00459 Der Ghomer aber ist ein Zehntel vom Epha.

Antwort:
Das hebräische Wort gōmer
bezeichnet ein Gefäßmaß, das den zehnten Teil eines
Epha ausmacht. Ein Gomer war
etwa 2,2 Liter.
Das Maß
wurde speziell zur Abmessung des Mannas verwendet (2. Mo
16,16.18.22.36).
➡️ Parallele: 4. Mo 11,7–9; Ps 78,24.
Antwort:
Das Epha ist ein hebräisches
Trockenmaß von etwa 22 Litern,
also zehn Gomer. Es wurde vor allem beim Messen von Getreide,
Mehl oder
Gerste verwendet (vgl. 2. Mo 16,36; 3. Mo 5,11; Hes 45,10–11).
➡️ Vgl. auch Sach 5,6–10: das Epha als Bild auf das Maß menschlicher
Bosheit in Babel.
Antwort:
Die Angabe erklärt für spätere Generationen die Relation zwischen den
alltäglichen Opfer- und Getreidemaßen und dem
Gomer
als Maßeinheit des
Himmelsbrots. So wird das
himmlische Maß (Manna) mit dem
irdischen Maß (Epha)
verbunden – ein Hinweis, dass Gott in allem ein gerechtes Maß hat.
➡️ Hebr 9,4; 2. Mo 16,33.
Antwort:
Weil jeder Israelit täglich von Gott abhängig leben sollte – „ein jeder
nach dem Maß seines Essens“ (2. Mo 16,16). Es war
kein Vorratsmaß,
sondern Ausdruck täglicher Gnade.
➡️ Vgl. Matth 6,11: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“
Antwort:
Damit jeder dasselbe Maß empfing, ungeachtet seiner Kraft oder seines
Fleißes. Das Maß sollte
Gleichheit in der göttlichen Versorgung ausdrücken.
➡️ 2. Mo 16,18: „Wer viel gesammelt hatte, hatte nichts übrig … wer
wenig gesammelt hatte, dem fehlte nichts.“
Antwort:
Gott befahl Mose, einen Gomer
voll Manna in einem goldenen Krug vor Jehova aufzubewahren –
als Zeugnis für kommende Generationen (2. Mo 16,32–34).
➡️ Dieser Krug wurde später in die Bundeslade gelegt (Hebr 9,4).
Antwort:
Ja – Mose und Aaron befolgten sie sofort (2. Mo 16,34). Das Manna blieb
als ewiges Zeugnis des göttlichen Lebensunterhalts erhalten.
➡️ Im Gegensatz dazu verfaultes Manna (2. Mo 16,20), wenn Menschen auf
Vorrat sammelten.
Antwort:
Ja, in den Opferbestimmungen: 3. Mo 5,11; 6,20; 4. Mo 15,4–12 – überall
begegnet das Epha als
Referenzmaß. Die Verbindung bleibt erhalten, auch in Hes 45,10–11, wo
gerechtes Maß gefordert wird.
Antwort:
Nur zeitweise. In der Richter- und Königszeit wurden Maße oft verfälscht
(Amos 8,5; Spr 20,10). Die Prophetie prangert „ungerechte Epha“ an – ein
Zeichen moralischer Verfalls.
➡️ Hes 45,9–12 zeigt, dass im messianischen Reich das gerechte Maß
wieder eingeführt wird.
Antwort:
Das Manna ist ein Bild des
Herrn Jesus als das Brot des Lebens (Joh 6,32–35). Der Gomer
steht für das individuelle Maß
der Gemeinschaft: jeder empfängt so viel Christus, wie er zu
genießen vermag.
Antwort:
Um das beständige Zeugnis der himmlischen Speise zu bewahren – das, was
Israel in der Wüste ernährte, sollte als ewiges Zeichen göttlicher Treue
bleiben.
➡️ Hebr 9,4: Goldener Krug mit Manna, Aarons Stab, Tafeln des Gesetzes.
Antwort:
Ein Gomer war das tägliche Maß
für eine Person. Das betont: Gottes Versorgung ist persönlich
und ausreichend, nicht überfließend im Vorrat, sondern vollkommen im
Moment.
Antwort:
Wie das tägliche Morgen- und Abendopfer (4. Mo 28,3–4), so erinnert das
tägliche Gomer Manna an
ständige Abhängigkeit – es gibt keinen geistlichen Vorrat an
Gnade ohne Gemeinschaft.
Antwort:
Er weist auf die vollkommene
göttliche Gerechtigkeit hin, die im Reich Christi herrschen
wird, wo jedes Maß gerecht ist (Hes 45,10–12).
Das Manna im Gomer ist
zugleich ein Zeugnis der Treue
Gottes in der Wüste, das im Reich sichtbar gewürdigt wird.
Antwort:
Ja: Lukas 6,38 – „Mit welchem Maß ihr messt, wird euch gemessen werden.“
Auch Paulus spricht von dem „Maß des Glaubens“ (Röm 12,3). Das Maß steht
stets für göttlich geregelte Teilhabe.
Antwort:
Im Gesetz gab Gott Maße und Vorschriften; in der Gnade gibt er das wahre
Manna selbst – Christus. Der Gomer war das Maß des äußeren Brotes,
Christus das Maß der inneren Erfüllung (Joh 6,49–51).
Antwort:
Ja, Mesopotamische Maße wie der
bat oder kor standen in
ähnlichem Verhältnis (1 Kor = 10 Epha = 100 Gomer). Die hebräische
Maßordnung spiegelt Gottes Ordnung auch im Alltag wider.
Antwort:
Jeder Gläubige soll täglich aus dem Wort leben – das „Manna“ des Himmels
–, im persönlichen Maß, aber in göttlicher Vollkommenheit.
➡️ Matth 4,4; 2. Tim 3,16–17.
Antwort:
Ja: In der Offenbarung (Offb 2,17) wird dem Überwinder „das verborgene
Manna“ verheißen – der himmlische Anteil an Christus. Der
Gomer im goldenen Krug ist
das Vorbild darauf.
Antwort:
Der Vers ist ein editorischer
Einschub, wahrscheinlich von Mose oder einem späteren
Schreiber, um den Lesern die Relation zu erklären.
Er verbindet das
himmlische Geschehen (Manna) mit den irdischen Ordnungen (Epha) – eine
Brücke zwischen Wüste und Tempel, Gnade und Gesetz.
3. Mo 23,13; 4. Mo 15,4
„Ein Gomer ist der zehnte Teil eines Epha.“ (2. Mo 16,36)
Der Gomer war ein Trockenmaß von
etwa 2,2 Litern,
das speziell zur Sammlung des Mannas diente (2. Mo 16,16). Das
Epha entsprach etwa
22 Litern,
also
genau zehn Gomer. Durch diese Angabe wurde für spätere Generationen
das Verhältnis zwischen den täglichen Speisemaßen
und den kultischen
Opfermaßen des Gesetzes festgelegt (vgl. 3. Mo 5,11; 4. Mo 15,4–12).
Der Gomer stand damit für das tägliche Maß göttlicher Gnade, während das Epha für das ganze Maß der göttlichen Ordnung im Opferdienst stand.
Jeder Israelit sollte täglich „ein Gomer für den Kopf“ sammeln (2. Mo 16,16). Wer mehr oder weniger sammelte, hatte dennoch genau das rechte Maß (V. 18). Dies ist ein wunderbares Bild göttlicher Versorgung:
Kein Überfluss – kein Mangel.
Jeder empfängt nach göttlichem Maß.
So wie das Manna täglich gesammelt wurde, sollen auch Gläubige heute täglich geistliche Nahrung im Wort Gottes empfangen (Matth 4,4). Der Gomer erinnert an das „tägliche Brot“ (Matth 6,11).
„Nimm ein Gomer voll Manna, und lege es nieder vor Jehova zur Aufbewahrung.“ (2. Mo 16,32–34)
Ein Gomer voll Manna wurde von
Mose und Aaron vor Jehova gelegt – als
bleibendes Zeugnis
der Treue Gottes.
Im Hebräerbrief wird dieser Krug in der Bundeslade genannt (Hebr
9,4):
Das Manna – Sinnbild der himmlischen Speise (Christus).
Der Krug – Sinnbild göttlicher Herrlichkeit.
Die Lade – Sinnbild der Gegenwart Gottes.
Hier begegnen wir also Christus, der wahre Himmelsmanna, das nicht verfällt (Joh 6,32–35). Der goldene Krug spricht von seiner göttlichen Natur, die das himmlische Brot unvergänglich bewahrt.
Im Lauf
der Geschichte Israels wurde das Maß (Epha) oft verfälscht (Amos
8,5; Spr 20,10). Die Propheten klagten über „ungerechte Epha und
falsche Waage“.
Doch im kommenden messianischen Reich werden alle Maße wieder
gerecht sein (Hes 45,9–12). Der Gomer bleibt
so ein
Sinnbild des vollkommenen
Maßes Gottes, das weder vermehrt noch vermindert werden
kann.
Christologisch: Das Manna ist ein Bild Christi, des wahren Brotes aus dem Himmel.
Ekklesiologisch:
Eschatologisch: Der goldene Krug mit Manna verweist auf das „verborgene Manna“ (Offb 2,17) – den himmlischen Anteil des Überwinders.
| Begriff | Bedeutung | Symbolik |
|---|---|---|
| Gomer | 1/10 Epha (≈ 2,2 l) | Tägliches Maß der Gnade |
| Epha | Grundmaß (≈ 22 l) | Vollmaß göttlicher Ordnung |
| Goldener Krug | Behältnis für das Manna | Bewahrung der himmlischen Nahrung |
| Verborgenes Manna | Christus im Himmel | Belohnung des Überwinders |
Der Gomer ist also das Maß des Himmels für die Erde – genug für jeden Tag, und zugleich ein bleibendes Zeugnis, dass Gottes Versorgung nie zu kurz und nie zu groß ist.