Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Johannes der Täufer bereitet den Weg; Jesus lässt sich taufen, der Geist kommt auf ihn, und der Vater bezeugt ihn als geliebten Sohn. In der Wüste wird er versucht und beginnt danach in Galiläa zu predigen: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe; tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Er beruft Simon und Andreas, Jakobus und Johannes. In Kapernaum wirkt er mit Vollmacht: Lehre, Austreibung eines unreinen Geistes, Heilung der Schwiegermutter des Simon und vieler Kranker; er zieht betend früh hinaus und verkündigt in ganz Galiläa, reinigt auch einen Aussätzigen.
Jesus vergibt und heilt den Gelähmten, um seine Vollmacht als Sohn des Menschen zu zeigen. Er ruft Levi (Matthäus) und isst mit Zöllnern und Sündern: „Nicht Gerechte rufe ich, sondern Sünder.“ Neue Wirklichkeit erfordert neue Schläuche – seine Gegenwart relativiert Fastenbräuche. Am Sabbat verteidigt er die Jünger beim Ährenraufen und bezeugt: „Der Sohn des Menschen ist Herr auch des Sabbats.“
Am Sabbat heilt Jesus die verdorrte Hand; Pharisäer und Herodianer beraten ihn zu töten. Große Volksmengen folgen ihm; aus den Jüngern setzt er zwölf ein, „damit sie bei ihm seien“ und er sie aussende mit Vollmacht über die Dämonen. Der Vorwurf, durch Beelzebul zu wirken, wird scharf zurückgewiesen; die Lästerung gegen den Heiligen Geist wird als unvergebbar gewarnt. Seine wahre Familie sind die, die den Willen Gottes tun.
Gleichnisse vom Reich: Sämann (mit Auslegung), Lampe und Maß, der von selbst wachsende Same und das Senfkorn. Den Jüngern wird das „Geheimnis des Reiches Gottes“ gegeben, den Außenstehenden bleibt es in Gleichnissen. Auf dem See stillt Jesus den Sturm: „Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?“
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
In der Gegend der Gerasener befreit Jesus einen von vielen Dämonen besessenen Mann; die Herde Schweine stürzt ins Meer, und die Leute bitten Jesus zu gehen. Der Befreite wird zum Zeugen in der Dekapolis. Auf dem Rückweg bittet Jairus um Hilfe für seine sterbende Tochter; unterwegs wird eine blutflüssige Frau durch Glauben geheilt. Jesus erweckt die Tochter des Jairus und gebietet Schweigen.
In Nazareth erfährt Jesus Unglauben; dennoch sendet er die Zwölf zu zweit aus mit Vollmacht und einfacher Ausrüstung. Herodes lässt Johannes den Täufer enthaupten. Jesus speist fünftausend Männer mit fünf Broten und zwei Fischen, geht auf dem See zu den Jüngern, der Wind legt sich. In Gennesaret werden viele geheilt, die seinen Saum berühren.
Jesus deckt die Heuchelei der Überlieferungen auf: Nicht das Äußere verunreinigt, sondern das, was aus dem Herzen hervorgeht. Die syrophönizische Frau empfängt wegen ihres Glaubens Hilfe für ihre Tochter. In Dekapolis heilt Jesus einen Taubstummen, gebietet Schweigen; die Menge ist außer sich vor Staunen: „Alles hat er gut gemacht!“
Jesus speist viertausend, warnt dann vor dem Sauerteig der Pharisäer und des Herodes. In Bethsaida heilt er einen Blinden in zwei Stufen. Bei Cäsarea Philippi bekennt Petrus: „Du bist der Christus“; Jesus kündigt Leiden, Tod und Auferstehung an. Nachfolge heißt Selbstverleugnung und Kreuztragen: Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer es um Jesu willen verliert, wird es retten.
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Auf dem Berg wird Jesus vor Petrus, Jakobus und Johannes verklärt; Mose und Elia erscheinen, die Stimme des Vaters bezeugt den Sohn. Unten scheitern die Jünger am mondsüchtigen Knaben; Jesus heilt und tadelt Unglauben und Gebetsmangel. Er kündigt abermals Leiden und Auferstehung an. In Kapernaum lehrt er über wahre Größe im Dienen, warnt vor Verführung der „Kleinen“ und ruft zu radikaler Abkehr vom Bösen; „habt Salz bei euch und haltet Frieden“.
Zur Scheidungsfrage verweist Jesus auf den Schöpferwillen Gottes: Was Gott verbunden hat, soll der Mensch nicht scheiden; er segnet die Kinder. Der reiche Mann scheitert an seiner Bindung an Besitz; bei Menschen ist Rettung unmöglich, bei Gott möglich. Dritte Leidensankündigung auf dem Weg nach Jerusalem; die Bitte der Söhne des Zebedäus entlarvt weltliche Ehrvorstellungen. Wahre Größe ist Dienst: „Der Sohn des Menschen ist gekommen, zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.“ In Jericho wird Bartimäus sehend und folgt ihm nach.
Der König zieht demütig auf einem Fohlen in Jerusalem ein; das Volk ruft: „Hosanna!“ Der verfluchte Feigenbaum und die Tempelreinigung entlarven fruchtlose Frömmigkeit und Missbrauch des Hauses des Gebets. Jesus lehrt über Glauben und Vergebung im Gebet. Auf die Frage nach seiner Vollmacht antwortet er mit der Gegenfrage nach der Taufe des Johannes – die Führer offenbaren ihre Unaufrichtigkeit.
Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern zeigt die Verwerfung des geliebten Sohnes; der verworfene Stein wird zum Eckstein. „Dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ – Jesu Antwort auf die Steuerfrage. Den Sadduzäern widerlegt er ihren Unglauben an die Auferstehung; das höchste Gebot fasst Liebe zu Gott und dem Nächsten zusammen. Er stellt die Frage nach Davids Sohn und Herrn, warnt vor prunkliebenden Schriftgelehrten und lobt das Scherflein der Witwe.
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Auf dem Ölberg spricht Jesus über die Endzeit: Tempelzerstörung, Kriege, Erdbeben und Verfolgungen als Wehen. Das Evangelium muss allen Nationen gepredigt werden. „Der Gräuel der Verwüstung“ kündigt große Drangsal an; falsche Christusse und Propheten täuschen, doch das Kommen des Menschensohnes wird sichtbar und herrlich sein. Der Feigenbaum mahnt zur Wachsamkeit: Tag und Stunde kennt niemand außer dem Vater.
Die Hohenpriester planen Jesu Tod; in Bethanien salbt eine Frau den Herrn, Judas verrät ihn. Beim Passah setzt Jesus das Abendmahl ein. In Gethsemane ringt er im Gebet, wird durch Judas ausgeliefert und vom Hohen Rat wegen Gotteslästerung verurteilt. Petrus verleugnet ihn dreimal und weint bitterlich.
Jesus wird Pilatus übergeben, verspottet und gegeißelt; die Menge fordert Barabbas’ Freilassung. Er wird nach Golgatha geführt und gekreuzigt zwischen zwei Räubern. Sein Tod wird von Finsternis, dem Schrei „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ und dem Zerreißen des Tempelvorhangs begleitet. Josef von Arimathia bestattet ihn in einem Felsengrab.
Am ersten Tag der Woche finden Frauen das Grab leer; ein Engel verkündet: „Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“ Jesus erscheint Maria Magdalena, dann den Jüngern, und tadelt ihren Unglauben. Er sendet sie aus, das Evangelium allen Geschöpfen zu verkündigen. Der Herr wird aufgenommen in den Himmel und sitzt zur Rechten Gottes; die Jünger ziehen aus und der Herr wirkt mit ihnen.