Fragen und Antworten

00306  Das Heil kommt aus den Juden, Johannes 4.22 


Joh 4,5 Er kommt nun in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Felde, welches Jakob seinem Sohne Joseph gab.       

Feld: 1. Mo 48,22; 1. Mo 33,19; Jos 24,32

Joh 4,6 Es war aber daselbst eine Quelle Jakobs. Jesus nun, ermüdet von der Reise, setzte sich also an die Quelle nieder. Es war um die sechste Stunde.     

müde: Hebr 4,15

Joh 4,7 Da kommt ein Weib aus Samaria, Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken.  

Ps 50,12; Lu 9,58

Joh 4,8 (Denn seine Jünger waren weggegangen in die Stadt, um Speise zu kaufen.)     

Joh 6,5-7; Lu 9,13

Joh 4,9 Das samaritische Weib spricht nun zu ihm: Wie bittest du, der du ein Jude bist, von mir zu trinken, die ich ein samaritisches Weib bin<Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern.>? (Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern.)      

Röm 10,12; Kol 3,11

Joh 4,10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kenntest, und wer es ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so würdest du ihn gebeten haben, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.   

Gabe: 2. Kor 9,15 wer: Joh 17,3 Wasser: Jes 12,3; Jer 2,13; Sach 13,1; 1. Kor 10,4

Joh 4,11 Das Weib spricht zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser?   

Joh 4,12 Du bist doch nicht größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab, und er selbst trank aus demselben und seine Söhne und sein Vieh? 

Mt 12,41-42

Joh 4,13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wiederum dürsten;    


Joh 4,14 wer irgend aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.       

Joh 7,37-38; Ps 36,9-10; Jes 58,11; Mt 11,28

Joh 4,15 Das Weib spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierher komme, um zu schöpfen.      

Joh 6,27-28

Joh 4,16 Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm hierher.    

Joh 4,17 Das Weib antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann;       

Joh 3,20

Joh 4,18 denn fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; hierin<W. dies> hast du wahr geredet.       

Mt 19,9; Röm 7,3

Joh 4,19 Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. 

Lu 7,39

Joh 4,20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.       

Berg: 5. Mo 27,12; Ri 9,7 Jerusalem: Ps 122,2-4; Jes 2,3

Joh 4,21 Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die<O. eine> Stunde, da ihr weder auf diesem Berge, noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 

Mal 1,11; Mt 18,20

Joh 4,22 Ihr betet an und wisset nicht, was<O. was ihr nicht kennet>; wir beten an und wissen, was<O. was wir kennen>, denn das Heil  [σωτηρία (soteria)]ist aus den Juden.      

beten: Ps 95,6; Lu 4,8 Heil: Lu 1,69; Röm 9,5

Joh 4,23 Es kommt aber die<O. eine> Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.       

Geist: Röm 7,6; Phil 3,3 sucht: Jes 58,8-9; Ps 34,5; Ps 34,11

Joh 4,24 Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.      

Geist: 2. Kor 3,17; Jes 66,1-2

Joh 4,25 Das Weib spricht zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, welcher Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen.       

5. Mo 18,18

Joh 4,26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet. 

Joh 9,37; Mt 11,25

1. Zu wem sagte der Herr Jesus das?

Der Herr sprach diese Worte zur samaritanischen Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,5–26). Die Samariter waren ein Mischvolk, das nach der assyrischen
Wegführung aus verschiedenen Völkern bestand (2. Kön 17). Sie hatten sich eine Mischreligion aufgebaut: Sie akzeptierten den Pentateuch (Mosebücher),
lehnten aber die Propheten und Schriften ab und verehrten Gott auf dem Berg Garizim statt in Jerusalem.

Jesus begegnet dieser Frau in einem persönlichen Gespräch über Anbetung. Auf ihre Frage, wo man Gott recht anbeten solle, antwortet Er:

„Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt aus den Juden.“ (Joh 4,22)

Wichtig auch:
Hier steht das Wörtchen „aus“, nicht „von“.
Dieses Zitat Jesu bezieht sich also nicht auf die Juden allgemein
und erst recht nicht auf Israel,
sondern exklusiv auf den Herrn Jesus selbst.
Jens Völker FB 04.09.2025

2. Was ist die Aussage?

Jesus spricht hier also nicht von einer Überlegenheit der Juden, sondern von der heilsgeschichtlichen Tatsache, dass Gott Israel erwählt hat, um durch dieses Volk der Welt das Heil  = der Herr Jesus Christus  zu bringen.


3. Was ist die Bedeutung?


4. Heißt das, dass aus Juda oder Israel alles gut ist?

Nein, ganz und gar nicht. Die Bibel zeichnet ein sehr realistisches Bild von Israel:

Das Heil kommt zwar aus Israel, aber Israel selbst brauchte genauso das Heil wie die Nationen. Es ist also kein Freibrief für das Volk, sondern eine heilsgeschichtliche Berufung.


5. Was sagt das Wort Gottes über den Zustand Israels & Judas?


Zusammenfassung:
„Das Heil kommt aus den Juden“ bedeutet: Gott hat in seiner Gnade Israel als Kanal für die Offenbarung und das Kommen des Messias bestimmt.
Das bedeutet nicht, dass Israel besser oder fehlerlos wäre – im Gegenteil, die Schrift zeigt immer wieder den tiefen Verfall.
Aber gerade darin wird die Gnade Gottes sichtbar: Er erwählt ein schwaches, widerspenstiges Volk, um der ganzen Welt Heil zu bringen.

den Zusammenhang, sprachliche Feinheiten, heilsgeschichtliche Linien und die theologische Bedeutung.


Johannes 4,19

„Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.“


Johannes 4,20

„Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet, und ihr sagt, dass in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“


Johannes 4,21

„Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.“


Johannes 4,22

„Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt aus den Juden.“


Johannes 4,23

„Aber die Stunde kommt und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.“


Johannes 4,24

„Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen in Geist und Wahrheit anbeten.“


Johannes 4,25

„Die Frau spricht zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus genannt wird; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen.“


Johannes 4,26

„Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet.“


Gesamtaussage (V. 19–26)