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00025 Das Gesetz wurde Engeln anvertraut → angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. Galater 3.19: Teil 1

Das Gesetz wurde Engeln anvertraut → angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. Galater 3.19: Teil 1
>> Es hat Gott wohlgefallen, die herrliche Botschaft des Evangeliums nicht Engeln aufzutragen,
Das Gesetz wurde Engeln anvertraut--​ →→→→​
Im Herrn Jesus Christus
Hans Peter Wepf
1. Mose 15.6
Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.

Antwort
Elberfelder 1905
Galater
Gal 3,19 Warum nun das Gesetz? Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt (bis der Same käme, dem die Verheißung gemacht war) angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. Übertret.: Röm 5,20; 1. Kor 15,56
Same: Gal 3,16
Engel: Apg 7,53; Hebr 2,2
Mittlers: 5. Mo 5,5; Apg 7,38
Gal 3,20 Ein<W. der> Mittler aber ist nicht Mittler von einem; Gott aber ist einer. Mittler: 3. Mo 26,46; 1. Tim 2,5; Hebr 8,6
Gott: Röm 3,30; Jes 46,9

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Auch Abraham wusste von dem Dienst der Engel; denn als er den Knecht ausschickte,
um für Isaak eine Braut zu suchen, sagte er zu ihm:
„Er wird Seinen Engel vor dir hersenden.“

Als Jakob seine Heimat verliess, mussten 
Engel ihn auf seiner einsamen Wanderung begleiten und ihn beschützen.
Als er endlich ins Land seiner Väter zurückkehrte, begegneten ihm 
Engel Gottes.
Er erkannte sie als solche und sprach:
„Dies ist das Heerlager Gottes. Und er gab jenem Ort den Namen Machanaim“, das heisst: „Doppellager“ oder „Doppelte Heerscharen“.


Wir laden die Menschen ein, zum Blut und zum Mittler des neuen Bundes zu kommen, um die Segnungen des neuen Bundes vor dem Tage seiner Aufrichtung mit Israel zu empfangen.

Diese Engel müssen ihn an das Gesicht erinnert haben, das er vor zwanzig Jahren gehabt hatte, als er Engel Gottes auf der Leiter auf– und niedersteigen sah.
Diese Erscheinung hatte ihn damals des göttlichen Schutzes versichert.
Ebenso gewiss war es ihm nun, dass Gott mit ihm war, weil Seine Heere ihn umgaben.
Ein gottgesandter Engel bewahrte das Volk Israel auf der Wüstenreise;
doch auch dieser war sicherlich kein erschaffener Engel, sondern der Engel, Jehova,
in Gestalt eines Engels; denn wir lesen etwas von Ihm, das nur von Gott selbst wahr sein kann:
„Hüte dich vor Ihm und höre auf Seine Stimme und reize Ihn nicht; denn Er wird eure Übertretung nicht vergeben,
denn mein Name [
שׁם (schem)​] ist in Ihm“ (2. Mose 23,21).

Aber wir können sicher sein, dass der Dienst der Engel, Israel auf seiner Wanderung von Ägypten nach dem Lande der Verheissung zuteil geworden ist.
Inwieweit die Engel zur Bewahrung Israels vielleicht auch zu dessen geheimnisvoller Verfolgung mit allem Notwendigen verwendet wurden, wissen wir nicht.
Aber wir wissen, 
dass das Gesetz „durch Engel in der Hand eines Mittlers“ angeordnet wurde.
(Galater 3,19), und dass Israel „das Gesetz durch Anordnung von Engeln empfangen hat“ (Apg 7, 53).

Aus Psalm 68,17
ersehen wir, dass die Entfaltung der Herrlichkeit von Tausenden und aber Tausenden von Wagen Gottes bewirkt wurde.
Wer sind diese „Wagen Gottes“?
kann es sich dabei um etwas anderes handeln als um die Heerscharen der Engel?
Auch auf dem Berg Sinai traten diese in Erscheinung.
Das wird im fünften Buch Mose bezeugt.
Wir lesen dort: „Jehova. . . ist gekommen von heiligen Myriaden“ (Ps 33,2).

--


Seit mit dem Falle Adams
(1. Mose 3) Sünde und Tod über die gesamte Menschheit herrschen (Römer 5,12ff.; 3,9ff.),
sind die einzelnen Menschen „tot in Vergehungen und Sünden“ (Eph. 2,1.5),
deshalb „von Natur Kinder des Zornes“ (V. 3)
als „Söhne des Ungehorsams“ (V. 2),
„ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt“ (V. 12).

Sie „sitzen in Finsternis und Todesschatten“ (Lukas 1,79)

und stehen „unter der Gewalt Satans“ (Apostelgeschichte 26,18),
des „Gottes dieser Welt“ (2. Korinther 4,4), und

sind damit „Feinde Gottes“ (Kolosser 1,21; Römer 5,10),
der „Licht ist und gar keine Finsternis in Ihm“ (1. Joh. 1,5).


Gott allein konnte die nun entstandene Kluft zwischen Sich und den
Menschen überbrücken durch einen geeigneten, von Ihm erwählten Mittler,
um die zerrissene Einheit wiederherzustellen.
Zunächst knüpfte Er an mit einigen Männern des Glaubens wie Abraham (Gal. 3,16),
danach mit dem jüdischen Volke.

Um dieses nun zur „Erkenntnis der Sünde“ zu bringen (Römer 3,20)
und auf den kommenden Erlöser vorzubereiten (Gal. 3,24),
gab Er ihm das Gesetz, angeordnet durch Engel,
indem Er Mose als Mittler erwählte (Gal. 3,19) zwischen Sich und dem Volke,
das Ihm nicht nahen durfte noch konnte, ohne zu verderben (2. Mose 19,12).

„Ein Mittler ist nicht Mittler von einem“ (Gal. 3,20a)
oder von zweien, die eins sind, wie der Vater mit Christo (Joh. 10,30).


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Ein solcher war hier nötig, da ja um der Sünde des Volkes willen Gemeinschaft
und Einheit zwischen Gott und dem Volke nicht bestanden (1. Joh. 1,6.7).

„Gott aber ist einer“ (Gal. 3,20b), der mit Israel, dem anderen, durch Mose, den Mittler,
in Beziehung trat, dem allein der Name „Jehova“ zukommt
(5. Mose 6,4; 1. Kor. 8,4),
der „allein Unsterblichkeit“ hat (1. Tim. 6,16),
und der als Vater, Sohn und Heiliger Geist eine Einheit bildet (vgl. Joh. 14; Matth. 28,19!),
der auch der Gott aller Nationen ist (Röm. 3,29.30).

So wurde „das Gesetz durch Mose gegeben“;
jedoch „die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden“ (Joh. 1,17).
Er, der verheissene Same Abrahams (Gal. 3,16.19b),
ist dann der Mittler geworden zwischen Gott und den Menschen (1. Tim. 2,5; Hebr. 9,15; 12,24),
indem Er „eine ewige Erlösung erfunden hat“ (Hebr. 9,12), deren Frucht zunächst
das Einssein Gottes mit den Kindern Gottes in Christo ist (Joh. 17),
und am Ende, dass „Gott alles in allem ist“ (1. Kor. 15,28).

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Der Apostel Paulus sucht den Galatern Kap. 3 den Unterschied zwischen Gesetzes- und Glaubensgerechtigkeit klarzulegen.
Dabei berührt er die beiden Testamente (Gottes Bündnisse) und ihre Vermittler.
1. Das Bündnis der Verheissung zielte auf den einen verheissenen Samen (V. 16.19; vgl. 4,22ff.!),
welcher ist Christus. Dieses Bündnis bestand schon, ehe das Gesetz kam (1. Mose 3,15; 17,1-6).

2. Das Bündnis des Gesetzes mit Israel, das Gott in Seine besondere Erziehung nehmen wollte,
ist diesem ersten Bündnis hinzugesetzt worden und ist also eine Einschaltung für eine bestimmte Zeit,
nämlich „bis der (verheissene) Same käme“; also nur bis auf Christum.
Beide Bündnisse haben nun ihre Mittler.
Das Gesetzesbündnis hat Mose und nach ihm die Hohenpriester als Mittler,
welche aber der Tod nicht bleiben liess (Hebr. 7,23.28).
Da war also nicht nur ein Mittler, sondern viele.

Das Bündnis des Glaubens aber, das auf Gottes Verheissungen gegründet ist,
hat nur einen Mittler (1. Tim. 2,5.6): Jesus.

In Gal. 3,20 ist zunächst von dem Gesetzesmittler, Mose, die Rede.
Mose war aber nicht der eine Mittler, denn das Gesetz ist auch durch Vermittelung der Engel gegeben worden (vgl. Apostelgeschichte 7,53); nebst dem,
dass bis auf Christum der Mittler viele wurden. So ist es also richtig, daß im Gesetzesbund der Mittler nicht Einer ist; Gott aber ist Einer, somit muß das Bündnis des Glaubens, das nur Einen Mittler hat, das einzige gültige Bündnis sein.
Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit Sich Selber (2. Kor. 5,19).

Also der Gesetzesbund ist nicht der einzig und ewig gültige Bund Gottes zur Errettung der Menschen, sondern ein Notbehelf, ein Erziehungsmittel, bis der Verheissungs und Glaubensbund durch den einigen Mittler Jesus Christus, Gott, hochgelobt in Ewigkeit, bestätigt war (vgl. Hebr. 9,15-22!).
Daher kann die Seligkeit nicht durch den Gesetzesbund erlangt werden (vgl. Röm. 9,31.32), sondern durch den Bund der Verheissung, d. h. durch die gläubige Annahme des Evangeliums von Jesu Christo (Römer 1,16.17).


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1. In Seinen Beziehungen zu Abraham (s. Verse 15-17) ist Gott die alleinige Partei, die sich zu etwas verpflichtet; Abraham, als die andere Partei, ist zu nichts verpflichtet.
2. In Seinen Beziehungen zu Israel verpflichtet Sich Gott als die eine Partei (2. Mose 19,4-6; 23,20-23 und 25-31). Aber auch Israel seinerseits, als die andere Partei, wird verpflichtet und nimmt die Verpflichtungen auf sich (2. Mose 19,8; 24,3.7). Überdies wurden diese gegenseitigen Verpflichtungen mit Blut besiegelt (2. Mose 24,6-8; Hebr. 9,17-20). Aus Apostelgeschichte. 7,53 und Galater 3,19 ersehen wir, das von Seiten Gottes Engel die ausführenden Organe waren.
3. (Schlussfolgerung.) Wie weit steht dieses unter der erhobenen Tatsache: Gott persönlich verpflichtet Sich gnädiglich gegen Abraham, ohne ihn zu verpflichten. Sind sie, Juden oder Judaisierende, nicht beschämt darüber, dass sie das Gesetz über das freie Geschenk der Verheissung stellen wollen?
Sie rühmten sich ihrer Kenntnis des einigen Gottes.
Wohlan, wo erscheint Gott mehr als der alleinige und einzige Gott:
in Seiner Unterhaltung mit Abraham als der die Verheissung Gebende oder in den am Sinai durch Anordnung von Engeln und den Mittlerdienst des Mose stattfindenden Verhandlungen? Augenscheinlich bei ersterer Gelegenheit; denn Gott ist nicht die eine von zwei unterhandelnden Parteien, wenn er eine Verheissung gibt; nein, Er ist „Einer“.

F. Kpp.
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​1._Das Gesetz kann nur verdammen und verfluchen; es macht die Sünde noch schrecklicher. Die Gnade aber gibt Leben.
2._Das Gesetz war zeitlich befristet, eine vorübergehende Phase in den Wegen Gottes, während Gnade Gottes bleibender Grundsatz ist in Seinem Umgang mit dem Menschen.
3._Das Gesetz wurde durch Vermittlung gegeben, unter Einhaltung einer gewissen Distanz. In der Gnade kommt Gott dem Menschen nahe; Er selbst nimmt es auf sich, den Menschen zu segnen.
4. Das Gesetz erlegte dem Menschen Verpflichtungen auf, die dieser nie zu erfüllen vermochte.
Unter der Gnade hingegen tut Gott selbst alles für den Menschen.​
Im Herrn Jesus Christus
Hans Peter Wepf
1. Mose 15.6
Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.