Fragen und Antworten


Q. Von Wilfried F:

 

Der Vers Matthäus 18,11 („Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu erretten“) fehlt in vielen modernen Bibelübersetzungen oder steht nur in einer Fußnote, weil er in den ältesten und zuverlässigsten griechischen Handschriften nicht enthalten ist.


1. Textkritischer Hintergrund


2. Folgen für Bibelübersetzungen


3. Warum moderne Übersetzungen ihn zurückhaltend behandeln

  1. Frühe Textzeugen sind ohne diesen Vers – was ihn aus Sicht der Textkritik sekundär erscheinen lässt.

  2. Inhaltliche Parallele zu Lukas 19,10 – spricht dafür, dass er vermutlich als Harmonisierung eingetragen wurde.

  3. Prinzip: älteste und vielfältigste Bezeugung – moderne kritische Ausgaben geben Lesarten den Vorzug, die in geografisch und zeitlich unabhängigen Quellen belegt sind.

    Hier ist die gewünschte Übersicht über einige bedeutende deutsche Bibelübersetzungen und den Umgang mit Matthäus 18,11 („Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu erretten.“). Ich unterscheide dabei, ob der Vers im Haupttext erscheint oder nur in einer Fußnote bzw. ausgelassen wurde:


    Übersicht: Matthäus 18,11 – Wo steht der Vers?

    Übersetzung Haupttext Fußnote / ausgelassen
    Luther 1912 / 1545 Ja
    Luther (neuere Revisionen z. B. 2017) Nein (Fußnote oder ausgelassen) Ja
    Schlachter 2000 (Schlachter 1951) Ja (beide Ausgaben)
    Hoffnung für alle (Hfa) – (Fußnote) Ja
    Gute Nachricht Bibel (GNB) – (Fußnote) Ja

    Komplette Erklärungen und Quellen


    Hintergrund – Warum nur Fußnote oder ausgelassen?

    Der Grund liegt in der textkritischen Bewertung des Verses:


    Fazit

    Möchtest du zu einer bestimmten Übersetzung noch mehr Details – etwa den genauen Wortlaut der Fußnote oder eine Parallelübersicht? Sag einfach Bescheid!