Bibelkreis.ch
Bibelkreis.ch auf YouTube
Fragen und Antworten BEGRIFFSERKLAERUNG
STEM Publishing Elberfelder
2023 Logos
| Logos Bible Study Platform www.Bibelkreis.ch
https://www.bibelkommentare.de/ Design
F&A
Fragen und
Antworten
00025 Das Gesetz wurde
Engeln anvertraut → angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers. Galater
3.19: Teil 1
Titel:
„Das Gesetz – durch Engel gegeben. Der Mittler – Christus
allein.“
Galater 3,19 – Teil 1
Warum wurde das Gesetz überhaupt gegeben?
Und warum sagt Paulus: „angeordnet durch Engel in der Hand eines Mittlers“?
Was bedeutet das für Israel – und für uns?
1. Das Gesetz kam nicht direkt von Gott zum Volk
Paulus sagt in Galater 3,19:
„Es wurde der Übertretungen wegen hinzugefügt … angeordnet durch Engel in
der Hand eines Mittlers.“
Das Gesetz ist also vermittelt, distanziert,
nicht der unmittelbare Ausdruck der Nähe Gottes.
2. Engel – die ausführenden Organe Gottes
Die Schrift zeigt: Israel war von Engeln umgeben.
• Abraham: „Er wird seinen Engel vor dir hersenden.“
• Jakob: Machanaim – „Doppellager“, Gottes Heerscharen.
• In der Wüste: der Engel Jehovas, in dem Gottes Name ist — שׁם (schem).
• Psalm 68,17: Myriaden von „Wagen Gottes“.
• 5. Mose 33,2: Jehova kommt „von heiligen Myriaden“.
Engel begleiteten, bewahrten, richteten – und sie standen am Sinai.
3. Mose – der Mittler des Gesetzes
Das Gesetz wurde durch Engel gegeben,
in der Hand eines Mittlers – Mose.
Warum?
Weil zwischen Gott und Israel keine Einheit bestand.
Das Volk war sündig, Gott heilig.
Ein Mittler war nötig – aber Mose war nicht der einzige.
Nach ihm kamen viele Mittler: die Hohenpriester.
Der Gesetzesbund war nicht der endgültige Bund.
4. Der Zweck des Gesetzes
Paulus sagt:
• Das Gesetz macht die Übertretung sichtbar.
• Es verurteilt.
• Es zeigt die Distanz.
• Es war zeitlich begrenzt: „bis der Same käme“.
Dieser Same ist Christus.
Das Gesetz war ein pädagogischer Notbehelf,
ein Erziehungsweg – nicht der Weg zur Rettung.
5. Der Gegensatz: Der Bund der Verheißung
Mit Abraham sprach Gott ohne Mittler.
Gott allein verpflichtete sich.
Er gab die Verheißung – ohne Bedingungen.
Darum sagt Paulus:
„Ein Mittler ist nicht Mittler von einem; Gott aber ist einer.“
Im Verheißungsbund steht Gott allein.
Im Gesetzesbund stehen zwei Parteien – und Engel dazwischen.
6. Die Erfüllung: Christus, der einzige Mittler
Das Gesetz kam durch Engel und Mose.
Aber Gnade und Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Er ist der eine Mittler zwischen Gott und Menschen.
Er bringt uns nicht Distanz – sondern Nähe.
Nicht Verdammnis – sondern Leben.
Nicht Forderung – sondern Erfüllung.
>> Es hat Gott wohlgefallen, die
herrliche Botschaft des Evangeliums nicht Engeln aufzutragen,
Das Gesetz wurde Engeln anvertraut--
→→→→
Im Herrn Jesus Christus
Hans Peter Wepf
1. Mose 15.6
Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.
|
Elberfelder 1905 |
|
|
Galater |
|
|
Gal 3,19 Warum nun das Gesetz? Es wurde der
Übertretungen wegen hinzugefügt (bis der Same käme,
dem die Verheißung gemacht war) angeordnet
durch Engel in der Hand eines Mittlers. |
Übertret.: Röm
5,20; 1. Kor 15,56
Same: Gal
3,16
Engel: Apg
7,53; Hebr 2,2
Mittlers: 5.
Mo 5,5; Apg 7,38 |
|
Gal 3,20 Ein<W. der> Mittler aber ist nicht Mittler
von einem; Gott aber ist einer. |
Mittler: 3.
Mo 26,46; 1. Tim 2,5; Hebr 8,6
Gott: Röm
3,30; Jes 46,9 |
Auch Abraham wusste von dem Dienst der Engel; denn als er den Knecht
ausschickte,
um für Isaak eine Braut zu suchen, sagte er zu ihm:
„Er wird Seinen Engel vor dir hersenden.“
Als Jakob seine Heimat verliess, mussten Engel ihn
auf seiner einsamen Wanderung begleiten und ihn beschützen.
Als er endlich ins Land seiner Väter zurückkehrte, begegneten ihm Engel
Gottes.
Er erkannte sie als solche und sprach:
„Dies ist das Heerlager Gottes. Und er gab jenem Ort den Namen
Machanaim“, das heisst: „Doppellager“ oder „Doppelte Heerscharen“.
Wir laden die Menschen ein, zum Blut und zum Mittler des
neuen Bundes zu kommen,
um die Segnungen des neuen
Bundes vor dem Tage seiner Aufrichtung mit Israel zu
empfangen.
Diese Engel müssen ihn an das Gesicht erinnert haben, das er vor
zwanzig Jahren gehabt hatte, als er Engel Gottes auf der Leiter auf–
und niedersteigen sah.
Diese Erscheinung hatte ihn damals des göttlichen Schutzes
versichert.
Ebenso gewiss war es ihm nun, dass Gott mit ihm war, weil Seine
Heere ihn umgaben.
Ein gottgesandter Engel bewahrte das Volk Israel auf der
Wüstenreise;
doch auch dieser war sicherlich kein erschaffener Engel, sondern der
Engel, Jehova,
in Gestalt eines Engels; denn wir lesen etwas von Ihm, das nur von
Gott selbst wahr sein kann:
„Hüte dich vor Ihm und höre auf Seine Stimme und reize Ihn nicht;
denn Er wird eure Übertretung nicht vergeben,
denn mein Name [שׁם (schem)] ist
in Ihm“ (2. Mose 23,21).
Aber wir können sicher sein, dass der Dienst der Engel, Israel auf
seiner Wanderung von Ägypten nach dem Lande der Verheissung zuteil
geworden ist.
Inwieweit die Engel zur Bewahrung Israels vielleicht auch zu dessen
geheimnisvoller Verfolgung mit allem Notwendigen verwendet wurden,
wissen wir nicht.
Aber wir wissen, dass
das Gesetz „durch Engel in der Hand eines Mittlers“ angeordnet
wurde.
(Galater
3,19), und dass
Israel „das Gesetz durch Anordnung von Engeln empfangen hat“ (Apg 7,
53).
Aus Psalm 68,17
ersehen wir, dass die Entfaltung der Herrlichkeit von Tausenden und
aber Tausenden von Wagen Gottes bewirkt wurde.
Wer sind diese „Wagen Gottes“?
kann es sich dabei um etwas anderes handeln als um die Heerscharen
der Engel?
Auch auf dem Berg Sinai traten diese in Erscheinung.
Das wird im fünften Buch Mose bezeugt.
Wir lesen dort: „Jehova. . . ist gekommen von heiligen Myriaden“ (Ps
33,2).
--
Seit mit dem Falle Adams
(1. Mose 3) Sünde und Tod über die gesamte Menschheit herrschen
(Römer 5,12ff.; 3,9ff.),
sind die einzelnen Menschen „tot in Vergehungen und Sünden“ (Eph.
2,1.5),
deshalb „von Natur Kinder des Zornes“ (V. 3)
als „Söhne des Ungehorsams“ (V. 2),
„ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt“ (V. 12).
Sie „sitzen in Finsternis und Todesschatten“ (Lukas 1,79)
und stehen „unter der Gewalt Satans“ (Apostelgeschichte 26,18),
des „Gottes dieser Welt“ (2. Korinther 4,4), und
sind damit „Feinde Gottes“ (Kolosser 1,21; Römer 5,10),
der „Licht ist und gar keine Finsternis in Ihm“ (1. Joh.
1,5).
Gott allein konnte die nun entstandene Kluft zwischen Sich und den
Menschen überbrücken durch einen geeigneten, von Ihm erwählten
Mittler,
um die zerrissene Einheit wiederherzustellen.
Zunächst knüpfte Er an mit einigen Männern des Glaubens wie Abraham
(Gal. 3,16),
danach mit dem jüdischen Volke.
Um dieses nun zur „Erkenntnis der Sünde“ zu bringen (Römer 3,20)
und auf den kommenden Erlöser vorzubereiten (Gal. 3,24),
gab Er ihm das Gesetz, angeordnet durch Engel,
indem Er Mose als Mittler erwählte (Gal. 3,19) zwischen Sich und dem
Volke,
das Ihm nicht nahen durfte noch konnte, ohne zu verderben (2. Mose
19,12).
„Ein Mittler ist nicht Mittler von einem“ (Gal. 3,20a)
oder von zweien, die eins sind, wie der Vater mit Christo (Joh.
10,30).
Ein solcher war hier nötig, da ja um der Sünde des Volkes willen
Gemeinschaft
und Einheit zwischen Gott und dem Volke nicht bestanden (1. Joh.
1,6.7).
„Gott aber ist einer“ (Gal. 3,20b), der mit Israel, dem anderen,
durch Mose, den Mittler,
in Beziehung trat, dem allein der Name „Jehova“ zukommt
(5. Mose 6,4; 1. Kor. 8,4),
der „allein Unsterblichkeit“ hat (1. Tim. 6,16),
und der als Vater, Sohn und Heiliger Geist eine Einheit bildet (vgl.
Joh. 14; Matth. 28,19!),
der auch der Gott aller Nationen ist (Röm. 3,29.30).
So wurde „das Gesetz durch Mose gegeben“;
jedoch „die
Gnade und die Wahrheit ist durch Jesum Christum geworden“
(Joh. 1,17).
Er, der verheissene Same Abrahams (Gal. 3,16.19b),
ist dann der Mittler geworden zwischen Gott und den Menschen (1.
Tim. 2,5; Hebr. 9,15; 12,24),
indem Er „eine ewige Erlösung erfunden hat“ (Hebr. 9,12), deren
Frucht zunächst
das Einssein Gottes mit den Kindern Gottes in Christo ist (Joh. 17),
und am Ende, dass „Gott alles in allem ist“ (1. Kor. 15,28).
-*-
Der Apostel Paulus sucht den Galatern Kap. 3 den Unterschied
zwischen Gesetzes- und Glaubensgerechtigkeit klarzulegen.
Dabei berührt er die beiden Testamente (Gottes Bündnisse) und ihre
Vermittler.
1. Das
Bündnis der Verheissung zielte auf den einen verheissenen Samen (V.
16.19; vgl. 4,22ff.!),
welcher ist Christus. Dieses Bündnis bestand schon, ehe das Gesetz
kam (1. Mose 3,15; 17,1-6).
2. Das
Bündnis des Gesetzes mit Israel, das Gott in Seine besondere
Erziehung nehmen wollte,
ist diesem ersten Bündnis hinzugesetzt worden und ist also eine
Einschaltung für eine bestimmte Zeit,
nämlich „bis der (verheissene) Same käme“; also nur bis auf
Christum.
Beide Bündnisse haben nun ihre Mittler.
Das Gesetzesbündnis hat Mose und nach ihm die Hohenpriester als
Mittler,
welche aber der Tod nicht bleiben liess (Hebr. 7,23.28).
Da war also nicht nur ein Mittler, sondern viele.
Das Bündnis des Glaubens aber, das auf Gottes Verheissungen
gegründet ist,
hat nur einen Mittler (1. Tim. 2,5.6): Jesus.
In Gal. 3,20 ist zunächst von dem Gesetzesmittler, Mose, die Rede.
Mose war aber nicht der eine Mittler, denn das Gesetz ist auch durch
Vermittlung der Engel gegeben worden
(vgl. Apostelgeschichte 7,53);
nebst dem,
dass bis auf Christum der Mittler viele wurden. So ist es also
richtig, daß im Gesetzesbund der
Mittler nicht Einer ist; Gott aber
ist Einer, somit muß das Bündnis des Glaubens,
das nur Einen Mittler
hat, das einzige gültige Bündnis sein.
Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit Sich Selber
(2. Kor. 5,19).
Also der Gesetzesbund ist nicht der einzig und ewig gültige Bund
Gottes zur
Errettung der Menschen, sondern ein Notbehelf, ein
Erziehungsmittel,
bis der Verheissungs- und Glaubensbund durch den
einigen Mittler Jesus Christus, Gott,
hochgelobt in Ewigkeit,
bestätigt war (vgl. Hebr. 9,15-22!).
Daher kann die Seligkeit nicht durch den Gesetzesbund erlangt werden
(vgl. Röm. 9,31.32),
sondern durch den Bund der Verheissung, d. h.
durch die gläubige Annahme des Evangeliums von Jesu Christo (Römer
1,16.17).
-*-
1. In
Seinen Beziehungen zu Abraham (s. Verse 15-17) ist Gott die
alleinige Partei, die sich zu etwas verpflichtet;
Abraham, als die
andere Partei, ist zu nichts verpflichtet.
2. In
Seinen Beziehungen zu Israel verpflichtet Sich Gott als die eine
Partei (2. Mose 19,4-6; 23,20-23 und 25-31).
Aber auch Israel
seinerseits, als die andere Partei, wird verpflichtet und nimmt
die
Verpflichtungen auf sich (2. Mose 19,8; 24,3.7). Überdies wurden
diese
gegenseitigen Verpflichtungen mit Blut besiegelt (2. Mose
24,6-8; Hebr. 9,17-20).
Aus Apostelgeschichte. 7,53 und Galater 3,19
ersehen wir, das von Seiten Gottes Engel die ausführenden Organe
waren.
3. (Schlussfolgerung.)
Wie weit steht dieses unter der erhobenen Tatsache: Gott persönlich
verpflichtet Sich gnädiglich
gegen Abraham, ohne ihn zu
verpflichten. Sind sie, Juden oder Judaisierende, nicht beschämt
darüber,
dass sie das Gesetz über das freie Geschenk der Verheissung
stellen wollen?
Sie rühmten sich ihrer Kenntnis des einigen Gottes.
Wohlan, wo erscheint Gott mehr als der alleinige und einzige Gott:
in Seiner Unterhaltung mit Abraham als der die Verheissung Gebende
oder in den am Sinai durch Anordnung von
Engeln und den
Mittlerdienst des Mose stattfindenden Verhandlungen? Augenscheinlich
bei ersterer Gelegenheit;
denn Gott ist nicht die eine von zwei
unterhandelnden Parteien, wenn er eine Verheissung gibt; nein, Er
ist „Einer“.
F. Kpp.
1._Das Gesetz kann nur verdammen und verfluchen; es macht die Sünde
noch schrecklicher.
Die Gnade aber gibt Leben.
2._Das Gesetz war zeitlich befristet,
eine vorübergehende Phase in den Wegen Gottes,
während
Gnade Gottes bleibender Grundsatz ist in Seinem Umgang mit dem
Menschen.
3._Das Gesetz wurde durch Vermittlung
gegeben, unter Einhaltung einer gewissen Distanz.
In der Gnade kommt
Gott dem Menschen nahe; Er selbst nimmt es auf sich, den Menschen zu
segnen.
4. Das Gesetz erlegte dem Menschen Verpflichtungen auf, die dieser
nie zu erfüllen vermochte.
Unter der Gnade hingegen tut Gott selbst alles für den Menschen.
Im Herrn Jesus Christus
Hans Peter Wepf
1. Mose 15.6
Und er glaubte Jehova; und er rechnete es ihm zur Gerechtigkeit.