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Antwort zu einer Forum Frage
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Übersicht wird
laufend ergänzt mit den Fragen aus den
stillgelegten "Alten" und
"Neuen" Foren.
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Fragen und
Antworten
Liebe Glaubensgeschwister, wie geht es euch damit?
Am 23./24.9.25 ist Rosch Haschana _ für den 7.9.25
ist ein Blutmond vorausgesagt, für den 21.9.25 eine Sonnenfinsternis.
Das WWW, YouTube quillt über vor ungebremsten
"Visionen".
Ein Beispiel, was für alle gelten kann:
"Alles schaut gespannt auf Rosch Haschanah
(23/24.9.2025) und die gleichzeitig beginnende hochrangige UN-Vollversammlung
und den sehr wahrscheinlich erfolgenden „Vertrag mit den Vielen“ (Daniel-9,27)
incl. „Frieden und Sicherheit“, wozu 2. Thess. 2,3 sagt: „Wenn sie nämlich sagen
werden: »Friede und Sicherheit«, dann wird sie das Verderben plötzlich
überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht
entfliehen.“.
Laut Joel soll dem „Verderben“ bzw. Beginn vom
Gerichts-„Tag des HERRN“ ein Blutmond vorausgehen: “die Sonne soll verwandelt
werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag
des HERRN kommt.“ (Joel 3,4). Genau das haben wir – mehr noch: Diesmal geht der
Mond sogar gleich unheilvoll als Blutmond auf! Mehr noch: Joel spricht eine
Sonnenfinsternis an und eine solche gibt es ausgerechnet 2 Tage vor Beginn der
hochrangigen UN-Vollversammlung - abgesehen von der gewesenen ...
Daher: Willst Du in Gottes Gericht kommen?!?
Komm JETZT sofort in Buße und Umkehr zu Jesus!
Es gibt ein „zu spät"! "
Abgesehen davon, dass es tatsächlich ein Zuspät gibt,
ist das ganze doch völlig aus "der Zeit" genommen, für die es tatsächlich vorher
gesagt wurde ... oder?

Das ist doch für die Zeit nach der Entrückung genannt
(2. Hälfte der Trübsal) ...
Oder irre ich da?
Wie gesagt, auf YouTube wird diesbezüglich ein
richtiger Hype vollzogen.
Was meint ihr?
Gisa Harnack
Joel
3,1
„Und danach wird es geschehen, daß ich
meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch; und eure Söhne und eure
Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure Jünglinge
werden Gesichte sehen.“
Auslegung
-
„Danach“ knüpft an die vorherige
Wiederherstellung Israels (Joel 2,18–27) an. Nach Gericht und Segen verheißt
Gott eine neue Zeit, in der der
Geist nicht mehr nur einzelnen Propheten oder Königen gegeben wird
(wie Mose, Samuel, David, Jesaja), sondern
auf „alles Fleisch“ –
universale Ausgießung.
-
Die Verheißung schließt Männer und
Frauen, Junge und Alte, Knechte und Mägde ein. Keine gesellschaftliche oder
religiöse Schranke mehr.
Querverweise
-
Apg 2,16–18: Petrus zitiert genau diese Stelle zu Pfingsten. Er
sagt nicht, dass die Prophezeiung vollständig erfüllt sei, sondern dass
„dies das ist, was durch den Propheten Joel gesagt ist“. Es begann sich zu
erfüllen, die endgültige Ausweitung auf Israel und alle Völker steht noch
aus.
-
Jes 44,3: „Ich werde
meinen Geist ausgießen auf deinen Samen.“
-
Hes 36,27; 39,29:
Geistverheißung im Zusammenhang mit Israels Wiederherstellung.
-
Joh 7,39: Der Geist
konnte noch nicht gegeben werden, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.
Joel 3,2
„Und selbst über die Knechte und über
die Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen.“
Auslegung
-
Die Ausgießung betrifft auch die sozial
niedrigsten Schichten – Gott zeigt, dass geistliche Segnung
nicht an Stellung, Bildung oder
Herkunft gebunden ist.
-
„In jenen Tagen“ deutet auf die
messianische Zeit,
beginnend mit Pfingsten, aber vollendet im messianischen Reich.
Querverweise
-
Gal 3,28: „Da ist nicht
Sklave noch Freier … ihr seid alle einer in Christus Jesus.“
-
1Kor 12,13: „Wir sind
alle durch einen Geist in einen Leib getauft.“
Joel 3,3
„Und ich werde Wunder geben im Himmel
und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen.“
Auslegung
-
Hier beginnt die prophetische Schau der
eschatologischen Gerichte.
Zeichen im Himmel (kosmische Erschütterungen) und auf der Erde (Feuer, Blut,
Rauch) begleiten die Zeit der großen Drangsal.
-
Diese Sprache findet sich auch in den
Propheten und in der Offenbarung und weist auf
kriegerische Katastrophen,
Naturkatastrophen und göttliches Gericht hin.
Querverweise
-
Jes 13,10; Hes 32,7; Mt 24,29:
Sonne und Sterne werden verfinstert.
-
Offb 6,12–14; 8,7; 9,17–18:
Blut, Feuer, Rauch – Bilder der endzeitlichen Gerichte.
Joel 3,4
„Die Sonne wird sich in Finsternis
verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag Jehovas kommt, der große und
furchtbare.“
Auslegung
-
„Sonne in Finsternis“:
Symbol für das Erlöschen aller irdischen Herrschaft und Autorität (vgl. Jes
24,23; Offb 6,12). Auch buchstäblich denkbar: kosmische Finsternis.
-
„Mond in Blut“: Der Mond,
der das Licht der Sonne widerspiegelt, erscheint blutrot. Dies kann
einerseits ein astronomisches
Phänomen sein (z.B. totale Mondfinsternis, bei der der Mond
kupferrot erscheint). Andererseits hat es
symbolische Bedeutung:
Blut ist Zeichen von Tod und Gericht.
Zeitliche Einordnung
-
„Ehe der Tag Jehovas kommt“ – also
unmittelbar vor der Erscheinung
Christi in Herrlichkeit (vgl. Mt 24,29–30).
-
Dieser „Tag Jehovas“ ist der große
eschatologische Tag des Gerichtes, nicht nur 24 Stunden, sondern eine
Zeitspanne, beginnend mit den endzeitlichen Gerichten und gipfelnd in der
Aufrichtung des messianischen Reiches.
Querverweise
-
Jes 34,4; Hes 32,7–8:
Himmelskörper erschüttert.
-
Mt 24,29; Mk 13,24–25; Offb
6,12–13: Sonne verdunkelt, Mond blutrot, Sterne fallen.
-
Apg 2,20: Petrus zitiert
diesen Vers, aber die „Zeichen“ sind zu Pfingsten noch nicht eingetreten –
sie sind zukünftig.
Joel 3,5
„Und es wird geschehen, ein jeder, der
den Namen Jehovas anrufen wird, wird errettet werden; denn auf dem Berge
Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie Jehova gesprochen hat, und
unter den Übriggebliebenen, welche Jehova berufen wird.“
Auslegung
-
Inmitten von Gericht bietet Gott
Rettung für den, der ihn anruft.
-
„Auf dem Berge Zion und in Jerusalem“ –
dort wird Gottes Heilshandeln sichtbar. Für Israel: der Ort der
Wiederherstellung.
-
„Übriggebliebene“ =
der treue Überrest
Israels in der Endzeit, die durch die Drangsal hindurch bewahrt werden.
Querverweise
-
Röm 10,13: Paulus zitiert
diesen Vers und wendet ihn auf das Evangelium an – jeder, der Jesus als
Herrn bekennt, wird gerettet.
-
Sach 13,8–9: Nur ein
Überrest wird übrigbleiben.
-
Offb 14,1: Die 144.000
auf dem Berg Zion.
Zusammenfassung: Zeit und Bedeutung
-
Teilweise Erfüllung zu
Pfingsten (Apg 2) – die Ausgießung des Geistes begann.
-
Endgültige Erfüllung in
der Endzeit, während der großen Drangsal und unmittelbar vor dem Tag des
Herrn.
-
„Mond in Blut“ bedeutet:
kosmisches Zeichen, Gerichtssymbol, wahrscheinlich buchstäblich eine
blutrote Verfinsterung des Mondes, zugleich aber Bild für das blutige
Gericht über die Welt.
-
Die Botschaft: Trotz Gericht gibt es
Rettung für jeden, der
den Namen Jehovas (im NT: des Herrn Jesus) anruft.
Joel
redet vom kommenden Gericht über Israel als Wegbereiter für die
zukünftige Segnung im messianischen
Reich. Ich knüpfe daran an und zeige den heilsgeschichtlichen Bogen
– wie Joel 3,1–5 (2,28–32) im Neuen
Testament aufgenommen wird und wie es in der Zukunft für Israel zur
endgültigen Erfüllung kommt.
1. Der Kontext in Joel: Gericht → Wiederherstellung → Herrlichkeit
Joel ist ein „Prophet der
Tag-Jehovas-Botschaft“. Seine Botschaft verläuft in klaren Linien:
-
Zuerst Gericht: Die
Heuschreckenplage (Kap. 1) ist ein Vorbild kommender Drangsale.
-
Dann der Tag Jehovas:
Die Völkerheere kommen gegen Israel (Kap. 2).
-
Wiederherstellung Israels:
Gott greift ein, zerstört die Feinde, segnet das Land (2,18–27).
-
Ausgießung des Geistes &
kosmische Zeichen: als Vorstufe zur endgültigen Segnung
(3,1–5).
-
Israel als Haupt der Nationen im
1000-jährigen Reich (Kap. 4 [in manchen Bibeln 3]): Die
Nationen werden gerichtet, Zion wird Mittelpunkt.
Das heißt:
Joel 3,1–5 steht genau zwischen
Gericht und Herrlichkeit – es zeigt, dass Gott inmitten des
Gerichtes geistlich wirkt (Geist-Ausgießung), aber auch kosmisch Gericht
ankündigt (Sonne/Mond), bevor die Herrlichkeit Zions anbricht.
2. Anwendung im Neuen Testament
Pfingsten (Apostelgeschichte 2)
-
Petrus zitiert Joel 3,1–5 (2,28–32)
und sagt: „Dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist“ (Apg
2,16).
-
Er sieht in der
Ausgießung des Geistes
die erste Erfüllung.
-
Aber: die kosmischen Zeichen
(Sonne, Mond, Blut, Rauch) waren damals nicht eingetreten. → Also:
Teil-Erfüllung,
nicht Vollendung.
-
Pfingsten war der
Anfang der Ausgießung,
die endgültige Fülle betrifft Israel in den letzten Tagen (vgl. Sach
12,10).
Paulus (Römer 10,13)
Der Herr Jesus (Matthäus 24,29–30)
Offenbarung (6,12–17; 8–9)
-
In den Siegel- und
Posaunengerichten sehen wir fast wörtlich die Bilder Joels: Sonne
schwarz, Mond blutrot, Rauch, Feuer, Blut.
-
Diese Zeichen gehören zur
großen Drangsal, wenn
Israel bedrängt, aber dann befreit wird.
3. Heilsgeschichtlicher Bogen
-
Jetztzeit (Kirche):
Teil-Erfüllung durch Pfingsten. Der Geist ist schon ausgegossen, aber
nicht in dem Maß, wie es für Israel im Reich verheißen ist.
-
Zukünftige Drangsalszeit
(Gericht über Israel und die Nationen):
-
Zeichen am Himmel (Joel 3,3–4).
-
Große Drangsal (Mt 24,21).
-
Ein Überrest Israels wird den
Namen des Herrn anrufen (Joel 3,5; Sach 13,9).
-
Das Kommen des Herrn – Tag
Jehovas:
-
Gericht über die Nationen im
Tal Joschafat (Joel 4).
-
Israel wird gereinigt und als
Haupt der Nationen eingesetzt (5Mo 28,13 erfüllt).
-
Dann strahlt es als Licht (Jes
60,1–3).
→ Genau, wie du gesagt hast:
vor dem 1000-jährigen Reich steht
das Gericht über Israel, und
erst danach wird Israel
als Haupt der Nationen zum Lichtträger in der Welt.
4. Das Bild „Mond in Blut“ –
heilsgeschichtlich
-
Astronomisch:
wahrscheinlich eine tatsächliche Blutmond-Erscheinung (totale
Mondfinsternis).
-
Symbolisch: Der Mond
spiegelt das Licht der Sonne. In der Bibel ist Israel oft das Volk, das
Gottes Licht widerspiegeln soll (Ps 89,37–38).
-
In der Drangsalszeit erscheint
Israel jedoch „im Blut“ – blutig verfolgt, im Gericht, unter Tod und
Leiden.
-
Aber nach diesem Gericht wird
Israel im Reich wieder hell leuchten (Jes 60,19–20).
Zusammenfassung
Joel 3,1–5 zeigt:
-
Pfingsten = Anfang
der Ausgießung des Geistes.
-
Große Drangsal =
kosmische Zeichen, Gericht über Israel und die Nationen.
-
Überrest Israels =
ruft den Namen Jehovas an und wird errettet.
-
Zukunft im Reich =
Israel als Lichtträger, Haupt der Nationen, Zion als Zentrum der
Herrlichkeit.
„Die Sonne wird sich in
Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag Jehovas kommt“
– das heißt: Gericht zuerst,
Herrlichkeit danach.
heilsgeschichtlichen Zeitstrahl zu Joel
3,1–5:

-
Beginn bei Pfingsten mit der Geistausgießung
(Teil-Erfüllung),
-
dann die Gemeindezeit,
-
danach die große Drangsal mit den kosmischen
Zeichen (Sonne finster, Mond in Blut),
-
der Tag Jehovas mit Gericht,
-
die Rettung des Überrestes,
-
und schließlich das 1000-jährige Reich, wo
Israel Licht und Haupt der Nationen ist.