Fragen und Antworten
00282  Haupt bedecken respektive unbedeckt  Basis: 1. Korinther 11.5-7 

Hin und wieder werde ich gefragt, warum in den Bibelstuden / Gebetsstunden / Anbetungsstunden die Schwestern immer ihr Haupt bedeckt haben und die Brüder nie. Da wäre sicher eine tiefere Belehrung, angefangen bei 1. Korinther 11. 5-7 hifreich, die die Geschwister noch tiefer in das Wort Gottes führt- und dass sie es erkennen und zwar nicht auf grund von menschlichem Zwang, sondern aus Liebe / Gehorsam zu unserem Erlöser, dem Herrn Jesus Christus:

--- In 1. Kor 11 spricht Paulus bewusst von den Engeln (V. 10).
Diese himmlischen Wesen, die die Herrlichkeit Gottes anschauen, dürfen in der Gemeinde etwas von der
neuen Schöpfung sehen
– Männer und Frauen, die in schlichter Weise ihre gottgegebene Stellung anerkennen.
Welch ein Zeugnis für die unsichtbare Welt!



das Thema in mehreren Schritten entfalten, damit es für die Geschwister verständlich und zugleich tiefgründig wird:


1. Biblischer Ausgangspunkt: 1. Korinther 11,5–7


2. Geistliche Ordnung in der Schöpfung

Paulus verbindet die Belehrung nicht mit einer kulturellen Gewohnheit, sondern mit der Schöpfungsordnung:


3. Symbolcharakter der Bedeckung

Die Bedeckung ist ein sichtbares Zeichen:


4. Der Mann und das Unbedeckte Haupt

Der Mann soll unbedeckt sein, weil er ein Bild von Christus ist. Christus betet nicht unter einer Autorität, sondern direkt zum Vater. Der Mann zeigt so, dass er in seiner Stellung unmittelbar vor Gott steht.


5. Praktische Bedeutung für die Zusammenkünfte


6. Anwendung für heute

Viele meinen, dies sei nur eine kulturelle Frage. Doch Paulus verankert die Belehrung in:

  1. der Schöpfung (nicht Kultur),

  2. der Herrlichkeit Gottes,

  3. dem Zeugnis gegenüber Engeln.

Darum bleibt das Prinzip zeitlos gültig. Es ist ein Vorrecht, wenn Schwestern durch die Bedeckung und Brüder durch das unbedeckte Haupt Christus sichtbar bezeugen.


eine ausführliche, tiefgehende Bibelbetrachtung zu 1. Korinther 11,5–7, die du in einer Stunde einsetzen kannst. Ich binde auch sprachliche Hinweise aus dem Griechischen ein und versuche, die Linie von der Schöpfungsordnung bis zur praktischen Anwendung deutlich zu machen.


Die Bedeckung des Hauptes in der Gemeindeversammlung

(Ausgehend von 1. Korinther 11,5–7)


1. Einleitung

Die Frage nach der Bedeckung des Hauptes in den Zusammenkünften der Gemeinde wird immer wieder gestellt. Manche sehen darin eine alte Tradition, andere ein Gebot Gottes. Es ist entscheidend, dass wir uns nicht von kulturellen Gewohnheiten oder menschlichem Zwang leiten lassen, sondern allein vom Wort Gottes. Paulus entfaltet in 1. Korinther 11,2–16 eine göttliche Ordnung, die über alle Zeiten hinaus Gültigkeit hat.


2. Der biblische Text (1. Kor 11,5–7)

„Jede Frau aber, die betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, entehrt ihr Haupt … Der Mann freilich soll das Haupt nicht bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit.“

Worterklärungen:


3. Die göttliche Ordnung (V. 3)

Vor der praktischen Anweisung steht die geistliche Grundordnung:


4. Der Mann – Gottes Bild und Herrlichkeit (V. 7)


5. Die Frau – die Herrlichkeit des Mannes (V. 7)


6. Geistliche Bedeutung der Bedeckung

  1. Vor Gott: Die Frau bezeugt durch das sichtbare Zeichen, dass sie die göttliche Ordnung anerkennt.

  2. Vor den Engeln (V. 10): Engel sind Zuschauer der Gemeinde. Sie sehen darin, dass Gottes Ordnung sichtbar geachtet wird.

  3. Vor der Welt: Die Gemeinde soll ein Zeugnis für göttliche Autorität sein, das sichtbar wird in einfachen, aber tiefen Zeichen.


7. Historische Missverständnisse


8. Praktische Anwendung


9. Zusammenfassung

Die Bedeckung ist kein nebensächliches Detail, sondern ein tiefes Zeichen für:

Es bleibt aktuell – nicht als Gesetz, sondern als Ausdruck der Liebe und Ehrerbietung zu Christus, unserem Herrn.

Gliederung zu 1. Korinther 11,5–7

Thema: Die Bedeckung des Hauptes – Ausdruck von Liebe und Gehorsam zu Christus


1. Einleitung (Einstieg ins Thema)


2. Bibeltext lesen


3. Gesprächsimpulse und Auslegungsschritte

A) Die göttliche Ordnung (V. 3)

B) Der Mann – Gottes Bild und Herrlichkeit (V. 7)

C) Die Frau – die Herrlichkeit des Mannes (V. 7)

D) Die geistliche Dimension

E) Missverständnisse


4. Praktische Anwendung


5. Zusammenfassung



Bedeckung des Hauptes – Wortstudien (1. Kor 11,5–7) | bibelkreis.ch

Bedeckung des Hauptes – Wortstudien (1. Kor 11,5–7)

Griechische Schlüsselbegriffe, Flexionshinweise, Belegstellen und praktische Anwendung für Bibel-, Gebets- und Anbetungsstunden

1) Bibeltext und Fokus

1. Korinther 11,2–16 (Fokus: V. 5–7)

2) κατακαλύπτω – bedecken/überdecken

Zerlegung: κατά „hinunter, vollständig“ + καλύπτω „verhüllen“ → vollständig überdecken.

Flexion im Kontext: κατακαλύπτεσθαι (Inf. Präs. Med./Pass.) in V. 6; mehrfach in V. 6–7, 13.

Belege: NT: konzentriert in 1. Kor 11; LXX-Bezug zu καλύπτω (z. B. Spr 12,16).

Schluss: kein bloßer Schmuck, sondern tatsächliche Überdeckung des Hauptes als sichtbares Zeichen.

3) κεφαλή – Haupt/Autorität

Bedeutung: physischer Kopf und Oberhaupt/Autorität. Der Kontext (V. 3) verlangt die übertragene Bedeutung.

Belege NT: Eph 1,22; Kol 1,18; 1. Kor 11,3.

Schluss: Das physische un/bedeckte Haupt ist Zeichen für das Verhältnis zum unsichtbaren Haupt (Autorität).

4) καταισχύνω – entehren/zuschanden machen

Bedeutung: „beschämen, in Unehre bringen“; κατ- als Verstärkung.

Flexion: καταισχύνει (Präs. Akt. Ind. 3. Sg.) in V. 5.

Belege: Röm 5,5; 1. Pet 2,6.

Schluss: Unbedecktes Beten/Weissagen der Frau entehrt ihr Haupt (Mann/Christus) im Sinn der geoffenbarten Ordnung.

5) εἰκών – Bild/Abbild

Bedeutung: „Abbild, Repräsentation“.

Belege: Kol 1,15; 2. Kor 3,18.

Schluss: Der Mann als „Bild Gottes“ repräsentiert Gottes Autorität – daher unbedeckt.

6) δόξα – Herrlichkeit/Ehre

Bedeutung: „Ehre, Glanz, Herrlichkeit“.

Belege: Joh 1,14; 1. Kor 11,7.

Schluss: Mann: Gottes Herrlichkeit → unbedeckt. Frau: Herrlichkeit des Mannes → bedeckt (ihre eigene Herrlichkeit tritt zurück).

7) Theologische Linien

  • Schöpfung: Gen 2,18–23 – Die Frau aus dem Mann genommen, zur Ergänzung gegeben.
  • Fall: Gen 3 – Gott ordnet Verantwortung zu.
  • Gemeinde: 1. Kor 11 – Die Ordnung wird sichtbar bezeugt; Engel sind Zeugen (V. 10).

8) Anwendung

  • In Gebet/Anbetung/Bibelstunde: Brüder unbedeckt; Schwestern bedeckt.
  • Motivation: Liebe und Gehorsam zu Christus (Joh 14,21; 1. Joh 5,3).
  • Zeugnis: vor Gott, Engeln und Menschen – still, aber eindeutig.
    In 1. Kor 11 spricht Paulus bewusst von den Engeln (V. 10).
    Diese himmlischen Wesen, die die Herrlichkeit Gottes anschauen, dürfen in der Gemeinde etwas von der
    neuen Schöpfung sehen
    – Männer und Frauen, die in schlichter Weise ihre gottgegebene Stellung anerkennen.
    Welch ein Zeugnis für die unsichtbare Welt!