Grundlage: Elberfelder Bibel 1905. 3–5 Sätze je Kapitel.
Paulus verteidigt sein apostolisches Evangelium, das er nicht von Menschen empfing, sondern durch Offenbarung Jesu Christi. Er wundert sich über das rasche Abfallen zu „einem anderen Evangelium“ und spricht einen doppelten Bann aus. Seine Berufung: vom Verfolger zum Verkündiger unter den Nationen, ohne menschliche Beratung in Jerusalem. Erst nach Jahren begegnet er Kephas und Jakobus; die Gemeinden priesen Gott um seinetwillen.
Vierzehn Jahre später legt Paulus in Jerusalem sein Evangelium vor; Titus wird nicht zur Beschneidung gezwungen — ein Sieg der Freiheit. Scheinbrüder wollten die Freiheit ausspähen, doch die Apostelsäulen erkennen Paulus’ Dienst an. In Antiochia widersteht Paulus Petrus öffentlich wegen Heuchelei. Grundsatz: „Nicht durch Gesetzeswerke, sondern durch den Glauben an Jesus Christus“ — ich bin mit Christus gekreuzigt, Christus lebt in mir.
Die Galater sind „unverständig“, weil sie im Geist begannen und im Fleisch vollenden wollen. Abraham wurde durch Glauben gerechtfertigt; das Gesetz brachte Fluch, aber Christus ward für uns zum Fluch. Das Gesetz war Zuchtmeister bis zum Christus; nun sind wir Söhne Gottes durch den Glauben. Taufe in Christus bedeutet Anziehen Christi: „Da ist nicht Jude noch Grieche … ihr seid einer in Christus.“
Aus Knechten sind Söhne geworden; Gott sandte den Geist seines Sohnes in unsere Herzen: „Abba, Vater!“ Paulus fürchtet, sie wieder zu „Tagen und Monaten“ zu knechten. Persönlicher Appell: „Werdet wie ich“, erinnert an die frühere Liebe zu ihm. Allegorie Hagar/Sara: Gesetz gebiert zur Knechtschaft, Verheißung zur Freiheit — „Stoße die Magd hinaus!“
Zur Freiheit hat Christus befreit — haltet fest und lasst euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen. Wer sich beschneiden lässt als Heilsweg, ist vom Christus abgetrennt; im Geist warten wir durch Glauben auf Gerechtigkeit. Wandel im Geist gegen die Begierde des Fleisches: Werke des Fleisches vs. Frucht des Geistes. Wer Christus angehört, hat das Fleisch gekreuzigt; lasst uns im Geist leben und nicht eitel werden.
Tragt einer des anderen Lasten und erfüllt so das Gesetz des Christus; jeder prüfe sein Werk. Wer im Wort unterwiesen wird, teile Güter mit dem Lehrenden — Gott lässt sich nicht spotten: was der Mensch sät, das wird er ernten. Gutes tun, solange Zeit ist, besonders an den Hausgenossen des Glaubens. Paulus schreibt mit großen Buchstaben: Keine Ruhmredigkeit im Fleisch, sondern allein im Kreuz unseres Herrn — „Gnade sei mit eurem Geist!“