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Zusammenfassung zu Johannes Kapitel 14
Strukturierte Zusammenfassung zu Johannes Kapitel 14
aus der Betrachtung WDBL „Was lehrt die Bibel“:
Johannes 14 – Der Obersaal: Die Lehre des Sohnes über den Tröster
Übersicht
- 1–4: Das Vaterhaus in der Höhe
- 5–7: Die Frage des Thomas – Der Weg, die Wahrheit und das Leben
- 8–21: Die Aussage des Philippus – Offenbarung des Vaters im Sohn
- 22–31: Die Frage des Judas (nicht des Iskariot) – Die bleibende Gegenwart Gottes
1. Das Vaterhaus in der Höhe (14,1–4)
- Der Herr tröstet die verunsicherten Jünger und fordert Vertrauen: „Euer Herz werde nicht bestürzt“.
- Er stellt das Vaterhaus mit vielen „Wohnungen“ als himmlisches Ziel vor. Dies ist bildhafte Sprache für Gemeinschaft mit dem Vater.
- Christus geht hin, um „einen Platz zu bereiten“ – nicht baulich, sondern durch Seinen Tod, Auferstehung und Himmelfahrt.
- Die Verheißung Seines persönlichen Wiederkommens zur Entrückung der Gläubigen wird gegeben (vgl. 1Thes 4,14–18).
2. Die Frage des Thomas (14,5–7)
- Thomas versteht das „Wohin“ und den „Weg“ nicht.
- Jesus antwortet: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“
- Niemand kommt zum Vater denn durch Ihn – Er ist die einzige Verbindung zwischen Gott und Mensch.
- Die drei Bezeichnungen „Weg, Wahrheit, Leben“ können mit Kain, Bileam und Korah kontrastiert werden (Jud 11).
3. Die Aussage des Philippus (14,8–21)
8–11: Der Vater im Sohn sichtbar
- Philippus wünscht, den Vater zu sehen.
- Der Herr erklärt, dass wer Ihn sieht, den Vater sieht (vgl. Joh 1,18; 10,38).
- Die Werke und Worte Jesu bezeugen den Vater – göttliche Gleichheit wird offenbart.
12–15: Größere Werke und das Gebet im Namen Jesu
- Die Jünger sollen durch den Heiligen Geist größere (geistliche) Werke tun als der Herr (z. B. Pfingsten, Mission).
- Gebet im Namen Jesu wird eingeführt – eine neue Form des Betens nach der Himmelfahrt.
- Liebe zeigt sich im Halten der Gebote.
16–21: Die Verheißung des Heiligen Geistes
- Der Vater wird auf Bitte des Sohnes einen „anderen Sachwalter“ (Paraklet, Tröster) senden.
- Der Heilige Geist wird ewig bei den Gläubigen sein – Er ist der „Geist der Wahrheit“.
- Die Welt kennt Ihn nicht; der Gläubige kennt Ihn, weil Er in ihm wohnt.
- Christus wird die Seinen nicht als Waisen lassen – Er kommt zu ihnen nach der Auferstehung.
- „An jenem Tag“ (Auferstehung, Pfingsten) werden sie erkennen: Der Sohn ist im Vater, die Gläubigen im Sohn und Er in ihnen.
- Liebe zeigt sich erneut in Gehorsam: Wer liebt, wird von Vater und Sohn geliebt und erlebt persönliche Offenbarung Christi.
4. Die Frage des Judas (nicht des Iskariot) (14,22–31)
22–24: Gemeinschaft durch Liebe und Gehorsam
- Judas fragt, warum Christus sich nur den Seinen offenbart und nicht der Welt.
- Antwort: Der Vater und der Sohn kommen zu dem, der liebt und gehorcht, und machen bei ihm Wohnung – geistliche Gemeinschaft (vgl. V. 2).
- Der Welt fehlt Liebe und Gehorsam, daher bleibt ihr diese Offenbarung verborgen.
25–26: Das Wirken des Heiligen Geistes
- Der Heilige Geist wird lehren und an alles erinnern, was Jesus gesagt hat – zentrale Hilfe besonders für die Apostel in ihrem Dienst.
- Er garantiert die vollständige und göttlich inspirierte Weitergabe Jesu Lehren.
27–31: Der göttliche Friede und der Gehorsam bis zum Kreuz
- Jesus hinterlässt Seinen Frieden – nicht wie die Welt, sondern übernatürlich und unerschütterlich.
- Die Freude über Jesu Rückkehr zum Vater sollte ihre Trauer vertreiben.
- „Der Vater ist größer als ich“ – bezogen auf Jesu Stellung in Erniedrigung auf Erden.
- Der Fürst dieser Welt kommt – hat aber nichts in Ihm. Jesus geht ans Kreuz aus Liebe zum Vater und vollkommenem Gehorsam.
- „Steht auf, lasset uns von hinnen gehen“ – Übergang zur Passion.
Thematische Schwerpunkte:
- Die Tröstung der Jünger durch Ausblick auf das Vaterhaus.
- Christus als Weg – Wahrheit – Leben.
- Der Vater wird im Sohn offenbart.
- Die verheißene Gabe des Heiligen Geistes.
- Persönliche Gemeinschaft Gottes mit dem gehorsamen Gläubigen.
- Christi Friede und vollkommener Gehorsam bis ans Kreuz.