Fragen und Antworten

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Matthäus 13.30 Ernte Schnitter Unkraut Bündel Weizen Scheune.  

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 Matthäus 13 zeigt die „Geheimnisse des König Reiches der Himmel“:
die verborgene, gemischte Gestalt des Reiches zwischen erstem und zweitem Kommen.
Die sechs Gleichnisse machen die heilsgeschichtliche Linie sichtbar
– von der Aussaat des Wortes über äusseres Wachstum und inneren Verderb
bis zu Schatz (Israel) und Perle (der Wiedergebornen Menschen aus der Welt).
Die Perle wird in den Evangelien noch nicht alls die Ekklesia  (Hausrufung der Gnadenzeit genannt,
das kommt dann erst in den Lehrbriefen.

Elberfelder 1905
Matthäus
Mt 13,30 Laßt es beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune.

In Matthäus 13 haben  wir die ersten 6 der
10 "Köngreich der Himmel Gleichnisse"
im Matthäus Evangelium.
In Mt 13.30 haben eine Erklärung des ersten
"Königreich der Himmel Gleichnisse" (Matthäus 13.24.)
Nun etwas kleines zum Kontext Kp. 13 und des
1. Königreich der Himmel Gleichnisse,
 heilsgeschichtlich für Israel ausgelegt.

Eine ausführliche heilsgeschichtliche Einordnung zu Matthäus 13 und speziell zum ersten „Königreich-der-Himmel-Gleichnis“
(das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen, Mt 13,24–30; erklärt in Mt 13,36–43).


1. Der Kontext von Matthäus 13

Matthäus 13 bildet eine Wendestelle im Evangelium.
Bis Kapitel 12 bietet der Herr Jesus dem Volk Israel das Königreich in der Person des Königs an.
Doch Israel verwirft Ihn
 – besonders sichtbar in der Lästerung gegen den Heiligen Geist
(Mt 12,24–32).
Damit wird deutlich: das messianische Reich in seiner Herrlichkeit kann nicht sofort aufgerichtet werden.

Stattdessen offenbart der Herr nun in Gleichnissen die „Geheimnisse des Königreich der Himmel“ (Mt 13,11). Das bedeutet:

  • Er zeigt, wie das Reich in der gegenwärtigen, verborgenen Gestalt zwischen Seinem ersten und zweitem Kommen existieren wird.

  • Es geht also nicht um die Herrlichkeit in Macht und sichtbarer Regierung, sondern um die Zwischenzeit


2. Die Stellung Israels im heilsgeschichtlichen Ablauf

Für Israel war das Reich mit Herrlichkeit, Davidsthron und sichtbarer Ordnung verbunden. Weil sie aber den König verworfen haben, wird ihnen das Reich in Geheimnissen gezeigt – verborgen, nur für die Jünger durch den Geist zu verstehen (Mt 13,10–17).

  • Israel bleibt in Erwartung des zukünftigen messianischen Reiches in Herrlichkeit.

  • Aber bis dahin entfaltet sich ein Reich in gemischter Form: wahre und falsche Bekenner sind äußerlich ununterscheidbar.

So erklärt Matthäus 13 heilsgeschichtlich den gegenwärtigen Charakter des Reiches: ein Reich, das nicht in Macht sichtbar ist, sondern in verborgener Weise wirkt, während Israel als Nation beiseitegesetzt ist.


3. Das erste Gleichnis: Das Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24–30)

a) Bild und Aussage

  • Der Sämann (der Sohn des Menschen) sät guten Samen (wahre Kinder des Reiches).

  • Der Feind (der Teufel) sät Unkraut (falsche Bekenner).

  • Beide wachsen nebeneinander auf, bis zur Ernte am Ende des Zeitalters.

  • Die Knechte sollen das Unkraut nicht herausreißen – Trennung und Gericht sind Sache der Engel bei der Ernte.

b) Die Erklärung (Mt 13,36–43)

Der Herr selbst deutet:

  • Acker = die Welt.

  • Guter Same = Kinder des Reiches.

  • Unkraut = Kinder des Bösen.

  • Ernte = Vollendung des Zeitalters (Endzeit).

  • Schnitter = Engel.

  • Ausgang: die Bösen werden ins Feuer geworfen, die Gerechten leuchten im Reich ihres Vaters.


4. Heilsgeschichtliche Bedeutung für Israel

Für Israel war dies ein völlig neuer Gedanke:

  • Das Reich kommt nicht sofort in Herrlichkeit.

  • Stattdessen entsteht eine gemischte Form: wahren Gläubigen stehen falsche Bekenner zur Seite.

  • Israel als Nation wird in den Hintergrund gestellt; das Reich nimmt eine universale, weltweite Dimension an („der Acker ist die Welt“).

Das war ein Einschnitt:

  • Die Jünger mussten lernen, dass das Reich zunächst in verborgener Weise kommt.

  • Erst in der zukünftigen Offenbarung wird das Reich in Herrlichkeit erscheinen, dann aber nach Gericht und Scheidung.


5. Praktische und prophetische Lehre

  • Für die Jünger (und uns heute): Wir dürfen nicht erwarten, dass das Reich der Himmel auf der Erde eine reine Gestalt haben wird. Christus erlaubt keine „Säuberung“ durch Menschenhand; das Endgericht ist göttliche Sache.

  • Für Israel: Das Gleichnis zeigt, warum das Reich nicht sofort in Herrlichkeit kam. Sie hatten den König verworfen; darum wird das Reich zunächst in verborgener Gestalt aufgerichtet, bis zur künftigen Offenbarung.

  • Endgericht: Am Ende wird das Böse ausgesondert, und dann leuchten die Gerechten im Reich ihres Vaters (himmlische Seite).


👉 Zusammengefasst:
Matthäus 13 zeigt in sieben Gleichnissen [davon 6 Königreich der Himmel Gleichnissen]
die verborgene Gestalt des Reiches der Himmel während der Abwesenheit des Königs.
Das erste Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen verdeutlicht, dass das KönigReich bis zur Wiederkunft des Herrn von einer Mischung aus Echtem und Falschem geprägt sein wird.
Für Israel bedeutet das eine heilsgeschichtliche Verschiebung:
das Reich in Herrlichkeit kommt erst nach Gericht,
nicht unmittelbar mit dem ersten Kommen des Messias.


Eine Übersicht über die sechs Gleichnisse in Matthäus 13
(bis Vers 43, also die ersten sechs der zehn Gleichnisse), mit heilsgeschichtlicher Linie und Bezug zu Israel.


Übersicht: Die sechs Gleichnisse in Matthäus 13

1. Der Sämann (Mt 13,3–23)

  • Bild: Vier Arten von Ackerboden, auf die das Wort fällt.

  • Kern: Verschiedene Haltungen zum Wort des Reiches – nicht das Wort ist das Problem, sondern der Boden.

  • Heilsgeschichtlich: Israel als Nation verwarf das Wort. Nur ein „Überrest“ bringt Frucht.

  • Prinzip: Das Reich beginnt durch die Verkündigung des Wortes, aber es wird von Anfang an unterschiedlich aufgenommen.


2. Der Feind sät Unkraut (Mt 13,24–30; Erklärung 36–43)

  • Bild: Weizen und Unkraut wachsen zusammen.

  • Kern: Wahre Kinder des Reiches und falsche Bekenner nebeneinander.

  • Heilsgeschichtlich: Das Reich ist nicht rein, sondern äußerlich gemischt, bis zur Endzeit. Israel muss lernen: kein sofortiges Gericht, sondern Geduld.

  • Prinzip: Trennung erst durch göttliches Gericht am Ende des Zeitalters.


3. Das Senfkorn (Mt 13,31–32)

  • Bild: Kleiner Same wächst zu großem Baum, Vögel nisten in den Zweigen.

  • Kern: Unnatürliche Entwicklung – das Reich wird äußerlich groß, aber nicht innerlich rein.

  • Heilsgeschichtlich:Aussaat des Senfkorns und es ist ein Ruheplatz auch für Dämonen geworden

  • Prinzip: Das Reich zeigt ein Wachstum in Macht und Einfluss, aber nicht in geistlicher Reinheit.


4. Der Sauerteig (Mt 13,33)

  • Bild: Sauerteig, der das ganze Mehl durchsäuert.

  • Kern: Durchdringender, aber verderblicher Einfluss.

  • Heilsgeschichtlich: Das Reich wird durch falsche Lehre und menschliche Tradition geprägt. Der Sauerteig wirkt, bis alles durchsäuert ist.

  • Prinzip: Das Reich ist in seiner äußeren Form von innerer Verderbnis geprägt – ein Warnhinweis an Israel und die Jünger.


5. Der Schatz im Acker (Mt 13,44)

  • Bild: Ein Schatz verborgen im Acker, der Mann kauft den ganzen Acker, um ihn zu besitzen.

  • Kern: Der Herr sieht in der Welt (dem Acker) einen verborgenen Schatz (gläubiger Überrest Israels), für den Er alles hingibt.

  • Heilsgeschichtlich: Israel bleibt trotz Verwerfung wertvoll in Gottes Augen; Christus wird es in der Zukunft wieder annehmen.

  • Prinzip: Israel ist der verborgene Schatz, der in der Geschichte überdeckt ist, aber am Ende gehoben wird.


6. Die kostbare Perle (Mt 13,45–46)

  • Bild: Ein Kaufmann sucht Perlen, findet eine von großem Wert, verkauft alles und kauft sie.

  • Kern: Die eine Perle weist auf die Einheit und Schönheit der Gemeinde (Kirche) hin.

  • Heilsgeschichtlich: Während Israel als Schatz in der Welt verborgen ist, sieht Christus im Überrest Israel die eine Perle von höchstem Wert, für die Er alles hingibt (sein Leben).

  • Prinzip: Der Überrest Israel`s ist vor den Augen des Herrn


Heilsgeschichtliche Linie (Israel und das Reich)

  1. Das Wort gesät → Israel reagiert wie die Welt: die meisten Böden sind unfruchtbar (Sämann).

  2. Das Reich äußerlich gemischt → keine sofortige Scheidung von Gut und Böse (Unkraut).

  3. Unnatürliches Wachstum → äußere Größe, politische und religiöse Macht (Senfkorn).

  4. Innerer Verderb → falsche Lehre und Vermischung (Sauerteig).

  5. Der Schatz im Acker → Israel bleibt in Gottes Plan verborgen, wird am Ende gehoben.

  6. Die kostbare Perle → der Überrest Israels "aus dem Meer", von Christus erkauft.


>>  Zusammengefasst:
Matthäus 13 zeigt, wie das Reich nach der Verwerfung des Königs in verborgener, gemischter Gestalt auf der Erde existiert. Für Israel bedeutete das: nicht sofort Herrlichkeit, sondern eine Zwischenzeit.
Der Schatz (Israel) und die Perle (Die kostbare Perle → der Überrest Israels "aus dem Meer" zeigen, dass Gott in dieser Zeit dennoch zwei große Heilsgüter im Auge hat: Israel für die Zukunft und
die Die kostbare Perle → der Überrest Israels "aus dem Meer".

Übersichtstabelle: Matthäus 13, die ersten 6 Gleichnisse

Nr. Gleichnis & Stelle Bild Kernaussage Heilsgeschichtliche Bedeutung Bezug zu Israel / Gemeinde
1 Der Sämann (Mt 13,3–23) Vier Böden für den Samen Unterschiedliche Aufnahme des Wortes Das Reich beginnt durch Verkündigung; Frucht nur bei wenigen Israel verwirft mehrheitlich, nur Überrest bringt Frucht
2 Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24–30; 36–43) Weizen und Unkraut wachsen zusammen Wahre und falsche Bekenner nebeneinander Keine Trennung bis zum Endgericht durch Engel Israel lernt: kein sofortiges Gericht; Geduld Gottes
3 Senfkorn (Mt 13,31–32) Kleiner Same wird zu großem Baum Äußeres Wachstum, aber unnatürlich Reich wird äußerlich groß, aber von Bösem durchdrungen Aussaat des Senfkorns und es ist ein Ruheplatz auch für Dämonen geworden
4 Sauerteig (Mt 13,33) Sauerteig durchsäuert Mehl Verderbnis wirkt durchdringend Reich geprägt von falscher Lehre & Vermischung Israel sieht: Reich ist nicht heilig, sondern verdorben
5 Schatz im Acker (Mt 13,44) Verborgener Schatz im Feld Christus kauft den Acker um des Schatzes willen Schatz = Israel, verborgen, aber wertvoll Israel bleibt Gottes Eigentum, wird in Zukunft gehoben
6 Die kostbare Perle (Mt 13,45–46) Kaufmann findet eine Perle Christus gibt alles für diese eine Perle der Überrest Israels "aus dem Meer" Gemeinde als Braut Christi, in der Zwischenzeit gebildet

Heilsgeschichtliche Linie in Kurzform

  1. Wort gesät → Reaktionen unterschiedlich (Israel verwirft, Überrest glaubt).

  2. Gemischtes Reich → Wahre und falsche Bekenner nebeneinander.

  3. Unnatürliches Wachstum → Reich wächst äußerlich, aber nicht geistlich rein.

  4. Innerer Verderb → Sauerteig durchdringt die ganze Christenheit.

  5. Der Schatz → Israel bleibt Gottes Eigentum, verborgen in der Geschichte.

  6. Die Perle → der Überrest Israels "aus dem Meer", einzigartig in Gottes Augen.