1. Grundlage: Masoretischer Text (Biblia Hebraica Stuttgartensia)
Ich orientiere
mich am
masoretischen Urtext des Alten Testaments,
wie er in der
BHS (Biblia
Hebraica Stuttgartensia) oder der neueren
BHQ (Biblia
Hebraica Quinta) überliefert ist.
Das ist die maßgebliche hebräische Textgrundlage,
auf der auch die
Elberfelder
1905 aufbaut.
🔹 2. Transliteration (Umschrift)
Ich verwende die wissenschaftliche Transliteration nach SBL-Standard (Society of Biblical Literature), allerdings leicht vereinfacht, damit sie für den Leser fließend lesbar bleibt:
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שׁ → sh
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ח → ch (nicht ḥ, damit es vertraut aussieht)
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ע → ʿ (ein sanftes Kehllautzeichen)
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א → ʾ (Glottisverschlusslaut)
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Vokale wie ā, ē, ō bleiben zur Unterscheidung langer Vokale gesetzt.
Beispiel:
אֵשֶׁת־חַיִל →
’eschet chajil
תּוֹרַת־חֶסֶד →
tôrat chesed
יִרְאַת יְהוָה →
jir’at JHWH
So behält der Text den Klang und Rhythmus des Hebräischen, bleibt aber für deutschsprachige Leser verständlich.
🔹 3. Grammatik und Wortwurzel
Ich leite die Wörter aus ihren hebräischen Wurzeln (Schoreš, שֹׁרֶשׁ) her, wie sie in den Standard-Lexika erscheinen:
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Brown–Driver–Briggs (BDB)
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Gesenius – Hebräisch-Chaldäisches Handwörterbuch
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HALOT – The Hebrew and Aramaic Lexicon of the Old Testament
Daher kann ich z. B. erklären, dass chajil sowohl „Kraft“ als auch „Heer“ meint, oder dass batach „ruhiges Vertrauen“ bedeutet – dieselbe Wortwurzel, die im Psalter für das Vertrauen auf Jehova gebraucht wird.
4. Theologische Verbindung
Ich verknüpfe
die Wortbedeutungen mit
den
biblischen Parallelverwendungen, sowohl im
Alten wie im Neuen Testament, und zeige, wie der
Gedanke durch die Schrift hindurchgetragen wird.
So entsteht eine
hebräisch
fundierte, aber geistlich ausgelegte Transkription
– genau das, was du ja in deinen Ausarbeitungen
suchst: grammatisch treu und zugleich geistlich
lebendig.