Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Das Wort war im Anfang bei Gott und ist Gott; durch es wurde alles, und in ihm ist das Leben, das Licht der Menschen. Johannes der Täufer bezeugt den kommenden Christus als „Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt“. Erste Jünger folgen Jesus, darunter Andreas, Simon (Petrus) und Nathanael: „Du bist der Sohn Gottes, du bist der König Israels!“ Christus ist die vollkommene Offenbarung Gottes in Gnade und Wahrheit.
Bei der Hochzeit zu Kana verwandelt Jesus Wasser in Wein — das erste Zeichen, das seine Herrlichkeit offenbart. Im Tempel reinigt er das Haus des Vaters von Händlern und Vieh; die Juden fordern ein Zeichen. Er spricht vom Tempel seines Leibes, den sie zerstören und den er in drei Tagen aufrichten wird — Hinweis auf seine Auferstehung. Viele glauben wegen der Zeichen, doch Jesus kennt das Herz.
Nikodemus, ein Pharisäer, kommt bei Nacht; Jesus lehrt die Notwendigkeit der neuen Geburt „aus Wasser und Geist“. Der Sohn des Menschen muss erhöht werden wie die Schlange in der Wüste, damit jeder Glaubende ewiges Leben hat. „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt …“ Johannes der Täufer bezeugt: Er muss wachsen, ich aber abnehmen. Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer nicht glaubt, bleibt unter Gottes Zorn.
Jesus spricht mit der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten.“ Der Vater sucht Anbeter in Geist und Wahrheit. Viele Samariter glauben durch das Wort der Frau und noch mehr durch Jesu eigenes Wort. In Galiläa heilt Jesus den Sohn eines königlichen Beamten — das zweite Zeichen, das Glauben wirkt.
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Am Teich Bethesda heilt Jesus einen Kranken am Sabbat, was Widerstand hervorruft. Er bezeugt seine Einheit mit dem Vater: Der Sohn gibt Leben, richtet und wirkt wie der Vater. Vier Zeugen sprechen für ihn: Johannes der Täufer, seine Werke, der Vater selbst und die Schriften Moses. Wer an ihn glaubt, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht.
Jesus speist fünftausend mit fünf Broten und zwei Fischen; die Menge will ihn zum König machen. Auf dem See geht er zu den Jüngern; am nächsten Tag lehrt er: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Wer sein Fleisch isst und sein Blut trinkt, hat ewiges Leben; viele Jünger wenden sich ab. Petrus bekennt: „Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens.“
Beim Laubhüttenfest zeigt Jesus sich erst verborgen, dann öffentlich. Seine Lehre stammt vom Vater; man ringt um seine Herkunft und Vollmacht. Am letzten, großen Tag ruft er: „Wenn jemand dürstet, komme zu mir und trinke“ — dies sagt er vom Geist, den die Glaubenden empfangen sollten. Spaltung entsteht; die Obersten lehnen ihn ab.
Die Ehebrecherin wird vorgeführt — Jesus spricht: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“; keiner verurteilt sie, er spricht sie frei. Er bezeugt: „Ich bin das Licht der Welt“; wer ihm nachfolgt, hat das Licht des Lebens. Heftige Auseinandersetzung mit den Juden über seine Herkunft und Sohnschaft: „Ehe Abraham war, bin ich.“ Sie heben Steine auf, doch sein Stündlein ist noch nicht gekommen.
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Jesus heilt einen Blindgeborenen und offenbart damit die Werke Gottes; der Mann bekennt zunehmend mutig. Die Pharisäer verhören ihn und stoßen ihn aus der Synagoge. Jesus findet ihn und offenbart sich als der Sohn des Menschen; der Geheilte glaubt und betet ihn an. Thema: physische Heilung entlarvt geistliche Blindheit.
Jesus ist die Tür der Schafe und der gute Hirte, der sein Leben lässt für die Schafe; er kennt die Seinen, und sie kennen seine Stimme. „Ich und der Vater sind eins“ — die Juden heben Steine auf. Es gibt „andere Schafe“; es wird eine Herde, ein Hirte. Jenseits des Jordan glauben viele wegen seines Zeugnisses und seiner Werke.
Lazarus stirbt; Jesus kommt „um der Herrlichkeit Gottes willen“ und ruft den Toten lebendig hervor. Er spricht: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben.“ Viele glauben, aber der Hoherat beschließt Jesu Tod; Kajaphas prophezeit unbewusst das stellvertretende Sterben. Jesus zieht sich vorübergehend zurück.
Maria salbt Jesus in Bethanien; Judas murrt. Beim Einzug in Jerusalem erfüllt sich die Schrift; einige Griechen wollen Jesus sehen — „die Stunde ist gekommen“. Das Weizenkorn muss sterben, um viel Frucht zu bringen; der Vater verherrlicht den Sohn. Trotz vieler Zeichen bleibt Unglaube und erfüllt Jesaja; Jesus fasst seine Sendung als Licht der Welt zusammen.
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Jesus wäscht den Jüngern die Füße und gibt das Vorbild dienender Liebe. Judas wird als Verräter entlarvt und geht hinaus. Das „neue Gebot“: einander lieben, wie er uns geliebt hat. Petrus’ Verleugnung wird vorhergesagt.
„Euer Herz werde nicht bestürzt“: Im Haus des Vaters sind viele Wohnungen. Jesus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Verheißung des Parakleten (Heiligen Geistes), der bei und in den Jüngern sein wird. Frieden lässt er zurück, anders als die Welt gibt.
Der wahre Weinstock: Bleiben in Christus bringt Frucht; ohne ihn können wir nichts tun. Liebe und Gehorsam gehören zusammen; die Jünger sind Freunde, nicht mehr Knechte. Die Welt hasst die Jünger, weil sie nicht von der Welt sind. Der Geist der Wahrheit wird zeugen — und ihr werdet zeugen.
Der Geist überführt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht und führt in die ganze Wahrheit. Trauer der Jünger wird in Freude verwandelt wie bei einer Geburt. In seinem Namen dürfen sie bitten und empfangen. „In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.“
Das hohepriesterliche Gebet: Jesus verherrlicht den Vater und bittet für die Seinen. Bewahrung, Heiligung in der Wahrheit, Einheit, damit die Welt glaube. Er will, dass die Seinen bei ihm seien und seine Herrlichkeit schauen. Liebe des Vaters vor Grundlegung der Welt.
Verrat im Garten; Jesus gibt sich freiwillig hin. Verhör vor Hannas/Kajaphas; Petrus verleugnet dreimal. Vor Pilatus bezeugt Jesus das Reich der Wahrheit; das Volk wählt Barabbas. Der römische Prozess führt zur Kreuzigung.
Verspottung, Dornenkrone, Urteil „Siehe, euer König!“ — sie schreien: „Kreuzige!“ Jesus wird gekreuzigt; unter dem Kreuz stehen Mutter und Jünger, denen er einander anvertraut. „Es ist vollbracht“ — er neigt das Haupt und übergibt den Geist; Lanze durchbohrt die Seite. Josef von Arimathia und Nikodemus bestatten ihn.
Am ersten Day der Woche: leeres Grab; Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen. Jesus erscheint den Jüngern und haucht sie an: „Empfangt Heiligen Geist.“ Thomas glaubt nach der Begegnung: „Mein Herr und mein Gott!“ Ziel des Evangeliums: damit ihr glaubt und Leben habt in seinem Namen.
Erscheinung am See von Tiberias: wunderbarer Fischfang, Mahl mit dem Herrn. Dreifache Wiederherstellung des Petrus: „Liebst du mich? — Weide meine Schafe!“ Hinweis auf sein zukünftiges Leiden; Johannes bleibt, bis Jesus will. Schlusszeugnis: „Es gibt noch vieles … die Welt würde die Bücher nicht fassen.“