Fragen und Antworten

00085  Zusammenfassung zu Johannes Kapitel 6

Einführung zu Johannes Kapitel 6

1.  Zusammenhang mit den vorherigen Kapiteln

o   Die Kapitel 5–7 stehen in einem inneren Zusammenhang.

o   Jedes beginnt mit einem jüdischen Fest:

§  Kapitel 5: Passah

§  Kapitel 6: Passah

§  Kapitel 7: Laubhüttenfest

o   Auf die einleitenden Begebenheiten folgen tiefgründige Reden Jesu.

2.  Zeitlicher Abstand zwischen Kapitel 5 und 6

o   Zwischen den Ereignissen liegt fast ein Jahr.

o   Johannes übergeht viele Ereignisse, die in den anderen Evangelien berichtet werden.

3.  Thematische Schwerpunkte

o   Kapitel 5: Betont die Gottheit Jesu – Er ist der Sohn, der lebendig macht.

o   Kapitel 6: Zeigt Jesus als den himmlischen Menschen, der sein Leben gibt, damit Menschen ewiges Leben empfangen.

o   Drei Aspekte Christi in Kapitel 6:


Die Speisung der Fünftausend (Joh 6,1–15)

1.  Jesus prüft Philippus (V. 5–6).

2.  Andreas bringt einen Knaben mit fünf Gerstenbroten und zwei Fischen (V. 8–9).

3.  Jesus vermehrt die Brote und speist die Menge (V. 11).

4.  Zwölf Körbe bleiben übrig (V. 13).


Jesus wandelt auf dem See (Joh 6,16–21)


Die Rede über das Brot des Lebens (Joh 6,22–59)

1.  Falsche Motive der Menge (V. 26–27)

o   Sie suchen Jesus wegen des irdischen Brotes, nicht wegen geistlicher Speise.

o   Jesus warnt: „Wirkt nicht für die Speise, die vergeht, sondern für die, die ins ewige Leben bleibt.“

2.  Die Frage nach dem „Werk Gottes“ (V. 28–29)

o   Die Juden fragen: „Was sollen wir tun?“

o   Jesu Antwort: „Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.“

3.  Jesus als das wahre Manna (V. 30–40)

o   Die Juden vergleichen Jesu Wunder mit Mose und dem Manna.

o   Jesus erklärt: „Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater.“ (V. 32).

o   Er selbst ist das „Brot des Lebens“ (V. 35).

4.  Die Notwendigkeit, Jesu Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken (V. 41–59)

o   Die Juden murren (V. 41).

o   Jesus vertieft die Symbolik:

§  „Mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank.“ (V. 55).

§  Dies weist auf seinen Opfertod hin (nicht auf das Abendmahl!).

Hier haben wir auch einen der vielen Ich bin Aussprüche des Herm Jesus im Johannes-Evangelium.
Damit erhebt Er den Anspruch, Gott selbst zu sein, denn als der
 „Ich bin, der ich bin" war Er von den Juden aus dem Alten Testament gekannt (s. 2. Mo 3,14).
 Mit vielen weiteren Beiffgungen bezeugt Er immer wieder in diesem Evangelium diese Tatsache:

•            Ich bin das Brot des Lebens (6,35.48)

•            Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist (6,41)  Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist (6,51)

•            Ich bin das Licht der Welt (8,12)

•            Ich bin die Tür der Schafe (10,7)

•            Ich bin die Tür (10,9)

•            Ich bin der gute Hirte (10,11.14)

•            Ich bin die Auferstehung und das Leben (11,25)

•            Ich bin als Licht in die Welt gekommen (12,46)

•            Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (14,6)

•            Ich bin der wahre Weinstock (15,1.5)

Brot — Brot aus dem Himmel — Brot Gottes — Brot des Lebens — lebendiges Brot


Reaktionen auf Jesu Rede (Joh 6,60–71)

1.  Viele Jünger wenden sich ab (V. 60–66)

o   Die Rede ist zu hart für sie.

o   Jesus betont die geistliche Bedeutung (V. 63).

2.  Das Bekenntnis der Zwölf (V. 67–71)

o   Petrus spricht für die Jünger: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“ (V. 68).

o   Jesus weist auf den Verrat des Judas hin (V. 70–71).


Zusammenfassung der Hauptaussagen

  1. Jesus ist das Brot des Lebens – Er allein stillt den geistlichen Hunger.
  2. Der Glaube an Ihn ist entscheidend – nicht Werke, sondern Vertrauen auf sein Opfer.
  3. Sein Tod und Auferstehung sind zentral – nur durch ihn gibt es ewiges Leben.
  4. Viele lehnen ihn ab – aber die, die glauben, haben Teil an ihm.