen, noch zugeben, dass dein Frommer<O. Heiliger, Barmherziger, Gnädiger> Verwesung sehe<O. deinen Frommen hingeben [eig. geben], Verwesung zu sehen>.
Apg 2,28: Du hast mir kundgetan Wege des Lebens; du wirst mich mit Freude erfüllen mit deinem Angesicht<[Ps 16,8-11]>."

Psalmen

Ps 16,7: Jehova werde ich preisen, der mich beraten hat, selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren.
Ps 16,8: Ich habe Jehova stets vor mich gestellt; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken.
Ps 16,9: Darum freut sich mein Herz, und frohlockt meine Seele<W. Ehre, wie [Ps 7,5]. And. l.: Zunge; vergl. [Apg 2,26]>. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen.
Ps 16,10: Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, daß dein Frommer die Verwesung sehe.
Ps 16,11: Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle<Eig. Sättigung> von Freuden ist vor deinem<Eig. bei, mit deinem, d. h. unzertrennlich davon> Angesicht, Lieblichkeiten in<O. zu> deiner Rechten immerdar.

Apostelgeschichte

Apg 2,30: Da er nun ein Prophet war und wusste, daß Gott ihm mit einem Eide geschworen hatte, von der Frucht seiner Lenden auf seinen Thron zu setzen,
Apg 2,31: hat er, voraussehend, von der Auferstehung des Christus geredet, dass er nicht im Hades zurückgelassen worden ist, noch sein Fleisch die Verwesung gesehen hat.​
Psalmen

Ps 132,11: Jehova hat dem David geschworen in Wahrheit, er wird nicht davon abweichen: "Von der Frucht deines Leibes will ich auf deinen Thron setzen.

Apostelgeschichte
Apg 2,34: Denn nicht David ist in die Himmel aufgefahren; er sagt aber selbst: "Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
Apg 2,35: bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füsse."<[Ps 110,1]>

Psalmen
Ps 110,1: Von David. Ein Psalm. Jehova sprach<Eig. Spruch Jahs> zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füsse!
Ps 110,2: Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden<O. weithin strecken>; herrsche inmitten deiner Feinde!​
Apostelgeschichte

Apg 3,22: Moses hat schon gesagt: "Einen Propheten wird euch der Herr, euer Gott, aus euren Brüdern erwecken, gleich mir; auf ihn sollt ihr hören in allem, was irgend er zu euch reden wird.

5. Mose

5. Mo 18,15: Einen Propheten aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, gleich mir, wird Jehova, dein Gott, dir erwecken; auf ihn sollt ihr hören;
5. Mose

5. Mo 18,19: Und es wird geschehen, der Mann, der nicht hört auf meine Worte, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich es fordern. –​
Apostelgeschichte

Apg 3,24:
Apg 3,25: Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott unseren Vätern verordnet hat, indem er zu Abraham sprach: "Und in deinem Samen werden gesegnet werden alle Geschlechter der Erde"<[1.Mose 22,18]>.

1. Mose

1. Mo 12,3: Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!

1. Mose
1. Mo 22,18: und in deinem Samen werden sich segnen<O. gesegnet werden> alle Nationen der Erde: darum, daß du meiner Stimme gehorcht hast.
Apostelgeschichte

Apg 4,11: Dieser ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, für nichts geachtet, der zum Eckstein<W. Haupt der Ecke> geworden ist.

Psalmen

Ps 118,22: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein<W. Haupt der Ecke, d. h. Eck- und Hauptstein; ein Ausdruck, der nur hier vorkommt> geworden.​
Welche Veränderung hatte dadurch
stattgefunden, dass der Herr ihnen die Schriften geöffnet hatte und dass der Heilige Geist seit Pfingsten in ihnen wohnte!


wdbl 1. Korinther 15.1-34

4_»Er wurde begraben«, betont die Endgültigkeit des Todes.
Das war auch nötig für die Auferstehung. Jesaja 53,9 prophezeit es, und alle Evangelien berichten es.
Die Weissagung bei Jesaja ist sehr bemerkenswert. Hier steht: »Bei einem Reichen (Singular)
ist er gewesen in seinem Tod (Plural).« »Bei einem Reichen« (Singular) bezieht sich auf Joseph von Arimathia,
in dessen Grab ER gelegt wurde. Der Plural (»Tode« so im Hebräerbrief, d. Ü.) ist sehr
bemerkenswert.
Es ist vielleicht der Majestätsplural, der zur Unterstreichung verwendet wird, um die Aufmerksamkeit auf
den intensiven und aussergewöhnlichen Tod des heiligen Leidenden zu lenken, der
vollständig und hinreichend von den schrecklichen Auswirkungen der Sünde
getroffen wurde. Die Aussage »er ist auferweckt worden«, steht im Gegensatz zu
den zwei vorhergehenden Aussagen »er ist gestorben« und »er wurde begraben«, bei
denen der Aorist verwendet wurde.
Der Perfekt deutet eine Fortdauer an: ER bleibt für immer am Leben; ER bleibt in dieser Eigenschaft der auferstandene HERR.
Die Passivform deutet an, dass Er von einem anderen auferweckt wurde, das heisst, von
Gott.
Es ist bemerkenswert:
Die apostolische Predigt in der Apostelgeschichte
sagt, dass Gott Ihn von den Toten auferweckt hat (Apg 2,24; 3,15; 4,10; 5,30;10,40;13,30);
Paulus sagt aus, dass ER durch die Herrlichkeit des Vaters auferweckt worden ist (Röm 6,4)
und
Petrus, dass Er durch den Geist lebendig gemacht wurde (1. Petrus 3,18).

Die Evangelien vermitteln den Eindruck, dass Er durch Sein eigenes,
Ihm innewohnendes Anrecht auferstand.
So war die ganze Gottheit in diesem ausserordentlichen Geschehen wirksam.
Es wird mit Nachdruck gesagt, dass Er am dritten Tag auferweckt wurde (siehe
die Anmerkung unten). Zum zweiten Mal steht in dem Abschnitt, dass alles »nach
den Schriften« geschah. Es ist bemerkenswert, dass Ps 16 die Schriftstelle war, die
in der Apostelgeschichte in Bezug auf die Auferstehung gebraucht wurde (Apg 2,25-32;13,35),
obwohl auch Jesaja 53,10-11 angemessen erschien.

So sind die Fakten klar. Er starb, und Menschen begruben Ihn;
Er wurde auferweckt, und Menschen sahen Ihn. Es wurde nicht gesehen, wie Er auf-
erstand, aber der dritte Tag war der Tag, an dem Er lebend gesehen wurde (siehe Lk
24,21). Die Beweise für Seine Auferstehung werden in den Evangelien berichtet:
Der Stein war beiseite gerollt, das Grab war leer, die Leinentücher lagen dort, das
Schweißtuch besonders. Was uns nicht berichtet wird, was aber ebenso wahr ist,
ist, dass das Siegel gebrochen wurde und die Soldaten geflohen waren. Zweifellos
war das Erdbeben dafür verantwortlich (diese Information verdanken wir Matthäus:
Mt 27,54; 28,2)
oder die Erscheinung des Engels (Mt 28,2).

Auf diese Weise wurden die grossen Tatsachen des Evangeliums bekannt gemacht.
Doch wie wenig hören wir heute in Predigten von Seinem Begrabenwerden und Seiner Auferstehung.
5-8_In den Versen 5-8 kommen wir nun dazu, über die Erscheinungen des HERRN
nachzudenken. Die meisten genauen Übersetzungen lesen »er erschien«. Das betont
Sein souveränes Handeln, Seine sorgfältige Auswahl der Zeugen. Das alles ist sehr
beeindruckend und sachlich. Über fünfhundert Zeugen können benannt werden,
von denen die meisten fünfundzwanzig Jahre nach dem Geschehen noch am Leben
sind. Wenn das Begräbnis der Beweis Seines Todes war, dann war Seine Erscheinung der Beweis Seiner Auferstehung. Der Katalog ist umfassend und überzeugend.
Ein oder zwei Zeugen (oder einige mehr) könnten sich irren, aber nicht über fünf-
hundert. Wir wollen das Folgende in Bezug auf die Zeugen beachten:
Die Geschichte wird aufgrund dieses Prinzips geschrieben; die Justiz funktioniert aufgrund dieses Prinzips; die Auferstehung ist auf dieses Prinzip gegründet.
Man beachte auch das Fehlen von Frauen in dieser Liste.

Das ist im Blick darauf interessant, dass die vier Evangelien berichte sie erwähnen.
Bruce ist es wert, zitiert zu werden:
»Das Zeugnis der Frauen, von denen viel in den Auferstehungs berichten der Evangelien die Rede ist,
wird hier nicht erwähnt, vielleicht weil es offiziell nicht als öffentlicher Beweis zulässig war,
und wenn es so war, dann würde es die Auferstehung in den Gedanken vieler in Verruf bringen.«

Wie Frauen nicht gebraucht wurden, um irgendeines der biblischen Bücher zu schreiben,
sich nicht unter den zwölf Aposteln fanden,
nicht in den Versammlungen der Gemeinde sprechen durften,
so werden sie auch in dieser Reihe der öffentlichen Zeugen nicht extra zitiert.
Wir beobachten, dass Paulus drei Einzelpersönlichkeiten vorstellt:
Petrus, Jakobus und sich selbst und drei Gruppen:
die Zwölf,
über fünfhundert Brüder
und alle Apostel.
Um seine Aussage, dass Christus lebendig war, zu bekräftigen, was so wesentlich für den Irrtum in Korinth war, bringt Paulus nun unwiderlegbare Beweise in der Person so vieler Zeugen bei,
die noch am Leben waren und ihren Augenzeugenbericht geben konnten.
Er präsentiert sie in einem einfachen Stil der Nebenordnung:
1._Kephas. Die Erscheinung für Petrus steht an erster Stelle, vielleicht, weil der HERR ihm am ersten Tag erschien oder weil er den Korinthern gut bekannt war.
Das wird von Lk 24,34 her klar:
»Der HERR ist wirklich auferweckt worden und dem Simon erschienen.«
Diese vorrangige Stellung mag ihm gegeben worden sein, um ihm zu versichern,
dass der HERR wirklich lebendig war, und um ihn für seine spätere Führerrolle vorzubereiten. Höchstwahrscheinlich war das Gespräch nötig,
um Petrus die Vergebung nach seinen Verleugnungen und seiner Treulosigkeit dem HERRN gegenüber zuzusichern.
Von diesem Gespräch wird aber nichts berichtet.
Das können wir verstehen. Wir alle haben dem HERRN gegenüber versagt und mussten ein Gespräch mit Ihm haben, dessen Einzelheiten aber heilig und verborgen sind.
Ohne Zweifel empfing Petrus eine starke Zuversicht und wurde getröstet, ermuntert und gestärkt.
Nichts würde ihm jemals wieder die tiefe Überzeugung rauben, die er an jenem Tag der Wirklichkeit der Auferstehung Seines HERRN gewann.​​


(Edwin A. Blum) Walvoord

Daraufhin eilten Petrus und Johannes ebenfalls zum Grab. Johannes kam als erster an und sah hinein. Es war nicht ganz leer, die Leinentücher lagen noch darin. Sein erster Gedanke war vermutlich, daß die Frauen sich geirrt hatten. Er schaut ( blepei ) hinein ..., ging aber nicht hinein , vielleicht aus Furcht, sich zu verunreinigen. Petrus jedoch, der kurz nach ihm ankam, ging sofort in das Grab hinein und sah ( theOrei , "aufmerksam anschauen") die Leinentücher und daneben das Schweißtuch.

Er muss vor Erstaunen über das, was er sah, wie angewurzelt stehengeblieben sein.
Denn nach einer Weile 
ging Johannes ihm nach und sah ebenfalls ( eiden , "wahrnehmen" - das dritte griechische Wort für "sehen" in diesem Vers) und glaubte.

Petrus suchte vielleicht noch nach einer Erklärung, warum ein Grabschänder die Kleider liegen lassen und den Leichnam mitnehmen sollte, doch Johannes war sofort klar, dass die fehlende Leiche und die Anordnung der Grabtücher - sie müssen so dagelegen sein, als ob der Leichnam sich noch darin befände - nicht auf Räuber zurückzuführen waren.
Er begriff, dass Jesus von den Toten auferstanden war und die Tücher, in die er eingewickelt gewesen war, zurückgelassen hatte.
Das Grab stand nicht etwa offen, weil er es durch den Eingang verlassen hatte, sondern damit die Jünger und die übrige Welt hineingehen und sich überzeugen konnten, dass er tatsächlich auferstanden war.

Der Bericht des Johannesevangeliums (Joh 20,1-9) über die Entdeckung des leeren Grabes ist ganz eindeutig die Darstellung eines Augenzeugen, die sich dem Leser, der nur ein klein wenig Gespür dafür hat, unausweichlich als psychologisch und historisch wahr einprägt. Johannes fügt auch hier nochmals an (V. 9 ), dass die Jünger die Schrift, dass er von den Toten auferstehen müsste, noch immer nicht verstanden, obwohl nun genau das Ereignis eingetreten war, von dem Jesus wieder und wieder zu ihnen gesprochen hatte
(vgl. Ps 16,10-11;110,1.4; Jes 53,11-12 ).

Im Herrn Jesus Christus
Hans Peter Wepf
1. Mose 15.6
Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.