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und Antworten
00319 Lukas 17.20-25 Reich Gottes inwendig in euch.
| Elberfelder 1905 Reich Gottess Beran Call Dave Hunt Das Reich Gottes R.B. Rudolf Brockhaus | |
| Lukas | |
| Lu 17,20 Und als er von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, daß man es beobachten könnte<W. kommt nicht unter Beobachtung>; | |
| Lu 17,21 noch wird man sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch. | |
| Lu 17,22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen. | |
| Lu 17,23 Und man wird zu euch sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Gehet nicht hin, folget auch nicht. | |
| Lu 17,24 Denn gleichwie der Blitz blitzend leuchtet von einem Ende unter dem Himmel bis zum anderen Ende unter dem Himmel, also wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tage. | |
| Lu 17,25 Zuvor aber muß er vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. |
a) Umfeld von Lukas 17
b) Bedeutung von Reich Gottes in den Evanglien
c) was umfasst "Reich Gottes"?
d) Zeitliche Aspekte von; "Reich Gottes"
e) und natürlich zu: Reich Gottes mitten unter euch helfen:

eine fünfteilige Gliederung
Unterschiede zwischen der Versammlung
|
Kriterium |
Reich Gottes |
Versammlung |
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Erwähnung |
In AT und NT |
Nur im NT, da Geheimnis |
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Ursprung |
Von Grundlegung der Welt an (Mt 13,55) |
Vor der Grundlegung der Welt (Eph 1,3) |
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Ziel |
Für die Schöpfung, Ende: 1.Kor 15,24 |
Für das Vaterhaus – ewig (Offb
21,1-8) |
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Umfang der Gläubigen |
Alle wiedergeborenen Gläubigen zu allen Zeiten + „Scheinjünger“ (=“Unkraut“) +
Menschen im 1000-j. Reich |
Alle wiedergeborenen Gläubigen
in der Zeit von der Ausgießung des Geistes bis zur Entrückung |
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Zugehörigkeit |
Durch Bekenntnis (Röm 10,9) und
durch neue Geburt (Joh 3,3.5) „Scheinjünger“: nur durch Bekenntnis (Taufe, Mitglied) |
Durch neue Geburt und Innewohnen des Geistes Gottes (1. Kor 6,19) „Falsche
Brüder“ (Gal 2,4): Durch „Schein“-Christsein |
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Annehmen |
Man kann das Reich annehmen (Mk 10,15par) |
In einem Geiste zu einem Leibe
getauft (1. Kor 12,13) |
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Erben |
Es gibt Erben des Reiches (Mt
25,34; 1.Kor 6,9f.;15,50; Gal 5,21; Eph 5,5; Jak 2,5) |
Es gibt keine Erben der
Versammlung |
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Kinder |
Kinder des Reiches (Mt 8,12;
13,38) |
Es gibt keine Kinder der
Versammlung |
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Beziehung zu Christus |
Er ist aller Herr (Apg 10,36),
und König (u.a. Ps 2) |
Er ist das Haupt des Leibes (Kol
1,18) |
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Erwartung |
Erscheinung des Herrn in Herrlichkeit – 1000-jähriges Reich |
Kommen des Herrn zur Entrückung ins Vaterhaus (1.Thess 4,17) |
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Umgang mit Bösem |
„Unkraut“ wächst zusammen mit
„Weizen“ (Mt 13,30), bis zur Ankunft des Herrn Gefragt: Persönliche Treue auf
dem Acker der Welt |
„Hinaustun“ des Bösen (1.Kor 5,13), schon zur Abwesenheit des Herrn Gefragt: Absonderung vom Bösen im Hause Gottes |
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Ämter/Dienste |
Keine Ämter oder Dienste |
Apostel, Älteste, Diener, Lehrer, Propheten, Evangelisten, Hirten |
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Evangelium |
Evangelium des Reiches (Mt 4,23;
9,35; 24,14; Apg 8,12) |
Evangelium der Gnade Gottes/von Christus |
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Gemeinschaft der Gläubigen |
Nicht stark ausgeprägt, allenfalls Mt 19,28 |
Eines der Hauptkennzeichen der Versammlung |
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Derzeitige Form |
Das Königreich ist nicht aufgerichtet, da der König nicht
auf der Erde ist (Hebr 2,8) |
Die Versammlung existiert,
obwohl Jesus nicht auf der Erde ist => Himmlische Berufung (Hebr 3,1) |
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Umfang der Macht |
Irdische (Mt 19,28, Dan 7,27)
und himmlische Macht („Macht und Herrlichkeit“) |
Keine irdische Macht, aber zukünftige himmlische Macht? |
In Lukas 17 befinden wir uns in einer längeren Lehrsektion des Herrn auf dem Weg nach Jerusalem (ab Lk 9,51). Der Herr spricht hier in Wechselrede zu den Jüngern und den Pharisäern.
V. 11–19: Heilung der zehn Aussätzigen, nur der Samariter kehrt dankbar zurück – Hinweis auf das kommende Heil für die Nationen und die Undankbarkeit Israels.
V. 20–37: Belehrung über das Reich Gottes und die Erscheinung des
Sohnes des Menschen. Die Pharisäer fragen nach dem „Wann“ des Reiches.
Der Herr weist sie zurecht und betont, dass es nicht durch äußere
Beobachtung sichtbar wird. Danach spricht er zu den Jüngern über die
künftige Offenbarung des Sohnes des Menschen (Blitz, Gericht, Noah/Lot).
Das Umfeld zeigt also: Die Pharisäer denken politisch-zeitlich, der Herr antwortet geistlich-heilsgeschichtlich. Die Jünger brauchen dagegen Trost und Wegweisung für die kommende Zeit der Erwartung.
Der Ausdruck „Reich Gottes“ (bzw. „Reich der Himmel“ bei Matthäus, mit leicht anderer Nuance) hat verschiedene Dimensionen:
Herrschaft Gottes – grundsätzlich die göttliche Souveränität über alles (Ps 103,19).
In Christus gegenwärtig – das Reich ist dort, wo der König ist; mit der Person Jesu ist es auf die Erde gekommen (Mt 12,28).
Innere Seite – es betrifft Glauben, Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17).
Künftige Offenbarung – die sichtbare Aufrichtung in Macht und Herrlichkeit beim Wiederkommen des Sohnes des Menschen (Mt 25,31–34; Offb 11,15).
Das Reich ist also schon jetzt in Christus gegenwärtig, aber seine sichtbare Entfaltung steht noch aus.
Persönlich: Das Reich umfasst die Unterwerfung des Menschen unter Gott (Bekehrung, neues Leben, Gehorsam).
Gemeinschaftlich: Es zeigt sich in der Versammlung (Gemeinde) als dem Bereich, in dem Christus anerkannt wird.
Schöpfung: Letztlich wird es die ganze Schöpfung betreffen, wenn Christus als König herrscht (1. Kor 15,24–28).
Gegenwart + Zukunft: Es ist ein dynamischer Begriff: „schon jetzt“ (unsichtbar im Glauben) und „noch nicht“ (sichtbar in Herrlichkeit).
Vorbereitung: Propheten kündigten es an (Jes 9, Dan 2, Joel 3).
Anfang: Mit Christus als König ist es „nah herbeigekommen“ (Mk 1,15).
Jetzt: In verborgener Form, geistlich (Gleichnisse in Mt 13: Senfkorn, Sauerteig).
Zukunft: Sichtbar, wenn Christus in Macht und Herrlichkeit erscheint (Lk 21,31).
Ewigkeit: Übergabe des Reiches an den Vater, „damit Gott alles in allem sei“ (1. Kor 15,28).
Das Reich hat also einen geschichtlichen Ablauf: nah – gegenwärtig – kommend – ewig.
Hier liegt der Schlüssel:
Nicht „inwendig in euch“ (wie manche übersetzen) – das würde auch für die ungläubigen Pharisäer gelten, was nicht stimmt.
Sondern: „mitten unter euch“ – im Sinn von: Das Reich ist da, weil der König da ist!
Christus selbst ist die Offenbarung des Reiches. Wer ihn sieht und glaubt, ist schon in das Reich eingegangen (Joh 3,3–5).
Die Pharisäer aber verkannten ihn. Darum werden sie auch das Kommen des Reiches in Herrlichkeit verpassen, wenn sie nicht Buße tun.
Der Herr betont: Man kann das Reich nicht mit „äußerem Schauen“ erkennen. Es ist keine politische Größe, sondern eine geistliche Realität, die sich später sichtbar offenbaren wird.
✅ Zusammenfassung
Der Herr lenkt den Blick weg von äußeren Berechnungen hin zur Gegenwart seiner Person.
Das Reich ist gegenwärtig im König und wird zukünftig in Herrlichkeit offenbar werden.
Für uns heute heißt das: Wer Christus
annimmt, gehört schon jetzt zu seinem Reich, auch wenn die Welt ihn noch
verwirft.

Einordnung: Auf dem Weg nach Jerusalem (ab Lk 9,51) lehrt der Herr Jesus in Begegnungen mit Jüngern und Pharisäern.
Unmittelbarer Kontext:
Nach der Heilung der zehn Aussätzigen (Lk 17,11–19) fragen
Pharisäer: „Wann kommt
das Reich Gottes?“ (V. 20).
Der Herr korrigiert ihre „äußere“ Erwartung:
„Das Reich Gottes kommt nicht so,
dass man es beobachten könnte …
denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ (V. 20–21).
Danach belehrt er die Jünger
über die künftige Offenbarung des Sohnes des Menschen in Herrlichkeit
und Gericht (V. 22–37; Bild des
Blitzes, Beispiele
Noah/Lot).
Kernspannung: Gegenwart des Reiches in der Person des Königs und zukünftige sichtbare Erscheinung in Macht.
Göttliche Herrschaft: Gott regiert souverän (Ps 103,19).
In Christus gegenwärtig: Wo der König ist, ist sein Reich (vgl. Mt 12,28).
Innere Seite: Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist (Röm 14,17).
Künftige Offenbarung:
Sichtbar bei der Wiederkunft (Mt 25,31–34; Offb 11,15).
→ Schon jetzt real im
Glauben (verborgen), noch
nicht sichtbar entfaltet (offenbar).
Persönlich: Unterordnung unter Gott (Bekehrung, neues Leben, Gehorsam).
Gemeinschaftlich: Bereich, in dem Christus anerkannt wird (Zeugnis der Gemeinde).
Kosmisch: Umfasst letztlich die ganze Schöpfung unter Christi Königsherrschaft (1Kor 15,24–28).
Angekündigt: Propheten (Jes 9; Dan 2 u. a.).
Anbruch: „Nahe herbeigekommen“ in Jesu Dienst (Mk 1,15).
Gegenwart: Verborgen in Gleichnissen (Mt 13: Senfkorn, Sauerteig).
Zukunft: Sichtbar bei Erscheinung des Sohnes des Menschen (Lk 21,31; Lk 17,24).
Ewigkeit: Übergabe an
den Vater, „damit Gott alles in allem sei“ (1Kor 15,28).
Weder „hier!“ noch „dort!“ – keine äußerlich berechenbare politische Größe.
Mitten unter euch: Der König selbst stand vor ihnen; in seiner Person war das Reich da.
Die Pharisäer, die ihn verwarfen, übersahen darum das Reich.
Für den Glaubenden gilt: Jetzt Anteil am Reich (Joh 3,3–5), später Teil an der Herrlichkeit seiner Erscheinung (Kol 1,13; 2Tim 4,1).
| Phase | Beschreibung | Sichtbarkeit | Schlüsselstellen | Konsequenz für uns |
|---|---|---|---|---|
| Anbruch | In Jesu Kommen/Wirken „nah“ geworden | Verborgen | Mk 1,15; Mt 12,28 | Buße & Glaube |
| Jetzt | Reich im Bereich des Glaubens/Geistes | Verborgen | Lk 17,20–21; Mt 13; Röm 14,17 | Nachfolge, Gehorsam |
| Offenbarung | Wiederkunft des Sohnes des Menschen | Sichtbar | Lk 17,24; Mt 25,31–34; Offb 11,15 | Wachen, Treue |
| Vollendung | Übergabe an den Vater – Gott alles in allem | Herrlichkeit | 1Kor 15,24–28 | Ewige Anbetung |
Merksatz: Das Reich ist gegenwärtig, wo der König anerkannt wird; es wird zukünftig sichtbar, wenn der König erscheint.
Bibelstellen-Verlinkungen (z. B. auf https://www.bibleserver.com oder eine andere Seite deiner Wahl – hier nehme ich exemplarisch bibleserver.com in Elberfelder 1905).
Kurze Gegenüberstellung „Reich Gottes“ vs. „Reich der Himmel“ (nur Matthäus benutzt „Reich der Himmel“, sonst immer „Reich Gottes“).
Reich Gottes = allgemeiner Begriff, betont die Herrschaft Gottes in Christus, umfasst gegenwärtige wie zukünftige Aspekte.
Reich der Himmel = Ausdruck nur bei Matthäus (ca. 32-mal), betont die himmlische Quelle und den Charakter des Reiches, wie es in den Evangelien offenbart wird.
Inhaltlich sind beide weitgehend deckungsgleich, nur mit verschiedener Blickrichtung:
„Reich Gottes“: Wer herrscht (Gott selbst, in Christus).
„Reich der Himmel“: Woher es kommt (aus dem Himmel, nicht von Menschen).
Beispiele:
Mt 4,17: „Kehrt um, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen.“
Mk 1,15: „Kehrt um und glaubt
an das Evangelium! Das Reich Gottes ist nahe gekommen.“
→ Zwei Ausdrücke, eine
Realität, aber mit unterschiedlichem Schwerpunkt.