

Diese
Studienreihe zeigt, wie
Epheser
die himmlische Stellung der Gemeinde
in Christus
entfaltet und
Kolosser
die
Allgenugsamkeit Christi
in uns betont.
In
kompakten Fragen & Antworten
Gliederung von Lehre, Praxis und Anwendung – mit Bibelstellen (Elberfelder 1905)
https://www.elb2023.com/
„Christus und die Versammlung“ – Stellung, Berufung, Herrlichkeit
Beispielthemen:
Die Einleitung und Adressaten der beiden Briefe
„In Christus“ (Eph) vs. „Christus in euch“ (Kol)
Das Geheimnis des Christus
Die himmlischen Örter
Der neue Mensch
Das Haupt und der Leib
Die Fülle Gottes und die Fülle Christi
„Der Wandel, der der Berufung würdig ist“
Beispielthemen:
Der Wandel in Liebe, Licht und Weisheit (Eph 4–5)
Der Wandel im neuen Leben (Kol 3)
Die Ordnung in Haus, Ehe, Familie und Dienst
Gebet und Waffenrüstung (Eph 6 / Kol 4)
„Zwei Briefe – ein Christus“
Beispielthemen:
Warum der Heilige Geist im Epheser-, aber kaum im Kolosserbrief erwähnt wird
Die Stellung der Gemeinde in den Ratschlüssen Gottes
Die Vollkommenheit Christi als Haupt
Der Unterschied zwischen Stellung und Zustand
Praktische Anwendung auf die Gemeinde heute
„Christus und die Versammlung“ – Stellung, Berufung, Herrlichkeit
Epheser 1,1; Kolosser 1,2
Beide Briefe richten sich an Gläubige – „Heilige und Treue in Christus Jesus“.
Im Epheserbrief stehen sie vor Gott „in Christus“, im Kolosserbrief leben sie auf der Erde „in Christus Jesus“, mit Blick auf ihr tägliches Leben.
Epheser 1,3
Die Gläubigen sind „gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christus“.
Es geht um die himmlische Berufung, die Stellung und die Einheit der Versammlung in Christus.
Kolosser 1,18; 1,27
Christus ist das Haupt aller Dinge und wohnt in den Gläubigen: „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“.
Der Brief betont die persönliche Beziehung des Gläubigen zu Christus als Quelle und Ziel allen Lebens.
Epheser 2,6
Sie sind mit Christus auferweckt und mitsitzend „in den himmlischen Örtern“.
Es ist eine himmlische, vollendete Stellung – rein Gnade, nicht Erfahrung.
Kolosser 3,1–3
„Ihr seid mit Christus auferweckt … euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.“
Hier liegt der Akzent auf dem praktischen Wandel, der dieser Stellung entspricht.
Epheser 1,4; 2,13
Es beschreibt die neue Schöpfung: der Gläubige steht in Christus vor Gott, so angenommen, wie Christus selbst.
Diese Wendung betont die objektive Stellung in der Gnade.
Kolosser 1,27
Christus wohnt im Gläubigen als Leben, Hoffnung und Kraft.
Es ist die subjektive Seite: die innere Verbindung des Gläubigen mit dem Herrn.
Epheser 3,4–6
Das „Geheimnis des Christus“: dass Juden und Heiden in einem Leib vereint sind und Miterben in Christus.
Etwas völlig Neues, das in früheren Zeiten verborgen war.
Kolosser 1,26–27; 2,2
„Das Geheimnis … Christus in euch.“
Hier steht die Person Christi selbst im Mittelpunkt – Er ist das Geheimnis Gottes, in dem alle Schätze der Weisheit verborgen sind.
Epheser 1,3–14
Erwählung, Sohnschaft, Erlösung, Erbe, Versiegelung mit dem Geist – alle geistlichen Segnungen in den himmlischen Örtern.
Sie zeigen die Fülle der Gnade und den Ratschluss Gottes vor Grundlegung der Welt.
Kolosser 2,10–15
Wir sind „vollkommen gemacht in Ihm“, haben Vergebung, Befreiung und Teil an der Fülle der Gottheit in Christus.
Der Fokus liegt auf der Genugsamkeit Christi gegenüber allen menschlichen Zusätzen.
Epheser 1,22–23
Als Haupt über alles, gegeben der Versammlung, die sein Leib ist.
Christus ist das Zentrum der Ratschlüsse Gottes – der erhöhte Mensch in der Herrlichkeit.
Kolosser 1,15–20
Als Bild des unsichtbaren Gottes, Erstgeborener der Schöpfung und des neuen Lebens.
Er ist der Schöpfer, Erhalter, Versöhner und das Haupt der Versammlung – die Fülle Gottes wohnt leibhaftig in ihm.
Epheser 1,13–14; 2,22; 4,30
Der Geist ist das Siegel, Unterpfand und die Gegenwart Gottes in der Versammlung.
Er macht die Gläubigen zu einer Wohnung Gottes im Geist und befähigt sie zum Wandel.
Der Geist wird kaum erwähnt – der Blick ist auf Christus gerichtet.
Das Leben, die Kraft, die Erkenntnis – alles wird unmittelbar aus der Person des Herrn selbst abgeleitet.
Epheser 4,3; 5,15–17
Gleichgültigkeit im Wandel, Verlust der ersten Liebe und Spaltung.
Darum mahnt der Brief, die Einheit des Geistes zu bewahren und würdig der Berufung zu wandeln.
Kolosser 2,8; 2,18
Verführung durch Philosophie, jüdische Satzungen, Engelverehrung – kurz: menschliche Zusätze zu Christus.
Darum betont Paulus: „Christus ist genug“.
Epheser 1,22–23; 2,21–22; 5,25–27
Als Leib Christi, als Tempel Gottes und als Braut des Lammes.
Sie ist himmlisch, geistlich und ewig in den Ratschlüssen Gottes gegründet.
Kolosser 1,18; 2,19
Als Leib, der vom Haupt Christus abhängig ist.
Der Gedanke der Einheit bleibt, aber im Vordergrund steht das Haupt und die Lebensverbindung mit Ihm.
Epheser 3,20–21; Kolosser 2,9–10
Epheser endet mit einer Doxologie: Gott wird verherrlicht in der Versammlung und in Christus Jesus.
Kolosser fasst zusammen: In Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit, und wir sind vollkommen in Ihm.
Epheserbrief: Die himmlische Stellung der Gemeinde in Christus.
Kolosserbrief: Die Fülle und Allgenugsamkeit Christi in uns.
Beide offenbaren: Gottes Ratschluss ist, alles in Christus zu vereinigen (Eph 1,10 / Kol 1,20).
„Wandelt würdig des Herrn“ – Die Praxis des neuen Lebens
Epheser 4,1
„Ich ermahne euch nun … würdig zu wandeln der Berufung, mit der ihr berufen worden seid.“
Der Wandel soll der hohen himmlischen Stellung entsprechen – in Demut, Sanftmut und Liebe.
Kolosser 3,1–2
„Suchet, was droben ist … sinnet auf das, was droben ist.“
Der Wandel entspringt dem neuen Leben in Christus und richtet sich nach dem, was himmlisch ist.
Epheser 5,1–2; Kolosser 3,17
Der Wandel soll Christus widerspiegeln – in Liebe, im Wort, im Werk.
Epheser: Nachahmer Gottes in Liebe.
Kolosser: Alles im Namen des Herrn Jesus.
Epheser 4,3–4
Die Einheit des Geistes ist das göttliche Band, das alle Gläubigen in einem Leib vereint.
Sie soll bewahrt werden im praktischen Wandel durch Demut, Sanftmut und Geduld.
Kolosser 3,14–15
„Über dies alles aber die Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist.“
Die Liebe ist das innere Band der Einheit – das „Friede-Christi-Prinzip“ im Herzen der Gläubigen.
Epheser 4,11–12
Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer – zur Vollendung der Heiligen und zum Wachstum des Leibes.
Sie dienen dem Aufbau und der Festigung in der Wahrheit.
Kolosser 3,16
„Das Wort des Christus wohne reichlich in euch.“
Nicht so sehr die Gaben, sondern das innere Leben aus dem Wort steht im Vordergrund – jedes Glied dient in Weisheit und Gesang.
Epheser 4,22; Kolosser 3,9
Der alte Mensch ist der Zustand des Menschen in Adam – verdorben nach seinen Lüsten.
Er wurde mit Christus gekreuzigt; darum sollen wir seine Werke ablegen.
Epheser 4,24; Kolosser 3,10
Der neue Mensch ist geschaffen nach Gott, in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Er trägt das Bild Christi und zeigt sein Wesen im Wandel.
Epheser 5,2; 5,8; 5,15
Als Kind der Liebe, des Lichts und der Weisheit.
Der Wandel wird bestimmt von der göttlichen Natur, nicht vom alten Wesen.
Kolosser 3,12–14
Als Auserwählte Gottes, heilig und geliebt, in Barmherzigkeit, Demut, Sanftmut und Langmut.
Christus ist das Vorbild, seine Gesinnung soll in uns wohnen.
Epheser 6,17; Kolosser 3,16
Es ist das Schwert des Geistes und die Quelle aller Weisheit.
Im Epheserbrief als Waffe im Kampf, im Kolosserbrief als Reichtum zur Belehrung und Anbetung.
Epheser 6,18; Kolosser 4,2–3
Ständiges Gebet ist die Haltung des abhängigen Herzens.
Im Epheserbrief im geistlichen Kampf, im Kolosserbrief in Ausdauer und Dankbarkeit.
Epheser 5,22–6,9; Kolosser 3,18–4,1
In beiden Briefen dieselbe göttliche Ordnung: Ehe, Kinder, Eltern, Knechte, Herren.
Epheser legt den Schwerpunkt auf das Bild von Christus und der Versammlung, Kolosser auf die praktische Auswirkung des Herrn im Alltag.
Epheser 6,10–18; Kolosser 4,5–6
Epheser: mit der geistlichen Waffenrüstung – der Kampf gegen die Mächte der Finsternis.
Kolosser: mit Ermahnungen zum weisen Wandel gegen Außenstehende, in Gnade gewürzt mit Salz.
Epheserbrief: Der Wandel als Ausdruck der himmlischen Berufung – in Liebe, Licht und Kraft.
Kolosserbrief: Der Wandel
als Ausdruck des Lebens Christi in uns – in Weisheit, Wort und Gnade.
Beide zeigen: Die Stellung in
Christus wird zur
praktischen Lebensform im Herrn.
„Zwei Briefe – ein Christus“ – Die himmlische Stellung und die irdische Auswirkung
Der Epheserbrief zeigt die Gläubigen in Christus in den himmlischen Örtern, der Kolosserbrief zeigt Christus in den Gläubigen auf der Erde.
Der eine offenbart die Stellung, der andere die Kraftquelle des Lebens – beide zusammen bilden das ganze Bild des Christen in Christus.
Epheser: von oben nach unten – die Ratschlüsse Gottes entfalten sich zum Menschen.
Kolosser: von innen nach außen – das Leben Christi offenbart sich im Gläubigen.
Beides zusammen: göttliche Offenbarung und menschliche Antwort.
Epheser 1,22–23
Christus als Haupt der Versammlung, die sein Leib ist – die himmlische Einheit.
Der Blick ruht auf der Versammlung als dem Leib Christi in ihrer göttlichen Vollkommenheit.
Kolosser 1,18–19
Christus als Haupt über alles – der Mittelpunkt des Universums und der Versammlung.
Der Fokus liegt auf der Herrlichkeit Christi selbst, nicht auf der Versammlung.
Epheser 2,21–22; 5,25–27
Als Bau, Leib und Braut.
Der Epheserbrief entfaltet ihre himmlische Natur, göttliche Einheit und zukünftige Herrlichkeit.
Kolosser 2,19
Als Leib, der vom Haupt genährt und verbunden wird.
Hier steht die Abhängigkeit vom Haupt im Mittelpunkt – Christus ist die Quelle allen Wachstums.
Epheser: Gefahr der Kälte und Spaltung – Verlust der ersten Liebe.
Kolosser: Gefahr der Verführung und Gesetzlichkeit – menschliche Zusätze zu Christus.
Darum betont Epheser: Bewahre die Einheit, Kolosser: Halte fest an Christus.
Epheser zeigt das Werk des Geistes als Siegel, Unterpfand und Gegenwart Gottes in der Versammlung.
Im Kolosserbrief genügt Christus selbst als Quelle allen Lebens – der Geist wirkt verborgen, aber nicht thematisch entfaltet.
Epheser 1,9–10
Gottes ewiger Vorsatz ist, alles in Christus unter ein Haupt zusammenzufassen.
Der Wille Gottes ist der Plan der Herrlichkeit – die Einheit des Alls in Christus.
Kolosser 1,20
Gott will durch Christus alles mit sich versöhnen, was im Himmel und auf Erden ist.
Der Schwerpunkt liegt auf der Versöhnung – auf der Wiederherstellung der geschaffenen Ordnung durch Christus.
Epheser: „Mitauferweckt, mitsitzend in den himmlischen Örtern“ (Eph 2,6).
Kolosser: „Mit Christus gestorben und auferweckt“ (Kol 2,12–13; 3,1).
Der eine zeigt die Position, der andere die praktische Erfahrung dieser Stellung.
Epheser 1,17–18; Kolosser 1,9–10
In beiden Briefen betet Paulus um geistliche Erkenntnis.
Im Epheserbrief zur Einsicht in Gottes Ratschlüsse, im Kolosserbrief zur Einsicht in den Willen Gottes für den Wandel – also Lehre und Leben.
Christus ist alles und in allen (Kol 3,11) – der Mittelpunkt der Offenbarung und der Beziehung zu Gott.
Beide Briefe wurzeln in der Gnade Gottes, offenbart in der Person des Sohnes.
Epheser zeigt das himmlische Ziel Gottes – die vollendete Braut in Herrlichkeit.
Kolosser zeigt die gegenwärtige Erfahrung – Christus als Leben in der Zeit.
Die zwei Briefe überbrücken Gnade und Herrlichkeit, Gegenwart und Zukunft.
Er soll seine Stellung im Glauben festhalten (Epheser) und sie im täglichen Leben verwirklichen (Kolosser).
Die himmlische Wahrheit soll auf Erden sichtbar werden – Christus in uns, sichtbar für die Welt.
Epheserbrief: zeigt den göttlichen Ratschluss – die Versammlung in Christus.
Kolosserbrief: zeigt das
göttliche Leben – Christus in der Versammlung.
Gemeinsam offenbaren sie das ganze Werk Gottes:
👉 „Christus ist alles, und die
Versammlung ist in Ihm alles.“
| Abschnitt | Thema | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| Teil 1 | Lehrabschnitt | Die Stellung in Christus |
| Teil 2 | Praxisabschnitt | Der Wandel im Herrn |
| Teil 3 | Vergleich & Anwendung | Einheit von Stellung und Leben |
Epheserbrief
Kolosserbrief
Christus
Gemeinde
Leib Christi
Hauptschaft Christi
Himmlische Örter
Geheimnis des Christus
Neuer Mensch
Wandel im Herrn
Elberfelder 1905
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Versammlung Gottes
Doxologie
Waffenrüstung Gottes
Versöhnung in Christus
Stellung in Christus
Christus in uns
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