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00078 Lunisolarkalender im Alten Testament
Ein Lunisolarkalender kombiniert:
Ziel ist, die Monatszählung mit den Jahreszeiten (Erntezeit) zu synchronisieren. Das ist notwendig, da 12 Mondmonate nur ca. 354 Tage ergeben – etwa 11 Tage weniger als das Sonnenjahr.
Lösung: Regelmäßige Einschaltung eines zusätzlichen Monats (Adar II) etwa alle 2–3 Jahre.
| Zyklus | Dauer (ungefähr) | Bedeutung |
|---|---|---|
| Synodischer Monat | 29,53 Tage | Neumond zu Neumond |
| Tropisches Jahr | 365,24 Tage | Grundlage für die Jahreszeiten |
| Lunisolarer Zyklus | 19 Jahre | 7 Schaltjahre in 19 Jahren (später Meton-Zyklus) |
Der Monat begann mit der Sichtung des Neumonds. Dies ist belegt in 1. Samuel 20,5.24 und Psalm 81,4.
Laut 2. Mose 12,2 beginnt das Jahr mit dem Monat Nisan (Frühjahr). Grundlage war die Reife der Gerste („Aviv“) – siehe 2. Mose 9,31 und 3. Mose 23,10–14.
Im Tanach nicht direkt beschrieben, aber indirekt durch Bezug auf die Ernte impliziert. Später in rabbinischer Tradition geregelt durch drei Kriterien:
| Punkt | Erläuterung |
|---|---|
| Aviv (Gerstenreife) | Basis für Nisan – 2. Mose 9,31; 3. Mose 23,10 |
| Neumondsichtung | Bestimmung des Monatsbeginns – 1. Samuel 20,24 |
| Tagesbeginn bei Sonnenuntergang | 1. Mose 1: „Und es wurde Abend und es wurde Morgen“ |
| Zählung der Tage | Von Abend zu Abend – 3. Mose 23,32 |
| Festtage | Pessach am 14. Nisan, Sukkot am 15. Tischri etc. |
| Sabbat- und Jubeljahre | Siebenerrhythmus – 3. Mose 25 |
Der biblische Kalender ist:
Die Zeitbestimmung diente nicht nur der Ordnung, sondern war tief in den heilsgeschichtlichen Ablauf eingebettet.
Zusammenhang zum neutestamentlichen
Kalenderverständnis und
zur messianischen Bedeutung der Feste anschauen.