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und Antworten
00374
Wähnt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen


Bergpredigt: Grundsätze des Reiches.
Seligpreisungen.
Salz und Licht.
Gesetz nicht aufgehoben, sondern erfüllt.
Gerechtigkeit muss größer sein als die der Schriftgelehrten.
Mord beginnt im Herzen.
Ehebruch beginnt im Herzen.
Treue im Reden: Ja sei Ja.
Feindesliebe statt Rache.
Vollkommenheit nach dem Maß des Vaters.
Von wem: Das Gesetz wurde von Gott durch Mose am Sinai gegeben (2. Mose 19–20). Mose war der Mittler, Gott selbst der Geber.
Wem: Es wurde Israel gegeben, nicht den Nationen (5. Mose 4,7–8; Ps 147,19–20; Röm 9,4).
Warum:
Um Gottes heiligen Maßstab zu offenbaren.
Um die Sünde offenbar zu machen (Röm 3,20; Gal 3,19).
Um Israel als Volk zu ordnen und abzusondern.
Es war niemals dazu gedacht, Menschen Leben oder ewige Errettung zu geben – es konnte nur verurteilen, nicht erretten.
„Erfüllen“ bedeutet nicht, dass der Herr Jesus das Gesetz „abschaffte“ oder „aufhob“.
Er hat es in vollkommener Weise gehalten (Joh 8,46). Kein Mensch hatte es je so erfüllt.
Er hat es heilsgeschichtlich erfüllt, indem alle Opfer, Vorschriften und Hinweise im Gesetz in Ihm zur Vollendung kamen (Kol 2,16–17).
Er erfüllt auch die Propheten, indem ihre Weissagungen sich in Ihm verwirklichen.
Kurz: Jesus ist die Erfüllung und Zielrichtung des ganzen Alten Testaments (vgl. Röm 10,4: „Christus ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit“).
Himmel und Erde sind hier der sichtbare Kosmos.
„Bis … vergehen“ bedeutet: Das Gesetz bleibt in seiner Gültigkeit als Offenbarung des göttlichen Maßstabs bestehen, solange die jetzige Schöpfung besteht.
Aber: Seine Funktion für den Gläubigen verändert sich. Für den Christen ist Christus die Erfüllung – wir sind nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade (Röm 6,14).
„Jota“ = kleinster Buchstabe im hebräischen Alphabet.
„Strichlein“ = die kleinsten Zierstriche zur Unterscheidung ähnlicher Buchstaben.
Damit unterstreicht der Herr die absolut göttliche Autorität und Unantastbarkeit des Wortes Gottes – bis ins kleinste Detail.
Es zeigt: Kein Teil des Gesetzes ist zufällig, alles ist von Gott eingegeben (2. Tim 3,16).
Wer das Gesetz auflöst (d.h. beiseiteschiebt oder relativiert) und andere dazu lehrt, der wird als Geringster gelten im Reich.
Wer es tut und lehrt, wird groß heißen.
Wichtig: Der Herr spricht nicht von „Errettung“ durch das Gesetz, sondern von der Würdigung im Reich. Treue im Umgang mit Gottes Wort wirkt sich auf die Stellung im Reich aus.
Die „Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer“ war äußerlich, gesetzlich, selbstgerecht.
Die Gerechtigkeit, die Christus fordert, ist innerlich, von Herzen, göttlich – sie übersteigt jede menschliche Gesetzesgerechtigkeit.
Nur wer durch neue Geburt und Glauben an Christus diese Gerechtigkeit empfängt (Phil 3,9), kann ins Reich Gottes eingehen.
Das Gesetz wurde Israel gegeben, um Gottes heilige Maßstäbe zu zeigen, aber nicht um zu retten.
Jesus hat das Gesetz vollkommen erfüllt – im Gehorsam wie in seiner prophetischen Bedeutung.
Gottes Wort ist bis ins kleinste Detail zuverlässig und bleibt bestehen.
Für Christen gilt: Wir sind nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade – doch der moralische Anspruch Gottes bleibt.
Unsere Gerechtigkeit besteht nicht in
Werken wie bei den Pharisäern, sondern in der geschenkten Gerechtigkeit
Christi.
Von wem: Von Gott durch Mose (2. Mose 19–20).
Wem: Dem Volk Israel (5. Mose 4,7–8; Ps 147,19–20).
Warum:
Um Gottes heilige Maßstäbe zu offenbaren.
Um Sünde sichtbar zu machen (Röm 3,20; Gal 3,19).
Um Israel als Volk abzusondern und zu ordnen.
Nicht, um Leben zu geben oder Errettung zu bewirken (Röm 3,28).
Nicht auflösen: Jesus hebt das Gesetz nicht auf.
Vollkommen gehorcht: Er hat das Gesetz in jeder Hinsicht erfüllt (Joh 8,46).
Heilsgeschichtliche Vollendung: Alle Opfer und Vorschriften weisen auf Ihn hin (Kol 2,16–17).
Prophetische Erfüllung:
Alles, was die Propheten sagten, findet sein Ziel in Ihm.
👉 Christus ist das Ziel und die
Vollendung des Gesetzes (Röm 10,4).
Der Kosmos bleibt, bis Gott eine neue Schöpfung schafft (2. Pet 3,10–13).
So lange bleibt der göttliche Maßstab des Gesetzes bestehen.
Für den Christen: Wir sind
nicht unter Gesetz, sondern unter
Gnade (Röm 6,14).
👉 Doch Gottes moralischer Wille bleibt gültig – sichtbar in Christus.
Jota: Kleinster Buchstabe.
Strichlein: Kleinste Zierstriche zur Unterscheidung.
Botschaft: Gottes Wort ist
absolut zuverlässig bis ins
kleinste Detail.
👉 2. Timotheus 3,16: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben.“
Auflösen: Wer Gottes Gebot beiseiteschiebt oder verharmlost, wird „der Geringste“ heißen.
Tun und lehren: Wer treu
mit Gottes Wort lebt und andere lehrt, gilt als groß.
👉 Es geht nicht um Errettung,
sondern um Anerkennung im Reich.
Pharisäer: Äußerliche Gesetzesgerechtigkeit, selbstgerecht.
Christus fordert: Innere, göttliche Gerechtigkeit.
Nur durch die
neue Geburt und durch
Glauben an Christus
empfangen wir diese Gerechtigkeit (Phil 3,9).
👉 Ohne Christus keine Eingang in das Reich Gottes.
Wir stehen nicht unter dem Gesetz – unsere Stellung ist in Christus (Gal 5,18).
Das Gesetz zeigt Gottes Heiligkeit – und weist auf Christus hin.
Unsere Gerechtigkeit kommt von Christus, nicht von eigener Leistung.
Treue im Leben und Lehren wirkt sich auf unsere Stellung im Reich aus.
Das Gesetz zeigt den Maßstab Gottes – Christus erfüllt ihn.
Kein Mensch wird durch das Gesetz gerecht, nur durch den Glauben.
Christus ist unsere Gerechtigkeit – nicht unsere Werke.
Gottes Wort ist bis ins kleinste Detail zuverlässig.
Treue im Tun und Lehren ist groß in Gottes Augen.
1. Von wem, wem, warum das Gesetz gegeben wurde
Von wem: Von Gott durch Mose (2. Mose 19–20).
Wem: Dem Volk Israel (5. Mose 4,7–8; Ps 147,19–20; Röm 9,4).
Warum: (1) Gottes heiligen Maßstab offenbaren. (2) Sünde offenbar machen (Röm 3,20; Gal 3,19). (3) Israel ordnen und absondern. (4) Nicht zur Errettung, sondern zur Erkenntnis der Sünde (Röm 3,28).
2. „Erfüllen“ (V. 17)
Nicht auflösen, sondern vollkommen gehorchen (Joh 8,46).
Heilsgeschichtliche Vollendung: Opfer/Vorschriften weisen auf Christus (Kol 2,16–17).
Prophetische Erfüllung: Die Propheten finden ihr Ziel in Ihm.
Kernaussage: Christus ist Ziel/Vollendung des Gesetzes (Röm 10,4).
3. „Bis der Himmel und die Erde vergehen“ (V. 18)
Der göttliche Maßstab bleibt bestehen, solange die jetzige Schöpfung besteht (vgl. 2. Pet 3,10–13).
Für Christen gilt: nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade (Röm 6,14) – doch Gottes moralischer Wille bleibt, sichtbar in Christus.
4. „Nicht ein Jota oder ein Strichlein“ (V. 18)
„Jota“ = kleinster Buchstabe; „Strichlein“ = kleinste Zierstriche.
Unterstreicht die vollständige Verlässlichkeit der Schrift bis ins Detail (2. Tim 3,16).
5. Wer auflöst – wer tut und lehrt (V. 19)
Auflösen/Verharmlosen → „der Geringste“ im Reich.
Tun und lehren → „groß“ im Reich.
Es geht um Anerkennung im Reich, nicht um Errettung.
6. Eine „vorzüglichere“ Gerechtigkeit (V. 20)
Pharisäische Gerechtigkeit: äußerlich und selbstgerecht.
Christus fordert innere, göttliche Gerechtigkeit.
Sie wird geschenkt durch neue Geburt und Glauben (Phil 3,9). Ohne Christus kein Eingang ins Reich.
7. Anwendung heute
Wir stehen nicht unter dem Gesetz, sondern in Christus (Gal 5,18).
Das Gesetz zeigt Gottes Heiligkeit und weist auf Christus.
Gerechtigkeit aus Glauben, nicht aus Werken.
Treue im Tun und Lehren hat Gewicht im Reich.
8. Merksätze
Das Gesetz zeigt den Maßstab Gottes – Christus erfüllt ihn.
Kein Mensch wird durch das Gesetz gerecht; nur durch den Glauben.
Christus ist unsere Gerechtigkeit.
Gottes Wort ist bis ins Detail zuverlässig.
Treue im Leben und Lehren ist groß in Gottes Augen.