Fragen und Antworten

00178 Kapitelübersicht Matthäus
Kapitelübersicht Matthäus 1–4 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 1–4

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 1

Der Stammbaum Jesu Christi, des Sohnes Davids und des Sohnes Abrahams, zeigt die rechtmäßige messianische Linie bis zu Josef. Maria wird, noch ehe sie mit Josef zusammenkommt, durch den Heiligen Geist schwanger; ein Engel beruhigt Josef und weist ihn an, Maria zu nehmen. Der Name „Jesus“ („Jehova ist Rettung“) wird festgelegt; die Jungfrauengeburt erfüllt Jes 7,14: „Immanuel – Gott mit uns“. Josef gehorcht, nimmt Maria zu sich und nennt den Erstgeborenen Jesus.

Matthäus 2

Weise aus dem Morgenland suchen den neugeborenen König der Juden; Herodes erschrickt, und die Schriftgelehrten verweisen auf Mi 5,1: Bethlehem als Geburtsort. Die Weisen huldigen dem Kind und bringen Gold, Weihrauch und Myrrhe; im Traum gewarnt, kehren sie auf einem anderen Weg zurück. Josef flieht mit Maria und dem Kind nach Ägypten – Erfüllung von Hos 11,1 („Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen“). Herodes lässt die Knaben in Bethlehem töten; nach seinem Tod kehrt die Familie zurück und wohnt in Nazareth – „er wird Nazaräer genannt“.

Matthäus 3

Johannes der Täufer tritt in der Wüste Judäas auf, ruft zur Buße und kündigt das nahe Reich der Himmel an; die Taufe ist Zeichen der Umkehr. Er verweist auf den Stärkeren, der mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen wird, und kündigt Gericht an. Jesus lässt sich von Johannes taufen, „um alle Gerechtigkeit zu erfüllen“; der Himmel öffnet sich, der Geist kommt wie eine Taube auf ihn. Eine Stimme aus den Himmeln bezeugt: „Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“

Matthäus 4

Vom Geist in die Wüste geführt, wird Jesus vierzig Tage versucht; er wehrt die dreifache Versuchung (Brot, Tempelsturz, Weltherrschaft) jeweils mit der Schrift ab. Der Teufel weicht, und Engel dienen ihm. Nach der Gefangennahme des Johannes beginnt Jesus seinen Dienst in Galiläa und wohnt in Kapernaum – Erfüllung von Jes 8–9 („Galiläa der Nationen“). Seine Botschaft lautet: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe.“ Er beruft Simon Petrus und Andreas, ebenso Jakobus und Johannes, und zieht lehrend, predigend und heilend durch ganz Galiläa; große Volksmengen folgen ihm.

Kapitelübersicht Matthäus 5–8 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 5–8

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 5

Jesus steigt auf den Berg und lehrt die Jünger: Die Seligpreisungen beschreiben den Charakter derer, die zum Reich gehören. Salz und Licht zeigen ihre Verantwortung in der Welt. Der Herr bestätigt die Gültigkeit des Gesetzes, erfüllt es und vertieft dessen Forderung bis auf Herzensebene (Mord/Ehebruch/Wahrhaftigkeit/Nächstenliebe). Er ruft zur Feindesliebe und zur Vollkommenheit des Vaters als Maßstab.

Matthäus 6

Die Gerechtigkeit der Jünger soll verborgen vor Menschenlob gelebt werden: Almosen, Gebet, Fasten. Das „Vaterunser“ ordnet das Leben an Gottes Name, Reich und Willen aus und bittet um tägliche Versorgung, Vergebung und Bewahrung. Schätze im Himmel statt irdischer Sorge; man kann nicht Gott und dem Mammon dienen. Sorgt euch nicht, euer Vater weiß, was ihr benötigt — „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“.

Matthäus 7

Warnung vor richtendem Geist und vor Heuchelei; der Splitter im Auge des Bruders wird mit dem Balken im eigenen Herzen kontrastiert. Ermutigung zum Vertrauen: Bitten–Suchen–Anklopfen; die goldene Regel fasst das Gesetz zusammen. Die enge Pforte und der schmale Weg, falsche Propheten an ihren Früchten, das ernste „Ich habe euch nie gekannt“ für bloß äußere Bekenner. Das Haus auf Fels ist, wer hört und tut; die Menge staunt über Jesu Vollmacht.

Matthäus 8

Der Herr bestätigt die Vollmacht seiner Lehre durch Taten: Er reinigt einen Aussätzigen, heilt den Knecht des heidnischen Hauptmanns (Glaubensvorbild!), und macht Petrus’ Schwiegermutter gesund. Viele werden geheilt — Er trägt unsere Schwachheiten (Jes 53,4). Wer nachfolgen will, lernt die Kosten kennen; Wind und Wellen gehorchen Ihm. In der Gegend der Gadarener befreit Er zwei Besessene; die Stadt bittet Ihn zu gehen — Menschen fürchten um ihre Schweine statt den Retter zu ehren.

Kapitelübersicht Matthäus 9–12 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 9–12

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 9

Jesus vergibt und heilt den Gelähmten – die Schriftgelehrten murren über seine Autorität. Er beruft Matthäus, isst mit Zöllnern und Sündern und lehrt Barmherzigkeit statt Opfer. Neue Freude im Reich erfordert neue Schläuche. Er weckt die Tochter des Jairus auf, heilt die blutflüssige Frau, öffnet Blinden die Augen und treibt Dämonen aus. Er sieht die Volksmengen, mitleidig wie Schafe ohne Hirten, und spricht vom großen Erntefeld.

Matthäus 10

Die zwölf Apostel werden ausgesandt, mit Vollmacht Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben. Der Herr weist sie auf Verfolgung, Hass und Bedrängnis hin, verheißt aber Beistand des Geistes. Jünger sollen Familie, Besitz und selbst ihr Leben hintanstellen, um Ihm zu folgen. Wer die Boten Jesu aufnimmt, empfängt Ihn selbst; schon ein Becher kalten Wassers im Jüngernamen wird nicht unbelohnt bleiben.

Matthäus 11

Johannes im Gefängnis sendet Boten; Jesus bezeugt seine Sendung und mahnt: „Glückselig, wer nicht Anstoß nimmt an mir.“ Städte wie Chorazin, Bethsaida und Kapernaum werden wegen ihrer Verstockung schwer verurteilt. Jesus dankt dem Vater, dass er seine Wahrheit den Unmündigen offenbart. Großartige Einladung: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“

Matthäus 12

Streit um Sabbat: Jesus ist Herr des Sabbats. Er heilt am Sabbat, die Pharisäer beraten ihn zu töten. Er treibt Dämonen aus, wird der Teufelsmächte bezichtigt, warnt vor der unvergebbaren Sünde gegen den Heiligen Geist. Das Herz des Menschen zeigt sich an seinen Worten; Jonas Zeichen kündigt seine Auferstehung an. Jesu wahre Familie sind die, die den Willen des Vaters tun.

Kapitelübersicht Matthäus 13–17 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 13–17

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 13

Der Herr spricht in Gleichnissen vom Reich der Himmel: Sämann, Unkraut unter dem Weizen, Senfkorn, Sauerteig, verborgener Schatz, kostbare Perle, Schleppnetz. Die Gleichnisrede erfüllt Jes 6: hören und doch nicht verstehen; den Jüngern wird die Bedeutung erklärt. Der Sämann zeigt die Wirkung des Wortes auf verschiedene Herzen; das Unkraut lehrt die gegenwärtige Vermischung bis zum Gericht. Am Ende wird Jesus in Nazareth verworfen.

Matthäus 14

Herodes lässt Johannes den Täufer enthaupten; Jesu Rückzug führt zur Speisung der Fünftausend aus fünf Broten und zwei Fischen. Nachts kommt Er auf dem See zu den Jüngern; Petrus geht auf dem Wasser, sinkt aber im Zweifel — Jesus rettet ihn, und der Wind legt sich. In Gennesaret werden viele Kranke geheilt, die nur den Saum seines Gewandes berühren.

Matthäus 15

Der Herr entlarvt die menschliche Überlieferung, die Gottes Gebot ungültig macht; nicht das, was in den Menschen hineingeht, verunreinigt, sondern was aus dem Herzen hervorgeht. Die kanaanäische Frau erhält trotz anfänglicher Zurückweisung wegen ihres Glaubens Hilfe für ihre Tochter. Viele werden in Galiläa geheilt; anschließend speist Jesus die Viertausend. Die Jünger lernen praktische Abhängigkeit und Mitgefühl.

Matthäus 16

Pharisäer und Sadduzäer fordern ein Zeichen; Jesus verweist auf die „Zeichen der Zeiten“ und warnt vor ihrem Sauerteig (Lehre). Bei Cäsarea Philippi bekennt Petrus: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“; darauf kündigt der Herr den Bau seiner Versammlung an. Er spricht erstmals offen über Leiden, Tod und Auferstehung; Nachfolge bedeutet Selbstverleugnung und Kreuztragen.

Matthäus 17

Auf dem Berg wird Jesus vor drei Jüngern verklärt; Mose und Elia erscheinen, und die Stimme des Vaters bezeugt den Sohn. Im Tal scheitern die Jünger an einem besessenen Knaben; Jesus heilt und lehrt über Glauben und Gebet. Er kündigt erneut Leiden und Auferstehung an. Die Tempelsteuer wird durch ein Wunder bezahlt: die Münze im Maul des Fisches.

Kapitelübersicht Matthäus 18–21 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 18–21

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 18

Größe im Reich zeigt sich in Demut wie bei einem Kind; schwere Warnung vor Anstoß für die Kleinen. Der Hirte sucht das verirrte Schaf, so ist der Wille des Vaters, dass keines verloren gehe. Ordnung für brüderliche Zurechtbringung bis zur Gemeindeverhandlung; Verheißung der Gegenwart des Herrn, wo zwei oder drei versammelt sind. Vergebung ohne Grenze: Das Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht entlarvt ein hartes Herz gegenüber empfangener Gnade.

Matthäus 19

Zur Frage der Scheidung weist Jesus auf den Anfang: Gott verbindet Mann und Frau — was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht scheiden. Einige sind um des Reiches willen ehelos; Jesus segnet die Kinder. Der reiche Jüngling scheitert an der Bindung an Besitz; Nachfolge kostet, doch der Herr verheißt reichen Lohn. „Bei Menschen unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich.“

Matthäus 20

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg zeigt Gottes souveräne Güte: Der Denar gilt allen — die Ersten und die Letzten. Jesus kündigt zum dritten Mal Leiden, Tod und Auferstehung an. Die Bitte der Söhne des Zebedäus offenbart falsches Ehrverständnis; wahre Größe ist Dienst — der Sohn des Menschen ist gekommen, „zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele“. Bei Jericho werden zwei Blinde sehend und folgen ihm nach.

Matthäus 21

Der König zieht auf einem Esel in Jerusalem ein (Erfüllung von Sach 9,9); Kinder rufen „Hosanna“ im Tempel. Jesus reinigt den Tempel und verflucht den unfruchtbaren Feigenbaum — ein Zeichen des Gerichts über bloße Frömmigkeit ohne Frucht. Auf die Frage nach seiner Vollmacht antwortet er mit einer Gegenfrage über Johannes. In den Gleichnissen von den zwei Söhnen und den bösen Weingärtnern wird die Verwerfung des Sohnes offenbar; der verworfene Stein wird zum Eckstein.

Kapitelübersicht Matthäus 22–25 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 22–25

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 22

Das Gleichnis vom Hochzeitsmahl zeigt Israels Ablehnung und Gottes Einladung an die Wege und Zäune; wer ohne Hochzeitskleid kommt, wird hinausgeworfen. Auf die Fangfrage der Herodianer: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“ Den Sadduzäern antwortet Jesus über die Auferstehung, indem er auf die Schrift und Gottes Macht verweist. Das höchste Gebot: Liebe zu Gott und dem Nächsten. Mit der Frage nach Davids Sohn und Herrn stellt Jesus seine messianische Herrschaft klar.

Matthäus 23

Jesus prangert die Heuchelei der Schriftgelehrten und Pharisäer in sieben Weherufen an: Sie binden Lasten, suchen Menschenlob und verkehren Maßstäbe. Blindheit zeigt sich in kasuistischer Eideslehre, vernachlässigter Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue. Sie reinigen das Äußere, innen aber bleibt Unreinheit; äußerliche Frömmigkeit verdeckt Mordgeist. Am Ende klagt der Herr über Jerusalem und kündigt Verlassenheit des Hauses an, bis es ruft: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!“

Matthäus 24

Auf dem Ölberg spricht Jesus über Tempelzerstörung, Anfänge der Wehen, Verführungen und Verfolgung. „Der Gräuel der Verwüstung“ leitet große Drangsal ein; falsche Christusse und Propheten täuschen, aber das Kommen des Sohnes des Menschen wird öffentlich und herrlich sein. Die Feigenbaum-Lehre mahnt zur Deutung der Zeiten; Tag und Stunde kennt niemand. Wachsamkeit ist nötig: wie in den Tagen Noahs; Gleichnis vom treuen und dem bösen Knecht.

Matthäus 25

Drei ernste Bilder der Endzeit: Die zehn Jungfrauen – wachet, Öl ist persönliche Bereitschaft. Die anvertrauten Talente – treu handeln im Vertrauen auf den Herrn, nicht vergraben aus Furcht. Das Gericht über die Nationen: Der König trennt Schafe und Böcke nach dem Umgang mit seinen „Brüdern“. Hauptakzente: Wachsamkeit, Treue im Dienst und praktische Liebe.

Kapitelübersicht Matthäus 26–28 – Elberfelder 1905 (3–5 Sätze je Kapitel)

Kapitelübersicht Matthäus 26–28

Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.

Matthäus 26

Die Hohenpriester planen Jesu Tod; in Bethanien salbt eine Frau den Herrn zum Begräbnis. Judas verabredet den Verrat um dreißig Silberstücke. Beim Passah setzt Jesus das Abendmahl ein und kündigt Verleugnung und Flucht der Jünger an. In Gethsemane ringt Er im Gebet, wird von Judas verraten und festgenommen; der Hohe Rat verurteilt ihn wegen „Gotteslästerung“, während Petrus dreimal leugnet und bitter weint.

Matthäus 27

Jesus wird Pilatus überliefert; Judas bereut, wirft das Geld in den Tempel und geht zugrunde. Trotz Unschuldserkenntnis des Statthalters wird Barabbas freigelassen und Jesus gegeißelt, verspottet und zur Kreuzigung geführt. Am Kreuz ruft er mit Psalmworten, gibt den Geist auf; der Vorhang des Tempels zerreißt, Gräber öffnen sich. Josef von Arimathia bestattet den Herrn in einem neuen Grab; eine Wache sichert das Grab auf Anordnung der Priester.

Matthäus 28

Am ersten Tag der Woche finden Frauen das leere Grab; ein Engel verkündet die Auferstehung, Jesus begegnet ihnen. Die Wächter werden mit Geld bestochen, um Lüge zu verbreiten. In Galiläa spricht der Auferstandene den Missionsbefehl: Alle Vollmacht ist ihm gegeben; macht alle Nationen zu Jüngern, tauft sie und lehrt sie, alles zu bewahren, was er geboten hat — „ich bin bei euch alle Tage“.