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00284 Warum sollen Brüder kurzes Haar tragen und Schwestern langes Haar? 
Warum sollen Brüder kurzes Haar tragen und Schwestern langes Haar? – 1. Korinther 11

Warum sollen Brüder kurzes Haar tragen und Schwestern langes Haar?

 

Auslegung zu 1. Korinther 11, insbesondere V. 14–15

1. Der biblische Text

1. Kor 11,14–15 (Elberfelder 1905):
„Oder lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Unehre für ihn ist? Wenn aber ein Weib langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist, weil das Haar ihr anstatt eines Schleiers gegeben ist.“

Griechischer Grundtext:
- kóma (κομᾶν) = „langes Haar tragen“
- atimía (ἀτιμία) = „Unehre, Schande“
- dóxa (δόξα) = „Ehre, Herrlichkeit“
- antí (ἀντί) = „anstatt, zur Entsprechung“
- peribólaion (περιβόλαιον) = „Bedeckung, Schleier“

2. Grundgedanke von 1. Korinther 11

Der Abschnitt behandelt die göttliche Schöpfungsordnung von Mann und Frau. Der Mann ist „Gottes Bild und Herrlichkeit“ und soll sein Haupt nicht bedecken; die Frau ist „des Mannes Herrlichkeit“ und soll eine Bedeckung tragen. Diese Ordnung wird sichtbar durch die äußere Bedeckung beim Beten und die natürliche Haartracht.

3. Geistliche Bedeutung der Haarfrage

Beim Mann: Langes Haar drückt Unterordnung aus und entehrt ihn.
Bei der Frau: Langes Haar ist ihre von Gott gegebene Ehre und Zierde, ein Zeichen ihrer Stellung der Unterordnung.

4. „Die Natur selbst lehrt euch …“

Mit „Natur“ ist die von Gott geschaffene Ordnung gemeint, die auch in den Kulturen sichtbar wird. Männer mit kurzem Haar und Frauen mit langem Haar sind fast weltweit ein anerkanntes Ordnungsbild.

5. Praktische Anwendung

- Brüder: kurzes Haar, um ihre Stellung als Haupt zu zeigen.
- Schwestern: langes Haar, als Zeichen ihrer Ehre und Stellung.
- Die Haartracht ist ein sichtbarer Ausdruck der Schöpfungsordnung Gottes.

6. Zusammenfassung

Das Haar ist nicht nur Mode, sondern ein geistliches Zeichen. Der Mann entehrt Christus mit langem Haar, die Frau entehrt sich selbst mit kurzem Haar. Darum ist die natürliche Haartracht ein bleibendes Zeugnis der göttlichen Ordnung.

Warum sollen Brüder kurzes Haar tragen und Schwestern langes Haar?

(Auslegung zu 1. Korinther 11, insbesondere V. 14–15)

1. Der biblische Text

2. Grundgedanke von 1. Korinther 11

Der Abschnitt behandelt die göttliche Schöpfungsordnung von Mann und Frau, besonders im Blick auf Beten und Weissagen in der Gemeinde.

3. Geistliche Bedeutung der Haarfrage

4. „Die Natur selbst lehrt euch …“ (V. 14)

5. Praktische Anwendung

6. Zusammenfassung

Auslegung zu 1. Korinther 11 – Schöpfungsordnung und Mahl des Herrn

Auslegung zu 1. Korinther 11

Einleitung

Kapitel 11 behandelt zwei große Themenbereiche: die göttliche Schöpfungsordnung von Mann und Frau (Verse 1–16) und die rechte Ordnung beim Mahl des Herrn (Verse 17–34). Paulus zeigt, dass es in allen Fragen nicht um Kultur, sondern um Gottes Ordnung geht.

1. Kor 11,1–16 – Hauptsein, Bedeckung und Haartracht

Vers 1: Nachahmer Christi sein.
Vers 2: Festhalten an apostolischer Belehrung.
Vers 3: Rangordnung: Gott – Christus – Mann – Frau.
Verse 4–6: Der Mann soll unbedeckt, die Frau bedeckt beten.
Vers 7: Der Mann ist Gottes Bild, die Frau des Mannes Herrlichkeit.
Verse 8–9: Frau vom Mann, um des Mannes willen geschaffen.
Vers 10: Zeichen der Autorität – um der Engel willen.
Verse 11–12: Abhängigkeit von einander – alles von Gott.
Vers 13: Appell ans geistliche Empfinden.
Verse 14–15: Haartracht: Schande für den Mann, Ehre für die Frau.
Vers 16: Keine Streitfrage – Ordnung in allen Gemeinden.

1. Kor 11,17–34 – Das Mahl des Herrn

Vers 17: Zusammenkünfte zum Schaden, nicht zum Nutzen.
Verse 18–19: Spaltungen und Parteien – Offenbarung der Bewährten.
Verse 20–22: Missbrauch des Mahls – Selbstsucht statt Gemeinschaft.
Verse 23–25: Einsetzung durch den Herrn – Brot und Kelch zum Gedächtnis.
Vers 26: Verkündigung des Todes des Herrn – bis er kommt.
Vers 27–28: Warnung vor unwürdiger Teilnahme – Selbstprüfung nötig.
Verse 29–30: Zucht des Herrn bei Missachtung – Schwachheit, Krankheit, Tod.
Verse 31–32: Selbstgericht bewahrt vor Gericht.
Verse 33–34: Praktische Ordnung: Rücksicht und Warten aufeinander.

Zusammenfassung

1. Korinther 11 lehrt: Die Schöpfungsordnung soll sichtbar werden durch Bedeckung und Haartracht. Das Mahl des Herrn ist eine heilige Handlung, die Selbstprüfung und Ehrfurcht erfordert. Beide Themen zeigen: Gott will Ordnung in seiner Gemeinde – zu seiner Ehre und zum Zeugnis vor Menschen und Engeln.