Fragen und Antworten

STEM Publishing

https://www.bibelkreis.ch/Darby%20Synopsis%20komplett/ohne_titel_3.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/kelly_william_at.html
https://www.bibelkreis.ch/BEGRIFFSERKLAERUNG/Kelly%20William%20NT.html  02.11.2025

00532 Zu 1. Korinther 7  Römer  Ehe Scheidung Wiederverheiratung



Hundert präzise Fragen und Antworten über
Ehe,
Scheidung,
Wiederverheiratung,
Ledige und Witwen –
ausschließlich nach Römer 7 und 1. Korinther 7.
Eine klare, geistlich fundierte Lehre für die Gemeindezeit unter Gnade, mit Hinweisen aus dem Grundtext und in der Sprache der Elberfelder 1905.

In dieser Ausarbeitung werden die Belehrungen des Apostels Paulus über Ehe, Scheidung, Wiederverheiratung, Ledige und Witwen nach Römer 7 und 1. Korinther 7 behandelt.
Die Antworten beruhen vollständig auf der Elberfelder Bibel 1905 und zeigen, dass die Ehe ein göttliches Band ist,
das nur durch den Tod aufgelöst wird.
Paulus unterscheidet klar zwischen Gebot und Rat und lehrt, wie Christen in Frieden, Heiligkeit und Hingabe leben sollen –
geführt nicht durch das Gesetz, sondern durch den Heiligen Geist.
Diese 100 Fragen und Antworten geben eine klare Orientierung für alle, die nach biblischer Ordnung in Ehe oder Ehelosigkeit wandeln möchten.


RÖMER 7 UND 1. KORINTHER 7 – 100 FRAGEN UND ANTWORTEN
(nach der Elberfelder 1905)

Teil 1: Die Ehe
Teil 2: Ehe und Scheidung
Teil 3: Wiederverheiratung
Teil 4: Ausnahmefälle
Teil 5: Paulus’ persönliche Meinung und göttliche Autorität
Teil 6: Die Ledigen
Teil 7: Die Witwen
────────────────────────────

VORWORT

Diese Ausarbeitung fasst die neutestamentliche Belehrung über Ehe, Scheidung, Wiederverheiratung, Ledige und Witwen
ausschließlich nach Römer 7 und 1. Korinther 7 zusammen.
Sie stützt sich auf die Elberfelder Bibel 1905 und berücksichtigt den inspirierten Grundtext.
Die Aussagen des Herrn Jesus in den Evangelien werden hier nicht als Grundlage genommen,
weil sie vor der Sendung des Heiligen Geistes an Israel gerichtet waren und das Gesetz noch in Kraft war.
Paulus dagegen lehrt die Gemeinde, die unter Gnade steht, in der Kraft des Heiligen Geistes.

Der Zweck dieser 100 Fragen und Antworten ist nicht, menschliche Meinungen zu stützen,
sondern das Licht des Wortes Gottes über die göttliche Ordnung der Ehe in der Zeit der Gemeinde aufleuchten zu lassen.
Alle Antworten sind aus dem biblischen Zusammenhang entwickelt und sollen helfen, in den Wegen des Friedens und der Heiligkeit zu bleiben.

────────────────────────────
RÖMER 7 UND 1. KORINTHER 7 – 100 FRAGEN UND ANTWORTEN
(nach der Elberfelder Bibel 1905, mit grundsprachlichen Hinweisen)
────────────────────────────

Teil 1: Die Ehe

1. Was ist nach Römer 7,2–3 der Grundsatz der Ehe?
Die Ehe ist ein bindender Bund, der nur durch den Tod aufgehoben wird. „Die verheiratete Frau ist durch Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt.“
Grundtext: „dedetai“ (δεδέται) = „gebunden, gefesselt“.
Die Ehe ist also rechtlich und geistlich eine dauerhafte Bindung.

2. Wie veranschaulicht Paulus in Römer 7 die Ehebeziehung?
Paulus verwendet sie als Bild für das Verhältnis von Gesetz und Gnade: Der Mensch ist „dem Gesetz gestorben“ durch den Leib Christi, damit er einem anderen angehöre – Christus (V.4).
Die Ehe illustriert hier eine dauerhafte, aber durch den Tod endende Bindung.

3. Welche Schlussfolgerung zieht Paulus daraus für Gläubige?
Wie die Frau durch den Tod des Mannes frei wird, so sind wir durch den Tod Christi frei vom Gesetz, um in einer neuen Beziehung zu leben.
Ehe bleibt also ein Abbild von Bundestreue.

4. Wie bezeichnet 1. Korinther 7,2 die Ehe?
„Wegen der Hurerei habe jeder seine eigene Frau und jede habe ihren eigenen Mann.“
Die Ehe ist ein göttlicher Schutzraum gegen sexuelle Unmoral (griechisch „porneia“).

5. Was bedeutet „eigene Frau / eigener Mann“ im Grundtext?
„Heautos“ (ἑαυτοῦ) – betont das persönliche, ausschließliche Eigentum in der ehelichen Gemeinschaft.

6. Was sagt Paulus über die eheliche Pflicht?
„Der Mann leiste der Frau die schuldige Pflicht, ebenso auch die Frau dem Mann“ (1. Kor 7,3).
Das Wort „opheilēn“ (ὀφειλήν) bedeutet wörtlich „geschuldete Verpflichtung“. Ehe ist also auch ein gegenseitiger Dienst in Liebe.

7. Wer hat Verfügungsrecht über den Leib?
Nicht mehr der einzelne, sondern der Ehepartner (V.4). Diese Aussage hebt das gegenseitige Vertrauen und die Einheit hervor.

8. Wie lange soll man sich enthalten?
Nur „mit gegenseitigem Einverständnis und zeitweise, damit ihr Muße habt zum Gebet“ (V.5). Danach sollen sie wieder zusammenkommen, „damit der Satan euch nicht versuche“.
Das zeigt die geistliche Dimension der Ehe.

9. Ist die Ehe ein Gebot?
Paulus sagt in V.6: „Ich sage dies als Nachsicht, nicht als Befehl.“ Ehe ist nicht zwingend, aber empfohlen.

10. Welche Einstellung hatte Paulus selbst zur Ehe?
Er war ledig und sagt: „Ich wünschte, alle Menschen wären, wie auch ich bin“ (V.7). Doch er erkennt: Jeder hat seine eigene Gnadengabe.

11. Ist die Ehe eine Gnadengabe?
Ja. Paulus nennt sie „charisma“ (χάρισμα) – eine Gabe Gottes, genauso wie das Ledigsein.

12. Ist die Ehe nur eine menschliche Ordnung?
Nein. Nach 1. Mose 2,24 und Römer 7,2 ist sie eine göttliche Stiftung. Der Bund bleibt gültig, solange beide leben.

13. Worin besteht die Heiligkeit der Ehe?
In 1. Kor 7,14 heißt es: „Der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den Bruder.“
Das bedeutet keine Errettung, sondern eine Absonderung zum göttlichen Bereich.

14. Welches Ziel verfolgt Paulus mit diesen Belehrungen?
Frieden, Heiligkeit und Ordnung in den Häusern der Gläubigen.

15. Zusammenfassung:
Die Ehe ist eine lebenslange, heilige, gegenseitige Bindung, gegründet von Gott, geschützt durch Liebe und Treue, und nur durch den Tod gelöst.

────────────────────────────

Teil 2: Ehe und Scheidung

16. Dürfen Christen sich scheiden lassen?

  1. Kor 7,10–11: „Nicht ich, sondern der Herr gebietet: Die Frau soll sich nicht vom Mann scheiden.“
    Das ist ein direktes Gebot des Herrn – keine Scheidung unter Christen.

17. Was, wenn sie sich dennoch trennt?
„So bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann.“
Also keine neue Ehe, sondern Versöhnung.

18. Gilt das auch für den Mann?
Ja, „der Mann soll die Frau nicht entlassen“ (V.11b). Beide Seiten sind verpflichtet.

19. Gibt es eine Unterscheidung zwischen Gläubigen und Ungläubigen?
Ja. In V.12–13 spricht Paulus über gemischte Ehen (ein Gläubiger, ein Ungläubiger).
Wenn der Ungläubige einverstanden ist zu bleiben – bleibe er.

20. Was, wenn der Ungläubige sich trennen will?
„Wenn der Ungläubige sich trennt, so trenne er sich: der Bruder oder die Schwester ist nicht geknechtet in solchen Fällen“ (V.15).
Das Wort „dedoulōtai“ (δεδούλωται) bedeutet „versklavt“ – also keine Bindung zum Bleiben, aber keine ausdrückliche Erlaubnis zur Wiederheirat.

21. Was ist das Ziel dieser Regel?
„Denn Gott hat uns in Frieden berufen“ (V.15b).
Der Christ soll nicht Streit, sondern Frieden suchen.

22. Hat Scheidung im christlichen Sinn denselben Charakter wie im Gesetz Mose?
Nein. Das Gesetz erlaubte aus Herzenshärtigkeit (Matth. 19,8), aber im Neuen Bund ist die Ehe ein Abbild Christi und der Gemeinde.

23. Wie sieht Paulus den Zustand nach einer Trennung?
Unverheiratet bleiben oder Versöhnung – keine neue Ehe.

24. Ist Scheidung Sünde?
Ja, weil sie das göttliche Band trennt, das nur der Tod auflöst.

25. Was, wenn ein Ehepartner geistlich missachtet wird?
Selbst dann gilt: „Bleibe in dem Beruf, in dem du berufen bist“ (V.20).
Das heißt: Treue, solange der andere nicht selbst trennt.

────────────────────────────

Teil 3: Wiederverheiratung

26. Darf eine geschiedene Frau wieder heiraten?
Nach Römer 7,3: „Wenn der Mann lebt und sie einem anderen Mann zu eigen wird, so wird sie Ehebrecherin genannt.“
Also: solange der erste Mann lebt – keine neue Ehe.

27. Was, wenn der Mann gestorben ist?
„Wenn der Mann gestorben ist, ist sie frei vom Gesetz, so daß sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie eines anderen Mannes wird.“
Nur durch Tod gelöst.

28. Gilt das auch umgekehrt?
Ja. Auch der Mann ist an die Frau gebunden, solange sie lebt (vgl. 1. Kor 7,39).

29. Was sagt Paulus über die Witwe?
„Sie ist frei, wen sie will zu heiraten, nur im Herrn“ (1. Kor 7,39).

30. Warum „nur im Herrn“?
Die neue Ehe soll auf geistlicher Einheit beruhen – beide Gläubige in Christus.

31. Gilt das auch für eine Geschiedene?
Nur wenn der Tod das Band gelöst hat – nicht durch menschliches Urteil.

32. Gibt es also biblisch eine Wiederverheiratung bei Lebzeiten des Partners?
Nein. Römer 7,2–3 und 1. Kor 7,10–11 schließen das aus.

33. Ist das eine Härte?
Nein, es ist Gnade – ein Schutz vor weiterem Schaden und vor geistlicher Untreue.

34. Wie sieht Paulus den ledigen oder verwitweten Zustand?
Als „glückseliger, wenn sie so bleibt“ (1. Kor 7,40).

35. Warum?
Weil sie ungeteilt dem Herrn dienen kann.

────────────────────────────

Teil 4: Ausnahmefälle

36. Gibt es eine Ausnahme, in der Wiederheirat erlaubt ist?
Paulus nennt keine. Der einzige „Trennungsfall“ (V.15) bedeutet nur Freiheit vom Zwang – nicht Freiheit zur neuen Ehe.

37. Was, wenn Ehebruch geschieht?
Paulus erwähnt das nicht in 1. Kor 7. In Matth. 19,9 (Wort an Israel) wird eine Ausnahme genannt, aber das richtet sich nicht an die Gemeinde.
Paulus schweigt bewusst – weil die Gemeinde unter Gnade steht, nicht unter mosaischer Rechtsprechung.

38. Warum nennt Paulus keine Ausnahme?
Weil er auf den Grundsatz des Kreuzes und der neuen Schöpfung baut – nicht auf das Gesetz.

39. Was bedeutet „nicht geknechtet“ (1. Kor 7,15)?
Der Gläubige ist nicht gezwungen, das Zusammenleben zu erzwingen – aber keine Rede von Wiederheirat.

40. Wie soll sich der Gläubige in solchen Fällen verhalten?
In Frieden bleiben, beten und dem Herrn die Entscheidung überlassen.

41. Kann die Gemeinde eine Scheidung aufheben oder neu deuten?
Nein. Nur Gott selbst kann binden oder lösen.

────────────────────────────

Teil 5: Paulus’ persönliche Meinung und göttliche Autorität

42. Wo unterscheidet Paulus zwischen Gebot und Meinung?

  1. Kor 7,10: „Nicht ich, sondern der Herr gebietet“ – göttliches Gebot.

  2. Kor 7,12: „Ich sage, nicht der Herr“ – persönliche apostolische Anwendung.

43. Bedeutet das, Paulus’ Meinung sei weniger inspiriert?
Nein. Auch seine „Meinung“ steht unter Leitung des Geistes; sie betrifft Bereiche, zu denen der Herr keine direkte Aussage gegeben hatte.

44. Warum macht Paulus diese Unterscheidung?
Um zwischen den Worten Jesu in den Evangelien (an Israel) und seiner Anwendung auf die Gemeinde zu unterscheiden.

45. Was meint Paulus mit „Ich meine, dass auch ich Gottes Geist habe“ (V.40)?
Er bekräftigt, dass auch seine Urteile geistlich autoritativ sind.

46. Warum spricht Paulus oft pastoral und nicht gesetzlich?
Weil die Gemeinde unter Gnade steht – Leitung durch den Geist, nicht durch starre Vorschriften.

47. Was zeigt dieser Abschnitt über Paulus’ Haltung zur Ehe?
Tiefe Ehrfurcht vor Gottes Ordnung, aber zugleich Verständnis für menschliche Schwachheit.

────────────────────────────

Teil 6: Die Ledigen

48. Wie bezeichnet Paulus die Ledigen?
Als solche, die eine besondere Gabe haben (V.7).

49. Sollten Ledige heiraten?
Wenn sie sich nicht enthalten können – ja (V.9). „Besser heiraten als in Glut geraten.“

50. Was bedeutet „pyrousthai“ (πυροῦσθαι)?
„Entbrennen, in Begierde brennen“ – ein Bild für unbeherrschte Leidenschaft.

51. Welche Haltung empfiehlt Paulus grundsätzlich?
„So bleibe jeder, wie er berufen ist“ (V.20).

52. Warum?
Weil die äußeren Umstände vergänglich sind (V.31) und das Bleiben in der Berufung inneren Frieden bewirkt.

53. Ist das Ledigsein ein höherer Stand?
Nicht in Wert, aber in Freiheit für den Herrn.

54. Welche Vorteile nennt Paulus?
Der Ledige „sorgt für das, was des Herrn ist“ (V.32), die Verheiratete „sorgt für das, was des Mannes ist“ (V.34).
Es geht um Ungeteiltsein.

55. Wie nennt Paulus diese Haltung?
„Um des Anstands und der Anhänglichkeit am Herrn willen“ (V.35).

56. Wie sollen Eltern mit unverheirateten Töchtern umgehen (V.36–38)?
Wenn sie meint, er handle unziemlich, darf er sie heiraten lassen – es ist keine Sünde.
Aber wer sie nicht verheiratet, tut besser.
Das ist Seelsorge, keine Vorschrift.

────────────────────────────

Teil 7: Die Witwen

57. Was sagt Paulus über Witwen?
„Wenn sie bleiben, wie sie sind, ist es besser“ (V.40).

58. Warum besser?
Weil sie freie Hingabe an den Herrn haben.

59. Dürfen Witwen wieder heiraten?
Ja, „wenn sie wollen, nur im Herrn“ (V.39).

60. Was bedeutet „nur im Herrn“?
Nicht nur rechtlich, sondern geistlich – ein gläubiger Mann.

61. Wird die Witwe durch eine neue Ehe verunreinigt?
Nein. Römer 7,3 – durch Tod gelöst, daher frei.

62. Gibt es Grenzen für die Wiederverheiratung von Witwen?
Nur die geistliche Grenze: im Herrn.

63. Wie sieht Paulus die Berufung der Witwe?
Als würdevollen, geachteten Stand, wenn sie im Glauben verharrt.

64. Welche Verantwortung hat die Gemeinde gegenüber Witwen?

  1. Tim 5,3–10 zeigt, dass sie geehrt und unterstützt werden sollen, wenn sie gottesfürchtig leben.

65. Warum schließt Paulus diesen Abschnitt mit „glückseliger, wenn sie so bleibt“?
Weil das Leben ganz dem Herrn gewidmet sein kann – ohne irdische Ablenkung.

────────────────────────────

Ergänzende Lehrfragen (zur Abrundung bis 100)

66. Was ist das „Gesetz des Mannes“ in Römer 7,2?
Die göttliche Ordnung der Ehe – kein römisches Zivilrecht, sondern Schöpfungsordnung.

67. Welche Parallele zieht Paulus zwischen Gesetz und Ehe?
Beide binden, bis der Tod eintritt – dann folgt Freiheit für eine neue Beziehung.

68. Ist Trennung gleich Scheidung?
Nein. Trennung kann faktisch bestehen, aber das Band bleibt.

69. Bedeutet „nicht geknechtet“ (1. Kor 7,15) Freiheit zur Wiederverheiratung?
Nein. Es bedeutet nur Freiheit vom Zusammenleben, nicht vom Ehebund.

70. Wie versteht man „Bleibe in dem Beruf“ (V.20)?
Beruf = Lebensstand, in dem man berufen wurde.

71. Warum ruft Paulus nicht zum Kampf um Rechte auf?
Weil die christliche Berufung Frieden und Demut lehrt.

72. Welche Stellung hat die Frau im Herrn?
„Im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau“ (1. Kor 11,11).
Gegenseitige Abhängigkeit in Christus.

73. Warum betont Paulus den Frieden (V.15)?
Weil der Herr selbst Friedefürst ist – der Christ soll Ihn widerspiegeln.

74. Was bedeutet „jeder, wie Gott ihm zugeteilt hat“ (V.17)?
Gottes Vorsehung bestimmt den Stand – Ehe, Ledigkeit, Witwentum.

75. Soll man den Stand wechseln, wenn man gläubig wird?
Nein. „Bleibe darin, wie du berufen bist“ (V.24).

76. Warum ist das wichtig?
Um zu zeigen, dass geistliches Leben unabhängig von äußeren Umständen ist.

77. Was zeigt Paulus über den Wert geistlicher Reinheit?
Dass sie wichtiger ist als äußerliche Freiheit oder Bindung.

78. Wie behandelt Paulus die Versuchung?
Er erkennt sie real an (V.5,9), aber weist auf Gebet und Enthaltsamkeit hin.

79. Was ist der Unterschied zwischen „Gebot“ und „Rat“ bei Paulus?
Gebot = göttliche Weisung; Rat = geistlich weise Empfehlung.

80. Gibt es in der Gemeinde zwei Stände (Verheiratet/Unverheiratet)?
Ja, aber beide gleichwertig im Herrn.

81. Wie sieht Paulus das Verhältnis zwischen Körper und Geist in der Ehe?
Gegenseitig gehörend, aber geistlich geführt.

82. Was schützt die Ehe vor Sünde?
Treue, gegenseitige Hingabe und geistliche Einheit.

83. Was zerstört die Ehe?
Unzucht, Untreue, Eigenwille, fehlende geistliche Leitung.

84. Welche Haltung empfiehlt Paulus bei Streit?
Versöhnung, nicht Flucht.

85. Ist die Ehe ein Sakrament?
Nein. Sie ist eine göttliche Einrichtung, aber kein Heilsakt.

86. Warum darf eine Ehe nicht leichtfertig geschlossen werden?
Weil sie ein Bild der Einheit Christi mit der Gemeinde ist.

87. Wie sollen Gläubige die Ehe betrachten?
Als heilig, dauerhaft und geistlich getragen.

88. Was ist der Unterschied zwischen jüdischem und christlichem Eheverständnis?
Das jüdische basiert auf Gesetz, das christliche auf Gnade und Beziehung zu Christus.

89. Was bedeutet „Ehe im Herrn“ praktisch?
Gemeinsames Leben unter seiner Herrschaft, mit geistlicher Einheit.

90. Welche Verantwortung trägt der Mann?
Er ist Haupt der Frau (Eph 5,23) – in Liebe und Opfer.

91. Welche Verantwortung trägt die Frau?
Unterordnung im Herrn – als Antwort auf Liebe.

92. Warum spricht Paulus so nüchtern über Ehefragen?
Weil es um geistliche Realität geht, nicht um Gefühle.

93. Wie zeigt sich geistliche Reife in Ehefragen?
In Selbstbeherrschung, Treue, Gebet und Liebe.

94. Wie beurteilt Paulus Ehelosigkeit ohne Berufung?
Als schwer tragbar; besser heiraten.

95. Wie nennt Paulus das eheliche Zusammenleben?
„Ein Fleisch werden“ – göttliche Einheit.

96. Was ist die größte Gefahr bei Ehefragen in der Gemeinde?
Vermischung von weltlicher und göttlicher Sicht.

97. Wie kann man das vermeiden?
Durch beständige Ausrichtung an Gottes Wort.

98. Was ist das Ziel der ganzen Belehrung in 1. Kor 7?
Heiligkeit, Frieden und Hingabe an den Herrn.

99. Wie endet Paulus seine Belehrung?
Mit der Gewissheit: „Ich meine, dass auch ich Gottes Geist habe.“

100. Zusammenfassung aller sieben Themen:
Ehe ist ein göttliches Band auf Lebenszeit; Scheidung widerspricht dieser Ordnung; Wiederverheiratung ist nur nach Tod erlaubt; Ausnahmefälle lösen keine geistliche Freiheit; Paulus’ Rat steht unter göttlicher Leitung; Ledige und Witwen sollen in Heiligkeit bleiben; und über allem steht der Ruf: „Bleibe in dem Stand, in welchem du berufen bist, bei Gott.“

────────────────────────────

────────────────────────────

────────────────────────────
SCHLUSSABSCHNITT

In allen Fragen, die mit Ehe, Scheidung oder Wiederverheiratung zusammenhängen, steht nicht die Freiheit des Menschen, sondern die Treue Gottes im Mittelpunkt. Die Ehe ist ein göttliches Bild der unverbrüchlichen Verbindung Christi mit seiner Gemeinde. Darum ist sie unauflöslich, solange beide leben. Jede Trennung oder Neuverbindung außerhalb dieser Ordnung zerstört das Zeugnis der Treue Christi.
Paulus lehrt in diesen Kapiteln, dass der Christ zu Frieden, Heiligkeit und Hingabe berufen ist. Ob verheiratet, ledig oder verwitwet – jeder soll „in dem Beruf bleiben, in welchem er berufen ist, bei Gott“.
So ist das bleibende Ziel: ein Leben zur Ehre des Herrn Jesus, in Reinheit, Sanftmut und wahrer Freiheit des Geistes.





Römer 7
1 Korinther 7
Ehe nach der Bibel
Ehescheidung Bibel
Wiederverheiratung Bibel
Ledige im Neuen Testament
Witwen im Neuen Testament
Biblische Eheordnung
Paulus Lehre über Ehe
Ehe und Gesetz
Ehe unter der Gnade
Trennung und Versöhnung
Christliche Ehe
Biblische Treue
Unauflöslichkeit der Ehe
Gottes Ordnung für Ehe
Biblische Ehelosigkeit
Paulus über Ledige
Paulus über Witwen
Römerbrief Kapitel 7
1 Korintherbrief Kapitel 7
Elberfelder 1905
Bibelkreis Zürich
Hans Peter Wepf
Bibelkreis Ausarbeitung
Christliche Lehre
Neues Testament
Ehe im Herrn
Frieden und Heiligkeit
Gnade statt Gesetz
Ehe als Bund
Christus und die Gemeinde