Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Paulus dankt für die Gnade Gottes in Korinth, ermahnt aber wegen Spaltungen („ich gehöre zu …“). Christus ist nicht zerteilt, Paulus nicht gekreuzigt. Die Predigt vom Kreuz ist Torheit für die Welt, aber Gottes Kraft zur Errettung. Gott erwählt das Schwache, damit sich kein Fleisch rühme — Christus ist unsere Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung.
Paulus predigte nicht mit überredenden Worten, sondern in Schwachheit, Furcht und mit Kraft des Geistes. Der Geist erforscht die Tiefen Gottes und offenbart, was kein Auge gesehen hat. Natürliche Menschen verstehen nicht das, was des Geistes ist. Der geistliche Mensch aber beurteilt alles.
Parteiungen sind fleischlich; Paulus und Apollos sind nur Diener. Gott gibt das Wachstum; die Gemeinde ist Gottes Ackerfeld und Bau. Christus ist das einzige Fundament; Werke werden am Tag durch Feuer offenbar. Die Gläubigen sind Tempel Gottes; zerstört jemand den Tempel, wird Gott ihn verderben.
Apostel sind Haushalter der Geheimnisse Gottes, und Treue ist gefordert. Paulus und seine Mitarbeiter gelten als „letzte“ und leiden, während die Korinther sich groß dünken. Er ermahnt sie väterlich und sendet Timotheus. Er kündigt sein Kommen an, nicht im Wort, sondern in Kraft.
Ein Fall von Unzucht: einer hat die Frau seines Vaters — die Gemeinde muss ausschließen. „Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.“ Der Böse ist hinauszutun. Christen sollen nicht mit solchen verkehren, die „Brüder“ heißen, aber in Sünde verharren.
Rechtsstreitigkeiten vor weltlichen Gerichten sind Schande; Heilige werden Engel und die Welt richten. Der Leib ist nicht für Hurerei, sondern für den Herrn; wir sind Glieder Christi, Tempel des Heiligen Geistes. Wir sind teuer erkauft — verherrlicht Gott in eurem Leib!
Fragen zur Ehe: Ehe schützt vor Unzucht, aber jeder soll in seinem Stand bleiben. Ehelosigkeit ist Gabe Gottes, wie auch Ehe. Gläubige sollen nicht eigenmächtig Scheidung suchen; in gemischten Ehen heiligt der Gläubige den Ungläubigen. Wer ledig ist, ist ungeteilt dem Herrn hingegeben.
Erkenntnis bläht auf, Liebe erbaut. Götzen haben keine Realität, aber nicht jeder hat Erkenntnis. Freiheit soll den Schwachen nicht zum Fall bringen. Wenn Speise meinen Bruder ärgert, will ich lieber nie mehr Fleisch essen.
Paulus verteidigt sein Apostelrecht, nimmt aber keine Ansprüche, um niemandem ein Hindernis zu sein. Er macht sich allen alles, um einige zu gewinnen. Der Dienst gleicht einem Wettlauf — Disziplin, um den Siegeskranz zu erlangen. Er züchtigt seinen Leib, damit er nicht verwerflich werde.
Die Geschichte Israels in der Wüste ist Vorbild: sie hatten geistliche Speise und Trank, dennoch fiel die Mehrheit. Warnung vor Götzendienst, Unzucht, Murren. „Gott ist treu, er wird nicht über euer Vermögen versuchen.“ Alles ist erlaubt, aber nicht alles nützlich; tut alles zur Ehre Gottes und zum Nutzen des Nächsten.
Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Anweisungen zu Ordnungen: Hauptschaft von Christus, Mann, Frau; bedecktes/unbedecktes Haupt. Beim Mahl des Herrn haben sich Missstände eingeschlichen; Paulus erinnert an die Einsetzung durch den Herrn. „Dies tut zu meinem Gedächtnis“ – würdiges Teilnehmen ist nötig, sonst Gericht. Selbstprüfung bewahrt vor Verurteilung.
Es gibt viele Gnadengaben, aber einen Geist, viele Dienste, aber einen Herrn. Der Leib Christi besteht aus vielen Gliedern, die alle nötig sind. Gott hat die Glieder gesetzt, wie er will. Begehrt die größeren Gaben, und noch einen überragenden Weg will ich zeigen.
Ohne Liebe sind Gaben wertlos: Zungen, Weissagung, Erkenntnis nützen nichts ohne Liebe. Liebe ist langmütig, gütig, sucht nicht das Ihre, sie vergeht nie. Erkenntnis und Weissagung hören auf, wenn das Vollkommene kommt. Jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe – die größte aber ist die Liebe.
Weissagung ist höher als Zungenreden, weil sie erbaut, ermahnt und tröstet. Ordnung in der Gemeinde: Zungenreden mit Auslegung, Weissagung nacheinander, alles zur Erbauung. Frauen sollen in den Versammlungen schweigen. Alles geschehe anständig und in Ordnung.
Das Evangelium: Christus starb für unsere Sünden, wurde begraben und ist am dritten Tag auferstanden. Er erschien den Jüngern und vielen Zeugen. Die Auferstehung ist zentral: Wenn Christus nicht auferstanden ist, ist unser Glaube nichtig. Aber er ist auferstanden – Erstling der Entschlafenen; am Ende wird er das Reich dem Vater übergeben. „Tod, wo ist dein Stachel? … Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt!“
Sammlung für die Heiligen in Jerusalem; regelmäßiges Zurücklegen am ersten Tag. Reisepläne des Paulus, Grüße vieler Mitarbeiter. Mahnung: Wachet, steht im Glauben, seid stark! Alles geschehe in Liebe. Der Brief endet mit dem Wunsch nach Gnade und Liebe des Herrn.