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Fragen und Antworten

00108  In was hat das Volk Israel versagt?
In was hat das Volk Israel versagt?“

Wenn wir über das Volk Israel sprechen, dann nicht als Richter, sondern als Lernende. Die Bibel zeigt Israels Versagen – aber immer im Licht von Gottes Treue. Genau das macht dieses Thema so wichtig für uns heute.

1. Versagen im Glauben und Vertrauen

Schon kurz nach dem Auszug aus Ägypten zweifelte Israel an Gottes Versorgung.
In der Wüste murrten sie trotz der Wunder, die sie gerade erlebt hatten.
Die 10 Kundschafter brachten ein ungläubiges Zeugnis – und das Volk lehnte den Einzug ins verheißene Land ab.
Der Hebräerbrief fasst es zusammen: „Sie konnten wegen des Unglaubens nicht hineinkommen.“

2. Ungehorsam gegenüber Gottes Gesetz
Am Sinai versprach Israel: „Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun.“
Doch schon bald entstand das goldene Kalb.
In der Richterzeit tat jeder, was „recht war in seinen Augen“.
Und in der Prophetenzeit wurde Gottes Gesetz immer wieder missachtet – trotz unzähliger Warnungen.

3. Götzendienst und geistlicher Ehebruch

Das Nordreich fiel durch Jerobeams goldene Kälber ab, später durch Baalsdienst unter Ahab.
Auch Juda verfiel in Götzendienst und Okkultismus.
Die Propheten beschrieben Israel als eine untreue, ehebrecherische Frau – ein drastisches Bild für geistlichen Abfall.

4. Ablehnung der Propheten

Israel verfolgte und tötete die Boten Gottes.
Jeremia wurde verfolgt, Jesaja nach Überlieferung zersägt.
Jesus selbst klagt: „Jerusalem, das die Propheten tötet…“
Das zeigt: Das Problem war nicht mangelnde Information – sondern ein hartes Herz.

5. Ablehnung des Messias

Der Höhepunkt des Versagens:
„Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an.“
Jesus wurde verworfen, obwohl er der verheißene Messias war.
Petrus und Stephanus zeigen in Apostelgeschichte 2–7: Israel hat sowohl das Gesetz gebrochen als auch den Messias verworfen.

6. Selbstgerechtigkeit statt Umkehr

Paulus sagt: Israel suchte seine eigene Gerechtigkeit aufzurichten und unterwarf sich nicht der Gerechtigkeit Gottes.
Das ist das Wesen religiöser Selbstgerechtigkeit: Man meint, man brauche keine Gnade.

7. Versagen im priesterlichen Dienst

Die Priester sollten Erkenntnis bewahren und das Volk lehren.
Doch viele wurden korrupt, gierig und untreu – wie die Söhne Elis.
Malachi sagt: „Ihr seid vom Weg abgewichen.“

Fazit

Israel hat in vielen Bereichen versagt: im Glauben, im Gehorsam, im Herzen, im Zeugnis.
Aber – und das ist die große Botschaft der Schrift – Gottes Treue bleibt.
„Die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.“
Gott wird Israel am Ende wiederherstellen.
Seine Treue überragt jede menschliche Untreue.

Das Volk Israel hat im Alten und Neuen Testament in verschiedenen Bereichen versagt. Dieses Versagen ist jedoch immer im Licht der Erwählung,
der Bündnisse Gottes und der prophetischen Verheißungen zu betrachten.


1. Versagen im Glauben und Vertrauen auf Gott


2. Ungehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes


3. Götzendienst und geistlicher Ehebruch


4. Ablehnung der Propheten und des Wortes Gottes


5. Ablehnung des Messias


6. Selbstgerechtigkeit statt Umkehr


7. Versagen im priesterlichen und prophetischen Dienst


Fazit:

Israel hat auf vielerlei Weise versagt: im Glauben, im Gehorsam, im Herzen, im Zeugnis.
Und dennoch bleibt die Erwählung Israels bestehen –
„die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar“ (Röm 11,29)
.
 Gottes Treue überragt Israels Untreue
 – Er wird sie am Ende wiederherstellen (Röm 11,25–27; Sach 12–14; Hes 36–37).